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GESTALTEN & ARBEITEN

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OHNE HELM GEHT NICHTS Herunterfallendes Werkzeug, ein abgerutschter Bohrer oder ein falscher Hammerschlag: bei handwerklichen Tätigkeiten in den eigenen vier Wänden kann schnell das eine oder andere Malheur passieren.

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Unfallursache ist oft Unachtsamkeit. Handwerkliche Geschicklichkeit allein bietet keinen ausreichenden Schutz vor Unfällen. „Der überwiegende Teil aller Heimwerker-Verletzungen ist keineswegs auf mangelndes Können, sondern auf Unachtsamkeit oder Fehleinschätzung zurückzuführen“, warnt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. Wer merkt, dass Müdigkeit und Unaufmerksamkeit sich breitmachen, sollte daher unbedingt auf die Signale seines Körpers hören und eine Pause einlegen. Neben Aufmerksamkeit ist auch die Arbeitsmittelsicherheit beim Heimwerken oberstes Gebot. Im gewerblichen Bereich sind für konkrete Tätigkeiten diverse Sicherheitsnormen vorgeschrieben - wie beispielsweise das Tragen von Sicherheitsschuhen und Helm. Die Einhaltung dieser Richtlinien ist auch für Heimwerker sinnvoll, um das Verletzungsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.

Fotos: shutterstock.com

SICHER BAUEN UND RENOVIEREN

elbermachen liegt im Trend. Sei es aus Freude am Handwerk oder um die Kosten in Grenzen zu halten: Zahlreiche Menschen erledigen anstehende Reparaturund Renovierungsarbeiten eigenhändig, so mancher wagt sich sogar an den Hausbau in Eigenregie. Kein ungefährliches Unterfangen: Allein im Jahr 2016 verletzten sich in Österreich rund 14.200 Personen beim Heimwerken so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Zu den häufigsten Verletzungsarten zählten neben offenen Wunden auch Knochenbrüche, Sehnenund Muskelverletzungen sowie Prellungen. Besonders häufig waren Finger und Hände von Verletzungen betroffen.

Kommunal 3/2018  
Kommunal 3/2018  
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