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Patienten-Zeitung des St. Josefs-Hospitals Wiesbaden Alle 4 Monate kostenlos zum Mitnehmen | 20. Jahrgang Nr. 1/2014

JOHONEWS

Foto: Martin Manigatterer

Sie waren einfach gut Abschied von den Ordensschwestern der ADJC

Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung Auszeichnung f체r Orthop채die

50 Jahre Krankenpflegeschule Jubil채umstag am 22.05.2014


Promotion

medicum-Sanitätshaus im medicum am JoHo     

Ein Auszug unserer Leistungen:  Alltagshilfen  Mutter & Kind  Wäsche  med. Bandagen  Kompressionstherapien  Brustprothetik  Messgeräte  Hygiene  Gesundheit & Fitness


3 | INHALT | STREIFLICHT | JOHO NEWS

Bücherei Unsere Bibliothek befindet sich auf der Ebene 1 im Westflügel. Über 3000 Bücher und auch spannende Spiele können hier ausgeliehen werden. Für Patienten und Mitarbeiter! Öffnungszeiten: Di,Mi und Fr von 14.30-17.00 Uhr.

Lachen – die beste Medizin!? Gesundheitsvorsprung durch Humor: Lachen wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Stellen Sie sich einmal ein Arzneimittel mit folgenden Wirkungen vor: das Immunsystem wird stimuliert, Muskeln und Stoffwechsel werden aktiviert, Schmerzen gelindert, Entspannung und Kreativität gefördert und das alles kostenlos und praktisch frei von Nebenwirkungen. Lacht ein Kind noch 400 mal pro Tag, kann sich ein Erwachsener gerade noch 15 mal lächelnd vergnügen. Und obwohl kaum einer als Zeitgenosse gelten möchte, der keinen Spaß versteht, so ist unterhaltsames Gekicher meist ebenso ungern gesehen. Und nicht nur Körper und Seele baden den fehlenden Schmunzelfaktor aus. Auch unsere Gesellschaft hat auf vieles keine sympathisch lächelnde Antwort mehr. Die Fähigkeit zu lachen ist eine Medizin, die uns nahezu jederzeit kostenlos zur Verfügung steht. Lachen kann uns gesunderhalten oder zu unserer Gesundung beitragen. Wer lacht, lebt länger und lebt länger gesünder. Regelmäßiges Lachen führt auch dazu, dass Patienten schneller wieder gesund werden. Und vielleicht zaubert Ihnen diese kleine Geschichte ein Lächeln auf das Gesicht: Dazugelernt Zu Mark Twain kam ein Siebzehnjähriger und beklagte sich: „Ich verstehe mich mit meinem Vater nicht mehr. Jeden Tag Streit. Er ist so rückständig, hat keinen Sinn für moderne Ideen. Was soll ich machen? Ich ziehe aus.“ Mark Twain antwortete: „Junger Freund, ich kann dich gut verstehen. Als ich siebzehn Jahre alt war, war mein Vater genauso ungebildet. Es war nicht zum Aushalten. Aber habe Geduld mit so alten Leuten. Sie entwickeln sich langsamer. Nach zehn Jahren, als ich 27 war, hatte er soviel dazugelernt, dass man sich schon ganz vernünftig mit ihm unterhalten konnte. Und was soll ich dir sagen? Heute, wo ich 37 bin – ob du es glaubst oder nicht – wenn ich keinen Rat weiß, dann frage ich meinen alten Vater. So können die sich ändern.“ (gefunden in: „Typisch! Kleine Geschichten für andere Zeiten“, Andere Zeiten e.V., Hamburg 2005)

Gottesdienste

JOHO SPEZIAL Abschied von den ADJC . . . . . . . . . 5 Im besten Alter: 66 Jahre OFK . . . . 7

In unserer Kapelle sind Sie jederzeit herzlich willkommen. Sie erreichen die Kapelle über die Ebene 0. Die Kapelle ist von 6 bis 20 Uhr geöffnet. Das JoHo bietet allen Patienten regelmäßig Gottesdienste an. Die Heilige Messe ist Mo um 8.00 Uhr, Di-Fr um 19.00 Uhr, Sa um 8.00 Uhr (2. Samstag im Monat keine Messe), Sonntag um 9.00 Uhr. Alle Gottesdienste werden über Fernseher ausgestrahlt. Ein evangelischer Gottesdienst wird jeden ersten und dritten Sonntag im Monat um 10.30 Uhr in der Kapelle gefeiert.

JOHO MEDIZIN

Seelsorge

Ich habe Krebs! Thementag . . . . . 11

Ansprechpartner: Katholische Kirche Pfarrer Klaus Krechel, Tel. 177-1172 Evangelische Kirche Pfarrerin Miriam Müller Tel. 177-1174

JOHO AUF EIN WORT

Sozialdienst Der Sozialdienst bietet Ihnen Beratung und Hilfe bei allen Fragen, die sich durch Krankheit oder Behinderung ergeben können. Hausrufnummer: -3750.

Endoprothesenzentrum . . . . . . . . . 8

JOHO ENGAGEMENT Kunst im JoHo: Palimpsest . . . . . . 10 Jubiläum Krankenpflegeschule . . . . . . . . . . . 11

Sternenhimmel . . . . . . . . . . . . . . . . 12

JOHO VERMISCHTES Rezept des Monats . . . . . . . . . . . . . 13 Diabetikerberatung . . . . . . . . . . . . 13

Verein der Freunde und Förderer des St. Josefs-Hospitals – hat sich zur Aufgabe gemacht, das JoHo und seine Mitarbeiter im Dienst am Kranken zu unterstützen. Er tut dies durch Spenden und persönliche Beiträge:

JOHO QUERBEET Geburtsvorbereitung . . . . . . . . . . . 14 Rätsel: Wer weiß es? . . . . . . . . . . . . 15

Ihre

Susanne Schiering-Rosch

Spendenkonto 100 174 332 NASPA Wiesbaden, BLZ 510 500 15

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15


JOHO NEWS | INTERN | 4

Das St. Josefs-Hospital á Das St. Josefs-Hospital Wiesbaden ist ein freigemeinnütziges Akutkrankenhaus der Schwerpunktversorgung. Die im St. Josefs-Hospital verfolgte Philosophie steht unter der christlichen Zielsetzung „einfach gut sein“. Diese Zielsetzung soll sich im täglichen Miteinander der im St. Josefs-Hospital Tätigen widerspiegeln und zu einem qualifizierteren und persönlicheren Umgang mit den Patienten führen. So will dieses Haus ein echtes „Hospital“ sein – hier sollen sich Menschen wohlfühlen und von hier sollen sie gestärkt wieder ihren Alltag aufnehmen. Das St. Josefs-Hospital verfügt über ca. 500 Betten mit zehn Fachdisziplinen. 1.200 Mitarbeiter sind täglich darum bemüht, Sie wieder auf den Weg der Gesundheit zu bringen – manche erleben Sie unmittelbar, andere sind indirekt in Form von verschiedensten Diensten daran beteiligt. Das „JoHo“ (so wird unser Haus auch gerne genannt) ist ein Klinikum, in dem sich modernste medizinische Technologie und persönliche Betreuung ergänzen.

So kommen Sie zu uns ...

Sondereinrichtungen Radiologie und Strahlentherapie Praxisgemeinschaft RNS Tel. 177-1610 und Tel. 177-1625 Nuklearmedizin Praxis Frau Dr. Michaelis Tel. 177-1650

Palliativmedizin/Onkologie Chefarzt Dr. B.O. Maier Tel. 177-3830, Ebene 1

St. Josefs-Hospital Wiesbaden GmbH Beethovenstr. 20, 65189 Wiesbaden Tel. 0611/ 177-0, Fax 0611/ 177-1185 www.joho.de

Immunologische Ambulanz Ltd. Oberarzt Dr. F. Katz Tel. 177-1281

Allgemein- und Unfallchirurgie Chefarzt Prof. Dr. F.E. Isemer Tel. 177-1301, Ebene 1

Geschäftsführer Martin Bosch

Zentrum für Ambulantes Operieren Tel. 44754-170, Ostflügel, Obergeschoss

Frauenklinik Chefarzt Prof. Dr. B. Gabriel Tel. 177-1501, Ebene 2/6

Stellv. Geschäftsführer Thomas Reckmeyer

Institut für Ästhetische Chirurgie Dr. R. P. Kuner, Tel. 177-2027

Gefäßchirurgie Chefarzt Dr. F.-P. Uckmann Tel. 177-1351, Ebene 2

Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Richard Raedsch

Krankenpflegeschule am St. Josefs-Hospital Schulleitung: Th. Rein Tel. 177-2700, Frankfurter Str. 35

Koloproktologie Chefarzt Dr. M. Houf Tel. 177-1376, Westflügel

Psychologischer Dienst Dipl.-Psychologe W. Hassemer Tel. 177-1142

Anästhesie mit operativer Intensivabteilung Chefarzt Prof. Dr. H. Ensinger Tel. 177- 1401, Ebene 1

Unsere Einrichtungen Medizinische Klinik I/ Kardiologie Chefarzt Prof. Dr. W. Kasper Tel. 177-1201, Ebene 2

medicum Facharztzentrum Wiesbaden Langenbeckplatz 2 www.medicum-wiesbaden.de

Hals-Nasen-Ohren-Abteilung Belegärzte Dr. F. Althof, Dr. J. Arndt, Dr. B. Wolters Tel. 44754-270, über Praxis im medicum

Herzchirurgie, Dependance der Universitätsmedizin Mainz Klinikdirektor Prof. Dr. C.F. Vahl Leitende Ärztin Dr. N. Schnelle Tel. 177-1275, Ebene 2

med4sports Physiotherapie und Rehabilitation Tel. 177-1330, Westflügel, Ebene 0 www.med4sports.de

Orthopädische Klinik Chefarzt Prof. Dr. J. Pfeil Tel. 177-3601, Westflügel

Medizinische Klinik II/ Gastroenterologie Chefarzt Prof. Dr. R. Raedsch Tel. 177-1251, Ebene 2

Otto-Fricke-Krankenhaus Geriatrie Standort Wiesbaden im St. Josefs-Hospital Chefarzt Dr. J. Wiechelt Tel. 177-3804, Ebene 4

Wirbelsäulenzentrum Chefarzt Prof. Dr. M. Richter Tel. 177-3701, Westflügel

... von der Autobahn A3

Wiesbaden Abfahrt Wi-Erbenheim

Schiersteiner Kreuz

Individuelle Anfahrt zu uns unter: www.joho.de á Kontakt

Krifteler Dreieck

Frankfurt

Wiesbadener Kreuz

Ri. Frankfurter Kreuz

A66

A3

Flughafen Frankfurt/M

Mönchhofdreieck A643

A671

Mainz A67

Parkhaus, Einfahrt über Langenbeckplatz

A60 Rüsselsheimer Dreieck

A60 Kreuz Mainz

... innerhalb Wiesbaden Bierstadter Straße

Rhein Straße

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Fußgängerampel

G. Stresemann Ring

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Ri. Bierstadt

Hauptbahnhof

Buslinien: 5,15, 48 Haltestelle Langenbeckplatz

Mainzer Str.

Mainz/Bingen

A66 Anschluß Wi-Erbenheim Ri. Frankfurt/Köln


5 | SPEZIAL | JOHO NEWS

„Sie waren einfach gut...“ Fotos: Reinhard Berg

Abschied von den Ordensschwestern der ADJC

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Kapelle beim Abschiedsgottesdienst, musikalisch gestaltet vom Vokalensemble Mattiacum, Leitung: Barbara Rath, Kantor und Orgelspiel: Wolfgang Röhrbein

á Vor wenigen Wochen, am 25.3.2014, am „Titularfest“, Hochfest der Verkündigung des Herrn, der Gemeinschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christi, ging eine Ära des Ordens in Wiesbaden zu Ende. Der Konvent der Armen Dienstmägde Jesu Christi im JoHo, der zuletzt noch aus drei Ordensschwestern bestand, wurde vom Mutterhaus in Dernbach aus aufgelöst. Mit einer feierlichen Eucharistiefeier und einem anschließenden Festempfang wurden Sr. Christa Kaltenbach ADJC, Sr. Theresildis Wagner ADJC und Sr. Beatrix Weuste ADJC im Kreise weiterer Ordensmitglieder wie der Provinzoberin Sr. M. Simone Weber ADJC, Vertretern der Geistlichkeit wie dem ehemaligen Stadtdekan Pfarrer i. R. Werner Bardenhewer, Pfarrer i. R. Horst Krahl und Krankenhauspfarrer Klaus Krechel, dem Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich und dem Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nickel, dem Verwaltungsrat und leitender Mitarbeiter des Hauses, Angehöriger und zahlreicher Freunde und Weggefährten aus dem JoHo

verabschiedet. Und hier wiederum schließt sich der Kreis zu den Anfängen, zu der Geschichte, die immer gerne erzählt wird, von den drei Schwestern, die 1856 eine lange, beschwerliche Reise von Dernbach im Westerwald nach Wiesbaden auf sich nahmen. Zu Fuß wanderten die drei über die Platte in die Residenzhauptstadt, wo sie sich um die Pflege Kranker und Armer kümmern sollten. Schon wenige Jahre zuvor, so ist aus der Chronik im Mutterhaus in Dernbach zu erfahren, hatte die Ordensgründerin der ADJC, Katharina Kasper, Schwestern nach Wiesbaden entsandt, als dort eine schwere Seuche grassierte.

Anerkennung im „katholikenfeindlichen Land“

Wiesbaden zu bleiben. Das beherzigten die Schwestern, bezogen eine Wohnung in der Friedrichstraße und kümmerten sich: Ohne Unterschied nach Stand, Vermögen oder Konfession. 1862 verlieh Herzog Adolph von Nassau den Schwestern daraufhin die Körperschaftsrechte, das „Filialinstitut der Armen Dienstmägde“ wurde geboren, aus dem 1892 das heutige St. Josefs-Hospital am Langenbeckplatz hervorging. Auch in schwersten Kriegs- und Krisenzeiten wichen die Schwestern nicht von der Seite der Patienten. Von Anfang an war es das Bestreben, Kranken und ihren Angehörigen zu helfen, ihnen Beistand zu leisten und sie ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten.

Einfach gut sein Die Schwestern leisteten solch gute Arbeit, dass sie selbst im „katholikenfeindlichen“ Nassauer Land - laut Chronik - sehr schnell große Anerkennung und Wertschätzung erfuhren und 1856 wieder angefordert wurden, um möglichst dauerhaft in

Die Schwestern waren und sind Vorbild für alle, die im JoHo - egal an welcher Stelle - ihren Dienst tun. „Einfach gut sein“, so hatte Sr. Philomena Lüttig ADJC, die Vorgängerin von Oberin Sr. Christa, den Leit-


JOHO NEWS | SPEZIAL | 6 nerin für Mitarbeiter, Patienten und Ehrenamtliche - so z.B. für die "Grünen Damen", kümmerte sich um spirituelle und ethische Belange und war Mitglied im Ethik-Komitee des Hauses. Sr. Christa wirkte im Förderverein (von 1995 bis 2014) und richtete über Jahre hinweg das traditionelle AdventsBenefiz-Konzert im JoHo aus.��

Verleihung der Bürgermedaille in Gold von links nach rechts: Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nickel, Oberbürgermeister Sven Gerich, Sr. Christa Kaltenbach ADJC, Sr. Beatrix Weuste ADJC, Sr. Theresildis Wagner ADJC

satz des Hauses formuliert, Leitworte, die nicht nur auf dem Papier stehen, sondern im JoHo von der gesamten Dienstgemeinschaft gelebt wird. Der Konvent wurde nun aufgelöst, weil im Orden kein Nachwuchs mehr da ist, um die Tätigkeiten im JoHo fortzuführen. „Es ist schmerzlich für uns, dass wir Filialen schließen, dass wir immer mehr auflösen müssen“, sagte Provinzoberin Sr. Simone Weber ADJC, „aber es tut auch gut zu sehen, dass unserem Dienst gegenüber so viel Wertschätzung gezeigt wird.“

Große Dankbarkeit Ja, es gab große Dankbarkeit für die geleistete Arbeit. „Sie waren Vorbild für uns, ein sichtbares Zeichen der Seele des JoHo“, sagte Geschäftsführer Martin Bosch. Und Philipp Magel, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats, charakterisierte Oberin Sr. Christa als „Kümmerin“, kompetent in Fragen der Medizin und mit einem wirtschaftlichen Verstand ausgerüstet, der auch für einen Posten in der Industrie qualifiziert hätte. Man sei froh, dass Sr. Christa im Verwaltungsrat auch weiterhin als Mitglied fungiere. Eine besondere Ehre wurde den Ordensschwestern auch von Seiten der Landeshauptstadt Wiesbaden zuteil. Stellvertretend für alle Schwestern wurde Sr. Christa die Bürgermedaille in Gold von Oberbürgermeister Sven Gerich und Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nickel für ihre Verdienste und ihr ehrenamtliches Engagement verliehen.

Persönlich Sr. Christa Kaltenbach ADJC, geb. 1941 in Kiedrich/ Rheingau Sr. Christa legte 1963 die erste Profess beim Orden der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Dernbach ab. Tätig war sie an verschiedenen Orten in ganz Deutschland als Erzieherin und in der Leitung von Kindertagesstätten, sie machte eine Ausbildung zur Krankenhausseelsorgerin und erschloss sich somit das Wirkungsfeld "Krankenhaus", 1993 kam sie an das St. Josefs-Hospital Wiesbaden. Die Ordensleitung ließ sie zur Krankenhausoberin weiterbilden, damit sie 1995 im JoHo die Nachfolge von Sr. Philomena Lüttig ADJC als Oberin antreten konnte. Seit 1995 war Sr. Christa als Krankenhausoberin im Joho tätig, war in der Hausleitung aktiv, war Ansprechpart-

Fröhliche Momente beim Festempfang

Sr. Theresildis Wagner ADJC, geb. 1935 Sr. Theresildis war seit dem 01.06.1998 im St. Josefs-Hospital Wiesbaden tätig und hat sich bis 2012 als Krankenschwester in der Aids-Ambulanz sehr verdient gemacht. Sie hatte einen sehr guten Draht zu den Patienten, war oftmals der erste Ansprechpartner für die HIV-Patienten und hat sie mit ihrer empfindsamen und selbstlosen Art sehr gut begleitet. Sr. Beatrix Weuste, geb. 1937 Sr. Beatrix war seit dem 15.12.2002 im St. Josefs-Hospital Wiesbaden und als ausgebildete Krankenhausseelsorgerin in der Seelsorge tätig. Als Mitglied des ökumenischen Seelsorge-Teams im Hause war sie jederzeit für die Nöte der Patientinnen und Patienten und deren Angehörige da. Sie hatte Zeit für Gespräche und Gebete und bot geistlichen Beistand in schwierigen Situationen. Sr. Christa und Sr. Theresildis sehen nun neuen Aufgaben in der ehrenamtlichen Seelsorge in einem Seniorenzentrum der Dernbacher Gruppe Katharina Kasper gGmbH in Mülheim-Kärlich entgegen und Sr. Beatrix hat ihren Platz in einem ADJC Konvent in Düsseldorf gefunden. Ganz ohne Ordensschwestern wird das JoHo jedoch auch in Zukunft nicht sein. Der Konvent der indischen Herz-Jesu Schwestern wird weiterhin am JoHo bleiben.


7 | SPEZIAL | JOHO NEWS

Im besten Alter...

Foto: Wolfgang Kühner, VRM

66 Jahre Otto-Fricke-Krankenhaus und 35 Jahre Geriatrische Fachklinik

Jubiläumsgottesdienst

á Seit 66 Jahren besteht das Otto-FrickeKrankenhaus in Bad Schwalbach, dessen Wiesbadener Standort sich im JoHo befindet, und seit 35 Jahren gibt es dessen geriatrische Fachklinik, damit die zweitälteste in ganz Hessen. Ein doppelter Anlass für Geschäftsführer Thomas Reckmeyer und Chefarzt Dr. Jascha Wiechelt, um Anfang April zu einem Jubiläums-Gottesdienst in die ev. Reformationskirche in Bad Schwalbach mit anschließendem Empfang einzuladen und ein wissenschaftliches Symposium für Ärzte und medizinische Fachkräfte im Kurhaus Bad Schwalbach zum Thema „Aktuelle Geriatrie“ auszurichten. Die enge Kooperation der Klinik mit der evangelischen Kirchengemeinde Bad Schwalbach machte es für Pfarrer Hanns-Ulrich Becker selbstverständlich, den ersten Teil

des Jubiläums-Zweiklangs in „seiner“ Kirche stattfinden zu lassen. Propst Dr. Sigurd Rink konnte für die Predigt gewonnen werden. Beim anschließenden Festempfang im Gemeindehaus versichert Geschäftsführer Thomas Reckmeyer, dass mit 66 Jahren noch lange nicht Schluss sei und bedankt sich vor allem bei den Mitarbeitern: „Was macht das Otto-Fricke-Krankenhaus aus? Das Team! Diese Antwort ist so einfach wie komplex zugleich.“ Wertschätzung von Seiten des Kreises und der Stadt Bad Schwalbach erfährt das Krankenhaus von Monika Merkert, der Gesundheitsdezernentin des Rheingau-TaunusKreises: „Was Sie leisten, liegt mir besonders am Herzen. Denn immer mehr Menschen werden alt, ohne Menschen zu haben, die sie im Bedarfsfall pflegen könnten.“ Einen anderen Aspekt greift Bad Schwalbachs Bürgermeister Martin Huß-

mann auf: „Bad Schwalbach will sich auch in Zukunft als Gesundheitsstandort profilieren. Das Otto-Fricke-Krankenhaus ist eine stabile Klinik, die wir als Stadt nach Kräften unterstützen werden.“ Der Paulinenberg in Bad Schwalbach, der Standort des Otto-Fricke-Krankenhauses, hat eine lange Tradition in Bezug auf Kur- und Gesundheitsversorgung. Um die Jahrhundertwende war hier ein Sanatorium, eine „vornehme Kuranstalt für Kranke, Rekonvaleszenten und Erholungsbedürftige aller Art“, so heißt es in historischen Quellen. Die naturnahe Lage und die Luftqualität waren für die Heilung förderlich. 1948 gründete Pfarrer Otto Fricke, der Bevollmächtigte des Evangelischen Hilfswerks in Hessen und Nassau, hier ein Krankenhaus für Lungenerkrankungen. 1979 hielt dann das Fachgebiet der Geriatrie (Altersmedizin) Einzug auf dem Paulinenberg.


JOHO NEWS | SPEZIAL | MEDIZIN | 8

Dr. med. Jascha Wiechelt, Chefarzt Geriatrie Otto-Fricke-Krankenhaus

Dr. med. Holger Koepp, Leitender Arzt Orthopädie Otto-Fricke-Krankenhaus (seit 1.4.2014)

Kranke, ältere Menschen nach den modernsten Erkenntnissen der Medizin zu behandeln, sie zu pflegen, ihren Lebensmut zu stärken, mit dem Ziel, ihr Leben so selbstständig wie möglich weiter zu führen, das sind die Aufgaben, denen sich alle Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue stellen. Heute werden die Patienten von einem multiprofessionellen, langjährig erfahrenen Team betreut. Hier sind neben Ärzten, Pflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten auch Neurolinguisten,

Sprechtherapeuten, Neuropsychologen, Ernährungsberater, Sozialdienstmitarbeiter und Seelsorger im Einsatz. Chefarzt Dr. Jascha Wiechelt sagt: „In der Altersmedizin ist ein ganzheitlicher Diagnostik- und Therapieansatz gefordert, weil die Fülle von Problemen, die ältere und hochbetagte Menschen oft haben, weit über die Grenzen eines einzelnen Fachs hinausgeht. Hier gilt es, die passende Lösung für den individuellen Patienten im Team zu erarbeiten.“

Das Otto-Fricke-Krankenhaus, Zentrum für Geriatrie und Orthopädie, ist als Krankenhaus spezialisiert auf die Akutbehandlung älterer Patienten sowie auf die Behandlung von Erkrankungen, die im höheren Alter auftreten, wie z.B. die Folgen eines Schlaganfalls oder altersbedingte Herz- und Kreislauferkrankungen. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die konservative Orthopädie. Gesellschafter des Otto-Fricke-Krankenhauses ist seit dem 01.09.2012 die St. Josefs-Hospital Wiesbaden GmbH. 2013 wurden rund 2.400 Patienten im Otto-Fricke-Krankenhaus behandelt. Mit über 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Klinik auch einer der wichtigen Arbeitgeber in der Region. Am Standort Bad Schwalbach stehen im Fachbereich Geriatrie drei Stationen mit insgesamt 90 Betten sowie weitere 25 Betten im Fachbereich Orthopädie in modern ausgestatteten Zweibett- und Einzelzimmern mit Bad zur Verfügung. Die ärztliche Leitung der Orthopädie am OFK wird seit dem 01.04.2014 durch Dr. med. Holger Koepp unterstützt. Koepp ist auch als Leitender Arzt im Wirbelsäulenzentrum des JoHo tätig und auf konservative Orthopädie sowie spezielle Schmerztherapie spezialisiert. Der Standort Wiesbaden der Geriatrie inklusive Tagesklinik befindet sich am St. Josefs-Hospital.

Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung im JoHo EndoCert-Zertifikat bestätigt Orthopädie im JoHo höchste Qualität beim Gelenkersatz Die Orthopädische Klinik im St. Josefs-Hospital ist mit dem begehrten EndoCert-Zertifikat als Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung ausgezeichnet worden. Das Qualitätssiegel gibt Patienten eine Orientierung bei der Klinikwahl: Sie können leichter erkennen, wo sie gut aufgehoben sind.

á „Die Zertifizierung, die von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie ins Leben gerufen wurde, ist eine große Auszeichnung für

uns“, bewertet Prof. Dr. Joachim Pfeil, Chefarzt der Orthopädie, das Gütesiegel. Die Patienten profitieren am meisten von der Zertifizierung: Sie können sich durch die

Auszeichnung darauf verlassen, dass ihr Schutz und das optimale Operationsergebnis immer im Mittelpunkt stehen. So werden die Kunstgelenkoperationen in


9 | MEDIZIN | JOHO NEWS der Orthopädischen Klinik von acht langjährig erfahrenen und speziell geschulten Operateuren durchgeführt. Wesentlich ist auch die umfassende Vorinformation des Patienten durch das Internet, bei der ambulanten Vorstellung als auch am Tag vor der Operation. Auch die obligate Operationsplanung mittels digitaler Röntgenbilder und speziellen Computerplanungsprogrammen sichert ein Höchstmaß an Qualität, ebenso wie die standardisierten Abläufe nach der Operation. �Um die Qualitätsstandards in der Endoprothetik zu verbessern, erhält das Zertifikat nur, wer strenge Kriterien erfüllt. �Unabhängige Auditoren überprüfen, wie der Austausch zwischen den einzelnen Abteilungen funktioniert, wie hoch der Standard bei der Weiterbildung ist und vor allem, wie viel Routine die Ärzte und das OP-Personal haben. „Die Erfahrung der Operateure spielt in der Endoprothetik eine zentrale Rolle“, so der Chefarzt. Denn trotz modernster Methoden und innovativer Techniken handle es sich hierbei häufig um komplexe Operationen. Deshalb muss eine Klinik,

Titan Kurzschaftprothese mit Keramikkopf und Polyethylenpfanne mit Titanrückfläche

Prof. Dr. med. Joachim Pfeil

um als Zentrum der Maximalversorgung anerkannt zu werden, jährlich mindestens hundert Operationen in diesem Bereich vorweisen und auch auf schwierige Fälle vorbereitet sein. Das JoHo erfüllt solche Kriterien mit 1.400 (eintausendvierhundert) endoprothetischen Versorgungen mehr als über und ist damit führend im gesamten RheinMain-Gebiet und Hessen. „Wir halten verschiedene Endoprothesensysteme vor, um auch in schwierigen Versorgungssituationen für den Patienten optimale Implantate auswählen zu können. Dabei setzen wir vor allem auf hochmoderne Gleitpaarungen aus Keramik und hochvernetztem Polyethylen, die extrem verschleißarm sind. Große Erfahrungen haben wir auch im beidseitigen, simultanen Hüftgelenkersatz und sind selbst bei der Entwicklung neuer Implantatsysteme beteiligt, so z.B. bei einer Kurzschaftprothese, die nun weltweit erfolgreich eingesetzt wird. Besonderen Wert legen wir in unserem Zentrum auf die begleitende Schmerztherapie und die Frühmobilisierung mit Vollbelastung der Gelenke“, erklärt Pfeil. Die Patienten sollen den Kunstgelenkersatz eher als „Boxenstopp“ denn als eine klassische Krankenhausbehandlung empfinden. Neben einer umfassenden Ablaufdokumentation wird auch die Ergebnisqualität, insbesondere die Patientenzufriedenheit, im Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) erfasst und wissenschaftlich ausgewertet. Die Zertifizierung ist außerdem kei-

Planungsskizze für einen Hüftgelenksersatz. Die Hüftgeometrie bleibt erhalten, Beinlängendifferenzen können somit vermieden werden.

ne einmalige Angelegenheit – sie wird nach 3 Jahren wiederholt, um die Qualität dauerhaft zu gewährleisten.

www.joho.de www.deutsches-endoprothesenzentrum.de


JOHO NEWS | ENGAGEMENT | 10

„Palimpsest“: Alles fließt ineinander Kunst im JoHo: Ausstellung mit Arbeiten von Mireille Jautz in Wiesbaden lebenden Künstlerin Mireille Jautz gezeigt, die von sich sagt: „Kunst zu machen, ist mein Lebensmittel.“ In ihrer Serie „Palimpsest“ lässt Mireille Jautz Kleinteiliges und Grobes mal ruhig, mal dynamisch ineinander fließen und folgt technisch im Wechsel aus Übermalen und Entfernen dem schriftlichen Vorbild. Ein Palimpsest ist eine antike oder mittelalterliche Manuskriptseite oder –rolle, die beschrieben, durch Schaben oder Waschen gereinigt und danach neu beschrieben wurde. Mireille Jautz setzt diesen Vorgang des Wiederbeschreibens durch Übermalung und Entfernung technisch um. Dabei begrenzt allein der Rahmen die Ausdehnung jedes Gemäldes. Umso intensiver entfalten die übereinander gelegten Acrylfarben innerhalb des Rahmens grenzenlos Möglichkeiten, zumal sie sich aus der Zweidimensionalität als Körper zu erheben scheinen. Mireille Jautz beschäftigt sich vor allem mit Malerei (Acryl), Grafik (Federzeichnung) und Fotografie (Collagen). Zwei Merkmale ziehen sich konstant durch ihr Schaffen: Die Arbeit in thematischen Serien und das Prinzip der Collage. Die Reihe „Kunst im JoHo“ wird ab 05. Juni 2014 mit einer Ausstellung der Künstlerin Julia Belot fortgesetzt. Tropfsteinhöhle aus der Serie Palimpsest

á Alles, was im Krankenhaus geschieht, soll der Heilung des Patienten dienen. Das gilt auch für ein Thema, das man nicht sofort mit dieser Einrichtung in Verbindung bringt – nämlich Kunst. Dabei rückt doch immer mehr das Bewusstsein in den Vordergrund, dass für die Gesundung eines Menschen auch ein Heilung förderndes Umfeld notwendig ist. Dort, wo die Sinne durch Kunst gezielt angesprochen werden, fühlen sich Patienten und Mitarbeiter gut aufgehoben und ihr Gesundungs- und Gesunderhaltungsprozess wird aktiviert. 2012 hat sich im St. Josefs-Hospital die Projektgruppe „Kunst im JoHo“ gegründet, die sich aus Mitarbeitern verschiedener Bereiche zusammensetzt. Allen gemeinsam ist die Idee, dass Kunstwerke nicht nur schmücken, son-

dern „wirken“ sollen. Jedes Bild dabei kann ein Ausgangspunkt für eine Reise in die eigene Innenwelt sein. Die Sensibilisierung der Sinne durch das Ästhetische betrifft aber auch Angehörige und Besucher sowie die Menschen, die hier täglich ihren Dienst tun. Neben fest installierten Kunstwerken auf den Stationen und in Wartebereichen gibt es seit Mai 2013 Wechselausstellungen verschiedener Künstler. Die Projektgruppe „Kunst im JoHo“ kooperiert dabei mit dem Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Wiesbaden. Kuratiert werden die Ausstellungen von Renate Reifert. Die dritte Ausstellung in dieser Reihe ist seit Mitte Februar in unserer „Galerie im Kapellenhof“ zu sehen. Noch bis zum 23.05. werden die mit „Palimpsest“ überschriebenen Arbeiten der

Kontakt zu Mireille Jautz: Kunstexperiment Marcobrunnerstraße 13 65197 Wiesbaden Tel. 0611-5900744 www.kunstexperiment.de

Mireille Jautz in ihrem Atelier


11 | ENGAGEMENT | JOHO NEWS

50 Jahre Krankenpflegeschule am St. Josefs-Hospital Jubiläumstag am 22.05.2014

„Mit Schürze und Haube“: 1. Kurs 1964

Examinierte „heute“: 2013

„Am 01. April 1964 eröffnete Sr. M. Philomena ADJC die seit längerem geplante Krankenpflegeschule des St. Josefs-Hospitals Wiesbaden. Schulungs- und Wohnräume für die Schülerinnen wurden im „WEDEWERHAUS“ - einer Stiftung des Theologen Prof. Dr. H. Wedewer - an der Frankfurterstraße 33 eingerichtet.“ (Quelle: Chronik der Krankenpflegeschule) á Seit 1964 hat sich die Krankenpflegeschule zu einem modernen Bildungszentrum für junge Menschen entwickelt. 1605 Schülerinnen und Schüler haben bei uns das Krankenpflegeexamen abgelegt oder befinden sich in der Ausbildung zum „Pflege-Profi“. Am Donnerstag, 22.05.2014, begeht die Krankenpflegeschule ihren Jubiläumstag mit vielfältigen Aktionen. Ab 13.30 Uhr findet

ein „Offener Nachmittag“ statt. Ob eine Bilderreise in die Vergangenheit, ein Treffen mit Ehemaligen, wertvolle Denkanstöße, engagierte Diskussionen oder spannende Workshops – der Jubiläumstag lohnt sich für alle, die mit dem Thema „Pflege gestern – heute – morgen“ und der Krankenpflegeschule verbunden fühlen!

Thementag für Patienten und Angehörige am 21.05.2014, 17-19 Uhr, im JoHo

„Ich habe Krebs! – Was kann ich selbst tun?“ Komplementäre Medizin, Bewegung, Ernährung, Psychoonkologie

á Immer mehr Krebspatienten und ihre Angehörigen stellen sich die Frage, ob die etablierten Therapien ausreichend sind und wie man selbst den Erkrankungsverlauf positiv unterstützen kann. Wir möchten daher Möglichkeiten aufzeigen, was es für wissenschaftlich etablierte Medikamente, Ernährungsvorschläge, Sportangebote und psychoonkologische Maßnahmen gibt, um die Nebenwirkungen zu lindern, dem Körper bei der Selbstheilung zu helfen

und eine bessere Lebensqualität zur erreichen. Der Thementag ist eine kooperative Veranstaltung der Strahlentherapie am JoHo, Prof. Dr. F.-J. Prott; Frauenklinik/ Brustzentrum JoHo, Fr. Dr. A. Lehnert, Fr. Dr. V. Dumler, Prof. Dr. B. Gabriel; Palliativmedizin/ Onkologie JoHo, Dr. B.O. Maier; Praxis für Hämatologie/Onkologie medicum, O. Heringer; Psychosoziale Krebsberatungsstelle Wiesbaden der Hessischen Krebsgesellschaft e.V.


JOHO NEWS | AUF EIN WORT | 12

© NASA/ESA/Planetarium Hamburg

Weißt du wieviel Sternlein stehen?

á Waren Sie schon einmal in einem Planetarium? Am letzten Wochenende habe ich mit einer Freundin eine Vorstellung dort besucht. Die Besucher blicken zur kuppelförmigen Decke des Vorführungsaales hoch, und durch viele Projektoren wird diese Kuppel zum Himmelszelt, an dem man die Sterne des Nachthimmels sehen und in die Tiefen des Universums hineinblicken kann. Jedes Mal begeistert und berührt mich das Betrachten der Sterne. Und jedes Mal erfüllt mich dieser Blick in die Weiten des Universums mit einem tiefen Vertrauen: So großartig, auf so wundersame Weise geordnet, so schön ist diese Welt und ich bin ein winzig kleiner Teil, der seinen Platz in diesem großen Ganzen hat. In Milliarden von Jahren ist all das geworden. Sterne sind explodiert und neue Sterne haben sich gebildet. Unsere Galaxie ist entstanden mit ihren Millionen von Sternen. Unser Sonnensystem mit der Erde und allen anderen Planten. Leben hat sich auf dieser Erde entwickelt, erst einfach Einzeller, dann höher entwickelte Pflanzen und Tiere, schließlich wir Menschen. Und zu dieser unfassbaren Geschichte des Universums gehört auch mein kleines Leben. Der Blick in den Sternenhimmel lässt meine Ängste, meine Sorgen und Probleme klein werden und mich darauf vertrauen, dass Gott es auch mit meinem kleinen Leben gut machen wird.

Das drückt auch ein Lied aus, das Sie vielleicht als Gute-Nacht-Lied vorgesungen bekommen haben:

Weißt du wieviel Sterne stehen an dem blauen Himmelszelt? Weißt du wieviel Wolken gehen weithin über alle Welt? Gott, der Herr, hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet, an der ganzen großen Zahl, an der ganzen großen Zahl. Weißt du wieviel Mücklein spielen in der hellen Sonnenglut? Wieviel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut? Gott, der Herr, rief sie mit Namen, dass sie all' ins Leben kamen Dass sie nun so fröhlich sind Dass sie nun so fröhlich sind. Weißt du, wieviel Kinder frühe stehn aus ihrem Bettlein auf, Dass sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf? Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen, Kennt auch dich und hat dich lieb. Kennt auch dich und hat dich lieb. In dem Lied heißt es, dass Gott alle Sterne gezählt hat. Er kennt ihre Bahn, und es beeindruckt mich, mir vorzustellen, dass Gott diese unfassbaren Weiten des Univer-

sums, die ich kaum denken kann, geschaffen hat und um jeden noch so kleinen Planeten weiß. Die nächste Strophe des Liedes erzählt von den Tieren auf unserer Erde. „Weißt du wieviel Mücklein… wieviel Fischlein…?“ Es ist, als ob man mit einer Kamera ein Bild heranzoomt: vom Universum zu dieser Erde und zu den Tieren, die darauf leben. Die Sterne - die unbelebte Natur - sie hat Gott nur gezählt. Von den Tieren heißt es nun: Gott hat sie mit Namen gerufen. Gott hat also eine Beziehung zu ihnen. Von den Sternen über die Vielzahl der Lebewesen auf dieser Erde konzentriert sich dann der Blick noch weiter auf uns Menschen. „Weißt du wieviel Kinder…“, heißt es in der letzten Strophe. Die Sterne hat Gott gezählt. Die Tiere hat er beim Namen gerufen. Doch über seine Beziehung zu uns Menschen sagt der Dichter des Liedes: „kennt auch dich und hat dich lieb.“ Die Rätsel, Probleme und Schwierigkeiten unseres Lebens lösen sich damit nicht einfach auf. Es mag Tage geben, da kann ich überhaupt nichts davon sehen und spüren, dass Gott sich mir zuwendet. Doch es tut mir gut, mich daran zu erinnern: Der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, er kennt mich und hat mich lieb. In diesem Universum mit seinen Milliarden von Sternen und dieser Erde mit ihrer Fülle von Leben, Formen, Farben und in der Familie der Menschheit habe ich meinen Platz und weiß ich mich gesehen und geliebt von Gott. „Weißt du wieviel Sternlein stehen?“ Ich weiß es nicht, aber ich wünsche Ihnen, dass Sie sich dem anvertrauen können, der diese Sterne und uns alle geschaffen hat und der um Ihr Leben und Ihr Schicksal weiß. Herzlich Ihre Mirjam Müller

Pfarrerin Mirjam Müller arbeitet seit Januar 2014 als ev. Klinikseelsorgerin im St. Josefs-Hospital. Die 41-jährige Theologin kommt aus Baden-Württemberg und lebt mit ihrem Mann in Mainz.


13 | VERMISCHTES | JOHO NEWS

Sie fragen – JoHo-Diätassistentinnen antworten Eier sind aufgrund ihres relativ hohen Cholesteringehalts in Verruf geraten. Doch unter der Schale stecken auch gleichzeitig viele Nährstoffe. Was macht Eier so wertvoll? Woran erkenne ich dessen Herkunft?

Ein Ei enthält: •

biologisch wertvolles Eiweiß, das sehr gut verdaulich ist. • die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Vitamin A ist das wichtigste Vitamin im Ei. Es sorgt dafür, dass das Auge elastisch bleibt, sich die Iris gut an Helligkeit und Dunkelheit anpasst und wir nachts besser sehen. • die wasserlöslichen B-Vitamine, Vitamin B1, B2 und Folsäure. • die Mineralstoffe Kalzium, Phosphor und Eisen im Eigelb und Natrium und Kalium im Eiklar. • Cholesterin, das ausschließlich im Eigelb vorhanden ist. Der Körper kann Cholesterin selbst bilden und ist daher nicht auf die Zufuhr durch die Nahrung angewiesen.

Woran erkennt man ein frisches Ei? Hartgekochte Eier: Frische, in Längsrichtung geschnittene Eier besitzen ein zentral gelagertes Eidotter und eine kleine Luftkammer im Gegensatz zu älteren Eiern, deren Eidotter zur Eierschale verlagert und die Luftkammer durch das verdunstete Wasser deutlich vergrößert ist. Rohe Eier (Schwimmprobe): Frische Eier bleiben beim Einlegen in kaltes Wasser am Boden flach liegen, ein 1421 Tage altes Ei hält sich fast senkrecht in der Schwebe und ein rund 2 Monate altes Ei zeigt mit der stumpfen Spitze deutlich aus dem Wasser.

Lagerung im Haushalt? • •

Eier sollen eine saubere, unverletzte Schale aufweisen. Mindesthaltbarkeitsdatum, das 28 Tage nach dem Legedatum endet sowie Güte- und Gewichtsklasse müssen klar ersichtlich sein. Rohe Eier sollten nach dem Einkauf

im Kühlschrank gelagert werden, getrennt von den anderen Lebensmittel, wegen der Gefahr der Salmonellenübertragung. Hartgekochte Eier können im Kühlschrank bis zu zwei Wochen aufbewahrt werden.

Erzeugercode – was sagt er aus? • •

abschmecken. Auf zwei Teller geben. Den feingehackten Bärlauch darüber geben, ebenso je 100 g Nordseekrabben. Mit Zitronenspalten und einer Scheibe frischem Bauernbrot servieren, ein leckerer Snack. Guten Appetit mit unserem Lieblingsrezept wünschen Ihnen Ihre JoHo-Diätassistentinnen

Die Art der Legehennenhaltung Die Herkunft des Eies (Herkunftsland und Erzeugerbetrieb)

setzt sich wie folgt zusammen: •

Ziffer, Art der Legehennenhaltung: 0 = Ökologische Erzeugung 1 = Freilandhaltung 2 = Bodenhaltung 3 = Kleingruppen-/Käfighaltung Buchstaben des Landes, in dem der Erzeugerbetrieb registriert ist (zum Beispiel):DE=Deutschland, NL=Niederlande Individuelle Betriebsnummer

Gesund essen mit Genuss!

Somit lässt sich bei Bedarf die Herkunft des Eies genau zurückzuverfolgen. Quelle: www.was wir essen.de

Ernährungsschulung „Gesund essen mit Genuss“

REZEPT: Bärlauch - Rührei mit Nordseekrabben Zutaten für 2 Personen: 4 Eier 1 Bund Bärlauch 200g Nordseekrabben gepult Salz, Pfeffer Zitrone Butter Eier verschlagen, eventuell einen Schuss Mineralwasser zugeben, in einer gebutterten Pfanne ein Rührei „rühren“. Mit Salz und Pfeffer

Sie sind Diabetiker? Sie haben Übergewicht, wollen/ sollen abnehmen? Sie leiden unter Bluthochdruck? Dann sind Sie bei mir genau richtig! Unter Berücksichtigung der genannten Gesichtspunkte erfahren Sie jede Menge über das richtige, gesunde Essen. Freuen Sie sich auf informative Stunden mit vielen praktischen Tipps rund um das Thema Diabetes. Sie lernen, wie man Gerichte lecker und kalorienarm zubereitet. Natürlich ist auch genug Zeit eingeplant, Ihre Fragen zu beantworten.

Jeden Dienstag im JoHo: 9.00 – 11.30 Uhr oder 17.00 – 19.30 Uhr

Melden Sie sich bei Interesse noch heute auf Ihrer Station oder direkt bei mir an. Ich freue mich auf Ihr Kommen. Conni Heller Diabetesassistentin Mobil: 0170 - 3834727


JOHO NEWS | QUERBEET | 14

Geburtsvorbereitung Unsere Hebammen bieten regelmäßig Geburtsvorbereitungsseminare für Paare an. á

Großer Info-Abend Am 2. und 4. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr im Vortragssaal 7.OG

á

Info-Abend „Wassergeburt“ 19.00 Uhr im Vortragssaal, 7. Etage, 21.01.2014 und 18.03.2014

á

Stillberatung Jeden Dienstag 10.00-17.00 Uhr, Gr. 21/22

á

Geschwisterkurse Für Kinder ab 3 Jahren, Anmeldungen: Tel. 0611 177-2021

Hebammen-Hotline: 0611 177-1533, Mo-FR 10-18 Uhr

Unsere familienorientierte Geburtshilfe steht für Geborgenheit und Sicherheit von Anfang an. Wir richten uns nach den internationalen Betreuungsstandards von WHO und Unicef und sind als „Babyfreundliches Krankenhaus” ausgezeichnet. á Wir begleiten Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett mit unserem Team aus Hebammen, Ärzten der Frauenklinik, Kinderkrankenschwestern, der Anästhesie und Kinderärzten in kollegialer Zusammenarbeit. Wir verstehen unsere familiengerechte Geburtshilfe als Begleitung des natürlichen Vorgangs der Geburt sowohl durch klassische Medizin als auch durch Naturheilverfahren. Dabei handeln wir nach unserem Leitgedanken: „Gebären in Sicherheit, Geborgenheit und in menschlicher Atmosphäre“.

Promotion

Sich zu Hause sicher fühlen ist nicht schwer. Nur 15 Gramm.

s Der Hausnotruf de en. ASB in Wiesbad t er mehr Sicherhei Informationen üb ie unter: im Alter finden S aden.de www.asb-wiesb

Weitere Informationen unter: 0800 1921200

Wir helfen hier und jetzt.


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Rätsel á L ernen Sie das Krankenhaus und die Mitarbeiter besser kennen und gewinnen Sie etwas dabei. Wir haben ein Rätsel erstellt, das Sie durch aufmerksames Lesen der JoHo-News und Fragen an das Pflegepersonal lösen können. Wann kamen drei Schwestern des Ordens der Armen Dienstmägde Jesu Christi zu Fuß nach Wiesbaden?

Welches Zertifikat erhielt die Orthopädische Klinik?

Welches Jubiläum feiert die Krankenpflegeschule am St. Josefs-Hospital?

Sicherlich sind unsere Fragen nicht ganz einfach, doch mit ein wenig Überlegung, gewinnen Sie ein unterhaltsames Buch.

Name

Anschrift

Die Lösung geben Sie bitte am JoHo-Empfang ab. Abgabeschluss ist der 30.06.2014!

Die Gewinner der letzten Ausgabe: > Marie-Theres Liebermann, Mainz > Wolfgang Schuster, Wiesbaden > Andrea Wannemacher, Dickenschied

Impressum Herausgeber: Dürdoth Design, Gerrit Dürdoth, Wilhelm-Kalle-Str. 16, 65203 Wiesbaden, www.duerdoth-design.de Redaktion: sensus, Susanne Schiering-Rosch, info@sen-sus.de Erscheinungsweise: jeden vierten Monat Auflage: 2.800 Exemplare

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Bei uns sind Sie in guten Händen Sie n e t a r e b Wir d gerne un h: c i l d n i b r unve 7-0

Foto: © DRK-Service GmbH – Andre Zelck

8 061 1 / 46

HausNotruf 24 Stunden Sicherheit auf Knopfdruck

Ambulante Pflege Häusliche Pflege und Hilfe bei der Haushaltsführung

Menü-Service Essen auf Rädern Lecker genießen Tag für Tag

DRK Soziale Dienste Rhein-Main-Taunus Telefon: 0611 / 4687-0 www.drk-sozialedienste-rmt.de

JoHo News 1 2014  

Patienten-Zeitung des St. Josefs-Hospital Wiesbaden

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