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Juli 2018 · B 1309 | € 7,50 Schweiz CHF 11,50 | Österreich € 8,00 | Be/Ne/Lux € 8,50

SAmmLer JourNAL

JuLI 2018

KUNST • ANTIQUITÄTEN • AUKTIONEN

Über 2.000 Termine

Schätzungen Auktionen Ausstellungen

Vintage!

GEMI

Von Art Déco bis Flower Power

Axel Einar Hjorth

Babberger und die Höll

Zwischen Design und Bauhaus

Expressionismus und Tradition


U2_Kunstverein_PAF

11.06.2018

13:57 Uhr

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www.kunstverein-pfaffenhofen.de


03_Inhalt.qxp_SJ Inhalt 11.06.18 14:36 Seite 1

INHALT

KUNSTMARKT George Condo

FOTOKUNST Istanbul, Wien, Magnum Titelbild: LCW Stuhl von Eames und blauer Womb Chair von Eero Saarinen. Steven Ehrlich, FAIAs Haus in Venice, Kalifornien; Andrew Wood/© Jacqui Small LLP

SAMMLER-SERVICE

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MAGAZIN

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MESSETERMINE

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AUKTIONSNOTIZEN

30

AUKTIONSTERMINE

38

INSERENTENVERZEICHNIS

41

AUSSTELLUNGSTERMINE

46

AUSSTELLUNGEN

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LITERATURTIPP

66

AUKTIONSPREISE

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VORSCHAU | IMPRESSUM

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AXEL EINAR HJORTH von Sabine Spindler

AUGUST BABBERGER von Anja Iwa

EXOTISCHER LUXUS Europäische Seiden des 18. Jahrhunderts

VINTAGE GUIDE von Dr. Wolfgang Hornik

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SAMMLER-SERVICE

Flüchtig bemalt

Grafisch gut umgesetzt

Jugendstilvase von Villeroy & Boch

Radierung von Josef Steib

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Im Anhang sende ich Ihnen Fotos von einer Radierung, die ich letztes Jahr auf einem Flohmarkt erworben habe. Das circa 27 x 35 cm große Bild, ich sehe „Waldarbeiter bei der Pause", gefällt mir und es ist meiner Meinung eine fachlich sehr gute Arbeit. Leider konnte ich die Signatur nicht entziffern und so nicht in Erfahrung bringen, welche/r Künstler/in wann ungefähr die Radierung gefertigt hat. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir hierzu einige Auskünfte geben könnten. Natürlich bin ich auch neugierig, wie hoch der Schätzwert dieser Radierung ist. Über entsprechende Auskünfte würde ich mich sehr freuen. Thomas Hesse, Offenbach

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Wirklich ein schönes Blatt, grafisch gut umgesetzt und auch thematisch interessant. Die Signatur ist wirklich schwungvoll, immerhin zeigt uns der Querstrich, dass darin ein „t" verborgen sein muss. Es handelt sich um eine Radierung von Josef Steib. Der Maler und Grafiker wurde in München geboren, studierte an der Akademie in Düsseldorf und hat sich insbesondere in der Eifel einen Namen gemacht. Er starb 1957 in Cochem/Mosel. Ihr Flohmarktfund scheint ein früher Abzug der kleinen Auflage zu sein, was einen Schätzpreis von 200 bis 250 Euro Klaus-Dieter Müller, Kunstsachverständiger Lüneburg rechtfertigt.

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Eine interessante Keramikvase befindet sich in meinem Besitz, leider sind mir Hersteller, Entwerfer, Kulturkreis etc. noch unbekannt. Diese sehr reduzierte und farblich ungewöhnliche Vase dürfte wohl dem frühen Jugendstil zugerechnet werden, sie besitzt auch eine Bodenmarke sowie eine Modell-Nummer. Wäre prima, wenn das Rästel N. König, Waldbröhl um die Vase gelöst werden könnte.

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Die schöne Jugendstilvase, die etwas an Wiener Vorbilder der Zeit erinnert, wurde in Schramberg im Zeitraum 1895-1912 hergestellt. Das Herstellerzeichen ist zwar nur in Teilen erkennbar, lässt sich aber aufgrund des Umrisses und der Buchstaben eindeutig als Villeroy & Boch-Vase der Schramberger Steingut-, Majolika- und Porzellanfabrik zuordnen. Um 1910, in etwa das Jahr in dem Ihre Vase hergestellt wurde, fanden dort etwa 300 Arbeiter Beschäftigung. Die flüchtige Bemalung und der Spritzdekor sind typisch für preisgünstige Keramik des Jugendstil. Als Wert würde ich 80 bis 120 Euro ansetzen. Klaus-Dieter Müller, Kunstsachverständiger Lüneburg

Schönheitspflaster Französische Pillendose

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In meinem Besitz befindet sich diese Pillendose. Sie ist außen emailliert, innen vergoldet. Können Sie mir diese E. Horn, o. O. Dose bitte einschätzen?


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Die hübsche Dose verheimlicht ihre französische Herkunft nicht. Der Deckel zeigt Kinder gekleidet in der französischen Mode des 18. Jahrhunderts beim Spiel mit einem Ziehkreisel oder Peitschenkreisel, welcher mittels einer Schnur in Rotation gesetzt wird. Umrahmt wird die in Emaille-Malerei ausgeführte Szene von aufgesetzten Emaillepunkten. Der Deckel sowie der übrige Gefäßkörper ist reich mit goldfarbenen Sternen in der Art des Goldpiqué dekoriert, ebenso ist die Dose innen vergoldet. Goldpunzen sind nicht zu finden, daher ist anzunehmen, dass die Dose Ende des 19. Jahrhunderts in Limoges aus vergoldetem Messing und Emaille gefertigt wurde. Ähnliche Pillendosen, entwickelt aus den Dosen für Schönheitspflaster, Boîte à mouches, werden hin und wieder auf Auktionen angeboten. Der Schätzpreis liegt bei 250 bis 400 Euro. Klaus-Dieter Müller, Kunstsachverständiger Lüneburg

www.siebers-auktionen.de


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MAGAZIN

Kunstszene im Weltkulturerbe 23. Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen In der mittelalterlichen Domstadt Bamberg haben sich Kunst- und Antiquitätenhändler zusammengeschlossen und veranstalten gemeinsam bereits im 23. Jahr die Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen. Schirmherr ist der Oberbürgermeister der Stadt Bamberg Andreas Starke. Diese Kulturveranstaltung findet auf allerhöchstem Niveau statt und zieht sowohl das nationale als auch das internationale Publikum an. Die Messe findet vom 23. Juli bis 23. August in den Häusern der Bamberger Antiquitätenhändler rund um den Domberg, im Umkreis von 550 Metern statt. Das Angebot bildet ein breites Spektrum an nationaler Kunst und internationalem Kunsthandwerk aus sieben Jahrhunderten, z. B. gotische Heiligenfiguren, Monstranzen, Kelche, Tabernakel, Gemälde, Mobiliar, Spiegel, Lüster, Silberleuchter, Glas und Porzellan. Unter den zehn Galeristen findet sich Christian Eduard Franke-Landwers. Sein Schwerpunkt liegt auf Möbeln aus sechs Jahrhunderten. In dem gotischen Stadthaus findet der Besucher auf zwei Etagen Kunst und hochwertige Einrichtung von der Renaissance bis zum Biedermeier

Faun aus Sandstein bei Christian Eduard Franke-Landwers; Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen

Floraler Lüster aus der Glaserie; Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen

wie Tische, Sitz- und Schreibmöbel sowie Lüster, Spiegel, kostbares Silber, Bronzen und Skulpturen. Sogar mehrere der seltenen Braunschweiger Barockmöbel sind hier zu entdecken. Franke-Landwers hat seinen Kunsthandel vor über 20 Jahren eröffnet und führt diesen mit Christoph Freiherr von Seckendorf. In außergewöhnlicher Atmosphäre zeigt Walter Senger in seinem legendären Gewölbekeller unter den Geschäftsräumen die schönsten gotischen Skulpturen. Neben diesem Schwerpunkt findet man dort erlesene Möbel des 18. bis 20. Jahrhunderts, Gemälde des 15. und 20. Jahrhunderts sowie ausgesuchtes Kunsthandwerk. TELEFON | 0175/2468806 Venezianische Figur bei Schlosser; WEBSEITE | www.bam- Bamberger Kunst- und Antiquitäberger-antiquitaeten.de tenwochen


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11.06.2018

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EINLADUNG ZUR KUNSTAUKTION Samstag, 21. Juli 2018 Beginn 10.00 Uhr – Saalöffnung 9.00 Uhr Vorbesichtigung Sa So Mo Di Mi

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Asiatische Kunst, Stammeskunst, Kölner Varia-Nachlass

Sa. 30. Juni 2018 ab 14 Uhr Vorbesichtigung 23.–29. Juni, 13–19 Uhr Samstag 30. Juni, 10–13 Uhr Vorbesichtigung und Auktion: Riehler Str. 77, 50668 Köln, Germany Tel. +49 (0)221 16899440 oder +49 (0)221 16898431 weissenberg-deville@signens.com • www.signens.com

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MAGAZIN

Mit neuer Leichtigkeit 18. Art Bodensee in Dornbirn (A) Die Auswahl der rund 70 regionalen und internationalen Galerien trifft 2018 eine neue Jury. Das dreiköpfige Gremium, das auf den bisherigen sechsköpfigen Fachbeirat aus Galeristen und Künstlern folgt, ist mit Art Bodensee-Projektleiterin Isabella Marte, Marina Hämmerle und Ingrid Adamer interdisziplinär besetzt. Marina Hämmerle hat Architektur studiert und kann auf umfangreiche publizistische und kuratorische Tätigkeit verweisen. Von 2005 bis 2012 leitete sie das Vorarlberger Architekturinstitut vai in Dornbirn. Seit 2013 führt sie ein eigenes Büro für baukulturelle Anliegen. Ingrid Adamer war über 30 Jahre Kulturredakteurin des ORF Landesstudio Vorarlberg. Die promovierte Kunsthistorikerin ist als Kuratorin und Kulturvermittlerin tätig. Der Jury stehen zur Erarbeitung des Rahmenprogramms und der Kooperations-Formate Künstler und Kuratoren beratend zur Seite. Ebenfalls neu ist der Termin. Nachdem die Art Bodensee im vergangenen Jahr in der Festspielwoche eröffnet wurde, findet sie 2018 wieder zum gewohnten Termin statt, diesmal vom 13. bis 15. Juli in der Messe Dornbirn. Für die diesjährige Art Bodensee zeigt sich Isabella Marte optimistisch. Wachsende Besucherzahlen und das rege Interesse der Galerien unterstreichen das gestiegene Quali-

18. Art Bodensee Dornbirn

© Messe Dornbirn

tätslevel. 6200 Besucher und rund 70 ausstellende Galerien sowie Institutionen hat die Art Bodensee 2017 verzeichnet. Im vergangenen Sommer präsentierte sich die Salon- und Entdeckermesse in neuer Leichtigkeit erstmals in den vom renommierten Vorarlberger Architekturbüro Marte.Marte geplanten neuen Hallen 10, 11 und 12. „Die Hallen von Marte.Marte bieten einen großartigen Rahmen und heben die präsentierte Kunst auf ein neues Niveau. Die Übersiedlung war ein Quantensprung für die Messe“, freut sich die Projektleiterin. TELEFON | +43/(0)5572/305427 WEBSEITE | https://artbodensee.messedornbirn.at

Kunst im Königreich London Art Week

18. Art Bodensee Dornbirn

© Messe Dornbirn

Die London Art Week markiert einen der Höhepunkte im britischen Kunstsommer. Los geht’s mit der Abendöffnung am 28. Juni; sie dauert bis zum 6. Juli. Rund 40 ausgesuchte Kunsthändler aus Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Italien, Altmeister-Versteigerungen in Auktionshäusern und ein umfassendes Rahmenprogramm lockt die Besucher, Kenner und Sammler aus der ganzen Welt. Das Gros der Veranstaltungen spielt sich in den Vierteln St. James und Mayfair, der traditionellen Heimat der angesehensten Galerien, ab. Hier heißt es echte Raritäten aus den Bereichen Gemälde, Zeichnung, Skulptur, Antiquitäten, Textiles und anderen Artefakten zu entdecken. Zu den Ausstellern zählen unter anderen folgende: Bonhams, Benappi Fine Art, Gallery Desmet, Bagshawe Fine Art, Georgian House, James MacKinnon, Robilant + Voena, Brendan Lynch Ltd, Ben Elwes Fine Art, Klaas Muller, At Willow Gallery, Raccanello Leprince, Antonacci Lapiccirella Fine Art, Stephen Ongpin Fine Art, Caretto & Occhinegro At Rossi & Rossi, Trinity Fine Art, Guy Peppiatt Fine Art, Daniel Katz Gallery, Jean-Luc Baroni Ltd, Galleria Carlo Virgilio & C., Lampronti Gallery, Lowell Libson & Jonny Yarker Ltd, The


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AUKTIONSHAUS

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Samstag ❖ 7. Juli 2018 ❖ 900 Uhr Vorbesichtigung: 2. bis 4. Juli 2018, 1500 bis 2000 Uhr Illustrierter Katalog auf Anfrage und ab 25.6. unter

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MAGAZIN

Weiss Gallery, Tomasso Brothers Fine Art, Florian Härb – Martin Grässle, Jan Muller Antiques, Fondantico di Tiziana Sassoli At Gallery 8, Charles Beddington Limited, Artur Ramon Art At Colnaghi und Galerie Lowet de Wotrenge. TELEFON | +44/(0)1707262089 WEBSEITE | www.londonartweek.co.uk

Professionelles Finden Ronald-Searle-Archiv online Das Museum Wilhelm Busch stellt seit Kurzem mit der Online-Sammlung des Ronald-Searle-Archivs und einem eigenen Fellowship als erstes Museum Hannovers eine wissenschaftliche Infrastruktur von internationaler Bedeutung

Jan van Kessel d. Ä., Insektenstudie 1660, Caretto & Occhinegro bei der London Art Week

Dokumentation und Digitalisierung und macht sie zugänglich. Neben Digitaldaten der Kunstwerke werden auch Literatur und Archivalien online bereitgestellt. Umfangreiche Suchfunktionen in dem komplexen Archiv machen es Nutzern möglich, beispielsweise auch inhaltliche Verknüpfungen zwischen Kunstwerken und Archivalien wie Korrespondenz oder Fotos herzustellen, die aus konservatorischen Gründen getrennt wurden. TELEFON | 0511/16999911 WEBSEITE | www.sammlungonline.karikatur-museum.de

Frans Vervloet, Venedig, Dogenpalast mit Riva degli Schiavoni; Charles Beddington bei der London Art Week

bereit. Rund 1.000 Objekte aus dem Ronald-Searle-Archiv wurden zum Auftakt online erfasst und können von jedermann zur gezielten Recherche genutzt werden. Das Ronald-Searle-Archiv, das wesentliche Teile des künstlerischen Werks sowie das Archiv und die Bibliothek des englischen Zeichners Ronald Searle (1920-2011) umfasst, ist eine Sammlung von internationalem Interesse. In mehr als sieben Jahrzehnten hat Ronald Searle mit seinen Karikaturen, seinen Illustrationen und Reportagezeichnungen, seinen werbegrafischen Arbeiten und Animationsfilmen ein einzigartiges Lebenswerk geschaffen. Der Nachlass des Künstlers wurde Ende 2010 von der Stiftung Niedersachsen mit Unterstützung der übrigen Förderer erworben und befindet sich seitdem als Dauerleihgabe im Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst. Das Museum besitzt zudem bereits seit Ende der 1990er-Jahre auch die wissenschaftliche Bibliothek des Künstlers zur Geschichte der Karikatur, seine Sammlung historischer Karikaturen sowie sein Archiv. Das Museum Wilhelm Busch erschließt die Bestände durch

Dionysos in der Gallery Desmet bei der London Art Week


11_Lankes

11.06.2018

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KUNSTMARKT

George Condo Der Aufstieg Er stand im Februar 2018 auf dem Cover des Auktionskataloges „New Now“ von Phillips und wurde letzten Monat bei Sotheby's gegenüber von Pablo Picasso ausgestellt – der amerikanische Künstler George Condo findet bei den großen Spielern des Kunstmarktes Unterstützung wie nie zuvor. Sein Einfluss auf die zeitgenössische Kunstszene wächst immer weiter und seine Preise steigen auf Rekordhöhe an. Die Entschlüsselung einer außergewöhnlichen Handschrift: Dem amerikanischen Künstler George Condo gefällt es, alte und moderne Maler bis hin zur Absurdität zu zerlegen. Er interpretiert die Sprache der Kunstgeschichte neu und überträgt diese in seine zeitgenössische Bildersprache, womit er unserer eigenen Fantasie eine komplexe Arbeit vorführt. Die

Orientierungspunkte Condo erlangte in der New Yorker Kunstszene zum gleichen Zeitpunkt Bekanntheit, wie sein Freund Jean-Michel Basquiat (der ihn überzeugte, nach New York zu ziehen) und Keith Haring. Es sind die Achtzigerjahre: Der Künstler, der gerade New Hampshire verlassen hat, kommt oft in die Factory von Andy Warhol und fängt an, in diversen Galerien des East Village auszustellen. 1983 organisiert die Galerie Ulrike Kantor in Los Angeles Condos erste Einzelausstellung. Zwei Jahre später wird sein Werk aufgrund der Unterstützung großer Galerien immer populärer: Die Werke von Condo werden in Rotterdam, Köln, Zürich (Galerie Bruno Bischofberger), Tokyo, New York (Galerie Barbara Gladstone) und Los Angeles (Galerie Larry Gagosian) ausgestellt. Im gleichen Jahr geht er nach Paris, wo er zehn Jahre wohnt, bevor er nach New York zurückkehrt. Inmitten seiner Pariser Zeit öffnet die Galerie Daniel Templon ihm ihre Tore (Ausstellung „Peintures récentes 1989-90“ im Jahr 1990), so dass seine Arbeiten in Frankreich Bekanntheit erlangen. Im Laufe der Jahre werden seine Werke in der ganzen Welt ausgestellt und gelangen in die Sammlungen von prestigeträchtigen Institutionen wie dem Museum of Modern Art, dem Whitney Museum of American Art, dem Metropolitan und Solomon R. Guggenheim Museum in New York, der Tate Modern in London und der National Gallery of Art in Washington. Ab 2009 – das Jahr, in dem eine Einzelausstellung bei der Fondation Dina Vierny-Musée Maillol in Paris stattfindet („The Lost Civilization“) und eine weitere bei Xavier Hufkens in Brüssel, nimmt der Markt für die Werke von Condo andere Ausmaße an. Zwischen 2009 und 2011 vervielfacht sich sein Umsatz um den Faktor 5,6 (1,35 Mio. $ 2009, 7,5 Mio. $ 2011) – die Preise steigen explosionsartig an und liegen inzwischen in Millionenhöhe.

George Condo, Young Girl with Blue Dress, 2007 (Phillips, Hongkong, November 2017, Zuschlagspreis 1.073.300 Euro)

Spuren von Goya, Velasquez, Manet oder Picasso durchdringen seine Arbeiten und hallen in unserem Gedächtnis nach. Die von Condo gemalten Figuren kommen dem Betrachter bekannt vor und sind doch nichts als reine Erfindung. Die clownesken Gestalten von George Condo, die sich an der Grenze von Popkultur, Cartoon-Welt und Meisterwerken der Malerei treffen, zerlegen den Schein der Darstellung. In dem, was der Künstler einen künstlichen Realismus nennt, beziehungsweise eine „realistische Darstellung dessen, was künstlich ist“, bietet er eine korrigierte Version der Kunstgeschichte ohne Komplexe, die bereits zahlreiche Maler der Generation von Glenn Brown und John Currin inspiriert hat.

George Condo, Woman & Man, 2008 (Phillips, London, März 2018, Zuschlagspreis 1.233.370 Euro)


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KUNSTMARKT

Von der Ausstellung bis zum explosionsartigen Hoch und zurück Der Marktwert von George Condo ist in den letzten Jahren durchgehend angestiegen. Der blitzschnelle Preisanstieg (plus 1.093 seit 2000 laut Preisindex von Artprice.com) hat ihn zu einem der Künstler gemacht, der von den größten Auktionshäusern am meisten begehrt wird, und von denen er in Privatausstellungen geehrt wird. So hat das Auktionshaus Phillips ihm letztes Jahr eine große Ausstellung mit

über 200 Zeichnungen gewidmet (George Condo: The Way I Think, 11. März bis 25. Juni 2017), die anschließend zum Louisiana Museum of Modern Art in Dänemark wanderte. Für Phillips steht viel auf dem Spiel: Phillips hat in den letzten zehn Jahren 200 Werke von Condo versteigert, von denen drei einen Preis in Millionenhöhe erzielt haben („Tumbling Heads“, 1,05 Mio. $, 15. Mai 2008; „Young Girl with Blue Dress“, 1,5 Mio. $, 26. November 2017 und „Woman & Man“, 1,8 Mio. $, 8. März 2018). Christie's und Sotheby's haben dank der Arbeiten von Condo gleichartige Erfolge

George Condo, Nude and Forms, 2014 (Christie's, New York, Mai 2018, Zuschlagspreis 4.402.866 Euro)

© 2018 Christie’s Images Limited

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KUNSTMARKT

erzielt. In diesem blühenden wie auch konkurrenzstarken Klima hat Sotheby's letztes Jahr im November in New York einen absoluten Rekord in Höhe von über vier Millionen Dollar – und somit das Vierfache der mittleren Schätzung – für das Werk „Compression IV“ (2011) erzielt. Derzeit würdigt Sotheby’s den Künstler in Hongkong im Rahmen einer Privatausstellung: Condos Porträts stehen den Porträts von Pablo Picasso gegenüber. Die Ausstellung war zwar sehr kurz (16. bis 31. März 2018), machte aber von sich reden. Sie wurde parallel zur Art Basel Hong Kong organisiert und Sotheby's kündigte das „Treffen zweier Genies“ in einer Verkaufsausstellung von ungefähr 40 Porträts an, deren Gesamtwert bei über 300 Millionen Dollar lag. Die Ausstellung „Face-Off: Picasso/Condo“ stützte sich auf mehrere geliehene Werke (wie bei einer Museumsausstellung), damit eine ausreichende Dichte für die Darstellung der Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Malern in Bezug auf ihre Porträts gewährleistet werden konnte. Dieses traditionelle Thema der Kunstgeschichte wurde von Picasso zerlegt und neu erfunden: Er malte sein ganzes Leben lang Personen aus seinem Umfeld, Musen, Geliebte, Freunde und Kinder, um das Thema in all seinen Facetten zu untersuchen und seinen Porträts eine starke emotionale und psychische Ladung zu verleihen. Condo geht ganz anders vor. Er geht nicht von einer echten Person aus, sondern erzeugt rein imaginäre Porträts, in denen er Gesichter auf eine kubismus-ähnliche Art und Weise, beeinflusst durch Picasso, zerlegt. Eine solche Ausstellung ist ein genialer Streich: Die Werke von Condo gegenüber den Arbeiten von Picasso auszustellen, von dem Hunderte Werke über 100 Millionen Dollar kosten, ist eine eindeutige Botschaft an die reichen asiatischen Sammler. Diese Strategie kann die Bekanntheit von George Condo in Asien nur steigern und einen Markt stimulieren, auf dem immer mehr Versteigerungen in Millionenhöhe vorkommen: Im März 2018 wurden drei neue Ergebnisse in dieser Preisklasse erzielt (London und New York). Darüber hinaus hat die Arbeit von Condo sich in Hongkong bereits einen Namen gemacht, wo im letzten November das Gemälde „Young Girl with Blue Dress“ für 1,5 Millionen Dollar versteigert wurde – über das Doppelte der oberen

Schätzung. Es herrscht bereits rege Nachfrage bei asiatischen Sammlern. Diese haben es geschafft, ihren Geschmack und ihr Wissen in Bezug auf figurative Malerei und die westliche Kunstgeschichte weiterzuentwickeln. George Condo wird sein Publikum jetzt umso mehr in den Bann gezogen haben, da sein Werk als Alternative zum großen Picasso präsentiert wurde – dem teuersten und begehrtesten Künstler der Welt. QUELLE | artprice.com


51_55_Ausstellungen.qxp_67_71_Ausstellungen 11.06.18 14:28 Seite 1

AUSSTELLUNGEN

Es grünt so grün Blumenwelten von Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff in Oldenburg Mehr als 90 Jahre nach seiner großen Einzelausstellung 1925 ist Emil Nolde wieder mit einer bedeutenden Werkgruppe im Oldenburger Augusteum vertreten. In Zusammenarbeit mit der Nolde Stiftung Seebüll und dem BrückeMuseum Berlin zeigt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg bis 19. August im historischen Galeriegebäude am Schlossgarten die Sonderausstellung „Exotische Pflanzen – Blumenwelten von Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff“. Mehr als 80 Werke, vor allem farbintensive Aquarelle, erzählen von der Begeisterung der beiden Expressionisten für Blumenmotive und von ihrer Meisterschaft in der Aquarellmalerei. Die Farbenpracht und Formenvielfalt der Pflanzenwelt forderte Künstler geradezu heraus, an Blumen und Blüten Inspiration zu schöpfen und das Gesehene zu Papier zu bringen. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Aufzucht und der Import immer neuer Blumenarten aus fernen Ländern alltäglich wurden, erweiterte sich für die Maler der Moderne das Motivrepertoire um neue, faszinierende Pflanzen. Emil Nolde (1867-1956) und Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) teilten diese Faszination besonders. Exotische Zierpflanzen, die zwar in Europa kultiviert, ursprünglich

Karl Schmidt-Rottluff, Protea, 1970, Bru ̈ cke-Museum Berlin, Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung; Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Emil Nolde, Schwertlilien und Mohn, o. J.; Landesmuseum für © Nolde Stiftung Seebü ll Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

aber aus Asien sowie Nord- und Mittelamerika eingeführt wurden, waren bei den Expressionisten genauso beliebt wie blühende Kakteen und andere Sukkulenten, die die Künstler selbst auch sammelten. Pflanzen und Blumen führten Emil Nolde bereits im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zu seinem wichtigsten Ausdrucksmittel in der Ölmalerei, der Farbe: „Die Farben der Blumen zogen mich unwiderstehlich an, und fast plötzlich war ich beim Malen.” Dabei waren ihm Pflanzen, die er auf seiner Südsee-Reise oder im Botanischen Garten in Berlin entdeckte ebenso Inspirationsquelle wie der heimische Garten und seine Kakteensammlung. Die Begeisterung dafür teilte auch Noldes zweite Frau Jolanthe, deren Fotografien von Kakteen in der Ausstellung zu sehen sind. Im Sommer 1906 besuchte Schmidt-Rottluff Nolde in dessen Haus auf der Ostseeinsel Alsen, wo sie die Bauerngärten in der Umgebung malten. Beide teilten die Liebe zur Natur und Schmidt-Rottluff bewunderte Nolde für seine „Farbenstürme“. Er selbst begann sich jedoch erst in den 1920er-Jahren intensiv den Blumenmotiven zu widmen und legte den Fokus vor allem auf die Form, die er durch markante Linien nachzeichnete. Ihn interessierte das „stille Leben der Dinge“, das sich in den Arrangements von Blumen in Vasen und Töpfen zeigt, die in ihrer Vereinzelung den Charakter von Stillleben annehmen. Beide Künstler zählen zu den größten Aquarellisten des 20. Jahrhunderts, die in diesem Medium die optimale Ausdrucksform für ihre Darstellungen fanden. Nolde konnte hier sein Bestreben nach Unmittelbarkeit und Spontanität umsetzen. Auch Schmidt-Rottluff schätzte die schnelle Umsetzbarkeit der Technik, die es erlaubt, Gesehenes unmittelbar auf dem Papier festzuhalten und dabei die Zartheit und Flüchtigkeit des Motivs zu bewahren. „Die Werke begeistern Kunstfreunde wie Pflanzenliebhaber gleichermaßen und zeigen die Könnerschaft Noldes und Schmidt-Rottluff als Farbvirtuosen“, fasst Dr. Anna Heinze, Kuratorin der Oldenburger Schau zusammen. TELEFON | 0441/2207334 WEBSEITE | www.landesmuseum-ol.de

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AUSSTELLUNGEN

Ergänzt werden die Arbeiten von farbenfrohen zwei- und dreidimensionalen Kunstwerken weiterer international bekannter Künstler, darunter Gianni Dessì, Rainer Fetting, Günter Fruhtrunk, Winfred Gaul, Heidi Gerullis, Keith Haring, Otto Herbert Hayek, Emil Kiess, Gerhard Langenfeld, Alessandro Mendini, Helmut Middendorf, Georg Karl Pfahler und Matthew Radford. (Bis 20.01.19) TELEFON | 0771/89668914 WEBSEITE | www.museum-art-plus.de

Produktiver Austausch Schenkung von Domeau & Pérès im Kaiser Wilhelm Museum Krefeld Dorothy Fratt, Red and Green, 1975; Museum Art.Plus Donaueschingen © Museum Art.Plus/Art.Plus Foundation

Farbenfroh Dorothy Fratt im Museum Art.Plus Donaueschingen Die Amerikanerin Dorothy Fratt (1923-2017) ist in Europa nahezu unbekannt und eine Entdeckung des Kuratoriums des Museum Art.Plus. Schon bei der Eröffnungsausstellung des Museums im Jahr 2009, die einen ersten großen Einblick in die Sammlung des Hauses gab, begeisterte eine ihrer fröhlichen und farbintensiven Arbeiten die Besucher. Nun ist erstmals außerhalb der USA eine größere Werkschau der Künstlerin zu sehen. Fernab der großen Kunstmetropolen entwickelte Fratt seit den 1950er-Jahren eine ganz persönliche Formensprache, die in flächiger Malweise Farbräume inund nebeneinander setzt. Ihr Werk ist im ZusammenDorothy Fratt, Laban's Staves, hang mit der Washington 1991; Museum Art.Plus Donau- Color School zu sehen, einer Gruppe abstrakter Küneschingen (-20.01.19) stler, die in den 1950er© Museum Art.Plus/Art.Plus Foundation und 1960er-Jahren in Washington, D.C. tätig war. Als Parallelentwicklung zum Abstrakten Expressionismus und dem color field painting der New York School entwickelte sie in ihren Gemälden eine Formsprache, die weniger gestisch als vielmehr in der Fläche das Zusammenspiel von Farben und ihre Wirkung auf den Betrachter untersuchte. Auch nachdem Dorothy Fratt Washington, D.C. verlassen und in Arizona eine neue Heimat gefunden hatte, blieb sie ihrem Stil treu und entwickelte ihn weiter.

Die Kunstmuseen Krefeld zeigen im Rahmen der Ausstellung „Von der Idee zur Form” erstmals eine wichtige Design-Schenkung von rund 60 Objekten renommierter, internationaler Designer im Kaiser Wilhelm Museum, die sie 2017 von den französischen Herstellern Domeau & Pérès erhalten haben. Zur Schenkung gehören auch diverse Skizzen, Prototypen und Archivmaterial. Parallel dazu wird ein Konvolut von Objekten und Skizzen des Designers Peter Ghyczy gezeigt, ebenfalls eine Schenkung an das Museum, das seine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Elastogran demonstriert. Die Ausstellung wirft einen Blick auf den produktiven Austausch zwischen diesen hervorragenden Handwerkern – Bruno Domeau ist gelernter Sattler, Philippe Pérès erfahrener Polsterer – und bedeutenden Designern wie Ronan & Erwan Bouroullec, matali crasset, Eric Chevallier, Odile Decq, Jérôme Gauthier, Eric Jourdan, François Mangeol, Christophe Pillet, Elodie Descoubes und Laurent Nicolas, Martin Szekely oder Michael Young. Auch Möbelstücke von Sophie Taeuber-Arp gehören zur Schenkung. Die Ausstellung wird mit Werken aus der Sammlung akzentuiert und so in ihr verankert. (Bis 14. Oktober, Katalog) TELEFON | 02151/975580 WEBSEITE | www.kunstmuseenkrefeld.de

Matali Crasset, Permis de construire, 2000; Kaiser Wilhelm Museum Krefeld Foto: Patrick Gries


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AUSSTELLUNGEN

Sommer in der Kunst ADRIART in der Galerie KUK44 in Pfaffenhofen/Ilm Die Galerie KUK44 – Lea Heib widmet sich unter dem verlockenden Titel „ADRIART” in ihrer aktuellen Ausstellung Künstlern aus Italien und Kroatien, namentlich Massimo Danielis, Neno Mikulic und Ida Ozbolt. (Bis 1. September) In seinen Arbeiten tastet Massimo Danielis (geb. 1963) Strukturen und Formen ab, die uns im Alltag umgeben und auf vielfältige Weise die Spuren des Lebens widerspiegeln. Er reduziert diese Spuren auf ihren wesentlichen Kern und arbeitet durch diese Form der Abstraktion die Poesie einer verborgenen Ästhetik heraus, während das gegenständliche Motiv weitgehend in den Hintergrund tritt. Raum für Interpretationen zeichnen sein Werk aus. Neben der Male-

Neno Mikulic, Der Mann und der Fisch, 2018; Galerie KUK44 – Lea Heib, Pfaffenhofen/Ilm

samkeit, seelischer und geistiger Isolation auseinander – sehr emotional, rudimentär, auch grob, dennoch voller Wärme und Liebe zu seiner Heimat. Mit „Dreidimensionale Moderne” kann man das Werk von Ida Ozbolt trefflich beschreiben. Ihre Ausbildung begann an der Zagreber Akademie der bildenden Künste, wo sie 1996 ihr Diplom in Bildhauerei bei Prof. Simo Vulas erhielt. Die 1973 geborene Bildhauerin und Malerin experimentiert gerne, vor allem wenn es um Formen und raumübergreifende Techniken geht. Der Übergang vom Bild zur Skulptur soll ihre Gedankenvielfalt, ihre Traumwelten und Sehnsüchte vermitteln. TELEFON | 08441/4007699 WEBSEITE | www.galeriekuk44.de

Ida Ozbolt, Die Katze, 2017; Galerie KUK44 – Lea Heib, Pfaffenhofen/Ilm

rei in Öl befasst sich Danielis mit den druckgrafischen Techniken der Radierung und der Lithografie. Seit einigen Jahren finden Danielis’ Arbeiten zunehmend internationale Beachtung und sind heute in zahlreichen privaten wie öffentlichen Sammlungen vertreten. Neno Mikulic, 1964 in Split geboren, ist in Kroatien eine Berühmtheit. Vor allem ist er für seine Meereslandschaften, emotional aufgeladene Seestücke, die zwischen Naturalismus und Symbolismus oszillieren, bekannt. In seinen nicht minder beeindruckenden Skulpturen zeigt sich der Maler des Meeres aber auch als virtuoser Bildhauer. Seine eindrucksvollen Motive reichen von gewaltigen Meeresbildern, grotesken menschlichen Figuren bis hin zu Tieren als bessere Menschen. In seinem Werk setzt er sich mit Liebe, Ein-

Massimo Danielis, AGER 2018; Galerie KUK44 – Lea Heib, Pfaffenhofen/Ilm

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AUSSTELLUNGEN

Für den Gebrauch Volkstümliche Gläser des 18. Jahrhunderts im Glasmuseum Frauenau Über 200 Gläser aus der Sammlung von Karlheinz Joos aus Tegernsee geben bis 4. November einen Einblick in einen ganz speziellen Bereich der Glasproduktion des 18. Jahrhunderts. Es stehen einmal nicht die Luxusgegenstände des Adels oder des kaufkräftiHenkelbecher mit Brautpaar, gen Großbürgertums im Fichtelgebirge, um 1730; Glas- Mittelpunkt, sondern die museum Frauenau Gläser der „kleinen Leute“, der Handwerker, Bauersleute, Bürger, Knechte, Mägde und Tagelöhner. Die Gläser der Sammlung stammen vornehmlich aus den Wald- und Landglashütten Thüringens, Süddeutschlands und Böhmens. Diese begannen im 18. Jahrhundert, die Herstellung einfacher Gebrauchswaren, um die Produktion emailbemalter Gläser zu erweitern. Wesentlich seltener ist dagegen graviertes volkstümliches Glas, denn die Glasgravur war hauptsächlich in den Luxusglas herstellenden Stadt- und Hofglashütten verbreitet.

Magie des Kristalls „Prisma” im Musée Lalique, Wingen-sur-Moder (F) Lalique, das Kronjuwel der französischen Kristallglasherstellung, genießt heute Renominternationales mee. Eine der zentralen Entwicklungsachsen des Unternehmens sind seine Kunsteditionen. Seit 2011 stellt Lalique Art das außergewöhnliche Können der Glasmacher und -bearbeiter des Hauses in den Dienst moderner Künstler und Designer. Während das Terry Rodgers, Vase; Musée Lali- Spiel von Licht, Transparenz que, Wingen-sur-Moder (F) und Farbe deren SchöpfunFoto: Musée Lalique, Wingen-sur-Mo- gen einen neuen und ganz der (F) besonderen Reiz verleihen, bringen die von außerhalb des Unternehmens kommenden Künstler neue Sichtweisen und originelle Ansätze ein. So steht bis 4. November zeitgenössische Kunst im Mittelpunkt. TELEFON | +33(0)388890814 WEBSEITE | www.musee-lalique.com

TELEFON | 09926/941024 WEBSEITE | www.glasmuseum-frauenau.de

Nachholbedarf Prachtobjekte aus Porzellan, Glas & Email von 1850 bis 2000 im Kultur-Schloss Theuern Das Kulturschloss Theuern zeigt in einer Sonderausstellung bis 9. September etwa 250 Objekte einer Privatsammlung. Es handelt sich um Stücke aus dem Wiener Barock, dem Historismus, dem Jugendstil, dem Art Déco, den 1950erJahren und aus der Gegenwart. Die Sehnsucht nach Prunk und Pracht sind tief in der menschlichen Seele verankert. Üppigen Pomp gab es ausschließlich bei den Adeligen, den Mächtigen und Reichen. Strenge Gesetze verboten den niederen Ständen äußerliche Prachtentfaltung. Das änderte sich grundlegend im 19. Jahrhundert. Die industrielle Revolution brachte Geld in breitere Schichten und die gesellschaftliche Revolution beseitigte viele alte Privilegien. Der immense Nachholbedarf und die kritiklose Begeisterung für überschwängliche Dekore ließen die Pracht oft zum Protz geraten. Sehr früh und überdeutlich wird das bei Porzellanen, Gläsern und Emailgeschirren, denen die Ausstellung besonders gewidmet ist. Schreibzeug, Porzellan, handbemalt, Thüringen, um 1855/70; Kultur-Schloss Theuern, Kümmersbruck

TELEFON | 09624/832 WEBSEITE | www.kultur-schloss-theuern.de


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AUSSTELLUNGEN

Lust auf Freude „favorites” – 16. HammerClub-Treffen im Deutschen Goldschmiedehaus Hanau

Wilhelm Hempfing, Nidden – Der Italienblick, um 1940; Museum Eckernförde

Die Kraft der Dünen

Der HammerClub ist eine lose Vereinigung von internationalen Metallgestaltern und Silberschmieden, die sich seit 2002 einmal im Jahr zum Austausch an einem Ort in Europa treffen. In diesem Jahr traf sich der HammerClub in Hanau. Zur Ausstellung haben sich 90 Künstler aus 18 Nationen mit über 100 Arbeiten angemeldet. Die Bandbreite der eingereichten Arbeiten reicht von klassischem Gebrauchsgerät wie Kannen, Schalen, Dosen, Vasen, Champagnerkühlern, Kerzenleuchtern und Serviettenringen bis hin zu phantasievollen Objekten, die so verheißungsvolle Namen wie „Lust auf Freunde“, „Schräges Duo“, „Dryades Spondi“, „Quantum Superposition is Bohring“ oder „Genussvolle Gemeinschaft“ tragen. Bei der Materialwahl kommen neben Silber – sehr häufig wird Feinsilber verwendet – auch Messing, Kupfer, Titan, Tantal, Tombak, Niello sowie Kastanien-, Ahorn-, Buchenund Eichenholz zum Einsatz, weitere ergänzende Werkstoffe sind getrocknete Zitronenschalen, Glas oder Lack. Besonders auffallend ist das breite Spektrum an Oberflächengestaltungen, aber auch das Spiel mit geometrischen Elementen – Dreieck, Fünfeck, Kreis, Quadrat oder Halbkugel. Neben betont technischen Gebrauchsobjekten sind auch poetische Accessoires wie „kleine Zitronendöschen” oder eine Dose für „geheime Wünsche” vertreten. (Bis 4. August, Katalog) TELEFON | 06181/256556 WEBSEITE | www.goldschmiedehaus.com

Die Künstlerkolonie Nidden im Museum Eckernförde Wie an vielen Orten Europas gründete sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch im Fischerort Nidden auf der Kurischen Nehrung eine Künstlerkolonie. Keine umweht jedoch ein so großer Mythos, der mit der wechselvollen Geschichte des damals ostpreußischen Ortes Nidden (heute das litauische Nida) zusammenhängt. Namhafte Impressionisten und Expressionisten trafen hier aufeinander und verfielen der Landschaft zwischen der rauen Ostsee und dem ruhigen Kurischen Haff. Die gewaltige Kraft der Natur, die riesige Wanderdünen bildete und Orte ganz im Sand versinken ließ, das vom Meer abhängige Leben der Fischer mit ihren markanten Booten, die geheimnisvollen Elche – all das waren Motive, die die Künstler auf ihre Bilder bannten. Doch vor allem das Licht und die Farben der künstlerisch lange Zeit unerschlossenen Region prägte die Werke von Künstlern wie Ernst Bischoff-Culm, Wilhelm Eisenblätter, Alfred Partikel, Max Pechstein oder Arwed Seitz. Höchste Aufmerksamkeit erfuhr der Künstlerort, als sich Thomas Mann dort 1930 ein Sommerhaus errichtete. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs en-dete auch das künstlerische Leben in Nidden – doch in der Fantasie manches Künstlers lebten die Eindrücke noch fort. (Bis 5. August) TELEFON | 04351/712547 INTERNET | www.museum-eckernfoerde.de

Caroline Krose, Zitronendöschen, getrocknete Zitronen, Silber, 2017; Deutsches Goldschmiedehaus Hanau Foto: Caroline Krose

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Frau der Ringe Schmuck Weber-Stöber, Christiane / Runde, Sabine / Schmitt, Peter / Engel, Christoph: Ebbe Weiss-Weingart, 70 Jahre Schmuck, 207 Seiten, Text in Deutsch und Englisch, zahlreiche Abbildungen, überwiegend in Farbe, Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart, 2017, Preis: € 44,-. „Nein! Was Laien doch nicht alles zuwege bringen!“, kommentierte Emil Lettré eine Arbeit von Ebbe Weiss-Weingart. So vernichtend wie es sich anhört, war dieses Urteil wohl aber nicht gemeint, immerhin hatte die Goldschmiedelegende Lettré (1876-1954) seine junge Kollegin in ihrer Werkstatt am Bodensee aufgesucht und eigentlich zollte er ihr mit diesen Worten natürlich Respekt. Ihre Experimentierfreude, sowohl was den Umgang mit verschiedenen, für die Schmuckherstellung damals eher ungewöhnliche und exotische Materialien anging, als auch den Einsatz neuer Techniken, verlangte dem Altmeister Anerkennung ab. Ebbe Weiss-Weingart, geboren 1923 als Tochter in gutem Hause, die ursprünglich eine künstlerische Laufbahn einschlagen wollte und 1939 ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in ihrer Heimatstadt Nürnberg aufgenommen hatte, erkannte recht bald, dass die herrschende Doktrin der damaligen Zeit nicht vor den Akademien Halt machte. Damit wollte und konnte sie sich nicht anfreunden und wechselte kurzerhand ins etwas freiere Goldschmiedefach. Ein weiser Entschluss, wie sich im Laufe ihres – erfolgreichen – Lebens herausstellen sollte. Die Grande Dame der Goldschmiedekunst war u. a. eine von den nur vier Frauen, die neben zahlreichen anderen Preisen und Auszeichnungen, 1978 auch den Ehrenring der Gesellschaft für Goldschmiedekunst erhalten sollte. Wenn man bedenkt, dass diese durchaus ehrenwerte Gesellschaft im Zeitraum von rund 80 Jahren jene Ehrung 37 männlichen Kollegen zuteil werden ließ, zweifelsohne eine große Ehre. Diese Publikation erscheint anlässlich des 85. Jubiläums besagter Gesellschaft und ist eine weitere Hommage an die Schmuckkünstlerin. Mit zahlreichen Objektabbildungen bringt sie dem staunenden Betrachter die beeindruckende Vielfalt und Innovationskraft ihres Oeuvres nahe und öffnet mit den wiedergegebenen privaten Fotos und Textbeiträgen, u. a. sind hier einige ihrer Reden nachzulesen, zudem den Blick auf die Person der „malenden Goldschmiedin“. ISBN 978-3-89790-509-2

Balanceakt Malerei Szech, Anna (Hg.): Paul Klee – Die abstrakte Dimension, 200 Seiten, 161 farbige Abbildungen, Hatje Cantz Verlag, Berlin, 2017, Preis: € 58,-. Er war einer der ganz Großen, als ehemaliges Mitglied des „Blauen Reiter“, als Lehrer am Bauhaus und späterer Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie zählt Paul Klee (18791940) sicherlich zu den einflussreichsten und international angesehensten Künstlern seiner Zeit. 9800 Werknummern umfasst sein Oeuvre, das bereits zu seinen Lebzeiten in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen gewürdigt wurde. Trotz der beeindruckenden Präsenz im Ausstellungsbetrieb und an-haltenden Popularität, wurde ein Aspekt seiner Kunst bislang noch nie erschöpfend für die Öffentlichkeit aufbereitet, nämlich Klees Verhältnis zur Abstraktion. Die Fondation Beyeler, die viele Werke des gebürtigen Schweizers ihr Eigen nennt, schuf Abhilfe. Eine chronologisch


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gestaltete Schau retrospektiven Charakters mit insgesamt 100 Exponaten, aus eigenem Bestand sowie bedeutende Leihgaben, rückte nun im vergangenen Jahr diese Seite seiner Kunst in den Mittelpunkt. Im Begleitbuch kommen neben ausgewiesenen Klee-Kennerinnen außerdem ein Architekt, ein Dirigent und die Künstlerin Jenny Holzer zu Wort. Gemeinsam stellen sie dar, dass Paul Klee, der „versponnene Märchenonkel“, und ob seiner kindlichen Ästhetik in manchen Kreisen gerne auch mal verspottete Künstler, zeitlebens durchaus eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den verschiedensten Erscheinungsformen der abstrakten Kunst betrieb. ISBN 978-3-7757-4330-3

Künstlerfamilie Bildhauerei Deseye, Yvette / Ohnesorge, Birk (Hg.): Toni Stadler „Ich finde nicht – ich suche“, Leben, Werk, Wirkung, 183 Seiten, 100 meist farbige Abbildungen, Gebr. Mann Verlag, Berlin, 2017, Preis: € 39,-. Kulturschaffende von höchstem Rang, wie etwa Hugo von Tschudi, Direktor der Berliner und Münchener Gemäldesammlungen, Alfred Lichtwark, der Leiter der Hamburger Kunsthalle oder auch der Bildhauer Adolf von Hildebrand gehörten zum Freundeskreis der Familie und gingen in Toni Stadlers Elternhaus ein und aus, welches im Übrigen vom damaligen Münchener Stararchitekten Gabriel von Seidl

erbaut worden war. Der Vater, Anton von Stadler (1850-1917), war selbst Maler, der jedoch aufgrund der Tatsache, dass er sich motivisch auf Landschaften beschränkte, eine gewisse Sonderstellung einnahm und von daher in der Nachwelt wenig Beachtung fand. Dieses gutfunktionierende Netzwerk des Vaters noch zu Lebzeiten ermöglichte dem Sohn dann einerseits zwar eine hervorragende Ausbildung, u. a. beim Tierbildhauer August Gaul in Berlin, auf der anderen Seite belastete diese Situation den Künstler Toni Stadler (1888-1982) und stürzte ihn häufig in tiefe Selbstzweifel. Laut seinem langjährigen Weggefährten und Freund, dem Kunsthistoriker Werner Haftmann, schuf der Bildhauer tatsächlich erst in seinem Spätwerk, in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, wirklich eigenständige, kunsthistorisch zu würdigende Werke, als er sich endgültig von tradierten akademischen Vorstellungen löste. Diese Leistung hervorzuheben ist den Autoren dieser Publikation ein Anliegen. Mit ihren Beiträgen, die u. a. sowohl die prägende Rolle des Vaters als auch den Einfluss seiner zweiten Frau Priska von Martin, ebenfalls Bildhauerin, beleuchten, fordern sie „das Werk Toni Stadlers als eine fruchtbare künstlerische Position für die Geschichte der Bildhauerei des 20. Jahrhunderts wahrzunehmen und angemessen zu würdigen.“ ISBN 978-37861-2763-5

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VORSCHAU/IMPRESSUM SAMMLER JOURNAL

SAMMLER JOURNAL 08/2018

HERAUSGEBER UND VERLAG

HAPPY BIRTHDAY! 50 Jahre Panton Chair

GESCHÄFTSFÜHRER

NANNA DITZEL Die Grande Dame des dänischen Möbeldesigns

Erscheinungstermin Abonnentenversand: 17.07.18 Erstverkaufstag Handel: 24.07.18

ISSN 1863-0332 GEMI Verlags GmbH Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen Tel. 08441 / 4022-0 Fax 08441 / 71846 Internet: www.gemiverlag.de E-Mail: info@gemiverlag.de Gerd Reddersen Rudolf Neumeier

ASSISTENZ DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

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GESAMTKOORDINATION

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REDAKTEURE

Nicola Fritzsch Heidrun Th. Grigoleit Helene Stümpfle-Wolf Anja Iwa Joscha Eberhardt

AUTOREN DIESER AUSGABE

Dr. Wolfgang Hornik Anja Iwa Sabine Spindler

REDAKTIONSASSISTENZ

Heike Genz

TERMINE

Anette Wagner, Tel. 08441/4022-35 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34 E-Mail: termine@gemiverlag.de

LITHOS, SATZ, HERSTELLUNG

Westner Medien GmbH (Anschrift siehe Verlag)

LAYOUT

Heidi Jeude

ANZEIGEN

Axel Rosenthal Rot-Kreuz-Str. 29 85276 Pfaffenhofen Tel. 08441/805616 / Fax 08441/7974122 E-Mail: axel.rosenthal@t-online.de

KLEINANZEIGEN

Heike Genz, Tel. 08441/4022-18 Marlene Westner, Tel. 08441/4022-12

VERTRIEB

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MARKTVERTRIEB

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Kössinger AG Schierling

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monatlich

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Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fallen die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf CD-ROM.

Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/08 vom 01.11.2008 Bildnachweise links: Vitra Panton Chair Glow © Vitra; Nanna Ditzel, WindmühlenWollteppich, 1965 Dieser Ausgabe liegt ein Prospekt vom Auktionshaus Metz bei. Wir bitten um Beachtung.


U3_artprice

11.06.2018

13:57 Uhr

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11.06.2018

13:58 Uhr

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Sammler journal 0718  
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