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Bunt ist gesund!

Die Milch macht‘s

Fisch auf den Tisch

Knabbern macht allen Kindern Spaß. Servieren Sie doch mal mundgerecht zerkleinertes Obst oder Gemüse. Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Zwei Portionen Gemüse sollten mindestens dabei sein. Egal, ob Gurke, Radieschen, Karotte, Paprika oder Mandarine, Trauben, Apfel, Banane... so viel Buntes auf dem Teller sieht nicht nur hübsch aus, sondern sorgt schnell für ausreichende Vitaminzufuhr.

Milch und Milchprodukte liefern neben Kalzium eine Fülle an weiteren Nährstoffen wie zum Beispiel Magnesium und Phosphor, die Spurenelemente Zink und Jod sowie Vitamine der B-Gruppe. Wegen des hohen Eiweißgehaltes empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung pro Tag nicht mehr als 350 bis 400 ml Milch. Zu viel Eiweiß kann den kindlichen Stoffwechsel und insbesondere die Nieren belasten. Wenn Ihr Kind morgens einen Becher Milch trinkt, als Nachtisch einen Joghurt isst und abends eine Scheibe Käse aufs Brot bekommt, ist das ein guter Richtwert. Nehmen Sie Abstand von im Lebensmittelhandel angebotenen sog. Kinderjoghurts: die enthalten meist nur viel Fett und Zucker.

Fischfleisch ist leichter verdaulich als Fleisch, da es deutlich weniger Bindegewebe enthält. Vor allem Seefisch ist reich an Jod, Selen und Omega-3-Fettsäuren - allesamt wichtige Nährstoffe für den menschlichen Organismus. Insbesondere Taurin, eine semi-essentielle Aminosäure, ist in beträchtlichen Mengen im Fischfleisch enthalten. Taurin ist wichtig für die Entwicklung des Gehirns und der Retina (Netzhaut) in der frühkindlichen Entwicklungsphase.

Unser Tipp: Mischen Sie Früchte in Naturjoghurt. Das ist lecker und gesund zugleich!

Für Einjährige reichen übrigens 50 g Fisch pro Woche. Bei einem Jugendlichen dürfen es dann schon 200 g pro Woche sein.

Obst als Frischobst ist übrigens am wertvollsten. Konservenobst - meist mit viel Zucker zugesetzt - sollten Sie besser im Lebensmittelregal stehen lassen. Unser Tipp: Für Obstmuffel kann eine Portion auch durch ein Glas Orangensaft ersetzt werden!

Ach, du dickes Ei!

Eier sind gute Vitamin D-Lieferanten und haben viele Mineralstoffe. Zwei bis drei Eier wöchentlich gelten als optimale Menge, wobei einem kleineren Kind eher der Verzehr von einem Ei pro Woche empfohlen wird. Insgesamt sollte man aber auch die „versteckten“ Eier in Kuchen, Eiernudeln und Süßspeisen in die Rechnung mit aufnehmen.

Leider ist Fisch in Deutschland bei Kindern nicht sonderlich populär, mit einer Ausnahme: die berühmten Fischstäbchen. Unser Tipp: Bereiten Sie panierten Fisch fettarm im Backofen zu.

Salz: ein gestrichener Teelöffel genügt

gewicht im Körper aufrechtzuerhalten und die Funktion der Verdauungsorgane, aber auch des Nervensystems zu unterstützen. Salz hält sich allerdings gerne versteckt: in bereits verarbeiteten Lebensmitteln, in Imbissen, Fertiggerichten und auch in Frühstücksflocken, Salami und Käse. Deshalb ist der kindliche Salzbedarf meist schnell gedeckt. Dieser liegt bei einem Schulkind bei max. fünf Gramm Salz pro Tag.

Salz bzw. Natriumchlorid hat die wichtige Funktion, das Flüssigkeitsgleich-

Unser Tipp: Nehmen Sie Kräuter und Gewürze anstatt Salz!

Fotos: Kesu, volkerr, Swetlana Wall, monticellllo, Kadfmy, Teodora_D, airborne77, victoria p., Jag_cz, L.Klauser, fotolia.com

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Medizin Compact, Ausgabe 01/2013  

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