Page 28

Medizin News Promotion

Wenn „Schäfchen zählen...“ nicht mehr hilft:

Regulieren Sie Ihre innere Uhr! Der Ruf von Schlaftabletten ist nicht der beste. Schon in geringen Dosen, so beispielsweise die Warnung der Forschungsgruppe um Daniel Kripke vom Viterbi Family Sleep Center der Scripps Institution in San Diego (USA), könnten acht der gängigsten Schlafmittel selbst in relativ niedriger Dosierung gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Die amerikanischen Forscher analysierten über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren die Gesundheitsdaten von knapp 35.000 Patienten.

S

chlafmittel zählen zur Familie der sogenannten Psychopharmaka: die Substanzen arbeiten mit dämpfender Wirkung auf das Gehirn und verstellen dort einige Regelkreise. Herkömmliche

Schlafmittel, zum Beispiel die so genannten Benzodiazepine, greifen sogar stark in die Hirnchemie ein. Dies macht die Schlaftablette kurzfristig zum schnellen Helfer, langfristig jedoch wird die persönliche Schlafstruktur geschädigt und eine Sucht nach der Schlafpille geweckt. Die Anti-Aging Medizin bietet nun eine Alternativlösung an: die Einnahme von Melatonin. Was steckt dahinter? Der äußere Licht-Dunkel-Faktor wird in unserem Körper in das Signalhormon Melatonin umgesetzt. Es wird in einem Teil unseres Zwischenhirns aus Serotonin produziert und in einem bestimmten Rhythmus ins Blut angegeben.

Melatonin ist das Hormon, das unseren Tag-Nacht-Rhythmus steuert Insbesondere Stressgeplante, aber auch ältere Menschen zeigen nachts in der Re-

gel Melatoninwerte, die zu niedrig sind, um die biologische Uhr zu regulieren. Der Organismus wird nicht mehr über die gegenwärtige Phasenlage informiert. Ein gestörter Melatoninhaushalt kann übrigens ein Hinweis auf eine beginnende Depression sein. Aber auch Reisende, die zwischen unterschiedlichen Zeitzonen hin- und herfliegen, kennen das Phänomen der Schlafstörung: auch hier ist die Ursache ein aus dem Gleichgewicht geratener Melatoninspiegel. Melatonin regelt also die innere Uhr, ohne zu betäuben! Zudem stiumuliert Melatonin das Immunsystem und hat keinerlei Suchtpotenzial. Es wirkt über die ganze Nacht und endet natürlich und automatisch bei Helligkeit. Da Melatonin verschreibungspflichtig ist, fragen Sie Ihren Arzt danach. ¢

Weitere Infos unter www.melachron.info, www.vitabasix.com

Neuer Impfstoff gegen Hirnhautentzündung?

„Man hat sehr auf einen Impfstoff gegen Meningokokken vom Typ B gewartet“, erläutert Professor Ulrich Vogel,

Leiter des Nationalen Referenzzenrums für Meningokokken am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Uni Würzburg der Nachrichtenagentur dpa. Nun besteht Hoffnung, dass ein Impfstoff gegen Hirnhautentzündung tatsächlich gefunden wurde. Meningokokken-B-Erkrankungen sind eine bakterielle Infektion. Sie sind die Hauptursache von Meningitis (Hirnhautentzündung) in Europa. Trotz ihrer Seltenheit ist die Erkrankung sehr gefürchtet, da sie rasch und ohne Vorwarnung gesunde Personen treffen kann. Aufgrund grippeähnlicher Symptome wird Hirnhautentzündung im Frühstadium häufig fehldiagnostiziert.

Der Pharmakonzern Novartis hat Ende Januar diesen Jahres die europäische Marktzulassung für den Impfstoff Bexsero erhalten. Er soll gegen Meningokokken vom Serotyp B schützen. Bexsero ist zur Zeit noch in keinem europäischen Land erhältlich, dem Unternehmen zufolge wird die Markteinführung noch einige Wochen oder Monate dauern. ¢ (SL)

Fotos: davidundderriese, Alexander Raths , fotolia.com

Jeder zehnte an Hirnhautentzündung Erkrankte stirbt - einer von fünf muss mit lebenslangen Behinderungen die Folgen dieser Krankheit ertragen. Das RobertKoch-Institut (RKI) in Berlin zählt pro Jahr 300 Fälle von Meningokokken-B-Infektionen. Der Erreger ist den Experten zufolge der häufigste Auslöser von Hirnhautentzündung und Blutvergiftung bei Kindern und Jugendlichen.

28 medizin compact MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 28

08.02.13 18:56

Profile for Gesundheit Compact

Medizin Compact, Ausgabe 01/2013  

Medizin Compact, Ausgabe 01/2013  

Advertisement