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Diese Zeitschrift wird in Zusammenarbeit mit dem Kreisseniorenrat Enzkreis Stadt Pforzheim e.V. und mit Unterstützung der Sparkasse Pforzheim Calw hergestellt.

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2012


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Editorial

Inhalt Seite

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Angst essen Seele auf – seitdem Rainer Werner Fassbinder in den 1980er Jahren einem seiner Filme diesen Titel gab, kennen wir diesen Ausspruch, den ein wenig deutsch sprechender Türke geprägt hat. Angst essen Seele auf – wir finden sie, diese Quellen der Angst in unserem unmittelbaren Umfeld, in unserem Land, in der Welt – überall nistet sie sich ein, über unzählige Kanäle, Begegnungen – aber häufig ist sie auch da, wenn überhaupt kein aktueller Grund vorliegt. Wie können wir uns schützen, wie können wir sie abwehren, davon jagen, aus unserem Leben verbannen? Wo finden wir in uns die Kraft, sie zu packen, sie umzuwandeln und sie als hilfreichen Begleiter in unser Leben einzuordnen? Und da gibt es den Gedanken von der Leichtigkeit des Seins, der tief verankert ist in der Traumvorstellung unserer Lebensgestaltung. Hier müssen wir allerdings achtsam sein, dass wir vor lauter Leichtigkeit keine Gefahr mehr erkennen. Wie gelingt es uns, beides sinnvoll und effizient miteinander zu verbinden? Nehmen wir die Leichtigkeit und überprüfen wir mit ihr die Gründe der Angst. Sehr bald werden wir feststellen, dass die Ängste sehr häufig solche sind, die nichts mit uns zu tun haben. Und ist es später einmal der Fall, dann nehmen wir die Fantasie der Leichtigkeit zu Hilfe, um eine sinnvolle Lösungsmöglichkeit zu finden und holen die Kraft der Angst als sinnvolles Mittel zum Zweck, um mit ihr den Befreiungsplan umzusetzen. Wir wissen, die Natur hat uns die Angst gegeben, damit wir uns rechtzeitig aus gefährlichen Situationen retten, und die Leichtigkeit des Seins, um mit uns und der Umwelt in Harmonie zu leben. Beides ist in uns anwesend, um unser Leben sinnvoll zu gestalten. An uns ist es, rechtzeitig auf den jeweiligen Knopf zu drücken. Ihre Gerda Görnemann

IMPRESSUM:  Herausgeber: Gerda Görnemann Lisztstraße 31, 75179 Pforzheim Telefon: 0 72 31/15 53 44 Telefax: 0 72 31/15 53 43 E-mail: cucgg@t-online.de  Redaktion: verantwortl.: Gerda Görnemann  Anzeigen: Eva Hannemann

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 Grafik + Satz: Simone Bok, Agentur für Mediengestaltung, Horb a.N., Daten an E-mail: sbok@kabelbw.de  Bildbearbeitung: Repro-Mayer, Birkenfeld  Druck: Mayer & Söhne, Druck- und Mediengruppe GmbH  Erhältlich beim Herausgeber, über die Geschäftsstellen der Sparkasse Pforzheim Calw und dem Kreisseniorenrat Enzkreis Stadt Pforzheim e.V. Ebersteinstraße 25, 75177 Pforzheim

Prof. Dr. Ernst Peter Fischer: Die fehlende Gegenfrage 4–5 Dr. Thomas Gesterkamp: Vom Zahlvater zur aktiven Vaterschaft 6–7 Musical: „Ich war noch niemals in New York“ 8–9 Die Else-Mayer-Schule 10 – 11 Seniorentheater „Eulenspiel“ 12 vhs: Bildung für alle Generationen 13 Wohnen mit Service 14 – 19 Prof. Dr. Georg Adler: Demenz – das Rheuma es Gehirns 20 – 21 „Meine erste große Liebe“ – Geschichten aus den Seniorenresidenzen 22 – 34 SPPS Pforzheim: Pflegereform für die häusliche Pflege 35 Der Kreisseniorenrat: Aktivitäten und Veranstaltungen 38 – 40 Rechtsanwältin Isabel Hutter: Das Haustier im Nachlass 41 Fachapotheker Wolfgang Reichert: Heuschnupfen – Pollenallergie 42 – 43 Die KFZ-Innung informiert: Das seniorengerechte Auto 45 Das Interview mit den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Pforzheim Calw 46 – 47 Prof. Dr. Ulrike Krenzlin: Der frühe Dürer & Lächeln und Lachen im Mittelalter 48 – 52 Börlind Naturkosmetik 53 Das Schmuckmuseum 54 Die Schmuckwelten 55 Bunz Schmuck-Design 56 – 57 Bücher – Bücher – Bücher 59 – 61 A.L. Szalay: „Es war einmal – es wurde wieder…“ 62 – 63 Pforzheimer Hauptfriedhof: Der Umgang mit dem Tod 64 – 65 Verlosung der Sparkasse: 2 Musical-Karten zu gewinnen 66 Sparkasse Veranstaltungskalender 67 Titelbild: Udo Jürgens bei der Premiere des Musicals „Ich war noch niemals in New York“ in Stuttgart und Luis Schneiderhan als Darsteller des „Florian“ Fotos: © Stage Apollo Theater Stuttgart

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Prof. Dr. Ernst Peter Fischer

Die fehlende „Nun sag’, wie hast du’s mit der Religion?“ So lautet die berühmte Frage, die das Fräulein Margarete im ersten Teil von Goethes „Faust“ dem gelehrten Mann der Wissenschaft mit diesem Namen stellt, während sie mit ihm einen Gartenspaziergang unternimmt, wie Verliebte es tun. Zwar versucht Faust diese ihm eher lästige, inzwischen als „Gretchenfrage“ sprichwörtlich gewordene Bitte um ein Bekenntnis abzuweisen, in dem er ein ganz anderes Thema anzuschlagen versucht und abwiegelt: „Laß das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut“. Doch das fromme Fräulein lässt nicht locker, und Margarete formuliert ihre kleine Frage an den großen Mann punktgenau um: „Heinrich, glaubst du an Gott?“ Die Gretchenfrage und die Wissenschaft „Glaubst du an Gott?“ – die Antwort, die jemand auf diese Gretchenfrage gibt, hängt von vielen Faktoren ab, zu denen sicher auch das Wissen gehört, über das der oder die jeweils Angesprochene verfügt und das sich vor allem in den letzten vier Jahrhunderten ungemein verändert hat. In ihnen haben sich von Europa ausgehend Menschen in aller Welt im Rahmen einer methodisch fortgeschrittenen und systematisch vorgehenden Naturwissenschaft bemüht, ihr Wissen zum Nutzen der Allgemeinheit zu vermehren und dabei immer mehr Gesetze der Natur finden und erfinden können. Die Gretchenfrage benötigt ihre jeweils besondere und eigenständige Antwort, wenn sie Personen gestellt wird, die sich anders als Faust und sein Dichter Goethe etwa mit den Quantensprüngen von Atomen und Molekülen auskennen, die vielleicht sogar das expandierende Universum in seiner wachsenden Unermesslichkeit erfassen und darüber hinaus seinen Anfang als Urknall denken können, die zusätzlich noch mit dem dynamischen Gedanken der Evolution und den dazugehörigen genetischen Varian-

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ten vertraut sind, um nur ein paar Beispiele für die Themen zu nennen, denen sich in den jeweiligen naturwissenschaftlichen Disziplinen große und kleine Forscher mit steigendem Erfolg zugewandt haben und zuwenden. Die Physiker, Chemiker und Biologen sind dabei spätestens seit dem 19. Jahrhundert so gut voran gekommen, dass einige von ihnen in den ersten Jahrzehnten nach 1900 meinten, die Gretchenfrage bald ganz vergessen und Gott in ihrem Denken vernachlässigen und vielleicht sogar ganz beiseiteschieben zu können. Doch in der Geschichte und in der Gegenwart zeigt sich den Menschen ein möglicherweise für viele unerwartetes anderes Bild. Denn trotz all ihrer fachlichen Triumphe im Einzelnen fühlten und fühlen sich nachdenkliche und empfindsame Wissenschaftler, die zu Beginn ihrer Karriere voller Optimismus davon geträumt haben, mit ihrem eigenständig gewonnenen Wissen der Wahrheit gegenüberstehen zu können, unentwegt herausgefordert, ihre persönliche Position zu Gott zu klären und sich im Ganzen entweder auf ihn zu beziehen oder sich von ihm abzusetzen.

In diesem Buch sollen einige der dazugehörigen religiösen oder gottlosen Bekenntnisse großer Forscher vorgestellt werden, um jedem, der heute lebt und sich den weitreichenden Erkenntnissen der Wissenschaft nicht verschließt, die Vielfalt der möglichen Antworten aufzuzeigen, die auf der unter Menschen unvermeidbare Gretchenfrage erlaubt sind, und zwar in Zeiten, die zwar gerne als „säkular“ bezeichnet werden, die aber bei aller Hinwendung zum allein Weltlichen von dem Heiligen nicht lassen können. „In ewigem Geheimnis unsichtbar sichtbar“ Es geht also in einem historischen Durchgang vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart um das Wechselspiel von erfahrenem Wissen und gelebten Glauben, wie es sich bei großen Naturforschern europäischer Provenienz zeigt, wobei an dieser Stelle sogleich eine hartnäkkige Asymmetrie auffällt und angemerkt wird. Sie besteht darin, dass die weltliche Gegenfrage zur Gretchenfrage nirgendwo gestellt wird, jedenfalls nicht in einer expliziten und dadurch verbindlichen Form. Goethe hätte dem in Gretchen verliebten und neugierigen Faust als


Gegenfrage Antwort doch auch die Worte in den Mund legen können, „Und du, was hältst du von der Wissenschaft?“ Solch eine Wendung hätte durchaus in das Zeitalter der Aufklärung gepasst, dem der Dichter im ausgehenden 18. Jahrhundert angehörte und in dem das hohe Lied das wissenschaftlichen Rationalität nicht nur vorsichtig angestimmt, sondern auch gerne und laut gesungen wurde.

Der Schöpfer von Faust unternimmt in dem dazugehörigen Drama dafür etwas anderes. Er lässt seinen Helden dem umschwärmten Gretchen nahebringen und klarmachen, dass es neben Gott etwas anderes von Bedeutung gibt, nämlich all das, was sich in dieser Welt zeigt und eine besondere Qualität aufweist, wie er erläutert. Denn was es – im Himmel und auf der Erde – gibt, drängt von sich aus massiv zu ihr hin, und zwar so, dass es „Haupt und Herzen“ von Gretchen zugleich erfasst und ihre Person wie ein Gewebe umfängt, das dabei eine Eigentümlichkeit an den Tag legt, nämlich „in ewigem Geheimnis unsichtbar sichtbar“ neben ihr zu sein, wo es dann sogar weiter „webt“.

Mit anderen und eher trockenen Worten: Faust empfiehlt Gretchen, sich erst von ihrem sinnlichen Wahrnehmen des rätselhaft bleibenden Gewebes namens Wirklichkeit seelisch erfüllen zu lassen und dabei auf die Beeinflussung ihrer Gefühle zu achten, um sich schließlich danach voller Neugierde zu fragen, wie sie das nennt, was sie bei diesem Vorgang des Erkennens erfährt und erlebt:

„Glück! Herz! Liebe! Gott!“ – so lauten die vier zum Teil sicher unkonventionellen und vielleicht ungewohnten Vorschläge von Goethes Helden, der anschließend – hoffentlich zu seiner Überraschung – von Gretchen zu hören bekommt: „Ungefähr sagt das der Pfarrer auch, nur mit ein bisschen anderen Worten“. An dieser Stelle lacht das Publikum gewöhnlich, vor allem mit dem Blick auf den Teufel Mephisto, der sich in der Nähe der Verliebten herumtreibt und nun grollt. Doch es lohnt sich, Goethes Witz ernst zu nehmen, weshalb hier versucht wird, in den einfachen Worten eines Sachbuchautors zwei zentra-

le Punkte des eben skizzierten poetischen Dialogs darzustellen, die im Verlauf des Buches verfolgt werden sollen. Da ist zum einen die An und Einsicht von Faust, dass das sich uns aufdrängende Gewebe der Dinge um uns ein „ewiges Geheimnis“ bleiben wird, und zwar trotz aller Fortschritte, die wir nicht zuletzt den Großen der Wissenschaft verdanken, die im Text vorgestellt werden. Und wenn es um diese offenen Geheimnisse und ihre Vorstellung geht, dann – dies zum zweiten – klingt selbst der Faust wie ein Pfarrer, auch wenn sich der Gelehrte längst der Magie ergeben und mit dem Teufel verbündet hat.

Abb. links: Gemälde von James Tissot »Faust and Marguerite in the Garden«, um 1861, Öl auf Leinwand, Musée d'Orsay, Foto wikipedia

Kurzum: Der Frage nach Gott entkommt man im deutschen oder europäischen Sprachraum nicht, auch wenn sich bei vielen Großen des Wissens in ihrem Inneren nicht unbedingt das Gefühl naiver Religiosität regt, wenn der Name des Größten fällt. Auch sie glauben, bevor sie wissen. Die spannende Frage lautet, was Menschen glauben, nachdem sie sicher sind, etwas zu wissen, und dabei sogar staunen. Die Antwort wird jeder für sich zu finden haben.

Ein weiteres interessantes Buch von Ernst Peter Fischer: »Niels Bohr – Physiker und Philosoph des Atomzeitalters«, gebundenes Buch, 272 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, mit Abbildungen, ISBN: 978-3-88680-996-7 € 22,99 Verlag: Siedler Kurzbeschreibung siehe Seite 60.

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Thomas Gesterkamp

Vom Zahlvater zur aktiven Die Vielfalt der neuen

Thomas Gesterkamp, Journalist und Autor.

Engagierte Väter gehören heute vor allem in den Großstädten zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Alltagskultur. Wenn ein Mann tagsüber mit seinem Baby unterwegs ist, fällt das nicht mehr so auf wie früher. Vielleicht arbeitet dieser Vater einfach zu anderen Zeiten, im nächtlichen Schichtdienst oder als Selbstständiger auf der Basis von Projekten; vielleicht ist er erwerbslos, oder er kümmert sich als „Hausmann“ um die Kindererziehung und die Familienarbeit. Die Arbeits- und Familienformen sind unübersichtlich, die persönlichen Lebensstile variabel geworden. Entsprechend existieren verschiedenste Entwürfe von Vatersein nebeneinander. Es gibt moderne und traditionelle Väter, ledige und verheiratete, harmonisch getrennt lebende und im Streit geschiedene, außerdem Stief-, Pflege- und Adoptivväter. Väter in Migrantenfamilien kommen häufig aus einem fremden Kulturkreis der Väterlichkeit. Es gibt Alleinverdiener und Haupternährer, Hausmänner oder Väter, die mit geteilter Elternschaft experimentieren. Jeder Mann füllt die Vaterrolle auf eigene Weise aus. Immer mehr Väter interessieren sich für ein buntes, durch Kinder bereichertes Leben, das den Horizont erweitert, eine andere Sicht auf die Welt bietet. Männer, so formuliert es der Väterforscher Wassilios Fthenakis, seien „vom Ernährer zum Miterzieher“ geworden. Eine Studie von Rainer Volz und Paul Zulehner im Auftrag der beiden großen christlichen Kirchen ordnet immerhin 20 Prozent der Befragten dem Milieu der „modernen“ Männer zu. Väter, die sich mit ihren Partnerinnen Erwerbs- und Erziehungsarbeit auf Augenhöhe teilen, bilden aber nicht die Mehrheit. Anderen Männern wird vorgehalten, dass sie geradezu in die Arbeitswelt fliehen, um sich dem heimischen Trubel nicht aussetzen zu

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müssen. Nach dieser Deutung drücken sie sich vor der privaten Verantwortung, sind zu Hause nur Zaungäste und Randfiguren. Doch sind beruflich stark engagierte Väter automatisch schlechtere Väter? Männer tun auf ganz verschiedene Art etwas für ihre Familien. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit folgt, leicht augenzwinkernd und nicht immer ganz ernst gemeint, eine kleine Typologie. Der Abteilungsleiter Der Abteilungsleiter bemüht sich, seinen Kindern die Verhaltensregeln des Arbeitslebens nahezubringen. Er strukturiert den Kontakt zu ihnen entlang jener Normen, die er am besten kennt. Er sorgt sich um ihre Durchsetzungsfähigkeit und Anpassungsbereitschaft, kümmert sich um sportliche Leistungen und Schulnoten, um den richtigen Umgang, kurz: um die Zukunft. Allerdings funktionieren Kinder anders als Arbeitnehmer – schon deshalb, weil man sie zwar abmahnen, aber nicht fristlos entlassen kann. Im Beruf haben Störungen, Befindlichkeiten und Krisen meist keinen Platz; man hat zu funktionieren und die vereinbarte Leistung zu erbringen. Die Orientierung an diesen Erfahrungen kann Männer verleiten, mit den Problemen ihrer Kinder zu fordernd umzugehen. Wenn Väter ständig Dienstanweisungen erteilen, gelten sie als streng, bleiben aber relativ einflusslos.

Der engagierte Vollzeitarbeiter Auch Männer, die im Beruf eine volle Stelle haben, können gute Väter sein. Das klingt banal, geht in der weiblichen Schelte über die private „Alltagsvergessenheit“ ihrer Partner aber oft unter. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel Väter, die zu hundsgemeinen Zeiten aufstehen und zur Arbeit fahren, um am Nachmittag Zeit für ihre Kinder zu haben. Schichtarbeiter in der Industrie oder Angestellte im öffentlichen Dienst, die Gleitzeitangebote eigenwillig als Frühdienst interpretieren, nutzen die ihnen angebotenen Möglichkeiten. Ob es für den Arbeitgeber effektiv ist, wenn ein Finanzbeamter schon um sechs Uhr morgens am Schreibtisch sitzt, nach der Mittagspause aber nicht mehr erreichbar ist, sei dahingestellt. Für die Familie jedenfalls haben solche Freiräume bei der Zeitgestaltung große Vorteile. Papa kann Einkäufe erledigen, Fahrdienste übernehmen oder bei den Hausaufgaben helfen. Er bekommt einfach mehr mit, weil er früher als andere Väter präsent ist. Im Kontakt zu den Kindern nicht auf die mütterliche „Außenministerin der Kommunikation“ angewiesen zu sein, gibt Selbstbewusstsein – und ein Gefühl von Unabhängigkeit. Der Heimwerker Der Heimwerker mischt sich nicht mehr ein in die Belange von Frau und Kindern. Statt mit den anderen Familienmitgliedern zu besprechen, was ihnen nicht gefällt und was sie anders haben möchten, ziehen sich Väter zurück: in den Fußballverein, an den Stammtisch, in die Werkstatt. Ein passionierter Heimwerker, das wird häufig abgewertet oder übersehen, kann für die Familie äußerst nützlich sein. Mag seine Frau auch schimpfen, wenn er Brennholz hackt oder das Werkzeug im Keller sortiert, während sie den Wäscheberg abarbeitet: Häufig steckt hinter dem


Vaterschaft Männerrollen in der Familie – eine Typologie Rückzug des Mannes ein von beiden Seiten akzeptierter Versuch, unlösbar scheinenden Konflikten aus dem Weg zu gehen und so die Beziehung nicht zu gefährden. Der Traditionelle Das traditionelle Paar verzichtet auf jeden Anspruch von paritätischer Aufgabenteilung zwischen den Geschlechtern. Es hat durchaus Chancen, respektvoll miteinander umzugehen. Im günstigen Fall werden sowohl der Beitrag der Frau als auch der des Mannes gegenseitig geachtet. Der Vater weiß, dass die Mutter durch die Übernahme der Familienarbeit auf eigene berufliche Möglichkeiten verzichtet hat. Er ist bereit, zu Hause bestimmte Tätigkeiten verantwortlich zu übernehmen. Männer sind dann oft für Finanzen, das Auto, den Garten, den Hausbau oder ausgewählte Bereiche der Erziehung zuständig. Kommunikationsfähigkeit und Geduld eines solchen Paares müssen hoch entwickelt sein. Sie muss seinen Mangel an lebendigen Familieneindrücken ausgleichen. Er muss ihren Vorsprung an alltäglicher Kompetenz aushalten – und ihre Informationsdefizite akzeptieren, wenn es um die Zumutungen des beruflichen Alltags geht. Der Pragmatiker Unter jüngeren Männern ist er ein typischer Vertreter des „neuen Vaters“. Ohne dass große Überredungskünste nötig waren, hat er selbstverständlich die Elternzeit genutzt, arbeitet weniger seit der Geburt seines Kindes. Er teilt sich die Haus- und Erziehungsarbeit mit seiner Partnerin – die er vor der Familiengründung nicht unbedingt geheiratet hat. Ihn treibt weniger das emanzipatorische Bemühen um „Geschlechterdemokratie“ als ein monetärer Pragmatismus. Seine Frau ist ebenso gut ausgebildet wie er selbst. Am Arbeitsplatz hat sie ähnliche, vielleicht so-

gar bessere Karrierechancen. In manchen Fällen hat nur sie eine feste Stelle, während er sich eher prekär als Freiberufler durchschlägt. Warum sollte er ihr beruflich nicht den Vortritt lassen? Das rechnet sich doch auch finanziell! Und kränkt ihn keineswegs in seiner männlichen Identität. Wenn sie mehr verdient als er, ist das doch bestens – für sie als Paar und für die Familie. Der arbeitslose Vater Männer ohne Job sind viel zu Hause und haben häufig mehr Zeit, als ihnen lieb ist. Wenn die Erwerbslosigkeit schon länger andauert, kratzt das gewaltig an ihrem Wunschbild, ein zuverlässiger Familienernährer zu sein. Die Spendierhosen können sie für ihre Kinder schon deshalb nicht anziehen, weil dafür schlicht das Geld fehlt. Die umfangreiche Tagesfreizeit, über die der arbeitslose Vater verfügt, bietet eigentlich gute Chancen, einen engen Kontakt zu den Kindern herzustellen. Doch viele Männer „auf Hartz IV“ schämen sich für ihr berufliches Versagen. Sie sind abgespannt, nervös und voller Wut – keine guten Voraussetzungen für eine gelungene Väterlichkeit. Der Sonntagsvater Der Sonntagsvater organisiert für seine Kinder möglichst oft besondere Erlebnisse: den Traumurlaub, das teure Hobby, den besonders ausgeflippten Nachmittag. Er ist nachgiebiger und großzügiger als die Mutter. Mit ihm zusammen kann man das ganze Badezimmer nass spritzen, den Spätfilm im Fernsehen gucken oder vier Hamburger hintereinander essen. Dem spendablen und animationsfreudigen WochenendSpaßvogel wird von weiblicher Seite vorgeworfen, dass er sich aus den anfallenden Aufgaben die Rosinen herauspicke. Mit seiner Rolle als fröhlicher Spielkamerad kommt er deshalb so prima zurecht, weil seine

Frau alle versorgenden, planenden und behütenden, also die erwachsenen Anteile der Elternrolle übernimmt. Ihm gehört der Sonntag und ihr der Alltag. Sie ist für die mühsame Durchsetzung von Regeln, er für den lustvollen Regelverstoß zuständig. Bei ihr gibt es Gemüse, bei ihm Pommes rot-weiß. Der Trennungsvater Trennungsväter sind mit vielen Vorurteilen konfrontiert: Sie kümmern sich angeblich zu wenig um ihren Nachwuchs, sie übernehmen keine Verantwortung, sie zahlen kaum Unterhalt. „Familie ist, wo Kinder sind“ oder „Familie ist, wo aus einem Kühlschrank gegessen wird“: Mit solch griffigen Formeln haben sich Politiker um zeitgemäße Definitionen bemüht, die auch Formen des Zusammenlebens jenseits der Ehe einbeziehen. Dass auch Alleinerziehende oder nichtverheiratete Eltern heute als gleichwertige Familien anerkannt werden, ist gut gemeint, ignoriert aber die Gruppe der getrennt lebenden Väter: Auch jene Männer, die nach einer Scheidung vielleicht nicht mehr täglich mit ihren Kindern essen (können), betrachten sich weiterhin als Teil eines gemeinsamen Familiensystems. Selbst wenn sie verbittert in einem überteuerten Apartment sitzen und sich zu reinen Zahlvätern degradiert fühlen: Sie haben sich diese Rolle nicht gewünscht – und fühlen sich mehr als Väter als jemals zuvor. Thomas Gesterkamp entwickelt seine Väter-Typologie seit Ende der 1990er Jahre immer wieder weiter. Versionen davon erschienen in seinen Büchern „Hauptsache Arbeit?” (1998, mit Dieter Schnack) und „Die neuen Väter zwischen Kind und Karriere” (2010) sowie im Online-Familienhandbuch des Münchner Staatsinstituts für Frühpädagogik.

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Titelgeschichte

Ich war noch niemals Die Stuttgarter Tage in New York sind gezählt. Die letzte Vorstellung dieses erfolgreichen Generationen-Musicals ist am 14.10.2012, um 19.00 Uhr, und man sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen.  Die Kinderdarsteller und Matrosen von „Ich war noch niemals in New York“ freuen sich gemeinsam mit Dr. Stefanie Schuster auf die Spendensammlung

 Udo Jürgens bei der Prmiere in Stuttgart.

 Luis Schneiderhan aus Horb spielt den Florian im Musical.

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Zum Inhalt: Es geht um Sehnsucht, unerfüllte Träume, die Suche nach einem erfüllten Leben, und dies verpackt in 23 berühmte Udo-JürgensHits. Hat er dabei zugeschaut oder mitgewirkt? „Ich war in die Arbeit einbezogen, wir haben gemeinsam um Qualität gekämpft. Mehrmals habe ich Gabriel Barylli getroffen, der den Text geschrieben hat. Ich habe eng mit Michael Reed zusammengearbeitet, unserem musikalischen Leiter, der lange Andrew Lloyd Webber assistierte. Und ich war bei vielen Proben dabei.“ Und ganz sicher ist diese musikalische Auslese nicht die Aufarbeitung seines Lebenswerkes. Sein Kopf sprüht vor neuen musikalischen Ideen und der Terminplan ist prall gefüllt. „Vielleicht werde ich bei meinem nächsten Besuch in Wien, wie in früheren Zeiten, das Johann-Strauß-Denkmal erklimmen und ihm einen Strauß Rosen zu Füßen legen. Ob ich diesen Kraftakt allerdings noch schaffen werde, weiß ich nicht so genau“ bedenkt der 76-Jährige“. Projekt „Rückenwind“ hilft kranken Kindern Im November 2011 hatten Darsteller und Mitarbeiter des Stage Apollo Theaters und OB-Gattin Dr. Stefanie Schuster das Projekt „Rückenwind“ ins Leben gerufen. Es ist ein

fortlaufendes Projekt mit dem Ziel, Menschen aller Generationen zu unterstützen. Die Olgäle-Stiftung wurde bereits mit dem Erlös einer Versteigerung im Rahmen der Fotoausstellung von Musicaldarstellern finanziell unterstützt. Und wer ist Florian? Es gibt viele Floriane – 18 hat es bisher gegeben – und das hat seinen Grund. Er ist eine der 5 Hauptfiguren im Musical, hat ein vorgeschriebenes Maß von maximal 1,40 Meter und ein Alter zwischen 10 – 14 Jahren. Da kann man schon bald herauswachsen. In Stuttgart ist es wieder so weit. Ein neuer Florian wird gesucht.

Hiervon hört der elfjährige Luis Schneiderhan aus Horb-Nordstetten. Er besuchte mit den Eltern die Vorstellung und erhält dort eine Broschüre mit: „Florian gesucht“. Entgegen der elterlichen Meinung hält er sich für geeignet, bewirbt sich und erhält einen ersten Vorstellungstermin. Nach einigen weiteren Castings – inzwischen nimmt er Unterricht in Gesang und Atemtechnik – muss er seine vielseitige Eignung u.a. in Sprache, Spiel, Improvisation und Bewegung unter Beweis stellen. Endlich ist es soweit. Er hat das Rennen gewonnen. Es ist eine Intensivaktivität zwischen Schule, Proben, Fahrten zwischen Stuttgart und


Alle Fotos © Stage Apollo Theater Stuttgart

in New York…

Nordstetten inklusive Elterneinsatz und behördlicher Stresskontrolle. Sein Schauspielwunsch erfüllt sich, und das Singen dazu ist auch nicht schlecht. „Es ist eine herrliche Zeit. Lustig ist es hinter der Bühne gemeinsam mit den anderen. Alle verstehen sich sehr gut und machen viel Spaß miteinander. Auf der Bühne muss alles sehr genau ablaufen. Allerdings einmal, beim Tor der Fußballweltmeisterschaft Deutschland/Spanien, hat jemand mitten in der Vorstellung von der Bühne gerufen: Deutschland 1:0 ! Das war schon sehr spannend. Gern möchte ich weitermachen, vielleicht Film oder Fernsehen. Es wird sich sicher etwas ergeben.“

• Für die sekundenschnellen Kostümwechsel sind in jeder Show 13 Dresser backstage tätig. • Requisite der Superlative: ein echtes Shuffle-Board, Original-Burger für jede Vorstellung, viele SpezialEffekte bis hin zu Zaubertricks. • Der große Teil des Bühnenbildes wurde auf mehrere unterschiedliche Bühnenwagen gebaut, die auf der Bühne bewegt werden und schnelle Szenenwechsel ermöglichen. Lassen Sie sich überraschen...

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MAXIMALES • In jeder Show sind 100 Perücken zu sehen, insgesamt 190 Anfertigungen für die unterschiedlichen Besetzungen. • 6 Maskenbildner sind im Einsatz • 1000 Kostümteile wurden angefertigt. Es gibt eine Kostümbibel mit den kompletten Kostümen jedes Darstellers in jeder einzelnen Szene.

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Die Else-Mayer-Schule – Bevor wir die Aktualität ins Licht des Geschehens rücken, eine kurze Information über die Vorgeschichte. Es ist die Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Die Armut ist weit verbreitet, Hilfe tut not, Ein Kreis junger Frauen findet sich zusammen, um in ihrer Begeisterung für die politischen, sozialen und kirchlichen Erneuerungen und die Impulse der europäischen Frauenbewegung neue Wege der Hilfeleistung zu finden. Das Ziel ihrer Vorstellung ist es die dringend notwendige Vorbereitung und Ausbildung der Frau im Rahmen der Bildungs- und Sozialarbeit zu aktivieren. Zu den Gründerinnen: Else Mathilde Mayer wurde 1891 als „höhere“ Tochter in Pforzheim geboren. Der Vater Victor Mayer hatte in Wien das Goldschmiede-

tionen der Kirche. Vor diesem Hintergrund entsteht der Wunsch, im Dienst für die Frau den Weg zu einer neue Art der klösterlichen Gemeinschaft zu finden.

handwerk erlernt und 1890 in Pforzheim eine Schmuckfabrik gegründet. Else Mayer wächst in einem überzeugt katholischen Elternhaus mit fünf Geschwistern auf und verlässt die „Luisenschule für höhere Töchter“ mit dem „Einjährigen“, das der heutigen „Mittleren Reife“ entspricht. Sie erlebt den Aufbruch einer neuen Zeit, der Jugendbewegung des 20. Jahrhunderts und sie erlebt den Aufbruch in den Tradi-

Alexandra Bischoff wurde 1872 in Aachen als Tochter des Kommerzienrats Albert Bischoff geboren und trat mit 21 Jahren als Chorfrau in das Postulat des Klosters der Frauen vom heiligsten Herzen Jesu ein. Da sie ihre kranke Mutter versorgen musste, ließ sie sich 1915 vom Vatikan von ihrem Gelübde entbinden. Nach Aachen zurückgekehrt erkannte sie die unzumutbare Unterbringung und Versorgung der Studentinnen und hatte die Idee zur Gründung und Organisation einer gemeinsamen Schwesternschaft. Sie reiste nach Rom, wurde von Papst Benedikt XV. in einer 20-minütigen Privataudienz empfangen, trug ihm ihr Anliegen vor und bat ihn um die Erlaubnis der Gründung eines neuen Konvents. Glaubt man der Erzählung, so entließ er sie mit den Worten: „Dann fangen sie mal an.“ Die schriftliche Bestätigung erfolgte durch ein päpstliches Schreiben, in dem der Heilige Vater der Hoffnung Ausdruck gibt, dass das zu errichtende Werk reichliche und tröstliche Früchte tragen werde, und er spen-

Else Mayer um 1904.

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dete den Gründerinnen und all jenen, welche zum Entstehen und Wachsen der beabsichtigten Gründung beitragen werden, als Ermutigung von Herzen den apostolischen Segen. Zusammen mit Else Mayer entwikkelte Alexandra Bischof als frühere Ordensfrau und in Kenntnis der Konstitutionen die umfangreichen Ordensregeln, die später dem Papst in französischer Sprache als „Constitutions de la Societé du Sauveur“ zugeleitet wurden. Im Jahre 1916 wurde der „Erlöserbund“ gegründet Noch während des ersten Weltkrieges begann man mit dem Aufbau der Klostergemeinschaft. In umfangreichen Vortrags- und Sammelreisen hatte Alexandra Bischoff ein ansehnliches Kapital zusammengetragen, das zusammen mit ihrem Privatvermögen und der ansehnlichen Mitgift von Else Mayer der neuen Ordensgemeinschaft den Kauf von ansehnlichen Immobilien in Breslau, Bonn, Bad Driburg, Betzdorf und Köln zur Einrichtung von Studentenheimen, Damenstiften, Haushaltungsschulen, und Kindergärten ermöglichte. Seit der Gründung des

Generaloberin (Äbtissin) Else Mayer 1950.


eine Jahrhundertgeschichte Die „Else-Mayer-Schule“ in Pforzheim unter der Leitung von Dipl. Sozialpädagogin Andrea Riegraaf ist eine unabhängige Private Berufsfachschule für Sozialpflege und bildet alleinerziehende Mütter zur „Staatlich anerkannten Alltagsbetreuerin“ aus. In der Trägerschaft von Q-Prints@Service wird

sie gefördert durch den Europäischen Sozialfond und das Sozialministerium Baden-Württemberg. Zur Zeit sind 11 Schülerinnen im Alter von 11 – 40 Jahren in der 3-tägigen schulischen und 2-tägigen praktischen Ausbildung. 1/3 der Schülerinnen sind ohne Schulabschluss, 75% ohne Berufsabschluss. Die zweijährige Ausbildung in Teilzeit endet mit der Abschlussprüfung zur „Staatlich anerkannten Alltagsbetreuerin“, durch die gleichzeitig

 Mutter Else mit zwei Schwestern im Bonner Klostergarten 1925.

der Hauptabschluss erworben werden kann. Wunsch der Schulleitung: „Es wäre nützlich, mehr Ausbildungseinrichtungen für die praktische Ausbildung zur Verfügung zu haben.“

 Einweihung der Else-Mayer-Schule in Pforzheim: Ulrike Frontzek, Heidrun MohrMayer, Ute Hötzer, Geschäftsführerin Q-PRINTS & Service eg GmbH, Andrea Riegraf, Schulleiterin (v.l.n.r.).

Ordens war Mutter Else Mayer nach dem Tode der Mutter Alexandra Bischof 1963 Generaloberin des gesamten Ordens. Sie starb am 27. April 1963. Die Zeiten ändern sich... ...und damit auch die Aktualität von Strukturen und Bedürfnissen. Der „Erlöserbund“ hatte in der bisherigen Form seine Aufgabe erfüllt und suchte neue Wege. Um ihn zu erhalten wurden mit Ulrike Fronzek, Malgorzata Martuszewska, Heidrun Mohr-Mayer und Ursula Philipp weltliche Vereinsmitglieder gefunden. Die restlichen Anteile der GmbH wurden veräußert und mit dem Erlös die „Stiftung Else Mayer“ gegründet. In der Satzung der Stiftung, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgt, wurde die ursprüngliche Präambel des Erlöserbundes aufgenommen. Und nun schließt sich der Kreis Am 20. Juni 2012 war die offizielle Eröffnung der „Else Mayer Schule“ in Pforzheim. Zitat aus der Stiftungsurkunde des Stiftungsvorsitzenden Dr. Herbert Mohr-Mayer: „Die Nichte und die Neffen von Frau Generaloberin Else Mayer sind stolz und freuen sich sehr, dass die Private Berufsfachschule für Sozialpflege in Pforzheim heute den Namen ihrer Tante erhält und geben hiermit ihr Plazet.“

Und im Blick auf die Zeit Noch immer steht die Frau bei dem Thema „Else Mayer“ im Fokus der „Entwicklungshilfe“. Waren es vor 100 Jahren die Rahmenbedingungen für die Gipfelstürmer der geistigen Elite, so sind es heute die helfenden Hände für all die Frauen, die im Getümmel der Erfolgreichen verloren gehen. Und morgen?

 Oberin Anita Pöppelbaum mit Dr. Herbert Mohr-Mayer, Bonn 2005.

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Das Seniorentheater Pforzheim:

Die EULEN

spielen Theater Barbara Gerstenäcker Regisseurin „Eulenspiel“

Lange Zeit waren „Fingerübungen“ der EULEN im Rahmen szenischer Collagen unter der Leitung der Regisseurin Barbara Gerstenäcker die Vorbereitung. Jetzt war es endlich soweit. Senioren spielen Theater im Osterfeld. Ein Theaterstück hatte Premiere, und alle, alle kamen.

ser sehr glaubhaften und überzeugend dargestellten Weise erkennen lässt, dass mit dem geschickten Verkauf von Krankheit eine Menge Geld zu verdienen ist. Da profitieren der Arzt, der Apotheker und alle, die an diesem beschaulichen Ort adäquate Dienstleistungen anzubieten haben. Man kann hoffen, dass dies der Anfang einer langen Reihe von Aufführungen ist, sowohl in der Wiederholung des bestehenden als auch in der Erarbeitung neuer Stücke.

Fotos: Winfried Reinhardt

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Auf der Bühne standen 11 Senioren im Alter zwischen 61 und 84 Jahren und stellten unter Beweis, dass man sehr wohl in der Lage ist, Textpotentiale zu lernen, zu behalten und auf den Punkt genau zu interpretieren. „Knock oder der Triumph der Medizin“, eine schwarze Komödie und Ärztesatire von Jules Romains, geschrieben im Jahre 1923, gab den Schauspielern und der Regie köstliche Möglichkeiten,

den Witz und die Bissigkeit des Stückes charmant zu vermitteln und die einzelnen Charaktere und Typen überzeugend darzustellen. St. Moritz, der Ort der Handlung, bot ein themengerechtes Umfeld für den Inhalt des Stückes, das in die-

Darsteller des Stückes waren: Ursula Berghald, Monika Bernecker, Katalin Erat, Hansjörg Hähnle, Bianca Hausch, Dieter Hemminger, Claudia Lang, Edeltraud Linder, Ruth Mikkelsen, Heide Sommer, Rudolf Stolze.


vhs bietet Bildung

für alle Generationen Das Programm der Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis umfasst im Semester Herbst/Winter 2012 weit über tausend Kurse und Einzelveranstaltungen für den Zeitraum von September bis Januar. Dieses umfassende Angebot macht die Volkshochschule zur größten Weiterbildungseinrichtung in der Region Nordschwarzwald. Semesterbeginn für das neue Programm ist am Montag, 24. September 2012. Die meisten der über tausend Veranstaltungen richten sich an Teilnehmer aller Altersgruppen, die Volkshochschule hat aber auch spezielle Angebote für ältere Menschen im Programm. Die Schwerpunkte liegen hier in den Bereichen EDV und Internet, Gymnastik und Sprachen. Wer in das Programmheft der Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis schaut, bekommt eine beeindrukkende Vielfalt an Sprachkursen geboten. „Wir bieten über 400 Kurse in 25 Sprachen an. Das Spektrum reicht vom intensiven Kleingruppenkurs über berufsbezogene Einheiten bis hin zu Konversationskursen auf höchstem Niveau“, erläutert vhs-Sprachenreferentin Regina Ti-

vhs

telius das Angebot. Die Vielfalt reicht von A wie Arabisch bis zu U wie Ungarisch, von Englisch mit rund hundert verschiedenen Angeboten bis hin zu Georgisch, das mit einem Kurs im vhs-Programm steht. Viele Sprachkurse werden von Muttersprachlern geleitet, die neben den Sprachkenntnissen auch ihren kulturellen Hintergrund in den Unterricht einbringen. Sprachen kommt sowohl in einem zusammenwachsenden Europa als auch in einer durch die Globalisierung immer enger zusammenrückenden Welt eine zentrale Bedeutung zu. Deshalb finden sich im vhs-Kursange-

bot neben den stark nachgefragten Sprachen auch seltener gelernte Sprachen wie Chinesisch, Japanisch oder Russisch. Der zahlenmäßige Schwerpunkt liegt aber auf den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Hier gibt es auch spezielle Angebote für Teilnehmer, die eine Fremdsprache aus beruflichen Gründen erlernen wollen oder beispielsweise einen international anerkannten Cambridge-Abschluss anstreben. Durchaus typisch für das Sprachenlernen an der vhs ist aber auch der generationenübergreifende Charakter, wenn der 20-Jährige gemeinsam mit seiner 70-jährigen Nebensitzerin im Wörterbuch nach der richtigen Vokabel sucht. Weitere Informationen zu den Kursen gibt es bei der Volkshochschule in der Zerrennerstraße 29, Tel. (0 72 31) 3 80 00 oder auch im Internet unter: www.vhs-pforzheim.de.

Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis GmbH

Bildung für alle Generationen Haben Sie noch Fragen? Eine individuelle persönliche Beratung ist bei uns selbstverständlich.



Am Montag, 24.09.2012 ist Semesterbeginn!

Das vhs-Programm erscheint Anfang September!



Z e r r e n n e r s t r. 2 9 , 7 5 1 7 2 P f o r z h e i m • Te l e f o n : 0 72 31 38 00 0 E - M a i l : i n f o @ v h s - p f o r z h e i m . d e • I n t e r n e t : w w w. v h s - p f o r z h e i m . d e


BAUVORHABEN

DER REGION:

Wohnen mit Service Das Konzept der STADTBAU Pforzheim GmbH Im neuen Wohngebiet Tiergarten im Pforzheimer Süden entstehen zurzeit 76 barrierefreie Eigentumswohnungen. In naturund zugleich zentrumsnaher Lage ist ein bundesweit einzigartiges Bebauungsprojekt entstanden, das die vielfältigen Aspekte von Wohnen, Architektur und Natur sowie Individualität und Gemeinschaft auf besondere Weise in Einklang bringt.

Das Wohnen mit Service bedeutet im Tiergarten, dass Sie in Ihrem individuell gestalteten, persönlichen Ambiente leben und dabei Serviceangebote annehmen können wie in einem Hotel. Für die Serviceleistungen, die bis zur Pflegestufe II reichen können, konnte die STADTBAU Pforzheim GmbH das Unternehmen Schauinsland gewinnen.

Das Areal der ehemaligen Buckenbergkaserne grenzt im Süden an den Forst Hagenschieß. Die Nähe zur Natur und die gute Anbindung an die Stadt Pforzheim bzw. an das angrenzende Einkaufszentrum im Norden bildet die Qualität des Standorts. Die 76 Wohnungen sind verteilt auf 4 kubische Gebäude. Unter den Gebäuden befindet sich eine gemeinsame Tiefgarage mit 60 Stellplätzen. Akzente setzen die versetzt angeordneten kubischen Loggien, in KomBestimmte Grundleistungen, wie z.B. ein Concierge-Service, ein Notruf, Beratungsleistungen, Fitnessangebote oder Feierlichkeiten sind in der obligatorischen Betreuungspauschale enthalten. Das bietet Sicherheit, denn Sie haben Hilfe auf Abruf und Versorgung bei Bedarf. Mit dem Bau der 4 Gebäude wurde mit dem Spatenstich am 15.12.2011 begonnen. Die Gebäude werden im Frühjahr 2013 fertig gestellt sein, so dass sämtliche Wohnungen an die neuen Eigentümer übergeben werden können. Die Wohnflächen reichen von 55 m² – 140 m² und die Zimmeranzahl von 2 – 4 Zimmern. Bei dieser vielfältigen Gestaltung finden auch Sie Ihre individuell passende Wohnung! Nähere Informationen zum Wohnen mit Service erhalten Sie bei:

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bination mit darüberliegenden Balkonen. Der Freiraum zwischen und vor den Gebäuden ist offen begrünt und wird eins mit dem öffentlichen Raum der angrenzenden Parklandschaft.

Sämtliche Wohnungen werden barrierefrei ausgeführt. In den Häusern 3 und 4 befinden sich im Erdgeschoss 2- und 3- Zimmer Wohnungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern abgestimmt sind.

STADTBAU Pforzheim GmbH Frau Karin Günther Schlossberg 20 75175 Pforzheim Tel.: 0 72 31/ 39 31 35 karin.guenther@stadtbau-pforzheim.de


Wohnen mit Service Ein Konzept für Wohnen im Alter des Tiergarten Pforzheim • Naturnahes Wohnen in außergewöhnlicher Umgebung • 2–4,5 Zimmer Wohnungen mit Loggia, Balkon oder Terrasse • Barrierefreiheit, teilweise behindertengerecht • Exklusive Penthauswohnungen • Aufzug • KfW 70 Standard (EnEV 2009) • Einkaufsmöglichkeiten vor der Haustür • 60 Tiefgaragenstellplätze • Angebot an Service- und Pflegeleistungen

tiergarten Konversionsgesellschaft Buckenberg mbH

Ihr Ansprechpartner für den Kauf einer Wohnung Karin Günther Stadtbau GmbH Pforzheim Telefon 07231 39 31 35 karin.guenther@stadtbau-pforzheim.de


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DER REGION:

Wohnen mit Service

in Pforzheims

Auf dem sanft geneigten Grundstück zwischen Kantstraße und Dennachstraße entstehen in „Rufweite“ des Seniorenzentrums August-Kayser-Stiftung 30 Eigentumswohnungen mit jeglichem Komfort. Ideal für alle, die einen perfekt geschnittenen Wohnsitz oder eine verlässliche Kapitalanlage suchen. Die drei organisch geformten Baukörper kontrastieren auf reizvolle Weise mit der Gründerzeit-Architektur des August-KayserGebäudes sowie mit dessen geradlinigem, modernem Anbau des OlympiastadionMünchen-Architekten Günter Behnisch.

Bild unten: Die Lage am Südstadthang Pforzheims eröffnet einen weiten Blick über das Enztal.

Prägendes Prinzip: barrierefrei wohnen mit Service-Plus Jede der Wohnungen (52 – 121 qm Wohnfläche) hat einen Balkon oder eine Terrasse und ist selbstverständlich per Aufzug erreichbar. Einige der Wohnungen sind behindertengerecht ausgebaut und für Rollstuhlfahrer geeignet. Die großzügig geschnittene Tiefgarage im Kellergeschoss ist von allen drei Baukörpern aus über die Aufzüge erreichbar. Ein wichtiger Aspekt: Die zukünftigen Bewohner profitieren je nach Bedarf von der Nachbarschaft mit der August-Kayser-Stiftung: Sei es beim Besuch der Cafeteria oder des Gartens, seien es die zahlreichen Dienstleistungen, die von der Un-

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terstützung im Alltag bis hin zur pflegerischen Betreuung reichen. So stehen beispielsweise Plätze für die Tagespflege zur Verfügung, „Essen auf Rädern“ kann geliefert, hauswirtschaftliche Dienste können geleistet werden. Alles kein „Muss“, sondern Angebote, die nach Wunsch gegen Berechnung in Anspruch genommen werden können. In jedem Fall beschert die gute Nachbarschaft zur August-Kayser-Stiftung ein Plus an Sicherheit und Geborgenheit. Verlässliche Partner Initiatoren des Projekts sind die August-Kayser-Stiftung und die Baugenossenschaft Arlinger. Arlinger hat bereits zusammen mit dem Paul-Ger-


Altenhilfeeinrichtung August-Kayser-Str.23 • 75175 Pforzheim Telefon 07231/9660-0 • Fax 07231/650032 info@august-kayser-stiftung.de www.august-kayser-stiftung.de

bester Südstadtlage

AUGUST-KAYSERSTIFTUNG Der Vorstand des Fördervereins begrüßt und unterstützt dieses innovative Projekt (v. l. n. r. Hans-Carl Gerstung, Jürgen Berges, Dr. Thomas Haug).

hardt-Seniorenzentrum ein ähnliches Projekt realisiert, das auf begeisterte Resonanz stieß. Im Laufe des Frühjahrs 2012 soll für das Projekt ServiceWohnen August Kayser der erste Spatenstich erfolgen, im Sommer 2013 werden die Wohnungen bezugsfertig sein. Alle Grundrisse sind übrigens

noch variabel. Wer sich für das Projekt interessiert, kann eine ausführliche Projektbeschreibung samt Kaufpreisen anfordern. Ansprechpartner: Wolfgang Glatz von der Baugenossenschaft Arlinger, Telefon 0723194 62-11, E-Mail: w.glatz@ arlinger.de

Wir werden a l l e ä l t e r.

Wir bieten die persönliche Betreuung und umfassende Pflege nach individuellem Bedarf

• Tagespflege • Kurzzeitpflege • Stationäre Pflege

„6000er-DSL für meinen Highspeed-Laptop – die Arlinger-Leute verstehen was von seniorengerechtem Wohnen.“

Aber unsere Ideen nicht.

A r l i n g e r B a u g e n o s s e n s c h a f t

w w w. a r l i n g e r. d e

Josef Straka, Arlinger-Mieter seit 1971


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DER REGION:

Hochhäuser sind wieder cool! Pforzheimer Bau und Grund GmbH informiert

Benzin ist teuer geworden und die Nahversorgung in den ländlichen Gebieten ist vielfach gar nicht mehr vorhanden. Die Politik zögert zwar noch: Aber auch die Zukunft von vielen Krankenhäusern ist stark gefährdet. Mittlere Städte, wie etwa Pforzheim, locken wieder die Menschen an. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt und Stadtluft macht bekanntlich frei.

Und gerade der Anteil der älteren Menschen in der Stadt wird ständig größer. Vorrangiges Ziel älterer Leute ist es, möglichst lange in einem eigenen Haushalt wohnen zu bleiben. Die Pforzheimer Bau und Grund GmbH versucht, ihren Mietern das möglichst lange und selbständige Wohnen im eigenen Haushalt zu ermöglichen. Natürlich bieten wir auch Zuzüglern aus

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dem Umland gerne altersgerechten Wohnraum an. Modern und bezahlbar muss es sein. Während in Asien und Nordamerika das Wohnen im Hochhaus als Luxus angesehen wird, fehlte dieser Form des Lebens in der Vertikalen in Deutschland lange Zeit die Akzeptanz. Noch in diesem Jahr werden wir mit der Modernisierung der Güterstraße 30 beginnen, ei-

nem unserer Hochhäuser, das direkt neben dem Landratsamt „beheimatet“ ist. Bauland in der Stadt ist knapp und daher extrem teuer. Aus diesem Grunde können wir nicht nur Neubauten errichten, sondern konzentrieren uns auch auf das altersgerechte Modernisieren bestehenden Wohnraumes. Mit der Aufzugsanlage wird die Güterstraße 30 gerade für ältere

Menschen ein attraktives Gebäude sein. Die Schnittstelle zwischen Innen- und Nordstadt bietet vielfältige Möglichkeiten. Fußläufig können die Geschäfte, der Bahnhof, die Fußgängerzone sowie die Ärzte und Apotheken erreicht werden. Foto: © shutterstock

Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. Die Bau- und Wohnwelten befinden sich im Wandel. In den 1970er Jahren zogen viele auf das Land. Benzin war billig, das Bauland erschwinglich und die Landluft gesünder als die Stadtluft. Dieser Trend kehrt sich nun wieder um. Die Städte sind attraktiver als das flache Land.

An dieser exponierten Stelle wollen wir in Zusammenarbeit mit der Deutschen Energieagentur (DENA) ein Leuchtturmprojekt verwirklichen. Die neue Wärmedämmung sowie der Anschluss an das ökologisch wichtige Fernwärmenetz der Stadtwerke und zeitgemäße Fenster werden zu einer dramatischen Senkung der Energiekosten führen. Wir werden den Niedrigenergiestandard erreichen. Ein echtes Highlight sind die zwei neuen Wohnungen, die auf dem Dach entstehen werden, dem zukünftigen 8. Stock. Die Aussicht über die Stadt wird gigantisch sein. Insbesondere das Lichtermeer in der dunklen Jahreszeit dürfte für die zukünftigen Bewohner unvergesslich bleiben. Auch in den weniger exponierten Wohnungen werden die Mieter das ungestörte urbane Leben mit allen seinen Vorzügen und Facetten genießen können.


Wellnesstag fĂźr die Senioren im Schauinsland Tiefenbronn In regelmäĂ&#x;igen Abständen sorgen die Mitarbeiter des Hauses Schauinsland Tiefenbronn fĂźr besondere Ereignisse. Ein GenieĂ&#x;ertag fĂźr die Bewohnerinnen und Bewohner wurde zuletzt kreiert. In einem angenehm duftenden Handbad wurden die Hände angewärmt und fĂźr eine wohltuende Handmassage mit pflegenden Ă–len vorbereitet. AnschlieĂ&#x;end gab es zum verwĂśhnen der Gesichtshaut der

Gelegenheit einer Besichtigung. Eine Voranmeldung ist nicht unbedingt erforderlich, wäre jedoch wßnschenswert, damit wir genßgend Zeit fßr Sie haben. Sie erhalten dann alle wichtigen Informationen zum Haus, die pflegerische Versorgung und die Kosten.

FĂźr Fragen stehen Ihnen Andreas Fuchs (Heimleitung) und Sabine Wrobel (Pflegedienstleitung) unter folgender Adresse gerne zur VerfĂźgung: Haus Schauinsland Tiefenbronn, Maria-Magdalena-Str. 6, Tel. 0 72 34/9 46 35 - 0.

Seniorinnen – und der Senioren! – eine hautpflegenden Maske. Auch die Augen und der Gaumen kamen nicht zu kurz. Diese beglĂźckte selbstgemachte Erdbeer-Buttermilch und Erdbeerkuchen, gefolgt von Erdbeersekt. „Wir freuen uns schon aufs nächste Mal“ war der Kommentar einer Bewohnerin auf die Frage, wie ihr das Programm gefallen hat. MĂśchten Sie das Haus Schauinsland in Tiefenbronn kennenlernen? Sie haben jederzeit die



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Das soziale Netzwerk in Pforzheim und Enzkreis +DXV6FKDXLQVODQG(XWLQJHQ /XJLQVODQG 3IRU]KHLP +DXV6FKDXLQVODQG:Â UP *DLVEHUJVWU 3IRU]KHLP

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Demenz – das Rheuma des Früherkennung Im November 1901 notierte der Psychiater und Neuropathologe Alois Alzheimer ein Gespräch, das er mit seiner Patientin Auguste Deter führte:

Professor Dr. Georg Adler, Psychiater und Psychotherapeut. Foto: Sven Cichowicz

Arzt:: „Wie heißen Sie?“ Patientin: „Auguste“. Arzt: „Familienname?“ Patientin: „Auguste.“ Arzt: „Wie heißt ihr Mann?“ Patientin zögert, antwortet schließlich: „Ich glaube... Auguste.“ Arzt: „Ihr Mann?“ Patientin: „Ach so.“ Arzt: „Wie alt sind Sie?“ Patientin: „51.“ Arzt: „Wo wohnen Sie?“ Patientin: „Ach, Sie waren doch schon bei uns.“ Arzt: „Sind Sie verheiratet?“ Patientin: „Ach, ich bin doch so verwirrt.“ Arzt: „Wo sind Sie hier?“ Patientin: „Hier und überall, hier und jetzt, Sie dürfen mir nichts übel nehmen.“ Arzt: „Wo sind Sie hier?“ Patientin: „Da werden wir noch wohnen.“ Arzt: „Wo ist Ihr Bett?“ Patientin: „Wo soll es sein?“ Zu Mittag isst Frau Auguste D. Schweinefleisch mit Karfiol (Blumenkohl) Arzt: „Was essen Sie?“ Patientin: „Spinat.“ (Sie kaut das Fleisch) Arzt: „Was essen Sie jetzt?“ Patientin: „Ich esse erst Kartoffeln und dann Kren.“ Arzt: „Schreiben Sie eine fünf.“ Patientin schreibt: „Eine Frau“ Arzt: „Schreiben Sie eine Acht.“ Patientin schreibt: „Auguste“ und sagt wiederholt: „Ich habe mich sozusagen verloren“. (Auszug aus dem Krankenblatt von Auguste D.) Die Patientin war in die „Städtische Anstalt für Irre und Epileptische“ in

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Frankfurt gebracht worden, weil sie sich innerhalb weniger Monate gravierend verändert hatte: eifersüchtig geworden, selbst einfachste Haushaltsarbeiten waren ihr nicht mehr möglich, Gegenstände, versteckte sie, zeitlich und örtlich war sie nicht mehr orientiert, ständig fühlte sie sich verfolgt und behelligte ihre Nachbarn. Ihre Stimmungen wechselten zwischen Angst, Misstrauen, Ablehnung und Weinerlichkeit. Alzheimer kannte solche verwirrten Patienten – aber immer waren es alte Menschen gewesen. Auguste Deter war erst 51, das ließ ihn aufmerksam werden und ihm wurde in vielen Befragungen das ganze Ausmaß ihrer schweren geistigen Verwirrung offenbar. Als Auguste Deter fünf Jahre später starb ließ sich der Arzt Krankenakte und Gehirn schicken. Der Akte war zu entnehmen, dass sich ihr Geisteszustand massiv weiter verschlechtert hatte. Die mikroskopische Untersuchung des Gehirns ergab in der gesamten Hirnrinde flächenweise abgestorbene Nervenzellen und Eiweißablagerungen, sog. Plaques. Alzheimer nannte es: „die Krankheit des Vergessens“. In Deutschland leiden heute bereits mehr als 1,2 Mio. Menschen an Demenz, jährlich werden rd. 200.000 Neuerkrankungen festgestellt und jeder Fünfte über 85-Jährige wird mit diesem Schicksal konfrontiert sein – eine große Herausforderung für Patienten, Angehörige, Pflegende, ja der gesamten Gesellschaft. Alzheimer Demenz ist in Deutschland – nach dem Krebs – die Diagnose, die die meisten Ängste wachruft. Doch Angst ist ein schlechter Ratgeber! Sinnvoll ist es, der Angst mit fundierter Information zu begegnen. Der niedergelassene Öschelbronner Arzt Dr. med. Dr. phil. Dieter Kissel lud den renommierten Wissenschaftler Professor Dr. Georg Adler (Psychiater und Psychotherapeut, Vorstands-

mitglied der Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz und Professor am Institut für Studien zur Psychischen Gesundheit (ISPG) an der Universität Heidelberg-Mannheim) zu einem öffentlichen Fachvortrag „Früherkennung und Vorbeugung von Alzheimer Demenz“ am 14. Juli 2012 ins Johanneshaus Öschelbronn ein. Professor Adler stellte zu Beginn seines Vortrages eine Plattform allgemeiner Grundlagen zum Thema vor. So zeigt sich eine Demenz durch verschiedene Merkmale, nämlich alltagsrelevante Störungen des Gedächtnisses und der geistigen Leistungsfähigkeit, die seit mindestens sechs Monaten und auch bei klarem Bewusstsein bestehen. Die Ursache für eine Demenz ist zu rd. 65 % die Alzheimer’sche Krankheit gefolgt von Mischformen aus Alzheimer und Durchblutungsstörung (20%), Durchblutungsstörungen (10%) und sonstigen Ursachen (5%). Was geschieht bei einer Demenz im Gehirn? Vereinfacht gesagt ist Demenz „das Rheuma des Gehirns“ (Zitat Adler), bei dem eine toxische Substanz (beta-Amyloid) die Zellen so schädigt, dass Plaques entstehen. Dadurch wird eine Störung im Stoffwechsel des tau-Proteins ausgelöst, die die Ursache für Fibrillen im Gehirn sind. Diese Veränderungen betreffen vor allem die Schläfenlappen des Gehirns, in denen Gedächtnis und Sprache „beheimatet“ sind. Risikofaktoren, Schutz- und Präventionsmaßnahmen Wenn bestimmte physische Eigenschaften, genetische Voraussetzungen oder Umweltkonstellationen vorliegen, besteht die erhöhte Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken. Risikofaktoren können auslösend wirken – müssen es aber nicht. Trotzdem ist es gut, die Risikofaktoren zu kennen, um vorzu-


Gehirns und Vorbeugung der Alzheimer Demenz beugen. Risikofaktoren sind u.a. das Alter, Geschlecht, die familiäre Veranlagung oder niedrige Bildung, aber auch Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Hypercholesterinämie und Hyperhomocysteinämie. Manche dieser Faktoren lassen sich nicht ändern (Alter, Geschlecht, familiäre Disposition). Andere dagegen schon: eine bewusste Lebensführung mit gesunder Ernährung und körperlicher Aktivität verhindert Übergewicht oder hilft es zu verlieren. Rauchen kann man aufgeben, Diabetes, Hypercholesterinämie, Hyperhomocysteinämie und Bluthochdruck behandeln lassen. Ein geringeres Risiko an Demenz zu erkrankten haben Menschen mit einer (höheren Schul-) Bildung, die es gewohnt sind, geistig rege zu sein, sich ausgewogen zu ernähren und körperlich zu betätigen. Auch blutdruck- und blutfettsenkenden Mitteln (Antihypertensiva und Statine) wird eine Schutzfunktion zugeschrieben. Andere Präventionsmaßnahmen wie Hormonersatztherapien, nicht-steroidale Antirheumatika, Vitamine (E, C, B1, B6, B12) werden nicht empfohlen bzw. kontrovers diskutiert (z.B. Azetylcholinesterasehemmer oder auch ein mäßiger Rotweingenuss). FACIT-Studie – ein erfolgreiches Demenz-Präventionsprojekt In den Niederlanden wurde von 1999 bis 2004 eine Studie an insg. 818 Personen zwischen 50 und 70 Jahren durchgeführt. Alle Probanden litten unter erhöhten Homocysteinwerten und wurden doppelblind mit 800 ug Folsäure pro Tag bzw. Placebo behandelt. Vor und nach der Studie wurde die kognitive Leistungsfähigkeit der Studienteilnehmer untersucht. Das Ergebnis: Bei den mit Folsäure behandelten Patienten waren Gedächtnisleistung und Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit höher als in der Kontrollgruppe.

Professor Adler sprach die Empfehlung aus, sich seinen Homocysteinwert bestimmen zu lassen und erhöhte Werte z.B. durch die Gabe von Folsäure zu therapieren. Denn erhöhte Homocysteinwerte im Blut, eine sogenannte Hyperhomocysteinämie, schädigt nicht nur Herz und Blutgefäße sondern ist auch ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz. Wie eine Demenz möglichst verhindert werden kann, dazu gibt es inzwischen viele Überlegungen aber noch sehr wenig kontrollierte Studien, denn diese erfordern lange Beobachtungszeiträume und eine strenge Randomisierung. Auch spielen Faktoren wie der soziale Status, die Bildung und das persönliche Gesundheitsverhalten eine Rolle. Was jedoch empfohlen wird und prinzipiell von jedermann durchgeführt werden kann, ist: vaskuläre Risikofaktoren (Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes etc.) unbedingt ärztlich behandeln lassen und auch selbst aktiv am Gesundheitsverhalten arbeiten, z.B. das Rauchen aufgeben, Übergewicht durch moderates, regelmäßiges Bewegungs-/Sporttraining abbauen usw. Und die geistige Fitness muss ebenfalls trainiert werden, denn Störungen des Gedächtnisses oder der geistigen Leistungsfähigkeit sind medikamentös nur eingeschränkt zugänglich wohingegen es ernstzunehmende Hinweise dafür gibt, dass geistige Aktivität Auftreten und Fortschreiten der Alzheimer Demenz hinauszögern kann: Bei gut gebildeten Menschen sind die neurobiologischen Veränderungen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung „Alzheimer-Krankheit“ schon weiter fortgeschritten als bei schlechter gebildeten. Möglicherweise können gute Ausbildung und stete geistige Aktivität die krankheitsbedingten Leistungsausfälle länger kompensieren.

Kreuzworträtsel lösen, Sudoku spielen, alle fünf Jahre ein neues Instrument oder eine neue Sprache lernen, alteingespielte Routinen verlassen und neue Wege gehen – man kann sich auf viele Arten geistig in Bewegung halten. Für Alzheimer-Patienten gibt es drei unterschiedliche Vorgehensweisen für ein Training der geistigen Leistungsfähigkeit bei Alzheimer-Patienten: Allgemein-aktivierende Verfahren aktivieren Inhalte des Langzeitgedächtnisses („Erinnerungstherapie“), kompensatorische Verfahren vermitteln Tricks und Techniken, mit denen Gedächtnisstörungen ausgeglichen werden sollen; restaurative Verfahren, die durch stetes Üben Gedächtnisleistungen steigern. Adlers „Institut für Studien zur Psychischen Gesundheit ISPG“ entwikkelt und erprobt zusammen mit dem Mannheimer Unternehmen Dynamikos GmbH Untersuchungs- und Trainingsverfahren für Gedächtnis und geistige Leistungsfähigkeit. So wurde z.B. mit der Karin-Nolte-Stiftung ein Spiel zur geistigen Fitness entwickelt: Kogifit, das die räumlich-bildliche Merkfähigkeit verbessern helfen soll. Kogifit wurde sowohl bei ambulant wie stationär behandelten Demenzpatienten untersucht und lässt sich überall gut in den Alltagsablauf integrieren. (Bezugsquelle: Dynamikos GmbH, Friedrichplatz 12, 68165 Mannheim, www.dynamikos.de) „Mens sana in corpore sano“ Dieses Zitat, das dem römischen Dichter Juvenal zugeschrieben wird, bringt es letztlich auf den Punkt: Wer seinen Körper gesund und fit erhält, schafft gute Voraussetzungen, dass es sein Geist auch (lange) bleiben kann. Autorin: Ursula Weidmann, Case Manager DGC/Kommunikationswirt BAW, Sozialdienst Johanneshaus Öschelbronn (Texte in kursiv).

Ursula Weidmann, Sozialdienst Johanneshaus Öschelbronn

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Meine erste „Die Erinnerung ist das Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ Nun ja, nicht immer ist die Erinnerung ein Paradies. Aber man sollte da sehr genau die Spreu vom Weizen trennen. Das ist nicht immer einfach, und häufig bringt uns das Wort „verdrängen“ in Schwierigkeiten. Aber ganz sicher spielt es schon eine Rolle, wie beide, die Lichtoder Schattenbereiche der Erinnerung, in der alltäglichen Gegenwart ihren Platz finden. Besteht nicht auch die Möglichkeit, im Laufe der Zeit mit dem Strahlen der lichtvollen Zeiten die belastende Dunkelheit der Schattenbereiche aufzuhellen? Das hat dann nichts mehr mit Verdrängen zu tun. Suchen wir einen neuen Stellenwert für die Schattentage unseres Lebens, betrachten wir sie als Lehrmeister, um neue Wege zu finden, hilfreiche Kräfte und Gedanken zu entwickeln und an den Forderungen weiter zu wachsen. Ja, und dann werden diese Schatten zu Überlebenskräften, haben ihren sinnvollen Auftrag und erheben sich aus der Dunkelheit zu einem starken Lebenshelfer. AUGUST-KAYSER-STIFTUNG Die erste große Liebe ist ein heikles Thema. Viele wollen diese Erinnerungen für sich behalten oder es fällt ihnen schwer, darüber zu sprechen. Trotz allem haben sich ein paar wenige unserer lieben Bewohner und Bewohnerinnen dazu bereit erklärt, uns ihre wundervollen Geschichten zu erzählen, um sie mit Ihnen und uns zu teilen. Freundinnen fürs Leben Meine erste große Liebe heißt Elisabeth, von mir immer Lieschen genannt und ist bis heute meine beste Freundin. Lieschen ist ein herzens-

guter Mensch. Ich habe sie damals bei der Arbeit kennengelernt, da wir am selben Tag angefangen haben. Wir haben immer sehr viel Zeit miteinander verbracht, zusammen gekocht oder sind spazieren gegangen. Sie war immer für mich da und hat versucht mich aufzumuntern, wenn es mir schlecht ging. Sie hat mich immer wieder aufgebaut. Auch nach der Scheidung von meinem Mann, nach der ich sehr traurig war, hat sie mich dazu gebracht, mich aufzurappeln und mit ihr wegzugehen. Ich hatte immer sehr viel Spaß mit Lieschen, wir haben uns einmal chic

gemacht und ganz fein herausgeputzt, haben Schuhe mit Backsteinabsätzen angezogen und sind dann ganz stolz durch die Stadt gelaufen. Als ich meine Tochter bekommen habe, stand sie die ganze Zeit vor der Tür und hat gewartet. Sie war die erste Person, die das Baby in Händen gehalten hat. Heute habe ich immer noch Kontakt zur ihr. Wir schreiben uns Briefe, und ich denke sehr oft an mein liebes Lieschen. A. M., Bewohner/in, 60 Jahre alt Unter’m Maibaum Ich lernte meine zukünftige Frau 1971 unter dem Maibaum beim Maifest kennen. Ich saß an einem Tisch mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen, als sie vorbei ging und mir „Guten Appetit“ wünschte. Danach habe ich sie an meinen Tisch eingeladen und wir machten uns bekannt. Ihr Name war Eva. Als die Musik einen Walzer spielte, bat ich sie um einen Tanz. Wir haben uns besser angefreundet und sind dann zusammen an den Strand hinunter. Dort war unser erster Kuss, mit dem unsere Liebe begann und wir glücklich waren. Daraufhin sind wir noch zusammen zum Abendessen gegangen. J. W., Bewohner/in, 65 Jahre alt Junges Fräulein, darf ich bitten? Als ich meine erste große Liebe kennengelernt habe, war ich gerade einmal 14 Jahre alt. Auf meinem morgendlichen Schulweg ist mir jeden Tag ein junger Mann mit seinem Vesper entgegen gekommen. Wir sind lange Zeit ohne etwas zu sagen aneinander vorbeigegangen, aber eines Morgens hat er mir hinterher gepfiffen und mich mit Fräulein angesprochen. Er wollte wissen, ob ich ihn nicht auf einen Maskenball begleiten möchte. Doch ich meinte nur, dass ich dazu viel zu jung sei und das bestimmt nicht dürf-


große

Liebe...

te. So leicht ließ er jedoch nicht locker und begleitete mich nach Hause, um meine Mutter um Erlaubnis zu bitten. Doch meine Mutter sagte ihm ebenfalls, dass ich dazu noch zu jung sei. Daraufhin fragte er sie, ob er mich wenigsten so, privat, ausführen dürfte. Da stimmte meine Mutter zu. Also nahm er mich an einem Tag mit zu sich, wo ich seine Familie und seine Freunde kennenlernte. Es war sehr schön und lustig. Sein Vater tanzte sogar mit mir, was mich überrascht hatte, weil ich das alles so noch nicht kannte. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Unsere Liebe kam nicht mit einem Schlag, sondern hat sich nach und nach entwickelt. Als wir einmal nebeneinander standen, hat er sich eine Zigarette angezündet und mir dann einen Kuss gegeben. Ich bin erschrocken und habe gefragt warum er das getan hätte. Er antwortete nur, dass wenn man sich eine Zigarette anzündet und das Streichholz löscht, gibt man dem Mädchen einen Kuss, das ist so! Das hat er dann immer wieder gemacht, wenn er das Streichholz löschte. 3 Jahre später haben wir uns verlobt. Mit 19 habe ich ihn dann geheiratet, und wir sind bis heute verheiratet geblieben. U. J., Bewohner/in, 76 Jahre alt ATRIUM SENIORENPFLEGEHEIM Ich wurde 1921 im schönen Chemnitz geboren. Als ich 11 Jahre alt war zogen meine Mutter, Schwester und ich nach Magdeburg, wo mein Stiefvater lebte. Bis 1936 besuchte ich die Schule. Anschließend wurde ich zum sogenannten „Landjahr“ einberufen. Ich kam nach Ostfriesland. Ich muss sagen, es war für mich eine schöne und lehrreiche Zeit. Wir lernten alles, was zur Küchen- und Hausarbeit gehört und auch schwimmen. Besonderen Gefallen hatte ich aber am Singen. Bis heute liebe ich die Musik.

Als ich dann wieder zuhause war, besuchte ich nach langer Zeit wieder meine Freundin Elfriede in Chemnitz. Diese Freundin hatte einen Bruder, der acht Jahre älter war als ich. Ich kannte ihn ja schon von

früher, als ich selbst noch in Chemnitz als Kind lebte. Dieser junge Mann gefiel mir auf Anhieb. Er war schlank, hatte dunkelblonde Haare und wunderschöne graue Augen. Von Beruf war er Handwerker. Mitt-

In einer großzügig angelegten Parklandschaft am Ortsrand von Öschelbronn finden Sie unsere Einrichtung, die auf der Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes geführt wird. Betreutes Wohnen in 31, 46 und 60 qm Appartements Pflege ambulant oder stationär in anspruchsvollen Zimmern im Rahmen des „PflegePlus” Konzeptes Gastpflege als Kurzzeitpflege oder ambulante Pflege in ansprechenden Einzelappartements Kultur Konzerte, Vorträge, künstlerische Veranstaltungen, Galerie Natur großzügige Parkanlage, angrenzende Felder und Wälder, Möglichkeit eines eigenen kleinen Gartens Therapie und Betreuung Künstlerische Therapien und spezielle Betreuungsangebote Am Eichhof 20 (direkt neben der Klinik Öschelbronn) 75223 Niefern-Öschelbronn Telefon 07233 67-9711 · Telefax 67-9210 info@johanneshaus-oeschelbronn.de www.johanneshaus-oeschelbronn.de


Meine erste wochs gingen wir immer zum Tanz. Das heißt, er tanzte, und ich schaute zu. Ich machte mir überhaupt nichts aus tanzen, lediglich Walzer beherrschte ich einigermaßen. Nun, er war ein ausgezeichneter Tänzer und es wollten immer viele Mädchen mit ihm das Tanzbein schwingen. Von seiner Art her war er ruhig und besonnen. Diese Eigenschaften gefielen mir einfach an ihm, und es dauerte gar nicht lange, bis wir ein Paar wurden. Mit 18 Jahren verlobten wir uns, und als ich 20 Jahre alt war, heirateten wir in Magdeburg. 1943 kam unser erstes Kind zur Welt. 1944 das zweite und 1946 das dritte. Mein Mann war ein sehr liebenswerter Mensch. Er achtete auf Ordnung und sorgte sich sehr für seine Familie. Die auf Lebensmittelkarten zu kaufenden Nahrungsmittel reichten bei weitem nicht aus. Er ging deshalb sehr oft zu den Bauern aufs Land um zu „hamstern“, damit wir, aber hauptsächlich die Kinder, was zu essen hatten. Als der Krieg vorbei war, kam mein Mann als Schwerkriegsbeschädigter nach Haus. Im Jahr 1957 verstarb er. HAUS BETHESDA Erste Liebe, heimliche Liebe! „Herz, mein Herz, was soll das geben, was bedränget dich so sehr? Welch ein fremdes neues Leben! Ich erkenne dich nicht mehr.“ (Goethe) Was ist das für ein Kribbeln im Bauch, was für ein Pochen im Herzen auch? Nicht nur Kameraden tun mir gut. Ich sehe Mädchen – mir wallt das Blut! Es sind die jungen, aus anderen Klassen; ich will da nichts verpassen.

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Eine von der U III mir gefällt, mit kurzem Haarschnitt – mich in Atem hält. Ich schaue zu ihr, sie spürt meinen Blick, ich bin schüchtern – sie schaut zurück. Ich trau mich nicht, sie anzusprechen. Die Glocke ruft, wir müssen abbrechen.

heimlich sein? Kann ich es nicht offen sagen? – Das macht mir Pein! –

Daheim schreib’ ich ein Brieflein: „Ich möchte dir ein Freund sein.“ Am nächsten Tag steck’ ich ihr in die Manteltasche das Papier. Wie wird sie reagieren? Nimmt sie’s an? Fast ich es nicht erwarten kann.

Einen Korb sie mir gibt, dass sie mich nicht liebt. Enttäuscht geh’ ich den Weg zurück, tief traurig, kein warmer Blick.

Am Mittag, als die Schule ist aus, treff’ ich sie vor dem großen Haus. „Hallo“, ruf ich, „ich möchte mit dir gehn.“ – „Du kannst mir meine Tasche tragen schön!“ – Was sprechen wir? Was bewegt sie wohl? Mir ist’s so schwer. Meine Worte klingen hohl. Wir schreiten durch die Stadt, dem Bahnhof zu. Dort steht ihr Züglein, das sie nach Hause bringt im Nu. Ich reiche die Schultasche ihr, dann gibt die Hand sie mir. Ich eile zurück, so rasch ich kann, ich muss den Berg hinauf, zur Tram. Mein Herz klopft fest. Ob’s eine Freundschaft wird? Und die Eltern dürfen nichts erfahren! Was sag ich nur, dass ich so spät dran bin? „Der Unterricht zog sich heute länger hin!“ Ach! Muss die Liebe denn so

So geht es eine kurze Zeit, sie und ich, wir zu zweit. Ich bin zu spröde, zeig zu wenig Gefühl. Das spürt sie bald. Wir finden nicht zusammen, ihr Herz bleibt kalt.

„Da ich zuerst empfunden, dass Liebe brechen mag, mir war’s, als sei verschwunden die Sonn’ am hellen Tag.“ (E. Geibel) Manfred Verleger, Sozialwerk Bethesda, Neulingen CASAREHA Arthur, meine erste große Liebe, kannte ich schon aus meiner Schule. Er war ein Klassenkamerad und da wir auch noch nebeneinander saßen, konnten wir ganz unbemerkt kleine Liebesbriefchen austauschen. Ich war sehr verliebt in ihn. Nach der Schulzeit verloren wir uns aus den Augen. Etwa 2 Jahre später begegneten wir uns bei einer Faschingsfeier in Büchenbronn wieder. Und da war es auch wieder, das Herzklopfen und die Schmetterlinge im Bauch. An diesem Abend haben wir wieder zueinander gefunden. Wir haben engumschlungen getanzt und uns geküsst. Ich musste leider früher gehen und so hat Arthur mich nach Hause begleitet und ist dann wieder zur Halle zu seinen Freunden zurückgegangen. Da ich nun nicht mehr dabei war, hat eine Arbeitskollegin von mir die Chance ge-


große

Liebe...

Mittendrin Bei uns finden Senioren ein attraktives Zuhause voller Leben: direkt an der Enz, im Herzen Pforzheims, mit guter Verkehrsanbindung. 63 großzügige Apartments

nutzt und sich an Arthur „rangemacht“, wie man so schön sagt. Zu vorgerückter Stunde hat er auch die Elfriede nach Hause begleitet. Doch ihren Avancen konnte er offensichtlich nicht standhalten. Jedenfalls kam es gleich beim ersten Mal zum „Glückstreffer“ und Elfriede wurde prompt schwanger. Da wir ja Kolleginnen waren und in der gleichen Abteilung arbeiteten, musste ich sie zu meinem großen Unglück auch noch jeden Tag sehen. Das war für mich eine sehr schlimme Zeit, in der ich viel geweint habe. Als mein ehemaliger Lehrer bei einem Klassentreffen hörte, dass Arthur beabsichtigt zu heiraten, kam er zu mir, um mir zu gratulieren. Ich musste ihm dann sagen, dass ich nicht die Auserwählte bin. Arthur kam daraufhin zu mir nach Hause, ging vor mir auf die Knie und sagte, dass er die Elfriede eigentlich gar nicht heiraten wolle, sondern mich. Doch ich entgegnete, dass ich einem Kind nicht seinen Vater nehme. Dieses schlimme Erlebnis hat mich erstmal so geprägt, dass ich lange Zeit von Männern nichts mehr wissen wollte. (erzählt von Edith Ilin, aufgeschrieben von Ursula Walter, Sozialer Dienst) SENIORENRESIDENZ GOLDENE PFORTE Ich war 25 Jahre, als ich meiner ersten und einzigen Liebe begegnet bin – es war zugleich ein trauriger Anlass. Meine erste große Liebe traf ich auf einer Beerdigung. Ein guter Bekannter von mir, war der beste Freund meines späteren Mannes Reinhard. Wir zwei hatten an diesem Tag einen netten Menschen

verloren. War es Schicksal, Bestimmung oder mehr? An diesem Ort trafen sich unsere Blicke. Heute weiß ich, es war viel, viel mehr. Nach der Beerdigung gingen alle jungen Leute gemeinsam nach Hause. Und auf diesem Nachhauseweg gab es intensive Gespräche. Von Anfang an ging ich neben meinem späteren Mann Reinhard, obwohl wir uns zuvor nicht kannten. Es war dennoch eine Vertrautheit und ein Verstehen da, das man nicht in Worte fassen kann – und so etwas nenne ich Liebe. Von diesem Tag an, besuchte mich Reinhard jeden Tag in Würm und kein Weg war ihm zu weit. Zu dieser Zeit gab es auch noch die „Sperrstunde“. Dies war ein Grund, aber kein Hindernis. Einige Monate später stellte mich mein Reinhard seiner Familie vor und mir fiel das Herz in die Hosentasche. Aber ich wurde sehr herzlich aufgenommen und eine böse Schwiegermutter habe ich nie kennengelernt. Wir waren erst ein Jahr zusammen, als wir dann 1947 geheiratet haben. Entgegen allem Dorfklatsch war kein Baby unterwegs und ich habe ganz in Weiß mit einem Blumenstrauß geheiratet. Die ganze Hochzeit spielte sich in der Wohnung ab. Dadurch war es anders, aber sehr schön. Als sich unser erstes Kind angekündigt hat, freute sich meine Schwiegermutter sehr. Da ich ohne Eltern aufgewachsen bin, war diese Freude meiner Schwiegereltern, etwas ganz besonderes für mich. Mein Mann und ich haben unser Leben gemeinsam gemeistert – gelebt, gelitten und geliebt – mit allen Höhen und Tiefen. Mit unseren beiden Töchtern und Enkelkindern haben wir den

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Meine erste Himmel auf Erden erleben dürfen. Gab es mal Gewitterwolken am Ehehimmel, sagte mein Mann liebevoll zu mir: „Sei doch wieder gut mit mir, mein kleines Beißzängle.“ Nach 40 Ehejahren habe ich meinen Mann auf seinem letzten Weg begleitet und wir waren wieder an dem Ort, an dem alles begann. Aber in meinem Herzen wird es nie enden. Geschrieben von Frau Else Hess JOHANNESHAUS ÖSCHELBRONN Im Kindergarten Ja, da ging ich also schon einige Zeit in den Kindergarten, und dann kam mein vierter Geburtstag: Als wir Kinder alle versammelt waren, sagte die Kindergärtnerin: „Heute hat Veerle Geburtstag; vier Jahre ist sie geworden, da ist sie schon ganz groß!” Ich sprang auf und schaute zum ersten Mal in meinem Leben bewusst an mir herunter,und das war doch ein ganz schöner Abstand, so bis zu meinen Füßen! So sagte ich voller Überzeugung und laut: „Seht, wieviel ich gewachsen bin!”, fest glaubend, in der Nacht sei dies geschehen. Diese Entdeckung, groß zu sein, war wie ein Blitz von etwas, das so neu und einschneidend war, dass ich mich heute noch dastehen und staunen sehen kann. Und es war nicht lange danach, dass sich ein weiteres, unvergessliches Ereignis zutrug: die erste große Liebe meines Lebens außerhalb unseres liebenswerten Familienumkreises. Bisher hatte sich für mein Bewusstsein aus der gemischten Gruppe im Kindergarten noch kein Kind hervorgehoben. Da geschah es, dass – aus welchen Gründen auch immer – die Kindergärtnerin uns Pra-

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linen mitgebracht hatte, die in schönem, bunten, Gold- und Silberpapier eingewickelt waren, das ich eigentlich aufbewahren wollte. Aber bis zur Pause im Garten hatte ich es zu einem silber-gold-farbenen Kügelchen zusammengeknüllt. Ich war jetzt eine Prinzessin, die mit einem kostbaren Juwel spielte. Ich warf es hoch und fing es wieder auf. Da entsprang es plötzlich, flog in ein Beet und war zwischen Sommerblumen und Unkraut unauffindbar. Die Prinzessin muss ziemlich betroffen ausgesehen haben. Jedenfalls war auf einmal ein Junge neben mir: Valère, ein stilles Kind, das mir nie aufgefallen war. Er erkundigte sich teilnahmsvoll, was denn passiert sei. „Ich habe mein schönes Juwel verloren!” Da sagte Valère nicht etwa „Du spinnst wohl!”, sondern „Ich helfe dir suchen”. Doch alles war vergeblich. Das Kügelchen blieb verschwunden. Da pflückte er ein GoldlackZweiglein für mich, setzte sich neben mich und legte den Arm tröstend und beschützend um meine Schultern. Mich durchströmte ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Selbstverständlich hätte ich es damals weder erklären noch analysieren können, aber für mein Empfinden trug er die strahlendste Ritterrüstung, war mir bekannt und vertraut, ein Teil der Märchenwelt, in der ich damals mehr zu Hause war als im Alltag. So sehe ich es im Rückblick. Er war nicht einfach jemand, der aus der Anonymität zur Person geworden war, sondern DIE Person – mein Prinz, Bruder meiner Seele. Noch jetzt habe ich jenes erste Erleben eines Sich-Verstehens, Sich-Verbunden-Fühlens klar und beglückend vor Augen.

Und er, was hat er empfunden? Keine Ahnung. Es war dann auch absolut nicht so, dass wir nachher uns besonders um einander gekümmert hätten. Da war kein Wunsch nach Bestätigung oder Wiederholung, kein Besitzanspruch oder Besitzbedürfnis. Als wir später in die “große Schule” kamen, er in eine für Jungen, ich in eine für Mädchen, verloren wir uns ganz aus den Augen. Aber Goldlack-Duft ruft mir noch jedes Mal diesen verzauberten Augenblick in Erinnerung. Lieber Valère, wie sehr hoffe ich, dass dir ein schönes Leben beschieden wurde, in dem du noch viele Menschen mit deiner zarten Einfuhlungsgabe glucklich machen durftest, und dir selbst viel Liebe zuströmte. Veerle von Wedemeyer HAUS MAIHÄLDEN Frau B., eine Bewohnerin unseres Hauses erinnert sich an die Geschichte ihrer ersten Liebe. „Es war Ende der 50er Jahre in Steinsfurt, ich war 21 Jahre alt, als mir meine erste große Liebe über den Weg lief. Irgendwie war an diesem Tag alles anders… Es war Sonntag und ich war mit meiner Freundin unterwegs, mit der ich schließlich in einem netten Café landete. Plötzlich ging die Türe auf und zwei Männer kamen herein. Einer davon war „ein auffallend schöner Mann“, gepflegt und mit südländischem Aussehen. Die beiden Männer setzten sich an einen Tisch und meine Freundin bemerkte, dass eben dieser schöne Mann immer in Richtung unseres Tisches blickte. Als wir später aufbrachen und das Café verließen, kam es zum Blickkontakt zwischen mir und dem Mann und wir lächelten uns beide an. Ein bewegender Augenblick! Danach aber ging wieder jeder seines eigenen Weges. Ca. drei Wochen später


große

Liebe...

(war es Zufall oder Schicksal?) stand ich in Steinsfurt vor einem Schaufenster, als ich plötzlich von hinten angesprochen wurde. Vor mir stand der hübsche Mann (Herr X.) aus dem Café. Wie sich herausstellte, war er Franzose, studierte Medizin in Heidelberg und hatte eine Unterkunft in Steinsfurt. Seine Höflichkeit und seine guten Manieren gefielen mir sofort. Mein Herz fing an zu pochen, als er mich fragte, ob ich mich einmal mit ihm verabreden würde. So sehr ich von seinem Charme und seiner Persönlichkeit angetan war, so sehr war ich auch zwiespältig, was ich tun sollte. Ich musste an meinen Vater denken, den ich sehr mochte und zu dem ich ein sehr inniges Verhältnis hatte (meine Mutter war schon gestorben und ich lebte mit meinem Vater und meiner Oma

in einem Haus). Ich vermutete, dass mein Vater etwas gegen die Freundschaft haben könne, da auch klar war, dass Herr X. nach seinem Studium wieder nach Frankreich zurückgehen und die Praxis seines

Vaters übernehmen würde. Also blieb es vorerst beim Adressenaustausch und wir gingen auseinander, um alles dem Zufall zu überlassen… Einige Zeit später, an einem Sonntagnachmittag, wollte ich etwas mit

meiner Freundin unternehmen. Ich trat gerade aus der Haustüre, als ich Herrn X. vor dem Haus umherlaufen sah. Ich verspürte ein Kribbeln und freute mich sehr, als ich ihn sah, aber ich klärte ihn auf, dass ich schon etwas mit meiner Freundin ausgemacht habe. Herrn X. schien das nicht zu stören und er schlug vor, man könne ja zu dritt etwas unternehmen. Also gingen wir gemeinsam im „Elsenzpark“ spazieren, und es war ein sehr schöner Nachmittag. Danach trafen wir uns immer wieder, gingen ins Café, spazieren oder auch nach Sinsheim. Ich war sehr verliebt, aber mein Vater war nicht wirklich einverstanden mit der Beziehung. Er verbat mir den Kontakt nicht, machte sich aber Sorgen wegen der Rückkehr des Franzosen und konnte generell schwer


Meine erste große loslassen. Meine Oma verteidigte unsere Beziehung eher und lud Herrn X. manchmal sonntags zum Mittagessen ein. Als das Ende des Studiums näher rückte und die Heimkehr von Herrn X. nach Frankreich bevorstand, traf ich eine schwere Entscheidung. Ich trennte mich schweren Herzens von Herrn X., da ich meinen Vater nicht weiter verletzen wollte. Ich litt anfangs sehr stark unter der Trennung und konnte mich lange danach keinem anderen Mann zuwenden. 1965 schließlich lernte ich meinen zukünftigen Ehemann kennen und lieben, heiratete ihn 1968 und bald darauf kam unsere gemeinsame Tochter zur Welt. Bis 1995, als mein Ehemann verstarb, führten wir eine glückliche und zufriedene Ehe.“ HAUS SCHAUINSLAND Erzählt von Frau Gertrud Seitenspinner, 98 Jahre, Haus Schauinsland Dillweißenstein: „Früher, als ich noch ein Kind war, wollte ich als Tänzerin durchstarten. Ich hatte das Glück eine Ausbildung zu erhalten, die mich binnen 5 Jahren zur Tänzerin im Stadttheater Karlsruhe formte. Mit 21 hatte ich dann mein Ziel erreicht. Eines war mir zu diesem Zeitpunkt ganz klar: Ich war nicht die Einzige auf diesem Gebiet! Den Wunsch, zur Elite zu gehören, hatten noch mehr junge Frauen. Es hat mich sehr viel Kraft gekostet, mein großes Ziel, eine hervorragende Tänzerin zu sein, zu erreichen. Intensives Training bildete mein Tagesprogramm. Doch was das Ganze erträglicher machte, war, dass es an unserem Stadttheater auch viele Schauspieler gab. Mein Herz eroberte ein Charakterschauspieler aus Bayern

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mit den Namen Karl-Matthias. Das war ein Mann, wie es ihn nur im Bilderbuch gibt. Sein Aussehen, sein Charme und seine liebenswürdige Art haben ihn weit von anderen Schauspielkollegen unterschieden. Aber ich wusste auch, dass er ein großer Mädchenschwarm war und sehr, sehr beliebt. Deshalb habe ich mich auch auf Distanz gehalten. Unsere Blicke trafen sich zwar bei gemeinsamen Proben, doch eine gewisse Distanz, aber auch der Respekt zwischen uns blieben. Nach jedem aufgeführten Stück gab es für die Künstler, vom Tänzer bis zum Schauspieler, immer eine primäre Feier. Dort haben wir uns gegenseitig Mut gemacht und alles besprochen, was unsere gemeinsame Arbeit im Stadttheater betraf. Diese Feiern fanden immer in dem Weinlokal „Zur Gifthütte“ in Karlsruhe statt. Das war unser Künstlertreffpunkt. Ja und wegen des Namens können Sie jetzt denken, was Sie wollen! Ich werde den Tag in meinen Leben nicht vergessen: Es war im Jahr 1935, als wir uns noch vor der Aufführung mit gemeinsamen Proben zum Stück „Faust Teil II“ und auch nach der durchweg gelungenen Aufführung in der Gifthütte trafen. Erst bei dem Stück „Faust“ Teil II kamen wir uns näher und die Liebe entfachte sich wie ein Feuer. Johann Wolfgang Goethe hätte gesagt: „Aus einer Glut wird mit viel Leidenschaft ein großes Feuer!“ Leider hatte ich das Pech, dass die Chemie zwischen meiner Tanzlehrerin und mir überhaupt nicht passte. Ich hatte die Wahl, psychisch unterzugehen oder das Theater unter der Führung dieser Tanzlehrerin zu verlassen. Ich wählte das Letztere und bekam ein Stellenangebot in Frankfurt.

Liebe...

Einige Zeit hielt noch der Briefkontakt zu meiner Jugendliebe, aber durch die Entfernung erlosch die Flamme leider immer mehr. Zwischenzeitlich hatte ich auch meinen Ehemann, ebenfalls ein Schauspieler, kennen und lieben gelernt. Später erfuhr ich, dass meine erste große Liebe ebenfalls geheiratet hatte, jedoch zu späterer Zeit Selbstmord beging. Durch die Kriegsfolgen war er nicht mehr in der Lage, seinen Schauspielberuf auszuüben. Er konnte sich auch keine Texte mehr merken. Das hat ihm sehr schwer zu schaffen gemacht. Aber eines möchte ich Ihnen noch mitteilen: Ich habe und werde ihn nie vergessen. Nachdem ich von seinem Tode erfahren habe, war ich in Karlsruhe auf dem Friedhof und habe mich von ihm in leisem Gedenken verabschiedet. Sein Bild trage ich immer noch täglich in meinem Portemonnaie. Wenn ich mal traurig bin, hole ich meine Erinnerungsbilder hervor und schaue sie mir an. Was ich dabei denke oder fühle, kann keiner, der nicht schon mal verliebt war, verstehen. Erzählt von Ruth Schneider, 84 Jahre, Haus Schauinsland Dillweißenstein: „Meine Eltern bzw. mein Vater hatte ein eigenes Geschäft. Dies war ein Umschlagplatz für Autos der Firma Daimler Benz in Karlsruhe am Weinberg. Dies liegt am Karlsruher Hafen und war Umschlagplatz für alle Handelsgüter. Jeder Handelskaufmann hatte eine gewisse Fläche, auf welcher er seine Container samt Büro platzieren konnte und seinen Handel betrieb. Bei unseren Unternehmen war ich als Bürokraft tätig, oder, wie man heute sagt, im Verwaltungsmanagement. Damals war ich 17 Jahre alt und habe das Geschäft meines Vaters unterstützt, so viel ich nur konnte. Wir reden vom Jahr 1945. Meine Generation


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Meine erste weiß, wie schwer es zu dieser Zeit war. Wir hatten damals einen Zwischenhändler der Firma DaimlerBenz in Mannheim, der von einem Mann vertreten war: Herr Schneider, 28 Jahre alt. Am Anfang haben wir täglich telefoniert, natürlich alles rein dienstlich. Dann haben wir uns dienstlich getroffen. Und jetzt raten Sie einmal, wie es weiter ging? Dieser Mann war so ein gutaussehender Mann, er hatte Anstand und er war verständnisvoll. Auch zu unseren Angestellten und zu seinen Kollegen in seiner Firma war er so hilfsbereit und gut. Im Winter hat er mich dann zu Spaziergängen am Rhein eingeladen. Ich bekomme diese schönen, romantischen Bilder noch heute nicht aus meinen Kopf. Wir gingen nicht nur einmal spazieren, sondern gleich dreimal. Dann ist auf einmal mein Vater in dieser Zeit gestorben. Doch ich saß weiterhin im Büro und machte, was ich konnte. Meine Mutter war so verzweifelt. Und wer machte mir Mut? Genau dieser Mann mit seiner Hilfsbereitschaft. Mit meinen 17 Jahren stand ich nun fast allein auf der Welt und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Ich war schon immer eine starke Frau und suchte meinen Weg, meine Bestimmung. Und als wir im Winter am Rhein spazieren gegangen sind und er von meinen Sorgen und Problemen wusste, fragte er mich plötzlich: “Ruth, könntest du dir vorstellen, ein Leben mit mir anzufangen?“ Ich war noch sehr zögerlich und wollte meine Mutter um Rat fragen. Aber diese sagte nur: „Wenn der geht, bist du selber schuld.“ Dann traf ich seine Eltern. Sein Bruder war der Bürgermeister von Maximilansau. Was für eine Familie! Die war so herzlich, so gut und so ehrlich! Ich sagte ihm, dass ich bereit bin. Mit diesem Satz war alles gesagt und wir schlossen für immer den

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Bund der sich Liebenden. Ich bereue keinen Schritt, nichts, und vermisse nichts in meinem Leben. Niemand weiß, wann mein Tag X kommt, an dem wir uns endlich wiedersehen. Aber wissen Sie was? Ich freue mich so sehr auf ein Wiedersehen. SR SENIOREN-RESIDENZ, HAUS BERGDORF Nun bin ich im 85. Lebensjahr und dankbar für mein „gelebtes Leben“. Wie es gewiss den meisten Erdenbürgern ergeht, hat es mir viele schöne, lebenswerte, aber auch mitunter schwere und tragische Stunden beschert.

Meine sogenannte „erste Liebe“ war eine schöne, unvergeßliche „Jungmädchenschwärmerei“, an die ich auch heute, nach etwa 68 Jahren immer wieder gerne zurückdenke. Nach der Bombardierung unserer Heimatstadt Pforzheim im Februar 1945 ging es glücklicher weise mit Riesenschritten dem Ende des schrecklichen Zweiten Weltkrieges zu. Im Brötzinger Tal war damals – vielleicht auch ein halbes Jahr zuvor, vielleicht auch schon etwas länger – ein Kriegsgefangenenlager, in dem zu diesem Zeitpunkt italienische Soldaten untergebracht waren. Neben dem damaligen italienischen Führer Benito Mussolini gab es einen Befehlshaber, der Badoglio hieß und

abtrünnig geworden war. Dieser wurde, soviel ich weiß, hingerichtet und die Offiziere und Soldaten kamen in Deutschland in Gefangenschaft. Mussolini wurde bei Kriegsende, wie man damals erzählte, an den Füßen erhängt. Für uns deutsche Bevölkerung gab es zu jener Zeit Gelegenheit, Gefangene, die sich zur Arbeit freiwillig gemeldet hatten, morgens im Lager abzuholen und am Abend wieder zurückzubringen. Alle jüngeren Männer waren ja an der Kriegsfront, viele waren gefallen, vermißt oder im fernen Rußland in Gefangenschaft. Sogar 17jährige Burschen hatte man als Kriegshelfer in der Heimat hinzugezogen. Auch 60jährige Männer setzte man ein. Da mein Papa zuvor in Rußland gefallen und mein Großvater in derselben Woche an Herzversagen verstorben war, standen Mutter und die ältere Schwester ohne männliche Hilfe in unserer Landwirtschaft da. Mutter hatte von der angebotenen Hilfe aus dem Lager gehört und diese Mithilfe gerne und mit Erleichterung angenommen. So kamen Aldo und Mario für einige Zeit als Helfer zu uns. Aldo war etwa 35 Jahre alt, schwarzhaarig, ruhig und fleißig. Er war verheiratet und hatte zwei oder drei Kinder und lebte eigentlich, so glaube ich, in der Toskana. Der jüngere, Mario, war blond, blauäugig, 24 Jahre alt, freundlich und hilfsbereit und verfügte über gute Manieren. Seine Eltern und drei Geschwister lebten in der Gegend von Venedig. Da der ältere Bruder unserer Mutter schon seit etwa 15 Jahren mit Familie in Mailand wohnhaft und sehr zufrieden und glücklich war, sind uns Italien und einige Gebräuche seit Jahren nicht ganz unbekannt gewesen. Einige Male hatten wir dort unseren Urlaub verbracht und Land und Leute kennengelernt. Bei unserem ersten Ferienaufenthalt war ich gerade mal 2 ½ Jahre alt, spielte mit einem


große

Liebe...

gleichaltrigen Bub, der Franko hieß. Daran kann ich mich nicht erinnern. Was ich aber noch weiß: an Weihnachten nach diesem Italien-Urlaub brachte mir das Christkind eine Puppe, es war ein kleiner Bub. Sofort taufte ich ihn Franko! Bald waren wir mit unseren beiden Helfern wie eine Familie, konnten uns deutsch-italienisch ganz gut unterhalten. Ich selber kann nicht singen, hörte aber Liedvorträge leidenschaftlich gerne. Ein echter Meister im Gesang war Mario. Wenn er abends vor Rückkehr ins Lager nach dem Abendbrot am Tisch saß, sang er italienische Lieder z. B. das Mama-Lied, mit dem Heintje vor Jahren Triumphe erntete, oder „Mia bella Napoli“ und sonstige Liebeslieder.

Auf jeden Fall habe ich mich verliebt, in die zu Herzen gehenden Vorträge oder in den Sänger oder in das schöne Land Italien? Oder in alles? Mario war natürlich hocherfreut über unser überschwängliches Lob – auch Mutter hörte sehr gerne zu. In der kurzen Zeit, die wir gemeinsam verbringen konnten, entstand eine wunderbare Freundschaft. Mario fragte mich auch wiederholt, ob ich mir vorstellen könnte, mit ihm in Italien zu leben und seine Frau zu werden. Ich war zu jung, um eine so wichtige Entscheidung zu treffen. Er fragte auch Mutter, die grundsätzlich nichts gegen eine Verbindung hatte – außer, dass es für eine solche Entscheidung viel zu früh sei. So kehrte Mario nach Italien zurück,

erzählte seiner geliebten Mama von mir und meiner Familie. Eine Weile schrieben wir uns Briefe. Ich hatte eine Bekannte, Maria, eine Italienerin, die einen deutschen Soldaten geheiratet hatte, der jedoch gefallen war. Sie half mir beim Übersetzen der Briefe, die noch lange die Verbindung zwischen Mario und mir aufrecht erhielten. Ich lernte fleißig italienisch. Doch dann ging sowohl bei mir als auch bei meinem singenden Herzensbrecher Mario die Lust aus, nur durch Briefe das Zusammengehörigkeitsgefühl aufrecht zu erhalten. So trennten wir uns in Freundschaft und jeder ging seinen Lebensweg mit einem anderen Partner. Dies war meine bis heute nicht vergessene „erste Liebe“. Lore Denk


Meine erste Ich habe mir Gedanken über das Glück gemacht und denke: Das Glück Das Glück hat viele Gesichter: Gottvertrauen, Gesundheit, Zufriedenheit sind seine liebsten Geschwister. Ein guter Kamerad, der mit Dir lacht und mit Dir weint im rechten Augenblick ist ein Stückchen schon vom Glück.

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mielaborantin ihren Traumberuf erlernen. Im Schwimmclub lernte sie einen jungen Mann kennen, der nach Amerika auswanderte. Er wollte unbedingt, dass sie mitkommt, aber sie wollte nicht und so ging das auseinander. Bei einem Geburtstag traf sie einen Mann, den sie vom Sehen kannte, sowohl aus der Straßenbahn vom gemeinsamen Arbeitsweg( mit Blickkontakt), wie auch vom Fußballplatz, den sie zusammen mit dem Vater früher besucht hatte. Bei dem Geburtstag war es nur leider so, dass sie mit einem Freund gekommen war und er mit einer Freundin. Jedenfalls endete das Fest damit, dass er sie nach Hause brachte. Die jeweiligen Partner wurden sich selbst überlassen. Auf dem Faschingsball des Fußballclubs sind sie sich näher gekommen, da hatte es also richtig „gefunkt“. Seitdem waren sie zusammen und haben 1955 geheiratet, allerdings erst 5 Jahre später, als sie eine 2-Zimmer-Wohnung bekamen. Mit dem Freund, mit dem sie auf den Geburtstag gegangen war, hat sie die ganzen Jahre über noch ein freundschaftliches Verhältnis gepflegt. Auch Fr. A ist mit der Straßenbahn zur Arbeit gefahren. Mit ca. 18 Jahren fing sie an, sich für „Jungs“ zu interessieren, aber „no net so arg“. Erst mit 21 Jahren hat sie heftig geguckt, aber keiner hat sie gewollt. Nach dem Krieg, auf dem Weg zur Arbeit, in der Straßenbahn fing der Blickkontakt an. Eines Tages lud er sie zum Nachtessen zu seiner Familie ein, aber sie musste zuerst ihre Mutter fragen. Diese fragte zurück: „Wie kommst du zu dem Mann?“ Und Fr. A. erzählte ihr von der Straßenbahn. Ihre Mutter stimmte zu: „Aber ein Dauerzustand wird das nicht“. Als sie 27 Jahre und er 40 Jahre alt war, haben sie geheiratet. Ein Jahr später kam ihre Tochter zur Welt. Als diese Tochter 15 Jahre alt


Liebe...

war, hat sie auf einer Nachtwanderung mit der Kirchengruppe „Wolfgang“ kennengelernt. Dieser hatte eine Brille auf, und beim Besuch in einer Höhle hat die Tochter plötzlich zwei Augen blitzen sehen. Seitdem erzählte sie der Mutter ständig von Wolfgang. Er durfte nun jeden Sonntagabend zu den A.s zum Nachtessen kommen. Seiner Mutter gefiel das überhaupt nicht, sie sagte: „Hättsch eine gekriegt, die mehr Geld hat!“Aber das störte die jungen Leute nicht. Als die Tochter 17;5 Jahre alt war, haben sie geheiratet. Fr. Ra. hat ihre erste Liebe beim Tanzen kennengelernt, sie weiß aber nicht mehr, ob es beim Tango oder beim Walzer war. Es war am frühen Abend im Palais in Karlsruhe, wo sie mit ihrer Cousine eine Tanzveranstaltung besuchte. Sie war damals 18 oder 19 Jahre alt, er 25 Jahre. Zum Tanzen trug sie ein gelbes Taftkleid. Er forderte sie den ganzen Abend zum Tanzen auf. Dann wurden Treffen verabredet. Er holte sie von der Schule ab, und ganz schnell wurde klar, dass er ihr fester Freund war. Er wurde der Mutter und den Verwandten vorgestellt und 1952 feierten sie Hochzeit: sie im selbstgeschneiderten, weißen Brautkleid, er im schwarzen Anzug. Fr. Ri. begann mit 15 Jahren eine kaufmännische Lehre, später wurde sie Buchhalterin. Von den Geschäftskollegen, die in der Pause auf dem Gehweg standen, hat ihr einer besonders gut gefallen. Sie wohnte damals in der Bunsenstraße, an der er immer vorbeigehen musste auf seinem Heimweg. Fr. Ri. richtete es so ein, dass sie „zufällig“ am Fenster stand und ihn sehen konnte ohne dass ihre Mutter verdacht schöpfte. Einige Zeit später auf einem Maskenball, hat sie ihn zum Tanz geholt bei der Damenwahl. „Aber was er geschwätzt hat, hat mir nicht gefallen“, und so wurde nichts aus der Liebe.

SENIORENZENTRUM KELTERN Erste Geschichte: Als 16. bis 17. jähriges Mädchen hatte ich meine erste Liebe auf dem Tanzboden kennen gelernt. Vor dem Nachhause Gehen, verabredeten wir uns wieder für den

nächsten Sonntag in Pfinzweiler, das nächste Wochenende in Schwann in der Gaststätte Waldhorn zum Tango-Tanzen. So ging es eine Weile. Da gab’s nur Händchen halten und Wangen streicheln und weiter nichts.

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www.agentur-communicate.de

große


Meine erste große „Die erste große Liebe wurde nicht mein Ehemann“, erzählte mir die Bewohnerin. Weiter wollte sie nichts mehr erzählen und schmunzelte nur. „Ich muss mir schließlich meine Erinnerungen bewahren“, sagte sie lächelnd. Zweite Geschichte: Meine erste Liebe kam nicht mehr aus dem Krieg zurück. Als er nach seinem letzten Heimaturlaub wieder einrücken musste, begleitete ich ihn zum Bahnhof in Pforzheim. Das war mir gut möglich, da ich selbst in Pforzheim arbeitete. Auf dem Bahnhof war sehr viel los; viele Soldaten mussten wieder zurück an die Front. Wir haben uns verabschiedet; ich blieb stehen und habe gewinkt, bis der Zug nicht mehr zu sehen war. Natürlich hofften wir auf ein Wiedersehen und eine gemeinsame Zukunft nach dem Krieg. Leider ging dieser Wunsch jedoch nicht in Erfüllung. Er ist gefallen und kehrte nicht mehr heim. Ich war sehr traurig und habe viel geweint. Einige Jahre später habe ich eine neue Liebe gefunden und diese „zweite Liebe“ habe ich dann geheiratet. Wir sind ein Paar bis heute und inzwischen haben wir sogar schon diamantene Hochzeit gefeiert. Aufgezeichnet von Simone Frölich und Ilona Daiminger

HAUS HECKENGÄU Für viele der jetzigen Generation Pflegeheimbewohner fiel die erste Liebe in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Hier einige Erfahrungen: Frau L. hatte ihre erste Liebe bereits in der Schule kennengelernt. Er schrieb immer bei ihr ab. Später war er Pilot und ist im Krieg über Russland abgestürzt oder abgeschossen worden, mehr hat sie leider nicht erfahren können. Frau H. hat ihren zukünftigen Mann kennengelernt, als sie gemeinsam mit Chor und Orchester probten. Sie sang sehr gut, und er spielte im Orchester und studierte damals Musik. Da kamen sie sich näher, auch bei einem gemeinsamen Ausflug auf die Schwäbische Alb. Mitten im Krieg war dann Hochzeit. Da gab es die Schwierigkeit, Butter zu sammeln, damit Kuchen gebacken werden konnte. Bis genügend Butter beisammen war, musste sie mit Eis gekühlt werden. Es gab Kirschkuchen, Apfelkuchen und noch vieles mehr. Die Bewohnerin war sehr froh, dass am Tag der Hochzeit kein Fliegeralarm war und auch nicht tags darauf. Die Bewohnerin hat sogar ein Gedicht darüber verfasst mit dem Titel „Der Frühling unserer Liebe und der Krieg“ und bedauert, dass sie es verloren hat.

Singen kennt kein Alter! Um das Singen mit älteren Menschen zu intensivieren, haben sich zu „Singen kennt kein Alter“ Partner aus der Altenpflege und Kirchenmusik, aus Wirtschaft und Kultur zusammengefunden. Es werden zu diesem Thema zahlreiche Weiterbildungsreihen und Veranstaltungen angeboten, insbesondere professionellen Betreuern älterer Menschen in Pflege- und Seniorenheimen sowie in der ambulanten Pflege, Rüst-

zeug und Materialien an die Hand zu geben. „Als wir gemeinsam mit dem SWR im Jahre 2009 das Wiegenlieder-Projekt aus der Taufe gehoben haben wussten wir nicht, dass diese Initiative bundesweit Beachtung finden würde. Das Projekt sollte das Singen mit Kindern fördern und hat offensichtlich bei vielen Menschen einen Nerv getroffen. Das Wiegenliederprojekt rich-

Liebe...

Frau H.s Familie hatte ein eigenes Restaurant im Schwarzwald. Jeden Nachmittag kam eine Gruppe von Schülern vorbei, die kurz vor dem Abitur standen, und vertrieb sich die Zeit dort. In dieser Runde war einer, der ihr sofort ins Auge stach: Er war groß, blond und hatte wunderschöne blaue Augen. Anfangs warf man sich nur Blicke zu, aber nach einer Weile wollten sie sich auch ungestört treffen. Deshalb gingen sie gemeinsam zum Heidelbeerpflücken in den Wald. Die Mama wusste Bescheid und war einverstanden mit der Wahl ihrer Tochter. Leider konnten sie ihr junges Glück nicht lange genießen, weil der junge Mann zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Nicht einmal die Schule konnte er beenden und sein Abitur machen. Sie schrieben sich eine Weile die schönsten Liebesbriefe, aber irgendwann in den Kriegswirren brach der Kontakt doch ab. Die Bewohnerin heiratete dann einen anderen Mann und erfuhr erst später von ihrer Mutter, dass ihr ehemaliger Freund doch tatsächlich kurz bei der Hochzeit da war. Die Erinnerung an diese erste Liebe ist noch immer sehr lebendig; wenn sie daran denkt, kommt es ihr vor, als sei es erst gestern geschehen. Maria Mayer

tete sich an junge Familien. Überraschend war daher die Fülle von Zuschriften, die wir grade von älteren Menschen zu diesem Liederbuch bekamen. Viele haben begeistert und oft gerührt darauf reagiert. Wiegenlieder stellen oft erst die Berührung eines Neugeborenen mit der Musik dar, sie prägen auf sehr positive Weise. Als vor zwei Jahren die Kölner Caritas auf uns zukam, um ein Projekt für das Singen mit älteren Menschen zu initiieren, musste ich immer wieder an die Zuschrif-

ten denken. Eine Frau hat in einem Brief an das Wiegenlieder-Projektbüro von ihrem Mann berichtet, der sie nicht mehr erkennen könne, mit den einfachsten Verrichtungen des Lebens nicht mehr zurechtkomme und auch nicht mehr spräche, bei den alten Wiegenliedern aber alle Strophen mühelos mitsingen kann. Mehr noch, er zeigt dabei eine Rührung, wie sonst kaum in seinem Leben.“ Auszug aus einem Bericht von Dr. Johannes Graulich, Arzt und Geschäftsführer des Carus-Verlags Stuttgart.


SPPS Pforzheim informiert:

Die nächste Pflegereform bringt Verbesserungen für die Häusliche Pflege Kein Gesetzeswerk wurde seit seinem Bestehen so oft geändert und weiter entwickelt wie die Pflegeversicherung. Und auch jetzt ist schon klar, dass die nächste Änderung kommt: der schon fertige neue Pflegebedürftigkeitsbegriff, der die Einstufung besser an die Lebenswelt und an die Bedürfnisse der oft auch dementen Pflegebedürftigen anpassen soll, ist zwar schon fertig entwickelt, wird aber erst später umgesetzt. In der Übergangszeit gibt es aber schon weitere Verbesserungen für insbesonders demente Pflegebedürftige. Das Gesetz ist zwar formal noch nicht verabschiedet, aber zum Januar werden die Änderungen in Kraft treten. Das sind die wichtigsten Verbesserungen, die die Versorgung zuhause betreffen, in Kürze: • Die Beratung schon am Anfang wird verbessert: Wenn man einen Einstufungsantrag stellt, erhält man nun von der Pflegekasse einen Beratungstermin oder einen Gutschein für eine Beratungsstelle. Dieser Termin soll in den ersten 14 Tagen stattfinden, kann aber auch verschoben werden. So will der Gesetzgeber erreichen, dass gleich zu Beginn alle Antragssteller umfassend beraten werden. • Die Pflegeeinstufung muss so schnell erfolgen, dass die Pflegekassen das Ergebnis innerhalb von 5 Wochen mitteilen können. Hat der zuständige Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) nicht innerhalb von 4 Wochen eine Begutachtung durchgeführt, muss die Pflegekasse dem Versicherten andere Gutachter nennen, die dann die Begutachtung übernehmen können. Denn wenn die Pflegekasse das Ergebnis der Einstufung nicht innerhalb von 5 Wochen mitteilen kann, soll sie ein Strafgeld von 70 € pro Woche Verzug an den Versicherten zahlen.

• Wenn eine Pflegeperson mehrere Angehörige oder Pflegebedürftige versorgt, können diese Zeiten für die Berücksichtigung bei Rentenleistungen der Pflegeversicherung zusammen gefasst werden. • Ambulante Wohngemeinschaften bekommen nun zusätzliche Leistungen: Pflegebedürftige in Wohngemeinschaften erhalten pro Monat 200 € für die Finanzierung sogenannter Präsenzkräfte, die in der Regel rund um die Uhr da sind. Auch gibt es verbesserte Möglichkeiten der Finanzierung von Umbaumaßnahmen in Wohngemeinschaften sowie eine Anschubfinanzierung für Umbaumaßnahmen bei neu zu gründenden Wohngemeinschaften. • Wenn Leistungen der Verhinderungspflege oder der stationären Kurzzeitpflege genutzt werden, wird das vorhandene Pflegegeld nun nicht mehr komplett gekürzt, sondern zu 50% weiter gezahlt. • Es wird als neue Leistungsart die „Häusliche Betreuung“ eingeführt. Nun können alle Pflegebedürftigen nicht nur Grundpflege und Hauswirtschaftliche Leistungen vom Pflegedienst abrufen, sondern auch Häusliche Betreuung. Diese Leistung kann beispielsweise genutzt werden für Spaziergänge, für die Betreuung oder auch für gemeinsame Spiele oder Aktivitäten. Voraussetzung ist allerdings, das Grundpflege und Hauswirtschaft sicher gestellt ist. • Alle Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz erhalten nun erstmals erhöhte Sach- oder Geldleistungen. Daneben bleibt der schon bestehende Anspruch auf Besondere Be-

treuung nach § 45b (also die 100 bzw. 200 € pro Monat) weiterhin bestehen. Diese Änderungen, die voraussichtlich 2013 in Kraft treten, bieten gerade den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen neue bzw. erweitere Leistungen, die die Häusliche Versorgung ein Stückchen leichter machen können. Wenn das Gesetz in Kraft tritt – spätestens zum 1.1.2013 – werden die Pflegekassen alle Versicherten über die neuen Leistungen informieren. Schon jetzt hat das Bundesministerium für Gesundheit viele Informationen auf seiner Homepage veröffentlicht (www.bmg.bund.de/ pflege.html). Bei Fragen können Sie uns auch gern ansprechen, aktuelle Infos auch auf www.sp-ps.de.

Susanne Pletowski vom Pflegedienst SPPS.


enioren Residenz „Bergdorf“ Büchenbronn

Im Obergeschoss des Walter-Rittmann-Hauses (Gemeinschaftshaus) unserer Seniorenresidenz ist ein neues Wohnprofil für zwei Wohngruppen entstanden – eine zukunftsweisende und bereits bewährte Wohnform. Je sieben Einzelzimmer, zum Teil mit Balkon, gruppieren sich um einen großen Gemeinschaftsraum mit einer Küche, einem kleinen Nebenraum für Spezialaktivitäten und einer Dachterrasse.

Warum diese neue Wohnform? Mediziner und Gerontologen predigen es seit Jahren in Vorträgen, Büchern, Fernsehsendungen, Zeitungen etc. Einsamkeit macht alt, krank, trübt den Geist, verdunkelt das Gemüt, verhärtet die Seele. Gerade die aktivierende Wirkung durch

Unsere Angebote im Überblick: • exponierte Lage • Kombination aus Pflegeheim und Betreutem Wohnen • vollstationäre Dauer- u. Kurzzeitpflege • qualifiziertes Fachpersonal • Tag- und Nacht-Präsenz • Großzügige Gemeinschaftsräume • Therapie- und Multifunktionsräume • Dachgarten/Wintergarten • Frischkost aus eigener Küche • Schonkost/Diabetikerkost/Vegetarisch • Fahrdienst/mobiler Hilfsdienst • Wäscherei im Haus • Wohlfühlklima und vieles mehr

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern

Begegnungen mit anderen Menschen, durch gemeinsames Tun, durch den Gedankenaustausch erhält die Lebendigkeit und Elastizität, die mit zunehmendem Alter ihren wesentlichen Anteil zum Erhalt eines lebensbewussten Alterns beitragen. Wir wissen dies und haben als erste Seniorenresidenz in Pforzheim diese Möglichkeit integriert, die in anderen Ländern längst zu den bewährten und beliebten Wohnmodellen gehört. Oft hören wir bei der Besichtigung dieses Angebotes die ablehnende Bemerkung: „Ach nein, ich möchte lieber allein bleiben“. Hierbei wird offensichtlich vergessen, dass man ja mit seinem Einzelzimmer, das zu diesem Wohnprojekt gehört, stets die Möglichkeit hat, sich zu jeder Zeit zurück zu ziehen.

Die Statistik zeigt uns, dass wir heute im Schnitt 6 Jahre älter werden als unsere Eltern. Es ist ein Geschenk an unser Leben, das wir dankbar annehmen und sinnvoll gestalten sollten. Die Geselligkeit pflegen, sich mit anderen Menschen auszutauschen, sich gegenseitig zuzuhören, miteinander Freude zu haben, Freude zu schenken und anzunehmen, gehört zum Leben ebenso, wie das mit sich Leben und in sich Ruhen. All dies sind Gründe, die für uns wichtig waren, dieses neue Wohnmodell in unsere Senioren Residenz zu integrieren. Die vorliegenden Erfahrungswerte beweisen uns, dass hier eine Wohnform zur Verfügung steht, die richtungsweisend ist für ein lebendiges, anregendes und aktives Miteinander unter dem Dach einer altersgerechten Betreuung und Versorgung.

Wohngemeinschaft Walter-Rittmann-Haus Senioren-Residenz Bergdorf, Büchenbronn 1. Beispiel: 1-Zimmer-Appartement Kaltmiete Nebenkosten Verpflegung pro Tag € 8,55 Reinigung per m2 € 1,15 Hausnotruf Betreuungspauschale Gesamt 2. Beispiel: 1-Zimmer Appartement mit Südbalkon Kaltmiete Nebenkosten Verpflegung pro Tag € 8,55 Reinigung per m2 € 1,15 Hausnotruf Betreuungspauschale Gesamt

39,30 m2 €/Monat 360,00 140,00 260,00 45,00 20,00 70,00 895,00

52,00 m2 €/Monat 450,00 160,00 260,00 60,00 20,00 70,00 1.020,00

SR Senioren-Residenz GmbH · Siedlungstraße 48 · 75180 Pforzheim ·


enioren Residenz „Nagoldblick“ Huchenfeld

Im letzten Jahr wurde die neue Senioren-Residenz Haus Nagoldblick in Pforzheim-Huchenfeld ihrer Bestimmung übergeben. Die Akzeptanz unserer Einrichtung ist sehr groß und alle haben sich gut eingelebt. Dies motiviert uns in dem Wirken für unsere Bewohner. Das Pflegehaus bietet auf zwei Wohnbereichen, die unter dem Motto „bekannte Gebäude und Gegenden des Enzkreises“ und „Pforzheimer Schmuck“ stehen, 36 Pflegeplätze. Alle 30 Zimmer haben eine Nasszelle, von denen ein Teil als rollstuhlfahrergerecht ausgelegt ist. Das Erdgeschoss, über eine Terrasse mit dem Sinnesgarten verbunden, der nächstes Jahr die Bewohner erfreuen soll, wird auch für an Demenz erkrankte Bewohner geeignet sein. Die ersten Bewohner haben sich bereits gemüt-

lich eingerichtet. Die Visitenkarte des Gebäudes stellt die dem Pflegehaus vorgelagerte Eingangssituation mit freundlich gestaltetem Café, Verwaltung und Wartebereich dar. Im Wohlfühlbad mit Hubbadewanne, das im hinteren Teil des Eingangsgebäudes an das Café angrenzt, können die Bewohner die stimmungsvolle Gestaltung des Raumes genießen – Ruhe und Entspannung pur unterstützt durch wohltuende Badeessenzen. In Kooperation mit ortsansässigen Kirchenund Krankenpflegevereinen sowie Besuchen des Kindergartens und der Schule freuen wir uns darauf, allen Bewohnern eine angenehme Umgebung zu schaffen, in welcher der Lebensabend mit Freude und Würde gelebt werden kann. In einer Zeit schwindender Ressourcen und wachsender Umweltbelastung haben wir uns um intel-

Unser neues Vorhaben: Barrierefreies Wohnen im Ortskern von Bad Liebenzell

Gebäude erfolgt über einen neu angelegten Vorplatz entlang des neu gestalteten Mühlbaches. Durch die touristisch geprägte Infrastruktur eines Kur- und Badeortes haben Sie alle Möglichkeiten, das Leben ganz nach Ihren Bedürfnissen zu gestalten – die Lebensqualität beginnt hier schon vor der Haustüre. An das Gebäude schließt sich der ehemalige Kirchgarten als Grünfläche zur individuellen Nutzung der Hausbewohner an. In der reizvollen und unmittelbaren Nachbarschaft befindet sich alles was Sie zum täglichen Leben benötigen. Innerhalb des Hauses ist ein Sozialer Dienst vorgesehen, der mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Weiterhin sind Räume zur gemein-

In der kleinen und feinen Kurstadt im Nagoldtal, mit hohem Freizeitwert, in unmittelbarer Nähe zum Kurpark, planen wir die Errichtung von 25 attraktiven Wohnungen mit einer barrierefreien Ausstattung. Es handelt sich hierbei vorwiegend um 2-Zimmer-Wohnungen mit einer Wohnfläche von ca. 60 – 80 m². Das Gebäude zeichnet sich durch seine moderne energiesparende Bauweise und explosive Architektur aus. Helle lichtdurchflutete Räume, große Balkone, gehobene Ausstattung sowie flexible Grundrissaufteilung nach Käuferwunsch. Die vorgesehene Tiefgarage hat eine direkte Verbindung zum Treppenhaus und zum Aufzug. Der Zugang zum

ligente, komfortable aber auch preiswerte Energiekonzepte Gedanken gemacht. Wir müssen zukünftig unsere Energien regenerativ erzeugen. Dazu ist es aber zwingend erforderlich, den Energiebedarf zu senken. Das heißt, vor der Überlegung Heizung kommt die Überlegung Dämmung. Angesichts dessen bedarf es des Einsatzes gut durchdachter wärmedämmender Konstruktionen, um den Wärmeabfluss deutlich zu reduzieren. Eine ideale Ergänzung ist eine thermische Solaranlage. Sechs Monate im Jahr sorgt die Solaranlage vollständig für die Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung. Photovoltaik ist unbestritten die eleganteste Art, Sonnenenergie in Strom zu verwandeln. Die Photovoltaikanlage bringt neben dem wirtschaftlichen auch einen bedeutenden Gewinn für unsere Umwelt. Die Sonne ist eben unsere unerschöpfliche Energiequelle. Mit unseren neuen Konzepten möchten wir nicht nur ökologische und wirtschaftliche Akzente in Huchenfeld setzen. Gewinnen sollen vor allem die Senioren. Durch Funktionalität, ein entsprechendes Ambiente mit einer modernen Ausstattung, wozu auch die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung zählt, sowie natürlich fachkundige Pflege mit Herz und Qualität wird ein optimales Zusammenwirken garantiert und alle Voraussetzungen für das persönliche Wohlempfinden geschaffen. schaftlichen Nutzung geplant sowie eine Praxis für Physiotherapie. Barrierefrei leben und wohnen – heißt soviel wie Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung und Senioren. Dies zu ermöglichen ist unser Ziel.

Tel.: 0 72 31/60 55 - 0 · Fax: 60 55 103 · e-mail: sr.pf@web.de


Aktivitäten &

Gerda Görnemann 1. Vorsitzende

Dieter Müller, Architekt 1. Vorsitzender

Herta La Delfa 2. Vorsitzende

SENIOREN SCHAFFEN SCHÖNES Alle Jahre wieder… die jährliche Ausstellung des Kreisseniorenrats in der Volksbank ist immer wieder ein Beweis dafür, wie viel Kreativität und Handfertigkeit bei den Senioren verborgen und zu entdecken ist. Das Beteiligungsinteresse an der Ausstellung ist größer als die Räumlich-

keit Platz bietet. 40 Aussteller und Ausstellerinnen präsentierten im Mai ihre „Neuheiten“, und immer wieder sind zahlreiche Überraschungen dabei. Wie gefragt diese Veranstaltung ist zeigt die interessante Besucherzahl. Ein zusätzliches tägliches Rahmenprogramm ist die begleitende Attraktivität dieser Ausstellung.

Die nächste Ausstellung „Senioren schaffen Schönes“des kommenden Jahres 2013 findet wieder im Mai im Volksbankhaus statt. Der genaue Termin wird durch die Presse, durch Flyer und durch Plakate rechtzeitig bekannt gegeben. Die Aussteller werden durch direkte Anschreiben informiert. (Bilder siehe rechts)

PC-SCHNUPPERSTUNDEN BEIM KREISSENIORENRAT PFORZHEIM Computer und Internet ein Fenster in die Welt! Brauche auch ich einen Computer und eine E-Mail-Adresse? Möchte ich mit einem Computer umgehen können?! Natürlich wäre es großartig die Enkel oder Kinder per Bild und Ton auch über weite Entfernungen sprechen zu können – und das ohne teure Telefonkosten. Preisvergleiche, Informationen schnell und einfach mit Hilfe des Computers sowie vieles, vieles Andere mehr. Es ist keine Frage des Alters mit einem Computer, dem Internet und den Programmen wie MS Word, MS Excel umzugehen. Alle interessierten Seniorinnen und Senioren sind

herzlichst eingeladen, sich das Medium Computer und dessen Möglichkeiten im Zusammenspiel mit dem Internet zu erschließen. Der Kreisseniorenrat bietet PC-NeuEinsteigern/Anfängern 2x im Monat für je 2 Stunden die Möglichkeit an PC-Schnupperstunden teilzunehmen. Ehrenamtlich leitet die PCSchnupperstunden Frau Kerstin Müller von KM-Computerhilfe Senioren & Anfänger, Pforzheim. Gerne hilft sie dabei, sich mit den Grundlagen und Begriffen dieser neuen Technik vertraut machen und eventuell vorhandene Berührungsängste abzubauen. Das Interesse, im Anschluss an die PC-Schnupperstunden, „zu computern“ ist groß. Sehr häufig wird im Anschluss nach entsprechenden Kursangeboten gefragt. Es

gibt einige gute Kursanbieter. Sie wählen einfach einen Kursanbieter nach Ihren Anforderungen und Wünschen entsprechend aus. Wie beim Erlernen einer Sprache sollten Sie sich beim „Computern“ die entsprechenden Grundkenntnisse in einem Kurs aneignen und festigen. Das schafft Vertrauen in die Technik und baut unnötige Berührungsängste ab. Die PC-Schnupperstunden finden in den Schmuckwelten im 6. Obergeschoss statt. Die aktuellen Termine erhalten Sie auf Anfrage beim Kreisseniorenrat oder aus der Tagespresse. Eine Anmeldung ist erforderlich. Für die Teilnahme an den PC-Schnupperstunden ist ein Beitrag von € 5,00 an den Kreisseniorenrat zu entrichten.

SENIORENFREUNDLICHER SERVICE BEIM EINZELHANDEL BZW. DIENSTLEISTER Im Jahr 2008 haben der Landesseniorenrat Baden-Württemberg, der Einzelhandelsverband Baden-Württemberg und Staatsrätin Prof. Claudia Hübner die gemeinsame Erklärung „Demografischer Wandel – Chance für den Handel“ unterzeichnet. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Erklärung steht ein Katalog an konkreten Handlungsempfehlungen, mit dem die drei Bündnispartner flächendeckend in Baden-Württemberg dafür sorgen wollen, dass der Einzelhandel und Dienstleister den Bedürfnissen älterer Menschen und

Menschen mit Behinderungen noch besser gerecht werden. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die Service- und Beratungsqualität, die etwa durch gezielte Schulungen und Informationsveranstaltungen erreicht werden soll. Alle drei Bündnis-Partner setzen sich dafür ein, das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Service®“ der Seniorenräte in Baden-Württemberg flächendeckend einzuführen. Angesichts dessen zertifiziert der KreisSeniorenRat Enzkreis – Stadt Pforzheim e.V./KSR, Einzelhandelgeschäfte und Dienstleistungen, die einen besonderen senio-

renfreundlichen und behindertengerechten Service bieten, unter Einhaltung eines strengen Fragenkataloges im Sinne von Senioren und Menschen mit Behinderungen. Mit einheitlichen Kriterien werden diese Institutionen begutachtet und bewertet. Die ausgezeichneten Geschäfte und Dienstleister erhalten ein Zertifikat und ein werbewirksames Logo zur Präsentation an Eingangstüren und Schaufenstern. In den letzten 6 Monaten wurden ca. 60 Unternehmen, teilweise nach vorausgegangenen Beratungen, zertifiziert.

Bärbel Grötzinger 2. Vorsitzende

Kerstin Müller Computerhilfe

Ilse Kästner Seniorenfr. Service

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Fotos: Herbert Ehmann

Veranstaltungen

FÜR ALLE VERANSTALTUNGEN SIND RECHTZEITIGE ANMELDUNGEN ERFORDERLICH! Geschäftsstelle Kreisseniorenrat Pforzheim Enzkreis e.V. • Ebersteinstr. 25 (Ecke Salierstraße), 75177 Pforzheim • Tel. 0 72 31/3 27 98 oder Fax 0 72 31/35 77 08 • E-Mail: info@kreisseniorenrat-pf.de

DIE WOHNBERATUNG – EINE WICHTIGE INSTITUTION FÜR ÄLTERE UND/ODER BEHINDERTE MENSCHEN Wohnen im Alter aus individueller Perspektive: Von Umzugsmotiven und Verbleibenswünschen Diese aufgeworfenen Fragen von Prof. Dr. Frank Oswald, interdisziplinäre Alterswissenschaft, der Goethe Universität Frankfurt, bietet ausreichenden Spielraum in Bezug auf die Definition der Bedeutung des Wohnens im Alter. Die Alternativen, Verbleib in der eigenen Wohnung, Umzug ins private Wohnen (Kinder), betreutes Wohnen oder ins institutionelle Wohnen (Pflegeheim) ist von enormer Bedeutung und unterliegt dem demographischen Wandel, Diskussionen von

Altersnormen und dem subjektiven Erleben von Übergängen. Das Ergebnis der Wohnwünsche ist für mich nicht überraschend, denn ca. 80 % der Menschen wollen in den eigenen 4 Wänden verbleiben und die Wohnung barrierefrei gestalten, 15 % der Menschen wollen bleiben ohne umzugestalten und ca. 5% ziehen es vor zu den Kindern , ins betreute Wohnen oder ins Pflegeheim zu ziehen. Diese Erkenntnisse bestätigt die bisher gelebte Geisteshaltung der Wohnberatung sämtliche Möglichkeiten auszuschöpfen um den Rat suchenden Menschen die Hilfeleistung zu unterbreiten, damit sie im gewohnten Umfeld verbleiben können. Folgerichtig befasst sich der KreisSeniorenRat Enzkreis – Stadt Pforzheim e.V./KSR, Fachrichtung Wohn-

raumanpassung, mit der Barrierefreiheit innerhalb und außerhalb von Wohnungen und öffentlichen Einrichtungen. Gleichwohl befasst sich die Wohnberatung mit dem „Ambient Assisted Living (AAL)“ „Altersgerechte Assistenzsysteme (technische Hilfsmittel) für ein gesundes und unabhängiges Leben“. Kreisseniorenrat – Wohnberatung Enzkreis – Stadt Pforzheim e.V. Beratung und Informationszentrum für Senioren Ebersteinstr. 25, 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/35 77 14, Fax 35 77 08 wohnberatung@kreisseniorenrat-pf.de

Öffnungsz.: Mo. – Fr. 10 – 12 Uhr oder nach Terminvereinbarung

Dieter Müller, Architekt Wohnberatung & Seniorenfr. Service


Bärbel Grötzinger Engagement im Alter

Waltraud Bopp Bürotätigkeiten

Jutta Behrendt Bürotätigkeiten

Ruth König, Theater-Service

Info: Das nächste Sterntreffen findet am 3.11.2012, um 14 Uhr, in Straubenhardt OT Conweiler statt!

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AKTIV ENGAGIERT AUCH IM ALTER Unter dem Motto „Ja zum Alter“ fand vom 3. bis zum 5. Mai 2012 der 10. Deutsche Seniorentag in Hamburg statt. Veranstalter war die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), deren Vorsitzende Prof. Dr. Ursula Lehr die Gäste im Congress Center Hamburg begrüßte. In 100 Einzelveranstaltungen und der begleitenden Messe SenNova wurde den Besuchern des Seniorentages die Gelegenheit geboten, sich mit dem eigenen Älterwerden, aber auch mit dem Älterwerden unserer Gesellschaft auseinander zu setzen. Bundespräsident Gauck eröffnete die Großveranstaltung und stellte in seiner Ansprache die gesellschaftlichen Rollenbilder in Frage: „Warum teilen wir all die Tätigkeiten, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionieren würde, nicht besser zwischen den Generationen und Geschlechtern – die Sorge um Kinder oder ältere Angehörige, die Arbeit im Haushalt, das Engagement in der Nachbarschaft, in der Zivilgesellschaft und in Ehrenämtern?“ Bundeskanzlerin Merkel hob in ihrer Ansprache die Bedeutung der politischen Teilhabe der Seniorinnen und Senioren hervor. „Sie diskutieren über zentrale Felder unserer Gesellschaft. Und dass Sie das so selbstbewusst tun, ‚Ja zum Alter‘ sagen – aber auch zur Einmischung, zum Mitreden, zum Engagement, ist unendlich wichtig für uns.“ Zum Abschluss des 10. Deutschen Seniorentages formuliert die BAGSO in ihrer „Hamburger Erklärung“ unter dem Motto „Ja zum Alter“ den Appell an die Älteren, „die Herausforderungen und Chancen des Alters zu sehen und sich noch stärker in die Gesellschaft einzubringen. Die Politik wird aufgefordert, hierfür die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Anbei einige Auszüge aus der „Hamburger Erklärung“: „Die in

der BAGSO zusammengeschlossenen Organisationen setzen sich für ein aktives Altern ein und wenden sich entschieden gegen den ‚Antiaging‘ Trend in unserer Gesellschaft. Das Alter ist durch eine Fülle von unterschiedlichen Lebensformen und Lebensstilen gekennzeichnet. Das kalendarische Alter sagt wenig über einen Menschen aus. Freuen wir uns über die zunehmende Lebenserwartung und versuchen alles dafür zu tun, dass die gewonnenen Jahre auch zu erfüllten Jahren werden. Ja zu einem lebenslangen Lernen „Wir müssen heute lernend altern und Altern lernen. Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Älterwerden.“ „Lernen ist ein lebenslanger Prozess, in dem wir täglich neue Erfahrungen sammeln und unser Verhalten ändern. Wir sollten gegenüber Neuem aufgeschlossen sein und neugierig bleiben. Ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben ohne moderne Informations- und Kommunikationstechnologie ist heute immer schwerer möglich. Bildungseinrichtungen, Vereine und Verbände können ältere Menschen unterstützen, mit den technischen Entwicklungen Schritt zu halten.“ Ja zu einem engagierten Alter „Nach dem Ende der Berufstätigkeit haben viele Menschen oft noch ein Viertel ihres Lebens vor sich, ein großer Teil davon bei relativ guter Gesundheit. Viele Ältere übernehmen Aufgaben innerhalb und außerhalb der Familie und tun damit nicht nur etwas für andere, sondern auch für sich selbst.“ „Viele Seniorinnen und Senioren engagieren sich zudem im sozialen, kulturellen oder kirchlichen Bereich, in Politik, Verbänden und Gewerkschaften, im Sport, in Selbsthilfe-

gruppen oder projektbezogenen Initiativen. Auch den sozialen Nahraum wollen ältere Menschen mitgestalten. Der Wunsch nach Mitverantwortung, Selbstbestimmung und Partizipation sind dabei die Triebfeder für ihr bürgerschaftliches Engagement. Die Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen für ein solches Engagement zu schaffen und diese den sich ändernden Bedürfnissen, gerade auch älterer Menschen, anzupassen. Das freiwillige Engagement darf jedoch nicht instrumentalisiert werden und zu einer Veränderung von Erwerbsarbeit führen. Eine Verpflichtung zum Engagement lehnen wir ab.“ Die „Hamburger Erklärung“ steht auf der Internetseite www.deutscherseniorentag.de zum Download zur Verfügung. Auf Anfrage ist der Text auch beim KreisSeniorenRat Enzkreis Stadt Pforzheim e.V. (Mitglied bei der BAGSO) nach der Urlaubszeit ab dem 31.08.2012 erhältlich. THEATER- UND KINOVERANSTALTUNGEN An jedem zweiten Mittwoch des Monats findet im Rex-Kino eine Kinoveranstaltung für Senioren statt. Hierfür wird ein besonders qualifizierter Film aus dem aktuellen Programm ausgewählt. Anschließend findet man sich zu einer gemeinsamen Kaffeestunde. Genaue Informationen findet man rechtzeitig durch die aktuelle Presse oder die Geschäftsstelle des Kreisseniorenrats. Entsprechend einer Vereinbarung mit dem KSR gibt es im Stadttheater Pforzheim pro Spielzeit 4 vergünstigte Seniorenvorstellungen. Die bereits bekannten Theaterbesucher werden vor Beginn der Saison schriftlich vom KSR über das Programm informiert und können in der Geschäftsstelle ihre Bestellungen aufgeben.


Gendia_Ausg2'12=Aug'12 01.08.12 12:43 Seite 41

Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch

Das Haustier im Nachlass, der Nachlass für das Haustier Immer wieder können wir in der Presse lesen, dass diese Katze oder jener Hund Erbe eines Millionenvermögens geworden ist und nunmehr nach dem Tod seines Herrchens oder Frauchens ein Leben in Saus und Braus mit eigenem Swimmingpool und Speisen auf goldenen Tellern verbringt. Beim weiteren Lesen stellt sich dann heraus, dass sich diese Geschichte jedenfalls nicht in Deutschland, sondern z.B. in England oder Amerika abspielt. Nach deutschem Recht können Haustiere nicht erben, was daran liegt, dass nach deutschem Recht Tiere noch immer als Sachen eingestuft werden. Dennoch wünscht sich mancher, für sein Haustier vorsorgen zu können. Dieses kann man im Testament durch die Auflage. Mit dieser Auflage wird das Haustier quasi über einen Umweg begünstigt. Dazu gibt es mehrere Varianten: Der Erblasser setzt z.B. seinen einzigen Sohn zum Erben ein. Um sicher zu gehen, dass sein Haustier versorgt wird, macht er es seinem Sohn zur Auflage, dieses Haustier zu versorgen, regelt testamentarisch, wie er sich die Versorgung seines Haustiers vor-

stellt und setzt zur Überprüfung einen Testamentsvollstrecker, z. B. einen guten Freund, ein. Für den Fall, dass der Sohn sich nicht um das Haustier kümmert, sollte dann geregelt werden, welche Konsequenz der Testamentsvollstrecker daraus zu ziehen hätte. Das könnte z.B. sein, dass er dann gegen den Sohn einen Geldanspruch durchsetzen müsste und das Tier jemand anderem samt diesem Geld zu übergeben hat. Eine andere Variante wäre es, wiederum den Sohn zum Erben zu machen, gleichzeitig aber z.B. einer anderen Person ein Geldvermächtnis auszusetzen und diese Person mit der Auflage zu belegen, für

das Haustier zu sorgen. Auch in dieser Variante sollte wieder ein Testamentsvollstrecker eingesetzt werden, der überprüft, inwieweit für das Haustier gesorgt wird. Auch hier ist dann zu überlegen, was der Testamentsvollstrecker unternehmen soll, falls die Versorgung nicht den Vorgaben entspricht. Ist zur Versorgung eines Haustiers nichts geregelt, fällt das Tier wie jeder andere Gegenstand auch in den Nachlass und es ist Sache der Erben, sich darum zu kümmern, was mit dem Tier zu geschehen hat. Dieses sollte bedacht sein und insoweit ist es sicherlich besser, im obigen Sinne für das Tier zu sorgen. Aber nicht nur für den Erbfall ist es wichtig, zu überlegen, wie das Haustier versorgt sein soll, auch für den Fall, dass man selbst pflegebedürftig wird und sich deshalb nicht mehr um das Tier kümmern kann, sollte geregelt sein, wer sich um das Haustier kümmern würde, wie das neue Herrchen oder Frauchen finanziell abgesichert wird, bzw. ob es möglich ist, ein Haustier mit in einem Pflegeheim unterzubringen.

Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch


Fachapotheker Wolfgang Reichert informiert:

Heuschnupfen

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Die meisten Menschen freuen sich im Frühjahr auf die ersten warmen Sonnentage und auf das erste Grün an den Bäumen. Doch auch genau dann fliegen die ersten Pollen und das bedeutet für jeden fünften Mitbürger: Heuschnupfenzeit! 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung werden von Niesattacken, laufender oder verstopfter Nase sowie juckenden und tränenden Augen geplagt. Die allergischen Krankheiten sind auf dem besten Weg, zu einer der großen Volkskrankheiten zu werden.

Was verursacht Heuschnupfen? Blütenpollen verschiedener Pflanzen geraten mit der Atemluft in den Körper und setzen sich auf den Schleimhäuten der Atemwege fest. Der Körper vermutet hinter den Eindringlingen fälschlicherweise "gefährliche Krankheitserreger" und bekämpft sie mit voller Kraft. Diese Überempfindlichkeit gegenüber den eigentlich harmlosen Substanzen (Allergenen) bezeichnet man als Allergie. Allergene - die Auslöser der leidigen Symptome Beim Erstkontakt mit dem Allergen produziert der Körper Antikörper. Diese koppeln sich an die so genannten Mastzellen an. Neu eintref-

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fende Allergene werden dann von den Antikörpern eingefangen und die Mastzellen geben einen bestimmten Stoff, das Histamin, frei. Das Histamin ist verantwortlich dafür, dass der Allergiker sofort niesen muss und einen unangenehmen Juckreiz verspürt. Auch eine lokale Entzündungsreaktion des Körpers ist eine Folge der Histaminausschüttung sein: die Nase ist gerötet, die Nasenschleimhäute schwellen an und schmerzen. Diagnose Allergie – ein Spezialist kann helfen Der Besuch bei einem Arzt (Allergologen) ist unbedingt ratsam. Er kann die Allergieauslöser anhand spe-

zieller Tests ausfindig machen, prüfen, ob eine Hyposensibilisierung ratsam ist, und akut lindernde Medikamente für Augen und Nase empfehlen. Oft ist es schwierig zu unterscheiden, ob man eine Erkältung oder Heuschnupfen hat, da die Symptome oft ähnlich sind. Ob Sie wirklich an Heuschnupfen leiden, kann nur ein so genannter Prick-Test (Hauttest) oder eine Blutuntersuchung bei einem Allergologen zeigen. Es ist wichtig, rechtzeitig zu klären, welche Erkrankung tatsächlich vorliegt. Bleibt ein Heuschnupfen zu lange unbehandelt, kann sich die allergische Reaktion von der Nase und den Augen auch auf die Schleimhaut der Bronchien verlagern. Man spricht dann von einem "Etagenwechsel", der schlimmstenfalls zu einem allergischen Asthma führen kann. Des Weiteren bietet ein Heuschnupfen auch einen idealen Nährboden für andere Infektionen wie z. B. eine Nasennebenhöhlenentzündung etc. Bei starken Beschwerden ist meist eine umfassende medikamentöse Behandlung unerlässlich. Sie dient der Linderung der Heuschnupfensymptome und zur Behandlung der Entzündungsreaktion. Meist werden Antihistaminika in Form von Tabletten, Sprays oder Tropfen eingesetzt. Starke Beschwerden – medikamentöse Behandlung Bei starken Beschwerden ist meist eine umfassende medikamentöse Behandlung der nächste Schritt. Sie dient der Linderung der Heuschnupfensymptome und zur Behandlung der Entzündungsreaktion. Meist werden Antihistaminika in Form von Tabletten, Spray oder Tropfen eingesetzt. Durch ergänzendes Nasespülen lässt sich neuesten Studien zufolge jedoch der Verbrauch an solchen antiallergischen Medikamenten deutlich senken.


Was Sie selbst tun können... In der Blütezeit gelangen die Pollen praktisch überallhin; Allergiker schaffen es kaum, ihnen aus dem Weg zu gehen. Aber trotzdem gibt es Tipps & Tricks, damit die Pollenzeit etwas erträglicher wird: • Achten Sie auf die Pollenvorhersage im Radio, in der Tageszeitung. Bei einer erhöhten Pollenkonzentration sollten Sie sich möglichst wenig im Freien aufhalten und keinen Sport treiben. • In den frühen Morgenstunden ist die Pollendichte in ländlichen Gebieten am größten. Lassen Sie am besten zu dieser Tageszeit die Fenster geschlossen. • Waschen Sie sich nach Möglichkeit jeden Abend die Haare. So

verhindern sie, dass an ihren Haaren befindliche Pollen am Kopfkissen haften bleiben und Sie diese über Nacht einatmen. • Staubsaugen Sie täglich, idealerweise unter Verwendung eines Geräts mit Mikrofilter. Dieser entfernt Pollen von Teppichen und Möbeln. Auch wenn Sie feucht wischen, können Sie Pollen gründlichst entfernen. • Da die Pollen auch an Ihrer Kleidung haften, sollten Sie sich möglichst nicht im Schlafzimmer ausziehen und die Kleidung gleich waschen. • Allergiker, die auf dem Land leben, sollten die Fenster bis 6 Uhr morgens geschlossen halten, dann ist die Pollendichte am höchsten.

Foto: Thomas Zigann

– Pollenallergie

• Mit einer Nasendusche (Apotheke) können allergieauslösende Stoffe aus der Nase hinausgeschwemmt werden.

Wolfgang Reichert, Fachapotheker für Offizinpharmazie, ist seit 1980 selbstständiger Apotheker in Pforzheim.


Wäscherei Merz wurde ausgezeichnet:

»Glanzlichter« – die Sparkasse Pforzheim Calw hatte zu einem Wettbewerb aufgerufen „Glanzlichter“ war das Thema. Glanzlichter, das mittelständische Unternehmen in Pforzheim und im Enzkreis auszeichnet, die, verantwortungsbewusst und zuverlässig, eine gesunde und tragfähige Basis für ein Umfeld bilden, das unweit von Metropolen und internationalen Börsenspekulationen, die Grundwerte unternehmerischen Denkens repräsentiert.

Präsentierten den Prachtband zur gemeinsamen Initiative „Glanzlichter der Wirtschaft: v.l. Hochschul-Kanzler Wolfgang Hohl, PZ-Verleger Thomas Satinsky, Handwerkskammer-Präsident Joachim Wohlfeil, MT-Verleger Hans-Ulrich Wetzel, IHK-Geschäftsführer Markus Wexel, PZVerleger Albert Esslinger-Kiefer, Landrat Karl Röckinger, OB Gert Hager, die Sparkassendirektoren Stephan Scholl, Dr. Herbert Müller, Hans-Heiner Bouley, Hans Neuweiler, Kreishandwerkerschaft-Geschäftsführer Holger Klemke und Hochschul-Rektor Prof. Dr. Martin Ehrhardt.

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Die insgesamt 100 Auszeichnungen fanden in fünf Kategorien statt: Technologie, Unternehmensethik, Ökologie, Gesellschaftliches Engagement, Sozialkompetenz. Die Firma Merz gehört in der Kategorie „Ökologie“ zu den ausgezeichneten Unternehmen. Da geht es um die Reduzierung von Wasserverbrauch oder dem schonenden Einsatz von Waschmitteln und vieles mehr. Ständig ist Volker Burkhard auf der Suche nach neuen Möglichkeiten zur Verbesserung eines umweltund verantwortungsbewussten Fertigungsablaufs. In seinem Unternehmen werden 80 Menschen im Alter zwischen 22 und 65 Jahren beschäftigt, davon 7 Menschen mit Behinderung. Am 21. Juli präsentierten sich im Schalterraum der Sparkasse die Gewinner des Wettbewerbs und stellten sich einer interessierten Besucherzahl.

Anlass war die Herausgabe eines Buches, das die Sparkasse aufgelegt hat. Hierin sind alle Gewinner mit ihrer Firmengeschichte verewigt und nachlesbar. Immer wieder wird Geschichte gelebt und in Geschichten dokumentiert. So auch diese. Es ist ein weiter Weg von den Anfängen der Wäscherei Merz bis heute. Es begann1945 mit einem kleinen privaten dampfbetriebenen Betrieb. 40 Jahre später – mit der Übernahme der Geschäftsführung durch Volker Burkhard – hält das neue technische Zeitalter Einzug. Auf einer Produktionsfläche von 1.800 qm entstand hier das weltweit erste Wäschereiprojekt, das konsequent auf ein energiesparendes Konzept ausgerichtet ist. Der Markt ist in Bewegung, die Technik bestimmt das Geschehen und bietet ständig neue Ansätze für umweltschonende Verbesserungen und Einsparungen.


Die KFZ-Innung Pforzheim informiert:

Das seniorengerechte

Auto

mittlerweile auch relativ preisgünstig teilweise ein intelligenter Crashassinachgerüstet werden kann. Wer stent mit Gurtstraffer und aktivem kennt es nicht: Man fährt beispiels- Bremsassistenten und natürlich Frontweise in den Urlaub eine etwas län- und Seitenairbags Standard. Insgegere Strecke und ist durch das Be- samt sinkt erfreulicher Weise die Zahl obachten der Schilder so vom Ver- der Verkehrstoten seit einigen Jahren. kehr abgelenkt, das teilweise sogar Dies ist nicht zuletzt auf diese sigefährliche Situationen entstehen kön- cherheitsrelevanten Ausstattungsnen. Gerade für das Suchen von Stra- merkmale zurückzuführen. ßen in einer fremden Stadt ist das GPS (Global Positioning System), wie Somit steht mit dem richtig ausgedas Navigationsgerät auch genannt wählten Fahrzeug der Mobilität im wird, ein echter Gewinn für die Ver- Alter nichts im Wege. Wir wünschen kehrssicherheit, von der Zeiterspar- Ihnen, verehrte Leser, dass Sie noch nis und dem ökonomischen Faktor lange Freude am Autofahren haben durch gesparten Treibstoff aufgrund und Ihr Ziel stets sicher und unfallfrei vermiedener Irrfahrten einmal ganz erreichen. abgesehen. Die Automobilhersteller haben die wachsende Zahl der älteren Autofahrer als Kunden entdeckt. Sie versuchen, deren Bedürfnissen mit entsprechenden Modellen nachzukommen. So haben die meisten Marken Autotypen im Angebot, die ein leichteres Aus-und Einsteigen ermöglichen. Zudem ist die Sitzposition in diesen Modellen zumeist etwas erhöht, was der besseren Übersicht dient. Auch wird zuneh...bietet der automobile Fachhandel in Deutschland. Diese mend auf eine optiAussage bestätigte jetzt einmal mehr der Report der male Ablesbarkeit Deutschen Automobil-Treuhand, der dem Markenhandel für der FahrzeuginstruGebrauchtwagen die qualitativ hochwertigsten Fahrzeuge im mente geachtet. Angebot bescheinigte. An technischen HilHingegen ist das Reparaturrisiko sechs Monate nach dem Kauf fen besteht natürlich aus Privathand am höchsten. Dort nämlich fallen im statistiebenfalls kein Manschen Durchschnitt 95 Euro an, während im Markenhandel gel: So ist heute zulediglich 23 Euro entstünden. Das Zusatzzeichen „Gebrauchtmeist ABS (Antiwagen mit Qualität und Sicherheit” zum blau-weißen Schild blockiersystem), ESP „Meisterbetrieb der Kfz-Innung“ signalisiere zudem dem (Elektronisches StaVerbraucher, dass der Betrieb sich dem Spruch einer neutralen bilitätsprogramm),

Gebrauchtwagen mit Qualität und Sicherheit...

Foto: ProMotor

M e h r I n f o s u n t e r : w w w. a u d o l e . d e

Die modernen Autos werden zunehmend sparsamer, leiser und bieten zahlreiche technische Innovationen. Dieser Artikel möchte die wichtigsten Neuerungen beleuchten, die für die wachsende Gruppe der noch selbst mobilen Senioren interessant sind und ihnen den Alltag mit ihrem Gefährt erleichtern können. Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Das macht sich auch auf den Straßen bemerkbar. Die Zahl der rüstigen, aktiv am Straßenverkehr teilnehmenden Senioren wird stetig grösser. Durch die fortschreitende technische Entwicklung im Automobilbau kommen ständig neue Innovationen auf den Markt, die die älteren Autofahrer bei der heute hohen Verkehrsdichte unterstützen können und so auch zu mehr Verkehrssicherheit beitragen können. Als erstes möchte ich in diesem Zusammenhang auf ein heute in Autos aller Kategorien und Preisklassen selbstverständliches Ausstattungsmerkmal hinweisen, das Sie, verehrte Leser vielleicht etwas überraschen wird: Die Klimaanlage. Was hat eine Klimaanlage mit einem seniorengerechten Auto oder gar mit Verkehrssicherheit zu tun? Das werden sich vielleicht einige von Ihnen fragen. Eigentlich ist dies ganz einfach zu verstehen. Ein älterer Mensch trinkt oftmals zu wenig, da das Durstgefühl im Alter nachlässt. So ist ein Auto, das im Sommer angenehm kühl ist, nicht nur komfortabel, sondern beugt auch einer Exsikose (Austrocknung durch Flüssigkeitsverlust) vor. Dass in einem heißen Wagen die Aufmerksamkeit schneller nachlässt, ist nachvollziehbar. Aber die Klimaanlage hat nicht nur im Sommer Vorteile: So können Sie beispielsweise im Herbst und Winter rasch und bequem für freien Durchblick sorgen. Das nervige und auch nicht ungefährliche Beschlagen der Scheiben hat ein Ende. Ein weiteres, heute verbreitetes Accessoire ist das Navigationssystem, das

Schiedsstelle stelle, falls es mit dem Kunden zu Meinungsverschiedenheiten komme.

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Die Sparkasse Pforzheim Calw informiert:

Wach Es ist der ständige Wechsel zwischen Kommen und Gehen, Verabschieden und Begrüßen, Gewohnheit und Gewöhnung. Da werden Spuren neu gelegt und bewährte erfolgreich weiter genutzt, Erinnerungen ihren Stellenwert erhalten und die Dynamik der Aktualität neue Farben mischen. Auch der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Pforzheim Calw besitzt ein festgeschriebenes Alter, das seinen wohlverdienten Ruhestand signalisiert, die Frage der Nachfolge steht ins Haus und die Entscheidung ist getroffen. Dies ist der Anlass, Dr. Herbert Müller, dem Scheidenden, und Dipl.-Kfm. Stephan Scholl, dem neuen Vorstandsvorsitzenden ein paar Fragen zu stellen.

5. Frage: „Sie werden sich neu sortieren?“ Antwort: „Ja, aber das lasse ich auf mich zukommen. Es gibt viele Bereiche – Musik, Garten, Malerei, Familie, Computer – der neue Mac steht bereit. Noch ist vieles im Leben möglich.“ 6. Frage: „Ein letztes Wort?“ Antwort: „Die 33 Jahre bei der Sparkasse waren herausfordernd, interessant und sogar spannend. Ich gehe jetzt aber mit dem Gefühl, das Beste in meinem Leben kommt noch.“ Interview mit Dipl.-Kfm. Stephan Scholl

Stephan Scholl (links) tritt die Nachfolge von Dr. Herbert Müller an.

Interview mit Dr. Herbert Müller 1. Frage: „Welche Ratschläge würden Sie ihrem Nachfolger geben?“ Antwort: „Keine! Denn auch Ratschläge sind Schläge und er wird selbst seinen eigenen Weg finden.“ 2. Frage: „Es sind die letzen Tage vor der Beendigung Ihres beruflichen Lebens. Ist es ein schmerzlicher Abschied?“ Antwort: „Es war spannend und immer von Neuem herausfordernd. Ich bin dankbar für diese 33 Jahre und die vielen Begegnungen mit interessanten und liebenswerten Menschen – Kunden, Kollegen und Mitarbeitern. Die letzten 5 Jahre allerdings waren die härtesten. 5 Jahre Krise seit Juli 2007. Daraus ergeben sich völlig neue Herausforderungen, aber auch viele bürokratische Regelungen, die beachtet werden müssen

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und die das Leben der Sparkasse und der Kunden nicht leichter machen und das Zusammenwirken erschweren. Auslöser für diese ganze Misere waren einige wenige große Banken. Leiden müssen darunter die Sparkassen und die Kreditgenossenschaften. Die Krise ist noch nicht beendet, die Euroturbulenzen gehen weiter.“ 3. Frage: „Und Ihre Gefühle heute?“ Antwort: „Es sind zwiespältige Gefühle, die mich begleiten oder anders gesagt, ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Und das ist gut so.“ 4. Frage: „Hätten Sie nicht noch 5 Jahre verlängern können?“ Antwort: „Man muss irgendwann einen klaren Schnitt machen und dann gehen, wenn die Leute noch sagen ,Schade, dass er geht.’“

1. Frage: „Sie haben das Steuer der Sparkasse Pforzheim Calw übernommen. Ein gut bestücktes Haus mit einer Bilanzsumme von10,3 Milliarden Euro, zu einem Zeitpunkt, in dem die Entwicklung der Turbulenzen am Finanzhimmel in ihrem Ausmaß nur schwer kalkulierbar sind. Können Sie uns sagen, in welchen Bereichen die derzeitigen Schwerpunkte Ihrer Aufgabenstellung liegen?“ Antwort: „Unsere Arbeit und unsere Aufgabenstellung konzentrieren sich auf die Menschen, die Interessen und die Gegebenheiten unserer jeweiligen Region, um hier eine dauerhafte und erfolgreiche Zusammenarbeit zu erhalten und zeitnah und vorausschauend weiter zu entwickeln. Hier liegen die Wurzeln, und das ist die Grundlage unseres Geschäftes. Meine Aufgabe ist es, unter anderem unsere 2000 Mitarbeiter zu motivieren und sie für diese Aufgabe zu begeistern.“ 2. Frage: „Welche Präferenz, welche Glaubwürdigkeit und welche Servicequalität besitzt zur Zeit das Thema Kundenberatung?“ Antwort: „Sie ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Voraussetzung für eine sinnvolle und verantwortungsbewusste Beratung des Kunden, ist


ablösung... das klärende Gespräch über seine individuellen Vorstellungen und die Erfolgserwartungen. Um dies im Beratungsgespräch unkompliziert und verständlich zu vermitteln, sind umfassendes Wissen und Lösungen notwendig, die der Kunde versteht. Und das bedeutet laufende Schulungen und Informationen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, besonders in der heutigen Zeit. Auch sind in der Entwicklung des Kontaktkreises zwei neue Schwerpunkte zu beachten: im Beraterbereich die rückläufige Zahl der nachwachsenden Generation und im Kundenbereich die zunehmende Zahl der älteren Generation, die heute an das neue technische Informationspotenzial herangeführt werden muss.“

3. Frage: „Die Themen der Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse waren in den vergangenen Jahren eng verbunden mit der Aktivierung und Förderung von Interessenbereichen, die der Förderung wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Bereiche dienen. Haben Sie schon Ideen und Pläne für weitere Schwerpunkte und Themen?“ Antwort: „Wie in der vergangenen Zeit, so werde auch ich im Rahmen meiner Aufgabenstellung Aktivitäten und die Öffentlichkeitsarbeit auf die Region unseres Standortes konzentrieren. Hier liegt nach wie vor der Schwerpunkt unserer Ideenfindung und unserer finanziellen und projektbezogenen Unterstützungen.“

4. Frage: „Wenn Menschen, die Sie nicht kennen, von Ihnen ein paar Eigenschaften, Wesenszüge und Vorlieben erfahren möchten – welche liegen Ihnen besonders am Herzen, welche möchten Sie gern intensivieren und von welchen würden Sie sich gern verabschieden?“ Antwort: „Also, fangen wir an: Ich glaube, dass ich gut zuhören kann und in der Lage bin, zu verstehen – hier manchmal nach längerem Nachdenken. Auch bin ich bereit, meine Meinung zu überprüfen – weil ich kein Starrkopf bin. Daran übrigens arbeitet meine Frau sehr erfolgreich. Trotz allem versuche ich zu bleiben, der ich bin – authentisch, ehrlich, und durchaus mit Ecken und Kanten.“

Guter Start ins Leben:

Sparkasse Pforzheim Calw bietet Bildungssparen an Passend zum Schuljahrsbeginn macht die Sparkasse Pforzheim Calw mit einem überaus interessanten Angebot von sich reden: dem Bildungssparen für Kinder und Jugendliche. Diese BildungsInitiative dokumentiert den hohen Stellenwert, den das Thema Bildung bei der Sparkasse genießt. Denn noch immer ist die beste Vorsorge für die Zukunft unserer Kinder und Enkel deren gute Ausbildung, die optimale Start-Chancen ins Leben eröffnet. Ob Schullandheim, ein Musikinstrument, Sport-Ausrüstung oder ein Auslandsjahr: immer wieder gibt es gute Gründe, für Kinder und Jugendliche ein finanzielles Polster anzulegen. Dazu hat die Sparkasse Pforzheim Calw das red young Bildungssparen ins Leben gerufen, einen flexiblen Sparvertrag mit vielen Extras. Eltern , Großeltern, Onkel und Tanten, Paten und alle, die ihrem Schützling etwas Gutes tun wollen, können darauf monatliche Raten oder jederzeit einmalige Geldbeträge einzahlen. Eltern können für

kurzfristige Investitionen auch jederzeit Teilbeträge bis 2000 Euro wieder entnehmen. Und das Beste: Zusätzlich zu TopZinsen bekommt das Kind am Ende der Laufzeit einen dicken Zinsbonus und bis zu 150 Euro Bildungsprämie. Diese Prämie schenkt die Sparkasse Pforzheim Calw ihren jungen Kunden in Anerkennung besonderer Leistungen, z. B. für (sehr) gute Noten, Schulpreise, Sportabzeichen, gewonnene Wettbewerbe oder soziales Engagement. Zusätzlich gibt es Geld für den Produktabschluss,

zum Kindergarten- bzw.- Schuleintritt, Ausbildungs-/Studienbeginn und Abschluss. Diese Prämien sammelt der Sparer in seinem Bonusheft und sobald die 150 Euro-Marke erreicht ist, wird der Betrag im Sparbuch gutgeschrieben. Leistung lohnt sich also auf jeden Fall! Weitere Infos in jeder SparkassenGeschäftsstelle oder unter www. sparkasse-pforzheim-calw.de Die Vorteile im Überblick • Bis zu 150 Euro Bildungsprämie • Regelmäßiger Sparvertrag – schon ab 10 Euro monatlich • Attraktive Grundverzinsung bis 25 000 Euro • Zinsbonus einmalig am Ende der Laufzeit • Variable Laufzeit bis max. zum 25. Lebensjahr • Einmalzahlungen und Teilverfügungen jederzeit möglich

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Prof. Dr. Ulrike Krenzlin

Der frühe Dürer

Prof. Dr. Ulrike Krenzlin

Zum 500. Geburtstag Albrecht Dürers 1971, dem „Dürer Jahr“, gab es in der DDR wie auch in der Bundesrepublik Deutschland die letzte große Dürer-Ausstellung. Das Germanische Nationalmuseum Nürnberg (GNM) kann daher stolz werben mit „Der Größten Dürer-Ausstellung in Deutschland seit 40 Jahren“. Dieses Ereignis verrät indirekt, dass es in den nachfolgenden Generationen nicht wiederholbar ist. Weshalb? Eine Dürer-Ausstellung auszurichten ist aus zwei Gründen kühn wie auch gefährlich. Erstens. Weil Dürers künstlerischer Werdegang, der sich über ein halbes Jahrhundert, von 1471 bis 1528, hinstreckt, von einem Museum weder im Überblick, noch in Abschnitten mit Hauptwerken bestückt werden kann. Hochkarätige Werke vom berühmtesten aller deutschen Künstler werden kaum noch ausgeliehen. Ein Museum wird besucht wegen seines Dürer. Gründe für Ausleihnot bewegen sich zwischen konservatorischen Bedenken und politischem Kalkül. Denn nicht nur der Kunstmarkt ist hintersteuert, auch die großen Museen gehen zunehmend darauf aus mit ihrer Kunst Politik zu betreiben. Im Museum sitzt heute niemand mehr im Glashaus. Zweitens. Das Oeuvre Dürers ist komplett erfasst. Ausgangspunkt war die Ehrung von H.C. Arend 1728 zu Dürers 200. Todestag. Arend veröffentlichte „Das gedechtniß der ehren eines derer vollkommnesten … künstler … aller zeiten“. Seit dem späten 19. Jahrhundert haben Kunsthistoriker dieses Oeuvre systematisch bearbeitet. Werkverzeichnisse der Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik Aus den vier Sektionen Königsempfang ohne Fanfarenbläser Das „Ich und seine neuen Medien“ (Sektion I) zeichnet Herkunft und Jugend Dürers nach, führt zu den Wurzeln seines Schaffens. Zum Kern des Frühwerkes gehören die drei hochartifiziellen „Selbstporträts“, der schüchterne Jüngling mit der Distel „Mannstreu“ (Eryngium) von 1493 im Louvre. Der weltmännische junge Mann von 1498 im Prado und das spirallockige „Selbstbildnis im Pelzrock“ von 1500 in der Alten Pinakothek München. Letzteres ist ein grandioses Porträt von vorn (en face). Mit der leicht erkennbaren Christusgleichheit (Imago Christi) stellt Dürer sich in den Dienst der göttlichen Dreieinigkeit. Das universale Schöpfungskonzept will er als Maler mit herrlichen Leistungen unterstützen. Seine Bildinschrift verrät den Könner: „Albertus Dürer aus Nürnberg habe mich so mit realistischen Farben dargestellt, als ich 28 Jahre alt war“. Doch alle drei Gemälde können nicht im Original gezeigt werden. Die Ausleihsperren des Pariser und Madrider Selbstporträts sind verständlich. Jedoch die Weigerung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, „Dürer im Pelzrock“ auch nur 170 km innerhalb von Bayern zu transportie-

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ren, hat zum politischen Skandal geführt. Mit dem Problem befasste sich die bayerische Landespolitik monatelang und zwar erfolglos. Hintergründe für den Streit liegen tief in der bayrischen und fränkischen Geschichte. In der Ausstellung hängt daher nur eine Reproduktion vom „Mann im Pelzrock“. Daneben ein konservatorisches Gutachten unter Glas mit dem Nachweis der Transportunfähigkeit des Werkes. Die Distanz zwischen diesen Gemälden und zwei ausgestellten Por-

Abb.1. Selbstbildnis als Dreizehnjähriger. 1484. Silberstift auf grundiertem Papier. 27.5 x 19,6 cm. Wien Albertina IN 4639

trätzeichnungen liegt auf der Hand. Denn Zeichnungen verstehen sich nur als Studien. Sie waren nie für die Öffentlichkeit bestimmt. Zu sehen ist das „Selbstbildnis als Knabe“ von 1484 (Abb.1) aus der Wiener Albertina. Und das Erlanger „Selbstbildnis“ des bekümmerten 21jährigen von 1491. Später wird Dürer in sein ältestes Konterfei einfügen: „Dz hab ich aws ein Spigell nach mir selbs kunterfeit im 1484 Jahr, do ich noch ein Kint was /Albrecht Dürer.“ Ein hoch berührendes Knabenbildnis. Die Dreiviertelansicht im Spiegel noch unsicher. Der Junge, gerade in die Goldschmiedelehre bei seinem Vater angetreten, trägt über schulterlangem Haar eine Mütze zum Aufknöpfen, eine nur am Hals eingehakte wollene Werkstattjacke. Die blanken Augen blicken wachsam. Der ausgestreckte Zeigefinger ist im Spiegel auf sich selbst gerichtet. Der Reuezug daneben gibt den ursprünglich längeren Zeigefinger zu erkennen. Diese Überlänge versteht sich aus mittelalterlichem Bildverständnis. Danach wird Bedeutungsvolles gegenüber dem Naturvorbild grundsätzlich vergrößert. Das ist die Bedeutungsperspektive. Diese Zeichnung hat den Berliner Bildhauer Friedrich Salomon Beer


in Nürnberg liegen vor. Buchillustrationen und das Kunsthandwerk sind bei anonymen Urhebern auf Dürers Handschrift für Vorlagen untersucht. Quellen zur Reichsstadt Nürnberg, damals eine der reichsten Städte im Heiligen Römischen Reich, sind erforscht. Die Ausstellung bietet neuere Einsichten in Dürers Gesellenreise am Rhein und in die zwei Italienreisen. Der Blick darauf ist verändert. Die Dürer-Literatur hat eine Länge von 200 Metern. Im Ausstellungskatalog wird ein 30seitiges Literaturverzeichnis im Vierspaltendruck vorgelegt. Wer eine solche Ausstellung plant, hat Kärrnerarbeit zu leisten. In Nürnberg ist sie bis an das Jahr 1505 herangeführt worden. 1505 steht Dürer in seinem 35. Lebensjahr. An der Ausstellung mit ihren vier „Sektionen“ haben Kuratoren fünf Jahre gearbeitet. Forschungsergebnisse solcher Projekte lösen in den Museen dann oft größte Aufregung aus, wenn es um Zuschreibungen geht. Denn Zuschreibungen sind immer in Bewegung. Werke, die bisher als Dürer-Originale galten, können weniger bedeutenden Künstlern zugeschrieben werden. Es ist schon mancher „Kampf“ um das Original geführt worden, weil der Verlust eines renommierten Werkes die Attraktivität des Museums schmälert. Für diesen Fall bietet Nürnberg auch allerhand Beispiele. Ermöglicht hat das Projekt die Exzellenzinitiative der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaats Bayern. Beide haben einen „Pakt für Forschung und Innovation“ abgeschlossen. Das GNM kann für sich den Status einer Forschungseinrichtung in Anspruch nehmen. fürchtig und sehr fleißig. Barbara Holper war die Tochter des Nürnberger Goldschmiedemeisters Hieronymus Holper. Bis hinauf in die Königsebene überhäuft mit Aufträgen betreute er auch öffentliche Ämter. In seine Werkstatt trat der in Ungarn gebürtige Vater Dürers 1544 als Geselle ein. Am 8.6.1467 heiratete er die 15jährige Tochter seines wohlhabenden Meisters, Barbara Holper (1452 – 1514). Mit

Abb. 2 Dürers Mutter Barbara, geb. Holper, Öl/Tannenholz. 47 x 38 cm. Um 1490. Nürnberg. GNM Gm1160

der Heirat sicherte Albrecht Dürer d. Ä. seine Existenz in Nürnberg. Zwischen 1468 und 92 gebar Barbara ihm achtzehn Kinder, fast jährlich eine Geburt. Nur drei Kinder überlebten. Das Bildnis der Mutter bildet mit dem des Vaters ein Diptychon. Beide Werke werden in der Ausstellung wieder zusammengeführt. 1588 kommen beide Werke in den Besitz von Kaiser Maximilian, später zu Abb. 3 Anbetung der Heiligen Könige. 1504. Öl auf Holz. 100 x 114 cm. Florenz. Galleria degli Uffizi. Nr.1890.1434

1882 zu einer Marmorskulptur „Albrecht Dürer als Knabe“ angeregt. In der ehem. Villa Arnhold in Berlin (heute Center der American Academy) entdeckte Jeffrey Chipps Smith diese verschollene und schwer beschädigte Skulptur 2010 wieder. Barbara Dürer steht in ihrem 38. Lebensjahr. Sie ist schwanger mit Hans. Zwei Jahre später folgt das letzte Kind, das Mädchen Carol. Als verheiratete Frau verhüllt sie ihr Haar mit einem kostbaren Kopftuch nach burgundischer Mode. In der Hand den Rosenkranz. Sie war gottes-

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Prof. Dr. Ulrike Krenzlin · Fortsetzung

Der frühe Dürer

Abb. 4: Die vier apokalyptischen Reiter. Apokalypse, 3. Figur. 1497/98. Holzschnitt. 39,6 x 28,3 cm. Nürnberg GMN GS Nr. Merkel 1656

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Kaiser Rudolf II. Vor diesem biographischen Ausgangspunkt werden neue Aspekte von Dürers Wanderjahren am Rhein aufgezeigt. Bisherige Theorien gingen davon aus, dass Dürer seine künstlerischen Vorbilder Martin Schongauer, den Hausbuchmeister und Wolfgang Peurer auf Wanderschaft persönlich kennengelernt hat. Doch diese Ansicht ist zu revidieren. Das wirft ältere Forschungsergebnisse durcheinander. Dürer hat diese Meister nicht – wie bisher angenommen – gekannt. Es gab in der Reichsstadt Nürnberg einen Kunstmarkt, auf dem man alles erwerben konnte. Auch die Blätter dieser Meister, der italienischen Künstler Jacopo de’ Barbari, von Andrea Mantegna sowie erstrangige Malerei aus dem ehemaligen Herzogtum Burgund. Höhepunkt der Sakralen Kunst im Kapitel Dürer als Dramatiker (Sektion III) bietet die Anbetung der Heiligen Könige aus den Uffizien in Florenz (Abb.3). Mit ihrer Huldigung zur Geburt bringen Drei Könige die Geschenke Myrrhe, Gold und Weihrauch. Melchior, der Älteste kniet zugewandt vor dem Kind, das von der seitlich sitzenden Maria aus lebhaft nach dem Kästchen mit der Myrrhe hinlangt. Die Heilpflanze spielt auf den künftigen Heiland an. Dahinter steht im grün changierenden Samtmantel der vollbärtige Balthasar, in der Hand den goldenen Buckelpokal. Rechts auf dem Podest entbietet Caspar, der Afrikaner, den Weihrauch im Gefäß. Drei Magier, Sterndeuter, als Berater an Höfen tätig, stammen aus dem heidnischen Morgenland. Dort haben sie einen Stern beobachtet. Aus seiner Strahlkraft deuten sie die Geburt eines neuen Messias. Diesem Stern sind sie gefolgt bis Jerusalem. Dort bestürzte ihre Botschaft vom verheißenen König der Juden den herrschenden König Herodes und seine Eliten. Auf ihrem

Rückweg sollten die Morgenländer Herodes den Geburtsort verraten, eine Vorwegnahme des bethlehemitischen Kindermordes. Bis Bethlehem folgten sie nun einem Wanderstern, der direkt bei der Heilige Familie stillstand. Zur dramatisch inszenierten Szene gehören die ruinöse Bogenarchitektur. Sie zeugt von der Größe vergangener Zeit. Gemeint ist sind Heidentum und Judentum. In deren Trümmern beginnt durch die Christi Geburt zum Augenblick das Neue, die christliche Zeit. Die sonnenhelle

Burg auf hohem Gebirgssporn im Mittelgrund zeigt folgenreiche auf die Gegenwart. Diese drei Weisen wurden bald zu Königen umgedeutet. Dabei geht es um exegetische Bezüge zum Alten Testament. Wo auch schon Könige zum Berg Zion wallfahrten mit Geschenken für Gott. Die Dreizahl ist mehrdeutig: die drei seit dem 12. Jh. bekannten Kontinente: Europa, Asien und Afrika sowie die Lebensalter. Joseph, der Ziehvater von Jesus ist für die Szene nicht notwendig. Ochs und Esel hingegen sind beteiligt am Wun-


in Nürnberg der der Geburt. Dürers Tierstudien erfassen das Miteinander von Tier und Mensch in neuer Weise. Darin sind sie ihrer Zeit meilenweit voraus. Das beliebte Thema war in der vorausgehenden Tafelmalerei reicher an Details. Bei Dürer ist es von großer Freude und innerem Glanz durchdrungen. Dieses wunderbare Werk steht an der Schwelle zur Reformationszeit, bleibt jedoch in den Grenzen der Altgläubigkeit. Bis heute wird am 6. Januar die Ankunft der Hl. Drei Könige gefeiert, die Haustüren erhalten den Segen mit den Buchstaben: C+M+B (Christus mansionem benedicat) Christus hat dieses Haus gesegnet. Den Dreiflügelaltar beauftragte Kurfürst Friedrich III. von Sachsen für die Schlosskirche in Wittenberg. Neben Kardinal Albrecht von Brandenburg besaß der Kurfürst die größte Reliquiensammlung. Doch trat er später zur Reformation über. In der Offenbarung hat Johannes eine Vision vom Strafgericht Gottes. Dessen Urteile sind in einem Buch erfasst, das mit sieben Siegeln verschlossen ist. Weder Mensch noch Engel dürfen sie öffnen, nur ein Lamm. Beim Öffnen der ersten vier Siegel erscheinen mit Donnerstimme vier Reiter (Abb. 4): der erste Reiter auf wei-

ßem Pferd mit Pfeil und Bogen ist vielleicht ein Sieger. Der zweite auf rotem Pferd mit erhobenem Schwert bedeutet den Krieg. Der dritte Reiter auf schwarzem Pferd mit Waage bringt Hungersnot im Gefolge des Krieges. Das vierte Pferd auf einem abgemagerten Gaul kommt daher mit der ganzen Unterwelt. Das ist der Tod. Er hat die Macht zu töten durch Schwert, Hunger. Dürer lässt diese vier Reiter von den vier Winden im furiosen Galopp die Welt durcheilen. Der Kampf des Himmels mit dem Teufel, Schrecken und Entspannung, das Martyrium des Johannes sind Gegenstand der Offenbarung Johannes. Die Apokalypse, eine frühe Buchausgabe mit Holzschnitten von Dürer, erschien unter dem Titel „Die heimliche Offenbarung des Johannes“. Dürer erfand bildgewaltige Illustrationen zu vierzehn Themen. Erstmals wird mit diesen Holzschnitten eine Textvorlage nicht direkt umgesetzt, sondern konvulsivisch mit Phantasien und Visionen umgegangen, in die manches Alltagsgeschehen und Landschaften verwoben sind. In jedem der vier Kapitel gibt es herrliche Bilder, gemalte Erzählwerke, die das Ende des Spätmittelalters

und den Beginn der Neuzeit verkünden. Manches öffnet sich dem Humanismus der Vorreformation. Anderes treibt die Spätgotik zur Blüte. Sie kann in der Reformation keine Nachfolge finden. Der Ausstellungskatalog ist hoch zu schätzen. Den 200 Werken sind erstmals ihre durchgehend erforschten Provenienzen zur Seite gestellt. Das Ergebnis übertrifft damit neue Museumskataloge, insbesondere den Bestandskatalog der Alten Pinakothek München. Weniger Erfolg ist in der Darstellung und Interpretation von Dürers Frühwerk aus dem nachreformatorischen Forschungsgeistes beschieden. Er meidet die Nähe zur ikonographischen Forschung vorreformatorischer Zeit. Dürers Größte DürerAusstellung in DeutschSchaffen war in das vorre- land seit 40 Jahren formatorische Glaubensmo- Germanisches Nationaldell eingebunden und nicht museum Nürnberg bis in das der Reformation. Theo- 2.9.12, Di – So 10 – 18 Uhr, 10 – 21 Uhr. logen und Historiker hätten Mi Katalog Verlag GNM das Forschungsprojekt in die- Nürnberg 2012, Hg. von sen Punkten bereichern kön- D. Hess u.Th. Eser, nen. So finden die Farbigkeit, ISBN 978-3-936688-59-7 29 € im Museum. die Dürer seinen Bildern mit- 36 € im Buchhandel. gegeben hat, ihr Glanz, der Kultur-Ticket-Spezial der bis heute die Welt erhellt, in DB für 39 € (2.Kl.). den Textbeiträgen kaum Ent- 59 € (1.Kl. an einem Tag hin und zurück). sprechung.

Lächeln und Lachen im Mittelalter Erstmalig wird in einer Ausstellung ein Thema behandelt, das die gesamte mittelalterliche Kunst durchdringt. Es ist das gute und böse Lachen. Man kennt es vom Programm der Portalplastik an den gotischen Kathedralen mit ihren Darstellungen des Jüngsten Gerichts. Auch von der Auferstehung der Seligen, von den Schreien aus dem Fegefeuer, in dem die Verstorbenen ihre Sünden büßen müssen. Ebenso

bekannt ist das höllische Gelächter der Teufel. Aber auch das selige Lächeln der Madonna mit dem Christuskind bestimmt die Kunstwerke. Diese Programme sind eindringlicher als jedes passende Hollywood Filmszenario. In der Bibel liegen Andeutungen vom törichten, triumphierenden, seligen oder jubilierenden Lachen vor. Doch die Art und Weise des Lachens, ob selig, zügellos, hem-

mungslos, sein Für und Wider auszudifferenzieren, das spielt erst in der Hohen Schule der Scholastik Anfang 13. Jahrhundert eine Rolle. Weil im Lachen ein Vorzug des Menschen erkannt wird. Zur Ausdeutung greifen Theologen auf antike Quellen zurück, insbesondere auf die Lehrwerke von Cicero und Quintilian zur Rhetorik, eine der sieben freien Künste. Im Griechischen kann scharf geschieden werden zwischen

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Prof. Dr. Ulrike Krenzlin · Fortsetzung

Lächeln und Lachen im Mittelalter bach schildert in seinem Epos Parzival den Verzicht auf das Lachen als königliche Tugend. Im hohen Mittelalter änderte sich diese Haltung allmählich. Theologen und höfische Epen-Autoren wie Wolfram von Eschenbach äußern sich differenzierter dazu. Immer unterscheiden sie jedoch zwischen seligem Lächeln und höllischem Gelächter. Sie trennen das „gute“ vom„schlechten“ Lachen (Abb. 1).

Abb. 1: Zug der Seligen (Detail). Ehem. Mainz. Dom. Westlettner. Naumburger Meister. Um 1239. Sandstein, farbig gefasst. 90 cm © Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz

Abb. 2: Kopf eines lächelnden Teufels. Ehem. Mainz. Westlettner. Naumburger Meister. Um 1239. Sandstein. farbig gefasst. 28 cm. © Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz.

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positiven (gélãn) und bösartigen (katagélãn) Lachen. In der Antike gingen die Autoren davon aus, dass Lachen diejenige Eigenschaft ist, die den Menschen vom Tier unterscheidet. Doch die hochmittelalterliche Scholastik bindet ihre Argumentation zu verschiedenen Arten des Lachens in ein hochkomplexes religiöses Weltanschauungsgebäude ein. Dafür reicht das lateinische Wort für Lachen (ridere) nicht mehr aus. Es müssen neue Ausdrücke speziell für höllisches Lachen, Gekicher und Schadenfreude gefunden und muss ausgefeilter argumentiert werden. Das Lachen wird überhaupt nur sehr zögerlich akzeptiert. Im frühen Christentum, bei den Kirchenvätern, stand Lachen dem Laster noch sehr nahe. In den Schriften von Hieronymus wird es gänzlich abgelehnt. In den benediktinischen Mönchsregeln ist ein maßvolles Verhalten beim Lachen erlaubt. Dem Weltklerus hingegen ist herausausschreiendes Lachen als Nähe zur Lasterhaftigkeit untersagt. Wolfram von Eschen-

Abb. 3: Madonna mit Kind (sog. Fuststrassenmadonna) um 1250. Sandstein. Fassung 19. Jh. 170 x 73cm © Mainz. Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum, Inv. PS 00169

Lachen also ist eine Frage der Qualität? Mehr, denn das Lachen bleibt eingeordnet in die religiöse Weltanschauung des Mittelalters. Der zufolge gibt es für den Menschen ein irdisches Leben und ein Nachleben im Jenseits. Erst am Tag des Jüngsten Gerichts entscheidet sich für jeden seine endgültige Bestimmung. Dante hat in der „Göttlichen Komödie“ am eindrücklichsten diesen Weg des Lachens aus der Religion in die Weltliteratur überführt. Zusammen mit Virgil führt ihn sein Weg durch Fegefeuer, Hölle in das Paradies, über all wird gelacht. Alles wird hinauslaufen auf die Frage, wird es ein selige Lächeln der Engel als Himmelsboten geben oder den krächzenden Teufel („kachezende tiuvel“).

Das höllische Lachen bleibt das Vorrecht des Teufels in Fegefeuer und Hölle (Abb. 2). Das selige Lachen erwartet nur diejenigen, denen es beim Jüngsten unter Abwägung ihrer Verdienste beschieden wird. Es gab bisher kaum Anlass, über diese unterschiedlichen Lachen nachzudenken. Das liegt daran, dass die Kunstgeschichte zur Deutung dieses Themas die Theologie braucht. Das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum hat nun zum Thema Seliges Lächeln und höllisches Gelächter eine wunderbare Ausstellung eingerichtet. Zusammen mit Theologen ist das kunsthistorische Material aufsehenerregend aufbereitet worden. Sind Antworten zur Fragen des Lachens gegeben werden, was bedeutet denn das Lächeln, Lachen und höllisches Feixen im Mittelalter. In der Bergpredigt wird das himmlische Lachen am schönsten beschrieben. „Freut euch an jenem Tage und springt vor Freude, denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel“ (Lk 6.20-23). Die schöne Maria (Abb. 3) im offenen Lockenhaar trägt das Christuskind so liebevoll im Arm und. Sie verfolgt sein Spiel liebevoll. In dieser Geborgenheit kann ihr Kind von innen heraus lächeln. Es handelt sich hier um eine der schönsten mittelalterlichen Darstellung des Lächelns. Die positive Haltung zum Lachen wird vor allem an der Frage gemessen, ob und wie Christus gelacht hat. Weil es in den Quelltexten keine ausführliche Interpretation gibt, blieb diese Frage wesentlich gnostischer Auslegung vorbehalten. Dass dem Jesus Kind alles Menschliche eigen war, damit auch das Lachen, findet breitere Zustimmung. Seliges Lächeln und höllisches Gelächter Das Lachen in Kunst und Kultur des Mittelalters, Ausstellung. Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz. Bis 16.9.12. Katalog: Schnell + Steiner, ISBN 978-3-7954-2583-8, 25,95 €


Feuchtigkeitspflege

für anspruchsvolle Haut Natürliche Regeneration und innovative Feuchtigkeitsversorgung sind die Hauptmerkmale der Linie »Aquanature« von ANNEMARIE BÖRLIND. Zwei neue Spezialprodukte ergänzen die Linie und verwöhnen die Haut mit extra viel Feuchtigkeit.

Neu bei AQUANATURE: Hyaluron-Augenpflege und Hyaluron-Feuchtigkeitsmaske

Wir werden in den in den nächsten drei Ausgaben jeweils die interessantesten Kosmetik-Pflegeprodukte von Annemarie Börlind vorstellen. Warum haben wir diese Produkt-Serie ausgewählt? Alle bemühen sich, auf der tragenden Welle der naturgegebenen oder -belassenen Produkte mitzuschwimmen. Da schaut man schon mal genauer hin und überlegt sich, wem man sein Vertrauen schenken kann. Und es ist verständlich, wenn man sich bei der Überprüfung von Langzeiterfahrungen leiten lässt. Hier ist Annemarie Börlind ein Spitzenreiter der internationalen Kosmetikhersteller. Und das ist der Grund unserer Auswahl. Die Augenpartie ist eine der anspruchsvollsten Pflegebereiche Stress, Müdigkeit und Alterserscheinungen zeigen sich hier am schnellsten. Oftmals trägt ein Mangel an Feuchtigkeit außerdem dazu bei,

dass diese Hautpartie trocken und fältchenreich wirkt. Die neue zarte Augenpflege der Linie Aquanature für die anspruchsvolle und feuchtigkeitsarme Haut enthält Wirkstoffe, die auf die Bedürfnisse der Augenpartie abgestimmt sind. Insbesondere vermindert der Anteil an Hyaluronsäure und marinen Pflanzenextrakten die Bildung von Trockenheitslinien und Fältchen. Phytozellen aus der Papyruspflanze fördern die Regeneration der Haut. Auch die bei dieser Partie häufig auftretenden Schwellungen können mit dieser Augenpflege gemildert werden. So stimuliert Bio-Coffein die Mikrozirkulation der Haut und fördert damit eine strahlende Augenpartie. Verwöhnende Frischemaske contra Trockenheitsfältchen und Müdigkeit Die Aquanature Frischemaske mit Hyaluron und wertvollen marinen

Pflanzenextrakten ist wie eine wohltuende Dauerdusche für durstige Haut. Wie ein Frische-Kick sorgt diese Maske, etwa nach einem langen Arbeitstag, für rasche Vitalisierung der Haut. Die Gelmaske verwöhnt mit ihren pflegenden Wirkstoffen und lässt den Teint jugendlich glatt und gesund strahlen. Ein lang anhaltendes Frischegefühl belebt nicht nur die Haut, sondern auch die Sinne. Die Maske ist für jeden Hauttyp geeignet und kann nach Bedarf mehrmals wöchentlich eingesetzt werden. Die Linie umfasst: Reinigungsmousse, Feuchtigkeitsserum, 24h-Creme-Sorbet, 24hFeuchtigkeitscreme sowie neu die Hyaluron-Augenpflege und Hyaluron-Feuchtigkeitsmaske. Vertrieb: Börlind GmbH Telefon: 0 70 51/60 00-0

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Schmuckmuseum Pforzheim:

Weltsprache Ornament STRENG GEZACKT UND SCHÖN VERSCHNÖRKELT · AUSSTELLUNG BIS 30. SEPTEMBER 2012

rechts: Armband Gold, Email; Lucien Falize Paris, 1879/80; © Schmuckmuseum Pforzheim; Foto Rudiger Flöter

Halsschmuck: Gold, Email; Giacinto Melillo zugeschrieben; Neapel, ca. 1870/80; © Schmuckmuseum Pforzheim; Foto Gunther Meyer

rechts unten: Armband »Intervention of red«; Silber vergoldet, Pulverbeschichtung; Robert Baines, 2003; © Schmuckmuseum Pforzheim; Foto Petra Jaschke

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Ornamentale Gestaltungsformen gehören zu den frühesten Zeichen menschlichen Kulturschaffens. Angefangen mit einfachen Ritzungen auf Fundstücken über in sich verschlungene Linien bis hin zu barockem Überschwang sind Ornamente auch im Schmuck zu finden. Sie sind ein welt- und kulturenüberspannendes Phänomen, an dem sich bei aller Verschiedenartigkeit ähnliche Muster entdecken lassen. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt ornamentaler Ausdrucksformen im Schmuck aus dem abendländischeuropäischen Raum bis zum Formenreichtum im Orient. Es werden die verbindenden Elemente der Ornamentik untersucht, die in allen Kulturen und Epochen auftauchen und sich zu einer »Weltsprache Ornament« zusammenfügen. Unter dem Aspekt der ornamentalen Gestaltung bietet sich so ein neuer Blick auf ausgewählte Preziosen der Sammlungen des Schmuckmuseums, aus denen rund 120 Stücke zu sehen sind. Einen Schwerpunkt bildet dabei das 19. Jahrhundert. Die Schau ist der Ausstellungsbeitrag des Schmuckmuseums zum Festival »Mix versteh’n« des Kulturamtes der Stadt Pforzheim. Einen Höhepunkt fand die Vielfalt der Ornamente im Schmuck mit dem Aufkommen des Historismus. In Abgrenzung von dessen Orientierung an vorangegangenen Stilen artikuliert sich in Epochen wie dem

Jugendstil mit seinen vegetabilischen Strukturen und dem geometrisch geprägten Art Déco ein in die Moderne weisendes Formenverständnis. Denn am Beginn des 20. Jahrhunderts steht die Auseinandersetzung mit ornamentalen Überformungen und deren zum Teil ve-

Brosche: Silber, Turkise, Markasite; Firma Gustav Braendle, Th. Fahrner Nachfolger Pforzheim; ca. 1930/32; © Schmuckmuseum Pforzheim; Foto Gunther Meyer

hemente Ablehnung. Hier nimmt der oft zitierte Adolf Loos mit seiner wütenden Streitschrift »Ornament und Verbrechen« eine Schlüsselposition ein – er sprach von »vergeudeter Arbeitskraft« und »geschändetem

Material«. Diese Kritik wirkt bis heute weiter, und ohne sie wären weder das Bauhaus noch das »form-followsfunction«-Design der letzen fünf Jahrzehnte denkbar. Die Spätmoderne zeichnet ein unbefangenerer Umgang mit Ornamentik aus. Gestalter setzen sie bewusst und unerschrocken oder teilweise ironisch wieder ein, um Lust am freien Spiel oder auch Aspekte wie Individualität auszudrücken. Parallel zur allgemeinen Gestaltung finden sich auch im Schmuck in ornamentarmen Zeiten immer wieder neue Ansätze zu ornamentalen Verzierungen. Von antiken Schmuckstücken mit geometrischer Flächenornamentik über gotische Elemente oder die Pflanzenornamentik der Renaissance, über Zitate der mittelalterlichen Buchmalerei im Historismus bis hin zur jüngsten zeitgenössischen Schmuckkunst ziehen die Ranken und Mäander der Ornamentik im Schmuck. Reihung und Rhythmisierung, Verdichtung und Überhöhung sind Kennzeichen der ornamentalen Kunst im Schmuck, die sich auf alle Kulturen gleichermaßen anwenden lassen und damit ein wahrhaft globales Phänomen beschreiben. Das Ornament ist ab Dezember und Januar Anlass für zwei weitere Ausstellungen in Pforzheim. Sie richten den Fokus auf das Ornament in Kunst und Design. Der Kunstverein Pforzheim zeigt »Ornamentale Strukturen«, und die Pforzheim Galerie widmet dem Thema eine Schau in der Reihe Design-Positionen.


Die Schmuckwelten Pforzheim informieren:

Schmuckpräsentationen VON HEIKE WALK UND DAGMAR MARIA MILDES Die Schmuckarbeiten von HEIKE WALK sind inspiriert durch die Beobachtung des Alltäglichen und seinen Geschichten. Oft sind es winzige Details, die beim genaueren Betrachten eine unglaubliche Ästhetik aufweisen. Diese sind Auslöser und Inspiration zugleich. So auch die Faszination für ein Zukkertütchen nach einem Kaffeehaus Besuch. Seine pralle Form und die zarte Struktur der Verschlussprägung finden seine Nach-

Argentium und „Soft flex”-Stahlseide sind die wichtigsten Komponeneten im Schmuck von DAGMAR MARIA MILDES. Die Silberscheiben sind aus Argentium-Silber. Dabei handelt es sich um eine Silberlegierung die sehr hell oxidiert, bei der Teile des Kupfers mit Germanium ausgetauscht werden. Die Oxydschicht legt sich wie ein Schutz um die Silberscheiben. Die hochwertige „Soft flex”-Stahlseide enthält 49 Fäden, was ihr große Flexibilität verleiht. Durch die Steifheit und die Spannung der Stahlseide kommt der Dreheffekt zustande, der besonders bei den Colliers eine entscheidende Rolle spielt. Dieser würde sich mit ei-

ahmung in der Ketten-Kollektion „golden sweets“. Dabei versucht sie das Wesentliche und Charakteristische der Dinge herauszufiltern, und mit möglichst wenig Eingriffen oder Veränderungen, in ihren Schmuck zu adaptieren. HEIKE WALK, geb. 1974 in Köln Studium der Biologie, Goldschmiedelehre und anschl. als Goldschmiedin tätig, Studium Produkt-/Schmuckdesign, seither freischaffende Designerin in Köln. Viele Gruppenausstellungen und Messen, wie z.B. „konzept-projekt-forschung“, Düsseldorf „manu factum 11“, Zons; „in der Südsee“ Zürich, „inhorgenta europe“ München; „best of 2010“, Düsseldorf. 3. Preis beim Wettbewerb „jewellery in siliciumcarbid“.

nem anderen Material nicht ergeben, wodurch Material und Formgebung untrennbar zusammenhängen. Weil Dagmar Mildes im hohen Norden von Norwegen lebt, entnahm sie den Utensilien der Fischerei ihre Inspiration. Die Formensprache ihres Schmucks erinnert z.B. stark an Krebsreusen. DAGMAR MARIA MILDES, geb. 1968 in Bruchköbel, lebt seit 1991 in Norwegen. „Meine Annäherung an eine neue Kollektion geht über das Material. Ich habe mich von der Stahlseide faszinieren lassen und mache mich auf die Suche nach Möglichkeiten, ihre wunderbaren Eigenschaften zur Geltung zu bringen.“ Aktuelle Kollektionen sind: „Vev”, „Kurv” und „Sigar”.

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Die Sparkasse Pforzheim Calw informiert:

„Sparkasse absolut an der Spitze“

Geschäftsstellen für „seniorenfreundlichen Service“ zertifiziert Beim Projekt „Seniorenfreundlicher Service“, einer Aktion des Landesseniorenrates und der Seniorenräte in Baden-Württemberg, wurde die Sparkasse Pforzheim Calw mit weiteren Zertifikaten bedacht. „Die Sparkasse ist da absolut an der Spitze“, attestierte Gerda Görnemann, eine der beiden Vorsitzenden des Kreisseniorenrats Pforzheim. Die Leiter der Sparkassen-Geschäftsstellen Eisingen, Königsbach, Remchingen, Büchenbronn, Birkenfeld, Neuenbürg, Straubenhardt und Keltern freuen sich über die vom Kreisseniorenrat überreichte Auszeichnung „Seniorenfreundlicher Service“.

heim Calw im Stadtgebiet und in Mühlacker zertifiziert worden. Nach Abschluss der Test- und Überprüfungsphase kann die Sparkasse nun insgesamt 40 zertifizierte Geschäftsstellen in Pforzheim, im Enzkreis und im Landkreis Calw vorweisen.

In Mühlacker wurden die SparkassenGeschäftsstellen Heimsheim, Illingen, Maulbronn, Niefern, Stromberg, Oberderdingen und Wiernsheim ausgezeichnet. Die Urkunden nahmen die jeweiligen Geschäftsstellenleiter entgegen.

Nach „Beste Bank“ im Focus Money-Citycontest also eine weitere Auszeichnung, die Kundennähe und Servicefreundlichkeit der Sparkasse belohnt. „Es ist offensichtlich so, dass man uns als vorbildlich darstellen kann“, zeigte sich Vorstandsvorsitzender Dr. Herbert Müller erfreut und fügte hinzu: „Freundlichkeit und Kompetenz sind bei der Sparkasse selbstverständlich.“ Im Vorjahr waren bereits 14 Geschäftsstellen der Sparkasse Pforz-

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An 26 Geschäftsstellen im Bereich Pforzheim, Mühlacker und im Landkreis Calw wurden die Urkunden an die jeweiligen Filialdirektoren überreicht. Im Bereich der Goldstadt und Mühlacker wurden zertifiziert: • Eisingen • Remchingen • Birkenfeld • Straubenhardt

• Königsbach • Büchenbronn • Neuenbürg • Keltern

• Heimsheim • Maulbronn • Stromberg • Wiernsheim

• Illingen • Niefern • Oberderdingen

„Wir haben’s Ihren Mitarbeitern nicht leicht gemacht“, machte Dieter Müller, Co-Vorsitzender des Kreisseniorenrats, deutlich. Die „vorbildlich bestellten“ Geschäftsstellen hätten beim Test auch durch „äußerst freundliche, gut ausgebildete“ Berater überzeugt. Ilse Kästner merkte an, dass der Prämierung ein zweiter Test vorausgegangen sei, bei dem die Prüfer inkognito blieben. Angesichts der guten Ergebnisse „können Sie beruhigt in den Ruhestand gehen“, meinte die Projektleiterin vom Kreisseniorenrat an Dr. Müller gewandt. Mit der Aktion und der Zertifizierung von Geschäften soll beim Einzelhandel auf Veränderungen hingewirkt werden, welche die immer größer werdende Kundengruppe „ältere Menschen“ berücksichtigen. Sämtliche Ausgezeichneten wurden auf eigenen Antrag getestet und bewertet. Gegebenenfalls wurden Änderungen angemahnt und deren Einhaltung überprüft. Die Aktion „Seniorenfreundlicher Service“ wird vom Kreisseniorenrat Enzkreis – der Stadt Pforzheim in Zusammenarbeit mit der IHK Nordschwarzwald, dem WSP Citymarketing, der Handwerkskammer Karlsruhe, dem Einzelhandelsverband, der Altenhilfe Enzkreis und der Altenhilfe Stadt Pforzheim durchgeführt. Bei Erfüllung vorgegebener Kriterien erhalten die Geschäfte nach dem ausgiebigen Test eines unangekündigten Prüfers das Prädikat „Seniorenfreundlicher Service“, das für die Kunden gut sichtbar platziert wird und als Auszeichnung und Leistungsnachweis wirkt. Nach Ablauf von zwei Jahren werden die Kriterien und Auflagen erneut überprüft und gegebenenfalls wird die Zertifizierung fortgeführt.


• Bücher • Bücher • Bücher • Bücher

Jan Seghers: „Die Akte Rosenherz“ Rowohlt Taschenbuch Verlag Jan Seghers alias Matthias Altenburg wurde 1958 geboren Der Schriftsteller, Kritiker und Essayist lebt in Frankfurt am Main Für seinen Roman „Partitur des Todes“ wurde der Autor mit dem „Offenbacher Literaturpreis“ sowie dem Burgdorfer Krimipreis ausgezeichnet. Niemand, der damals in heißen Augustnacht am Tatort war, wird den Fall je vergessen. Eine Prostituierte wird auf brutale Weise ermordet Sofort macht das Wort von der „zweiten Nitribitt“ die Runde.

sondere in der ZEIT, Florian Langenscheidt: bei GEO und in Me„Handbuch des Glücks“ rian. Heyne Verlag Florian Langenscheidt, Verleger und Der Westweg führt Buchautor, 1955 in Berlin geboren, seit mehr als 100 Studium Germanistik, Jour- Jahren durch den nalismus und Philosophie in Schwarzwald von Pforzheim nach BaMünchen. Er schreibt über Glück und sel. gibt es mit seiner Stiftung an Die Wanderung: eine EntdeckungsreiKinder weiter. Die Zukunft gehört den Opti- se mit einem exotimisten, und sie wird besser schen Gebirge, ein als die Gegenwart. In der durch das ZentralSteinzeit, glaubt Florin Lan- massiv deutschen genscheidt, mag Pessimismus Gefühls. Ein Buch, eine nützliche Eigenschaft das richtig Lust auf sein. Wo „hinter jeder Ecke den Schwarzwald ein Säbelzahntiger lauern konnte“ macht. half er beim Überleben. Der Verleger und PhilOhne die Früchte aus Wissenschaft und Technik wäre unser Leben beschwerlich. anthrop hat nicht nur „das Wörterbuch des Kein Strom, Telefon und Internet. Quantenmechanik und DNA sind nur einige der Optimisten“ geschrieMeilensteine. Der Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer bettet die letzten ben. Er lebt diese Hal50 Jahre seines Lebens in diese neue Welt des Wohlstandes, der weltweiten tung auch. Johannes Schweikle: „Westwegs“ Verlag: Klöpfer & Meyer Johannes Schweikle, 1960 in Freudenstadt im Schwarzwald geboren, studierte Ev. Theologie in Tübingen, Jerusalem und München. Er arbeitet als Journalist, lebte jahrelang in Hamburg und schreibt nun auf Schloss Bühl bei Tübingen. Seine Portraits, Essays und Reportagen erscheinen insbe-

Kommunikation und einer noch nie gekannten Freiheit ein.

336 Seiten

ISBN 978-3-8312-0388-8

Best.-Nr. 10388

€ 24,95

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Wolfgang Schorlau: „Die letzte Flucht“ Verlag: Kiepenhauer & Witsch Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. 2005 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. In seinem neuen Roman wendet er sich einem Thema zu, das für jeden lebenswichtig ist: dem Gesundheitswesen. Im gleichen Maß, wie er ein unfassbares Verbrechen aufdeckt, enthüllt der Autor, wie real die Bedrohung durch die übermächtige Pharmaindustrie ist.

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www.der-wissens-verlag.de '9'V‡+g5%h&+(5‡%h&+(5 Kostenlose Kataloge: Tel. 089/6492277


• Bücher • Bücher • Bücher • Bücher Luis Angel Diaz: „Das intelligente Bewusstsein der Zellen“ Verlag Trinity Luis Angel Diaz wurde in Argentinien geboren und zog 1994 nach USA. Seit mehr als 20 Jahren praktiziert und unterrichtet er Kinesiologie, orientalische Medizintechniken, Kräuterheilkunde und die Auflösung emotionaler Blockaden. Er zeigt in seinem Praxisbuch, wie wir das Bewusstsein der Zellen zur Selbstheilung nutzen können. Bärbel Reetz: „Hesses Frauen“ Verlag Insel Taschenbuch Mia Bernoulli, Ruth Wenger, Ninon Dolbin – drei Frauen, drei Lebensentwürfe. In der ersten Biographie über die Ehefrauen von Hermann Hesse entwirft Bärbel Reetz, gestützt auf

viele unveröffentlichte Bilder und Dokumente, nicht nur die Portraits ungewöhnlicher Frauen, sondern macht auch neue Facetten der Persönlichkeit des Dichters sichtbar. Bärbel Reetz ist 1942 geboren und lebt als freie Journalistin in Berlin. Studium der Germanistik und Anglistik. Ihre Arbeiten wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

out fängt in der Zelle an und nicht im Kopf. In ca. 70 Billionen Körperzellen wird ständig Energie produziert. Beim Burnout kommt diese Energieproduktion ins Stocken bis hin zum ständigen Zusammenbruch.

Uschi Eichinger/Kyra Hoffmann-Nachum: „Der Burnout-Irrtum“ Verlag systemed Ist Burnout wirklich (nur) eine Frage der Psyche? Wichtige Fragen hierzu, die von den Heilpraktikerinnen Uschi Eichinger und Kyra Hoffmann-Nachum in ihrem Praxisratgeber sowohl wissenschaftlich fundiert als auch für jeden verständlich beantwortet werden. Ihr Kredo: Burn-

Ernst Peter Fischer: „Niels Bohr: Physiker und Philosoph des Atomzeitalters“ Siedler-Verlag Der Physiker und Nobelpreisträger Niels Bohr (1885 – 1962) veränderte durch seine Forschung unseren Blick auf die Welt. Mit seinem Atommodell konnte erstmals die Stabilität von Materie erklärt werden, doch zugleich machten die darauf aufbauende Atomphysik und Nukleartechnik unsere Welt so unsicher wie nie zuvor. Ernst Peter Fischer beleuchtet Leben und Werk dieses faszinierenden Mannes, dessen Erkenntnisse uns bis heute beschäftigen.

Günther Böhme: Verständigung über das Alter oder Bildung und kein Ende. Eine gerontologische Studie Die hier wesentlich erweiterter Auflage vorgelegte Schrift ist aus der Arbeit an der Universität des 3. Lebensalters, deren Vorsitzender der Verfasser seit 1984 ist, hervorgegangen. Sie wende sich sowohl an Wissenschaftler im Fach Gerontologie als auch an die betroffenen Generationen der älteren, alternden und alten Menschen selbst. Ihnen wird dadurch eine Grundlage des Selbstverständnisses und des Verständnisses ihrer Situation geboten. Im Mittelpunkt stehen die gründlichen Ausführungen über Formen und wechselnde Inhalte der Bildung im Alter. Dabei werden vielfältige Perspektiven auf ein geistig erfülltes Alter geboten. Die Basis der

Reflexion ist die Idee einer lebenslangen Bildung. Sicher hat die ehrwürdige, lebenskluge Frau Aja, Goethes Mutter, recht, wenn sie ihrer Freundin Kunzelmann ins Stammbuch schreibt: „Lebe um zu lernen – lerne, um zu leben.“ Und so müssen wir das Leben als einen Lernprozess verstehen und erkennen, dass nur der Mensch lebensfähig ist, der lernt. Und das gilt für alle Lebensphasen, auch für solche der dritten Generation. „Wie weit der Geist ist, der sich den Körper baut, wie uns die Dichter versichern, ist sicher schwer auszumachen. Unbestreitbar sind

die Zusammenhänge zwischen geistiger Einstellung und körperlichem Befinden, zwischen körperlicher und geistiger Beweglichkeit.“ Der Verfasser: Prof. Dr. Günther Böhme, Professor für Bildungsphilosophie und Bildungsgeschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a.M., daselbst seit 1984 Vorsitzender der „Universität des 3. Lebensalters“, Ehrendoktor der Universität Riga, zahlreiche Monographien und Abhandlungen zur Bildungsgeschichte und zur Bildungstheorie der Lebensalter, u.a.: Verständigung über das Alter.


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Veranstaltungshighlights Herbst/Winter 2012

Bücher gewinnen

Mo | 24. September 2012 | 20.15 Uhr

Johannes Schweikle:

Wolfgang Schorlau:

Westwegs

Die letzte Flucht

Johannes Schweikle:

Köpfer&Meyer

KiWi Verlag

„Westwegs“ Über den Schwarzwald. Zu Fuß durch eine deutsche Landschaft. in unserer Buchhandlung | Einritt € 3,-

Die Akte Rosenherz

Bärbel Reetz

Hesses Frauen

Bärbel Reetz:

Di | 23. Oktober 2012 | 20.15 Uhr

Hesses Frauen © Annette Hornischer

Jan Seghers:

Insel Verlag

Rowohlt Verlag

Coupon ausfüllen und bis zum 31. Oktobter 2012 einsenden: Contact + Communication, Gerda Görnemann Lisztstraße 31, 76179 Pforzheim

Amelie Fried / Peter Probst: „Verliebt, verlobt – verrückt?“ Warum alles gegen die Ehe spricht und noch mehr dafür in unserer Buchhandlung | Einritt € 5,-

Mi | 7. November 2012 | 20.15 Uhr Natalie Lumpp: „Wein und Schokolade“

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mit Verkostung + inkl. Gutschein von Jacques Weindepot im Wert von € 10,in unserer Buchhandlung | Einritt € 12,-

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Fr | 16. November 2012 | 20.15 Uhr

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Thalia-Buchhandlung Westliche 27-29 75172 Pforzheim Tel. (0 72 31) 13 42-0 Fax (0 72 31) 13 42-15 thalia.pforzheim@thalia.de

Es entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Thalia-Mitarbeiter und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen.

7. Pforzheimer Kriminacht mit Jan Seghers, Wolfgang Schorlau und Vincent Kliesch in unserer Buchhandlung Einritt € 14,- (inkl. eines mörderischen Cocktails)


von A. L. Szalay

Es war einmal … es wurde wieder „Ein Unternehmer sollte wissen, was er will und was er nicht will.“ So dachte damals, um 1930 herum, mein Vater, der Sohn eines reichen Bauern. Er wollte nicht als Landwirt arbeiten, sondern, einen Schritt voran, die Produkte der Landwirtschaft weiterverarbeiten. So erlernte er den Beruf eines Müllers. Er begann sein Kapital aus der Landwirtschaft herauszuziehen und investierte in die Verarbeitung. Vorerst kaufte er die Hälfte einer Mühle, dann die zweite Hälfte und schließlich eine zweite Mühle. Er errichtete ein Sägewerk und eine Obstplantage. Meine Mutter wollte nicht von dem unternehmerischen Geist ihres Mannes abgehängt werden und dachte, dass aus dem Abfall der Mühlen man eine Schweinezucht im Großen aufziehen könnte. Die Dame, die im Dezember 2011 Ihr 100. Lebensjahr in guter Gesundheit feierte, folgte ihrer Idee und ging zu dem Monatsmarkt und kaufte gleich 70 Jungschweine. Heute erinnere ich mich an Ihr stolzes Gesicht, auf ihrem Kopf ein Hut, der etwas Majestätisches ihrem Gesicht verlieh. Der Hut hieß „Storchennest“ wegen der Ähnlichkeit, natürlich in Miniaturform. So marschierte sie stolz, gefolgt von der Rotte Ferkel in den Hof hinein. Es fehlten nur die Töne des Triumphmarsches aus Aida. Nach einigen Jahren lieferten meine Eltern jährlich an die großen Metzgereien, insbesondere Richtung Wien, 400 – 500 fertig gemästete Schweine. Die Müller allgemein gehörten zu der reicheren Sorte des Mittelstandes. Demzufolge hatten sie auch soziale Verpflichtungen. In den Büchern der Dorfgeschichte kann man lesen, dass meine Eltern großzügig waren. Auch unser Sozialverhalten sollte in richtige Bahnen gelenkt werden. „Machen wir es dem Papst nach“, meinte meine Mutter, die resolute Christin. „Laden wir zu Ostern die besonders Armen zum Mittagessen ein. Unsere Kinder müssen sie bedienen.“ Gott sei Dank, das Fußwaschen und Küssen konnte mein Vater ihr ausreden.

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So verlief unser Leben, mal abgesehen von dem Störungsbereich des 2. Weltkrieges. Es wurde fleißig gearbeitet, organisiert, gespart, investiert, Eigenkapital gebildet und Arbeitsplätze geschaffen, bis... ...bis eine andere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung oder Unordnung das Ungarnland überlappt hatte und zwar „in Folge der Vereinbarungen von Jalta insbesondere durch die Vereinigten Staaten und der Sowjetunion, in der sich die beiden Großen über das zukünftige Leben oder Sterben fast aller Völker einigten, ohne diese auch nur im geringsten um ihre Meinung zu fragen.“ Die bis dahin geltenden Leistungen in Ungarn wurde verurteilt, die Betriebe enteignet und die Unternehmer verteufelt, ihre Menschenwürde verletzt. Damit ging die unternehmerische Phase meiner Eltern zu Ende. Bei mir begann die unternehmerische Denkart viel zu frühzeitig zur Blüte zu streben. Etwa mit 8 – 9 Jahren habe ich mich entschieden, dass ich nicht gehen werde, 2 km hin und 2 km zurück, um meinen Onkeln Zigaretten zu kaufen. Wenn sie mich aufgefordert haben, natürlich immer dann, wenn sie keine mehr hatten, da habe ich ihnen angeboten, aus meinem wohl überlegt aufgebauten „Lager“ zu kaufen. Ich hatte Staffelpreise. Wenn sie nur 1 Stück kaufen wollten, um mal schnell eine zu rauchen, mussten sie den doppelten Preis zahlen.

Für eine ganze Packung habe ich nur 20 % aufgeschlagen. Neben dem Profit hatte ich den Vorteil, Prozentrechnen zu lernen. Im Zusammenhang mit meinen Onkeln habe ich noch eine weitere Marktlücke entdeckt. Nach der Arbeit pflegten die Herrschaften in Zweisamkeit mit ihren Liebchen entlang des Flussufers – denn wo eine Wassermühle ist, ist auch ein Fluss – sich immer mehr aus der Wohngegend zu entfernen. Nun, dachte ich, ein Gesundheitsspaziergang würde mir auch nicht schaden und so folgte ich dem jeweiligen Pärchen, sicherheitshalber in etwa 100 m Entfernung. Dies blieb dem Pärchen nicht verborgen, und damit begann der Geschäftskampf. Mein Onkel versuchte mich mit Rückwärtsgang zu erwischen, um mich mit Gewalt zum Verschwinden zu bewegen. Nun, ich war im Laufen nicht schlecht. Am Ende blieb ihm die einzige Möglichkeit, sein weißes Taschentuch zu ziehen, um friedlich die „Wegegebühr“ zu vereinbaren. Danach, als ich meinen unternehmerischen Pflichten nachgekommen war, kehrte ich mit liebenswürdigem Gesicht zu meiner Mutter zurück. Die Onkel haben dann eingesehen, dass es ihnen günstiger ist, jeweils für eine Woche im Voraus zu zahlen. An so einem Zahltag erkundigte sich meine Mutter nach den Gründen der Zahlung. „Oh Gott“, meinte meine Mutter, „das Kind hat zu lernen, Profit aus ehrbaren Wegen zu erwirtschaften.“ Meine diesbezügliche unternehmerische Tätigkeit wurde für die Zukunft sofort unterbunden. Als Strafe musste ich die Hälfte meiner Einnahme in die Kirchenkollekte einlegen. Mit diesem Geschäftssinn übersiedelte ich im Jahre 1956 aus der sozialistischen in die kapitalistische Welt über und heiratete eine Preußin. Damit wurde mein Geschäftssinn nach preußischen Richtlinien, Zucht und Ordnung, geordnet.


… und hoffen für die Zukunft Mein ältester Sohn, der Juniorchef, wollte als Kind mit mir immer „Chef“ spielen, wobei ich damals noch die Rolle des Chefs übernehmen durfte. Heute kämpft er um diese Rolle. In der Schule fast unter Tränen beklagte sich seine Lehrerin, dass der Jüngling bei der Aufforderung zur Mitarbeit kurz und bündig mitteilte: „Wozu sollte es gut sein? Ich werde sowieso eine Sekretärin haben.“ Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Sein 2. Sohn, der Ben, etwa 8 Jahre alt, wurde von seinem 2. Großvater (der 1. bin ich) aufgefordert, in der Schule fleißiger zu arbeiten. „Es ist nicht notwendig Opa, bei uns ist alles geordnet, Robert (1. Sohn) wird Opas Arbeit übernehmen und ich vom Papa.“ Und so hoffen wir und kämpfen wir, damit diese Wunschvorstellung von Erfolg gekrönt wird. Es wurde wieder – jetzt die PROVERTHA Ich habe nur gehandelt, so, wie der Marburger Volkswirtschaftsprofessor, K. Paul Hensel, der meine Fähigkeiten positiv bewertet hat, mir empfohlen hat. Ich hoffe, dass er nicht nur durch einige harmlose Gemeinsamkeiten auf mich aufmerksam geworden ist. Er hat sein Studium als Tischler verdient und ich als Kellner. Beide haben wir Dialekt gesprochen; er sächsisch und ich ungarisch. Wie auch immer, er sagte zu mir: „Sie haben Fähigkeiten in Theorien zu denken und diese in der Wirtschaft anzuwenden. Vor allem können Sie Geld verdienen und mit diesem auch umgehen. Nach dem Examen gehen Sie keineswegs zu einem Großkonzern, sondern zu einem Mittelbetrieb. Dort lernen Sie alles. Dann machen Sie sich in der Wirtschaft oder in einem Wirtschaftsbereich bekannt, d.h. leisten Sie etwas besonderes, wobei diese Leistung auf dem Markt gut verkäuflich sein muss! Dann machen Sie sich selbst-

ständig. Sie wollen Vermögen bilden und das können sie nur als Selbstständiger, z.B. durch Abschreibungen! Die Bekanntmachung meiner Person ergab sich durch eine besondere Möglichkeit und zwar für Vertragsgestaltung von Fabrikprojekten und für „Know How“-Übertragung. Durch meine technische, juristische und wirtschaftliche Ausbildung habe ich für diese Arbeiten die Grundlagen gehabt auf Grund meiner ausländisch ungarischen Abstammung. Man sagt, dass wir in der Fremde fleißiger sind als zu Hause. Wenn ich die Anfragen und meine Entlohnung in Betracht ziehe, dann darf ich behaupten, dass ich mich „bekannt“ gemacht habe und demzufolge auch selbstständig. Dann erschien mein von mir hoch geschätzter Preußenschwiegervater mit einem DIN-A4-Blatt in der Hand. Darauf stand „PROVERTHA“ und sagte: „Sollte aus deinem Vorhaben etwas werden, so sollte deine Firma so heißen.“ „Nun, meinte ich, da ich Dich gern habe, bin ich mit Dir als Namensgeber einverstanden, was auch immer die Provertha bedeuten soll.“ Er meinte, es sei die Abkürzung von „Projekte, Verträge, Handeln“. Man sieht, Fertigung stand nicht drin, weil ich dazu auch keine Laune gehabt habe, aber ich habe gut verdient, so dass ich mich entscheiden musste: Zahle ich mehr Steuern oder investiere ich. Ich habe mich für die Investitionen entschieden, an die vom Professor empfohlenen „Abschreibungen“ denkend. Und hoffen wir für die Zukunft Der frühere Oberbürgermeister, Herr Becker, würdigte die Pforzheimer Firma Schmalz zu ihrem 100-jährigen Familienbetrieb. Er sprach darüber, wie wenig Familien es schaffen, diese hohe Jubiläumszahl zu erreichen. Ich hielt eine solche Zielsetzung für ehrenhaft. Die Erreichung dieser Ziel-

setzung, mal abgesehen vom Vorhandensein des notwendigen Glückes, ist sie auch abhängig vom Willen der eben herrschenden Generation und der Eignung und Erziehung der jeweiligen Folgegeneration, sowie der jeweils bestehenden Rahmenbedingungen. Ja, die berühmten Rahmenbedingungen können den Erfolg ermöglichen oder alles zunichte machen. „Wer die Zukunft voraussehen will“, so Machiavelli, „muss in die Vergangenheit blicken.“ Wenn man für den Rückblick etwa unser Europa und die Periode von 1930 annimmt, dann können wir feststellen, dass die Rahmenbedingungen verrückt gespielt haben. In der Zeit um 1989 beim Zusammenbruch des sozialistischen Systems wurde auf jeden Fall von einigen angenommen, dass die Rahmenbedingungen eindeutig und berechenbar geworden sind und zwar ableitend aus der demokratischen marktwirtschaftlich orientierten Ordnung. „Das Ende der Geschichte“ wurde von einem Japan-Amerikaner geschrieben, der behauptet, „Platons Fragen“ nach der „optimalen Regierungsform“ - die Harmonie zwischen sozialer Gerechtigkeit und Funktionsfähigkeit der Wirtschaft – gefunden wurde. Leider hat sich Francis Fukuyama zu früh und zu weit aus dem Fenster gebeugt. Die „Freiheit und/ oder die Demokratie und/oder wir selbst“ haben uns mit neuen Problemen beladen. Die Probleme sind zu schnell aufgetreten, und so waren wir hierfür unreif und unvorbereitet. Hienzu kam, dass zwischen den Nationen kein Gleichgewicht herrschte. Sich dabei zurecht zu finden, ist mühselig oder überhaupt nicht möglich. So müssen wir für die Rahmenbedingungen der Nachfolgegenerationen unsere Daumen drücken oder versuchen, bei der Mitgestaltung mitzuwirken.

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Der Pforzheimer

Der Umgang mit dem Tod Wie sollen wir mit ihm umgehen? Sollen wir ihn verdrängen oder sollen wir uns mit ihm auseinandersetzen?

eines Menschenlebens. Und heute weiß man, dass Energie sich möglicherweise wandelt, aber nicht verloren geht.

Aus Erfahrung wissen wir – Verdrängen bringt uns nicht weiter. Im Gegenteil, im Laufe der Zeit kommen wir in Schwierigkeiten, das Gewissen meldet sich, die Gedanken drängen auf eine Lösung des Problems. Also gehen wir’s an.

Und was bitte hat das mit dem Tod zu tun? Nun, mit unserem Tod zerfällt die Materie, die den Menschen in dieser Welt sichtbar macht, nicht aber der geistige Teil der Persönlichkeit Mensch.

Wir wissen heute, dass wir, dieses mit Geist und Materie ausgestattete Lebewesen Mensch, nicht nur Körper sind. Es ist der Geist, der die Materie schafft, er ist die Energie, die bildet – von der ersten Sekunde bis zur letzten Stunde

Verlieren wir einen geliebten Menschen, so ist es die Trennung innerhalb unserer materiellen Welt. Unsere geistige Welt, getragen von der Liebe, dem starken Gefühl der Verbundenheit, das Miteinander bleibt uns so intensiv erhalten, wie wir es ermöglichen.

Thilo Meier, Pforzheimer Bestattungshaus.

Und wenn der Tod an unsere eigene Tür klopft? Dann sollten wir uns, unser Ich in uns, liebevoll in die Arme nehmen und uns glücklich aufmachen zu dem gemeinsamen Weg in unsere neue geistige Welt. Es ist die Liebe, die uns die Möglichkeit gibt, den Tod zu überleben.

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< Hauptfriedhof IHRE BESTATTUNGSPARTNER IN DER REGION  BLUMEN-VOLLMER Sommerweg 21 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/31 47 68  BLUMEN-SCHÄFER Hohenzollernstr. 41 und Hachelallee 3 (ehem. Blumen-Kiehnle) 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/31 64 54  FRIEDHOFSGÄRTNEREI HILLIGARDT Wolfsbergallee 53 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/10 69 18  GESTALTUNG IN STEIN ANDREAS MISSENHARDT STEINBILDHAUERMEISTER Ispringer Straße 40 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/31 38 78

 H. + W. ALBERT STEINBILDHAUERMEISTER Höhenstraße 58 – 60 75179 Pforzheim Tel. 0 72 31/44 16 64  STEINMETZ UND STEINBILDHAUERARBEITEN EUGEN MARTIN Inh. T. Schreiber Bernhardstraße 36 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/31 32 58  PFORZHEIMER BESTATTUNGSHAUS GMBH Thilo Meier Ispringer Straße 42 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/1 54 23 00

Führungen über den Hauptfriedhof Treffpunkt jeweils am Haupteingang  Sonntag, 12.8.2012, 15.00 Uhr Der neue Teil – Eine Führung über die Erweiterungen nach 1969 mit Olaf Schulze, Preis: 6 Euro

 Sonntag, 14.10.2012, 15.00 Uhr „Asche zu Asche...“ – Urnendarstellungen und Kolumbarien mit Olaf Schulze, Preis: 6 Euro

 Sonntag, 7.10.2012, 10.30 Uhr „Herbstzauber“, Leitung: Herr Hilligardt, Herr Meier, Herr Missenhardt

 Sonntag, 4.11.2012, 10.30 Uhr „Winterliche Impressionen auf dem Hauptfriedhof“, Leitung: Herr Hilligardt, Herr Meier, Herr Missenhardt

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Das Kartenbüro informiert:

Verlosung für alt & jung:

Musical-Karten zu gewinnen! Die Gewinnkarten für den Besuch des Musicals sind nicht nur für Eltern und Großeltern interessant. Vielleicht ist ein 10-jähriger in der Familie ein Gewinner und bekommt Lust, auch einmal an einem Casting teilzunehmen. Man kann nie wissen, wie viele schlummernde Talente es noch zu entdecken gibt. Sicher wird „Florian“ ihm erste Tipps geben und ihm von seinen Erfahrungen berichten. Wir drücken die Daumen.

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Frühzeitig wissen was läuft Attraktive Angebote und beste Beratung im Kartenbüro Schade, wenn man von tollen Veranstaltungen erst aus der Zeitung erfährt! Wenn sie schon längst vorbei sind und sich andere Leute glänzend amüsiert haben, während man sich zuhause vor dem Fernseher langweilte. Diesen Ärger können Sie sich ersparen. Frühzeitig wissen was läuft und sich zuverlässig die entsprechenden Eintrittskarten sichern: für beides ist das Kartenbüro in den SCHMUCKWELTEN in Pforzheim die erste Adresse. Wollen Sie zum Beispiel • eine langfristige oder auch monatliche Vorschau, • Information über Ausfall oder Verlegung einer Veranstaltung,

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• sich im Saalplan den besten Platz aussuchen, • wissen, wo es gerade Schnäppchen-Angebote gibt oder • einen Gutschein zum Verschenken, dann sind Sie im Kartenbüro genau richtig. Sie ahnen es bereits: Beratung hat bei den freundlichen Mitarbeiterinnen einen ganz hohen Stellenwert, denn sie kennen zum Beispiel auch die günstigeren Sitzplätze, von denen aus man trotzdem hervorragend sieht. Oder sie wissen, dass noch bis Ende September der „Musical-Sommer“ mit deutlich reduzierten Eintrittspreisen läuft. Apropos reduzierte Preise: nirgendwo gibt es billigere Eintrittskarten für die Landesgartenschau in Nagold als hier, denn die Sparkasse Pforzheim Calw hat als

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Mit etwas Glück können Sie 2 Eintrittskarten für das Musical „Ich war noch niemals in New York“ in Stuttgart gewinnen! Gewinncoupon ausfüllen, ausschneiden und per Post senden an:

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Platin-Partner diesen Vorteil für ihre Kunden ausgehandelt. Wie schön, wenn Sie die lang ersehnten Tickets für das Musik-Event des Jahres oder eine hochkarätige Sportveranstaltung in Händen halten! Und um so schlimmer, wenn Sie oder Ihre Angehörigen z.B. kurz vorher krank werden und die teure Karte verfällt. Deshalb gehen Sie auf Nummer sicher und schließen eine Kartenrücknahme-Versicherung ab. Für einen geringen Betrag, der sich am Kartenpreis orientiert, haben Sie dann die Gewähr, den bereits bezahlten Betrag rückerstattet zu bekommen. Da die Versicherung innerhalb von maximal zwei Tagen nach Kauf bzw. Erhalt der Karten abgeschlossen werden muss, ist es sinnvoll, sie gleich mitzubestellen. Klar, dass jeglicher Service nicht nur live vor Ort, sondern auch telefonisch (0 72 31/1 44 24 42) oder virtuell per Internet zu haben ist. Schauen Sie einfach mal rein unter www.ticket-pf.de. Viel Spaß! Die aktualisierten Öffnungszeiten unseres Kartenbüros siehe rechts!

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Contact + Communication Gerda Görnemann Lisztstraße 31, 75179 Pforzheim

Telefon

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 15.09.2012.

E-mail

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Congress Centrum Pforzheim 19.10.2012 Bodo Wartke: Klavierdelikte 14.10.2012 Abonnementkonzert 1 SWDKS König – Göttervater Mozart 21.10.2012 1. Sinfoniekonzert 18.11.2012 Abonnementkonzert 2 SWDKS Vater und Sohn 29.11.2012 The Chippendales 05.12.2012 Urban Priol Kulturhaus Osterfeld Pforzheim 29.09.2012 Volker Klüpfel & Michael Kobr „Schutzpatron“ 06.10.2012 John Doyle 07.10.2012 Markus Krebs Literatur unter Betäubung 11.10.2012 Götz Frittrang 12./13.10.2012 Herrn Stumpfes Zieh- & Zupf-Kapelle 12./13.10.2012 Nach Schwaben Kinder 14.10.2012 Dave Davis 18.10.2012 Dieter Hildebrandt 20.10.2012 Die Nacht der Stimmern 7 21.10.2012 Rolf Miller 01.11.2012 Mundstuhl 07.11.2012 Gretchen Parlato & Band 09.11.2012 Pe Werner 11.11.2012 Johnny Winter & Band 13.11.2012 Wolfgang Niedecken 15.11.2012 Dieter Huthmacher 16.11.2012 Horst Schroth 18.11.2012 Frank Markus Barwasser 27.11.2012 Tom Gerhardt 02.12.2012 Eure Mütter 09.12.2012 Cavewoman 22.12.– 6.1.2013 Winterträume Schleyerhalle Stuttgart 25.09.2012 Nickelback 30.09.2012 Billy Talent 03.10.2012 Andre Rieu 21.10.2012 Die große Schlagerparade 26.10.2012 SWR1 Hitparade – Das Finale 14.11.2012 28. Internation. Reitturnier 24.11.2012 Lionel Richie 01.12.2012 Deep Purple 04.12.2012 Seeed 14.12.2012 Eisheilige Nacht

€ 25,50 € 18,70 – 41,80 € 16,50 – 31,00 € 18,70 – 41,80 € 44,50 – 55,90 € 20,90 – 25,40 € 18,70 € 14,20 € 22,80 € 16,50 € 23,20 € 12,00 € 26,80 € 23,20 € 18,70 € 18,70 € 27,70 € 18,70 € 23,20 € 36,70 – 42,30 € 28,80 € 16,50 € 23,20 € 26,60 € 24,90 – 30,50 € 21,00 € 21,00 € 14,20 – 49,00 € 64,45 – 71,35 € 37,70 € 56,90 – 77,40 € 36,00 – 66,00 € 19,80 € 6,00 – 41,00 € 50,00 – 84,50 € 59,80 – 77,00 € 37,45 – 46,65 € 40,70

15.12.2012 18.12.2012

€ 34,40 – 40,10 € 52,45 – 72,70

Silbermond AIDA Night of the Proms

Liederhalle Stuttgart 09.10.2012 Benjamin Nuss 20.10.2012 Haindling 21.10.2012 Hubert v. Goisern 01.11.2012 Olaf live mit Band 05./06.11.2012 Alive and Swingin 23.11.2012 Ernst Hutter & Die Egerländer

€ 24,00 – € 30,40 – € 36,90 – € 30,30 – € 69,20 – € 26,40 –

LKA Stuttgart 07.10.2012 11.10.2012 13.10.2012

Levellers Kraftclub Donots

€ 22,10 € 27,10 € 25,75

Musicals Di. bis So. Di. bis So.

Ich war noch niemals in New York Rebecca

€ 49,89 – 143,04 € 49,89 – 143,04

40,50 46,90 50,80 60,20 95,65 45,10

Theaterhaus Stuttgart 01.10.2012 Michl Müller 09.10.2012 Madsen 11.10.2012 Marek Fis 12.10.2012 Hello, I am Johnny Cash

€ 30,90 € 25,90 € 19,98 € 33,00 – 45,10

Porsche Arena 11.11.2012 23.-25.11.2012

€ 53,90 – 60,90 € 30,90 – 70,90

Status Quo Ice Age Live – Ein mammutiges Abenteuer 28.11.2012 Gossip 30.11.– 2.12.12 DTB-Pokal 2012 16.12.2012 Budo-Gala 2012 Karlsruhe 04.10.2012 12.10.2012 20.10.2012 26.10.2012 02.11.2012 01.12.2012 15.12.2012

€ 41,50 € 11,95 – 34,95 € 41,63 – 91,13

Max Giesinger – Michael Schulte Festhalle Durlach Luca Hänni + Band, Festhalle Durlach Stefan Gwildis, Festhalle Durlach Die Ärzte, Europahalle Olaf – erste Solotour nach den Flippers, Stadthalle Runrig, Europahalle Knock Out Festival, Europahalle

Baden-Baden Festspielhaus 04.10.2012 Jessye Norman 15.11.2012 Seal Soul 2 Tour 25.11.2012 Max Raabe

24.11.2012

€ 34,70 € 36,70 € 39,00 € 30,30 – 60,20 € 37,30 – 39,50 € 52,00 – 56,00 € 34,00 – 111,00 € 49,65 – 89,90 € 40,00 – 131,00

Sonstige (Auswahl) bis 7.10.2012 Landesgartenschau Nagold Mannheim 30.09.2012

€ 29,85

Erw. € 13,00 Kinder € 4,00

Söhne Mannheims ganz nah dran Live 2012, Rosengarten David Garrett, SAP-Arena

€ 43,75 € 56,70 – 79,70

Kartenbüro in den SCHMUCKWELTEN Pforzheim Eingang Ecke Kiehnle- und Museumstraße . Poststr. 3 . 75172 Pforzheim Wir sind für Sie da: Montag – Freitag 10 – 19 Uhr Samstag 10 – 15 Uhr www.ticket-pf.de . info@ticket-pf.de

Telefon 07231 1442-442 Fax 07231 1442-443

Preise incl. Gebühren und ges. Mwst. Angaben ohne Gewähr.

In Ihrem Karten Büro in den SCHMUCKWELTEN Pforzheim erhalten Sie Tickets für alle Stücke aus dem Repertoire des Stadttheaters Pforzheim. Ebenso für alle Veranstaltungen des Kulturhauses Osterfeld, die Abo-Konzerte des Südwestdeutschen Kammerorchesters, des Oratorienchors Pforzheim, für Veranstaltungen des Figurentheaters von Raphael Mürle in Brötzingen, der Volkshochschule Mühlacker, des Tollhauses Karlsruhe und viele, viele mehr!!!


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Generationen im Dialog Ausgabe 2-2012  

Zeitschrift für Jung & Alt, Generationen, Familie, Eltern, Großeltern, Kinder, Enkel, wissenschaft, kultur, kunst, bauen, wohnen, seniorenhe...

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