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QUALITÄTSKRITERIEN FÜR ENERGIEEFFIZIENTE GEMEINDEGEBÄUDE

NACHHALTIGES BAUEN BEGINNT MIT GUTER PLANUNG Gemeinden, die einen Neubau oder eine Sanierung planen, wollen sicher gehen, dass ihre Bauwerke ihren Wert langfristig behalten. Wir setzen uns für Sie mit Fragen des energieeffizienten, gesunden und ökologischen Bauens auseinander.

FOTO // © Bernhard Kern/BMNT

Diese drei Aspekte sollten Sie bei der Planung eines Projekts berücksichtigen: ≤ Hohe Nutzungsqualität sichert Zufriedenheit und Komfort: Schlechte Raumluft, zu hohe Raumtemperatur und unzureichende Beleuchtung senken die Leistungsfähigkeit und beeinträchtigen die Gesundheit. Anforderungen an die

Je genauer Sie Ihre Ziele im Vorhinein definieren, desto einfacher können passende Lösungen erarbeitet werden.

Nutzungsqualität sind während der Planung schwer greifbar und fallen dadurch schnell Einsparungsmaßnahmen zum Opfer. Die Mängel können im fertiggestellten Gebäude kaum behoben werden. Minderwertige Bauwerke mit kurzer Lebensdauer und die Gefahr von Bauschäden sind die Folge. ≤ Nachhaltiges Bauen schont Ressourcen und Umwelt: Ein breites Angebot unterschiedlicher Baumaterialien und Konstruktionsmöglichkeiten machen die richtige Wahl nicht einfach. Technisch sind uns kaum Grenzen gesetzt, nahezu alles kann gebaut werden. Während der Energiever-

brauch moderner Gebäude immer weiter sinkt, steigen der Materialinput und der Herstellungsaufwand weiter an. Baustoffe mit einem kleineren „ökologischen Rucksack“ wirken dieser Entwicklung entgegen: Für ihre Herstellung ist wenig Energieeinsatz erforderlich, sie sind langlebig und am Ende der Nutzungsdauer wieder verwendbar. ≤ Energieeffizientes Bauen und Betriebsoptimierung sind wichtige Bausteine für erfolgreichen Klimaschutz in Ihrer Gemeinde: Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger gelten als Grundprinzip für nachhaltiges Bauen. Dafür ist eine luftdichte und optimal

gedämmte Gebäudehülle Grundvoraussetzung. Ein schlankes, effizientes und benutzerfreundliches Haustechnikkonzept muss eine hohe Nutzungsqualität bei möglichst geringem Betriebsaufwand gewährleisten. Über die Lebensdauer eines Gebäudes gesehen fallen je nach Gebäudeart ca. 60 bis 80% der Gesamtkosten während der Nutzungsphase an. Um den Betriebsaufwand zu minimieren, sind MonitoringSysteme, die Feinabstimmung der Haustechnik und eine optimierte Nutzung des Gebäudes im laufenden Betrieb erforderlich.

Leitfaden

Mehr über die Qualitätskriterien für den Planungs- und Realisierungsprozess eines energieeffizienten Gemeindegebäudes erfahren Sie im Leitfaden: „Energieeffiziente Gemeindegebäude“: www.klimaaktiv.at/gemein den/gemeindegebaeude/ gemeindegebaude Mehr Informationen zum nachhaltigen Bauen: www.klimaaktiv.at/ bauen-sanieren

KOMMUNAL 03/2018 // 37

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG DES BMNT

G

ute Planung ist die kostengünstigste Energiesparmaßnahme. Je genauer Sie Ihre Ziele im Vorhinein definieren, desto einfacher können passende Lösungen erarbeitet werden. Die Projektentwicklung hat zu Beginn des Prozesses die Möglichkeit, mit vertretbarem Kostenaufwand maximalen Einfluss auf das Gesamtergebnis zu nehmen. Die Koordination aller beteiligten ExpertInnen ist ein wichtiger Teil dieser Tätigkeit. Der klimaaktiv-Gebäudestandard als bewährtes Instrument der Qualitätssicherung stellt eine Arbeitserleichterung dar. Er zeichnet Gebäude aus, die mit dem Fokus auf Energieeffizienz, Klimaschutz und Ressourceneffizienz besonders hohen Anforderungen entsprechen.

Kommunal 3/2018  
Kommunal 3/2018  
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