Page 1

Der INNICHNER N° 80

Oktober | Ottobre 2016 16. Jahrgang/Anno

Poste Italiane S.p.A. – Spedizione in abbonamento postale – 70% NE/BZ

Informationsblatt der Marktgemeinde Innichen Bollettino d’informazione del Comune di San Candido

Innichen unter dem Haunoldgebirge San Candido ai piedi del Monte Baranci


DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Introduzione

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Leserinnen und Leser

Cari concittadini, cari lettori

Die Zustimmung und das Vertrauen, welche mir bei den Wahlen zuteil wurden, sind für mich ein starker Ansporn, alles in meinen Kräften Liegende zu tun, um diesem Vertrauen zum 4. Mal durch die Mitarbeit im Gemeindeausschuss gerecht zu werden. Es geht um Innichen und die Fraktionen und um den klaren Auftrag, den unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger uns gegeben haben. Den Vertrauensbeweis sehe ich auch als Bestätigung meiner Arbeit in den vorhergehenden Verwaltungen.

Il consenso e la fiducia mostrati nei miei confronti in occasione delle elezioni rappresentano per me un forte stimolo a dimostrare con tutte le mie forze di essere degno della fiducia in me risposta affidandomi per la quarta volta un posto in seno alla giunta comunale. Parliamo di San Candido e delle sue frazioni e del chiaro incarico a me affidato dai nostri concittadini. Questa prova di fiducia è per me anche una conferma del lavoro da me svolto nelle precedenti amministrazioni.

Meine Aufgabenbereiche sind die Land- und Forstwirtschaft, Energie, technischer Dienst, Straßenwesen und Bauhof, Breitband und integrierter Waser-Dienst. Im Zuständigkeitsbereich der Landwirtschaft baue ich auf eine gute Zusammenarbeit mit den bäuerlichen Organisationen. Die Planung der außerordentlichen Instandhaltung der Hofzufahrten ist in Auftrag gegeben worden.

I miei settori di attività riguardano agricoltura e foreste, energia, servizio tecnico, servizio strade e cantiere comunale, banda larga, servizio acque integrato. Nel campo di competenza dell’agricoltura mi avvalgo di una buona collaborazione con le organizzazioni di contadini e ho affidato l’incarico per la programmazione degli interventi di manutenzione straordinaria delle strade di accesso ai masi.

Gemeinsam mit der Gemeinde Sexten ist es uns gelungen, ein Projekt für die Sanierung des Ex-Enel-Kraftwerkes in Vierschach zu erstellen, damit wir am Wettbewerb für die Übernahme teilnehmen können. Mit der Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung auf LED wurde begonnen. Für den Bauhof wurden der Ex-Mulistall in Vierschach saniert und eine neue Mehrzweckmaschine angekauft. Verschiedene Asphaltierungen wurden in Auftrag gegeben, wobei die Draustraße komplett saniert wird. Das Projekt Breitband soll in den ersten Monaten des nächsten Jahres abgeschlossen werden.

In collaborazione con il comune di Sesto siamo riusciti a realizzare un progetto per il risanamento dell’ex centrale idroelettrica Enel di Versciaco, in modo che potremo partecipare alla gara per il rilevamento della centrale stessa. Abbiamo avviato i lavori di transizione all’illuminazione pubblica a LED. Per il cantiere comunale è stata ristrutturata l’ex stalla per muli di Versciaco ed è stata inoltre acquistata una macchina multifunzione. Sono stati poi affidati vari lavori di asfaltatura, risanando così completamente Via Drava. Il progetto per la posa della banda larga dovrebbe essere ultimato nei primi mesi dell’anno prossimo.

Mit der Forstbehörde besteht eine gute Zusammenarbeit, diese steht uns immer mit Rat und Tat zur Seite, ebenso wie der ­Straßendienst Pustertal, der uns bei der Sanierung der Jaufen-, Vierschachberg- und Innichbergstraße sehr entgegen kommt. Die Zusammenarbeit im Gemeindeausschuss ist konstruktiv, fast alle Beschlüsse wurden einstimmig genehmigt.

ZUM GELEIT | INTRODUZIONE

Zum Geleit

Prosegue la proficua collaborazione con le autorità forestali che ci affiancano in qualsiasi momento e anche con il servizio strade della Val Pusteria che ci è venuto molto incontro per i lavori di sistemazione di Via Jaufen, Via Monte Versciaco e Via Monte San Candido. La collaborazione in seno alla giunta comunale è costruttiva e quasi tutte le deliberazioni sono state approvate all’unanimità.

Für Sprechstunden, Informationen und allgemeine Probleme kann man mich jederzeit anrufen und ich werde mich bemühen, die Anliegen aller Bürgerinnen und Bürger wahrzunehmen und nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen. Meine Vorstellung von der Tätigkeit eines Gemeindeverwalters ist die eines zuverlässigen Handwerkers. Probleme erkennen, diese ordentlich und schnell beheben, ohne dabei viel Schmutz zu hinterlassen.

Per appuntamenti, informazioni e problemi generali sono sempre raggiungibile telefonicamente e mi impegnerò per tutelare gli interessi di tutti i cittadini, attuando gli interventi secondo scienza e coscienza perché ritengo che un amministratore comunale debba agire come un affidabile artigiano, riconoscendo i problemi, risolvendoli ordinatamente e in fretta, senza lasciare sporco.

Mein Aufruf und die Bitte an alle Miteinander und nicht gegen­ einander. ■

Esorto e prego tutti a collaborare fattivamente e non a schierarsi gli uni contro gli altri. ■

Gemeindereferent Arnold Wisthaler

L‘assessore Arnold Wisthaler

3


DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

INHALTSVERZEICHNIS | INDICE

Titelgeschichte Titolo Das Innichner Kreuz in Lienz

Schule und Kindergarten Scuola ed asilo 5

Kinderakademie: Begabungsförderung in den Sommerferien

55

Sprachreise nach Irland

58

11

Konzert des Knabenchores Porin Poikakuoro aus Pori, Finnland 11 Corsi di tedesco

12

Aus dem Dorfleben Vita paesana

Ausstellung / Mostra

12

35 Jahre INOX-Stahlbau

60

Sport für ein gesundes Herz / Sport per un cuore sano

12

50 anni in Alto Adige

61

Pfarrgemeinderats-Wahlen 2016

13

50 Jahre Hochwasserschutz in Innichen

14

Die Nacht der Masken - Charity Gala in Innichen

61

Mezzo secolo di protezione contro le alluvioni a San Candido

14

Hotel Leitlhof ist „Europe’s Leading Green Hotel 2016“

62

Fantasievoll – geistreich – witzig

16

Hotel Leitlhof premia­to “Leading Green Hotel d’Europa 2016”

62

Verkauf von Adventskränzen / Vendita di corone d’avvento

16

Frauen im Handwerk: Sommertreff in Innichen

63

Jugenddienst Hochpustertal

17

Die ehrwürdige Esche am Friedhofseingang

63

Neuheiten im Ski-Winter 2016/17

18

Seniorenwohnheim Innichen

64

Impulse für Paare in Ehe, Partnerschaft und Familie

19

Evakuierungsübung im Seniorenwohnheim Innichen

66

Die Bibliothek hat ein neues Gesicht

20 21

Drei Zinnen Dolomiten

La Biblioteca cambia veste

68

Neu in der Gemeindebibliothek

22

Großer Erfolg der Daksy’s Kreativwerkstatt

69

Veranstaltungen in der Gemeindebibliothek

22

Grande successo al laboratorio creativo di Daksy!

69

Manifestazioni nella Biblioteca comunale

22

35 Jahre Naturpark Drei Zinnen

70

Auszüge aus der Schulchronik von Innichen - Teil 7

72

Ordensschwester feiert ihren 100. Geburtstag

73

Concerto del Coro di Voci Bianche Porin Poikakuoro di Pori, Finlandia 11

Vereine und Verbände Associazioni Die „Rose von Vierschach“

24

Cerimonia religiosa per festeggiare i 40 anni della Saletta

26

Heilige Messe zum 40-jährigen Geburtstag von „La Saletta“

27

Rege Tätigkeit der Musikkapelle Winnebach

28

MIR Festl / Una festa variopinta Rückblick auf die Sommerbetreuung

Aus dem Rathaus Dal municipio Flüchtlinge

74

29

Flüchtlinge in Bruneck

75

30

Arbeitskreis „Menschen auf der Flucht“

76

Gruppo di lavoro “Umanità in fuga”

76

Uno sguardo al periodo di assistenza estiva appena trascorso 30 Bauernjugend: Aktiv bei zwei Festen dabei

31

Einblicke – Menschen auf der Flucht

77

Fußball im Hochpustertal

32

Informationen / Informazioni

77

Außergewöhnlicher Start in die neue Handballsaison

33

16 Sonderseiten zum Jubiläum „1.250 Jahre Innichen” In der Mitte zum Herausnehmen!

4

54

Schulsprengel Innichen - Rückblick auf das Schuljahr 2015/16 56

Veranstaltungen Manifestazioni Latschenverteilung für Zierzwecke

Wir knüpfen ein buntes Netz - Kindergartenjahr 2016/17

Sitzung des Gemeinderates / Seduta del Consiglio Comunale 78 Beschlüsse des Gemeindeausschusses

79

Deliberazioni della Giunta comunale

79

Verkehrsbefragung an der Einfahrt Mitte

80

AVS-Kindernachmittage

51

Indagine sul traffico all’entrata centro

80

ASV Triathlon Hochpustertal und Schwimmen

52

Müll / Rifiuti

81


DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Ein „Flüchtling“ aus dem Kriegs­ge­biet wird 1916 in Lienz aufgenommen Innichen gilt durch Jahrhunderte nicht nur als natürlicher Mittelpunkt des Hochpustertales, sondern auch als kultureller Brennpunkt. Abgesehen von der urgeschichtlichen und römerzeitlichen Besiedlung erlebte der wohl nur kleine Ort mit der Gründung eines Benediktinerklosters durch Baiernherzog Tassilo III. im Jahr 769 einen markanten Einschnitt. Als Abt Atto 783 Bischof von Freising wurde, ging Innichen mit dem dazugehörigen Territorium wie selbstverständlich in den Besitz dieses Hochstiftes über. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde das Kloster in ein Chorherrenstift (Collegiatstift) umgewandelt. Die Geschichte von Innichen wurde mehrfach eingehend behandelt. (1)

Muttergottes in der großen Hitze Blut geschwitzt hätten, das über die Körper heruntergeronnen sei. Diese wunderbare Erscheinung soll sich am Allerheiligentag wiederholt haben. Man weiß, dass bei großer Hitze auch aus altem Holz Pech austreten kann. Ob eine solche Erscheinung im Jahr 1413 als Wunder interpretiert wurde? Tatsache ist, dass sich die Geschichte vom Innichner „Kreuzwunder“ rasch verbreitete und eine intensive Wallfahrtsbewegung auslöste. Nach einem Rückgang in den Wirren der Reformationszeit erlebte die Wallfahrt zum „Großen Herrgott“ von Innichen im Barockzeitalter eine neue Blüte. Im Jahr 1627 gründete man die Heiligkreuzbruderschaft (4), die 1651 der Erzbruderschaft des Heiligen Kreuzes in Rom angeschlossen wurde.

TITELGESCHICHTE | TITOLO

Das Innichner Kreuz in Lienz

Nach dem Bruderschaftsbuch, in dem die Namen aller Mitglieder verzeichnet sind, gehörten der frommen Vereinigung von der Gründung bis zu ihrem Verbot durch Kaiser Joseph II. im Jahr 1785 an die 10.000 Personen an. Durch fromme Gebete vor dem wunder-

Ein Großbrand in den Jahren um 1200 vernichtete den Ort Innichen und damit auch die Stiftskirche, die auf das erste Gotteshaus der Benediktinermönche gefolgt war. Nach 1200 also entstand der romanische Bau, wie wir ihn heute kennen, den Egon Kühebacher folgend charakterisiert: (2) „Kein Ort im Pustertal kann sich eines so ernsten und feierlichen Gotteshauses rühmen wie Innichen. Die Bevölkerung nennt diese Kirche den ‚Dom‘ (…), obwohl diese Bezeichnung nur den bischöflichen Kathedralen zukommt. Es ist der reifste und reichste romanische Bau des Alpengebietes.“ Der größte Schatz der Stiftskirche ist das romanische Kruzifix, eine hervorragende künstlerische Arbeit aus den Jahren um 1240/50. Es zählt überhaupt zu den bedeutendsten romanischen Kunstwerken des Landes Tirol. Es kommt ihm nicht nur hoher künstlerischer Wert zu, sondern vor allem auch ein religiöser, eingebunden in eine Jahrhunderte währende Volksfrömmigkeit. Wenn auch wesentlich älter, wird die erste urkundliche Erwähnung des Kreuzes in das Jahr 1413 d­atiert. (3) Ein Großbrand am 16. Oktober dieses Jahres zerstörte den Ort und löste große Armut unter der Bevölkerung aus. In diesem Zusammenhang wurde ein besonderes Ereignis bekannt, das man als Wunder interpretierte. Von vielen Männern und Frauen sei beobachtet worden, dass der Corpus Christi am Kreuz und die Statue der

Der Transport, durchgeführt von Peter Lercher vulgo Spineser und seinem Sohn Josef (rechts), langt am Abend des 16. Juli 1916 in Lienz ein und wird von Dekan Gottfried Stemberger empfangen. Zugegen sind prominente Innichner: Kaufmann Leopold Eisendle (links), Leopold Zacher (rechts), Hutmacher und Stiftsverwalter, hinter dem Brückenwagen Kooperator Ferdinand Keim (links) und der Kaufmann Johann Hölzl.

(1) Die gründlichste neuere Abhandlung über Innichen stammt von Egon Kühebacher, Die Hofmark Innichen. Ein Heimatbuch für Einheimische und Fremde, Innichen 1969. (2) Kühebacher, Innichen (wie Anm. 1), S. 183. (3) Egon Kühebacher, Zur Geschichte der Verehrung des hl. Kreuzes von Innichen, in: Der Schlern, 45. Jg., 1971, Heft 5-6, S. 199-208 (mit 10 Abbildungen im Anhang), hier S. 200f. (4) Kühebacher, Verehrung (wie Anm. 3), S. 202-205; Egon Kühebacher, Kirche und Museum des Stiftes Innichen, Bozen 1993, S. 92f.

5


DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

TITELGESCHICHTE | TITOLO

tätigen Kreuz erwartete sich die fromme Bevölkerung Schutz vor der Hölle und dem Teufel, dem Zauber der Hexen, der Pest, Krieg, Hunger und Not. Mit der Bruderschaft wurde zugleich auch das Collegiatstift aufge­hoben. Nach der Zeit der Aufklärung und den napoleonischen Wirren erstand im Jahr 1818 das alte Collegiatstift Innichen wieder und die Verehrung des „Großen Herrgotts“ erlebte einen neuen Aufschwung. (5) Die Innichner Stiftskirche wurde wieder Ziel zahlreicher Wallfahrten aus nah und fern. Bei Bittprozessionen in einem besonderen Anliegen, die in der Marktgemeinde abgehalten wurden, trug man das hochverehrte Kruzifix immer mit.

Innichen und der „Große Herrgott“ im Ersten Weltkrieg Bei Kriegsausbruch 1914 hielt man unter großer Beteiligung der Bevölkerung und auch des Militärs eine Prozession mit dem romanischen Kruzifix ab. Auch nach der Kriegserklärung des Königreiches Italien an Österreich-Ungarn im Mai 1915 erhoffte man sich vom Großen Herrgott Hilfe. Auf Ersuchen der Marktgemeinde wurde am 24. August neuerlich eine Bittprozession abgehalten (6) und zwar – wie im Innichner Bürgerbuch vermerkt ist – „behufs neuerlicher Erflehung eines für uns günstigen Kriegsausganges“.

Der „Große Herrgott“ von Innichen vor dem Eingang zur Lienzer Stadtpfarrkirche St. Andrä mit Dekan Gottfried Stemberger und Peter Lercher aus Innichen.

Von allen Kriegsschauplätzen bisher weit entfernt, war nun für das Kronland Tirol plötzlich eine völlig neue Situation eingetreten. Die beiden Pustertaler Bezirke Lienz und Bruneck gerieten in unmittelbare Nähe der neu eröffneten Front gegen Italien. (7) Die Orte im Tiroler Gailtal und im Sextental, durch den Karnischen Kamm voneinander getrennt, lagen nun ganz nahe an der sog. Dolomitenfront, Teil der Gebirgsfront, die sich vom Col di Lana über den Monte Piano und die Sextner Dolomiten bis zum Karnischen Kamm zog. Dieser Frontabschnitt stand als „Rayon V“ unter dem Kommando von Feldmarschallleutnant Ludwig Goiginger. Das Pustertal war schon durch seine Nähe zur Front durch italienische Artillerieangriffe sehr gefährdet. Die Italiener versuchten immer wieder die Eisenbahn in diesem Tal, eine wichtige Nachschublinie der Armee, zu unterbrechen. Der Beschuss durch das Sextental und das Höhlensteintal richtete tatsächlich große Schäden an. Das Dorf Sexten wurde gänzlich zerstört, Toblach und Innichen erlitten ebenfalls Schäden. Auch im Markt Sillian schlugen laufend italienische Granaten ein. In der Stadt Lienz stellte man Überlegungen bezüglich einer eventuellen „feindlichen Invasion“ an. Sogleich wurde am Turm der Pfarrkirche St. Andrä eine Fliegerwache eingerichtet, die durch lange Zeit besetzt blieb. (8) In Lienz und im Pustertal tauchten tatsächlich bald schon italienische Flugzeuge

Blick in das linke Seitenschiff der Pfarrkirche St. Andrä mit dem großen Kruzifix am Rosenkranzaltar.

(5) Kühebacher, Verehrung (wie Anm. 3), S. 205-208. (6) Bürgerbuch der Gemeinde Innichen, Nr. 127. – Zitiert nach Kühebacher, Verehrung (wie Anm. 3), S. 207. (7) Über das Kriegsgeschehen im Pustertal siehe Martin Kofler, Frontnahes Hinterland. Lienz, Bruneck und das Pustertal im Ersten Weltkrieg, in: Martin Kofler (Hrsg.), Grenzgang. Das Pustertal und der Krieg 1914-1918 (TAP-Forschungen, Band 2), S. 50-72.

6


auf. (9) Zu einer Unterbrechung der Bahnlinie oder zu einem italienischen Vorstoß kam es jedoch nie. Nachdem die Italiener im April 1916 begonnen hatten, Innichen zu beschießen, führte die als unsicher erachtete Lage des Marktes zur Überlegung, das berühmte und hochverehrte Kruzifix der Stiftskirche nach Lienz in Sicherheit zu bringen. (10) Schweren Herzens und nicht vorbehaltlos entschloss man sich, das Kreuz in die Stadtpfarrkirche zum hl. Andreas zu bringen. (11) Die Eintragung im Bürgerbuch der Gemeinde Innichen drückt einige Bedenken aus: (12) „Wenn auch ein Protest dagegen nichts genützt hätte, so wäre aber wenigstens die Frage zu erörtern gewesen, ob Lienz von den welschen Granaten etwa wohl sicher ist. – Wer die geografische Lage kennt, wird diese Frage verneinen müssen und überhaupt haben die italienischen Flieger in Lienz ja schon Bomben abgeworfen.“ Während man die beiden Assistenzfiguren Maria und Johannes im Villgratental in Sicherheit brachte, ging der Transport mit dem wertvollen Kreuz in den frühen Morgenstunden des 16. Juli 1916 nach Lienz ab. Er erfolgte nicht – wie man annehmen möchte – mit der Eisenbahn, sondern mit einem Fuhrwerk, von einem Pferd gezogen. Eine Serie von acht Aufnahmen in Lienzer Privatbesitz dokumentieren die Ankunft und die Aufstellung des Innichner Kreuzes in der Pfarrkirche. Für die professionellen Aufnahmen mit Glasplatten im Format 13 x 18 cm kommen wohl nur Maria Egger vom Atelier Georg Egger oder Hans Fracaro, seit 1907 in Lienz als Berufsfotograf ansässig (13), in Frage.

und Obbrugger die nötige Vorrichtung hergerichtet und das Kreuz wurde aufgestellt, ohne weder durch die Reise noch durch die Aufrichtung irgendeinen Schaden zu nehmen. Das Kreuz steht ganz ausgezeichnet schön zwischen den schönen Säulen des Altars. Die Lienzer Pfarrkirche beherbergt somit zwei berühmte Kruzifixe.“ Wie eine Aufnahme zeigt, waren bei der Übergabe an den Lienzer Dekan und Stadtpfarrer auch einige prominente Innichner zugegen. Für die mühevolle Identifizierung der einzelnen Personen sei Herrn Egon Kühebacher herzlich gedankt. Das Innichner Kruzifix am Rosenkranzaltar im linken Seitenschiff wurde von den Lienzer Gläubigen sehr geschätzt, was in einem Artikel der Lienzer Nachrichten vom 23. Feber 1917 ausgedrückt wird: (16) „Wieder stehen wir an den Portalen der Fastenzeit. Nicht mit dem Grauen, das uns in früheren Jahren befiel, wenn nach der übertollen Dienstagsnacht der Aschermittwoch dämmerte, nicht mit widerstrebendem Gefühl überschreiten wir die Schwelle.“

TITELGESCHICHTE | TITOLO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Am 21. Juli 1916 berichteten die Lienzer Nachrichten über die Ankunft der kostbaren Fracht: (14) „Das altehrwürdige Innichener Kreuz in Lienz. – Am Sonntag, 16. Juli, abends zog durch die Adolf Purtscher-Straße ein durch die Eigenart seiner Ladung auffallendes Fuhrwerk gegen die Stadtpfarrkirche. Verwundert blieben Stadtbewohner stehen und berieten in lebhaftem Wortwechsel, was auf diesem Brückenwagen so merkwürdig verpackt sein möchte. Niemand ahnte, daß hier wohlgeborgen der größte Schatz von Innichen und ein unbezahlbar wertvolles Werk der Bildhauerei aus den ältesten Zeiten liege, das hochverehrte Kreuz von Innichen. Vom Spingeser (15) Bauer in Innichen wurde es mit Pferd unter Begleitung des hochw. Herrn Kooperators Ferdinand Keim hierhergeführt. Am Pfarrhof war es angemeldet, und es standen schon verständige Männer bereit, das ehrwürdige Kreuz abzuladen und in die Stadtpfarrkirche zu bringen. Dort wurde es vor dem Rosenkranzaltar über Nacht auf den Kinderbänken niedergelegt, um am kommenden Tage seinen neuen Standplatz zu beziehen. Der hochwürdige Herr Dekan und Stadtpfarrer Gottfried Stemberger ließ vom genannten Altar das Altarbild, die Geburt Christi, ausheben und einen dunkelroten Tuchhintergrund anbringen. Bis Montag, den 17. Juli, nachmittags hatten die beiden Tischlermeister Stollwitzer

(8) (9) (10) (11) (12) (13) (14) (15) (16)

Der „Große Herrgott“ der Innichner Stiftskirche am linken Sei­ tenaltar von St. Andrä, vor einem dunkelroten Vorhang zwischen den Säulen aufgestellt.

Pfarrchronik St. Andrä, Lienz, MS, S. 178. Über die Fliegerangriffe siehe Martin Kofler, Italiens Doppeldecker über Lienz, in: Osttiroler Heimatblätter, 66. Jg., 1998, Nummer 10, unpag. [S. 1-3]. Kühebacher, Verehrung (wie Anm. 3), S. 207. Kurze diesbezügliche Erwähnungen bei Kühebacher, Verehrung (wie Anm. 3), S. 207; Meinrad Pizzinini, Lienz. Das große Stadtbuch, Lienz 1982, S. 451 (mit Bild); Egon Kühebacher, Die Kreuzesgruppe der Stiftskirche von Innichen als Andachtsbild, in: Der Schlern, 87. Jg., 2013, Heft 11, S. 32-66, hier S. 59; Kofler, Weltkrieg (wie Anm. 7), S. 65 (mit Bild). Zitiert nach Kühebacher, Verehrung (wie Anm. 3), S. 207. Der Fotograf Johann Unterrainer war 1897 von Windisch-Matrei nach Lienz zugezogen und hatte hier ein Atelier eröffnet, das sein Sohn Florian übernahm. Dieser kommt für die Aufnahmen jedoch nicht in Frage, da er, zum Militär eingezogen, im Juli 1916 gefallen ist; Meldung in: Lienzer Nachrichten, Jg. 1916, Nr. 57 (21. Juli), S. 5. Lienzer Nachrichten, Jg. 1916, Nr. 57 (21. Juli), S. 5. Richtig: Spineser Bauer (Auskunft Dr. Egon Kühebacher, E-Mail vom 11. Juli 2016). Lienzer Nachrichten, Jg. 1917, Nr. 15 (23. Feber), S. 4f.

7


Foto: Peter Leiter

TITELGESCHICHTE | TITOLO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Barockes Andachtsbildchen mit der Innichner Kreuzigungs­ gruppe und den erklärenden Texten: „Crux Inticensis Sanguineo sudore miraculosa“ und „Wahre abbildung des wunderthätigen Crucifix, so Ao. 1413. zweymahlen häuffiges blut geschwizet, und in der Kayserlichen Collegiat Kirchen zu Innichin über 1000. Jahr verehret wird.“ (Sammlung Meinrad Pizzinini)

Der nicht mit Namen bekannte Autor gemahnt nun an die schwere Kriegszeit, in der Mütter, Väter und Kinder beim Herrgott am Kreuz Trost finden möchten. Und dann leitet er zum Innichner Kruzifix über. In tiefsinnigen Gedanken werden die Charakteristika eines romanischen Kreuzes auch für kunsthistorisch ungebildete Laien herausgestellt. Hier ist nicht – wie in der Gotik – der leidende Heiland, von Wunden übersät, mit der Dornenkrone auf dem Haupt und mit schmerzvollem Gesichtsausdruck zu sehen, sondern Christus als König, mit einer „echten“ Krone geschmückt. Er steht mit beiden Beinen nebeneinander symbolisch auf einem menschlichen Kopf, der allgemein als Kopf des Adam gedeutet wird. (17) Die Strahlenbündel am Haupt und die Reliquienkapsel in Form eines

Wandmalerei an der Nordseite der Pfarrkirche St. Leonhard in Kartitsch mit Abbildung der viel verehrten Innichner Kreuzi­ gungsgruppe, um 1830, im Jahr 1992 aufgedeckt

mit einem Strahlenkranz umgebenen Herzen auf der Brust Christi sind spätere Zutaten, die bei der Restaurierung im Jahr 1969 wieder verschwanden. Nach allgemeinen Bemerkungen fordert der Verfasser des Artikels auf, das monumentale Kruzifix, den „Kriegsflüchtling“, innig zu betrachten: „Lieber Leser, ich gehe jetzt zu einem alten, alten Kreuzbilde, zu einem Mirakelbilde, wie unsere lieben, kernigen Tirolerväter vor hundert Jahren festgläubig sagten. Gehst du mit? Die Umgebung ist dir bekannt, nicht wahr? ‚O ja, das ist unsere Pfarrkirche, da bin ich vor hübsch vielen Jahren getauft worden.‘ Siehst du! Damals haben sie dir das erstemal das hl. Kreuz auf dein Kindergesicht gezeichnet, wenn‘s nicht deine brave Mutter schon vorher getan hat. Aber das Kreuz, das ich dir heute zeige, das war damals noch nicht bei uns, das ist erst im Juli letzten Jahres ge-

(17) Egon Kühebacher erkennt in diesem Kopf einen Mongolenkopf und erläutert den historischen Hintergrund wie folgt: Zur Zeit der Entstehung des Innichner Kreuzes habe das Abendland vor den heidnischen Mongolen unter Dschingiskhan gezittert, vor diesen Erzfeinden der Christenheit und Horden des Teufels, jedoch: „Christus hat durch seinen Opfertod das Reich des Teufels besiegt und steht deshalb als triumphierender König auf einem Mongolenkopf, der dieses Reich symbolisiert.“ (Kühebacher, Andachtsbild [wie Anm. 11], hier S. 39f.)

8


TITELGESCHICHTE | TITOLO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Rücktransport des „Großen Herrgotts“ nach Innichen am 8. Dezem­ ber 1917, wieder durchgeführt von Peter Lercher vulgo Spineser bei einem „Fotostop“ auf der Zeberlerhöhe vor Innichen; auf einem zweiten Brückenwagen – im Bild nicht zu sehen – befanden sich die Statuen von Maria und Johannes, die gleichzeitig aus dem Villgraten zurückgeholt wurden (unbekannter Fotograf)

Schau es nur an, aber lange, lange, es ist der Mühe wert. Sag‘, ist es nicht, als schautest du der Unendlichkeit Gottes ins Auge? Der da am breiten, dunklen Kreuzesholze hängt, ist kein leidender, gemarterter, blutüberströmter, zu Tode gequälter Menschensohn. Er ist das ewige Wort des ewigen Vaters, der in die Zeitlichkeit herniedersteigt, um den Fluch von der Menschheit zu nehmen und der nun als König am Kreuze herrscht und siegt und triumphiert über Hölle und Tod und Sünde. Nicht der furchtbare Dornenkranz schlingt sich mehr um seine Stirne, sondern die majestätische Königskrone. Drei Strahlenbündel künden die Gottheit in Menschengestalt. Flach ausgestreckt, höchst einfach geschnitzt, ruhen die heiligen Glieder auf dem Kreuzbalken und stützen sich die Füße, mit zwei Nägeln durchbohrt, auf einen ebenso einfach geschnitzten überlebensgroßen Kopf, der uns an das Haupt des sündigen Adam erinnern mag.

Fotosammlung Ute Pizzinini, Völs

kommen. Ein Kriegsflüchtling ist‘s, vor den Welschen hat sich‘s geflüchtet, das ehrwürdig, alte, große braune Innichner Kreuz.

Das nach Innichen zurückgebrachte Kruzifix wurde wieder auf seinem alten Platz am neuromanischen Hauptaltar der Stifts­ kirche aufgestellt; „Korrespondenz-Karte“, hrsg. von Edition Photoglob, Zürich, um 1910

Der Autor erinnert kurz, wie es zur Übersiedlung des „Flüchtings“ nach Lienz kam: „Daß wir Lienzer es gerade verdient hätten, ein so allheiliges Gut aufzunehmen und hüten zu dürfen, wirst du nicht behaupten, lieber Leser. Der ehrwürdige Flüchtling, welcher vielleicht das erstemal sein Innichen verließ, ist in unser Städtchen gezogen, ehe wir darum wußten. Aber ein Verdienst haben wir doch.

Foto: Peter Leiter

Gerade in dieser Einfachheit liegt die überwältigende Wucht, die fast erdrückende Größe, die dem Beschauer etwas die Beklemmung aufzwingt. Aber unser Gott will sich uns nicht als der Furchtbare zeigen, wie einst auf Sinai dem zitternden Volke, das beweist das von einem Strahlenkranze umgebene Herz auf der Brust des Heilandes, das Herz, das allen geöffnet ist, wie auch der bei allem Ernst innigmilde Zug im Antlitze des Herrn. Man fühlt [ … ] aber auch Macht und Gerechtigkeit genug, um seine Feinde zu zerschmettern. Und doch klar [!] manch in der harten Zeit schwachmütig gewordene Seele: ‚Ach, er ist jetzt selber geflohen, der uns retten sollte vor feindlicher Uebermacht‘. Nein, nicht geflohen ist er, von seinem treuen Volke, das ihn als höchsten Schatz hochhielt, hat er sich retten lassen, um als Lohn für diese Treue von seiner neuen Heimat aus segnend die Hände zu breiten über Volk und Land.“

Heutige Aufstellung der romanischen Kreuzigungsgruppe unter­ halb der Vierungskuppel mit einem Schöpfungszyklus, um 1280

9


DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

TITELGESCHICHTE | TITOLO

Ein Plätzchen hat das Innichner Kreuz gefunden, so schön und passend, daß die Lienzer und Pusterer sich darüber nur freuen können. Unser allverehrter hochwürdiger Herr Dekan Gottfried Stemberger hat das veranlaßt. Am 16. Juli vergangenen Jahres brachte ein Wagen sorgfältig umhüllt die teure Bürde und bald hernach thronte das Kreuz hoch und majestätisch zwischen den marmor-grauen, hohen Säulen des linken Seitenaltars der Pfarrkirche. In großer Breite kleidete dunkelrotes Tuch den Hintergrund aus. Armleuchter mit hohen Kerzen vervollständigen den Eindruck der Einfachheit, Schönheit und Majestät. Fürwahr ein Fastenaltar im Kriegsgebiet! Wohl werden die Innicher ihr Kreuz, ihren ‚Himmelvater‘, vermissen. Hatten sie doch seit alter Zeit alle Sorgen, alle Freuden, alle Kreuze zu ihm getragen, der Einzelne in seinem Anliegen und die ganze Pfarrgemeinde in gemeinschaftlicher Not. Sonnenschein und Regen für der Feldfrüchte Gedeihen mußte er spenden, Hausunfrieden und Herzensunfrieden schlichten, den Müttern mußte er die Kinder und den Kindern die Eltern segnen. Und wenn einmal ganz besonders ‚lötza Zeitn‘ kamen, dann hob man ihn von seinem Platze und trug ihn in Prozession durch den Ort. So bei Hungersnot und Wassergefahr, so auch, als die welsche Treue mit ihrem wahren Gesicht so drohend ins Pustertal sah. … Wir Lienzer aber dürfen uns unseres altehrwürdigen Gastes freuen und sollen uns seiner würdig zeigen. Wäre es nicht eine Schande für uns, wenn das uralte Heilandsbild, das schon so viel Segen und Hilfe gebracht hat, bei uns auch nur ein Teilchen von der Verehrung vermissen sollte, die es seit vielen hundert, vielleicht seit mehr als tausend Jahren gewöhnt ist? Glauben wir nur, unser Gast wird uns die Gastfreundschaft göttlich lohnen. Uns dieses Gotteslohnes zu versichern, haben wir gerade jetzt in der hl. Fastenzeit bei Kreuzweg und schmerzhaftem Rosenkranz reiche, schöne Gelegenheit.“

Die Rückkehr des Kreuzes nach Innichen Am 21. November 1916 war Kaiser Franz Joseph gestorben; sein Nachfolger Karl I. hatte ein schweres Erbe zu übernehmen. Militä-

risch gesehen verlief das Jahr 1917 für Österreich-Ungarn bzw. überhaupt für die Mittelmächte nicht ungünstig. An der italienischen Front trat mit der zwölften sog. Isonzoschlacht (24. bis 27. Oktober 1917) eine überraschende Wende ein. Bei der Offensive, die am oberen Isonzo begann, wurde sogar das angestrebte Maximalziel, die Tagliamentolinie, weit überschritten. Daraufhin mussten sich die Italiener von der Dolomitenfront zurückziehen, was vor allem auch für das Pustertal eine große Erleichterung brachte. In Obertilliach, das mit seinem geschlossenen Ortsbild und den vielen hölzernen Bauten der Zerstörung durch italienische Granaten wie durch ein Wunder entgangen war, feierte man am 11. November einen Dankgottesdienst. (18) Ebenfalls in Kartitsch, wie auch in anderen Orten des Hochpustertales, gedachte man in diesen Tagen der „Befreiung unseres engeren Heimatlandes vor drohender Kriegsgefahr“ (19), die nun endlich vorüber sei. Nach der Änderung der Frontverhältnisse war es den Innichnern ein Anliegen, ihr verehrtes Kruzifix aus Lienz und die Assistenzfiguren aus Villgraten wieder in die Stiftskirche zurückzuholen, was am 8. Dezember 1917 erfolgte. Die Lienzer Nachrichten meldeten: (20) „Das Innichner Kreuz von Lienz wurde nach Innichen zurückgebracht. Am 7. ds. Abends kam hier von Innichen ein Pferdefuhrwerk an, um das Innichner Kreuz abzuholen und in seinen vielhundertjährigen Standort zurückzuführen. Um 2 Uhr nachts des 8. Dezember führte Peter Lercher, Spinserbauer aus Innichen, das kostbare Heiligtum auf einem Wagen hier weg, in den Nachmittagsstunden desselben Tages wurde letzterm in Innichen ein feierlicher Einzug bereitet. So ist denn der älteste Flüchtling der Hofmark, welcher seit 16. Juli 1916 in [der] Stadtpfarrkirche zwischen den großen Säulen am Rosenkranzaltar hing und hier verehrt wurde, in die granatensichere Heimat zurückgekehrt. Der herrliche Dom ist unverletzt geblieben.“ Daran waren wohl auch Gedanken geknüpft, dass der Krieg bald vorbei sei und die Friedenszeit endlich beginne. Diese Hoffnungen wurden allerdings enttäuscht! ■ Meinrad Pizzinini

Zum Autor Univ.-Doz. Dr. Meinrad Pizzinini, geboren 1943 in Lienz; Besuch des dortigen Bundesrealgymnasiums und anschließend Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Innsbruck. Im November 1969 Eintritt in das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum als Leiter bzw. Kustos der Historischen Sammlungen bis zur Pensionierung zu Jahresende 2008. Ab 1986 auch Leiter des Tiroler Kaiserschützen-Museums. Mitarbeit und Kurator bei zahlreichen Ausstellungen, u. a. mehreren Landesausstellungen. – Vortragstätigkeit – Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte und Kulturgeschichte des historischen Tirols, darunter die selbständigen Publikationen „Osttirol. Eine Bezirkskunde“ (1971), „Osttirol. Kunstmonographie“ (1974), „Alt-Tiroler Photoalbum“ (mit Michael Forcher, 1979), „Lienz. Das große Stadtbuch“ (1984), „Alt-Tirol im Plakat“ (1983), „Andreas Hofer. Seine Zeit – sein Leben – sein Mythos“ (drei Auflagen 1984, 2008, 2010), Mitarbeit am Tiroler Burgenbuch, Bd. IX, Pustertal (2003), „Tiroler Fotografie 1854–2011“ (mit Michael Forcher, 2012), Herausgabe von „Otto ­Piper, Die Burgen Tirols. Nordtirol – Südtirol – Osttirol“ (2016).

(18) Lienzer Nachrichten, Jg. 1917, Nr. 89 (23. November), S. 5. (19) Lienzer Nachrichten, Jg. 1917, Nr. 93 (7. Dezember), S. 4. (20) Lienzer Nachrichten, Jg. 1917, Nr. 95 (14. Dezember), S. 3.

10


Latschenverteilung für Zierzwecke Auch heuer wird die Latschenverteilung für Zierzwecke unter Aufsicht der Forstbehörde durchgeführt. Jeder muss sich die Latschen nach den gegebenen Anweisungen selber abschneiden, wobei nur eine Baumschere oder eine geeignete Säge (für größere Zweige) verwendet werden darf. Für die Hauszier sollte die Notwendigkeit überlegt und der Bedarf eingeschränkt werden. Termin: Samstag, 22. Oktober 2016 von 9 bis 15 Uhr durchgehend Ort: Innerfeld – Parkplatz Antoniusstein (Gemeindeansässige dürfen zu diesem Zweck die Innerfeldtalstraße befahren ■ Forststation Innichen

Konzert des Knabenchores Porin Poikakuoro aus Pori, Finnland

Concerto del Coro di Voci Bianche Porin Poikakuoro di Pori, Finlandia

Freitag, 28.10., 19.30 Uhr, St. Michaelskirche Samstag, 29.10., 18 Uhr, Toblach/Dobbiaco – Pfarrkirche

Venerdì, 28.10, ore 19.30, Chiesa San Michele Sabato, 29.10, ore 18, Dobbiaco – Chiesa Parrocchiale

Werke von: Mozart, Bach, Caccini, Händel, Schubert, Merikanto, Sibelius

Opere di: Mozart, Bach, Caccini, Händel, Schubert, Merikanto, Sibelius

Leitung: Vuokko Järvenpää Orgel: Juhani Romppanen

Direzione: Vuokko Järvenpää Organo: Juhani Romppanen

Mitwirkende: Ensemble Viole d’amour: Essi Kerola & Heini Kontinen, Violine Veera Hännikkälä & Inka Pitkälä, Cello Sinikka Hännikkälä & Aleksi Laine, Sopran Eero Eskelinen & Markus Salovaara, Tenor

Esecutori: Ensemble Viole d’amour: Essi Kerola & Heini Kontinen, violino Veera Hännikkälä & Inka Pitkälä, violoncello Sinikka Hännikkälä & Aleksi Laine, soprano Eero Eskelinen & Markus Salovaara, tenore

Eintritt frei ■

Ingresso libero ■

VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

11


VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Corsi di tedesco LA SALETTA organizza un corso di tedesco per principianti ed un corso avanzato per persone di madrelingua italiana

Corso per principianti

Corso avanzato

Inizio mercoledì 9 novembre dalle ore 18 alle ore 19.30 Il corso si terrá ogni mercoledì fino al 21 dicembre compreso (7 incontri di 1,5 ore) Costo del corso: 80,00 Euro Luogo: Scuola media in lingua tedesca Docente: Benedetti Alessandra

Inizio: già iniziato mercoledì 5 ottobre 2016 dalle ore 20.00 alle ore 22.00 Il corso si terrá ogni mercoledí (escluso 2 novembre) fino al 30 novembre compreso (8 incontri di 2 ore) Costo del corso 120,00 Euro Luogo: Scuola media in lingua tedesca Docente: Schneider Nicoletta

Le iscrizioni si effettuano presso l’ufficio turistico di San Candido. Per informazioni: webhofer86@gmail.com ■

Ausstellung

12

Mostra

Ausstellung: Two Sophisticated Austrian Artists in Self-Portraits

Mostra: Two Sophisticated Aust­ rian Artists in Self-Portraits

KünstlerInnen: Sabine Groschup, Paul Albert Leitner

Artisti: Sabine Groschup, Paul Albert Leitner

Ort: Kunstraum Café Mitterhofer

Luogo: Kunstraum Café Mitterhofer

Ausstellungsdauer: 10. September – 25. November 2016

Durata della mostra: 10 settembre – 25 novembre 2016

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 7–20 Uhr

Orario: lunedì - sabato dalle ore 7 alle ore 20

Sport für ein gesundes Herz

Sport per un cuore sano

Die Südtiroler Herzstiftung gibt bekannt, dass das Gruppenturnen der Herzsportgruppe Hochpustertal in Innichen wieder aufgenommen wird. Es sind noch Plätze frei. Die Teilnahme ist jederzeit möglich. Informationen und Anmeldung unter der Nummer 340 7987864. ■

Il gruppo sportivo per la protezione del cuore dell’Alta Pusteria ha attivato di nuovo la sua attività sportiva in gruppo. Sono disponibili ancora alcuni posti. Ulteriori informazioni ed iscrizioni al numero 340 7987864. ■


Pfarrgemeinderats-Wahlen 2016 Die Pfarrgemeinde lebt aus dem Glauben, dass Gott ein Gott der Beziehung ist, der sich den Menschen zuwendet und immer neu auf sie zugeht. Die Pfarrgemeinde macht die Begegnung mit Christus zur Mitte ihres Handelns. Aus dieser Begegnung schöpft sie ihr Leben und ihre Strahlkraft. Die Pfarrgemeinde lebt von gottesdienstlichen Feiern, trägt die Frohe Botschaft weiter und macht durch den Einsatz für Kranke und Notleidende die Nähe Gottes spürbar. Damit dies möglich ist, braucht es in der Gemeinschaft der Pfarrgemeinde viele Menschen, die in der einen oder anderen Weise mitarbeiten. Zentrale Bedeutung haben dabei der Pfarrgemeinderat und der Vermögensverwaltungsrat. Während der Vermögensverwaltungsrat sich um alle finanziellen und verwaltungstechnischen Angelegenheiten der Pfarrei kümmert, sorgt der Pfarrgemeinderat für das Gelingen des Pfarrlebens in Glaubensvermittlung, gottesdienstlichen Feiern und die Sorge um Menschen in Not. Aufgrund des Priestermangels werden in naher Zukunft in unserem Dekanat nur noch zwei Priester unter 75 Jahre und ein bis zwei Priester über 80 Jahre die 13 Pfarreien seelsorglich betreuen. Damit aber Pfarrleben auch in Zukunft möglich ist, ja auch blühen kann, sind der Pfarrgemeinderat sowie der Vermögensverwaltungsrat von größter Wichtigkeit, ja sie sind für das eigenständige Leben und Überleben einer Pfarrei Grundvoraussetzung. Deshalb sind die Wahlen der Pfarrgemeinderäte am 23. Oktober für die Pfarreien ganz wichtig. Mögen sich immer wieder Menschen finden, die aus ihrem Glauben heraus bereit sind, im Pfarrgemeinderat, im Vermögensverwaltungsrat oder sonst in einer anderen Weise im Pfarrleben mitzuwirken, damit auch in Zukunft Glaube gelebt und weitergegeben werden kann. ■

DIOZESE BOZEN-BRIXEN DIOCESI BOLZANO-BRESSANONE DIOZEJA BULSAN-PERSENON

23.10.2016

PFARRGEMEINDERATSWAHLEN ELEZIONI DEL CONSIGLIO PASTORALE PARROCCHIALE LITA DL CONSEI DE PLOANIA

VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Dekan Andreas Seehauser

13


VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

50 Jahre Hochwasserschutz in Innichen Informationsabend am 15. November Die Jahre 1965 und 1966 gingen bei uns im Pustertal als Katastrophenjahre in die Geschichte ein. Es gab Murgänge, Hangrutschungen, Überflutungen und lang andauernde Verkehrsunterbrechungen (zweieinhalb Monate lang war die Bahnstrecke Lienz-Innichen im Herbst 1965 unterbrochen). Innichen wurde Anfang September 1965 vom Hochwasser heimgesucht, 36 Häuser wurden ganz oder teilweise unter Wasser gesetzt. Der nordöstlichste Teil von Innichen war am meisten betroffen, insbesondere das Haus Brugger, an dessen Eingang der Wasserstand vom September 1965 vermerkt ist. Im Informationsblatt „Der Innichner“ (Ausgaben Nr. 21 bis 25 des Jahres 2005) hatte Franz Brugger seine Erinnerungen an diese einschneidenden Erlebnisse festgehalten.

Die Marktgemeinde Innichen lädt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Zivilschutz, früher Amt für Wildbachverbauung genannt (Dienstag, 15. November um 19.30 Uhr im Josef-Resch-Haus) zu einem Informationsabend zum Thema Hochwasserschutz in Innichen ein. Betroffene BürgerInnen und Feuerwehrleute von damals erzählen von den Hochwasserschäden dieser Jahre. Der ehemalige Leiter des Amtes für Wildbachverbauung, Ing. Ernst Watschinger, berichtet über das Ausmaß der Schäden in unserem Einzugsgebiet von Drau und Sextner Bach und über die Schutzmaßnahmen infolge der Überschwemmungen. Techniker des Amtes für Zivilschutz referieren darüber, wie in Zukunft, in Anbetracht der sich verändernden meteorologischen Situationen, unsere Ortsbereiche vor Hochwasser geschützt werden können. Die Gemeindeverwaltung und das Amt für Zivilschutz verfügen zwar über Fotomaterial der damaligen Ereignisse. Auch das Tiroler Archiv für fotografische Dokumentation und Kunst besitzt eine große Sammlung von Bildern der Überschwemmungen aus den sechziger Jahren. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Zivilschutz und dem Tirol Archiv möchte die Gemeindeverwaltung weiteres Fotomaterial über die „Hochwasser-Ereignisse der Jahre 1965 und 1966“ sammeln, das in den Fotoalben von Innichner Familien gut verwahrt ist oder irgendwo im Haus als Erinnerungsbild hängt. Deshalb bittet die Gemeindeverwaltung alle BürgerInnen, ihr Bildmaterial über die Hochwasser-Ereignisse für eine Ablichtung zur Verfügung zu stellen. Wer Fotos dazu besitzt ist gebeten, sie in das Sekretariat der Gemeinde zu bringen. Dort wird innerhalb weniger Minuten ein Abzug gemacht und das Bild zurückerstattet. Die Gemeindeverwaltung hofft, mit dieser Aktion das Fotoarchiv der genannten Institutionen noch weiter auszubauen, damit wir in Zukunft auf ein noch umfangreicheres Bildarchiv zurückgreifen können. ■

Die Herzog-Tassilo-Straße | Via Duca Tassilo

Mezzo secolo di protezione contro le alluvioni a San Candido Serata informativa il 15 novembre Gli anni 1965 e 1966 sono passati alla storia come anni catastrofici per noi della Val Pusteria. Colate detritiche, frane, inondazioni, lunghe interruzioni dei collegamenti (nell’autunno del 1965 la tratta ferroviaria Lienz-San Candido rimase chiusa per due mesi e mezzo). 14

All’inizio di settembre del 1965 San Candido fu colpita da un’alluvione, 36 case furono completamente o in parte sommerse dall’acqua. La parte nord-orientale del paese fu quella maggiormente interessata dall’evento, in particolare Casa Brugger, al cui ingresso è segnato il livello raggiunto dall’acqua nel settembre 1965. Franz Brugger fissò i suoi ricordi su questi drammatici avvenimenti nelle edizioni del Bollettino d’informazione del Comune di San Candido “Der Innichner” (n. 21-25 dell’anno 2005).


Drava e del Rio Sesto e sulle misure adottate a seguito delle inondazioni. I tecnici dell’Agenzia per la Protezione Civile spiegheranno come in futuro i nostri territori potranno essere protetti dalle alluvioni in considerazione del progressivo mutamento delle condizioni meteorologiche.

Der überschwemmte nordöstliche Teil Innichens La parte nord-orientale di San Candido, sommerse dall’acqua

Il Comune di San Candido, in collaborazione con l’Agenzia per la Protezione Civile, ex Ufficio Sistemazione Bacini montani, invita la popolazione ad una serata informativa sul tema della protezione contro le alluvioni a San Candido (martedì 15 novembre alle ore 19.30 presso il Centro Josef Resch). I cittadini colpiti e i vigili del fuoco che prestarono soccorso racconteranno i danni causati dall’alluvione di quegli anni. L’Ing. Ernst Watschinger, ex direttore dell’Ufficio Sistemazione Bacini montani, relazionerà sull’entità dei danni occorsi nei bacini idrografici della

L’amministrazione comunale e l’Agenzia per la Protezione Civile dispongono di materiale fotografico relativo agli avvenimenti di allora. Anche l’Archivio Tirolese per la Documentazione e l’Arte fotografica è in possesso di una vasta collezione di immagini delle inondazioni degli anni Sessanta. In collaborazione con l’Agenzia per la Protezione Civile e l’Archivio tirolese, l’amministrazione comunale intende promuovere la raccolta di ulteriore materiale fotografico relativo alle “Alluvioni degli anni 1965 e 1966”, conservato in buono stato negli album fotografici delle famiglie di San Candido o appeso a qualche parete di casa. A tal fine l’amministrazione comunale invita tutti i propri concittadini a mettere a disposizione il proprio materiale fotografico relativo all’alluvione per poterne effettuare una copia. Chi possiede foto dell’evento è pregato pertanto di portarle alla Segreteria del Comune: in pochi minuti verranno fotocopiate e restituite.

VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

L’amministrazione comunale spera, tramite questa iniziativa, di ampliare ulteriormente l’archivio delle sopra citate istituzioni, in modo tale da poter disporre in futuro di un archivio fotografico ancora più completo. ■ Hans Schmieder

Vortragsreihe für pflegende Angehörige und Interessierte

„Zu Hause pflegen“

im Sozialsprengel Hochpustertal Innichen – In der Au 6 Tel. 0474 919 907 Anlaufstelle für Pflege-und Betreuungsangebote

Meins für euch Mittwoch 26.10.2016 – um 19.30 Uhr

Auch die Zeit des Abschiednehmens kann/soll geplant werden. Das hilft den Betroffenen genauso wie den Hinterbliebenen Ursula Steinkasserer, Caritas Hospizbewegung

Angehörige zu Hause pflegen - damit die Herausforderung nicht zur Überforderung wird Freitag 04.11.2016 – um 19.30 Uhr

Dr. in Rosa Schwingshackl, Erwachsenenbildung

Eingeschränkte Mobilität im Alter - Sturzprävention Mittwoch 09.11.2016 – um 19.30 Uhr

Dr. Konrad Steinhauser, Abt. Rehabilitation, Sanitätsbetrieb Bruneck

Praktische Tipps rund um die Pflege zu Hause Mittwoch 16.11.2016 – um 19.30 Uhr

Agnes Höllrigl und Judith Hofmann, Sozialbetreuerinnen Hauspflege Hochpustertal Seniorenwohnheim Innichen

15


VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Fantasievoll – geistreich – witzig

„Hotel zu den zwei Welten“ Die Pustertaler Theatergemeinschaft ist für besondere Inszenierungen hinlänglich bekannt. Mit „Hotel zu den zwei Welten“ des französischen Autors Eric-Emanuel Schmitt widmet sie sich auch diesmal einem international erfolgreichen Stück, das auf der Bühne seine ganze Anziehungskraft entfaltet. Und wie schon so oft finden einige Aufführungen auch in Innichen statt. Fünf Menschen unterschiedlichster Art finden sich in der Halle des „Hotels zu den zwei Welten“ versammelt. Eines haben sie gemeinsam: ihre Körper liegen bewusstlos irgendwo in irgendeinem Krankenhaus im Koma auf der Intensivstation, während sie hier in diesem Hotel darauf warten, dass sich ihr Schicksal entscheidet. Werden sie wieder ins Leben zurückgerufen oder müssen sie den Weg alles Irdischen gehen - und mit dem Lift nach oben fahren?

Foto: Hermann Maria Gasser

Marion Leiter als Laura

Mit phantasievollen, geistreichen und witzigen Dialogen werden in dieser Komödie existentielle Fragen, die um die großen Fragen von Liebe, Tod, und Wahrheit kreisen, faszinierend abgehandelt.

Die Aufführungsreihe beginnt im Kulturhaus Rasen in Oberrasen (25. bis 29.11.) und wird im Gebäude 37 der Festung Franzensfeste (2. bis 6.12.) fortgesetzt. Aufführungen im „Josef-Resch-Haus“ in Innichen am 9., 10. und 13. Dezember jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 11. Dezem­ ber um 17 Uhr. Platzreservierungen: Tourismusverein Innichen, Tel. 0474 913149 ■

Verkauf von Adventskränzen

Vendita di corone d’avvento

Traditionsgemäß werden auch heuer Mitglieder und HelferInnen des Katholischen Familienverbandes Innichen schöne Adventskränze und weihnachtliche Türkränze anfertigen und am Freitag, den 25. November ab 08:30 Uhr am St.-Michaels-Platz in Innichen zum Verkauf anbieten.

Come di consueto i soci ed i collaboratori dell’associazione delle Famiglie Cattoliche di San Candido prepareranno corone d’avvento che verranno messe in vendita il giorno 25 novembre a partire dalle ore 08:30 in piazza San Michele di San Candido.

Telefonische Bestellungen werden von Frau Sonja Bachmann entgegengenommen (Tel. 0474 913659 oder Handy 338 8163235). Ein Teil des Reinerlöses dieser Adventskranzaktion wird für einen wohltätigen Zweck gespendet. Die Reifen der alten Adventskränze können beim KFS gerne zur Wiederverwendung abgegeben werden. Hierfür wird während der Weihnachtsfeiertage im Eingangsbereich der Stiftskirche ein Behälter aufgestellt. ■ 16

Regisseur Alfred Meschnigg setzt dabei wieder auf das bewährte Studiobühnenkonzept, das dem Publikum beste Hörund Sichtbedingungen bietet und eine unglaublich dichte Theateratmosphäre schafft. Es spielen Marion Leiter, Beate Summerer, Peppe Mairginter (Innichen), Paul Beikircher, Rudolf Beikircher (Oberrasen), Angelika Plank (Sand in Taufers) und Marion Aichner (Olang).

Per ordini telefonici ci si può rivolgere alla Sig.ra Sonja Bachmann (tel. 0474 913 659 o cellulare 338 8163235). Parte dei proventi sarà devoluta in beneficienza. I cerchi delle corone d’avvento dismesse possono essere consegnati per il riutilizzo. A tale scopo verrà predisposto sotto le festività natalizie un contenitore nell’atrio d’ingresso della Collegiata. ■


Jugenddienst Hochpustertal Der Jugendraum in Innichen ist für Jugendliche ab 10 Jahren jeden Freitag von 16.15 bis 18.15 geöffnet. In den Ferien finden keine begleiteten Öffnungszeiten statt. Angebote während der Öffnungszeiten: Oktober: Tontöpfe mit Serviettentechnik verzieren November: Traumfänger machen Dezember: Weihnachsdekoration basteln

Auch die Gemeinde Innichen beteiligt sich am Projekt. Interessierte können sich an die Gemeindebibliothek oder das Sekretariat der ­Gemeinde Innichen wenden. Jugenddienst Hochpustertal Dolomitenstraße 29 - 39034 Toblach Telefon: 0474 972640 E-Mail: hochpustertal@jugenddienst.it Bürozeiten: Mittwoch und Freitag 9-12 und 15-18 Uhr Samstag 9-12 Uhr

HIGHLIGHTS Adventskalender basteln Samstag, 5.November im Jugenddienst Hochpustertal, von 14 bis 17 Uhr Zielgruppe: Jugendliche von 9 bis 14 Jahren, Kosten: 5,00 Euro Anmeldungen bis 29.10.2016 im Jugenddienst Hochpustertal (Tel. 0474 972640)

Konzert „Stürmend durch die Zeit 2016“

VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Spielebetreuerschulung Samstag 29. und Sonntag 30. Oktober in der Jugendherberge Toblach Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Kosten: keine Anmeldung bis 21.10 im Jugenddienst Hochpustertal

Spieletage

Konzert „Stürmend durch die Zeit“ am 19. November

Samstag 12. und Sonntag 13. November Zielgruppe: alle interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen Ort: Jugenddienst Hochpustertal

Projekt „LAUF“

© janach.com

Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren haben die Möglichkeit, bei öffentlichen und sozialen Betrieben des Hochpustertals für einige Stunden im Monat mitzuhelfen und erhalten im Gegenzug Gutscheine (z.B. Pizzaessen, Reiten, Handykarten, Kinobesuche usw.), die sie im Jugenddienst Hochpustertal abholen können.

Nach dem großen Erfolg des Konzertes „Stürmend durch die Zeit“ im November 2015 in Olang gibt es heuer eine Neuauflage. Neben Liedern aus der CD „Stürmend durch die Zeit“ gibt es auch ältere & neue Songs. Begleitet wird der Liedermacher Alfred E. Mair wieder vom Brunecker Gitarristen Hubert Dorigatti, der kürzlich in Rovigo zum besten italienischen „Bluesman“ gekürt wurde. Außerdem wird Hannah Mair u.a. zwei Eigenkompositionen zum Besten geben. Termin: Samstag, den 19.11.2016 um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr) Ort: Grand Hotel Toblach, Spiegelsaal Kartenvorverkauf: Kulturzentrum Grand Hotel ■

JEDER HERAUSFORDERUNG GEWACHSEN

INNICHEN • Klammschlösslweg 2 Tel. 0474 91 60 84 • E-Mail: info@patzleiner.com

17


Neuheiten im Ski-Winter 2016/17

Fotos: Christian Tschurtschenthaler

VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Die beiden Bergstationen am Stiergarten

Unsere Region trägt einen neuen gemeinsamen Namen Das Skigebiet Sextner Dolomiten und das Hochpustertal werden sich ab dem Skiwinter 2016/17 als neue, gemeinsame Ferienregion präsentieren und tragen ab nun den Namen 3 ZINNEN DOLOMITEN. Dafür wurde nicht nur ein neues Logo entwickelt – in den vergangenen Monaten hat eine Expertengruppe an einer neuen strategischen Ausrichtung gearbeitet, mit dem Ziel, künftig noch schlagkräftiger im internationalen Tourismusmarkt auftreten zu können.

Wann beginnt der Skiwinter? • 19. November: Öffnung der Kabinenbahn Signaue mit Skipiste und der Skihütte Henn-Stoll Je nach Schneelage können die Skilifte am Kreuzbergpass bereits vor diesem Termin in Betrieb gehen • 26. November: Öffnung der Kabinenbahn Drei Zinnen samt Abfahrt • 2. Dezember: Öffnung der Skigebiete Haunold, Helm und Rotwand; die Skiverbindung Vierschach-Helm-Stiergarten-SignaueRotwand ist ab diesem Termin in Betrieb • 3. Dezember: Skiopening an der Talstation Vierschach/Helm (Festzelt Punka) • 23. Dezember: Öffnung der Ski Area Val Comelico (Padola) Erster Nachtskilauf am Haunold

Nachtskilauf am Haunold

Highlights & Termine 3 Zinnen Mountain Brunch: jeden Samstag 11.02.16 – 15.04.17 Morgendliche Skitouren in den Dolomiten zählen zu den krönenden Momenten vieler Skibegeisterter. Wer die stille Erfahrung um ein Bergfrühstück in der Sonne erweitern möchte, hat beim „Drei Zinnen Mountain Brunch“ die Gelegenheit dazu. Ab 11. Februar 2017 geht es jeden Samstag über die Piste Helm-Vierschach zum HelmRestaurant, wo als Highlight ein alpines Frühstücksbuffet auf die Sportler wartet.

Night skiing & Snowbar: jeden Dienstag und Freitag 23.12.16 – 24.03.17

Talstation in Vierschach

18

Jeden Freitagabend ist am Familienskiberg Haunold ordentlich was los! Dort findet der mittlerweile zum Kult gewordene Nachtskilauf statt, welcher in dieser Skisaison durch eine Schneebar unter freiem Sternenhimmel direkt an der Riese Haunold-Hütte erweitert wird. Und wem beim nächtlichen Ski- und Rodelspaß einen Augenblick kalt wird, der kann sich an der Schneebar bei Feuerschalen und reichlich „Jagertee“ aufwärmen. Kulinarische Köstlichkeiten und musikalische Unterhaltung in der Riese Haunold-Hütte sorgen für einen unvergesslichen Winterabend.


Rentierfütterung jeden Donnerstag 29.12.16 - 16.03.17 Ein unvergessliches Winterhighlight, nicht nur für Kids, ist ein Besuch bei der Rentierfütterung an der Bergstation der Rotwand. Die Besucher dürfen hier selbst mit anpacken, wenn das kleinste Rentierrudel der Alpen sein tägliches Menü serviert bekommt. Als einziges Rentierrudel Italiens ist es längst eine lokale Berühmtheit und besonders das kleine, erst im Sommer geborene, Rentier Rudi sorgt bei den Fütterungen immer wieder für lustige Begegnungen.

Giro Tour mit Skibegleitung Sonntag und Mittwoch 25.12.16 - 12.03.17 Die „Giro delle Cime“-Tour ist ein Muss für ausdauernde Skifahrer, die tief in die winterliche Pracht des berühmten Dolomiten UNESCO Welterbes eintauchen wollen. Die geführte Tagestour durch das Skiressort Drei Zinnen Dolomiten verläuft über fünf Gebiete und 34 perfekt präparierte Pistenkilometer – begleitet von unvergesslichen Panoramablicken und kulinarischen Gipfelerlebnissen.

Winter-Events an der Skipiste • 3.12: Skiopening Punka Vierschach: Eröffnung der Skisaison und 40-Jahrfeier des Skigebiets Helm beim Servicecenter Punka an der Talstation Vierschach/Helm

• 20.-22.12: “Audi FIS Ski Cross World Cup” am Skiberg Haunold bei Innichen • 25.12: Rotwand Weihnachtsfest mit Santa Claus und seinen Rentieren an der Bergstation der Rotwandbahn in Sexten • 31.12: Bergsilvester: Erlesenes Silvestermenü in der Riese Haunold-Hütte und in der Skihütte Hennstoll Drei Zinnen Superkombi: Drei spektakuläre Riesentorläufe – eine Gesamtwertung: • 28.01: Gigantissimo, Haunold – 2,2 km • 04.03: Comelissimo, Ski Area Val Comelico – 3,3 km • 25.03: Helmissimo, längster Riesentorlauf des Pustertales – 4,5 km • 04.02: Ö3 Pistenbully, Skiparty am Pistenrand mit den besten Ö3-DJs am Helm-Plateau • 11.03: “Drei Zinnen Mountain Gladiator”: Das Top-Event für hartgesottene Bergsportler. Ein Gruppenwettkampf mit den Disziplinen Vertikal-Up, Skifahren, Paragleiten und Mountainbiken; anschließende After-Show Party mit lokaler Life Band & DJ • 13.-17.3: CASTA Int. Gebirgsjäger Ski Meisterschaften • 17.-19.3: Ski Alpin Europa Cup Finale Herren & Damen am Helm Cup Finale Party am Samstag 18.03.2017 ab 22 Uhr ■

VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

… damit die Freude wächst … Impulse für Paare in Ehe, Partnerschaft und Familie In seinem Schreiben «Amoris Laetitia» schenkt Papst Franziskus uns als Frucht der Bischofssynode ein Buch als Hilfe, um die Schönheit und den Wert von Ehe und Familie zu entdecken, in der Beziehung zum Partner zu reifen und besonders jenen nahe zu sein, die es schwer haben. Franziskus ermutigt uns, Verantwortung wahrzunehmen und mutige Schritte im Sinne des Evangeliums zu gehen. In Zusammenarbeit mit den Ortsgruppen des Katholischen Familienverbandes unserer Pfarreien bieten die Seelsorger Andreas Seehauser und Josef Gschnitzer Impuls-Abende zur Vertiefung verschiedenster Themen zum Leben in Ehe und Familie an. Dazu sind alle Ehepaare, in Partnerschaft Lebende und alle (auch einzeln) Interessierte eingeladen. Treffen: Kap. 1-3: 25. November 2016 – Pfarrheim Toblach Das biblische und kirchliche Verständnis über die Ehe; Schwierigkeiten, denen heute Eheleute und Familien begegnen. Treffen: Kap. 4, Teil 1: 20. Jänner 2017 – Pfarrheim Innichen 1 Kor 13,4-7: Der Hymnus der Liebe: Der zwischenmenschliche Umgang miteinander im Alltagsleben von Ehepaaren. Treffen: Kap. 4, Teil 2-4: 10. Februar 2017 – Pfarrheim Toblach Das Wachsen in der Liebe und die leidenschaftliche Liebe (Sexualität). Treffen: Kap. 5: 10. März 2017 – Pfarrheim Innichen

Mutter und Vatersein: Berufen zum Mitwirken am Schöpfungswirken Gottes: Kinder als Frucht der ehelichen Liebe; verantwortliche Elternschaft; unerfüllter Kinderwunsch. Treffen: Kap. 7: 31. März 2017 – Pfarrheim Toblach Das Familienleben als Umfeld für ethische, religiöse und sexuelle Erziehung der Kinder – gepaart mit einem geduldigen Realismus Treffen: Kap. 8-9: 21. April 2017 – Pfarrheim Innichen Krise und Scheitern: barmherzige Begleitung für eine innere und äußere Heilung der Wunden. Das Leben in Ehe und Familie als Ort der Begegnung mit Gott. Vortrag: „Papst Franziskus über die Liebe in der Familie“ von Paolo Renner (Dienstag 16. Mai 2017, 20.00 Uhr – Aula Mittelschule Toblach) Fest der Familie am Dreifaltigkeitssonntag am 11. Juni 2017 Ort: Die sechs Treffen finden abwechselnd im Pfarrheim von Innichen und Toblach statt. Jedes Treffen beginnt um 20 Uhr, dauert 2 Stunden und beinhaltet eine Vertiefung des jeweiligen Themas sowie ein kurzes anschließendes gemütliches Beisammensein. Falls Interesse besteht, kann man auch nur an einzelnen Treffen teilnehmen. Anmeldung: Aus organisatorischen Gründen bei den Vorsitzenden der Ortsgruppen des Katholischen Familienverbandes oder bei Dekan Andreas Seehauser (andisee@outlook.com). Teilnahme ist aber auch ohne Anmeldung möglich. Kosten: 6 Euro für das Buch „Amoris Laetitia – die Freude der Liebe“ 19


VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Gemeindebibliothek Peter Paul Rainer Die Bibliothek hat ein neues Gesicht In den Sommermonaten wurde in der Bibliothek „Peter Paul Rainer“ fleißig gearbeitet. Mehrere Firmen haben unter der Bauleitung von Arch. Thomas Gutwenger die alte Bibliothek erweitert und verschönert. Ein kleiner Teil der Bücher und Medien wurde ­währenddessen im ELKI im benachbarten Gebäude zur Ausleihe angeboten. Wider Erwarten waren die Besucherzahlen hoch und viele Kinder haben am ­Lesesommer 2016 teilgenommen. Im September mussten die Räumlichkeiten des ELKI wieder für ihren ursprünglichen Zweck frei gemacht werden und so hieß es, in der zweiten Septemberhälfte wieder zurück in die alte-neue Bibliothek zu ziehen. Leider haben sich die Bauarbeiten etwas verzögert, sodass das zweite, neue Stockwerk noch nicht bezogen werden konnte. Dort werden nämlich schöne neue Regale vom Tischler angefertigt, was aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Deshalb nimmt die Bibliothek ihren Betrieb Anfang Oktober wieder auf, es werden aber weiterhin nur provisorische Öffnungszeiten angeboten, bis aus sicherheitstechnischen Gründen das Treppenhaus für die Besucher fertig gestellt sein wird. Wir bitten unsere Leser noch um etwas Geduld, bis wir uns komplett eingerichtet haben und unser Betrieb wieder einwandfrei funktioniert. Ende November 2016 sollte dann alles fertig sein und unsere erwachsenen Leser finden einen großen, einladenden Leseraum im 2. Stock vor, in welchem künftig auch alle Veranstaltungen stattfinden werden. Die Kinder und Jugendlichen werden an zwei neuen und größeren Räumen Freude finden. Alle restlichen Veranstaltungen, welche im Herbst 2016 noch geplant sind, werden „ausgelagert“, das heißt, sie finden in den Schulen, im Josef-Resch-Haus und teils auch im 2. Stock des ELKI statt. Ab Januar 2017 werden alle Veranstaltungen mit Besuchern bis zu 60 Personen in der Bibliothek im neuen Leseraum im 2. Stock stattfinden. Bis der Betrieb in der Gemeindebibliothek wieder geregelt verläuft, werden keine Versäumnisgebühren eingeholt. Die Bücher werden wie im Sommer für drei Monate verliehen. Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren fleißigen Lesern auf ein „neues Gesicht“ und auf neue, einladende Räumlichkeiten in unserer Gemeindebibliothek „Peter Paul Rainer“.

Sommerpraktikum Loris Schönegger aus Innichen hat im Sommer ein zweimonatiges Praktikum in der Bibliothek absolviert. Er hat in den provisorischen Bibliotheksräumen im Elki die Ausleihe, die Katalogisierung der Zeitungen und das Einarbeiten neuer Bücher und Medien mit Fleiß und 20

Alles bereit für den Umzug ins ELKI

Disziplin gemeistert. Ebenso hat er die fleißigen 83 Teilnehmer des Lesesommers begleitet. Mehrfach wurden wir auf den höflichen, freundlichen, jungen Mann angesprochen. Und genau dafür bedanken wir uns bei Loris, der sich sehr bemüht hat, seine Arbeiten genau durchzuführen und alles zu unserer großen Zufriedenheit gemacht hat. Wir wünschen ihm ein erfolgreiches, gutes 5. Schuljahr in der TFO in Brixen.

Projekt „LAUF“ Die zwei Schülerinnen, Nadine Hager aus Welsberg und Manuela Burgmann aus Winnebach, haben abwechselnd einmal wöchentlich zwei bis drei Stunden in der Gemeindebibliothek mitgearbeitet. Sie haben sich beim „Projekt LAUF“ beworben und konnten ein paar Stunden in einem Öffentlichen Betrieb mitmachen. Dafür erhielten sie Punkte, welche dann mit Gutscheinen eingetauscht werden können. Dieses Projekt ermöglicht es jungen Menschen, Einblick in den Arbeitsalltag eines Öffentlichen Betriebes zu gewinnen.

Lesesommer 2016: „Lesen ist lecker! – Leggere, che bontà!” „Lesen ist lecker! – Leggere, che bontà“ lautete das Motto der heurigen Sommerleseaktion für die Grundschüler von Innichen, Vierschach und Winnebach in Zusammenarbeit mit der Bibliothek „Hans Glauber“ Toblach. Im Zeitraum vom 13. Juni bis zum 31. August 2016 beteiligten sich 83 Kinder am Lesesommer, und 1.372 Bücher wurden von ihnen ausgeliehen und gelesen. Für drei gelesene Bücher gab es ein Los, welches in der Losebox landete. Passend zu diesem Thema gab es, solange der Vorrat reichte, eine leckere Loacker-Waffel. Anfang September wurden dann die 50 Gewinner der Gemeindebibliothek „Peter Paul Rainer“ gezogen: Samuel Amalthof, Sophia Baur, Madeline Bergmann, Greta Burgmann, Leo Burgmann, Lukas & Stephan Buzzo, Ludovico Costan, Marlene Di Qual, Lukas & Sara Holzer, Simon


Holzer, Alexander Jud, Jannik Jud, Elias Klocker, Noah Krautgasser, Paul & Pia Künig, Julia & Stefan Lercher, Maja Lercher, Lara Lunz, Mara Matzke, Nora Mössner, Andreas Nöckler, Andreas Oberhammer, Andrea Patzleiner, Linda & Sara Patzleiner, Paulina Patzleiner, Viktoria Patzleiner, Felix Pfeifhofer, Nadine Ploner, Markus Pranter, Laura Schönegger, Anna & Samuel Schraffl, Emily Sulzenbacher, Annegret & Paula Thalmann, Anna Totmoser, Leonie Tschurtschenthaler, Georg Unterlechner, Greta Wachtler, Michelle Walder, Florian Watschinger, Niklas Weitlaner, Lea Wolfsgruber, Melanie Zacher und Leon Zelger Die fleißigste Leserin mit insgesamt 59 ausgeliehenen und gelese-

nen Büchern war Anna Totmoser, gefolgt von Nadine Ploner mit 58 Büchern und Annegret Thalmann mit 52 Büchern. Auch in diesem Jahr erhielten unsere fleißigen Leser eine Urkunde. Für neun gelesene Bücher gab es die Urkunde in Bronze, für 15 gelesene Bücher die Urkunde in Silber und ab 21 gelesenen Büchern die Urkunde in Gold. Wir bedanken uns bei den Sponsoren, welche Gutscheine als Preise geschenkt haben: Loacker AG, Café „Silvia“ der Martha Burgmann, Erlebnisbad Acquafun, Restaurant/Pizzeria Acquafun des Marco ­Dapoz. ■ Eva Burgmann und Silvia Nöckler

La Biblioteca cambia veste Durante tutti i mesi estivi fervevano i lavori nella biblioteca comunale “Peter Paul Rainer”, non lavori di normale gestione, ma lavori di ristrutturazione ed ampliamento, che sotto la direzione dell’arch. Thomas Gutwenger hanno donato alla biblioteca una nuova veste. Comunque nel frattempo una piccola parte di libri e dei media ha trovato uno spazio, pur ridottissimo, nell’Elki, edificio adiacente alla biblioteca. Inaspettatamente i visitatori e lettori sono stati molti e molti bambini hanno preso parte alla gara di lettura estiva 2016. Per la fine di settembre è previsto il trasferimento della provvisoria biblioteca nei locali originali. I lavori protrattisi durante tutta l’estate non sono terminati di modo che non è ancora possibile prendere in possesso il 2° piano, dove ci saranno nuovi arredi, scaffali ed altro che richiederanno ancora del tempo per le rifiniture. La nuova gestione inizierà i primi di ottobre. Nel frattempo verrà effettuata un’apertura provvisoria finché tutta la sicurezza tecnica sia a norma. Preghiamo quindi i nostri lettori di avere ancora un po’ di pazienza finché tutta la gestione potrà funzionare alla perfezione. Alla fine di novembre i nostri lettori adulti troveranno uno spazio ampio e confortevole al 2° piano dove appunto avverranno in seguito tutte le manifestazioni. Per i nostri bambini ci saranno due sale nuove e spaziose per donare loro gioia e soddisfazione. Tutte le restanti manifestazioni previste per il 2016 verranno effettuate o nelle scuole, o al centro Resch, oppure al 2° piano dell’Elki. Dal gennaio 2017 tutti i progetti saranno tenuti al 2° piano della biblioteca con una capienza di 60 persone. Per il periodo ancora non regolare di gestione non incasseremo multe per i ritardi. Ci rallegreremo con tutti i nostri lettori per la nuova struttura per i nuovi spazi per la nostra nuova biblioteca.

Praticantato nella Biblioteca Durante i due mesi estivi Loris Schönegger ha assolto il suo praticantato nella biblioteca di San Candido. I suoi compiti si svolgevano nei locali

VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

dell’Elki, biblioteca provvisoria e coprivano il prestito, catalogazione dei giornali, la schedatura dei nuovi libri e dei media. Ha assolto tali compiti con diligenza, inoltre ha accompagnato con gentilezza gli 83 ragazzi della gara di lettura estiva. Spesso si sono avute espressioni di apprezzamento per il giovane praticante, per la sua gentilezza e disponibilità. Per questo ringraziamo il giovane Loris e gli auguriamo un buon anno e di concludere con successo la maturità TFO a Bressanone.

Progetto “LAUF” Due studentesse, Nadine Hager di Monguelfo e Manuela Burgmann di Prato alla Drava hanno prestato il loro servizio, per tre ore la settimana, rispettivamente presso la biblioteca comunale di San Candido. Hanno collaborato al progetto “LAUF” che prevedeva il lavoro di alcune ore presso un ente pubblico per il quale poi hanno ottenuto dei buoni ricompensa. Questo progetto permette ai giovani di crearsi un’idea in un’azienda pubblica.

Gara di lettura 2016: “ Lesen ist lecker! – Leggere che bontà!“ Questo era il motto della gara di lettura di quest’anno dedicata agli scolari delle scuole primarie di San Candido , Versciaco e Prato alla Drava in collaborazione con la biblioteca „ Hans Glauber“ di Dobbiaco. Ben 83 bambini hanno preso parte a questa azione dal 13 giugno al 31 agosto 2016 e sono stati prestati 1.372 libri. Per tre libri letti veniva dato un buono di partecipazione ed ogni concorrente riceveva una confezione di Loacker- Waffel. All’inizio di settembre sono stati estratti 50 vincitori tra i lettori nella biblioteca Peter Paul Rainer. La vincitrice con 59 libri prestati e letti è stata Anna Totmoser, seconda con 58 libri Nadine Ploner e terza Annagret Thalmann con 52 libri. Anche quest’anno alle vincitrici è stato consegnato un certificato di bronzo per nove libri letti, d’argento per 15 libri letti, d’oro per 21 libri letti. Vorremmo ringraziare gli sponsor che hanno donato dei buoni premio: Loacker spa., Cafe Silvia, Piscina Acquafun e Pizzeria Acquafun. ■ Eva Burgmann e Silvia Nöckler 21


VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Neu in der Gemeindebibliothek „Berge erleben“ Hanspaul Menara: Meine Lieblings­ touren in den Südtiroler Bergen Dieses Buch enthält 100 ausgewählte, nach Jahreszeiten geordnete Wandervorschläge, die in den letzten Jahren in der Beilage „Dolomiten-Magazin“ erschienen sind. Nach einer ausführlichen Einleitung mit nützlichen Hinweisen bietet der erfahrene Autor bei jedem Wandervorschlag zuerst einen Gesamtüberblick über die Tour und beschreibt dann alle notwendigen Details wie Wegverlauf, Anforderung, Gehzeiten und Höhenunterschiede. Kartenausschnitte, Hinweise auf Besonderheiten und zahlreiche Fotos runden das Werk ab.

Wander-Rad-Freizeitkarte Sextener Dolomiten, Cortina d’Ampezzo „freytag & berndt“-Wanderkarten sind dank der detaillierten digitalen Kartographie und der genauen Maßstäbe ideale Begleiter beim Wandern, Bergsteigen und auf Skitouren. Sie werden regelmäßig überarbeitet und enthalten aktualisierte Informationen zu Wanderwegen, Rad- und Mountainbike-Strecken, Hütten, Naturdenkmälern, kulturellen Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen. Das beiliegende Informationsheft enthält eine Auswahl der besten Wanderwege, Radwege und Mountainbike-Strecken sowie eine kurze Beschreibung der einzelnen Gemeinden mit ihrem Freizeitangebot. (Sprache: Deutsch, Italienisch)

Eugen E. Hüsler: Dolomiten Ost Eine Region der starken Kontraste! Während auf so manchem Wanderweg in den Sextener Dolomiten oder rund um Cortina d’Ampezzo bei Schönwetter jeweils viel Volk unterwegs ist, begegnet man auf etlichen Pfaden der Belluneser Dolomiten kaum einer Menschenseele, trotz der fantastischen Felskulisse. Dieser Wanderführer präsentiert einen spannenden Mix zwischen Alt- und Unbekanntem, dazu viele interessante Tipps zur Region und ihren Eigenheiten.

Alexander Comploj: Genussradeln mit dem Mountainbike Das Buch stellt 56 Radtouren für jedermann in Südtirol vor, ohne dabei auf Almen, Pässe und Berglandschaften zu verzichten. Von der einfachen Radrunde im Tal bis zur langen Almenfahrt in den Dolomiten kommen alle Familienmitglieder in den Genuss einer abwechslungsreichen Strecke. Für alle Sportkanonen mit Energiereserven stehen unzählige Varianten mit Singletrail- und Schweißgarantie zur Auswahl. ■

Gemeindebibliothek / Biblioteca comunale “Peter Paul Rainer”

Veranstaltungen im Herbst 2016 Manifestazioni nell’autunno 2016

22

1. Oktober bis 15. November: Weihnachten im Schuhkarton (Sammeln von Geschenken für arme Kinder)

Mercoledì, 26 ottobre: Gli animali domestici nella storia – relatore Paolo Barchetti, ore 18, in collaborazione con UPAD

Freitag, 21. Oktober: Rucksack einfach selbst genäht – KinderNähkurs von 15 bis 19 Uhr im ELKI

Mittwoch, 9. November: Back dich glücklich - Verkosten und Genießen – Buchvorstellung mit Waltraud Tschurtschenthaler


Mercoledì 16 novembre: L’uomo delle montagne: La vera storia del Trapper Hugh Glass – relatore Beppe Mora, ore 18, in collaborazione con UPAD

Mobilhacker

Dienstag, 22. November: Pastawerkstatt – Buchvorstellung und Showküche um 20 Uhr mit Markus Holzer

Ideal zum Hacken von Strauchwerk und Bäumen bis 56 cm Durchmesser.

November (Termin noch zu fixieren): Vortrag über ein Ruan­ da-Projekt mit Anton Kiebacher ■

Biotrituratore mobile per alberi con un diametro fino a 56 cm.

VERANSTALTUNGEN | MANIFESTAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

N mit Natürlich HEIZE

BIO-Energie

Individuelle Einrichtungslösungen Innenausbau und Möbeltischlerei Falegnameria e arredamenti interni

OHG/SNC d. Schönegger Roland & Co.

Soluzioni di arredo individuali

BURGMANN KANDIDUS O S H N G C

BAUUNTERNEHMEN IMPRESA EDILE Handwerkerzone 6 Zona Artigianale · 39038 Innichen/San Candido Tel. 0474 913 540 · Fax 0474 912 514 · Mobil: 335 269 106 info@tischlerei-schoenegger.it · www.tischlerei-schoenegger.it

Herzog-Tassilo-Str. 2 Via Duca Tassilo 39038 INNICHEN - SAN CANDIDO (BZ) Tel. 0474 913244 - Fax 0474 914220 info@burgmann.bz - www.burgmann.bz 23


Die „Rose von Vierschach“ Einweihung der Feuerwehrhalle Am Samstag, den 17. September, war es soweit – das neue Feuerwehrgerätehaus mit Vereinssaal für die gesamte Dorfbevölkerung von Vierschach wurde in Anwesenheit von Behördenvertretern und Ehrengästen aus dem oberen Pustertal und aus Osttirol, sowie der zahlreich erschienen Dorfbevölkerung offiziell eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Landesrätin Martha Stocker – in Vertretung von Landesrat Arnold Schuler – sowie Landesfeuerwehrpräsident Wolfram Gapp und Bezirksfeuerwehrpräsident Peter Hellweger gingen in ihren Grußworten auf die Wichtigkeit der Freiwilligen Feuerwehren für den Zivilschutz und besonders auch für das soziale Gefüge in den kleinen Dörfern ein und unterstrichen, dass zur Bewältigung der sich stetig verändernden und vielfältigen Aufgaben einer Feuerwehr neben Fahrzeugen und Gerätschaften auch zeitgemäße Infrastrukturen benötigt werden.

Die Bürgermeisterin Rosmarie Burgmann mit Feuerwehrhaupt­ mann Leo Wisthaler und den beiden Architekten Alexander und Armin Pedevilla

Mit der Einweihung dieses „mächtigen, starken, Sicherheit vermittelnden“ Funktionsbaus – um sinngemäß einige von Landesrätin Martha Stocker verwendete Attribute zu zitieren – steht nun auch den 55 Mitgliedern der Feuerwehr Vierschach ein durchaus beeindruckender Zweckbau zur Verfügung. Bürgermeisterin Rosmarie Burgmann bot in ihrer Ansprache einen kurzen Rückblick auf die Baugeschichte der neuen Feuerwehrhalle und verwies dabei auch auf die Ende 2010 erfolgte Ausschreibung eines geladenen, einstufigen und anonymen Planungswettbewerbes durch die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Werner Tschurtschenthaler. 13 Projekte wurden eingereicht. Im Juli 2011 erklärte das Preisgericht unter Vorsitz von Arch. Josef March das vom Büro Ingenieurteam Bergmeister GmbH, Vahrn, vorgelegte und von Arch. Pedevilla betreute Projekt, einstimmig zum Sieger des Wettbewerbes. Das Vorprojekt mit einer Gesamtausgabe von 2.398.378,25 Euro wurde im März 2012 vom Gemeinderat mehrheitlich genehmigt. Für die Finanzierung des Bauvorhabens wurde der Gemeinde Innichen von Seiten der Autonomen Provinz Bozen ein großzügiger Bei-

Landesrätin Martha Stocker bei der Übergabe der Halle

trag in Höhe von 1,4 Mio. Euro gewährt, wofür die Bürgermeisterin der Landesregierung und besonders Alt-LH Luis Durnwalder einen großen Dank aussprach. Weitere 600.000 Euro wurden durch ein Darlehen aus dem Rotationsfond abgedeckt. Den Differenzbetrag muss die Gemeindeverwaltung aus Eigenmitteln bestreiten. In diesem Zusammenhang wird darauf verwiesen, dass der ursprünglich vorgesehene Kostenrahmen voraussichtlich um 50.000 bis max.100.000 Euro überzogen wird. Auf die Ausführung der Arbeiten sowie auf technische Details der Feuerwehrhalle gingen die Projektanten und Bauleiter Arch. Alex und Armin Pedevilla näher ein, indem sie u.a. folgende Eckdaten lieferten: Nutzfläche 740 qm – Planungsphase 2011-2012 – Bauausführung 2014-2015 – Fertigstellung Frühjahr 2016.

Zahlreiche Ehrengäste nahmen an der Feier teil

24

An der Bauausführung war – aufgrund der Entscheidung des Gemeindeausschusses vom Mai 2014, die Arbeiten schlüsselfertig mit einer Qualitätsausschreibung zu vergeben – das Unternehmen Bettiol GmbH mit Sitz in Bozen beteiligt, welches verschiedene Arbeiten mit Unterwerkverträgen an Unternehmen aus dem Veneto und aus der

Fotos: Patrick Janach

VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016


VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Die Freiwillige Feuerwehr Vierschach

Provinz Bozen weitergegeben hatte. Die Arbeiten zur Fertigung der Einrichtung wurden hingegen getrennt ausgeschrieben und vom hiesigen Tischlereibetrieb Gustav Sulzenbacher fachgerecht ausgeführt. Arch. Pedevilla schloss seine Ausführungen mit dem Hinweis, dass dieser markante Funktionsbau europaweit als „Rose von Vierschach“ Aufsehen erregt und bereits mit dem „Best Architects Award 2017“ und „Iconic Award - Best of the Best 2016“ ausgezeichnet worden ist. Weiters ist das Projekt für folgende Preise nominiert worden: Plan Award 2016 – Architekturpreis Farbe Struktur Oberfläche 2016 sowie German Design Award 2017. Grußworte und Glückwünsche aus dem Bezirk Osttirol überbrachten Herr Karl Lamp in Vertretung der Bezirkshauptmannschaft sowie, Bezirks­ feuerwehrkommandant Herbert Oberhauser.

Kommandant Leo Wisthaler berichtete über die bewegte Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr von Vierschach, welche im fernen Jahr 1897 gegründet wurde. Abschließend bedankte er sich mit einem Blumenstrauß bei allen anwesenden Patinnen der FFW Vierschach, u.z. Marianna Rainer, Maria Walder Schaller, Frieda Wisthaler und Helga Gutwenger. Der offizielle Teil der Einweihungsfeier, welche von der Musikkapelle Vierschach musikalisch umrahmt und vom Referenten Arnold Wisthaler souverän moderiert wurde, endete mit der Segnung des Hauses durch Dekan Andreas Seehauser und der Banddurchtrennung durch die Landesrätin. Bei Speis und Trank wurde die neue Feuerwehrhalle bis in die Abendstunden gebührend gefeiert. ■

25


VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Cerimonia religiosa per festeggiare i 40 anni della Saletta Domenica, 18 settembre ore 9 sul piazzale antistante la Collegiata di San Candido fervono i preparativi : i Consiglieri dei Consigli Parrocchiali italiano e tedesco preparano il buffet per omaggiare La Saletta per il suo anniversario. Tanti sono gli albergatori che portano prelibatezze da offrire dopo la cerimonia religiosa. Intanto dalla chiesa provengono i canti delle salettine e del Movimento Cattolico delle Donne che stanno riscaldando la voce per poter dare il massimo durante la funzione di ringraziamento. E così è! La messa è un tripudio di canzoni emozionanti, tutti i parrocchiani intervenuti sono rapiti dai canti e dalle bellissime parole che il signor Decano rev. Andreas Seehauser, la signora sindaca Rosmarie Burgmann, l’assessore alla cultura Roberta Webhofer Truant e le consigliere dei Consigli Parrocchiale Giovanna Benincasa e Maria Luise Hackhofer Kiebacher hanno rivolto all’associazione. Il signor Decano rev. Andreas Seehauser nella sua omelia ha menzionato in modo particolare le vite di chi ci è stato vicino e sono per noi un dolce ricordo : Elena Dapoz, Luciano Cadamuro “deus ex machina” di ogni spettacolo, Luciano Paternolli, Vincenzo Soldati, Imelda Marsilli Steinmair, Ciro Franzoi e Lino Postal. Ecco le parole che la nostra stimata sindaca Rosmarie Burgmann ha gentilmente rivolto ai cari concittadini e agli ospiti d’onore: “È per me un grande piacere e motivo di orgoglio essere fra voi in qualità di sindaca di San Candido per festeggiare i 40 anni di vita de “La Saletta”. Come noto a tutti quest’associazione culturale fin da 1976 ha fatto parte del tessuto culturale e sociale del nostro paese, essendo presente con la sue manifestazioni di diversa natura ma sempre ad altissimo livello. Non ritengo necessario enumerare le diverse iniziative che la “Saletta” ha intrapreso e continua ad organizzare, poiché esse sono note a tutti, ma voglio comunque porgere il saluto della amministrazione comunale e specialmente dei referenti alla cultura Cristiano Mazzi e Roberta Webhofer, nonché il mio personale – e soprattutto il ringraziamento a nome di tutta la cittadinanza per il lavoro svolto fino ad ora a tutti coloro che hanno attivamente prestato il loro talento, il loro tempo e la loro voglia di fare, senza aspettarsi di ricevere nulla in cambio, se non un meritato applauso. Grazie a voi di cuore salettine e salettini, e soprattutto grazie alla signora Elena Cadamuro, ver spina dorsale della Saletta“ L’associazione culturale e di volontariato sociale La Saletta per 40 anni di attività ha dimostrato grande impegno, perseveranza e diligenza. Ha allietato per tutti questi anni le messe domenicali ponendo l’accento sui valori dell’amicizia, dell’altruismo, della fede. La Saletta nata in modo spontaneo è via via cresciuta e ha ampliato la sua attività anche al di fuori delle celebrazioni religiose (per la Saletta primario scopo) per arrivare a manifestazioni impegnative quali spettacoli, ma anche cimentandosi con la beneficenza ed il volontariato sociale. In tutte queste iniziative, talvolta faticose, hanno profuso il loro impegno, ”la gioia di fare qualcosa di utile soprattutto per il nostro paese coinvolgendo giovani e anziani dei diversi gruppi linguistici, facendosi sentire uniti ed allo stesso tempo felici“ (ex salettina Roberta Webhofer).

26

Decano Andreas Seehauser con i membri de La Saletta Dekan Andreas Seehauser mit den Mitgliedern von La Saletta

I numerosi sostenitori della Saletta non hanno mancato di essere presenti facendo da cornice alle tante manifestazioni, facendo da sostegno per l’intera comunità. “Un grazie di cuore alle salettine più grandi, Claudia e Angela, ormai nella Saletta da 40 anni e a Manuela, salettina da più di 30 anni. Il più grande grazie, però, va alla fondatrice di questo fenomenale gruppo, la signora Elena Cadamuro, che le ha cresciute e tenute insieme in ogni momento.” (Roberta Webhofer). “Quando l’andare avanti è risultato duro e faticoso più del solito, mai è mancato il sorriso e la consapevolezza di fare una cosa utile e piacevole per tutta la comunità di San Candido e anche oltre.” Il canto è una preghiera che esprime e comunica gioia, quella di stare tutti insieme a lodare il nostro Signore Gesù Cristo per gli immensi doni che ci concede, tra i quali La Saletta.” (consigliere del CPP Giovanna Benincasa). Un grazie fortemente sentito e mio particolare che sgorga dal cuore va: • ai presidenti dei C.P. italiano e tedesco Mauro Rimoldi e Maria Luise Hackhofer Kiebacher per l’organizzazione; • al Movimento Cattolico delle donne kfb alla loro presidente signora Gutwenger Annares; • alla direttrice del coro Signora Irma Krautgasser Schäfer; • all’organista Martin Gasser; • all’Associazione Turistica di San Candido; • ai 16 albergatori che hanno donato le prelibatezze per il rinfresco offerto ai partecipanti alla festa della Saletta; • a Dapoz Marco per il suo talento organizzativo; • a Nannile per i Tirtlan; • ai giovani e a chi ha servito le cose buone a tutti ■ Elena Cadamuro

Rinfresco sulla Piazza Parrocchiale | Buffet am Kirchplatz


Heilige Messe zum 40-jährigen Geburtstag von „La Saletta“ Am Sonntag, den 18. September um 9 Uhr sind die Vorbereitungen vor der Stiftskirche voll im Gange. Die Mitglieder des deutschen und italienischen Pfarrgemeinderates bereiten das Büffet vor, um „La Saletta“ zu ihrem Jahrestag zu ehren. Zahlreiche Hoteliers brachten die verschiedensten Köstlichkeiten, die nach der Heiligen Messe angeboten wurden.

Alcuni membri de La Saletta | Einige Mitglieder von La Saletta

Aus der Kirche hörte man die Stimmen der „Salettine“ und der Frauen der Katholischen Frauenbewegung, die sich für den Dankgottesdienstes einsangen.

beit mit anderen Vereinen und immer getragen von der Dorfgemeinschaft, um Hilfsorganisationen zu unterstützen bzw. für wohltätige ­Zwecke zu sammeln.“

Der Gottesdienst war ein Freudenfest, umrahmt von gefühlvollenLiedern. Alle Mitglieder der Pfarrgemeinde wurden von den Gesängen und von den schönen, von Herzen kommenden Worten, die der Herr Dekan Andreas Seehauser, die Frau Bürgermeisterin Rosmarie Burgmann, die Kulturassessorin Roberta Webhofer, sowie die Vertreterinnen des Pfarrgemeinderates Giovanna Benincasa und Maria Luise Hackhofer Kiebacher für „La Saletta“ ausgedrückt haben mitgerissen. Der Herr Dekan Andreas Seehauser hat in seiner Predigt auch jene Menschen erwähnt, die uns immer nahe standen und jetzt ein geliebtes Andenken für uns sind: Elena Dapoz, Luciano Cadamuro, der „deus ex machina“ jeder Veranstaltung, Luciano Paternolli, Vincenzo Soldati, Imelda Marsilli Steinmair, Ciro Franzoi und Lino Postal.

„La Saletta“ genießt die Unterstützung zahlreicher Menschen, die bei jeder Veranstaltung anwesend sind. „Ein großes Dankeschön geht vor allem an die ältesten Salettine, Claudia und Angela, die seit 40 Jahren bei „La Saletta“ dabei sind, sowie an Manuela, die auch schon seit mehr als 30 Jahren ein Mitglied des Vereins ist. Das größte Dankeschön geht jedoch an die Gründerin dieser wundervollen Gruppe Elena Cadamuro, die sie großgezogen hat und versucht hat, sie immer beisammen zu halten“ (Roberta Webhofer, Ex-Salettina)

Der Verein für Kultur und Wohltätigkeit “La Saletta” hat vierzig Jahre lang Engagement, Standhaftigkeit und großen Fleiß bewiesen. „La Saletta“ hat in diesen Jahren die Sonntagsgottesdienste verschönert und wollte vor allem die Werte der Freundschaft, der Nächstenliebe und des Glaubens übermitteln. Der Verein, auf spontane Art und Weise gegründet, wurde nach und nach größer und erweiterte seine Tätigkeit: Außer den Gottesdiensten veranstaltete „La Saletta“ auch verschiedene Musicals, Konzerte und Feste, deren Erlös an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet wurde. Die Mühe, die „La Saletta“ in all diese Initiativen steckte, war zwar groß, aber die Freude etwas Nützliches für das Dorf zu machen war größer. „La Saletta“ bezog junge und ältere Menschen der verschiedenen Sprachgruppen mit ein, sodass man sich gleichzeitig vereint und glücklich fühlte.“ (Roberta Webhofer, ex-Salettina). Auch die wohlwollenden Worte unserer Bürgermeisterin Rosmarie Burgmann, haben uns sehr berührt. „In diesem Zusammenhang erinnere ich nicht nur an die traditionelle musikalische Gestaltung der italienischen Sonntags- und Feiertagsmessen, sondern –stellvertretend für viele andere Aktivitäten- erinnere ich besonders an den Malwettbewerb „La donna nell’arte“ – „Die Frau in der Kunst“, sowie an die jahrelange Organisation und Gestaltung der „Lebenden Krippe“ in der Weihnachtswoche. Vor allem diese Initiativen- aber nicht nur – haben La Saletta, sowie auch unsere Marktgemeinde weit über die Dorf- und Landesgrenzen bekannt gemacht. Dabei war La Saletta stets auch das soziale Engagement wichtig, der Einsatz für jene, denen es in verschiedenster Hinsicht nicht so gut geht. So wurde manche Veranstaltung organisiert, oft auch in Zusammenar-

VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Auch wenn der Weg manchmal schwieriger, mühevoller und härter war als sonst, fehlte nie das Lachen und die Freude, für Innichen und alle anderen Orte mit denen Elena Cadamuro, la presidente dell‘associazione | Elena Cada­ „La Saletta“ eine besondere Verbindung muro, die Präsidentin des Vereins pflegt, etwas Nützliches, Mitreißendes und Erfreuliches zu machen. „Der Gesang ist ein Gebet, das Freude ausdrückt, dass man miteinander unseren Herrn Jesus Christus preist, für all die Gaben die er uns schenkt, wie zum Beispiel La Saletta.“ (Pfarrgemeinderätin Giovanna Benincasa) Ein großes und herzliches Danke schön für die Mitgestaltung der Jubiläumsfeier geht an: • die Präsidenten des deutschen und italienischen Pfarrgemeinderates Mauro Rimoldi und Maria Luise Hackhofer Kiebacher; • die Katholischen Frauenbewegung und deren Präsidentin Annares Gutwenger; • die Chorleiterin Irma Krautgasser Schäfer; • den Organisten Martin Gasser; • den Tourismusverein Innichen; • die insgesamt 16 Hoteliers, die das Büffet für die Teilnehmer am Fest von „La Saletta“ vorbereitet haben; • Marco Dapoz für sein organisatorisches Talent; • Nannile für die Tirtlan; • den Jugendlichen, die bei der Ausgabe mitgeholfen haben. ■ Übersetzung Chiara Cadamuro 27


VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Rege Tätigkeit der Musikkapelle Winnebach Ein recht erfolgreiches Tätigkeitsjahr 2016 neigt sich nun im Herbst bereits wieder dem Ende zu. Nach einem guten Probenstart im Frühjahr brachte die Musikkapelle Winnebach wiederum einige Auftritte über die Bühne: Hochzeiten von Vereinsmitgliedern, kirchliche Auftritte bei Prozessionen oder Messgestaltungen, Sommerkonzerte in Innichen und Winnebach oder Auftritte auf Festen. Alle Musikantinnen und Musikanten haben wieder fleißig und mit viel ehrenamtlichem Einsatz mitgemacht. Auch die Jungmusikanten hatten einige Auftritte zu meistern. Sie beteiligten sich an der Jugendkapelle Hochpustertal und an Musikwochen, organisiert vom Verband Südtiroler Musikkapellen und waren stets auch in der Musikkapelle selber engagiert dabei. Die Bläsergruppe, die aus fünf Musikanten der Kapelle besteht, bewältigte ebenfalls das ganze Jahr über eigenständig viele Auftritte. Seit September bereiten sich die Musikantinnen und Musikanten unter der Leitung ihres Kapellmeisters Fritz Obmascher auf die noch bevorstehenden Verpflichtungen vor. Dazu gehören die musikalische Umrahmung der traditionellen Bachprozession sowie die

Bezirksobmann Johann Hilber überreicht Franziska Gutwenger das Ehrenabzeichen in Bronze

28

Mitgestaltung des Gottesdienstes zu Allerheiligen und am Tag der Heiligen Cäcilia. Die Musikkapelle Winnebach wird in diesem Jahr am Kirchtag im Oktober auch noch die Organisation des „Baum Aufstellens“ und der Verlosung übernehmen. An dieser Stelle nutzen wir die Gelegenheit, unserem Kapellmeister für seinen engagierten und begeisterten Einsatz für die Musikkapelle Winnebach zu danken. Wir sind sehr froh, ihn zu haben und freuen uns, dass er für das Jahr 2017 bereits wieder zugesagt hat, das Amt weiterzuführen. Auch dem Obmann Christoph Rainer und dem gesamten Ausschuss der Kapelle sei ein Dank ausgesprochen für die vielen Stunden, die sie in die Musikkapelle Winnebach investieren. Im Jänner 2017 finden die Neuwahlen des Musikausschusses statt, der wiederum für drei Jahre im Amt sein wird. Rückblickend auf die letzte Cäcilienfeier gibt die Musikkapelle Winnebach bekannt, dass in diesem Rahmen Frau Franziska Gutwenger für ihre 15-jährige Mitgliedschaft bei der Kapelle vom Verband Südtiroler Musikkapellen geehrt wurde. Diese Ehrung wurde vom Bezirksobmann Johann Hilber und dem Obmann der Kapelle durchgeführt und von einigen Musikantinnen und Musikanten musikalisch umrahmt. Solche Ehrungen zeigen, dass es Leute gibt, die sich gerne ehrenamtlich und jahrelang für einen Verein einsetzen. Vielen Dank, liebe Franzi und bleibe der Musikkapelle Winnebach noch lange erhalten. ■ Elisabeth Trojer

Der Ausschuss der Musikkapelle Winnebach mit dem Bezirks­obmann


MIR Festl – bunt, anders, schön Erstmalig hat am 17. und 18. September beim Musikpavillon das interkulturelle „MIR-Festl“ stattgefunden. Umrahmt von Musik, Kultur, Speis und Trank war das „Festl“ Begegnung unterschiedlicher Kulturen, Zusammenkommen verschiedener Generationen, Treffpunkt ein- und ausheimischer Personen. Gegensätze ziehen sich an. So begann der Samstag mit ruhigen Tönen im Klangschatten des „Aronne Dell’Oro Trio“ um dann rockig mit „Queen Laurin“ in die tiefe Nacht zu ziehen. Der Sonntag gab gemütliche und kreative Noten von sich, zeigte bunt gemischte Bands vom Feinsten: Das „Oachale vom Tole & do Olpmzoo“ machten den Anfang , „2seedleft“ aus Innsbruck und „Bambinder“ aus Mölten ließen den Sonntagnachmittag in Klangzauber fallen. „Burning Mind“, mit Simon Stötter, welcher Mitorganisator des MIR-Festl und ausheimischer Innichner ist, begeisterte am Sonntagabend mit keltischem Repertoire. Der Ausklang gelang - in Unterstützung mit Campo Gelau - mit der Filmvorführung „Io sto con la sposa“ im Josef Resch Haus.

machte Mehlspeisen, begleitet von ausgewählten Südtiroler Säften, Bier und Weinen luden auf gemütliches Beisammensein ein.

Auch das kulinarische Angebot war vielfältig und vor allem qualitätsvoll: verschiedene marokkanische Gerichte, Spinat-, Mangold-, Ronen- und Käseknödel, Biofleisch vom Ranerhof und hausge-

Das MIR-Festl will ein Fest für INS sein. Hoffentlich nicht zum letzten Mal. Allen Helfern und Unterstützern ein großes Dankeschön! Grazie! Dilan! Chokrane! Mercì! ■

VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Interkulturelles „MIR Festl“ im Herzen von Innichen Festa interculturale nel cuore di San Candido

„MIR“: Una festa variopinta, diversa, inedita Per la prima volta il 17 e 18 settembre si è svolta la festa interculturale „MIR Festl“ al Pavillon di San Candio, teatro di suoni, musica, intrattenimento, gastronomia di nazionalià non solo locali nell’ambito di una manifestazione cucita ad hoc per il paese. La festa ha avuto il suo esordio sabato sera ed è proseguita con grande entusiasmo dei partecipanti fino a domenica all’insegna della buona musica suonata, per l’occasione dal vivo, nel suggestivo scenario del paese di San Candido.

A chiudere l’evento, Simon Stötter, uno degli organizzatori del festival, con il suo repertorio di musica celtica e la proiezione del documentario “Io sto con la sposa”, proposto dall’ associazione Campo Gelau. La Fest MIR è una festa per NOI, speriamo non sia stata l’unica volta. Un ringraziamento speciale per tutti coloro che hanno contribuito all’organizzazione. Grazie! Dankeschön! Dilan! Chokrane! Mercì! ■

Apertura dell’evento affidata al gruppo meranese „Aronne dell’Orio“ tra note salentine e riminiscenze arabe, a seguire i „Queen Laurin“: energia rock per la band che di questi luoghi è di casa. „Oachale dal Tole & do Olpmzoo“, „2seedleft“ da Innsbruck e „Bambinder“ da Mölten, infiammano le danze della domenica pomeridiana, svoltasi tra le più variegate attività di intrattenimento che han visto coinvolti grandi e piccini in un week-end diverso dal solito. Sul fronte culinario il „Mir Fest“ ha dato ampio spazio alla cucina locale con piatti tipici quali i canederli o la carne biologica del Ranerhof ed ha promosso inter-culturalità attraverso il cibo grazie alla partecipazione di marocchini locali ed alle loro ricette a base di carne, cous cous e verdure.

Low-budget-Dekoration, natürlich hausgemacht Decorazione low budget, certamente fatto in casa

29


VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Rückblick auf die Sommerbetreuung Es ist wieder wie im Flug vergangen: acht Wochen kunterbuntes Sommerbetreuungsprogramm in Innichen sind bereits Geschichte. Wöchentlich nahmen zwischen 18 und 25 Kinder je Gruppe an den Angeboten teil und erlebten spannende und lustige Ferienwochen. Die Gemeindeverwaltung und der Verein „Die Kinderwelt Onlus“ freuen sich über das gelungene Angebot. Jede Ferienwoche stand unter einem anderen Thema, an das sich die kreativen und spielerischen Angebote richteten. Ein großes Spektrum an diversen Kreativarbeiten ermöglichte es den Kindern außerdem, in Eigenkreativität und Selbstständigkeit zu arbeiten und somit verschiedene Techniken auszuprobieren. Großer Wert wurde darauf gelegt, so viel Zeit wie möglich im Freien zu verbringen. Jede Gelegenheit wurde genutzt, den nahegelegenen Spielplatz aufzusuchen oder in den Wald zu spazieren, der sich unweit der Sommerbetreuung befand. Zweimal wöchentlich konnten die Kindergartenkinder bei Exkursionen in den Wald, Aufenthalten auf dem Spielplatz und im Freien ihre Zeit in der Natur erleben und ihre Umwelt erforschen, Lebewesen und Pflanzen beobachten und viele Erfahrungen im Freien sammeln.

Auf die Grundschulkinder hingegen warteten wöchentlich interessante Ausflugsziele zu Bauernhöfen, Ausflüge mit Naturpädagogen, didaktische Museumsbesuche und abenteuerliche Aktivitäten wie Klettern und Fischen. Wochenhighlight war natürlich der Schwimmtag in einem Frei- oder Hallenbad in der Umgebung. Im Programm mit dabei war auch der spielerische Umgang mit der zweiten Sprache Italienisch. Lieder, Spiele und kleine Wortschatzeinheiten festigten Erlerntes oder brachten neue Sprachinputs. Es gelang so, den Kindern den Zugang zur italienischen Sprache als etwas Natürliches erleben zu lassen und Freude am sprachlichen Experimentieren zu entwickeln. „Die Sommerbetreuung 2016 war wieder ein voller Erfolg und ist ein wertvolles Angebot für unsere Familien. Es werden insgesamt acht Wochen der gesamten Sommerferien abgedeckt und mit pädagogischer Qualität durch den Verein begleitet“, so das abschließende Resümee der Gemeindereferentin Roberta Webhofer.

Mitteilung an die Eltern Verschiedene Sachen, die während der Kinderbetreuung in Innichen von den Kindern im Kindergarten und in der Grundschule vergessen wurden, können bis zum 31. Oktober 2016 im Sekretariat der Gemeinde Innichen bei Theresia oder Annemarie abgeholt werden. ■

Uno sguardo al periodo di assistenza estiva appena trascorso Anche stavolta sono passate in un batter d’occhio: le otto settimane dell’assistenza estiva sono già storia. Ogni settimana hanno aderito all’offerta gruppi di 18-25 bambini, che hanno trascorso insieme emozionanti e allegri giorni di vacanza. L’amministrazione comunale e l’associazione „Die Kinderwelt Onlus“ si compiacciono per la riuscita dell’iniziativa. 30

Ogni settimana di vacanza è stata organizzata all’insegna di un particolare tema, al quale si sono orientate tutte le attività ludiche e creative. Una vasta scelta di lavori ha inoltre permesso ai piccoli partecipanti di esprimere in autonomia la loro creatività individuale, cimentandosi in varie tecniche. E’ stato dato particolare valore alle attività all’aperto: a tal fine si è colta ogni possibile occasione per frequentare il vicino parco giochi o fare passeggiate nel bosco, anch’esso non distante dalla sede del


la pesca. Il clou della settimana è stato ovviamente rappresentato dalla giornata dedicata al nuoto in una piscina coperta o all’aperto del circondario. Il programma prevedeva anche un approccio ludico alla seconda lingua, l‘italiano: grazie a canzoni, giochi e piccole lezioni sul patrimonio lessicale i bambini hanno potuto consolidare le conoscenze già acquisite o fruire di nuovi input. Si è così riusciti a far vivere ai bimbi questo approccio all’italiano come qualcosa di naturale, promuovendo una “sperimentazione linguistica” all’insegna dell’allegria.

campo estivo. I bambini della scuola materna hanno potuto trascorrere del tempo nella natura compiendo escursioni nel bosco, divertendosi nel parco giochi e intrattenendosi all’aria aperta. In tal modo hanno scoperto le meraviglie dell’ambiente in cui vivono, hanno osservato animali e piante e fatto tante altre interessanti esperienze. I bambini delle elementari hanno invece potuto dedicarsi ogni settimana a interessanti visite ai masi, escursioni con pedagogisti della natura, visite a musei e attività “avventurose” come l’arrampicata e

„L’assistenza estiva 2016 è stata come al solito un grande successo e l’offerta si è rivelata ancora una volta preziosa per le nostre famiglie. Complessivamente il campo estivo si protrae per otto settimane di vacanza estiva e viene gestito dall’associazione con competenza pedagogica di alta qualità” ha detto la referente del comune, Roberta Webhofer, nella sua relazione conclusiva.

Comunicazione ai genitori

VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Oggetti dimenticati nella scuola elementare o nell’asilo durante il programma estivo a San Candido possono essere ritirati entro il 31 ottobre 2016 presso l’ufficio segreteria (Theresia o Annemarie). ■

Bauernjugend: Aktiv bei zwei Festen dabei Am 21. August fand die „5. Wimbocha Almgaudi“ statt. Wir als Bauernjugend durften in der Geigerhütte für Spiel, Spaß, leibliches Wohl, Trank und Unterhaltung sorgen. Trotz der nicht sehr günstigen Witterung, sprich Regen, kamen zahlreiche Wanderer zu uns, um einen angenehmen Sonntag zu verbingen.

reits im Vorfeld trafen wir viele Vorbereitungen und rollten fleißig 1500 Knödel. Wir boten eine Brettljause und eine Knödelvariation (Speck-, Käse- und Spinatknödel) mit Krautsalat. Natürlich waren viele fleißige Helfer von Nöten, damit wir alle Besucher bedienen konnten. Danke an alle Mitglieder, welche uns so tatkräftig unterstützt haben! ■ Marion Burgmann

Die „Sillianer Buibm“ umrahmten den Tag mit traditioneller Volksmusik. Spiel und Spaß für die Kinder bot unsere „Resi“, an welcher die Kinder das Melken üben konnten. In jeder Hütte gab es ein tolles Spiel für die Kinder, welche damit einen Stempel im Hüttenpass erspielen konnten. Am Ende der Hüttenrunde gab es dann eine Überraschung für die Kleinen. Für das leibliche Wohl sorgten wir mit Grillteller und „Kniakiachlan“. Da die Wetterprognose nichts Gutes verhieß, rüsteten wir uns mit ausreichend Zelten aus, wodurch unsere Gäste trocken blieben. Wir danken allen, die den Sonntag mit uns verbracht haben. Danke auch der Familie Burgmann vom „Geigerhof“, welche uns alle Jahre ihre Hütte zur Verfügung stellt. Am 10. und 11. September waren wir wieder beim „Heu & GabelFest“ vertreten. Zusammen mit den Bäuerinnen und dem „Ranerhof“ sorgten wir für das leibliche Wohl der vielen Besucher. Be31


VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Fußball im Hochpustertal Amateurliga Die Mannschaft der Amateurliga setzt sich in diesem Jahr aus 25 Spielern zusammen und wird zum dritten Mal in Folge von Peter Ryser trainiert. Der Großteil der Spieler war bereits in der letztjährigen Meisterschaft im Kader der ersten Mannschaft. Neu hinzugekommen sind Ivan Abbinante, Daniel Martino, Daniel Schäfer und Gregor Joas (alle von der letztjährigen Juniorenmannschaft) sowie Simone Capello, Luca Ceravolo (spielte in Taisten) und Daniel Frasca (spielte in Sexten). Mit Alex Auer und Alex Kraler (spielt Freizeit) haben wir lediglich zwei Abgänge. Jedoch werden drei Spieler aufgrund einer längeren Reise den Großteil der Saison nicht zur Verfügung stehen und weitere vier Spieler werden aus Studiengründen bei den Trainingseinheiten unter der Woche fehlen. Die Motivation und der Siegeswille bei den Spielern und Trainern sind hoch. In einer auch heuer sehr ausgeglichenen Meisterschaft gilt es, sich als charakterstarke Mannschaft mit viel Durchsetzungsvermögen zu bestätigen, um positive Ergebnisse über die lange Meisterschaft hinweg zu erzielen. Die Heimspiele finden während der gesamten Hinrunde jeweils am Samstag in Innichen statt. Wir freuen uns auf zahlreiche Fans und hoffen auf tolle Stimmung im Waldstadion!

Amateurliga 2016/2017

Freizeitmannschaft Unserem Verein war es ein besonderes Anliegen, auch eine Freizeitmannschaft zu gründen und für die Meisterschaft anzumelden. Einmal um einigen Nachwuchsspielern eine Möglichkeit mehr zu bieten, einen lückenlosen Übergang in die Kampfmannschaft zu schaffen und zum zweiten wollten wir auch älteren Spielern, die eine mehrjährige Fußballpause hinter sich hatten, die Möglichkeit bieten, wieder Spaß am Fußball zu haben. Dazu haben sich auch einige Spieler der letztjährigen Vierschacher Amateurliga in die Mannschaft eingegliedert. Die Mannschaft besteht inzwischen aus mehr als 20 Spielern und wird von Andreas Lanz aus Toblach trainiert. Den gesamten Kader der Freizeitmannschaft und der Amateurliga, sowie die Spielpläne und Ergebnisse gibt es auf unserer Homepage www.afc-hochpustertal.com.

32

Neues Logo „die Obopuschtra“

Jugendmannschaften – „Obopuschtra Jugend“ Wie angekündigt ist es uns gelungen, den Jugendbereich in Zusammenarbeit mit den beiden Nachbarvereinen AFC Sexten und AFC Niederdorf zu organisieren. Alle Jugendmannschaften werden somit ab der Saison 2016/2017 unter dem neuen Namen OBOPUSCHTRA JUGEND spielen und dementsprechend mit neuem Outfit auftreten. Wichtig dabei: die Kinder der Gemeinden Innichen und Toblach bleiben weiterhin dem Verein AFC Hochpustertal zugeordnet, da auch dieser Verein die Voraussetzungen für diese Kinder schafft, um Fußball zu spielen. Der Name Obopuschtra Jugend wird dabei nur verwendet, um in den Jugendmannschaften gemeinsam mit Spielern der Nachbarvereine aufzutreten. Als gemeinsames Ziel der Obopuschtra Jugend gilt es, den Kindern und Jugendlichen der vier Gemeinden eine bestmögliche und altersgerechte Trainingsmöglichkeit zu bieten. So wird versucht, die jüngsten Kinder so lange als möglich in der jeweiligen Gemeinde trainieren und spielen zu lassen und bei Bedarf ab der U10 mit den Kindern der anderen Gemeinden zusammenzuführen. Der große Vorteil für die Kinder dabei ist jener, dass die Altersunterschiede in den Mannschaften kleiner sind und größtenteils die Mannschaften aus gleichaltrigen Spielern gebildet werden können. Heuer haben wir folgende 15 Jugendmannschaften mit mehr als 250 Kindern gebildet: U6 Obopuschtra Innichen (jeweiliger Spielort) U8 Obopuschtra Löwen Innichen U8 Obopuschtra Tiger Toblach U8 Obopuschtra Zebras Niederdorf U8 Obopuschtra Haie Sexten U10 Obopuschtra Haie Innichen U10 Obopuschtra Tiger Toblach U10 Obopuschtra Panther Toblach U10 Obopuschtra Zebras Niederdorf U11 Obopuschtra Löwen Innichen U11 Obopuschtra Kobras Niederdorf U12 Obopuschtra Jugend Sexten U13 Obopuschtra Jugend Niederdorf U15 Obopuschtra Jugend Sexten A-Jugend Obopuschtra Jugend Toblach Genauere Informationen zu den einzelnen Mannschaften (Kader, Trainer, Spielplan und Ergebnisse) gibt es auf der neuen Homepage der Obopuschtra Jugend: www.obopuschtra-jugend.com oder auf Facebook unter OBOPUSCHTRA JUGEND.

Rückblick auf die Sommerpause Auch in der Sommerpause war der Verein wieder sehr aktiv. In ­Toblach und Innichen wurden für die kleinsten Fußballer im Dorf Schnupperkurse organisiert. Es haben sich dabei jeweils mehr als 20 Kinder gemeldet, um gemeinsam über den Sommer den Spaß am Fußball zu entdecken. Neben den zahlreichen Sitzungen und


Die Teilnehmer beim Umzug in Toblach

Gesprächen mit den Nachbarvereinen hinsichtlich Jugendarbeit galt es, die Jugendmannschaften neu zu bilden und einheitlich einzukleiden. Um die finanziellen Mittel dafür zu schaffen haben wir verschiedene Events organisiert. Nachdem die Meisterschaft erst kurz zu Ende war, ging es gleich mit einigen Aktivitäten weiter. Vom 10. Juni bis 10. Juli wurden an 21 Abenden die Spiele der Fußball EM im Dorfplatz von Innichen übertragen. Am 6. und 7. August wurde das traditionelle Sportfest gemeinsam mit dem Hockeyclub Toblach organisiert. An drei Abenden waren wir bei „Toblach unterm Sternenzelt“ mit einem Getränkestand vertreten. Am 15. August nahmen wir am Umzug beim Mittsommerfest in Toblach mit einer großen Truppe von 35 Fußballern und Vereinsleuten teil und haben uns mit von Chievo

Zahlreiche Fans verfolgten die Live-Übertragungen beim Musik­ pavillon

Verona zur Verfügung gestellten Trikots zum Sommertraining unter strömendem Regen aufgemacht.

VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Ein großes Dankeschön möchten wir an dieser Stelle den zahlreichen Spielern, Trainern, Betreuern, Helfern, Eltern, Freunden und Vereinsfunktionären aussprechen, die uns freiwillig bei diesen Veranstaltungen unterstützt und dadurch zum guten Gelingen beigetragen haben. Ein Dank auch unserem neuen Betreuer Hannes Walder aus Innichen, der die erste Amateurliga ab sofort begleiten wird! Auch den vielen Sponsoren und den beiden Gemeinden von ­Toblach und Innichen gilt an dieser Stelle ein recht herzliches Vergelt’s Gott für die stetige Unterstützung. ■ Matthias Trojer und Markus Amalthof

Außergewöhnlicher Start in die neue Handballsaison Der ASV Handball Hochpustertal organisierte heuer erstmals für die Mittelschülerinnen und Oberschülerinnen in der WFO Turnhalle Innichen – unter der Leitung von Jugendtrainer Peter Sulzenbacher – ein Sommertraining, damit sie sich auch im Sommer sportlich betätigen konnten. Dieses sportliche Angebot – einmal in der Woche – kam bei den Oberschülerinnen am Abend (19.3021 Uhr) sehr gut an, während von den Mittelschülerinnen am Nachmittag (16.30-18 Uhr) leider nur sehr wenige kamen. Zum Auftakt in die neue Handballsaison organisierten die Trainer Helmut Durnwalder, Fortunato Rizzo und Peter Sulzenbacher für die ältesten Spielerinnen des Vereins (2. Division- und Spielerinnen der U 16 Mannschaft) am 10. und 11. September ein zweitägiges

Die Teilnehmerinnen mit ihren Trainern bei der Bonner Hütte

33


VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Meisterschaftsspiele bestreiten können. Im Namen unserer Spielerinnen möchte sich der Vereinsausschuss bei allen Sponsoren und der Gemeinde Innichen für die bisherige Unterstützung bedanken, aber auch bei denen, die bei den „Dorfplatzfreuden“ oder sonstigen Veranstaltungen tatkräftig mitgeholfen haben. Ein herzliches Danke!

News

Training in luftiger Höhe mit einmaligem Panoramablick am Pfannhorn

Camp auf der Bonner Hütte. Nach dem gemeinsamen Aufstieg am Samstag in der Früh wurden verschiedene Aktivitäten durchgeführt. So entpuppten sich die Mädchen und Damen in Vierergruppen als wahre Baumeister, als es darum ging, das höchste „Steinmännchen“ zu bauen. Am Nachmittag wurden nach einer kurzen Wanderung Lauf ABC-, Stabilisations-, Partner- und Relax Übungen absolviert. Nach einem Gesellschaftsspiel am Abend gingen alle früh zu Bett, denn am nächsten Tag stand bereits um 5.30 Uhr der Aufstieg auf das Pfannhorn auf dem Programm. Dabei erlebten gar einige Spielerinnen den Sonnenaufgang erstmals hautnah. Nach einem ausgiebigen Stretching und Mittagessen endete das Camp am Nachmittag. Das Ziel dieses Camps war es, den Gemeinschaftssinn und den Teamgeist zu stärken. Die U 16 Mannschaft (1. und 2. Klasse Oberschule) wird am Wochenende vom 1. und 2. Oktober in der Turnhalle Sand in Taufers ein Trainingslager abhalten und die U 14 Mannschaft (2. und 3. Klasse Mittelschule) wird nach dem ausgefallenen Camp bei der Dreischusterhütte an einem Samstag in der Turnhalle Welsberg ein besonderes Training durchführen. Der Verein beteiligt sich auch heuer wieder mit seinen ältesten Spielerinnen mit Trainer Helmut Durnwalder an der nationalen 2. Division Meisterschaft. Es ist dies die zweithöchste Handball Liga in Italien und die Spielpläne und alle Spielregeln werden von Rom aus vorgeschrieben. An den regionalen Meisterschaften nimmt der Verein mit der U 16- und U 14 Mädchen Mannschaft teil, trainiert werden sie von Peter Sulzenbacher. Das Training wird zwei- bis dreimal in der Woche sowohl in der WFO Turnhalle in Innichen als auch in der Turnhalle der Mittelschule in Toblach abgehalten. Die Meisterschaftsspiele werden voraussichtlich Ende Oktober oder nach Allerheiligen beginnen, wobei die Spiele der 2. Division in der Regel an den Samstagen um 18 Uhr ausgetragen werden, während die Jugendspiele sowohl am Samstag als auch unter Woche gespielt werden.

Aufruf an alle Eltern, Freunde und Be­ kannte der Handballerinnen Bitte unterstützt unsere Spielerinnen recht zahlreich bei ihren Heimspielen und ihr werdet sehen, mit welcher Freude und mit welchem Einsatz sie Handball spielen. Der Verein bittet jedoch auch die heimischen Betriebe, Geschäfte und Gastbetriebe um eine finanzielle Unterstützung, damit unsere Mädchen die immer teurer werdenden 34

Gratulation an unsere 2. Division Spielerin Claudia Lercher aus Prags, die im September zur besten Maturantin 2016 ausgezeichnet wurde. Sie kann damit auch für unsere jüngeren Spielerinnen ein Vorbild sein, denn sie hat bewiesen, dass man sehr wohl Schule und Sport vereinen kann, spielt sie doch schon seit 2009 bei unserem Verein. Gratulation an Stefanie Durnwalder aus Toblach – unser sportliches Vorbild, die nach ihrem zweiten Jahr in Brixen, beim SSV Brixen als Leistungsträgerin im Mai nach dem Meisterschaftsgewinn der 2. Division und dem Aufstiegs-Play-Off in Chieti in der heurigen Saison in Italiens höchster Handball Liga - der Serie A 1 - spielt. Der Verein kann stolz auf die 25 jährige Steffi sein, hat sie doch mit elf Jahren bei uns mit dem Handball spielen angefangen, wurde dann als Jugendliche in die Südtirol- und Jugendnationalmannschaft berufen und hat nun den Beweis erbracht, dass mit Fleiß und Einsatz auch Spielerinnen unseres Vereins hohe Ziele – bis in die höchste italienische Liga – erreichen können.

Wieso sollte ein Innichner Mädchen Handball spielen? Handball ist ein Teamsport, bei dem sich die Mädchen gemeinsam mit Gleichaltrigen beim Ballspielen austoben können und gleichzeitig lernen sie, sich in einer Mannschaft kameradschaftlich zu verhalten. Welche Fähigkeiten fördert Handball bei Kindern: Gesundheit: Beim Handball wird der ganze Körper trainiert. Neben der Ausdauer und der Kraft wird auch die Koordination und Geschicklichkeit gefördert. Dies beugt unter anderem dem Bewegungsmangel und den Haltungsschäden vor. Soziales Verhalten: Die Kinder können ihre Fähigkeiten einsetzen und Grenzen ausloten und lernen damit, sich in der Gruppe durchzusetzen. Durch das gemeinsame Trainieren und Spielen erleben sie Erfolg und Misserfolg. Das stärkt den Teamgeist sowie das Selbstbewusstsein und fördert damit auch die Persönlichkeitsentwicklung.

Handball ist cool – Handball kann jede lernen Komm auch du vorbei! Probier‘s einfach aus! Wir haben für jedes Mädchen einen Ball! Gesucht werden Mädchen für unsere U12 Mannschaft – Mädchen der 1. Klasse Mittelschule Innichen und der 4. und 5. Klasse Grundschule Innichen und Sexten. Neueinsteigerinnen können auch bei zwei bis drei Trainings nur einmal hinein schnuppern – einfach schauen, ob ihnen das Handballspielen taugt. Ihr könnt unverbindlich jeweils am Mittwoch von 16-17 Uhr und am Freitag von 14-15.30 Uhr in die WFO Turnhalle in Innichen kommen. Ihr dürft dann ab November jeden Monat einmal an ­einem VSS-U12 Turnier in ganz Südtirol teilnehmen. Also traut euch und kommt! ■


1

1 1250 ° anniversario Jahre della Innichen fondazione Ein Fest für Innichen Una festa per San Candido Jubiläen sind stets wichtige Momente im Leben von Ortsgemeinschaften, bieten sie doch Gelegenheit zum Rückblick, zur Reflexion der Gegenwart und zur Gewinnung neuer Perspektiven. Sie sollten nicht nur als nostalgische und marketinggerechte Anlässe dienen, sondern als Chance zur Entwicklung eines Gemeinwesens. Ein Anniversar eröffnet die Möglichkeit, das eigene Profil zu schärfen, Verbindlichkeiten und Zusammenhalt zu stärken und Schwachpunkte abzubauen.

Gli anniversari sono sempre avvenimenti importanti nella vita di un paese. Offrono l’opportunità di guardare al passato, riflettere sul presente, acquisire nuove prospettive. Non vanno considerati solo come occasioni nostalgiche da commercializzare, ma piuttosto come chance per un’evoluzione della comunità. Un anniversario consente di rafforzare il proprio profilo, consolidare l’impegno e la coesione e ridurre i punti deboli.

Rappresenta, insomma, una grossa sfida, ma anche Dies ist eine große una grande, rara opportunità Herausforderung, vor allem per rafforzare e ampliare aber eine große, nicht rasch l’evoluzione del Comune. wiederkehrende Gelegenheit, um die Entwicklung der Marktgemeinde auf neu gefestigte und erweiterte Grundlagen zu stellen.


2

Zu dieser Gruppe, die sich in regelmäßigen Abständen seit dem Sommer 2015 trifft, gehören außerdem: Caterina Candido, Harald Kraler, Josef Kühebacher, Ingrid Patzleiner, Hansjörg Plattner Hannes Senfter, Herbert Watschinger und Roberta Webhofer. Karl Bachmann, Curti Covi, Attilio Piller und Simone Wasserer, ursprünglich Teil der Gruppe, haben sich in der Zwischenzeit aus beruflichen und persönlichen Gründen zurückgezogen. Dafür arbeitet seit kurzem Michael Wachtler mit, auch Hanna Erharter und Silvia Wisthaler wurden eingeladen, sich aktiv an der Arbeit zu beteiligen. Seit September 2016 ist Waltraud Jud als Schriftführerin tätig.

ANLASS Der Anlass ist eine herausragende Gründung. Herzog Tassilo III. gründete 769 das Kloster Innichen, nach dessen Schenkung Abt Atto von Scharnitz an dessen Bau schritt und setzte damit eine religiöse und kulturelle Landmarke von hohem Rang in einen alpinen Kernraum. Dieser Gründungsakt erfolgte erstaunlich früh: Knapp 150 Jahre vor der Schenkung des Meierhofs Prihsna an die Bischöfe von Säben (901), gut 370 Jahre vor Gründung des Klosters Neustift (1142), knapp 400 Jahre vor der Herausbildung der Städte Bozen, Bruneck oder Meran. Damit entstand im dünn besiedelten Raum des Hochpustertals, an strategischer Stelle, ein Kultort von großer Ausstrahlung, eine geistliche Gemeinschaft, die den Wert Innichens aus einem ländlichen Umfeld deutlich heraushob.

Diese besondere Stellung macht den Rang Innichens aus, seine spezifische Mischung als kultureller und religiöser Pol, aber auch als Marktort von ausgeprägter unternehmerischer Gesinnung und schließ-

lich als Verkehrsknotenpunkt mit weiten Verflechtungen unterscheiden Innichen von seinen Nachbarn und begründen seine Sonderposition. Sie sind Kernpunkte einer Identität, die es anlässlich des Jubiläums neu zu schärfen und zu vermitteln gilt. INITIATIVGRUPPE Eine Gruppe rund um Franz Ladinser – er ist der vom Tourismusverein nominierte Sprecher der Gruppe – kümmert sich seit August 2015 um eine gediegene Vorbereitung des 2019 anfallenden Jubiläums.

Die Gruppe wurde methodisch im Auftrag der Gemeinde Innichen von Bernd Karner und Klaus Tumler (Chiron –Bildung & Forschung) unterstützt. Ein erstes Treffen hat am 18. August 2015 stattgefunden, dabei wurden Termine und Ablauf der Ideen-Workshops vereinbart. Zur vorbereitenden Ideen- und Konzeptfindung hat

1969: Historischer Festzug Foto oben: Stiftskirche mit dem Hl. Korbinian Foto unten: Herzog Tassilo III // 1969: Corteo storico foto sopra: Chiesa della Collegiata con San Corbiniano foto sotto: Duca Tassilo III

sich die Gruppe am 31. August 2015 zu einem Workshop getroffen, in dessen Rahmen erste Ideen für das Jubiläum gesammelt, sowie die grundsätzliche Bereitschaft zur Ausrichtung des Jubiläums geklärt wurden. Am 18. September 2015 ging es um die Vertiefung der Ideenfindung und um weitere Schritte in Richtung eines breit angelegten Bürgerdialoges zur Ideenfindung. Die konkrete Planung des Bürger/innendialoges fand am 20. Oktober 2015 statt.

BÜRGERINNENDIALOG ZUR IDEENFINDUNG Am 10. November 2015 wurde die Bevölkerung Innichens zu einer Ideenschmiede ins JosefResch-Haus eingeladen. Das moderierte Treffen fand in einer vom World-Café abgeleiteten Form statt. Dabei wurde in entspannter, kaffeehausähnlicher Atmosphäre ein kreativer Prozess in Gang gesetzt, der über mehrere Gesprächsrunden den Austausch von Wissen und Ideen unter den Beteiligten förderte.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe übernahmen an neun Tischen zu den Themen Geschichte, Tradition, Kultur/ Forschung, Orte, Natur, Sichtbarkeit, Kunst, Religion sowie einem thematisch offenen Tisch die Rolle der Gastgeber, teilten den Gästen an ihren Tischen ihre Ideen mit und berieten sich mit ihnen bzw. sammelten zusätzliche Impulse und auch gänzlich neue Vorstellungen und Projektideen. Am Ende des Treffens wurden die verschiedenen Projektideen vorgestellt und von den Teilnehmenden gewichtet.


3

Con dei forti raggi di luce, il 27/12/1969 l’esercito ha proiettato l’anno dell’anniversario, 1.200, sul ghiaione sotto ai Baranci. // Mit starken Lichtstrahlern hat das Militär am 27. 12. 1969 die Jubiläumszahl 1.200 auf das Geröllfeld unterhalb des Haunolds projiziert.

IL FATTO Si festeggia una fondazione eccezionale nel suo genere, quella cioè del convento di San Candido nel 769 da parte del Duca Tassilo III. La costruzione fu iniziata dall’abate Atto von Scharnitz subito dopo la donazione, creando un notevole punto di riferimento religioso e culturale in quella regione alpina. La fondazione avvenne in un periodo sorprendentemente precoce: circa 150 anni prima della donazione del “Meierhof Prihsna” ai vescovi di Sabbiona nel 901, oltre 370 anni prima della fondazione dell’Abbazia di Novacella (1142), quasi 400 anni prima della formazione delle città di Bolzano, Brunico o Merano. Con essa, in un punto strategico, ossia nella regione dell’Alta Pusteria, allora scarsamente popolata, nacque un luogo di culto di grande influenza, una comunità spirituale che fece spiccare nettamente il valore di San Candido sull’ambiente contadino circostante.

È la sua particolarità a determinare il calibro di San Candido. Il connubio esclusivo tra polo culturale e religioso, ma anche il fatto di essere una sede di mercato con una forte attitudine imprenditoriale e un nodo di vie di comunicazione con ampi intrecci sono tutte caratteristiche che distinguono San Candido dai paesi vicini e ne avvalorano lo stato privilegiato: sono i cardini della sua identità che, in occasione dell’anniversario, vuole essere rafforzata e veicolata.

GRUPPO DI INIZIATIVA Dall’agosto 2015, un gruppo capitanato da Franz Ladinser, il portavoce nominato dall’Associazione Turistica, si occupa di preparare in modo adeguato l’anniversario del 2019.

Fanno parte del gruppo, che si incontra regolarmente dall’estate del 2015, Caterina Candido, Harald Kraler, Josef Kühebacher, Ingrid Patzleiner, Hansjörg Plattner, Hannes Senfter, Herbert Watschinger e Roberta Webhofer. Karl Bachmann, Curti Covi, Attilio Piller e Simone Wasserer, in origine anch’essi membri del gruppo, si sono nel frattempo ritirati per motivi personali o di lavoro. In compenso, è recentemente entrato a farne parte Michael Wachtler, mentre anche Hanna Erharter e Silvia Wisthaler sono state invitate a partecipare attivamente ai lavori. Dal settembre 2016, Waltraud Jud ricopre la carica di segretaria. Per quanto riguarda la metodica, il gruppo, su incarico del Comune di San Candido, inizialmente è stato assistito da Bernd Karner e Klaus Tumler (Chiron – Bildung & Forschung). Durante il primo incontro, il 18 agosto 2015, sono state definite le scadenze e lo svolgimento del workshop di generazione di idee. Allo scopo di definire un progetto di base, il 31 agosto 2015 il gruppo si è riunito in un workshop, durante il quale sono state raccolte idee ed è stata chiarita la disponibilità generale a festeggiare l’anniversario.

Durante l’incontro del 18 settembre 2015, si sono approfondite le proposte raccolte e definite le iniziative per aprire un dialogo approfondito con i cittadini, al fine di trovare ulteriori idee. La programmazione concreta del dialogo con i cittadini è stata completata il 20 ottobre 2015. DIALOGO CON I CITTADINI PER LA RACCOLTA DI IDEE Il 10 novembre 2015 la popolazione di San Candido è stata invitata a partecipare a un brainstorming nella Casa Josef Resch. L’incontro, condotto da un moderatore, si è svolto in una forma ispirata al World Café: in un’atmosfera rilassata, simile a quella di un caffè, è stato avviato un processo creativo in cui per diverse ore i partecipanti si sono scambiati conoscenze e idee.

Distribuiti su nove tavoli, dedicati ognuno a un argomento diverso, ossia storia, tradizione, cultura/ricerca, luoghi, natura, visibilità, arte, religione e un tavolo a tema libero, i membri del gruppo di lavoro hanno condiviso le loro idee con i partecipanti, raccogliendo

impulsi, ma anche visioni e idee completamente nuove e diverse. L’incontro si è concluso con la presentazione e la valutazione delle varie proposte da parte dei partecipanti. Hanno suscitato grande entusiasmo idee come, ad esempio, l’edizione di una pubblicazione commemorativa di Egon Kühebacher con contributi tratti da pubblicazioni risalenti al periodo tra il VIII e il XIX secolo, l’elaborazione di una soluzione completa per la Piazza del Magistrato che ponga il campanile della Collegiata al centro, una rivalutazione del Museo della Collegiata, l’affermazione di San Candido come sede congressuale per argomenti legati alla soluzione di conflitti, l’accessibilità temporanea del campanile della Collegiata, il collegamento al paese delle acque delle Fonti, l’illuminazione mirata di San Candido, l’invito per scrittori e artisti nel periodo dei festeggiamenti, affinché descrivano il paese e i suoi abitanti, la trasformazione del convento e del suo giardino in un luogo di silenzio, ma anche il rafforzamento della comunità paesana


4

Pflegplatz und Stiftskirche im Jubiläumsjahr 1969 // Piazza del Magistrato e la chiesa della Collegiata nel 1969, anno dell’anniversario

Ideen wie beispielsweise die Herausgabe einer Festschrift von Egon Kühebacher mit Beiträgen aus Publikationen des 8. bis 19. Jahrhunderts, die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes des Pflegplatzes mit Stiftsturm im Mittelpunkt, die Aufwertung des Stiftsmuseums, Innichen als Kongressort für Themen der Konfliktlösung zu etablieren, die zeitlich begrenzte Begehbarmachung des Stiftsturmes, die Wasser der Quellen ins Dorf zu bringen, Innichen gezielt zu beleuchten, Schriftsteller und Künstler für die Zeit des Jubiläums einzuladen, um den Ort und seine Bewohner zu beschreiben, Kloster und Klostergarten in einen Ort der Stille zu verwandeln, aber auch die Stärkung der Dorfgemeinschaft durch verschiedene Projekte zu fördern, erhielten von den Teilnehmenden ihre Zustimmung.

AUSWAHL DER IDEEN – ERSTE VORSTELLUNG FÜR GEMEINDE UND TOURISMUSVEREIN Am 26. November 2015 traf sich die Arbeitsgruppe zur Nachbesprechung des Bürgerdialogs und zur ersten Auswahl der Ideen, um dann die zweite Projektphase einzuleiten, wo es um die Konzeptentwicklung der durchzuführenden Projekte geht.

RECHTSFORM STEUERUNGSGRUPPE Im Rahmen des Treffens der Steuerungsgruppe vom 11. Februar 2016 wurde die Rechtsform der Steuerungsgruppe besprochen. Nach Rücksprachen bei Steuerberatern stellte sich heraus, dass der Bildungsausschuss Innichen alle Voraussetzungen erfüllt, als Trägerverein für die formelle Abwicklung der Tätigkeiten im Rahmen des Jubiläums zu fungieren. Bei mehreren Treffen im Frühjahr 2016 arbeiteten die Mitglieder das „Jubiläumskomitees“, wie sich die Gruppe fortan nannte, ein Konzept für den Gemeinderat aus.

nicht mit der Verpflichtung verbunden ist, sämtliche Vorschläge umzusetzen, sondern deren Umsetzung von den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde abhängig zu machen; • den Gemeindeausschuss zu ermächtigen, mit der Umsetzung der Vorschläge und sonstigen Jubiläumsaktivitäten den örtlichen Bildungsausschuss zu beauftragen; • die nicht durch den Bildungsausschuss aufgebrachten finanziellen Mittel zu Lasten des Gemeindehaushaltes zu übernehmen. Daraufhin beauftragte der Gemeindeausschuss im Sinne des Gemeinderatsbeschlusses den Bildungsausschuss Innichen mit der Planung, Organisation und Umsetzung der Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Jubiläum. Der Bildungsausschuss seinerseits delegierte diese Aufgaben an das Jubiläumskomitee unter Vorsitz von Franz Ladinser. Derzeit ist die Gruppe dabei, die Möglichkeiten der Finanzierung der geplanten Vorhaben auszuloten. Dafür gab es in den vergangenen Wochen zahlreiche Aussprachen mit den zuständigen Landespolitikern, Ressort- und Amtsdirektoren sowie den Direktoren möglicher privater Sponsoren.

Zu den angeführten Ergebnissen gesellte sich noch eine Fülle von weiteren Ideen, die von den Teilnehmenden auf Papierbögen geschrieben und wie die gewichteten Ergebnisse als Diskussionsgrundlage für die Weiterarbeit der Arbeitsgruppe dienten. Die Erarbeitung erster Vorschläge der Projekte und möglicher Projektgruppen erfolgte am 15. Dezember 2015 und am 12. Januar 2016. In Form einer PowerPoint Präsentation wurden sie am 18. Januar 2016 durch Mitglieder der Steuerungsgruppe, VertreterInnen von Gemeinde und Tourismusverein vorgestellt. Im Rahmen der Präsentation für Gemeinde und Tourismusverein wurden auch ein erstes Aufbauorganigramm und der Zeitplan für das weitere Vorgehen im Projekt, sowie Vorschläge für das Motto vorgestellt.

GENEHMIGUNG DER PROJEKTVORSCHLÄGE Den Innichner Gemeinderäten wurde am 25. Mai dieses Konzept von Franz Ladinser und Hansjörg Plattner präsentiert. Einstimmig beschloss der Gemeinderat: • die von der Projektgruppe zur Umsetzung der anlässlich des Jubiläums „Innichen 2019–1250-Jahr-Feier des Bestehens von Innichen“ vorgelegten Projektvorschläge zu genehmigen; • ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die gegenständliche Genehmigung

Am kommenden 8. November sind alle örtlichen Vereine und Verbände zu einem Informationsabend ins Josef-ReschHaus eingeladen, bei dem die bisherigen Arbeiten des Jubiläumskomitees vorgestellt werden. Ziel des Abends ist es, die Vereine auf das Jubiläum einzustimmen und sie zu animieren, schon jetzt über mögliche besondere Initiativen und Projekte nachzudenken. Bis zum Jubiläumsjahr dauert es noch einige Zeit, sie sollte für eine gute und rechtzeitige Vorbereitung genutzt werden.


5

Basandosi su questa delibera, la giunta comunale ha quindi affidato al Comitato per l’educazione permanente la progettazione, l’organizzazione e la realizzazione delle attività previste per celebrare l’anniversario. Il Comitato per l’educazione permanente, dal canto suo, ha delegato questi compiti al Comitato per l’anniversario presieduto da Franz Ladinser. con diversi progetti. A questi risultati si sono affiancate una serie di altre idee, poste per iscritto dai partecipanti, che, assieme alle soluzioni valutate, hanno funto da base per la prosecuzione dell’opera del gruppo di lavoro. SELEZIONE DELLE IDEE E PRIMA PRESENTAZIONE AL COMUNE E ALL’ASSOCIA­ ZIONE TURISTICA Il 26 novembre 2015 il gruppo di lavoro si è riunito per concludere il dialogo con i cittadini e per effettuare una prima selezione delle idee proposte, di modo da poter dare inizio alla seconda fase del progetto, dedicata allo sviluppo di un piano definito dei programmi da realizzare.

L’elaborazione delle prime proposte relative al programma e a possibili raggruppamenti, effettuata il 15 dicembre 2015 e il 12 gennaio 2016, è stata presentata in PowerPoint da alcuni membri del gruppo direttivo a rappresentanti del Comune e dell’Associazione

Turistica il 18 gennaio 2016. Nell’ambito della presentazione, riservata al Comune e all’Associazione Turistica, sono anche stati definiti un primo organigramma e una tabella di marcia e si sono formulati suggerimenti per il motto dell’evento. FORMA GIURIDICA DEL GRUPPO DIRETTIVO Nell’ambito dell’incontro del gruppo direttivo l’11 febbraio 2016 ne è stata discussa anche la forma giuridica. Da una consultazione con il commercialista è risultato che il Comitato per l’educazione permanente di San Candido soddisfa tutte le premesse per fungere da associazione promotrice per lo svolgimento formale delle attività nell’ambito della celebrazione dell’anniversario.

Nel corso di diversi incontri nella primavera del 2016, i membri del “Comitato per l’anniversario” (così è stato denominato il gruppo di lavoro) hanno elaborato un progetto per la giunta comunale.

Attualmente, il gruppo si sta occupando di appurare le possibilità di finanziamento delle attività in progetto. A questo scopo, nelle settimane passate sono stati consultati i politici competenti a livello provinciale, i direttori di dipartimenti e di uffici e i dirigenti di possibili sponsor privati.

APPROVAZIONE DELLE PROPOSTE DI PROGETTO Il 25 maggio Franz Ladinser e Hansjörg Plattner hanno presentato il progetto alla giunta comunale. La giunta ha deciso all’unanimità: • di approvare le proposte di progetto presentate dal gruppo di progetto per la realizzazione in occasione del giubileo “San Candido 2019 – 1250° anniversario della fondazione di San Candido”; • di dare esplicitamente atto che l’approvazione non è vincolata all’obbligo di realizzare tutte le proposte, ma di fare dipendere la loro realizzazione dalle possibilità finanziarie del Comune; • di autorizzare la giunta comunale ad incaricare della realizzazione delle proposte e altre attività di giubileo il locale Comitato per l’educazione permanente; • di assumere a carico del bilancio comunale i mezzi finanziari non reperiti dal Comitato per l’educazione permanente.

Il prossimo 8 novembre, tutte le associazioni e i consorzi locali sono invitati a partecipare a una serata informativa alla Casa Josef Resch, durante la quale saranno presentati i lavori realizzati finora dal Comitato per l’anniversario. L’obiettivo della serata è quello di fare entrare le associazioni nello spirito dell’anniversario e di animarle a pensare a possibili iniziative e progetti particolari. C’è ancora tempo fino all’anno dell’anniversario, e va utilizzato nel migliore dei modi.


6

Aktuelle Informationen des Jubiläumskomitees „1.250 Jahre Innichen“ Zum eln Samm DIE GESCHICHTE INNICHENS IN ZWÖLF TEILEN Unser Ehrenbürger Egon Kühebacher erhielt den Auftrag, bis Ende 2018 im Gemeindeblatt „Der Innichner“ in zwölf Teilen aus der Geschichte von Innichen zu berichten. Diese Beiträge sollen uns auf das Jubiläumsjahr 2019 einstimmen. Sie werden, zusammen mit aktuellen Informationen rund um die Vorbereitung auf das Jubiläum, in der Heftmitte abgedruckt. So kann jeder interessierte Leser diese Texte getrennt sammeln.

ALTES FILMMATERIAL GESUCHT Wir suchen alte Schmalfilme aus den 1950er bis 1980er Jahren (oder auch älter) über Innichen und seine Bewohner. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Film und Medien der Abteilung Deutsche Kultur wird dieses Filmmaterial kostenlos digitalisiert. Den Eigentümern werden die Originalfilme und eine Kopie des digitalen Filmmaterials auf DVD zurückerstattet.

Gesucht werden Filme aus den Bereichen Familie, Brauchtum, Kultur, Alltag, Arbeit, Zeitgeschichte und Politik mit Bezug zu Innichen. Alle Schmalfilmformate (Normal 8, Super 8, 9,5 mm, 16 mm usw.) werden angenommen. Mit dieser Initiative möchten wir ein Stück Zeitund Kulturgeschichte unseres Dorfes sichern und erhalten. Nur so ist es möglich, kommenden Generationen das Leben im 20. Jahrhundert in all seinen Facetten zu vermitteln. Damit uns unsere bewegte Geschichte auch in Zukunft noch bewegt! Abgabe des Filmmaterials: • Gemeindebibliothek bibliothek@innichen.eu Tel 0474 914144 • Herbert Watschinger herbert.watschinger@alice.it Tel. 328 2133956

MUSIKKAPELLE INNICHEN Die Musikkapelle Innichen beauftragte den deutschen Komponisten Kurt Gäble für das Jubiläum ein besonderes Musikstück zu komponieren. Dieses Auftragswerk wird vom Jubiläumkomitee finanziert, die Erstaufführung findet beim Muttertagskonzert 2019 statt. Finanziell unterstützt wird auch die Herausgabe einer CD, die 2018 von der Musikkapelle Innichen eingespielt und pünktlich zum 185. Gründungsjubiläum, das die Musikkapelle 2019 feiert, erscheint.

Dieses Logo wurde beim Jubiläum vor 50 Jahren verwendet // Il logo utilizzato in occasione dell‘anniversario di 50 anni fa

LOGO UND ERSCHEINUNGSBILD Im Juli wurden die drei Innichner Graphiker Sabine Lercher, Patrick Janach und Markus Pfeifhofer eingeladen, einen Vorschlag für ein Logo und ein einheitliches Erscheinungsbild auszuarbeiten. Bei der Präsentation, die am 16. September stattfand, entschied man sich für den Vorschlag von Sabine Lercher. Auf den folgenden Seiten wird das neue Logo, das uns in den nächsten Jahren begleiten wird, vorgestellt.

Herbert Watschinger


7

Informazioni aggiornate del Comitato per l’anniversario “1.250° anniversario della fondazione di San Candido”

Da nare llezio

co

LA STORIA DI SAN CANDIDO IN DODICI PUNTATE Il nostro cittadino onorario Egon Kühebacher è stato incaricato di narrare episodi della storia di San Candido in dodici puntate che saranno pubblicate sul bollettino comunale “Der Innichner” fino alla fine del 2018. Con questi articoli, si intende fare entrare la popolazione nello spirito dell’anniversario del 2019. Saranno sempre situati nelle pagine centrali della rivista assieme ad informazioni attuali sui preparativi per le celebrazioni. In questo modo, chi lo desidera, potrà raccogliere i testi separatamente.

RICERCA DI VECCHI FILMATI Cerchiamo vecchi film a passo ridotto che risalgano al periodo tra gli anni Cinquanta e gli anni Ottanta (o anche più vecchi) e che trattino di San Candido e dei suoi abitanti. In collaborazione con l’Ufficio film e media della Ripartizione cultura tedesca, i filmati saranno digitalizzati gratuitamente. Ai proprietari, assieme al loro originale sarà restituita una copia digitale del filmato su DVD.

Cerchiamo filmati inerenti agli argomenti famiglia, usi e costumi, cultura, vita quotidiana, lavoro, storia contemporanea e politica a San Candido. Vengono accettati tutti i formati a passo ridotto, ossia standard 8, super 8, 9,5 mm, 16 mm, eccetera. Con questa iniziativa intendiamo salvare e conservare un pezzo di storia contemporanea e culturale del nostro paese, per illustrare alle generazioni a venire la vita del XX secolo in tutte le sue sfaccettature, affinché la nostra storia movimentata continui a toccarci anche in futuro. I filmati possono essere consegnati: • alla Biblioteca Comunale: bibliothek@innichen.eu Tel. 0474 914144 • a Herbert Watschinger: herbert.watschinger@alice.it Tel. 328 2133956

BANDA MUSICALE DI SAN CANDIDO La banda musicale ha incaricato il compositore tedesco Kurt Gäble di comporre un pezzo dedicato all’anniversario di San Candido. La prima di quest’opera, finanziata dal Comitato per l’anniversario, è prevista in occasione del concerto per la Festa della Mamma del 2019. Sarà inoltre stanziato un finanziamento per la produzione di un CD, registrato dalla banda nel 2018, che sarà pubblicato puntualmente in occasione del 185° anniversario della costituzione della banda, che si celebra proprio nel 2019.

LOGO E IMMAGINE COORDINATA A luglio, i tre grafici di San Candido Sabine Lercher, Patrick Janach e Markus Pfeifhofer sono stati invitati a elaborare una proposta per un logo e un’immagine coordinata univoca. Nella presentazione, il 16 settembre, è stata scelta la proposta di Sabine Lercher. Sulle pagine seguenti presentiamo il nuovo logo che ci accompagnerà nei prossimi anni.

Herbert Watschinger


8

Die Bilder von gestern Le immagini di ieri

3

5 2

1

6

4 10

8

7

12

11

9

INNICHEN NEU ENTDECKEN Eine Vielfalt von Symbolen und Zeichen verstecken sich auf Fresken, Mauern, Gebäuden. Elemente, die einzigartig sind, die Geschichte erzählen und von verschiedenen Epochen und Stilen zeugen. Es ist gerade die Viefalt, die Innichen so interessant macht: Sprachen, Völker, Baustile, die Landschaft, die Jahreszeiten.

RISCOPRIRE SAN CANDIDO Una molteplicità di simboli e segni si nasconde su affreschi, muri e edifici. Elementi unici che raccontano la storia e raccolgono le testimonianze di diverse epoche e stili. È proprio la molteplicità il comune denominatore che caratterizza San Candido: lingue, popoli, stili architettonici, paesaggi, stagioni.

1

2

3

4 5

6

Fresko in der Krypta der Stiftskirche / affresco nella cripta della Collegiata Fresko auf der Südwand des Stiftsmuseums / affresco sulla facciata esterna del museo della Collegiata Fenster der Stiftskirche, Ostfassade / finestra sulla facciata ovest della Collegiata Boden im Außerkirchl /pavimento nella Chiesa di San Sepolcro Eiserne Tür im Außerkirchl / portoncino in ferro nella Chiesa di San Sepolcro Gemeindewappen Innichen / stemma del comune di San Candido

7 Säule in der Krypta der Stiftskirche / colonna nella cripta della Collegiata 8 Fresko in der Stiftskirche / affresco nella Collegiata 9 Detail vom Außerkirchl / dettaglio nella chiesa di San Sepolcro 10 Deckenfresken in der Stiftskirche / affreschi sulla volta della Collegiata 11 Münze mit Herzog Tassilo / moneta con effige di Duca Tassilone 12 Säule in der Krypta der Stiftskirche / colonna nella cripta della Collegiata


9

Das Bild von heute L’immagine di oggi

1250

INNICHEN SAN CANDIDO 769–2019

1250

INNICHEN SAN CANDIDO 769–2019

1250

INNICHEN SAN CANDIDO 769–2019

1250

INNICHEN SAN CANDIDO 769–2019


10

1

Innichen unter dem Haunoldgebirge Eine Jahrtausende alte Stätte religiösen Kultes

Egon Kühebacher

A

ls Herzog Tassilo III. im Jahre 769 n. Chr. in „India in Campo Gelau“ ein Kloster gründete, hatte diese Örtlichkeit bereits seit vielen Jahrhunderten bestanden. Da uns aus dieser Zeit schriftliche Aufzeichnungen fehlen, können wir nur den erhaltenen Ortsnamen entnehmen, zu welcher Sprachgemeinschaft die Siedler bis ins 8. Jahrhundert n. Chr. gehört hatten. Außerdem können wir versuchen, den Gebirgsformen und anderen geographischen Besonderheiten verborgene Nachrichten zu entlocken, wobei wir auch auf die Kraft der Phantasie nicht ganz verzichten wollen. Was kann uns etwa

das Haunoldgebirge über diese Frühzeit Innichens berichten? Der Haunold zeigt sich in verschiedenen Gestalten, je nachdem, von wo aus man ihn betrachtet. Westlich von Innichen löst er sich zunehmend in ein regelloses Gipfelgewirr auf, östlich davon vereinigen sich die vielen Felstürme mehr und mehr zu einem in sich geschlossenen Felskoloss, und das Bild der Südseite bietet geradezu ein Dickicht von vielgestaltigen Gipfeln. Nur dem Betrachter von der Innichner Ortsmitte aus zeigt sich der Gipfelgrat, beherrscht von dem in der Mitte aufragenden Hauptgipfel, in seiner

vollkommenen und harmonischen Schönheit, indem sich die bizarren Felsgestalten wie die Kulissen eines gewaltigen Theaters zu einem prächtigen Bühnenbild zusammenschieben. Und da der Haunold seinen vollendeten Aufbau nur dem historischen Zentrum der alten Hochpustertaler Hofmark zuwendet, ist er seit eh und je mit diesem Flecken der Erde unlösbar verbunden. SONNENKULT DER KELTEN Es ist nicht verwunderlich, dass schon die frühesten Siedler ihre Wohnstätten gerade deshalb im Bereich von Innichen errichten wollten, weil nur von hier aus der Haunold

in seiner ganzen Pracht wie der schmucke Aufbau eines gotischen Altares zu sehen ist. Zu den frühesten Siedlern von Innichen und des Pustertales gehörten im 4. Jahrhundert v. Chr. die Kelten. Da das Keltische heute noch im Sprachleben der Bewohner einiger Inselchen Englands und Irlands nicht ganz ausgestorben und deshalb wissenschaftlich erforschbar ist, können Ortsnamen keltischer Herkunft gedeutet werden. Dazu gehören u.a. die Namen Brixen (wie Prissian, Bregenz, Brescia u.a. „Siedlung am Berg“), Vintl (aus kelt. VINDOJALOS „Feld des Vindos“), Olang (aus. kelt. AULACA „Güter des Aulos“),

Eine um 1900 geschaffene Zeichnung der Schmidlwiese. Damals bestand für dieses einst ausgedehntere Wiesengelände als Zweitname noch die Bezeichnung „Dreiwiesen“ // Disegno del prato Schmidlwiese, risalente al 1900. Allora, per questo vasto prato veniva ancora usato il secondo nome “Dreiwiesen”


11

1

San Candido ai piedi del Monte Baranci Un luogo di culto millenario

Egon Kühebacher

Q

uando il Duca Tassilo III, nel 769 d.C. fondò un monastero a “India in Campo Gelau”, questa località esisteva già da diversi secoli. Vista la mancanza di documenti scritti risalenti a quell’epoca, solo il nome topografico può aiutarci a risalire a quale comunità linguistica appartenevano gli abitanti fino al VIII secolo. Possiamo, inoltre, utilizzare le diverse formazioni montuose e le particolarità geografiche del luogo per dedurre altre preziose informazioni, sempre lasciando il debito spazio alla forza della fantasia. Ma vediamo, dunque, cosa può raccontarci il Monte Baranci sugli albori di San Candido. A seconda del punto di osservazione, il Baranci mostra un volto diverso. A ovest di San Candido, si dissolve in un groviglio di cime irregolari che, man mano che si procede verso est, si uniscono per formare diverse torri e, infine, un gigante roccioso compatto; l’immagine che si ammira dal versante sud, invece, è nuovamente quella di una fitta boscaglia di vette dalle forme più diverse. Solo all’osservatore che si posiziona nel centro di San Candido, dunque, il Baranci rivela la sua cresta più armonica, dominata dalla vetta principale che si erge al centro in tutta la sua perfetta bellezza, costringendo tutte le altre bizzarre formazioni rocciose a

fornirle un sontuoso scenario per il suo impressionante spettacolo. E poiché il Baranci rivolge il suo volto più bello solo al centro storico di San Candido, l’antico borgo dell’Alta Pusteria è da sempre indissolubilmente legato a questo maestoso gigante di roccia. I CELTI E IL CULTO DEL SOLE Non c’è da meravigliarsi, dunque, se i primi insediamenti sorsero proprio nel territorio di San Candido: solo da qui, infatti, il Baranci si mostra in tutto il suo splendore, bello come un altare gotico. Tra i primi abitanti di San Candido e della Val Pusteria giunsero nel IV secolo a.C. anche i Celti. La sopravvivenza della lingua celtica ancora oggi in alcune isole inglesi e irlandesi consente la sua indagine scientifica e, pertanto, l’attribuzione di un’origine celtica anche al nome di diversi toponimi della nostra vallata. A tal proposito citiamo Bressanone, che analogamente a Prissiano, Bregenz, Brescia e altri toponimi indica un “insediamento in montagna”. E così via: Vandoies (in ted. Vintl) deriva dal celtico VINDOJALOS “Campo di Vindo”, Valdora (Olang) dal celtico AULACA “Proprietà di Aulos”, Tesido (Taisten) dal celtico DECETOS, il nome proprio del proprietario, Dobbiaco (Toblach) dal celtico DUBLACA “Insediamento in zona detritica” e, infine, anche San Candido (Innichen), nella cui denomi-

nazione topografica si nasconde il nome celtico maschile INDIUS. Il nome INDIUS significa “di bella presenza, superiore, benedetto”. È quindi molto probabile che INDIUS sia stato nominato così dai suoi seguaci che vedevano in lui un sacerdote del Dio Sole. La sua proprietà, denominata INDIACA, si è palesemente evoluta nei secoli fino a trasformarsi nell’odierno toponimo Innichen. Sulla scelta di insediarsi alle pendici del Monte Baranci, contribuì anche la presenza di potenti forze geomantiche della terra (radiazioni terrestri, vene d’acqua, etc...). Misurazioni effettuate ai giorni nostri hanno, infatti, rivelato che il luogo dove sorge la Collegiata è un crocevia di flussi energetici. È quindi possibile che già in precedenza vi sorgesse un santuario pagano. Il maestoso scenario roccioso e la presenza di radiazioni terrestri contribuirono senza ombra di dubbio all’insediamento dei primi nuclei abitativi stanziali ai piedi del Monte Baranci. Il sole che a mezzogiorno si posiziona perpendicolarmente sopra la cima del maestoso altare di roccia, in epoca precristiana era venerato come un Dio. Alla luce delle moderne conoscenze scientifiche, sappiamo che il culto del sole non era una prerogativa della religione celtica, bensì di tutte le religioni naturali. I celti, in ogni

caso, adoravano il sole come divinità impersonale. L’illustre studioso della civiltà celtica Lacelot Lengyel si riferì proprio a tale natura non personificata delle divinità celtiche, quando scrisse: “Sono come le vette delle montagna, la cui forza risiede nella massa”. La citazione calza a pennello al Gruppo dei Baranci che si erge imponente sopra una vasta distesa boschiva. La pallida roccia calcarea poggia su una base di arenaria rossa appartenente a una precedente era geologica, che è tuttora osservabile da vicino nella lunga striscia che percorre la dorsale boscosa dinnanzi al Baranci. Tra la dorsale boscosa e il Massiccio del Baranci, ricoperto da vegetazione boschiva fino a 2.000 m, si apre il pianoro della Schmidlwiese. Questo prato di montagna in realtà è un lago interrato, il cui specchio in tempo di disgelo ricopre tutto il tappeto erboso e raccoglie tutte le acque del Baranci (alimentate dai piccoli ghiacciai che si formano nelle strette gole), fungendo pertanto da inesauribile riserva di acqua potabile per San Candido. L’acqua arricchita di minerali curativi sgorga da abbondanti sorgenti nascoste nelle profondità del bosco e alimentava, un tempo, le fontane del paese e in seguito, anche l’intricato acquedotto che serviva l’intera vallata. Poiché senza di lei non c’è vita, all’acqua sono sempre


Foto: Hermann Kiebacher, Vierschach/Versciaco

12

Die Schmidlwiese, die altmundartlich Schwiglwiese genannt wird. Die germanische Rune swigala bedeutet helle Fläche“ auch „Kultraum“. Die Wiese liegt zu Füßen des Haunoldgebirges. // Prato Schmidlwiese, che in dialetto antico era chiamato Schwiglwiese. La runa germanica swigala significava “superficie luminosa” o “luogo di culto”. Il prato si stende ai piedi del Monte Baranci.

Die Nordseite des Saukofels. Mit etwas Phantasie sieht man im Felsrelief einen Löwenkopf. Der Löwe als Wächter vor dem Heiligtum findet sich auch an Portalen romanischer Kirchen (siehe Nordportal der Stiftskirche). Der Saukofel war wohl ein Altar des vorchristlichen Sonnenkultes. // La parete nord del Saukofel. Con un pizzico di fantasia, si può riconoscere la testa di un leone che emerge in altorilievo dalla roccia. Il leone, guardiano all’entrata di un luogo sacro, si trova anche vicino ai portali delle chiese romaniche (v. portale nord della Collegiata). Il Saukofel era certamente un altare dedicato al culto del sole in epoca precristiana.

Taisten (aus kelt. DECETOS, d.i. Eigenname eines Besitzers), Toblach (aus kelt. DUBLACA „Siedlung am Schuttkegel“), und ebenso Innichen, in dem der kelt. Männername INDIUS steckt. Der Name INDIUS bedeutet „der Stattliche, Erhabene, Geweihte“. Der INDIUS wurde wahrscheinlich von seinen Gefolgsleuten so genannt, weil sie in ihm einen Priester des Sonnengottes verehrten. Sein Grundbesitz hatte den Namen INDIACA, aus dem sich, wie wir noch sehen werden, in späteren Zeiten die Lautform Innichen entwickeln wird. Für die Wahl des Wohnortes unter dem Haunoldgebirge hat zudem das Vorhandensein starker geomantischer Erdkräfte (Erdstrahlen, Wasseradern, u.a.) mitgespielt. Erst in unserer Zeit vorgenommene Messungen haben gezeigt, dass sich gerade am Standort der Stiftskirche geomantische Kraftstrahlen bündeln und kreuzen. An einer solchen Stelle kann schon früh eine vorchristliche Kultstätte angenommen werden. Die impo-

sante Felsenkulisse und das Vorhandensein starker Erdstrahlen trugen zweifellos bei, dass es zur Niederlassung von Siedlern unter dem Haunoldgebirge kam. Die Sonne, die in der Mittagsstunde über den Gipfeln des Felsaltares steht, wurde in vorchristlicher Zeit als Gott verehrt. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bildete die Sonnenanbetung die Grundlage nicht nur der keltischen, sondern jeder Naturreligion. Allerdings verehrten die Kelten die Sonne als nichtpersonale Gottheit. Der bedeutende Keltenforscher Lacelot Lengyel weist auf die nichtpersonale Natur der keltischen Gottheiten hin, wenn er schreibt: „Sie sind wie Berggipfel, deren Mächtigkeit in ihrer Masse, dem Stamm, beruht“. Das trifft doch genau auf die aus einer ausgedehnten Waldlandschaft herauswachsende Gipfelgruppe des Haunolds zu. Das bleiche Kalkgebirge ist auf einem erdzeitlich älteren rötlichen Sandsteingrund aufgebaut, der sich am geschlossenen im langgezogenen, dem

Der Saukofel nahe der höchsten Stelle des der Schmidlwiese vorgelagerten Waldrückens (in alter Zeit „Saupuggl“ genannt). Der wie ein riesiger Becher gestaltete Kofel hatte sicher im vorchristlichen Sonnenkult eine Funktion. // Saukofel vicino al punto più alto della dorsale boscosa (chiamata in antichità Saupuggl), davanti al prato Schmidlwiese. Questa punta a forma di bicchiere gigante, in epoca precristiana aveva senza dubbio una funzione legata al culto del sole.

Haunoldaufbau vorgelagerten Waldrücken zeigt. Zwischen diesem Waldrücken und dem bis auf eine Höhe von 2.000 Metern bewaldeten Haunoldmassiv breitet sich die Ebene der Schmidlwiese aus. Diese Bergwiese, ein verlandeter See, dessen Spiegel zur Zeit der Schneeschmelze bis über die Grasnarbe steigt, sammelt alle Gewässer des Haunolds, in dessen Schluchten sich Kleingletscher befinden, und fungiert somit als nie versiegendes Trinkwasserreservoir für Innichen. Das mit heilkräftigen Mineralen angereicherte Wasser tritt in ergiebigen Quellen in tiefer gelegenen Wäldern hervor und wurde von dort seit alters zur Speisung der Dorfbrunnen und später der vielgliedrigen Wasserleitung ins Tal geleitet. Da es ohne Wasser kein Leben

gibt, wurde und wird ihm nicht nur in Naturreligionen, sondern auch im christlichen Kult eine reinigende, Leben spendende und heilige Kraft zugeschrieben. Im Gelände des Wildbades war wohl schon seit der frühesten Siedlungszeit, zumindest aber seit Bestehen der römischen Siedlung Litá­ mum (die Schreibung Littamum wurde erst später üblich) ein Quellheiligtum des Waldgottes Silvator. Als ein vorchristliches, also heidnisches Quellheiligtum wurde auch sicher die Schmidlwiese mit ihrer nie versiegenden unterirdischen Wasseransammlung verehrt. Darauf deutet die heute nur mehr altmundartlich gebrauchte Namensform Schwigl­ wiese. Der ostgermanische Runenname sugil geht auf ein urgermanisches sugila zurück,


13

Il Baranci sovrasta la vallata e la dorsale boscosa dinnanzi a lui, in passato chiamata Saupuggl (l’antico nome è ancora oggi conservato in Saukofel); oggigiorno parte di questo terreno boschivo è stato sacrificato in nome del turismo invernale. // Der Haunold über der Talniederung mit dem vorgelagerten Waldrücken in alter Zeit „Saupuggl“ genannt (der alte Name ist noch in der Bezeichnung „Saukofel“ erhalten); in unserer Zeit wurde ein Teil dieses Waldrückens für den Wintertourismus gerodet.

(colle della scrofa), e i bellissimi campi ad essa sottostanti, chiamati Saugarten (giardino della scrofa).

stati e sono tutt’ora attribuiti poteri sacri, purificatori e vivificanti, non solo dalle religioni naturali, ma anche dal Cristianesimo. Nella zona dei Bagni di San Candido esisteva sicuramente sin dall’epoca dei primi nuclei abitativi stanziali, o perlomeno dalla fondazione dell’insediamento romano Litámum (la forma Littamum è entrata in uso solo più tardi), una sorgente sacra al Dio del Bosco Silvator. Un’altra fonte acquifera sacra, venerata in epoca precristiana e quindi pagana, è stata senza dubbio anche il prato Schmidl­ wiese con le sue inesauribili acque sotterranee. Avvalora tale ipotesi anche la denominazione Schwiglwiese sopravvissuta oggi solo nel dialetto locale. La runa sugil utilizzata dai Germani orientali deriva dalla sugila protogermanica, della quale ci sono giunte per iscritto forme di alternanza vocalica come swigli, swegle “chiaro, luminoso” e swigel “sole, cielo”. Il prato Schwigl­ wiese, dunque, potrebbe essere stato adorato un tempo come “luogo luminoso e paradisiaco alla luce del sole”, come un santuario naturale dedicato al Dio Sole. Sulla base delle numerose affinità tra i due popoli, possiamo affermare che la runa germanica sia stata adottata anche dai Celti per l’adorazione del sole. È significativo a questo proposito che, nel

descrivere la guerra da lui condotta contro i Galli (58–51 a.C.), Cesare non riconosca praticamente alcuna differenza tra Celti e Germani. La dorsale boscosa dinnanzi al Baranci e al prato Schmidlwiese era denominata nell’antichità Sau (it. scrofa) oppure Saubuggl, Saugrat (it. dorsale, cresta della scrofa); oggi tale prefisso è rimasto solo per il Saukofel e i Saukofelwälder (it. monte della scrofa / boschi del monte della scrofa) nel centro dell’alta dorsale. La dorsale boscosa proteggeva gli insediamenti a valle dalle valanghe, dalle frane e dai massi che spesso si staccavano dal Baranci. Il vecchio sentiero che conduce a questa zona boschiva si chiama Sauzäune (it. staccionate della scrofa) mentre la strada che da San Candido si dirige verso sud, ai piedi del bosco, una volta si chiamava Saugasse (it. via della scrofa, oggi Via Josef Walter). Ritroviamo il prefisso Sau- anche nelle barriere antivalanghe, chiamate Sauköpfe (it. teste di scrofa), e nei particolari rilievi che offrono agli insediamenti a valle una naturale protezione contro le valanghe (p.es. il Sauwipfel a Predoi). Particolarmente interessanti a questo proposito sono anche il piccolo sperone roccioso sopra Santa Maria, sul quale sorge l’antichissima Peterskirchl, registrata nel Catasto Teresiano come Saukegele

In nessuno dei casi sopracitati, dunque, la parola Sau ha a che fare con la “scrofa” (per la quale veniva usato esclusivamente il dialettale Fåke “scrofa” e Pear “verro”), un prefisso che oggi conferisce un valore dispregiativo a composti come Sauwirtschaft (malgoverno), Sauwetter (tempaccio), sau­ dumm (stupidissimo). Nella toponomastica della nostra zona, al contrario, il prefisso Sau non può assolutamente avere un valore peggiorativo, poiché è sempre presente in nomi di territori o infrastrutture che offrono protezione all’uomo, mentre addirittura il Saukegele richiama la pratica di un culto religioso. È molto probabile, perciò, che derivi dalla parola indoeuropea sul, il cui significato primitivo era “sole”. Le antiche denominazioni della dorsale boscosa a sud di San Candido, Saubuggl e Saugrat, testimoniano, di conseguenza, l’adorazione del sole in epoca precristiana. LUOGO DI CULTO NELLA ROMANA LITAMUM Nei primi cinque secoli d.C., la Val Pusteria apparteneva alla provincia alpina Noricum, fondata dai romani. Nella lingua ibrida, nata dalla fusione del celtico autoctono con il latino dell’Impero Romano, Indiaca venne abbreviato in Indica. Il nome dell’antico insediamento, in questo periodo, indicava solo una parte della località istituita dai romani e battezzata Litamum. Come dimostrano alcuni studi archeologici, questa era molto più di un semplice luogo di ristoro per viaggiatori di pas-

saggio. Alla luce di alcuni oggetti rinvenuti durante gli scavi e catalogati come offerte votive per gli dèi (p.es. una foglia di palma d’oro), è lecito pensare a una prosecuzione del culto celtico del sole. La stessa denominazione Litamum va in questa direzione: potrebbe, infatti, trattarsi di una derivazione del verbo latino litare che compare nelle opere dell’autore romano Livio con il significato di “ottenere segni propiziatori con un’offerta sacrificale”. Il (sacrarium) lita­ mum sarebbe stato, di conseguenza, un luogo caro agli dèi e di buon auspicio. Poiché i romani sono famosi per accogliere nelle loro schiere divine gli dèi adorati dai popoli conquistati (si pensi al Pantheon a Roma!), presumibilmente si appropriarono anche del culto celtico del sole. Anche in questo caso adottarono divinità anonime e non personificate e le trasformarono in individui dotati di spirito e di nome. L’impersonale sole divenne, così, il Dio Sol al quale si rendeva omaggio a Litamum con “offerte di buon auspicio”; analogamente l’energia vitale che donava all’acqua di prato Schwiglwiese e alle sorgenti dei Bagni proprietà terapeutiche si trasformò nel Dio Silvator (Dio del Bosco), così come l’energia che proteggeva il bestiame al pascolo sugli alpeggi che diventò un altro (Deus)Silvester, un altro Dio del Bosco. Le forze della natura subirono, in pratica, un processo di personificazione che le rese concrete e, pertanto, maggiormente comprensibili alla gente semplice. Ma soprattutto il Monte Baranci, la dorsale boscosa e la vallata dinnanzi a lui mantennero inalterato il loro carattere sacro.


14

dessen Ablautsformen als swigli, swegle „hell, strahlend“, swigel „Sonne, Himmel“ schriftlich überliefert sind. Die Schwiglwiese könnte also einst als „im Sonnenschein himmlisch hell strahlender Ort“, als Sonnenheiligtum verehrt worden sein. Die germanische Rune wurde sicher auch von den Kelten für ihre Sonnenverehrung übernommen, da Germanen und Kelten auch sonst noch viele Gemeinsamkeiten hatten. Bezeichnenderweise kannte Caesar in seiner Beschreibung der von ihm geführten Gallischen Kriege (58–51 v.Chr.) keinen genauen Unterschied zwischen den beiden Völkern. Der Waldrücken, der dem Haunold und der Schmidlwiese vorgelagert ist, hieß in alter Zeit Sau oder Saubuggl, Saugrat u.ä.; heute erinnert daran nur mehr der Saukofel und die Sau­ kofelwälder in der Mitte dieses Höherückens. Der Waldrücken schützt die Siedlungen im Tal vor Lawinen, Erdrutschen und häufig vom Haunold abbrechenden Steinen. Der alte Weg in dieses Waldgelände heißt Sauzäune, und die von Innichen

genau südwärts gegen den Fuß dieses Geländes führende Straße hieß einst Saugasse (heute Josef-Walter-Straße). Wir finden das Bestimmungswort Sau­ auch in den als Sau­ köpfe benannten Lawinenabwehrbauten und ebenso in Geländeformen, die den Siedlungen im Tal Schutz vor Lawinen bieten (z.B. Sauwipfel in Prettau). Auffallend ist, dass der kleine Felsen auf dem über Aufkirchen das uralte Peters­ kirchl steht, im Theresianischen Kataster als Saukegele aufscheint und schöne Felder darunter den Namen Saugarten haben. Das Wort Sau kann also in allen diesen Fällen nichts mit dem weiblichen Schwein zu tun haben, wofür seit alters ausschließlich Fake (mundartl. Fåke „Sau“, Pear „Eber“) gilt, mag das Bestimmungswort Sau- auch in Wörtern wie Sauwirtschaft, Sau­ wetter, saudumm u.a. abwertende Bedeutung haben. Das Wort Sau in unserer Namenlandschaft kann keine abwertende Bedeutung haben, da es immer in Namen von Geländen oder Vorrichtungen zu finden ist, die den Menschen Schutz bieten,

Die Silvesterkapelle im Almgelände hinter dem Innichberg. Das um 1200 errichtete Heiligtum des Schutzpatrons der Haustiere hatte sicher einen heidnischen Vorgänger. // La cappella di San Silvestro (Silvesterkapelle) circondata dagli alpeggi, alle spalle del Monte San Candido. Questo santuario edificato nel 1200 in onore del santo protettore degli animali domestici ha certamente un predecessore pagano.

und das Saukegele lässt sogar an einen kultischen Dienst denken. Das Wort hat sich aus indogermanisch sul entwickelt, dessen Urbedeutung „Sonne“ ist. Der alte Name Saubuggl, ­grat für den Waldrücken südlich von Innichen weist somit auf einen vorchristlichen Sonnenkult hin. KULTSTÄTTE IM RÖMISCHEN LITAMUM In den ersten fünf Jahrhunderten n. Chr. gehörte das Pustertal zur römischen Alpenprovinz Noricum. In der alpenromanischen Sprache, die sich durch die Vermischung des bodenständigen Keltischen mit dem Latein des Römerreiches entwickelte, wurde das keltische Indiaca zu Indica gekürzt. Der Name der alten Siedlung galt nun nur mehr für einen Teil der von den Römern errichteten Ortschaft Litamum, die nach den Erkenntnissen archäologischer Studien weit mehr war als eine Raststation für Durchreisende. Da manche ausgegrabenen Gegenstände als Weihegaben für die Götter interpretiert wurden (z.B. ein Palmblatt aus Gold), kann man an eine Fortsetzung des keltischen Sonnenkultes denken. Auch der Name Litamum deutet darauf hin; es könnte sich um eine Ableitung aus dem lateinischen Zeitwort litare handeln, das in den Werken des römischen Autors Livius mit der Bedeutung „beim Opfer günstige Wahrzeichen erlangen“ belegt ist. Das (sacra­ rium) litamum wäre demnach ein den Göttern wohlgefälliger und Glück verheißender Ort.

Da die Römer bekanntlich die Götter der von ihnen besiegten und in ihr Weltreich eingegliederten Völker übernahmen – man denke an das Pantheon in Rom! –, blieb wohl auch der

keltische Sonnenkult unangetastet. Aber aus den bisher namenlosen und nichtpersonalen Gottheiten wurden geisterhafte Wesen mit Namen. Aus der nichtpersonalen Sonnengottheit wurde der römische Gott Sol , d.i. „Sonne“, dem in Litamum mit „Glück verheißenden Opfern“ gehuldigt wurde; ebenso wurde aus der Kraft, die dem Wasser der Schwiglwiese Lebenskraft und den Quellen des Wildbades heilendes Wirken verlieh, der Gott Silvator, d.i. „Waldgott“, und aus der Macht, die das auf den Almböden hinter der Egge weidende Vieh beschützte, wurde ebenfalls ein (Deus) Silvester, also ein Waldgott. Es wurden die Kräfte der Natur personifiziert und damit dem Vorstellungsvermögen auch des einfachen Volkes greifund begreifbarer gemacht. Vor allem blieb dem Haunoldgebirge und dem ihm vorgelagerten Wald- und Talgelände ein sakraler Charakter. Im Zuge der Völkerwanderung zogen seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. Kriegsscharen der Hunnen, Vandalen, Westgoten und anderer Völker raubend und brandschatzend durch das Pustertal und machten die keltisch/römischen Siedlungen so gründlich dem Erdboden gleich, dass selbst ihr Namengut nicht mehr weitertradiert werden konnte. Die im Haupttalbereich siedelnden Alpenromanen zogen sich fluchtartig in die Nebentäler zurück und wurden dort ansässig. Bezeichnenderweise findet man in Gsies, Villgraten und anderen etwas entlegenen Geländewinkeln auffallend viele Flurnamen vordeutschen Ursprungs, die im Haupttal nahezu gänzlich fehlen. Der Name des Ortsteiles Indica von


15

All’epoca delle invasioni barbariche, a partire dal IV sec. d.C., giunsero in Val Pusteria le schiere bellicose degli Unni, dei Vandali, dei Visigoti e di altre popolazioni che razziarono e misero a ferro e fuoco questi territori, radendo al suolo gli insediamenti celtici/ romani, tanto che nemmeno più i loro toponimi riuscirono a essere tramandati. I romani delle Alpi che risiedevano nella principale località della valle fuggirono, disperdendosi nelle vallate laterali e lì vi rimasero. È significativo a tal proposito che nelle valli di Casies, Villgraten e in altri remoti angoli della regione si trovino numerosi toponimi di origine pregermanica, che mancano quasi completamente nella vallata principale. Il toponimo Indica di Litamum è, tuttavia, sopravvissuto alle invasioni barbariche perché si trovava in posizione protetta (forse sulla collina Burg) e poiché era una sosta ospitale molto amata dai viaggiatori che a piedi o a cavallo giungevano in Val Pusteria attraverso il Passo Monte Croce. IL MONASTERO DEI BENEDETTINI A SAN CANDIDO COME CENTRO MISSIONARIO CRISTIANO Quando i Bavari, attorno al 600 d.C. si spinsero all’interno della Val Pusteria pressoché spopolata, respinsero gli Slavi fino al bacino di Lienz nel 612 e fissarono il confine orientale del loro ducato nei pressi della Chiusa di Lienz, l’antica Lita­ mum era stata da tempo dimenticata dai pochi Romani delle Alpi, ma la denominazione Indica venne adottata dai colonizzatori bavaresi. Grazie alla rotazione consonantica dell’antico alto-tedesco, nel VIII secolo, Inticha si trasformò in Intiche(n) e, infine, dal 1200 circa, in Innichen.

La Cappella San Salvatore (Wildbadkapelle), costruita nel 1590/94 e restaurata nel 2011/12, sorge senza dubbio sulle rovine di una costruzione precedente che probabilmente si rifà a un luogo di culto di epoca precristiana. // Die Wildbadkapelle, 1590/94 erbaut, 2011/12 restauriert, hatte sicher eine ältere Vorgängerin und geht wahrscheinlich auf eine vorchristliche Kultstätte zurück.

Diversamente dalla Val Pusteria a ovest di Monguelfo, dove i colonizzatori tedeschi già nel VII secolo avevano intrapreso un’intensa attività di disboscamento ed espansione degli insediamenti, l’Alta Pusteria rimase completamente avulsa da tali attività ancora per un secolo, poiché vi incombeva la minaccia di ulteriori incursioni e quindi era stata votata a zona di combattimento non popolata. Quando, tuttavia, questo pericolo scomparve definitivamente, prese il via anche qui il processo di insediamento. La direzione centrale di tali lavori fu affidata al Monastero dei Benedettini di San Candido, che il duca Tassilo III fondò nel 769 come succursale del vescovado di Frisinga (in Baviera). In cambio dell’edificazione e del mantenimento dell’edificio, egli regalò ai monaci la porzione di valle compresa tra Monguelfo e il monte di Anras (oggi in Austria). Nell’atto di fondazione e donazione, il duca Tassilo III stabilì che il compito principale del Monastero bavarese a San Candido fosse la conversione degli Slavi pagani. Ma anche gli stessi coloni Bavari non erano ancora ferventi cristiani e, pertanto, avevano bisogno dell’assistenza spirituale dei Benedettini. Con grande intelligenza, i monaci diedero un significato cristiano a numerose rappresentazioni e usanze pagane. Nell’immaginario cristiano, dunque, l’energia del

sole e dell’acqua non era più influenzata da dèi pagani, bensì un dono per il quale rendere grazie alla Trinità. Silvator, il protettore delle sorgenti sacre dei Bagni di San Candido, cedette il passo al Salvator cristiano, il nostro Salvatore Gesù, il Redentore di anima e corpo; analogamente anche il dio pagano Silvester, il protettore degli animali domestici, fu sostituito da San Silve­ stro. Da quel momento in poi, il Monastero e la Collegiata di San Candido divennero il principale luogo di culto cristiano dell’Alta Pusteria. Il processo di cristianizzazione non segnò, tuttavia, la fine della religiosità pagana nei confronti della montagna. Questo popolo molto legato alla natura, infatti, mantenne in vita l’adorazione del Baranci come il trono di esseri potenti. Tali esseri possedevano veri tratti umani, poiché venivano adorati come custodi della vita, ma ancora di più venivano temuti come castigatori di tutti i mali attraverso fulmini, inondazioni e frane. Fino al XIX secolo l’alta montagna è rimasta più temuta che ammirata. Così scrisse del suo luogo natio in un’opera del 1796, il Gesuita di San Candido Michael H. Hueber: “Il borgo giace … tra le più alte vette alpine e i suoi abitanti guardano con terrore alle inespugnabili pareti rocciose a sud che si innalzano fino alle nuvole come una montagna primordiale…”. Così vedeva il Monte Baranci perfino uno storico influenzato dal pensiero illu-

minista. Fino al 1900 circa, il Baranci (in ted. Haunold) veniva chiamato in dialetto Haun­ hold, cioè der Hold (it. il bendisposto), quindi lo spirito di Hauno bendisposto verso gli uomini. Il Riese Haun(h)old, il Gigante Baranci protagonista della saga tradizionale, poteva, tuttavia, diventare pericoloso come Unhold (mostro ostile). È interessante notare che anche le Dolomiti di Lienz in dialetto sono chiamate “die Unholden”. LA PERCEZIONE DELLA NATURA AI GIORNI NOSTRI Oggigiorno timore e profondo rispetto per la natura sono sentimenti quasi del tutto scomparsi. Evidentemente abbiamo completamente dimenticato che il Creato è solo un prestito che dobbiamo amministrare e curare. Se un tempo l’uomo onorava non solo le cime rocciose del Baranci, ma anche i boschi e i prati dinnanzi a lui, oggi lo stesso uomo li violenta e li sfrutta senza alcun senso di responsabilità.

Si sta assistendo, tuttavia, a un graduale rallentamento di tale violenza, poiché sembra risvegliarsi in molti animi quel profondo, meravigliato e amorevole rispetto dinnanzi al Creato. Possa, quindi, la meravigliosa immagine del Baranci, con il sole di mezzogiorno perpendicolare sopra le vette, ricordarci che San Candido deve la sua nascita e il suo sviluppo al culto religioso e che questo antichissimo borgo ha serbato in sé, nel corso dei secoli fino al presente, uno dei luoghi di culto più venerabili.


16 Herzog Tassilo III – Gründer von Innichen, Mosaik von L. Plangger-Popp auf der Eingangsfassade der Mittelschule Innichen // Il Duca Tassilo III – fondatore di San Candido, mosaico di L. Plangger-Popp sulla facciata principale della Scuola Media di San Candido

Litamum konnte jedoch die Stürme der Völkerwanderungszeit überstehen, weil sich dieser Ortsteil in einer geschützten Lage (vielleicht auf dem Burghügel) befand und für zu Pferd oder zu Fuß Reisende, die über den Kreuzberg ins Pustertal kamen, als gastliche Einkehr beliebt war. DAS BENEDIKTINER­ KLOSTER INNICHEN ALS CHRISTLICHES MISSIONSZENTRUM Als die Baiern um 600 n. Chr. ins nahezu menschenleere Pustertal vorstießen, im Jahre 612 die Slawen bis ins Lienzer Becken zurückdrängten und an der Lienzer Klause die Ostgrenze ihres Herzogtums festlegten, war das alte Litamum bei den wenigen Alpenromanen schon längst vergessen, aber der Name Indica konnte von den bairischen Siedlern übernommen werden. Durch die althochdeutsche Lautverschiebung wurde daraus im 8. Jahrhundert Inticha, Intiche(n) und schließlich seit ungefähr 1200 Innichen.

Anders als im Pustertal westlich von Welsberg, wo die deutschen Kolonisatoren bereits im 7. Jahrhundert eine intensive Rodungs- und Siedlungstätigkeit entfalteten, begann diese

Tätigkeit im Hochpustertal erst ein Jahrhundert später, da weitere Einfälle in dieses Gebiet zu befürchten waren und deshalb eine unbesiedelte Kampfzone notwendig war. Als aber diese Gefahr endgültig beseitigt war, begann auch hier der Siedlungsausbau. Mit der zentralen Leitung dieses Werkes wurde das Benediktinerkloster Innichen betraut, das Herzog Tassilo III. im Jahre 769 als Außenstelle des Bistums Freising gründete, nachdem er dem Kloster zu dessen Errichtung und Unterhalt den gesamten Talbereich von Welsberg bis zum Anraserberg geschenkt hatte. In der Schenkungs- und Gründungsurkunde Herzog Tassilos III. wird als Aufgabe des freisingischen Eigenklosters Innichen die Missionierung der heidnischen Slawen genannt. Aber im Christentum fest verwurzelt waren auch die bairischen Siedler noch nicht und hatten deshalb die seelsorgliche Betreuung durch die Benediktiner nötig. In kluger Weise gaben die Mönche vielen heidnischen Vorstellungen und Bräuchen einen christlichen Sinn. Die Kräfte der Sonne und des Wassers sollten sich die Christen nicht von heidnischen Göttern gelenkt

vorstellen, sondern als Geschenk des dreifaltigen Gottes dankbar in Ehren halten. Silvator, der Beschützer des Quellheiligtums im Wildbad, wich dem christlichen Salvator, dem die christliche Bezeichnung Heiland für Jesus, dem Heiler von Seele- und Leibbeschwerden, entspricht; ebenso wurde das Heiligtum des heidnischen (Deus)Silvester dem als Beschützer der Haustiere verehrten Heiligen Silvester übergeben. Vor allem bildet seither die Innichner Klosterund Stiftskirche die zentrale christliche Kultstätte im Hochpustertal. Das religiöse Bergerleben der heidnischen Zeit hörte jedoch bei der naturverbundenen Bevölkerung auch nach der Christianisierung nicht gänzlich auf. Irgendwie wird die vorchristliche Verehrung des Haunolds als Thron mächtiger Wesen weiterhin bestanden haben. Diesen Wesen waren aber recht menschliche Züge eigen, da sie zwar als Erhalter allen Lebens verehrt, aber noch mehr als Bestrafer allen Übels durch Blitzschlag, Überschwemmungen, Muren und Bergstürze gefürchtet wurden. Das Hochgebirge wurde bis ins 19. Jahrhundert mehr gefürchtet als bewundert. So schreibt etwa der Innichner Jesuit Michael H. Hueber in seinem 1796 erschienenen Werk über seinen Heimatort: „Der Marktflecken liegt … zwischen den höchsten Alpengebirgen und sein Bewohner sieht mit einem schaudervollen Blick auf die südlich unbesteiglichen Klippen hin,

welche als Urgebirge bis in die Wolken hinaufragen …“. So sah also selbst ein vom Denken der Aufklärung geprägter Historiker das Haunoldgebirge. Bis um 1900 hieß der Haunold mundartlich Haunhold, d. i. der Hold, nämlich der den Menschen gutgesinnte Geist des Hauno. Der Riese Haun(h)old der Sage konnte aber als Unhold gefährlich werden. Bezeichnenderweise heißen die Lienzer Dolomiten altmundartlich „die Unholden“. DAS ERLEBEN DER NATUR IN UNSERER ZEIT In unserer Zeit sind Furcht und Ehrfurcht vor der Natur nahezu gänzlich verschwunden. Man hat offenbar vergessen, dass uns die Schöpfung zur Verwaltung und Pflege nur geliehen ist. Galt den Menschen einst nicht nur das Felsenreich des Haunolds, sondern auch das ihm vorgelagerte Waldund Wiesengelände als weihevoll, so wird dieses in unserer Zeit ohne Verantwortungsgefühl vergewaltigt und ausgenützt.

Es wird aber allmählich doch ein Punkt zum Innehalten erreicht, da in vielen Menschen wieder die staunende und liebevolle Ehrfurcht vor der Schöpfung erwacht. Der staunende Blick auf den Haunold, über dessen Gipfeln die Sonne in der Mittagsstunde steht, möge uns daran erinnern, dass Innichen seine Entstehung und Entwicklung vornehmlich dem religiösen Kult verdankt und durch alle Jahrhunderte bis in die Gegenwart eine der ehrwürdigsten Kultstätten in sich schließt.


VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

AVS-Kindernachmittage Der AVS Sektion Drei Zinnen organisierte in Zusammenarbeit mit dem BRD-Innichen mit Diego Marangoni und Benno Micheler auch dieses Jahr von Ende Juli bis Ende August für Kinder im Grundschul- bis Mittelschulalter die AVS-Kindernachmittage. Dabei wurden an vier Nachmittagen den AVS-Kindern durch verschiedene Aktivitäten Gemeinschaft, Natur, Erlebnis und Spaß in der Bergwelt um Innichen und Sexten vermittelt. Bei unsicheren Wetterverhältnissen wanderten am 27. Juli die angemeldeten Kinder mit den Begleitpersonen und Start am Zivilschutzzentrum in einer spannenden Wegsuche mit Landkarte auf die „Burg“. Nach einer kurzen Rast wurde dort vom „Haunold Orienteering Team“ (http://haunoldoteam.it/) eine Orientierungslauf-Strecke aufgebaut die die Kinder nach kurzer Erklärung mit Karte und Kompass begeistert abgelaufen sind. Leider kam der Regen allzu früh und doch trotzten einige Kinder dem schlechten Wetter und beendeten den gesamten Orientierungslauf. Die Rückkehr erfolgte mit dem Bus des AVS. Am 3. August fuhren wir bei schönstem Wetter mit dem AVS-Bus und Privatfahrzeugen zur Galitzenklamm in Osttirol. Dort angekommen gingen wir mit den Kindern und einigen Eltern den dort eingerichteten Klettersteig in der Klamm. In Begleitung des BRD-Innichen meisterten die jüngsten der Gruppe einen Teil des Klettersteiges, während die Großen über Stahlstifte und luftige Passagen den Klamm-Bach überschritten. Getroffen haben wir uns an der Aussichtsplattform am Ende des Klettersteigs, wo die mutigen Teilnehmer von den Jungen mit Applaus empfangen wurden. Nach Ablegen der Ausrüstung und viel Spiel und Spaß am Wasserpark wurden die Kinder zum vereinbarten Treffpunkt begleitet und müde, aber zufrieden von den Eltern abgeholt. Radfahren und die nähere Umgebung erkunden stand beim dritten Termin auf dem Programm. Am 24. August haben wir uns beim Zivilschutzzentrum von Innichen getroffen und sind mit dem Rad am südlichen Radweg entlang bis zum Drauursprung geradelt. Nach einem Abstecher zum Austritt der Drau ging es weiter entlang der alten Festungsanlagen zwischen Toblach und Innichen zum „Bunker-Museum“. Bei einer interessanten Führung dieser Anlage haben die Kinder neue Eindrücke gesammelt. Danach radelten wir weiter nach Toblach zum

Klettern in der Galitzenklamm

Naturparkhaus, wo wir die Schlangenausstellung besuchten. Anschließend haben die Kinder in großem Tempo den Radweg Toblach - Innichen gemeistert. Beim letzten Treffen am 31. August strahlte die Sonne. Es stand der Abschlusstag mit Grillen, Klettern und viel Spaß auf dem Programm. Mit dem Bus ging es gemeinsam zum Kreuzbergpass. Weiter ging es zu Fuß zum Grillplatz am Sextnerbach. Dort angekommen haben die Kinder unter Aufsicht den eingerichteten Klettersteig erkundet und Benno vom BRD-Innichen hat zwei Kletterrouten mit Seilen bestückt. Diese Kletterrouten fanden bei den Kindern regen Zuspruch, doch das schönste war die Seilbahn über den Bach in luftiger Höhe. Abschließend gab es von Oskar am offenen Feuer gebratene Bratwürste mit Brot und frisches Obst. Am Ende gestärkt und viele Eindrücke reicher wurden die Kinder mit dem AVS-Bus zum vereinbarten Treffpunkt mit den Eltern gefahren. Abschließend wurden alle verabschiedet und auf die Aktivitäten des AVS und zur Teilnahme an den nächsten Kindernachmittagen im Sommer 2017 angeregt. Diese vier Nachmittage waren für die Kinder ein Erlebnis, sie wurden in Kameradschaft und Respekt zur Natur gefordert. Natürlich fehlte dabei nicht der Spaßfaktor und das gesellige Beisammensein gemäß dem Motto „Berge erleben“. Wir hoffen dass auch nächstes Jahr im Sommer Kinder so zahlreich Interesse für diese Veranstaltung haben und danken allen Beteiligten, dem AVS Sektion Drei Zinnen mit Paolo Cagalli, Diego Marangoni, Oskar Lanzinger, dem Haunold Orienteering Team mit Andreas Weitlaner und dem BRD-Innichen mit Benno Micheler. ■

Radausflug zum Drauursprung

Benno Micheler 51


VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Erlebnisse und Ergebnisse Abschluss der Rennsaison für den ASV Triathlon Hochpustertal und Schwimmen Italienmeisterschaften in Porto Sant´Elpidio und Campogalliano Zu einem Wochenendtrip mit Sonne, Wärme und fast Urlaubsstimmung haben sich die TriathletInnen und Triathleten Anfang Juni nach Porto Sant´Elpidio aufgemacht. Nach der langen Fahrt haben sich die jüngeren schon auf das Tschurtschen sammeln und werfen im Pinienwald neben dem Hotel gefreut. Am Abend ist die kleine Truppe zum Strand gegangen, um einen Regenbogen anzuschauen. Patschnass sind sie alle zurückgekommen, man weiß bis heute noch nicht genau warum. Trotzdem hat das Abendessen im Restaurant an der Strandpromenade ausgezeichnet geschmeckt, Pizzaliebhaber und Fischesser sind auf ihre Kosten gekommen. Alle Kinder haben an den nächsten zwei Tagen ihre Rennen gut beendet und sich mit Konkurrenten aus ganz Italien gemessen. Für Davide Guerrasio waren es die ersten Triathlonerfahrungen. Ende September nahmen zwei Athleten an den Rennen in Campogalliano teil, Sergio und Giorgio haben sie begleitet. Patrick Marchesan und Jonas Steinwandter haben sich beim Einzelbewerb gut geschlagen und am nächsten Tag bei der „Coppa delle Regioni“ die Region Südtirol/Trentino gut vertreten. Es war ein heißer Kampf um die Plätze bei ebensolchen Temperaturen.

Nord Est Cup Rennen und Abschluss in Brixen Nicht so gut meinte es das Wetter beim Rennen am 19. Juni in Vittorio Veneto. Anfangs war es nur bewölkt, aber schon während des Rennens der jüngeren Athleten haben sich die Himmelsschleusen geöffnet. Schnell musste das Zelt abgebaut werden und als einziger Schutz blieb der große Baum auf dem Sportplatz. „Danach waren überall nur mehr Bachlan, der Boden hat den vielen Regen nicht aufnehmen können“ erzählt Lissi Lanzinger. Nach der Siegerehrung mit guten Platzierungen für die jüngeren und Podestplätzen für Patrick und Lollo sind alle wieder fast trocken ins Hochpustertal zurückgekommen.

Gewitterwolken beim Rennen in Vittorio Veneto

52

Beim nächsten Nord Est Cup Rennen am 17. Juli in Udine grassierte der Pokemon Virus. Wenige Tage vorher ist das Spiel bei uns auf den Markt gekommen. Die Sextner Buben hatten fast keine Zeit, vorher die Strecke anzuschauen, sie haben sich beim Pokemon-Suchen eingewärmt.

Italienmeisterschaften in Porto Sant‘Elpidio

Während der Rennen waren sie dann aber voll konzentriert und haben gute Leistungen gezeigt. Für den jüngsten Athleten Matteo D´Agostino war es das erste Rennen, tapfer hat er sich bis ins Ziel gekämpft. Anschließend haben ihn sein älterer Bruder Lollo und die anderen großen Athleten gut betreut. Danach war mehr als einen Monat Pause. Bei schon herbstlichem Regen und Nebel sind wir am 21. August nach Predazzo gefahren. Dort hat es zwar nicht mehr geregnet, die Radstrecke war aber rutschig und gefährlich. Schon vor den Rennen waren alle von Kopf bis Fuß voller Schlammspritzer. Trotzdem konnten fast alle Athleten ihre Rennen gut beenden und freuten sich auf die Pasta Party. Leider waren die Nudeln verkocht und viel Essen landete in der Mülltonne. Das erste Rennen war es für Pietro aus Toblach. Matteo hat sein Rennen gut begonnen, er hat erzählt: Weißt du, wie tief das Wasser im Schwimmbad war, mindestens 10 Meter! Und je tiefer es ist, desto kälter.“ Auf der Heimfahrt haben wir durch das ganze Pustertal vom Bus aus zwei herrliche Regenbogen gesehen. Das letzte Rennen fand in Brixen statt, der Aquathlon mit Start und Ziel im Schwimmbad Aquarena ist schon zum dritten Mal vom Schwimmclub Brixen hervorragend organisiert worden. Der ASV Triathlon Hochpustertal und Schwimmen hat sich heuer einen anderen Platz auf der Liegewiese gesucht. Die jüngeren spielten auf dem Spielplatz daneben mit Sand und Wasser. Die Großen beobachteten das Geschehen und diskutierten darüber ob es sich dabei um die archimedische Schraube handelt oder nicht.

Weitere Aktivitäten und Resümee Am 9. Juli fand ein Aquathlon beim Tristacher See statt. Morgens war es eher frisch und niemand hatte so recht Lust auf das kalte Wasser. Während der Rennen hat man die Kälte aber nicht mehr gespürt und nachmittags sind die Temperaturen gestiegen und die Athleten haben eine Abkühlung gesucht und sich beim Sprungbrett mit ausgefallenen Sprüngen übertroffen. „Ich habe nur fünf Lose ge-


heuer auch die erste Rennsaison im Verein, er hat einige Rennen gut beendet und ist voll motiviert weiter zu machen.

Freude über die guten Platzierungen beim Tristacher See

kauft und einen tollen Ball und sogar eine Flasche Wein gewonnen“, darüber hat sich Manuel Lanzinger gefreut. Bei der Siegerehrung sind dann alle Teilnehmer prämiert worden, auch die Frauenstaffel die sich ganz spontan zur Teilnahme entschlossen hat. Jakob hat seine Kategorie gewonnen, Lollo und Patrick sind bei mehr als 30 Staffeln auf dem ausgezeichneten zweiten Platz gelandet. Auch an Laufrennen haben sich einige Vereinsmitglieder heuer wieder beteiligt. Am 14. August starteten beim Nachtlauf in Toblach einige Kinder, zwei kamen auf das Podest (Maximilian dritter und Jonas Zweiter). Von den Erwachsenen waren die Trainer Giorgio und Sergio mit seiner Frau Paula dabei und die zwei Großen Jakob und Patrick. „Ich bin heuer das erste Mal die lange Strecke gelaufen und hatte eine lange Bergtour in den Beinen. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden“ sagt Jakob. Mitten im Bratwurstessen wurde er sogar aufs Podium gerufen, er war Drittschnellster in seiner Kategorie. Beim Drei-Zinnen-Lauf in Sexten sind Davide und die Brüder Maximilian und Thomas Gutwenger gestartet. Für Thomas war es

Trainer und Präsidentin schauen zufrieden auf die letzten Monate zurück. Die Präsidentin Giovanna Nardi sagt: „Anche per la stagione 2016/17 la nostra associazione sportiva ha contribuito in modo sostanziale a promuovere e divulgare in Alta Pusteria lo sport del triathlon e del nuoto, con la passione ed il coraggio che l’ha sempre contraddistinta. I nostri allenatori ed aiuto allenatori (i nostri atleti più grandi) sono stati sempre attivi ed attenti ad motivare gli atleti e a coinvolgerne di nuovi; anche i ragazzi hanno partecipato alle varie attività sociali con assiduità, costanza ed entusiasmo.Tutti i membri del consiglio direttivo hanno lavorato con il massimo dell’impegno, tutte le decisioni sono state prese collegialmente in un clima sereno, aperto e di massimo rispetto l’uno per l’altro e soprattutto nel rispetto dei nostri atleti e delle loro famiglie. L’attuale consiglio direttivo non è solo una squadra di collaboratori ma si è rivelata soprattutto una squadra di amici. Come più volte ho avuto l’occasione di esprimere, lo sport non è solo attività fisica ma è anche attività sociale dando la possibilità di tessere rapporti di profonda amicizia tra le persone. Per questo importante risultato un grande grazie a tutti voi.”

VEREINE UND VERBÄNDE | ASSOCIAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Giorgio Marchesan freut sich besonders, dass wieder einige junge Athleten diese anspruchsvolle Sportart gewählt haben und wird sich bemühen, allen Athletinnen und Athleten die Freude daran zu erhalten. Er wünscht sich für das nächste Jahr, dass die kleine aber feine Truppe gleich motiviert und noch regelmäßiger an den Rennen teilnimmt. So kann der Erfolg für die gesamte Mannschaft gesteigert werden. „Für mich war das heuer die erste Rennsaison, die ich kontinuierlich begleitet habe. Ich sehe die Mannschaft im Wachsen begriffen, die Kleinen verbessern sich ständig, die Großen halten ihr gutes Niveau. Mit den Leistungen bin ich sehr zufrieden, ich habe Fortschritte beobachtet und ebenso gesehen, wo noch zu arbeiten ist. Beeindruckt bin ich von der Begeisterung der Athletinnen und ­Athleten bei Trainings und Rennen“ erzählt Sergio Vicini. ■ Irmgard Brugger

Die Mannschaft in Udine

53


SCHULE & KINDERGARTEN | SCUOLA ED ASILO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Wir knüpfen ein buntes Netz Kindergartenjahr 2016/17 Bunt, farbenfroh und vielfältig ist das Leben, sind die Menschenkinder, ist die Welt. Lachen, weinen, sich freuen und traurig sein, sich streiten und sich vertragen, loslassen und hineinwachsen, das alles gehört zum Beginn eines neuen Kindergartenjahres. Neue Begegnungen und Beziehungen, andere Erfahrungen und Erlebnisse, verschiedene Situationen und Herausforderungen sind wie bunte Fäden. Jeden Tag nutzen wir die Gelegenheit, daraus ein Netz zu knüpfen, das uns miteinander verbindet, hält und schützt. Wir knüpfen anfangs ein grobes Muster, das den Kindern und ihren Familien Sicherheit gibt. Unser Handeln und Tun vermittelt menschliche Werte und ermöglicht den Mädchen und Buben, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Die Kinder finden ihren Platz in der Gruppe und knüpfen neue Kontakte. Gemeinsam mit ihren Familien begleiten wir sie in den ersten Wochen dabei, mit anderen Situationen umzugehen und neue Herausforderungen selbständig zu meistern. Die Kinder lernen die Räume des Kindergartens kennen, orientieren sich im Tagesablauf und wenden die gemeinsam vereinbarten Regeln an. Diese wesentlichen Voraussetzungen für ein gutes Miteinander ziehen sich wie ein roter Faden durch das ganze Kindergartenjahr, sie geben uns Halt und Orientierung.

Das Kind hat eine positive Weltsicht und fühlt sich mit seiner Umgebung verbunden Ein Netz knüpfen heißt jedoch auch, sich immer wieder aufmachen zum Anderen, zu Neuem und offen zu sein für Veränderungen. In der bunten Vielfalt der Kinder in Alter, Geschlecht und Persönlichkeit und der Familien mit ihren Lebensrealitäten soll nicht das Trennende im Vordergrund stehen sondern das, was uns ver­bindet. Wir alle spüren, dass kein Faden ohne den anderen sein kann.

Spielend knüpfen wir gemeinsam am bunten Netz

54

Wenn einer zieht spannt sich der Faden, der andere gleicht aus, das hat Auswirkungen auf das gesamte Netz. Wenn es einen losen Faden gibt nehmen wir ihn wahr und verknüpfen ihn. Wir lassen uns und den Kindern Freiräume für spontane Ideen und Bedürfnisse. Trotzdem bleiben wir in Verbindung und knüpfen alle mit, wachsen zu einer Gemeinschaft heran. Dann schließen sich die Löcher und das bunte und feine Netz spannt sich über den ganzen Kindergarten und sogar darüber hinaus. Vertrauensvoll und zuversichtlich meistern die Mädchen und Buben in diesem Kindergartenjahr auf ihre Weise einen weiteren Schritt auf ihrem Weg. In der Natur finden wir auch heuer unendlich viele Anregungen und Möglichkeiten dafür. Bei den täglichen Aufenthalten im Freien spüren wir die warme Herbstsonne und den frischen Wind, wir achten auf die bunten Farben und die Veränderungen, die die Jahreszeit mit sich bringt. Die Natur, die uns umgibt, bietet fast umsonst ganzheitliche Primärerfahrungen, die vorbeugend und therapeutisch die Entwicklung der Kinder positiv beeinflussen. Wir müssen sie nur zulassen.

Das Kindergartenjahr 2016/17 hat angefangen Beim ersten Elternabend Ende August haben wir das Jahresthema in Form der Geschichte „Das Dorf Farbenfroh“ vorgestellt. Am nächsten Tag waren alle neu eingeschriebenen Kinder zu einem Schnuppervormittag eingeladen, der fleißig genutzt wurde. Im Kindergartenjahr 2016/17 sind 92 Kinder in vier Gruppen eingeschrieben. Drei Gruppen haben 25 Kinder, die Blumengruppe hat wegen der beengten räumlichen Situation 17 Kinder. Die 23 ältesten Buben sind 2010 oder 2011 geboren, 16 gleichaltrige Mädchen besuchen heuer den Kindergarten. Bei den Vierjährigen sind die Mädchen in der Mehrzahl, 13 Mädchen und 8 Buben vom Jahrgang 2012 sind heuer bei uns eingeschrieben. Die jüngsten Kinder sind 2013 und 2014 geboren, es sind 13 Buben und 19 Mädchen. 20 von ihnen waren bei Kindergartenbeginn schon drei Jahre alt, 13 feiern ihren dritten Geburtstag im Kindergarten.

Wir sind eine Gemeinschaft, jedes Kind findet seinen Platz


Verändert hat sich in diesem Jahr der Personalstand. Zu den fünf Kindergärtnerinnen, die im Herbst wieder ihre Arbeit aufgenommen haben, sind eine Teilzeitkraft in der Sonnengruppe und eine Integrations- und Sprachenkindergärtnerin dazu gekommen. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen sind dieselben wie im vorigen Jahr. Verändert haben sich die Eintritts- und Abholzeit, beides ist verkürzt worden und am Freitag endet der Kindergarten für alle um 12.45 Uhr. Nichts verändert hat sich an der Motivation und am Engagement der Pädagoginnen. Sie sind mit den Kindern, mit den Familien und in den Teams mit Freude und Schwung in ein neues Kindergartenjahr gestartet und haben bereits die ersten bunten Fäden verknüpft. ■ Irmgard Brugger Wir sind die Sonnenkinder

Kinderakademie: Begabungsförderung in den Sommerferien

SCHULE & KINDERGARTEN | SCUOLA ED ASILO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Passend zur Neuausrichtung des pädagogisch/didaktischen Konzepts an der Grundschule Vierschach startete in den Sommerferien ein Angebot zur Begabungs- und Begabtenförderung, das für alle Grundschülerinnen und Grundschüler im Schulsprengel Innichen geöffnet wurde. Zusätzlich besuchten einige Gastschüler aus benachbarten Schulsprengeln das Angebot. Innerhalb kürzester Zeit langten die Anmeldungen ein, besonders der Kurs für die Großen schien aus allen Nähten zu platzen. Insgesamt besuchten 50 Grundschülerinnen und Grundschüler die Kinderakademie. Eine Woche lang gab es spannende und herausfordernde Aufgaben für die 1. und 2. Klassen und gleich anschließend eine weitere Woche für die 3., 4. und 5. Klassen. MINT nennt sich die Kombination der dargebotenen Inhalte, ­wobei M für Mathematik, I für Informationstechnologien, N für Naturwissenschaften und T für Technik steht. Die Kinder arbeiteten an Aufgaben zur Punktsymmetrie, zum Parkettieren, an Farb-LichtExperimenten und Zufallsexperimenten mit dem Würfel. Am PC wurden Comics gestaltet und vieles andere mehr. Für den nötigen Ausgleich sorgte eine tägliche Sport- bzw. Musikeinheit. Zum Entspannen übten sich sogar die Kleinsten in Yogatechniken. Dem Lehrpersonenteam Thomas Bachmann, Brigitte Reider und Elisabeth Fuchs gelang es, den Kindern eine spannende Zeit mit tollen AHA-Erlebnissen zu bieten. Motivation und Kreativität der Kinder waren gleichsam beeindruckend wie fordernd. Die mündlichen und schriftlichen Rückmeldungen der Teilnehmer/innen gingen weitgehend dahin, dass sie das Gefühl hatten, viel dazugelernt zu haben und sich auf jeden Fall eine Neuauflage im kommenden Schuljahr wünschen. ■ Die Schuldirektorin Luise Obersteiner 55


SCHULE & KINDERGARTEN | SCUOLA ED ASILO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Schulsprengel Innichen

Rückblick auf das Schuljahr 2015/16 Take your time and read a book – leggi un libro – lies ein Buch! Musiktheater der deutschen und italienischen Grundschulen Innichen und Vierschach Sollen Kinder digitalen Medien oder dem Lesen eines Buches den Vorzug geben? Diese Frage wurde im Musiktheater der italienischen und deutschen Grundschulen Innichen und Vierschach ausführlich erörtert. Zu Beginn der Handlung konnten die besten Argumente und überzeugendsten Beweisführungen nichts bewirken. Mit der Faszination digitaler Medien schien nichts Schritt halten zu können. Lesen erschien demgegenüber sogar richtig antiquiert. Erst nach einer abenteuerlichen Reise durch verschiedene Märchen und Erzählungen wendete sich das Blatt und der Beweis war erbracht, dass (auch) Lesen sich lohnt. Die Veranstaltung stellte fürwahr eine enorme Herausforderung für alle Akteure, vor allem die Schülerinnen und Schüler, dar. Ein ganzes Schuljahr wurde am Projekt gearbeitet, sodass es eigentlich der Lernweg bzw. Lernprozess war, der im Mittelpunkt aller Bemühungen stand. Chor und Darstellende erlebten die Gleichzeitigkeit verschiedener Sprachen als charakteristisches Element ihrer Lernumgebung und erweiterten so gleichsam spielend und singend ihre sprachlichen Kompetenzen. Innichens Kapellmeister Hofmann Korbinian sorgte mit gefälligen Arrangements für die musikalische Leitung von Chor und Ensemble, sodass das Publikum mit einem musikalischen Feuerwerk beliebter Melodien überrascht wurde. Ein großes Kompliment gebührt der Initiatorin und Projektleiterin Claudia Cadamuro, der es immer wieder gelingt, über Geschichten, Sprachen und Musik Menschen zusammenzuführen, den Schülerinnen und Schülern lohnende Lerngelegenheiten zu bieten, dem Publikum große Freude zu bereiten und zugleich sozial wirksam zu sein. Der Erlös aus den freiwilligen Spenden fließt der Krebshilfe Hochpustertal zu. Dank gebührt des Weiteren der Gemeinde Innichen, dem Bildungsausschuss Innichen und dem Verein La Saletta, die als Sponsoren wesentlich zur Realisierbarkeit beigetragen haben.

Bewegt und schwungvoll in Rich­ tung Schulschluss

Mit vollem Einsatz beim Staffelmarathon

56

Dass zum Schulschluss nicht Müdigkeit und Überdruss überwiegen, sondern Schwung und Bewegung, dafür war am Schulsprengel Inni-

Die Darstellerinnen und Darsteller beim Musiktheater

chen reichlich gesorgt. Nach dem traditionellen Sommersporttag mit Spiel und Spaß für Klein und Groß gab es in diesem Schuljahr ein besonderes Highlight. Anlässlich seines Dienstaustritts schenkte der langjährige Sportlehrer Peter Sulzenbacher dem Schulsprengel ein bewegtes „Souvenir“, das er akribisch genau von langer Hand plante. Es sollte ein Staffelmarathon sein, offen für jede Schülerin und jeden Schüler - beginnend bei den ersten Grundschulklassen bis hin zu den dritten Klassen der Mittelschule in der Dreifachturnhalle Innichen als Austragungsort. Selbstverständlich waren auch alle Lehrpersonen zur Teilnahme eingeladen, um letztlich auf die erforderlichen 42,195 Kilometer zu kommen. Für die 422 Teilnehmerinnen und Teilnehmer galt es, je 100 Meter im Lauf zu bewältigen, damit die Rechnung aufging. Kräftiger Applaus und jubelnde Zurufe trugen Klein und Groß in Richtung Ziel. Selbst die jüngsten Teilnehmer bewiesen erstaunliche Technik, da das Laufen im Hinblick auf diese Veranstaltung an den Schulen vor Ort einen Schwerpunkt im Sportunterricht darstellte. Dabei waren Technik und Geschwindigkeit wohl wichtige Kriterien, weit beeindruckender allerdings waren Begeisterung, Freude und das Strahlen in den Augen der Läuferinnen und Läufer. Wer nicht gerade an der Reihe war, der verfolgte die Veranstaltung auf der Tribüne und trug von dort aus zu Begeisterung und Stimmung bei. Die Lehrpersonen waren überdies in Aufsicht und Unterstützung der Organisation eingebunden und damit doppelt gefordert, um diesen Tag gelingen zu lassen. Doch damit nicht genug. Die Veranstaltung vorfolgte nämlich zweierlei Ziele. Zusätzlich zur Bewegung ging es um soziales Engagement. Die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Erwachsenen trugen mit einem durch Eltern, Großeltern, Freunde, Bekannte … gesponserten Startgeld zur Unterstützung der Kinderkrebshilfe „Peter Pan“ und der Krebshilfe Oberes Pustertal bei. Die Vorsitzenden dieser Organisationen, Corinne Werth und Ida Schacher, bereicher-


des heurigen Schuljahres einen Podestplatz bei den verschiedenen Turnieren und Meisterschaften belegen konnten. Die Mädchen der 2. und 3. Klassen erreichten beim 31. Handball Turnier der Pustertaler Mittelschulen jeweils den 3. Platz, vier SchülerInnen waren bei der Leichtathletik Bezirksmeisterschaft erfolgreich, zwei Schüler wurden Vizelandesmeister im Triathlon und Landesmeister im Orientierungslauf wurden in der Mannschaftswertung der Buben: Ken Köllemann, Jakob Kofler und Jonas Steinwandter, sowie Marie Christine Happacher Landesmeisterin bei den Mädchen.

Mittelschule Innichen - Feierlicher Ausklang des Schuljahres Einsatz total beim Sommersporttag

ten die Veranstaltung durch ihre Anwesenheit. Die abschließende Scheckübergabe löste allerseits freudiges Staunen über die großzügigen Spendenbeiträge im Ausmaß von insgesamt 3.501,10 Euro aus. Somit gelang es dem Initiator und Organisator Peter Sulzenbacher mit dieser Veranstaltung gleich mehrere Aspekte der Gesundheitsförderung an Schulen umzusetzen, und zwar jene der Bewegung, des sozialen Lernens und der Inklusion. Nicht zuletzt trug das beeindruckend reichhaltige Buffet - organisiert von Klara Lampacher und zubereitet durch die Eltern der Mittelschule - dazu bei, den Tag zu einem wahren Fest der Bewegung, der Begegnung und der Solidarität für Klein und Groß werden zu lassen. Herrn Sulzenbacher gebührt Dank und Gratulation zu dieser südtirolweit wohl einzigartigen Veranstaltung. Auch ein sportliches Ziel, das er sich gesetzt hatte, konnte realisiert werden. Mit der erreichten Zeit von 2:28.57 Stunden wurde der Südtiroler Landesrekord der Frauen (2:32.35 Stunden – erreicht von Silvia Weissteiner bei ihrem Debüt im vorigen Jahr in Turin) um Einiges unterboten. Gedankt sei überdies dem WSV Innichen für die Bereitstellung der Stoppuhr, dem Busunternehmen Holzer für den Einsatz eines zweiten Busses, der Direktion der WFO für die Bereitstellung der Turnhalle, allen Lehrpersonen und den Schulwarten.

Bericht zum Sommersporttag Zur Freude der SchülerInnen der Mittelschule Innichen fand auch heuer am Ende des Schuljahres der Sommersporttag in der Turnhalle statt. Im Vordergrund standen bei den zehn Geschicklichkeitsstaffeln (wie z.B. Luftballontreiben, Gerätetransport, Rollbrett fahren usw.) und den Mannschaftsspielen (wie Handball, Turnschuhhockey, Fußball und Völkerball) nicht so sehr die sportlichen Leistungen, sondern der Spaß, das freudvolle gemeinsame Spielen und die Förderung des Teamgeistes.

Die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Innichen sind es gewohnt, dass zu verschiedenen Anlässen gefeiert wird. Manch einer meint sogar, dass sie diesbezüglich ziemlich verwöhnt seien. Die diesjährige Schulschlussfeier übertraf allerdings sämtliche Erwartungen, obwohl das um einen Tag vorgelegte Unterrichtsende sowohl die Vorbereitungen als auch das Aufführungskonzept etwas durcheinander brachte. Darauf verzichtet sollte allerdings keinesfalls werden. Dies beschlossen die Organisatorinnen und Organisatoren, wobei die Koordinierung wesentlich in den Händen von Klara Lampacher lag.

SCHULE & KINDERGARTEN | SCUOLA ED ASILO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Das Programm reichte von Sketchen zum Schulalltag und Trommeleinlagen bis hin zur Prämierung der Siegerinnen und Sieger verschiedener Wettbewerbe und Leistungsvergleiche. Talentierte und engagierte Schülerinnen und Schüler wurden für ihre Platzierung auf den ersten Rängen des Wettbewerbs „Känguru der Mathematik“ und für ihr sportlich-ökologisches Engagement beim Fahrradwettbewerb „Südtirol radelt“ prämiert. Lea Steinwandter wurde bei „Känguru der Mathematik“ nicht bloß vor Ort in ihrer Altersklasse Erste, sondern auf Landesebene ausgezeichnete Zweite. Im Rahmen des durch die Landesumweltagentur ausgeschriebenen Wettbewerbs „Südtirol radelt“ konnte/n die 2A als Siegerklasse sowie die erst- und zweitplatzierten Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Klassen 2A und 2C passende Sachpreise in Empfang nehmen. Vor allem zwei Darbietungen bzw. Programmpunkte vermochten das Publikum in helle Begeisterung zu versetzen. Bereits bei einer von Schülerinnen und Schülern in unterschiedlichen, ja teilweise entgegengesetzten Stimmungen dargestellten Szene, wurden die Lachmuskeln der Zuschauer stark beansprucht. Als anschließend aber Lehrpersonen in diese Rollen schlüpften und immer diesel-

Aus diesem Grund erfolgte keine Einzelwertung sondern eine Klassenwertung, aus der die Klassen 1B, 2C und 3C als Sieger hervorgingen. Nachdem die Lehrpersonen bei den Staffeln und Spielen als Schiedsrichter fungierten, wurden sie zum Schluss selbst noch aktiv, und zwar beim Völkerball der Lehrerinnen gegen die Schülerinnen und beim Volleyball der Lehrer gegen die Schüler. Am Ende des Sporttages wurden die ausgezeichneten Leistungen derjenigen Schülerinnen und Schüler hervorgehoben, die im Laufe

Professionelle Musikeinlage beim Abschlussfest

57


SCHULE & KINDERGARTEN | SCUOLA ED ASILO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

be Situation einmal himmelhoch jauchzend, dann wieder zu Tode betrübt oder als fiktiv Schwerhörige darstellten, krümmten sich Jugendliche wie Erwachsene im Publikum vor Lachen. Ein weiterer unerwarteter, weil noch nie dagewesener Programmpunkt, vermochte das Publikum beinahe vom Hocker zu reißen. Arno Villgraters Schlagzeugsolo und die von Prof. Di Qual und Prof. Vieider virtuos gespielten Elektro- bzw. Bassgitarren trafen den Geschmack des jugendlichen Publikums voll. Als Homage an Herrn Sulzenbacher gab es schließlich anlässlich seines anstehenden Dienstaustritts ein von Schülern im Kunstunterricht gefertigtes Portrait sowie die Aufführung kunstvoller Zirkusakrobatik durch talentierte Schülerinnen und Schüler. Nach dem Ende der Veranstaltung war für alle klar, dass diese eine der gelungensten Schulfeiern an ihrer Mittelschule war und dass Feste und Feiern auch künftig zum Tätigkeitsplan der Mittelschule Innichen gehören sollten. Lehrpersonen wie Schülern gebührt ein großes Dankeschön. ■ Luise Obersteiner

Peter Sulzenbacher, langjähriger Sportlehrer tritt in den Ruhestand

Sprachreise nach Irland Laut einem Sprichwort gibt es auf Irland wettermäßig jeden Tag alle vier Jahreszeiten, aber genau das haben heuer Anfang Juni 29 SchülerInnen der Wirtschaftsfachoberschule (WFO) Innichen und Bruneck und ihre zwei Begleitlehrpersonen, Prof. Veronika Schönegger und Prof. Johanna Trojer, auf ihrer Reise auf die grüne Insel nicht erlebt. Von den vier Jahreszeiten haben sie nur den Sommer gesehen, kein einziger Tropfen Regen fiel an sieben Tagen, wolkenloser Himmel und Temperaturen wie im Hochsommer, eine Jahrhundertwoche sagten die Iren. Die Überquerung der doch nicht so großen Insel bis an die Westküste stand gleich am ersten Tag auf dem Programm, um die berühmten Steilklippen von Moher zu bestaunen. Alle waren fasziniert, verständlich genug, sie bieten wahrlich spektakuläre Ansichten. Hier entstand auch so manche Szene aus Harry Potter. Der Busfahrer - namens Patrick (wie denn sonst) - ein Ire durch und durch und großer Kenner der Insel und ihrer Geschichte, erzählte während der Fahrt viel Interessantes, von keltischen Stammeshäuptlingen, Hungersnöten und der Pest, von Turmbauten, Geistern und anderen gruseligen Geschichten, von den unbeliebten Eindringlingen von damals, - und vor allem von Irlands Blutvergießen um die Unabhängigkeit und vom Stolz der Iren auch heute noch, dass sie über die Jahrhunderte hart dafür gekämpft haben. Vom ehemaligen keltischen Tiger merke man nicht mehr viel, auch 58

Bunratty Castle

von Bankiers und ihren Machenschaften wusste er ein Lied zu singen. Apropos singen, „Molly Malone“ das berühmte Volkslied und die inoffizielle Hymne Dublins über ein schönes Mädchen, das Fisch verkaufte und jung an einem Fieber starb, haben alle gemeinsam im Bus gesungen! Anscheinend liegt das Musikalische in der Luft, Irland ist mit sieben Gewinnern beim Eurovision Songcontest das Land mit den meisten Siegen überhaupt. Was darf man auf dem Weg zur Westküste auf keinen Fall versäumen? Einen Berg, einen Wasserfall, ein Harfenkonzert oder gar ein Rugbyspiel? Nein, es ist eine Tankstelle, welche nach einem Besuch Barack Obamas gebaut und nach ihm benannt wurde, war sein Ur-


Molly Malone

Ur-Großvater doch irischer Abstammung! Die Iren sind bekanntlich stolz auf ihre ausgewanderten Vorfahren und deren Nachkommen. Die restliche Woche verbrachten die SchülerInnen den Vormittag über in der Schule mitten in Dublin, der Heimatstadt vieler berühmter Schriftsteller und Nobelpreisträger, um ihr Englisch aufzubessern und kulturelle Einblicke zu erhalten. Nicht wenige haben dann vor ihrer Abreise ein sehr gutes Zeugnis erhalten, gar manche C1 waren dabei, well-done! An den Nachmittagen wurden ein Rundgang in der Stadt, Besuche in das Archäologische und in das Naturhistorische Museum, ein Besuch im Botanischen Garten sowie eine Schatzsuche organisiert, in Begleitung der charmanten Reiseführerin Ashley, welche auf alle Fragen eine Antwort wusste und mit ihrer klaren Stimme und ihren interessanten Ausführungen und Anekdoten die Aufmerksamkeit aller SchülerInnen auf sich lenkte. Alle SchülerInnen wohnten in Gastfamilien, wo sie ausgesprochen positive Erfahrungen sammelten. Die Familien kümmerten sich rührend um sie und viele SchülerInnen fühlten sich wirklich wie zuhause. Manche haben tatsächlich auch sehr gut gegessen! Das irische Essen ist letztendlich also doch nicht wie sein Ruf.

SCHULE & KINDERGARTEN | SCUOLA ED ASILO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Relaxing in front of the castle in the sunshine...

Welt, nämlich Guinness, wo man nicht nur betriebswirtschaftliche Einblicke in die Firma erhält, sondern gleich ein ganzes Pint Bier am Ende des Besuches dazu! Kleines Detail am Rande, Minderjährigen darf kein Alkohol ausgeschenkt werden… Wovor die teilnehmenden SchülerInnen nunmehr keine Angst mehr haben? Laut ihren Aussagen in der nach ihrer Rückkehr durchgeführten Evaluation waren sie vor der Reise sehr besorgt über die Gastfamilie, die Sauberkeit, die Lehrer, das Essen, den Flug (viele sind zum ersten Mal in ihrem Leben geflogen), Heimweh, die Sprache, sie hatten Angst, sich in der Stadt nicht zurechtzufinden und sich zu verirren. Manche hatten sich sogar über das Wetter Sorgen gemacht. Dreimal dürfen Sie raten, wovon sie rückblickend sagten, es hätte keinerlei Grund gegeben, sich zu sorgen. Gut geraten, vor nichts von alledem. Viele von ihnen würden sich nun sogar trauen, sich alleine auf eine ähnliche Reise aufzumachen! Und sie tun gut daran, denn schon Oscar Wilde, einer der berühmtesten Söhne Dublins, sagte, „Reisen veredelt wunderbar den Geist und räumt mit all unseren Vorurteilen auf“. ■ Johanna Trojer

Auf eigene Faust die Stadt und ihre Umgebung erforschen war natürlich für viele ein besonderes Erlebnis. Der größte Vorteil dabei ist wohl, dass man die Sprache tatsächlich direkt anwenden kann. Das ist nicht nur Übung zusätzlich zum Sprachunterricht („à la practice makes perfect“), sondern es führt auch zu einem unmittelbaren Erfolgserlebnis. Wenn man etwa die eigenen Sprachkenntnisse im echten Leben nutzen kann, zum Beispiel im Restaurant oder Starbucks um die Ecke, schmecken der auf Englisch bestellte Lunch oder der Kaffee gleich viel besser. Viele SchülerInnen besuchten auch den Phoenix-Park, einen der größten Parks Europas, oder Howth, eine Halbinsel nicht weit von der Stadt entfernt, die Temple Bar, ein Mekka für Musikliebhaber und nicht nur, sowie eine der ältesten und bekanntesten Brauereien der

School‘s out!

59


AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

35 Jahre INOX-Stahlbau Am 11. August 1981 wurde mit Sitz in der JosefWalter-Straße 5 eine einfache Kommanditgesellschaft gegründet. Die Werkstatt befand sich im ­alten „Durnwalderhaus“ in der Draustraße. Einer der ersten größeren Aufträge war die Montageleitung beim Bau des Pustertaler Fleischhofes in Rasen (damals Metzi) mit Instandhaltung und Wartung für die ersten drei Jahre. Es folgten verschiedene Aufträge wie z.B. Quellfassungen, Wasserspeicher mit sämtlichem Zubehör wie Türen, Leitern, Gitterrosten und vieles mehr. Von 1983 bis 1987 befand sich die Werkstatt – dank eines Mietvertrages mit Frau Helga Sulzenbacher – im „Alten Kino“ in der Ignaz-Mantinger-Straße. In dieser Zeit wurden fünf Mitarbeiter eingestellt. Größere Aufträge wurden für die Mila in Bozen (Salzbäder, verschiedene Wannen für die Käse- und Joghurtproduktion, Mischtanks), das Krankenhaus Bozen (Industriekamine) und für ein Einkaufszentrum in Trient realisiert.

Tonnen Gewicht) für die Moschee in Abu Dhabi. Es war dies eine besondere Herausforderung für unser Unternehmen.

1987 mietete sich unser Betrieb in der Handwerkerzone bei Kandidus Burgmann ein, wo die Werkshalle bis 1996 blieb. Hier war es möglich größere Arbeiten zu verrichten, der Mitarbeiterstand erhöhte sich auf 15 Personen. In dieser Zeit wurden speziell Kläranlagenteile und komplette Anlagen für die Fa. Leitner Umwelttechnik/ Sterzing gefertigt und montiert. Weitere größere Aufträge wurden in Sangone, Roma Nord und Bozen Süd realisiert. Dank eines Partnerschaftsvertrages mit der Firma EBE wurden für den italienischen Markt Fenster- und Türprofile in das Fertigungsprogramm aufgenommen. Die größten Aufträge waren dabei die „Köhlhofpassage“ in Dorf Tirol, die „Klosterpassage“ in Meran, Arbeiten in Verona, und ein interessanter Auftrag für Saudi Arabien .

Trotz der Wirtschaftskrise konnte die Mitarbeiterzahl bei durchschnittlich 17 bis 20 Personen gehalten werden. Allerdings waren wir gezwungen, neue Geschäftsfelder im benachbarten Ausland wie Österreich, Deutschland und der Schweiz zu suchen. Diese konnten erfolgreich in der Käse- und Milchwirtschaft gefunden werden. Dabei wurden eine Käsewaschanlage und eine Parafinieranlage entwickelt und produziert; ebenso Einrichtungen für die Käselagerung und die Käsepflege. Auch Maschinenteile für den Lebensmittelsektor, sowie Podeste für die Pharma-Industrie werden zurzeit erfolgreich produziert. Mit diesem neuen Geschäftsfeld und weiteren innovativen Ideen sind wir überzeugt, die Weichen für eine sichere Zukunft gestellt zu haben. ■

Die erste Werkstatt im „Durnwalderhaus“

Im Jahre 1996 wurde mit dem Bau der neuen Halle begonnen. Auf 1.200 qm wurden die neuen Produktionsflächen eingerichtet. Der Ankauf neuer Maschine ermöglichte es uns, anspruchsvollere Aufträge anzunehmen und auszuführen. Im September 1997 wurde die neue Produktionsstätte feierlich eingeweiht. Zur Jahrhundertwende konnten wir einen Auftrag in Sardinien (im Yachtclub von Porto Cervo) ausführen und erhielten mehrere Großaufträge von namhaften Bauunternehmen. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 27 Personen an. Im Jahr 2003 konnten wir zudem ein Büro mit Ausstellungsraum in Bozen eröffnen.

bezahlte Einschaltung

In den folgenden Jahren waren hauptsächlich Bauaufträge unser wichtigstes Geschäft. Nicht unerwähnt bleiben soll der im Jahr 2007 realisierte Auftrag zur Fertigung, Lieferung und Montage von drei Lustern (Durchmesser 10 Meter, Höhe 18 Meter und 10

60

Das im Jahr 1996 bezogene neue Betriebsgebäude


50 anni in Alto Adige Manzini Roberto nasce a Napoli il 21 maggio 1941. Servitore dello Stato, venne destinato (1966) al Brennero, in seguito fu inviato a San Candido, e negli anni ebbe esperienze di lavoro anche a Malles Venosta. Comprese dopo 22 anni al sole di Napoli, cosa fosse l’inserimento in una realtà montana, provando con entusiasmo una soddisfazione di contatto primario con gli aspetti naturali di queste meraviglie Dolomitiche, come ad esempio la luccicante candida neve sulle sconfinate “loipe”. La Polizia di Stato lo utilizzò a svolgere compiti di esclusiva attenzione alle esigenze altoatesine, fino al compimento dei suoi 60 anni,

Primo incarico nel 1966 al Brennero

quando terminò la sua carriera, quasi in concomitanza delle aperture delle frontiere europee, avendo militato solo nella specialità della Polizia di Frontiera. Negli anni di meritato riposo, volle distribuire i suoi interessi nell’arte, un sogno d’altri tempi. Di fatti prese parte a numerosi concorsi e mostre di pittura, che lo posero in una degna considerazione Roberto Manzini dato il suo talento. Non di meno, da ultimo (2014) partecipò al concorso per poeti inediti, con degno risultato. In effetti la Casa Editrice Aletti della Provincia di Roma, promulgò in vasta scala, l’opera poetica intitolata “Rivoli di Felicità”, che attualmente raccoglie i vari apprezzamenti in campo nazionale. Il nostro pittore, poeta, rimane nonostante qualche ruga, assertore convinto, forse con qualche nostalgia, nel privilegiare la aria bucolica che l’emoziona, sia nelle immagini, che nei contenuti, considerando il semplice obbiettivo, di esprimere la frase: “Amor tramanda amore e vita al mondo”. Il poeta è rimasto convinto d’essere in questa realtà valligiana, dove ha prevalso la contemplativa osservazione, che conduce al segreto dell’anima. Auguriamo al concittadino ogni futuro di ampia e silente aspirazione, complimenti Cavaliere Roberto Manzini. ■

AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Die Nacht der Masken Charity Gala in Innichen Federboas, Masken in schillernden Farben und leckeres Essen lockten zahlreiche Besucher am 21. September in das Post Hotel – Tradition & Lifestyle nach Innichen. Wie jedes Jahr stand bei der Gala nicht nur das herzhafte Schlemmen im Mittelpunkt. Die Gastgeberfamilie Wachtler unterstützt mit diesem Abend alljährlich eine Familie in Südtirol, die das Schicksal schwer getroffen hat. Die Gäste der Charity Gala wurden mit einem außergewöhnlichen Sechs-Gänge-Menü verwöhnt, wobei die Hälfte des Menüpreises direkt an den bäuerlichen Notstandsfond ging. Für tolle musikalische Unterhaltung sorgten Simon & Daniel von der Pusterer Band „PetraLust“. Der stattliche Erlös von 2.800 Euro wurde anschließend von Familie Wachtler auf 5.600 Euro verdoppelt und kommt in diesem Jahr gleich zwei Familien zu Gute, die durch einen Brand sowie durch einen Todesfall in der Familie vor großen Herausforderungen stehen. ■

Wilma (links) und Anna Wachtler vom Post Hotel mit Georg ­Reden vom Bäuerlichen Notstandsfond bei der Scheckübergabe

61


AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Hotel Leitlhof ist „Europe’s Leading Green Hotel 2016“

Hotel Leitlhof premia­ to “Leading Green Hotel d’Europa 2016”

Mit den World Travel Awards, den „Oscars“ der Tourismusbranche, werden jedes Jahr die Top Betriebe im Tourismus weltweit prämiert.

Con gli World Travel Awards, gli “Oscar” del turismo, ogni anno vengono premiate le aziende top del turismo di tutto il mondo.

Nach dem großen Erfolg bei den Green Tec Awards 2016 erfolgte am 4. September die nächste Preisverleihung. Das Hotel Leitlhof wurde bei den World Travel Awards in der Kategorie „Europe`s Leading Green Hotel 2016“ mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Das Hotel darf sich nun für ein ganzes Jahr als führendes grünes Hotel Europas bezeichnen. Die Jury überzeugte vor allem die große CO² Reduktion und das klimaneutrale und energieautarke Konzept.

Dopo il grande successo ai Green Tec Awards, l’Hotel Leitlhof raccoglie un secondo premio. Negli World Travel Awards l’Hotel Leitlhof ha vinto il primo premio nella categoria “Europe’s Leading Green Hotel 2016”. Ora l’Hotel potrà definirsi leading green hotel d’Europa per un anno intero. Hanno convinto la giuria soprattutto la forte riduzione della CO2, la filosofia di impatto zero sul clima e l’autarchia energetica.

Die Übergabe des Preises fand im „Forte Village“ auf Sardinien statt. Junior Stephan Mühlmann durfte im Rahmen einer feierlichen Gala die Auszeichnung entgegennehmen: „Für unsere Familie bedeutet diese Auszeichnung sehr viel. Es ist eine Bestätigung für die vielen Mühen und Investitionen, welche wir in den letzten Jahren für einen klimaneutralen und nachhaltigen Urlaub getätigt haben.“ ■

La consegna del premio si è svolta il 4 settembre al “Forte Village” in Sardegna. Il padrone di casa junior Stephan Mühlmann ha avuto l’onore di ritirare il premio durante una cerimonia di gala. “Per la nostra famiglia questo premio significa moltissimo. È la conferma dell’impegno e degli investimenti che negli ultimi anni abbiamo fatto per una vacanza sostenibile e ad impatto zero sul clima.” ■

Stephan Mühlmann bei der Verleihung auf Sardinien

62

Green-Tec-Awards (von links): Robert Mühlmann, Dietmar Walder und Stephan Mühlmann


Frauen im Handwerk: Sommertreff in Innichen Einen regelmäßigen Austausch und mehr Miteinander haben sich die Frauen in der Wirtschaft auf die Fahne geschrieben. So trafen sie sich Anfang Juli in Innichen, um sich gemeinsam dem wunderschönen Ambiente und aktuellen Themen im lokalen Handwerk zu widmen. Die Frauen im lvh des Bezirks Ober- und Unterpustertal erlebten Mitte Juli einen ganz „besonderen Tag“: sie empfingen Mitglieder der Handwerkerfrauen aus dem ganzen Land auf dem Betriebsgelände der Firma E. Schäfer der Bezirksvorsitzenden Rosa Arnold Schäfer. Ziel der Zusammenkunft war, über die Herausforderungen der Wirtschaft im Oberpustertal zu diskutieren. Gleichzeitig konnten sich die Frauen nach der teilweise langen Anfahrt mit typischen Spezialitäten der Umgebung stärken, die von den Pustertaler Ausschussmitgliedern liebevoll zubereitet worden waren.

AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

dann gute Entscheidungen getroffen werden können, wenn man gemeinsam diskutieren kann und alle Sichtweisen in Betracht gezogen werden.

Anschließend stattete die 28-köpfige Frauschaft der Bürgermeisterin von Innichen Rosmarie Burgmann einen Besuch ab, die sich sehr über die Gäste freute. Sie meinte wörtlich: „Es ist das erste Mal, dass an diesem großen runden Tisch 30 Frauen sitzen“. Das liege ganz im Trend „ihrer“ Gemeinde: waren vor ein paar Jahren gerade mal zwei Frauen im Gemeinderat, sind es nun sieben vom 18-köpfigen Gemeinderat.

Das wohlverdiente Mittagessen genoss die Frauengruppe im urigen und familiären Ambiente der Jora-Hütte, oberhalb von Innichen. Über das Wildbad wanderten die Handwerkerfrauen abschließend wieder zurück ins Dorf, wo sie während einer historischen Führung durch die Stiftskirche Innichen interessantes über eines der bedeutendsten Sakralbauten in Südtirol erhielten.

„Ich bin gerne als Frau an vorderster Front“, unterstrich sie, „aber ich habe von der Männerdomäne viel gelernt - besonders Diskutieren. Wichtig ist, dass beide Geschlechter präsent sind. Das sorgt für Ausgeglichenheit und es herrscht ein anderer Umgang und Ton im Gespräch.“ Die Bürgermeisterin ist davon überzeugt, dass nur

„Rosa Arnold Schäfer hat mit ihrem Ausschuss für uns Frauen im lvh einen wertvollen Tag im Pustertal organisiert! Das Treffen mit den Frauen aus dem ganzen Land bot Gelegenheit in einer lockeren Runde über gemeinsame und zukünftige Projekte zu sprechen”, unterstrich Frau Marlies Dabringer, die Landesvorsitzende der Frauen im lvh. ■

Die ehrwürdige Esche am Friedhofseingang Es sind nicht nur Häuser und Kirchen, die unsere Orte charakterisieren, es sind auch Bäume, die dem Ort im Sommer wie im Winter ein besonderes Flair verleihen. Einer dieser Bäume ist die schöne, alte Esche am nordöstlichen Friedhofeingang. Vermutlich ist dieser Baum vor vielen Jahrzehnten dort zufällig gewachsen, denn wohl niemand hätte bewusst einen großen Laubbaum so nahe an der Friedhofsmauer gepflanzt. Weil diese Esche so wunderbar das Eingangstor, mit dem Fresko darüber, schmückt, durfte er über all die Jahre unentwegt gedeihen. Aufmerksame Beobachter bemerkten bereits vor Jahren, dass seine Wurzeln allmählich das alte Mauerwerk des Eingangstors destabilisieren. Auch ein Fachmann des Amtes für Denkmalschutz stellte fest, dass der Baum die Struktur des Mauerwerks aus Steinen ernsthaft bedroht. Zum selben Schluss kam auch der Baumfachmann Valentin Lobis, der im Juni im Auftrag der Gemeinde Innichen interessierte Bür-

gerInnen über fachgerechte Baumpflege informierte, und meinte, nicht nur die Esche sollte entfernt werden, auch die Silbertanne neben dem Bildstock. Diese sei nicht typisch für unsere Gegend und würde in Zukunft das Grünensemble in diesem Bereich austrocknen. An ihrer Stelle sollte in einer Entfernung von 4-5 Metern von der Friedhofmauer ein für die Gegend passenderer Laubbaum gepflanzt werden, z.B. ein Ahorn. Weil das Fällen der ehrwürdigen, alten Esche bei der Bevölkerung auf Unverständnis stoßen könnte, haben wir beschlossen, über unser Mitteilungsblatt die BürgerInnen davon in Kenntnis zu setzen. ■ Hans Schmieder 63


AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Seniorenwohnheim Innichen Gemeinsam Lachen Nicht oft haben die Mitarbeiter und Freiwilligen Zeit, sich außerhalb der Arbeitszeit zu begegnen oder etwas zu unternehmen. Dazu bietet das alljährliche Grillen im Seniorenwohnheim eine gute Möglichkeit. Dieser Einladung waren am 22. Juli Viele gefolgt. Nachdem die hervorragenden Köche Christian Klocker und Werner Bergmann alle mit Gegrilltem verköstigt hatten, sorgte Barbara Brugger dafür, dass die Lachmuskeln ordentlich zum Einsatz kamen. Sie hatte einen Text über den Alltag im Seniorenwohnheim geschrieben, allerdings mussten die Eigenschaftswörter noch eingesetzt werden. Alle Anwesenden mussten, ohne dass sie wussten für was, nach der Reihe Eigenschaftswörter nennen, diese fügte Barbara dann in den Text ein. Als alle leeren Felder gefüllt waren, las sie den verrückten Text vor. Da hieß es zum Beispiel: „Dann ab in die Umkleide und zur unerreichbaren Übergabe. Der freche Nachtdienst kann kaum noch die ungenauen Augen offen halten, während er von der sexy und unermüdlichen Nacht erzählt.“

forderung wurde gemeinsam zum Erfolg. Die Jungböhmische aus Pichl/Gsies begeisterte die Senioren mit ihrer schönen Musik und das auch noch unentgeltlich. Im Namen der Senioren darf ich noch einmal allen Beteiligten ein herzliches Vergelt’s Gott für den unvergesslichen Tag sagen.

Auf die Plätze fertig – Seniorenmeister­ schaft! Mit 15 sportlichen Senioren ging die Fahrt am 31. August nach Niederdorf zur Seniorenmeisterschaft. Dort wurde um die Wette gekegelt, ein Parcours musste gemeistert werden und eine Staffel gab es auch noch.

Damit war noch nicht genug. Unsere Freiwilligen Anton Niederwolfsgruber, Peter Pitterle und Josef Amhof überraschten mit ihrer Musik. Sie hatten ihre Gitarre und Ziehharmonikas dabei und luden alle zum Mitsingen und Mitschunkeln ein. So war es für die Anwesenden ein gelungener Abend mit viel Spaß und Freude.

Ein tolles Team! Sommerfest 2016 für die Senioren

Mit Glockengeläute werden die Teilnehmer angefeuert

Viel ist im Vorfeld für das Sommerfest zu organisieren, Musik, Pfarrer, Verpflegung und Dekoration. Doch mit einem guten Team ist es nur halb so viel Arbeit. Davon konnten sich auch die Senioren am 24. Juli überzeugen. Bei wunderschönem Wetter haben sich die Senioren im Garten zur Heiligen Messe versammelt. Pfarrer Josef Oberhammer zelebrierte diese und nachdem er selbst einmal im Seniorenwohnheim gelebt hat, fand er schöne persönliche Worte. Die Messfeier war dem ­Thema „Gott – Schöpfer allen Lebens“ gewidmet. Der Frauenchor aus Villgraten, unter der Leitung von Karin Schneider, sorgte mit wunderschönen Stimmen für viele Höhepunkte. Zwei ­Ministranten, die dieses Jahr das erste Mal dabei waren, machten die Messe zu einem Highlight. Weiter ging es mit dem Programm, das Essen wurde serviert und hier zeigte sich die gute Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern. Die Kochgruppe hatte alles im Vorfeld gut geplant und nichts dem Zufall überlassen. Jeder wurde seiner Aufgabe gerecht und die Freude kam dabei auch nicht zu kurz. Herausgeputzt in Lederhose und Dirndl kochten und servierten die Mitarbeiter den Senioren das Mittagessen, eine besondere Aufgabe denn für das Kochen sind sonst andere zuständig. Doch die Heraus64

Frau Bachmann freut sich mit ihrem Mann über den schönen Sachpreis


AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Frau Lercher, lässt die Ziege nicht an das Futter, deshalb leckt sie ihr über die Hand

Das Würste machen ist mit einer über 100 Jahre alten Maschine eine große Kunst, hier wird jede helfende Hand gebraucht.

Unsere Senioren gaben ihr Bestes und so errang Josef Hofer die Bronzemedaille beim Kegeln und auch noch bei der Staffel gemeinsam mit Anna Goller eine Goldene. Doch die Medaillen waren nur die Krönung an diesem Tag, denn alle genossen den gemeinsamen Tag und freuten sich über die gute Organisation, die super Verpflegung und viele Sachpreise.

Tierisch abwechslungsreich Dieses Jahr hat die Tagesgestaltung für die Themenwoche wieder ein besonderes Programm zusammengestellt. Die Woche, die unter dem Thema „tierisch guit“ stand, wurde am Montag mit vielen Tierliedern eröffnet und zugleich wurde den Senioren die Woche vorgestellt. Am Dienstag ging es dann am Vormittag mit der Lesestunde, die die Bibliothekarinnen aus Sexten, Innichen und Toblach mit lustigen Tiergeschichten gestalteten, weiter. In den Wildpark nach Toblach ging es für die Senioren am Nachmittag. Bei wunderschönem Wetter konnten sie die Tiere bestaunen, so manches Tier war den Senioren nicht bekannt. Doch die Annäherung machte den Tieren und Senioren viel Spaß, erst recht wenn die Senioren sie fütterten. Am Mittwoch ging es um die Wurst. Hannes Tschurtschenthaler und Franz Brugger machten mit den Senioren Hauswürste. Franz Brugger hatte einen „Wurster“ aus Holz mitgebracht, der schon mehr als 100 Jahre auf dem Buckel hat. Mit viel Freude halfen die Senioren beim Treiben und Abbinden der Würste. Anschließend konnten die Heimbewohner zur Abwechslung einmal alle gemeinsam im großen Saal essen. Dort ließen sie sich das tierische Menü schmecken. Nach einer Suppe gab es die „hausgemachten“ Würste mit Sauerkraut und zum Nachtisch ließen sich die Senioren die „Affen-Törtchen“ schmecken. „Mir gian af die Pirsch“ hieß es am Nachmittag. Albert Tschurtschenthaler (Kramer) kam zu Besuch und hielt einen Vortrag über die Jagd. Der Einladung waren viele Senioren gefolgt und sie hörten ihm mehr als eine Stunde lang mit großer Aufmerksamkeit zu. Er

Kromer Albert erzählt, welche Lebensbedingungen das Schnee­ huhn bei uns hat und dass es nur noch wenige Exemplare gibt.

erzählte anschaulich, wie er als junger Bub seinen ersten Marder geschossen hat, was es bedeutet Jäger zu sein, wie die Tiere zu erkennen sind, dass man beim Steinbock das Alter an den Hörnern erkennen kann, jedoch beim Hirsch die Hörner nichts über das Alter aussagen und noch Vieles mehr. Den Abschluss bildete der Donnerstag, an dem Mariedl Tschurtschenthaler beim Gedächtnistraining die Senioren forderte. Bei den tierischen Redewendungen mussten die Senioren Mariedl weiterhelfen, denn es fehlte immer der letzte Teil, aber auch bei vielen weiteren Übungen wurden die grauen Zellen in Schwung gebracht. Am Nachmittag bastelten die Senioren noch Tiere aus Steinen und so sorgte die Themenwoche auch dieses Jahr bei den Senioren wieder für große Begeisterung. ■ Christine Tschurtschenthaler 65


AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Evakuierungsübung im Seniorenwohnheim Innichen In regelmäßigen Abständen finden im Seniorenwohnheim Innichen Brandschutz- und Evakuierungsübungen statt. Dabei werden alle MitarbeiterInnen für den Ernstfall geschult. Alle paar Jahre werden diese Übungen mit den lokalen Rettungskräften durchgeführt. Es sind dies Gelegenheiten für die Feuerwehrmänner und Sanitäter, das Gebäude kennenzulernen und so im Ernstfall ortskundig zu sein. Am vergangenen 11. Juni war es wieder soweit. Um 10 Uhr wurde der Alarm ausgelöst und schon wenige Minuten später erreichte der Kommandowagen der Freiwilligen Feuerwehr Innichen das Gelände des Sozialzentrums. Ihm folgten die ersten Einsatzfahrzeuge der Innichner Feuerwehr, die sich gemäß den Einsatzplänen auf dem Gelände verteilten. Nur wenige Zeit später waren auch die Fahrzeuge des Weißen Kreuzes und der Schnelleinsatzgruppe vor Ort. Nach und nach trafen die Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehren aus Vierschach, Winnebach, Sexten und Toblach ein. Die Sanitäter der Sektion Innichen des Weißen Kreuzes wurden von zwei Notärztinnen und Mitarbeitern des Roten Kreuzes aus Sillian unterstützt. Bei der Vorbereitung dieser Übung einigten sich die Rettungskräfte in Absprache mit den Vertretern des Seniorenwohnheimes und des Sozialsprengels Hochpustertal darauf, ein sogenanntes „MANV-Szenario“ durchzuspielen. Der Massenanfall von Verletzten (MANV) bezeichnet eine Situation, bei der eine große Zahl von Betroffenen versorgt werden muss. Die folgenden „Aufgaben“ waren zu bewältigen: • Evakuierung der elf Heimbewohner im Brandabschnitt West des 3. Wohnbereiches (2. Stock im Seniorenwohnheim) • Befreiung von drei eingeschlossenen Mitarbeitern aus der verrauchten Wäscherei

Bergung einer schwerverletzen Person

66

Transport einer Verletzten zum Erstversorgungspunkt

• Rettung von drei Bewohnerinnen aus den Wohnungen im Sozialzentrum Hochpustertal (2. Stock) • Transport aller Personen nach der Erstversorgung zum Notfallzentrum und Organisation der Verpflegung der evakuierten Personen im Josef-Resch-Haus • Bergung einer schwerverletzten Person, die auf ein Vordach gestürzt ist Versehen mit klaren Aufgaben betraten die Feuerwehrmänner – ausgestattet mit schwerem Atemschutz – die betroffenen Gebäudeteile und begannen mit der Evakuierung der insgesamt 17 Personen, allesamt MitarbeiterInnen des Seniorenwohnheimes und Sozialsprengels. Unter Zuhilfenahme der Drehleiter geschah dies auch im Wohnbereich 3, dessen Westseite zur Gänze evakuiert werden musste. Gleichzeitig startete auch die Brandbekämpfung von außen und innen. Feuerwehrmänner brachten alle geretteten Personen zur Sammelstelle für die Registrierung und anschließend zum Erstversorgungspunkt, wo eine Notärztin den Weitertransport in das Notfallzentrum koordinierte. In der Zwischenzeit hatten die Retter des Weißen Kreuzes, in Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften des Zivilschutzes, das JosefResch-Haus als Notfallzentrum adaptiert. Dorthin wurden nach und

Erstversorgung durch die Notärztin


AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Einige an der Übung beteiligte Einsatzfahrzeuge

nach die evakuierten Personen gebracht. Je nach Grad der Verletzung entschieden die Notärzte über den Weitertransport per Krankenwagen oder Hubschrauber in das zutreffende Krankenhaus. Die leichtverletzten Personen konnten nach der Erstversorgung und einer entsprechenden Verpflegung entlassen werden. Als einigermaßen aufwendig erwies sich die Bergung einer Person, die auf der Flucht vor den Flammen auf ein Vordach gestürzt ist und dort mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung lag. Mit entsprechender Sorgfalt, konnte auch dieser Übungsteil gelöst werden. Nach der Kontrolle aller Rauchherde konnten die Feuerwehrmänner dem Einsatzleiter „Brand aus“ geben. Dieser musste allerdings noch einmal mehrere Suchtrupps ins Gebäude schicken, da laut den Aufzeichnungen eine Person als vermisst galt. Glücklicherweise wurde diese abgängige Frau dann im Josef-Resch-Haus ausfindig gemacht. Es war bereits nach Mittag, als sich die mehr als 120 an der Übung beteiligten Personen vor dem Josef-Resch-Haus zu einer kurzen Nachbesprechung trafen. Der Präsident des Seniorenwohnheimes Josef Lanz, Bürgermeisterin Rosmarie Burgmann, Abschnittsinspektor Christoph Pfeifhofer, Feuerwehrkommandant Hannes Furtschegger und die Ver-

Auch Hindernisse mussten überwunden werden

„Geschminkte Verletzte“ durch Mitarbeiter des Weißen Kreuzes

treter des Weißen Kreuzes Meinhard Kühebacher und Christian Frontull bedankten sich bei allen Beteiligten für deren Einsatz. Ein besonderer Dank ging an die Mitglieder des Roten Kreuzes aus Sillian, die erstmals bei einer Übung in Innichen aktiv eingebunden war. Abgeschlossen wurde der Einsatz mit einem gemeinsamen Mittagessen, das vom ­Zivilschutzteam aus Bruneck zubereitet worden ist. Am 21. Juni trafen sich die Vertreter aller involvierten Institutionen und Rettungsdienste zu einer gemeinsamen Evaluierung der Übung. Bis auf einige kleinere Verbesserungsvorschläge konnten alle Teilnehmer feststellen, dass die Rettungskette funktioniert hat und auch die baulichen Voraussetzungen im Seniorenwohnheim und im Sozialsprengel Hochpustertal gegeben sind, im Ernstfall entsprechend helfen und retten zu können. Die Bürgermeisterin Rosmarie Burgmann schloss die Sitzung mit den Worten: „Es war eine sehr wertvolle Erfahrung. Mein Gefühl ist, dass die Gemeinde sich auf ihre Einsatzkräfte verlassen kann“. ■ Herbert Watschinger

Nachbesprechung nach der abgeschlossenen Übung

67


AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Drei Zinnen Dolomiten Strategische Neupositionierung der Tourismusdestination Hochpustertal

Mit einem neuen Namen ziehen der Tourismusverband Hochpustertal und die Bergbahnen Sextner Dolomiten seit neuestem gemeinsam an einem Strang. „Drei Zinnen Dolomiten / Tre Cime Dolomiti“ lautet die Marke, mit der sie ihre Zusammenführung unterstreichen und eine künftig einheitliche Kommunikation anstreben. Der Zeitpunkt für eine strategische Neupositionierung scheint günstig gewählt, zumal die Reorganisation der Tourismusorganisationen in Südtirol bevorsteht. Aus zehn landesweiten Tourismusverbänden sollen ab 2018 drei sogenannte DME’s (DestinationsmanagementEinheiten) entstehen, nämlich die DME Ost mit Sitz in Bruneck und St. Cristina, die DME West mit Sitz in Glurns und Meran und die DME Süd mit Sitz in Bozen und Brixen. Somit sehen die Hochpustertaler Touristiker in der neuen Strategie eine große Chance, sich jetzt schon ganz im Sinne der unausweichlichen Veränderungen zu organisieren. Neben der internen Zusammenführung der touristischen Akteure, soll sich eine einheitliche Produktpräsentation mit gleichem Namen in den Zielmärkten als fruchtbringend erweisen. Zusammen mit Vertretern verschiedener Hochpustertaler Tourismusstrukturen wurde in einem fast einjährigen Prozess an der Markenstrategie, an der Namensfindung und an dem neuen visuellen Auftritt gefeilt. In mehreren Workshops und Interviews hatte die Agentur BrandTrust zunächst eine strategische Positionierung für die Bergbahnen Sextner Dolomiten entwickelt, mit dem Ergebnis, dass eben nicht nur die Bergbahnen, sondern die gesamte Region in den Prozess mit einbezogen werden sollte. Die grundsätzlichen Fragen drehten sich im Anschluss um den Markenkern und die Qualitätssiegel der Dolomitenregion Drei Zinnen für die Belegung einer „Nummer 1“ Position. Dabei wurden als Markenkernwerte für die Region treffende Adjektive definiert. 68

Neben alpinistisch, wohlfühlig und familienorientiert versteht sich die Dolomitenregion Drei Zinnen angesichts ihres exzellenten Angebotes um ein einzigartiges Naturerlebnis als überlegen und zugleich mächtig aufgrund ihrer atemberaubenden Bergwelt inmitten der bedeutendsten Dolomitengipfeln des UNESCO Welterbes. Drei Markenprinzipien steckten dann den Rahmen für die nachfolgende Entwicklung des neuen Produktes ab. Das Alpin-Prinzip verdeutlicht dabei die prägende und unverfälschte Rolle der alpinen Welt in der Dolomitenregion, einer Bergwelt, die laut Herausforderungs-Prinzip anspruchsvoller und beeindruckender als in anderen alpinen Regionen ist. Das Alles-aus-einer-Hand-Prinzip unterstreicht die Überschaubarkeit, die Erlebnisdichte, das exzellente Mobilitätsangebot, die Vernetzung von Hütten und Wegen und ein sehr gutes ganzjährig nutzbares Angebot an Aufstiegsanlagen und Sportinfrastrukturen. Die Erkenntnis ließ sich nach diesen Schritten dann wie folgt zusammenfassen: Die Dolomitenregion Drei Zinnen ist die kompakteste alpine Welt für den erfahrenen Kenner. Sowohl der neue Markenname, als auch das künftige Logo, sollten sprachüberschreitend internationale Verständlichkeit auf der Grundlage der Drei Zinnen als Wahrzeichen der Dolomiten markant und unverkennbar widerspiegeln. Das bewusste Setzen der „3“ als Zahl im Markenlogo, der klare Fokus auf den Markennamen durch den roten Schriftzug und der rahmenlose Aufbau des Markenlogos strahlen Stärke, Selbstbewusstsein und Zeitlosigkeit zugleich aus. Zudem ist maximale Variabilität in der grafischen Anwendung gegeben, da die starre Form in besonderen Fällen auch aufgelöst werden darf, eine Eigenschaft, welche vor allem beim Einsatz in den digitalen Medien große Möglichkeiten in der Gestaltung eröffnet und die hohe Wiedererkennbarkeit fördert. Drei Zinnen Dolomiten steht also ab nun für die Tourismusdestination Hochpustertal, und dementsprechend werden auch für die aktuellen Winterkampagnen bereits der neue Namen und das neue Logo verwendet. Offiziell vorgestellt wird die neue Markenstrategie im Oktober im Rahmen einer feierlichen Präsentation im Grand ­Hotel in Toblach. ■


Großer Erfolg der Daksy’s Kreativwerkstatt In den Sommermonaten Juli und August wurde im Naturparkhaus jeden Mittwochnachmittag die Dasky’s Kreativwerkstatt für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren angeboten. Durch das große Interesse naturinteressierter Kinder aus dem gesamten Hochpustertal hat das Kinderprogramm heuer sehr großen Erfolg erlangt. Einer der kreativen Höhepunkte war die Herstellung einer „Riesenkreuzotter“ aus Holz, am Mittwoch 18. August. Die Riesenschlange ist bis circa Mitte November auf dem Platz vor der Hans-Glauber Bibliothek in Toblach zu besichtigen. Das Thema der diesjährigen Sonderausstellung „Die Schlangen Südtirols“ war der Anlass, dieses besondere Kunstwerk herzustellen. Die Schlangenausstellung

Herstellung der Riesenkreuzotter | Realizzazione di un marasso gigante

kann noch bis 29. Oktober kostenlos im Naturparkhaus Drei Zinnen in Toblach besichtigt werden. Ein besonderer Dank gilt den Forstarbeitern des Forstbezirks Welsberg für die Herstellung der Holzschlange!

Herbstprogramm im Naturparkhaus: • Donnerstag, 20. Oktober: Abendvortrag „Propolis – Hausapotheke aus dem Bienenvolk“ mit Dr. Florian Brunner, Apotheker in Niederdorf, um 19:30 Uhr im Naturparkhaus; • Samstag, 29. Oktober: Daksy’s Kreativwerkstatt von 10-12:30 Uhr - Futterringe für Vögel herstellen, Anmeldung erforderlich! Naturparkhaus: Tel. 0474 973 017 (Dienstag-Samstag 9:30-12:30 und 14:30-18 Uhr) ■

AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Die fertige Riesenkreuzotter Il marasso gigante

Grande successo al laboratorio creativo di Daksy! Presso il Centro visite Tre Cime, ogni mercoledì nei mesi luglio e agosto, si è tenuto il laboratorio creativo di Daksy dedicato a ragazzi tra i 7 e i 12 anni. Quest’anno si è registrato un grandissimo successo grazie all’importante partecipazione di ragazzi provenienti da tutta l’Alta Pusteria. La creatività ha raggiunto il culmine mercoledì 18 agosto nella realizzazione di un marasso gigante. L’opera sarà esposta, fino a quest’autunno nel piazzale davanti alla biblioteca Hans Glauber di Dobbiaco. Quest’attività è stata dedicata alla mostra temporanea “I serpenti dell’Alto Adige” visitabile gratuitamente fino al 29 ottobre presso il Centro visite Tre Cime a Dobbiaco. Un ringraziamento par-

ticolare agli operai forestali e al Distretto Forestale di Monguelfo per aver fornito il serpente di legno!

Programma autunnale nel Centro Visite: • Giovedì 20 ottobre: Conferenza serale in lingua tedesca „Propolis – Hausapotheke aus dem Bienenvolk“ tenuta dal Dott. Florian Brunner, farmacista di Villabassa, alle ore 19.30 presso il Centro Visite; • Sabato 29 ottobre: laboratorio creativo di Daksy dalle ore 10 alle 12.30 - creazione di anelli-mangiatoie per uccelli, prenotazione obbligatoria Centro Visite: tel 0474 973017 (martedì-sabato, ore 9.30-12.30 e 14.30-18) ■ Ruth Mutschlechner und Cristina Olivotto 69


DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

35 Jahre Naturpark Drei Zinnen Nachhaltiger Schutz für eine großartige Landschaft Drei Zinnen, Dreischusterspitze, Haunold, Sextner Rotwand – klingende Namen, die eng mit dem Naturpark Drei Zinnen verknüpft sind. Im Jahr 1981 hat die Südtiroler Landesregierung diesen Naturpark als sechsten der insgesamt sieben Großschutzgebiete des Landes genehmigt. Der Dolomitenpark besticht durch seine großartigen Felslandschaften, markanten Schuttströme und weiten, grünen Matten. Das Amt für Naturparke hat über die Jahre hinweg, zusammen mit verschiedenen Partnern und Akteuren, wesentliche Akzente zum Schutz dieser einmaligen Bergwelt gesetzt.

Was man über den Naturpark Drei Zinnen wissen sollte… Das Schutzgebiet umfasst rund 11.600 ha und wird im Osten vom Sextental, im Westen vom Höhlensteintal, im Norden vom Pustertal und im Süden von der Provinzgrenze zu Belluno begrenzt. An ihm haben die drei Oberpustertaler Gemeinden Toblach, Sexten und Innichen Anteil. Geologisch gesehen umfasst der Naturpark die Gruppe der Sextner Dolomiten mit ihren zahlreichen, weitum bekannten Berggipfeln. Herzstück des Naturparks ist das Zinnenplateau am Fuße der grandiosen Nordwände der Drei Zinnen. Charakteristische Schutthalden und alpine Rasenlandschaften mit ihren bunten Dolomitenblumen prägen hier die Landschaft. Im Tal beeindrucken die sanft anmutenden Lärchenwiesen im Innerfeldund Fischleintal. Das große Highlight des Parks sind aber ganz klar die Drei Zinnen. Sie ziehen Jahr für Jahr unzählige Besucher aus der ganzen Welt in ihren Bann. Mit den Sextner Dolomiten sind bekannte Namen berühmter Bergsteiger verbunden. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wagten sich die ersten Alpinisten aus Österreich, Italien und Eng-

land unter fachkundiger Begleitung von Sextner Bergführern auf bisher unbestiegene Gipfel empor. Heute stellen Hochleistungskletterer aus aller Welt an den senkrechten Wänden dieser Gebirgsgruppe ihr Können unter Beweis. Ende Mai 1915 begann der Krieg in den Dolomiten und unterbrach die junge Epoche des touristischen Aufbruchs jäh. Auch in den Bergen der Sextner Dolomiten wurden lange Schützengräben und tiefe Kavernen in das steinige Gelände gegraben. Seilbahnen beförderten Proviant und Kriegsgerät zu den abgelegensten Stellungen. Die Spuren der Dolomitenfront sind bis heute im Gebiet sichtbar. So auch am ehemaligen Kriegsschauplatz auf der Anderter Alm in Sexten, wo dieses traurige Kapitel der Geschichte heute als Freilichtmuseum erlebbar ist. Auch das weitläufige, rund 175 km umfassende Wandernetz im Naturpark geht zum Teil auf den Ersten Weltkrieg zurück. Heute ermöglicht es den Besuchern unvergessliche Wander- und Bergerlebnisse. Die Naturparkverwaltung bemüht sich alljährlich um die bestmögliche Instandhaltung dieser Wege und Steige und deren Beschilderung und führt auch die nötigen Säuberungsarbeiten im Gebiet durch. Laut einer Besuchererhebung aus dem Jahr 2008 besuchen rund 500.000 Personen jährlich das Schutzgebiet, der Großteil davon über das Fischleintal. Seit Anfang der 1990iger Jahre hat sich die Besucherzahl verdoppelt. Diese Entwicklung unterstreicht einmal mehr die hohe Attraktivität dieses Gebietes, aber auch das wachsende Bedürfnis des Menschen nach freier, intakter Natur. Große Besucherströme führen in bestimmten, landschaftlich ­attraktiven, Gebieten mitunter zu Verkehrsproblemen. Auch im Innerfeldtal in der Gemeinde Innichen war das jahrelang der Fall. Seit 2009 kommt hier aber eine durchaus gelungene Verkehrsberuhigungsmaßnahme zum Tragen. Im Sommer wird die Straße für den Individualverkehr gesperrt und als Alternative wird ein Buspendeldienst angeboten. Der Shuttlebus ist eng auf den regionalen Personenbeförderungsdienst abgestimmt. Wanderer und Bergsteiger können so größere Überschreitungen in Angriff nehmen, ohne auf das eigene Auto zurückgreifen zu müssen.

Internationale Gütesiegel und Verpflichtungen

Foto: Amt für Naturparke

Der Naturpark Drei Zinnen ist ein Natura 2000 Gebiet. Dieses europäische Schutzgebietsnetzwerk verpflichtet alle Mitgliedsstaaten ökologisch wertvolle Lebensräume mit ihren charakteristischen Tier- und Pflanzenarten dauerhaft zu schützen und falls nötig zu verbessern. Dazu zählen beispielsweise die artenreichen Bergwiesen auf dem Gsell in Sexten oder die Moore im Bereich der Bödenseen im Altensteintal.

Team des Naturparks Drei Zinnen (von links): Maria Margareth Pallhuber, Sepp Hackhofer und Ruth Mutschlechner

70

Seit 2009 zählt der Naturpark, so wie die übrigen Südtiroler Dolomitenparks, zum Weltnaturerbe der UNESCO. Weite Teile der Dolomiten erhielten dieses hohe Gütesiegel aufgrund ihrer außerordentlichen landschaftlichen Schönheit und ihrer einzigartigen


AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

der Sommermonate anbietet. Zu guter Letzt sei auch auf die Naturparkranger verwiesen. Junge motivierte Leute sind im Sommer im Schutzgebiet unterwegs mit dem Ziel, die Besucher über den Naturpark zu informieren und auch auf die geltenden Regeln hinzuweisen.

Ausblick

Foto: Sepp Hackhofer

Der Naturpark Drei Zinnen ist mittlerweile eine etablierte Einrichtung im Hochpustertal. Die Parkinfrastrukturen sind in bestem Zustand und das reichhaltige Informationsangebot wird gut und gern in Anspruch genommen. Zur laufenden Naturparkarbeit gesellen sich aber neue Herausforderungen, die es gemeinsam mit den Partnern vor Ort zu meistern gilt. Gelber Alpenmohn - Lichtblick im Meer aus Stein

erdgeschichtlichen Entwicklung. So wie der Nationalpark Yellowstone in den USA oder das Great Barrier Reef in Australien zählen also auch die Dolomiten zu den insgesamt 197 Naturerbestätten auf der ganzen Welt. Eine wahrhaft hohe Auszeichnung!

Information und Sensibilisierung Sie zählen zu den Schwerpunktaufgaben des Naturparks. Im Naturparkhaus Drei Zinnen in Toblach wird die „große Welt“ des Naturparks auf anschauliche Art und Weise erlebbar und begreifbar. Das Haus erfreut sich großer Beliebtheit und zählt jährlich bis zu 30.000 Besucher. Es wurde über die Jahre herauf immer wieder umgebaut und angepasst. Zuletzt 2014, als in einem eigenen neuen Zubau eine moderne Dauerausstellung zum Dolomiten UNESCO Welterbe eingerichtet wurde. Gut besucht ist auch der an das Naturparkhaus im Süden anschließende Walderlebnisweg mit den drei interaktiven Stationen: WaldWunderWelt, Toblacher Baumdorf und Keltischer Baumkreis.

Ein wichtiges Anliegen ist auch die Aufwertung der Hauptzugänge zum Naturpark. In Landro im Höhlensteintal ist ein erster Schritt gemacht worden. In diesem Zusammenhang ist auch auf die Sauberhaltung im Bereich der Hauptzugänge verstärkt zu achten. In Vergangenheit hat das Amt für Naturparke an strategisch wichtigen Punkten bereits einfache Hygieneeinrichtungen errichtet, so etwa im Bereich der Lärchenwiesen im Fischleintal (Sexten) oder in Landro (Toblach). In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden sollte dieses Angebot nach Möglichkeit weiter ausgebaut werden. Unsere Naturparks – auch der Naturpark Drei Zinnen – sind prädestiniert dafür, sich zu Vorbildgebieten weiter zu entwickeln. Hier können Lösungskonzepte für globale Umweltprobleme, wie Klimawandel, Müll- und Energieproblematik im Kleinen studiert und umgesetzt werden. Das gilt für die Verkehrsproblematik genauso wie für die nachhaltige Bewirtschaftung von Schutzhütten oder anderen Betrieben im Naturpark. ■

Foto: Sepp Hackhofer

Maria Margareth Pallhuber, Amt für Naturparke

Foto: Sepp Hackhofer

Zu den traditionellen Bildungsangeboten zählen schließlich auch die naturkundlichen Erlebniswanderungen, die das Naturparkamt in Zusammenarbeit mit den lokalen Tourismusvereinen während

Dazu zählt unter anderem das Thema Verkehr. Vor allem während der Sommermonate haben einige landschaftliche Hot Spots, wie beispielsweise das Fischleintal, arg damit zu kämpfen. Mit gemeinsamen Kräften gelingt es vielleicht auch hier, nach dem Muster vom Innerfeldtal, eine bestimmte Beruhigung während der verkehrsreichen Zeit herbeizuführen.

Dreischusterspitze und Drei Zinnen im ersten Licht des Morgens

Prominent untergebracht - das Naturparkhaus Drei Zinnen

71


AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Auszüge aus der Schulchronik von Innichen Teil 7 (Seiten 75 bis 79) – bearbeitet von Franz Brugger Schuljahr 1921 / 22 Am 2. April (Sonntag) früh fanden die ersten Kirchengänger vom Innichberge die Leiche einer Frauensperson. Die betreffende Person war etwa anfangs 30 Jahre. Sie lag am Wege ober der Bahn, nach der kleinen Brücke etwa 500 Schritte vom Bahnwächterhäuschen entfernt. Sie war mit einem dicken Stock erschlagen worden, der abgebrochen neben der Toten lag. Im Munde hatte sie einen dicken Knebel. Im Verlaufe des Tages erschien eine Gerichtskommission; anderntags wurde ein Mann der Tat verdächtig eingezogen. Er soll der Mann der Ermordeten sein und selbst diese schreckliche Tat begannen haben. In wie weit dies auf Wahrheit beruht, wird die kommende Gerichtsverhandlung zeigen, vorderhand leugnet der Betreffende alles ab; auch eine Frauensperson wurde eingezogen. Dieselbe soll auch an in dieser Sache verwickelt sein. Hoffentlich gelingt es, den Täter ausfindig zu machen und der verdienten Strafe zuzuführen. Die Ermordete wurde, nachdem selbe seziert war, im hiesigen Friedhof beerdigt.

seher; ebenso langjähriger Stiftsverwalter. Möge der Herr diesen kernigen und wahrhaft frommen Alttiroler alles reichlich lohnen, was er in seiner langen Lebensdauer Gutes gewirkt. Herr Josef Zacher stand im 78. Lebensjahr. R.I.P. Am 27. August 1922 (Sonntag) nach dem Gottesdienste wurden die 3 neuen Glocken im feierlichen Zuge vom Bahnhof abgeholt und in die Pfarrkirche gebracht. Hiebei beteiligten sich die Schulkinder, die Musik, die Nationaltracht, Feuerwehr, Gemeindevertretung und Geistlichkeit. Die 3 Wagen mit den Glocken waren sehr schön geziert. Dem Festzug eröffneten 2 Mann zu Pferd in Nationaltracht. Nachtrag: Am 27. April 1922 feierte in aller Stille der hiesige Schulleiter Alois Wieser sein 25-jähriges Jubiläum (silberne Hochzeit). Vonseiten der Gemeinde ließ sich niemand herbei auch nur eine Gratulation anzubringen, wenngleich der Schulleiter bereits 28 Jahre in dieser Gemeinde tätig war; auch ein Zeichen der Schulfreundlichkeit! Schuljahr 1922 / 23

Am verflossenen Herz-Jesu Fest in der Nacht geriet der hiesige Kaminfeger mit dem Johann Bödenler in Streit, woselbst im Verlaufe des Streites der erstere dem Bödenler einen Stich in die Lunge versetzte, so daß man längere Zeit fürchten musste um sein Leben; doch scheint es, daß oben genannter mit dem Leben davonkommt. Gegenwärtig befindet sich der Mann im Spital zur Pflege. Am 6. August wurde Herr Josef Zacher zur ewigen Ruhe bestattet. Mit ihm ist der bestverdiente Bürger des Ortes zur großen Armee eingerückt. Der Verstorbene war Ehrenbürger und langjähriger Schulauf-

Am 2. Oktober (1. war Sonntag) begann wieder der Unterricht in den unteren 3 Klassen. Die Kinder wohnten der heiligen Messe bei; ein heilig Geist-Amt wie es überall anderswo üblich ist fand nicht statt. Am 5. November nach dem Nachmittagsgottesdienst fand die feierliche Glockenweihe statt. Die Glocken waren hiezu vor der Pfarrkirche aufgehängt und mit Taxengewinden geziert. Die Weihe nahm der Hochw. Herr Propst vor; es waren hiezu 10 Priester erschienen. Die Festrede hielt Hochw. Herr Pfarrer von Winnebach. Während der Weihe spielte die Musikkapelle Teile aus der Haydn Messe. Es waren ziemlich viele Menschen anwesend; jedoch anderweitige Vertretungen waren keine, da keine Einladungen hiezu ergangen sind. Da zu den 3 Glocken, die im August feierlich eingeführt wurden, noch 4 andere einlangten, nämlich für die Pfarrkirche 3 u. für Spital 1, so waren 7 Glocken zu weihen; (Die Glocken wurden zu Kriegszecken 1916 abgenommen) die Feier dauerte daher bis nach ¼ nach 4 Uhr Nachmittag. Gegenwärtig wird fleißig am Glockenstuhl gearbeitet, um recht bald die neuen Glocken ertönen zu lassen. Am 19. November wurden die 3 Glocken auf dem Stiftsturm aufgezogen; die ganze Arbeit ging ruhig und so leicht von statten, daß viele Einwohner des Marktes nicht einmal davon etwas erfuhren. Am Hochheil. Christfest läuteten alle Glocken zum ersten Mal dieses Friedensfest ein.

Glockenweihe in Innichen am 5. November 1922

72

Am 23. Dezember wurde die Schule über Anordnung des Arztes auf 10 Tage geschlossen wegen Auftreten des Scharlachs unter den Kindern.


(Am 15. März 1923 verschied der Schulleiter Alois Wieser. Lehrer Anton Maran führte die Schulchronik weiter.)

gangen erst 57 Jahre alt und ruht aus von den Arbeiten des Lebens. R.I.P.

Am 15. März verschied unerwartet schnell Herr Schulleiter Wieser, ein Mann, der sich um das geistige Wohl der Gemeinde sehr verdient machte. Er war der erste weltliche Lehrer im Orte und hatte als solcher manche schwere Stunde durchzuhalten. Er war ein guter Lehrer von tiefreligiöser Überzeugung (gab Gebetbücher heraus), dessen Streben das Wohl seiner Familie war. Die zerrüttelten Zeitverhältnisse und seine finanziellen Verluste bei der Kriegsanleihe und Vereinsbank wirkten schon längere Zeit ungünstig auf seine körperliche Gesundheit. Am Montag hielt er noch mit Gesichtsrose Unterricht. Am Dienstag war er bereits von Rippenfell- und Lungenentzündung ergriffen und am Donnerstag ¾ 1 Uhr starb er.

Die Leitung führt vorläufig Toni Maran. Ab 10. Mai führt Herr Handle auch die Schulleitung.

Sein Begräbnis gestaltete sich zu einer großartigen Trauerkundgebung, wie sie Innichen wohl nicht so bald gesehen hat. Das 29. Jahr hat er die Jugend der Gemeinde unterrichtet, bis zu seinem Tode leitete er die Bürgerkapelle, viele Jahre war er Chormeister des Sängerbundes, er war Gründer des Theatervereins. Nun ist er dahinge-

Am 10. Mai fand auf Anordnung die Weihe der Schultricolore statt. Den Weiheakt vollzog Msgr. Sopplá Stiftspropst. Bei der Fahnenweihe waren anwesend die Bürgermeister von Innichen und Innichberg mit einer Gemeindevertretung, das Kommando des Battaillions Innichen, das Karabinieri- und Finanzkommando und die Schulkinder vollzählig. Nach einer italienisch-deutsch gesprochenen Begrüßung durch Schulleiter Handle sprach Lehrer Maran über die Bedeutung der Fahne als Sinnbild des Reiches. Die Schulkinder leisteten hierauf den Fahnengruß, worauf der Weiheakt vorgenommen wurde. Fahnenträger war der Schüler Guido Marinelli , als Fahnenpatin wirkte die Frau des Herrn Majors. (Ab hier italienischer Schul-Rundstempel: „scuola scolastica San Candido - Schulleitung“)

AUS DEM DORFLEBEN | VITA PAESANA

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Gesegnetes Alter Gebürtige Vierschacher Ordensschwester feiert ihren 100. Geburtstag Den 100. Geburtstag feiern zu dürfen kommt nicht alle Tage vor. Deshalb war im August die Freude im Altersheim in Leifers groß, als dort Schwester ­Marianna Kraler dieses seltene Ereignis im Kreise ihrer Mitschwestern und Verwandten begehen konnte. Wie freute sie sich über die zahlreichen Glückwünsche aus Nah und Fern! Groß war die Freude auch über den Blumenstrauß, den ihr die Gemeindeverwaltung Innichen zum Zeichen der ­Anerkennung und des Dankes überbringen ließ. Schwester Marianna kam am 20. August 1916 in Vierschach beim „Natzer“ auf die Welt. Im Alter von drei Jahren verlor sie ihre Mutter. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete sie für einige Jahre als Haus- und Kindermädchen. Mit 23 Jahren, am 20. April 1939, trat sie mit dem Einverständnis des Vaters in die Schwesterngemeinschaft der Franziskanerinnen von der Barmherzigkeit ein, die ihr Mutterhaus in Luxemburg hat. Dort verbrachte sie auch die Kriegsjahre, machte eine Ausbildung in der Kranken- und Altenpflege und arbeitete für mehrere Jahre im Seniorenwohnheim Altenahr in Deutschland, einem Haus des Ordens. Im Jahr 1966 kam der Ruf nach Leifers. Das dortige Altersheim wurde für Schwester Marianna zum Arbeitsplatz. Sie liebte ihre Arbeit und half überall dort, wo Hilfe gebraucht wurde. Bis 2002 betreute, begleitete und pflegte sie die alten Menschen, stets ein aufmunterndes Wort und ein Lächeln auf den Lippen. Seit

mehr als einem halben Jahrhundert ist Leifers ihr Zuhause. Den Sommerurlaub verbrachte Schwester Marianna regelmäßig und mit Freude bei ihren Verwandten in Toblach. Vergelt’s Gott, Schwester Marianna, für Ihren Einsatz, Ihr Beispiel, die Lebensfreude, die Sie ausstrahlen, und das viele Gebet. ■ Theresia Kiebacher 73


AUS DEM RATHAUS | DAL MUNICIPIO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Liebe MitbürgerInnen,

Care/i concittadine/i,

die Situation ist uns vertraut: Je ungewöhnlicher die Ereignisse, desto mehr brodelt die Gerüchteküche, desto größer die Gefahr, was man vom Hörensagen weiß als Tatsache zu verbreiten.

accade spesso che avvenimenti al di fuori del normale sollevino una nuvola di chiacchiere, informazioni per sentito dire, notizie non vere che impediscono poi di ragionare e vedere con chiarezza gli eventi che abbiamo di fronte.

Die Aufnahme von Flüchtlingen erlebt die Bevölkerung vor Ort überall als Herausforderung, die in Lampedusa wie die in Stockholm, die MalserInnen genauso wie die InnicherInnen. Als Gemeindereferent für Öffentlichkeitsarbeit betrachte ich es als meine Aufgabe, sie in dieser Angelegenheit über die Tatsachen zu informieren und mich strikt an die Fakten zu halten, wie sie sich derzeit – Stichtag 20. September – präsentieren. Jedwede Mutmaßung darüber, was sich in Zukunft möglicherweise ereignen könnte, liegt mir fern. Fakt ist, dass die Gemeinde Innichen von den zuständigen Landesämtern dazu bestimmt wurde, Flüchtlinge aufzunehmen, weil es auf unserem Gemeindegebiet eine als geeignet befundene Einrichtung gibt, über die die Landesverwaltung verfügen kann. Somit konnte die Gemeindeverwaltung den Beschluss des Landes einzig und allein zur Kenntnis nehmen. Nach mehrmaligen Treffen mit Landesrätin Martha Stocker wurde die Höchstzahl der Schlafplätze, die in der ehemaligen Drusus-Kaserne zur Verfügung gestellt werden, auf 40 festgelegt. In Anwesenheit der zuständigen Landesrätin und von Landessachverständigen fand am vergangenen 19. September in der Drusus-Kaserne ein Lokalaugenschein statt. Dabei wurde festgelegt, dass die Instandsetzungsarbeiten Anfang Oktober in Angriff genommen und die ersten Asylbewerber etwa Mitte November aufgenommen werden können. Außerdem wurde vereinbart: • in den Schlafzimmern werden jeweils vier Personen untergebracht, sodass im Gebäude auch Aufenthaltsräume und Küchen Platz finden; • die Mahlzeiten werden vor Ort und von den Asylbewerbern selbst zubereitet; • die Verwaltung der Einrichtung und die Verantwortung für die Asylwerber übernimmt der Verein „Volontarius“, der darin erfahren und kompetent ist. Schließlich will ich noch erwähnen, dass für die Gemeinde Innichen keinerlei Kosten anfallen. Instandsetzungsarbeiten, Verwaltung sowie der Unterhalt für die Flüchtlinge gehen ausschließlich zu Lasten der Landesverwaltung. So knapp diese meine Ausführungen auch ausgefallen sind: Das sind die Fakten bis zum heutigen Tag. Wenn wir es schaffen, uns ein Urteil auf Grund von Tatsachen und nicht von Gerüchten zu bilden, und wenn jeder von uns ein konkretes Zeichen von Menschlichkeit setzt, bin ich überzeugt, dass wir diese außergewöhnliche Situation bewältigen werden. ■

74

Premesso che per tutti i cittadini delle località di accoglienza, da Stoccolma a Lampedusa, da Malles a San Candido il problema dell’accoglienza rappresenta una sfida molto difficile, ritengo che in qualitá di referente per le pubbliche relazioni della giunta comunale di San Candido, sia mio compito provare a fare un po’ di chiarezza sulla questione dell’accoglimento dei richiedenti asilo. Per fare questo mi atterró strettamente ai fatti che ad oggi (20 settembre) possiamo ritenere certi, senza fare nessun tipo di ipotesi sugli eventi futuri. Innanzitutto si deve sempre tenere in considerazione il fatto che il Comune di San Candido è stato scelto dai competenti organi provinciali, sulla base della presenza di un luogo adatto e a disposizione della provincia sul suo territorio, e quindi l’amministrazione comunale si è limitata a prendere nota di quanto deciso in Provincia. Dopo ripetuti incontri con l’assessora Stocker è stato definitivamente fissato a un massimo di 40 unità il numero dei posti letto disponibili presso la ex caserma Druso. In data 19 settembre è stato effettuato un sopralluogo alla presenza delle autorità e dei tecnici provinciali presso la struttura e in questa occasione si è stabilito che i lavori di ristrutturazione e adattamento delle unitá abitative avranno inizio ai primi di ottobre, e quindi ci si aspetta di poter accogliere i primi richiedenti asilo verso la metá di novembre. Inoltre sono state concordate le condizioni di utilizzo della struttura: per esempio è stato fissato a quattro il numero di ospiti per camera in modo da avere a disposizione anche delle stanze soggiorno e cucina, si è stabilito che i pasti saranno preparati in loco dagli stessi richiedenti asilo etc. Altro fatto certo è che l’organizzazione che gestirà la struttura e sarà responsabile dei richiedenti asilo è la associazione “Volontarius”, che già gestisce con successo altre strutture simili. Infine tengo a precisare che il Comune di San Candido non dovrà sostenere nessuna spesa aggiuntiva, poiché il costo di ristrutturazione e gestione della casa, nonché il mantenimento degli ospiti è completamente a carico della Provincia. Mi rendo conto che quanto scritto non è molto, ma allo stato attuale è quanto abbiamo di certo. Sono sicuro che se baseremo il nostro giudizio sui fatti e non ci faremo accecare dalla nuvola di supposizioni di cui dicevo all’inizio, saremo in grado di gestire questa emergenza nel migliore dei modi, dando un segno concreto, in prima persona, della nostra umanità. ■ Cristiano Mazzi


DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

AUS DEM RATHAUS | DAL MUNICIPIO

Flüchtlinge in Bruneck Ein Jahr Erfahrung In Bruneck leben seit einem Jahr 32 Flüchtlinge, ­alles Männer, die um Asyl angesucht haben. Sie sind im Josefsheim im Osten der Stadt untergebracht. Sie kommen aus Zentralafrika, stammen aus landwirtschaftlich geprägten Gebieten und zeigen sich naturverbunden. Gemäß eines von den Pustertaler Gemeinden vereinbarten Verteilungsschlüssels, muss die Gemeinde Bruneck weitere zehn Asylbewerber aufnehmen, die ebenfalls im Josefsheim Unterkunft finden werden. Mit wenigen Ausnahmen beherrschen sie die englische oder französische Sprache. Sie versorgen sich eigenständig, kochen und putzen gemeinsam. Für Verpflegung und andere Bedürfnisse erhalten sie 8 Euro pro Tag. Es sind dies Staatsgelder, die über das Land und die Caritas ausbezahlt werden. Untertags werden die Asylantragsteller von einem dreiköpfigen Betreuerteam der Caritas begleitet. Die staatlichen Richtlinien geben vor, dass Asylbewerber von 23 bis 6 Uhr morgens in der Unterbringung anwesend sein müssen. Ihre Präsenz wird von einem eigens dafür angestellten Nachtwächter kontrolliert. Die Angestellten der Caritas werden in Bruneck von einem Mitarbeiter der Bezirksgemeinschaft unterstützt. Zusätzlich engagieren sich abwechselnd fünfzehn freiwillige HelferInnen bei den Sprachkursen oder sonstigen Tätigkeiten. Die Asylantragsteller müssen verpflichtend Deutsch- und Italienischkurse besuchen, wöchentlich insgesamt zehn Stunden. Periodisch finden Treffen aller Asylbewerber mit dem Betreuerteam statt, bei denen Regeln und örtliche Gepflogenheiten erklärt werden, wie beispielsweise die richtige Trennung von Hausmüll oder Verhaltensweisen im öffentlichen Bereich.

Die jungen Männer sind lernwillig und hoffnungsvoll, obwohl sie traumatische Erlebnisse zu bewältigen haben. Wichtig ist klarzustellen, dass keiner der Asylantragsteller des Josefsheims in der Stadt bettelt. Auffällig ist die Religiosität dieser jungen Männer. Sie sind je zur Hälfte christlich-katholischen und islamischen Glaubens. Im Josefsheim zeigt sich ein respektvolles Miteinander. Beten gehört für sie alle zum Alltag. Jene mit katholischem Glauben legen Wert auf den Besuch der Sonntagsmesse. Nach der Ankunft am 1. Oktober 2015 mussten die Neuankömmlinge erst einmal die ihnen fremde Umgebung kennenlernen, um sich grundlegend zurechtzufinden. Inzwischen haben 18 der derzeitig untergebrachten 36 Asylantragsteller eine vorübergehende Arbeit in der Landwirtschaft, im Gastgewerbe und Industriebereich gefunden. Die staatliche Regelung ermöglicht den Asylantragstellern nach zwei Monaten Aufenthalt in Italien ein Arbeitsverhältnis einzugehen. Das Handy ist für die Flüchtlinge in Bruneck besonders wichtig. Es stellt ihre Verbindung mit Zuhause dar. Auf ihrer Flucht war es ihr wichtigstes Hilfsmittel, sich zu orientieren und zu überleben. Handyhersteller nützen diesen Bedarf in den Krisengebieten inzwischen gezielt, indem sie dort Billigversionen bekannter Smartphone-Modelle vermarkten. Seit Mai 2016 erhalten Personen oder Vereine bei Interesse jeden Donnerstag von 18 bis 19.30 Uhr im Josefsheim Informationen und können einen Einblick gewinnen. Dazu ist eine Anmeldung unter der Nr. 0474 055009 erforderlich. ■ Marcello Cont 75


AUS DEM RATHAUS | DAL MUNICIPIO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Arbeitskreis „Menschen auf der Flucht“

Gruppo di lavoro “Umanità in fuga”

Die Aufnahme und Beherbergung von Asylantragstellern stellt die Gemeinde Innichen vor neue Herausforderungen. Zur organisatorischen und inhaltlichen Bewältigung dieses außerordentlichen Ereignisses erscheint die Bildung eines Arbeitskreises notwendig. Dieser soll als Bindeglied zwischen der Innichner Bevölkerung und den Verantwortungsträgern der Beherberung der Asylantragsteller wirken und professionelle Kontroll- und Begleitmaßnahmen ­setzen.

L’accoglimento e la gestione di un gruppo di richiedenti asilo pone al comune di S. Candido nuove problematiche. Ci è parso che la formazione di un gruppo di lavoro fosse necessaria per la gestione della organizzazione e dei contenuti di questa nuova situazione. Questo gruppo dovrà fungere da tratto di unione fra la popolazione di San Candido e i responsabili della gestione dei richiedenti asilo ed inoltre individuare e mettere in opera le misure di controllo e di accompagnamento che si renderanno necessarie.

Der Arbeitskreis nimmt die Fragen und Unsicherheiten der Bevölkerung ernst und setzt sich für ein friedliches Miteinander der Gemeinschaft in Innichen ein.

Il gruppo di lavoro si prende carico seriamente delle domande e delle insicurezze espresse dai cittadini di San Candido e si impegna per la realizzazione di una pacifica convivenza in paese.

Mitglieder:

Componenti:

• Rosmarie Burgmann (Bürgermeisterin); • Simone Wasserer (Vizebürgermeisterin); • Roberta Webhofer (Sozialreferentin); • Vertreter Verein „Volontarius“; • Roswitha Zwigl (Vertreterin Jugenddienst); • Michaela Schäfer (Vertreterin Verein MIR); • Marcello Cont (Vertreter Bezirksgemeinschaft Pustertal); • Aldo Ronco (Vertreter der italienischen Sprachgruppe) • Nach Erfordernissen können hinzugezogen werden: Rechtsberater, VertreterInnen Schulen, Ordnungskräfte, Sanitätspersonal, VertreterInnen Pfarrgemeinde, Ordnungskräfte, VertreterInnen Nachbargemeinden.

• Rosmarie Burgmann (sindaca); • Simone Wasserer (vicesindaca); • Roberta Webhofer (referente per gli affari sociali del Comune); • Rappresentante dell’associazione “Volontarius”; • Roswitha Zwigl (rappresentante del Servizio Giovani); • Michaela Schäfer (rappresentante associazione MIR); • Marcello Cont (rappresentante della Comunità Comprensoriale Valle Pusteria); • Aldo Ronco (rappresentante del gruppo linguistico italiano) • A seconda delle esigenze potranno essere coinvolti: consulenti legali, rappresentanti della scuola, forze dell’ordine, personale sanitario, rappresentanti del consiglio parrocchiale rappresentanti dei comuni vicini.

Inhalte und Aufgaben: • Vorbereitung Aufnahme der Asylantragsteller; • Beobachtung und Überprüfung der Beherbergung; • Gestaltung des Volontariats; • Planung und Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit; • Anregung von Sensibilisierungsmaßnahmen; • Kontakt zu den Gemeinden des oberen Pustertales von Gsies bis Sexten; • Unterstützung der Trägerorganisation bei verschiedenen Maßnahmen. • Der Arbeitskreis trifft sich periodisch mindestens einmal im ­Monat. ■

76

Compiti e contenuti: • preparazione dell’accoglienza dei richiedenti asilo; • osservazione e controllo delle condizioni di sistemazione; • organizzazione del volontariato; • pianificazione e pubbliche relazioni; • ideazione di misure di sensibilizzazione; • presa di contatto con i comuni dell’Alta Pusteria da Casies fino a Sesto; • supporto delle diverse attività della organizzazione che gestirà i richiedenti asilo. • gruppo di lavoro avrà incontri regolari, almeno una volta al mese. ■


Einblicke – Menschen auf der Flucht Die künftige Beherbergung von 40 Asylantragstellern in der Gemeinde Innichen hat in den vergangenen Wochen kontroverse und emotionsgeladene Diskussionen in der Bevölkerung ausgelöst. Ein Stück Weltgeschehen scheint auch im Hochpustertal angekommen zu sein. Aus diesem Grund organisierte die Jugendgruppe Innichen, der Jugendbeirat Innichen, die Gemeinde Innichen und der Jugenddienst

Hochpustertal am 31. August im Jugendraum von Innichen einen Informationsabend für Jugendliche zum Thema: „Einblicke – Menschen auf der Flucht“. Gäste des Informationsabends waren die Verantwortlichen der Caritas, die Bezirksgemeinschaft Pustertal und der Verein „diVerkstatt“ welche in Bruneck seit einem Jahr 42 Asylantragsteller begleiten. Durch ihre einjährige Erfahrung konnten diese einige wertvolle Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Meinungen und Eindrücke wurden an diesem Abend ausgetauscht. Auch die Bürgermeisterin von Innichen informierte die Anwesenden über die bevorstehende Beherbergung der Asylantragssteller. Ziel dieses Abends war es, den Jugendlichen Platz zu geben, auch kritische Meinungen sollten ihren Platz bekommen. Zudem sollten Handlungsmöglichkeiten und soziales Engagement aufgezeigt ­werden.

AUS DEM RATHAUS | DAL MUNICIPIO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Mehrere Personen haben bereits ihre Mithilfe bei der Begleitung der Asylantragsteller angeboten. Für die Annahme und Koordination der Unterstützungsangebote, wie Sachspenden oder freiwillige Dienste, können sich die BürgerInnen aus Innichen und den Nachbargemeinden des oberen Pustertales von Gsies bis Sexten beim Sozialsprengel Hochpustertal (In der Au 6, Innichen, Tel. 0474 919999, sozialsprengel.hochpustertal@bzgpust.it) melden. ■ Jugenddienst Hochpustertal

Zahlreiche Jugendliche nahmen am Informationsabend teil

Informationen

Informazioni

Gewährung von Beiträgen an Vereine

Domande per contributi ad associazioni

Letzter Termin für das Einreichen der Ansuchen um Gewährung von Beiträgen, Zuschüssen und anderweitigen wirtschaftlichen Vergünstigungen an Vereine für das Jahr 2017 ist der 31. Oktober 2016

Termine per la consegna delle domande per la concessione di sussidi, contributi ed altri benefici economici ad associazioni per l’anno 2017 è il 31 ottobre 2016

Caritas

Caritas

Am Samstag, den 5. November sammelt die Caritas wieder gebrauchte Kleider für den guten Zweck.

Sabato 5 novembre con Caritas per una buona causa: la raccolta degli indumenti usati.

Einzahlung der Gemeindetarife

Pagamento delle tariffe comunali

Wie für Telefon, Strom, Fernwärme usw. gibt es auch für die Gemeindetarife (Mülltarif, Wassergebühr) die Möglichkeit der Einzahlung mittels Bankdauerauftrag (SEPA). Dieser Dienst kann im Gemeindesteueramt (Massimo Filippozzi) durch Vorlage des IBAN und des BIC/SWIFT aktiviert werden. ■

Come per il telefono, l’energia elettrica, il teleriscaldamento ecc., anche per le tariffe comunali (tariffa rifiuti, canone acqua) c‘è la possibilità del pagamento tramite ordine permanente bancario (SEPA). Per attivare tale servizio ci si può rivolgere all’ufficio comunale tributi (Massimo Filippozzi) muniti dei propri codici bancari IBAN e BIC/SWIFT. ■ 77


AUS DEM RATHAUS | DAL MUNICIPIO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Sitzung des Gemeinderates

Seduta del Consiglio Comunale

Am 25. Mai fand die zweite Gemeinderatssitzung des Jahres 2016 statt. Dabei wurden zehn Beschlüsse (Nr. 7 bis 16) gefasst. Die dritte Sitzung des Gemeinderates fand am 27. Juli statt, dabei wurden zwölf Beschlüsse (Nr. 17 bis 28) gefasst. Eine weitere Gemeinderatssitzung wurde am 30. August abgehalten. Auf der Tagesordnung stand die Genehmigung von fünf Beschlüssen (Nr. 29 bis 33). Im Folgenden werden jene Beschlüsse angeführt, die für die Bürger/innen von Interesse sein könnten.

Il 25 maggio il Consiglio Comunale si è riunito per approvare dieci deliberazioni (n. 7 fino 16). La terza seduta del Consiglio Comunale si è svolta il 27 luglio. Sono state approvate dodici deliberazioni (n. 17 fino 28). L’ordine del giorno della seduta del Consiglio Comunale del 30 agosto prevedeva cinque deliberazioni (n. 29 fino 33). Qui di seguito vengono indicate le deliberazioni che potrebbero essere di maggiore interesse per le/i cittadine/i.

No 7

15 17

21 24 25

30 32

33

Gegenstand Innichen 2019 - 1250-Jahre Feier des Bestehens von Innichen: Genehmigung der Projektvorschläge und Beauftragung des Bildungsausschusses mit der Trägerschaft der Jubiläumsaktivitäten Genehmigung der Abschlussrechnung der Gemeinde für das Finanzjahr 2015 Behandlung des von der SVP eingebrachten Beschlussantrages vom 27.06.2016 betreffend ’Beibehaltung der Parkplätze entlang der Friedhofsmauer am Pflegplatz’ Anwendung des Verwaltungsüberschusses des vorhergehenden Geschäftsjahres auf den Haushaltsvoranschlag 2016 - 2018 Gemeindesteuern: Genehmigung der Gemeindeverordnung über das Recht auf Auskunft Kleinkindertagesstätte Toblach: Übernahme von einem weiteren Betreuungsplatz und Änderung der entsprechenden Vereinbarung mit der Gemeinde Toblach Stellungnahme zum Planentwurf des Landesgesundheitsplans 2016 - 2020 Ernennung des Energieteams 2016 – 2020: Eduard Schmieder (Leiter), Daniel Bachmann, Arch. Tiziano Blanchetti, Arch. Melanie Lanzinger, Arch. Niklas Weser und Arnold Wisthaler Genehmigung der Geschäftsordnung des Jugendbeirates

Alle Beschlüsse des Gemeinderates können auf der Homepage der Gemeinde Innichen www.innichen.eu im Menüpunkt “Politik – Beschlüsse” eingesehen werden. Im Menüpunkt “Digitale Amtstafel” finden sich die folgenden aktuellen Rubriken: Beschlüsse, Liste der Baukonzessionen, Standesamt (Eheaufgebote) und andere Dokumente. ■

!

Unterstützung für Asylantragsteller Mehrere Personen haben bereits ihre Mithilfe bei der Begleitung der Asylantragsteller angeboten. Für die Annahme und Koordination der Unterstützungsangebote, wie Sachspenden oder freiwillige Dienste, können sich die BürgerInnen aus Innichen und den Nachbargemeinden des oberen Pustertales von Gsies bis Sexten beim Sozialsprengel Hochpustertal der Bezirksgemeinschaft melden (Innichen, In der Au 6, Tel. 0474 919999, sozialsprengel.hochpustertal@bzgpust.it). ■

78

Oggetto San Candido 2019 - 1250° anniversario della fondazione di San Candido: approvazione delle proposte di progetto ed incarico al comitato per l’educazione della titolarità delle attività di giubileo Approvazione del rendiconto della gestione del Comune relativo all’esercizio finanziario 2015 Trattazione della mozione del 27.06.2016, presentata dalla SVP, riguardante ’Mantenimento dei parcheggi lungo il muro del cimitero sulla Piazza del Magistrato’ Applicazione dell’avanzo di amministrazione relativo all’esercizio precedente sul bilancio di previsione 2016 - 2018 Tributi comunali: approvazione del regolamento comunale sul diritto di interpello Microstruttura per l’infanzia Dobbiaco: assunzione di un ulteriore posto di assistenza e modifica della relativa convenzione con il Comune di Dobbiaco Presa di posizione in merito alla bozza del piano sanitario provinciale 2016 - 2020 Nomina del gruppo di lavoro sul tema energia 2016 – 2020: Eduard Schmieder (capogruppo), Daniel Bachmann, Arch. Tiziano Blanchetti, Arch. Melanie Lanzinger, Arch. Niklas Weser und Arnold Wisthaler Approvazione del regolamento interno del Comitato per i giovani Tutte le deliberazioni del consiglio comunale si trovano sul sito del comune www.sancandido.eu nel menu “politica – delibere”. Nel menu “albo pretorio digitale” sono riportate le voci: delibere, lista concessioni edilizie, ufficio stato civile (pubblicazioni di matrimonio) e altri documenti. ■ Herbert Watschinger

!

Sostegno per i richiedenti asilo Molte persone si sono prontamente dichiarate disponibili per l’accompagnamento dei richiedenti asilo. Per il coordinamento e l’organizzazione delle misure di sostegno, come per esempio donazioni di materiale e disponibilità per volontariato, i cittadini di san candido e dei comuni vicini dell’Alta Pusteria da Sesto a Casies possono rivolgersi alla Comunità Comprensoriale Alta Pusteria (San Candido, Via Prato 6, Tel. 0474 919999, distretto.sociale.altapusteria@bzgpust.it). ■


Beschlüsse des Deliberazioni della Gemeindeausschusses Giunta comunale im Zeitraum 30. Mai – 26. September 2016 (Auswahl)

nel periodo 30 maggio – 26 settembre 2016 (sunto)

Im angegebenen Zeitraum ist der Gemeindeausschuss zu 18 Sitzungen zusammengetreten und hat dabei, neben vielen Beratungen und Besprechungen allgemeiner Natur, 162 (Nr. 135 bis 296) Beschlüsse gefasst. Im Folgenden werden jene Beschlüsse angeführt, die für die Bürger/innen von Interesse sein könnten.

Nel periodo indicato la Giunta Comunale si è riunita in 18 sedute, emanando in tali occasioni 162 deliberazioni (n. 135 fino 296), oltre a numerose consultazioni in merito a vari problemi di natura generale. Qui di seguito vengono indicate le deliberazioni che potrebbero essere di maggiore interesse per le/i cittadine/i.

No 136

142

143

145

146

147

148

151

169

194

195

206

208

Gegenstand Beauftragung des Herrn Dr. Ing. Winfried Theil mit der Beratung der Gemeindeverkehrskommission im Zeitraum 2015 - 2020 Namhaftmachung des Vertreters der Gemeinde Innichen in den Kindergartenbeirat von Innichen (2017 - 2019): Roberta Webhofer Namhaftmachung des Vertreters der Gemeinde Innichen in den Kindergartenbeirat von Winnebach (2017 - 2019): Roberta Webhofer Abschluss einer Vereinbarung mit dem Tourismusverein Innichen für die Nutzung von gemeindeeigenen Liegenschaften als Mountainbike-Route und Winterwanderweg Verlängerung des Vertrages mit dem Unternehmen Wisthaler Markus für die periodische Wartung der Elektroanlagen und, wo vorhanden, der Brandschutzanlagen, Brandmeldeanlagen und der Brandschutzabschlüsse in den öffentlichen Gebäuden Sommerkindergarten mit Sprachförderung für Kinder zwischen 3 bis 5 Jahren im Zeitraum 04. Juli bis 26. August 2016: Übertragung des Dienstes an den Verein -Die Kinderwelt OnlusSommerbetreuung mit Sprachförderung der Kinder zwischen 6 bis 10 Jahren im Zeitraum 04. Juli bis 26. August 2016: Übertragung des Dienstes an den Verein -Die Kinderwelt OnlusAnkauf des Breitbandnetzes - letzte Meile im Ortsgebiet von Innichen von der Fernheizkraftwerk ToblachInnichen Genossenschaft Festlegung der Monatsgebühr für den Besuch der örtlichen Landeskindergärten während des Schuljahres 2016/2017: für ein Kind 72,00 Euro, für zwei Kinder derselben Familie 107,00 Euro Schulausspeisungsdienst für die Schuljahre 2015/16 und 2016/17 - Einvernehmliche Kündigung des Vertrages Verlängerung des geschützten Gehbereichs entlang der Pustertaler Straße, vom Hotel Walter bis zum Klammschlösslweg: Beauftragung des Herrn Geom. Albert Oberarzbacher mit der Vermessung des betroffenen Geländes Aufnahme von Herrn Max Weitlaner im Rahmen eines Betriebspraktikums für Erwachsene vom 01.08.2016 bis zum 30.12.2016 Namhaftmachung des Vertreters der Gemeinde Innichen in den Beirat des italienischsprachigen Kindergartens von Innichen (2017 - 2019): Cristiano Mazzi

Oggetto Incarico al Signor Dott. Ing. Winfried Theil della consulenza della commissione viaria comunale nel periodo 2015 - 2020 Nomina del rappresentante del Comune di San Candido in seno al comitato di scuola materna di San Candido (2017 - 2019): Roberta Webhofer Nomina del rappresentante del Comune di San Candido in seno al comitato di scuola materna di Prato alla Drava (2017 - 2019): Roberta Webhofer Stipula di un accordo con l’Associazione turistica di San Candido al fine dell’utilizzazione di terreni comunali quale sentiero escursionistico invernale e percorso Mountainbike Proroga del contratto con l’impresa Wisthaler Markus relativo al servizio di manutenzione periodica degli impianti elettrici e, dove esistenti, degli impianti antincendio, impianti di segnalazione incendio e delle chiusure al fuoco negli edifici pubblici Scuola materna estiva con promozione linguistica per bambini tra i 3 e 5 anni nel periodo dal 04 luglio al 26 agosto 2016: affidamento del servizio all’associazione ’Die Kinderwelt onlus’ Assistenza estiva con promozione linguistca dei bambini tra i 6 e 10 anni nel periodo dal 04 luglio al 26 agosto 2016: affidamento del servizio all’associazione ’Die Kinderwelt onlus’ Acquisto della rete a banda larga - ultimo miglio nella località di San Candido dal Teleriscaldamento termo-elettrico Dobbiaco-San Candido società cooperativa Determinazione della retta mensile per la frequenza delle locali scuole materne provinciali per l’anno 2016/2017: per un bambino 72,00 Euro, per due bambini della stessa famiglia 107,00 Euro Servizio di refezione scolastica per gli anni scolastici 2015/16 e 2016/17 - Risoluzione consensuale del contratto Allungamento della strada pedonale protetta lungo la Via Pusteria, dall’Hotel Walter fino alla Via Valcastello: Incarico al Signor Geom. Albert Oberarzbacher del rilievo dell’area interssata Impiego del Signor Max Weitlaner nell’ambito di un stage aziendale per adulti dal 01.08.2016 al 30.12.2016 Nomina del rappresentante del Comune di San Candido in seno al comitato della scuola materna in lingua italiana di San Candido (2017 - 2019): Cristiano Mazzi

Betrag/Impegni 5.526,00

AUS DEM RATHAUS | DAL MUNICIPIO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

17.800,00

19.950,00

24.950,00

1.996.202,15

79


AUS DEM RATHAUS | DAL MUNICIPIO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

No 224

238 239

267 285

288

289

Gegenstand Vermietung eines Raumes, einschließlich Korridor, im Kellergeschoss der Grundschule Innichen, B.p. 313 K.G. Innichen, an die Elektrizitätswerk Toblach AG für die Unterbringung einer Mittelspannungskabine Beauftragung der ARMA GmbH mit der Führung des Schulausspeisungsdienstes im Schuljahr 2016/17 Gewährung eines außerordentlichen Beitrages an das Bodenverbesserungskonsortium Innichen für Behebung von Unwetterschäden auf verschiedenen Wegen - Jahr 2015 Neubau des Feuerwehrgerätehauses von Vierschach: Genehmigung der Endabrechnung Beauftragung des Unternehmens Gikispy GmbH mit der Lieferung und Inbetriebnahme einer mobilen Kamera für die Videoüberwachung der Müllsammelstellen Beteiligung der Gemeinde am Interreg-Projekt zum Thema ’Grenzüberschreitender Bergpilgerweg -Hoch und heilig-’ Teilnahme am Programm KlimaGemeinde der Agentur für Energie Südtirol – KlimaHaus (2016-2018)

Oggetto Betrag/Impegni Concessione in locazione all’Azienda Elettrica di Jährlicher Mietzins, Dobbiaco Spa di un vano con corridoio nel piano canone d’affitto interrato della Scuola Elementare di San Candido, all’anno 900,00 p.ed. 33 C.C. San Candido, per la collocazione di una cabina di media tensione Incarico all’ARMA Srl della gestione del servizio di 63.421,80 refezione scolastica nell’anno scolastico 2016/17 Concessione di un contributo straordinario al Con20.000,00 sorzio di Miglioramento Fondiario San Candido per la riparazione di danni meteorologici su varie strade - anno 2015 Nuova caserma dei vigili del fuoco di Versciaco: 1.600.903,91 ­approvazione del conto finale Incarico all’impresa Gikyspy Srl della fornitura e 2.940,20 messa in servizio di una camera mobile per la videosorveglianza dei punti di raccolta dei rifiuti Partecipazione del Comune al progetto Interreg re20.000,00 lativo al tema ’Cammino transfrontaliero di pellegrinaggio di montagna -Hoch und heilig-’ Adesione al programma ComuneClima dell’Agenzia 5.700,00 per l’Energia Alto Adige – CasaClima (2016-2018)

Verkehrsbefragung Indagine sul traffico an der Einfahrt Mitte all’entrata centro Die neue Gemeindeverwaltung hat es sich zur Aufgabe gemacht, alles zu unternehmen, um das von der alten Gemeindeverwaltung begonnene Projekt der Bahnhofsverlegung und Neugestaltung des Bahnhof-Areals umzusetzen. Voraussetzung für die Verlegung des Bahnhofes und der dafür notwendigen Schließung des Bahnüberganges Einfahrt Mitte ist die Schaffung einer Alternative für die heutige Einfahrt West, die durch die Schließung oben genannter Einfahrt Mitte mehr belastet wird. Zu diesem Zweck gab es in den vergangenen Monaten mehrere Gespräche mit der Landesverwaltung, in die auch die Gemeindeverwaltung von Sexten miteinbezogen wurde. Aufbauend auf die Erhebung von Prof. Knoflacher in den Jahren 2008/9 und einer Neubewertung der Daten durch die Firma Qnex forderte das Amt für Straßenbau der Autonomen Provinz Bozen eine weitere Untersuchung an, die die Verkehrsströme im Bereich Einfahrt Mitte bewerten sollte. Den Auftrag zur dieser Verkehrserhebung erteilte die Gemeindeverwaltung von Innichen der Firma Apollis, die sie an zwei Tagen Anfang September und an zwei weiteren Tagen im Oktober vornahm. Außerdem wurden mit Unterstützung der Ordnungskräfte auch AutofahrerInnen angehalten und über deren Herkunft und Ziel sowie über deren Fahr- und Parkverhalten befragt. Das Ergebnis der Untersuchung wird dem Amt für Straßenbau umgehend zur Verfügung gestellt, damit dieses zügig am Konzept einer Alternative für die Einfahrt West weiterarbeiten kann. ■ Hans Schmieder 80

La nuova amministrazione comunale si è impegnata a intraprendere tutto quanto necessario per portare a termine il progetto iniziato dalla precedente amministrazione relativo alla ricollocazione della stazione ferroviaria ed al rinnovamento dell’area circostante la vecchia stazione. Condizione necessaria per la ricollocazione della stazione e la conseguente chiusura del passaggio a livello in corrispondenza dell’entrata centro è la predisposizione di una valida alternativa all’attuale entrata ovest, che risulterebbe sovraccaricata di traffico a seguito della chiusura della sopra citata entrata centro. A tal fine negli ultimi mesi sono intercorsi numerosi colloqui con l’amministrazione provinciale a cui ha partecipato anche l’amministrazione comunale di Sesto. Sulla base dei rilievi effettuati dal Prof. Knoflacher negli anni 2008/2009 e della rivalutazione dei dati operata dalla ditta Qnex, l’Ufficio tecnico strade della Provincia Autonoma di Bolzano richiede un’ulteriore indagine sui flussi del traffico nell’area dell’entrata centro. Tale incarico è stato affidato dal Comune di San Candido al centro di ricerca Apollis, il quale lo ha svolto in due giornate in settembre e in altre due giornate in ottobre. Inoltre, con l’aiuto delle forze dell’ordine, sono stati intervistati anche gli automobilisti, raccogliendo informazioni circa la loro provenienza, la loro meta e le loro abitudini di guida e parcheggio. Il risultato dell’indagine sarà messo a disposizione dell’Ufficio tecnico strade, in modo che tale Ufficio possa proseguire speditamente con il progetto di un’alternativa all’entrata ovest. ■


!

Die Natur geht uns alle an! Hausmüllsammlung

!

La natura deve stare a cuore a tutti! Raccolta dei rifiuti casalinghi

jeden Dienstag bei den Sammelstellen

ogni martedì presso i punti di raccolta

Hausmüllsammlung auch am Dienstag, 1. November

Raccolta dei rifiuti casalinghi anche il 1° novembre

Kartonagensammlung

Raccolta dei cartoni

jeden Donnerstag bei den Sammelstellen

ogni giovedì presso i punti di raccolta

Die Kartonagensammlung vom 8. Dezember wird auf Freitag, 9. Dezember verschoben

La raccolta dei cartoni dell‘8 dicembre si effettua venerdì 9 dicembre

Recyclinghof

Centro di riciclaggio

Gemeindebauhof - Pustertalerstraße 25/B

Cantiere comunale Via Pusteria 25/B

Bis 30. Oktober: Dienstag 18 bis 20 Uhr, Mittwoch 8 bis 12 Uhr und Samstag 13 bis 17 Uhr

Fino al 30 ottobre: martedì ore 18 – 20, mercoledì ore 8 – 12 e sabato ore 13 - 17

Ab dem 31. Oktober: Mittwoch 8 bis 12 Uhr und Samstag 13 bis 17 Uhr

Dal 31 ottobre: mercoledì ore 8 – 12 e sabato ore 13 – 17

Mülldeponie Toblach

AUS DEM RATHAUS | DAL MUNICIPIO

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Discarica di Dobbiaco

Tel. 0474 972979

Tel. 0474 972979

Montag, Mittwoch und Freitag 8–12 Uhr; zusätzlich am 1. Samstag im Monat 8–12 Uhr

lunedì, mercoledì e venerdì ore 8–12; inoltre ogni 1° sabato del mese ore 8–12

Sammelstellen für Grünabfälle

Punti di raccolta per rifiuti verdi

Innichen “Alte Kläranlage” und Winnebach

San Candido “vecchio depuratore” e Prato Drava

geöffnet bis 15. November, geschlossen am 1. November 2016

aperto fino al 15 novembre, chiuso il 1° novembre 2016

Dienstag 16 bis 18 Uhr Donnerstag 16 bis 18 Uhr Samstag 14 bis 17 Uhr

martedì ore 16 – 18 giovedì ore 16 – 18 sabato ore 14 – 17

In den Sammelstellen für Grünabfälle in Innichen und ­Winnebach sind folgende Grünabfallarten getrennt abzugeben: Baum- und Strauchschnitt sowie Grasschnitt und Laub. Bei der Entsorgung von Balkonblumen sind Blumen und Pflanzen getrennt von der Erde abzugeben. Die Entsorgung von Blumenkästen, Blumentöpfen oder anderen Fremdstoffen (wie z.B. Nylon, Plastik oder Papier) ist in den Sammelstellen für Grünabfälle verboten. Bitte benutzen Sie für solche Abfälle den Recyclinghof.

Nei punti di raccolta per rifiuti verdi di San Candido e Prato alla Drava le seguenti tipologie di rifiuti devono essere consegnate separatamente: resti di potatura di arbusti e alberi, erba e foglie. In caso di smaltimento dei fiori da balcone, fiori e piante sono da consegnare separatamente dalla terra. Nei punti di raccolta per rifiuti verdi é vietato smaltire cassette dei fiori, vasi da fiori o altri rifiuti diversi (come p.e. nylon, plastica o carta). Tali rifiuti possono essere consegnati al centro di riciclaggio.

Alt- und Bratfettsammlung 2016

Raccolta olii usati e di cucina 2016

25., 27., 28. und 31. Oktober 2016, 3. und 4. November 2016

25, 27, 28 e 31 ottobre 2016, 3 e 4 novembre 2016

Kontakt: Dabringer GmbH: Tel. 0472 979700, E-Mail: info@dabringer.it

Contatto: Dabringer SRL: Tel. 0472 979700, E-Mail: info@dabringer.it

81


INFORMATIONEN | INFORMAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Marktgemeinde Innichen Comune di San Candido Pflegplatz 2 · 39038 Innichen (BZ) · Fax: 0474 914 099 e-mail: info@innichen.eu · Web: www.innichen.eu

Piazza del Magistrato 2 · 39038 San Candido (BZ) · Fax: 0474 914 099 e-mail: info@sancandido.eu · Web: www.sancandido.eu

Öffnungszeiten Gemeindeämter

Sprechstunden – Orari di ricevimento

Parteienverkehr Montag bis Freitag Donnerstag zusätzlich

8.45 – 12.15 Uhr 15.00 – 16.30 Uhr

Bürgermeisterin/Sindaca Rosmarie Burgmann rb@innichen.eu

Melde- und Standesamt Montag bis Freitag Donnerstag zusätzlich Samstag

8.45 – 12.15 Uhr 15.00 – 16.30 Uhr 9.00 – 11.00 Uhr

Gemeindepolizei Montag bis Freitag Montag bis Donnerstag zusätzlich

Raumordnung und geförderter Wohnbau/ urbanistica ed edili­ zia abitativa agevolata: Dienstag/ martedì – ore 10:00 - 12:00 Uhr Terminvereinbarung im Bauamt Appuntamento Ufficio Tecnico Tel. 0474 916685

8.45 – 10.00 Uhr 15.00 – 16.00 Uhr

Orari d’apertura degli uffici comunali Orario per il pubblico da lunedì a venerdì giovedì inoltre

ore 8.45 – 12.15 ore 15.00 – 16.30

Ufficio anagrafe/stato civile da lunedì a venerdì giovedì inoltre sabato

ore 8.45 – 12.15 ore 15.00 – 16.30 ore 9.00 – 11.00

Allgemeine Angelegenheiten/ quesiti generali: Montag/lunedì ore 10:00 - 12:00 Uhr Terminvereinbarung im Sekretariat Appuntamento in Segreteria Tel. 0474 912543 oder/oppure 0474 912315

Vizebürgermeisterin/ Vicesindaca Dr.in Simone Wasserer sw@innichen.eu

Gegen Terminvereinbarung su appuntamento

Referenten/Assessori Polizia municipale da lunedì a venerdì da lunedì a giovedì inoltre

!

ore 8.45 – 10.00 ore 15.00 – 16.00

Veranstaltungskalender Calendario delle manifestazioni

www.innichen.eu

www.sancandido.eu 82

dott. Cristiano Mazzi cm@innichen.eu

Gegen Terminvereinbarung su appuntamento

Dr. Eduard Johann Schmieder hs@innichen.eu

Gegen Terminvereinbarung su appuntamento

Dr.in Roberta Webhofer rw@innichen.eu

Dienstag/martedì ore 08:00 – 09:00 Uhr

Arnold Wisthaler aw@innichen.eu

Gegen Terminvereinbarung su appuntamento

Telefonische Terminvereinbarung im Sekretariat Appuntamenti richiesti telefonicamente in Segreteria Tel. 0474 912543 oder/oppure 0474 912315


TELEFONVERZEICHNIS Buchhaltung und Ökonomat · Contabilità ed economato Barbara Burgmann 0474 912 317 barbara.burgmann@innichen.eu barbara.burgmann@sancandido.eu Verena Rainer 0474 916 619 verena.rainer@innichen.eu verena.rainer@sancandido.eu Demographische Dienste · Servizi demografici Johann Mayr 0474 912 542 johann.mayr@innichen.eu 0474 912 314 johann.mayr@sancandido.eu Josef Mairginter 0474 912 544 josef.mairginter@innichen.eu josef.mairginter@sancandido.eu Lizenzen–Protokoll–Zustellungen · Licenze, protocollo e notifiche Fabio Gasperini 0474 916 683 fabio.gasperini@innichen.eu fabio.gasperini@sancandido.eu Magdalena Baur 0474 916 683 magdalena.baur@innichen.eu magdalena.baur@sancandido.eu Ortspolizei · Polizia comunale Karin Oberhammer karin.oberhammer@innichen.eu karin.oberhammer@sancandido.eu Carl Schmidbauer carl.schmidbauer@innichen.eu carl.schmidbauer@sancandido.eu

0474 916 686

Erscheinungstermine Gemeindeblatt „Der INNICHNER“ erscheint fünfmal im Jahr: Mitte FEBRUAR

Redaktionsschluss: 20. Jänner

Mitte APRIL

Redaktionsschluss: 20. März

Mitte JUNI

Redaktionsschluss: 20. Mai

Mitte OKTOBER

Redaktionsschluss: 20. September

Mitte DEZEMBER

Redaktionsschluss: 20. November

Kostenlose Zusendung an alle Innichner Haushalte und an Interessierte in Südtirol

Edizione del bollettino d’informazione Il bollettino comunale viene redatto cinque volte all’anno: metà FEBBRAIO

chiusura redazione: 20 gennaio

metà APRILE

chiusura redazione: 20 marzo

Sekretariat & Bürgerdienste · Segreteria e servizi al cittadino Dr. Michael Happacher michael.happacher@innichen.eu michael.happacher@sancandido.eu Anna Maria Tschurtschenthaler 0474 912 315 annamaria.tschurtschenthaler@innichen.eu annamaria.tschurtschenthaler@sancandido.eu Theresia Kiebacher Albertini 0474 912 543 theresia.kiebacher@innichen.eu theresia.kiebacher@sancandido.eu

metà GIUGNO

chiusura redazione: 20 maggio

metà OTTOBRE

chiusura redazione: 20 settembre

metà DICEMBRE

chiusura redazione: 20 novembre

Steuern und Personal · Tributi e personale Massimo Filippozzi massimo.filippozzi@innichen.eu massimo.filippozzi@sancandido.eu Edeltraud Maurer edeltraud.maurer@innichen.eu edeltraud.maurer@sancandido.eu

Impressum

Technischer Dienst · Servizio tecnico Marlies Steinmair marlies.steinmair@innichen.eu marlies.steinmair@sancadido.eu Geom. Mölgg Valentin valentin.moelgg@innichen.eu valentin.moelgg@sancandido.eu Bibliothek · Biblioteca Eva Burgmann Tauber eva.burgmann@innichen.eu eva.burgmann@sancandido.eu Silvia Nöckler silvia.noeckler@innichen.eu silvia.noeckler@sancandido.eu

0474 916 620

0474 916 682 0474 912 316

0474 916 685 0474 916 684

0474 914 144 0474 916 780 0474 914 144

INFORMATIONEN | INFORMAZIONI

DER INNICHNER N° 80 | Oktober | Ottobre 2016

Spedizione gratuita a tutte le famiglie di San Candido ed interessati nella nostra provincia

Eigentümer und Herausgeber: Gemeinde Innichen, registriert beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 20 vom 04.12.2000 Verantwortlicher im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Hansjörg Rogger Zusammenstellung und Koordination: Herbert Watschinger Druck: Kraler Druck+Grafik, Brixen/Vahrn Auflage: 2.100 Exemplare Abgabe Unterlagen: Sekretariat der Gemeinde Innichen, e-mail: der.innichner@innichen.eu Redaktionsschluss dieser Ausgabe: 20. September 2016 Redaktionsschluss nächste Ausgabe: 20. November 2016 (erscheint Mitte ­Dezember)

Colofone

Editore e proprietario: Comune di San Candido, registrato presso il Tribunale di Bolzano con decreto n. 20 del 04.12.2000 Direttore responsabile ai sensi della legge stampa: Dott. Hansjörg Rogger Composizione e coordinazione: Herbert Watschinger Stampa: Kraler Druck+Grafik, Bressanone/Varna Tiratura: 2.100 copie Consegna materiale: segreteria del comune, e-mail: der.innichner@innichen.eu Chiusura redazionale di questo numero: 20 settembre 2016 Chiusura redazionale del prossimo numero: 20 novembre 2016 (pubblicazione metà dicembre)

83


Der Verkaufsförderung dienende Werbeanzeige. Messaggio pubblicitario con finalità promozionale.

Ich vertraue dem, der Bank und Versicherung in einem ist. Posso fidarmi di chi è banca e assicurazione insieme. Raiffeisen bietet für mich einen großen Vorteil: Finanzdienstleistungen und Versicherungen aus einer Hand. Dies garantiert mir umfassende Beratung und ein ganzheitliches Vorsorgekonzept für eine sichere Zukunft. Die Bank meines Vertrauens.

www.raiffeisen.it

La Cassa Raiffeisen è per me un grande vantaggio: un unico riferimento per servizi finanziari e assicurativi. Usufruisco così di una consulenza finanziaria e previdenziale globale e completa, che mi permette di assicurare il mio domani. La mia banca di fiducia.

Meine Bank La mia banca

Nr./n. 80 2016 Der Innichner  

Informationsblatt der Marktgemeinde Innichen/Bollettino d’informazione del Comune di San Candido

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you