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1. Was ist der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben? Nicht blind Ratschlägen zu folgen. 2. Was mögen Sie an der Uni Erfurt? Ich mag die kurzen Wege - nicht nur im direkten, sondern auch im übertragenen Sinne. 3. Von welchem ungesunden Verhalten können selbst Sie als Gesundheitsforscher nicht lassen? Seit Helmut Schmidt wissen wir ja: "Willen braucht man. Und Zigaretten".


1. Welchen Wissenschaftler würden Sie gerne mal treffen und warum? Ich würde mich gern mal mit Dolf Zillmann vor den Fernseher setzen oder durch meine Plattensammlung stöbern. Emotionen und Medienkonsum sind oft eng miteinander verbunden, dazu hat er einige bedeutsame Studien durchgeführt. 2. Wo ist Ihr Lieblingsplatz auf dem Campus/ in Erfurt? Auf jeden Fall der Luisenpark am frühen Abend. Dort gibt es jede Menge frische Luft, Platz und meist nur wenige Menschen. 3. Von welchem ungesunden Verhalten können selbst Sie als Gesundheitsforscher nicht lassen? Das Auto für den Weg zur Uni zu nehmen, anstatt mich auf das Fahrrad zu setzen.


(sogar #4aus7) 1. Welchen Wissenschaftler würden Sie gerne mal treffen und warum? Daniel Düsentrieb - weil ich ihn als Kind für einen Wissenschaftler gehalten habe, aber irgendwann halt doch feststellen musste, dass wir leider keine coolen Dinge erfinden... 2. Was ist Ihr Lieblingsforschungsbefund? Die Erde ist rund, weitgehend. Wirklich nützlich, das zu wissen. 3. Wo ist Ihr Lieblingsplatz auf dem Campus/ in Erfurt? Hinter der Krämerbrücke, eine Waffel Brückentrüffel-Eis schleckend. 4. Von welchem ungesunden Verhalten können selbst Sie als Gesundheitsforscher nicht lassen? Hinter der Krämerbrücke zu sitzen und eine Waffel Brückentrüffel-Eis zu schlecken.


1. Was ist Ihr Lieblingsforschungsbefund? Spinnen unter Drogen bauen andere Netze als Spinnen ohne Drogeneinfluss. Unter Koffein sind die Netze am chaotischsten, unter LSD am exaktesten. Was heißt das für die Anwendung? Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können ... ( - zur Not nachhelfen. Hilgenfeld hilft). 2. Wer ist Ihr Vorbild? Eine meiner alten Freundinnen. Sie hat schon immer - seit ich sie kenne - viele und immer mehr Kinder, arbeitet unglaublich erfolgreich und ist dabei auch noch ein famoser privater Mensch. Und sie bäckt den besten Käsekuchen der Welt. 3. Was mögen Sie an der Uni Erfurt? Ich mag an der Uni Erfurt, dass hier die Wege kurz sind und wir viel interdisziplinär arbeiten – nicht nur in der Forschung, auch in der Lehre. Das kann man am Studium Fundamentale sehen oder an dem Masterprogramm Gesundheitskommunikation, das wir gerade entwerfen.


1. Welchen Wissenschaftler würden Sie gerne mal treffen und warum? Sir Karl Raimund Popper. Seine Beschreibung des kritischen Rationalismus hat meine Vorstellung von Wissenschaft maßgeblich geprägt. Der Falsifikationismus bietet dem Denker zudem ein Handwerk, das einem die Unterscheidung von Wissenschaft und Pseudowissenschaft ermöglicht. Gerade im Bereich der Gesundheit ist Unwissenheit um den Unterschied von wissenschaftlichen Ansätzen und Scharlatanerie nicht selten mit weitreichenden Folgen verbunden. Die Betrachtungen von Wissenschaft des Karl Raimund Popper können, wenn einmal internalisiert, auch die Perspektive auf die weltpolitische Bühne verändern. Und so gelten zu solch angespannten Zeiten wohl einmal mehr seine lehrreichen Worte: „Lasst Theorien sterben, nicht Menschen.“ 2. Wo ist Ihr Lieblingsplatz auf dem Campus/ in Erfurt? Zu dieser Jahreszeit wird wiedermal die ganze Universität von Erkältungen und Grippe heimgesucht. Die ganze Universität? Nein! Eine kleine Doktorandengruppe im Haus der Projekte leistet noch immer erbitterten Widerstand. Ein nicht gerade großes Haus, eingeschlossen von hohen bedrohlichen Lehrgebäuden. Mit Forschergeist, Posterkampagnen, Aufklärungsvideos, Postkarten und viel guter Laune trotzen Dorothix, Larserix, Cindusalix und Pherleinix dort jeder Infektionskrankheit. Mein Lieblingsort: Das PIDI-Lab im Haus der Projekte. 3. Was ist der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben? „Junge, wenn das wieder so frisch wird, dann mach 'nen Schluck Rum in den Tee.“ - Oma Irma


1. Was ist der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben? Es gibt viele gute Ratschläge, die ich bereits von Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen bekommen habe. Deshalb ist es schwer für mich einen Besonderen herauszugreifen. Jeder kann in einer bestimmten Zeit-Situation-Konstellation von Nutzen sein. Ein Ratschlag, der mir sofort ins Bewusstsein gerückt ist als ich diese Frage gelesen habe, soll an dieser Stelle genannt sein: "Ordung ist das halbe Leben Unterordnung ist die andere Hälfte". 2. Wo ist Ihr Lieblingsplatz auf dem Campus/ in Erfurt? Einerseits mag ich die Cafés an der Universität. Sie geben mir die Möglichkeit abseits des Büros mit anderen über Forschung zu diskutieren und dabei guten Kaffee zu genießen. Andererseits mag ich mein Bürogebäude - das Haus der Projekte. Dort sind meine Kollegen des PIDI-Labs, mit denen ich den Großteil meiner Forschungsinteressen teile. Außerdem genieße ich die Ruhe in diesem Gebäude - für mich die optimale Forschungsumgebung. 3. Von welchem ungesunden Verhalten können selbst Sie als Gesundheitsforscher nicht lassen? Es gibt einige ungesunde Verhaltensweisen, die für mich schwer zu ändern sind. Die persönlich schwerwiegendste ungesunde Verhaltensweise ist mein Bewegungsmangel. Ich habe es schon oft versucht zu ändern, jedoch ohne Erfolg.


1. Welchen Wissenschaftler würden Sie gerne mal treffen und warum? Eine sehr schwierige Frage - WissenschaftlerInnen sind ja nicht wie Popstars und am liebsten trifft man die, mit denen man gut diskutieren kann, das sind aber gerade nicht die, die so unnahbar sind, dass man sie ohnehin nie trifft. Von denen, die einen großen Namen haben und die man nicht (mehr) treffen kann, wäre es wohl am ehesten Karl R. Popper, wobei ich mich hier auf keinen Fall auf eine Diskussion einlassen würde geprägt hat er mein Denken (vor allem implizit) aber schon. 2. Was ist Ihr Lieblingsforschungsbefund? BBC Program Planer sind weniger intelligent als Pinguine - das stammt aus einem Monty Python Sketch "Frontiers in Medicine" und beinhaltet alles was man als SozialwissenschaftlerIn so braucht - meine Studis müssen jedes Jahr mindestens einmal den Clip anschauen. 3. Von welchem ungesunden Verhalten können selbst Sie als Gesundheitsforscher nicht lassen? Gesüßte Getränke, insbesondere Club-Mate, wobei ich die Abhängigkeit halbwegs im Griff habe und meine wöchentliche Dosis von sieben auf drei reduziert habe - aber der Sommer kommt bestimmt.


1. Welchen Wissenschaftler würden Sie gerne mal treffen und warum? Jane Goodall, weil sie sich unermüdlich für den respektvollen Umgang mit Menschen, Tieren und der Natur einsetzt. 2. Was ist Ihr Lieblingsforschungsbefund? Hilfsbereite Menschen leben länger (Brown et al., 2003). 3. Von welchem ungesunden Verhalten können selbst Sie als Gesundheitsforscherin nicht lassen? Eine Tüte Kartoffelchips auf einmal zu essen.


(sogar #4aus7) 1. Was ist der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben? Wenn du es eilig hast, gehe langsam. 2. Was mögen Sie an der Uni Erfurt? Ich mag den Campus, dass alles an einem Platz ist und das Vernetzen und interdisziplinare Arbeiten erleichtert wird. 3. Wo ist Ihr Lieblingsplatz auf dem Campus/ in Erfurt? Mein Büro - klein aber hell, ruhig und voller Arbeitsenergie. 4. Von welchem ungesunden Verhalten können selbst Sie als Gesundheitsforscher nicht lassen? Essen um des Genusses wegen. Ich liebe es zu kochen und kauen find' ich auch 'ne sehr angenehme Sache. Manchmal mehr als ich bräuchte.


1. Welchen Wissenschaftler würden Sie gerne mal treffen? Warum? ...lebende? Alle, die ich treffen wollte, habe ich aufgesucht. Für ein Frühstück mit Barbara Adam bin ich mit dem Nachtzug spontan bis nach Portugal gefahren. 2. Was mögen Sie an der Uni Erfurt? ...ihre humanistischen Wurzeln. Ich behaupte, diese Aura überträgt sich heute noch auf viele, die nach Erfurt an die Uni kommen. 3. Wo ist Ihr Lieblingsplatz auf dem Campus / in Erfurt? ...Kreuzgang (Erfurter Dom). Dort steht eine Bank, kurz bevor man die Treppen zum Coelicum hinaufgeht - da sitze ich immer, wenn ich mal den Zugangscode zur Katholischen Fakultät bekomme.


Gleich zweimal #3aus7 plus Bonustrack schenkte uns Eckart von Hirschhausen nach seinem Besuch an der Universität Erfurt: 1. Welchen Wissenschaftler würden Sie gerne mal treffen und warum? Richard Wiseman, einer der wenigen Professoren für „public understanding of science“. Seine Bücher und Videos sind sehr originell und er ist wie ich auch ein begeisterter Zauberkünstler. Die Kunst der Täuschung zu verstehen hilft enorm bei der Kunst, Wahrheiten so zu verpacken, dass sie eine Chance haben, gehört und verstanden zu werden. 2. Was ist Ihr Lieblingsforschungsbefund? Seit ich meine Stiftung HUMOR HILFT HEILEN gegründet habe und da viel Herzblut, Zeit und Geld investiere, interessiert mich, wie man die Wirksamkeit von Clowns belegen kann. Und da haben wir in einer kleinen Studie zeigen können, dass bei Kindern und Eltern die Angst vor einer Operation sinkt, wenn ein Clown die Kinder bis zum OP begleitet. Nicht nur psychologisch, sondern auch messbar im Oxytocin im Speichel. Das Vertrauenshormon steigt um 30% durch humorvolle


Zuwendung. Ist doch toll, wenn man belegen kann, was jeder mitfühlende Mensch auch sagt. 3. Wer ist Ihr Vorbild? Eric Kandel, der die Synapse entschlüsseln half und dafür einen Nobelpreis bekam. Er hat mit über 80 noch die Neugier eines Kindes und eine Art zu lachen, die einen ganzen Saal anstecken kann. Ich hatte die Freude, ihn persönlich kennen zu lernen. Er hat spontan mit seiner Frau im Museum Walzer getanzt, weil wir im Gespräch auf das Thema kamen. So frei möchte ich auch sein – vielleicht sogar schon, bevor ich 80 bin. 4. Was ist der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben? Ich fragte Eric, wie man lernt, wie ein Nobelpreisträger zu denken. Er sagte: „Nach der Schule werden die meisten Kinder gefragt: Was hast du heute gelernt? Ich wurde immer gefragt: Was hast du heute für eine Frage gestellt. Eine gute Frage ist besser als eine gute Antwort.“


5. Was mögen Sie an der Uni Erfurt? Dass hier so viele Menschen zusammen arbeiten, die sich mit dem in meinen Augen in seiner Wirkung völlig unterschätzen Thema der Gesundheitskommunikation beschäftigen. Ich wurde aufmerksam durch sehr kluge Arbeiten zum Thema Impfpsychologie und bin seitdem ein Erfurt-Fan! 6. Wo ist Ihr Lieblingsplatz auf dem Campus der Uni Erfurt? Das Insekten-Hotel! Denn ohne Bienen können wir Menschen noch so fleißig sein, wir brauchen die Insekten für unsere Ernährung – nicht nur für den Honig, sondern auch für das Brot. 7. Von welchem ungesunden Verhalten können selbst Sie als Gesundheitsforscher nicht lassen? Mit Schokolade Energie zurückholen, die ich noch gar nicht verbraucht habe.

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