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Ausgabe 05 - Fakult채tszeitung der Geisteswissenschaften Dezember 2010

Die GeWitter Winterausgabe Passend zur Jahrzeszeit: Infos zu summer schools!


GeWiTTER

AUSGABE 05

EDITORIAL

Inhalt

Seite 4 - Voves braucht Deine Familienbeihilfe…

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ich liebe den Herbst; seine Traurigkeit stimmt gut zu Erinnerungen. Wenn die Bäume entlaubt sind, wenn der Abendhimmel noch in den tiefroten Farben glüht, die einen goldigen Schein über das Heu werfen, dann sieht man mit Entzücken alles verlöschen, was jüngst noch im Herzen brannte. Diese Flaubert-Zitat möchte ich der neuen GeWitter-Ausgabe voranstellen. Ich hoffe, dass dieser Herbst nicht dazu führen wird, dass die Studierenden in Resignation versinken, sondern sich aktiv daran beteiligen gegen die katastrophalen Bedingungen an der Universität Stellung zu beziehen. Die Verschränkung von Kurort und Politik schuf schon immer Probleme: Die Karlsbader Beschlüsse aus der Feder Fürst Metternichs von 1819 unterdrückten die Demokratiebestrebungen. Eine in Bad Ems von Bismark aufgegeben, aufgegebene Depesche leitete 1870 den Deutschfranzösischen Krieg und die Gründung des Deutschen Reiches ein, in Bad Gastein wurde der Zweibund zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn geschlossen. Im Jahr 2010 präsentierte Kanzler Feymann sein Loipersdorfer Budget. Nicht nur, dass die Situation an den Universitäten nicht verbessert wird, nein, auch die Familienbeihilfe soll gekürzt werden. Dadurch wird weder die oftmals von der OECD kritisierte niedrige AkademikerInnenquote behoben werden, noch die Bildungs- und damit Zukunftschancen unserer Generation gesichert werden können. Die ÖH versucht als treibende Kraft dagegen zu mobilisieren. Damit wir allerdings Erfolg haben, brauchen wir Deine Unterstützung! Der November darf nicht die Flamme in unserem Herzen zum erlöschen bringen! In diesem Sinne, auf einen „heißen“ Herbst, Euer Lukas Lerchner

Seite 5 bis 11 - Aktuelles aus den STVen

Seite 12 und 13 - Interview „zweintopf“

Seite 15 - GeWitter-Rätsel

Impressum

GeWitter

Zeitschrift der Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz Erscheinungsort: Graz Auflage: 7.500 Stück Druck:Carinthian Druck Beteiligungs GmbH, 9020 Klagenfurt Vertrieb: Österreichische Post AG, HerausgeberIn: HochschülerInnenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz, Schubertstraße 6a, 8010 Graz

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Für den Inhalt verantwortlich: Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften gewitter@oeh.uni-graz.at Chefredaktion: Lukas Lerchner Layout: Christopher Jaritz Coverfoto: Steirischer Herbst Comic: Jörg Vogeltanz Lektorat: Antonia Wagner

nach drei Jahren als FV GEWI Vorsitzender bin ich in diesem Monat zurückgetreten, da sich mein Studium dem Ende nähert. Daher ist dies mein letzter Beitrag für das Gewitter. Die Zeit als Vorsitzender war immer ausfüllend aber sicherlich auch erfüllend. Viel positiver Zuspruch von eurer Seite bleibt mir in Erinnerung. Ich möchte auch meinen Kolleginnen und Kollegen von den anderen Fraktionen danken. Wenngleich die Zusammenarbeit nicht immer leicht war, orientierten sich die Diskussionen doch meist an sachlichen Argumenten und weniger an persönlichen Untergriffen. Auch bei den anderen Kurien möchte ich mich bedanken, mit denen die Zusammenarbeit immer ausgezeichnet funktioniert hat. Besonders erwähnenswert ist jedoch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Dekanat und seinen MitarbeiterInnen, die für mich immer ansprechbar waren. Oft genug konnten Probleme unbürokratisch und Rasch gelöst werden, die für den betreffenden Studierenden ansonsten

durchaus problematisch geworden wären. Hierfür ein herzliches Dankeschön, insbesondere an Frau Mag. Hinterleithner, Frau Hörzer und Frau Mag. Leger, sowie an Dekan Kocher und die beiden Studiendekane Eberhart und Kettemann. Jede Organisation kann nur funktionieren wenn das Sekretariat ausgezeichnet besetzt ist. Die ÖH Graz kann sich glücklich schätzen, mit Frau Josl und Frau Trost zwei Damen gefunden zu haben die sich mit vollem Herzen für die Anliegen der ÖH und damit auch für die Studierenden einsetzen. Ich persönlich wäre ohne ihre Tatkräftige Unterstützung nicht ausgekommen: Hierfür ein besonderer Dank. Abschließend möchte ich meinen Nachfolgern noch alles Gute für ihre weitere Tätigkeit in der ÖH wünschen. Ich bin mir sicher, dass sie ihre Arbeit ausgezeichnet erledigen werden. Euch liebe Kolleginnen und Kollegen wünsche ich ein schönes verbleibendes Semester, viel Erfolg ihm Studium und alles Gute für Prüfungszeit.

Es grüßt euch herzlich Andreas Stöckler Vorsitzender FV GEWI a. D.

AutorInnen in dieser Ausgabe: X.-L. Schrrad, E.-M. Flucher, P. Gaube, T. Knapp, M. Schabhüttl, B. Brunner, H. Schifko, P. Schliefsteiner, Mitglieder der STVen - Seite 3 -


GeWiTTER

AUSGABE 05

Voves braucht Deine Familienbeihilfe dringender… Stolz verkündeten Bundeskanzler Pröll und seine Handpuppe Werner, dass sie die Republik gerettet, das Budget saniert und eine glorreiche Zukunft für alle Österreicher_innen geschaffen haben. Schade nur, dass das kompletter Blödsinn ist. Das Budget ist nicht saniert, und die Einsparungen sind weder strukturell, noch irgendwie sonst nachhaltig und schon gar nicht sozial gerecht. Was in Bildung und Forschung investiert wird, verdient zu Recht die Bezeichnung „schlechter Witz“. Von einer Investition in die Zukunft zu sprechen, wenn das marode Schulsystem gerade noch am Leben gehalten wird, aber eine Verringerung der Schüler_innenanzahl pro Klasse, eine längst überfällige Reform des Konzepts des „Sitzenbleibens“ und eine modulare Oberstufe eingespart werden, ist ein Schlag ins Gesicht aller Lehrer_innen, Schüler_innen und um die Zukunft Österreichs Besorgten. Den Universitäten 80 Millionen Euro zu geben, während diese weit mehr bräuchten, nämlich eine Unimilliarde und eine langfristige Perspektive, unterstreicht ebenfalls wie egal der Regierung Bildung und Wissenschaft sind. Der einzig positive Effekt der offen zur Schau gestellte Visions- und Ahnungslosigkeit der Politiker_innen ist der Schulterschluss zwischen Uni-Konferenz und Studierenden, die gemeinsam gegen das Ende der Universitäten protestieren. Denen möchte die Regierung anscheinend dadurch unter die Arme greifen, dass sie die steigenden Studierendenzahlen, die sich langsam den Durchschnittsniveau der entwickelten Welt nähern (auch wenn sie noch immer darunter liegen), wieder zurück stutzen, indem sie die wenigen Studierenden aus sozial schwachen Schichten wieder von den Universitäten verjagen. Anders sind die Kürzung der Familienbeihilfe, und die geplante Reduzierung der Studienbeihilfe, die nur nach massivem Protest der ÖH von Selektionsministerin Beatrix Karl (ÖVP) zurückgenommen wurde, nicht zu erklären. Die Streichung der Familienbeihilfe ab 24 trifft gerade auch viele jener 61 % aller Studierenden, die bereits jetzt einer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen, um sich das Studieren leisten zu können. Bedenkt man dies, scheint klar, dass sich die

Studiendauer durch die Streichung der Familienbeihilfe und durch andere studierendenfeindliche Maßnahmen massiv verlängern wird. Ganz abgesehen von den Studierenden, die durch den Wegfall der 2.685,90 Euro pro Jahr zum Studienabbruch gezwungen werden, weil sie es sich nicht mehr leisten bzw. nicht noch mehr arbeiten können. Offensichtlich ist Bildung der österreichischen Regierung nicht viel wert. Auch wenn uns jetzt mit Tropfen auf den heißen Stein Sand in die Augen gestreut werden soll – Die Regierung hat erst im Mai 2010 für den Bildungsbereich Einsparungen von 161 Millionen beschlossen. Die zweimal 80 Millionen Euro „mehr“, die nun versprochen werden, bedeuten also nur weniger Kürzungen. Doch, könnte man einwenden, in Zeiten der Krise, der explodierenden Budgetdefizite und der rasant ansteigenden Verschuldung der Republik, müssen solche Forderungen einfach zurückstehen. Geld das nicht da ist, kann nicht investiert werden. Dieses, auf den ersten Blick plausibel erscheinende, Argument funktioniert vielleicht im luftleeren Raum, aber nicht in Österreich. Denn, die so unnötige wie verschwenderische Struktur des Föderalismus kommt

nicht nur ohne Einsparungen aus – Die Bundesländer werden sogar mit einem Drittel an den neuen Steuereinnahmen beteiligt, und sind somit die großen Gewinnerinnen des sozialen Kahlschlags und der neuen Massensteuern. Die Koalition von SPÖ und ÖVP lässt sich von ihren Landesorganisationen treiben und geht widerstandslos in die Knie. Die absurdesten Forderungen der Landeshauptleute werden ernsthaft diskutiert, in Erwägung gezogen und oft auch umgesetzt. Die sozial gerechteste, wirtschaftlich sinnvollste und demokratisch notwendigste Reform mit der geringsten Anzahl von Verlierer_ innen ist ganz eindeutig die Zerschlagung des Föderalismus. Würde man von heute auf morgen die Landtage abschaffen und es niemanden sagen (außer natürlich den Abgeordneten), würde das niemand merken. Österreich organisiert sich (quasi als Brauchtumspflege) in Kleinststrukturen, die es sich nicht leisten können und die darüber hinaus unnötig sind. Ganz Schweden hat weniger Gemeinden als die Steiermark. Der Freistaat Bayern, in jeder Hinsicht größer als Österreich, kommt mit einer Verwaltungsebene weniger prächtig aus. Während der österreichische Verwaltungsapparat als Ganzes, und jede Ebene für sich allein, auf die Zahlungsunfähigkeit hinarbeiten. Die Regierung Faymann/Pröll lässt ihre kurzlebige Vorgängerregierung Gusenbauer/Molterer inzwischen visionär und vernünftig erscheinen und arbeitet hart daran, die Bundesregierung endgültig abzuschaffen. Nur wird ihnen die Zeit bis 2013 dafür nicht reichen und dann wird, durch die Politik dieser Koalition, Bundeskanzler Strache über uns kommen. Das ist zwar insofern eine interessante Fortsetzung der „Es kommt nix besseres nach“-Serie als wir uns, nachdem Harald „Taserbrain“ Villimsky eine Woche lang für egal welches Ressort zuständig war, inständig Faymann und Pröll zurückwünschen werden, ist aber halt auch ziemlich gefährlich und im besten Fall sinnlos. Aber vielleicht putschen die Landeshauptleute dann ja auch offiziell und sagen sich endlich von Wien los. Thomas Knapp

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Neu auf der Uni und hoffnungslos verloren? Das BiPol-Referat hilft! UniGrazOnline: Besonders wichtig im UniGrazOnline (UGO) sind die Punkte „LV-An/Abmeldung“ und „Prüfungs-An/Abmeldung“ (zu finden in eurem persönlichen Hauptmenü). Den Punkt „Studienbestätigungen“ werdet Ihr oft für diverse Amtswege, wie Familienbeihilfe oder Stipendium, brauchen. Darüber hinaus kann man hier auch den Antrag für die Studienkarte des Verkehrsverbundes ausdrucken. Der „Terminkalender“ (Hauptmenü) erweist sich als sehr hilfreich, um die Übersicht über besuchte Lehrveranstaltungen zu behalten. Dieser lässt sich zudem entsprechend der eigenen Bedürfnisse anpassen („Einstellungen“, rechts oben), etwa, um Überschneidungen zu vermeiden („auch Termine mit Wartelistenplatz anzeigen“). Unter dem Punkt „Bibliothek“ kann man sich für die Universitätsbüchereien freischalten lassen, was erforderlich ist, um dort Werke zu entlehnen. Bibliothek: Die Hauptbibliothek befindet sich direkt neben dem Hauptgebäude der Universität und beherbergt Literatur für alle Studienrichtungen. Außerdem stellt sie E-Zeitschriften und Zugänge zu diversen wissenschaftlichen Datenbanken bereit (letztere sind besonders für Seminararbeiten hilfreich). Darüber hinaus haben einige Institute eigene Fach-Bibliotheken (FB). Schaut einfach unter ub.uni-graz.at rein oder nehmt Euch die Zeit und schaut persönlich hin. Studienrecht: Das wichtigste zuerst: Für Prüfungen an der KF Uni Graz habt Ihr fünf Antritte (also vier Möglichkeiten, um eine nicht bestandene Prüfung zu wiederholen). Solltet Ihr beim letzten Antritt negativ sein, seid Ihr für alle facheinschlägigen Studien an der KF Uni Graz gesperrt. Es ist aber möglich, an einer anderen Uni weiter zu studieren. Solltet Ihr ein paar Tage vor einer Vorlesungsprüfung (Achtung: die Anmeldung zur Vorlesung ist NICHT die Anmeldung

zur Prüfung! Diese muss zusätzlich erfolgen) die Entscheidung treffen, nicht anzutreten, dann meldet Euch bitte für die jeweilige Prüfung rechtzeitig ab (24 Stunden vor Prüfungstermin). Ein Nichterscheinen trotz Anmeldung ist zwar kein negativer Antritt, es kann aber dazu führen, dass Ihr beim nächsten Termin gesperrt werdet. Dies gilt allerdings nur für Vorlesungsprüfungen - bei anderen Lehrveranstaltungstypen (LVen mit immanenten Prüfungscharakter wie z.B. VU, KS, SE…) könnt Ihr beurteilt werden, sobald Ihr eine Teilleistung erbringt, wie z.B. die Annahme eines Referatsthemas. In solch einem Fall kann das Nichterscheinen im Kurs zu einer negativen Note führen. Für jede Vorlesung müssen jedes Semester mindestens 3 Prüfungstermine angeboten werden (Anfang, Mitte und Ende des Semesters), wobei die Anmeldefrist min. 3 Wochen vor Termin beginnen muss. Bei Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter hingegen ist bereits die Anmeldung zum Kurs die Anmeldung zur „Prüfung“. Ihr habt bei jeder Prüfung die Möglichkeit, Einsicht in die Unterlagen zu nehmen, was sich vor allem dann empfiehlt, wenn Ihr mit eurer Note nicht zufrieden seid bzw. wissen wollt, wie es zu dieser Benotung gekommen ist. Dabei dürft Ihr die Unterlagen auch kopieren und mitnehmen (außer Multiple-Choice-Klausuren). Eine Berufung gegen eine negative Beurteilung ist nur dann zulässig, wenn die Prüfung selbst nicht ordnungsgemäß verlaufen ist (z.B. PC-Absturz, Fragen nicht übereinstimmend mit Prüfungsstoff etc.). In diesem Fall liegt ein schwerer Mangel vor, der auf Euer Ansuchen hin annulliert werden kann – Meldet Euch in diesem Fall bei der Studienvertretung oder bei uns! Falls Ihr mehr über die studienrechtlichen Angelegenheiten an der KF Uni Graz erfahren wollt, empfehlen wir Euch die Lektüre unserer Broschüre „Rechte und Pflichten der Studierenden“, die Ihr entweder im ÖH-Sekretariat (Schubertstraße 6a, 1. Stock) abholen oder als PDF auf - Seite 5 -

unserer Homepage herunterladen könnt: http://oeh-ref-bipol.uni-graz.at Bei weiteren Fragen zum Studium und zum Studienrecht wendet Euch einfach an bipol@oeh.uni-graz.at

Peter Gaube & Michael Schabhüttl Referat für Bildung & Politik


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AUSGABE 05

Sozialfragen

Wenn man an ein abgeschlossenes Studium ein neues anschließt, zählt dies dann für Familienbeihilfe/Studienbeihilfe als Studienwechsel? Und überhaupt - beginnt für das neue Studium die Rechnung mit den erlaubten Studienwechseln von neuem? Generell gilt, dass bei einem erlaubten Studienwechsel die Zählung der Toleranzsemester beim neuen Studium wieder bei null beginnt. Anspruch auf Familienbeihilfe besteht bei einem bereits abgeschlossenen Studium auch für ein weiteres Studium, sofern die Altersgrenze noch nicht erreicht ist und ein entsprechender Studienerfolg vorliegt. Bei der Studienbeihilfe besteht kein Anspruch mehr, sobald ein Studium abgeschlossen wurde.

Sozialfragen

Wenn ich mich wieder für ein in einem anderen Land Studium anmelde, wie teile ich das dem Finanzamt mit, dass ich meine Familienbeihilfe wieder bekomme oder bekomme ich die erst nach einem erfolgreichen Jahr (so wie jetzt)? Ein Studienwechsel ins Ausland ist grundsätzlich sehr einfach möglich, sofern es sich um ein anerkanntes BA- oder MA-Studium handelt, das einem österreichischen Studium entsprechend den Bologna-Kriterien gleichwertig ist. Du musst einfach Deinem/Deiner Sachbearbeiter/Ihrer Sachbearbeiterin im Finanzamt den Wechsel bekannt geben und gleichzeitig den genauen Studienplan (und dessen Gliederung) des neu aufzunehmenden Studiums vorlegen, damit das Finanzamt die Mindeststudiendauer feststellen kann. Weiters musst Du in der Folge nach jedem Jahr einen Mindeststudienerfolg von 16 ECTS nachweisen (insofern gestaltet sich die Überprüfung strenger als bei einem Studium in Österreich). Betrifft die neue Regelung zur „Refundierung der Studiengebühren“ auch Lehramtsstudierende, die auch „2 Studien“ zugleich absolvieren? Lehramtsstudien, welche zwei Fächer kombinieren, gelten als EIN Studium und nicht als Mehrfachstudium im Sinne der Richtlinie. Insofern stellt sich hier die Frage der Refundierung gar nicht - es sei denn, dass zusätzlich ein weiteres Bachelor- oder Masterstudium betrieben wird. Dann müssen im Lehramtsstudium insgesamt 15 ECTS erreicht werden und im Zweitstudium ebenfalls nochmal diese Summe.

Sozialfragen

Ich muss wieder Studiengebühren zahlen, weil ich den ersten Abschnitt meines Lehramtsstudiums nicht rechtzeitig abgeschlossen habe. Da die fehlende Übungen aber nur jedes 2. Semester angeboten werden, müsste ich auch nächstes Semester noch zahlen. Ich leide an einer chronischen Krankheit Neurodermitis, die bei mir letztes Jahr sehr, sehr stark ausgebrochen war. Da ich das letzte Jahr so in meiner Krankheit gefangen war, habe ich nicht an die Folgen gedacht (Studienzeit überschritten). Ich brauche viel Geld für Medikamente und Ärzte/ Ärztinnen und deshalb ist der Studienbetrag sehr viel Geld für mich. Ich wollte fragen ob es eine Möglichkeit gibt, mir wenigstens einmal diese Gebühr zu ersparen und ob das auch mit der Familienbeihilfe zusammenhängt? Ist die jetzt auch weg oder geht es da darum, dass man genügend Stunden gemacht hat?

Sozialfragen

Es gibt grundsätzlich den Erlasstatbestand Krankheit, den Du geltend machen kannst, wenn Du mindestens zwei Monate eines Semesters (in dem Du Studiengebühren zahlen müsstest) von einer Krankheit betroffen waren. D.h., dass Du nun für das WS die Studiengebühren jedenfalls einmal einzahlen musst und dann einen Antrag auf Rückerstattung stellen kannst - Wenn Du eine fachärztliche Bestätigung vorlegst, aus welcher hervorgeht, dass Du aufgrund Deiner Erkrankung mindestens zwei Monate wesentlich an Deinem Studium gehindert warst. In Bezug auf die Familienbeihilfe musst Du darauf achten, dass Du - zusätzlich zum Mindesterfolg - den Toleranzzeitraum (Mindestdauer plus ein Toleranzsemester je Abschnitt) einhältst. Du kannst aber aufgrund Deiner Krankheit auch ein weiteres Toleranzsemester beantragen - wiederum ist hier eine fachärztliche Bestätigung notwendig, die hier aber einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten (Achtung! Mehr als bei der Studienbeitragsregelung) Studienbehinderung durch Krankheit belegen muss. Ich bin ukrainische Staatsbürgerin und muss daher Studiengebühren bezahlen. Habe ich eine Möglichkeit diese durch die neue Richtlinie refundiert zu bekommen oder haben die Drittstaatsangehörigen mal wieder keine Chancen auf eine Unterstützung? Überraschenderweise können auch ausländische Studierende um Refundierung wegen Doppelstudiums ansuchen - Dies hat die Juristin der ÖH Uni Graz extra nochmal mit dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung geklärt.

Thomas Knapp, Sozialreferat - Seite 6 -

Salut! - Ciao! - ¡Hola! Olá! Die IG/StV-Romanistik stellt sich vor... Die Studienvertretung (StV) Romanistik wird im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden ÖHWahlen von den Studierenden gewählt. Neben den gewählten MandatarInnen, hat sich eine Gruppe von Studierenden, die Initiativgruppe (IG) Romanistik, zusammengefunden, die sich für ihr Studium engagieren will und verschiedene Aktivitäten für Romanistikstudierende, wie etwa Erstsemestrigentutorien oder Stammtische, organisiert und sich bei vielen Aufgaben der StV einbringt. Die IG steht jeder und jedem offen, die/der Interesse hat, sich für das Romanistikstudium zu engagieren und sich einzubringen. Unsere Aufgabe ist es, Euch das Studium zu erleichtern und uns für Eure Wünsche und Anliegen einzusetzen. Dazu gehört die persönliche Beratung und Unterstützung im Studienalltag sowie bei Problemen mit ProfessorInnen. In den letzten Monaten war die Mitarbeit an den neuen Bachelor-Studienplänen, die nächstes Wintersemester in Kraft treten sollen und über die Ihr in den nächsten Wochen noch nähere Informationen bekommt, eine der größten Aufgaben. Außerdem informieren wir Euch in unserem Newsletter über alles Wichtige, das das Romanistikstudium betrifft. Zögert nicht, uns bei Fragen, Anregungen, Wünschen oder Beschwerden in einem persönlichen Gespräch oder per E-Mail (romanistik@ oehunigraz.at) zu kontaktieren. Wir sind bemüht, Euch mit Rat und Tat während eures Studiums an unserem Institut zur Seite zu stehen. Kontakt: E-Mail: romanistik@oehunigraz.at Website: oeh-stv-rom.uni-graz.at Beratungszeiten: MI, 13.15 – 15.15 Uhr beim Kopierer vor Raum 33.3.076

Die StV Anglistik/ Amerikanistik stellt sich vor: Was wir tun… Mitarbeit in der Curricula Kommission (Erstellung der Studienpläne etc.) Mitarbeit in Berufungskommissionen Anglistik/Amerikanistik-Party wöchentliche Sprechstunden regelmäßige Beantwortung eurer E-mails an strvaa@yahoo.com 5 Wochen Erstsemestrigenberatung im September & 1 Woche MaturantInnenberatung im Februar Erstellung von kostenlosen InfoBroschüren für Erstsemestrige Skripten für die Fachprüfungen Bücherbazare während jedem Studienjahr Games-Nights und Filmabende regelmäßige Info-Mails 2 Mal im Jahr Erstsemestrigen-Treffen Hilfe bei Problemen mit Lehrenden oder Lehrveranstaltungen Info-Wand am Institut für Anglistik Homepage mit aktuellen Infos und Fotos

Eure StV Slawistik begrüßt Euch herzlich im laufenden Wintersemester 2010/2011!

Die StV Slawistik ist heuer mit einem Gemisch aus „alten“ und neuen VertreterInnen einer neuen Amtsperiode entgegen geschritten. Wenn Ihr Fragen, Wünsche, Beschwerden habt – Meldet Euch bei uns (stv_slaw@oeh.uni-graz.at) oder schaut auf unsere Homepage http:// www.uni-graz.at/slaw/. Wir freuen uns Euch weiterzuhelfen! Wichtige Infos zu Studium und Veranstaltungen rund um die Slawistik findet Ihr, indem Ihr Euch auf der Mailingliste grazslav@list.uni-graz.at

Wer wir sind… derzeit gibt es zusätzlich zu den 5 gewählten(*), einige freie MitarbeiterInnen. • • • • • • • • • •

Corinna ORLINGER Elisabeth KRIEBER Harald AUER* Judith BRAND*(Vors.) Julia OSWALD Lisa HASENHÜTL* Nicole LINHART* Theresia WOLF Martina WINKLER* Anni GÖTTLICH

Wie Du uns erreichen kannst… via E-Mail an strvaa@yahoo.com Sprechstunden Mi 11.00 bis 12.00 Common Room Wo Du aktuelle Infos bekommst… Lass Dich unter http://list.uni-graz.at/ mailman/listinfo/angl-info für die StVMailingliste freischalten und sei immer top informiert. Wie Du mitmachen kannst… Komm einfach in die Sprechstunde oder schreib uns ein E-Mail. Wir freuen uns schon auf Dich! - Seite 7 -

subskribiert. Veranstaltungen, die speziell die Slowenistik betreffen, findet Ihr unter: www.ksssg.at  (Klub slowenischer Studentinnen und Studenten Graz; Kontakt: office@ksssg.at ) Das ist Eure StV Slawistik: Derzeit bestehen wir aus 5 gewählten MitarbeiterInnen und einigen freien MitarbeiterInnen (von links oben nach rechts unten): Carina Lottermose, Ewald Fauland, Georg Krasser, Xenia Fabiani, SaschaVanicek, Yuliya Nikolayeva


GeWiTTER

AUSGABE 05

Liebe Germanistik-Studierende! Die StV Germanistik besteht derzeit aus vier Mitgliedern (Steffi, Istrud, Liesa, Thomas) und fünf MitarbeiterInnen (Eva, Verena, Kathi, Hannes, Christian). Neben unserer Anwesenheit bei CurriculaKommissionen, sehen wir unsere Aufgabe darin, Probleme und Hürden im Studienalltag so gut als möglich beiseite zu schaffen und (abseits der Lehrveranstaltungen) die Zeit auf der Uni möglichst angenehm zu gestalten. Unser Newsletter informiert die GermanistInnen über Neuigkeiten im oder neben dem Studium. Der GermanistikStammtisch soll unseren KollegInnen

helfen, sich auszutauschen und mit uns über Probleme im Studium zu sprechen. Ab heuer gibt es zwar keine persönliche Beratung mehr, dennoch wird eine E-MailBeratung angeboten. Wenn der Schuh drückt, kann man uns mit Fragen unter germanistikberatung@gmx.at erreichen. Wir geben natürlich unser Bestes, alle Fragen zu beantworten. Seit diesem Jahr gibt es außerdem ein Tutorium für Erstsemestrige. Hierbei werden den „Neuankömmlingen“ die genauen Modalitäten des Studienplans erklärt. Den ein oder anderen hilfreichen Tipp für den gelungenen Studienanfang kann man sich hier außerdem holen.

• Das nächste Tutorium findet am 8.11. um 19 Uhr im HS 23.03 im Meerscheinschlössel (Mozartgasse 3) statt. • Studienberatung bietet die StV-Germanitik unter germanistikberatung@ gmx.at an. • Neuigkeiten und Termine auch unter der Facebook-Gruppe Germanistik Uni Graz. • Wir freuen uns, wenn auch Du ein Mitglied unseres Teams wirst. Melde Dich bei einem unserer Mitglieder oder per Mail und wir freuen uns, Dich „Willkommen zu heißen“.

Studienvertretung Übersetzen und Dolmetschen Willkommen! Добро пожаловать! Szervusztok! Benvenuti! Hoş geldiniz! Welcome! Bienvenidos! Dobrodošli! Bienvenue! ‫ًالْهَسو ًالْهأ‬ Wir kennen uns aus mit den neuen Studie nplänen,Übergangsfristen,Auslandsaufen thalten, Auslandspraktikum,Anrechnung sfragen,studienrechtlichen Anliegenuvm. Wir sind deine erste Anlaufstelle, wenn dumit Lehrenden Probleme hast,dich ungerecht behandelt fühlstoder sonstige Wünsche, Beschwerden oder Anliegen hast, die unser Institut betreffen. Wir möchten dich jedoch bitten, dass du vor deinen Anfragen unsere Institutshomepage http://www.uni-graz.at/itat/ genau durchliest bzw. dich mit dem Studienplan vertraut machst, damit wir deine Anfragen konkret und gezielt beantworten können. Auch bei sozialen oder anderen Fragen helfen wir dir gerne weiter bzw.

verweisen dich an die geeigneten Stellen. Die STV wird im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden Wahlen zur Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) von den Studierenden direkt gewählt. Da die nächste ÖH-Wahl im Sommersemester 2011 stattfindet, möchten wir euch unser neues und bereits für uns und unsere Interessen aktives STV-Team vorstellen:

Unsere Kontaktdaten: * STV-Kammerl: Merangasse 70/I, gegenüber vom Lift (Zimmer 1.202) * Email: stv-uedo@oeh.uni-graz.at * Sprechstunde WS 09/10: DI  14 – 15 Uhr im STV-Kammerl * Homepage: http://www.oeh.uni-graz. at/de/deine_oeh/studienvertretungen/ stv_uedo/

Von links nach rechts: Martina Taferner – Melanie Geckl – Berna Stiebitzhofer – Nina Peinthor – Michael Tieber

Alte Geschichte und Altertumskunde Für das zweite Jahr unserer Amtsperiode als Studienrichtungsvertreter der AGA haben wir uns einiges vorgenommen. So planen wir häufiger Stammtische zu veranstalten, gemeinsam mit der StV Archäologie ein regelmäßiges Fußballtraining zu organisieren, mit dem Ziel 2011 am Winckelmann Cup in Berlin teilzunehmen. In der CuKo wollen wir für Euch mehr Rechte erkämpfen und bestehende Missstände beseitigen. Eines unserer Hauptziele ist es zu erreichen, dass man die Altgriechischprüfung erst vor der Bachelorpüfung absolvieren muss, zu diesem Zweck habe ich Ferdinand Mittermaier als neues CuKo-Vollmitglied und Robert Pritz als neues CuKo-Ersatzmitglied nominiert. Vielleicht gelingt es uns darüber hinaus, die bei den Studierenden sehr beliebte, Frau Prof. Sternberg-el Hotabi wieder nach Graz zu locken, auch wenn es momentan leider nicht danach aussieht. Solltet Ihr Fragen zum Studium oder Ideen für Veranstaltungen haben, oder wenn Ihr bei unserem Fußballteam mitmachen wollt, dann schreibt uns einfach eine E-Mail. Ein großes Problem, das alle Studierende betrifft, ist die momentane Situation an den Universitäten. Gerade kleine Institute wie unseres würden unter Einsparungen im universitären Bereich sehr leiden und viele von uns wird die Änderung in der Familienbeihilfenregelung betreffen. Ich denke daher, dass es wichtig ist, sich an den StudentInnenprotesten zu beteiligen, denn außer uns wird keiner für unsere Rechte kämpfen und wenn wir gehört werden wollen, dann wird es nicht reichen, dass ein paar von uns an kommenden Demonstrationen teilnehmen, da müssen wir schon alle gemeinsam aufstehen und uns wehren! Ansonsten bleibt mir nur mehr Euch im Namen der StV Alte Geschichte und Altertumskunde ein erfolgreiches Studienjahr zu wünschen, in dem wir Euch gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen werden. LG Euer Markus StudienrichtungsvertreterInnen: Vorsitzender: Markus Schicker 1. Stellvertreterin: Susanne Lehrer 2. Stellvertreter: Gernot Höflechner strvaltegeschichte@gmx.at

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Die Studienvertretung Philosophie Die Studienvertretung Philosophie besteht aus fünf, bei der ÖH-Wahl demokratisch gewählten, MandatarInnen und weiteren freiwilligen Mitarbeiterinnen. Unsere zentralen Aufgaben sind die Beratung der Studierenden und das Vertreten ihrer Interessen gegenüber dem Institut und der Universität. Das geschieht durch Mitarbeit in den Gremien der Universität (vor allem der Curricula-Kommission, in der die Studienpläne und die Lehre beschlossen werden) und durch laufende Gespräche mit den InstitutsmitarbeiterInnen. Außerdem organisieren wir den Stammtisch, das Erstsemestrigentutorium, Feste, Vorträge und mehr.

Bei Problemen im Studium, wenn du Dich ungerecht behandelst fühlst, wenn Du siehst, dass die Rechte der Studierenden missachtet werden, wenn Du irgendwo nicht sicher bist, etc. sind wir die richtige Anlaufstelle. Genauso freuen wir uns, wenn Ihr Euch bei uns meldet, weil Ihr mitarbeiten wollt – Helfende Hände und neue MitarbeiterInnen sind immer willkommen! Ihr erreicht uns in unserer Sprechstunde (Mittwochs von 12-13 Uhr im GeWiZimmer im ÖH-Gebäude, Schuberstraße 6a) oder per E-Mail an philosophie@ oehunigraz.at.

Musikologie Die Studienrichtungsvertretung Musikologie zählt fünf Mitglieder. Für alle die uns noch nicht kennen sind dies beginnend mit unserem Vorsitzenden Lukas Dullnig, – Stellvertretender Vorsitzende –Johannes Lehner, Johannes Rath, Florian Hirsch und Markus Becksteiner. Neben der Arbeit in der Curricula-Komission sind wir vor allem da die Interessen der Studierenden den Lehrenden zu kommunizieren, oder falls es tatsächlich zu Problemen kommt die Studierenden rechtlich oder auch sonstwie zu beraten. Natürlich stehen wir auch bereit andere Fragen zum Musikologiestudium zu beantworten. Wir stellen jedoch nicht nur eine Anlaufstelle für Fragen und Probleme dar, sondern sind ebenso bemüht unser Studium durch regelmäßige Stammtische sowie Weihnachts- und - Seite 9 -

Sommerfeiern familiärer zu gestalten. Außerdem werden immer wieder Projekte und Fahrten zu Veranstaltungen organisiert beziehungsweise finanziell unterstützt. Dabei freuen wir uns immer über neue Anregungen von Seite der Studierenden her. Falls Ihr Fragen, Probleme, oder eine Idee für ein zukünftiges Projekt habt, wir sind immer per E-mail (musikologie@ oeh.uni-graz.at) oder in dringenden Fällen per Telefon erreichbar. Es besteht auch einfach die Möglichkeit bei den Stammtischen vorbei zu schauen und uns „Hallo“ zu sagen. Wir freuen uns darauf euch kennen zu lernen.


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StV/IG Archäologie

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StV Klassische Philologie

Die Mitglieder der Studierendenvertretung für Archäologie sind: Stefan Fuchs, Levente Horvath und Maria Scheer. Zusätzlich wird die StV von Ricarda Meisl, Sandra Schweinzer und Ferdinand Mittermaier, den Mitgliedern der Interessensgemeinschaft (IG) unterstützt. Die IG setzt sich aus freiwilligen Mitarbeiter/innen zusammen, so kann sich jede/r interessierte/r Student/in engagieren. Dank dieser Mitarbeiter/innen kann unsere StV leichter verschiedene Projekte bewältigen. Neben Beratungstätigkeiten, der Teilnahme an der Curricula Kommission, beschäftigt sich unsere StV mit verschiedenen Projekten. So wird zu Beginn jedes Semesters gemeinsam mit der StV der Alten Geschichte und der Klassischen Philologie das „Parandium“ organisiert. Dabei handelt es sich um einen Brunch, bei dem (unter anderem) nach antiken Rezepten zubereitete Speisen angeboten werden und Studierenden und Lehrenden die Möglichkeit zu gemütlichen Gesprächsrunden geboten wird. Zu unseren Tätigkeiten gehört auch die Organisation von Vorträgen, bei denen vor allem jungen Absolventen/innen die Möglichkeit geboten werden soll, über ihr Spezialgebiet zu referieren. Außerdem bemühen wir uns auch um die Organisation von Trainingsmöglichkeiten für die Fußballmannschaft unseres Instituts (Interessenten/innen mögen sich bitte bei uns melden!). Schließlich findet jedes Jahr der Winckelmann Cup statt, bei dem sich die Fußballmannschaften archäologischer Institute miteinander messen können. Außerdem ist unsere StV auch Mitglied beim Dachverband archäologischer Studierendenvertretungen. Ziel des Verbands ist die Vernetzung der verschiedenen Archäologischen Institute und die Organisation von größeren Projekten.

Wer Latein oder Altgriechisch (jeweils Bachelor, Master oder Lehramt) studieren will, ist bei uns richtig! Mitzubringen ist Freude an der Sprache und Interesse für die Antike!

Auf unserer Homepage (http://oehstv-kla.uni-graz.at/) findest Du unsere Kontaktdetails, und Informationen zu aktuellen Themen. Sprechstunden finden jeden Montag von 10:30-11:30 und jeden Dienstag von 13:15-14:15 am Institut statt. Sonst ist es möglich Sprechstunden auch telefonisch oder per Mail zu vereinbaren.

Simon Perktold simon.perktold@edu.uni-graz.at 0660/5254588

Die Klassische Philologie ist gleichermaßen Sprach- und Literaturwissenschaft. Sie beschäftigt sich in erster Linie mit Edition und Interpretation aller lateinisch- und griechischsprachiger Texte, die uns aus der Antike erhalten sind, ihrem kulturellen Umfeld und ihrer Nachwirkung in Mittelalter und Neuzeit. Eine enge Beziehung pflegen wir mit unseren Nachbarinstituten, der Alten Geschichte und der Archäologie, die mit uns die Begeisterung für die Antike teilen. Da wir zu den kleineren Instituten der Geisteswissenschaftlichen Fakultät zählen, ist die Atmosphäre bei uns familiär und herzlich und jeder kennt jeden! Mit regelmäßigen geselligen Veranstaltungen vom prandium ("Brunch") bis zum abendlichen symposion ("Stammtisch") - teils auch gemeinsam mit Althistorikern und Archäologen - gibt es auch abseits der Uni reichlich Gelegenheit, über Antikes und Modernes zu diskutieren. Für weitere Informationen zum Studium, bei Fragen und Problemen wende Dich einfach an Deine Studienrichtungsvertretung (Sprechstunde nach Vereinbarung, wir sind aber meist am Institut leicht anzutreffen): Martin Bauer martin.bauer@edu.uni-graz.at 0699/11692725 Florian Feldhofer florian.feldhofer@edu.uni-graz.at 0664/5300502

StV Geschichte Die Studienvertretung Geschichte beschäftigt sich momentan mit der Planung dieses und des kommenden Semesters. Der erste Stammtisch hat ja bereits mit großem Erfolg stattgefunden und weitere sollen mit einer gewissen Regelmäßigkeit folgen. Diese werden voraussichtlich in alter Tradition im Heinrichhof stattfinden. Außerdem sollen vor Weihnachten noch ein Glühweinstand sowie ein wissenschaftlicher Abend über den spanischen Bürgerkrieg mit Prof. Staudinger über die Bühne gehen. Die Terminsuche ist in vollem Gange und wir werden euch sobald wie möglich informieren. Als kleine Vorausschau für das Sommersemester 2011 können wir schon mal soviel vorwegnehmen, dass es neben den obligatorischen Stammtischen natürlich auch wieder einen Vortragsabend sowie die beinahe schon traditionelle Ausstellungsfahrt nach Leoben mit anschließendem Besuch in der Brauerei Göss geben wird. Wie jedes Jahr wird das Geschichtefest das Studienjahr abrunden. Studienpolitisch wird dieses Jahr die neue Studieneingangsphase mit einer neuen Orientierungslehrveranstaltung beschlossen welche aus unserer Sicht in ihrem Design beziehungsweise die Einflechtung in die Studienpläne der GEWI - vor allem in Hinblick auf die unsägliche Kombinationspflicht – einen etwas fragwürdigen Charakter aufweist. Jedoch leider nicht zu umgehen ist, da diese Umsetzung von höherer Stelle dem Institut aufgetragen wurde. Weiters möchte ich vor allem – aber nicht nur! – die StudienanfängerInnen dazu ermutigen sich bei uns zu melden sollte es Probleme welcher Art auch immer geben. (geschichte@oeh.uni-graz.at) Auch wenn ihr am Mitwirken der Vertretungsarbeit, auf welche Weise auch immer, interessiert seid könnt ihr euch natürlich gerne bei uns melden. Motivierte engagierte MitarbeiterInnen werden immer gesucht. Zum Schluss bleibt uns nur noch euch ein schönes und erfolgreiches Wintersemester 2010/11 zu wünschen und wir hoffen euch bald bei der einen oder anderen Veranstaltung anzutreffen. Eure STV - Geschichte

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StV „Doktorat Gewi“

geistes wissen saen

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geistes

Die StV „Doktorat GeWi“ wissen ist saenein für jene Studierende, die geisteswissenschaftliches Studium als DissertantIn betreiben („Doktorat der Philosophie“), zuständig. Wir beraten bei Fragen zum Studienplan und setzen uns für eine verbesserte Vernetzung der DoktorandInnen sowie ein verbessertes Lehrangebot im Dr.Studium ein. Außerdem bemühen wir uns um die Sichtbarmachung der Forschungsleistung von DoktorandInnen (Publikationsmöglichkeiten wie ERSTAUSGABE, Organisation von Tagungen, Workshops wie doktorat. at). Für alle DoktorandInnen, die sich mit historischen Themen beschäftigen, organisieren wir einen Stammtisch (21.1.2011, 19.30 Uhr, im „Ritter“). Nähere Informationen finden sich auch in unserer Broschüre zu den Doktoratsprogrammen und in unserem Studienleitfaden (beides kostenlos unter ursula.mindler@uni-graz.at anzufordern), sowie auf unserer Homepage: http://oehweb.uni-graz.at/de/deine_oeh/ studienvertretungen/stv_dge/

Ab 10. Jänner startet das neue GeWi-Forum, erreichbar unter der URL http://gewi-forum.at/ ! geistes wissen saen

geistes wissen saen

Kontakt: Ursula (Vorsitzende) ursula.mindler@uni-graz.at Anja (1. stv. Vorsitzende) anja.thaller@uni-graz.at Johannes (2. stv. Vorsitzender) johannes.steiner@uni-graz.at Dany: daniela.kaufmann@uni-graz.at Vera: vera.kummer@edu.uni-graz.at. Sprechstunden nach Vereinbarung.

Anja Thaller

Johannes Steiner

Vera Kummer - Seite 11 -

Daniela Kaufmann

Ursula Mindler


GeWiTTER

AUSGABE 05

Gewitter Interview: „zweintopf“ im Central Sie heißen „zweintopf“, arbeiten im „Bunker“ und machen nunmehr seit fünf Jahren Kunst. Warum sie dennoch keine besseren Menschen sind, verrieten Gerhard Pichler und Eva Pichler dem GEWItter im Café Central. Euer Name „zweintopf“ impliziert bereits die Existenz ZWEIer unterschiedlicher Individuen, oder wie man auf eurer Website lesen kann: „zwei divergierenden Geschlechtes entspringende Individuen“. Wie lassen sich eure Ideen unter einen „zweintopfschen“ Hut bringen? Gibt es während eurer Arbeit so etwas Banales wie eine Aufgabenverteilung? Eva: Es ist vielleicht nicht ganz einfach sich das vorzustellen, wie wir zusammenarbeiten, aber es hat einfach von Anfang an gut funktioniert und eine genaue Aufgabenaufteilung haben wir nie gebraucht. Manchmal wissen wir am Ende gar nicht mehr, wer anfangs die eigentliche Idee gehabt hat, da sich das Ganze durch viele kleine Bausteine irgendwann zu einem großen Ganzen formt. Gerhard: Man könnte es so ausdrücken, dass wir beide zusammen organisch an unserer Arbeit gewachsen sind. Auch wir sind nicht als Künstler geboren worden, sondern uns interessiert vor allem auch der Prozess des Entstehens. Es gibt ja nichts Schöneres als eine Diskussion, die einen zu neuen Denkansätzen anregt. Seid ihr euch meistens einer Meinung? Eva: Nein…(schmunzelt). Gerhard: Es kann schon passieren, dass wir mal nicht einer Meinung sind, aber im Prinzip hebt sich das am Ende irgendwann auf. Was zählt ist das Ergebnis unserer Arbeit.

„(K)lebensgemeinschaft Arland“, „Gabelbissen Hundisburg“ oder „Bollwerk Admont“ heißen nur ein paar eurer letzten oder derzeitigen Projekte in Graz und der Steiermark. Dabei fällt auf, dass zweintopf sehr kontextbezogen arbeitet und immer wieder neue Mittel und Wege für den künstlerischen Ausdruck wählt. Wie entscheidend ist der Ort des künstlerischen Geschehens für das tatsächliche Kunstwerk/die Installation? Eva: Bei Kunst im öffentlichen Raum ist der Ort extrem wichtig, wenn nicht das Wichtigste. Wobei es auch nicht immer nur ein öffentlicher Raum sein muss, son-

dern oft lösen auch Galerie- und Ausstellungsräume etwas aus, woraufhin sich das eigentliche Projekt in eine neue Richtung bewegen kann. Gerhard: Meistens steht der Raum ja ohnehin schon vor der Projektkonzeption fest. Da versucht man natürlich stark den Kontext, in dem das Ganze stattfindet, miteinzubeziehen und muss sich auch an die Gegebenheiten anpassen. Beispielsweise wurde uns ein Projekt in einer niederösterreichischen Gemeinde vom Bürgermeister sogar untersagt. In einer größeren Stadt gibt es einfach mehr Instanzen, die hier hinter einem stehen und die Projekte mittragen. - Seite 12 -

Inwiefern hat das Projekt in der Arlandsiedlung, das im Rahmen der Aktion „Schönes Wohnen“ konzipiert wurde, über den Produktionszeitraum hinaus Spuren hinterlassen? Eva: Man hat auf jeden Fall das Gefühl, dass sich auch noch nach der tatsächlichen Aktion etwas tut, sich etwas bewegt hat. Die Geschäftsführerin des Lokals in der Arlandsiedlung hat uns erst vor kurzem berichtet, wie beliebt die Sticker bei den Menschen mit Behinderung von „Jugend am Werk“ sind, die noch regelmäßig bei ihr vorbeikommen. Da ergeben sich zwischen Gruppen, die vielleicht sonst kaum etwas miteinander zu tun haben, neue Verbindungen und Gespräche. Gerhard: Natürlich ist es schwer diese Nachhaltigkeit zu messen. Unsere Vorgabe war es, etwas Partizipatives zu veranstalten, keine leichte Aufgabe, wenn sich anfangs nur 6 oder 7 unter 500 Bewohnern bereit erklären, bei der Aktion mitzumachen. Wir haben versucht in einem relativ mittelmäßigen Ort eine Geschichte zu erzählen, die vielleicht einigen Bewohnern im Gedächtnis geblieben ist. Als Künstler ist man ja auch nicht automatisch ein geeigneter Sozialarbeiter oder ein besserer Mensch, aber im Nachhinein sind wir beide sehr positiv von uns und den Teilnehmern überrascht und dieses Projekt war ohne Zweifel eine wichtige Erfahrung. Wart ihr auch schon vor dem „Goldenen Engel“, dem Schauplatz des Young Hearts Award 2008, künstlerisch tätig? Gerhard: Wir haben bereits 2005 angefangen Kunstprojekte umzusetzen, aber seit bzw. nach dem Goldenen Engel war es für uns möglich, fast ausschließlich Kunst zu machen und als Künstler tätig

zu sein. Danach folgten eine lange Reihe von Ausstellungen, spontanen Aktionen, Projekten im öffentlichen Raum, Auftragsarbeiten uvm. Eure Zugangsweisen reichen von Photography über Concept Kunst bis hin zu Street Art. Gibt es einen Bereich, mit dem ihr euch besonders gut identifizieren könnt? Oder interessiert euch die gesamte Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten?

Eva: Generell sind wir auch immer am Ausprobieren und sobald uns ein Material zusagt, entstehen oft weiterführende Projekte. Dabei kann es auch passieren, dass ein Bereich einschläft und sich gleichzeitig ein neues Feld öffnet. Das hängt ja auch stark von anderen Faktoren, wie dem jeweiligen Auftrag, dem Schauplatz, den finanziellen Mitteln ab was dann im Endeffekt entsteht. Gerhard: Ich finde das Schöne am Künstler-Sein ist, dass man eben einen generalistischen Zugang wählen kann und nicht nur in einem eingegrenzten Bereich arbeiten muss. Wir sind prinzipiell an sehr vielen Dingen und an vielfältigen Projekten interessiert. Dieses Kategorisieren geht eigentlich nie von uns aus, bei uns steht der Kontext des Projektes im Vordergrund, daher wählen wir oft unterschiedliche Zugangsweisen. Gibt es eine Vision, eine Projektidee, die ihr unbedingt umsetzten möchtet, bis jetzt aber noch keine Gelegenheit dazu hattet? Gerhard: Also, Ideen schwirren natürlich viele herum. Da wir schon vom Goldenen

Engel gesprochen haben - Eine dieser Ideen wäre ein Projekt, dass wir damals für den Tummelplatz konzipiert haben und welches gut in die „noneventeventmonument“ Serie hineinpassen würde. Ein anderer Traum von uns wäre natürlich wieder mal eine Einzelausstellung machen zu können. Ich bin allgemein ein großer Fan von Einzelausstellungen. Fördert das Land Steiermark eurer Meinung nach tatsächliche Kunst im öffentlichen Raum oder ist diese oft nicht nur Mittel zum Zweck, um die Wirtschaft anzukurbeln, wie es beispielsweise in der Jakoministraße versucht wird? Gerhard: Ich glaube, das kann man ganz leicht trennen. Die Belebung der Jakoministraße ist ohne Zweifel von der CIS initiiert und hat nicht mehr viel mit Kunst im öffentlichen Raum zu tun. Andererseits fördert beispielsweise das Institut für Kunst im Öffentlichen Raum unter der Leitung von Werner Fenz eine große Anzahl an Kunstprojekten. Wenn es um Förderungen geht, ist die Steiermark auf jeden Fall ein sehr engagiertes Bundesland und hat uns kurioser Weise schon bei illegalen Aktionen unterstützt. Eva: Wie schon erwähnt, ist es im außerstädtischen Bereich um einiges schwieriger, da es oft keinen objektiven Beirat gibt, der über diverse Fördergelder entscheidet. Sieht zweintopf sich als Mitglied einer solchen creative industry? Eva+Gerhard: Nein! Natürlich nicht. Glaubt ihr, dass durch die CIS die Stadt aufgewertet werden kann? Gerhard: Also wir haben eine sehr kritische Haltung dazu, gerade wenn Inhalte der Bildenden Kunst zu Werbezwecken eingesetzt werden. Dieses Thema haben wir auch bei unserem „Sheep Ink.“ Projekt aufgegriffen, wobei auch hier unsere Intentionen durch die Medienwelt umgekehrt wurden. Und wir finden es irritierend von der creative industry als „coole agency“ betitelt zu werden, denn diese Schiene verfolgen wir auf gar keinen Fall. - Seite 13 -

Was macht zweintopf, wenn es nicht gerade klebt, pinselt oder Wäscheleinen spannt? Habt ihr auch noch Zeit für ein Leben neben der Kunst? Gibt es auch einen Brotberuf?

Gerhard: Seitdem ich mein Architekturstudium abgeschlossen habe, gehe ich eigentlich keinem Brotberuf nach. Eva: Naja, ich habe schon noch einen Brotberuf, ich schreibe für das Magazin Korso, aber es wäre natürlich alles noch viel schöner, wenn ich mich ganz den künstlerischen Projekten widmen könnte. Kann man also von der Kunst leben? Gerhard: Wenn man keine großen Ansprüche hat, sprich kein Auto, keinen sonderlichen Luxus und in einer kleinen Wohnung lebt, dann kann man davon leben. Zieht es zweintopf auch einmal für längere Zeit weg aus Graz oder bleibt ihr der Steiermark in der näheren Zukunft treu? Gerhard: Also unsere Beziehung zu dieser Stadt ist eine Hassliebe. Wir sind schon froh, auch mal weg zu kommen, deshalb machen wir auch nächstes Jahr einige Projekte im Ausland. Aber ich möchte Graz nicht gegen Wien tauschen müssen, denn im Gegensatz zu Wien bekommen wir hier sogar Geld für die Arbeit, die wir leisten. Hanna Schifko


AUSGABE 05

GeWiTTER

Kakao damals und heute Der Dezember mit seinen nebligen, feucht-kühlen und durchaus frostigen Tagen bringt uns wieder einem „Lebenselexier“ näher, der Schokolade. Was gibt es schöneres als sich an kalten Wintertagen vor den Kamin in einen bequemen Sessel zu setzen, ein Häferl dampfende heiße Schokolade in den Händen, den Geruch des Kakaos in der Nase, den süßen, bitteren Geschmack der Köstlichkeit auf den Lippen ... Doch woher kommt die Schokolade wie wir sie heute alle kennen eigentlich, durch wen kam die Kakaobohne nach Europa und wo wurde sie kultiviert? Um diese Frage zu ergründen müssen wir uns einige Zeit zurückversetzten die Erzählungen beginnen bei 1000 v. Chr. und einigen sich auf das Jahr 250 v. Chr.. In dieser Zeitspanne soll der Ursprung des Kakaobaumes in den Regenwäldern Mittelamerikas liegen. Die Olmeken sind das erste Volk in der Region die dem Dschungel Land für den Ackerbau und damit für das tägliche Überleben abringen. Dieses Volk kultiviert den Kakaobaum, sie nutzen die Früchte und sind die ersten Menschen welche Schokolade trinken. Die Tradition und Kultivierung dieses besonderen Baumes, des „cacauatl“ übernehmen auch die nachfolgenden Völker, die Tolteken, Mayas und Azteken. In den Überlieferungen der Azteken wird die Kakaopflanze als Quelle der Weisheit, Quelle der gewaltigen Energie und Quelle der gesteigerten sexuellen Potenz beschrieben. Der „cacauatl“ wurde von Montezuma II, dem letzten aztekischen Herrscher im Überfluss genossen und wurde ihm in goldenen Tassen gereicht. Die damalige Beschaffenheit des Kakaotrunks unterschied sich sehr stark von den heute üblichen Kakaogetränken. Die Mayas bereiteten aus den Kakaobohnen ein warmes, die Azteken ein kaltes Getränk zu, welches sie „Xocolatl“ nannten. Das „herbe Wasser“ stand für den ursprünglichen Geschmack des Kakaotrunks. Der herbe Geschmack war vorherrschend, da der Trunk eher scharf und bitter durch das Hinzufügen von Chili, Piment und Vanille wurde. Im Allgemeinen war Kakao ein

Getränk welches nur der obersten Bevölkerungsschicht und ganz besonders nur den Männern vorbehalten war. Die Bohne des Kakaos auf dem Weg nach Europa Wir befinden uns im Jahr 1502, Christoph Columbus befindet sich auf seiner vierten und letzten Reise in die Neue Welt. Der Entdecker gab gerade den Befehl ein Handelskanu der Maya vor der Küste von Honduras zu entern, er beobachtet interessiert wie die Eingeborenen die verbleibenden Reste der Kakaoladung aufsammeln, doch er hat dieser Begebenheit nur wenig Bedeutung beigemessen. Somit war Christoph Columbus der erste Europäer welcher die Kakaobohne zu Gesicht bekam. Er kann jedoch nicht als der Entdecker der Kakaobohne genannt werden, da es noch einige Jahre, dauern wird bis die erste Frucht des Kakaobaumes ihren Weg über den Ozean nach Europa finden wird. Wir schreiben das Jahr 1585, als aus dem Hafen von Veracruz ein spanisches Handeslschiff mit den ersten Säcken voller Kakaobohnen an Bord ausläuft und Kurs auf Sevilla nimmt. Die Spanier sind begeistert. Der Kakao hält zuerst am Königshof Einzug bevor er das einfache Volk erreicht und für sich einnimmt und die Schokolade zum Nationalgetränk erklärt wird. Auch heute noch gehört zu einem „originalen“ spanischen Frühstück eine Trinkschokolade. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts führt der Eroberungszug der Kakaobohne über die Pyrenäen nach ganz Europa. Doch die Pyrenäen waren nicht das größte Hindernis. Vielen Vertretern und vor allem Männern der Kirche war diese „neumodische Erscheinung“ nicht ganz geheuer. Der Genuss des Kakaos wurde heftig diskutiert und sogar als „Teufelszeug“ gehandelt. Die größte Uneinigkeit innerhalb der Kirche gab es darüber, zu welcher Nahrungsmittelgruppe, die Schokolade denn gehören würde, ob sie Getränk oder Nahrungsmittel wäre, war die Gretchenfrage und ob der Genuss der Schokolade in der Fastenzeit erlaubt sein sollte oder nicht. Die Jesuiten, welche mit den Kakaobohnen einen regen Handel betrieben waren für eine Erlaubnis in der Fastenzeit, die - Seite 14 -

Dominikaner, welche Differenzen mit den Franziskanern hatten waren logischerweise dagegen, da sich die beiden Parteien nicht einig werden konnten und die Streitigkeiten immer wieder eskalierten musste diese prekäre Frage an höchster Stelle in Rom entschieden werden. Der römische Kardinal Banaccio untersuchte daraufhin das moralische Dilemma und kam zum Schluss und seiner Empfehlung an den Papst: „ Liquidum non frangit jejunum“, also ein Getränk welche sorglos zu jederzeit getrunken werden konnte. Der Papst entschied selbstverständlich, eindeutig – zu Gunsten der Schokolade. Kakao bei den Spaniern Am Beginn waren die Spanier von dem „Bitterwasser“ nicht sehr angetan. Durch die Beimischung von Gewürzen wie Anis, Zimt und Rohrzucker änderte sich das jedoch, der Kakao wurde das Modegetränk am spanischen Hof und salonfähig. Die Schokolade wurde heiß getrunken und mit Milch und Zucker vermengt. Durch die anregende Wirkung ist die Schokolade schnell beliebt geworden, da zu jener Zeit am spanischen Hof das Trinken von Alkohol nicht erlaubt war. Vor allem in den Fastenzeiten war die Schokolade eine willkommene Abwechslung zu den sonst üblichen Getränken. Nach der Entscheidung des Papstes wurde die Schokolade über kurz oder lang zum Nationalgetränk der Spanier. Schokolade bei den Franzosen Ca. 100 Jahre später kam die Kakaobohne von Südeuropa über Portugal und Italien nach Frankreich. Die Verbreitung der Schokolade fand durch den Austausch und die Verbindungen der einzelnen Klöster und der europäischen Königshäuser statt. Die Legenden besagen, dass 1615 Anna von Österreich die Schokolade zu ihrem Gatten König Ludwig XIII an den französischen Hof gebracht haben soll. Der französische Adel war nach kurzer Zeit von dem süßen, braunen Getränk begeistert. Eine der meist begehrtesten Einladungen im damaligen Paris war: „Schokolade bei ihrer königlichen Hoheit“. Die Rezeptur änderte sich und der Schokolade wurden intensive Duftstoffe, wie Vanille, Jasmin, Limonenschalen und Zitronenschalen

GeWi-Rätsel NR. 5

Waagrecht 7) Reinigungsapparat, der hin und wieder ins Schleudern kommt. 8) Vorweihnachtlich angepasst geht DER Dosenöffner dort raus, wo’s noch Geschenke zu kaufen gibt. 11) So wie Weinkönig, Wodkakaiser oder Schnapsgraf. Nur anders. 14) IKEA Wo Billy und Björn in flachen Schachteln schmachten. 16) Der Sprössling des Kirchgängers bringt Geschenke mit. 18) Chuck Norris sagt: Weißt du, was ich gerne mag,\ wenn ich mit einem mal gleich vier …….. Und da kommen auch noch Briefe rein. 20) Das mach ich in einem Buch wenn der Baum draußen davon nicht mehr so viele hat.

hinzugefügt. Der Vertrieb der Schokolade wurde staatlich kontrolliert und blieb dadurch ein Genussmittel der oberen Bevölkerungsschicht. Schokolade bei den Engländern In England kam die Leckerei im Jahr 1650 auf die britische Insel. Durch den Vertrieb von vielen kleinen Händlern wurde die exklusive Ware für fast jedermann zugänglich. Es etablierten sich Kaffeehäuser, in denen man Tee und Kakao trinken konnte, natürlich war die Schokolade unter den angebotenen Getränken, das Teuerste. Die Auswirkung auf die Schokoladenherstellung war, dass die englischen Rezepte simpler wurden, da Kakao ohne den Zusatz von kostspieligen Gewürzen für die breite Masse schon teuer genug war. Vom exklusiven Gut zum allgemein Gut Durch den kirchlichen Ritterschlag der Schokolade hielt die Schokolade Einzug in fast alle Haushalte der damaligen Zeit. Mitte des 18. Jahrhunderts stand die industrielle Revolution in den Startlöchern und das immense Marktpotential der Kakaobohne und der Schokolade wurde von einer englischen Schokoladenfabrik erkannt. Im Jahr 1789 wurden mit Hilfe von einer Dampfmaschine Kakaobohnen gemahlen und industriell zu Schokolade verarbeitet. Der Prozess der Herstellung wurde von dem Holländer Coenraad Johannes van Houten verbessert. Mit Hilfe von Alkalisalzen verbesserte er den Geschmack der Schokolade. Die erste Essschokolade wurde 1849 in Birmingham hergestellt. Die Firma Fry & Sons entwickelte einen Meilenstein in der Schokoladenherstellung, sie fanden eine Methode, die Kakaobutter mit Kakaopulver und Zucker zu vermengen, dadurch wurde die Masse flüssiger und konnte erstmals in Formen gegossen werden. Neben den Engländern waren es - selbstverständlich- die Schweizer Eidgenossen welche entscheidende und innovative Impulse in die Schokoladenherstellung brachten. Philippe Suchard war mit der Durchmischung der einzelnen Zutaten unzufrieden und setzte das erste Mal in der Geschichte der Schokolade einen Mixer ein. Henri Nestlé fand im Jahr 1867 ein Methode zur Herstellung von Milchpulver. Durch diese Innovation war es dem Schweizer Daniel Peter möglich 1879 die erste Milchschokolade herzustellen. Eva-Maria Flucher

Senkrecht 1) Bei Klavier in concert wär’s problematisch, bei Handy in Hosentasche is’ es praktisch. 2) Klingt wie japanisches Nudelgericht. Kommen aber Bilder rein. 3) Nummern und die Rechnung begleichen. 4) 72-Stunden-Gesichtsbehaarung die sogar Ärzte beschäftigt. 5) Auf den Kopf …….. ? Im Leben zwei Punkt null findet man das offensichtlich schnell mal an allem möglichen. 6) Es ist kein Stundenheft, aber auch keine Jahresmappe. 9) Diesen Extremitätenfetzen hat man – anhaltend – einfach immer dabei. Punkt. 10) Sinnesorganekochen? Kann man erstaunt hochziehen und gezielt zupfen. 12) Kleinweich auf Englisch. Macht außer Problemen auch noch Wörter und Tabellen. 13) Akustisches Insekt mit Durchhaltevermögen und schlechtem Geschmack. 15) Macht sich gut in Seminararbeiten und größer unter der Sohle. 17) Gibt’s ne ganze Runde Ritter drum rum und doch darf man drauf schreiben. 19) Einkaufsmöglichkeit für ganz kleine Insekten? Da kann man ruhig mal trödeln. 1

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1) FLACH 2) PROHASKA 3) VIEWING 4) AUFWAND 5) FINALE 6) VUVUZELA 7) TRAUMHAFT 8) FESTIVALS 9) NARRISCH 10) JOHANNESBURG - Seite 15 -

11) SCHIEDSRICHTER 12) AUGARTEN 13) MURAUEN 14) NACHSPIEL 15) BIERBANK 16) SEMESTER 17) UEBERTRAGUNG 18) SENDER 19) 2CHOOSE 20) 2MAL

von Xena-Lea Schrrad


GeWiTTER

AUSGABE 05

Der Schwan Wankend, taumelnd, so begann sie ihren großen Fall. Sie schaukelte ein Wenig auf den Stöckelschuhen, die sie sich eigens für den Anlass gekauft hatte, das cremefarbende weiße Kleid raschelte, und als ihr Kopf mit einem dumpfen Geräusch den Teppich traf, meinte sie zu bemerken, dass alle auf dem Platz ihren Atem angehalten hätten, nur für sie. Ja, sie verstand ihr Metier. Sie wusste, wie sie sich zu bewegen hatte. Tagelang hatte sie geübt um im richtigen Moment im passenden Winkeln zu den Kameras des ORF, in der passenden Geschwindigkeit in der ansprechendsten Position zu landen. Ihr Durchbruch würde es werden. Überrascht von sich selbst, musste sie ein freudiges Lächeln unterdrücken, dass sie noch viel schöner hin gestürzt war, als je zuvor, als in all den Übungsstunden. Nein, lächeln durfte sie gerade nicht, das war nicht eingeplant, nicht einstudiert. Sie ermunterte sich also selbst, an etwas Großes zu denken: An den Pathos ihrer Kunst. An ihren eigenen Anblick, der sich nun all den Menschen auf dem Opernplatz bieten würde. An den wunderbaren Kontrast des weißen Kleides und ihrer leichenblassen Haut auf dem dunkelroten Textil. Bedauerlich, dass dieser Teppich schon so viel Schmutz auffangen musste, von all den Gästen, die an diesem Abend bereits vor ihr darüber schritten. Fast ekelte ihr ein bisschen, doch auch das Gesicht zu verziehen gestattete sie sich nicht. Das war viel besser und viel Publikumswirksamer, als ihre letzte Idee. Nun, schlecht war diese auch nicht gewesen. Das sollte so eine Medienkritiksache werden, meinte sie, so wie es nun eben en vogue war. Eine Videoinstallation, bei der aus einer Vulva im Bildschirm ein Bildschirm mit einer Vulva darin mit einem Bildschirm darin mit einer Vulva darin et cetera kam. Auch das war als großer Durchbruch gedacht gewesen, auch davon hatte sie viel Medienpräsens erhofft, denn schließlich hatte sie dafür ihre eigenen Genitalien zur Verfügung gestellt. Genial, würde das werden, genial, hatte der Robert zu ihr gesagt. Robert war damals ihr Lebensabschnittspartner gewesen, der ihre Vulva für die Sache gefilmt hatte – rein berufliches Vergnügen mit etwas privatem Spaß dazwischen – und dann mit dem Fernsehgerätbild zusammengeschnitten hatte. Genial, hundertprozentig publikumswirksam. Nachdem Berühmtheit und Interviews aber ausgeblieben waren, was wohl zum großen Teil daran lag, dass eine andere sich Künstlerin schimpfende Person aus Deutschland auf die selbe Idee gekommen war, ihr Produkt früher auf den Markt brachte, das noch dazu etwas professioneller wirkte als der Dilettantenzusammenschnitt Roberts, wonach über die Dame gleich eine Dokumentation im ARD gemacht wurde, beendete sie diesen Lebensabschnitt. Jean, der neue Lebensabschnittspartner war nun an der Reihe, dem Publikum zu erklären, dass alles in Ordnung sei, dass die Künstlerin nun da liegen bleiben werde, als Leiche quasi, dass man nicht die Rettung rufen müsse. Mit etwas anderen Worten natürlich, sie hatte Jean, eigentlich Hans, aber er mochte den Klang nicht, exakt aufgeschrieben, was er zu sagen hatte und mit ihm zusammen geübt. Doch Jean war mit seinem Auftrag einige Minuten zu spät und einige eifrige Ersthelfer, drängelten sich bereits um sie und fassten sie an, fast hätte wie mit den Augen gerollt. Spätestens beim fünften „Hören’S mich?“ wäre es ihr zu viel geworden. Meine Damen und Herren, die Aktionskünstlerin Marylin Bäuerlyn ist hier für Sie liebes Publikum zu Boden gefallen…wie bedacht sie doch gewesen war, nicht zu sehr zu erklären, was das Ganze sollte; die Leute sollen sich nur selber Gedanken machen. Nicht die ganze Arbeit in der Aktionskunst bleibt bei den Aktionskünstlern. Jean hätte fast alles verdorben; auch dieser Lebensabschnitt würde enden, sobald sie hier fertig wäre. Bis dahin würde sie in ihrer unglaublich ästhetischen Körperhaltung verharren: Wie ein Vogel seinen Kopf unter den Flügel steckt, so schmiegte sich der ihre in ihre Achsel. Das faszinierendste Wesen der Welt wollte sie sein. Von der Gravitation an den roten Teppich gefesselt. Jean begann mit der Stelle in seinem Vortrag, die von Tod und Schönheit handelte. Ekel und Ästhetisches hatten für sie schon immer zusammengehört. Gerade als sie 18 war und die Schule hinter sich hatte, bevor sie anfing ein bisschen dahin zu studieren, setzte sie einen Gedanken um, der ihr schon in der 6. Klasse gekommen war, mit dem sie aber nicht früher arbeiten konnte, da sie fürchten musste dafür von der Schule zu fliegen, oder zumindest Stunden beim - Seite 16 -

Schulpsychologen zubringen zu müssen. Sie wollte den Menschen vor Augen führen, wie grausam es ist, Tiere zu töten. Sie selbst war Vegetarierin, wie ihre Freundinnen, die allesamt den Vegetarismus militant verbreiten wollten, und so war die Botschaft ihrer Aktion schnell gefunden. Vor laufender Kamera schlachtete sie also Kleintiere und zerhackte Insekten. Glücklicherweise hatte der Hamster ihres jüngeren Bruders gerade Junge bekommen, aber auch Laubfrösche aus dem nachbarlichen Gartenteich kamen gelegen. Daraufhin brachen sowohl ihre Freundinnen, als auch ihr Bruder mit ihr. Nun, sieben Jahre später, erschien es ihr selbst absurd, mit dem töten von Tieren für Tierrechte einzutreten. Wenn sie nach dieser Sache gefragt wurde, gab sie die gleiche Antwort, wie auf die Frage, warum sie wieder Fleisch esse: Sie habe sich weiter entwickelt. Nun war sie selbst das Tier und der rote Teppich ihr Blut, und sie musste nicht selbst mitfilmen, denn der ORF war da. Sie war glücklich, nun würde sie in ganz Österreich bekannt sein. Erst als am nächsten Vormittag die Kameras weg waren und der Teppich vor und hinter ihre eingerollt war begann sie es unbequem zu finden; ihr Arm war eingeschlafen. Die ganze darauffolgende Woche kamen Menschen, vor allem Japaner, um sie zu fotografieren. Dann ebbte der Besucherstrom ganz plötzlich ab, und sie war verärgert darüber. Sie ärgerte sich über die Menschen, die nicht kamen um sie anzuschauen, sie ärgerte sich darüber, zwei Wochen Totstellen angekündigt zu haben. Auch ärgerte sie sich über ihren eigenen Körper, der so schnell an Kraft verlor. Das hatte sie nicht mit eingeplant, verboten hatte sie ihren Gliedmaßen sich etwas anmerken zu lassen. Zu gerne hätte sie, nachdem auch keine Zuschauer da waren, geseufzt, aber sie konnte sich noch einen ganzen Tag beherrschen. Sie war zumindest überzeugt davon, dass es ein ganzer Tag gewesen sein muss. Immer wieder war sie eingeschlafen, schließlich befand sie sich ständig in liegender Position und hatte lange nichts gegessen. Stunden nachdem sie eine Steifheit und Kälte in ihren Gliedern feststellte, die sie auch aus den Gedanken nicht mehr verscheuchen konnte, begann sie zu fürchten, an dieser Stelle unbemerkt zu sterben. Diese Angst aber verschwand bald und eine neue tauchte auf: Was, wenn sie schon tot war? Als Jean wieder zu dem Teppich kam, war es ihr nicht mehr möglich den Mund zu öffnen, ihr Kiefer war – sie wusste nicht genau – festgekrampft oder festgefroren. Er würde sie wegräumen, er würde sie in den Teppich wickeln und wegtragen, eingerollt wie Kleopatra würde sie sich hier entfernen. Eine tragische Gestalt würde sie in der Geschichte sein. Für eine Sondersendung über sie, als junges Genie der Kunstszene würde es schon kommen. Was hoffte sie doch, noch nicht nach Verwesung zu riechen, der süßliche Gestank würde dem Bild, das sie hinterlassen wollte, nicht zu Gute kommen.

Cordula Simon, geb. 27.3.1986 in Graz, Studium der deutschen und russischen Philologie in Graz und Odessa. 1. Preis beim Zeit-Campus Literaturwettbewerb 2009. Eingeladen zum Workshop der Akademie Graz 2010. Shortlisted Prenzlauer Berg Literaturpreis 2010. manuskripteFörderpreis 2010. Shortlisted aud!max 2010. Veröffentlichungen in diversen Literaturzeitschriften.

Der Chefredakteur des GeWitter-Magazins gratuliert recht herzlich Cordula Simon und Valerie Fritsch zum Erhalt des Manuskripte Literaurpreises 2010 sowie des Förderpreises der Stadt Graz für Literatur 2010! - Seite 17 -


GeWiTTER

Es ist schon wieder was passiert… Einmal im Jahr verwandelt sich Graz aus einem zwar engagierten, aber letztlich doch immer provinziellen Kulturbetrieb in einen Hotspot der Avantgarde. Obschon das 1968 von Hanns Koren gegründet Festival schon einige Jährchen am Buckel hat, bleibt der „Steirische Herbst“ immer aktuell und „modern“. Das diesjährige Motto war Meister, Trickster, Bricoleure Die Eröffnung des Herbstes: Man weiß nie genau, geht es nun um die Performance oder das Sehen und Gesehen werden? Den Gästen, die wegen Maschinenhalle #1 gekommen waren, bot sich eine virtuose Mischung aus Tanz, Computerklavieren und Komposition, vielleicht eine Nuance zu lang, aber da man sich ja anschließend bei einer Brettljause (bekanntlich genauso, wie auch der Steireranzug, ein Ausdruck an Progressivität) stärken. Das Konzert von Lali Puna konnte, das nun deutlich veränderte und verjüngte Publikum restlos begeistern. William Forsythes Stück I don‘t believe in outer space festigte seinen Ruf als renommiertester Choreograph der Gegenwart. Auch, wenn die Handlung des Stückes fragmentarisch beziehungsweise interpretativ blieb, konnte das Zusammenspiel von Bällen, verfremdeter Pop Musik und der Tanztruppe überzeugen. Hello Hi There zeigte zwei Computerprogramme, sogenannte Chatboter. Wobei eigentlich? Bei einem Gespräch über ein Gespräch von zwei Philosophen? Bei einer wahnsinnig komplexen Programmierung? Annie Dorsens Bots konnte erheitern und gleichzeitig die großen Fragen der

L AT I N U M

Menschheit neu stellen: Was ist Intelligenz? Können Maschinen eine Seele haben? PARIS 1871 BONJOUR – C-O-M-M-U-N-E, der dritte Teil einer Revolutionstrilogie, man servierte guillotinierte Wassermelonen und bekam nebenbei ein Revolutionsspektakel geboten. Brot und Spiele in der postmodernen Beliebigkeit? Vielleicht aber auf jeden Fall unterhaltsam.

Mein Persönliches Highlight jedoch war das Festivalzentrum als ganzes, man trickste die Schwerkraft aus, um aus Europaletten einen beeindruckenden Zubau am Forum Stadtpark zu bewerkstelligen. Der Zubau diente auch als Tribüne für manche Performances. Dabei wurde man bei Not every object used to nail is a hammer Zeuge, wie gut oder schlecht man aus alltäglichen Objekten Kunst und Musik machen kann. Das im Festivalzentrum gelegene Casino of Tricks lud dazu ein eigenes Können zu verkaufen und im Casino möglichst gewinnbringend anzulegen. Die im Veilchen stattfindenden One Night Stands waren von unterschiedlicher Qualität, wobei besonders Max Min & Trouble Over Tokyo hervorzuheben wären. Besonders hervorheben möchte ich noch die Herbstakademie, die auch dieses Jahr mit der Verbindung von Künstlern, TheoretikerInnen und Studierenden eine sehr fruchtbare und interessante - Seite 18 -

Höchste Erfolgsquoten durch gezielte Prüfungsvorbereitung in angenehmer Lernatmosphäre Übersetzung von Prüfungstexten

Für alle Studienrichtungen Für Linzer Rechtsstudien Workshopatmosphäre zu schaffen. Leider sind hierfür die Platzkontingente doch sehr beschränkt. Doch durch die öffentlichen Eröffnungsvorträge kann zumindest im gewissen Rahmen Abhilfe geschaffen werden. Natürlich ist das Gesamtprogramm (durch seine Laufzeit von einem Monat) zu umfangreich, um über jedes Stück sprechen zu können. Aber Kunst besteht genauso wie Kritik darin Dinge auszulassen und zu vereinfachen und hoffen trotzdem noch verständlich zu bleiben, damit man einen Gesamtüberblick über den diesjährigen Steirischen Herbst gegeben konnte. Alles in Allem ist zu sagen: Ohne den Herbst wäre die Kulturlandschaft in Graz und in der Steiermark um einen Fixpunkt ärmer und es bleibt zu hoffen, dass in der angespannten budgetären Lage, diese Institution nicht dem Rotstift zum Opfer fällt.

Prüfungstermin März 2011 Termin 1: 3.2. – 25.2.2011 (Mo, Di, Do, Fr 8.30 – 12.30)

Prüfungstermin Jänner 2011 Kurszeiten: 22.11., 24.11., 29.11., 1.12., 6.12., 13.12., 15.12., 20.12., 22.12. 2010, 10.1., 12.1. 2011 (18.00 – 21.00)

Termin 2: 3.2. – 25.2.2011 (Mo, Di, Do, Fr 13.30 – 17.30)

Prüfungstermin März 2011

Termin 3: 3.2. – 25.2.2011 (Mo, Di, Do, Fr 18.00 – 22.00)

Kurszeiten: 2.2. – 25.2. 2011 (Mo, Mi, Fr 18.00 – 21.00)

Prüfungstermin Juni 2011 Kurszeiten: April – Juni 2011 (2x pro Woche)

Kursgebühr: € 235,– (inkl. Lern-CD) Kursleiterin: Mag. Anita Riegler

Kursgebühr: € 298,– (

: € 240,–)

Kursleiterinnen: Mag. Edith Kohl, Dr. Ulrike Retzl, Mag. Anita Riegler, Silvia Stoltidis

Lukas Lerchner

check us out on the net: www.studentenkurse.at Anmeldung & Info: Fr. Mag. Irmtraud Kühnelt Tel.: 0316 / 46 60 46 Radetzkystr.18, 8010 Graz www.studentenkurse.at Mit dem Full-Service-Studentenpackage der Steiermärkischen Sparkasse bzw. dem Studentenkonto bei den Sparkassen und der Erste Bank profitierst du von Ermäßigungen auf alle Kurse und Seminare.


GeWiTTER

AUSGABE 05

Ausseer Gespräche 2010.

Sommerschule in Rumänien Titel: Ort: Institution: Dauer: Kosten: Programm: Infos: Resumée:

„Romania - Language and Civilization“ Iaşi - Eine Uni- & Kulturstadt in N-O Rumänien UIAC - Universitatea Alexandru Ioan Cuza 7. bis 29. Juli 2010 € 1090 für Kurs, Unterkunft & Verpflegung (gänzlich abgedeckt durch das Stipendium der UIAC) + Reisekosten (KuWi-Stip. der KFU möglich) + minimale Ausgaben vor Ort Vormittags Sprachkurs, nachmittags Vorträge; Ausflüge in die Stadt & aufs Land http://mail.lit.uaic.ro/cursuridevara & Büro f. Internationale Beziehungen Prädikat „empfehlenswert“: Gut organisiert, viele positive Erfahrungen!

Fade Ferien bereichern durch Spaß und ECTS-Punkte? So hatte ich mir Sommer-Schulen nicht vorgestellt. Ich hatte schon oft davon gehört, dabei aber an „hard-core“ Seminare und puren Stress gedacht. Doch dann stolperte ich rein zufällig über eine Kurzinfo im Uni-Newsletter. Von „Romanian Language and Civilization“ war die Rede und von Stipendium. Auch das Programm klang sehr interessant. „Warum nicht?“ - fragte ich mich - eine weitere romanische Sprache, Einblick in einen mir bisher komplett unbekannten Teil Europas; plötzlich klang die Idee „Sommer-Schule“ toll!

fühlte ich mich schon bald bestens gefördert, statt überfordert. Nachmittags hatten wir Vorträge zu den Themen Kultur, Wirtschaft, Kunst, Ge-

Meine ersten Wörter auf Rumänisch lernte ich aus einem Kauderwelsch-Sprachführer, hautpsächlich im Flugzeug. Obwohl ich die Lektion „Bus und Taxi“ schon fast auswendig konnte, war ich sehr froh, als ich am Flughafen von Iaşi meine zukünftige Zimmerkollegin Maja, eine Belgierin mit guten Rumänisch-Kenntnissen, kennen lernte. Auch die anderen KollegInnen aus verschiedensten Ländern, mit ganz unterschied-lichen Motivationen stellten sich als sehr nett heraus. Wir waren eine tolle Gruppe! Im Placement-Test verhalfen mir meine Kauderwelsch-Minikenntnisse zu einem Platz in der Mittelstufe. Als einzige Anfängerin in der Gruppe war ich natürlich immens überfordert. Doch wir hatten einen tollen Lehrer und auch meine Mit„Schüler“ (eine motivierte und sehr lustige Truppe) unterstützten mich sehr und so

schichte, ... Einige waren sehr interessant und aufschlussreich, andere „schwänzte“ ich - um zuhause zu pauken, was ich für den Sprachkurs aufholen wollte, aber auch um die Stadt zu erkunden. Die Sommer-Schule war unerwartet gut organisiert, es war offensichtlich, dass man sich sehr um uns bemühte. Für die Gäste nur das Beste: Luxus-Zimmer, viel Essen (doch über Geschmack lässt sich ja nicht streiten), ... Man präsentierte uns Rumänien von seiner besten Seite, und klammerte doch auch die Makel nicht aus. Die Vortragenden und Organisatoren waren immer für aufrichtige Gespräche zu haben. Iaşi selbst hat mir zwar gar nicht gefallen, mich aber doch fasziniert: Alte, sehr ungepflegte Bauten aus der Zeit der Kommunisten und aufgemotzte Mini-Schlösschen wechseln sich mit modernen Bauten - Seite 20 -

ab. Dazwischen wimmelt es vor Taxis und vor äußerst friedlichen Straßenhunden. Ganz im Gegensatz zur Stadt ist das Land sehr schön. Die Fahrt durch die sanfte, flache Landschaft hat mich ebenso beeindruckt wie unser Ziel: die prächtig bemalten Moldauklöster. Ein weiterer Aspekt dieses mehrtägigen Ausfluges, der mir in guter Erinnerung geblieben ist, war das nun noch intensivere Zusammensein mit meinen KollegInnen. In spannenden Gesprächen wurden einige von ihnen zu echten Freunden. Mit den Rumänen selbst habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Einige waren offenbar nicht an Touristen gewöhnt - ließen sich mit Afrikanern fotografieren oder waren sehr distanziert. Viele aber waren sehr offen für uns, wollten uns unbedingt näher kennen lernen und halfen uns, wo es nur ging - so etwa unsere Dolmetscherin, die uns in ihrer Freizeit die spannendsten Orte in Iaşi zeigte. Alles in allem war die Sommerschule eine tolle Erfahrung! Ich habe viel gelernt über Rumänien und Rumänisch, andere Sichtweisen kennen gelernt, tolle Dinge gesehen und ein neues Gefühl für Europa gewonnen. Eine ganz besondere Bereicherung sind meine neuen Freunde von Akouhaba Isabelle (Benin) bis Zeljka (Slovenien). Mein Resumée: „Bin ich froh, dass ich es doch versucht habe, die Sommerschule war super!“ Julia Schäfer

Wissenschaft und Kunst in Österreichs Kernlandschaft (1.-4. Juli 2010) Mit den Ausseer Gesprächen stellt sich ein neues Format akademischen Austausches vor, welches das Potenzial zur Weiterentwicklung und Wiedererkennung sehen lässt. Einen tieferen Einblick in Konzeption und Inhalte soll ein Bericht über die diesjährigen zweiten Ausseer Gespräche geben, die von 1. bis 4. Juli 2010 in Bad Aussee stattfanden. Die Veranstaltung versteht sich als Einheit von internationalem intellektuellen Austausch und regionaler Landschaft, konkret des Ausseerlandes bzw. Salzkammergutes mit deren Kultur und Kulinarik. Am 1. Juli 2010 startete nun das auf vier Tage angelegte Symposion, diesmal mit dem übergeordneten Thema „Lebensalter“ aka Generationen, Jugend, Alter und Altern. Am frühen Abend wurden die Ausseer Gespräche feierlich eröffnet: Nach den obligatorischen Begrüßungsreden hielt Vizerektorin Prof. Dr. Roberta Maierhofer (Universität Graz) den ersten Vortrag: „Leben und Altern als Widerspruch? Eine kulturwissenschaftliche Einführung in Zeit und Erfahrung“. Das Programm für die nächsten zwei Tage war so aufgebaut, dass es je einen Morgenvortrag gab, danach Workshops für die StipendiatInnen. Am Freitag referierte Anne Basting (Milwaukee). Sie stellte ihre Konzepte aus den USA vor, die das Bestreben haben, alternden Menschen und insbesondere Menschen mit Demenz durch verschiedene kreative Projekte ein Gedächtnis zu geben bzw. ihre Erinnerungen für die Nachwelt zu konservieren und zugänglich zu machen. Am Samstag hielt Prof. Dr. Michael Mitterauer (Wien) einen Vortrag über „Alterszäsuren im historischen Wandel“. Am Freitag brachte der Abendvortrag des charismatischen wie provokativen Prof. Dr. Francesco Madeo (Graz) mit seinen Theorien zu „Anti-Aging – Der Kampf gegen die Zeit“ noch einige Bewegung in die Diskussion. Eine Schlussrunde mit allen Vortragenden fasste die Kernpunkte und Gegenmeinungen noch einmal zusammen.

Die Konzeption umsetzend gab es neben dem akademischen Programm die Begegnung mit Landschaft, Essen und Musik des Salzkammergutes. Es erfolgte eine Exkursion mit dem Dampfer über den Grundlsee, danach eine Wanderung mit gemeinsamem Essen. Der Abschlussabend wurde mit einem Konzert unter dem Titel „Lebenslieder“ von Studierenden der Gesangklasse von Prof. Dr. Ulf Bästlein (Graz) begangen. Die Ausseer Gespräche klangen am Sonntag mit einer Matinée aus, bei der BlasmusikerInnen aus dem Ausseerland spielten und Alfred Komarek („PoltRomane“) aus seinem neuen Werk „Die Villen der Frau Hürsch“ vorlas (im Jahr davor hielt Barbara Frischmuth eine Lesung). Wie kann nun das Format der Ausseer Gespräche bewertet werden? Was sind seine Stärken, Schwächen und zukünftigen Möglichkeiten? Angerechnet werden muss, dass diese Veranstaltung aus einer „hausgemachten“ Initiative hervorging (Irmtraud Fischer, Helmut Konrad) und trotz ihres jungen Alters schon erstaunliche finanzielle und personelle Mittel zur Verfügung hat. Es ist diese Verbindung von intellektuellem Austausch mit Landschaft, Kultur und Musik des Salzkammergutes, die den Ausseer Gesprächen ein eigenes Flair gibt, zur Profilierung beiträgt und zum Wiederkommen einlädt. Zugleich mag - Seite 21 -

diese Symbiose auch einen kleinen, unerwarteten Kulturschock hervorrufen, denn die Sommerfrischler-Atmosphäre in Aussee, das starke regionale Identitätsbewusstsein, die intensiv gelebte (wie inszenierte) Tradition in Form von Tracht und Volksmusik haben auch eine befremdliche Wirkung. Weitere Stärken sind der öffentliche Zugang der Vorträge für Interessierte und die sehr gute Gesprächsmöglichkeiten zwischen StipendiatInnen und ProfessorInnen. Zu Bewerbung, Hinfahrt und Kosten: Die Ausschreibung zu den Ausseer Gesprächen richtet sich an Studierende ab Mindeststatus DiplomandIn aller Institute der Karl-Franzens Universität. Die Bewerbung findet recht unkompliziert über Sendung von Lebenslauf und Motivationsschreiben an das Vizerektorat für Forschung und Weiterbildung statt (Mag. Patrick Marko). Die Hinfahrt nach Bad Aussee muss selbst organisiert werden. Die Kosten der Unterkunft sind im Stipendium enthalten, die Kosten für Essen halten sich gering: Frühstück ist bei der Unterkunft inkludiert, Büffets und einzelne Essen werden gesponsert. Es wird versucht, die Ausseer Gespräche auf ein Datum zu setzen, das nicht zu sehr mit Studienzeiten kollidiert (erste oder zweite Juli-Woche, von einem Donnerstag bis Sonntag). Bettina Brunner


GeWiTTER

In einem kleinen Tiroler Bergdorf…

Das Europäische Forum Alpbach Eine Art „Erfahrungsbericht“ von Paul Schliefsteiner Das europäische Forum Alpbach ist wohl eine der bekanntesten und international renommiertesten Veranstaltungen, die in Österreich stattfinden. Seit 1945 kommen jeden Sommer im August Menschen aus ganz Europa, und mittlerweil aus der ganzen Welt für drei Wochen in diesem kleinen Bergdorf, welches vollständig im traditionellen Tiroler Stil gehalten ist, zusammen. Man tauscht sich aus, diskutiert und lernt einander kennen. Hier sitzen Größen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik neben Studenten und anderen Teilnehmenden, und lauschen gemeinsam mit ihnen Nobelpreisträgern und Staatschefs in ihren Ausführungen heuer zum Generalthema „Entwurf und Wirklichkeit – Construction and Reality“.

Würden, zunächst auf dem Podium und dann mit dem Publikum, welches immer eingeladen ist Fragen zu stellen. Diese Offenheit geht zwar manchmal leider ins Leere, weil die Fragen meist wenig provokant sind und eher auf genauere Erläuterungen abzielen, aber immerhin besteht die Möglichkeit zu fragen. Das wirklich schöne an Alpbach ist aber die soziale Komponente. Jeder und jede, die hier vorträgt oder redet, ist offen und freundlich, häufig auch zum „privaten“ Austausch bereit. Dass gemeinsam mit den Studierenden gegessen wird kommt häufig vor und für etwas intimere Diskussionen gibt es die inoffizielle Institution der Kamingespräche. Bei diesen Runden können individuelle Fragen in einer kleineren Runde erörtert werden und die Person im Mittelpunkt erzählt frei aus ihrem Leben und aus ihrer Tätigkeit.

Doch wie kommt man als Studentin oder Student zum europäischen Forum Alpbach? Woher nimmt man das Geld, das die Teilnahme am Forum, Unterbringung und drei Wochen „in der Fremde“ leben kosten? Und zahlt sich das alles überhaupt aus?

Aber in Alpbach ist auch nicht alles Ernst und Arbeit und in den drei Wochen des Forums wird in diesem kleinen Tiroler Bergdorf ordentlich gefeiert.

Zumindest die letzte Frage ist aus meiner Sicht sehr schnell mit einem klaren und deutlichen Ja zu beantworten. Die erste Woche des Forums ist als SeminarWoche gestaltet und besonders für Studierende interessant. Als Leitung werden namhafte Persönlichkeiten aus Forschung und Praxis angeworben, die sich mit Begeisterung auf ihr Publikum einlassen und Interessantes zu berichten haben. Die Teilnahme an Seminaren, die nicht unbedingt zum eignen Fach gehören ist möglich und wird unterstützt, auch wenn sich natürlich manchmal Barrieren auf Grund mangelnden Grundwissens auftun und die Vortragssprache, fast immer Englisch, auch so manche Schwierigkeiten bereiten kann. Doch eines ist gewiss: Niemand wird zurückgelassen und Probleme werden gemeinsam überwunden.

Was nun die Teilnahme und Finanzierung betrifft, so sei den Interessierten nahe gelegt sich um eines der Stipendien zu bewerben, die entweder vom Forum direkt oder von Bundesländer-Clubs sowie Interessensgemeinschaften zur Verfügung gestellt werden. (Es sei denn natürlich er oder sie hat die ca. 2000 Euro leicht bei der Hand…dann würde ich doch höflich bitten anderen die Stipendien zu überlassen.) Für Steirer und Steirerinnen, sowie Studierende an einer steirischen Universität und Fachhochschule, bietet der Club Alpbach Steiermark ein hervorragendes Stipendien-Programm, welches vor allem Menschen, die das erste Mal am Forum teilnehmen, sehr großzügig unterstützt. Die Betreuung ist sehr freundlich und hochprofessionell, dementsprechend sind die wenigen Plätze die es jedes Jahr gibt, mittlerweile heiß begehrt und die Konkurrenz groß und sehr qualifiziert. Doch kann ich jedem Kollegen und jeder Kollegin, die gerne einmal am Forum teilnehmen möchte nur raten, sich zu bewerben - die Erfahrung lohnt sich auf jeden Fall und ist eine Bereicherung auf vielen Ebenen.

Auch die sogenannten „Alpbach Gespräche“, die mit zwei Wochen den Hauptteil des Forums bilden, haben Studierenden einiges zu bieten. Hier sprechen Experten und Verantwortungsträger, teilweise im Ruhestand, teilweise noch in Amt und - Seite 22 -


Gewitter Dezember 2010  

Zeitschrift der FV Gewi Graz

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