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Lesezug-Profi

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Dido mag Zimtschnecken und scheint Kriminalfälle magisch anzuziehen – außerdem ist sie mutig, schlau und hat das Herz auf dem rechten Fleck. So steht sie ihrem Freund Bruno zur Seite, der sich plötzlich ganz anders verhält, als sie es von ihm gewohnt ist ... Sie geht einer Diebstahlserie in ihrer Schule nach und rettet einen jungen Hund in letzter Sekunde ...

Les

Vor- und Mitlesen

. Klasse Ein Ich-lese-selbst-Buch, in dem sich die Textlänge pro Kapitel langsam steigert. Große Fibelschrift l Jede Seite illustriert l Kapitelunterteilung

2. Klasse Spannende, lustige Geschichten, die zum Lesen motivieren und die Lesekompetenz stärken. Fibelschrift l Jede Seite illustriert l Kapitelunterteilung

3. Klasse Altersgemäße Inhalte, die das sinnerfassende Lesen fördern. Große, leicht lesbare Schrift l stark illustriert l Kapitelunterteilung

Dido greift ein

Eine, in Kapitel unterteilte, durchgehende Geschichte mit vielen Illustrationen. Einzelne Wörter und Satzteile sind durch Bilder ersetzt. Dies regt zum kreativen Sprachgebrauch an.

Lesefreundlich gesetzte, farbig illustrierte Bücher mit altersgemäßen Inhalten, die auch Lesemuffel zum Lesen verlocken.

Lesezug-Profi Umfangreiche Bücher für Kinder, die begeisterte Vielleser sind. Reichlich schwarzweiß illustriert. Unterschiedlich gestaltet, wie „Erwachsenen-Bücher“.

zu allen Bänden des G&G-Lesezugs kostenlos downloaden unter www.lesezug.at

ISBN 978-3-7074-1490-5 € 8,95

Sinnerfassendes Lesen trainieren: Kreatives Begleitmaterial

Schreiber-Wicke

4. Klasse

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Edith Schreiber-Wicke

Digrdeio ft e in


Dido greift ein


L es ezug - P r o f i Liebe Mütter, liebe Väter, liebe Omas, liebe Opas, liebe Tanten, liebe Onkel, liebe Lehrerinnen und Lehrer! Viele kleine Schritte sind es auf dem Weg zum sinnerfassenden Lesen. Viele kleine Schritte, bei denen Sie Ihr Kind auf dem Weg vom Leseanfänger bis zum begeisterten „Gern- und Vielleser“ unterstützt und begleitet haben. Im Alter von achteinhalb bis neun Jahren fangen viele Kinder an, Bücher richtiggehend zu „verschlingen“. Sie wollen viel lesen, und zwar schon „richtige“, dickere Bücher, die wie „ErwachsenenBücher“ aussehen. Genau dort setzt der Lesezug-Profi an. Er richtet sich speziell an Kinder, die Spaß und Freude am Lesen haben und ganz in die Welt der Bücher und der Fantasie eintauchen. Die Geschichten sind dem Alter entsprechend leicht zu lesen, zahlreiche Schwarzweiß-Illustrationen begleiten den Text. Die Themenpalette entspricht den Interessen der Altersstufe: Freundschaft, Abenteuer, Hobbys, Schule … Der G&G-Lesezug-Profi ist ideal für Kinder, die schon „richtige Leser“ geworden sind! Wir wünschen Ihren Kindern weiterhin viel Freude beim Lesen! Lesepädagogisches Lektorat


Edith Schreiber足Wicke

Dido greift ein Mit Illustrationen von Carola Holland

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Begleitmaterial zu diesem Buch finden Sie unter www.lesezug.at zum Gratis-Download!

www.ggverlag.at

ISBN 978­3­7074­1490­5 1. Auflage 2013 Illustrationen: Carola Holland In der aktuell gültigen Rechtschreibung Gesamtherstellung: Imprint, Ljubljana © 2013 G&G Verlagsgesellschaft mbH, Wien Alle Rechte vorbehalten. Jede Art der Vervielfältigung, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe sowie der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme, gesetzlich verboten. Aus Umweltschutzgründen wurde dieses Buch auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt.


Inhalt

Lösegeld für Leopold 10

Gefährliche Reise 37

Am Abgrund 58

Mord bleibt Mord 84


Lösegeld für Leopold Dido hätte nicht genau sagen können, wann ihre Freund­ schaft mit Bruno begonnen hatte. Anfangs fand sie einfach seine Sprüche witzig. Bruno war ein wan­del­ndes Lexikon für Sprichwörter und Zitate. Dann entdeckten sie ihre gemeinsame Vorliebe für Zimt­schnecken. Irgendwann, in der Pause, erzählte Bruno von Leopold, seinem Rauhaardackel, der zu­sammen mit Katzen groß geworden war. Daher hatte er aufgehört zu bellen, dafür schnurrte er, wenn er zufrieden war und fauchte, wenn ihn etwas ärgerte. Ein Dackel mit Fremdsprachenkenntnissen! Dido fand das schlicht cool. Und berichtete ihrerseits von Elvis, ihrem dicken schwarzen Kater, der trotz seines irreführenden Namens ausschließlich Musik von Mozart hören wollte. „Stark“, sagt Bruno, weil ausnahmsweise keiner seiner Sprüche zu passen schien. Dass Bruno überdies ein Genie in Mathe war, be­trach­­­­­tete Dido als Fügung des Schicksals. Ihr lagen Zahlen ganz und gar nicht. Und wozu waren Freunde da – wenn nicht um einander zu ergänzen? Bei den Hausaufgaben war sie unglaublich praktisch, diese Ergänzung. Bruno genügten fünf Minuten vor Beginn der Mathestunde für fehlende Lösungen von Rechen­bei­spielen in Didos Heft. Beide hatten auch eine ziemlich feste Vorstellung von ihren zukünftigen Berufen. Bruno wollte Schauspieler werden. 10


Und Dido hatte sich vorge­nomm­en, später einmal Krimi­ nalromane zu schreiben. „Stark“, sagte Bruno. Abgesehen von bestehenden Text­en war sein Vokabular eher knapp. Was kein Problem war, weil Dido dafür umso gesprächiger war. Wie schon gesagt: Freunde sind dazu da, um einander zu ergänzen. Die Veränderung traf Dido völlig unvorbereitet. Es fing damit an, dass Bruno nicht am Schulbuffet auf­ tauchte, um Schokomilch und Zimtschnecken zu kaufen. Dido fand ihn nach einigem Suchen in der Klasse. „Wenn du dich nicht beeilst, sind die Zimt­schne­cken aus­ verkauft“, sagte sie. „Hab zu tun“, antwortete Bruno und blätterte in irgend­ welchen Heften. „Was kann der Mensch Dringenderes zu tun haben, als Zimt­ schnecken ihrer Bestimmung zuzuführen?“, fragte Dido. Bruno antwortete nicht. So leicht ließ sich Dido nicht entmutigen. „Erde an Bruno“, sagte sie. „Alarmstufe Rot. Drohende Zimt­ schnecken­ knappheit in der gesamten Schulgalaxie.“ „Lass den Quatsch“, antwortete Bruno und schaute nicht einmal von seinen Heften auf. Da wusste Dido, dass die Krise ernsthafter Natur war. Sie wusste aber auch, dass Krisen im All­ge­meinen vorüberge­ hen. „Vielleicht hat er sich ja bloß an einer Überdosis Zimt­ schnecken überfressen und es ist ihm peinlich, das zuzuge­ ben“, dachte sie. 11


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Die Krise war weder am nächsten noch am über­nächsten Tag vorüber. Bruno kaufte keine Schoko­milch, keine Zimt­ schnecken und er ging Dido ganz offen­sichtlich aus dem Weg. Dido überlegte, ob sie ganz einfach beleidigt sein sollte, und stellte fest, dass der Gedanke wenig verlockend war. Sie ent­ schied sich lieber dafür, neugierig zu werden. Das lag ihr mehr. Dabei stellte sie fest, dass sie ziemlich wenig über Bruno wusste. Außer natürlich die Sache mit Leopold, dem schnurrenden Rauhaardackel. Wer weiß, vielleicht waren seine Eltern durch ein grässliches Schicksal ganz plötzlich verarmt und konnten seine Zimtschnecken nicht mehr finanzieren? Oder er war von Aliens entführt und gegen einen Außerirdischen ausgetauscht worden, der nur äußer­ lich genau wie Bruno ausschaute? Klarer­weise hatten die Aliens bei dem Bruno-Klon auf die Vorliebe für Zimtschne­ cken vergessen. Dido beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen. Nach der Schule – Bruno war grußlos an ihr vor­über­gegangen – folgte sie ihm in einigem Abstand. Aus Krimis wusste sie sehr genau, wie das mit dem Be­schatten funktionier­ te. Wenn sich der ahnungslose Ver­folgte zufällig einmal umdrehte, ging man in Deck­u ng. Hinter Litfasssäulen, in Hauseingängen, not­falls hinter einer Zeitung, in die man selbstverständlich vorher ein Guckloch geschnitten hatte. Das Problem mit Bruno war allerdings, dass er sich nicht 13


nur einmal zufällig umdrehte. Er schaute dauernd nach allen Seiten, so als ahne er, dass ihm jemand folg­te. Ständig musste Dido in Deckung gehen, was ihr erstaunte bis miss­ trauische Blicke von Passanten eintrug. Als sie hinter einer Mülltonne kauerte, kam sie einer alten Frau mit löchrigem Strohhut ins Gehege. „Weg da, such woanders“, murr­te die Frau. Sie hob den Deckel der Mülltonne hoch und begann nach Brauch­ barem zu stöbern. Wenige Augenblicke nur verstellte sie Dido die Sicht und – weg war Bruno. „Wie vom Erd­boden verschluckt. Dematerialisiert“, dachte Dido. „Ein­ fach weggebeamt. Also doch ein außerirdischer BrunoKlon. Zu­rück­geholt ins Raumfahrzeug.“ Dido ging noch bis zur Ecke, drehte dann um und wollte aufgeben. Dann las sie Brunos Familiennamen an einem der Haustore. Er war also nicht weggebeamt, er wohnte bloß hier. „Das macht mich auch nicht schlauer“, dachte sie. „Und es erklärt nicht, warum Bruno sich verfolgt fühlt.“ Stark verspätet kam Dido nach Hause. Zum Glück war ihre Mutter nicht da. Dido wärmte die Gemüse­suppe vom Vor­ tag auf. Elvis kam nachschauen, ob es auch für ihn etwas zu essen gab. Er schnupperte an der Gemüsesuppe, schüttelte angewidert eine Pfote und schaute Dido vorwurfsvoll an. Dido bemerkte es nicht. Sie war zu sehr mit ihren Gedanken beschäftigt. „Wovor hat Bruno Angst?“ Sie kraulte Elvis hinter den Ohren. „Was meinst du, Dicker?“ Elvis hatte dazu keine Meinung. Er bemühte sich gerade mit der Pfote unter den Deckel der Butterdose zu gelangen. 14


„Ich find es heraus“, sagte Dido laut. „Elvis, du sollst nicht auf den Tisch!“ Elvis nickte. Das war ihm bekannt. Aber er wusste auch, dass nur Didos Mutter dieses Verbot ernst nahm – manch­ mal. Wie passte Brunos seltsames Verhalten auf dem Schulweg zu seinem Verzicht auf Zimtschnecken? Eine plötzliche All­ ergie gegen Zimtschnecken mit darauf folgen­der verständ­ licher Neigung zur Schwer­mut? Elvis hatte auch zum Thema Schwermut keine Meinung. Er schleckte versonnen an seiner bebutt­er­ten Pfote und begann laut zu schnurren. Am nächsten Tag, in der Pause, machte Dido eine interes­ sante Beobachtung. Bruno kam aus der Klasse und ging auf den Tisch zu, wo Milchpakete, süßes Gebäck und Käsesem­ meln aufgebaut waren. Eine Weile stand Bruno da und starrte vor sich hin. Dann biss er sich auf die Unterlippe, machte kehrt und ging zurück in die Klasse. „Also, freiwillig verzichtet der nicht auf Schoko­milch und Zimtschnecken“, dachte Dido. „Vielleicht macht er eine Diät.“ Dido kannte das von ihrer Mutter. Die war auch immer ziemlich unleidlich, wenn sie entschlossen war abzunehmen. Andererseits: Bruno war kein bisschen dick. Und dann: Seine Angst auf dem Schulweg ließ sich damit auch nicht erklären. „Mal sehen, ob heute etwas Ungewöhnliches passiert“, dachte Dido. 15


Wieder ging sie nach der Schule in einigem Abstand hinter Bruno her. Zu ihrer Überraschung stellte sie fest, dass er diesmal einen anderen Weg einschlug. Immer wieder schaute er sich nach allen Seiten um. Er machte einen Bogen um jede Tor­ein­fahrt, so als erwarte er versteckte Angreifer. Die letz­ten paar Meter zu seinem Haus rannte er, dann war er auch schon hinter der Tür verschwunden. Nachdenklich ging Dido nach Hause. Alles war so kompli­ ziert. Warum erzählte Bruno nicht einfach, wo­vor er Angst hatte? Hatte er Feinde? Und wenn ja, warum? „Mittwoch – hast du da nicht früher aus?“, fragte Didos Mutter. Dido murmelte etwas von einem geänderten Stun­den­­­plan. Gleich nach dem Mittagessen ging sie in ihr Zimmer. Viel­ leicht konnte man mit schriftlichen Notizen Ordnung in den Fall bringen. Einigermaßen leser­lich schrieb sie unter­ einander: 1. Kauft in der Pause weder Schokomilch noch Zimt­schnecken. 2. Verweigert jede Auskunft über diesen ver­­dächtigen Tatbestand. 3. Fürchtet offensichtlich Verfolger. 4. Ändert ständig den Schulweg. Das Wort „ständig“ strich Dido wieder. Sie war Bruno ja erst zweimal gefolgt. 16


Aber sie hätte es ruhig stehen lassen können. Auch am drit­ ten Tag nahm Bruno einen anderen Weg. Es war ein sehr umwegiger Umweg, den er dafür in Kauf nahm. Ruhiger war er dabei allerdings nicht. Immer wieder drehte er sich um und manchmal gelang es Dido nur ganz knapp, schnell noch irgendwo in Deckung zu gehen. „Das ist Schwerar­ beit“, dachte Dido und nahm sich vor, das in ihren späteren Romanen zu erwähnen. Außerdem ärgerte sie sich über die Reaktion der Passanten. Mussten sie eine Detektivin in Ausübung ihres Amtes ständig be­glotzen? Eine Frau fragte sogar: „Was machst du denn da?“, als Dido sich in einem Hauseingang versteckte. Wie sollte man da jemanden unauffällig be­schatten? „Wer weiß, ob es überhaupt einen Sinn hat“, dachte sie im Weitergehen. „Vielleicht hat er die ständigen Zimt­schnecken einfach satt. Den täglichen Schulweg findet er langweilig. Und nervös ist er, weil er das Ge­fühl hat, jemand spioniert ihm nach. Was ja stimmt.“ Fast hätte Dido übersehen, dass Bruno ganz plötz­lich stehen geblieben war. Drei Typen verstellten ihm den Weg. Dido schätzte die drei auf mindestens vierzehn Jahre. Fast automatisch war sie mit einem Sprung hinter einer Hecke in Deckung gegangen. Leider war hier ein Hund mit umfangreichen Aufgrabungsarbeiten beschäftigt. Er knurr­ te Dido unfreundlich an. „Pssst“, machte Dido. „Grab schön weiter.“ Sie robbte hinter der Hecke vorwärts. Dann war sie so nahe, dass sie jedes Wort verstehen konnte. 17


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