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tolerieren, die anders aussehen, anderes denken und glauben als wir. Auch unsere Mitkreaturen und das Klima sind in Not geraten. Sie wollen von uns mit Empathie und Verantwortung wahrgenommen werden. Zachäus würde heute bestimmt auch Geld aufbringen für einen aktiven Umweltschutz. Pastor Sadewasser berichtete emotional von seiner ersten Teilnahme an einer Freitagsdemonstration für das Klima. Die Predigt von Sadewasser schloss mit den Worten: »Gott sien Leew un uns Achten up Minschen un Natur – dat sünd een Poor Schoh. Dormit köönen wi uns Lebensstrooten langs gohn – sinnig un tofreden unner Gott sien’ Segen.« Die beiden bereits erwähnten Posaunenchöre bliesen unter der Leitung der Kirchenmusikerinnen Jasmin Domschula (Torgelow) und Rhea Böhme (Friedland), die auch die Orgel spielte. Im Anschluss an den Gottesdienst versammelten sich die Teilnehmenden im

Speisesaal des Landschulheims Gehren zu Kaffee und Kuchen. Sadewasser erinnerte mit seinen literarischen Beiträgen in niederdeutscher Sprache an den pommerschen Arzt und plattdeutschen Dichter Dr. Bernhard Trittelvitz (18791969) Er war vor 140 Jahren in Hinterpommern geboren und vor 50 Jahren im Saarland verstorben. Die Bläser spielten neben einigen plattdeutschen Liedern zum Mitsingen auch das Mecklenburglied »Wo die grünen Wissen leuchten weit und breit«, das Lied der Pommern »Wenn in stiller Stunde« und die BrandenburgHymne »Steige hoch, du roter Adler«. Damit fand »Plattdüütsch im Dreiländereck« 2019 seinen Abschluss und hofft für das nächste Jahr auf Fortsetzung. KARL-HEINZ SADEWASSER (DIESER ARTIKEL ERSCHIEN ZUERST IN DER MECKLENBURG- POMMERSCHEN KIRCHENZEITUNG. WIR DANKEN FÜR DIE FREUNDLICHE ABDRUCKGENEHMIGUNG)

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Unser Gemeindebrief 4/2019  

4/2019 September – Oktober – November

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