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Eiszeitalter

u.

Gegenwart

144 - 163 10 Abb.

49

Hannover

1999

Geschiebestatistische Anmerkungen zur Quartärstratigraphie des nordischen Vereisungsgebietes*) GERD LÜTTIG*)

Pleistocene, Weichselian, basin sediments, Schleswig-Holstein K u r z f a s s u n g : Die Idee, die in den Moränenbildungen der norddeutschen Vereisungen erkennbaren Leitgeschiebe auszuzählen und diese Zählungen statistisch zu verwerten, geht auf FORCHHAMMER zurück. Aber zwi­ schen dessen Äußerung im Jahre 1843 und den ersten Zählungen durch J . KORN (in SCHROEDER & STOLLER, 1905,

1909) und V. MILTERS (1909) lag die berühmte Frühpha­ se der norddeutschen Vereisungslehre und des Polyglazialismus , und von statistisch brauchbaren Zählun­ gen kann man eigentlich erst von HESEMANN (1930) ab rechen, gefolgt von den Arbeiten von VAN DER LIJN 1

(1932) und K. RICHTER (1933 u. f.).

Seit Beginn der 50er Jahre ist dann im gesamten Aus­ strichbereich der nordischen Glaziärablagerungen von den Niederlanden bis nach Polen die Geschiebestatistik als Hilfswissenschaft, immerhin aber als etablierte Me­ thode eingesetzt worden, und sie hat - ganz gleich wel­ che Methode verwendet wurde — dann zur Unterstüt­ zung lithostratigraphischer Korrelationen in brauchba­ rer Weise beitragen können, wenn — durch an biostratigraphischen Profilen geeichte Proben ein verläßliches Gerüst in die Zählungen eingebaut werden konnte, — die statistischen Vergleiche auf vernünftig große Re­ gionen beschränkt und — durch andere lithologische, petrographische und fazielle Betrachtungen unterstützt wurden. Quartärstratigraphie ist niemals mit Hilfe nur eines me­ thodischen Ansatzes erarbeitbar; sie bedarf der multi­ plen stratigraphischen Klassifikation. So verstehen auch die Geschiebestatistiker ihre Arbeit als einen von ver­ schiedenen möglichen Annähemngsversuchen. [ R e m a r k s o n E r r a t i c B o u l d e r Statistics w i t h i n Quaternary Stratigraphy o f the Nordic G l a c i a t i o n Area] Abstract: It was FORCHHAMMER who was the first to pro­ pose to look for a statistical evaluation o f the erratic boulders within the Quaternary moraines o f Northern Germany and Denmark. However, between these early remark in the year 1843 and the first boulder countings of J . KORN (in SCHROEDER & STOLLER 1905, 1909), follow-

*) Nach einem Vortrag auf der 50 Jahre-Jubiläums-Ver­ anstaltung der DEUQUA in Hannover, 15.09.1998 •*) Anschrift des Verfassers: Prof. Dr. G. LÜTTIG, Wittin­ ger Str. 126, 29223 Celle

ed by V. MILTIIERS (1909), there was the precocious and mislead period o f Nordic Glaciation explanations, long before polyglacialistic ideas appeared, and it is from HESEMANNS (1930 a.s.o) work only to talk about suitable statistics, which were complemented b y the publica­ tions of VAN DER LIJN (1932) and K. RICHTER (1933 a.s.o.). From the middle o f this century on, boulder statistics began to b e practized in almost all of the distributional areas o f sediments o f the Northern European Glaciations, from the Netherlands in the West up to Poland in the East, ft is a method o f supporting value o f course, but it is only possible to make use o f it for lithostratigraphical questions and correlations if — a reliable framework o f samples exists, which have b e e n calibrated b y biostratigraphical determination, — the statistical comparisons have been restricted to a region of reliable size, — the statistics is supported by other findings like litho­ logical, petrographical, facial observations. This is so, because Quaternary Stratigraphy is a part o f geosciences which is needing a multiple classification system and cannot b e developed by one single method only. In this sense erratic boulder statistics' specialists are understanding their work as one approach amongst various others. 1 Zum Wesen der Geschiebekunde Für d i e Erklärung, g e o g n o s t i s c h e B e s c h r e i b u n g u n d stratigraphische Gliederung d e r V o r g ä n g e u n d B i l d u n g e n d e r quartären V e r e i s u n g e n b e s t e ­ h e n grundsätzlich zwei A n n ä h e r u n g s m ö g l i c h ­ keiten. Sie beruhen entweder a u f B e o b a c h t u n ­ gen, die auf Besonderheiten der Form, auch der räumlichen B e z i e h u n g der Ablagerungen unter­ einander oder d e r aus der Form rekonstruierba­ r e n P r o z e s s e b e g r ü n d e t sind. O d e r s i e s t ü t z e n sich auf Eigentümlichkeiten, die a u s d e r Untersu­ c h u n g d e s Inhalts d e r quartären B i l d u n g e n e r ­ sichtlich werden. A n keiner anderen „Formation" d e r E r d g e s c h i c h t e l ä ß t sich z e i g e n , w i e w i c h t i g das Zusammenspiel der wissenschaftlichen Diszi­ plinen, von der die eine die Betrachtung der F o r m , d i e a n d e r e d e s Inhaltes b e v o r z u g t , b e i d e r A u f k l ä r u n g d e r G e s c h i c h t e d e s Eiszeitalters ist.


Geschiebestatistische Anmerkungen zur Quartärstratigraphie des nordischen Vereisungsgebietes

Die vorliegende Reflektion über die Geschiebe­ kunde, welche ja, wie der Verfasser einmal her­ ausgestellt hat, die Mutter der Quartärgeologie ist - denn es waren die großen Geschiebe, die die Altvorderen der Stratigraphie zur Aufstellung des Quartärs als letzten Systems der Erdgeschichte veranlaßten - , darf die Form vollkommen ver­ nachlässigen. Sicherlich wäre diese Methode unnötig, würden wir bezüglich des Inhaltes so treffliche Hilfsmittel wie die im Mesozoikum blühende Petrefaktenkunde besitzen und Leitfos­ silien für das Quartär benutzen können. Stattdes­ sen plagen wir uns z. B . mit Leitgeschieben her­ um. Einem frommen Wunsch, man könne mit den in den Moränen feststellbaren und petrographisch explizit beschreibbaren nordischen Ge­ schieben stratigraphisch „leitende" Indizien her­ anziehen, entsprach dieser Terminus. Die ur­ sprüngliche Hoffnung ist aber längst aufgegeben worden. Biostratigraphisch gibt der Inhalt der quartären Sedimente allenfalls etwas her, wenn man sich auf faunistische oder floristische Asso­ ziationen, Faunenvergesellschaftungen, Pollen­ spektren zurückzieht. Geochronologische Me­ thoden sind, von der t4_C-Methode abgesehen, die aber chronologisch nicht weit gentig zurückreicht, nicht unumstritten. In sedimentpetrographischer Hinsicht hangeln wir uns über Feinkiesfraktions-, Schwermineral-, geröllmorphometrische und andere Zählungen mühsam durch das inhaltliche Inventar. Daß dabei das Verständnis der Gesamtheit des betreffenden Se­ diments nicht verloren gehen sollte, daß man also nicht nur auf eine der vielen Korngrößenfraktio­ nen starren sollte, hat der Verfasser mehrfach — allerdings weitgehend erfolglos - klar zu machen versucht ( L Ü T T I G 1952, 1954, 1997).

Die Geschiebekunde besitzt einen anderen An­ satz als die anderen sedimentpetrographischen Verfahren. Aus der so fruchtbare und tiefgehende Erkenntnisse über Stratigraphie, Petrographie und auch Paläontologie der skandinavischen Ausgangsgesteine (vgl. H U C K E 1917, H U C K E & V O I G T 1967, SCHALLREUTER 1998) liefernden Wis­ senschaftssparte ging die Geschiebestatistik her­ vor. F O R C H H A M M E R (1843) hat sie provoziert, in ei­ ner Zeit, in der die Genese der nordeuropäischen Glaziärbildungen noch völlig falsch gedeutet wurde. J O H A N N E S K O R N , dem wir auch die erste gmndlegende Monographie der kristallinen Leit­ geschiebe verdanken (1927), hat in den unter und über dem Holstein-Typstratum liegenden Geschiebelehmen bei Uetersen-Schulau (in S C H R O E DER & S T O L L E R 1905, 1909) die ersten Geschiebe-

145

zählungen im modernen Sinne durchgeführt. Seine Aussagen darüber waren zunächst unberechtigterweise (vgl. L Ü T T I G 1991) — pessimi­ stisch. V. MILTHERS (1909), VAN D E R LIJN (1923), HESEMANN (1930) K. R I C H T E R ( 1 9 3 3 u. f.) und an­ dere sind ihm gefolgt. Seit dieser Blütezeit der Ge­ schiebestatistik zu Beginn der 30er Jahre ist einer ganzen Reihe von Geschiebeforschern eine Fülle von Gesteinsmaterial durch die Hände gegangen. Heute, rund 60 Jahre später, kann die Geschiebe­ statistik in aller Bescheidenheit vermelden, daß sie — wenn sie die Regeln beachtet, d. h. ihr Ge­ bäude auf stratigraphisch, möglichst biostratigra­ phisch gesichertes Material stützt und nicht über­ sieht, daß sie eine Hilfswissenschaft und ein Bruchstück im Mosaik der multiplen stratigraphischen Klassifikation ist — Aussagen treffen konn­ te, die in der Quartärforschung des nordischen Vereisungsgebietes - nur von diesem kann hier gesprochen werden — Gewicht besitzen. Ein Rundblick über die Geschiebezählungen längs den ehemaligen Eisrändern von W nach E soll diese Feststellung untermauern. 2 Großbritannien

Obwohl die richtige genetische Einordnung der Glaziärgeschiebe in Englandlange Zeit durch das auch bei W. B U C K L A N D (1823) durch die Ein­ führung des „Diluviums" markierte diluvialistische, in ganz Europa geradezu angebetete Lehrgebäude von C H A R L E S LYELL (ausgehend von den Principles of Geology, 1833) behindert wor­ den ist, hat es doch dort und in Schottland schon frühzeitig Stimmen gegeben, die erkennen las­ sen, daß der Altmeister seine Landsleute nicht in breiter Front niedergewalzt hatte. B U C K I N G H A M (vor 1830, Zitat leider nicht auffindbar) begriff als erster, daß ein Teil der Findlinge nicht britischer sondern nordeuropäischer Herkunft ist, und durch L. A G A S S I Z (1841) wurden auf einer Exkur­ sion in Schottland bereits W. B U C K L A N D und R. I. M U R C H I S O N für die Vergletscherungstheorie ge­ wonnen. Trotzdem sprach sich R. I. M U R C H I S O N bezüglich der bei Ratingen auf dem Kohlenkalk gefundenen Glättungen und Schrammungen wie­ der gegen glaziäre Einwirkung aus. C H . LYELL sprach noch 1840 von einer „Boulder" oder „Drift Formation" im Räume von Weybourne und Cro­ mer in seinem alten Sinne. Erst in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgte v.a. durch T. F. J A M I E S O N (1862, 1865) und A . G E I K I E (1863) der endgültige Durchbruch für die Verglet­ scherungstheorie auf den britischen Inseln. Nach B U C K I N G H A M ist die Erkenntnis über die Be­ teiligung skandinavischer Eismassen an der Ver-


146

GERD LÜTTIG

gletscherung

skandinavischer G e ­

G e s c h i e b e l e h m b e l e g t e M o r ä n e b e s i t z t e i n e stär­

s c h i e b e in d e n glaziären Sedimenten Ostenglands

und

damit

ker ostfennoskandisch geprägte Geschiebe-Asso­

in S c h i c h t e n n a c h d e m C r o m e r C o m p l e x , b e g i n ­

ziation, S i e w i r d v o n e i n e r A u t o r e n g r u p p e a l s e l ­

n e n d m i t d e r „North S e a G l a c i a t i o n " v . a. d u r c h

stereiszeitlich, v o n d e r anderen als j ü n g e r aufge­

MADSEN

(1893),

faßt. D i e a n d e r e , g r a u e M o r ä n e zeigt e i n I n v e n t a r

(1926),

BADEN-POWELL

C . TRECHMAN ( 1 9 1 5 ) , (1948),

PREMISTER

WOLDSTEDT

(1958)

mit s ü d s c h w e d i s c h e r P r ä d o m i n a n z ( A b b . 1 ) ; s i e

und a n d e r e weiter gefestigt worden. A u c h liegen

g e h ö r t mit Sicherheit d e m D r e n t h e - S t a d i u m d e r

für d a s E r k e n n e n d e s n o r d i s c h e n G e s c h i e b e m a t e ­

S a a l e - E i s z e i t a n . E s ist d a b e i g a n z g l e i c h , w e l c h e

rials a u s r e i c h e n d e B e l e g e v o r . Erst u n l ä n g s t b e ­

statistische

s c h r i e b a u c h K. D . M E Y E R ( 1 9 9 3 ) d i e F u n d e v o n

benutzt. Es m u ß d e m Verfasser gestattet sein, zu

(norwegischen)

Rhombenporphyren

Methode

m a n zur

Unterscheidung

längs d e r

b e m e r k e n , d a ß V e r s u c h e , mit d e r H E S E M A N N -

s c h o t t i s c h e n u n d e n g l i s c h e n Küste. E i n e g e s c h i e -

M e t h o d e ( z . B , ZANDSTRA 1 9 8 3 ) zu a r b e i t e n , o d e r

bestatistische

sie

Auswertung

dieses

Materials im

durch andere

unanschauliche M e t h o d e n zu

m i t t e l e u r o p ä i s c h e n S i n n e ist z w a r ( d e m V e r f a s s e r

e r s e t z e n , s o w o h l veraltet als a u c h — z. B . g e g e n ­

bisher) nicht bekannt. D o c h m u ß vermerkt wer­

über

den,

( 1 9 5 7 ) — s e h r u n p r a k t i s c h sind. D a s ist e i n e F e s t ­

daß

sche

s c h o n PREMISTER'S ( 1 9 2 6 )

Ansprache

petrographi­

der Geschiebe, besonders

in

B l i c k r i c h t u n g a u f d i e U n t e r s c h e i d u n g v o n briti­

der T G Z - M e t h o d e des Verfassers,

stellung,

von deren

selbst überzeugen

LÜTTIG

Richtigkeit s i c h d e r L e s e r

kann.

s c h e m v o n s k a n d i n a v i s c h e m Kristallin, e i n e b e ­

D a s ist a b e r e i n e w i s s e n s c h a f t l i c h w e n i g e r w i c h t i ­

a c h t l i c h e A k u r r a t e s s e e r k e n n e n läßt.

g e N e b e n e r k e n n t n i s . B e a c h t e n s w e r t ist h i n g e g e n f o l g e n d e s : I n d e r v o m M e n a p b i s in d i e E l s t e r e i s ­

3 Niederlande Die

Niederlande

kundlicher

zählen

als a u c h

zeit r e i c h e n d e n

sowohl

in g e s c h i e b e -

g e s c h i e b e s t a t i s t i s c h e r Hin­

sicht zu d e n a m b e s t e n untersuchten

Regionen

D i e ä l t e r e n A u t o r e n , w i e z. B . P . S. S C H U L L ( 1 8 3 0 ) , HAUSMANN (1878),

(1831),

F. ROEMER

BONNEMA

(1898)

und

(1857),

K.

andere

MARTIN

befaßten

s i c h , w i e d a s d a m a l s a u c h in D e u t s c h l a n d ü b l i c h war,

vorwiegend

o d e r ausschließlich mit Sedi­

m e n t ä r g e s c h i e b e n . A b e r s c h o n frühzeitig

kamen

A r b e i t e n ü b e r K r i s t a l l i n g e s c h i e b e h i n z u , d i e zu den

b e s t e n ihres G e n r e s g e h ö r e n

1894,

auf

sekundärer

( V A N CALKER

1 8 8 9 , S C H R O E D E R VAN DER K O L K 1 8 9 1 , VAN D E R

LIJN 1 9 2 3 u n d a n d e r e ) .

Lagerstätte befindliches

Fremd­

material, ü b e r d a s v o n LÜTTIG & MAARLEVELD ( 1 9 6 1 ,

1962)

des nordischen Vereisungsgebietes.

fluviatilen „ F o r m a t i o n v o n E n -

s c h e d e " fand G . C. MAARLEVELD n o r d i s c h e s , s i c h e r

als d e m K o m p l e x v o n H a r t e m

wurde.

D i e T G Z dieser

berichtet

Schichten h e b e n

sich

deutlich v o n d e n Streubereichen d e s roten u n d grauem

G e s c h i e b e l e h m e s a b ( A b b . 1 ) . In g e -

s c h i e b e s t a t i s t i s c h e r H i n s i c h t fällt d i e s e a l s F e r n einfrachtung

nordischen

Materials d u r c h

nord­

d e u t s c h e F l ü s s e in d a s F l u ß s y s t e m , d e m d i e S a n ­ d e v o n Enschede ihre Entstehung verdanken, zu e r k l ä r e n d e A s s o z i a t i o n d a d u r c h b e s o n d e r s auf, d a ß s i e e i n e relativ e n g e B e g r e n z u n g d e s H e r ­ kunftsgebietes d e r Leitgeschiebe e r k e n n e n

läßt

(vgl. A b b . 2 ) . D a s gilt n a c h Auffassung d e s A u t o r s

Geschiebezählungen im modernem Sinne began­

als Z e i c h e n , d a ß d i e w e i t e r i m O s t e n d e s A b l a g e ­

n e n mit d e n A r b e i t e n v o n VAN DER LIJN ( 1 9 3 2 ) u n d

r u n g s g e b i e t e s zu v e r m u t e n d e n

wurden von mehreren

Frühzeit der glaziären nordischen Vereisungen zu

A u t o r e n i. W . n a c h d e r

M o r ä n e n in d i e

HESEMANN-Methode o d e r nach m e h r o d e r minder

s t e l l e n sind, d e n n d i e j ü n g e r e n M o r ä n e n ,

vorteilhaften

fortge­

E i s m a s s e n häufig ä l t e r e s Material m i t a u f g e n o m ­

1950, I960,

m e n h a b e n , zeigen stärkere D u r c h m i s c h u n g d e r

1949, 1980,

Geschiebetypen u n d daher im TGZ-Diagramm ei­

führt

Abwandlungen

(DE WAARD

KRUIZINGA 1981,

derselben

1 9 4 4 , 1 9 5 5 , FABER

1 9 4 4 , 1 9 5 0 , SCHUDDEBEURS

n e n g r ö ß e r e n S t r e u b e r e i c h . Dafür s p r i c h t

ZANDSTRA 1 9 7 1 , 1 9 8 3 , 1 9 8 8 u. a . ) .

deren

auch,

d a ß d i e H a t t e m - B i l d u n g e n relativ w e n i g e , m e i s t Wir

können

bio-

und

vorragend stozäns deren

n a c h a l l g e m e i n e r K e n n t n i s d e s in lithostratigraphischer

untersuchten

v o n zwei

niederländischen

Plei­

d a ß die Ausstriche d e r Oberkreide damals n o c h

Vereisungsphasen,

n i c h t f r e i g e l e g e n h a b e n k ö n n t e n , ist o h n e w e i t e ­

glaziären

können,

(1988)

her­

Moränen geschiebestatistisch unterschie­

den werden

ä o l i s i e r t e Flinte e n t h a l t e n . K. D . M E Y E R ' S

Hinsicht

D e u t u n g , dieses k ö n n e damit

zusammenhängen,

r e s z u folgen.

a u s g e h e n . D i e n a c h Auf­

f a s s u n g e i n i g e r A u t o r e n ä l t e r e , n a c h a n d e r e r Auf­

N i c h t v e r s c h w i e g e n w e r d e n darf, d a ß d i e F o r t s e t ­

fassung

zung von Bildungen des Hattem-Komplexes nach

jüngere, durch

e i n e n rötlich

gefärbten


Geschiebestatistische Anmerkungen zur Quartärstratigraphie des nordischen Vereisungsgebietes

1 15°

1

1

i

1

16°

17°

18°

19°

147

> A

Abb. 1 : TGZ-Streubereiche für die Niederlande. Fig. 1: Spread o f TGZ (theoretical home center o f erratics) for the Netherlands.

E auf Funde bei Uelsen und Emsbüren beschränkt bleibt ( B I J L S M A & CLEVF.RINGA 1977, K. D. M E Y E R 1987, 1988), daß aber eine zugehörige Moräne noch nicht gefunden worden ist. Möglich ist, da der Hattem-Komplex wohl in die Cromer- bis Menap-Zeit gehört, also älter als das eigentliche Elster ist, daß ein Äquivalent im benachbarten Teil NW-Deutschlands fehlt. Auch liegt nach K. D. M E Y E R (1970) der westlichste Punkt von Elster-Geschiebe-Inventaren in Niedersachsen in der Ge­ gend von Papenburg, wodurch auch die Frage des niederländischen „roode keileem" in einem besonderen Licht erscheint. Diese Papenburger Assoziation ist geschiebestatistisch keinesfalls „ostfennoskandisch" sondern „westschwedisch" geprägt, ihr TGZ liegt westlich des Drenthe-TGZStreubereiches. Dem Hattem-Komplex vergleich­ bare aber deswegen noch nicht ohne weiteres stratigraphisch korrelierbare TGZ-Assoziationen wurden erst wieder bei Lieth/Elmshorn ( V I N X , G R U B E & G R U B E 1998) und bei Esbjerg in Däne­ mark ( L Ü T T I G in Vorbereitung) gefunden, (vgl. Abb. 2). In Esbjerg handelt es sich aber um einen Geschiebelehm unter dem marinen Holstein-In­ terglazial, also sicher um Elster i. E. S. Möglicher­ weise ist die Ähnlichkeit also rein zufällig. Jeden­ falls sollte man bei solch' weit auseinander lie­

genden Fundpunkten keine voreiligen Schlüsse zielen. Wenn S C H U D D E B E U R S (1981) infrage stellte, ob Ge­ schiebeassoziationen stratigraphisch homochron sind, und sich dabei nur auf die HESEMANN-Metho­ de bezog, war er an dem Zustandekommen die­ ses Zweifels selbst schuld. Der Verfasser emp­ fiehlt, statt dessen die bei der Untersuchung des Hattem-Komplexes, also eines wichtigen stratigraphischen Horizontes in den Niederlanden, an­ gewandte TGZ-Methode einzusetzen, auch wenn sie als Zeichen „deutscher Gründlichkeit" emp­ funden worden ist. Das kann kein methodischer Nachteil sein. 4

Nordrhein-Westfalen

Vom Nieäerrbein-Gebiet und von Westfalen wis­ sen wir aus den geognostischen Gegebenheiten von einem im W in der Veluwe beginnenden, über die Krefelder Endmoräne und das nördliche Ruhrgebiet bis in das Münsterland verlaufenden Eisrandbereich, in welchem gebietsweise eine Grundmoränenplatte die Ausdehnung des sicher drenthestadialen Eises kennzeichnet. Ältere, z. B . elstereiszeitliche Moränen sind hier nicht be­ kannt. Die für die Annahme einer ehemaligen El­ ster-Eisbedeckungen verwendeten Zählungen


148

GERD LÜTTIG

A b b . 2 : V e r t e i l u n g d e r E i n z e l - T G Z für d e n H a t t e m - K o m p l e x . Z u m V e r g l e i c h wird der S t r e u b e r e i c h d e r in d e r E l s t e r - G r u n d m o r ä n e v o n E s b j e r g / D ä n e m a r k ( d i r e k t e s L i e g e n d e s d e s dort a u f g e s c h l o s s e n e n Holstein-Interglazials) b e s t i m m t e n T G Z w i e d e r g e g e b e n . Fig. 2: Distribution o f the individual TGZ for the Hattem Complex. For reasons o f comparison the spread o f TGZ o f the Elsterian till at Esbjerg/Denmark (below the Holsteinian deposits o f this place) is reproduced as well. v o n HESEMANN ( 1 9 3 9 , 1 9 5 6 ) b e n ä h t e n a u f r e i n g e schiebekundlichen Argumentationen. K e i n e ein­ z i g e Z ä h l u n g liegt a u s S c h i c h t e n u n t e r e i n d e u t i ­ g e m Holstein-Interglazial vor. M a n d a r f d a h e r al­ lein a u s d e m R e i c h t u m v o n G l a z i ä r s e d i m e n t e n a n o s t f e n n o s k a n d i s c h e m Material, w a s w e i t e r im O s t e n für s i c h e r d a t i e r t e E l s t e r m o r ä n e n typisch ist, d e n S c h l u ß , e s g ä b e h i e r E l s t e r - M o r ä n e n , n i c h t z i e h e n . D a s k o m m t a u c h in d e m v o m Verfasser (LÜTTIG 1 9 5 8 ) w i e d e r g e g e b e n e n Diagramm über dieses Gebiet zum Ausdruck.

Aufnahme vorgefundener Elstermoränen verdan­ ken, während ein jüngerer „Osnabrücker Glet­ scher", der das Innere der Münsterländer B u c h t füllte, m e h r südschwedisches Material mitge­ b r a c h t hat. D i e s e Auffassung w u r d e i. W . d u r c h ZANDSTRA ( 1 9 9 2 ) bestätigt, w o b e i v o n i h m s t ä r k e r ostfennoskandisch geprägte Assoziationen einer drenthestadialen Hangendmoräne zugeordnet wurden.

G e w i s s e Unterschiede im Herkunftsbereich der G e s c h i e b e b e s c h r i e b HESEMANN ( 1 9 5 6 , 1 9 6 1 ) s p ä ­ ter als F o l g e e i n e r A u s l e s e d e s „ o s t f e n n o s k a n d i s c h e n " Materials in d e n A u ß e n b e r e i c h e n d e r V e r ­ e i s u n g , r ü c k t e d a m i t v o n s e i n e r a l t e n Auffassung a b . N a c h SERAPHIM ( 1 9 7 9 ) k ö n n t e e i n e ältere, a b e r sicherlich frühdrenthestadiale „Emsland"-Eismass e e t w a s m e h r o s t f e n n o s k a n d i s c h e s Material d e r

Für Niedersachsen (einschließlich des B r e m e r R a u m e s ) stellt s i c h für die G e s c h i e b e s t a t i s t i k d i e F r a g e , o b e s m ö g l i c h ist, n e b e n d e r in d e n b i s h e r b e s p r o c h e n e n G e b i e t e n infrage s t e h e n d e n U n t e r ­ s c h e i d u n g s m ö g l i c h k e i t der S e d i m e n t e d e r E l s t e r Eiszeit u n d d e s D r e n t h e s t a d i u m s d e r S a a l e - E i s z e i t — jüngere, weichselzeitliche glaziäre B i l d u n g e n f e h l e n dort b e k a n n t e r m a ß e n — e i n e g e s c h i e b e s t a -

5 N i e d e r s a c h s e n , i. W . S ü d n i e d e r s a c h s e n


Geschiebestatistische Anmerkungen zur Quartärstratigraphie des nordischen Vereisungsgebietes

tistisch klare Definition für die Bildungen des Warthe-Stadiums auszumachen. Diese Frage kann bejaht werden, ja, die Unterscheidung von Drenthe und Warthe ist geradezu ein Musterbei­ spiel für die Brauchbarkeit der Geschiebestatistik. Zunächst aber zur Trennung von Elster und Drenthe! Hiermit wird eine der schwierigsten Auf­ gaben der Quartärgeologie im Außenrandsbereich der Gesamtvereisungen, nahe der so­ genannten Vereisungsgrenze ( W O L D S T E D T 1935, K A L T W A N G 1992), auch für die geologische Kartie­ rung, angesprochen. Der älteste Hinweis aus diesem Gebiet auf „Ge­ schiebe, die den nordischen Gebirgen ent­ stammen und auf die nordische Flut schließen lassen", stammt von J. F. L . HAUSMANN (1807). Der Außenbereich der glaziären Bildungen liegt im südlichen Niedersachsen und im westlich anschließenden Ostfalen im mesozoischen Hü­ gelland, und am Harzrand griff das Eis in die Täler des paläozoischen Berglandes ein. Die Eisaus­ breitung wurde hier durch mehrere Zufälligkeiten der Morphologie bestimmt, was zu ähnlichen Höhenlagen und Verschachtelungen des Elsterund des Drenthe-Glaziärs geführt hat. Es wäre aber ein Fehler, wie D U P H O R N (1974) zu einer re­ lativ pessimistischen Interpretation der v. a. vom Verfasser (1952, 1954, 1958 u. f.) vorgelegten, später durch Spezialkartierungen auf mehreren Blättern der GK 25 bestätigten Erkenntnisse zu greifen. Denn wir haben sehr verläßliche Hilfs­ mittel zur Verfügung, nämlich Holstein-Interglazialprofile (v. a. von Elze), das cromerzeitliche Osterholz-Interglazial ( L Ü T T I G 1954, G R Ü G E R 1968) und den Sedimentkörper der postelstereiszeitlichen und prädrenthestadialen Mittelterrasse des Flußsystems der Weser. Dieser Sedimentkörper ist sowohl eine morpho- als auch lithostratigraphisch sehr gut brauchbare Stütze: Die darin ent­ haltenen nordischen Geschiebe können nur aus Sedimenten der Elstereiszeit aufgenommen wor­ den sein. Damit haben wir einen Beleg. Der an­ dere erwächst aus den Interglazialprofilen. Wich­ tig ist v. a. das Holstein-Interglazial von Elze (vgl. L Ü T T I G 1955, I960) mit Liegendsedimenten der El­ stereiszeit und einer hangenden Drenthe-Grundmoräne. Beide sind geschiebestatistisch gut zu unterscheiden. In diesem Zusammenhang ist kurz auf Äuße­ rungen von K. R I C H T E R (1962) und K. D U P H O R N (1974) zu den hier vom Verfasser und in K. R I C H ­ TER durchgeführten geschiebestatistischen Unter­ suchungen einzugehen. K. R I C H T E R hat in Elze — i.

149

W. mit seinen Methoden, die nicht mit der TGZStatistik vergleichbar sind — Zählungen, v. a. in Sedimenten im Liegenden des Holstein-Intergla­ zials, durchgeführt, weil ihn v. a. die Tatsache be­ schäftigte, daß im Hamburger Raum elstereiszeit­ liche Sedimente (Billbrook-Serie) vorhanden sind, die im Unterschied zu den am südlichen Außenrand der Vereisungen bekannten Elsterab­ lagerungen nicht durch die Vorherrschaft ostfennoskandischen Materials gekennzeichnet sind. Die Unterscheidung einer südlichen elstereiszeit­ lichen Gechiebeassoziation (Typ Bornhäuser und Bockenemer Stadium, L Ü T T I G 1952, 1954), die von K. R I C H T E R ausdrücklich als vorhanden bestätigt wurde, von der vorwiegend westfennoskandischen Assoziation des Hamburger Raumes ist ei­ ne bemerkenswerte Erkenntnis von K. RICHTER, und sie wird durch die späteren Beobachtungen von K. D. M E Y E R (1970 u. f.) bestätigt. Allerdings ist notwendig, zur Methode der B e ­ weisführung K. R I C H T E R ' S folgendes zu sagen: -

In Elze (Seite 318 bei K. R I C H T E R 1962) zählte der genannte Autor ganze 14, wenn man die Schwarz-Weiß-Granite als diagnostisch ver­ wertbar akzeptiert, Leitgeschiebe aus und be­ stimmte danach ein TGZ von 17,63 - 61,4, was dem vom Verfasser bestimmten TGZ nahe kommt. Aber kann man tatsächlich mit so we­ nigen und weitgehend indifferenten Geschie­ ben ein TGZ bilden, und darf das methodisch neben den vom Verfasser gezählten Werten Bestand haben?

-

Die Verwendung des Begriffes TGZ durch K. täuscht vor, die erhaltenen Werte seien solchen vergleichbar, die der Verfasser an den gleichen Proben erlangen würde. Das trifft aber keinesfalls zu. K. R I C H T E R hat seinen TGZBestimmungen nämlich Geschiebetypen zu­ grunde gelegt, die in sich die Ermittlung von TGZ gar nicht zulassen. So besitzen seine Gruppen „Rapakiwi" und „Schwarz-Weiß-Gra­ nit" Geschiebetypen mit ganz unter­ schiedlichem TGZ: Äland-Rapakiwis mit TGZ = 20 - 60 (eine schon sehr großzügige Festle­ gung) sind z. B . nicht mit Rödö-Rapakiwi (TGZ = 18 - 62,8), Nystads-Rapakiwi (21,2 - 60,8) oder den ostfinnischen Rapakiwi vergleichbar und nicht in einen Topf zu werfen. Auch blei­ ben die typenreichen südschwedischen Ge­ schiebe weitgehend ungenutzt. Daß andere Typen, wie z. B . der Dalasandstein, wegen ih­ rer weiten Verbreitung geschiebestatistisch wertlos sind, ist jedem Geschiebekundler klar. RICHTER


150

-

-

GKRD LÜTTIG

K. R I C H T E R legte in seinen Arbeiten u. a. Wert auf die Benutzung des Verhältnisses Fd/Fu (durchscheinende zu undurchscheinenden Feuersteinen). Der Verfasser (und andere Sachkundige auch) halten diesen Wert für un­ brauchbar: Man findet leicht Feuersteinstücke, die sowohl durchscheinend als auch undurch­ scheinend sind, also könnte man an ein und demselben Flint ein Fd/Fu-Verhältnis bestim men. K. R I C H T E R war auch mit der Unterscheidung der einheimischen Porphyrvarietäten, die er zur Bildung von Verhältniszahlen benutzte — wovon sich der Verfasser mehrfach überzeu­ gen konnte — nicht vertraut. Sonst hätte er auch nicht behaupten können, er hätte im Auf­ schluß Puritzmühle (Bl. Königslutter, 3730) nur Thüringer Porphyr gefunden. Es handelt sich dort nämlich überwiegend um Porphyr vom Typ Halle und Flechtingen.

D U P H O R N ' S (1974), unter Berufung auf K. R I C H T E R geäußerte Bedenken gegen die Ergebnisse der

Geschiebezählungen im Raum Elze sollte man da­ her zurückstellen. Denn das südliche Niedersachsen ist doch der Raum, in welchem in Kombinati­ on mit der vom Verfasser entwickelten Methode der geröllanalytisch-morphometrischen PsephitPsammit-Gesamtuntersuchung (Lerne; 1952, 1954, 1997) die TGZ-Methode als eine Zusatzun­ tersuchung für die multiple stratigraphische Klas­ sifikation empfohlen wurde. Betrachten wir die vorhandenen Zählungen im südlichen Niedersachsen, für welche Abb. 3 und Tab. 1 gelten. Das Gebiet wurde durch die Nord­ grenze der Blätter der Serie 35.. und die Ost­ grenze der Blätter der Serie ..30 der GK 25 defi­ niert, umfaßt also den Südteil des Bundeslandes bis zur Vereisungsgrenze; ausgenommen wurde der Braunschweiger Raum. Das ist, einer geschie­ bestatistischen Faustregel folgend, ein sicherlich zu großes Gebiet. Da in dieser Untersuchung aber nur ein Überblick gegeben werden soll, mag die­ se Fassung hinnehmbar sein. Zu bemerken ist, daß in dieser Übersicht Zählungen enthalten sind,

y 59°-|

58,5-

ELSTER

58°

DRENTHE Grundmoräne Glazi flu via ti I Tarrassenschotter Periglaziär

57,5 —i— 15°

15,5

16°

16.5

17°

Abb. 3: TGZ-Diagramm für Süd-Niedersachsen. Die in T a b . 1 enthaltenen Zählungen durch K. D. MEYER wurden nicht mit in das Diagramm aufgenommen. Fig. 3: T G Z diagram for southern Lower Saxony. The countings of K . D . MF.YF.R, given in table 1, are not represented within the diagram.


Geschiebestatistische Anmerkungen zur Quartärstratigraphie des nordischen Vereisungsgebietes

die in L Ü T T I G (1958) wiedergegeben wurden, durch spätere Feldarbeit jedoch ausnahmslos noch ergänzt werden konnten. Das war auch not­ wendig, weil die bei L Ü T T I G 1952, 1954 und 1958 wiedergegebenen Zählungen aus der Frühzeit der Beschäftigung des Verfassers mit Leitgeschie­ ben stammen und z. T . auf relativ wenigen Ein­ zelgeschieben beruhen. In den 50er und 60er Jah­ ren hatte der Verfasser Gelegenheit, auf mehre­ ren Blättern in Südniedersachsen zu kartieren bzw. andere Kartierer zu betreuen. Dabei sind die älteren Zählungen fast durchweg komplettiert worden. Abb. 12 bei L Ü T T I G 1958 muß deswegen aufgehoben werden. Das generelle Ergebnis ist aber ähnlich dem der Abb. 3. Wichtig ist, folgen­ des hervorzuheben: -

Auf Blatt Elze wurde vom Verfasser das Oster­ holz-Interglazial aufgefunden, die Probenserie von G R Ü G E R (1968) bearbeitet und eine in den Cromer-Komplex zu stellende Warmzeit darin nachgewiesen. Die Osterholz-Serie wird von einem Geschiebelehm überlagert, der eine Geschiebe-Assoziation von elsterzeitlichem Charakter besitzt.

-

Die gleiche Assoziation wurde in Grundmorä­ nen und Schmelzwasserablagerungen nach­ gewiesen, die sich — eindeutig im Kartierver­ band erkannt, erbohrt oder erschürft — im Lie­ genden des Holstein-Interglazials von Elze be­ finden.

-

Sie entspricht geschiebestatistisch der Geschie­ besippe, die im Mittelterrassenkörper des We­ ser-Leine-Innerste-Flußsystems dort vor­ kommt, w o die betreffenden Flüsse ältere Ver­ eisungsgebiete (oder glazifluviatile Zulieferge­ biete) durchflössen, aus denen sie Elster-Ge­ schiebematerial aufgenommen haben. Der südlichste Punkt, an dem jeweils nordisches Material im Mittelterrassenkörper gefunden wurde, gibt auch den Bereich der südlichen Flintgrenze ( W O L D S T E D T 1935) an. Das muß nicht unbedingt die südliche äußerste quartäre Eisrandlage sein, denn die Flinte können auch aus Schmelzwasserablagerungen außerhalb der Eisbedeckung stammen. Ansonsten kann damit die Rekonstruktion der Südgrenze der Elstervereisung gut gestützt werden, wenn kei­ ne Moränen vorhanden sind.

-

Diese Elster-Geschiebeassoziation wurde auch in den Schmelzwasserkiesen bei Bornhausen gefunden, aus deren in den Beginn des Bockenener Stadiums (LÜTTIG, 1952) zu stel­ lenden Schichten S I C K E N B E R G (1962) eine Wir­ beltierfauna beschrieb, die aus paläontologi­

-

151

scher Sicht in diesen Zeitratim gehört. Die geognostische Position der Drenthe-Ablagerungen im Hangenden des Mittelterrassenkörpers, des Interglazials von Elze und der als elstereiszeitlich erkannten Sedimente rundet den eindeutigen Geländebefund ab.

Die Festellung kann daher gelten, daß die TGZBefunde dieses Gebietes zu den sichersten gehören, welche man in der Quartärstratigraphie verwendet. 6 Nordniedersachsen, Bremen

Auch der nördliche Teil Niedersachsens ist noch Altmoränengebiet. Die Aufgabe für die Geschiebestatistik ist hier die Unterscheidung von Elster-, Drenthe- und Wartheablagerungen, lokal auch die Differenzierung zwischen den einzelnen Pha­ sen des Drenthestadiums. Für die Ostfriesisch-Oldenburger Geest sind K. D. M E Y E R ' S (1970) Darstellungen die modernsten. Wichtig ist hier, daß überwiegend Drenthe-Geschiebeassoziationen gefunden wurden. Die stratigraphische Zugehörigkeit der Tergaster Kiese ist noch unklar. Nach H E S E M A N N (1939) liegt eine ostfennoskandisch beeinflußte Assoziation vor, was auch durch Zählungen von K. D. M E Y E R aus dem Jahre 1968 bestätigt wird. Doch ist die Ausbrei­ tung des Elster-Eises nach W unklar. Westlich der Ems ist bisher Geschiebelehm der Elster-Eiszeit nicht angetroffen worden ( M E Y E R & T Ü X E N 1986), wohl aber ist der spätelstereiszeitliche glazilimnische Lauenburger T o n noch weit verbreitet. In dem weiter südlich liegenden, morphologisch auffälligen Endmoränenzug der Rehburger bis Heisterberg-Phase des Drenthestadiums, der sich von den Niederlanden über die Fürstenauer und Dammer Berge bis in die Gegend N von Hanno­ ver erkennen läßt, fehlen im Gebiet W der Weser statistisch „dichte" Geschiebezählungen, und so ist die nächste Region mit guter Belegung das Ge­ biet von Liebenau, über das vom Verfasser ( L Ü T T I G 1 9 5 8 b, 1961) bereits mehrfach berichtet wur­ de. Das zugehörige TGZ-Diagramm ist als Abb. 4 bei­ gegeben, die zugehörige Zählliste ist in der erst­ genannten Arbeit enthalten. Wichtig ist hier, daß sowohl im Sedimentkörper der Weser-Mittelter­ rasse als auch im Liegenden des Holstein-Inter­ glazials die aus dem südlichen Niedersachsen be­ kannte ostfennoskandisch geprägte Elster-Ge­ schiebeassoziation wiederkehrt, was wegen des Vorhandenseins von Mittelterrassenmaterial, das


152

GERD LÜTTIG

S. W A N S A (1994) Geschiebezählungen in zwei unter dem Lauenburger T o n liegen­ den, mithin elstereiszeitlichen und zwei jüngeren, drenthestadialen Gmndmoränen durchgeführt worden. Die T G Z der Erstmoränen sprechen wie Einregelungsmessungen für das Vorhandensein zweier, i. W. N-S-Transport bewirkenden Eismas­ sen mit NW-skandinavischer Geschiebe­ dominanz. Die ältere Drenthe-Moräne zeigt die übliche TGZ-Verteilung; die jün­ gere läßt, wie schon bei Liebenau ( L Ü T T I G 1958) und von MARCZINSKI (1968) beob­ achtet wurde, die Verschiebung der TGZ in Richtung auf den Warthe-Streubereich erkennen.

60°

59°

HEISTERBERG­ PHASE

DRENTHE mit viel MT - M a t e r i a l

58°

Grundmoräne Glazifluviatil Terrassenschotter 57° 15°

16°

17°

Abb. 4: TGZ-Diagramm für den Raum von Liebenau Weser.

Weiter südöstlich liegt das Untersuchungs­ gebiet von Gerdau bei Uelzen, über das der Verfasser 1958 bereits berichtet hat. Hier ging es um die statistische Unter­ scheidung der Drenthe- von den WartheAblagerungen. Schwierigkeiten gab es da­ bei nicht: Der Drenthe-Streubereich liegt deutlich südlicher als der des Warthe-Sta­ diums.

Fig. 4: TGZ diagram for the area o f Liebenau/Weser.

aus dem Süden stammt, auch nicht weiter ver­ wunderlich ist. Eine zweite Beobachtung er­ scheint wichtig: Die nach den Kartierergebnissen des Verfassers jungdrenthestadialen, den Bildun­ gen der Rehburger Phase aufgesetzten Moränen der Heisterbergphase zeigen bereits eine Umorientierung der Geschiebeanfuhr in Richtung auf die warthestadialen Liefergebiete, deren TGZ ja NE denen des Drenthestadiums liegen. Die gleiche Beobachtung hat M A R C Z I N S K I (1968) bei der Untersuchung des Unterweser-UnterelbeGebietes gemacht. Dort liegen die Streubereiche der Lamstedter und Stader Phase - beide sind jün­ ger als die Heisterberg-Phase - ebenfalls nach NE von den Streubereichen der „Haupt-Drenthe"-Assoziationen versetzt. Allerdings muß bedacht werden, daß die TGZ-Werte M A R C Z I N S K I ' S wegen der etwas anderen Methode - es handelt sich um Gruppen-TGZ (siehe M . ) - nicht direkt mit denen des Verfassers vergleichbar sind. Betont werden muß nochmals, daß es arbeitstechnisch nicht ver­ werflich sein kann, die Methodik zu ändern, wenn die statistischen Vergleiche sich auf solche innerhalb einer Methode beschränken. Im Gebiet zwischen Bremen und Bremerhaven sind von K. D. M E Y E R für H.-C. H Ö F L E (1983) und

Nach E schließt das Untersuchungsgebiet von G R O E T Z N E R (1972) an. Zwar sind auch die Zählungen G R O E T Z N E R ' S im Uelzener Becken nicht direkt mit denen des Autors korrelierbar, da er die TGZ - ähnlich wie MARCZINSKI - nur auf der Basis der Bestimmung von Geschiebegruppen er­ mittelt hat. Das Ergebnis ist aber ähnlich. Südlich von G R O E T Z N E R ' S Bearbeitungsgebiet liegt der von K. D. M E Y E R (1998) unlängst untersuchte Raum der südlichen Lüneburger Heide. Auch dort ließen sich - nun nach der „echten" TGZ-Methode bestimmt - die Drenthe- und Warthe-TGZ gut auseinanderhalten. Das ist nicht außergewöhn­ lich. Bemerkenswert ist aber wiederum das Vor­ kommen der elstereiszeitlichen Assoziation, die nicht dem ostfennoskanischen Typ Südnieder­ sachsens entspricht, sondern ein Streubereichs­ zentrum etwa bei 14,9 - 58,3 besitzt, damit also dem auch von K. R I C H T E R (1962) beobachteten Streubereich entspricht. Darauf kann bei Betrachtung der Zählungen, die der Autor in den letzten Jahren in der Zen­ tralheide unternommen hat, zurückgekommen werden. Das Diagramm ist als Abb. 5, die Zählli­ ste als Tab. 2 beigefügt. Einige der Proben sind stratigraphisch sicher „eingehängt".


Geschiebestatistische Anmerkungen zur Quartärstratigraphie des nordischen Vereisungsgebietes

153

59°-

WARTHE

ELSTER

x

Grundmoräne Glazifluviotil Periglaziär

0 A

CH \ B i o s t r a t i g r a p h i s c h (3/ "eingehängte"Proben

DRENTHE

5

7

o

15°

16°

A b b . 5: T G Z - D i a g r a m m für die L ü n e b u r g e r H e i d e . 1 LÜTTIG (1958) Blatt G e r d a u

Fig. 5: TGZ diagram for the Lüneburger Heide.

2 LOOK ( 1 9 6 8 ) Gp-TGZ Elm

7x 59°-

3 M A R C Z I N S K I (1968) Gp-TGZ Untenveser-U. Elbe 4 K . O . M E Y E R (1970) Ostfries.-Oldenburger Geest 5GROETZNER(1972) G p - T G Z Uelzener Becken 6 K . D . M E Y E R (1998) Süd!. L ü n e b u r g e r Heide 7 LÜTTIG (1958) Raum Liebenau

58°-

Warthe jü.

Drenthe

alt.

Drenthe

Elster 57

8 L Ü T T I G (diese Arbeit) Zentr. L ü n e b u r g e r Heide 9 M E Y E R in H Ö F L E (1983) Osterholz-Scharnibeck 10 M E Y E R in W A N S A (1994) Bremen-Bremerhaven

c

-> 15°

16°

A

17°

A b b . 6: S c h w e r p u n k t e d e r T G Z - S t r e u b e r e i c h e in 10 u n t e r s c h i e d l i c h e n , v o n 5 A u t o r e n u n t e r s u c h t e n G e b i e t e n des nördlichen Niedersachsens. Fig. 6: Centers o f the spread of TGZ in 10 different areas o f northern Lower Saxony, investigated by 5 different authors.


154

Das

GERD LÜTTIG

G e b i e t ist definiert als d i e d u r c h d i e Blätter

-

d e r G K 2 5 w i e folgt u m g r e n z t e F l ä c h e :

D e r D r e n t h e - S t r e u b e r e i c h ist b e i a l l e n A u t o r e n z i e m l i c h ä h n l i c h ; e r liegt im S W d e s i m Dia­ g r a m m dargestellten Bereiches.

2724

2726

Tostedt

Hanstedt

-

Jüngere Drenthe-Bildungen

zeigen

ein

„Ab­

w a n d e r n " d e s S t r e u b e r e i c h s z e n t r u m s n a c h NE in R i c h t u n g a u f d e n W a r t h e - S t r e u b e r e i c h . 3024

3026

Dorfmark

Munster

-

Z u n ä c h s t ist festzustellen, d a ß e i n d r e n t h e s t a dialer südwestlicher TGZ-Streubereich ausgebil­ d e t ist, d e r d e u t l i c h v o n d e m i m N E l i e g e n d e n W a r t h e - B e r e i c h a b g e t r e n n t ist. E i n d e u t i g unter L a u e n b u r g e r T o n l i e g e n d e , a u s K e r n b o h r u n g e n ( e i n e mit 3 0 c m D u r c h m e s s e r ) s t a m m e n d e Elster-Geschiebelehmproben erga­ b e n n u n T G Z mit W e r t e n , die E d e s D r e n t h e b e r e i c h e s liegen und keinesfalls der südniedersächsisch-ostfennoskandsischen, aber auch nicht der nordniedersächsisch-südschwedischen Sippe angehören. D a z u m u ß b e m e r k t w e r d e n , d a ß e s in d e r Z e n ­ t r a l h e i d e unter d e m L a u e n b u r g e r T o n z w e i ElsterG e s c h i e b e l e h m e gibt, e i n e l i e g e n d e , dtirch Auf­ n a h m e v o n Braunkohlensand dunkelgrau gefärb­ te Die

und eine hangende Proben 4 9 und

grünlich-graue

5 6 - 5 8 stammen

Moräne. aus

der

hangenden Elstermoräne. Genügend reichliches Material a u s d e r l i e g e n d e n E l s t e r m o r ä n e

stand

d e m V e r f a s s e r b i s h e r n i c h t zur V e r f ü g u n g . Man wird daher zunächst abwarten müssen, was d e r B e f u n d im V e r g l e i c h zu d e n B e o b a c h t u n g e n in S ü d n i e d e r s a c h s e n u n d i m N o r d e n b e d e u t e t . D a die Beobachtungsgebiete sehr weit auseinander­ l i e g e n , will s i c h d e r V e r f a s s e r v e r s a g e n , w e i t e r e S c h l ü s s e zu z i e h e n . H i n z u g e f ü g t w e r d e n k a n n in d i e s e m Z u s a m m e n ­ h a n g d a s E r g e b n i s , d a s E.-R. L O O K ( 1 9 6 8 ) a m E l m erzielt hat. Er hat d o r t n e b e n e i n e r v o r w i e g e n d drenthestadialen

Geschiebesippe, deren T G Z er

n a c h d e r G r u p p e n m e t h o d e ermittelt hat, e i n e G e ­ s c h i e b e l e h m p r o b e in e i n e r S p a l t e n f ü l l u n g g e f u n ­ d e n , d i e als e l s t e r z e i t l i c h aufgefaßt w e r d e n m u ß . Das

T G Z liegt w e i t N W - l i c h u n d ä h n e l t d e m w o h l

frühelsterzeitlichen, von

K. D .

westlich

gelegenem

TGZ

MEYER.

D e r W a r t h e - S t r e u b e r e i c h ist b e i a l l e n A u t o r e n ä h n l i c h ; e r liegt i m N E d e s S c h a u b i l d e s .

-

Die

Elster-TGZ-Werte sind

Neben

der

unterschiedlich.

südniedersächsischen

gibt es sicherlich e i n e

NE-Sippe

nordniedersächsische

N W - S i p p e ; sie ist a u c h in S c h l e s w i g - H o l s t e i n b e k a n n t u n d vermittelt zu d e n W e r t e n d e s Hattem-Komplexes.

In der

Zentralheide

wurde

d a n e b e n e i n e „südlich" g e p r ä g t e S i p p e b e o b ­ achtet. 7

Mitteldeutschland

Das mitteldeutsche Altmoränengebiet, a l s o der R a u m T h ü r i n g e n - S a c h s e n - Anhalt ist — w i e in fast a l l e n a n d e r e n B e r e i c h e n d e r G e o l o g i e u n d M i n e r a l o g i e - zu d e n k l a s s i s c h e n R e g i o n e n d e r G e s c h i e b e - u n d E i s z e i t f o r s c h u n g zu zählen. Wenn

E.

RICHTER,

BAUDENBACHER

&

EISSMANN

( 1 9 8 6 ) b e m e r k t e n , s c h o n der V o r n e a n d e r t a l e r ha­ b e v o r rd. 2 0 0 . 0 0 0 J a h r e n in d e r U m g e b u n g v o n Leipzig G e s c h i e b e g e s a m m e l t , s o m e i n t e n s i e das freilich im S i n n e v o n Material für F e u e r s t e i n a r t e ­ f a k t e d e r M a r k k l e e b e r g e r Kulturstufe. S c h l i e ß l i c h ist d i e s e s a u c h d e r R a u m , in w e l c h e m d u r c h B E R N HARDI s e h r früh ( 1 8 3 2 ) d i e richtige D e u t u n g der G e n e s e d e r E i s z e i t b i l d u n g e n g e g e b e n w u r d e , die ersten Gletscherschliffe des nordischen Verei­ sungsgebietes n a c h g e w i e s e n w u r d e n u n d H. CREDNER d i e w e s e n t l i c h e n I m p u l s e z u m S a m m e l n und Bestimmen von Geschieben an seine Schü­ ler, u n t e r i h n e n A. PENCK, a u s g a b . D a s Natur­ w i s s e n s c h a f t l i c h e M u s e u m d e r Stadt L e i p z i g b e ­ herbergt eine der b e s t e n und umfangreichsten G e s c h i e b e s a m m l u n g e n im n o r d i s c h e n Verei­ s u n g s g e b i e t ; hier e m p f i n g a u c h d e r V e r f a s s e r s c h o n als S c h ü l e r d i e e r s t e n A n r e g u n g e n z u m G e ­ s c h i e b e s a m m e l n , v. a. d u r c h R U D O L F G L Ä S E L u n d R U D O L F GRAHMANN. G e s c h i e b e s t a t i s t i s c h e U n t e r s u ­ c h u n g e n h i n g e g e n s i n d in d i e s e m R a u m selten (vgl.

R I C H T E R , B A U D E N B A C H E R & EISSMANN 1 9 8 6 ) .

F a ß t m a n die B e f u n d e d e r g e n a n n t e n , i m nördli­ c h e n ( u n d östlichen) Niedersachsen tätigen B e ­

W i c h t i g s t e Arbeit h i e r z u ist d i e n a c h d e r T G Z - M e -

o b a c h t e r z u s a m m e n , w i e d a s in A b b . 6 g e s c h e h e n

thode

ist,

zwischen dem östlichen Niedersachsen u n d

und zwar durch e i n e (sicherlich sehr g r o b e )

erfolgte e r s t e B e a r b e i t u n g d e s

Gebietes der

D a r s t e l l u n g d e r S c h w e r p u n k t e d e r j e w e i l i g ermit­

L e i p z i g e r T i e f l a n d s b u c h t d u r c h K. H O F F M A N N & K.

telten Streubereiche, so erkennt man folgendes:

D.

MEYER ( 1 9 9 7 ) . W e n n g l e i c h oder g e r a d e weil


Geschiebestatistische Anmerkungen zur Quartärstratigraphie des nordischen Vereisungsgebietes

d i e P r o b e n z a h l n o c h relativ gering ist, regt d i e s e

den.

Untersuchung

Beprobung

sollte in d i e s e r H i n s i c h t v o r a l l e m d e s h a l b w e i t e r

an, v. a. d e s h a l b , w e i l d e r V e r g l e i c h z w i s c h e n d e n

g e f o r s c h t w e r d e n , w e i l dort e i n V e r z a h n u n g s b e ­

Diagrammen v o m östlichen Niedersachsen, d e m

reich zwischen

westlichen Anhalt u n d der Leipziger Tieflands-

der alpinen

zu einer vertiefenden

Vornehmlich

155

im Ostrava-Gebiet

Mährens

Bildungen der nordischen und

V e r e i s u n g v o r h a n d e n ist (TYRAC'EK

b u c h t F ä n b l i c k in d i e T G Z - V e r s c h i e b u n g e n i n h o -

1 9 6 3 ) . D a s ist für d i e i n t e r n a t i o n a l e

mochronen

s c h e Korrelation v o n g r o ß e r B e d e u t u n g .

Moränen

längs

den

Eisrändern

zuläßt. D i e D r e n t h e - u n d W a r t h e - S t r e u b e r e i c h e ähneln d e n in Niedersachsen beobachteten G e ­ setzmäßigkeiten,

d i e E l s t e r - S i p p e , in E - N i e d e r -

s a c h s e n n o c h NW-orientiert, läßt i m G e b i e t v o n Leipzig e i n e w e s t l i c h e u n d e i n e ö s t l i c h e G e s c h i e ­ b e f a z i e s ( w i e in S - N i e d e r s a c h s e n ) e r k e n n e n . 8

B ö h m e n , Mähren, Schlesien, Südost-Polen

Das Altmoränen-Gebiet Böhmens, Mährens, Schlesiens u n d Südostpolens ist in g e s c h i e b e k u n d l i c h e r H i n s i c h t nicht s o s c h l e c h t u n t e r s u c h t , w i e e s a u f d e n e r s t e n B l i c k erscheint. D a s gilt v. a. für B ö h m e n . B e r e i t s i m J a h r e 1 8 5 8 h a t J E I T E L E S über nordische Geschiebe bei Opava (Troppau) b e r i c h t e t . D i e m o d e r n e F o r s c h u n g ist v . a. d u r c h d i e A r b e i t e n v o n G A B A ( 1 9 7 0 bis 1 9 8 8 , a u c h G A B A & PEK, 1 9 8 6 ) geprägt. D e r Verfasser hat e i n e n k l e i n e n B e i t r a g ( L Ü T T I G 1 9 9 7 ) geliefert, v. a. z u r F r a g e d e r U n t e r s c h e i d b a r k e i t v o n Elster- u n d D r e n t h e m o r ä n e n . D i e s e ist zweifelsfrei v o r h a n -

Interessant ist a u c h d e r s ü d ö s t l i c h s t e F u n d e i n e s R h o m b e n p o r p h y r g e s c h i e b e s d u r c h d e n Verfasser bei M ä h r i s c h - O s t r a u . D i e V e r b r e i t u n g d e r R h o m ­ b e n p o r p h y r e b e d a r f e b e n f a l l s v e r t i e f t e r Untersu­ c h u n g , d a s i e d i e V o r s t e l l u n g e n ü b e r d i e Eisausb r e i t u n g stark b e e i n f l u ß t u n d g e e i g n e t ist, sich g e ­ g e n w ä r t i g w i e d e r in R i c h t u n g d e r G e s c h i e b e ­ streufächer-Theorien b e w e g e n d e Vorstellungen (vgl.

S M E D 1 9 9 3 u.

a . ) zu

überprüfen.

SCHUDDE-

BEURS ( 1 9 8 7 ) h a t d a z u w e s e n t l i c h e V o r a r b e i t g e ­ leistet. In S c h l e s i e n - u n d z w a r in N i e d e r s c h l e s i e n - liegt einer der bemerkenswertesten Sedimentärge­ schiebefundpunkte, d e r durch ROEMER ( 1 8 6 1 ) berühmt g e w o r d e n e Sadewitzer Kalk. Auch die U n t e r s u c h u n g d e r K r i s t a l l i n g e s c h i e b e d u r c h LIE­ BISCH ( 1 8 7 4 ) ist a l s früher M e i l e n s t e i n z u n e n n e n . Große wissenschaftsgeschichtliche Bedeutung hat a u c h d a s G e b i e t d e r G l a t z e r N e i ß e . Dort hat der

unvergessene

FRIEDRICH

ZELINER

59° -

ELSTER

58°

57°

Abb.

stratigraphi-

15° 16° 17° 7: Nicht z u l ä s s i g e Z u s a m m e n f a s s u n g d e r T G Z - S t r e u b e r e i c h e für S c h l e s w i g - H o l s t e i n . Fig. 7: TGZ spread for Schleswig-Holstein.

1 9 2 8 die


156

GERD LÜTTIG

Schotteranalyse wissenschaftlich etabliert. An geschiebekundlichen Arbeiten im übrigen Polen sind v. a. die von K R E U T Z & G L O W I N S K A (1932), JAROSZEWICZ-KLYSZYNASKA

(1938

a,

b),

GLOWINSKA

(1939) and D U D Z I A K (1961 bis 1988) zu erwähnen. Geschiebestatistische Versuche sind aber auf die Arbeiten von N U N B E R G (1971) und B U R D I E W I C Z & M E Y E R (1991) beschränkt. Einzelne geschiebekundliche Arbeiten sind darüber hinaus aus Wolhynien ( K O R N & G A G E L 1918) und dem Dongebiet ( T S C H I R W I N S K Y 1926) zu vermelden, ansonsten ist dieses Gebiet in der infrage stehenden Hinsicht — wenigstens für den Verfasser — in Dunkel gehüllt. 9

Schleswig-Holstein

Die Geschiebestatistik findet natürlich einen besonders fruchtbaren Acker in den Jungmoränengebieten vor. Hier ist in erster Linie SchleswigHolstein zu nennen, ein Gebiet, in welchem nach FORCHHAMMER (1843), M E Y N (1871), P E T E R S E N (1905), J . K O R N (1909), V. M I L T H E R S (1909), W. G. S I M O N (1935, 1937), H E S E M A N N (1935, 1937), K . D. M E Y E R (1965), G. S C H L Ü T E R (1978, 1980) und ande-

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re gewirkt haben. Der Verfasser kann hier inzwischen rund 750 Geschiebezählungen, davon über 650 eigene vorweisen (vgl. auch L Ü T T I G 1991)- Da über die Ergebnisse an anderer Stelle ausführlich berichtet werden wird, soll hier nur das Wesentliche an Beobachtungen niedergelegt werden. Würde man die Gesamtheit der Zählungen in einem einzigen Diagramm wiedergeben, was wegen der Größe des Untersuchungsgebietes nicht zulässig ist, erhielte man ein Diagramm ähnlich Abb. 7. Wegen dieser Unzulänglichkeit wurde das Gesamtgebiet in 6 Streifen geteilt, welche annähernd senkrecht zum Verlauf des WeichselEisrandes ausgerichtet sind. In diesen Teilgebieten sind dann die statistischen Streubereiche besser voneinander getrennt was aus den nur beispielhaft angeführten Diagrammen für die Sektoren — 6, Lübeck-Lauenburg (Abb. 8), — 4, Kiel-Itzehoe und (Abb. 9 ) — 1, Sylt-Flensburg (Abb. 10) ersichtlich ist.


Geschiebestatistische Anmerkungen zur Quartärstratigraphie des nordischen Vereisungsgebietes

157

Abi).9: T G Z - S t r e u b e r e i c h für d e n S e k t o r K i e l - I t z e h o e . Fig. 9: TGZ spread for the section of Kiel-Itzehoe.

O h n e a u f E i n z e l h e i t e n e i n z u g e h e n -- a u f die in Kürze erscheinende Monographie wird verwie­ s e n —, sei festgehalten, d a ß e i n e g a n z e R e i h e v o n P r o b e n h i e r b i o s t r a t i g r a p i s c h d u r c h d i e L a g e zu I n t e r g l a z i a l s c h i c h t e n „ e i n g e h ä n g t " ist.

l ä u f i g e n E r g e b n i s s e für W e s t m e c k l e n b u r g w u r d e auf zwei Tagungen der NW-deutschen Geologen b e r e i t s berichtet, e s l i e g e n a b e r i n z w i s c h e n a u c h e t l i c h e Z ä h l u n g e n für d e n R a u m R o s t o c k u n d Rü­ gen-Greifswald vor.

D e u t l i c h ist j e w e i l s d i e T r e n n u n g d e s D r e n t h e v o n d e m W a r t h e - S t r e u b e r e i c h zu e r k e n n e n . D a s Weichsel-Areal grenzt hingegen e n g südöstlich a n d a s D r e n t h e - G e b i e t an, w a s a b e r g e o g n o s t i s c h n i c h t h i n d e r l i c h ist, da W e i c h s e l m o r ä n e n d e n Verbreitungsbereich von Drenthe-Moränen in S c h l e s w i g - H o l s t e i n n u r l o k a l b e r ü h r e n , d. h., d a ß u n t e r W e i c h s e l - S c h i c h t e n im B e r e i c h d e r „Balti­ s c h e n Hauptendmoräne" nur lokal Drenthe-Aufs c h u p p u n g e n oder -Hochlagen erreicht werden.

D a s Z w i s c h e n e r g e b n i s für W e s t - M e c k l e n b u r g ist das folgende: -

D i e in d e n Kliffprofilen unter E e m - I n t e r g l a z i a l aufgeschlossene Warthe-Grundmoräne zeigt das von N-Niedersachsen und Schleswig-Hol­ stein bekannte, typische ostfennoskandische B i l d . D i e s e r S t r e u b e r e i c h k e h r t in d e n südlich außerhalb der Weichsel-Hauptmoräne be­ k a n n t e n u n d v o n d e n m e c k l e n b u r g i s c h e n Kar­ tierern a u c h s o e i n g e s t u f t e n W a r t h e - M o r ä n e n (W.

F e s t z u h a l t e n ist hier, d a ß , d u r c h K e r n b o h n i n g e n u n d A u f s c h l ü s s e b e l e g t , d i e n o r d ö s t l i c h e ElsterFazies vorkommt, a b e r a u c h die offenkundig älte­ re E l s t e r - W e s t - F a z i e s v o r h a n d e n ist. 10

Mecklenburg

I n z w i s c h e n konnte der Verfasser s e i n e g e n n a c h Mecklenburg

Zählun­

fortsetzen. Ü b e r d i e v o r ­

-

SCHULZ 1 9 6 7 u. a . )

wieder.

Ü b e r d e m E e m d e r Kliffs, v. a. in K l ü t z - H ö v e d (HECK

I960,

A.

LUDWIG

1964

a,

S T R A H L et

al.

1 9 9 4 ) liegt e i n e F o l g e v o n G e s c h i e b e l e h m e n , d e r e n unterster m i t d e m s ü d l i c h s t e n W e i c h s e l Endmoränenzug Mecklenburgs geschiebesta­ tistisch korreliert w e r d e n k a n n . E r w i r d d e r Frankfurter P h a s e zugeordnet. Sein T G Z Streubereich kann von dem der höheren


158

GERD LÜTTIG

A

-ELSTER

DRE NTHE

WARTHE

-

WEICHSEL LEGENDE: Glazifluviatil Grundmoräne Periglaziär

15

Abb.

16

1 0 : T G Z - S t r e u b e r e i c h für d e n S e k t o r Sylt-Flensburg. Fig. 10: T G Z spread for the section o f Sylt-Flensburg.

Gnindmoränen getrennt werden. Letztge­ nannte Bildungen sind mit d e n nördlich d e r Weichsel-Außenmoräne liegenden Endmorä­ n e n korrelierbar. D i e s e w e r d e n d e r P o m m e r ' schen Phase zugeordnet. -

-

17

I n d e n h ö h e r e n T e i l e n d e r Kliffs l i e g e n d e Grundmoränen unterscheiden sich geschiebe­ statistisch n i c h t v o n d e n e n d e r P o m m e r s c h e n Phase. Für die T r e n n u n g derselben v o n einer vermuteten (GEINITZ 1 8 9 4 ) Mecklenburgischen P h a s e gibt die G e s c h i e b e s t a t i s t i k , j e d e n f a l l s die T G Z - M e t h o d e , n i c h t s her. Bildungen der Brandenburger Phase, deren M o r ä n e n SE v o n S c h w e r i n u n t e r d i e Frankfur­ ter E n d m o r ä n e in nördlicher Streichrichtung untertauchen (SCHULZ 1 9 6 7 ) u n d n o c h b e i Re­ rik ( L Ü T T I G u n v e r ö f f . ) b e o b a c h t b a r s i n d , f e h l e n in W - M e c k l e n b u r g u n d damit a u c h in S c h l e s ­ w i g - H o l s t e i n . G e s c h i e b e s t a t i s t i s c h ist d i e B r a n ­ denburger Phase v o n den beiden jüngeren un­ t e r s c h e i d b a r ( v g l . a u c h HESEMANN, 1 9 3 9 , für B r a n d e n b u r g , vgl. LÜTTIG

1958).

-

Im Bereich der Warthe-Endmoränen in

gestauchter

Position

kommen

Drenthe-Bildungen

vor, s i e sind g e s c h i e b e s t a t i s t i s c h

einwandfrei

diagnostizierbar. -

Elster-Bildungen standen

d e m Verfasser, der

s e i n e A r b e i t e n i n M e c k l e n b u r g d e m n ä c h s t fort­ zusetzen gedenkt, bisher nicht vor. 11

Brandenburg

Für d a s J u n g m o r ä n e n g e b i e t Brandenburgs und der nördlich anschließenden Landesteile hat HESEMANN ( 1 9 3 9 )

d i e g r u n d l e g e n d e V o r a r b e i t , v.

a. a u c h d u r c h s e i n e Arbeit ü b e r d e n O d e r g l e t ­ s c h e r ( 1 9 3 2 ) , geleistet. D e r Verfasser h a t 1 9 5 8 d a ­ zu einige zusätzliche B e m e r k u n g e n g e m a c h t , die s i c h a u f d e r U m r e c h n u n g d e r HESEMANNSchen Zählungen berufen. Nach gegenwärtigen Kennt­ n i s s t a n d w ü r d e e r d i e s e V e r s u c h e l e d i g l i c h als al­ lererste Annäherung a n die Problemlösung b e ­ t r a c h t e n . N e u e Z ä h l u n g e n sind n o t w e n d i g u n d , v. a. i m B e r e i c h d e r w e s t l i c h e n B r a n d e n b u r g e r G l a ziärstrukturen, g e p l a n t .


Geschiebestatistische Anmerkungen zur Quartärstratigraphie des nordischen Vereisungsgebietes

12

Baltikum, Skandinavien

BADEN-POWELL, D. F. W.: ( 1 9 4 8 ) : Long-distance correla­

Aus Nordpolen u n d d e m Baltikum ist z w a r in g e schiebekundlicher, nicht aber in g e s c h i e ­ bestatistischer Hinsicht einiges an Untersuchun­ g e n zu vermelden. In der Geschichte der G e ­ s c h i e b e f o r s c h u n g spielt dieser Raum e i n e b e d e u ­ tende

tion of boulder clays. - Nature 1 6 1 , 4 0 8 6 : 2 8 7 - 2 8 8 , London 1 9 4 8 . BERNIIARDI, A.: ( 1 8 3 2 ) : W i e kamen die aus d e m Norden

stammenden Felsbruchstücke und Geschiebe, wel­ che man in Norddeutschland und den benachbar­ ten Ländern findet, an.ihre gegenwärtigen Fundor­ te? - Leonh. & Bronns Jb. f. Min., Geogn. usw. 3 : 2 5 7 - 2 6 7 , Heidelberg 1 8 3 2 .

R o l l e ( v g l . z. B . MELLIS 1 9 2 8 , E S K O L A 1 9 3 3 ,

GAIGALAS & GUDELIS 1 9 6 5 , GUDELIS 1 9 7 1 , VIIDING

1 9 7 6 u . a . ) . A n die G e s c h i c h t e der q u a r t ä r g e o l o g i ­ s c h e n F o r s c h u n g in O s t p r e u ß e n m u ß m i t W e h ­ mut u n d N a c h d r u c k erinnert w e r d e n (WREDE 1812,

159

BIJLSMA, S. & CLEVERINGA, P.: ( 1 9 7 0 ) :

Verslag van

het

kwartair-geologisch onderzoek in d e omgeving van Uelsen (Grafschaft Bentheim, Duitsland) in 1 9 7 0 . - Dipl.-Arb., 5 0 S., Anh., Amsterdam 1 9 7 0 .

JENTZSCH 1 8 8 0 , F R E B O L D 1 9 2 8 , u. a . ) .

BONNEMA, J . H.: ( 1 8 9 8 ) : D e sedimentaire zwerfblokken D a ß das innere Vereisungsgebiet Skandinaviens, van Kloosterholt (Heiligerlee). - Versl. kon. Akad. in d e m j a B i l d u n g e n , d i e älter als W e i c h s e l sind, Wet., Afd. Wissen Natuurk. 6 : 4 4 8 - 453, Amsterdam n u r s e l t e n a n z u t r e f f e n sind, w e i t g e h e n d a u s e i ­ 1898. nem anderen als d e m norddeutschen G e ­ BUCKLAND, W . : ( 1 8 2 3 ) : Reliquae diluvianae o r observati­ sichtswinkel geschiebekundlich u n d geschiebe­ ons o n the organic remains contained in caves, fis­ statistisch u n t e r s u c h t w u r d e , darf mit b e s o n d e r e r sures, and diluvial gravel, - 3 0 3 S., London B e t o n u n g d e r h e r v o r r a g e n d e n B e t e i l i g u n g v o r al­ (Murray) 1 8 2 3 . l e m d e r d ä n i s c h e n K o l l e g e n als S c h l u ß b e m e r ­ BURDUKIEWICZ, J . M. & MEYER, K.-D.: ( 1 9 9 1 ) : T h e analysis k u n g angeführt w e r d e n . Seit FORCHHAMMER ( 1 8 4 3 ) of erratics from glacial deposits in Trzebnica (Sile­ — u n d d a m i t s c h l i e ß t s i c h d e r Kreis —, ist e i n e Fül­ sia). - Slask. spraw. Archeol. 3 2 : 2 9 - 4 2 , 2 fig., 1 tab., le h e r v o r r a g e n d e r B e i t r ä g e e n t s t a n d e n , v o n d e ­ Wroclaw 1 9 9 1 . n e n n u r e i n i g e e r w ä h n t w e r d e n s o l l e n , z. B . V . CALKER, F . J . P . v.: ( 1 8 8 9 ) : Beiträge zur Heimat-Bestim­ mung der Groninger Geschiebe. - Z. dt. geol. Ges. MILTHERS ( 1 9 0 9 , 1 9 3 3 ) , MAUSEN ( 1 9 2 8 ) , G R Y ( 1 9 3 2 ) , 4 1 : 3 8 5 - 393, Berlin 1 8 8 9 . K. M I L T H E R S ( 1 9 4 2 ) , G R I P ( 1 9 5 3 ) , VIRKKALA ( 1 9 5 8 ) , — ( 1 8 9 5 ) : Association internationale pour la recher­ GILLBERG ( 1 9 6 5 ) , DONNER ( 1 9 8 6 , 1 9 8 9 ) , KÖNIGSSON che des erratiques d e l'Europe septentrionale. ( 1 9 7 6 ) , S M E D ( 1 9 8 9 , 1 9 9 7 ) . D a s ist a b e r n u r e i n T e i l Compte-rendu Congr. geol. int. 6 Session: 2 0 8 der Autoren. 2 1 5 , Zürich 1 8 9 4 . DONNER, J.: ( 1 9 8 6 ) : Weichselian indicator erratics in the Hyvinkää area, southern Finland. - Ann. Acad. sei. 13 Schlußfolgerung und D a n k fenn. (A) III, 1 4 0 : 1 - 2 0 , Helsinki 1 9 8 6 . Es ist k e i n e Ü b e r t r e i b u n g , w e n n d i e s e Ausführun­ DUDZIAK, J.: ( 1 9 6 1 a): [Erratic boulders at the boundary of glaciation in the Western Carpathians]. - Prace g e n m i t d e m Satz b e e n d e t w e r d e n : D i e G e ­ geol. Oddz. PAN w. Krakowie 5 : 1 - 5 4 , Krakow s c h i e b e s t a t i s t i k liefert B e i t r ä g e z u r K l ä r u n g q u a r e

1961.

tärstratigraphischer, geognostischer, g e o m o r p h o logischer und angewandt-geologischer über die m a n nicht hinwegsehen

Fragen,

kann.

( 1 9 8 8 ) : Polnische Arbeiten über kristalline Geschie­ be. - Geschiebekde. aktuell 4 , 3 : 8 1 - 8 3 , Hamburg 1988.

Der

Herrn

DUPHORN, K : ( 1 9 7 4 ) : Norddeutschland u n d angrenzen­

W E R N E R SCHULZ, S c h w e r i n , für hilfreiche H i n ­

d e Gebiete im Eiszeitalter von PAUL WOLDSTEDT. - 3.

w e i s e auf „verborgene'', aber wichtige g e s c h i e b e -

Aufl., 5 0 0 S., 9 1 Abb., 2 6 Tab., Stuttgart (Koehler)

Dr.

Verfasser schuldet besonderen D a n k

k u n d l i c h e P u b l i k a t i o n e n u n d Herrn Prof. D r . K . D. M E Y E R , H a n n o v e r , für s e h r w i l l k o m m e n e K o r ­ rekturvorschläge .

1974.

ESKOLA, P.: ( 1 9 3 3 ) : Tausend Geschiebe aus Lettland. Ann. Acad. sei. fenn. (A), 3 9 , 5 : 1 - 4 1 , Helsinki 1933.

Aus

Gründen

des beschränkten

Druckraumes

FABER, F . J . : ( 1 9 5 0 ) : Glaciale Schollen in Nederland. s i n d d i e P r o b e n l i s t e n in Kurzform gefaßt. A u f Sporen der Jjstijd, Publ. 8 nederl. geol. Ver.: 5 0 - 54, W u n s c h ist d e r V e r f a s s e r gern bereit, L e s e r n d i e Zutphen 1 9 5 0 . a u s f ü h r l i c h e n Listen u n d , w e n n nötig, d i e P r o - — ( I 9 6 0 ) : Aanvullende hoofstukken over de geologie b e n z ä h l b l ä t t e r zur V e r f ü g u n g zu s t e l l e n . van Nederland. - Deel IV, 6 0 7 S., Gorinchem (Noorduijn) I 9 6 0 .

14

Schriftenverzeichnis

AGASSIZ, L.: ( 1 8 4 1 ) : Untersuchungen über die Gletscher. - 3 2 6 S., Atlas mit 3 2 T a f , Solothurn 1 8 4 1 .

FORCHHAMMER, G. J . : ( 1 8 4 3 ) : Ueber G e s c h i e b e b i l d u n g e n

und Diluvialschrammen in Dänemark und einem Theile von Schweden. - In: [POGGENDORF, J . Gl: Ann. Phys. Chem. ( 2 ) 2 8 : 6 0 9 - 6 4 6 , Leipzig 1 8 4 3 .


160

GERD LÜTTIG

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