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Ausgabe 2/2010

Gratis zum Mitnehmen!

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GESUNDHEIT im Norden

Das norddeutsche Magazin rund um Gesundheit, Fitness und Lebensfreude

Sattelfest –

Sinja Gibson reitet mit Handicap an die Weltspitze.

Roboter als Pflegepersonal? Mögliche Perspektiven in der Pflege

Laufen

Insektenstiche Was tun gegen die lästigen Plagegeister?

Auch in dieser Ausgabe: Leckere Rezepte • Buchbesprechung • Gewinnrätsel • Kurzgeschichte • Sudoku • Horoskop gin_vollständig7.indd 1

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zählt zu den ältesten Betrieben der Stadt Neumünster. Seit ihrer Gründung vor hundert Jahren ist sie heute mit knapp 85 Beschäftigten in Norddeutschland eines der führenden Unternehmen im Bereich Sanitätsfachhandel, Reha- und Pflegehilfsmittel, Orthopädietechnik und Kinderversorgung. Fotos: Shutterstock

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Liebe Leserin, lieber Leser, geht es Ihnen auch so? Wir tun was wir können, um alt zu werden, aber alt sein, das wollen wir nicht. Der Gedanke, dass wir oder unsere Eltern krank werden könnten, bereitet uns Unbehagen und die schlechten Nachrichten aus dem Gesundheitswesen verunsichern uns noch dazu. Doch allzu düster sind die Aussichten gar nicht. Lesen Sie, was es Positives gibt und wie wir selbst eine Menge für unser Wohlbefinden im Alter tun können. Anfang des Jahres haben Land, Kassen und Kliniken Verträge zugunsten von Menschen mit mehreren Erkrankungen abgeschlossen. Ziel ist es, die Patienten vernetzt zu versorgen, um die Möglichkeit des selbstständigen Lebens zu erhalten, bzw. zu verlängern. Künftig werde sich nicht mehr ein Arzt auf die Gehbehinderung, ein anderer auf den Schlaganfall und ein Dritter auf den Diabetes konzentrieren, sondern es wird übergreifend gearbeitet werden.

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Ärzte und Kliniken werden sich künftig eng miteinander abstimmen. Patienten sollen ihre Rehabilitation so weit wie möglich zu Hause machen und nur dann ins Krankenhaus, wenn es unbedingt nötig ist. Die Kassen zahlen dafür einen Pauschalbetrag von jeweils 1900 Euro. Die Antragsstellung und Zuweisung der geriatrischen Patienten erfolgt durch den Haus- oder Facharzt. Dieses Modell dient nicht nur dem Wohle des Patienten, sondern es profitiert auch das Gesundheitssystem davon. Ein Punkt, der optimistisch stimmt. Positiv ist auch, dass barrierefreie Wohnlösungen immer selbstverständlicher werden. Schon rechtzeitig wird heute so gebaut, dass der Umzug in ein Altersheim vermieden bzw. herausgezögert werden kann. Eine Vielzahl an Hilfsmitteln für Haushalt und Bad ermöglicht es uns, den Alltag selbstständig zu bewältigen. Lassen Sie uns einen Blick in die Zukunft werfen und stellen Sie sich einmal Folgendes vor: Sie sind gerade mit

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allerletzter Kraft in Ihren Lieblingssessel gesunken, legen die Füße hoch und greifen – während Sie noch einmal tief durchatmen – zu Ihrem Roman. Da klingelt das Telefon. Nein, aufstehen kommt jetzt nicht mehr in Frage. Also nehmen Sie Ihre Fernbedienung, tippen einige Befehle ein und Ihr kleiner Roboter macht sich auf den Weg, Ihnen das Telefon zu holen. Wo er doch gerade unterwegs ist, bringt er Ihnen noch eine gute Tasse Tee mit. Ganz so weit ist die Entwicklung solcher Haushaltshilfen noch nicht. Doch was heute bereits möglich ist, lesen Sie auf Seite 26. Viel Phantasie zur Gestaltung Ihrer Zukunft wünscht Ihnen

Birgit Burmeister Redaktionsleitung

Fotos: Shutterstock

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Inhalt

INHALT 12

Titelthema 6-11

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Sattelfest Sinja Gibson reitet mit Handicap an die Weltspitze

Gesundheit im Alltag 12-13

„Wohlfühlzaubern“ im Alltag: Fliegen Sie dem Stress davon.

Die kleinen Plagegeister sind wieder unterwegs

14-15

16

Erste Hilfe bei Insektenstichen

Ein Leben lang ein strahlendes Lächeln

22-23

Tipps rund um Zahnpflege und Mundhygiene

Laufen bringt Körper und Geist in Schwung

46-47

22

26

Freizeitsport für Frischluft-Fans

Unterhaltung 24

Kreuzworträtsel

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Sudoku

19-20

Rezepte

48-49

Horoskop

42-45

Kurzkrimi

Rubriken

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Editorial

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Impressum

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Vorschau auf das nächste Heft

12.05.2010 10:32:17 Uhr


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Inhalt

16-17 41

Urlaub und Gesundheit Kultur & Wellness in Grömitz/Cismar

Apotheker und TAFEL e.V. Medikamentenrabatt für Bedürftige

Design & Illustration: www.ohnekopf.de

Norden aktuell

Mit uns bleiben Sie

mobil!

Fachwissen 18

26-28

Osteoporose Die drei Säulen der Therapie

Roboter als Pfl egepersonal? Mögliche Perspektiven in der Pfl ege

Pfl egeversicherung & Patientenrecht

29-31

- Notdienst - Recht auf kostenlose Pfl egeberatung - Was ist eigentlich Pfl egestufe 0?

Kowsky HandiCar GmbH, Oderstraße 66, 24539 Neumünster Telefon: 0 43 21 / 26 12 22, Telefax: 0 43 21 / 99 45 55 E-Mail: info@handicar.de, www.handicar.de

Genießen & Verwöhnen 21

Grillen und Chillen Tipps für sommerliche Grillparties

Kommentar 32

Neulich, im Rollstuhl Gerda Behrends über alltägliche „Rolliprobleme“

13

Buchvorstellung: Dr. med Ralf Werner Homöopathie gegen Stress

Anzeigenteil 33-40

Sonderbeilage 100 Jahre Sanitätshaus Kowsky

Spezialisten im Norden

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12.05.2010 10:32:21 Uhr


Titelthema

Handicap im Fokus

Sinja Gibson reitet mit Handicap an die Weltspitze:

Sattelfest Geistige Behinderung/Lernschwierigkeiten* durch das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) von Jessica Conrad mit Fotos von Birgitta Kowsky

2007

war für Sinja Gibson ein besonderes Jahr. Die heute 21-Jährige holte bei den Special Olympics in Shanghai zweimal Gold und eine Silbermedaille. Für Sinja, eine leidenschaftliche Reiterin, der größte Traum. Sinja ist äußerlich eine junge und hübsche Frau, innerlich tobt aber ab und zu ein Kampf. Sinja leidet von Geburt an FAS, dem Fetalen Alkoholsyndrom. Sie ist „geistig behindert“. Ihre leibliche Mutter war Alkoholikerin. Sie trank während der Schwangerschaft.

Sinja Gibsons Tag beginnt wie jeder andere. Um 7.30 Uhr kommt sie in den Pferdestall und füttert die Pferde. Anschließend gibt es Frühstück und dann wird gemistet, gefegt und aufgeräumt. Sinja aus Felmerholz bei Kiel ist heute 21 Jahre alt. Dass sie ihre Leidenschaft fürs Reiten irgendwann mal an die Weltspitze führen kann, war lange Jahre weder ihr, noch ihren Eltern klar.

Alkoholsucht in der Schwangerschaft Als Sinja am 15. September 1988 das Licht der Welt erblickt, leidet sie am Fetalen Alkoholsyndrom. Der Alkoholkonsum ihrer Mutter während der Schwangerschaft schädigt sie bereits im Mutterleib. Sinja hat starke Entzugserscheinungen, ist untergewichtig und kaum in der Lage, Milch zu trinken. Da sich ihre leibliche Mutter, die Alkoholikerin ist, nicht um den Säugling kümmern kann, kommt sie im Alter von vier Monaten in eine Pflegefamilie. Alan Gibson (56) erinnert sich noch genau an die ersten Tage mit dem neuen Baby: „Sinja

Liebevoll kümmert sich Sinja um Bos Hufe.

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hat 20 von 24 Stunden geweint“, sagt er. Weil sie so schlecht saugen konnte, musste sie anfangs künstlich über eine Magensonde ernährt werden. Irgendwann konnte Sinja essen, dann kamen Probleme mit dem Wachstum hinzu, Lernschwierigkeiten vor allem in Mathematik sowie Sprachprobleme durch eine angeborene Gaumenspalte, die 1999 erfolgreich operiert wurde. Als Sinja zehn Jahre alt ist, will sie von ihrer Pflegemutter Ann Gibson wissen, warum sie so auf die Welt gekommen und nicht wie andere Kinder ist. Nach der Erklärung sagt Sinja: „Weißt Du was, Mama, du musst allen erzählen, dass sie keinen Alkohol während der Schwangerschaft trinken sollen, sonst kriegen sie Kinder wie mich und das ist fies und gemein.“ Die Sticheleien anderer Kinder sitzen tief. Als Sinja in die Schule kommt, wird sie von anderen Kindern geärgert. Sie sagen Omagesicht oder Affengesicht. Weil sie anders aussieht. Eben wie ein Mädchen mit FAS. Alan Gibson erinnert sich noch genau an den Moment, in dem Sinja begriff, was mit ihr los ist: „Das tut einem schon sehr weh.“ Und Sinja fügt

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Titelthema

Handicap im Fokus

*„Geistige Behinderung“ – ein umstrittener Begriff:

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„Ich weiß wer ich bin. Und ich bin halt nicht so wie andere“, sagt Sinja Gibson, die ihre Behinderung in bestimmten Situationen „fühlen“ kann. Rechtlich gesehen gilt sie als „geistig behindert“. Diese Formulierung ist für die 21-Jährige kein Problem. Die Gründe für ihre Lernschwierigkeiten sieht sie in ihrer Behinderung. „Wenn man nur den Begriff Lernschwierigkeiten für Sinjas Behinderung benutzen würde, redet man ihr Problem nur schön“, sagt Manuela Gibson-Avevor. Und auch Alan Gibson, Sinjas Vater und gesetzlicher Vormund, ist der Meinung, dass man die Fakten so sagen soll wie sie sind. „Als geistig behindert eingestuft zu werden, bedeutet für Sinja auch einen gewissen Schutz.“

Sinja beim Training mit ihrem Pferd Bo. Pferd und Reiterin sind hochkonzentriert.

hinzu: „Ich weiß ja, was ich habe und leide manchmal ein bisschen darunter. Vieles was meine Freunde können, kann ich beispielsweise nicht!“ Dafür kann Sinja etwas anderes: Reiten. Als kleines Mädchen entdeckt sie die

Leidenschaft für Pferde. „Sinja stand immer an unserem Gartenzaun, direkt an der Pferdekoppel des Nachbarn“, erinnert sich Alan Gibson. Irgendwann sei sie dort das erste Mal zum Reiten gegangen. Die Reitlehrerin des ortsansässigen Reiterhofes sagte Sinjas Eltern: „Sie reitet gut, ihr solltet ihr ein Pferd kaufen“, erinnert sich Sinjas Vater. Das Shetlandpony „Blacky“ wurde gekauft. Es folgte das etwas größere Pony Felix, mit dem Sinja ihre ersten Turniere ritt. „Sie machte mit, aber wir dachten niemals an irgendwelche Platzierungen“, sagt Alan Gibson. Irgendwann belegte Sinja einen zweiten oder dritten Platz.

Anders sieht es u.a. der Verein Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland von und für Menschen mit Lernschwierigkeiten: Es fällt uns schwer zu lernen. Deswegen nennen wir uns „Menschen mit Lernschwierigkeiten“. Früher gab man uns viele Namen: Irre, Idioten, Geisteskranke oder Schwachsinnige. Diese Namen sind sehr schlimm und machen uns schlecht. Später nannte man uns „geistig Behinderte“. Doch die Wörter „geistig behindert“ passen nicht dazu, wie wir uns selbst sehen. Sie erwecken den Eindruck, dass wir dumm sind und nichts lernen können. Das stimmt nicht. Wir lernen nur anders. Wir lernen manchmal langsamer oder brauchen Unterstützung. Deshalb wollen wir „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ genannt werden. Auf unserer Internet-Seite sammeln wir Unterschriften gegen die Bezeichnung „geistig behindert“. Dort haben schon 1800 Menschen unterschrieben. Info: www.people1.de

>>

Spaß darf beim Reiten nicht fehlen.

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Titelthema

Handicap im Fokus

FASD

(Fetal Alcohol Spectrum Disorder) Unter der Abkürzung FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) werden FAS (Fetales Alkoholsyndrom) und die etwas abgeschwächtere Form FAE (Fetale Alkohol Effekte) zusammengefasst. Das Krankheitsbild wird durch den Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft hervorgerufen und führt zu körperlichen und geistigen Schäden beim Neugeborenen. Alkohol ist für das ungeborene Kind ein teratogener Schadstoff (Teratologie ist die Lehre von Missbildungen), durch den eine Vielzahl von dauerhaften Behinderungen und Schädigungen beim betroffenen Kind auftreten können. Dazu zählen Minderwuchs, körperliche Missbildungen und Schädigungen des zentralen Nervensystems. Zu den schweren Langzeitschäden gehören Verhaltensstörungen und intellektuelle Beeinträchtigungen, die bis in den Bereich der schweren Lernschwierigkeiten reichen. FAS ist die häufigste Ursache für Lernschwierigkeiten, die nicht genetisch sind. Alkohol in der Schwangerschaft hat die größte gesellschaftliche Konsumakzeptanz. Im Durchschnitt wird eines von 300 Kindern in Deutschland mit dem Vollbild des fetalen Alkoholsyndroms einschließlich charakteristischer Gesichtsmerkmale (Syndromgesicht), körperlich-organischer Fehlbildungen (beispielsweise Gaumenspalte), kognitiver Behinderung und Störungen des Sozialverhaltens geboren. Mittlerweile gilt als erwiesen, dass nicht nur intensiver Alkoholkonsum zu Schäden führt, sondern dass auch ein geringer Alkoholkonsum oder vereinzelte Trinkexzesse zu einem ganzen Spektrum von gesundheitlichen Beeinträchtigungen beim Ungeborenen führen können. Nur zwei von zehn Frauen in Deutschland verzichten während ihrer Schwangerschaft gänzlich auf Alkohol.

„Ich dachte, es wäre aus Mitleid“, erinnert sich der 56-Jährige, bis ihn die Trainerin erneut ansprach und ihm sagte, dass Sinja eine sehr gute Reiterin sei und er ein besseres Pferd für sie kaufen solle. „Das war eine große Überraschung für mich“, so Alan Gibson.

Sinja im Gespräch mit ihrem Vater Alan Gibson und dessen Frau Manuela Gibson-Avevor.

Mit Bo zum Turnier Sinja bekam „Bo“. Der Wallach ist heute 15 Jahre alt und Sinjas ganzer Stolz. Ihre Probleme mit Zahlen, die im Parcours wichtig sind, wurden gelöst, indem ihr Trainer ihr die Richtung zurief, zum Beispiel: „Reite in die Richtung, in die deine Gerte zeigt.“ Sinja wurde immer besser und begann regelmäßig mit einer Reitlehrerin zu trainieren, die extra auf den Hof zum Unterricht kam. Die Lehrerin war begeistert von Sinjas Reitkünsten und fragte Alan Gibson eines Tages: „Kennst Du die Special Olympics, die Olympischen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung?“ Dann klärte sie ihn darüber auf und erwähnte, dass sie gern Kontakt zu der Trainerin der Special Olympics aufnehmen würde, damit Sinja daran teilnehmen könne! Sinja sei damals Schulkind gewesen, erinnert sich Alan Gibson, für die Teilnahme musste sie aber Mitglied einer Behinderteneinrichtung sein. Die Stiftung Drachensee, eine Einrichtung, in der Menschen mit Behinderung leben und

arbeiten, nahm sie auf und Sinja wurde für Olympia angemeldet. Die National Games 2004 fanden in Hamburg statt. „Nach Hamburg durfte ich Bo mitnehmen“, erinnert sich Sinja. Am ersten Tag des Turniers wurden schwächere und stärkere Reiter voneinander getrennt“, erklärt Alan Gibson und fügt hinzu: „Im Anschluss kam der Headcoach zu mir und sagte, er müsse mit mir über Sinja reden!“ Alan Gibson wurde schon ganz nervös, als er allerdings Folgendes zu hören bekam: „Ich habe Sinja beobachtet, sie ist zu gut. Ich kann sie nicht mit den anderen reiten lassen, sie muss in einer eigenen Abteilung antreten.“ Sinja holte zweimal Gold außer Konkurrenz, am Abschlussabend der Spiele durfte sie ihre Königsdisziplin Caprilli, eine Mischung aus Dressur- und Springreiten, in der Show noch einmal demonstrieren. Alan Gibson erinnert sich voller Stolz an diese Momente: „Die anderen Reiter auf der Tribüne haben Sinja so bewundert.“ Leider stirbt in diesem Jahr Sinjas Pflegemutter Ann Gibson an Krebs. Ann Gibson hatte für Sinja die Internet-Plattform FAS-World gegründet, in der sich Menschen mit FAS oder deren Angehörige über die Krankheitsbilder informieren und austauschen können.

>> Sinja zuhause in ihrem Zimmer. In Zukunft möchte die 21-Jährige in eine betreute Wohngemeinschaft ziehen.

Weitere Informationen unter

www.fasworld.de

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Titelthema

Handicap im Fokus

Jack Kornfield Meditation für Anfänger Gebundenes Buch mit 128 Seiten + Audio CD mit 6 geführten Meditationen Goldmann Verlag ISBN-10: 344233733X ISBN-13: 978-3442337330 € 16,95

Sinja ist eine nachdenkliche junge Frau. Im Pferdestall findet sie ihr seelisches Gleichgewicht .

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Titelthema

Handicap im Fokus

Ein starkes und erfolgreiches Team: Sinja und Bo.

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Titelthema

Handicap im Fokus

Auf zu Olympia

Goldmedaille in der Dressur

Sinja gibt aber nicht auf. 2006 folgen die National Games in Berlin, wo sie Edelmetall abräumt und 2007 die internationalen Special Olympics in Shanghai. „Sinja ist uns vorausgeflogen“, erinnert sich Alan Gibson. Das sei schon ein komisches Gefühl gewesen. „Wir saßen alle mit unserem Trainer im Flugzeug und kamen in Shanghai zusammen ins Hotel“, so Sinja. Leider habe sie nach Shanghai ihr Reitpony „Bo“ nicht mitnehmen dürfen. Einen Tag vor dem offiziellen Turnier lernte Sinja ihr Turnierpferd kennen: „Mit dem bin ich nicht zurechtgekommen, es war irgendwie auch so aufgeregt wie ich!“ Sinja durfte ein einziges Mal das Pferd tauschen und hatte dann das Richtige: „Wie es hieß, weiß ich nicht mehr, es war auf jeden Fall ein chinesischer Name.“ Sinja holte zweimal Gold und eine Silbermedaille. „Wir waren so stolz auf unsere Sinja und konnten es kaum glauben“, erinnert sich Alan Gibson.

Zuhause angekommen trainierte Sinja weiter, absolvierte eine berufliche Bildungsmaßnahme über die Stiftung Drachensee und den Pferdehof in Felmerholz zur Pferdepflegerin. Vor zwei Jahren bei den National Games in Karlsruhe sahnte sie auf dem Rücken von „Bo“ wieder zwei Goldmedaillen in der Dressur ab. „Momentan reite ich nach Lust und Laune“, erzählt Sinja. Jeden Mittwoch hat sie allerdings Einzelunterricht. „Bald beginne ich für die National Games in Bremen im Juni 2010 zu trainieren“, sagt Sinja. „Bo“ kommt natürlich wieder mit. Ob Sinja allerdings noch einmal an den internationalen Spielen teilnehmen darf, steht noch in den Sternen. „Eigentlich darf man nur einmal an den internationalen Special Olympics teilnehmen“, erläutert Alan Gibson das Reglement. Vielleicht gibt es für Sinja aber die Chance, in einer anderen Kategorie anzutreten, hofft er. Dann könnte die Reise 2011 nach Athen gehen. Bis dahin soll sich aber auch in Sinjas Privatleben einiges ändern. Vielleicht wird sie in eine betreute Wohneinrichtung ziehen, wo sie auch arbeiten kann. „Wir wünschen uns für Sinja mehr soziale Kontakte“, sagt Alan Gibson. Die hätte sie zwar in Felmerholz, aber immer mehr Freunde würden den Ort als Erwachsene jetzt verlassen.

Nach der Rückkehr von Olympia begrüßten Freunde und Verwandte die Gewinnerin mit einem Plakat.

Der Kontakt zu Sinjas leiblichen Eltern ist leider nie zustande gekommen. Mutter wie Vater starben früh an Alkoholsucht. Lediglich ein Kontakt mit ihrer Oma sei zeitweise vorhanden gewesen. Sinja, die in ihrer Pflegefamilie viel Liebe erfahren hat, lebt heute bei ihrem Vater und ihrer zweiten Pflegemutter Manuela Gibson-Avevor. Von ihren sechs Geschwistern und drei Stiefgeschwistern leben heute nur noch die Kleinen mit Sinja zuhause. Alan Gibson blickt zufrieden in Sinjas Vergangenheit und Zukunft: „Sinja hat mit dem FAS Pech gehabt, wir aber großes Glück, dass sie zu uns gekommen ist!“ Damals sollte Sinja nur für sechs Monate in die Pflege-

oben: Nach dem Training geht es zurück in den Stall unten: Tiere sind Sinjas Ein und Alles, das spürt auch Familienhund Pauli.

familie, jetzt ist sie für immer ein Familienmitglied. Und Sinja wünscht sich vor allem eines: „Ich möchte weiter reiten und gewinnen!“ jc

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Gesundheit im Alltag

Stressbewältigung

„Wohlfühlzaubern“ im Alltag:

Fliegen Sie dem Stress davon!

Auf die Schnelle – und auf lange Sicht

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as Gefühl der Gehetztheit und Überlastung bis zum Herzrasen – wie begegnet man diesem Phänomen, das Körper und Seele so gewaltig aus dem Gleichgewicht bringt?

sind sie außen statt innen - und damit weiter weg von uns.

Entspannungsindividualisten liegen richtig Und welche Anti-Stress-Strategie ist nun die beste? Ganz einfach: Die, die Ihnen persönlich am meisten zusagt! Entscheidend ist, dass Sie das, was Sie entkrampfen soll, auch wirklich genießen. Sie müssen nicht müssen, Sie müssen wollen. Wenn Ihnen die Vorstellung, zweimal wöchentlich ins Fitnessstudio zu gehen, mehr Frust als Lust bereitet, dann lassen Sie‘s. Freizeit-Stress müssen Sie sich nicht auch noch machen! Kreieren Sie lieber Ihr ganz persönliches Anti-Stress-Programm - und dann nutzen Sie es so oft wie möglich für sich. Unbedingt dann, wenn Sie gerade ein akutes Stresserlebnis hinter sich haben, aber auch zur regelmäßigen Prophylaxe.

Erforschen Sie Ihre Stressnester! Das, was jeder Einzelne von uns als „Stress“ empfindet, ist eine sehr subjektive – und oft auch sehr diffuse! – Angelegenheit. Was lässt Ihre persönliche Stressfalle besonders laut mit den Zähnen klappern? Stellen Sie doch einmal eine Liste der Menschen, Aufgaben oder Situationen auf, die Sie konkret aus der Ruhe bringen. Hinterfragen Sie, warum das so ist. Und dann

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Illustrationen: Gerrit Hansen, Fotos: Shutterstock

im sanften Licht von Kerzen oder Salzkristalllampen vor sich hin träumen, CDs, die Sie mit sanfter Entspannungsmusik verwöhnen oder zu geführten Fantasiereisen einladen, beruhigende ätherische Öle wie Lavendel oder Melisse, die Sie im heißen Bad oder, in der Erste Hilfe Aromalampe verdampft, als Raumduft Egal, ob vor einem Bewerbungsgespräch genießen ... In Kursen können Sie eroder nach einem unerfreulichen Tele- probte Techniken wie Autogenes Traifonat: Eine sehr gute Sofortmaßnahme ning, Progressive Muskelentspannung, bei Stressgefühlen ist die Konzentration Yoga oder Tai Chi lernen, die helfen, auf den eigenen Atem. Machen Sie sich sich systematisch zu entspannen. Luft! Atmen Sie zehnmal langsam bis Körperliche Bewegung dagegen baut tief in den Bauch hinein, ein und aus, Stresshormone ganz unmittelbar ab. Besonders empfehlenswert sind Ausund zählen Sie dabei mit. Oder Sie schauen einige Minuten aus dauersportarten wie Joggen, Schwimdem Fenster in die Weite des Himmels men oder Rad fahren. Doch schon hinaus und denken dabei an das, was dadurch, dass Sie einfach nur sponSie im Leben schon alles erreicht und tan durch die Wohnung tanzen, fingenossen haben. den Sie ein gutes Ventil, um Dampf So entsteht eine innere Distanz zur abzulassen. brenzligen Situation und Sie werden Mutter Natur ist eine ausgezeichnete wieder ruhig und klar. Stresstherapeutin: Ein Spaziergang im Regen spült die Hektik ab, der Wind Ausgleich schaffen - mit allen pustet den angespannten Kopf frei, Sinnen Sonnenschein lädt die Kraftbatterie Wenn jedoch ein ganzer Tag oder eine wieder auf und das Grün der Pflanganze Woche Dauerstress hinter Ihnen zenwelt beruhigt und erdet. Oft hilft liegen, dann brauchen Sie eine ausgie- es auch sehr, sich Druck und Ärger bigere Auszeit von der anstrengenden bei guten Freunden von der Seele zu Wirklichkeit. reden. Oder Sie vertrauen Ihre KümDafür gibt es viele Möglichkeiten: Sich mernisse dem guten alten Tagebuch in ein schönes Buch vertiefen und an. So oder so: Sobald man negative dazu Kräutertee mit Honig trinken, Gefühle klar in Worten benannt hat,


Gesundheit im Alltag

Buchvorstellung

spielen Sie mit Ihrem Stress. Treiben Sie Ihre Ängste theoretisch auf die Spitze! Versuchen Sie etwa so lange aus einem verpassten Bus eine globale Katastrophe zu machen, bis Sie herzlich darüber lachen müssen. Halten Sie Ihren negativen Erwartungen umgekehrt immer auch die denkbar beste Alternative entgegen: „Der Bus kommt genau dann, wenn ich die Haltestelle erreiche.“ Und schließlich werden Sie erfinderisch: Entwerfen Sie Verhaltensalternativen, durch die Sie den Druck enger Situationen reduzieren oder ganz verbannen können. Oft reicht es schon, etwas mehr Zeit dafür einzuplanen.

Einfach einfacher leben

Illustrationen: Gerrit Hansen, Fotos: Shutterstock

Stress entsteht meist dadurch, dass wir uns in zu vielen Aufgaben zugleich verzetteln. Da hilft nur eins: Sich konsequent auf das konzentrieren, was einem wirklich am Herzen liegt; und zu allem anderen rigoros „Nein“ zu sagen. Sie sind bereits mit Überzeugung Mutter, Ehefrau, gute Freundin und Halbtagskraft im Reformhaus - müssen Sie unbedingt auch noch Kassenwart des Dackelzüchtervereins werden? Specken Sie vor allem auch Ihre Ansprüche an sich selbst ab. Kommen Ihre Freunde zu Besuch, um die Wohnung auf Staubkornbildung zu untersuchen - oder deshalb, weil sie nett mit Ihnen plaudern wollen? Trennen Sie sich auch von Dingen, die Sie nicht wirklich brauchen. Vom Papierstapel auf dem Schreibtisch bis zur privaten Altkleidersammlung im Schrank - überall dort, wo sich Überflüssiges zu unübersichtlichen Haufen zusammenballt, sprudeln heimliche Stressquellen, die unser Unterbewusstsein in Aufruhr versetzen.

Dr. med Ralf Werner Homöopathie gegen Stress Kartonierte Ausgabe mit 176 Seiten Kösel - Verlag ISBN-978-3-466-34546-5 € 16,95

UNSER BUCHTIPP:

Dr. med Ralf Werner „Homöopathie gegen Stress“ Eigentlich bin ich doch gar nicht gestresst“, dachte ich, als ich das Buch „Homöopathie gegen Stress“ geschenkt bekommen habe. Aber Dr. med Ralf Werner beschreibt in seinem neuen Buch viele Beispiele diverser Stresszustände so gut, dass ich ins Überlegen kam. In einer lebendigen Art erzählt er über zwischenmenschliche Beziehungen, Familie oder Beruf und schildert viele Praxisbeispiele, die einen oft schmunzeln lassen, denn jeder hat solche Situationen schon einmal erlebt. Hierbei entdecken wir Verhaltensmuster, die überdenkenswert sind. Da ist z. B. die als Kind erlernte Trennung von Verstand und Bauchgefühl oder die Unterdrückung von Gefühlen. Diese anerzogenen Muster bestimmen das ganze Leben und man setzt sich meistens selber unter Druck, ohne es richtig zu merken. Ein Mensch, der nicht er selber sein darf, leidet unter Anspannung und evtl. auch Verzweiflung. Dieses sind die beiden Gemütszustände, denen mit homöopathischen Mitteln gut geholfen werden kann. Der Autor hat durch jahrelange Erfahrung vor allem 2 Stressarzneien entdeckt, die rasche Linderung bringen können und Körper und Seele wieder in Balance bringen. Anschaulich beschreibt er, wie und wann man sie einsetzt und motiviert einen, sich mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen und bei Bedarf die homöopathischen Arzneien auszuprobieren. aw

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Gesundheit im Alltag

Insektenstiche

Erste Hilfe bei Insektenstichen

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ie fl iegen brummend umher oder schwirren surrend durch die Luft. Insekten sind nicht nur nützlich, sie rauben im Sommer so manchem Zeitgenossen den letzten Nerv. Besonders beim Frühstück auf dem Balkon oder am Kaffeetisch im Garten tauchen die ungebetenen Gäste zahlreich auf. Ob Bienen, Wespen, Hornissen oder Mücken, ihre Stiche sind schmerzhaft. Das abgegebene Insektengift ruft starken Juckreiz hervor, hinterlässt Schwellungen und Rötungen. Maßnahmen nach einem Insektenstich Obwohl die Haut nach einem Stich unangenehm juckt, rät die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände davon ab, zu kratzen. Denn: Das verschlimmert den Juckreiz. Außerdem können an der Einstichstelle Bakterien in die Haut eindringen, was zu einer Entzündung führen kann. Besser ist es, die Einstichstelle zu kühlen. Dafür eignen sich kaltes Wasser, Eiswürfel oder Kältekompressen. Die Gesundheitsexperten von der BARMER GEK Krankenkasse empfehlen zudem Hausmittel wie stark verdünntes Essigwasser, essigsaure Tonerde oder Alkohol. Bewährt haben sich aber auch das Auflegen einer halben Zwiebel oder das Einreiben mit Zitronensaft. In der Apotheke gibt es außerdem Gels, Salben oder Cremes.

Allergische Reaktion

Rechtzeitig zum Arzt gehen Bei Stichen in Mund-Rachen-Bereich und an den Lippen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Schwillt der Insektenstich extrem an, kann das zum Ersticken führen. Wenn kleine Kinder von zum Beispiel Bienen, Wespen, Hornissen gestochen werden, dann ist der Arztbesuch ebenfalls Pflicht. Der Mediziner ist auch Ansprechpartner, wenn Insektenstiche nicht abheilen.

Für vier Prozent der Bevölkerung sind Insektenstiche nicht harmlos, sondern lebensgefährlich. Sie können einen allergischen Schock auslösen. Darauf weist die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) hin. Die Betroffenen reagieren am ganzen Körper. Juckreiz und Schwellungen sind nur erste Symptome. Kreislaufbeschwerden und Herzversagen können weitere Folgen sein. Bei den ersten Anzeichen für eine allergische Reaktion sollte sofort der Notarzt gerufen werden. Ob eine Insektengiftallergie vorliegt, das kann nur ein Arzt diagnostizieren. Er findet heraus, welches Gift bei seinem Patienten eine allergische Reaktion hervorruft. Im weiteren Verlauf der

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Fotos: Shutterstock

Plagegeister

Die kleinen sind wieder unterwegs


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Gesundheit im Alltag

Malschule im

Behandlung wird nach und nach die Überreaktion gegen das Insektengift abgebaut. Dabei wird das Gift zuerst in einer kleinen Dosis gespritzt. Bei jeder weiteren Spritze erhöht sich die Dosis ein wenig. Ziel der oft über Jahre laufenden Therapie ist es, das Immunsystem weniger empfindlich zu machen. Für 90 Prozent der Patienten ist die Behandlung ein Erfolg.

Stiche vermeiden Fotos: Shutterstock

Die meisten Insekten stechen erst, wenn sie sich bedroht fühlen. Deshalb ist es nicht ratsam, hektisch nach ihnen zu schlagen. Wer nachts unter einem Moskitonetz schläft, hält sich lästige Insekten vom Leib.

Gerisch -Skulpturenpark Ganz im Zeichen der Kunst steht der Skulpturenpark am Flüsschen Schwale. Die Villa Wachholtz im Zentrum der malerischen Parkanlage belebt mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen die kulturelle Landschaft in Neumünster. Wieder sind Kids und Teens aufgerufen, aktiv in das Kunstgeschehen einzugreifen. In Kursen und Workshops lernen sie kreatives Malen, Zeichnen, plastisches Gestalten, Drucken, Buchbinden oder Bildhauern. Die Ergebnisse werden jeweils mit einer Finissage der Öffentlichkeit präsentiert. Es gibt Kurse für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und speziell für Kinder im Vorschulalter. Eine Kurseinheit läuft über zehn Wochen mit je 1 1/2 Stunden. Erfahrene Dozenten leiten die Kurse, Museumspädagogen, Künstler und Fachdozenten begleiten die Workshops in den Schulferien und an den Wochenenden. N e u g i e r i g ? We r f e n S i e e i n e n B l i c k a u f d i e We b s e i t e d e r M a l s c h u l e u n t e r w w w. m a l s c h u l e - n e u m u e n s t e r. d e o d e r w w w. g e r i s c h - s t i f t u n g . d e oder nehmen Sie per E-Mail Kontakt auf unter: kontakt@gerisch-stiftung.de

Die DAK gibt für den Sommer einige Tipps: a) Nicht barfuß über den Rasen laufen, weil sich dort Wespen verstecken könnten. b) Keine stark duftenden Parfüms auflegen, denn sie locken Insekten an. c) Getränke und Speisen immer abdecken. d) Beim Trinken auf Insekten achten, Becher mit Deckel und Strohhalme verwenden. e) Nach dem Essen von Süßigkeiten Mund und Hände säubern. f) Mülleimer geschlossen halten. ih

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Norden aktuell

Urlaub und Gesundheit

Kunsthandwerkermarkt:

Klosterfest in Cismar an der Ostsee Das Kloster Cismar:

Ein inspirierender Ort

Infos: www.kloster-cismar.de

A

m Freitag, den 6. August, werden sich in Cismar wieder für drei Tage die Pforten des Klosterfestes öffnen, um im Schatten des ehemaligen Benediktinerklosters die Besucher zu empfangen. Zum 31. Mal erwartet die Gäste dieses nostalgischen Marktes wieder ein buntes Treiben in jener unverwechselbaren Mischung aus Nostalgie, Kunsthandwerk, Musik und gepflegter Beköstigung.

Historische Kostüme lassen die Zeit vergessen und die kleinen Kunstwerke des Kreiselmannes verzücken nicht nur Kinderaugen. Jeder Stand ist ein Erlebnis!

Musikalisches und Kulinarisches Auch musikalisch reihen sich die Leckerbissen aneinander: Live-Musik begleitet die drei Tage im Klosterpark, zahlreiche verschiedene Gruppen sorgen für musikalischen Ohrenschmaus. Der Bummel über diesen farbenfroh-abwechslungsreichen Markt macht Appetit auf kleine und größere Gaumenfreuden, die um die Klostermauern bereitgehalten werden: Selbst der verwöhnte Gaumen wird Vielfalt finden und angetan sein.

An mehr als 140 Ständen werden die Aussteller an allen drei Tagen jeweils von 10.00 bis 23.00 Uhr in breiter Palette Kunst und Kunsthandwerk präsentieren und Einblick in ihre Arbeitsweise gewähren. Hier wird nicht nur verkauft, Gekrönt wird die Veranstaltung vom hier wird - und das gibt dem Klosterfest großen Höhenfeuerwerk am Sonntag sein besonderes Flair - auch gezeigt, wie um 22.45 Uhr. die kleinen und großen Kunstwerke entbb stehen. Aus Holz, Metall, Glas, Leder u.a. entstehen vor den Augen der Besucher die phantastischsten Dinge.

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Fotos: Tourismus- Service Grömitz

In und um Cismar leben Kunst und Kultur in besonderem Maße. Und so zählt das Benediktiner Kloster Cismar aus dem 13. Jahrhundert zu den bedeutendsten Bauleistungen der norddeutschen Backsteingotik, die zudem auf der zweitgrößten Klosteranlage Schleswig-Holsteins beherbergt ist. Großzügig bieten hier Klosterhof, Grünanlagen, ein einrahmender Wassergraben sowie der Mühlenteich dem Verweilenden viel Raum. Auch ein im Garten gelegenes Terrassen-Café, das ehemalige Refektorium der Mönche, erwartet den Besucher. Aufgrund zahlreicher Schenkungen auch als Wallfahrtsort berühmt, besitzt die Kirche des Klosters bis zu diesem Tage einen der ältesten Flügelaltare der Kunstgeschichte, dessen Besichtigung für den Besucher ein seltenes Erlebnis bedeutet. Manch Interessantes und Spannendes versprechen deshalb auch die Klosterführungen.


Norden aktuell

Urlaub und Gesundheit

Eine

S Fotos: Tourismus- Service Grömitz

onne, Wind und Wasser – den natürlichsten SPA-Bereich finden Sie in nur wenigen Schritten vor dem Grömitzer Wellarium. „Sanus per Aqua“ – Gesundheit durch Wasser: Wie praktisch, die weite Ostsee mit dem feinen Soweit-Das-Auge-Reicht-Strand, die 3,5 kilometerlange Promenade und die milde, gesunde Seeluft ist direkt vor der Tür. Erholung hat in Grömitz viele Gesichter.

Gesundheits-, Wellnessund Beautyangebote: Original Thalasso im Wellarium Die Kraft des Meeres in seiner natürlichsten und reinsten Form. Thalasso kommt aus dem Griechischen („thalassa“) und bedeutet „das Meer“. Thalasso nutzt alle Elemente des Meeres mit seinem enormen Potenzial an Spurenelementen, Vitaminen, Proteinen, Mineralstoffen und Aminosäuren, welche in Meerwasser, Meersalz, Meeresalgen und Meeresschlamm enthalten sind. Original Thalasso ist nur direkt

Verabredung mit sich selbst am Meer möglich. Zentraler Bestandteil des Wellarium-Thalassozentrums in Grömitz ist das Meerwasser-Sprudelbad. Das Meerwasser kommt direkt aus der Ostsee und wird täglich kontrolliert. Sauerstoffdüsen massieren den Körper von Kopf bis Fuß und verheißen Entspannung. Die im Ostseewasser enthaltenen Spurenelemente und Mineralien dringen durch die Haut in den Körper ein und stärken den gesamten Organismus. Packungen und Bäder mit Algen und Schlick entschlacken, festigen das Bindegewebe, regen den Stoffwechsel an und helfen der Haut, Feuchtigkeit zu speichern.

Massagen Kräuterstempelmassage, Abhyanga – Ayurvedische Ganzkörperölmassage, Hot Stone Massage, Lomi Lomi Nui – Massage, Sport-, Kopf- oder energetische Fußmassage. Von Kopf bis Fuß gibt es Streicheleinheiten für Körper und Seele. Termine, Preise, Beratung und Anmeldung erhalten Sie unter: Tel.: 04562 - 256247

Wellness-Bäder Milch, Honig und feinste Öle sind die natürlich-aktiven Bestandteile der Kleopatra-Bäder im Wellarium. Der Duft nach Orangen, Rosen oder nach einer blühenden Sommerlandschaft lässt den Gast zur Ruhe kommen und körperliche sowie mentale Verspannungen können gelöst werden.

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Fachwissen

Osteoporose Priv. – Doz. Dr. med. Werner Hofmann Chefarzt Physikalische Therapie und Geriatrie

Aktiv gegen Osteoporose die drei Säulen der Therapie Ein Artikel von Dr. Werner Hofmann

A

nders als man denkt, ist das Knochenskelett keine leblose Struktur. Der Knochen reagiert zwar langsam, aber er ist ständig aktiv. Spezialisierte Zellen sorgen für stetigen Umbau. In zehn bis fünfzehn Jahren erneuert sich das komplette Skelett. Knochen lebt. Durch mechanische Reize bedingt, bilden diese Zellen Linien aus, an denen entlang Belastung aufgefangen wird. „Form follows function“. Zwei Zelltypen sind hierbei die Gegenspieler: Osteoblasten (Knochenbildner) und Osteoklasten (Knochenfresser). Sie setzen im Inneren der Knochenzellen Umbauprozesse in Gang und bestimmen die Architektur des Gewebes. Die Knochenmasse nimmt mit dem Altern ab:

Wirbelkörperbruch infolge von Osteoporose

Fragen Sie Ihren Physiotherapeuten oder Arzt, ob bei Ihnen ein besonders hohes Frakturrisiko besteht. Einfache Testverfahren und ein Fragenkatalog Ihres Arztes erlauben es, Ihr persönliches Sturzrisiko einzuschätzen und die Ausprägung einer möglichen Osteoporose zu bestimmen. Der Betroffene kann gegen Osteoporose selbst am meisten tun: körperlich aktiv zu bleiben und sich zu bewegen, zahlt sich in jedem Fall aus. In der akuten Phase sind Kräftigungs- und Dehnübungen im Wasser sehr hilfreich.

Mit zunehmendem Lebensalter verlieren die knochenaufbauenden Osteoblasten an Funktionsfähigkeit, während die Osteoklasten aktiv bleiben. Daraus resultiert ein Überwiegen des Knochenabbaus. Die maximale Knochenmasse erreicht der Mensch um das 30. Lebensjahr. Danach nimmt diese Jahr für Jahr ab. Mit zunehmendem Lebensalter steigt daher das Risiko für Knochenbrüche erheblich an, für Frauen stärker als für Männer. Je größer der Anteil der über 70jährigen und 80jährigen Menschen wird, desto mehr Bedeutung erlangt die Zivilisationskrankheit „Knochenschwund“. Gegenwärtig leiden in Deutschland sieben Millionen Menschen an Osteoporose. Dies belegen 100.000 Schenkelhalsfrakturen jährlich, die meist bei bereits osteoporotisch abgebautem Knochen nach Sturz auftreten und die noch größere Zahl an Wirbelkörperbrüchen des Rückens, die auch ohne äußere Einwirkung bei „normalen“ Bewegungen entstehen können. Mit der älter werdenden Bevölkerung nimmt auch die Häufigkeit der Knochenbrüche zu. Besonders dramatisch sind deren Folgeerscheinungen, verbunden mit Schmerzen, Pflegeabhängigkeit, sozialer Isolierung und vorzeitigem Tod.

Schenkelhalsbruch infolge von Osteoporose

Zu den drei Säulen der Osteoporosebehandlung gehört neben dem erwähnten Bewegungs- und Krafttraining auch richtige Ernährung und Lebensstil (viel Calcium und Sonnenlicht) sowie eine osteoporosespezifische Medikamententherapie. Im „Dreiklang“ von Bewegung/ Training, Ernährung/Lebensstil und Medikamenten kann man aktiv gegen Osteoporose vorgehen.

Später muss aber auch gegen die Schwerkraft trainiert werden. Vor allem Krafttraining, das die Rücken- und Streckmuskeln trainiert, kann die Wirbelsäule stabilisieren und aufrichten. Auch vorbeugend eingesetzt konnte gezeigt werden, dass Menschen, die ein derartiges Krafttraining durchführen, seltener Frakturen an Wirbelsäule und auch Schenkelhals erleiden, weil ihre Gangsicherheit zunimmt und sie seltener stürzen. In der Geriatrischen Tagesklinik des Friedrich-Ebert-Krankenhauses in Neumünster wird eine neue Methode für das Krafttraining angeboten: eine Mikrochip gesteuerte Medizinische Trainingstherapie (MMTT). Auch Vibrationstraining (Galileo) ist sinnvoll.

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Unterhaltung

Rezepte

Fotos: Shutterstock

SchlemmerRezepte mit:

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TOMATEN Aromatisch, gesund und einfach lecker!

efüllt, überbacken, als Rohkost im Salat, mit Mozzarella, in Fleisch- und Fischgerichten oder einfach nur als gesunder Vitamin-Snack – Ohne aromatische Tomaten läuft in unserer modernen Küche fast nichts! Wer einmal auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch Italien geht, dort nach dem perfekten Begleiter für Pasta sucht, der lernt eine Vielzahl von Zubereitungsmöglichkeiten für Tomatensoßen kennen. Sie werden zum Beispiel auf Bologneser oder Piemonteser Art serviert. Beliebt sind zudem Varianten mit Fleischbällchen, mit Hühnerleber, mit Sardellen oder mit Pinienkernen. Ganz egal wie Ihnen Tomaten am besten schmecken, eines steht fest: Sie sind für eine ernährungsbewusste Lebensweise ideal. Tomaten liefern neben den Vitaminen C, B3, B2 und B1 unter anderem auch Kalium, Phosphor und Magnesium. Und: Sie bestehen zu circa 95 Prozent aus Wasser. In 100 Gramm schlagen nur etwa 20 kcal (84 kj) zu Buche. Damit sind sie also keine Gefahr für die schlanke Linie. Probieren Sie unsere Rezeptvorschläge für Genießer doch gleich aus. Familie und Gäste werden Sie dann schon bald fragen: „Wann gibt es das mal wieder?“

Gefüllte Tomaten mit Spinat und Pinienkernen Zubereitung: 30 Minuten Garzeit: nach Belieben grillen Zutaten: 6 Fleischtomaten à ca. 150g Füllung: 500g Spinat 2 Schalotten 2 Knoblauchzehen 100 g gekochter Schinken Einige Blättchen Zitronenmelisse 40g Butter 50g Pinienkerne Abgeriebene Schale und Saft von einer unbehandelten Orange Salz Frisch gemahlener Pfeffer Außerdem: Butter für die Form 2 EL Olivenöl zum Beträufeln Zubereitung: 1. Die Tomaten häuten (s. Seite 20). Einen Deckel abschneiden und mit einem kleinen Löffel aushöhlen. Mit der Öffnung nach unten gut abtropfen lassen. 2. Den Spinat putzen und waschen. In Salzwasser kurz blanchieren, abseihen, leicht ausdrücken und grob zerkleinern. 3. Die Schalotten und den Knoblauch abziehen und fein hacken. Den Schinken in kleine Würfel schneiden. Die Zitronenmelisse waschen und in feine Streifen schneiden. 4. Die Butter in einer Pfanne zerlassen, die Pinienkerne rösten. Die Schalotten- und Schinkenwürfel darin glasig dünsten. Spinat, Knoblauch, abgeriebene Orangenschale und Orangensaft unterrühren. Tomateninneres und Fruchtfleisch vom Deckel zur Füllung geben. Salzen, pfeffern und die Zitronenmelisse untermischen. 5. Die Füllung in die Tomaten verteilen, mit Olivenöl beträufeln und in mit Butter ausgestrichene Aluminiumfolie wickeln. Ca. 20 Minuten auf dem Grill garen.

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© Foto: Birgit Burmeister

Schlemmer-Rezepte mit:

TOMATEN © Foto: Gemüse & Gemüse – Dephine de Montalier

Tomatensalat mit Sesamöl Zubereitung: 20 Minuten Ruhezeit: 30 Minuten Zutaten: 500g Cocktailtomaten 3 Lauchzwiebeln 4 oder 5 große Salatblätter 1 Bund Koriander (alternativ Basilikum) 1 walnussgroßes Stück Ingwer 2 Knoblauchzehen Salz, Pfeffer 4 EL Sesamöl (geröstet) 2 EL Aceto Balsamico 2 EL Zitronensaft

Eingekochte Tomaten Für 1 Glas Zubereitung: 25 Minuten Garzeit: 2,5 Stunden, Ruhezeit: 30 Minuten

Zubereitung: 1. Die Cocktailtomaten häuten (s. Kasten). 2. Lauchzwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. 3. Koriander (oder Basilikum) abspülen, trockentupfen und grob hacken. 4. Alle Salatzutaten mischen und mit Sesamöl, Aceto Balsamico, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. 5. Salatblätter waschen und trockentupfen. Die Salatschüssel damit dekorativ auslegen.

Zutaten: 10 sehr reife Tomaten 3 Knoblauchzehen Olivenöl 3 EL Zucker Salz, Pfeffer Zubereitung: 1. Die Tomaten enthäuten (s. Kasten), vierteln und die Samen entfernen. 2. Die Knoblauchzehen schälen und in feine Scheiben schneiden (den Keim entfernen). 3. Backpapier auf ein Backblech legen, die Tomaten draufsetzen, mit Olivenöl beträufeln. Die Knoblauchscheiben darüber verteilen und den Zucker darüberstreuen. Salzen und pfeffern. 4. Im Ofen 2,5 Stunden einkochen, nach der Hälfte der Zeit die Tomaten wenden. Die Tomaten aus dem Ofen nehmen und auf dem Blech 30 Minuten abkühlen lassen. 5. Dann in ein Glas mit Schraubverschluss füllen und mit Olivenöl bedecken. Diese eingekochten Tomaten halten sich an einem kühlen Ort sieben Tage. Serviert werden sie am besten mit frischen Nudeln, einem Rucolasalat, Risotto . . .

Dazu passt gut geröstetes Baguette.

Kleines

Küchenlexikon: Tomaten häuten: Die Tomaten mit einem spitzen Messer kreuzweise einritzen und mit kochendem Wasser überbrühen. Ca. eine Minute im Wasser liegenlassen, dann abgießen. Die Haut mit einem Messer abziehen.

So ein Glas stellt auch ein schönes Geschenk dar.

Tomaten aufbewahren: Tomaten reifen schneller, wenn man sie in einer geschlossenen Papiertüte bei Raumtemperatur aufbewahrt. Reife Tomaten halten sich gut bei einer Temperatur von 14 Grad. Sie sollten separat liegen, da sie während der Reife einen Stoff abgeben, der anderes Gemüse schneller reifen lässt und auch deren Geschmack verändern kann. bb

Buchtipp: Die Rezepte auf dieser Seite stammen aus „Gemüse & Gemüse – Dephine de Montalier, 120 saisonale Rezepte“ Erschienen im Christian Verlag

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Foto: © LVDESIGN - Fotolia.com

Unterhaltung

Rezepte


Foto: © LVDESIGN - Fotolia.com

Genießen und Verwöhnen

Grillen und Chillen

Grillen &

Chillen

Feiern im Freien

gesammelt werden. Darauf reicht ein einfacher Rost. Und Sie werden sehen: das Grillgut schmeckt ein wenig nach Freiheit. Kartoffeln kann man einfach in Alufolie wickeln und direkt in der Glut garen. Pilze zusammen mit Kräuterbutter in Alufolie gewickelt eignen sich gut, um sie auf den Rost zu legen. Herrlich schmecken auch gegrillte Auberginen, Tomaten und Paprikaschoten. Oder grillen Sie einfach mal einen ganzen Fisch. Dafür eignen sich die fetteren Fische besser (z.B. Doraden). Fisch putzen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Fisch mit Öl und Knoblauch bestreichen. Unbehandelte Zitronenscheiben auf den Fisch legen und in Alufolie einwickeln. Der Fisch braucht auf dem Grill ca. 15 Minuten.

Ob Picknick oder Grillparty. Bei strahlendem Sonnenschein oder einer lauen Sommernacht macht das Feiern unter freiem Himmel besonders viel Spaß. Zusätzliche Dekoration ist kaum nötig, denn was gibt es Schöneres, als ein schattenspendendes Plätzchen, einen blühenden Garten, alte Bäume oder eine Sommerwiese? Es muss nicht alles bis ins letzte Detail vorbereitet sein. Denn Spontaneität und Improvisation geben dem Grillfest etwas Abenteuerliches oder – je nach Anlass, etwas ganz Romantisches. Lassen Sie Ihre Gäste einfach an den Vorbereitungen teilhaben, indem sie sich z.B. ihre eigenen Spieße kreieren dürfen (s. Infokasten) oder mithelfen, die Kohle zum Glühen zu bringen oder das Feuer zu machen. Vorbereitung Sie werden überrascht sein, auf welchen Am Vortag wird Fleisch und Geflügel maIdeenreichtum Sie stoßen werden. riniert, Grill- und Salatsaucen vorbereitet, Getränke kühl gestellt. Planung Einige Stunden vorher wird Salat und GeManchmal ist weniger mehr. Überlegen müse geputzt und in kleine Stücke geSie sich, was Sie für das Fest einkaufen schnitten. Kartoffeln und Fisch in Alufolie und vorbereiten müssen. Aber denken verpackt und kühl gestellt. Sie in diesem Zusammenhang auch dar- Kurz vor Eintreffen der Gäste richtet man über nach, welche Gäste kommen. Erwar- alle Zutaten, die gegrillt werden sollen, an. ten Sie tiefgründige Gespräche in kleiner Salate in Schüsseln geben und Dressings Runde oder ist es eine lockere Party mit dazu. Grillsaucen werden bereitgestellt. vielen Menschen, bei der es um Gesellig- Brot aufgeschnitten. Eventuell kann man keit geht? Richten Sie danach Ihre Vor- eine Kühlbox für Getränke zum Grillplatz bereitungen aus. Wie wäre es denn mal stellen. Die Kohle oder das Holz zum Glüwieder mit einer einfachen Feuerstelle? hen bringen. Sobald die Holzkohle mit Holz darf sogar noch gehackt oder An- einer weißen Schicht überzogen ist, darf machholz (kleine Stücke) von den Kindern gegrillt werden.

Gemüsespieße (ca. 10 Personen) Marinade: 200ml Olivenöl, 4 Knoblauchzehen, 1 Oreganozweig, 1 Rosmarinzweig, 1 EL Ketchup, Salz, Pfeffer, 1 EL Aceto Balsamico. Olivenöl mit den gepressten Knoblauchzehen verrühren. Kräuter fein hacken und mit dem Ketchup unter das Knoblauchöl rühren. Mit Salz, Pfeffer und Essig würzen. Ruhig schon am Vortag zubereiten.

Gemüsespieß: 4 kleine Zucchini, 4 vorgegarte Maiskolben (evtl. aus der Dose), 2 rote, 2 gelbe, 2 grüne Paprika, 6-8 junge Zwiebeln Gemüse waschen. Zucchini so schälen, dass Streifen mit Schale stehen bleiben. Zucchini und Maiskolben in dicke Scheiben schneiden. Die Paprikaschoten putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und achteln. Die Gemüsestücke auf einer Platte anrichten und die Schaschlikspieße danebenlegen. Während des Grillens immer mal wieder mit der Marinade begießen.

Kleine Köstlichkeiten: Einfach nur Baguette (oder was gerade im Haus ist) auf dem Grill oder Feuerstelle rösten. Mit selbstgemachten Dips oder Knoblauch und Öl wird es ein besonderer Genuss!

Curry-Dip 2 Eigelbe mit Salz, 1 TL (Dijon-)Senf und 2 El mildem Currypulver mit einem Schneebesen verquirlen. Tröpfchenweise 1/4 l Keimöl dazugießen. Mit dem Saft einer halben Zitrone und 1 EL Tabasco würzen.

Ketchup-Dip 3 EL Mayonnaise, 2 EL Ketchup, 1 EL Cognac, etwas Limettensaft und 1 Spritzer Tabasco verrühren. 1 EL geschlagene Sahne unterheben.

Knoblauchbrot Auf die gegrillten Brotstücke Olivenöl streichen, eine Knoblauchzehe darauf reiben und evtl. noch mit Tomtatenstückchen belegen.

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Gesundheit im Alltag

Zahnpflege Fotos: Shutterstock

Fotos: Shutterstock

Ein Leben lang ein

strahlendes Lächeln Tipps rund um Zahnpfl ege und Mundhygiene

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esunde Zähne für ein ganzes Leben – Das wünscht sich jeder. Der Weg dor thin fängt mit Kontrolluntersuchungen in der Zahnarztpraxis an. Mindestens zweimal im Jahr sollten sie im Terminkalender stehen. Damit das Gebiss lange erhalten bleibt, gehören Zahnpflege und Mundhygiene zum täglichen Pflichtprogramm. Zähne putzen nicht vergessen

Zahnfehlstellungen

Richtige Pfl ege für Kinderzähne Schon der erste Frontzahn eines Babys muss von den Eltern mit wenig Kinderzahnpasta gereinigt werden. Die Gesundheitsexperten der BARMER GEK raten, den Zahn eine Minute lang vom Zahnfleisch zum Zahn hin zu bürsten. Wenn die Backenzähne da sind, sind sie morgens und abends ebenfalls mit an der Reihe. Ist das Milchgebiss komplett,

Bei Babys und Kleinkindern sind permanentes Lutschen am Daumen oder Saugen am Schnuller die häufigsten Ursachen für schiefe Zähne. Darauf weist die BARMER GEK hin. Nicht zuletzt kann auch ein vorzeitiger Verlust der Milchzähne für Fehlstellungen verantwortlich sein. Stehen die Zähne bei Kindern und Jugendlichen schief, ist eine kieferorthopädische Behandlung sinnvoll. Die Patienten bekommen zum Beispiel eine herausnehmbare oder eine festsitzende Zahnspange.

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Fotos: Shutterstock

Nach den Hauptmahlzeiten sollten die Zähne geputzt werden. Das empfehlen die Experten der AOK-Gesundheitskasse. Wer saure Getränke oder saure Kost zu sich genommen hat, dem wird geraten, mit dem Reinigen nicht sofort zu beginnen. Denn: Die Säure greift den Zahnschmelz an. Für das Zähneputzen ist eine fluoridhaltige Zahnpasta sinnvoll. Sie härtet den Schmelz, schützt vor Karies. Auch Zahnseide ist für die Mundhygiene wichtig. Es empfiehlt sich, einmal am Tag die Zahnzwischenräume damit zu reinigen.

sollten die Eltern die Zähne mit einem erbsengroßen Klecks Kinderzahnpasta reinigen. Bis der Nachwuchs seine Zähne ganz allein putzen kann, so etwa im Alter von sechs Jahren, sollten die Eltern behilflich sein. Auf die richtige Putztechnik kommt es außerdem an: zuerst die Backenzähne, dann die Zahnaußenseiten mit kreisenden Bewegungen reinigen. Die Innenseiten der Zähne werden anschließend von unten nach oben gebürstet.


Gesundheit im Alltag Häuslicher Pflegedienst

Mehr als Pflege

Nächtliches Zähneknirschen

Fotos: Shutterstock

Stress oder Anspannung sind die häufigsten Auslöser für nächtliches Zähneknirschen. In Einzelfällen sind aber auch schlecht sitzende Füllungen, Kronen oder Brücken als Ursachen denkbar. Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) kennt die Probleme. Die Experten wissen, dass das Knirschen oft zu Schädigungen an der Zahnstruktur, am Zahnfleisch, an den Kiefergelenken oder an der Kaumuskulatur führt. Wer mit den Zähnen knirscht, sollte den Zahnarzt aufsuchen. Er versorgt den Patienten als „Erste-Hilfe-Maßnahme“ mit einer Aufbissschiene, stellt eine genaue Diagnose und leitet die richtige Behandlung ein.

Unsere Stationen in Ihrer Nähe Kiel | 0431/68 50 55 Felde | 04340/40 25 04 Neumünster | 04321/41 01 10 Rickling | 04328/72 23 00 Flintbek | 04347/70 84 00 Bordesholm | 04322/69 22 78 Kaltenkirchen | 04191/93 59 90 Bad Bramstedt | 04192/906 45 82 Norderstedt | 040/55 55 15 55

Wir versorgen Sie nach Ihren Wünschen in Ihrer vertrauten Umgebung. Wir beraten Sie gerne persönlich – auch bei Ihnen zu Hause! Rufen Sie uns an.

Pflege Diakonie

www.diakonie-altholstein.de

“Dämmerschlaf”

Kein Bohren mehr!

Wenn der Zahn raus muss

Fotos: Shutterstock

Ein Zahn muss gezogen werden, wenn er endgültig nicht mehr zu retten ist. Die entstandene Lücke sollte geschlossen werden, weil die benachbarten Zähne nicht nur kippen, sondern auch etwas herauswachsen könnten. Das wissen die Experten der AOK. Eine Zahnlücke lässt sich mit einer Brücke schließen. Dafür werden die benachbarten Zähne abgeschliffen und mit Kronen abgedeckt. Zwischen den Kronen ersetzt ein Brückenglied den fehlenden Zahn. Alternativ dazu gibt es Implantate. Der Zahnarzt kann zum Beispiel künstliche Zahnwurzeln aus Metall in den Kieferknochen einsetzen. Der nachwachsende Knochen umschließt die Implantate, sorgt dafür, dass sie sicheren Halt bekommen. Auf ihnen lassen sich Kronen, Brücken oder herausnehmbarer Zahnersatz befestigen. ih

Unsere Praxis bietet Ihnen eine moderne, innovative und qualifizierte Behandlung mittels Lasertechnik. Der Laser findet u.a. Verwendung bei der: - Füllungstherapie - Fissurenversiegelung - Wurzelbehandlung - Parodontosebehandlung Die Vorteile der Laserbehandlung sind: -

meist keine Betäubung notwendig! (keine Spritze!) kein “Rumpelbohrer” mehr! Bakterien werden abgetötet Biostimulation

Desweiteren bietet wir die Behandlung im “Dämmerschlaf” an! “Verschlafen” Sie ihre Angst!

Dr. med. dent. Master of Science Jörg Stolz Spezialist für Laserzahnheilkunde Kirchspielstr. 4, 24589 Nortorf Fon: 04392-3358 www.zahnarzt-stolz.de

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Unterhaltung

Kreuzworträtsel

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Fotos: Kur - und Tourismus Service (KTS)

Zu gewinnen gibt es 3x

„Homöopathie gegen Stress“ von Dr. med Ralf Werner

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Rätseln Sie mit und gewinnen Sie mit Gesundheit im Norden und dem Kösel-Verlag. Senden Sie uns das Lösungswort per Brief/Postkarte an: „Gesundheit im Norden“, Stichwort „Kreuzworträtsel“ Dorfstr. 60, 24232 Tökendorf (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen), Einsendeschluss ist der 15. September 2010.

Gewinnspiel: Finde die Krabbe! Einige der Anzeigen sind mit unserer Gesundheit im Norden-Krabbe „Gini“ gestempelt – wer alle fi ndet, kann gewinnen! Einfach Namen der Anzeigen-Firmen aufschreiben und per Postkarte/Brief an uns senden.

Unser Preis: Thalasso Tage in Grömitz für 2 Personen

Gesundheit, Wellness und Entspannung sind in Grömitz schon seit Jahren Programm. Die Variation von Anwendungen, Aktivitäten und Ruhe wird Ihre verborgenen Energien wachrufen und neue Lebensgeister erwecken. Lassen Sie einfach Ihre Seele baumeln, kommen Sie zur Ruhe und genießen Sie die entspannende Kraft des Meeres. (Mehr Info auf Seite 17)

Fotos: Kur - und Tourismus Service (KTS)

– 3 Übernachtungen im Ostseebad Grömitz – 1 exklusives Beauty-Bag mit Produkten aus der BIOMARIS Pfl egeserie für sie oder ihn – 3 Thalasso-Anwendungen (Algenpackung, Aroma-Vitalbad und Wellness-Harmonie-Massage)* – OstseeCard (Kurkarte) mit vielen Extras * Am Tag der Anwendungen ist die Benutzung des Meerwasser-Brandungsbades „Grömitzer Welle“ inklusive Antwort an: Gesundheit im Norden - Dorfstr. 60, 24232 Tökendorf, Stichwort: „Gini“ Einsendeschluss ist der 15. September 2010.

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· kompetent Gespräche führen?

Sprechen Sie uns an! Gerne übernehmen wir die Moderation von Sitzungen und Arbeitstreffen und/ oder vermitteln Ihnen die Grundlagen der Gesprächsführung.

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Nicola Harder, M.A. Kauffrau/Soziologin Telefon: 0431/58 78 465 E-Mail: info@sprachsinn.de www.sprachsinn.de

Lösung unten 8

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Rätselgestaltung: www.ohnekopf.de

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Fachwissen

Pflege-Perspektiven

Warten auf den Entwicklungsschub

Roboter als

Pflegepersonal?

B Fotos: Kur - und Tourismus Service (KTS)

ehutsam hält RIBA eine junge Frau in seinen weichen, mit Gummi gepolsterten Armen. Seine langsamen, gleichmäßigen Bewegungen werden vom Surren der Motoren und CPU-Lüfter begleitet. Der kleine Japaner ist der erste Roboter, der einen Menschen vom Rollstuhl ins Bett heben kann. Die Entwickler der Unternehmen RIKEN und Tokai Rubber Industries haben sich den Problemen einer zusehends alternden Gesellschaft gestellt. Immer mehr Menschen brauchen Pflege, und schon jetzt ist das Personal knapp. Das Heben und Tragen der Patienten ist für das Pflegepersonal eine enorme körperliche Belastung. Warum sollte da nicht eine Maschine helfen?

Bildelemente (außer anderweitig gekennzeichnet): Shutterstock

Kühle Androiden wie dieser sind heute reine Science-Fiction. Die Wissenschaftler gestalten die Maschinen bewusst nicht zu menschenähnlich, um keine zu hohen Erwartungen an die Fähigkeiten der Roboter zu wecken.

Der knuddelige RIBA kann Personen bis 61 Kilogramm Körpergewicht vom Rollstuhl ins Bett heben. Noch ist nicht entschieden, ob die japanische Maschine je auf den Markt kommen wird.

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Fachwissen

Pflege-Perspektiven

Care-o-bot 3 übt im Labor des Fraunhofer IPA das Kellnern. Er wird die Flasche erst auf sein Tablett stellen, damit sein Greifarm den beiden Wissenschaftlern nicht zu nah kommt.

Foto: (c) Fraunhofer IPA 2008

? RIBA sieht aus wie ein überdimensioniertes Kinderspielzeug. Er hat einen Bärchenkopf mit großen, schwarzen Augen und einem permanenten Lächeln. Alles an ihm ist rund und scheinbar harmlos. Um seine Aufgabe bewältigen zu können, muss er auch bärenstark sein. Doch daran soll der Patient möglichst nicht denken. Auch in Deutschland arbeiten Wissenschaftler an Robotern, die in der Altenpflege zum Einsatz kommen sollen. Das Fraunhofer-Institut für Produkttechnik und Automatisierung (IPA) spielt dabei in der Oberliga. Der „Care-o-bot“ existiert mittlerweile in der dritten Generation. Er ist als Haushaltsassistent konzipiert; Patienten heben kann und

Foto: RIKEN-TRI Collaboration Center for Human-Interactive Robot Research

soll er nicht. Wie die Kollegen aus Japan haben sich die deutschen Entwickler alle Mühe gegeben, dem Roboter eine möglichst harmlose Erscheinung zu verleihen: Eine weiche, nachgiebige „Haut“ umhüllt seinen Körper. In einer fließenden Bewegung klappt von links ein Tablett mit integriertem Touchpad nach vorn, das als Schnittstelle zum Menschen dient. Hier können Befehle eingegeben, aber auch Gegenstände abgestellt werden, die Care-o-bot bringt oder entgegennimmt. Seine Hand greift niemals direkt nach einem Gegenüber. Der Arm ist auf dem Rücken angebracht und verschwindet nach getaner Arbeit sofort wieder dort. „Der Roboter darf nicht bedrohlich wirken“, erklärt Theo Jacobsen. Der Diplom-Ingenieur gehört zum Entwicklungsteam der Abteilung Robotersysteme des IPA. Auf ein humanoides Aussehen habe man bewusst verzichtet, um keine zu hohen Erwartungen zu wecken. In der Tat sieht Care-o-bot dem cleveren R2-D2 aus dem „Krieg der Sterne“ ähnlicher als dem vertrottelten Protokoll-Androiden C-3PO. Aber auch ein Mensch hat seine Programmierung, und

so kann man kaum umhin, in den beiden Kameras und dem dazwischen liegenden Tiefensensor ein Gesicht zu erkennen. Care-o-bot 3 hat sein Können bisher nur auf Messen demonstrieren dürfen. Nun steht sein erster Testeinsatz in einem Pflegeheim bevor: Er soll kellnern. Da die Patienten oft nicht genug trinken, wird der Roboter ihnen regelmäßig Getränke anbieten. Allerdings wird er zunächst ausschließlich in den Gemeinschaftsräumen arbeiten, um die Privatsphäre der Bewohner zu wahren. Die Wissenschaftler interessieren sich nicht nur für den reibungslosen technischen Ablauf. Wichtig ist auch, dass die Menschen die Maschine akzeptieren. „Wir möchten, dass die alten Herrschaften den Roboter mit einem Schmunzeln betrachten. Auch, wenn er mal einen Fehler macht“, sagt Jacobsen. Roboter als Helfer in der Altenpflege – manchem mag das wie der Alptraum von einer düsteren Zukunft erscheinen, manchem wie eine sinnvolle Lösung. Doch auch wenn Care-o-bot 3 bereits auf Probe den Tee servieren darf, steckt die Roboterentwicklung noch in den Kinderschuhen.

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Fachwissen

Pflege-Perspektiven „Wir warten auf den großen Sprung, wie es ihn in der Computertechnologie gegeben hat“, sagt Jacobsen. Derweil lösen die Entwickler in kleinen Teams einzelne Aufgaben – kollisionsfreie Navigation, Objekterkennung, Greifen und Manipulation von Gegenständen. Was für einen Menschen einfach und selbstverständlich erscheint, wie das Öffnen einer Tür,

ist für eine Maschine ein komplexes Problem und für die Wissenschaftler eine große Herausforderung. Wirkliche Pflegetätigkeiten soll die Maschine des IPA nicht übernehmen. Ziel ist es, das Personal bei einfachen Aufgaben zu unterstützen. Momentan kann er immerhin Hol- und Bringdienste übernehmen. Auch der elektronische Kollege aus

(c) Fraunhofer IPA 2008

Japan ist noch nicht auf dem Markt. In den kommenden Jahren soll er in Pfl egeeinrichtungen getestet werden. Erst dann wird entschieden, ob es überhaupt dazu kommt. is

In das Tablett ist ein Touchpad integriert, über das Care-o-bot 3 mit seinem menschlichen Gegenüber kommuniziert.

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GESUNDHEIT im Norden

werden gesehen.

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Fachwissen

Pflegeversicherung & Patientenrecht

Pflegeversicherung

& Patientenrecht

Notdienst Patienten, die abends oder am Wochenende erkranken, können mit professioneller Versorgung rechnen. Krankheiten richten sich nicht nach Öffnungszeiten der Arztpraxen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) sind aber verpflichtet, die ärztliche Versorgung auch außerhalb der Öffnungszeiten sicherzustellen. Ein bundesweit einheitliches System gibt es nicht. So wird der ärztliche Notdienst in jedem Bundesland eigenständig geregelt. Es wird also empfohlen, sich die wichtigsten Nummern zu notieren und an geeigneter Stelle zu hinterlegen, um diese im Notfall griffbereit zu haben.

Ihr Recht auf kostenlose Pflegeberatung Seit Januar 2009 haben alle Menschen in Deutschland ein Recht auf kostenlose und unabhängige Pflegeberatung. Leider ist dies nur wenigen bekannt und wird deshalb zu selten genutzt.

nehmen. Pflegeberater sind meistens Mitarbeiter von Pflegekassen und somit kompetente Ansprechpartner für die Themen Pflege, Sozialarbeit und Sozialrecht. Die Beratung von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen findet in Pflegestützpunkten statt. Wo sich Ihr nächster Pflegestützpunkt befindet und welcher Pflegeberater für Sie zuständig ist, erfahren Sie von den Pflegeversicherungen. Ihren Pflegeberater können Sie direkt im Pflegestützpunkt aufsuchen. Bei Bedarf kommt er auch zu Ihnen nach Hause.

Gerade bei überraschend eintretendem Pflegebedarf, wie z.B. nach einem Schlaganfall, kann das Gespräch mit Pflegeberatern sehr hilfreich sein und die erste Unsicherheit

Informationsquellen: — In ernsten, lebensbedrohlichen Fällen stets die 112 wählen. — Die Adressen von Bereitschaftspraxen erfahren Sie von der Kassenärztlichen Vereinigung. Tel.: 04551-883-0. — Notdienstservice der deutschen Apotheken: 0800-0022833 (gebührenfrei), hier wird angesagt, welche Apotheke in Ihrer Nähe Notdienst hat. — Wenn es um Zahnschmerzen geht, hilft Ihnen die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein. Tel.: 0431-260926-0. Oder informieren Sie sich unter www.zahnlabor.de

Aufgaben der Pflegestützpunkte: Beratung, Koordinierung, Vermittlung Als zentrale Informations- und Anlaufstelle für: - eine umfassende, unabhängige Auskunft und Beratung in allen Fragen rund um die Pfl ege zu Rechten, Auswahl und Inanspruchnahme von Leistungen, Hilfeangeboten und Finanzierung - Vernetzung regionaler Angebote und Akteure in der Pfl ege - Fallmanagement/Koordinierung von gesundheitsfördernden, pfl egerischen, betreuenden und anderen Unterstützungsangeboten einschließlich der Inanspruchnahme dieser Leistungen

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Fachwissen

Was ist eigentlich die Pflegestufe 0?

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Als die Pflegeversicherung eingeführt wurde, musste entschieden werden, wer in welchem Umfang Leistungen bekommen kann. Dazu wurden drei Pflegestufen eingeführt. Es wurden politische Entscheidungen getroffen, um die Ausgaben zu begrenzen. Bei der Entscheidung über die Pflegestufe wird sehr viel Wert darauf gelegt, wie viele Minuten täglich pflegerische Hilfen in Anspruch genommen werden müssen. Dabei werden vor allem Zeiten anerkannt, die für Körperpflege, Toilettengänge, Kleiden, die Nahrungsaufnahme und die Begleitung zu diesen Tätigkeiten benötigt werden. Darüber hinaus wird noch die Zeit für die hauswirtschaftliche Hilfe anerkannt. Menschen, die noch nicht die Voraussetzung für die Einstufung in die

Pflegeversicherung & Patientenrecht Pflegestufe 1 erfüllen, aber bereits pflegebedürftig sind, können unter bestimmten Umständen die Pflegestufe 0 erhalten. Meist sind es demenzbedingte Erkrankungen, geistige Behinderungen oder psychische Erkrankungen, die dafür sorgen, dass die betroffenen Menschen ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können. Wenn bei der Begutachtung eine „erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz“ bescheinigt wurde, können bis zu 2400 Euro pro Jahr für die Nutzung gerontopsychiatrischer Zusatzangebote in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus können auch die Beratungsbesuche (§ 37(3) SGB XI) genutzt werden. Pflegefachkräfte, die sich vor Ort auskennen, können oft nützliche Hinweise geben. Um die Leistungen zu erhalten, muss ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden. Pflegedienste können bei der Antragstellung helfen. Der Pflegebedarf wird von einem Gutachten des MDK (Medizinischer Dienst der Kassen) geprüft. Aufgrund seiner Empfehlung legt die Pflegekasse die

Höhe der Betreuungsleistung fest. Der Grundbetrag beträgt 100,- Euro, der erhöhte Betrag 200,- Euro monatlich. Das Betreuungsgeld dient der Bezahlung von Pflegediensten oder Betreuungsangeboten von Einrichtungen mit Tagespflege. Diese übernehmen die Betreuung des Angehörigen, wenn das pflegende Familienmitglied mal eine Auszeit vom Pflegen braucht. bb

In den Richtlinien zur Einstufung (BRi) wird keine bestimmte Diagnose einer Krankheit, sondern die „erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz“ zum Maßstab genommen (§ 45a SGB XI). Dieser Begriff umfasst unterschiedliche Bereiche von Hilfebedarf: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13.

unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereiches (Weglauftendenz) Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell gefährdenden Substanzen tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation im situativen Kontext inadäquates Verhalten Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression oder Angststörung Störungen der höheren Hirnfunktionen (Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben Störung des Tag-/Nacht-Rhythmus Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression.

BRi = „Richtlinien der Spitzenverbände der Pflegekassen zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches“

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Foto: Shutterstock

Kommentar

Neulich, im Rollstuhl:

Foto: Anja Teufel

Gerda Behrends, geboren 1956, ist seit ihrem 2. Lebensjahr nach einer Polioerkrankung auf die Benutzung eines Rollstuhles angewiesen. Die Meeresbiologin ist seit Langem in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung aktiv. 1999 hat sie die Forschung aufgegeben, um auch hauptamtlich behindertenpolitisch tätig zu sein. Sie ist jetzt beim Landesverband Schleswig-Holstein der Lebenshilfe im Projekt „Inklusionsbüro“ tätig und arbeitet außerdem ehrenamtlich im Vorstand des Vereins „Unterwegs ohne Grenzen e.V.“.

Neulich,

im Rollstuhl:

von Gerda Behrends

Raum ist in der kleinsten Hütte… Kürzlich war ich eingeladen, gemeinsam mit einer Kollegin das Rahmenprogramm einer Jahreshauptversammlung zu gestalten; das Thema: „Inklusion“*.

dieses Problem nicht hatte; als Rollstuhlnutzerin habe ich meinen Sitzplatz ja immer dabei. Unnötig zu erwähnen, dass der Raum Mitte März ungeheizt war…

Bei unserer Ankunft sahen wir durch die Fenster den Saal mit den festlich gedeckten Tischen und dachten, aha, da geht es hin. Aber der junge Mann, der uns in Empfang nahm, leitete uns an dem Hauptgebäude vorbei. Dort befanden sich allerdings auch eine Menge Stufen. Wir dachten, dass wir jetzt wohl zu einem ebenerdig zugänglichen Hintereingang geführt würden.

Als TeilnehmerInnen des Rahmenprogrammes hatten sich auch bereits 2 (in Worten: zwei!) junge Leute eingefunden. Während wir überlegten, in welchem Film wir denn da eigentlich gelandet seien, trudelten noch einige weitere ZuhörerInnen ein. Die mussten sich zwar noch eben Sitzmöbel organisieren, aber letztlich war es doch eine Runde von etwa 10 interessierten jungen Leuten. Ich opferte mein Seidentuch, das auf den Boden drapiert als Unterlage für unser Info-Material diente, und wir fingen an.

Weit gefehlt! Nachdem der junge Mann uns auf die (von außen zugänglichen) Toilettenanlage aufmerksam gemacht hatte, endete unser Ausflug vor einem Schuppen, an dessen Tür ein Zettel hing: „Inklusion hier“. In dem Schuppen standen zusammengeklappte Bierzelt-Garnituren sowie allerhand Gerümpel herum. Stühle gab es nicht, aber es wurde meiner Kollegin angeboten, ihr sofort einen zu holen. War ich froh, dass ich

Es stellte sich heraus, dass die TeilnehmerInnen fast alle keine Ahnung von Inklusion hatten, aber großes Interesse, etwas darüber zu lernen. Wir gaben eine kurze Einweisung, und dann entspann sich eine sehr angeregte, offene Diskussion mit vielen Fragen und Ansichten, wie ich es selten auf Informationsveranstaltungen erlebt habe. Die jungen Leute

waren mit Feuer und Flamme dabei, zeigten echtes Interesse und vermittelten uns das Gefühl, diesmal wirklich jemanden erreicht zu haben. Die Stunde verging wie im Fluge und am Ende blieb mir nur das Gefühl: Viel zu kurz! Als wir gingen waren wir uns einig, dass die Umgebung ja vielleicht etwas ungewöhnlich war für ein Rahmenprogramm, aber dass wir jederzeit den schönsten Vortragssaal eintauschen würden gegen einen solchen trostlosen Schuppen voller engagierter und wirklich an der Umsetzung von Inklusion interessierter, junger Leute! gb

*„Inklusion“ bedeutet: alle Menschen

gehören immer und überall dazu, niemand wird auf Grund einer Behinderung oder einer anderen Eigenschaft ausgegrenzt. Der Weg zu einer inklusiven Gesellschaft ist eine Aufgabe für alle. In einer inklusiven Gesellschaft ist Verschiedenheit nicht geduldet, sondern ausdrücklich erwünscht.

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100 JAHREA

SANITÄTSHAUS KOWSKY Eine Erfolgsgeschichte trotz schwerer Zeiten

Der Firmengründer Fritz Ernst Kowsky

In der Werkstatt

Rückblende: Königsberg, Ende des 19. Jahrhunderts: Der junge Fritz Ernst Kowsky erlernt bei der Firma Heldt und Wien den Beruf des chirurgischen Messerschmieds und Bandagisten. Nach der Vervollkommnung seiner Ausbildung in Halberstadt, Berlin und Hamburg (wo er auch seine spätere Frau kennenlernte) übersiedelte er 1903 nach Südafrika, um dort zunächst in der Firma Büll in Durban zu arbeiten. Nach vorübergehender Tätigkeit im Johannesburger Zweigbetrieb der Firma gründete er dort 1910 mit geringsten finanziellen Mitteln seinen eigenen, nach ihm benannten Betrieb und legte damit vor über 100 Jahren den Grundstein des Unternehmens. Da es keine Mittel für Dekorationsmaterial gab, setzte sich der findige Geschäftsmann selbst ins Schaufenster und verrichtete seine ersten Schleifarbeiten direkt vor den Augen vorbeigehender Johannesburger. An die Anschaffung eines teuren Elektromotors war nicht

zu denken, und so musste der Schleifstein mittels eines Helfers von Hand angetrieben werden.

= Schier unermüdlich war F. Ernst Kowsky auf dem Fahrrad unterwegs um neue Kunden zu akquirieren und danach teils, bis in die späte Nacht, die Aufträge abzuarbeiten. Berufliches und familiäres Glück gingen derzeit Hand in Hand. Von 1904-1908 waren aus seiner Ehe zwei Söhne und eine Tochter entsprungen und der neugegründete Betrieb lief gut an. Tatkräftige Werbung, überzeugende Arbeitsqualität und Zuverlässigkeit brachten ihm das Vertrauen des stets wachsenden Kundenkreises. Zunehmend konnte die Produktion von Prothesen als wichtigstes Betätigungsfeld ausgebaut werden. Mit Ausbruch des ersten Weltkrieges begann eine harte Zeit für den Deutschen, seine Familie und sein Geschäft im damals zum englischen Kö-

Vor dem Geschäft in Johannesburg

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100 Jahre Kowsky

nigreich gehörenden Südafrika. Kowsky verbrachte mehrere Jahre im Internierungslager und wurde gezwungen, 1919 ins Nachkriegsdeutschland zurückzukehren und einen Neustart zu wagen. Um der Konkurrenz bestehender Orthopädischer Werkstätten und Sanitätsgeschäfte auszuweichen, erwarb er in Neumünster ein neues Firmengebäude. Dazu kaufte man das Grundstück Kuhberg 25, in dem heute noch das Sanitätshaus Kowsky angesiedelt ist. Mit neuen Aufträgen durch Krankenkassen und Berufsgenossenschaften und der Hilfe seiner Söhne, die eine Lehre im väterlichen Betrieb absolvierten, konnte der Betrieb wieder auf ein stabiles Fundament gestellt werden. F. Ernst Kowsky legte seine Firma in die Hände seiner Kinder Charlotte Roggenkamp und Paul Kowsky, die jeweils auf eigene Faust ihren Firmenzweig erfolgreich zu leiten versuchten. Eine kurzzeitige ungünstige Konkurrenzsituation entstand, die jedoch durch die Folgen des zweiten Weltkriegs jäh beendet wurde, da Charlotte Roggenkamp verstarb. So war es an Paul Kowsky und seiner Ehefrau, den Wiederaufbau des Familienbetriebes voranzutreiben. Ausgehend vom einzigen Firmengebäude, das den Krieg unbeschadet überstanden hatte, dem Werkstattgebäude im Kuhberg 14, wurde mit viel Fleiß und persönlichem Einsatz der Grundstein für die Erfolgsgeschichte der heutigen Firma gelegt ...

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In jüngster Generation: Jörg Kowsky, Geschäftsführer seit 1998.

Von der

Nachkriegszeit bis heute Sanitätshaus Kowsky im Zeitraffer:

1951 – Wiederaufbau der Verkaufs- und Wohnräume mit finanziell sehr knappen Mitteln und Sanierung des Werkstattgebäudes mit modernsten Maschinen und fortschrittlicher Büroeinrichtung. 1952 – Eröffnung des Zweigbetriebes in Plön (Umzug in die Bahnhofstraße 11 im Jahre 1956).

Orthopädietechnikermeister Guido Lassahn in der Werkstatt

Auch die jüngsten gehören schon zur „Kundschaft“ im Bereich Kinder-Reha

1953 – Errichtung des dreigeschossigen Gebäudes, in dem ein modernes Sanitätshaus entstand. 1956 – Erweiterung der Ausstellungsfläche auf 70qm mit Erweiterung des Sortiments auf Waren aus dem Arzt- und Krankenhausbedarf sowie Miederwaren und Gesundheitsschuhe. Ausbau der Fertigungsmethoden um dem hohen Bedarf an Versorgung im Nachkriegsdeutschland gerecht zu werden. Unzählige Kriegsversehrte profitieren von modernster Technik, neuesten Materialien sowie erfahrenem Fachpersonal. 1964 – Übernahme eines Betriebes in Neustadt von Herrn Green, der wesentliche wirtschaftliche Entwicklungen für das Unternehmen nach sich zog. 1971 – Der Aufkauf eines Wettbewerbers mit großem Kundenstamm bei fast zeitgleichem Verlust des Werkstadtgebäudes in Neustadt durch Feuer – zwingen das Unternehmen in eine neue Strategie: Ein zentrales Fabrikationsgebäude in der Friedrich Wöhler Straße in Neumünster wird errichtet. Hier entsteht eine beispielhafte Serienproduktion von Stockstützen und Prothesenzubehör. 1949 - 1952 – Fritz und Erwin Kowsky beginnen die Lehre als Orthopädiemechaniker im väterlichen Unternehmen. Nach strenger Ausbildung, Wanderjahren und anschließender Meisterprüfung arbeiten beide Söhne im Betrieb.

Klein war früher Das Rollstuhllager heute.

1976 – Paul Kowsky übergibt die Firma geteilt an seine Söhne. Fritz Kowsky erhält das Sanitätshaus und die orthopädische Werkstatt. Erwin Kowsky übernimmt die Fabrikation orthopädischer Hilfsmittel und das Fabrikationsgebäude in der Friedrich Wöhler Straße. Noch im selben Jahr verstirbt Paul

Kowsky und kann die weitere Entwicklung des Unternehmens nicht mehr erleben. Unabhängig und freundschaftlich entwickeln beide Söhne ihren Firmenzweig zu erfolgreichen, ergänzend tätigen Unternehmen. Aus dem von Fritz Kowsky geführten Firmenzweig entwickelt sich die heutige Sanitätshaus Kowsky GmbH.

2001 – Totalverlust des Gebäudes Oderstr. 64 durch Brand, Abteilung Reha & Pflege.

1977 – die Räumlichkeiten im Kuhberg 23 werden hinzugemietet und in einer großangelegten Renovierungsaktion mit Raumdurchbruch zu einem fortschrittlichen, großzügen Ladengeschäft mit einheitlicher Fassade erweitert.

2002 – Einzug in das Gebäude in der Havelstraße mit dem Geschäftsbereich Reha & Pflege und Sonderbau.

1978 – Ohne einen Tag zu schließen kann das Ladengeschäft mit frischem Gesicht neueröffnet werden. Der fachkundig ausgebaute Bereich Mieder und Wäsche sorgt für neue Kundenkreise. 1981 – Der zunehmende Anspruch im Bereich der orthopädischen Arbeit sowie der Rollstuhlversorgung führt zum Bau eines großen Werkstatt- und Lagergebäudes in der Oderstraße in Neumünster. 1984 – Erweiterung des Baus in der Oderstraße 66 um weitere 1000 qm, Abteilung Reha & Pflege. 1988 – Übernahme des Sanitätshauses von Frau Simon eines Ladengeschäftes in Burg auf Fehmarn (bis 2001). 1991 – Eröffnung der Filiale in Schwerin (Bereich Reha-Technik).

2001 – Kauf eines neuen Betriebsgebäudes in der Havelstraße 6. 2002 – Jörg Kowsky wird alleiniger Geschäftsführer der Sanitätshaus Kowsky GmbH.

2004 – Kooperation mit mehreren Sanitätshäusern in der Hilfsmittelaufarbeitung sowie in der Distribution (heutiges Unternehmen WKS). 2006 – Konzentration der Geschäftsprozesse mit der orthopädischen Werkstatt und der Finanzbuchhaltung in der Havelstr. 6. 2008 – am 05.07.2008 verstirbt der Fimeninhaber Fritz Kowsky. Übertragung der Gesellschafteranteile an Jörg Kowsky 2008 – Geschäftsaufnahme im Derma Haus in Hamburg-Schnelsen. 2008 – Hinzunahme des Geschäftsbereiches der Orthopädieschuhtechnik.

Kai Richter im Notfalleinsatz in der Kinderklinik

1992 – Eröffnung des Sanitätshauses in Parchim. 1993 – Eröffnung der Klinikfiliale in Schwaan-Waldeck. 1995 – Am 24.11.1995 wird aus dem Einzelunternehmen Sanitätshaus Fritz Kowsky die Sanitätshaus Kowsky GmbH. 1997 – Kauf des Gebäudes in der Nicolaus-Otto-Str. 13 in Schwerin. 1998 – Jörg Kowsky wird zusätzlicher Geschäftsführer der Sanitätshaus Kowsky GmbH. 1999 – Eine Filiale in Hamburg-Niendorf wird eröffnet (bis 2002).

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Unterhaltung

Kurzkrimi

Prolog: Allein die Anwesenheit von Knut Hansen in leitender Position der Kieler Polizeibehörde war für deren Pressesprecher schon eine mittelschwere Katastrophe. Ein bisschen war es so, als würde in den Niederlanden eine „Frau Antje“ als Chef-Ermittlerin auftreten. Die meisten Menschen hätten Knut Hansen wohl als „Original“ bezeichnet - sein Name klang wie der Künstlername eines Hafenmusikanten und seine Erscheinung stand dem in nichts nach. Die von ihm bevorzugte Kleidung, bestehend aus Jeans, Troyer und Seemannsmütze, zusammengenommen mit seiner etwas spröden, wortkargen Art ließen ihn wie den perfekten Leuchtturmwärter oder Fischkutterkapitän wirken - einen Posten bei der Polizei, geschweige denn als Hauptkommissar traute ihm, auch auf den zweiten Blick, kaum jemand zu. Aufgewachsen war er auf der nordfriesischen Hallig Langeoog. Es gab nur ein anderes Kind in seinem Alter - ein dickes, zickiges Mädchen namens Suse, das mit ihm nichts zu tun haben wollte - daher beschäftigte er sich in seiner Jugend nahezu ausschließlich mit dem Lesen von Kriminalromanen. Er verließ die Insel, um die höhere Schule in Kiel zu besuchen und absolvierte anschließend die Polizeiausbildung wie im Fluge. Hansen, dessen Spitznamen in der lokalen Presse von „Inspektor Kuddeldaddeldu“ bis „Friesenbulle“ reichten, machte es nichts aus, unterschätzt oder belächelt zu werden - Kollegen mutmaßten, er würde es vielleicht gar nicht merken - aber da irrten sie sich …

An dieser Stelle von seinen großen Erfolgsfällen zu berichten, würde den Rahmen sprengen, aus Platzgründen begnügen wir uns mit seinen kleineren Erfolgen:

Die kleinen unbedeutenden Fälle von Hauptkommissar Knut Hansen aus Kiel

Finsterstes

Mittelalter

Illustrationen: www.ohnekopf.de, Text: Gerrit Hansen

Es war ein brütend heißer Junitag. Knut Hansen hatte dienstfrei. Aus einer Laune heraus hatte der Hauptkommissar seinem Kompagnon Köppcke zugesagt, an diesem Wochenende etwas zusammen zu unternehmen. Die Planung der Unternehmung hatte er dem jungen Kollegen überlassen und fragte sich nun, wie klug das gewesen war. Aus den Augenwinkeln musterte er seinen langjährigen Kompagnon, den er von der Arbeit her als integren, absolut zuverlässigen Musterpolizisten kannte. Olaf Köppcke, ein durchtrainierter Mann von fast zwei Metern, saß hinter dem Steuer des alten Volvos und trug ein kleidartiges Gewand aus rotem Samt, geziert von einem goldenen Löwen auf der Brust. Als sie in der kleinen Stadt Lütjenburg, den Anweisungen eines Parkwächters folgend, auf eine zum Parkplatz umfunktionierte Wiese fuhren, brach Hansen das Schweigen, das nun fast die ganze Fahrt von Kiel angehalten hatte: „Erklär‘s mir bitte nochmal, Olaf – was wird das hier?“ Der Kollege winkte lachend ab: „Ruhig Blut, Chef! Ich weiß, es ist etwas ungewöhnlich – aber lassen Sie sich darauf ein, es ist eine spannende Sache“. Der Wagen hielt, sie stiegen aus und Köppcke sprach weiter, während er um den Wagen herum zum Kofferraum ging. „Ich war vor 5 Jahren das erste Mal dabei. Sie wissen doch, damals hatte ich doch meine Susie kennengelernt und die hat mich drauf gebracht“. Hansen kniff die Augen zusammen. Einerseits der blendenden Sonne wegen, andererseits weil Köppcke sich in diesem Moment den Rest seiner Montur anlegte. Mit Helm, Kettenhandschuhen, Schwert und Schild stand der junge Mann vor ihm wie zum Kreuzzug gerüstet und sprach ungerührt weiter: „Das Mittelalter, Chef – hier kann man es erleben – und wenn man möchte, dabei mitmachen. Wie sieht‘s aus – wollen Sie‘s auch probieren? Ich habe noch ein paar Klamotten dabei, die machen Sie im Handumdrehen ein paar hundert Jahre jünger“.

Dabei hielt er nacheinander einige altertümlich anmutende Gegenstände – gefilzte Hüte, ein Trinkhorn, ein Kurzschwert und ein sackartiges Leinengewand in die Höhe. „Dies hier würde Ihnen bestimmt gut stehen.“ Knut Hansen winkte lächelnd ab: „Nee, lass mal, Olaf – ich bleibe erstmal in Zivil – als neutraler Beobachter, quasi.“ Köppcke lachte und klappte das Visier des Helms hoch: „Kein Problem, Chef. Ich hatte es auch nicht anders erwartet. Ich selbst habe auch drei oder vier solche Veranstaltungen mitgemacht, bevor ich mein erstes Schwert gekauft habe.“ Er rückte klirrend seinen Gürtel mit dem wuchtigen Schwert zurecht. „Dann wollen wir mal – hier geht‘s lang.“ Sie gingen einen längeren, dicht umwucherten Feldweg entlang. Nach einigen hundert Metern wurde das Gebüsch lichter und gab die Sicht frei. Inspektor Hansen stieß einen Pfiff durch die Zähne. „Donnerlüttchen, Köppcke – so etwas habe ich noch nie gesehen – was ist das alles?“ Der Anblick, der sich ihnen bot, war wirklich imposant. Inmitten grüner, schafbeweideter Wiesen war ein großes Areal von geflochtenen Weidenholzzäunen umsäumt. Darauf standen dicht an dicht weiße Leinenzelte. Mittelalterliche Banner wehten allehalben und sowohl die Händler, als auch die vielen Besucher schienen aus längst vergangenen Zeiten zu stammen. Am Kopfende des Platzes standen einige urige Fachwerkhäuser, die nur der noch helle Putz als Produkte des 21. Jahrhunderts entlarvte. Das bei weitem Auffälligste an diesem Ort war jedoch der etwa 10 Meter in die Höhe ragende Turm aus mächtigen, klobigen Holzbalken, der etwas abseits des Ganzen auf einem kleinen Hügel stand. Wie eine Burg wurde das Gebäude von einem schilfgesäumten Graben umzogen, dessen trübes Wasser fast vollständig mit Entenflott bedeckt war. „Das, Chef – ist die „Turmhügelburg“. Ein Stück wiederbelebte Geschichte. Ein originalgetreu rekonstruierter Burgturm wie sie hier im frühen Mittelalter im ganzen Land gestanden haben. Hier in Lütjenburg werden mehrmals im Jahr Mittelaltermärkte

* Auf den ersten Blick mochte überraschen, dass Knut Hansen als Inselkind nicht einmal ansatzweise friesischen oder plattdeutschen Dialekt sprach. Außer seiner 95-

jährigen Mutter und der dicken Suse gab es auch niemanden, der den Grund dafür wusste. Nämlich den, dass Knut schon früh anfing sich einen wertvollen Schatz an Kriminalzitaten anzueignen, und ein Satz wie „Schlechte Leute werden nicht immer aus guten Gründen ermordet“ klang nun einmal eindrucksvoller als: „Eische Lüd warrn nech jümmers wegen goote Ursoken dotslogen.“

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Unterhaltung

Kurzkrimi

veranstaltet. Da kommen aus dem ganzen Land Mittelalterfans zusammen, die für ein paar Tage leben wie in alten Zeiten. Händler, Schausteller, aber auch Leute wie Sie und ich – die einfach nur kurz raus aus dem Alltag wollen – verleben hier bei Wind und Wetter eine tolle Zeit. Da klingelt kein Handy – da gibt‘s keine Tiefkühlpizza – einfach grandios … Sie werden sehen.“ Das ungleiche Paar – Köppcke in voller Paladinsrüstung, Hansen in Troyer, Jeans und Seemannsmütze – passierte das Kassenhäuschen und stürzte sich ins Getümmel. Der Hauptkommissar war tatsächlich beeindruckt. Bei näherem Hinsehen wurde natürlich offenbar, dass ein wesentlicher Teil der Besucher ganz normale Straßenkleidung trug – aber das Gesamtbild stimmte. Hansen war ein spröder, eher pragmatischer Typ – seine Kindheit auf Langeoog war geprägt von Hilfsarbeiten im Haushalt und am Hafen und außer durch seine geliebten Kriminalromane war seiner Phantasie nie viel Freiraum vergönnt gewesen. So übte das bunte Treiben einen Zauber auf ihn aus, der ihn völlig unvorbereitet traf. Am ersten Stand blieb er stehen und kaufte spontan einen gefilzten braunen Hut mit gelber Feder und platzierte ihn mit stolzer Miene anstelle seiner Seemannsmütze. „Jetzt bin ich inkognito, tapferer Recke Olaf“, witzelte er und erstaunte seinen Kollegen – so ausgelassen hatte er seinen Chef noch nie erlebt. Lachend deutete er eine leichte Verbeugung an: „Dann folget mir durch das bunte Treiben, Junker Hansen.“ Zusammen schlenderten sie kreuz und quer über den geschäftigen Platz. Sie lachten über finstere Kerle, die an einem gewaltigen hölzernen Pranger ausgestellt waren, standen an einem riesigen, kuppelförmigen Steinofen für frisches Brot an und kauften einem wandernden Mönch Trinkhörner mit Met ab. Sie besuchten das Ritterturnier, bestaunten jonglierende Gaukler und wichen grimmig dreinschauenden Söldnern aus, die ihren Weg kreuzten. In einer Ecke blieben sie stehen, prosteten sich zu und schauten sich begierig danach um, was es als nächstes zu entdecken gäbe, als es direkt hinter ihnen merkwürdig zu rasseln anfing. Kaum hatten sie sich versehen, standen sie inmitten einer Schar orientalisch anmutender, verschleierter Tänzerinnen, die mit wackelnden Hüften und mystischen Handbewegungen um sie herumtanzten. Vielleicht lag es am grellen Sonnenlicht, aber Köppcke hatte den Eindruck, diese Grazien hätten ihre beste Zeit als Tänzerinnen wohl schon länger hinter sich gehabt. Hansen jedoch war offenbar völlig neben sich – mit zusammengekniffenen Knopfaugen fixierte er

eine besonders dralle, recht kleine Tänzerin, die die Rolle der Vortänzerin innehatte und den Polizisten mit funkelnden Augen und aufforderndem Fingerspiel bezirzte. Köppcke wurde das etwas unheimlich und so schob er seinen Chef vorsichtig, aber bestimmt in Richtung der nächsten Zelte. Knut Hansens Blick wich dabei nicht von dem grell geschminkten Gesicht der Verschleierten. Erst als sie um eine Ecke bogen und er fast über einen hockenden Händler gestolpert wäre, schüttelte Hansen den Kopf und wurde wieder klar. „Holla die Waldfee! Olaf – hast du die Frau gesehen? ... Beim Klabautermann. Ich wünschte, ich wär‘ nochmal 50.“ „Ja, ja, Chef – schon gut. Schauen wir doch mal, was es hier noch so gibt – Sie da! Was verkaufen Sie?“ Der eben noch am Boden hockende Mann, der gerade dabei war, einige abgedeckte Körbe auf einen Karren zu laden, sprang förmlich auf, um zu antworten. Voller Inbrunst warf sich der in blaues Leinengewand gekleidete Händler ins Zeug, wobei er sein schütteres Haar mit theatralischer Geste aus dem Gesicht strich. „Die edlen Herren mögen meine Unachtsamkeit entschuldigen. Ich bin Heinrich, meines Zeichens Gemüsehändler. Ich verkaufe hier nur die beste Ware für wenige Goldstücke. Gerade wollte ich mein Lager abbauen und von dannen ziehen, aber wenn ihr etwas möchtet, würde ich euch mit Freuden bedienen. Ich habe die besten ursprünglichsten Sorten Gemüse.“ Dabei verbeugte er sich und zog die Decke von einem Korb ab, der – wie zu erwarten war – bis zum Rand mit bunt gemischtem Gemüse gefüllt war. „Alles aus uralten frühmittelalterlichen Sorten nachgezüchtet. Ich habe hier Tomaten, Kartoffeln, Paprika – sehen Sie hier – diese Kartoffeln – so etwas gibt es heute sonst gar nicht mehr – genau diese Sorte hat sich schon Richard Löwenherz schmecken lassen.“ Kommissar Hansen runzelte die Stirn und wandte sich lachend zum Gehen: „Löwenherz, wie? ... Nein, danke – ich habe noch genug Gemüse zu Hause ... Recke Olaf! Lasset uns dort hinten die Musikanten aufsuchen – mir dünkt, das große Musizieren will gleich beginnen“ Heinrich, der Gemüsehändler nahm das missglückte Geschäft gelassen, winkte den beiden lächelnd zum Abschied und machte sich wieder ans Einpacken. Als Köppcke und Hansen bei der Musikbühne am Fuße der Turmhügelburg eintrafen, nahmen sie mit geschultem Polizistenohr schon aus einiger Entfernung wahr, dass etwas nicht stimmte. Als sie näher kamen, sahen sie, dass die Musiker, Tänzer und diverse Händler aufgeregt miteinander sprachen, wenngleich sie gleichzeitig bemüht schienen, eben dies nach außen zu verbergen.

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Unterhaltung

Kurzkrimi Sie schauten sich immer wieder verstohlen über die Schulter und gelegentlich zischte einer ein „Psst, leise!“ in die Runde.

Illustrationen: www.ohnekopf.de, Text: Gerrit Hansen

Die Routine brauchte nur wenige Sekunden – von jetzt auf gleich war Knut Hansen wieder knallharter Vollblutpolizist. Er baute sich inmitten der aufgeregten Menschentraube auf und sagte: „So, meine Damen und Herren – was ist hier los?“ Die folgende Stille war unheimlich: Im Kreis um den Kommissar herum standen ein knappes Dutzend mittelalterlich gewandeter Personen, die ihn verdutzt anguckten. Es dauerte eine Weile, bis ihm klar wurde, was nicht stimmte. Sein üblicher, bestimmter Auftritt, der ihn in der Regel sofort für jedermann klar als Polizist kennzeichnete – funktionierte nicht. Das lag vielleicht daran, dass er in der linken Hand ein Brot, in der rechten ein Trinkhorn und auf dem Kopf einen gefiederten Hut trug. Dass hinter ihm ein mit Helm gut 2,10 m großer, roter Ritter mit riesigem Schwert stand, machte die Situation für die Umstehenden nicht wirklich leichter durchschaubar. Ganz sicher war Knut Hansen schon irgendwann einmal in seinem Leben rot geworden – er konnte sich nur nicht daran erinnern, wann. In diesem Moment aber floss das Blut mit einem solchen Druck in seinen Kopf, dass er tatsächlich das Gefühl hatte, seine Ohren würden anschwellen. Schnell riss er sich den Feder-Hut vom Kopf, setzte seine Seemannsmütze wieder auf und versuchte möglichst souverän Hut, Brot und überschwappendes Horn unter seinen Arm zu klemmen und damit außer Sicht zu bringen. „Verzeihung – ich bin Hauptkommissar Hansen vom vierten Kieler Polizeirevier und der Drachentöter hinter mir ist Oberkommissar Köppcke – gibt es hier ein Problem?“ Eine Frau löste sich aus der Gruppe und es sprudelte aufgeregt aus ihr heraus: „Wir sind bestohlen worden! Jemand ist während der einzelnen Vorstellungen durch die Garderobenzelte gegangen und hat eine Menge an Wertgegenständen mitgenommen – Portemonnaies, Kreditkarten, Handys – alles, was die Kollegen unter den Kostümen nicht mit sich rumtragen wollten. Außerdem fehlen die Gage der Musiker und drei Geldkassetten, die die Händler während ihrer Pause verschlossen am Stand gelassen haben. Da das meiste hier zum Selbstkostenpreis veranstaltet wird, sind das fast hauptsächlich private Gelder ... Wir werden wohl in Zukunft alle mit Tresoren hier anreisen und unsere Geldbeutel mit Ketten sichern müssen“. Angewidert schüttelte sie den Kopf. „Ich könnte mich vergessen, wenn ich mir vorstelle, dass irgendein Kerl unsere Vertrauensseligkeit missbraucht ... für ein bisschen Geld.“

Hansen vermisste seine Pfeife, die er im Auto liegen gelassen hatte. Obwohl er schon seit Jahren nicht mehr rauchte – hatte er sie zum Denken gern im Mund. „Von wie viel Geld reden wir denn hier?“ Die Frau schüttelte wieder wütend den Kopf. „Ach, alles in allem vielleicht 1000 Euro und eben das, was der Dieb aus den Kreditkarten, den Handys und so herausschlagen kann – die Betroffenen haben aber alle schon die Banken angerufen und die Karten sperren lassen. Vermutlich hatte der Dieb gedacht, es würde etwas länger dauern, bis das Ganze auffliegt. Wahrscheinlich ist der Wicht sogar noch hier auf dem Gelände. Ich wette, dass der hier noch unerkannt in feinster Gewandung herumspaziert und sich ins Fäustchen lacht. Wahrscheinlich klaut er jetzt gerade noch was und wir können nichts tun. Am liebsten würde ich mich mit ´ner Streitaxt in der Hand direkt ans Drehkreuz stellen und am Ausgang jeden abtasten, der rauskommt. Aber das geht natürlich nicht – wenn sich herumspricht, dass hier im großen Stil geklaut wird, wäre der Schaden ungleich größer als er es jetzt ist. Es ist doch zum aus der Haut fahren! ... Ich ...“ die junge Frau brach in Tränen aus und wandte sich ab. „Aber, aber – holde Maid. Wer wird denn gleich weinen.“ Hansen setzte sich seinen Federhut auf und zwinkerte der Frau zu, wofür er ein zaghaftes Lächeln erntete. „Ich sage Ihnen was – haben Sie eine Verbindung zur Kasse? Telefon, Funk oder so?“ Verunsichert blinzelte sie ihn an: „Wir haben Walkie Talkies, wieso?“ Der Kommissar fuhr fort: „Ich habe einen Verdacht – wäre ich als Polizist unterwegs, müsste ich jetzt Verstärkung von der zuständigen Wache holen und diversen komplizierten Richtlinien folgen. Bis das alles soweit organisiert ist, wäre der Kerl über alle Berge. Glücklicherweise bin ich heute nur Junker Hansen und dies hier ist finsterstes Mittelalter. Daher überlasse ich die Sache dem wütenden Mob. Das wollte ich immer schonmal tun.“ Er lachte gehässig: „Aber jetzt schnell: Funken Sie die Türsteher an, sie sollen sich mit ein paar Mann Verstärkung am Ausgang postieren und auf Heinrich, den Gemüsehändler warten. Mittelgroßer Kerl, schütteres Haar, blaues Gewand – zieht einen Karren mit abgedeckten Körben. Wenn ich mich nicht sehr irre, wird der ziemlich genau in diesem Moment fertig damit sein zu packen und sich in Richtung Ausgang bewegen. Wenn er kommt, sollen eure Leute ihn bestimmt, aber freundlich vom Publikumsverkehr wegbringen und mal einen Blick unter sein Gemüse werfen. Wenn ich mich irre, müsst ihr euch natürlich entschuldigen – kein Drama. Wenn ich aber recht habe und er hat das Diebesgut bei sich, behauptet ihr einfach, ihr hättet ihn beim Klauen gesehen und haltet ihn fest, bis die Polizei kommt – das dürft ihr dann ganz offiziell. Die Polizei solltet ihr in jedem Fall wegen der Diebstähle rufen. Irgendwer muss das Ganze ja aufnehmen – für den Fall, dass jemand mit den gesperrten Kreditkarten erwischt wird, oder so.“

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Unterhaltung

Kurzkrimi

Die junge Frau machte sich sofort daran, Hansens Instruktionen umzusetzen. Danach kam sie noch einmal zurück. „Soll ich den Polizisten etwas von Ihnen ausrichten, Kommissar?“ Hansen zog seinen Federhut zurecht und winkte ab. „Nee, nee, regelt ihr das mal alleine – ich bin heute Junker Hansen. Mein Freund, der tapfere Recke Olaf und ich werden nochmal den Burgturm besteigen, ein bisschen Met trinken und dann verschwinden wir von hier. Wir haben heute frei.“ Die beiden Polizisten ließen ihre Methörner auffüllen und bestiegen die Turmhügelburg. Von dort oben konnte man das ganze Gelände überschauen. Der Tag neigte sich dem Ende zu und ein angenehm kühler Abendwind strich den beiden über die sonnengeröteten Wangen. Lächelnd beobachteten sie den in diesem Moment am Ausgangsbereich abfahrenden Polizei-Einsatzwagen. Selbst auf diese Entfernung war Heinrich, der Gemüsehändler im Wageninneren zu erkennen, der gequält aus dem Fenster schaute. Sie sahen den Rücklichtern des Polizeiwagens nach, der sich langsam entfernte. Köppcke, von Hitze und Met schon arg mitgenommen, wandte sich fragend seinem Chef zu: „Wieder mal recht gehabt, Chef – Ich hab das wieder mal nicht so richtig mitgeschnitten – warum der Gemüsehändler? Warum nicht die Tänzerin oder der Mönch? Oder irgendwer anderes?

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„Na ja – da ergab einfach Eins das Andere. Hätte ich mir nach Täterprofil selber einen Täter ausdenken dürfen, wäre dabei zu 100 % Heinrich rausgekommen. Den Ausschlag hat aber wohl gegeben, dass er ganz offensichtlich weder einen blassen Schimmer von Gemüse noch vom Mittelalter hat ...“ Köppcke legte den Kopf schief: „Wieso war das offensichtlich? Waren die Kartoffeln schlecht, oder was?“ Hansen nippte an seinem Horn. „Nee, schlecht nicht – sie hätten gar nicht da sein dürfen. Der gute Mann hat uns eifrig angeblich mittelalterliche Sorten Kartoffeln, Tomaten und Paprika angepriesen – und damit 3 von 3 möglichen Fehlern gemacht ...“ Köppcke runzelte die Stirn und wartete mit verständnislosem Blick den Rest der Erklärung ab. „Wer aber, wie ich, zum Einen gerne isst und zum Anderen rudimentäre Kenntnisse über Seefahrt hat ...“, fuhr Hansen beschwingt fort „…der weiß, dass Tomaten, Paprika und Kartoffeln erst gegen 1500 von Kolumbus nach Europa eingeführt wurden und somit hier im Mittelalter unbekannt waren.“ Köppcke deutete eine Verbeugung an und prostete seinem Chef zu: „Ihr ward wieder einmal der Klügste und habt kühnen Kopf bewiesen, Junker Hansen!“ Lachend erhob der Hauptkommissar auch sein Horn: „Nenne er mich endlich Junker Knut – schließlich trinken wir Schulter an Schulter Met aus Hörnern, DAS tue ich nicht mit jedem. Wie sieht‘s aus, machen wir den Mönch mit dem Fass ausfindig und füllen nochmal nach?“ Köppcke hakte seinen Chef ein und gemeinsam wandten sie sich dem Abstieg zu. „Das ist ein Wort! Und danach rufe ich Jungfer Susie, auf dass sie uns abholen komme.“ Hauptkommissar Hansen fühlte sich gut wie lange nicht mehr: „Au ja – Ein Hoch auf Jungfer Susie für diesen wunderbaren, fremdartigen Tag! Ende

uf der Turmhügelburg in Lütjenburg wird das Mittelalter lebendig

Die Turmhügelburg im Nienthal von Lütjenburg ist das Mittelalterzentrum Schleswig-Holsteins. Die Rekonstruktion einer mittelalterlichen Burganlage aus Holstein entsteht in enger Kooperation mit dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein. Sie versteht sich als ein lebendiges Museum. Die Besucher bewundern den - durch einen Wassergraben geschützten - Wehrturm auf einem Hügel, in der Vorburg das Wohnhaus des Ritters, Wohn-und Stallgebäude für Gesinde und Vieh, Wirtschaftsgebäude, Schmiede, Backhaus, eine Zeidlerei (Bienenhaus) und einen Kornspeicher. Ein Burgtor und ein 6 Meter tiefer Brunnen vervollständigen die Anlage und eine kleine Kapelle symbolisiert die Christianisierung Ostholsteins zu dieser Zeit. Die Anlage kann ganzjährig besichtigt werden. Von Mai bis September finden am Mittwoch, Samstag und Sonntag auch jeweils um 15.00 Uhr Führungen statt. Für weitere Führungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich unter: turmhuegelburg@freenet.de oder telefonisch: 04381 918847. Häufig wird die Burg auch von Mittelaltergruppen belebt, dann ist das ganze Gelände mit mittelalterlichem Leben erfüllt. Am Pfingstsamstag und -sonntag findet an der Burg jedes Jahr das große „Wikingerlager“, am 3. Wochenende im Juli die „Mittelalterey“ und am ersten Septemberwochenende der „Lütjenburger Aufbruch“ statt. Dann herrscht auf der gesamten Anlage buntes Markttreiben, Besucher erleben kämpfende Ritter, stolze Reiter, bunte Musik- und Tanzgruppen und bewundern mittelalterliche Handwerker und Gaukler. Über 100 Zelte der Gruppen aus ganz Deutschland und auch den Nachbarländern bieten dann ein buntes Bild auf der Wiese an der Burg. Trägerverein ist die Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg e.V. – Diese arbeitet eng mit dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein zusammen.

Termine 2010 22. und 23. Mai „Wikingerlager“ 17. und 18. Juli „Mittelalterey“ 04. und 05. September „Lütjenburger Aufbruch“ Info: Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg e. V. Info@turmhuegelburg.de, www.turmhuegelburg.de

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Langsam mit dem Training beginnen

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Nach einem Gesundheits-Check und einem Belastungstest beim Arzt sowie mit guten Laufschuhen an den Füßen steht der neuen Freizeitbeschäftigung nichts mehr im Wege. Wichtig vor dem Laufen ist eine Aufwärmphase mit Dehn- und Lockerungsübungen für die Muskeln. Anfänger sollten ihr Trainingsziel beim Jogging nicht zu hoch stecken, lieber behutsam beginnen. Wer mit einem Partner oder in der Gruppe unterwegs ist, wählt sein Tempo so, dass er sich nebenbei noch unterhalten kann. Untrainierte sollten kein Wettrennen veranstalten, sondern

langsam laufen. Nach den ersten 60 Sekunden empfiehlt es sich, das Tempo zu drosseln und ein Stück zu gehen. Wenn sich der Körper erholt hat, kann es mit dem Laufen bis zur nächsten Gehphase weitergehen.

Dreimal pro Woche joggen Die Experten der BARMER GEK Krankenkasse empfehlen, dreimal pro Woche zu laufen und dafür etwa 30 bis 60 Minuten einzuplanen. Beim Jogging ist eine aufrechte Körperhaltung wichtig. Die Arme schwingen mit, die Schultern bleiben locker, werden nicht hochgezogen. Zu jeder Trainingseinheit gehört eine Aufwärm- und eine Abkühlphase. Die Laufstrecke beginnt mit schnellem Gehen, der Läufer wird dann schneller, bis er nach drei Minuten sein volles Tempo erreicht hat. Der

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Laufen verzögert den Alterungsprozess „Fitte Senioren haben eine deutlich höhere Lebenserwartung“, sagt DAKSportwissenschaftler Uwe Dresel in einer Mitteilung und bezieht sich dabei auf eine Langzeitstudie des Stanford Medical Centers. Dort fanden Wissenschaftler heraus, dass regelmäßiges Laufen den Alterungsprozess verlangsamt. Das Trainingsprogramm stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein der älteren Generation, es wirkt sich auch positiv auf Herz, Stoffwechsel und Muskulatur aus und hält neben dem Körper auch den Geist in Schwung. Wer sich einem Lauftreff anschließt oder im Verein Sport treibt, tut nicht nur etwas für seine Gesundheit. Er hat gleichzeitig die Chance, neue Kontakte zu knüpfen, neue Freunde zu finden. Welche Sportarten sich neben dem Jogging noch besonders gut für Senioren eignen, darüber informiert die Broschüre „Die richtige Wahl – Ausdauertraining“. Das Heft enthält unter anderem Tipps zu Themen wie Belastbarkeit, Motivation und Herzfrequenz und ist kostenlos in allen DAK-Servicezentren erhältlich. ih

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Die Wellnesstipps von Sonne, Mond und Mars Die verschiedenen Mondphasen, der regelmäßige Lauf der Sonne durch den Tierkreis und die aktuellen Planetenkonstellationen geben uns interessante Anregungen, was Körper und Seele jetzt besonders gut tun wird – und was eher nicht. Mäßigkeit und Muße sind jetzt die beste Wohlfühlstrategie

Blinder Eifer schadet nur! Lassen Sie sich also nicht aus der Ruhe bringen … auch wenn sich am Sommerhimmel 2010 eine allgemein sehr angespannte Grundstimmung ankündigt (die weit über die in der Übersicht rechts vermerkten kurzfristigen individuellen Formschwankungen hinausgeht): Jupiter, der planetarische Sachverständige für unseren Entfaltungsdrang, und Uranus, der unsere Lust auf das Neue verkörpert, verbringen die kommenden drei Monate gemeinsam im Zeichen des stürmischen Widders. Mit ebenso abrupten wie heftigen Anflügen von sportlichem Ehrgeiz ist demnach nun verstärkt zu rechnen. Doch der Drang, die eigene körperliche Leistungskraft so eindrucksvoll wie möglich zu beweisen, könnte mehr Schaden als Profit einbringen. Wer seine persönlichen Grenzen nicht respektiert und ihnen nicht angemessen Rechnung trägt, wird oft sehr schmerzhaft in seine Schranken gewiesen werden, warnen Saturn und Pluto mit doppeltem Nachdruck.

Überspannen Sie den Bogen also nicht bis zum Bänderriss! Vorsicht ist hier vor allem in der 25. Kalenderwoche und ab Ende Juli dann den ganzen August hindurch geboten. Ganz, ganz besonders vorsichtig sollten jetzt diejenigen mit sich umgehen, die in den ersten Tagen der Zeichen Widder, Krebs, Steinbock oder auch Waage geboren wurden. Generell aber wird sich jetzt jeder Mensch in irgendeiner Form gezwungen sehen, bestimmte kritische Verhaltensweisen endlich rigoros abzulegen, meinen Jupiter, Saturn, Uranus und Pluto. Also, halten Sie sich bereit! Was muss bei Ihnen persönlich anders werden? Was können Sie an Ihrer Lebensweise verändern, damit es Ihnen in Zukunft besser geht? mm Fotos: Shutterstock

Hatten Sie schon den ganzen Frühling hindurch das Gefühl, Sie müssten endlich konsequent gesünder leben als bisher? Dann ist die Zeit jetzt reif, auch entsprechend zu handeln! Das jedenfalls verkündet uns der himmlische Fitnesstrainer Mars, der ab dem 7. Juni das auf das Thema „vernünftige Gesundheitspflege“ spezialisierte Tierkreiszeichen Jungfrau bewohnt. In den beiden Wochen nach dem Vollmond am 27. Juni stehen insbesondere Diäten oder allgemeiner die Umstellung auf eine bewusstere Ernährung für uns alle unter einem dreifach guten Stern; und für Stiere, Jungfrauen und Skorpione ist dieser Stern sogar fünffach vielversprechend! Von Mitte Juli bis Ende August lädt uns die Sonne auf ihrer Reise durch die Zeichen Krebs und Löwe dann ein, uns nach Herzenslust in ihren

Strahlen zu aalen. Das ist – alle Jahre wieder - der beste Weg, die „Krafttankstelle Hochsommer“ anzuzapfen und eine solide Portion Energie für die dunklere Jahreszeit einzulagern.

Die Sternentrends der Saison wurden Ihnen übersetzt von Dr. phil. Michaela Mundt, mantische Lebensberaterin in Kiel. Weitere Hinweise zum aktuellen Lauf der Gestirne finden Sie im Internet auf www.tierkreis.info in der Rubrik „Kalender“.

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Unterhaltung

Horoskop

Der Trendüberblick - von Widder bis Fisch

Zeichenerklärung: = Stimmung, Kraft und Vitalität: der alljährliche persönliche Sonnenrhythmus = Aktivität, Sport und Fitness: die aktuellen Marsimpulse = Sie erkennen nun Ihre wahren Bedürfnisse. Tragen Sie ihnen auch angemessen Rechnung? = Sie haben ein Formtief. Schalten Sie nun lieber auf „Schongang“ für Körper und Seele! = Jetzt sind Sie gut in Form und sprechen positiv auf gesundheitliche Maßnahmen an.

Ihr ganz persönliches Wohlfühlprofil erschließt sich erst in einer individuellen astrologischen Analyse. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen jedoch die beiden aktuell wichtigsten Wohlfühl-Trends für Ihr Geburtszeichen an. Sie ist als Anregung gedacht, bewusst im Einklang mit dem eigenen Energierhythmus zu leben.

Hinweis: Wo „gute blaue“ und „kritisch-rote“ Impulse zusammentreffen oder ein Wochenfeld ganz frei bleibt, ist die Tendenz insgesamt als neutral einzuschätzen.

Monat:

Juni

Juli

August

Widder (23.03. - 20.04.)

Stier (19.04. - 21.05.)

Zwilling (20.05. - 21.06.)

Krebs (21.06. - 22.07.)

Löwe (22.07. - 23.08.)

Jungfrau (22.08. - 23.09.)

Waage (22.09. - 23.10.)

Skorpion (23.10. - 22.11.)

Schütze (21.11. - 22.12.)

Steinbock (21.12. - 20.01.)

Wassermann (19.01. - 19.02.)

Fische (18.02. - 21.03.) Fotos: Shutterstock

Woche Mondphase E = M = V = n =

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Zunehmender Mond: Aufbauen, stärken und kräftigen, was der Unterstützung bedarf. Vollmond: Hochspannung! Mit extremen Stimmungen und physischen Reaktionen rechnen. Abnehmender Mond: Abbauen, was Körper und Seele belastet (Sport, Entschlackung usw.). Neumond: Entscheidungen treffen und neue Wege einschlagen.

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Redaktionsanschrift: Gesundheit im Norden Vossbarg 19 24598 Boostedt Tel.: 04393-969754 Fax.: 04393-971470 BĂźrozeiten: Mo. - Fr. 9.00 - 13.00 Uhr Internet: www.gesundheit-im-norden.com E-Mail: anzeigen@gesundheit-im-norden.com

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IM NĂ„CHSTEN HEFT:

Herausgeber: Birgit Burmeister, JĂśrg Kowsky

Die nächste „Gesundheit im Norden“ erscheint am 1. September 2010. Folgende Themen sind geplant: Von der Last auf unseren Schultern WohlfĂźhlzaubern im Alltag: Gute Laune essen! Das Mehrgenerationenhaus

Art Direction: Gerrit Hansen ohnekopf - Illustration & GraďŹ k DorfstraĂ&#x;e 60, 24232 TĂśkendorf Tel.: 04348-919103 BĂźrozeiten: Mo. - Fr. 9.00 - 13.00 Uhr Autoren: Birgit Burmeister (bb), Gerda Behrends (gb), Jessica Conrad (jc), Ingrid Haese (ih), Gerrit Hansen (gh), Michaela Mundt (mm), Angela Wowra (aw), Ina Schmiedeberg (is)

Die Haut – Spiegel der Seele? Sicherheit im Haus

Schlussredaktion: Angela Wowra (aw)

... und wieder mit viel Unterhaltung, Rezepten, Rätseln, RafďŹ nesse. Sie mĂśchten die Gesundheit im Norden als Service fĂźr Ihre Patienten oder Kunden in Ihrer Praxis bzw. Ihrem Geschäft auslegen? Dann kĂśnnen Sie das Magazin auch in grĂśĂ&#x;erer StĂźckzahl bestellen. Preis nach Mengenstaffel. Rufen Sie mich unverbindlich an. Birgit Burmeister Verlag, Birgit Burmeister, Tel. 04393-969754

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Fotos: Susanne Bielenberg-Bruhn, Birgitta Kowsky, Titelfoto: Shutterstock Anzeigen: Uwe Peters Telefon: 04321 - 187300 Claudia WeiĂ&#x; Telefon: 04392 - 915266 Georg Dzierzon Telefon: 0431/2202587 Gedruckte Auage: 10.000 Exemplare FĂźr unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung Ăźbernommen. RĂźcksendung nur, wenn RĂźckporto beiliegt. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Alle Fotos, Beiträge und vom Verlag gestaltete Anzeigen sind urheberrechtlich geschĂźtzt. Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und Internet sowie Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROMs etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verlages. Zurzeit gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1. GĂźltig ab 1.1.2010.

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I n o v g n u z t Umse

Bis bald mit neuen Ideen …

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Gesundheit im Norden Ausgabe 4 ­ Sommer '10