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SEPTEMBER 2021

September 2021 · B 1309 | € 8,00 Schweiz CHF 12,30 | Österreich € 8,90 | Be/Ne/Lux € 9,00

SAMMLER JOURNAL

KUNST • ANTIQUITÄTEN • AUKTIONEN

KUNSTMARKT AUKTIONEN PREISE

GEMI

Die Zwanzigerjahre

Zeit der Utopien, Zeit der Sachlichkeit Leonhard Kern, ein Bildhauer des Barock • Stunde des Pan


Erster Siemens & Halske Fernsprecher in Stempelform, um 1878 Schätzpreis:: 4.000 – 5.000 € Schätzpreis

Malling Hansen »Writing Ball«, 1867 Schätzpreis:: Schätzpreis 60.000 – 90.000 €

Straußenei mit erotischer Photographie, um 1900 Schätzpreis:: 1.000 – 1.500 € Schätzpreis

Telephon mit Anrufpfeife »L. M. Ericsson«, 1878 (!) Original Henecke Schätzpreis:: Schätzpreis Kinderkarussell Motorrad, um 1960 10.000 – 12.000 € Schätzpreis:: 1.000 – 1.200 € Schätzpreis

Weltweit führende Spezial-Auktionen:

Einfaches Mikroskop von Jan Paauw, um 1760 Schätzpreis:: 8.000 – 12.000 € Schätzpreis

»Wissenschaft & Technik« »Luft- & Raumfahrt« »Mechanische Musik« »Jahrmarkt-Attraktionen« »Photographica & Film« »Telefon & Büro-Ikonen«

Deutscher Wand-Fernsprecher von Siemens & Halske, 1882 Schätzpreis: 4.000 – 5.000 € Schätzpreis

24. + 25. September 2021 5. + 6. November 2021 Original »Sputnik EMC«, 1957 Schätzpreis:: Schätzpreis 200.000 – 250.000 € (Radio nur als Größenverhältnis)

Original Karussellpferd von Friedrich Heyn, um 1900 Schätzpreis:: 5.000 – 7.000 € Schätzpreis

Motosacoche / Allvelo Motorrad, um 1907 Schätzpreis:: 8.000 – 10.000 € Schätzpreis

Ihle Schottenring Fahrzeug für Jahrmarkt Schausteller, um 1954 Schätzpreis:: Schätzpreis 10.000 – 12.000 € Kompass von Beringer, um 1800 Schätzpreis:: 1.500 – 2.000 € Schätzpreis

Tischapparat »Kaffeemühle« L. M. Ericsson, 1895 Schätzpreis:: Schätzpreis 12.000 – 15.000 €

Spazierstockkamera »Ben Akiba« mit Original-Holzstock von A. Lehmann, 1903 Schätzpreis:: 12.000 – 16.000 € Schätzpreis

Radioempfänger Behm Modell LRE 11, um 1924 Schätzpreis:: Schätzpreis 2.000 – 3.000 €

Englisches Schaustellerfahrzeug mit Dampfantrieb nach John Folder, Leeds, UK Schätzpreis:: 5.000 – 8.000 € Schätzpreis

Schwarzwälder Jahrmarktorgel von Alfred Bruder, Waldkirch, um 1928 Schätzpreis:: 20.000 – 25.000 € Schätzpreis

Vélocipède, Bicycle, Boneshaker, um 1870 Schätzpreis:: 1.500 – 2.500 € Schätzpreis Puppenautomat »Buffalo Bill« von Gustave Vichy, um 1890 Schätzpreis:: 7.000 – 9.000 € Schätzpreis

Norwegisches Prachttelephon »Elektrisk Bureau Kristiania«, um 1895 Schätzpreis:: Schätzpreis 6.000 – 8.000 € Geigenflöten-Drehorgel von Bacigalupo, um 1910 Schätzpreis:: 5.000 – 7.000 € Schätzpreis

Original »HFL Kholod Hypersonic Flying Laboratory«, 1991 Länge: 12 m Schätzpreis:: 40.000 – 70.000 € Schätzpreis

…und vieles mehr!

Skelett-Telephon L.M. Ericsson No. 370/AC100, um 1890 Schätzpreis:: 6.000 – 8.000 € Schätzpreis

Plattenspiel-Instrument Polyphon Nr. 104, um 1899 Schätzpreis:: 6.000 – 8.000 € Schätzpreis

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Die Spezialisten für »Technische Antiquitäten«

Typendruck-Telegraph »Hughes«, um 1875 Postfach 50 11 19, 50971 Köln * Tel.: +49-2236-38 43 40 * Fax: +49-2236-38 43 430 Schätzpreis:: Schätzpreis Otto-Hahn-Str. 10, 50997 Köln (Godorf) * e-mail: Auction@Breker.com * Geschäftszeiten: Di – Fr 9 – 17 Uhr 15.000 – 25.000 €

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SAMMLER-SERVICE

Authentischer Zustand Kontor, Rollbüro, Schreibsekretär um 1875

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Ich besitze diesen Schreibschrank und mich würde die Herstellungszeit sowie dessen Wert interessieren.

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N. Schlabs, o. O.

Das vorgestellte Möbel firmiert gemeinsprachlich unter mehreren Bezeichnungen: Kontor-Sekretär, RollbüroSekretär, Zylinder-Schreibsekretär oder Schreibschrank. Gefertigt wurde dieses Möbel im deutschsprachigen Raum um 1875. Verbunden ist diese Zeit mit den typischen Stilelementen des Louis Philippe, welche sich hier in seitlichen, vertikalen Lisenenprofilierungen deutlich widerspiegeln, auch in zurückgesetzten Füllungsfeldern mit abgerundeten Profilrahmen und eingelassenen hölzernen SchlüsselführungsRondos. Besonders dekorativ sind die mit unterschiedlicher Textur verwendeten Nussbaum-Wurzelholz-Furniere. Es handelt sich um einen Schreibsekretär mit ausziehbarer großer Schreibfläche zum bequemen Arbeiten an vielen Dokumenten, darüber mit innen liegenden kleinen Schubkästen und zentraler abschließbarer Tür zum sicheren Verstauen von Papieren.

Diese ganze Inneneinrichtung wird mit einem LamellenRollo, welches seitlich in einer Nut wellenförmig geführt wird, geschlossen. Im sogenannten Kopfkasten, welcher eigentlich eine Klappe mit eingerichtetem herausziehbarem Standschreibpult ist, erschließt sich eine weitere Möglichkeit der praktischen Benutzung. Im unteren Teil ist ein, über die ganze Korpusbreite reichend, großer Schubkasten für die Aufnahme von Dokumenten eingerichtet. Der mit zwei Türen verschlossene Raum darunter gibt auch genügend Freiraum für Akten und weitere Bürogegenstände. Jeweils an den Außenseiten sind herausziehbare Tablare angebracht für die Aufnahme von Leuchtern oder Öllampen. Der aktuelle Verkehrswert dieses Schreibsekretärs im authentischen Zustand ohne grobe Abnutzungs- oder Gebrauchsspuren liegt bei circa 1.000 Euro. Peter Atzig, Kunstsachverständigenbüro Pforzheim

Kornfelder im Gewitter Gemälde von Heinrich Weckauf

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Vor vielen Jahren haben wir ein Ölgemälde auf Holz gekauft in der Kunsthandlung Heil in Mönchengladbach am Niederrhein. Auf der Rückseite trägt es ein Papieretikett, das den Namen des Künstlers und auch den Titel des Bildes nennt: Kornfelder. Ferner steht dort: orig. Oelgemälde. Rechts unten ist es mit H Weckauf signiert. Wir haben das Gemälde gekauft, weil es uns gefallen hat und es hängt noch immer bei uns. Gerne würden wir mehr über den Künstler und den Wert des Gemäldes erfahren. Jörg W., Mönchengladbach

!

Interessant, dass Sie ein Gemälde eines Künstlers gekauft haben, der genau in Ihrer Heimat zuhause war. Heinrich Weckauf wurde 1885 in Hochneukirch, einem kleinen Ort im heutigen Rhein-Kreis Neuss geboren, war viel im Rheinland aktiv und verstarb 1963 in Mönchengladbach, Ihrer Heimatstadt. Weckauf studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie und unternahm viele Studienreisen in den benachbarten Niederlanden, auch nach Belgien und Frankreich. Er konzentrierte sich im Sujet meist auf Landschaften. Die Kargheit des Niederrhein und die der Nierslandschaft, die sich bis in die Niederlanden erstreckt, wusste er in bewegte und farblich fein nuancierte Malerei zu übersetzen. Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts kaufte die Stadt Düsseldorf eine Reihe Gemälde von ihm an. Bei Ihrem Bild schauen wir auf eine Feldlandschaft mit niedrigem Horizont, der Himmel ist stark bewegt und bewölkt, wie vor Regen oder Gewitter. Die Landschaft könnte ein Abbild einer niederrheinischen Ebene sein. Das Getreide wird in traditioneller Handarbeit geerntet und zu Diemen arrangiert, eine landwirtschaftliche Methode, die noch weit nach dem Zweiten Weltkrieg üblich war. Das ist für mich auch der Rahmen, den ich für die Datierung ansetzen würde. Farben, Duktus und die Art und Weise der Signatur weisen auf


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KUNSTHANDEL – AUKTIONEN

Altes Schloss • D-91484 Sugenheim • Tel. (0 91 65) 6 50 • Fax (0 91 65) 12 92 • www.kube-auktionen.de • info@kube-auktionen.de

SONDERAUKTION MILITARIASAMMLUNG SAMSTAG 18. SEPT. 21 399 Lose: über 100 Helme der deutschen Staaten bis 1918 Sammlung Blankwaffen 18. u. 19. Jhdt. Sammlung MeißenRegimentsteller Sammlung Reservistenkrüge Russland Offiziershelm und Kürass Leibgarde-Reiter-Regiment Orden und Ehrenzeichen Ordensspangen Varia Der Farbkatalog erscheint am 1. September und kann gegen 15.- € Vorkasse angefordert werden.

eine Zeit um 1955 bis in die 1960er-Jahre hin, trotz des traditionellen Bildaufbaus. In dieser Zeit lebte Weckauf schon in oder bei Mönchengladbach und das erklärt vielleicht auch, warum die mittlerweile nicht mehr aktive Kunsthandlung Heil, einst ansässig in Ihrer Heimatstadt, dieses Gemälde im Bestand hatte. Mit dem mittelgroßen Format und der guten Erhaltung finde ich einen Verkehrswert von 500 bis 700 Euro angemessen. Dr. Bettina Krogemann, Kunstexpertin München

Ihr Experte in der Sendung „KUNST & KREMPEL“ (Bayerisches Fernsehen) seit 1990!


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MAGAZIN

September im Museum Angewandte Kunst zu sehen sein. Für das Jahr 2022 ist eine weitere Ausstellung in den Opelvillen Rüsselsheim geplant. Zur 4. Internationalen Fotografie-Triennale RAY 2021 Ideologien erscheint eine Publikation im Kehrer Verlag und wird im Rahmen des RAY Festivals vorgestellt. Neben einer Dokumentation der künstlerischen Arbeiten werden Essays namhafter Autorinnen und Autoren eine Auseinandersetzung mit dem zeitaktuellen Thema Ideologien erweitern. TELEFON | 069 74090993 WEBSEITE | www.museumangewandtekunst.de

Ja’ Tovia Gary, The Giverny Suite, 2019, Filmstill; Ray Festival im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt/M. © Ja’ Tovia Gary, courtesy of Paula Cooper Galler, New York

Ideologien RAY Festival im Museum Angewandte Kunst Frankfurt/M. Im Rahmen der 4. Internationalen Fotografie-Triennale RAY 2021 Ideologien findet vom 1. bis 3. September das RAY Festival mit Vorträgen und Talks statt. An drei Festivaltagen diskutieren internationale Künstlerinnen, Kuratoren und Expertinnen die vielfältigen Perspektiven und fotografischen Positionen zum Thema Ideologien. Festivalort von RAY 2021 ist das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Das RAY Festival wird von der Deutsche Börse Photography Foundation unterstützt. In Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung Offenbach, der Hochschule Darmstadt, der Kunsthochschule Mainz und der Hochschule für Bildende Künste Städelschule wird die RAY Master Class zum zweiten Mal als intensiver Workshop, diesmal unter der Leitung der RAY-Künstlerin Johanna Diehl durchgeführt. Ziel ist es, Studierenden im Bereich der künstlerischen Fotografie die Chance zu geben, sich zu profilieren und die Hochschulen der Region durch und mit RAY zu vernetzen. Die Arbeiten der RAY Master Class werden mit Beginn des RAY Festivals vom 1. bis 12.

Positions Berlin Art Fair in Tempelhof

Eddo Hartmann (geboren 1973 NL), Trolley Bus, Somun Street, Pyongyang 2015; Ray Festival im Museum Angewandte Kunst, © Eddo Hartmann Frankfurt/M.

Abheben mit Kunst Positions Berlin Art Fair am Flughafen Tempelhof Nach der überwältigenden Resonanz des letzten Jahres läutet die Positions Berlin Art Fair mit ihrer achten Ausgabe den sehnsüchtig erwarteten Kunstherbst in Berlin ein und ermöglicht 110 internationalen Galerien endlich wieder, ihre künstlerischen Positionen einem großen Publikum zu präsentieren – und nicht zuletzt Kunst zu verkaufen. Insgesamt bilden 110 Galerien aus 16 Ländern mit ihren Künstlerinnen und Künstlern die Qualität und Aktualität der internationalen Kunstszene ab und laden zum Entdecken und Wiederentdecken künstlerischer Positionen ein. Besonders freuen sich die Veranstalter über die vielen hochkarätigen Neuzugänge wie DAM projects (Berlin), EIGEN+ ART lab (Berlin), Reiter Galleries (Berlin/Leipzig), Galerie Anita Beckers (Frankfurt am Main), Galerie Conrads (Berlin/Düsseldorf), Kogo Gallery (Tartu, Estland) oder Galerie Tobias Naehring (Berlin/Leipzig). (9. bis 12. September) TELEFON | 030 74073789 WEBSEITE | www.positions.de


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Einlieferungen www.auktion-ruetten.de für unsere Kunstauktionen jederzeit möglich

Expertenberatung und Übernahme zur Auktion für: Antiquitäten • Gemälde (Alte und Neue Meister) • Uhren, Schmuck Silber • Glas des Art Nouveau und Art Déco • Porzellan / -Figuren Ikonen und Sakrales • Asiatika • Skulpturen, Plastiken • Kleinmöbel

Terminvereinbarung erbeten: 089 / 12 71 51 00

Nächste Kunstauktion: 11. September 2021, Beginn 13.00 Uhr Vorbesichtigung: Mo. 06.09.–Do. 09.09. 11–18 Uhr und am Auktionstag 11–13 Uhr unter Beachtung aller öffentlichen Beschränkungen und Auflagen.

Anzeigenschluss für die Oktober-Ausgabe ist der 9. September

www.schloss-ahlden.de


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MAGAZIN

Alles aus Papier paper positions basel Nach der erfolgreichen Ausgabe der paper positions basel 2019, mit zahlreichen Verkäufen an Privatsammlungen und namenhafte Institutionen, freuen sich die Veranstalter darauf, die internationale Kunstszene nach einjähriger Pause zur 3. Ausgabe der paper positions basel vom 21. bis 26. September 2021 einzuladen. 17 Galerien aus acht Ländern, darunter spannende Neuzugänge wie ARS 28 (Zürich), O Gallery (Tehran) oder Kevin Kavanagh Gallery (Dublin), werden herausragende künstlerische Arbeiten aus, auf und mit dem Medium Papier im zentral gelegenen Ackermannshof in Basel präsentieren. Die paper positions verfolgt die Idee eines Kunstsalons in Form einer Messe. Dies unterstreicht auch die Anzahl von ausgewählten und reduzierten Galerien. Die Konzentration auf ein einziges, aber dafur sehr vielseitiges Medium ermöglicht ein umfassendes Eintauchen in die Welt des Papiers, eines der wandlungsfähigsten kunstlerischen Materialien. Das Genre „works on paper“ umfasst nicht allein traditionelle Gattungen wie Zeichnung und Druckgrafik, sondern u. a. auch Collagen, Text-Kunst, kinetische Strukturbilder oder Skulpturen. Anliegen der paper posi-

tions ist es, das breite Spektrum dieses besonderen kunstlerischen Segments widerzuspiegeln und internationale Entwicklungen und aktuelle Tendenzen aufzuzeigen. TELEFON | 030 74073789 WEBSEITE | www.paperpositions.com

Auch diese Glanzstücke gibt es auf dem Antikflohmarkt in Berlin auf der Trabrennbahn Karlshorst

Wo sonst die Pferde traben Antik-Flohmarkt Berlin Der Riesenflohmarkt auf der Trabrennbahn Karlshorst in Berlin wird zum Berliner Antik-Flohmarkt. Seit August findet er jedes erste Wochenende im Monat statt. Als Vorbild dient der legendäre Antikmarkt in Leipzig. Nach der langen Zwangspause freuen sich die Antiquitäten- und NostalgieLiebhaber, Sammler, Kunstfreunde und Retrofans besonders, bietet der Markt doch gigantisch viel Platz zum Trödeln. Erwartet werden zahlreiche Händler aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland mit für Berlin frischer Ware und Raritäten aus anno dazumal. Endlich wieder Geschichte und Geschichten zum Anfassen, Feilschen und Fachsimpeln. Das 3,7 Quadratkilometer große Areal des Pferdesportparks Karlshorst, Treskowallee 129 in Berlin bietet Platz für 500 professionelle Antiquitäten- und internationale Kunst- und Designhändler, Sammler, Privatleute, Flohmarktfreaks und Künstler im Freien und 50 Aussteller der Sammlerbörse für alte Ansichtskarten, Briefmarken und Münzen in der authentischen Tribünenhalle. Hier die geplante Terminübersicht für dieses Jahr: 4.-5. September, 2.-3. Oktober, 6.7. November, 4.-5. Dezember. Keine Frage, dass am 3. Oktober jede Menge DDR- und Arbeiter-Devotionalien über die Tische gehen werden. In jedem Fall ist alles original, es gibt keine Neuware und keine Repliken, eben alles oldthing.

paper positions basel, Ackermannshof Basel

TELEFON | 030 5099382 oder 030 29002010 WEBSEITE | https://oldthing.de/riesenflohmarkt


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www.auktionshaus-bamberger.de

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www.kunstauktionen-duesseldorf.de


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MAGAZIN

Königlicher Mops im Museum Geschenk für das Bayerische Nationalmuseum München Ein ganz besonderer Mops aus Meißener Porzellan bereichert seit neuestem die Keramiksammlung des Bayerischen Nationalmuseums. Das possierliche „Hündlein der Königin“ zählte zu den Stars der 2019/2020 gezeigten Ausstellung „Treue Freunde. Hunde und Menschen“. Nun wird es dauerhaft die Besucher im Museum entzücken. B. Michael Andressen hat es in Erinnerung an den Porzellanexperten Dr. Alfred Ziffer erworben und dem Freundeskreis des Bayerischen Nationalmuseums gestiftet. Der spektakuläre Mops gilt nicht nur als das früheste Porträt eines Hundes aus Porzellan, sondern ist auch im wahrsten Sinne des Wortes von königlicher Herkunft. Modelliert hat es der Meißener Modellmeister Johann Joachim Kaendler im Dezember 1738. Wie sein Arbeitsbericht erläutert, entstand die von ihm als „Hündlein“ bezeichnete Tierfigur nach einer gemalten Vorlage „Vor Ihro Majt. die Königin“, das heißt für Maria Josepha, die Gemahlin von August III., dem Kurfürsten von Sachsen und König von Polen. Das Halsband mit ihren goldenen Initialen „M.J.R.P. 1739“

belegt, dass genau dieses Exemplar einst der Königin gehörte. Erhalten hat sich noch eine weitere Ausformung des Modells ohne die Initialen der Königin. Experten haben diskutiert, ob das „Hündlein der Königin“ wirklich einen Mops darstellt, da die Form und Färbung seiner Schnauze nicht ganz den für das 18. Jahrhundert üblichen Vorstellungen der Hunderasse entspricht. Charakteristisch sind jedoch der kleine, gedrungene Körper, das Ringelschwänzchen und damals die kupierten Ohren. Züchter sind sich daher sicher: Bei dem kostbaren Stück handelt es sich um einen Mops! Für die Porzellansammlung des Bayerischen Nationalmuseums ist das einzigartige „Hündlein“ eine grandiose Bereicherung. Wegen der detailliert überlieferten Informationen zu seiner Entstehungsgeschichte gilt es als wichtiger Fixpunkt für Datierungs- und Echtheitsfragen von Meißener Porzellan und ist damit für die Forschung von herausragender Bedeutung. Darüber hinaus steht der kleine Mops für einen interessanten Aspekt der Sammlungsgeschichte der Wittelsbacher: Die sächsische Königin, aus deren Besitz es stammt, war die Schwägerin des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht. Aufgrund dieser Verbindung erhielt der Münchner Hof schon sehr früh Meißener Porzellane als Geschenke, die heute zu den Prunkstücken der großartigen Sammlungen des Bayerischen Nationalmuseum und der Münchner Residenz zählen. TELEFON | 089 21124270 WEBSEITE | www.bayerisches-nationalmuseum.de

Möbeltypen Schenkung der Deutsche Werkstätten an SKD

Hündlein der Königin, Porzellanmanufaktur Meißen, 1739, Modell von Johann Joachim Kaendler, 1738, H 14,3 cm, B, T ca. 6 bis 6,5 cm, Leihgabe des Freundeskreises des Bayerischen Nationalmuseums e.V. © Bayerisches Nationalmuseum München

Vor wenigen Wochen haben die Deutschen Werkstätten ihre umfangreiche Möbelsammlung aus der historischen Firmenproduktion an das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) übergeben. Zu der aus rund 130 Objekten bestehenden Schenkung gehören unter anderem frühe Maschinenmöbel von Richard Riemerschmid (um 1900) und weitere Typenmöbel, wie das erfolgreiche Schlafzimmer von Alexander von Salzmann. Auch seltene Möbeltypen aus der Serie „Die Billige Wohnung“ von Adolf Gustav Schneck (1920er-Jahre) und Möbel von Franz Ehrlich oder Selman Selmanagić aus der Nachkriegszeit sind Teil der Sammlung. Einzigartige Objekte aus der Betriebskantine oder den Produktionsräumen in Dresden-Hellerau sowie einige Stücke aus der jüngeren Produktion der Werkstätten nach Entwürfen des deutschen Architekten Hans Kollhoff erweitern die große Bandbreite der Schenkung. Teile der Schenkung sollen in die geplante Neupräsentation der Deutschen Werkstätten am Sitz des Kunstgewerbemuseums in Schloss Pillnitz einfließen und in naher Zukunft dem Publikum präsentiert werden. TELEFON | 0351 49142643 WEBSEITE | www.skd.museum

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Sammler Journal 09/2021  

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