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Herbst 2008

StippVisite Das Patientenmagazin der Gesundheit Nordhessen

Fundament für eine sichere Zukunft Feierliche Grundsteinlegung im Klinikum Kassel Organspende rettet Leben Gesundheit Nordhessen unterstützt breit angelegte Kampagne für mehr Organspenden

Impfung gegen Lungenkrebs? Medizinische Klinik IV des Klinikums an Studien zu neuen Therapien beteiligt „Einfach laufen“ mit „Galileo“ Steh- und Gehtrainer hilft bei chronischen Muskel- und Knochenerkrankungen


Herzlich willkommen! Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen unter seinem Dach vereint. Dazu gehören das Klinikum Kassel mit dem Kinderkrankenhaus Park Schönfeld, das Krankenhaus Bad Arolsen, die Kreiskliniken Kassel in Bad Karlshafen-Helmarshausen, Hofgeismar und Wolfhagen, zwei Reha-Zentren, die Seniorenwohnanlagen Kassel, der ambulante Pflegedienst SWA aktiv und die Servicegesellschaft ökomed.

Die StippVisite, das Patientenmagazin der Gesundheit Nordhessen, erscheint ab dieser Ausgabe mit einem veränderten Aussehen. Wir haben den Titel an das einheitliche Erscheinungsbild unseres Unternehmensverbundes angepasst, der zahlreiche Impressum Herausgeber: Gesundheit Nordhessen Holding AG, Mönchebergstraße 48 E, 34125 Kassel, Tel.: (05 61) 9 80-48 07, Internet: www.gesundheit-nordhessen.de, E-Mail: info@gesundheit-nordhessen.de und Juwi MacMillan Group GmbH, Bockhorn 1, 29664 Walsrode, Tel.: (0 51 62) 9815-0, E-Mail: info@juwimm.com Redaktion und Konzept: Juwi MacMillan Group GmbH, Tel.: (0 51 62) 9815-0 Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Juwi MacMillan Group GmbH, Peter Jungblut-Wischmann, Gisa Stämm Redaktion: Doris Bergs, Britta Erlemann, Dirk Frankowski (verantwortlich für diese Ausgabe), Birgit Russell (überr. Teil), Anette von Löwenstern Producer: Juwi MacMillan Group GmbH, Heiko Kleinschmidt Layout und Satz: Juwi MacMillan Group GmbH, Heiko Kleinschmidt, Christian König, Nicole Laroche, Jessica Rodewald Anzeigen: Juwi MacMillan Group GmbH, Jürgen Wolff, Tel.: (0 51 62) 98 15-42, Jessica Rodewald, Tel.: (0 51 62) 98 15-73 Fotos: Juwi MacMillan Group GmbH, Cornelius van Velzen, Paavo Blofield, Gisa Stämm, Klinikum Kassel Druck: Sponholtz Druck, Hemmingen Erscheinungsweise: quartalsweise Auflage StippVisite Kassel: 13.500 Für den Inhalt der Anzeigen sind die Inserenten verantwortlich. Der Nachdruck der Beiträge dieser Ausgabe bedarf, auch auszugsweise, der ausdrücklichen Genehmigung der Herausgeber. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen.

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Auch inhaltlich haben wir etwas verändert: Es stehen jetzt mehr Seiten in der StippVisite zur Verfügung, um Sie über Interessantes aus den verschiedenen Unternehmen der Gesundheit Nordhessen zu informieren. Dafür sind die bisherigen überregionalen Anzeigenseiten weggefallen. Gern schicken wir Ihnen die StippVisite, die alle drei Monate neu er-

scheint, auch nach Ihrem Krankenhausaufenthalt nach Hause. Ein kostenloses Abonnement können Sie auf unserer Internetseite www.gesundheit-nordhessen.de unter dem Stichwort „Aktuelles“ bestellen. Oder rufen Sie an: 0561/980-4807. Möchten Sie noch aktueller informiert werden? Dann bestellen Sie doch unseren elektronischen Newsletter, der Sie monatlich über neue Behandlungsverfahren, Personalien, Veranstaltungen und mehr auf dem Laufenden hält (per E-Mail an newsletter@gesundheit-nordhessen.de oder auf der Internet-Startseite rechts das Kästchen anklicken). Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß mit der Lektüre unseres Patientenmagazins Ihre Stippvisite-Redaktion

Inhalt Klinikum legt Grundstein für sichere Zukunft

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Blaue Helferinnen: Zeit zum Zuhören, Vorlesen, Singen

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Gesundheit Nordhessen beim Marathon auf den Beinen

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Hilfe bei OP-Entscheidung: Neurochirurgie im ZMV

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Bald Impfung gegen Lungenkrebs?

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Organspendekampagne: Schatz, wir müssen reden!

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Medizinische Kliniken: Schönes Ambiente, neue Technik

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Elternschule: „Von der Milch zum Brei“

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Thoraxchirurgie komplettiert das Angebot in Bad Arolsen

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Ärzte für Kinderschutz: Arbeitsgemeinschaft gegründet

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„Einfach laufen“ mit „Galileo“

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Essstörungen: Welche Therapien gibt es?

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Das StippVisite-Kreuzworträtsel

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Reisequiz: Das Viersterne-„Vital- & Wellnesshotel Albblick“

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Kontaktliste Gesundheit Nordhessen

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Geburtshilfe: Bäuche in Gips und jede Menge Tipps

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Klinikum legt Grundstein für sichere Zukunft Neubau bringt kürzere Wege und optimiert Abläufe „Lasst uns an die Stelle von Zukunftsängsten das Vordenken und Vorausplanen setzen.“ Unter diesem Motto nach einem Zitat des ehemaligen britischen Premierministers Winston Spencer Churchill legten hochrangige Vertreter der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) Ende Mai den Grundstein für das neue Klinikum Kassel – in einer feierlichen Zeremonie, begleitet von 200 Gästen. „Wir legen heute nicht nur ganz real den Grundstein für unser neues Zentralgebäude. Wir legen damit gleichzeitig auch den Grundstein für eine gute Zukunft des Klinikum Kassel und der gesamten Gesundheit Nordhessen“, sagte Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der GNH. In den Grundstein gelegt wurde eine Hülse mit Urkunde, Klinikum-Chronik, aktueller Tageszeitung, Fotos, Bauzeichnungen und einem Kreuz. Im ersten Bauabschnitt entsteht ein neues Zentralgebäude, in dem künftig Aufnahme und Diagnostik für das gesamte Klinikum gebündelt werden. Im Sommer kommenden Jahres sollen diese Bereiche des neuen Zentralgebäudes in Betrieb genommen werden. Darüber baut das Klinikum auf zwei Etagen moderne Patientenzimmer mit insgesamt 152 Betten. Im neuen Frauen-, Mutter-, Kindzentrum, das teilweise parallel zum Diagnostikgebäude gebaut wird, sind ab 2011 die Frauen- und die Kinderklinik des Klinikums sowie das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld vereint. Ein siebengeschossiges Gebäude (Magistrale) ver-

Kupferschmiedmeister Friedrich Kretschmer aus Halberstadt lötet die Hülse zu, aufmerksam beobachtet von Klinikum-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz, GNH-Vorstandsvorsitzendem Dr. Gerhard M. Sontheimer, Regierungspräsident Lutz Klein, Dechant Harald Fischer, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzendem Bertram Hilgen und Dekan Jürgen Renner (von links).

bindet die einzelnen Häuser. Weil ein Teil der Strahlentherapie der neuen Magistrale weichen muss, entsteht außerdem ein eingeschossiger Ersatzbau für die Strahlentherapie, der Anfang 2009 bezogen werden soll. 116,5 Millionen Euro investiert das einzige Krankenhaus der Maximalversorgung in der Region, um „langfristig eine hochwertige Patientenversorgung der nordhessischen Bevölkerung zu sichern und den Beschäftigten attraktive und sichere Arbeitsplätze zu bieten“, führte Sontheimer aus. Das Land Hessen fördert den ersten Bauabschnitt mit 74 Millionen Euro. Der zweite Bauabschnitt soll sich möglichst nahtlos an den ersten anschließen. Er umfasst ein neues Empfangsgebäude mit Hubschrauberlandeplatz sowie Umbauten im Bestand. Beide Bauabschnitte sind ins-

gesamt mit rund 152 Millionen Euro veranschlagt. Der Aufsichtsratsvorsitzende der GNH, Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen, lobte auf dem Festakt das Neubauprojekt des größten kommunalen Krankenhauses Hessens. Damit würden die Voraussetzungen geschaffen, um das Klinikum im Wettbewerb der bundesdeutschen Krankenhauslandschaft gut zu positionieren. Hilgen wie Sontheimer forderten, dass die Krankenhausfinanzierung künftig nicht länger gesetzlich gedeckelt wird. Denn derzeit hätten Kliniken trotz ständig steigender Kosten keinen Spielraum, ihre Einnahmen zu erhöhen. Das Klinikum habe mit dem Neubauprojekt die Voraussetzungen für wirtschaftliches Arbeiten geschaffen und seine Hausaufgaben gemacht.

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Zeit zum Zuhören, Vorlesen und Singen Blaue Helferinnen jetzt auch in den Seniorenwohnanlagen „Wir nehmen uns die Zeit, wir setzen uns ein – ehrenamtlich.“ Unter diesem Motto sind die Blauen Helferinnen und Helfer seit 27 Jahren im Klinikum Kassel tätig. Sie stellen mit ihrem unentgeltlichen Dienst eine wertvolle Ergänzung zur Arbeit der Ärzte und Pflegekräfte dar. Die Blauen Helferinnen und Helfer bringen Zeit mit für Gespräche, zum Zuhören und für Zuwendung. Seit Mai sind sie auch in den Seniorenwohnanlagen Kassel (SWA) der Gesundheit Nordhessen im Einsatz.

wollte im Ruhestand die Verbindung zu Bewohnern und Kollegen erhalten und sich für andere Menschen engagieren.

Heiderose Fitsch hat als erste Blaue Helferin in der SWA Fasanenhof ihren Einsatz begonnen. Die langjährige Altenpflegerin im Pflegeheim der SWA

Bei der Ausbildung zur Ehrenamtskoordinatorin lernte sie die Leiterin der Blauen Helferinnen im Klinikum, Marlies Rohrbach, kennen. Schnell war die

Freuen sich über die Vorleserin: Elisabeth Milbrandt (102), Elisabeth Wiedfeld (87) und Ingeborg Stuhlmann (von links) mit der Blauen Helferin Heiderose Fitsch, dahinter Marlies Rohrbach und Jürgen Hildebrandt.

Idee geboren, die Einsätze unter dem Dach der Blauen Helferinnen zusammenzufassen. Zur Freude von SWA-Geschäftsführer Jürgen Hildebrandt: „Wir werden künftig immer mehr ehrenamtliches Engagement benötigen, damit wir Wünschenswertes anbieten können.“

Gemeinsam singen, lesen, basteln, Ausfahrten mit dem Rollstuhl unternehmen, spazieren gehen – mit vielen Dingen kann Heiderose Fitsch den Bewohnerinnen und Bewohnern eine Freude machen. Die danken es ihr: „Wir freuen uns alle, wenn Sie kommen“, strahlt Elisabeth Wiedfeld (87) die Blaue Helferin an.

direkt gegenüber dem Haupteingang Service rund um Arzneimittel Verleih von Intervallmilchpumpen Verleih von Babywaagen

Apotheker S. Räuber Mönchebergstraße 50 34125 Kassel

Telefon 87 79 79

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Gesundheit Nordhessen auf den Beinen Mächtig in Bewegung war die Gesundheit Nordhessen (GNH) beim E.ON Mitte Kassel Marathon im Juni: Mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Unternehmen der GNH gingen an den Start. Als größtes Gesundheitsunternehmen der Region Nordhessen hatte die GNH gern dieses sportliche Ereignis unterstützt und ihre Beschäftigten zur Teilnahme aufgerufen. „Wir möchten mit unserem Engagement auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motivieren, etwas für ihre Gesundheit zu tun, und dafür ist richtig betriebener Ausdauersport optimal“, sagt Personalvorstand Birgit Dilchert. Daher bereiteten Fachleute des Reha-Zentrums der GNH den Großteil der Teilnehmer auf ihre Disziplinen vor. An den Start brachte die Gesundheit Nordhessen auch 122 Jungen und Mädchen der Fridtjof-Nansen-Schule: Führungskräfte des Unternehmens hatten die Startgebühr für den MiniMarathon übernommen und so die Teilnahme ermöglicht. Auf dem Foto Personalvorstand Birgit Dilchert, kurz bevor sie den Minimarathon startete.


Hilfe bei OP-Entscheidung Neuer Bereich Neurochirurgie am ZMV des Klinikum Kassel Der Bereich Neurochirurgie des Zentrums für Medizinische Versorgung (ZMV) am Klinikum Kassel berät Patientinnen und Patienten sowie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bei der Entscheidung für oder gegen eine Operation, unter anderem bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen. Von Rückenschmerzen ist in den Industrienationen fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens betroffen. Sie können ein Symptom für zahlreiche Erkrankungen sein, häufig entstehen sie durch Abnutzung (Degeneration) der Bandscheiben, der Wirbelkörper und Wirbelgelenke sowie der Bänder der Wirbelsäule. Zu diesen degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen gehören unter anderem Bandscheibenvorfälle, Wirbelkanalverengungen oder Instabilitäten der Wirbelsäule. Beispiel Bandscheibenvorfall (Fachbegriff Diskusprolaps): Rund 800.000 neue Bandscheibenvorfälle werden jedes Jahr in Deutschland festgestellt. Dabei treten Teile der Bandscheibe in den Spinalnerven- oder Rückenmarkskanal vor, was in der Regel starke Schmerzen, manchmal Taubheitsgefühle und Lähmungen verursacht. Meist führt eine konservative Behandlung (Schonung, Schmerzstillung, Stärkung der Rückenmuskulatur) zum Erfolg. Nur ein kleiner Teil der Bandscheibenvorfälle wird operiert, was in Deutschland noch über 60.000 Operationen jährlich ausmacht. Hilfe bei der Entscheidung, ob bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen eine Operation angezeigt ist, bietet der Bereich Neurochirurgie des Zentrums für Medizinische Versor-

gung am Klinikum Kassel. „Hausärzte können nun ihre Patientinnen und Patienten direkt zu uns überweisen, um zu klären, ob eine Operation notwendig ist“, erläutert Dr. Annette Kailing, die den Bereich mit Mehrdad Salehi leitet. Beide Mediziner sind langjährige Fachärzte und Oberärzte in der Klinik für Neurochirurgie des Klinikum Kassel (Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger). Dadurch ist laut Salehi eine optimale Verzahnung von ambulant und stationär gesichert. Die Klinik für Neurochirurgie – Teil des Neurozentrums am Klinikum Kassel – bietet das gesamte Spektrum der Wirbelsäulenchirurgie an, von einfachen Eingriffen wie mikrochirurgischen Bandscheibenoperationen bis zu komplexen Operationen wie dorsoventralen Stabilisierungen bei Instabilitäten oder Tumoren der Wirbelsäule. Für die Behandlung stehen die neuesten Techniken bereit, denn 80 Prozent der Eingriffe erfolgen heute mikrochirurgisch und unterliegen computergestützter Vorbereitung und Überwachung. Besonderes Augenmerk wird auf modernste und minimalinvasive Operationen bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen gelegt. Die neuen Verfahren sorgen

Nachuntersuchung bei den Neurochirurgen im ZMV: Patientin Bettina Germerott mit Mehrdad Salehi und Dr. Annette Kailing.

dafür, dass die Belastung für die Patienten möglichst gering bleibt. So wie bei Bettina Germerott, die wegen plötzlicher, extrem starker Schmerzen und Lähmungserscheinungen in die Klinik kam. Die Ärzte diagnostizierten einen Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule. Da bei Lähmungen konservative Therapien meist nicht ausreichen, wurde bei der Patientin mikrochirurgisch das in den Wirbelkanal ragende Stück der Bandscheibe (Sequester) von hinten entfernt. Dieses Verfahren hat den großen Vorteil, dass die Bandscheibe erhalten bleiben kann. Fünf Tage nach der Operation kann Bettina Germerott die Klinik verlassen. Information: Tel. 0561/980-3087

www.diakoniestationen-kassel.de

Häusliche Alten- und Krankenpflege Häusliche Kinderkrankenpflege Kursangebote für Angehörige und ehrenamtlich Pflegende Information und Beratung in allen Pflegefragen

Zentrale Rufnummer 31 31 03

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Impfung gegen Lungenkrebs? Neue Therapien bei Bronchialkarzinom in der Entwicklung Lange Zeit ruhte die Behandlung von Lungenkrebs ausschließlich auf den Säulen Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie. In jüngster Zeit werden jedoch zunehmend neue, biologische Medikamente entwickelt, deren Wirksamkeit in zahlreichen Studien geprüft wird. Die Medizinische Klinik IV des Klinikum Kassel (Onkologie, Hämatologie, Immunologie), die jährlich rund 200 Patientinnen und Patienten mit Lungentumoren behandelt, ist an insgesamt 18 Studien beteiligt, die Hälfte hiervon wird bei Patienten mit Lungentumoren durchgeführt. Für die Patienten bringt das den Vorteil, dass sie an Therapien auf dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft teilhaben können. Die StippVisite sprach darüber mit dem Direktor der Klinik, Prof. Dr. Martin Wolf. StippVisite: Herr Prof. Wolf, was ist derzeit die gängige Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Lungenkarzinom? Prof. Dr. Martin Wolf: Das hängt ganz vom Erkrankungsstadium ab (s. Kasten). Wird der Tumor in einem frühen Stadium – I oder II – entdeckt, ist eine Operation das Mittel der Wahl, je nach Größe eventuell in Kombination mit einer Chemotherapie. Ein Tumor im Stadium III wird üblicherweise nicht operiert, sondern mit Chemo- und Strahlentherapie behandelt. Im Stadium IV erfolgt eine Ganzkörpertherapie mit „klassischer“ Chemotherapie. Für alle Stadien sind derzeit neue, schonendere Medikamente im Rahmen von Studien verfügbar, welche die

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Nimmt an einer der Impfstudien teil: Klaus Ewig mit Tanja Reuter, Krankenschwester und Mitarbeiterin in der Studienzentrale der Medizinischen Klinik IV des Klinikum Kassel.

Chemotherapie ergänzen oder mittelfristig sogar ersetzen können. Können Sie uns Beispiele nennen? Rund 20 Prozent der Patientinnen und Patienten mit Lungentumoren werden operiert (Stadium I und II). Bei etwa der Hälfte von ihnen entwickelt sich erneut ein Tumor und wir versuchen, dieses Rückfallrisiko zu senken. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Erstens eine Chemotherapie nach der Operation, die das Risiko um 10 bis 20 Prozent reduziert. Zweitens – und diese Methode ist ganz neu – eine Impfung gegen das Wiederauftreten von Lungenkrebs. Die Patienten bekommen ein Tumoreiweiß, wie es auch auf den Tumorzellen sitzt, unter die Haut gespritzt. Das Immunsystem soll mit der Impfung sensibilisiert werden, das Eiweiß und damit die Tumorzelle zu erkennen und zu zerstören. Diese Impfung funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie bei einer Masernimpfung, nur dass kein Virus, sondern ein Eiweiß gespritzt wird – das übrigens selbst nicht wachsen und keine Krebserkrankung auslösen kann. Nebenwirkungen dieser Methode sind bisher kaum bekannt.

Ersetzt die Impfung die Chemotherapie? Nein, die Patienten erhalten trotzdem eine Chemotherapie. Geprüft wird, ob sich mit der Impfung die Zahl der Rückfälle weiter reduzieren lässt. Für wen kommt die Impfung in Frage? Für Patienten, die an einem Lungenkarzinom operiert wurden und bei denen dieses spezielle Eiweiß an der Tumoroberfläche sitzt. Das trifft auf circa ein Drittel der operierten Patienten zu. Um die Wirksamkeit der Impfung zu prüfen, läuft gerade weltweit die MAGRITStudie, an der wir beteiligt sind. Die Impfung beginnt innerhalb der ersten drei Monate nach der Operation und erstreckt sich inklusive Auffrischungen über rund ein Jahr. Welche neuen Möglichkeiten gibt es für Patienten, die nicht operiert werden? Auch für Patienten mit dem Erkrankungsstadium III gibt es eine Impfstudie, die START-Studie. Sie untersucht das gleiche Prinzip wie die MAGRITStudie, aber ein anderes Eiweiß, das


nach Abschluss von Chemo- und Strahlentherapie gespritzt wird. An dieser weltweiten Studie nehmen bereits einige unserer Patienten teil.

der Tumorzellen unterbindet, sodass diese absterben.

Bekommen die Patienten trotzdem eine CheProf. Dr. Martin Wolf motherapie? Nein, zunächst nicht. Wir wollen damit Sie sind Vorsitzender von Aktion bei Patienten mit Lungentumoren weg Bronchialkarzinom e. V. (ABC), von der Chemotherapie. Wenn allereinem Zusammenschluss von Ärzdings die rein biologische Therapie, die ten, welche die Behandlung von deutlich schonender für den Körper ist, Patienten mit Lungentumoren nicht wirkt, werden die Patienten auf verbessern wollen. Die ABC-StuChemotherapie umgestellt. Dies ist die diengruppe führt selbst die INNOerste Studie, bei der in der ErstbehandVATIONS-Studie durch. Worum lung eine Chemotherapie mit einer rein geht es dabei? biologischen Therapie verglichen wird. Um eine biologische Therapie für PaDie Untersuchung läuft seit circa tienten mit Lungentumoren des Staeinem halben Jahr, 45 Kliniken aus diums IV, die Metastasen gebildet haDeutschland nehmen teil. Aus dem ben. Diese Patienten erhalten derzeit Klinikum Kassel sind bisher sechs eine Ganzkörper-Chemotherapie. Sie Patienten eingeschrieben. wirkt immer gegen alles, was wächst, kann gesunde nicht von kranken Zellen Wird die Chemotherapie bei Lununterscheiden. Das führt zu den gentumoren irgendwann durch Nebenwirkungen wie Haarausfall, die neuen Verfahren abgelöst? Schleimhautschäden, InfektionsanNicht innerhalb der nächsten fünf fälligkeit etc. Bestimmte NebenwirJahre. Aber vielleicht sind wir in zehn kungen wie Übelkeit und Erbrechen Jahren so weit, dass die Chemotheralassen sich heutzutage zwar beim pie bei der Behandlung von LungenGroßteil der Patienten durch begleitenkarzinomen eine untergeordnete Rolle de Medikamente deutlich reduzieren, spielt. Die biologischen Therapien werjedoch nicht vollständig vermeiden. den jedenfalls zunehmend an StellenJede Chemotherapie ist daher auch mit wert gewinnen – eine Entwicklung, wie Belastungen und Einschränkungen für sie auch bei der Behandlung von die Patienten verbunden. Ziel muss es Brustkrebs und Darmkrebs zu verfolalso sein, eine Therapie zu entwickeln, gen ist. welche die gesunden Zellen nicht beeinträchtigt. Bei der INNOVATIONSInformation: Studie erhalten die Patienten eine Prof. Dr. Martin Wolf, Kombination aus einem WachstumsTel. 0561/980-3046 blocker, der gezielt das Wachstum der oder E-Mail: Tumorzellen verhindert, und aus einem onkologie@klinikum-kassel.de Medikament, das die Blutversorgung

Vier Erkrankungsstadien Lungenkrebs ist in Deutschland sowohl bei Frauen als auch bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung. Bei rund 45.000 Menschen pro Jahr wird ein Bronchialkarzinom festgestellt. Die Größe des Tumors, ein eventueller Lymphknotenbefall und das Vorhandensein von Metastasen werden bei der Einteilung in vier Erkrankungsstadien herangezogen: Im Stadium I liegt der Tumor innerhalb eines Lungenflügels, es sind keine Lymphknoten befallen und es gibt keine Metastasenbildung. Im Stadium II überschreitet der Tumor ebenfalls nicht einen Lungenflügel, aber es sind bereits Lymphknoten innerhalb der Lunge befallen. Im Stadium III hat der Tumor bereits die lungenangrenzenden Strukturen wie Brustwand oder Zwerchfell erfasst oder es sind Lymphknoten zwischen den beiden Lungenflügeln befallen. Im Stadium IV sind Metastasen in anderen Organen vorhanden, häufig in Leber, Knochen, Gehirn und Nebennieren. Unterschieden wird zudem zwischen dem nicht kleinzelligen und dem kleinzelligen Bronchialkarzinom, wobei Letzteres in der Regel nicht operiert wird. Patienten mit Lungentumoren werden im Klinikum Kassel in enger Zusammenarbeit zwischen dem Schwerpunkt Thoraxchirurgie der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, der Strahlentherapie sowie der Medizinischen Klinik IV behandelt. Teilnehmer an Studien haben die Möglichkeit, neue Medikamente und Therapien zu erhalten, die noch nicht allgemein verfügbar sind. Dabei geht es in der Regel darum, die Wirksamkeit von Substanzen zu prüfen. Die Patienten erhalten die nach dem bisherigen Wissensstand beste Behandlung und werden engmaschig überwacht.

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Schatz, wir müssen reden! Gesundheit Nordhessen unterstützt Organspendekampagne „Schatz, wir müssen reden“, mit diesem Slogan ist im Frühsommer 2008 eine Organspendekampagne im Raum Kassel gestartet. Ziel: die Bevölkerung zur Beschäftigung mit dem Thema Organspende zu animieren und die Zahl der Organspenden zu erhöhen. Rund 12.000 schwer kranke Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. Täglich sterben drei Patienten, weil kein passendes Organ vorhanden ist. Nach Einschätzung der Deutschen Stiftung Organspende (DSO), welche die Organspenden in Deutschland koordiniert, müsste aus diesem Grund niemand sterben, wenn sich die Hälfte aller Bürgerinnen und Bürger zur Organspende bereit erklären würden. Umfragen zufolge stehen zwar rund drei Viertel der Bevölkerung der Organspende positiv gegenüber, aber nur zwölf Prozent haben einen Organspendeausweis. Auf Initiative von Robert Köster, Geschäftsführer der Roberts Marken & Kommunikation GmbH in Kassel, startete daher eine Kampagne, um möglichst viele Menschen der Region zu einer bewussten Entscheidung für eine Organspende zu bewegen. Die Kampagne wurde an der Akademie für Kommunikation Kassel (AKK) entwickelt, an der Köster Dozent ist. Das Konzept stammt von der Junioragentur „Reaktor“, die auch den Slogan „Schatz, wir müssen reden“ entwickelt hat. Die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), insbesondere das Klinikum Kassel, war mit der DSO und der

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Gemeinnützigen Interessengemeinschaft Organspende e. V. (GIOS) an der Vorbereitung der Aktion beteiligt und hat sie auch finanziell gesponsert. „Organspende ist eine lebenswichtige Aufgabe, daher unterstützen wir dieses Anliegen gern“, erläuterte der GNH-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerhard M. Sontheimer. Weitere Sponsoren sind VW Original Teile, der Rotary Club Kassel-Wilhelmshöhe und Roberts Marken & Kommunikation. Nach einer Pressekonferenz mit der Schirmherrin, Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger, folgte im Mai eine bundesweit einmalige Mailing-Aktion: Jeder Haushalt in Kassel erhielt einen Organspendeausweis sowie Informationen zum Thema. Mit Erfolg: Bei einer (nichtrepräsentativen) Umfrage erklärten über die Hälfte derjenigen, die sich an das Mailing erinnern konnten, das Thema zu Hause noch besprechen zu wollen. Vier Prozent haben den Organspendeausweis ausgefüllt, sechs waren

bereits Organspender. Rund ein Drittel hatte kein Interesse am Thema. „Wenn die Familien zu Hause über das Thema Organspende diskutieren, sind wir schon einen großen Schritt weiter“, so Dr. Petra Wegermann, Transplantationsbeauftragte im Klinikum Kassel und Mitglied einer Steuerungsgruppe des Hessischen Sozialministeriums zur besseren Umsetzung des Transplantationsgesetzes. „Für die Familie ist es immer ein Schock, wenn ein Angehöriger an einem Hirntod verstirbt und eine Organspende möglich wäre. Um die schwierige Entscheidung über eine Organspende treffen zu können, ist es für die Familie extrem hilfreich, den Willen des Verstorbenen zu kennen.“ Information zur Organspende bei Dr. Petra Wegermann, E-Mail wegermann@klinikum-kassel.de Links: www.dso.de www.organspende-info.de www.gios-organspende.de


Schönes Ambiente, neue Technik Gebäude der Medizinischen Kliniken renoviert Die Gebäude der Medizinischen Kliniken des Klinikum Kassel sind in den vergangenen drei Jahren peu à peu umfassend renoviert worden. Mit der Modernisierung der Dialysestation wurde das Projekt nun abgeschlossen. Rund drei Millionen Euro hat das Klinikum investiert, um die Gebäude technisch und optisch auf Vordermann zu bringen. Die Stationen wurden generalüberholt und strahlen jetzt in hellen, freundlichen Farben. Die Instandsetzungsarbeiten standen auch im Zusammenhang mit einer geänderten Raumaufteilung innerhalb der Medizinischen Kliniken, die zu besseren Betriebsabläufen und kürzeren Wegen für Patienten und Beschäftigte geführt hat. „Mit vielen kleinen und einigen größeren Maßnahmen konnten wir das Ambiente erheblich verschönern und Abläufe vereinfachen“, sagt Klinikum-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz. Diese reichen von der Dachabdichtung über neue Bodenbeläge und Anstriche, neue Beleuchtung und neue Sanitärräume bis hin zu neuen Möbeln und insbesondere der Ausstattung mit TV-Geräten in allen Zimmern. Damit wurden deutliche Verbesserungen für die Patienten und Patientinnen aller vier internistischen Kliniken des Klinikums erreicht: Medizinische Klinik I – Gastroenterologie, Hepatologie, Allgemeine Diabetologie, Infektionskrankheiten (Dr. Dorothee Dorlars), Medizinische Klinik II – Herz- und Kreislauferkrankungen, Lungen- und Bronchialerkrankungen, Internistische Intensivmedizin (Prof. Dr. Jörg Neuzner), Medizinische Klinik III – Nieren und Hoch-

In modernen Räumen werden jetzt auch die Dialysepatienten im Klinikum Kassel behandelt, auf dem Foto Gisela Stöhr mit Gesundheits- und Krankenpfleger Alexander DupkiRappe.

druckerkrankungen, Rheumatische Erkrankungen, Nephrologische Diabetologie (Prof. Dr. Jörg Plum) und Medizinische Klinik IV – Onkologie, Hämatologie, Immunologie (Prof. Dr. Martin Wolf). Die Dialysestation ist auch technisch auf den neusten Stand gebracht worden. So ist das neue Rohrleitungssystem komfortabler zu desinfizieren und erhielt Adapter der modernsten Generation. Neu eingerichtet wurde ein Interventionsraum, unter anderem für die Patienten, die einen zentralen Venenkatheter benötigen. Nun stehen zwölf Dialysebetten – davon zwei als 1Bett-Isolierzimmer – mit neuer Medizintechnik zur Verfügung. Auch die Strukturen innerhalb der Medizinischen Kliniken wurden in den vergangenen Jahren geändert. Die onkologische Tagesklinik und die onkologische Station sind inzwischen unter einem Dach in Haus 9 vereint und die Bettenzahl wurde um 9 auf 42 Betten aufgestockt. Die kardiologischen Stationen sind jetzt auf einer Ebene angeordnet, wodurch sich Arbeitsabläufe vereinfachen lassen.

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„Von der Milch zum Brei“ Ernährungshilfe für Mütter und Väter Die richtige Ernährung von Babys im ersten Lebensjahr beugt Karies und Übergewicht vor und senkt das Risiko, an bestimmten Allergien zu erkranken. Bei der Vielfalt an Babynahrung ist es für die Eltern oft schwierig, sich im „Angebotsdschungel“ zurechtzufinden und Werbeaussagen kritisch zu beleuchten. Hilfe bei der optimalen Ernährung des Säuglings bietet die dreistündige Veranstaltung „Von der Milch zum Brei“ – Beikosteinführung, die seit diesem Jahr in der Elternschule des Klinikum Kassel angeboten wird. Hebamme Bianca Wendland gibt Tipps zum Kochen verschiedener Breie und informiert über sanftes Abstillen, industriell hergestellte Gläschenkost,

geeignete Getränke für Säuglinge und Kinderlebensmittel. Ein Schwerpunkt ist auch die Auswahl geeigneter Lebensmittel für Kinder mit erhöhtem Allergierisiko. „Mit der richtigen frühkindlichen Ernährung kann man bestimmten allergischen Erkrankungen, zum Beispiel Neurodermitis, allergischem Asthma und Heuschnupfen, vorbeugen, was angesichts einer Zunahme von Allergien immer wichtiger wird“, so Bianca Wendland, die sich nach den Empfehlungen des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund richtet. Die Babys werden während des Kurses bestens von der Krankenschwester und Stillberaterin Ulrike

Hirse und andere Getreidesorten stellte Bianca Wendland (vorn Mitte) den Teilnehmerinnen des Kurses „Von der Milch zum Brei“ vor, vorn links Alexandra D’Angelo, vorn rechts Bianca Rehm-Aubel mit Tochter Maja.

Utermöller vom Geburtshilfe-Team des Klinikums betreut. Information bei Bianca Wendland, Tel. 0561/812981, E-Mail: kontakt@ hebamme-bianca-wendland.de. Das gesamte Programm der Elternschule findet sich unter www.gesundheitnordhessen.de/veranstaltungen.

Kliniken Bad Wildungen

Fachklinik Fürstenhof & Helenenklinik

Fach- und Rehabilitationsklinik für Innere, Herz-, Kreislauferkrankungen und Neurologie

Fach- und Rehabilitationsklinik für Urologie, Orthopädie, Urogynäkologie/ Gynäkologie und Innere Medizin/ Nephrologie

Telefon (0 56 21) 704 -03 Brunnenallee 39, 34537 Bad Wildungen fuerstenhof.badwildungen@asklepios.com

Telefon (0 56 21) 85-0 Laustraße 35, 34537 Bad Wildungen helenenklinik.badwildungen@asklepios.com

Informieren Sie sich über unsere Kliniken mit ganzheitlicher Therapie. Beide Kliniken sind in unmittelbarer Nähe zur neu eröffneten Asklepios Stadtklinik für Akutmedizin und bieten somit eine durchgängige Behandlungskette. www.asklepios.com/badwildungen

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Thoraxchirurgie komplettiert das Angebot Krankenhaus Bad Arolsen mit breitem Spektrum für Lungenpatienten Das Krankenhaus Bad Arolsen hat sein Diagnostik- und Therapiespektrum für Patientinnen und Patienten mit Lungenerkrankungen mit dem Angebot der Thoraxchirurgie komplettiert. Dr. Marc Hinterthaner, Leiter des Funktionsbereiches Thoraxchirurgie am Klinikum Kassel, kommt seit vorigem Jahr zur Sprechstunde und zu operativen Eingriffen nach Bad Arolsen, für die die Patienten bisher nach Kassel fahren mussten. Die Thoraxchirurgie umfasst sowohl die diagnostischen Untersuchungen als auch die chirurgischen Behandlungen von Erkrankungen und Fehlbildungen innerhalb des Brustkorbs. Davon können unter anderem die Lunge, die Luftröhre und das Bronchialsystem, das Brust- oder das Mittelfell sowie die Brustwand betroffen sein. Neben Lungenkrebs kommt der Thoraxchirurg bei Metastasen von anderen Tumoren zum Einsatz, die sich zum Beispiel als Folge von Brustkrebs oder Dickdarmkrebs in der Lunge bilden können. Die Methoden der Thoraxchirurgie werden zudem angewandt bei der operativen Behandlung einer zusammengefallenen Lunge (Pneumothorax), Eiteransammlung im Brustkorb (Pleuraempyem), bei unklaren Lungengewebserkrankungen und anderen unklaren Neubildungen innerhalb des Brustkorbs, erläutert Dr. Hinterthaner, der seit 2004 den Funktionsbereich im Klinikum leitet.

Brusthöhle ggf. mit gleichzeitiger Probenentnahme aus dem Brustfell sowie die Probenentnahme aus der Lunge zur weiteren Gewebeuntersuchung. Behandlungen sind ebenfalls möglich, beispielsweise die Verklebung des Brustfellspaltes bei wiederholt auftretendem Pleuraerguss („Flüssigkeit zwischen Lunge und Brustwand“). Dr. Hinterthaner arbeitet eng mit der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Krankenhaus Bad Arolsen unter Leitung von Chefarzt Dr. Peter Ahrens zusammen. Dieser betreut die Patienten während des gegebenenfalls notwendigen stationären Aufenthaltes nach einem Eingriff. Für das zusätzliche Angebot hat das Krankenhaus Bad Arolsen den Operationsbereich mit thoraxchirurgischen Instrumenten ausgestattet. „Wir freuen uns sehr, dass wir Patientinnen und Patienten mit gut- und bösartigen Lungenerkrankungen nun ein umfassendes chirurgisches Angebot vor Ort machen können“, so Walter Knüppel, Chefarzt für Innere Medizin und Lungenspezialist. Die gesamte Behandlungskette könne damit

Umfassendes Angebot für Patienten mit Lungenerkrankungen im Krankenhaus Bad Arolsen: die Chefärzte Walter Knüppel und Dr. Peter Ahrens mit Thoraxchirurg Dr. Marc Hinterthaner (von links).

vor Ort problemlos in Bad Arolsen koordiniert werden – gemäß dem Motto „Der Arzt kommt zum Patienten“. Anmeldung zur thoraxchirurgischen Sprechstunde: Frau Nietzel, Tel. 05691/800-210 Information: Dr. Peter Ahrens, Tel. 05691/800-222, peter.ahrens@skhba.de Walter Knüppel, Tel. 05691/800-161, walter.knueppel@skhba.de Dr. Marc Hinterthaner, Tel. 0561/980-3719, marc.hinterthaner@klinikum-kassel.de

Sie kommen gut bei uns an.

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Als Beispiele für thoraxchirurgische Eingriffe nennt Dr. Hinterthaner Spiegelungen des Mittelfells und der

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Ärzte für Kinderschutz Bundesweit tätige Arbeitsgemeinschaft in Kassel gegründet Mit der in Kassel gegründeten Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz in der Medizin (KiM) gibt es erstmals eine bundesweite Informationsplattform für Ärztinnen und Ärzte, um Kindesmisshandlungen besser zu erkennen und zu deren Verhinderung beizutragen. Kinder erleben körperliche oder sexuelle Gewalt. Ihre körperlichen oder seelischen Bedürfnisse werden vernachlässigt oder sie werden seelisch misshandelt. Eine wichtige Berufsgruppe, die bei Verdacht auf Kindesmisshandlung Alarm schlagen kann, sind die Medizinerinnen und Mediziner. Vielen von ihnen ist das ungute Gefühl bekannt: Ist dieser Knochenbruch mit einem Sturz vom Wickeltisch erklärbar? Ist dieses Blutergussmuster ein Hinweis auf Gewalt, eine Blutgerinnungsstörung oder einfach nur Tollpatschigkeit? Was bedeutet ein

Betreut werden und sich wohlfühlen...

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Kindesmisshandlung sei die Zusammenarbeit der Fachleute – Ärzte, Doch die meisten Pflegekräfte, PsyÄrztinnen und Ärzchologen, Sozialte sind laut Oberarbeiter – in Kinarzt Dr. Bernd Herrderschutzgruppen, mann, Leiter der betont Herrmann. Ärztlichen KinderIn Deutschland gibt schutzambulanz im es sie erst an 13 Klinikum Kassel, von 450 Kindernicht ausreichend ausgebildet, um Die Puppe ist bei Untersuchungen immer da- abteilungen in 330 Hinweise auf Miss- bei: Dr. Bernd Herrmann, Leiter der Ärztlichen Kliniken. Die KasKinderschutzambulanz am Klinikum Kassel. seler Kinderschutzbrauch und Missgruppe existiert seit 2003 und war die handlung zu erkennen. „Sowohl im erste bundesweit. Das Konzept wird Studium als auch später in der Praxis im Internet unter www.kindesmisskommt das Thema viel zu kurz.“ Damit handlung.de zur Verfügung gestellt. Misshandlungen von Kindern künftig besser und rechtzeitig diagnostiziert, Parallel zur Gründung der AG KiM konunterbunden und behandelt werden stituierte sich die Kommission Kinderkönnen, hat sich jüngst auf Initiative schutz der Deutschen Akademie für von Dr. Herrmann, der zum Vorstand Kinder- und Jugendmedizin, der Dachder Deutschen Gesellschaft gegen verband der KindermedizingesellschafKindesmisshandlung und -vernachlästen. Zum Leiter der Kommission wurde sigung gehört, die bundesweite Arebenfalls Dr. Herrmann ernannt. beitsgemeinschaft Kinderschutz in der Medizin (AG KiM) gegründet. Die neue Der Facharzt für Kinder- und JugendAG sieht Herrmann als historischen medizin sowie Kinder- und JugendSchritt für den medizinischen Beitrag gynäkologe hat in der Ärztlichen Kinzum Kinderschutz. derschutzambulanz des Klinikum Kassel jährlich über 150 Anfragen zum Dabei bleibt es schwierig, KindesmissThema. Bei der Gründung der Einrichhandlung zu erkennen: „Was Ärzte tung vor zehn Jahren waren es bis zu sehen, muss sich nicht unbedingt 20. „Wir freuen uns über jedes Kind, decken mit den inneren physischen dem wir helfen können, auch dadurch, Schäden“, so Herrmann. Ein Kind, das dass unsere Kinderschutzarbeit Vorbild geschüttelt wurde, könne ein völlig in Deutschland ist. Wir haben durch zerstörtes Gehirn haben. „Gewalt kann unsere jährliche Fortbildung mittlerzudem auch ohne körperlich sichtbare weile circa 450 Ärzte ausgebildet, was Folgen zu schweren, lebenslangen Kindern bundesweit zugute kommt“, seelischen Schädigungen führen.“ bilanziert Herrmann. Sexuell missbrauchte Kinder haben nach seinen Worten zu neunzig ProInfo: Dr. Bernd Herrmann, zent keine körperlichen Befunde, die Tel. 0561/980-3389, medizinisch nachzuweisen sind. Beherrmann@klinikum-kassel.de sonders wichtig im Kampf gegen erweiteter Scheideneingang?


„Einfach laufen“ mit „Galileo“ Steh- und Gehtraining für chronisch kranke Kinder „Einfach laufen“ – so heißt das Programm im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld, das Kindern mit chronischen Muskel- oder Knochenerkrankungen beim Laufenlernen hilft. Dabei kommt seit Kurzem der Steh- und Gehtrainer „Galileo“ zum Einsatz, der mit Spenden finanziert wurde. Das Prinzip von „Galileo“ wurde in der Weltraumforschung entwickelt, damit Astronauten trotz Aufenthaltes in der Schwerelosigkeit ihre Muskulatur trainieren können. Die Forscher stellten fest, dass auf einem schnell schwingenden Brett die Muskulatur effizient trainiert und Knochenschwund verhindert wird. Die Vibrationen reizen Nerven und Muskeln und verbessern deren Leistungsfähigkeit. Diese Erkenntnisse kommen nun auch Kindern mit angeborenen Muskel- oder Knochenerkrankungen sowie Kindern mit angeborenen oder erworbenen Hirnschädigungen zugute, die in der Abteilung für neurologische Frührehabilitation im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld behandelt werden. Sie können oft nicht selbstständig laufen, sind schon viele Jahre auf den Rollstuhl angewiesen oder können das Bett fast gar nicht verlassen. Zu stehen oder gar zu gehen stellt für sie einen enormen Fortschritt dar. Beim Steh- und Gehtrainer „Galileo“ ist eine Kippliege am Fußende mit einer Vibrationsplatte verbunden. Durch die Neigungsmöglichkeit der Liege von waagerecht bis senkrecht werden die jungen Patienten allmählich an eine aufrechte Position ge-

wöhnt. „Gleichzeitig wird durch die Vibrationen der Knochen- und Muskelstoffwechsel angeregt“, erläutert Privatdozent Dr. Bernd Wilken, Direktor der Kinderneurologie im Klinikum Kassel und Leiter der Frührehabilitation. „Zweimal täglich wenige Minuten Training mit dem GalileoSystem reichen, damit der Körper allmählich das Muskel- und Skelettsystem aufbaut.“ Ergänzend dazu werden die Kinder im Rahmen des „Einfach laufen“-Programms umfassend physiotherapeutisch betreut. Darüber hinaus soll ein computergestütztes Laufbandtraining eingeführt werden. Für die „Galileo“-Ausstattung des Kinderkrankenhauses Park Schönfeld hat der Verein „Hilfe für Kinder und Erwachsene im Krankenhaus e. V.“ insgesamt rund 17.000 Euro aus Spenden zur Verfügung gestellt. „Wir hoffen, dass es den Kindern mit Hilfe dieses Programms gelingt, im wahren Sinne des Wortes auf den eigenen Füßen zu stehen und dadurch ihre Lebensqualität erheblich zu verbessern“, so der Vereinsvorsitzende, Dr.

Die 12-jährige Tiara gehörte zu den ersten Patientinnen im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld, die mit dem „Galileo“-System trainierte, hier unterstützt von den Physiotherapeutinnen Bärbel Striening und Gisela Pfaffenbach.

Thomas Fischer, Chefarzt für Kinderanästhesie und Intensivmedizin im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld. Information: Oberarzt Heiko Backes, E-Mail: heiko.backes@klinikum-kassel.de, Tel. 9285-130 (Station P3) Spendenkonto „Hilfe für Kinder und Erwachsene im Krankenhaus“: 2142128 bei der Kasseler Sparkasse, BLZ 520 503 53

Ihr starker Partner in der Hilfsmittelversorgung Zentrale: Hannoversche Str.34, 34266 Niestetal Filiale: Königsplatz sse 30, 34537 Bad Wildungen Filiale: Töpfermarkt 1, 34369 Hofgeismar Tel. 0561-788050 / Fax. 0561-7880555

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Was ich wert bin, sagt mir die Waage Teil 3: Wie behandelt man Essstörungen? Über unterschiedliche Aspekte der Essstörungen Anorexie (Magersucht), Bulimie (Ess-BrechSucht) und Binge-Eating (Essattacken) haben wir in den vorherigen zwei Ausgaben berichtet. Bisher ging es um Frühwarnzeichen, Auslöser und Ursachen sowie um Diagnostik und Prävention. Im dritten Teil der Serie informieren wir über die Therapie der Essstörungen. Wieso lassen sich viele Essgestörte erst so spät behandeln? Die Essstörung selbst kann als ein Lösungsversuch für ein dahinterliegendes seelisches Problem verstanden werden. Sie hat die Funktion, wieder ein besseres seelisches Gleichgewicht herzustellen, weshalb die Patientinnen und Patienten zunächst an der Erkrankung festhalten und oft erst spät eine Krankheitseinsicht und Behandlungsbereitschaft entwickeln. Im Falle der Magersucht stellt sich häufig mit dem Hungern wieder ein positives Gefühl der Kontrolle über das eigene Leben und über den eigenen Körper ein. Die typisch magersüchtige Körperwahrnehmungsstörung (die Magersüchtige erlebt sich trotz erheblichen Untergewichts weiter als zu dick) verhindert zudem ein Krankheitsbewusstsein. Das Problem wird verleugnet, die Patientin versucht lange Zeit den Eindruck aufrechtzuerhalten, sich fit und gesund zu fühlen. Im Fall der Bulimie schafft das Erbrechen Erleichterung bei inneren

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Spannungen und unerwünschten Gefühlen. Gleichzeitig besteht eine große Scham wegen des Kontrollverlusts beim Essanfall und wegen des Erbrechens. Dies verhindert häufig längere Zeit, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Deshalb kann man generell sagen, je ausgeprägter die Essstörung ist, desto später begeben sich die Betroffenen in Behandlung.

oder per E-Mail. Sehr gute Informationen bekommt man auch auf den Internetseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Der erste ganz wesentliche Schritt für die erfolgreiche Therapie einer Essstörung besteht darin, sich einzugestehen, überhaupt eine Essstörung zu haben. Ohne beginnende Krankheitseinsicht und den Wunsch nach Autorin: Annette Eisenmann Veränderung ist eine (www.bzga-essstoerungen.de), die erfolgreiche Therapie nicht möglich. ein umfassendes Verzeichnis der Aber selbst dann ist die Behandlung – Beratungsstellen in Deutschland wie bei anderen Suchterkrankungen – bereithalten. In Kassel ist dies beioft schwierig, da die Betroffenen hin spielsweise Kabera e. V. (www.kabeund her gerissen sind zwischen der ra.de, Tel. 0561/70133-10). Natürlich Seite, die gesund werden will, und der kann man sich auch direkt an den Seite, die krank bleiben und das Hausarzt oder einen PsychotheraSuchtverhalten beibehalten will. peuten wenden. Was gibt es für In leichteren Fällen können EssstöTherapiemöglichkeiten? rungen ambulant behandelt werden. Sinnvoll ist eine Zusammenarbeit Die einfachste Möglichkeit besteht zwischen Psychotherapeuten, Hausdarin, sich als Betroffener oder Angeärzten und Ernährungsberatern. In höriger erst einmal ganz unverbindder Psychotherapie geht es einerseits lich an eine Beratungsstelle zu wenum Veränderungen beim Essverhalden, gegebenenfalls auch telefonisch


Der erste Schritt ten, das Schreiben von Ess-Protokolen, das Genießenlernen, das Wiedereinlassen auf bislang strikt gemiedene Speisen und die Verdauungsvorgänge an sich etc. Andererseits geht es aber auch um die Bearbeitung der seelischen Ursachen der Essstörung, das Wiedererlernen eines gesunden Selbstvertrauens und Gefühlsausdrucks und um die soziale Integration. Wenn möglich ist vor allem bei jüngeren Patientinnen auch eine Familientherapie anzustreben. Die Hausärztin ist primär zuständig für den Körper mit regelmäßigen Gewichts- und Laborkontrollen. Bei der Bulimie können bestimmte Medikamente hilfreich sein bei der Reduktion von Ess- und Brechanfällen. In schwereren Fällen, besonders bei der Magersucht mit bedrohlichem Untergewicht, körperlichen und seelischen Begleiterkrankungen und gescheiterten Vorbehandlungen, ist eine stationäre Behandlung in einer psychosomatischen Reha- oder Akutklinik erforderlich. Zusätzlich zu den genannten Therapiemaßnahmen können im stationären Umfeld neben einer besseren körperlichen Überwa-

chung häufigere ist die für die erfolgreiche Insgesamt Einzel- und GrupBehandlung einer penpsychotherapie, manifesten EssTherapie einer Entspannungs-, Bestörung langwierig Essstörung wegungs- und Geund schwierig, da besteht darin, sich Hilfsangebote oft staltungstherapien angeboten werden. erst zu einem relaeinzugestehen, In der Psychothetiv fortgeschritteeine Essstörung rapie der Essgenen Zeitpunkt der störten haben sich Erkrankung in Anzu haben. Gruppen mit mehspruch genommen reren Betroffen bewährt, da diese von werden und auch die Behandlung anderen Betroffenen oft mehr selbst von Rückfällen und Ambiannehmen können. Die Bewegungsvalenzen gekennzeichnet ist. An eine therapie hilft, das Gespür für den stationäre oder tagesklinische BeKörper und seine Grenzen zu erfahren handlung sollte sich auf jeden Fall und sich wieder im wahren Sinne eine weitere ambulante Psychotherades Wortes ein Selbst-Bewusstsein pie anschließen. zu erarbeiten. Die Gestaltungstherapie dient dem Ausdruck von GefühIm 4. und letzten Teil der Serie geht len, Ängsten und inneren Vorstellunes um das Thema Gesellschaft und gen ohne Worte. Essstörung. Bei der Bulimie ist, auch in schwereren Fällen, oft schon eine tagesklinische Behandlung ausreichend, bei der die Patienten an einem ähnlich umfangreichen Therapieprogramm wie stationäre Patienten teilnehmen, aber nachts zu Hause schlafen und in ihrem sozialen Umfeld bleiben.

Information: Tel. 0561/980-3838 oder -3820 Annette Eisenmann, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Klinikum Kassel

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Eine Oase für Körper und Seele Das Viersterne-„Vital- & Wellnesshotel Albblick“ Eingebettet inmitten der herrlichen Landschaft des Schwarzwaldes, direkt am Waldrand, liegt das Viersterne-„Vital- & Wellnesshotel Albblick“ – ein Ort, der im Nu entschleunigt vom Alltagsstress und der allgemeinen Hektik. Das Vital- und Wellnesshotel ist eine Oase für Körper und Seele: Entspannung, Sport, Schönheit und Gesundheit, kurz: Urlauber finden hier alles, was zum individuellen Wohlbefinden beiträgt – und dies in ruhevoller Umgebung.

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nesshotel Albblick gesponsert wird? • Über welchen Veranstalter ist die Ayurveda-Individualwoche buchbar? Antworten bitte an: Redaktion StippVisite, Bockhorn 1, 29664 Walsrode. Einsendeschluss ist der 15. November 2008. Viel Glück!

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Gewinner des Reisequiz der letzten Ausgabe der StippVisite ist P. Hartings aus Mainaschaff. Sie darf sich mit einer zweiten Person im Sauerland Stern Hotel verwöhnen lassen inklusive eines Entspannungsbads und natürlich eines Aurum-Manus®-Massage. Viel Spaß!

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Kontaktliste Gesundheit Nordhessen Holding AG

www.gesundheit-nordhessen.de, E-Mail: info@gesundheit-nordhessen.de

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Klinikum Kassel GmbH Geschäftsführung Wolfgang Schwarz (Hauptgf.) Birgit Dilchert Edda Hogrebe-Flake Prof. Dr. Rolf Effert

Mönchebergstraße 41–43, 34125 Kassel, Tel. 0561/980-0

Tel. 980-2201 Tel. 980-4801 Tel. 980-2301 Tel. 980-2203

Augenklinik Prof. Dr. Rolf Effert

Tel. 980-3901

Medizinische Klinik I Dr. Dorothee Dorlars (komm.)

Tel. 980-3071

Tel. 980-3061

Klinik für Neurochirurgie Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger

Medizinische Klinik II Prof. Dr. Jörg Neuzner

Tel. 980-3076

Tel. 980-3086

Klinik für Neurologie Prof. Dr. Andreas Ferbert

Medizinische Klinik III Prof. Dr. Jörg Plum

Tel. 980-3081

Tel. 980-3091

Medizinische Klinik IV Prof. Dr. Martin Wolf

Tel. 980-3046

Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie Dr. Hermann Sons

Frauenklinik Prof. Dr. Thomas Dimpfl Interdisziplin. Brustzentrum IBZ Kreißsaal

Tel. 980-3042 Tel. 980-3100 Tel. 980-3121

Klinik für Neuropädiatrie mit Sozialpädiatrischem Zentrum PD Dr. Bernd Wilken

Tel. 980-3096

Strahlentherapeutische Gemeinschaftspraxis Tel. 980-2730

Hautklinik Prof. Dr. Rainer Rompel

Tel. 980-3051

HNO-Klinik Prof. Dr. Michael Schröder

Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie PD Dr. Michaela Nathrath Tel. 980-3380

Zentrum für Diagnostische und Interventionelle Radiologie Prof. Dr. F.-P. Kuhn Tel. 980–4016

Tel. 980-3056

Institut für Labormedizin PD Dr. Karl H. Reuner

Neuroradiologie Dr. Ralf Siekmann

Tel. 980-2276

Klinik für Plastische-, Ästhetische und Handchirurgie Dr. Thomas Giesler

Institut für Pathologie Prof. Dr. Irina Berger Prof. Dres. G. F. Walter

Tel. 980-4001

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Dr. Johannes Kipp Tel. 980-3838

Kinderklinik Prof. Dr. Friedrich K. Tegtmeyer

Tel. 980-3066

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie Prof. Dr. Jürgen Faß Darmzentrum

Tel. 980-3036 Tel. 980-3719

Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie Prof. Dr. Michael Tryba Tel. 980-3001

Tel. 980-3811

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie Dr. Manfred Raible

Tel. 980-4026

Klinik für Urologie Dr. Patrick de Geeter (komm.)

Tel. 980-4031

Ludwig-Noll-Krankenhaus Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Dennhäuser Straße 156 Tel. 4804-0 PD Dr. Martin Ohlmeier Tel. 4804-401

Kinderkrankenhaus Park Schönfeld

Tel. 980-2407

ZMV: Labormedizin PD Dr. Karl H. Reuner Tel. 980-2746 Neurochirurgie Dr. Annette Kailing Mehrdad Salehi Tel. 980-3087 Nuklearmedizin PD Dr. Knut Liepe Tel. 980-4011 Appartements Tel. 980-2224 Bildungszentrum Tel. 980-2381 Blaue Helferinnen Tel. 980-2825 Diebetes- u. Ernährungsberatung Tel. 980-2955 Klinikseelsorge Tel. 980-2820 (ev)/-2822 (kath) Sozialdienst Tel. 980-2800

Frankfurter Straße 167, Tel. 0561/9285-0

Leitung Ingo Baltrusch

Tel. 9285-166

Kinderchirurgie Dr. Peter Illing

Kinder- und Jugendmedizin Prof. Dr. Friedrich K. Tegtmeyer

Tel. 9285-313

Anästhesie und Intensivmedizin Dr. Thomas Fischer Tel. 9285-138

HNO-Heilkunde Jens Böe Tel. 7015936, Lutz Schäfer Tel. 3161177

Standort Klinikum Kassel Mönchebergstraße 41–43

Standort Gesundheitszentrum Wilhelmshöher Allee 91 Tel. 0561/98794-0

Tel. 9285-124

Kinderradiologie Dr. Karoly Lakatos

Tel. 9285-143

Rehazentrum Geschäftsführer Dr. Werner Brand

Tel. 0561/98794-0

Krankenhaus Bad Arolsen GmbH Geschäftsführer Manfred Schweitzer

Tel. 0561/800-360

Innere Medizin Walter Knüppel, Dr. Bertolt Linder

Tel. 800-161

Tel. 0561/98794-13

Große Allee 50, 34454 Bad Arolsen, Tel. 05691/800-0

Chirurgie Dr. Peter Ahrens, Dr. Peter Wotzlaw Tel. 800-222 Anästhesie Dr. Ulrich Lehmann, Hermann Wohn

Tel. 800-0

Gynäkologie/Geburtshilfe Dr. H.-Achim Hertig Britt-Marie Jansson Dr. Ulrich Streich

Tel. 2057

Kreiskliniken Kassel GmbH Geschäftsführer Klaus Herrmann

Tel. 05671/81-200

Kreisklinik Helmarshausen Am Kleinen Fahlenberg 2–8 34385 Bad Karlshafen Innere Medizin Dr. Alois Kubek Andreas Hebbeker

Tel. 05672/998-0

Tel. 998-187

Chirurgie Dr. Wolfgang Müller Dr. Dietrich Wilke Anästhesie/Intensivmedizin Dr. Adam Wozniak

Kreisklinik Hofgeismar Tel. 05671/81-0

Innere Medizin: Dr. Ulrich Braner Dr. Wilhelm Schmidt

Tel. 81-400

Chirurgie Axel Schneider Dr. Thomas Sürig

Tel. 81-300

Tel. 998-181

Gynäkologie/Geburtshilfe Joachim Kuhl

Tel. 998-173

Anästhesie/Intensivmedizin Dr. Stefan Mähler

SWA siehe rechte Seite

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Kreisklinik Wolfhagen

Liebenauer Straße 1 34369 Hofgeismar

Tel. 2006 Tel. 81-500

Am kleinen Ofenberg 1 34466 Wolfhagen Tel. 05692/40-0 Innere Medizin Dr. Hans-Joachim Griesche Tel. 40-150 Chirurgie Dr. Peter-Josef Frings Tel. 40-500 Gynäkologie/Geburtshilfe Dr. Marion Reif-Kaiser Dr. Werner Prinz, Dr. Axel Vetter Tel. 988550 Anästhesie/Intensivmedizin Dr. Uwe Hecht Tel. 40-504 Dr. Cengiz Cetegen Tel. 40-505 HNO-Heilkunde Frank Dastych, Uwe Simon, Martin Stahl Tel. 2270


Bäuche in Gips

Kann Akupunktur den Geburtsschmerz lindern? Wie sieht eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft und der Stillzeit aus? Wie lange ist das Stillen sinnvoll? Kompetente Antworten auf alle Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Baby können alle Interessierten am Samstag, 27. September 2008, im Klinikum Kassel erhalten: Die Geburtshilfeabteilung der Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. Thomas Dimpfl) gibt von 12 bis 17 Uhr in Haus 5 und

im Infocenter einen Einblick in den Bereich, in dem jährlich fast 1.400 Kinder das Licht der Welt erblicken – darunter auch zahlreiche „Frühchen“, die in der ersten Zeit eine ganz besondere Betreuung benötigen. „Die Besucherinnen und Besucher können die Kreißsäle und die Station besichtigen, Vorträge hören und sich in der Ausstellung informieren“, so die Leitende Hebamme, Bettina Wüst. Schwangere können sich aus Gips eine Bauchmaske anfertigen lassen oder ihren Bauch kunstvoll bemalen lassen. Die Veranstaltung wurde mit Blick auf die Weltstillwoche vom 29. September bis 5. Oktober konzipiert, die unter dem Motto „Stillen fördern – goldrichtig“ steht.

Liebe Patientin, lieber Patient, Die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher in den Kliniken • prüfen Anregungen und Beschwerden der Patienten und der Angehörigen, • wenden sich mit deren Einverständnis an die zuständigen Stellen und versuchen zu vermitteln, • nehmen gern auch positive Erfahrungen entgegen und geben sie weiter. Klinikum Kassel: Marlies Rohrbach, Sprechzeiten donnerstags 14.30 bis 16 Uhr, Haus 14, Eingang A, Zimmer 2, Tel. 0561/980-2811, Briefkasten im Eingangsbereich von Haus 14, der aber nicht täglich geleert wird Ludwig-Noll-Krankenhaus: Gudrun Burlon, mittwochs von 15.30 bis 16.30 Uhr, Haus 2, Dachgeschoss Kinderkrankenhaus Park Schönfeld Iris Zaeske, dienstags 14.30 bis 15.30 Uhr, 4. Stock, Tel. 0561/9285-192 Krankenhaus Bad Arolsen: Gerda Schmalz und Ursula Halbich, montags von 11 bis 12 Uhr, Raum gegenüber Patientenaufnahme, Tel. 05691/800-172 Kreisklinik Hofgeismar: Brigitte Briel, dienstags von 15 bis 17 Uhr, Tel. 05671/81-95555 Kreisklinik Wolfhagen: Elke Oppermann, mittwochs 9 bis 11 Uhr, Tel. 05692/40-440 Kreisklinik Helmarshausen: Eckhart Deutsch, Sprechzeiten: dienstags 15 bis 18 Uhr, telefonisch über Zentrale 05672/998-0

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Sparkassen-Finanzgruppe

Schneller ans Ziel mit dem Sparkassen-Finanzkonzept. Sicherheit, Altersvorsorge, Vermögen.

Sie wollen Richtung Zukunft starten? Gemeinsam bestimmen wir zuerst mit dem Finanz-Check Ihre Position und legen dann mit dem SparkassenFinanzkonzept Ihren individuellen Kurs fest. So bringen wir Sie auf dem schnellsten Weg an Ihr Ziel. Mehr dazu in Ihrer Geschäftsstelle und unter www.kasseler-sparkasse.de. Wenn’s u m G eld g eht - S parkasse.


Stippvisite 03/2008