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s i t a r G emplar

Generationen im D ialog contact + communication

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! t i m h c i Spr

Diese Zeitschrift wird in Zusammenarbeit mit dem Kreisseniorenrat Enzkreis Stadt Pforzheim e.V. und mit Unterstützung der Sparkasse Pforzheim Calw hergestellt.

KLINGEL: MODE FÜR GENERATIONEN DIE SPARKASSE »MIT HERZ & HAND« MAN DARF RUHIG DARÜBER SPRECHEN NEUE AKTIVITÄTEN KREISSENIORENRAT SANDRO BOTTICELLI & DIE SCHÖNHEIT

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2010


Sprechen Sie mit uns…

wenn Sie …wenn Sie …wenn Sie …wenn Sie …

den Erwerb einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims planen eine preiswerte und provisionsfreie Mietwohnung suchen die Verwaltung von Hausbesitz oder Eigentumswohnungen wünschen bei der Erstellung Ihres Wohn- oder Gewerbeprojektes betreut werden wollen

…wir sind für Sie da.

B AU & G R U N D

G M B H

Erbprinzenstr. 20 • 75175 Pforzheim • Tel 0 72 31/93 02-0 • Fax 0 72 31/93 02-11 I n t e r n e t : w w w. p f o r z h e i m e r. d e • E m a i l : i n f o @ p f o r z h e i m e r. d e


: gibt es das Hetftuznutemr: NbEsU ofor t Interne e A .d auch im -dialog Blättern nerationen-im e www.g

Editorial

Inhalt Seite

Liebe Leserinnen und Leser, wir haben keinen Krieg, unsere Männer sind nicht an der Front, wir haben keine Hungersnot, wir haben im Winter eine warme Unterkunft – worüber um Gottes Willen jammern wir? Oder jammern wir um einen verlorenen Menschen, der sich einem anderen zuwandte? Warum jammern, wenn sich eine Zeit erfüllt hat, eine Begegnung keine ewig-zeitliche, sondern der Abschnitt eines langen Lebens war?

Prof. Dr. Fischer: Laser – das besondere Licht

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Im Gespräch mit Dr. Herbert Müller 6 – 7 Generationen machen Musik

8–9

Thomas Gesterkamp: Depression – Arbeitsunfall der Moderne 12 – 13 Die Kreishandwerkerschaft informiert: Haie auf dem Dach

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Bauvorhaben der Region

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Oder jammern wir, dass wir zu viel arbeiten müssen? Na, besser zu viel als zu wenig. Oder jammern wir, dass die Menschen so unehrlich und unfreundlich sind? Dann sollten wir ihnen zeigen, wie glücklich es macht, anders zu sein. Oder jammern wir darüber, dass die Kinder nicht zu bändigen sind und wir sie nicht in den Griff bekommen? Da sind bestimmt nicht die Kinder schuld, denn ihnen ist ganz sicher nicht rechtzeitig beigebracht worden, dass es Grenzen gibt. Das ist nur mit Konsequenz zu erreichen, und das bedeutet, auch beim 10. Mal nein zu sagen.

Dr. Dieter Kissel: Die Bremer Stadtmusikanten oder das Märchen (?) von der Alten-WG

18 – 19

Alt und Jung musizieren

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Ja, ich weiß, wovon ich spreche, ich habe das alles miterlebt. Lang ist es her. Es ist nicht so einfach, aber man muss es versuchen. Und bei all den Problemen, Schwierigkeiten sollte erst einmal das negative Denken auf dem Müll landen. Und das gilt für alle Jahrgänge. Denn in dem Augenblick, in dem alle Kassen leer sind, sollte jeder Freude daran haben mit zu helfen, auch die Großelternjahrgänge, die heute eine Fülle von Aufgaben als Leih-Oma oder Leih-Opa übernehmen können.

Das Neueste aus der Apotheke

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Wir leben alle in der gleichen Zeit, leben aus der gleichen Kasse, und es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns den Aufgaben und Problemen dieser Zeit zu stellen, und zwar gemeinsam in gegenseitiger Wertung, Anerkennung und einem winzigen Quentchen Mit – Gefühl. Herzlichst Ihre Gerda Görnemann

Man kann ruhig darüber sprechen – die Heime und ihre Anliegen 20 – 34 Kreisseniorenrat aktiv

38 – 40

Sie waschen, sie waschen …

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Prof. Dr. Ulrike Krenzlin: Sandro Botticelli’s „Trionpho della morte“

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Rechtsanwältin Isabel Hutter: Das neue Erbrecht Themen um Schmuck

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Börlind: „Green Value“ im Focus 54 – 55 Bücher – Bücher – Bücher

56 – 57

Der Kochtopf

58 – 59

A. L. Szalay: Solche und solche… 60 – 61 IMPRESSUM:  Herausgeber: Gerda Görnemann Lisztstraße 31, 75179 Pforzheim Telefon: 0 72 31/15 53 44 Telefax: 0 72 31/15 53 43 E-mail: cucgg@t-online.de  Redaktion: verantwortl.: Gerda Görnemann Mitarbeit: Dr. Ursula Mayer  Anzeigen: Eva Hannemann

 Grafik + Satz: Simone Bok, Agentur für Mediengestaltung, Horb a.N., Daten an E-mail: sbok@kabelbw.de  Bildbearbeitung: Repro-Mayer, Birkenfeld  Druck: Mayer & Söhne, Druck- und Mediengruppe GmbH  Erhältlich beim Herausgeber, über die Geschäftsstellen der Sparkasse Pforzheim Calw und den Kreisseniorenrat Enzkreis Stadt Pforzheim e.V. Ebersteinstraße 25, 75177 Pforzheim

Das Kinderfeld am Pforzheimer Hauptfriedhof

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Das Klingel-Depot und die Mode für Generationen

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Dr. H. Dekant: Anti-Krebs-Ernährung

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Titelfoto: Klingel Pforzheim

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Prof. Dr. Ernst Peter Fischer

Das besondere Licht: Seit kurzem findet sich in deutschen Wörterbüchern der Eintrag „lasern“, wobei das „a“ so gesprochen wird wie in Lady (und nicht wie in Laptop). Lasern bedeutet, einen Patienten „mit einem Laserstrahl behandeln“, wie dem neugierigen Leser erklärt wird, der in den Zeilen davor erfahren kann, was der Laser selbst ist, mit dem der durch das Tätigkeitswort bezeichnete medizinische Eingriff durchgeführt wird, nämlich „ein Gerät zur Verstärkung von Licht oder zur Erzeugung eines scharf gebündelten Lichtstrahls“. Viele von uns haben das Substantiv „Laser“ längst in ihren Wortschatz eingefügt – spätestens nach dem Besuch einer Lasershow oder beim Kauf eines Laserdruckers –, und es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis es dem „lasern“ ebenso geht und das Verb als neues Wort in unserer Sprache die gleiche Runde macht. Immer mehr Menschen werden es ganz selbstverständlich benutzen, wenn nicht nur die therapeutischen Einsätze von Lasern zunehmen, sondern sich auch die Palette der alltäglichen Gebrauchsgüter erweitert, zu deren Fertigung das erstaunliche Licht dieser „Strahlquellen“ eingesetzt werden kann, wie der Laser unter Fachleuten heißt, die es seit 1960 gibt. Laser werden mit harten Materialien längst ebenso gut fertig wie mit weichen. Sie fügen nicht nur massive Karosserieteile beim Autobau zusammen, sondern verschweißen auch die lebensrettenden Airbags. Sie bohren die passenden Löcher sowohl in winzige kristalline Uhrensteine als auch in die flexiblen und biegbaren Sauger auf den Babyflaschen, und so lassen sich noch viele alltägliche Anwendungen von Lasern nennen, die inzwischen die Tastaturen von Computern be-

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schriften und mit ihren Strahlen sogar dafür sorgen, dass die Designer Jeans ihre unverwechselbaren Muster durch Ausbleichen der Farbe aufgeprägt bekommen. Laserstrahlen ermöglichen raffinierte Fertigungen und fördern schwierige Heilungsprozesse längst auf vielfältige Weise, und diese und andere wohltuenden und gewünschte Qualitäten stehen in auffallendem Gegensatz zu der ersten Assoziation, die zahlreichen Menschen leider nach wie vor in den Sinn kommt, wenn sie das Wort Laser hören. Sie denken dann zum Beispiel an die Laserschwerter aus dem Film „Star Wars“ oder umfassender an den militärischen Einsatz von Laserstrahlen, wie es politische Programme der USA noch in den 1980er Jahren vorgesehen hatten. Im Jahrhundert der Photonik Es steht natürlich außer Frage, dass es stets militärisches Interesse am Licht der Laser gibt, und es kann ebenso wenig übersehen werden, dass man sich zumindest im Pentagon bis heute Gedanken über die Gebrauchsfähigkeit von Lasern macht und derzeit zum Beispiel an einer Art von Gewehr arbeitet, mit dem ein Laserpuls auf den Weg ge-

bracht werden soll, der auf der Haut einen stechenden Schmerz bewirkt, ohne dabei Verbrennungen mit bleibenden Schäden entstehen zu lassen. Aber wer daraus den Schluss zieht, dass Laser „Todesstrahlen“ produzieren, der behindert sich selbst. Er blockiert mit diesem militärischen Brett vorm Kopf erstens seinen Blick auf das, was die Zivilgesellschaft mit dem Laser tatsächlich zustande gebracht hat – nämlich Licht als Mittel der Therapie zu liefern und Strahlen als Werkzeuge bereist zu stellen –, und er verbaut sich zweitens die Perspektive auf das, was mit dieser Technik künftig möglich wird. Dieses Vermögen kann mit einem Wort bzw. einem Wortwechsel ausgedrückt werden, den es vorzubereiten gilt. Wer „Licht“ auf Griechisch sagt, spricht von „Phos“ oder „Photos“, und wir alle kennen und verwenden die „Photographie“ als Lichtmalerei. Wer sich wissenschaftlich um Licht kümmert, betreibt Photonik, wie man mit dem griechischen Ursprung sagen kann, wobei das derzeit noch gewöhnungsbedürftige Wort sich an die Stelle der gewohnten „Optik“ setzt, die mehr mit Linsen und Spiegeln zu tun hat. „Photonik“ wurde so gebildet wie die längst vertrauten Begriffe „Genetik“ oder „Elektronik“, in denen ebenfalls Wurzeln der antiken Philosophensprache stecken. Ihr verdanken wir auch das „Gen“ und das „Elektron“, und daraus leiten Ausdrücke wie „genetische Krankheit“ oder „elektronische Datenverarbeitung“ ab, die wir im Alltag problemlos verwenden. Mit der letzten Wortverbindung bezeichnen wir etwas, das Menschen selbst gemacht haben, und jeder versteht, was gemeint ist, wenn es heißt, dass das 20. Jahrhundert – zumindest in seiner zweiten Hälfte – im Zeichen der Elektronik stand. Jeder Verstärker, jeder Computer


Der Laser hat Geburtstag und jedes Mobiltelefon und viele andere Gebrauchsgegenstände, die es in großen Märkten günstig zu kaufen gibt, bestätigen diese Einschätzung, und es scheint, dass der Siegeszug der Elektronik ungebrochen weitergeht. Doch es gibt Experten, die anderer Ansicht sind und damit rechnen, da sich dieser Trend ändert und wir Zeugen eines grundlegenden Wandels werden, bei dem die Elektronik ihre führende Rolle abgibt – wenn sie auch weiterhin stark bleibt. Und verantwortlich für diesen Wechsel des technischen Mediums werden der Laser und seine Strahlen sein. Die Qualität und Energie des von ihm ausgehenden Lichtes werden uns – so die Prognose – in die Lage versetzen, im 21. Jahrhundert das Zeitalter der Photonik werden zu lassen. Es lohnt sich, darauf vorbereitet zu sein. Man kann dies mit Hilfe meiner Buches „Laser“ tun, das im April 2010 erscheinen wird und die Geschichte des besonderen Lichts erzählt. Das Laserlicht Laserstrahlen gibt es seit fünfzig Jahren – genauer seit dem 16. Mai 1960 –, und am Anfang schien niemand etwas damit anfangen zu können. Als der Amerikaner Theodore H. Maiman einem rötlich schimmernden Rubinkristall den ersten Laserpuls entlocken konnte, sagte einer seiner Mitarbeiter: „Jetzt haben wir eine Lösung, die nach ihrem Problem sucht.“ Diese Bemerkung macht wunderbar die Absichtslosigkeit von Grundlagenforschung bzw. die reine Neugier ihrer Betreiber deutlich. Als in den späten 1950er Jahren in verschiedenen Laboratorien versucht wurde, Laserlicht zu produzieren, dachte niemand an Anwendungen, sondern nur an die Möglichkeit, solch einen Strahl entstehen zu lassen (natürlich auch, um auf diese

Weise zu Ruhm und Ehren zu kommen). Zu Beginn der 1950er Jahren war erkannt worden, wie sich (elektromagnetische) Wellen geeignet koordinieren lassen, um einen gebündelten Strahl von Laserqualität zu erzeugen, und an ihrem Ende galt es, damit praktischen und sichtbaren Ernst zu machen. Heute nutzen wir Laser schon länger und gerne. Die zuverlässigen und kostengünstigen Lichtmaschinen finden sich zum Beispiel in Stereoanlagen, auf denen man CDs abspielt, man trifft auf sie an den Kassen im Supermarkt, an denen Angestellte mit einem Instrument schwarz-weiße Muster (die Barcodes) abtasten, man nutzt sie als Laserpointer, die an die Stelle des Zeigestocks aus Schultagen getreten sind, oder man greift auf sie in den Druckern zurück, die an den Laptop angeschlossen werden und so heißen, nämlich Laserdrucker. Auch wenn wir uns an diese Produkte gewöhnt haben, sollte erstaunlich bleiben, dass das alles mit Licht geschieht. Licht leuchtet und wärmt nicht nur, Licht überträgt auch Informationen, es tastet zudem Oberflächen ab und bearbeitet sie, es schneidet, bohrt und fügt zusammen, und es kann all das und mehr, wenn es aus einem Gerät bzw. einer Vorrichtung kommt, die wir Laser nennen. Wenn wir so reden, werden wir verstanden, ohne zu beachten, dass wir dabei kollektiv einen Schritt im Bewusstsein vollzogen haben, auf den man hinweisen sollte. Die fünf Buchstaben „Laser“ haben ihre Karriere nicht als Wort für ein Produkt begonnen, sondern als eine Reihung (ein Akronym), die einen physikalischen Vorgang abgekürzt beschreiben sollte, und zwar im amerikanischen Englisch, also in der Sprache, die nach dem Zweiten Weltkrieg das Kommunikationsmittel der Wissenschaft wurde.

Die Buchstaben L.A.S.E.R. erfassen einen physikalischen Prozess, bei dem es um das Aussenden (Emission, E) von Strahlen (Radiation, R) geht. Wir alle wissen, dass in einer Glühbirne ein erhitzter Draht Licht aussendet, was seit dem 19. Jahrhundert funktioniert und schon lange nichts Besonderes mehr ist. Die Physiker haben in der Zwischenzeit gelernt, wie sie die Emission von Strahlen erstens auf trickreiche Weise anregen (stimulieren, S) und zweitens das so erzeugte Licht massiv verstärken (amplifizieren, A) können. Damit haben wir alles zusammen, was in dem eleganten Kunstwort LASER zusammenkommt, nämlich den Vorgang der Verstärkung (Amplification, A) von Licht (Light, L), das durch Stimulation (S) zur Emission angeregt worden ist: Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation – Lichtverstärkung durch stimuliertes Aussenden von Strahlung. „Laser“ erfasste also ursprünglich die physikalischen Vorgänge, mit denen eine besondere Form von Licht erzeugt wird. Doch sobald diese Prozesse funktionierten, wechselte das Wort seine Zuordnung. Es bezeichnete von nun an den Apparat, aus dem das Licht kam, und in dieser Bedeutung benutzen wir „Laser“ bis heute. Er gehört jetzt zu uns und unserem Alltag. Wir können auch uns selbst zum Geburtstag gratulieren. Herzlichen Glückwunsch, Laser.

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Im Gespräch mit Dr. Herbert Müller:

Im Gespräch… Ein 175-jähriges Jubiläum, ein Jubiläumswettbewerb um „175 Glanzlichter der Region“ und ein gewichtiger Bildband, in dem die 175 Glanzlichter präsentiert werden, sind Anlass genug, um mehr zu erfahren über Pläne, Gedanken und Tendenzen.

Dr. Herbert Müller Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw.

Ein Gespräch mit Dr. Herbert Müller, dem Vorstandsvorsitzenden des Jubilars, der Sparkasse Pforzheim Calw, eröffnet Bemerkenswertes. Er ist ein Mann der leisen Töne, des pragmatischen Denkens und der fantasiereichen Pläne. Sein Credo: „Ideen müssen sitzen und eine nachhaltige Wirkung zeigen. Und sie müssen Synergien mit der Stadt entwickeln.“ Herbert Müller liebt Jazz und Rock, spielt Gitarre für den Hausgebrauch, und bei Bedarf steht ein Schlagzeug in Bereitschaft. „Wenn ich mal nicht so gut drauf bin, bringe ich mich mit der Musik wieder in Stimmung.“ Die Bilder an den Wänden seines Arbeitsumfeldes zeugen von Interesse und Freude an der Malerei. Auf die Frage, ob seine Beziehung

Sparkassen-Stiftung für die Region lobt Bürgerschaftspreise aus Die „Stiftung für die Region“ wurde Ende 2007 gegründet und hat nun schon zwei Stiftungsjahre erfolgreich abgeschlossen. Nachdem im Jahr 2008 der Schwerpunkt bei der Förderung von Projekten lag, die den Gedanken der Integration in unterschiedlichen Lebensbereichen beispielhaft und vor-

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zur Malerei so weit geht, dass er selbst zum Pinsel greift, antwortet er: „Nein, ich bin kein Künstler, ich streiche höchstens ein bisschen Farbe auf’s Papier. Die Farbflecken sind Ergebnisse meiner malerischen Ausbrüche – solches soll bekanntlich dem Erhalt der Kreativität dienen.“ Da gibt es noch ein besonderes Steckenpferd: Herbert Müller sammelt mit großer Freude und Akribie Zitate, Sprüche und Aphorismen, mit denen er auch schon zwei Bücher gefüllt hat. Das erste dieser Art – Jahrgang 1997 – trägt den Titel: „Das Beste oder nichts – Erfolg durch Qualität.“ Der Anfang seines Vorwortes: „Wollen Sie erfolgreich sein? Dann versuchen sie es doch mit Qualität. Und machen Sie schnell, damit Ihnen andere nicht zuvorkommen“. Ein Credo, das man sich unbedingt merken sollte. Nach diesem Aufruf kann man ja noch einiges erwarten. Frage an Herbert Müller: „Welche Aktion ist als nächste geplant?“ Er erzählt: „Unsere jüngste Idee? Ende 2007 wurde von uns unter dem Motto „Mit Herz & Hand“ die „Stiftung für die Region“ gegründet. Das Schwerpunktthema in diesem Jahr ist Jung trifft Alt – Alt trifft Jung. Es ist eine Aktion für gemeinsame Projekte von Kindern und Jugendlichen mit Senioren, die mit 1.000 bis 5.000 Euro dotiert sind.“ Da der Titel dieser Zeit-

schrift auf den Punkt genau dieses Generationenthema beinhaltet, werden wir über den Verlauf der neuen Aktion eingehend berichten. Vielleicht gibt es durch das Zusammenführen der Generationen in gemeinsame Interessengemeinschaften wieder eine spezifische Art der Verständigung, z.B. eine neue Form von Hausmusik durch Wahlverwandtschaft. Das Ergebnis wird es zeigen. Herbert Müller meint dazu: „Wir leben in einem schnelllebigen und auch häufig irritierenden Zeitgeschehen. Darauf müssen wir uns einstellen und überlegt und sinnvoll reagieren. Man muss immer wieder Neues bringen, um interessant zu bleiben, aber auch gegenläufige Entwicklungen und Rückbesinnung auf Bewährtes sind möglich – z.B. entwickelt sich der Klassiker „Sparbuch“ für die Sparer heute wieder zum Buch der Bücher. Der Sammler von Zitaten, Aphorismen und Sprüchen wird am Ende des Gesprächs nach seinem Wegbegleiter gefragt. Er sagt: „Es gibt viele Sprüche und Zitate. Mein Lieblingsspruch ist z. Zt. ‚Es ist unmöglich, aber machbar’. Andere Menschen brauchen eine andere ,Weisheit’ als Lebenselixier. Mein Vorschlag: Sammeln Sie selbst – es macht Ihr Leben fröhlich und besonnen.“

bildlich umsetzten, wurden im letzten Jahr insgesamt fünfzehn Bürgerschaftspreise für Projekte vergeben zum Thema „Kinder fördern − Chancen schaffen“. Daneben wurden gemeinnützige Einrichtungen in Höhe von 15.000 Euro unterstützt. Das Schwerpunktthema in diesem Jahr ist „Jung trifft Alt − Alt trifft Jung“. Für gemeinsame Projekte von Kindern und Jugendlichen mit Senioren vergibt die Stiftung für die Region − Sparkasse Pforzheim Calw

– Bürgerschaftspreise, die mit je 1.000 bis 5.000 Euro dotiert sind. Insgesamt werden bis zu 40.000 Euro ausgelobt. Der Stiftungsvorsitzende, der Calwer Landrat Helmut Riegger, der auch Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse ist, stellt die Bürgerschaftspreise im Rahmen einer Pressekonferenz im Sparkassenturm vor. Landrat Riegger erläutert, dass bei Begegnungen zwischen jungen und älteren Menschen beide Seiten glei-


Die Sparkasse Pforzheim Calw informiert:

Expertentipp: Beipackzettel für mehr Transparenz chermaßen profitieren. Kinder/Jugendliche und Senioren können viel voneinander lernen und Wissen und Fertigkeiten weitergeben. Es gilt, dieses Potenzial zum Leben zu erwecken, Talente zu entdecken und Begabungen zu fördern. Man könne beispielsweise miteinander musizieren oder gemeinsame Kunst-, Theater- oder Filmprojekte durchführen. Er denke auch an Schüler, die mit Bewohnern von Seniorenheimen gemeinsame Aktivitäten machen oder aber an Senioren, die in die Schule gehen und sich im Unterricht oder bei außerschulischen Unternehmungen einbringen. Kids bringen der älteren Generation das Arbeiten am PC oder Surfen im Internet bei. Senioren können beispielsweise den Schülern „gelebte“ Geschichte näherbringen. Dabei können junge und alte Menschen viel Spaß miteinander haben. Auf jeden Fall fördern solche Begegnungen das gegenseitige Verständnis und die Wertschätzung. Um die Bürgerschaftspreise können sich Vereine, Initiativen, Unternehmen oder Einzelpersonen aus der Region Pforzheim – Enzkreis – Kreis Calw bewerben, und zwar mit bereits laufenden Projekten und Aktionen oder noch umzusetzenden Projektideen. Bei der Entscheidung über die Vergabe der Bürgerschaftspreise legt das Kuratorium und der Stiftungsvorstand besonderen Wert auf den innovativen Gedanken sowie die Vorbildfunktion des Projektes. Informationen erhalten interessierte Bürger über Plakate und Flyer, die in allen Filialdirektionen und Geschäftsstellen der Sparkasse Pforzheim Calw aushängen bzw. ausliegen, sowie in allen Bürgermeisterämtern in der Region Pforzheim– Enzkreis – Calw. Den Bewerbungsbogen findet man im Internet unter www.mitherzundhand.de. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2010.

Die Kunden der Sparkasse Pforzheim Calw mit ihren individuellen Wünschen und Zielen stehen im Mittelpunkt jeder Beratung. Nicht der kurzfristige Verkauf ist unser Ziel, sondern eine langfristige und vertrauensvolle Partnerschaft mit unseren Kunden. Deshalb entwickelte die Sparkasse Pforzheim Calw als eine der ersten Sparkassen und noch bevor der Gesetzgeber dies fordert bereits Anfang Februar detaillierte Produktinformationen, salopp Beipackzettel genannt. Sie beschreiben übersichtlich und gut verständlich Chancen, Risiken und Kosten verschiedener Geldanlagen und werden vom Kundenberater um den gewünschten Anlagebetrag, Zinssätze und Verfügbarkeit ergänzt. Entscheidet sich der Kunde für ein Angebot, erhält er diesen Beipackzettel zu-

sammen mit seinen Vertragsunterlagen. Seit 1. Januar 2010 gesetzlich vorgeschrieben sind Beratungsprotokolle im Wertpapierbereich. Sie dokumentieren die Angaben und Wünsche des Kunden sowie die daraufhin erfolgten Empfehlungen und deren Begründung unter Berücksichtigung der damit verbundenen Chancen und Risiken. Nach jedem Gespräch erhalten die Kunden eine umfassende Beratungs-Dokumentation für ihre Unterlagen. Die Zielsetzung beider Dokumente ist klar: noch bessere Information, Transparenz und Sicherheit.

Werner Reinhard, Abteilungsdirektor Pforzheim

Genießen statt sparen: Die neue Immobilien-Rente macht’s möglich Sicher haben Sie schon eine genaue Vorstellung davon, wie Sie eines Tages Ihren Ruhestand verbringen wollen. Die neu gewonnene Zeit nutzen, um intensiv Ihre Hobbys zu pflegen, lange Reisen in ferne Länder zu unternehmen oder vielleicht doch noch zu studieren? Leben Sie Ihre Träume! Auch wenn die staatliche Rente knapp und Ihr Barvermögen möglicherweise überschaubar ist, haben Sie ja immer noch Ihr Häuschen oder Ihre Eigentumswohnung. Wohlgemerkt, nicht zum Verkaufen, sondern als Basis für eine zweite Rente. Viele investieren ihr Vermögen in eine Immobilie, um im Ruhestand die Miete zu sparen. Dabei wird oft nicht bedacht, dass die Lebenshaltungskosten steigen, während die Rentenhöhe tendenziell abnimmt. Bei Renteneintritt reicht die staatliche Rente oft nicht mehr aus, um den gewohnten Lebensstandard zu erhalten und gleichzeitig die Kosten für die Instandhaltung der Immobilie zu tragen. Fehlt eine ausreichende private Vorsorge, war bisher der Immobilienverkauf die einzige Lösung. Für diesen Zwiespalt hat

die Sparkasse Pforzheim Calw die Lösung: die Immobilien-Rente. Sie funktioniert wie ein „umgekehrtes Darlehen“. Dazu wird ein Teil des Immobilien-Wertes beliehen, im Gegenzug zahlt die Sparkasse die Raten monatlich aus. Dieses finanzielle Extra ermöglicht dann weiterhin einen guten Lebensstandard und das Quäntchen Luxus, nach dem sich jeder sehnt. Die Vorteile dieses Modells liegen auf der Hand: • die Haus- bzw. Wohnungsbesitzer können in ihrer gewohnten Umgebung wohnen bleiben und profitieren zu Lebzeiten von ihrem Immobilienvermögen • die Eigentumsverhältnisse ändern sich nicht, so dass die Immobilie weiterhin (auch von Erben) genutzt werden kann • die Immobilien-Rente ist ein sehr individuelles Angebot, das exakt an die persönliche Situation angepasst werden kann. Detaillierte Informationen in jeder Sparkassen-Geschäftsstelle.

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Die Jugendmusikschule

unter neuer Leitung

Es kommt Musik ins Land und es kommen mit neuen Ideen interessante und vielfältige Tonarten ins Spiel. Andreas Michel, der neue Leiter der Jugendmusikschule, ist voll sprühender Lebendigkeit, ist neugierig, flexibel und vielseitig – und – ihm wurde die Musik in die Wiege gelegt, oder besser gesagt, die Trompete, die schon für Vater und Großvater Wegbereiter war für den Einzug in berühmte Orchester.

Andreas Michel, der neue Leiter der Jugendmusikschule.

Andreas wurde 1962 in Baden-Baden geboren. Im neunten Lebensjahr begann er seine Gehversuche mit diesem Instrument, dem er bis heute die Treue gehalten hat. Zu seiner erfolgreichen Laufbahn gehören nach dem 6-jährigen Studium an der Uni Heidelberg, den Privatstudien bei renommierten Trompetern und seinem Abschluss als Dipl. Musiker u.a. vielfältige Konzertverpflichtungen in renommierten Symphonieorchestern und als Solist, die Gründung von Musikschulen und seine Tätigkeit als Gastdozent an verschiedenen Insti-

teren Generationen. Und es geht auch um eine intensive Zusammenarbeit mit den Musikhäusern, die, wie man bereits hören konnte, sehr

daran interessiert sind, durch das kurzfristige kostenlose Verleihen von Instrumenten die Freude am Musizieren zu aktivieren.

tuten. Die Vielfältigkeit seiner Arbeit finden wir in der Herausgabe einer eigenen Notenedition, der Entwicklung eines neuen Instruments und CDProduktionen. Er ist voller Pläne für die Aktivierung des Pforzheimer Musiklebens. Da geht es um eine intensive Zusammenarbeit, sowohl mit den Schulen, als auch um die Aktivierung der äl-

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Andreas Michel: „Wir haben zur Zeit 34 Schüler/innen zwischen 26 – 60 Jahren und 5 Schüler/innen über 60. Da ist die Möglichkeit des gemeinsamen Musizierens schon gegeben. Wir haben bisher noch ein kleines Problem: Die Älteren haben Sorge, dass sie sich vor den Jungen blamieren. Diese kleine Hemmschwelle werden wir noch „abarbeiten“, da bin ich sicher. Eines ist übrigens interessant: Die meisten Kinder kommen zur Anmeldung in die Jugendmusikschule mit ihren Großeltern. Da liegen noch viele Schätze vergraben.“

PROGAMM: 11.4. Verkaufsoffener Sonntag Schulband spielt in der Innenstadt 17.4. Lange Kulturnacht Blockflötenensemble mit einer Uraufführung in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Süd 19.00 Uhr: Brötz. Stadtmuseum 21.30 Uhr: Pforzheimer Galerie 22.30 Uhr: Schlosskirche

Auch die Musik gehört zu dem Thema „Jung trifft Alt – Alt trifft Jung“. Und die Jugendmusikschule ist dabei.

24.4. 19.00 Uhr Reuchlinhaus Jugendmusikschule und westlicher Enzkreis: Großes Konzert für Bläser 7.5. 19.00 Uhr: Erwachsenenvorspiel 19.6. Tag der Musik 10.00 – 17.00 Uhr: „Musikschule zum Anfassen“


Neues

von der Sparkasse…

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Auf ein Wort…  Dummheit ist nicht: wenig wissen. Auch nicht: wenig wissen wollen. Dummheit ist: glauben, genug zu wissen. Anita Daniel

 Sparen ist die richtige Mitte zwischen Geiz und Veschwendung Theodor Heuss

 Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß. Werner Heisenberg

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Von singenden Delfinen und Mäusen DETLEV JÖCKERS NEUES ALBUM DER SPRACHBILDUNG Wir wissen, und neue Untersuchungen bestätigen, dass Kinder, die viel singen, über einen größeren Wortschatz verfügen als Kinder, die selten oder gar nicht singen. Darüber hinaus machen Musik und Singen, wenn es mit Bewegung verbunden ist, das Gehirn aufnahmefähiger. Die Sprache ist nicht nur der Schlüssel zur Bildung, sondern auch der Schlüssel zu den Wünschen und Träumen, zur Fantasie und zur Krea-

tivität. Durch die Sprache gelingt es Kindern, sich mitzuteilen und selbstbewusst in einen Austausch mit anderen zu treten. Deshalb hat Detlef Jöcker für sein aktuelles Album „Der singende Delfin“ neue Lern-, Sprach- und Bewegungslieder entwickelt. Die Lieder stellen den spielerischen und ganzheitlichen Aspekt in den Vordergrund und unterstützen darüber hinaus die Vorbereitung von Sprach-

tests in Kindergärten. „Sprachförderung ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern. Optimal und nachhaltig wirkt Sprachbildung aber nur, wenn Hände, Beine, Kopf und Herz von Kindern angesprochen werden.

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Wilfried Staiger über die Orchestergeschichte:

Das Workshop-Orchester Pforzheim hat ein Senioren-Orchester. Das heißt, es wurde zu diesem im Laufe der Jahre. Es besteht seit Jahrzehnten und nannte sich „Elsässer-Orchester“. Seine Existenz verdankt es dem unermüdlich-engagierten Dr. Bernhard Elsässer.

Dr. Bernhard Elsässer.

Heute 80-jährig war er sein Leben lang aktiver Amateur-Musiker. Sein Instrument war die Violine. Er besaß umfangreiche Musizier-Erfahrung in Kammer- und Orchestermusik und hat einen ständig aktivierenden Einfluss auf die Pforzheimer Amateur-Musikerszene ausgeübt. Den ersten Kontakt mit ihm hatte ich in den späten 80er Jahren. Diese Begegnung fand allerdings nicht im Rahmen der Amateurmusik, sondern als Teilnehmer der Friedensbewegung der achtziger Jahre statt. Seit einigen Jahren bis zur Übergabe an Herrn Staiger, dem heutigen Orchesterleiter, trafen sich die Mitglieder donnerstagvormittags im Seniorenzentrum Sonnenhof.

Wie Dr. Elsässer selbst, standen die Teilnehmer in den letzten Jahren überwiegend nicht mehr im aktiven Berufsleben. Die Teilnehmer sind überwiegend Akademiker. Gespielt wurden Werke alter Komponisten wie z.B. Gabrieli oder Frescobaldi, natürlich vor allem barocke und

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klassische Werke von Bach, Stamitz oder Haydn und Mozart, sowie romantische wie von Mendelssohn und Brahms. Regelmäßig kamen aber auch modernere Kompositionen zum Zuge wie beispielsweise von Reger, Hindemith oder auch Duke Ellington. Der Umstand, dass eine regelmäßige und verbindliche Teilnahme der Orchestermitglieder nicht möglich war, legte Dr. Elsässer zu jedem Termin ein neues Musik-Programm vor, dann wurde „vom Blatt“ gespielt. Ein regelrechtes „Einstudieren“ gab es nicht, aber die Ergebnisse waren trotzdem befriedigend.

Seit Beginn dieses Jahres wird das Orchester vom Profi-Musiker Wilfried Staiger geleitet. Dadurch ergeben sich eine neue Qualität und neue Chancen. 1943 in der Heuss-Stadt Brackenheim geboren, studierte Wilfried Staiger nach Abitur und Wehrdienst an der Pädagogischen Hochschule Stuttgart/Ludwigsburg und anschließend für das künstlerische Lehramt an höheren Schulen, bis 1972 an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart und am musikwissenschaftNeuer Leiter des Orchesters: Wilfried Staiger.

lichen Institut in Tübingen. Seine Ausbildung im Dirigieren erhielt er bei Hans Grischkat und Wolfgang Gönnenwein. Nach abgeschlossenem Studium war er als Musikerzieher an Stuttgarter Gymnasien tätig. 1974 wurde er nach Pforzheim versetzt, wo er im Rahmen seiner schulmusikalischen Tätigkeit das gemeinsame Schulorchester von Hebel- und Theodor-Heuss-Gymnasium leitete. 1986/87 war er nebenamtlich musikalischer Leiter des Orchesters der Waldorfschule, wo unter seiner Stabführung mit großem Erfolg die Oper „Orpheus und Eurydike“ von Gluck aufgeführt werden konnte. 1987 brachte er im Rahmen der Brecht Veranstaltungsreihe des Kulturrats mit Schülern die Schuloper „Der Jasager“ von Brecht/Weill auf die Bühne. Zusammen mit Reinhard Kölmel (Regie) gründete er die „MusicalAG“ am Theodor-Heuss-Gymnasium. Unter seiner Leitung kamen in Kooperation mit dem Kulturhaus Osterfeld zwischen 1994 und 2006 die Musicals „Joseph“ (A.L. Webber), „Esther“ (N. Munns), „Die Schatzinsel“ (Ornadel), „Moby Dick“ (Longden/Kaye) und „Die Räuberin“ (Schoenebeck/Radermacher) zur Aufführung. Seit 2006 befindet er sich im Ruhestand und widmet sich ehrenamtlichen Tätigkeiten im Kuratorium der Jugendmusikschule und im Förderverein des Südwestdeutschen Kammerorchesters. Die Musik beginnt dieses Land in einer bisher nie erlebten Intensität zu beleben. Musik ist das Zauberwort für die vielseitigen Aktionen, die quer durch die Generationen in Stadt und Land entstehen. Ausgelöst von denen, die schon längst die den Geist belebende Wirkung auf das System Mensch erkannt haben. Es ist ein besonderer Schmuck, den die Musik im Menschen bildet und ihm jugendliche Lebendigkeit und geistige Elastizität verleiht – ein „Schmuck“, der einer Goldstadt wohl ansteht.


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Thomas Gesterkamp

Depression –

Thomas Gesterkamp, Journalist und Autor.

Der Selbstmord des Fußballtorwarts Robert Enke im letzten Jahr brachte das Thema an die Öffentlichkeit: Die Depression ist inzwischen zur wichtigsten Berufskrankheit geworden. Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen schlägt Alarm: Obwohl der Krankenstand in den Betrieben in den letzten beiden Jahrzehnten stetig gesunken ist, wächst zugleich die Zahl der psychischen Erkrankungen. Seit 1991 haben die Fehltage aufgrund von Depressionen, Angstzuständen oder Stress um fast ein Drittel zugenommen. Immer mehr Arbeitnehmer sind am Feierabend nicht in Feierstimmung. Zermürbt von den Anforderungen eines anstrengenden Berufsalltags, wollen sie abends nur noch ihre Ruhe haben. Passiv verbringen sie ihre Freizeit vor dem Bildschirm, werden früh müde, können aber auch nicht gut schlafen. Auf lange Sicht drohen Erschöpfung und Apathie, manchmal gar ein andauerndes Nervenleiden.

seinen Tribut: Vier Millionen Deutsche gelten nach Studien als depressiv – eine eher vorsichtige Schätzung, die leichte oder nicht als solche erkannte Krankheitsverläufe unberücksichtigt lässt. International zählt die Weltgesundheitsorganisation WHO die Depression zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Erkrankungen.

Seit 1996 sind psychische Belastungen als gesundheitsgefährdende Berufskrankheiten im Arbeitsschutzgesetz offiziell anerkannt. „Die Depression ist der Arbeitsunfall der Postmoderne”, formuliert plakativ Hans-Peter Unger von der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie im Allgemeinen Krankenhaus HamburgHarburg. Der Mediziner weist darauf hin, dass die Zahl der handfesten Verletzungen auch in den Industriebetrieben deutlich zurückgegangen ist. Statt dessen wachse das Risiko einer psychischen Störung – gerade im jüngeren Alter und in den Dienstleistungsberufen.

Psychische Probleme sind inzwischen der häufigste Grund für eine Frühverrentung – und das, obwohl die medizinische Begutachtung verschärft worden ist. Jeder fünfte deutsche Rentner geht heute aus gesundheitlichen Gründen in den Vorruhestand. Rund ein Drittel dieser Fälle beruht auf psychischen Störungen, vor zwanzig Jahren war es nur jeder Zehnte. Neben Alkoholsucht lautet die Begründung am häufigsten: Depression.

„Während die körperlichen Belastungen in den letzten zehn Jahren auf gleichem Niveau stagnieren, haben andere Belastungen deutlich zugenommen”, bestätigt der Arbeitswissenschaftler Alfred Oppolzer den Trend. Der „Terror der Seele” fordert

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Die Ärzte fassen unter diesem Begriff Krankheitsbilder zusammen, die sich in einer gedrückten Stimmung äußern. Sie führen depressive Störungen auf einen Auslöser, auf kränkende und emotional belastende Ereignisse zurück. Ständige Überforderung, fehlende Anerkennung durch Kollegen, Druck von Vorgesetzten und gezieltes Mürbemachen durch Mobbing gelten im berufli-

chen Umfeld als mögliche Ursachen. Kommen mehrere dieser Faktoren zusammen, kann wie beim Sportler Enke ein nicht mehr lösbar erscheinender psychischer Konflikt entstehen. Die als feindselig empfundene Stimmung am Arbeitsplatz, kombiniert mit der Angst vor einer möglichen Entlassung, führt zum Rückzug in Form einer Depression. Die Betroffenen fühlen sich mutlos, sind ohne Antrieb, verlieren das Interesse an ihrer Umgebung. Ihre Leistungsfähigkeit sinkt; komplizierte Herausforderungen werden aufgeschoben und sind irgendwann nicht mehr zu bewältigen. „Wenn der Boden, auf dem man steht, immer dünner wird, bricht man irgendwann ein“: In dieses Bild kleiden es die Göttinger Neurobiologen Gerald Hüther und Jürgen Pilz. Anders als frühere Generationen können sich die Arbeitnehmer heute nicht mehr unbedingt auf eine klar gegliederte Berufsbiografie und berechenbare Lebensumstände verlassen. Das Risiko, aber auch die Angst, gekündigt zu werden, sind gestiegen. Die unablässige Anpassung an veränderte Betriebsabläufe, der Abschied von lieb gewonnenen Gewohnheiten und der Zwang zur ständigen Neuorientierung überfordern viele Menschen. Nach einer Umfrage der Europäischen Union fühlen sich zwei Drittel der Beschäftigten gestresst. Der Grund sind nicht nur die an vielen Arbeitsplätzen ganz selbstverständlich erwarteten Überstunden, sondern auch die Orientierung an hochwertigen Ergebnissen in möglichst kurzer Zeit. In der EU-Studie klagten vor gut zehn Jahren fast die Hälfte der Befragten über zu enge Fristen und zu hohes Arbeitstempo. Inzwischen liegt die Zahl derjenigen, die unter Termin- und Leistungsdruck leiden, schon bei sechzig Prozent.


Arbeitsunfall der Moderne

Was kann der einzelne tun, um gegen Depression und andere psychische Störungen gefeit zu sein? Die Buchautorin Bärbel Kerber nennt bei beruflicher Überlastung „Fünf Schritte aus der Erschöpfungsfalle”: „Am Anfang muss man sich erstmal eingestehen, dass es ein Problem gibt.” Nach dieser Selbsterkenntnis empfiehlt Kerber als zweites, die eigene Arbeitszeit zu „managen”, klare Prioritäten zu setzen und stets „genügend Puffer einzuplanen”. Wichtig sei es die „Kontrolle zurückzugewinnen” (Ratschlag drei) und, viertens, auch mal „Nein sagen” zu können: „Wehren Sie sich gegen die zahlreichen Anforderungen aus ihrer Umgebung, denn nur so gelingt es Ihnen, den Kollaps zu vermeiden.” Als letztes gibt die StressExpertin einen banal klingenden Tipp: Pause machen. „Wir haben nur deshalb keine Zeit, weil wir die durch straffes Zeitmanagement und durch Zeitspargeräte wie E-Mail oder Fax gewonnene Zeit sofort wieder mit neuen Tätigkeiten verplanen.” Solche Vorschläge mögen im Einzelfall helfen. Sie gaukeln aber auch vor, mit persönlichen Verhaltensänderungen ließen sich Probleme

Foto: © shutterstock

Stress macht nicht nur die Betroffenen krank, er hat auch betriebswirtschaftliche Folgen. Experten beziffern die Kosten von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen der Mitarbeiter auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr. Die Personalchefs tun ihrem Unternehmen also keinen Gefallen, wenn sie die Arbeitsdichte unbegrenzt zu steigern suchen. Bernhard Badura von der Universität Bielefeld rät daher zu einer am Prinzip der Vorsorge orientierten Gesundheitspolitik: Im eigenen Interesse dürften die Betriebe ihre Belegschaften nicht ständig überfordern.

lösen, die überwiegend strukturell bedingt sind. Was nützt das Neinsagen, wenn als Folge der Rausschmiss droht, weil genügend Arbeitssuchende vor der Tür stehen? In wirtschaftlich schwierigen Phasen funktioniert die Einschüchterung der Arbeitnehmer besonders gut. Der Krankenstand sinkt, weil die Jobs unsicher werden – gesünder sind die Menschen deshalb noch lange nicht. Eher gilt das Gegenteil: Leistungsdruck und psychische Belastungen machen sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders bemerkbar. Sozialforscher Badura fordert deshalb die Kooperation der betrieblichen Akteure mit Ärzten, Krankenkassen und Gewerkschaften: Ge-

meinsam sollten alle Beteiligten ein präventiv ausgerichtetes „Gesundheitsmanagement” entwickeln. Buchtipps Bernhard Badura/Thomas Hehlmann (Hrsg.): Betriebliche Gesundheits politik – Wege zu einer gesunden Organisation. Springer Verlag, Heidelberg 2003.

Bärbel Kerber: Die Arbeitsfalle – und wie man sein Leben zurückgewinnt. Metropolitan Verlag, Düsseldorf 2002. Winfried Panse/Wolfgang Stegmann: Kostenfaktor Angst. Verlag Moderne Industrie, Landsberg 1996.

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Die Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis informiert:

Haie auf dem Dach Eingetragene Meisterfachbetriebe warnen: Keine übereilten Sanierungsaufträge unterschreiben

Die Mitgliedsbetriebe der Zimmerer-Innung Pforzheim-Enzkreis nennen sie einfach nur ‚Haie’. Der Begriff stammt nicht von ungefähr. ‚Haie’ deshalb, weil die Opfer von unseriösen Diensten finanziell für ihren Leichtsinn bluten müssen. Eine Szene, die sich gerade jetzt wieder häufig auch in Pforzheim und dem Enzkreis abspielt - Tatort Haustür: Herumreisende Handwerker klingeln beim Hausbesitzer - vorzugsweise ältere Leute -, bieten großzügig eine kostenlose Dachinspektion an und präsentieren im Anschluß mitgebrachte poröse Ziegel, die angeblich vom Dach des Hausbesitzers stammen. Schockiert unterschreibt der so Überzeugte den Auftrag für eine Pauschalsanierung. Die Sanierung wird zu einem verlockend niedrigen Pauschalpreis angeboten. Da man nun mal schon da ist, werden in der Regel auch gleich die Sanierung des Dachkanals sowie das Einspeisen der Firstziegel mit empfohlen. Hat der Hausbesitzer unterschrieben, wird unmittelbar mit den Arbeiten begonnen und dann erklärt, der Aufwand bzw. die Menge der auszutauschenden Ziegel sei doch erheblich größer als gedacht. Der Kunde solle einen neuen, teureren Auftrag unterschreiben. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, werde oft angedroht, die Baustelle ansonsten sofort zu verlassen. „Rasche Hilfe für wenig Geld – das Einfach Coupon ausschneiden und beim ausführenden Dach-CheckBetrieb abgeben (nur einmalig gültig im Aktionszeitraum). Zimmerer-Innung Pforzheim-Enzkreis Tel. 0 72 31 31 31 40 oder E-mail: info@khpforzheim.de

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ist die Verlockung, mit der die sehr professionell vorgehenden ,DachHaie’ ahnungslose Hausbesitzer um ihr Geld prellen. Gerade jetzt, nach dem strengen Winter mit viel Eis und Schnee, sind sie wieder unterwegs und bieten ihre vermeintlich ,günstigen Kleinreparaturen’ an“, schildert Mathias Morlock, Geschäftsführer der hiesigen Kreishandwerkerschaft die Situation. Morlock ist auch Geschäftsführer der lokalen ZimmererInnung und kennt dieses alljährlich wiederkehrende Problem. Er warnt daher eindringlich vor solchen „Haustürgeschäften“ und empfiehlt allen Häuslebesitzern, niemals einen Auftrag eines herumreisenden Handwerkers sofort zu unterschreiben, sondern zunächst ein detailliertes Angebot mit Einzelpositionen erstellen zu lassen. Vor der Auftragserteilung sollte man dann unbedingt die Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis anrufen und fragen, ob der betreffende Betrieb dort Mitglied oder zumindest bekannt ist. Auch sollte man sich von einem örtlichen Handwerksbetrieb ein Alternativangebot geben lassen bzw. mit einem sonstigen Fachmann die angeblich an-

stehende Dachsanierung besprechen. Ist der Auftrag allerdings schon erteilt, so kann man laut Morlock noch innerhalb einer Frist von 14 Tagen von diesem zurücktreten, da derart abgeschlossene Aufträge unter die Rubrik „Haustürgeschäfte“ fallen. Das gilt auch selbst dann, wenn mit der Ausführung des Auftrages bereits begonnen wurde (Teilrücktritt). Wer ganz sicher gehen möchte, dem bieten die Meisterfachbetriebe der Zimmerer-Innung derzeit kostenlose Dach-Checks an. Telefon Geschäftsstelle Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis: 0 72 31 – 31 31 40. Wer oder was sind Dachhaie? Unter Dachhaien versteht man umherreisende Handwerker, vorwiegend aus dem Dachdecker- und Zimmererhandwerk, die meist unangekündigt klingeln und auf kleinere Schäden im Bereich des Daches aufmerksam machen. Die Reparatur und evtl. Folgeaufträge werden dann sehr häufig zu weit überhöhten Preisen abgerechnet. Wer sind die häufigsten Opfer? Zumeist ältere Leute, oftmals Alleinstehende, die einfach an der Haustüre überrumpelt und quasi zur Unterschrift genötigt werden. Wie kann man sich davor schützen? Nie einen Auftrag einfach so unterschreiben. Vor allem nicht ohne sich vorher ein Vergleichsangebot bzw. eine zweite Meinung eines anderen, ortsansässigen Handwerkers eingeholt zu haben. Hat man mal unterschrieben, kann man innerhalb von 14 Tagen nach Unterschriftsleistung noch vom erteilten Auftrag zurücktreten (Haustürgeschäft). Das gilt auch selbst dann, wenn mit der Ausführung des Auftrages bereits begonnen wurde (Teilrücktritt). Wer ganz sicher gehen möchte, dem bieten die Meisterfachbetriebe der Zimmerer-Innung derzeit kostenlose Dach-Checks an.


BAUVORHABEN

DER REGION:

Wohnpark Eden: Die neue Wohnform für die Generation „60 plus!“ Nach zwischenzeitlichem Abschluss der Erschließungsmaßnahmen werden auf einer Fläche von 8.219 qm 29 seniorengerechte Bungalows von 72 qm bis 107 qm auf Einzelgrundstücken mit einer Größe zwischen 200 und 300 qm entstehen. Jeder Bungalow hat ein Grundstück mit separatem Zugang, einen Abstellplatz sowie einen überdachten Carport und eine überdachte Terrasse. Jedes Haus ist nach neuestem Standard (Energieeffizienzhaus 55) gebaut, und bietet deshalb ein angenehmes Wohnklima bei niedrigem Energieverbrauch. Die Bungalows sind ebenerdig und behindertengerecht ausgeführt und liegen in wunderschöner Lage am östlichen Ortsrand von Neulingen-Bauschlott.

Die Häuser werden vom Sozialwerk der Volksmission e.V., dem Träger des Seniorenzentrums Bethesda errichtet und betreut. Sie werden gegen ein monatliches Nutzungsentgelt vermietet. Dieses Nutzungsrecht wird auf Wunsch grundrechtlich abgesichert. Die Miethöhe richtet sich nach Lage und Größe der Häuser und beträgt zwischen 700 € und ca. 1.050 € zuzüglich verbrauchsabhängige Nebenkosten. Zum Abschluss des Nutzungsvertrages ist die Zeichnung einer variablen Finanzierungsanleihe (abhängig von der Größe des Objekts) erforderlich. Die Vorteile einer Umsetzung auf Mietbasis ist die Flexibilität der Nutzung, d. h. ich bewohne den Bungalow nur solange ich das

möchte und brauche – ich muss mich um die Belange des Hauses und der Anlage nicht kümmern. Ein weiterer Vorteil ist die Betreuung und Vermietung aus einer Hand. Dies ermöglicht eine zeitnahe Erledigung von Bedürfnissen der Mieter, sowie eine überschaubare Anzahl von Ansprechpartnern und dadurch kurze Entscheidungswege. Besonders hervorzuheben ist auch die innovative energiesparende Wärmeversorgung durch ein zentrales Miniblockheizkraftwerk (betrieben mit Biogas), mit dem auch Strom hergestellt wird. Eine ähnliche Anlage ist bereits seit mehreren Jahren im Seniorenzentrum Bethesda mit Erfolg in Betrieb. Ein ebenfalls exklusiver Service

der Anlage ist die Sicherstellung einer 24-Stunden Rufbereitschaft (auf Wunsch) über den ambulanten Pflegedienst „Bethesda Mobil“, der dem Seniorenzentrum Bethesda angegliedert ist.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir beraten Sie gerne unverbindlich. Fon: 0 72 37 - 99 70 info@bethesda-neulingen.de Ansprechpartner: Peter Mayer, Edgar Kipfmüller

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BAUVORHABEN

DER REGION:

„Neue Nordstadt Nachbarn“ Neubau von 45 hochwertigen Mietwohnungen und 6 Reihenhäusern Auf dem Grundstück einer ehemaligen Schmuckfabrik entsteht derzeit das Projekt „Neue Nordstadt Nachbarn“. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Pforzheimer Wohnungsunternehmen entstehen hier rund 45 hochwertige Mietwohnungen und 6 Reihenhäuser. nungen bis hin zum exklusiven Penthouse. Alle Wohnungen sind mit Balkon oder Terrasse ausgestattet. Von der Tiefgarage führen Aufzüge in alle drei Geschossbauten. Die 6 Reihenhäuser umfassen jeweils rund 140 m² Wohnfläche, aufgeteilt in 4 1⁄2 Zimmer. Jedes Rei-

Auf dem 4,7 a großen Grundstück wird rund 4.680 m² neuer Wohnraum geschaffen. Die WohnraumPalette reicht von der schmucken 2Zimmerwohnung, über großzügig gestaltete 3- und 4-Zimmerwoh -

henhaus verfügt über einen Gartenanteil. Durch überzeugenden Städtebau und qualitätvolle Architektur will das Projekt „Neue Nordstadt Nachbarn“ den Stadtteil aufwerten, und es attraktiver machen in diesem Stadtteil zu leben. Das Projekt ermöglicht ein barrierefreies Wohnen und ist somit auch für ältere Menschen ideal geeignet. Dank Hausmeister-Service entfällt auch die lästige Kehrwoche sowie Schneeräumung. Für ein zukunftsweisendes Energiekonzept stehen die Nutzung von Erdwärme in Verbindung mit modernster Gebäudedämmung, das bedeutet: geringe Heizkosten. Momentan befindet sich das Projekt in der Rohbauphase, die Fertigstellung ist für Anfang 2011 geplant.

Neubau Seniorenzentrum Neuenbürg Spatenstich am 15. März 2010 • Ersatzbau für das Altenpflegeheim Sonnhalde Das neue Seniorenzentrum wird neben den Enzkreiskliniken Neuenbürg errichtet. Beide Einrichtungen verbindet ein Gang, so dass man trockenen Fußes zwischen den Gebäuden wechseln kann.

Spatenstich am 15. März 2010 (v.l.n.r.): Dr. Gerhard Bossert, Dr. Dietmar Kohrer, Landrat Karl Röckinger, Architekten Simmank sen. und jun., Heimbewohner Erwin Braun, Heimleiter Ludger Schmitt. Bürgermeister Horst Martin.

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Neubau mit 75 Heimplätzen in 3 Wohnbereichen mit jeweils 25 Bewohnern. Es besteht die Möglichkeit auch einen gerontopsychiatrischen Bereich mit geschütztem Außenbereich einzurichten. Im Eingangsbereich befindet sich ein „Marktplatz“ mit Cafeteria und Sitz-

möglichkeiten im Innen- u. Außenbereich sowie ein Friseursalon, Andachtsraum und ein Gruppenraum. Verwaltung, Besprechungsraum, Küche, Mitarbeiterumkleide und Lagerräume komplettieren das EG. Die einzelnen Wohnbereiche sind mit Aufenthaltsräumen, WohlfühlBad, 21 Einzel- u. zwei 2-Bettzimmern ausgestattet. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Bad, elektrisches Pflegebett, Nachttisch, Einbauschrank, Tisch mit Stuhl. Die Fenster mit elektrischen Rollos sind behindertengerecht extra niedrig angebracht. In je einem Aufenthaltsraum können die Bewohner im Rahmen der Beschäftigungstherapie auch selbst kochen u. backen. Auf den Wohnbereichs-Loggien werden

zukünftig neben Sitzmöglichkeiten auch Hasenställe vorgehalten. Im unteren Gartenbereich werden Rundwege mit Sitzmöglichkeiten, Wasserspiele u. evtl. ein kleines Streichelgehege angelegt. Eine große Terrasse ermöglicht Feierlichkeiten und Cafeteriabetrieb im Außenbereich. Durch das Wohngruppenkonzept können möglichst viele Tätigkeiten im Wohnbereich stattfinden. Besonders der hauswirtschaftliche Bereich (kochen, backen, spülen) bietet dem Bewohner die Möglichkeit, den Tagesablauf wie gewohnt zu gestalten und eine gewisse „Normalität“ der Lebensgewohnheiten zu leben. Die Mahlzeiten werden so weit wie möglich in den Wohnbereichen vorbereitet, somit kann sich der Bewohner spontan für die unterschiedlichen angebotenen Speisekomponenten entscheiden.


Dr. med. Dr. phil. Dieter Kissel Facharzt für Allgemeinmedizin

Die Bremer Stadtmusikanten „Geh mit uns nach Bremen! Du verstehst dich doch auf die Nachtmusik, da kannst du Stadtmusikant werden.“ Eigentlich sind die vier Musiker nie in Bremen angekommen und doch berührt uns dieses Märchen seltsam und hoffnungsvoll mit seiner Botschaft: Du kannst dein Leben ändern! Und eigenartigerweise war es ein anderer Bremer, nämlich Henning Scherf, der uns diese Botschaft hier und jetzt neu schrieb: Es gibt ein Leben vor dem Tod. Herzlich Willkommen in einer Alten-WG. Das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten erzählt von den vier Tieren Hahn, Katze, Hund und Esel, die ihren Besitzern infolge ihres Alters nicht mehr nützlich sind und daher getötet werden sollen. Es gelingt dem ersten Tier, dem Esel, zu entkommen, er trifft nachfolgend auf die drei weiteren Tiere, die ein ähnliches Schicksal berichten. Alle folgen dem Vorschlag des Esels, in Bremen Stadtmusikanten zu werden, und sie brechen nach Bremen auf. Da sie die Stadt nicht an einem Tag erreichen können, müssen sie im Wald übernachten, wo sie ein Haus entdecken, das offensichtlich eine Unterkunft von Dieben und Räubern ist. Sie erschrecken die Räuber, vertreiben sie mit gespenstischem Geschrei aus dem Haus und übernehmen es als Nachtlager. Ein Räuber, der später in der Nacht erkundet, ob man das Haus wieder betreten kann, wird von den Tieren nochmals und damit endgültig verjagt. Die Tiere wohnen weiterhin in dem Haus. Was ist der Sinn dieses Märchens? Die vier Tiere müssen einen neuen Lebensabschnitt beginnen, was uns Menschen im realen Leben auch häufig widerfährt. Sie müssen lernen mit der neuen Situation auszukommen und das Beste draus zu machen.

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Dazu wird ein Modell vorgeschlagen, das darin besteht, dass sich vier einzelne, schwache Tiere zusammenschließen und eine Gemeinschaft bilden, ein neues Ganzes (!) ergeben, mit dem sie eine Chance haben. Das Märchen setzt den Wahlspruch: Gemeinsam sind wir stark, aktiv und erfolgreich um. Aber das Märchen zeigt noch ein anderes Motiv. Es sind Alte (Tiere), die von ihrer Umwelt ausgegliedert werden, sie sind zu nichts mehr nüt-

ze, nach Meinung der anderen, sie leisten nichts mehr, zumindest das, was bisher von Ihnen gefordert war. Sie haben aber noch andere, unentdeckte Fähigkeiten, sie können zwar keinen Marathon mehr in 2,5 Stunden laufen, aber … sie können auf einem anderen Instrument spielen. Offensichtlich sind die Vorstellungen von der Stadt Bremen so attraktiv und fortschrittlich, dass es ein anderer Bremer ist, der das Märchen weiter erzählt, hören wir ihn einfach an: „Ich heiße Henning Scherf und war einmal der Bürgermeister von Bremen. Seit 1988 lebe ich in einer Hausgemeinschaft, die von Außenstehenden oft als »Alten-WG« bezeichnet wird. Ganz falsch ist der Ausdruck nicht: Meine Frau und ich haben uns vor 20 Jahren Freunde gesucht, mit denen wir gemeinsam alt werden wollten. Das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Warum will ich nicht ins Heim? Nun, so ganz allein bin ich mit diesem Wunsch nicht. Wie wollen wir alt werden? Niemand hat mich in dieser Frage stärker geprägt als meine Großmutter. Sie lebte bis zum Schluss bei uns zu Hause und starb im Kreis ihrer Familie. Ich dachte damals: Das möchte ich für mich auch! Doch die Welt hat sich verändert. Meine Kinder sind längst fortgezogen, und ich weiß, dass es fast allen Menschen meines Alters ähnlich geht. Doch auch wenn die Großfamilie nicht mehr existiert – von ihrer Grundidee lasse ich mich nicht abbringen. Ich möchte auch mit 90 noch dort leben, wo ich mich zu Hause fühle. Wo ich mich zurecht finde und eine Aufgabe habe. Wo Menschen sind, die ich mag. Wo man mich kennt. Alles


oder das Märchen (?) von der Alten-WG andere ist in meinen Augen nur zweite Wahl. Es gibt heute eine ganze Reihe von Alternativen zum Leben im Heim. Eine davon ist meine Hausgemeinschaft. Man sucht sich eine Wahlfamilie, ein Netzwerk aus Menschen, die im besten Fall aus mehreren Generationen stammen. Wer alt ist, kann eine junge Familie entlasten, bei der die Großeltern vielleicht in einer anderen Stadt leben und im Alltag nicht helfen können. Jeder kann in einem solchen Netzwerk Aufgaben übernehmen. Wenn das gelingt, muss uns auch vor dem letzten, dem so genannten »vierten Alter« nicht Bange sein. Wer diese Hilfe organisiert? Ich erwarte diese Leistung nicht von der Politik. Sie muss von uns selbst kommen. Und sie entsteht nicht von heute auf morgen. Je früher man sich darum kümmert, desto größer sind die Chancen, dass dieses Netz uns auch trägt, wenn das Leben beschwerlicher wird.“* Unschwer zu erkennen ist, dass es in diesem Artikel um den Problemkreis Leben und Wohnen im Alter geht. Henning Scherf und manche andere Menschen sehen eine Chance in einer Wohngemeinschaft im Alter. Sie haben recht darin, dass sich der Mensch auch im Alter, wie während seines ganzen Lebens, als Mensch in einer sozialen Umgebung begreift. Wirklichkeit ist immer sozial bedingt, definiert oder konstruiert (vergleiche dazu die Abhandlung von Berger, Luckmann: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit). Fiktion ist aber die immerwährende Beschwörung der Großfamilie, die unter einem Dach lebenden Mehrgenerationenhaushalte. Nach dem Mikrozensus 2005 lebten in Deutschland noch ein Prozent nach dem klassischen Familienbild zu-

sammen: Ein Haus mit Eltern, Kindern, Opa und Oma sowie in seltenen Fällen auch Urgroßeltern! So ist die Alten-WG ein mögliches Modell, das aber nur wenige verwirklichen können. Man muss deshalb endlich wieder die Wohnform positiv besetzen, die für viele alte Menschen die Wirklichkeit bildet: das Altenheim. Der Begriff „Heim“ bedeutet von der Herkunft nach der Ort, wo man sich niederlässt, er ist eng verwandt mit dem Begriff Heimat. Das Altenheim als Zentrum für Lebensgestaltung im Alter ermöglicht ein harmonisches Leben in einer definierten sozialen Welt, wo alle Möglichkeiten der Welt außerhalb (?) gegeben sind, wo sich immer wieder mehrere Generationen begegnen, wo man auch scheitern kann, wie im gewöhnlichen Alltag, wo man sich aber auch verwirklichen kann, wie im gewöhnlichen Leben. Der Gruppendruck in einer kleinen WG kann schlimmer sein als im Altenheim, der Mensch macht es, der seine Umgebung bewusst gestaltet oder Sorge dafür trifft, dass sie bewusst gestaltet wird und bleibt. Darin hat Henning Scherf recht, dass er auf den Begriff des Netzwerkes aufmerksam macht und auf jenes bewusste Schaffen der sozialen Welt.

Der Soziologe Alfred Schütz hat dies in seiner wegweisenden Abhandlung: Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt deutlich gemacht, wir erfahren uns als Mensch nur im Wir

und in einem gemeinsamen Handeln. Die Bremer Stadtmusikanten legten das Stigma des gescheitert seins ab und schufen zusammen(!) eine neue Lebenswelt. 1982 war das Motto des Weltgesundheitsjahres: „Nicht nur dem Leben Jahre geben, sondern den Jahren Leben“. Für die heutige Ansicht einer Gerontologie ist es Aufgabe und Ziel, beginnend beim gesunden alten Menschen, über den leicht erkrankten zum schwerkranken und schließlich zum Pflegepatienten hin, die Tage und Jahre mit Leben zu füllen, immer situationsbezogen in den Möglichkeiten, die die Individualität bietet. Das kann sich im Altenheim genauso erfüllen wie in einer Wohngemeinschaft oder auch im Umfeld der Familie, in großen Wohneinheiten wie in kleinen Strukturen. „Von nun an getrauten sich die Räuber nicht mehr in das Haus. Den vier Bremer Stadtmusikanten aber gefiel es darin so gut, dass sie nicht wieder hinaus wollten.“

Literaturhinweise: Peter Berger, Thomas Luckmann: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit,1969 Alfred Schütz: Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt, Wien 1932 Dieter Kissel: Personale Geriatrie. Z.Allg.Med 61, 1175-1180 (1985) *Henning Scherf: Wohnen im Alter. Tagebucheintrag: www.diegesellschafter.de 09.02.2009

Dr. med. Dr. phil. Dieter Kissel beschäftigt sich seit vielen Jahren als Arzt und Sozialwissenschaftler theoretisch und praktisch mit der „Altersfrage“. Er ist niedergelassener Arzt in Öschelbronn mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Geriatrie und den Lesern durch mehrere Beiträge aus zurückliegenden Heften bekannt.

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Man darf ruhig darüber sprechen… In dem folgenden Teil der Ausgabe geht es um das Thema Seniorenheime, Pflege und Betreuung. Bisher haben wir hier die Beteiligten um Berichte über Themen spezifischer Aktivitäten gebeten, die von uns ausgewählt wurden. In dieser Ausgabe haben die Einrichtungen die Möglichkeit der freien Themenwahl. Der Grund hierfür? Wir haben diesen Teil zum Podium gewählt, das jedem Beteiligten die Möglichkeit gibt, Themen zu behandeln, die ihm besonders am Herzen liegen. Ambiente Pflegehotel Der Begriff „Pflege-Hotel“ hat – wie die Bezeichnung schon sagt – eine doppelte Bedeutung – den Begriff „Pflege“ und „Hotel“. Pflege im Pflegehotel definiert sich nicht nach den drei Kategorien von elementarer Pflege nach dem Pflegeversicherungsgesetz (Körperpflege, Mobilität und Ernährung), sondern bezieht sich vielmehr auf die erweiterte Bedeutung des englischen Begriffs „care“, was soviel bedeutet wie „sich kümmern“, jemanden „umsorgen“ oder auf jemanden „acht geben“ (vor Gefahren schüt-

zen). Der Begriff Hotel ist sprachgeschichtlich aus dem spätlateinischen „hospitale“ entlehnt und beschreibt ursprünglich die Beherbergung und Speisung armer Menschen als Zeichen der Barmherzigkeit. Dagegen kommt dem Begriff Hotel heute grundsätzlich eine andere Bedeutung zu. Im Hotel macht man Urlaub von den Alltagsgeschäften und ist rundherum versorgt – je nach Kategorie werden z.B. zusätzliche Leistungen des Wellnessund Therapiebereichs angeboten. Mit unserem Angebot „Pflegehotel“ werden zwei Zielgruppen ange-

sprochen: Dies sind zum einen pflegende Angehörige, die sich während des Kurzzeitpflegeaufenthalts des Lebenspartners im selben Haus aufhalten und sich von ihrem Angehörigen räumlich nicht trennen wollen, die Pflege jedoch professionellen Pflegekräften überlassen. Bei dieser meist betagten oder hochaltrigen Personengruppe steht der Erholungsaspekt im Vordergrund (Regeneration der Kräfte, Aufrechterhaltung des sozialen Kontext), wobei der Nachfrageschwerpunkt auf den Hotelleistungen (Unterkunft im Apartment, Verpflegung im Restaurant) liegt. Die Nutzung des Wellnessbereichs (Schwimmbad und Sauna) ist freigestellt und ist Teil des pauschal vereinbarten Gesamtangebots. Zum anderen spricht das Angebot „Pflegehotel“ die Zielgruppe der rekonvaleszenten Personen (meist Senioren) an, die im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt noch nicht in der Lage sind, unmittelbar in ihre übliche Häuslichkeit zurückzukehren und die in der Regel noch keiner Pflegestufe zugeordnet sind. Hierbei handelt es sich erfahrungsgemäß meist um Personen nach ambulanten oder stationären orthopädischen Gelenkeingriffen, deren Akuttherapie im Krankenhaus zwar abgeschlossen ist, sie aber aufgrund bestimmter Umstände keine Anschlussheilbehandlung erhalten. Infolgedessen bestehen meist noch für einige Wochen Mobilitätseinschränkungen, die kompensiert und ggfs. weiter therapiert werden müssen. Hier steht der Eingliederungsaspekt (Rehabilitation) im Vordergrund, wobei der Nachfrageschwerpunkt auf Therapieleistungen liegt und in einem erweiterten Sinne auch auf Pflegeleistungen. Grundsätzlich wird jedoch vorausgesetzt, dass der Grad der Selbstständigkeit (Selbstversorgung) deutlich höher ist, als bei Pflegebedürf-


Veranstaltungen, Pflege und Dokumentation tigen nach der Definition des Pflegeversicherungsgesetzes. Hierzu werden folgende Angebote vorgehalten: Persönliche Beratung und Betreuung (Handreichungen, ggfs. Korrespondenz, Herstellen von Arztkontakten etc.) und Wäscheversorgung durch die Hausdame, Beratung bzgl. des Medikamentenmanagements durch die Pflegedienstleitung, Speisen- und Getränkeversorgung im Restaurant (4 Mahlzeiten), auf Wunsch im Apartment (Zimmerservice), Zimmerreinigung durch hauseigene Hauswirtschaftskräfte, Nutzung der Schwesternrufanlage bei Bedarf (Fachkräfte des Wohnbereichs IV und des Nachtdienstes übernehmen die Aufsicht), Diagnostik und Therapieeinleitung durch hauseigene Ergotherapeuten, Veranlassung von Heilmittelverordnungen nach dem SGB V, Vermittlung geeigneter Therapeuten (Ergotherapie, Krankengymnastik, Logopädie etc.), Beschaffung von Hilfsmitteln nach ärztlicher Verordnung (Anziehhilfen, Unterarmgehstützen, Rollatoren, Rollstühle etc.), Durchführung einfacher Trainings durch hauseigene Ergotherapeuten, wie z. B. die Nutzung von verordneten oder zusätzlichen hauseigenen Hilfsmitteln, Nutzung des Bewegungsbades unter therapeutischer Aufsicht und Anleitung durch die hauseigene physiotherapeutische Praxis, bei regelmäßigem Bedarf an primären Pflegeleistungen Herstellen von Kontakten zu ambulanten Pflegeanbietern (Kooperationspartner), Leistungen der Überleitung in die eigene Häuslichkeit durch die Pflegedienstleitung (ggfs. Vermittlung von Pflegediensten, Therapiepraxen, Einbeziehung von Angehörigen, Durchführung des Fahrdienstes etc.). Die Nutzung der o. g. Angebote ist freigestellt und ist ebenso wie bei der Zielgruppe der Erholungsbedürftigen Teil des pauschal vereinbarten Gesamtangebots.

In beiden Fällen ergibt sich der Hotelcharakter definitionsgemäß aus der Unterkunft im Apartment (analog zum Hotelzimmer), der Bewirtung im Restaurant oder alternativ im Apartment im Rahmen des Zimmerservice sowie aus der ständigen Verfügbarkeit eines Ansprechpartners, und zwar an sieben Tagen in der Woche – in der Zeit von 8.00 Uhr bis 18.30 Uhr durch Besetzung der Rezeption und danach durch eine Fachkraft des Wohnbereichs IV und des Nachtdienstes. Fred Mahlmann, Residenzleitung

Altenpflegeheim Atrium: Und die Pflege ist doch schön... Kürzlich habe ich ein Gespräch mitbekommen. Zwei junge Menschen unterhielten sich über Ihre Berufe. Der Eine war sichtlich stolz darauf ein KFZ-Mechatroniker zu sein und erzählte viel von heldenhaften Reparaturen und gelungenen Tunings. „Und was bist du?“ fragte er nach einer Weile. „Ich bin Altenpfleger“. Fast mitleidig sah der Mechatroniker

auf seinen Gesprächspartner herunter und meinte nur trocken: „Ach so, da hast du wohl viel mit Fäkalien zu tun (er sagte ein anderes Wort; sie verzeihen, wenn ich den Bericht ein bisschen nach oben korrigiere) das ist bestimmt ekelhaft und schmutzig“. „Ach nein“ sagte der Pfleger, „Intimpflege ist zwar ein großer und wichtiger Teil meines Berufes aber längst nicht der Wichtigste.“ „Und was ist der Wichtigste?“ „Der wichtigste Teil der Seniorenpflege ist, dass ich Menschen helfen kann, dass ich Ihnen ein Stückchen Menschlichkeit und Würde bewahren kann, dass ich Ihnen zeigen kann, dass wir Sie nicht vergessen oder sogar verlassen, nur weil sie jetzt auf unsere Hilfe angewiesen sind. Weißt du, die Generation hat uns gepflegt, als wir Kinder waren. Diese Generation hat den Krieg überlebt – stell Dir das nur mal vor. Diese Generation hat Deutschland wieder aufgebaut und dafür gesorgt, dass es uns heute so gut geht. Was wäre denn aus Dir geworden, wenn Deine Mutter nicht gepflegt,

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Man darf ruhig darüber sprechen…

Veranstaltungen, gewaschen und gefüttert hätte? Und was war der größte Lohn für deine Mutter? Richtig – dein Lachen und deine Zuneigung. Und genau das können wir jetzt zurückgeben, denn diese Menschen brauchen jetzt unsere Hilfe.“ „Manche sind zu stolz dazu und wollen es gar nicht wahrhaben, dass sie Hilfe brauchen. Da musst du ganz schön clever sein, um doch helfen zu können, ohne dass es aufdringlich wirkt. Manche sind so vergesslich und fragen Dich tausendmal das Gleiche, da brauchst du Mut und Durchhaltevermögen, um immer cool und gelassen zu bleiben. Und der schönste Lohn dafür ist, wenn man Vertrauen erntet, Zuneigung erfährt und spürt, dass sich ein Mensch auf dich einlässt und die Hilfe dankbar annimmt. Ich bin sehr stolz auf mich, wenn ich das geschafft habe.“ „Ja, ist ja gut. Beruhige Dich wieder. Du hast ja recht, mit dem, was Du sagst. Ich könnte so was trotzdem nicht...“ Leider konnte ich das Gespräch nicht weiter verfolgen – bestimmt hat der junge Altenpfleger noch das Eine oder Andere gesagt, was in den meisten Köpfen ein bisschen in den Hintergrund getreten ist. Er hat natürlich recht; wir haben es mit Menschen zu tun. Menschen, die Ihr Leben gelebt haben. Menschen, die einmal Verantwortung getragen haben, die eine Familie hatten, die Kinder erzogen haben und die mitten im Leben standen, genau da, wo wir jetzt stehen. Menschen, die nun einfach alt geworden sind und das auch dürfen. Da bleibt es nicht aus, dass man ängstlich, verwirrt und gebrechlich wird. Da bleibt es nicht aus, dass die Inkontinenz kommt und man bestimmte Sachen einfach nicht mehr machen kann, weil die Kraft dazu fehlt. Deswegen ist man aber kein anderes Wesen geworden, sondern unterliegt dem Zahn der Zeit. Da werden eben die Gelenke steifer und der

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Rücken krumm, da kommt eben die Schwachheit und das Leben wird immer schwieriger. Es wird die Zeit kommen, wo unsere Motivation nachlassen wird und wo wir uns geschwächt und entblößt in andere Hände begeben müssen. Werden wir dann so stark sein und das nötige Vertrauen dazu aufbringen? Irgendwann werden nachfolgende Generationen an unsere Stelle treten und wir werden Hilfe brauchen. Wollen wir dann nicht auch gut gepflegt werden? Brauchen wir dann nicht auch einen Ort, an dem wir uns fallen lassen können? Was erwarten denn wir von der Pflege, die uns einmal zuteil wird? Erwarten wir nicht auch Verständnis für unser Verhalten? Verständnis dafür, dass wir alt geworden sind? Verständnis dafür, dass die einfachsten Verrichtungen, die uns heute nur ein müdes Lächeln abringen, nicht mehr von uns getan werden können? Erwarten wir nicht auch, dass wir Unterstützung bekommen, ohne dass wir das X-fach angefordert und erbeten haben? Ich meine, das haben wir uns dann verdient!! Meinen Sie nicht auch? Genauso, wie es unsere Senioren heute verdient haben, gut gepflegt zu werden. Wenn wir unseren Gedanken ab hier einen freien Lauf lassen, kommen wir schnell an die Frage: Ja Moment mal, wer soll denn gut pflegen, wenn der Beruf des Altenpflegers so schlecht dasteht?? Wer soll denn gut pflegen, wenn wir keine Menschen finden, die diese Aufgabe stemmen wollen? Wer soll denn diese Last auf sich nehmen, wenn das soziale Ansehen eines Pflegenden in der breiten Masse auf die Intimpflege denunziert wird? Was können wir also tun, damit der Beruf des Altenpflegers wieder an Attraktivität zunimmt? Was können wir tun, dass sich Menschen dafür interessierten und den Beruf erlernen wollen? Was können wir tun, dass Pflegekräfte das 3 Jährige machen, um einmal das

Staatsexamen und damit verbunden mehr Verantwortung zu übernehmen? Wie bekommen wir eine gute Qualität in den Nachwuchs? Sie ahnen bestimmt schon, was jetzt kommt. Richtig. Wir müssen dafür sorgen, dass in den Köpfen unserer Mitmenschen die Berufe in der Pflege wieder als etwas ganz Besonderes gelten. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass der Beruf eines Pflegenden wieder wertvoll wird, denn nur wenn wir dieses schaffen, haben wir wieder mehr Mitarbeiter, die stolz auf Ihren Beruf sind. So und wie stellen wir das an? Richtig, indem wir Menschen zu uns holen und Ihnen zeigen, was wir meinen. Aus diesem Grund haben wir Anfang November 2009 alle Schulen mit neunten Klassen mit folgendem Brief angeschrieben: „… wir – die Heimleitung des Hauses ATRIUM – möchten den Schülern, die sich für einen sozialen Beruf interessieren, den Beruf der Pflege vorstellen und näher bringen … gerne würden wir uns, unsere Philosophie und unser Haus vorstellen und über die enormen Zukunfts- und Aufstiegschancen in diesem Bereich mit Ihnen sprechen. … es würde uns freuen, wenn wir Ihren jungen Menschen eine Perspektive geben könnten … der Azubi von heute ist die Führungskraft von morgen. …“ Den Erfolg der Aktion lesen Sie in der nächste Ausgabe. Markus Großmüller

August-Kayser-Stiftung: Was schon immer mal gesagt werden musste… Ein Blick hinter die Kulissen – Altenpfleger sind auch nur Menschen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen während ihrer Arbeitszeit ihren Bewohnerinnen und Bewohnern zur vollen Verfügung. Wie aber sieht ein Tag voller Hilfsbereitschaft und Dienstleistung sonst aus? Gibt es gar noch andere Herausforderungen für


Pflege und Dokumentation die Pflegekräfte? Eine kleine Übersicht soll allen einen kurzen Einblick in das Leben einer Pflegekraft geben (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). 5:00 Uhr morgens – der Wecker bimmelt erbarmungslos. Nach einer kurzen Morgentoilette folgt eine schnelle Tasse Kaffee – manchmal auch noch ein Scheibchen Brot oder ein Stück Obst. Hab ich an alles gedacht? Ich bereite noch schnell das Frühstück für die Kinder her. Ist das T-Shirt für die Kleine gebügelt? Schnell noch nachschauen. Die Waschmaschine noch schnell befüllt und einen Zettel geschrieben, wie die Wäsche gewaschen werden muss. Husch noch einen Zettel, auf dem alles draufsteht, was die Familienmitglieder heute nicht vergessen sollen – und ab geht’s. Der Bus wartet nicht – wieder Verspätung. Hoffentlich schaffe ich es rechtzeitig. Heute arbeitet die Maria mit mir. Die verzeiht keine Minute Verspätung. 6:05 Uhr Umkleideraum – mein Spind lacht mich aus. Wo sind denn wieder die frischen Klamotten? Schnell hoch in den Wohnbereich. 6:15 Uhr Übergabe von der Nachtwache. Alles war ruhig. Keine besonderen Vorkommnisse – Gott sei Dank! Der Tag beginnt nicht gleich mit einer Hiobsbotschaft. Das Telefon klingelt. Die Kollegin meldet sich krank. Sie könne heute nicht kommen. Dann muss ich doch schnell noch eine Kollegin anrufen. Sie kann kommen, aber erst um 8:00 Uhr. Wenigstens! 6:30 Uhr Ich bereite die Medikamente für die Bewohnerinnen und Bewohner vor und kümmere mich um deren Morgentoilette. Die Kollegin fehlt schon deutlich. Ich muss ja um 7:30 Uhr

den Blutdruck kontrollieren und die Insulin pflichtigen Bewohner spritzen. Die ersten Bewohner gehen bereits zum Frühstückstisch. Die benötigen jetzt aber schnell noch ihre Medikamente. Es ist 8:00 Uhr. Ich muss aber in der Grundpflege weitermachen. Frau B. muss ich das Essen anreichen. Das wird alles doch recht hektisch. An der Stelle fällt mir wieder meine Waschmaschine zu Hause ein. Hoffentlich haben die nicht die roten Handtücher zur hellen Wäsche reingestopft. Nun ja, ich kann jetzt nichts ändern. Endlich 9:30 Uhr – meine Pause. Ach Herrje! An alles hab ich gedacht, jedoch mein Pausenbrot habe ich leider zu Hause liegen lassen. Nur gut, dass es Kollegen gibt. Es klopft an der Tür. Mitten in der Pause! Der Arzt ist da. Natürlich freue ich mich, dass der Arzt zu Frau P. kommt. Der geht es nämlich wirklich schlecht. Aber warum gerade in meiner Pause und warum ist er immer noch nicht in der Lage, die Visite alleine durchzuführen? Ich begleite den Arzt und nehme mir fest vor, ihn auf verschiedene Dinge hinzuweisen bzw. andere wichtige Themen zu erfragen. Ich muss auch dringend dokumentieren. Und den Arzt X und den Therapeuten Z anrufen. Medikamente gehen auch langsam aus. Was mach ich denn zuerst? Unbedingt behandlungspflegerische Tätigkeiten. Das ist meine Aufgabe. Der Arzt ist fertigt mit seiner Visite und verabschiedet sich. Schon 11:30 Uhr. Ich muss unbedingt die Medikamente herrichten, die mit dem Mittagessen eingenommen werden müssen. Die Bewohner müssen aber auch noch neue Inkontinenzartikel erhalten. Das Telefon klingelt. Aber


Man darf ruhig darüber sprechen…

Veranstaltungen, Pflege und Dokumentation jetzt doch nicht – wer ruft denn jetzt an? Die Nummer kenne ich, das ist ja meine von zu Hause. Was ist los? Was? – Klassenarbeit verhauen – eine glatte 5. Ohje! Ich habe jetzt gar keine Zeit zum Trösten. Andererseits sind gute Zensuren wichtig. Ich sage zu, so schnell als möglich nach Hause zu kommen. 12:00 Uhr das Essen für die Bewohner kommt. Hat jeder seine Medikamente? Wem muss ich das Essen anreichen? Die ersten Bewohner sind müde und möchten sich hinlegen. Ich bringe sie zu Bett. Diese Visite heute hat meine ganze Planung durcheinander gebracht. Ich muss unbedingt noch schnell dokumentieren. Hoffentlich kommt jetzt nicht noch etwas dazwischen. Um 14:00 Uhr ist Übergabe auf den Spätdienst. 14:30 Uhr Mein Dienst ist zu Ende. Mir fällt während des Umkleidens ein, dass ich ja unbedingt noch schnell etwas einkaufen muss, um ein Mittagessen für die Familie zu kochen. Nach dem Einkaufen, dem Kochen und dem Essen beichten mir die Kinder, dass sie anstatt Hausaufgaben lieber irgendwelche Spielchen machten. Jetzt aber schnell noch Hausaufgaben machen. Ganz wichtig nach dieser Klassenarbeit mit der Note 5. Heute ist Mittwoch – um 17:30 Uhr hat mein Sohn Fußballtraining und um 18:00 Uhr steht die Jugendgruppe meiner Tochter auf dem Programm. Ich fahre beide schnell hin, muss aber rasch wieder zurück, da ich noch gar nicht nach der Wäsche in der Waschmaschine geschaut habe. Die Berge mit Bügelwäsche werden auch nicht weniger! Nachdem ich beide Kinder wieder abgeholt habe gibt’s Abendessen. Danach ein wenig „abschalten“ vor dem Fernseher oder hinter dem Bügelbrett. 22:00 Uhr Ich bin wirklich müde. Ich spüre heute auch wirklich „meinen Rücken“. Eigentlich sollte ich auch mal etwas für mich tun – Rücken-

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schule, oder so. Was soll’s? Ist morgen sicherlich wieder weg! Der Wecker schlägt Alarm! Was? Schon wieder 5:00 Uhr …… Frank Kontermann, Heimleiter

Seniorenzentrum Bethesda: Der jährliche Bewohnerurlaub Seit 1999 fahren Mitarbeiter des Seniorenzentrums Bethesda einmal im Jahr mit einigen Bewohnerinnen und Bewohnern in den Urlaub. Die Urlaubsziele sind so gewählt, dass die Anfahrt nicht zu lange und dadurch nicht zu strapaziös ist, und dass andererseits die Ziele einen hohen Erholungswert haben und erlebnisreich sind. Da das Angebot von den Bewohnerinnen und Bewohnern gerne angenommen wird, ist es seit Jahren keine Frage, diesen Urlaub weiterhin zu planen und durchzuführen. Voll gepackt wurden Autos und Anhänger mit all den Dingen, die man eben so braucht: Rollstühle, Rollatoren, gepackte Koffer. Mit großer Erwartung ging es mit 15 minütiger Verspätung los. Unser Ziel war Heilsbach in der Pfalz. Für fünf Gäste war es der erste Urlaub mit uns. Wir wurden schon zum Mittagessen erwartet - es gab Gulasch, Spätzle und Gemüse. Nach dem Mittagessen ging es erst mal zur Zimmerverteilung und zum Mittagsschlaf. Danach rafften wir uns zu einem Spaziergang auf, der um die ganze Anlage führte. Nach dem Abendessen, Gesang und einem guten Gläschen waren alle ersichtlich müde und gingen in die Zimmer zur Nachtruhe. Um 7:00 Uhr war für die Betreuer die Nacht vorbei. Um 8:30 Uhr war das Frühstück angesagt. Wie schon aus alten Zeiten gewohnt, gingen wir in den Clubraum und erlebten eine Andacht. Herr Lang hatte sich im Vorfeld schon vorbereitet, wie der Rest des Vormittages ausgefüllt werden kann. Er hat sich das Lied „Gott mein Trost und mein Ver-

trauen“ ausgesucht. Es wurden die ersten beiden Strophen vorgestellt, gemeinsam gesungen und darüber gesprochen. Das Wetter war unangenehm, es regnete und es war kühl. Am Nachmittag ist Kaffee trinken in Fischbach im Biosphärenhaus angesagt. Die Autos wurden wieder beladen und los ging es. Es gab Kaffee und selbstgebackenen Käsekuchen. Die Stücke waren riesengroß und manch einer schaffte es nicht, sie aufzuessen. Nach dem Nachtessen ging es wieder in den Clubraum und es wurde gesungen wie die Lerchen. Am nächsten Morgen gab es einige Langschläfer unter uns, die geweckt werden mussten. Nach dem morgendlichen Ritual ging es zum Frühstück. Der Mittagsschlaf fiel heute etwas kürzer aus, denn wir wollten nach Dahn in den Kurpark zum Kaffee. Durch das schöne Dahner Felsenland ging unsere Fahrt. Wir mussten beim Kaffee feststellen, dass es in der Pfalz andere Maße gibt beim Kuchenschneiden. Die Stücke sind so groß, dass man zwei daraus machen kann. Der Abend klang, wie gewohnt, im Clubraum bei Gesang mit der Gitarre begleitet, lustigen Gesprächen, „Stadt, Land, Fluss“ etwas abgewandelt und Gedächtnistraining aus. Am nächsten Tag hatte sich das Wetter von einer besseren Seite gezeigt. Bad Bergzabern war das Ziel für unseren Nachmittagskaffee. Im Haus des Gastes ließen wir uns nieder. Mit Musik wurden wir empfangen und bei einigen unserer „Urlauber“ juckte es in den Armen und Beinen mitzutanzen, doch leider wäre es für sie zu anstrengend gewesen. Dafür wurden die tanzenden Gäste um so mehr bewundert. Nach dem Abendessen gab es eine Aufregung: Ein Zimmer war abgeschlossen und wir hatten keinen Schlüssel, um es zu öffnen. Aber unsere SpeisesaalFee wusste Rat. Im Clubraum ging


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Man darf ruhig darüber sprechen…

Veranstaltungen, Pflege und Dokumentation stationären Pflege zu verbessern. Gerade in Baden-Württemberg werden die Pflegeheime im Vergleich zu anderen Bundesländern im Durchschnitt ausgesprochen gut bewertet. Unser DRK-Seniorenzentrum in Mühlacker zum Beispiel hat Anfang des Jahres bei der MDKPrüfung eine 1,0 erhalten.“ es mit Gedächtnistraining und Liedern zum Endspurt. Der Tanz in den Mai musste leider ausfallen. Aber Hut ab vor unseren Urlaubern, sie haben sich alle angestrengt und sind viel gelaufen, obwohl es für den einen oder anderen sehr beschwerlich war. Heute waren wir nach dem Frühstück zum Gottesdienst in die Kapelle eingeladen, was wir gerne angenommen haben. Nach dem Gottesdienst hieß es Autos und Anhänger beladen. Aber wieder ein Schreck, der Schlüssel zum Vorhängeschloss vom Anhänger war weg. Wir suchten in allen Ritzen und Schlitzen, in allen Sachen und Taschen. Nichts war da. Aber Dank einer Angestellten, die ihn dann fand, wurde alles wieder gut. Nach dem Mittagessen gab es noch einen Fototermin, dann ging es los. Wohlbehalten kamen wir um 16.00 Uhr wieder zuhause an. Ellen Baum/Andreas Lang

DRK-Seniorenzentrum Mühlacker „Grundlegende Probleme im Pflegebereich sehe ich nur in der negativen Berichterstattung in den Medien. Die stationäre Pflege ist in Deutschland sehr gut aufgestellt. Deshalb ärgere ich mich über die Berichte, die vereinzelte schwarze Schafe unter den Pflegeheimen herauspicken und dann pauschalisieren. Darunter leidet das Image aller Einrichtungen. Die Qualitätsberichte des MDK sind darum als großer Fortschritt zu werten, denn sie werden dazu beitragen, den Ruf und das Ansehen der

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Arnold Greilich, Heimleiter

Haus Heckengäu: Ein Hoch auf die Altenpflegerin – wir haben tolle Mitarbeiter! Hier ein typischer Tag im Leben einer ganz normalen Altenpflegerin: Wecker klingelt, sich richten und Frühstück richten. 6.00 Uhr: Kinder wecken, Frühstücken und „Morgenappell“ mit Auto zum Pflegeheim, Berufskleidung anziehen, Arbeitsanfang, Übergabe der Nachtwache, Computer an, Tagesplan checken und abarbeiten: mit Mobiltelefon, Pflegewagen und Dokumentationen losziehen, 4 – 5 Bewohnern „Guten Morgen“ wünschen, Hilfe bei Waschen und Anziehen anbieten, mit Überraschungen: Bewohnerin A sitzt bereits angezogen auf ihrem Bett, hat sie sich wirklich selbst gewaschen? Dokumentieren! Bewohner B möchte heute länger im Bett bleiben, später wiederkommen! Notruf: Kollegin braucht dringend Unterstützung bei einer Bewohnerin, die völlig quer im Bett liegt – wie hat sie das nur alleine hinbekommen? Bewohnerin C benötigt heute eine Dusche... 8.00 Uhr: Blutzucker messen, Diabetiker spritzen, Frühstück und Medikamente austeilen, alles dokumentieren! Frühstück anreichen bei Bewohner D – Telefon: Arzt ruft an, er möchte heute um 13 Uhr bei seinen Patienten vorbeischauen – Eintragen für Spätschicht! Ins Erdgeschoss zur Inforunde aller Abteilungen gehen, Wichtiges berichten und notieren; anschließend noch bettlägrigen Bewohner D lagern, Rät-

selraten wie es sein kann, dass das Nachthemd nur noch an Hals und einem Arm sitzt; Telefon klingelt: Bewohner aus Krankenhaus zurück! Altenpflegeschülerin beim Verbandwechsel anleiten; Anruf für Frau Z: Telefon ins Zimmer bringen! Faxe verschicken; alle Tätigkeiten, jede Besonderheit, Informationen für die KollegInnen dokumentieren! Wo ist nur mein Telefon? Ach, liegt ja noch bei Frau Z! Holen! Telefonate mit Apotheke wegen Medikamenten, Ärzte über Verschlechterungen informieren, – endlich Kaffeepause! 11.00 Uhr: Medikamente in Tropfenform richten, Blutdruckmessen, Gewicht messen, dokumentieren, Kopf zerbrechen, warum Frau X Streit mit Frau Y hat und heute überhaupt ungenießbar ist – hat sie Schmerzen? Nachfragen! Toilettengänge vor dem Mittagessen, Bewohner teilweise in den Speisesaal bringen, Essen verteilen und anreichen, Medikamente austeilen, Bewohner zur Mittagsruhe betten und Bettlägrige lagern, dokumentieren! 12.00 Uhr: Gut, dass zwei Angehörige beim Mittagessen helfen, aber die Suppe ist zu heiß, der Kartoffelsalat zu kalt, die Stücke zu groß, kann es denn nie recht sein... Langsam schmerzen die Beine, der Kopf raucht, ob auch nichts vergessen... 13.00 Uhr: Arzt kommt pünktlich, zum Bewohner begleiten, Veränderungen abzeichnen lassen, restliche Dokumentation und Übergabe an Spätschicht, heimfahren, Kochen, Mittagessen mit Kindern (haben bereits Hausaufgaben gemacht!) 15.00 Uhr: Kind zum Musikunterricht fahren, Einkaufen, Kind abholen, Waschen, Bügeln, Vokabeln abfragen, Abendessen vorbereiten,... Ehemann kommt heim! Endlich Privatleben! Entspannen…? „In Ruhe“ Pflegeplanung schreiben für neue Bewohnerin! Der Rest ist wirklich privat! – Außer: Dienste am Wochen-


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Man darf ruhig darüber sprechen…

Veranstaltungen, ende und in der Nacht lange vorweg absprechen und organisieren – da könnte mancher Manager noch etwas lernen! Vielleicht ist ja gerade das das Reizvolle in diesem Beruf: Eine Herausforderung, der man sich jeden Tag neu stellen muss, mit seinem ganzen Können und all seinen Fähigkeiten – welche Befriedigung, es mal wieder geschafft zu haben! Heim am Hachel: Highlights 2010 – Aktionen für oder mit Bewohnern Highlights in deutscher Version bedeutet einfach Höhepunkte oder auch Glanzpunkte, die für das Jahr 2010 auf unserem Terminkalender stehen.

Zunächst sind die Feste, Feiern und Ausflüge im Jahreslauf immer wieder Höhepunkte im Heimleben unserer BewohnerInnen. Obwohl sich die Feste jedes Jahr wiederholen, werden immer wieder neue Akzente gesetzt. Wir MitarbeiterInnen vom Heim am Hachel haben es sich zur Aufgabe gemacht, ganz nah an den Wünschen und Bedürfnissen der BewohnerInnen mit all unseren Angeboten und Aktivitäten zu sein. Ob es das Frühlingsfest ist, oder uns „Mode bequem“ mit Modenschau besucht, auch die Maifeier und der Schuh-Shop sind Glanzpunkte im Heim am Hachel. Einmal im Jahr können einige BewohnerInnen in den Urlaub fahren, das ist sicher immer wieder etwas Besonderes, für diejenigen, die dieses Angebot nutzen können. Besonders aber berühren

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Kinder, Tiere und Musik die Herzen der alten Menschen und bringen viel Glanz ins Haus. In bester Regelmäßigkeit besuchen uns Kinder vom evangelischen Johanneskindergarten Goebenstraße, oder Schüler der Schanzschule bereichern unsere Feste durch ihr Programm. Derzeit sind im Eingangsbereich unseres Hauses Küken zu bewundern. Während dieser Zeit sieht man Bewohner, die sonst nur sehr wenig den Weg ins Erdgeschoss suchen. Hasen findet man das ganze Jahr auf einem Wohnbereich. Wenn jeden Mittwoch Nachmittag eine Mitarbeiterin mit ihrer Gitarre zum Singen und Musizieren einlädt, trifft dieser Nachmittag genau ins Herz und ist bei vielen Bewohnern „das Highlight der Woche“. Frauen der Thomasgemeinde kommen schon seit vielen Jahren ins Haus und gestalten ein Mal im Monat einen geselligen Nachmittag mit selbstgebackenem Kuchen, Gedichten und Musik. Wie tröstlich allerdings ein gütiges Lächeln tut, oder wohltuend die Nähe einer Mitarbeiterin, wenn man sich gerade sehr einsam fühlt, das sind sicher die Begegnungen, die die Höhepunkte des Jahres immer wieder toppen und durch nichts zu ersetzen sind.

gebotes nicht leicht. Es ist sozusagen für jeden Geschmack und jede Auffassungsgabe etwas dabei. Unser Festsaal mit 450 Sitzplätzen wie im Theater kann hier große Orchesterkonzerte genau so beheimaten wie kleinere Konzerte, Vorträge, satirische Beiträge und Eurythmieaufführungen, um nur einige zu nennen. Diese Veranstaltungen werden sowohl von Bewohnerinnen und Bewohnern als auch von auswärtigen Besuchern gerne in Anspruch genommen. Wer sich über die Vorstellungen informieren möchte kann dies über unseren 2x jährlich erscheinenden Veranstaltungskalender gerne tun. Eine sehr beliebte Veranstaltung ist der einmal im Monat stattfindende Volkstanz am Sonntagnachmittag. Selbstverständlich werden Bewohnerinnen und Bewohner die nicht mehr selbständig mobil sind aber trotzdem Interesse haben, zu den Veranstaltungen begleitet. Jahreszeitliche Feste wie Weihnachten oder Ostern werden ebenso bei einer gemeinsamen Feier begangen wie Frühlings- oder Sommerfeste.

Monika Metzner, Leitung soziale Dienste

Johanneshaus Öschelbronn Feste feiern, Veranstaltungen anbieten und den Menschen immer wieder die Kultur nahe bringen, ein Thema, das bei uns im Johanneshaus sehr groß geschrieben wird. So kommt es, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner nicht nur Besucher der Veranstaltungen sind sondern im Vorfeld schon bei der Auswahl, der Organisation und der Gestaltung in großem Umfang mitwirken. Sollte man nun aus dieser Vielfalt „Highlights“ herausgreifen müssen, fällt dies angesichts unseres umfangreichen kulturellen An-

Ein herausragendes Ereignis im Johanneshaus ist sicherlich das Johannifeuer am 24. Juni. Hier gibt es zunächst eine Feierstunde im Großen Saal für die Bewohnerinnen und Bewohner zur Einstimmung, danach gehen alle gemeinsam zur Wiese um das Johannifeuer zu entzünden. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch der Martinibasar am ersten Sonntag im November, weit bekannt über die Mauern des Johanneshauses hinweg und auch wieder mitgetragen und organisiert von den Bewohne-


Pflege und Dokumentation rinnen und Bewohnern des Johanneshauses. Am schönsten feiert es sich immer wenn man auch gemeinsam daran gearbeitet hat, wir hoffen, dass wir diese Besonderheit im Johanneshaus auch in Zukunft aufrecht erhalten können. Martina Kretzschmar, Heimleitung

Haus Maihälden: Highlights 2010 – Aktionen für oder mit Bewohnern Kulturelle Aktivitäten und Angebote wecken Lebensfreude, ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe, wirken sich positiv auf das Wohlbefinden von Menschen aus und verbessern die Lebensqualität. Auch deshalb stehen in diesem Jahr neben einer im Sommer

stattfindenden einwöchigen Bewohnerfreizeit in der Pfalz viele kulturelle und insbesondere zahlreiche musikalische Highlights in unserem Haus im Vordergrund. Eine Auswahl davon möchten wir kurz vorstellen. Im Januar konnten unsere Bewohner ein leidenschaftliches Konzert mit dem „Salon Ensemble Sentimental“ genießen. Das 2007 von Claudia Rupa gegründete Ensemble besteht aus Musikern, die allesamt hauptberuflich in verschiedenen Orchestern in Süddeutschland tätig sind. Mit Stücken von Rossini, Johann Strauß, Bizet, Rodrigues, Dvorák oder Brahms gestalteten sie ein meisterhaftes Programm. Schon im nächsten Monat war der Musikkreis Lae-


Man darf ruhig darüber sprechen…

Veranstaltungen, Pflege und Dokumentation

titia unter der Leitung von Hildegard Kittel mit 14 Musikern zu Gast in unserem Haus. Auf hohem Niveau spielte das Kammerorchester Kompositionen von Ignaz, Händel, Mendelssohn und Telemann und begeisterte Bewohner, Angehörige und Gäste gleichermaßen. Als weitere musikalische Highlights sind für dieses Jahr noch das Saxophonquartett Eutingen, das Akkordeonorchester Niefern – Öschelbronn, das unsere Bewohner schon seit 1996 einmal jährlich erfreut und begeistert und ein Klavierkonzert mit der Sängerin und Pianistin Tamara Shpiljuk, geplant. Mit dem Mallet Duo (Marimbaphon und Xylophon), welches zum zweiten Mal in unserem Hause gastiert, erwartet unsere Bewohner auch dieses Jahr wieder ein besonderer Leckerbissen. Die beiden polnischen Künstler spielen neben Originalwerken für Perkussioninstrumente klassische Kompositionen von Bach, Mozart, Chopin, Vivaldi, Rossini u.v.m. Die eingangs schon erwähnte Bewohnerfreizeit in der Pfalz nahe der französischen Grenze wird wieder ein besonderes Erlebnis im Jahr 2010 sein. Die wunderschöne Landschaft lädt zum Entspannen und Genießen ein. Bei den Ausflügen in das Elsass können wir in den Straßencafés ein Stück französisches Flair erleben und abends in geselliger Runde den Tag ausklingen lassen. Ein besonderes Stück Heimat erleben besonders unsere Brötzinger Bewohner beim schon seit 14 Jahren stattfindenden Nachmittagsausflug

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zu den Gartenfreunden Brötzingen. Der alljährlich stattfindenden Einladung folgen unsere Bewohner sehr gerne. Nach Gesang, Kaffee und Kuchen wird (meist im Sonnenschein) durch die Gartenanlage flaniert, um schließlich in gemütlicher Runde und mit einem Abendimbiss den schönen Nachmittag abzuschließen. Kurzausflüge, wie z.B. der Besuch der Pforzheimer Mess’ oder der Pforzheimer Parkanlagen oder auch Ausfahrten in die nähere Umgebung, gehören zum Standardprogramm, an dem unsere Bewohner immer wieder mit Begeisterung teilnehmen. Mit diesen neuen und zum Teil auch bekannten Höhepunkten wird es wieder gelingen, am alltäglichen Leben in und um Pforzheim – oder auch in ferneren Regionen – teilzunehmen und an den Erlebnissen aus der Vergangenheit anzuknüpfen. Und wenn die Wege zu weit sind, so ist es immer wieder eine schöne Erfahrung, dass die „Welt“ in unser Haus kommt. Highlights 2010 im Seniorenzentrum Paul Gerhardt In unserem Haus sind für dieses Jahr viele Veranstaltungen geplant, die wie die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, eine gute Resonanz durch unsere Bewohner erfahren haben. Dazu zählen z.B. Dia-Shows über regionale Gebiete, aber auch über exotische Reiseziele wie z. B. „Mit dem Fahrrad durch China“. In den Herbst- und Wintermonaten zeigen wir monatlich einen Film. Da liegen die Vorlieben unserer Bewohner eindeutig bei älteren Filmen mit ihnen bekannten Schauspielern. Der Versuch mit neueren Filmen ist meist mit Verlassen des Kinoraumes kommentiert worden. Unsere Angebote in der Aktivierung sind auch sehr beliebt, seien es die Mal- und Handarbeitsgruppen, Gehirnjogging oder Koch- und Bewegungsangebote. Im Sommer ist natürlich unser

schön angelegter Garten sehr gut besucht, in dem auch Aktivierungsangebote stattfinden. An den warmen Sommertagen und -abenden finden Grillfeste draußen statt, bei denen es in schöner Atmosphäre Leckeres vom Grill gibt. Auch Ausflüge in den Kurpark von Bad Wildbad werden gern wahrgenommen. Da in unserem Haus die Damen in der Überzahl sind, finden 2x jährlich zur Frühjahr-/Sommer- und zur Herbst-/Winter-Saison Modenschauen statt, bei denen nach Herzenslust geshopt, probiert oder auch nur geschaut werden kann. Dabei werden die Herren auch nicht vergessen, für diese findet sich auch immer noch ein schicker Pullover oder eine neue Hose. Die absoluten Highlights in unserem Haus sind die Feste, an denen es Livemusik zu hören gibt, wie z.B. die Jahreszeitenfeste. Verschiedene Interpreten unterhalten einen großen Teil unserer Bewohner, es gibt manchmal zu essen und zu trinken, es darf getanzt und mitgesungen werden. Die Musikveranstaltungen sind sehr beliebt und sehr gut besucht, wo bei alte Schlager oder Operettenmelodien deutlich Vorrang vor klassischer Musik haben. Gerade vor wenigen Tagen hatten wir einen schönen Nachmittag mit Herrn Halm, einem Sänger der zu CD-Musik altbekannte flotte Lieder vor einem großen Publikum zum Besten gab. Bei einer früheren Veranstaltung verteilte er sogar Autogrammkarten, die von den Damen bis heute in ihren Zimmern gehütet werden. Auch diesmal traf Herr Halm den Nerv seines Publikums. Der ganze Saal sang mit oder warf „ die Hände zum Himmel“. Hauptsächlich die Damen waren begeistert von der charmanten Art des Sängers. Er verabschiedete sich mit einem Ausblick auf seinen nächsten Besuch im Juni und alle gingen in guter Stimmung auf ihre Wohnbereiche. Hanna Spohn, Ergotherapeutin


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Lebensqualität im Alter Sie sollten immer das Gefühl haben, sicher und komfortabel leben zu können und dabei Geborgenheit und Respekt erfahren. In unserer PflegeKlinik sprechen die professionelle Betreuung und die Qualität der Ausstattung für sich. Wir bieten Ihnen: • Vollstationäre Pflege • Kurzzeit- und Urlaubspflege • Zusätzliche Ärztliche Betreuung • Modernes Chipsystem für Menschen mit Demenz • Sinnesgarten • Einzelzimmer mit Balkon • Probewohnen möglich • Mittagstisch für Jedermann (täglich 11-13 Uhr) • Fußpflege und Friseur

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Man darf ruhig darüber sprechen… Schauinsland: Highlights 2010 Das Jahr hat viele Tage, und alle Tage sollten gut sein. Aber längst nicht alle Tage sind gut. Und selbst wenn alle Tage gut wären, so wollen wir doch einige Tage, die etwas ganz Besonderes bieten. Deshalb gibt es im Schauinsland Monat für Monat ein „Highlight“ für die Bewohner, meistens an einem Freitag. Jeden Monat eine kleine „Perle“ und wenn das Jahr um ist und wir die Perlen aneinander reihen, dann haben wir eine hübsche Perlenkette. Und das sind die „Perlen“ von 2010: Januar: Märchenhafter Winterzauber, ein Abendessen mit Bezug auf Märchen; Konzert mit dem Chor der jüdischen Gemeinde Pforzheim „Kachol Lawan“; Theaterbesuch „Zigeunerbaron“; Februar: Fasnachtsparty mit den »Grünen Witwen« vom Schauinsland; März: Frühlings-Markt; April:„Fit in den Frühling“; Mai: Tanz in den Mai; Juni: Erdbeer- und Spargelfest; Juli: Beach-Volleyball in Eutingen; Jubiläumsfeier 20 Jahre Schauinsland; gemeinsames Sommerfest mit der Begegnungsstätte am Ludwigsplatz; September: Besenwirtschaft; Oktober: Oktoberfest; November: Weihnachtsmarkt SPPS – Pletowski: Tipps rund um die häusliche Pflege Tipp1 Wohnen im Alter: Auch wenn Sie oder Ihre Eltern noch vital sind – später können selbst drei Treppenstufen unüberwindlich werden. Wer aber frühzeitig darüber nachdenkt und investiert, kann meist in seinem Haus wohnen bleiben. Viele bauliche Möglichkeiten, um Treppen oder Stufen einfach zu überwinden gibt es durch Umbau in eine Rampe oder einen Treppenlift. Im Badezimmer fehlt oft eine bodenflache Dusche. Wir können Sie gerne über den Umbau beraten, denn er ist eine Alternative zu einem Umzug in ein sogenanntes „Betreutes Wohnen“. Dabei bietet das „Betreute Wohnen“ vor al-

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lem Wohnungen, die barrierefrei sind. Enthalten sind meist nur ein Hausnotrufgerät sowie Beratungsleistungen, aber keine kontinuierliche Betreuung. Diese muss man sich bei Bedarf selbst organisieren. Tipp 2 Betreutes Wohnen – wie zuhause: Der Begriff „Betreutes Wohnen“ ist nicht geschützt, daher sollte man sich vorher davon überzeugen, dass die angebotene Wohnung auch tatsächlich schwellenfrei ist. Im Betreuungs- oder Dienstleistungsvertrag sind weitere Dienstleistungen aufgezählt, die man mit einer Betreuungspauschale finanziert. Meist ist es der Anschluss eines Hausnotrufgeräts sowie weitere Beratung. Nicht dabei ist eine Rundum-Betreuung, wie man sie beispielsweise in einem Pflegeheim erwarten kann. Im Betreuten Wohnen lebt man in der eigenen Wohnung und hat nur so viel Betreuung, wie man sich selbst einkauft und organisiert. Man kann selbst entscheiden, welchen Pflegedienst oder Dienstleister man mit konkreten Leistungen beauftragt. Der Umzug in ein Betreutes Wohnen bietet sich also immer dann an, wenn es nicht möglich ist, die eigene Wohnung barrierearm umzubauen. Alles weitere, also Hausnotruf, Beratung und Ansprechpartner rund um die Uhr kann jeder Ambulante Pflegedienst (und wir natürlich auch) bei Ihnen zu Hause organisieren. Tipp 3 Belege sammeln: Im Rahmen der Krankenversicherung (aber auch bei Hilfsmitteln der Pflegeversicherung) sind Zuzahlungen zu leisten. Die sogenannte Belastungsgrenze liegt bei 2%, bei chronisch Kranken bei 1% der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Zuzahlen muss man bei: Arzt (Praxisgebühr), Apotheke, häuslicher Krankenpflege oder für den Krankenhausaufenthalt – auch für Pflegehilfsmittel, z.B. Pflegebett. Für die Befreiungsgrenzenhöhe, werden die Bruttoeinnahmen ermittelt. Berücksichtigt werden auch

Ehepartner-/Kinderfreibeträge.Viele Krankenkassen haben im Internet Zuzahlungsrechner bereit gestellt, mit dem man selbst die eigene Belastungsgrenze ermitteln kann. Wer mehr als notwendig an Zuzahlungen geleistet hat, bekommt das Geld von der Krankenkasse wieder. Deshalb: Sammeln Sie alle Belege, Ihre Krankenkasse kann dann immer noch diejenigen aussortieren, die nicht dazu gehören. Wenn man dauerhaft höhere Zuzahlungen leistet, kann man auch schon am Jahresanfang den Befreiungsausweis erhalten, wenn man den gesamten Zuzahlungsbetrag an die Kasse überweist. Das erspart das Sammeln. Ansonsten sammelt man so lange, bis man den Zuzahlungsbetrag erreicht hat und erhält dann den Befreiungsausweis. Auch nachträglich kann man noch Geld zurück bekommen, vorausgesetzt man hat die Belege noch. Apotheken speichern z.B. kundenbezogen die Medikamente und können so einen Kontoauszug drucken, auf dem die Zuzahlungen ausgewiesen sind! Susanne Pletowski SPPS

DOKUMENTATION IN DER PFLEGE – NOTWENDIGKEIT UND ANFORDERUNGEN: Seniorenresidenz Goldene Pforte Die Seniorenresidenz Goldene Pforte ist eine Einrichtung, die pflegebedürftigen Menschen Betreuung und pflegerische Versorgung in Form von vollstationärer Pflege, Kurzzeitpflege und Tagespflege bietet. Auf der Basis gesetzlicher Grundlagen sind Beschäftigte im Pflegedienst verpflichtet, ihre Tätigkeit mit und um den Pflegebedürftigen schriftlich festzuhalten. Die Sicherung einer entsprechenden Pflegequalität fordert eine Dokumentation der erbrachten Pflegeleistung. Hausinterne Pflegestandards sowie die nationalen Expertenstandards erleichtern die Planung und vereinfachen die Pflege.


Veranstaltungen, Pflege und Dokumentation Die individuelle Pflegeleistung vervollständigt das Pflegekonzept. Auf der Basis gesetzlicher Grundlagen sind Beschäftigte im Pflegedienst verpflichtet, ihre Tätigkeit mit und um den Pflegebedürftigen schriftlich festzuhalten. Die Sicherung einer entsprechenden Pflegequalität fordert eine Dokumentation der erbrachten Pflegeleistungen. Hausinterne Pflegestandards sowie die nationalen Expertenstandards erleichtern die Planung und vereinheitlichen die Pflege. Die individuelle Pflegeplanung vervollständigt das Pflegekonzept. Durch die Pflegedokumentation werden alle an der Pflege Beteiligten umfassend und übersichtlich informiert, die Pflege wird dadurch transparent, vollständig, und sachlich sowie für alle verständlich. Dadurch ist die Kommunikation und Kooperation unter den Pflegenden und mit anderen Kooperationspartnern sichergestellt. Wichtig ist auch, dass die Dokumentation fortlaufend geschrieben wird, um keine Daten zu vergessen. In der Pflegedokumentation werden Daten erfasst, die auf Beobachtungen, auf Pflegetätigkeiten, auf Verordnungen, auf Ergebnissen beruhen. Sie dienen als Handlungsnachweis gegenüber z.B. Arzt, MDK, Heimaufsicht, Angehörigen und Vorgesetzten. Professionell dokumentieren ist in der Pflege gesetzlich vorgeschrieben, auf dafür geeigneten Dokumentationsblättern, die einem Dokumentationssystem angehören. Zusätzlich können bei Bedarf Ergänzungsblätter beigeheftet werden. Die Dokumentationssysteme unterliegen dem Datenschutz, die Dokumente müssen verschlossen aufbewahrt werden, unbeteiligte Personen dürfen keinen Zugang haben. Leider stellt sich immer öfter bei den Pflegenden, die unter immensem Zeitdruck arbeiten, die Frage: Was hat Priorität in der Pflege, was ist wichtiger bei der Versorgung und Betreuung der Pflegebedürftigen, die

direkte Pflege und soziale Zuwendung am Menschen oder die bürokratischen Vorschriften, die einzuhalten sind, weil sie den Qualitätsprüfungen entsprechen müssen? CASA REHA bleibt bei der Pflegedokumentation mit Papier und Stift Leitung und Mitarbeiter im Casa Reha Seniorenpflegeheim „Osterfeld“ in Pforzheim sind froh, dass Sie Pflegeplanung und Dokumentation in Papierform führen können und möchten auch nichts grundlegend daran ändern, sondern nur durch punktuellen EDV-Einsatz optimieren. Die Leitungskräfte haben alle in anderen Pflegeeinrichtungen schon mit EDVPflegedokumentationssystemen gearbeitet und dabei die Vorteile der Papierdokumentation erkannt. Die Pflegedokumentation kann wesentlich zeitnaher erfolgen, da beliebig viele Mitarbeiter gleichzeitig dokumentieren können, es gibt keine Warteschlange wie am Computer. Außerdem kann die Bewohnerakte mit zum Bewohner genommen werden, wenn es erforderlich ist. Die Pflegeplanung wird auf Papier deutlich individueller erstellt, die EDVDokumentationssysteme verleiten dazu, mit Textbausteinen zu arbeiten und die Pflege nach „Schema F.“ zu planen. Manche EDV-Systeme bieten sogar gar keine Möglichkeit individuelle Texte zu schreiben. Gerade ältere Mitarbeiter haben große Berührungsängste gegenüber dem Computer und auch kaum Erfahrung. Bei der Einstellung älterer Pflegefachkräfte kann man eher Mitarbeiter gewinnen, wenn man nicht die Pflegedokumentation mit dem Computer verlangt. Bei Mitarbeitern mit Migrationshintergrund verstärken sich die eventuell vorhandenen Sprachprobleme noch, da sie zusätzlich zur deutschen Pflegefachsprache auch noch die EDV-Fachsprache verstehen müssen. Die Einführung der EDV-Dokumentation kostet sehr viel Arbeits-

zeit, die dann erst Mal für die Pflege und Betreuung der Bewohner nicht zur Verfügung steht. Diese Arbeitszeit wird benötigt für die Auswahl und Anschaffung von Hard- und Software, für die Installation, für die Schulung aller Mitarbeiter, für das Einpflegen großer Datenmengen und möglicherweise für eine phasenweise doppelte Dokumentation auf Papier und im PC. Es müssen Passwörter und technische Zugangsberechtigungen verwaltet werden, es müssen Softwareprobleme mit der Herstellerfirma besprochen werden und immer wieder Anpassungen der Software an verändere Anforderungen veranlasst werden, die viel Zeit und Geld kosten. Änderungen sind dagegen bei der Papierdokumentation leicht möglich: Zusätzliche Blätter lassen sich einfach einheften, Formulare lassen sich schnell und kostenarm verändern. Bei der EDV-Dokumentation muss immer ein Informatiker beauftragt werden, bei Papier kann das auch eine Pflege- oder Verwaltungskraft. Leider ist auch die Technik nicht im notwendigen Maße zuverlässig. Das System muss rund um die Uhr funktionieren. Wenn es ausfällt können die Pflegemitarbeiter das Problem meistens nicht selbst beheben. Da externe Hilfe nicht jederzeit verfügbar sein kann, müssen die Pflegemitarbeiter ohne die Bewohnerdaten auskommen, was zu Defiziten bei der Pflegequalität durch den eingetretenen Informationsmangel führen kann. Diese Ausfälle kommen leider häufiger vor. Ähnliche Ausfälle können bei der Papierdokumentation eigentlich nur durch Brand oder Diebstahl eintreten. Diesen seltenen Fall haben wir noch nicht erlebt und haben auch noch nie davon berichtet bekommen. Oftmals wird einem von den Softwareanbietern der Eindruck erweckt, mit der richtigen Software könnte man auf eine Bewohnerakte verzichten. In der Praxis zeigt sich aber, das der Aufwand dieses

Altenpfleger und Qualitätsbeauftragter Daniel Mundinger bei der Pflegedokumentation.

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Man darf ruhig darüber sprechen…

Veranstaltungen, Pflege und Dokumentation Ziel zu erreichen viel zu hoch ist. Einige Arten von Einträgen z.B. von Ärzten und externen Therapeuten erfolgen meist weiterhin per Hand. Auch Lagerungsprotokolle werden meist in Papierform im Bewohnerzimmer geführt. Fazit: Sobald mit der EDV dokumentiert wird, muss man sich mehr mit der Technik als mit dem Inhalt von Pflegeplanung und -dokumentation beschäftigen. Es entstehen hohe Kosten und es wird mehr Arbeitszeit verbracht als eingespart. Das ist bestimmt nicht im Interesse der Bewohner. Sinnvoll ist der Computereinsatz nur bei langen Texten. Beispielsweise ist es hilfreich die Pflegeplanung, die viele Seiten Text umfasst mit dem PC zu schreiben, in die Bewohnerakte einzuheften und dann per Hand weiter bearbeiten. Dieses Verfahren kann Zeit sparen und die Lesbarkeit erhöhen. Die anderen Teile der Pflegedokumentation führt man am besten per Hand auf Papier. Das ist zeitgemäß! Das Casa Reha Seniorenpflegeheim „Osterfeld“ bietet 117 Einzel- und 24 Doppelzimmer und ist auf alle Pflegestufen eingestellt. Die gemütlichen Zimmer können sowohl möbliert übernommen werden als auch individuell gestaltet werden und haben ein eigenes Bad sowie Telefon-, Radio- und TV-Anschlüsse. Die Casa Reha Unternehmensgruppe zählt mit 53 Einrichtungen zu den führenden privaten Trägern von Seniorenpflegeheimen. Sie beschäftigt 4.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Senioren-Residenz SR: EDV im Heim Die EDV ist längst aus keinem Unternehmen mehr wegzudenken. Auch die Senioren-Residenz mit ihren beiden Häusern ist keine Ausnahme. Die Verwaltung, Abrechnung und Organisation wäre kaum mehr ohne sie durchführbar. Selbst auf den Wohn-

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bereichen stehen immer öfter PC’s. Dort wird die EDV vor allem für eine zeitnahe und detaillierte Pflegedokumentation eingesetzt. In unseren beiden Häusern in Pforzheim-Büchenbronn und Huchenfeld ist sie geplant, der Einführungstermin steht kurz bevor. In unserem Seniorenheim Naab-Residenz in Schwandorf/Bayern wird bereits mit dem DAN-Touch-System gearbeitet. Dabei befindet sich ein Basis-PC für ausführliche Eingaben, Planungen und Überwachungen im Dienstzimmer, jeweils zwei weitere nur mit Fingerberührung zu bedienende Touch-Monitore stehen auf dem Wohnbereich bereit. Diese Monitore sind schnell und problemlos zugänglich und vor unberechtigtem Einblick und Zugang durch einen digitalen Schlüssel gesichert. Die dortige Pflegedienstleiterin ist davon überzeugt: Mehr als 1⁄3 Zeitersparnis bedeutet die Einführung der computergestützten Pflegedokumentation. Heimaufsicht und Medizinischer Dienst der Krankenkassen (MDK) fordern eine genaue, detaillierte Pflegedokumentation und Pflegeplanung, die ohne Hilfe der EDV kaum noch zu realisieren sind. Aber auch hausintern überwiegen die Vorteile. Die Pflegedienstleitung kann von ihrem PC jederzeit Einblick in die Dokumentation einzelner Bewohner auf den verschiedenen Wohnbereichen nehmen, ohne vor Ort sein zu müssen und Unterlagen z. B. für’s Krankenhaus problemlos und schnell zusammenstellen. Eine Rückkehr zur reinen Papierdokumentation ist schon fast undenkbar geworden. Es wird weniger Papier produziert, das auch nicht mehr verwaltet und archiviert werden muss. Die Datensicherung erfolgt lediglich über einen Server im Haus. Die Dokumentation wird sofort unter automatischem Vermerk von Datum, Uhrzeit und Person durchgeführt. Termine und Fristen können hinterlegt werden, fehlende oder fehlerhafte Eintragungen werden vom

System angemahnt, so dass nichts vergessen werden kann. Die Dokumentation wiederholter Prozeduren gestaltet sich einheitlicher durch hinterlegte Textbausteine. Dem Datenmissbrauch wird durch personenabhängige Anmeldungen mit digitalem Schlüssel am System, Zugangsbegrenzungen und Passwörter entgegengewirkt. Unberechtigte können keine Einsicht nehmen. Die Dokumentationsaufgaben sind einfacher, schneller und effizienter geworden; Auswertungen sind problemlos zu erstellen und hilfreich für die weitere Pflege; die gewonnene Zeit kommt Mitarbeitern und vor allem Bewohnern zu gute. Pflegeklinik Schömberg Die Pflegeklinik Schömberg gehört zu den 71 Einrichtungen der Marseille Kliniken AG in Deutschland. Die Vorteile der elektronischen Dokumentation im Pflegebereich haben wir frühzeitig erkannt und erfolgreich durchgeführt. 35% der Pflegezeit geht durch die handschriftlich durchgeführte Dokumentation verloren. Wir haben festgestellt, dass durch die Umstellung auf die elektronisch durchgeführte Dokumentation ca. 20% des Zeitaufwandes eingespart werden konnten. Außerdem konnten wir folgende Verbesserungen feststellen: gute Lesbarkeit, kein Vergessen von Leistungen, einheitliche Leistungsbezeichnung, einheitliches Arbeiten, zeitsparend (Doku anhand von Leistungsgruppen), mobile Doku „am Mann“ möglich, einheitliche Kürzel, dadurch gute Nachvollziehbarkeit des Leistungserbringers, Schichtübergabe – nichts wird vergessen, man kann direkt bei der Doku den Bericht in die Übergabe stellen, muss nichts doppelt aufschreiben. Sicher bedeutet der Anfang eine erhebliche Umstellung, aber das Resultat bestätigt die richtige Entscheidung. Elisabeth Pichal, Einrichtungsleirung


AOK Nordschwarzwald informiert:

Gute Noten! Das HausarztProgramm der AOK Baden-Württemberg steht bei den teilnehmenden Ärzten in hohem Ansehen.Auch für die Wissenschaft führt am Hausarzt als Lotsen kein Weg vorbei. Über 700.000 AOK-Versicherte und mehr als 3.200 Ärzte profitieren schon von den vielen Vorteilen des AOK-HausarztProgramms. Rund drei Viertel der eingeschriebenen Hausärzte bestätigten in einer Umfrage, dass der Vertrag seine Versprechen eingelöst habe. Fast 90 Prozent würden auch anderen ärztlichen Kollegen die Teilnahme empfehlen. Sogar noch höher war die Zustimmung zur Vergütungsstruktur mit kalkulierbaren Eurobeträgen und einfachen Pauschalen. Auch die Wissenschaft hat festgestellt, dass sich die hausärztliche Versorgung grundlegend ändern muss, wenn sie den Anforderungen einer immer älter werdenden Bevölkerung und den zunehmenden chronischen Krankheiten noch gerecht werden will. Die Schlüsselrolle in diesem Veränderungsprozess hat der Arzt, der sich neu orientieren und zu einem

neuen Rollenverständnis kommen muss, so der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. In ihrem Sondergutachten 2009, für das über 1.000 Studien ausgewertet wurden, kommen die Ratsmitglieder zu dem Ergebnis, dass eine gute hausärztliche Grundversorgung gesundheitliche und ökonomische Vorteile für Patienten und das Gesundheitssystem insgesamt bringe. „Die gezielte Koordination und die Integration von Leistungen müssen in den Mittelpunkt gerückt werden. Und das kann der Hausarzt nur, wenn er die Zeit dafür hat, seine Patienten umfassend zu kennen, und für dieses Engagement auch entsprechend honoriert wird. Am Ende geht es um mehr Qualität bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit der ärztlichen Versorgung.“ Dies stellt einer der fünf Gutachter, Prof. Dr. Ferdi-

nand M. Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, fest. AOK-Versicherte in Baden-Württemberg, die auf ihren Hausarzt als Lotsen im HausarztProgramm vertrauen, profitieren bereits von der hohen Behandlungsqualität: Der Hausarzt orientiert sein Vorgehen gemeinsam mit seinen Praxismitarbeitern an aktuellen Leitlinien und koordiniert alle notwendigen Behandlungsschritte. Und weil das AOKHausarztProgramm mit weniger Bürokratie auskommt,haben die Ärzte wieder mehr Zeit für ihre eingeschriebenen Patienten.

+++ Vorteile für Sie +++ Vorteile für Sie +++ Vorteile für Sie +++  Ihr Hausarzt ist immer auf dem aktuellen medizinischen Stand und er kennt seine Patienten wie kein anderer. Er weiß, was das Beste für Sie ist.  Sie profitieren von einer besseren Abstimmung und effizienteren Zusammenarbeit aller beteiligten Ärzte und medizinischen Einrichtungen.  Ihr Hausarzt hat jetzt mehr Zeit für Sie, denn sein Verwaltungsaufwand ist geringer.  Er ist für Sie da von Montag bis Freitag. Ihre Wartezeit ist nach Möglichkeit auf maximal 30 Minuten begrenzt.

 Mindestens einmal pro Woche können Berufstätige nach Terminvereinbarung Abendsprechstunden bis 20 Uhr in Anspruch nehmen.  Jährliche Gesundheitsuntersuchung „Check-up 35“ mit zusätzlichen Labor werten.  Alle Arzneimittel, für die die AOKRabattverträge gelten, sind zuzahlungsfrei.  Exklusive Kindervorsorgeuntersuchung U10 für Kinder im Alter zwischen sieben und acht Jahren.

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enioren Residenz „Bergdorf“ Büchenbronn

Im Obergeschoss des Walter-Rittmann-Hauses (Gemeinschaftshaus) unserer Seniorenresidenz ist ein neues Wohnprofil für zwei Wohngruppen entstanden – eine zukunftsweisende und bereits bewährte Wohnform. Je sieben Einzelzimmer zum Teil mit Balkon gruppieren sich um einen großen Gemeinschaftsraum mit einer Küche, einem kleinen Nebenraum für Spezialaktivitäten und einer Dachterrasse.

Warum diese neue Wohnform? Mediziner und Gerontologen predigen es seit Jahren in Vorträgen, Büchern, Fernsehsendungen, Zeitungen etc. Einsamkeit macht alt, krank, trübt den Geist, verdunkelt das Gemüt, verhärtet die Seele. Gerade die aktivierende Wirkung durch

Unsere Angebote im Überblick: • exponierte Lage • Kombination aus Pflegeheim und Betreutem Wohnen • vollstationäre Dauer- u. Kurzzeitpflege • qualifiziertes Fachpersonal • Tag- und Nacht-Präsenz • Großzügige Gemeinschaftsräume • Therapie- und Multifunktionsräume • Dachgarten/Wintergarten • Frischkost aus eigener Küche • Schonkost/Diabetikerkost/Vegetarisch • Fahrdienst/mobiler Hilfsdienst • Wäscherei im Haus • Wohlfühlklima und vieles mehr

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern

Begegnungen mit anderen Menschen, durch gemeinsames Tun, durch den Gedankenaustausch erhält die Lebendigkeit und Elastizität, die mit zunehmendem Alter ihren wesentlichen Anteil zum Erhalt eines lebensbewussten Alterns beitragen. Wir wissen dies und haben als erste Seniorenresidenz in Pforzheim diese Möglichkeit integriert, die in anderen Ländern längst zu den bewährten und beliebten Wohnmodellen gehört. Oft hören wir bei der Besichtigung dieses Angebotes die ablehnende Bemerkung: „Ach nein, ich möchte lieber allein bleiben“. Hierbei wird offensichtlich vergessen, dass man ja mit seinem Einzelzimmer, das zu diesem Wohnprojekt gehört, stets die Möglichkeit hat, sich zu jeder Zeit zurück zu ziehen.

Die Statistik zeigt uns, dass wir heute im Schnitt 6 Jahre älter werden als unsere Eltern. Es ist ein Geschenk an unser Leben, das wir dankbar annehmen und sinnvoll gestalten sollten. Die Geselligkeit pflegen, sich mit anderen Menschen auszutauschen, sich gegenseitig zuzuhören, miteinander Freude zu haben, Freude zu schenken und anzunehmen, gehört zum Leben ebenso, wie das mit sich Leben und in sich Ruhen. All dies sind Gründe, die für uns wichtig waren, dieses neue Wohnmodell in unsere Senioren Residenz zu integrieren. Die vorliegenden Erfahrungswerte beweisen uns, dass hier eine Wohnform zur Verfügung steht, die richtungsweisend ist für ein lebendiges, anregendes und aktives Miteinander unter dem Dach einer altersgerechten Betreuung und Versorgung.

Wohngemeinschaft Walter-Rittmann-Haus Senioren-Residenz Bergdorf, Büchenbronn 1. Beispiel: 1-Zimmer-Appartement Kaltmiete Nebenkosten Verpflegung pro Tag € 8,55 Reinigung per m2 € 1,15 Hausnotruf Betreuungspauschale Gesamt 2. Beispiel: 1-Zimmer Appartement mit Südbalkon Kaltmiete Nebenkosten Verpflegung pro Tag € 8,55 Reinigung per m2 € 1,15 Hausnotruf Betreuungspauschale Gesamt

39,30 m2 €/Monat 360,00 140,00 260,00 45,00 20,00 50,00 875,00

52,00 m2 €/Monat 450,00 160,00 260,00 60,00 20,00 50,00 1.000,00

SR Senioren-Residenz GmbH · Siedlungstraße 48 · 75180 Pforzheim ·


enioren Residenz „Nagoldblick“ Huchenfeld

Foto © Michael Block

Am 11. Oktober war es soweit: Mit einer Eröffnungsfeier um 10.00 Uhr und einem „Tag der OffenenTür“ wurde die neue Senioren-Residenz Haus Nagoldblick in Pforzheim-Huchenfeld ihrer Bestimmung übergeben. Nach der Begrüßung durch den Heimleiter Heiner Küllmer überbrachte der Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim, Herr Gert Hager, die Glückwünsche der Stadt zu dem gelungenen Pflegehaus. Der Ortsvorsteher Herr Heinrich Bayer erinnerte in seinem Grußwort an die ersten Maßnahmen vor circa zehn Jahren bis zu die-

sem Tag der Realisierung des Vorhabens Pflegehaus. Frau Görnemann, Vorsitzende des Kreisseniorenrates, sprach von der Liebe zu den Bewohnern des Pflegehauses als erste Priorität. Nach der Eröffnung erkundeten im Rahmen des „Tag der Offenen Tür“ unter Begleitung der Pflegedienstleiterin Frau Sylvia Fischer zahlreiche weitere Gäste das Haus. In einem Vortrag im Mehrzweckraum referierte Frau Dr. Buhlinger über das Thema „Alte Grippe/Neue Grippe – welche Gefahr droht?“. Neben Konzentrationsübungen, vorgestellt von Herrn Apotheker Brecht von der St. Hubertus-Apotheke, und Informationen zur Krankengymnastik nach Bobath durch die Krankengymnastikpraxis Central-Reha und einem Vortrag durch das Sanitätshaus Paul zu Ernährung und Zu-

satznahrung wurden zahlreiche Informationen über die umfangreichen Leistungen des Hauses angeboten. Der ambulante Pflegedienst SR-Soziale Dienste informierte über Pflege und Pflegeversicherung. Daneben stellten das Sanitätshaus Heintz, die Fußpflege Rössle, die Ergotherapiepraxis Bosch, Heilpraktikerin Frau Glaser, Fußpflegerin Frau Gaide, die Logopädin Frau Fischer und die Zahnarztpraxis Wenz ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Am Nachmittag wurden die Gäste mit einem musikalischen Beitrag durch den Posaunenchor und Alleinunterhalter Klaus Schöttle unterhalten. Das Pflegehaus bietet auf zwei Wohnbereichen, die unter dem Motto „bekannte Gebäude und Gegenden des Enzkreises“ und „Pforzheimer Schmuck“ stehen, 36 Pfle-

geplätze. Alle 30 Zimmer haben eine Nasszelle, von denen ein Teil als rollstuhlfahrergerecht ausgelegt ist. Das Erdgeschoss, über eine Terrasse mit dem Sinnesgarten verbunden, der nächstes Jahr die Bewohner erfreuen soll, wird auch für an Demenz erkrankte Bewohner geeignet sein. Die ersten Bewohner haben sich bereits gemütlich eingerichtet. Die Visitenkarte des Gebäudes stellt die dem Pflegehaus vorgelagerte Eingangssituation mit freundlich gestaltetem Café, Verwaltung und Wartebereich dar. Im Wohl-

fühlbad mit Hubbadewanne, das im hinteren Teil des Eingangsgebäudes an das Café angrenzt, können die Bewohner die stimmungsvolle Gestaltung des Raumes genießen – Ruhe und Entspannung pur unterstützt durch wohltuende Badeessenzen. In Kooperation mit ortsansässigen Kirchenund Krankenpflegevereinen sowie Besuchen des Kindergartens und der Schule freuen wir uns darauf, allen Bewohnern eine angenehme Umgebung zu schaffen, in welcher der Lebensabend mit Freude und Würde gelebt werden kann. Wegen unseres ökologischen Baukonzeptes ist ein wesentlicher Baustoff Holz. Ein Drittel der deutschen Landfläche ist mit Wald bedeckt und jedes Jahr wächst mehr Holz nach als wir verbrauchen. Holz ist ein regenerativer Baustoff. Und Holz bindet den Klimakiller CO2. In einer Zeit schwindender Ressourcen und wachsender Umweltbelastung haben wir uns um intelligente, komfortable aber auch preiswerte Energiekonzepte Gedanken gemacht.Wir müssen zukünftig unsere Energien regenerativ erzeugen. Dazu ist es aber zwingend erforderlich, den Energiebedarf zu senken. Das heißt, vor der Überlegung Heizung kommt die Überlegung Dämmung. Angesichts dessen bedarf es des Einsatzes gut durchdachter wärmedämmender Konstruktionen um den Wärmeabfluss deutlich zu reduzieren. Eine ideale Ergänzung ist eine thermische Solaranlage. Sechs Monate sorgt die Solaranlage vollständig für die Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung. Photovoltaik ist unbestritten die eleganteste Art, Sonnenenergie in Strom zu verwandeln. Die Photovoltaikanlage bringt neben dem wirtschaftlichen auch einen bedeutenden Gewinn für unsere Umwelt. Die Sonne ist eben unsere unerschöpfliche Energiequelle. Mit unseren neuen Konzepten möchten wir nicht nur ökologische und wirtschaftliche Akzente in Huchenfeld setzen. Gewinnen sollen vor allem die Senioren. Durch Funktionalität, ein entsprechendes Ambiente mit einer modernen Ausstattung, wozu auch die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung zählt, sowie natürlich fachkundige Pflege mit Herz und Qualität wird ein optimales Zusammenwirken garantiert und alle Voraussetzungen für das persönliche Wohlempfinden geschaffen.

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Kreisseniorenrat

Gerda Görnemann 1. Vorsitzende

Dr. Ursula Mayer 2. Vorsitzende

Herta La Delfa 2. Vorsitzende

Peter Petrausch Bereich: Senioren schaffen Schönes

KREISSENIORENRAT ENZKREIS STADT PFORZHEIM E.V. SENIOREN-INFORMATIONSZENTRUM Vielseitig, informativ und hilfreich sind die zahlreichen Aktivitäten und Angebote des Kreisseniorenrats, die nachfolgend vorgestellt werden. Hierbei sollte erwähnt werden, dass sämtliche im KSR anfallenden Aufgaben und Tätigkeiten von hierfür geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ausgeführt werden, außer die Halbtagsstelle der Wohnberatung. Geschäftsstelle Die Geschäftsstelle des KSR ist ein neutrales und unabhängiges Informationszentrum für Senioren und Kooperationspartner des Landesseniorenrats und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Senioren. Der KSR wurde 1979 als Arbeitsgemeinschaft auf dem Gebiet der Altenarbeit tätigen Organisationen, Einrichtungen, Vereine und Vereinigungen im Enzkreis und der Stadt Pforzheim gegründet und ist eine zentrale Informationsstelle für Senioren. Im Rahmen des demografischen Wandels und der sich ständig verändernden Gegebenheiten an Bedarf und Bedürfnis der Zielgruppe ist auch der KSR laufend bemüht, flexibel zu reagieren und seine Angebote zeitgerecht zu entwickeln. So nimmt in der Geschäftsstelle die Anfrage zum aktuellen Thema „Patientenverfügung“ einen breiten Raum ein. Wohnen im Alter Der Wohnungsmarkt für Senioren zeigt sich heute in einer bisher noch nicht gekannten Vielfältigkeit. Zu den Themen „Selbstständig im Pflegeheim“, „Betreutes Wohnen“ oder „Pflege rund um die Uhr“ drängt sich ein immer stärkeres Bedürfnis in den Vordergrund: „Woh-

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nen in den gewohnten vier Wänden“. Die Schwierigkeit hierbei ist die Tatsache, dass durch altersbedingte Behinderungen die Begehbarkeit und die Nutzung der gewohnten Räumlichkeiten schwierig wird. Es müssen bautechnische Veränderungen durchgeführt werden, die das Verbleiben ermöglichen. Die Wohnberatung im KSR bietet hier alle fachlichen Voraussetzungen für eine hilfreiche neutrale und weitgehend kostenlose Beratung. Andrea Überall-Schulze ist in ihrer Ausbildung zur Lehrerin für Pflegeberufe die geeignete Fachkraft, um Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden. Ihr zur Seite steht der Architekt Dieter Müller, erfolgreich und erfahren durch den Bau von Altenheimen. Da ein Teil der Kosten für die Umbauten häufig von den Krankenkassen übernommen werden, müssen entsprechende Anträge gestellt und Formulare ausgefüllt werden. All dies übernimmt das KSRBeratungsteam. Auch sind Vorträge in Einrichtungen und Gemeinden möglich. Anschrift und Öffnungszeiten siehe nächste Seite. Senioren schaffen Schönes Am 3. Mai um 14.00 Uhr ist die Eröffnung dieser beliebten und eindrucksvollen Veranstaltung. 35 Aussteller – Bewohner von Seniorenheimen, Vereine und Einzelaussteller – zeigen im Atrium der Volksbank in der Zeit vom 3. – 8. Mai die Arbeiten ihres künstlerischen Könnens.

Umrahmt wird diese Ausstellung von vielen Sonderveranstaltungen innerhalb der Ausstellungsräume. Vorträge, eine Modenschau, Tanzvorführungen, musikalische Darbietungen, Bastelstunden mit Kindern, tägliche Bewirtung mit Kaffee und Kuchen. Und mit Hilfe zahlreicher Spender gibt es zugunsten des Kinderhospiz eine große Tombola. Und selbstverständlich können die künstlerischen Arbeiten der Aussteller auch gekauft werden. PC-Schnupperstunden Auch bei den Senioren verbreitet sich der Wunsch nach PC-Kenntnissen. Dies ist der Grund für die Einrichtung von Schnupperstunden zum Kennenlernen im KSR. Es ist keine Frage des Alters mit einem Computer, dem Internet und den Programmen wie MS Word, MS Excel umzugehen. Alle interessierten Seniorinnen und Senioren sind herzlichst eingeladen, sich das Medium Computer und dessen Möglichkeiten im Zusammenspiel mit dem Internet zu erschließen. Der Kreisseniorenrat bietet PC-NeuEinsteigern/Anfängern 2x im Monat für je 2 Stunden die Möglichkeit an PC-Schnupperstunden teilzunehmen. Ehrenamtlich leitet die PCSchnupperstunden Kerstin Müller von „KM-Computerhilfe Senioren &


aktiv

Anfänger“, Pforzheim. Gerne hilft sie dabei, sich mit den Grundlagen und Begriffen dieser neuen Technik vertraut zu machen und eventuell vorhandene Berührungsängste ab-

Kerstin Müller

zubauen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Für die Teilnahme ist ein Beitrag von 5,00 € an den Kreisseniorenrat zu entrichten. Die nächsten „Schnupperstunden“ in der Geschäftsstelle vom KSR sind am 9.4. + 16.4. und 21.5. + 28.5. jeweils um 14.00 – 16.00 Uhr. Seniorenkino im Rex – Sonderveranstaltung für Senioren Es hat sich herumgesprochen – ca. 100 Besucher treffen sich an jedem 2. Mittwoch im Monat im Rex-Kino zur Filmvorstellung mit anschließendem Kaffee und Schwätzchen. Aus dem laufenden Programm wird der qualitativste und für diesen speziellen Besucherkreis geeignete Film ausgewählt. Beginn der Vorstellung 13.30 Uhr. Die Ankündigung erfolgt rechtzeitig in der einschlägigen Presse. Vorherige Anmeldungen beim Rex-Kino sind dringend erforderlich. Theaterkarten Aufgrund einer Sondervereinbarung mit dem Pforzheimer Stadt-Theater können die Senioren über den KSR für ausgewählte Vorstellungen kostengünstigere Karten beziehen. Bestellungen hierfür erfolgen über die Geschäftsstelle des KSR.

SENIORENFREUNDLICHER SERVICE Ende des Jahres 2009 konnte der KSR in Pforzheim und im Enzkreis 11 Geschäfte in puncto „Seniorenfreundlichkeit“ auszeichnen. In der Geschäftsstelle des KSR in der Ebersteinstraße überreichte der Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim, Herr Hager, den Firmen Zertifikate und einen Aufkleber. Die Zertifizierung gilt zwei Jahre und wird danach wieder auf Antrag neu geprüft und verlängert. Ein Kriterienkatalog dient als Richtschnur. Die Freundlichkeit der Angestellten spielt z.B. eine große Rolle, ebenso die gute Beratung, auch Sterntreffen Das diesjährige Sterntreffen, der alljährliche bunte Nachmittag für Senioren mit zahlreichen Darbietungen, findet in diesem Jahr am 16.10., Beginn 14.00 Uhr, in dem Amelius-Saal in Niefern statt. Vorträge exklusiv für den KSR in den Schmuckwelten • Showbühne: Termin 20.5.10, Beginn 18.00 Uhr, Literarischer Abend „Goldregen und Zankapfel“ – Mythen um Gold. Helmut Oberst liest über das Thema anlässlich der Ausstellung Mythos Gold. Anschließend Besuch der Ausstellung. Eintritt frei. • Raum Smaragd: Im Rahmen der James Rizzi Ausstellung in den Schmuckwelten in

die Existenz eines Stuhles sowie die Benutzung einer Toilette. Dies ist nicht nur für ältere Menschen von Wichtigkeit, sondern – wie immer wieder betont werden muss – auch für Mütter mit kleinen Kindern und Kinderwagen. Die ausgezeichneten Firmen sind: Apotheke im Famila-Center · Hebel-Apotheke · Schlössle-Apotheke · Sonnenapotheke · Mode Rudolf · Famila West SB · Gwinner, Raumausstatter · Günther, Nähmaschinen · Klingel-Depot · Herz-Apotheke in Mühlacker · Edeka Markt in Eisingen. der Zeit vom 17.4. bis 19.7. findet am 24.6. eine Sonderveranstaltung mit folgendem Ablauf für die Freunde und Mitglieder des KSR statt: Begin um 14.30 Uhr im Raum Smaragd im 6. OG mit einer halbstündigen Einführung durch die Kunsthistorikerin Krisztina Jütten M.A. in das Leben und Werk von James Rizzi. Anschließend Besuch der Ausstellung mit Erläuterungen durch die Kunsthistorikern und Ausklang bei Kaffee und Kuchen im Restaurant Liz. Sonderpreis: 7,50 €. Immobilienrente Am 22.4., um 15.00 Uhr, spricht Silke Boger von der Sparkasse Pforzheim Calw über das Thema Immobilienrente. Nähere Ausführungen hierzu auf Seite 7.

Margarete Janßen

Ruth König, Büroleitung

Waltraud Bopp

Jutta Behrendt

FÜR ALLE VERANSTALTUNGEN SIND RECHTZEITIGE ANMELDUNGEN ERFORDERLICH! Geschäftsstelle Kreisseniorenrat Pforzheim Enzkreis e.V. • Ebersteinstr. 25 (Ecke Salierstraße), 75177 Pforzheim • Tel. 0 72 31/3 27 98 oder Fax 0 72 31/35 77 08 • E-Mail: info@kreisseniorenrat-pf.de

Die Damen vom KSR-Büro helfen Ihnen gerne weiter.

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Kreisseniorenrat

Bärbel Grötzinger

Andrea Überall-Schulze

Dieter Müller, Architekt

aktiv

FRAG Pforzheim-Enzkreis Das Team der Freiwilligen Agentur (FRAG) blickt auf ein arbeits- und erfolgreiches Jahr zurück. Die Bilanz 2009 ist erstellt: Das Team hat 205 Anfragen von ehrenamtlich Interessierten bearbeitet. Mit 191 Kandidaten wurden Beratungsgespräche geführt und 165 wurden an Organisationen vermittelt. Das ist eine erhebliche Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren. Die Statistik 2009 ergibt ein Durchschnittsalter der Freiwilligen von 44 Jahren. Die Spanne reicht von 15 – 83, rund 18% sind unter 30 Jahren. Die Ehrenamtlichen sind im Ver-

gleich zu den Vorjahren „jünger“ geworden. Es sind wie in der Vergangenheit überwiegend Frauen (80%), die auf die FRAG zukommen. Die geografische Zuordnung ergibt: Pforzheim 54% , Enzkreis 39%, Kreis Calw 3% , keine Angaben 7%. Die Vermittlungen verteilen sich auf folgende Einsatzbereiche: Soziales 28%, Bildung, Handwerk und Büro/Verwaltung jeweils 8%, Kultur 7% , Sport 1% und sonstige Bereiche 11%. Den größten Anteil – nämlich 29% – der Ehrenamtlichen hat die FRAG für die „Aktion Lesepaten“ gewinnen können, die Ende September 2009 gestartet wurde. Nicht nur zahlenmäßig ein erfolgreiches Projekt. Auch von den Lesepaten selbst kommt positive Resonanz. Hier ein paar Stimmen: Ute Fesca, Lesepatin an der Schanzschule: „Ich beschäftige mich sehr gerne mit Kindern. Und leider wohnen meine Enkel weit weg.“ „Es macht so viel Freu-

DIE WOHNBERATUNG – EINE WICHTIGE INSTITUTION FÜR ÄLTERE UND/ODER BEHINDERTE MENSCHEN

nen Veränderungen anzupassen. Besonders gestärkt ist die Wohnberatungsstelle durch die ehrenamtliche Mitarbeit verschiedener freier Architekten und Architektinnen. Bei der Modernisierung bereits heute an die Einschränkungen von morgen denken. Unsere Erfahrung, die Kenntnisse über entsprechende Hilfsmittel und das Wissen über Veränderungen durch bauliche Eingriffe, ist die ideale Kombination, um die Wohnung so aufzubereiten, dass darin

Wohnen in den eigenen vier Wänden ist der Wunsch der meisten Menschen – auch dann, wenn der Alltag wegen krankheits- oder altersbedingter Einschränkungen nur noch schwer zu meistern ist. Das Team der Wohnberatung hat über zehn Jahre Erfahrung, Wohnungen oder Häuser den gegebe-

de, auch die kleinen Fortschritte beim Lesen zu sehen.“ „Es kommt ganz viel von den Kindern zurück. Sie kommen mit Begeisterung auf einen zu. Ein Mädchen hatte große Bedenken: Wenn ich jetzt besser lesen kann, darf ich am Ende nicht mehr zu Ihnen kommen.“ „Und viele können schon besser lesen. Die Aktion Lesepaten ist eine ganz wichtige Aktion.“ Barbara Schatz, Lesepatin im Familienzentrum Au: „Ich bin persönlich von einer Mitarbeiterin der FRAG auf die Aktion angesprochen worden. Und da ich einerseits meine Zeit sinnvoll nutzen will und ich von meinen eigenen Kindern weiß, wie wichtig die Freude am Lesen für die Bildung ist, habe ich als Lesepatin begonnen.“ „Inzwischen bin ich 3 Stunden pro Woche bei den Kindern. Sie kommen mit Begeisterung auf mich zu und sind ganz stolz, wenn sie ein Buch zu Ende gelesen haben.“ „Es kommt so viel Positives von den Kindern zurück. Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Es ist dieses Strahlen auf den Gesichtern.“ Das Ergebnis 2009 kann sich sehen lassen. Für die Mitarbeiter der FRAG ist es Motivation und Herausforderung für ihren Einsatz im Jahr 2010.

gelebt werden kann bis in ein hohes Lebensalter. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, gemeinsam die bestmögliche Lösung zu erarbeiten. Wohnberatungsstelle Kreisseniorenrat Enzkreis – Stadt Pforzheim e. V. Ebersteinstraße 25 Tel.: 0 72 31/35 77 14 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 – 12 Uhr oder nach Terminvereinbarung.


Die BAGSO informiert:

Ex-Familienministerin Ursula Lehr:

Schröder-Vorschlag zur Pflegezeit ist richtig! Die frühere Familienministerin und jetzige Vorsitzende des Dachverbands der Senioren-Organisationen BAGSO, Ursula Lehr, unterstützt die Initiative von Bundesministerin Kristina Schröder ausdrücklich. „Es geht nicht um eine Korrektur der Pflegeversicherung, sondern um die Vereinbarkeit der häuslichen Pflege mit der Berufstätigkeit der Pflegenden. Diese Frage ist wichtig, denn wir wissen aus Studien, dass sich, wer nicht nur zu Hause bleibt, mit der Pflege leichter tut. Mit einer Freistellung allein ist es daher nicht getan.“ Die Diskussion darüber, was wir besser machen können, von Seiten der Politik, aber auch von Seiten der Unternehmen, hält die Alternsforscherin für überfällig. „Wenn Sie als berufstätige Frau Kinder haben, dann fragen die Kollegen jeden Tag danach. Betreuen Sie einen Angehörigen, ist das häufig ein Tabu am Arbeitsplatz. Für die Betroffenen ist

den Gesellschaft einzustellen. „Es macht überhaupt keinen Sinn, nur an betriebliche Kindertagesstätten zu denken. Von Unternehmen getragene oder geförderte Tagespflegeangebote sind mindestens ebenso wichtig. Bereits heute dürfte die Zahl berufstätiger Frauen, die ältere Angehörige betreuen, die Zahl berufstätiger Frauen mit Kindern unter sechs Jahren übersteigen“, so die Einschätzung der BAGSO-Vorsitzenden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) vertritt über die ihre 101 Mitgliedsverbände rund 13 Mio. ältere Menschen in Deutschland. Weitere Infos: BAGSO e.V., Ursula Lenz, E-mail: lenz@bagso.de, www.bagso.de.

ein offenerer Umgang mit dem Thema wichtig.“ Vor allem die Unternehmen sieht Lehr in der Pflicht. Von flexiblen Arbeitszeitmodellen, die über den vorgeschlagenen gesetzlichen Rahmen hinausgehen können, bis hin zu praktischen Unterstützungsangeboten, sei vieles möglich und sinnvoll, um Arbeitsplätze auf die Notwendigkeiten einer altern-

STEUERERKLÄRUNG JA ODER NEIN? Die BAGSO bietet zusammen mit dem Renten-Service der Deutschen Post allen interessierten Rentnerinnen und Rentnern einen kostenlosen Steuer-Check im Internet an, der individuelle Antworten darauf gibt, wer steuerpflichtig ist und wer nicht. Ebenso erfahren Sie z.B., welche Auswirkungen die Abgeltungssteuer hat, welche Freibeträge genutzt werden können oder wie sich z.B. gesetzliche Änderungen bei der Besteuerung von Lebensversicherungen auswirken. Ein Hinweis: Bei den Renteneinnahmen ist vom Brutto-Betrag auszugehen. www.bagso.de

Endlich!

„Computern“ leicht gemacht!

5 Jahre Aus-WEG?!! Ministerpräsident a. D. Dr. h.c. Erwin Teufel spricht zum Thema:

»WERTE IN DEUTSCHLAND – GIBT ES SIE NOCH?« Musikalische Begleitung: Salon Ensemble Sentimental. Samstag, 8. Mai 2010, 16.00 Uhr, im CongressCentrum Pforzheim Eintritt frei! Veranstaltung von: Hilfe zum Leben Pforzheim e.V. Telefon: 0152 - 29 29 00 82 · www.ausweg-pforzheim.de

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Mit speziellen Kursen für Einsteiger und Senioren In kleinen Gruppen bis 4 Pers. und in netter Atmosphäre, mit viel Zeit für jede Frage – und mit Spaß! Alles von der PC-Einkaufshilfe bis zur Schulung Auch preiswerter Einzelunterricht bei Ihnen zuhause! Für die nächsten Kurse sind noch wenige Plätze frei – rufen Sie mich an!

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Kerstin Müller Computerhilfe für Senioren & Anfänger

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Interview mit Benny Clausing

Benny Clausing –

»Meine Medienwelt«

Er ist zwanzig Jahre jung, fröhlich und selbstsicher, schlagfertig und direkt. Er hat Pläne und Vorstellungen – und er hat ein Buch über sein Leben geschrieben. Nun ist es normalerweise üblich dies zu tun, wenn man einen wesentlichen Teil oder wenigstens die Halbzeit seines Hierseins hinter sich gebracht hat. 20 Jahre – da hat es bei der Langzeit-Lebenserwartung heute kaum angefangen. Nun ja, alles ist relativ, und in diesem Fall signalisiert das Lebensgefühl des Autors: Jetzt hab ich was zum Sagen. Und er tut es – auf 111 Seiten mit Text und Bildern. Benny Clausing schrieb das Buch „Meine Medienwelt“ (siehe rechts).

GD: „Warum haben Sie geschrieben?“ BC :„Wenn Sie mein Buch lesen, werden Sie es erfahren. Ich wollte denen Mut machen, die – so wie ich – die Schule mit dem Abschluss der Hauptschule beenden.“

GD: „Mut machen, oder das Gewissen beruhigen und den schulischen Erfolg als unwichtig deklarieren?“ BC: „Sicher ist eine gute schulische Leistung wichtig, aber es gibt viele, die es einfach nicht packen. Ich wollte unbedingt das anfangen, was bereits seit meinem zehnten Lebensjahr als berufliche Aufgabe für mich feststeht: in der Medienwelt mit einem eigenen Unternehmen aktiv werden. Damals hatten wir in der Schule so ein Mäppchen, in das alle Mitschüler was reingeschrieben haben. Auf dem Deckblatt stand nicht mein Name sondern meine heutige Firmierung: BMC. Und sicher waren nicht die Schulaufgaben das Wichtigste, sondern kleine Filme mit Freunden zu drehen, Interviews zu machen und zu überlegen, wie man Zeitungen macht.“

GD: „Dann sollten sie aber all de-

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gendlichen scheint sie gut zu funktionieren. Wie schaut es bei Ihrer Kontaktintensität, die der Beruf ja automatisch mit sich bringt, im Interessensbereich Partnerschaft aus – gibt es eine Freundin, wenn ja, hat sie Aussicht auf lebenslang, wenn noch nicht, wie sollte sie sein, welcher Typ hätte Chancen?“ BC: „Also – bisher weder lebenslang noch sehr ernsthaft. Zur Zeit konzentriere ich mich wirklich nur auf meine Arbeit, um weiterzukommen und um Geld zu verdienen.

nen, die sich frühzeitig von der Schule verabschieden sagen, dass sie es nur dann sollten, wenn sie besessen sind von der ,Berufung’ , die sie stattdessen anfangen wollen.“ BC: „Das ist richtig, denn ich habe ja auch eine kaufmännische Lehre abgeschlossen, bevor ich mich voll in meinen Medientraum hineinstürzen konnte.“

GD: „Was bedauern Sie nicht zu können, was vermissen Sie?“ Wie ich mir die Frau meiner Träume vorstelle? Sie sollte 2 – 3 Jahre älter sein als ich, kein Mannequin, aber natürlich auch kein Bauerntrampel. Sie muss innere Werte besitzen – muss was im Kopf haben, interessiert sein, selbstbewusst, sie muss auch widersprechen und – sie kann auch aus der Region sein.“

BC: „Bedauern tue ich, dass ich bisher noch kein Instrument spiele, und singen tue ich nur unter der Dusche, und dann zweistimmig mit einer CD. Eine angeborene Schreib-LeseSchwäche konnte rechtzeitig durch gezielte Übungen behoben werden, und ich muss unbedingt so bald als möglich meine nicht ausreichenden Fremdsprachen-Kenntnisse besonders im Englischen nachholen.“

GD: „Herzlichen Dank für das Gespräch – und weiter viel Erfolg!“

GD: „Sie haben eine Künstleragentur, sind Buchautor, Moderator, Verleger von Magazinen, haben 10 Mitarbeiter und wohnen bei Ihren Eltern im Haus. Offensichtlich ist Ihnen diese familiäre Bindung wichtig und im Gegensatz zu vielen anderen Ju-

Zusatzinfo: Der Fernsehsender VOX begleitet Benny Clausing in der Sendung „mieten,kaufen,wohnen" auf der Wohnungssuche. Die Sendung läuft von Mo. – Fr. ab 18 Uhr bei VOX. Der genaue Sendetermin steht noch nicht fest.


Aktuelleszur Gesundheitspolitik

Einsparungen bei Arzneimitteln, ohne deren Einsatz eine ärztlich diagnostizierte Erkrankung häufig unbehandelt bliebe, sind bisher bei jeder Kostendämpfungsmaßnahme, auch vorangegangener Regierungen, ein Schwerpunkt möglicher Einsparungen gewesen. Doch wo soll der Schatz gehoben werden mit dessen Hilfe die Finanzlöcher gestopft werden sollen? Die Apotheken leisten einen beachtlichen Kostendämpfungsanteil durch einen seit Jahren unveränderten Festaufschlag nach Abzug des Kassenrabatts in Höhe von 5,80 Euro pro rezeptpflichtigem AM, unabhängig vom Preis des Medikaments bei stetig steigenden Geschäfts- und Personalkosten. Die Hersteller von Nachahmerpräparaten (Generika) sind durch eine rigide Vertragspraxis der Krankenkassen in Bedrängnis. Nur noch in Ausnahmefällen bestimmt der Arzt das Medikament, das dem Patienten in der Apotheke auszuhändigen ist, sondern die Krankenkasse des Versicherten. Dies sind die sogenannten Rabattarzneimittel. Für jede in der Apotheke abgegebene Packung des Mittels erhält ihre Krankenkasse einen Rabatt in Höhe von manchmal mehr als 50% des eigentlichen Herstellerabgabepreises. Die Krankenkassen hüten dieses Geheimnis. Die Ersparnisse von vielen 100 Millionen Euro werden von den Kassen bei ihren Angaben über ihre Ausgaben für Arzneimittel tunlichst verschwiegen.

Wo ist dann noch etwas zu holen, leisten doch Apotheken und Generikahersteller ihren Beitrag, was seit Jahren in diesem Segment die Arzneimittelpreise erheblich sinken lässt? Kostentreiber sind die patentgeschützten neuen Arzneimittel international tätiger Konzerne, deren Umsatz den Haushalt der meisten Staaten auf der Welt um ein vielfaches übertrifft. Dies offenbart zugleich deren weltweite Macht und Einflussmöglichkeiten. Diese Konzerne können die Preise bisher frei festsetzen, was durch immer teurere neue Medikamente zu einem massiven Anstieg der Ausgaben für Arzneimittel führt. Dieser Anstieg soll nun nach Plänen des neuen Gesundheitsministers deutlich begrenzt werden, sowie eine Kosten-Nutzenbewertung besonders kostenintensiver Arzneimittel vorgenommen werden. Ein Vorhaben bei dem bisher alle Gesundheitspolitiker gescheitert sind. Als Patient sollte man wissen, dass dies nur dann gelingen kann, wenn neue Arzneimittel bei negativer Bewertung aus der Erstattungspflicht der Kassen ausgenommen werden. Dies wird bei dem Marketingdruck der Konzerne auf Ärzte, Politiker und Gutachter nicht einfach zu realisieren sein. Nur eine konsequente Verweigerung der Erstattung bei nicht eindeutig belegtem Mehrnutzen für den Patienten und Erstattungsobergrenzen für patentgeschützte Medikamente können die Konzerne in die Pflicht nehmen.

Eines ist aber heute schon sicher, die in diesem Bereich erzielbaren Einsparungen werden die Mehrausgaben und Mindereinnahmen durch die weltweite Wirtschaftskrise nicht decken können. Deshalb muss intensiv darüber nachgedacht werden, wie die Bemessungsgrundlage der Kassenbeiträge erweitert werden kann. (z.B. Einbeziehung von Vermögenswerten zur Beitragsbemessung). Foto: Thomas Zigann

Die Gesundheitspolitik befindet sich in der misslichen Lage, ein – durch immer weniger Beitragszahler, eine immer älter werdende Gesellschaft und einen ungebremsten medizinischen Fortschritt – kaum noch zu finanzierendes System stabilisieren zu müssen. Neben mittelfristig wirkenden strukturellen Reformen sind aktuell auch kurzfristige Maßnahmen im Fokus der Politiker.

Die Vermeidung unnötiger ärztlicher Leistungen wie Doppeluntersuchungen und eine strikte Begrenzung der Verwaltungsausgaben der Krankenkassen sind unumgänglich, immerhin waren diese im Jahr 2008 mit 5,2% an den Ausgaben der GKV doppelt so hoch wie der Wertschöpfungsanteil der Apotheken mit 2,6%. Und nicht zuletzt können die Versicherten durch ein kostenbewusstes Verhalten dazu beitragen, unser im Kern durchaus effizientes und weltweit geschätztes Gesundheitssystem zu erhalten, damit auch weiterhin jedem Bürger – unabhängig von seinen finanziellen Möglichkeiten – die bestmögliche Behandlung zuteil werden kann. In diesem Sinne wünsche ich dem neuen Gesundheitsminister Rösler bei seinem ehrgeizigen Vorhaben viel Erfolg.

Wolfgang Reichert, Fachapotheker für Offizinpharmazie, ist seit 1980 selbstständiger Apotheker in Pforzheim.

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Interview mit Volker Burkhard, Wäscherei Merz in Wurmberg

Sie waschen, sie waschen Nachdem wir in der vergangenen Ausgabe ausführlich über die textilen Dienstleistungen und die außergewöhnlichen technischen Gegebenheiten der Firma Merz berichtet haben, befassen wir uns heute mit dem Anfang der Firmengeschichte und dem Thema der Wandlung von Bedürfnis, Bedarf und Nutzung. bis die Utensilien von Bett und Tisch, Unterwäsche, Hemden, Blusen und Socken von Schmutz und Flecken befreit durch die Wringmaschine gezwängt wurden, um, ihrer maximalen Nässe entledigt und auf dem Dachboden oder im Garten getrocknet, auf dem Bügelbrett oder der Heißmangel ihr attraktives Finish erhielten.

Waschfrau Museum Bad Münder, © Mediclin AG.

Gen. im Dialog: „Inzwischen hat die moderne Waschmaschine ihren Siegeszug in die Haushalte angetreten. Wie hat die Gründerin diese Entwicklung abgefangen?“

Vorbei sind die Zeiten, in denen der Waschtag als Tag der Schwerstarbeit geplant und rot markiert im Terminkalender der Hausfrau stand. Brodelnd dampfte und kochte die Wäsche der gesamten Familie im großen Waschkessel des Hauses. Es wurde geruffelt, und gerieben,

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Volker Burkhard, Geschäftsführer der Firma Merz, hat diese Entwicklung, über die wir mit ihm sprechen, hautnah miterlebt. Volker Burkhard: „Anna Merz, die Gründerin unserer Firma, hatte das Zeitproblem der Frauen erkannt. Unter dem Thema : ,Wir sorgen für Ihre Wäsche’ gründete sie den Haushaltsservice der Wäscherei Merz. Ca. 1.000 Haushalte wurden bedient. Die Wäsche kehrte nicht nur schrankfertig in die Haushalte zurück, sondern wurde auch ausgebessert, gestopft, Knöpfe wurden ergänzt, Textilien zur Reinigung gebracht. Als Bub fuhr ich jeden Samstag mit dem Fahrer um 6.30 Uhr nach Büchenbronn, um die Wäsche bei den Kunden abzuholen. Die Frauen erwarteten uns häufig schon mit ihrem mit Wäsche gefüllten Kopfkissen an der Tür. Und immer wenn wir um 11.30 Uhr mittags fertig waren, ging der Fahrer mit mir in Brötzingen einen Rostbraten essen. Damals begannen auch die ersten Belieferungen der Geschäfte.“

Wie schon gesagt, der Waschtag war der monatliche Großkampftag der Hausfrau. Nach 1945 veränderten sich die Aufgaben der Frauen. Es begann die Wirtschaftswunderzeit. Es musste wieder aufgebaut werden, die Hausfrauen übernahmen ihren Anteil in Form beruflicher Aktivitäten, damit reduzierte sich ihre Zeit für den Einsatz im Haushalt.

Volker Burkhard: „Ja, Umdenken, Flexibilität und Anpassung sind wichtige Voraussetzungen für die langfristige Erhaltung eines Unternehmens. Mit der jüngsten Umstellung der gesamten Anlage auf das energiesparende Konzept und mit der Vielzahl der zwischenzeitlich belieferten Geschäftskunden, u.a. der Alten- und Pflegeheime, haben wir auf die Veränderung des Marktes sehr erfolgreich reagieren können.“

Gen. im Dialog: „Wenn Sie den derzeitigen Markt in seiner Entwick lung betrachten – wo sehen Sie ein


den lieben langen Tag… Thema, das für Ihre Dienstleistung interessant werden könnte?“ Volker Burkhard: „,Back to the roots’. Wir haben nach der Wirtschaftswunderzeit einen breiten Markt aufbauen können und den Verlust des Anfangs um ein Vielfaches ausgeglichen. Heute rückt ein neues Thema ins Blickfeld unserer Dienstleistung. Es ist der Wunsch vieler alter Menschen, möglichst lange in der eigenen Wohnung zu verbleiben. Hier setzt unser neues Konzept für eine Dienstleistung an, die wir wieder ausbauen werden. Der Wäscheservice für Senioren – regelmäßig und komplett wie in jenen Tagen. Dazu gehört die Leih-

wäsche ebenso wie die schrankfertige Lieferung einschließlich der Ausbesserungen, auch das Abnehmen,

reinigen oder waschen und Aufhängen von Gardinen und die Annahme und Auslieferung von Reinigungssachen. Ich bin überzeugt, dass dieses Thema viele Interessenten finden wird.“


Prof. Dr. Ulrike Krenzlin

Sandro Botticelli’s

Prof. Dr. Ulrike Krenzlin

In seinem Epos „Orlando furioso“ von 1516 versucht Ludovico Ariost, das Schönheitsidol von Sandro Botticelli zu überbieten. Eine Generation zuvor hatte Botticelli mit den traumschönen Porträts der Simonetta Vespucci das non plus ultra an weiblicher Schönheit erfunden, das es in der Malerei seit den Anfängen der Tafelmalerei gibt. In einer Stanze schwärmt daher Ariost : „Denn herrlicher, als Maler es darzustellen vermochten, war ihrer Glieder Bau.“ Mit diesen Worten beschreibt er Angelicas Schönheit, die mit malerischen Mitteln nicht darstellbar sei. Alle Männer macht die Königstochter verliebt in sich, lässt aber Gegenliebe bei sich nicht aufkommen. Roland fällt deswegen in Wahnsinn. Ariost ist es, der das Motiv des Verrücktwerdens als Folge unerwiderter Liebe in die Literatur eingeführt hat. Angelica verkörpert nicht eine individuelle, sondern eine mystische Gestalt, die Schönheit und Keuschheit in sich vereint. In dieser Einheit folgt er dem neuplatonischen Tugendideal von der „Himmlischen und Irdischen Liebe“. Er schenkt dieser Idee eine literarische Hochform. Erst Shakespeare wird für die Liebe eine Sprache erfinden, die zur Weltliteratur führt. Sandro Botticelli, Ariosts Vorgänger, steht an der Schwelle dieses Weges. Als die 23jährige Simonetta Vespucci am 26. April 1476 an Tuberkulose stirbt, was überaus selten vorkommt, eine offene Aufbahrung. Der Dichter Sforza Bellini rühmt ihre Schönheit noch im Tod als „Trionpho della morte“. Die Tochter des Guaspari Cattaneo wird 16jährig mit Marco Vespucci verheiratet. Damit steigt sie zu den ersten Florentiner Familien auf. Giuliano de’ Medici krönt sie zur „Regina della Bellezza“ seines Turniers. Doch sind wir nicht auf diese Augenzeugenberichte angewiesen. Ihre tief berührende Schönheit hat einzig und allein der Maler Sandro Botticelli in Rollenporträts und figuralen Kompositionen überliefert: „Minerva und Kentaur“, „Venus“ und „Die Geburt der Venus“ (Uffizien). Doch, was man heute schwer verstehen kann, erhellen manche Katalogtexte der Frankfurter Ausstellung. Die Strahlkraft von Botticellis Bildnissen und Figuralbildern zielt

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kaum auf die vermeintlich porträtgemäße Person der Simonetta Vespucci. In den Symbolbildern (Hybridporträts), in denen man sie zu erkennen glaubt, erscheint die Dargestellte ausnahmslos verkleidet als Nymphe, Kleopatra, Athena. Die Deutungen stehen im Zusammenhang mit dem spirituellen Ideal der Humanität. Daher sind die Bildmitteilungen vielseitig. Das Rätselhafte dieser Bilder, das wir uns heute nur mühevoll erklären können, macht aber gerade die Überzeitlichkeit Botticellis aus.

Die kunstvolle Frisur um den Kopf der Schönen besteht aus sechs dünnen mit Perlenketten geschmückten und zwei kräftigen Zöpfen mit eingesteckten Perlen, gehalten von einer Haarnadel mit Edelstein. Die Perlen deuten ein Wespennest an, das Familienwappen der Vespucci. Das übrige Haar fällt in gebrannten Locken, umflochten mit roten Bändern lose herab. Die kupferblonde Haarfarbe wird durch Bleichen in der Sonne erreicht, die modische hohe Stirn durch tägliches Auszupfen der Haare. Simonetta Vespucci trägt ein Kleid aus feinster raffiniert gemusterter Baumwolle. (Simonetta Vespucci als Nymphe, Pappelholz, 81,8 x 54 cm, Frankfurt Städel Museum, Inv. Nr. 936, Foto: U. Edelmann).

Das Bankhaus Medici Hauptförderer der Künste wird die Florentiner Bankiersfamilie de’ Medici. Aus Sicht der Altadelsgeschlechter haftet den Medici der Makel von Aufsteigern und Neureichen an. Denn erst im Trecento hat der Firmengründer Giovanni di Bicci den Akkerbau aufgegeben. Cosimo de’ Medici d. Ä. vollendet den Aufstieg des


„Trionpho della morte“ Bankhauses zum führenden Geld- Bücher lässt er verbrennen. Auch damen zeigt. Zur „Regina della gioinstitut Europas. Der von Micheloz- Botticelli empfindet Teile seines Wer- stra“ (Irdische Liebe) wählt Lorenzo zo ab 1444 in der Via Larga er- kes als zu weltlich und wirft sie in 1469 seine Verlobte Clarice Orsirichtete Palazzo Medici legt Zeug- Savonarolas Feuer. 1498 wird Sa- ni, zur „Regina della Belleza“ nis ab vom Famlienreichtum. Cosi- vonarola in Florenz auf dem Schei- (Himmlische Liebe) krönt er die vermo bestimmt über die Signoria auch terhaufen verbrannt. heiratete Lucrezia Donati. Giuliano die politischen Richtlinien der junwird 1475 Simonetta Vespucci zur gen Republik. Die Bank finanziert Turniere „Regina della Belleza“ bestimmen. praktisch alles, Kriege andere Stadt- Lorenzo und Giuliano feiern ihre Bemühen wir uns heute, auch als republiken und die des Vatikans. Großjährigkeit mit Reiterturnieren Kunsthistoriker, nicht um das VerWut und Enttäuschung Benachtei- (giostre) wie im hohen Mittelalter ständnis des Neuplatonismus, so ligter wächst gegen die Medici. unter dem Motto „Le temps revient“. wird jede neue Deutung – wie im Schließlich führen die wachsenden Minnedienst und Keuschheit folgen Katalog endlos vorgeführt - kreisen Konflikte zur Verschwörung gegen dem neuplatonischen Ideal, das sich um die unsinnige Spekulation über Lorenzo und Giuliano. Botticelli por- auch in der Wahl zweier Turnier- eine eventuelle Affaire Giulianos mit trätiert die schönen Söhne einer verheirateten Frau. von Piero de’ Medici. Zu Drei Jahre nach seinem Traumgestalten der KunstTurnier, am 26. April geschichte werden die 1478, wird Giuliano heimBrüder erst durch Micheltückisch durch ein Attentat angelo Buonarroti. Der ihgetötet. Simonetta Vesnen in der Medici Grabpucci stirbt zwei Jahre darkapelle der Basilika San auf. Lorenzo unsterbliche DenkNach dem Tod seines Brumäler setzen wird. ders stellt Lorenzo de’ In der vierten Generation Medici die Kunst in den haben Lorenzo und GiuDienst einer beispiellosen liano de’ Medici den AnHommage für die beiden Jungverstorbenen. Sie leischluss an die europäitet jene Rezeptionsgesche Kunst geschafft. schichte ein, die uns bis Durch sie ist in Florenz eiheute in ihren Bann zieht. ne perfekte Kunstmischung aus Altertum und SpätgoGiuliano de’Medici und tik erblüht. Derart wie sie das Attentat am burgundischen Hof Zur Tragik des Hauses MeKarl des Kühnen lange dici gehört das auf die schon gepflegt wurde. Brüder am 26. April 1478 Pracht und Lebensart der verübte Attentat zur OsterMedici gleichen nun den messe in der Kathedrale besten europäischen HöSanta Maria del Fiore. Die fen. Lorenzo hat zugleich Verschwörung war geplant auch die Erneuerung des von der Familie Pazzi, kirchlichen Lebens bedem Feldherrn Federico dacht. Er holt den Bußda Montefeltro und Papst prediger Girolamo SaDas Brustbild im neuartigen Dreiviertelprofil zeigt den schönen Sixtus IV. Sie richtet sich vonarola nach Florenz. Giuliano de’ Medici mit schwarz gewelltem Haar. Feinsinnige Züge verraten viel. Er steht halb vor einem geöffneten Fensterladen, gegen die „Tyrannen von Doch entwickelt sich der halb vor blauem Himmel. Im Fensterrahmen sitzt eine Turteltaube. Florenz“. Giuliano wird Dominikanermönch zum Giuliano trägt das Wams (zuppone), darüber die leuchtend rote Tumit Dolchstichen ermordet. schärfsten Ankläger des nika. Sein melancholischer Blick und die einsame Taube gelten als Lorenzo rettet sich in die Sittenverfalls unter den posthumes Memorialbild für den ermordeten Giuliano und den frühzeitigen Tod Simonetta Vespuccis. Wie eine Turteltaube, die ihren Sakristei und schließt hinHerrschenden. LuxusgeTäuberich verliert, sich nie wieder bindet, so soll die „Himmlische ter sich zu. genstände und weltliche Liebe“ des Helden zu seiner „Regina della Belleza“ ewig währen. (Giuliano de’ Medici, Holz 75,5 x 52,5 cm, Washington National Gallery of Art, Inv. Nr. 1952-5-56, Foto: Lyle Peterzell).

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Fortsetzung

Sandro Botticelli’s

„Trionpho della morte“

Leben und Wundertaten des heiligen Zenobius, Holz, 66 cm x 182 cm, Dresden Staatliche Kunstsammlungen, Gemäldegalerie, Inv. Nr. 9, Foto: H.-P. Klut

Andacht Neuartig interpretiert Botticelli auch das Heilsgeschehen. Seine Andachtsbilder wirken so innig wie nie zuvor. Maria tritt zu uns ganz vor an den Bildrand. Im Bild bleibt nur Platz für ihr Symbol, den Rosenstrauch. Mit

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Madonna mit Kind und Johannesknabe, Öl auf Leinwand 134 cm x 92 cm, Florenz Palazzo Pitti, Galleria Palatina, Inv. Nr. 1912 n. 357. Foto: Florenz, Gabinetto Fofografico.

dem Kamelfell bekleidet, trägt Johannes sein Schicksal schon als Kind bei sich. Flugs eilt er zum neugeborenen Jesus. Maria neigt sich ihm mit ihrem Kind so tief herab, dass der Betrachter seinen Fall befürchten muß. Dem Suchenden wird mitgeteilt, dass wir in der Gottesliebe aufgehoben sind, nicht fallen können. Johannes wird Christus taufen und damit das Heilsgeschehen einleiten. In unserer Dresdner Tafel (siehe oben) verunglückt ein Junge auf der Straße unter einem Räderkarren tödlich. Im Zustand der Verzweiflung – mit der Leidenschaft wie von Ariost der Wahnsinn beschrieben wird – fleht die Mutter den Bischof Zenobius an, ihren Sohn wieder zu erwecken. Das Wunder geschieht. Glücklich umarmt sie ihr Kind. Das Geschehen ist wild und aufgeregt in Szene gesetzt. Darin und auch in der tiefen Auslotung des Ereignisses überbietet die Darstellung jede theatrale Inszenierung von heute. Die vier Tafeln zu „Leben und Wundertaten des heiligen Zenobius“, heute verteilt auf Weltmuseen, wurden in Frankfurt erstmals zusammengefügt. Das war sensationell.

Zenobius gehört zu den ersten Bischöfen von Florenz. Bis heute werden seine Reliquien hochverehrt. Seine Vita war 1487 neugeschrieben von Clemente Mazza. Die Szenenfolge gibt Botticelli genau nach dieser Publikation wieder. Als Jugendlicher lässt sich Zenobius taufen. Er verlässt seine Verlobte und damit die Welt. Im Glauben angekommen setzen seine Wundertaten und Heilungen ein. Die Ausstellung Über die Wintermonate hinweg vom November 2009 bis Februar 2010 haben Botticelli-Fans bei jedem Wetter täglich in langen Warteschlangen zwei bis drei Stunden vor dem Städel-Museum in Frankfurt gewartet. Achtzig im Frankfurter Städel Museum zusammengetragene internationale Leihgaben zogen wie Magneten eine ¾ Million Besucher an. „La bella Simonetta“ feierte ihre großen Triumphe im Werbeprogramm der Ausstellung „Botticelli – Bildnis. Mythos. Andacht“. Ausstellungkatalog Botticelli – Bildnis. Mythos. Andacht. Hatje Cantz, Ostfildern 2009.


Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch

Das neue Erbrecht Am 1. Januar 2010 ist die Reform des Erbrechts in Kraft getreten. Am bestehenden Erbrecht ändert sich wenig, im wesentlichen ist das Pflichtteilsrecht betroffen. Allerdings hat der Gesetzgeber der immer wieder geäußerten Forderung auf Abschaffung des Pflichtteilsrechts eine klare Absage erteilt. Das Pflichtteilsrecht ist das Recht der unterhaltsberechtigten nahen Verwandten auf Mindestteilhabe am Nachlass, wenn sie durch ein Testament enterbt sind. Das Pflichtteilsrecht ist das Recht des Ehegatten, der Abkömmlinge (Kinder und Kindeskinder) sowie der Eltern des Erblassers (sofern keine Abkömmlinge vorhanden sind) vom Erben die Zahlung eines Geldbetrages in Höhe des halben gesetzlichen Erbteils zu verlangen. Zu den Kindern zählen auch nichteheliche und angenommene Kinder des Erblassers. Kein Pflichtteilsrecht haben Großeltern und Geschwister des Erblassers. Beispiel: Ehepaar mit 2 Kindern. Der Ehemann verstirbt. Die Eheleute lebten im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Der gesetzliche Erbteil der Ehefrau beträgt ¼, außerdem erhält sie den Zugewinn ¼, d.h., die Ehefrau ist Erbin zu ½, die beiden Kinder zu je ¼. Der Pflichtteilsanspruch der Kinder beträgt je 1⁄8. Hat der Ehemann nun mit seiner Ehefrau ein Berliner Testament gemacht, die häufigste Form des gemeinschaftlichen Testamentes von Ehegatten, dann wird die Ehefrau Alleinerbin, die Kinder sind nicht zu Erben berufen, sind also enterbt, haben aber immer noch den gesetzlich garantierten Pflichtteilsanspruch, den sie gegenüber der Mutter als Erbin geltend machen könnten. Das Pflichtteilsrecht ist zwingend, der Anspruch kann nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen durch Testament oder Gesetz entfallen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch sind die Voraussetzungen dafür aufgezählt, weitere Gründe können nicht geltend

gemacht werden. Durch die Erbrechtsreform sind die Gründe zur Entziehung des Pflichtteils vereinheitlicht worden. Der Pflichtteil kann per Testament entzogen werden, weil der Pflichtteilsberechtigte dem Erblasser, dem Ehegatten, einem Abkömmling oder einer anderen dem Erblasser ähnlich nahe stehenden Person nach dem Leben trachtet, der Abkömmling sich einer Straftat gegenüber dem Erblasser oder einer anderen der oben benannten Personen schuldig gemacht hat, der Pflichtteilsberechtigte seine Unterhaltspflicht gegenüber dem Erblasser böswillig verletzt hat, der Pflichtteilsberechtigte wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr ohne Bewährung rechtskräftig verurteilt wird und die Teilhabe des Pflichtteilsberechtigten am Nachlass deshalb für den Erblasser unzumutbar ist. Gleiches gilt, wenn die Unterbringung des Pflichtteilsberechtigten in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in einer Entziehungsanstalt wegen einer ähnlich schwerwiegenden vorsätzlichen Tat rechtskräftig angeordnet wird. Auch nach der Reform gibt es weiterhin nicht die Möglichkeit, einem Pflichtteilsberechtigten den Pflichtteil zu entziehen, weil zu ihm seit Jahren kein Kontakt mehr bestanden hat. Allerdings gibt die Reform dem Erblasser bessere Möglichkeiten seinen Nachlass, der der Pflichtteilsberechnung zugrunde gelegt wird, zu vermindern.

Nach dem neuen Pflichtteilsrecht werden Schenkungen, die der Erblasser innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren vor seinem Tode vorgenommen hat, pro Jahr, welches seit der Schenkung vergangen ist, mit einen um jeweils 1⁄10 verminderten Wert zur Berechnung des Pflichtteilergänzungsanspruchs herangezogen, so dass der Erblasser den Nachlass vor seinem Tode durch Geschenke deutlich verringern kann. Eine weitere Neuerung betrifft das Thema Familienheim und Pflichtteil. Schon bisher war es so, dass die Ehefrau nicht zur Erfüllung der Pflichtteilsansprüche der Kinder das von ihr bewohnte Haus verkaufen musste, sondern eine Stundung beim Nachlassgericht beantragen konnte. Dieses Recht stand ihr als einer Erbin zu, die selbst pflichtteilsberechtigt war. Nach dem neuen Recht kann jeder Erbe – unabhängig davon, ob er pflichtteilsberechtigt ist – die Stundung des Pflichtteils verlangen, wenn er zur Befriedigung des Anspruchs das von ihm bewohnte Familienheim verkaufen müsste. Mit der Reform sind die Möglichkeiten des Erblassers größer geworden, Pflichtteilsansprüche gering zu halten oder diese sogar ganz zu entziehen. Grundsätzlich ist jedoch anzuraten, sei es, dass man als Erblasser, Erbe oder Pflichtteilsberechtigter von obigen Fragen betroffen ist, juristischen Rat zur Regelung der Situation einzuholen.

Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch

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Neues aus den Pforzheimer Schmuckwelten

Mythos Gold

Ausstellung anlässlich des Internationalen Museumstages am 16. Mai 2010 Öffentliche Vernissage um 11 Uhr in den Schmuckwelten

Walter Crane, 1893, Buchillustration, Library of Congress, Washington. Bild aus Wikipedia.org

Für die Menschen der Antike waren die Mythen von Göttern und Helden nicht nur schöne Geschichten, sondern zugleich Welterklärung und Welterfahrung. In diesen Erzählungen taucht immer wieder das Gold auf, strahlend schön, wertvoll glänzend, oft schicksalhaft. Die Erscheinungsformen des edlen Metalls im Mythos sind vielfältig, vielfältig wie die Verarbeitungs- und Schmuckformen damals und heute. Da ist Midas (s. Abb. links), unter dessen Händen sich alles in Gold verwandelt, Jupiter, der als goldener Regen zu Danae kommt, der goldene Zankapfel der Göttin der Zwietracht, für die Schönste gedacht, und doch Auslöser eines großen Krieges. So zieht sich gleichsam ein gol-

dener Faden durch die Geschichte der Menschheit vom antiken Mythos zum „Mythos Gold“. Die ausgestellten Bilder wollen das Geheimnis des Mythos aufnehmen, zum Blühen bringen, über das Geschehen ein Licht legen, das nicht nur beleuchtet und den Farben ihr Wirken gibt, sondern das rein aus dem Gefühl dessen entspringt, der es wahrnimmt. Sie befinden sich oft in einem Schwebezustand zwischen Konkretion und Abs-

JAMES RIZZI BLICK AUF NEW YORK 1990 – 20 10 Ein Phänomen namens James Rizzi. „Gutmenschen“ haben es schwer in der Kunst. Man kann sich nicht an Ihnen reiben.

James Rizzi, vor einem seiner Werke.

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Einer hat es dennoch geschafft mit seinem Optimismus, seinem beharrlichen Eintreten für den Dialog der Kulturen, mit seinen fröhlichen, positiven Bildern Menschen aus der ganzen Welt für sich und seine Kunst zu vereinnahmen: James Rizzi. Über 80 Acrylunikate auf Leinwand und Papier, Ölgemälde, Zeichnungen, Skulpturen, handsignierte und limitierte Graphiken, und natürlich

auch sein Markenzeichen, die Bilder in 3-D-Konstruktionstechnik, werden ab 17. April bis 19. Juli 2010 in der James Rizzi Ausstellung zu sehen sein. Außerdem hat Rizzi mit zahlreichen ungewöhnlichen Projekten sein Gespür für die visuelle Wirkung seiner Kunst unter Beweis gestellt. So gestaltete er beispielsweise eine Boeing 757 der damaligen LufthansaTochterfirma Condor und entwarf für die Deutsche Post mehrere Briefmarkenmotive der Reihe „Grüße für jeden Anlass“. Rizzi bringt das, was er sagen will, an die Oberfläche. „Schaut einfach hin“, rät er den Betrachtern seiner Bilder. Seine Kunst will eine direkte sein. Das spiegeln auch die Perspektiven und der Raumeindruck seiner Bilder wider, die in einzigartiger Manier verkürzt sind und damit eine schrankenlose Nähe garantieren.

traktion, der in einem dialektischen Prozess zwischen freier Malerei und dienender Illustration ständig austariert werden muss. Die Annäherung an das Phänomen des Mythos ist weder dem Betrachter noch dem Maler rational zugänglich. Vielmehr ist hier eine besondere Befähigung eines Künstlers gefordert, den geheimnisvollen Mythos in seiner Rätselhaftigkeit und Vielschichtigkeit zu durchdringen und bildnerisch angemessen zur AnHelmut Oberst schauung zu bringen. Lesung im Rahmen der Ausstellung „Mythos Gold“ • 20.05.10, um 18 Uhr, Showbühne: Literarischer Abend „Goldregen und Zankapfel“ – Mythen rund um Gold • Einstündige Lesung von und mit Helmut Oberst • Vor der Lesung und im Nachgang besteht Gelegenheit, die Ausstellung „Mythos Gold“ in der Designwelt zu besuchen. • Eintritt frei. KSR-Veranstaltung – James Rizzi Ausstellung: • 24.06.10, um 14.30 Uhr, Konferenzraum „Smaragd“ im 6. OG: Beginn einer halbstündigen Einführung durch Kunsthistorikerin Krisztina Jütten M.A. in das Leben und Werk von James Rizzi. • Danach gemeinsamer Besuch der Ausstellung mit Erläuterungen von Frau Jütten • Anschließend Kaffee und Kuchen im Restaurant Liz. • Sonderpreis: 7,50 € pro Person


Neue Ausstellungen im Pforzheimer Schmuckmuseum

Schmuck zum Gwand

Ländliche Bijouteriewaren aus dem Bayerischen Nationalmuseum München 11. Juni – 5. September 2010 • Eröffnung Donnerstag, 10. Juni, 19 Uhr

Florschließen und Kropfketten, Miedergeschnüre und Geschnürstifte, Fingerringe und Ohrringe, Haubennadeln und Haarpfeile, Rosenkränze und Gebetbuchschließen – sie alle zählen zum ländlichen Schmuck, der sich ab Ende des 18. Jahrhunderts ausbildete. Häufig am Schmuck des Adels orientiert, entwickelte sich eine Vielfalt an Formen und Motiven, die auf die jeweilige Landestracht abgestimmt war. Die Schmuckstücke wurden vorwiegend in Silber, Silberfiligran oder Schaumgold gearbeitet und mit Glassteinen verziert. Oft besitzen sie Amulettcharakter. Die Sammlung ländlichen Schmucks des Bayerischen Nationalmuseums ist eine der umfangreichsten in deutschen Museen überhaupt. Rund 150 Schmuckstücke, vorwiegend aus dem 19. Jahrhundert, sind vom 11. Juni bis 5. September im Schmuckmuseum Pforzheim ausgestellt. Sich zu schmücken, zählt zu den grundlegendsten menschlichen Verhaltensweisen und hatte schon immer vielfältige Gründe: Zum einen konnten durch Schmuckgegenstände Wohlstand und Status des jeweiligen Trägers veranschaulicht werden; zum anderen galt Schmuck oft als Zeichen religiöser, aber auch magischer Vorstellungen. Beispielsweise sollte er schützen, Unheil abwehren oder Glück bringen. Im

bäuerlich-ländlichen Bereich war das Tragen von Schmuck fest mit Jahresund Lebensbräuchen verbunden und gehörte somit zu Kirchgangs- oder Festtrachten. Dabei diente Schmuck häufig auch als praktisches Utensil, z.B. als Knopf oder Rockstecker. Einen Glanzpunkt der Ausstellung bilden eine Reihe an prächtigen, silbervergoldeten Geschnürstiften sowie einige frühe Beispiele kunstvoller, aus Silberfiligran hergestellter Florschließen. Beachtenswert ist auch eine Auswahl an Fingerringen, deren Ringkopf aus bunten Glassteinen sowie Grandeln mit Herzanhängern besteht. Daneben sind verschiedene Riegelhäubchen und Jungfernkranl mit den zugehörigen Haubennadeln und Haarpfeilen zu sehen. Ein weiteres Highlight stellt eine von dem Münchner Goldschmied Bartholomäus Lederer (1787 – 1874) im Jahr 1819 gefertigte silberne Uhrkette dar. Abgerundet wird die Ausstellung durch zumeist in Schwäbisch Gmünd kunstvoll hergestellte Rosenkränze, die aus Filigran- oder Glasperlen bestehen und mit mannigfaltigen Anhängern wie bemalten Emailmedaillons, in Silber gefassten Schmucksteinen, Tierzäh-

nen und -klauen, Wallfahrtspfennigen oder kleinen, in Silber gegossenen Heiligenattributen bestückt wurden. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein rund 120 Seiten umfassender Katalog, der mit einem in die Thematik einführenden Aufsatz und erläuternden Texten zu den jeweiligen Objektgruppen sowie zahlreichen Abbildungen einen profunden Einblick in die Sammlung ländlichen Schmucks aus dem Bestand des Bayerischen Nationalmuseums gibt. Dort wird die Ausstellung anschließend bis zum Frühjahr 2011 zu sehen sein.

Öffnungszeiten des Schmuckmuseums Pforzheim Di – So und feiertags 10 – 17 Uhr. Weitere Infos unter www.schmuck museum.de.

Schmuckbeschreibungen: oben: Anhänger zum Miedergeschnür. Silber, teilweise vergoldet, Silberdraht, Filigran, Glassteine, Süddeutschland, 19. Jh., Bayerisches Nationalmuseum München Foto: Bastian Krack links: Haubennadel. Silber, Filigran, Wohl Schwäbisch Gmünd, 19. Jh., Bayerisches Nationalmuseum München Foto: Bastian Krack rechts: Fingerring mit der Darstellung des Schweißtuchs der Veronika. Silber vergoldet, Eglomisé, rote Glassteine, Wohl Schwäbisch Gmünd, 19. Jh., Bayerisches Nationalmuseum München Foto: Bastian Krack

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Die Geschichte vom

himmlischen Goldschmied Folgen wir den Geschichten der Geschichte, so erfahren wir, dass Hephaistos der erste himmlische Goldschmied war. Außerdem hören wir, dass es ihm, dem Sohn des Göttervaters Zeus und seiner Gemahlin Hera, an jeglicher Schönheit mangelte, und seine liebende Mutter ihn vor Zorn darüber in die Erdgefilde stürzte.

Schmiede des Vulkanus (Hephaistos) von Velázquez. Bild aus wikipedia.de

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Dieser plötzliche Umzug traf ihn so hart, dass er zeitlebens hinkte. Allerdings kompensierte er seinen Mangel an körperlichen Vorzügen durch seine göttliche Gabe, die es ihm ermöglichte, die Schönheit seiner Gedanken und Vorstellungen

Mutter nicht, und so beschloss er, sich an ihr zu rächen. Er fertigte für die göttliche Hera einen besonderen herrlichen Thronsessel aus purem Gold und brachte ihn zum Geschenk in den himmlischen Thronsaal. In der Annahme,

und die kostbarsten Materialien auf Erden zu integrieren und sie in schmückende Kleinodien zu formen, zart, edel und harmonisch in der Gestaltung. Zur Freude der Götter und der Menschen. Jedoch vergessen konnte er die böse Tat seiner

ihr Sohn sei wieder versöhnt, nahm sie in Gegenwart aller Himmelsbewohner darin Platz. Verlassen konnte sie ihr himmlisches Prunkstück allerdings nicht mehr, denn das Gold hielt sie fest. Keinem war es möglich, sie aus dieser Bindung zu be-

freien, alles Flehen und Bitten half nichts, und der Sohn genoss seinen gelungenen Streich. Endlich griff Zeus ein, drohte mit Bestrafung und versprach seinem „Goldjungen“ die schönste Frau auf Erden. Dieser willigte ein, Hera wurde von ihm befreit, und er erhielt Aphrodite zum Weibe. Doch das Glück war von kurzer Dauer. Sehr bald erfuhr Hephaistos von ihrer Treulosigkeit. Achill war der Störenfried, dieser bewunderte Krieger und Frauenheld. Rache war angesagt. Hephaistos arbeitete ein spinnwebfeines Netz und hing es über das Bett, verabschiedete sich für drei Reisetage und wartete. Der Plan ging auf, sein Ehebett wurde zum Liebesnest der Treulosen, und im Augenblick höchster Verzückung fiel das Netz über sie. Gefangen waren sie und dem Gespött preisgegeben, und der Himmel bog sich unter dem Gelächter seiner Bewohner. Inzwischen hat die Kirche nun den zwischenzeitlich ausgewechselten Himmelsbewohnern den heiligen Eligius, der noch heute der Schutzheilige der Goldschmiede ist, zum neuen Hüter bestellt. Er sorgt dafür, dass die Goldschmiede „rein“ sind, wie es noch in unserer Zeit in den Goldschmiedeschulen Griechenlands gelehrt wird. Und nachdem die Menschen nun die herrlichen Geschmeide der Götter tragen dürfen, die im Anfang nur höchsten Priestern und Königen zugeordnet waren, sorgt er außerdem dafür, dass die über Jahrtausende geläuterte Menschheit heute Schmuck im Sinne des alten Hephaistos Schmuck als ein beglückendes himmlisches Geschenk göttlicher Eingebung betrachtet und weder am Gold kleben bleibt noch sich in den Maschen des goldenen Netzes verfängt. Und sollte dies doch im einen oder anderen Fall noch einmal vorkommen – nun ja – Ausnahmen bestätigen die Regel.


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Green Value im Focus ANNEMARIE BÖRLIND UND COSMA SHIVA HAGEN REPRÄSENTIEREN ZEITGEIST DIE NATURKOSMETIK AUS DEM SCHWARZWALD

Was verbindet die beliebte deutsche Schauspielerin und das Unternehmen ANNEMARIE BÖRLIND, Premiumanbieter und zugleich Marktführer im Segment der natürlichen Gesichtspflege, miteinander? Das Thema „Naturkosmetik“ ist der Ruf der Stunde, zahlreiche Anbieter tummeln sich mit ihren Produkten bereits im Markt. Wer hilft dem Verbraucher die richtige Entscheidung zu treffen? Was heißt es, Premium im Segment einer natürlichen Pflegekosmetik zu sein?

handelte Textilien ein, seit Jahren unterstützt sie die Tierschutzorganisation PETA und den gemeinnützigen Verein Mukoviszidose und seit 2001 ist sie Botschafterin für das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen. So sind auch Naturprodukte und Naturkosmetik ihr Thema. Michael Lindner, der bodenständige Schwabe aus dem Schwarzwald und Sohn der heute 89-jährigen Gründerin und Pionierin Annemarie Börlind ist sehr glücklich über diese Zusammenarbeit. „Ich freue mich, dass die Lebenseinstellung unserer Botschafterin und die Philosophie und der Aufbau unserer Produkte so wunderbar übereinstimmen. Wir wollen nicht irgendein Model, sondern eine Persönlichkeit, die sich aus innerer Überzeugung zu unserer Kosmetik

Und was sagt die Botschafterin? „Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal in Afrika war fing alles an. Seitdem will ich helfen, wo ich kann. Das faire Rohstoffprojekt von Börlind mit der Karitébutter in Mali, das anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Michael Lindner initiiert wurde und finanziell unterstützt wird, hat mich begeistert. 170 kinderreiche Familien können langfristig davon profitierten.“ Das malische Dorf Siokoro liegt mitten in der Sahelzone. Das Agrardorf ist arm, verfügt jedoch über einen reichen Schatz an Karitébäumen, deren Shea-Butter in einer Vielzahl von Börlind-Produkten verarbeitet wird. Zusammen mit der Initiative Häuser der Hoffnung e.V. hat Börlind ein eigenes sozialökologisches Projekt initiiert und ein

Gemeinsam mit Cosma Shiva Hagen erklären PR-Chef Thomas H. Mendes und Geschäftsführer Michael Lindner, warum Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung so wichtig sind. Um an die reichhaltige Karitébutter zu gelangen, müssen die gerösteten Nüsse zerstampft und zermahlen werden.

Tiefgründig: „Oberflächlichkeiten im Show-Business lehne ich ab“, so Cosma Shiva Hagen. „Es sollte mehr um wesentlichere Dinge gehen als immer nur um Klatsch und Tratsch.“

Welche Marke bietet einen Green Value – einen wirklich wahren grünen Wert? Auch Cosma Shiva Hagen, 28 Jahre – als erfolgreiche Schauspielerin erhielt sie bereits 1999 als beste deutsche Nachwuchsschauspielerin die goldene Kamera – begab sich auf die Suche nach ihrer Kosmetik mit dem echten Grünen Wert. Sie weiß, wovon sie spricht. Als Baumwollpatin setzt sie sich für fair ge-

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und unserem nachhaltigen Wertesystem bekennt. Cosma Shiva Hagen verkörpert beides in idealer Weise: natürliche Schönheit und die gelebte Verantwortung für Mensch und Natur.“

langfristiges Engagement beschlossen. So konnten be reits zum Start erhebliche finanzielle Mittel für den Aufbau der notwendigen Infrastruktur, die Schulung und Ausbildung qualifizierter Fachkräfte und den Erwerb nachhaltiger Produktionsmaschinen bereitgestellt werden.


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• Bücher • Bücher • Bücher • Bücher Andrea Camilleri: „Die Farbe der Sonne – Ein Caravaggio-Roman“ Verlag: Kindler Ein hoch origineller Roman über die letzten Lebensjahre Caravaggios – mit ihm in der Hauptrolle. Das Jubiläumsjahr eines genialen Meisters des italienischen Frühbarock beschert dem deutschsprachigen Kunstfreund einen ganz speziellen Leckerbissen: einen kunstvoll konstruierten Roman über Caravaggio, der am 18. Juli vor vier Jahrhunderten gestorben ist. Nicht nur Liebhaber der Malerei sind angesprochen, denn der Sizilianer Andrea Camilleri, kritische Stimme Italiens und „Vater“ des Krimi-Helden Commissario Montalbano, ist der Autor von „Die Farbe der Sonne“. Andrea Camilleri wurde 1925 geboren. Er ist Schriftsteller, Buchautor und Regisseur und lehrte über zwanzig Jahre lang an der Accademia d’arte drammatica Silvio Damico. Mit seinem vielfach ausgezeichneten Werk hat er sich inzwischen auch einen Platz auf den internationalen Bestsellerlisten erobert. Alisa Walser: „Am Anfang war die Nacht Musik“ Verlag: Piper Wien, 1777, Mesmer ist der wohl berühmteste Arzt seiner Zeit, als man ihm einen scheinbar hoffnungslosen Fall überträgt: Er soll das Wunderkind Maria Theresia heilen, eine blinde Pianistin und Sängerin. Als Franz Anton Mesmer das blinde Mädchen in sein magnetisches Spital

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aufnimmt, ist sie zuvor von unzähligen Ärzten beinahe zu Tode kuriert worden. Mesmer ist überzeugt, ihr endlich helfen zu können, und hofft insgeheim, durch diesen spektakulären Fall die ersehnte Anerkennung der akademischen Gesellschaften zu erlangen. Auch über ihre gemeinsame tiefe Liebe zur Musik lernen Arzt und Patientin einander verstehen, und bald gibt es erste Heilerfolge. In ihrer hochmusikalischen
 Sprache nimmt Alissa Walser uns mit auf eine einzigartige literarische Reise. Ein Roman von bestrickender Schönheit über Krankheit und Gesundheit, über Musik und Wissenschaft, über die fünf Sinne, über Männer und Frauen oder ganz einfach über das Menschsein. Arno Geiger: „Alles über Sally“ Hansa Verlag Alfred und Sally sind schon reichlich lange verheiratet. Das Leben geht seinen Gang, allzu ruhig, wenn man Sally fragt. Als Einbrecher ihr Vorstadthaus in Wien heimsuchen, ist plötzlich nicht nur die häusliche Ordnung dahin. Man ahnt, wohin die Reise geht. Und doch steckt dieser in seiner ganzen Beiläufigkeit grandiose Roman, der geschickt zwischen seelenruhiger Gemächlichkeit und rabiater Zuspitzung hin und her schaltet, voller Überraschungen. Geiger gelingt etwas, was man kaum für möglich gehalten hätte: ein Abenteuerroman über die Ehe, den man ernst nehmen kann. Arno Geiger bewährt sich als Meister der Einfühlung. Arno Geiger, geb. 1968 in Bregenz, Vorarlberg, wuchs in

Wolfurt/Österreich auf. Er studierte Deutsche Philologie, Alte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Innsbruck und Wien. Seit 1993 lebt er als freier Schriftsteller. 1986 – 2002 war er im Sommer auch als Videotechniker bei den Bregenzer Festspielen tätig. 1996 und 2004 nahm Arno Geiger am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. 2008 wurde Arno Geiger mit dem „Johann-Peter-Hebel-Preis“ geehrt. Rainer Würth: „Krötenwanderung“ Verlag: Goldmann Der erste Fall für den jungen Kommissar Bruno Kolb. Eine Stadt am Rande des Schwarzwalds: Trotz massiven Protests wird ein gutbürgerliches Wohngebiet ausgebaut. Nach einer Anwohnerversammlung wird der Leiter des Bauamtes erschlagen aufgefunden. Haben ihn empörte Anwohner auf dem Gewissen? Oder ist der Täter im zwielichtigen Umfeld des Opfers zu suchen? Kommissar Bruno Kolb gerät bei seinen Ermittlungen in einen Sumpf aus Egoismus, Vetternwirtschaft, Ignoranz und Korruption – und der Mörder hat seine nächsten Opfer bereits im Visier ... Ein hautnah erzählter Kriminalroman, der in die Abgründe der deutschen Provinz führt.


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Autoren treffen – bei Thalia! Dienstag | 20. April 2010 | 20.15 Uhr

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Die Geschichte von Morgengold Der fahrende Kochtopf ist stets und pünktlich zur Stelle, ob an Wochentagen oder -enden, an Sonn- oder Feiertagen. Alles kommt frisch geerntet in den Topf und frisch gekocht auf den Teller. Die Erfüllung der individuellen Ernährungswünsche sind selbstverständlich und Bestandteil des Menüangebotes, das nicht in Wegwerfbehältern sondern niveauorientiert auf einem Porzellangeschirr serviert wird. Flexibilität ist Trumpf – und so können Änderungswünsche noch am Tag vor dem Servicetermin berücksichtigt werden. Selbstverständlich hat das Haus Kempe als Exklusivpartner der Firmengruppe „Essig“ für Pforzheim auch ein Bio-Menüprogramm in dem breitgefächerten Angebot, das sich bei dem zunehmenden Qualitätsbewusstsein im Ernährungsbereich zunehmender Beliebtheit erfreut.

Roswitha Kempe und ihr Sohn, Roman Kempe.

Die Lieferverträge mit den Biobauern sind die verlässliche Basis für den Anbau der Nahrungsmittel, die im Kochtopf landen und der Mahlzeit die für den Menschen so wichtige Qualität zur Gesundheit von Körper, Geist und Seele vermitteln. Genießt die Qualität der leiblichen Genussmittel Priorität, so ist der freundliche Service dem ebenbürtig. Und da kann es schon passieren, dass bei Bedarf im Weggehen ein Papier- oder Müllsack noch rechtzeitig zum Abholen auf die Straße bugsiert wird, ein Brief zum Postamt mitgenommen wird, Hilfeleistungen, die den Tag schon in einem rosigen Licht erscheinen lassen.

Und wer ist Morgengold und wer ist Kochtopf? Zwei Generationen sind am Werk. Der „Fahrende Kochtopf“ saust seit 13 Jahren durch Pforzheim und den Enzkreis, um für ein pünktliches Mittagessen zu sorgen. Selbstverständlich wird hier je-

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de Mahlzeit frisch gekocht, es werden keinerlei Tiefkühlprodukte verwendet und die Vielseitigkeit der Gerichte ist außergewöhnlich. Fisch, Fleisch, Soßen Gemüse, Salate, Beilagen und Desserts – alles wird täglich frisch zubereitet.

Auf der attraktiven Speisekarte stehen täglich pro Woche sechs verschiedene Auswahlmahlzeiten. Sie geben jedem „Gast“ die Möglichkeit, entsprechend seinem individuellen Gesundheitszustandes die für ihn notwendige Ernährung auszuwählen. Da gibt es das Menü Silber und das Menü Gold, die Leichte Kost, das Menü für Diabetiker, das vegetarische Menü und das MiniMenü. Hierzu kommen Tagessuppen und Große Salatschüsseln, die sinnvolle Variationen ermöglichen. Au-

ßerdem können Diabetiker und Vegetarier sich vor der Entscheidung über die Kalorien ihrer Mahlzeit informieren. Unter der Vielzahl der Rezepte finden wir zahlreiche Spezialitäten aus der Region, die nach Originalrezepten frisch zubereitet werden. An jedem Freitag erhalten die Kunden einen Menüplan für die übernächste Woche, aus dem sie in aller Ruhe ihre Lieblingsspeisen auswählen können, und der dann bis spätestens bei der Anlieferung am Donnerstag ausgefüllt wieder zurückgegeben werden kann. Die erste Bestellung beim „Fahrenden Kochtopf“ kann telefonisch mit Angabe von Kontonummer und Bankleitzahl erfolgen. Die Anlieferung erfolgt zwischen 10.00 und 13.00 Uhr. Gern kann die persönliche Anlieferzeit genannt werden. Die Bezahlung erfolgt wöchentlich und im Nachhinein per Bankeinzug und der Kunde erhält einen Beleg, auf dem Art und Anzahl der jeweils gelieferten Menüs mit Datum und Preis aufgeführt sind. Erfährt und erlebt man diese verantwortungsbewusste Konsequenz, mit der hier ein Ernährungskonzept durchgeführt wird, so weiß man sehr wohl, dass dies in heutiger Zeit bei den zahlreichen Küchen, die für die Ernährung des Menschen sorgen – sei dies nun in den Privathaushalten oder in der großräumlichen Versorgung – keine Selbstverständlichkeit ist. Und dies, obwohl Koch- und Küchensendungen, Ernährungsvorträge, Zeitungsartikel und kluge Bücher den Verbraucher in epischer Breite und nicht endenwollender Langmut und Intensität ständig auf die dringende Notwendigkeit einer gesunden Ernährung hinweisen.


und dem fahrenden Kochtopf Wir sind noch nicht am Ende der Generationenthematik, mit der sich die Kempes – Mutter Roswitha und Sohn Roman – ins gemeinsame Getriebe stürzen. Sohn Roman hatte vor 25 Jahren eine zündende Idee. Was machen die Menschen morgens, wenn sie nichts lieber haben würden als ein knuspriges Brötchen zu dem morgendlichen Kaffee. Es gab Zeiten, in denen dies zu den selbstverständlichen Serviceleistungen der Bäcker gehörte. Wehmütige Erinnerungen sind geblieben, nur, das bringt keine Brötchen auf den morgendlichen Frühstückstisch. Roman machte sich an’s Werk, und das begann im regionalen Umfeld. Kontakte wurden genutzt, neue kamen hinzu, und so zeigte Morgengold erste Erfolge. Heute ist das Netz schon weit gesponnen und geht weit über das regionale Umfeld hinaus. Auch Stuttgart und das Umfeld genießen die Frühstücksbrötchen. Und nicht nur diese, denn das morgendliche Backwarenangebot geht weit über die zahlreichen Brötchenvarianten hinaus. Die kleinen und großen süßen Stückchen gehören ebenfalls zum

Bringeangebot. Natürlich gehört ebenfalls dazu auch der ansässige Bäcker, der den Morgengold-Auslieferservice mit der erforderlichen Munition ausstatten. Selbstverständlich gibt es auch da eine Auswahl von verschiedenen Frühzeitbedürfnissen, die morgendliche Kaffeestunde zu vergolden, die den Tag schon in einem rosigen Licht erscheinen lassen. Oder wenn es nur die Tatsache ist, das man den Tag

mit einem freundlichen Gespräch beginnen kann. Sohn Roman hat mit dem Titel seiner Aufgabenstellung einen Begriff gewählt, der für die Hoffnung auf einen gelungenen Tag steht. Und die ausführenden Mitarbeiter vor Ort vermitteln, wie es bis-

Täglich frisch gemacht, heiß gebracht. Der fahrende Kochtopf das „Restaurant“ zu Hause. Rufen Sie uns an und testen Sie uns. Unsere Bürozeiten sind von Mo. – Fr. 10 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr.

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her offensichtlich der Fall ist, diese Botschaft an dem „point of sale“ – vermitteln ein Marketingkonzept, das selbst bei den Brötchen funktioniert. Es ist schon eine merkwürdige Sache mit dem Begreifen von Bedarf und Bedürfnis. Kochtopf und Morgengold haben es begriffen – in einem kleinen Generationenteam – eigentlich ganz einfach – auch für die Großen – oder?

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A. L. Szalay · 26.01.2009

solche und Na dann Peng! Der Eine von den beiden fällt um und liegt reglos da. Der Erschossene mit dem schrägen Blick wird immer gründlich erschossen, damit den Zuschauern vor dem Bildschirm das Zappeln, die Qual eines Sterbenden, erspart bleibt. Um die ethischen Gefühle der Zuschauer nicht aus dem Lot zu heben, wird grundsätzlich der Sündige erschossen und klar, er hat das Verabschieden aus dem Leben verdient. Er hat sich in irgendeiner Sache schuldig gemacht. Der Gerechte, der am Leben bleibt, strahlt von Anfang an Sympathie aus. Sein Cowboyhut sitzt ein bisschen schräg, damit seine gütigen, zum Himmel erhobenen Augen zu sehen sind. Damit beginnt der Lernprozess bei denen, die noch mit Windeln stolpern, aber bereits an den Knöpfen des Fernsehers mit ihren Fingerchen herumdrücken können. Sie setzen sich bereits mit Gut und Böse auseinander, d.h. mit der Abrechnung des Gerechtigkeitsweges. Diese „moderne Erziehungsmethode“ wird vor allem für die störungsfreie „Siestazeit“ der Eltern eingesetzt. Wenn es dann vom Peng, Peng zu viel wird, schaltet Mutter das Fernsehen ab. Woraufhin die enttäuschten Kinderchen ihre Eltern in die Gruppe der Bösen einreihen und als „Abrechnung“ beginnen sie zu brüllen. Der Sonntagnachmittag ist dann „wieder im Lot.“ Die nachfolgenden Geschichten beweisen, dass auch harmlose und/ oder liebenswürdige und/oder wertvolle „Abrechnungen“ mit menschlichem Antlitz in unserem Leben Platz haben, welche unser Leben gar bereichern. Solche Geschehnisse fallen einem hin und wieder ein, z.B. wenn man auf einer trostlosen Autobahnstrecke unten rechts drückt und oben nach vorne guckt. Wenn man nach Ungarn fahren will, dann, so unser Landrat a.D. Herr Burghardt: „Nehme man die Autobahn Pforzheim Ost, Richtung Ost,

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und dann immer gerade aus, ohne Hilfsmittel wie Europakarte oder Autopilot. Nur schnurgerade und man ist in 6 – 7 Stunden an der Grenze von Österreich/Ungarn.“ Und oh Gott, oh Gott, – meine Enkeltochter die 3,5 Jahre alt ist, würde noch zufügen, „oh Gottchen“ – ohne zu stoppen, fährt man an den verlassenen österreichischen und ungarischen Grenzstationen vorbei. Bei den Ungarn fehlen – nun, sie fehlen nicht, aber sie sind Gott sei Dank, nicht mehr da – die unbeholfenen, meistens auch unfreundlichen Grenzer mit Waffen, getragen wo auch immer, in großen Stiefeln und in grob wirkenden Uniformen bis zum Hals zugeknöpft, in allen Jahreszeiten. Die österreichischen Grenzer waren immer „fescher“ angezogen, als die armen Brüder „da drüben“. Bei meiner ersten Rückreise – meine „Hinreise“ nach Österreich im Jahre 1956 geschah per pedes – mit einem kleineren Personenwagen, der in Ungarn größer erschien, als in Deutschland, hatte ich schon kräftig Herzklopfen vor Angst. Neben mir die deutsche Frau, was heißt deutsche, wenn schon dann schon eine Preußin, bemühte sich den Grenzer mit guten Tag in ungarisch zu grüßen. Der Mann in den großen Stiefeln war nicht zu bestechen, kein Lächeln war ihm zu entlocken. Zwar die Siegermächte haben entschieden, „Preußen gibt es nicht mehr, basta“. Mir ließen sie jedoch

aus den ganzen Preußensiedlungen – Gott sei Dank – eine übrig. Auf dem Rücksitz unsere Kinder, ein kleines Mädchen und ein noch kleinerer Junge, nicht unbedingt wohl erzogen, aber gut genährt und hübsch gekleidet. Das Mädelein hielt ihre Puppe verkrampft in ihren Händchen. Wir, die Eltern baten sie, die Puppe an der Grenze gut festzuhalten. Warum, das haben wir ihr natürlich nicht gesagt. In der Puppe haben wir unser Schwarzgeld versteckt, mit der Annahme, dass die Grenzer niemals auf so ein Versteck kommen könnten. Schwarzgelder waren solche Gelder in ungarischer Währung, welche man auf dem „freien/schwarzen Markt“ für DM gewechselt hat und nicht in den offiziellen Wechselstellen in Ungarn. Einige Jahre später aß ich mit meinem Cousin zu Abend, noch heimlich, weil er der Arzt der Grenzer und ihrer Familien im Rang eines Majors der Volksarmee war. Demzufolge war er ein „Geheimnisträger“. Er hatte als Verwandte keine Republikflüchtlinge zu haben und wenn doch, „na so was, ich wusste es gar nicht, oh Schande“. Bei diesem geheimen „tête a tête“ erzählte ich ihm die Geschichte mit der Puppe. Er amüsierte sich, weil, wie er sagte, es kommt hin und wieder vor, dass mal der eine mal der andere Grenzer bei „tief atmen“ bei der Untersuchung mit dem Stethoskop plötzlich beginnt zu lächeln. Auf die Frage, ob er ihn mit dem Stethoskop gekitzelt hätte, meinte der Grenzer „keineswegs, er müsste nur an etwas denken“. „Nun, verhelfen sie mir zu einem kleinen Schmunzeln, öffnen sie ihre Gedanken“ bat mein Cousin den Grenzer. „Es ist mir eben eingefallen, dass die Dusseligen aus dem Westen glauben, dass wir es nicht wissen, wo sie ihre Schwarzgelder verstecken, meistens in dem Spielzeug der Kinder, z.B. in dem Bäuchlein der


solche … Puppen oder der Plüschtiere.“ Die meisten Grenzer, erklärte mein Cousin, die inzwischen bereut haben, dass sie das Land „damals im Jahre 1956“ nicht verlassen haben, konzentrierten sich wohlwollend auf den zur Besichtigung geordneten Kofferraum. Na, bitteschön, „Dusseliger aus dem Westen“. Was für Komplimente man bei einem geheim gehaltenen Abendessen kassieren kann. Bei den ersteren Fahrten kam ich mit den Macht ausstrahlenden Grenzern nicht zu Rande. Arrogant befahlen sie mir, wo ich stehen bleiben, wann ich aussteigen und welche Koffer ich öffnen muss. Ich ärgerte mich, natürlich unauffällig. Ich war doch der Schwächere, insbesondere, wenn mein Sohn, der kleine Knirps, lauthals die Frage stellte; „Papi, was will dieser Schießer überhaupt?“. Oh, Gott oh Gott, die Ungarn sind sprachbegabt, nicht auszuschließen, dass unser „Machthaber“ auch. Oh, heiliger Josef, hilf uns. Nach einigen Reisen nahm ich die Auftritte der Grenzer nicht mehr so ernst, sogar entwickelte ich Verständnis für sie. Ich stellte mir die Frage, wie wäre es umgekehrt? Er hätte das Land verlassen und käme jetzt mit einem Auto, von dem ein Grenzer nicht mal träumen kann, zurück zu Besuch in die alte Heimat. Und ich in den großen Stiefeln, zugeknöpft bis zum Adamsapfel. Ich würde auch nach Genugtuung schreien und den Landsmann aus dem Westen im Rahmen des Erlaubten ärgern. Jetzt fahren wir mal weiter, vorbei an verlassenen Grenzstationen – denke an San Francisco aus dem letzten Ufer – entsprechend der Instruktionen von Herrn Burghardt weiter nach Osten, schnurgerade Richtung Budapest, nur mit einer kleinen Pause in Györ, deutsch heißt es Raab. Györ ist die erste Großstadt nach

der Grenze etwa 40 km entfernt. Györ hat einiges gemeinsam mit Pforzheim; gleiche Einwohnerzahl, nur eben fast ohne Ausländer. Wer soll schon bei der neuerlichen Völkerwanderung in einem armen Land stehen bleiben? Die Völkerwanderer waren in allen Zeiten clever genug gewesen, üppiges Gras für ihre Tiere, Flüsse voll mit Fischen und Wälder voll mit Wild zu finden, gar zu erobern. Na ja, so kamen auch die Magyaren bzw. die Magyarenmischung Ende des 9. Jahrhunderts, natürlich nach Christi Geburt, in das Karpatenbecken. Manches begreife ich nicht in der Geschichte der Magyaren. Z.B. der erste ungarische Heilige ist der St. Martin, mit der Martinsgans und mit dem zerschnittenen Mantel. Er kam auf die Welt im Jahre 316 nach Chr. in Savaria, heute Szombathely in Westungarn. In dieser Zeit waren die Ungarn noch gar nicht in Ungarn, aber nicht mal Attila, der auch ein Verwandter der Ungarn sein soll. Es ist eben das Vornehme bei den Ungarn, man nimmt es nicht so genau. In Györ fließen auch drei Flüsse durch die Stadt und zwei sogar münden ineinander. Györ wurde im zweiten Weltkrieg genau so bombardiert, wie Pforzheim, nur mehrmals, dafür aber mit weniger Toten. Die zwei Städte Györ und Pforzheim bzw. Enzkreis und das Komitat Györ-Moson-Sopron haben Grund genug, partnerschaftliche Beziehungen aufzubauen. Dies tun sie auch und zwar gekonnt. Konnte jemand mit nun, aber zu Györ: Es würde sich lohnen, einige Tage in Györ stehen zu bleiben und auch die Umgebung wahrzunehmen, z.B. Pannonhalma, ein Kulturzentrum der Ungarn, besetzt von den Mönchen der Benediktiner. Wenn man aber nur einige Stunden für Györ eingeplant hat, dann ist es zu empfehlen die Kirche der Bene-

diktiner und die Werkstatt von Jedlik Ányos, ein Physiker und Benediktiner-Mönch, zu besichtigen. In der Kirche findet man eine der schönsten Barockkanzeln der Welt und in der Werkstatt die Einrichtungen, welche Jedlik Ányos zu der Erfindung des Elektromotors (1827 – 28) und des Dynamos (1861) benützt hat. Beides; Kirche und Werkstatt, befinden sich am Széchenyi Platz. Széchenyi (1791 – 1860) war ein Graf, einer von den Besten. Einige seiner Verdienste für das Ungarnland eben für Kurzurlauber: Er hat die Kettenbrücke gebaut, die erste Brücke zur Verbindung der beiden Stadtteile Buda und Pest. Er stellte ein Jahresgehalt für die Gründung der Akademie der Wissenschaften zur Verfügung. Und wenn man auf der „blauen“ Donau herumschifft mit Abendessen, dann kann man an Szécsenyi denken, der in Ungarn die Dampfschifffahrt auf der Donau eingeführt hat. Auf diesem ehrwürdigen Platz in Györ marschierte ich im Jahre 1951 diagonal, von einer Ecke zu der anderen, in meiner Berufsuniform, genannt „Overall“ für Elektromechanikerlehrlinge. In dieser Zeit herrschten schon die Kommunisten unter der Führung eines „begabten, jedoch brutalen Machtmenschen“, obwohl die Kommunisten bei den ersten Wahlen nach dem II. Weltkrieg lediglich 17% der Stimmen erhielten und eine der Bürgerlichen 56%. Wie konnte jemand mit 17% die Macht an sich reißen? Einfach: Anstatt sich Platons Ideen über die Gerechtigkeit im Staate zu eigen zu machen, folgte der Machtmensch – Stalins Brutalität. Sich selbst nannte er „Stalins bester Schüler.“

Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe.

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Der Pforzheimer

Das Kindergrabfeld am Pforzheimer Hauptfriedhof „Der Herr hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91.11) – Es war anders mit diesem Wesen, das zu zart war, zu schwach, um den Weg in diese materielle Welt zu gehen. Ein Engel steht als schützender Hüter und Begleiter des ungelebten und mit so viel Freude, Liebe und Hoffnung erwarteten kleinen Menschenwesens, das hier auf dem Pforzheimer Kindergrabfeld dem Schoß der Erde zurückgegeben wird.

Thilo Meier, Pforzheimer Bestattungshaus GmbH.

Mit dem anonymen Kindergrabfeld auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof haben die Eltern die Möglichkeit, in ihrer Trauer um die Kleinsten, deren Leben zu Ende ging noch bevor oder kurz nachdem sie das Licht dieser Welt erblicken durften, Ort und Raum für eine sinnvolle Verabschiedung und Bestattung zu finden. Man hat erkannt, dass bei der Verarbeitung der Trauer um das tote Kind unanhängig von seinem Alter und seiner Entwicklung die Bestattung zum Ort einer gemeinsamen Begegnung wird. Hier gibt es für die Eltern eine besondere Möglichkeit, Beigaben- und Gestaltungswünsche zu erfüllen. Der

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kleine weiße Sarg oder das Balser Holzkästchen können von den Eltern mit nach Hause genommen und bemalt werden. Auch haben sie die Möglichkeit, kleine Geschenke mitzugeben, das Taufkleid oder ein Spielzeug von den Geschwistern.

Diese öffentliche Begräbnisstätte schafft einen gemeinsamen Trauerort für die Betroffenen. Dreimal im Jahr – für 2010 noch am 16.7. und 5.11. – findet in der Friedhofskapelle ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt, zu dem die Eltern und Familien unabhängig vom Zeitpunkt des Todes ihrer Kinder eingeladen sind. Und es werden Kerzen am Grabfeld angezündet, und der Engel am Kindergrabfeld des Pforzheimer Hauptfriedhofs wacht beschützend über die vielen kleinen ungelebten Leben.


< Hauptfriedhof  BLUMEN-VOLLMER Sommerweg 21 75177 Pforzheim Tel. 0 72 31/31 47 68

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Das KLiNGEL-Depot präsentiert

Ein modisches Äußeres gehört zum gepflegten Lebensstil aller Generationen. Typgerechte Mode lässt die Dame und den Herrn jugendlicher erscheinen. In der Modebranche spricht man von der »Frau ohne Alter«, denn das weibliche Geschlecht hat seine Leidenschaft an den jugendlichen, frischen Farben der Saison und den modernen Schnitten längst entdeckt. Dieser Trend setzt sich generationenübergreifend durch. So ist es heutzutage nichts Außergewöhnliches, wenn die Mutter und die Tochter dieselbe ModeStilrichtung bevorzugen. Auch die reiferen Herren der Schöpfung zeigen sich immer aufgeschlossener gegenüber junger Mode.

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Hochwertige Mode für die Dame …

Mode

Um die richtige Entscheidung bei der Auswahl für die neuen Lieblingsstücke zu treffen, ist natürlich hierbei ein vielfältiges und gut sortiertes Bekleidungs-Angebot das »A« und »O«. Sei es bei der Stoff-, Farb-, Schnitt- oder der Konfektionsgrößen-Auswahl. Im KLiNGEL-Depot auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim wird auf über 4000 qm Verkaufsfläche ständig eine große Auswahl an attraktiver Mode für jung und alt präsentiert. Wobei sich die Angebotsvielfalt für viele Modelle in den Größen von 38 bis 60 besonders umfangreich zeigt und somit allen Kundenwünschen gerecht wird.


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Dr. H. Dekant, Fachärztin für Innere Medizin

Die neue

Anti-Krebs-Ernährung

Dr. H. Dekant

Die Diagnose Krebs ist für jeden Patienten immer noch eine schlimme Diagnose, die häufig das ganze Leben schlagartig verändert. Jedoch hat sich gerade in letzter Zeit sehr viel in Bezug auf die Therapie getan. Heute weiß man, dass jede Krebszelle – je nach Entstehung, Art und Lokalisation – eine eigene Form darstellt und eine eigene Therapie benötigt. Es liegt auch der Beweis vor, dass nicht Art und Lokalisation der Krebszellen eine entscheidende Rolle für ihre Bösartigkeit spielt, sondern die Art ihres Stoffwechsels. Eine normale Zelle verbrennt zu ihrer Energiegewinnung Glucose unter Sauerstoffzufuhr, eine Krebszelle hingegen vergärt Glucose ohne Sauerstoffzufuhr und erzeugt dadurch Milchsäure. Wir alle haben entartete Zellen im Körper, die sich immer weiter teilen, sie zerstören aber nicht ihr Umfeld. Kommt es jedoch zu einer Umstellung des Krebsstoffwechsels, so wird schnell aus dem Haustierkrebs ein Raubtierkrebs. Neu gebildete Tumorzellen können wie die meisten gesunden Zellen zunächst zwischen der Energiegewinnung durch Verbrennung und Vergärung hin und her schalten. Erst

wenn sie ununterbrochen genug Zucker zur Verfügung haben, verlieren sie die Fähigkeit, die Verbrennung wieder zu aktivieren. Ab jetzt ist die Krebszelle völlig abhängig vom Zucker, er ist ihre einzige Energiequelle. Und die Krebszelle nutzt die Vorteile der Vergärung, um sich effektiv gegen bisher gängige Therapien zu schützen. Bisher wurde dem veränderten Stoffwechsel in Krebszellen wenig Beachtung geschenkt. Erst jetzt kristallisiert sich langsam heraus, dass gerade dieser Aspekt einen entscheidenden Durchbruch in der Krebstherapie bringen kann. Wir können den Vergärungsstoffwechsel durch ein Enzym messen, das sog. Transketolase like1 Protein, genannt TKTL 1. Transketolasen sind Enzyme, die in allen Lebewesen vorkommen und den Umbau von Zucker ermöglichen. Zucker ist für uns Gift und Medizin zugleich. Glucose (Zucker) wird über den Blutstrom im Körper gleichmäßig verteilt. Für den Fall einer Mangelsituation, wie sie in Zeiten von Hungerperioden auftreten kann, ist der Körper perfekt ausgestattet. Für eine Überernährung sind wir dagegen nicht ausgerüstet. Die Krebszelle freut sich natürlich, kann sie doch jetzt besonders gut leben. Stellen

PRAXIS DRS. DEKANT • Facharzt für Orthopädie, Naturheilverfahren Tätigkeitsschwerpunkt: Osteopathie und biologische Schmerztherapie • Fachärztin für Innere Medizin, Naturheilverfahren, Ernährungsmedizin Tätigkeitsschwerpunkt: Anti-Aging, Bioresonanz, biologische Tumortherapie • Zehnthofstr. 10, 75175 Pforzheim Tel. 0 72 31/12 59 20, Fax 12 59 222 www.dr-dekant.de

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Sie Ihre Ernährung um. Als Krebspatient sollten Sie daher auf „ungesunde“ Kohlehydrate verzichten, d.h. auf Kohlehydrate, die sehr rasch den Blutzuckerspiegel erhöhen wie z.B. Brot, Nudeln, Kartoffeln und Reis. Essen Sie dafür lieber Eiweißbrot, Nudeln oder Mehl aus Urgetreidesorten. Damit können Sie Ihre Essensgewohnheiten weitgehend beibehalten und auf sanfte und kluge Weise gegen die aggressiven Krebszellen vorgehen. Essen Sie Lebensmittel, welche den Blutzuckerspiegel kaum oder gar nicht ansteigen lassen wie Gemüse, Salate, Nüsse, Eier, Fleisch und Fisch. Diese Lebensmittel sollten unbedingt den Großteil Ihrer Ernährung ausmachen. Benutzen Sie gute kaltgepresste Öle möglichst aus dem Reformhaus oder frisch aus einer BioMühle. 2 Esslöffel Leinöl täglich sollten immer gegessen werden. Mit dieser Ernährung können Sie sich satt essen. Sie versorgen Ihre gesunden Zellen mit ausreichender Energie und hungern gleichzeitig die Krebszellen aus. Achten Sie auf die Qualität der Lebensmittel, Ihre Gesundheit sollte es Ihnen wert sein. (Quelle: Die neue Anti Krebs Ernährung von Dr. Coy, GU Verlag). In diesem Buch sind auch viele Rezepte enthalten, es empfiehlt sich für jeden betroffenen Patienten. Der bekannte Krebsarzt Dr. Issels aus Rottach-Egern und seine langjährige Oberärztin Dr. Frida, die ich glücklicherweise noch kennen lernen durfte, wussten bereits um die Schädlichkeit des Zuckers bei Krebserkrankungen. Dr. Issels wanderte 1980 in die USA aus, wo er noch lange Jahre an der Max Gerson Klinik in Tijuana arbeitete. Beide heilten allein durch entsprechende Diät viele Krebspatienten. Heute können wir wissenschaftlich begründen, warum damit eine Heilung möglich ist.


Congress Centrum Pforzheim 23.04.2010 Captain Cook 14.05.2010 Rüdiger Hoffmann 13.10.2010 Urban Priol 29.10.2010 Cindy aus Marzahn

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40,90 – 50,90 28,50 20,90 – 25,40 30,00

Kulturhaus Osterfeld Pforzheim 26.04.2010 Willy Astor – Reimgold 28.+29.04.2010 Gerd Dudenhöfer spielt Heinz Becker 05.05.2010 Nacht der Simmen III 18.09.2010 Bodo Wartke 25.09.2010 Helen Schneider 26.09.2010 Ingo Appelt

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23,20 24,90 – 30,50 18,70 25,50 27,70 19,80

Schleyerhalle Stuttgart 14.05.2010 Scorpions 20.05.2010 The Dome 54 22.05.2010 Whitney Houston 24.06 2010 Mark Knopfler 10.10.2010 Westernhagen

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58,80 – 72,40 35,90 – 40,90 51,60 – 114,95 57,15 – 73,25 63,60 – 92,35

Liederhalle Stuttgart 25.04.2010 Nigel Kennedy 26.04.2010 Mireille Mathieu 27.04.2010 Hair – das Kultmusical 30.04.2010 Höhner 03.05.2010 Fettes Brot 07.05.2010 George Dalares 22.05.2010 Unheilig 31.05.2010 Swing Legenden 6. – 11.7.10 Stomp

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48,40 – 41,80 – 34,35 – 31,00 – 28,50 34,00 – 28,35 32,00 – 31,00 –

Musicals: Di. bis So. : ab 27.02.2010

We will rock you Tanz der Vampire

€ 48,85 – 142,00 € 48,85 – 142,00

Porsche Arena 11.05.2010 12.05.2010 16.05.2010

Ich + Ich Das Frühlingsfest der Volksmusik DJ Bobo

€ 36,70 – 41,80 € 45,30 – 66,90 € 25,90 – 59,90

Theaterhaus Stuttgart 29.04.2010 Subway to Sally 12.05.2010 Silly 13.05.2010 Nina Hagen liest & singt 24.05.2010 Sia 27.09.2010 ASP

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LKA Stuttgart 26.05.2010 05.06.2010

€ 23,90 € 27,40

Kool Savas The Baseballs

29,45 30,80 23,90 26,10 26,70

95,70 79,10 52,75 51,70 59,00 57,40 70,50

Karlsruhe 04.08.2010

22.04.2010 14.05.2010 28.08.2010 17.09.2010 Baden-Baden 27.05.2010 06.06.2010 25. – 27.06.10 27.+29.7.10

Michael Mittermeier, Joh. Brahms Saal Andy Mc Kee, Tollhaus Nazareth, Durlach, Festhalle Pyro Festival Sternenzauber, Schlosspark Bodo Wartke, Badnerlandhalle

€ 25,60 – 32,20

Flamenco Puro Sommer in Baden-Baden Walking Mad. Slipstream Baden-Baden-Gala mit Anna Nebtrebko

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€ 27,25 € 29,85 € 13,25 – 23,55 € 24,50 29,00 – 56,00 20,00 – 66,00 28,00 – 91,00 78,10 – 201,10

Die Geschenk-Idee: Wir haben Geschenk-Gutscheine für eine Vielzahl von Veranstaltungen (Geldbetrag frei wählbar); Kinogutscheine für REX-Filmpalast, CINEPLEX-Kino Pforzheim. täglich außer Mo. Friedrichsbau Variété Stuttgart € 26,00 – 41,00 Mannheim 26.04.2010 29.04.2010 01.05.2010 02.05.2010 02.06.2010 08.06.2010

Howard Carpendale, SAP Arena Ich + Ich, SAP Arena Bushido, Rosengarten Mozartsaal Horst Lichter, Rosengarten DJ Bobo, SAP Arena Panteon Rococo, Alte Feuerwache

Sonstige (Auswahl) 23.04.2010 Harald Hurst & Helmut Neerfeld Sparkassenhaus Pforzheim 25.04.2010 Rihanna König Pilsener Arena Oberhausen 30.04.2010 Mayday, Westfalenhalle Dortmund 08.05.2010 Scorpions, Olympiahalle München 31.05.2010 Michael Bublé König Pilsener Arena Oberhausen 02.06.2010 Pink, Frankenstadion Heilbronn 04.06.2010 Rock im Park, Zeppelinfeld Nürnberg 18.06.2010 Southside Festival, Take-off Gewerbepark Neuhausen o.E. 02.07.2010 Pete York – Drum Boogie Sparkassenhaus Pforzheim 23.07.2010 Erste Allgemeine Verunsicherung Festzelt Kirchberg Ersingen 28.07.2010 Max Raabe und das Palast Orchester, Kloster Hirsau 31.07.2010 Rondo Veneziano, Kloster Hirsau 04.08.2010 The Machine performs Pink Floyd Kloster Hirsau 08.08.2010 Kloster in Flammen, Kloster Hirsau 19.08.2010 Summer-Breeze Flugpl. Aerocl. Dinkelsbühl

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58,80 – 100,20 36,80 – 43,70 32,65 – 37,25 24,40 – 39,40 26,00 – 60,00 17,50

€ 15,00 € 49,65 – 61,00 € 57,50 € 54,85 – 72,70 € 58,85 – 81,85 € 60,90 € 153,50 € 106,00 € 15,00 € 24,75 – 27,00 € 44,50 – 59,50 € 39,50 – 54,50 € 26,50 – 39,50 € 39,50 – 54,50 € 74,50

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Generationen im Dialog Ausgabe 1-2010  

Zeitschrift für Jung & Alt, Generationen, Familie, Eltern, Großeltern, Kinder, Enkel, wissenschaft, kultur, kunst, bauen, wohnen, seniorenhe...

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