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Ausgabe 07 - Fakult채tszeitung der Geisteswissenschaften MAI 2011

Die GeWitter Wahlausgabe Revolution채re Neuordnung der politischen Verh채ltnisse? Eine neue Chance f체r die Demokratie! Wahlbeteiligung quo vadis?


GeWiTTER

AUSGABE 06

EDITORIAL

Inhalt

Vorwort des Fakultätsvorsitzenden Die FV GeWi gratuliert recht herzlich den Gewinnern der ÖH-Wahl 2011,

Seite 3 - Vorwort

...der Fraktion der NichtwählerInnen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Von 24. bis 26. Mai finden die ÖH-Wahlen 2011 statt. In den vergangenen Jahren ist die Wahlbeteiligung stetig zurück gegangen und das obwohl an den Universitäten und in jedem einzelnen Studium massive Umbrüche vonstatten gegangen sind und/oder noch bevorstehen. Dennoch sind wir überzeugt, dass die ÖH und die damit verbundenen Wahlen nicht nur aus einer demokratischen Überzeugung heraus, sondern auch auf Grund der geleisteten und noch zu leistenden Vertretungsarbeit unverzichtbar sind. So haben wir uns entschlossen, eine eigene Wahlausgabe zu veröffentlichen. Zu Beginn werden wir auf den Ablauf der Wahlen eingehen, da ja seit der letzten Wahl vier Semester, die neue Studierende auf die Uni gebracht haben, vergangen sind und der Modus der ÖH-Wahlen sich doch in dem einen oder anderen Punkt von anderweitig bekannten Wahlen unterscheidet. Wir bieten weiters hier allen an der Universität Graz kandidierenden Fraktionen Raum sich vorzustellen, außerdem haben wir – um Neutralität zu wahren – einen externen Journalisten gebeten für uns Interviews mit den SpitzenkandidatInnen zu führen, um so Einblick in die Positionen der jeweiligen Fraktionen zu geben. Wohl das Herzstück unserer Ausgabe bildet aber die Vorstellung der KandidatInnen zur Wahl der Studienrichtungsvertretung. Denn diese Menschen werden für die nächsten zwei Jahre den ersten Kontakt für viele Studierende mit der ÖH und vorrangige Anlaufstelle für Fragen und Sorgen rund um die einzelnen Studienrichtungen bilden. So haben wir alle KandidatInnen kontaktiert, um sich hier in unserer Zeitung vorzustellen und ich freue mich, dass dieses Angebot so zahlreich in Anspruch genommen worden ist. Abgerundet wird diese Ausgabe noch mit einem kulturellen Beitrag über die kommende Ausstellung fluchtpunkte. Abschließend möchte ich Euch viel Spaß beim Lesen der Zeitung wünschen und hoffe, dass sie Euch eine echte Entscheidungshilfe bei den kommenden Wahlen ist!

Würde man prozentuell jede nicht abgegebene Stimme auf Sitze in der Universitätsvertretung umlegen, wären bei der letzten Wahl 2/3 aller Stühle unbesetzt geblieben, und das wird bei dieser Wahl auch nicht anders werden. Die Zukunft der FV GeWi kann ich leider nicht voraussagen, deshalb verabschiede ich mich schon einmal prophylaktisch bei euch und bedanke mich bei den Studienvertretungen für das Vertrauen, dass sie in mich gesetzt haben.

Seite 4 und 5 - Zur ÖH Wahl

Seite 6 - Kandidaten und Fraktionen

Es gibt mannigfaltige Vorurteile über die ÖH : „Zahnlos, PolitikKindergarten oder einfach nur ein Kasperltheater“ und ja manche dieser Vorurteile über die ÖH enthalten mehr als nur ein Körnchen Wahrheit.

Seite 30 und 31 - Spring Festival

Impressum

GeWitter Zeitschrift der Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz Erscheinungsort: Graz Auflage: 7.500 Stück Druck:Carinthian Druck Beteiligungs GmbH, 9020 Klagenfurt Vertrieb: Österreichische Post AG,

a Herausgeber:a Lukas Lerchner

Für den Inhalt verantwortlich: Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften gewitter@oeh.uni-graz.at Chefredaktion: Martin Berger Layout: Christopher Jaritz Comic: Jörg Vogeltanz Lektorat: Antonia Wagner

Sehen wir uns die Fakten einmal an: Die ÖH ist eine Organisation, die darauf aufbaut, dass Studierende neben ihrem Studien- und Joballtag, praktisch unbezahlt, wichtige Vertretungsarbeit leisten. Ein Wunder, dass dieses System funktioniert! Die ÖH spiegelt unsere Gesellschaft wieder, es gibt sehr fleißige Personen und Personen, die es eher gemütlich angehen lassen, es gibt Technokraten und Phantasten, es gibt vom Stalinisten bis zum reinen Marktgläubigen alle politischen Coleurs. Natürlich erzeugt

das Reibung und natürlich erzeugt das Diskussionen, wie ÖH funktionieren kann und soll. Max Weber nannte Politik ein starkes, langsames Durchbohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich. Manchmal kommt mir ÖH-Politik so vor, als würde man versuchen mit einem Filzstift ein Brett zu durchbohren. Der Spielraum der ÖH ist durch die pseudo-demokratische Struktur der Universität und deren eklatante Unterfinanzierung begrenzt. Eines aber weiß ich genau, egal wo wir Möglichkeiten der Mitsprache haben, wir versuchen unser Bestes. Denn eure Interessen sind unsere Interessen, da die ÖHler ja auch Studierende sind. Victor Hugo meinte: Wenn der Stimmzettel gesprochen hat, so hat die höchste Instanz gesprochen. Meine Hoffnung ist, dass die Stimme der Studierenden klar und deutlich spricht und deshalb meine Bitte an euch: Geht wählen! Dafür nehme ich auch in Kauf, mich in der nächsten GeWitter -Ausgabe zu entschuldigen, da meine Prognose nicht korrekt war.

Belehrt mich eines Besseren,

MedieninhaberIn: HochschülerInnenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz, Schubertstraße 6a, 8010 Graz

Für das GeWitter Team – Martin Berger - Seite 2 -

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Euer Lukas Lerchner


GeWiTTER

AUSGABE 06

Die ÖH Wahl 2011 Die Plakatwälder und Wahlkampfstände künden es schon an, die ÖH Wahl steht wieder vor der Tür. Vom 24 bis zum 26. Mai ist es wieder soweit. Hier bekommst du ein paar grundlegende Informationen zur Wahl: Die ÖH setzt sich grundsätzlich aus vier Ebenen zusammen, der Studienvertretung (StV), der Fakultätsvertretung (FV), der Universitätsvertretung (UV) und der Bundesvertretung (BV). Studienvertretung und Universitätsvertretung kannst du direkt wählen. Die Fakultäsvertretungen werden von den Studienvertretungen und die Bundesvertretung von den Universitätsvertretungen beschlossen. Studienvertretung (StV) Deine StudienvertreterInnen kannst du direkt mittels Personenwahl wählen. Das bedeutet, du kannst direkt neben dem Namen der Person deines Vertrauens ein Kreuzchen setzen. Je nach Anzahl der Studierenden in der Studienrichtung besteht die StV aus drei oder fünf Personen (bei 400 oder weniger Studierende gibt es drei, sind es mehr als 400 Studierende fünf StudienvertreterInnen). Das heißt, du kannst drei bzw. fünf Personen wählen, musst du aber nicht, sollte dir nur ein Kandidat oder eine Kandidatin zusagen, kannst du natürlich nur ein Kreuzerl machen. Wahlberechtigt bist du für alle Studienrichtungen, in denen du inskribiert bist. Falls du Lehramt studierst, kannst du sowohl die StV deiner Unterrichtsfächer, als auch die StV Lehramt wählen. Sollten sich weniger als zwei Personen für eine StV-Wahl kandidieren, wird diese StV temporär aufgelöst und die Beratungstätigkeit übernimmt bis zur nächsten Wahl das Bildungspolitische Referat der ÖH. Dies ist bei der StVen Sprachwissenschaft und EuroMACHS der Fall.

Fakultätsvertretung (FV) Die Fakultätsvertretung wird nicht direkt gewählt, diese werden von den einzelnen StVen besetzt, diese entsenden eine Person in die FV. Die FV GeWi setzt sich aus 11 Mitgliedern zusammen, die großen Studienrichtungen sind jeweils mit einer Stimme in der FV vertreten, die kleinen Studienrichtungen werden zu Entsendungsgemeinschaften zusammengefasst, zum Beispiel die StVAlte Geschichte und Altertumskunde, die StV Archäologie und StV klassische Philologie entsenden gemeinsam eine Person in die Fakultätsvertretung, genauso wie die StVen Sprachwissenschaften, StV Volkskunde, die StV Musikologie und die StV EuroMACHs gemeinsam entsenden.

gibt es zwei Möglichkeiten in die Bundesvertretung zu kommen: 1.) Erstens über das direkte BV-Mandat der Universität bei der KFU sind dies sechs Mandate. 2.) Sollte die wahlwerbende Gruppe es nicht direkt in die BV schaffen, gibt es die so genannten Listenverbände. Dies bedeutet, die an mehreren Universitäten antretenden Fraktionen beschließen gemeinsam eine Bundesliste zu gründen. Hierbei gilt die Regel: Bei über 1000 Reststimmen schafft man den Einzug in die Bundesvertretung.

Universitätsvertretung (UV) Bei der Wahl der UV gilt das Listenwahlrecht. Zur Wahl stehen also nicht einzelne Personen, sondern so genannte wahlwerbende Gruppen (Fraktionen). Für die 19 Mandate der UV der ÖH Uni Graz kandidieren acht Fraktionen: • • • • • • • •

Unabhängige Fachschaftsliste Uni Graz (FLUG) Aktionsgemeinschaft – Studentenforum Graz (AG) Grüne und Alternative StudentInnen (GRAS) Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs (VSStÖ) Kommunistischer StudentInnenverband – Linke Liste (KSV) Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) Die Liberalen (Veritas) Liste Unabhängiger Studenten/innen; (LUSt)

Hier darfst du maximal eine Fraktion wählen. Bundesvertretung (BV)

WANN? •

24 Mai 2011 von 09-19:00

25 Mai 2011 von 09-19:00

26 Mai 2011 von 09-14:00

Am 26. Mai öffnet eine Unterkommission im Zelt bereits um 08:00 Uhr!

WO? • • • • • • •

Zelt vor dem Hauptgebäude (Universitätsplatz 3) Resowi-Bibliothek (Universitätsstraße 15) Merangasse 70 (Wall-Aquarium) Theologie Zentrum (Heinrichstraße 78) Hörsaaltrakt ABC (Universitätsplatz 6) Heinrichstraße 36, Parterre Foyer Technische Universität Graz, Kopernikusgasse 24, Neue Chemie Foyer

Brauchen wir die ÖH noch? „Ja, wofür eigentlich?“ Die ÖH, das ist nicht die Bundesvertretung, sind nicht GRAS, Aktionsgemeinschaft, VSStÖ, KSV, Fachschaftslisten, etc. Die Österreichische HochschülerInnenschaft ist die Summe ihrer MandatarInnen, FunktionärInnen und MitarbeiterInnen. Und diese decken ein gewaltiges Tätigkeitsfeld ab, von den Verhandlungen mit Organen der Uni, über die Vergabe von Notfallunterstützungen und die Unterstützung verschiedenster studentischer Projekte, bis hin zu ihren Kernaufgaben, nämlich Beratung, Mitarbeit in universitären Gremien und Interessensvertretung gegenüber den Organen der Universität, der Stadt, dem Land und dem Bund. Die zahllosen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der ÖH, das beginnt in der Breite bei den Studienvertretungen, geht über die Fakultätsvertretungen und die lokalen ÖHs (Universitätsvertretungen) bis hin zur Bundesvertretung, beraten über verschiedenste Kanäle (persönlich, Skype, Telefon, E-Mail, indirekt über Webseiten, Studienleitfäden, etc), organisieren Tutorien für StudienanfängerInnen, Feste und facheinschlägige Veranstaltungen für alle Studierenden, machen die Erstsemestrigenberatung, sind bei Problemen und Fragen aller Art Anlaufstelle für Studierende und ProfessorInnen, sitzen in CurriculaKommissionen (d.h. arbeiten an Studienplänen und einem dementsprechenden Lehrveranstaltungsangebot), im Senat, in den Fakultätsgremien, lesen sich zu diesem Zweck in Gesetzestexte, Verordnungen, Satzungen ein, arbeiten in den Referaten der ÖH (noch mehr Beratung, noch mehr Gesetzestexte, noch mehr zu organisieren), stehen als AnsprechpartnerInnen für alles und jede(n) zur Verfügung, stellen sich den Mühen der Ebenen, stellen ihr eigenes Studium hinten an und investieren nicht unwesentlich viel Zeit darin das Werk möglichst studierendenfreundlich am Laufen zu halten.

Wenn man die ÖH abschafft, fällt das alles weg. Ja, es wird dann Studienrichtungen geben, in denen sich eine informelle Vertretung bildet und Beratungsarbeit sowie die Organisation von Veranstaltungen übernimmt. Diese ist aber jedenfalls dem Goodwill der Universität ausgeliefert, sie irgendwie zur Kenntnis zu nehmen. Die ÖH nicht. Die ÖH-FunktionärInnen müssen sich für den rechtlichen Rahmen, der ihre Arbeit stützt, einer Wahl stellen, welche ihnen Legitimität verschafft, auch wenn sie von nur 90.000 der 300.000 österreichischen Studierenden gewählt werden. Das bedeutet nicht, dass die ÖH die tollste, beste Organisation der Welt ist, dass sie unfehlbar sei, etc. Die Universitätsvertretungen und die Bundesvertretung sind viel zu oft eine Mini-Ausgabe der “erwachsenen” Politik, nur peinlicher. Aus wahltaktischen Gründen werden Studienvertretungen zerstört, um Fakultäten zu gewinnen (eine Fakultätsvertretung macht schon was her). Die Fraktionen, und zwar ausnahmslos alle, verfangen sich viel zu oft in politischen Kleinstkriegen, und viele ihrer Mitglieder sind EgoistInnen, die nur die eigene Karriere im Blick haben. Und dieses System ist unglaublich mächtig, daher nicht leicht zu ändern, wie etwa die Entstehung der Fachschaftslisten, die nun ein perfekter Teil davon geworden sind, zeigt. Aber das ändert alles nichts an der vielen Arbeit, die geleistet und dem großen Nutzen, der geschaffen wird. Proteste, ohne diese jetzt zu bewerten, gehen vorbei. Aber schon bald danach wird irgendwo der WLAN-Anschluss fehlen, ein Punkt im Studienplan übersehen worden sein, ein Anrechnungsfehler passieren, eine finanzielle Notlage eintreten, eine Behörde Blödsinn reden, ect. Das macht dann die ÖH. Die GeWitter- Redaktion

Auch die Bundesvertretung kannst du nur indirekt wählen. Für eine Fraktion - Seite 4 -

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GeWiTTER

Die FLUG ist die einzige bei den ÖH-Wahlen kandidierende Fraktion, die von politischen Parteien unabhängig ist. Wir sehen die ÖH als Interessensvertretung der Studierenden, nicht als Sprungbrett für eine politische Karriere.

Die konstruktive und bürgerliche Kraft in der ÖH

Als unabhängige Gruppierung vertreten wir keine abstrakten Ideologien, sondern lösen Probleme und bieten unseren KollegInnen persönliche Beratung und Hilfe. Diese Tatsache garantiert eines der höchsten Prinzipien der FLUG: „Von Studierenden – Für Studierende.“

In den vergangenen zwei Jahren haben wir für Euch unter anderem erreicht: „ dass Studierende durch unsere Broschüre „Pflichtlektüre“, den Studiengebühren-Folder, und die Mitarbeit bei der MaturantInnen- und Erstsemestrigenberatung, mehr Informationen über ihr Studium erhalten und besser über ihre Rechte aufgeklärt werden. „ dass es mehr Wahlmöglichkeit im Studium gibt und dass in vielen Studienrichtungen anstelle des Zweitfaches individuelle Ergänzungsfächer (auch aus Studienrichtungen anderer Fakultäten) gewählt werden können. „ dass bei der Überarbeitung der Curricula sinnlose Voraussetzungsketten gelockert und die Gesetzesänderungen (Studieneingangsphase) in den GeWi-Studienrichtungen möglichst studierendenfreundlich umgesetzt wurden. „ dass es ab kommendem Wintersemester faire Reihungskriterien gibt. „ dass umfangreiche Infos für das Doktorat-GeWi vorhanden sind.

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Auch in den nächsten zwei Jahren haben wir an der GeWi-Fakultät einiges vor. Die FLUG wird: „ sich dafür einsetzen, dass es nach einem GeWiBachelor ein breites Angebot an frei zugänglichen Masterstudien gibt und ein Wechsel in verwandte Studienrichtungen problemlos möglich ist. „ weiterhin für mehr sinnvolle Wahlmöglichkeiten in GeWi-Basismodul und Zweitfach eintreten, um eine Vertiefung von studienrelevanten Inhalten zu ermöglichen. „ sich weiterhin für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Lehramtsausbildung einsetzen und dafür kämpfen, die Lehramtsausbildung an den Universitäten zu erhalten. „ dafür eintreten, dass Diplom- und Masterarbeiten für andere Studien anerkannt werden können. Lehramtsstudierende mit einem dritten Unterrichtsfach sollten keine zusätzliche Arbeit schreiben müssen. „ dafür eintreten, dass die propädeutischen Grundkurse in den Sprachstudien wieder kostenlos angeboten werden und ausreichend Plätze zur Verfügung stehen. Außerdem setzten wir uns für eine Qualitätssteigerung ein, damit die Kurse tatsächlich auf das Studium vorbereiten.

Stefan Thum

Katharina Ehall

Dany Kaufmann

Anna Hutter

Didi Apfelknab

Katharina Kiss

I I Schlacher Gerhard

Jennifer Frey

Wir sehen Zusammenarbeit innerhalb und zwischen den verschiedenen Ebenen der ÖH als Grundvoraussetzung für effizientes Arbeiten. Dass dieser Grundsatz Früchte trägt, zeigt die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre, in denen die FLUG zahlreiche MitarbeiterInnen in Fakultätsund Studienvertretungen stellte. Wo andere noch reden, haben wir bereits gehandelt und die Ergebnisse sprechen für uns. Unser Motto „Hirn statt Parteibuch“ bewährte sich also redlich. Wir werden uns wie bisher für euch einsetzen, um eine starke, kritische und unabhängige Studierendenvertretung zu ermöglichen.

Die AktionsGemeinschaft ist österreichweit die größte Studentenfraktion. Wir vertreten die Interessen unserer Mitstudierenden und haben damit in den letzten Jahren großartige Erfolge einfahren können. Mit Errungenschaften, wie beispielsweise dem Mobiliätsscheck, der jedem in Graz gemeldeten Studenten 100 Euro im Jahr spart, konnten wir das Studium erheblich erleichtern. Die AktionsGemeinschaft – AG war in den vergangen Jahren Veranstalter von diversen Events. So haben wir kürzlich das 1. AG-Speeddating in der Aula der Karl Franzens Uni mit großem Erfolg durchgeführt, wo wir einsame Herzen zusammenführen konnten, hoffentlich auch dauerhaft. Zur Weihnachtszeit initiieren wir außerdem immer eine große Sammelaktion mit Keksen und Tee. Die Spenden kommen Licht ins Dunkel zugute, um den Menschen und Familien zu helfen, die nicht so viel Glück haben, gesund und unfallfrei durch das Leben zu kommen. Auch unser Engagement in diversen Studienvertretungen und Fakultätsvertretungen bzw in der ÖH sind ein klares Zeichen, dass wir für Studierenden und deren Anliegen immer ein offenes Ohr haben und uns nicht irgendwelche gesellschaftspolitischen Themen, die nichts mit der Uni oder deren Umfeld zu tun haben, hingeben um dort unsere persönlichen Sorgen und Anliegen in der Öffentlichkeit breit zu treten. Die ÖH ist und bleibt ein Serviceorgan das den Studierenden ihren Alltag erleichtern soll, ja sogar muss. Für die geisteswissenschaftliche Fakultät fordern wir deshalb: t Ausweitung des Stipendiensystems und Erhöhung der Stipendien t Einführung der Sommeruni um Pflicht LVs auch über die Ferien besuchen zu können und keinen Stillstand im Studium zu haben t Eine günstige Park&Ride Anlage für pendelnde Studierende um die Universität sowohl in das öffentlich als auch individuell Verkehrsystem einzubinden t Eine Zentralbibliothek für die GEWI Zu guter Letzt bleibt uns nur noch an die ÖH Wahl von 24. – 26. Mai zu erinnern und an euch zu appelieren AktionsGemeinschaft zu wählen, eine Stimme für Service und Vertretung im Interesse von euch, den Studentinnen und Studenten. Geh hin und mach sie zur AG WAHL! LISTE 2 AktionsGemeinschaft

en zu AG Graz Mehr Information www.ag-graz.org office@ag-graz.org nschaft om/AktionsGemei .c ok bo ce .fa w w w http:// - Seite 7 -


GeWiTTER

AUSGABE 06

GRAS: Warum wir weiter im Vorsitz bleiben wollen

Die GRAS, also, ja, GRAS, Grüne und Alternative StudentInnen und so … Und sonst? Sind wir wirklich alle vegan, idealistisch, chaotisch, les-bi-schwul, BasiswapplerInnen, kritisch, frech, dauerkiffend, baumschmusend, anarchistisch, renitent, pseudo-intellektuell, utopistisch, staatsverweigernd und Wale-ins-Meer-zurück-RollerInnen? Ja natürlich … oder auch nicht – wir legen Wert auf Querköpfe und Meinungsvielfalt! Doch eine Basis muss auch sein und so verstehen wir uns als antirassistisch, feministisch, alternativ, solidarisch, nachhaltig, basisdemokratisch, weltoffen und lebensfroh. Wir verstehen uns als eine offene Gruppe und treffen uns einmal wöchentlich zu einem Plenum, wo wir uns austauschen, diskutieren, organisieren und vor allem politisieren. In der ÖH stellen wir im Moment mit Cengiz Kulac und Marie –Therese Fleischhacker zwei Personen des Vorsitzteams, sowie zahlreiche Referent*Innen (Alternativ Referat/ Referat für ausländische Studierende/ Pressereferat) und Sachbearbeiter*Innen (Sozial Referat/ Referat für Internationales). In den letzten zwei Jahren haben wir einige Projekte in der ÖH umgesetzt, so gibt es nun eine vegane Ecke in der Mensa, einen Stammtisch für ausländische Studierende und die Zeitung der Universitätsvertretung ist neu konzipiert worden.

Studien- und Lebenskosten abzudecken ohne dass sie dafür einen Job haben und so wieder weniger Zeit für ihr Studium haben. Außerdem werden wir gegen die Kürzungen von Prüfungsantritten, gegen eine unflexible STEOP und für mehr Wahlmöglichkeiten in den Studienplänen kämpfen. Ein weiterer Bereich, der uns sehr am Herzen liegt, ist die Förderungen von Frauen und jungen Wissenschaftlerinnen an der Universität. Dafür wollen wir die Betreuung von Doktorandinnen, sowie das Lehrveranstaltungsangebot im Bereich Gender und Feminismus ausbauen. Dass es ausländische Studierende schwerer im Studium haben ist uns klar. Aus diesem Grund wollen wir, dass sie ihre Leistungsnachweise pünktlich von Seiten der Universität bekommen und auch die Möglichkeit haben sich gegenüber dieser selbst zu vertreten. Deshalb sollen ausländische Studierende nicht vom Wahlrecht diskriminiert werden und aktiv und passiv wahlberechtigt sein. Mit den Grundsätzen anti-rassistisch und anti-diskriminierend stehen wir für eine offene und partizipative Universität als Lebensraum, die sich deutlich von rechtem Gedankengut und Fraktionen, die diesem nahe stehen, abgrenzt und dem keine Bühne bietet. Wenn du noch mehr über uns wissen willst, schau einfach auf unsere Homepage (http://graz.gras.at) oder frag uns einfach. Die GRAS steht für eine laute, kritische und offene Studierendenvertretung! Aus diesem Grund: Geh wählen!

VSSTÖ Wir vom Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) wollen, dass auf der GeWi wieder kritische Lehre anstatt sinnloser Massenvorlesungen im Fordergrund steht. Außerdem setzen wir uns für den freien Hochschulzugang und eine bessere soziale Absicherung für Studierende ein. Mehr über uns findest du auf www.linksblog.at und www.vsstoegraz.at Unsere Forderungen: Abschaffung des Basismoduls in seiner derzeitigen Form Das Basismodul führt nur zu Verwirrung, Verwaltungschaos und überfüllten Lehrveranstaltungen. An vielen Instituten gab es wegen der Gebundenen Wahlfächer eine Verdoppelung der Studierendenzahl, aber kein Geld für zusätzliche Lehrveranstaltungen. Eine sinnvolle Basisausbildung (z.B. fakultätsweit einheitliche Standards wissenschaftlichen Arbeitens) soll das Basismodul ersetzten. Bessere Öffnungszeiten und Ausstattung der Instituts- und Fachbibliotheken Die Institute müssen sich aktuelle Literatur wieder leisten können, und die Öffnungszeiten der Bibliotheken müssen auf Studierende die Arbeiten Rücksicht nehmen. Ankauf von Datenbanklizenzen auch für die Geisteswissenschaften Fast alle einschlägigen Fachzeitschriften sind online zugänglich. Im Gegensatz zu anderen Fakultäten kauft die Uni Graz aber für die GeWi keine Lizenzen für diese Datenbanken.

Englischausbildung statt Lateinprüfung In manchen Studienrichtungen ist Latein längst obsolet, während Englisch als neue „Lingua franca“ zwar benötigt, aber nicht gelehrt wird. Latein soll dort wo es sinnvoll ist Voraussetzung bleiben, aber aus den anderen Studienplänen gestrichen werden. Einführungslehrveranstaltungen in das wissenschaftliche Englisch sind längst überfällig. Open Courseware Alle für die Lehrveranstaltungen relevanten Unterlagen sollen online zum kostenlosen Download bereitgestellt werden. Das betrifft nicht nur Lernunterlagen, sondern auch Klausuren oder Mitschriften von anderen Studierenden. Ausbau der Lernplätze an unserer Uni Die einzelnen Institute der GeWi sind über den Campus verstreut. Gemeinsam haben sie, dass es in den meisten nur wenige oder gar keine Lernplätze gibt. Es müssen mehr Räume für die Studierenden bereitgestellt werden, damit sie ungestört lernen und arbeiten können. Verbessertes, kostenloses Angebot an Sprachkursen Gute und breite Sprachkenntnisse sind nicht nur in der Scientific Community von großer Bedeutung. Daher müssen die Angebote von Treffpunkt Sprachen ausund die finanziellen Zugangshürden dazu abgebaut werden. Studierendenförderung statt Prestigeprojekte Die Studierenden werden von der Fakultät kaum gefördert. Dabei hätte diese die Möglichkeit, sie gerade beim Beginn ei-

Wir treten für freie und kritische Bildung ohne Zugangsbeschränkungen und Studien- gebühren ein und betrachten Bildungspolitik nicht losgelöst vom Rest der Gesellschaft. Als Schwerpunkte in dieser Wahl stehen wir für weniger finanziellen Leistungsdruck der Studierenden und für Bedingungen, die studieren auch tatsächlich möglich machen. Eine studentische Grundsicherung in Höhe von 753€ soll Studierenden ermöglichen ihre - Seite 8 -

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ner wissenschaftlichen Karriere z.B. mit Stipendien, Puplikationsmöglichkeiten oder konkreter Forschungsförderung zu unterstützten, anstatt Prestigeprojekte wie den „Tag der Geisteswissenschaften“ zu veranstalten.


GeWiTTER

AUSGABE 06

KSV Der Kommunistische StudentInnenverband hat für euch ein Quiz zusammengestellt, das euch bei der Wahlentscheidung helfen soll. Die Universitäten werden seit Jahren kaputt gespart, Bildung wird mehr und mehr zum Privileg der Reichen. Was tun?

Welt geht, kriegt man immer mehr Zweifel. Aber gibt’s da eigentlich irgendwelche Alternativen dazu? (3 Punkte) Kapitalismus find ich geil, da liegt das Geld auf der Straße und wenn sie in Afrika verhungern sind sie selber schuld. (1 Punkt)

Was tun! Gegen die Angriffe auf unsere Rechte müssen wir effektiven Widerstand entfalten. Veränderung fällt bekanntlich nicht vom Himmel! (5 Punkte) Na und? Ich schau sowieso nur auf mich und nach dem Studium besorgt mir der Cartellverband schon einen Job. (1 Punkt) Blöde Sache... Aber machen die da Oben nicht sowieso was sie wollen? (3 Punkte)

3—5 Punkte „Wer im Stich lässt seinesgleichen, lässt ja nur sich selbst im Stich“, meinte Bert Brecht. Wenn du also nicht zu den oberen 10.000 zählst, solltest du deine politischen Ansichten vielleicht nochmal überdenken. Vielleicht klappt’s dann auch mit einer Stimme für den KSV.

Miserable Studienbedingungen, soziale Verschlechterungen oder (Vorstufen zu) Privatisierungen im Bildungswesen werden immer damit argumentiert, dass kein Geld da ist. Stimmt das? Man hört ja überall, dass kein Geld da ist. Aber wenn ich mir beispielsweise ansehe, wie viele Milliarden steuerschonend in Privatstiftungen liegen, krieg ich so meine Zweifel. (3 Punkte)

6—10 Punkte Dass du AG oder RFS wählst, kann man bei dir wohl ausschließen. Und wenn du links wählen willst, dann stimm doch gleich für eine Liste, bei der du faule Kompromisse aufgrund von KarriereAmbitionen in Parteiapparaten ausschließen kannst. KSV wählen tut auch gar nicht weh – außer den Herrschenden! 11—15 Punkte Einer Stimmabgabe für den KSV steht bei

WirhabenüberunsereVerhältnissegelebtAllemüssensparenWirmüssendenGürtelengerschnallenWirkönnenunsdasnichtmehrleisten. (1 Punkt) Ich glaub den Geldsäcken kein Wort! Der gesellschaftliche Reichtum ist heute größer als je zuvor – nur ist das Geld in den falschen Händen. Darum brauchen wir konsequente Umverteilung von oben nach unten! (5 Punkte)

RFS dir wohl nichts mehr im Wege. Und weil Veränderung nicht vom Himmel fällt, überleg dir doch mal bei einer unserer Veranstaltungen vorbeizukommen oder dich gleich bei uns zu engagieren. Ohne dich sind wir eine/r zu wenig! Detaillierte Informationen zu den Inhalten und KandidatInnen des Kommunistischen StudentInnenverbandes (KSV) findest du auf unserer Homepage: www.comunista. at/graz.

Ring Freiheitlicher Studenten Wir fordern Bildung und Forschung! Der RFS fordert von den Universitäten Leistungen im internationalen Spitzenfeld. Um diese gewährleisten zu können, fordern wir individuelle Betreuung von forschungsinteressierten Studierenden. Die Mittel der ÖH sind ausschließlich für studentische Zwecke zu verwenden! Ring Freiheitlicher Studenten fordert ein Ende der ÖH-Gesellschaftspolitik. Die Österreichische HochschülerInnenschaft muss wie eine Gewerkschaft der Studierenden als Interessensvertretung agieren. Der RFS steht für Dialog mit Rektoren, Professoren und Ministerium auf gleicher Augenhöhe in Angelegenheiten der Studierenden (funktionelle Mitbestimmung). In ihrer Politik muss die ÖH die Studierenden beim Studium unterstützen, egal welche Weltanschauung sie vertreten. Die ÖH ist natürlich auch Servicestelle der Studierenden und Beratungsstelle bei Lehrbehelfen, Wohnungssuche, Stipendien und Beihilfen, sowie Vermittler zwischen Studenten und Lehrpersonal bei Erstsemestrigentutorien. Bessere Bildung mit höherem Standard! Adäquate Aufteilung der Prüfungstermine mit Berücksichtigung der Korrekturzeit von maximal 4 Wochen. Dadurch sollte es den Studierenden möglich sein, jeden angebotenen Prüfungstermin mit ausreichender Vorbereitungszeit wahrnehmen zu können. Ziel davon ist es, die stofflichen Grundlagen zu intensivieren und nachhaltig zu verinnerlichen, so dass sie jederzeit abrufbar sind. Weiters fordern wir vermehrt Prüfungstermine in der vorlesungsfreien Zeit, um den Fortschritt im Studium zu erleichtern. Die Freiheit von Studiengebühren, die derzeit gilt, macht für uns nur für unsere Staatsbürger Sinn. Für sie wollen wir auch Studienbeihilfe bis 27. Gäste sollen, sowie das Österreicher bei Studienzeiten im Ausland auch großteils machen, einen Kostenbeitrag leisten und in Österreich die gleichen Bedingungen für den Zugang zur Uni wie in deren Herkunftsland haben.

Der Kapitalismus steckt in der Krise, was wir auch an den Unis zu spüren bekommen. Hat das System ausgedient?

Der RFS fordert die Ausweitung der Vereinbarkeit von Beruf und Studium. Um dies zu erreichen ist es notwendig die Verschulung der Studienpläne zu stoppen. Das Angebot von Blockveranstaltungen muss ausgeweitet, und der Zugang den Berufstätigen ermöglicht werden. Bei Vorlesungen sollen in einem ersten Schritt alle prüfungsrelevanten Unterlagen digital zur Verfügung gestellt werden. Langfristig sollen alle Lehrveranstaltungen verpflichtend als Podcast hochgeladen werden. Durch diese Maßnahmen sollen den Berufstätigen weitere Hürden erspart bleiben.

Der Kapitalismus führt unweigerlich zu Krisen, Kriegen, Armut und Umweltzerstörung und gehört auf den Misthaufen der Geschichte. Wir brauchen eine Gesellschaft, in der die Menschen und nicht die Profite im Vordergrund stehen. Sozialismus nennt man das, oder? (5 Punkte) Wenn man mit offenen Augen durch die

Lass Dich nicht linken, bleib am rechten Weg! Darum RFS! - Seite 10 -

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GeWiTTER

Veritas:

AUSGABE 06

„Für uns als liberale Studierende ist die Freiheit des Einzelnen das Wichtigste“

Die digitale Revolution nicht verschlafen! Die Möglichkeiten des Internets zur Verbesserung der Lern- und Lehrsituationen werden an der KFU kaum genutzt. Es gibt viel zu wenige Lizenzen für Online-Journale, speziell auf der GeWi. Vorlesungen die eine große Zahl Studierende betreffen müssen aufgezeichnet und als Stream online zur Verfügung gestellt werden.

Deshalb fordern wir von der Universität: Keine Verschulung für mündige Studierende! In unseren Augen sind Studierende mündige Erwachsene. Deshalb setzen wir uns für größtmögliche Individualität und Flexibilität im Studium ein. Eine Verschulung der Universität vergleichbar mit dem Modell der Fachhochschulen lehnen wir für die KF ab. Studierende sollen durch freie Wahlfächer selbst ihre Schwerpunkte im Studium wählen. Mehr Individualität bedeutet, dass die Möglichkeit besteht berufsbegleitend zu studieren, Abendlehrveranstaltungen zu besuchen und die Stundenpläne flexibler werden. Wir fordern klare und faire Prüfungsbedingungen und dass aus den Evaluierungen der Lehrveranstaltungen endlich auch Konsequenzen gezogen werden.

Von der ÖH fordern wir: Austrittsrecht aus der ÖH! Mündige Studierende sollten selbst entscheiden können, ob sie sich von der ÖH vertreten fühlen oder nicht. Die STVen zu einem Grundservice ermuntern! In vielen Studienrichtungen gibt es zu wenig Skripten, deshalb sollte sich die ÖH dafür einsetzen, dass vermehrt Skripten auch für die GeWi Fächer angeboten werden.

die Arbeitsleistung muss vierteljährlich evaluiert werden. Bei Nichteinhaltung, wird die Aufwandsentschädigung gestrichen. Viele behaupten, dass es nicht notwendig ist auf der Geisteswissenschaft zu studieren um die Probleme der Geisteswissensschaften zu kennen. Aber es hilft auf jeden Fall den Vorsitzenden der Fakultätsvertretung Geisteswissenschaft als Vorsitzenden zu haben. Für weitere Informationen besuche bitte unsere Homepage: www.veritas.or.at

Liste Unabhängiger Studenten/-innen - LUSt Wir von der Liste Unabhängiger Studenten/-innen sehen uns als Alternative zu unseren parteipolitisch motivierten Mitbewerberinnen und Mitbewerbern. Vor allem wollen wir als kleine unabhängige Gruppe jene vertreten, die sich durch keine der alteingesessenen Listen vertreten fühlen. Unser Vorteil als erstmals zugelassene Liste ist, noch unabhängig agieren zu können und neue Wege zu beschreiten. Wir berufen uns weder auf politische noch auf ideologische Dogmen, sondern wollen dort ansetzen, wo sich den Studierenden Hürden auftun. Es ist uns ein besonderes Anliegen, nicht nur eine bestimmte Klientel zu bedienen, sondern möglichst umfassend zu handeln. Ein großes Problem stellt in einigen Studienrichtungen, speziell auf der Anglistik/Amerikanistik, der Mangel an Kursplätzen dar. Jedes Semester werden einige Studierende aus Kursen weggeschickt, weil es an Kapazitäten mangelt. Damit das fortan nicht mehr der Fall ist, setzen wir uns dafür ein, dass die Zahl der verfügbaren Kursplätze erhöht wird, damit alle eine Chance haben, genügend Kurse in einem Semester zu besuchen. Auch Lehrveranstaltungen, die ausschließlich im WS oder im SS stattfinden, sind uns ein Anliegen. Damit es also nicht zu Studienzeitverzögerungen kommt, wollen wir hier ansetzen und euch helfen, euren Studienalltag erfolgreich zu bewältigen. Da die Arbeit am Computer aus dem studentischen Alltag nicht mehr wegzudenken ist, wollen wir uns außerdem dafür einsetzen, dass neue Computer im "Common Room" angeschafft werden. Englischstudenten und -studentinnen sollen modern ausgestattete statt völlig veralteten Computern zur Verfügung stehen, damit sich die Studierenden in den Pausen im "Common Room" aufhalten können und nicht erst einen anderen, meist überfüllten PC-Saal aufsuchen müssen. Mein Name ist Enesa Mujezinovic, ich bin 23 Jahre alt und studiere seit WS 2006 an der Karl-Franzens-Universität Graz. Ich bin unabhängige Kandidatin zur Wahl in die Studienvertretung Anglistik/Amerikanistik.

Transparenz für die ÖH Sowohl die Finanzen als auch die STV und UV Protokolle müssen in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden.Es braucht klare Aufgabengebiete und Arbeitsziele für Referenten und

Mehr Raum an deiner Uni! LVs werden oft in zu viel kleinen Hörsälen abgehalten, da Professoren Vorrechte auf gewisse Räume zu gewissen Zeiten eingeräumt werden. Mit dieser Praxis muss Schluss sein. Hörsäle sollen nach der Anzahl der Studierenden der LV eingeteilt werden und nicht nach altmodischen Hierarchien. Viele Studierende verbringen in den Räumen der Universitäten mehr Zeit als in ihren eigenen vier Wänden. Trotzdem gibt es immer noch ein zu geringes Angebot an Lern- und Aufenthaltsplätzen. Veritas setzt sich für die Verbesserung dieser Situation ein, damit die KFU auch außerhalb der Lehrveranstaltungen ein Ort ist, in dem Studieren in einer angenehmen und anregenden Atmosphäre möglich ist. - Seite 12 -

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Der Bildungspass macht Karriere ! SPRECH-, STIMM- UND ATEMTECHNIK Karrierefaktor Stimme! Eine angenehme Stimme und eine deutliche Sprache tragen wesentlich zu einer guten Wirkung im Beruf und im Alltag bei. Ein gutes Timbre wirkt sympathisch, eine kraftvolle Stimme vermittelt Kompetenz, und eine klare Sprache gibt Ihrer Präsentation den professionellen Schliff. Lernen Sie, Ihre Stimme richtig einzusetzen! Mit der richtigen Atemtechnik und dem richtigen Einsatz Ihrer Stimme werden Sie bei längeren Vorträgen nicht trocken und nicht heiser. Die Seminar-Übungen können Sie auch zu Hause regelmäßig üben. Termine: Mittwoch 25.5.2011 (9.30 – 16.30)

KÖRPERSPRACHE Man kann nicht nicht kommunizieren! Zum Seminar: Die Körpersprache ist die erste Sprache, die wir Menschen überhaupt lernen. Im Laufe unseres Lebens lenken wir durch Schule und Beruf unseren Fokus immer mehr auf den inhaltlichen Aspekt der Kommunikation. Lernen Sie in diesem Seminar ihre eigene Körpersprache und die Ihrer GesprächspartnerInnen wieder bewusst wahrzunehmen, um dadurch einfühlsamer zu kommunizieren. Erfahren Sie, welche Signale Sie senden, was sie bedeuten können und wie sie auf Menschen wirken. Optimieren Sie Ihre Wirkung auf andere und steigern Sie Ihre Präsenz, indem Sie durch souveräne Körpersprache Erfolg ausstrahlen. Termine: Freitag 1.7.2011 (9.30 – 16.30)

RHETORIK Reden kann jeder – Reden halten will gelernt sein! Zum Seminar: Eröffnen Sie sich den Zugang zu den Schlüsselkompetenzen der Rhetorik. Lernen Sie, wie Sie eine Rede gliedern und einen Spannungsbogen aufbauen. Erleben Sie, wie Sie aus natürlicher Nervosität und Lampenfieber kraftvolle Energie für Ihre gelungene Rede schöpfen. Durch bildliche Sprache und Beispiele verknüpfen Sie Ihre Aussagen mit den Erfahrungen Ihres Publikums. Anhand von praktischen Übungen erweitern Sie Ihre rhetorischen Fähigkeiten sowie Ihre Sicherheit beim Reden vor Publikum und im Zweiergespräch. Termine: Samstag 28.5.2011 (9.30 – 16.30) Samstag 16.7.2011 (9.30 – 16.30) Sonntag 9.10.2011 (9.30 – 16.30)

PRÄSENTATIONSTECHNIK Präsentieren mit Erfolgsfaktor! Zum Seminar: Gestalten Sie Präsentationen und Vorträge professionell und souverän. Sie erfahren, wie Sie Vortragsthemen strukturiert aufbereiten und in kürzester Zeit komplexe Themen auf den Punkt bringen. Schaffen Sie eine positive, persönliche Atmosphäre durch bewusst geführten Blickkontakt und gestalten Sie Ihren nächsten Auftritt fesselnd, von der ersten bis zur letzten Sekunde. Begeistern Sie durch Kongruenz und Souveränität sowie durch die richtige Dramaturgie Ihrer Präsentation. In Einzelpräsentationen können Sie das Gelernte sofort trainieren und Sicherheit im Umgang mit verschiedenen Präsentationsmedien gewinnen. Steigern Sie so Ihr Selbstbewusstsein im Auftritt vor einer Gruppe für Ihre berufliche Praxis.

FÜHREN UND MOTIVIEREN Entwickeln Sie Ihre Persönlichkeit als Führungskraft und Teammitglied! Zum Seminar: Lernen Sie in diesem Seminar das Anforderungsprofil für innovative Führungskräfte kennen und entwickeln Sie Ihre soziale und kommunikative Führungskompetenz. Erfahren Sie, wie Sie als zukünftige Führungskraft das Verhältnis mit Ihren KollegInnen und MitarbeiterInnen positiv gestalten und den Balanceakt zwischen Vertrauen und Distanz erfolgreich meistern. Lernen Sie ein Team erfolgsorientiert aufzustellen und die Potenziale sowie das Engagement der Teammitglieder zu fördern. Erfahren Sie, wie Sie sich und andere durch den richtigen Einsatz von Anerkennung, Kritik und Feedback motivieren und gemeinsame Ziele durch effizientes Führungsverhalten erreichen. Termine: Samstag 11.6.2011 (9.30 – 16.30) Sonntag 18.9.2011 (9.30 – 16.30) Samstag 29.10.2011 (9.30 – 16.30)

WORK-LIFE-MANAGEMENT Ihr persönliches Ressourcen-Management! Zum Seminar: Der Alltag ist voll von Anforderungen und die Kunst liegt darin eine gute Balance zwischen allen Lebensbereichen zu finden. Dieses Seminar unterstützt Sie dabei, Ihre persönlichen Ressourcen, Potenziale und Grenzen zu erkennen und bietet Ihnen die Möglichkeit Ihr Idealbild zu entwickeln. Die Klarheit über Ihre Ziele und Prioritäten sind wesentliche Bausteine eines ausgewogenen Zeit- und Lebensmanagements. Lernen Sie, sich kraftvolle Ziele zu setzen und erarbeiten Sie sich Strategien, mit der Sie Ihre Ziele erreichen. Lernen Sie sich für Ihre zukünftigen Vorhaben und Ziele zu motivieren und erleben Sie die unbändige Kraft zielfokussierter Aufmerksamkeit. Das Seminar bietet Ihnen die Gelegenheit zur Standortbestimmung, Persönlichkeits-Reflexion und Zielformulierung. Termine: Samstag 21.5.2011 (9.30 – 16.30) Samstag 9.7.2011 (9.30 – 16.30) Sonntag 2.10.2011 (9.30 – 16.30)

PROJEKTMANAGEMENT Projektorientiertes Arbeiten im Team! Zum Seminar: Erfahren Sie praxisnah die wichtigsten Grundlagen von Projekten und Projektmanagement. Lernen Sie die wichtigsten Schritte zur erfolgreichen Projektplanung und setzen Sie diese anhand konkreter Beispiele um. Achtzig Prozent der Projektkosten werden bereits am Beginn eines Projektes definiert. Trotzdem wird die Wichtigkeit dieser Phase oft gravierend unterschätzt! Üben Sie anhand konkreter Fallbeispiele, wie Sie Projekte definieren, abgrenzen, planen und das Umfeld managen.

GESPRÄCHSFÜHRUNG Strategien erfolgreicher Kommunikation Zum Seminar: Erfolgreiche Kommunikation ist von entscheidender Bedeutung dafür, wie befriedigend und erfolgreich wir unser Leben gestalten, beruflich wie privat. Das gilt auch dann, wenn es komplexe und konfliktreiche Situationen zu bewältigen gilt. Erfahren Sie in diesem Seminar die „Goldenen Regeln“ der Kommunikation und verbessern Sie Ihre kommunikativen Fähigkeiten. Steigern Sie durch Kommunikationstechniken Ihr Einfühlungsvermögen und schaffen Sie eine Basis des Vertrauens. Erleben Sie in praxisnahen Übungen, wie Sie Gespräche gezielt zum Erfolg führen. Termine: Die 7.6. + Mi 8.6. 2011 (18.00 – 21.00) Sonntag 11.9.2011 (9.30 – 16.30) Samstag 22.10. 2011 (9.30 – 16.30)

LERN- UND KREATIVITÄTSTECHNIKEN Brain Gym für mehr Leistungsfähigkeit! Zum Seminar: Wie wäre es, wenn Sie sich auf einer Firmenveranstaltung die Namen von 30 Personen, die Sie neu kennen lernen, merken könnten? Mit optimierten Merkstrategien sind Sie schon nach kürzester Zeit in der Lage, Informationen unmittelbar und langfristig im Gedächtnis zu behalten. Speichern Sie Namen und Gesichter, Daten oder Stichworte, zum Beispiel für eine freie Rede, spielerisch und mit Spaß ab. Lernen Sie im zweiten Teil des Seminars Kreativ-Techniken, um mit neuen Ideen frische Lösungen zu finden. Mit wirkungsvollen Methoden sind Sie in der Lage ausgetretene Pfade des Gewohnten zu verlassen und Denkblockaden mit frischer Energie zu überwinden.

AUSGABE 06

Vom Aushalten der Widersprüche Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Kein Mensch weiß, wie es mit den Universitäten weitergeht, wenn sie bis 2015 nicht mehr Geld bekommen. Kein Student weiß, was sein Bachelor wert sein wird und viele wissen nicht mehr, wie sie ihr Studium finanzieren sollen. Irgendwie sind wir alle betroffen, das macht betroffen und motiviert alle zwei Jahre wieder eine kleine Gruppe von Studierenden, sich innerhalb der ÖH zu engagieren. Aus den unterschiedlichsten Motiven und mit den unterschiedlichsten Zielen versuchen sie zwischen Gesellschaftspolitischem Grundsatzdebatten und konkreten Serviceleistungen eine bessere Universität zu gestalten. Da hören die Gemeinsamkeiten im aktuellen ÖH-Wahlkampf aber auch auf. In den Interviews mit den Spitzenkandidaten der wahlwerbenden Gruppierungen zeigt sich, dass die alte Lagereinteilung in links und rechts noch längst nicht obsolet ist – auch wenn sich diese Haltungen nicht immer in konkrete Positionen umsetzen lassen. Und auch das eklatante Problem der niedrigen Wahlbeteiligung scheint für die meisten Kandidaten und Kandidatinnen, die zur Wahl antreten, kein großes Problem zu sein. Und vielleicht besteht genau darin die Gefahr: Das nicht einmal in der studentischen Vertretung noch genügend Vertrauen in die repräsentativen Organe der ÖH besteht – Oder hat sich durch die Studierendenproteste der beiden letzten Jahre etwas geändert? Wir werden es wissen. Nach der Wahl. Vorher gilt: Stell dir vor es ist Wahl, und alle gehen hin.

Inhalte: Merktechniken, Denkblockaden überwinden, laterales Denken, Gehirnjogging, die eigene Kreativität entdecken, Kreativitätstechniken, Lernstrategien. Termine: Mittwoch 5.10.2011 (9.30 – 16.30)

LEHRGANG ZUM COACH Kostenlose Infoabende: 27.6.2011, 3.10.2011 (19.00)

LEHRGANG ZUM LERNCOACH Kostenloser Infoabend: 30.9.2011 (18.00)

LEHRGANG ZUM/ZUR TRAINER/IN Kostenloser Infoabend: 23.9.2011 (18.00)

LEBENS- UND SOZIALBERATER/IN Kostenloser Infoabend: 13.9.2011 (18.00)

Aktuelle Verteilung der Stimmen und Mandate

UV-Wahl 2009 KFU: FLUG: AG: GRAS: VSStÖ: KSV: RFS Liste Veritas

7 Mandate (36,43%) 4 Mandate (22,83%) 4 Mandate (19,45%) 1 Mandat (8,10%) 1 Mandat (6,25%) 0 Mandate (4,83%) 0 Mandate (2,07%)

Lernen Sie praxiserprobte Projektmanagement-Tools kennen und nutzen. Erleben Sie den Einsatz von Moderationsmethoden für Besprechungen und Projektsitzungen. Steigern Sie so Ihr Selbstbewusstsein in der aktiven Teilnahme an Besprechungen und Sitzungen für Ihre berufliche Praxis. Termine: Samstag 25.6.2011 (9.30 – 16.30) Sonntag 25.9.2011 (9.30 – 16.30) Samstag 5.11.2011 (9.30 – 16.30)

0316 / 46 60 46 www.bildungsforum.at

Stefan, die Fachschaftsliste (FLUG) hatte vier mal in Folge den ÖH-Vorsitz auf der KFU inne. Jetzt seid ihr trotz eures letzten Wahlsieges das erste Mal in der Opposition gewesen. Wie schwierig ist es aus dieser Position heraus Wahlkampf zu machen? Früher habt ihr immer damit geworben, was ihr in der ÖH erreicht habt. Das wird diesmal nicht funktionieren. Es ist ja ein ziemlicher Irrglaube, dass man auf der ÖH nur etwas erreichen kann, wenn man in der Exekutive ist. Das mag für andere Fraktionen zutreffen, aber bei uns hat jeder in einer Studienvertretung angefangen. Ich bin zum Beispiel stellvertretender Vorsitzender der Fakultätsvertretung Naturwissenschaft (FV NaWi). Außerdem sitzen wir mit drei Studierenden im Senat und sitzen in den CurriculaKommissionen, da kann man überall sehr viel erreichen. Glaubst du, dass ihr mit dieser zum Teil sehr anonymen Arbeit wahrgenommen werdet? Das ist schwer zu beantworten. Wir hatten in Graz noch nie einen Vorsitzenden, der medial so präsent war wie Cengiz Kulac. Ich weiß nicht, wie viel das bringt. Aber ich mache für die Psychologie immer noch jede Woche eine Sprechstunde. Dort bekommt jeder konkrete Hilfe und kennt dann mein Gesicht und meinen Namen. Viele wissen meist nicht, wer dieser Cengiz Kulac ist, von dem sie immer E-mails bekommen. Und für die Studierenden ist diese konkrete Hilfe wichtiger, als medienwirksame Aktionen. Gehen diese Studierende dann auch zur Wahl? Das kommt drauf an. Wenn sich ein Problem in fünf Minuten lösen lässt, wird man denjenigen vielleicht nicht sofort zur Wahl motivieren, aber jemand der ein komplexeres Problem hat und mit dem man dann über zwei Wochen immer wieder in Kontakt steht, der fragt automatisch irgendwann: „Warum tust du dir das an?“

Termine: Samstag 4.6.2011 (9.30 – 16.30) Samstag 23.7.2011 (9.30 – 16.30) Samstag 15.10.2011 (9.30 – 16.30)

Radetzkystr. 18 8010 Graz

Stefan Thum (24 Jahre alt) 8 Semester Psychologie. stellv. Vorsitzender der FV NaWi

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GeWiTTER

AUSGABE 06

Von der größten Fraktion zur kleinsten, die aktuell in der ÖH vertreten ist. Noch immer ist die Steiermark ein gutes Pflaster für Kommunisten, aber was heißt es im 21. Jahrhundert Kommunist zu sein? Zumindest darf man inzwischen CocaCola trinken, so wie der aktuelle KSV-Kandidat Robert Krotzer während des Interviews.

Und was antwortest du? Mir macht das Spaß. Im Studium geht mir recht oft die Gestaltungsmöglichkeit ab, die ich innerhalb der ÖH habe. Ich kann meinen Studienplan mit gestalten. Ich kann ändern, was mich stört und das will ich nutzen. Spannen wir damit den Bogen ins Konkrete: Einer eurer Vorschläge ist die Busverbindung zwischen KF und TU Graz. Wie willst du das umsetzen? Das geht sicher nur innerhalb der Exekutive … Ich glaube, nicht einmal dort. Das ist doch die Entscheidung der Stadt und der „Grazer Linien“. … aber wir können den Bedarf zeigen. Ist es nicht unlauter mit etwas Wahlkampf zu machen, auf das ihr im Endeffekt wenig Einfluss habt? Also das ist schon konkreter als das, was andere Fraktionen so anbieten. Und wenn der Bedarf besteht, wird sich auch die Stadt nicht quer stellen. Hat eine Fraktion wie die Aktionsgemeinschaft (AG) oder die GRAS, deren Mutterparteien ÖVP und Grüne in der Stadtregierung sitzen, nicht bessere Chancen so etwas umzusetzen? Also ich glaube nicht, das die aktuellen Verbindungen zwischen ÖH und Stadt besser sind, als unsere in den Jahren zuvor. Wenn GRAS und AG so gute Verbindungen hätten, hätten sie ja ihre Forderungen nach einer Straßenbahnlinie zur Uni und Freifahrten umsetzen können. Unser letzter Vorsitzender Florian Ortner hat den Mobilitätsscheck mit der Stadt verhandelt, nicht die GRAS oder die AG. Die können sich den Erfolg aber auf die Fahnen heften, weil er unter deren ÖHVorsitz schlagend geworden ist. Es gibt zwar keine Wahlumfragen, aber in der Kontinuität der letzten Jahren habt ihr gute Chancen die Wahl wieder zu gewinnen. Heißt das, du bist der nächste ÖH-Vorsitzende? Das ist natürlich unser Ziel. Wir werden aber mit Sicherheit in eine Koalition gehen müssen, weil sich die absolute Mehrheit

nicht ausgehen wird. Aber es ist realistisch, dass wir in eine Koalition kommen, nachdem wir mit den meisten Fraktionen zusammenarbeiten könnten. Wir sind ja weltanschaulich nicht gebunden. Wieso hat das dann beim letzten Mal nicht funktioniert? Da haben sich AG, VSSTÖ und GRAS zu einer eher ungewöhnlichen Koalition zusammen geschlossen. Was macht dich so sicher, das es diesmal nicht ähnlich läuft? Sicher bin ich mir nicht, aber die anderen Fraktionen haben in den letzten beiden Jahren gesehen, was es bedeutet den Vorsitz der ÖH zu stellen. Sie haben sich am Anfang auch schwer getan mit dieser Verantwortung, das hat man an den ganzen Personalwechseln gesehen. Wir kennen die Arbeit aus früheren Jahren, wo wir den ÖH-Vorsitz hatten und wissen worauf wir uns einlassen. Erwartest du, dass du während einer eventuellen Tätigkeit im Vorsitz dein Studium weiterführen kannst? Nein, nicht ernsthaft. Vielleicht drei oder vier Prüfungen. Welche Fraktionen, von denen die du als überfordert beschrieben hast, wäre dir der liebste Koalitionspartner? Also mit Gras und AG wird sich die Koalition rechnerisch sicher ausgehen. Was ist mir das liebste? Ich stehe sicher den linken Fraktionen näher, als den Konservativen. Aber die Frage ist ja, mit welchen Leuten man zusammenarbeiten muss. Und da ich in erster Linie an der Uni Graz die Studierenden vertreten will, ist mir der politische Hintergrund – innerhalb bestimmter Grenzen – relativ egal. Und da ziehen im Großen und Ganzen alle an einem Strang. Das Problem bei AG und der Liste Veritas ist nur, dass sie offen Zugangsbeschränkungen fordern. Aber bevor du dir die Personen aussuchen kannst, mit denen du zusammenarbeiten müsstest, muss doch eine gewisse gesellschaftspolitische Schnittmenge vorhanden sein. Da weiß man bei der FLUG nie genau, woran man ist. Wir verstehen uns als Fraktion, die an der Uni Graz arbeiten möchte. Das heißt, - Seite 16 -

wir haben eigentlich keine Forderungen, die über Graz hinaus gehen. Dafür gibt es die Fachschaftsliste auf Bundesebene. Da fordern wir eine Mindestsicherung für Studierende und die Rücknahme der Kürzungen bei der Familienbeihilfe. Wir fordern eine vernünftige Finanzierung der Unis, denn die reine Drittmittelfinanzierung ist für uns keine Alternative. Das verortet euch relativ nah bei GRAS und KSV. Ist bei dieser Nähe überhaupt noch jene Unabhängigkeit möglich, mit der ihr euch positioniert? Wir haben nie behauptet, dass wir unpolitisch sind. Aber wir sind an niemanden gebunden und insofern unabhängig, dass wir von niemandem finanziert werden. Uns pfeift auch niemand zurück, so wie man das bei der AG gesehen hat. Die war am Anfang an den Protesten in Graz beteiligt und auf einmal waren sie weg. So etwas gibt es bei uns nicht.

Robert Krotzer: KSV (23 Jahre) 8. Semester Lehramt als Mandatar aktiv: nein Als „Kommunistischer StudentInnenverband“ tragt ihr die gesellschaftliche Utopie des Kommunismus in eurem Namen. Ist euer Wahlkampf deshalb gleichzeitig ein Klassenkampf? Das kann man durchaus so sagen. Und zwar in dem Sinne, dass die klassenlose Gesellschaft keine Utopie ist, sondern ein Fernziel. Das wird unsere Generation in der Form wohl nicht erleben, aber unser Ziel ist es, den Kapitalismus zu beseitigen. Davon sind wir heute sehr weit entfernt, wir sind ja in einer Etappe, wo der Kapitalismus sogar immer aggressiver wird. Die sozialen Rechte werden immer weiter beschnitten: Die Kürzung der Familienbeihilfe und der Wohnbeihilfe… Das sind alles sehr gesellschaftspolitische Fragen. Was bedeutet Kommunismus in der Hochschulpolitik? Das bedeutet, dass wir gegen die Ökonomisierung des Bildungswesens Widerstand leisten. Die Universitäten sind immer abhängiger von Drittmitteln aus der Privatwirtschaft und das gefährdet die Freiheit von Lehre und Forschung. Wissenschaftliche Tätigkeiten sollen sich ja nicht daran orientieren, ob sie Profite bringen. Aber es ist doch erfreulich, dass der Kapitalismus einige Unternehmen befähigt, universitäre Forschung zu unterstützen. Das passiert ja zusätzlich zur immer noch vorhanden staatlichen Finanzierung. Das sehe ich nicht so. Ich bin davon überzeugt, dass sich die Gesellschaft, und die spiegelt sich im Staat wieder, eine freie Forschung leisten muss. Und sobald dort private Profitinteressen hinzukommen, geht die Nützlichkeit für die Gesamtgesellschaft verloren. Man sieht das schon, wenn man die Drittmittel zwischen der Technischen Universität und der eher geisteswissenschaftlichen KFU vergleicht. Das ist aber auch für die TU von Nachteil, weil die Leistungen, die dort erbracht werden, nicht der Gesellschaft zu

Gute kommen, sondern sofort patentiert werden und damit nur den Unternehmen, die damit Gewinne machen, etwas bringt. Trotzdem scheint sich das Interesse der Studenten an einer „kommunistischen Universität“, die sich den Interessen der Privatwirtschaft vollkommen entzieht, in Grenzen zu halten. Wie erklärst du dir das? Also es geht bei den ÖH-Wahlen nicht darum, eine kommunistische Universität zu errichten. Wir wollen gemeinsam mit den Studierenden gegen die Verschlechterungen vorgehen. Das ist während der Besetzungen in den letzten beiden Jahren auch immer wieder passiert. Für uns ist es ein zentrales Anliegen, die Menschen zu organisieren und ihren Protest zu unterstützen. Trotzdem gelang es der FLUG zuletzt mit ganz ähnlichen Anliegen, aber ohne kommunistische Utopie, zur stärksten Fraktion zu werden. Ihr habt nur ein Mandat. Es gibt sehr viel, was wir auch an der Arbeit der FLUG schätzen, keine Frage. Aber was uns unterscheidet: Die FLUG wirbt mit dem Spruch: „Die Welt können wir nicht retten, die Uni alle mal“. Wir sind aber der Meinung, dass man über den Campus hinaus blicken muss und all jene zu einem Schulterschluss zu bringen, die unter diesem neoliberalen System leiden. Ihr beruft euch in eurem aktuellen Wahlkampf auf Einstein und seinen Text: „Warum Sozialismus“. Der gleiche Einstein spricht sich auch für eine bedarfsorientierten Planwirtschaft aus. Würde das nicht bedeuten, dass die Zahl der Studienplätze je nach Studium und Bedarf an Absolventen limitiert werden müsste? Das ist a bissl a schwierige Frage. Wenn man es umkehrt, hat man ja heute die Situation, dass eine Studienberatung weitest gehend fehlt und sich deshalb viele nach dem Studium in die „Generation Praktikum“ einreihen. Vom Sozialismus sind wir aber noch weit entfernt, deshalb wird sich die Frage der ökonomischen Planbarkeit von Studienplätzen erst später stellen. - Seite 17 -

Unter den Bedingungen des Kapitalismus sind die Hochschulbeschränkungen also abzulehnen, im noch zu verwirklichenden Sozialismus nicht mehr? Nein, denn der freie Hochschulzugang ist jetzt schon eine Illusion. Meine Eltern haben beide als höchste Ausbildung eine Lehre, ich studiere jetzt an der Universität. Damit gehöre ich zu einer Minderheit von 5,7 Prozent, die es auf die Universität schaffen. Wir haben also massive Barrieren. Diese gilt es zuerst einmal zu beseitigen. Das löst aber den Widerspricht zwischen Planwirtschaft und freier Studienwahl nicht auf. Natürlich taucht die Frage nach dem gesellschaftlichen Bedarf an Absolventen irgendwann auf, aber das ist ja kein Widerspruch dazu, dass man sein Studium nach seinen Interessen und Fähigkeiten wählt. Ich glaube da kommen wir nicht weiter. Was sind die konkreten Projekte neben der sozialistischen Utopie, oder können diese nur eine Folge der gesellschaftlichen Veränderung sein? Es gibt da massig Missstände an der Uni, die zu lösen sind. Da muss niemand auf den Sankt-Nimmerleins-Tag vertröstet werden. Das sind ganz praktische Dinge wie die Verkehrssituation: Es gibt nach wie vor keine Linie zur Uni, keine Busverbindung zwischen TU und KF und auch die Kosten für den Mobilitätsscheck sind nicht weiter gesunken. Das sind aber alles Positionen, die auch von der FLUG, der GRAS und der AG geteilt werden. Was ist euer, um es kapitalistisch auszudrücken, USP (unique selling proposition)? Es gibt halt sehr viele Gemeinsamkeiten, die den Studierenden zu Gute kommen. Da kann sich ja keine Fraktion verwehren. Es ist das Ziel aller, etwas gegen volle Hörsäle zu unternehmen und schlechte Studienbedingungen zu kritisieren, ganz egal wer das jetzt wie formuliert. Wir unterscheiden uns dadurch, dass wir in diesen Protesten kein Fraktions-HickHack mitgemacht haben, sondern immer versucht haben, die Widerstandskraft der Studierenden zu stärken.


GeWiTTER

AUSGABE 06

Vom Klassenkampf zum Geschlechterkampf. Also nächstes treffe ich Natalie Ziermann die im Referat für „feministische Politik“ aktiv ist. Braucht man das? Und wofür?

Womit wir wieder beim Klassenkampf sind. Was sollte der Grund sein, dass ein BWL-Student den KSV wählt? Ach, da kenne ich genug BWL-Studierende, die nicht der Meinung sind, dass die freie Marktwirtschaft das einzig Beglückende ist. Die sehen, wie dieses System massive Ungerechtigkeiten produziert. Natürlich muss man als KSVSympathisant in der BWL gegen den Strom schwimmen. Aber das muss man im Moment noch überall.

NATALIE ZIERMANN 21 Jahre 8. Semester Psychologie, Referentin für feministische Politik Natalie, du bist seit zwei Jahren in der ÖH aktiv und hast in dieser Zeit das Frauenreferat in „Referat für feministische Politik“ umbenannt. Warum? Wir wollten ganz klar definieren, in welche Richtung des Referat geht. Feministische Politik heißt für uns, dass wir auch Männer mit einbeziehen. Es heißt, dass wir uns für die Gleichstellung für Frauen einsetzen. Frauenreferat hieß einfach nur, dass es ein Referat für Frauen ist. Kannst du den Unterschied in der praktischen Arbeit erklären? Also meine Vorgängerin hat sehr viel Wert auf Vernetzung mit anderen Fraueneinrichtungen gesetzt. Das machen wir schon auch noch, aber wir versuchen wirklich Studentinnen in ihrer Kompetenz zu stärken und auf Ungleichheiten aufmerksam machen. Eine eurer Forderungen war immer die nach einer weiblichen Rektorin. Jetzt wurde Christa Neuper gewählt – was ist nun das Thema des VSSTÖ? Eine weibliche Rektorin ist natürlich sehr wichtig, aber damit ist ja noch nicht die komplette Gleichstellung gegeben. Wir haben noch immer weniger als 20 Prozent Professorinnen. Aber ihr verliert mit diesem „Erfolg“ ein entscheidendes Argument den VSSTÖ zu wählen. Das glaube ich weniger. Unsere feministische Hauptforderung ist die Förderung junger Wissenschaftlerinnen, weil das immer noch vernachlässigt wird. Es geht nicht nur um die oberste Ebene. Du unterstellst also, dass männliche Jungforscher noch immer gegenüber weibliche bevorzugt werden? Ja.

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Und die Forderung des Bundes-VSSTÖ nach „Quotenfrauen in allen Bereichen“ erhebst du auch hier in Graz? Ich würde nicht unbedingt sagen „Quotenfrauen“, das ist ein irgendwie negativ behafteter Begriff. Quoten sind Mittel zum Zweck, aber sicher nicht das alleinige Mittel. Ein sehr guter Weg sind Mentorinnen-Programme, bei denen Frauen, die sich innerhalb des Systems durchgesetzt haben, ihre Erfahrungen weitergeben. Aber trotzdem argumentiert ihr auch mit der Quote. Entsteht dadurch nicht der Eindruck, dass Frauen nur deswegen in Positionen kommen? Die inhaltliche Leistung wird doch dadurch geschmälert. Der Eindruck wird bewusst von reaktionären Kräften vermittelt. Der wird von euch vermittelt! Ihr standet beim öffentlichen Hearing mit einem Transparent da: „Wo ist die Rektorin?“ Das ist doch keine inhaltliche Forderung. Wir haben immer betont, dass eine Person mit der nötigen Kompetenz Rektor oder Rektorin werden soll. Unsere Meinung nach hatte Christa Neuper die gleiche, wenn nicht eine bessere Qualifikation als die anderen Bewerber. Unsere Forderung war darauf bezogenen, dass es bis zu Christa Neuper nur eine einzige Rektorin in Österreich gab. Aber immer, wenn eine Frau in eine solche Position kommt, wird darüber diskutiert, ob sie nur deswegen dahin kommt, weil sie eine Frau ist. Das stimmt einfach nicht. Früher hätte auch niemand gesagt, dass ein Mann nur Rektor wird, weil er ein Mann ist. Aber das ist doch genau eure These: Dass Männer nur in ihre Ämter kommen, weil sie Männer sind. Nicht alle, aber sehr oft, ja. Ist unsere Generation nicht längst über den Punkt hinaus, wo die Frage der Gleichstellung noch so massiv behandelt werden muss. Warum ist das noch immer so ein zentrales Anliegen für den VSSTÖ? Wenn wir uns anschauen, dass Frauen noch immer ein Viertel weniger verdienen als Männer, der Anteil von Männern die in Karenz gehen unter 10% liegt und Frauen noch immer Opfer von sexueller

Belästigung sind, gibt es noch viele Punkte, wo Frauen im Nachteil sind. Natürlich ist dafür ein größeres Bewusstsein da, als vor 30 Jahren, aber wenn wir uns die Lohnschere anschauen, geht diese immer noch weiter auseinander. Das ist aber alles Gesellschaftspolitik. Auf der KFU haben wir 60% Frauen, da müsstet Ihr als VSSTÖ, wenn deine These stimmt, jede Menge Wählerinnen haben. Aber ihr haltet im Moment nur ein Mandat. Kann es sein, das eure Politik bei denjenigen für die ihr sie macht, gar nicht so gut aufgenommen wird? Ich glaube, das liegt nicht daran, dass wir feministische Themen aufgreifen. Die meisten merken erst nach dem Studium, was es für Barrieren gibt. Und das versuchen wir im Referat zu betonen und hoffen, dass sich das positiv auf das Wahlergebnis auswirkt. Als feministisches Referat habt ihr einen Film zum Frauentag produziert in dem du auch selbst mitspielst … „Superwoman walking down the Street“. … darin werden Männer als homophobe Chauvinisten, Sexisten und Vergewaltiger dargestellt. Die Frauen befinden sich in der Opferrolle, aus der sie sich dann mit Gegengewalt wehren bzw. emanzipieren. Was ist das für einen Männer bzw. Frauenbild? Also der Film war bewusst überzeichnet, deshalb ist es ja auch ein Schwarz-WeißFilm. Der Sinn dahinter war, Frauen zu zeigen, dass sie sich wehren können.

Aus dieser Debatte, die wir gerade führen, die ja immer noch sehr gesellschaftspolitisch ist, lassen sich daraus konkrete Projekte ableiten? Was wir im letzten Jahr aufgebaut haben, ist der Studentinnen-Treff. Diesen Stammtisch soll es weiter geben. Wir wollen weiblichen Studierenden die Möglichkeit geben, Kompetenzen zu erlangen, die sonst eher Männern offen stehen. Wir haben zum Beispiel einen Layout-Workshop für Frauen angeboten, der völlig überlaufen war. Und das wäre bei einem Workshop für beide Geschlechter nicht so? Ich glaube, dass sich Frauen dann oft nicht trauen, weil diese technischen Qualifikation, wie zum Beispiel fürs Layout, oft Männern zugeschrieben werden. Die Frauen schreiben den Männern eine höhere Kompetenz zu? Gehst du auch davon aus, dass die Fähigkeiten tatsächlich verschieden sind? Die Kompetenzen sind schon verschieden, aber das ist gesellschaftlich anerzogen und nicht naturgegeben. Wir versuchen mit solchen Workshops zu zeigen, dass sich die vermeintlichen Unterschiede im Können leicht widerlegen lassen.

Die Feministin Simone de Beauvoir hat davon gesprochen, dass Männer und Frauen geschwisterlich ins »Reich der Freiheit« gehen sollen. Davon war in dem Film nichts zu sehen. Also wir stellen Männer nicht immer so dar, wir versuchen sie einzubeziehen. Aber der Film war speziell zum Tag der Gewalt gegen Frauen gemacht und soll darauf aufmerksam machen, wie sehr Frauen noch immer durch männliche Gewalt betroffen sind. Das ist eine Tatsache, die man nicht abstreiten kann.

Phillip Maunz 24 Jahre 10. Semester Rechtswissenschaft Vorsitzender der FV ReWi Phillip, wie warst du bisher innerhalb der ÖH aktiv? Ich bin seit 1,5 Jahren Vorsitzender der FV Rechtswissenschaft und in der Zeit ist viel passiert: Wir haben durch sehr viel Aktionismus verhindert, dass man nur noch mit einem Bakkalaureat das Studium absolvieren kann. Das war wichtig, weil die Vorschriften für viele juristischen Berufe ein vierjähriges Studium verlangen und ein dreijähriger Bakk. hätte da nicht viel Sinn. Im Dezember gab es dann das Budgetbegleitgesetz, gegen das ich als FV-Vorsitzender auch massiv protestiert habe, weil man das Gerichtsjahr kürzen und fertige Akademiker nur mit 1.014 € bezahlen wollte. Damit drängt man Rechtspraktikanten an den Rand des Existenzminimus. An diesen Rand fühlen sich viele durch die Maßnahmen deiner Mutterpartei ÖVP gedrängt. Sowohl die Kürzung der Familienbeihilfe, als auch die Reduktion der Wohnbeihilfe wurde von der ÖVP zu Lasten vieler Studenten beschlossen. Also ich bin kein ÖVP-Mitglied und wir sind auch keine Parteijugend. Es gibt natürlich in der Aktionsgemeinschaft ÖVPMitglieder, aber ich bin keines und hab auch nicht vor eines zu werden. Die RotSchwarze Regierung ist bis heute säumig, die zwei Prozent des BIP in die tertiäre Bildung zu investieren. Das fordern wir, egal ob der Wissenschaftsminister nun Hahn heißt, oder ob es eine Ministerin Karl oder ein Minister Töchterle ist. Lässt sich diese Distanz zur ÖVP vermitteln? Ich glaube schon. Wir haben in den letzten beiden Jahren gezeigt, dass wir nicht der verlängerte Arm der ÖVP sind. Dass wir für eine massive Ausweitung des Stipendiensystems eintreten, dass wir die Studienbeitragsregelung, also Studiengebühren, ablehnen, das ist doch klar zum Ausdruck gekommen.

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GeWiTTER

AUSGABE 06

Nach der VSSTÖ-Kandidatin treffe ich den Koalitions- oder Duldungspartner der Aktionsgemeinschaft (AG). Denn so genau ist die ungewöhnliche Zusammenarbeit von GRAS, VSSTÖ und AG nicht definiert. Aber sie hat offensichtlich die letzten beiden Jahre funktioniert. Liegen die Fraktionen doch näher beieinander als man erwartet?

Eigentlich gibt es die Liberalen gar nicht. Zumindest nicht in Österreich. Wo sie auch antreten, kommen sie nicht über die Stärke einer Splittergruppe hinaus, und auch bei der letzten ÖH-Wahl verfehlten sie den Einzug. Trotzdem gibt es immer wieder liberale Kandidaten, die Hoffnung haben, in diverse Vertretungsorgane zu kommen. Lukas Lerchner war zuletzt Vorsitzender der FV GeWi und ist jetzt Spitzenkandidat für die Liste Veritas. Das Interview mit ihm beginnt im selben Moment wie der Glockenschlag der Dreieinigkeitskirche.

Ihr habt euch bis zum Herbst auch den Studierendenprotesten angeschlossen. Jetzt tretet ihr als AG für Zugangsbeschränkungen ein, seid also auf ÖVP-Linie. Wir haben uns am Anfang an den Protesten beteiligt, weil wir den Protest für notwendig halten. Wie das Ganze aber dann in Sachbeschädigungen ausgeartet ist, haben wir uns abgewendet, weil das nicht unsere Art von Protest ist. Und wir sind nicht für Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen, sondern für ein Zugangsmanagement.

Lukas Lerchner (24 Jahre): Geschichte und Philosophie Vorsitzender der Fakultätsvertretung Gewi

Das klingt nach einem Euphemismus. Es gibt eine Vielzahl von Fächern, die von Massen von Studierenden belegt werden. Dort sollte es unserer Meinung nach didaktisch sinnvolle Auswahlkriterien geben, um den Studierenden auch früh genug aufzuzeigen, ob ein bestimmtes Studium für sie passt, oder doch eher ein anderes. Das würde die überfüllten Studiengänge entlasten – ungeachtet der Tatsache, dass wir mehr Geld brauchen. Also Zugangsbeschränkungen. Ich würde es nicht unbedingt so negativ benennen. Es geht um faires und didaktisches Zugangsmanagement. Entspringt diese Begriffsumdeutung schon einer gewissen politischen Schulung? Ich versteh die Frage nicht. Das Zugangsmanagement ist eine Forderung der AG, die kommt nicht von der ÖVP oder sonst woher. Aber euer Vorschlag entspricht ungefähr jenen STEPs (Studieneingangsphase), die von ÖVP-Ministerin Karl vorgeschlagen wurden? Eben nicht. Wir wollen keine Orientierungsphase, die sich über zwei Semester zieht. Ein einmaliger und didaktisch sinnvoller Test ist viel sinnvoller. Sonst kommt jemand erst nach einem Jahr drauf, dass er im falschen Studium ist. Also ähnlich den Fachhochschulen, die mit Aufnahmeprüfungen arbeiten? Das kann man sicher vergleichen.

Wie soll so die Koalition mit GRAS und VSSTÖ fortgesetzt werden? Also wir sind in keiner Koalition, das sind nur Rot und Grün. Wir als AG stützen diese Koalition und wichtige Referate, wo wir das Know-How haben, sind von AG-Funktionären besetzt. Das war ein Teil der Zusammenarbeit. Finanzreferat, Sozialreferat, Arbeitsreferat, Referat für Internationales, da haben wir uns überall eingebracht. Im Finanzreferat habt ihr doch zwei Funktionäre gehabt, die abgelöst wurden. Zum Teil müssen heute noch Fehler aufgearbeitet werden. Da weißt du mehr als ich. Der erste Finanzreferent hatte zwei Jobs und die Aufgabe deshalb abgegeben und der zweite ist ins Ausland gegangen. Aktuell erfüllen wir die Aufgabe tadellos. Es muss nicht immer Kontinuität bestehen, manchmal ist so ein Wechsel sinnvoll. Unabhängig von dieser fehlenden Kontinuität, haben wir aber gut gearbeitet. Das zeugt nicht gerade davon, dass sich die ehrenamtliche ÖH-Arbeit neben dem Studium ausgeht. Wie ist das bei dir? Also ich bin in den letzten zwei Jahren sehr gut voran gekommen und stehe jetzt kurz vor meiner Diplomarbeit. Man muss vielleicht sein Privatleben etwas einschränken, aber das Studium ist durchaus vereinbar mit der ÖH-Arbeit. Liegt das auch an der Art der Arbeit? Bis zum Jahreswechsel konnte man bei der AG ein aktives Politisieren feststellen. Seitdem werden fast nur noch PartyAktivitäten bekannt gegeben. Woran liegt das? Wir als AG sehen uns in erster Linie als Service-Fraktion. Wir sind politisch, wenn es notwendig ist, und wir sind nicht die einzigen, die Partys machen. Das Wahlprogramm ist ab Montag online, wenn man sich das anschaut, kann man nicht davon sprechen, dass wir politisch nicht kritisch sind. Da werden alle wichtigen Themen angesprochen. Darin werdet ihr auch einen günstigen Parkplatz für Studierende fordern. Ist das nicht Klientel-Politik? Wer ein Auto - Seite 20 -

hat, gehört doch nicht unmittelbar zu den bedürftigen Studierenden. Also der Parkplatz ist ein Teil unseres Verkehrskonzeptes, zu dem auch ein Fahrradverleih gehört. Wir halten nichts davon, wenn die ÖH-Gelder in der Schublade liegen, sondern wir überlegen, wie wir sie einsetzen können. Lieber ein Projekt mehr, als ein Überschuss in der ÖH-Kasse. Und es gibt hunderte Studenten, die zwischen der Ost- und Weststeiermark und der Uni pendeln. Die kommen nicht in den Genuss des Mobilitätsschecks und sollen deshalb über das Park-and-StudyKonzept entlastet werden. Ich seh‘ das nicht als Problem. *Das Interview wurde am Freitag 06.Mai 2010 geführt.

Jetzt hat meine letztes Stunde geschlagen. So wie für die kanadischen und britischen Liberalen. Lukas, die Liberalen an der Grazer Uni werden, im Gegensatz zu den beiden internationalen Parteien, nicht 20% ihrer Stimmen verlieren können, oder? Wenn man in absoluten Zahlen rechnet nicht, das stimmt. Die Luft nach unten ist dünn, aber 20 Prozent nach oben sind möglich. Hat das Interview schon begonnen? Ja, klar. Das Aufnahmegerät läuft. Du hast dir diese Interviews mit den Spitzenkandidaten für das GeWitter gewünscht, im Wissen, dass du selber für die Veritas antrittst. Ist das nicht ganz schön frech? Frech ist es vielleicht, aber ich geh davon aus, dass es besser ist, wenn jemand außerhalb des Systems diese Interviews macht. Und ich halte das schon für wichtig in einer Wahlausgabe. Sonst wäre das nur ein aneinander Heften von Fraktionsmeinungen geworden, und das würde ich selbst auch nicht lesen wollen. Erwartest du also, dass sich dadurch irgendwas an der niedrigen Wahlbeteiligung ändert? Nein. Ich glaube nicht, dass sich die Wahlbeteiligung bei der ÖH-Wahl effektiv steigern lässt. Ich lasse mich allerdings gern eines Besseren belehren. Zur Ehrenrettung der ÖH muss man aber erwähnen, dass die Beteiligung bei Interessenvertretungen immer niedriger ist. Selbst bei einflussreichen Gruppen wie der Arbeiterkammer … An der Montan-Uni, um eine vergleichbare Ebene zu nehmen, liegt die Beteiligung deutlich höher als an der KFU. Prinzipiell gibt es eine Tendenz, dass an kleineren Unis die Wahlbeteiligung größer ist. Das liegt sicher daran, dass sich

die Leute dort eher persönlich kennen. Bei den größeren Unis kennt man vielleicht den Vorsitz, die Studien- und im besten Fall auch die Fakultätsvertretung. Es ist ja auch klar, dass eine Uni mit 27.000 Studierenden anders funktioniert, als eine Uni mit 3.000. Als Philosophiestudent müsstest du dem französischen Philosophen Jacques Ranciere Recht geben, der die Demokratie nicht für eine Gesellschaft mit steigender Mitgliederzahl geeignet hält. Was ist die Alternative zum repräsentativen System der ÖH? So hab ich das nicht gemeint. Ich wollte nur deutlich machen, dass die Art der Kommunikation in kleineren Gruppen anders funktioniert. Die repräsentative Demokratie ist sicher das effizienteste System der Partizipation, das wir kennen. Und die großteiligen Strukturen funktionieren ja trotzdem. Eine niedrige Wahlbeteiligung ist per se kein Delegitimationsgrund. Aber als Liberaler muss dich doch die große Verzweiflung überfallen, wenn der mündige Bürger, und damit der mündige Student, wenn der zu über 70 Prozent kein Interesse daran hat, seiner Mündigkeit in einer Wahl Ausdruck zu verleihen. Sowohl als Liberaler, als auch als ÖHVertreter ist man falsch am Platz, wenn man leicht zu deprimieren ist. Natürlich ist es absurd, das rund um das Mittelmeer Menschen für ihr Wahlrecht sterben und die Studierenden, die eigentlich die Aufgabe haben, eine Elite der Gesellschaft zu sein, davon keinen Gebrauch machen. Das ist natürlich schlecht. Aber daraus eine Delegitimierung der ÖH zu folgern, das will ich so nicht stehen lassen. Ist nicht das System der ÖH selbst daran Schuld, dass niemand mehr zur Wahl geht? Der aktuelle Vorsitzende kommt aus der drittstärksten Fraktion von Listenplatz vier. Also, wenn Leute diesen Einblick haben, dann haben wir als ÖH einen sehr guten Job gemacht. Dann würde sich ja Interesse an unserer Arbeit zeigen.

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Aber soweit sind wir offensichtlich noch nicht. Ich bin der Meinung, dass jeder das Recht hat, nicht zu wählen. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: „Scheiß auf alles, ich vertrete mich selbst“ oder man ist so vermessen und verrückt, dass man ohne Geld und Partei versucht, das System zu verändern. Das ist der Weg, für den ich mich entschieden habe. Jetzt hat die Liste Veritas, wie alle anderen, mit einer niedrigen Wahlbeteiligung zu kämpfen, aber ihr seid innerhalb aller Fraktionen auch jene mit den wenigsten Stimmen. Eigentlich müsste doch innerhalb des akademischen Umfeldes liberales Potential vorhanden sein. Wenn es das nicht gäbe, würde ich nicht antreten. Bei der Wahl 2009 haben wir 118 Stimmen bekommen. Da sind sicher noch viele Fehler gemacht worden, aber daraus lernt man. Innerhalb dieses akademischen Milieus ist die individuelle Freiheit ja besonders wichtig. Alle wollen frei entscheiden, was sie Studieren und wie sie ihre Schwerpunkte setzen. Aber das haben alle Fraktion in ihren Grundsätzen. Krankt die Veritas daran, dass eure liberalen Kernziele inzwischen zu selbstverständlichen Zielen geworden sind? Also es gibt schon noch einen Unterschied zwischen einem liberalen Freiheitsbegriff und einem linken Freiheitsbegriff. Das kann man daran festmachen, dass wir an die freie Entscheidung durch Information glauben. Die grün-rote Exekutive hat dagegen mit dem Usus gebrochen, dass alle wahlwerbenden Fraktionen Platz in der ÖH-Zeitschrift bekommen und zu Podiumsdiskussionen eingeladen werden. Der Vorsitz hat sich entschieden, nur die bereits in der Universitätsvertretung (UV) vertretenden Fraktionen einzuladen, um so den RFS draußen zu halten. Da wird viel Schindluder mit der Freiheit des Andersdenkenden getrieben. Jetzt reduzierst du den Freiheitsbegriff etwas zu sehr auf den Wahlkampf. Bleiben wir noch bei der Freiheit des Studierenden. Die linken Fraktionen fordern viel stärker einen freien Hochschulzugang als ihr


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Sie sprangen vom dritten Platz aus auf den Vorsitz-Stuhl. Die Grünen & Alternativen StudentInnen (GRAS) stellten nach acht Jahren, in denen die FLUG die ÖH prägte, erstmals einen Vorsitzenden. Und Cengiz Kulac wurde schnell zum Gesicht der Studierendenproteste 2009 und 2010. Immer mit dem Megaphon in der Hand, an der Spitze des Demo-Zuges. Dabei stand der ÖH-Vorsitzende nur auf Listenplatz vier der GRAS – und dort steht er auch diesmal.

es als Liberale tut. Das ist doch ein Widerspruch. Wir müssen uns diesen freien Hochschulzugang ernsthaft anschauen. Auf der einen Seite kann jeder alles studieren, auf der anderen Seite verändern sich dadurch die Studienbedingungen so, dass die Studierenden ganze Semester verlieren, weil sie in bestimmte Kurse nicht hinein kommen. Das ist nicht nur ein Problem der massiven Unterfinanzierung und hat natürlich zur Folge, dass wir ein sozial ungerechtes System bekommen, weil diejenigen deren Eltern es sich leisten können, länger studieren. Deshalb bin ich dafür zu Beginn des Studiums zu selektieren. Dafür haben dann alle würdige Studienbedingungen.

Ich glaube, ich kann schon vermitteln, dass es ungerecht ist, wenn mir die BillaVerkäuferin über das Steuersystem das Studium finanziert. Das hat auch etwas mit dem linken Wert der Solidarität zu tun, aber natürlich auch mit Eigenverantwortung. Und ein angehender Akademiker sollte in der Lage sein, mit einem Kredit, wie ihn jeder Häuslebauer hat, umzugehen. Ja, ich halte Studierende für intelligent genug, das zu verstehen.

Marie-Therese Fleischhacker (20 Jahre alt) 8 Semester JUS und Romanistik seit 2009 Referentin für Internationales auf Bundesebene seit Mitte März stellv. Vorsitzende der ÖH uni Graz Marie, wie glaubwürdig bist du als Spitzenkandidatin, wenn der aktuelle Vorsitzende Cengiz Kulac, wie bei der letzten Wahl, auf dem vierten Listenplatz der GRAS wartet. Also das kann ich ganz sicher garantieren: Cengiz Kulac wird nicht wieder ÖH-Vorsitzender, der hat andere Pläne. Solche Entscheidungen werden halt immer getroffen, wenn die Wahl entschieden ist. Ich stehe bereit für diese Aufgabe, aber die Entscheidung muss am Ende die GRAS treffen.

Ist das aus deiner Perspektive, du bist als Ärzte-Kind auch einer der privilegierten Studenten, glaubwürdig? Ich bin ja auch ein klassischer Bummelstudent, ich bin 24 und könnte schon fertig sein. Worum es aber geht ist, dass ich zumindest die Möglichkeit haben will, dass jeder zügig fertig studieren kann, der es will. Das wird gegenwärtig durch den freien Hochschulzugang verunmöglicht, der von der SPÖ verteidigt wird. Auf der anderen Seite hätte die ÖVP gern Zugangsbeschränkungen mit einem leistungsbezogenen Stipendiensystem. Die Wahrheit wird wie so oft in der Mitte liegen. Die ihr besetzen wollt, oder was ist das für eine Floskel? Ich glaube, dann würde sich eine höhere soziale Durchlässigkeit erreichen lassen. Das sieht man an den Fachhochschulen. Wir schlagen aber auch als einzige Fraktion nachgelagerte Studiengebühren vor. Also das man zu Beginn des Studiums ein zinsloses Darlehen aufnimmt, was man dann möglichst langfristig zurück zahlt. Das ist ähnlich dem deutschen BAföG. Die meisten akademischen Lebensentwürfen bestehen ja aus einer finanziell eher knappen Studienzeit und einem dann umso höheren Einkommen. Hat ein solch komplexes System eine Chance gegenüber der simplen und klaren Forderung nach dem freien Hochschulzugang?

Für jemanden, der die letzte Wahl nicht erlebt hat, ist es unverständlich, dass die drittstärkste Fraktion den ÖH-Vorsitzenden stellt. Das erinnert etwas an Wolfgang Schüssel und seine Blau-Schwarze Koalition. Es ist doch absurd, dass eine Fraktion, die sich als basisdemokratisch versteht, vom dritten Platz aus den Vorsitz stellt. Ja, das ist vielleicht so, aber es geht nicht nur darum, wer die Wahlen gewinnt, sondern wer ein Konzept für die nächsten zwei Jahre stellen kann. Das behaupten alle Fraktionen von sich. Natürlich behaupten das alle, sonst wären sie auch unglaubwürdig. Aber es kommt darauf an, wer eine Mehrheit zusammen bekommt.

Autor:

Michael Thurm (23 Jahre), ist stellv. Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins FAZIT und arbeitet gelegentlich als freier Journalist für den FALTER Steimerk. Die Interviews führte er unentgeltlich und exklusiv für GeWitter.

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Was spielt da eine größere Rolle: Die gesellschaftspolitischen Ansichten oder konkrete Projekte? Eure Mehrheit bestand ja aus GRAS, VSSTÖ und AG. Die ist ja weiter von euren Positionen entfernt als die FLUG. Ja, das stimmt. Aber es hat sehr gut funktioniert, weil es uns die Aktionsgemeinschaft wahnsinnig einfach gemacht hat. Wir hatten den Vorsitz und dort sind sehr

viele Entscheidungen getroffen worden. Die AG hat von sich aus nicht sehr viel Mitsprache eingefordert.

wir mit der Post, dass wir möglichst nicht vollständig auf den Kosten sitzen bleiben.

Und deren Positionen zu Zugangsbeschränkungen stellen kein Problem dar? Natürlich gibt es große Divergenzen, aber die gibt es bei der FLUG auch. Dort weißt du nie, woran du bist, weil es sehr von den Personen abhängt. Es gibt Leute, die sehr nah bei den Positionen der GRAS sind, aber er gibt auch genügend Leute, die näher bei der AG oder noch weiter rechts sind. Sie waren in den letzten beiden Jahren auch eine lästige Opposition, aber es sind auch immer wieder sinnvolle Anregungen gekommen.

Auf Bundesebene hat auch die GRAS den Vorsitz inne, dort gibt es eine dezidierte Nicht-Wählerkampagne, warum wird die nicht in Graz verwendet? Wir könnten das hier machen, aber wir haben uns für eine eigene Kampagne entschieden.

Solche Koalitionsspiele tragen sicher auch zur niedrigen Wahlbeteiligung bei. Was tut ihr, um die Wahlbeteiligung von zuletzt 27 Prozent wieder zu heben? Wir versuchen mit möglichst vielen Studis in Gespräche zu kommen. Die ÖH ist ja ein sehr geschlossener Zirkel, wo alle in wahnsinnig tollen Abkürzungen reden. Unser Ziel ist es, auf die Probleme hinzuweisen und zu zeigen, welche Möglichkeiten wir haben, sie zu lösen. Gibt es Ideen die Struktur der ÖH zu ändern? Die leistet ja auch ihren Beitrag dazu, dass sich so wenige dafür interessieren. Als Grüne müsstet ihr doch eure aktuelle Machtposition nutzen, um mehr Basisdemokratie in der ÖH durchzusetzen. Direktwahl zum Beispiel … Solche Vorschläge gibt es vor allem auf Bundesebene. Grundsätzlich schreiben die Gesetze sehr hierarchische Strukturen vor, aber wir haben das in Graz ein Stück weit abgemildert, indem wir ein regelmäßiges Treffen der Referate eingerichtet haben, in dem dann Entscheidungen getroffen wurden. Einer eurer Versuche war auch, die Studierenden per Postsendung zur Wahl aufzurufen. Diese Briefe gingen aber zu spät raus. Was ist da schief gelaufen? Die Post hat uns damals einen zu späten Termin genannt, deshalb ist diese Aussendung zu spät erfolgt. Jetzt verhandeln - Seite 23 -

Und warum traut ihr den Studenten nicht selbst zu, sich gegen den Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) zu entscheiden? Entgegen dem Usus habt ihr den RFS, der als wahlwerbende Gruppe anerkannt ist, nicht zu Podiumsdiskussion eingeladen oder ihm Platz in der ÖH-Zeitschrift Libelle eingeräumt. Wir haben diese Entscheidung in der Universitätsvertretung getroffen und jede Zeitschrift darf selbst entscheiden, ob sie alle wahlwerbende Gruppen berücksichtigt, oder nur jene, die bereits in der Universitätsvertretung (UV) vertreten sind. Ich kann die Entscheidung der Libelle durchaus verstehen, weil der RFS mit dem, was er macht und wofür er steht, eine demokratische Grenze übertritt. Aber es ist eine Entscheidung von Funktionären und damit eine Bevormundung der Studierenden, die sich selbst informieren wollen. Das sehe ich nicht so. Wir haben nur eine bestimmte Zahl von Seiten in der Libelle und wollen die nicht nur mit Wahlwerbung vollstopfen. Das war eine redaktionelle Entscheidung. Aber liefert ihr dem RFS damit nicht sein beliebtes Wahlargument, dass er immer ausgeschlossen wird? Dann würde ich gern vom RFS wissen, warum er sich nicht an die Richtlinien des Rektorats hält und Plakate verwendet, die nicht zugelassen sind. Noch eine persönliche Frage: Befürchtest du, dass du wegen deiner dunklen Hautfarbe im Wahlkampf benachteiligt werden könntest? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass bestimmte Fraktion das zum Thema ma-


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chen. Für die GRAS ist das überhaupt kein Thema, da spielen weder Hautfarbe, noch Geschlecht noch Herkunft eine Rolle. Bis jetzt gab es noch keine Angriffe, aber der Wahlkampf ist ja noch nicht losgegangen. Viele Vertreter der GRAS haben ihre Arbeit während der Vorsitztätigkeit wieder beendet, noch nie gab es so viele Rücktritte. Warum sagen sich so viele: „Das tu ich mir nicht mehr an“? Das ist es glaube ich gar nicht. Die Gründe, die einige zum Aufhören gezwungen haben, haben viel mit dem Studium zu tun: Irgendwann musst du einen Leistungsnachweis bringen. So ein ÖH-Job kostet wahnsinnig viel Zeit, Energie und Geld, weil du ja nicht nebenbei auch noch arbeiten kannst. Was wäre der Punkt für dich, wo du sagst: Jetzt nicht mehr? Wenn die persönlichen Angriffe kommen, oder wären das auch eher ökonomische Zwänge? Also, wenn es so weit kommt, dass ich es mir nicht mehr leisten kann, müsste ich irgendwann aufhören. Die Aufwandsentschädigung der ÖH deckt ja nur einen Bruchteil der Lebenskosten ab.

Als einzige Fraktionen folgten der RFS und die neu gegründede Liste LUST unserer Einladung nicht. Eigentlich erstaunlich, wo doch gerade der RFS immer klagt, dass er nicht als wahlwerbende Gruppe anerkannt wird. Den Einblick in das Wählerverzeichnis und damit Zugang zu den Adressdaten aller wahlberechtigten Studierenden haben sie inzwischen bekommen. Zuvor hatten sie beklagt, dass ihr Status als wahlwerbende Gruppe schon erreicht sei, ÖH Vorsitzender Cengiz Kulac berief sich aber darauf, dass er erst das offizielle Protokoll der Wahlkommission abwarten müsste, bevor der RFS Zugang erhalten könne. Bis auf diese Auseinandersetzung war vom RFS nur wenig zu hören.

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Alte Geschichte u. Altertumskunde Name: Schmölzer Astrid Studienrichtung/Semester: Alte Geschichte/2 ÖH-Funktionen bisher: keine Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: keine Angabe Lieblingsunikaffee/-beisl: Wohnzimmer, Eschenlaube, libresso (Unicafè) Ich kandidiere für die STV Alte Geschichte, weil ich mich gerne für meine Kollegen/-innen einsetzen würde und weil es mich interessiert, am Institutsgeschehen beteiligt zu sein. Außerdem würde ich mich gerne mehr engagieren, z.B. um einige Veranstaltungen usw. ausrichten zu können. Name: Markus Schicker Studienrichtung: Alte Geschichte und Altertumskunde ÖH-Funktionen bisher: Vorsitzender der StV Alte Geschichte und Altertumskunde Universitäre Gremien: Curriculumkommission Alte Geschichte und Altertumskunde Politische Einstellungen: parteilos Lieblingsunikaffee/-beisl: keine

Warum beklagt ihr euch immer, dass ihr von den Linken Fraktionen ausgeschlossen werdet, geht dann aber auch nicht den Einladungen nach, die ihr bekommt? Für das Gewitter seid ihr ebenso eingeladen worden, wie für das FRONTAL? Warum verwendet ihr Wahlplakate, die nicht der Norm des Rektorats entsprechen? Aber ihr habt euch durch eure Unterschrift dazu verpflichtet. Euch wird immer eine große Schnittmenge mit Burschenschaften nachgesagt, wie groß ist der Anteil von RFS-Vertretern, die auch in einer Burschenschaft sind? Vertragen sich die Ansichten vieler deutsch-nationler Gruppen mit den Grundsätzen einer liberalen Universität? Oder lehnt ihr diese Grundsätze ab? Euer Wahlkampf folgt hauptsächlich dem Motiv gegen die Linken Fraktionen zu schießen. Was sind darüber hinaus eure Anliegen? Die könnte man aber auch ohne diese plumpe Rhetorik fordern.

Weil ich zum einen gerne laufende Projekte zu Ende bringen würde und zum anderen, weil ich denke, dass man für die Arbeit in der StV eine gewisse Erfahrung mitbringen sollte. Wenn ihr mich wählt, dann habt ihr einen Studienvertreter, der sich für eure Rechte einsetzt, der seinen neuen KollegInnen dabei helfen kann sich zurechtzufinden und der über 2 Jahre CuKo- und StV-Erfahrung verfügt. Name: Teresa Mocharitsch Studienrichtung/Semester: Alte Geschichte u. Altertumskunde/ 4. Semester ÖH-Funktionen bisher: keine Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: keine Lieblingsunikaffee/-beisl: Libresso Ich möchte die Chance auf Mitbestimmung an unserem Institut nutzen. Während meinem Doppelstudium bin ich selbst auf diverse bürokratische Hürden gestoßen und würde mich freuen, wenn ich MitstudentInnen bei eventuellen Schwierigkeiten mit dem Studium bzw. dem Studienplan helfen kann. Name: Isabella Schilcher Studienrichtung/Semester: AGS/5 ÖH-Funktionen bisher: keine Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: keine Lieblingsunikaffee/-beisl: Bierbaron Mein Studium ist mir sehr wichtig und darum würde ich mich gerne für die Interessen der Studierenden einsetzen. Da ich weiß, wie schwierig es sein kann, am Anfang einen Überblick über alles zu bekommen möchte ich jedem helfen, der etwas zum Studium wissen will. Zudem würde ich mich gerne aktiv an Verbesserungen im Studium beteiligen, möchte etwas dazu beitragen und vor allem auch bewirken können. Name: Martina Frankl Studienrichtung/Semester: Alte Geschichte u. Altertumskunde / 4. Semester ÖH-Funktionen bisher: keine Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: keine Lieblingsunikaffee/-beisl: Propeller Ich möchte den Erstsemestrigen Hilfestellung beim Einstieg ins Studium geben, den Studierenden Gehör verschaffen, ihre Anliegen und Wünsche vertreten. Ich möchte Ansprechpartner für Fragen zu unserem bürokratischen Dschungel sein, zudem setze ich mich für einen sinnvollen Studienplan ein und für eine angemessene Anzahl an Exkursionen.

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StV Kandidaten und Kandidatinnen

Alte Geschichte u. Altertumskunde Name: Sandra Schweinzer Studienrichtung/Semester: Archäologie, Alte Geschichte und Altertumskunde/ 6. Semester ÖH-Funktionen bisher: keine Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: keine Lieblingsunikaffee/-beisl: libresso und Barista‘s Ich kandidiere für die Studienvertretung Alte Geschichte und Altertumskunde um einerseits die Zusammenarbeit mit den anderen altertumswissenschaftlichen Fächern zu verstärken, andererseits auch um sozialen Kontakt zwischen den Studierenden zu vertiefen, wie etwa durch das Prandium. Weiters kandidieren: • •

Ferdinand Mittermeier Teres Mocharitsch

Anglistik u. Amerikanistik Name: Halrald Auer Studienrichtung/Semester: Lehramt Anglistik 10. Semester ÖH-Funktionen bisher: Mitglied der StV-Anglistik, Erstsemestrigentutor Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: bürgerlich - liberal Lieblingsunikaffee/-beisl: Café Ritter Ich bin seit zwei Jahren Mitarbeiter der StV Anglsitik und absolviere derzeit mein Auslandssemester in den USA. Auch in den kommenden Semestern möchte ich meine Arbeit im Rahmen der STV – Anglistik fortführen, weiter verbessern und weiterhin den Studierenden der Anglistik bei ihrem Studium mit Rat und Tat zur Seite stehen. Name: Käthe Reinberger Studienrichtung/Semester: Anglistik/10 ÖH-Funktionen bisher: freiwillig im Alternativreferat Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: meine politische Einstellung wird am ehesten von der GRAS widergespiegelt Lieblingsunikaffee/-beisl: keines Ich möchte den Studierenden der Angl./Am. die beste Vertretung zukommen lassen, indem ich mich für eure Wünsche und Anliegen in Curriculakomissionen einsetze, Beratung über Studienpläne einrichte und interessante Veranstaltungen für euch plane. Früher war ich bei den Pennyless Players und JAWS aktiv, jetzt kandidiere ich für die StV und die Universitätsvertretung. Ich freue mich über eure Stimme! Name: Martina Winkler Studienrichtung/Semester: Anglistik, 12. Semester ÖH-Funktionen bisher: Mitglied der StV-Anglistik, Mandatarin der FV Geisteswissenschaften, Erstsemestrigentutorin Universitäre Gremien: CuKo Anglistik Berufungskommissionen, Mandatarin der Universitätsvertretung Politische Einstellungen: bürgerlich - liberal Lieblingsunikaffee/-beisl: Café Ritter Ich bin seit fünf Jahren in der Stv Anglistik, seit vier Jahren vertrete ich eure Anliegen in der Fakultätsvertretung. Ich habe mich in der Vergangenheit vor allem auf die Erstsemestrigenberatung, UmsteigerInnen von Diplom auf Bachelor sowie Anrechnungsfragen konzentriert. Diese Arbeit möchte ich konstruktiv fortführen. - Seite 26 -

StV Kandidaten und Kandidatinnen

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Anglistik u. Amerikanistik Name: Matthias Schneiber Studienrichtung/Semester: Lehramt Englisch und Philosophie/Psychologie im 5. Semester bzw. Bachelorstudium Anglistik/Amerikanistik im 2. Semester ÖH-Funktionen bisher: Sachbearbeiter im Sozialreferat Universitäre Gremien: Mitglied des Fakultätsgremiums Politische Einstellungen: liberal und unabhängig Lieblingsunikaffee/-beisl: Barista’s, Zeppelin, Feinkost Herta Für eine bessere Zukunft für Österreich und ganz viele andere Politfloskeln… nein, um Studenten weiter zu helfen, die genau so ahnungs- und planlos wie ich in meinem 1. Semester (und zum Teil noch immer) über den Campus gurken. Ach ja, und Weltfrieden! Vergesst mir bloß den Weltfrieden nicht! Name: Enesa Mujezinovi Studienrichtung/Semester: Anglistik/Amerikanistik/ 8. Semester ÖH-Funktionen bisher: keine Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: Genervt vom links-rechts-Zirkus Lieblingsunikaffee/-beisl: Café Fotter Mein Name ist Enesa Mujezinovic, ich bin 23 Jahre alt und studiere seit 2006 an der Uni Graz. Als politisch interessierter Mensch möchte ich meinen Beitrag für euch leisten und habe mich dazu entschlossen, für die Studienvertretung der Anglistik/Amerikanistik zu kandidieren. Es ist mir ein Anliegen, mich für die Probleme meiner MitstudentInnen einzusetzen und sie auch zu lösen. Weiters kandidieren: • • •

Anna Kirchmaier Martin Pratl Peter Puxkandl

Germanistik Name: Liesa Schönegger Studienrichtung/Semester: Germanistik/ 6 ÖH-Funktionen bisher: STV-Mitglied Universitäre Gremien: Habilitationskommission Politische Einstellungen: keine Lieblingsunikaffee/-beisl: Zeppelin Weil ich vorhabe die Weltherrschaft an mich zu reißen! ;-) Ernsthaft: Während meines Studiums hatte ich immer wieder Fragen, und war froh mich an die STV wenden zu können, daher möchte ich ebenfalls Studierende beraten und ihnen bei Problemen weiterhelfen. Name: Jennifer-Carmen Frey Studienrichtung/Semester: Lehramt Deutsch/Informatik/ 8 ÖH-Funktionen bisher: Mitglied der StV-Lehramt, Erstsemestrigentutorin Universitäre Gremien: CuKo Gewi I (Lehramt) Politische Einstellungen: keine Lieblingsunikaffee/-beisl: Café Ritter In meiner Arbeit für die StV-Lehramt habe ich mich bisher um allgemeine Lehramtsbelange gekümmert. Durch meine Fachzugehörigkeit an der Germanistik habe ich Einblicke in die dortigen Problemstellungen und möchte mich auch hier dafür einsetzen, die Studiensituation zu verbessern, und in der Beratung eine erfahrene Anlaufstelle bieten, an die sich die Studis mit ihren Fragen und Problemen wenden können.

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StV Kandidaten und Kandidatinnen

Germanistik

StV Kandidaten und Kandidatinnen

AUSGABE 06

Germanistik

Name: Katharina Kiss Studienrichtung/Semester: Bachelor Germanistik / 4 ÖH-Funktionen bisher: IG Germanistik, SoPro, IG Mathematik, IWAN-Redaktion Universitäre Gremien: Ersatzmitglied CuKo Germanistik und Global Studies Politische Einstellungen: keine Lieblingsunikaffee/-beisl: Café Ritter

Name: Christian Tauschmann Studienrichtung/Semester: Germanistik/ 7 ÖH-Funktionen bisher: Fakultätsvertretung Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: konservativ Lieblingsunikaffee/-beisl: HDB

Ich kandidiere, weil es mir wichtig ist, dass Studierende mitreden und mitentscheiden können damit ihre Probleme,Anliegen an richtiger Stelle gehört und gelöst werden. Seit Herbst 2007 arbeite ich mit viel Engagement in verschiedenen Tätigkeitsfeldern der ÖH mit, und möchte auch anderen mein gesammeltes Know-How, meine Erfahrungen zur Verfügung stellen.

Da ich die letzten 2 Jahre die Germanistik bereits auf Fakultätsebene vertreten habe, möchte ich dies nun fortsetzen. Außerdem wollen wir gemeinsam auf der Ebene der Studienvertretung neue Akzente setzen und mit einem jungen Team den Studierenden der Germanistik in den nächsten 2 Jahren mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir hoffen auf eure Unterstützung und wünschen euch noch ein erfolgreiches Sommersemester 2011.

Name: Christian Marx Studienrichtung/Semester: Ger/ 6 ÖH-Funktionen bisher: BiPol-SB Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: ÖVP-lastig Lieblingsunikaffee/-beisl: Propeller, ReSoWi-Mensa

Name: Alexander Zahrer Studienrichtung/Semester: Lehramtsstudium Deutsch und Geschichte/ 2 ÖH-Funktionen bisher: noch keine Universitäre Gremien: noch keine Lieblingsunikaffee/-beisl: Sägewerk

Ich habe selbst bemerkt, wie schnell man beim Studium hintennach ist oder auf wesentliche Dinge erst irgendwann draufkommt, wenn es mitunter schon zu spät ist. Das passiert vielen auch deshalb, weil man nicht immer an alle wichtigen Fragen denkt. Durch die StV hoffe ich vielen Studierenden auf verschiedene Art helfen und Studienanfänger sinnvoll beraten zu können. Alles weitere wird sich zeigen, aber ich übernehme gerne Verantwortung und möchte das auch im Rahmen der StV-Tätigkeit tun.

Frisch und unverbraucht sei mein Wahlspruch. Als „junger Hüpfer“ an der Uni-Graz studiere ich schon zur Gänze im neuen Studienplan und bin deshalb die Anlaufstelle für alle Neuzugänge. Die regelmäßige Beantwortung der allseits bekannten Massenmails reicht mir nicht mehr: Ich will meinen Mitstudierenden von Amts wegen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Name: Alexander Melinz Studienrichtung/Semester: Germanistik / 8. Semester ÖH-Funktionen bisher: keine Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: links Lieblingsunikaffee/-beisl: Posaune, Wohnzimmer

Weiters kandidiert:

Ich finde, dass es notwendig ist, dass StudentInnen aktiv für ihre Rechte eintreten. In diesem Zusammenhang ist es mir wichtig, dass wir - als wesentlicher Teil unserer Universität - diejenigen Möglichkeiten zur Mitgestaltung nutzen, die sich uns bieten und uns somit auch auf Ebene der Studienrichtungen mit unseren Meinungen und Vorschlägen Gehör verschaffen. Name: Anna Osprian Studienrichtung/Semester: UF Geschichte, Sozialkunde und politische Bildung; Deutsch/9. Semester Universitäre Gremien: Curriculums-Kommission Geschichte Lieblingsunikaffee/-beisl: Libresso, Skuril, Harrach Im letzten September durfte ich bei der Beratung der ÖH der Universität Graz mitwirken und auf diesem Wege jungen Studentinnen und Studenten bei ihrem Einstieg in das Universitätsleben behilflich sein. Diese Erfahrung hat in mir den Wunsch geweckt, mich auch während des gesamten Studienjahres an der Uni Graz zu engagieren. In diesem Sinne vertrete ich seit Oktober 2010 als Mitglied der CuKo Geschichte die Interessen meiner KollegInnen. Mit deiner Unterstützungen werde ich mich als Mitglied der StV-Geschichte an der Verbesserung unseres Studiums, für uns, aber auch für zukünftige StudentInnen, aktiv beteiligen. Name: Georg Reiter Studienrichtung/Semester: Germanistik/ 8 ÖH-Funktionen bisher: keine Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: keine Lieblingsunikaffee/-beisl: Café Harrach In meiner Arbeit für die StV-Lehramt habe ich mich bisher um allgemeine Lehramtsbelange gekümmert. Durch meine Fachzugehörigkeit an der Germanistik habe ich Einblicke in die dortigen Problemstellungen und möchte mich auch hier dafür einsetzen, die Studiensituation zu verbessern, und in der Beratung eine erfahrene Anlaufstelle bieten, an die sich die Studis mit ihren Fragen und Problemen wenden können. - Seite 28 -

Stefanie Eisner

Geschichte Name: Martin Berger Studienrichtung: Geschichte/ 8 ÖH-Funktionen: Vorsitz STV Geschichte, stv. Vorsitz FV GeWi, Tutorium Geschichte Universitäre Gremien: Curriculakommission Geschichte und Euromachs, Fakultätsgremium Politische Einstellungen: Studienrichtungsvertretung ist keine Frage der Politik sondern gesellschaftliches Engagement und konstruktive Sacharbeit Lieblingsunikaffee/-beisl: Fotter Seit 2 Jahren bin ich nun gewählter Studierendenvertreter für Geschichte. In den vergangenen Semestern habe ich versucht eine gute Schnittstelle zwischen ProfessorInnen und Studierenden zu sein, eine Anlaufstelle für Fragen jeder Art. Sichtbares Zeichen meines Einsatzes waren diverse Veranstaltungen wie wissenschaftliche Abende, Feste, Studienberatung, Museumsfahrten, Tutorien uvm. Auf diesen Erfahrungen aufbauend möchte ich mein Engagement fortführen und weiter verbessern um bestmögliche Ausbildung, Beratung und ein angenehmes Gesamtumfeld für Studierende zu ermöglichen. Name: Robert Krotzer Studienrichtung/Semester: Geschichte und Deutsch auf Lehramt im 8. Semester ÖH-Funktionen bisher: Aktivist von „Uni Graz gehört uns!“ Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: „Nicht stillhalten, wenn Unrecht geschieht“ (Agnes Primocic, antifaschistische Widerstandskämpferin und Kommunistin) Lieblingsunikaffee/-beisl: Harrach und Zeppelin, ansonsten Exil und Scherbe. Gerade in Zeiten, in denen über den Unis und deren Budgets dunkle Gewitterwolken liegen, braucht es eine konsequente Interessensvertretung der Studierenden auf allen Ebenen. Als Kandidat für die Studienvertretung Geschichte sind mir konkrete Beratung und Hilfe ebenso ein Anliegen, wie der Widerstand gegen die Kaputtspar-Politik im Hochschul-Sektor oder auch horizonterweiternde Lehrinhalte. - Seite 29 -


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StV Kandidaten und Kandidatinnen

Geschichte

StV Kandidaten und Kandidatinnen

AUSGABE 06

Klassische Archäologie

Name: Anna Osprian Studienrichtung/Semester: UF Geschichte, Sozialkunde und politische Bildung; Deutsch/ 9 Universitäre Gremien: Curriculums-Kommission Geschichte Lieblingsunikaffee/-beisl: Libresso, Skuril, Harrach

Name: Ricarda Meisl Studienrichtung/Semester: AGS/ 5 Semester, KLA / 2 Semester ÖH-Funktionen bisher: IG Archäologie Lieblingsunikaffee/-beisl: Uni-Kaffee Libresso/Baristas

Im letzten September durfte ich bei der Beratung der ÖH der Universität Graz mitwirken und auf diesem Wege jungen Studentinnen und Studenten bei ihrem Einstieg in das Universitätsleben behilflich sein. Diese Erfahrung hat in mir den Wunsch geweckt, mich auch während des gesamten Studienjahres an der Uni Graz zu engagieren. In diesem Sinne vertrete ich seit Oktober 2010 als Mitglied der CuKo Geschichte die Interessen meiner KollegInnen. Mit deiner Unterstützungen werde ich mich als Mitglied der StV-Geschichte an der Verbesserung unseres Studiums, für uns, aber auch für zukünftige StudentInnen, aktiv beteiligen.

Da ich zur ersten Generation der Bachelor-StudentInnen gehöre, bin ich auf einige Schwierigkeiten innerhalb des neuen Studienplans gestoßen und habe dadurch auch einigen universitäre Einrichtungen kennen gelernt. Diese Erfahrungen möchte ich nun weiter geben und die nachkommenden StudentInnen in dieser Richtung unterstützen, da auch ich sehr froh war, nette STVs zu haben, die mir immer bereitwillig halfen. Zudem möchte ich gerne einige Veranstaltungen organisieren, damit sich die StudentInnen untereinander besser kennen lernen und sich auch austauschen können (z.B ein Filmabend oder auch das schon beliebte Prandium weiterführen).

Name: Christine Pfarrmaier Studienrichtung/Semester: Geschichte, 3.Sem. Politische Einstellungen: vsstö Lieblingsunikaffee/-beisl: Harrach, Bierbaron

Name: Sandra Schweinzer Studienrichtung/Semester: Archäologie, Alte Geschichte und Altertumskunde / 6. Semester Lieblingsunikaffee/-beisl: libresso und Barista‘s

Im Laufe des Studiums treten viele Probleme auf, eine kompetente Anlaufstelle für Fragen ist umso wichtiger. Ich möchte meine Erfahrungen teilen und helfen einen problemlosen Weg durchs Studium zu finden. Des Weiteren möchte ich mich dafür einsetzen, dass im Rahmen des Basismoduls Änderungen vorgenommen werden. Es soll u. A. möglich sein, LV’s anderer Fakultäten innerhalb des Moduls zu absolvieren. Name: Thomas Tapler Studienrichtung/Semester: Geschichte/ 6 Politische Einstellungen: liberal Lieblingsunikaffee/-beisl: Fotter Neues Semester, neue Wahl, neue Leute! Ich denke es ist Zeit, dass man denjenigen die Möglichkeit bietet sich zu engagieren, die sich mit bestem Gewissen für die Studentinnen und Studenten einsetzen. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen für die STV zu kandidieren. Name: Klemens Wieringer Studienrichtung/Semester: Geschichte/ 4, Philosophie/ 2 ÖH-Funktionen bisher: Sachbearbeiter im Kulturreferat, Mitarbeiter der StV Philosophie Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: Links Lieblingsunikaffee/-beisl: Café Harrach Weil ich es für wichtig halte, dass Studierende gegenüber der Universität, der Fakultät und dem Institut stark und kritisch vertreten werden. Es hilft niemandem, wenn die Studienvertreter_innen ein gutes Verhältnis zu den Professor_innen haben, sich aber nicht für die Studierenden einsetzen. Probleme müssen angesprochen und studierendenfreundlich gelöst werden! Name: Alexander Zahrer Studienrichtung/Semester: Lehramtsstudium Deutsch und Geschichte/ 2 ÖH-Funktionen bisher: noch keine Universitäre Gremien: noch keine Lieblingsunikaffee/-beisl: Sägewerk

Ich kandidiere für die Studienvertretung Alte Geschichte und Altertumskunde um einerseits die Zusammenarbeit mit den anderen altertumswissenschaftlichen Fächern zu verstärken, andererseits auch um sozialen Kontakt zwischen den Studierenden zu vertiefen, wie etwa durch das Prandium. Weiters kandidieren: • • •

Astrid Schmölzer (siehe: Alte Geshichte) Alan Lubandy Ferdinand Mittermaier

Klassische Philologie Name: Jakob Schrotter Studienrichtung/Semester: Lehramt Latein, Chemie/ 4 ÖH-Funktionen bisher: keine Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: Bildung als höchste Priorität Lieblingsunikaffee/-beisl: Zeppelin Wichtig ist mir zuverlässige und gute Kommunikation zwischen den Lehrenden und Studenten am Institut sowie zwischen den Studenten untereinander. Belange, die die Studenten betreffen, sollen schnell und klar vermittelt werden. Ebenso wichtig ist die Rückmeldung Richtung Institutsleitung. Dann: Qualitativ hochwertiges Studieren bei uns, gegenseitiger Austausch, Unterstützung untereinander. Weiters kandidieren: • • • •

Gernot Koller Harald Leisenberger Bettina Leitner Michael Pfeifer

Frisch und unverbraucht sei mein Wahlspruch. Als „junger Hüpfer“ an der Uni-Graz studiere ich schon zur Gänze im neuen Studienplan und bin deshalb die Anlaufstelle für alle Neuzugänge. Die regelmäßige Beantwortung der allseits bekannten Massenmails reicht mir nicht mehr: Ich will meinen Mitstudierenden von Amts wegen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Weiters kandidieren: • •

Angelika Stowasser Sebastian Pay - Seite 30 -

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GeWiTTER

AUSGABE 06

Kunstgeschichte

Kunstgeschichte Name: Katharina Ehall Studienrichtung/Semester: Kunstgeschichte/ 8 ÖH-Funktionen bisher: STV kunstgeschichte; Mitglied der Fakultätsvertretung Geisteswissenschaft, Mitglied der Universitätsvertretung Universitäre Gremien: CuKo KG; Fakultätsgremium Geisteswissenschaft Politische Einstellungen: I ♥ KG Lieblingsunikaffee/-beisl: Harrach, Ritter, Wohnzimmer I ♥ KG! deswegen werde ich auch weiterhin eine kritische haltung in eurem sinne einnehmen. die vergabe von neuen posten am institut muss auf transparente & faire weise passieren. die meinung der studierenden soll gehört & in entscheidungen eingebunden werden. in den letzten beiden jahren habe ich versucht die interessen der studierenden bestmöglich zu vertreten, habe mich in der CuKo für eure anliegen eingesetzt und euch persönlich beraten. eine funktionierende STV kann nur ein team sein, das sich aufgaben untereinander teilt und sich gegenseitig unterstützt. Name: Sarah Kröpfl Studienrichtung/Semester: Kunstgeschichte/ 8, Diplomstudium ÖH-Funktionen bisher: STV Kunstgeschichte Universitäre Gremien: CUKO-Ersatzmitglied Politische Einstellungen: I ♥ KG Lieblingsunikaffee/-beisl: Harrach In den letzten Jahren hat die STV einiges erreicht, es gehört allerdings immer noch einiges getan. Studierende brauchen mehr Mitsprachrecht, wir haben das Recht zu erfahren, was aus welchen Gründen entschieden wird, dies war gerade in letzter Zeit nicht immer der Fall. In solchen Situationen darf nicht locker gelassen werden, gemeinsam können wir vieles erreichen! Name: David Franz Hobelleitner Studienrichtung/Semester: Kunstgeschichte/ 6 ÖH-Funktionen bisher: Leitung Erstsemestrigentutorium Universitäre Gremien: Ersatzmitglied CuKo Kunstgeschichte Politische Einstellungen: I ♥ KG Lieblingsunikaffee/-beisl: tagsüber das Ritter, abends das Harrach Vom Erstsemestrigentutorium bin ich vergangenes Jahr in die CuKo geschlittert. Ich konnte erleben, wie viel man als gut funktionierendes und vernetztes Team bei den kleinen bis mittleren Hürden des Studiums sowie des neuen Bachelorplans ausrichten kann. Nun gilt es, die gesammelten Erfahrungen optimal einzusetzen – für uns StudentInnen, für unser Institut. Name: Nicole Linhart Studienrichtung/Semester: Kunstgeschichte/ 7 Universitäre Gremien: StV Anglistik/Amerikanistik, FV Gewi Lieblingsunikaffee/-beisl: Baristas … weil ich meine Erfahrungen, die ich bisher bei ÖH-Tätigkeiten gesammelt habe, auf der Kunstgeschichte einbringen will. Da geht es in erster Linie darum, die Bedingungen für die Studierenden zu verbessern. Aber ich würde gerne auch zusätzliche Aktivitäten organisieren - vom geselligen Zusammensein bis zu informativen Veranstaltungen bzw. Work-Shops.

Name: Katharina Ehall Studienrichtung/Semester: Kunstgeschichte/ 8 ÖH-Funktionen bisher: STV kunstgeschichte; Mitglied der Fakultätsvertretung Geisteswissenschaft, Mitglied der Universitätsvertretung Universitäre Gremien: CuKo KG; Fakultätsgremium Geisteswissenschaft Politische Einstellungen: I ♥ KG Lieblingsunikaffee/-beisl: Harrach, Ritter, Wohnzimmer I ♥ KG! deswegen werde ich auch weiterhin eine kritische haltung in eurem sinne einnehmen. die vergabe von neuen posten am institut muss auf transparente & faire weise passieren. die meinung der studierenden soll gehört & in entscheidungen eingebunden werden. in den letzten beiden jahren habe ich versucht die interessen der studierenden bestmöglich zu vertreten, habe mich in der CuKo für eure anliegen eingesetzt und euch persönlich beraten. eine funktionierende STV kann nur ein team sein, das sich aufgaben untereinander teilt und sich gegenseitig unterstützt. Name: Claus Pressl Studienrichtung/Semester: Kunstgeschichte ÖH-Funktionen bisher: keine Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: Mitte, parteilos Lieblingsunikaffee/-beisl: Fotter, Weißes Kreuz Studienvertreter zu sein, bedeutet nach meinem Verständis, vorallem über die Curricula-Kommission, einen aktiven Beitrag zur Institutsorganisation zu leisten. Nirgendwo sonst können die Studierendenvertretungen die Interessen jedes einzelnen Studierenden besser vetreten. Als vordergründiges Ziel meiner Kandidatur sehe ich den dringenden Bedarf, das durch Calamitäten aufgerüttelte Institutsklima, durch eine konsensorentierte Gespärchskultur wieder in ruhigere Fahrwässer zu geleiten. Die Qualität der Lehre zu sichern, und durch konstruktive studentische Mitarbeit an den Gremien kontinuierlich zu steigern, ist für mich die wichtigste Aufgabe jeder Studierendenvertretung. Name: Alexander Valland Studienrichtung/Semester: 4. Sem (Bachelor) ÖH-Funktionen bisher: keine Universitäre Gremien: keine Politische Einstellungen: I ♥ KG Lieblingsunikaffee/-beisl: Karl-Franz Da ich feststellen musste, dass diverse Informations-Deffizite zwischen den Studierenden und dem Institut vorhanden sind. Entschied ich mich dafür Kontakt zu einzelnen Personen der StV herzustellen, um gewisse Thematiken und Anliegen zu diskutieren. In Folge dessen lernte ich weitere motivierte Studenten kennen, aus denen sich meiner Meinung nach ein gutes Team für die zukünftige StV bilden würde. Weiters kandidieren: • •

Ingo Bemsteiner Stefan Josef Uitz

Musikwissenschaft

Name: Patrick Mitterhuemer Studienrichtung/Semester: Kunstgeschichte/ 4 Politische Einstellungen: I ♥ KG Lieblingsunikaffee/-beisl: Karl-Franz Aufgrund der jüngsten Ereignisse habe ich mit dem Slogan LEIN MUSS SEIN durch Plakate meine Meinung als Student Ausdruck verliehen. Mit Buttons/Sticker folgte eine Zusammenarbeit mit Personen aus der StV und es wurde zu einem Ausdrucksmittel für die Meinung vieler StudentInnen. Daher möchte ich die Kommunikation zwischen Institut und StudentInnen und damit verbundene Transparenz weiter fördern.

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Es kandidieren: • •

Johannes Rath Markus Becksteiner

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GeWiTTER

AUSGABE 06

Philosophie Name: Thomas Knapp Studium: Philosophie (10. Semester) Bisherige ÖH-Funktionen: Vorsitzender StV Philosophie, Sachbearbeiter Sozialreferat, univ. Greminien: CuKo Philosophie, Berufungskommission theoretische Philosophie, Polit. Einstellung: Links Lieblingsunicafe: Ritter, Harrach Die Arbeit hat mir in den letzten 2 Jahren Spaß gemacht und ich glaube das Team der StV Philosophie hat gute Arbeit geleistet. Ich würde gern laufende Projekte weiterführen bzw. vollenden und mich künftig noch stärker darum bemühen, dass sich kritische Studierende in der StV engagieren. Name: Lukas Lerchner Studienrichtung/Semester: Philosophie/ 10 ÖH-Funktionen bisher: Vorsitzender FV GeWo, 1 stv. Vorsitzender StV Philosophie Universitäre Gremien: CuKo Philosophie, Berufungskommission theoretische Philosophie, Fakultätsgremium der Geisteswissenschaften, Personalentwicklungsbereit der GeWi Fakultät Politische Einstellungen: Liberal Lieblingsunikaffee/-beisl: Fotter Ich glaube die STV Philosophie hat in den letzten zwei Jahren ausgezeichnete Arbeit geleistet. Ich würde gerne die begonnen Projekte weiterführen und glaube das die STV Philosophie in ihrer Pluralität erhalten bleiben sollte. Meine guten Beziehungen zum Dekanat und zu der restlichen Fakultät würde ich gerne weiterhin für die Philosophie Studierenden einsetzen. Name: Christopher Pieberl Studienrichtung/Semester: Philosophie Diplom/ 11 ÖH-Funktionen bisher: UV-Mandatar, 2. stv. Vorsitzender der StV Philosophie, Kulturreferent der ÖH Uni Graz Universitäre Gremien: Ersatzmitglied Cuko Philosophie, ehem. Mitglied des Senats der Uni Graz Politische Einstellungen: links der Mitte Lieblingsunikaffee/-beisl: Café Harrach Ich will meine langjährige Erfahrung in der ÖH Uni Graz weiterhin in die StV Philosophie einbringen und mich dafür einsetzen, dass es auch in den nächsten zwei Jahren eine engagierte und kritische Studienvertretung gibt, in der Fraktionshickhack keinen Platz hat. Name: Antonia Veitschegger Studienrichtung/Semester: Philosophie/ 4 ÖH-Funktionen bisher: Mitarbeiterin der StV Philosophie Universitäre Gremien: sind Neuland für mich Politische Einstellungen: komparatistisch Lieblingsunikaffee/-beisl: situationsabhängig (z.B. Ritter für ein gutes Frühstück, Propeller für einen Schwarzbrot-Toast, Harrach für Tee-/Kaffeekränzchen, Heinrichhof für unseren Philosophie-Stammtisch) Weil ich philosophische Bildung für sehr wichtig halte und mich daher für ein angenehmes und anregendes Philosophiestudium an der KF-Uni Graz einsetzen möchte. Besonders liegt mir eine Verbesserung und Erweiterung unseres Skripten- und Mitschriftenpools am Herzen. Weiters kandidieren: • •

Mathias Schneiber (siehe: Anglistik) Klemens Wieringer (siehe: Geschichte)

Romanistik Name: Anna Hutter Studienrichtung/Semester: Romanistik/Italienisch, 12. Sem. ÖH-Funktionen bisher: 2. stv. Vorsitzende der StV Romanistik, Mandatarin der Fakultätsvertretung GeWi, der Universitätsvertretung und der Bundesvertretung Universitäre Gremien: Senat, CuKo Romanistik, CuKo Lehramt Lebende Fremdsprachen Politische Einstellungen: Lieblingsunikaffee/-beisl: Café Ritter Ich bin schon seit mehreren Jahren in der StV und IG Romanistik und auf verschiedenen Ebenen der ÖH engagiert und möchte meine Erfahrung auch weiterhin für die Romanistik-Studierenden einsetzen. In den kommenden 2 Jahren werde ich mich vor allem dafür einsetzen, dass es bei der Umstellung auf die neuen Studienpäne ausreichend Informationen und möglichst wenig Probleme für die Studierenden gibt. Name: Marie-Therese Fleischhacker Studienrichtung/Semester: Romanistik, Französisch/ 6 ÖH-Funktionen bisher: 2. stellv. Vorsitzende ÖH Uni Graz, StV Mandatarin Romanistik, Referentin für Internationales auf der BV Universitäre Gremien: UV, BV, StV, CuCo, AKGL Politische Einstellungen: GRAS - Grüne & Alternative Student*Innen Lieblingsunikaffee/-beisl: Wohnzimmer & Z10 Ich kandidiere für die Studienvertretung, weil ich finde, dass wir eine aktive Vertretung brauchen die sich auch kritisch und laut äußert wenn es Probleme gibt. Gerade auf der im Moment gilt es zu verhindern, dass die Intensiv-Sprachkurse nicht mehr jedes Semester angeboten werden, das möchte ich verhindern, damit Studierende jederzeit mit ihrem Studium beginnen können. Egal ob im Sommer- oder Wintersemester. Name: Birgit Stella Herzog Studienrichtung/Semester: Lehramt Französisch, Spanisch/ 8 ÖH-Funktionen bisher: Initiativgruppe Romanistik Universitäre Gremien: Currikula-Kommission Romanistik Politische Einstellungen: unfraktioniert Lieblingsunikaffee/-beisl: Farmers Ernte Bio-Laden in der Schillerstraße 42 Ich setze mich seit der Mitbegründung der Initiativgruppe-Romanisitk (2008) aktiv für die Verbesserung der Studienbedingungen am Institut ein und möchte ab Mai 2011 diese Aufgabe als gewähltes Mitglied der Studienvertretung fortsetzen. Ich freue mich auf eine weiterhin gelungene Zusammenarbeit mit meinen KollegInnen Anna Hutter, Beatrice Maierhofer und Peter Lutz. Name: Peter Lutz Studienrichtung/Semester: BA Romanistik Spanisch/ 3 Politische Einstellungen: Sympathisant links und grün Ich kandidiere für die Studienvertretung weil ich das für eine ziemlich sinnvolle Art und Weise empfinde meine Freizeit zu nutzen und ich gerade eh nichts besseres zu tun habe. Neben so ganz persönlichen Zielen, wie wachsen an der Aufgabe, was lernen, Neugier befriedigen und so, hoffe ich auch mit ein paar kleinen Projekten und den alltäglichen Aufgaben, die so anfallen werden, irgendwie zu helfen und wirken zu können. Name: Beatrice Maierhofer Studienrichtung/Semester: Lehramt Spanisch und Geschichte/6. Semester ÖH-Funktionen bisher: Mitglied der IG Romanistik Universitäre Gremien: CuKo Romanistik Politische Einstellungen: fraktionslos, links Lieblingsunikaffee/-beisl: Axolotl Mir ist es ein großes Anliegen, dass meine KollegInnen und ich unter den bestmöglichen Voraussetzungen studieren können. Da das aber oft nicht der Fall ist, setze ich mich für Verbesserungen ein – dieses Ziel verfolge ich aktiv seit meinem Beitritt zur IG Romanistik im SS 2009. Es würde mich freuen, wenn ich diese Arbeit als gewähltes StV-Mitglied weiterhin ausüben könnte.

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GeWiTTER

AUSGABE 06

Musikwissenschaft Name: Christopher Spath Studienrichtung/Semester: Französisch und Rechtswissenschaften jeweils im 1. Semester Ich kandidiere für die Studienvertretung weil ich mich für die Studenten einsetzen und meine Ideen in die Studienvertretung einbringen möchte. Die ÖH und deren Gremien sind für mich ein wesentlicher Teil der österreichischen Uni-Landschaft der meiner Meinung nach noch weiter gestärkt werden muss. Weiters kandidieren: • •

Mathias Kaltenegger Frank Schiefersteiner

Name: Michael Tieber Studienrichtung/Semester: Transkulturelle Kommunikation/ 8 ÖH-Funktionen bisher: Mitarbeiter in der STV am ITAT Lieblingsunikaffee/-beisl: Axolotl Als Studienvertreter am ITAT werde ich mich dafür einsetzen, die Qualität der Lehre am ITAT zu verbessern. Durch konstruktive Zusammenarbeit mit der Institutsleitung und der CuKo, konnten wir schon Vieles zum Besseren verändern. Diesen Weg werden wir auch weiterhin einschlagen. Dadurch soll den Anliegen der Studierenden an unserem Institut Gehör verschafft und unsere Ausbildung aufgewertet werden. Weiters kandidieren:

Slawistik Name: Katharina Hofer Studienrichtung/Semester: Slawistik/ 8 Politische Einstellungen: weltoffen Lieblingsunikaffee/-beisl: Cafe Fotter Profil: motiviert, chaosgeprüft, menschenfreundlich, engagiert, ideenbeladen, awesome Qualifikation: 8 Semester universitärer Überlebenskampf Pläne: Anfänger hegen, Wünsche von Augen ablesen (Tutorien, benötigte Lehrveranstaltungen), Wissen bezüglich Studienplänen/ Auslandssemester etc. weitergeben, kulturelles Miteinander fördern (Videoabende, Feste) Weiters kandidieren: • • • • • • •

Übersetzen und Dolmetschen

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Melanie Geckl Nina Peinthor Bernadette Stiebitzhofer Martina Taferner Martina Winkler (siehe: Anglistik)

Volkskunde Name: Barbara Schützelhofer Studienrichtung/Semester: Volkskunde/ 7. Semester Lieblingsunikaffee/-beisl: Wohnzimmer Bei politischer Einstellung könnt ihr von Parteiaffinität über generelle pol. Einstellung bis zur Auskunftsverweigerung alles rein schreiben. Meiner Meinung nach hat Parteipolitik in der ÖH-Arbeit nichts zu suchen.

Philipp Angerer Katerina Cema Paul Olynec Ulrich Pieper Alexander Rath Marco Thorbauer Silke Wagner

Name: Elisabeth Luggauer Studienrichtung/Semester: Masterstudium Europäische Ethnologie/ 11 Lieblingsunikaffee/-beisl: Cafè Ritter Weiters kandidieren:

Übersetzen und Dolmetschen

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Ruth D. Eggel Gernot Harjung Toni Janosch Krause Kurt Pöschl

Name: Mariana Mataja BA Studienrichtung/Semester: MA Übersetzen/ 1 Semeste ÖH-Funktionen bisher: Sachbearbeiterin Studieren mit Kind im Sozialreferat Politische Einstellungen: Bürgerlich & sozial Lieblingsunikaffee/-beisl: Cafeteria Durch meine Arbeit im Sozialreferat sehe ich wöchentlich die sozial schlechte Lage der Studierenden. Mein Anliegen ist die Verbesserung des Stipendiensystems sowie eine Ausweitung für Betreuungsplätze für Kinder von Studierenden. Ebenso finde ich als geborene Kroatin es wichtig, dass es UNI-AbsolventInnen aus Nicht-EWR-Ländern ermöglicht wird hier in Österreich ohne Schlüsselarbeitskraftregelung zu arbeiten.

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GeWiTTER

Doktorat Geisteswissenschaften Name: Vera Kummer Studienrichtung: Doktorat Philosophie ÖH-Funktionen bisher: Mandatarin der STV „Doktorat GeWi“ (seit 2009) Universitäre Gremien: Studentisches Mitglied und Kuriensprecher-Stellvertreterin im GeWi-Fakultätsgremium, Ersatzmitglied in der Curriculakommission, Teilnahme an einer Habilitationskommission. Politische Einstellungen: Ich mag Vernunft in der Politik. In Bezug auf STV-Arbeit sind mir inhaltliche Fragen wichtig (und nicht ideologische Positionen). Die STV-Arbeit ist für mich eine Variante gesellschaftlichen Engagements. Zwar entfaltet diese Art des Engagements nicht zwangsläufig gesamtgesellschaftliche Wirkung, ich betrachte jedoch Informationsweitergabe und Vertretung in Gremien zumindest als kleinen Beitrag meinerseits. Als eine Art „Schnittstelle“ zwischen Studierenden und Universität kann die STV auch eine Vermittlerrolle zwischen Interessen beider Seiten übernehmen. Darüber hinaus ist es mir ein Anliegen, meine bisherigen Erfahrungen an zukünftige MandatarInnen weiterzugeben. Aus diesen (und anderen) Gründen findet sich mein Name auf der Liste der KandidatInnen. Name: Tina Andracher Studienrichtung/Semester: Dr. Philosophie, Geschichte/ 3 Universitäre Gremien: StV Romanistik Lieblingsunikaffee/-beisl: Café Fotter Name: Evelyn Knappitsch Studienrichtung/Semester: Geschichte Doktorat / 4 ÖH-Funktionen bisher: Mitarbeiterin im Referat für Öffentlichkeitsarbeit Politische Einstellungen: grün Lieblingsunikaffee/-beisl: Beanary, Libresso, Harrach, Wohnzimmer Weil mir Studienrichtungsvertretung ein persönliches Anliegen ist, mir Beratung von Studierenden sowie kritische Reflexion inneruniversitärer Entscheidungsprozesse am Herzen liegen. Nicht zuletzt deshalb, weil ich mich dafür einsetzen möchte, dass die STV DoktorandInnen eine Blattform für interdisziplinären Austausch bereitstellt. Ein Forum, das DissertantInnen in (präkeren) Dienstverhältnissen ebenso wie jenen DoktorandInnen, die sonst vollkommen „freischwebend“ – ohne jede dienstvertragliche „Verankerung“ an der Universität ihren Forschungen nachgehen, die Möglichkeit interdisziplinärer Vernetzung bieten soll. Weiters kandidiert: •

Elisabeth Brenner

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GeWiTTER

AUSGABE 06

talkARTive: Künstlergespräche im Kaffeehaus von: Hannah Lina Schifko onal renommiert und zufriedenstellend. Schwierig wird es nur als Student auch neben dem Studium Fuß zu fassen, hier sehe ich noch mehr Handlungsbedarf. Schließlich sollte sich aus der Musik vielleicht auch irgendwann ein Beruf ergeben. Korea, Italien oder Mexiko sind nur einige wenige Beispiele für die Heimatländer eurer MusikerInnen - Wie wichtig war euch der internationale Aspekt? Harald: Dies hat sich einfach aus dem Faktum ergeben, dass an der KUG Studenten aus allen Teilen der Welt kommen, da sind wir Österreicher eher Mangelware.

FLUCHTPUNKTE nennt sich ein Konzert- und Ausstellungsprojekt junger österreichischer und internationaler Kunstschaffender, das Ende Mai in Graz seine Pforten öffnet. Flucht aus dem Alltag hat diese Unternehmung sich nicht zum Ziel gesetzt, vielmehr die Konfrontation von bildender und darstellender Kunst. Weshalb man hier ganz schön schnell an seine Grenzen stoßen kann, erzählten Sarah Bildstein und Harald Günter, die beiden Köpfe des Unternehmens, dem GEWItter im Café Barista‘s. Die Ausstellung FLUCHTPUNKTE stellt Überlegungen zu den beiden Systemen bildende Kunst und neue Musik an. Wie kam es zu dieser Kooperation? Harald: Für mich war es wichtig, jungen Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit zu bieten, auch außerhalb von Ihrem Studium Kompositionen präsentieren zu können. Dabei lege ich vor allem Wert auf das Zusammenspiel beider Disziplinen, da wir viel voneinander lernen und vor allem profitieren können. Denn wenn ich ehrlich sein soll, lasse ich mich viel mehr durch bildende Kunst, durch Film und Malerei inspirieren, als durch Musik. Sarah: Die Idee zu Fluchtpunkte entstand bereits im Sommer 2010, ich hatte Lust eine Ausstellung zu machen und Harald wollte im Rahmen eines Konzerts neue

Werke seiner Kollegen präsentieren und dabei auch bildende Kunst einladen. Da haben wir uns entschlossen einfach beides zusammen zu legen und das Konzept ist erst nach und nach gewachsen. Harald: Wobei Sarah natürlich das ganze sehr stark durch ihr Engagement vorangetrieben hat. Gerade bei einem Projekt, an dem viele KünstlerInnen beteiligt sind, ist das nicht immer leicht. Stößt man da nicht schnell an seine Grenzen? Schließlich wird auch „Grenzen ausloten“ in eurer Ausstellung zum Thema gemacht? Sarah: Natürlich, in der bildenden Kunst muss man immer irgendwie Grenzen abschätzen und auch überwinden können. Harald: Ich persönlich finde es wichtig, die Grenzen einer rein konzertanten Situation aufzubrechen. Wobei wir teilweise in der Konzeption des Programms nicht weit genug gegangen sind. Wir hätten durchaus noch mehr wagen und die Medien mehr miteinander kooperieren lassen können. Gab es ein Ausgangsthema, eine bestimmte Frage, die ihr euch am Beginn eurer Arbeiten gestellt habt? Sarah: Eigentlich gab es kein Thema. Sowohl Musiker, als auch Künstler hatten keine Vorgaben. Leider kam nur sehr schnell die Frage auf: „Worum geht’s jetzt - Seite 40 -

eigentlich?“ So hat mich der Anspruch interessiert Zeit und Raum festzuhalten, sowie Vergänglichkeit und Dauer. Themen, die sich durch die gesamte Ausstellung ziehen. Harald: Dabei muss man verstehen, dass der Unterschied zwischen bildender Kunst und Musik vor allem der Zeitfaktor ist. Ein Konzert findet in der Zeit statt. Gerade hier sieht die bildende Kunst wenige Möglichkeiten auf diese Situation einzugehen und sich hineinzuversetzen. Sarah: (lächelt) Aber genau aus diesem Grund wollten wir die Kooperation. Um neue Sichtweisen zu erlangen. Um aus der eigenen Käseglocke heraus - und mit neuen Bereichen in Berührung zu kommen.

Und was erwartet eure Besucher jetzt im Konkreten? Das Angebot ist ja sehr breitgefächert. Sarah: In erster Linie werden Besucher möglicherweise mit der Erwartung kommen, in den Kunstwerken Verbindungen zu der Musik zu finden. Ehrlich gesagt war das aber nicht wirklich relevant, jeder/jede Kunstschaffende konnte eine individuelle Bildsprache einfließen lassen. Es wird Rauminstallationen, eine Toninstallation, Video, Objektkunst und Performance geben. Mehr möchte ich aber noch nicht verraten.

Harald: Was das Konzert betrifft wird es im Genre der s.g. „neuen Musik“ angesiedelt sein und geht teilweise auch in die experimentelle Musik über. Die Stücke der anderen habe ich bis jetzt noch nicht gehört, da lasse ich mich überraschen. Einige Kompositionen wurden auch Videoprojektionen ergänzt. Am 26. Mai eröffnet das Konzert die Ausstellung, wieder ein Zeichen für den fließenden Übergang beider Disziplinen.

beibehalten. Ich denke, darin steckt noch viel Potenzial. Sarah: Mir liegt neben den sichtbaren Ergebnissen in der Ausstellung auch viel an den Erfahrungswerten durch die Zusammenarbeit. Daher würde ich mich freuen, wenn sich wieder etwas ergibt, da man viel konsequenter arbeiten kann. Alles in Allem ein wahnsinnig interessanter Austausch.

Zusätzlich fordert ihr das Publikum ja auch zum Mitdiskutieren und Reflektieren auf. Sarah: Ja, den Diskussionsabend am 9. Juni darf man auch nicht vergessen. Hier laden wir alle ein, das Ganze auch von der kunst- bzw. musiktheoretischen Seite her anzugehen.

Fluchtpunkte Konzert und Ausstellungsprojekt Eröffnung: Donnerstag, 26. Mai 2011, 19 Uhr ESC, Jakoministrasse 16, 8010 Graz www.fluchtpunktegraz.blgospot.com

Auch wenn FLUCHTPUNKTE erst in den Startlöchern steht - Schon über weitere gemeinsame Projekte nachgedacht? Harald: Also, bis jetzt gibt es noch kein konkretes Projekt. Ich habe aber verschiedenstes angedacht, beispielsweise eine Zusammenarbeit mit Schriftstellern, eine weitere Konfrontationsebene für die Musikkomposition. Ich möchte aber auch den Kontakt zu den bildenden KünstlerInnen

Es ist also nicht einfach, überhaupt auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Würdet ihr euch hier mehr finanzielle Förderung und öffentliche Wahrnehmung wünschen? Sarah: In Graz ist es leider ein alter Hut, dass es keine Universität für bildende Kunst gibt. Da ist es schon wichtig, dass man schaut, wo man als KünstlerIn bleibt. Das ESC-Labor, wo FLUCHTPUNKTE stattfinden wird, ist uns hier wirklich sehr entgegengekommen, da diese auch um die Problematik Bescheid wissen. Harald: Eigentlich ist die Ausbildung für Komposition und Musiktheorie an der Kunstuniversität Graz sehr internati- Seite 41 -

KünstlerInnen: Anna Angermann (A) Sarah Bildstein (A) Matthias Esterl (A) Andrea Kurtz (HR) Tamara Novak (A) Valerie Tschida (A) KomponistInnen: Anahita Abbasi (IR) Jayoung Baek (KR) Harald Günter (A) Americ Goh (SG) Andres Gutierrez (MX) Anna Kropfelder (D) Soo-Youn Lee (KR) Lorenzo Romano (I) Juan Pablo Trad (MX) Rodrigo Algara Woodhouse (MX)


GeWiTTER

AUSGABE 06

4 Tage wach! springfestival 2011 Das Springfestival, von 1. bis 5. Juni 2011, ist das größte und vielseitigste Festival für elektronische Kunst und Kultur in Österreich und eines der charmantesten Festivals Europas. Graz, das jüngst zur UNESCO City of Design gekürt wurde, ist auch dieses Jahr Schauplatz des Spektakels. Neben der wunderschönen Atmosphäre, lässt aber vor allem das Line-Up die Herzen höher schlagen. Fans der elektronischen Musik werden wieder mit dem Besten was die Szene zu bieten hat, verwöhnt.

Von Anbeginn an versteht sich das Springfestival als Plattform für elektronische Musik und ihre Kultur. Dabei ist es auch ein Anliegen lokale und internationale Acts zusammen-zubringen. Schon der Eröffnungsabend bietet mit Atari Teenage Riot, Frittenbude, Egotronic und Neodisco illustre internationale, wie lokale Acts. Beim Springfestival gibt es dieses Jahr wieder einiges Neues. Die liebgewonnenen Locations p.p.c, Postgarage und Dom im Berg werden durch zwei größere Hallen erweitert. So findet das Eröffnungskonzert erstmals in der Helmut-List-Halle statt, in der schon am ersten Abend alle Begeisterten durch die Nacht tanzen können. Auch der zweite Abend in der neuen Location verspricht mit Sizarr,

Jesse Jones, Caribou & Band und Mount Kimbie Großes. An den letzten zwei Abenden wird auch die Stadthalle zur SpringfestivalVenue. Dort wird mit Namen wie Hercules and Love Affair, Crystal Fighters, Patrick Wolf, Apparat, Yelle, und Peter Kruder mit einem audiovisuellen Set aufgewartet. Ist euch das Haus mit dem großen Schornstein gegenüber vom p.p.c. schon einmal aufgefallen? Im frisch renovierten Heizhaus wird heuer das Festivalzentrum seine Zelte aufschlagen! Neben den Locations, wird auch das Programm aufgestockt. Von 2. bis 4. Juni 2011 werden erstmals die Springsessions, eine Konferenz für elektronische Kunst, Technologie und Design, ausgerichtet. Mit den Springsessions bietet das Springfestival eine Plattform für MedienkünstlerInnen, KreativDirektorInnen und KulturforscherInnen, ArchitektInnen und FilmemacherInnen. Diese berichten über innovative Ideen und deren konkrete Umsetzung in unserer Lebenswelt. Die Springsessions werden im Messecongress im Saal 1 stattfinden. Für ausreichend Platz zum Austauschen, Netzwerken und Chillen ist im Barbereich gesorgt.

Das große springfestival ÖH Uni Graz Verlosungs-Super-Spezial Ja, wir haben es wieder geschaft! Spring ist im Boot und die Party kann steigen. Auch heuer gibts es wieder eine Verlosungs-Aktion des springfestivals in Kooperation mit der ÖH Uni Graz. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut um ein Ticketkontingent auf die Beine zu stellen, das es in sich hat. Uuuund die Preise sind: •

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1 x All in One Pass - gültig für alle springfestival Locations an allen 4 Festival Tagen und für die springsessions an allen 3 sessions Tagen. 2 x 1 springfestival Pass - gültig für alle springfestival Locations an allen Festival 4 Tagen 3 x 1 Tagespass nach Wahl - gültig für alle springfestival Locations am gewünschten Tag 4 x 1 Konzert Ticket für das Opening Concert in der Helmut List Halle mit Atari Teenage Riot, Frittenbude, Egotronic, Neodisco, DJ Krink 4 x 1 Konzert Ticket in der Helmut List Halle mit Caribou & Band, Mount Kimbie, Sizarr, Jesse Rose 4 x 1 Stadthallen Ticket mit Hercules & Love Affair, Bodi Bill, Crystal Fighters, Patrick Wolf, Effi, Wolfram 4 x 1 Stadthallen Ticket mit Yelle, Apparat & Band, Holy Ghost, Peter Kruder, Sebastian Leger

Teilnahme und alle Infos zum Gewinnspiel unter: http://oehweb.uni-graz.at/springfestival

Alle Infos auf: http://www.springfestival.at/

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GEWI-KURSE LATINUM Kurse für den Prüfungstermin September Kurs 1: 1.8. – 31.8. 2011 (Mo, Mi, Fr 8.30 – 12.30) Kurs 2: 1.8. – 31.8. 2011 (Mo, Mi, Fr 13.30 – 17.30) Kurs 3: 1.8. – 31.8. 2011 (Mo, Mi, Fr 18.00 – 22.00) Kurse für den Prüfungstermin Oktober Kurs 1: 1.9. – 30.9. 2011 (Di, Do, Fr 8.30 – 12.30) Kurs 2: 1.9. – 30.9. 2011 (Di, Do, Fr 13.30 – 17.30) Kurs 3: 1.9. – 30.9. 2011 (Di, Do, Fr 18.00 – 22.00)

Kurse für den Prüfungstermin Jänner Kurszeiten: Anfang November – Mitte Jänner (2x pro Woche) : € 240,–) Kursgebühr: € 298,– ( Kursleiterinnen: Mag. Edith Kohl, Dr. Ulrike Retzl, Mag. Anita Riegler, Silvia Stoltidis

FÜR ALLE STUDIERENDEN LATEX Für alle, die Ihre (Diplom)Arbeiten rascher verfassen möchten Kurszeiten: 17.6. 2011 (18.00 – 22.00) : € 28,–) Kursgebühr: € 35,– ( Kursleiter: Mag. Jörg Deutschmann

10 FINGERSYSTEM IN 5 STUNDEN In 5 Stunden zum Maschinenschreiben – Profi! Besser geht‘s nicht Kurszeiten: 1.7., 6.7. 2011 (15.00 – 17.45) Kursgebühr: € 140,– Kursleiterin: Yvonne Jilek

SPSS Kurszeiten: auf Anfrage Kursleiterin: Mag. Beate Dunst

BABYSITTER-KURS Qualifizierung zur Kinderbetreuungsperson nach EStG 2008 Kurszeiten: 2.7., 9.7. 2011 (9.00 – 13.00) Kursgebühr: € 98,– Kursleiterin: Gerrit Jillek

BILDUNGSFORUM-LEHRGÄNGE LEHRGANG ZUM COACH Kostenlose Infoabende: 27.6.2011, 3.10.2011 (19.00 Uhr)

LEHRGANG ZUM LERNCOACH Kostenloser Infoabend: 30.9.2011 (18.00 Uhr)

LEHRGANG ZUM/ZUR TRAINER/IN Kostenloser Infoabend: 23.9.2011 (18.00 Uhr)

LEHRGANG ZUM/ZUR LEBENS- UND SOZIALBERATER/IN Kostenloser Infoabend: 13.9.2011 (18.00 Uhr)

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Gewitter Mai 2011  

Zeitschrift der FV-Gewi graz

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