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Nr. 06/2011 05/2011

| www.gesundemedizin.de | 2,- EUR | E 4877

Den

Sommer genießen Sommerleiden einfach behandeln

Die Kraft der

Magnete

Wie sie wirken und heilen

Filter und Auffangbecken

Rezepte

Vegetarisch raffiniert kochen Test-Club Testen Sie einen Bewegungsmesser

Heilsame

Kommunikation Die richtigen Worte finden

Kamille

Ein echter Klassiker für die Schönheit

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Wie Nieren und Blase zusammenarbeiten


Gesundheit mit Was macht Gerolsteiner so wertvoll? Wer viel Mineralwasser trinkt, tut seinem Körper etwas Gutes. Denn das richtige Wasser kann Ihre Gesundheit fördern und aktiv zum Wohlbefinden beitragen. Unsere Empfehlung: Gerolsteiner Medium. Damit sorgen Sie nicht nur für eine ausreichende Hydrierung, Sie geben Ihrem Organismus auch gleichzeitig viele wertvolle Mineralien zurück.

Was steckt in einem Liter? Ein Liter Gerolsteiner deckt bereits mehr als ein Viertel Ihres Magnesiumbedarfs und ein Drittel Ihres täglichen Calciumbedarfs. Kaum ein Wasser in Deutschland ist gleichzeitig so reich an beiden Mineralien. Zudem enthält jeder Liter über 1.800 mg Hydrogencarbonat. Probieren Sie Gerolsteiner und tun Sie etwas für Ihre Gesundheit! Mehr wertvolle Informationen erhalten Sie im Internet.

Welche Mineralien sind wichtig?

Warum sind Mineralien wichtig?

Jedes Mineral hat seine spezifische Wirkung auf Ihren Körper. Calcium zum Beispiel ist wichtig für gesunde Knochen, Zähne und Muskeln. Magnesium spielt eine entscheidende Rolle bei der Funktion von Muskeln und Nerven. Und Hydrogencarbonat? Ungesunde Ernährung fördert die Säureentstehung im Magen. Hydrogencarbonat neutralisiert diese Säure und hilft gegen Übersäuerung.

Mineralien können vom Körper nicht selbst gebildet werden. Sie müssen deshalb über die Nahrung aufgenommen werden, da sonst Mangelerscheinungen auftreten. Gerolsteiner Medium kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. Es enthält bereits von Natur aus 2.500 mg Mineralien pro Liter, wie Calcium und Magnesium.

Das Wasser mit Stern. Vergleichen Sie Gerolsteiner jetzt mit über 700 anderen Wässern in Deutschland: www.mineralienrechner.de


EDITORIAL

Liebe Leser, gehören Sie auch zu den Menschen, denen im Sommer vieles leichter fällt? Es fängt schon morgens an: Früh aufstehen ist fast kein Problem mehr. Es ist hell und die Sonne lacht. Eine leichte und gesunde Ernährung ergibt sich von selbst. Frisches Obst und Gemüse locken uns auf Märkten und in den Läden. Man muss einfach nur zugreifen. Frische Luft und Bewegung ergeben sich von alleine. Was im Winter immer nur mit großem Aufwand und eingeschränkten Möglichkeiten ging, ergibt sich während der Sommermonate fast von selbst. Und wenn die Sonne scheint, schüttet das Gehirn verstärkt Glückshormone aus, so genannte Endorphine. Wir werden fröhlicher und motivierter, denn das Sonnenlicht mobilisiert positive Kräfte in uns.

Bilder: Maksim Pasko - 123RF, yuri Arcurs - 123RF

Leider hat der Sommer auch seine Schattenseiten. Wenn wir uns die Zahlen anschauen, so schützt nur jeder Dritte seine Haut vor der Sonne. Während des Strandurlaubs ist das Verständnis noch etwas größer, hier greift jeder zweite Urlauber zur Sonnencreme. Öfter einmal einen Sonnenbrand zu erleiden, scheint für viele Menschen normal zu sein. Dem gegenüber stehen jährlich rund 250.000 Menschen, die an schwarzem Hautkrebs erkranken. Verständlich ist das nicht, mittlerweile ist allgemein bekannt, dass der beste Schutz vor Krebs ein vernünftiger Umgang mit der Sonne ist. In dieser Ausgabe haben wir uns mit kleineren und größeren Sommerleiden (Seiten 32-36) auseinandergesetzt. Mit Rat und Tat wollen wir Ihnen für eine ungetrübte Sommerzeit zur Seite stehen. Genießen Sie den Sommer!

Nicole Franke-Gricksch, Chefredakteurin 06/2011 Gesunde Medizin

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INHALT im Juni

08 26

Kamille – Ein „Echter“ Klassiker

Niere und Blase

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Gesunde Lebensmittel

FIT & SCHÖN

36

Magnetfeld-Therapie – Die Kraft der Magnete

REISE

Kamille Ein „Echter“ Klassiker

08

Azoren Da, wo die Hochs herkommen 20

Schönheitstipps

11

Reisetipps

22

Schöne Haare Die richtige Haarpflege

12

Mit dem Wind in den Haaren Radreisen durch Deutschland

24

LESERFORUM

Gesundheit

Test-Club-Bericht Das Produkt: Tiefkühlprodukte von Tiefkühl Top Service

14

Experten-Club-Bericht Das Thema: Urlaubsziele für die Gesundheit

16

Aufruf • Test-Club: toc toc Bewegungsmesser • Experten-Club: Schwangerschafts beschwerden

Nieren und Blase • Filteranlage und Auffangbecken • Keime, Steine, Trockenheit – Erkrankungen von Nieren und Blase Sommerfreuden – Sommerleiden

26 30 32

Wenn der Sommer ins Auge geht Tipps gegen Trockene Augen 34 18

Magnetfeld-Therapie Die Kraft der Magnete

36

Gesundheitstipps

40

Serie Schüßler Salze Gesunder Geist in gesundem Körper

41


12 62

Schöne Haare – Die richtige Haarpflege

PSyCHE

ERNÄHRUNG

Mit dem Stottern leben lernen Hilfen und Therapien 42

(K)eine frage: Gesunde Lebensmittel

60

Heilsame Kommunikation

Rezepte Vegetarisch raffiniert

62

Genießertipps

65

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RAT & TAT Gut zu wissen

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Magazin

48

Sommer, freizeit, Reiseapotheke Notwendiges und Nützliches für den Urlaub 51 Das Rad der Zeit: Das pedelec Entspanntes Fahren mit E-Bikes 54

Titelbild: Benicce - Fotolia

Rezepte – Vegetarisch raffiniert

Wohntipps

56

Wie man Müll eine Abfuhr erteilt

58

RUBRIKEN Editorial

03

Aufgelesen Flower Power

06

Kreuzworträtsel

39

preisrätsel

50

Vorschau / impressum

66

Abonnieren und prämie erhalten

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Azoren – Da, wo die Hochs herkommen 06/2011 Gesunde Medizin

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AUFGELESEN

Bild: Deutsche Tapeten-Institut GmbH

Dieses Jahr blüht es nicht nur im Garten! Florale Drucke – ob auf Accessoires, Kleidern, Tapeten oder Mobiliar – stehen hoch im Kurs. Wobei die Blumenmotive eigentlich nie richtig weg waren. Ob französischer Millefleure- oder englischer Laura-Ashley-Stil oder der Hippie-Style der 60er Jahre – Blumen sind Trendsetter, die, rein modisch gesehen, nie welken.

Blumige Würze Bio-Rübenzucker, Kornblumen, Zimt und Vanille sind das Geheimnis dieser Gewürz-BlütenZubereitung, die Desserts und vieles mehr nicht nur bunt, sondern auch besonders lecker macht. Gibt’s für 4,95 Euro bei www.sonnentor.com.

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Gesunde Medizin 06/2011

Unkaputtbares

Geschirr

Den poppig bunten Blumen-Becher „Glamourama“ von Rice aus bruchsicherem und spülmaschinenfestem Melamin gibt’s für 5,30 Euro bei www.lunoa.de.

Blumen:

Extra Large! Auch wenn „Größe“ nicht alles ist: Volle, üppige Blüten machen einfach mehr her als winzig kleine. Wer keinen grasgrünen Daumen hat, bekommt im Gartencenter jetzt „XXL-Pflanzen“. Im Topf gezüchtet, sind sie besonders robust und gesund. Infos gibt’s unter www.xxl-pflanzen.de.


Wilde Zeiten

„Hippie-Kleider“ – für die Wand

Dieses bunte Glas-Anhänger-Set – bestehend aus Hippie-Bus, Roller und Auto – bringt den „Flower-Power-Look“ der 60er Jahre in jedes Zuhause. Für 39,95 Euro erhältlich unter www.impressionen.de.

Gelangweilt von weißen Wänden? Tapetenliebhaber können heutzutage aus dem Vollen schöpfen. Ob moderne Kleider für die Wand oder Hippie-Style – erlaubt ist, was gefällt! Wer seinen Wänden einen floralen „Touch“ verpassen möchte, der kann dies mit blumigen Tapetenmustern tun. Weitere Informationen unter www.tapeten.de oder www.tapetenagentur.de.

Ganz dufte...

Blumiger Begleiter in XL

Koketter Damenduft mit verführerischem Blüten-Bouquet: „Lola“ von Marc Jacobs. Neben dem Eau de Parfum gibt’s auch Shower Gel und Body Cream.

Ein „floral“-vielseitiges Taschenraumwunder für Einkauf, Sport oder Reise, das Sie so schnell nicht mehr missen möchten. Top: die Innentasche mit Reißverschluss und separate Handystecktasche. Gesehen bei www.design-3000.de für 24,90 Euro.

Good

Vibrations Die 60er Jahre mit ihrer kunterbunten, fröhlichen Hippie-Mode waren nie ganz „out“. In diesem Sommer sind die damals so beliebten Blumenmuster wieder ganz auf der Höhe der Zeit, wie beispielsweise dieses federleichte Sommerkleid, gesehen bei www.apart-fashion.de.

Blumige Lippen Durch den „Hydro Star Volume Lipstick“ von Beyu (hier Fliederton „Lavender Crisp“) werden die Lippen nach 30-tägiger Anwendung deutlich voller. In 21 weiteren Farben. Für je 9,50 Euro exklusiv bei Douglas erhältlich.

Für schöne

Augenblicke Der Lidschatten „Tropical Violet“ mit trendigem Blumen-Relief macht Lust auf Sommer. „Astor Pure Color Duo Eyeshadow“ ist für je 5,99 Euro in sechs Farbnuancen erhältlich.

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Reise

Da, wo die

Hochs herkommen

n e r o z A n e d f u a ch u s e Ein B

A

uf den Azoren gehen gegenüber dem portugiesischen Festland die Uhren um eine, gegenüber Mitteleuropa um zwei Stunden nach – und auch sonst scheint hier, fast 1.500 Kilometer westlich von Kontinentaleuropa, die Zeit einen anderen Takt zu haben. Das kommt nicht von ungefähr. Zugegeben, die neun Inseln liegen nur kurze Schiffsreisen auseinander. Aber eben auch weit weg von allem anderen. Münzfunde lassen vermuten, dass in der Antike schon das

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Gesunde Medizin  06/2011

Seefahrer volk der Phönizier die Inselgruppe, die größtenteils vulkanischen Ursprungs ist, entdeckte. Aber es sollten Jahrhunderte in friedlicher Abgeschiedenheit vergehen, bis aus dem Archipel ‚die Azoren‘ wurden. Zwar tauchen sie im 14. Jahrhundert unvollständig im ‚Atlas Catalan‘ auf, der die damals bekannte Welt vom Atlantik bis China verzeichnete. Doch erst 1427 werden sie vom portugiesischen Seefahrer Diogo de Silves ‚wiederentdeckt‘ und im Auftrag von keinem Geringeren als Heinrich dem See-

Sie sind mehr als ‚nur‘ unser Wettermacher. Auch wenn im Sommer jeder auf ein Azoren-Hoch hofft, denn das bringt Sonne und Wärme zu uns. Doch die zu Portugal zählende Inselgruppe im Nordatlantik darauf zu reduzieren, das würde dem Archipel nicht gerecht. Denn da, wo die ‚Hochs‘ herkommen, gibt es viel zu entdecken.

fahrer in Besitz genommen. Der Grundstein für die spätere Bedeutung der Azoren war gelegt.

Eine Zwischenstation im Atlantik Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelt sich der Archipel nämlich auf Grund seiner geografischen Lage zu einer wichtigen Zwischenstation für fast alle Schiffspassagen, die zwischen Europa, dem Orient oder Amerika den Atlantik kreuzten. Die Azoren wurden ein wichtiger Stützpunkt auf dem Weg zu

den Kolonien in Mittel- und Südamerika. Kein Wunder, dass es hier zu manch entscheidender Seeschlacht kam und die Inselhäfen etlichen Piratenangriffen ausgesetzt waren. Im 19. Jahrhunder t kamen erst die amerikanischen Walfänger, dann entstand eine eigene Walfangflotte. Mit der aufkommenden Dampfschifffahrt wurden die Azoren-Häfen zusätzlich als Kohlebunker wichtig. In den 1930er Jahren schließlich kommt zur See- die Luftfahrt hinzu; die Azoren werden zum Auf-


Beobachten und staunen Statt Walfang heißt es auf den Azoren seit 1989 Walbeobachtung. 27 hier registrierte Meeressäugetierarten kann man quasi ganzjährig beobachten, darunter viele Pott- und Bartenwale, aber auch Blauwale. Und natürlich Delfine. Mehrstündige Bootstouren werden fast überall angeboten, vor allem auf São Miguel, Terceira, Faial und Pico. Bloß nicht verpassen Im Juli und August stehen die zumeist in Blautönen blühenden Hortensien auf den Azoren in voller Pracht. Einst aus Asien eingeführt, sind sie heute das Wahrzeichen des Archipels, zieren Gärten, säumen Straßen oder dienen als Grenzzäune. Besonders zahlreich kommen die Hortensien auf Faial vor, was ihr den Beinamen ‚Blaue Insel‘ einbrachte. Wissenswertes online finden

Bilder: Armando Frazão - 123RF, Jaime Brum - 123RF (2)

Mehr bei www.visitportugal.com (mit Azoren-Broschüre im Download-Bereich), spezielles zur Inselgruppe unter www. visit-azoren.de.

tank-Zwischenstopp für Transatlantikflüge. Noch in den 1970er Jahren wird der Flughafen auf Santa Maria dafür genutzt.

Vom Tankstopp zum Urlaubsziel Doch längst sind die Azoren nicht mehr bloße Zwischenstation, sondern bewusst gewählter Zielort. Wer hierherkommt, möchte der Natur wiederbegegnen. Denn trotz aller Seefahrerei blieben die Azoren lange Zeit isoliert. Und gerade wegen dieser Ursprünglichkeit – es gibt auch einige endemische Pflanzen, die nur dort vorkommen – und des einzigartigen Klimas mit milden, nie extremen Temperaturen hat der Tourismus auf den immergrünen Azoren an Bedeutung gewonnen. Jede der neun Inseln trägt dabei auf ihre Art zu einem bunten Kaleidoskop an ‚natürli-

chen‘ Eindrücken und sportlichaktiven Erlebnissen bei. Auf Flores, dem westlichsten Außenposten der Europäischen Gemeinschaft, etwa sind es Wanderungen zu den sieben blauglitzernden Kraterseen, die inmitten unberührter Natur liegen. Und auch die größte Insel São Miguel mit dem lebendigen Ponta Delgada steht für grüne Landschaften und blaue Seen. Eine Farbkombination, wie sie übrigens auf der gesamten Inselgruppe vorherrscht. Auf der sonnenverwöhnten Nachbarinsel Santa Maria mit ihren steilen Weinterrassen betete Christoph Kolumbus in der Kapelle von Anjos auf der Rückfahrt von seiner ersten Amerikareise. Graciosa überrascht dagegen mit Weinbergen, in denen auch mal Windmühlen stehen. Kein Wun-

der, einst siedelten die Portugiesen Flamen dort an. Die steilen Küstenhänge von São Jorge werden von kleinen Landzungen, so genannten Fãjas, unterbrochen. Beliebte Souvenirs sind die Wolldecken, die nach überlieferten Mustern auf alten Holzwebstühlen gefertigt werden. Die Mini-Insel Corvo, auf der nur rund 350 Einwohner leben, wird vom Vulkankegel des Monte Gordo überragt. Was dort beschaulich wirkt, ist hier majestätisch: Der 2.351 Meter hohe Pico beherrscht die gleichnamige Insel – und ist zugleich der höchste Berg Portugals. Aus der einstigen Walfängerhochburg ist ein Hotspot für Walbeobachter geworden. Doch auch Segeln, Surfen und Hochsee-Angeln sind angesagt. So auch auf Faial, die man zwar die ‚Blaue Insel‘ nennt und wo es doch

grünt soweit das Auge reicht. Wer nicht des Wanderns wegen herkommt, was auf allen Inseln die vorherrschende Urlaubsaktivität ist, liegt vermutlich im Hafen von Horta vor Anker, einem Mekka für Wassersportler. Und dann ist da noch Terceira mit Angra do Heroísmo, die im 16. Jahrhundert als erste Inselstadt von Europäern im Atlantik erbaut wurde. 1983 hat die UNESCO ihre Altstadt zum Weltkulturerbe erklärt. Denn neben viel schöner Natur erzählt eben auch anderes mehr von der fast sechshundertjährigen Geschichte der Azoren – und ihrer ‚Hochs‘. Und wenn die nicht zu uns kommen, dann wissen Sie ja jetzt einige Gründe, warum es sich lohnt, auf die Azoren zu kommen.  Sonja Sahmer 06/2011 Gesunde Medizin

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Psyche

Mit dem

Stottern

leben lernen Sprechblockaden sind therapierbar

Mit vier Oscars war „The King’s Speech“ der erfolgreichste Film des Jahres. Erstmals stand ein stotternder Protagonist im Mittelpunkt. Die seriöse Darstellung war nicht allein hilfreich beim Abbau von Vorurteilen, sie wies den Blick auch auf das Phänomen des Stotterns, von dem in Deutschland rund 800.000 Menschen betroffen sind. Zwar ist die Sprechstörung bei Erwachsenen nur schwer heilbar, Therapien können jedoch die Ausprägung und damit die Angst vor dem Sprechen lindern.

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er britische König: Ein Stotterer! Und dies überdies in einer politisch so aufgeheizten Situation, in der das Britische Empire gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland Selbstbewusstsein und Standhaftigkeit demonstrieren musste. Tom Hoopers filmische Biografie Georges VI. macht die Problematik der Hauptfigur eindrucksvoll deutlich.

Nicht zuletzt aufgrund der darstellerischen Leistungen Colin Firths als stotternder König gewann der Film neben den Oscars zahlreiche weitere Filmpreise, darunter den Golden Globe. Auch Claudia Tasch, Fachberaterin der Bundesvereinigung Stot-

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Gesunde Medizin  06/2011

terer Selbsthilfe e.V., zeigte sich beeindruckt: „Colin Firth macht die Angst eines Stotternden vor dem Sprechen für die Zuschauer nahezu greifbar.“ Angst sei jedoch nicht die Ursache des Stotterns, stellt die staatlich geprüfte Logopädin, die selbst stottert, klar: „Nur extrem selten liegen psychische Gründe für das Auftreten von Stottern vor. Angst, Schüchternheit und ein geringes Selbstwertgefühl sind Symptome des Stotterns: Weil man stottert, fürchtet man sich vor dem Sprechen – und davor, ausgelacht oder verspottet zu werden.“ Im Film wird die Gefühlskälte der britischen Royals für die Sprech-

störung des Königs verantwortlich gemacht. „King George VI. wurde vor über 100 Jahren geboren. Heute steht längst fest, dass Eltern keine Schuld an der Entstehung von Stottern trifft“, weiß Claudia Tasch als Fachfrau. „Stottern entwickelt sich unabhängig von der sozialen oder kulturellen Herkunft und ist auch nicht vom Bildungsgrad oder dem Umgang innerhalb der Familie abhängig.“

Sorgfalt bei der Therapeutenwahl Bei der Suche nach den Ursachen geht man heute von einer erblichen Veranlagung aus. Wissenschaftler haben festgestellt,

dass bei stotternden Menschen das Zusammenspiel von rechter und linker Gehirnhälfte anders verläuft als bei flüssig sprechenden. Auf die genetischen Ursachen weisen auch Zwillingsstudien hin. Diese zeigen, dass das Phänomen bei eineiigen Zwillingen häufiger gemeinsam auftritt als bei zweieiigen. In Deutschland stottern rund 800.000 Menschen, jedes fünfte Kind erlebt zumindest eine zeitweilige Phase mit Sprechunflüssigkeiten. Bei vielen Kindern bleibt dies eine bloße Episode, doch bei 25 Prozent von ihnen entwickelt sich ein dauerhaftes Stottern. Bleibt das Stottern über die Phase der Pubertät hinaus erhalten,


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Zeitweiliges Stottern ist in der Sprachentwicklung bei Kleinkindern durchaus normal. So kann man feststellen, dass etwa 80 Prozent der Kinder zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr hin und wieder stottern – Laute, Silben oder Wörter werden wiederholt und der Sprechfluss ist häufig unterbrochen. Man spricht in diesem Fall von „Entwicklungsstottern“. In den allermeisten Fällen verliert sich das Stottern mit den zunehmenden sprachlichen Fertigkeiten aber wieder. Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Bei der Auswahl einer Therapie ist allerdings Vorsicht angebracht. Auf dem Markt tummeln sich viele Anbieter, die Heilung in kürzester Zeit versprechen und mit sagenhaften Erfolgsquoten werben. Solche Angebote sind zumeist unseriös, denn für einen langfristigen Erfolg benötigt eine qualifizierte Stottertherapie eine Dauer von vielen Wochen bis Monaten – obwohl sich durch einfache Änderungen der Sprechweise tatsächlich innerhalb kurzer Zeit erstaunliche Besserungen erzielen lassen. Diese sind jedoch oft nicht in der Sprechgewohnheit verankert und im Alltag schwer umzusetzen. Der Rückfall ist dann vorprogrammiert. Entscheidend ist daher in einer guten Stotter-

therapie die Qualität und Dauer der Nachsorge nach Beendigung der eigentlichen Therapie. Geeignete Ansprechpartner für eine Therapie sind ausgebildete Logopäden und Sprachtherapeuten. Sie besitzen in vielen Fällen eine fachliche Spezialisierung. Sich im Vorfeld genau zu erkundigen, ist in jedem Fall wichtig, denn neben der Qualifikation ist auch psychologisches Fingerspitzengefühl gefragt. Nicht jeder Therapeut kann beispielsweise jede Altersgruppe gleich gut behan-

deln. Für die Stottertherapie bei Kindern gibt es bestimmte Zusatzqualifikationen. Es empfiehlt sich, in einem möglichst frühen Lebensalter mit einer Stottertherapie zu beginnen, denn bei Kindern besteht die Chance, dass sie das Stottern wieder ganz verlieren. Erwachsene können zumindest soweit therapiert werden, dass eine flüssige und gute Kommunikation wieder möglich wird. Ganz sicher hätte es der englische König George VI. heute sehr viel leichter gehabt. 

Welche Therapien gibt es? Die Stottertherapien folgen heute zwei Hauptrichtungen: • der Stottermodifikation – dieser Ansatz zielt in erster Linie darauf ab, die stotternde Sprechweise anzunehmen und mit ihr zu leben. Durch ein Situations- und Kommunikationstraining wird der Stotterer allmählich „desensibilisiert“ und verliert so seine Scheu vor dem Sprechen. Der Ansatz ist stark von der Verhaltenstherapie geprägt. • dem sprechtechnischen Ansatz – ausgehend von der Beobachtung, dass die Mehrheit der Stotternden beim Singen oder Sprechen im Chor keine Probleme hat, werden klangvolleres Sprechen, Tongebung, Atemtechnik und rhetorische Aspekte geschult. Der Stotternde lernt also neue Sprechweisen, mit denen er die Sprechblockaden besser überspielen kann. Weitere informationen: Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V., www.bvss.de

Bild: yuri Arcurs - bigstockphoto

wird es zunehmend unwahrscheinlicher, dass sich das Sprechen vollkommen normalisiert. Eine Besserung durch therapeutische Maßnahmen kann aber in jedem Lebensalter erreicht werden. „Stotternde Kinder und Erwachsene haben inzwischen vielfältige Therapiemöglichkeiten und der Besuch einer StottererSelbsthilfegruppe kann die Behandlung unterstützen“, meint Claudia Tasch und verweist vor allem auf den Gewinn für das eigene Selbstwertgefühl durch den Kontakt mit anderen Betroffenen. Dies stärkt die Erkenntnis, dass man mit dem Problem nicht allein da steht.


RAT & TAT

Das Rad der Zeit:

Das Pedelec

E-Bikes ermöglichen ganz entspanntes Radfahren

E-Bikes, Fahrräder mit einem Elektromotor, galten lange Zeit als Altherren-Variante eines Rades. Doch bei einem Pedelec ist es nicht damit getan, sich einfach auf das Rad zu setzen; ohne den eigenen Tritt in die Pedale geht bei den HybridRädern gar nichts. Warum dann überhaupt ein Pedelec, ein Pedal Electric Cycle? Weil es ein ganz entspanntes Radfahren ermöglicht!

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ein optisch unterscheiden sich Pedelecs erst auf den zweiten Blick von herkömmlichen Fahrrädern. Die Hybrid-Räder haben in der Fahrradmitte, am Vorder- oder Hinterrad ihren Motor versteckt, der durch einen Akku angetrieben wird. Bei der vorderen Platzierung kann sich das Gewicht des Motors auf die Lenkung auswirken, allerdings ist auch nur in diesem Fall eine Rücktrittbremsung möglich. Wenn sich der Motor im Hinterrad befindet, so scheidet neben der Rücktrittbremse auch eine Na-

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benschaltung als AusstattungsMerkmal aus. Am Tretlager eines E-Bikes ist ein Sensor angebracht, der die Tretleistung des Radlers misst. Denn: Der Motor bei einem Pedelec unterstützt nur die eigene Anstrengung, er dient nicht dazu, das Fahrrad alleine zu bewegen. Die Höchstgeschwindigkeit für Pedelecs sind 25 Stundenkilometer – und zwar Motorleistung und eigene Kraft zusammen. Alles, was darüber hinaus geht, bedarf nicht nur eines richtigen Motorrad-Helmes und ei-

nes Mofa-Führerscheines, sondern auch einer Zulassung und einer Versicherung. Denn dann sind es entweder so genannte „Schnelle Pedelecs“ oder richtige E-Bikes, die auch ohne eigenes Zutun Geschwindigkeit aufnehmen können.

Akku: aufladen oder wechseln Die stromgebenden Akkus für die Pedelecs lassen sich mit den mitgelieferten Ladegeräten an jede Steckdose anschließen und aufladen. Wie lange –

also wie weit – ein voller Akku reicht, ist nicht allein von seiner Kapazität abhängig. Gewicht und Fahrstil des Fahrers spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle und natürlich nehmen auch die gewählte Strecke und die benötigte Unterstützung Einfluss. Wer in die Berge möchte und viel zusätzliche Motorkraft beansprucht, wird sicher nicht die (unter optimalen Bedingungen) maximale Akkuleistung von rund 100 Kilometern erreichen. Von den Herstellern wird meistens eine durchschnittliche Reichweite von 50 Kilometern


So schön kann gesundes Radfahren aussehen: Das Pedelec Jetstream hybrid hat eine rückengerechte Konstruktion und wiegt lediglich 24 Kilogramm.

Die Nabenschaltung beim Modell Avenue hybrid ermöglicht entspanntes Fahren, die Vollfederung sorgt für Komfor t und der niedrige Durchstieg für bequemes Auf- und Absitzen.

angegeben. Wer weiter weg will, muss unterwegs an der Steckdose „auftanken“ oder einen Akku zum Wechseln mitnehmen – was bei rund drei Kilogramm pro Antriebslieferant durchaus ein spürbares Gewicht sein kann.

Nachbarland Schweiz ist Vorreiter in Sachen Pedelec (www.veloland.ch); ein gut ausgebautes Netz von Miet- und AkkuwechselStationen vereinfacht zwischen und auf den Bergen das Vorwärtskommen.

Rückenschonender Fahrspaß

Erstmal ausprobieren …

Einige Reiseanbieter haben sich bereits auf Pedelec-Urlaube spezialisiert. So bietet beispielsweise Movelo auf Wunsch komplette Rundum-Sorglos-Pakete an: Das Pedelec wird gestellt und das Unternehmen organisiert ebenfalls das gesamte Drumherum für Pauschal-, Individual-, Themen-Reisen in Deutschland und anderen Ländern (www. movelo-e-travel.com). Auch fast alle Anbieter von Radreisen im Allgemeinen bieten mittlerwei-

Verschiedene Modelle bieten neben dem unangestrengten Fahrspaß auch weitere Pluspunkte für die Gesundheit. So wurde z. B. der Jetstream hybrid von riese und müller unter anderem wegen seiner rückengerechten Konstruktion und seines geringen Gewichts mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken e. V. ausgezeichnet. Selbst mit Akku wiegt das Pedelec nur 24 Kilogramm. So kann das Rad auch problemlos in den Keller getragen werden.

So einfach es sich auch anhören mag, vorher sollte man testen, ob man mit einem Pedelec auch wirklich zurechtkommt. Eine Probefahrt ist anzuraten, vor allem dann, wenn man mit einem Hybrid-Rad eine längere Tour oder eine mehrtägige Radwanderung plant. Besonderes Augenmerk liegt dann auf dem Fahrverhalten bei Steigungen – am Berg muss ein Motor zeigen, was er kann.

… und dann losfahren

Bilder: riese und müller

Das Delite hybrid ist nicht nur sehr leicht, sondern verbesser t durch verschiedene technische Finessen deutlich die Fahrsicherheit.

Wer nach dem Test der Kombination von Muskelkraft und Elektromotor auf den Geschmack gekommen ist, aber nur in Freizeit oder Urlaub mal motorisiert radeln möchte, kann ein Pedelec leihen oder direkt einen Rad-Urlaub inklusive E-Bike buchen. So gibt es z. B. im Schwarzwald zahlreiche Verleihstationen sowie geführte E-Bike-Touren oder umfassende E-Bike-Touren-Karten (www. schwarzwald-tourismus.info).

le Radwandern mit dem E-Bike an, darunter www.pedalo.com oder www.velociped.de.

im Zentrum der E-Mobilität ExtraEnergy e.V. hat sich bereits seit 1992 zur Aufgabe gesetzt, die Verbreitung und Entwicklung von LeichtElektro-Fahrzeugen (Pedelecs und E-Bikes) weltweit zu unterstützen. In Stuttgart wurde jetzt das „Zentrum E-Mobilität“ eingerichtet, in dem der Verein Pedelecs und E-Bikes aktueller Testserien ausstellt und für Probefahrten bereithält. Showroom Stuttgart im Zentrum E-Mobilität Türlenstraße 2, 70191 Stuttgart Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 13.00 bis 19.00 Uhr Mehr Informationen unter www.extraenergy.org

Eine intensive Schonung des Rückens kann ein vollgefedertes Pedelec gewähren, welches passiv den Stütz- und Halteapparat entlastet. Wichtig ist auch die Rahmenhöhe, die unbedingt zur Körpergröße passen muss. Wer folglich die eigene Anschaffung eines Pedelec plant, sollte sich seiner Gesundheit zuliebe bei Fachgeschäften beraten lassen, um das passende Rad für die eigenen Ansprüche und die individuellen Voraussetzungen sein Eigen nennen zu können.

Sicher ist sicher Gerade weil man mit einem Hybrid-Rad zügiger als manche Mountainbiker Berge erklimmen und Streckenkilometer hinter sich lassen kann, bedarf auch die Fahrt auf einem Pedelec einiger Sicherheitsvorkehrungen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) empfiehlt nicht nur bei Fahrten in Dämmerung und Dunkelheit Reflektoren am Rad sowie reflektierende Kleidung oder eine Sicherheitsweste für den Fahrer. Auch ist ein gut angepasster und leichter Helm aus stabilem Material bei jeder Art von Fahrradtour ein guter Schutz vor Kopfverletzungen – vorausgesetzt, er sitzt nicht im Nacken, sondern schützt auch die Stirn.  06/2011 Gesunde Medizin

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Ernährung

(K)eine Frage:

Gesunde Lebensmittel Unser tägliches Essen soll uns gesund und fit halten, uns vor Krankheiten schützen, schmecken und unser Portemonnaie nicht zu sehr belasten. Voraussetzung dafür sind gesunde, wohlschmeckende und bezahlbare Nahrungsmittel. Lebensmittelskandale oder verwirrende Ratschläge lassen manchen zweifeln. Es stellt sich die Frage: Was sind eigentlich gesunde Lebensmittel?

J

eder von uns möchte mit dem täglichen Essen und Trinken seine eigene körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sicherstellen, aber auch die seiner Familie. Häufig bleibt für das Zubereiten der täglichen Mahlzeiten nur wenig Platz im normalen Tagesablauf, denn Beruf, familiäre und soziale Verpflichtungen kosten Zeit. Also wird schnell die Fertigpizza in den Ofen geschoben oder eine Tütensuppe gekocht. Ein „Coffee to go“, ein süßes Gebäck zwischendurch, abends das wohl verdiente Feierabend-Bierchen, dazu ein kritischer Bericht, schon keimt der Zweifel an gesunden Lebensmitteln, und nicht selten hört man die Frage: „Was kann man überhaupt noch essen?“

Eine bekannte Empfehlung ist, sich vollwertig und abwechslungsreich zu ernähren. Wer vielseitig, bunt und abwechslungsreich isst, kommt in den Genuss von vielen Vorzügen. Die Kalori-

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enmenge ist ausreichend, aber nicht übermäßig und der Körper wird mit den richtigen Nährstoffen im optimalen Verhältnis versorgt. Ein Apfel enthält andere Nährstoffe als eine Kiwi. Das gilt auch für die übrigen Lebensmittelgruppen wie Gemüse, Kartoffeln, Reis und Nudeln sowie für die tierischen Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte. Um von allen Vitaminen, Mineralstoffen und den vielfältigen gesundheitsfördernden Stoffen etwas zu bekommen, sollte nicht jeden Tag das Gleiche auf dem Tisch stehen. Eine bunte Mischung bringt`s! Viele zeigen sich beunruhigt darüber, dass mit Obst und Gemüse gleichzeitig Rückstände, zum Beispiel Pestizide, mit verzehrt werden. Alljährlich fallen vor allem Erdbeeren und Weintrauben negativ auf, aber auch Kopfsalat und Rucola. Jeder hat die Chance, dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, indem er frisches Obst


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Bilder: Peter Zvonar - 123RF, mikie11 - 123RF

und Gemüse der Saison kauft. Am besten sogar regional vom Bauern! Für die meisten ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich mit lauwarmem Wasser abgewaschen und trocken gerieben werden. Schon der große Mediziner und Alchemist Paracelsus bemerkte ganz richtig, dass es „auf die Dosis“ ankomme. Diesen Ausspruch kann man auf die heutige Ernährungsweise übertragen. Ein Beispiel: Es wird empfohlen, eineinhalb, besser zwei Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken. An heißen Tagen oder wenn Sport getrieben wird, kann das leicht mehr werden. Ideal sind Mineralwasser, ungesüßte Tees und stark verdünnte Fruchtschorlen. Wer seinen Durst eher mit Limonaden, Fruchtsäften oder Eistees löscht, nimmt sehr schnell größere Mengen an Kalorien auf in Form von verschiedenen Zuckerarten. Das ist in den meisten Fällen nicht erwünscht, besonders bei denjenigen, die auf ihr Gewicht achten wollen. Schon mit einem Glas Limonade trinkt man gleichzeitig etwa zwei Esslöffel Zucker. Zuckerreiche Getränke machen nicht satt und bringen nur leere Kalorien. Fleisch und Wurst, in Maßen genossen, sind okay. Das entspricht etwa drei Portionen Fleisch (à 150 g) und drei Portionen Wurst (à 30 g) in der Woche. Wenn diese Mengen eingehalten werden, profitiert jeder von den Vorzügen im Fleisch, zum Beispiel von wertvollen Prote-

inen, B-Vitaminen, Eisen und Zink. Zugleich ist die Belastung mit unerwünschten Stoffen wie Fett, Cholesterin und Purinen gering. Ideal ist außerdem, wenn tierische Produkte, also Fleisch, Wurst, Eier und Milch, aus artgerechter Haltung in den Einkaufskorb gelangen. Nicht nur die Lebensmittelauswahl, sondern auch die Art der Zubereitung hat Einfluss auf die Belastung mit unerwünschten Stoffen. Je natürlicher und frischer Obst und Gemüse sind, desto mehr wertvolle Inhaltsstoffe enthalten sie. Licht, Sauerstoff sowie Hitze sind die ärgsten Feinde von Vitaminen und Co. So gehen wichtige Nährstoffe leicht verloren, wenn Obst und Gemüse warm und lange gelagert werden, unnötig stark zerkleinert oder zu lange gewässert und gekocht werden. Durch unvorsichtige Verarbeitung und bei der industriellen Produktion können bei einem bis dahin wertvollen Lebensmittel schnell die unerfreulichen Komponenten überwiegen. Stark verarbeitete Produkte enthalten meist weniger Nährstoffe als das ursprüngliche Lebensmittel. Die Zugabe von diversen Zusatzstoffen gleicht das nicht aus, sondern kann ganz im Gegenteil sogar zu anderen Problemen führen. Eine Reihe von für die konventionelle Produktion zugelassenen Stoffen ist umstritten, da immer wieder Unverträglichkeiten oder unerwünschte Reaktionen beschrieben werden. Ein Blick auf die Zutatenliste

Tipps zu gesunden Lebensmitteln: • Abwechslungsreich und vielseitig essen! • Saisonal und regional einkaufen! • Tierische Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst, Eier und Milch aus artgerechter Haltung kaufen! • Maßvoll genießen! Ganz verzichten muss man nicht! • Verwenden Sie natürliche Lebensmittel! • Meiden Sie stark verarbeitete Nahrungsmittel! • Nährstoffschonende und schmackhafte Zubereitung! • Nach dem Einkauf Lebensmittel zu Hause sofort auspacken und in geeignete Vorratsbehältnisse umpacken!

gibt Auskunft. Ein gutes Beispiel: Die Kartoffel als natürliches Lebensmittel ist nährstoffreich, gleichzeitig hat sie wenige Kalorien. Durch Frittieren, Rösten und Braten vermehren sich schnell die Kalorien und möglicherweise auch unerwünschte Stoffe wie beispielsweise Acrylamid. Bei der Weiterverarbeitung kommen weitere Zusatzstoffe hinzu. Die Wirkung der

unterschiedlichsten Nährstoffe entfaltet sich am besten in dem natürlichen Verbund des Lebensmittels. Außerdem schmecken ein Apfel, eine Kiwi oder eine Paprika besser als Vitamine und Mineralstoffe in Pülverchen- oder Tablettenform! Kordula Clemens Dipl.-Oecothrophologin, www.ernaehrung-staufen.de 06/2011 Gesunde Medizin

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auf Juli 2011

Verlag: PACs GmbH Gewerbestr. 9, 79219 Staufen Tel. +49 / (0) 76 33 / 9 33 20 - 0 Fax +49 / (0) 76 33 / 9 33 20 - 20 Geschäftsführer: Christoph Knüttel Tel. +49 / (0) 76 33 / 9 33 20 - 12 verlag@gesundemedizin.de

Schönheit

Chefredakteurin: Nicole Franke-Gricksch Untere Burghalde 51, 71229 Leonberg, redaktion@gesundemedizin.de Redaktion: Claudia Pfeil-Zander, Christian Schmid

direkt vom Rebstock

Anzeigenleitung: Thomas Tritschler Tel. +49 / (0) 76 33 / 9 33 20 - 13 anzeigen@gesundemedizin.de

In vino veritas, im Wein liegt die Wahrheit. Und nicht nur das. Wein macht auch schön! Oder besser gesagt vor allem dessen Basis, die Weintraube. „Klein, aber oho“ heißt die Devise, denn trotz ihrer Größe sind Trauben wahre „Beauty-Powerpakete“: In der Schale, im Fruchtfleisch und im Traubenkern steckt die geballte Traubenkraft, die Wohlbefinden und Schönheit verspricht.

Leseranfragen: leseranfragen@gesundemedizin.de Layout: Stefanie Probst Manuel Böhm Gesunde Medizin veröffentlicht Beiträge, die urheberrechtlich geschützt sind. Mit Namen gezeichnete Beiträge stimmen nicht in jedem Fall mit der Meinung und Auffassung des Verlages und der Redaktion überein, hierfür liegt die Verantwortung bei den Autoren. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, sind vorbehalten. Auch die Rechte der Wiedergabe durch Vortrag, Funk- und Fernsehsendung, im Magnettonverfahren oder auf ähnlichem Wege bleiben vorbehalten. Alle Informationen und Berichte stammen aus zuverlässigen Informationsquellen, sind mit Sorgfalt recherchiert und werden veröffentlicht nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr. Für unverlangt eingesandte Manuskripte übernimmt die Redaktion keine Haftung.

5 Minuten für starke Knochen Leichte Kraftübungen stärken Muskeln und Knochen. Körperhaltung und Beweglichkeit werden in nur fünf Minuten verbessert. Positiver Nebeneffekt: Straffere Muskelpartien und bei regelmäßiger Durchführung eine schlanke Linie.

In ihnen befinden sich Hör- und Gleichgewichtsorgan. Was von außen als Ohrmuschel beziehungsweise äußere Ohr wahrgenommen wird, geht im inneren des Kopfes in das komplizierte Labyrinth des Innenohrs über. Schon eine kleine Störung dieses sensiblen Sinnesorgans kann Auswirkung auf das Wohlbefinden haben.

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Übergewicht und Depression – zwei Volksleiden, eine Lösung Endlich ist Schluss mit der Schuldfrage der Übergewichtigen. Nicht zu wenig Disziplin oder Durchhaltevermögen lassen uns nämlich Diäten abbrechen, sondern unser „egoistisches Gehirn“ mit seinen Energieansprüchen. Ein Gespräch über Diäten, Stress und den Königsweg mit dem renommierten Professor Achim Peters.

Die Juli-Ausgabe von Gesunde Medizin erscheint am 29. Juni 2011.

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Gesundheit auf Grünem Rezept

Rezeptfrei aus der Apotheke heißt wirksam und gut verträglich Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, seit der Gesundheitsreform im Januar 2004 dürfen rezeptfreie Arzneimittel nur noch in festgelegten Ausnahmefällen auf Kassenrezept verschrieben werden. Für Sie als Patientinnen und Patienten bedeutet dies, dass Sie den größten Teil dieser Medikamente seitdem selbst bezahlen müssen. Was nicht allen bekannt ist: Die Herausnahme rezeptfreier Arzneimittel aus der Kassenerstattung hatte ausschließlich aus Kostengründen stattgefunden und nicht aufgrund einer mangelnden Wirksamkeit. Im Gegenteil: Diese Arzneimittel sind nur deshalb rezeptfrei, weil die zuständige Bundesbehörde sie aufgrund überzeugender wissenschaftlicher Belege und Studien nicht nur als wirksam, sondern darüber hinaus als gut verträglich und daher auch im Sinne der Selbstbehandlung als entsprechend sicher und geeignet bewertet hat. Obwohl die gesetzlichen Krankenkassen rezeptfreie Arzneimittel in der Regel nicht mehr erstatten, wünschen sich viele Patienten dennoch eine klare Empfehlung ihrer Ärzte. Zu diesem Zweck verordnen immer mehr Ärztinnen und Ärzte rezeptfreie Arzneimittel – von deren Nutzen sie weiterhin überzeugt sind – auf dem eigens dafür geschaffenen „Grünen Rezept“. Die Kosten für diese Arzneimittel sind allerdings auch hier von den Patienten selbst zu tragen. Sie aber wissen: Diese therapeutisch sinnvolle Empfehlung kommt direkt vom Arzt Ihres Vertrauens. Wenn es um Möglichkeiten und Grenzen rezeptfreier Arzneimittel geht, suchen Sie auch das persönliche Gespräch in Ihrer Apotheke. Denn auch dort berät man Sie gern. Fachmännisch geprüfte Hintergrundinformationen rund um eine wirksame und gut verträgliche Selbst­ medikation erhalten Sie zusätzlich im Internet unter www.arzneimittelscout.de Gerne unterstützen auch wir Ihre Gesundheit mit interessanten Erkenntnissen unter www.gesundheitshilfe.de Bleiben Sie gesund! Wir helfen Ihnen gerne. Ihre Deutsche Gesundheitshilfe

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Gesunde Medizin 06/2011  

Die Zeitschrift Gesunde Medizin erscheint monatlich und richtet sich an Leser mit einer hohen Affinität zu einer positiven und lebensbejahen...

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