Issuu on Google+

Winter 2013/14 20. Jahrgang

Ihre Wohnung Platz für Studenten: 500 zusätzliche Wohnungen in Berlin IHRE GESOBAU Gesunder Genuss: Sarah Wiener kocht ag a enm d K un B AU Da s G E S O der

zin

IHR kiez Modernes Wohnen: Schillerhöhe im Wedding

Der Bär fürs Märkische Viertel


EDITORIAL

IHR KONTAKT ZU UNS Hallo Nachbar Wilhelmsruher Damm 142 13439 Berlin 030-40 73-15 67 hallo.nachbar@gesobau.de Hotline für Mietangelegenheiten 030-4073-0 Online-Mieterservice www.gesobau.de GESOBAU-Vorstände Jörg Franzen und Christian Wilkens

Neuer Look für unser Kundenmagazin Liebe Mieterinnen, liebe Mieter! »Nur wer sich ändert, bleibt sich treu«. Welcher Zeitpunkt eignet sich besser für eine Veränderung als ein Jahreswechsel? Hallo Nachbar ist auch in Zeiten des Internets das wichtigste Medium, durch das Sie Neues und Bewährtes rund um Ihre Wohnung, Ihren Kiez und Ihre GESOBAU erfahren. Mit dieser Ausgabe machen wir Hallo Nachbar noch lesenswerter. Sie sollen sich besser orientieren können und Beiträge mit größerem Gewinn lesen. Sowohl optisch als auch inhaltlich erwarten Sie einige Highlights. Eine Besonderheit der neuen Hallo Nachbar ist das »Berliner Zimmer«. Keine der gut 40.000 GESOBAU-Wohnungen gleicht der anderen, jede ist individuell und unverwechselbar. Wir wollen deshalb hinter die Fassade gucken und sehen, wie Sie wohnen. Sind Sie detailverliebt? Mögen Sie schlichte Farben? Inspirieren Sie

unsere Leserinnen und Leser und geben Einblick in Ihre vier Wände. In dieser Ausgabe sind wir bei Mietern im Wedding zu Gast. Unsere Wohlfühlseiten bleiben trotz einiger Änderungen bestehen, ab sofort sind sie in der Kategorie »Ihr Vergnügen« zu finden. Pünktlich zur Weihnachtszeit zeigen wir Ihnen, welche Möglichkeiten Berlins Winterwelt für die ganze Familie zu bieten hat. Ob Rodeln, Schlittschuhlaufen oder Eisstockschießen – das Angebot für winterliche Ausflüge in Berlin ist riesig. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2014! Ihr GESOBAU-Vorstand


Inhalt IHR KIEZ IHR THEMA

Märkisches Viertel

16 17 18

Der Bär fürs Märkische Viertel: Robert gewinnt Streetart-Contest

50 Jahre Märkisches Viertel Senioren-Infothek eröffnet

Wedding Modernisierung in der Schillerhöhe abgeschlossen

Pankow 20 Mathe und Breakdance 22 Modernisierung in Pankow

06

IHR VERGNÜGEN

24

Winterwelt Berlin Auf flinken Kufen

26 IHRE WOHNUNG

08 09

12 13

Berliner Zimmer Zu Gast im Wedding

Das Wohn-ABC Duldung und Energieausweis

04

Studenten 500 zusätzliche Wohnungen

10

IHRE GESOBAU

Klima Richtig heizen und lüften

SEPA Neues Zahlungsverfahren

14

Panorama –N  euer Betreiber für die Familienfarm Lübars – F estlich fernsehen in bester Qualität – RoKoKids: GESOBAU finanziert Schaukel – Schlüsselabteilung umgezogen – Events – 3. Nachhaltigkeitsbericht der GESOBAU

Kooperation Die gesunde Welt der Sarah Wiener

Kreuzworträtsel

Impressum

27

18

Kleine

Nachbarn


PANORAMA

Fernsehen

Festlich fernsehen in bester Qualität

Lübars

Neuer Betreiber für die Familienfarm Der Elisabethstift Berlin, eine Einrichtung der Jugendhilfe im Diakonischen Werk, ist ab 1. Januar 2014 neuer Betreiber der Familienfarm Lübars. Seit 2011 hatte das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) das knapp 23.500 Quadratmeter große Gelände an der Alten Fasanerie 10 betrieben. Mittelfristig plant der Elisabethstift Berlin auf der Familienfarm die Anschaffung von Gewächshäusern mit Bio-Gemüse und -Obst. Darüber hinaus soll es einen Hofladen mit einem großen Produktangebot und verlässlichen Öffnungszeiten geben. Auch regelmäßige Veranstaltungen (Erntedankfest, Weihnachtsmarkt, Osterfest, Drachen-Basteln, Herbstmarkt, Ritterfeste und viele andere Aktionen für Kinder und Erwachsene) sowie Schul- oder Kita-Patenschaften für Tiere oder Beete gehören zur Zukunftsplanung des neuen Betreibers. www.elisabethstift-berlin.de

Sie wollen es sich an Weihnachten mit den Liebsten vor dem Fernseher gemütlich machen? Für GESOBAU-Mieter, die ihre Lieblingssendung zu einem selbst gewählten Zeitpunkt sehen möchten, bietet Kabel Deutschland mit dem HD-Video-Recorder die Möglichkeit, Sendungen anzuhalten, zurückzuspulen, zu wiederholen und aufzunehmen. Lassen Sie sich bei Fragen von den Medienberatern von Kabel Deutschland in der Infobox auf dem Stadtplatz Märkisches Viertel beraten: Mo.–Di. 18:00–20:00 Uhr Mi.–Do. 14:00–16:00 Uhr Auch primacom-Kunden können sich freuen: Sie haben ab sofort ein noch größeres Angebot an privaten HDSendern zur Auswahl. Die zehn zusätzlichen HD-Programme stehen für alle Kabelanschluss-Kunden, die über ein HD-fähiges Endgerät verfügen, ohne Mehrkosten bereit. www.primacom.de

Events

33. Pfannkuchenlauf 4. Januar 2014: Pfannkuchenlauf in Berlin-Pankow. Der Kissingensportverein Berlin 90 e. V. veranstaltet mit Unterstützung der GESOBAU den traditionellen Pankower Pfannkuchenlauf. Wer den 1,2 bis 6,5 km langen Rundlauf um das Stadion mitmacht und durchhält, der erhält im Ziel leckere Pfannkuchen und eine Teilnehmerurkunde. Anmeldung: www.ksv90-berlin.de (Anmeldeschluss: 2. Januar 2014)

Nachhaltigkeitsbericht Ob energetische Modernisierung, Neubau oder soziale Quartiersarbeit: Das Nachhaltigkeitsengagement der GESOBAU ist vielfältig. Wer hinter die Kulissen seiner Vermieterin gucken möchte, kann sich sein Exemplar des 3. Nachhaltigkeitsberichts in unseren Geschäftsstellen abholen oder im Web herunterladen: www.gesobau.de/unternehmen/ nachhaltigkeit


4/5

Berliner Format

Ein toller Blick von der Lübarser Höhe auf das Märkische Viertel. Haben Sie auch ein schönes Foto von Ihrem GESOBAUKiez? Dann schicken Sie es an hallo.nachbar@gesobau.de

Foto: Kai Hagel, flickr

stipp visite

Der Wohlfühlgarten im Wedding befindet und zehn Plätze für die Kinder von Mitarbeitern finanziert. Seit ungefähr 50 Jahren werden die Räumlichkeiten in der Ofener Straße im Wedding als Kindertagesstätte genutzt, seit 2006 betreut der Träger Ki.E.Ka. e.V. die Spielstätte von rund 45 Kindern im Alter zwischen acht Wochen und sechs Jahren.

Unter dem Motto »Einen bewegten Garten Kita« gestalteten Garten für fürunsere unsere Kita« gestalan dreian Wochenenden im Spätsomteten drei Wochenenden im Spätsommer Eltern, und Großeltern mer Eltern, Großeltern Erzieher und Erzieher den gemeinsam dengemeinsam Innenhofgarten Innenhofgarten der deutschder deutsch-italienischen Kinderitalienischen»RoKoKids« Kindertagesstätte tagesstätte kindgerecht »RoKoKids« um. kindgerecht um. Das Kürzel bezieht sich auf das Robert-Koch-Institut, welches sich in unmittelbarer Nähe der Kita

Der umgestaltete Garten ist jetzt ein vielseitiger Treffpunkt mit einem Sinnesgarten zum Tasten, Riechen, Sehen und Schmecken, einer naturbe­ lassenen Ecke zur Beobachtung von Insekten sowie Bewegungs- und Entspannungszonen. Als Vermieter unterstützte die GESOBAU den eigeninitiativen ­ Gartenumbau der RoKoKids mit einer Schaukel.

Schlüsselabteilung umgezogen Die Schlüsselabteilung im Märkischen Viertel ist in neue Räume gezogen. Seit dem 7. Oktober sind die Mitarbeiter im Senftenberger Ring 12, direkt neben dem GESOBAU-Servicepunkt, anzutreffen.

Öffnungszeiten der Schlüsselabteilung: Montag 8:00–12:00 Uhr Dienstag 8:00–12:00 Uhr und 13:00–17:00 Uhr Mittwoch 8:00–12:00 Uhr Donnerstag 8:00–12:00 Uhr Freitag 8:00–12:00 Uhr


Ihr thema

Auf Facebook hatte die GESOBAU zur Neugestaltung einer Spielplatzwand aufgerufen, um lokale Graffiti-Künstler zu unterstützen. Gewinner Robert Sp. beweist mit seiner Einreichung »Der Bär fürs MV«, dass aus der einstigen Subkultur längst eine anerkannte Kunstform geworden ist.

Der Bär fürs Märkische Viertel

Fotos: Jannette Kneisel

1/


6/7

M

anchen Menschen sieht man ihren Beruf nicht an. Robert ist einer von ihnen. Im blauen, mit bunten Farbklecksen versehenen Retro-Trainingsanzug der Bundeswehr und einer karierten Schiebermütze steht er lässig vor der Spielplatzwand und greift zielgenau nach der richtigen Farbdose für sein Graffiti, als hätte er in seinem Leben nie etwas anderes getan. Die Skizze in der anderen Hand dient als grobe Vorlage für sein Kunstwerk, das innerhalb weniger Stunden die graue Mauer zu einem Hingucker für die Kids im MV verwandeln wird. Mit zehn Jahren machte Robert seine ersten GraffitiVersuche. Doch auch wenn er in der Szene inzwischen bekannt und angesehen ist: »Für mich ist es eigentlich mehr ein Hobby«, sagt Robert. Sein Alltag spielt sich fernab von Kunst und Kreativität ab – in der Mietenbuchhaltung eines privaten Wohnungsunternehmens. Ein Gegensatz? »Ja, wobei ich aufgrund meiner Arbeit auch ab und zu Graffiti-Aufträge bekomme. Da sag‘ ich natürlich nicht nein.« Auch die GESOBAU möchte die Graffitikultur fördern und hat aus diesem Grund den Wettbewerb auf Facebook ins Leben gerufen. »Wir wollten gezielt lokalen Künstlern die Möglichkeit geben, ihre Ideen auf legalem Weg zu verwirklichen«, sagt GESOBAU-Vorstand Jörg Franzen. Mit 231 Stimmen auf Facebook und dem eindeutigen Urteil der Jury belegte Robert mit seiner Einreichung »Der Bär fürs MV« den ersten Platz. »Man sieht sofort, dass er Ahnung von Graffiti hat. Die verschiedenen Elemente sind sauber gezeichnet und farblich gut aufeinander abgestimmt«, lobte Jury-Mitglied und Graffiti-Experte AKTEone. Der Rapper und freischaffende Künstler setzt sich für eine legale Graffiti-Kultur ein und beurteilte die eingereichten Skizzen nach fachlichen Aspekten.

Die GESOBAU setzt auch in Zukunft auf partizipative Kunstprojekte. Für die Umsetzung seiner Einreichung an der freien Wand in der Quickborner Straße erhielt Robert 100 Spraydosen aus dem Graffiti-Shop Writers Corner Berlin. Als das freundliche Gesicht mit den großen Augen am Sonntagmorgen langsam Form annahm, traf Helfer Martin ein. In leuchtenden Buchstaben verewigte der 33-Jährige seinen Künstlernamen »GRASE« an der Wand. Was der Name bedeutet? »Ich habe einfach Buchstaben, die ich mochte, kombiniert«, erklärt der Kreuzberger.

Anders als Robert hat Martin sein Hobby zum Beruf gemacht. Als Leiter des Graffiti-Archivs im Archiv der Jugendkulturen in Kreuzberg sammelt er Materialien zum Thema Jugendkunst und bietet Workshops in Schulen in Verbindung mit politischer Bildungsarbeit zu Themen wie Antisemitismus und Rechtsextremismus an. »Wir sehen uns als Mittler zwischen Gesellschaft und Jugendkultur«, erklärt er. Nach den positiven Erfahrungen durch den Wettbe­ werb setzt die GESOBAU auch in Zukunft auf partizipative Kunstprojekte. »Wir wissen aber auch, dass es weiterhin Hobby-Flächen geben muss. Diese werden bestehen bleiben«, verspricht Jörg Franzen.

1 / Platz 1: : »Der Bär fürs MV« von Robert Sp. (Gewinn: Gestaltung der Spielplatzwand und 100 Farbspraydosen im Wert von 400 €)

Platz 2: »Tierische Abenteuer« von THE CAPITALS (Gewinn: 50 Farbspraydosen im Wert von 200 € und ein Set Profiequipment) 2 /

3 / Platz 3: : »Happiness« von Nane (Gewinn: Buch »20 Jahre Overkill Sonderedition«)

2/

3/


Ihre Wohnung

Studentenwohnung gesucht? Mit der Kampagne »Studentisches Wohnen in Berlin« bündelt der Berliner Senat zusammen mit den sechs städtischen Wohnungsunternehmen, dem BBU und dem Studentenwerk Berlin attraktive Wohnungsangebote für Berlins Studierende.

Über die Website studi-wohnen-berlin.de erreichen Studierende (und solche, die es werden wollen) mit einem Klick spezifisch für die junge Zielgruppe zusammengestellte Wohnungsangebote der sechs kommunalen Wohnungsunternehmen. Das Angebot ist Teil des Maßnahmenpakets des »Bündnis für soziale Mietenpolitik und bezahlbare Mieten«, das Senat und die städtischen Wohnungsunternehmen 2012 geschlossen hatten.

Traditionell gehört Berlin zu den beliebtesten Stu­ dienorten in Deutschland. Rund 140.000 Studie­ rende leben aktuell in Berlin, viele kommen von auswärts und sind mehrheitlich auf preiswerte Unterkünfte angewiesen. Sie konkurrieren auf dem freien Wohnungsmarkt mit der stetig wachsenden Gruppe der Einpersonenhaushalte, mit Senioren, Alleinstehenden, Geringverdienern. Das städtische Studentenwohnungsangebot setzt nun Willkommenssignale: Denn Berlin ist ein dyna­ mischer Wissenschaftsstandort, junge Menschen kommen aus aller Welt hierher, um an einer von Dutzenden Universitäten, Fachhochschulen und pri­ vaten Hochschulen zu studieren – und in der Stadt zu bleiben. Die städtischen Wohnungsgesellschaf­ ten bieten pro Semester rund 500 Wohnungen extra für diese junge Mieterklientel an. Die Wohnungen gehören zu einem speziellen Kontingent und sind ein zusätzliches Angebot zu den Wohnungen, die von jedermann und also auch von Studierenden angemietet werden können. Schon derzeit finden jedes Semester schätzungsweise 2.000 Studie­ rende Wohnungen bei den sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen. Ergänzend könnten in den nächsten Jahren bis zu 5.000 neue Wohnheimplätze auf Flächen gebaut werden, die das Land Berlin dem Studentenwerk zur Verfügung stellt.

Die passende Wohnung bei der GESOBAU finden: Prüfen: Habe ich Anspruch auf – Wohngeld? – einen Wohnberechtigungs­ schein? Antworten und Hilfe gibt es bei der GESOBAU.

Finanzielles: – Budget für Miete, Kaution und Nebenkosten – Kosten für Umzug, Einzug und Einrichtung (Renovierung, Möbel) – A bschluss von Haftpflicht(unbedingt!) und ggfs. Haus­ ratversicherung – Auswahl Anbieter Strom, evtl. Gas und Internet/Telefon – Budgettipp: Die Miete und Nebenkosten sollten zusammen nicht mehr als ein Drittel des verfügbaren Einkommens ausmachen.

Am besten immer gleich bei der Besichtigung dabei haben: – Mietschuldenfreiheits­ bescheinigung (falls schon mal zur Miete gewohnt wurde) – Schufa-Bescheinigung – Einkommensnachweise (BaföG oder ­Elternbescheinigung)

www.studi-wohnen-berlin.de


8/9

1/ Berliner Zimmer

Hallo Nachbar zu Besuch bei Eva und Günter Palt im Wedding. Seit 78 Jahren wohnt Eva in diesem schönen Altbau mit Blick auf die Neue Nazarethkirche.

Fotos: Lia Darjes

2/

3/

4/

1 / Ton in Ton: Im Wohnzimmer des Ehepaars dominieren Pastelltöne 2 / Viele Details schmücken die Wohnung von Eva und Günter Palt 3 / Klein, aber fein: Blick vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer 4 / Aussicht vom Balkon auf die Neue Nazarethkirche


Ihre wohnung Durchschnittliche Betriebskosten *

Viele Dinge werden im Alltag vorausgesetzt – auch beim Thema Wohnen. Doch wissen Sie wirklich, was Sie bei einer Duldung beachten müssen oder welche Informationen ein Energieausweis liefert? Wertvolle Tipps von A bis Z.

4,00 warme Betriebskosten in Euro je qm

das wohnABC

3,00

2,00

1,00

0,00 2008 2012 2016 2020

warme Betriebskosten ohne Modernisierung

Duldung Eine Modernisierung bedeutet für die Bewohner, abhängig vom Umfang, eine Einschränkung des gewohnten Komforts. Spätestens mit der Modernisierungsankündigung kommen auch die Fragen: Wie stark wird die Einschränkung sein? Kommt eine Ersatzwohnung für die Zeit der Baumaßnahmen in Frage? Kann ich mir die Miete nach der Modernisierung überhaupt noch leisten? Jetzt bloß nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern in Ruhe und Schritt für Schritt die Ankündigung durchgehen. Darin steht ganz genau, wann welche Arbeiten in Ihrer Wohnung und Ihrem Haus geplant sind und wie sich Ihre voraussichtliche neue Miete nach der Modernisierung zusammensetzt. Doch bevor es tatsächlich losgehen kann, sind Sie selbst am Zug: Nach Erhalt der Modernisierungsankündigung haben Sie etwa vier Wochen Zeit, um die beiliegende Duldungserklärung unterschrieben bei der GESOBAU abzugeben. Es handelt sich dabei um einen formalen Akt: Mieter müssen Maßnahmen dulden, die zur Erhaltung der Mietsache erforderlich sind und die der Verbesserung der Mietsache oder der Einsparung von Energie oder Wasser dienen. Von dieser Duldungspflicht können Sie gegebenenfalls nur dann befreit werden, wenn die Maßnahme für Sie, Ihre Familie oder einen

warme Betriebskosten mit Modernisierung *

Exemplarisch für eine Wohnhausgruppe im Märkischen Viertel

anderen Angehörigen Ihres Haushalts eine außergewöhnliche, unzumutbare Härte bedeuten würde (allein das Alter eines Mieters begründet zum Beispiel

Nützliches Wissen für Mieter

noch keine Härte). Ein persönliches Gespräch mit der GESOBAU ist in diesem Fall ratsam, um eine individuelle Lösung zu finden und Hilfsangebote in Anspruch nehmen zu können. Entscheiden Sie sich dennoch gegen eine Duldung, haben Sie die Möglichkeit, die Härtegründe bis spätestens zum Ablauf des Monats, der auf den Zugang der Modernisierungsankündigung folgt, der GESOBAU schriftlich mitzuteilen. Die Duldung ist eine notwendige Voraussetzung für die Modernisierung. Liegt der GESOBAU auch nur eine einzige Verweigerung vor, kann diese zu erheblichen Bauverzögerungen führen. Die Leidtragenden sind dann vor allem diejenigen Mieter, die die Duldungserklärung unterschrieben und sich womöglich Urlaub genommen oder eine Ersatzunterkunft für die Zeit der Baumaßnahmen organisiert haben. Nehmen Sie deshalb auch immer Rücksicht auf Ihre Nachbarn, die so bald wie möglich die Vorzüge einer modernen, energieeffizienten Wohnung genießen möchten.


10 / 11

1/

Durchschnittlicher Energie­ verbrauch in der Wohnung

Wärmebild eines Hauses

2 17 Angaben in Prozent

Energieausweis Energie macht den Löwenanteil der verbrauchsbedingten Wohnkosten aus: Rund 81 Prozent davon entfallen durchschnittlich allein auf Heizung und Warmwasser. Je höher der Energiebedarf der Wohnung ist, desto tiefer müssen Mieter ins Portemonnaie greifen. Grund genug, sich schon bei der Wohnungssuche mit der energetischen Bilanz eines Gebäudes zu beschäftigen. Wie hoch der jeweilige Energiebedarf der Wohnung ist, verrät der dazugehörige Energieausweis, der beim Vermieter eingesehen werden kann. Der Ausweis bewertet ein Gebäude allein nach energetischen Gesichtspunkten. Ein Rückschluss auf die tatsächlich auftretenden Energiekosten ist aus den Aussagen des Energieausweises nicht möglich, da diese auch abhängig vom Nutzerverhalten des Bewohners sind. Im Bedarfsausweis können Sie den Primär- und den Endenergiebedarf Ihres Gebäudes ablesen. Der Primärenergiebedarf beinhaltet neben der durch Sie nutzbaren Energie auch die Energie, die für die Förderung und den Transport zu Ihnen benötigt wird. Die Beheizung per Fernwärme aus Kraftwärmekopplung ist zum Beispiel deutlich energieeffizienter als per Ofenheizung – und damit auch gleichzeitig umweltverträglicher. Der Endenergiebedarf ist abhängig vom energetischen Zustand des Gebäudes. Er zeigt den Energiebedarf an, der durch die Bewohner des Hauses bei einer Einstellung der Heizungen auf 21°C tatsächlich verbraucht wird. Durch eine Wärmedämmung der Gebäudehülle, neue wärmedämmende Fenster und eine neue

Heizungsanlage kann eine erhebliche Reduzierung des Bedarfs im Vergleich zu nicht modernisierten Häusern erreicht werden. Darum modernisiert die GESOBAU umfangreich einen großen Teil ihrer Bestände. Das richtige Verbrauchsverhalten vorausgesetzt, sind Sie nach der energetischen Modernisierung dauerhaft vor explodierenden Energiepreisen geschützt und können den Heizungs- und Warmwasserverbrauch sogar um die Hälfte reduzieren.

81

Heizung und Warmwasser Haushaltsgeräte Licht


Ihre wohnung

Clever heizen und lüften Wer sorgsam mit Heizenergie umgeht, muss auf ein angenehmes Wohnklima nicht verzichten.

D

ie GESOBAU investiert in die energetische Modernisierung ihrer Bestände. Wärmeisolierte Häuser mit moderner Anlagentechnik sind unser Beitrag, damit Ihre Heizkosten nicht in den Himmel schießen.

Beratungsangebote nutzen: Fällt Ihre Nebenkostenrechnung höher aus als erwartet, lässt sich bestimmt beim Energie­ver­ brauch etwas machen. Nutzen Sie die Beratungs­ angebote der GESOBAU und ihrer Partner. Der »Energiespar-Check« richtet sich an Mieter im Märkischen Viertel im modernisierten Bestand (Anmeldung unter 0151/12629511 oder auf www.gesobau.de/energiesparcheck).

Jetzt sind Sie dran (selbst wenn Ihre Wohnung noch nicht modernisiert wurde). Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart sechs Prozent Heizenergie und schont damit auch Ihren Geldbeutel. Möglichst bedarfsgenau heizen: Im Bad sind kuschelige 24 Grad okay, im Schlafzimmer reichen vielleicht 18 Grad. Heizkörper nicht mit Möbeln, wie zum Beispiel Sofas oder Schränken, verstellen. Auch Vorhänge sollten den Heizkörper nicht verdecken. Wohnung nie ganz auskühlen lassen, auch nicht, wenn Sie verreist sind. Der extreme Wechsel zwischen Auskühlen und Einheizen frisst mehr Energie als die Wohnung mit Augenmaß zu temperieren.

Türen zu wenig beheizten Räumen geschlossen halten. Feuchte Luft braucht mehr Energie, um warm zu werden. Deshalb: Regelmäßig lüften und nach dem Duschen oder beim Kochen Fenster öffnen. Ein Blick auf die GESOBAU-Thermohygrometerkarte (misst die Luftfeuchtigkeit) verrät Ihnen, wann es wieder Zeit zum Lüften ist. Die Karte erhalten Sie in Ihrem GESOBAU-Servicepunkt. Kein Dauerlüften mit gekippten Fenstern. Lüften Sie besser mehrmals am Tag für maximal fünf bis zehn Minuten bei vollständig geöffnetem Fenster. Das ist ausreichend, um die Raumluft komplett auszutauschen.

Im Projekt »Der richtige Dreh« haben die Energieexperten von M.UT.Z e.V. in Zusammen­ arbeit mit GESOBAU-Mietern einen Comic zum richtigen Heizen und Lüften entwickelt. Diesen erhalten Sie in der GESOBAU-Nachbarschaftsetage oder als druckfähige Datei zum Download unter www.heizenlueftensparen.de. Illustration: M.UT.Z. e.V.

Fernheizwerk Märkisches Viertel: Ziel in Sicht Der Winter steht vor der Tür und das neue Biomasse-Heizkraftwerk an der Wallenroder Straße kurz vor der Inbetriebnahme. Bald sorgt es dauerhaft für eine klimaneutrale Energiebilanz der angeschlossenen

GESOBAU-Wohngebäude. Zunächst wurde der Brennstoffbunker befüllt, seit Mitte November wird die Anlage im Probebetrieb gefeuert. Bedingt durch die Reinigung des Kessels kam es

bis Mitte Dezember zu einer hör- und sichtbaren Abgabe von Wasserdampf. 2014 nimmt das Biomasse-Heizkraftwerk offiziell den Betrieb auf.


12 / 13

1/ Foto: GESOBAU

1 / Jochen Brandt, Leiter Finanzierungen bei der GESOBAU, im Gespräch mit HALLO NACHBARRedakteurin Susanne Stöcker.

Hallo Nachbar: Warum führt der Gesetzgeber neue Zahlungsverfahren ein? Jochen Brandt: Durch die neuen SEPARegeln wird der europäische Zahlungsverkehr vereinheitlicht und standardisiert. Die Neuregelungen betreffen alle Überweisungen und Lastschriften in Euro – also auch die innerhalb Deutschlands – und müssen zum 1. Februar 2014 umgesetzt sein. Ab diesem Zeitpunkt gilt unter anderem ein neues einheitliches SEPA-Lastschriftverfahren. Hallo Nachbar: Was bedeutet diese Umstellung konkret für GESOBAUMieter? Jochen Brandt: Anstatt der bisheri­ gen Kontonummer und Bankleitzahl nutzen Sie künftig die internationale

»Durch die neuen SEPA-­Regeln wird der europäische Zahlungsverkehr vereinheitlicht und ­standardisiert.« Jochen Brandt Bankleitzahl BIC und die internationale Kontonummer IBAN. Die IBAN ist leicht zu merken, sie besteht aus Ihrer 10-stelligen Kontonummer und der 8-stelligen Bankleitzahl, zusammen mit dem Ländercode DE für Deutschland und einer 2-stelligen Prüfziffer. Das heißt: Bis auf vier Zeichen ist Ihnen die

SEPA: Neues Zahlungsverfahren beachten Ab 1. Februar 2014 werden die altbekannten ­deutschen Lastschrift- und Überweisungs­ verfahren durch die SEPA-Zahlverfahren ersetzt. Was diese Umstellung für Sie als Mieter bedeutet, erklärt Jochen Brandt, Leiter Finanzierungen bei der GESOBAU.

IBAN bereits vertraut. In Vorbereitung der Umstellung auf das SEPA-Verfahren haben wir bereits Ihre bei uns hinterlegten Bankverbindungsdaten auf IBAN und BIC umgestellt. Alle Mieter, bei denen die Miete bereits heute per Bankeinzug vom Konto abgebucht wird, bekommen zusätzlich ein Informationsschreiben mit allen wichtigen Details zur Umstellung und ihren umgestellten Daten zur Prüfung. Die bisherigen Einzugsermächtigungen können weiterhin genutzt werden. Ab 1. Januar 2014 werden wir die monatliche Miete im Wege des SEPA-Lastschriftverfahrens in unveränderter Höhe einziehen. Hallo Nachbar: Wo findet man die IBAN- und BIC-Nummer seines Bank­ instituts?

So setzt sich die SEPA-Nummer zusammen:

Länderkennzeichen

Prüfziffer

Bankleitzahl

Kontonummer

DE

34

1005 0000

6632 0232 05

Jochen Brandt: Die Angaben finden Sie in der Regel auf Ihrer ec-Karte, auf jeden Fall aber auf Ihrem Bankkontoauszug. Auch im Internet auf der Homepage Ihrer kontoführenden Bank sind die Angaben zu finden. Hallo Nachbar: Gilt das SEPA-Verfahren ab Februar 2014 auch für Zahlungen im Privatbereich? Jochen Brandt: Die Banken und Sparkassen bieten Ihnen als Privatkunde eine Übergangsfrist an. Das heißt, Sie können im Online-Banking, an den SBTerminals und in den Filialen Ihre Zahlungen weiterhin mit nationaler Kontonummer und Bankleitzahl veranlassen. Bis zum 1. Februar 2016 übernimmt das Institut kostenlos die Umrechnung in IBAN und BIC.


Ihre gesobau

1/

Die gesunde Welt der Sarah Wiener

Die GESOBAU unterstützt die Sarah Wiener Stiftung bei der Durchführung von Koch- und Ernährungskursen für Kitas im Märkischen Viertel. Ein kulinari­scher Ausflug auf die Familienfarm Lübars.

D

ie Welt der Sarah Wiener ist gesund und eindrucksvoll, der Terminkalender gut gefüllt. Restaurants, kulinarische Reisen, Kochbücher oder TV-Auftritte – die sympathische Wienerin, die heute in Hamburg lebt, ist präsent in der Medienlandschaft unseres Landes. Sarah Wiener ist eine leidenschaftliche Köchin, aber sie

ist auch eine rege Verfechterin gesunder und nachhaltiger Ernährungsweisen; sie hält an zum achtsamen Einkauf, setzt sich ein für die artgerechte Tierhaltung und bringt uns mit ihren medialen Möglichkeiten und ihren kulinarischen Abenteuern fast vergessene Lebensweisen, regionale und saisonale Produkte wieder näher.


14 / 15 Fotos: Sarah Wiener Stiftung

3/

Gemeinsam mit ihren Mitstreitern, zu denen auch Alfred Biolek gehört, hat Sarah Wiener 2007 die Sarah Wiener Stiftung »Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen« ins Leben gerufen. Ziel der Stiftung ist es, Kindern und Jugendlichen Appetit auf gesunde Ernährung zu machen und ihnen zu zeigen, wie einfach, lecker und vielseitig diese sein kann. Wir finden, dass das Konzept der Stiftung, in dem nachhaltige Bildung, regionale Bezogenheit und Gesundheitsaspekte eng miteinander verknüpft sind, gut zu unserem Engagement für Nachhaltigkeit passt – und die Familienfarm Lübars ein idealer Lernort für Kinder am Rande der Großstadt ist. Die Zusammenarbeit zwischen der GESOBAU und der Sarah Wiener Stiftung beschränkt sich nicht auf monetäre Zuwendungen. Konkret unterstützen wir die Durchführung von Koch- und Ernährungskursen für Kitas im Märkischen Viertel. Dabei konnte sich die GESOBAU auch in die Planung und Ausgestaltung der Partnerschaft einbringen: So wurde die Schänke der Familienfarm Lübars als Veranstaltungsort gewonnen und die Hofschule als Partner eingebunden.

Jede Woche steht ein neues Rezept mit selbstgeernteten Früchten und Kräutern auf dem Speiseplan. Erste Kitagruppen aus dem Märkischen Viertel haben ihren Kochkurs bereits begeistert absolviert. Immer montags können Kinder und Erzieher Küche,

2/

Köche und Außenanlagen nutzen, werden durch die Mitarbeiter der Stiftung spielerisch und geschmacklich an neues Wissen herangeführt. Am Anfang des zehnwöchigen Koch- und Ernährungskurses verkos­ ten und testen die Kinder Geschmäcker, lernen die Küche und das Verhalten darin kennen, stellen Gemüsesticks her und basteln eine Rezeptemappe. In jeder Woche steht ein neues Modul auf dem »Speiseplan«, zum Beispiel das Frühstück oder der Pausensnack. Umfassend nähern sich die Kinder dem Thema über Experimente, Hintergrundwissen, den Besuch und Vorträge der Hofschule. Gemeinsam wird ein Rezept des Tages gekocht, wenn möglich mit selbstgeernteten Früchten, Gemüse und Kräutern aus den Beeten der Farm. Und immer steht auch eine Frucht oder ein Gemüse im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Dreieinhalb Stunden dauern die kulinarischen Ausflüge, die mit einem gemeinsamen Mittagessen und dem anschließenden Verdauungsspaziergang zurück in die heimische Kita enden. Für die Kinder ist der Kurs jedes Mal ein großes Abenteuer, für die Erzieherinnen und Erzieher eine willkommene Abwechslung. Im nächsten Jahr soll die Zusammenarbeit fortgesetzt werden. Dann kommt Sarah Wiener bestimmt auch mal persönlich vorbei, um sich ein Bild vom kulinarischen Abenteuer auf der Familienfarm Lübars zu machen.

1 / Sarah Wiener ist eine der bekanntesten Köchinnen Deutschlands 2 / Auch in der Öffentlichkeit zeigt sich die 51-Jährige ernährungsbewusst 3 / Kinder der Kita Senftenberger Ring 99 beim Koch- und Ernährungskurs


Ihr Kiez / Märkisches Viertel

Großes Jubiläum: Das Märkische Viertel wird 50! 2014 jährt sich der Einzug der ersten Mieter im Märkischen Viertel zum 50. Mal. Dieses Jubiläum werden wir feiern.

D

ie Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Freuen Sie sich auf eine lange Tafel auf dem Wilhemsruher Damm, Open Air Kino, Kunst und Kultur sowie viele kleine und große spannende Formate. Auch die traditionellen Veranstaltungen wie das Kinderwiesenfest und Pfingstkonzert werden ganz im Zeichen des Jubiläums stehen. Dabei sind wir aber keineswegs nur rückwärtsgewandt. 50 Jahre

Märkisches Viertel nehmen wir auch zum Anlass, um gemeinsam mit Ihnen nach vorne zu blicken. Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Was macht gute Nachbarschaft aus? Wie soll sich unser Viertel entwickeln? Wo gibt es unentdeckte Möglichkeiten? Diesen und vielen anderen Fragen widmet sich ab 2014 eine mindestens zweijährige Veranstaltungsreihe, zu der alle Märker und Gäste von außerhalb schon jetzt herzlich eingeladen sind. Über alle Details

zum großen Jubiläum informieren wir Sie umfassend in der nächsten Ausgabe von Hallo Nachbar. Haben Sie noch Erinnerungsstücke aus den letzten Jahrzehnten, die Auskunft über das Leben im Märkischen Viertel geben? Wir freuen uns über Ihre Einsendungen per Post an die GESOBAU AG, Unternehmenskommunikation und Marketing, Wilhelmsruher Damm 142, 13439 Berlin, oder per E-Mail an hallo.nachbar@gesobau.de


16 / 17

Senioren-Infothek eröffnet Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen bietet das Netzwerk Märkisches Viertel e.V. eine zentrale Anlaufstelle für Fragen und Themen rund ums Älterwerden.

S

eit dem 5. November stehen Mitstreiter des Netzwerks Märkisches Viertel e.V. in der Infobox zweimal wöchentlich Senioren, Nachbarn, Angehörigen und Interessierten informativ zur Seite und vermitteln Angebote und Dienstleistungen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und soll sich als niedrigschwelliges Angebot von Senioren für Senioren im

Kontakt Senioren-Infothek: dienstags 14:00 – 18:00 Uhr freitags 14:00 – 18:00 Uhr Wilhelmsruher Damm (in der GESOBAU-Infobox) Servicestelle Netzwerk MV: Montag bis Donnerstag 9:00 – 12:00 Uhr Wilhelmsruher Damm 124, 13439 Berlin Tel.: (030) 41 71 30 81

Märkischen Viertel etablieren. Die Senioren-Infothek setzt mit den Themenwochen »Älter werden im MV« gezielt Schwerpunkte und bietet gemeinsam mit Netzwerkpartnern Vorträge und spezielle Beratung an, zum Beispiel zu Pflegeversicherungen, Wohnsicherheit und Wohnformen im Alter. Bereits seit 10 Jahren stärkt das Netzwerk die Dienstleistungslandschaft im Märkischen Viertel. 2003 gründeten auf Initiative der GESOBAU 50 lokale Akteure das Netzwerk, um die Versorgung älterer, behinderter und pflegebedürftiger Menschen zu verbessern. Durch großes Engagement entwickelte sich aus dem ressortübergreifenden Ansatz eine gute und verbindliche Kooperationskultur, von der das Märkische Viertel insgesamt profitiert.

Zu den Gratulanten des zehn­ jährigen Bestehens gehörten neben den Reinickendorfer Bezirksstadträten Uwe Brockhausen, Andreas Höhne und Martin Lambert auch GESOBAUVorstandsmitglied Christian Wilkens und zahlreiche Gründungsmitglieder des Vereins. Die Festredner würdigten das Engagement der großen und kleinen Akteure im Netzwerk, die aus ganz unterschiedlichen Branchen und Handlungsfeldern kommen. »Zu den wesentlichen Indikatoren der Gesundheitsförderung zählt ein selbstbestimmtes Leben. Das Netzwerk stärkt das lokale Umfeld und damit maßgeblich die Qualität des Älterwerdens im Märkischen Viertel«, sagte Christian Wilkens bei der Jubiläumsfeier am 25. Oktober.


Ihr Kiez / Wedding

Endspurt in der Schillerhöhe Nach knapp zwei Jahren befindet sich die ­Modernisierung der Schillerhöhe auf der Zielgeraden. Mieterin Edith Hänsel fühlte sich in der Zeit gut betreut – auch wenn ein Wunsch offen blieb. läuft von nun an ebenfalls über Fernwärme. Ein weiteres Projekt waren die Treppenhäuser, die einen frischen Anstrich nach neuem Farbkonzept erhielten. »In den Küchen haben wir nur Kleinigkeiten verändert. Unter anderem wurden die Gasleitungen komplett zurückgebaut und alle Mieter haben neue elektrische Herdanschlüsse bekommen«, sagt der GESOBAU-Projektleiter.

1/ 2/

I Text: Susanne Theisen Fotos: Susanne Theisen, Thomas Bruns

m Fokus der Modernisierung standen die beiden Wohnhausgruppen (WHG) 751 und 754. Nach dem Startschuss für die Bauarbeiten im vergangenen Jahr modernisierte die GESOBAU in zwei Bauabschnitten die mehr als 900 Wohnungen der WHG 751 längs des Schillerparks. Parallel dazu kümmerte sie sich um die rund 230 Wohnungen der WHG 754 südlich der Armenischen Straße. »Bis zum Ende des Jahres sollen die letzten Hausfassaden fertig werden«, kündigt Michael Weske an, der das Projekt betreut. Damit habe man die Bauzeiten eingehalten, zum Teil sogar unterschritten. In den Häusern

wurden gleich mehrere Baustellen bearbeitet. Im Mittelpunkt stand die Modernisierung der Rohrleitungen. »Wir haben eine Strangsanierung durchgeführt«, erklärt Weske. »Alle Mieter bekamen neue moderne Badezimmer. Die in die Jahre gekommenen Trinkund Abwasserleitungen wurden komplett erneuert, auch die Heizleitungen im Bereich der Bäder.« Die Warmwasseraufbereitung

Auch außerhalb der Wohnungen wurde umfassend modernisiert. Alle Häuser erhielten eine Sockelund Kellerdeckendämmung. Wo es energetisch notwendig war, bekamen die Häuserblöcke zusätzliche Fassadendämmungen, neue Fenster und eine neue Dachdämmung. Da die 1955 erbaute Siedlung zu einem Großteil schon vor einigen Jahren energetisch optimiert wurde, waren nicht an jedem Block die gleichen Maßnahmen nötig. Vier laute Wochen Die Bewohner in der Schillerhöhe hatten die Wahl, während der Modernisierung in ihrer Wohnung zu bleiben oder kurzzeitig auszuziehen. Mieterin Edith Hänsel wollte bleiben. Im Nachhinein würde sie sich wahrscheinlich anders entscheiden, räumt die 88-Jährige ein. »Es ist doch sehr viel Krach und Staub und man hat tagsüber kein fließendes Wasser. Aber ich hatte mich eben so entschlossen und musste es nun auch durchstehen«. Während der vierwöchigen Baumaßnahme in ihrer Wohnung


18 / 19

fühlte sich Edith Hänsel gut betreut. »Als das Badezimmer modernisiert wurde, kam jeden Abend der Bauleiter vorbei, um zu fragen, ob ich mit allem zufrieden bin. Außerdem gab es einen Wachdienst, der die leer stehenden Wohnungen kontrollierte und auch immer bei mir nachgefragt hat, ob alles in Ordnung ist. Das hat mir ein Gefühl der Sicherheit gegeben«, erzählt sie. In ihrer modernisierten Wohnung, in der sie seit 56 Jahren lebt, fühlt sich die Mieterin wohl: »Ich bin wirklich sehr zufrieden, auch weil ich jetzt alles leichter sauberhalten kann. Vor allen Dingen das Badezimmer mit der frei hängenden Toilette.« Weniger glücklich ist Edith Hänsel mit dem neuen Anschluss für den Gartenschlauch,

»Wir werden Schäden beseitigen, die durch die ­Bauarbeiten entstanden sind.« Michael Weske, Projektleiter

der im Rahmen der Modernisierung in den Keller verlegt wurde. Da die Kellerdecke niedriger liegt als der Garten, ragt der Wasserhahn jetzt nur knapp aus dem Untergeschoss heraus. »Wenn ich da ran will, muss ich mich lang hinlegen – und das kann ich mit meinen 88 Jahren nicht mehr«, erklärt Hänsel. Dass die Mieter damit unzufrieden sind, kann Michael Weske gut verstehen. Die GESOBAU habe aber keine andere Wahl gehabt. »Vor der Modernisierung kam das Wasser aus einem Rohr, das unter den Gärten verlief. Laut Trinkwasserverordnung sind solche Installationen nicht mehr erlaubt, weil das Wasser steht und sich Legionellen bilden können«, begründet er. Auch eine Verlängerung des bestehenden Wasserhahns sei deshalb nicht in Frage gekommen.

1 / Mieterin Edith Hänsel ist glücklich mit ihrer modernisierten Wohnung. 2 / Die grüne Umgebung der Schillerhöhe findet sich auch in der Gestaltung der Treppenhäuser wieder. 3 / Die Schillerhöhe wurde nach dem angrenzenden Schillerpark benannt, der mit seinem alten Baumbestand die grüne Lunge des Quartiers bildet.

3/ Offenes Ohr für Mieter Bei einer Modernisierung bleibt Frust nie ganz aus. Um ihn weitestgehend zu vermeiden, hat die GESOBAU vor und während der Modernisierung auf umfangreiche Kommunikation gesetzt: »Im Vorfeld gab es Informationsveranstaltungen und Wohnungsbegehungen. Außerdem bieten wir zweimal pro Woche eine Mietersprechstunde an.« Größere Probleme seien so ausgeblieben. Der Projektleiter hofft, dass sich die gute Stimmung während des letzten Bauabschnitts fortsetzt.

Zum Abschluss der Modernisierung will die GESOBAU die Außenanlagen verschönern und unter anderem Gartenanlagen und Spielplatz überarbeiten. »Wir werden auch Schäden beseitigen, die durch die Bauarbeiten entstanden sind«, sagt Michael Weske. Außerdem werde der Bereich zur Seestraße aufgewertet, fügt er hinzu: »Zwei Giebel erhalten eine grafische Gestaltung mit Bezug zur Schillerhöhe. Was genau gemacht wird, will ich nicht verraten. Das soll eine Überraschung werden.«

751

754


Ihr Kiez / Pankow

Mathe und Breakdance auf dem Stundenplan Shireen Jeyaravi hat mit ihrem Team bei der GESOBAU in der M ­ ühlenstraße 54 ein eigenes Lern- und Tanzstudio eröffnet. Ihre Idee: Das Lernen mittels fachlicher Nachhilfe fördern und anschließend im modernen Tanzschritt die Energie herauslassen.

Technik oder Physik«, zählt Jeyaravi auf. Danach stehen Breakdance, Hip-Hop, Jazzdance oder Ballett auf dem Stundenplan. Für jeden, der will.

1/

A

Text: Katrin Starke Fotos: Katrin Starke und Shutterstock

ls sie nach dem BioUnterricht das Lehrbuch beiseitelegte und ihre Schüler auf eine Runde Hip-Hop einlud, war das Eis gebrochen. »Sie sahen mich auf einmal mit anderen Augen, öffneten sich, erzählten mir von dem, was sie bewegt«, erzählt Shireen Jeyaravi von ihrer Zeit als Vertretungslehrerin in Lichtenberg. Für die heute 33-Jährige Anlass, ihre Idee auszubauen, die Lernen und Tanzen bewusst kombiniert: »Ich will die jungen Leute aus der Schulatmosphäre herausholen. Ihnen das Gefühl geben, dass sie trotz des Lernens nicht den ganzen Tag in der Bildungseinrichtung verbringen müssen.« Jeyaravis Projektidee hat Schule gemacht – von

Steglitz-Zehlendorf über Spandau bis Hohenschönhausen gibt die junge Frau seit drei Jahren den Kombi-Unterricht. Die Kurse sind nicht kostenlos. Jeyaravi muss davon leben, ihr 25-köpfiges Team entlohnen, die Miete begleichen. Aber: Inhaber des »berlinpass« – und damit Empfänger von Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld I, II oder Wohngeld – werden finanziell gestützt. Das Konzept gleicht dem, das sie auch weiterhin an Schulen umsetzt: leistungsschwachen Schülern mittels Nachhilfe in Gruppen oder Einzelbetreuung fachlich unter die Arme zu greifen. »In den klassischen Fächern wie Mathematik, Biologie, Deutsch,

Den Bezirk Pankow hat sie gezielt als Standort für ihr Studio gewählt. »Ich glaube, dass gerade hier am Schnittpunkt mit Prenzlauer Berg viele Eltern leben, die besonders interessiert sind an den Möglichkeiten, ihre Kinder zu unterstützen.« Wie wichtig der Beistand aus dem Elternhaus ist, hat Jeyaravi selbst erfahren. Ihre Familie stammt aus Sri Lanka. »In der ersten Klasse konnte ich noch kein Wort Deutsch sprechen oder verstehen«, erinnert sie sich. Der Kulturkreis, aus dem sie stammt, ist nur an ihrer olivfarbenen Haut und dem dunkeln Haar, den leuchtend-tiefbraunen Augen auszumachen. Jeyaravi spricht ohne jeden Akzent, ohne ein Stocken auf der Suche nach der passenden Vokabel. »Bildung


20 / 21

2/

Angebot für GESOBAU-Mieter Lernförderung/Nachhilfe: Bei einer Anmeldung bis zum 31.01.14 enfällt für Schüler (Grundschulen, Oberschulen, Oberstufenzentren, Berufsfachschulen etc.) die Anmeldegebühr von 39,90 Euro.

war und ist meinen Eltern sehr wichtig. Sie haben uns Kindern jede Chance eingeräumt, die sich anbot.« Und die seien reichlich in Deutschland. Anders als in ihrer Heimat. »Leider werden die diversen Angebote viel zu selten genutzt, verweigern sich manche mit dem Hinweis auf ihren Migrationshintergrund«, kritisiert sie. In ihrem neuen Studio soll das anders werden. Jeyaravi öffnet sich allen Neugierigen. Auch Erwachsenen. »Entsprechende Bildungsangebote plane ich für das nächste Jahr.« Seit September sind erst einmal die bekannten Tanzkurse im Programm: für Berufstätige, die nach dem Job entspannen wollen; für Frauen, die statt im Fitnessstudio zu schwitzen lieber den Körper im Takt schwingen wollen; für Senioren, die eingerostetes Wissen für den Tanztee wieder auffrischen wollen. Auch auf die Jüngsten hat Jeyaravi ein Auge geworfen. »Ballett für Kinder ab drei Jahren« schwebt ihr vor. Motorische Fähigkeiten können auf diese Weise schon früh gefördert werden. Ebenso die Konzentrationsfähigkeit und die Methodik

Tanzunterricht: Bei einer Anmeldung bis zum 31.01.14 enfällt für Erwachsene und Kinder die Aufnahmegebühr von 39,90 Euro.

zum Lernen. Ein Baustein, der wesentlich in die Lernförderung hineinspiele. »Es ist nicht damit getan, Kindern Wissen anschaulich zu vermitteln. Sie müssen vor allem lernen, wie sie sich fachlichen Stoff selbst aneignen.« Lerntechniken, die auch Einzug in ihr Programm halten. »Zumindest die Basis.« Letztlich müsse gemeinsam mit jedem einzelnen Schüler die effektivste Variante erarbeitet werden. »Der eine lernt am Abend besser als am Morgen, prägt sich Vokabeln eher über die Optik oder übers Gehörte ein.«

1 / Shireen Jeyaravi in ihrem neu ­eröffneten Studio in der Mühlenstraße 54 in Pankow. 2 / Die Balance zwischen ernsthaftem Arbeiten und Spaß haben gelingt sehr gut.

Was im Tanzstudio alle einen wird, so hofft Jeyaravi, ist die Freude, gemeinsam Choreographien zu entwickeln und diese – wenn gewünscht – auch aufzuführen. »Solche Erfolgserlebnisse sind ein enormer Antrieb im Lernprozess.« Wenn Kinder erkennen würden, dass ihnen mit Übung keine körperlichen Grenzen gesetzt seien, fassten sie auch Mut, geistige Schranken zu überwinden. www.jeyaravi-team.de (030) 63 96 96 87


Ihr Kiez / Pankow

Modernisierung in Pankow Stillstand und Aufbruch: Wie geht es weiter für ein Dutzend Modernisierungsprojekte in Pankow und Weißensee?

1/

der GESOBAU zum Baustart nicht überall ausreichend Duldungserklärungen vor. Die GESOBAU verzichtete aber auf den Gang vors Gericht und beriet stattdessen mit dem Bezirk Pankow über eine nachhaltige, tragfähige Lösung zur Durchführung sämtlicher, noch bevorstehender Komplettmodernisierungen im Großbezirk Pankow. Erstes Ergebnis: Am 15. August unterzeichneten die GESOBAU, das Bezirksamt Pankow und die Mieterberatung Prenzlauer Berg einen Vertrag zur sozialverträglichen Modernisierung des Wohnhauses Pestalozzistraße 4 in Pankow. Das öffentlich-rechtliche Abkommen gilt als Pilotvereinbarung und regelt den Ablauf der

Die Mehrzahl der Bewohner begrüßte die bevorstehenden Arbeiten.

I Fotos: GESOBAU

n Pankow hat die GESOBAU seit Anfang 2013 die Vorbereitungen für ein gutes Dutzend Modernisierungsprojekte und 236 Wohnungen gestoppt. In all diesen Projekten begrüßte die Mehrzahl der Bewohner die bevorstehenden Arbeiten am Haus und in ihren Wohnungen ausdrücklich. Allerdings lagen trotz zahlreicher Infoveranstaltungen, Einzelgespräche und Angebote

Modernisierung des Hauses mit 40 Wohnungen unter Berücksichtigung umfassender sozialer Kriterien. Wichtigster Bestandteil ist die Einbindung der externen, unabhängigen Mieterberatung Prenzlauer Berg. Die Mitarbeiter der Mieterberatung führen mit jedem Mieter individuelle Gespräche, prüfen Härtefallkriterien und erläutern die durchzuführenden Arbeiten. Der bisherige Verlauf des Piloten ist ein Erfolg. Erneut zeigte sich

die Mehrheit der Bewohner aufgeschlossen, gesprächsbereit und interessiert, die Modernisierung endlich anzugehen: Es konnten mit allen 21 Mietparteien Haushaltsgespräche geführt werden. Im Anschluss an die Gespräche wurden von der Mieterberatung in enger Abstimmung mit der  GESOBAU und dem jeweiligen Mieter zeitnah individuelle Modernisierungsvereinbarungen gefertigt. Fünf Modernisierungsvereinbarungen wurden beiderseitig abgeschlossen. Fünf weitere Vereinbarungen wurden von der GESOBAU unterzeichnet und den Mietern zugestellt (Stand: 22.11.2013). Ende November endete nun das dreimonatige Sozialplanverfahren in der Pestalozzistraße. Bei wem greift die bezirkliche Vereinbarung – und bei wem nicht? Die öffentlich-rechtliche Vereinbarung gilt für Pankower Mieterhaushalte der GESOBAU, deren Wohnungen künftig modernisiert werden sollen. In der konkreten Modernisierungsvereinbarung, die nach dem Beratungsgespräch zwischen Mieter und externer Mieterberatung aufgesetzt wird, werden die verabredeten Details der Modernisierungsumsetzung festgehalten und fest vereinbart. Allerdings greifen etwaige Härte­ fallregelungen nur, wenn der Wohnraum »angemessen« ist. Eine Besonderheit bei unseren Mietverhältnissen in Pankow besteht darin, dass häufig Singles oder Paare in sehr großen Wohnungen wohnen. Die öffentlichrechtliche Vereinbarung sieht wie


2/ das Mietenbündnis bestimmte Wohnungsgrößen pro Haushaltsmitglied vor: 95 Quadratmeter für zwei Personen werden weder durch das Bündnis noch durch Härtefallregelungen geschützt. Modernisierungsmieter sind bei der GESOBAU grundsätzlich aber in hohem Maße geschützt. Wir schätzen gewachsene Mietergemeinschaften und stabile Nachbarschaften. Wer dennoch umziehen muss, dem bietet die GESOBAU adäquaten Wohnraum im Wohngebiet an, oft sogar im gleichen Haus. Aber wir sehen auch: Wenn Wohnraum in Berlin knapp wird und Familien keinen bezahlbaren Wohnraum finden, weil Alteingesessene an ihren großen Wohnungen festhalten, dann klafft dort die eigentliche Gerechtigkeitslücke. Mietenbündnis wie bezirkliche

22 / 23

1 / Erhaltenswerte Bausubstanz: Der Hauseingang der Pestalozzistraße 4 2 / Trotz Modernisierungsstop: Die notwendigen Instandsetzungsarbeiten werden durchgeführt

Vereinbarung schaffen Möglichkeiten für Umzüge in kleinere Wohnungen innerhalb der städtischen Bestände, in denen die neue Quadratmetermiete der alten entspricht. Wie geht es jetzt weiter? Die Pilotvereinbarung für die Pestalozzistraße 4 wird vom Berliner Senat, dem Bezirk Pankow und der GESOBAU als Erfolg gewertet. Jetzt gilt es, auf dieser Basis

die Durchführung aller Pankower Modernisierungsvorhaben der GESOBAU durch eine entsprechende Rahmenvereinbarung zu regeln. Damit könnten die geplanten Modernisierungsarbeiten 2014 wieder an den Start gehen. Wir bedanken uns bei den Mietern, die kons­truktiv durch die verschiedenen Phasen der Modernisierungsvorbereitung gegangen sind, für ihre Geduld.

Wir bilden Fachkräfte aus. Mehr Infos unter:

www. elisabethdiakonie.de

Pflege für Jung und Alt Die St. Elisabeth Diakonie in Pankow und Mitte Elisabeth Diakoniewerk Niederschönhausen

Stephanus-Seniorenzentrum Am Weißen See

Pfarrer-Lenzel-Straße 1- 5 13156 Berlin Telefon: (030) 4 76 02-0

Albertinenstraße 20 13086 Berlin Telefon: (030) 96 249 - 550

Elisabeth-Seniorenzentrum am Bürgerpark

Elisabeth-Seniorenzentrum Weinbergsweg

Leonhard-Frank-Straße 10 13156 Berlin Telefon: (030) 4 88 05-0

Weinbersweg 14 10119 Berlin Telefon: (030) 44 02 11 12

St. Elisabeth-Stift Eberswalder Straße 17/18 10437 Berlin Telefon: (030) 44 02 04 100


Ihr vergnügen

1/

N

Auf flinken Kufen

ielsen kann es kaum erwarten, dass es richtig Winter wird. »Gaaaaaaanz viel Schnee« wünscht sich der Blondschopf. Damit er endlich mit seinem Rodelschlitten losziehen kann, den ihm die Eltern kürzlich gekauft haben. Wie praktisch, dass Nielsen (4) und Ela (2) mit ihren Eltern im Märkischen Viertel wohnen. Da haben sie es nicht weit bis zum großen Rodelberg im Freizeitpark Lübars (Quickborner Straße). Aus gutem Grund zählt er zu den beliebtesten Berliner Abfahrten: Bis zu einem halben Kilometer lang sind die Pisten, die man dort hinuntersausen kann. Und selbst wenn die Dämmerung hereinbricht, ist noch lange nicht Schluss: Flutlicht macht’s möglich. Die Eltern von Nielsen und Ela schätzen den Lübarser Rodelberg aus einem weiteren Grund: Fehlt es dem Nachwuchs auf der Piste an der nötigen Ausdauer, dann gibt’s für die Kids sicher noch etwas auf der benachbarten Familienfarm Lübars zu erleben.

Text:Katrin Starke Fotos: Harald Paulenz und Shutterstock

Wintersport ist in Berlin nicht möglich? Von wegen! Berlins Winterwelt bietet von Rodeln über Schlittschuhlaufen bis hin zu Eisstockschießen jede Menge Angebote für die ganze Familie.

Rodeln auch in Pankow & Co. Nur unwesentlich kürzer als in Lübars ist die Piste jenseits der Hohenschönhauser Straße in Pankow: Die Oderbruchkippe ist mit über 90 Metern Höhe für Berliner Verhältnisse ein echter »Berg«. Beinahe ebenso hoch ist der einstige Trümmerberg im Volkspark Humboldthain (Brunnenstraße), allerdings sind die Abfahrten hier deutlich kürzer. Geht’s auf der Hauptpiste über den früheren kleinen Bunker hinweg mit ziemlichem Speed den Hang hinab, gibt es im unteren Teil des Parks auch kürzere Abfahrten. Die eignen sich besonders für kleine Rodelanfänger, die hier vergleichsweise gemächlich auf ihren Schlitten unterwegs sind. Ebenso wie im Volkspark


24 / 25 1 / Der Klassiker: Rodeln mit der ganzen Familie 2 / Eislaufen unter freiem Himmel 3 / Rutschen mit Snowtubes am Potsdamer Platz

2/

Rehberge, im Schillerpark oder im östlichen Teil des Reinickendorfer Steinbergpark. Nichts, womit sich »richtige« Berliner Wintersportler zufriedengeben würden. Die zieht es eher auf den Teufelsberg. Und wenn es darum geht, neben dem Schlittenspaß auch noch einen herrlichen Blick über die Dächer Berlins zu genießen, dann sind der Volkspark Prenzlauer Berg oder der Viktoriapark in Kreuzberg die besten Adressen. Nur einen Schneeballwurf von der Rodelbahn entfernt: die Eisbahn am Marlene-Dietrich-Platz. Hier kann man kostenlos Eislaufen unter freiem Himmel. Vor Ort befindet sich auch ein Schlittschuhausleih gegen Gebühr. Wer nicht ganz so prominent direkt vor

dem Theater am Potsdamer Platz seine Kreise ziehen will, der kann beispielsweise auch auf die neue Charlottenburger Eissporthalle in der Nähe des Olympiastadions ausweichen, die in ihre zweite Saison geht. Oder ins Weddinger Erika-Heß-Eisstadion. Schließt die Winterwelt am Potsdamer Platz schon am 5. Januar 2014 wieder ihre Pforten, dauert die Saison auf dem stationären Eis bis Mitte März.

Eisstock­ schießen hat sich als Renner in der Winter­ welt entpuppt. Nicht in jedem Fall muss man sich übrigens selbst aufs Glatte wagen, um aktiv dem Wintersport auf spiegelndem Eis zu frönen. Wie wäre es mal mit Eisstockschießen? Das habe sich in den vergangenen Jahren als Renner in der Winterwelt entpuppt, sagt Kerstin Winkel von der Potsdamer

Platz Management GmbH. Nicht nur dort: Auch auf dem Mittelstreifen des weihnachtlich geschmückten Boulevards Unter den Linden und auf dem Alexanderplatz gehört der ursprünglich aus dem Alpenland kommende Sport mit dem flinken »Teller am Stiel« zu den Highlights im weihnachtlichen Treiben. Vielleicht auch, weil – anders als an den Rodelbergen – immer ein Stand mit dampfend heißem Glühwein in der Nähe ist. Und falls sich der eine oder andere in den Schmankerl Hüttn am Potsdamer Platz bei Frittatensuppe oder Germknödel voller Wehmut an den letzten Skiurlaub im Alpenland erinnert: Für die Abfahrt fehlen in Berlin zwar die Berge, aber auf Langlauf muss in der Hauptstadt niemand mehr verzichten – dank der gespurten Loipen auf dem Tempelhofer Feld. Schneefall vorausgesetzt. Weblinks zu Wintersportmöglichkeiten in Berlin: www.winterwelt-berlin.de www.eislaufen-berlin.de

Heißer Tee mit Schwips für die Großen Nach ein paar Stunden auf der Rodelpiste ist ein dampfend heißes Getränk genau ­ das Richtige. Wie wär’s mal mit einem »Tee mit Schwips«? Einfach einen Beutel Kräutertee in eine Jumbotasse hängen, eine Zimtstange, eine Gewürznelke und ein wenig geriebene Orangenschale dazugeben, mit heißem Wasser zu zwei Dritteln auffüllen, fünf Minuten ziehen lassen. Dann einen Schuss Birnensaft dazugeben, je nach Be­ lieben mit ein wenig Honig abschmecken und schließlich ein Schnapsgläschen Williams Christ Birne hinzugießen.

3/


Ihr Vergnügen

In der letzten Ausgabe von Hallo Nachbar 3/13 suchten wir den Begriff »Steinpilze«. Drei Einsender können sich nun über einen Gutschein von IKEA freuen: 1. Eva-Maria Konradt, Märkisches Viertel (75 Euro Gutschein) 2. Michael Konkol, Pankow (50 Euro Gutschein) 3. Ingrid Dressel, Märkisches Viertel (25 Euro Gutschein) Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern.

Rohseide

Weltorganisation (Abk.)

üblicher GewebsTagestod ablauf span. Formel 1Pilot

14

Stelle eines Verbrechens

4 absonderlich

Este, Lette oder Litauer

Nachlassempfänger Windstoß

12

saure Speisewürze

5 8

Teil des Talmuds

Übersetzboot mundartlich: Ameise

Igelfrisur

13 7

furchtsamer Mensch

Unmensch

Antriebsschlupfregelung (Abk.)

9

kleine Sundainsel

Altersstufe

2

fränk. Klosterreformer † 851

Angeh. e. mittelamerik. Volks USBundesstaat

Kosewort für Großmutter

11

M E M M E

Hartschalenfrüchte

lateinisch: Löwe

nordamerik. Indianerstamm

Vogelnachwuchs

religiöser Brauch

3 10

int. Kfz-K. Trinidad und Tobago

WWP2013-8

3

4

5

6

7

8

P R O B E

griech. Vorsilbe: gleich

ugs.: Töpfe

2

T

S R verI N I G EEinsendern A UnterC allen R I T U S K A R I B E losenI Dwir O E T T E PEinkaufsgutO A Hdrei scheine OBI im Wert von BERLINERfür ZIMMER 75, 50 und 25 Euro.

Wir wünschen viel Glück!

dt. Kinofilm („... rennt“)

Test

1

Feuerlandindianer

Vorname von Bismarcks

Gottesdienstordnung

übereinstimmend

Fremdwortteil: zu, nach

Keimträger

6

das Universum

nicht gesund

1

Magnetende

Wer glaubt, das richtige Lösungswort gefunden zu haben, kann uns bis zum 9. Februar 2014 schreiben: GESOBAU AG, Abteilung UnterAuflösung des Rätsels nehmens­kommunikation und A P N R Marketing, A L O N S O E K R U E N A142, A L L N K K R A­ruher Wil­helms Damm O M A T T A T O R T 13439 Berlin oder E-Mail an B A L T E O B O E E hallo.nachbar@gesobau.de W T E S S I G R M A L O L den E H RinE derZ E-Mail F Aauch Bitte E L B A L I B T R vollständigen N I O den E R A Tund G E N Namen U U S R A Svergessen! E M S E nicht Absender

9

10

11

12

13

14

Lösung »Kleine Nachbarn« (Seite 27):

Gemischt- Abwarenschlagshändler zahlung

Schulleitung

Links finden Sie unser neues Kreuzworträtsel.

Rebus-Rätsel: Schlitten, Schuh, Laufen = Schlittschuhlaufen

Kreuzworträtsel

Vielen Dank auch an alle anderen, die so zahlreich­ ­ mitgeknobelt haben!

»Hallo Nachbar« ist die

Text: Helene Böhm, Jana Geitner,

E-Mail: susanne.stoecker@gesobau.de

GESOBAU AG, an lokale Medien und

Kundenzeitschrift der ­GESOBAU AG,

Stefan Gericke, Katrin Starke, Susanne

Auflage: 38.500

Unternehmen verteilt.

Wilhelmsruher Damm 142, 13439

Stöcker, Susanne Theisen

Redaktionsschluss:

Berlin, www.gesobau.de

Layout: www.pretzlaw.de

8. November 2013

Druck: AZ Druck und Daten­technik

»Hallo Nachbar« erscheint 4 x im Jahr,

Redaktion: ­Susanne Stöcker

Anzeigenkontakt:

jeweils zum Ende eines Quartals.

(V.i.S.d.P.), ­GESOBAU AG

Telefon: (030) 40 73-15 67,

Die nächste Ausgabe wird ab dem

Unternehmens­kommunikation

Fax: (030) 40 73-14 94,

25. März 2014 an alle Mieter der


Kleine Nachbarn Abenteuer mit Georg und Sonja Begleitet die Freunde Georg und Sonja Baumann auf ihrer abenteuerlichen Entdeckungsreise durch Berlin und erfahrt Ausgabe für Ausgabe mehr über die neugierigen Drittklässler! Zwischen Hausaufgaben und Pausenbroten begeben sich

die beiden auf die Suche nach spannenden Entdeckungen in ihrem Kiez, in ihrem Bezirk, in ihrem Berlin!

Aus aller Welt:

Frohe Weihnachten in verschiedenen Sprachen: • Arabisch: I‹D Miilad Said! • Dänisch: Glædelig Jul! • Englisch: Merry Christmas! • Eskimo: Jutdlime pivdluarit! • Finnisch: Hyvää Joulua! • Französisch: Joyeux Noël! • Griechisch: Kala ­Christougenna! • Holländisch: Vrolijk ­Kerstfeest! • Italienisch: Buon Natale! • Kroatisch: Sretan Bozic! • Mandarin: Kung His Hsin Nien! • Norwegisch: God Jul! • Polnisch: Wesolych Swiat! • Portugiesisch: Boas Festas! • Schwedisch: God Jul! • Serbisch: Sretam Bozic! • Spanisch: Feliz Navidad! • Kurdisch: Seva piroz sahibe! • Japanisch: Shinnen omedeto! • Schwyzerdütsch: Schöni Wienacht oder E guëti Wiënachtä!

Welches Wort wird hier gesucht? +

+

EN Georg und Sonja haben sich ein ganz schön kniffliges Bilderrätsel ausgedacht. Kannst du es erknobeln? Die Auflösung findet ihr auf Seite 26.

Das finden Georg und Sonja lustig:

Sonja: »Wusstest du, dass die Bewohner der Weihnachtsinsel Kiritimati in der Südsee die ersten Menschen sind, die Silvester feiern? Um 11 Uhr unserer Zeit. Noch vor den ­Australiern und Neuseeländern.« Georg: »Cool, dann könnten wir ja zwei Mal Silvester feiern! Aber was ich noch nicht verstehe: Warum heißt die Insel dann aus­ gerechnet ›Weihnachtsinsel‹?« Sonja: »Hm, gute Frage… da hilft wohl nur selber hinfahren!«


NatĂźrliche Energie, die in die Zukunft reicht Mit unserem Natur12 Strom entscheiden Sie sich fĂźr 100% regenerative Energie - zum fairen Preis. SchlieĂ&#x;en Sie gleich ab unter: www.vattenfall.de/natur oder telefonisch unter 030 657 988 000 (Mo bis Fr 8-18 Uhr).


Hallo Nachbar 4/2013