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+ Uni Leipzig

Projektdokumentation Rezeptionspraxis in der GfZK Ausstellung „Wenn jemand eine Reise tut“ Anna Schüller, Marcus Hiebel, Christina Stiehler

Datum: 27.06.2011 10:00 - 11:30Uhr

Auswahl der Werke

Werkgruppe I: Karin Wieckhorst Werk I: „Tunesien Tagebuch“, „Yellowish“, „Gossendeckel“, „Von A nach B“ Werkgruppe II: Frank Berger Werk II: „Black Man“

Beschreibung der Zielgruppe

Einrichtung: Petrischule, Mittelschule der Stadt Leipzig Alter: 5. Klasse – 10/11 Jahre Anzahl der Teilnehmenden: 19 SchülerInnen Besonderheiten: Einige SchülerInnen mit Migrationshintergrund, waren zuvor in der Backstage-Ausstellung


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Projektdokumentation Rezeptionspraxis in der GfZK Ausstellung „Wenn jemand eine Reise tut“ Anna Schüller, Marcus Hiebel, Christina Stiehler

Datum: 27.06.2011 10:00 - 11:30Uhr

Beschreibung des Vermittlungsprojektes

Thema des Projektes • Nachspüren von Reiseerfahrungen der Künstler anhand ausgewählter Werke • Transfer von Reiseerfahrungen, -erkenntnissen, -einsichten

Inhalt des Projektes • Beim Betrachten der Werke wollen wir Eigenes und Fremdes kennenlernen und es in Beziehung zueinander setzen • Wir entdecken Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten und sehen wie sie uns beeinflussen, wenn wir ihnen - z.B. auf einer Reise - begegnen. • Aber auch wir können Dinge an andere weitergeben, es findet also ein gegenseitiger Austausch statt Kunstpädagogische Ziele/ Vermittlungsintentionen Grob: Deutlich machen der Transaktion von Erfahrungen, Sicht weisen etc. beim Kontakt mit Fremdem am Beispiel einer Reise Fein: Kennenlernen und Ausprobieren einfacher Techniken, die den Schülerinnen und Schülern helfen Erlebtes zu verar- beiten, sich damit auseinander zu setzen und es festzu- halten: Reisetagebuch und Fotografie


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Projektdokumentation Rezeptionspraxis in der GfZK Ausstellung „Wenn jemand eine Reise tut“ Anna Schüller, Marcus Hiebel, Christina Stiehler

Datum: 27.06.2011 10:00 - 11:30Uhr Grob-Ablauf Begrüßung

Methoden

Vorstellung der Studenten und Begleitpersonen der Universität Leipzig und GfZK Wiederholung Backstage-Aus- Gespräch stellung Überblick Reise-Ausstellung Gespräch Aufteilung in zwei Gruppen Aufteilung durch Student Beschäftigung mit Karin Betrachten versch. Werke und Wieckhorst I Annäherung im Gespräch, Selbstständiges gestalten von Reisetagebucheinträgen, Präsentation und Zusammenfassung durch gemeinsames Kreisgespräch Beschäftigung mit Frank Gespräch, Nachstellen einer Berger II Straßenszene und fotografisches festhalten dieser, Präsentation, Zusammenfassung Wechsel der Gruppen I und II Zusammenfassung der AusGelenktes Gespräch mit allen stellungen und Ergebnisse SchülerInnen im Kreis


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Projektdokumentation Rezeptionspraxis in der GfZK Ausstellung „Wenn jemand eine Reise tut“ Anna Schüller, Marcus Hiebel, Christina Stiehler

Datum: 27.06.2011 10:00 - 11:30Uhr

Beschreibung des Vermittlungsprojektes Material / Ausstattung Gruppe Wieckhorst: Zeitungsausschnitte, Stoffreste und einzelne Gegenstände, Buntstifte, Schere, Papier, Leim Gruppe Berger: Bettlaken, Stock, Styroporhalbkugel als Hervorhe- bung für „Black Man“, Stativ, 2 Digitalkameras, 2 Laptops Materielle Ergebnisse: Wieckhorst: Reisetagebucheintrag: Reise zu (fiktiven) Wunschort Berger: Plakate, Kartei-/Charakterkarten zur Themenfindung, Nach- stellung einer Szene als Foto Ideelle Ergebnisse Die Kinder wurden mit zeitgenössischer Kunst in Verbindung gebracht und haben erste Einsichten im Umgang mit moderner Kunst erhalten. Dabei lernten sie das Thema der Ausstellung und in praktischen Tätigkeiten 2 ausgestellte Künstler kennen. In 2 Gruppen haben sich die Kinder in unterschiedliche Positionen hineinversetzt (Künstler, Fotograph, Passant, eigene Person etc.) und so die Werke aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Ein Kind sagte dazu: „In meinem Land [Russland – M.H.] gibt es mindestens 4 verschiedene Welten. Ich muss einfach in einen anderen Teil gehen, schon ist es eine andere Zone und ein anderes Klima.“ Das Projekt hat auch bewirkt, dass viele der Kinder in ihrem nächsten Urlaub, die Erfahrungen und Entdeckungen durch Fotografien, Sammelobjekte und Zeichnungen festhalten möchten.


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Datum: 27.06.2011 10:00 - 11:30Uhr

Kritische Reflexion durch die Vermittlerinnen

Aus den Erfahrungen des Vermittlungsprojektes der Backstageausstellung haben wir versucht Probleme zu analysieren und in der Vermittlung der Ausstellung „Wenn jemand eine Reise tut“ zu verbessern. Dies gelang uns nur teilweise. Im Gegensatz zur 1. Vermittlung ist es uns hier besser gelungen die Arbeitsatmosphäre vorzubereiten und teilweise klarere Hinweise und Fragestellungen zu geben. Jedoch gelang uns dies nicht immer, sodass Unruhe entstand und die eigene Unsicherheit verstärkt wurde. Da wir uns weiterhin stark am Konzept orientierten und oftmals zusätzlich die Zielstellung unterging, entstand zu wenig Verbindlichkeit. Dieser Umstand zeigte sich auch in der allgemeinen Unruhe. In der Auswertungsrunde haben wir zu unklare Fragestellungen formuliert. Im Gegensatz zur Backstage wurde hier aber von den anderen Vermittlern ergänzt und eingegriffen. Jedoch muss auch hier die Abstimmung untereinander noch verbessert werden. Ganz im Gegensatz zur Backstage hatten wir zu wenig Zeit eingeplant. Insgesamt können wir festhalten, dass die Kinder sehr motiviert waren. Für das nächste Vermittlungsprojekt wollen wir besonders auf unsere Wirkung und die Rückkopplung durch die SchülerInnen achten und unsere Ziel- sowie Fragestellungen besser durchdenken und formulieren. Durch klarere Zielstetzungen erhalten wir mehr Sicherheit und können spontaner agieren. Somit können wir den SchülerInnen mehr Verbindlichkeit vermitteln. Trotz dieser Problem verlief auch hier die Zusammenarbeit in den Vermittlergruppen gut und produktiv.

dokumentation wenn jemand eine reise tut 5. klasse petrischule  

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