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01 2017

GEH MIT UNS WÄHLEN! FÜR DEMOKRATIE! FÜR EIN WELTOFFENES UND VIELFÄLTIGES SAARLAND! GEGEN DISKRIMINIERUNG UND RASSISMUS! WER WÄHLT ZÄHLT! DIE KINDER- UND JUGENDVERBÄNDE IM LANDESJUGENDRING SAAR

Wahl-O-Mat on tour im BBZ II Mügelsberg Saarbrücken


Einstieg

Liebe LeserInnen ,

W

ahlen, Wahlen, Wahlen. Alles dreht sich bei

die Wahl getroffen, nicht mehr zu kandidieren. Auch

uns momentan darum, wie sich der neue

hier nochmals vielen Dank für dieses herausragende

saarländische Landtag zusammensetzen wird.

Engagement. Als Vorsitzender wird Tobias Wolfanger nun

Da überbieten sich die Parteien wieder mit Aktionen und

unterstützt von Sandra Aedtner (Jugendrotkreuz), Rieke

Versprechungen, unsere Straßen sind mit unzähligen

Eulenstein (aej saar), Rainer Schulze (BDKJ) und Erik

Gesichtern und manchmal auch Inhalten gepflastert. Da

Meisberger (THW-Jugend).

ist natürlich auch der Landesjugendring als DIE Stimme

Die richtige Wahl hatten auch viele Menschen am 11.

junger Menschen im Saarland mittendrin. Es gibt verschie-

März getroffen, als sie gegen den NPD-Bundesparteitag

dene Aktionen, die von uns unterstützt werden, beispiels-

im Saarbrücker Schloss auf die Straße gingen und für

weise der Wahl-O-Mat, bei dem Jungredakteure auch aus

Vielfalt, Offenheit und Toleranz demonstrierten. Danke

unseren Mitgliedsverbänden mitgewirkt haben. Auch der

allen Teilnehmern.

Wahl-O-Mat on tour wird wieder in Kooperation mit uns

Und wir haben für uns als Landesjugendring gewählt, die

organisiert. Zudem haben wir gemeinsam mit dem Ensem-

Migrantenselbstorganisationen in unserem Land durch

ble „Ungekocht genießbar“ ein lustiges Video produziert,

eine halbe Stelle, angesiedelt beim LJR, zu vernetzen

welches humoristisch zum Wählen ermuntern soll. Auch

und zu unterstützen. Die Wahl des Mitarbeiters ist auf

Statements der Landtagsfraktionen zu jugendpolitischen

Boneah Camara gefallen, der seinen Job bereits sehr gut

Themen wurden von einem LJR-Team im Landtag einge-

angenommen hat. Wir freuen uns auf eine tolle Zeit. Auch

fangen und nach und nach auf den sozialen Medien ver-

nach der Wahl!

öffentlicht. Man hat also als junger Mensch im Saarland kaum eine Wahl, an den Wahlen vorbeizukommen. Gewählt wurde aber auch im Landesjugendring. Unsere langjährige Vorsitzende Catharina Becker und das ebenso langjährige Vorstandsmitglied Thorsten Schmidt haben

Tobias Wolfanger

Impressum

Hrsg.: Landesjugendring Saar Stengelstraße 8 66117 Saarbrücken Tel.: 0681/63331; Fax: 0681/63344 E-mail: info@landesjugendring-saar.de

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V.i.S.d.P.: Tobias Wolfanger Redaktion: Georg Vogel, Nicole Lammerz (Jugendserver-Saar) Layout: Georg Vogel


Starkes Zeichen gegen Rechts und für Vielfalt Bis zu 5.000 SaarländerInnen machten sich am 11. März auf den Weg zum Saarbrücker Schloss und setzten ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie und Vielfalt. Anlass war der dort stattfindende NPD-Bundesparteitag. Auch viele junge Gesichter waren im Demonstrationszug zu sehen. Besonders schön deshalb, dass die ersten drei RednerInnen aus dem Jugendbereich kamen. Mit dabei war der neu gewählte Landesjugendring-Vorsitzende Tobias Wolfanger. Er bezog sich in seiner Rede auf den

Beschluss der Vollversammlung: „Von Parteien und Personen, die diese Grundsätze ablehnen oder ihnen wie auch immer entgegenwirken, grenzen wir uns kategorisch ab! Das gilt für die Braunen“, so Wolfanger. „Und, meine Freunde: Da hilft auch kein Blauer Anstrich.

Projekt zur Integration von Zugewanderten "Stärkung von Migrantenorganisationen und Integration von Zugewanderten in die Kinder- und Jugendarbeit im Saarland" ist der Titel und damit

auch der Inhalt des neuen Landesjugendring-Projekts. Somit konnte das Anliegen des Beschlusses der Vollversammlung vom Februar „Kulturelle Vielfalt gestalten - Teilhabe für alle Jugendlichen“ erfolgreich umgesetzt werden. Möglich war dies durch die tatkräftige Unterstützung von Sozialministerin Monika Bachmann, die die Förderung aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermöglichte und mit Landesmitteln ergänzt. Als Mitarbeiter konnte Boneah Camara aus Saarbrücken gewonnen werden. Der Soziologe lebte in Afrika und in der Ukraine bis er nach Deutschland kam. Dort übte er viele verschiedene Tätigkeiten aus, so auch im Haus Afrika. Die Stelle ist zunächst bis zum 31.12.2017 befristet.

Und das aus gutem Grund: Eine solche rückwärtsgewandte Denkweise gefährdet massiv die Interessen von Kindern und Jugendlichen in unserem Land. Das nehmen wir nicht hin!“, betonte unter lebhaftem Applaus der Vorsitzende des Landesjugendrings. Aufgerufen zu der Demo hatte das Bündnis „Bunt statt Braun“, bei dem ca. 30 Organisationen mitwirken. Auch alle im Landtag vertretenen Parteien beteiligten sich.

Broschüre zum Erwerb der Juleica erschienen Der neue Juleica-Ausbildungskalender "Wie werde ich JugendleiterIn?" 2017 ist Ende Januar erschienen. Er umfasst ca. 80 Seminare rund um die Juleica. Sie werden angeboten von unseren Mitgliedsverbänden und weiteren Trägern der Kinder- und Jugendarbeit. Zudem gibt es Infos darüber, wie man sich im Saarland in der Kinderund Jugendarbeit engagieren und qualifizieren kann. Er ist gedruckt kostenfrei beim Landesjugendring Saar erhältlich. Außerdem werden im Jugendserver-Saar ständig neue Termine, die aktuell hinzukommen, ergänzt.

Aufgabe, die Engagierten der schulischen und außerschulischen Erinnerungsarbeit intensiver miteinander zu vernetzen und mit ihnen zusammen eine gemeinsame Informations- und Kommunikationsstruktur aufzubauen. Um das bislang Geleistete im Bereich der Erinnerungsund Gedenkstättenarbeit im Saarland dauerhaft zu stärken und gezielt in die Öffentlichkeit zu tragen, soll der Runde Tisch Erinnerungsarbeit – unterstützt von einer bei der Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes angesiedelten Koordinierungsstelle – eine sich selbst

tragende Netzwerkstruktur aufbauen, die alle Bereiche und alle Ebenen der saarländischen Erinnerungsarbeit umfasst“, beschreibt Commerçon die anstehenden Aufgaben des „Runden Tisches Erinnerungsarbeit“. Im Anschluss an die konstituierende Sitzung des Runden Tisches Erinnerungsarbeit hat Minister Commerçon die ganztägige Fachtagung „Wie erinnern? Bilden! Vernetzen! Motivieren!“ eröffnet. Über 100 Akteurinnen und Akteure nahmen daran teil.

kurz berichtet

Runder Tisch Erinnerungsarbeit gegründet Am 10. Februar hat sich auf Einladung des Ministers für Bildung und Kultur des Saarlandes, Ulrich Commerçon, im Ministerium für Bildung und Kultur der Runde Tisch Erinnerungsarbeit gegründet. Er setzt sich zusammen aus 21 Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Bildungs- und Gesellschaftsbereiche, in denen seit mehreren Jahrzehnten mit großem Einsatz an die Opfer des Nationalsozialismus und an den Widerstand gedacht wird. Mit dabei ist auch Georg Vogel für den Landejugendring Saar. Der Runde Tisch Erinnerungsarbeit besitzt die

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kurz berichtet

Seminar „Handeln gegen rechten Populismus“ Mit 25 TeilnehmerInnen war die erste Fachveranstaltung dieser Art gut besucht. Von der Schülerin bis zum Sozialarbeiter war das Spektrum weit gestreut. Politikwissenschaftler Fabian Jellonnek führte ein und referierte sehr beteiligungsorientiert zum Thema: „Was Rechtspopulisten vorhaben und warum wir dagegen sind.“

anderen Lebenswelten zum Ziel hatten. In Rollenspielen und Argumentationstrainings halfen

erste Tipps und konkrete Übungen, argumentativ gegenzuhalten und eigene Akzente zu setzen. Auch wurde die Seite des Landesjugendrings www.youfair.de, die sich gegen Hetze im Netz richtet, vorgestellt. Gewünscht wurden weitere Veranstaltungen dieser Art. Das Seminar führte der Landesjugendring in Kooperation mit dem Projekt „isaar - Islam im Saarland - saarländischer Islam?“ und dem Netzwerk für Demokratie und Courage durch.

Nach diesem sehr informativen Input über Ziele und Strategien der Rechtspopulisten folgten dann Workshops, die das konkrete Agieren in der Jugendarbeit, in der Schule und

LJR präsentiert Arbeitsbericht

Förderpreis Ehrenamt 2017 Jetzt bewerben!

Zur Vollversammlung hat der bisherige Vorstand und die Geschäftsstelle den Arbeitsbericht für 2015/2016 präsentiert. Die 88-seitige Broschüre beinhaltet Berichte über die Schwerpunkte, die Regelarbeit und Projekte der Arbeitsgemeinschaft von 24 Kinder- und Jugendverbände. Themen u.a.: Jugendarbeitskampagne EiJO!, JuleicaVielfalt, Demokratie/ Partizipation, Erinnern, Seminare/Fachtagungen, Förderung der Kinder- und Jugendarbeit, Jugendpolitische Gespräche, Servicestation LJR, Gremien, Studienpioniere.Saarland, Junge Biosphäre, JugendserverSaar.

Auch 2017 ist der „Förderpreis Ehrenamt“ ausgeschrieben. Der Wettbewerb der Saarländischen Landesregierung und der LAG Pro Ehrenamt vergibt Preise in der Höhe von insgesamt 6000 Euro. Mit dem Preis sollen innovative und richtungsweisende Konzepte ausgezeichnet werden, um sie in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken und damit ihren Vorbild-Charakter für andere hervorzuheben. Ein Bestandteil ist neben dem „Innovativem Engagement“ auch die Sparte „Engagierte Jugend“.

2017. Die Preisverleihung findet im Juni statt. Beim letzten Wettbewerb gewann unter anderen das Workcamp „Buddeln und Bilden“ des Landesjugendrings Saar einen der insgesamt sechs Preise. Infos zur Bewerbung gibt es beim Landesjugendring Saar.

Dabei geht es um Projekte, „die von Jugendgruppen realisiert wurden oder durch die insbesondere junge Menschen unterstützt wurden sowie Projekte, die junge Menschen für einen freiwilligen Einsatz motivieren konnten.“ Teilnehmen können Vereine, Selbsthilfegruppen und natürlich auch die Kinder- und Jugendverbände. Bewerbungsschluss ist der 14. April

20 Jahre Saarland Sozialgipfel

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Am 9. Februar fanden sich ca. 60 TeilnehmerInnen unter dem Motto „Sozialer Denken – Sozialer Handeln“ in der Stummchen Reithalle in Neunkirchen zusammen, um sich neben einem Rückblick über die aktuellen Herausforderungen in der Sozialpolitik auszutauschen. 33 Organisationen und Verbände sind in der Vereinigung vertreten, was ihn zur größten Nichtregierungsorganisation (NRO) des Saarlands macht. Moderiert wird das Netzwerk vom DGB-Saar. Mitgliedsorganisation ist auch seit Beginn der Landesjugendring Saar. „Wir sind eine Bewegung!“, sagte Gründungsmitglied Arthur Biesalski von der KAB mit Stolz.

Auf die Arbeit des Saarland Sozialgipfels der vergangenen Jahre blickte er aber auch mit gemischten Gefühlen zurück: „Es war nicht immer leicht.“ Gleichwohl gebe es Erfolge zu verbuchen, wie beispielsweise die Einführung des Arbeitsprogramms „ASaar“, durch das in den letzten Jahren rund 19000 Langzeitarbeitslose im Saarland wieder eine Beschäftigung gefunden hätten. Trotzdem: „Wir sind noch nicht fertig!“, sagte Biesalski. Bei der Jubiläumsveranstaltung machte der Sozialgipfel auf die breite Palette an Herausforderungen aufmerksam, die der Sozialstaat noch immer bewältigen muss: von Kinder- und Bil-

dungsarmut, über extreme Hartz IV-Sanktionen gegenüber jungen Menschen und deren Folgen, bis hin zur Förderung und Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt. „Arbeitslosigkeit greift die Menschenwürde an und ist nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar“, betonte Andrea Steyven von der Aktion Arbeit des Bistums Trier. Sie forderte dauerhafte und verlässliche Förderstrukturen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit. Viele Programme der Arbeitsagenturen seien nur befristet und werden durch immer neue ersetzt. Das helfe den Arbeitslosen nicht, wieder in den Arbeitsmarkt zurückzufinden.


Tobias Wolfanger ist neuer Vorsitzender des Landesjugendrings Saar

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Vollversammlung fordert mehr Aufklärung und Prävention gegen Rechtspopulismus Tobias Wolfanger ist der neue Vorsitzende des Landesjugendrings Saar. Der 25-Jährige wurde an diesem Abend (Freitag, 17.2.) in Saarbrücken auf der Vollversammlung

Landesjugendring

der Arbeitsgemeinschaft von 24 Kinder- und Jugendverbänden gewählt. Er vertritt die saarländische Karnevalsjugend und löst Catharina Becker von juz-united ab, die nach sechs Jahren als Vorsitzende nicht mehr zur Wahl antrat. Erneut für den Vorstand bestätigt wurden Sandra Aedtner (Jugendrotkreuz) und Rieke Eulenstein (Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend). Neu hinzu gewählt wurden Erik Meisberger (THW-Jugend) und Rainer Schulze (BDKJ). In einem eigenen Beschluss wird die Landespolitik aufgefordert „Aufklärung und Prävention flächendeckend zu betreiben und zu unterstützen. Insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit, die auf Mitbestimmung, Geschlechtergerechtigkeit und Nicht-Diskriminierung ausgerichtet ist, dient als wesentliche und anerkanntermaßen effektive Maßnahme, sie muss entsprechend ausgestattet und gefördert werden.“ Tobias Wolfanger sieht in der kommenden Landtagswahl für seine Generation eine besondere Herausforderung: „Rechtspopulisten und Rechtsextremisten gefährden massiv die Interessen junger Menschen, die für Werte wie Vielfalt und Menschenrechte stehen. Deshalb werden wir mit kreativen Aktionen Erst- und JungwählerInnen aufrufen, am 26. März wählen zu gehen und den Rechten eine klare Absage zu erteilen.“

In weiteren Beschlüssen forderte die Vollversammlung eine Senkung des Wahlalters bei Kommunal- und Landtagswahlen auf 16 Jahre sowie die verpflichtende Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in sie betreffenden Fragen auf lokaler Ebene. Die Mitgliedsverbände wollen ihre Gruppen, offenen Treffs, Freizeit- und Bildungsmaßnahmen, Mitarbeiterschulungen sowie Projekte noch stärker für Zugewanderte öffnen und Migranten-Jugendorganisationen stärken. Für diese, wie für alle Kinder- und Jugendverbände, sei die Förderung dringend auszubauen. Dies sei ein wichtiger Faktor, das Saarland jugendgerecht und zukunftsfähig zu gestalten, so Wolfanger. „Die in diesen


Landesjugendring

Bild oben: Catharina Becker und Sandra Aedtner Bild rechts: Tobias Wolfanger Tagen bewilligte Förderung für ein Projekt zur Stärkung der Arbeit mit Zugewanderten und Migrantenorganisationen aus Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben" und aus Landesmitteln ist ein erster positiver Schritt dazu.“ Mit herzlichen Dankesworten wurden Catharina Becker (juz-

united) und Thorsten Schmidt (DGB-Jugend) verabschiedet. „Ihr habt in den letzten Jahren in unserem Netzwerk maßgeblich mit Ausdauer und klaren Positionen den saarländischen Kinder- und Jugendverbänden eine Stimme gegeben,“ so Tobias Wolfanger.

Beschluss: Ohne uns sieht es Saarland alt aus! Kinder- und Jugendverbände sind zu stärken

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In Gruppen, Jugendtreffs, Projekten und Maßnahmen gestalten hunderte von ehrenamtlichen JugendleiterInnen der Kinder- und Jugendverbände wertvolle Freizeitangebote. Sie bilden junge Menschen informell und non-formal mit all den Stärken außerschulischer Jugendarbeit. Kinder- und Jugendarbeit, die sich auf Mitbestimmung, Geschlechtergerechtigkeit und Nicht-Diskriminierung ausrichtet, dient als wesentliche und anerkanntermaßen effektive Maßnahme Aufklärung und Prävention im Bereich des Rechtspopulismus und Rechtsextremismus zu betreiben. Ob vor Ort oder auf Landesebene: Kinderund Jugendverbände stärken unser demokratisches Gemeinwesen. Sie sind Orte gelebter Selbstorganisation, Demokratie und Interessensvertretung. Ohne sie sieht es Saarland alt aus. Die materielle und personelle Ausstattung der Kinder- und Jugendverbände, um

junge Ehrenamtliche zu gewinnen und zu qualifizieren sind im Saarland zu schwach. Die Strukturen, um nachhaltige kinder- und jugendgerechte Angebote zu schaffen und zu sichern sind längst nicht mehr ausreichend. Auch die Hürden, um Förderungen zu erzielen sind mittlerweile nur noch schwer zu überwinden. Deshalb fordern wir: • Die deutliche Erhöhung der Fördersätze bei Freizeit- und Bildungsmaßnahmen sowie Mitarbeiterschulungen; • Mehr/neue BildungsreferentInnen für Kinder- und Jugendverbände, sowie Vollfinanzierung für Organisationen, die die Eigenmittel nicht aufbringen können; • Ergänzende inklusive Förderungen für benachteiligte Gruppen (Einkommensschwache und von Armut betroffene Menschen, MigrantInnen,

• •

Menschen mit Behinderungen…) sowie für fachliche Jugendarbeit (pädagogische Fachkräfte und JuleicaInhaberInnen) Einführung einer statistischen Erhebung von inklusiven Förderungen Eine deutlich bessere Förderung der personellen und finanziellen Grundausstattung für die Landesstrukturen der Kinder- und Jugendverbände zur Durchführung zentraler Leitungsaufgaben. angemessene Sonderurlaubsregelungen unter Fortzahlung der Bezüge bzw. Erstattung des Verdienstausfalls; Eine deutliche Stärkung des Landesjugendrings Saar als Netzwerk der Kinder- und Jugendverbände Die Senkung bürokratischer Hürden bei der Antragstellung und Nachweisführung (siehe eigener Antrag)


Stärkere ideelle und finanzielle Förderung bereits bestehender aber auch neuer Projekte und Initiativen zur Aufklärung und Prävention im

Bereich Diskriminierung, Rassismus, Rechtsextremismus und Populismus und deren Einbindung in den regulären Schulunterricht

einstimmig beschlossen

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Beschluss: Bürokratische Hürden zur Förderung der Jugendarbeit senken Aus den Mitgliedsverbänden von der Landesebene bis hin zu den Gruppenverantwortlichen vor Ort erreichen den Landesjugendring immer mehr Alarmmeldungen bezüglich bürokratischer Hürden. Es wird zunehmend schwieriger diese zu überwinden, um bescheidene Fördersätze bei Freizeitmaßnahmen, Bildungsangeboten oder Fortbildungsangeboten für Ehrenamtliche zu bekommen. Mittlerweile stellen viele Gruppen keine Förderanträge mehr und sind infolgedessen auch nicht mehr in der Lage, solche wertvollen Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und junge Freiwillige durchzuführen. Folgende Missstände werden beispielsweise festgestellt: • Die Kriterien der Förderung sind in saarländischen Kreisen teilweise sehr unterschiedlich, was die Antragstellung unnötig verkompliziert (z.B. unterschiedliche Altersgrenzen bei Freizeitmaßnahmen). • Die Höhe der Förderung ist in jedem Landkreis unterschiedlich und auch nicht innerhalb von Maßnahmentypen (Freizeiten, Bildungsmaßnahmen, Mitarbeiterschulungen) oder Förderbereichen einheitlich gestaffelt. • Nachweise mit Belegführung sind angesichts geringer Zuschüsse zu

aufwendig (z.B. 1,68 € Tag/Tn bei Freizeitmaßnahmen). Das Antragsformular ist sehr kompliziert gestaltet und muss in großen Teilen offline verwendet werden. Bei landesweiten Maßnahmen muss, neben den Anträgen auf kommunaler Ebene, an jeden Kreis, in dem die TeilnehmerInnen wohnen, und an das Land postalisch je ein Antrag/Nachweis versendet werden. Das kann für einen Gruppenverantwortlichen mitunter 5 verschiedene Anträge bedeuten für eine (!) Maßnahme. Die Dauer der Vorfinanzierung von Maßnahmen und anderen Förderungen durch die Jugendverbände von teilweise über einem halben Jahr ist nicht zumutbar. Kleine und mittlere Organisationen sind nicht in der Lage Projektmittel von Land, Bund, EU und weiteren Zuschussgebern zu akquirieren. Diese Akquise erfordert erheblichen fachlichen und zeitlichen Aufwand, der auf ehrenamtlicher Basis nicht zu bewältigen ist. Diese Organisationen werden tendenziell von solchen Projektförderungen abgehängt. Zudem verpasst das Land damit die Chance, diese Träger in die Lage zu versetzen, Landesförderungen durch Drittmittel zu ergänzen.

  Deshalb fordern wir: • die Angleichung der Förderkriterien und Anhebung der Förderhöhen bei allen Landkreisen und dem Land, • Vereinheitlichung der Formblätter und Digitalisierung des Verfahrens über eine zentrale Online-Plattform • dass für jede Maßnahme nur ein Antrag/Nachweis an das Land gestellt werden muss, das für die Weiterleitung an einzubeziehende Landkreise und den Regionalverband zuständig ist, • eine maßnahmenbezogene pauschale Förderung bei Freizeitmaßnahmen entsprechend unterschriebener Teilnahmelisten, wie es beispielsweise in Rheinland-Pfalz erfolgreich praktiziert wird, um eine aufwendige Belegführung für geringe Zuschüsse überflüssig zu machen, • die verbindliche Auszahlung der Förderung innerhalb von vier Wochen nach dem Nachweis der Maßnahme, • sowie die zusätzliche Förderung von Personalstellen bei den Jugendverbänden, um die zunehmende Bürokratie zu bewältigen und weitere Fördermittel akquirieren zu können.

einstimmig beschlossen

Die Zahl junger Menschen im Saarland wird in den folgenden Jahren signifikant abnehmen. Gleichzeitig steigt der Anteil älterer Menschen deutlich an. Prognosen sehen die Zahl junger Menschen (10 bis 24 Jahre) im Jahr 2030 um über 30% gegenüber heute reduziert. Es wird also bedeutsam sein, politisch und gesellschaftlich so zu handeln, dass möglichst viele junge Menschen im Land bleiben können. Entscheidend sind dabei die Jugendtauglichkeit und Jugendfreundlichkeit der Dörfer, Städte und des

Landes. Ein wichtiger Faktor dabei ist es, Jugendliche in ihrem Lebensumfeld so zu beteiligen, dass sie sich in ihrem Wohnort und ihrer Region ernst genommen und somit auch gut behei-

matet fühlen. Für die Kinder- und Jugendverbände des Saarlandes ist es deshalb unverständlich, warum das Saarland nicht vielen anderen Bundesländern folgt,

Landesjugendring

Beschluss: Mit stärkerer Beteiligung das Saarland jugendtauglicher gestalten!


Landesjugendring 8

die bereits die Absenkung des Wahlalters eingeführt haben. Auch die bisherige Regelung im Kommunalen Selbstverwaltungsgesetz (KSVG), die besagt, dass Kinder und Jugendliche in Kommunen nur beteiligt werden können, aber nicht beteiligt werden müssen, ist unzureichend. Sie fällt sogar hinter die Beteiligungsverfahren für SeniorInnen zurück. Gut finden wir dagegen die Regelung, dass die Form der Beteiligung

in der Hand der Kommunen liegt. Vor Ort findet man – gemeinsam mit den jungen Menschen - die für die lokalen Gegebenheiten passendste Form der Beteiligung. Deshalb fordern wir: 1) Das Wahlalter zur Landtagsund Kommunalwahl ist auf 16 Jahre zu senken. Die Landesverfassung des Saarlandes ist dementsprechend zu ändern.

2) Das Kommunale Selbstverwaltungsgesetz (§49a) muss so geändert werden, dass Kinder und Jugendliche an allen sie betreffenden Entscheidungen verpflichtend beteiligt werden müssen. einmütig bei einer Enthaltung beschlossen

Beschluss: Kulturelle Vielfalt gestalten Teilhabe für alle Jugendlichen Der Landesjugendring Saar und zahlreiche Mitgliedsverbände sind in den letzten zehn Jahren viele Schritte gegangen, um der kulturellen Vielfalt junger Menschen im Saarland gerecht zu werden. Mitgliedsverbände: • Sie qualifizieren sich in interkultureller Kompetenz, um den Zugang für Zugewanderte zu erleichtern • Immer mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund finden den Weg in Gruppen, offene Treffs und Projekte • Es werden personalisierte Projekte durchgeführt, um aktiv auf zugewanderte und geflüchtete Kinder und Jugendliche zuzugehen, deren Förderung derzeit durch unterschiedliche Bundesmittel und zeitlich beschränkte Projektmittel erfolgt. Landesjugendring: • M i g r a n t e n s e l b s t o rg a n i sationen, die sich an den Landesjugendring wenden, werden unterstützt, beraten und qualifiziert. • Mehrere Migrantenselbstorganisationen wurden als Anschlussbzw. Vollmitglied aufgenommen. • Mit der Ausbildung JuleicaVielfalt werden seit 2011 Engagierte aus Migrantenselbstorganisationen, inklusiver Jugendarbeit und klassischer Jugendverbände gemeinsam mit dem Qualifizierungssiegel "JugendleiterInnencard" geschult Durch die größere Zahl von Geflüchteten seit 2015 ist der Bedarf gestiegen, junge Menschen in unser Gemeinwesen zu integrieren und sie teilhaben zu lassen. Auch wir als Arbeitsgemeinschaft saarländischer Kinder- und Ju-

gendverbände sehen hierin eine große Herausforderung und Chance. Zum einen wollen wir alle Formen von Jugendarbeit, in denen zugewanderte und geflüchtete junge Menschen sich organisieren, unterstützen, stärken und deren Integration und Teilhabe fördern. Zum anderen unterstützen wir die

klassischen Jugendverbände, sich interkulturell zu öffnen und Zugänge für junge Geflüchtete und Zugewanderte zu schaffen. Wenn wir Geflüchteten und allen Zugewanderten mehr Teilhabe anbieten können, stärken wir auch insgesamt die Kinder- und Jugendverbände im Saarland. Gerade angesichts einer alternden Gesellschaft im Saarland ist dies eine hervorragende Chance, die Interessen junger Menschen insgesamt zu stärken. Neben diesen eigenen Anstrengungen bedarf es der aktiven Unterstützung des Landes bei diesem Öffnungs- und Gestaltungsprozess: • Der Landesjugendring will seine unterstützenden, stärkenden

und qualifizierenden Maßnahmen für Migrantenselbstorganisationen und Zusammenschlüsse mit jungen Migranten und Geflüchteten intensivieren. Wir begrüßen deshalb die personelle Förderung durch das Land über das Zuschussprogramm „Demokratie leben“.

Bisherige erste Projektförderungen für einzelne Organisationen sind ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Diese sind zu erhöhen und zu verstetigen. Auch sind weitere Träger in die Förderung einzubeziehen. Zudem sollen auch Migrantenorganisationen BildungsreferentInnen gefördert bekommen. Uns selbst verpflichten wir, weiterhin unsere Strukturen und Arbeitsformen hin zu mehr Teilhabemöglichkeiten für Geflüchtete und alle MigrantInnen auszuweiten.

einstimmig beschlossen


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Beschluss: Gegen Populismus, gegen Rechtsextremismus Der Landesjugendring Saar lehnt generell demokratie-¬ und menschenfeindliche Tendenzen in der Gesellschaft ab. Für die Mitgliedsverbände des Landesjugendrings Saar mit ihrem satzungsgemäßen Anspruch, selbstorganisierte und eigenverantwortliche Jugendarbeit zu gestalten, ist es eine Selbstverständlichkeit für eine offene, tolerante, demokratische, gleichberechtigte, solidarische, inklusive, gewaltfreie und friedliebende Gesellschaft einzutreten und diese zu fördern. Der Landesjugendring Saar positioniert sich gegen jede Form von antidemokratischen Tendenzen und wirkt rassistischen Strömungen und Diskriminierung entgegen. Wir nehmen wahr, dass rechter Populismus sich immer stärker etabliert und zunehmend gesellschaftsfähiger erscheint, auch für die Vertretenden demokratischer Parteien. Die parlamentarische Demokratie wird in ihren Lösungskompetenzen stark kritisiert und in Zweifel gezogen. Dabei werden die Ängste und Verunsicherungen von Menschen, die globale Zusammenhänge als immer komplexer wahrnehmen, genutzt, um mit plakativen Äußerungen und scheinbar einfachen Lösungsvorschlägen breite Gesellschaftsschichten zu erreichen. Wir nehmen wahr, dass diese Vorgänge nicht auf eine einzelne Partei zu reduzieren sind und dass dieses Gedankengut von vielen Menschen in unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten geteilt und verbreitet wird.

Daher fordern wir die Politik auf, Aufklärung und Prävention flächendeckend zu betreiben und zu unterstützen. Insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit, die auf Mitbestimmung, Geschlechtergerechtigkeit und NichtDiskriminierung ausgerichtet ist, dient als wesentliche und anerkanntermaßen effektive Maßnahme, sie muss entsprechend ausgestattet und gefördert werden. Besonderes Augenmerk muss dabei auf den Erhalt, die Stärkung und Ausbau bestehender Initiativen (NDC, „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“, Gedenkstättenfahrten, selbstverwaltete Jugendarbeit etc.) gerichtet werden. Diese Projekte und Aktivitäten sind von Bund und Ländern in Zukunft noch stärker als bisher ideell und finanziell zu fördern. Darüber hinaus sind die Themen Diskriminierung, Rassismus, Rechtsextremismus und Populismus in den regulären Schulunterricht einzubinden. Wir fordern von PolitikerInnen der demokratischen Parteien, dass sie sich konsequent von populistischen Äußerungen distanzieren, und dies in der eigenen Rhetorik auch und gerade vor dem Hintergrund von Wahlprognosen und -analysen umsetzen. Rechtspopulistische Diskurse gefährden das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft nachhaltig. Stattdessen fordern wir eine inhaltliche Auseinandersetzung in angemessener, niveauvoller Sprache.

Angesichts dieser Herausforderung bekennen sich der Landesjugendring Saar und seine Mitgliedsverbände nochmals und ausdrücklich zu folgenden Grundsätzen: • Die unveräußerlichen Grundrechte (GG) gelten ausnahmslos und gleichermaßen für alle Menschen in Deutschland. Jede Einschränkung von Menschen- und Persönlichkeitsrechten – und sei es nur zeitweise – ist abzulehnen. • Die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Anerkennung jeglicher sexueller Identitäten ist uns selbstverständlich. Jede Form von Diskriminierung ist abzulehnen. • Alle Religionen und Kulturen sind in ihrer Verschiedenheit wertzuschätzen und zu achten. Wir plädieren für eine offene Gesellschaft. • Wir stehen zur Idee eines starken Europas, in der der Friedensgedanke und die gemeinsame Lösung gesamteuropäischer Probleme im Vordergrund stehen. • Wir unterstützen die freiheitlich-demokratische Grundordnung und partizipieren an ihr gemäß moralischer und zivilgesellschaftlicher Normen.

einstimmig beschlossen

Landesjugendring

Der Landesjugendring Saar sucht mit allen demokratischen Parteien die inhaltliche Auseinandersetzung. Von Parteien und Einzelpersonen, die diese Grundsätze ablehnen oder ihnen durch Worte und/oder Handlungen entgegenwirken, grenzt sich der Landesjugendring Saar kategorisch ab. Daher beteiligt sich der Landesjugendring Saar an Aktionen gegen rechtsextreme und populistische Parteien und Organisationen, wie z.B. an den Aktionen gegen den Bundesparteitag der NPD am 11. März in Saarbrücken.


Landesjugendring

Willst du mit mir wählen gehen? Aktionen des Landesjugendrings rund um die Landtagswahl

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Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses befinden wir uns in vielfältigen Aktivitäten rund um die Landtagswahl. Hier die wichtigsten in Kurzform. Im nächsten Info-aktuell folgt die ausführlichere Berichterstattung: Wir sind Partner des Wahl-O-Mat zur Landtagswahl. Wir veranstalten gemeinsam mit der Landeszentrale für Politische Bildung und der Arbeitskammer des Saarlandes „Wahl-O-Mat on tour“, ein Diskussionsformat, mit dem wir 14 Schultermine am Morgen und drei Jugendverbandstermine am Abend durchführen. Dabei wird z.T. auch der „Klebe-Wahl-O-Mat“ eingesetzt. Daran nehmen alle im Landtag vertretenen Parteien teil sowie diejenigen, die eine Chance haben, über die Fünf-ProzentHürde zu kommen (FDP, AfD). Auf der folgenden Seite wird über eine Abendveranstaltung beim BDKJ in Homburg berichtet. • Filmclips mit Landtags-KandidatInnen aus dem im Landtag vertretenen Parteien stellen jugendpolitische Positionen der Parteien vor. • Ein Filmclip in Kooperation mit einer regionalen Comedy-Gruppe („ungekocht genießbar“), die eine große Reichweite mit

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Videoclips hat; Inhalt: Wählen gehen! Dieser erscheint nach Redaktionsschluss. Postkarte unter dem Motto „Willst du mit mir wählen gehen?“ (siehe Titelseite). Begleitet wird die Kampagne auf unserer Webseite www.wahlwutz.de. Auch mit der Landtagswahl in Verbindung steht das Planspiel „Wer blickt durch im Förderdschungel (siehe eigener Bericht).


Wahl-O-Mat in Homburg on Tour

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Ein Gespräch mit Politiker_innen ist langweilig. Die Jugend interessiert sich nicht für Politik. Diese oder ähnliche Aussagen sind oft zu hören, wenn über Politik gesprochen wird. Am Donnerstag, dem 09. März, war von dieser Stimmung im Fort der DPSG Johanneum in Homburg jedoch nichts zu spüren. Im Zuge des Wahl-O-Mat on Tour haben die anwesenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen angeregt mit Politiker_innen der im Saarland zur Landtagswahl zugelassenen Parteien diskutiert. Dabei stieß vor allem ein Thema auf Interesse: Bildung im Saarland. Die Frage, ob die Abiturprüfung nach acht oder neun Jahren abgelegt werden kann, war Ausgangspunkt der Diskussion. Sowohl unter den Politiker_innen als auch unter den Jugendlichen wurden dabei unterschiedliche Meinungen vertreten. Aber warum sollte die Diskussion auf diese zwei Möglichkeiten beschränkt sein? Wäre es nicht sinnvoller, das Abitur erst nach zehn oder elf Jahren zu machen, um während der längeren Schulzeit das eigene Interessenprofil schärfen zu können? Diese Anregung aus dem Plenum stellte nur eine von verschiedenen interessanten Alternativen dar. Im Anschluss an das Abitur möchte der Großteil der Anwesenden studieren gehen, jedoch sind die Voraussetzungen dazu im Saarland eingeschränkt. Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel können keinen attraktiven Hochschulstandort mit einer breiten Fächerwahl gewährleisten. Ist die Konsequenz dessen, dass die Abiturient_innen aus dem Saarland wegziehen, um in anderen Bundesländern zu studieren und womöglich nach dem Studium dort bleiben? Neben der Bildung war das Wahlrecht das bestimmende Thema des Abends. Soll das Wahlalter gesenkt werden, sodass zukünftig bereits im Alter von 16 Jahren gewählt werden darf? Warum gerade mit 16 und nicht schon mit 14 Jahren? Sind die potenziellen Wähler_innen in diesem Alter überhaupt in der Lage, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen? In einem respektvollen aber lockeren Raum wurden solche Sorgen und Fragen offen angesprochen und ein Austausch zwischen den Jugendlichen und Politiker_innen ermöglicht.

Dabei mussten die Regeln, die für den Wahl_O-Mat on Tour ausgearbeitet wurden, zu Beginn gar nicht besprochen werden. Denn anders als in vielen politischen Debatten, konnten die Anwesenden ihre Äußerungen zum Ausdruck bringen, ohne zwischenzeitlich unterbrochen oder durch Zwischenrufe gestört zu werden. Bei vielen der zuvor genannten Fragen wurde deutlich, dass es neben den unterschiedlichen Positionen durchaus Übereinstimmungen zwischen den Parteien gibt. Dies wurde auch in der finalen Runde deutlich, in der alle Vertreter_innen der Parteien abschließend die Möglichkeit hatten, in einer Minute darzustellen, warum es sich lohnt, ihre Partei zu wählen. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung wurden die besprochenen Themen weiter diskutiert und so ein guter Abschluss einer erfolgreichen Veranstaltung gefunden. Lukas Dieckmann

Landesjugendring


Landesjugendring

„Wer blickt durch im Förderdschungel?“ Planspiel des Landesjugendrings mit Politiker*innen der Landtagsfraktionen

Am Dienstag, dem 07. März 2017, lud der Landesjugendring mit seinen Mitgliedsverbänden THW-Jugend Saarland, Landesjugendwerk der AWO Saarland, Ring saarländischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder, der VSK-Jugend und der Jugend des Deutschen Alpenvereins Landtagsabgeordnete und Kandidaten aller Fraktionen ein in den Förderdschungel. In einem Planspiel sollten sie eine Freizeitmaßnahme kalkulieren und beantragen. Um 17.00 Uhr fanden sich die Vertreter*innen und Kandidat*innen der Landtagsfraktionen zum benannten Planspiel in der katholischen Jugendkirche eli.ja in Saarbrücken ein. In zwei gemischten Gruppen erhielten sie die Aufgabe, eine fiktive, jedoch realistische Jugendfreizeit zu planen und zu kalkulieren. Mit einer Mappe voller Informationen rauchten schnell die Köpfe. Die Herausforderung: „Jeder Landkreis hat unterschiedliche Förderkriterien; bei sechs Landkreisen und dem Land kommt man auf sieben Richtlinien, die man bei der Planung beachten muss“, erklärt Stephanie Buchheit vom Landesjugendwerk der AWO

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Saarland. Nach 20 Minuten ging es schließlich weiter mit der zweiten Mappe: Zu lösen stand die Aufgabe, den Verwendungsnachweis der Ferienfreizeit zu erstellen. Auch hier gerieten die motivierten Politiker*innen schnell ins Schwitzen und waren sich am Ende einig, dass eine Vereinfachung der bürokratischen Prozesse sinnvoll und erstrebenswert sei, um die Jugendverbände zu entlasten. Erik Meisberger von der THW-Jugend Saarland und Michael Braun vom Ring saarländischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder stellten im Anschluss an die Bearbeitungszeit noch einmal die Knackpunkte der Planung und Abrechnung einer Maßnahme dar und verwiesen auf mögliche Lösungsvorschläge. Hier einige Aspekte, die es bei der Planung und Abrechnung zu beachten gilt: • gestaffelte Teilnehmerbeiträge, z.B. für Geschwisterkinder müssen auf die restlichen Teilnehmer*innen umgelegt werden, damit eine Maßnahme Null-auf-Null aufgeht und nicht die Vereinskasse belastet • Einhaltung Bundeskinderschutzgesetz • Vorfinanzierung: 4-6 Monate • Teilnehmer*innen oder Betreuer*innen verlassen die Maßnahme vorzeitig führt zu einer Reduktion der Zuschüsse, wobei es nicht möglich ist, dies auf dem Formular „Teilnehmerliste“ anzugeben: Feld "Veranstaltungstage" fehlt


Den Landesjugendring erreichen sowohl von der Landesebene bis hin zu den Gruppenverantwortlichen vor Ort immer wieder Alarmmeldungen bezüglich bürokratischer Hürden. Es wird zunehmend schwieriger, die bescheidenen Fördersätze bei Freizeitmaßnahmen, Bildungsangeboten oder Fortbildungsangeboten für Ehrenamtliche und

Die Mitgliedsverbände fordern daher: • die Angleichung der Förderkriterien und Anhebung der

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Laut Georg Vogel wäre anzustreben, die Bezuschussung bei Freizeitmaßnahmen als Maßnahmenfinanzierung zu etablieren, sodass ein Festbetrag pro Person und Tag ausgezahlt würde, wie dies in Rheinland-Pfalz gehandhabt wird. Eine Anpassung der Förderkriterien ist und bleibt für eine Entbürokratisierung im Sinne der Jugendverbände unumgänglich. Ein herzliches Dankeschön an eli. ja für die Gastfreundschaft und an die Landtagsabgeordneten und – Kandidat*innen Sebastian Thul, Petra Fretter, Alexander Zeyer, Barbara Meyer-Gluche, Jasmin Freigang, Lea Laux, Ralf Georgi und Dennis Bard fürs engagierte Mitmachen und die Unterstützung unserer Forderung nach Senkung der bürokratischen Hürden! Stephanie Buchheit

Landesjugendring

Teilnehmer*innen zu erhalten, weshalb viele Gruppen mittlerweile keine Förderanträge mehr stellen. Dies geht natürlich zu Lasten der Teilnehmerbeiträge. Aus diesem Grund wurde bereits auf der Vollversammlung des Landesjugendrings am 17.02.2017 ein Antrag zur Senkung der bürokratischen Hürden eingereicht, welcher mitunter noch folgende, zusätzliche Missstände aufzeigt: • Nachweise mit Belegführung sind angesichts geringer Zuschüsse zu aufwendig (z.B. 1,68 € Tag/TN bei Freizeitmaßnahmen). • Bei landesweiten Maßnahmen muss, neben den Anträgen auf kommunaler Ebene, an jeden Kreis, in dem die Teilnehmer*innen wohnen, und an das Land postalisch je ein Antrag/Nachweis versendet werden. Das kann für einen Gruppenverantwortlichen mitunter 5 verschiedene Anträge bedeuten für eine (!) Maßnahme. • Kleine und mittlere Organisationen sind nicht in der Lage, Projektmittel von Land, Bund, EU und weiteren Zuschussgebern zu akquirieren. Diese Akquise erfordert erheblichen fachlichen und zeitlichen Aufwand, der auf ehrenamtlicher Basis nicht zu bewältigen ist. Diese Organisationen werden tendenziell von solchen Projektförderungen abgehängt. Zudem verpasst das Land damit die Chance, diese Träger in die Lage zu versetzen, Landesförderungen durch Drittmittel zu ergänzen.

Förderhöhen bei allen Landkreisen und dem Land, ein einfacheres OnlineFormular, das auch online abgesendet werden kann, dass für jede Maßnahme nur ein Antrag/Nachweis an das Land gestellt werden muss, das für die Weiterleitung an einzubeziehende Landkreise und den Regionalverband zuständig ist, eine maßnahmenbezogene pauschale Förderung bei Freizeitmaßnahmen entsprechend unterschriebener Teilnahmelisten, wie es beispielsweise in Rheinland-Pfalz erfolgreich praktiziert wird, um eine aufwendige Belegführung für geringe Zuschüsse überflüssig zu machen, die verbindliche Auszahlung der Förderung innerhalb von vier Wochen nach dem Nachweis der Maßnahme, sowie die zusätzliche Förderung von Personalstellen bei den Jugendverbänden, um die zunehmende Bürokratie zu bewältigen und weitere Fördermittel akquirieren zu können.


Landesjugendring

Qualifiziert mit JuleicaVielfalt Eindrücke aus der JugendleiterInnenschulung in Kooperation mit Haus Afrika, JunOst und Ditib-Landesjugendverband Eine beeindruckende JugendleiterInnenqualifizierung des Landesjugendrings wurde an zwei Wochenenden im Januar durchgeführt. Die Bilder und Auszüge aus dem NachweisBericht an das Landesjugendamt geben einen Einblick. Herzlichen Dank an Catharina Becker, Anja Hotimska und Eda Dereli für die hervorragende Teamerinnen-Leistung! „Es herrschte eine produktive Arbeitsatmosphäre, in der sich die einzelnen Teilnehmer_innen gut in die Gruppe einbrachten und sowohl die Teilnehmer_innen aus den Migrantenselbstorganisationen wie auch die anderen die offene Atmosphäre und den respektvollen Umgang sehr genossen. Die Teamer_innen entließen die Teilnehmer_innen mit gutem Gewissen und voller Überzeugung, dass diese sich als Jugendleiter_innen eignen und sich den Herausforderungen ihrer Rolle bewusst sind. Die Teilnehmer_innen zeigten ein hohes Maß an Verantwortungsgefühl, Engagement, Bereitschaft zum Lernen und zur beständigen Selbstreflexion sowie Freude an der Arbeit mit jungen Menschen und im Team und die Bereitschaft, nach den Prinzipien der Jugendarbeit als Jugendleiter_innen zu handeln. Nach den Erfahrungen und den Rückmeldungen der Teilnehmer_innen am ersten Wochenendes wurden die Zeitpläne für das zweite Wochenende deutlich verändert, es wurden die Pausenzeiten verkürzt und mehr Spielpädagogik zwischen den einzelnen Seminarthemen eingebaut. Zudem wurde eine Kinderbetreuung für die jüngeren Kinder organisiert, sodass die Eltern unter den Teilnehmenden sich wesentlich besser auf die Seminarinhalte konzentrieren konnten. Es zeigte sich, dass die bereits 2012 begonnene interkulturelle Öffnung der Jugendverbände weiterhin auch strukturell durch die Kooperationen verschiedener Verbände angestoßen und angeleitet werden sollte, um Begegnungen zu ermöglichen und Kooperationen zu fördern. Dabei ist von hoher Bedeutung die Migrantenselbstorganisationen in ihren Kompetenzen zu stärken und sie in die Lage zu versetzen, Verantwortung zu übernehmen.“

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Jugendrotkreuz: Es gibt neue StreitschlichterInnen im Land!

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Die ausgebildeten Schüler*innen der Streitschlichter-AG bieten in einem festen Raum zu bestimmten Zeiten ihren Mitschüler*innen Schlichtungsgespräche an. Der/ die Betreuungslehrer*in ist dabei nicht anwesend, kann aber - unter Wahrung der Anonymität - beratend und unterstützend hinzugezogen werden. Das JRK-Streitschlichter-Programm soll gleichzeitig lebenspraktische Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln und somit einen Beitrag zur Gewaltprävention leisten. Das Jugendrotkreuz will mit dem Programm insgesamt ein angenehmes, gesundes Klima der Lebenswelt Schule schaffen.

Das Jugendrotkreuz im DRK-Landesverband Saarland hat in den letzten vier Wochen an verschiedenen Schulen im Saarland weitere 39 interessierte Schüler*innen zu Streitschlichtern ausgebildet; damit findet nun an 11 Schulen im Saarland eine StreitschlichterAG über das JRK statt. Das Streitschlichterprogramm ist ein Angebot für Sekundarschulen und wendet sich an Schüler*innen und Lehrer*innen, die sich für friedvolle Konfliktlösungen einsetzen wollen und dafür angemessene Lösungsstrategien erarbeiten wollen.

Dabei wurde durch die Teamerinnen immer darauf geachtet, dass es eine interessante Mischung aus Zuhören, Mitmachen und Selbermachen für die Schüler*innen gab. Begleitendes Material wurde selbstverständlich zur Verfügung gestellt und bietet nun für die ersten AG-Stunden viele Möglichkeiten des Vertiefens und Einübens.

Wir wünschen allen „alten und neuen Streitschlichter*innen“ für ihre Arbeit viel Spaß und Erfolg! Wenn Ihr nun neugierig geworden seid und auch Interesse an einer Ausbildung an Eurer Schule habt, dann sprecht uns doch einfach an: Kirsten Nau, Referentin für die JRKSchularbeit, nauk@lv-saarland.drk.de oder 0681/97642-81

mitgliedsverbände

In dem zweitägigen Workshop geht es zunächst um die Fragen: Was versteht man unter Aggressionen, Konflikten, Gewalt? Was kann man sich unter dem „Eisberg-Modell“ vorstellen, welche Grundlagen der Kommunikation sind nicht nur für angehende Streitschlichter*innen wichtig, sondern können auch im tagtäglichen Miteinander helfen, Spannungen zu vermeiden und Streit nicht eskalieren zu lassen? Ein zweiter wichtiger Baustein der Ausbildung zum/zur Streitschlichter*in, ist die Schulung der lebenspraktischen Fertigkeiten (z.B. Wahrnehmung, Empathie), bestimmter

Techniken der Gesprächsführung (z.B. aktives Zuhören) und nicht zuletzt Aufgaben aus dem Bereich der Gruppen- und Teamarbeit, die es zu lösen galt. Als dritten Baustein bietet der Workshop dann schließlich das Kennenlernen und Üben einer Streitschlichtung: Welche wichtigen Phasen gibt es in einer Schlichtung, welche Techniken und Fähigkeiten sollte man anwenden, wie geht man damit um, wenn die Schlichtung nicht zu gelingen scheint?

Die Einrichtung einer Streitschlichter-AG nutzt sowohl den Schüler*innen als auch der Schule: Die Schüler*innen lernen, Konflikte frühzeitig zu bewältigen und schaffen somit Ruhe im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof, sie übernehmen Verantwortung für die Klassen- und Schulgemeinschaft und entwickeln sich dadurch auch selbst in ihren Fähigkeiten weiter, nicht zuletzt wird auch das Kollegium entlastet und es findet sich weniger Gewalt an den Schulen.


Mitgliedsverbände

Neue Wege in der THW-Jugend Saarland e.V. Vorstand stellt sich neu auf Der Landesjugendausschuss der THW-Jugend Saarland e.V., so nennt sich die Mitgliederversammlung aller THW-Ortsjugenden im Saarland, ist gelaufen. Am vergangenen Samstag trafen sich die rund 100 Delegierten aus den 24 Ortsjugenden der THW Jugend-Saarland in der Kulturhalle Völklingen-Wehrden und hatten Großes vor. Engagiert wurden über verschiedenste Themen unter der Leitung von Landesjugendleiter Erik Meisberger (28 aus Merchweiler) debattiert und Entscheidungen gefällt. Drei Bereiche sollen in den nächsten Jahren besonders forciert werden: Die Strukturfrage in Sachen Satzung, Gemeinnützigkeit und Mitbestimmung soll auf die Realität überprüft und angepasst werden, die Zahl der Junghelferinnen und Junghelfer soll, v.a. im neu geöffneten Minigruppenbereich

(6 bis 10 Jahre) bundesweit um mindestens 5000 Mitglieder gesteigert werden und die fachtechnische- wie auch überfachliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen soll gestärkt und ausgebaut werden.

für die Belange der Kinder und Jugendlichen habe. Auch die Arbeit im Landesvorstand wurde explizit gewürdigt, dass dieses überaus herausfordernde Engagement sicherlich nicht mehr selbstverständlich sei.

Außerdem standen in Völklingen Nachwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung. Mark-Oliver Wilhelm (28 aus Saarwellingen), der bisherige Stv. Landesjugendleiter, stand aus beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl bereit. Und auch die Position der Stv. Landesjugendleiterin / Schriftführerin stand zur Wahl. Hier musste natürlich Ersatz gefunden werden. Und da der Vorstand bis zum Zeitpunkt der Wahl aus einer reinen Männerrunde bestand, war der Auftrag klar: Es musste eine Frau her.

Im Anschluss daran wurde, neben den üblichen Formalia einer Mitgliederversammlung, auch ein praktischer Teil eingeschoben. Die THW-Jugend Saarland besitzt seit dem 01. März 2016 ein neues Projekt mit dem Namen „Grenzen überwinden – Toleranz und Wertschätzung aller Menschen“, das durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogrammes „Zusammenhalt durch Teilhabe“ gefördert wird. In diesem Projekt geht es um Demokratiestärkung und Teilhabemöglichkeiten junger Menschen an Demokratieprozessen sowie Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit. Frau Vanessah Aurore Reck, die neue hauptamtliche Projektleiterin, führte dazu in eine Arbeitsmethode „World Café“ ein und die anwesenden Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen konnten sich an verschiedenen Thementischen zu ganz praktischen Umsetzungen vertraut machen und austauschen. Erstaunlich war die schon großteils vorhandene

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung war der Saal in der Kulturhalle Wehrden rappelvoll. Insgesamt fast 100 Delegierte, Gäste und Funktionsträger hatten aus dem gesamten Saarland den Weg nach Völklingen gefunden.

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oft gesehene Gäste gefolgt, u.a. die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Frau Petra Fretter, der Beigeordnete des Regionalverbandes Saarbrücken in Vertretung für den Regionalverbandsdirektor Herr Manfred Paschwitz, der Referatsleiter Zentrale Dienste des THW-Landesverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland Herr Hans Hartmann in Vertretung für den Landesbeauftragten, der Präsident und Ehrenlandesbrandinspekteur Herr Bernd Becker, der 1. Vorsitzende der THW-Landeshelfervereinigung Saarland Herr Peter Diehl sowie der Geschäftsführer des Landesjugendrings Saar Herr Georg Vogel. Alle hatten unisono ein sehr gutes Zeugnis für die THW-Jugend Saarland e.V. und ihre Junghelferinnen und Junghelfer im Gepäck und würdigten die Arbeit im Nachwuchs des Katastrophenschutzes mit der Zusage, dass man stets ein offenes Ohr

Zunächst standen natürlich die Grußworte der Gäste an: Der Einladung waren viele gerne und

Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen für Demokratie und Vielfalt. Am Nachmittag standen die beiden Punkte „Satzungsänderung und Nachwahlen“ an. Der Vorschlag der Landesjugendleitung, die satzungsgemäße Zusammenstellung des Vorstandes der Realität anzupassen, sind die Delegierten gefolgt. Der Vorstand der THW-Jugend Saarland bestand bislang aus einer hierarchisch aufgeteilten Besetzung: 1. Vorsitzender, 2. Vorsitzender, Schatzmeister und Schriftführer. „Die Realität der Arbeit im Vorstand sieht aber seit gut 8 Jahren anders aus“ berichtet, Erik Meisberger in seiner Erläuterung. „Wir sind ein Team und arbeiten gleichberechtigt und teamorientiert gemeinsam an den Themen. Somit schlage ich vor, die Satzung dementsprechend anzupassen“, beendete er seine einhelfenden Worte. Die Delegierten beschlossen im Anschluss einstimmig die Satzungsänderung, die nun einen 1. Vorsitzenden wählt sowie mindestens 3 Stellvertreter. Die Flexibilität, dass auch mehr Stellvertreter gewählt werden können, wollten sich die Delegierten nicht nehmen lassen. Danach stand die Wahl an. Erik Meisberger (Merchweiler), Thomas Kilian (Friedrichsthal), Werner Gelzleichter (Nohfelden) standen nicht zur Debatte, ihre Amtszeit läuft noch bis Ende 2018. Allerdings war immer noch eine Stellvertreter-Stelle zu besetzen. Dafür hatte sich dann auch der Wunsch nach einem weiblichen Vorstandsmitglied erfüllt: Evelyn Kröper heißt die „Neue“! Sie kommt aus Saarlouis, ist 22 Jahre alt und studiert Soziale Arbeit an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Saar). Sie ist außerdem seit 6 Jahren aktiv beim THW und somit prädestiniert für ihre zukünftige Aufgabe. Dem Vorschlag folgten schlussendlich auch die Delegierten und beschlossen die Wahl von Evelyn Kröper zur neuen Stv. Landesjugendleiterin: „Ich bedanke mich sehr herzlich für das mir entgegengebrachte Vertrauen und verspreche, euch nicht zu enttäuschen“, waren ihre ersten Reaktionen. „Ich bin selbst noch Jugendbetreuerin einer Jugendgruppe in Saarlouis und möchte damit auch die Verbindung zur aktiven Jugendarbeit in den Landesvorstand herstellen. Ich möchte mich im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, Minigruppenarbeit und pädagogischen Grundlagenarbeit im Vorstand engagieren und ein Sprachrohr für die THW-Jugend im Saarland sein“, verspricht sie der Versammlung. Dies wurde mit einem dankenden Applaus bedacht. Zum Ende des Landesjugendausschusses stand das Schlusswort des Landesjugendleiters, das Erik Meisberger dazu nutzte, sich bei den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Landesgeschäftsstelle Heike Becker und Vanessah Aurore Reck zu bedanken, die im vergangenen Jahr hervorragen-


de Arbeit leisteten und jederzeit ein offenes Ohr für die Ehrenamtlichen hatten. Weiterhin bedankte er sich bei den THW-Kameraden des THW Völklingen-Püttlingen, die an diesem Tag neben der wichtigen Verpflegung, auch die organisatorischen Aufgaben übernahmen, sodass ein reibungsloser Ablauf garantiert war.

Am späten Nachmittag verabschiedete er sich von den Delegierten und wünschte allen ein erfolgreiches Jahr 2017 mit vielen neuen Zielen. Dabei verkündete er, dass die THW-Jugend Saarland e.V. auch in diesem Jahr wieder ein Großprojekt bewilligt bekommen habe mit dem Titel „Selbstverständlich in der THW-Jugend“.

Bilder und weitere Informationen zur THW-Jugend finden Sie auf unserer Homepage www.thw-jugend-saarland.de, der Projekthomepage www.toleranz-und-wertschaetzung.de oder bei Facebook www.facebook.com/thwjugendsaarland.

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U15-Büttenrednerseminar der VSK-Jugend Auch im Jahr 2016 veranstaltete die saarländische Karnevalsjugend ein Seminar für ihren Nachwuchs in der Bütt. Am ersten Adventswochenende vom 25.-27. November versammelten sich insgesamt 28 Kinder und Jugendliche im Alter von 8-14 Jahren in der Jugendherberge Homburg, um von dem umfassenden Wissens- und Erfahrungsschatz der beiden Referenten Harald Lesch und Robin Schmelzer zu lernen. Um gut in das Seminarwochenende zu starten stand Freitagabend ein Spiel- und Kennenlernabend auf dem Programm. Zu diversen Spielen über Obstsalat und Flüsterpost lernten sich die Kinder und Betreuer der VSK-Jugend kennen. Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es dann ans Eingemachte. Zu den Themen „Präsenz und Darstellung“ bei Robin Schmelzer und „Ausdruck und Sprache“ bei Harald Lesch gab es für den Büttenrednernachwuchs einiges zu lernen. Vielen Dank an dieser Stelle an

unsere beiden Referenten, die natürlich ehrenamtlich und voller Engagement auch im Jahr 2016 zur Verfügung standen. Eine Schnitzeljagd durch das vorweihnachtliche Homburg hinauf zu den Schlossberghöhlen rundete den Samstag mit einer süßen Überraschung, in Form eines Süßigkeiten-Schatzes, gelungen ab. Den Abschluss des Wochenendes bildete standesgemäß der Sonntag in Form einer kleinen Kappensitzung, bei der die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sowohl ihr gelerntes, als auch einen gemeinsam einstudierten Club-Dance den Eltern zum Besten geben konnten.

Das Wochenende hat mal wieder gezeigt, dass man sich um den saarländischen Büttenrednernachwuchs keine Sorgen machen muss. Im Gegenteil: Wir sind stolz solch viele und hervorragende junge Büttenredner und Büttenrednerinnen im Saarland zu haben.

Königliche Niedlichkeiten und Kappensitzung bei der Lebenshilfe Saarland fanden sich am 22. Januar in der Stadthalle zu einem bunt geschmückten Programm von Kindern für Kinder ein. Gespickt mit amtierenden Saarlandmeistern gab es im tänzerischen Bereich mehr als einen Leckerbissen für das Auge an diesem Nachmittag zu bestaunen. Damit zwischendurch keine Langeweile aufkam, sorgte das Moderatoren-Duo Steven Hahn und Yannis Beining zusammen mit allen Kinderprinzenpaaren für jede Menge Action auf der Bühne. Standesgemäß stand zum Schluss die Auslosung der verschiedenen Preise, inklusive der Teilnahme am Tag der VSK-Jugend im Europa Park, auf dem Programm,

welche letztendlich auch immer den krönenden Abschluss eines tollen Tages darstellt. Schon eine Woche später fand nun schon zum 3. Mal die Kappensitzung der VSK-Jugend bei der Lebenshilfe St. Ingbert statt. Wir als Jugendverband erachten es als ganz wichtig, dass unsere Faasend für jedermann gemacht ist und jeder daran teil- und auch spaßhaben soll. Daher ist uns besonders wichtig, auch unseren Mitmenschen mit Handycap ein tolles und bunt gemischtes Faasendprogramm präsentieren zu können. Was uns auch aufgrund der tatkräftigen Unterstützung unserer Karnevalsvereine gelang. Ein zweistündiges, 22 Programmpunkte enthaltendes Programm mit Tanz, Musik und Büttenrede wurde dargeboten und unter tosendem Applaus gebührend gefeiert, sodass man den Abend als sehr gelungen und auch erfolgreich bezeichnen kann. Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr.

mitgliedsverbände

Natürlich war die VSK-Jugend auch in der heißen Phase der Narrenzeit aktiv. Neben zahlreichen Besuchen befreundeter Vereine und der Unterstützung bei Veranstaltungen unseres Mutterverbandes VSK, standen unsere zwei eigenen Veranstaltungen im besonderen Fokus. Dies wären zum einen der Empfang der Königlichen Niedlichkeiten und zum anderen die Kappensitzung bei der Lebenshilfe in St. Ingbert. Beginnen wir mit dem Empfang der königlichen Niedlichkeiten. Diese gaben sich in diesem Jahr in Lebach zum mittlerweile 18. Mal die Ehre. Insgesamt 28 Kinderprinzenpaare aus dem gesamten


Mitgliedsverbände

40 Jahre Jugendwerk – Wir sind dabei! Das Landesjugendwerk der AWO Saarland feiert am 29. und 30. April 2017 sein 40-jähriges Bestehen mit jeder Menge Workshops und Musikacts für jede Altersstufe. Am Kinder- und Familientag am Samstag, den 29.04.2017, erwartet die Familien und Freunde des Jugendwerks neben unserem allseits bekannten Spielmobil auch Ponyreiten in Kooperation mit der Reitanlage im Warndt, ein Trickfilmworkshop der Landesmedienanstalt und vieles mehr auf unserem Gelände. Die offizielle Eröffnung findet um 17.00 Uhr statt, zu der wir mitunter den aktuellen Vorsitzenden der AWO, Marcel Dubois, den ehemaligen Vorsitzenden Paul Quirin, unsere aktuellen Jugendwerksvorsitzenden Jaana Eich und Lena Hoffmann sowie den ehemaligen Jugendwerker und aktuellen Minister für Justiz sowie für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, begrüßen dürfen. Abgerundet wird der erste Jubiläumstag mit buntem Liveprogramm saarländischer Bands und Musikern, wie AGAINST REMAIN, Blind Bastards, Stubbi Oberwasser Trio, As it happens und Blingpoint. Für abwechslungsreiche musikalische Untermalung während des Tages sorgen außerdem die AWOcados, der Heartchor sowie der Jugendwerker Nico Maus. Sonntags wird ein buntes Programm für Jugendliche und junge Erwachsene mit einem Zauberworkshop und einem Projekt des Netz-

werks für Demokratie und Courage über soziale Ausgrenzung, einem Workshop mit Andrea Rohr und viele weitere Events geboten. Das ganze Wochenende wird eine Human Table Soccer-Anlage das Programmangebot der Jubiläumsfeier bereichern und für manch spannendes Turnier sorgen. Für Campingfreunde besteht während des gesamten Wochenendes bereits ab Freitag die Möglichkeit des Zeltens auf unserem Gelände in Ludweiler. Für reichlich Speis und Trank ist zu jugendwerksfreundlichen Preisen gesorgt. Im Überblick: Samstag, 29.04.2017 Kinder- und Familientag mit buntem Programm: Spielmobil, Ponyreiten, Trickfilmworkshop, u.v.m. Offizielle Eröffnung um 17.00 Uhr mit geladenen Gästen Livemusik

Freunden und Familien und ganz vielen Ehrenund Hauptamtlichen aus den Mitgliedsverbänden des Landesjugendrings!

Sonntag, 30.04.2017 verschiedene Workshopangebote Human Table Soccer – Anlage Wir freuen uns auf ein großartiges Jubiläumsfest mit euch, euren

Workshop Poetry Slam – Dein Wort zählt Stapeln sich manchmal Ideen in deinem Kopf, die nach passenden Buchstabenreihen suchen? Im Poetry Slam Workshop der aej saar hast du genau dazu die Möglichkeit, mit Worten zu spielen und deine eigenen Geschichten zu finden. Es geht um das Ausprobieren und natürlich auch darum Spaß zu haben. Der Workshop wird von einem erfahrenen und bekannten Slam Poet mit begleitet.

Studienreise der aej saar Im Jahr des Reformationsjubiläums wollen wir uns auf den Spuren der anderen Reformatoren in die Konzilsstadt Konstanz und in das frühe Zentrum der Schweizer Reformation nach Zürich begeben. Euch erwarten u.a. ein Geocaching-Stadtrundgang in Konstanz, eine interaktive Reformationsrallye in Zürich, ein umfangreiches Besichtigungsprogramm und Spaß mit netten Leuten. Für wen? Junge Menschen 16-26 Jahre Kosten? 180,- Euro Teilnahmebeitrag

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Kontakt über die Geschäftsstelle der aej saar, Tel. 0681-41 62 0 274, Mail: info@aej-saar.de

Wann: 24.06.2017 Wo: N.N. Für wen: Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahre Mit wem: Anna-Laura Weiß & Team, Referent Kontakt: Anna-Laura Weiß, 0681 / 41620464, weiss@aej-saar.de


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o b A m u z Infos info@ -saar.de g n i r d n e landesjug

mitgliedsverbände


GEH MIT UNS WÄHLEN! FÜR DEMOKRATIE! FÜR EIN WELTOFFENES UND VIELFÄLTIGES SAARLAND! GEGEN DISKRIMINIERUNG UND RASSISMUS! WER WÄHLT ZÄHLT! DIE KINDER- UND JUGENDVERBÄNDE IM LANDESJUGENDRING SAAR

Save the date:

14.00 Uhr Samstag, 6. Mai 9.00 Uhr bis

Workcamp Buddeln und Bilden Gedenkstätte „Gestapo-Lager Neue Bremm“ Saarbrücken

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Info-aktuell Nr. 1/2017  

Info-aktuell Mitgliederzeitschrift des Landesjugendrings Saar

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