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Das Magazin des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt

DAS HERZ

Unser Hochleistungsorgan

6 TIPPS BEI DARMBESCHWERDEN DAUERTHEMA BANDSCHEIBE

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MAI 2019

Medizin& Menschen


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S O M S O K MIKRO KLINIK BAVARIA Versorgung und Deckung der täglichen Bedürfnisse, Verwaltung und Organisation, Instandhaltung von Gebäuden und Infrastruktur, Gewährleistung der Sicherheit, medizinische Versorgung, Bildung und Information, kulturelle Angebote und Unterhaltung – die Liste der Aufgaben und Funktionen einer Stadt oder Gemeinde ihren Einwohnern gegenüber ließe sich noch beliebig fortsetzen. Ähnliches gilt für die Klinik Bavaria. Von Arzt bis Therapeut, von Anlagenmechaniker bis Zimmermann: Ungefähr 50 verschiedene Berufe sind gegenwärtig in der Klinik Bavaria vertreten und tragen Sorge dafür, dass der Klinikbetrieb reibungslos ablaufen kann. Und dieser ist eben nicht beschränkt auf das medizinische Fachpersonal, also Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte. Schließlich wollen die Rehabilitanden auch essen, in einem ansprechenden Gebäude untergebracht sein, das instand gehalten werden will. Gemein ist all jenen Berufsbildern: Jene Rollen werden erst durch die Menschen, die sie ausführen, mit Leben erfüllt. Wertschätzung und gegenseitiger Respekt prägen den Umgang im Unternehmen, die Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen und zugleich einbringen können. Wer sich über die genaueren Bedingungen der Einbürgerung in unsere Einwohnerschaft informieren möchte, der ist hierzu jederzeit herzlich eingeladen.

Klinik Bavaria Bad Kissingen | Von-der-Tann-Straße 18 – 22 | 97688 Bad Kissingen

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Infos per Whatsapp

0170 7461945 oder karriere.klinikbavaria.de


Editorial

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

Editorial .................................................................. 3

Medizin & Menschen, so lautet der Titel dieses Magazins. Beides hängt eng zusammen. Medizin ohne Menschen, das geht nicht. Sie ist von Menschen für Menschen und damit alles funktioniert, gehört noch eine Menge Drumherum dazu. Um den Motor des Lebens und die Möglichkeiten dessen Behandlung im Leopoldina geht es in unserem Artikel über das Herz ab S. 4. Über die Arbeit in der Abteilung für Strahlentherapie berichtet der Artikel auf S. 8. Wie stark die Therapie vom einzelnen Patienten abhängen kann, erklären wie Ihnen in unserem Artikel „Dauerthema Bandscheibe“ (S. 12). Was man selbst alles tun kann, damit es dem Darm gutgeht, erfahren Sie auf S. 22 und was bei Nasenbluten die richtige Strategie ist auf S. 20. Menschen aus dem Leopoldina-Krankenhaus stellen wir Ihnen in unserem Portrait über Jochen Bienmüller (S. 18), der als Stationsleitung im Leopoldina-Krankenhaus arbeitet, und dem Bericht über die Praxisanleiterinnen (S. 14) vor, die sich um die praktische Ausbildung des pflegerischen Nachwuchses kümmert. Ebenfalls um die Ausbildung geht es im Artikel „Mehr aus Ausbildung machen! (S. 24). Über einen weiteren Weg dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, berichten wir auf Seite 34 . Und dass zu einem funktionierenden Krankenhaus neben der Medizin noch mehr gehört, zeigt Ihnen unser Bericht über die Küche im Leopoldina (S. 26). Es geht um mehr als Medizin… um viel mehr! Denn immer geht es um Menschen. Menschen mit den unterschiedlichsten Lebenswegen und Erfahrungen, die alle auf ihre Weise dazu beitragen, dass das Leopoldina-Krankenhaus gut „funktioniert“. Medizin&Menschen wünscht Ihnen nun viel Vergnügen beim Lesen! Meinungen, Ideen und Vorschläge richten Sie bitte weiterhin an uk@leopoldina.de. „Medizin&Menschen“ können Sie auch bequem im kostenfreien Abo erhalten. Nutzen Sie dazu bitte uk@leopoldina.de oder die Antwortkarte zu unserem Gewinnspiel auf Seite 36.

TAG DER OFFENEN TÜR

21.07.

im Leopoldina-Krankenhaus und im Gesundheitspark Schweinfurt Erleben Sie am 21.07. von 11 bis 17 Uhr gemeinsam mit uns den Medizin-Campus Schweinfurt mit folgenden Highlights: • • • •

Medizin zum Anfassen Einblicke in den OP Kinderprogramm Große Tombola

Das Herz Unser Hochleistungsorgan...................................... 4 Weltweit einzigartig Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie arbeitet komplett digital.......................................... 8 Dauerthema Bandscheibe Eine klare Indikationsstellung als Schlüssel zu hoher Behandlungsqualität ............ 12 Praxisstart mit doppeltem Boden! Zusammenarbeit von Praxisanleitern und Lehrkräften der Schule für Pflegeberufe fördert erfolgreichen Start der Pflegeazubis ........................................... 14 SANO – Strukturierte Ambulante Nachsorge nach Schlaganfall Verbesserung der Versorgung von Schlaganfallpatienten nach Entlassung aus der Klinik ............ 16 Menschen im Leopoldina: Waidmanns Freuden Stationsleiter Jochen Bienmüller im Porträt ....... 18 Mythos oder Medizin: Die häufigsten Medizinmythen im Check Soll man bei Nasenbluten den Kopf zurücklehnen?........................................ 20 „Aus dem Bauch heraus…“ 6 Tipps bei Darmbeschwerden ............................. 22 Mehr aus Ausbildung machen! Die Schule für Pflegeberufe Schweinfurt–Haßfurt .. 24 Tischlein deck dich ................................................ 26 Videotutorials für Patienten und Interessierte www.orthopaedieratgeber.de ............................... 28 Pflegeausbildung ................................................. 30 Wir im Überblick .................................................. 32 Verstärkung aus Südost: Philippinische Pflegekräfte fürs Leo...................... 34 Ihre Meinung ist uns wichtig/Gewinnspiel .......... 36 Medizin für Kids Achtung durchgeblickt! Der Blick in den menschlichen Körper: Computertomografie........ 38 Regionale Raffinessen ......................................... 40 Der Gesundheitspark Schweinfurt...................... 42 Neurorehabilitation – Fragen und Antworten Der Reha City Park im Gesundheitspark .............. 44 Veranstaltungen .................................................... 46

… und viele Attraktionen mehr!

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Das Herz. Foto: Adobe Stock

Unser Hochleistungsorgan.

(Text: Stefan Pfister) PULMONALKLAPPE SINUSKNOTEN

TRIKUSPIDALKLAPPE

Aufbau des Herzens

Funktion des Herzens

Das Herz wird in eine linke und eine rechte Hälfte unterteilt. Es gliedert sich in zwei Herzkammern und zwei Vorhöfe. Zwischen beiden Herzhälften verläuft in Längsrichtung die Herzscheidewand, das so genannte Septum. Es trennt den rechten von dem linken Vorhof sowie die rechte von der linken Herzkammer.

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Vorhöfe und Kammern werden in horizontaler Richtung durch die sogenannten Segelklappen voneinander getrennt. Den Namen gibt ihnen ihre segelartige Struktur. Die rechte Klappe mit drei Segeln heißt Trikuspidalklappe. Die linke Klappe ist die Mitralklappe. Die Klappen funktionieren wie Rückschlagventile und sorgen so dafür, dass das Blut im Herzen nur in eine Richtung fließen kann.

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Das Herz ist durch seinen Aufbau optimal an seine Hauptaufgabe angepasst: Das Blut beständig durch den Körper zu pumpen und so die Versorgung der Organe mit Sauerstoff zu gewährleisten. Um die Pumpfunktion aufrecht zu erhalten, verfügt das Herz über ein kompliziertes Erregungsleitungssystem. Der elektrische Impuls, der zur Anspannung des Herzmuskels nötig ist, wird im Herzen selbst, im so genannten Sinusknoten, erzeugt.


In den rechten Vorhof münden die obere und die untere Hohlvene. Sie führen dem Herzen das „verbrauchte“, sauerstoffarme Blut aus dem Körperkreislauf zu. Vom rechten Vorhof gelangt das Blut in die rechte Herzkammer. Von dort fließt es über die Lungenschlagader in die Lunge. Am Übergang vom Herzen in die Lungenschlagader befindet sich eine taschenförmige Klappe, die sogenannte Pulmonalklappe, die den Blutrückfluss verhindert. Aus der Lunge fließt mit Sauerstoff frisch angereichertes Blut über die Lungenvenen in den linken Vorhof. Von hier aus gelangt es in die linke Herzkammer und wird über die Hauptschlagader (Aorta) wieder zu den Organen gepumpt. Am Ursprung der Aorta befindet sich eine weitere Taschenklappe, die Aortenklappe.

Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen einige Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten der Kardiologie vorstellen. Wir beginnen mit einem Verfahren, welches der Chefarzt der Medizinischen Klinik 1, Prof. Dr. med. Karl Mischke aus Aachen mit nach Schweinfurt gebracht hat und das seitdem erfolgreich im Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt durchgeführt wird.

Mini-Herzpumpe bei akuter Herzschwäche

mit Sauerstoff versorgen. Hat sich das Herz erholt, wird die Pumpe explantiert.

Herzkatheterintervention bzw. Untersuchung Mit einer Herzkatheter-Untersuchung können viele Erkrankungen des Herzens, der Herzklappen oder der -kranzgefäße auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden. Ein Herzkatheter ist ein feiner, biegsamer Kunststoffschlauch, der während der Untersuchung unter Röntgenkontrolle durch ein Blutgefäß bis zum Herzen vorgeschoben wird. Wir unterscheiden: Linksherz-Katheter und Koronarangiographie: Katheter Koronararterie

Unser Motor leistet Immenses, gleichzeitig bedarf es immer öfter der Hilfe durch Kardiologen

Plaque geschlossener Stent ausgedehnter Stent

komprimierter Plaque

Seit gut einem halben Jahr kommt die kleinste Herzpumpe der Welt im LeopoldinaKrankenhaus erfolgreich zum Einsatz. Die sogenannte Impella-Pumpe wird direkt in die linke Hauptkammer des Herzens eingesetzt. Dazu muss der Brustkorb nicht eröffnet werden, die Pumpe wird von der Leiste aus über die Arterie bis ins Herz vorgeschoben. Über ein Kabel erfolgt die Steuerung und Stromversorgung von außen. Sie hat nur einen Durchmesser von 4 Millimetern, kann aber bis zu 2,5 Liter Blut pro Minute transportieren. Sie saugt Blut aus der linken Hauptkammer des Herzens und transportiert es in die Hauptschlagader. Dadurch nimmt sie dem Herzen Arbeit ab, es wird entlastet und kann sich erholen. Zum Einsatz kommt der kleine Helfer bei Patienten mit akuter Herzschwäche. Dabei pumpt das Herz zu wenig Blut durch den Körper und kann ihn so nicht ausreichend

Ballon

verbesserter Blutfluss

Foto: Abiomed

Eines steht fest: Wir können ohne Herz nicht existieren. Was unser „Zentralorgan“ leistet, sprengt alle Rekorde. Das Herz zieht sich 60-70 mal pro Minute zusammen. Täglich kommt es auf 100.000 Schläge und presst dabei 10.000 Liter Blut bis in die feinsten Kapillargefäße unseres Körpers – ohne Pause oder Urlaub, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Unser Herz wird in tausenden Liedern besungen, unser Sprachgebrauch ist voller Redensarten, die sich auf das Herz beziehen. Leider vernachlässigen wir allzu oft unseren Motor. Stress und Hektik, kaum Zeit für ausreichend Ruhe und Bewegung und die allseits bekannten Ernährungssünden und Genussmittel belasten unser Herz. Es wird immer öfter krank. Gleichzeitig entwickeln Mediziner weltweit immer neue Therapien, um dem erkrankten Organ helfen zu können. Die Geschichte der Kardiologie ist eine beeindruckende Erfolgsstory. In den vergangenen 30 Jahren ist die Todesrate z. B. aufgrund von koronarer Herzkrankheit in den meisten west- und nordeuropäischen Ländern konstant gesunken. In Deutschland ist die Sterbeziffer bei akutem Herzinfarkt zwischen den Jahren 2000 und 2010 bei Frauen um 18,4 Prozent und bei Männern um 15,8 Prozent zurückgegangen. (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)

Foto: Adobe Stock

Blutfluss durch das Herz

Dieser Katheter wird über eine Arterie in der Leiste, Armbeuge oder im Handgelenk bis in die linke Herzkammer vorgeschoben. Durch Spritzen von Kontrastmittel lassen sich die linke Herzkammer, die Hauptschlagader (Aorta), der Blutfluss und die Funktion der Herzklappen beurteilen. Darüber hinaus kann Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße gespritzt werden, um nach möglichen Verengungen zu suchen. Bestätigt sich der Verdacht, kann die Engstelle direkt mit Hilfe eines Ballons an der Spitze des Katheters geweitet bzw. eine Gefäßstütze eingesetzt werden. Rechtsherz-Katheter: Dieser Katheter wird über eine Vene in der Leiste oder Armbeuge bis in die rechte Herzkammer und die Lungenschlagader vorgeschoben. Dabei kann beispielsweise der Druck in der rechten Herzkammer und der Lungenschlagader gemessen werden.

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Foto: vm.photodesign

Mit „Herzrhythmusstörung“ bezeichnet man eine Vielzahl von krankhaften Veränderungen der Erregungsbildung (Sinusknoten) und Erregungsausbreitung im Herzen. Zur Diagnostik kann neben dem bekannten EKG (Elektrokardiogramm) eine elektrophysio-

außen am Brustkorb aufgelegt oder in die Speiseröhre eingeführt. Die Ultraschallwellen werden von den verschiedenen Geweben des Herzens und von den Herzkammern zurückgeworfen und erzeugen auf einem Monitor Bilder. Die Bilder zeigen die Struktur des Herzens und ermöglichen es, die Herzkammern, die Herzklappen sowie die Stärke der Herzmuskulatur zu beurteilen. Darüber hinaus zeigen die Bilder Bewegungen des Herzen und geben Aufschluss zur Leistung des Herzens.

Herzohrverschluss Das Vorhofohr ist eine Tasche aus Muskelgewebe des linken Vorhofs und kann bei Vorhofflimmern die Quelle für Blutgerinnsel sein, die sich lösen, zum Gehirn wandern und dort einen Schlaganfall verursachen Foto: Klinikum Wels-Grieskirchen

Elektrophysiologie bei Herzrhythmusstörungen

Herzschrittmacher Herzschrittmacher sind kleine elektronische Geräte zur Implantation unter die Haut,

Echokardiographie

PFO-Verschluss

die über Drähte Kontakt zum Herzmuskel haben. Sie messen, ob das Herz im richtigen Tempo schlägt und geben bei einem zu langsamen Herzschlag elektrische Impulse ab, damit das Herz wieder schneller schlägt.

Der implantierbare Defibrillator (ICD) ist eine besondere Art von Herzschrittmacher, der bei lebensbedrohlichen schnellen Herzrhythmusstörungen (wie etwa Kammerflimmern) einen Elektroschock abgeben kann, um die Rhythmusstörung zu beheben.

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Das PFO (persistierendes Foramen ovale) ist ein kleines Loch zwischen den Vorkammern, das bei Geburt vorliegt. Bei den meisten Menschen verschließt es sich im Verlauf,

Defibrillator

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Foto: vm.photodesign

Die Echokardiographie, auch Herzecho genannt, ist eine der häufigsten Untersuchungen des Herzens. Verschiedenste Krankheitsbilder lassen sich dabei erkennen. Bei der Untersuchung wird ein Ultraschallkopf

Foto: Adobe Stock

logische Untersuchung (EPU) notwendig werden. Die Methode analysiert und misst elektrische Ströme (Reizleitung) im Herzen. Oft wird dabei Herzmuskelgewebe gezielt verödet (Katheterablation), um die Herzrhythmusstörung zu behandeln.

können. Mit einem Herzkatheter (Bildgebung durch Röntgen und Herzecho) kann ein Implantat zum Verschluss des Herzohres eingebracht werden, um die Bildung von Gerinnseln zu unterbinden. Bei Patienten, die blutverdünnende Medikamente nicht einnehmen dürfen, stellt der Herzohrverschluss eine Alternative dar.

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Implantat

Röntgendurchleuchtung bei PFO-Verschluss Ultraschallsonde in Speiseröhre, Implantat Herzkatheter

bei etwa jedem Fünften bleibt es aber offen. Insbesondere bei jungen Patienten kann dies zu einem Schlaganfall beitragen, wenn ein Blutgerinnsel aus den Beinvenen über dieses Loch in die linke Vorkammer und von dort schließlich bis ins Gehirn gelangt. Mittels Herzkatheter kann dieses Loch mit einem Implantat verschlossen werden, um einen erneuten Schlaganfall zu verhindern.


Foto: Adobe Stock

Mehr Tipps für ein gesundes Herz und fundierte Informationen zu weiteren kardiologischen Untersuchungen finden Sie jederzeit kostenfrei bei der Deutschen Herzstiftung unter www.herzstiftung.de

Medizinische Klinik 1 Kardiologie, Nephrologie, Pneumologie, Interventionelle Angiologie und Internistische Intensivmedizin Chefarzt: Prof. Dr. med. Karl Mischke Foto: vm-photodesign

Telefon 09721 720-2487 Fax 09721 720-2983 E-Mail: med1@leopoldina.de

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Chefarzt PD Dr. Reinhart Sweeney, umringt von den wichtigen Berufsgruppen in der Strahlentherapie, Dr. Rainer Klement (Medzinphysikexperte, für Technik und Planung zuständig), außen stehend: Frau Alla Sverdlova und René Kretzer (Medizinisch-technische Radiologie-Assistenten, für Gerätebedienung/Patientenbetreuung am Linearbeschleuniger der neuesten Generation zuständig).

Weltweit einzigartig.

(Text + Foto: Stefan Pfister)

Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie arbeitet komplett digital. Bei zahlreichen Krebserkrankungen kommt die Strahlentherapie zum Einsatz. Besonders häufig bei Brustkrebs, bei Tumoren im Enddarm und in der Prostata, aber auch bei chronischen Entzündungen. Neben einer Operation und Chemotherapie ist sie die tragende Säule der Tumortherapie.

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An der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Leopoldina-Krankenhaus werden jährlich rund 1.000 Patienten mit modernsten Geräten und den fortschrittlichsten Techniken behandelt. Das Herzstück dabei sind zwei große Linearbeschleuniger, die Tumorzellen millimeterge-

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nau mit Photonen bestrahlen können. Die Klinik bietet darüber hinaus eine Besonderheit, die kaum bekannt ist, in dieser Form jedoch weltweit einzigartig: „Wir arbeiten komplett digital, mit einer elektronischen Krankenakte“, erklärt Chefarzt PD Dr. med. Reinhart Sweeney. Die Papierakte


gehört schon seit 2015 der Vergangenheit an. „Dies ist zwar auch an einigen anderen Kliniken üblich“, räumt der Klinikleiter ein, „aber dass alle dokumentierten Daten so akribisch ausgewertet werden können wie bei uns, gibt es weltweit kein zweites Mal; auch nicht an universitären Einrichtungen.“ Im Gegensatz zur analogen (Papier-)Krankenakte, die im Archiv vor sich hin staubt, kann der Arzt am Computer jederzeit darauf zugreifen. Mit einem Tastendruck und ohne langes Suchen liegen die Daten sofort vor. Die daraus resultierenden Erkenntnisse sind aus Sweeneys Sicht immens: „Wir können damit nicht nur alle früheren Behandlungen eines Patienten sofort abrufen, sondern auch eine größere und schnellere Auswertung vornehmen: zum Beispiel wie häufig eine bestimmte Tumorart behandelt wurde oder wie gut eine Therapie bei einem bestimmten Tumor wirksam ist.“ Alle Ergebnisse lassen sich somit rasch auswerten. Das verwendete Computerprogramm ist Teil der Linearbeschleuniger und wird in ca.

der Hälfte aller weltweiten Strahlentherapien verwendet. Neu ist lediglich die Art der Nutzung, die von den Schweinfurtern pioniert wurde und somit viele Vorteile bietet. Besonders die Kombination aus schneller Verfügbarkeit und dem stetig wachsenden Daten-Pool fasziniert den Strahlenmediziner. Um Vergleichbares wissenschaftlich auszuwerten, benötigt

„Unter dem Strich haben wir damit weniger Arbeit als bei der Papierakte bei weitaus höherer Qualität.“ ein Doktorand ein halbes bis ein Jahr. „Wir dagegen schreiben eine Doktorarbeit in nur fünf Minuten.“ Das spricht sich naturgemäß schnell herum. Mediziner aus der ganzen Welt besuchen regelmäßig die StrahlentherapieKlinik am Leopoldina-Krankenhaus, die

Referenzabteilung von mehreren Firmen ist. Das Interesse ist groß am Schweinfurter Voll-Digital-Konzept. Zum Abschied hört der Privatdozent oftmals die Aussage: „Das will ich auch genauso haben.“ Für die Tumorbehandlung ergeben sich daraus enorme Potenziale. Es sei ein „riesiger Daten-Schatz“, mit dem die Patientenversorgung und Therapien langfristig verbessert werden. Davon ist PD Dr. Sweeney überzeugt. Bislang musste man auf Studien bzw. ältere Daten zurückgreifen, die einerseits mit veralteter Technik durchgeführt wurden und auch oft an vorselektiertem Patientengut. „Dagegen sind unsere Daten die Schweinfurter Realität!“ Die übrigens gemäß den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen behandelt und nur anonymisiert weiterverwendet werden. Darauf weist der Klinikleiter ausdrücklich hin. Die Krebspatienten allerdings seien hocherfreut, dass sie mit ihren Daten zum Fortschritt beitragen können. Die häufige Befürchtung, Ärzte würden sich mit zunehmender Digitalisierung mehr mit

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Computern statt mit Patienten beschäftigen entkräftet der Mediziner. Wir dokumentieren digital, das heißt: Für alle leserlich, nachvollziehbar und am Ende bleibt sogar mehr Zeit mit den Patienten zu sprechen.

Foto: vm-photodesign

Team beeindruckend effizient arbeite und höchst motiviert sei. Die Mitarbeiter wüssten eben, so Sweeney weiter, dass sie mit ihrer Arbeit zu etwas enorm Nützlichem beitragen. „Alles, was wir heute machen, ist auch noch in 20 oder 30 Jahren von Bedeutung und wird wahrscheinlich ausgewertet. Das spornt uns alle unheimlich an.“

Die digitalisierte Arbeitsweise bietet dem Strahlentherapie-Team einen weiteren Vorteil: Die Patientendaten müssen nur noch einmal dokumentiert werden. „Unter dem Strich haben wir damit weniger Arbeit als bei der Papierakte bei weitaus höherer Qualität“, freut sich der Mediziner. Positiv registriert hat er darüber hinaus, dass sein

Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie Chefarzt: PD Dr. med. Reinhart Sweeney Telefon 09721 720-3242 Fax 09721 720-3247 E-Mail: strahlentherapie-schweinfurt@leopoldina.de

WISSENSWERTES RUND UM DIE STRAHLENTHERAPIE: Welche Strahlen werden verwendet? Es werden meist Photonen aus einem Linearbeschleuniger verwendet, im Prinzip sind das Röntgenstrahlen. Wie funktionieren die Strahlen? Es kommt zu einer DNA-Schädigung. Somit ist die Tumorzelle nicht mehr teilungsfähig. Im Gegensatz zu normalen Zellen ist ihre Reparaturfähigkeit schlechter. Wann ist ein Tumor geheilt? Wenn die letzte Tumorzelle dauerhaft teilungsunfähig wird. Die Anzahl der Bestrahlungen sowie die Dauer und Intensität sind von Fall zu Fall unterschiedlich.

Ablauf einer Strahlentherapie:

7 interessante Aspekte:

1. Erstes Gespräch: ausführliches Informationsgespräch zwischen Patient und Arzt

1. Die Strahlentherapie ist eine der ältesten Behandlungsmethoden von Krebserkrankungen und chronischen Entzündungen.

2. Planungs-Computertomographie (CT): gleiche Lagerung wie später bei der Bestrahlung Markierungen werden auf der Haut angezeichnet und mit Folie abgeklebt.

3. Sie kann nicht nur Symptome wie Schmerzen lindern, sondern auch heilen. 4. Heilung ist das Therapieziel für über 60 Prozent der Patienten.

3. Bestrahlungsplanung: durch Physiker und Ärzte

5. Enorme Entwicklungen in Bildgebung und Computerleistung ermöglichen millimetergenaue Dosisabgaben bzw. Organschonung.

4. Behandlungen: insgesamt 1 – 36 Bestrahlungen im Linearbeschleuniger

6. Gleichzeitige Chemo- und Immuntherapie kann die Ergebnisse verbessern.

Dauer ca. 5 – 30 Minuten/pro Tag

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2. Sie kommt bei über 50 Prozent aller Tumorerkrankungen zum Einsatz.

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7. Auch Schmerzen durch chronische Entzündungen wie Fersensporn, Tennisellenbogen oder Arthrosen verschwinden oft nach sehr geringen Dosen.


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der Saale und RhĂśn-Grabfeld.

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Medizinische Indikation: Aus fachlicher Sicht ist sichergestellt, dass eine Therapie oder Maßnahme sinnvoll und vorschriftsmäßig angeboten werden kann. Die medizinische Indikation ist empirisch, final und kausal begründet. Ärztliche Indikation: Hier geht es um Abwägungen und Überlegungen, die eine patientenorientierte, individuelle und fallbezogene Indikation rechtfertigen, beispielsweise auf

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Dr. med. Jérôme Manville, Neurochirurg im Leopoldina-Krankenhaus und im Medizinischen Versorgungszentrum Leopoldina formuliert diesbezüglich: „Wir operieren nie nur aufgrund eines Röntgenbildes, sondern berücksichtigen immer den individuellen Patienten in seinem persönlichen Kontext mit seinen Symptomen und Beschwerden.“

Der medizinische Begriff Indikation gibt an, warum eine Behandlungsmaßnahme angemessen ist. Seiner Erfahrung nach gibt es Patienten, die trotz deutlicher Befunde in der Bildgebung keinerlei oder nur geringe Beschwerden haben. In der Folge wird man nicht operieren. Daneben gibt es aber auch diejenigen Fälle, bei denen sich bildgebend nur kleine Befunde zeigen, man sich auf Grund der Beschwerden des Patienten und nach reiflichem Abwägen aber dann doch zu einem operativen Eingriff entschließt. Als zwingende Voraussetzung für eine sichere Indika-

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Foto: Adobe Stock

Dabei nimmt sie einen besonderen Status innerhalb der ärztlichen Tätigkeit ein, da die Indikation nicht ausschließlich naturwissenschaftlich zu begründen ist. Patientenorientierte, soziale und ethische Überlegungen sollen immer in der Indikationsstellung berücksichtigt werden. Man kann dann von zwei Arten der Indikation sprechen:

die persönliche, psychische oder soziale Verfassung des Patienten abgestimmt.

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Diagnose Bandscheibenvorfall – Operation oder konservative Therapie, welcher Weg ist der richtige? Bei dieser Frage kommt der Indikationsstellung durch den konsultierten Arzt eine überragende Bedeutung zu. Der medizinische Begriff Indikation (von lateinisch indicare „anzeigen“) gibt an, warum eine Behandlungsmaßnahme angemessen ist. Insofern ist die richtige Indikationsstellung durch den behandelnden Arzt wichtige Grundlage für Behandlungserfolg und Patientenzufriedenheit.

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Eine klare Indikationsstellung als Schlüssel zu hoher Behandlungsqualität.

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Dauerthema Bandscheibe.

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tionsstellung nennt der Neurochirurg eine umfassende Diagnostik elementar. „In der ambulanten Sprechstunde im MVZ lege ich großen Wert auf ausreichend Zeit bei den Untersuchungen und Gesprächen über die Beschwerden des Patienten.“ Wenn die vom Patienten beschriebenen Rückenbeschwerden ausstrahlen und möglicherweise auch mit Lähmungserscheinungen, Taubheit oder Kribbeln in den Beinen oder Armen einhergehen, kann man häufig bereits auf den Ort bzw. die Höhe der Bandscheibenschädigung schließen. Um jedoch Gewissheit zu erlangen, ist zusätzlich die bildgebende Diagnostik notwendig. Auch wissenschaftliche Studien kommen am Beispiel der Bandscheibenoperation nicht immer zu eindeutigen Ergebnissen, welcher Weg der beste ist. Die große SPORT-Studie (Spine Patient Outcomes Research Trial) kam zu keinem eindeutigen Ergebnis, ob die operative Therapie der konservativen Therapie überlegen ist. Man kann also beide Wege, konservativ und operativ, als ebenbürtig bezeichnen. Die Entscheidungsgrundlage sollte immer eine partnerschaftliche Arzt-Patienten-Beziehung, gekennzeichnet durch gegenseitige Information und gemeinsame Abwägung, sein.


Foto: Adobe Stock

Beim Bandscheibenvorfall durchbricht der gallertartige Kern, der wie ein Gelkissen wirkt, den Faserring, der die Bandscheibe in Position hält. Dabei kann der Durchbruch auf Nerven drücken und Schmerzen als auch Lähmungen hervorrufen. Meistens tritt ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule auf (90 %). Manchmal ist auch der Übergang von der Brust- zur Lendenwirbelsäule oder von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein betroffen.

Herr Dr. Manville, wann ist aus Ihrer Sicht eine Bandscheibenoperation unbedingt erforderlich? •

Schnell sollten Patienten sich zu einer Operation entschließen, wenn die Gallertmasse so sehr auf die Nerven drücken, dass es zu motorischen Ausfällen der Muskulatur kommt.

Darüber hinaus besteht eine unbedingte OP-Indikation bei Blasen- oder Mastdarmlähmung.

Als relative Indikation sehe ich langanhaltende (min. 6 Wochen) Schmerzen, die nicht medikamentös therapiert werden können und bei denen die Symptomatik eindeutig mit der Bildgebung (MRT) übereinstimmt.

Herr Dr. Manville, welche konservativen Therapiemöglichkeiten empfehlen Sie? •

Zunächst körperliche Schonung – diese sollte aber nicht zu lange bestehen, da Bewegung und leichte Belastung (z. B. Physiotherapie) sehr hilfreich sein können.

Wärmeanwendung

Medikamentöse Therapie mit Schmerzmitteln und Muskelrelaxantien, eventuell gezielte Injektionen zur Schmerztherapie

Foto: vm.photodesign

Deutlich seltener kommt es an der Halswirbelsäule zu einem Bandscheibenvorfall.

Neurochirurgie im Medizinischen Versorgungszentrum Leopoldina (MVZ) Dr. med. Jérôme Manville Dr. med. Salome Schöpf Terminvereinbarung unter: Tel. 09721 720-2735 Fax 09721 720-2718 E-Mail: jmanville@leopoldina.de sschoepf@leopoldina.de

Dr. med. Jérôme Manville

Sind die Schmerzen nicht mehr ganz so akut, können Massagen und Elektrotherapie für weitere Besserung sorgen.

Im Zweifel rät Dr. med. Jérôme Manville seinen Patienten, immer eine Zweitmeinung einzuholen. Bei planbaren Eingriffen haben Patienten das Recht auf eine zweite Meinung. Die Kosten dafür müssen die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen. „Auch im MVZ Leopoldina werden immer wieder Patienten vorstellig, die sich eine zweite Meinung einholen wollen. Ich halte das für sehr sinnvoll und erlebe, dass Patienten dadurch in ihrer eigenen Entscheidungsfindung gestärkt werden“, so der Mediziner.

Sprechzeiten: Mittwoch: 08:30 - 18:00 Uhr Donnerstag: 08:00 - 18:00 Uhr Spezialsprechstunde für Tumoren des Zentralnervensystems: Dienstag 13:00 - 16:00 Uhr Telefonische Terminvereinbarung: Montag von 08:00 - 12:00 Uhr und von 13.00 - 16:30 Uhr Dienstag von 08:00 - 12:00 Uhr und von 13:00 - 16:30 Uhr Freitag von 08:00 - 12:00 Uhr

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Foto: Adobe Stock

Praxisstart mit doppeltem Boden! Zusammenarbeit von Praxisanleitern und Lehrkräften der Schule für Pflegeberufe fördert erfolgreichen Start der Pflegeazubis. Die ersten 6 Wochen Ausbildung sind vorüber. In dieser Zeit haben die Auszubildenden in der Theorie schon einiges gelernt und am Modell geübt. Nun steht jedoch der erste Praxiseinsatz bevor. Die Spannung und Neugierde der „Neuen“ ist groß. Zum Glück gibt es da die Praxisanleiter. Sie bilden die Brücke zwischen den theoretischen und praktischen Lernorten Schule und Station. Sie nehmen die Nachwuchspflegekräfte vor allem in der ersten Zeit intensiv an die Hand. Als Lehrende in der Praxis unterstützen, beraten und begleiten sie die Azubis während des Lernprozesses. Alle sind erfahrene Pflegefachkräfte und verfügen über berufspädagogische Weiterbildungen. Im Leopoldina-Krankenhaus geschieht dies u. a. im Rahmen der „Anleitungstage“. Alle Auszubildenden bekommen, wenn sie auf eine neue Station kommen, einen festen Praxisanleiter zugeteilt. „Diese 1:1-Betreuung am Anfang der Ausbildung macht sich eindeutig bezahlt“, erklärt Verena Ortmann, Sprecherin der freigestellten Praxisanleite-

rinnen im Leo. „Wie haben gute Erfahrungen mit dieser intensiven Betreuung zu Beginn der Ausbildung gemacht. So haben wir im Leopoldina für diese Tätigkeit inzwischen fünf freigestellte sowie rund 60 qualifizierte Praxisanleiterinnen, die die Auszubilden-

den in der Praxis führen und unterstützen. Hierdurch wird ein qualitativ hochwertiges Erlernen der praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten ermöglicht. Und damit dies auch zukünftig gewährleistet werden kann, werden erfahrene Pflegefachkräfte, wie bei-

v.l.n.r.: Praxisanleiterinnen Felizitas Schüler-Böck, Verena Ortmann, Jolanthe Wydra, Andrea Schirmer und Susanne Pohl

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spielsweise Sebastian Henneberger, durch ihre Vorgesetzten unterstützt, wenn sie diese berufspädagogische Zusatzqualifikation mit über 200 Stunden Umfang absolvieren möchten. Und wie geht es nach dem gelungenen Ausbildungsbeginn weiter? Auch im weiteren Ausbildungsverlauf stehen Verena Ortmann und ihre Kolleginnen Andrea Schirmer, Susanne Pohl, Jolanthe Wydra, Felizitas Schüler-Böck und alle Praxisanleiter der Stationen den Auszubildenden mit Rat und Tat zu Seite. So erhalten die Azubis, neben der Begleitung durch die Lehrkräfte der Schule, über die gesamten drei Lehrjahre, gezielte Begleitung. Mindestens 10 % der praktischen Ausbildung finden als geplante und reflektierte Anleitung statt. Die Praxisanleiter bereiten die Auszubildenden auch auf die Prüfungen vor und unterstützen die Lehrkräfte bei allen praktischen Leistungsnachweisen sowie beim Staatsexamen.


„Medizin & Menschen“ durfte bei einem solchen angeleiteten Praxistag dabei sein: Los geht es pünktlich um 6 Uhr mit einer Vorbesprechung. Auszubildende Melanie Müller bespricht mit ihrer Anleiterin noch einmal den Tagesablauf sowie Lernsituationen, die vorher abgestimmt wurden. Die Lerninhalte richten sich nach den Bedürfnissen des Schülers. Dieser kann entweder selbst vorschlagen, was er erneut üben möchte oder der Praxisanleiter gibt die Inhalte vor. Dies kann beispielsweise ein fachgerechter Verbandswechsel, das sterile Vorbereiten von Infusionen, die Durchführung einer umfangreichen Körperpflege im Pflegebett, eine gezielte Mobilisation nach einer Operation oder auch ein professionelles Beratungsgespräch sein. Melanie Müller bereitet mittlerweile im Reinraum die Medikamente und Infusionen für ihre Patientengruppe vor. Heute sind es zwei ältere Herren, die sich gerne für eine gute praktische Ausbildung zur Verfügung stellen. Die Reaktion der Patienten sei fast immer positiv, so erzählt Melanie Müller. „Wenn man sie darum bittet, sind die meisten gerne bereit, bei einer Praxisanleitung mitzumachen.“ Als nächstes steht das Frühstück auf dem Programm: Da Melanies Patienten mobil sind, organisiert sie dieses im Aufenthaltsraum, gemeinsam mit andern Patienten. Während sie sich um das Wohl ihrer Patienten kümmert, beobachtet Verena Ortmann das Vorgehen. Alle Maßnahmen sowie das Verhalten werden notiert und im Rahmen eines Feedbackgesprächs reflektiert. Anderes korrigiert sie sofort, lobt und beantwortet Melanie Müllers

Fragen. Nachdem beide Patienten wieder auf ihrem Zimmer sind, steht bei einem der Verbandswechsel einer Verweilkanüle an. Auch hierbei beobachtet die Praxisanleite-

rin Melanie Müller bei ihren Ausführungen, unterstützt sie und steht für ihre Fragen zur Verfügung.

Arbeit.“ Auch Verena Ortmann bestätigt den Nutzen dieses Lernangebots: „Die Auszubildenden profitieren sehr von dieser Art des praktischen Unterrichts, denn manche Dinge muss man einfach machen, um sie zu erlernen. Zudem gibt dies Sicherheit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gut wenn man dann jemanden an der Seite hat, der Zeit hat und pädagogisch qualifiziert Rückmeldung geben kann.“

Zahlen am Leo Auch im Umgang mit den Patienten gibt die Anleiterin konkrete Hilfestellung. Denn neben dem pflegerischen Fachwissen ist auch Sozialkompetenz wichtig. Gegen 12 Uhr schließt das ausführliche Feedbackgespräch den Anleitungstag ab: Was ist gut gelungen, was muss erneut geübt werden, wie sehen die nächsten Lernschritte aus? Im Anschluss daran dokumentiert Melanie Müller alle ihre Tätigkeiten. Sie ist froh, dass es die intensiven Praxisanleiterstunden gibt: „Dabei hat man intensiv Zeit für „seine Patienten“, man kann sich gezielt mit den Lerninhalten beschäftigen und bekommt im Anschlussgespräch unmittelbare Rückmeldung. Dies dient auch zur besseren Selbsteinschätzung der eigenen

• fünf freigestellte Praxisanleiter • ca. 60 weitere ausgebildete Praxis anleiter auf den Stationen • ca. 100 betreute Schüler pro Jahr (bezogen auf die drei Jahrgänge der Gesundheits- und Krankenpflege sowie einen Jahrgang zur Pflegefach hilfeausbildung)

Praxisbezogene Projekte am Leo • Einarbeitungstage • Azubis leiten eine Station • Begleitung bei der Examens vorbereitung

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SANO – Strukturierte Ambulante Nachsorge nach Schlaganfall.

Bei Verdacht auf Schlaganfall ist schnelle Hilfe das A und O. Das wissen inzwischen die meisten. Die Versorgung in den Kliniken ist in Deutschland im internationalen Vergleich außerordentlich gut. Dazu tragen vor allem die spezialisierten Stroke Units bei, sie werden von einem Team aus ärztlichen und pflegerischen Spezialisten gebildet. Die Chance, einen Schlaganfall weitgehend unbeschadet zu überstehen, ist umso größer, je früher die spezialisierte Behandlung einsetzt. Es ist daher von größter Bedeutung, rund um die Uhr optimale Behandlungsabläufe vom Notfallort bis zur Notfallbehandlung in der Stroke Unit sicherzustellen. Dies ist in Schweinfurt durch eine jahrelange kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit einerseits und regelmäßige Schulungen der Rettungsdienste sowie der Mitarbeiter im Leopoldina-Krankenhaus andererseits bereits hervorragend gelungen. Mehr als 1000 Patienten werden jedes Jahr durch die geschulten Hände der überregionalen Stroke Unit des Hauses behandelt. Auf dem Weg zur noch besseren Betreuung von Schlaganfallpatienten soll nun im nächsten Schritt die Nachsorge nach der Akut- und Reha-Behandlung ausgebaut werden, denn nach Schlaganfällen ist das Risiko für eine bedeutsame Behinderung bzw. einen erneuten Schlaganfall stark erhöht. Durch gezielte Nachsorge soll das Risiko von Komplikationen und/oder einem erneuten Schlaganfall minimiert werden. Die Neurologische Klinik des Leopoldina-Krankenhauses unter der Leitung von Chefarzt Dr. Johannes Mühler engagiert sich deshalb im Projekt SANO, einem vom Innovations-Fond des Gemeinsamen Bundesausschuss geförderten Nachsorgeprogrammes nach Schlaganfall. Seitens der Klinik werden der Schlaganfall-Koordinator Oberarzt Dr. rer. nat.

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Verbesserung der Versorgung von Schlaganfallpatienten nach Entlassung aus der Klinik durch berufs- und sektorenübergreifendes Netzwerk aus Klinik, Haus- und Fachärzten sowie Therapeuten.

Das Team des SANO-Projektes am Leopoldina-Krankenhaus: v. l. n. r.: Chefarzt der Neurologischen Klinik Dr. Johannes Mühler, Stroke Nurse Lena Markart und Schlaganfall-Koordinator Oberarzt Dr. rer. nat. Vladimir Pavlovic

Vladimir Pavlovic und eine Schlaganfallpflegekraft Frau Lena Markart intensiven Kontakt zu den Haus- bzw. gegebenenfalls Fachärzten und weiteren Fachkräften der betreuten Schlaganfallpatienten halten und für die Koordination der strukturierten Nachbetreuung verantwortlich sein. Durch die enge sektoren- und berufsübergreifende Zusammenarbeit sollen Probleme schneller erkannt und geeignete Behandlungen von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Cholesterin aber auch Depressionen schneller eingeleitet werden. Dazu wird vor allem der Hausarzt frühzeitig, d. h. noch vor der Entlassung des Patienten aus der Klinik, in die Behandlung eingebunden. Mit dem Patienten wird ein sogenannter Gesunderhaltungspass geführt, in dem auch mit ihm abgestimmte Zielvereinbarungen und Fortschritte dokumentiert werden. Klinik und Hausarzt tauschen sich regelmäßig über den Patienten aus und informieren sich gegenseitig über Medikation,

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Laborwerte und Untersuchungsergebnisse. Die Klinik führt innerhalb des ersten Jahres nach einem Schlaganfall fünf Verlaufsuntersuchungen durch, die zusätzlich zur Betreuung durch den Hausarzt stattfinden. Durch das SANO-Netzwerk profitieren Patienten von einer schnellen und zielgerichteten Therapie sowie einer umfassenden Unterstützung bei der Bewältigung des Schlaganfalles.


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Ob Schnee oder Sonnenschein: Bei jedem Wetter trifft man Stationsleiter Jochen Bienmüller nach der Arbeit mit Flinte, Pirschstock und Rucksack in seinem Obbacher Jagdrevier an. Foto © Stefan Pfister

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Menschen im Leopoldina:

Waidmanns Freuden Stationsleiter Jochen Bienmüller im Porträt. Zwei große Leidenschaften gehören zum Leben von Jochen Bienmüller. Der Leiter der Stationen 51/52/54 zählt ausdrücklich seine Arbeit im Leopoldina-Krankenhaus dazu. „Es gibt für mich keinen schöneren Beruf“, sagt er mit glänzenden Augen und fester Stimme. Die zweite Passion treibt den gelernten Krankenpfleger täglich hinaus in die Natur: Als Jagdpächter ist er verantwortlich für zwei Reviere in seinem Heimatort. Dort findet der Obbacher den nötigen Ausgleich zu seiner Tätigkeit, die trotz aller Freuden herausfordernd ist. Er verantwortet eine der größten Stationen im Haus, mit 70 Mitarbeitern und bis zu 100 Patienten in den Bereichen Gastroenterologie und Onkologie. Hier ist er als Organisator intensiv gefordert und als Ansprechpartner besonders gefragt. „Das ist anstrengend, aber der Umgang mit Menschen liegt mir.“ Eigentlich wollte Bienmüller nie Krankenpfleger werden, eher ein Handwerk erlernen. Sein Vater überredete den zunächst Widerwilligen zu einem Praktikum im Leopoldina; geholfen hat dabei auch ein Extra-Taschengeld von 50 Mark. „Das hat mir dann so gut gefallen, dass ich gleich um eine Woche verlängert habe. Für mich war ab diesem Moment klar: Ich werde Krankenpfleger!“ Die ausschlaggebenden Gründe waren der intensive Kontakt mit Menschen sowie die Dankbarkeit und Zufriedenheit der Patienten. Als er die Ausbildung 1992 begann, war er überraschenderweise nicht der einzige Mann an der Krankenpflegeschule. In der halben Klasse saßen Jungs, „wenige Jahre zuvor war das kaum vorstellbar“.

(Text: Stefan Pfister)

Seit 26 Jahren arbeitet Bienmüller nun in der Pflege, davon 20 Jahre als Stationsleiter. Noch immer ist er mit Begeisterung bei der Sache. „Ich möchte behaupten, dass es keinen Tag gegeben hat, an dem ich nicht gerne auf die Arbeit gegangen bin.“ Angetan hat es ihm die Onkologie, denn hier entstehe ein sehr enges Verhältnis zu den Patienten und Angehörigen. Natürlich sei es manchmal schwierig und traurig, vor allem wenn es zur Sterbebegleitung kommt. Diese Erlebnisse zählt er zu den größten beruflichen Herausforderungen.

Er ist verantwortlich für das Revier Obbach 1, zusätzlich bejagt er die Eigenjagd der Industriellenfamilie Schäfer – zusammen rund 500 Hektar. „Ich bin jeden Tag im Revier, das ist zeitaufwändig, ganz klar.“ Er legt großen Wert auf eine ganzheitliche Jagd: Hochsitzbau, Wildäckerpflege, Tierfütterung in Notzeiten – das alles gehört für ihn wie das Schießen dazu. Ganzheitlichkeit heißt auch, dass er das Fleisch selbst zerlegt und zubereitet. „Bei uns gibt es Wildbret und Wurst in vielen Variationen. Und beim Wild stehe zu 90 Prozent ich in der Küche am Herd.“

„Ich möchte behaupten, dass es keinen Tag gegeben hat, an dem ich nicht gerne auf die Arbeit gegangen bin.“

Natürlich muss die Familie deswegen oft zurückstecken, das weiß er nur zu gut, und dafür ist er ihr dankbar. Darüber hinaus liebt er Musik und spielt, wie sollte es anders sein, Jagdhorn; und das in gleich zwei Gruppen: bei den Schweinfurter ParforceHornbläsern und in der Jagdhorn-Bläsergruppe Schweinfurt, mit denen er 2018 sogar bayerischer Meister wurde. Dass er den Bauernhof seiner Großeltern umgebaut hat und sich außerdem im Vorstand des Dorferneuerungsvereins engagiert, sei hier nur am Rande erwähnt.

Umso wichtiger sind daher der Rückhalt in der Familie sowie Hobbys. Der Stationsleiter hat für sich die Jagd entdeckt, schon in jungen Jahren. „Ich kann dabei gut abschalten. Und am nächsten Tag gehe ich mit neuem Schwung wieder an die Arbeit.“ Freude an der Jagd bereitet dem Waidmann aus Obbach nicht allein das Schießen. Im Gegensatz zu Jägern, die ihren Jagdschein in nur noch drei Wochen machen, gerne einen Rehbock schießen, aber nie ein Revier pachten, zelebriert er die Jagd als Passion.

Übrigens: Nicht nur sein berufliches Glück hat der Stationsleiter im Leopoldina gefunden, sondern auch sein privates. Während der Ausbildung lernte er seine spätere Frau Nicoline kennen. Dass beide im Krankenhaus arbeiten, nennt er einen unschätzbaren Vorteil: „Wir können manche berufliche Situationen besser nachvollziehen und einfacher damit umgehen.“

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Mythos oder Medizin: Die häufigsten Medizinmythen im Check.

Soll man bei Nasenbluten den Kopf zurücklehnen? Sobald die Nase blutet, kommt meist schnell der übliche Tipp, den Kopf nach hinten zu legen, um das Nasenbluten zu stoppen. Vorsicht! Der gut gemeinte Tipp, damit den Blutfluss zu stoppen ist eher mit Gefahren verbunden, als dass er Wirkung zeigt. Wir riskieren mit dem Zurücklegen des Kopfes, dass Blut in den Rachen zurückläuft und verschluckt wird. Im schlimmsten Fall droht Erstickungsgefahr! Obwohl wahrscheinlich jeder schon mal Nasenbluten hatte, kennen viele Menschen sich mit der richtigen Erstversorgung nicht aus. Tipps und Tricks, wie bei Nasenbluten besser verfahren werden sollte entnehmen Sie bitte der untenstehenden Infobox.

Warum die Nase blutet, lässt sich nicht pauschal beantworten. Neben ungünstigen Verhaltensweisen (z. B. Nasenbohren) oder Zusammenstößen mit Bällen oder Fäusten, spielt nach heutigem Wissen die Veranlagung eine wichtige Rolle. Zudem sind Personen, die dauerhaft Nasensprays verwenden anfälliger. Bei ständigem Einsatz trocknen die Mittel die Nasenschleimhaut aus. Nur selten sind ernste Erkrankungen, etwa Wucherungen im Rachen oder genetische Defekte, die Ursache. Bei älteren Menschen gibt es die Theorie, dass Bluthochdruck das Risiko für Nasenbluten erhöht. Der Zusammenhang ist aber nicht sicher nachgewiesen.

Nasenbluten – Erste Hilfe (Quelle: hno-aerzte-im-Netz.de)

• Sich aufrecht hinsetzen oder zumindest den Kopf hochlagern, um den Blutdruck im Kopf zu verringern. • Den Kopf nach vorne (!) hängen lassen. •

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• Unterstützend kann man einen kalten Waschlappen oder ein Kühl-Pack in den Nacken legen. • Lässt sich die Blutung nicht stoppen, muss der Betroffene umgehend zum Arzt gebracht werden!

Nasenflügel für einige Minuten (5-7 min.) fest zusammendrücken. Bei erfolgreicher Stillung der Blutung nicht mehr Nase putzen/schneuzen.

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Eine interessante Theorie geht auf den griechischen Arzt Hippokrates zurück. Hippokrates fiel bereits im vierten Jahrhundert vor unserer Zeit auf, dass neben jungen Menschen vor allem männliche Nasenbluten bekommen. „Nasenbluten tritt bei denen auf, die beginnen, Gefühle der Lust zu entwickeln oder erste Zeichen von Männlichkeit“, schrieb er. In japanischen Zeichentrickfilmen wird eine blutende Nase bis heute als Stilmittel genutzt, um sexuelle Erregung auszudrücken. Wissenschaftliche Belege für die Theorie gibt es allerdings nicht.

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„Aus dem Bauch heraus…“ 6 Tipps bei Darmbeschwerden.

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unser Wohlbefinden außerordentlich wichtig und es lohnt sich, ihm Aufmerksamkeit zu schenken, denn unverwundbar ist er nicht und er reagiert auch schon mal sensibel auf äußere Einflüsse. Meist steckt dahinter keine gravierende Erkrankung. Wann Sie unbedingt zum Arzt sollten, haben wir in der Infobox für Sie zusammengestellt. Aber auch wenn nichts Schwerwiegendes vorliegt, leiden Betroffene unter einem Darm, der Probleme macht. Was Sie selbst für einen gesunden Darmtrakt tun können, lesen Sie hier: 1. Stress lass nach

Eine Entscheidung „aus dem Bauch heraus“ zu treffen, bedeutet, eine nicht rationale Entscheidung zu fällen, d. h. man verlässt sich einfach auf sein Gefühl. Und das ist oft nicht das Schlechteste. Auch wenn die Entscheidungsgrundlage nicht klar ersichtlich ist, treffen wir intuitiv gute Entscheidungen. Und hier ist das Bild vom „Bauch“ sehr gut gewählt, denn auch in unserem Bauchraum, der unter anderem den Verdauungstrakt enthält, finden wichtige Prozesse statt, von denen wir oft erstaunlich wenig wissen. Solange alles tadellos funktioniert, ist alles gut. Was nur, wenn in unserem Bauch etwas aus den Fugen gerät? Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Durchfälle, Verstopfungen, Reizdarm. Alles – im besten Falle – nur unangenehm, mitunter aber leiden Betroffene stark darunter und sind in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Zunächst einmal einige Fakten: Ein wichtiger Teil des Verdauungssystems (mehr dazu siehe nächste Seite oben) ist der Darm. Er ist unser größtes Organ und unterteilt in den Dünn- und den Dickdarm. Beim erwachsenen Menschen misst er etwa 5½ bis 7½ Meter und besitzt wegen der feinen Darmzotten eine Oberfläche von etwa 32 m², das ist etwa so groß wie zwei Tennisfelder. Seine Aufgabe ist es, die aufgenommene Nahrung so zu zerlegen, dass unsere Zellen die enthaltenen Nährstoffe verwerten kön-

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nen. Außerdem ist er für die Regulierung des Wasserhaushaltes zuständig. Und er sorgt dafür, dass alles, was der Körper nicht verwerten kann, wieder ausgeschieden wird. Etwa 80 % der gesamten Stoffwechselleistung findet im Darm statt. Auch der Großteil unserer Immunzellen ist hier versammelt. Darüber hinaus ist dieses Organ auch noch der größte Hormonproduzent unseres Körpers: Mehr als 20 Hormone und Botenstoffe werden im Darm gebildet. Außerdem leben im Darm etwa 100 Billionen (eine 1 mit 14 Nullen) für uns lebenswichtige Bakterien (Mikrobiom). Das sind mehr Mikroorganismen als ein erwachsener Mensch Zellen besitzt. Hätten Sie das gewusst? Der Darm ist also für

Bei Stress und Ärger produziert unser Körper Adrenalin. Dadurch werden die Sinne geschärft, was evolutionär sinnvoll war, um z. B. einem Säbelzahntiger zu entkommen. Auf der anderen Seite wird die Arbeit des Verdauungstraktes gehemmt. Das hat zur Folge, dass die Verdauung ins Stocken gerät. Der Fokus des Körpers liegt in dem Moment auf dem Überleben. Der Steinzeitmensch konnte sich aber, war er dem Tiger entronnen, wieder erholen. Der Adrenalinspiegel fiel wieder, der Körper konnte sich wieder mit der Verdauung „beschäftigen“. Heute jedoch, in der modernen Gesellschaft, lässt das Stressniveau manchmal über Tage nicht nach. Die Verdauung läuft auf Sparflamme. Probleme sind vorprogrammiert. Gezielte Atemübungen und Entspannungstechniken können hier Abhilfe schaffen.

Verbreitete Darmkrankheiten und -störungen (Enteropathien) •

chronisch-entzündliche Darmerkrankungen … Morbus Crohn … Colitis Ulcerosa Nahrungsmittel-Intoleranzen … Laktoseintoleranz … Fruktosemalabsorption … Nahrungsmittel-Intoleranz … Zöliakie

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• • • • • • •

Fehlbesiedelung des Dünnoder Dickdarm Reizdarm Blähungen (Flatulenz) Verstopfung (Obstipation) Durchfall (Diarrhoe) familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) Hermansky-Pudlak-Syndrom

https://de.wikipedia.org/wiki/Darm


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5. Auf Trab halten 1

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1 = Magen 2 = Dünndarm 3 = absteigender Teil des Dickdarms 4 = aufsteigender Teil des Dickdarms 5 = Wurmfortsatz 6 = Mastdarm 7 = After

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6. Streicheleinheiten 5

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Auf die Schnelle hilft auch schon einmal bewusst durchatmen und etwas innehalten. 2. Zeig mir, was du isst Erleichtern Sie Ihrem Darm die Arbeit, indem Sie sich gesund ernähren. Zucker, weißes Mehl, eiweiß- und fettreiche Lebensmittel machen den Darm träge. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte dagegen aktivieren die Darmtätigkeit durch die enthaltenen Faser- und Ballaststoffe. Außerdem erhalten diese ein günstiges Bakteriengleichgewicht im Darm, was ebenfalls zu einer guten Verdauung beiträgt. Um die Darmbesiedlung mit „guten“ Bakterien zu fördern, helfen probiotische Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir, saure Molke oder Sauerkraut. Vor allem nach Antibiotikabehandlungen kann das helfen, die Darmaktivitäten schneller zu normalisieren. Außerdem wird empfohlen, den Fleischkonsum zu reduzieren.

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Bewegung bringt nicht nur unseren Kreislauf, sondern auch unseren Darm in Schwung. Die sich bewegenden Bauchmuskeln massieren ganz automatisch den Darm. Geeignet sind vor allem Ausdauersportarten. Grundsätzlich hilft aber jeder Schritt und so freut sich der Darm auch über einen flotten Spaziergang.

3. Elixier des Lebens Ohne Wasser geht nichts. Nur wenn wir unseren Körper ausreichend mit Flüssigkeit versorgen, kann der Darm seinen Inhalt problemlos weitertransportieren. Mindestens 2 Liter Wasser pro Tag werden empfohlen. Stark gesüßte Getränke besser meiden und stattdessen auf Saftschorlen, oder noch besser Tees, ausweichen. Gerade bei Tees gibt es etliche, die sich ebenfalls positiv auf das Befinden des Darms auswirken können: Ingwer, Fenchel, Anis, Kamille und Kümmel. 4. Kein harter Brocken Gutes Kauen verhindert, dass es Ihr Magen und Darm mit einem harten Brocken, d. h. mit einer schwierigen Aufgabe zu tun bekommt. Das Kauen weicht das Essen mit Speichel auf, verdaut vor und hilft so dabei, die Nährstoffe optimal zu verwerten.

Streicheleinheiten sind wohltuend. Gerade auch, wenn man bereits angeschlagen ist. Das ist beim Darm nicht anders. Also gönnen Sie ihm dieses „gewisse Maß an freundlicher Zuwendung“ – so die Definition von „Streicheleinheiten“. Für eine Bauchmassage massieren Sie kreisend, am besten im Liegen, und mit angewinkelten Beinen. Nehmen Sie sich Zeit und massieren Sie langsam mit mäßigem Druck.

Wann zum Arzt: Bei einer schweren Magen-Darm-Grippe sollten Sie grundsätzlich einen Arzt aufsuchen, der Ihnen bei hohem Flüssigkeitsverlust Elektrolyte verschreibt, um die Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen zu gewährleisten. Auch bei folgenden Symptomen sollten Sie einen Arzt aufsuchen: • •

Medizinische Klinik 2 Chefarzt: Prof. Dr. med. Stephan Kanzler Sekretariat: Heike Latzkow, Ivonne van Hueth Telefon 09721 720-2482 E-Mail: hlatzkow@leopoldina.de

• • • • • • • • • • •

extreme Bauchschmerzen mit starker Übelkeit abwechselndes Auftreten von Verstopfung und Durchfall Kreislaufprobleme Blut im Urin oder Stuhl wiederholte Eiter oder Schleimbeimengungen im Stuhl anhaltende Beimengungen von unverdauten Nahrungsresten Auftreten von kleinen Würmern, Wurmbestandteilen oder Eiern harter Bauch ungewollter Gewichtsverlust hohes Fieber gelbe Hautfarbe zusätzliches Stechen im Brustraum Atemprobleme

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Mehr aus Bildung machen! Fotos: Pascal Höfig

Die Schule für Pflegeberufe Schweinfurt–Hassfurt will mit modernen Ausbildungskonzepten den Herausforderungen der Zukunft begegnen. Vielfältige Einsatzmöglichkeiten, inkl. einer Spezialisierung auf ein pflegerisches sowie medizinisches Einsatz- bzw. Fachgebiet, dem Erwerb einer staatlich anerkannten Fachweiterbildung oder die Möglichkeit zum Studium (Bachelor/Master) nach Abschluss einer dreijährigen Ausbildung sind nur einige Entwicklungsmöglichkeiten für beruflich Pflegende.

Zum Januar 2019 hat Dirk Niedoba die Leitung der Berufsfachschule für Pflegeberufe des Zweckverbandes Schweinfurt/Hassfurt übernommen. Der gelernte Kinderkrankenpfleger und studierte Pflegepädagoge sowie Personalentwickler verfügt über langjährige Erfahrung im Bildungs- und Personalentwicklungsbereich. Erfahrungen, die er und sein Team bei den vielen Neuerungen in den Pflegeausbildungen gut gebrauchen können. Wie in vielen anderen Ausbildungsberufen auch, rechnen alle Experten auch über dieses Jahrzehnt hinaus mit einem weiterhin zunehmenden Fachkräftemangel. Auf diese Situation stellt sich das Schulteam mit unterschiedlichen Maßnahmen ein. Unter anderem arbeitet man daran, die Pflegeausbildung zu stärken und auch bisher nicht angebotene Ausbildungen zu integrieren. So wird beispielsweise der staatlich anerkannte Ausbildungsberuf zum Pflegefachhelfer (einjährige Einstiegsqualifikation) seit letztem Jahr an der Schule für Pflegeberufe in Schweinfurt angeboten. Dirk Niedoba und seinem Team ist es dabei

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ein großes Anliegen, die Perspektiven und das sich wandelnde Image der Berufsbilder Pflege aufzuzeigen, jenseits aller gängigen Klischees. So bietet die berufliche Pflege neben einer sinnstiftenden Tätigkeit, einer hohen Sicherheit bzgl. des Arbeitsplatzes, große Lebendigkeit durch den intensiven Kontakt mit Menschen.

„Wir werden Pflege neu denken müssen, wenn wir die pflegerischen Berufsbilder erfolgreich positionieren und Nachwuchs gewinnen wollen. Lösungen und Ansätze von gestern helfen nicht für die Herausforderungen von morgen – es gilt Vieles anzupacken“, so Niedoba. Es geht dem Team der Krankenpflegeschule darum, auf den vorhandenen, guten Ansätzen in der Ausbildung aufzubauen und mit Lust und Spaß Neues zu entwickeln, zu wagen und aktiv zu gestalten.

„Wir werden Pflege neu denken müssen.“ Darüber hinaus beinhaltet die professionelle Pflege ein Tätigkeitsprofil, welches nur qualifizierten Pflegekräften vorbehalten ist. Diese Tätigkeiten ermöglichen es, dass beruflich Pflegende zukünftig noch mehr Chancen haben, sich als Pflegeexperten selbstständig zu machen oder auch als Pflege-Profis Fallmanager in Sachen Versorgung von pflegebedürftigen Menschen und deren Umfeld zu werden. Pflege bietet darüber hinaus Chancen, Verantwortung zu übernehmen und eigenständig sowie interdisziplinär zu handeln.

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Die Herausforderungen in der Pflegeausbildung, wie die zunehmende Digitalisierung, Pflege 4.0 (Robotic und KI in Pflege und Medizin), die demografische Entwicklung sowie der weiter zunehmende Bedarf an beruflich qualifizierten Pflegefachkräften brauchen gute sowie innovative Lösungen durch Berufsfachschulen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Politik. Für die Azubis und Pflegenden werden sich in Zukunft völlig neue Wege in einem sich ändernden Berufsbild öffnen.


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Medizin&Menschen durfte einen Blick in die Großküche des Leopoldina-Krankenhauses werfen. Mehr als 1.900 Essen werden hier täglich zubereitet. Rund 1.000 sind dabei für Patienten und Personal des Krankenhauses vorgesehen. Die restlichen 900 Essen verlassen gegen 10 Uhr vormittags das Haus. Sie stillen den Hunger in Kindergärten, Schulen und werden als „Essen auf Rädern“ von den Johannitern ausgeliefert. Damit bereits um 10 Uhr die Essen abgeholt werden können, beginnt die Schicht früh. Um

anlehnen, aber durchaus auch differieren 6:30 Uhr geht es los. Im Schnitt arbeiten können. Die meisten Kinder mögen eben hier sechs Köche und ca. 25 Küchenhilfen, lieber Nudeln mit Soße als Schweinezwei Lageristen sowie zwei Diätassistenten. braten mit Rotkraut. Zusätzlich bietet die Hinzu kommt noch das Personal aus der Küche noch ein Extragericht für das Spülküche. Sie sind ein eingespieltes Personal an der „Aktionstheke“. Team, denn bei einer solchen So kommt die Küche des Menge muss alles aufeinanLeopoldina-Krankenhauses der abgestimmt sein und täglich auf bis zu neun jeder an seinem Platz verschiedene Gerichte. funktionieren. Trotzdem ist se Kilogr amm Kä Beachtet werden müssen Genauigkeit wichtig und wir im verbrauchen bei der Menüplanung auch jedes Essen wird vor dem ! Leo pro Jahr Sonderkostformen wie Verstauen in den WärmeD Schonkost, allergenfrei, lakbzw. Kühlcontainern, in OL UM S P O tosefrei und schweinefleischdenen es auf den Stationen LE frei. Insgesamt gibt es um die verteilt wird, genau geprüft. 150 Sonderkostformen. Den Überblick über all das behalten muss KüchenVier Menüberaterinnen nehmen im Haus chef Rudolf Schäfer. Und auch für genügend die Menübestellungen der Patienten auf. Lebensmittel muss er sorgen. Drei verschiedene Gerichte stehen zur Auswahl, als Wahlleistungsmenü kommen Präferiert wird bei der Logistik eine noch drei weitere hinzu. Für die belieferten Just-in-time-Anlieferung, da auch die Einrichtungen außer Haus gibt es zwei Lagerkapazitäten im Blick zu behalten sind. Menüs, die sich meist an denen des Hauses

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Ja, wer hat sich nicht schon mal gewünscht, es ginge mit dem fertig gedeckten Tisch so elegant und einfach vonstatten wie im Märchen. Doch wie wir alle wissen, wird uns das wohl nicht vergönnt sein. Auch im Krankenhaus ist das so, und damit die jährlich bis zu 33.000 stationären Patienten trotzdem wie von Zauberhand dreimal pro Tag den Tisch bzw. das Tablett gedeckt vorfinden, ist im Hintergrund eine ganze Menge Organisation, Logistik und vor allem viel Arbeit notwendig.


Foto: vm.photodesign

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muss spezielle Kleidung tragen. Gearbeitet wird in einer Schicht von 6:30 Uhr bis kurz nach 15:00 Uhr. In der Spülküche sind es zwei Schichten, denn – auch das ist ein Beitrag zur Hygiene – das Geschirr aus der Küche und vom Servieren wird sofort gespült.

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Möglich wird das durch die Verpflichtung regionaler Lieferanten. Metzger und Großhandel sind in Schweinfurt ansässig, der Bäcker in Oberhohenried. Neben der zeitpunktgenauen Anlieferung hat die Regionalität noch einen weiteren Vorteil: die Frische. Lange Wege sollen vermieden werden und die Qualität der Lebensmittel muss erhalten bleiben. Soweit möglich, wird frisch zubereitet, auf TK-Kost nur im Notfall zurückgegriffen. Auch auf Nachhaltigkeit wird viel Wert gelegt, schon bei der Menüplanung, die sich alle vier Wochen wiederholt. Ziel ist es, möglichst wenig wegzuwerfen. Deshalb wird bereits beim Einkauf genau kalkuliert, und ein Schweinebraten, der beim Mittagessen zu viel war, kommt als kalter Bratenaufschnitt beim Abendessen zum Einsatz.

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N Die Küche ist stolz, mit zwei großen Biotonnen á 120 Liter auszukommen. Diese werden der Biogasanlage zugeführt. Wie jede Großküche, unterliegt auch die im Leopoldina besonderen behördlichen Kontrollen durch das Gesundheits- und Veterinäramt. Deshalb muss jederzeit mit einer unangemeldeten Kontrolle gerechnet werden. Auch die interne Lebensmittelkontrolle sowie die Hygienefachkräfte im Leopoldina achten strikt darauf, dass alle Regularien konsequent eingehalten werden. So werden beispielsweise von allen Gerichten Rückstellproben genommen und für zwei bis drei Wochen aufbewahrt. Das Küchenpersonal hat eigene Umkleiden und Toiletten und

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Auch die 38 Wärmeund Kühlcontainer, die D OL UM S P dreimal täglich L EO zum Einsatz kommen, werden dort gereinigt.

Die eingesetzten Großküchengeräte unterscheiden sich wesentlich von Haushaltsgeräten. Das wird nicht nur bei der Größe und der produzierten Lebensmittelmenge deutlich, sondern auch bei der Technik. Damit jedem Patienten ein nach Vorgaben des Gesundheitsamtes ordnungsgemäß gewärmtes bzw. gekühltes Gericht serviert werden kann, kommt topmoderne Speisentransport-, Speisenregenerier- sowie Kommunikationstechnik zum Einsatz. „Ohne diese Technik wäre eine gleichzeitige Ausgabe der Speisen auf den Stationen nicht möglich“, erklärt Rudolf Schäfer.

dieser Angaben wird das Essen auf dem Serviertablett angerichtet, die Teller und Schüsseln anschließend abgedeckt und in den Wärme- bzw. Kühlcontainern verstaut. Diese werden nicht mehr geöffnet, bis das Stationspersonal diese öffnet. Zu ihrem jeweiligen Bestimmungsort gelangen die Container, deren Temperatur computertechnisch überwacht wird, per fahrerlosem Transportsystem. Die Steuerung erfolgt vollautomatisch über eine Lesekarte. „Tischlein deck dich…“ wie von Zauberhand wird wohl ein Märchen bleiben, aber die moderne Technik und eine gute Planung machen dennoch vieles möglich.

Nach der digitalen Menüwahlbestätigung durch die Menüberaterin am Patientenbett wird diese gedruckt und auf dem Tablett aufgestellt. Anhand

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Videotutorials für Patienten und Interessierte. Mit der zunehmenden Digitalisierung hat sich unsere Art der Kommunikation verändert. Für viele von uns ist es zur Gewohnheit geworden, Bankgeschäfte am Tablet zu erledigen, online einzukaufen sowie beruflich und privat via E-Mail und Messenger zu kommunizieren. Bei komplexen Sachverhalten, Reparaturanleitungen oder Reiseberichten greifen wir gerne auf Videotutorials zurück, die uns mit gewünschten Informationen, Tipps und Tricks zu vielfältigen Fragestellungen versorgen. Eine Entwicklung, die auch Dr. Matthias Blanke, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie im LeopoldinaKrankenhaus so wahrgenommen hat. Darüber hinaus fiel dem Mediziner in den Gesprächen mit seinen Patienten auf, dass der Informationsbedarf vor – aber auch nach – vielen Eingriffen enorm ist und die gleichen Fragen alle seine Patienten bewegen.

Patienten, die mich in meinen Sprechstunden aufsuchen, haben zuvor schon in unserem Ratgeberportal gestöbert und kommen oft gezielt mit ergänzenden Fragen zum Termin. Andere Patienten berichten davon, die Videos nach der Sprechstunde zu nutzen, um besprochene Themen nochmal zu überdenken und abzuwägen. Klar ist, dass wir mit dem Angebot das persönliche Gespräch zwischen Arzt und Patienten nicht ersetzen wollen. Dazu ist der persönliche Kontakt viel zu wichtig, um Vertrauen finden zu können. Wenn es uns aber gelingt, mit den Videos dem gestiegenen Informations-

Fotos: Adobe Stock

Vor diesem Hintergrund kam dem Chefarzt die Idee, in einem eigenen Videoportal die häufigsten Fragen seiner Patienten in Tutorials zu beantworten und online zur Verfügung zu stellen. Der Mediziner konzentriert sich dabei auf die für seine Patienten wesentlichen Inhalte und erklärt laienverständlich auf die Zielgruppe abgestimmt. Das Portal ist seit über einem Jahr online und erfreut sich großer Beliebtheit. „Viele

Foto: vm.photodesign

www.orthopaedieratgeber.de

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bedarf unserer Patienten gerecht zu werden und Patienten zum gezielten Nachfragen anzuregen, ist es eine tolle Ergänzung zu den analogen Möglichkeiten“, berichtet der Chefarzt. Derzeit stehen 23 Tutorials online zur Verfügung. Angeregt vor allem auch durch Patientenfragen sollen immer wieder neue Tutorials dazu kommen. Dr. Matthias Blanke will das Ratgeberportal nach und nach zu einer umfassenden Informationsplattform aufbauen. Klicken Sie doch einfach mal rein unter: www.orthopaedieratgeber.de


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Wir im Überblick Wichtige Rufnummern: Zentrale Notaufnahme

09721 720-6601

Pädiatrische Bereitschaftspraxis 116 117 Urologische Notaufnahme

09721 720-6490

Kreißsaal

09721 720-2140

Telefonzentrale Rezeption

09721 720–0

Geschäftsführung

09721 720-3001

Anschrift: Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt GmbH Gustav-Adolf-Straße 6–8 97422 Schweinfurt info@leopoldina.de · www.leopoldina.de

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Wir beschäftigen nahezu 2.200 Mitarbeiter, jährlich behandeln wir 33.000 Patienten stationär und 32.000 Patien­ten ambulant. Das Leopoldina-Krankenhaus stellt als modernes Schwerpunktkrankenhaus die medizinische Versorgung für die Bürger von Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie der Bevölkerung im nördlichen Unterfranken sicher. Darüber hinaus sind wir akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Würzburg und einer der größten Arbeitgeber der Region – wir bieten jungen Menschen durch qualifizierte Aus- und Fortbildungen beste Berufschancen. Eine medizinische Behandlung auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und

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Technik mit menschlicher Zuwendung, Respekt und individueller Betreuung zu verbinden, das ist das erklärte Ziel unseres Hauses. Hierzu betreiben wir zahlreiche Fachkliniken, zentrale Abteilungen und interdisziplinäre Zentren.Die kontinuierliche Verbesserung der Unterbringungsqualität, die Verbesserung aller Abläufe bei der Untersuchung und Behandlung und nicht zuletzt der hohe Qualifikationsstand und die Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen für eine hochwertige und anteilnehmende Versorgung der Patientinnen und Patienten. Medizin, Pflege, Service und Management arbeiten hierfür Hand in Hand.


Anästhesie und operative Intensivmedizin Chefarzt Prof. Dr. med. Hauke Rensing Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Blum, Frau Baierl 09721 720-2242 09721 720-2989 sekretariat-anaesthesie@leopoldina.de

Chirurgische Klinik Visceralchirurgie, Thoraxchirurgie, Kinderchirurgie Chefarzt Prof. Dr. med. Detlef Meyer Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Fürst, Frau Keller-Göbel 09721 720-2261 09721 720-2258 cfuerst@leopoldina.de

Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Fürst 09721 720-2261 09721 720-2258 cfuerst@leopoldina.de

Frau Faulhaber 09721 720-2132 09721 720-2136 frauenklinik@leopoldina.de

Klinik für Kinder und Jugendliche Interdis. Kinderklinik, Diabetologie, Epileptologie, Neonatologie, Intensivmedizin, Psychosomatik Chefarzt Dr. med. Johannes Herrmann Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Mantel, Frau Stefan, Frau Markert, Frau Höhn 09721 720-3312 09721 720-2959 emantel@leopoldina.de

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Chefarzt PD Dr. med. Wolfgang Briegel Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Hobner 09721 720-3370 09721 720-2901 kjp@leopoldina.de

Klinik für Psychosomatik Leitender Arzt Dr. med. Hans Albrecht Schmid Sekretariat Frau Schirling, Frau Geßner Telefon 09721 720-3610 Fax 09721 720-3611 psychosomatik@leopoldina.de Klinik für Spezielle Schmerztherapie Chefärztin Dr. med. Jutta Albrecht

Frau Watamaniuk, Frau Wolf 09721 720-2282 09721 720-2248 jwatamaniuk@leopoldina.de

Frau Wiesinger, Frau Hub, Frau Marx 09721 720-2487 09721 720-2984 med1@leopoldina.de

Medizinische Klinik 2 Gastroenterologie, Hepatologie, Hämato-/Onkologie, Diabetologie, Infektionskrankheiten Chefarzt Prof. Dr. med. Stephan Kanzler

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Gynäkologie, Geburtshilfe, Brustzentrum, Gynäkologisches Krebszentrum, Perinatalzentrum, Urogynäkologie Chefarzt Prof. Dr. med. Michael Weigel Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Medizinische Klinik 1 Kardiologie, Nephrologie, Pulmologie, Interventionelle Angiologie, Internistische Intensivmedizin Chefarzt Prof. Dr. med. Karl Mischke

Abteilung für Gefäßchirurgie Chefarzt Prof. Dr. med. Detlef Meyer Ltd. Ärztin Katrin Körner Ltd. Arzt Dr. med. univ. Abdurrahman Durmus Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Klinik für Urologie und Kinderurologie Erkrankungen der ableitenden Harnwege (Niere, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre) Chefarzt Dr. med. Roland Bonfig

Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Latzkow, Frau van Hueth 09721 720-2482 09721 720-2484 hlatzkow@leopoldina.de

Neurochirurgische Klinik Schädel-Hirn-Verletzungen, Hirntumore, Hirngefäßerkrankungen und Bandscheibenoperationen Chefarzt PD Dr. med. Johann Romstöck Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Rohrer, Frau Hübner 09721 720-2626 09721 720-2992 vrohrer@leopoldina.de

Abteilung für Spezielle Wirbelsäulenchirurgie Chefarzt Shadi Shararah Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Ludwig, Frau Niklaus 09721 720-2656 09721 720-2964 wirbelsaeulenchirurgie@leopoldina.de

Neurologische Klinik Erkrankungen des Nervensystems, Schlaganfallzentrum Chefarzt Dr. med. Johannes Mühler Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Scheuring 09721 720-2153 09721 720-2985 lscheuring@leopoldina.de

Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie Endoprothetik, Sportorthopädie, Schulter-, Fußchirurgie, Alterstraumatologie Chefarzt Dr. med. Matthias Blanke Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Klein, Frau Walter, Frau Calhoun 09721 720-2267 09721 720-2982 orthopaedie@leopoldina.de

Sekretariat Frau Göb, Frau Lauerer, Frau Klopf, Frau Geiß Telefon: 09721 720-6405 Fax: 09721 720-2935 E-Mail: schmerzklinik@leopoldina.de

Pathologie Chefarzt

PD Dr. med. Hans-Ullrich Völker

Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Cetinkaya, Frau Weinmann 09721 720-3532 09721 720-2996 hvoelker@leopoldina.de

Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie Chefarzt PD Dr. med. Reinhart Sweeney

Radiologie und Neuroradiologie Chefarzt PD Dr. med. Dominik Morhard

Sekretariat Frau Frink Telefon 09721 720-3242 Fax 09721 720-3247 E-Mail strahlentherapie-schweinfurt@ leopoldina.de

Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Frau Huttner 09721 720-3212 09721 720-2947 dmorhard@leopoldina.de

MVZ-Leopoldina GmbH Robert-Koch-Str. 10 97422 Schweinfurt Zentrale Anmeldung Telefon 09721 720-2710 E-Mail mvz@leopoldina.de Frauenheilkunde und Geburtshilfe Dr. med. Jutta Mischke Thi Hang Nguyen Gastroenterologie Dr. med. Jürgen Schiemann Dr. med. Brigitte Götz Dr. med. Stefan Schmitt Gefäßchirurgie Katrin Körner Hämatoonkologie Dr. med. Hans Reinel Dr. med. Andrea Linder Christoph Köchel Hals-/Nasen-/Ohrenheilkunde, Allergologie Cihan Yüksel Innere Medizin · Rheumatologie/Nephrologie Dr. med. Karl-Heinz Gerhardt Dr. med. Torsten Stövesand Kardiologie Dr. med. Diana Filko Jochen Genzel Kinderdiabetologie Dr. med. Nicole Nellen-Hellmuth Dr. med. Corinna Heidgen Neurochirurgie Dr. med. Jérôme Manville Dr. med. Salome Schöpf Pathologie PD Dr. med. H.-Ullrich Völker Strahlentherapie PD Dr. med. Reinhart Sweeney Dr. med. Sami Ok Dr. med. Katharina Brauner Hausärzte im Gesundheitspark Dr. med. Helgard Brückner Dr. med. Anne Dippel Dr. med. Gisela Kutter Ambulantes OP-Zentrum Robert-Koch-Str. 10 97422 Schweinfurt Telefon 09721 720-2771 Fax 09721 720-882770 Anästhesie Dr. med. Dirk-Christian Nüchter Claudia Nüchter Pflegedienst Sekretariat Telefon Fax

Frau Schätzle 09721 720-3131 09721 720-2945

Schule für Pflegeberufe Schulleiter Dirk Niedoba Robert-Koch-Str. 10 97422 Schweinfurt Sekretariat Telefon E-Mail:

Frau Wiener 09721 720-3542 krankenpflegeschule@leopoldina.de

Leo Academie Leitung: Manuel Geuen Robert-Koch-Str. 10 97422 Schweinfurt Telefon 09721 720-3415 E-Mail: leoacademie@leopoldina.de

Zentrale Notaufnahme Chefarzt Dr. med. Michael Leber

MVZ Labor Schweinfurt Prof. Dr. med. Ralf Großmann Dr. med. Sandra Rickhoff Karoline Egelkraut

Förderverein Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt e. V. 1. Vorsitzender: Horst Masuch

Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Sekretariat Frau Seifert Telefon 09721 53332-0 Fax 09721 53332-299 E-Mail mseifert@laboraerzte-schweinfurt.de

Veit-Stoß-Straße 8 97422 Schweinfurt Telefon 09721 44400 Homepage: www.leopoldina-foerderverein.de

Frau Dürr, Frau Hahn 09721 720-6601 09721 720-2913 zna@leopoldina.de

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Verstärkung aus Südost: Philippinische Pflegekräfte fürs Leo.

David Mac Lachlan, Daryl Gallarte (beide Station 51/52), Melanie Zilch (Organisationsteam Leopoldina), Nina Balisi, Ludmilla Klein (beide Station 63/64)

Der Fachkräftemangel in den Pflegeberufen ist derzeit eines der zentralen Themen von Arbeitgebern, Mitarbeitern sowie in Politik und Öffentlichkeit. Ein Königsweg, der wachsenden Herausforderung zu begegnen, ist noch nicht gefunden. Auch im LeopoldinaKrankenhaus können wir aus diesem Grund nicht alle Pflegestellen besetzen und suchen nach Wegen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Hierfür ist das Projekt „Triple Win“ ein Baustein. Wir arbeiten dabei mit der Gesellschaft zur Internationalen Zusammenarbeit (GIZ) und der Bundesagentur für Arbeit zusammen, um gut qualifizierte philippinische Pflegekräfte für das Krankenhaus zu gewinnen. Andernorts bestehen mit solchen Projekten bereits gute Erfahrungen. Seit Projektstart im Sommer 2018 hat sich viel getan. Nach Vertragsabschluss mit den Kooperationspartnern, waren Mitarbeiter des Leopoldina auf den Philippinen und führten Vorstellungsgespräche mit potentiellen Kandidaten. In einem Marathon von mehr als 30 Vorstellungsgesprächen in 5 Tagen wurden 10 Pflegekräfte ausgewählt, die zu uns kommen. Die Auswahl fiel dabei

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nicht leicht, hatten die Kooperationspartner der GIZ doch Bewerber präsentiert, die alle über viel Berufserfahrung und Motivation verfügten. Mittlerweile haben zwei Pflegekräfte mit bestandener Sprachprüfung (Level B1), die erste Voraussetzung für den „Anerkennungsprozess“ erfüllt und sind in Schweinfurt eingetroffen. Seit Anfang März arbeiten sie im „Anerkennungsjahr“ in der Pflege des Leopoldina-Krankenhauses. Es ist vorgesehen, dass die Pflegekräfte innerhalb des ersten Jahres in Deutschland die Prüfung zum Erlangen der deutschen Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpflegekraft ablegen. Voraussetzung dafür ist, neben fachlichen Weiterbildungen, auch ein Sprachkurs, der die Kandidaten befähigt, die Sprachkenntnisprüfung B2 (fortgeschrittene Deutschkenntnisse) abzulegen. Bis dahin arbeiten sie im Tätigkeitsbereich eines Krankenpflegehelfers. Zeitgleich büffeln weitere acht zukünftige Leo-Pflegekräfte fleißig Deutsch, um wie Nina Balisi und Daryl Gallarte den ersten Sprachtest zu bestehen, der die Voraussetzung für eine Einreise nach Deutschland

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ist. Wir freuen uns auf die Verstärkung und drücken für den Deutschtest die Daumen. Durch das Projekt Triple Win sollen alle Beteiligten profitieren. Wir als Krankenhaus gewinnen gut ausgebildete Mitarbeiter, die Pflegekräfte verbessern ihre Kompetenzen sowie Karriereaussichten und haben einen sicheren und guten Arbeitsplatz. Darüber hinaus werden die Interessen des Herkunftslandes berücksichtigt, da die GIZ nur mit Ländern kooperiert, die mehr Pflegekräfte ausbilden, als im Land selbst beschäftigt werden können. Langfristig sollen solche Projekte auch zu einem Knowhow-Transfer zwischen Gast- und Herkunftsland beitragen. Die Organisation und Vorbereitung, vor allem aber die Integration, Einarbeitung und Begleitung vor Ort, ist für die Mitarbeiter des Leo mit zusätzlichem Aufwand neben der täglichen Arbeit verbunden. Umso mehr freut es uns, dass sich unter den Mitarbeitern einige freiwillige Helfer gefunden haben, die mit viel persönlichem Engagement dazu beitragen, dass das Projekt ein Erfolg wird.


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Medizin&Menschen ·· Das Das Magazin Magazin des des Leopoldina-Krankenhauses Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt Schweinfurt Medizin&Menschen

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Ihre Meinung ist uns wichtig. Jetzt mitmachen, das Rätsel lösen und tolle Preise gewinnen! Bitte lassen Sie uns Ihre Ideen, Kritik, Anregungen zum aktuellen Magazin sowie Themenvorschläge für die kommende Ausgabe des Leopoldina-Magazins per Post oder via E-Mail zukommen. Zusätzlich können Sie das richtige Lösungswort des Rätsels auf der Antwortkarte eintragen und attraktive Preise gewinnen.

Frage 1 Seit gut einem halben Jahr kommt die kleinste …………… der Welt im Leopoldina-Krankenhaus erfolgreich zum Einsatz. 5

1

n auf die Frage Die Antworten e ieser Ausgab finden Sie in d gazins! des Klinikma

Frage 2 Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie arbeitet komplett ………… 6

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Frage 3 Das Leopoldina-Krankenhaus verbraucht pro Jahr 6.600 Kilogramm an … 3

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1. PREIS Ein Verwöhnwochenende für 2 Personen »Arrangement Zweisam« im Bio Hotel Sturm in Mellrichstadt

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2. PREIS Ein Arrangement »Relax for 2« in der KissSalis Therme Bad Kissingen

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3. PREIS 24 Kästen „Staatl. Bad Brückenauer Mineralwasser“ (12 x 0,7l)


Einfach nebenstehende Karte ausschneiden, ausfüllen und an nachfolgende Adresse senden:

Lösungswort Rätsel Bitte von Seite 36 übertragen! 2

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5

6

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Meine Meinung zum Leopoldina-Magazin:

Name, Vorname

Geburtsdatum

Straße, Hausnummer

PLZ, Ort

Telefonnummer

E-Mail-Adresse

Ja, ich möchte das Leopoldina-Magazin im kostenfreien Abo per Post erhalten.

Antwortkarte

1

Postadresse: Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt GmbH Unternehmenskommunikation Gustav-Adolf-Straße 6–8 97422 Schweinfurt

oder ganz einfach per E-Mail: uk@leopoldina.de

Die Preise werden unter allen Einsendern mit dem korrekten Lösungswort verlost, Teilnahmeschluss ist der 31. 07. 2019. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt. Pro Person wird nur eine Einsendung akzeptiert. Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Eine Barauszahlung, Änderung sowie Umtausch der Gewinne sind ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen über 18 Jahre. Die Daten werden nur zur Abwicklung des Gewinnspiels genutzt, die Teilnehmerdaten anschließend gelöscht.

Preisübergabe Am 27.02.2019 lud Geschäftsführer Adrian Schmuker die Preisträger unseres Gewinnspiels der 11. Ausgabe ins Leopoldina-Krankenhaus ein und übergab die Preise. 1. Preis: ein Verwöhnwochenende für Beate Loos aus Dingolshausen 2. Preis: ein Relaxgutschein für Susanne Kümmerling aus Bastheim 3. Preis: ein Segelflug über die Rhön für Alexander Geiling aus Thundorf

Wir danken allen Teilnehmern für die große Resonanz und den positiven Zuspruch für das Krankenhaus-Magazin. Das Lösungswort der letzten Ausgabe lautete: ARZTPATIENTENSEMINAR V.l.n.r.: Alexander Geiling, Susanne Kümmerling, Beate Loos und Geschäftsführer Adrian Schmuker

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Achtung…Durchgeblickt!! Der Blick in den menschlichen Körper: Computertomografie In unserer letzten Ausgabe haben wir Dir erklärt, wie das Röntgen funktioniert. Heute soll es um eine Untersuchungsmethode gehen, die direkt auf dem Röntgen aufbaut: die Computertomografie – oder auch einfach CT genannt. Was ist nun hier anders?

er Mit freundlich Klinik r de g un tz Unterstü und für Radiologie gie unter Neuroradiolo . med. Chefarzt PD Dr rd. ha Dominik Mor

Unser Maskottchen „Leo Löwe“ auf der Untersuchungsliege eines unserer 3 CT, dem 128-Zeilen-CT im Erdgeschoss.

Auf einem normalen Röntgenbild werden zum

Mittels Computer werden also, einfach ausge-

Körper entsprachen, so ist man heute in der Lage,

Beispiel zwei Äpfel, die hintereinander liegen, auf

drückt, lauter Scheiben aufgeschrieben. Wie dick

sehr dünne Schichten von weniger als 1 mm Stärke

dem selben Punkt abgebildet und man kann an-

die Scheiben werden sollen, richtet sich danach,

abzubilden. Das ist dünner als ein Geodreieck.

hand der Aufnahme nicht erkennen, welcher Apfel

was untersucht werden muss. Während die ersten

Anhand dieser beeindruckenden Werte kann man

vorne und welcher hinten liegt, denn das Röntgen-

CT-Schichten in den 1970er Jahren noch etwa 1

sich bereits vorstellen, wie genau Ärzte heute in

bild ist ja ganz flach. Es wäre daher gut, wenn der

cm dicken oder noch dickeren Schnitten durch den

einen Körper „hineinschauen“ können.

hätte, auf denen er dann die genaue dreidimensionale Position eines Objektes bestimmen kann. Also dadurch praktisch bestimmen kann, was vorne und was hinten liegt. Und, Du ahnst es wahrscheinlich schon, genau solche Dinge kann der Computertomograf. Er arbeitet mit Röntgenstrahlen. Das Bild, das entstehen soll, wird allerdings erst nach der Aufnahme im Computer berechnet. Bereits im Namen kommen die Wörter „Computer“ und „Tomograf“ vor. Tomograf ist ein Wortkonstrukt, bestehend aus den griechischen Wörtern „tome“ (für „Schnitt“) und „graphein“ (für „schreiben“).

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Arzt viele zusammenhängende Bilder des Körpers


Wusstest du schon …

Wusstest du schon …

Die wichtigsten Vorteile der CT sind:

Der Vater des Computertomografen ist Godfrey Hounsfield, ein britischer Elektrotechniker. Er baute 1968 einen Prototyp, d. h. ein erstes funktionsfähiges Gerät. 1971 wurde zum ersten Mal das Gehirn eines lebenden Menschen mit dieser Technik untersucht.

• bessere Erkennbarkeit von Hirnblutungen (Schlaganfall) und speziellen, komplexen Knochenbrüchen sowie Krebserkrankungen • genaue Planung vor einer Operation • punktgenaue Entnahme von Flüssigkeitsansammlungen oder Gewebeproben aus dem Körperinneren per Nadel

Für seine Leistungen erhielt Hounsfield 1979 den MedizinNobelpreis und später den britischen Ritterorden.

Der CT wird aber nur in ganz speziellen Fällen

ten Hefte erklären werden). Ultraschall und MRT

eingesetzt. Bei Kindern beispielsweise meist nur

kommen z. B. ganz ohne Röntgenstrahlen aus.

dem Drehen macht ein Gerät, ähnlich einem großen Ring, das sich dauernd um den Patienten auf seiner Liege herumbewegt und so hintereinander

in Notfällen, da bei dieser Untersuchungsmethode die Strahlenbelastung (erinnerst du dich noch, das

viele, viele Bilder aufnimmt. Dieser Ring ist das

mit den Strahlen haben wir Dir im letzten Heft

Kernstück des Computertomografen. In ihm sitzt

erklärt) höher ist als bei einer normalen Röntgen-

die Röntgenröhre, die einen fächerförmigen Rönt-

untersuchung. Vor allem Kinder, die noch im

genstrahl erzeugt. Auf der gegenüberliegenden

Wachstum sind, möchte man, wenn möglich, davor

Seite des Ringes befinden sich die sogenannten

schützen, sodass bei Heranwachsendenden lieber

Detektoren, die die Röntgenstrahlen, die – nach-

erst einmal auf andere Untersuchungsmethoden

dem sie den Körper durchdrungen haben – dort in unterschiedlicher Stärke auftreffen, in elektrische Signale umwandeln. Diese werden dann von dort zur Verarbeitung an den Computer geschickt. Oben und unten links: 3 Schichtbilder des CTs Unten rechts: das computergenerierte 3-D-Bild

Das Überraschungsei auf der Untersuchungsliege des CTs.

Damit nun die Schichten erstellt werden können, wird, während sich der Ring dreht, die Liege hindurchgeschoben. So kann der Körper im wahrsten

Aber zurück zum CT. Wie werden denn nun die

Sinne des Wortes von Kopf bis Fuß durchleuchtet

vielen Schichten aus unterschiedlichen Blickwin-

werden.

keln hergestellt? Läuft da einer um den Patienten herum? Oder muss der sich gar drehen, wie in einem Karussell? Fast! Wie wir Dir schon beim Röntgen erklärt haben, muss auch hier das

zurückgegriffen wird, die ohne oder mit weniger

medizinische Personal bei der Untersuchung den

Strahlung auskommen: also mit einer normalen Röntgenaufnahme, einem Ultraschall oder einem MRT (diese Abkürzung steht für Magnetresonanztomographie, die wir Dir in einem der nächsSchuppentier aus dem Überraschungsei

Wie beim Röntgen, spürt der Patient von der Durchleuchtung nichts. In vielen Fällen bekommt 3-D-Bild des Schuppentieres aus dem Ei

er aber vorher ein Kontrastmittel gespritzt, damit z. B. die Gefäße und die Durchblutung der Organe besser sichtbar gemacht werden können. Die

Raum verlassen, um sich selbst vor den Strahlen

Das Röntgenbild des Eis. Alle im Ei befindlichen Teile werden übereinander abgebildet. Man kann nur schwer etwas unterscheiden.

Untersuchung dauert normalerweise zwischen

zu schützen. Herumlaufen geht also nicht. Das

5 und 50 Sekunden. Die Schichtbilder hat der

wäre auch viel zu langsam. Aber auch der Patient

Computer sofort berechnet, sodass sich der Arzt

muss sich nicht drehen. Eigentlich ist es sogar im

die Aufnahmen gleich ansehen kann.

Gegenteil so, dass er völlig ruhig liegen muss, um die Aufnahmen nicht zu verwackeln. Ja genau! Der Patient liegt. Und zwar auf einer Liege. Das mit

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Regionale Ra ffinessen

und in terna tionaler Flair

Der Küchenchef der »Piazza Leopoldina« empfiehlt. Mehr als gute Medizin. Für uns bedeutet das auch, jeden Tag dafür zu sorgen, dass sich unsere Patienten wohlfühlen. Ganz maßgeblich daran beteiligt ist unser Team aus Küche und Service. Unsere Mitarbeiter geben ihr Bestes, um mit abwechslungsreichen und gesunden Speisen zu überzeugen. Wir setzen auf regionale Produkte mit kurzen Lieferstrecken und einen schonenden Umgang mit Ressourcen, wo immer dies möglich ist – frei nach dem  Motto: »Von der Region, für die Region«. Wir beziehen unsere Lebensmittel und Produkte für Küche und Catering fast ausschließlich aus der Region oder von regionalen Händlern. Das Fleisch stammt aus Schweinfurt, die Backwaren kommen aus dem Landkreis und das frische Gemüse aus dem oberfränkischen Raum. Wir sind davon überzeugt, auch damit einen kleinen Beitrag zur Gesundheit zu leisten.

Wir wünschen viel Freude und Genuss mit den Rezeptideen unseres Chefkochs Alfons Walter. Guten Appetit!

Gutschein Gegen Vorlage dieses Gutscheins erhalten Sie am 11. und 12. Mai 2019 in unserem Restaurant »Piazza Leopoldina« das Menü »Rhönforelle mit Mandelbutter, Petersilienkartoffel und Zitronen-Romanesco Gemüse« und »Quark mit Vanille-Eierlikör und frischen Erdbeeren« statt für 10,90 € für nur 5,90 €.

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Medizin&Menschen · Schweinfurt Das Magazin des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt Medizin&Menschen · Das Magazin des Leopoldina-Krankenhauses

Foto: Adobe Stock

Die Kreativität und Qualität unserer Küche hat sich herumgesprochen – Privatpersonen und Unternehmen aus der Region greifen immer öfter auf den Veranstaltungs- und Cateringservice unserer Tochtergesellschaft Leo-Service zurück. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter www.leo-service.com. Übrigens, die leckeren Gerichte aus unserer »Piazza Leopoldina« erhalten Sie über den Menüservice der Johanniter Schweinfurt bequem nach Hause.


Zutaten: für 4 Personen 4 Forellen 750 g Kartoffeln Salz und Pfeffer 100 g Butter gehackte Petersilie Mandelblätter

ZitronenRomanesco-Gemüse Zutaten: für 4 Personen 800g Romanesco 40 g Butter 1 Zitrone 1 TL Zitronenschale Salz und Muskatnuss

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Zubereitung:

Foto: Adobe Stock

Rhönforelle mit Mandelbutter

Die Forellen waschen und trocken tupfen, innen und außen salzen und pfeffern. Butter erhitzen und die Forellen goldbraun von beiden Seiten braten. Kartoffeln kochen bis sie gar sind. Die Forellen aus der Pfanne nehmen, restliche Butter in die Pfanne geben und die Mandelblättchen bräunen. Forelle und Kartoffeln sowie Gemüse anrichten und mit der Mandelbutter beträufeln.

Gemüse 7-9 Minuten garen. Die Röschen sollten noch bissfest sein. 1 TL Zitronenschale und 1 EL Zitronensaft in die gebräunte Butter geben. Mit Salz und etwas Muskatnuss würzen und die Romanescoröschen unterheben. Gemeinsam mit den Kartoffeln und den Forellen anrichten.

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Fotos: vm.photodesign

Der Gesundheitspark Schweinfurt – alles unter einem Dach. In der Robert-Koch-Straße in Schweinfurt und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zum Leopoldina-Krankenhaus bündelt der Gesundheitspark verschiedene Fachkompetenzen des Gesundheitswesens unter einem Dach. Vergleichbar mit großen Ärztehäusern, in denen verschiedene Ärzte aus unterschiedlichen Bereichen in eigener Praxis oder MVZ tätig sind, bietet der Gesundheitspark Schweinfurt darüber hinaus weitere Gesundheitsdienstleistungen wie Apotheke, Physiotherapie und Sanitätshaus an.

Darüber hinaus haben sich gesundheitsorientierte Bildungseinrichtungen im Gesundheitspark niedergelassen. Die Auszubildenden der Fachakademie für Physiotherapie (Hans Weinberger Akademie) profitieren von der engen Nachbarschaft zu den Partnern im Gesundheitspark Schweinfurt. Seit September 2015 sind auch die Schule für Pflegeberufe und seit Juni 2017 die Leo Academie in ihre neuen Räumlichkeiten im Gesundheitspark eingezogen. Der Gesundheitspark Schweinfurt – alles unter einem Dach, von Arzt bis Z.

Die Vorteile für die Patienten liegen auf der Hand: Die Wege von Arzt zu Arzt, zur Therapie oder Apotheke sind kurz, die Informationen zwischen den verschiedenen an einer Behandlung beteiligten Personen fließen schneller und die Patienten können mehrere Termine an einem Tag an einer Adresse erledigen. Ein weiterer Vorteil ist die enge Zusammenarbeit mit dem Leopoldina-Krankenhaus. Viele der Mediziner aus MVZ oder Praxis sind sowohl dort als auch im Krankenhaus tätig. Ambulante und stationäre Behandlung liegen somit in einer Hand.

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Tagesklinik für Spezielle Schmerztherapie Chefärztin Dr. med. Jutta Albrecht Telefon: 09721 720-6405 Fax: 09721 720-2935 www.leopoldina.de Sprechzeiten: Mo. bis Fr.: 8:00–16:00 Uhr, nur nach vorheriger Terminvereinbarung ........................................................................ Ambulantes Operationszentrum Leopoldina (AOZ) Leitender Arzt Dr. med. Christian Nüchter Telefon: 09721 720-2771 Fax: 09721 720-882770 www.mvz-leopoldina-gesundheitspark.de ........................................................................ Dr. med. Markus Helmreich Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Kinderkardiologie/Neonatologie Telefon: 09721 25272 Fax: 09721 25665 www.kinderarzt-helmreich.de Sprechzeiten: Mo.-Fr.: 9:00–11:30 Uhr sowie Mo., Di. und Do.: 15:00–17:30 Uhr, sowie nach Vereinbarung. Um telefonische Terminvereinbarung wird gebeten. ........................................................................ Reha City Park Telefon: 09721 3880300 www.reha-city-park.de Öffnungszeiten: Mo. bis Fr.: 7:00–20:00 Uhr Sa. 9:00–13:00 Uhr ........................................................................ Praxis für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie Dres. Isabell und Tobias Reuther Telefon: 09721 605 1840 www.mkg-reuther.de Sprechzeiten: Mo. bis Do.: 8:00–13:00 Uhr und 14:00–17:00 Uhr Fr.: 8:00–13:00 Uhr Termine nach Vereinbarung ........................................................................

MVZ Leopoldina Arztpraxen Medizinisches siehe Seite 33 Versorgungszentrum Telefon: 09721 720-2710 www.mvz-leopoldina-gesundheitspark.de ........................................................................ Schule für Pflegeberufe (Zweckverband Haßfurt/Schweinfurt) Telefon: 09721 720-3542 E-Mail: krankenpflegeschule@leopoldina.de ........................................................................ Bistro im Gesundheitspark Telefon: 09721 720-2792 Öffnungszeiten: Mo. bis Fr.: 8:00–15:00 Uhr ........................................................................

Leo Academie Robert-Koch-Str. 10 97422 Schweinfurt Telefon: 09721 720-3415 E-Mail: leoacademie@leopoldina.de www.leoacademie.de ........................................................................ Palliativo Main | Saale | Rhön Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) Telefon: 09721 720-3070 E-Mail: info@palliativo.de www.palliativo.de ........................................................................ Hausärzte im Gesundheitspark Dr. med. Helgard Brückner Dr. med. Anne Dippel Dr. med. Gisela Kutter Telefon: 09721 720-2760 ........................................................................

Sanitätshaus Häusner Fachgeschäft für Orthopädie und Sanitätsfachhandel Telefon: 09721 188950-0 Fax: 09721 188950-1

Apotheke im Gesundheitspark Matthias Krimmel e.K. Telefon: 09721 7304277 Fax: 09721 7304279 E-Mail: apotheke-im-gesundheitspark@t-online.de ........................................................................

www.sanitaetshaus-haeusner.de info@sanitaetshaus-haeusner.de Öffnungszeiten: Mo. bis Do.: 8:30–12:00 Uhr und 13:00–16:30 Uhr Fr.: 8:30–12:00 Uhr und 13:00–15:00 Uhr ........................................................................ Berufsfachschule für Physiotherapie Hans-Weinberger Akademie Telefon: 09721 20951-40 Fax: 09721 20951-49 www.hwa-online.de ........................................................................ Orthopädische Facharztpraxis Dr. med. Andreas Handschuh Telefon: 09721 6050974 Fax: 09721 7598929 www.praxishandschuh.de ........................................................................

Eisenbrand Ästhetik Alexander Eisenbrand Telefon: 09721 2912200 E-Mail: info@eisenbrand-aesthetik.de www.eisenbrand-aesthetik.de ........................................................................ Praxis für ganzheitliche Orthopädie Dr. med. Werner Menzler Telefon: 09721 18481 E-Mail: praxismenzler@t-online.de www.praxis-menzler.de ........................................................................ Radiologie im Gesundheitspark Privatpraxis für Kernspintomographie Telefon: 0951 980300 www.radiologie-im-gesundheitspark.de Termine nach Vereinbarung ........................................................................ Ernährungsambulanz im MVZ Gabriele Schäfer Diplomoecotrophologin Telefon: 09721 720-2716 E-Mail: gschaefer@leopoldina.de ........................................................................ Sie erreichen den Gesundheitspark Schweinfurt bequem mit der Buslinie 52, Haltestelle Museum Otto Schäfer. Falls Sie mit dem Auto anreisen, stehen Ihnen in der Mainberger und der Robert-Koch-Straße ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Gesundheitspark Schweinfurt Robert-Koch-Straße 10 97422 Schweinfurt

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Neurorehabilitation – Fragen und Antworten. Die persönliche Motivation nimmt eine Schlüsselrolle ein. Zudem schaffen wir für unsere Rehabilitanden optimale Bedingungen, um sie auf diese Weise zusätzlich zu einer aktiven Teilnahme an der Therapie zu motivieren. Garant hierfür sind moderne und zugleich wirkungsvolle Techniken und Methoden, die die Betroffenen auf deren Weg zu höchstmöglicher Selbstständigkeit fördern und fordern. Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Neurologie galt lange Zeit als Fachrichtung mit unbehandelbaren Krankheiten. Doch können in der neurologischen Rehabilitation mittlerweile Erfolge erzielt werden, die früher kaum für möglich gehalten wurden. Eine Schlüsselrolle nehmen hierbei auf die Bedürfnisse des jeweiligen Betroffenen abgestimmte therapeutische Inhalte aus Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie ein.

Verena Strohhäcker: Abseits der eher „klassischen“ physiotherapeutischen Anwendungen, setzen wir in der Neurorehabilitation auf einige Besonderheiten wie z. B. die Elektrostimulation. Hierbei nutzen wir die positiven Effekte einer gezielten Reizung des menschlichen Körpers durch extern angelegte elektrische Felder. Die elektrischen Impulse begünstigen die Kräftigung der geschwächten Muskulatur, sorgen für eine Anregung von Organen und Muskulatur und verbessern weiterhin die Fähigkeit zur Verarbeitung von Reizen und Informationen.

Wozu dient die Physiotherapie in der Neurorehabilitation? Wie funktioniert das? Dr. phil. Thorsten Blaßdörfer, Geschäftsführer Reha City Park: Im Rahmen der neurologischen Rehabilitation unterstützen wir unsere Patientinnen und Patienten dabei, ihren Gesundheitszustand, der infolge von Erkrankungen bzw. sonstigen Schädigungen des zentralen Nervensystems wie z. B. bei einem Schlaganfall gelitten hat, wiederherzustellen oder zu verbessern. Grundlegend hierfür ist das in Forschung und Praxis inzwischen etablierte Prinzip der Neuroplastizität, also der Wandlungsfähigkeit unseres Nervensystems. Unser Gehirn verfügt nicht über eine „fixe Verdrahtung“, sondern verändert seine Struktur ein Leben lang durch Erfahrungen, Eindrücke und sonstige Reize. Dabei bilden sich immer neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen: Wir lernen. Dieser Prozess des Lernens bzw. Wiedererlernens ist ein Schwerpunkt der Neurorehabilitation. Welche Schwerpunkte werden in der Physiotherapie aufgegriffen? Verena Strohhäcker, Leitung Physiotherapie: Im Zentrum steht die Verbesserung von Einschränkungen und Problemen wie z. B. Lähmungen, Störungen der Wahrnehmung, des Gleichgewichts und der Koordination. Eine aktive Bewegungstherapie sowie intensive Einzel- oder Gruppenanwendungen bilden die Voraussetzungen dafür, diese und andere Symptome zu lindern und zugleich wesentliche Fähigkeiten und damit Selbstständigkeit möglichst umfassend zurückzuerlangen.

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Verena Strohhäcker: Anhand der oberflächlich angebrachten Elektroden werden kleinere Stromstöße abgegeben, die auf den gelähmten Nerv stimulierend wirken, wodurch sich der Muskel wieder bewegt. Wurden hingegen verschiedene Nervenbahnen – also die Steuerungs- bzw. Informationswege – komplett und unumkehrbar zerstört, so müssen andere Behandlungsansätze gewählt werden. Grundidee dieser Therapieformen ist es dann, Informationen gewissermaßen über eine „Umleitung“ vom Gehirn in die Peripherie, etwa zu den Beinen und wieder zurück, zu übermitteln. Worin besteht das Hauptziel in der Ergotherapie? Eva-Maria Langer, Leitung Ergotherapie: Das wesentliche Ziel der Ergotherapie im Rahmen der neurologischen Rehabilitation besteht darin, Betroffene nach Schlaganfall, Hirnblutung, Hirntumor, Schädel- Hirn-Trauma etc. in die Lage zu versetzen, für sie wesentliche Aktivitäten des täglichen Lebens wieder auszuführen. Wir unterstützen die Rehabilitanden dadurch, wieder in ihren persönlichen Alltag zurückkehren zu können. Konkret wird dem therapeutischen Einsatz von Alltagsaktivitäten zur Förderung der Selbstständigkeit und Autonomie großer Stellenwert eingeräumt.

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Welche Inhalte umfassen die ergotherapeutischen Aktivitäten? Eva-Maria Langer: U. a. folgende Inhalte werden durch die therapeutischen Aktivitäten abgedeckt: Körperpflege, Nahrungsaufnahme, Tätigkeiten in der Küche, im Haushalt, im Garten oder in der Werkstatt, Arbeit am Computer, Mobilität innerhalb und außerhalb des Wohnbereichs (z. B. Bewegung als Fußgänger im Verkehr, Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel), Freizeitgestaltung, die Anpassung des Tagesablaufs an die veränderten Lebensumstände, Steigerung der Belastung im Alltag, Erprobung berufsspezifischer Fertigkeiten. Was bewirkt die Logopädie in der Neurorehabilitation? Wodurch kann man die ergotherapeutische Behandlung ergänzen? Eva-Maria Langer: Ergänzt werden jene ergotherapeutischen Aktivitäten durch weitere funktionelle und adaptive Inhalte wie z. B. dem Erhalt bzw. Wiedererlernen der Beweglichkeit von Rumpf, Armen und Händen, Schreibtraining, Förderung der Wahrnehmung, der kognitiven und visuellen Fähigkeiten sowie Hilfsmittelberatung und -schulung für den Alltag, in der Rehabilitation und zu Hause.

Nina Tschepe B. Sc., Leitung Logopädie: Kommunikation ist zur Bewältigung des Alltags ein wesentlicher Faktor. Eigene Anliegen mitteilen bzw. andere verstehen zu können, sind Grundvoraussetzungen dafür, das eigene Leben selbstständig und aktiv zu gestalten. Logopäden fördern diese Kompetenzen, indem sie Störungen der Sprache (Aphasien), der Kommunikation, Sprech- und Stimmstörungen (Dysarthrophonien) sowie Lähmungen der Gesichtsmuskulatur (Fazialisparesen) therapieren. Weiterhin werden beispielsweise auch Schluckstörungen (Dysphagien) behandelt.

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NEUROrehabilitation Eine Schädigung des Nervensystems führt zu neurologischen Funktionsstörungen (z.B. Bewegungsstörungen, sensorische Störungen, Störungen der höheren Hirnfunktionen), welche sich in Abhängigkeit des persönlichen Hintergrunds und von Umgebungsfaktoren unterschiedlich auf die persönlichen Aktivitäten und soziale Partizipation auswirken können. Trotz der Fortschritte in der medikamentösen Behandlung, sind die Auswirkungen neurologischer Krankheitsbilder auch heutzutage

noch oft gravierend mit einer hohen Prävalenz an Langzeitbehinderungen. Die Neurorehabilitation versucht, diese plastischen Mechanismen und damit die Erholung zu fördern durch einen koordinierten Einsatz von therapeutischen Maßnahmen. Das Hauptziel ist es, trotz bestehender neurologischer Störungen eine möglichst hohe Funktionsfähigkeit und Selbstständigkeit in persönlichen und sozialen Aktivitäten zu erreichen, um den Betroffenen eine möglichst unabhängige aktive Le-

bensgestaltung und hohe Lebensqualität zu ermöglichen. Aufgrund der Komplexität der Störungsbilder (Wahrnehmung, Bewegung, Sprache, andere höhere Hirnfunktionen) ist in der Regel ein multidisziplinäres Rehabilitationsprogramm durch ein spezialisiertes ambulantes Team (Physiotherapie, Sporttherapie, Ergotherapie, Logopädie, u.a.) notwendig, um die Erholung durch ein ziel- und alltagsorientiertes Training spezifisch zu fördern.

Ergotherapie Physiotherapie Logopädie

Reha City Park | Praxis für Logopädie, Ergo- und Physiotherapie, Zentrum für Prävention Robert-Koch-Str. 10 | 97422 Schweinfurt | 09721 / 388 0 300 | info@reha-city-park.de | www.reha-city-park.de

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Veranstaltungen · Fort- und Weiterbildung Arzt-Patienten-Seminare Donnerstag, 09.05.19, 18:00 - 19:30 Uhr Herzschwäche

Donnerstag, 12.09.19, 18:00 - 19:30 Uhr Was tun, wenn das Herz stehen bleibt? Demonstration und Übung der Ersthelfermaßnahmen bei einem plötzlichen Kreislaufstillstand

Dienstag, 14.05.19, 18:00 - 19:30 Uhr Neue Therapiekonzepte und Operationsmethoden zur Behandlung der Schulter

Donnerstag, 12.09.19, 18:00 - 19:30 Uhr Hexenschuss und Rückenschmerz: Ursachen vermeiden – schonend behandeln!

Donnerstag, 16.05.19, 18:00 - 19:30 Uhr Psychische Traumatisierung – Folgen und Behandlungsmöglichkeiten

Dienstag, 17.09.19, 18:00 - 19:30 Uhr Kardiovaskuläre Prävention

Montag, 06.05.19, 19:30 - 21:00 Uhr Wir bekommen ein Kind

Dienstag, 21.05.19, 18:00 - 20:00 Uhr Chirurgie der kleinen Schnitte – Darmoperation in Schlüssellochtechnik Montag, 03.06.19, 19:30 - 21:00 Uhr Wir bekommen ein Kind Montag, 24.06.19, 19:30 - 21:00 Uhr Ernährung von Säuglingen Mittwoch, 26.06.19, 16:00 - 17:30 Uhr Achtsamkeit in der Psychosomatik Mittwoch, 26.06.19, 19:00 - 20:30 Uhr Umgang mit Belastungen – auf der Suche nach meiner Quelle Vortrag und praktische Übungen Donnerstag, 27.06.19, 18:00 - 19:30 Uhr Hexenschuss und Rückenschmerz: Ursachen vermeiden – schonend behandeln! Montag, 01.07.19, 19:30 - 21:00 Uhr Wir bekommen ein Kind Donnerstag, 04.07.19, 18:00 - 19:30 Uhr Bluthochdruck Dienstag, 09.07.19, 18:00 - 19:30 Uhr Osteoporose und ihre Gefahren – Prophylaxe und Therapie Mittwoch, 31.07.19, 17:00 - 18:30 Uhr Depressive Störungen – Überblick und Behandlungsmöglichkeiten Montag, 05.08.19, 19:30 - 21:00 Uhr Wir bekommen ein Kind Donnerstag, 29.08.19, 17:30 - 18:30 Uhr Wirbelsäulenchirurgie in der onkologischen Behandlung Montag, 02.09.19, 19:30 - 21:00 Uhr Wir bekommen ein Kind Donnerstag, 05.09.19, 18:00 - 19:30 Uhr Grundpflegekurs für alle werdenden und frischgebackenen Eltern

Donnerstag, 19.09.19, 17:00 - 18:30 Uhr Achtsamkeit in der Psychosomatik Montag, 23.09.19, 19:30 - 21:00 Uhr Wie kann mein Kind entspannen? Dienstag, 24.09.19, 18:00 - 20:00 Uhr Venenleiden – Ursache und Therapie Mittwoch, 25.09.19, 18:00 - 19:30 Uhr Stress und Gesundheit – Erkennen, was uns gut tut Donnerstag, 26.09.19, 17:30 - 18:30 Uhr Rückenmarksstimulation, eine Option für die Behandlung der Nervenschmerzen Montag, 07.10.19, 19:30 - 21:00 Uhr Wir bekommen ein Kind Dienstag, 08.10.19, 18:00 - 19:30 Uhr Arthrose – Neue Therapiekonzepte, von der Doppelspritze – zur Keramik-Endoprothese Montag, 14.10.19, 19:30 - 21:00 Uhr Mein Kind kann nicht schlafen Donnerstag, 17.10.19, 17:00 - 18:30 Uhr Angststörung - Überblick und Behandlungsmöglichkeiten Dienstag, 22.10.19, 18:00 - 19:30 Uhr Ergänzende Maßnahmen während der Krebstherapie (Vortrag, Gespräch und praktische Tipps)

Donnerstag, 24.10.19, 18:00 - 19:30 Uhr Hirnblutungen und Hirntumore im höheren Lebensalter – gibt es eine sinnvolle Therapie? Donnerstag, 31.10.19, 17:30 - 18:30 Uhr Medikamentenpumpen bei chronischen Schmerzen Montag, 04.11.19, 19:30 - 21:00 Uhr Wir bekommen ein Kind Montag, 11.11.19, 19:30 - 21:00 Uhr Unser Kind ist da! Dienstag, 12.11.19, 18:00 - 20:00 Uhr Die Operation der Schilddrüse und Nebenschilddrüse Dienstag, 19.11.19, 18:00 - 19:30 Uhr Patientenverfügung – Vorsorgevollmacht Donnerstag, 21.11.19, 18:00 - 19:30 Uhr Stress - Wirkung und Nebenwirkung Dienstag, 26.11.19, 18:00 - 19:30 Uhr Hand und Fuß – Neue Therapiemethoden und Operationstechniken Mittwoch, 27.11.19, 18:00 - 19:30 Uhr Hirnblutungen und Hirntumore im höheren Lebensalter – gibt es eine sinnvolle Therapie? Donnerstag, 28.11.19, 17:00 - 18:30 Uhr Psychische Traumatisierung – Folgen und Behandlungsmöglichkeiten Montag, 02.12.19, 19:30 - 21:00 Uhr Wir bekommen ein Kind Montag, 09.12.19, 19:30 - 21:00 Uhr Unfallverhütung und Erste Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern Dienstag, 10.12.19, 18:00 - 19:30 Uhr Plötzliche Bewusstlosigkeit – von harmlos - tödlich

Alle Arzt-Patienten-Seminare finden, soweit nichts anderes angegeben ist, bei freiem Eintritt im ­Leopoldina-Krankenhaus statt (Ausnahme Grundpflegekurs). Bitte beachten Sie vor Ort die Wegweiser. Nähere und aktuelle Infos auf unserer Homepage unter www.leopoldina.de.

Jeden Freitag ab 14 Uhr Klinik für Psychosomatik Inforunde für alle, die sich für einen stationären Aufenthalt bei uns interessieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Info-Tage Arthrose-Info-Tag Samstag, 19.10.19 10:00 bis 14:00 Uhr 46

Wirbelsäulen-Info-Tag Samstag, 09.11.19 9:30 bis 13:00 Uhr Medizin&Menschen · Das Magazin des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt


Kurstermine der Leo Academie Fort-und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter und externe Kollegen aus den Gesundheitsberufen 06.05.2019 09.30 - 15.30 Uhr Ausbildung zum Brandschutzhelfer*in Kursgebühr 49,00 € 06.05.2019 je 14.30 - 15.15 Uhr + 15.15 - 16.00 Uhr Feuerlöschtraining Kursgebühr 19,00 € 07.-08.05.2019 · 21.-22.05.2019 09.00 - 18.00 Uhr 04.-05.06.2019 · 27.-28.08.2019 · 28.-29.09.2019 · 22.-23.10.2019 · 05.-06.11.2019 · 03.-04.12.2019 Reanimationstraining – ACLS (Advanced Cardiac Life Support) Kursgebühr 495,00 € 07.05.2019 14.30 - 16.00 Uhr Mit den An- und Zugehörigen sterbender Menschen sprechen Kursgebühr 19,00 € 09.05.2019 14.30 - 16.00 Uhr Diabetes Typ I bei Kindern und Jugendlichen Kursgebühr 19,00 € 16.05.2019 Pflege dich auch selbst! Teil I Kursgebühr 19,00 €

14.30 - 16.30 Uhr

27.06.2019 Pflege dich auch selbst! Teil II Kursgebühr 19,00 €

14.30 - 16.30 Uhr

11.07.2019 14.30 - 15.30 Uhr Aromaöle – Verbesserung der Raumluft auf den Stationen – Teil I Kursgebühr 19,00 € 19.-21.07.2019 · 25.-27.10.2019 09.00 - 18.00 Uhr Kombinierter Kenntnis- und Grundkurs im Strahlenschutz als Bestandteil der Fachkunde für Ärzte Kursgebühr 766,36 €

08.10.2019 09.00 - 17.00 Uhr Stressbewältigung und Entspannung – Burn out, NEIN danke! – Teil I Kursgebühr 149,00 € 04.06.2019 · 13.12.2019 09.00 - 17.00 Uhr Stressbewältigung und Entspannung – Burn out, NEIN danke! – Vertiefungskurs – Teil II Kursgebühr 149,00 € 25.06.2019 · 24.09.2019 · 19.11.2019 09.00 - 18.00 Uhr Reanimationstraining –ACLS (Advanced Cardiac Life Support) REFRESHER Kursgebühr 249,00 €

Manuel Geuen Leitung Leo Academie g un und Personalentwickl Michaela Blümlein ie em Koordinatorin Leo Acad Telefon 09721 720-3415 leopoldina.de E-Mail: leoacademie@

20.07.2019 · 12.10.2019 09.00 - 16.30 Uhr Aktualisierung der Fachkunde bzw. erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz nach RöV 10.10.2019 14.30 - 16.00 Uhr Kursgebühr 331,97 € Bitte nicht festnageln! – Maßnahmen zur Mobilitätsförderung Kursgebühr 19,00 € 29.08.2019 · 12.09.2019 09.00 - 18.00 Uhr 24.10.2019 · 07.11.2019 · 05.12.2019 17.10.2019 14.30 - 16.00 Uhr Reanimationstraining – BLS (Basic Life Support) Diabetes mellitus + Brandschutzunterweisung Kursgebühr 19,00 € Kursgebühr 149,00 € 23.10.2019 14.30 - 15.30 Uhr 05.09.2019 14.30 - 15.30 Uhr Postoperative Mobilisation von Hüft-/ Versorgung einer PEG Knie-TEP-Patienten Kursgebühr 19,00 € Kursgebühr 19,00 € 05.09.2019 14.30 - 16.30 Uhr “Herz trifft EKG” – Grundlagen der Anatomie und der EKG-Diagnostik Kursgebühr 19,00 €

24.10.2019 14.30 - 16.30 Uhr Die Bedeutung psychisch erkrankter/veränderter Menschen im Pflegealltag eines Akutkrankenhauses Kursgebühr 19,00 €

12.09.2019 14.30 - 15.30 Uhr Grundsätze der Stomaversorgung Kursgebühr 19,00 €

24.10.2019 Moderne Wundverbände Kursgebühr 19,00 €

23.05.2019 · 30.09.2019 · 21.11.2019 je 09.00 - 11.00 Uhr + 14.30 - 16.30 Uhr Reanimationstraining – Heartsaver/AED 17.09.2019 09.00 - 18.00 Uhr Kursgebühr 59,00 € Reanimationstraining – PALS (Pediatric Advanced Life Support) 23.05.2019 · 10.10.2019 14.30 - 15.30 Uhr Kursgebühr 519,00 € Umgang mit Zytostatika und Notfallmanagement Spillkit 19.09.2019 08.30 - 16.00 Uhr Kursgebühr 19,00 € Rückengerechter Patiententransfer 23.05.2019 14.30 - 15.30 Uhr Die richtige Wunddokumentation Kursgebühr 19,00 €

re Informationen unter Anmeldung und weite e oder direkt bei: www.leoacademie.d

Kursgebühr 59,00 €

26.09.2019 Transkulturelle Pflege Kursgebühr 19,00 €

14.30 - 16.00 Uhr

04.-06.10.2019 09.00 - 18.00 Uhr Spezialkurs im Strahlenschutz für Ärzte für die Untersuchung mit Röntgenstrahlung (Diagnostik) Kursgebühr 509,00 € 09.10.2019 09.00 - 13.00 Uhr Aktualisierung der Kenntnisse im Strahlenschutz für OP-Personal Kursgebühr 214,20 € 07.10.2019 14.30 - 15.45 Uhr Fortbildung für Brandschutzhelfer*in Kursgebühr 29,00 €

14.30 - 15.30 Uhr

07.11.2019 14.30 - 15.30 Uhr Umgang mit Betäubungsmitteln Kursgebühr 19,00 € 14.11.2019 14.30 - 16.30 Uhr Demenzkranke Patienten im Akutkrankenhaus – Teil I Kursgebühr 19,00 € 21.11.2019 14.30 - 16.30 Uhr Demenzkranke Patienten im Akutkrankenhaus – Teil II Kursgebühr 19,00 € 21.11.2019 14.30 - 16.00 Uhr Motivation in der Praxis fördern – Teil I Kursgebühr 19,00 € 05.12.2019 14.30 - 16.00 Uhr Motivation in der Praxis fördern – Teil II Kursgebühr 19,00 € 28.11.2019 14.30 - 15.30 Uhr Postoperative Mobilisation von neuro- und wirbelsäulenchirurgischen Patienten Kursgebühr 19,00 €

Impressum: Herausgeber: Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt GmbH · Gustav-Adolf-Straße 6–8 · 97422 Schweinfurt · Telefon: 09721 720-0 · Fax: 09721 720-2975 · www.leopoldina.de Redaktion und Konzept: Veit Oertel (verantwortlich) · Christian Kirchner · Indre Leikert Gestaltung: Gerryland AG, Würzburg Titelfoto: Adobe Stock Erscheinungsweise: 2 x im Jahr · Druckauflage 75.000 Stück · Druck: Rudolph Druck, Schweinfurt

Medizin&Menschen · Das Magazin des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt

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Tag der offenen Tür

. 7 0 . 1 2 , . o S

r h U 0 .0 7 1 – 0 11.0

Leopoldina-Krankenhaus und Gesundheitspark Schweinfurt

Programmübersicht: •

Kinderprogramm und Teddyklinik

Medizin zum Anfassen

Tombola mit attraktiven Preisen

Viele Mitmachangebote

Einblicke in den OP

Führungen durch die Krankenhaustechnik

Eröffnungsgottesdienst 10.00 Uhr … und viele Attraktionen mehr!

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Leopoldina Klinikmagazin Ausgabe 12  

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