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Persönlich. Echt. Lebensnah. D 12013 ISSN 0939-138X

4/2017 sfr 5,60  4,10 (A)

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Die Macht der Gedanken HANNELORE ROYER

Loslassen – und das Leben neu gestalten

Aberglaube im Alltag

THEMENFOKUS

Heilung finden für die Seele Gabi Melchior

Ich bin eine Mutmacherin!


Segen für jeden Tag Der Herr segne die Wege, die du gehen wirst. Der Herr segne deine Aufgaben, die zu erledigen sind. Der Herr segne die Menschen, denen du begegnen wirst, auf dass sie durch dich seine Liebe spüren können. Der Herr stehe dir bei in den schwierigen Zeiten, in Sorgen und Nöten. Er bewahre dich und schenke dir Frieden. Amen. ELLEN NIESWIODEK-MARTIN


Ganz persönlich Ellen Nieswiodek-Martin

Wenn Gott uns eine Aufgabe zuteilt, dann gibt er uns die Kraft dafür.

Fürchte dich nicht! Als der Arzt mir vor 22 Jahren sagte, dass ich Zwillinge erwartete, war meine erste Reaktion: „Das schaffe ich nicht.“ Immerhin hatte ich schon drei Kinder! Von der Arztpraxis ging ich direkt zu einer guten Freundin. Sie hörte sich meine Ängste an und sprach mir Mut zu. In den nächsten Monaten brauchte ich die Unterstützung vieler Frauen. Manche boten tatkräftige Hilfe nach der Geburt an. Andere beteten für einen guten Verlauf der Schwangerschaft. Der Rat erfahrener Zwillingsmütter, wie ich die Schwangerschaft gut überstehen könnte, wurde mir sehr wertvoll. Jahre später, die Zwillinge waren bereits zehn Jahre alt, forderte mich mein damaliger Chef auf, einen Ratgeber für Eltern zu schreiben. Meine Reaktion: „Das kann ich nicht! Ich habe keine Ahnung, wie ich das anstellen soll.“ Ermutigende Reaktionen von Freunden führten dazu, dass ich meine Meinung änderte und das Projekt anging. Als das Buch erschienen war, kam eine Anfrage, ob ich einen Vortrag über das Thema halten könnte. Meine Reaktion darauf können Sie sich denken: „Vor Menschen reden? Das schaffe ich wirklich nicht. Ich bin eine Schreiberin, keine Rednerin.“ Ich bat Gott im Gebet, diese Aufgabe von mir zu nehmen. Sie machte mir wirklich Angst und ich meinte zu wissen, dass andere dafür besser geeignet seien. Aber Gott schickte mir Menschen über den Weg, die mich ermutigten und darin eine neue Aufgabe für mich sahen. In einem Gottesdienst erhielt ich eine Spruchkarte: „Sei stark und mutig! Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst“ ( Josua 1,9). Das war deutlich. Ich hielt den Vortrag, und es folgten weitere.

Gott zeigte mir auf verschiedenen Wegen, dass er mir das zutraute. Auf unterschiedliche Weise sagte er mir: „Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir.“ Als der Engel Maria von ihrer Schwangerschaft erzählte, sagte er zu ihr: „Fürchte dich nicht!“ Maria antwortete nicht: „Ich schaffe das nicht.“ Sondern sie sagte: „Ich will mich dem Herrn ganz zur Verfügung stellen. Alles soll so geschehen, wie du es mir gesagt hast“ (Lukas 1,38). Das Vertrauen auf Gott bewirkte in ihr ein mutiges Herz. Und sie suchte Unterstützung bei ihrer Verwandten Elisabeth. Vor Kurzem habe ich ein Zitat von einem unbekannten Verfasser gelesen, das ich sehr hilfreich finde: „Betet nicht um ein einfaches Leben. Betet darum, stärker zu werden. Betet nicht um Aufgaben, die eurer Kraft entsprechen. Betet um Kraft, die euren Aufgaben entspricht.“ Wenn Gott uns eine Aufgabe zuteilt, dann gibt er uns die Kraft dafür und auch die Unterstützer. Lassen Sie uns mutig und stark sein, auf Gott vertrauen und ihn um Kraft bitten, die Aufgaben in unserem Umfeld anzugehen, die er uns zutraut. Ich wünsche Ihnen segensreiche Erfahrungen dabei! Ihre Ellen Nieswiodek-Martin

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6 F OTO : J A N I N E G U L D E N E R

„Ich bin eine Mutmacherin!“ Interview mit Gabi Melchior

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Glaube & Lebenshilfe

Beruf & Gesellschaft

12 Gefunden: Glaubenszeuginnen!

36 Meine Meinung Wie beeinflusst der Aberglaube unseren Alltag?

16 Innerer Konflikt am Basteltisch Katrin Schmidt

24 Gott ist unser Trost Wie können wir beten, wenn wir leiden? Helen Lescheid 28 Wort-Schätze der Bibel Heilig Karin Schmid 30 Alles anders als geplant Was tun, wenn sich meine Träume nicht erfüllen? – Ronja Wolf 88 Heilige heute Nicht ohne einen Weihnachtsbaum Luisa Seider • Die Apfelsine Martina Schulze • Spontaner Besuch Georgia Busch • Die leise Stimme Emma Repolusk

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{inhalt}

30 18 Der abgeliebte Teddy Christine Schlagner

Aberglaube ohne Wenn und Aber?!

Lydia

38 Tiefer graben Aberglaube ohne Wenn und Aber?! – Désirée Gudelius und Delia Holtus 54 Meine Geschichte „Für Gott tue ich alles“ – Teresa Zukic 71 Sag mal, ... Fragen an die Magd mit dem Wahrsagegeist 76 Mein Suche nach Liebe und Freiheit – Bogna Nina Kammer 80 Die Sucht besiegen Andrea Schmidt 84 Landraub in Uganda Claire kämpft für ihr Land und um das Überleben ihrer Kinder – Judith Kühl


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Mangold-Quiche

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Ehe & Familie

Körper & Seele

{ In jeder Ausgabe }

42 Eine ständige Gratwanderung Mein Mann wollte vom Glauben nichts wissen – Ines Rodriguez

20 „Ich habe mich nie zu Hause versteckt“ – Interview mit Hannelore Royer

3 Ganz persönlich Fürchte dich nicht! Ellen Nieswiodek-Martin

44 Von ganzem Herzen Wunschgroßeltern – Christina Bachmann

32 Wechselspiel der Hormone Dr. Ute Buth

48 Schmunzeln mit LYDIA

46 Mangold-Quiche

82 Für Sie entdeckt

49 LYDIA-Familientipp Bewusstes Beschenken Beate Simon • Nur ein Geschenk weniger Saskia Barthelmeß

60 Mein Kampf um Liebe Das ganze Leben lang suchte ich nach Liebe und Anerkennung – Sabrina Hoppe

92 Gut informiert. Neu inspiriert.

50 Zwischendurchgedanken Regenglück – Saskia Barthelmeß

64 Die Elternwunde Wie Verletzungen aus der Kindheit heilen können Ekkehard Kosiol

58 „Papa, ich verzeihe dir“ Ingrid Lauer 68 Schreiben Sie Ihre Lebensgeschichte neu! Eva-Maria Admiral

74 Die Macht der Gedanken Yvonne Völker

52 LYDIA kreativ – Imke Johannson 62 Liebe Leser

96 Leserbriefe 97 Impressum 98 Nachgedacht Entscheidung für den Neuanfang – Marie Willermark

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Der abgeliebte Teddy Lydia 04/2017

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Interview mit Gabi Melchior

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, Ich bin eine Mutmacherin!

Gabi Melchior hat und macht Mut. Seit drei Jahren arbeitet sie für das Projekt „Mutmacher am Bahnhof“ in enger Zusammenarbeit mit der Berliner Bahnhofsmission. Dort beweist sie Mut, indem sie hinschaut, wo andere wegschauen, und stehen bleibt, wo andere weitergehen. Mit ihrem offenen Blick, Herzen und vor allem Ohr für die Nöte ihrer Mitmenschen macht sie der Bezeichnung „Mutmacherin“ alle Ehre.

Ich finde es wichtig, allen Menschen auf Augenhöhe und ohne Berührungsängste zu begegnen. Ich denke nicht an „die Wohnungslosen“ oder „die Reisenden“ oder „die psychisch Kranken“. Ich sehe den Menschen. Je mehr ich mit den unterschiedlichen Menschen zu tun habe, desto spannender finde ich die Vielfalt ihrer Geschichten. Es bewegt mich, zu sehen, wie es Menschen gelingt, in schwierigen Situationen aus ihrem Inneren Ressourcen auszugraben, um ihr Leben zu bewältigen.

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Es ist ein Privileg, an ihrer Geschichte teilhaben zu dürfen und ihnen vielleicht sogar eine Hilfe auf ihrem Weg zu sein. Hatten Sie schon immer die Gabe, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen?

Schon als junge Erwachsene habe ich gemerkt, dass Leute mir gern Dinge anvertrauen. Ich habe offensichtlich die Gabe des Zuhörens, und schon damals erfüllte es mich, Beziehungen zu pflegen. Ich leitete dann eine Junge-Erwachsenen-Gruppe und bildete mich weiter im Bereich Seelsorge und Beratung. Mit Anfang dreißig

F OTO S : J A N I N E G U L D E N E R

Bei Ihrer Arbeit am Berliner Hauptbahnhof haben Sie es meistens mit Menschen zu tun, bei denen andere lieber wegsehen. Wie kommen Sie in Kontakt?


LY D I A

Interview

habe ich in England eine christliche Seelsorgeausbildung absolviert und schließlich mein Diplom in psychologischer Beratung ohne speziell christlichen Hintergrund gemacht. Danach habe ich neun Jahre in der Suchtberatung gearbeitet. Vor sieben Jahren bin ich nach Deutschland zurückgekommen. Seit drei Jahren arbeite ich hauptberuflich als „Mutmacher“ am Berliner Hauptbahnhof. Wie gehen Sie mit schwierigen Personen um?

Ich bin auch nur ein Mensch und natürlich mag ich nicht jeden Menschen, aber es hilft zu wissen, dass Gott alle Menschen mag – ja sogar liebt. Er verleiht ihnen

Würde, deshalb kann ich ihnen mit Respekt begegnen und sie achten, selbst wenn sie sich mir gegenüber respektlos verhalten. Sie sind geliebt von Gott – es ist nicht meine Aufgabe, sie zu verurteilen. Meine Aufgabe ist es, zuzuhören und Beziehungen aufzubauen. Verletzungen brauche ich nicht persönlich zu nehmen. Sie werden jeden Tag mit Menschen in Not konfrontiert – das können seelische oder körperliche Nöte sein. Fällt es Ihnen schwer, sich davon zu distanzieren?

Was wirklich hilft ist, zwischen mitleiden und mitfühlen zu unterscheiden. Ich kann mitfühlen, darf aber

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Glaube & Lebenshilfe

Gefunden: Glaubenszeuginnen! Sie strahlen, sie lachen, sie leben, sie lieben – und begegnen einander am 15. September beim Tag der Glaubenszeuginnen im LYDIA-Verlag.

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strahlende Frauengesichter schauen gespannt in die Runde – junge Gesichter, alte Gesichter, Gesichter, die etwas zu erzählen haben vom Leben und dem, für den diese Frauen leben: Jesus. „Irgendwann in meinem Glaubensleben wurde mir Jesu Aussage, dass wir das Licht der Welt sind, ganz neu bewusst. Seit ich wirklich verstanden und verinnerlicht habe, dass Jesus in mir lebt und durch mich hindurch strahlen will, gehe ich ganz anders durchs Leben“, sagt Ursula Bohnacker – und man sieht, wovon sie spricht. Jesu Licht und Liebe in diese Welt tragen – das tun alle elf Glaubenszeuginnen. Sie sind zusammen mit ihren „Entdeckerinnen“ einer Einladung in den LYDIAVerlag gefolgt. Anfang des Jahres hatten wir in der Zeitschrift LYDIA „Glaubenszeuginnen“ gesucht – Frauen, die mit ihrer Art zu leben den christlichen Glauben bezeugen. Frauen, die ein Wegweiser auf Jesus sind. Wir fragten unsere Leserinnen, ob es eine Frau in ihrem Umfeld gibt, die ihnen zum Vorbild geworden ist und Segensspuren

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F OTO S : J Ö R G S C H W E H N

in ihrem Leben hinterlassen hat. An diesem Tag dürfen wir einige davon persönlich kennenlernen. „So groß ist der Herr“, ertönt es nun im festlich hergerichteten Konferenzraum des Verlags. Viele Frauen schließen die Augen, einige heben andächtig die Hände. Dass diese Frauen gern auf die Größe Gottes hinweisen, statt sich selbst in den Vordergrund zu drängen, lässt auf ihre Herzenshaltung schließen. Alle Frauen berichten, dass sie sehr überrascht gewesen seien, als sie als Glaubenszeugin vorgeschlagen wurden. Nichts Besonderes – oder doch? „Ich bin doch nichts Besonderes, ich mache einfach das, was mir vor die Füße fällt“, sagt eine der eingeladenen Frauen. So sehen sich auch die meisten anderen. Dass diese demütige Haltung echt ist, zeigt sich auch in der folgenden Vorstellungsrunde: Viele reden nicht gern über sich selbst, sondern schenken stattdessen ihrer „Entdeckerin“ wertschätzende Worte. So auch Annemarie Schübel, die vom großen Glauben ihrer Entdeckerin Veronika Househam schwärmt, bis diese sie liebevoll mit den Worten unterbricht: „Es geht doch heute um dich!“ Die Verbundenheit zwischen den Glaubenszeuginnen und ihren Entdeckerinnen – die oft eine oder sogar mehrere Generationen trennen – berührt. Unterschiedlich sind die Geschichten der einzelnen Frauen: Einige haben tiefe Leiderfahrungen in ihrem Leben gemacht und erlebten darin Gottes Trost und Führung. „Ich durfte

erfahren, wie Gott mich in Situationen geführt hat, die ich selbst niemals gewählt hätte, und wie er mich dann befähigt hat, Dinge zu tun, die ich selbst niemals für möglich gehalten hätte“, sagt Marita Windisch. Sie hat vier gesunde Kinder und ein schwer behindertes Kind. Sie setzt sich hingebungsvoll für integrative Kindergärten, Schulen und Gottesdienstformen ein. Auch Annemarie Schübel beweist, dass man auch in großem Leiden ein weiches, mitfühlen-

des Herz für andere behalten kann. Sie verlor ihre beiden Söhne, doch statt in Trauer und Bitterkeit zu versinken, bewahrte sie sich ihre treue Liebe zu Jesus und ihren Mitmenschen. Sie wurde für viele kleine und große Kinder zu Mama, Oma, Tante oder Freundin. Auch Roswitha Kohn verlor ein Kind. Im Kleinkindalter starb ihre Tochter ganz plötzlich. Dennoch blieb sie in engem Kontakt zu ihrer Freundin Monika Otto, obwohl diese eine Tochter im selben Alter

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Körper & Seele

Interview mit Hannelore Royer

„Ich habe mich nie zu Hause versteckt“

Loslassen und das Leben neu gestalten

einer Sekunde das Leben von Hannelore Royer komplett verändert, als ihr Mann Hans Peter einen tödlichen Unfall hatte. In den vergangenen Jahren hat sie viel gelitten. Fast jeden Tag sieht sie im Vorbeifahren die Stelle, an der ihr Mann verunglückt ist. Sie hat für sich Wege gefunden, mit der Trauer umzugehen, das Leben wieder neu zu genießen. „Das, was mir passiert ist, ist Tausenden anderen auch passiert“, sagt sie. Ihnen möchte sie Hoffnung machen.

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F OTO S : LOT H A R S C H E R E R

Vor vier Jahren hat sich innerhalb von


bis heute sehr getragen. Wir haben so viele Freunde auf der ganzen Welt. Wenn sie in Neuseeland aufhören zu beten, dann fangen sie in Österreich wieder an. Aber man merkt auch bald, dass das Leben der anderen sich An jenem Tag war das Wetter wunderschön. Hans wieder normalisiert. Nur mein Leben wird nie mehr so Peter sagte mir, dass er zum Jungfrauensteig hinaufge- sein, wie es einmal war. hen wolle. Gegen drei Uhr habe ich gedacht: Komisch, Ich habe mich nie zu Hause versteckt. Die Beerdigung dass er noch nicht zu Hause ist! Ich habe ihn ein paar war an einem Donnerstag und am Freitag bin ich einkauMal angerufen, aber er ging nicht ans Telefon. Wir hat- fen gegangen. Ich habe mir gedacht, ich mache es den ten verabredet, uns um fünf Uhr zu treffen. Doch er ist anderen leichter und gehe auf sie zu. Das ist das Beste, nicht gekommen. Vier seiner Bergrettungskameraden was du tun kannst – dem anderen zu zeigen, dass er ganz haben sich auf die Suche nach ihm gemacht. Ich habe in normal mit dir umgehen kann. Wenn du die ganze Zeit der Zwischenzeit meine Kinder alarmiert und gesagt, sie mit einem traurigen Gesicht herumläufst, dann bist du sollen nach Hause kommen. nicht besonders attraktiv und Menschen meiden dich. Gegen sieben Uhr habe ich leise Schritte vor der Tür Am meisten hat mir die Zeit allein in den Bergen gehört. Da habe ich gewusst: Da ist etwas Schreckliches geholfen. Ich bin jeden Tag unterwegs gewesen. Ich passiert! Die Freunde sind gar nicht reingekommen, musste einfach raus aus meinem Haus. Ich musste spüich musste ihnen entgegengeren: Ich bin nicht tot!, musste hen. Keiner hat etwas gesagt. mich bewegen. Immer wenn ich Es ist ein unbeschreiblicher unterwegs war, war mein Kopf Eins habe ich gelernt: Ich Moment, wenn du die Nachricht frei, ich dachte an nichts. Und bekommst, dass dein Mann verich nicht denke, erholt sich möchte nicht in der Vergan- wenn unglückt ist. Ein Teil von mir ist meine Seele. Das ist heute noch mit ihm gestorben. Es entstand genheit oder in der Zukunft so. Auf den Berggipfeln ließ ich eine unheimliche Leere in mir. viele Tränen, dachte über meine leben, sondern im Heute. Ich habe versucht, irgendetwas Situation nach und kam zu dem zu tun, und wusste eigentlich Schluss, dass Gott meine Situagar nicht, was. Die Nachricht tion im Griff hat. Ich kann nicht von seinem Unfall hat sich sehr tiefer fallen als in seine Hände. In der Gegenwart Gottes. schnell herumgesprochen. Innerhalb von einer Stunde hat sich Ihr Mann war ein beliebter Redner und Direktor des meine Küche gefüllt, alle sind „Tauernhofs“, der viele auf gekommen, um mir beizustehen. Gegen Mitternacht sind alle wieder gegangen. Da saß ich Jesus aufmerksam gemacht hat. Haben Sie sich je gefragt, warum Gott ihn hat sterben lassen? dann und dachte: Wie geht es jetzt weiter? Ich habe Hans Peters Armbanduhr und sein Handy Ich weiß, dass Gott keine Fehler macht. Warum Hans bekommen, die gefunden wurden. Die Uhr ist kurz vor Peter sterben musste, weiß ich nicht. Einer meiner Koneins stehen geblieben. Er war nur wenige Minuten in der dolenzbesucher war ein junger Mann, zu dem ich gesagt Luft. Obwohl viele Gleitschirmflieger oben gestartet habe: „Wenn nur einer durch den Tod von Hans Peter sind, hat keiner etwas gehört oder gesehen. Niemand zum Glauben kommt, hat es sich gelohnt!“ Zwei Jahre weiß, was wirklich passiert ist. später bekam ich eine E-Mail von ihm und er schrieb: „Es hat sich gelohnt!“ Er ist durch den Tod meines Wie konnten Sie dieses Ereignis verarbeiten? Was hat Mannes zum Glauben gekommen. Das war immer mein Ihnen geholfen? Gebet, dass durch seinen Tod noch mehr Menschen zum In einer Trauerzeit oder in der ersten Trauer kann dir Glauben kommen, als wenn er noch dreißig oder vierzig eigentlich niemand helfen. Du musst mit dem Verlust Jahre gelebt hätte. Ich bekomme immer noch E-Mails einer Liebesbeziehung, dem Fehlen der alltäglichen oder Briefe von Menschen, die sich für die Predigten Kommunikation und der inneren Einsamkeit allein fer- von Hans Peter bedanken und dadurch zum Glauben gefunden haben. Das ist immer sehr berührend, und es tigwerden. Die Anteilnahme meiner Freunde und Familie war zeigt mir, dass Gott mein Gebet erhört. Der Tod meines überwältigend und eine große Hilfe. Ich fühle mich Mannes war nicht sinnlos. Frau Royer, Ihr Mann, der bekannte Evangelist Hans Peter Royer, starb am 17. August 2013 bei einem Gleitschirmunfall. Können Sie kurz erzählen, was an diesem Tag geschehen ist?

IM JETZT.

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tiefer graben

Désirée Gudelius und Delia Holtus

ABER

GLAUBE

ohne Wenn und Aber?! „Bist du abergläubisch?“, fragt jemand. „Nein!“, antworten wir entrüstet. Abergläubisch klingt nach dumm und unreflektiert. Doch hinter vielen alltäglichen Handlungen steckt abergläubisches Denken.

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ndlich ist es so weit: Nach monatelangen intensiven Proben ist heute Abend Premiere! Ich (Désirée) bin nervös. Die Stimmung im Ensemble ist aufgekratzt. Alle wuseln hinter der Bühne hin und her, treffen die letzten Vorbereitungen. Vor lauter Aufregung habe ich den ganzen Tag kaum etwas gegessen. Für die zweieinhalb Stunden auf der Bühne brauche ich Energie! Schnell hole ich mir ein Brötchen aus der Kantine, beiße hinein und laufe dabei über die Bühne zurück zu meiner Kabine. Da ruft ein Kollege entsetzt: „Désirée, man darf nicht auf der Bühne essen! Das bringt Unglück!“ Das Brötchen bleibt mir fast im Hals stecken. Ich bin nicht abergläubisch – dennoch esse ich den Rest des Brötchens lieber in meiner Umkleide. Sicher ist sicher. Kurz bevor sich der Vorhang öffnet, stehen wir alle im Kreis und wünschen uns gegenseitig Glück. „Toi, toi, toi“, sagt die Erste zu mir, drückt mich und deutet dabei dreimal spucken über meine Schulter an. „Danke!“, sage ich. Wieder ein entsetzter Blick. „Man darf auf ,toi, toi, toi‘ nicht ,Danke‘ sagen! Das bringt Unglück!“, erklärt die Kollegin. Ich versuche, diese Negativprophezeiung zu ignorieren und mich auf die Premiere zu freuen. „Danke“ sage ich an diesem Abend trotzdem nicht mehr. Im Stillen bete ich zu Gott um eine gelingende Vorstellung. Dann geht es los. Ich vertanze mich im Laufe des Stücks dreimal – an Stellen, an denen es jeder bemerkt. Dabei lief die Generalprobe super! Aber sagt man nicht auch „Schlechte Generalprobe, guter Auftritt“? Vielleicht gilt dieses Prinzip ja auch andersherum! Ohne dass ich es will, muss ich nach dem Schlussapplaus an die beiden Unglücksprophezeiungen denken – und belächle mich gleichzeitig dafür. Das kann doch nicht an dem Biss ins Brötchen und dem Danke gelegen haben! Oder doch? Erschrocken stelle ich fest, wie leicht sich auch mir als überzeugter Christin ein kleines „Aber“ vor meinen Glauben drängeln möchte.

Dieses Erlebnis ist schon ein paar Jahre her, aber es ist mir in Erinnerung geblieben. Inzwischen konnte ich mir bewusst machen, dass auf meiner Lebensbühne nur Gott das Sagen hat – egal, wo ich esse und wann ich „Danke“ sage. Wo kommt Aberglaube her? Die Ursprünge des Aberglaubens finden sich ironischerweise oft in der Wissenschaft. Es liegt im Wesen des Menschen begründet, zu forschen und nach Wahrheit und Erkenntnis zu streben. Das ist der Ursprung aller Wissenschaften. Immer wenn Menschen etwas erforschen möchten, beobachten sie die Dinge und ziehen ihre eigenen Schlüsse daraus. Werden diese Schlüsse nun (scheinbar) bestätigt, indem sich eine Beobachtung wiederholt, brennt sich dieses Ereignis ins Gehirn ein. Beispiel: Wir sehen hundertmal eine schwarze Katze und nichts passiert, aber zweimal läuft danach etwas schief. Unser Hirn stellt unweigerlich einen Kausalzusammenhang her, weil wir uns in unserem Glaubenssatz bestätigt fühlen, obwohl er in 98 Fällen nicht bestätigt wurde. Motiviert von Aberglauben Fragt man einen überzeugten Christen: „Bist du abergläubisch?“, wird man sicherlich die Antwort bekommen: „Oh nein! Ich glaube an Gott – nicht an schwarze Katzen und vierblättrige Kleeblätter!“ Und doch versteckt sich abergläubisches Denken hinter so manchen scheinbar christlichen Handlungen. Viele Menschen sehnen sich nach Dingen, die sie aus eigener Kraft entweder gar nicht oder nur bedingt beeinflussen können. Schutz und Erfolg: In der Psychologie spricht man von „magischem Denken“, wenn „eine Person annimmt, dass ihre Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf ursächlich nicht verbundene Ereignisse nehmen, solche hervorrufen oder verhindern können“ (Wikipedia). Es geht also um das Herbeiführen von vermeintlichen Zusam-

menhängen. Manche Menschen beten vor Autofahrten zum Heiligen Christophorus, dem „Schutzpatron“ der Reisenden. Sie sagen: „Wenn ich dieses Gebet spreche, bleibe ich bewahrt.“ Andere sind der Meinung: „Wenn ich während der Examensprüfung mein goldenes Kreuz dabeihabe, werde ich erfolgreich sein.“ Das Ziel von magischem Denken ist es, Böses abzuwehren oder Gutes herbeizuführen. Erkenntnis: In diesem Fall will man etwas wissen, was die Zukunft betrifft. Zum Beispiel eine Antwort auf eine bestimmte Frage: „Soll ich diesen Weg gehen, diesen Beruf wählen, diese Person heiraten?“ Nun würden die wenigsten Christen einen Wahrsager konsultieren, aber es gibt auch subtilere Wege, eine Antwort zu bekommen – etwa, indem man wahllos die Bibel aufschlägt und den Vers, auf den der Blick als Erstes fällt, als Antwort nimmt. Zu Silvester gibt es den Brauch des „Bibelstechens“: Dabei wird mit dem Daumen seitlich die Bibel geöffnet und dann blind auf eine Stelle gezeigt. Was hier steht, soll Aufschluss über das kommende Jahr bringen. Auch das „Ziehen“ von Bibelversen in der Silvesternacht kann in diese Kategorie fallen – wenn die Verse als persönliche Vorhersagen für das kommende Jahr betrachtet werden. Besser ist es, sie als Zusagen zu sehen. Es ist gut, vor einer Autofahrt Gott um Bewahrung zu bitten. Es ist auch in Ordnung, ein Kreuz bei sich zu tragen, um sich an Gottes Gegenwart zu erinnern. Die Frage ist nur: Worauf verlasse ich mich? Vertraue ich Gott oder will ich durch bestimmte Handlungen etwas Bestimmtes bewirken? Um zu prüfen, wie es bei mir aussieht, kann ich mich fragen: Welche Gefühle löst es aus, wenn ich die Handlung versehentlich unterlassen oder den Gegenstand vergessen habe? Angst? Ein zwanghaftes Nachholen? Das sind Alarmzeichen! Bei abergläubischen Handlungen geht es darum, dass ich Gott dazu bringen will, das zu tun, was ich will. Es ist der Versuch, Gott zu manipulieren. Das funktioniert

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Körper & Seele

Ekkehard Kosiol

DIE ELTERN WUNDE Wie Verletzungen aus der Kindheit heilen können

Gott hat es so geschaffen, dass wir in Familien mit Vater, Mutter und oft auch Geschwistern aufwachsen. In der Familie sollen die körperlichen, emotionalen, intellektuellen und geistlichen Bedürfnisse der Kinder gestillt werden. Die Realität sieht leider oft anders aus.

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iele Eltern sind nicht in der Lage, ihre Kinder so zu versorgen, zu lieben und zu erziehen, dass diese sich gesund entwickeln. Das hat Auswirkungen auf die Seele der Kinder. Manche Kinder fühlen sich vom Vater verletzt, andere von der Mutter, andere von beiden Elternteilen. Wir haben eine „Elternwunde“, die unser Leben beeinflusst, wenn sie nicht heilen kann. Mein Vater lebte mit uns in der Familie, doch er hat viel gearbeitet, denn als Kriegsflüchtlinge mussten sich meine Eltern eine neue Existenz aufbauen. Er kam öfter betrunken nach Hause und war dann entweder aggressiv oder in melancholischer Stimmung und klagte uns Kindern sein Leid. Er war autoritär, wurde laut und ließ keine andere Meinung neben seiner gelten. Das löste bei mir aus, dass ich mich von meinem Vater ungeliebt fühlte. Ich reagierte mit Ablehnung und „verbannte“ ihn aus meinem Leben. Später stellte ich in meiner Ehe fest: Wenn meine Frau vehement ihre Meinung vertrat, machte ich zu – so, wie ich es früher bei den lautstarken Ausbrüchen meines Vater getan hatte.


Außerdem merkte ich: Im Kopf wusste ich zwar um Gottes Liebe, aber ich konnte diese Liebe in schwierigen Situationen nicht fühlen. Innerlich zweifelte ich, ob ich mich auf Gott wirklich verlassen konnte. Gott als Vater war für mich emotional nicht erfahrbar. Wie Wunden heilen Die „Elternwunde“ hat zwei Seiten. Es ist wichtig, diese voneinander zu unterscheiden. Die eine Seite ist das, was unsere Eltern gelebt haben: wo sie uns aktiv verletzt haben oder passiv etwas versäumt haben, was wir gebraucht hätten. Die andere Seite ist, wie wir mit den Gefühlen, die unsere Eltern in uns ausgelöst haben, umgegangen sind. Wir haben eigene, oft unbewusste Entscheidungen getroffen, wie wir mit Verletzungen umgehen, damit es nicht mehr so wehtut. Wenn die Wunden heilen sollen, ist es nötig, sich sowohl den Verletzungen als auch den eigenen Entscheidungen zu stellen. Es hilft nichts, wenn wir das Tun der Eltern relativieren: „Die konnten nicht anders. Die hatten es selbst schwer!“ Oder bagatellisieren: „Es war doch alles nicht so schlimm.“ Oder verdrängen: „Ich hatte eine glückliche Kindheit ohne Verletzungen.“ Es bringt uns aber auch nicht weiter, wenn wir nur das Handeln oder die Versäumnisse der Eltern ansehen, ohne unsere Reaktionen zu berücksichtigen. Ein erster Schritt zur Heilung ist, zu erkennen, was Sie verletzt hat – aus Ihrem ganz persönlichen subjektiven Blickwinkel. Damit verurteilen Sie Ihre Eltern nicht, sondern beschreiben einfach Ihr Erleben. Jesus hat gesagt: „Die Wahrheit wird euch frei machen“ ( Johannes 8,32). Es kann hilfreich sein, diesen Prozess mit einem Seelsorger anzugehen. Sehr wichtig ist, dass wir auch erkennen, welche Gefühle damit verbunden sind. Unsere Gefühle motivieren unsere Reaktionen und Entscheidungen. Wenn ich verunsichert bin, ziehe ich mich vielleicht zurück; wenn ich wütend bin, reagiere ich vielleicht aggressiv; wenn ich frustriert bin, esse ich vielleicht zu viel … Letztlich reagiere ich so, weil ich mit den Gefühlen nicht angemessen umgehen kann, die die Verletzung in mir ausgelöst hat. Wenn ich heute

eine andere Situation mit anderen Menschen erlebe, die dieselben Gefühle in mir auslöst, wiederhole ich die Reaktionsmuster meiner Kindheit. Wieder ist der Frust, die Wut, die Verunsicherung da – und mein Muster läuft ab. Mit Gefühlen angemessen umgehen Ihre Gefühle sind eine Folge des Erlebten. Sie dürfen Ihre Gefühle ausdrücken, damit sie anfangen zu heilen. Sie dürfen

Unsere Reaktionen

wurden im Laufe des

Lebens zu Gewohnheiten und haben maßgeblich unseren Charakter

geformt. Dafür waren

nicht andere verantwortlich, sondern wir selbst.

weinen, weil Sie traurig über einen Schmerz sind. Sie dürfen zornig über falsches Verhalten sein. Das sind Ausdrucksformen Ihrer Ebenbildlichkeit Gottes. Gott kann auch traurig oder zornig sein. In der Bibel lesen wir: „Als Jesus sah, wie sie weinte (…), war er im Innersten erregt und erschüttert. Er sagte: ‚Wo habt ihr ihn bestattet?‘ Sie antworteten ihm: ‚Herr, komm und sieh!‘ Da weinte Jesus“ ( Johannes 11,33–35). Es stellt sich die Frage, wie wir unsere Gefühle äußern. Manche Menschen drücken ihre Gefühle wieder und wieder aus, aber es ändert sich nichts. Unsere Reaktionen wurden im Laufe des Lebens zu Gewohnheiten und haben maßgeblich unseren Charakter geformt. Dafür waren nicht andere verantwortlich, sondern wir selbst. Wenn wir dies nicht beach-

ten, bleiben wir entweder in der Anklage oder in der Opferhaltung stecken. Wenn unsere Wunden heilen sollen und wir frei leben möchten, ist es notwendig, dass wir unsere eigenen Reaktionsmuster erkennen und die Verantwortung dafür übernehmen. Für mich bedeutete das, anzuerkennen, dass ich meinen Vater verurteilt und „aus meinem Leben geworfen“ habe. Da bin ich schuldig geworden. Außerdem hatte ich mir das Muster angewöhnt, in Konflikten „zuzumachen“ – ein Muster, unter dem etliche Jahre später meine Frau zu leiden hatte. Den Kreislauf durchbrechen Ich konnte das Verhalten meines Vaters nicht ungeschehen machen und auch nichts daran ändern. Aber ich konnte mein eigenes Verhalten ändern. Dazu waren drei Dinge hilfreich: Ich habe meinem Vater vergeben. Ich habe die Dinge, die mich verletzt haben, im Gebet ausgesprochen. Vieles zusammen mit meiner Frau, manches allein, manches in seelsorgerlichen Gesprächen. Ganz konkret: Alle Situationen, an die ich mich erinnern konnte. Was hat er getan? Was hat mich verletzt? Das war ein längerer Prozess, nicht ein einmaliges Gebet. Über Monate kamen immer wieder Erinnerungen und Gedanken hoch. Es kamen auch neue Situationen hinzu, da mein Vater zu dem Zeitpunkt noch lebte und mich weiterhin verletzte. Ich habe meine eigenen falschen Reaktionen bekannt und dafür um Vergebung gebeten. Auch das tat ich im Gebet. Außerdem schrieb ich meinem Vater einen Brief, in dem ich ihn um Vergebung bat und ihm erstmals in meinem Leben schrieb, dass ich ihn lieb habe. Ich übe neue Reaktionen ein. Das alte Wort „Buße“ fasst dies gut zusammen: Ich habe mein eigenes falsches Verhalten als Sünde erkannt und will mit Gottes Hilfe ein neues Verhalten einüben. Das neue Verhalten fällt mir nicht in den Schoß. Aber es ist möglich, etwas zu verändern und anders zu leben als früher. Es ist ein Prozess, und ich arbeite bis heute daran. Heilung hat Auswirkungen Viele Menschen berichten mir, dass Beziehungen wiederhergestellt wurden. Sie

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Auf den Spuren von

Lydia

Die Lebenswelt christlicher Frauen in Griechenland damals und heute

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis zum 31.01.2018

Leserreise nach Griechenland vom 6. bis 12. Mai 2018 Mit Chefredakteurin Ellen Nieswiodek-Martin

Die Purpurhändlerin Lydia gilt als erste Christin in Europa. Sie war die erste Frau auf dem europäischen Kontinent, die von dem Apostel Paulus getauft wurde. Lydia diente Gott mit ihrem offenen Herzen und ihrer Gastfreundschaft, setzte sich mit all ihren Möglichkeiten für die christliche Gemeinde ein und unterstützte die Missionsarbeit von Paulus. Bei der LYDIA-Leserreise begeben wir uns auf die Spuren dieser beeindruckenden Frau. Wir besuchen die Taufstelle von Lydia und erfahren Hintergründe über ihr Leben. Außerdem kommen wir in Kontakt mit vielen verschiedenen Frauen, die uns Einblick in den Alltag im heutigen Griechenland geben. Auf den Tagesausflügen im klimatisierten Reisebus lernen wir Griechenlands Landschaft und Kultur kennen. Ruinen längst vergangener Kulturen, weiß getünchte Fassaden, Wälder, Wie-

sen, Buchten und Klippen – verbringen Sie unvergessliche Urlaubstage und lernen Sie das Land kennen, von dem aus sich das Christentum in Europa ausbreitete.

Reisepreis pro Person im halben Doppelzimmer:

Eine ausführliche Reisebeschreibung inkl. Anmeldeformular erhalten Sie auf www.lydia.net und beim Lydia Verlag, Dillerberg 1, 35614 Asslar-Berghausen. E-Mail: reisen@lydia.net Tel.: 06443-6839 Reiseveranstalter: Lydia Verlag in Kooperation mit TOUR MIT SCHANZ, Sulzer Str. 118, 72218 Wildberg, Tel.: 07054-92650

Leserreise ab 20 Teilnehmern: 1340 Euro ab 35 Teilnehmern: reduziert sich der Preis auf 1145 Euro Einzelzimmerzuschlag: 140 Euro Der Reisepreis enthält Linienflüge, 6 Übernachtungen, Halbpension, Transfer zum Hotel und Flughafen, Eintrittsgelder, Ausflüge im klimatisierten Reisebus und Reiseleitung.

Highlights dieser Reise:

• Besichtigung kultureller Sehenswürdigkeiten in Thessaloniki, Philippi, Vergina und Veria • Besuch eines Frauenklosters mit Begegnungen • Schifffahrt im Ägäischen Meer entlang des Berges Athos • Besuch von Lydias Taufstelle in Kavala • Besuch einer evangelischen Gemeinde und der Frauenorganisation „Lydia“ in Thessaloniki • fakultativer Ausflug zu den Meteora-Klöstern mit Besuch einer Ikonenwerkstatt und Einblick in die Kunst der Ikonenmalerei

Lydia 04/2017 – 448909  

Sehnen Sie sich nach Leben voller Liebe und Sinn? Trauern Sie um eine Beziehung oder zerbrochene Träume? Gehen Sie durch eine finanzielle Kr...