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Juni 2019 · B 1309 | € 8,00 Schweiz CHF 12,30 | Österreich € 8,90 | Be/ne/Lux € 9,00

SaMMLEr JournaL

JunI 2019

KUNST • ANTIQUITÄTEN • AUKTIONEN

Über 2.000 Termine

AUSSTELLUNGEN AUKTIONEN HAMMERPREISE

Letzter Teil der Serie

Jensen goes Contemporary GEMI

Bambusmöbel

Exotik made in Europe Barocke Malerei in München Caravaggio Burg Giebichenstein 100 Jahre Porzellangeschichte


U2_Plueckbaum

13.05.2019

16:25 Uhr

Seite 1

www.plueckbaum.de


03_Inhalt.qxp_SJ Inhalt 13.05.19 17:18 Seite 1

INHALT

FOTOKUNST Baldus, Beuys, Gates, Mühe, Wilde

JENSEN GOES CONTEMPORARY Letzter Teil der Serie von Dr. Bettina Krogemann

18 22

Titelbild: Zaha Hadid, Patrik Schumacher und Design-Team (Woody Yao, Maha Kutay, Weilong Xie), Manschettenarmband aus der „Lamellae“-Collection für Georg Jensen, die insgesamt fünf Ringe und drei Manschetten-Armbänder umfasst, 2016 Foto: © Christian Hogstedt

BAMBUSMÖBEL SAMMLER-SERVICE

4

MAGAZIN

6

MESSETERMINE

12

KUNSTMARKT

16

AUKTIONSTERMINE

36

INSERENTENVERZEICHNIS

42

AUKTIONSNOTIZEN

44

AUSSTELLUNGSTERMINE

62

AUSSTELLUNGEN

67

LITERATURTIPP

74

AUKTIONSPREISE

76

VORSCHAU | IMPRESSUM

82

Exotik made in Europe von Sabine Spindler

CARAVAGGIO Barocke Malerei in München von Anja Iwa

DAS BAUHAUS IN OLDENBURG Zwischen Utopie und Anpassung von Heidrun Th. Grigoleit

28 56 72

3


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4

SAMMLER-SERVICE

ler, den Leiter und späteren Konkurrenten der Wächtersbacher Keramik. Die handschriftlichen Ziffern auf der Rückseite sind vermutlich interne Vermerke der Fabrik, bzw. ein Zeichen des Malers. Die Bildmarke Pflugschar mit den Buchstaben GB verweist auf den Uhrenhandel Gustav Bössenroth, Ritterstraße 42 in Berlin, welcher seine Uhrwerke vermutlich von Junghans bezog. Leider ist etwas Öl aus dem Uhrwerk in das Uhrenschild eingedrungen, was optisch eine Beeinträchtigung darstellt. Aktuell würde ich die Uhr mit 100 bis 150 Euro bewerten. Klaus-Dieter Müller, Kunstsachverständiger Lüneburg

Mit Girlanden und Schleifen Küchenuhr um 1900

?

Da ich Ihre Zeitschrift sehr gerne lese, habe ich diesmal auch eine Frage zu einem Erbstück von meiner Oma. Diese Uhr hing immer in ihrer Küche. Sie hat die Maße 36 x 26 x 5 cm, das Uhrwerk hat einen Durchmesser von 15 cm. Für eine Expterise bedanke ich mich. Carola Theska, Rostock

!

Die schöne Küchenuhr in Ihrem Besitz wurde um 1900 hergestellt. Die Steingut-Keramik ist mit Blütengirlanden und Schleifen verziert, das erinnert zunächst an Max Roes-

Aufwändig gearbeitet Historismusschrank Ich habe hier einen messingbeschlagenen Schrank, mit Aufsatz, von dem ich gerne Näheres wüsste. Das Trägerholz ist Jörg Runte, Wuppertal Eiche. Maße: 1800 x 890 x 450 mm.

!

Der Historismusschrank in Ihrem Besitz wurde um 1880 hergestellt. Der Dekor zitiert Stilelemente der Renaissance, die Reliefs auf den Seiten sollen wohl Kaiser Maximilian I.


04_05_Sammlerservice.qxp_Sammlerservice.qxd 13.05.19 16:43 Seite 3

und wohl Maria von Burgund darstellen. Obwohl aufwändig verarbeitet, haben diese Schränke heute einen geringen Wert. Aktuell würde ich dafür 400 bis 800 Euro ansetzen. Klaus-Dieter Müller, Kunstsachverständiger Lüneburg

www.auktionshaus-wendl.de


07_Wendl

13.05.2019

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13.05.2019

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06_10_Magazin.qxp_08_14_Magazin 13.05.19 16:45 Seite 4

10

MAGAZIN

unmittelbarer Hallennähe sind auch Stellplätze für Wohnmobile auf dem Gelände der Westfalenhalle angeboten. Veranstaltet wird der Markt seit seinem Beginn gemeinschaftlich von der Westfalenhalle GmbH und der MLG Werbeagentur. Die nächsten Termine sind: 29./30. Juni, 24./25. August, 19./20. Oktober und 7./8. Dezember. TELEFON | 02304/9427911 WEBSEITE | www.mlg-gmbh.de

Umschlagplatz Coburg in den Alten Pakethallen

Zum Jubiläum Bibliophilentage Leipzig

Raritäten am Rheinlanddamm Dortmunder Antik- und Sammlermarkt Der Dortmunder Antik- & Sammlermarkt bietet den Besuchern ein buntes Warenangebot aus allen Bereichen des Sammelns und stilvollen Wohnens. Von Schnäppchen-Antiquitäten bis hin zu echten Raritäten bietet der Markt für jeden Geldbeutel ein umfassendes Sortiment. Reinschauen lohnt sich für Sammler und Neugierige, die einfach nur ihr Heim verschönern möchten, gleichermaßen. Der Dortmunder Antik- & Sammlermarkt ist ein Traditionstermin. Die erste Veranstaltung unter diesem Namen fand im Februar 1979 in der Westfalenhalle statt. Seither buchen zwischen 300 und 400 Aussteller aus ganz Deutschland und den Nachbarländern regelmäßig einen Standplatz in Dortmund. Im Laufe der Jahre hat sich dieser Markt zu den führenden Antiquitätenmessen der gesamten Region entwickelt. Zwischen 8.000 und 10.000 Besucher pilgern sechs Mal pro Jahr zum Dortmunder Messegelände am Rheinlanddamm, um schöne Dinge zu bewundern und zu kaufen. Zum Service-Angebot für die Besucher gehört auch eine preisgünstige Übernachtung: Neben mehreren Hotels in

Dortmunder Antik- und Sammlermarkt

Vom 20. bis 24. Juni 2019 richtet die Gesellschaft der Bibliophilen e. V. ihre „Bibliophilentage" in Leipzig aus. Die Veranstaltungen anlässlich der 120. Jahresversammlung bieten Einblicke in Museen und Institutionen, zum Beispiel Reclam-Museum, Grassi-Museum, Bach-Museum und -archiv, Museum für Druckkunst, Deutsche Nationalbibliothek, Burg Giebichenstein oder Kunstmuseum Moritzburg. Auch besteht die Möglichkeit zum Austausch mit Sammlern und Gleichgesinnten. Die Anmeldung erfolgt bis 1. Juni über die Geschäftsstelle der Gesellschaft der Bibliophilen in München. E-MAIL | info@bibliophilie.de TELEFON | 089/54504210

Ganz oben 4. Umschlagplatz Coburg Am Wochenende 29./30. Juni steht Coburg wieder ganz im Zeichen der Kunst. An zwei Tagen präsentieren über 60 renommierte Künstlerinnen und Künstler ihre Werke bei der nunmehr vierten Auflage der Kunstverkaufsmesse Umschlagplatz Coburg in den Alten Pakethallen. Neben den Kunstwerken bildet ganz klar auch der Veranstaltungsort der ehemaligen Pakethallen am Coburger Güterbahnhof einen außergewöhnlichen Rahmen, seine Werke zu präsentieren. Der Organisator Heiko Bayerlieb zeigt sich im Vorfeld zufrieden: „Es ist unglaublich wie viele hochkarätige Künstler auch 2019 nach Coburg kommen werden. Erstmals gingen weitaus mehr Bewerbungen ein, was zeigt, dass sich das in ganz Oberfranken und Südthüringen einmalige Veranstaltungskonzept langsam in der Szene herumzusprechen scheint. Jetzt gilt es, auch weiterhin Besucher über die Stadtgrenzen von Coburg hinaus in die Vestestadt zu locken.” Auch in diesem Jahr wird es wieder den Coburger Kunstpreis Art Coburg geben, der mit 2.000 Euro dotiert ist. TELEFON | 0171/3419340 WEBSEITE | www.umschlagplatz-coburg.de


11_Dawo

13.05.2019

16:28 Uhr

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www.kunstauktionen-duesseldorf.de

www.dawo.de

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13_15_Literatur_BCCG

13.05.2019

16:30 Uhr

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L I T E R AT U R F Ü R S A M M L E R

L I T E R AT U R F Ü R S A M M L E R

Knud Schöber

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Knud Schöber

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Die Metallästheten

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1. Auflage, 259 Seiten mit 214 vierfarbigen Abbildungen, A5 geb., Band 2 der Blauen Sammlerbuchreihe

€ 50,00

ISBN 978-3-946855-41-5 | Bestellung nur über: info@bccg.gallery

275 Seiten mit 270 vierfarbigen Abbildungen, A5 geb., Band 3 der Blauen Sammlerbuchreihe

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ISBN 978-3-946855-80-4 | Bestellung nur über: info@bccg.gallery

Friedrich Holtz

Messing aus der Kupferstadt Stolberg 1. Auflage, 218 Seiten, über 420 vierfarbige Abbildungen, A4 geb.

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völlig überarbeitete und neu bewertete 2. Auflage 2007, Format 21 x 28 cm, ca. 270 Seiten, mit Farbtafeln, Hardcover

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ISBN 978-3-86646-026-3 | Battenberg • Gietl Verlag

ISBN 978-3-86646-018-8 | Battenberg • Gietl Verlag

ISBN 978-3-86646-154-3 | Battenberg • Gietl Verlag

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

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Übersichtskatalog mit aktuellen Marktpreisen, 2. Auflage 2009, 168 Seiten, durchgehend farbig, Format 21 x 28 cm, Hardcover

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ISBN 978-3-86646-034-8 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

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Rainer Haaff

Rainer Haaff

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ISBN 978-3-200038-14-1 | Eigenverlag Uta M. Matschiner

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Exkl. Buchqualität, 21 x 29,7 cm, 720 Seiten, 3.000 Farbabbildungen, mit Marktpreisen und internationaler Expertenjury

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mit aktuellen Marktpreisen einer internationalen Jury, 540 Seiten, 1.500 neue Farbabbildungen, DIN A4, mit Schutzschuber

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Das neue umfassende Standardwerk. DIN A4, 656 Seiten, 2.700 Farbabbildungen

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Beata Waliczek | Marek Rasala

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Deutsche Firmenstempel auf Silber-Erzeugnissen und Gegenständen

Deutsche Firmenstempel auf Schmuck und Luxuswaren

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715 Firmenstempel, von 1888 bis heute, im Nachtrag Signaturen bekannter JugendstilEntwerfer, 128 Seiten, Hardcover

852 Firmenstempel, nicht nur von gr. dt. Juwelierfirmen, sondern auch von kleineren kunstgewerb. Werkstätten, 152 Seiten, Hardcover

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Uta M. Matschiner

368 Seiten, 29 x 22 cm, ca. 1000 farbige Abbildungen, Text in Deutsch und Englisch. Hardcover

DDR und Bundesrepublik

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alle 3 Bände zusammen

€ 49,00 € 29,00 | SELBSTVERLAG BEATA WALICZEK erhältlich beim Gemi Verlag

Jörg und Anke Nimmergut

Deutsche Orden u. Ehrenzeichen 1800 – 1945 Deutschland-Gesamt-Katalog 21. komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage 2017, 12,5 x 19 cm, über 3000 Farbfotos auf 1000 Seiten, mit aktuellen Marktpreisen

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ISBN 978-3-86646-142-0 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel & beim Gemi Verlag

Jörg Nimmergut

Abzeichen und Auszeichnungen deutscher Kriegervereine 1800-1943 1. Auflage 2012, 12,5 x 19 cm, ca. 600 Seiten, durchgehend farbig, Hardcover

€ 34,90

ISBN 978-3-86646-093-5 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel & beim Gemi Verlag


13_15_Literatur_BCCG

13.05.2019

16:30 Uhr

Seite 2

L I T E R AT U R F Ü R S A M M L E R L I T E R AT U R F Ü R S A M M L E R

Emanuel Poche

Jan Divis

Jan Divis

Porzellanmarken

Goldstempel

Silberstempel

Malermonogramme

Zinnmarken aus aller Welt

aus aller Welt

aus aller Welt

aus aller Welt

von 1700 bis 1870

264 Seiten, Hardcover, Format 12,5 x 19 cm, 18. Auflage 2012

256 Seiten, Broschur, Format 12,5 x 19 cm, nach Motiven geordnet, 6. Auflage 2010

248Seiten, Broschur, Format 12,5 x 19 cm, nach Motiven geordnet, 7. Auflage 2010

zur schnellen Zuordnung von Zinnmarken auf Kunstwerken und Gebrauchsgegenständen

ISBN 978-3-86646-080-5 | Battenberg • Gietl Verlag

ISBN 978-3-86646-066-9 | Battenberg • Gietl Verlag

ISBN 978-3-86646-065-2 | Battenberg • Gietl Verlag

3. Auflage 2010, Broschur, Format 12,5 x 19 cm, 304 Seiten, weltweite Übersicht zu d. „Markenzeichen“ d. Künstler, Bildhauer u. Architekten, mit Zusatzinformationen wie z. B. Lebensdaten, Schaffenszeiten u. Hauptwirkungsbereiche

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

€ 12,90

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

€ 12,90

Dagmar Stará

€ 12,90

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ISBN 978-3-86646-064-5 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Preisr hamme

Preisr hamme

Preisr hamme

4. Auflage 2012, 12,5 x 19 cm, 260 Seiten, Broschur

€ 12,90

ISBN 978-3-86646-091-1 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Preisr hamme

Preisr hamme Evamaria Ciolina, Erhard Ciolina

Das Reklamesammelbild Von Schokolade bis Schuhcreme Kleine Werbekunstwerke völlig überarbeitete und neu bewertete 2. Auflage 2007, Format 21 x 28 cm, durchgehend farbig, ca. 300 Seiten, Hardcover

€ 39,80 € 9,90

ISBN 978-3-86646-022-5 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Bernhard Bornheim

Die russische Haus-Ikone im Wandel der Zeit Erweiterte 4. Auflage, mit aktuellen Marktpreisen, 300 Seiten, 200 Farb- und 650 s/wAbbildungen, Format DIN A4, Leineneinband mit Schutzumschlag

€ 39,90 € 9,90

ISBN 978-3-86646-043-0 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Dieter Warnecke

Leonhard Dingwerth

Walter Spiegl

Blechspielzeug Nutzfahrzeuge und Traktoren

Historische Schreibmaschinen

Glas

Geschichte, Technik, Faszination

17. Jh. bis 1940, Übersichtskatalog mit aktuellen Marktpreisen

Übersichtskatalog mit aktuellen Preisen, 1. Auflage 2007, 21 x 28 cm, über 500 Abb., durchgehend farbig, 170 Seiten, Hardcover

Dieses Werk beschreibt ausführlich die wichtigsten Typen, Erfinder, Konstrukteure und Fabriken. 1. Auflage 2008, Format 21 x 28 cm, 168 Seiten, Hardcover

€ 39,90 € 19,99

€ 19,90 € 9,90

ISBN 978-3-86646-030-0 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

€ 29,90 € 9,90

ISBN 978-3-86646-041-6 | Battenberg • Gietl Verlag

4. Auflage 2009, Format 21 x 28 cm, farbig, 241 Seiten, Hardcover

ISBN 978-3-86646-039-3 | Battenberg Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Dr. M.P. Thomas

Der „FAT LAVA-STIL” Robert E. Röntgen

Deutsche Porzellanmarken von 1710 bis heute 6. Auflage 2007, Format 16,5 x 22 cm, 328 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Hardcover

€ 29,90

ISBN 978-3-86646-013-3 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Christoph Thun-Hohenstein / Rainald Franz (Hg.)

Uta M. Matschiner

300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur

mik und Porzellanmanufaktur

272 S., 23 x 30,5 cm, 365 Abb. in Farbe u. s/w

€ 48,00

ISBN 978-3-89790-530-6 | ARNOLDSCHE Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Keramos - Wiener KunstkeraFirmengeschichte, Biografien der 61 Bildhauer, umfangr. Werkverzeichnis, 708 Seiten, 22,5 x 29,7 cm, ca. 3.000 Abb., Hardcover, Text teils Deutsch und Englisch

€ 122,00

ISBN 978-3-200-01817-4 | Eigenverlag Uta M. Matschiner

Deutsche Zierkeramik der Nachkriegsjahre

Robert E. Dechant | Filipp Goldscheider

394 Seiten, ca. 1000 Farbabbildungen, praktisches Handbuchformat 20x21 cm, gebundene Ausgabe (Hardcover)

Firmengeschichte u. Werkverzeichnis

€ 44,90

ISBN 978-3-00058-717-7 | Eigenverlag Dr. M.P. Thomas (Herausgeber), 2018 Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Im Buchhandel & beim Gemi Verlag

Goldscheider 640 Seiten, 22,5 x 31 cm, mit 548 zumeist farbigen Abb., über 4.000 Modell-Nr. u. mehr als 1.600 Modellabb. in Farbe u. s/w, Hardcover m. Schutzumschlag, Text in Deutsch und Englisch

€ 149,80

ISBN 978-3-89790-216-9 | ARNOLDSCHE Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Preisr hamme

Ulf Weissenberger

Eiserne Schönheiten Schloss und Schlüssel 288 Seiten, 23 x 30,5 cm, farbig bebildert, Hardcover. Fast 5000 Jahre Geschichte eines selbstverständlichen Kulturguts, viel Wissenswertes rund um das Thema Schloss und Schlüssel

€ 79,00 € 49,90

ISBN 978-3-86646-078-2 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

Martina Pall

Martina Pall

Martina Pall

Martina Pall

Schlüssel und Schlösser

Eisenkunstguss aus der

Das europäische Vorhangschloss

Versperrbare Kostbarkeiten

248 Seiten, mehr als 700 Farbabbildungen und technische Zeichnungen, Glossar und ausführliches Literaturverzeichnis, Hardcover

Kästchen und Kassetten aus aller Welt

ISBN 978-3-9501971-2-9 | SCHELL COLLECTION GRAZ

ISBN 978-3-9501971-1-2 | SCHELL COLLECTION GRAZ

328 Seiten, mehr als 1000 Farbabbildungen und technische Zeichnungen, Glossar und ausführliches Literaturverzeichnis, Hardcover

€ 48,00

ISBN 978-3-9501971-4-3 | SCHELL COLLECTION GRAZ Erhältlich beim Gemi Verlag und bei der Schell Collection, Wienerstr. 10, A-8020 Graz, www.schell-collection.com

Österreichisch/Ungarischen Monarchie 132 Seiten, mehr als 200 Farbabbildungen und über 100 Gießereizeichen. Ausführliches Literaturverzeichnis, Hardcover

€ 29,00

ISBN 978-3-9501971-3-6 | SCHELL COLLECTION GRAZ Erhältlich beim Gemi Verlag und bei der Schell Collection, Wienerstr. 10, A-8020 Graz, www.schell-collection.com

€ 38,00

Erhältlich beim Gemi Verlag und bei der Schell Collection, Wienerstr. 10, A-8020 Graz, www.schell-collection.com

162 Seiten, 450 Farbabbildungen. Glossar und ausführliches Literaturverzeichnis, Hardcover

€ 28,00

Erhältlich beim Gemi Verlag und bei der Schell Collection, Wienerstr. 10, A-8020 Graz, www.schell-collection.com


13_15_Literatur_BCCG

13.05.2019

16:30 Uhr

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L I T E R AT U R F Ü R S A M M L E R

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Uta M. Matschiner Martin Fischer

Faszination Schellack Grammophone • Schellackplatten Nadeldosen Komplett in Farbe, 1. Auflage 2006, 21 x 28 cm, 136 Seiten, Hardcover

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ISBN 3-86646-008-2 | Battenberg • Gietl Verlag Im Buchhandel & beim Gemi Verlag

NACKT - Die Ästhetik der

Nacktheit und der Exoten in der Keramik der 50er Jahre und die Kunstkeramik Prischl Wien Firmengeschichte, Künstlerbiografien und Modellnummernheft, 400 Seiten, 3 Bände, 23 x 30 cm, ca. 700 farbige Abbildungen, Softcover, Text in Deutsch

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ISBN 978-3-89880-430-1 | Heel Verlag Im Buchhandel und beim Gemi Verlag

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22_27_Georg_Jensen.qxp_SJ Redaktion 13.05.19 16:48 Seite 2

Geo rgJe nsen Serie Georg Jensen: Teil IV

Jensen goes Contemporary Zeitgenössische Positionen Von Dr. Bettina Krogemann

Jedes Unternehmen unterliegt dem Wandel der Zeiten. So auch Georg Jensen. Zwar stehen die traditionellen, musealen Stücke aus der Start-Up-Phase der Silberschmiede nach wie vor besonders hoch im Kurs, doch nahm Jensen stets Neuerungen und Trends der verschiedenen Epochen des 20. und 21. Jahrhunderts in seine Produktion auf. Auf den Jugendstil folgte das Art déco, in der Post-War-Ära gab das puristische Nachkriegsdesign den Ton an, mit Positionen wie Verner Panton fand das Space-Age-Design Eingang bei Jensen. Heute verleihen zeitgenössische Künstler der Produktpalette das Gesicht. Sie kennen den Goût und Bedarf des Jetzt.

Sogar die CI von Jensen wurde von ihnen getragen, so durch Zaha Hadid und ihrem Team, als sie das Layout für den Jensen-Stand in der „Hall of visions“ der Baselword 2016 lieferten. Das Stand-Design gab im Großformat die Konstruktions- und Gestaltungsprinzipien der achtteiligen Schmuckkollektion „Lamellae“ wieder, die ebenfalls im Jahr 2016 gelauncht wurde. Zur Lamellae-Kollektion gehören drei ManschettenArmreifen und fünf Fingerringe, die aus Sterlingsilber, schwarzem Rhodium und ebensolchen Diamanten gefertigt wurden. Wie so oft, entwickelte das Hadid-Studio seinen Entwurf nach Formen der Natur und setzte Ideen und Muster durch dreidimensionale Konstruktions- und Fertigungsprozesse um. Hadid selbst führte dazu aus: „Wir betrachten oft die logischen Zusammenhänge natürlicher Systeme, wenn wir eine Umgebung erarbeiten. Unsere Herausforderung bestand darin, diese in etwas zu übersetzen, das getragen werden kann, um der reichen Geschichte von Georg Jensen etwas Neues an die Seite zu stellen.“

UMWELTBEWUSSTE HARMONIE: HELLE DAMKJAER Zeitgenössische Positionen wie Helle Damkjaer und Allan Scharff lesen sich heute wie das Kontinuum des dänischen beziehungsweise des skandinavischen Designs, das stets internationale Strahlkraft hatte. Was dieses Design ausmacht? In Skandinavien nutzten Kunsthandwerker und Designer gerne Materialien, die sie in der Natur vorfanden, und oft-

Zaha Hadid, Patrik Schumacher und Design-Team (Woody Yao, Maha Kutay und Weilong Xie), Manschetten-Armband aus der „Lamellae“-Collection, die fünf Ringe und drei Manschetten-Armbänder umfasst, 2016 Foto: © Christian Hogstedt


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GEORG JENSEN, TEIL IV

mals lag der Akzent in der materialgerechten, manuellen Ausführung der Objekte. Für die Motive stand ebenfalls häufig die Natur Pate, sie war Quelle der Inspiration. Vereint mündete dies meist in abstrakte Kompositionen, im Resultat wurden daraus Raumgefüge, Möbel und Objekte geschaffen. Die dänische Designerin Helle Damkjær lebt seit 1997 mit ihrer Familie in Paris. Viele Jahre war sie für die weltweit innovativsten Designfirmen tätig, in Mailand, New York und London, in Tokyo. In ihrem Pariser Studio arbeitet sie als Grafikerin, Producer und Designerin. Sie vetrtitt einen organischen Ansatz, den sie in eine betont minimalistische Formgebung und Gestaltung umsetzt. Er ist gedanklich untermauert, denn sie versteht ihr Design als „umweltbewusste Harmonie“. Dieser Gedanke lässt sich gut durch Betrachten ihrer Objekte für Jensen begreifen, vor allem die Serie „Bloom“, ihr bekanntester Entwurf für Jensen, gibt beredtes Zeugnis davon. „Bloom“ bedeutet blühen, und dieser Vorgang aus der Natur, der für Schöpfung und Schönheit stehen mag, ist in der Damkjaer-Formgebung auf das ganz Wesentliche konzentriert, dabei präzise und elegant und funktional umgedacht, genau so, wie Design sein muss.

„Bloom“ steht für Harmonie, den Einklang mit dem Werden und Vergehen. An ihrer Form ist nichts überflüssig, nichts fehlt, um dem Titel „Bloom“ gerecht zu werden. Die Schale steht da, wie eine Skulptur, auf ihrer hochglanzpolierten Oberfläche spiegelt sich die räumliche Umgebung wider, ein Dialog mit dem, was sie umgibt, kann entstehen. Die Schale „Bloom“ gehört u. a. zum Sammlungsbestand des Museum of Modern Art in New York. Für Jensen hat Damkjaer weitere Produkte entwickelt, darunter den Teelichthalter und Kerzenständer „Bloom“ und das Käse-Set „Forma“ sowie einen Champagner-Cooler. Viele ihrer Werke wurden mit Awards ausgezeichnet,

darunter der „Red Dot Design Award“, der „Design Plus Award“, der „Wallpaper Magazine Design Award“. Ihr Repertoire ist breit, Beleuchtung, Keramik und auch Schmuck gehören dazu, Wohnaccessoires und Artikel für internationale Kosmetikmarken wie Guerlain.

ALLAN SCHARFFS NATUREINDRÜCKE Damkjaers Kollege Allan Scharff, der heute noch in Kopenhagen lebt und arbeitet, ist ebenfalls weit über die Grenzen seines Landes hin bekannt und aktiv. Für seinen Krug „Ibis“, erstmals hergestellt im Jahr 1990 für Jensen, erhielt er 1995 den Bayerischen Staatspreis. Scharffs Lieblingstiere sind Vögel und auch dieses international prämierte Objekt leitet sich in der Formgebung von Vorbildern aus der Vogelwelt ab. Allan Scharff ist gelernter Silberschmied. Seine Leidenschaft für das Material Silber entfachte während seiner

Oben und unten: Zaha Hadid, Michael Schumacher und Design-Team (Woody Yao, Maha Kutay und Weilong Xie), Manschetten-Armband bzw. Ring aus der „Lamellae“-Collection, die fünf Ringe und drei Manschetten-Armbänder umfasst, 2016 Foto: Courtesy Georg Jensen

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1/6/9/12) Zaha Hadid, CI im „Lamellae“-Style, Installation Georg Jensen für die Messe „Baselword“, „Hall of Vision“, 2016 Foto: Courtesy Georg Jensen 2) Maria Berntsen, Thermoskanne „Quack“, 2003 Foto: Courtesy Maria Berntsen 3) Allan Scharff, „Flycatcher“ (Schale), 1980, Sterlingsilber, ausgestellt im Dänischen Museum für Kunst & Design, Kopenhagen Foto: Courtesy Allan Scharff

4) Ausgezeichnet mit der Goldmedaille des Bayerischen Staatspreises im Jahr 1995: Allan Scharff, Krug „Ibis“, 1990, Sterlingsilber, für Jensen Foto: Courtesy Allan Scharff 6

5) Allan Scharff, „Bird of Prey“, 1990, 925erFoto: Courtesy Allan Scharf Silber


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7) Helle Damkjaer, „Champagner Cooler“, 2008 (Entwurf), hochpolierter Foto: Courtesy Helle Damkjaer Edelstahl 8) Allan Scharff, „Jubiläumsschale“ zum 100. Geburtstag von Georg Jensen, 2004 (Entwurf), 999er-Silber Foto: Courtesy Allan Scharff

10) Allan Scharff, „Made in Denmark“ (große Schale), 999er-Silber, mit Prägestempel auf der Wandung: „Made in Foto: Courtesy Allan Scharff Denkmark“ 11) Helle Damkjaer, zwei „Bloom Bowls“, 2014 (Entwurf), hochpolierter Foto: Courtesy Helle Damkjaer Edelstahl

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Lehre bei Georg Jensen, wo er eine Ausbildung in der dänischen Designtradition erhielt. Auch Scharffs Arbeiten sind betont funktional, manchmal haftet ihnen etwas Humorvolles an. Er glaubt an den Leitspruch modernen Gestaltens, dass „weniger mehr“ ist und konzentriert sich auf das Schaffen von Grundformen und Urformen. Dafür bedient er sich einer reduzierten Linienführung, die Gestaltung ist für unser Auge immer leicht erkennbar und nachvollziehbar. Linien und Texturen, die er in die Oberfläche des Metalls fügt, erzählen Geschichten, reflektieren Licht und Schatten und verleihen den Stücken eine haptische Lebendigkeit, ein Eigenleben. Wie in den nordeuropäischen Ländern im Design-Bereich Tradition, so ist auch für Scharff die Natur eine der wesentlichen Inspirationsquellen: „Die Natur inspiriert mich sehr. Natur bietet einfache Lösungen für

Oben: Helle Damkjaer, „Bloom Bowl“, 2014 (Entwurf), hochpolierter Edelstahl Rechts: Helle Damkjaer, „Leaf“ aus der Serie „Bloom“, 2013 (Entwurf), hochpolierter Edelstahl Fotos: Courtesy Helle Damkjaer

ansonsten komplizierte Designprobleme. Täglich untersuche ich, wie Pflanzen die richtige Kraft schaffen, um zu überleben. Die Natur hat eine Fülle von Formen. Die Natur ist das faszinierendste Schulbuch. Die Sprache der Natur ist visuell und direkt. Von den gigantischen Wind- und Schneeverwehungen der Berge bis zu den winzigen Konstruktionen, die ein Blatt entfalten kann. Ich werde nie müde, diese Meisterwerke zu studieren.“ In seiner frühen Schaf-

fensphase beließ der Künstler die Oberfläche des Silbers meist poliert und glatt. Nach vielen Reisen um die Welt entdeckte er interessante Techniken, um die Oberfläche des Silbers zu kultivieren. Daraus entstand eine spezielle Hämmertechnik, mit der sich Schüsseln bearbeiten lassen, die wie Kohl oder zerknittertes Papier gestaltet sind. Jüngere Arbeiten kennzeichnet er mit seiner eigenen Handschrift, die er durch Treibarbeit hunderte Male in der Oberfläche des Metalls verewigt – so entsteht eine vibrierende Oberfläche, die im Dialog mit dem Licht und dem Betrachter steht. Allan Scharffs vielfach ausgezeichnetes Werk wurde und wird von fast allen bedeutenden Sammlungen weltweit repräsentiert, darunter das Victoria & Albert Museum in London, das Museum of Modern Art in New York, die Neue Sammlung München und das Grassimuseum in Leipzig, um hier nur eine kleine Auswahl zu nennen.

EVERYDAY LIFE MIT MARIA BERNTSEN Das dänsiche „Quack“ heißt übersetzt quaken und „Quak“ ist nach dem Duden lautmalend für den Ton,


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den ein Frosch oder eine Ente von sich gibt. Maria Berntsen schuf für Jensen ein Design mit dem Titel „Quack“, und tatsächlich erkennen wir in den Objekten – allen voran steht hier eine Thermoskanne mit dem Umriss einer nach vorne gebeugten Ente da – das Tier, das diesen Laut von sich gibt: Eine Ente. Die Urheberin dieser lustigen Formgebung ist Maria Berntsen, die bis 1992 an der Kunstakademie in Kopenhagen und an der École d'Architecture de Bordeaux studierte und sodann ihr eigenes Atelier eröffnete. Für Maria Berntsen ist es fundamental, dass ihre Entwürfe einen bleibenden Wert haben. Zu ihrem Selbstverständnis und ihrer künstlerischen Vorgehensweise, die auf Beobachtung, Experiment, Emotion und Erfahrung basiert, erklärt sie: „Für mich ist die Arbeit mit Design ein Gefühl. Zu Beginn eines neuen Projekts suche ich vor allem nach einem Nerv, einem Geist. (…) Ich stelle mir vor, wie das Produkt verwendet wird und welche Ausstrahlung es in einem Raum haben wird – aufgrund dieser Stimmung beginne ich, über Form und Funktion nachzudenken. Der Prozess wird in meiner Werkstatt fortgesetzt, wenn ich dort bin, tauche ich in den Designprozess ein. Immer noch sehr intuitiv und meistens von meinen Händen und

den Möglichkeiten, die mir das Material bietet, beherrscht, beginnt die spielerische Suche in Kombination mit Erfahrung, so, dass das Produkt Gestalt annimmt. Ein Gedanke wird Wirklichkeit. Erfolg ist für mich, wenn mein Design vielen Menschen täglich Freude bereitet.“ Maria Berntsen begann ihre Zusammenarbeit mit Georg Jensen im Jahr 2000. Dass sie mit „Quack“ eine der

beliebtesten Georg Jensen-Kollektionen geschaffen hat, ist Beweis, dass ihre Methode zu Erfolg führt und großen Anklang bei den Menschen unserer Zeit findet. Bis heute ist die Serie „Quack“ in der Größe und Anzahl gewachsen. Zur Thermoskanne kamen unterdessen noch Sahnegießer, Zuckerschale, Tablett und Thermotassen für den allseits beliebten „Coffee to go“ in zwei Größen dazu. Alle Produkte kamen in Schwarz und Beige auf den Markt, mit Ausnahme des Tabletts, das es nur in Schwarz gibt. y

Von oben nach unten: Helle Damkjaer, „Bloom Artisan Dish“, 2016 (Entwurf), Tafelaufsatz, hochpolierter Edelstahl Foto: © und Courtesy: Helle Damkjaer

Allan Scharff, „Frugtfad“ (Schale), 1993 mit dem World Crafts Council Award Foto: Courtesy Allan Scharff ausgezeichnet Helle Damkjaer Foto: © und Courtesy: Helle Damkjaer

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AUKTIONSNOTIZEN

Tipp für Kurzentschlossene 24./25. Mai

Sommerauktion Kendzia, Hamburg Das Auktionshaus Kendzia lädt am 24. und 25. Mai zur Sommerauktion nach Hamburg ein. Rund 1.400 Lose aus 34 Kategorien kommen zum Aufruf. Die Abendauktion am 24. Mai beginnt mit Design-Vintage von Hermès und Chanel sowie einem großen Angebot von ausgewähltem Schmuck, geprüft von der hausinternen Gemmologin. Hier stechen vor allem florale Jugendstilentwürfe, lupenreine Brillanten und gute Farbsteine hervor. Für den Garten bietet Kendzia antike Sandsteindekorationen an. In der Rubrik Möbel wird ein expressionistisches Möbelensemble des Itzehoer Künstlers Wenzel Hablik (1889-1934) für einen Blankeneser Fabrikantenhaushalt 1909 entworfen, sicherlich Interessenten finden. Die Interieur-Sparte bietet dekorative Spiegel und Lampen von klassisch bis ausgefallen. In der Rubrik Uhren gilt es eine antike Sägeuhr, eine sogenannte Nan Jing Tischuhr sowie eine Taschenuhr Lange & Söhne mit A-1-Werk zu erwähnen. Der erste Tag wird beschlossen mit einer feinen Brüsseler Tapisserie mit der Darstellung von Hermes, der den hundertäugigen Riesen Argus in den Schlaf spielt, die von 1620 stammt. Außerdem gibt es Teppiche verschiedener Orientprovenienzen. Der 25. Mai beginnt mit Gemälden, Zeichnungen und Grafik. Sehnsucht nach Sommer, Meer und Süden erweckt eine große Strandszene von Hermann Nestel „Bordighera“ (1895). In den farbenfrohen Reigen reihen sich Arbeiten von Ivo Hauptmann, Konstantin Gorbatov und Walter Derpas sowie zwei Frühwerke von Herbert Zangs ein. Aus dem 17. Jahrhundert kommen ein typisches Fischstillleben von Alexander Adriaenssen aus der Zeit um 1600, das zum ersten Mal auf den Markt kommt, sowie feine Porträts. Arbeiten von Georg Philipp Hackert und Michail Konstantinowitsch Clodt von Jürgensburg sind die Glanzpunkte der Tier- und Landschaftsma-

lerei des 19. Jahrhunderts. Abstrakte Tuschearbeiten von K.R.H. Sonderborg und Chen Ximao bereichern das Angebot an Zeichnungen. In der Abteilung mit sakraler Kunst betört ein lebensgroßer Putto mit römischem Helm aus dem Würzburger Raum, der sich als Figura serpentinata Himmel und Erde gleichzeitig empfiehlt. Außerdem gibt es ein kleines Angebot alter russischer Ikonen. Unter den Figuren ist Erwin Oscar Ulmer (1888-1963), Weibein großer Marmorlicher Akt mit vor dem Kopf verschränkakt von Erwin O. Ulten Armen, 1909, Marmor, H 84 cm. mer interessant, unKendzia, Hamburg, 24./25.05.2019 ter den Asiatika feine Porzellane, reich ornamentierte Silberobjekte, frühe Bronzen, ostasiatische Buddhas und eine beinahe vier Meter lange Querrolle. Weiter geht es mit feinem Jugendstilglas von Burgun Schverer & Cie, Loetz Wwe., Daum, Gallé und Muller Frères aus der Sammlung eines Hamburger Rennstallbesitzers, deren erster Teil in der letzten Auktion Rekordergebnisse einspielte. Bei den Porzellanfiguren liegt der Schwerpunkt ebenfalls auf Stücken aus der Zeit um 1900, vor allem bei Tierfiguren von Max Esser, Erich Hösel, Paul Walter, Theodor Kärner und Louis Tuallion. Große Service möchten festlich aufgedeckt werden. Meißen mit Prunk- und Drachenmuster sowie schöne Einzelteile runden das Angebot ab. Das Silberangebot wird von einer floral getriebenen Hamburger Terrine des 18. Jahrhunderts sowie einer Moskauer Kaviardose mit Niellodekor „Vier Jahreszeiten“ angeführt. Empireobjekte und ein vegetabiles Mokkaservice von E. Friedmann, Wien, 1905 glänzen neben schönem Tafelsilber für den täglichen Gebrauch. 251 Teile eines preußischen Adelsbestecks mit plastischer Krone und Monogramm „W“ locken beim Bestecksilber ebenso wie antike Einzelteile und fast 500 Teile Fadenmuster von R&B. Den Auktionstag beschließt Kendzia mit Objets d’art und Varia. Hier werden Judaika, feinste Schnupftabakdosen mit Goldpiqué und Miniaturen sowie intarsierte Teacaddies angeboten.

Hermann Nestel (1858-1905), Bordighera, 1895, Öl auf Leinwand, 70 x 127 cm. Kendzia, Hamburg, 24./25.05.2019

TELEFON | 040/2299767 WEBSEITE | www.auktion-kendzia.de


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13.05.2019

16:32 Uhr

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www.wormser-auktionshaus.de www.lot-tissimo.de


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AUKTIONSNOTIZEN

29. Mai

31. Mai/1. Juni

Überschwang

Ferrovia

Quittenbaum, München

Wormser Spielzeug-Auktion, Worms

Ende 2018 versteigerte Quittenbaum mit den Art-déco-Skulpturen den ersten Teil der bedeutenden Sammlung Marie & David Cooper. Jetzt kommen weitere 100 Kunstwerke, Möbel und Objekte aus dem Anwesen des Londoner Anwalts David Cooper zur Versteigerung. Handwerkliche Perfektion, herausragende Schönheit und eine außergewöhnliche Ästhetik haben David Cooper schon sehr früh vom Reiz des Kunsthandwerks überzeugt. Für seine Sammlung kaufte er nur das Feinste. Das gilt für alle Sammelgebiete. Zu den Toplosen zählt Rembrandt Bugattis Bronze „Athlete nu au repos“, von der nach heutigem Wissensstand nur ein Guss ausgeführt worden ist. Selten auf dem Markt finden sich auch die Möbelentwürfe seines Vaters Carlo Bugatti. Hiervon sind fünf Positionen im Katalog. Neben der Fotokunst mit Arbeiten von Steve McCurry, Mario Sorrenti und Annie Leibowitz ist bedeutendes französisches Kunsthandwerk ein weiterer Schwerpunkt. Den Auftakt markieren Lalique-Gläser, darunter die Tischlampe „Suzanne“ von 1925. Von Cartier sind seltene Tischuhren von 1910 bis 1930 im Angebot, darunter eine gelbemaillierte Repetitionsuhr von 1910 sowie eine Art-déco-Uhr im Rosenquarzgehäuse. Ebenso attraktiv ist eine klassizistische Miniaturvase von Fabergé aus Bowenit. Eine spannungsvolle Ergänzung zu den filigranen Objets d’arts sind die Louis-VuittonKoffer sowie einige Automobile wie ein roter Ferrari 208 GTB von 1981 und ein Mercedes 280 SE Coupé 3,5 Liter, Baujahr 1972, die sich beide in bestem Zustand befinden.

Mit traditionell mehr als 4.000 Positionen ist auch die 125. Wormser Spielzeug-Auktion ein weiteres Mal sehr gut ausgestattet. In allen Bereichen rund ums antiquarische Spielzeug kann der interessierte Sammler besonders bei den Eisenbahnen wieder viele schöne und hochwertige Beispiele finden. Auch für den kleinen Geldbeutel gibt es attraktive Stücke, mit denen die eigene Sammlung erweitert werden kann. Beliebt ist vorherrschend alles, was sich um Modelleisenbahnen und das passende Zubehör dreht. Die Wormser Spielzeug-Auktion führt alle bekannten und auch weniger prominente Hersteller in den Spuren Z bis IIm. Hochwertig und besonders selten ist eine Gotthard-E-Lok der Ferrovie dello Stato, der italienischen Staatsbahnen, die konsequenterweise erst ab 14.000 Euro zu haben ist. Dagegen wird etwas weniger finanzieller Einsatz – mit Ausrufpreisen von 2.700 bis 3.750 Euro jedoch immer noch beeindruckend hoch – für feine Märklin-Modelle in H0 und Spur 0 und Spur 1 gefordert. Allen voran der dreiteilige Elektro-Triebzug ST 800 Typ 2 in H0, die Startpackung des D-Zugs SLR 800 und die E-Lok „Krokodil“ CCS 800 Typ 2 der Schweizerischen Bundesbahnen. In Spur 0 setzt sich das Highlight-Feuerwerk fort mit einer Märklin-Startpackung des Personenzugs R 66/12920/31/3 der DRG (Ausrufpreis 2.000 Euro) und einer Märklin US-Schlepptenderlok AD 1020 (2.300 Euro). Aber auch die E-Lok „Krokodil“ 5756 der SBB (1.650 Euro) und die Bahnhofshalle 2078/1 von Märklin in Spur 1 (1.200 Euro) sind begehrenswerte Objekte. Aus der Mode kommen auch nie die Dampfmaschinen, die bei der Offerte mit Blechspielzeug zu finden sind. Zwei liegende Dampfmaschinen von Bing, die Nr. 1019/1 ab 250 Euro und die Nummer 130/381, sind diesmal mit von der Partie.

TELEFON | 089/27370210 WEBSEITE | www.quittenbaum.de

TELEFON | 06247/90460 WEBSEITE | www.wormser-auktionshaus.de

Cartier, Paris, emaillierte Tischuhr, um 1910 (Schätzpreis 40.00050.000 Euro). Quittenbaum, München, 29.05.2019

Märklin, Gotthard-E-Lok 13020 der FS, Spur 1 (Ausrufpreis 14.000 Euro). Wormser Spielzeug-Auktion, Worms, 31.05./01.06.2019


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AUKTIONSNOTIZEN

31. Mai/1. Juni

Von Frauen und Männern Plückbaum, Bonn Derzeit feiern Kunstgeschichte und Kunstmarkt die Wiederentdeckungen bemerkenswerter Künstlerinnen vergangener Jahrhunderte, die nun mit Überblicks- und Einzelausstellungen sowie beeindruckenden Auktionsergebnissen endlich entsprechend gewürdigt und in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Das Auktionshaus Plückbaum freut sich daher besonders, ein bislang gänzlich unbekanntes und spannendes Werk der portugiesischen Malerin Josefa de Óbidos anbieten zu könJosefa de Óbidos, Anbetung des Kindes, 1667, Öl auf Kupfer, 22 x 29 cm nen. Für die portugiesische Barockmalerei sind ihre (25.000 Euro). Plückbaum, Bonn, 31.05./01.06.2019 Werke von außerordentlicher Bedeutung. Ihr zu Ehren veranstaltete das Museu de Arte Antiga in Lissabon 2015 die Sonderausstellung „Josefa de Óbidos und die Erfindung des portugiesischen Barocks“. Wie ihr Vater Baltazar Gomes Figueira, dem Begründer der lung für eine Entstehung im Umkreis des bedeutenden AntStilllebenmalerei in der portugiesischen Kunst, wurde sie für werpener Manieristen Pieter Coecke van Aelst spricht. Die ihre qualitätsvollen Stillleben und religiösen Motive bis in die prächtige Tafel zeigt ein mit einem Vogel spielendes Jesushöchsten Kreise der Aristokratie verehrt. Nur selten sind kind auf dem Schoß seiner Mutter, im Hintergrund öffnet Werke der bedeutenden Pionierin des Protobarocks auf dem sich der Blick auf eine weite flämische Landschaft (3.500 Kunstmarkt verfügbar. Ihr Gemälde „Anbetung des Kindes“ Euro). Besonders ist auch ein großformatiges Gemälde, das vereint das religiöse Motiv mit der Darstellung eines Früchtedem kurpfälzischen Hofmaler Johann Conrad Seekatz zuzustilllebens und ist in seiner intensiven Farbigkeit und besonschreiben ist und aus seiner Spätzeit um 1765 stammt. Bei deren Intimität ein Meisterwerk (25.000 Euro). Auf großes der mythologischen Darstellung handelt es sich wohl um Interesse der Altmeisterliebhaber dürfte auch die Muttergotden „Raub der Sabinerinnen“ mit Romulus und Hersilia in der tes mit Kind stoßen, die aufgrund des Stils und der Darstelzentralen Figurengruppe (8.000 Euro). Darüber hinaus kommt in der umfangreichen Gemäldeofferte ein seltenes pointillistisches Gemälde von Carl SchmitzPleis zum Aufruf, das eine träumende, am Fenster sitzende junge Frau mit Ausblick auf einen Park zeigt (2.800 Euro). Ebenfalls aus langjährigem Privatbesitz stammen zwei russische Triptychen des 17. Jahrhunderts, darunter eine Darstellung Johannes des Vorläufers mit verschiedenen Szenen aus seiner Lebensgeschichte (2.800 Euro). Das traditionsreiche Auktionshaus Plückbaum feiert heuer sein 90-jähriges Geschäftsjubiläum. Dem Anlass angemessen präsentiert sich einmal mehr das umfangreiche Angebot in den Sparten Gemälde, Skulpturen, Barock- und Biedermeier-Möbel, Teppiche und Kunstgewerbe. Unbedingt erwähnenswert ist ein seltener schwedischer Teetisch aus der Zeit um 1770 mit einer Fayence-Platte von Rörstrand. Die Platte ist unterseitig signiert „Rörstrand HB“ (wohl für Johann Hedberg oder Daniel Hillberg) und bemalt mit einer Landschaftsdarstellung in der Art von Chinoiserie-Malereien und umlaufender Rankenbordüre (12.000 Euro). Johann Conrad Seekatz (Grünstadt 1719-1768 Darmstadt) zugeschrieben, Raub der Sabinerinnen (?), Öl auf Leinwand, 120 x 151 cm. Plückbaum, Bonn, 31.05./01.06.2019

TELEFON | 0228/6883820 WEBSEITE | www.plueckbaum.de

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AUKTIONSNOTIZEN

31. Mai/1./7./8. Juni

Runner Lempertz, Köln Die Meinungen zu diesem Künstler sind so vielfältig wie seine Kunst selbst. Dass Kurt Schwitters zu den einflussreichen Künstlern des 20. Jahrhunderts gehört, steht außer Frage. Lückenlose Provenienzen, beachtliche Ausstellungen und ihre außergewöhnliche Seltenheit machen zwei Schwitters-Bilder zu einem Highlight im Lempertz-Katalog mit moderTony Cragg, Runner, 2014, ner Kunst. Das Gustav Bronze (Schätzpreis 300.000Finzlerbild von 1926/36 400.000 Euro). Lempertz, Köln, und eine Collage von 01.06.2019 1942/45 des Merz-Künstlers werden am 31. Mai versteigert. 400.000 bis 600.000 Euro lautet die Schätzung. Die Collage entstand in England, wo Schwitters von 1940 bis zu seinem Tod 1948 lebte. Sie ist auf 300.000 bis 500.000 Euro taxiert. Weiterhin findet man im Moderne-Katalog Werke großer Meister mit entsprechenden Schätzpreisen wie Pablo Picasso, dessen Farbkreide „Pigeons“ mit 180.000 bis 220.000 Euro bewertet ist, Ernst Wilhelm Nay mit der Leinwand „Elch und Elchkuh“ (160.000-180.000 Euro), Maria Mela Muter (Spanischer Tanz, 100.000-150.000 Euro), Willi Baumeister (Maler und Modell, 100.000-120.000 Euro), Gottardo Segantini (Lagrev in autunno, 80.000-120.000 Euro) oder Georg Schrimpf (Am Morgen, 60.000-80.000 Euro). Ebenfalls am 31. Mai steht Fotografie auf dem Programm. Lempertz hatte im Dezember 2017 eine bemerkenswerte Sammlung mit Arbeiten von Heinrich Kühn mit großem Erfolg und Rekordpreisen versteigert. Jetzt kommen wieder zwei herausragende Arbeiten des Fotografen für je 20.000 bis 30.000 Euro Schätzpreis zum Aufruf. Die Offerte mit zeitgenössischer Kunst am 1. Juni wird angeführt von Tony Craggs herausragender Bronze „Runner“, die mit einem Schätzpreis von 300.000 bis 400.000 Euro geführt ist. Die Raumplastiken und die Flächenbahn aus den 1950er-Jahren von Norbert Kricke stammen aus einer außergewöhnlichen Sammlung von drei Plastiken und drei Zeichnungen des Künstlers (Schätzpreise zwischen 20.000 und 40.000 Euro). Zu den Highlights zählen außerdem Emil Schumachers Leinwand „Blanco“ von 1985, auf 120.000 bis 150.000 Euro geschätzt, zwei Gemälde des documenta-Künstlers Zdeněk Sýkora (Schätzpreise 90.000 bis 200.000 Euro) sowie sechs Arbeiten in verschiedenen Techniken von C.O. Paeffgen. Asiatische Kunst aus Japan, China, Tibet und Nepal, Indien und Südostasien gibt es bei Lempertz am 7. und 8. Juni. TELEFON | 0221/9257290 WEBSEITE | www.lempertz.com

4. Juni

Metamorphosis Artcurial, Paris In den vergangenen 20 Jahren waren sie in der Dalí Foundation in Figueras ausgestellt. Am 4. Juni sind die Metamorphosis von Salvador Dalí, ein Ensemble aus 15 Werken auf Papier, das Highlight bei Artcurial in Paris. Salvador Dalí hat die Aquarelle und Gouachen für das spanische Pharmazieunternehmen Hoechst Ibérica, das sie in Auftrag gab, um sie für die Grußkarten des Unternehmens zu verwenden, zwischen 1959 und 1976 geschaffen. Der Schätzwert der Lose reicht von 20.000 bis 30.000 Euro bis in den Bereich von 70.000 bis 100.000 Euro. Die 15 Grußkarten kommen im Rahmen der großen Auktion impressionistischer und moderner Kunst zum Aufruf. Mit großer visueller Kraft veranschaulichen diese Arbeiten die für Dalís Vorgehen typische Mischung der Techniken – Tusche, Gouache, Aquarell oder Collage – und werden von einem handschriftlichen Text des Künstlers zum dargestellten Thema begleitet. So findet sich auf jedem Bild die surrealistische Inspiration Dalís in Form seiner großen Themen wieder: Metamorphose, Schmetterlingspuppen, Daphne und Don Quichotte. Diese wurden teilweise mit weihnachtlichen Motiven verbunden, vor allem aber mit Darstellungen der Natur und der Heilkraft von Arzneipflanzen. TELEFON | +33/(0)1/42992020 WEBSEITE | www.artcurial.com

Salvador Dalí, Herz (Corazon), 1968, Mischtechnik (Schätzpreis 60.000-90.000 Euro). Artcurial, Paris, 04.06.2019


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7. Juni

Villa in Versailles K&K, Heidelberg Mit dem Nachlass des Ehepaars Massoulié dürfte es bei K&K Auktionen Anfang Juni spannend werden, haben die beiden doch ein Leben lang in einer großen Villa in Versailles gelebt und leidenschaftlich gesammelt. Die Massouliés interessierten sich für französische Möbel wie Stühle und Fauteuils des Directoire und Empire, sie besitzen einen Refektoriumstisch (Taxe 1.000-1.500 Euro) und ein Tischkabinett mit Elfenbeineinlagen (2.500-3,000 Euro). Außerdem hatten es ihnen französische sowie englische Fayencen und Porzellane des 18. und frühen 19. Jahrhunderts angetan wie Creil-Montereau & Choisy-le-Roi, Staffordshire, Wedgwood, Alt-Paris und Sèvres. Dazu sammelten sie Antiken, Asiatika, antike Orientteppiche wie einen Seiden-Ghoms (600 bis 700 Euro) und alte Textilien, Scrimshaws sowie Schmuck. Im weiteren Programm stechen das silberne Vortragekreuz wohl aus Spanien des 16. Jahrhunderts (28.000-35.000 Euro) und die Kalksteinfigur der bekrönten Gottesmutter mit Jesusknaben aus Burgund oder Flandern um 1400 (8.000-12.000 Euro) hervor. Für Altmeistersammler interessant sind ein Hans II Jordaens zugeschriebenes Gemälde (5.500-6.000 Euro), eine Tuschezeichnung, die Giulio Romano zugeschrieben wird (6.000-6.500 Euro) sowie Zeichnungen von Jakob van der Does (800-1.000 Euro) und Johann Asam (800-900 Euro). Das Bildnis einer jungen Frau von James Warren Childe um 1815 stammt aus einer schönen Miniaturensammlung (380-450 Euro). Nicht nur regional interessant dürfte das Skizzenbuch des Hofjuweliers Nicolaus Trübner aus Heidelberg mit rund 200 Schmuckentwürfen und Zeichnungen sein (2.000-2.500 Euro). Die begehrenswerten Stücke für das Handgelenk kommen in Form der Cartier-Damenuhr Roadster mit Brillanten (14.00016.000 Euro), der Cartier Tank Française Gold (3.000-4.000) und der Rolex Oyster Perpetual Datejust in Gold mit Brillanten (4.000-6.000 Euro). TELEFON | 06221/840840 WEBSEITE | www.kunst-und-kuriosa.de

Burgund oder Flandern, bekrönte Gottesmutter mit Jesusknaben, um 1400, Kalkstein, H 60 cm (Taxe 8.000-12.000 Euro). K&K, Heidelberg, 07.06.2019

Gelber Ning-Hsia „Tigerteppich“, Westchina, Ende des 18. Jahrhunderts, Wolle geknüpft auf Baumwolle, Unikat, ca. 78 x 77 cm (Limit 2.500 Euro). Henry’s, Mutterstadt, 08.06.2019

8. Juni

Tigerteppich Henry’s, Mutterstadt Einzigartig ist der gelbe Ning-Hsia „Tigerteppich“, der Ende des 18. Jahrhunderts in Westchina geknüpft wurde. Die bedeutende und vielleicht auch kaiserliche Meditationsmatte in Tigerfelloptik ist das einzig bekannte Exemplar dieses Typus und stammt aus der Sammlung Drs. Koos de Jong. Seine Kollektion ist das Highlight von Henry’s bei der großen SpezialAuktion für Sammlerteppiche. Aus ihr kommen einige sehr frühe chinesische Sattelteppiche und tibetische Teppiche. Die von Koos de Jong zusammengetragenen Stücke sind ethnologisch äußerst selten und waren schon auf verschiedenen Ausstellungen zu sehen. Besonders erwähnenswert ist ein großer Khotan-Saf-Gebetsteppich. Die Sammlung ist zum Teil in dem von ihm verfassten Buch „Horse and Dragon“ publiziert. Des Weiteren gelangen hochwertige und seltene Bildteppiche zum Aufruf wie ein Kirman-Bildteppich aus den Meisterwerkstätten mit der Abbildung von Houshang Shah. Eine Reihe an authentischen Kaukasen kommt ebenfalls zum Aufruf, so ein wiesengrüner Karatchop-Kasak mit äußerst brillanten Farben, ein Tschelaberd-„Adler-Kasak“ in bemerkenswerter Qualität sowie ein früher Pinwheel-Kazak. Eine kleine Auswahl an bedeutenden Großformaten aus Heriz und Bakhschaisch gehören ebenfalls zum Angebot, das insgesamt über 300 hochwertige antike und dekorative Sammlerteppiche, Kelims und Tapisserien aus allen bedeutenden Knüpfländern wie Persien, der Türkei, dem Kaukasus, Turkmenistan, China und Tibet umfasst. Aus verschiedenen Privatsammlungen bietet das Auktionshaus unter anderem auch prominente, publizierte Stücke an. Am 21. Juni findet die nächste Jubiläums-Auktion mit einer Selektion hochinteressanter Objekte aus nahezu allen klassischen Auktionsbereichen statt. TELEFON | 06234/80110 WEBSEITE | www.henrys.de


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AUKTIONSNOTIZEN

7. Juni

Nächtliche Krieger Neumeister, München Zimmer, Spoerri, Purrmann, Zangs – die Bandbreite der Neumeister-Auktion „Klassische Moderne, Post War & Contemporary Art“ reicht von Bernd Zimmers in Strich und Farben kräftigen Komposition „Verstecke. Marae I“ (Schätzpreis 12.000-15.000 Euro) über die taghell leuchtende TessinImpression in Öl des Gartens der Casa Camuzzi von Hans Purrmann (30.000-40.000 Euro), von der Werkgruppe „Guerriers de la nuit“, 13 Bronzeskulpturen Daniel Spoerris, bis zu Herbert Zangs’ filigraner, organisch-abstrakter Komposition „Expansion“ (25.000-30.000 Euro). Eine weit gefächerte Offerte, die ergänzt wird von Leo Putz’ Porträt einer „Brasilianerin“ (15.000-20.000 Euro), einer „Carmen“ von Marc Chagall (40.000-60.000 Euor) und der Skulptur einer Tänzerin, modelliert von Fritz Klimsch (9.500-12.000 Euro). Im wahrsten Sinne des Wortes angeführt wird die Offerte von den „Guerries de la nuit“ von Daniel Spoerri. 1930 in Rumänien geboren, gehört Spoerri, beeinflusst von Jean Tinguely und Yves Klein, zu den wichtigen Objektkünstlern der Gegenwart. Seit 1990 lebt Spoerri in der Toskana, wo er den Skulpturengarten „Il Giardino“, für den er selbst zahlreiche Stücke schuf, eröffnete. Hier findet sich unter anderem eine Version der „Guerriers de la nuit“. Neumeister bringt nun eine identische Werkgruppe zur Versteigerung. Dabei handelt es sich um eine 1982 entstandene Gruppe aus 13 Elementen aus Bronze. „Sie haben noch keinen Körper, sondern bestehen aus Hutmodeln, die aber in diesem Fall ‚Krieger‘ heißen, weil sie ziemlich drastische Elemente haben. Meine Formen von Gesichtern haben anstatt Zähne Fleischwölfe, sie sind martialisch bestückt mit Heustechern oder Sensen. Der Kapitän z. B. hat eine Art Horn oder eine kleine Sichel“, so

Spoerri im Audioguide „Il Giardino“. Trotz ihrer kampffreudigen und offensiven Erscheinung erfüllen die auf Stelzen stehenden und beweglich eingeschränkten Krieger eine eher defensive Funktion. Fast könnte man die runden Figuren für überdimensionierte Spielzeugsoldaten halten. Die „Guerriers de la nuit“ zeigen einen wichtigen Prozess in Spoerris künstlerischem Schaffen: die Übertragung einer materialvielfältigen Assemblage in eine homogene bronzene Figur, die nur noch vage auf ihr Ausgangsmaterial verweist. TELEFON | 089/2317100 WEBSEITE | www.neumeister.com

7./8. Juni

Kandinsky zum Jubiläum Ketterer Kunst, München

Mit einem wiederentdeckten Gemälde von Wassily Kandinskys krönt Ketterer Kunst seine Jubiläumsauktionen zum 65-jährigen Bestehen des Hauses. Die „Treppe zum Schloss (Murnau)“ aus dem Jahr 1909 war seit seiner letzten Ausstellung im September 1916 in der Berliner Galerie Der Sturm nicht mehr öffentlich zu sehen. Bis vor kurzem war sein aktueller Standort auch in der Fachwelt unbekannt und Experten wie beispielsweise die Autoren des 1982 erschienenen Werkverzeichnisses wussten nichts über den Verbleib der Murnauer Schlossansicht. Inzwischen ist jedoch klar, dass das außergewöhnliche Zeugnis aus Wassily Kandinskys expressivem Frühwerk 1919 in Amsterdam war und dort in der Sammlung des schweizerisch-belgisch-französischen Avantgarde-Musikers Arthur Pétronio beheimatet war. Ein weiterer spannender Aspekt der Provenienzgeschichte ist, dass sich die Arbeit seit ungefähr 1930 im Besitz des niederländischen Journalisten und Kunstund Musikkritikers Paul F. Sanders befand. Den Zweiten Weltkrieg hat das Gemälde vermutlich nur deshalb wohlbehalten überstanden, da es wohl als Teil der Sammlung Sanders im Stedelijk Museum in Amsterdam eingelagert war, was dem guten persönlichen Kontakt zwischen dem Sammler und Willem Sandberg, dem Kurator und späteren Direktor des Amsterdamer Museums, zu verdanken ist. Letzterer half damals zahlreichen jüdischen Sammlern, ihre Bilder vor den NatioDaniel Spoerri, Guerriers de la nuit, 1982, goldfarbene Bronze auf schwarzen Marmorsockeln, nalsozialisten zu verstecken. Nach je 136 cm × 90 cm (Schätzpreis 100.000-150.000 Euro). Neumeister, München, 07.06.2019 dem Krieg gelangte der Kandinsky nach Amerika, als Paul F. Sanders


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Figur des Bodhidharama, China, Qing-Dynastie, vermutlich Qianlong-Zeit (1735-96), dunkelgrünes Geröllgestein, H 12,5 cm (Taxe 80.000-100.000 Euro). Van Ham, Köln, 12.06.2019

12. Juni

Der erste Patriarch Wassily Kandinsky, Treppe zum Schloss (Murnau), 1909, auf Malkarton (Schätzpreis 1,5-2,5 Mio. Euro). Ketterer Kunst, München, 07./08.06.2019

Van Ham, Köln

1946 als Korrespondent der Widerstandszeitung „Het Parool“ nach New York auswanderte. Seit dem Tod des renommierten Journalisten im Jahr 1986 befindet sich das Meisterwerk im Besitz seiner Nachfahren. Auch diese dürften die Arbeit nicht zuletzt aufgrund ihrer kunsthistorischen Bedeutung schätzen. Die „Treppe zum Schloss (Murnau)“ markiert den Übergang vom Expressionismus zur abstrakten Malerei sowohl in Kandinskys malerischem Schaffen als auch in der Entwicklung der Kunst der Moderne im Allgemeinen. Das Ölgemälde entstand während Kandinskys zweitem Murnau-Aufenthalt mit Gabriele Münter. Es kündigt in der Auflösung der Formen und dem freien, explosiven Farbspiel der Komposition bereits den entscheidenden Prozess und den persönlichen Weg des Künstlers in die Abstraktion an. Spannend ist auch die Tatsache, dass Kandinskys synästhetisches Kunstkonzept großen Einfluss auf die Entwicklung der avantgardistischen Musik der Moderne hatte und umgekehrt. Darum ist es besonders bezeichnend, dass die „Treppe zum Schloss (Murnau)“ die Sammlungen zweier Musiker bereichert hatte. Während im internationalen Vergleich ähnliche Werke bereits Summen im zweistelligen Millionenbereich erlösten, wurde ein solches Glanzstück aus der besten Murnauer Zeit des Künstlers in Deutschland noch nie angeboten.

Die fein geschnitzte Figur des Bodhidharama aus der Qianlong-Zeit (1735 bis 1796) gehört genauso wie der aus China stammende monumentale Säulenteppich, der vermutlich einst im Palast auslag, zu den außergewöhnlichen Stücken der Auktion für asiatische Kunst. Die ungewöhnliche Art der Darstellung sowie das untypische Material machen die Figur des Bodhidharama zum Highlight bei Van Ham. Das dunkelgrüne Geröllgestein ist extrem fein und detailreich ausgearbeitet. Das Gesicht wirkt regelrecht porträthaft, der Körper lebendig und mit Zeichen des entbehrungsreichen Lebens, während die Kleidung mit Falten und Bändern gut dargestellt ist. Bodhidharama gilt als der erste Patriarch des Chan-Buddhismus. Er soll aus Persien oder Indien stammen und seine nicht-chinesische Herkunft wird in der Darstellung deutlich. Seine kugeligen Augäpfel stellt man aufgrund einer Legende so dar, nach der er sich die Augenlider abgeschnitten habe, aus Ärger über sein Einschlafen bei der Meditation. Aus den weggeworfenen Lidern sollen die ersten Teesträucher gewachsen sein. Die Arbeit stammt aus einer hessischen Privatsammlung und wurde in der Zeit des Boxeraufstands, 1900/01 vor Ort erworben. Jetzt ist sie auf 80.000 bis 100.000 Euro geschätzt. Bei dem Säulenteppich mit Drache handelt es sich um eine weitere außergewöhnliche Arbeit. Aufgrund der ungewöhnlich großen Maße wurde er vermutlich im chinesischen Palast verwendet. Der Drache und auch alle anderen Motive sind sehr gut ausgearbeitet, insbesondere das Schuppenmuster des Drachen ist ein bemerkenswertes Detail (Schätzpreis 800-1.000 Euro).

TELEFON | 089/552440 WEBSEITE | www.kettererkunst.de

TELEFON | 0221/9258620 WEBSEITE | www.van-ham.com


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AUKTIONSNOTIZEN

20. bis 22. Juni

Kaffee mit Josef Hoffmann Wendl, Rudolstadt Ein ganz besonderes Kernstück glänzt bei Wendl zur Sommerauktion zwischen all den vielen Losen. Es ist ein sechsteiliges, silbernes Kaffee- und Teeset, das Josef Hoffmann 1918 für die Wiener Werkstätte entworfen hat. Ab 5.500 Euro ist die bestens erhaltene Garnitur mit passig gebuckelten Wandungen zu ersteigern. Überhaupt ist für Liebhaber von Jugendstil und Art déco viel Schönes dabei. Aus Hamburg wurde eine Sammlung von Jugendstilglas mit Silber-Overlay eingeliefert, aus Thüringen schöne Jugendstilgläser, aus Frankreich die sehr große Jugendstilvase Daum mit Mohnblüten (Limit 1.800 Euro) und aus einer Berliner Auflösung stammen farbenfrohe Keramikplatten der Manufaktur Johann von Schwarz mit Frauenköpfen, die Carl Sigmund Luber um 1900 entwarf (je 240 Euro). Beim Porzellan finden sich eine Deckelschüssel aus dem „Speiseservice Riemerschmid“ von Meißen – entworfen 1904/05 – mit dem Dekor „Blaue Rispe“ in Unterglasurblau (500 Euro) und die hinreißende Gavottetänzerin, die Rudolf Marcuse 1910 für die KPM Berlin entwarf (900 Euro). Ein elegantes Collier mit Altschliffbrillanten und Diamantrosen gibt es ab 1.300 Euro. Der Jugendstilsessel von Emil Gallé ist mit Brandstempel signiert. Ein weiterer Schwerpunkt bei Wendl ist traditionell das Porzellan. Unter den 31 Porzellangemälden sind auch Platten der KPM wie diejenige mit der Darstellung von Hagar und Ismael von Robert Werlich nach dem gleichnamigen Gemälde von Emanuel Krescenc Liska sowie die von Louis Scherf um 1910 gemalte Kopie der Sixtinischen Madonna (2.400 Euro). In der Sammlung hochwertiger PorzellanVitrinentassen des Empire und Biedermeier sind zahlreiche Stücke der KPM sowie eine außerordentlich seltene Tasse der Manufaktur Gotha. Diese entstand 1811 zum Gedächtnis an die Errichtung des Kandelabers in Catterfeld und zeigt den Obelisken sowie das Porträt Herzog Augusts von Sachsen-Gotha-Altenburg (1756-1822) in feinster Sepiamalerei und Goldstaffage (390 Euro). Zeugnisse früher Meißener Feinmalerei sind eine frühe Schokoladenkanne und eine Teedose, die je um 1740 gefertigt und mit Kauffahrteiszenen verziert wurden (2.000 und 1.000 Euro). Unter dem figürlichen Porzellan sticht die anmutige Meißener Figur der Loreley hervor, die auf einen Entwurf von Ernst Julius Hähnel zurückgeht (1.200 Euro). Das Bauhaus-Jahr strahlt auch nach Rudolstadt. Die Terrakotta der Bauhaus-Künstlerin Ilse Fehling entstand 1940 als lebensgroße Porträtfigur ihrer damals 12-jährigen Tochter Gaby. Der Vorbesitzer erwarb dieses Unikat 1990 in der Galerie Bernd Dürr in München anlässlich der Ausstellung „ilse fehling – bauhaus bühne akt skulptur – 1922-1967“. Mit Spannung erwartet wird der Aufruf des Gemäldes „Abend auf Helgoland“ des Thüringer Malers Heinrich Ludwig von Gleichen-Russwurm (6.500 Euro). Mit 15.000 Euro ist der „Zug des Bacchus“ von Januarius Zick angesetzt, dessen Urheber 1760 zum kurtrierischen Hofmaler ernannt wurde und später Intarsienbilder für Da-

Josef Hoffmann, sechsteiliges Kaffee-/Teeset für die Wiener Werkstätte, 1918 (Limit 5.000 Euro). Wendl, Rudolstadt, 20.-22.06.2019

vid Roentgen entwarf. Von August Gaul gibt es eine Bronze eines lebensgroßen Schwanenkükens, die er nach dem 1905 in Krefeld aufgestellten Schwanenkükenbrunnen formte (550 Euro). Sammler barocker Schnitzkunst werden an einem Heiligen Georg, dem Drachentöter (240 Euro) und einem Paar großer Barockengel (3.900 Euro) sicherlich Gefallen finden. Neben den vielen Jugendstilgläsern ist beim Glas auch das Biedermeier sehr präsent. Eine ganze Sammlung Flakons aus dieser Zeit wurde aus dem Berliner Nachlass der Eheleute Dr. von Wysocki eingeliefert (Limitpreise von 60 bis 180 Euro), aus anderen Quellen stammen ein früher Biedermeier-Briefbeschwerer aus Lythialinglas (550 Euro) sowie ein Satz von 15 Biedermeier-Glastellern mit geschliffenen Ansichten (420 Euro). TELEFON | 03672/424350 WEBSEITE | www.auktionshaus-wendl.de

24. bis 27. Juni

Große Fülle Künker, Osnabrück Mit 4.000 Losen bietet die Sommerauktion von Künker wieder eine Fülle an Material: Spezialsammlungen Brakteaten, Frankreich und Polen, mittelrheinische Münzen aus der Sammlung Link, die Solmssammlung von Günter Westphal, eine Partie Venedig und vieles mehr. Auktion 322 beginnt mit einer umfangreichen Partie ausgewählter Brakteaten des Hochmittelalters. Außerdem wird die Solmssammlung Günter Westphal versteigert, dort finden auch Numisnautiker eine reiche Auswahl an interessanten Stücken. Auktion 323 ist zwei Spezialsammlungen gewidmet: Der mit 850 Losen beeindruckend umfangreichen Sammlung französischer Münzen und Medaillen sowie polnische Raritäten, wie man sie nur selten zu sehen bekommt, unter anderem mit einem weiteren Teil der Sammlung Phoibos. Auktion 324 ist den Goldmünzen und Goldmedaillen gewidmet. Es werden große Serien Italien – darunter eine umfangreiche Partie Sizilien und Venedig – und Südamerika aufgelöst. Auf die beiden Auktionen 322 und 324 verteilt


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AUKTIONSNOTIZEN

Deutsches Kaiserreich, Bayern, Otto II., 1886-1913, 20 Mark, 1913 (Taxe 20.000 Euro). Künker, Osnabrück, 24.-27.06.2019

ist die Sammlung Eberhard Link. Sie umfasst diesmal in erster Linie Münzen des mittelrheinischen Raums. Aber Eberhard Link streute seine Interessen wesentlich weiter, so findet sich zum Beispiel unter der Abteilung Schweden eine umfangreiche Partie von schwedischem Plattengeld aus seiner Sammlung. Dass neben all den Spezialsammlungen auch das klassische numismatische Spektrum mit zahlreichen Raritäten abgedeckt wird, ist bei Künker geradezu selbstverständlich. TELEFON | 0541/962020 WEBSEITE | www.kuenker.de

28./29. Juni

Expressionisten war für den Minimalisten Robert Mangold die Initialzündung, die ihn zur Malerei brachte („Red with Green Ellipse/Black Frame“, 180.000-240.000 Franken). Alfred Jensen beschreitet einen ganz eigenen Weg, der über die Auseinandersetzung mit der Kunst indigener Völker wie den Mayas geprägt ist („Temple of Paestum“, 90.000-140.000 Franken). Jean Fautrier (100.000-200.000 Franken) sowie Jean-Paul Riopelle (50.000-100.000 Franken) repräsentieren das französische Informel der 1950er- und 1960er-Jahre. Von Sigmar Polke gibt es zwei Aquarelle aus dem Spätwerk (zwischen 60.000 und 140.000 Franken). Die Auktion mit Schweizer Kunst umfasst einen eindrücklichen Überblick über die hiesige Malerei zwischen 1850 und 1950. Fast alle bedeutenden Schweizer Künstler dieser 100 Jahre sind mit Werken in Öl oder mit teils wichtigen Papierarbeiten vertreten. Zu den frühesten Gemälden gehört ein Großformat von Alexandre Calame („Landschaft“, 60.000-100.000 Schweizer Franken). Das eindrückliche, 1884 von Giovanni Segantini geschaffene Pastell „Die letzte Mühe des Tages“ steht bereits an der Schwelle zur Moderne. Von François Millet beeinflusst, zeigt es einen unter der Last eines schweren Holzbündels gebückten Schäfer mit seiner Herde abends zu Tale ziehen (250.000-350.000 Franken). Derselbe Giovanni Segantini sollte etwa 15 Jahre später seinen jüngeren Kollegen und Schüler Giovanni Giacometti zu dessen beeindruckenden „Panorama von Muottas Muragl“ inspirieren: Ein aus vier Leinwänden bestehender, insgesamt über fünf Meter breiter Blick auf die Engadiner Berg- und Tallandschaft (2,8-4 Mio. Franken). TELEFON | +41/(0)44/4456363 WEBSEITE | www.kollerauktionen.ch

Moderne Schöne Koller, Zürich Der Eindruck eines lichtdurchfluteten Sommertages wird geradezu verströmt, und so kann „Autour de la Forêt – Juin“ von Alfred Sisley von 1885 als Paradebeispiel der impressionistischen Malerei angesehen. Es ist das Highlight in Kollers Katalog mit Impressionismus und klassischer Moderne (700.0001.000.000 Schweizer Franken). Von Oskar Kokoschka, dem soeben eine große Schau im Kunsthaus Zürich gewidmet war, stammt das Bildnis „Ann Windfohr“ (60.000-80.000 Franken). Max Ernst mit „Paysage de Corbières“ (100.000-150.000 Franken) und René Magrittes „Les voies et moyens“ (250.000400.000 Franken) vertreten den Surrealismus. Die Auktion „PostWar & Contemporary“ am 29. Juni wird dominiert von herausragenden Werken der amerikanischen Nachkriegskunst. Mit dem Abstrakten Expressionismus emanzipiert sich die amerikanische Kunst erstmals vollkommen von europäischen Einflüssen. Theodoros Stamos gehört mit zu den führenden Abstrakten Expressionisten der ersten Generation und ist für seinen souveränen Umgang mit Farbe bekannt („Hovering yellow Sun-Box“, 40.000-60.000 Franken; „Infinity FieldLefkda Series“, 30.000-50.000 Franken). Der Bildhauer David Smith verdeutlicht in seiner doppelseitigen Zeichnung von 1959 die gestische Malerei eindrücklich (18.000-24.000 Franken). Auch die Zeichnung von Robert Motherwell repräsentiert den dynamischen, gestischen Stil (30.000-50.000 Franken). Der Besuch einer Ausstellung mit Werken der Abstrakten

René Magritte, Les voies et moyens, 1948, Gouache und Gold auf Papier, 40,5 × 32,8 cm (Schätzung 250.000-400.000 CHF). Koller, Zürich, 28./29.06.2019

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AUKTIONSNOTIZEN

Nachberichte

Die Rast im Walde Eppli, Leinfelden-Echterdingen Albert Weisgerber war am 26. April mit einem Spitzenzuschlag von 28.000 Euro der Star der Versteigerung des Stuttgarter Auktionshauses Eppli. Das Bietgefecht war fast so spannend wie die Geschichte des Gemäldes „Rast im Walde“. „Aufenthaltsort unbekannt“ steht im Werkverzeichnis von Saskia Ishikawa-Franke aus dem Jahre 1978, während das Werk bis 1938 in der Sammlung Max Meirowskys verzeichnet war und danach in Familienbesitz schlummerte. Auch die Datierung des Gemäldes konnte auf das Jahr 1914 geklärt werden. Ein süddeutscher Telefonbieter kann nun Bild und Geschichte übernehmen. Gefolgt wurde dieses Ergebnis von Otto Pippels Caféhausszene „In Monte Carlo“ mit einem Zuschlag (ebenfalls inklusive Aufgeld) von 14.000 Euro, um das sich allein 15 Bieter mit telefonischem und schriftlichem Vorgebot bewarben. Auch in den weiteren Sparten wurden die besten Zuschläge der rund 400 verkauften Lose für namhafte Objekte erzielt. Für den bronzenen Sisyphus von Wilhelm Julius Frick kämpften die Interessenten bis 1.600 Euro. Beim Porzellan waren wie so oft die Stücke aus Meißen die Interessantesten. Elf der begehrten Prunkschalen mit reichen Zierden und Vergoldungen konnten für Hammerpreise bis 700 Euro zugeschlagen werden. Auch feines Kunsthandwerk in Metall wurde hoch geschätzt. Fünf asiatische Figuren im Konvolut

steigerten die Bieter von 400 auf 1.400 Euro – sicher eine kleine Entdeckungsreise. Mit 2.000 Euro schlossen die Gebote für einen silbernen Schwan – eine seltene Schale einer deutschen Silberschmiede mit Blauglaseinsatz. Nach fast 600 aufgerufenen Kunstwerken und Antiquitäten lag der höchste Zuschlag in der Sondersparte „Sammlung religiöser Prachtschriften“ bei 1.300 Euro für zwei Faksimilebände mit historischer Bedeutung und reichen Illustrationen. TELEFON | 0711/2209087 WEBSEITE | www.eppli.com

Neue Sichtweise Henry’s, Mutterstadt Henry’s konnte in seinen Auktionen Ende April einige erfreuliche Ergebnisse erzielen. Den höchsten Sprung machten drei Biedermeier-Ansichtenteller der KPM aus der Zeit um 1830, die mit einem Limitpreis von 450 Euro starteten und für 3.720 Euro (inklusive Aufgeld) zugeschlagen wurden. James Rizzis Grafik brachte für 9.300 Euro eine vollkommen neue Sichtweise auf das Leben. Auch für eine Prunkpendule mit der Signatur des Uhrmachers und des Ebenisten, Ludwig XV. aus Frankreich aus der Zeit um 1760 wurde der Limitpreis fast verdoppelt. Das Ergebnis lautete 5.084 Euro. Schmuckliebhaber interessierten sich vor allem für einen 14-karätigen Goldring mit Brillant (Zuschlag 6.200 Euro) und ein Paar 18-karätige Goldohrstecker mit Brillanten (Zuschlag 6.944 Euro). Ein schlanker, eleganter Spiegel aus Frankreich aus den Jahren 1810/20 ließ die mindestens gewünschten 850 Euro ebenfalls weit hinter sich. Knapp 4.000 Euro wurden schlussendlich dafür bezahlt. TELEFON | 06234/80110 WEBSEITE | www.henrys.de

Albert Weisgerber, Rast im Walde, Öl auf Leinwand doubliert, 1914, 80 x 65 cm (Aufruf 6.500/Zuschlag inkl. Aufgeld 28.000 Euro). Eppli, Leinfelden-Echterdingen, April 2019

James Rizzi, A New Look at Life, Grafik, XX/C (Limit 3.000 Euro/ Zuschlag 9.300 Euro inklusive Aufgeld. Henry’s, Mutterstadt, April 2019


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AUKTIONSNOTIZEN

Notiz

Kunstraub Hargesheimer, Düsseldorf Ein auf den ersten Blick unscheinbares, aber reizvolles Kästchen – geformt wie ein Buch – sollte am 12. April 2019 im Rahmen der Auktion mit bedeutenden Ikonen von Hargesheimer unter den Hammer kommen. Bereits im Vorfeld war das internationale Interesse geweckt und zahlreiche Bieter auf den Plan gelockt. Doch kurz vor dem Aufruf wurde das Los, noch während der laufenden Auktion zurückgezogen. Zur großen Enttäuschung zahlreicher Interessenten. Eingegriffen hat die international bekannte Spezialistin für byzantinische Kunst, Maria Paphiti. Der Grund: Wie eine Beschreibung zum Reliquienkästchen aus dem Jahre 1912 beweist und Augenzeugen zu berichten wissen, gehörte es einst zum Schatz der Kirche des Heiligen Mamas in Morfou auf Zypern. Während der türkischen Besetzung Nordzyperns im Sommer 1974 ist es wie viele andere Kunstschätze und Kulturgüter unrechtmäßig entwendet und ins Ausland verkauft worden. Von der Erbin eines verstorbenen Ikonen-

sammlers aus Norddeutschland bei Hargesheimer eingeliefert, konnte man aufgrund fehlender Dokumente seine Geschichte seit 1974 nicht mehr nachvollziehen. Nun entschieden die Geschäftsführer Susanne und Frank Hargesheimer, das Reliquienkästchen von der Einlieferin zu erwerben, um es dem rechtmäßigen Eigentümer, der Stadt Morfou, als Geschenk zu stiften. Im Deckel befindet sich das Bild eines Heiligen, auf dem Deckelboden ist eine eingearbeitete Metallabdeckung mit gravierter Datierung 1835 mit eingesetzten Knochensplittern. Im Zentrum der Komposition erscheint der auf einem Löwen reitende Heilige Mamas flankiert von je zwei weiteren Heiligen. Zahlreiche, teilweise sich widersprechende Mythen berichten von dem Leben des Heiligen, der als Märtyrer im 2. Jahrhundert hingerichtet worden ist. Im späten Mittelalter erfuhr der Heilige Mamas besonders auf der Insel Zypern große Verehrung. Der Legende nach schwamm sein Sarg nach Zypern, nachdem seine Eltern ihn dem Meer übergeben hatten. In der Folgezeit wurde Mamas ganz zum Zyprioten gemacht: Er lebte auf der Insel als Einsiedler. Nach einer weiteren Legende war er als Einsiedler wegen Nichtzahlung einer Kopfsteuer verhaftet worden. Als er auf einem Löwen reitend und ein Lamm auf dem Schoß haltend im Palast des Statthalters eintraf, wurde ihm lebenslange Steuerfreiheit zugesichert. Daher gilt er als Schutzpatron der Steuerberater, außerdem auch der Finanzbeamten, Steuerpflichtigen und Steuerhinterzieher. Das Kästchen mit den Reliquien kehrt nun in das Kloster des Heiligen Mamas in Morfou (derzeit Güzelyurt), das über dem Grab des Heiligen im 18. Jahrhundert erbaut wurde, zurück. Die offizielle Übergabe an den Gesandten des Metropoliten Neophytos von Morfou, den Archimandrit Fotios Ioakeim, erfolgte in Anwesenheit der Byzantinistik-Expertin Maria Paphiti und der zypriotischen Botschafter aus Berlin am 14. Mai bei Hargesheimer in Düsseldorf. TELEFON | 0211/30200122 WEBSEITE | www.kunstauktionen-duesseldorf.de

Neue Repräsentanz Demessieur, Düsseldorf

Ein einst aus dem Kloster des Heiligen Mamas von Morfou in Zypern gestohlenes Reliquienkästchen mit Knochensplittern des Hl. Mamas, das Hargesheimer erwarb und nun am 14. Mai an den Gesandten des Metropoliten Neophytos von Morfou offiziell übergeben wird.

Das Düsseldorfer Auktionshaus Demessieur hat eine neue Repräsentanz in Görlitz eröffnet und freut sich über die Erweiterung. Das Auktionshaus Demessieur führt regelmäßig bis zu sechs Auktionen jährlich durch, in denen Kunstgegenstände aller Kategorien zur Versteigerung kommen. So am 25. Mai im Düsseldorfer Stammhaus. Demessieur erzielt regelmäßig Höchstpreise wie zuletzt 40.000 Euro für einen tibetischen Thangka oder 25.000 Euro für ein Perlencollier mit einem großen Smaragd. Die Eröffnung in Görlitz fand am 17. und 18. Mai statt, wo man bei den Mitarbeitern des Hauses mit über 30 Jahren Erfahrung im Kunst- und Antiquitätenhandel seine Kunstgegenstände kostenfrei bewerten lassen konnte. TELEFON | 0211/93655885 WEBSEITE | www.www.demessieur.de

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Entdeckung Malerei 19. Jahrhundert Spitzer, Gerd: Christian Friedrich Gille 1805-1899 – Malerische Entdeckung der Natur, 236 Seiten, zahlreiche Abbildungen, überwiegend in Farbe, Michael Imhof Verlag, Petersberg, 2018, Preis: € 39,95. Hochbetagt und in großen finanziellen Nöten bot Christian Gille 1890 der Dresdner Tiedge Stiftung 500 Ölstudien und Zeichnungen aus 50 Schaffensjahren zum Kauf an. Ein klein wenig schwang dabei auch die Hoffnung mit, dass diese dann vielleicht im neuen Akademiegebäude ausgestellt würden, womit er einen konstruktiven Beitrag zur Ausbildung junger Kunststudenten leisten könnte und dann doch nicht ganz in Vergessenheit geraten würde. Dem Ansinnen wurde nicht stattgegeben, die Stiftungsmitglieder spra-

seine persönlichen Eindrücke und vielfältigen Beobachtungen in der freien Natur malerisch umzusetzen. Zu Lebzeiten wurde Gille nie explizit als moderner Landschaftsmaler wahrgenommen, sondern fristete, zeitlebens unterschätzt, sein karges Dasein als Auftragsmaler. Sein malerisches Werk gestaltete sich infolgedessen thematisch eher indifferent. Dank des Engagements privater Sammler sind seine Ölskizzen, die ihm heute einen festen Platz in der Geschichte der modernen Landschaftsmalerei sichern, aber in großer Zahl erhalten geblieben. Dem breiten Publikum ist sein Name allerdings noch immer nicht geläufig, was die vorliegende Publikation ändern möchte. ISBN 978-3-7319-0767-1

Auf den zweiten Blick Zeitgenössische Malerei Stahl, Johannes, (Hg.): Sabine Liebchen, 95 Seiten, Abbildungen überwiegend in Farbe, Wienand Verlag, Köln, 2019, Preis: € 30,-.

chen sich gegen den Ankauf aus, nicht ahnend, dass es sich dabei um das eigentliche, durchaus bedeutsame Oeuvre dieses Künstlers handelte. Ausschlaggebend für diese Fehlentscheidung war nicht zuletzt die geforderte Summe von 5000 Mark, 10 Mark pro Blatt, obwohl der Preis eine Rolle spielte, sondern vielmehr eine damals gängige Geringschätzung von Skizzen und Studien im Allgemeinen. „Könnte man das Skizzieren nach der Natur überhaupt dem Landschaftsmaler abgewöhnen, damit er gleich lernte, einen würdigen Gegenstand unmittelbar geschmackvoll in einen Rahmen zu beschränken, so wäre viel gewonnen.“, schrieb in diesem Zusammenhang kein geringerer als Johann Wolfgang von Goethe. Für Christian Gille waren und blieben diese Natur- und Landschaftsstudien aber lebenslang eine Herzensangelegenheit. Er schuf diese Skizzen gar nicht zielgerichtet als Vorbereitung für später auszuführende Gemälde, ihn fesselte die künstlerische Herausforderung,

Zeigen uns die Dargestellten auf Sabine Liebchens Bildern nun den schönen Rücken, der bekanntlich durchaus Entzücken hervorrufen vermag oder doch die kalte Schulter? Eigentlich weder noch, obwohl festzuhalten ist, dass aus-


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nahmslos jede dieser weiblichen Figuren – tatsächlich dominieren Frauen das Werk der Künstlerin, Männer finden sich nur selten als Sujet – in Rückenansicht auf der Leinwand erscheinen. In der Regel sind es junge, moderne Frauen, stets sportlich-elegant gekleidet, egal ob im Businessoder Freizeitlook, mit oder ohne Handtasche, Sonnenbrille oder Handy am Ohr und fast jede hat die Haare lang, entweder lässig zu einem Dutt zusammengezwirbelt oder

„Was ihn auszeichnet ist eine stille, reflexive, erinnerungsstark konzentrierte Arbeit vor Ort, die ihn auch zum Lehrer der Kunsthochschule befähigte und ihm u.a. die Aufnahme in die Bayerische Akademie der Schönen Künste eintrug. Es lohnt sich, auf die oft heitere Attitüde seiner Bilder und Bildobjekte zu achten, und auf die darin manifestierte Fantasie, insbesondere aber ihre Lautstärke oder den Sound dieser Kunst, die alles Gedröhn und alle Kraftmeierei vermeidet.“ Der Künstler Heinz Butz, den Gottfried Böhm mit diesen Worten in seinem Beitrag charakterisiert, wurde 1925 in Dillingen geboren. Nachdem er zwei Jahre in seiner schwäbischen Heimat an der Kunstschule der Stadt Augsburg studiert hatte, wechselte er 1950 an die Akademie der Bildenden Künste in München. Parallel zum Studium lehrte er damals bereits an der Werkschule in Augsburg und ab 1967 bis zu seiner Emeritierung 1991 schließlich in München an der Akademie. In die Öffentlichkeit trat er mit seinen Werken regelmäßig seit den 1880er-Jahren. In großen und kleinen Städten Deutschlands, in Rom oder Zürich konnten sie

offen getragen, und sie alle wenden sich vom Betrachter ab. Auffallend ist darüberhinaus, dass sie immer vor einem neutralen Hintergrund positioniert sind und die in Acryl ausgeführten Gemälde sowohl großformatig als auch im Querformat realisiert wurden. Antworten auf die drängende Frage: Warum das so ist, geben selbstverständlich die Autoren in ihren beiden Beiträgen, ebenso entgegnen sie einem auf den ersten Blick durchaus möglichen Einwand, dass es sich bei Sabine Liebchens Malerei um stereotype Bilder handle und ermuntern zu einem zweiten Blick. ISBN 978-3-86832-503-4

Linientreu Nachkriegsmalerei Heinz Butz – Malerei 1949-2018, Texte von Gottfried Boehm und Eva Huttenlauch, 248 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Sieveking Verlag, München, 2018, Preis: € 48,-.

bislang besichtigt werden. In seiner Wahlheimat München hat die Städtische Galerie im Lenbachhaus die meist kleinformatigen Arbeiten von Heinz Butz aus den 60er- und 70er-Jahren im Zuge der Neuhängung des Sammlungsbestandes „Kunst nach 1945“ temporär in einem eigenen Raum präsentiert. Für den in München lebenden Heinz Butz ist ein täglicher Gang in das Atelier noch immer obligatorisch. Die Devise „Kein Tag ohne Linie“ gilt lebenslang. Diese Linientreue zieht sich wie ein roter Faden durch sein vielschichtiges Oeuvre im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Dieser Bildband – alles andere als textlastig, mit Abbildungen auf mehr als 200 Seiten – ist dazu prädestiniert, dieses zu Entdecken und zu Erkunden. ISBN 978-3-944874-94-4

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Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/08 vom 01.11.2008 Bildnachweise links: Georg Baselitz, Der Wald auf dem Kopf, 1969, Öl auf Leinwand, 250x190 cm, Museum Ludwig © Georg Baselitz 2019; Gerhard Richter, Familie am Meer, 1964, Öl auf Leinwand, 125x130 cm, MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg, Sammlung Ströher, Foto: Kunstmuseum Bonn, Reni Hansen © Gerhard Richter 2018 (26022018)


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