Page 25

Quelle: Infoblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Stand Okt. 2012) Fotos: fovito, fotolia.com; Steve Debenport, istockphoto.com

Ob ein Patient bzw. eine Patientin auf der Warteliste privat oder gesetzlich krankenversichert ist, spielt bei der Organvergabe keine Rolle. Die Verteilung von Organen erfolgt ausschließlich nach medizinischen Kriterien wie der Dringlichkeit und Erfolgsaussicht der Transplantation.

5. Wie wird mit dem Leichnam eines Spenders/einer Spenderin nach der Organ- und/oder Gewebeentnahme umgegangen? Der Leichnam eines Spenders von Organen und/oder Geweben wird respektvoll behandelt. Der Verstorbene wird nach der Organentnahme in einem würdigen Zustand zur Bestattung übergeben. Zuvor wird den Angehörigen Gelegenheit gegeben, den Verstorbenen zu sehen und sich in der von Ihnen gewünschten Form vom Verstorbenen zu verabschieden. ¢ (SR) www.medizincompact.de

MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 25

Ausweis als Lebensretter Er ist blau-orange und hilft im Todesfall zu entscheiden, ob Sie Organe und Gewebe spenden wollen oder nicht: der Organspendeausweis. Dieses Dokument erleichtert den Angehörigen und Ärzten die Entscheidung nach Ihrem Tod. Sie haben die Möglichkeit, einer Organspende in fünf verschiedenen Abstufungen zuzustimmen bzw. diese abzulehnen. Der bisherige Ausweis bleibt übrigens auch nach der Novellierung des Transplatationsgesetzes im Sommer 2012 in seiner bisherigen Form bestehen. Führen Sie den Ausweis gut auffindbar bei Ihren persönlichen Papieren mit sich, am besten in der Brieftasche oder Geldbörse, damit die Informationen im Ernstfall schnell griffbereit sind. Dort wird er im Falle eines Falles am ehesten gefunden und es besteht Sicherheit,

dass die Entscheidung bekannt ist und berücksichtigt wird. Außerdem empfiehlt es sich, die nächsten Angehörigen über die eigene Entscheidung zu informieren. Sollten Sie Ihre Einstellung zur Organund Gewerbespende eines Tages ändern, genügt es übrigens, wenn Sie den Organspendeausweis, in dem Ihr erklärter Wille dokumentiert war, vernichten. Sie können sich aber selbstverständlich zu jeder Zeit einen neuen Ausweis besorgen und darin Ihre Spendebereitschaft erklären.

Wo bekommen Sie den Ausweis? ¢ per Telefon: 0800 / 90 40 400 kostenloses Infotelefon*, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr erreichbar ¢ per Internet: www.organspende-info.de Der Ausweis kann kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden ¢ bei Ihrem Arzt ¢ bei Ihrem Apotheker * Anm. der Redaktion: Das Infotelefon Organspende ist eine gemeinsame Einrichtung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Der Spende wird uneingeschränkt zugestimmt, das heißt, alle geeigneten Organe und Gewebe können entnommen werden Bestimmte Organe/ Gewebe werden ausgeschlossen Nur bestimmte Organe/Gewebe dürfen entnommen werden Die Spende wird abgelehnt Das Ganze muss von Ihnen, mit Ausstellungsdatum versehen, unterschrieben werden.

Ein Angehöriger oder Freund soll entscheiden

medizin compact 25 08.02.13 18:55

Profile for Gesundheit Compact

Medizin Compact, Ausgabe 01/2013  

Medizin Compact, Ausgabe 01/2013  

Advertisement