Page 34

sport & fitness

„Alles hat seine Zeit!“ behauptet ein altes Sprichwort, das seinen Ursprung in einem Bibelzitat findet.

H

auptsächlich drei Faktoren spielen eine wichtige Rolle, wann Sie fit sind für Fitness.

Von Ihrem persönlichem Tagesablauf hängt es ab, wieviel Zeit Sie für Sport aufwenden können. Ihre persönliche Antwort auf die Fragen „Wann stehen Sie auf?“, „Wann beginnt Ihr Arbeitstag?“ und „Welche Zeiten sind fest für Familie und Freunde reserviert?“ sind ausschlaggebend für Ihre gesamte Tagesplanung. Als zweiter Faktor kommt Ihre bereits erwähnte „innere Uhr“ ins Spiel: sind Sie ein Frühaufsteher und nach dem Aufwachen sofort hellwach, oder eher eine „Nachteule“, mit entprechenden Anlaufschwierigkeiten nach dem Aufstehen und spätem Start in den Tag? Für den Frühaufsteher ist es naheliegend, das tägliche Sportpensum morgens zu absolvieren. Kommen Sie hingegen erst im Laufe des Tages auf Hochtouren, empfiehlt sich die Trainingseinheit eher am Abend. In der Praxis bedeutet dies: zwingt sich beispielsweise ein Morgenmuffel zum Morgensport, dann muss er hierzu doppelt so viel Disziplin und Motivation aufbringen wie der Frühaufsteher. Sehr schnell kann da der Spaß am Sport auf der Strecke bleiben.

„richtige“

Wann ist die Zeit für Sport? Der dritte Faktor hängt mit den individuellen Ernährungsgewohnheiten zusammen. Manche Menschen können mit noch nüchternem Magen körperlich aktiv werden. Andere wiederum sind erst leistungsfähig, wenn sie ausgiebig gefrühstückt haben.

Oberstes Gebot: hören Sie auf Ihr Körpergefühl! Es macht beispielsweise keinen Sinn, mit vollem Magen durch die Gegend zu sprinten. Ideal ist eine Wartezeit von zwei Stunden. Schließlich benötigt unser Körper ausreichend Zeit für die Verdauung. Übelkeit, Magenschmerzen und schlech-

te Laune sind nicht selten die Folgen, wenn Sie sich über die Bedürfnisse Ihres Körpers hinwegsetzen. In einem solchen Fall ist es besser, das Sportpensum in die frühen Abendstunden zu verlegen. Letztendlich aber ist es eher zweitrangig, zu welcher Uhrzeit Sie Sport machen. Viel wichtiger ist, dass Sie Ihr persönliches Sportprogramm regelmäßig in Ihr Leben integrieren. Entscheidend ist also nicht die Uhrzeit, sondern der grundsätzliche Entschluß „pro“ Bewegung! ¢ (DML)

Weitere Infos unter www.GesundePfunde.com

Sport am frühen Morgen (zw. 6 und 9 Uhr) Pro: Sport kann ein perfekter Start in den Tag sein! Vor allem Sport an der frischen Luft schenkt positive Energie für den gesamten Tag Frühsport läßt Sie Ihren Feierabend unbeschwerter genießen. Da Sie Ihre Trainingseinheit bereits zu Beginn des Tages absolviert haben, steht Ihnen der Feierabend ohne weitere „Pflichten“ zur freien Verfügung. Trainieren Sie in einem Fitnessstudio? Dann es morgens meistens ruhiger dort: Sie können ungestört sporteln und müssen auch nicht an Geräten warten Unser innere Schweinehund schläft noch tief und fest

C C

C C

am Morgen ist perfekt für alle FrühC Sport aufsteher morgendliche Sportpensum macht C Das im Sommer besonders Spaß, da es meist im Laufe des Tages zu heiß für körperliche Aktivitäten wird Contra: Da unser Herz-Kreislauf-System morgens noch auf Sparflamme läuft, steht weniger Energie für das Training zur Verfügung Unsere Muskeln sind nach dem Aufwachen und dem nächtlichen Liegen noch etwas träge. Umso wichtiger ist ein kurzes Aufwärmprogramm vor Trainingsbeginn Für Morgenmuffel ist Frühsport ungeeignet

D D D

34 medizin compact MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 34

08.02.13 18:56

Fotos: Dudarev Mikhail, maxoido, fotolia.com

Unbestritten ist das sog. richtige Timing das „A und O“ in unserem Leben - egal, in welchen Bereichen. HIerbei spielt unsere „innere Uhr“ eine ganz entscheidende Rolle. Sie bestimmt unsere körperliche, emotionale und geistige Leistungsfähigkeit. Gibt es demnach auch die „richtige“ Zeit für das tägliche Sportpensum?

Profile for Gesundheit Compact

Medizin Compact, Ausgabe 01/2013  

Medizin Compact, Ausgabe 01/2013  

Advertisement