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Region

Die SüDoStSchweiz am Sonntag | 29. MAi 2011

Von Golf bis Jack the Ripper Zum zweiten Mal haben die Lehrpersonen der Oberstufe Buchholz in Glarus Lehrlingsverantwortliche zu einem Lehrfirmenapéro eingeladen. Dabei wurden die Projektarbeiten der Real- und Sekundarschüler präsentiert.

neu gibt es ein abschlusszeugnis Jean-Daniel Laurent, Vorsteher Sekundarstufe, erläuterte die Projektarbeit etwas näher. «Die Jugendlichen wählten Themen von ganz unterschiedlicher Prägung», führte er aus. Da werden Länder und Städte präsentiert, medizinische Bereiche wie Krebs oder Epilepsie behandelt, Sportarten wie Fussball, Basketball oder Golf vorgestellt und auch ganz spezielle Bereiche wie «Jack the Ripper» oder «Leonardo da Vinci» ge-

Ländlerweihnacht neu organisiert Die Ländlerweihnacht, welche in den vergangenen 35 Jahren vom Volksmusikverband (VSV) Sektion Glarnerland erfolgreich organisiert worden ist, findet auch in diesem Jahr wieder statt. Näfels. – Die 36. Ausgabe der Original-Ländlerweihnacht findet am Samstag, 17. Dezember 2011, in der Lintharena statt. Der Vorverkauf zu diesem Ländleranlass wird von der Lintharena organisiert und startet bereits am 1. Juni. Von 19.30 bis 3.50 Uhr werden unter anderem das Quartett Berner Örgeliplausch, die Waldhöckler-Kapelle, die Silvester-Schellner und das Schwyzer Trio Gantegruess die Gäste unterhalten. 1976 wurde die Ländlerweihnacht von der VSV Sektion Glarnerland in der Absicht gegründet, einen jährlich wiederkehrenden Anlass mit urchiger Tanzmusik ins Leben zu rufen. Aufgrund Personalmangels im Vorstand der VSV Sektion Glarnerland hat die Lintharena die Organisation übernommen. (mo)

Von Aldo Lombardi Glarus. –Thomas Hämmerli, Schulleiter Oberstufe Buchholz, durfte am Freitagabend in Glarus wiederum eine erfreulich grosse Zahl vonVertreterinnen und Vertretern von Lehrfirmen willkommen heissen. «Nach dem letzten Gedankenaustausch hat die Lehrerschaft im letzten Schuljahr einige Änderungen eingeführt», erklärte Hämmerli, «um den Einstieg in die Arbeitswelt noch besser zu ermöglichen, um die Motivation aufrecht zu erhalten und die Verantwortung für selbständiges Lernen zu stärken.» So müssen die Jugendlichen in einem sogenannten Stellwerk ihre Kenntnisse und Fähigkeiten testen. Darauf basierend wird ein Standortgespräch geführt, in dem die Stärken und Schwächen behandelt, die beruflichen Neigungen eruiert und die Berufswahlsituation diskutiert werden. Wichtiger Bestandteil im 9. Schuljahr bildet sodann die Projektarbeit.

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Projektarbeit: Cyril Ender (links) und Fabian Henseler stellen ihren Solarofen vor.

wählt. Die Schülerinnen und Schüler müssen ein Journal führen und eine Abschlussarbeit schreiben. Für die Projektarbeit gibt es eine Note im neuen Abschlusszeugnis. In diesem werden auch die Sachkompetenz benotet und die Selbst- und Sozialkompetenz bewertet. «Wer sich jedoch in der neunten Klasse hängenlässt, der erhält kein solches Abschlusszeugnis, sondern nur ein normales Zeugnis», sagte Hämmerli. Im Gedankenaustausch mit denVerantwortlichen der Lehrbetriebe wurden verschiedene Themen behandelt.

So gab es die Feststellung, dass sich ein allzu früher Lehrvertrag für gewisse Jugendliche negativ auswirke, weil sie dann in ihren schulischen Leistungen stark nachliessen. Ein Problem sei auch, dass praktisch alle Oberstufen zum gleichen Zeitpunkt ihren Schülern die Möglichkeit zu den Schnuppertagen gewähren. Vorstellen der Projekte Die Lehrlingsverantwortlichen aus den Betrieben hatten auch Gelegenheit, die ausgestellten Projektarbeiten zu begutachten. Manch eine Lehr-

Bild Aldo Lombardi

meisterin oder ein Lehrmeister mag dabei gestaunt haben, welch fantasievolle Arbeiten die künftigen «Stifte» gewählt haben. Vor dem Plenum der versammelten Lehrlingsverantwortlichen konnten je zwei Mädchen und Burschen ihre Projektarbeit kurz vorstellen. Stefanie Bühler und Janinne Weber zeigten dabei, wie man aus alten Kleidern oder Stoffresten neue Kleider kreieren und nähen kann, und Cyril Ender und Fabian Henseler liessen ihr Talent als Tüftler erkennen und präsentierten einen von ihnen konstruierten Solarofen.

Betrunken in Kandelaber geprallt Rorschacherberg. – Am Freitagabend ist ein stark alkoholisierter Mann in Rorschacherberg (SG) mit seinem Lieferwagen in einen Kandelaber geprallt, wie die Kantonspolizei St. Gallen gestern mitteilte. Der 46-Jährige war so stark betrunken, dass eine polizeiliche Befragung nicht möglich war, heisst es im Communiqué. (sda)

17-Jähriger löst Auffahrunfall aus Bütschwil. –Am Freitagabend ist es in Bütschwil (SG) zu einem Auffahrunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen gekommen. Ein 17-Jähriger ohne Ausweis fuhr mit seinem Auto in ein vor ihm fahrendes Fahrzeug. Dieses wurde in zwei weitere Autos geschoben. Zwei Personen wurden verletzt und mussten ins Spital gebracht werden, teilte die St. Galler Polizei am Samstag mit. (sda)

Schleuderunfall in Autobahneinfahrt Neuhaus. –Am Freitag, um 17.50 Uhr, ist ein Auto bei der Autobahneinfahrt Neuhaus (SG) auf nasser Fahrbahn ins Schleudern geraten und in die Leitplanke geprallt. Die 21-jährige Lenkerin musste leicht verletzt ins Spital gebracht werden. (kapo)

Kilometerlanger Stau wegen Baustelle

Neues Leben in der ehemaligen Zoohandlung

In der ehemaligen Zoohandlung an der Stampfgasse in Glarus hat der Verein Werkstatt-Café am Freitagabend seine neuen Räumlichkeiten eröffnet. In diesen bietet der Verein sozial benachteiligten und psychisch kranken Menschen betreute Arbeitsplätze und einen Treffpunkt an. Vorerst wurde das Angebot aber der Bevölkerung vorgestellt. Dabei konnte man sich unter anderem Tattoos sprayen. Bild Sasi Subramaniam

Luzern. – Die Verkehrslawine Richtung Süden vor Auffahrt und Pfingsten hat bereits am Samstag eingesetzt. Als Nadelöhr erwies sich für einmal nicht die Einfahrt in den Gotthardstrassen-Tunnel in Göschenen (UR), sondern die Autobahnbaustelle in Luzern. Wegen der Sanierung des Reussport- und des Sonnenbergtunnels in Luzern und der damit verbundenen Einschränkung der Fahrbahnen, kam es ab Samstagmorgen auf der A2 zu einem Rückstau von 10 Kilometern. Das Stauende befand sich nach Angaben der Verkehrsdienste bei der Raststätte Neuenkirch LU. Der Zeitverlust betrug 50 Minuten. Das hohe Verkehrsaufkommen führte im Verlaufe des Tages auch beidseits des Gotthardstrassentunnels zu Verkehrsbehinderungen. Nennenswerte Staus von mehreren Kilometern Länge wurden aber bis Samstagmittag nicht verzeichnet. (sda)

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Die Ländlerweihnacht, welche in den vergangenen 35 Jahren vom Volksmusikverband (VSV) Sektion Glarnerland erfolgreich organisiert worden ist...