Page 1

Gratis zum Mitnehmen!

Ausgabe 5/Herbst 2010

GESUNDHEIT im Norden

Das norddeutsche Magazin rund um Gesundheit, Fitness und Lebensfreude

Auf Augenhöhe im Reich der Tiefe Torben Balz ist kleinwüchsig – im Tauchsport findet er eine neue Dimension.

Gute Laune Essen Genießen Sie Ihr Glücksgericht!

Sicherheit im Haus Fallen Sie nicht auf Tricks herein – Tipps von der Polizei

Taubheitsgefühl, Kopf- und Rückenschmerzen durch Operation behoben

Auch in dieser Ausgabe: Leckere Rezepte • Buchbesprechung • Gewinnrätsel • Kurzgeschichte • Sudoku • Horoskop gin_herbst_3_2010_finish9.indd 1

m i & t Ri K es zu inde en-T m r i ne H rät erp hm era sel ost en us teil er -

Halswirbel OP

14.08.2010 20:32:25 Uhr


Im hohen Alter noch sooo fit? Respekt! Weiter so, Kowsky!

www.ohnekopf-grafik.de

Anz. Nr. 11.3/10

Anzeige:

Hauptsitz: Havelstraße 6 24539 Neumünster Telefon: 04321/9945-0

Schwerin Nikolaus-Otto-Str. 13 19061 Schwerin Telefon: 0385/646800

Filialen:

Schwaan 18258 Schwaan Telefon: 03844/880527

Neumünster Kuhberg 23 24534 Neumünster Telefon: 04321/9945-48 Plön Bahnhofstraße 11 24306 Plön Telefon: 04522/2450

Hamburg Kowsky im derma haus Frohmestraße 18a 22457 Hamburg Telefon: 040/55204064

Die Sanitätshaus Kowsky GmbH zählt zu den ältesten Betrieben der Stadt Neumünster. Seit ihrer Gründung vor hundert Jahren ist sie heute mit knapp 85 Beschäftigten in Norddeutschland eines der führenden Unternehmen im Bereich Sanitätsfachhandel, Reha- und Pflegehilfsmittel, Orthopädietechnik und Kinderversorgung.

Parchim Buchenholzallee 2 19370 Parchim Telefon: 03871/265832

www.kowsky.com

Seit 1910 aktiv – für Ihre Gesundheit! gin_herbst_3_2010_finish9.indd 2

14.08.2010 20:33:11 Uhr


-

E

d

i

Liebe Leserin, lieber Leser, der Hochsommer ist vorbei und die Gemüter werden ruhiger. Beim tieferen Blick in mein Bücherregal entdeckte ich meine alten Tagebücher und nahm mir seit langer Zeit mal wieder eines zur Hand. Abgesehen von den Berichten des Tages fand ich darin viele Gedichte die ausdrücken, was mich bewegte. Was für ein Schatz! Was ist es, was uns zum Tagebuchschreiben antreibt? Ich denke, jeder Mensch hat das Bedürfnis nach einem Ort, an den er sich zurückziehen kann. Das Tagebuch kann solch ein Ort sein. Es gibt aber ganz viele Möglichkeiten, sich ein kleines Fleckchen in unserer Welt zu schaffen, an dem wir frei sind. Wo wir einfach ganz wir selbst sein können, jeder Norm trotzen dürfen.

t

o

r

Unsere Titelgeschichte berichtet über Torben Balz. Er ist kleinwüchsig und auch er hat sich seinen besonderen Platz geschaffen. Torben Balz zeigt uns auf, wie schwer es ist, den Alltag zu bewältigen, wenn man nicht in „die Norm“ passt. Sein Herzenswunsch war schon immer das Tauchen. Doch was tun, wenn nicht einmal die Ausrüstung passt? Wenn die Füße es kaum vermögen, einen überhaupt erstmal ins Wasser zu tragen? Torben Balz hat es geschafft. Er taucht. Er hat seinen Weg gefunden, auf gleicher Augenhöhe mit anderen zu sein. Frei zu sein. Ich wünsche auch Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, dass Sie solch ein Plätzchen in Ihrem Leben haben. Eine Idee davon, wie solch ein Ort geschaffen werden kann, gibt Ihnen das vorgestellte Buch auf Seite 13.

i

a

l

-

Und unser Horoskop, wie immer sorgfältig von Dr. phil. Michaela Mundt ausgearbeitet, sagt Ihnen, wann der richtige Zeitpunkt dafür sein könnte. In diesem Sinne: Ein freies und frohes Lesevergnügen wünscht Ihnen Ihre

Birgit Burmeister Redaktionsleitung

Fotos: © Pavel Losevsky – Fotolia.com

3 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 3

14.08.2010 20:33:32 Uhr


6

Inhalt

INHALT 12

Titelthema 6-11

15

Auf Augenhöhe im Reich der Tiefe Torben Balz ist kleinwüchsig – Das Tauchen eröffnet ihm eine neue Dimension

Gesundheit im Alltag 12-13

„Wohlfühlzaubern“ im Alltag: Gute Laune Essen – Genießen Sie Ihr Glücksgericht

Streicheleinheiten tun Körper & Seele gut

16-17

16

19

27

30

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 4

30-31

Lebensgewohnheiten und Stress beeinflussen das Hautbild

Sicherheit im eigenen Haus Tipps und Hinweise von der Polizei

35

Zeigt her Eure Füße

43

Autofahren trotz Handicap?

Richtige Fußpflege Behindertengerechte Kfz-Umrüstung

Unterhaltung 36

Kreuzworträtsel

37

Sudoku

19-20

Rezepte

48-49

Horoskop

44-47

Kurzkrimi

Rubriken 3

Editorial

50

Impressum

50

Vorschau auf das nächste Heft

Anzeigenteil 33

Spezialisten im Norden

14.08.2010 20:33:45 Uhr


Anzeigen

Inhalt

Norden aktuell 15

22-23 24

27-29

14

Urlaub und Gesundheit

Wochenende der offenen Tür

Kiel in Sicht Ein kleiner „Törn“ am Kieler Hafen

FEK Neumünster

am 18. und 19. September 2010

Friedrich Ebert Krankenhaus feiert Jubiläum

Schmerzfrei durch Halswirbel OP

anlässlich 80 Jahre und der Vorstellung des neuen Bettenhauses

Winfried Altenburg über seine erfolgreiche Operation

Autofahren trotz Handicap? Die Firma Handicar rüstet Fahrzeuge Auto behindertengerecht um

Fachwissen 25

„Für die Zukunft gerüstet - das neue FEK“

Hotel Birke Kiel

Mehr–Generationen–Haus Wenn alle an einem Strang ziehen

32-33

Info-Ecke Recht & Soziales:

– Ämterlotsen – Organtransplantation

34

Endlich wieder Bein zeigen



Mit diesem Coupon erhalten Sie einen

Kostenlosen Gesundheitscheck im FEK am Wochenende der offenen Tür 18.+19. Spetember 2010

Besenreiser schonend entfernen

Wiederkehrende Blasenentzündung

42-43

Kein Kraut dagegen gewachsen?

Genießen & Verwöhnen 21

Einkaufsinfo: Pilze

41

Tea Time

40

Pilze „sammeln“ im Supermarkt Tee, das älteste Getränk der Welt

Kommentar Neulich, im Rollstuhl Gerda Behrends über alltägliche „Rolliprobleme“ 13-14 Buchvorstellung: Jan-Philipp Sendker „Das Herzenhören“ Russ Harris „Wer dem Glück hinterher rennt, läuft daran vorbei“

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 5

14.08.2010 20:33:49 Uhr


Titelthema

Handicap im Fokus

Schnuppertauchen: Torben Balz mit Tauchausrüstung im Schwimmbad. Eine erste Annäherung zwischen Taucher und Wasser.

Foto: Privat

Auf Augenhöhe Torben Balz ist kleinwüchsig – Das Tauchen eröf fnet ihm eine neue Dimension von Jessica Conrad mit Fotos von Susanne Bielenberg-Bruhn

M

it dem Wasser verbunden ist Torben Balz schon von Kindesbeinen an. Eine seiner größten Leidenschaften ist das Fotografieren von Schiffen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Der 35-jährige Pinneberger misst zirka 1,30 Meter ohne seine Orthesen, oft muss er im Rollstuhl sitzen. Sport kam für ihn nie wirklich in Frage, doch vor drei Jahren betritt der kleinwüchsige Diplom-Bankbetriebswirt eine Tauchschule und sagt: „Ich will tauchen lernen!“.

Torben Balz ist ein Mann der Tat. Immer wenn etwas zu Ende geht, muss er etwas Neues anfangen. Sein Hobby, das Tauchen, schlummerte allerdings mehr als fünf Jahre in seinem Hinterkopf, bevor er es wagte, die Idee in die Tat umzusetzen. Angefangen hatte alles mit einer Fernsehsendung der Aktion Sorgenkind, heute Aktion Mensch. Dort wurden Menschen vorgestellt, die trotz eines Handicaps tauchen lernen. Und vor allem Tauchlehrer wie Oliver Wolf aus Kiel, die Behinderte dafür ausbilden. „Meine Mutter hatte die Sendung gesehen und mir gesagt, dass es doch was für mich wäre“, erinnert sich Torben heute. Die Idee fand der Pinneberger großartig, doch die Ausbildung auf der Bankakademie nahm viel Zeit in Anspruch, da blieb kaum Zeit für Hobbys.

Als er vor drei Jahren nach Kiel an den Nord-Ostsee-Kanal fährt, um Schiffe zu fotografieren, fällt ihm plötzlich alles wieder ein. „Ich bin dann einfach nach Friedrichsort in die Tauchschule Baltic Dive Center gegangen und habe gesagt, dass ich tauchen lernen möchte.“ „Dann bist Du hier genau richtig“, war die Antwort des Tauchlehrers. Dass Torben überhaupt tauchen kann, war nicht allen von Anfang an klar. Als erstes bekam er einen Gesundheitsfragebogen überreicht, den er gewissenhaft ausfüllte. „Ich bin ja schon kleinwüchsig auf die Welt gekommen“, sagt er. Mit seiner Behinderung gehen auch körperliche Defizite einher. Eigentlich bin ich organisch völlig gesund, habe aber seit meiner Kindheit Probleme mit dem Atmen“, erklärt der 35-Jäh-

6 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 6

14.08.2010 20:34:17 Uhr


Titelthema

Handicap im Fokus

rige. Seine Lungenbläschen haben sich anfangs nicht optimal geöffnet. Heftiger Husten musste über Jahre behandelt werden. Mit dem Fragebogen macht Torben sich auf den Weg zu seiner Ärztin, die ihn schon mal sehr gut therapiert hat. „Ihr ist alles aus dem Gesicht gefallen, als ich ihr mein Anliegen vortrug“, erinnert sich Torben. Sie schickte ihn zum Lungenfacharzt, der ihm tatsächlich eine einwandfreie Lungenfunktion bescheinigte.

Foto: Privat

Im Krankenhaus war Torben zuletzt 1977, seitdem hatte er keine Operation mehr. Torben hat verkürzte Arme, Beine und Finger. Die Sehnen in den Hüften haben vorzeitig das Wachstum eingestellt, daher kann er nur krumm gehen. Seine Spitzfüße stecken in Orthesen, die ihn fast einen Kopf größer machen. Für Außenstehende sehen die Orthesen wie Stelzen mit Schuhen aus. „Im Garten oder am Strand kann ich sie nicht tragen“, erklärt Torben. Oft sitze er daher auch in seinem Rollstuhl. Seine „Krankheit“ hat Torben angenommen, er lebt selbstbestimmt und hat sich ein gesundes Selbstbewusstsein aufgebaut. Vor allem Familie und Freunde, teilweise noch aus der Grundschulzeit, haben dazu beigetragen. „Ich bin gut in meiner Welt aufgehoben“, sagt Torben. Das sei ein Entwicklungsprozess über Jahre gewesen.

Kleiner Kraftakt: Torben holt seine Tauchflasche in der Tauchschule ab.

Klarer Blick, klares Ziel: Torben sieht die Welt mit anderen Augen. Eine Portion Mut gehört für ihn zum Leben dazu.

Als Torben auf die Welt kommt ist sofort klar, dass etwas nicht stimmt. „Ich hatte zwar die normalen Maße eines Babys, aber bei den Checks nach der Geburt konnten die Ärzte schon sehen, dass et was nicht stimmte, da ich beispielsweise steife Finger hatte und somit Reflexe nicht ausgebildet waren“, erläutert Torben. Die Ärzte sagten seinen Eltern, dass vielleicht eine geistige Behinderung vorliegen könne. Die Medizin war damals noch nicht so weit wie heute, die Gesellschaft leider auch nicht. Torben kam in einen Kindergarten für geistig- und körperbehinderte Kinder. Eingeschult wurde der heute 35-Jährige in Hamburg auf eine Schule für Körperbehinderte. „Dort gab es Anfang der 1980er Jahre viele Lernbehinderte“, erinnert sich Torben. Integrationsklassen, in denen behinderte und nicht behinderte Schüler zusammen die Schulbank drücken, gab es nicht.

wollte auf eine normale Schule gehen und einfach normal sein“, erinnert sich der Pinneberger. Torben hat Glück. „Ich hatte eine tolle Lehrerin in der vierten Klasse“, sagt er. Sie sorgte dafür, dass Torben zusammen mit seinem besten „normalen“ Freund aufs Gymnasium gehen konnte. Im Unterricht konnte Torben endlich zeigen, was in ihm steckt. Nur im Fach Sport steht im Zeugnis „Attest“. Dort hätte ich nicht mitmachen können. Seine körperlichen Defizite versucht Torben immer so zu erklären: „Bücken und Aufheben beispielsweise ist für mich sehr anstrengend. Das ist so wie wenn ein Gesunder auf einer Treppenstufe steht und sich zwei Stufen hinunterbücken muss, um etwas aufzuheben. Und das ist gar nicht einfach“, sagt er und schmunzelt. Die Zeit auf dem Gymnasium hat Torben in guter Erinnerung. Diskriminierungen begegnen ihm nie.

In dieser Zeit wird für Torben eine Eigenschaft zum Schlagwort: „Normal“. So wie andere Fußballspieler oder Prinzessin sein möchten. „Ich

>>

7 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 7

14.08.2010 20:34:50 Uhr


Titelthema

Handicap im Fokus Zum Ende der Schulzeit kommen Torben folgende Gedanken: „Ich habe jetzt 45 Jahre Leerlauf bis zur Rente, was soll ich machen?“, erinnert er sich. Er hat dann die Pinneberger Sparkasse, heute Sparkasse Südholstein, angerufen und gefragt, ob er bei ihnen eine Ausbildung machen könne. „Ich bin dort persönlich hingefahren, da ich denke, dass ich durch meine körperliche Behinderung immer besser durch Gegenwart überzeugen kann“, sagt Torben. Nach Einstellungstest und Untersuchung durch die Amtsärztin bekommt Torben den Ausbildungsplatz und beginnt nach dem Abitur seine Lehre. Wenig später studiert er unter anderem Bankbetriebswirtschaft auf der Bankakademie, ein berufsbegleitendes Studium. Mit 20 Jahren macht Torben den Führerschein, sein Auto muss ein wenig umgebaut werden. „Wenn man kurze Arme und Beine hat, braucht man eben Hilfsmittel“, erklärt er. Viele davon seien allerdings auch überflüssig, hat Torben im Laufe der Zeit festgestellt. Am Kofferraum seines Autos hat er beispielsweise ein Band, damit er die Klappe wieder schließen kann. Seine Pedalen sind verlängert, und wenn er den Sitz ganz nach vorn schiebt, kann er gut Auto fahren. In der Tauchschule stellt sich für Torben auch die Frage nach dem passenden Equipment. „Mir passt doch kein Taucheranzug, auch kein Kinderanzug, dafür habe ich ganz andere Körperproportionen“, erklärt Torben. Ein Kinderanzug wäre ansonsten von der Länge her gut gewesen. „Meine Tauchlehrerin Yvonne sagte dann: „Mit ein paar guten Ideen und individuellen Änderungen an der Ausrüstung wird es schon klappen“. Yvonne Pietz hat wie Oliver Wolf eine zusätzliche Qualifikation zur Ausbildung von körperbehinderten Tauchern.

Geduld ist gefragt: Die Vorbereitungen vor dem Tauchgang dauern. Torben steigt zum Umziehen in den Rollstuhl. Nachdem ihm Tauchlehrerin Yvonne Pietz in den Taucheranzug geholfen hat, schließt Torben ihren Reißverschluss. Über Sand und Steine geht es anschließend im Rollstuhl ans Wasser. Yvonne ist Torbens Tauchbuddy (übersetzt: Tauchpartner). Sie hilft Torben ins Wasser. Bei einem Notfall unter Wasser könnte aber auch Torben Yvonne retten. Das gehört zur Ausbildung dazu.

Der alte Rollstuhl hilft Torben beim Anziehen und auf dem Weg ins Wasser.

Torbens erster Kontakt mit dem Wasser findet im Schwimmbad in Raisdorf (heute Schwentinental) bei Kiel statt. „Ich habe einen Shorty getragen“, sagt Torben. Dieser spezielle Taucheranzug habe kurze Arme und Beine und passte somit wie angegossen. Nach dem ersten Kontakt mit dem Wasser beginnt die theoretische Ausbildung in der Tauchschule. „Das fand ich erstmal doof. Geduld ist nicht meine Stärke, ich wollte unbedingt, dass es jetzt endlich mit dem Tauchen losgeht“, sagt Torben, dem häufig Geduld beispielsweise bei der Änderung von Kleidung oder der Anpassung von Hilfsmitteln abverlangt wird. Doch Sicherheit geht vor und wer die Theorie nicht kennt, darf auch nicht tauchen. Anschließend geht es für Torben wieder ins Schwimmbad, bis endlich der große Tag kommt. „Im November bin ich das erste Mal in die Fluten gestiegen“, erinnert sich Torben. Da hatte schon die Wintersaison begonnen. „Oliver hatte mich vorher vermessen und ich hatte mir einen maßgeschneiderten Taucheranzug gekauft.“ Am Strand von Strande bei Kiel geht es ins kalte Wasser. „Ich brauche viel Hilfe, um mit dem Equipment ans Wasser zu gelangen“, sagt Torben. „Sonst bin ich platt, bevor ich angefangen habe.“ Die ersten Tauchstunden im Wasser zeigen Torben vor allem eines: „Ich habe Muskeln gespürt, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie habe.“ Die Tauchflasche mit zehn Litern Luft ist zu groß und schwer, Torben benutzt lieber nur die Acht-LiterFlasche. Auch seine Flossen sitzen nicht richtig an seinen Füßen, dadurch wird das Schwimmen erschwert.

>>

 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 8

14.08.2010 20:35:18 Uhr


Titelthema

Handicap im Fokus

Kurze Ruhepause für Torben. Tauchen ist ein Extremsport und selbst für körperlich gesunde Menschen anstrengend.

9 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 9

14.08.2010 20:35:27 Uhr


Titelthema

Handicap im Fokus

Spaß am Abenteuer im Wasser: Torben und seine Tauchlehrerin Yvonne freuen sich über den gelungenen Tauchgang. Nur über Wasser wird der Größenunterschied zwischen den beiden sichtbar. (Hier sitzt Torben allerdings auch noch.)

10 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 10

14.08.2010 20:35:36 Uhr


Titelthema

Handicap im Fokus probung, die Torben und Yvonne unter Wasser vornehmen. An seinen Flossen sind jetzt beispielsweise Verschlüsse, damit sie nicht verloren gehen. Auch seine Fingerhandschuhe sind einfach verkürzt worden.

Torbens Handschuhe (klein) sind eine Maßanfertigung, daneben Yvonnes Hand. Taucher müssen sich aufeinander verlassen können, Hand in Hand.

Und trotzdem entwickelt sich für Torben eine neue Dimension. „Im Wasser ist die Perspektive eine andere, ich kann nach oben und unten schauen und begegne meinem Gegenüber auf Augenhöhe“, erläutert er. An Land sei dies immer anders, er würde nach oben schauen, die anderen auf ihn hinab. Sätze wie „Unter Wasser kann ich fliegen“, hält Torben für übertrieben. „Klar bin ich leichter, nehme meinen Körper anders wahr, aber die Anstrengungen, die ich dafür in Kauf nehme, sind unter Wasser nicht vergessen.“ Andererseits habe Torben festgestellt, dass Taucher doch irgendwie total faul sind: „Sie versuchen immer mit geringstem Aufwand größtmögliche Erträge zu erzielen. Ein Flossenschlag soll oft genügen, um an ein Ziel zu gelangen“, sagt der DiplomBankbetriebswirt und lacht. Torben geht an seine körperlichen Grenzen. Meistens begleitet ihn seine Tauchlehrerin Yvonne. Auch gesunde Taucher dürfen aus Sicherheitsgründen nur zu zweit tauchen. Oft nimmt Torben auch seinen alten „rotten“ Rollstuhl mit, um über den Strand ans Wasser zu gelangen. „Am Wasser knie ich mich zum Anziehen hin und das kleine Stück ins Wasser gehe ich dann“, erklärt er. Gern taucht er auch vom Steg ins Wasser, das spart Kraft. Torbens Tauchausrüstung wird immer wieder optimiert. Die Tauchlehrer Oliver Wolf und Yvonne Pietz besprechen mit Torben, was besser gemacht werden könnte. „Oliver hat immer eine gute Idee“, sagt Torben. Anschließend gibt es eine praktische Er-

Die Leidenschaft für das Reich der Tiefe, die seine Wasserverbundenheit in ihm hervorgerufen hat, stieß bei seinem Vater anfangs auf Skepsis. „Mein Vater hatte Bedenken. Er sagte mir, dass ich mir meine Kräfte genau einteilen solle, wenn ich unter Wasser wäre“, erinnert sich Torben. Seine Mutter war auch aufgeregt, konnte aber schlecht etwas einwenden. „Sie hat mich schließlich auf die Idee gebracht.“ Torben fährt mit seinem Vater auf die „Boot“ nach Düsseldorf, die internationale Wassersportmesse. „Auf der Messe habe ich den Stand der Firma besucht, die meinen Taucheranzug maßgeschneidert hat“, sagt Torben. Sein Vater sei sehr beeindruckt gewesen und konnte seine Leidenschaft plötzlich besser einordnen. Torben lernt und trainiert zurzeit für seinen Advanced Open Water Diver, den Tauchschein für Fortgeschrittene. Den Anfängerschein Open Water Diver hat er schon seit langem in der Tasche. Wenn es ins Wasser geht, ist Torben nach wie vor sehr gespannt. „Die Faszination ist für mich vor allem, dass ich es hinkriege trotz meines Handicaps zu tauchen“, sagt er. „Der Weg ist für mich das Ziel!“ Und irgendwie und irgendwann möchte er auch mal in Ägypten tauchen oder auf Lanzarote. Dass Torben trotz seiner Einschränkungen den Mut hatte, etwas Ungewöhnliches zu probieren, hat viele Gründe. „Ich bin sehr selbstständig in meinem Leben und möchte gern eine Vorbildfunktion erfüllen“, erklärt er. Ich hoffe einfach, dass Menschen, die mich kennen, bewusster mit der Ressource Gesundheit umgehen.“ Vor allem eines sei ihm sehr wichtig: „Wer ein körperliches Defizit hat, sollte normalen Menschen die Angst nehmen, mit Körperbehinderten in Kontakt zu treten.“ Und wenn es unter Wasser ist!

Tauchen für Menschen mit Handicap „Jeder kann tauchen, der eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung vorlegen kann“, sagt Tauchlehrer Oliver Wolf aus dem Baltic Dive Center in Kiel-Friedrichsort. Seit 1995 bildet Wolf in seiner Tauchschule auch Menschen mit Behinderungen aus. „Ich hatte immer den Anspruch, wenn ich jemandem das Tauchen beibringe, dann eben allen“, erklärt der 44-Jährige, der jahrelang Präsident der Handicapped Scuba Association (HAS) war. „Meine Schwester hat MS und wollte auch tauchen lernen“, sagt Wolf. In Jordanien hätte ihm ein Tauchlehrer alles Nötige beigebracht. Tauchen kann man auch mit eingeschränktem Sehvermögen. „Wichtig ist vor allem, dass ein behinderter Taucher einen Begleiter hat“, erklärt Wolf. Das können ja je nach Behinderung auch zwei Personen sein. „Torben hat allerdings einen ganz normalen Tauchschein gemacht, ohne Einschränkungen“, sagt Wolf. „Torben könnte sogar seine Tauchlehrerin retten, wenn sie in Not ist.“

Kontakt: Baltic Dive Center Oliver Wolf Redderkoppel 11 24159 Kiel info@balticdivecenter.de www.balticdivecenter.de

11 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 11

14.08.2010 20:35:46 Uhr


Gesundheit im Alltag

Gute Laune Essen

„Wohlfühlzaubern“ im Alltag: Fotos: letitout - Fotolia.com

Genießen Sie Ihr Glücksgericht! Kann das, was wir essen, nicht nur satt machen und neue Energie spenden – sondern auch Kummer und schlechte Laune vertreiben?

D

Aller guten Dinge sind drei Rein biologisch gesehen, brauchen wir zu unserem Glück vor allem einen Körper, der reichlich Serotonin, Dopamin und Endorphine produziert. Damit das Gehirn den als „Glückshormon“ bekannten Botenstoff Serotonin ausschütten kann, muss es in ausreichendem Maße mit Tryptophan versorgt sein. Diese Aminosäure nehmen wir mit eiweißreicher Nahrung zu uns. Doch die magische Verwandlung von Käse, Fisch oder Fleisch in gute Laune funktioniert nur, wenn in der Körperchemie gleichzeitig auch genügend Kohlenhydrate verfügbar sind. Daher gehören Brot, Kartoffeln oder Reis ebenfalls auf den Speiseplan zum Glück. Damit diese beiden Zutaten reibungslos zusammenspielen, braucht unser Stoffwechsel außerdem Unterstützung durch Mineralstoffe, vor allem durch Magnesium, durch Spurenelemente wie Mangan und durch Vitamine, insbesondere durch Vitamin C. Erst Obst

und Gemüse runden den inneren Stimmungscocktail also optimal ab. Kurz und gut: Das körpereigene Wohlfühl-Team arbeitet dann am besten zusammen, wenn wir uns einfach nur Tag für Tag gesund und ausgewogen ernähren.

Süße und scharfe Spezialisten Wer seine Speise mit einem Extra-Glücklichmacher krönen will, kann sie noch kräftig würzen. Scharfe Gewürze wie Pfeffer, Paprika oder Chili verursachen nämlich ein Brennen auf der Zunge, das vom Gehirn als Verletzung gedeutet wird. Ähnlich wie bei tatsächlichen Schmerzen schüttet es daraufhin Endorphine aus – eine Art körpereigenes Morphium, das kurzfristig euphorisierend wirkt. Als „Glückskick“ der Extraklasse gilt jedoch der Genuss von Schokolade, Eis oder Sahnetorte. Warum? Die süßen Seelentröster enthalten neben Eiweiß und Kohlenhydraten auch reichlich Fett und Zucker, und das lässt die Tryptophankonzentration im Blut (und damit die Serotoninproduktion im Hirn) schlagartig ansteigen. Zusätzlich setzt Fett Endorphine frei, die das Lustempfinden erhöhen. Auch das dritte große „Glückshormon“ lässt sich mit süßen Sachen leicht auf den Plan rufen: der Botenstoff Dopamin, der im sogenannten „Belohnungssystem“ des Gehirns produziert wird. Als Kind haben die meisten von uns Naschereien als eine besondere Aner-

kennung fürs Bravsein oder als Trost nach so erschütternden Erlebnissen wie einem aufgeschlagenen Knie kennengelernt. Die damit verbundene Erfahrung „Süß tut gut“ bleibt ein Leben lang im Hinterkopf abgespeichert – und ist daher jederzeit wiederholbar. Allerdings ist die aufmunternde Wirkung der süßen braunen Glückstafel und ihrer Kollegen nur von kurzer Dauer. Der Blutzucker- und damit auch der Serotoninspiegel sinken nach dem Schokogenuss genauso schnell wieder ab, wie sie in die Höhe geschossen sind. Wer dann permanent für Nachschub sorgt, lebt extrem fett- und zuckerbelastet – und erzielt in kürzester Zeit eine Figur, über die er ausgesprochen deprimiert sein wird.

Dauergutelaune? Alles eine Frage der Esskultur! Klüger ist es, nur in extremen Stimmungsnotfällen zu den zwar effektiven, aber auch belastenden Naschereien zu greifen – und sich dann auf möglichst kleine Mengen zu beschränken. Noch klüger ist es, sich an das zu halten, was Ihnen außer Schokolade und Torte sonst noch gut schmeckt. Ähnlich

12 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 12

14.08.2010 20:36:10 Uhr

Illustrationen: Gerrit Hansen,

urchaus. Doch der Trick mit den „Lebensmitteln für die Laune“, dem sogenannten „Mood Food“, funktioniert etwas anders, als die meisten Menschen meinen: Natürliche Stimmungsaufheller stecken nämlich nicht unmittelbar in dem, was wir zu uns nehmen, sondern sie entstehen erst durch die Reaktionen, die bestimmte Inhaltsstoffe der Nahrung im Körper hervorrufen.


Gesundheit im Alltag

Illustrationen: Gerrit Hansen,

positiv wie auf Süßes reagiert das körpereigene Belohnungssystem nämlich auf alles, was wir gern mögen. Auch gesunde Nahrungsmittel wie Lieblingsobst oder Lieblingsgemüse bringen also die Dopaminproduktion in Schwung. Wer das isst, wonach ihm gerade der Sinn steht, erfüllt dem Körper einen Herzenswunsch – und das belohnt die Seele zum Dank mit guter Laune! Eine bewusste, abwechslungsreiche Ernährung hält nicht nur die körpereigene Wohlfühl-Chemie auf einem gleichbleibend guten Niveau, sondern erfreut die Sinne rundherum: Auch Farben wie das heitere, warme Orange von Möhren und Apfelsinen oder das beruhigende Grün von Erbsen, Bohnen und Salat, auch der intensive Duft frischer Kräuter wie Basilikum, Dill oder Rosmarin hellen sanft und natürlich die Stimmung auf. Ein liebevoll gedeckter Tisch mit schönem Geschirr, Blumen und Kerzen tut dann ein Übriges für das innere „Verwöhn-und-Belohn“-Gefühl; doch unschlagbar bleibt das Wohlfühlrezept: Gemeinsam mit Freunden oder der Familie genossen schmeckt (und „wirkt“!) das Essen doppelt gut. mm

inkaufszettel Der Gute- Laune-E tophan 1.Reichlich Tryp d Schalentieren, magerem

ch un ukten, (enthalten inügFelis, Eiern, Milch- und Sojaprod Fleisch, GeflGetreide) N üssen und

lehydrate 2 .Genügend Koh artoffeln, Nudeln oder Reis) t, K (also Vollkornbro

Buchvorstellung

Jan-Philipp Sendker Das Herzenhören Taschenbuch mit 288 Seiten Goldmann – Verlag ISBN-10: 3442457262 ISBN-13: 978-3442457267 € 7,95

UNSER BUCHTIPP:

Jan-Philipp Sendker „Das Herzenhören“ Diese Geschichte handelt von Julia, einer jungen New Yorker Anwältin, deren Vater vor einigen Jahren verschwunden ist und die ihn jetzt suchen möchte. Ihre Reise führt sie nach Birma, wo sie einen alten Mann kennen lernt, der im Gegensatz zu ihr die Vergangenheit ihres Vaters kennt und sie ihr erzählen kann. Seine Schilderungen führen uns in eine fremde Welt und schenken uns wertvolle Hinweise zur östlichen Philosophie und dem Buddhismus. So lernt Julia, wie wichtig Religion, Astrologie und Mystik in dieser Welt sind. Die Mutter ihres Vaters ist davon so beeinflusst, dass sie ihr eigenes Kind im Stich lässt in der Gewissheit, richtig zu handeln. Die Erzählungen lassen uns mitfühlen, wie Julias Vater, ein junger, blinder Mann, dort seinen eigenen Weg gehen muss und dabei auf eine ganz besondere Liebe trifft. Eine poetische, leise und sehr empfindsame Geschichte, die das Herz höher, aber auch leiser schlagen lässt und uns die wichtigen Dinge im Leben einmal mehr aufzeigt. Es ist ein Buch, das mit einer klaren und liebevollen Sprache geschmückt ist. Eine Geschichte, die das Herz öffnet und uns das Mysterium der Liebe näherbringt. Eine Geschichte für mitfühlende Menschen und alle, die es werden wollen. aw

Gesundheit im Norden verlost 3x den Roman „Das Herzenhören“.

Wenn Sie teilnehmen möchten, dann schreiben Sie einfach eine Postkarte mit dem Stichwort: „das Herzenhören“ an:

Gesundheit im Norden, Dorfstraße 60, 24232 Tökendorf

Viel Glück!

ineralien 3.Vitamine und M emüse; eine Extraportion gutes, dG nana (frisches ObstinunBananen, Kiwis, BeerePn,epAeroni) kt d ec Laune st en, Avocado, Tomaten un Papaya, Feig

Extra- Kick 4.Gewürze für den urry, Chili, Tabasco, Ingwer) C (Pfeffer, Paprika,

tiefs on bei Stimmungs te oder 5.Als Notfallrati pralinen, Eis, Tor gs in bl ie L e, ad ol (Schok aschereien) Kuchen, andere N

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 13

14.08.2010 20:36:34 Uhr


KFZ-Umrüstungen

Norden aktuell

UNSER BUCHTIPP:

Russ Harris „Wer dem Glück hinterher rennt, läuft daran vorbei“ Gebundene Ausgabe: 320 Seiten Preis : 19,95 € Verlag: Kösel-Verlag ISBN-10: 3466308208 ISBN-13: 978-3466308200

Ausstieg aus der Glücksfalle: Besser leben als dem Glück nachjagen

Autofahren trotz Handicap? Kein Problem!

M

arcus Harner, Leiter der Firma Handicar, weiß, was die Menschen bewegt. Durch genaues Zuhören und seinen großen Erfahrungsschatz findet er immer die richtige Lösung. Der komplette Umbau behindertengerechter Fahrzeuge liegt in seiner Hand. Für Menschen mit Behinderungen gibt es unglaublich viele Möglichkeiten, den Wagen auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Handbediengeräte für Gas und Bremse, Lenkhilfen, Schalthebelverlängerungen, Pedalumbau, Rollstuhl-Ladehilfen, Dreh-Schwenksitze, Heckausschnitte, Hebebühnen, Auffahrrampen, orthopädische Sitze und vieles mehr. Der individuelle Umbau ist sogar bei Bussen, Transportern und Motorrädern möglich. Ist das Fahrzeug umgebaut, stellt sich oft die Frage, ob es für die häufig sehr aufwändigen Umrüstungen Finanzierungshilfen gibt. „Wichtig ist, dies vor dem Umbau zu klären. Gerne helfe ich dem Kunden bei der Kostenabwicklung mit den Kostenträgern wie z.B. der Agentur für Arbeit,

den Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern und gesetzlichen Unfallversicherungen. Ich kümmere mich sogar um die TÜV-Abnahme“ so Marcus Harner. Und auch die richtige Fahrschule kann der KFZMeister vermitteln. Für Fahrproben oder gar für den Führerschein-Erwerb mit den von Handicar umgebauten Fahrzeugen. Erst wenn der Kunde glücklich vom Hof fährt, ist für Marcus Harner der Auftrag abgeschlossen. bb

Marcus Harner der Firma Handicar in Neumünster.

aw

14 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 14

14.08.2010 21:31:30 Uhr

Fotos: Ringhotel Birke

Dies ist der Tenor des Buches. Wie kann ich mein Leben sinnerfüllt und angenehm machen, auch wenn ich mal keine Glückssträhne habe? Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und auch mit allgemeinem gesunden Menschenverstand versteht es Russ Harris, uns zu eigenem Denken anzuregen und zu beobachten, wie wir mit unserem Leben und den verschiedenen Situationen umgehen. Nicht jede Situation ist schön und das muss sie auch nicht sein. Wir können Raum schaffen für ungute Gefühle und lernen, damit umzugehen.»Sehen Sie negative Gedanken als das, was sie sind: Worte, die in Ihrem Kopf auftauchen. Sie müssen sie nicht loswerden, Sie müssen nicht mit ihnen kämpfen, sie unterdrücken oder mit anderen Gedanken ersetzen. Stattdessen lernen Sie, wie man sie einfach da sein lassen kann, ohne dagegen anzukämpfen. Sie können so ihren Einfluss und ihre Wirkung massiv reduzieren«, meint Dr. Russ Harris. Er schreibt in einer zugänglichen Art, die einen manchmal schmunzeln lässt und bei der man gerne weiterliest. Die Kombination von Werte-Orientierung, Achtsamkeit und engagierter Lebensgestaltung stellt ein überzeugendes Konzept dar, an dessen Umsetzung man arbeiten möchte und das einem das Gefühl gibt, ich kann selber etwas dafür tun, glücklich zu sein!

Das Rollstuhl Verladesystem „Robot 201“ (Bild: Marcus Harner)


Norden aktuell

Urlaub und Gesundheit

Norddeutsche Lebensart im

„Fischers Fritz“

Gaumenfreuden im Ringhotel Birke

D Fotos: Ringhotel Birke

as Hotel Birke überzeugt durch hervorragenden und natürlich freundlichen Service und durch das einzigartige Fischrestaurant Kiels. Das Fischers Fritz Restaurant ist für die Verwendung von hervorragenden regionalen, frischen Produkten bekannt. Diese werden handwerklich gemäß den Regeln der Kochkunst zu gesunden und vollwertigen Speisen verarbeitet. Das Restaurant ist Gründungsmitglied im Verein Feinheimisch – Genuss aus Schleswig-Holstein e.V., der sich in einer Kooperation mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume für eine genussvolle, nachhaltige und regional geprägte Ess- und Kochkultur in Schleswig-Holstein einsetzt. Alle Mitglieder dieses Vereins haben sich verpflichtet, mindestens 60 Prozent ihres Wareneinkaufs mit Produkten aus Schleswig-Holstein zu decken. So findet man auf der Speisekarte des Fischers Fritz aus schleswig-holsteinischen Produkten gefertigte typisch norddeutsche Spezialitäten.

Mit dem reichhaltigen Frühstücksbuffet beginnt der Tag im Fischers Fritz auf „Norddeutsche Art“. Hier warten Eierspeisen und frischer Pfannkuchen, Fisch und deftige Wurst- und Käse-Spezialitäten der Region, fruchtige Vitamine, gesund Knackiges und süße Verführungen. Dazu gibt es Säfte satt aus Kirschen, Johannisbeeren, Äpfeln und Orangen. Fangfrischer Fisch wird täglich direkt vom Ostseekutter und von Fischzüchtern der Holsteinischen Seen und Flüsse geholt. Deichwiesenlamm und Wild werden stets frisch aus Holsteinischer Jagd geordert. Dazu gibt es erstklassige Weine, denn auch hier ist das Hotel Birke bestens ausgestattet und die regelmäßigen Wine & Dine-Events mit deutschen und internationalen Spitzenwinzern erfreuen sich großer Beliebtheit und haben sich seit 2005 zu dem Wein-Event des Nordens entwickelt. Das Restaurant ist auch Fördermitglied der Organisation Slow Food e. V., die sich für genussvolles, bewusstes und regionales Essen als Gegentrend zur Fast Food-Kultur einsetzt.

Öffnungszeiten: täglich 6.30 bis 10.00 Uhr, 11.30 bis 14.00 Uhr und 18:00 bis 22.00 Uhr Fischers Fritz Restaurant Telefon: 0431 5331 435 www.hotel-birke.de Feinheimisch – Genuss aus Schleswig-Holstein e.V. Tel. 04343-4950 www.feinheimisch.de

Zimmer oder Koje? Wo ein Hafen ist, sind Boote und die haben Kojen. So sind auch die Zimmer im „Birke“. Norddeutsch wie Kojen, nur viel großzügiger und viel bequemer. Das Birke verfügt über 82 Hotelzimmer und 7 Appartements. Man kann zwischen fünf „Kojen“-Kategorien wählen. Norddeutsch-elegant und zeitgemäß komfortabel sind die Zimmer gestaltet. Erdtöne, zartes Grün, himmelblau, ein bisschen Gold und Bordeauxrot – so sind die Farben an Deck.

15 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 15

14.08.2010 20:37:02 Uhr


Foto: © Andrea Rankovic - Fotolia.com

Gesundheit im Alltag

Hautpflege

Streicheleinheiten tun

Körper & Seele gut Lebensgewohnheiten und Stress beeinfl ussen das Hautbild

U

nsere Haut hat wichtige Aufgaben. Sie schützt den Körper zum Beispiel vor Wasser- und Wärmeverlust. Außerdem ist sie ein Schutzmantel, der Krankheitserreger, Mikroorganismen oder Strahlen abwehr t. Gleichzeitig knüpf t der Mensch über seine Haut Kontakte zur Umwelt, erfühlt sich seine Umgebung. Bei zwischenmenschlichen Beziehungen spielt Hautkontakt ebenfalls eine große Rolle. Nicht zuletzt kann die Haut aber auch auf Stress reagieren. Streicheleinheiten für die Haut Hautkontakt ist für jede enge Beziehung von großer Bedeutung. Das wissen die „Gesundexperten“ der BARMER GEK genau. Schon Babys brauchen zärtliche Berührungen, fühlen sich dadurch geborgen und entwickeln Vertrauen zu ihren Eltern. Streicheleinheiten haben außerdem noch eine andere Funktion. Sanfte Berührungen der Haut kurbeln die geistige Aktivität an und hemmen die Ausschüttung von Stresshormonen. Berührungen helfen auch bei erwachsenen Menschen, Spannungen abzubauen. Menschen, die extrem wenig Körperkontakt haben, reagieren nicht selten mit psychischen Störungen.

Erbanlagen und Lebensalltag bestimmen das Hautbild Um dem Idealbild einer schönen und straffen Haut näher zu kommen, sollte

auf sorgfältige Pflege geachtet werden. Das Hautbild wird allerdings noch von anderen Faktoren bestimmt. Die Fachleute der AOK Gesundheitskasse heben hierbei den Einfluss der Erbanlagen, der Hormone, der Lebens- und Schlafgewohnheiten, des täglichen Stresses sowie der psychischen Befindlichkeiten hervor. Wer genügend schläft, Sport treibt, Dauerstress vermeidet und sich vor schädlicher UV-A- und UV-B-Strahlung schützt, der tut aktiv etwas für seine Haut und sein Wohlbefinden.

Gesund ernähren, viel trinken Nicht zuletzt kommt es auf eine ausgewogene Ernährung an. Denn: Die Haut wird durch das Blut von innen versorgt. Der Genuss von Alkohol oder Nikotin wirkt sich negativ auf das Hautbild aus. Fünfmal am Tag Obst und Gemüse, das empfehlen zum Beispiel die Experten der AOK Gesundheitskasse. Auf den

Speiseplan gehören zudem Vollkornprodukte, Milch und Milchprodukte sowie essenzielle Fettsäuren aus kalt gepressten pflanzlichen Ölen. Die Experten empfehlen, nur wenig Fleisch zu essen. Nicht fehlen dürfen Getränke: Jeder Erwachsene sollte täglich eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Gut sind Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees oder verdünnte Obstsäfte. Ausreichend Flüssigkeit ist nicht nur wichtig für die Entgiftung des Körpers, sondern kann für eine länger straffe Haut sorgen.

Vitamine, Proteine, Mineralien und Fett Um optimal versorgt zu werden, benötigt die Haut Vitamine, Proteine, Fett und Mineralien. Die AOK Gesundheitskasse rät dazu, eine einseitige Ernährung unbedingt zu vermeiden, denn sie schlägt sich auf der Haut nieder.

16 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 16

14.08.2010 20:37:12 Uhr


Anzeige: Anzeigen:

Gesundheit im Alltag Sensible und trockene Haut, Ausschlag oder Juckreiz sind nicht selten Hinweise auf eine schlechte Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen. Vitamine der B-Gruppe sind für ein ausgeglichenes Hautbild sehr wichtig. Biotin regt beispielsweise den Stoffwechsel an, führt der Haut Aufbaustoffe zu. Niacin wird für die Zellerneuerung benötigt. Pantothensäure ist gut für die Heilung kleinerer Wunden und reguliert den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Vitamin E neutralisiert freie Radikale, die einen Beitrag zur Hautalterung leisten. Für die Bildung neuer Zellen in der Oberhaut ist Vitamin A unverzichtbar. Vitamin C stärkt die Abwehr, hilft, freie Radikale unschädlich zu machen. Ohne Proteine geht es ebenfalls nicht. Sie werden für den Zellaufbau gebraucht. Das gilt auch für Fette. Der Organismus benötigt sie auch, um fettlösliche Vitamine zu verwerten. Ohne ausreichend Eisen wird die Haut trocken. Magnesium stabilisiert die Zellwände, macht sie gleichzeitig durchlässig. Für eine elastische Haut sorgt die Zufuhr von Kupfer. Der Flüssigkeitsdruck im Gewebe wird durch Kalium und Natrium geregelt. Sie beeinflussen die Straffheit der Haut.

Hautkrankheit Neurodermitis Neurodermitis (Atopisches Ekzem) ist eine chronische, nicht ansteckende Hautkrankheit, die nicht heilbar ist. Sie ist genetisch bedingt. Die Fachleute der BARMER GEK weisen darauf hin, dass neben einem heftigen Juckreiz und Hautveränderungen auch Heuschnupfen und Asthma auftreten können. Menschen mit Neurodermitis haben ein überempfindliches Immunsystem, das zum Beispiel auch auf Nahrungsmittel oder Blütenpollen reagieren kann. Durch Stress und bestimmte Reizstoffe kann Neurodermitis verstärkt werden. Die Symptome bei Neurodermitis kann man mit einer umfassenden Hautpflege und Medikamenten gut in den Griff bekommen. ih

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 17

14.08.2010 20:37:20 Uhr


Anzeige:

Foto: Medima

Reine Angorawäsche von Medima: Natur pur auf der Haut Wohlige Wärme direkt am Körper – die flauschige Premiumwäsche von Medima aus 100% Angora trotzt schneefest jeder Kälte. Die wunderbar weichen Angorahaare bewegen sich beim Tragen auf der Haut und regen so die Hautdurchblutung an. Da die Angorawolle aus Hohlfasern besteht, speichern diese die warme Luft direkt am Körper. Außerdem kann das Angora-Haar sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen und über ein perfektes Kapillarsystem nach außen weiterleiten.

Profi-Tipps zur Pflege von Angora Alle Medima-Produkte sind äußerst pflegeleicht und bei 40° maschinenwaschbar. Gerade nach dem Waschen stellen sich die Angorahaare besonders auf, der Flausch kommt dann direkt auf die Haut. Die Kuschel-Wäsche aus 100% Angora gibt es in Winter-Weiß für Damen und Herren in den Größen S - XXL. Super-weiche Wärme-Shirts sind im Sanitäts- und Gesundheits-Fachhandel erhältlich.

Wer wollte das nicht: Bei Wind und Wetter draußen sein ohne zu frieren. Mit der kuscheligen Wärmewäsche kein Problem: Flauschig-weich eingepackt in zartes Angora bieten große und kleine Eisprinzessinnen dem Frost die Stirn. Flauschig-weiche Angorawäsche speichert wohlige Wärme direkt am Körper.

Medima Classic Kuschelwäsche 100% Natur:

die besonders flauschige Thermowäsche aus 100% Angora.

W I R �W Ä S C H E . Q U A L I T Y : M A D E I N G E R M A N Y.

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 18

14.08.2010 20:37:50 Uhr


Unterhaltung

Fotos: Birgit Burmeister

SchlemmerRezepte mit:

P

Rezepte

PILZEN Aromatisch, gesund und einfach lecker! Mit Waldpilzen gefüllte Cannelloni

ilze – beim Klang dieses Wortes denken wir meist zuerst unweigerlich an herbstlich-feuchten Waldboden, morgendliche Nebelschwaden oder laubbedeckte Wiesen. Erst danach kommen uns kulinarische Pilz-Erfahrungen in den Sinn. Gourmets und Pilzliebhaber brauchen wir an dieser Stelle nicht zu überzeugen, sie schwärmen weltweit für das geheimnisvolle Gewächs, seine Artenvielfalt und seine unzähligen Zubereitungsmöglichkeiten. Kochmuffel allerdings verbinden mit Pilzen hauptsächlich Omas Pilzgeschnetzeltes oder die Pizza Funghi vom Italiener um die Ecke. Dabei stellen Pilze nahezu für jede Kochrichtung eine abwechslungsreiche Ergänzung dar. Mit ihnen lassen sich aufwändige Sternemenüs mit einer unverwechselbaren Note kreieren oder auch schnell einfachste Gerichte aromatisieren. Pilze sind wahre Alleskönner und man sollte ihnen vorurteilsfrei begegnen - Natürlich bleibt es letzten Endes Geschmackssache, doch oft genügt ein einziges leckeres Gericht, um Skeptiker zu überzeugen. Hier haben wir einmal eine Auswahl von drei ausgefalleneren Rezepten zusammengestellt, die für jeden Geschmack etwas bereithält. – Bon Appetit!

Zubereitung: Gut 60 Minuten (Teig muss 1 Stunde ruhen) Zutaten für 4 Portionen: Für den Teig: 70 g Hartweizengrieß 70 g Weizenmehl Type 405 1 Ei 1 Eigelb Salz Für die Füllung: 80 g Zwiebeln 1 Knoblauchzehe 300 g gemischte Pilze 100 g Spinat 30 g Butter 40 g fein gewürfelter Lauch 100 ml Sahne 1/2 TL Salz frisch gemahlener weißer Pfeffer 1-2 Stangen Lauch Für die Sauce: 250 ml Sahne 1 Eigelb Salz, Pfeffer 1 EL frisch gehackte Petersilie Zubereitung: 1. Für den Nudelteig Grieß und Mehl vermischen und mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. In Klarsichtfolie eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. 2. Zwiebeln und Knoblauch schälen und hacken. Die Pilze (z.B. Pfifferlinge, Steinpilze, Maronen-Röhrlinge) putzen und in kleine Würfel schneiden. Spinat waschen, abtropfen lassen und fein hacken. 3. Die Butter in einer Pfanne zerlassen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig anschwitzen. Die Pilze drei Minuten mitbraten, anschließend Spinat und Lauch zufügen. Sahne angießen, salzen, pfeffern und 3-4 Minuten kochen. Die Mischung auskühlen lassen. 4. Die Lauchstangen putzen und vom unteren Teil ein ca. 10 cm langes Stück abschneiden. Von diesem 8 Blätter lösen und 4 Minuten kochen. Herausnehmen, kalt abschrecken und abtropfen lassen. 5. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und acht Rechtecke von ca. 10x15 cm ausschneiden. Diese 2 Minuten in gesalzenem Wasser kochen und auf einem feuchten Küchentuch ausbreiten. Jedes Teigstück mit einem Lauchblatt belegen, die Pilzfüllung darauf verteilen und zu Cannelloni aufrollen. 6. Für die Sauce die Sahne in einen Topf geben und auf ca. 1/3 reduzieren. In einer kleinen Schüssel das Eigelb verquirlen und 1 EL heiße Sahne dazufügen. Die Mischung mit der heißen Sahne vermengen, die Sauce darf nun nicht mehr kochen. Salzen, pfeffern und die Petersilie einstreuen. 7. Cannelloni in eine gefettete, feuerfeste Form legen und mit der Sauce übergießen. 8. Bei 200°C ca. 12 Minuten backen. Die letzte Minute zur Bräunung unter den Grill stellen.

gh

© Foto: Birgit Burmeister

19 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 19

14.08.2010 20:37:59 Uhr


© Fotos mit Geschmack / Ulrike Schmid, Sabine Mader

Schlemmer-Rezepte mit:

Pilzen © Fotos mit Geschmack / Ulrike Schmid, Sabine Mader

Pfi fferling-Ragout mit Heidelbeeren Zubereitung: 25 Minuten Zutaten für 4 Portionen: 600 g frische Pfifferlinge 1 gehäufter EL Mehl 3 Schalotten 1 EL Butterschmalz 200 g Sahne 200 ml Gemüsebrühe 1 Handvoll Heidelbeeren 1 EL frisch gehackte Petersilie 1-2 EL Zitronensaft Salz, Pfeffer

Bratkartoffeln mit Pilz-Gröstl Zubereitung: 50 Minuten Zutaten für 4 Portionen: 600 g festkochende Kartoffeln Salz 1 Zwiebel 1 Knoblauchzehe 125 g geräucherter Speck 400 g gemischte Pilze (z.B. Pfifferlinge, Austernpilze, Champignons) 3 EL Olivenöl Pfeffer 1 TL getrockneter Thymian 1/2 TL getrockneter Rosmarin 100 g Kirschtomaten

1. Die Pfifferlinge putzen, Stiele kürzen. Pilze mit Mehl bestäuben (bindet Schmutz), kurz in stehendem Wasser waschen, dann in einem Sieb waschen. Die Pilze mit Küchenpapier sehr gut trockentupfen. 2. Schalotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Das Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Die Pfifferlinge kurz darin anbraten. Schalotten dazugeben und 5 Min. unter Rühren mitbraten.

Zubereitung: 1. Die Kartoffeln waschen und in Salzwasser 20-25 Minuten garen. Inzwischen Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken, den Speck fein würfeln. Die Pilze putzen und grob zerteilen. Die Kartoffeln abgießen, pellen und in Scheiben schneiden. 2. Eine große, beschichtete Pfanne ohne Fett erhitzen und den Speck darin bei mittlerer Hitze anbraten. Zwiebel zugeben, glasig dünsten und herausnehmen. Kartoffeln mit einem EL Öl hineingeben und 4-5 Minuten braten. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen. Die Speckmischung unterrühren. 3. Gleichzeitig in einer zweiten Pfanne das restliche Öl erhitzen, Pilze darin bei starker Hitze 2-3 Minuten braten. Tomaten waschen, halbieren und mit den Pilzen zu den Kartoffeln geben. Alles salzen und pfeffern.

3. Die Sahne und die Gemüsebrühe dazugießen und ca. 5 Min. bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Die Heidelbeeren waschen und unterrühren. Alles mit Petersilie, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Kleines

Küchenlexikon:

4. Tuning Tipp: 200g Schmand mit 2 EL Schnittlauchröllchen vermischen, salzen und pfeffern. Dazureichen.

Pilzgerichte aufwärmen – ja oder nein? Ja. Die Aussage, Pilze dürfe man nicht aufwärmen, stammt aus vergangenen Zeiten, in denen man Gerichte teilweise über Tage hinweg auf dem Herd aufbewahrte. Wenn Pilzgerichte nach der Zubereitung zügig und gut gekühlt werden, kann man sie bedenkenlos wieder aufwärmen. Pilze reinigen: Bestäuben Sie die Pilze vor dem Waschen mit Mehl. Das bindet den Schmutz auch zwischen den Lamellen. So lassen sich die Pilze unkompliziert säubern.

Buchtipp: Die Rezepte auf dieser Seite stammen aus „Jahreszeitenküche für die Familie – 250 Rezeptideen die leicht gelingen und allen schmecken.“

gh

Erschienen im GU Verlag

20 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 20

14.08.2010 20:38:08 Uhr

Foto: © Esther Hildebrandt - Fotolia.com

Unterhaltung

Rezepte


Foto: © Esther Hildebrandt - Fotolia.com

Genießen und Verwöhnen

Einkaufsinfo: Pilze

Auf Pilzsuche im

Supermarkt

Pilze im Wald zu sammeln ist sicherlich nicht jedermanns Sache – in der Gemüseabteilung des Supermarktes wird man jedoch ohne lange Suche fündig und muss weder Regen noch Mücken, geschweige denn den bösen Wolf fürchten. Das Angebot lässt kaum einen Wunsch offen und lädt förmlich zum Experimentieren ein. Wir wollen Ihnen hier vier Klassiker präsentieren, die Sie nahezu rund ums Jahr in jedem gut sortierten Geschäft “pfl ücken“ können und die Sie unbedingt einmal näher kennenlernen sollten: Champignon

Pfi fferling

Schon lange vor Großmutters Zeiten waren sie eine Delikatesse und passen trotzdem optimal in die zeitgemäße, schnelle und gesunde Küche. Dass sie zudem ganzjährig erhältlich sind, macht sie zum Dauerbrenner unter den Pilzen. Kein Wunder, dass der Jahresverbrauch pro Kopf bei beachtlichen 1,5 Kilogramm liegt. Zuchtchampignons werden sauber und küchenfertig angeboten: kurzes Abspülen unter fließendem Wasser oder mit einem Pinsel oder Küchentuch säubern – fertig! Danach lassen sie sich vielseitig verwenden: braten, dünsten, schmoren, grillen, frittieren oder füllen. Der braune Steinchampignon unterscheidet sich von dem weißen Champignon durch sein stärkeres Aroma. Der Champignon verteidigt bis heute mit seinem typisch milden Pilzaroma in vielen Speisen und Zubereitungsvarianten seinen Platz in der weltweiten Küche.

Steinpilz Seinen Namen trägt der Steinpilz aufgrund seiner festen Fleischkonsistenz. Er ist nicht züchtbar, so müssen Steinpilze für den Handel noch in freier Natur gesucht und gesammelt werden, was den vergleichsweise hohen Einkaufspreis von bis zu 40 Euro/Kilo erklärt. Steinpilze sind Mykorrhiza-Pilze. Das bedeutet, sie gehen eine Partnerschaft mit anderen Pflanzen (hier: Bäumen) ein. Daher unterscheidet man in Fichten-, Kiefern-, Eichensteinpilz (Sommersteinpilz) sowie den schwarzhäutigen Steinpilz (meist in Eichen-Buchen Mischwäldern zu finden). Steinpilze sind sehr vielseitig verwendbar – sie können geschmort, gebraten, getrocknet oder eingelegt werden.

Der Pfifferling ist bei uns nach dem Champignon der wohl bekannteste Speisepilz und bei Gourmets weltweit beliebt. Roh hat er einen säuerlich scharfen Geschmack, der sich beim Erhitzen verliert. Wie der Steinpilz lassen sich auch Pfifferlinge nicht züchten und stammen meist aus den Wäldern Osteuropas. Besonders lecker ist der Pfifferling gebraten z.B. als Rühreizugabe oder mit Omeletts.

Austernpilz (Austernseitling) Seinen Namen verdankt dieser Pilz seiner Form und der an Austernbänke erinnernden, überlappenden Anordnung der Fruchtkörper in größeren Gruppen. Austernpilze sind beliebte Speisepilze und werden in großen Mengen kultiviert. Sie kommen auch als Kalbfleischpilz (und unter anderen Phantasienamen) in den Handel, da sie wegen ihrer Konsistenz und dem neutralen Geschmack, der sich äußerst flexibel würzen lässt, ähnlich wie Fleisch zubereitet werden können. Insbesondere scharf angebraten bieten sie eine gute Alternative zu Fleischgerichten. Ihr Eiweiß ist hochwertiger als das anderer Pilzsorten, da es alle essenziellen Aminosäuren enthält und zudem leichter verdaulich ist. In Punkto Nährwert bestehen Speisepilze hauptsächlich aus Wasser und Eiweiß. Sie bieten eine durchschnittlich mit Gemüse vergleichbare Menge an z.B. Vitamin D, Niacin, Vitaminen der B-Gruppe, Carotinoiden sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Ihr niedriger Brennwert macht sie zu einer idealen Zutat für Kalorienbewusste. gh

21 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 21

14.08.2010 20:47:45 Uhr


Norden aktuell

Urlaub und Gesundheit

/MIP

Kiel in Sicht!

Von großen Pötten und kleinen Sprotten mit Bildern von Birgit Burmeister

D

er Zug hält. Ein Sackbahnhof. Unmissverständlich, dass ich hier aussteigen soll. Ich reihe mich also in die Menschenmenge ein und werde automatisch auf den Bahnsteig und zum Ausgang des Bahnhofs geschleust.

Von Kiel aus geht es auf ins Land zwischen den Meeren oder über die Ostsee mit den mächtigen Kreuzfahrtfähren Richtung Norden bis über den Horizont hinaus, die Sehnsucht im Gepäck. Ich setze mich auf einen der Poller und atme erstmal tief durch. Das Kreischen der Möwen und der Salzgeruch versetzen mich in eine besondere Stimmung. Die Sonne glitzert auf dem Wasser und schneeweiße Schwäne wippen auf den Wellen. Ihr Blick scheint ständig auf die Passanten gerichtet zu sein. Manchmal bleibt ja jemand stehen und wirft ihnen Brotstückchen zu.

Auf der obersten Stufe des imponierenden Treppenabganges stehend, freue ich mich über den Anblick. Großartig! Da ist es, mein Ausflugsziel. Man braucht nur die Straße zu überqueren und ist direkt am Kieler Hafen. Kleine Boote, Fährschiffe, Schlepper. Die typisch blauen Kräne der HDW- Ich schließe die Augen. Schon schipWerft. Möwen und Fische. Und das pert eine Segelyacht auf schaumgealles in unmittelbarer Nähe der krönten Wellen an mir vorbei. 17 KiloKieler Innenstadt! meter Ostseebucht mit Stränden sehe ich vor mir. Riesige Passagierfähren al-

22 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 22

14.08.2010 20:47:57 Uhr


Norden aktuell

ler Größenordnungen legen hier präzise und sanft am Kai an. Durch den 2007 fertig gestellten Ostseekai hat sich die Stadt Kiel zu Deutschlands Kreuzfahrthafen Nummer eins entwickelt. Im neuen Kreuzfahrtterminal, der einer der modernsten Passagierhäfen Nordeuropas ist, können sechs Traumschiffe gleichzeitig anlegen. Die Leinen werden vertäut und ich meine hören zu können, wie der Kapitän für die Gäste an Bord und die unzähligen Zuschauer entlang der Kaimauer einen lauten Gruß durchs Horn schickt. Stimmengewirr und Musik machen Fernweh. Bevor meine Gedanken zu sehr abschweifen, setze ich meine Kamera auf das Stativ und schlendere auf die Hörnbrücke. Diese Brücke ist eine sogenannte „Dreifeldzugklappbrücke“, weswegen sie im Volksmund auch „Dreifaltigkeitsbrücke“ genannt wird. 1997 wurde sie für ca. 8 Millionen Euro gebaut und war zu Anfang so anfällig für Funktionsstörungen, dass sie zuerst „Klappt-Nix-Brücke“ hieß. Heute verbindet die Fußgängerbrücke das Ost- mit dem Westufer und es er-

Urlaub und Gesundheit

schließt sich eine Promenade rund um die Hörn, dem südlichsten Teil des natürlichen Tiefseehafens von Kiel. Die Brücke kann zu festen Terminen für ca. eine Viertelstunde nicht überquert werden. Der Öffnungsplan ist auf der Homepage der Stadt Kiel zu finden. Da ich versäumt habe ihn zu lesen, hoffe ich auf etwas Glück für den Rückweg. Nun genieße ich aber erstmal das schöne Licht der Dämmerung. Der Tag geht zu Ende und taucht den Hafen in eine einmalige Atmosphäre. Da ist es mir auch schon egal, ob die Brücke geöffnet bleibt oder nicht. Denn selbst wenn sie schließt, es wird mir nicht schwer fallen, hier noch einige Zeit zu verweilen.

bb

24.09. - 26.09.2010

Viking Telecom Regatta Segelromantik wie in alten Zeiten. Vom 24. bis 26. September organisiert KielMarketing erstmals eine Traditionsseglerregatta auf der Kieler Förde. Cirka 30 Segelschiffe werden dazu in Kiel erwartet. Hinzu kommt ein buntes Rahmenprogramm an Land rund um KIEL.SAILING CITY sowie eine Musik- und Showbühne und Gastronomie. Welche Schiffe an dieser majestätischen Regatta teilnehmen, wie der genaue Zeitplan aussieht und welche Programmpunkte an Land stattfinden, können Sie unter: www.kiel-sailing-city.de/traditionssegler einsehen.

23 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 23

14.08.2010 20:48:12 Uhr


Norden aktuell

Jubiläum FEK Neumünster

Ordentlich was los im

Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster

Bild oben: Ein Gerät des neuen Ausdauerzirkels im Einsatz. Bild unten: Vor dem neuen Bewegungsbecken. Von links: Petra Thiel, Physiotherapeutin/Ute Harbeck, Leitende Therapeutin/ PD Dr. Werner Hofmann, Ärztlicher Leiter des Therapiezentrums.

gezeiten, kann am Wochenende der offenen Tür angesehen werden. „Wir überlegen zurzeit auch ein Einsteigerangebot für Sportwillige, die sich an dem Wochenende bei uns zum Training anmelden“, sagt die leitende Therapeutin Ute Harbeck. Reinschauen lohnt sich also.

24 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 24

14.08.2010 20:48:36 Uhr

Foto: shutterstock

lange nicht alle Attraktionen“ sagt sie. Verschiedene Aussteller präsentieren sich mit ihrem Programm und Selbsthilfegruppen runden das Programm ab. Interessierte können ab Anfang September das vollständige Programm im Internet auf der Homepage des FEK (www.fek.de) nachlesen. Eine Besonderheit des Wochenendes ist es, dass das FEK die Türen seines fertiggestellten 1. Bettenhauses für die Besucher öffnet. So wird der Gesundheitsparcours, der alle Attraktionen enthält, die Besucher durch das jetzige Hauptgebäude und den Neubau führen. Im Neubau werden Musterzimmer zu besichtigen sein, damit sich die Interessierten ein Bild von ihrem zukünftigen Krankenhaus machen können. Komplett wird dieser Bau erst 2012 in Betrieb genommen. Das Erdgeschoss des Bettenhauses ist hingegen seit Anfang Juni belebt. Die Tagesklinik der Geriatrie und das Therapiezentrum haben die Räume bezogen und öffnen die Türen auch im September. Besonderer Stolz des 50köpfigen Therapeutenteams ist ein Ausdauerzirkel. Der Milon Kraft-Ausdauer-Zirkel, der sich für Sportler aller Leistungsklassen ebenso eignet wie für Patienten nach Operationen oder längeren Lie-

Fotos: FEK

Das Friedrich- Ebert- Krankenhaus in Neumünster feiert in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass stecken die Organisatoren in der Vorbereitung eines einzigartigen „Wochenendes der offenen Tür“, das am 18. und 19. September stattfinden wird. „Alle Fachbereiche beteiligen sich mit tollen Aktionen an diesem Event“, berichtet Pressesprecherin Maren Scheer. Noch steht das Programm nicht ganz, aber einige Highlights verrät sie schon. „Wir werden viele Untersuchungen anbieten können. Zum Beispiel Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse, des Oberbauchs und der Beingefäße. Unsere Internisten werden u. a. Lungenfunktionstests durchführen und unsere Auszubildenden werden fleißig Blutzucker-, Cholesterin- und Blutdruckwerte ermitteln. Natürlich gibt es die Möglichkeit, den OP und den Kreißsaal anzusehen. Mit dabei ist auch unsere Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit einem bunten Programm. Wer seine Kleinen nicht mit durch das Krankenhaus nehmen möchte, kann unsere Kindertagesstätte am Haart besuchen und die Kinder dort in die Obhut geben. Aber das sind noch


Fachwissen

Mehr-Generationen-Haus

Foto: © Dron - Fotolia.com

Foto: shutterstock

Wenn alle an einem Strang ziehen:

Was ist ein Mehr-Generationen-Haus?

S

eit Januar 2008 haben fl ächendeckend in ganz Deutschland 500 Mehr-Generationenhäuser ihre Arbeit aufgenommen. Als Anlaufstellen, in denen sich Menschen jedes Lebensalters begegnen. 500 Orte, an denen ältere Menschen wieder eine Aufgabe fi nden können. Orte, die helfen, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, Kinder früh zu fördern und Menschen für den Einstieg oder den Wiedereinstieg in den Beruf zu qualifi zieren. Raum zum Leben Für Menschen verschiedenen Lebensalters bietet ein Mehr-Generationen-Haus Raum, sich ungezwungen zu begegnen und gegenseitig von den jeweiligen Kompetenzen der anderen zu profitieren. Es ist ein offener Ort, an dem gegenseitiger Austausch von Jung und Alt und Unterstützung von Familien neu gelebt wird. Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen werden vernetzt und werden so in der Region zu einer lokalen Drehscheibe. Auch für haushaltsnahe Dienstleistungen.

Ein bunter Platz für Ideen Jeder kann sich mit seinen persönlichen Fähigkeiten einbringen. An diesem bunten Marktplatz von Dienstleistungen um das Mehr-Generationen-Haus herum be-

teiligen sich Schulen, Vereine, Bibliotheken, Feuerwehren und andere kommunale Einrichtungen. Darüber hinaus arbeiten die Mehr-Generationen-Häuser mit örtlichen Unternehmen zusammen: Sie verkaufen ihre Dienstleistungen an kleine und mittelständische Betriebe, aber auch an große Firmen.

Es wird geboten, was gebraucht wird Freiwillige und professionelle Kräfte arbeiten eng zusammen. Nur so kann das geboten werden, was vor Ort auch tatsächlich benötigt wird. Auf diese Weise bilden Mehr-Generationen-Häuser ein Forum, in dem private und freiwillige Initiativen mit staatlichen Leistungen verbunden werden können. Ein Mehr-Generationen-Haus geht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Generationen und auf den Bedarf vor Ort ein. Konkret sind es z.B. folgende Angebote: – Ein Café bietet Frühstück, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen an – offen für Menschen aller Lebensalter. Brett- und Kartenspiele sind im Angebot.

– Börse für Dienstleistungen – mit Hilfe von Karteikästen, schwarzem Brett und dem Internet werden beispielsweise Angebote zu handwerklicher Hilfe im Haushalt und Garten angeboten. – Junge Erwachsene organisieren „Senioren auf Rädern“ – sie bieten Älteren und Hochbetagten einen Fahrdienst ins Mehr-Generationen-Haus, anstatt ihnen Essen in die Wohnung zu liefern.

Geschichten aus den Häusern Die Ideen und Ziele des Aktionsprogramms werden von den haupt- und ehrenamtlich Aktiven in den Mehr-Generationen-Häusern umgesetzt. Von den Betreuungs- und Beratungsangeboten über die berufliche Wiedereingliederung, das generationsübergreifende Theaterprojekt, Seniorentänzer und Hobbymaler, den Demenzaktionstag bis hin zu innovativen Kooperationen mit der lokalen Wirtschaft – in den Häusern gibt es immer viel zu tun. Mehrgenerationenhäuser in Ihrer Nähe: www.mehrgenerationenhaeuser.de

– Kinder im Alter ab sechs Monaten werden betreut. Für berufstätige Eltern sind besondere Plätze reserviert. – Nachtaktiv-demenzkranke Menschen, die oftmals nachts keine Ruhe finden, können in einem Nachtcafé gemeinsam Zeit verbringen.

25 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 25

14.08.2010 20:49:05 Uhr


Anzeige:

Fotos: Shutterstock

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 26

14.08.2010 20:49:10 Uhr


Norden aktuell

Halswirbel-Operation in Kiel

Fotos: Shutterstock

Das Heben, Tragen und Einladen von Getränkekisten ist heute kein Problem mehr.

Eine OP an den Halswirbeln befreite Winfried Altenburg von quälenden Schmerzen

Wie ein Lichtschalter, den man

S

an- und ausschaltet

chlimme Schmerzen im Nacken- und Rückenbereich plagten Winfried Altenburg jahrelang, schränkten seinen Alltag stark ein. Kopfschmerzen, Krämpfe im Bein und ein Taubheitsgefühl in der Hand brachten ihn so manches Mal an den Rand der Verzweiflung. Mehr als neun Jahre suchte er bei verschiedenen Ärzten Rat, machte Therapiemaßnahmen mit. Erst eine Operation an den Halswirbeln, die in der Ostseeklinik in Kiel durchgeführ t wurde, brachte die Wende.

Text und Fotos von Ingrid Haese

„tierische Rückenschmerzen“ gehabt habe und Schmerztabletten keine Wirkung gezeigt hätten, habe er sich an einen Orthopäden gewandt. In der Praxis sei er gründlich untersucht worden, sei eingerenkt worden. „Es hieß immer, das seien Verspannungen, das habe ich auch geglaubt, denn es ging für ein halbes Jahr erstmal wieder ganz gut“, erzählt Winfried Altenburg. Dann habe es einen heftigen Rückschlag gegeben. Jahrelang mit starken Schmerzen Als er auf einer Veranstaltung gearbeigelebt tet habe, seien ihm plötzlich die Beine „Die Beschwerden kamen und gingen, weggesackt. Er habe später einen Alles war wie bei einem Lichtschalter, den gemeinmediziner aufgesucht, ihm die man an- und ausschaltet“, erinnert sich Schmerzen exakt beschrieben. Der Arzt Winfried Altenburg, der mit seiner Le- habe gesagt, es handele sich um Verbensgefährtin Simone Welz und Schäfer- spannungen, habe vorgeschlagen, es hund „Don“ in Nettelsee im Kreis Plön mit Massagen zu versuchen. zu Hause ist. Als er 2001 mal wieder >> „Als ich nach der Operation aufwachte, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, weil die Zehen funktionierten, Arm und Bein nicht mehr schmerzten“, weiß Winfried Altenburg noch genau. Lediglich die kleine Wunde am Hals habe etwas wehgetan. Bis zu diesem guten Ergebnis war es für den selbstständigen Computerfachmann ein langer Weg mit Höhen und vielen Tiefen.

27 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 27

14.08.2010 20:49:17 Uhr


Norden aktuell

Halswirbel-Operation in Kiel

„Ich habe zwei, drei Wochen Fangopackungen und Massagen machen lassen, habe dafür pro Behandlung zwischen 50 und 100 Euro bezahlt“, berichtet Winfried Altenburg. Dennoch habe sich der gesundheitliche Zustand nicht gebessert. „Ich musste teilweise berufliche Termine absagen, weil ich nicht unter den Schreibtisch kriechen konnte“, fügt der 46-Jährige hinzu. Beim Arzt habe er sich etwas gegen die Beschwerden geben lassen, habe sich die Schmerzen regelrecht betäuben lassen. Zusätzlich habe er sich selbst in der Apotheke Tabletten gekauft. Die Wärmebestrahlungen, die ihm der Arzt verschrieben hatte, hätten ebenfalls langfristig nichts geholfen, aber die Schmerzen seien immerhin erstmal gelindert gewesen.

Beschwerden wurden unerträglich Anfang 2007, kurz nachdem Winfried Altenburg nach Nettelsee gezogen war, saß er erneut beim Allgemeinarzt in der Praxis. „Er hat mir starke Medikamente verschrieben, die die verhärtete Muskulatur lösen sollten, weil ich schon fast krumm ging“, beschreibt Winfried Altenburg die damalige Situation. Zehn Tage habe er die Medikamente eingenommen. Er habe zwar besser geschlafen, aber die Beschwerden seien schnell wieder so wie vorher gewesen. „Ich hatte später ein Tattern in der linken Hand, auch starke Kopfschmerzen kamen dazu“, fügt Winfried Altenburg hinzu. Er habe schon befürchtet, einen Tumor zu haben, habe Kopf und Herz gründlich untersuchen lassen. Gefunden worden sei allerdings nichts. „2009 war die Lage so, dass ich nicht mehr schlafen konnte, schlimme Krämpfe im linken Bein hatte, in der linken Hand nichts mehr halten konnte, kein Gefühl mehr darin hatte“, ergänzt er. Abends, auf dem Sofa vor dem Fernseher, habe er sich eine Position suchen müssen, die er einigermaßen habe aushalten können. Winfried Altenburg wandte sich an einen Sportmediziner, der ihn zu einem Facharzt für Radiologische DiagnosWinfried Altenburg kann wieder das Stöckchen für Hund „Don“ werfen, ausgelassen mit ihm spielen und ausgedehnte Spaziergänge unternehmen.

28 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 28

14.08.2010 20:49:23 Uhr


Norden aktuell tik schickte. „Dort wurde eine MRT, eine Magnetresonanztomographie, gemacht“, berichtet der Computerfachmann. In einer Röhre seien Schichtaufnahmen bis zum Schulterblatt gemacht worden. Später habe er den Befund mit seinem Sportmediziner besprochen. Der habe ihm gesagt, Halswirbel 3,4,5,6 und 7 seien in keinem guten Zustand. Er empfehle ihm, einen Neurochirurgen aufzusuchen, habe ihm eine Überweisung gegeben. „Ich hatte zwei Adressen, habe das Los entscheiden lassen und mir für Anfang März 2010 einen Termin bei Dr. Zoran Mihajlovic in der Ostseeklinik in Kiel geben lassen“, so Winfried Altenburg weiter.

Erfolgreich in Kiel operiert In der Praxis des Neurochirurgen fühlte sich Winfried Altenburg gut aufgehoben. „Dr. Mihajlovic hat vernünftig zugehört, sich drei Stunden Zeit genommen“, lobt Winfried Altenburg. Endlich habe ihn jemand verstanden, zumal er vorher oft den Eindruck hatte, viele Leute glaubten, er simuliere nur. Der Mediziner habe allerdings keine erfreulichen Neuigkeiten verkünden können. Der gemeinsame Blick auf den Befund sei niederschmetternd gewesen. „Die Halswirbel 5 und 6 waren zusammengepresst, die Bandscheibe, die dazwischen liegt, war fast nicht mehr da, drückte auf die Nerven“, erläutert Winfried Altenburg und fügt hinzu: „Der Doktor meinte: Wenn wir 500 Jahre zurück wären, dann wären

Eine kleine Narbe am Hals ist von dem operativen Eingriff zurückgeblieben.

Halswirbel-Operation in Kiel Sie in fünf Jahren tot.“ Dennoch sei der Mediziner zuversichtlich gewesen, habe gesagt, er „kriege das hin“, wolle neue Bandscheiben einbauen. Die Operation fand schließlich am 31. März 2010 statt. Heute erinnert nur noch eine knapp fünf Zentimeter lange Narbe am Hals an diesen Tag. „Ich war nach dem Gespräch mit dem Doktor optimistisch, habe aber trotzdem eine Patientenverfügung für den Fall aufgesetzt, dass ich nach der OP vom Kopf an gelähmt sein sollte“, erzählt Winfried Altenburg. Er hätte nicht damit leben können, eine Belastung für seine Freundin zu sein, habe nicht gewollt, dass sie sich für ihn opfere. Sie sei richtig fertig gewesen, sei gegen seine Pläne gewesen. Der Eingriff nahm für Winfried Altenburg und seine Lebensgefährtin schließlich doch ein glückliches Ende. „Am dritten Tag konnte ich duschen, nach fünf Tagen durfte ich wieder nach Hause“, weiß der langjährige Rückenpatient. Er habe sich nach der OP schonen müssen, habe erstmal kein Auto fahren dürfen, weil seine Muskulatur noch sehr schwach gewesen sei. Zur Krankengymnastik habe er regelmäßig gehen müssen. Massagen stünden ebenfalls auf dem Programm. „Die Bewegung funktioniert gut, nur die Muskulatur ist hinterher“, fasst Winfried Altenburg zusammen. Der begeisterte Freizeitsportler, der früher mit Hingabe Kampfsport betrieben hat, muss in Sachen Krafttraining erst einmal zurückstecken und seinen Körper schonen. Normale Tätigkeiten des Alltags gehen ihm jetzt wieder leicht von der Hand. Getränkekisten in das Auto zu heben stellt kein Problem mehr dar. Weil sich Winfried Altenburg wieder bewegen kann, räumt er jetzt zum Beispiel den Geschirrspüler in der Küche wieder selbst ein und aus. Und das vierbeinige Mitglied der Familie profitiert nicht weniger von der Genesung des Patienten. Ausgedehnte Spaziergänge mit Schäferhund „Don“ und Fangspiele auf der Wiese sind wieder möglich. „Wenn ich nochmal vor der Entscheidung stehen würde, ich würde der Operation nochmal zustimmen“, ist sich Winfried Altenburg sicher.

Bild oben: Bücken war jahrelang äußerst schmerzhaft, oft sogar unmöglich. Das Einund Ausräumen des Geschirrspülers ist heute eine leichte Aufgabe. Bild unten: Die Operation an den Halswirbeln wurde in der Ostseeklinik Kiel, Hamburger Chaussee 77, durchgeführt.

29 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 29

14.08.2010 20:49:31 Uhr


Gesundheit im Alltag

Sicherheit im Haus

Sicherheit im eigenen Haus

„Hätten Sie mal ein

Gläschen Wasser?“ Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für jeden Betroffenen einen großen Schock. Die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch psychische Folgen wiegen dabei meist sogar stärker als der rein materielle Schaden. Informieren Sie sich über die gängigsten Tricks, wie sich Täter/-innen Zugang zu Ihrem Haus verschaffen und lesen Sie, wie Sie dem Diebstahl vorbeugen können.

Der Papier- und Bleistift-Trick: Täter/-innen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn eine Nachricht hinterlassen. Dazu fragen sie nach Schreibzeug sowie Papier und drängen auf eine Schreibunterlage in der Wohnung oder bitten das Opfer, die Nachricht selbst zu verfassen.

Trickdiebstahl

Weitere vorgetäuschte Notlagen verbinden sich mit der Bitte:

Trickdiebstahl in Wohnungen ist nach dem Taschendiebstahl auf der Straße die vermutlich häufigste Straftat, von der ältere Menschen betroffen sein können. Es ist verstärkt zu beobachten, dass Tricktäter/-innen vermehrt auch Seniorenwohnhäuser und -wohnanlagen aufsuchen. Dabei werden in aller Regel folgende Tricks angewandt: Der Glas-Wasser-Trick: Täter-innen täuschen Schwangerschaft, Übelkeit oder die Notwendigkeit einer Arzneimitteleinnahme vor und bitten um ein Glas Wasser.

Der Blumen- oder Geschenk-Trick: Täter/-innen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn Blumen oder ein Geschenk abgeben. Dabei drängen sie darauf, die Blumen zu versorgen oder das Geschenk selbst zu verwahren.

· wegen eines Wasserschadens im Haus nach einem Rohrbruch in der Wohnung suchen zu dürfen. · auf dem Balkon seinen entflogenen Vogel oder sein entlaufenes Kätzchen einfangen zu dürfen. · wegen einer Autopanne, eines Unfalls oder einer Erkrankung das Telefon oder die Toilette benutzen zu dürfen. · ein Baby wickeln oder füttern zu dürfen.

weise angeblich als Handwerker, von den Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerken, von der Hausverwaltung, von der Kirche, von der Rentenversicherung oder Krankenkasse, von der Polizei, von der Post oder vom Sozialamt. Dabei kündigen sie ihren Besuch gelegentlich sogar vorher telefonisch an, um mögliche Bedenken schon im Voraus zu zerstreuen und ein Vertrauensverhältnis zum Opfer aufzubauen.

Tricks der Täter/-innen, um eine persönliche Beziehung vorzutäuschen und daraufhin eingelassen zu werden: · Sie geben sich als lange nicht gesehene Verwandte, zumeist Enkelkinder, mit plötzlichem akuten Geldbedarf aus. · Sie bestellen angebliche Grüße von Bekannten. · Sie überbringen eine angebliche Unglücksnachricht von Bekannten. · Sie geben sich als entfernte Verwandte, als ehemalige Kollegen oder Nachbarn, als Pflegepersonal oder Bettnachbarn vom Krankenhausaufenthalt aus.

Täter/-innen täuschen eine offizielle Funktion oder sonst eine Befugnis zum Betreten der Wohnung vor. Sie kommen beispiels-

30 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 30

14.08.2010 20:49:39 Uhr


Gesundheit im Alltag

Einbruchschutz Darauf kommt es an: Nachbarschaftshilfe · Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn. · Halten Sie in Mehrfamilienhäusern Keller- und Bodentüren stets geschlossen – ebenso den Eingang (auch tagsüber!). · Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken. · Achten Sie auf Fremde im Haus oder Nachbargrundstück und sprechen Sie sie an. · Sorgen Sie dafür, dass die Wohnung länger abwesender Nachbarn einen bewohnten Eindruck vermittelt, z.B. durch Leeren des Briefkastens. · Alarmieren Sie bei Hilferufen, einer ausgelösten Alarmanlage und dringenden Verdachtsfällen über Notruf 110 sofort die Polizei. · Der Notruf ist von jedem öffentlichen Fernsprecher kostenlos – beim Handy auch ohne Karte.

Mechanische Sicherungseinrichtungen Über ein Drittel aller Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken. Mechanische sicherungstechnische Einrichtungen tragen dazu ganz wesentlich bei.

Türen Guten Einbruchschutz bieten geprüfte, einbruchhemmende Türen Wichtig! · Alle Nachrüstungen für Türblätter, -rahmen, -bänder und -schlösser sowie für Beschläge und Schließbleche müssen aufeinander abgestimmt sein.

Sicherheit im Haus · Der Einbruchschutz von Türen kann im Nachhinein immer noch verbessert werden. · Bauen Sie in Ihre Haus- oder Wohnungstür einen Weitwinkelspion und öffnen Sie nur mit vorgelegtem Sperrbügel. · Sorgen Sie für Beleuchtung vor Türen und Zuwegungen. · Eine Türsprechanlage, evtl. mit einer Videokamera, kann sinnvoll sein.

Fenster/Fenstertüren/ Rollläden Mit einbruchhemmenden Fenstern und Fenstertüren können Sie sich vor unliebsamem Besuch bewahren. Wichtig! · Abschließbare Fenstergriffe sind nur in Verbindung mit einbruchhemmendem Fensterbeschlag sinnvoll. · Fenster werden häufig aufgehebelt. Einen guten Schutz bieten einbruchhemmende Fensterbeschläge oder Zusatzsicherungen. · Häufig gekippte Fenster können mit einem Gitter gesichert werden. · Rollläden sollten gegen Hochschieben gesichert werden. · Gitterroste von Kellerlichtschächten sollten mit speziellen Abhebsicherungen gesichert werden.

Alarmanlagen Fachgerecht montierte Einbruchmeldeanlagen für die Außenhaut- und Raumüberwachung können mechanische Sicherungen zwar nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen. Holen Sie sich vor Einbau einer Meldeanlage Rat bei Ihrer Polizeilichen Beratungsstelle. Wichtig! · Neben dem akustischen und optischen Alarm ist auch eine stille Alarmierung möglich, also die Alarm-Weiterleitung zu einer Hilfe leistenden Stelle. · Vermeiden Sie Falschalarme. Bei zu häufigen Falschalarmen verliert die Einbruchmeldeanlage ihre „Glaubwürdigkeit“.

Sicherheitstipps 1. Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit. Ziehen Sie die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie immer zweifach ab. 2. Wenn Sie Ihren Schlüssel verloren haben, wechseln Sie umgehend den Schließzylinder aus. 3. Deponieren Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals außerhalb Ihrer Räume: Einbrecher kennen jedes Versteck! 4. Rollläden sollten zur Nachtzeit – und nach Möglichkeit nicht tagsüber – geschlossen werden; Sie wollen ja nicht schon auf den ersten Blick Ihre Abwesenheit signalisieren. 5. Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel nicht innen stecken. 6. Gekippte Fenster sind von Einbrechern leicht zu öffnen. 7. Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos, sondern zeigen Sie gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen. Nutzen Sie Türspion und Sperrbügel.

Mehr Informationen unter:

31 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 31

14.08.2010 20:49:43 Uhr


Fachwissen

Info-Ecke

Gesundheit, Recht & Soziales Ämterlotsen in Kiel Ehrenamtliche Hilfe bei Behördengängen Rechtsbehelfsbelehrung, Leistungsbescheid, Widerspruchsfristen?? Viele Menschen sind ratlos, wenn sie Hilfe beantragen müssen. Sie können sich von den ehrenamtlichen Ämterlotsen der Diakonie Altholstein durch den Behördendschungel lotsen lassen. Seit knapp einem Jahr sind die ehrenamtlichen Ämterlotsen in der Landeshauptstadt aktiv. Sie begleiten Hilfesuchende kostenlos bei Behördengängen, tragen Unterlagen zusammen und helfen beim Ausfüllen der oft komplizierten Anträge. „Die Ämterlotsen sind in Kiel eine echte Erfolgsgeschichte“, resümiert Uwe Dorendorf das erste Jahr. Der 62-Jährige koordiniert seit März die Ämterlotsen im gesamten Kirchenkreis Altholstein zwischen Kiel und Henstedt-Ulzburg. 15 Ehrenamtliche zwischen 28 und 70 Jahren sind inzwischen in Kiel aktiv. Sie haben alle zu Beginn eine mehrtägige Schulung absolviert und sich mit Rechtsfragen, Verschuldung, aber auch ihrer eigenen Rolle beschäftigt. Susanne Pohl ist seit einem halben Jahr Ämterlotsin. Sie wurde durch ein Plakat auf das Projekt aufmerksam. Weil sie ihre Mutter schon häufig bei Behördengängen begleitet hatte, war ihr Interesse geweckt. „Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viel ich selber lerne“, meint die

38-Jährige zu ihrem ehrenamtlichen Engagement. In regelmäßigen Gruppentreffen tauschen die Ämterlotsen sich aus, Projektkoordinator Uwe Dorendorf steht jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. „Ich habe hier so viele interessante Menschen kennen gelernt, die viele ganz unterschiedliche Kenntnisse haben“, beschreibt Susanne Pohl die Gruppe. Wenn Uwe Dorendorf eine Anfrage bekommt, spricht er einen Ämterlotsen an, der die passenden Kenntnisse hat. Dabei ist es nicht deren Aufgabe, Rechtsfragen zu beantworten, sie treten eher als Beobachter, Vermittler und Unterstützer auf. „Ich habe letztens eine ältere Dame zum Wohnungsamt begleitet. Sie trat sehr sicher im Gespräch auf, hatte vor Aufregung aber hinterher alles vergessen“, schildert Susanne Pohl

Seit Januar 2008 wird das Projekt für den Kirchenkreis Altholstein vom Diakonischen Werk umgesetzt. Die Diakonie Altholstein sucht ehrenamtliche Ämterlotsen in Kiel, Neumünster, Bordesholm, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg und Bad Bramstedt. Die ehrenamtlichen Ämterlotsen sollen die Hilfesuchenden bei Behördengängen unterstützen und begleiten. Sie helfen bei der Antragstellung und bereiten im Vorwege den Ämterbesuch vor. Sie tragen benötigte Unterlagen zusammen, fi nden das zuständige Amt heraus und vereinbaren dort einen Termin.

ihre letzte Begleitung. In diesem Fall war es wichtig, hinterher das Gespräch in der Behörde noch einmal durchzugehen und der Frau die Rückmeldung zu geben, wie souverän sie wirkte. „Im Grunde ist es unser Ziel, uns überflüssig zu machen“, findet die Freiberuflerin, die ungefähr vier Stunden pro Woche in das Ehrenamt investiert. Wenn sie im Bekanntenkreis davon erzählt, wird sie oft gefragt: „Kann ich das auch in Anspruch nehmen?“ Dazu gibt es ein klares „Ja“ als Antwort von Uwe Dorendorf. „Unser Angebot steht jedem offen, der sich Unterstützung wünscht.“ Er freut sich über jeden, der Interesse hat ehrenamtlich mitzuarbeiten, denn die Nachfrage steigt. „Toll wäre es, noch mehr Kieler mit Migrationshintergrund dabeizuhaben.“

Ein Ämterlotse tritt als Beobachter, Vermittler, moralischer Unterstützer auf. Die Begleitung ersetzt keine fachliche Beratung und erfolgt nicht im Sinne der Vertretung. Die ehrenamtlichen Ämterlotsen sollten Interesse an sozialrechtlichen Fragestellungen haben, Interesse daran haben, andere Menschen zu begleiten und ein selbstsicheres Auftreten im Umgang mit Behörden mitbringen. Vor dem ersten Einsatz erfolgt eine Schulung beim Diakonischen Werk. Das Projekt finanziert sich ausschließlich aus Spenden.

32 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 32

14.08.2010 20:49:47 Uhr

Fotos: Shutterstock

Info-Ecke


Fachwissen

Info-Ecke

Organspende schenkt Leben

Was ist eine Organtransplantation?

Fotos: Shutterstock

Bei einer Organtransplantation handelt es sich um die Übertragung (lat. transplantare=verpflanzen) von funktionstüchtigen Organen oder Geweben eines Verstorbenen auf einen schwer kranken oder beeinträchtigten Menschen. Ziel solcher Operationen ist es, mit Hilfe der übertragenen Organe oder Gewebe dem Kranken die verloren gegangene Funktion eigener Organe oder Gewebe wiederzugeben. Insbesondere folgende Organe lassen sich derzeit transplantieren: Herz, Lunge, Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse und Darm. Sie stammen von medizinisch geeigneten Verstor-

benen, deren Tod von zwei unabhängigen Ärzten festgestellt wurde und bei denen eine Zustimmung zur Organentnahme vorlag. Bis zur Organentnahme wird der Blutkreislauf im Körper der Verstorbenen aufrechterhalten. Für eine Niere oder einen Teil der Leber oder anderer Organe kommt unter bestimmten Umständen eine Lebendspende in Betracht. Zu den Geweben, die sich verpflanzen lassen, gehören die Gehörknöchelchen des Mittelohrs und die Hornhaut der Augen. Sie lassen sich bei verstorbenen Spendern noch Stunden nach dem Tod entnehmen.

Mit einem Organspendeausweis schaffen Sie Klarheit und ersparen Ihren Angehörigen unter Umständen eine große Belastung. Fragen zur Organspende? Gebührenfreies Infotelefon: 0800 – 90 40 400 Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr und Samstag 9 bis 13 Uhr www.organspende-info.de

Spezialisten im Norden Stil- und Imageberatung

stil plus ∙ Kerstin Stegert

Hof Wunderberg ∙ 24637 Schillsdorf Unser Angebot (0 43 94) 99 24 12 ∙ info@stil-plus.de

Farbberatung für Herren, inkl. Pass . . . . . . . 110 €

Blickfang

Farbberatung für Damen, inkl. Pass (mit Make-up) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120 €

Hier könnte auch KombinierteIhre Typberatung Anzeige stehen.

Stilberatung inkl. Mappe . . . . . . . . . . . . . . . . 120 € (Farb- und Stilberatung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199 €

Fragen? Tel. 04393-969754

Oderstraße 66 24539 NeumünsterImageberatung anzeigen@gesundheit-im-norden.com (Typberatung + Business) . . . . . . . . . . . . . . . . . 220 €

Tel.: 04321-261222, Fax.: 04321-994555

Floristik und Accessoires für Garten, Haus und Seele Hauptstraße 2, 24623 Großenaspe 04327-978939

Das Angebot gilt bis zum 30.06.2010.

diakonie-altholstein.de

www.

stil plus · Kerstin Stegert Hof Wunderberg · 24637 Schillsdorf Keininfo@stil-plus.de Verkauf Telefon: (0 43 94) 99 24 12 · E-Mail:

04321/43606 ohne Tipps

vom Profi! www.clausen-immob.de

...mehr als Pflege

Rufen Sie einfach an!

Anz_100x143mm.indd 1

der meistgekaufte Tel. Treppenlift

14.01.2010 9:45:08 Uhr

0 43 21/ 4 36 06

Jan-Dirk Clausen Diplom-Sachverständiger (DIA) www.clausenimmob.de

Lifta GmbH, Abt. GIN 03, Horbeller Straße 33, 50858 Köln, www.lifta.de

3x in Neumünster www.gesundfabrik.de

33 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 33

14.08.2010 20:50:23 Uhr


Fachwissen

Besenreiser

Besenreiser schonend entfernen –

Endlich wieder Bein zeigen! Ein Artikel von Dr. Johannes Müller-Steinmann, Hautarzt und Laser-Experte aus Kiel

M

anch eine/r würde gerne wieder mehr Bein zeigen – wenn die unschönen roten Äderchen nicht wären! Doch mit Besenreisern braucht sich niemand abzufi nden. Die störenden Verunzierungen lassen sich mit modernen Behandlungsverfahren sicher und schonend entfernen. Besenreiser sind – wie Krampfadern – eine Zivilisationskrankheit. Unsere moderne Lebensweise mit überwiegend sitzenden oder stehenden Tätigkeiten, aber wenig Bewegung im Alltag gefährdet die Venengesundheit (siehe Kasten 1). Bei Besenreiservarizen handelt es sich um feine, erweiterte Äderchen, die direkt unter der Hautoberfläche liegen und rötlich oder bläulich durch die Haut schimmern. Manchmal sehen die Verästelungen der Besenreiser tatsächlich aus wie zu einem Besen zusammengebundenes Reisig. Besenreiservarizen gelten zwar als harmlos. Treten sie gehäuft auf, können sie jedoch einen ersten Warnhinweis auf eine ernstzunehmende Venenschwäche, eine sogenannte chronisch venöse Insuffizienz geben. Daher sollte man Varizen von einem Venenspezialisten (Phlebologe) abklären lassen. Müde, schwere Beine und Schwellungen der Knöchel und Unterschenkel können ebenfalls auf ein Venenleiden hindeuten, das frühzeitig behandelt werden sollte.

Aktiv für gesunde Venen Für gesunde Beinvenen gilt die Faustregel: Besser liegen und gehen als sitzen und stehen! Zwischendurch tut etwas Venen-Gymnastik gut: Bei langem Stehen ab und zu in den Zehenstand wippen und wieder zurück. Im Sitzen die Fersen aufstellen und die Zehen mehrmals heranziehen oder die Füße anheben und aus den Sprunggelenken kreisen lassen. Öfter mal die Beine hochlegen. In Stehberufen, beispielsweise im Verkauf oder im Friseurhandwerk, sind Stützstrümpfe empfehlenswert, die heute dank moderner Garne und Farben durchaus hautfreundlich sind und attraktiv aussehen können. In Bewegung bleiben: Wo möglich, das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen, Treppe statt Fahrstuhl benutzen. Wer zu Venenproblemen neigt, sollte große Hitze, zu viel Sonne, Thermalbäder und die Sauna meiden. An Übergewicht tragen die Beinvenen buchstäblich schwer. Regelmäßige Bewegung und eine gesunde, ausgewogene Ernährung sorgen für „Entlastung“.

Sklerotherapie bei Besenreisern empfehlenswert

Auch wenn Besenreiser allein keinen Krankheitswert haben, können sie kosmetisch doch sehr stören. Venenmittel und -salben wirken zwar bei geschwollenen Beinen angenehm kühlend und lindern Spannungs- und Schweregefühle. Besenreiser oder gar größere Krampfadern lassen sich damit aber nicht zum Verschwinden bringen. Um die unschönen Verunzierungen der Beine zu entfernen, wird eine Sklerosierungsbehandlung empfohlen. Bei Besenreisern gilt die Verödung als Standardtherapie, wird aber auch bei Krampfadern zunehmend als schonende Alternative zum „Strippen“ der Vene eingesetzt. Wir bevorzugen eine Schaumverödung, wobei anstatt eines herkömmlichen flüssigen Medikaments ein Schaum direkt in die betroffenen Gefäße eingespritzt wird. Das unterbindet die Blutversorgung und die Venenwände verkleben. Der Organismus baut das verödete Gefäß dann nach und nach ab.

Besenreiser lassen sich auch lasern

Venen sind Schwerstarbeiter

Besenreiser lassen sich mit einem Blutgefäßlaser innerhalb von Sekundenbruchteilen verschweißen. Wirkprinzip ist die sogenannte selektive Photothermolyse: Das Laserlicht gibt seine Energie gezielt an den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin ab. Bei richtiger Dosierung der Strahlendosis wird durch die Wärmewirkung nur das Blutgefäß verschlossen, ohne dass es zu Schädigungen des umliegenden Gewebes kommt. Die verschweißten Gefäße werden vom Körper abgebaut und verschwinden im Laufe der Zeit völlig. Um ein optimales kosmetische Ergebnis zu gewährleisten und Nebenwirkungen wie Narbenbildungen oder Pigmentierungen zu vermeiden, gehört sowohl die Sklerotherapie als auch die Laserbehandlung in die Hand eines phlebologisch ausgebildeten Dermatologen, der mit dieser Methode viel Erfahrung hat.

Als Tribut an den „aufrechten Gang“ des Menschen müssen die Beinvenen Schwerstarbeit verrichten, um das Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen zu transportieren. Eine Muskel-Venen-Pumpe in den Waden hält dabei den Blutkreislauf in Schwung: Bei Bewegung, insbesondere im Bereich der Sprunggelenke, presst die Unterschenkelmuskulatur die Venen zusammen, das Blut wird in Richtung Herz gepumpt. Venenklappen verhindern wie ein Rückschlagventil einen Rückstau des Blutes in die Füße.

34 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 34

14.08.2010 20:50:26 Uhr


Gesundheit im Alltag

Fußpflege © Peter Atkins - Fotolia.com

Weil sie so wenig Beachtung finden:

Zeigt her Eure Füße! Viele Menschen leiden unter durchgelaufenen Füßen, eingewachsenen Nägeln, Hühneraugen und Hautreizungen. Jahrelanges Gehen und Stehen in falschem Schuhwerk und Übergewicht können die Ursachen sein. Zu kleine oder hohe Schuhe können viel Schaden anrichten. Achten Sie auf gut sitzende Schuhe, die Bewegung zulassen und eine weiche Sohle zum Abfedern haben. Der ideale Schuh ist aber der „ohne Schuh“. Stärken Sie Ihre Füße so oft es geht durch Barfußlaufen. Die Muskulatur braucht Aufgaben, um sich zu kräftigen. Im Sitzen kann man das Training durch Bewegung der Zehen fortführen. Sortieren Sie doch mal Murmeln mit den Zehen oder spreizen und strecken Sie diese ganz bewusst ein paar Mal. Füße sind für eine sorgsame Behandlung dankbar. Beginnen

Sie mit einem entspannenden Fußbad im warmen Wasser. Düfte und pflegende Badezusätze tun ihr Übriges für das Wohlbefinden. Nach dem Bad massieren Sie die Füße mit einer feuchtigkeitsspendenden Fußcreme. Bei brennenden Füßen ist ein kühlendes Gel vorzuziehen. Abschließend werden die Füße durch eine Massage wieder munter. Legen Sie den Fuß einfach auf das Knie und reiben Sie ihn ein wenig, damit er sich erwärmt. Die Zehen können dann einzeln mit den Fingern vorsichtig gedreht, gerieben und gedrückt werden. An der Fußsohle arbeiten Sie mit kreisenden Bewegungen. Erst fester Druck, später sanft ausstreichen. Auch bei Pflegebedürftigen, die nicht mehr mobil sind, ist die Fußpflege besonders wichtig.

Anzeige:

Der sanfte Ausweg bei Fersenschmerzen

EINLAGEN

Fersenschmerzen wirklich dauerhaft zu beseitigen, ist keine leichte Aufgabe. Die Einlage professional Ferse von Bauerfeind. ist eine wirkungsvolle Unterstützung der Therapie. Sie ist so konstruiert, dass der schmerzende Bereich sofort entlastet und zugleich die Fußgewölbe gestützt werden. Die im Volksmund oft als Fersensporn bezeichnete Erkrankung ist sehr schmerzhaft und vor allem morgens nach dem Aufstehen bei den ersten Schritten deutlich spürbar. Auch längeres Laufen oder Sport können zu erheblichen Schmerzen im Fersenbereich führen. Die Ursachen sind unterschiedlicher Natur. Auslöser können zum Beispiel eine Reizung des flächigen Sehnenstrangs an der Unterseite des Fußes oder verkürzte Fußsohlenmuskeln sein.

professional Ferse – Die neue Einlage. Der sanfte Ausweg bei Fersenschmerz

Wiederholte kleinste Verletzungen führen zur Einlagerung von kalkhaltigem Material am Sehnenansatz. Akute Schmerzen laufen nun Gefahr, chronisch zu werden. In einigen Fällen entwickelt sich die kalkige Einlagerung zu einem dornförmigen Fersensporn. Der Schmerz lässt sich mit einer entsprechenden Einlage deutlich reduzieren. Die Einlage bietet eine effektive Möglichkeit der nicht-operativen Behandlung des Fersenschmerzes. Sie vermindert den Schmerz und wirkt gleichzeitig gegen eine der Hauptursachen – die Fehlbelastung des Fußes. So entlastet die Einlage bei jedem Schritt Muskeln, Sehnen und Bänder.

Jeder zehnte Erwachsene leidet unter Schmerzen unterschiedlicher Intensität im Fersenbereich. Die Einlage professional Ferse von Bauerfeind unterstützt die Therapie bei Fersensporn und Fersenschmerzen wirkungsvoll. Sie ist so konstruiert, dass der schmerzende Bereich entlastet wird und die Fußgewölbe zugleich gestützt werden. Der Erfolg ist bereits nach kurzer Zeit spürbar. Bewegung erleben: www.bauerfeind.com/ferse

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 35

14.08.2010 20:50:32 Uhr


Unterhaltung

Kreuzworträtsel

Rätseln & Gewinnen 2

1

3

Fotos: Kur - und Tourismus Service (KTS)

Zu gewinnen gibt es 3x

„Jahreszeitenküche für die Familie – 250 Rezeptideen die leicht gelingen und allen schmecken.“

5

erschienen im GU Verlag

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

4

6

Rätseln Sie mit und gewinnen Sie mit Gesundheit im Norden und dem GU-Verlag. Senden Sie uns das Lösungswort per Brief/Postkarte an: „Gesundheit im Norden“, Stichwort „Kreuzworträtsel“ Dorfstr. 60, 24232 Tökendorf (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen), Einsendeschluss ist der 15. Dezember 2010.

Gewinnspiel: Finde die Krabbe! Einige der Anzeigen sind mit unserer Gesundheit im Norden-Krabbe „Gini“ gestempelt – wer alle fi ndet, kann gewinnen! Einfach Namen der Anzeigen-Firmen aufschreiben und per Postkarte/Brief an uns senden.

Zu gewinnen gibt es ein Wellnesswochenende für 2 Personen: – – – – –

2 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet „Norddeutscher Art“ 1x Mare Balticum (Wellnessanwendung) Bademantelset während des Aufenthaltes 1x3 Gänge-Menü in unserem Restaurant Fischers Fritz Nutzung unseres Wellnessbereichs Birke Day Spa inklusive der Saunen, des Soledampfbades sowie des Schwimmbades.

Antwort an: Gesundheit im Norden - Dorfstr. 60, 24232 Tökendorf, Stichwort: „Gini“ Einsendeschluss ist der 15. Dezember 2010.

36 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 36

14.08.2010 20:51:05 Uhr


Anzeigen:

Unterhaltung

Sie möchten

leichter

Foto: Shutterstock

6

5

1

4

3

8

7

9

2

· zielführende Teamsitzungen?

2

8

4

9

7

1

3

6

5

9

7

3

6

5

2

8

1

4

· effiziente Dienstbesprechungen?

5

9

6

7

1

4

2

8

3

7

1

2

3

8

6

4

5

9

3

4

8

2

9

5

6

7

1

4

2

9

5

6

7

1

3

8

8

6

5

1

2

3

9

4

7

1

3

7

8

4

9

5

2

6

· kompetent Gespräche führen?

Sprechen Sie uns an! Gerne übernehmen wir die Moderation von Sitzungen und Arbeitstreffen und/ oder vermitteln Ihnen die Grundlagen der Gesprächsführung.

schwieriger

5

9

3

6

8

1

7

2

7

1

8

4

9

2

6

3

5

2

3

6

1

5

7

8

4

9

3

6

2

5

1

9

4

8

7

8

4

5

2

7

3

9

1

6

9

7

1

6

8

4

5

2

3

1

9

4

7

3

6

2

5

8

5

8

3

9

2

1

7

6

4

6

2

7

8

4

5

3

9

1

Nicola Harder, M.A. Kauffrau/Soziologin Telefon: 0431/58 78 465 E-Mail: info@sprachsinn.de www.sprachsinn.de

Lösung unten 2

6

8 9

1

7

9

4

8

6

3

3

2

1

7

5

4

7 3 4 1 5 2 6 8 9

8 9 7 6 2 5 1 4 3

4 2 3 8 7 1 5 9 6

5 1 6 4 3 9 7 2 8

3 7 2 5 9 4 8 6 1

9 6 5 2 1 8 4 3 7

1 4 8 3 6 7 9 5 2

Lösung oben

5

Rätselgestaltung: www.ohnekopf.de

4

1 8 4 3

3 6 2 4 1

7

9

5

7

9

8

2

5

6

7 5 9 8 2 6 3 4 1

8 1 5 2 3 7 6 9 4

4 2 6 9 8 1 5 7 3

9 3 7 5 6 4 2 1 8

5 9 1 6 4 2 8 3 7

2 4 3 7 5 8 1 6 9

6 7 8 1 9 3 4 5 2

37 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 37

14.08.2010 20:51:16 Uhr


Anzeige

JubiläumspreisE

bei Kowsky.

Nix wie hin !

Fit für den Urlaub mit Mediven Travel® Thrombose-Strümpfe für die Reise. Fördern die Durchblutung, speziell bei langem Sitzen in Auto, Flugzeug oder Bahn. att zt st

t Jetz f h au auc pt: e Rez

0

39,9

0

9,9 ur 2

jet

n

Hallufix Hallus Valgus Schiene

von Russka – korrigiert die Großzehenfehlstellung nicht nur in Ruhe, sondern auch beim Gehen und Stehen – lässt sich in fast jedem Schuh tragen – stützt den Fuß auf Schritt und Tritt – kann vorbeugend und postoperativ eingesetzt werden – verkürzt die Reha-Dauer nach einer Hallux Valgus Operation

Greifhilfen

0

68,5

SISSEL® SITFIT® Fitness für Rücken, Fuß und Bein. Auch zur Venengymnastik.

ab

0 27,9

Preise gelten immer nur zur Angebotszeit oder solange der Vorrat reicht. Nicht alle Produkte zählen zu unserem Standardsortiment.

von Russka – unterstützt bewegungseingeschränkte Personen beim Aufheben und Heranholen ohne Bücken und Strecken – mit runden Gummisaugern für einen sicheren Halt der Gegenstände – Bedienung mit ganzer Hand – ideal für Personen mit eingeschränkter Fingerkraft – besonders langlebige Verarbeitung – auch zum Aufheben kleiner Gegenstände geeignet.

5 19,9

Angebote gelten vom 1. September bis 31. November 2010 in unseren Filialen in Plön und Neumünster.

Kuhberg 23, 24534 Neumünster Bahnhofstraße 11, 24306 Plön

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 38

www.kowsky.com

14.08.2010 20:51:37 Uhr


NEU im

!

Neu

Chung Shi Schuhe:

nt:

e ortim

S

Contour USB Blutzuckermessgerät

von BAYER Das erste Messgerät mit Plug and Play Diabetes Management System. – Farbdisplay – intuitive Bedienung – kurze Messzeit/Geringe Blutmenge – wiederaufladbarer Akku

Chung Shi - „Anti Step“ Modelle z. B.: „Chicago“ (Abbildung) – abgerundete Sohle aktiviert und kräftigt die Muskulatur – double Neovent Technologie im hinteren Bereich der Sohle sorgt für ein unvergleichlich komfortables Gefühl beim Auftreten und Gehen – aufrechte Haltung – gelenkschonender Gang in Folge des Muskeltrainings – Aktivierung der Muskulatur

5

49,9

Omron CompAir Inhalationsgerät

 ,98 9 9 1

0 29,9

0%

Professionelles Kompressor Inhalationsgerät – einfache Reinigung & Desinfektion – leise Verneblung – kompakte Bauform – inkl. praktische Tragetasche für Transport und Aufbewahrung – effiziente Inhalation durch V.V.T.Technologie – integrierter Halter für Verneblerteil – inkl. Kinder/Erwachsenen-Maske

Safepant Hüftschutzhose Startset (Hose mit 2 Protektoren)

von Medsorg – der Active-Protektor erfüllt höchste Qualitätsansprüche bei einer Materialstärke von nur ca. 1,2 cm – besonders atmungsaktiv – waschbar über 90º – trocknergeeignet

-1

0

89,9 G ra

t is

daz 1 u SenPaket : i La S u p dy ( VKer Preis

6 ,5 0

€)

Original Schlafkissen Gr. M von Tempur Das TEMPUR Original-Schlafkissen wurde zusammen mit Physiotherapeuten entwickelt. Es passt sich den Konturen Ihres Nackens und Kopfes exakt an und gibt Ihrer Nacken- und Schultermuskulatur bestmöglichen Halt. Das Original-Schlafkissen ist ein Stützkissen und wird all jenen empfohlen, die unter Rücken- oder Nackenschmerzen leiden oder ein Stützkissen bevorzugen.

,-  109

Bodyguard Slip Bei Blasenschwäche - zuverlässig und diskret. Einfachste Anwendung durch Einlegen einer Einlage oder Vorlage Ihrer Wahl.

0

20,5

Seit 1910 aktiv – für Ihre Gesundheit!

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 39

14.08.2010 20:51:57 Uhr


Foto: Shutterstock

Kommentar

Neulich, im Rollstuhl:

Foto: Anja Teufel

Gerda Behrends, geboren 1956, ist seit ihrem 2. Lebensjahr nach einer Polioerkrankung auf die Benutzung eines Rollstuhles angewiesen. Die Meeresbiologin ist seit Langem in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung aktiv. 1999 hat sie die Forschung aufgegeben, um auch hauptamtlich behindertenpolitisch tätig zu sein. Sie ist jetzt beim Landesverband Schleswig-Holstein der Lebenshilfe im Projekt „Inklusionsbüro“ tätig und arbeitet außerdem ehrenamtlich im Vorstand des Vereins „Unterwegs ohne Grenzen e.V.“.

Neulich,

im Rollstuhl:

von Gerda Behrends

Der siebte Sinn oder: das Fehlen der Schilder Vielfach ist über den ausufernden deutschen Schilderwald berichtet worden. Es gibt allerdings einen Bereich, in dem der Schilderwald eher schütter ist: die Kennzeichnung von speziellen Einrichtungen für RollstuhlfahrerInnen. Offensichtlich wird davon ausgegangen, dass NutzerInnen von Rollstühlen selbstverständlich über einen siebten Sinn zum Erahnen von mehr oder weniger barrierefreien Seiten-, Neben- und Hintereingängen verfügen – vielleicht als Nachteilsausgleich für die Einschränkungen, die mit der Gehbehinderung verbunden sind. Anders ist es nicht zu erklären, dass jeglicher Hinweis auf das Vorhandensein solcher Möglichkeiten so oft fehlt. Beispiel Fachhochschule in Kiel: Am Haupteingang des Hochhauses befinden sich einige Stufen. Ein Mensch im Rollstuhl, der neu dort ankommt, wird ratlos davor stehen, eine Reihe mehr oder weniger unanständiger Worte denken und frustriert wieder wegfahren, weil dieses Gebäude nicht erreichbar ist. Wie sollte er auch ah-

nen, dass sich an der Seite des Hauses ein perfekt barrierefreier Eingang befindet mit automatisch öffnender Tür, die direkt zum Aufzug führt, mit dem man bequem alle Stockwerke erreichen kann und vor der zudem zwei Rollstuhl-Parkplätze eingerichtet sind! Es fehlt nämlich leider – Sie ahnen es schon – ein Schild am Haupteingang, das darauf hinweist. Ein kleiner Zettel mit dem Rollisymbol, einem Pfeil und – wenn es denn ganz luxuriös sein soll – dem Text „Bitte den Seiteneingang benutzen“ würde schon genügen; Kostenpunkt etwa 10 ct für die Kopie, Arbeitsaufwand etwa 10 Minuten. Einmal ins Gebäude gelangt, stellt sich manchmal die Frage nach einem erreich- und nutzbaren WC. Im 4. Stockwerk gibt es eine perfekt barrierefreie Toilette. Und es gibt sogar einen Hinweis: Der Standort dieser Toilette ist ausgeschildert – im Foyer, also dort, wo man als RollinutzerIn normalerweise nicht hinkommt wegen der erwähnten Stufen am Eingang. Im Aufzug oder auf den überall aushängenden Notfall-Fluchtplänen wäre der Hinweis sehr hilfreich – zu-

mal auch nicht alle Angestellten auf Nachfrage den Geheimtipp kennen – hier bringt er eher wenig. Entsprechende Vorschläge zur kostengünstigen und sinnvollen Beschilderung hatten einige RollinutzerInnen übrigens vor nunmehr eineinhalb Jahren im Rahmen eines Workshops zum Thema „Barrierefreier Campus“ gemacht – nun ja, gut Ding will Weile haben. Im Bundesgleichstellungsgesetz ist „barrierefrei“ definiert als „in der allgemein üblichen Weise“ erreich- und nutzbar. Das ist bei Altbauten nicht immer machbar. Wenn die „allgemein übliche Weise“ nicht umsetzbar ist, sollte aber doch wenigstens dafür gesorgt werden, dass die speziellen Einrichtungen auch gefunden werden können. Und für RollstuhlnutzerInnen lohnt es sich auf jeden Fall, einen siebten Sinn für eben solche Neben- und Hintereingänge zu entwickeln. gb

40 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 40

14.08.2010 20:52:08 Uhr


Tee Tee Tee

Foto: © SBarbara Dudzinska – Fotolia.com

Genießen und Verwöhnen

Tea Time

Das älteste Getränk der Welt

T

ee ist Kulturgut. Wir Deutschen trinken ca. 25 Liter im Jahr. Friesen sogar das Zehnfache. Japaner haben ihre Tee-Zeremonie und die Briten den „Five o´clock tea“. Tee ist Heilpfl anze und Seelentröster.

Bei grünem Tee liegt die Ziehdauer nur bei 1-2 Minuten. Generell gilt: Langes Ziehen wirkt eher beruhigend, kurzes Ziehen anregend. Teeblätter sind sehr empfindlich. Bewahren Sie Tees deshalb immer luftdicht auf.

Foto: © Sandra Cunningham – Fotolia.com

Ist Tee gesund?

Den im Tee enthaltenen Gerbstoffen (Tannine) schreibt man neben einer stopfenden Wirkung bei Durchfall entzündungshemmende Eigenschaften zu. Zahlreichen Studien zufolge senkt grüner Tee das Herzinfarktrisiko. Schwarzer Tee kann Osteoporose vorbeugen und schützt die Gefäße. Er enthält viel Fluorid. Das stärkt die Zähne und beugt Karies vor. Darüber hinaus findet man in jedem Tee wichtige Nährstoffe wie Kalium, Mangan und Vitamin B.

Was unterscheidet grünen, schwarzen und weißen Tee?

Alle „echten“ Teesorten stammen aus der gleichen Pflanze, dem Teestrauch Camellia sinensis. Die Unterschiede ergeben sich nur durch die Verarbeitung. Weißer Tee entsteht durch natürliches Welken. Werden die Blätter unter Hitzeeinwirkung getrocknet, wird daraus grüner Tee. Durch Rollen und Pressen entwickelt sich das besondere Aroma und es entsteht Schwarztee.

Pflanze und gehört zu den Hülsenfrüchtlern. Seit Anfang der 1990er Jahre ist Rooibos in Deutschland für Aufgussgetränke als koffeinfreie Alternative zu Tee populär geworden.

Koffein, Tein oder ohne?

Schwarzer Tee enthält Koffein, welZubereitung – Tee mag sich nicht ches man früher in diesem Zusammendrängen lassen hang auch als Tein bezeichnet hat. Teeblätter entfalten sich besser, wenn In einer Tasse schwarzem Tee (125 sie lose aufgebrüht werden. In einem ml) sind etwa 20 bis 50 Milligramm Tee-Ei z.B. sind die Blätter zu sehr ge- Koffein enthalten. Im Vergleich dazu drängt, um ihr Aroma entfalten zu enthält eine Tasse Kaffee 50 bis 130 können. Vor dem Trinken kann man Milligramm. den Tee dann durch ein Sieb umgie- Rotbuschtee dagegen ist nur ein teeßen. Bei schwarzem Tee beträgt die ähnliches Aufgussgetränk aus Pflanoptimale Ziehzeit 3 Minuten. Danach zenteilen des Rotbuschs bzw. Rooibos. lösen sich Gerbstoffe aus dem Wasser, Der Rotbusch ist eine nur auf den Zedie Magenprobleme auslösen können. dernbergen Südafrikas beheimatete

Machen Sie ein Ritual aus der Zubereitung des Tees, so werden auch Stresshormone abgebaut. Stressbedingte Krankheiten wie z.B. Bluthochdruck treten seltener auf, wenn Sie sich Zeit für eine gute Tasse Tee nehmen. So kann man sich eine bestimmte Tageszeit vornehmen und sich auf die wohlverdiente Teepause freuen. Denn Hektik passt nicht zu diesem Getränk und das allein ist schon Medizin für die Seele. bb

41 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 41

14.08.2010 20:52:18 Uhr


Fachwissen

Blasenentzündung Foto: © Adam Gregor – Fotolia.com

Die wiederkehrende Blasenentzündung – kein Kraut dagegen gewachsen? Betroffene beklagen in erster Linie brennende Schmerzen beim Wasserlassen und häufigen Harndrang. Auch nach Entleerung der Harnblase kommt es oft zu krampfartigen Schmerzen, die gefürchtet sind und zu einer Verringerung der Trinkmenge führen. Gerade dies ist falsch! Selbst ein unfreiwilliger Harnverlust kommt zeitweise vor, wobei man dann von einer (Drang-) Inkontinenz spricht. Ein Zeichen, das in aller Regel alle Patienten zum Urologen, Hausarzt oder Gynäkologen treibt, ist der „rote Urin“. Eine Verfärbung durch Blutbeimischungen.

Was tun?

D

ie meisten Frauen (und auch einige Männer) kennen es: Millionen von Menschen leiden jährlich an wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. Von einer Blasenentzündung (Zystitis) sind Frauen bis zum 60. Lebensjahr etwa 10-mal häufiger als Männer betroffen. Jede zweite erwachsene Frau hat schon eine Blasenentzündung erlebt, wobei häufig wiederkehrende (rezidivierende) Blasenentzündungen auftreten. Dabei wird auch oft von einer „Reizblase“ gesprochen, was wissenschaftlich gesehen sehr ungenau und unkorrekt ist.

Es ist immer richtig, sofort viel zu trinken und die Harnwege zu durchspülen. Dies kann man ruhigen Gewissens 24 Stunden lang tun, um z.B. Bakterien aus der Harnblase zu entfernen. Harntees mit Extrakten aus Goldrute, Birkenblättern und Orthosiphonblättern sind nützlich, denn sie haben eine harntreibende, krampflösende und entzündungshemmende Wirkung. Auch sollte der gute Bärentraubenblättertee nicht vergessen werden, denn er enthält eine Substanz, die sogar bakterientötend wirken kann. Eine Beratung in der Apotheke ist immer angeraten. Schlussendlich kann man auch den Urin ansäuern, was man mit Vitamin C-Pulver, dem Genuss von rotem Fleisch oder auch einer Aminosäure (Methionin) erreichen kann. In den letzten Jahren sehr in Mode gekommen sind auch Säfte von Preiselbeeren oder der Moosbeere (Cranberry), die es heute auch schon in Kapselform gibt. Mit all diesen Maßnahmen unterstützt man die körpereigene Abwehr in ihrem Versuch, eine Blasenentzündung loszuwerden. Sollten die Beschwerden jedoch über 48 Stunden anhalten, so empfiehlt sich der Besuch bei einem

Arzt, insbesondere bei steigenden Temperaturen, Flankenschmerzen oder sogar Schüttelfrost. Der Arzt, ein Urologe, wird dann auf Ursachensuche gehen, wobei meistens jedoch harmlose Ursachen ausgemacht werden können.

Darmkeime als Hauptverursacher In ca. 80% der Fälle ist der Übeltäter ein Darmkeim mit Namen E. coli, der normalerweise im Darm eines jeden Menschen lebt und in aller Regel über die Haut in den Genitalbereich gelangt. Bei jüngeren Frauen ist die Übertragung hauptsächlich durch sexuelle Aktivitäten gegeben, jedoch kommen auch ein lokaler Hormonmangel (Östrogenmangel), insbesondere im Klimakterium, wie auch die Einnahme der „Pille“ oder eine Schwangerschaft in Frage. Die wiederkehrende Blasenentzündung kann aber auch andere Ursachen haben, wie z.B. eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), eine Blasen-, Genital- oder auch Harnröhrenfehlbildung (z.B. eine Harnröhrenenge) oder auch sexuell übertragbare Erreger (sogenannte STD-Erreger). In seltenen Fällen finden sich auch Blasensteine oder Fremdkörper in der Harnblase. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen spricht man heute nicht

Foto: © Sam Slade – Fotolia.com

„Es brennt“

In ca. 80% der Fälle für die Blasenentzündung verantwortlich: E. coli

42 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 42

14.08.2010 20:54:14 Uhr


Fachwissen mehr so sehr von einer „chronischen Blasenentzündung“, sondern von Re- oder Neuinfektionen. Denn man hat mit wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden herausgefunden, dass man sich bei einer Blasenentzündung jeweils wieder neu mit Coli-Keimen oder anderen Darm- oder Hautbakterien infiziert. In den letzten Jahren rückten mehr und mehr die etwa 30 verschiedenen Erreger von sexuell übertragbaren Erkrankungen (STD) in den Vordergrund. Welche Erreger sind es, die den überwiegend jüngeren Menschen das Leben erschweren können? Den Löwenanteil machen Bakterien aus, die unter dem Namen Chlamydien oder Mykoplasmen bekannt sind, aber auch zunehmend erneut Erreger der Gonorrhoe (Tripper) oder der Syphilis. Eine immer wichtiger werdende Gruppe von Erregern sind Viren, Kleinstlebewesen, dem die Medizin noch nicht so richtig in jedem Falle beikommen kann (z.B. HPV-Viren). Wähnte man bis vor einigen Jahren die klassischen Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Gonorrhoe als

Blasenentzündung überwunden, so tauchen diese Erkrankungen in den großstädtischen Minderheiten und Risikogruppen wieder auf. Auch ist eine gewisse Gleichgültigkeit oder auch nur Unwissenheit gegenüber der HIV-Ansteckung (AIDS) leider wieder zu beobachten.

Wie bemerkt man eine Entzündung? Die Erscheinung bei einer Ansteckung reicht von ganz einfachem, oft anhaltenden Juckreiz bis hin zum eitrigen Ausfluss aus der Harnröhre oder Scheide. Oft ist der Partner davon nicht betroffen und erst wiederholte Blasenentzündungen bei Frauen führen dann zu einer genauen Untersuchung beim Urologen oder Frauenarzt. Erfolgt keine Behandlung, so hat dies oft tragische Folgen, gerade für junge Menschen. Sie verlieren oft ihre Zeugungsfähigkeit und bleiben kinderlos. Eine wiederkehrende Blasenentzündung der Frau ist oft der Anlass für eine genauere Untersuchung, die dann zu einer Behandlung beider Ge-

schlechtspartner führen muss.

Als Faustregel bleibt: Nach 2 oder 3 wiederkehrenden Harnwegsinfektionen (Blasenentzündungen) sollte immer eine Diagnostik erfolgen, die nicht eingreifend, einfach und schnell durchzuführen ist. Es sollten für die Zukunft dann Regeln beachtet werden, die als Rezidivprophylaxe (Vorbeugung) vom Arzt empfohlen wird. Dies kann z.B. durch die Einnahme einer Tablette nach dem Geschlechtsverkehr erfolgen, oder aber auch ganz einfach in der Beachtung einfacher Hygieneregeln. Enge Kleidung, kalte Getränke, Sitzen auf Steinen etc. jedenfalls führen nicht zu einem Harnwegsinfekt. Die Ursache sind immer Krankheitskeime, die sich in dieser Region aufhalten. Reinhard Laszig – Facharzt für Urologie Urologie-Zentrum am Alten Markt in Kiel www.urologe-kiel.de

Anzeige:

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 43

14.08.2010 21:37:52 Uhr


Unterhaltung

Kurzkrimi

Prolog: Allein die Anwesenheit von Knut Hansen in leitender Position der Kieler Polizeibehörde war für deren Pressesprecher schon eine mittelschwere Katastrophe. Ein bisschen war es so, als würde in den Niederlanden eine „Frau Antje“ als Chef-Ermittlerin auftreten. Die meisten Menschen hätten Knut Hansen wohl als „Original“ bezeichnet - sein Name klang wie der Künstlername eines Hafenmusikanten und seine Erscheinung stand dem in nichts nach. Die von ihm bevorzugte Kleidung, bestehend aus Jeans, Troyer und Seemannsmütze, zusammengenommen mit seiner etwas spröden, wortkargen Art ließen ihn wie den perfekten Leuchtturmwärter oder Fischkutterkapitän wirken - einen Posten bei der Polizei, geschweige denn als Hauptkommissar traute ihm, auch auf den zweiten Blick, kaum jemand zu. Aufgewachsen war er auf der nordfriesischen Hallig Langeoog. Es gab nur ein anderes Kind in seinem Alter - ein dickes, zickiges Mädchen namens Suse, das mit ihm nichts zu tun haben wollte - daher beschäftigte er sich in seiner Jugend nahezu ausschließlich mit dem Lesen von Kriminalromanen. Er verließ die Insel, um die höhere Schule in Kiel zu besuchen und absolvierte anschließend die Polizeiausbildung wie im Fluge. Hansen, dessen Spitznamen in der lokalen Presse von „Inspektor Kuddeldaddeldu“ bis „Friesenbulle“ reichten, machte es nichts aus, unterschätzt oder belächelt zu werden - Kollegen mutmaßten, er würde es vielleicht gar nicht merken - aber da irrten sie sich …

An dieser Stelle von seinen großen Erfolgsfällen zu berichten, würde den Rahmen sprengen, aus Platzgründen begnügen wir uns mit seinen kleineren Erfolgen:

Die kleinen unbedeutenden Fälle von Hauptkommissar Knut Hansen aus Kiel

Gemälderaub im

Strandhotel

„Hmmm … Brötchen.“ Knut Hansen hatte wegen einer nervigen Steuerbetrugs-Angelegenheit im Kieler Stadtteil Strande ermittelt. Die Ermittlungen waren nach wochenlanger Kleinarbeit erfolgreich zu Ende gegangen und eine letzte abschließende Befragung hatte den Kommissar ins Strandhotel ‚Hof Ostsee‘ geführt. Beim Verlassen des Hotels war er durch die falsche Tür gegangen, stand nun im Speiseraum des Hotels

Illustrationen: www.ohnekopf.de, Text: Gerrit Hansen

und sog den Geruch von Kaffee und frischen Brötchen in sich auf. Ein freundliches Schild über dem Eingang wies darauf hin, dass das Frühstücksbuffet auch ‚Nichtgästen‘ zur Verfügung stehe und führte damit den Gedanken zu Ende, den der Geruch in Hansen ausgelöst hatte. Er blickte auf sein Handy. Die Mitteilung ‚15 Nachrichten‘ auf dem Display deprimierte ihn, daher schaltete er es aus und suchte sich einen schönen Tisch mit Strandblick am Fenster. Es war zurzeit die Hölle los im Präsidium und seit Wochen hatte er schon nicht mehr in Ruhe gefrühstückt. Das Geräusch des Messers im knusprigen Brötchen klang wie klassische Musik in seinen Ohren und beim Aufstreichen der Marmelade fühlte er sich wie ein Künstler, der gerade den letzten Pinselstrich vollführte. „Babababababam, getroffen!“, der Kommissar wurde jäh aus seinem Tagtraum gerissen und fast wäre ihm das Brötchen aus der Hand gefallen, als ein blonder Junge im Camouflage-Kampfanzug mit einem riesenhaften Plastikgewehr direkt in ihn hineinlief. Dieser ‚schoss‘ auf einen ebenfalls schwer gerüsteten Jungen mit schwarzen Haaren und dunklem Teint am anderen Ende des Saals. Ohne eine Entschuldigung stieß sich der Junge vom Inspektor ab und lief schnurstracks auf den anderen Jungen zu. „Leutnant Murat – fertig machen zur Operation Strandkorb.“ Der dunklere Junge brüllte zurück: „Alles klar, Commander Jan!“ und beide liefen in Richtung Ausgang, wobei sie unter lautem Getöse die Schwingtür zum Speiseraum aufstießen. Durch das Fenster konnte Hansen die beiden am Strand beobachten. Sie hatten die Waffen getauscht gegen Kompass, Fernglas und Schreibblock und veranstalteten wohl eine Art Schatzsuche

* Auf den ersten Blick mochte überraschen, dass Knut Hansen als Inselkind nicht einmal ansatzweise friesischen oder plattdeutschen Dialekt sprach. Außer seiner

95-jährigen Mutter und der dicken Suse gab es auch niemanden, der den Grund dafür wusste. Nämlich den, dass Knut schon früh anfing sich einen wertvollen Schatz an Kriminalzitaten anzueignen, und ein Satz wie „Schlechte Leute werden nicht immer aus guten Gründen ermordet“ klang nun einmal eindrucksvoller als: „Eische Lüd warrn nech jümmers wegen goote Ursoken dotslogen.“

44 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 44

14.08.2010 20:54:20 Uhr


Unterhaltung

Kurzkrimi

zwischen den Strandkörben. Von den Erholung suchenden Kurgästen am Strand ließen sich die beiden nicht stören, während sie lautstark von einem Strandkorb zum anderen tobten. Der Kommissar lächelte, denn er musste an seine Kindheit auf Langeoog denken. Diese hatte er hauptsächlich damit zugebracht, auf den Fischkuttern zu helfen oder Kriminalromane zu lesen, aber einige Male hatte auch er mit den größeren Jungen Piraten gespielt. Zwar waren die ‚Waffen‘ damals selbst gebaut aus Ästen und Strandgut – aber im Kern hatte er den Eindruck, dass sich nicht viel geändert hatte. Er trank seinen zweiten Kaffee aus, stand auf und schlenderte gut gelaunt zur Garderobe. Während er noch versuchte aus mehreren nahezu identischen Jacken seine eigene herauszusuchen, wurde er unfreiwillig Zeuge eines Gespräches an der Rezeption. Eine Frau und ein Mann flüsterten aufgebracht: „Nicht schon wieder … das kann doch nicht angehen!“ „Doch! Der ‚Leuchtturm‘ im Flur und die ‚Segelschiffe‘ im Klo“. „Und mit Botschaft, wie immer?“ „Ja, der gleiche Unsinn wie bei den anderen …“ Der Inspektor wusste nicht, wie oft in seiner Amtslaufbahn er schon ‚zufällig‘ Zeuge solcher Gespräche geworden war. Er hatte seine eigene Theorie darüber, dass sich diese Leute unbewusst besonders auffällig verhielten in der Hoffnung, dass jemand sie bei der Hand nähme und das Problem für sie löse. Langsam näherte er sich der Rezeption und hörte gerade noch: „Polizei? Unsinn, die lachen uns aus.“ ‚Bekäme ich nur einen Euro für jeden Auftritt zur richtigen Zeit‘, dachte er, seufzte und trat dramatisch zwischen den Mänteln in der Garderobe hervor. „Hauptkommissar Knut Hansen mein Name, wie kann ich Ihnen helfen?“ Die beiden Flüsterer – die sich als der Hotelmanager, ein stämmiger Mann namens Gustav Wilkens, und die Hauswirtschafterin Bärbel Winter herausstellten – stierten den Kommissar eine gefühlte Ewigkeit wie einen Poltergeist an, bevor sich Wilkens als erster wieder ansatzweise in den Griff bekam: „Was, Wie? Wo kommen Sie denn …? Ach Herr Kommissar – es ist einfach lächerlich, aber wir wissen nicht weiter. Kommen Sie doch bitte mit ins Büro.“ Kaum hatte er die Bürotür hinter sich geschlossen, redete Wilkens erregt weiter: „Es ist eigentlich ein echter Witz: Angefangen hat es letztes Jahr. Plötzlich verschwanden

Bilder von den Hotelwänden. Hauptsächlich in den frei zugänglichen Räumen, aber auch ein- oder zweimal aus Hotelzimmern. Glücklicherweise wurde es immer zuerst vom Personal bemerkt – nicht auszudenken, wenn ein Gast von diesem Skandal Wind bekommen hätte.“ Hansen lehnte sich zurück: „Naja, Skandal würde ich das ja nun nicht nennen ...“. „Sie leiten ja auch kein Hotel – Inspektor. Sie können mir glauben, dass nur die bloße Andeutung, dass irgendetwas aus den Zimmern verschwindet – ganz egal was es ist – für ein Hotel den SuperGAU darstellt. Oder würden Sie IHRE Wertsachen einem Hotel anvertrauen, das das eigene Mobiliar nicht wiederfindet?“ „Gutes Argument“, musste Hansen einräumen. Jetzt schaltete sich Frau Winter ein: „Und die Bilder sind ja nicht einfach nur weg – sondern da tanzt uns auch noch jemand auf der Nase herum …“, sie öffnete eine Schublade und holte einen Stapel Zettel heraus, die alle gleich beschriftet waren. Es waren DIN A4 Kopien eines aus Zeitungsschnipseln zusammengesetzten Textes. Da stand: BAUM ZU HOCH. HO! DIE KATZE IST DA. DIE MAUS IST TOT. DA SIEHST DU! Kommissar Hansen steckte sich die Pfeife in den Mund. „Aha, hmm. Macht das für Sie irgendeinen Sinn?“ Der Hotelmanager starrte ihn an und schüttelte geistesabwesend den Kopf. „Überhaupt nicht. Verzeihen Sie, Kommissar, aber Rauchen ist im gesamten Hotelbereich verboten.“ „Ich rauche nicht, ich denke – erzählen Sie weiter“, antwortete Hansen und schob die Pfeife, die seit vielen Jahren nicht mehr angezündet worden war in den anderen Mundwinkel. „Da gibt es nicht mehr viel zu erzählen: Die Diebstähle rissen über Winter ab. Wir ersetzten insgesamt 17 Bilder und dachten, das Thema wäre vom Tisch. Vor zwei Wochen ging es dann wieder los und seitdem sind wieder 6 Bilder verschwunden und jedes Mal hing dieser verfluchte Zettel da.“ „Was waren die Bilder denn wert?“, fragte Hansen, den die Geschichte langsam zu interessieren begann. „Das ist ja das Verrückte – das sind alles günstige Drucke,wenn‘s hoch kommt, sind die Bilder alle zusammen 300 Euro wert.

Speisesaal

Rezeption

45 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 45

14.08.2010 20:54:22 Uhr


Unterhaltung

Kurzkrimi

randbrille samt Haltekettchen. Ein Businessmann um die 40 mit grau melierten Schläfen im perfekt sitzenden, schwarzen Anzug. Und ein rotgelockter dicklicher Mann im Hawaiihemd mit Baseballcap und Kamera um den Hals. Hansen schüttelte sich – er konnte Klischees nicht ausstehen, er kam sich vor wie in einem Cluedo-Spiel. Unglaubwürdiger Fall, unglaubwürdige Verdächtige.

Illustrationen: www.ohnekopf.de, Text: Gerrit Hansen

Der Schaden für uns ist aber weitaus größer, weil einerseits die zu den Hotelfarben passenden Rahmen ziemlich teuer sind und zudem die meisten der im letzten Jahr entwendeten Bilder noch aus der Zeit der Hoteleröffnung stammten und daher für die Geschäftsleitung einigen sentimentalen Wert haben. Sie können uns glauben, wir stehen vor einem absoluten Rätsel. Letztes Jahr waren wir schon fast sicher, dass unser Mitbewerber Hermann Ralke vom ‚Haus Seeblick‘ das irgendwie eingefädelt hat, aber der ist Anfang diesen Jahres in den Ruhestand gegangen und hat sein Hotel geschlossen. Es macht mich wahnsinnig. Im Moment sind 9 Zimmer gebucht für insgesamt 20 Gäste im Hotel – alles Stammgäste – und einer davon stiehlt uns vermutlich unsere Bilder …“ Kommissar Hansen stand auf: „Verworrene Geschichte – ich seh‘ mich mal ein bisschen um und fahre dann ins Präsidium zurück.“ Kopfschüttelnd verließ er das Büro der Geschäftsleitung und ging als erstes noch einmal in den Speiseraum. Dort ließ er den Blick schweifen. Der Raum war gut halbvoll, also waren vermutlich die meisten Hotelgäste anwesend. Er war sich sicher, wer auch immer diesen Schabernack trieb, musste zu den Gästen oder dem Personal gehören. Ihm kam es am wahrscheinlichsten vor, dass der rätselhafte Dieb alleine im Hotel abgestiegen war. Und nur an drei Tischen saßen einzelne Gäste: Eine ältere Dame mit adretter Bluse und Gold-

Beim Umdrehen wurde er fast von den Beinen gerissen. Diesmal war es Murat, der andere Junge, der ungebremst in ihn hineingelaufen war. „Hoppla, Vorsicht! Feindberührung, Leutnant!“, sagte Hansen lächelnd, in bemühtem ‚guter Kumpel-Ton‘. Aus den Augen des Jungen traf den Polizisten die typische Verachtung für Erwachsene, die versuchen ‚auf cool zu machen‘. „Ach dubi dub dub dubi dub, Opi!“, schnauzte ihn der übermütige Knirps an und sein Freund, der etwas abseits stand, lachte schallend, als hätte Murat einen großen Witz erzählt. Bevor Hansen noch etwas sagen konnte, liefen die beiden in Richtung eines Doppeltisches davon, an dem offensichtlich die Familien der beiden zusammensaßen. Da kam dem Kommissar plötzlich ein Gedanke – er schmunzelte und eilte schnell zurück ins Büro. Dort saßen Herr Wilkens und Frau Winter noch zusammen und schauten überrascht auf. „Kann ich diesen Zettel nochmal sehen?“, rief Hansen beinahe euphorisch und griff sich einen der Zettel vom Tisch. „Hmm … mal sehen, hier steht: ‚BAUM ZU HOCH. HO! DIE KATZE IST DA. DIE MAUS IST TOT. HA! DA SIEHST DU!‘ … na das ist doch ganz klar: Die Bilder sind im Keller!“ Zum zweiten Male an diesem Tage war es ihm gelungen, die Führungsriege des Hotels vollständig zu verwirren. Mit offenen Mündern starrten sie den Ermittler an. Eine halbe Stunde später waren alle Bilder wieder da. Sie waren im Keller hinter einem Stapel Pappkartons versteckt gewesen. Auf Hansens Geheiß hin hatte man die Jungen Murat und Jan befragt und die hatten sich zunächst gegenseitig beschuldigt und dann zugegeben, dass sie die ersten Bilder im Vorjahr weggeräumt hatten, um den Hotelmanager zu ärgern, der ihnen verboten hatte im Foyer zu spielen. Als sie bemerkten, wie wirkungsvoll sie Wilkens und seinen Kollegen damit zusetzen konnten, beschlossen sie, das Spiel noch eine Zeitlang zu treiben. Zufällig hatten sie noch eine letzte zerknitterte Kopie des Zettels gefunden, bevor sie dieses Jahr wieder hierher in

46 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 46

14.08.2010 20:54:26 Uhr


Anzeigen:

Unterhaltung

Kurzkrimi

den Urlaub fuhren. Im Hotelfoyer stand ein Kopierer und eins gab das andere. Als die Frage allerdings auf die Botschaft zu sprechen kam, schwiegen die beiden eisern und wiederholten immer wieder, dass sie einen Geheimschwur geleistet hatten und dieses Geheimnis mit ihnen ins Grab gehen würde.

Design & Illustration: www.ohnekopf.de

Wilkens reichte Hansen einen neuen Kaffee: „Ich bin beeindruckt, Hauptkommissar – wie konnten Sie das wissen?“ „Wissen Sie, Herr Wilkens … ich bin auf einer Insel aufgewachsen, die an der schmalsten Stelle nicht mal 2 km breit ist und an der längsten nur 10 km lang. Es gab höchstens eine Handvoll Kinder, die auf der ganzen Insel verteilt wohnten. Wichtige Nachrichten wurden nachts oft per Lichtzeichen mitgeteilt – wir hatten 5-Jährige auf der Insel, die das Morse-Alphabet kannten, bevor sie schreiben konnten.“ „Und weiter?“, fragte Wilkens keinen Deut schlauer als zuvor. Hansen fuhr fort: „Die Botschaft ist codiert. Wenn man für alle Wörter mit drei oder weniger Buchstaben ‚kurz‘ einsetzt und für die anderen ‚lang‘, dann steht da ‚lang kurz lang – kurz – kurz lang kurz kurz – kurz lang kurz kurz – kurz – kurz lang kurz‘, was wiederum der Morsecode für die Buchstaben ‚K–E–L–L–E–R‘ ist. Ich wäre nie darauf gekommen, wenn ‚Leutnant Murat‘ mich im Speiseraum nicht beleidigt hätte ...“ Wilkens mischte sich ein: „Wieso, was hat der Bengel gesagt?“ Inspektor Hansen lachte: „Ehrlich – ich habe keinen blassen Schimmer. Aber es war irgendwas wie ‚Dubdidubdidub‘ und ich erkenne eine Beleidigung, wenn ich sie höre. Zudem hat der andere Knirps über die Bemerkung gelacht, als wenn sich mehr dahinter verbürge – das hat bei mir die Erinnerung an meine Kindheit geweckt. Dass die Jungen tatsächlich den Morsecode benutzt haben war Zufall – vermutlich haben sie den aus irgendeinem Detektivheftchen … Ich bin aber zuversichtlich, dass wir den Code auch geknackt hätten, wenn es sich um eine andere Art Kinder-Geheimsprache gehandelt hätte … zur Not hätte ich Spezialisten angefordert.“ Jetzt lachten beide. Hansens Handy klingelte. „Ja? Ach ja, Köppcke – hmm, ja … ja, ich bin hier auch fertig, bin schon unterwegs. Bis gleich.“ Er wandte sich dem Hotelmanager zu: „Ich denke, Sie kommen hier klar, Herr Wilkens? Ich muss jetzt leider los. Auf Wiedersehen!“ Wilkens sah dem Kommissar noch nach, bis dessen Wagen das Hotelgelände verließ und wandte sich dann wieder seiner Arbeit zu.

Mit uns bleiben Sie

mobil!

Ende Nachwort: Später gab Murat zu, dass er „dubi dub dub dubi dub“ gesagt hatte, was im Morsecode dem SMS-Kürzel ‚DN‘ für „Du Nervst“ entspricht.

Kowsky HandiCar GmbH, Oderstraße 66, 24539 Neumünster Telefon: 0 43 21 / 26 12 22, Telefax: 0 43 21 / 99 45 55 E-Mail: info@handicar.de, www.handicar.de

47 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 47

14.08.2010 20:54:32 Uhr


Unterhaltung

Horoskop

Wie stehen meine Sterne?

Die Wellnesstipps von Sonne, Mond und Mars Die verschiedenen Mondphasen, der regelmäßige Lauf der Sonne durch den Tierkreis und die aktuellen Planetenkonstellationen geben uns interessante Anregungen, was Körper und Seele jetzt besonders gut tun wird – und was eher nicht. Hinter uns liegt ein Sommer, in dem sich so mancher wohl eher überanstrengt als erholt hat. All das, womit wir Körper und Seele mehr schaden als nützen, tritt schon seit April immer deutlicher zutage. Jetzt wollen Sie endlich konsequent mehr für Ihre Gesundheit tun? Gut so! Der JungfrauNeumond am 8. September zeigt einen idealen Termin an, um endlich andere Wege im alltäglichen Umgang mit sich selbst einzuschlagen. Und zwar im großen Stil. Das raten uns Jupiter und Uranus, die von September 2010 bis Januar 2011 erneut gemeinsam in den Fischen stehen. Jetzt ist die denkbar beste Zeit, um ganz neue Meditations- oder Entspannungstechniken für sich zu entdecken. Vom Yoga bis zum geführten Tagtraum auf CD – was interessiert Sie hier schon seit längerem? Probieren Sie es doch endlich einmal aus! Auch besondere

Frei werden von altem Ballast … Zusätzlich erinnern Mars (30.7. – 15.9.) und die Sonne (23.10. – 20.10.) in der Waage nun daran, dass ausgiebige Spaziergänge an der frischen Luft oft die beste Methode sind, um sich aus eigener Kraft wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Auch Gymnastik- oder Tanzkurse können im frühen Herbst kleine Wohlfühlwunder bewirken. Wenn Ihnen dagegen vor allen Dingen daran gelegen ist, endlich rigoros mit schlechten Angewohnheiten zu brechen, dann unterstützen Sie der SkorpionMars (15.9. – 28.10.), die Skorpion-Sonne (20.10. – 22.11.) und der Neumond am 6.11. dabei mit geballter Kraft. Als besonders fruchtbar für die innere Reinigung und Regeneration dürften sich jetzt regelmäßige Saunagänge erweisen; vor allem in den abnehmenden Mondphasen vom 27.9. bis zum 6.10. und vom 26.10. bis zum 5.11.

Ausgleichssport Eine Extraportion Spaß am Sport liegt den ganzen Herbst hindurch in der Luft. Doch jetzt fließt unser Bewegungsdrang wieder moderater und na-

türlicher, nicht mehr so übertrieben und verbissen wie im Sommer. Normalerweise jedenfalls. Wer sich jedoch wann vor Überanstrengungen in Acht nehmen sollte, das zeigen Ihnen die roten Wochenfelder in der Übersicht rechts, die im Oktober zum Beispiel Widdern, Stieren und Löwen zur Rücksichtnahme auf ihr Konditionstief raten. Und Ende November, wenn Mars (28.10. – 8.12.) und die Sonne (22.11. – 22.12.) durch den Schützen wandern, sollten wir alle unseren sportlichen Ehrgeiz etwas herunterschrauben und uns lieber besinnlich bei Kerzenschein auf die Vorweihnachtszeit einstimmen. mm

Die Sternentrends der Saison wurden Ihnen übersetzt von Dr. phil. Michaela Mundt, mantische Lebensberaterin in Kiel.

Fotos: Shutterstock

Gehen Sie auf Entspannungskurs!

Maßnahmen wie Fußreflexzonenmassagen, Bachblüten- oder Aromatherapien sowie homöopathische oder kinesiologische Behandlungen stehen im kommenden halben Jahr unter einem besonders günstigen Stern.

Weitere Hinweise zum aktuellen Lauf der Gestirne finden Sie im Internet auf www.tierkreis.info in der Rubrik „Kalender“.

48 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 48

14.08.2010 20:54:43 Uhr


Unterhaltung

Horoskop

Der Trendüberblick - von Widder bis Fisch

Zeichenerklärung: = Stimmung, Kraft und Vitalität: der alljährliche persönliche Sonnenrhythmus = Aktivität, Sport und Fitness: die aktuellen Marsimpulse = Sie erkennen nun Ihre wahren Bedürfnisse. Tragen Sie ihnen auch angemessen Rechnung? = Sie haben ein Formtief. Schalten Sie nun lieber auf „Schongang“ für Körper und Seele! = Jetzt sind Sie gut in Form und sprechen positiv auf gesundheitliche Maßnahmen an.

Ihr ganz persönliches Wohlfühlprofil erschließt sich erst in einer individuellen astrologischen Analyse. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen jedoch die beiden aktuell wichtigsten Wohlfühl-Trends für Ihr Geburtszeichen an. Sie ist als Anregung gedacht, bewusst im Einklang mit dem eigenen Energierhythmus zu leben.

Hinweis: Wo „gute blaue“ und „kritisch-rote“ Impulse zusammentreffen oder ein Wochenfeld ganz frei bleibt, ist die Tendenz insgesamt als neutral einzuschätzen.

Monat:

September

Oktober

November

Widder (23.03. - 20.04.)

Stier (19.04. - 21.05.)

Zwilling (20.05. - 21.06.)

Krebs (21.06. - 22.07.)

Löwe (22.07. - 23.08.)

Jungfrau (22.08. - 23.09.)

Waage (22.09. - 23.10.)

Skorpion (23.10. - 22.11.)

Schütze (21.11. - 22.12.)

Steinbock (21.12. - 20.01.)

Wassermann (19.01. - 19.02.)

Fische (18.02. - 21.03.) Fotos: Shutterstock

Woche Mondphase E = M = V = n =

22.

23.

24.

25.

26.

27.

28.

29.

30.

31.

32.

33.

34.

V

n

E

M

V

n

E

E

M

V

n

E

M

Zunehmender Mond: Aufbauen, stärken und kräftigen, was der Unterstützung bedarf. Vollmond: Hochspannung! Mit extremen Stimmungen und physischen Reaktionen rechnen. Abnehmender Mond: Abbauen, was Körper und Seele belastet (Sport, Entschlackung usw.). Neumond: Entscheidungen treffen und neue Wege einschlagen.

49 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 49

14.08.2010 20:55:37 Uhr


Anzeigen:

Vorschau

Impressum:

INFO .JUOF

VN (SBUJT[

-8 2N(o,rd)en 9 7 ) + im

NFO N.JUOFI (SBUJT[V

"VTHBC

,d)e-8n 2N(o-8 9,) 7No +)79 +)2( im im rdenr "VTHBCF

 "VTHBCF

F FOTGSFVE TVOE-FC JU 'JUOFT (FTVOEIF SVOEVN .BHB[JO EFVUTDIF %BTOPSE %BTOPSEEFVUTDIF.BHB[JOSVOEVN( FTVOEIFJU 'JUOFTTVOE-FCFOTGSFVEF

92N(o,rd)e-8n +)7im (SBUJT

F° 4LMFSPT .VMUJQMF LIFJUNJU EJF,SBO O(FTJDIUFSO FMF EFOWJ

Ăƒ8FOO)BOEVOE'V‡ FOTGSFVEF EBT-FCFOCFSISFO TTVOE-FC ² IFJU 'JUOF

%ZTNFMJFPEFS"NQV VN(FTVOE UBUJPO° HB[JOSVOE 8JF#FUSPGGFOFEBNJUVNHFIFO VUTDIF.B %BTOPSEEF  

Birgit Burmeister Verlag UG (haftungsbeschränkt)

IzIF VHFO "VG" EFS5JFGF DI JN3FJ

INFO [VN.JUOF

 "VTHBCF

 TU F)FSC

SFVEF FCFOTG TVOE'JUOFT OEIFJU N(FTV SVOEV BHB[JO TDIF. SEEFVU %BTOP JH° XDIT F TULMFJO FUFSFJO  OE #BM[J JPO 5PSCFO VDITQPSUžF%JNFOT OFV JN5B

(SBUJT[VN.JUOFINFO



EFO° 3DLFOMFJOHSJGGNJU

JOFS&J FLU ,MF%JF,SBGU ‡FN&GG HSP  EFS0TUTFF

"MHFO 4BM[FVOE#FSOTUFJO GSEJF4FFMF

%VGUJHFT 7FSHOHFO

%BT(FIFJNOJTjUIFSJTDIFSeMF

HFIU´T² DI 8JFĂƒ VTTVOHEVS VOHTCFFJOÂż

HBCF

JFTFS"VT

"VDIJOEJFTFS"VTHBCF

-FDLFSF3F[FQUFÂ…#VDICFTQSFDIVOHÂ…(FXJOO

OHÂ…( VDICFTQSFDIV

FXJOOSjUTFMÂ…

,VS[HFTDIJDI

NJU ,3JFTF [VNJOEF O5JFS SS OF )FS jUTFMUQPTU IN BV FJ FS FO T M

NJU ,3JFTF [VNJOEF O5JFS SSjU QP OF )FS TFMU TUFS IN BV FJ  FO T M

1ÂżFHF

CF FTFS"VTHB UFÂ…#

FM01E JSC,PQ GVO SBUJPO )BMTX IM SDI0QF IFJUTHFG

*EFFOVOE

/JDIUOVSEF

-FDLFSF3F[FQ

JFOJ MJ[FJ 'BMMFO4 OEFS1P 5JQQTWP

SEFO )JMGFOG )FMGFS3BUGSEJFIjVTMJDIF

SO 8BOEFT.MM FST-VTU

"VDIJOEJ



4UJNN OH ,zSQFSIBMUV

4PXJS

8JFLMFJOF)

TTFO F&FSJDI U -BVO DLTH (VUFO4J F*IS(M (FOJF‡F )BVT SIFJUJNTIFSFJO° 4JDIF DIUBVG5SJDL

)9

)JMGFCFJ,

BQJF TF5IFS "SUISP CFLjNQGU EEJF6STBDIF

JFT #BSSJFSFGSF O 8PIOFFMGFS( VUFTUVO

2

LIFJU 7PMLTLSBO FO FJE O 7FOFOMSBNQ GBEFS

CFTQSFDIVO "VDIJOE FQUFÂ…#VDI SjUTFMÂ…,VS[HFTDIJDIUF -FDLFSF3F[ Â…4VEPLVÂ…)PSPTLPQ

UFÂ…4VEPLVÂ…

)PSPTLPQ

 FS VEPLVÂ…)P PTU  UFÂ…4

HÂ…(FXJOO

NJU , 3JFTFO JO [VN EFSS 5JFSQ )FSjUTF PTUF OFIN BV MUF S FO T JM

/PSEJD8BMLJOH

7PN(MDLEFS#FXFHVOH

%JBCFUFT JN6SMBVC

6SMBVCPIOF(SFO[FO

OEV 5BVC DINFS[F 3DLFOT CFIPCFO

jUTF BCF (FXJOOS S"VTH DIVOHÂ… JOEJFTF ICFTQSF "VDI F[FQUFÂ…#VD FSF3

MÂ…,VS[

HFTDIJDI

UFÂ…4VE

PLVÂ…)

PSPTLPQ

-FDL

SPTLPQ

JM S[HFT SQ DIJDI SjUTFMÂ…,V5JF FMUFT O SjUT BV JFTF EFS FS FO JU3 JO ) N N , [VN OFI

IM NĂ„CHSTEN HEFT:

Redaktionsanschrift: Gesundheit im Norden Vossbarg 19 24598 Boostedt Tel.: 04393-969754 Fax.: 04393-971470 Internet: www.gesundheit-im-norden.com E-Mail: anzeigen@gesundheit-im-norden.com Herausgeber: Birgit Burmeister

Die nächste „Gesundheit im Norden“ erscheint am 1. Dezember 2010. Folgende Themen sind geplant: Zähne – optimal versorgt

Art Direction: Gerrit Hansen ohnekopf - Illustration & GraďŹ k DorfstraĂ&#x;e 60, 24232 TĂśkendorf Tel.: 04348-919103 Autoren: Birgit Burmeister (bb), Gerda Behrends (gb), Jessica Conrad (jc), Ingrid Haese (ih), Gerrit Hansen (gh), Michaela Mundt (mm), Angela Wowra (aw), Ina Schmiedeberg (is)

GrĂźnes Licht fĂźr die Prostata WohlfĂźhlzaubern im Alltag: 5 Elemente KĂźche

Schlussredaktion: Angela Wowra (aw)

Haarausfall an der Wurzel packen Was tun bei trockener Haut?

Fotos: Susanne Bielenberg-Bruhn, Birgitta Kowsky, Titelfoto: Andrejs Pidjass - Fotolia.com

Winterurlaub in Schleswig-Holstein Fitness im Wasser

Anzeigen:

... und wieder mit viel Unterhaltung, Rezepten, Rätseln, RafďŹ nesse. Sie mĂśchten die Gesundheit im Norden als Service fĂźr Ihre Patienten oder Kunden in Ihrer Praxis bzw. Ihrem Geschäft auslegen? Dann kĂśnnen Sie das Magazin auch in grĂśĂ&#x;erer StĂźckzahl bestellen. Preis nach Mengenstaffel. Rufen Sie mich unverbindlich an. Birgit Burmeister Verlag, Birgit Burmeister, Tel. 04393-969754

Uwe Peters Tel.: 04321 - 187300 Claudia WeiĂ&#x; Tel.: 04392 - 915266 Georg Dzierzon Tel.: 0431/2202587 Gabriele Angenendt Tel.: 04621-304335 Cornelia Gerstner Tel.: 0202/ 2579036 Gedruckte Auage: 10.000 Exemplare

+)792(,)-8 im Norden

Fßr unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung ßbernommen. Rßcksendung nur, wenn Rßckporto beiliegt. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Alle Fotos, Beiträge und vom Verlag gestaltete Anzeigen sind urheberrechtlich geschßtzt. Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und Internet sowie Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROMs etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verlages. Zurzeit gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1. Gßltig ab 1.1.2010.

%BTOPSEEFVUTDIF.BHB[JOSVOEVN(FTVOEIFJU 'JUOFTTVOE-FCFOTGSFVEF

wir suchen eine/n

Mediaberater/in (freiberuflich)

Sie haben Vertriebserfahrung im Agentur- oder Verlagswesen? Dann senden Sie Ihre schriftliche Bewerbung an: Frau A. Wowra, Birgit Burmeister Verlag UG, Vossbarg 19, 24598 Boostedt, info@gesundheit-im-norden.com

Druck: Timm Specht, Druck und Produktion GmbH, Hamburg

50 gin_herbst_3_2010_finish9.indd 50

14.08.2010 20:57:04 Uhr

U


Anzeigen:

Timm Specht Druck & Produktion GmbH Grindelberg 13-17 20144 Hamburg Tel.: 040 752 95 00-00 Fax: 040 752 95 00-19 specht@timmspecht.de www.timmspecht.de

!

m r o F d n u e b ar n Ideen in F

vo g n u z t e s m U

Bis bald mit neuen Ideen ‌

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 51

14.08.2010 20:57:21 Uhr


(c) Rowlands / Greenpeace

Simulant? Nein. Jährlich sterben rund 300.000 Wale und Delne als nutzloser Beifang in Fischernetzen. Und das ist nur einer von vielen Gründen, warum wir uns für den Schutz der Meere einsetzen. Jetzt mitmachen unter e www.greenpeace.de / netze

gin_herbst_3_2010_finish9.indd 52 210 x 297 .indd 1

14.08.2010 14:51:18 20:57:26 Uhr Uhr 15.04.2010

Gesundheit im Norden Ausgabe 5 ­ Herbst '10  

Das norddeutsche Magazin rund um Gesundheit, Fitness, Lebensfreude Die Herbstausgabe 2010 Gedruckte Ausgabe erschienen September 2010 T...