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Neue Zeitung

Tagesfahrt nach Bispingen LINGEN. Der Deutsche Hausfrauenbund Ortsverein Lingen macht am Mittwoch, 13. Juni, eine Tagesfahrt nach Bispingen. Dort besuchen wir das Heidekastell „Iserhatsche“, ein Paradies auf Erden. Zu besichtigen sind: Die Arche Noah, Preußen Pavillon, das Neuschwanstein des Nordens, der Berg der Sammelleidenschaft und einiges mehr. Ein Tag, der sich lohnt. Es sind noch Plätze frei. Abfahrt vom Bahnhof und den Emslandhallen ist um 7 Uhr. Eine Anmeldung wird erbeten unter  0591/4054 oder unter  0591/64107.

M-L

Lokales

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Tier der Woche

Im Tierheim Lingen befinden sich derzeit 18 Riesenschecken. Das Foto zeigt stellvertretend die Häsin Bruna. Sie ist sechs Monate jung und geimpft. Alle Kaninchen sind sehr zutraulich, handzahm und gruppenverträglich. Die „Langohren“ sind eine großzügige Außenhaltung gewöhnt, welche auf jeden Fall auch wieder

gewünscht wird. Die Böckchen sind mittlerweile kastriert und dürfen ab dem 10. Juli auch zu weiblichen Artgenossen umziehen. Interessenten sind im Tierheim willkommen. Besuchszeiten sind Samstag und Sonntag von 15 bis 17 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 16 bis 17 Uhr. Am Sonntag, 10. Juli, gibt es eine Veranstaltung zum „Tag des Hundes“ im Tierheim in der Zeit von 11 bis 18 Uhr. Für alle Hundefreunde werden interessante Informations- und Verkaufsstände geboten Weitere Informationen im Internet unter www.tierheim-lingen.de

Zwei Teams beim Drachenbootrennen Menschen mit und ohne Behinderung des Christophorus-Werkes sitzen in einem Boot – „dabei sein ist alles“ LINGEN. Das Christophorus-Werk Lingen e.V. (CWL) beteiligt sich auch in diesem Jahr mit zwei Booten am Drachenbootrennen. Das Team „Die Versenker“ setzt sich aus Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Abteilungen stellen die Mannschaft „CWL Cruiser“. ´Die Versenker´, das sind sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 19 Klienten des ambulant betreuten Wohnens sowie der Außenwohngruppen des CWL. Sie haben sich vorgenommen, alles zu geben. Dennoch gehen sie nicht davon aus, Sieger zu werden. Für sie heißt es in erster Linie: Dabei sein ist alles. Sich auf der 250 Meter langen Regattastrecke zu behaupten, erfordert hohen Einsatz. Denn trotz körperlicher und teils psychischer Einschränkungen starten sie zu denselben Bedingungen wie alle anderen Mannschaften. „Wir sind froh, dass wir da mitmachen können“, sagt die 30jährige Andrea Puhl, die ihr Leben weitgehend selbstständig meistert und

lediglich für einige Stunden in der Woche Unterstützung benötigt. „In unserer Mannschaft haben wir z.B. jemanden mit einer Beinprothese. Andere haben Hörprobleme oder psychische Erkrankungen“, berichtet Andrea Puhl. Dennoch fahren sie „ganz normal“ in der Wertung mit. Und das wollen sie auch so. Auch bei der Mannschaft der Mitarbeiter geht es nicht in erster Linie um den Sieg. „Dieses Event bietet uns eine tolle Möglichkeit, zusammen aktiv zu sein, uns auszutauschen und Spaß miteinander zu haben“, sagt Franz Krull, Gruppenleiter in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Jutta Spiegelberg von der Lingener Rudergesellschaft (LRG) trainiert beide Teams. Ihr Herz schlägt für ´Die Versenker´. „Mich motiviert es ungemein, zu sehen, wie engagiert sie bei der Sache sind und wie sie sich mit ihren Stärken und Schwächen akzeptieren“, sagt sie. „Und die flotten Sprüche sind bei ihnen nicht anders als bei allen anderen Mannschaften auch.“ Stefan Höge, Fach-

´Die Versenker´, ein Team des Christophorus-Werkes, startet am Samstag in schwarzen TShirts mit aufgedrucktem Mannschaftsnamen. Der Sponsor, Hermann Lübbers (3. v. r.) Inhaber der Firma Lufttechnische Anlagen GmbH & Co. KG überreicht sie beim Training. 2. v. l.: Trainerin Jutta Spiegelberg von der LRG. Foto: Christophorus-Werk bereichsleiter des ambulant betreuten Wohnens freut sich über die herzliche Aufnahme in der LRG. „Inzwischen werden wir des Öfteren zu Aktivitäten der Rudergesellschaft eingeladen und immer mehr ins Vereinsleben integriert.“ Einige aus dem DrachenbootTeam beabsichtigen, Mitglieder in der LRG zu werden. „Das zeigt, dass wir mit LinaS auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Stefan Höge.

Das vom CWL initiierte Projekt „LinaS“ steht für „Lingen integriert natürlich alle Sportler“ und zielt darauf ab, Menschen mit Behinderungen nachhaltige Sport- und Freizeitangebote in hiesigen Vereinen zu ermöglichen. LinaS wird der Idee der Inklusion und damit dem von der UN-Konvention geforderten Rechtsanspruch zur gleichberechtigten Teilhabe in der Gesellschaft gerecht.

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Das Projekt wird inzwischen bundesweit wahrgenommen. „Im September werden ´Die Versenker´ als Botschafter für das LinaS-Projekt an einer Regatta in Wolfsburg teilnehmen“, so Stefan Höge. Die LRG ist einer von mehr als 30 beteiligten Vereinen im Altkreis Lingen. Die Akteure in den Vereinen und Verbänden nehmen u. a. an Fortbildungen teil, um sich zu Fachübungsleitern

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ausbilden zu lassen, so auch Rainer Rothe, 2. Vorsitzender der LRG, und Jutta Spiegelberg. „Ich wurde vom Projektleiter Frank Eichholt ins kalte Wasser geschmissen“, bemerkt Jutta Spiegelberg augenzwinkernd. Und sie ist froh darüber. Berührungsängste im Umgang mit Menschen mit Behinderung hat sie nicht. Im Gegenteil. Für sie ist es eine Bereicherung. Während ´Die Versenker´ eifrig trainieren, machen sich die ´CWL-Cruiser´ Gedanken um ihre Kostümierung. „Für uns steht bei dieser Regatta der Spaß im Vordergrund“, sagt Co-Kapitän Franz Krull. ´Die Versenker´ mögen es dezent und sind bereits ausgestattet. Der Unternehmer Hermann Lübbers, Inhaber und Geschäftsführer der Firma Lufttechnische Anlagen GmbH & Co. KG sponsert der Mannschaft T-Shirts mit dem Schriftzug ´Die Versenker´. Seine Motivation: „Ich möchte Menschen unterstützen, die nicht im Rampenlicht stehen.“ Als Unternehmer fühle er sich verpflichtet, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Innerhalb und außerhalb des Betriebes.

Neue Zeitung - Ausgabe Lingen KW 23 2012  

Die Wochenzeitung zum Wochenende

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