Page 1

Donnerstag, 18. Juni 2015, 1. Jahrgang Nr. 3 – Auflage 45‘000 Expl.

Limmattaler

Gewerbe Zeitung Offizielle Gewerbezeitung des Gewerbeverbands Limmattal und der Gewerbevereine Birmensdorf-Aesch, Dietikon, Engstringen, Geroldswil-Oetwil, Schlieren, Uitikon-Waldegg, Urdorf und Weiningen

Wird der Kanton Zürich zum brutalen Lädeli-Killer?

Gewerbeverband Limmattal 2 Generalversammlung KVG 2 Referendum Limmattabahn 3 Submissionsverfahren 4 Ratgeber Versicherung 4 Ratgeber Recht 5 Schweizer Bildungselite 6 Arbeitsmarkt Limmattal 7 Lehrstellenbörse 8 Lehrlingsportrait 8+9

Birmensdorf-Aesch Grosser Schock für einen Detailhandelsbetrieb im Limmattal: In einem Schreiben der Tripartiten Kommission des Kantons Zürich wird die Geschäftsinhaberin aufgefordert, ihrer gelernten Angestellten einen Stundenlohn von mindestens 36.75 Franken zu bezahlen. Das sei branchenüblich, hiess es in dem Schreiben ultimativ. Für kleine Läden hätte dies fatale Folgen. Entlassungen und Ladenschliessungen wären unweigerlich die Folge.

Der anfangs Mai publizierte Bericht des Staatssekretariates für Wirtschaft (SECO) über die Umsetzung der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr bestätigt, dass diese bei konsequenter Anwendung auch im Kanton Zürich ein wirksames Instrument seien, um Verstösse gegen minimale Arbeitsund Lohnbedingungen erfolgreich zu bekämpfen. In Branchen ohne allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrag hat die kantonale tripartite Kommission (TPK) Risikobranchen definiert, welche verstärkt kontrolliert und beobachtet wurden. Heile Welt der Theorie So hat die zürcherische TPK die Kontrollvorgaben des Bundes für 2014 wie in den Vorjahren übertroffen und 2014 insgesamt 2238 Kontrollen durchgeführt; 388 Kontrollen mehr als vom Bund vorgegeben. In 137 Fällen wurden dabei Lohnunterbietungen festgestellt und die betroffenen Arbeitgeber im Rahmen des gesetzlich vorgesehenen Verständigungsverfahrens zur Nachzahlung der vorenthaltenen Lohndifferenzen sowie zur Anpassung des Arbeitsvertrages aufgefordert. Ausufernde Praxis Von den vorgenannten Kontrollen mit amtlich behaupteten Lohnunterbietungen können diverse Limmattaler Detailhändler ein Liedchen singen.

Dietikon Zukunftsvision Niderfeld 10 Zeus Music Bar 11 Jubilarenausflug 11 Neumitglied Kristallglanz 12 Neumitglied Struppi Fix 13 Gwerblerball 13

Engstringen Lesung mit Hasso Böhme

n

Mit einer solchen Praxis droht ein immenser volkswirt6100 Franken pro Monat brutto, nicht ein- schaftlicher Schaden. rechnet sind dabei die ganzen Sozialabgaben Eine Umrechnung bei 180 Monatsarbeitsstunden ergibt einen Monatslohn von rund des Arbeitgebers. 6‘100 Franken für eine Detailhandelsfach-

frau sowie von 4‘035 – 4‘216 Franken für eine ungelernte Detailhandelsangestellte. Und das notabene 13 mal im Jahr. Entlassungen und Ladenschliessungen unausweichlich Hält die Tripartite Kommission des Kantons Zürich an diesen inakzeptablen Forderungen fest, wird in der ohnehin margenschwachen Detailhandelsszene kein Stein auf dem anderen bleiben. Es wird vorab zu Entlassungen von Detailhandelsfachpersonen kommen, weil sich schlicht kein mittelständischer Detailhandelsbetrieb Monatslöhne von 6‘100 Franken leisten kann. Im Weiteren werden ältere und damit teurere Mitarbeitende ihre Anstellung verlieren oder keine Anstellung mehr finden. Und schliesslich wird es zu Ladenschliessungen kommen. Das wäre gerade für kleinere Gemeinden mit oftmals höchstens einem kleinen Dorfladen fatal. Kantonale Volkswirtschaftsdirektion ist gefordert Der zürcherische Vollzug der flankierenden Massnahmen im Rahmen der Personenfreizügigkeit hat sich zu einem veritablen Bumerang entwickelt. Schreitet die Politik nicht unverzüglich ein, wird der volkswirtschaftliche Schaden immens sein.

Mit solchen Forderungen wird der Detailhandel kaputt gemacht. Der Gewerbeverband Limmattal wird zusammen mit dem Kantonalen Gewerbeverband und der Gewerbegruppe des Kantonsrates dafür sorgen, dass sich die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich unter Leitung der neu gewählten Regierungsrätin Carmen Walker Späh umgehend mit dieser inakzeptablen Kontrollpraxis auseinandersetzen wird.

Besuchen Sie uns auf www.zkb.ch

16 17 17

Schlieren Grossbaustellenbesichtigung Generalversammlung Pro Schlieren Tag der Wirtschaft Theater-Vorpremiere Standortförderung Limmattal Rotstift Reloaded Vorschau Plauschfussball-Turnier Maag Personal

18 19 19 19 20 20 21 22

Uitikon-Waldegg Fisch grillieren – leicht gemacht

23

Info

Sommerpause:

Urdorf Kleinkaliber Gwerblercup Umfrage Zentrum Spitzacker

24 25

Weiningen Verkehrschaos Fahrweid

Die nächste Limmattaler Gewerbezeitung erscheint am 3. September

Anzeigen

KMU und Zürcher Kantonalbank – eine glückliche Verbindung.

14

Geroldswil-Oetwil Neumitglied Vemina Fisch grillieren Dörig&Brandl Neumitglied L+A Steuerberatung

Der Redaktion der Limmattaler Gewerbezeitung liegen zwei dokumentierte Kontrollberichte der TPK vor, in denen den jeweiligen Betriebsinhabern missbräuchliche Unterbietungen der orts-, berufs- und branchenüblichen Löhne vorgeworfen wurden. Die TPK forderte ultimativ entsprechende Lohnnachzahlungen und Lohnerhöhungen. Bei fehlender Verständigung mit dem betroffenen Arbeitgeber wurden politische Massnahmen angedroht, die dann verbindliche Mindestlöhne für die gesamte Branche zur Folge hätten. Die TPK stellte fest, für eine Detailhandelsfachfrau im entsprechenden Alter sei ein Stundenlohn von mindestens 36.75 Franken üblich (inkl. Anteil 13. Monatslohn sowie Ferien- und Feiertagsentschädigung). Für eine ungelernte Detailhandelsangestellte wurde ein minimaler Stundenlohn von 24.29 - 25.38 Franken gefordert.

9

Editorial Präsident

Im De Kan Stu tailh ton Z so nde ande üric wi e F nloh lsfac h sin d eri n ü h en blic frau in d -u i nd h (in min eser k d B Fe ier l. An este ran tag tei ns che se l an 36. nts 7 für ch den 5 Fra eine äd 13. igu M nken ng ona ). tsl oh

Revolutionär, dieser Kakao. Für unsere neuen Truffes «CUBA – auténtica colección de trufas gran cru» verwenden wir eine überaus feine Kakaosorte aus dem Osten Kubas. Jeztzt probieren. www.spruengli.ch/shop

Kehrseite

26 28

Leserbriefe 28 Kantonsratsgeflüster 28 Schämdi-Eggli 28 Schmunzel-Eggli 28 Schlussgedanken 28

Limmattaler_06_15