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Persönlich. Echt. Lebensnah. D 12013 ISSN 0939-138X

3/2015 sfr 5,60  3,60 (A)

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Keine Macht den Sorgen

Von Kritik lernen, ohne verletzt zu sein

MEDIEN

Nicht ohne mein Smartphone

EHETHERAPIE

Hilfe in der Krise Larissa Murphy

Liebe

Wenn hält, was sie verspricht


Wegbegleiter Gott, mit dir auf dem Weg sein, mit dir als Begleiter, der mich sieht, der auf mich achtet, wohin ich gehe, wohin ich trete, damit ich aufgehoben bin. Bei dir ist Freude. Bei dir ist Vertrauen. Bei dir ist Leben. So kann ich fest stehen und meinen Weg getrรถstet weitergehen. INGRID V O N E I G E N

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Ganz persönlich Ellen Nieswiodek-Martin

Gott hat kostbare Gedanken über uns! Egal, ob unser Erbgut perfekt ist oder nicht.

Auf das Leben konzentrieren „Hast du eigentlich eine Nackenfaltenmessung machen lassen, als du mit den Zwillingen schwanger warst?“ Diese Frage einer Bekannten katapultierte mich zurück in eine Phase, in der mein Glaube, vorsichtig ausgedrückt, nicht besonders stark war: Als der Arzt mir sagte, dass ich Zwillinge bekomme, fühlte ich mich dieser Aufgabe auf keinen Fall gewachsen. Ich hatte ja schon drei lebhafte Kinder! Zweifel und Ängste dominierten meine Gedanken. Gott, wieso traust du ausgerechnet mir das zu? Zusätzlich wurde die Angst immer stärker, dass die Babys nicht gesund sein könnten. Dabei half mir auch mein Glaube nicht. Im Gegenteil, ich fürchtete mich davor, was Gott mir noch alles „zumuten“ könnte. Ich drängte auf eine Fruchtwasseruntersuchung. Zum Glück hatte ich einen erfahrenen Arzt, der sich die Zeit nahm, meinen Ängsten nachzugehen. „Was würden Sie denn tun, wenn eines der Kinder eine Behinderung hätte?“, fragte er mich. So weit hatte ich nicht gedacht. Ich hatte nur meine Angst vor Augen und wollte mich durch die Untersuchung beruhigen. Über Konsequenzen und möglicherweise auftauchende Fragen hatte ich nicht nachgedacht. Das Gespräch mit dem Arzt rüttelte mich wach. Ich beschloss, mein Vertrauen auf Gott zu setzen. Plötzlich konnte ich das wieder. Nun achtete ich darauf, mich zu schonen und die Babys möglichst lange im Bauch zu behalten. Ich konzentrierte mich auf das Leben statt auf die Angst, und merkte, dass ich nicht alleine war: Es gab viele Menschen, die mich unterstützten und für uns beteten. Die Forschung in der Medizin entwickelt sich ständig weiter. Mit den neuen Möglichkeiten steigen die Fragen und die Verunsi-

cherung. Vielfach dominiert Angst die Entscheidungen. Ich kann das nachvollziehen. Aber was würde Gott dazu sagen, dass wir versuchen, uns weitestgehend abzusichern? Dass wir entscheiden, ob ein Kind, das einen Chromosomendefekt oder eine Anomalie hat, leben darf ? Laut Statistiken werden knapp 90 Prozent der Kinder, bei denen vor der Geburt das Downsyndrom diagnostiziert wird, abgetrieben. Hier hat sich eine Haltung in der Gesellschaft ausgebreitet, die mich sorgt. Im Psalm 139, Verse 16 und 17, heißt es: „Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Lebens war in deinem Buch geschrieben. Jeder Augenblick stand fest, noch bevor der erste Tag begann. Wie kostbar sind deine Gedanken über mich, Gott! Es sind unendlich viele.“ Gott hat kostbare Gedanken über uns! Egal, ob unser Erbgut perfekt ist oder nicht. In dieser Ausgabe finden Sie ganz unterschiedliche Beispiele von Menschen, die gelernt haben, mit einem Handicap zu leben. Manche sind durch eine Krankheit oder einen Unfall beeinträchtigt. Manche wurden mit einer Behinderung geboren. Aber alle haben eines gemeinsam: Sie berichten davon, wie lebenswert das Leben ist. Nur eben anders als geplant. Sie erzählen, wie sie Gott erfahren und sich ihre Sicht auf die Dinge verändert hat. In der Redaktion waren wir sehr berührt von diesen ehrlichen Erzählungen und hoffen, es geht Ihnen ebenso. Ihre Ellen Nieswiodek-Martin

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{persönlich} 3 Ganz persönlich Auf das Leben konzentrieren Ellen Nieswiodek-Martin 20 Der Überfall – Philippa Smale 22 Mein „Gumpeneck“ Ich habe gelernt, meine Höhenangst mit Gottes Wort zu überwinden – Birgit Morbach 44 Besondere Kinder für besondere Eltern Vertrauen lernen, wenn Gott mich „enttäuscht“ – Stefanie Gonser 50 „Wir würden es wieder machen!“ – Interview mit Simone und Bernhard Guido 58 Hoffnung in der Dunkelheit Mary Brandt 64 Frauen weltweit: „Ich bin eine Kämpferin!“ 68 Meine Geschichte Kein Produkt meiner Vergangenheit Eva-Maria Admiral 72 Heilige heute Frauen wie wir • Kampf um Leben und Tod Andrea Großkopf • Fünfzehn Ärzte Annegret Müller • Das Geschenk der alten Dame Petra Hänig • Gebet im Krankenhaus Ellen Drescher mit Andrea Cervenka • Geschenkte Zeit Christine Raue

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Vier Schritte zu echter Vergebung

Zu Hause im Büro?

Wenn Liebe hält, was sie verspricht 6 Titelinterview mit Larissa Murphy T i t e l f o t o : L y d i a H a r t n e tt

{echt} 12 Eintagsfliegen Keine Macht den Sorgen – Roswitha Wurm 14 Keine Angst vorm Loslassen Wie ich lernte, Entscheidungen zu treffen – Lysa TerKeurst 17 Meine Meinung Welche Begegnungen hatten Sie mit Flüchtlingen? 25 Die Angst besiegen – Interview mit Dr. Caroline Leaf 47 „Wir haben alle mitgeweint“ – Tirza Schmidt 54 Reich beschenkt Was ich von meinen Söhnen mit Downsyndrom lerne – David Neufeld 61 Anderen sagen, wenn ich Hilfe brauche ... – Karin Mayr 66 Vier Schritte zu echter Vergebung – Joyce Meyer 81 Sag mal, ... Fragen an die Ehebrecherin 82 Nachgedacht Viel Platz am Tisch – Ute Paul 4

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Mein „Gumpeneck“


{inhalt}

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Hilfe in der Krise

Von Kritik lernen, ohne verletzt zu sein

{lebensnah} 18 Nachgefragt Konkurrenzkampf unter Schwestern Annemarie Pfeifer 26 Gott kreativ begegnen Mein Weg zum „Bible Art Journaling“ – Nicole Sturm 30 Zu Hause im Büro? Arbeiten im Homeoffice – Interview mit Dana Nowak, Simone Küffner und Elisabeth Büchle

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Nicht ohne mein Smartphone

34 Nicht ohne mein Smartphone Leben zwischen Whatsapp und Facebook – Heike Malisic 36 Hilfe in der Krise Ehe-Therapie: Verantwortung übernehmen und Grenzen setzen – Interview mit Vincent und Ella Naumann 39 Von Kritik lernen, ohne verletzt zu sein – Martina Kessler 42 Zwischendurchgedanken Das GVH-Virus Saskia Barthelmeß 43 LYDIA-Familientipp: Das Gebetsspiel – Antje Bernhardt

{service} 10 Für Sie gelesen 46 Liebe Leser 57 Schmunzeln mit LYDIA 62 LYDIA kreativ – Imke Johannson 76 Gut informiert. Neu inspiriert. 80 Leserbriefe 81 Impressum Lydia 03/2015

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LYDIA

Interview

Liebe mit Larissa Murphy

Liebe

Wenn hält, was sie verspricht Larissa und Ian waren jung und verliebt und planten ihre Hochzeit. Doch dann hatte Ian einen schweren Unfall und erlitt eine

traumatische Hirnverletzung. Als er aus dem Koma aufwacht,

kann er sich nicht mehr mitteilen. Im LYDIA-Interview erzählt

Larissa von dieser Zeit und warum sie Ian trotzdem geheiratet hat.

F o t o s : L y d i a H a r t n e tt

Als Sie die Nachricht von Ians Unfall hörten, waren Sie auf einer Feier. Können Sie diesen Moment beschreiben?

Ich war gerade auf einer Brautparty, als Ians Vater anrief. Ians Mutter war auch da und nahm den Anruf entgegen. Danach kam sie zu mir, legte mir die Hand auf die Schulter und sagte: „Larissa, wir müssen gehen. Ian hatte einen Autounfall. Er wird im Krankenhaus in Pittsburgh operiert.“ Wir hatten gerade ein Anbetungslied gesungen mit dem Refrain „Ich will dir vertrauen, was auch immer kommen mag; ich will deiner souveränen Gnade vertrauen.“ Das waren also die Worte, die in meinem Kopf herumgingen, als mich die Nachricht erreichte. Wir fuhren sofort los. Das Krankenhaus war etwa zwei Stunden entfernt. Auf der Fahrt zum Krankenhaus betete ich: „Gott, bitte lass es nicht das Gehirn sein!“

Aber das war eigentlich schon zu spät …

Ja, es stellte sich heraus, dass es genau das war. Ian wurde wegen einer massiven, traumatischen Hirnverletzung operiert. Als ich zu ihm durfte, lag er im Koma, die Ärzte machten uns wenig Hoffnung. Zwei Tage später zeigte sein Gehirn bei vier von fünf Tests keine Reaktion. Man legte uns nahe, ein Bestattungsinstitut zu kontaktieren und die Beerdigung zu planen. Aber wir hofften immer noch, dass Gott ihn heilen würde. In der Bibel hat Jesus viele Wunder getan, und er ist derselbe heute, gestern und in Ewigkeit. Ich habe in den ersten Tagen sehr viel gebetet. Die Gebete von anderen waren eine große Stütze für mich. Wir saßen an Ians Bett und ließen seine Lieblingsmusik laufen. Das ging nur zu bestimmten Zeiten. Die übrige Zeit saßen wir im Wartebereich der Intensivstation. Stunde um Stunde. Wir lebten praktisch dort und verließen das Krankenhaus so gut wie nie.

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Gott kreativ begegnen NICOLE STURM

Mein Weg zum „Bible Art Journaling“

Seit mittlerweile fast 20 Jahren gehe ich mit Gott durchs Leben. Das macht knapp 20 Jahre, in denen die Bibel eine Rolle in meinem Leben spielt. Mal war es eine Haupt-, mal eine Nebenrolle. Aber ganz gleich, ob ihre Rolle scheinbar groß oder eher klein war – sie hat mich immer begleitet.

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Fotos: Nicole Sturm

lles fing während eines Austauschjahres in den USA an. Meine Gastfamilie bestand aus Christen, die ihren Glauben im Alltag lebten. Das ließ mich hellhörig werden, weckte meine Neugier. Schließlich entschied ich mich ebenfalls, an Jesus zu glauben und in der Bibel zu lesen. Es war eine spannende, unbeschwerte Zeit, in der Gott und die Bibel ganz selbstverständlich zu meinem Leben dazugehörten. Ich schlug die Bibel auf, las ein paar Verse, pickte einen Gedanken heraus und schlug die Bibel wieder zu. Die Bibel wurde zu meinem neuen Wegbegleiter. Zurück in Deutschland, galt ich mit meinem neuen „Hobby“ schnell als Exot. Ich hatte das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen. Die Leichtigkeit im Umgang mit der Bibel verschwand, dafür fing ich an, meinen Glauben bewusst zu reflektieren. Er gewann dadurch an Tiefe. Die Bibel betrachtete ich in dieser Zeit als meinen Kompass.

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Vom Liebesbrief zum Lehrbuch Einige Monate später lernte ich Jugendliche kennen, für die die Bibel ganz normal zum Leben dazugehörte. Es tat mir gut, Zeit mit ihnen zu verbringen, denn ich fühlte

mich verstanden. Im Laufe der Zeit nahm ich aber eine unausgesprochene Botschaft wahr, die lautete: Ein „guter Christ“ liest täglich in der Bibel – und zwar mit System. Zwar las ich sehr regelmäßig in der Bibel, fast täglich, aber am System mangelte es mir. Also versuchte ich es. Ich las Bücher der Bibel konsequent von vorne nach hinten durch, was mir in der Tat ganz neue Erkenntnisse bescherte. Ich entdeckte die vielen Zusammenhänge zwischen Altem und Neuem Testament, füllte meinen Kopf mit Wissen. Es war eine gewinnbringende Zeit. Für die damals erarbeiteten Erkenntnisse bin ich noch heute dankbar. Gleichzeitig war es auch die Zeit, in der das Bibellesen immer mehr zum Krampf wurde. Mit einem Mal ging es mehr um Pflichterfüllung als um die Beziehung zu Gott. Aus dem Liebesbrief Gottes an mich war nach und nach eine Art Lehrbuch geworden, aus dem mein Verstand genährt wurde, aber immer weniger mein Herz. Während meines Theologiestudiums wechselten die Rollen, die die Bibel in meinem Leben spielte. Mal hatte ich nach Vorlesungsschluss genug davon. Es gab aber auch Zeiten, in denen ich täglich viel Zeit damit zubrachte, in ihr zu lesen und mit Gott über das Gelesene zu sprechen.


Meinen eigenen Zugang finden Als ich nach dem Studium mit Kindern und Jugendlichen in einem sozialen Brennpunkt arbeitete, hatte ich zum ersten Mal eine Wohnung ganz für mich allein. Ich genoss den Luxus, beim Abwaschen laut Lobpreislieder singen zu können, ohne dass es jemanden störte. Im Wohnzimmer breitete ich mich mit Tee, Bibel, Papier und Stift aus. Diese Freiheit wirkte sich auf mein Verhältnis zur Bibel aus. Niemand verlangte in dieser Zeit ein bestimmtes Pensum an Lesezeit, und ich fand meinen eigenen Rhythmus. Ich las ganz ungezwungen, einfach für mich. Mal ein Buch am Stück, mal einen Psalm, mal entlang eines Themas. Die Bibel wurde wieder zu einer echten Kraftquelle und einem wertvollen Begleiter. Dann kam die Hochzeit, und ein Jahr später wurde ich Mutter. Viele der liebgewonnenen Freiheiten fielen weg. Die Nächte waren kurz, die Tage oft wenig vorhersehbar. Hinzu kamen Ehrenamt, eine kleine freiberufliche Tätigkeit, Freunde. Mein Tag hatte einfach zu wenig Stunden für all das, was anstand. Ich fing an, mich ins Bad zurückzuziehen, um wenigstens dort ein paar Minuten Ruhe zu haben – und ja, auch um in der Bibel zu lesen. Zu einem späteren Zeitpunkt kaufte ich mir dann das

Neue Testament als Hörfassung auf MP3, sodass ich beim Joggen oder Abwaschen die Bibel hören konnte. Ich versuchte, die Bibel in meinen Alltag zu integrieren. Es war schwer für mich, zu akzeptieren, dass das Konzept „Lies jeden Tag so und so lange Bibel, und zwar möglichst um die und die Uhrzeit“ einfach nicht zu mir und meinem Leben passte. Die Bibel trat immer mehr in den Hintergrund. Nicht, weil sie mir nichts mehr bedeutete, sondern weil ich erkannte, dass ich den Anspruch mancher Mitchristen nicht leben konnte, und ich verzweifelte daran. Bibelseiten kreativ gestalten Mittlerweile geht unsere Tochter in die Schule. Da ich selbstständig von zu Hause aus arbeite, könnte ich somit wieder zum planvollen, regelmäßigen Bibellesen mit System zurückkehren. Aber ich tue es nicht. Warum? Weil ich erkannt habe, dass mein Perfektionismus und mein innerer Richter sogleich zur Stelle sind, sobald ich einen Tag auslasse oder den Text nur überfliege. Sie verleiden mir das, was ich doch eigentlich liebe. Ich möchte meinen Glauben nicht durch eine mehr oder weniger perfekt abgearbeitete Bibellese-To-do-Liste definieren lassen. Durch diese Entscheidung ist

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Ehe Interview mit Vincent und Ella Naumann:

Krise

Hilfe in der

Ehe-Therapie: Verantwortung übernehmen und Grenzen setzen

Ella und Vincent waren mit großen Erwartungen und viel Idealismus in die Ehe gegangen. Gerade war das dritte Kind geboren, als Vincent mit einem Burn-out in die Klinik kam. Während der Therapie geriet sein Leben aus den Fugen …

Vincent beschreibt seine Gefühle in dieser Zeit so: „Negative Gefühlsstrudel nahmen mich mehr und mehr gefangen und zogen mich abwärts. Ich hatte keine Lebensperspektive mehr und war schlicht am Ende. In diesen Depressionssümpfen gediehen meine täglichen Suizidsehnsüchte prächtig. Mein eigenes Ende war mir beständig vor Augen. Es war für mich unbegreiflich, warum Gott diese Situation zugelassen hatte. Schließlich war ich Christ. Ich hatte eine Beziehung zu Gott! Ich flehte ihn an, mir zu helfen, doch Gott schien irgendwie ,abgetaucht‘ zu sein. Das ließ mich völlig verzweifeln. Ich war maßlos enttäuscht von ihm. Und das weckte Rachegelüste in mir. Ich wollte Gott zeigen, wie lieblos er sei, und richtete meine zerstörerische Energie auf meine engsten Beziehungen – in erster Linie auf meine Frau. Ich wollte zerstören, weil ich zerstört war. Deshalb tat ich das, was Beziehungen

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am meisten schadet: In vollem Bewusstsein der Konsequenzen schlief ich mit einer anderen Frau.“ Ella schildert ihre Sicht so: „Als wir heirateten, war Vincent 20 und ich 22 Jahre alt. Wir haben uns über das Internet kennengelernt und kannten uns zum Zeitpunkt der Hochzeit fast ein Jahr, wenn man die ersten Online-Kontakte mitzählt. Und wir liebten uns! Vincent hatte gerade seine Ausbildung zum Bürokaufmann abgeschlossen. Ich steckte noch mitten in meinem Lehramtsstudium. Wir zogen in das große Haus meiner Eltern, da wir keine eigenen Geldreserven hatten. Nach fast zwei Jahren kam unser Sohn Lucas zur Welt, zwei Jahre später unsere Tochter Sarah und weitere drei Jahre später unser drittes Kind, Jonas. Für mich war das Leben wunderschön. Doch dann ging die Bombe hoch: Wenige Wochen nach Jonas’ Geburt kam Vincent mit einer Erschöpfungsdepression in die Klinik. Einige Wochen später sagte er mir, dass er mich und die Kinder verlassen wollte. Ich fühlte mich betrogen, ohnmächtig und verhöhnt. Ich liebte ihn all die Jahre, war ihm treu, war ihm eine gute Ehefrau – ich konnte es nicht fassen! Noch nie in meinem Leben ging es mir so schlecht. In blindem Schmerz suchte ich verzweifelt

nach einer Lösung. Ich kontaktierte Seelsorger und las Bücher. Ich erfüllte Vincent aus eigener Initiative einen seiner innigsten Wünsche: aus dem Haus meiner Eltern auszuziehen. Ich kämpfte wie eine Löwin um unsere Beziehung.“ Vincent, Ihre Frau hat dann einen Termin beim Paartherapeuten vereinbart. Wie war das erste Gespräch?

Vincent: Anfangs war ich nur widerwillig und halbherzig dabei. Ich war nur mitgekommen, weil ich den Therapeuten bereits kannte und mochte. Es war für mich sehr anstrengend, vor einem anderen Menschen gemeinsam mit meiner Frau über uns und unsere Probleme zu reden. In den Sitzungen kam vieles ans Licht, was ich gar nicht im Licht sehen wollte. Meine eigene Haltung wurde deutlich und wurde im Beisein meiner Frau offen angesprochen. Das tat richtig weh. Ella, Sie hatten die Termine für die Paartherapie vereinbart, waren die Aktive und wollten die Ehe retten …

Ella: Ich fühlte mich als Opfer. Wie kann man einer Frau, die gerade ein Baby bekommen hat, so etwas antun? Ich dachte, ich geh dahin und erzähle, wie Vincent unsere Beziehung zerstört. Er war krankgeschrieben, aber statt mir mit den Kindern zu hel-


fen, lag er die ganze Woche auf dem Sofa und spielte mit seinem Handy. Der Therapeut hat sich das angehört und erst mal geschwiegen. Dann sagte er: „Ella, wie lange muss man auf deiner Seele herumtrampeln, bis du lernst, Grenzen zu setzen?“ Das war für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Vincent: Auf dem Rückweg hat Ella geweint. Sie war sauer, enttäuscht und verletzt. Ich habe sie nicht getröstet, sondern sie weinen lassen. Ella: Das war hart. Ich wollte doch beschützt, getröstet und geliebt werden! Aber nur so konnte ich lernen, für mich selbst Verantwortung zu übernehmen. Wie sind Sie damit umgegangen?

Ella: Mir war klar, dass ich an mir arbeiten musste. Ich habe mir mehrere Bücher bestellt, die mir geholfen haben, Grenzen zu setzen, um auf mich aufzupassen. Ich wollte geachtet werden, weil ich es wert bin, weil Gott mich liebt. Der Therapeut hatte gesagt: „Ella, ich sehe keine Wut, keinen Zorn bei dir, nur Liebe. Was muss er denn noch alles tun, damit du wütend wirst?“ Ich dachte, wenn ich wütend werde und Grenzen setze, dann verlässt er mich sowieso! Ich hatte Angst, mit den Kindern allein zu bleiben. Schließlich beschloss ich: Ich probier´s!

Haben Sie ein Beispiel?

Ella: An eine Situation erinnere ich mich noch ganz genau. Es war das erste Mal, dass ich Grenzen gesetzt habe. Wir waren gerade in die neue Wohnung gezogen und ich war dabei, Kisten auszupacken, als er anrief und sagte: „Ich bin wieder in der Klinik. Kannst du mir Kleidung bringen?“ Er sprach davon, dass er mindestens zwei Wochen bleiben würde, weil er wieder Selbstmordgedanken gehabt hätte. Ich antwortete: „Weißt du was, Vincent? Du hast mich mit den Kindern sitzenlassen und willst jetzt, dass ich zu dir komme und dir frische Sachen bringe? Sag mal, für wen hältst du mich überhaupt?“ Ich kam dann zwei Tage später und blieb nur ganz kurz. Aus den zwei Wochen, die er in der Klinik bleiben wollte, wurden auf einmal fünf Tage. Es war das erste Mal, dass Vincent drei Tage dieselbe Unterwäsche und dieselben Socken trug …

Du kannst mich nicht unten mit einem Lächeln empfangen und, wenn du mit Ella redest, so mies drauf sein. Jetzt reiß dich mal zusammen und kämpfe! Ich denke, du bist nicht wirklich depressiv. Du hast depressive Gefühle und steigerst dich da rein, aber du hast keine Depression.“ Vincent, was haben Sie gedacht, als er das sagte?

Vincent: Seine Worte taten mir weh, aber zugleich tat es mir gut, dass er mir diesen Spiegel vor Augen hielt. Und er hatte recht: Immer wenn es um unsere Zukunft ging, war ich niedergeschlagen. Er hat mir viele Dinge gesagt, die ich nicht hören wollte. Aber es war wichtig. Eine andere Sache war das mit der Opferrolle. Ich fühlte mich immer als Opfer. Es war ein wichtiger Schritt zu sagen: „Ich bin erwachsen. Ich trage Verantwortung.“

Wie ging es weiter?

Können Sie das näher erklären?

Ella: Einmal hatten wir wieder einen Termin bei dem Therapeuten. Ich war schon hochgegangen, während Vincent sich unten mit ihm unterhalten hat. Ihm schien es gut zu gehen, sie scherzten zusammen. Als die beiden dann hochkamen, war Vincent wieder traurig und sagte: „Ich gehe.“ Der Therapeut sagte: „Nein, du gehst nicht.

Vincent: Wenn ich etwas tue, muss ich die Konsequenzen tragen. Das ist das Prinzip von Saat und Ernte. Ein Satz, den unser Therapeut am Anfang ganz oft zu mir gesagt hat, war: „Vincent, das Leben ist keine Spielwiese. Du kannst nicht nur tun, wozu du Lust hast. Du kannst nicht nur nach deinen Gefühlen entscheiden. Du hast Verantwortung gegenüber deiner Familie.“ Es war sicher nicht leicht, so etwas zu hören …

Vincent: Nein. Aber der Therapeut hat das in einem wertschätzenden Ton gesagt, dadurch konnte ich es annehmen. Ich habe mich nicht wie ein Held gefühlt, aber in mir hat es klick gemacht. Ich habe gemerkt: Ich habe viel Schönes gewollt, ohne mich selbst dafür einzubringen. Ich sah ein, dass ich nicht nur nach meinen Gefühlen entscheiden sollte, sondern nach dem, was gut und richtig ist und was gute Früchte bringen kann. Aber der Therapeut hat auch Ella aufs Korn genommen, nicht nur mich. Er sprach ihre CoAbhängigkeit an; ihr großes Liebesloch, das ich gar nicht füllen kann. Er sagte ihr, dass ich nicht dafür geschaffen bin,

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Leben mit Handicap

S T E FA N I E G O N S E R

Besondere

Kinder für besondere

Eltern

Vertrauen lernen, wenn Gott mich „enttäuscht“

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ch war schon immer ein sehr ängstlicher Mensch. Obwohl einer der häufigsten Sätze der Bibel lautet „Fürchte dich nicht!“, hatte ich Angst vor vielem, unter anderem auch vor Gott. Was, wenn Gottes Plan Schlimmes bereithielt oder er womöglich zornig auf mich war und mich deshalb bestrafte? Immer wieder plagten mich diese Ängste. Dann wurde ich plötzlich schwanger und alles veränderte sich. Ich finde es im Nachhinein so erstaunlich, wie Gott mein Leben zuerst in Trümmer zerlegt hat, um mich ein Stück weit zu heilen … Eine beunruhigende Diagnose Im dritten Monat meiner Schwangerschaft wurde ich gefragt, ob ich per Ultraschall eine Messung der sogenannten Nackenfalte des Babys vornehmen wolle. Anhand der Dicke dieser Wasseransammlung im Genick des Embryos kann man ableiten, ob das Kind wahrscheinlich behindert sein wird oder nicht. Ich habe damals sofort Nein gesagt, und auch mein Mann war einverstanden. Wir wollten das alles nicht wissen und uns überraschen lassen. Bei meiner ängstlichen Veranlagung war mir klar, dass das das Beste war. Doch Gott hatte andere Pläne. In der folgenden Nacht fing ich an zu erbrechen. Jede halbe Stunde überfiel es mich, und wir riefen in den Morgenstunden meine Frauenärztin an, die mich sofort ins Krankenhaus schickte. Dort angekommen, wurde per Ultraschall nach dem Embryo geschaut. Der Arzt bestätigte mir, dass das Herz schlagen würde, doch er sah mich betreten an und sprach von einer sehr großen Wasseransammlung im Genick des Kindes. Schnell wurde der Chefarzt gerufen, der mir dann eröffnete, dass die Nackenfalte unseres Kindes viel zu groß sei, nämlich 4 Millimeter (bis 1,5 Millimeter wäre in Ordnung gewesen), und damit eine Behinderung sehr wahrscheinlich sei. Der Chefarzt beschloss, dass er sofort eine Mutterkuchenpunktion vornehmen würde. Ich fragte vorsichtig, was wäre, wenn es behindert sei. „Dann machen wir einen Abort!“ Zack! Das saß. Verzweifelt meinte ich, dass ich das aber nicht wolle. Ich könne mein Kind doch nicht umbringen! Ich blieb dabei, dass ich weder einen Abbruch noch die Punktion machen lassen würde. Die Warum-Fragen kommen In meinem Zimmer angekommen, brach dann alles über mir zusammen. Warum nur, Gott? Warum nur? Ich war so enttäuscht und wütend. Wie konnte er mir und dem Baby nur so etwas Schreckliches zumuten? Ich sagte ihm im Zorn meiner Enttäuschung, dass ich ihn am liebsten loslassen würde, da ich mich anscheinend nicht auf ihn verlassen könne, aber dass ich das nicht tun

würde, da er das Einzige sei, das mir bliebe. Ohne ihn wäre ich ganz und gar verlassen. Eine Woche später hatte ich einen Termin zum Ultraschall. In dieser Woche rang ich mit Gott. WARUM, war meine große Frage, auf die ich keine Antwort erhielt. Wollte Gott mich strafen? Aber das Baby konnte doch nichts dafür! Ich betete wie eine Verrückte, dass die Nackenfalte ein Messfehler sei und bei meinem Termin in der Praxis festgestellt werden würde, dass alles in Ordnung sei. Voller Angst und Hoffnung gingen mein Mann und ich zu diesem Termin. Doch dort wurde festgestellt, dass die Nackenfalte sogar noch auf 6 Millimeter gewachsen war. Die Ärztin teilte uns mit, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sei, dass das Kind noch im Mutterleib versterben oder sehr schwer behindert sein würde. Vertrauen lernen Wir vereinbarten mit dieser wirklich netten Ärztin, alle vier Wochen zum großen Ultraschall zu kommen. In dieser Zeit hörte ich eine Predigt, die mir einen wichtigen Anstoß gab. Es ging darum, dass wir vieles, was Gott tut, nicht verstehen können und dass wir auch fragen dürfen, warum er das tut. Aber dass wir beim Warum nicht stehen bleiben sollen. Wenn Gott uns darauf keine Antwort gibt, sollten wir seine Allmacht anerkennen und ihm vertrauen, dass er es trotz allem gut mit uns meint. Außerdem ging es darum, dass wir unseren Gefühlen nicht immer trauen können. Auch dann, wenn wir es nicht fühlen, sollten wir uns vom Verstand her sagen, dass Gott gut ist. Das stimmte mich sehr nachdenklich. Also sagte ich zu Gott: „Du hast mir versprochen, für mich zu sorgen und es gut mit mir zu meinen. Ich verlasse mich auf dich! Du wirst mich nicht enttäuschen, egal, wie das hier ausgeht!“ Ich kann nicht mehr genau sagen, wann, ich denke, es kam eher schleichend, aber es trat tatsächlich Ruhe in mir ein. Gott schenkte mir eine große Gelassenheit, die nicht natürlich war. Ich kam zu der festen Überzeugung, dass Gott einen guten Plan für uns hatte. Und wenn dieser Plan ein behindertes Kind beinhaltete, würde er uns mit allem versorgen, was wir dazu brauchten.

Gott forderte mich auf, alles loszulassen, und als ich losließ, fand ich die totale Zuversicht.

Geborgen in den Stürmen Gott forderte mich auf, alles loszulassen, und als ich losließ, fand ich die totale Zuversicht. Um mich herum herrschte Aufregung. Unsere Familien machten sich große Sorgen.

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MARY BRANDT

HOFFNUNG

in der

Dunkelheit

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Durch eine Augenkrankheit kann Mary Brandt nur Umrisse und Schatten sehen. Als sie sich bei der Hausarbeit am Auge schwer verletzt, bricht sie voller Schmerz und Panik zusammen. Aber dann passiert etwas, das ihr neue Kraft gibt. Ohne etwas erkennen zu können, wagt sie alleine den Weg zum Augenarzt.

I

ch leide unter Retinitis pigmentosa (RP), einer Form der Netzhautdegeneration, bei der die Photorezeptoren zerstört werden und sich das Gesichtsfeld immer mehr verengt – der sogenannte Tunnelblick. Ich sehe nur verschwommene Umrisse. Ich bin immer der Überzeugung gewesen, dass Gott uns nur so viel zumutet, wie wir ertragen können. Ich weiß: Er hat uns einen Geist und einen Verstand gegeben, um Durchhaltevermögen zu trainieren und um uns zu helfen, einen Ausweg aus unseren Schwierigkeiten zu finden. Und ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es eines Tages eine Behandlungsmöglichkeit für RP geben wird. Gefangen im Schmerz Mein letzter Rückschlag ist allerdings noch nicht lange her. Es war der Tag nach meinem Geburtstag. Ich begann meine Wohnung zu putzen und beugte mich nach vorn, um einen Hocker beiseitezuschieben. Dabei traf mein linkes Auge gegen die Ecke einer Glastür. Es passierte im Bruchteil einer Sekunde. Ich spürte einen stechenden Schmerz, dann strömten Tränen über mein Gesicht. Oder war es Blut? Ich war mir nicht sicher. Ich sah nur Dunkelheit. Außer mir vor Schreck und Schmerz, drehte ich mich hin und her, konnte aber den rasenden Schmerzen nicht entkommen. Da hörte ich eine Stimme aus dem Radio. Ich hatte es angeschaltet, als ich mit dem Putzen begonnen hatte. Ich hörte meinen Namen. Es nahm mir fast den Atem. Ich ließ mich auf das Sofa sinken und hörte zu, gab mir Zeit, mich zu beruhigen. Jemand

hatte sich für mich das Lied „Gott segne dich“ gewünscht. Das ganze Lied über blieb ich auf dem Sofa sitzen. Während mir die Tränen über das Gesicht strömten, hörte ich zu. Ich traute meinen Ohren nicht, als ich der letzten Strophe lauschte. Ich hatte dieses Lied von Martin und Jennifer Pepper schon oft gehört, aber die Worte der letzten Strophe nie bewusst wahrgenommen. Perfektes Timing Die Person, die das Lied für mich gewünscht hatte, konnte nicht wissen, dass ich genau in diesem Moment einen Unfall haben würde. Was für ein unglaubliches Timing! Der Text geht so: Manchmal ist die Hand vor unseren Augen gar nicht mehr zu sehen, und wir hoffen nur noch, dieses Dunkel irgendwie zu überstehen. Doch kein Schatten, den wir spüren, kann das Licht in uns zerstören. Gott segne dich, behüte dich, erfülle dich mit Geist und Licht, Gott segne dich. Erhebe dich und fürchte nichts, denn du lebst vor seinem Angesicht. Gott segne dich!* Das war genug. Ich erhob mich von meinem Sofa! Mit diesen Liedzeilen im Kopf holte ich meinen langen weißen Blindentaststock und machte mich auf den Weg – zu meinem Augenarzt. Glücklicherweise hatte ich Orientierungstraining gehabt.

Ich kannte mich in meiner Umgebung aus, wenigstens in meiner unmittelbaren Nachbarschaft. Auch hatte ich den Weg zu einigen wichtigen Orten in der Stadt gelernt, zum Beispiel zur Post und zum Bahnhof. Für einen blinden Menschen ist es viel schwieriger als für eine sehende Person, einen einzigen falschen Schritt zu korrigieren. Daher ist es besonders wichtig, unter Stress ruhig und konzentriert zu bleiben. Mir ist der Weg vertraut zu der Straße, in der sich die Augenarztpraxis befindet. Doch bevor ich diese erreichte, musste ich einige Hindernisse überwinden. Obwohl ich starke Schmerzen hatte, musste ich mich auf den Weg konzentrieren. Besondere Orientierung Mein Weg zum Arzt ist ein Beispiel für einen Weg, den ich auswendig gelernt habe: Ich gehe die Einfahrt meines Hauses hinunter und biege dann links ab. Wenn ich den Ahornbaum erreiche, gehe ich noch drei Schritte, dann wende ich mich nach rechts und überquere zwei Zebrastreifen. Dann muss ich gut aufpassen, dass ich im Park den richtigen Weg nehme, der mich zur Stadtmauer bringt, denn die Wege zweigen in verschiedene Richtungen ab. Anschließend kommt eine kurze Strecke durch „Niemandsland“ – ich gehe an einigen wild wachsenden Büschen vorbei. Zum Glück ist dieses Stück nur kurz. Nach etwa zwanzig Schritten erreiche ich das Gelände einer Schule. Ab hier laufe ich einen schmalen Pfad entlang, der auf beiden Seiten von hohen Bäumen gesäumt wird. Für eine sehende Person ein schöner Spaziergang – für mich ein Abenteuer. Nun gibt es noch eine letzte Hürde, die ich nehmen muss: ein großer, offener Platz. Das ist eine echte Herausforderung, weil es keinerlei Orientierungshilfen gibt, wie zum Beispiel einen Bordstein, an dem ich mich entlangtasten könnte. Hier angekommen, drehe ich eine Rechtskurve und stehe

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D 1 2 0 1 3 / Post ver triebsstück/Gebühr bezahlt/Lydia Verlag/Ger th Medien GmbH/Dillerberg 1/D -35614 Asslar-Berghausen

Mit Liebe bekommen die Tage Tiefe. Mit Liebe rette ich den einzelnen Tag aus dem tosenden hektischen Meer. TITUS MÜLLER

A u s : "G lü c k

h at ta u s e n d

Farben" (adeo Verlag)

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Lydia 03/2015 - 448900  

Sehnen Sie sich nach Leben voller Liebe und Sinn? Trauern Sie um eine Beziehung oder zerbrochene Träume? Gehen Sie durch eine finanzielle Kr...

Lydia 03/2015 - 448900  

Sehnen Sie sich nach Leben voller Liebe und Sinn? Trauern Sie um eine Beziehung oder zerbrochene Träume? Gehen Sie durch eine finanzielle Kr...