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Europas Sammlermagazin

07/2019 64419

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Glas Jugendstil


U2_AP_1819

06.06.2019

14:23 Uhr

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AUKTIONSPREISE aus 14 Ausgaben des Sammler Journals mit großem Stichwortverzeichnis

• Unser 26. Auktionspreiskatalog mit den besten Preisseiten aus 14 Ausgaben SAMMLER JOURNAL • Erhältlich im Buchhandel und Bahnhofsbuchhandel und auf den Märkten zum Preis von € 14,90 • Über 2.000 Objekte mit farbigen Abbildungen und aktuellen Preisen • in gewohnter Spitzenqualität • Unentbehrlich für jeden Sammler und Händler

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trÖDLer

ISSN 1863-0340

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GEMI Verlags GmbH Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen Tel. 08441 / 4022-0 Fax 08441 / 71846 Internet: http://www.gemiverlag.de eMail: info@gemiverlag.de

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Gerd Reddersen Rudolf Neumeier

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Nicola Fritzsch eMail: nicola.fritzsch@gemiverlag.de

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Joscha Eberhardt, Karin Probst, Helene Stümpfle-Wolf

autoren Dieser ausgabe

Dr. Kathrin Bonacker, Heidrun Th. Grigoleit, Theresia Peters

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Anette Wagner, Tel. 08441/4022-35 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34 eMail: termine@gemiverlag.de

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Dr. Kathrin Bonacker, www.kabinettstueckchen.de, Franz X. Huber und Max Spannagl

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Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fallen die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf CD-ROM. Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/11 (Preise gültig seit 01.08.2006)

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06.06.2019

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LESERFORUM 4

EXPERTISEN

mals bekannten Schauspielerin oder einer populären Romanfigur. Die belgische oder französische Gießerei Baillieu & Pepe stellte dekorative Bronzefiguren bekannter Romanfiguren her, meist als Paar. Vermutlich existiert auch hierzu ein männliches Gegenstück. Da hier nur der Name „Baillieu“ etwas krude punziert wurde, handelt es sich wohl um ein frühes Stück der ansonsten nur dem Namen nach bekannten Firma. Als Schätzpreis würde ich 200 bis 300 Euro ansetzen.

■ Bronzefigur

?

Darf ich Sie bitten, mir ein paar Fragen zu einem neuen Objekt zu beantworten? Es handelt sich um eine ca. 26 cm hohe Bronze, gemarkt mit Baillieu. Hierzu habe ich im Wesentlichen zwei Fragen: Kann man erstens die „Dame" mit einer Figur aus der Literatur in Verbindung bringen? Zweitens weist die eigenartige Handhaltung meines Erachtens darauf hin, dass sie ursprünglich einen Gegenstand in der Hand hatte, vielleicht einen Blumenstrauß oder Regenschirm. Würden Sie dem zustimmen? Manfred Horn, o.O.

Klaus-Dieter Müller, Kunstsachverständiger Lüneburg

■ Puppenwagen

?

Der Puppenwagen mit Verdeck hat eine Holzkonstruktion und er ist mit blauem Leinentuch bespannt. Innen ist er weiß ausgeschlagen und am Verdeck weist er leichte Alterserscheinungen auf. Das Untergestell hat gefederte Streben und vier

!

Die kleine Bronzefigur stellt eine junge Dame in modischer Kleidung des späten 19. Jahrhunderts dar. Der Cul de Paris ist durch die große Schleife nur noch angedeutet, der Rock für die Zeit um 1880 eigentlich viel zu kurz. Der spitze Hut, der Plisseekragen und die großen Knöpfe erinnern an ein Bühnenkostüm in der Art eines Pierrot, der Blumenstrauß scheint von einem Verehrer auf die Bühne geworfen zu sein. Es handelt sich also sehr wahrscheinlich um die Darstellung einer da-

■ In dieser Rubrik beantworten unsere Experten Ihre Fragen zu dem einen oder anderen guten Stück. Doch leider sehen wir uns außerstande, ganze Nachlässe oder sämtliche sich in Ihrem Haushalt befindlichen Trouvaillen bewerten und schätzen zu lassen. Auch bitten wir um Verständnis, wenn es mit der Bearbeitung länger dauert. Senden Sie uns also Ihre Anfrage nur zu einem zu bestimmenden Objekt – mit detaillierter Beschreibung und gutem Foto, auf dem das Objekt ganz abgebildet ist. Noch ein Hinweis zu den Preisen, die von Fall zu Fall von unseren Experten genannt werden: Hierbei handelt es sich um Richtwerte, die anhand von Fotos allein getroffen werden und je nach Zustand des Objekts nach oben oder nach unten korrigiert werden können. Ihre Anfrage schicken Sie bitte an: Gemi Verlags GmbH Redaktion Leserforum Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen

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LESERFORUM 5 Sein Gesamtgewicht beträgt stolze 850 g, der Deckel wiegt 190 g. Ich bitte Sie, mir folgende Fragen zu beantworten: Aus welcher Zeit stammt der Behälter und woher stammt das Objekt? Aus welchem Material besteht es Ihrer Meinung nach? Wieviel könnte es wert sein? Margitta Batzner, Bad Kissingen

!

Der dekorative Gegenstand ist vermutlich kein Eisbehälter, sondern war vielmehr für Kekse oder Gebäck gedacht. Ende des 19. Jahrhunderts hatten nur wenige Haushalte Zugang zu Eis, falls überhaupt, dann waren Gemeinschaftskühlhäuser die Norm. Die Rocaille-Formen der vernickelten Messing-Metallmontur verweisen auf Stilelemente des Rokoko Revival, die Bemalung wiederum zeigt schon den Einfluss des Art déco. Zeitlich zu datieren wäre das „Keks fass“, englisch „biscuit barrel“, auf 1925. Das deutsche Wort „Keks“ wiederum ist eine Verballhornung des englischen Wortes „cake“, welches eigentlich „Kuchen“ bedeutet, eine Erfindung der Firma Bahlsen, um die englische Tischkultur auch hier hoffähig zu machen. Diese Keksbehälter (der Deckel verhindert, dass die Kekse weich werden) sind in England auch heute noch beliebt. Hersteller war vermutlich die Firma Carlton. Aktuell würde ich das hübsche Gefäß mit 60 bis100 Euro bewerten. Klaus-Dieter Müller, Kunstsachverständiger Lüneburg

gummibereifte Räder. Ich hoffe, Sie können anhand meiner Beschreibung und der Fotos diesen Puppenwagen beurteilen. Günter Witte, Hemer

!

Puppenwägen wie der von Ihnen Vorgestellte, bezeichnet man auf Grund ihres Aussehens als „Kästenwägen“. Die schlichten, klaren Linien ohne Schnörkel und anderen Verzierungen sprechen für eine Herstellung in den 1940er-Jahren. Erst ab dieser Zeit wurde nämlich damit begonnen, Puppenwägen und deren Ausstattung im Aussehen möglichst ihren Vorbildern, den großen Kinderwägen, anzugleichen. Der erste als Spielzeug entworfene Puppenwagen wurde 1862 in England hergestellt. Es war ein Geschenk der Arbeiter an den englischen Kinderwagenfabrikanten J. R. Frampton, die dieses Wägelchen für die Puppen der kleinen Tochter ihres Dienstgebers entworfen und konstruiert hatten. Das Töchterchen war von dem neuartigen Spielzeug so begeistert, dass einige Mitarbeiter vorschlugen, derartige Wägelchen doch in das Herstellungsprogramm aufzunehmen. Frampton lehnte jedoch ab und bezeichnete das Ganze als „unsinnige Idee“. Glücklicherweise schlief die Konkurrenz nicht, und andere Kinderwagen- und Spielzeughersteller erkannten den hohen Spielwert dieses neuartigen, hübschen Wagens zur Beförderung von Puppen. Und sie machten gute Geschäfte damit. Die ersten fabrikmäßig hergestellten Kinderwägen erschienen im Jahr 1850 in London, als die zwei Konkurrenten – John Allan und A. Babin – ihre Fabriken gründeten. Diese frühen

Kinderwägen, zu denen sich ein paar Jahre später auch die Puppenwägen gesellten, waren meist dreirädrig und mit einem sesselähnlichen Aufsatz ausgestattet, auf dem die Kinder sitzen konnten. Dazu mussten sie aber erst einmal ein gewisses Alter haben. In vielen Städten verlangte die Straßenordnung, dass vierrädrige Fahrzeuge – dazu gehörten auch die Kinderwägen – die Fahrbahn benutzen mussten, während dreirädrige Fahrzeuge auf dem Gehsteig, dem so genannten „Trottoir“ bequem und elegant geschoben werden konnten. Und die kleinen Puppenmütter konnten hier unter Aufsicht ihrer Kindermädchen ihre Lieblingspuppe ausführen. Der gegenständliche Puppenwagen weist deutliche Spiel- und Gebrauchsspuren auf. Die Griffstange aus Holz ist stark abgeblättert, Matratze und Bettzeug fehlen, das Faltdach hat an den Nähten kleine, aufgeplatzte Stellen. Das Fahrgestell mit gummibereiften Rädern und einer Federung mit Lederriemen ist in tadellosem Zustand. Leider geben Sie keine Maße an. Der Wert des Puppenwagens liegt bei 80 bis 120 Euro. Reingard Ecker, Wels (A)

■ Keksdose

?

Ich wende mich mit einer großen Bitte an Sie: Letzte Woche konnte ich einen, wie ich vemute, Eiswürfel-Behälter erwerben. Leider kann ich ihn nicht einschätzen. Der Behälter hat folgende Maße: Gesamthöhe 20,5 cm, Höhe ohne Deckel 14,5 cm, Durchmesser in der Mitte 14 cm, DeckelDurchmesser 11,5 cm, Deckelhöhe 6 cm. 07 / 19


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GLAS 20

GLASKUNST HEIDRUN TH. GRIGOLEIT

„Kostbar & edel – Glaskunst aus Böhmen und Bayern. 1900-1950“ lautet das Motto einer Ausstellung im Glasmuseum Frauenau, die noch bis zum 1. September gezeigt wird. Zur Ausstellung ist ein Katalog des Glassammlers Max Spannagel mit 257 Seiten und zahlreichen farbigen Abbildungen erschienen, der in fünf Kapiteln Glaskunst aus Wien, Haida, Steinschönau, München und Zwiesel aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts detailliert behandelt.

Bayern und Böhmen Glas aus Bayern und Böhmen hat Rang und Namen in der Welt. Die Anfänge gehen in beiden Regionen bis ins späte Mit-

telalter zurück, denn abseits der mittelalterlichen Metropolen wurde in den dortigen Waldgebieten aufgrund der natürlich vorhandenen Rohstoffe bereits seit dem 13. Jahrhundert Glas produziert. Die große Blütezeit erlebte die Glasindustrie im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahr-

hunderts, wobei sich die Produktion in Böhmen im Norden in der Gegend von Haida und Schönau und im Süden in Klostermühle konzentrierte. In Bayern entstand Glas im südlichen Böhmerwald, in der Gegend um Zwiesel. Dabei war die Konkurrenz nicht nur unter den Glasregionen, sondern auch zwischen den Herstellern überaus groß und man wetteiferte um die Kundschaft. Gleichzeitig beeinflussten sich die Glasproduzenten aber auch gegenseitig, ihre Produkte wurden Vorbild für andere und gaben Impulse für die Künstler der unterschiedlichsten Glasfirmen. Glasarbeiter wanderten zudem über die Grenzen und kamen von Böhmen nach Bayern. Die nordböhmischen Glasfachschulen in Steinschönau und Haida dienten dann als Vorbild für die Gründung der ersten deutschen „Fachschule für Glasindustrie“ im Jahr 1904 in Zwiesel im Bayerischen Wald.

Jugendstil und Art déco Die zwei Weltkriege in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert hinterließen tiefe Spuren in der Weltwirtschaft. Davon erholte sich die Glasindustrie jedoch mancherorts erstaunlich schnell, und so erlebte beispielsweise die böhmische GlasproduktiLinks: Henkelvase, Michael Powolny für Lobmeyr, um 1918, Ausführung Lötz Witwe Oben: Deckelpokal, Beyermann und Co., um 1916, Entwurf vermutlich Fachschule Haida


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GLAS 21 eleganten Formen mit viel Originalität und Leichtigkeit – aber niemals mit überladener Ornamentik. So lässt sich die Zugehörigkeit zur Wiener Schule leicht erkennen, die viele Nachahmer fand: Die ersten Glasentwürfe des Mitbegründers der Wiener Werkstätte (WW) im Jahr 1903, Jo-

on nach dem Ersten Weltkrieg in den 20erJahren einen Höhepunkt. Im neuen Jahrhundert änderte sich dann zunehmend der Geschmack und Stil. Mit schwungvollen Linien und Elementen lehnte sich der nun moderne Jugendstil dekorativ an pflanzliche Vorbilder an. Auch geometrische Muster und stilisierte, flächige Darstellungen unterschiedlichster Motive kamen auf. Im Art déco der 1920er- und 1930er-Jahre wurde die Farbigkeit dann ausgeprägter und die Linienführung und Formensprache strenger. Kennzeichnend für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war ein reger Austausch von Künstlern und Kunstgewerblern, die eine große Bandbreite mit dem Material Glas hinsichtlich Ausführung und Interpretation erschufen – sowohl in den verschiedenen Glasregionen wie auch bei den einzelnen Herstellern.

sef Hoffmann, brechen mit dem floralen Jugendstil und begründen mit geometrischem Dekor einen neuen Stil. Die eigentliche Glasproduktion in der WW beginnt ab 1916 mit Mathilde Flögl, Reni Schaschl, Fritzi Löw und Maria Brunner-Friedberger, die von Kritikern despektierlich als „Malweiber“ diskreditiert wurden. Diese Frauen kreierten alle unkonventionelle und stark stilisierte Dekore zumeist auf den Glasformen von Josef Hoffmann. Ab 1922 wurden die Gläser ausschließlich von der Firma Moser produziert, die im selben Jahr die Glashütte Meyr’s Neffe übernommen hatte. Eine umlaufend dekorierte Vase, bezeichnet mit WW, deren Form Mathilde Flögl um 1917 zugeschrieben wird, wirkt vor allem durch die violette Leuchtkraft der Flachfarbe. Der Entwerfer des Dekors mit seiner gefälligen Gesamtwirkung ist unbekannt. Bereits ab1823 entwickelt sich Lobmeyr zu einer bedeutenden europäischen Glashandelsfirma, die noch heute besteht. Neben Gläsern mit feinsten Gravuren vertrieb die Firma ab der Jahrhundertwende Kunstglas von Entwerfern der Wiener Werkstätte. Konkurrenz bekam Lobmeyr ab 1900 durch das Glashandelshaus Emil Bakalowits, das eng mit Künstlern der Wiener Avantgarde zusammenarbeitete. Mit zu den wichtigsten Arbeiten dieser Zeit gehören auch die bei Meyr’s Neffe ausgeführten Stengelgläser mit geometrischem Schliffdekor von Otto Prutscher und die Meteorgläser von Koloman Moser. Unter Leitung von Carl Witzmann entstanden bei Lötz Witwe ausgeführte Gläser von Josef Hoffmann, Karl Nechansky, Michael Powolny, Dagobert Peche, Mila Weltmann und Hans Bolek, die mit ihrer kontrastierenden, leuchtenden Farbigkeit prägend im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts waren.

Wien Das Markenzeichen der Wiener Secession war ein ganz besonderer Jugendstil mit einer nüchternen Symmetrie und Regelmäßigkeit, die ihren formalen Reichtum aus der Reduktion gewann. Durch Einfachheit erzielte man eine Wirkung von zurückhaltender Eleganz. Dahinter stand der Wunsch nach einer Neudefinition des Materials. Botanische Formen spielten auch bei der Glasdekoration eine große Rolle in einer graziösen Anordnung von Oben: Vase, Wiener Werkstätte, um 1917, Form Mathilde Flögl Mitte: Deckelpokal Fachschule Haida, um 1914 Unten: Fußschale, Karl Massanetz, um 1913, Verleger Lobmeyr Wien 07 / 19


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GLAS 22

Haida In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts befassten sich im Gebiet von Bor fast einhundert größere Firmen mit der Produktion und dem Export von Glas. Auch im benachbarten Haida (Novy Bor) konzentrierte sich der Exporthandel auf Glasprodukte. Von dort gingen ungeheure Mengen von Glas in die ganze Welt. Man fertigte aber nicht nur für exotische Länder wie Patagonien oder Somalia, sondern auch für deutsche Bürger, die mit geschmackvollem Kunstglas versorgt werden wollten. Um ein Gegengewicht mit hoher künstlerischer Qualität gegen die Massenware zu bilden, gründete man die „k.k. Fachschule für Glasindustrie“ in Haida, von der die Glasindustrie nun die besten Ideen und fantasievollen Anregungen erhielt. Die Fachschule von Haida erweiterte bei-

spielsweise die Farbskala der Gläser wesentlich – insbesondere durch schwarzes und gelbes Opalglas. Ein Deckelpokal aus dem Jahr 1914 aus Klarglas mit Schwarzlot- und Flachfarbendekor entstand um 1914 in der Fachschule in Haida.

Steinschönau Die Anfänge der Glasherstellung liegen in Steinschönau im 16. Jahrhundert. Technisch-gestalterisches Merkmal der hier entstandenen Gläser war die Veredelung im kalten Zustand – also die am Rohglas vorgenommenen Dekorarten wie Emailund Schwarzlotbemalung, Rot- und Gelbbeize, Schliff und Schnitt. Im 20. Jahrhundert gelang es den Glasgestaltern Nordböhmens, einen eigenen Glasstil zu entwickeln, der Elemente der Wiener Moderne mit neobiedermeierlichen Tendenzen verband – mit stilisierten Blütendekoren oder geometrischen Ornamenten auf transparentem Glas. Teilweise ging das bereits ins Art déco über, obwohl die Gläser weiterhin in der Tradition altböhmischer Kaltveredelung entstanden. Am Ende des Zweiten Weltkriegs siedelte sich die deutschsprachige Steinschönauer Glasindustrie dann in Hessen, Thüringen, im Rheinland und in Bayern an. Eine böhmische Fußschale aus Musselinglas mit feiner Federzeichnung in Gold und Schwarz von Karl Massanetz stammt aus Links: Vase, Ludwig Hohlwein, um 1905, Ausführung Theresienthaler Kristallglasfabrik Oben: Vase, vermutlich Fachschule Steinschönau, um 1930 07 / 19


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GLAS 23 der Zeit um 1913. Massanetz studierte nach der Ausbildung an der Glasfachschule Steinschönau, anschließend an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Koloman Moser und Michael Powolny. 1912 gründete er in Steinschönau eine Glasraffinerie und stellte seine Gläser mit dem filigranen ornamentalen Schwarzlot- und Golddekor erfolgreich in den Jahren 1913 und 1914 in Wien sowie 1914 bei der WerkbundAusstellung in Köln aus. Er war stilistischer Wegbereiter für viele nachfolgende Dekore dieser Art. Eine Flachschale entstand vermutlich um 1930 in der Fachschule Steinschönau. Die Vase aus Klarglas mit Gold, Transparent- und Kristall-Email bemalt trägt am Boden den Ätzstempel „made in Czechoslovakia“ und ist vergleichbar mit Arbeiten in der Jubiläumsschrift der Schule von 1936.

München München war ein Kunstzentrum mit akademisch ausgebildeten Künstlern, die 1887 die „Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk“ gründeten, zu deren Mitarbeitern auch die späteren Mitglieder der

Darmstädter Künstlerkolonie wie Peter Behrens, Paul Haunstein und Jakob Julius Scharvogel gehörten. München wurde damit zu einer Hochburg des Deutschen Jugendstils. Peter Behrens beteiligte sich 1899 an der Ausstellung der Vereinigten Werkstätten mit einem zwölfteiligen Kelchglassatz. Mit der fließenden Linienführung und dem Verzicht auf jegliche Dekoration schrieb er mit dem Entwurf Designgeschichte. Damit zeigte er schon exemplarisch die Intentionen des 1907 gegründeten Deutschen Werkbundes auf, nämlich die handwerkliche und industrielle Produktion ästhetisch zu modernisieren. Zu den Gründungsmitgliedern des Werkbundes gehörten Peter Behrens, Josef Hoffmann und Richard Riemerschmid. Als Schüler, die auf dem Gebiet der Glasgestaltung herausragten, muss man u.a. Adolf Beckert, Karl Schmoll von Eisenwerth und Georg Carl von Reichenbach nennen. Letzterer entwickelte einen eigenen unverwechselbaren Glasstil, der auch Eingang bei Lötz Witwe fand. Auch Wolfgang Wersin gab in seiner Tätigkeit für die Deutschen Werkstätten wichtige Impulse für eine an der venezianischen Glasherstellung orientierte Stilentwicklung späterer Jahre. Ein weiterer Höhepunkt waren auch die venezianisierten Gläser von

trägt die Bezeichnung „MSch“ für Musterschutz. Die Münchner Glaskünstler kann man jedoch, abgesehen von ihrer zeitlichen Zugehörigkeit zu Jugendstil und Art déco, keiner gemeinsamen Formensprache zuordnen. Ihre Gemeinsamkeit bestand lediglich darin, dass sie ihre Gläser in den Glashütten des Bayerischen Waldes fabrizieren ließen.

Zwiesel Die einzige Glasfachschule im Deutschen Reich wurde 1904 in Zwiesel eröffnet. Mit der Berufung des Kunstmalers Bruno Mauder als deren Leiter erlangte die Fachschule ab 1910 in ästhetischer Hinsicht große Bedeutung. Denn Mauder folgte den aktuellen, modernen Strömungen nach Schlichtheit und Zweckgebundenheit, die vom Werkbund und Bauhaus postuliert wurden. Unter seiner Leitung entstanden in Zwiesel geometrische und stark stilisierte pflanzliche Dekore. Die Farben Kobaltblau und Rubinrot wurden favorisiert und das Glas auch häufig mit feiner Goldmalerei verziert, bisweilen in Kombination mit Email-Farben. Bis heute ist Glas aus Bayern und Böhmen ein beliebtes Qualitätsprodukt, das eine internationale Kundschaft aus aller Welt überzeugt.

Informationen „Kostbar & edel – Glaskunst aus Böhmen und Bayern. 1900-1950“. Ausstellung im Glasmuseum Frauenau, noch bis zum 1. September. Gleichnamiger Ausstellungskatalog: Max Spannagel, 257 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Fotos: Franz X. Huber und Max Spannagl, Copyright 2019 Max Spannagl

Oben: Fußschale, Fachschule Zwiesel, um 1929, Entwurf Bruno Mauder, für die Ausstellug im Metropolitan Museum of Art New York Rechts: Vase, vermutlich Freiherr von Poschingersche, Krystallglasfabrik Frauenau, 1930er-Jahre

Michael Powolny, die er 1919 für Lobmeyr in Wien entwarf. Ludwig Hohlwein, der sich als Plakatkünstler einen Namen machte, lieferte seine Entwürfe nach Theresienthal. Eine Vase von ihm, die 1905 in der Theresienthaler Kristallglasfabrik hergestellt wurde, hat ein blau-rotes Email-Dekor und 07 / 19


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AUKTIONSPREISE 28

SPACE AGE DESIGN – TEIL 1

€ 200,Cachepot, Entwurf Luigi Colani, 1960er-Jahre, Signatur auf der Wandung, weißer Kunststoff, auf 4 Rollen, H 54 cm, D 60 cm ZEL

€ 150,Drehsessel, 1970er-Jahre, am Boden gestempelt „FB 42-11“, verchromtes Drehgestell, Sitzschale mit geometrisch gemustertem Samtbezug, Maße 93 x 80 x 82 cm MEH

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€ 300,Tischlampe „Bulb“, Entwurf Ingo Maurer (geb. 1932, 1966 Gründung von Design M in München), Metall und Beinglas, Höhe 29 cm ZEL

€ 240,Zwei Tische, VEB Synthesewerk Schwarzheide, DDR, 1970er-Jahre, Polyurethan weiß lackiert, flacher quadratischer Tisch mit herausnehmbarer Glasplatte, als Gartentisch, passend zu den berühmten Sitzeiern, dazu kleiner Bartisch mit Flaschenhalter, Gebrauchsspuren, Maße 40 x 85 x 85 cm u. 53 x 45 x 54 cm MEH

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€ 350,Mechanische Schreibmaschine „Valentine“, Entwurf Ettore Sottsass für Olivetti, hergestellt 1969-2000, roter Kunststoff, senkrecht in Aufbewahrungs-Box, Maße 35 x 34 x 11 cm ZEL


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AUKTIONSPREISE 29 Links: € 400,Scherenlampe, Entwurf von Dorothee Becker, hergestellt ab 1968, Hersteller Design M, Ingo Maurer (geb. 1932 Insel Reichenau, ab 1960 freiberuflicher Designer bei Kaiser Aluminium und IBM, eröffnete 1966 die Beleuchtungsfirma Design M in München), Metall und Metallblech, verchromt, Gesamthöhe max. 88,5 cm QUI

€ 450,Sitzsack „Sacco“, Entwurf Piero Gatti, Cesare Paolini, und Franco Teodoro, 1968, Ausführung Zanotta, Mailand, Ledersack, gefüllt mit Polystyrol-Kügelchen, Gebrauchsspuren, Maße 80 x 90 cm SIE

€ 400,„Pony“-Sitzskulptur, Entwurf von Eero Aarnio (geb. 1932 Helsinki), 1973, Ausführung Ende 1970er-Jahre, Schaumstoffkörper auf Metallgerüst, mit gelbem Polyurethan-Strechstoff bezogen, Maße 78 x 112 cm SIE

€ 500,Drei Tulip-Hocker Modell „1525“, Entwurf von Eero Saarinen, 1957, Ausführung Knoll International, Fuß aus weiß lackiertem Aluminiumguss, Polsterbezug aus grauem Leinen, Gebrauchsspuren, Höhe 43 cm, Durchmesser 37,5 cm BLO

€ 500,Bodenlampe, wohl Louis Poulsen oder Arne Jacobsen, Dänemark, 1960er/1970er-Jahre, Metall, runder, gelackter Standfuß, verchromtes Gestell, Pendelkopf aus Aluminium-Lamellen, Lampenhöhe 151 cm, Armlänge 150 cm PEE

€ 500,Stehlampe bzw. Leuchtobjekt, Italien, gefertigt in den 1970erJahren, Schaft in Form gestapelter Scheiben, Beinglas, Gesamthöhe 125 cm ZEL

€ 600,Tischlampe „Spirale“, Entwurf Ingo Maurer, 1965, H. Deutsch, 1960er-Jahre, spiralförmig gewundener Schaft, Glasschirm, Kugelform, Höhe 61 cm PEE

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AUKTIONSPREISE 30

€ 600,Leuchttisch „Ilumesa“, Entwurf Verner Panton, 1968, Ausführung Louis Poulsen, Kopenhagen, Dänemark, weißer Kunststoff, Herstelleretikett, Höhe 37 cm, Durchmesser 80 cm QUI

€ 700,„Wiggle Side Chair“, Entwurf von Frank O. Gehry (geb. 1929 Toronto), 1972, Unterseite mit Aufkleber „Design Frank O. Gehry. Vitra“, Wellpappe, Hartfaserplatte, Holzleiste, Maße 84 x 35 x 61 cm VHA

€ 740,Spiralleuchte, gefertigt 1970erJahre, geschwungene Metallbänder, beige lackiert, funktionsfähiger und guter Zustand, Höhe 64 cm SHU

€ 800,Zwei Bürostühle der Serie 7, Entwurf Arne Jacobsen 1955, Ausführung Fritz Hansen, Dänemark, um 1960, auf vier Rollen, Lederpolsterung in gutem Zustand, ein Stuhl mit Armlehnen KUK

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€ 800,Fünf Lounge-Chairs und Ottomane „F 588“, Entwurf von Geoffrey D. Harcourt (geb. 1931 Melbourne), 1967, Ausführung Artifort, Niederlande, 1960er-Jahre, Konstruktion aus Kunststoffschale und Gestell, gepolstert, grober braun melierter Wollstoffbezug, je mit Tulpenfuß, Böden mit Herstellerbezeichnung, Maße Sessel ca. 96/93 cm, Ottomane 36/62 cm SIE

€ 800,Space Age-Esstisch mit fünf Stühlen „Marquise“, Entwurf Kenneth Clark für Chromcraft Inc. Mississippi, USA, transparente Sitzschalen mit Vinylpolster, Sockel aus Kunststoff/Aluminium, ovale Rauchglas-Tischplatte, Tischmaße 74 x 150 x 114 cm ZEL

€ 850,Lounge-Sessel „Model No. 1725 a“, Warren Platner (1919 Baltimore2006 New Haven), Entwurf von 1966 und zeitnahe Ausführung durch Knoll International, Stahldrahtgestell mit schwarzem Original-Stoffbezug, Gestell mit starken Alters- und Gebrauchsspuren, Höhe 77 cm DAN


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AUKTIONSPREISE 31

€ 900,Fünf „Beatles“-Poster, Entwurf Richard Avedon, 1967, Waterlow & Sons Ltd., London, Offsetdruck auf Papier bez. „Künstler fotographiert von Richard Avedon für Stern, Copyright für Deutschland bei Populäre Propaganda Presse, Düsseldorf, Druckerei“, dabei „The Beatles fotografiert von Richard Avedon für Stern“. Die Mappe wurde vom „Stern“, „Daily Express“ und – in etwas größerer Ausführung – im amerikanischen „Look“-Magazin vertrieben QUI

€ 1.000,Zehn Sitzschalen aus dem Olympiastadion München, um 1972, Entwurf von Architektengruppe Olympiapark, Günter Behnisch, Otto Frei, Hersteller WESIFA Stahlrohr GmbH, Bad Oeynhausen, Vlotho, grüner Kunststoff, Metallblech, mit Nummernplaketten, Maße 10 x 44,5 x 35 cm QUI

Links: € 1.200,Bogenlampe „Eyeball Lamp“, nach Entwurf von Goffredo Reggiani (1929-2004, Reggiani gründete seine Leuchtenfirma 1957 in Monza), Italien, gefertigt 1960er/1970er-Jahre, verchromter Stahl sowie weißer, hellgrau gemaserter Marmor, mit runder Sockelplatte, drei schwenkbare Leuchterarme mit kugelförmigen Lampenschirmen, Höhe 222 cm SHA

€ 1.100,Sechs Armlehnstühle mit Plexiglasschale, Entwurf Erwine & Estelle (attr.) Laverne, 1970er-Jahre, drehbar, Aluminiumfuß und Schaft, Sitzfläche mit eingelegtem Polster, Lederbezug, 88 x 60 cm SIE

€ 1.300,Freischwinger „S-Chair“, Modell „275“, Entwurf Verner Panton, 1956, (1926 Gamtofe1998 Kopenhagen), Ausführung 1965, August Sommer für Gebrüder Thonet, Frankenberg, Schichtholz, schwarz lackiert, Unterseite Orig.-Klebeetikett, Sitz bestoßen, Altersspuren, Kratzspuren, 45,5 x 78 cm FRA

€ 1.400,Bodenlampe „LS 144“, Entwurf von Carlo Nason (geb. 1936), Ausführung von Mazzega, Italien, 1960er/70er-Jahre, Milchglas, Konstruktion mit vier übereinander montierten Glasschirmen, mundgebasen, auf verchromtem Metallfuß montiert, Höhe 73 cm SIE

€ 1.500,Sessel „Donna – UP 5“ und Ottoman „UP 6“, Entwurf von Gaetano Pesce (geb. 1939 La Spezia), 1969, B&B Italia, Novedrate, Como, Schaumstoff, roter Textilbezug, Herstelleraufkleber B&B Italia, Maße 102 x 110 x 128 cm, Ottoman, Durchmesser 58,5 cm QUI

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AUKTIONSPREISE 32

€ 1.750,Sitzobjekt Faltenstuhl, 2. Hälfte 20. Jahrhundert, Deutschland, Konstruktion aus gegossenem und bronzefarben lackiertem Kunststoff in Faltenwurfoptik, unleserlich signiert „U J Scholz 2 / 74“ (?), Maße 86 x 92 x 85 cm, Sitzhöhe ca. 50 cm DOR

€ 1.875,Deckenlampe, Entwurf um 1960, Stilnovo, Italien, reduzierte Konstruktion in Form einer Artischocke, Material aus Kupfer und verchromtem Messing, Maße Lampenschirm Höhe ca. 45 cm, Durchmesser ca. 40 cm DOR € 1.800,Sessel „Ribbon chair“, Entwurf von Franca Stagi, Cesare Leonardi, 1961, Ausführung Bernini, Carate Brianza, 1961-1969, Stahlrohr, verchromt, fiberglasverstärkte Polyesterschale, weiß lackiert, Maße 64,5 x 100 x 76,5 cm QUI

€ 1.800,Deckenlüster „Collezione 99.80 multicolore“, Gio Ponti (1891-1979 Mailand), Entwurf 1960er-Jahre, Ausführung von Venini, farbloses, blaues, grünes, rotes und gelbes Glas, zwölf geschweifte Leuchterarme (einer gebrochen), Metallmontierung, blaue und rote Glaskugeln, Höhe 77 cm, Durchmesser 88 cm PEE

€ 2.000,„Skater“ Sessel Mod. „FK 710“, Entwurf Preben Fabricius & Jorgen Kastholm, 1968, für Alfred Kill, Fellbach, Federstahl, matt verchromt, Lederbezug, Maße 69 x 64 x 73 cm, Sitzhöhe 36 cm DOR

€ 1.875,Drehfauteuil Modell No. „P 32“, Entwurf von Osvaldo Borsani (19111985), 1956, für Tecno, Milano, biomorph geschwungenes, drehbares, gepolstertes vierbeiniges Metallgestell, gelber Bezugstoff, Maße 83 x 82 x 46 cm, Sitzhöhe 38 cm DOR

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BLO DAN DOR DOR FRA KUK MEH PEE QUI QUI SHA SHU SIE SIE STA VHA ZEL

BLOSS | Merzhausen, 10.-12. September 2018 DANNENBERG | Berlin, 09./10. Dezember 2016 DOROTHEUM | Wien, 14. März + 06. Juni + 07. November 18 DOROTHEUM | Wien, 20.05. + 04.11.15 + 03.11.16 + 02.11.17 FRANKE | Nürnberg, 06.-08. April 2017 KUNST & KURIOSA | Heidelberg, 15. September 2017 MEHLIS | Plauen, 23.-25. August 2018 PEEGE | Freiburg, 29. März + 29. Juni 2017 QUITTENBAUM | München, 21.09. + 06.12.16 + 27./28.06.17 QUITTENBAUM | München, 26./27. Juni 2018 SCHLOSS AHLDEN | Ahlden, 06./07. Mai 2017 SCHULER | Zürich, 18.-22. September 2017 SIEBERS AUKTIONEN | Stuttgart, 28. Oktober 2016 SIEBERS AUKTIONEN | Stuttgart, 20.-24. Febr. + 12. Okt. 2017 STAHL | Hamburg, 23. September 2018 VAN HAM | Köln, 31. Mai 2017 ZELLER | Lindau, 05.-07. April + 30. Juni + 29. September 2018

aus SAMMLER JOURNAL 06 / 2019


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ONLiNETiPP 33 n Die enorme Menge unterschiedlichster und in vielen Jahrzehnten hergestellter Blechdosen ermöglicht den Aufbau äußerst großer Sammlungen, macht in Anbetracht der Vielfalt aber auch Spezialisierungen möglich. Diese können sich z. B. auf bestimmte Produkte, Hersteller, Formen, Verwendungszwecke, aufgedruckte Motive oder Größen beziehen. Wer für die Sammlung nur begrenzten Raum zur Verfügung hat, wird deshalb vielleicht auch kleinere Ausführungen wie Automatendosen, solche für Grammophonnadeln oder Blecheier bevorzugen.

BLECHDOSEN / TEiL 2 n Stecknadeldosen Nach Herstellern, Herkunftsländern und einigen anderen Kriterien sortiert, stellt ein Sammler seine umfangreiche Kollektion vor. Es dürften wohl über 600 Exemplare sein, die mit gutem Bildmaterial und Kurzbeschreibungen präsentiert werden. Die Sammlung umfasst vorwiegend Blechdosen, daneben sind auch einige Exemplare aus Pappe zu sehen. Angebote sind dem Sammler willkommen. stecknadeldose.blogspot.de

n Teedosen aus aller Welt Mit über 1000 Teedosen wird hier eine beachtliche Sammlung vorgestellt, sogar als beeindruckende Vollansicht auf nur einem Foto. Alphabetisch nach Marken sortiert kann aber jede Dose mit einem guten Bild auch einzeln betrachtet werden und als Kurzinformation sind jeweils Angaben über den Inhalt vorhanden. Die Rubrik „Europa" bietet elf Galerien mit Informationen und Bildern über andere TeedosenSammlungen. Dazu kommt noch eine bebilderte Liste mit Tauschobjekten.

gute Abbildungen vorhanden, bei einigen Exemplaren sogar mehrere. Sehr sehenswert sind auch neutrale Dosen ohne Firmenaufdruck, die, vorwiegend nach Motiven sortiert, in 18 Kategorien vorgestellt werden. www.fine-old-technik.de/blechdosen-mit-reklame

n Kaffee- und Kakaodosen Die Startseite bietet Übersichten mit einigen Dosen der Sammlung und das Menü enthält eine nach Herstellern geordnete Liste. Über diese erfolgt der Zugang zu Bildergalerien mit Dosen der jeweiligen Firmen. Die Präsentation bezieht sich vorwiegend auf Kaffee- und Kakaodosen, enthält aber auch einige andere Produkte. Das Bildmaterial ist umfangreich, gut und interessant, doch ohne jede Textinformation. dosensammler.hpage.com

n Diabolo-Dosen Auf sechs Seiten werden Diabolo-Dosen von mehreren Sammlern vorgestellt, entsprechend sind die Beiträge hinsichtlich der Bild- und Textqualität höchst unter-

schiedlich. Die insgesamt sehr dürftige Präsentation bietet aber immerhin rund 150 Bilder von Dosen, darunter auch etliche recht alte Exemplare. www.co2air.de/thema/94012-der-diabolo-dosen-sammler-threat/?pageNo=1

n Blecheier Eiförmige Blechdosen waren und sind besonders zur Osterzeit als Verpackung sehr beliebt. Mit Süßigkeiten befüllt, kullerten sie schon vor über 100 Jahren aus Warenautomaten, waren im Handel aber auch leer zur Selbstbefüllung erhältlich. Eine außergewöhnlich große Sammlung mit fast 2000 Exemplaren bietet Ansichten von Blecheiern aus drei Jahrhunderten. In gut 30, vorwiegend nach Motiven sortierten Kategorien wird ausgezeichnetes Bildmaterial geboten. Es lohnt sich, auch die vorhandenen 360°-Ansichten zu betrachten. Für alle Objekte sind Größenangaben, manchmal auch noch weitere Informationen vorhanden. Unter „Börse" werden einige Tauschobjekte angeboten. www.tin-eggs.com/de/Home-.1.html

www.teedosen.de

n Liebig Fleisch-Extract-Blechdosen Ganz speziell geht es hier zu, denn vorgestellt werden nur Liebig-Dosen, diese mit guten Bildern und einigen Informationen. Generell bietet diese Homepage auch noch reichlich Wissens- und Sammelnswertes zur Firma Liebig. moopenheimer.wordpress.com/2014/10/16/liebigfleisch-extract-blechdosen

n Blechdosen mit Reklame Dosen mit Werbeaufdrucken, manchmal auch nur einem Firmennamen, werden hier in sieben Kategorien präsentiert. Über die Vorschau und das Inhaltsverzeichnis sind Gesamtansichten dieser Galerien erreichbar, die auch Kurzinformationen zu den Objekten enthalten. Von allen Dosen sind auch noch große und außerordentlich 07 / 19


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80_81_Schallplatten

06.06.2019

13:35 Uhr

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SCHALLPLATTEN 80

.. SCHWARZES GOLD FUR SCHALLPLATTEN-SAMMLER

€ 50-80 Die Ärzte „Du Willst Mich Küssen 12 Inch Mix”, BRD 1986 auf CBS, Nr. „A 126849”, Foto: Jim Rakete. Single-Auskopplung aus dem zweiten Album „Im Schatten Der Ärzte”. Erstbesetzung mit Hans Runge alias „Sahnie“ am Bass, der die Berliner „Fun-Punk”-Band 1986 verließ

€ 40-60 Avicii (1989-2018) „Stories LP”, veröffentlicht 2015 in Europa auf d. schwedischen Label PRMD, Nr. „00602547484314”, 45 RPM. Die erfolgreiche aber kurze Karriere des DJ’s, Remixers u. Musikproduzenten Tim Bergling brachte ihn u. a. mit Benny Andersson und Björn Ulvaeus von Abba sowie der „Pop”-Ikone Madonna zusammen

€ 40-80 Thomas Dolby „Astronauts & Heretics LP”, 1992 auf Virgin UK, No. „V2701”. Studioalbum Nr. 6 des „Funky Mad Scientist des „Elektropop”. Mit 18 begann Thomas Morgan Robertson (geb. 1958) Synthesizer zu bauen, und da er ebenfalls mit TapeDecks experimentierte, bekam er von Freunden den Spitznamen „Dolby”. Obwohl er nur wenige Hits hatte, gilt er doch als einer der bekanntesten Vertreter des „80ties Synthesizer & New Wave”-Sounds

€ 500-750 Joe Henderson (1937-2001) „Page One LP”, USA 1963 auf dem „Jazz”-Label Blue Note, No. „4140”. Matrix: „EAR” BNLP 4140-A/B Van Gelder”, Mono. Debütalbum des Saxophonisten im „Hard Bop”-Stil mit Dorham, Tyner, Warren & LaRoca

€ 30-60 Wolfgang Düren „Eyeless Dreams 7 Inch”, 1980 BRD WPL Records, Nr. „LB 51.507”, Single-Auskopplung aus dem gleichnamigen Album (Wert: 40-80). Der ehemalige Roadie und Programmierer der „Elektronik”-Pioniere Tangerine Dream arbeitete von circa 1978 bis 1980 bei der Berliner Band und gründete Ende der 1980er-Jahre Waldorf Electronics (Hersteller relevanter Synthesizer wie Microwave, Wave, Pulse etc.) € 15-20 Connie Francis (geb. 1937) „Fahre Hinaus Mit Den Sternen 7 Inch”, erschienen 1969 in Deutschland auf MGM Records, Nr. „61212”, Monopressung. Die US-amerikanische „Pop”- und „Schlager”-Sängerin hatte ihre Erfolge in der 2. Hälfte der 60er-Jahre. Danach blieb sie in der „Adult Contemporary Music” bis heute erfolgreich und tritt u. a. in Las Vegas auf

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€ 30-50 Helen „Zanzibar 12 Inch”, veröffentlicht 1985 in Italien auf Discomagic Records, No. „MIX 244”. Klassischer „Slowtempo Italodisco”-Track. Der Einsatz von Panflötensounds verleiht dem Track ein südamerikanisches Hochlandflair

€ 200-350 Ozzy Osbourne „Down To Earth LP”, 2001 in der EU auf Epic. Das achte Studioalbum der „Metal”- und „Hardrock”Legende erreichte in den USA 2003 Platinstatus. Der Song „Dreamer” wurde im deutschsprachigen Raum zum Radiohit


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06.06.2019

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SCHALLPLATTEN 81

€ 100-140 Piscine Et Charles „Quart De Tour, Mon Amour LP”, erschienen 1984 in Belgien auf Another Side Records, No. „SIDE 8409”. Gesuchtes „Downtempo/Synthpop”Album mit „Lounge-Jazz”-Einflüssen um Dominique Outers und Luc Raemdonck

€ 200-300 Popol Vuh „Hosianna Mantra LP”. 1972 auf Pilz BRD, Nr. „2029143-1”, Klappcover. Ab ihrem dritten Album lösten sich die „Krautrock”-Pioniere um Florian Fricke (1944-2001) vom elektronischen Medium und definierten religiöse Lithurgie neu

€ 150-200 Spiritualized „Ladies And Gentlemen We Are Floating In Space DoLP”, veröffentlicht 1997 auf Dedicated UK. „Psychedelische Rock-Symphonie” mit diversen Einflüssen aus „Shoegazing, Gospel, Blues, Ambient etc.”, geschrieben von Jason Pierce (Ex-Spaceman 3)

€ 300-400 Steely Dan „Two Against Nature LP”, erschienen 2000 in Europa auf Giant Records, No. „74321621901”. Vorletztes und zugleich erstes Studioalbum nach 20 Jahren Pause von Donald Fagen (geb. 1948) und Walter Becker (19502017). Es erhielt vier Grammys u. a. in den Kategorien „Best Pop Vocal“-Album und „Best Album Of The Year”

€ 50-100 Teen Queens „Eddie, My Love LP”, erschienen in den USA 1957 auf Crown Records, No. „CLP 5022”. Die zwei afroamerikanischen Schwestern Betty & Rosie Collins erreichten mit dem Titelsong Platz 2 der US-R’n’B- und 14 der US-Pop-Charts

€ 40-70 V.A. „Shorty And Them/The Roadrunners”, deutsche Monopressung erschienen 1965 auf Star-Club Records. Nr. „148001 STL”, Die beiden „R’n’R”-Bands stammen aus Grossbritannien

€ 250-500 The Wailers „Catch A Fire LP”. veröffentlicht 1973 auf Island Records UK, No. „ILPS 9241”. Ihr erstes MajorLabel-Album bedeutete für die jamaikanische „Roots-Reggae”-Band den internationalen Durchbruch. Ihr Gitarrist und Sänger Bob Marley (1945-1981) wurde weltberühmt. Er schrieb sieben der neun Songs. Die beiden anderen wurden von Peter Tosh (1944-1987) geschrieben, der ebenfalls weltweit erfolgreich wurde € 100-125 Soundgarden „Superunknown LP”. erschienen 1994 in Europa auf A&M Records, No. „540215-1”, klares Vinyl. Für den Hit „Black Hole Sun” gewann die „Grunge”-Band” einen MTV Music Award (Best Video)

Alle angegebenen Schallplattenpreise verstehen sich als ungefähre Richtpreise, die bei Internet-Auktionen, Schallplattenbörsen, Sammler-Foren, Festpreislisten, Privatverkäufen etc. erzielt oder angeboten wurden. Die Preise gelten in der Regel für Mint/Mint- Exemplare (neuwertig bzw. minimale Gebrauchsspuren).

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82_Fundstuecke.qxp_Trödler Rubriken 06.06.19 15:23 Seite 2

FUNDSTÜCKE 82

FLOHMARKTPREISE n Memorabilia Sieben Anstecker/Pins „800-Jahr-Feier Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) 1165-1965“, in originaler Schachtel, diverse Gebäudemotive, DDR-Wappen, Karl-Marx-Büste, neuwertiger Zustand. Anlässlich des „Karl-Marx-Jahres“ 1953 erfolgte die Umbenennung von Chemnitz in Karl-MarxStadt ohne Bürgerbeteiligung durch das Zentralkomitee der SED und der Regierung der DDR. Auch die Zeitgeschichte wurde nach der Wende umgeschrieben: Die Stadt Chemnitz entschied sich gegen eine 850-Jahr-Feier 2015, dafür für eine 875-Jahr-Feier 2018. Im Handel wird ein solches komplettes Set zwischen 20 bis 40 Euro angeboten. Flohmarktpreis: 10 Euro

n Technik Kondensatormikrofon „GCMS 332 Stereo“, Grundig, Fürth/Nürnberg, 1970erJahre, in Original-Verkaufskarton, neuwertig, mit Pol-Stecker, Anleitung „Sprache und Musik in Stereo, auch in akustisch nicht ausgebauten Räumen“, GrundigEmblem, schwarzem Plastikgehäuse,

ehemaliger Verkaufspreis 85 DM. Die Mikrofone können aufeinandergesteckt und gegeneinander verdreht werden, wegen der Richtwirkung ergibt sich dadurch bereits ein guter Stereo-Effekt. Für diese Art der Aufnahme dient der beigefügte Tischfuß. Einen ausgeprägten Stereo-Effekt erhält man, wenn die Mikrofone getrennt voneinander aufgestellt werden. Angeboten werden solche Geräte mit OriginalVerpackung zwischen 50 bis 70 Euro. Flohmarktpreis: 25 Euro

n Militaria „Die Flotte, Monatsblatt des Deutschen Flotten-Vereins und des Hauptverbandes

Deutscher Flotten-Vereine im Auslande“, Druck Deutscher Verlag (1898-1919), Berlin, 1907, 10. Jahrgang 1907, 1 Bl. Register, 192 Seiten sowie 56 Seiten, Unterhaltungsbeilagen (u.a. die komplette Fortsetzungsgeschichte „Aus den Erlebnissen eines alten Seeoffiziers" von Vize-Admiral z.D. Valois) im Anhang, illustrierter Halbleinenband (Hardcover), guter Zustand. Die Propaganda-Zeitschrift „Die Flotte“ hatte vor dem Weltkrieg eine Auflage von 345.000 Stück! Mehr als 75 militärische Zeitschriften bezeugten damals die zentrale gesellschaftspolitische, erzieherische und ideologische Rolle des Kaiserreichs. Im Antiquariatshandel zwischen 50 bis 100 Euro je nach Zustand zu erstehen. Flohmarktpreis: 25 Euro

Erscheinungstermin August-Ausgabe: Abo-Versand 15.07.2019 Erstverkaufstag Handel 19.07.2019 07 / 19


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Trödler 07/2019  

Trödler 07/2019  

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