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nter dem Motto „Männergesundheit als Herausforderung für Prävention und Gesundheitsversorgung“ lud die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Fachleute aus den Bereichen der Männergesundheit und Gesundheitsförderung ein. Auf dem Kongress wurden Zukunftsperspektiven zur Männergesundheit diskutiert. Zur Eröffnung des Kongresses informiert die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit Ulrike Flach: „Unser Ziel ist es, die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten von Jungen und Männern noch stärker in den Fokus unserer Arbeit zu rücken.

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Bereits die um fünf Jahre

geringere Lebenserwartung von Männern gegenüber

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Frauen zeigt uns, dass großer Handlungsbedarf besteht.“ 44 medizin compact MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 44

Praxis-Tipp vom MEDIZIN COMPACT-Team: Schlagen Sie „zwei Fliegen mit einer Klappe“: beim nächsten Kfz-WerkstattTermin lassen Sie sich zeitgleich einen Rundum-Check-Termin bei Ihrem Arzt geben. Danach können dann beide wieder Vollgas geben: Sie - und Ihr Auto.

Hauptsache... das Auto ist gesund! Vergleicht man Verhaltensweisen von Männern und Frauen, zeigt sich deutlich, dass Männer weniger gesundheitsorientiert und mit höherer Risikobereitschaft handeln als Frauen. Studien belegen, dass Männer fettreichere Lebensmittel bevorzugen, mehr Alkohol trinken, häufiger rauchen und öfter Unfallverletzungen davontragen. Drei Viertel aller Selbsttötungen werden von Männern begangen. Hinzu kommt, dass Männer mit Krankheitssymptomen häufig erst spät einen Arzt aufsuchen und seltener Präventionsangebote in Anspruch nehmen, die geeignet sind, die Entstehung von Krankheiten zu verhindern. Die Direktorin der BZgA Prof. Dr. Elisabeth Pott hat die passende Erklärung hierzu: „Traditionelle Männerrollen verhindern nach wie vor Achtsamkeit für den eigenen Körper.

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Männer erwarten von

ihrem Körper, dass er wie

eine Maschine funktioniert.

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Erst bei Störungen wird eine ‚Werkstatt’ aufgesucht.

Vorher auftretende Warnzeichen und Risiken werden bagatellisiert und ignoriert.“ Wichtiger denn je sei es deshalb, Männer über Nutzen und Vorteile von Angeboten

zur Gesundheitsförderung und Prävention zu informieren und zur Inanspruchnahme zu motivieren. Botschaften müssen direkter und geschlechtersensibel kommuniziert werden. Beispielsweise sei vielfach nicht bekannt, dass die gesetzlichen Krankenkassen in der „U35“ (Basischeck-Untersuchung vor Beendigung des 35. Lebensjahres) eine einmalige Rundum-Untersuchung anbieten. Da das Internet von über 80 Prozent der Männer regelmäßig genutzt wird, will man das World-Wide-Web ganz besonders für die Aufklärungsarbeit heranziehen. Die seit einem Jahr von der BZgA ins Leben gerufene Website www.maennergesundheitsportal.de stellt aktuelle männerspezifische Gesundheitsinformationen sowie Termine, Tipps und Anregungen zu den Themen Ernährung, Fitness und Sport, psychische Erkrankungen, Alkoholkonsum und (Nicht-)Rauchen bereit. Die Zugriffszahlen und Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer des Portals zeigen, dass das Informationsangebot von Männern gut angenommen wird. Das klingt doch vielversprechend! ¢(FTG/DML)

Weitere Infos unter www. maennergesundheitsportal.de www.mann-und-gesundheit.com www.stiftung-maennergesundheit.de

08.02.13 18:57

Fotos: photoiron, Helder Almeida, fotolia.com

Männer verwenden häufig mehr Zeit in der Pflege ihres Autos als mit sich selbst. Sie achten weniger auf das eigene körperliche und seelische Wohlbefinden und leben ungesünder als Frauen. Wie kommt es dazu, dass Männer seltener Angebote zur Vorbeugung von Krankheiten oder Gesundheitsförderung wahrnehmen? Welche Herausforderungen stellt das Thema Männergesundheit an die Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung? Wie können Zugangswege und Gesundheitskonzepte für Männer aussehen, mit denen sie auch erreicht werden? Diesen Fragen ging der „Erste Männergesundheitskongress“ nach, der am 29. Januar in Berlin stattfand.

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Medizin Compact, Ausgabe 01/2013  

Medizin Compact, Ausgabe 01/2013  

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