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Heft 01/2013

www.medizincompact.de

Ihr Ratgeber für Gesundheit & Wohlbefinden

Susanne Fröhlich: Diätenwahnsinn, nein danke! Ich bin glücklich in jeder Gewichtsklasse. Vorsorge

Spezial

Ernährung

Gute Gründe für eine Koloskopie

Die wichtigsten Infos zum Thema Organspende

Johann Lafer:

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Wenn gutes Essen Schule macht 08.02.13 18:52


Wadenkrämpfe

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, viele von Ihnen werden sich denken: schon wieder so ein Magazin, das dem Leser etwas über medizinische Themen erzählen will. Das stimmt – aber eben nur vom Grundsatz her. Denn unser neues Magazin will und wird anders sein. Warum: weil wir die Arzt-/Patientenkommunikation verbessern wollen, und weil für jeden etwas dabei soll. Für Sie, die Patienten, für den interessierten Arzt und für die Arzthelferinnen. Im Kern geht es darum, Ihnen – dem meist medizinischen Laien – auf unterhaltsame Art und Weise ausführliche und fundierte Informationen rund um die Themen Medizin und Wissenschaft zu geben und Ihr Wissen darüber zu verbessern. Wir möchten, dass Sie besser vorbereitet und aufgeklärter in ihre Arzt- und Behandlungstermine gehen. Die entsprechenden Fakten finden Sie künftig in Form dieses Magazins im zweimonatigen Rhythmus in den Warfreuen uns, tezimmern ihrer Fachärzte und Kliniken.

Uns liegt aber auch die aktuelle Gesundheitspolitik und deren weitere Entwicklung am Herzen. Das geht uns alle und vor allem unsere Kinder an. Insofern wollen wir Sie objektiv, aber auch kritisch, über alles Wissenswerte auf dem Laufenden halten.

Was uns unterscheidet und letztlich zu einem unverwechselbaren Magazin macht, ist eine andere Herangehensweise an das Thema Medizin, Gesundheit und letztendlich Krankheit.

Unser Anspruch ist gleichzeitig auch ein Versprechen für die Zukunft an Sie – die Leser.

Foto: Feuerwerk, fotolia.com

„Wir ein neues, modernes und informatives Magazin auf den Markt zu bringen“

Ohne den ernsten und wichtigen Hintergrund aus den Augen zu verlieren, will die Redaktion, der Herausgeber, die ärztlichen Autoren und der ärztliche Fachbeirat Sie als Leser unterhalten und Ihre Wartezeit bis zum Termin verkürzen helfen. Neben renommierten Ärzten kommen aber auch Prominente und die Politik zu Wort. Alle zusammen wollen wir, dass der Spaß am Lesen im Vordergrund steht. Dabei stellen wir Ihnen Informationen und Themen rund um die Medizin verständlich, aber keinesfalls oberflächlich zur Verfügung. Dies werden wir auch in ergänzender Form auf unserer Website unter www.medizincompact.de anbieten. Da finden Sie ergänzende Informationen und Tipps. Experten stehen ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung.

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Medizinische Themen sind für den Laien oft schwer verständlich. Das heißt aber nicht, dass grundsätzliche Fragen und Antworten nicht auch mit einfachen Worten erklärt werden können. Dies ist die Aufgabenstellung der Fachärzte jeden Tag in den Praxen und Kliniken. Hierzu wollen wir unseren Beitrag leisten. Das Leben und die Gesundheit sind die wertvollsten Güter, die wir besitzen. Diese sollten wir ernst nehmen und pfleglich damit umgehen. Gute Unterhaltung beim Lesen wünscht Ihnen Ihr Herausgeber Steffen Freitag

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Inhalt Titelthema Susanne Fröhlich Diäten machen Stress - und Stress macht dick!....................6 Voll Fett? - Dick ist nicht gleich dick.....................................10 Iss bitte deinen Teller leer... ................................................12 Gesunde Alternativen für die Nudelfraktion.......................13 Und ewig lockt der Zucker... ................................................16

Ein Snack zwischendurch? - Genuss ohne Reue ...............18

„Iss bitte Deinen Teller leer...“

Medizin Spezial

Wird Übergewicht anerzogen?

Aber bitte mit Schoko! - 6 Müsliriegel im Test....................17

Organspende - Ja oder Nein?...............................................20 Vom Hirntod zur Organspende ............................................22 Organtransport Wie kommt ein Herz von Wien nach Berlin? .......................23 Die wichtigsten Antworten auf Fragen zur Organspende .24 Organspendeausweis - Ihr Ausweis als Lebensretter.........25

Praxis spezial VORSORGE

Susanne Fröhlich im Interview:

„Diäten machen Stress“

18

Seien Sie fürsorglich zu Ihrem Darm...................................26 Gute Gründe für eine Koloskopie ........................................27

Medizin News Neuer Impfstoff gegen Hirnhautentzündung?....................28 Mit Dampf gegen Krebs? Druckchemotherapie lässt hoffen.........................................29 Aggressionen im Schlaf: Vorbote von Parkinson?...............30 Hyaluron - Zaubermittel für glatte Haut ohne Skalpell.......31

ästhetik Keine billigen Kompromisse bei Zahnersatz!.....................32

32

Aggressionen im Schlaf: Vorbote von Parkinson?

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We kra

Int


Körper & Geist compact Sport & Fitness Wann ist die „richtige“ Zeit für Sport?.................................34 Immer in Bewegung - nicht nur beim Sport!......................35

Psychologie Immer online? Surfen - der neue Volkssport.......................36

en

Internetsucht: Wenn aus „online“ ein soziales Offline wird.........................38

6-14

en?

8

familie compact Ernährung Johann Lafer: Food@ducation - Wenn gutes Essen Schule macht.............40

FRAU Myome - Abschied von der Totaloperation...........................42

Mann Hauptsache... das Auto ist gesund!......................................44 Wichtige „Werkstatt“-Termine für den gesundheitsbewussten Mann ..................................45

Organspende Ja oder Nein?

26-31

Macht Testosteron glücklich?...............................................45

Wissen Compact Ratgeber Dank Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz: Gut gerüstet für die Zukunft..................................................46 Sozial|me - Auch virtuell sicher unterwegs ............................47 Buch- und DVD-Tipps rund um Ernährung und Bewegung ....49

Wenn Surfen krank macht:

Internetsucht www.medizincompact.de MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 5

42-45

AUSBLICK Besuchen Sie uns auch im Internet!....................................50 Impressum.............................................................................50 medizin compact 5 08.02.13 18:52


Titelthema

Susanne Fröhlich: „Diäten machen Stress und Stress macht dick!“ Dabei wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts weibliche Schönheit mit einem wohlproportionierten Körper gleichgesetzt: üppige Rundungen galten als attraktives Attribut von Gesundheit und Fruchtbarkeit. Heute - 100 Jahre später - definiert sich vor allem die westliche Wohlstandsgesellschaft vorrangig über ein möglichst niedriges Körpergewicht. TV-Casting-Shows, Hochglanz-Modemagazine, Showstars und Modeschöpfer tragen maßgeblich zu diesem gesellschaft-

lichen Schönheitsbild bei. Und so wird der eigene Körper auf Teufel komm raus kasteit: mit Diäten, Sport und Skalpell. Aber... wo bleibt der Lebensgenuss?

„Lebenslanger Diätenwahn ist Wahnsinn“ resümiert BestsellerAutorin Susanne Fröhlich, gern gesehener Gast in Radio- und TVTalkshows und Mutter von zwei Kindern im Gespräch mit Chefredakteurin Petra Gessinger. Die beiden Journalistinnen unterhielten sich für MEDIZIN COMPACT angeregt über Sinn und Unsinn von Diäten, über Frauenquoten, über die Schwäche für köstliche Kohlenhydrate - und natürlich über das neueste Buch von Susanne Fröhlich: „Diät-Deutsch, Deutsch-Diät“.

MC: Frau Fröhlich, bereits vor Jahren sind Sie mit einem Bestseller über das unendliche Thema rund um die perfekte Figur quasi zur normalgewichtigen Heidi Klum der weiblichen Diät-Fraktion in Deutschland avanciert. Und jetzt wieder ein Buch zu diesem Thema. Was ist Ihr Ziel: Dolmetscherhilfe, wie man in den Kapiteln „Was gesagt wird & was gemeint ist“ vermuten könnte? Oder doch Entwicklungsarbeit in Sachen mentale Annäherung zwischen den nicht nur unter- und überkalorisch bedingten Gefühlsgräben von Schlanken und Dicken? SF: Etwas von allem. Und noch etwas mehr: wir wollten dazu beitragen, diesen Diät-Wahnsinn einmal mit etwas Abstand zu betrachten – und damit etwas zur Entspannung beitragen. Wie man ja

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Foto: Kzenon, fotolia.com; Langenscheidt Verlag

„Schlank, dünn, dürr“, so lautet die vermeintliche Zauberformel und das Ziel von Millionen heranwachsender Mädchen. Dieser „Size Zero“-Generation ist nahezu jedes Mittel recht, um dauerhaft schlank und schön zu werden.


weiß: Diäten machen Stress - und Stress macht dick. Insofern ist das Büchlein irgendwie auch eine Abspeck-Maßnahme und eine diplomatische dazu.

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„Diät-Deutsch, Deutsch-Diät“ soll tatsächlich Beziehungen verbessern – allerdings vor allem die zwischen uns und unseren Pfunden.“

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MC: Sie selbst haben ja nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass auch Sie die gesamte Palette der KörpergrößenWechseljahre durchgemacht haben: von 90 kg bis 65 kg zeigte Ihre Waage alles an... Dazu Ihr entwaffnendes und überaus sympathisches Statement: Sie essen gerne und viel! Mal ganz ehrlich: mit welchem Gewicht haben Sie sich im Hinblick auf den damit verbundenen persönlichen Aufwand am allerwohlsten gefühlt?

-

SF: Irgendwas in der Mitte ist für mich persönlich am besten. Genau festlegen will ich mich nicht, ich kann zum Glück in jeder Gewichtsklasse glücklich sein!

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MC: Auf mich wirkt Ihr neuestes Buch sehr unterhaltsam und höchst amüsant. Ich habe allerdings auch Kritiken gelesen, in denen Leserinnen sich über Ihre recht saloppe Ausdrucksweise mokieren, z. B. über Ihre Ratschläge wie „Essen Sie immer nackt vor dem Spiegel...“ Keine Angst, den Anteil Ihrer etwas stärker gewichtigen Leserschaft mit sarkastischen Feststellungen wie „Unser Körper ist eine Baustelle, die früher oder später vollkommen saniert werden muss“ zu vergraulen? SF: Nein, schon deshalb nicht, weil ich so etwas weder behaupten noch schreiben würde. Ich zitiere nur eine – leider - sehr verbreitete Haltung. Das ist nicht meine. Ich fände es auch ziemlich undankbar, meinen Körper, der mir schon so lange Freude macht, der mich weitgehend gesund und ohne große Zipperlein durchs Leben trägt – so respektlos zu begegnen. www.medizincompact.de MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 7

MC: Sie haben uns mal verraten, dass Ihre Freundinnen alle Konfektionsgröße 38 aufwärts haben. Das klingt nach einer solidarischen Schicksalsgemeinschaft. Im täglichen Leben jedoch werfen Frauen untereinander nur so um sich mit vergifteten Komplimenten. In Ihrem Kapitel „Abspeckkommentare“ kann man das wunderbar nachlesen.

Langsam spricht sich das allerdings auch unter Frauen rum, dass es schlicht verschwendete Energie ist, sich über anderer Frauen Aussehen zu mokieren.

Was, glauben Sie, ist der Grund für diese weibliche Scheinheiligkeit?

SF: Männer auf Frauenparkplätzen, ungerechte Bezahlung, die Annahme, dass wir Frauen schon irgendwann die Hälfte der Chefposten haben werden, wenn wir nur weiterhin brav auf die Quote verzichten. Und... was alle Frauen auf die Palme bringt: der konsequente Verzicht auf Kohlenhydrate. Das ist überhaupt nicht meins und ich denke, auch andere Frauen versaut es enorm den Tag, wenn sie komplett darauf verzichten.

SF: Meiner Meinung nach geht es um Kontrolle. Uns Frauen wird ständig erzählt, wir müssten unseren Körper, unser Aussehen kontrollieren. Und nicht nur unseres – sondern auch das von anderen Frauen.

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„Solange sich Frauen ausschließlich um ihr Aussehen kümmern, kommen sie auch nicht auf andere „dumme“ Gedanken...“

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... wie dem, etwa die Hälfte aller Vorstandsvorsitze in den Unternehmen zu fordern oder auf gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit zu pochen.

MC: Ich habe gelesen, dass bei Ihnen eine Diät nur funktioniert, wenn Sie keine schlechte Laune haben... Was bringt denn die eigentlich immer fröhliche Fröhlich so richtig auf die Palme?

MC: Sie haben im vorigen November Ihren Fünfzigsten gefeiert. Wie fühlt sich das an, ist jetzt irgendetwas anders? Und... im Rückblick: was war die beste Dekade in Ihrem bisherigen Leben? SF:

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„Die beste Dekade ist immer die, in der ich gerade bin.“

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Titelthema SF: Ehrlich – ich fühle mich nicht anders. Weder würde ich jetzt ein Feuerwerk entzünden, nur weil ich 50 wurde, oder jeder neuen Falte einen roten Teppich der Begeisterung ausrollen, noch in Tränen ausbrechen. Ich bin sehr dankbar für das, was ich habe: meine Kinder, die Erfahrung einer sehr langen, sehr glücklichen Beziehung und einer nun sehr tiefen Freundschaft mit meinem Ex-Mann. Ich habe tolle Freundinnen, eine große und großartige Familie. Und ich kann tun, was ich liebe, nämlich schreiben. Wenn das so bleibt – wunderbar! MC: Sie sind nicht nur Bestseller-Autorin, sondern auch Mutter von zwei Kindern. Wie meisterten Sie das Thema „gesunde Kinderernährung“ bei Ihrem Sohn bzw. bei Ihrer zwischenzeitlich volljährigen Tochter? SF: Meine Tochter studiert längst – und isst in ihrer Wohngemeinschaft. Aller-

LESE PROBE

dings kann sie fantastisch backen. Ich liebe ihre Kuchen und Torten. Mein Sohn ist aus dem Ketchup-Nudel-Alter längst heraus. Er isst eigentlich gern, was ich auch gern esse. Auch mal etwas einfaches wie Kartoffelbrei, Spinat, Spiegeleier.

Diabetes Gesundes Zahnfleisch, bessere Zuckerwerte

MC: Es ist ja zwischenzeitlich erwiesen, dass eine Neigung zu Übergewicht bereits in der Kindheit geprägt wird.

Die drei Hauptmahlzeiten möglichst selbst zubereitet und gekocht, wenig Fertiggerichte, und dazwischen möglichst nichts. Damit ist schon sehr viel gewonnen.

Welchen praktikablen Tipp können Sie Frauen geben, damit deren Kinder beispielsweise nicht zu viel Naschkram oder ständig Burger mit Pommes konsumieren?

„Das große Problem heutzutage ist die Versnackung des Speiseplans.“

SF: Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man selbst mit den besten Absichten und 1-A pädagogischen Vorkenntnissen oft grandios an den Bedürfnissen seiner Kinder scheitert. Strikte Verbote halte ich für ebenso riskant wie totaler Freestyle.

Ständig isst man - vielleicht nicht viel, aber ohne größere Pausen, im Zwischendurch, allein – und eben nicht am Tisch mit anderen. Kein Wunder also, wenn übergewichtige Kinder zum Problem der Erwachsenen werden!

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Hängen Sie sich beim Wiegen an die Duschvorhangstange. Das bringt deutlich mehr als zehn Kilo weniger und trainiert nebenbei noch die Bizepse. Oder was glauben Sie, weshalb Madonna so Mordsoberarme hat?! Wiegen Sie sich nach dem Abendbrot - angezogen. Ja, gerne auch im Wintermantel und in UGG-Boots. So lässt sich ein ordentlicher Wow-Effekt erzielen, wenn

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Atmen sie gaaanz tief aus, und holen Sie erst nach dem Wiegen wieder Luft.

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Wiegen Sie sich niemals mit nassen Haaren – föhnen Sie sie unbedingt ganz trocken. Jedes Gramm zählt! Kaufen Sie bloß keine digitalen Waagen und auf keinen Fall etwas Teures. Der Verhandlungsspielraum mit billigen Produkten ist deutlich größer, und außerdem wusste schon Albert Einstein: „Fantasie ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist begrenzt.“

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Legen Sie vor dem Wiegen IMMER Ihren gesamten Schmuck ab. Ja, auch das Intimpiercing.

Schneiden Sie sich die Fußnägel, und raspeln Sie die Hornhaut von Ihren Fersen. Stellen Sie die Waage auf einen hochflorigen Teppich. (Soll sie doch mal sehen, wie es ist, jeden Halt zu verlieren). Ist der Teppich hochflorig genug, könnten Sie sich auch einfach aus den Augen verlieren.

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Legen Sie die Kartons mit den Donuts für das Wiegen einfach mal beiseite.

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Nehmen Sie zwei Heliumballons mit auf die Waage.

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Die zehn besten Methoden, der Waage die Stirn zu bieten Sie morgens völlig nackt auf die Waage steigen. Und: Sie starten bestens gelaunt in den Tag.

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„Mein Tipp: Familienmahlzeiten einhalten, wenn es der Tagesablauf zulässt, also Frühstück, Mittagessen und Abendbrot.“

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E s u d n v d P d D r g

D Z D v z d b P s S m P


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Titelthema Was in der Jugendsprache als cool und schick gilt, ist es im Leben nicht. „Voll fett“ macht krank und unglücklich. Aber es gibt Hoffnung: Der Weg zurück zum Normalgewicht ist anstrengend, aber nicht unmöglich. In Deutschland sind 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig. Und 6,3 Prozent gelten als adipös, so die Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Der Anteil der übergewichtigen Jugendlichen hat sich im Vergleich zu den 80er und 90er Jahren um 50 Prozent erhöht. „Adipositas ist bei Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien fast dreimal so hoch wie in Familien mit hohem Sozialstatus“, resultiert Dr. Bärbel-Maria Kurth, Leiterin der Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung am Robert Koch-Institut.

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Voll fett Dick ist nicht gleich dick

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Bei Erwachsenen gibt es den sogenannten Body Mass Index (BMI), der uns schnell sagt, ob wir normal oder übergewichtig sind. Unterscheiden muss man zwischen Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit). Auch bei Kindern kann man den BMI anwenden, muss aber alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede mit berücksichtigen. Bei den Kinderärzten im Netz gibt es beispielsweise einen BMI-Rechner für Kinder (www.kinderaerzte-im-netz.de/bmi/). Dieser gibt in verschiedenen Abstufungen Auskunft über die Einschätzung des Kindergewichts.

dem schweren Weg zum leichteren Kind (www.aga.adipositas-gesellschaft.de).

Foodwatch schaut genau hin „Statt ausgewogene, gesunde Lebensmittel für Kinder anzubieten, vermarktet die Industrie fast ausschließlich hochkalorische, verarbeitete und ernährungsphysiologisch minderwertige Produkte an Kinder“, prangert foodwatch e.V. an. foodwatch ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 2002 für das Recht der Verbraucher auf qualitativ gute und gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel kämpft. foodwatch finanziert sich aus Förderbeiträgen und Spenden.

Informiert gegen das Fett

Therapie ist, wenn alle helfen

Damit Adipositas bei Kindern und Jugendlichen ein zentrales Thema in der Gesellschaft ist und bleibt, hat sich die Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) 1998 gegründet. Die AGA ist die Vereinigung der auf dem Gebiet der Adipositas im Kindes- und Jugendalter tätigen Wissenschaftler/-innen, Kliniker/-innen und Therapeuten/-innen in Deutschland. Mit ihren jährlich aktualisierten Leitlinien helfen sie, praxisorientierte Tipps zu geben, die Ärzten sowie Eltern helfen auf

Die Behandlung von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen besteht aus Verhaltenstherapie, Ernährungs- und Bewegungstherapie. Allerdings stehen dem Erfolg oft soziale Einflüsse, fehlende Krankheitseinsicht und mangelndes Krankheitsgefühl entgegen. Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen sind nicht sofort spürbar, können aber das spätere Leben der dicken Kinder stark beeinflussen. Der Teufelskreis besteht oft auch darin, dass dicke Kinder gehän-

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selt werden, der psychische Druck hoch ist und zu weiteren Essattacken führt. Die beste Unterstützung für das Kind ist es, wenn die ganze Familie die Essensumstellung mit trägt. Auch innerfamiliär sollte es keine bösen Anspielungen auf das Aussehen des Kindes geben. Eltern und Geschwister sollten das Positive herausstellen, Fortschritte loben und motivierend zur Seite stehen beim Kampf gegen die Pfunde.

Alles kann gut werden Am besten ist es, mit gesunder Familienkost, ausreichend Bewegung, wenig Fastfood und eingeschränkter Bildschirmzeit dem Dicksein vorzubeugen. Eines ist aber tröstlich: Aus dicken Kindern müssen keine dicken Erwachsenen werden. Somit sinkt auch das Risiko, Diabetes oder Herzkrankeiten zu entwickeln, so das Ergebnis einer Studie rund um Markus Juonala, die im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde. Das sollte genug Motivation sein, den langen Weg zum Normalgewicht zu gehen ¢ (SR) Mehr Infos zu foodwatch e.V.: www.foodwatch.de oder Info-Hotline: 030 / 28 09 39 95. medizin compact 11 08.02.13 18:54


Titelthema ... damit du groß und stark wirst“. Millionen von Erwachsenen und Kindern kennen diesen Spruch aus der Kindheit von den Eltern. Leider handelt es sich dabei um ein klassisches Missverständnis, denn meist wird in der Kindheit bereits der Grundstein für späteres Übergewicht und Adipositas gelegt. Nahtlos reiht sich dann das nächste Sprichwort an: „Du bist, was du isst“.

„Iss bitte Deinen Teller leer... ››

Es ist wichtiger denn je, über gutes, gesundes und bewusstes Essen besonders in Familien und an den Schulen aufzuklären.

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Zahlreiche Projekte und Maßnahmen zum Thema ausgewogene Ernährung werden von der Initiative „IN FORM-Deutschland“ gefördert. Diese richten sich an alle Altersgruppen. Ministerin Ilse Aigner liegt die Initiative persönlich sehr am Herzen, „ist sie doch die erste nationale Strategie zur Förderung eines gesunden Lebensstils durch bessere Ernährung und mehr Bewegung“.

Namen. Burger, Pommes und Cola zählen zu den gefragten Produkten, dabei gehören diese eigentlich so selten wie möglich auf den Speiseplan. Wohin das Auge schaut, sieht man die leckeren Speisen, zu denen auch selbstverständlich die Pizza gehört. Die Bundesregierung fördert deshalb Angebote für alle Altersgruppen, angefangen von den jungen Familien, über Kitas, Schulen, Betrieben bis hin zu Senioreneinrichtungen. Dabei soll vor allem das Bewusstsein geschärft werden, um eine Entscheidung für die gesunde Auswahl des Essens zu erleichtern. Ernährungsverhalten wird bereits in der frühen Kindheit geprägt. Deshalb liegt ein Schwerpunkt der Initiative bei Aktivitäten in Kita und Schule.

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Bildungsinhalten im Unterricht. Ministerin Aigner und ihr Ressort setzen neben Aufklärung über eine gesunde und ausgewogene Ernährung auch auf transparente Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln, damit man beim Einkaufen erkennen kann, was in den einzelnen Produkten enthalten ist. Einen wichtigen Beitrag für die Verbraucher leistet auch das Internetportal www.lebensmittelklarheit.de das auf Initiative des Bundesernährungsministeriums von den Verbraucherzentralen betrieben wird. Hier ist auch die Meinung der Verbraucher zur Kennzeichnung einzelner Produkte gefragt. Bleibt zu hoffen, dass sich allmählich das Bewusstsein der Bevölkerung ändert und bereits beim Einkaufen auf eine gesunde und ausgewogene Produktauswahl geachtet wird. ¢ (FTG).

Kinder sollen frühzeitig lernen, wie wichtig eine gute und gesunde Ernährung ist.

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Ziel ist, die Menschen von Kindesbeinen an und als Erwachsene bis zum Jahr 2020 zu motivieren, sich besser zu ernähren, sich mehr zu bewegen und so eigenverantwortlich Krankheiten vorzubeugen. Das hängt natürlich sehr vom persönlichen Lebensstil ab. Das ambitionierte Ziel ist angesichts des seit Jahren anhaltenden veränderten Essverhaltens gar nicht so einfach zu erreichen, bestimmen doch Fast Food und Co. das heutige Straßenbild.

„So werden neben der Entwicklung von Qualitätsstandards für die Kita- und Schulverpflegung mit Vernetzungsstellen in allen 16 Bundesländern entsprechende Strukturen geschaffen“, betont Ministerin Ilse Aigner gegenüber MC.

Werden Kids heute gefragt, wo sie gerne essen möchten, fallen fast immer die gleichen

Viele Schulen verbinden bereits ein ausgewogenes Angebot in der Schulverpflegung mit

Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Fotos: JackF, Dasha, fotolia.com

Unter dem Dach der Initiative „IN FORM – Deutschland“ setzt das Bundesernährungsministerium auf gesunde Ernährung und mehr Bewegung der Bevölkerung.

Das stimmt natürlich ebenso, denn falsche und unausgewogene Ernährung führt zu gesundheitlichen Problemen mit möglicherweise fatalen Folgen oder erhöht das Risiko schwerer zu erkranken. Deshalb kommt es der Bundesregierung wie auch Medizinern darauf an, für mehr Transparenz zu sorgen.

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Gesunde Alternativen für die Nudel-Fraktion

„Bonbons, Lollis, Schokolade... und jeden Tag Spaghetti oder Pommes mit Ketchup!“ So lautet ganz sicher auch die Antwort Ihres Kindes auf die Frage, was es denn am liebsten isst.

Fotos: JackF, Dasha, fotolia.com

Leider benötigt der menschliche Organismus ein bisschen mehr als nur süße Schleckereien und Kohlenhydrate. Besonders für Kinder und Heranwachsende ist eine abwechslungsreiche Mischkost unabdingbar. Die ideale Ernährung von Kindern besteht aus einer Mischung von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln, die teils roh, teils verarbeitet, d. h. gedünstet oder gekocht, verzehrt werden. Auf diesem Speiseplan dürfen die meist heißgeliebten Kohlenhydrate durchaus einen größeren Platz einnehmen. Ideal ergänzt wird das Ganze mit einem kleinen Anteil an Fett (höchstens 30 Prozent der Nahrungsenergie), wobei pflanzlichen Fetten und Ölen den Vorzug zu geben ist. Ebenfalls wichtig: die Zufuhr von Eiweiß (ca. 15 Prozent der Nahrungsenergie). MEDIZIN COMPACT hat für Sie zusammengefasst, was Kinder brauchen und wie viel: www.medizincompact.de MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 13

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Bunt ist gesund!

Die Milch macht‘s

Fisch auf den Tisch

Knabbern macht allen Kindern Spaß. Servieren Sie doch mal mundgerecht zerkleinertes Obst oder Gemüse. Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Zwei Portionen Gemüse sollten mindestens dabei sein. Egal, ob Gurke, Radieschen, Karotte, Paprika oder Mandarine, Trauben, Apfel, Banane... so viel Buntes auf dem Teller sieht nicht nur hübsch aus, sondern sorgt schnell für ausreichende Vitaminzufuhr.

Milch und Milchprodukte liefern neben Kalzium eine Fülle an weiteren Nährstoffen wie zum Beispiel Magnesium und Phosphor, die Spurenelemente Zink und Jod sowie Vitamine der B-Gruppe. Wegen des hohen Eiweißgehaltes empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung pro Tag nicht mehr als 350 bis 400 ml Milch. Zu viel Eiweiß kann den kindlichen Stoffwechsel und insbesondere die Nieren belasten. Wenn Ihr Kind morgens einen Becher Milch trinkt, als Nachtisch einen Joghurt isst und abends eine Scheibe Käse aufs Brot bekommt, ist das ein guter Richtwert. Nehmen Sie Abstand von im Lebensmittelhandel angebotenen sog. Kinderjoghurts: die enthalten meist nur viel Fett und Zucker.

Fischfleisch ist leichter verdaulich als Fleisch, da es deutlich weniger Bindegewebe enthält. Vor allem Seefisch ist reich an Jod, Selen und Omega-3-Fettsäuren - allesamt wichtige Nährstoffe für den menschlichen Organismus. Insbesondere Taurin, eine semi-essentielle Aminosäure, ist in beträchtlichen Mengen im Fischfleisch enthalten. Taurin ist wichtig für die Entwicklung des Gehirns und der Retina (Netzhaut) in der frühkindlichen Entwicklungsphase.

Unser Tipp: Mischen Sie Früchte in Naturjoghurt. Das ist lecker und gesund zugleich!

Für Einjährige reichen übrigens 50 g Fisch pro Woche. Bei einem Jugendlichen dürfen es dann schon 200 g pro Woche sein.

Obst als Frischobst ist übrigens am wertvollsten. Konservenobst - meist mit viel Zucker zugesetzt - sollten Sie besser im Lebensmittelregal stehen lassen. Unser Tipp: Für Obstmuffel kann eine Portion auch durch ein Glas Orangensaft ersetzt werden!

Ach, du dickes Ei!

Eier sind gute Vitamin D-Lieferanten und haben viele Mineralstoffe. Zwei bis drei Eier wöchentlich gelten als optimale Menge, wobei einem kleineren Kind eher der Verzehr von einem Ei pro Woche empfohlen wird. Insgesamt sollte man aber auch die „versteckten“ Eier in Kuchen, Eiernudeln und Süßspeisen in die Rechnung mit aufnehmen.

Leider ist Fisch in Deutschland bei Kindern nicht sonderlich populär, mit einer Ausnahme: die berühmten Fischstäbchen. Unser Tipp: Bereiten Sie panierten Fisch fettarm im Backofen zu.

Salz: ein gestrichener Teelöffel genügt

gewicht im Körper aufrechtzuerhalten und die Funktion der Verdauungsorgane, aber auch des Nervensystems zu unterstützen. Salz hält sich allerdings gerne versteckt: in bereits verarbeiteten Lebensmitteln, in Imbissen, Fertiggerichten und auch in Frühstücksflocken, Salami und Käse. Deshalb ist der kindliche Salzbedarf meist schnell gedeckt. Dieser liegt bei einem Schulkind bei max. fünf Gramm Salz pro Tag.

Salz bzw. Natriumchlorid hat die wichtige Funktion, das Flüssigkeitsgleich-

Unser Tipp: Nehmen Sie Kräuter und Gewürze anstatt Salz!

Fotos: Kesu, volkerr, Swetlana Wall, monticellllo, Kadfmy, Teodora_D, airborne77, victoria p., Jag_cz, L.Klauser, fotolia.com

Titelthema

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Mit vollem Korn voraus!

Fleisch als „Beilage“

Mit zunehmenden Alter nimmt der Wasseranteil im menschlichen Körper ab. Bei einem Kind ist der Wasseranteil am Körpergewicht mit 75 Prozent noch sehr hoch. Bei seiner Mutter beträgt er nur noch 46 Prozent. Entsprechend hoch ist der Flüssigkeitsbedarf eines Kindes. Bei einem 12-Jährigen liegt dieser beispielsweise bei 1,2 Liter Wasser durch Getränke pro Tag. Wird dieser nicht gedeckt, können Erschöpfung und Kopfschmerzen die ersten Warnzeichen sein, dass Ihr Kind zu wenig trinkt. Greifen Sie deshalb bevorzugt zu reinen Säften und nicht nach gesüßten Getränken. Besonders Cola, Limonade, Brausen und sog. Energie-Drinks enthalten massenweise (über-)flüssige Kalorien, ohne zu sättigen. In einem Liter Limonade verstecken sich beispielsweise 100 g Zucker, das sind mehr als 30 Zuckerwürfel!

Brot enthält haupsächlich Kohlenhydrate. Da unser Gehirn nur aus Kohlenhydraten Energie gewinnen kann, ist Brot das ideale „Hirnfutter“. Für Kinder ist somit die eher aus der Mode gekommene „Brotstulle“ der gesündeste Pausen-Snack.

Tierisches Eiweiß ist gerade für das kind- und jugendliche Körperwachstum sehr wichtig. So gilt Fleisch als vorzüglicher Lieferant für Eisen, Zink und verschiedene B-Vitamine, insbesondere Vitamin B12. Dennoch sollte Fleisch stets als „Beilage“ und nicht als Hauptgericht portioniert werden. Damit bekommt der Anteil von Gemüse, Kartoffeln, Reis und Salat einen größeren Stellenwert.

Fazit: meiden Sie Zuckerfallen.

Unser Tipp: Lassen Sie Ihr Kind doch mal ein Körnerbrot probieren. Sesamkörner enthalten beispielsweise viel Kalzium. Sonnenblumenund Kürbiskerne sind reich an Eisen.

Gesunde Durschlöscher: Leitungswasser, stilles Mineralwasser, ungesüßte Früchtetees.

Greifen Sie aber anstatt zu weißem Weizenbrot lieber zum Vollkornbrot! Dieses enthält die meisten Schalenanteile im Korn. Da sich die wertvollsten Inhaltsstoffe des Getreidekorns vor allem in seiner Randschicht befinden, enthält Brot aus Vollkornmehl auch die meisten Vitamine, Ballastund Mineralstoffe, Spurenelemente sowie wichtige, ungesättigte Fettsäuren.

Zwei bis drei Fleischmahlzeiten pro Woche (und Wurst auch nicht täglich) garantieren die ideale Nährstoffversorgung für Ihr Kind.

Süßes nach Maß

Weißbrotprodukte hingegen enthalten außer Kohlenhydraten in Form von Stärke kaum wichtige Nährstoffe, weil die gesunde Schalenschicht im Korn entfernt wurde.

Ebenso lecker: die braune Schwester der Weizennudel - die Vollkornnudel.

Fruchtwasser und Muttermilch sind süß. Da ist die Prägung der Kinder auf diesen Geschmackssinn recht naheliegend. Doch sollten Kinder nach Empfehlung des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) nicht mehr als zehn Prozent der Tageskalorienmenge in Form von Süßigkeiten oder Snacks zu sich nehmen. Ein praktisches Maß ist die kleine Kinderhand: was in eine Hand passt, darf genascht werden. Das ist zwar bei Zuckerwatte und Popcorn etwas schwer umzusetzen, funktioniert aber gut bei Schokolade und Gummibärchen. ¢ (SR/PG)

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Quelle: www.kiggs-studie.de, www.eltern.de

Fotos: Kesu, volkerr, Swetlana Wall, monticellllo, Kadfmy, Teodora_D, airborne77, victoria p., Jag_cz, L.Klauser, fotolia.com

Viel Trinken aber das Richtige

medizin compact 15 08.02.13 18:54


Titelthema Kinder lieben Süßes! Ernährungsbewusste Eltern glauben daher oft, dass sie ihren Kindern mit einem Müsliriegel etwas Gutes tun quasi als gesunde Alternative zum klassischen Schokoriegel.

der

lockt

Zucker...

MC: Die Müsli-Hersteller werben mit Schlagworten wie Bio, Energie, viel Frucht oder Vitamine. Der erste Blick auf die Zutatenbeschreibung offenbart dann leider das Gegenteil: wenig Getreideflocken und Nüsse, aber viel Zucker... Frau Dr. Zyriax, wäre damit der Mythos vom „gesunden Müsli-Riegel“ bereits entzaubert? Dr. Z.: In der Tat besteht nicht selten ein Drittel eines Müsliriegels aus Zucker oder anstatt aus Früchten nur aus Fruchtsaftkonzentrat: neben der Bezeichnung „Zucker“ finden sich häufig Angaben wie Gerstenmalz, brauner Zucker, Honig sowie Glucose-Fruktose-Sirup oder Karamellzuckersirup in der Zutatenliste. Das macht den kleinen Snack dann plötzlich zum Dickmacher und ist auch wenig zahnfreundlich.

MC: Zucker steht - ähnlich wie Fett - im Verruf, gesundheitsschädlich zu sein. Was passiert in unserem Körper, wenn wir ihm Zucker zuführen? Dr. Z.: Zucker in moderatem Maße wird für die Muskelarbeit im Körper herangezogen, dort verarbeitet und sofort wieder abgebaut. Führt man unserem Körper allerdings Zucker in hohen Mengen zu, vermag dieser den Zucker nicht mehr abzubauen, sondern wandelt ihn in Fett um. Zucker ist - wie Fett - lediglich ein Ge-

schmacksträger. Und das macht ihn in unserer Ernährung dann so begehrt.

››

Der menschliche Körper kann Zucker aus Kohlenhydraten im Essen selbst herstellen – eine isolierte Zufuhr ist nicht notwendig!

‹‹

Zwischenzeitlich weiß man auch, dass beispielsweise Fructose (Fruchtzucker), das nicht nur in Obst vorkommt, sondern auch vermehrt zur Süßung verschiedener Lebensmittel eingesetzt wird, nicht als „gesünder“ bezeichnet werden kann. Vielmehr kann Fructose bei langfristig überhöhtem Konsum sogar zu einer Leberverfettung führen. Beim Genuss von beispielsweise Glukose-Fruktose-Sirup (Maissirup) wird vermutlich nicht einmal mehr das Sättigungsgefühl im Gehirn angeregt.

Unser Körper reagiert unmittelbar, indem er massiv Insulin ausschüttet. Und so ist der Teufelskreis eröffnet: unser Blutzuckerspiegel geht sofort wieder in den Keller - und der Hunger ist erneut da!

MC: Aber Zucker macht Spaß, hat einen tollen Geschmack und weckt die Lust auf Essen. Dr. Z.: Ja, genau!

››

Die allererste süße Erfahrung in unserem Leben: Muttermilch!

‹‹

Tritt kein Sättigungsgefühl ein, wird einfach weitergegessen.

Deshalb wird Muttermilch auch mit Assoziationen wie Geborgenheit und Zärtlichkeit verknüpft. Diesen positiven Ersteindruck speichert unser Gehirn schon von Geburt an nachhaltig und für den Rest unseres Lebens ab. So verwundert es nicht, dass der Stoff „Zucker“ auch Erwachsenen positive Gefühle suggeriert: Genuss pur - oder auch als Trostspender, wenn‘s mal nicht so rund läuft im Alltag.

MC: Die sichtbaren Folgen offenbart dann irgendwann der entsetzte Blick auf die Waage?

MC: Ihr abschließender Rat als Ernährungsexpertin, der aber auch Genuss beim Essen wichtig ist?

Dr. Z.: Durchaus, denn Zucker enthält keine sog. Ballaststoffe. Deshalb lassen Süßigkeiten den Blutzuckergehalt in unserem Körper sofort stark ansteigen.

Dr. Z.: Zucker ja - aber in vernünftigem Maße. Und, vielleicht gut zu wissen: eine gesündere Alternative zum Zucker sind... komplexe Kohlenhydrate! ¢ (DML)

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Fotos: silencefoto, LudwigChrist, fotolia.com

Und ewig

Die MEDIZIN COMPACT-Redaktion sah sich die Zutatenliste von sechs ausgesuchten Müsliriegeln genauer an und befragte Frau Dr. oec. troph. Birgit-Christiane Zyriax, Ernährungswissenschaftlerin im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sowie sechs junge Tester, die im Anschluss an die Verkostung der MüsliriegelProben engagiert ihre Meinung äußerten.


Aber bitte mit Schoko! 6 Müsliriegel im Test Beim ersten fruchtigen Riegel verzieht Simon angeekelt das Gesicht: “Der ist total süß und schmeckt nach Apfelsaft.” Auch bei den anderen Probeessern hält sich die Begeisterung in Grenzen.

Nur Jonathan isst genüsslich den Granola Riegel und meint mit einem Lächeln im Gesicht: “Ich bin Sportler, da mag ich lieber Frucht statt Schoko.”

Die Augen der Kinder fangen richtig zu glänzen an, als es zu den „schokobraunen“ Varianten von Müsliriegeln geht...

„Aber nach dem schokoladigen Geruch* hätte ich da mehr Schoko-Geschmack erwartet“, konstatiert Odilo. Beim Alnatura Riegel sind alle begeistert. „Der ist aber viel schokoladiger“, freut sich Florian.

››

‹‹

Marie findet die Cranberry-Riegel sehr “klebrig”. Testprodukte:

Corny Schoko „schmeckt am meisten nach Müsli“, findet Pino.

Erwartungsvoll sitzen sechs junge Testesser vor einem Brettchen mit mundgerecht geschnittenen Stückchen sechs verschiedener Müsli-Riegel, als ginge es gleich um ein Wettessen. Doch sie sollen nacheinander probieren und zwischendurch den Mund mit Wasser ausspülen, damit die Zunge wieder für das nächste Geschmackserlebnis bereit ist. Erst einmal wird geguckt, gerochen, dann abgebissen. Aber dann will es MEDIZIN COMPACT-Redakteurin Stephanie Rosbiegal ganz genau wissen: „Und, wie schmeckt‘s?“ Folgende kritische Antworten der jungen Probanden Pino (9), Marie (9), Jonathan (6), Simon (8), Florian (8) und Odilo (12) führen schnell zu einem Ergebnis:

schokoladigsten Aussehen und Geruch! Wer Müsliriegel als das betrachtet, was sie sind, nämlich Süßigkeiten, kann seinem Kind gerne ab und zu eine kleine Nascherei gönnen.

››

„Und auch so schön braun“, bemerkt Simon.

Allerdings ist bereits mit dem Verzehr eines einzigen Riegels der Tagesbedarf an Zucker für ein Grundschulkind gedeckt. ¢

Marie hat das Schlusswort: „Und schön süß!“

* Anmerkung der Redaktion: Der zitierte Riegel be-

Denn nicht der objektiv süßeste Riegel war der Favorit der Kinder, sondern der mit dem

Country Schoko

Corny Schoko

Alnatura pro

inhaltet mit 24 Prozent Schokolade den höchsten Anteil, gefolgt von dem Alnatura-Riegel mit 18 Prozent.

Eat Natural mit Mandeln , Aprikosen und Joghurtüberzug

Fotos: silencefoto, LudwigChrist, fotolia.com

‹‹

Fazit: Schokolade ist nicht zu toppen!

1.960 kJ (469 kcal)

1.636 kJ (388 kcal)

1.637 kJ (388 kcal)

1.884 kJ (448 kcal)

Brennwert pro Riegel

25 g: 471 kJ (112 kcal)

25 g: 468 kJ (112 kcal)

25 g: 449 kJ (107 kcal)

50 g: 980 kJ (235 kcal)

25 g: 409 kJ (97 kcal)

25 g: 411 kJ (98 kcal)

Eiweiß

6,8 g

7,0 g

6,8 g

5,8 g

6,2 g

6,4 g

Kohlenhydrate

66,7 g

62,9 g

65,4 g

52,8 g

71,3 g

71,6 g

- davon Zucker

39,2 g

35,1 g

29,9 g

34,2 g

32,5 g

29,6 g

Fett

16,4 g

17,8 g

14,4 g

24,8 g

7,7 g

7,4 g

- davon gesättigte Fettsäuren

8,7 g

10,5 g

7,8 g

16,4 g

5,0 g

5,8 g

Ballaststoffe

3,4 g

3,2 g

3,8 g

5,8 g

4,2 g

4,6 g

Natrium

0,10 g

0,22 g

0,13 g

0,05 g

0,16 g

0,14 g

NOTE

gut

befriedigend

sehr gut

ausreichend

befriedigend

befriedigend

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1.791 kJ (426 kcal)

Sirus Cranberry

Brennwert pro 100 g

www.medizincompact.de

1.872 kJ (446 kcal)

Granola Cranberry

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Titelthema

Ein Snack zwischendurch?

Dr. oec. troph. Birgit-Christiane Zyriax vertritt die Meinung: „Gelegentlich kann der Müsliriegel als kleiner Snack durchaus genutzt werden. Er ist aber kein Ersatz für Obst oder Gemüse, die im Hinblick auf Nährstoffe und Enrgie immer besser abschneiden. Als Snack für unterwegs hat er sich als ein praktischer Begleiter bewährt, da gut transportierbar, permanent verfügbar und länger haltbar.“

Dr. oec. troph. Birgit-Christiane Zyriax Ernährungswissenschaftlerin Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Damit aus dem Snack-Quickie ein Genuss ohne Reue wird, hat die Ernährungsexpertin für die MEDIZIN COMPACT-Leser die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Quelle: Pressestelle UKE

ohne Reue!

Foto: Picture-Factory, fotolia.com

So wird‘s ein Genuss

18 medizin compact MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 18

08.02.13 18:55


Wie groß ist eine Portion Müsliriegel?  Eine kleine Zwischenmahlzeit sollte das bleiben,

Ja zu mehr Haar. Ja zu mehr Natur. Ja zu RAUSCH.

was es ist: ein kurzer Genuss mit wenig Energiezufuhr. Die Größe eines Müsliriegels variiert zwischen 15 g und 30 g. Enthält ein Müsliriegel dann aber bis zu 300 Kcal oder mehr, wird dem Gehirn eine gehaltvolle Mahlzeit vorgegaukelt, die jedoch nicht der Realität entspricht. Außer viel Zucker nichts gewesen...

lesen - dann genießen! 2 Erst Werfen Sie einen prüfenden Blick auf die Zutatenliste. Als Faustregel gilt: je weniger Substanzen, umso besser.

Viel Obst, wenig Säfte 3 Der Obstanteil sollte immer am Anfang der Zutatenliste stehen. Säfte als Substanz stehen für eher minderwertige Qualität.

+ Zuckerzu4 Trockenobst satz = zuviel des Guten!

Bei Müsliriegeln mit Trockenobst immer darauf achten, ob Zuckerzusätze beigemischt wurden. Letzteres ist definitv nicht notwendig und auch energietechnisch nicht wünschenswert.

Nutzen Sie die Kraft der Kräuter bei Haarausfall – mit dem starken RAUSCH Trio. RAUSCH Original HAARTINKTUR sorgt für eine Zunahme der Haardichte um bis zu 30,6 % in nur drei Monaten. RAUSCH Weidenrinden SPE ZIAL-SHAMPOO verbessert dank antiseptischen und desinfizierenden Stoffen den Zustand der Kopfhaut. Und mit den wertvollen RAUSCH SCHWEIZER KRÄUTER VITAL KAPSELN sorgen Sie für Schönheit von innen. Spüren Sie den Unterschied. In allen guten Apo theken und Müller-Drogeriemärkten. www.rausch.ch

anstatt Mehl oder Cornflakes 5 Vollkorn Geben Sie einem Müsliriegel mit hohem Vollkornanteil immer den Vorzug.

ist gefragt! 6 Ballast Je höher die Ballaststoffe im Riegel, desto länger

Foto: Picture-Factory, fotolia.com

das Sättigungsgefühl. Bevorzugen Sie Fruchtriegel mit einem hohen Vollkorn-Getreideflockenanteil.

Klettenwurzel (Arctium lappa L.)

Müsliriegel auf Joghurtbasis? 7 Diese Sorte von Müsliriegel schmecken oft besonders lecker, können allerdings sog. gehärtete Fette enthalten. In größeren Mengen regelmäßig konsumiert, stresst dies den Cholesterinspiegel in unserem Körper!

Wieviel Kalorien hat ein Müsliriegel? 8 Die tatsächliche Höhe der Energiezufuhr spiegelt

sich in der Kilokalorien-Angabe wider. Ein kleiner Snack zwischendurch sollte 150 Kcal nicht übersteigen. Wichtig: Vergleichen Sie die Riegel-Hersteller. Die Bezeichnung „Müsli“ oder „Bio“ auf dem Etikett ist längst kein Garant dafür, dass der Müsli-riegel auch wirklich gesund ist!

MEDIZIN COMPACT wünscht guten Appetit! ¢ (DML) www.medizincompact.de MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 19

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Medizin Spezial

Organspende Ja oder Nein? Wenn ein Mensch beispielsweise nach einem schweren Unfall auf der Intensivstation mit dem Tod ringt und die oft in einen Schockzustand resümiert. In dieser Phase eine rationale Entscheidung zu treffen, führt Betroffene an ihre persönliche Grenze. Was ist in einer solchen Ausnahmesituation richtig, was ist falsch, was hätte das Unfallopfer gewollt? Fragen über Fragen, für die es zu diesem Zeitpunkt keine Antworten gibt. Eine psychische und belastende Herausforderung auch für die Ärzte, die Angehörige jetzt fragen müssen, ob eine Organspende in Frage kommt. 20 medizin compact MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 20

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Foto: airportrait, istockphoto.com

Ärzte den Angehörigen wenig Hoffnung machen können, dann ist dies für diese eine traumatische Situation, die


A

uf der anderen Seite warten 12.000 Menschen in Deutschland händeringend auf ein Spenderorgan, um weiterleben zu können. Bei den meisten läuft die Zeit – ca. 1000 Patienten sterben jährlich, weil die ersehnte Hilfe nach einem Spenderorgan zu spät kommt. Für andere wartende Patienten ist es ein beschwerliches Leben zwischen Sorgen, Ängsten und Hoffen. Und auch Gesundheitsminister Daniel Bahr hat die Deutschen zu einer höheren Organspendebereitschaft aufgerufen: „Drei Menschen auf der Warteliste sterben jeden Tag. Wenn mehr mitmachen, müssen weniger sterben“. Und obwohl Organspende Leben rettet und ein Akt der Nächstenliebe ist, fällt es gerade der deutschen Bevölkerung schwer, sich zu einer Entscheidung durchzuringen. So steht Deutschland

auf der Spenderliste deutlich hinter anderen Ländern (siehe Grafik). Dies ist unter anderem der Grund dafür, dass die Krankenkassen seit 1. November 2012 verpflichtet sind, ihre Versicherten ab 16 Jahre anzuschreiben und aufzufordern, sich mit der Frage der Spendenbereitschaft ernsthaft zu befassen. Tatsächlich tritt nur bei ein bis zwei Patienten von 100 zunächst der Hirntod ein – eine unabdingbare Voraussetzung für eine anschließende Organspende. Wer sich mit dem Thema auseinander setzt, wird zwangsläufig auch mit dem eigenen Tod konfrontiert. Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, gute und fundierte Information zu bekommen. Der Einzelne soll und muss in die Lage versetzt werden, sich eine eigene Meinung bilden zu können.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass es viel wahrscheinlicher ist, einmal selbst ein neues Organ zu benötigen, als Spender zu werden. Neben der Organspende nach dem sogenannten Hirntod kann der Spender auch festlegen, ob er bereit ist, Gewebe, Sehnen, Hornhäute oder Blutgefäße zur Transplantation freizugeben. Dagegen ist eine Lebendspende in Deutschland nur zulässig, wenn sich Empfänger und Spender sehr nahe stehen. Eine Organspende will sorgfältig überlegt sein. Wer sich bereits zu Lebzeiten entscheidet, hilft letztlich in dieser wichtigen und sensiblen Frage auch seinen nächsten Angehörigen und natürlich den vielen Patienten, die auf ein Organ warten, um weiter leben zu können. ¢ (FTG)

Foto: airportrait, istockphoto.com

Spanien Österreich Finnland Belgien u. Lux. Tschechien Frankreich Portugal Norwegen Schweiz Schweden U.K. u. Irland Deutschland Niederlande Italien Ungarn Dänemark Polen Griechenland

Organspender/ Mio. Einwohner 0

www.medizincompact.de MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 21

10

20

30

medizin compact 21 08.02.13 18:55


Medizin Spezial

ein

Mensch,

der

zu

Lebzeiten seine Zustimmung zur Organspende erteilt hat, kann einem anderen Menschen mit Überlassung der Organe das Verstorbenen unter Umständen das Leben gerettet oder dessen Leben lebenswerter gemacht werden. Die Voraussetzungen für die Entnahme von Organen orientiert sich allerdings an strikten Vorschriften. Seit 1. Dezember 1997 ist das Deutsche Transplantationsgesetzt (TPG) in Kraft, im Mai 2012 wurde das TPG novelliert und somit Spende, Entnahme, Vermittlung und Übertragung von Organen, die nach dem Tode oder zu Lebzeiten gespendet werden, neu geregelt.

er Hirntod eines Patienten muss von zwei in der Intensivmedizin erfahrenen Medizinern unabhängig voneinander festgestellt werden. Deren beider Diagnose muss also übereinstimmen. Dabei beschreiben die Richtlinien der Bundesärztekammer detailliert, welche Ausfallsymptome vorliegen und welche Untersuchungen durchgeführt werden müssen. Um festzustellen, dass der Patient tatsächlich dem Hirntod erlegen ist, muss der Ausfall sämtlicher Hirnfunktionen nach zwölf Stunden erneut nach demselben Procedere diagnostiziert werden. Erst dann erfolgt die Feststellung des Hirntods.

››

Die Deutsche Stiftung

Organtransplantation –

‹‹

kurz DSO – organisiert die Entnahme der Organe.

Dabei stimmt die DSO bundesweit die Zusammenarbeit zwischen den etwa 1400 Krankenhäusern mit Intensivstation und den 50 Transplantationszentren ab. Die Koordinatoren der DSO veranlassen alle notwendigen medizinischen Untersuchungen. Sie bereiten die Operation vor und rufen die spezialisierte Chirurgen ins

Krankenhaus. Außerdem betreuen sie als Ansprechpartner die Angehörigen. Zudem nehmen sie an der Operation teil und überwachen, das alle Absprachen mit den Angehörigen eingehalten werden.

Ermittlung + Vermittlung

von Organen erfolgt über die

Stiftung Eurotransplant

Bei der Ermittlung der Organe wird länderübergreifend zusammengearbeitet. Geht eine Information über ein gespendetes Organ ein, wird bei Eurotransplant nach festen medizinischen Kriterien in der Datenbank nach einem geeigneten Empfänger gesucht. Dabei haben bei mehreren geeigneten Empfängern die Patienten Vorrang, die ohne ein neues Organ nur noch kurze Zeit zu leben hätten. Für die Entnahme der Organe organisiert die DSO bei Bedarf Entnahmeteams. Haben die Spezialisten ein Organ entnommen, wird es gekühlt, steril verpackt. Anschließend wird es schnellstmöglich zum Empfänger gebracht. Nach der Entnahme wird der Leichnam wieder verschlossen und in einem würdigen Zustand zur Bestattung überführt. ¢ (FTG)

Weitere Infos unter www.dso.de, www.organpaten.de, Infobroschüre zum Thema Patientenverfügung: www.bmj.de

Fotos: sergey02,c, fotolia.com

Stirbt

Vom Hirntod zur Organspende D ›› ‹‹

22 medizin compact MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 22

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BERLIN

Wie kommt ein Herz auf dem schnellsten Weg von Wien nach Berlin?

M

it der gemeinnützigen Stiftung Eurotransplant, die als Vermittler zwischen Spender und Empfänger tätig ist und sich als wichtigstes Ziel die Förderung der Organtransplantation gesetzt hat. Eurotransplant vermittelt und koordiniert den internationalen Austausch von Spenderorganen in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Kroatien, Deutschland, Österreich und Slowenien. Die Zusammenarbeit mit Schwesterorganisationen in Europa ermöglicht es, Spenderorgane und Empfänger zielsicher zusammenzubringen. Der Sitz der Stiftung ist in Leiden in den Niederlanden. Um die möglichst beste Vergabe der Organe zu gewährleisten, laufen bei Eurotransplant die wichtigsten Daten zusammen, wie Blutgruppe, Gewebetypisierung, Krankheitsursache, klinische Dringlichkeit und das Krankenhaus, in dem der potenzielle Empfänger behandelt wird.

››

Ein Computer wertet dabei

alle Daten nach festgelegten

Fotos: sergey02,c, fotolia.com

medizinischen Kriterien aus, so dass der passende Empfänger

Wenn sich allerdings kein passender Empfänger findet, stellt Eurotransplant dem Transplantationszentrum nach einem vereinfachten Verfahren eine Liste von potentiellen Empfängern aus der Region zur Verfügung. Aufgabe von Eurotransplant ist es zudem, die gesamte Koordination der Transplantation zu übernehmen – von der Entnahme über den Transport bis hin zum Empfänger in den Transplantationszentren.

››

Die Vergabe der Organe

im so genannten Standardver-

‹‹

fahren erfolgt nach Richtlinien der Bundesärztekammer.

Auf Erfolgsaussicht und Dringlichkeit wird streng geachtet. Diese Richtlinien entsprechen dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft und werden kontinuierlich überprüft und falls erforderlich angepasst. Eurotransplant wird von den Krankenkassen der angeschlossenen Länder finanziert. ¢ (SR/DML)

gefunden bzw. ein Spender-

‹‹

organ passend zugeordnet WIEN www.medizincompact.de MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 23

werden kann.

Weitere Infos unter www.eurotransplant.org www.organspende-info.de medizin compact 23 08.02.13 18:55


Medizin Spezial

Die wichtigsten

Antworten auf Fragen zur

Organspende Wenn über das beschriebene Standardverfahren kein passender Empfänger gefunden wird und ein Organverlust droht, wird auf ein beschleunigtes Vermittlungsverfahren zurückgegriffen. Die Vermittlungsstelle Eurotransplant stellt dem Transplantationszentrum dann eine Liste von potenziellen Empfängern aus der Region zur Verfügung. Das Zentrum wählt daraus den am besten geeigneten Empfänger aus. Die Gründe für die Auswahlentscheidung muss das Zentrum gegenüber der Vermittlungsstelle dokumentieren, so dass die Entscheidung nachvollziehbar ist und geprüft werden kann.

2. Für eine Organspende kommen nur Menschen in Frage, die am Hirntod verstorben sind.

Was genau ist der Hirntod und wie wird dieser festgestellt? Nach den Richtlinien der Bundesärztekammer ist der Hirntod definiert als „Zustand der irreversibel erloschenen Gesamtfunktion des Groß- und Kleinhirns und des Hirnstamms.“ Alle Funktionen des Gehirns sind unwiederbringlich erloschen, da eine Hirndurchblutung nicht mehr existiert.

ßen, dürfen die Ärzte oder Ärztinnen nicht selbst an der Organentnahme oder der Transplantation beteiligt sein. Außerdem dürfen sie nicht der Weisung eines an der Organentnahme oder Transplantation beteiligten Arztes bzw. einer beteiligten Ärztin unterstehen.

3. Gibt es eine Altersgrenze für die Organ- und Gewebespende?

Der Hirntod ist nach weltweit anerkanntem, naturwissenschaftlich-medizinischem Erkenntnisstand ein sicheres Todeszeichen des Menschen. Die Durchführung der Hirntodfeststellung erfolgt nach strengen Kriterien. Nach dem Transplantationsgesetz müssen zwei erfahrene Ärzte oder Ärztinnen unabhängig voneinander den Hirntod feststellen.

Eine feste, für alle Organe und Gewebe geltende Altersgrenze gibt es nicht. Entscheidend ist nicht das kalendarische Alter, sondern das biologische Alter, also der Zustand der Organe und Gewebe. Einschränkungen gibt es bei der Haut sowie Weichteilgeweben wie Sehnen, Bänder und Bindegewebe, deren Spende bis zum 75. bzw. 65. Lebensjahr möglich ist.

Hierbei muss ein vorgegebenes Untersuchungsschema befolgt und die Ergebnisse schriftlich festgehalten werden. Um einen Interessenskonflikt auszuschlie-

4. Welche Rolle spielt mein Krankenversicherungsstatus bei der Vermittlung von Organen?

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Fotos: fovito, fotolia.com; Steve Debenport, istockphoto.com

1. Was ist das beschleunigte Vermittlungsverfahren bei der Organvergabe?


Quelle: Infoblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Stand Okt. 2012) Fotos: fovito, fotolia.com; Steve Debenport, istockphoto.com

Ob ein Patient bzw. eine Patientin auf der Warteliste privat oder gesetzlich krankenversichert ist, spielt bei der Organvergabe keine Rolle. Die Verteilung von Organen erfolgt ausschließlich nach medizinischen Kriterien wie der Dringlichkeit und Erfolgsaussicht der Transplantation.

5. Wie wird mit dem Leichnam eines Spenders/einer Spenderin nach der Organ- und/oder Gewebeentnahme umgegangen? Der Leichnam eines Spenders von Organen und/oder Geweben wird respektvoll behandelt. Der Verstorbene wird nach der Organentnahme in einem würdigen Zustand zur Bestattung übergeben. Zuvor wird den Angehörigen Gelegenheit gegeben, den Verstorbenen zu sehen und sich in der von Ihnen gewünschten Form vom Verstorbenen zu verabschieden. ¢ (SR) www.medizincompact.de

MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 25

Ausweis als Lebensretter Er ist blau-orange und hilft im Todesfall zu entscheiden, ob Sie Organe und Gewebe spenden wollen oder nicht: der Organspendeausweis. Dieses Dokument erleichtert den Angehörigen und Ärzten die Entscheidung nach Ihrem Tod. Sie haben die Möglichkeit, einer Organspende in fünf verschiedenen Abstufungen zuzustimmen bzw. diese abzulehnen. Der bisherige Ausweis bleibt übrigens auch nach der Novellierung des Transplatationsgesetzes im Sommer 2012 in seiner bisherigen Form bestehen. Führen Sie den Ausweis gut auffindbar bei Ihren persönlichen Papieren mit sich, am besten in der Brieftasche oder Geldbörse, damit die Informationen im Ernstfall schnell griffbereit sind. Dort wird er im Falle eines Falles am ehesten gefunden und es besteht Sicherheit,

dass die Entscheidung bekannt ist und berücksichtigt wird. Außerdem empfiehlt es sich, die nächsten Angehörigen über die eigene Entscheidung zu informieren. Sollten Sie Ihre Einstellung zur Organund Gewerbespende eines Tages ändern, genügt es übrigens, wenn Sie den Organspendeausweis, in dem Ihr erklärter Wille dokumentiert war, vernichten. Sie können sich aber selbstverständlich zu jeder Zeit einen neuen Ausweis besorgen und darin Ihre Spendebereitschaft erklären.

Wo bekommen Sie den Ausweis? ¢ per Telefon: 0800 / 90 40 400 kostenloses Infotelefon*, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr erreichbar ¢ per Internet: www.organspende-info.de Der Ausweis kann kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden ¢ bei Ihrem Arzt ¢ bei Ihrem Apotheker * Anm. der Redaktion: Das Infotelefon Organspende ist eine gemeinsame Einrichtung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Der Spende wird uneingeschränkt zugestimmt, das heißt, alle geeigneten Organe und Gewebe können entnommen werden Bestimmte Organe/ Gewebe werden ausgeschlossen Nur bestimmte Organe/Gewebe dürfen entnommen werden Die Spende wird abgelehnt Das Ganze muss von Ihnen, mit Ausstellungsdatum versehen, unterschrieben werden.

Ein Angehöriger oder Freund soll entscheiden

medizin compact 25 08.02.13 18:55


Vorsorge

„Mir geht es doch gut, noch nie gab es in meiner Familie Darmkrebs“. So oder ähnlich hört es sich an, wenn das Thema auf eine Darmspiegelung, im Fachbegriff Koloskopie, kommt. Oft spielen Angst oder ein falscher Wissensstand bei der eigenen Meinung mit. Tatsächlich erkranken jährlich rund 73 000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs.

D

avon sterben fast ein Drittel an den Folgen. Das müsste nicht sein, denn bei rechtzeitiger Vorsorge liegen die Heilungschancen bei 90 Prozent. Leider spürt der Betroffene nichts davon, wenn sich in seinem Darm aus sogenannten Polypen, das sind Schleimhautgeschwülste, in einem schleichenden Prozess bösartige Tumore entwickeln. Vielmehr ist es eher so, dass der Patient erst bei der Wahrnehmung von Blut im Stuhl zum Arzt geht. Dieses Symptom kann, muss jedoch nicht ein erster Hinweis auf bösartiges Gewebe sein. Bestätigt sich dann allerdings der Verdacht auf Darmkrebs, ist es häufig so, dass sich die Tumore schon so weit ausgebreitet haben, dass die Heilungschancen sehr gering werden. Deshalb ist eine frühzeitige Vorsorge der beste Schutz!

››

Die Vorsorgeuntersuchung mittels Darmspiegelung wird von gesetzlichen Krankenkassen ab dem 55. Lebensjahr übernommen.

‹‹

Gibt es eine familiäre Vorbelastung, sollte eine Untersuchung allerdings schon früher erfolgen. Die Koloskopie wird von Gastroenterologen durchgeführt, das sind Ärzte, die sich auf MagenDarm-Erkrankungen spezialisiert haben. Die Darmspiegelung ist nach wie vor die einzige Möglichkeit, Polypen zu entdecken. In der Regel dauert es bis zu

Sie fürs

Seien

zu Ihrem zehn Jahre, bis sich Polypen entwickeln. Insofern hat man so lange Ruhe, bis eine erneute Untersuchung ansteht. Hat dagegen der Arzt wiederkehrende Tumore entdeckt, erfolgt die nächste Untersuchung früher, meist nach drei Jahren.

››

Gesunde Ernährung und Lebensweise helfen, das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, zu senken.

‹‹

Bevor der behandelnde Arzt zu einer Koloskopie rät, werden Risikofaktoren abgefragt wie Appetit, plötzlicher Gewichtsverlust, Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen oder der Stuhlgang - alles Hinweise, die auf eine Darmerkrankung hindeuten können. Abtasten und eine Stuhluntersuchung durch einen Schnelltest auf nicht sichtbares Blut sind weitere Maßnahmen. Rät der Arzt zu ei-

Darm! ner Darmspiegelung, muss der Patient keine Angst haben, gilt sie doch heutzutage als Routineuntersuchung, ist also risikoarm und sicher.

››

Die Zuverlässigkeit der Darmspiegelung ist hoch: etwa 97 Prozent vorhandener möglicher Vorstufen von Krebs werden erkannt.

‹‹

Eine Langzeitstudie aus den USA ergab eine Senkung der Sterblichkeit um 53 Prozent für Personen, die eine Darmspiegelung mit dem Entfernen von Darmpolypen durchführen ließen. Die Untersuchung wird meist ambulant vorgenommen und findet häufig unter einer Kurznarkose oder örtlicher Betäubung statt. Dabei wird der Patient ständig überwacht. Insgesamt dauert der Eingriff in etwa 25 Minuten. ¢ (FTG)

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Extra-Nahrung gegen Müdigkeit:

Vitamin B12 trägt zur Verringerung von Müdigkeit bei

➜ Vorsorgeuntersuchung ab dem 55. Lebensjahr ➜ Vorsorge Koloskopie bei familiärer Vorbelastung (ab dem 20. Lebensjahr)

Extra-Nahrung für das Nervensystem:

Niacin trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei

➜ Blut im Stuhl

Extra-Nahrung für das Immunsystem:

➜ Tumorsuche insbesondere bei unklarer Gewichtsabnahme oder Metastasen bei unbekanntem Primärtumor ➜ Verdacht auf chronisch-entzündliche oder sonstige Darmerkrankung ➜ Unklare Stuhlgangsveränderungen ➜ Unklare Mittel- und Unterbauchbeschwerden ➜ Kontrolluntersuchung nach Darmkrebstherapie Weitere Informationen: www.darmkrebs.de, www.felix-burda-stiftung.de www.aus-liebe-zur-vorsorge.de www.medizincompact.de MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 27

Fotos: Shutterstock

Vitamin B6 trägt zur einer normalen Funktion des Immunsystems bei

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Medizin News Promotion

Wenn „Schäfchen zählen...“ nicht mehr hilft:

Regulieren Sie Ihre innere Uhr! Der Ruf von Schlaftabletten ist nicht der beste. Schon in geringen Dosen, so beispielsweise die Warnung der Forschungsgruppe um Daniel Kripke vom Viterbi Family Sleep Center der Scripps Institution in San Diego (USA), könnten acht der gängigsten Schlafmittel selbst in relativ niedriger Dosierung gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Die amerikanischen Forscher analysierten über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren die Gesundheitsdaten von knapp 35.000 Patienten.

S

chlafmittel zählen zur Familie der sogenannten Psychopharmaka: die Substanzen arbeiten mit dämpfender Wirkung auf das Gehirn und verstellen dort einige Regelkreise. Herkömmliche

Schlafmittel, zum Beispiel die so genannten Benzodiazepine, greifen sogar stark in die Hirnchemie ein. Dies macht die Schlaftablette kurzfristig zum schnellen Helfer, langfristig jedoch wird die persönliche Schlafstruktur geschädigt und eine Sucht nach der Schlafpille geweckt. Die Anti-Aging Medizin bietet nun eine Alternativlösung an: die Einnahme von Melatonin. Was steckt dahinter? Der äußere Licht-Dunkel-Faktor wird in unserem Körper in das Signalhormon Melatonin umgesetzt. Es wird in einem Teil unseres Zwischenhirns aus Serotonin produziert und in einem bestimmten Rhythmus ins Blut angegeben.

Melatonin ist das Hormon, das unseren Tag-Nacht-Rhythmus steuert Insbesondere Stressgeplante, aber auch ältere Menschen zeigen nachts in der Re-

gel Melatoninwerte, die zu niedrig sind, um die biologische Uhr zu regulieren. Der Organismus wird nicht mehr über die gegenwärtige Phasenlage informiert. Ein gestörter Melatoninhaushalt kann übrigens ein Hinweis auf eine beginnende Depression sein. Aber auch Reisende, die zwischen unterschiedlichen Zeitzonen hin- und herfliegen, kennen das Phänomen der Schlafstörung: auch hier ist die Ursache ein aus dem Gleichgewicht geratener Melatoninspiegel. Melatonin regelt also die innere Uhr, ohne zu betäuben! Zudem stiumuliert Melatonin das Immunsystem und hat keinerlei Suchtpotenzial. Es wirkt über die ganze Nacht und endet natürlich und automatisch bei Helligkeit. Da Melatonin verschreibungspflichtig ist, fragen Sie Ihren Arzt danach. ¢

Weitere Infos unter www.melachron.info, www.vitabasix.com

Neuer Impfstoff gegen Hirnhautentzündung?

„Man hat sehr auf einen Impfstoff gegen Meningokokken vom Typ B gewartet“, erläutert Professor Ulrich Vogel,

Leiter des Nationalen Referenzzenrums für Meningokokken am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Uni Würzburg der Nachrichtenagentur dpa. Nun besteht Hoffnung, dass ein Impfstoff gegen Hirnhautentzündung tatsächlich gefunden wurde. Meningokokken-B-Erkrankungen sind eine bakterielle Infektion. Sie sind die Hauptursache von Meningitis (Hirnhautentzündung) in Europa. Trotz ihrer Seltenheit ist die Erkrankung sehr gefürchtet, da sie rasch und ohne Vorwarnung gesunde Personen treffen kann. Aufgrund grippeähnlicher Symptome wird Hirnhautentzündung im Frühstadium häufig fehldiagnostiziert.

Der Pharmakonzern Novartis hat Ende Januar diesen Jahres die europäische Marktzulassung für den Impfstoff Bexsero erhalten. Er soll gegen Meningokokken vom Serotyp B schützen. Bexsero ist zur Zeit noch in keinem europäischen Land erhältlich, dem Unternehmen zufolge wird die Markteinführung noch einige Wochen oder Monate dauern. ¢ (SL)

Fotos: davidundderriese, Alexander Raths , fotolia.com

Jeder zehnte an Hirnhautentzündung Erkrankte stirbt - einer von fünf muss mit lebenslangen Behinderungen die Folgen dieser Krankheit ertragen. Das RobertKoch-Institut (RKI) in Berlin zählt pro Jahr 300 Fälle von Meningokokken-B-Infektionen. Der Erreger ist den Experten zufolge der häufigste Auslöser von Hirnhautentzündung und Blutvergiftung bei Kindern und Jugendlichen.

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Mit Dampf gegen Krebs? Druck-Chemotherapie läßt hoffen. Die Diagnose einer Peritonealkarzinose - ein in der Regel flächiger Befall des Peritoneums (Bauchfells) mit bösartigen Tumorzellen - gehört zu den größten Herausforderungen in der Medizin. Denn diese Art von Karzinome lassen sich meist nicht operativ entfernen und können auch nicht mit herkömmlichen Chemotherapie-Methoden behandelt werden. Aus diesem Grunde gilt Bauchfellkrebs weitgehend als unheilbar.

D

er Hintergrund: Zytostatika (das sind meist synthetische Substanz, die das Zellwachstum und die Zellteilung bei einer Krebserkrankung hemmen sollen), wirken hauptsächlich in gut durchbluteten Organen. Da das Bauchfell allerdings vergleichsweise schlecht durchblutet ist, gelangt die chemische Substanz in nicht ausreichender Dosierung an die Krebszellen und kann diesen folglich auch nichts anhaben.

››

Eine völlig neuartige Art

‹‹

die Lösung sein.

Grafik: Prof. Dr. Dirk Strumberg

Fotos: davidundderriese, Alexander Raths , fotolia.com

von Chemotherapie könnte

Bei diesem als PIPAC (Pressurized IntraPeritoneal Aerosol Chemotherapy) bezeichneten Verfahren wird der gleiche Wirkstoff wie bei einer herkömmlichen Chemotherapie verwendet. Verabreicht wird sie jedoch auf eine völlig neue Weise: die Behandlung erfolgt minimalinvasiv, das heißt: mittels zweier kleiner Einschnitte in der Bauchdecke wird über eine Mikropumpe das Zytostatikum als feiner www.medizincompact.de

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Dampf unter Druck in die Bauchhöhle geblasen, wo es in das kranke Gewebe gedrückt wird. Auf diese Weise gelangen die Wirkstoffe besser an die Tumore. Zudem sind nur zehn Prozent der üblichen Chemotherapie-Dosis erforderlich. Auch die sonst nicht unbeträchtlichen Nebenwirkungen sind bei dieser Therapieform sehr gering. „Wir haben festgestellt, dass es in Einzelfällen zu einer Rückbildung des Bauchfellkrebs gekommen ist“, berichtet Prof. Dr. MarcAndré Reymond, Chirurg im Marienhospital Herne (Klinikum der Ruhr-Uni Bochum). Er hat diese neue Therapieform an Krebspatienten als individuellen Heilversuch bei Patienten angewendet. Die bisher erzielten Ergebnisse lassen hoffen:

››

„Bereits bei vier Patienten,

deren Krankheitsbild keinerlei

Chancen auf Heilung mehr zuließ, konnte eine komplette Rückbil-

‹‹

dung der Tumore mit der PIPACTherapie erzielt werden“ berichtet Prof. Reymond. Vermag die Druck-Chemotherapie Leben zu verlängern? Sicher kann dies noch nicht behauptet werden. Deshalb ist nun eine Studie mit 50 Personen geplant, die nachweisen soll, dass die PIPAC-Therapie für Bauchfellmetastasen geeignet ist und somit tatsächlich Leben verlängern kann. ¢ (PG)

Weitere Infos unter Prof. Dr. Dirk Strumberg Direktor Medizinische Klinik III - Hämatologie/Onkologie Prof. Dr. Marc-André Reymond Abteilungsleiter Spezielle Onkologische Chirurgie Prof. Dr. med. Clemens Tempfer, Direktor der Klinik für Gynäkologie Marienhospital Herne, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum Hölkeskampring 40, 44625 Herne, Tel. 02323/ 4990 www.marienhospital-herne.de medizin compact 29 08.02.13 18:56


Medizin News

Aggressionen im Schlaf: Vorbote von

Parkinson?

Wer nachts im Schlaf spricht und um sich schlägt, hat ein 60- bis 70-prozentiges Risiko, in den folgenden zehn bis 30 Jahren an Parkinson zu erkranken.

Studien zu gewinnen«, fordert Professor Dr. Wolfgang H. Oertel, Direktor der Klinik für Neurologie in Marburg gegenüber der „Pharmazeutischen Zeitung“. Ziel einer möglichst frühzeitigen Intervention sei es, den Verlauf von Parkinson zu verlangsamen oder sogar aufzuhalten. Dafür gebe es fünf vielversprechende Arzneistoffkandidaten.

Weitere Infos unter www.kompetenznetz-parkinson.de Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wolfgang H. Oertel, Direktor der Klinik für Neurologie in Marburg Telefon: 06421/58-66278 oertelw@med.uni-marburg.de

D

unter den Lidern gekennzeichnet sind (REM = Rapid Eye Movement). In diesem Schlafstadium träumen Erwachsene normalerweise, führen aber im Gegensatz zu Kindern keine Bewegungen aus.

»Wenn jemand nachts von seinem schlafenden Partner attackiert wird, sollte er nicht in ein anderes Zimmer umziehen, sondern mit dem Partner zum Neurologen gehen«, mahnt Professor Oertel. Im Moment gebe es zwar noch keine Therapie für REM-Schlaf-Verhaltensstörungen. Doch in klinischen Studien hätten die Patienten zumindest eine Chance auf eine wirksame Therapie. Da solche Studien allerdings über einen Zeitraum von mindestens fünf bis zehn Jahren laufen müssen, kostet dies sehr viel Geld. Pharmafirmen seien hier an einem Investment nicht interessiert. Umsomehr sei die öffentliche Hand gefragt. »Wir brauchen jährlich fünf Milliarden Euro, um Neuroprävention zu erforschen«, informiert der Direktor der Klinik für Neurologie in Marburg. Nur so ließen sich Volkskrankheiten wie Alzheimer und Parkinson wirksam verhindern. ¢ (SL)

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Foto: dankos, fotolia.com

wir finden, um sie für klinische

ie Parkinson-Krankheit - nach dem englischen Arzt Dr. James Parkinson benannt, der diese Erkrankung erstmalig im Jahr 1817 beschrieben hat - ist eine langsam fortschreitende, neurologische Erkrankung. Sie betrifft bestimmte Gebiete des Gehirns, die an der Kontrolle der willkürlichen und unwillkürlichen Bewegung beteiligt sind. Die langsame Zellendegeneration verursacht einen Mangel des Botenstoffs Dopamin. Dieser Mangel führt zu den klassischen Symptomen dieser in Deutschland auch „Schüttellähmung“ genannten Krankheit. Die typischen Parkinson-Symptome treten allerdings erst auf, wenn die Degeneration des Zentralnervensystems im Mittelhirn schon weit fortgeschritten und unumkehrbar ist. Mittlerweile weiß man, dass zuerst Nervenzellen im Riechkolben und anschließend im Schlafzentrum untergehen – Jahre bis Jahrzehnte, bevor die Neurone (Nervenzellen) betroffen sind. Wissenschaftler wollen Menschen mit reduziertem Geruchssinn und Störungen des REM-Schlafs im Rahmen von Studien untersuchen. Der REM-Schlaf sind die Schlafphasen, die durch schnelle Bewegung der Augen

Quelle: Pharmazeutische Zeitung

»Genau diese Patienten müssen


Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers und aus chemischer Sicht nichts anderes als eine Kette aus Zuckermolekülen. Hyaluron hat allerdings Eigenschaften, die es für die Orthopädie, aber vor allem für den kosmetischen Bereich sehr attraktiv macht: es saugt Feuchtigkeit wie ein Schwamm auf! Ein Gramm Hyaluron kann bis zu sechs Liter Wasser binden. In zunehmendem Maße wird daher Hyaluronsäure als Zaubermittel gegen das Altern eingesetzt. Das Ergebnis: glatte Haut - und das ohne Einsatz eines Skalpells! Lesen Sie außerdem im nächsten MEDIZIN COMPACT-Magazin in der Rubrik ÄSTHETIK: „Hyaluron - mehr als nur ein Zaubermittel gegen Falten“

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Foto: dankos, fotolia.com

Quelle: Pharmazeutische Zeitung

Hyaluron: Zaubermittel

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e älter wir werden, umso mehr schrumpfen die Vorräte an Hyaluron in unserem Körper. Unsere Haut wird faltig, unsere Gelenke fangen an zu knirschen. Im Alter von 60 Jahren beläuft sich beispielsweise der Hyaluronbestand im menschlichen Körper nur noch auf ca. zehn Prozent. Die in den zahlreichen Anti-Aging-Cremes enthaltene Hyaluronsäure geht bis in die Tiefe des Hautgewebes. Die Feuchtigkeitdepots der Haut werden auf diese Weise nachhaltig gefüllt. Noch effektiver als Eincremen ist allerdings eine Hyaluron-Injektion.

„Aufgrund der guten Verträglichkeit ist Hyaluronsäure gerade für die Pflege von empfindlicher Haut besonders gut geeignet“, bestätigt auch Dr. Andreas Britz, Facharzt für Dermatologie und Venerologie in Hamburg, der sich in seiner mehr als 20-jährigen Praxiserfahrung auf dem Gebiet der kosmetisch-ästhetischen Chirurgie, Lasertherapie und Fettabsaugung spezialisiert hat.

Die moderne Leistungsgesellschaft der westlichen Welt hat eine nahezu unstillbare Sehnsucht nach Vitalität und einem jugendlichen Aussehen. „Diesen Bedarf kann heute die ästhetische Medizin durch klinisch bewährte Verfahren in weiten Teilen erfüllen. Als besonders minimalinvasiv und zugleich effektiv haben sich hierbei in den letzten Jahren die verschiedenen Unterspritzungstechniken bewährt,“ erläutert Dr. Britz. Der erfahrene Hamburger Hautarzt hat in seiner Begeisterung für den Zauberstoff Hyaluron sogar in Kooperation mit einem Thüringer Labor eine eigene Kosmetikserie entwickelt, die eine eigene Kosmetikserie entwickelt: CAB ONE ist ein Hyaluronsäure Skin Serum, dass zur äußeren Anwendung im Gesichtsbereich bei regelmäßiger Anwendung zu einer erhöhtenHydratisierung führt und somit sichtbare feine Fältchen verschwinden lässt. ¢ (DML)

Weitere Infos unter: www.hyaluronsaeure.org

Bahnbrechende Innovation für geplagte Allergiker!

Schweizer Kräuterspezialist RAUSCH AG KREUZLINGEN begegnet diesen weit verbreiteten Problemen mit einer sanften, innovativen Pflegelinie: einem hypo-allergenen, reizmildernden Shampoo auf natürlicher Basis und einem darauf abgestimmten Balsam.

S

peziell für die Bedürfnisse der hochsensiblen, reizempfindlichen oder allergie-gestressten Kopfhaut wurde die neue Pflegelinie von RAUSCH entwickelt. www.medizincompact.de

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für glatte Haut ohne Skalpell.

Sie basiert auf wertvollen Wirksubstanzen aus der Natur. Die Ballonrebe, im Volksmund auch „Herzsamen“ genaannt, gab den Produkten ihren Namen und bildet als hochwertiger Extrakt in einer optimalen, milden Grundlage die für Allergiker bestverträgliche Wirksubstanz bzw. Lösung. Herzsamen sind in der Homöopathie ein gängiges Mittel zur Stärkung , Pflege und Heilung hochsensilber, gereizter Haut. Ihre positiven Eigenschaften sind in der Volksheilkunde vieler Völker im tropischsubtropischen Afrika und Amerika, aber auch in Indien verankert,. Dort wird Herz-

samen bereits seit Jahrhunderten zur Linderung und Heilung von Hausausschlägen und Entzündungen eingesetzt. Die hautfreundlichen RAUSCH-Produkte erhalten Sie im gutsortierten Drogeriehandel und natürlich in Ihrer Apotheke. ¢

Weitere Infos unter: www.rausch.ch medizin compact 31 08.02.13 18:56


Ästhetik Gesunde Zähne bis ins hohe Alter stehen auf der persönlichen Wunschliste der Deutschen ganz weit oben. Wenn die natürlichen Zähne durch eine Erkrankung oder irgendwann durch altersbedingte Abnutzung jedoch ernsthafte Defekte zeigen, kommt das Thema „Zahnersatz“ ins Spiel. Häufig werden heutzutage Kronen oder Veneers, das sind hauchdünne Verblendschalen, angefertigt, um im Frontzahnbereich ein ästhetisch schönes Lächeln zu formen. Damit die neuen Zähne jedoch perfekt passen, lange halten und auch optisch den Ansprüchen des Tragenden entsprechen, bedarf es einer Reihe an Qualitätsmerkmalen. MEDIZIN COMPACT unterhielt sich mit Zahntechnikermeister Jürgen Freitag, Inhaber von JF Dental im hessischen Bad Homburg:

Kompromisse bei Zahnersatz! Weitere Infos unter www.kuratorium-perfekter-zahnersatz.de 32 medizin compact MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 32

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Foto: Kurhan, fotolia.com; Jürgen R. Freitag

Keine billigen


te in den Medien immer nur den Preis für Zahnersatz in den Vordergrund. Dabei bestechen diese handwerklichen Meisterleistungen durch viel wichtigere Eigenschaften.

MC: Die da wären? JF: Je nach Umfang der Restaurationsmaßnahme , die der Zahnarzt Ihres Vertrauens nach einer eingehenden Untersuchung empfiehlt, kommen folgenden Faktoren zum Tragen: ¢ Die perfekte Kau-Funktion gilt es wieder herzustellen, ¢ es muss auf eine perfekte Reinigungsfähigkeit geachtet werden und ¢ die Rehabilitation sollte eine perfekte natürliche Ästhetik zeigen! Jürgen R. Freitag, Inhaber JF Dental in Bad Homburg, Speziallabor für ästhetische Prothetik. Zahlreiche Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Dentalmagazinen belegen seine Stellung als Experte. Darüber hinaus betätigt er sich als Kursreferent in Europa, Asien, Süd- und Nordamerika, Australien und Neuseeland.

MC: Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen - teilweise herausnehmbar oder fest einzementiert - das Thema „Zahnersatz“ ist nicht nur recht komplex, sondern für viele Betroffene auch höchst unangenehm. Worauf muss ich bei meiner Entscheidung achten? JF: Leider stellen die meisten Berich-

Foto: Kurhan, fotolia.com; Jürgen R. Freitag

Vorher:

››

Ein guter Zahnersatz

sollte sich nicht oder nur kaum von natürlichen Zähnen unterscheiden.

‹‹

MC: Worauf achten Sie ganz besonders bei Ihrer Anfertigung eines Zahnersatzes? JF: Natürlich darf bei der Anfertigung von Kronen oder Brücken die Restauration eine Farbnuance aufgehellt werden. Ich vermeide jedoch immer, die Zahnfarbe unnatürlich aufzuhellen. Das wirkt oft viel zu künstlich. Das Bestreben soll-

Nachher:

te in Richtung „Restauration“ gehen mit dem Ziel, die Zähne natürlich schön zu gestalten. Heute stehen hervorragende Materialien zur Verfügung, um ein Maximum an Ästhetik zu erreichen. Hier ist vor allem das seit einigen Jahren erhältliche Zircondioxid zu nennen, das metallfrei sehr viele Restaurationen verschiedener Größenordnung ermöglicht.

MC: Sie blicken auf eine fast 30-jährige Praxiserfahrung im Dentalbereich zurück und sind gefragter Dozent auf zahlreichen internationalen Kongressen. Welche besondere Empfehlung geben Sie unseren Lesern zum Thema „Zahnersatz“? JF: Ein perfekter Zahnersatz ist immer eine gute Investiton in Ihre Gesundheit, ihr persönliches Wohlbefinden und schlussendlich auch in Ihr Aussehen. Seien Sie sich selbst zu schade für Billiglösungen. Ganz wichtig im Vorfeld sind meiner Meinung nach Beratung und Aufklärung. ¢ (PG)

››

Transparente Therapie-

und Kostenpläne sind der

Garant für ein dauerhaftes Vertrauensverhältnis und eine große

‹‹

Patientenzufriedenheit.

Wie natürlich und eigentlich unsichtbar eine solche Krone aussehen sollte, zeigen die beiden Bilder, die sehr überzeugend den „VorherNachher-Effekt“ dokumentieren. www.medizincompact.de

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sport & fitness

„Alles hat seine Zeit!“ behauptet ein altes Sprichwort, das seinen Ursprung in einem Bibelzitat findet.

H

auptsächlich drei Faktoren spielen eine wichtige Rolle, wann Sie fit sind für Fitness.

Von Ihrem persönlichem Tagesablauf hängt es ab, wieviel Zeit Sie für Sport aufwenden können. Ihre persönliche Antwort auf die Fragen „Wann stehen Sie auf?“, „Wann beginnt Ihr Arbeitstag?“ und „Welche Zeiten sind fest für Familie und Freunde reserviert?“ sind ausschlaggebend für Ihre gesamte Tagesplanung. Als zweiter Faktor kommt Ihre bereits erwähnte „innere Uhr“ ins Spiel: sind Sie ein Frühaufsteher und nach dem Aufwachen sofort hellwach, oder eher eine „Nachteule“, mit entprechenden Anlaufschwierigkeiten nach dem Aufstehen und spätem Start in den Tag? Für den Frühaufsteher ist es naheliegend, das tägliche Sportpensum morgens zu absolvieren. Kommen Sie hingegen erst im Laufe des Tages auf Hochtouren, empfiehlt sich die Trainingseinheit eher am Abend. In der Praxis bedeutet dies: zwingt sich beispielsweise ein Morgenmuffel zum Morgensport, dann muss er hierzu doppelt so viel Disziplin und Motivation aufbringen wie der Frühaufsteher. Sehr schnell kann da der Spaß am Sport auf der Strecke bleiben.

„richtige“

Wann ist die Zeit für Sport? Der dritte Faktor hängt mit den individuellen Ernährungsgewohnheiten zusammen. Manche Menschen können mit noch nüchternem Magen körperlich aktiv werden. Andere wiederum sind erst leistungsfähig, wenn sie ausgiebig gefrühstückt haben.

Oberstes Gebot: hören Sie auf Ihr Körpergefühl! Es macht beispielsweise keinen Sinn, mit vollem Magen durch die Gegend zu sprinten. Ideal ist eine Wartezeit von zwei Stunden. Schließlich benötigt unser Körper ausreichend Zeit für die Verdauung. Übelkeit, Magenschmerzen und schlech-

te Laune sind nicht selten die Folgen, wenn Sie sich über die Bedürfnisse Ihres Körpers hinwegsetzen. In einem solchen Fall ist es besser, das Sportpensum in die frühen Abendstunden zu verlegen. Letztendlich aber ist es eher zweitrangig, zu welcher Uhrzeit Sie Sport machen. Viel wichtiger ist, dass Sie Ihr persönliches Sportprogramm regelmäßig in Ihr Leben integrieren. Entscheidend ist also nicht die Uhrzeit, sondern der grundsätzliche Entschluß „pro“ Bewegung! ¢ (DML)

Weitere Infos unter www.GesundePfunde.com

Sport am frühen Morgen (zw. 6 und 9 Uhr) Pro: Sport kann ein perfekter Start in den Tag sein! Vor allem Sport an der frischen Luft schenkt positive Energie für den gesamten Tag Frühsport läßt Sie Ihren Feierabend unbeschwerter genießen. Da Sie Ihre Trainingseinheit bereits zu Beginn des Tages absolviert haben, steht Ihnen der Feierabend ohne weitere „Pflichten“ zur freien Verfügung. Trainieren Sie in einem Fitnessstudio? Dann es morgens meistens ruhiger dort: Sie können ungestört sporteln und müssen auch nicht an Geräten warten Unser innere Schweinehund schläft noch tief und fest

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am Morgen ist perfekt für alle FrühC Sport aufsteher morgendliche Sportpensum macht C Das im Sommer besonders Spaß, da es meist im Laufe des Tages zu heiß für körperliche Aktivitäten wird Contra: Da unser Herz-Kreislauf-System morgens noch auf Sparflamme läuft, steht weniger Energie für das Training zur Verfügung Unsere Muskeln sind nach dem Aufwachen und dem nächtlichen Liegen noch etwas träge. Umso wichtiger ist ein kurzes Aufwärmprogramm vor Trainingsbeginn Für Morgenmuffel ist Frühsport ungeeignet

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Fotos: Dudarev Mikhail, maxoido, fotolia.com

Unbestritten ist das sog. richtige Timing das „A und O“ in unserem Leben - egal, in welchen Bereichen. HIerbei spielt unsere „innere Uhr“ eine ganz entscheidende Rolle. Sie bestimmt unsere körperliche, emotionale und geistige Leistungsfähigkeit. Gibt es demnach auch die „richtige“ Zeit für das tägliche Sportpensum?


Sport in der Mittagszeit (zw. 12 und 14 Uhr) Pro: Das Mittagstraining läßt den ersten Stress des Tages vergessen Eine kurze Sporteinheit in der Mittagspause macht gemeinsam mit Arbeitskollegen oder einer Freundin doppelt so viel Spaß Die mittagliche Sporteinheit fördert die Durchblutung im Gehirn, was zu einer besseren Konzentration auf die Arbeit am Nachmittag führt

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Contra: Mittagssport unter Zeitdruck (bei zu kurzer Mittagspause) ist nicht effektiv und artet womöglich nur in Stress aus Akute Probleme im Tagesgeschäft lassen keine Freude an der sportlichen Tätigkeit aufkommen Beginnt der Tag sehr früh, fallen viele Menschen in der Mittagszeit in ihre erste Müdigkeitsphase. Dies erschwert sportliche Aktivitäten Im Sommer herrschen mittags meist sehr hohe Temperaturen - für körperliche Anstrengung ungeeignet!

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Sport am Nachmittag (zw. 15 und 18 Uhr) Pro: Studien haben bewiesen, dass die Zeit zwischen 16 und 18 Uhr die ideale Zeit für sportliche Aktivitäten ist Am Nachmittag befindet sich unser Körper auf Betriebstemperatur. Ausdauerund Krafttraining sind jetzt am effektivsten Unsere Muskulatur ist aufgewärmt und vollkommen flexibel. Dies reduziert die Gefahr von Verletzungen Sport nach der Arbeit fördert einen optimalen Stressabbau und sorgt für einen entspannten Feierabend

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Contra: Unserer innerer Schweinehund ist um diese Tageszeit hellwach: Disziplin ist erforderlich, ihm zu widersprechen und das Training zu starten Die Fitnessstudios sind um diese Tageszeit voll. Wartezeiten an den Geräten sind nicht auszuschließen Im Hochsommer herrschen noch immer hohe Temperaturen, Sport belastet zu sehr Körper und Kreislauf!

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Sport in den Abendstunden (zw. 20 und 22 Uhr) Pro: Unsere Körpermuskular ist aufgewärmt und vollkommen flexibel Das Training wirkt intensiver Das abendliche Sportpensum läßt den Stress des gesamten Tages vergessen und macht den Kopf frei von negativen Erlebnissen Wohlig ausgepowert von der körperlichen Aktivität ist der Schlaf tiefer und fester Sport in den Sommermonaten ist in den Abendstunden überaus angenehm, da die Tages-temperaturen dann meist auf ein angenehmes Level abgesunken sind

Fotos: Dudarev Mikhail, maxoido, fotolia.com

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Contra: Noch zu wälzende Probleme können schnell vom Training ablenken oder gar abhalten Unser innerer Schweinehund ist hellwach: abends ist die Motivation am geringsten und die Bequemlichkeit am höchsten, sich nach einem anstrengenden Arbeitstag noch zum Sportprogramm aufzuraffen. Im Fitness-Studio könnte es überfüllt sein. Wartezeiten an den Trainingsgeräten lassen Motiviation und Laune in den Keller rutschen Nach einer intensiven Sporteinheit ist der Körper dermaßen auf Hochtouren, dass das Einschlafen danach schwerfällt. Sport zu Nachtzeiten, wenn es draußen dunkel ist, ist nicht jedermanns Sache. Leuchtende, im Dunkeln auffallende Kleidungsfarben sind ein Muss!

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Immer in Bewegung nicht nur beim Sport! Regelmäßige Bewegung hält Körper, Geist und Seele fit! Was schon fast wie eine Binsenwahrheit daherkommt, gewinnt in unserem Leben, das wir in zunehmenden Maße nicht nur im Beruf, sondern auch privat vor dem Computer, dem Fernsehgerät oder am Schreibtisch verbringen, eine wichtigere Bedeutung. Körperliche Aktivitäten stärken nicht nur unser Immunsystem und schützen auf diese Weise vor Krankheiten, sie dienen auch dem persönlichen Stressabbau und schenken Glücksgefühle, einhergehend mit einer wohligen Entspannung. Ihnen fehlt allerdings Zeit und Disziplin für eine tägliche Sporteinheit? Kein Problem! Es gibt eine Reihe an Tätigkeiten in Haus und Garten, bei denen Sie fast nebenher so richtig Kalorien verbrennen. MEDIZIN COMPACT hat für Sie recheriert und die interessantesten Bewegungs-Ergebnisse unseres Alltag zusammengetragen:

Energieverbrauch pro Stunde bei einer Person mit 65 kg Körpergewicht Stausaugen Fensterputzen Bügeln Kochen stehend zubereiten Gehweg kehren Rasen mähen (Elektromäher, gehend) Unkraut jäten Autoreinigung, von Hand Schnee schaufeln, von Hand Holz hacken Mit dem Hund Gassi gehen

230 Kcal 195 Kcal 150 Kcal 160 Kcal 260 Kcal 350 Kcal 290 Kcal 290 Kcal 390 Kcal 390 Kcal 195 Kcal

Hätten Sie gedacht, dass zwei Stunden Hausputz fast genauso viel Kalorien verbrennen wie eine Stunde langsames Joggen? ¢ (PG)

Weitere Infos unter www.gesuender-abnehmen.com www.kalorientabelle.net, www.fettrechner.de medizin compact 35 08.02.13 18:56


Psychologie Marios Lieblingssport ist Surfen. Der sonst eher introvertierte Gymnasialschüler benötigt dazu aber weder Schwimmanzug noch ein Surfbrett. Seine Ausrüstung besteht vielmehr aus einem Computer mit Internetanschluss. Von seinem Schreibtisch aus taucht er dann ab. In seine eigene Welt. In das bunte und schier grenzenlos anmutende World Wide Web.

Immer online? L

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Es wird gesurft, gechattet, gespielt und downgeloaded, was das Zeug aushält. Dabei vergisst der 16-Jährige schon mal Verabredungen, Schularbeiten oder gar das Essen.

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ario ist nur eine fiktive Figur, steht jedoch repräsentiv für den heutigen Trend.

Jeder fünfte Jugendliche in Deutschland verbringt täglich mind. sechs Stunden vor dem Computer oder vor dem Fernsehgerät - so das Ergebnis einer Studie der Universität Lüneburg, im Auftrag der Deutschen Angestellten KrankenkasseGesundheit (DAK-Gesundheit). Dank Unterstützung technischer Helfer wie Laptop, SmartPhone oder Tablet ist

Computerspiele sind im Hinblick auf ihr Suchtpotenzial vergleichbar mit Alkohol, Drogen oder dem Glücksspiel.

der Mensch für Kollegen und Geschäftspartner, aber auch für seine realen und virtuellen Freunde weltweit uneingeschränkt und nonstop zu nahezu jeder Tageszeit erreichbar - wenn er das wirklich will.

Nur... ab wann wird das Wollen zur Sucht? Ausschlaggebend für das Maß der Abhängigkeit ist auch hier der Kontrollverlust.

Der Nutzer selbst vermag nicht mehr zu erkennen, dass ihm das stundenlange Surfen im Netz oder das unkontrollierte Spielen am Computer Schaden zufügt. Das Netz nimmt einen lebenswichtigen Part im persönlichen Tagesablauf ein. Ähnlich wie bei einer Spielsucht gerät beim Internet-Junkie das soziale, finanzielle und emotionale Gleichgewicht ins Wanken. Von der Außenwelt abgeschottet, surft er stundenlang im Netz. Auch nachts. Dies ist für Internetsüchtige

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Foto: Thomas Perkins, istockphoto.com

Mario likes it. Und so hat die virtuelle Magie ihn voll im Griff. Dass er währenddessen immer mehr den Bezug zur realen Welt verliert, bemerkt der junge Mann nicht. Und dass seine Noten im zurückliegenden Schuljahr signifikant schlechter geworden sind, erstaunt wohl ebenfalls kaum.

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„Mario ist jetzt online“ - der grüne Knopf signalisiert seinen Freunden im virtuellen Netzwerk, dass Mario erreichbar ist. Selbstverständlich achtet Mario darauf, möglichst immer erreichbar zu sein. Die Kontakte sind zum A und O seines Alltags geworden. Freundschaft „on demand“zuverlässig auf Abruf und doch in letzter Konsequenz unverbindlich.


? Like :-) ... Surfen - der neue Volkssport.

möglich, der vor allem Menschen mit wenig realen sozialen Kontakten attraktiv, da leicht zugänglich, erscheint. Das Netz suggeriert dem Nutzer zudem, dass völDie verführerische lig frei entscheiden kann, was er gerade macht. Ob Illusion von er etwas liest, schreibt, Gemeinschaft oder anklickt oder etwa Daten herunterlädt. Gruppenzugehörigkeit.

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Foto: Thomas Perkins, istockphoto.com

Eine weitere, nicht zu unterschätzende Rolle spielt der Belohnungseffekt: Ergebnisse zu vollbrachten Handlungen können per Tastenklick, also in Sekundenschnelle, im Netz kommuniziert werden.

übrigens besonders typisch. Mittelund langfristig führt dieses Verhalten nicht nur zum Zerbrechen von sozialen Kontakten, sondern oftmals sogar zum Verlust des Arbeitsplatzes. Die virtuelle Welt ersetzt die reale - Aufgaben und Verpflichtungen im wirklichen Leben werden nicht mehr wahrgenommen. Dieser Kontrollverlust und das Versagen, die eigenen Internetaktivitäten nicht mehr einschränken zu können, bereitet Betroffenen oftmals sogar Schuldgefühle. www.medizincompact.de

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Was aber macht das Internet so attraktiv? Beispielsweise die Anonymität. Der User muss seine Identität nicht preisgeben und somit auch nicht ungeliebte Charakterzüge und Eigenschaften. Soziale Klassen werden aufgehoben. Kontakt zu Menschen, welche man sonst gemieden hätte oder - ein weiteres Indiz eines Suchtpotenzials - , mit welchen man sonst nicht in Kontakt gekommen wäre. Im Netz ist ein sozialer Austausch

Die Folge: sofortige Aufmerksamkeit bei allen „Freunden“ sowie eine die eigene Persönlichkeit aufwertende Anerkennung. Dies bezieht sich besonders auf den Meinungsaustausch zu Erfahrungen oder auf Portale und Blogs, in denen Hilfeleistung zu bestimmten Themen gefragt ist. Bedauerlicherweise ist auch einem Internet-Süchtigen seine eigene Sucht nicht bewusst. Dies ist ja auch das wesentliche Merkmal einer Sucht. Betroffene versuchen ihr Suchtverhalten vor Freunden und Bekannten gar zu verheimlichen. Neben körperlichen Schäden wie Rückenschmerzen und Sehschwächen sind die dramatischen Folgen einer Internetsucht das komplette Zusammenbrechen des persönlichen und geschäftlichen Umfelds. ¢ (DML) medizin compact 37 08.02.13 18:56


Psychologie

„Online“ ein soziales Offline wird

Wenn aus

Internetsucht Rauchen schadet der Gesundheit - das ist hinlänglich bekannt. Und vor jeder Einnahme eines Medikaments empfiehlt sich ein genauer Blick auf den Beipackzettel. Aber wie sieht es mit der Nutzung von Handy, Smartphones und Computer aus? Hier ist das Wissen um gesundheitliche Folgeschäden beim Nutzer noch nicht angekommen. Eine aktuelle Studie am medizinischen Institut der Universität Göteborg offenbart: die regelmäßige Nutzung moderner Technologie führt gerade bei jungen Erwachsenen zu Schlafstörungen, Stress und mitunter sogar zu mentalen Beeinträchtigungen. Dr. Tim Aalderink, Leitender Psychologe der Schön Klinik, Bad Bramstedt:

Jugendliche sind Computer und Co. heute ganz selbstverständliche Begleiter im Alltag. Die Nutzung ist zumeist sinnvoll und bietet vielfältige Möglichkeiten zur Zerstreuung.

MC: Herr Dr. Aalderink, ginge es nach dem Willen Ihrer schwedischen Kollegen, dann müssten auch Handy, Smartphones und Computer einen Warnhinweis tragen. Wie denken Sie darüber?

MC: Ab wann wird es denn für den jugendlichen User gesundheitlich gefährlich?

Dr. TA: Untersuchungen zeigen, dass die Gruppe der 14- bis 16-Jährigen in der Tat besonders häufig vom pathologischen Computer-Gebrauch betroffen sind. Für

Dr. TA: Die Gefahr, eine Computer- oder Internetsucht zu entwickeln, besteht insbesondere bei denjenigen Jugendlichen, die während des Heranwachsens wenig

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Foto: lassedesignen, fotolia.com

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n Deutschland verfügen 81 Prozent aller Haushalte über einen Computer. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge gebrauchen 80 Prozent der Computernutzer ihren PC täglich oder fast jeden Tag. Laut IfD Allensbach stufen mehr als 25 Millionen Personen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren ihren Kenntnisstand im Bereich Computer mindestens als fortgeschritten ein. MEDIZIN COMPACT bittet einen Experten in Sachen „Internetsucht“ zum Gespräch:


MC: Sucht kann also jeden treffen? Dr. TA: Zumindest ist es äußerst schwierig, die Grenze zwischen dem unproblematischen und dem problematischen Konsum oder Verhalten zu ziehen. Meist ist der Übergang vom gewohnheitsmäßigen Konsum über den Missbrauch und den schädlichen Gebrauch bis zur Abhängigkeit fließend.

t

MC: Welche Faktoren verstärken eine Computersucht? Dr. TA: Die Ursachen, die zum pathologischen Computer-Gebrauch führen, können individuell sehr verschieden sein.

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Häufige Auslöser sind Schwierigkeiten im alltäglichen persönlichen Umfeld.

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Dr. TA: Auch psychische Probleme wie Selbstwertdefizite, soziale Ängste oder Depressionen können einer exzessiven Computer-Nutzung zugrunde liegen. Wenn die Betroffenen keine Lösungsstrategien für solcher Art Probleme entwickeln können und sie zugleich eine be-

sondere Vorliebe für Online-Aktivitäten, Internet-Spiele oder Ähnlichem haben, besteht die Gefahr der Flucht in die virtuelle Welt. Denn dort herrschen andere Regeln, der User kann in andere Rollen schlüpfen und erlebt gleichzeitig oft eine kurzfristig sehr positive emotionale Stimulanz, die ihm im normalen Alltag verwehrt ist.

MC: Daraus kann dann eine Art Teufelskreis entstehen? Dr. TA: Genau, denn meist verstärken sich unbemerkt die vermehrte Computer-Nutzung und die Probleme in der realen Welt gegenseitig. Schließlich können auch Züge von Suchtverhalten auftreten. Das alles geschieht zumeist in einem kontinuierlichen Prozess und beginnt in der Regel als unbewusster Rückzug.

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PCs und Smartphones sind vor allem für Jugendliche eine Freizeitbeschäftigung, die intensive emotionale Erlebnisse positiver Art ermöglicht.

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MC: Was sind typische Verhaltensweisen bei Internet-Süchtigen?

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Besonders gefähr-

det sind arbeitslose

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Single-Männer zwischen 14 und 24 Jahren.

Untergewicht, Adipositas sowie körperlich-hygienische Vernachlässigung bis hin zur Verwahrlosung. Laut einer repräsentativen Studie im Auftrag der Drogenbeauftragten der Bundesregierung sind mittlerweile per als eine halbe Million Menschen in Deutschland im Alter zwischen 14 und 64 von Internetsucht betroffen, weitere 2,5 Millionen sind suchtgefährdet. Als Abhängigkeit gilt laut dieser Studie eine tägliche Onlinezeit von mindestens vier Stunden. Bislang ist die Internetund Computerspiel-Sucht allerdings noch nicht als eigenständige Krankheit anerkannt. Deshalb werden die Kosten mittlerweile vorhandener Therapien von den Krankenkassen auch nicht immer übernommen. ¢ (PG)

Hier finden Sie Sofort-Hilfe: Schön Klinik Bad Bramstedt Birkenweg 10, 24576 Bad Bramstedt Tel. 04192/ 5040

Dr. TA: Mediensüchtige werden häufig aggressiv oder depressiv und unzufrieden. Die meisten vereinsamen und haben kaum noch Freunde. Als körperliche Schäden können durch das viele Sitzen Rücken- und Kopfschmerzen auftreten und neben Sehnenscheidenentzündungen in den Handgelenken auch Stoffwechsel- und Schlafstörungen,

Bestellen Sie den Elternratgeber zum richtigen Umgang mit den digitalen Medien: http://www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung/online-sein-mit-mass-und-spass Weitere Infos der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind abrufbar unter: http://www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung

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Dr. Tim Aalderink, Leitender Psychologe der Schön Klinik, Bad Bramstedt

Quelle: Statistisches Bundesamt © Statista 2013

Problemlösungskompetenzen erwerben konnten oder die in Krisen keine Unterstützung durch ihr Umfeld erfahren. Dann kann es sein, dass die vorhandenen Probleme die verfügbaren Lösungsmöglichkeiten der Betroffenen übersteigen und es zu einer zunehmenden Flucht in die virtuelle Welt kommt. Prinzipiell kann eine solche Entwicklung aber in jedem Lebensabschnitt auftreten.

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ernährung

MC: Wie kamen Sie auf die Idee, eine Schulmensa einzurichten? JL: Bei einem Besuch der Integrierten Gesamtschule in Stromberg wurde mir bewusst, wie wenig unsere Kinder und Jugendlichen über gesunde Ernährung und genussvolles Essen wissen. Dies brachte mich auf die Idee, Kindern das Thema Genuss näher zu bringen - in einer Schulmensa. Denn mir ist klar: Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden uns in der gehobenen Gastronomie schon bald die Gäste ausgehen.

MC: Wie kann man Kindern „guten Geschmack“ beibringen?

Im Mittelpunkt des Mensaprojekts steht ein zeitgemäßes, frisches und gesundes Speisenangebot, altersund zielgruppengerecht gestaltet. Neben dem schmackhaften Essen soll auch der Speiseraum einladend sein und so Kommunikation und soziale Interaktion ermöglichen. Die wissenschaftliche Begleitung wird von der Hochschule Fulda im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes übernommen. MEDIZIN COMPACT-Redakteurin Stephanie Rosbiegal sprach mit dem Sternekoch. JL: Durch die Erfahrung, wie gut bestimmte Produkte schmecken können, wenn sie optimal zubereitet wurden. Da gilt es bei Kindern und Jugendlichen einen Neuanfang zu starten. Wenn man z. B. nie eine frische Tomatensuppe gekostet hat, wie soll man dann wissen, wie gut sie schmeckt? In unserer Schulmensa setzen wir auf ganz normales, aber frisch zubereitetes, saisonales Essen. Zwischenwände aus Glas eröffnen den Blick in die Küche. Alle Speisen werden „cool“ und appetitlich präsentiert, und die Gäste der Schulmensa können die verwendeten Zutaten schon während des Anstehens bei der Essensausgabe sehen. Außerdem wird

alles ansprechend portioniert, anstatt es lieblos mit einer großen Kelle auf den Teller zu klatschen. Beim Speisenangebot orientieren wir uns an den Wünschen der Gymnasiasten: Asia-Nudeln, Seelachsfilet, Paprikareis und Pfannkuchen können durchaus Pizza und Currywurst ausstechen – und das kommt prima an … Einige Eltern haben mir erzählt, dass bei ihren Kindern schon beim Frühstück Vorfreude aufs Mittagessen anklingt. Darüber freue ich mich sehr.

MC: Ausgewogenes, gesundes Essen mit kleinem Budget - wie geht das? JL: Diese Frage stellt mein Team fast jeden Tag vor eine besondere Herausforderung. Von meinen Restaurants bin ich gewohnt, nur das Beste und Edelste aufzutischen. Über einen möglichst günstigen Preis musste ich mir früher keine Gedanken machen. Bei der Erstellung des Speiseplans der Schulmensa müssen wir nun stets im Blick behalten, dass wir mit vier Euro pro Essen hinkommen. Darin sind allerdings 19 Prozent Mehrwertsteuer enthalten, die wir an den Staat

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Hubschrauber-Pilot, Lehrauftrag an der Hochschule Fulda, ein Stern im Guide Michelin und humorvoll an den Töpfen: Johann Lafer ist einer der bekanntesten und beliebtesten Köche in Deutschland. All seine Projekte, seien es Fernsehauftritte, Bücher oder seine Stromburg in der Nähe von Wiesbaden begeistern und sind von Erfolg gekrönt. Zudem engagiert sich Johann Lafer mit seiner Schulmensa am Gymnasium am Römerkastell in Bad Kreuznach für eine gesunde und nachhaltige Schulverpflegung. Die Schülerinnen und Schüler nehmen aktiv an der Planung, Gestaltung und Umsetzung des Projektes teil.


food@ducation

Wenn gutes Essen Schule macht abführen müssen. Ich ärgere mich sehr darüber, wenn ich daran denke, dass für Hundefutter und Kondome nur sieben Prozent Mehrwertsteuer kassiert werden. Die für die Schulmensa verwendeten Lebensmittel kommen überwiegend aus der Region, und es erfordert einen hohen Personaleinsatz, diese frisch und hygienisch einwandfrei zuzubereiten. Wenn man es richtig macht und alle Abläufe optimiert, muss das aber nicht viel teurer als die industriell hergestellten Fertigprodukte sein.

MC: Wer kocht bei Ihnen zuhause? JL: Wenn mein Sohn und meine Tochter aus der Schule kommen, freuen sie sich aufs Mittagessen, das meine Frau für sie zubereitet hat. Oft helfen ihr unsere Kinder auch beim Kochen, sofern dies zeitlich passt. Außerdem gehört es bei uns zum Familienleben, möglichst oft gemeinsam zu kochen. Aufgrund unserer Verpflichtungen kommen wir aber leider nicht oft genug dazu.

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MC: Was war und ist Ihr persönlicher Motor/ Ihre Motivation, einst Kochkunst auf so hohem Niveau und mit zielsicherem Griff nach den Sternen zu erlernen und jetzt kontinuierlich und sehr erfolgreich zu praktizieren? JL: Schon als kleiner Junge habe ich meiner Mutter begeistert beim Kochen und Backen in der Küche unseres kleinen Bauernhofes zugesehen. Ihre ehrliche, bodenständige Küche und die natürliche Kost haben meinen Geschmackssinn in der Kindheit und Jugend geprägt. Bei der späteren Berufswahl mussten sich Kreativität und Handwerk treffen. Dies legte die Entscheidung für eine Ausbildung www.medizincompact.de MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 41

zum Koch ganz nahe. Mein konsequentes Streben um Qualität und Perfektion führte mich dann bald in die gehobene Gastronomie. Im Beruf wurde mir früh bewusst, wie wichtig gesundes und genussvolles Essen für uns Menschen und für unsere Gesellschaft ist. Mein Motto lautet „Ein Leben für den guten Geschmack!“ und ich trete leidenschaftlich dafür ein – auch in der Schulmensa. Ich möchte Qualität vermitteln und das Bewusstsein, besser zu leben durch gesundes, gutes Essen. Dabei geht es nicht um Luxus, nicht um Kaviar, Hummer, Gänseleber und Trüffel. Ich möchte vielmehr den Leuten zeigen, dass gute Bratkartoffeln, mit Liebe gemacht, Genuss bringen und das Leben verschönern können. Das Kochen beschert mir wertvolle Erfolgserlebnisse, wenn ich die gleiche Freude und Begeisterung an guter, ehrlicher Küche und wahrhaftigem Genuss, die ich empfinde, auch bei anderen Menschen auslösen kann. Dann ist für mich Kochen die schönste Arbeit der Welt.

MC: Was wäre Ihr Traumberuf, wenn Sie nicht Koch geworden wären? JL: Stimmt – das Kochen hat sich schon früh als mein Traumberuf herauskristallisiert. Ich könnte mir aber auch vorstellen, als Pilot durch die Welt zu fliegen. Diesen Traum habe ich mir inzwischen durch den Erwerb einer Piloten-Lizenz für Hubschrauber und mein Unternehmen „Heli Gourmet“ teilweise erfüllt. Auch andere Berufe, die aber unbedingt kreativ sein müssen, hätten mir zugesagt.

Johann Lafer „Ein Leben für den guten Geschmack!“ Johann Lafer lebt und liebt sein Motto

MC: Was ist Ihr persönliches Lieblingsgericht? JL: Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und dazu ein bunter Salat mit steirischem Kürbiskernöl, genauso, wie’s den Gästen in meinem „Bistro d‘Or“ auf der Stromburg serviert wird.

MC: Wie entspannen Sie, wenn Sie mal nicht am Herd stehen? JL: Hin und wieder lässt mir mein Terminkalender kleine Lücken: ich treibe dann gerne Sport, fahre Rad oder unternehme ausgedehnte Spaziergänge durch Wald und Weinberge der HunsrückNahe-Region. Aber auch beim gemeinsamen Essen und einem guten Glas Wein kann ich perfekt abschalten.  medizin compact 41 08.02.13 18:57


Frau

Myome -

Abschied von der Totalop Bevorzugt in der Gebärmutterwand, aber auch oft an deren Außenwand oder an den Bändern, an denen das weibliche Organ gehalten wird, machen sich diese relativ harmlosen Muskelwucherungen im weiblichen Unterleib breit. Myome gelten als die häufigsten, gutartigen Tumore der Frau. Dennoch ranken sich so manche Mythen um diesen hormonell bedingten, harmlosen Befund. Chefredakteurin Petra Gessinger wollte es ganz genau wissen und erkundigte sich bei Prof. Bernd Kleine-Gunk, Chefarzt der Gynäkologischen Abteilung der Euromed Clinic in Fürth:

MC: Herr Prof. Kleine-Gunk, können Sie uns zur Häufigkeit von Myomen genaue Zahlen nennen?

Bauchraum auftreten, die sich auf Nachbarorgane übertragen, also auf Blase und Darm.

Professor Bernd Kleine-Gunk: Ganz genau kann das wohl niemand beziffern, weil Myome in vielen Fällen Zufallsbefunde sind und gelegentlich auch gar nicht auffallen. Man kann aber davon ausgehen, dass etwa 30 bis 40 Prozent aller Frauen im Alter über 35 Jahren derartige Muskelgeschwülste in ihrer Gebärmutter haben.

MC: Und eine besteht nicht?

MC: Das ist in der Tat eine beeindruckende Zahl.

MC: Wann sollten Myome dennoch operiert werden?

Prof. K.-G.: Die allerdings schon nicht mehr ganz so dramatisch erscheint, wenn man berücksichtigt, dass viele dieser Myome keinerlei Beschwerden machen und damit auch nicht behandlungsbedürftig sind.

Prof. K.-G.: Nur bei Vorliegen von Beschwerden. Im Englischen gibt es den schönen Satz: No symptoms – no surgery. So lange keine Symptome bestehen, muss auch nicht operiert werden. Leider halten sich im deutschsprachigen Raum aber nicht alle Gynäkologen an diesen Grundsatz.

MC: Wie sehen denn Beschwerden aus, die durch Myome verursacht werden können? Prof. K.-G.: In erster Linie sind dies Blutungsstörungen, das heißt verstärkte, verlängerte oder auch schmerzhafte Menstruationsblutungen. Da Myome gelegentlich auch eine ziemliche Größe erreichen, können auch Druckgefühle im

Entartungsgefahr

Prof. K.-G.: Nein – Myome sind gutartig und bleiben gutartig, selbst wenn sie schnell wachsen oder enorm groß werden. Das bedeutet auch: es besteht keinerlei Notwendigkeit, ein Myom vorsorglich – also zur Krebsprophylaxe – zu entfernen.

aber

MC: Falls nun doch eine Operation notwendig wird – muss dann immer gleich die ganze Gebärmutter entfernt werden? Prof. K.-G.: Überhaupt nicht. In vielen Fällen lassen sich Myome organerhaltend entfernen und das oftmals sogar

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Viele Frauen haben sie und wissen es noch nicht einmal! Die Rede ist von Myomen.


MC: Verraten Sie uns ein Beispiel?

loperation minimal invasiv, also per Bauchspiegelung oder Gebärmutterspiegelung. Welches Verfahren zur Anwendung kommt, hängt hauptsächlich davon ab, wo die Myome sitzen und wie groß sie sind.

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Die Diagnose eines Myoms ist kein Notfall, und zu einer Gebärmutterentfernung gibt es inzwischen viele Alternativen.

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MC: Vielen Frauen wird aber aufgrund von Myomen häufig die gesamte Gebärmutter entfernt. Prof. K.-G.: Wenn eine Gebärmutter mit Myomen übersät wird, ist die Gebärmutterentfernung sicherlich auch eine vernünftige Entscheidung – vorausgesetzt, es besteht kein Kinderwunsch mehr. Dennoch denke ich, dass in Deutschland insgesamt zuviele derartige Operationen durchgeführt werden. Es gibt inzwischen viele organerhaltende und minimal invasive Therapieverfahren, die aber immer noch nicht vollständig genutzt werden. www.medizincompact.de MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 43

Prof. K.-G-: Die häufigsten Beschwerden bei Myomen sind Blutungsanomalien. Da besteht z.B. die Möglichkeit, mittels der sogenannten Endometriumablation die Gebärmutterschleimhaut zu veröden. Das lässt sich ohne Bauchschnitt von der Scheide aus mit speziellen Netz- oder Ballonsystemen machen. Das Verfahren gibt es seit mehr als 20 Jahren. Aufgrund der relativ hohen Materialkosten wird es allerdings nur von wenigen Krankenhäusern angeboten.

MC: Gibt es auch medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten? Prof. K.-G.: Da war unser Spektrum bislang leider sehr beschränkt. Seit längerer Zeit gibt es zwar sogenannte GnRH-Analoga, die eine Art künstliche Wechseljahre herbeiführen. Da Myome in ihrem Wachstum hormonabhängig sind, schrumpfen die Muskelgeschwülste unter einer Therapie mit diesen Medikamenten tatsächlich. Nachteilig wirken sich allerdings die Nebenwirkungen aus, die das gesamte Spektrum der klassischen Wechseljahrsbeschwerden umfassen. Vor allem aber wachsen die Myome nach Absetzen dieser Therapie schnell wieder auf ihre alte Größe.

gegenwärtig zur präoperativen Vorbehandlung. Durch die Schrumpfung der Myome und die Reduzierung der Blutungen wird eine geplante Operation deutlich erleichtert. Die Tatsache, dass die Myome nach Beendigung der Therapie nicht erneut wachsen, eröffnet aber auch die Möglichkeit, einen chirurgischen Eingriff eventuell ganz zu vermeiden. Das sieht im Moment recht gut aus, muss aber durch weitere größere Studien bestätigt werden.

MC: Welchen Rat würden Sie einer Frau mit Myomen abschließend auf den Weg geben? Prof. K.-G.: Trennen Sie sich nicht zu schnell von Ihrer Gebärmutter. Holen Sie sich also ruhig eine „zweite Meinung“ ein und lassen Sie sich informieren über die organerhaltenden Operationen und medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten, die es inzwischen gibt. ¢ (SL)

MC: Und darüber hinaus gibt es nichts? Prof. K.-G.: Seit Anfang letzten Jahres gibt es eine neue Substanzgruppe mit dem etwas komplizierten Namen Selektive Progesteron Rezeptor Modulatoren. Auch diese lassen die Myome schrumpfen, haben aber nicht die starken Nebenwirkungen der älteren Präparate. Nach allem, was wir in der Zeit seit Einführung dieser Medikamente gesehen haben, fangen die Myome nach Absetzen der Therapie auch nicht erneut an zu wachsen.

MC: Das wäre also eine wirklich rein medikamentöse Therapie von Myomen? Prof. K.-G.: Soweit sind wir im Moment noch nicht. Zugelassen ist das Präparat

Professor Dr. Bernd Kleine-Gunk ist Chefarzt der Gynäkologischen Abteilung in der EuromedClinic in Fürth, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin (GSAAM), Autor zahlreicher Patientenratgeber und Vorsitzender des ärztlichen Beirats von MEDIZIN COMPACT. medizin compact 43 08.02.13 18:57


Mann

U

nter dem Motto „Männergesundheit als Herausforderung für Prävention und Gesundheitsversorgung“ lud die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Fachleute aus den Bereichen der Männergesundheit und Gesundheitsförderung ein. Auf dem Kongress wurden Zukunftsperspektiven zur Männergesundheit diskutiert. Zur Eröffnung des Kongresses informiert die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit Ulrike Flach: „Unser Ziel ist es, die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten von Jungen und Männern noch stärker in den Fokus unserer Arbeit zu rücken.

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Bereits die um fünf Jahre

geringere Lebenserwartung von Männern gegenüber

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Frauen zeigt uns, dass großer Handlungsbedarf besteht.“ 44 medizin compact MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 44

Praxis-Tipp vom MEDIZIN COMPACT-Team: Schlagen Sie „zwei Fliegen mit einer Klappe“: beim nächsten Kfz-WerkstattTermin lassen Sie sich zeitgleich einen Rundum-Check-Termin bei Ihrem Arzt geben. Danach können dann beide wieder Vollgas geben: Sie - und Ihr Auto.

Hauptsache... das Auto ist gesund! Vergleicht man Verhaltensweisen von Männern und Frauen, zeigt sich deutlich, dass Männer weniger gesundheitsorientiert und mit höherer Risikobereitschaft handeln als Frauen. Studien belegen, dass Männer fettreichere Lebensmittel bevorzugen, mehr Alkohol trinken, häufiger rauchen und öfter Unfallverletzungen davontragen. Drei Viertel aller Selbsttötungen werden von Männern begangen. Hinzu kommt, dass Männer mit Krankheitssymptomen häufig erst spät einen Arzt aufsuchen und seltener Präventionsangebote in Anspruch nehmen, die geeignet sind, die Entstehung von Krankheiten zu verhindern. Die Direktorin der BZgA Prof. Dr. Elisabeth Pott hat die passende Erklärung hierzu: „Traditionelle Männerrollen verhindern nach wie vor Achtsamkeit für den eigenen Körper.

››

Männer erwarten von

ihrem Körper, dass er wie

eine Maschine funktioniert.

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Erst bei Störungen wird eine ‚Werkstatt’ aufgesucht.

Vorher auftretende Warnzeichen und Risiken werden bagatellisiert und ignoriert.“ Wichtiger denn je sei es deshalb, Männer über Nutzen und Vorteile von Angeboten

zur Gesundheitsförderung und Prävention zu informieren und zur Inanspruchnahme zu motivieren. Botschaften müssen direkter und geschlechtersensibel kommuniziert werden. Beispielsweise sei vielfach nicht bekannt, dass die gesetzlichen Krankenkassen in der „U35“ (Basischeck-Untersuchung vor Beendigung des 35. Lebensjahres) eine einmalige Rundum-Untersuchung anbieten. Da das Internet von über 80 Prozent der Männer regelmäßig genutzt wird, will man das World-Wide-Web ganz besonders für die Aufklärungsarbeit heranziehen. Die seit einem Jahr von der BZgA ins Leben gerufene Website www.maennergesundheitsportal.de stellt aktuelle männerspezifische Gesundheitsinformationen sowie Termine, Tipps und Anregungen zu den Themen Ernährung, Fitness und Sport, psychische Erkrankungen, Alkoholkonsum und (Nicht-)Rauchen bereit. Die Zugriffszahlen und Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer des Portals zeigen, dass das Informationsangebot von Männern gut angenommen wird. Das klingt doch vielversprechend! ¢(FTG/DML)

Weitere Infos unter www. maennergesundheitsportal.de www.mann-und-gesundheit.com www.stiftung-maennergesundheit.de

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Fotos: photoiron, Helder Almeida, fotolia.com

Männer verwenden häufig mehr Zeit in der Pflege ihres Autos als mit sich selbst. Sie achten weniger auf das eigene körperliche und seelische Wohlbefinden und leben ungesünder als Frauen. Wie kommt es dazu, dass Männer seltener Angebote zur Vorbeugung von Krankheiten oder Gesundheitsförderung wahrnehmen? Welche Herausforderungen stellt das Thema Männergesundheit an die Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung? Wie können Zugangswege und Gesundheitskonzepte für Männer aussehen, mit denen sie auch erreicht werden? Diesen Fragen ging der „Erste Männergesundheitskongress“ nach, der am 29. Januar in Berlin stattfand.


Wichtige „Werkstatt“Termine für den gesundheitsbewussten Mann: U35 - Gesundheitsuntersuchung vor dem 35.Lebensjahr Der Basisscheck U35 entspricht der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchung. Er erfolgt vor dem Ende des 35. Lebensjahres. Diese Untersuchung kann auch um ein EKG, Ultraschalluntersuchungen, eine Lungenfunktionsuntersuchung und eine Reihe von aussagekräftigen Laborparameter erweitert werden.

Ab dem 35. Lebensjahr: Hautkrebs-Screening Ab einem Lebensalter von 35 Jahren dürfen Hautärzte und besonders fortgebildete Hausärzte alle zwei Jahre bei ihren Patienten das Screening auf bösartige Hautveränderungen durchführen. Dies beinhaltet eine sehr gründliche Hautuntersuchung. Patienten des AOK-Hausarztvertrages haben Anspruch auf eine Untersuchung mit einem Dermatoskop zur Früherkennung von bösartigen Tumoren der Haut. Empfehlenswert ist in jedem Falle eine Dokumentation verdächtiger Hautveränderungen mittels digitaler Fotografie. So können in jährlichem Abstand auch kleinste Veränderungen beobachtet und rechtzeitig dem Hautarzt zur Entfernung angezeigt werden.

Vor dem 45. Lebensjahr: Krebsvorsorge Hier werden die Lymphknotenstationen abgetastet, das Hautbild überprüft, die Genitalien abgetastet und eine rektale Untersuchung der Prostata durchgeführt.

Fotos: photoiron, Helder Almeida, fotolia.com

Nach dem 45. Lebensjahr: Krebsvorsorge In einem Vorgespräch werden zwischen Arzt und Patient die einzelnen Gesundheitsfaktoren abgefragt, die erfahrungsgemäß ein allgemeines oder spezielles Krebsrisiko erhöhen, beispielsweise Auffälligkeiten beim Urinieren oder Stuhlgang. Desweiteren werden die Lymphknoten abgetastet, das Hautbild überprüft, die Genitalien abgetastet und eine rektale Untersuchung vorgenommen, die Prostataveränderungen und etwaige Mastdarmtumore ausschließen soll. Diese Untersuchung kann kalenderjährlich erfolgen. Ab einem Alter von 55 Jahren erhalten Männer auch eine Beratung zur Früherkennung des kolorektalen Karzinomes (Darmkrebs). Eine typische Ergänzung der Krebsvorsorge beim Mann ist z.B. die Bestimmung des Prostatamarkers PSA im Blut. www.medizincompact.de MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 45

Macht Testosteron glücklich? Testosteron ist ein Sexualhormon, das im Körper von Mann und Frau vorhanden ist - allerdings in unterschiedlicher Konzentration und Wirkungsweise. Insbesondere beim Mann sorgt ein ausgewogener Testosteronspiegel nicht nur für die Spermienproduktion, sondern auch für gesteigerte Fitness mit gesundem Muskelwachstum, schnelle Erholung nach Stress, eine höhere Libido sowie einen niedrigeren Cholesterinspiegel. Die Endocrine Society in Washington ging der Frage nach, ob und inwiefern sich nach einer Testosteron-Ersatztherapie das Wohlbefinden des Mannes positiv verändert.

U

nser gesamtes Leben wird von Hormonen bestimmt. Im Laufe des Alterungsprozesses, zumeist ab einem Lebensalter von 40 Jahren, sinkt der Testosteronspiegel im männlichen Körper um jährlich ein Prozent. Eine aktuelle Studie der Endocrine Society in Washington bestätigt, dass sich mit einer Testosteron-Ersatztherapie der Hormonspiegel der Männer in einem Behandlungszeitraum von von sechs bis neun Monaten normalisierte.

Erstaunlicher Nebeneffekt der Testosteron-Substitution: 97 Prozent der Männer nahmen deutlich an Gewicht ab! Die durchschnittlich in etwa 60jährigen männlichen Testpersonen litten am Anfang der Studie durchwegs an Übergewicht bis hin zur Fettleibigkeit. Mehr als

die Hälfte der Männer verloren im Laufe der Hormonsubstitution beinahe ein Drittel ihres Körpergewichts. Bei 90 % der Probanten schrumpfte der Taillenumfang mindestens um fünf Zentimeter. Am Ende der Beobachtungszeit konnten sich fast die Hälfte aller Test-Teilnehmer über eine bis zu 15 cm schlankere Taille freuen.

Die von den Ärzten regelmäßig in der Testphase durchgeführten Prostata-Untersuchungen ergaben keinerlei Auffälligkeiten. Fazit: Der Nebeneffekt der besseren Fettverbrennung durch eine Hormonsubstitution mit Testosteron sorgt nicht nur für eine positive Veränderung des Lebensstils, sondern schenkt den Betroffenen auch ein größeres Wohlbefinden. Testosteron - das Hormon für Vitalität und Lebensfreude beim Mann! ¢ (PG) medizin compact 45 08.02.13 18:57


Ratgeber

Dank Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG):

Gut gerüstet für die Zukunft!

 Menschen mit Demenz in der Pflegestufe 0 (mit Betreuungsbedarf, aber noch ohne Pflegeeinstufung) erhalten 2013 erstmals Pflegegeld in Höhe von monatlich 120 1 oder Sachleistungen in Höhe von 225 1 pro Monat. Diese Leistung erfolgt zusätzlich zum schon gewährten Betreuungsgeld von 100 1.

 Für Menschen mit Demenz in der Pflegestufe I erhöht sich das Pflegegeld um 70 1 (auf monatlich 305 1), in der Pflegestufe II um 85 1 (auf 525 1 pro Monat). Ebenfalls erhöhen sich die Sachleistungen in der ambulanten Pflege in der Pflegestufe I auf 665 1 (bisher 450 1) und auf 1.250 1 (bisher 1.100 1) in der Pflegestufe II.  Eine Beratung für Anträge auf Pflegeversicherung wird nun innerhalb von zwei Wochen erteilt. Es soll daraufhin zeitnah ein Termin zur Begutachtung des MDK (medizinischer Dienst der Krankenversicherung) angeboten werden.  Die Pflegekasse gewährt Zuschüsse im individuellen Wohnumfeld von Pflegebedürftigen nun ohne Einkommensprüfung bis zu einem Betrag von 2.557 1 je Maßnahme, beispielsweise Anbringung von breiteren Zimmertüren oder Bau eines barrierefreien Zugangs zum Bad. Bei Wohnungen mit mehreren Pflegebedürftigen liegt die Obergrenze des Zuschusses bei 10.228 1.  Zur Förderung von Wohngemeinschaften (WGs) mit mindestens drei Pflegebedürftigen werden 2.500 1 pro pflegebedürftigem Mitglied ei-

ner WG sowie maximal 10.000 1 pro Gruppe bereitgestellt. Die Förderung endet bei Erreichen des Fördertopfs in Höhe von 30 Millionen Euro, spätestens Ende 2015. Eine organisatorische Pflegekraft erhält von der Pflegekasse monatlich pauschal 200 1.  Pflegenden Angehörigen wird das Pflegegeld während einer Kurzzeitoder Verhinderungspflege hälftig weitergezahlt.  Der Anspruch auf Assistenzpflege wird ausgeweitet. Der Pflegende kann sich künftig gemeinsam mit dem pflegebedürftigen Menschen in eine stationäre Vorsorge oder RehaEinrichtung aufnehmen lassen. Bislang war dies nur bei stationärer Aufnahme in ein Krankenhaus möglich.  Pflegezeiten, addiert bei mehreren Pflegebedürftigen, werden für Pflegende bei der Rentenversicherung besser berücksichtigt.  2013 neu abgeschlossene, private Pflege-Zusatzversicherungen ab einer Mindestprämie von 10 1 pro Monat werden mit jährlich 60 1 bezuschusst; sie bedürfen keiner Gesundheitsprüfung durch die Versicherer ¢ (SL)

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Fotos: Robert Kneschke, Jochen Schönfeld, fotolia.com

„Bis zum Jahr 2030 werden weit über drei Millionen Menschen in Deutschland aus den unterschiedlichsten Gründen pflegebedürftig sein“, so die Prognose von Gesundheitsminister Daniel Bahr. Viele dieser Pflegebedürftigen werden an Demenz leiden. Mit dem Pflege-NeuausrichtungsGesetz (PNG) hat die Bundesregierung auf den demografischen Wandel und die Herausforderungen der Pflege in der Zukunft reagiert. Nicht alle neuen Leistungen werden allerdings „von Amts wegen“ gezahlt, beispielsweise die verbesserten Leistungen für Demenzkranke. Hier empfiehlt es sich auf jeden Fall, einen Antrag zu stellen. MEDIZIN COMPACT hat die wichtigsten Neuerungen des PNG für Sie zusammengefasst:


Ist im Zeitalter von „Facebook & Co.“ Privatsphäre überhaupt noch möglich? Welche Signale deuten auf Cybermobbing hin? Mit welchen Maßnahmen können Eltern Kinder vor negativen Einflüssen im Netz schützen? Der 23-jährige Jungunternehmer Patrick Hergert, Gründer von social|me in Leipzig, stellt MEDIZIN COMPACT ein neues und überaus spannendes Projekt vor:

Fotos: Robert Kneschke, Jochen Schönfeld, fotolia.com

MC: Was war der Auslöser für Ihr Projekt „social|me - Mein Leben und ich in den sozialen Netzwerken“? PH: Eine sehr gute Freundin von mir - Mutter von zwei Kindern im Alter von 15 und 16 Jahren, also genau dem Alter, in welchem der Einstieg in die sozialen Netzwerke beginnt - ist mit dem bedrohlichen Thema „Cybermobbing“ in der Schule ihrer Kinder konfrontiert worden. Sie erzählte mir sorgenvoll, dass Lehrer und Elternbeirat dem Ganzen relativ hilflos gegenüberstanden. Da wurde mir bewußt, dass man eine Hilfseinrichtung, quasi als regionale Anlaufstelle für Probleme dieser Art, schaffen muss. Mir wurde auch klar, dass zu diesem Thema dringend Aufklärung vonnöten ist sowohl bei Lehrern, als auch auf Seiten von Schülern und Eltern. Da ich mich seit drei Jahren intensiv und täglich mit den Thema „Social Media“ und deren Gefahren befasse, wurde der Entschluss zur Gründung eines neuen Projekts ziemlich schnell in die Tat umgesetzt. Gemeinsam mit einem Team von erfahrenen „Social Media“-Managern geben wir nun unser Wissen weiter. www.medizincompact.de MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 47

Auch virtuell sicher unterwegs! MC: social|me bietet Workshops und Vorträge über Cybermobbing und Internetsucht an. Worauf liegt denn Ihr besonderes Augenmerk? PH: Cybermobbing und Internetsucht sind nur zwei Bereiche von vielen, mit denen wir uns beschäftigen. Insgesamt möchten wir das Thema „Social Media“ konstruktiv definieren und erläutern: angefangen mit der Vorstellung der größten „Social Media“Kanäle bis hin zu wichtigen Praxistipps, wie ich das umfangreiche Angebot im Netz sicher und effektiv für mich nutzen kann. Für Eltern bieten wir dabei eine weitere wichtige Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.

MC: Wie findet das Projekt bisher Anklang? PH: Im November 2012 hatten wir unsere Premiere im KuKaKö-Karnevalsklub in Köthen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld), in welchem wir den gesamten Vorstand und interessierte Vereinsmitglieder eingeladen hatten. Die Resonanz war gigantisch und hat uns gezeigt, dass wir genau auf dem richtigen Weg sind: Kernziel ist die maxi-

male Aufklärung für Nutzer und Nichtnutzer von Netzwerken. Die SPD in Sachsen-Anhalt hat ihre Unterstützung am Projekt sofort zugesagt, und momentan laufen schon weitere Gespräche mit Unternehmen und Konzernen, welche ihren Mitarbeitern diesen Workshop anbieten möchten. Sogar in der Bundesregierung hat das Projekt Anklang gefunden. Wir wurden bereits zu einem erstem Gespräch eingeladen und hoffen nun, schon bald in den Schulen aktiv über dieses Thema informieren zu dürfen. Wir bieten dieses Modell gezielt Vereinen, Unternehmen und Schulen an. Langfristig wollen wir social|me bundesweit mit eigenständigen, regionalen Standorten anbieten. Hierzu müssen wir aber zuerst den Bedarf in den einzelnen Städten abschätzen. MEDIZIN COMPACT wünscht weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung des Projekts!  (PG)

Weitere Infos unter:

www.bestforfans.de Kontakt für Interessenten u. Betroffene: Tel. 0341/ 58 61 57 98 Mail socialme@bestforfans.de medizin compact 47 08.02.13 18:57


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Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

NEUE THERAPIE ERHÄLT DAS AUGENLICHT Die altersbedingte Makuladegeneration gehört zu den häufigsten Augenerkrankungen. Eine jetzt neu am Schwarzwald MedicalResort Obertal in Baiersbronn angewandte Therapie kann AMD nicht nur vorbeugen, sondern verlorenes Sehvermögen wieder herstellen. Mehr als vier Millionen Deutsche sind davon betroffen: Aufgrund der altersbedingten Makuladegeneration AMD lassen die Sehschärfe und das Kontrastsehen deutlich nach. Ferner werden gerade Linien gebogen wahrgenommen. Diese Beeinträchtigungen des Sehvermögens sind die Auswirkungen einer Schädigung der Makula, dem Punkt des schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Im fortgeschrittenen Stadium können Betroffene sich zwar noch im Raum orientieren, aber keine Gesichter mehr erkennen und auch nicht mehr lesen. Als Folge eines gestörten Stoffwechsels im Bereich der Netzhaut werden Rückstände wie Oxidationsprodukte nicht mehr ausreichend abgebaut, sondern sammeln sich unterhalb der Netzhaut in so genannten Drusen an. Kommt eine mit dem Alter einhergehende Veränderung des Immunsystems hinzu, kann sich daraus AMD entwickeln. Eine besondere Rolle spielt dabei der Faktor H. Dieses Eiweißmolekül ist ein Bestandteil des angeborenen Immunsystems, das auch als Komplementsystem bezeichnet wird. Ist zu wenig Faktor H vorhanden, aktivieren die in den Drusen angesammelten Ablagerungen dieses Komplementsystem und es entstehen anhaltende Entzündungen im Auge, die schließlich zur AMD führen.

Drei Ziele der Therapie Das am Schwarzwald MedicalResort Obertal neu angewandte Verfahren zur Vorbeugung und Behandlung der AMD medizin compact 14 48BLEIBEN SIE GESUND MedizinCompact_Ausgabe0113.indd 48

Um dies zu erreichen, werden am Schwarzwald MedicalResort Obertal Thymuspeptide verabreicht. Diese bewirken, dass die Neigung zu makulaschädigenden Entzündungsprozessen abnimmt. Mit der Homöopunktur wird gleichzeitig die Produktion des in der Leber gebildeten Faktor H angeregt, indem Injektionen eines Leberspezifikums in Akupunkturpunkte erfolgen. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der AMD-Therapie ist eine spezielle Akupunktur zwischen den Augenbrauen sowie an den Händen und Füßen, die nur von eigens dazu ausgebildeten Akupunkteuren vorgenommen werden kann. „Diese regt den Stoffwechsel in der Netzhaut an und stabilisiert ihn, um so eine Rückbildung der Makuladegeneration und eine Verbesserung des geschädigten Sehvermögens zu erreichen“, erklärt Dr. Bernd Krautheimer, Leitender Arzt TCM in Obertal. Darüber hinaus gilt es, die Bildung von Oxidationsprodukten in der Netzhaut zu verhindern. Dazu erhalten die Patienten antioxidative Substanzen wie Vitamine, Spurenelemente und die besonders in den Augen aktiven sekundären Pflanzenschutzstoffe mit den natürlichen Karotinoiden Lutein und Zeaxanthin. Ozon-Eigenblut-Infusionen verstärken die antioxidative Wirkung.

Vorbeugen ist möglich

Eine spezielle Akupunktur regt den Stoffwechsel in der Augennetzhaut an.

baut auf drei Säulen: Stabilisierung und Förderung des Stoffwechsels in der Netzhaut, Verhinderung und Beseitigung von oxidativen Stoffwechselrückständen im Auge sowie Erhalt und Harmonisierung der Immunfunktionen. Die Regeneration des Immunsystems zielt ganz besonders darauf ab, die gefährliche Entzündungsneigung im Auge durch eine ausreichende Bildung des AMD-Schutz-Faktors H abzubauen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Die AMD-Therapie am Schwarzwald MedicalResort Obertal kann nicht nur eine bestehende Makuladegeneration behandeln, sondern auch einer drohenden AMD vorbeugen. Um die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung festzustellen, genügt eine Blutanalyse: Sie gibt exakt Auskunft darüber, ob der AMD-Schutz-Faktor H zeitlebens ausreichend gebildet wird und ob ein erhöhtes AMD-Risiko besteht. Spätestens dann muss etwas unternommen werden, um frühzeitig einem Verlust des Sehvermögens entgegen zu wirken. ■ Weitere Informationen bekommen Sie unter der Rufnummer 07449-84-134 oder im Internet unter www.schwarzwald-medicalresort.de

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