Gesundheit im Norden Sommer 2013 Heft 16

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Ausgabe 16/Sommer 2013

Gratis zum Mitnehmen!

GESUNDHEIT im Norden

Das norddeutsche Magazin rund um Gesundheit, Fitness und Lebensfreude

Titelthema:

Ein Mann, der Barrieren abbaut Wie ein Campingplatz zum Vorbild wird

Mi t

In Schleswig-Holstein Natur erleben Ausflüge für die ganze Familie

med St e l l e izin isch n m a r k e& soz t f ü r iale Ber ufe

Bluthochdruck senken Was können wir tun?

Auftanken! Innen und außen Wasser fürs Wohlbefinden

Wie Osteoporose entsteht

Auch in dieser Ausgabe: Leckere Rezepte • Buchbesprechung • Gewinnrätsel • Kurzgeschichte • Sudoku • Horoskop

& Mi K tT zu inde ierp m r ne H rät oste hm era sel r en us teil -

und wie Sie vorbeugen können


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Editorial

Was gibt dem Leben einen Sinn? Liebe Leserin, lieber Leser, bei dem Versuch diese Frage zu beantworten, drehen sich unsere Gedanken oft im Kreis. Um da wieder herauszukommen, denken Sie einfach mal in eine andere Richtung, denn oft verstehen wir unter Sinn ein Ziel oder einen Zweck und suchen ein vorzeigbares Ergebnis. Eine Ausbildung oder ein Studium, ein Job und eine Familie. Auch wenn wir all das haben, erfüllt es uns nicht unbedingt. Spüren Sie, wann Sie so etwas wie Sinn empfinden und nehmen Sie diese Momente wahr. Wenn Sie sich diesen Zustand bewusst machen, können Sie sich möglichst oft in ihn hineinversetzen. Bei manchen ist es ein Hobby, bei anderen eine gute Tat. Wichtig ist, dass Sie etwas dabei berührt. Denn wenn wir unser Leben

wahrnehmen, dann erschließt sich uns auch dessen Sinn. Wir haben dazu viele Anregungen für Sie. Fühlen Sie sich ausgefüllt, wenn Sie durch einen Tierpark oder Kräutergarten laufen oder empfinden Sie etwas, wenn Sie mit nackten Füßen die Erde berühren (Ausflüge S.11-17)? Berührt es Sie, wenn Sie sich um Tiere oder Menschen kümmern? Wenn Sie sich für diejenigen einsetzen, die ohne Sie kaum Hoffnung hätten? Vielleicht fühlen Sie sich aber auch sinnerfüllt, wenn Sie den fairen Handel unterstützen und damit einen bedeutenden Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherheit leisten (10 % kann jedeR S. 25)? Gehen Sie durch den Sommer und nehmen Sie wahr, was Ihnen sinnvoll erscheint. Denn wenn Ihr Tun Ihren Wertvorstellungen ent© shutterstock/irin-k

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spricht, dann ist das die große Kunst zu leben, und Sie werden es als sinnreich empfinden. Ich wünsche Ihnen viel Spaß auf dieser Entdeckungsreise!

Ihre Birgit Burmeister Redaktionsleitung


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INHALT Titelthema

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6–11

Wie ein Campingplatz zum Vorbild wird

Gesundheit im Alltag 22–23

„Wohlfühlzaubern“ im Alltag:

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Gesund gärtnern

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Ein Mann, der Barrieren abbaut

Wasser fürs Wohlbefinden Rückenschonende Gartenarbeit

10 % kann jedeR Saisonales und regionales Einkaufen

Gehirnforschung Neue Möglichkeiten der Lern- und Leistungsoptimierungen

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Dein Blut lügt nicht

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Mach mal Pause!

SanaZon-Therapie Entspannungstechniken

Norden aktuell 14

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Eltern & Kind Kur-Kliniken Nordsee-Reizklima als Therapie

14–18

Ausflugstipps Werner Weckwerth Museum/Erlebniswald Trappenkamp/Tierpark Gettorf/Kräuterpark Stolpe/Landhaus Ostseeblick/Aquarium Geomar/Stiftung Naturschutz u.v.m.

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Wohnen für Senioren Gustav-Schatz-Hof in Kiel-Gaarden

Genießen & Verwöhnen Die Wilden am Wegesrand

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Einheimische Beeren und Früchte

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Gute Nachrichten für Kaffeeliebhaber

Wie gesund ist Kaffee?


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Fachwissen 26-27

Bluthochdruck

Wir bieten Ihnen jetzt und in Zukunft:

– Blutdrucksenkung durch Impulsgeber – Was können wir selber tun?

28–29

Osteoporose

42

Darmkrebszentrum Kiel

43

Brustkrebs

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Berührung in der Pflege

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Therapie und Versorgung

45

Demenz

46-47

„Wohngruppe Demenz“

Die neue Volkskrankheit im Haus Berlin

48–50

Info-Ecke Recht & Soziales:

– – – – –

Wellcome-Ausstellung in Neumünster Wunden im Haushalt AOK-Curaplan für chronisch Erkrankte Ehrenamt: Senior-Trainer Wohngesundheit

Kommentar 38

Neulich, im Rollstuhl Gerda Behrends über alltägliche „Rolliprobleme“

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Prof. Dr. Jens Scholz Ein Plädoyer für faire Vergütung

Unterhaltung 19–20 54–55

Schlemmer-Rezepte mit Zucchini

56–59

Kurzkrimi: Die australische Erbschaft

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Horoskop

Kreuzworträtsel/Sudoku

Rubriken 3 62

Editorial

Impressum/Vorschau

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Spezielles im Norden

60–61

Stellenmarkt

Unsere Themen von der Titelseite

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Siegfried Gschwind aus Stuttgart ist sehr reisefreudig und hat schon viele Länder der Erde besucht. Hier in Cap Rotach testet er den Platz auf seine Tauglichkeit. Er ist zufrieden, denn nur weniges sei noch zu verbessern.

Cap Hoffnung CAP – Macht seinem Namen alle Ehre:

Chancen, Arbeit, Perspektive

Text: Sandro Mattioli, Fotos: Martin Storz

D

er Campingplatz CAP Rotach in Friedrichshafen ist ein All-inclusive-Campinggelände. Das heißt aber nicht, dass es für die Besucher Drinks bis unter den Tisch und überbordende Essensbüffets gibt. Es geht um Inklusion, das Konzept einer Gesellschaft, zu der alle gehören, egal wie sie sind: Schwule, Lesben, Behinderte, Ausländer, einfach alle. CAP Rotach ist ein Integrationsbetrieb, die Hälfte der Mitarbeiter ist behindert.

Im Jahr 2003 kam hier die Chance für zwei Träger, nämlich die Körperbehindertenförderung Neckar-Alb gGmbH (KBF) und den Verein für sozialpädagogisches Segeln (VSS), ein Wunschprojekt zu verwirklichen: einen Campingplatz, der gemeinsam von behinderten und nichtbehinderten Menschen betrieben wird. Die zwei Gesellschafter des CAP Rotach mussten zunächst einmal jede Menge Geld investieren. Rund zwei Millionen Euro verschlangen die Sanierung der Anlage sowie der Bau des Hauptgebäudes. Inzwischen verzeichnet CAP

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Rotach 30 000 Übernachtungen pro Jahr. Der Betrieb trägt sich selbst und wirft sogar einen Überschuss ab, obgleich nicht allzu groß. „Wir sind einer der kleinsten Campingplätze am Bodensee“, sagt der Betriebsleiter Markus Fricker, während er die Augen zusammenkneift und aufs Wasser schaut. „250 Besucher haben auf dem CAP Rotach Platz, dann ist er ausgebucht.“ Der 46-Jährige würde das Areal gerne erweitern, doch das ist nicht möglich. 25 Mitarbeiter kümmern sich um den Betrieb, die Hälfte von ihnen hat ein


Titelthema

Handicap im Fokus die Sanitärräume und Gästezimmer – in Festanstellung. Sie ist glücklich. „Es ist toll hier, wie in einer Familie. Meine zwei Chefs sind supernett.“

„Draußen muss man schnell sein, funktionieren“

Isabel Zwigard war als Kind schon mit Behinderten befreundet. Seit einem Arbeitsunfall gilt sie selber ebenfalls als behindert. In Cap Rotach hat sie eine Heimat gefunden.

Handicap, psychische wie geistige Behinderungen. „Es gibt viel größere Campingplätze anderswo am Bodensee, die mit genauso viel Mitarbeitern auskommen“, berichtet er. „Aber unsere Aufgabe ist es ja auch nicht, ein Restaurant zu betreiben oder einen Zeltplatz. Unsere Aufgabe ist es, Stellen zu schaffen.“

Arbeitsunfall, schwerbehindert, arbeitslos Isabel Zwigard hat einen dieser Arbeitsplätze. Sie erzählt, sie sei während ihrer Lehre zur Hauswirtschaftshelferin einmal eine Treppe hinabgestiegen, ein paar Flaschen unter dem Arm eingeklemmt. Sie kam ins Straucheln, stürzte. Zwigard zieht den Ärmel ihres dunklen Pullovers zurück, breite Narben führen quer über das Gelenk. Sie kann mit der rechten Hand keine schweren Sachen mehr heben, sie ist nicht mehr so beweglich. „Ich war damit plötzlich schwerbehindert“, sagt sie. Später putzte sie in einem Hotel, merkte, dass sie zu langsam war. Dann wurde sie arbeitslos. Anfangs hat Isabel Zwigard den Gedanken, behindert zu sein, weit von sich geschoben, hat gezögert, einen Ausweis zu beantragen. Nicht, dass sie Berührungsängste gegenüber Behinderten gehabt hätte; als Kind war sie mit Gehörlosen befreundet, ihre

Schule lag direkt neben der Schule ihrer Freunde. „Ich wusste aber, dass einige in meinem späteren Freundeskreis mit meiner Behinderung nicht klarkommen würden. In der Tat habe ich auch einige Freunde deswegen verloren“, berichtet sie. Zwigard lacht viel, ist ein fröhliches Energiebündel. Ihr geht es gut. Damals war das anders. „Ich war die Einzige mit einem Schwerbehindertenausweis“, sagt sie. Dieser Schwerbehindertenausweis war es aber, der ihr zu ihrer jetzigen Stelle verhalf. Das Arbeitsamt steckte sie in eine Maßnahme, so kam sie für ein einjähriges Praktikum nach Friedrichshafen. Auf dem CAP Rotach bäckt sie nun Kuchen für die Gaststätte, putzt

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Die Geschichte von Isabel Zwigard zeigt: Arbeitgeber schreckt eine Behinderung oft ab, selbst wenn es nur eine nicht optimal funktionsfähige Hand ist. Dabei ist die Isabel mit der langsamen Hand kein anderer Mensch als die Isabel mit den flinken Fingern. Häufig fehlt in Betrieben das Verständnis für Menschen wie sie. Dazu kommen manchmal Selbstzweifel bei den Behinderten selbst. Ein Unternehmen wie CAP Rotach erfüllt also mehrere Funktionen. Formal soll die gemeinnützige Integrations-GmbH ihre Mitarbeiter fit für den ersten Arbeitsmarkt machen. Tatsächlich geht es um weit mehr. Menschen, die aus der Gesellschaft gefallen sind oder sich bisher nie dazugehörig fühlten, weil sie wegen ihrer Andersartigkeit gemieden wurden, entdecken ihren Wert neu, polieren ihr Selbstwertgefühl. „Außerhalb geht man anders miteinander um“, sagt Isabel Zwigard. „Draußen muss man schnell sein, funktionieren. Hier weiß man, dass das nicht alle können und achtet mehr auf den Einzelnen. Das tut gut.“

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Werbung auf zwei Rädern: Dieses Fahrrad gehört zum Campingplatz.


Titelthema

Handicap im Fokus Markus Fricker will diesen Aspekt nicht in den Vordergrund rücken. Er ist ein Bastler, ein Macher, gelernter Kaufmann, kein Sozialpädagoge. Das überlasse er seiner Frau, sagt er, die sei da ein Naturtalent. Fricker betont, dass er CAP Rotach unternehmerisch führen müsse. Auch eine Integrations-GmbH stehe im Wettbewerb. Das Lohnniveau sei branchentypisch, also niedrig. Doch wenn man ihn mit seinen Mitarbeitern erlebt, merkt man, dass er sehr wohl etwas davon versteht – und nicht nur kühl Zahlen hin und her wendet. „Man muss einfach sehen, was man seinen Leuten abverlangen kann. Was heute geht, geht morgen nicht und übermorgen vielleicht wieder.“

Markus Fricker ist Geschäftsführer des Campingplatzes. Er fuhr schon als Kind mit Behinderten auf Freizeiten, hat Inklusion also schon von klein auf gelebt.

Ein Job im CAP Rotach – auch für Ein Praktikum in Friedrichshafen im war für ihn keine große Umgewöhnung. den Leiter eine neue Freiheit März 2006 war der Einstieg zu einer „Wir sind gemeinsam auf Freizeiten geVielleicht braucht es für so einen Job jemanden mit einer Lebensgeschichte wie ihn. Frickers Weg war lang und kurvenreich: Nach seiner Lehre habe er mal zwei Semester „was studiert“, sagt er, Jura. Dann arbeitete er in der Autoindustrie und im Handel. „Es hat mir aber nach einigen Jahren keinen Spaß mehr gemacht, mich mit Dingen zu befassen, die mir zu fernlagen“, sagt er. „Es war Zeit zu wechseln.“

raschen Karriere. Vier Jahre später wurde er Betriebsleiter des CAP Rotach. Seitdem genießt er die neu gewonnene Freiheit – und die Aussicht. „Wir haben zwar eine Wohnung in Friedrichshafen, aber auch ein Zimmer hier. Den Seeblick kann sich ein Normalsterblicher nicht leisten.“ Fricker hatte schon in seiner Jugend mit Menschen mit Handicap zu tun. Mit Behinderten zusammenzuarbeiten

fahren. Ich war zuerst als Teilnehmer dabei und später als Teamer.“ Fricker sagt, das sei damals schon Inklusion gewesen, nur habe es keiner gewusst.

Andersartigkeit als Bereicherung Inklusion ist das alles beherrschende Konzept im Umgang mit Behinderten, es hat die Integration abgelöst. Der Begriff steht für eine neue Denkweise. Es geht nicht nur darum, andersartige

CAP-Rotach liegt attraktiv direkt am Bodenseeufer und ist für Urlaub oder Messebesuch bestens ausgestattet. Alle Einrichtungen der Ferienanlage sind barrierefrei angelegt, vom Ferienzimmer über die Gaststätte bis zu den Veranstaltungsräumen. Liebevoll wird sich um den Platz gekümmert. Die Häuschen haben Doppeltüren, so dass Rollstuhlfahrer ohne Probleme in das Zimmer rollen können. Natürlich hat es auf Cap Rotach auch Platz für Zelte und Wohnmobile. Unten links: Das Restaurant bietet neben einer wunderbaren Aussicht auch eine reichhaltige Speisekarte. Es gibt 40 Plätze im Innenraum und zusätzlich 80 Plätze auf der Seeterrasse. Unten rechts: (Wohnraum und Bad) Körperlich beeinträchtigte Gäste sind uns herzlich willkommen!


Titelthema Menschen in die Gesellschaft zu integrieren, sondern auch um ein Wertesys­ tem, das Andersartigkeit als Bereicherung versteht. Inklusion zielt auf alle Andersartigen – Behinderte, Senioren, Ausländer, Homosexuelle – und auch Nicht-Andersartige. Und immer auf Gruppen, also etwa Schulklassen mit behinderten und nichtbehinderten Schülern oder eben einen Campingplatz. Vereinfacht gesagt: während Integration ausgeschlossene Gruppen in die Gesellschaft eingliedern will, setzt die Inklusion früher an. Es soll vermieden werden, dass Menschen ausgeschlossen werden und Integration überhaupt erst nötig wird. Das Konzept stammt aus den USA. Dass es Konjunktur in Deutschland erfährt, hat wesentlich mit einem Papier der UNO zu tun. Eine Arbeitsgruppe hatte das so genannte Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ausgearbeitet. Seit März 2009 gilt es auch für Deutschland. Dieses Abkommen würdigt Behinderungen als Teil der Vielfalt menschlichen Lebens und distanziert sich damit von dem Prinzip der Fürsorge.

Handicap im Fokus Wohnmobil, das mit einer extrabreiten Tür und einer Hebebühne versehen ist, so dass er es ohne fremde Hilfe befahren kann. Er will den Platz testen, ob er für einen Ausflug mit Freunden und Bekannten geeignet ist. Neben dem Eingang zu seinem Wohnmobil steht ein Zelt. Es ist die Garage für seinen Elektrorollstuhl. „Der Weg hier geht gar nicht“, sagt er und zeigt auf den Straßenbelag vor dem Wohnmobil, Schotter. Mit dem Rest ist er jedoch hoch zufrieden. Gschwind ist seit einem Autounfall vor 40 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Er reist viel mit seiner Frau, war in Gibraltar und am Nordkap und fährt regelmäßig an den Gardasee. Die italienischen Plätze seien inzwischen sehr behindertenfreundlich, sagt er, und in Amerika habe man als Rolli-Fahrer ohnehin kaum Probleme. Deutschland müsse dagegen noch aufholen. Wenn Architekturstudenten an der Universität mit behinderten Kommilitonen studieren würden, sagt er, dann würden sie bei ihren Entwürfen auch die Belange Behinderter nicht vergessen.

Schotter ist schlecht für den Wind in den Segeln Seit diesem Jahr fährt der historische Roll­stuhl „Behinderung findet im Kopf statt“, sagt Siegfried Gschwind aus Stutt­gart. „Die Menschen sind nicht böse, sie denken nur nicht daran.“ Gschwind steht in einem Rollstuhl vor seinem

Lastensegler unter der Flagge der CAP. 1999 wurde die „St. Jodok“ getauft und in Dienst gestellt. 70.000 Gästen hat sie bisher Rundfahrten und Charterfahrten ermöglicht. Die CAP arbeitet

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nun daran, das Schiff rollstuhlgerecht zu machen. Rundfahrten finden ab Landesteg Immenstaad-Bodensee statt.

Hotelneubau Im Dezember 2012 wurde mit den Bauarbeiten für das neue, barrierefreie ***Hotel mit Seeblick begonnen. Um den Gästen einen erholsamen Urlaub zu ermöglichen, werden die Arbeiten während der Campingsaison unterbrochen. Der Neubau ist eine Investition zum Wohle der Gäste und schafft gleichzeitig neue Arbeitsplätze. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2014 geplant. CAP Chancen - Arbeit - Perspektiven gemeinnützige Integrations-GmbH Lindauer Straße 2 88046 Friedrichshafen 0 75 41/700 777-77 (Rezeption) 0 75 41/700 777-55 (Restaurant) 0 75 41/700 777-0 (Verwaltung ) info@cap-fn.de www.cap-fn.de www.laedine.de


Titelthema

Handicap im Fokus

Etwas Besonderes,

einen Steinwurf von Eckernförde

Der Campingplatz Aschauer Lagune ist eine Besonderheit an der Küste: Ein natürlich erhaltener Platz auf einer Landzunge zwischen Binnensee und Ostsee für insgesamt neun Wohnwagen mit Vorzelt und fünf freien Stellplätzen. Die Einrichtung ist ausschließlich für Menschen mit Handicap (Grad der Behinderung von mindestens 30 %) und deren Fami­lienangehörige. Der Campingplatz wird von der Brücke Rendsburg-Eckernförde betrieben,

ein Verein, der seit Jahrzehnten die Behindertenarbeit ins Zentrum seiner Arbeit stellt. Die nötige Ausstattung für die Selbstversorgung kann kostenlos ausgeliehen werden, Mittagessen kann von Montag bis Donnerstag auch bestellt werden. Sport und Freizeitmöglichkeiten sind zahlreich vorhanden – mit direktem Strandzugang in einer landschaftlich

reizvollen, naturbelassenen Umgebung ohne Lärm. Ein Angelboot mit Motor und Schwimm­­ westen für maximal 6 Personen steht entgeltlich zur Verfügung, für den Bootsführer ist der Sportbootführerschein See erforderlich. Diverse Outdoorspiele und Geräte sind ebenso vorhanden wie ein Grillplatz – und das alles mit direktem Strandzugang.

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Titelthema

Handicap im Fokus

attraktiv ist Schleswig-Holstein Wie

für Rollstuhlfahrer? Campingplatz Aschauer Lagune

Kontakt: Brücke Rendsburg-Eckernförde e. V. Aschauhof 9 24340 Altenhof Telefon: (04351) 71 66-104 Fax: (04351) 71 66-20 campingplatz.aschau@bruecke.org © Shutterstock/Edler von Rabenstein

Schleswig-Holstein bietet zu jeder Jahreszeit Erholung pur. Gesundes Klima, weitläufige Strände und unberührte Natur laden ein, den Alltag hinter sich zu lassen. Diese und noch viel mehr Möglichkeiten bietet Schleswig-Holstein auch für Reisende mit Handicap. Unter dem Motto „Barrierefreier Urlaub“ gestalten die Regionen ihre Urlaubs- und Freizeit­ einrichtungen zunehmend behindertengerecht. Strandmobile, stufenlose Zugänge zum Strand und behindertengerechte Unterkünfte. Doch beim Buchen von Hotel oder Ferienwohnung sollte man die Angaben genau prüfen. Gerade auch die zum Badezimmer, denn Türbreiten von unter 70 cm oder hohe Duschwannen sind keine Seltenheit.

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arrierefreies Wohnen erleichtert Senioren oder Menschen mit Behinderungen ihr Leben in den eigenen vier Wänden. Es gibt wohl keinen Ort in der Wohnung, wo Privatsphäre mehr erwünscht ist als im Badezimmer.

Für solche Umbaumaßnahmen ist besonderes Know-how gefragt und das bietet die Firma Walter Hollmann seit mehr als 30 Jahren. Durch Erfahrungen, insbesondere in der Altbausanierung, sind ihr keine Schwierigkeiten mehr fremd. Seit über 20 Jahren beschäftigt die Firma einen eigenen Fliesenleger, sodass Bad- und Küchenumbauten verzögerungsfrei und mit nur einem Ansprechpartner ausgeführt werden können. Schwellenlose oder bodengleiche Duschen, auch in Miet- und Etagenwohnungen sind bereits mehrfach realisiert worden. Neben den Badezimmer­ umbauten werden auch Einbauküchen geplant und in Zusammenarbeit mit einem Tischlermeister aufgebaut und betriebsfertig übergeben. Sehr wichtig

ist der rechtzeitige Umbau des Bades, bevor die ersten körperlichen Beeinträchtigungen eintreten. Nebenbei erhöht ein altersgerechtes Badezimmer auch die Attraktivität und damit den Wert der Immobilie. Gerne unterstützt die Firma Walter Hollmann ihre Kunden auch bei der Antragstellung für Zuschüsse bei Pflegekassen und der KFW-Bank. Jedes Badezimmer wird auf Wunsch vorher dreidimensional am Computer geplant, sodass sich der Kunde sein neues Bad besser vorstellen kann. Weitere erforderliche Handwerker, wie Maler und Elektromonteur, werden zeitlich durch die Firma Walter Hollmann koordiniert. Damit der Umbau auch möglichst angenehm abläuft, werden sämtliche Arbeiten weitestgehend staubfrei ausgeführt.

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Norden Aktuell

Ausflugstipps

Findigkeiten von der Nordsee:

Warum auf dem © Birgit Burmeister

Krabbenbrötchen

Garnelen sind

W © TASH/Jens Koenig © TASH/Jens Koenig

ie gut sich das anfühlt: Die Füße massiert vom feinen Sand und das Gesicht gebräunt und gut durchblutet von Sonne, Wind und Salz. Zwei Stunden waren wir auf dem Deich unterwegs und nun wollen wir unseren Heimweg antreten. Doch bevor wir ins Auto steigen, suche ich mir mit meiner Tochter noch ein Plätzchen an einer Holzhütte mit Blick auf den Horizont. Das dunkle Watt setzt sich schön ab von dem hellblauen Himmel. Das silbrige Weiß der Möwen blitzt in der Sonne. Es macht richtig Spaß, die gewagten Manöver der Flugkünstler zu beobachten. „Da! Das ist Jonathan*!“, freut sich meine Tochter, als sie eine Möwe entdeckt, die ganz steil in den Himmel aufsteigt.

Bei den Kurzschwanzkrebsen ist der Hinterleib unter den Bauch geklappt. Diese Krebse nennt man auch Krabben, wie diese Strandkrabbe.

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Wenige Meter neben uns sitzt ein Junge, genüsslich in sein gut belegtes Brötchen beißend. Meiner Tochter knurrt der Magen nach der langen Wanderung und es rutscht ihr ein „Guten Appetit!“ heraus. Der Junge sieht zu uns rüber. Ohne eine Miene zu verziehen, leckt er sich die Mayonnaise von den Lippen. Er weiß sich in der besseren Lage. Den Rest der Mayonnaise– kurz vor den Ohren – bekommt er mit seiner Zunge nicht zu fassen. Beide Hände um das große Brötchen geklammert, käme nur noch der Ärmel seines Pullovers zum Wegwischen in Frage, was er sich dann aber verkneift. „Boah, jetzt so'n scheunes Krabbenbrötchen“, unkt meine Tochter. Der Neid in ihrer Stimme ist nicht zu überhören. Unter dem blonden Schopf blitzten nun zwei blaue Augen hervor. „Das sind keine Krabben“, raunt der Junge uns an. Auf die Frage, was er dann da äße, erklärt er uns, dass das Brötchen mit Garnelen belegt sei, wie es sich für ein echtes „Krabbenbrötchen“ auch so gehört. Verwundert gucken wir uns an. „Mein Vater hat ein Fischgeschäft“, fährt der Junge fort und erzählt uns stolz von all den


Die Nordsee-Garnele kann ihre Farbe des Panzers der Umgebung anpassen.

Ausflugstipps Meerestieren: „Die Krabben, das sind nämlich die mit dem kurzen Schwanz. Genau genommen ist deren Schwanz gar nicht zu sehen, weil er unter den Körper geklappt ist. Und das hier, auf dem Brötchen, das sind Garnelen“. Fast belehrend fährt er fort: „In der Küchensprache sind mit Krabben meistens Garnelen, spezielle Nordseegarnelen, gemeint. Garnelen haben einen langgestreckten und seitlich leicht zusammengedrückten Körper mit dünner Schale. Sie haben lange Fühler und nur ganz feine Scheren. Die hinteren Beine sind zum Schwimmen umgebaut. Der Kopf hat so ein komisch nach vorne gestrecktes Ding, das nennt man Rostrum.“ Wir staunen nicht schlecht. Zufrieden steht der Junge auf, klopft sich den Sand von der Hose und sieht wissend aufs Meer. „Aber jetzt bestellt euch bloß kein

Garnelenbrötchen“, sagt er grinsend. „Garnele heißt auf Plattdüütsch nämlich: Kräut. Oder eben auch: Krabbe. Und hier, an der Küste spricht man Platt.“ * Die Möwe Jonathan ist ein Roman von Richard Bach.

Tagsüber verstecken sich Garnelen im Sand. © TASH/Jens Koenig

© TASH/Jens Koenig

Fotos: © Shutterstock/picsfive, Kesu, voronas, Reika, TwilightArtPictures

Norden Aktuell

Wellen, Strand und Dünen ... ... das sind oft die ersten Assoziationen, wenn wir in Schleswig-Holstein an einen Ausflug denken. Nord- und Ostsee sind selbstverständlich jederzeit eine Reise wert. Aber auch zwischen den Meeren gibt es attraktive Ausflugsziele. Schleswig-Holstein ist ein vielfältiges

Land und so kommt jeder auf seine Kosten. Sportler, Müßiggänger, Kulturliebhaber und Gourmets. Und vor allem: es sind Ferien! Nutzen Sie das große Angebot an Ausflugszielen für die ganze Familie. Fahren Sie doch mal mit dem Planwagen durch den Wisentpark Kropp und hören Sie, wie es summt und quakt auf den „Wilden Weiden“ (S. 18). Oder nutzen Sie die vielen Mit-

machangebote im Tierpark Gettorf. Immer mittwochs, ist dort tierisch viel los. Der Erlebniswald Trappenkamp feiert sein 40-jähriges Jubiläum. Das große Mittsommerfest bietet zahl­ reiche neue Aktionen und Musik (S. 15 ). Feiern Sie mit! Lesen Sie mehr auf den nächsten Seiten

>>

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s klingt so einfach, dass es einfach genial ist: Die Nase in den Wind halten, die prickelnde Seeluft einsaugen und so ganz nebenbei gesund werden? Das wirkt tatsächlich! Das Ärzte- und Therapeutenteam der Mutter/Vater & Kind Klinik Insel Klinik Sylt hat ein Therapiekonzept entwickelt, das sich schlicht Mutter Natur zu Nutzen macht: das allergenarme Reizklima der Nordsee. Die exzellenten Klimafaktoren mit ausgeglichenen Temperaturen, maritimem Aerosol und der sauberen Luft bieten nämlich ideale Bedingungen zur Stabilisierung von Körper und Seele, weil sie nachhaltig die Abwehrkräfte stärken. Müttern und Vätern mit angegriffenem Immunsystem, Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen, Allergien aber auch psychophysischen Erschöpfungszuständen verhilft diese ganz spezielle

Info:

Mutter/Vater & Kind-Kuren sind stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen. Sie werden bei Bedarf vom Arzt nach bestimmten Indikationen empfohlen und über die Krankenkasse der Mutter/des Vaters beantragt.

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Werner Weckwerth Museum: Skizzen des Lebens Gleich hinter Klanxbüll, im FriedrichWilhelm-Lübke-Koog, liegt das Werner Weckwerth Museum. Dort finden Sie auf einer 300 qm großen Ausstellungsfläche Ölbilder, Aquarelle, Temperabilder, Pastelle und Zeichnungen. Gemalt oder skizziert hat Werner Weckwerth (1906 - 1996) wo immer er sich befand, ob in Kriegsgefangenschaft, auf Reisen oder

in seinem jeweiligen Wohnort (Berlin, Dresden, Kuba, Bayerischer Wald und Nordfriesland). Der parkartige Naturgarten lädt dazu ein, die Eindrücke noch etwas auf sich wirken zu lassen. Wer dann noch etwas tiefer in die Welt der Malerei eindringen möchte, der kann die Übernachtungsmöglichkeiten nutzen und an Mal- und Musizierkursen

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teilnehmen. Oder besuchen Sie einfach einen der schönen Konzertabende. Das Programm und Infos finden Sie unter www.werner-weckwerth-museum.de Tel. 04668-296 Geöffnet ist von März bis Oktober Fr., Sa. u. So., 15 - 18 Uhr

Fotos: © Eltern & Kind Kliniken Dienstleistungs GmbH

Norden aktuell

Ausflugstipps


Wald-Sommer für die ganze Familie!

W

as ist schöner als Sonne, Wiesen und Wald im Sommer? Naturgenuss pur verspricht der Erlebniswald im grünen Herzen Holsteins. Neben einem riesigen Freizeitgelände und begehbaren Wildgehegen locken zahlreiche Angebote, die einen Familientag im Wald zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Besonders die Falknerei mit dem freifliegenden Seeadler und die quirligen Frischlinge sind im Sommer die große Attraktion. Wer mag, bringt ein Picknick mit oder entspannt auf der großen Sonnenter-

Foto: © Shutterstock/Micha Klootwijk

rasse des Familienrestaurants. So ein Tag vergeht wie im Fluge – und es gibt viel zu erzählen! Am 23. Juni feiert der Erlebniswald zum 40-jährigen Jubiläum ein großes Mittsommerfest – mit einem geschmückten Baum, zahlreichen neuen Aktionen, Musik, dem „Wildschwein-Express“ und Greifvögeln hautnah. Wer weiß schon, dass ein Steinkauz gerne Trauben mag und wie schnell ein Habicht fliegt? So nah sieht man einen Seeadler nur hier. Die täglichen Falknereivorführungen um 11 und 15 Uhr sind für Besucher kos­ tenlos, genau wie die Wildschweinfütterung um 14 Uhr. Also – bis bald im

Erlebniswald. Alle Infos zu den Angeboten und Veranstaltungen gibt es unter www.forst-sh.de oder direkt unter 04328-170480. Hier können Familien auch gerne eine Grillhütte reservieren oder einen Kindergeburtstag buchen. ­

Tierpark Gettorf: Tierisch viel los Im Tierpark Gettorf finden 800 exotische Tiere in 120 Arten ein Zuhause inmitten gepflegter Blumenanlagen. In den Sommerferien gibt es jeden Mittwoch interessante und spannende Mitmachaktionen für Kinder. Sofern nicht anders angegeben sind die Aktionen kostenlos, es gelten die üblichen Eintrittspreise. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Mi. 26.06. 11-16 Uhr Märchenhafter Tierpark Mi. 03.07. 11-16 Uhr Mikrozoo Mi. 10.07. 11-16 Uhr Kerzenziehen und Fossilien Mi. 17.07. 11-16 Uhr Schlangen und Spinnen zum Anfassen Mi. 24.07. 11-16 Uhr Wir basteln Beschäftigungsspielzeug für Tiere Mi. 31.07. 11-16 Uhr Wasserforscher unterwegs

Weitere Veranstaltungen: So. 14.07. 11 Uhr Die Freizeit-Gesellschaft: Was Tiere tun, wenn sie „nichts“ tun – Tierparkführung Sa. 20.07. – So. 21.07. Wikinger- und Mittelalterdorf im Tierpark Der Tierpark ist täglich von 9-18 Uhr geöffnet. www.tierparkgettorf.de

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Ausflugstipps

Norden aktuell

Kräuterpark Stolpe – Natur pur beete. Besucher können hier ganz nebenbei mehr über alternative Heilmethoden erfahren. Eine begehbare Kräuterspirale führt durch die Klimazonen der Pflanzen und im Giftgarten wächst manches, von dem man es gar nicht gedacht hätte. Darüber hinaus macht ein kleines Museum die Geschichte der Kräuter erlebbar, und im urigen Laden gibt es weit mehr als „nur“ Topfkräuter in Bioland-Qualität. Im Café

re-natur kann man bei süßen Düften und selbstge­backenen Spezialitäten die Seele baumeln lassen. Kräuterpark Stolpe Am Pfeifenkopf 9 24601 Stolpe Tel. 04326-289390 kraeuterpark@re-natur.de www.kraeuterpark.de

Landhaus Ostseeblick Das schöne Landhaus Ostseeblick finden Sie in der unverwechselbaren Landschaft im nördlichen Schleswig-Holstein unmittelbar an der Ostsee. In heimeliger Atmosphäre erholen Sie sich vom Alltagsstress und können die Seele baumeln lassen. Die Zimmer sind geräumig und hell. Erholsame Entspannung finden Sie in dem großzügigen Wellnessbereich mit Schwimmbad, Whirlpool, Sauna und Dampfbad. Aber auch Anzeigen:

in dem Massage- und Kosmetikstudio. Außerdem eignen sich die Räumlichkeiten für Festlichkeiten, Hochzeiten oder auch Seminare für bis zu 140 Personen. Das Landhaus bietet verschiedene Pauschalen an, für einen „Rundum-Sorglos-Urlaub“. Landhaus Ostseeblick Pottloch 3, 24395 Kronsgaard Tel.: 04643-2237 www.landhaus-ostseeblick.sh

© Shutterstock/Diana Taliun

Der Kräuterpark Stolpe ist ein Paradies für Naturliebhaber und gesundheitsbewusste Genießer. Verschiedene Gerüche sowie ein Meer an bunten Farben verströmen eine sinnliche, entspannte Atmosphäre. Im idyllisch naturnah gewachsenen Garten gibt es überall etwas Neues zu entdecken: Rund 600 Heil- und Würzpflanzen gedeihen hier neben verschiedenen Tierarten. Herzstück sind die zehn Heilpflanzen-


Foto: © Geomar

Norden aktuell

Ausflugstipps

Aquarium Geomar

Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Das AQUARIUM GEOMAR wurde im Mai 1972 eröffnet und im Jahr 2008 völlig umgestaltet. In 15 Schaubecken mit einem Wasserinhalt von 500 bis 17.000 Litern werden vorwiegend Tiere der Nord- und Ostsee sowie des Nordatlantiks gezeigt. Einige Becken vermitteln einen Eindruck von der Fauna des Mittelmeeres und der tropischen Meere. Das öffentliche Aquarium ist neben seiner Bedeutung für die Information der Öffentlichkeit über die Lebewesen unserer heimischen Meere in die wissenschaftliche Forschung eingebunden. Es ist nach der EU-Zoorichtli-

nie zertifiziert und die Tiere, insbesondere die Seehunde, unterliegen einer regelmäßigen Kontrolle durch einen spezialisierten Tierarzt. Das Aquarium wird mit moderner Kreislauftechnik betrieben und bietet so artgerechte Bedingungen für die Haltung verschiedenster empfindlicher Organismen. Durch den hohen Anteil an TageslichtBeleuchtung wandelt sich das Aussehen der Schaubecken im Jahresverlauf auch durch das unterschiedliche Wachstum der natürlichen Algen. Diese ganz eigene Identität des Aquariums durch die Darstellung natürlicher Le-

bensräume unterscheidet es von anderen Schauaquarien. Die Führungen – nach Voranmeldung – werden von angehenden Meeresbiologen durchgeführt und behandeln sowohl den Schaubereich mit seinen Meeresorganismen als auch hinter den Kulissen die Wasseraufbereitung mit der dazu gehörenden Technik und den Futterkulturen für die artgerechte Versorgung der Aquarienbewohner. ­

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im GarniHotel Meereswoge & Gästehaus Seewind

48,- € , p.P. / pro Nacht im Doppelzimmer Ein­zelzimmer sind auch verfügbar

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Fotos: © Stiftung Naturschutz

Norden aktuell

Ausflugstipps

Zweierlei vom Stiftungsland:

Naturgenuss trifft Gaumenfreude – eben Naturgenuss der besonderen Art. Lassen Sie sich von unserer kleinen Auswahl Appetit aufs Stiftungsland machen!

„Stiftungsland – Genießerland“ – das Natur-Genuss-Festival* der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ist mittlerweile zur festen Größe im Kalender von Gourmets und Freunden des besonderen Naturerlebnisses geworden. Dabei ist das Rezept dafür ganz einfach: Die schönsten Naturlandschaften Schleswig-Holsteins werden von zotteligen Rindern in Schuss gehalten – wie immer im Stiftungsland natürlich ohne Dünger und Pflanzenschutzmittel. Dafür summt und brummt, trillert und quakt es überall auf diesen „Wilden Weiden“. Mit ihrem Appetit auf Grünzeug pflegen die Robustrinder

die Heimat für Distelfink, Feuerfalter, Rotbauchunke und Co. Gleichzeitig reift dabei ebenso schmackhaftes wie gesundes Naturschutz-Fleisch von Galloways, Highland Cattles und Auerochsen. 24 Restaurants zwischen dänischer Grenze und Elbe stellten diesen Leckerbissen aus dem Stiftungsland von Juli bis Oktober in den Mittelpunkt ihrer GenießerlandMenüs, umrahmt von weiteren Köstlichkeiten aus der Region. Den letzten Pfiff erfährt dieser kulinarische Genuss durch mehr als 100 Veranstaltungen im Grünen. Hier heißt es immer wieder: Wandern, radeln, schmecken, riechen, sehen, fühlen

ANPFIFF: FC St. Pauli gegen Gastrokicker

Eidertal: Radel-Genuss mal drei

Über sieben Brücken musst du geh´n

28. Juli 2013, 10 - 15 Uhr Anmeldung bis 22. Juli im Bärenkrug Molfsee Tel. 04347 - 71200

11. August 2013, 10 - 15 Uhr Anmeldung, Tel. 0431 - 713495

Anpfiff zur Genießerlandsaison auf dem grünen Rasen: Die Gastrokicker Nord tauschen ihre Kochmützen gegen Fußballstutzen, um der Traditionself von St. Pauli mal ein richtiges Süppchen einzubrocken – leckeres Rahmenprogramm inklusive. Beim anschließendem Player´s Dinner im Restaurant Strengliner Mühle geht es beim Genießerland-Menü auf Tuchfühlung mit den Fußball-Promis. 7. Juli 2013, 14 - 17.30 Uhr Sportplatz, 23815 Westerrade

Planwagentour im Wisentpark Kropp

Das Eidertal bei Kiel erkundet Landschaftsführerin Antje Bubert mit dem Drahtesel. Ihr Ziel: Auerochsen und Konik-Wildpferde auf den Wilden Weiden im Stiftungsland. Der sportliche Natur-Genuss wird vom Bärenkrug Molfsee, dem Antik-Hof Bissee und dem Kieler Hotel Birke kulinarisch verfeinert.

Bootspartie: Schleimünde ohé!

Mit Planwagen dem Wisent, dem König der Wälder, auf der Spur. Europas größtes Landsäugetier lebt hier im Freigehege vom Wisentpark Kropp. Nach der Tour lockt ein leckerer Imbiss mit Spezialitäten vom kleinen Bruder der letzten europäischen Wildrinder, dem Galloway-Rind.

Robuste Rinder als Strandwall-Schützer, Vogelparadies und Galloway-Snack im Lotsenhaus. Das sind die Stationen der Genießerland-Tour, die per Schiff in Kappeln startet. Schon die Wikinger nutzten die Einfahrt von der Ostsee in die Schlei, um nach Haithabu und in die Nordsee zu gelangen.

21. Juli 2013, 15 - 17 Uhr Weidelandschaften e. V., 24848 Kropp Anmeldung, Tel. 04624- 802221

10. August 2013, 11 - 16.30 Uhr Anmeldung bis 6. August bei der Stiftung Naturschutz Tel. 0431 - 2109090

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Mehr Informationen: www.sh-geniesserland.de (0431) 2109090.

So ein Hit der DDR-Rockband Karat aus den 70ern. Sieben Brücken überquert auch Landschaftsführer Wolfgang Heyer bei seiner 16 Kilometer langen naturkundlichen Rundwanderung entlang der Rantzau im Stiftungsland Itzehoer Geest. Leibliche Genüsse gibt’s danach im „Himmel und Erde“ in Itzehoe.

„Verrücktes Grillen“ mit Highlandern

Schwenkgrill kann jeder – aber wie sieht es aus mit Asado, Lagerfeuerdöner, Feuerkäfig und Smoker? Rinderzüchter Richard Kiene kennt nicht nur seine zotteligen Highland Cattles. Natürlich beherrscht er auch die argentinische, amerikanische und orientalische Art, Fleisch am offenen Feuer zu grillen. 24. August 2013, 18 Uhr Highlanderhof Kiene, 24321 Behrensdorf Anmeldung bis 19. August, Tel. 04381-1891


K

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Rezepte

Zucchini Tagliatelle mit Zucchini

leine, zarte Zucchini stellen eine kalorienarme und gesunde Zutat für leichte Sommersalate dar. Außerdem sind sie hervorragende Grillpartner: Dicke Scheiben einfach auf den Grill legen, bräunen lassen und mit etwas Olivenöl und frischem Zitronensaft beträufeln – nach Geschmack mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Zutaten:

250 g Zucchini 2 EL extra natives Olivenöl 3 Knoblauchzehen frisches Basilikum 2 rote Chilis frischer Zitronensaft zum Abschmecken etwas Schlagsahne frischer Parmesan 300 g Tagliatelle frisch gemahlener Pfeffer, Salz

Es gibt viele verschiedene Arten von Zucchini: gelbe, grüne, längliche, runde ... Da Zucchini zur Familie der Kürbisgewächse gehören, enthalten sie viel Wasser – aber auch Kalium, Kalzium, Eisen, Vitamin C und A. Zucchini lassen sich ganz wunderbar – selbst in unseren Breiten – im Garten kultivieren. Sie sind recht anspruchslos und benötigen nur etwas Platz (1,5-2 qm pro Pflanze). Und die Mühe der Gartenarbeit lohnt sich – große Exemplare (die durchaus bis zu 5 kg schwer werden können) kann man bis weit in den Herbst hin­ ein lagern und dann wie Kürbisse verwenden. Ihnen werden sicherlich viele spannende Zubereitungsarten einfallen. Guten Appetit!

Zubereitung: 1. Die Zucchini waschen, trocknen und mit einem Sparschäler längs in dünne Streifen schneiden. 2. Die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln oder durch eine Knoblauchpresse geben. 3. Basilikum waschen, trocknen, die Blätter von den Stielen zupfen und hacken. Die Chilis waschen, die Kerne entfernen und in dünne Scheiben schneiden. 5. In einem Topf Salzwasser für die Tagliatelle zum Kochen bringen. 6. Zwischenzeitlich Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Den Knoblauch kurz darin andünsten. Die Zucchini hinzugeben und ca. 5 Minuten bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren anbraten. 7. Die Nudeln in das kochende Wasser geben und "al dente" kochen. 8. Nun die Chilis und das Basilikum mit den gebratenen Zucchini vermengen. Je nach Geschmack Parmesan darüber reiben und unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Nach Geschmack etwas Sahne unterrühren.

© shutterstock/ElenaGaak

© shutterstock/B. und E. Dudzinscy

SchlemmerRezepte mit: Unterhaltung

9. Die gut abgetropften Nudeln zu den Zucchini geben und gut unter­ mischen.

Kleines

Küchenlexikon:

Probieren Sie doch mal Rezepte mit Zucchiniblüten aus! Sie sind eine leckere und hübsche Abwechslung. Man kann sie füllen (mit Hackfleisch, Käse u. ä.) oder zerkleinert über das fertige Gericht streuen. Sollten keine Zucchini in Ihrem Garten wachsen, so können Sie die Blüten im Sommer auch auf dem Markt kaufen.

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Unterhaltung

Rezepte

© GU Verlag/Foto: Klaus-Maria Einwanger

© GU Verlag/Foto: Studio L'EVEQUE, Tanja und Harry Bischof

Schlemmer-Rezepte mit

Zucchini

Zucchiniröllchen auf Tomatenspiegel Raffiniertes aus der Sommer-Vorspeisenküche

Zucchinirädchen mit Tofu und Shiitake Frisch vom Grill

Ca. 40 Minuten Zubereitung

Ca. 35 Minuten Zubereitung, Grillzeit 12 Minuten

Zutaten für 4 Portionen: Für die Füllung: 1 EL getrocknete Morcheln 4 kleine feste Zucchini 2 EL Olivenöl Salz, Pfeffer 100 g Parmesan am Stück 200 g Ziegenfrischkäse 2 EL Pinienkerne Für die Sauce: 500 g vollreife Tomaten 1 Zwiebel 2 EL Butter Salz, Pfeffer 1 Bund großblättriges Basilikum Außerdem: Backpapier für das Blech

pro Portion ca. 395 kcal

pro Portion ca. 280 kcal

Zutaten für 4 Portionen: je 1 kleiner grüner und gelber Zucchino 100 g nicht zu große Shiitake-Pilze 100 g Tofu 1 Stück frischer Ingwer (ca. 2 cm) 3 EL Öl 1 EL Sojasauce Für den Dip: 1 TL brauner Zucker 1 EL Limettensaft 2 EL Sojasauce 2 EL Öl 1 Frühlingszwiebel 1 frische rote Chilischote Salz, Pfeffer Außerdem: 4 Holzspieße, Grillschale Zubereitung: 1. Für die Spieße die Zucchini waschen, putzen und in knapp 1 cm breite Scheiben schneiden. Die Pilze feucht abreiben. Die Stiele kürzen. Den Tofu in knapp 1 cm hohe Stücke schneiden. 2. Den Ingwer schälen, sehr fein hacken und in einer großen Schüssel mit dem Öl und der Sojasauce mischen. Zucchini, Pilze und Tofustücke untermischen und nach Belieben etwas marinieren. 3. Für den Dip Zucker mit Limettensaft und Sojasauce verrühren. Dann das Öl unterschlagen. Die Frühlingszwiebel putzen, waschen und mit dem Grün sehr fein hacken. Die Chilischote waschen, putzen und ohne Kerne sehr fein hacken. Beides unter den Dip mischen, den Dip mit Salz und Pfeffer abschmecken. 4. Die Holzspieße wässern. Zucchinirädchen, Pilze und Tofustücke abwechselnd eng aufspießen. Evtl. übriges Marinieröl unter den Dip rühren. Die Spieße bei mittlerer Hitze auf einer Grillschale auf dem heißen Grillrost insgesamt 10-12 Minuten grillen, dabei mehrmals wenden. Die Spieße auf Teller legen, mit dem Dip beträufeln und servieren.

Buchtipp: Die Rezepte auf dieser Seite stammen aus „Vegetarisch! Das Goldene von GU – Rezepte zum Glänzen und Genießen.“ Erschienen im GU Verlag

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Zubereitung: 1. Den Backofen auf 18O° vorheizen. ln einer Schale die Morcheln mit heißem Wasser bedecken und einweichen. Die Zucchini waschen, putzen und längs in sehr dünne Streifen schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, das Backpapier mit dem Olivenöl bestreichen. Die Zucchinistreifen auf die Ölschicht legen, leicht salzen und pfeffern und im heißen Ofen (Mitte, Umluft 16O°) 10 Minuten backen. 2. Für die Sauce die Tomaten waschen und würfeln, dabei die Stielansätze entfernen. Die Zwiebel schälen und halbieren. Die Butter in einem Topf zerlassen und die Tomaten und Zwiebel darin zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen. 3. Die Pilze abtropfen lassen und fein hacken. Den Parmesan reiben und mit dem Ziegenfrischkäse, den Pinienkernen und den Pilzen verrühren. Die Füllung mit Salz und Pfeffer abschmecken. 4. Die Zucchinistreifen aus dem Ofen nehmen, den Ofen ausschalten. Die Zucchinistreifen mit der Käsefüllung bestreichen, aufrollen und im abkühlenden Ofen bis zum Servieren nachgaren lassen. 5. Inzwischen die gegarten Tomaten mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit den Zwiebelhälften in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab pürieren und durch ein Sieb passieren. 6. Das Basilikum waschen, die Hälfte der Blätter im Ganzen in die Tomatensauce legen und ca. 5 Minuten durchziehen lassen. Die restlichen Blätter trocken tupfen und in feine Streifen schneiden. 7. Zum Servieren die Basilikumblätter aus der Tomatensauce entfernen. Die Sauce auf vier großen Tellern als Spiegel anrichten, darauf die Zucchiniröllchen stellen. Mit Basilikumstreifen bestreuen.


Genießen und Verwöhnen

Wilde Beeren und Früchte

Foto: © Shutterstock/Kletr

Einheimische Beeren und Früchte:

Die

S

Wilden am Wegesrand

o wie wir die Brombeere am Wegesrand pflücken, könnten wir es mit vielen anderen Früchten auch tun. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Früchte ganz frisch und kostenlos sind, sondern es macht auch Spaß, wenn wir spüren, dass wir den „Ökologischen Rucksack“ abwerfen. So bezeichnet man die Summe aller Materialien, die man für ein Produkt benötigt, bis es beim Endverbraucher landet. Denken Sie an Äpfel aus Neuseeland. Sie haben aufgrund des langen Transportes eine horrende Kohlendioxid-Bilanz „im Rucksack“ und werden mit viel Pestiziden und Dünger aufgezogen. Brombeere, Holunder, Hagebutte und Sanddorn dagegen wachsen ohne unser Zutun auf. Was sie alle gemeinsam haben: Sie sind sauer, aber mit etwas Artenkenntnis und Tipps zur Verarbeitung werden sie zur gesunden Leckerei.

Foto: © Shutterstock/Catalin Petolea

Die Brombeere ist wohl der bekannteste Beerenstrauch und umfasst über 2000 Arten in Europa, die alle genießbar sind. Sobald die Brombeeren ihre blauschwarze Farbe angenommen haben und sich leicht vom Strauch lösen lassen, sind sie reif. Man kann Brombeeren direkt essen, aber auch gut einfrieren oder zu Marmelade, Saft oder Likör verarbeiten. Sie sind ein leckerer Kuchenbelag und wegen ihrer schönen Farbe auch beliebte Zutat für Nachspeisen.

Der Holunder schmeckt gut und ist auch ein bewährtes Heilmittel. Besonders als Schwitztee bei fieberhaften Erkältungen ist er bekannt. Zu beachten ist, dass ausschließlich der Schwarze Holunder genießbare Früchte hat. Durch ihre dunkle Farbe sind sie gut zu erkennen. Die Pflanze enthält die schwach giftige Substanz Smabunigirin. Da einige Menschen empfindlich darauf reagieren, sollte man die Beeren nicht roh verzehren, sondern weiterverarbeiten. Z. B. als Sirup, Saft, Gelee oder Grütze. Sie eignen sich auch gut in Kombination mit Apfel oder Brombeere. Die Schlehe gehört zur selben Gattung wie die Pflaume. Die Früchte sind auch blauschwarz mit hellblauem Überzug und der Geschmack ist ähnlich. Allerdings sind die Früchte etwas kleiner und saurer. Daher verzehrt man sie am bes­ ten nach dem ersten Frost. Wenn dann die Gerbstoffe nachlassen, bekommt die Schlehe ihr eigentliches Aroma. Neben Pflaume und Kirsche hat sie einen süßlich-milden Bittermandelgeschmack. Auch sie eignet sich gut für Marmelade, Likör (Schlehenfeuer) oder Saft. Der Sanddorn stammt ursprünglich aus den Dünen der Nordseeküste. Bekannt sind die Beeren für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt, der ungefähr zehnmal höher ist als der von Äpfeln. Die hellorangen Früchte reifen ab August dicht und zahlreich an den dornigen Ästen. Da die Beeren beim Pflücken schnell matschig werden, kann man die ganzen Kurztriebe abschneiden und einfrieren. Dann kann man die Beeren

gut lösen und weiterverarbeiten. Sanddornbeeren eignen sich für Saft, Marmelade, Gelee und Wein. Die Hagebutte ist die Frucht der Wildrose. Das wertvolle, süßsaure Fruchtfleisch muss von den Nüsschen (Juckpulver!) im Inneren getrennt werden. Hagebutten enthalten noch mehr Vitamin C als Sanddorn, außerdem Vitamin A, B1 und B2. Sie sind umso süßer, je später man sie pflückt. Wie bei der Schlehe, bleiben sie den ganzen Winter über am Strauch und sind die ganze Zeit genießbar. Gut macht sich Hagebuttenmarmelade oder -chutney zu Wildgerichten oder als Füllung von Süßspeisen wie Krapfen oder Pfannkuchen. Gut geeignet als Vorbeugung für Erkältungskrankheiten ist der Hagebuttentee. Natürlich kann man noch viel mehr Genießbares am Wegesrand entdecken. Lassen Sie sich inspirieren und beob­ achten Sie, was Ihnen beim Spaziergang alles begegnet. Benutzen Sie beim Sammeln ein Bestimmungsbuch und suchen Sie unbelastete Plätze, an denen keine Pestizide benutzt werden. Ernten Sie in nicht zu niedriger Höhe (Fuchsbandwurm) und wie immer, wenn Sie im Wald oder auf Wiesen sind, sollten Sie auf Zecken achten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei. ­

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Gesundheit im Alltag

Wasser fürs Wohlbefinden

„Wohlfühlzaubern“ im Alltag:

Auftanken!

Innen und außen

D

as Element Wasser kennen wir als zarten Tautropfen am Grashalm, sprudelnde Quelle und endlos weiten Ozean. Es gehört zu den im wahrsten Sinne elementarsten Grundlagen des Lebens: ohne Wasser würden Mensch und Natur sehr bald vertrocknen und verdursten.

pers, dass er gern Flüssigkeit „nachtanken“ möchte. Gerade ältere oder sehr gestresste Menschen neigen jedoch dazu, diesen Warnschuss zu überhören und viel zu wenig zu trinken. Das rächt sich dann mit Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und anderen Beschwerden. Durch regelmäßig über den Tag verteilte „Trinkrituale“ können Sie verhindern, dass solche Defizite überhaupt aufkommen. Sehr sinnvoll sind zum BeiEin bewusster Umgang mit dem Was- spiel 1-2 Gläser Wasser morgens gleich ser ist nicht nur umweltpolitisch Gebot, nach dem Aufstehen und je ein großes sondern kann auch unsere persönliche Glas Wasser eine halbe Stunde vor jeLebensqualität erheblich erhöhen. der Mahlzeit.

Täglich reichlich trinken? Je reiner, Alkohol-, koffein- oder zuckerhaltige desto besser! Getränke sind jedoch eher schädliche Der menschliche Körper selbst besteht zu weit über 50 Prozent aus Wasser. Das braucht er, um Nährstoffe zu transportieren, sich von Giftstoffen zu reinigen und die Temperatur zu regulieren. Über Schweiß, Urin und Atmung verlieren wir jedoch bis zu zwei Liter Flüssigkeit pro Tag, die wir durch Nahrung und Getränke ersetzen müssen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt, täglich ungefähr anderthalb Liter zu trinken, bei erhöhtem Bedarf an heißen Tagen oder bei Aktivitäten wie Sport oder Sauna bis zu drei Liter. Durst ist die natürliche Ansage des Kör-

als nützliche Lösungen. Am allerbesten unterstützt schlichtes, klares Wasser ohne Kohlensäure die inneren Reinigungsprozesse des Körpers; und optimal wirkt Ihr Wässerchen dann, wenn Sie es warm statt kalt genießen. Wer sich noch mehr des Guten tun will, deckt seinen Flüssigkeitsbedarf mit einem besonders mineralstoffreichen Heilwasser aus unterirdischer, vor Verunreinigung geschützter Quelle. Im Gegensatz zu Mineralwasser ist Heilwasser ein wissenschaftlich geprüftes und amtlich bestätigtes Arzneimittel, das in der Medizin für Trinkkuren oder therapeutische Bäder eingesetzt wird.

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Heilsame Bäder: Einfach ein- und abtauchen! Nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich wirkt sich Wasser ausgesprochen positiv auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit aus. In der Hydrotherapie, die – ergänzend zur wissenschaftlichen Medizin – einen wichtigen Zweig der Naturheilkunde darstellt, wird Wasser in allen drei Aggregatzuständen (also als Eis, als kaltes oder warmes Wasser und als Dampf) genutzt. Temperaturreize unterstützen hier die Stabilisierung, Rehabilitation und Regeneration des Körpers. Zu den klassischen Anwendungen gehören Voll- oder Teilbäder mit und ohne Zusätze, Dampfbäder und Sauna, Waschungen, Wickel und Packungen oder auch Bewegungsbäder. Besonders bekannt sind die hydrotherapeutischen Ansätze des Pfarrers Sebastian Kneipp, zu denen zum Beispiel Güsse und Wassertreten gehören. Eine „offizielle“ Kneippkur, die neben Wasseranwendungen auch Elemente der Pflanzenheilkunde sowie Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen beinhaltet, wird über drei bis vier Wochen an einem entsprechend anerkannten Kurort durchgeführt. Sie kann zum Beispiel bei Abwehrschwäche, vegetativen Störungen und Herz-


Gesundheit im Alltag

Illustrationen: Gerrit Hansen

Kreislauf-Erkrankungen hilfreich sein. Für viele Wohltaten der Hydrotherapie ist jedoch kein Kuraufenthalt erforderlich. An jedem Urlaubsstrand oder See etwa können Sie einfach ausgiebig durch das kniehohe Wasser waten. Oder laufen Sie am frühen Morgen barfuß über die noch feuchten Wiesen – schon betreiben Sie Tautreten im bes­ten kneippschen Sinne. Und wenn Sie es sogar wagen, im Winter barfuß durch den Schnee zu laufen, um sich abzuhärten, klopft Ihnen Pfarrer Sebastian im Geiste auf die Schulter. Wie wäre es danach dann mit einem heißen Bad in der Wanne? Am besten lässt es sich mit natürlichen Duftzusätzen wie Fichtennadel, Lavendel oder Melisse entspannen. Wer dagegen

Wasser fürs Wohlbefinden jeden Morgen abwechselnd kalt und warm duscht, stärkt nicht nur seine Abwehrkräfte, sondern startet auch extrafrisch in den Tag.

Foto: © Picture-Factory – Fotolia.com

Es ist also alles andere als verwunderlich, dass so viele Menschen den Sommerurlaub am Meer zum Nonplusultra der Erholung erklären. Bewegungshungrige Naturen müssen sich hier ja nicht aufs Wassertreten beschränken, sondern können beim Schwimmen ihrem Rücken Gutes tun, segeln, surfen oder Wasserball spielen. Doch auch im schnöden Alltag muss keiner auf den Wohlfühlfaktor Wasser verzichten; im Gegenteil! Wer sich beim Abwaschen, Wischen oder Feudeln bewusst macht, mit welchem kraftvollen Element er es gerade zu

tun hat, für den wird auch der Hausputz zum Wellness-Event. Denn egal in welcher Form: Wasser hilft immer, mit sich selbst und der Welt ins Reine zu kommen! mm

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Nutzen Sie unser gebührenfreies Infotelefon: 0800 2255100 Seit über 15 Jahren kostenlose Kurberatung und Abwicklung in ganz Deutschland! Mutter-Kind-Hilfswerk e.V. · Millberger Weg 1 · 94152 Neuhaus/Inn · www.mutter-kind-hilfswerk.de


Gesundheit im Alltag

© Shutterstock/Larisa Lofitskaya

Gesund gärtnern

Tag des

Gartens

am 9. Juni 2013:

Uwe Rückert, Oberarzt der Orthopädie in der Helios Rehaklinik Damp.

E

s wird Sommer – die Tage sind länger, die Temperaturen steigen und die Bäume und Blumen blühen. Mit dem Erwachen der Natur beginnt auch die Zeit der Gartenarbeit. Blumen raus, Unkraut jäten, Beete harken oder anlegen – viele Arbeiten im Garten beanspruchen den Rücken. Viele Hobbygärtner klagen über Rückenbeschwerden und Verspannungen. Mit einfachen Tricks kann diesem Leiden vorgebeugt werden.

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Nützliche Tipps für die Gartenarbeit - Wärmen Sie sich vor der Gartenarbeit auf: Mit Dehnübungen vermindern Sie die Gefahr von Verspannungen, Zerrungen oder Muskelkater. - Verwenden Sie ergonomische Gartengeräte bzw. Werkzeuge. - Teilen Sie sich Ihre Arbeit gut ein und vermeiden Sie einseitige Belastungen. - Bei bereits bestehenden Knieverletzungen können Hochbeete die Arbeit erleichtern. - Stellen Sie Blumenkübel von vornherein auf Rollwagen, um im Herbst oder Frühling schweres Heben zu vermeiden. ­ Die Arbeit sollte gut eingeteilt und einseitige Belastungen vermieden werden.

Foto: © Schmerzlos e. V.

In Deutschland gibt es rund 17 Millionen Haus- und Kleingärten mit einer Gesamtfläche von mehr als 930.000 Hektar. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde bewirtschaften die Hobbygärtner damit fast fünf Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche hierzulande – und das überwiegend ohne den Einsatz von Maschinen. Aber gerade im Garten verübt jeder viele gleich- aber auch ungleichmäßige Bewegungen. „Bei der Gartenarbeit werden nahezu alle Muskelgruppen des Stütz- und Bewe-

gungsapparates beansprucht. Der Rücken verrichtet dabei oft regelrechte Schwerstarbeit“, sagt Uwe Rückert, Oberarzt der Orthopädie in der Helios Rehaklinik Damp. „Allein beim Umgraben wirken zum Beispiel immense Kräfte auf die Muskulatur, Wirbelsäule, Sehnen und Bandscheiben. Die Folge sind oft ermüdungs- oder andere belastungsbedingte Verletzungen, die nicht unbedingt sein müssen.“ Damit die Arbeit im Garten zur Freude und nicht zur Last wird, rät der Rückenexperte, im Frühling langsam zu starten und das Arbeitspensum stetig zu steigern – wie beim Sport. „In der Ruhe liegt die Kraft – schließlich läuft man ja auch keine 100 Meter in Bestzeit ohne kontinuierlich gesteigertes Training“, sagt Uwe Rückert. Anders verhält es sich beim Harken. Hier ist es eher eine Zugbewegung, die im Vergleich zum Graben wenig Kraft erfordert. „Jede Tätigkeit im Garten sollte mit einer entsprechenden kraft- und ausdauereffizienten, vor allem aber rücken-, gelenks- und muskulaturschonenden Technik ausgeübt werden.“ Dazu gibt es heutzutage ergonomische Gartengeräte. „Beim Kauf und vor dem Einsatz von Gartengerätschaften sollte man sich am besten im Gartenfachcenter beraten lassen“, empfiehlt der Rückenexperte Uwe Rückert. Und: „Regelmäßige und vor allem ganzjährige körperliche Bewegung beugt zu Beginn der Gartensaison Muskelkater und Rückenbeschwerden vor.“

Foto: © Helios Rehaklinik Damp

Foto: © Helios Rehaklinik Damp

So schonen Sie Ihren Rücken bei der Gartenarbeit


© TASH/I.Wandmacher

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10  % kann jedeR

Das Gute liegt so nah – Leckeres aus der Region

Saisonal und regional: frisch vom Feld auf meinen Teller

D

ie Kampagne „10 % kann jedeR“ des Vereins Eine Welt im Blick e. V. zeigt Ihnen, wie Sie durch Ihr Kaufverhalten neuen Schwung in Ihre Küche bringen und dadurch die Ernährungswirtschaft in Schleswig-Holstein sowie die Sorten- und Artenvielfalt stärken.

Herzlich Willkommen auf dem Pflanzenhof Paulwitz in Neumünster – im Herzen Schleswig-Holsteins! - Gartencenter - Accessoires - Baumschule - Gartenbau und Gartengestaltung - Gartentipps

Kaufen, w es wächs o t– aus der Region fü die Regio r n

Auf zahlreichen Wochenmärkten, Hofläden und in einigen Supermärkten findet man sie noch: Landwirte, die ihre Kunden kennen, und Kunden, die wissen, woher ihre Nahrungsmittel kommen. Kurz: die wissen, was sie essen. Aber es könnten noch viel mehr sein! Darum laden wir Sie ein, eineR davon zu werden und mit frischer Neugier Ihren Lebensmitteleinkauf zu gestalten. Überlegen Sie sich nicht nur, was Sie kaufen, sondern auch woher die Ware kommt. Essen Sie nicht nur ein Produkt, sondern vielmehr mit Genuss! Gut für Sie, die Umwelt und die hiesige Landwirtschaft Mit saisonalen und regionalen Lebensmitteln unterstützen Sie Betriebe Ihrer Region, schonen durch kurze Lieferwege die Umwelt, vermeiden unnötige Verpackungen und bringen gesunde Frische auf Ihre Teller, interessante Zutaten in Ihre Küche und neuen Schwung in Ihr Leben. Warum nicht zusammen mit Freunden kochen? Denn wer gemeinsam kocht, is(s)t nicht allein! Oder starten Sie mit einem gemütlichen Frühstück mit Fairtrade-Kaffee oder einem Fairtrade Power-Saft ins Wochenende. Ihre Idee ist gefragt! Was sind Ihre 10 % für mehr Genuss auf dem Teller? Machen Sie mit und schreiben Sie uns, wie Sie Ihre persönliche 10 %-Idee – mehr saisonale und regionale Lebensmittel in Ihren Speiseplan einbauen. Senden Sie uns Ihr kreatives 10 %-Rezept oder Ihren 10 %-Tipp an wettbewerb@zehn-prozent-kann-jeder.de! Informationen, 10 %-Beiträge, aktuelle Veranstaltungshinweise: www.zehn-prozent-kann-jeder.de!

Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 8 -18 Uhr Sa: 8 -16 Uhr, So: 9.30 -12 Uhr Paulwitz Pflanzenhof & Floristik Norderdorfkamp 26 24536 Neumünster Tel.: 04321 - 31521 Weitere Infos finden Sie unter: www.pflanzenhof-paulwitz.de info@pflanzenhof-paulwitz.de


Fachwissen

OP gegen Bluthochdruck

Operation

gegen Bluthochdruck E rstmals in Schleswig- Holstein: Ärzte am Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster setzen elektrischen Impulsgeber ein.

Viele Menschen leiden an Bluthochdruck, der Volkskrankheit Nummer 1, so auch Elza Jäger aus Kaltenkirchen. Anhaltende Kopfschmerzen und eine „irre“ Angst vor einem Schlaganfall oder Herzinfarkt machten ihr das Leben schwer. Auch die Einnahme zahlreicher blutdrucksenkender Medikamente brachte keine Linderung. In diesem Fall sprach man bisher von therapieresistentem Bluthochdruck. Ein neues Operationsverfahren konnte der leidgeplagten 82-Jährigen jetzt helfen. Die Kardiologen um Professor Dr. Andreas Schuchert und die Gefäßchirurgen um den Leitenden Arzt Alexander Von links: Professor Dr. Andreas Schuchert, Dr. Volker Jentzen, Elza Jäger und Alexander Selch.

Selch setzten am Friedrich-Ebert-Krankenhaus erstmals in Norddeutschland ein neues Operationsverfahren ein, um den Blutdruck langfristig zu senken. Bei der sogenannten Barorezeptoraktivierung wird operativ eine spezielle Elektrode im Bereich des Karotissinus an der Halsschlagader aufgenäht. Die Sonde wird an einen implantierten modifizierten Herzschrittmacher – Stimulator genannt – angeschlossen, der auf dem rechten Brustmuskel implantiert wird. Der Stimulator gibt über die Sonde permanent kleine Stromimpulse ab, die die Barorezeptoren stimulieren und dadurch den arteriellen Blutdruck langfristig um ca. 20 bis 30 mmHg verringern können. „So gaukelt man dem Körper im Grunde genommen einen noch höheren Blutdruck vor, den der Stimulator Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster setzt ein neues Operationsverfahren ein, um den Blutdruck dann herunteregelt“, erklärt Oberarzt langfristig zu senken. Dr. Volker Jentzen das Verfahren. Weltweit wurden solche Implantationen reichen, um damit deren Beschwerden erst 600 Mal vorgenommen. zu beseitigen und nicht um die Anzahl Medikamente zu verringern“, erklärte Der Eingriff bei Frau Jäger verlief kom- der Kardiologe und Hypertensiologe plikationslos. Bereits bei der Testung im Professor Schuchert. „Eine solche OpeOperationssaal ließ sich der Blutdruck ration ist nur mit einem hervorragenden auf normale Werte verringern. Die Pa- Team aus Kardiologen und Gefäßchitientin konnte nach 2 Tagen sehr zu- rurgen möglich, die wie am FEK sehr frieden aus dem FEK entlassen werden eng zusammenarbeiten.“ und fühlt sich nach eigener Aussage „sauwohl“. „Das Ziel dieses operativen Eingriffs ist, dass auch Patienten mit einem erhöhten Bluthochdruck von 160 mmHg und höher normale Blutdruckwerte er-

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Fachwissen

Bluthochdruck senken

Blutdruck senken – Was können wir selber tun?

W

enn wir uns wohl fühlen und es uns an nichts fehlt, denken wir oft nicht daran, dass vielleicht doch etwas nicht stimmt. An Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, leidet fast jeder vierte Deutsche, ohne es zu wissen. Von einem Bluthochdruck spricht man, wenn Werte von 140 zu 90 mmHg oder höher auftreten. Um zu erfahren, wie hoch Ihr Blutdruck ist, können Sie einfach mal bei Ihrem Arzt oder Apotheker eine Messung durchführen lassen. Wenn Sie nämlich längere Zeit unter Bluthochdruck leiden, besteht die Gefahr einer Arterienverkalkung, an der mit zunehmendem Alter immer mehr Menschen erkranken und die schwerwiegende, gesundheitliche Folgen haben kann. Denn Bluthochdruck ist tückisch. Man fühlt sich wohl und am Anfang gibt es kaum Symp­ tome. Wenn der Bluthochdruck nicht behandelt wird, können aber Herz, Blutgefäße, Gehirn, Augen und Nieren geschädigt werden. Diese Schäden wiederum können Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen. Daher ist es

besonders wichtig, Bluthochdruck rechtzeitig zu behandeln. Der Blutdruck kann medikamentös behandelt werden oder Sie versuchen es mit natürlichen Wirkstoffen, die heute in der modernen Bluthochdruckbehandlung den Blutdruck rein biologisch senken können. Vorbeugend und begleitend können Sie selber etwas tun, um Ihren Blutdruck im Griff zu behalten. Ausschlaggebend ist hierfür ein gesunder Lebensstil. Dazu gehören ein normales Körpergewicht, regelmäßige körperliche Aktivität, eine salzarme Ernährung, das Vermeiden von alkoholischen Getränken sowie das Vermeiden von Stress. Versuchen Sie, salzreiche Speisen zu vermeiden. Oft kann man mit ausgewählten Gewürzen und frischen Kräutern sogar einen deutlich besseren Geschmack erzielen als mit der üppigen Verwendung von Salz. Auch wenn es oft nicht einfach ist, Übergewicht zu reduzieren, gehört die Normalisierung des Körpergewichts zu jenen Maßnahmen, mit denen sich ein hoher Blutdruck besonders wirkungsvoll senken lässt. Oft lohnen sich die Anstrengungen des Abnehmens dann übrigens gleich in

Kommentar

doppelter Hinsicht: Wer in dieser Zeit z. B. eine neue Sportart entdeckt oder Spaß an einer gesundheitsfördernden Ernährung findet, wird durch das Abnehmen zusätzlich mehr Spaß am Leben gewinnen. Es gibt auch viele Empfehlungen von Nahrungsmitteln, die den Blutdruck senken sollen. So wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen, dass zum Beispiel Heidelbeeren, Erdbeeren und Blutorangen Blutdruck ebenso senken können wie Hibiskusblüten und Rote-Bete-Saft. Alle diese Pflanzen enthalten Flavonoide, die auch für die kräftige Farbe zuständig sind. Offenbar beeinflussen sie bestimmte Stoffwechselmechanismen und verhindern Schäden an den Gefäßen, die wiederum den Blutdruck erhöhen können. Sogar Schokolade wird aufgrund der Flavonoide eine Blutdruck senkende Wirkung zugesprochen. Nach anderen Studien können schon 40 Gramm Milch- oder Sojaeiweiß helfen, den Bluthochdruck zu senken, oder auch Vollkornprodukte, Chili, Walnüsse, Artischocken u. a. Hierbei ist aber zu beachten, dass dies meistens nur behandlungsbegleitend gemeint ist, alleine wird das Essen dieser Nahrungsmittel nicht ausreichen, um den Blutdruck dauerhaft zu senken.

diagnosis related groups

Hochleistungsmedizin braucht faire Vergütung Seit 2003 gilt für Krankenhäuser ein neues Abrechnungssystem: Die DRG (Diagnosis Related Groups) folgen dem Prinzip, dass die Diagnose von den Krankenkassen bezahlt wird. Vorher orientierte sich die Vergütung an der Verweildauer des Patienten im Krankenbett. Das neue System hat allerdings mindestens zwei gravierende Fehler: Erstens sind für die Bundesländer unterschiedliche Berechnungsgrößen eingeführt worden. Ergebnis ist, dass die Behandlung der gleichen Krankheit in Schleswig-Holstein am geringsten vergütet wird – bei bundesweit gleichen Tariflöhnen und Kosten für Medizintechnik. Läge das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) beispielsweise im Rheinland,

würde es automatisch 40 Millionen Euro mehr verdienen. Zweitens sind Kliniken benachteiligt, die besonders schwere Fälle durch Hochleistungsmedizin versorgen. Forderung der Krankenhäuser in Schleswig-Holstein ist deshalb, eine bundesweit gleiche Vergütung für gleiche Leistung. Zudem müssen Universitätsklinika, als Motoren des medizinischen Fortschritts, einen angemessenen Ausgleich für die Versorgung extremer Erkrankungen, Ausbildung des Ärztenachwuchses und der Forschungsleistung erhalten. Rund um die Uhr versorgen die Spezialisten des UKSH als einziger Maximalversorger im Land ein Viertel aller Krankenhauspatienten. Bei der Vergütung werden sie aber wie

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ein kleines Krankenhaus der Grundversorgung bemessen. Von Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvor­ sitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.


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Fachwissen

Osteoporose

Osteoporose

Knochenstarke Ernährung

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s trifft Frauen häufiger als Männer, in Deutschland sind mehr als 25 % der Frauen nach der Menopause (postmenopausal) von der Erkrankung betroffen. Insgesamt leiden in Deutschland schätzungsweise etwa 8 Millionen Menschen an einer Osteoporose. Übersetzt bedeutet Osteoporose „brüchige, poröse Knochen“. Es kommt also zu einem Verlust der Knochenmasse und zu Veränderungen der Knochenstruktur. Diese können zu einer verringerten mechanischen Belastbarkeit der Knochen, zu vermehrten Knochenbrüchen und Verformungen der Knochen führen.

Wie kann man der Osteoporose vorbeugen? Der Körper enthält gut 1 kg Calcium, wovon 99 % in den Knochen zu finden ist. Calcium ist damit der wesentliche Bestandteil der harten Substanz in Knochen und Zähnen. Der tägliche Bedarf liegt bei Erwachsenen zwischen 10001200 mg. Auch auf genügend Bewegung, möglichst im Freien, ist zu achten (s. u. Vitamin D). Bewegung kräftigt nicht nur die Muskulatur, sondern stimuliert auch den Knochenaufbau. Vitamin D ist notwendig, um Calcium aus dem Dünndarm aufzunehmen und es dann in den Knochen einzubauen. Vitamin D kann über die Nahrung, z. B. über fettreichen Seefisch und über Lebertran, Margarine und Eier aufgenommen werden sowie über die Eigensynthese von Vitamin D in der Haut durch die UV-Strahlung. Die Vitaminherstellung findet zusammen mit der Sonneneinstrahlung (UV-Licht) in der Haut statt. In sommerlicher Kleidung 30 Minuten täglich im Freien helfen, die Vitamin-D-Produktion anzukurbeln.

Osteoporose kann viele Ursachen haben. Häufig fördern bestimmte Lebensgewohnheiten bzw. körperliche Voraussetzungen ihr Entstehen. Dazu gehören beispielsweise: • Calciumarme Ernährung • Vitamin-D-Mangel

Die täglich empfohlene Vitamin-D-Zufuhr liegt bei 20 µg /Tag, wenn keine Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Diese Menge lässt sich mit einer Portion Hering (150 g) oder Lachs (150 g) noch erreichen. In anderen Lebensmitteln ist der Gehalt allerdings eher gering, so dass übliche Verzehrmengen von z. B. Butter oder Margarine kaum zur Versorgung beitragen können.

• Phosphatreiche Ernährung (z. B. Fleisch, Wurstwaren, Cola, Kaffee) • Mangelnde Bewegung (d. h. weniger Muskelmasse, verminderte Knochendichte) • Östrogenmangel

• Ess-Störungen

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• Untergewicht (Ausbleiben der Periode, keine Östrogene…) • Übermäßiger Genuss von Alkohol und Nikotin • Einnahme bestimmter Medikamente über einen langen Zeitraum (z. B. Cortison), die in den Knochenstoffwechsel eingreifen • Osteoporose in der Familie

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Fachwissen

Osteoporose

Tipps zur täglichen Ernährung: Die besten Calciumquellen sind Milch und Milchprodukte und sollten deshalb mehrmals täglich auf dem Speiseplan stehen. Ein weiterer guter Calciumlieferant ist Mineralwasser. Bei der großen Auswahl der Produkte sollte ein Wasser bevorzugt werden, das mindestens 300 mg Calcium pro Liter enthält. Essen Sie täglich mehrmals frisches Obst und Gemüse und bevorzugen Sie dabei calciumreiches Gemüse wie Brokkoli, Fenchel, Grünkohl und Lauch.

Lebensmittel

Portionsgröße 150 g

Hering

150 g

Hühnerei

150 g

Margarine

Vitamin-D-Gehalt 33,7 µg 1,7 µg 0,4 µg

Calciumgehalt in Lebensmitteln pro Portion

Beispiele Milchprodukte: Gläser Buttermilch à 200 ml 2 + 1 Fruchtjoghurt, fettarm, 150 g + 2 Scheiben Emmentaler à 30 g

Gehalt von Vitamin D in Lebensmitteln:

440 mg Calcium 140 mg Calcium 610 mg Calcium 1290 mg Calcium

Ihre Ernährungsberatung der Vital-Kliniken, Klinik Buchenholm, Bad Malente

Milch 1,5 % (200 ml)

240 mg

Joghurt 150 g (ein kleiner Becher)

195 mg

2 Scheiben Emmentaler (à 30 g)

618 mg

2 Scheiben Gouda (à 30 g)

480 mg

Quark Magerstufe (125 g)

115 mg

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Effektiv zur Entlastung der Lendenwirbelsäule und muskulären Stabilisierung des Rückens Die Zahl der Patienten, die regelmäßig unter Rückenbeschwerden leiden, steigt kontinuierlich. In Deutschland sind über 25 Millionen Menschen davon betroffen.1 Oftmals sind Muskelverspannungen, Nervenentzündungen, rheumatische Erkrankungen oder Bewegungsmangel die Ursache. Viele Patienten versuchen eine medikamentöse Behandlung ihrer Beschwerden – langfristig bessern sich die Rückenschmerzen jedoch meist nicht. Eine effektive, dauerhafte Schmerzlinderung ganz ohne Nebenwirkungen bieten Lumbotech®-Bandagen. Sie stabilisieren und entlasten die Lendenwirbelsäule und kräftigen zugleich die Rückenmuskulatur. Oftmals liegen Lumbalgien, Ischiasschmerzen und Bandscheibenbeschwerden einem dauerhaften, starken Rückenleiden zugrunde. Während bei einer medikamentösen Therapie die Beschwerden nach Absetzen häufig wiederkehren, können Behandlungsmethoden, die auf eine nachhaltige

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Quellen: 1 Miselmsky, L. (Hrsg.). Rückenschmerzen: Moderne Behandlungsmethoden. FastBook Publishing. 2010. 2 Moore, S. R.; Shurman, J. Neuromuskuläre Elektrostimulation in Kombination mit transkutaner elektrischer Nervenstimulation bei der Behandlung chronischer Rückenschmerzen: Ein doppeltblinder RepeatedMeasures-Vergleich. In: Arch Phys Med Rehabil. 1997, Jan.; 78 (1): 55-60. Center for Neurologic Study, San Diego, CA 92121, USA.

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Norden aktuell

Sozialverband Deutschland

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Eine starke Gemeinschaft in Schleswig-Holstein mit 120.000 Mitgliedern!

D

er Sozialverband SchleswigHolstein schreibt weiter an seiner beeindruckenden Erfolgsgeschichte. Seit 1995 hat er seine Mitgliederzahl von 60.000 auf heute 120.000 verdoppeln können. Der SoVD in Schleswig-Holstein ist damit noch leistungsfähiger geworden. Er hat sich mit den Familienund Partnermitgliedschaften auch breiteren Bevölkerungsschichten geöffnet. 4.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich in rund 400 Ortsverbänden um unsere Mitglieder. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam!“ organisieren sie zahlreiche Veranstaltungen – von Ausflugsfahrten über Informationsabende bis zu geselligen Treffen. In 15 Beratungszentren helfen kompetente und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Mitgliedern in allen Fragen des Sozialrechts. Sie unterstützen bei der Antragsstellung und Durchsetzung von Ansprüchen gegenüber den Behörden –

vor allem in der Renten-, Kranken-, Unfall-, und Pflegeversicherung sowie in allen Angelegenheiten des Schwerbehindertenrechts. Der Sozialverband übernimmt auch die Vertretung seiner Mitglieder vor den Sozialgerichten. Durch seine sozialrechtliche Arbeit erreicht der SoVD für seine Mitglieder Zahlungen in Höhe von rund acht Millionen Euro jährlich. Aktueller Schwerpunkt der politischen Arbeit des SoVD Schleswig-Holstein ist die Kampagne: „Wenn die Rente nicht reicht…“ mit Informationen und Beratungs­ angeboten zum Thema Grundsicherung im Alter. Darüber hinaus soll das mit der Arbeiterwohlfahrt und dem Deutschen Gewerkschaftsbund Nord geschlossene „Soziale Bündnis für Schleswig-Holstein“ dazu beitragen, zusammen mit den politisch Verantwortlichen die soziale Lage der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land zu verbessern.

Kontaktadresse: Sozialverband Deutschland Landesverband Schleswig-Holstein Muhliusstraße 87, 24103 Kiel Tel.: 0431/983 88-0, Fax: 0431/983 88-10 E-mail: info@sovd-sh.de

www.sovd.de

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Rätseln, Basteln, Malen Kreuzworträtsel

Libellenzählen Wie viele Libellen tummeln sich auf dieser Seite?

Form in Form

Lösung: Es sind 21

Eine von den weißen Blumen hat die gleiche Form wie die orange Außenform – welche?

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Lösung: Form E rs (R poster nst du dir vo den kann? n m Tier wer e b Auf de gelrobbe. Ka b gelro e e K K e e kg n g jun chse zu 800 e er wa s i in b e r ) e b schw g 0 kg

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Tüddelkram Eine von diesen Schnüren verknotet sich, wenn man die Enden zusammenzieht, welche? Lösung: Schnur C

u eine uiz Tier-üQckseite) siehsttedllen, wie

Lösung: bis zu 300 kg


Labyrinth

Hilfst du der kleinen Anna durch diesen Irrgarten zu kommen? Lösung: Sie spielen ein Kartenspiel. A

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Puzzle B)

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Lösung: Würfel C

Würfelkram Nur einer der Würfel oben entspricht dem aufgeklappten rechts, welcher?

Zahlenwurm Die Zahlen in jedem farbigen Abschnitt ergeben eine logische Reihe – ergänze die fehlende Zahl. Die Lösungen sind unterschiedlich schwer – keine Sorge, wenn du nicht alles rauskriegst!

Lösung: 7, 14, 28, 56 (mal 2) 48, 45, 42, 39 (minus 3) 160, 80, 40, 20 (geteilt durch 2) 34, 39, 44, 49 (plus 5) 3, 12, 48, 192 (mal 4) 42, 31, 20, 9 (minus 11)

A)

Kannst du den Frosch wieder richtig zusammensetzen?


GESUNDHEIT im Norden


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Genießen und Verwöhnen

Kaffee

Wie gesund ist Kaffee? Gute Nachrichten für Kaffeeliebhaber

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reuen Sie sich auch jeden Morgen auf Ihre Tasse Kaffee? Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche gut einen halben Liter Kaffee pro Tag. Ob zum Frühstück, in geselliger Runde am Nachmittag oder als leckerer Muntermacher zwischendurch, Kaffee ist für fast jeden ein unverzichtbarer Genuss. Aber was ist drin im Kaffee? Was geschieht im Körper bei seinem Genuss?

nämlich dazu, dass der Nahrungsbrei – und damit auch die darin vorhandenen Giftstoffe und krebserregenden Stoffe – kürzer im Darm verweilen. Schwangere Frauen sollten ihren Kaffeekonsum allerdings gering halten, da das Koffein sich beim Blut des Fötus in ähnlich hoher Konzentration wiederfindet wie bei der werdenden Mutter. Ob Kaffee einem gut tut oder eher nicht, muss jeder selbst herausfinden. Den meis­ ten Menschen bekommt die anregende und sogar antidepressive Wirkung des Kaffees sehr gut. Wer den Kaffee maximal 15 Minuten vor dem Einschlafen trinkt, kann sogar oft ein leichteres Einschlafen feststellen, da das Gehirn besser durchblutet wird und das Schlafzentrum aktiviert wird.

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Seit dem 17. Jahrhundert trinken wir in Deutschland Kaffee. Sein Ruf, gesundheitsschädlich zu wirken, ist inzwischen durch zahlreiche Tests und Forschungen widerlegt worden. Seine über 800 verschiedenen Inhaltsstoffe haben überwiegend positive Effekte auf den Organismus. Dazu gehören Proteine, Kohlenhydrate, Fette, Mineralstoffe und Vitamine. Kaffee kann also Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Die meisten von uns trinken ihn aber wegen seiner belebenden Wirkung. Sie wird vom Koffein ausgelöst, das auf das zentrale Nervensystem wirkt, die Herztätigkeit anregt, die Bronchien und Gefäße etwas weiter werden lässt, die Körpertemperatur und die Kalzium-Konzentration im Gehirn leicht ansteigen lässt. Koffein stimuliert die allgemeine Muskeltätigkeit, also auch den Herzmuskel. Das

Risiko, an Herzkrankheiten zu erkranken steigt aber laut wissenschaftlicher Untersuchungen nicht. Nur wer bereits an Herzrhythmusstörungen leidet, sollte auf Kaffee verzichten. Die in Kaffee enthaltenen Chlorogensäuren sind für Ernährungswissenschaftler besonders interessant, weil ihnen ein Schutzeffekt gegen Diabetes mellitus zugeschrieben wird. Außerdem sollen sie bewirken, dass sich Karies auslösende Bakterien nicht auf der Zahnoberfläche ansiedeln können und sie binden offenbar auch freie Radikale. Zum Glück kann die Säure, die gern mal unsere Magenschleimhaut reizt, durch schonende Röstverfahren deutlich reduziert werden. Bei einem täglichen Genuss von bis zu vier Tassen Kaffee kann laut aller Untersuchungen keine schädigende Wirkung festgestellt werden und man kann ihn in die Flüssigkeitsbilanz einbeziehen wie jedes andere Getränk auch. Lange Zeit war man der Meinung, Kaffee würde den Körper entwässern. Tatsächlich wirkt Koffein aber nur harntreibend. Durch den Kaffee-Konsum gelingt es dem Körper, vermehrt bereits vorhandene Säure auszuscheiden. Kaffee ist somit wie der grüne Tee oder wie Gemüse ein wertvoller Basenspender. Eine Tatsache, die klar dafür spricht, dass Kaffee gesund ist, ist die Tatsache, dass Kaffee die Verdauung anregt. Dies führt

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Gehirnforschung

Diagnostik von Lernstörungen Neue Möglichkeiten der Lern- und Leistungsoptimierungen durch eine individuelle neuroaktive Musik

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ernen macht Spaß und Menschen gehen in der Regel mit Interesse, Engagement und Freude an neue Lerninhalte heran, wenn sie nicht grundsätzlich durch Traumatisierungen oder Verletzungen, Misserfolg oder Beschämung negative Vorerfahrungen gemacht haben. Viele diagnostische Möglichkeiten führen in der Regel zu Stigmatisierungen, welche die Probleme eher manifestieren als Lösungskonzepte ermöglichen. Es gilt den Blick zu wenden von einer defizitorientierten Diagnostik hin zu einer lösungsorientierten Ursachenanalyse.

Dies ist möglich mit einem von Günter Haffelder entwickelten EEG-spectral­ analytischen Messverfahren, das mit den Fragen eines speziellen Standardtests gekoppelt vorhandene Probleme und deren mögliche Ursachen aufzeigt. So stellen sich Lernblockaden als Frequenzblockaden, Synchronisationsprobleme oder Rhythmusstörungen in der Messung der Gehirnströme dar. Andere Patterns in den gemessenen Gehirnströmen stehen für Kompetenzen, Sensibilität und Begabungen. Verhaltensmuster wie Schüchternheit; Lernblockaden wie ADS, Dyskalkulie, LRS, Konzentrationsprobleme; psychische Prob­leme wie Depression, Angst, Burnout; aber auch cerebrale Schädigungen wie Schlaganfall, Wachkoma, MS, Parkinson etc. können so gemessen und ursächlich erklärt werden. Darüber hinaus suchen viele Höchstleister, Manager und Spitzensportler das Institut für Kommunikation und Gehirnforschung auf. Sie lassen sich messen, weil sie sich eine Unterstützung zur Leistungsoptimierung, zur besseren Konzentration oder zur Prophylaxe gegen Stress und Erschöpfung wünschen. Schüler und Studenten möchten eine Unterstützung zur Vorbereitung von Exa­ men und zur Reduktion von Prüfungs­ angst. Viele Reisende wollen mit dieser Methode schnell und effektiv eine neue Sprache erlernen. Denn auf der Grundlage der Messung wird für jeden Klienten im Institut eine

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individuelle neuroaktive Musik erstellt. Diese spezielle Musik eröffnet im Gehirn neue Lernfenster und effektiviert und intensiviert das Lernen. Diese individuelle neuroaktive Musik ist für jeden einzelnen Menschen ein Trainings- und Arbeitsinstrument, das er zu Hause begleitend zu Tätigkeiten hört. Menschen mit körperlichen Schädigungen hören ihre neuroaktive Musik zusätzlich während ihrer Therapien und verstärken dadurch deren Wirkung. In der Regel werden diese Messungen im Institut für Kommunikation und Gehirnforschung in Stuttgart durchgeführt. In Kooperation mit Praxen finden aber auch Messungen und Vorträge in verschiedenen Städten in Deutschland und im Ausland statt. In Schleswig-Holstein sind Außenstandorte in Bordesholm und Ahrensviöl bzw. Hamburg. Falls Sie Interesse an einer EEG-spectral­ analytischen Messung haben, vereinbaren Sie bitte Termine direkt mit dem Institut. Weitere Informationen zu unserer Arbeit erhalten Sie bei: Institut für Kommunikation und Gehirnforschung Günter Haffelder Stuttgarter Str. 134 70469 Stuttgart Feuerbach Tel: 0049 (0)711 8179838 Fax: 0049 (0)711 8179839 Haffelder@t-online.de www.gehirnforschung.com


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Gesundheit im Alltag

SanaZon-Therapie Sabine Linek untersucht die Farbe und die Konsistenz des Blutes ihrer Patienten, um die richtigen Heilmethoden zu bestimmen.

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Dein Blut lügt nicht Ein Interview mit Sabine Linek Frau Linek, Sie waren der „Star“ auf der Lübecker und Hamburger Lebensfreude Messe. Vor Ihrem Stand bildeten sich von morgens bis abends Schlangen. Was hat die Menschen am meisten interessiert? Sabine Linek: Wir, meine Kollegin Vera Kafka und ich, haben an meinem Stand mit dem Dunkelfeldmikroskop in das Blut der Messebesucher geschaut. Dazu wird nur ein Tropfen Blut entnommen und in 1.700facher Vergrößerung unter dem Dunkelfeldmikroskop betrachtet. In diesem Tropfen stellt sich der Körper in seiner Gesamtheit dar und körperliche Leiden lassen sich erkennen. Eben dies hat die Messebesucher am meisten fasziniert, dass man in nur einem Blutstropfen ihre Beschwerden sehen kann. Ihr neuestes Buch heißt „Dein Blut lügt nicht“ – so lautete auch das Motto auf Ihrem Stand. Wie wichtig ist Blut in unserem Körper? SL: Sehr wichtig! Man kann es als „flüssiges Organ“ betrachten, welches alle Informationen über unseren Körper in sich trägt. Sie sind im Fernsehen, im Radio, in Zeitungen. Haben Sie überhaupt noch Zeit für Ihren Beruf, der bei Ihnen ja Berufung ist? SL: Oh ja, meine Medien-Auftritte mache ich praktisch nebenbei. Ansonsten pendele ich zwischen allen drei Praxen und habe in der Regel einen 10- bis 12-Stunden-Tag. Da ich nicht überall gleichzeitig sein kann, habe ich inzwischen vier Heilpraktikerinnen in meiner SanaZonTherapie ausgebildet, die in meiner Ab-

wesenheit in den jeweiligen Praxen als meine Partnerinnen diagnostizieren und behandeln.

griechisch). Wir riechen gesund... Wir machen natürlich noch viel mehr, aber was genau, das verrate ich in meiner Praxis.

Sie haben drei Kinder und Ihre Familie ist Ihnen sehr wichtig. Treten Ihre Kinder in Ihre Fußstapfen?

Gibt es auch Krankheiten, an die Sie sich selbst nicht wagen?

SL: Mein ältester Sohn macht dieses Jahr noch seine Heilpraktiker-Prüfung und arbeitet schon „hinter den Kulissen“ in den Praxen mit, zudem studiert er aber auch noch BWL, um ein anderes Berufsfeld kennen zu lernen. Eine meiner Töchter hat eine besondere Begabung mit Tieren umzugehen und könnte sich vorstellen, Tierheilpraktikerin zu werden – denn auch bei Vierbeinern wirkt SanaZon! Wie ist Ihr Verhältnis zur Schulmedizin? Sehen Sie eine Zusammenarbeit? SL: Ich kann mir durchaus eine sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit vorstellen und auch einige Schulmediziner denken bereits so. Wir haben sogar viele Patienten, die selbst Ärzte sind. Leider ist jedoch die Kluft zwischen Natur- und Schulmedizin immer noch sehr groß...

SL: Es gibt Krankheiten, die wir Heilpraktiker nicht behandeln dürfen. Aber ich würde natürlich gerne jeden meiner Patienten wieder gesund machen, egal welches Leiden er hat. Daran arbeite ich fast täglich seit über 20 Jahren und es gibt nichts, was mich glücklicher macht, als einen beschwerdefreien Patienten. Was wünschen Sie sich als Heilpraktikerin von Ihren Patienten? SL: Ich wünsche mir mündige Patienten, die aktiv an ihrem Heilungsprozess mitarbeiten. Vielen Dank für das Gespräch! Uli Pape

Welche Krankheiten stehen am meis­ ten “auf Ihrer Liste?” SL: Ganz verschieden: Kopf, Nacken, Rücken, Leber, Milz, Beine, also praktisch von Kopf bis Fuß. Besonders auch HerzKreislauf- und Durchblutungsstörungen, rheumatische Beschwerden, Borrelien und MCS. Wie heißt Ihre Therapie? SL: SanaZon. Zusammengesetzt aus Sana (gesund, lateinisch) und Ozon (riechen,

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Sabine Linek

Dein Blut lügt nicht Meine Heilarbeit mit der Dunkelfeldmikroskopie 1. Aufl. 2012 ISBN 978-3-86374-052-8 Broschur, 178 S. 12,95 Euro Mankau Verlag


Kommentar Foto: Anja Teufel

Neulich, im Rollstuhl:

UNSER BUCHTIPP:

Kate Morton

Die verlorenen Spuren Dieser neue Roman der beliebten australischen Autorin spielt in der Zeit der 1930er Jahre bis heute, dabei spielen die Kriegsjahre in London eine ganz besondere Rolle. Im Mittelpunkt stehen ein Verbrechen und ein damit zusammenhängendes großes Geheimnis. Die Erinnerung an dieses Verbrechen aus der Kindheit wird für Laurel wieder interessant, als ihre Mutter im Sterben liegt. Damals hat sie mit angesehen, wie ihre Mutter einen Mann getötet hat. Laurel beginnt nachzuforschen wer dieser Mann war und warum er den Namen ihrer Mutter kannte. Die Spuren führen weiter zurück in die Vergangenheit, mitten hinein in das vom zweiten Weltkrieg heimgesuchte London. Laurel begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit und Vergangenheit. Dabei nimmt sie den Leser mit in eine andere Zeit und beide Handlungsstränge verknüpfen sich zu einer spannenden Geschichte. Die Verwobenheit von Zeitgeschichte, Gesellschaftsstrukturen und Familiengeheimnissen zu einem großen Ganzen führen dazu, dass vermeintliche Kleinigkeiten plötzlich eine große Rolle spielen und den Schlüssel zur Auflösung liefern. Dies ist ein generationenübergreifender Roman mit facettenreichen Figuren. Trotz der Dicke des Buches ist er nie langweilig und einfach wunderbar zu lesen.

Gebundene Ausgabe: 608 Seiten Diana Verlag (28. Januar 2013) ISBN-10: 345329100X ISBN-13: 978-3453291003 Preis: 22,99 Euro

Gerda Behrends, geboren 1956, ist seit ihrem 2. Lebensjahr nach einer Polioerkrankung auf die Benutzung eines Rollstuhles angewiesen. Die Meeresbiologin ist seit Langem in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung aktiv. 1999 hat sie die Forschung aufgegeben, um auch hauptamtlich behindertenpolitisch tätig zu sein. Sie ist jetzt beim Landesverband Schleswig-Holstein der Lebenshilfe im Projekt „Inklusionsbüro“ tätig und arbeitet außerdem ehrenamtlich im Vorstand des Vereins „Unterwegs ohne Grenzen e.V.“. Foto: © Shutterstock

Neulich, im Rollstuhl:

von Gerda Behrends

Freundschaften in harten Zeiten oder: der große Wert der kleinen Gesten Im August letzten Jahres musste ich in eine Klinik und mich einer Schulteroperation unterziehen – für mich als Rollstuhlfahrerin eine Katastrophe. Bis ich halbwegs wieder hergestellt war, vergingen 4 Monate im Krankenhaus. Um nach der OP vernünftig versorgt zu sein, war ich ins Querschnittszentrum nach Bad Wildungen in Hessen gegangen, war also auch noch weit weg. In dieser harten Zeit war es gut, Freund­ Innen zu haben. Es sind dabei gar nicht so große Heldentaten, die mir halfen, nicht in Trostlosigkeit zu versinken. Es waren eine ganze Reihe von kleinen Gesten, die mir Mut und Freude machten und das Gefühl gaben, nicht vergessen zu sein. So wurde ich, als ich bei meiner Ankunft auf die Station ging, auf der ich liegen sollte, begrüßt mit den Worten: „Ach, SIE sind das!“ Es stellte sich heraus, dass eine Freundin mir einen Brief zur Begrüßung geschickt hatte! Sie hat übrigens in Anbetracht der Tatsache, dass ich den rechten Arm ja lahmgelegt bekam und mit links nicht schreiben kann, in ihre Briefe fertig an sich selbst adressierte und frankierte Rückantwortkarten beigelegt, auf denen ich im Multiple-Choice-Verfahren nur ankreuzen musste, nach dem Motto: Es geht mir ... gut schlecht frag mich nicht

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Eine witzige und gute Idee, die uns eine problemlose Kommunikation ermöglichte. Eine andere Freundin schickte mir wöchentlich Gedichte und fügte getrockneten Lavendel oder Meerstrandbeifuß bei, damit ich mich geruchlich wegträumen konnte. Das klappte! Mein Chor rief aus der Probe an und sang mir durchs Handy ein Ständchen mit dem neu eingeübten Lied. Das passte zwar überhaupt nicht zu dem gerade im Fernsehen laufenden Krimi, war aber einer der wirklich schönen Momente im Krankenhaus. Daneben waren es die vielen Briefe und Karten, Anrufe und SMS, die Blumengrüße und natürlich die Besuche, die mich aufrecht erhielten. Es waren aber oft nur kleine Gesten, die mir zeigten, dass ich nicht vergessen war und dass die AbsenderInnen an mich dachten. Das war sehr wichtig für mich und hat mich sehr dankbar und sehr nachdenklich gemacht. Ich habe jedenfalls aus dieser Zeit und diesen Erfahrungen gelernt, dass es sich lohnt, mehr als bisher aufmerksam und wach zu sein für meine Mitmenschen und zu sehen, wann eine kleine Geste eine große Wirkung haben kann. Und sie dann auch zu tun! gb


Norden aktuell

Seniorenwohnanlage in Kiel-Gaarden

Der

Gustav-Schatz-Hof

Neues Wohnquartier für Senioren entsteht in Kiel-Gaarden

I

m Juni ziehen die Bagger ab und stattdessen die ersten Mieter in die Seniorenwohnanlage am Kieler Gustav-Schatz-Hof ein. Zwischen Kaiserstraße und Ostring ist dort in den letzten Monaten, mit der Frank-Gruppe als Bauträger und Eigentümer, ein besonderes Projekt entstanden: In zwei Wohngebäuden finden sich 94 öffentlich geförderte Seniorenwohnungen, dazu wird die Pflege Diakonie Altholstein eine Station vor Ort eröffnen, eine Wohngruppe mit zwölf Plätzen für Menschen mit Demenz und eine Tagespflege betreiben. Auch der Mietertreff des Gustav-Schatz-Hofs wird unter der Regie der Diakonie ab September ein lebendiger Anlaufpunkt für alle Bewohner sein. Gustav-Schatz-Hof – bunt und vielfältig Der Gustav-Schatz-Hof soll speziell den Bewohnern Gaardens und Umgebung altersgerechtes Wohnen im vertrauten Viertel ermöglichen. Dazu gehört, dass ein Viertel der Mieter einen Migrationshintergrund haben wird – genau wie in den Straßen rundherum. Die Pflege Diakonie legt daher besonderen Wert darauf, dass ihre Pflegekräfte möglichst mehrsprachig sind und sich mit den kulturellen Besonderheiten anderer Nationalitäten auskennen.

Die Seniorenwohnungen Mit den unterschiedlichen Angeboten für Senioren im Gustav-Schatz-Hof entsteht ein einzigartiges Netzwerk. Die neuen Mieter der Seniorenwohnungen stammen häufig aus dem Viertel und suchen ein Zuhause, das Sicherheit und Komfort bietet. Die Wohnungen haben keine störenden Türschwellen, überall ist ausreichend Platz, um sich auch mit einer Gehhilfe gut bewegen zu können. Die Bäder und Küchen sind so eingerichtet, dass ältere Menschen alleine leichter darin zurechtkommen. Dazu gibt es einen 24-Stunden-Notruf-Knopf, der an das Notfallsystem der Pflege Diakonie Altholstein angeschlossen ist, sowie die Möglichkeit, weitere Leistungen wie Hilfe im Haushalt in Anspruch zu nehmen, die der traditionsreiche Träger ambulanter pflegerischer Dienste den Menschen über die Grundbetreuung hinaus anbietet. Flexibel betreut in der Tagespflege Bis zu zwölf pflegebedürftige Gäste aus ganz Kiel und Umgebung besuchen die Tagespflege. Hier finden sie an einem oder mehreren Tagen in der Woche Gemeinschaft und Unterhaltung. Das teilstationäre Angebot ist vor allem für pflegende Angehörige eine zuverlässige Entlastung. Die Besucher der Tagespflege werden bei Bedarf von einem Fahrdienst zu Hause abgeholt und nachmittags zurückgebracht. Ein klarer Tagesablauf mit

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gemeinsamen Aktivitäten und der Möglichkeit zum Rückzug trägt dazu bei, dass sich die Gäste schnell zurechtfinden. Alle therapeutischen und pflegerischen Leistungen werden von der Tagespflege organisiert, die Räume der Physiotherapie Gaarden liegen direkt im Hause. Selbstständig leben trotz Demenz Ein neues Zuhause finden zwölf Mieter mit Demenz gleich nebenan in der ambulant betreuten Wohngemeinschaft. Mit Hilfe der Pflege Diakonie und in enger Abstimmung mit den Angehörigen werden die Bewohner im Alltag unterstützt und in ihrer Selbstständigkeit gestärkt. Die Bewohner bestimmen z. B. gemeinsam den Speiseplan und helfen je nach eigenen Fähigkeiten bei der Essenszubereitung mit. Ein geschützter Garten lädt zum Verweilen ein, teilweise entdecken die Mieter auch alte Hobbys und Fähigkeiten bei der Gartenarbeit wieder. Jeder Bewohner lebt in einer eigenen Wohnung mit Bad, auch hier gibt es natürlich keine Schwellen und Hindernisse. Informationen zu den Angeboten im Gustav-Schatz-Hof gibt es bei Gesa Wulff von der Diakonie Altholstein, Eggerstedtstraße 11a, 24103 Kiel, Telefon 0431 / 990 40 93 10


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Gesundheit im Alltag

Entspannungstechniken

Mach mal Pause! Entspannungstechniken

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n der heutigen, schnelllebigen Zeit ist es besonders wichtig, zwischendurch zur Ruhe zu kommen und zu entspannen. Vermehrte Reize von außen, gestiegene Anforderungen nicht nur im Beruf sondern auch im privaten Bereich, finanzielle Absicherungsgedanken und nicht zuletzt persönliche Selbstfindung und Bestätigung sind in unserer Zeit überall Thema und können schnell zur Belastung werden. Wenn wir da nicht entgegenwirken, können wir sehr krank werden. Denn Stress wirkt sich nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf unsere körperliche Gesundheit aus. Aber schon mit einfachen Mitteln kann man sich entspannen. Zum Beispiel durch Musik hören, Lesen, Spazieren gehen, Baden, Sport treiben oder einen Museumsoder Theaterbesuch. Solche Methoden entspannen, weil sie uns Zufriedenheit geben und glücklich machen. Man spricht hier auch von passiven Methoden.

eine aktive Entspannungsmethode. Diese muss man oftmals erlernen, am besten mit einem gut geschulten Lehrer. Die Effekte sind wissenschaftlich gut erforscht und belegt. Auch bei den aktiven Entspannungstechniken kann man noch einmal unterscheiden und zwar in rein gedankliche Übungen wie z. B. das Autogene Training , Meditation, geführte Traumreisen o. ä. und in körperliche Übungen, die den Körper harmonisch mit dem Atem verbinden und somit eine innere Gelassenheit fördern. Zu diesen Techniken gehören neben der Progressiven Muskelentspannung z. B. auch Yoga, QiGong, Tai Chi, Feldenkrais u. a. Wir möchten Ihnen diese Methoden gerne näherbringen und Sie ermutigen, die richtige Entspannung für Sie zu finden und zu erlernen. In der Dezemberausgabe 2012 berichteten wir bereits über Yoga (S. 17), in der nächsten Ausgabe werden wir uns mit dem Thema „Autogenes Training“ beschäftigen. Sie finden nähere Informationen auch in der umfangreichen Fachliteratur, im Internet sowie in von der Volkshochschule oder von Fachverbänden angebotenen Kursen.

Die aktiven Entspannungstechniken wirken gezielt und systematisch auf den Organismus. Wir nehmen uns bewusst vor, uns nun zu entspannen und beginnen

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Enspannungstechniken: Passiv: Alles, was Ihnen gefällt und Sie zur Ruhe bringt Aktiv: Unterscheidbar in: 1. Gedanklich: Autogenes Training, Meditation, Traumreisen 2. Körperlich: Yoga, QiGong, Tai Chi Progressive Muskelentspannung Feldenkrais Aktive Entspannungstechniken: - lösen Verspannungen und beruhigen - helfen, mit Stress-Situationen besser umgehen zu können - machen Sie belastbarer und erhöhen Ihre Stresstoleranz - helfen Ihnen dabei, langfristig gelassener und zufriedener zu werden - schulen die Körperwahrnehmung - verringern bereits bestehende psychosomatische Beschwerden wie Spannungskopfschmerzen, Herz- oder Kreislaufstörungen - helfen bei chronischen Beschwerden


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„Veränderung beginnt im Kleinen“ Im SOS-Kinderdorf Tema in Ghana hat David wieder eine Familie bekommen – statt Rinder zu hüten, geht er heute in die Schule. Tema/Ghana – Manchmal bekam er den ganzen Tag nichts zu essen, Kleidung hatte er sowieso keine, aber dafür harte Arbeit: David, gerade mal fünf Jahre alt, musste die Rinder seines Onkels hüten. Tag für Tag. Seit seine Eltern gestorben waren und der Onkel ihn aufgenommen hatte, war dies sein Leben – kein Einzelfall im armen Norden Ghanas. Dass Davids Leben einmal einen an­ deren, glücklicheren Verlauf nehmen sollte, war nicht absehbar – bis zu dem Tag, als der Junge zufällig mit seiner Herde an einer kleinen Kirche vorbeiging. Eine der Kirchgänger­ innen sah den Jungen und war von seinem Anblick so gerührt, dass sie ihm helfen wollte. Als Erstes gab sie ihm zu essen und be­ sorgte ihm Kleidung. Dann nahm sie Kontakt zum SOS­Kinderdorf Tema auf. Das SOS­Kinderdorf ist in Ghana bekannt. Es wurde bereits 1971 gebaut. Heute unterhalten die SOS­Kinder­ dörfer in Ghana unter anderem vier Kinderdörfer, vier Kindergärten, sie­ ben Hermann­Gmeiner­Schulen, zwei Berufsausbildungszentren und vier medizinische Zentren. Der Leiter des SOS­Kinderdorfs, Mi­ chael Tsagli, kam und gemeinsam mit der Frau sprach er mit Davids Onkel. Der Mann, selbst sehr arm, betrachtete seinen Neffen jedoch als sein Eigen­ tum. Das ist in armen Ländern nicht selten so: Wenn die Eltern gestorben

sind und sich Verwandte um die Kin­ der kümmern müssen, müssen die Kinder hart dafür arbeiten, dass sie aufgenommen werden. Warum also sollte der Onkel David hergeben? Mit sanftem Druck und großer Überzeu­ gungskraft rang der Dorfleiter dem Onkel schließlich das Zugeständnis ab, dass der Junge im SOS­Kinderdorf leben darf. Inzwischen ist David sieben Jahre alt, er hat eine SOS­Mutter, die sich liebe­ voll um ihn sorgt, wächst mit SOS­Ge­ schwistern auf. Er hat ein Bett und ein Dach über dem Kopf und statt Rinder zu hüten, geht er zur Schule. Im SOS­Kinderdorf fühlt sich David sich­ er, darf Kind sein. Die Missachtung und die Erniedrigung, die er über Jah­ re erfahren hat, sind nicht vergessen. Aber seine Vergangenheit rückt jeden Tag ein kleines Stück weiter von ihm weg, er findet zunehmend Vertrauen ins Leben. Für Dorfleiter Michael Tsagli ist das ein großer Erfolg. Er sagt: „Veränderung beginnt im Kleinen!“ Sie beginnt mit jedem geret­ teten Kind. Kinder, wie David gibt es viele. In Ghana, Indien, Peru, Kroatien … In 133 Ländern weltweit gibt es über 500 SOS-Kinderdörfer. Hier finden arme, Not leidende Kinder ein neu­ es, sicheres Zuhause und eine liebe­ volle Familie. In fast 200 SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und über 100 SOS-Berufsausbildungszentren erhalten die Kinder der SOS­Kinder­ dörfer und auch die Kinder der Umgebung eine gute Ausbildung, damit sie später auf eigenen Beinen stehen und nicht mehr in Armut leben müssen. www.sos-kinderdoerfer.de Tel: 0800 50 30 300 (kostenlos) Spenden-Konto: 22222 00000 Bankleitzahl: 430 609 67 GLS Bank

In der SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in Tema können Kinder wie David lernen statt zu arbeiten.

SOS-Kinderdorf in Swasiland

Wir machen mehr, als viele glauben!

SOS-medizin isches Zentrum in U ganda hilfe SOS-Familien en di In in

SOS-Herman n-GmeinerSchule in K ambodscha

In: • über 500 SOS-Kinderdörfern • über 230 SOS-Kindergärten • über 180 Hermann-Gmeiner-Schulen • über 100 SOS-Ausbildungszentren • über 600 SOS-Sozialzentren mit SOS-Familienhilfe • 74 SOS-medizinischen Zentren • 21 SOS-Nothilfeprogrammen • 133 Ländern

Ihre Unterstützung wirkt!


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Fachwissen

Darmkrebs

Städtisches Krankenhaus Kiel gründet Darmkrebszentrum Klinikübergreifendes Darmkrebszentrum für Patienten mit Tumoren des Dick- und Mastdarmes (kolorektale Tumore)

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as am 6. Februar gegründete Darmkrebszentrum verfolgt das Ziel, seinen Patienten eine medizinisch exzellente sowie optimierte standardisierte Versorgung zukommen zu lassen. Die interdisziplinäre (klinikübergreifende) Patientenbehandlung, die sich im Städtischen Krankenhaus an der aktuellen Studienlage und den Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften orientiert, soll durch die nun geplante Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG e. V.) weiter umfassend im Sinne der Patienten verbessert werden. Die DKG strebt durch eine freiwillige bundesweite Zertifizierung von Kliniken durch die unabhängige Expertenkommission „OnkoZert“ eine weitere Verbesserung der Qualität in Diagnostik, Therapie, Vorsorge und Früherkennung sowie Nachsorge bei Darmkrebs an. Für das Zertifikat müssen das Städtische Krankenhaus Kiel und die beteiligten Partner eine Reihe von strengen Auflagen erfüllen und sich in Zukunft jährlich einer Kontrolle durch die DKG unterziehen.

Bild oben: Auf die Vernetzung mit der ambulanten Versorgung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Pflegedienste und andere Einrichtungen wird besonderer Wert gelegt.

Optimale Versorgung von Patienten und Angehörigen vor, während und nach dem Krankenhausaufenthalt Der eindeutige Vorteil für den Patienten liegt in der Behandlung durch ein erfahrenes interdisziplinäres Team, denn das Städtische Krankenhaus kann durch seine beteiligten Fachabteilungen die notwendige ärztliche Diagnostik wie Darmspiegelungen und spezialisierte Ultraschalluntersuchungen und die für die Patienten individuell optimierten Operationsverfahren anbieten, einschließlich einer eventuell notwendigen chemotherapeutischen Nachbehandlung. Darüber hinaus erhalten die Patienten eine spezialisierte Betreuung durch onkologisch geschulte Pflegekräfte, die sich z. B. mit der Wund- oder Schmerztherapie exzellent auskennen. Dabei erfolgen Planung der Eingriffe und Therapie in wöchentlich stattfindenden Konferenzen, an der alle Fachrichtungen beteiligt sind. Durch die Teilnahme an klinischen Studien erhalten die Patienten Zugang zu neuesten medizinischen Erkenntnissen. Besonderer Wert wird auch auf die Versorgung nach der Entlassung gelegt, damit Patienten und Angehörige mit der Krebserkrankung auch in der nachstationären Phase nicht alleine zurecht kommen müssen. So bietet das Darmzentrum des Städtischen Krankenhauses eine enge Zusammenarbeit mit speziell geschulten Psychologen, sog. Psychoonkologen sowie mit Sozialpädagogen und Pflegediagnostikern an. Zu diesem Zweck werden zurzeit umfangreiche bauliche und strukturverändernde Maßnahmen vorgenommen.

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Prof. Dr. Ilka Vogel, Chefärztin Klinik für Chirurgie.

Die ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter im Darmkrebszentrum nehmen an regelmäßigen Fortbildungen teil, um eine hochwertige Patientenversorgung gewährleisten zu können. So werden spezielle Risikogruppen, die zum Beispiel eine familiäre Neigung zu Darmkrebs zeigen, frühzeitig identifiziert und spezifisch beraten. Darüber hinaus bietet das Zentrum zielgerichtete Informationsveranstaltungen, Informationsmaterialien und persönliche Gespräche im Rahmen einer Krebssprechstunde an. Diese werden durch eine intensive Zusammenarbeit der am Zentrum beteiligten Spezialisten und der assoziierten Einrichtungen sichergestellt. Das eingeführte Qualitätsmanagement soll neben der Ablaufoptimierung auch die Zufriedenheit der Patienten und Mitarbeiter erhöhen. Kontakt: darmkrebszentrum@krankenhaus-kiel.de Tel. 0431/1697 1601


Fachwissen

Brustkrebs

Für mehr Lebensfreude

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in positives Lebensgefühl wiederzuerlangen gehört mit zu den wichtigsten Aspekten für Frauen nach einer Brustkrebs­ operation. Damit verbunden ist oftmals der Wunsch, in die Normalität des Alltags zurückzufinden. Beides ist eng verknüpft mit körperlichem Wohlbefinden, einem gesunden Selbstbewusstsein und Lebensfreude. Die Betreuung von brustoperierten Frauen erfordert ein Höchstmaß an Einfühlungsvermögen und Sensibilität. Oftmals empfinden die betroffenen Frauen nicht nur eine rein körperliche, sondern auch starke psychische Belastung durch ihr verändertes Körperbild. Wohlfühlambiente Die speziell geschulten und sensibilisierten Fachberaterinnen im motion-center

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nehmen sich viel Zeit für die Beratung ihrer Kundinnen bei der Wahl der geeigneten Brustprothese sowie spezieller modischer Dessous und Bademoden. Sie achten besonders auf den Lebensstil und persönliche Ansprüche der Kundinnen. Wohlbefinden, das körperliche Erscheinungsbild und Lebensqualität stehen dabei immer im Mittelpunkt. Bei einer Tasse Kaffee in ansprechend gestalteten Anproben wählen die Kundinnen in aller Ruhe ihre ganz persönlichen Lieblingsversorgungen aus.

nimmt schnell die eigene Körpertemperatur an und ist äußerst hautverträglich und formstabil. Nicht zuletzt ist eine prothetische Versorgung auch aus medizinischer Sicht wichtig, da sie Lymphödemen, Verspannungen und Haltungsschäden vorbeugt. www.motion-center.de

Innovative Versorgungskonzepte Dank modernster Technik, Entwicklung und Forschung ist es den Herstellern von Brustprothesen gelungen, viele innovative und hochqualitative Produkte auf den Markt zu bringen. Material und Form der individuell angepassten Prothesenkonzepte vermitteln ein natürliches Körpergefühl. Hergestellt werden Brustprothesen in der Regel aus Silikon. Dieses hochwertige Naturprodukt

Holsteinisches Brustzentrum:

Brustkrebstherapie mit Zertifikat – sicher und menschlich

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sowie die ständige Qualitätssicherung ermöglichen den Patientinnen die optimale, individuelle Behandlung. In Frage kommende Behandlungen einer Brustkrebstherapie wie Operationen, Chemound Strahlentherapie werden an jedem Standort des HBZ angeboten. Alles unter © FEK

rustkrebs – 58.000 Frauen werden jährlich in Deutschland mit dieser Diagnose konfrontiert. Das Mammakarzinom, so der medizinische Begriff, ist die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen. Die Heilungschancen der tückischen Krankheit haben sich in den letzten 10 Jahren deutlich verbessert. Das liegt zum einen an der intensiven Forschung und an der besseren Versorgung der Betroffenen. Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) in Neumünster bildet mit den Kliniken Rendsburg, Itzehoe und Heide das zertifizierte Holsteinische Brustzentrum. Einheitliche Behandlungsstandards, wöchentliche fachübergreifende Videokonferenzen zur Therapiefestlegung, ausführliche Brustkrebssprechstunden

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einem Dach gekoppelt an ein festes Behandlungsteam. Zwei wichtige Kriterien, wenn man die durchschnittliche Behandlungsdauer eines Mammakarzinoms von sechs bis zwölf Monaten bedenkt. Mammographie – wird der Tumor rechtzeitig erkannt, steigen die Heilungs- und Überlebenschancen.


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Fachwissen

Berührung

Martina Karschner

Über die Bedeutung der Berührung in der Pflege

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erührungen gehören zum pflegerischen Alltag. Sie sind automatischer Teil von Körperpflege, Nahrungsaufnahme und Mobilisation, wie das Umlagern bei Bettlägerigkeit. Professionell und routiniert in straffe Zeitpläne und medizinische Standards gepresst lassen sie oft wenig Raum für spürbare zwischenmenschliche Nähe und intuitives Handeln – ein Umstand, der häufig von gut ausgebildetem Fachpersonal, Pflegebedürftigen und Angehörigen gleichermaßen bedauert wird. Bewusste Berührungen dagegen zielen verstärkt auf die Qualität des Körperkontaktes ab. Sie vermitteln innere Impulse über Nervenbahnen an das Gehirn, wo sie verarbeitet werden und positive Reaktionen auf die Organe, das Nervensystem und die Gefühle auslösen. Eine willkommene achtsame Berührung kann anregen, beruhigen, innerlich Raum schaffen und entlasten, schützen, nähren und seelisch aufrichten. Sie ist eine Form der mitmenschlichen Kommunikation, die auch ohne die üblichen Ressourcen von Sehen, Hören und Sprechen verstanden und durch körperliche Anzeichen von Wohlgefühl beantwortet wird. Diese Qualität von zugewandter Präsenz in die routinierte Pflege einfließen zu lassen, vermittelt neben Sinnlichkeit auch Sinn. Der Tastsinn des Menschen, der sich in der Haut und in tieferen Gewebeschichten befindet, ist der flächenmäßig größte und neben dem Geruchssinn sensibelste

Körpersinn – unerlässlich als kommunikative Brücke in der Pflege von Komapatienten. Eine Massage der Fußsohlen mit wohlduftenden Ölen kann über die Reflexzonen Atemprobleme lindern, den Schlaf fördern, trübe Stimmungen aufhellen, die Wundheilung fördern, Wasseransammlungen reduzieren und Schmerzen lindern. Bei Bettlägerigkeit, Schlaganfall oder Morbus Parkinson verbessern sich Gleichgewicht, geistige Wachheit und Muskeltonus. Körperlich-geistige Unruhe, Nesteln und krampfhaftes Festhalten sind Versuche, einen Halt in sich selbst zu finden und den Körper in Abgrenzung zu seiner Umwelt als Ganzes zu spüren. Ruhig ausgeführte Einreibungen von Stirn, Rücken oder Beinen stärken das ICH-Gefühl und vermitteln insbesondere DemenzKranken mehr innere Stabilität. Das Alter ist natürlicherweise eine Phase des Rückzugs, das Leben wird sozusagen „innerlicher“, langsamer, manchmal auch einsamer. Bewusste Berührung kann diesen inneren Raum berühren und achtet dabei den Menschen in seinem ganzen Wesen und in jedem Lebensabschnitt. Besonders wichtig ist die behutsame Berührung im Sterbeprozess: die Füße des Sterbenden zu halten, ihre Konturen „nachzuzeichnen“ schafft Vertrauen ohne festzuhalten und erleichtert ihm ein Sich-Lösen aus dem irdischen Körper. Gönnen Sie sich als pflegende Bezugsperson erholsame Berührungen, damit das Pendel aus der permanenten Sorge für andere wieder zurückschwingen kann

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in SELBST-Fürsorge. Wer selbst berührbar bleibt, entwickelt zunehmend eine verlässliche Sensibilität für heilsame zwischenmenschliche Beziehungen mit Wort, Herz und Hand. Die Autorin ist Heilpraktikerin mit mehrjähriger Praxiserfahrung in ambulanter und stationärer Fachpflege. Sie bietet Betroffenen, Angehörigen und Pflegepersonal in Kranken- und Pflegeeinrichtungen Vorträge, Kooperationen und Behandlungen an.

Martina Karschner Haartallee 2, 24534 Neumünster 04321/2656573 www.martina-karschner.de


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Fachwissen

Demenz

Leben mit

Demenz

Wenn alle anderen in die falsche Richtung fahren

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bwohl sich J. Blunk (Name geändert) viel Zeit für ihre Mutter nimmt, plagt sie ständig das Gefühl, nicht genug für sie zu tun. Ihre Mutter wird immer vergesslicher, daher schaut die Tochter bei der alten Dame täglich rein. Wenn die beiden über die Kindheit reden, scheint alles in Ordnung zu sein, fast wie früher. Doch dann gibt es Momente, da steht die Mutter auf. Rastlos geht sie im Zimmer hin und her, nimmt dieses und jenes auf und legt es wieder ab. Eines Tages erzählen dann die Nachbarn, dass sie die alte Dame auf der Straße umherirrend auffanden. Ohne Jacke und in Hausschuhen ging sie auf die Straße. Nachdem sie die Post aus dem Briefkasten geholt hatte, fand sie nicht mehr ins Haus zurück. Den vollen Ernst der Lage erkannte J. Blunk, als ihre Mutter sie nicht mehr erkannte. Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland, die meisten davon Senioren, sind an einer Demenz erkrankt ­— Tendenz steigend.

Demenz (lat.) bedeutet so viel wie: „weg vom Geisteszustand sein“ Unter Demenz versteht man den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit und des Denkvermögens sowie die Abnahme der Gedächtnisleistung. Dabei unterscheidet

man verschiedene Formen von Demenz. Aufgrund zunehmender Eiweißablagerung im Gehirn gehen sämtliche Fähigkeiten und Fertigkeiten verloren. Die Demenz unterteilt sich in verschiedene Stadien, denen unterschiedliche Symp­tome zugeordnet sind. Der Verfall des Kurzzeitund des Langzeitgedächtnisses, Orientierungslosigkeit, unruhiges Umherwandern, Nachtaktivität, Misstrauen, Feindseligkeit, Agression, Depression sowie Halluzinationen können diese Krankheit begleiten. Es sind auch körperliche Dysfunktionen ersichtlich. Gleichgewichtsstörungen und auch Schwierigkeiten bei der Koordination verschiedenster Bewegungs- und Handlungsabläufe. Am Ende der Erkrankung kommt es zu Sprachverfall und Teilnahmslosigkeit.

gebung in den Räumen können Demenzkranke sich leichter orientieren. Die Haustür sollte möglichst nicht ins Blickfeld geraten. Sorgen Sie dafür, dass alles am gewohnten Platz zu finden ist und ein regelmäßiger Tagesablauf stattfindet. Jede Veränderung verstärkt die Rastlosigkeit der Demenzkranken. Nutzen Sie Hilfsmittel wie z. B. mobile Sender, über den der Träger sich orten lässt oder Windspiele, die Laut geben, wenn jemand das Haus verlässt (Fachhandel). Wenn das Wohnen zu Hause nicht mehr möglich ist, gibt es Alten- und Pflegeheime sowie Kliniken, die sich mit einem „Beschützten Bereich“ auf die speziellen Bedürfnisse von Demenz-Patienten ausrichten. Weitere Infos erhalten Sie unter:

In Schleswig-Holstein leben laut www.alzheimerforum.de und Sozialministerium über 40.000 www.deutsche-alzheimer.de Demenzkranke Statistisch gesehen leidet jeder dritte Bundesbürger über 85 an Demenz. Entsprechend der wachsenden Anzahl älterer Menschen wird in Zukunft auch die Zahl der Demenzkranken steigen. Höchste Zeit, dass wir uns mit dieser Krankheit auseinandersetzen.

Sicher zu Hause Die Gestaltung des Wohnbereiches spielt eine große Rolle. Durch besondere Farb-

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Das Leben meistern

Ein besonderer Wohnbereich im Haus Berlin: Die Fachabteilung für demenziell erkrankte Menschen

von Jürgen Büstrin „… die Schatten der Anfänge verfolgen mich noch immer, obwohl die Jahre einen gewissen Abstand hergestellt haben. Wenn ich aus dem Fenster hinunter auf den winterstarren Obstgarten schaue und daran zurückdenke, was mit uns passiert ist, überkommt mich das Gefühl eines vor langer Zeit begangenen Fehltritts. Die Krankheit des Vaters fing auf so verwirrende Weise langsam an, dass es schwierig war, den Veränderungen die richtige Bedeutung beizumessen.“ So beginnt das fabelhaft einfache und taktvolle Buch „Der alte König im Exil“ von Arno Geiger (Hanser Verlag 2011). Es erzählt von seinem Vater August, dem die Erinnerungen langsam dauerhaft abhandenkommen und dessen Orientierung sich in der Gegenwart auflöst: „In der Früh zog er sich nur halb, verkehrt oder vierfach an, mittags schob er die Pizza mitsamt der Verpackung ins Rohr und seine Socken deponierte er im Kühlschrank. Auch wenn wir das ganze Ausmaß des Schreckens nur langsam erfassten, war uns irgendwann klar, der Vater lässt sich nicht hängen, sondern er leidet an einer Demenz“. Die „Wohngruppe Demenz“ im Haus Berlin in Neumünster ist ein in das Gesamthaus integrierter und geschützter Wohnbereich für 21 Personen. Im Sinne des Schutzes ist es uns sehr wichtig, diesen Wohnbereich nicht als geschlossenen Wohnbereich zu führen. Die Zimmer des Wohnbereiches sind

beim Einzug bewusst reduziert eingerichtet und werden von den Bewohnern durch ihre eigenen, vertrauten Möbel und Einrichtungsgegenstände individuell und wohnlich gestaltet. Für die Wiedererkennung der Bewohnertür wird eine bewohnerbezogene Gestaltung der Zimmertüren gemeinsam mit den Angehörigen und Bewohnern vorgenommen. Hier können Bilder, Gegenstände aus der Vergangenheit, Vorlieben des Bewohners oder auch Farben eingesetzt werden.

Außenbereich mit: Kleintieren, Springbrunnen, Sitzmöglichkeiten, Kräutergarten, Blumengarten usw.

Therapeutisches Konzept: Das pflegerische und therapeutische Konzept der Wohngruppe beginnt bereits bei der Vorbereitung des Einzugs eines neuen Bewohners. Eine optimale, fachlich fundierte Aufnahme kann nur dann erfolgen, wenn sie längerfristig vorbereitet ist. Ein intensiver Informationsaustausch zwischen Einrichtung, Angehörigen sowie dem Bewohner erleichtert

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dem neuen Bewohner die Einlebephase und das „sich zu Hause fühlen“. Hierbei wird bereits das Haus Berlin vorgestellt und die Biografie des zukünftigen Bewohners erörtert. Dieser Prozess wiederholt sich bei und nach Aufnahme regelmäßig. Neben der freien Hausarztwahl gibt es für die „Wohngruppe Demenz“ im Haus Berlin eine Kooperation mit der psychiatrischen Institutsambulanz des hiesigen Krankenhauses. In regelmäßigen Abständen werden die Bewohner für Patientenvisiten von dem ärztlichen Dienst im Haus Berlin und in ihrer Wohngruppe besucht. Die hauseigenen Praxen für Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie ergänzen interdisziplinär das Therapiekonzept. Im Vordergrund aller pflegerischen und therapeutischen Bestandteile steht die Erhaltung und Anpassung der gewohnten Lebensweisen der Bewohner auf diesem Wohnbereich. So schaffen die Mitarbeitenden möglichst vielgestaltige und abwechslungsreiche Alltagssituationen. Hierbei werden Angehörige und Freunde ermutigt und eingeladen an den Angeboten mitzuwirken. Schön ist es einen Kuchen für den Sohn, der zu Besuch kommt, zu backen… Bei uns gilt der Grundsatz „Können und nicht müssen“. Von den Bewohnern wird nicht mehr gefordert, als sie können. Aktivitäten werden nicht als Pflicht, sondern als Kür verstanden.


Fachwissen

Die „Wohngruppe Demenz“ ist ein in das Gesamthaus integrierter und geschützter Wohnbereich für 21 Personen.

Sprechen wir über Normalität in der Dementenbetreuung, dann sprechen wir in erster Linie über Normalität und Wirklichkeit, in der unsere Bewohner/ innen sich zurzeit empfinden. Unsere liebevolle und fördernde Versorgung demenziell erkrankter Menschen

Die Erhaltung der gewohnten Lebensweisen der Bewohner steht im Vordergrund. Angehörige und Freunde werden ermutigt und eingeladen an den Angeboten mitzuwirken.

Demenz basiert auf einer ganzheitlichen, aktivierenden und respektierenden Pflege. Sie ist individuell an allen wichtigen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Gegebenheiten des Bewohners angepasst. Neben den festen Hauptmahlzeiten, die einen Teil der Tagesstruktur abbildet, werden Zwischenmahlzeiten über den ganzen Tag in Ess-Oasen angeboten. Eine frei verfügbare voll ausgestattete Küche steht allen Bewohner mit pflegerischer Unterstützung zur Verfügung.. Ein weiterer wichtiger Punkt in der karitativen pflegerischen Betreuung ist der milieutherapeutische Ansatz. Hier geht es um eine konsequente Anpassung der Umwelt an die veränderte Wahrnehmung des Dementen. Von der guten alten Stube bis zum Bügelzimmer schaffen liebe „alte“ Lebensgewohnheiten Orientierung und Sicherheit. Jeder Besucher, der die Lebenswelt unserer demenzerkrankten Bewohner betritt, ist aufgefordert, dieser besonderen Lebenswelt mit der gebotenen Aufmerksamkeit und Akzeptanz zu begegnen. Ein multiprofessionelles und gut eingespieltes Mitarbeiterteam verantwortet die Begleitung der Menschen mit Demenz in diesem besonderen Wohnund Pflegebereich. Unsere Pflegefachkräfte müssen neben der Grundqualifikation, einer mindestens dreijährigen Ausbildung in der Altenpflege, über gerontopsychiatrische Zusatzqualifikationen verfügen. Im Rahmen des Arbeitsprozesses werden regelmäßig entsprechende Schulungen absolviert. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit

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Darf man über Menschen mit Demenz, die komische Dinge tun, lachen? Ja, wenn das Lachen ein „verständnisvolles Schmunzeln“ ist, findet der Künstler Peter Gaymann.

dem bewohnerorientierten Dienstplan gemacht. In diesem werden die Dienstzeiten an die Bewohnerbedürfnisse angepasst. Flexibilität und Anpassungsgabe sind zwei wesentliche Eigenschaften der Mitarbeiter in dieser Wohngruppe. Es zählt die Erlebniswelt des Betreuten, nicht die des Betreuers! Kommen Sie uns, unsere Einrichtung und die Wohngruppe für „Demenzkranke“ gerne besuchen, wir zeigen Ihnen, wie schön und wertvoll Gemeinsamkeit auch in besonderen Lebenssituationen sein kann! Haus Berlin (eine Einrichtung der Graf-Recke-Stiftung) www.haus-berlin.com


Fachwissen

Info-Ecke

Info-Ecke

Gesundheit, Recht & Soziales Zehn Jahre Abenteuer Familie

Wellcome-Ausstellung informiert über ehrenamtliche Hilfe für junge Familien Mit der Ausstellung „wellcome – für das Abenteuer Familie“ in Neu­müns­ter und Bad Bramstedt zeigte das Projekt der Diakonie Altholstein im April und Mai auf bunten und informativen Stelen einen kleinen Ausschnitt seiner Arbeit. Zudem informierten Mitarbeiter und Ehrenamtliche direkt vor Ort. Eine der Ehrenamtlichen ist Karin Frenkel, die seit November eine Familie in Neumünster unterstützt. „Wir sind uns alle sehr ans Herz gewachsen.“ Wir, das sind insbesondere die beiden Kinder, zehn Monate und zwei Jahre alt. Denn neben der Unterstützung für den Nachwuchs vom ersten bis zum 12. Lebensmonat, dürfen natürlich auch die Geschwister nicht zu kurz kommen. „Dabei leisten wir mit wellcome ganz praktische Hilfe für das erste Lebensjahr. Und sei es, nur etwas mit dem Kind und den Geschwistern

zu unternehmen, während die Mutter einfach zum Einkauf fährt“, erläutert Dr. Constanze von Wildenradt, Fachbereichsleitung Familie bei der Diakonie Altholstein. Fünf Euro zahlen die Familien für eine Stunde, doch am Geld soll die Hilfe nicht scheitern. Denn über Spenden kann eine Betreuung für finanzschwache Familien ermöglicht werden. Bei wem absehbar ist, dass er gerade in der Anfangsphase Hilfe benötigt, einfach nur, weil die Familie nicht am Ort wohnt oder Freunde beruflich zu sehr eingespannt sind, der kann frühzeitig in der Schwangerschaft bei Petra Schlüter nachfragen. Die wellcome-Projektleiterin führt dann Familie und ehrenamtliche Mitarbeiter zusammen. Familien aus Neumünster und Umgebung können sich also einfach bei Petra Schlüter melden. In Bad Bramstedt werden hingegen noch weitere Ehrenamtliche gebraucht.

Kontakt: Petra Schlüter Projektkleitung wellcome Telefon: 04321 / 250547 oder neumuenster@wellcome-online.de www.wellcome-online.de oder www.diakonie-altholstein.de

V. l.: Dr. Constanze von Wildenradt (Fachbereichsleitung Familie, Diakonie Altholstein), Petra Schlüter (Projektleitung wellcome) und Karin Frenkel (wellcome-Ehrenamtliche).

Wunden im Haushalt Wer kennt ihn nicht, den Schnitt im Finger, das aufgeschürfte Knie oder die Blase am Fuß? Einige Wunden können Sie selbst versorgen. Kurz notiert für Ihre Hausapotheke: Bei kleinen, blutenden Wunden reicht es den Schmutz mit kaltem, fließendem Wasser abzuwaschen. Pflaster drauf, fertig! Wenn der Badespaß nicht leiden soll, gibt es speziell wasserfeste Pflas­ ter. Ist die Wunde an einer schwierigen Stelle, z. B. zwischen den Fingern oder an der Fingerkuppe, kann man speziell

geformte Pflaster verwenden. Für die Gelenke gibt es dehnbare Textilpflaster. Und wenn eines Ihrer Kleinen mal nach einem Pflaster fragt, obwohl gar keine Stelle zu sehen ist, dann gönnen Sie ihm vielleicht trotzdem mal eines. Denn Pflaster sind manchmal auch gut für die Seele. Ein selbstgemaltes “Punkt-Punkt-Komma-Strich-Gesicht“ kann wahre Wunder wirken. Stark blutende Wunden benötigen einen Druckverband, um die Blutung zu stillen. Legen Sie dazu eine Kompresse auf die

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Wunde und umwickeln Sie diese wenige Male mit einer Mullbinde. Darauf legen Sie ein Druckpolster. Das kann ein Verbandspäckchen sein, oder Ähnliches, was gerade greifbar ist. Nun wickeln Sie diese mit der Mullbinde weiter ein. Jetzt etwas fester. Aber Vorsicht! Nicht zu fest. Das Körperteil darf nicht blau werden.


Fachwissen

Info-Ecke

Bewegung für die Blutgefäße? Ja, Bewegung tut auch den Blutgefäßen gut. Und dabei ist es egal, ob Sie sich für das Zimmerfahrrad, Krafttraining oder Bewegungen im Freien, wie z.B. Walken entscheiden. Jede Form von Bewegung wirkt sich positiv auf die Gefäße aus. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich regelmäßig

bewegt (einmal pro Woche ist da schon ausreichend). Pausen ab 4 Wochen wirken sich gleich wieder negativ aus.

der VR Bank Neumünster

Urlaubszeit ist Reisezeit

Behandlungsprogramme Mehr als 67.000 AOK-Kunden sind überzeugt

Bewegung in frischer Luft beeinflusst das Wohlbefinden positiv.

Wer seine Krankheit kennt und versteht, kann besser mit ihr umgehen. Das ist die Grundlage des Programms „AOK-Curaplan“, das sich speziell an chronisch Kranke richtet. Diese klar strukturierten Behandlungsprogramme werden angeboten für die Krankheiten

Finanztipp

Diabetes Typ 1 und 2, Brustkrebs, Asthma und chronische Lungenerkrankung (COPD) sowie koronare Herzkrankheiten. Erfreulich: Die besonderen Angebote kommen bei den Teilnehmern an. Allein über 67.000 AOK-Kunden entschieden sich bisher landesweit dafür. Im Mittelpunkt steht die kontinuierliche und zielgerichtete Behandlung des Patienten durch den behandelnden Arzt. Durch Umstellung seines Lebensstils kann der Patient selbst oft eine Menge dazu beitragen, dass sich seine Krankheit nicht verschlimmert, dass Spätfolgen vermieden werden und dass seine Lebensqualität bis ins hohe Alter erhalten bleibt. Der Arzt ist dabei gewissermaßen Lotse für alle Behandlungsschritte. Neben der medizinischen Seite gibt es noch Schulungen durch die Ärzte.

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www.aok-pluspunkt.de/nw

„Mal ehrlich, es zählt doch

nur die Leistung.“

Um eine sorgenfreie Reise antreten zu können, ist eine Überprüfung der Reisekasse vorab von Vorteil. Für den Bargeldbezug ist insbesondere in gut erschlossenen touristischen Gebieten das Geldabheben an Automaten deutlich günstiger als der Währungsaustausch in Hotels und Wechselstuben. Dafür eignen sich BankCards und Kreditkarten. Besonders wenn Sie häufiger auf Reisen sind, profitieren Sie und Ihre Familien von den finanziellen Vorteilen und dem Plus an Sicherheit bei Kreditkarten. Zu bestimmten Kreditkarten können Sie ein umfassendes Versicherungspaket mit ganzheitlichem Schutz auf Reisen erhalten. So können Sie sich vor Reiseantritt ganz auf das Wesentliche konzentrieren: Ihr Reiseziel. Mit einer Kreditkarte bezahlen Sie zu Hause und auch weltweit bequem und sicher bei allen Akzeptanzstellen – im Geschäft oder im Restaurant und am Flughafen genauso wie im Internet. Und wenn Sie doch einmal Bargeld benötigen, stehen Ihnen rund eine Million Geldautomaten weltweit zur Verfügung. Umfassende Informationen zu BankCards, Kreditkarten, Reiseschecks sowie Bargeld in Fremdwährung erhalten Sie gerne von den Kundenberater/innen Ihrer Volksbanken und Raiffeisenbanken vor Ort.

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Eine andere Form von Ehrenamt Ältere Menschen haben am Ende ihrer Erwerbsphase Berufs- und Lebenserfahrungen erworben, die sie gern weitergeben und die von anderen Menschen, Institutionen und Verbänden sehr geschätzt und gern angenommen werden. Hier setzt auch das Projekt der Seniortrainer an. Menschen, die gern selbstverantwortlich arbeiten, entwickeln neue Projekte, die eigenständig oder an Institutionen angebunden sind. Unabhängig vom bisherigen Tätigkeitsbereich, geht es bei dieser ehrenamtlichen Tätigkeit darum, mit Motivation und Lust vorhandene Fähigkeiten einzusetzen. Seit 2003 beteiligt sich die Stadt Neumünster an dem Bundesprojekt „Erfahrungswissen für Initiativen (EFI)“, das mittlerweile auf Landesebene als SeniortrainerProjekt fortgeführt wird. Seither wurden über 30 Männer und Frauen für diese Tätigkeit qualifiziert. Die Seniortrainer haben schon einige Projekte in Neumünster initiiert, viele davon mit großem Ausmaß. So wurden u. a. Fortbildungen für Ehrenamtliche und Haupt-

amtliche in Pflegeeinrichtungen organisiert, um die Arbeit in den Einrichtungen weiter zu professionalisieren. Es wurde von mehreren Seniortrainern zusammen ein internationales Kochbuch erstellt, eine Hörzeitung für Blinde ist entstanden, Schüler werden in Praktika begleitet, und das Vorleseprojekt „Nele“ (Neumünsteraner Leselust) hat sich mittlerweile als ein Projekt der Seniortrainer einen Namen in Neumünster gemacht. Das sind nur einige Beispiele dafür, was in dem Bereich alles möglich ist. Die Personen, die Interesse haben als Seniortrainer aktiv zu werden, erhalten als Vorbereitung für diese neue Aufgabe eine Qualifizierung, in der sie alles Wissenswerte darüber erfahren, wie man neue Projekte initiiert und was man dazu braucht. Auch Anregungen zu Projektideen werden gegeben. Danach sind sie motiviert und fit, um ihre Fähigkeiten umzusetzen. Bei der Durchführung neuer Projekte erhalten sie Unterstützung durch das Team der Senior-

trainer und das Seniorenbüro. Das Seniorenbüro ist Anlaufstelle für die Ehrenamtlichen und begleitet und berät, so wie die anderen Seniortrainer, bei den Projekten. Die qualifizierten Seniortrainer treffen sich regelmäßig im Team um sich auszutauschen und Spaß an der Gemeinschaft zu haben. Neue Ehrenamtliche bereichern das Team. So werden auch in diesem Jahr wieder Menschen gesucht, die sich mit der Idee des Seniortrainer-Projekts identifizieren können und Lust haben, sich aktiv gesellschaftlich zu beteiligen. Nähere Informationen dazu gibt das Seniorenbüro Neumünster Tel: 04321 - 942 2754 Christiane Johannsen

Wohngesundheit – wenn uns die Raumluft krank macht Luft ist ein Lebensmittel, das große Bedeutung für unsere Leistungsfähigkeit und unsere Gesundheit hat. Wir verbringen 90 % unserer Lebenszeit in Innenräumen. Ob wir uns dort wohlfühlen und gesund bleiben, hängt wesentlich ab von der Luft, die wir atmen. Moderne Gebäude haben eine dichtere Gebäudehülle als früher. Der Austausch mit der Außenluft (die Luftwechselrate) ist heute 10fach geringer als früher, als Scheiben im Winter schon mal Eisblumen zeigten. Diese Luftwechselrate wird (mit der EnEV 2014) staatlicherseits vorgeschrieben noch geringer werden. Die Grafik zeigt links, wie vor 1994 die schädlichen Emissionen aus Bauprodukten und Einrichtung durch Fugen und Ritzen abgelüftet wurden. In der Mitte ist durch die luftdichte Gebäudehülle und die (notwendige) Dämmung eine Anreicherung der Schadstoffe zu beobachten. Das führt dazu, dass die Innenraumluft heute bis zu 4-mal

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Die himmlischen Wellnesstipps von Juni bis August

Urlaubspläne? Von Ende Juni bis Ende Juli wäre die allerbeste Zeit dafür, meinen die Sterne. Den ganzen Sommer hindurch aber stellen Sonne, Jupiter und Mars im Krebs die Weichen ganz auf „Wellness pur“. Einfach entspannen – am besten an einem Meer oder See – das fördert unser aller Regenerationsvermögen nun mehr denn je. Auch Wassersportler und Hobby-Künstler können sich nun über viel himmlischen Rückenwind freuen. Besonders gut tut dieses Sternenklima den Stieren und Skorpionen, die jetzt eine gehörige Portion neue Kraft tanken und dadurch ihr natürliches Formtief im Hochsommer gut auffangen können. Auch Jungfrauen und Fische blühen im Juli auf – denn dann überwinden sie endlich die innere Hektik, die sie im Juni noch sehr aus der Ruhe bringt. Heitere Zeiten stehen nun auch für Zwillinge an.

Wichtig, aber zweischneidig: Werden Sie Ihren

wahren Bedürfnissen gerade gerecht?

Sie haben ein Formtief. Schalten Sie lieber auf „Schongang“ für Körper und Seele!

Jetzt sind Sie gut in Form und sprechen bestens auf gesundheitliche Maßnahmen an.

Steinböcke aber müssen jetzt einsehen, dass effektives Arbeiten nur „funktioniert“, wenn man zum Ausgleich auch größere Pausen einplant. Widder dagegen könnten sich in den kommenden drei Monaten oft sehr langweilen – und reagieren darauf dann gern übertrieben gereizt. Räkeln Sie sich lieber in der Augustsonne, ruhen Sie sich etwas auf schon errungenen Lorbeeren aus! Waagen starten zwar sehr dynamisch in den Sommer, fühlen sich dann im Juli aber recht schwach und unzufrieden. Keine Sorge, auch Ihnen gibt die Hochsommersonne wieder neue Kraft! Wassermänner aber sollten sich gerade im August nicht zu viel abverlangen. Gleiches gilt auch für im Juli geborene Löwen, die jetzt oft spürbar an ihre Grenzen stoßen, während August-Löwen sich auffallend beschwingt fühlen. Für Krebs-Geborene beginnt jetzt ein sehr wichtiges Lebensjahr, in dem sie langwierige Probleme kraftvoll überwinden können. mm

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Die Sternentrends der Saison wurden Ihnen übersetzt von Dr. phil. Michaela Mundt, mantische Lebensberaterin in Kiel. Mehr zum aktuellen Lauf der Gestirne finden Sie im Internet auf www.tierkreis. info in der Rubrik „Kalender“.

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Unterhaltung

Kurzkrimi

Prolog: Allein die Anwesenheit von Knut Hansen in leitender Position der Kieler Polizeibehörde war für deren Pressesprecher schon eine mittelschwere Katastrophe. Ein bisschen war es so, als würde in den Niederlanden eine „Frau Antje“ als Chef-Ermittlerin auftreten. Die meisten Menschen hätten Knut Hansen wohl als „Original“ bezeichnet – sein Name klang wie der Künstlername eines Hafenmusikanten und seine Erscheinung stand dem in nichts nach. Die von ihm bevorzugte Kleidung, bestehend aus Jeans, Troyer und Seemannsmütze, zusammengenommen mit seiner etwas spröden, wortkargen Art ließen ihn wie den perfekten Leuchtturmwärter oder Fischkutterkapitän wirken – einen Posten bei der Polizei, geschweige denn als Hauptkommissar traute ihm, auch auf den zweiten Blick, kaum jemand zu. Aufgewachsen war er auf der nordfriesischen Hallig Langeoog. Es gab nur ein anderes Kind in seinem Alter – ein dickes, zickiges Mädchen namens Suse, das mit ihm nichts zu tun haben wollte – daher beschäftigte er sich in seiner Jugend nahezu ausschließlich mit dem Lesen von Kriminalromanen. Er verließ die Insel, um die höhere Schule in Kiel zu besuchen und absolvierte anschließend die Polizeiausbildung wie im Fluge. Hansen, dessen Spitznamen in der lokalen Presse von „Inspektor Kuddeldaddeldu“ bis „Friesenbulle“ reichten, machte es nichts aus, unterschätzt oder belächelt zu werden – Kollegen mutmaßten, er würde es vielleicht gar nicht merken – aber da irrten sie sich …

An dieser Stelle von seinen großen Erfolgsfällen zu berichten, würde den Rahmen sprengen, aus Platzgründen begnügen wir uns mit seinen kleineren Erfolgen:

Die kleinen unbedeutenden Fälle von Hauptkommissar Knut Hansen aus Kiel

Die australische

Erbschaft

„Und es war Sommer ...“, summte Knut Hansen vor sich hin, als er an diesem herrlichen Julimorgen aus der Haustür trat. Während er noch darüber nachdachte, aus welchem Lied diese Zeile eigentlich stammte, machte er sich auf den Weg zu seinem Arbeitsplatz. Es war rund eine Stunde straffer Fußweg von seinem Haus auf dem Ostufer zur Polizeidirektion in der Gartenstraße. An einem strahlenden Tag wie diesem schien alles in ganz speziellem Licht. Wer so vieles über die Schattenseite Kiels wusste wie der Polizist, dem war es nur selten vergönnt, einen unvoreingenommenen Blick auf die Stadt zu werfen. Doch an diesem Tag schien sich die Stadt extra für ihn herausgeputzt zu haben. Der Vinetaplatz weit am Anfang seiner Route, der bei Polizisten sonst eher Assoziationen von Drogendelikten oder Alkoholmissbrauch weckte, zeigte sich von seiner besten Seite. Es war Dienstag und deswegen war Wochenmarkt. Knut drang der typische Geruch von Sesam und Kreuzkümmel in die Nase, denn er kam gerade an dem Stand vorbei, an dem er mindestens einmal im Monat eine Riesenportion Oliven, Peperoni und Fladenbrot kaufte. Im Vorbeigehen winkte er Hakan, dem Verkäufer mit dem er schon so manchen Tee im Stehen getrunken und Klönschnack gehalten hatte. Gaarden, ein Stadtteil mit denkbar schlechtem Ruf, konnte wie ein launisches Chamäleon wechseln zwischen einem düsteren Problemviertel und einem ganz wunderbaren Ort kultureller Begegnung. Hansen sog die Luft tief ein und ließ sich im Vorbeigehen vom bunten Treiben auf dem Markt berauschen ... Jeder Stand wartete mit einem anderen intensiven Geruch auf: würziger Käse, geräucherter Schinken, schwer süßlich duftende Lilien, Bienenwachs und natürlich frischer Fisch. Knut gönnte sich ein Krabbenbrötchen und lächelte selber über seinen besserwisserischen Verstand, der ihn wieder einmal darauf hinwies, dass das da auf dem Brötchen ja eigentlich ,Garnelen‘ und keine ,Krabben‘ wären. ,Wer von uns hat seine halbe Kindheit auf nem Kutter verbracht? Du oder ich, dachte der Kommissar und

brachte seinen Verstand damit zum Schweigen. Er hatte schon sehr früh in seinem Leben gemerkt, dass ein Teil seines Gehirns für sich selbst arbeitete, Fakten jeder Art sammelte und nur selten etwas vergaß. Das machte ihn zwar zu einem sehr guten Polizisten, er selbst jedoch, das raue, aber herzliche Nordlicht, das privat gerne mal ,Fünfe gerade sein‘ ließ, empfand diese Seite an sich als eher unsympathisch und erlaubte ihr nur selten, sich außerhalb des Polizei-Dienstes zu Wort zu melden. Er leckte sich Mayonnaise von der Lippe und in dem Bewusstsein, dass er wohl niemals ,Garnelenbrötchen‘ sagen würde, kam ihm der Gedanke ,Wie lange und von wie vielen Menschen muss wohl etwas falsch gemacht werden, damit wir es für richtig erklären?‘ Die unerwartete Tiefgründigkeit des eigenen Gedankens überraschte ihn selbst und beschäftigte ihn auf seinem Weg zur Hörnbrücke. Die Klappbrücke, in den ersten Jahren nach Fertigstellung häufig „Klapptnix-Brücke“ genannt (sie ließ sich phasenweise nicht für die Schiffsdurchfahrt öffnen und es musste nachgebessert werden) war für Knut zum guten Freund geworden. Er war zwar auch früher manchmal zu Fuß zur Arbeit gegangen, aber damals aus purem Idealismus – denn der Weg über die alte Gablenzbrücke war doch erheblich länger und war alles andere als idyllisch, denn er führte unentwegt durch dichten Autoverkehr. In der Dienststelle angekommen, riss Hansen erstmal die Fenster seines Büros auf und machte sich einen Earl-Grey Tee. Er war gerade dabei, sich lustlos an den Papierkram der letzten Tage zu setzen, als die Tür aufflog und sein ihm unterstellter Kollege Olaf Köppcke ins Büro stürmte. „Ah, Chef, du bist da ... Es gibt da einen Einsatz, bei dem die Kollegen wohl überfordert sind. Wirre Geschichte: Ein Herr Korschmann ist im Alter von 75 Jahren im Ausland verstorben und einziger

* Auf den ersten Blick mochte überraschen, dass Knut Hansen als Inselkind nicht einmal ansatzweise friesischen oder plattdeutschen Dialekt sprach. Außer seiner

95-jährigen Mutter und der dicken Suse gab es auch niemanden, der den Grund dafür wusste. Nämlich den, dass Knut schon früh anfing sich einen wertvollen Schatz an Kriminalzitaten anzueignen, und ein Satz wie „Schlechte Leute werden nicht immer aus guten Gründen ermordet“ klang nun einmal eindrucksvoller als: „Eische Lüd warrn nech jümmers wegen goote Ursoken dotslogen.“

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Unterhaltung

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Illustrationen: www.ohnekopf.de, Text: Gerrit Hansen

Verwandter und damit Erbe seiner Villa und des Vermögens ist ein Junge namens Heiko Korschmann. Dieser ist wohl heute erstmalig an seinem neuen Wohnort erschienen und hat als erste Amtshandlung die Haushälterin entlassen. Die gute Frau, eine gewisse Conzuela Gomez, die wohl schon sehr lange in dem Haus arbeitet und wohnt, hat sich daraufhin hysterisch in ihrem Zimmer verschanzt und die Polizei gerufen. Sie behauptet offensichtlich, dass der Erbe gar nicht der echte Neffe sei und die Kollegen vor Ort waren sich wohl unsicher, ob da alles ganz sauber ist oder vielleicht hatten sie auch einfach ein Problem damit, die alte Dame vor die Tür zu setzen – verdenken könnt ich‘s ihnen nicht, da reißt sich ja keiner drum. Wenn ich's richtig verstanden habe, spricht die Frau hauptsächlich spanisch und immer nur wenige Brocken Deutsch.“ Hansen nahm einen tiefen Schluck aus der Tasse. „Die Erbschaftsangelegenheit ist schon geklärt und er hat den Erbschein und alles dabei?“ „Ja und das scheint auch alles soweit in Ordnung, im Testament steht zwar die formulierte Bitte, er möge die Haushälterin behalten, aber das will der junge Mann offenbar nicht und wie es scheint, kann ihn auch niemand dazu zwingen“, antwortete sein langjähriger Kollege und Freund. Knut blickte einen Moment auf seinen Schreibtisch, der vor unerledigtem Papierkram fast überquoll, trank dann zügig seinen Tee aus und griff nach seiner Jacke. „Hmm ... Na dann mal los. Ich seh noch nicht, was wir da genau sollen, aber draußen scheint wenigstens die Sonne ...“ Lachend machten sich die beiden auf den Weg durch die Gänge des Präsidiums. Als sie die Telefonzentrale passierten, fiel Hansens Blick auf eine seiner Lieblingskolleginnen, die kleine und extrem zierliche Maria Rivilla. Rivilla war eine wunderschöne, dunkelhaarige Frau mit extrem lockerem Mundwerk, mit der Knut sich oft und gern kleine Wortgefechte auf dem Gang lieferte. Betont förmlich rief er: „Polizeiobermeisterin Rivilla, Sie sprechen doch spanisch oder?“ Die kleine Frau drehte sich forsch mit ihrem Bürostuhl um, fixierte den Kommissar lächelnd mit ihren fast schwarz anmutenden braunen Augen und deutete eine salutierende Geste mit der flachen Hand an der Stirn an. „Sí mi Capitán!“ Die Villa des Verstorbenen lag am Rande des Kieler Stadtteils Hassee beim 'Grünen Herzen', wie der kleine Wald rund um den Fernsehturm genannt wurde. Als Hansen, Köppcke und Kollegin Rivilla eintrafen, hatten die Kollegen die Situation soweit geklärt, dass die alte Frau Gomez (immer noch wütend vor sich hinschimpfend) in einer Ecke der Eingangshalle saß, während der junge Herr Korschmann mit verschränkten Armen in der anderen Ecke stand, beide von je einem Polizeibeamten gesäumt. Hansen blickte sich in dem großen Raum um und bat seine beiden Kollegen dann darum, sich ein Bild

zu verschaffen, während er sich ein wenig umschauen wollte. Die beiden widersprachen nicht, sie kannten Hansen lange genug um zu wissen, dass seine Art der Ermittlung intuitiv und von außen oft nicht leicht nachzuvollziehen war, aber der Erfolg gab ihm recht. So setzte sich Maria Rivilla zu der betagten Hausangestellten und ließ, als diese in ihr eine Landsmännin erkannte, stoisch eine 10-minütige Schimpftirade über sich ergehen. Köppcke prüfte derweil noch einmal die Erbschaftsunterlagen und befragte den frischgebackenen Hauseigentümer. Hansen besah sich derweil den Raum. Dieser wirkte wie das Safarizimmer eines Großwildjägers um 1900 – nur ohne ausgestopfte Tiere. Schwere dunkle Vitrinen waren voll mit kleinen Exponaten, an den Wänden hingen exotische Gegenstände und ganze Fotowände, größtenteils gefüllt mit vergilbten Schwarz-Weiß-Aufnahmen, zeugten von den Erlebnissen des einstigen Hausbesitzers. Die Souvenirs wiesen allesamt und ausschließlich auf Australien hin. Hansens Blick fiel auf mehrere große bemalte Bumerangs, lange Didgeridoos (die hölzernen Blasinstrumente der australischen Ureinwohner) und große Leinwände mit der bekannten naiven Kunst der Aborigines, die in kontrastreichen Farben meist die Silhouetten von Eidechsen, Meeresschildkröten oder großen Laufvögeln umrahmt von den typischen gepunkteten Linienmustern darstellte. Die Schwarz-Weiß-Fotos zeigten, wie man der Beschriftung entnehmen konnte, Heinrich Korsch­ mann als Kind, Jugendlichen und jungen Erwachsenen inmitten von Graslandschaften, unwirklich anmutenden roten Sandsteinfelsen und traumhaft weißen Stränden mit fast türkisblauem Wasser. Eine Reihe förmlicher Schulabschlussbilder, ausgewählte Zeugnisse und vergilbte Sportabzeichen dokumentierten auf Englisch eine scheinbar erfolgreiche und, wenn der Eindruck der Gruppenfotos nicht täuschte, glückliche Schullaufbahn in einer Schule in Brisbane. Einige Bilder zeigten den Jungen mit seinen Großeltern, bei denen er offensichtlich in dieser Zeit gewohnt hatte. Der Erzählstrang der Bilder riss im späten Teenageralter des Jungen ab und neue Farbbilder ohne Beschriftung waren dazugehängt worden. Sie zeigten einen alten Mann mit schlohweißem Haar, teilweise an den gleichen Plätzen – er hatte sich wohl einen Spaß daraus gemacht, die alten Fotos nachzustellen. Neben einem Foto, das den alten Mann vor seinem alten Schulgebäude zeigte, hing eine sehr neue Postkarte, die spanisch beschrieben war und offensichtlich an seine Haushälterin Conzuela gerichtet war. Hansen nahm sie vorsichtig von der Wand und begab sich zurück zu den Kollegen, die mittlerweile ihre Bestandsaufnahme abgeschlossen hatten. Köppcke fasste wie folgt zusammen: Der junge Heiko Korschmann war 22 Jahre alt und Sohn der einzigen Schwester seines Onkels.

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Fisch-Paul

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Kurzkrimi

Illustrationen: www.ohnekopf.de, Text: Gerrit Hansen

Seine alleinerziehende Mutter war kurz nach seiner Geburt gestorben, so dass er bei Pflegeeltern aufwuchs. Er hatte alle notwendigen Erbschafts-Papiere, seine Geburtsurkunde und einen Personalausweis dabei, dessen Foto zwar ausgesprochen unaktuell war, aber in allen wesentlichen Punkten seinem Aussehen entsprach, wenn man mit viel Phantasie die unterschiedliche Frisur, den Drei-Tage-Bart und die neue Brille des anwesenden Erben wegdachte. Korschmann war seiner Aussage zufolge von dem Erbe überrascht, gab aber an, in den letzten Jahren vermehrt Kontakt mit seinem Onkel gehabt zu haben, sich gut mit dem alten Herren verstanden zu haben und ihn darüber hinaus bei regelmäßigen Besuchen besser kennen gelernt zu haben. Da er sein Geld zusammenhalten wolle und auch kein Interesse an einer Angestellten habe, wollte er dem Wunsch seines Onkels, die Haushälterin weiterhin zu beschäftigen nicht nachkommen, das sei schließlich auch sein gutes Recht. Maria Rivilla hatte die lange, ausschweifende Rede von Frau Gomez geduldig ertragen und gab dem Kommissar detailliert Auskunft. Die Dame war 63 Jahre alt, seit über 25 Jahren im Haus angestellt und wohnte in einer kleinen, über einen Seiteneingang erreichbaren Einliegerwohnung im Haus. Sie hatte außer der Familie ihrer Tochter in Spanien keine Angehörigen und wusste auch nicht recht, wo sie nun bleiben sollte. Insgesamt wirkte sie auf die Polizistin etwas durcheinander, war aber dabei nicht unglaubwürdig. Sie bestätigte, dass der alte Herr Korschmann in den letzten Jahren häufiger Kontakt zu seinem Neffen hatte, weigerte sich aber anzuerkennen, dass der junge Mann ihr gegenüber der echte Heiko Korschmann sei. Ihren Zweifel genau begründen konnte sie nicht und Maria merkte an, dass die gute Frau anscheinend ziemlich kurzsichtig war. Weiterhin behauptete die Frau standhaft, dass der junge Korschmann sehr wohl von dem Erbe gewusst habe und ihr Arbeitgeber ihr versichert hatte, dass er mit seinem Erben vereinbart habe, dass sie weiterhin ihre Wohnung bewohnen dürfte, wenn er tot sei. Knut warf einen Blick auf die alte Frau, die nun zusammengesunken in einem Sessel saß und versteinert aus dem Fenster blickte. Ein Stich durchfuhr ihn, denn sie erinnerte ihn an seine Mutter. Er musste sich zusammenreißen, denn als Polizist wusste er, dass oft genug das juristische Recht nichts mit der empfundenen Gerechtigkeit zu tun hatte und es zu seinem Job gehörte, das Gesetz nicht in Frage zu stellen. Die Situation schien recht klar zu sein: Conzuela Gomez war jahrzehntelang die ,Gute Seele des Hauses‘ und wurde nun dafür bestraft, dass sie nicht abgebrüht genug gewesen war, einen Vertrag aufsetzen zu lassen. Er schluckte und gab seiner Kollegin die Postkarte fast in der Hoffnung, die darauf vermerkten Sätze könnten eine Art zauberhafter Vertrag sein, der die Lage gänzlich änderte. Maria Rivilla, der die Situation offensichtlich auch nahe ging, nahm die Karte an, besah sie etwas verwirrt und las leise den übersetzten Text vor:

Liebe Conzuela, da bin ich nun, auf meiner vielleicht letzten Reise zur Heimat meiner Großeltern und dem Schauplatz meiner Jugend, der mich so tief prägte und ein Leben lang nie losließ. Ich schicke dir diese Fotos, die mich an den geliebten Plätzen zeigen, an denen ich als Bub schon das volle Leben einatmete und bilde mir ein, auch heute bei jedem Atemzug ein wenig von dem alten Geist zu inhalieren. Freute ich mich damals darauf, jedes Jahr in den Sommerferien nach Deutschland zu reisen um die Eltern in München zu besuchen, so wünschte ich mir jetzt, ich müsse nie wieder fort von hier. Liebe Grüße Dein Heinrich Das Datum auf der Postkarte war nur wenige Wochen alt, es war also offensichtlich, dass seinem letzten Wunsch entsprochen worden war. Hansen und Rivilla schluckten beide schwer und Hansen drehte sich schnell von der Kollegin weg, um beiden die Peinlichkeit des Moments zu ersparen. Er nahm sich vor, der ganzen Geschichte schnell ein Ende zu machen. „Herr, Korschmann!...“, sagte er mit aufgesetztem

Lächeln und ging auf den jungen Mann zu. „...Polizeihauptkommissar Hansen mein Name, dann wollen wir die Sache mal zu Ende bringen. Ich fasse zusammen: Ihr Onkel hat Ihnen alles vererbt und Sie haben Ihre Meinung geändert und wollen nun doch nicht mehr seine Angestellte hier wohnen lassen ...“ Der junge Mann blickte ihn giftig an: „Ich habe meine Meinung nicht geändert! So etwas haben mein Onkel und ich nie besprochen ... wir haben uns immer nur über seine Vergangenheit unterhalten, über sein Leben, seine Zeit in ... in ... in Australien und so weiter. Es war interessant und wir haben uns super verstanden – aber über ein Erbe haben wir nie geredet. In dem Testament bittet mein Onkel zwar darum, dass ich seine alte ... Putzfrau behalte, aber das kommt für mich nun einmal nicht in Frage. Ich weiß nicht einmal, ob ich hier wohnen will oder das Haus nicht lieber verkaufe.“ Hansen schaute den jungen Mann an. Die Art, wie er die Haushälterin zur Putzfrau degradierte gefiel ihm nicht, aber darauf kam es ja leider nicht an. Irgendwie konnte er nicht widerstehen und bohrte noch etwas weiter. „Ja, ja Australien ... Ihr Onkel war viel dort, oder?“ „Ja, ja, er war die ganze Jugend dort ... hat wohl bei seinen Großeltern gewohnt ... Ist ja auch egal. Können Sie jetzt bitte endlich diese Person aus meinem Haus schaffen? Ich hatte einen langen Tag.“ Alles in Hansen befahl ihm, jetzt endlich die Zelte abzubrechen, doch ein letzter Blick auf Frau Gomez trieb ihn zu einer letzten Bemerkung. „Muss eine komische Kindheit gewesen sein, er war nur in den Sommerferien zu Hause bei seinen Eltern habe ich gehört ...“ Das war zu viel für Korschmann, der den Kommissar jetzt fast anbrüllte: „Himmelherrgott! Wollen Sie jetzt über die Kindheit meines Onkels mit mir reden? Na gut! Er war traurig, weil er die Eltern so selten sah, aber hatte trotzdem eine tolle Zeit in ... in Australien. Und auch die Sommerferien mit seinen Eltern waren großartig. Er hat mir oft erzählt, wie sie zusammen am Strand waren und stundenlang gebadet haben, Fahrradtouren haben sie gemacht, sie waren zusammen segeln und das ganze Programm. Er hatte eine rundum tolle Jugend, sind Sie jetzt zufrieden?“ Ihm wurde bewusst, dass der ganze Raum sie wegen seines Ausbruchs anstarrte und setzte kleinlaut hinzu: „'Tschuldigung Kommissar – ich hatte einen langen Tag.“ Hansen winkte ab ... „Kein Problem – ich weiß, ich bin manchmal etwas penetrant. Verzeihen Sie.“ Er wandte sich ab und machte den Kollegen im Raum ein Zeichen, dass es Zeit war zu gehen. Ein paar Schritte entfernt blieb er stehen und fragte laut: „Ach Herr Korschmann? Eine letzte Frage für meinen Seelenfrieden: Hatte Ihr Onkel Ihnen wirklich von einer tollen Zeit beim Fischen und am Strand mit seinen Eltern erzählt oder haben Sie sich das ausgedacht, um die Diskussion zu beenden und mich loszuwerden?“ Alle Augen waren auf den jungen Mann gerichtet der, wie es schien, die folgenden Worte sorgfältig abwägte: „Äh ... nein, nein ... das hat er mir wirklich erzählt und er schien immer sehr glücklich zu sein wenn er von diesen Ferien erzählte, ganz ehrlich.“ Knut Hansen lächelte und winkte seine Kollegen zu sich. „Kommissar Köppcke, würden Sie bitte dem jungen Mann seine Rechte vorlesen, wir nehmen ihn mit aufs Revier wegen des Verdachts auf Betrug und Urkundenfälschung! Polizeiobermeisterin Rivilla, erklären Sie bitte Frau Gomez, dass sie bis auf weiteres hierbleiben kann, bis sich die Sache geklärt hat.“ Die anwesenden Beamten machten sich erleichtert auf den Weg zur Dienststelle und nahmen den laut protestierenden Korschmann mit. Lange hielt sein Protest nicht an. Schon im Auto begann der junge Mann mit einem Geständnis. Er hieß in Wirklichkeit Jochen Stollberg und war Kumpel und Mitbewohner des echten Heiko Korschmann. Dieser war begeisterter Bergsteiger und zurzeit auf einer SurvivalTour durch Indien und den Himalaya unterwegs, die für fast ein halbes Jahr geplant war. Stollberg hatte die Anweisung, dessen Post

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zu öffnen und ihm wichtige Dinge per Anruf mitzuteilen. Als er die Nachricht von der Erbschaft las, hatte er sich zunächst im Spaß gefragt, was denn wäre, wenn er statt seines Freundes mit allen Unterlagen beim Notar erschiene. Da sein bergsteigender Freund nur mit Reisepass unterwegs war und den Personalausweis sicherheitshalber zu Hause aufbewahrte, hatte Stollberg, wie er bei seinem Gedankenspiel bemerkte, alle Dokumente zur Hand, die er brauchte und die beiden sahen sich auch ähnlich genug, dass das alte Foto im Ausweis keine Fragen aufwerfen würde. Der junge Mann erlag der Verlockung plötzlichen Reichtums und plante, schnell alle Konten zu räumen, das Haus zum Schleuderpreis zu verscherbeln und sich mit dem Geld nach Thailand abzusetzen, bevor sein Mitbewohner wieder im Land war. Das Problem mit der Haushälterin erwischte ihn unvorbereitet und als sein Versuch, sie einfach dreist vor die Tür zu setzen scheiterte, entglitt ihm die Situation. Er war sich sicher, dass alle seine Dokumente und die bisherige erfolgreiche Täuschung ihm gute Chancen gaben, das Spiel auch der Polizei gegenüber weiterzuführen. Der Haken dabei war nur, dass er absolut nichts über den Onkel wusste. Sein Mitbewohner hatte ihm nur erzählt, dass er sich seit einiger Zeit wieder mit seinem reichen Onkel traf und nichts mehr. Alle Informationen über die Zeit in Australien und alles andere hatte er an diesem Tag auf dem gleichen Weg wie der Kommissar aufgeschnappt. Er hatte sich die Fotowände besehen und dann mit dem neu erworbenen Wissen vor den Beamten geblufft und er hatte nur mit Glück leicht stotternd verbergen können, dass er in der Aufregung Details wie den Stadtnamen Brisbane vergessen hatte. Hansen, Köppcke und Rivilla standen noch einige Zeit zusammen vor der Dienststelle und tranken Cola aus dem Automaten. Das kalte Getränk erfrischte angenehm und sie besahen schweigend den Anzeigen:

hellblauen Sommerabendhimmel, an dem jetzt langsam die ersten Sterne durchschienen. Rivilla brach das Schweigen „Clever, wie du ihn zum Schluss nochmal wütend gemacht hast ... hatte was von Columbo ... und was hat ihn verraten? Es war ,München‘, oder? Die Eltern von Korschmann lebten in München und deswegen wären sie nicht am Strand mit ihm gewesen, oder?“ Knut sah sie an und wollte gerade antworten, da schlug sich Olaf Köppcke auf die Stirn. „Sommerferien! Australische Sommerferien ... die sind im Dezember oder so! Das ist ja doppelt blöd ... Im Winter in München mit den Eltern segeln, am Strand baden und Fahrradtouren machen ... ts ts ... aber alle Achtung Chef, das muss einem auch erstmal auffallen in der Situation.“ Knut lachte: „Häh? Ich weiß gar nicht wovon ihr redet ... mir passte einfach seine Nase nicht.“ Er wandte sich um und ging in das Gebäude, um seine Flasche wegzubringen. Die beiden Kollegen schauten sich an und mussten lachen. Rivilla rief ihm mit gespielter Entrüstung nach: „Wissen Sie was, Herr Hauptkommissar? DAS kannst du deiner Oma erzählen!“ Ende Epilog: Als der echte Heiko Korschmann per Handy informiert wurde, brach er seine Tour ab und bezog die Villa sofort zusammen mit seiner neuen Freundin, die er in Indien kennen gelernt hatte. Die beiden heirateten und bekamen zwei Kinder, die in dem neuen Zuhause groß wurden. Conzuela Gomez arbeitete noch viele Jahre als Haushälterin und Kindermädchen bei ihnen und durfte auf Lebenszeit in ihrer Wohnung bleiben.

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