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G M E I N D S P O S C H T M E G G E N

NUMMER 1 FFEBR EBRUA UAR R2 201 012 2

Solidarität Patenschaft mit Romoos Seit 1972 besteht zwischen Meggen und Romoos eine Patenschaft. Aus Anlass des Jubiläums lädt Romoos die Meggerinnen und Megger zum Besuch ein.

Gemeindepräsident blickt zurück Andreas Heer ist noch bis Ende März 2012 als Gemeindepräsident im Amt. Im Interview blickt er auf die letzten 7 1⁄2 Jahre zurück und macht sich Gedanken über die Zukunft.

Abfallwirtschaft In Meggen wird ab 2013 Hauskehricht, Grüngut, Papier und neu auch Karton gemeindeübergreifend durch den Gemeindeverband real gesammelt.

Seiten 2 bis 5

Seiten 6 und 7

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Thema 2 3 4 5 Nachrichten 6 8 9 10 11 12 13 14 16 17 18 19 20 Mitteilungen 21 22 23 Namen&Notizen 24 25 Schule 26 27 28 28 29 30 Musikschule 31 Jugend 32 Mix 33 Kultur 34 35 36 37 Agenda 38 39 Geschichte(n) 40

GRÜEZI

Romoos: Pflege der Freundschaft seit 40 Jahren 12. Mai 2012: Megger Besuch in Berggemeinde am Napf Der Gemeinderat Romoos zur Patenschaft mit Meggen 20. April 2012: Film «Die Kinder vom Napf» in Meggen Interview mit dem abtretenden Gemeindepräsidenten Arthur Bühler: Auch 2011 ein sehr erfreuliches Ergebnis Lärmsanierung: Massnahmen in Abklärung Megger Trinkwasserqualität und chemische Beurteilung Sanierung der Trinkwasserleitung Lerchenhalde Megger Einwohnerzahl steigt weiterhin moderat an Das Jahr 2011 aus der Sicht der Gemeinde in Zahlen Palliative Care im Megger Seniorenzentrum Sunneziel Wichtige Hinweise für die Gemeindewahlen 2012 Schwerziried: Neues Gewässer in Meggen Neuerungen in der Abfallwirtschaft ab 2013 Energiefonds: Die Solarenergie verstärkt nutzen Verkauf des Megger Weines, Jahrgang 2011 AHV, Gutschriften Betreuung, Prämienverbilligungen Baubewilligungen, Einbürgerungen, Steuerversand Handänderungen, Sammlung Gift und Gefahrstoffe Badi Meggen: Herzlichen Dank, Heidy Schmalstieg Bald weht eine frische Brise in der Badi Meggen Zentral 1: Ein Schulhaus nicht nur für die Gegenwart Die Eltern werden zur Schule Meggen befragt Die Psychomotorik-Therapiestelle stellt sich vor Neues Konzept für die Megger Wasserratte 15. März 2012: Einblick in die Megger Schule Schulpsychologischer Dienst: Personelle Wechsel Musizieren ist weiterhin in – in jedem Alter JAM: Gesteigerte Besucherzahlen machen Freude MAPAKi, Zunftmeister, Ludothek, Neu in der Bibliothek Die Bibliothek Meggen: Fakten und Zahlen Kunstwerke aus der Sammlung der Gemeinde Meggen Schloss Meggenhorn: Das Kulturprogramm 2012 Benzeholz: Wunderkammern und Gedankenwelten Veranstaltungen im Februar und März 2012 Veranstaltungen im April und Mai 2012 Fastnacht: Wenn die Hauptperson aus Meggen kommt Die nächste Ausgabe der Gmeindsposcht erscheint im Mai 2012. Bild Titelseite: Romoos aus der Vogelperspektive. Mit der Entlebucher Berggemeinde am Napf unterhält Meggen seit genau 40 Jahren eine Patenschaft.

IMPRESSUM

Gmeindsposcht Meggen Informationsmagazin des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung Am Dorfplatz 3 6045 Meggen www.meggen.ch Die Megger Gmeindsposcht erscheint fünf Mal jährlich.

Liebe Leserin, lieber Leser Die beiden Luzerner Gemeinden Meggen und Romoos könnten unterschiedlicher nicht sein: Hier Meggen am See, angrenzend an die Stadt Luzern, mit fast 6700 Einwohnerinnen und Einwohnern und dem tiefsten Steuerfuss des Kantons. Dort Romoos, die landschaftlich attraktive Berggemeinde am Napf mit etwas mehr als 700 Einwohnerinnen und Einwohnern, 952 Meter über Meer gelegen, Teil der UNESCO Biosphäre Entlebuch, aber mit einem deutlich höheren Steuerfuss. Trotz der grossen Unterschiede und der rund 36 km, welche zwischen Meggen und Romoos liegen, pflegen die beiden Gemeinden seit 40 Jahren ein freundschaftliches Verhältnis, welches durch gegenseitigen Respekt und Anerkennung geprägt wird. 1972 begann die Patenschaft zwischen Meggen und Romoos. Dieses Jubiläum soll in diesem Jahr gebührend gefeiert werden: Zuerst am Freitag, 20. April 2012, im Gemeindesaal mit der Aufführung des Films «Die Kinder vom Napf», in welchem Mädchen und Buben aus Romoos die Hauptrolle spielen. Und dann am Samstag, 12. Mai 2012, mit dem offiziellen Besuchstag für die Meggerinnen und Megger in Romoos. An beiden Anlässen ist die Megger Bevölkerung herzlich eingeladen, mit einem Grossaufmarsch ein weiteres Mal die Verbundenheit mit der Patengemeinde Romoos zu unterstreichen. Beachten Sie bitte dazu die detaillierten Informationen auf den Seiten 2 bis 5 dieser Gmeindsposcht. Kurt Rühle Kommunikationsbeauftragter Gemeinde Meggen

Redaktion und Gestaltung: Kurt Rühle, Stelle für Kommunikation, Gemeinde Meggen kurt.ruehle@meggen.ch 1

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THEMA

Jubiläum Patenschaft Meggen–Romoos

Pflege der Freundschaft seit 40 Jahren 40 Jahre Solidarität: Seit 1972 besteht zwischen Meggen am See und Romoos am Napf eine Patenschaft. Über die finanzielle Hilfe hinaus ist eine Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Luzerner Gemeinden entstanden. Wie sich Hans Lustenberger, der frühere Lehrer und langjährige Archivar der Gemeinde erinnert, unterstützte Meggen die Entlebucher Gemeinde Romoos zum ersten Mal im Jahr 1962 finanziell. Nach dem Brand des Schulhauses sprach Meggen damals für den Wiederaufbau einen Unterstützungsbeitrag von Fr. 4000.–. Gesamthaft gingen damals aus der ganzen Schweiz Fr. 170 600.– ein. Fr. 40 000.– an eine Berggemeinde Der Start zur Patenschaft zwischen Meggen und Romoos erfolgte offiziell am 08. Mai 1972: Auf Antrag des Gemeinderates beschloss die Gemeindeversammlung, «aus dem Rechnungsertrag des Jahres 1971 einen Betrag von Fr. 40 000.– als Hilfe an eine notleidende Berggemeinde abzuzweigen», wie der Gmeindsposcht-Ausgabe vom November 1972 zu entnehmen ist. «Der Gemeinderat hat, nach gründlicher Prüfung, beschlossen, diese Hilfe der luzernischen Napfgemeinde Romoos zukommen zu lassen. Diese Geste hat in Romoos Freude ausgelöst.» Romooser Finanzprobleme Dass es vor 40 Jahren zu einer Patenschaft zwischen den Gemeinden Meggen und Romoos kommen konnte, ist zu einem Teil auch Hans Lustenberger zu verdanken. «Anfang der 70er-Jahre war mein Bruder Anton Gemeindeammann in Romoos. Bei einem Besuch in Meggen klagte er über die finanziellen Nöte seiner Gemeinde. Meggen suchte damals eine Patengemeinde. Darum ermunterte ich meinen Bruder, an den Gemeinderat Meggen zu schreiben und sich zu bewerben», hält der gebürtige Romooser, welcher seit 1953 in Meggen wohnt, fest. 2

Treffen Meggen–Romoos im September 2009 auf Schloss Meggenhorn. Der Romooser Gemeindepräsident Franz Koch (Mitte) im Gespräch mit den Megger Gemeinderäten Jacqueline Kopp und Arthur Bühler. 1984, an der 800-Jahr-Feier der Patengemeinde Romoos, leistete Hans Lustenberger ein weiteres Mal wertvolle Unterstützung: Er half seinem Bruder Josef, einen Naturlehrpfad zu erstellen und leitete die erste Führung durch das Romooser Gelände persönlich. Gegenseitige Besuche und gemeinsame Feiern Der Megger Unterstützungsbeitrag von Fr. 40 000.– wurde im Jahr 1972 von der Patengemeinde Romoos für die Sanierung der Aussenschule Eggbergen verwendet. Dies war der Startschuss zur Patenschaft, die bis heute unter dem Motto «Freundschaft und Solidarität» steht. Wie Gemeindeammann Arthur Bühler weiter ausführt, luden 1973 die Romooser die Meggerinnen und Megger erstmals zur 1.-August-Feier ein. Seither fanden immer wieder gegenseitige Treffen statt, beispielsweise in Form einer Wanderung. So legten 70 Personen aus Meggen im Jahr 1976 die 35 km lange Strecke nach Romoos zu Fuss zurück. 1977 war der Gemeinderat von Romoos erstmals in Meggen auf Besuch. Besichtigt wurden die Wasser-

versorgung (Reservoir Blossegg), der Landwirtschaftsbetrieb Blossegg und das Alters- und Pflegeheim Sunneziel. 1981 wurde die Bundesfeier in Romoos auf dem Stöckerli durchgeführt. Die Gemeinde Meggen organisierte die zweite Wanderung nach Romoos. Rund 40 Meggerinnen und Megger legten den Weg wiederum zu Fuss zurück. Die ältesten Wanderer waren 76 und 74 Jahre alt. Willkommen am Besuchstag «Neben der Pflege der Freundschaft ist für unsere Gemeinde aber auch die Solidarität mit einer kleinen Berggemeinde wichtig. Wir unterstützen unsere Patengemeinde regelmässig mit Projektbeiträgen», betont Gemeindeammann Arthur Bühler. Aus Anlass des Jubiläums 40 Jahre Patenschaft Meggen–Romoos lädt der Gemeinderat von Romoos die Megger Bevölkerung am 12. Mai 2012 zum Besuch der Entlebucher Berggemeinde ein (siehe Artikel auf der nächsten Seite). «Es wäre schön, wenn möglichst viele Meggerinnen und Megger am Nachmittag und am Abend an der kleinen Feier in Romoos teilnehmen würden», so Arthur Bühler. Kurt Rühle

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THEMA

Samstag, 12. Mai 2012: Meggen besucht Romoos

Herzliche Einladung Der Gemeinderat von Romoos lädt die Megger Bevölkerung am Samstag , 12. Mai 2012, zum Besuch der Entlebucher Berggemeinde ein. Anlass dazu ist die Patenschaft Meggen–Romoos, welche seit 40 Jahren besteht.

Blick aus der Vogelperspektive auf Romoos.

Bitte reservieren Sie sich diesen Termin und benützen Sie die auf dieser Seite eingeklebte Anmeldekarte. Haben Sie Fragen zum Besuch in Romoos, dann wenden Sie sich bitte an Gemeindeschreiber Daniel Ottiger, Telefon 041 379 82 22. Gemeinderat Meggen

Megger Besuch in Romoos: Das Programm vom 12. Mai 2012 Programm in Romoos

Anreise der Meggerinnen und Megger

ca. 14.30 Uhr: Ankunft der Meggerinnen und Megger, Köhlereimuseum, Zyberliland, Filmemacherin/Schriftstellerin Alice Schmid

Für Meggerinnen und Megger, welche am Besuchstag in Romoos teilnehmen, gibt es am 12. Mai 2012 verschiedene Möglichkeiten, in die Berggemeinde am Napf zu gelangen:

16.00 Uhr:

Einweihung des neu gestalteten Dorfplatzes

17.00 Uhr:

Apéro (von Meggen offeriert)

18.30 Uhr:

Nachtessen (auf eigene Rechnung), musikalische Unterhaltung

ab 22.00 Uhr: Rückfahrt mit Car nach Meggen

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• ganz bequem mit dem Car • sportlich in geführten Gruppen zu Fuss oder mit dem Velo (bitte auf der Anmeldekarte ankreuzen) In Romoos bestehen Dusch- (für Wanderer und Velofahrer) sowie Übernachtungsmöglichkeiten (Massenlager für Sportliche im Mehrzweckgebäude).

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THEMA

Der Gemeinderat Romoos zur Patenschaft mit Meggen

«Solidarität gegenüber Landbevölkerung» Für den Gemeinderat von Romoos ist die seit 40 Jahren mit Meggen bestehende Patenschaft gelebte Solidarität. Romoos freut sich auf den Megger Besuchstag vom 12. Mai 2012, wie der Gemeinderat in seinem nachfolgenden Bericht festhält. Der Beginn der Freundschaft zwischen Meggen und Romoos geht auf eine erfreuliche Initiative der Megger Gemeindebehörde zurück. Diese hatte die Idee lanciert, man möchte einer armen Berggemeinde etwas unter die Arme greifen. Der Gemeinderat von Meggen hielt dann Ausschau, welche Gemeinde für eine derartige Hilfsaktion in Frage käme. Der damalige Romooser Gemeindeammann Anton Lustenberger erfuhr, dass Meggen auf der Suche nach einer Patengemeinde sei. Daraufhin hat Anton Lustenberger mit dem damaligen Gemeindeammann Robert Zingg Kontakt aufgenommen und zu seiner grossen Freude ein paar Wochen später eine positive Antwort erhalten. Gleichsam als «Göttigeschenk» steuerte die Gemeinde Meggen im Jahr 1972 die runde Summe von 40 000 Franken an den Ausbau der Aussenschule Eggberg bei. Gelebte Solidarität Die Megger Gemeindebehörde bekundete mit der nachhaltigen Initiative ihre echte Solidarität gegenüber der Landbevölkerung. Dank der finanziellen Unterstützung der Gemeinde Meggen konnten viele, dringend notwendige Bauvorhaben realisiert werden. Auf der Basis dieser geschätzten Patenschaft wurden zahlreiche Beitragsgesuche gezielt und unbürokratisch behandelt. Obwohl sich die Finanzkraft der beiden Gemeinden massiv unterscheidet, pflegen die Gemeindebehörden von Meggen und Romoos einen engen Kontakt mit gegenseitiger Wertschätzung. Trotz verschiedener personeller Änderungen in beiden Gemeinde4

Das Dorfschulhaus von Romoos: Die Gemeinde Meggen unterstützte die Aussensanierung des Gebäudes mit einem Beitrag von 100 000 Franken. behörden während der vergangenen vier Jahrzehnte war der Kontakt stets sehr freundschaftlich. Dieser wurde mit gegenseitigen Besuchen gepflegt. Beitragsleistungen Es wurde kein «Giesskannenprinzip» angewandt. Die zu unterstützenden Vorhaben wurden sorgfältig ausgewählt und mit entsprechenden finanziellen Mitteln der Gemeinde Meggen unterstützt. Unter anderem leistete die Gemeinde Meggen über mehrere Jahre verteilt an Strassenbauten im Gebiet Bramboden (inkl. Neubau der Glashüttenbrücke) Beiträge von total 175 000 Franken. Davon profitierten die perimeterpflichtigen Grundeigentümer, welche teils kaum in der Lage gewesen wären, ihren Beitrag selber aufzubringen. Beiträge wurden auch an die Strassenbeleuchtung im Dorf, an Wasserversorgungen, die Realisierung eines Theorielokals, das Projekt «Landschaftsspielpark» etc. geleistet. Zudem wurde die Aussensanierung des Dorfschulhauses mit einem grossen Beitrag (100 000 Franken) unterstützt.

Speziell erwähnenswert sind nebst zahlreichen kleineren Unterstützungsbeiträgen auch die grosszügigen Leistungen an den Infrastruktur- und Kulturfonds. Einweihung des neu gestalteten Dorfplatzes in Romoos Am 12. Mai 2012 wird die Einweihung des neu gestalteten Dorfplatzes in Romoos stattfinden. Die Gemeinde Meggen hat sich auch an diesem Vorhaben finanziell beteiligt. Der Gemeinderat von Romoos, bzw. die ganze Gemeinde Romoos, ist gegenüber der Gemeinde Meggen zu grossem Dank verpflichtet. Meggen in Romoos am 12. Mai 2012 Das 40-Jahr-Jubiläum der Patenschaft zwischen Meggen und Romoos soll würdig gefeiert werden. Der Gemeinderat von Romoos lädt deshalb die Gemeinde Meggen nach Romoos ein. Das provisorische Programm steht (siehe Artikel auf Seite 3 ). Die Gemeinde Romoos freut sich auf diesen Anlass und die interessante Begegnung mit den Meggerinnen und Meggern! Gemeinderat Romoos

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THEMA

Filmvorführung am Freitag, 20. April 2012, im Gemeindesaal

«Die Kinder vom Napf» in Meggen Die Luzerner Filmemacherin Alice Schmid dokumentiert ein Jahr im Leben von 50 Bergbauernkindern im Napfgebiet. Am Freitag, 20. April 2012, wird der Film «Die Kinder vom Napf» in Meggen gezeigt. «Die Kinder vom Napf» erzählt von 50 Bergbauernkindern aus der Luzerner Berggemeinde Romoos, der Patengemeinde von Meggen. Ein Jahr lang begleitete Regisseurin Alice Schmid, die schon in einigen Fernsehdokumentationen mit Kindern Erfahrungen sammelte, die Buben und Mädchen und zeigt, wie unterschiedlich diese im Gegensatz zu ihren Altersgenossen in der Stadt leben. Der Film folgt den Kindern, etwa wie sie jeden Morgen einen zehn Kilometer langen Fussweg zurücklegen, um in die Schule zu gehen, wie sie vor einer atemberaubenden Naturkulisse spielen oder wie sie langsam darauf vorbereitet werden, in die Fussstapfen ihrer Eltern zu treten. Die Kinder stehen im Mittelpunkt «Dieser Film ist mein Lebenswerk», sagte Schmid in einem Interview mit der NLZ über «Die Kinder vom Napf». Mit der Realisierung des Films über Romoos sei für sie ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. «Es war für mich schon immer ein Rückzugsort, um nach einem abgeschlossenen Projekt

Kinder sind die Hauptdarsteller des neuen Dokumentarfilms über das Leben auf den Bergbauernhöfen oberhalb von Romoos. 5

Filmemacherin Alice Schmid mit Kindern aus Romoos. wieder Kraft zu tanken», sagte die Filmemacherin über die Hügellandschaft. «Ich wollte schon immer einen Film über diese ganz eigene Landschaft drehen.» Im Zentrum ihres Filmes stehen aber die Kinder, die in dieser Landschaft leben. «Es sind die ungefilterte Ehrlichkeit und die Spontanität, die ich an Kindern bewundere.» Der Film «Die Kinder vom Napf» wurde Mitte Februar 2012 an der Berlinale gezeigt und feierte dort die internationale Premiere. Die Gemeinde Meggen hat – wie Romoos – den Film mit 10 000 Franken unterstützt.

Filmvorführung mit Einführung und Rahmenprogramm in Meggen In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Meggen zeigt Filmemacherin Alice Schmid ihren Film «Die Kinder vom Napf» am Freitag, 20. April 2012, in Meggen. An der Filmvorführung im Gemeindesaal wird auf Einladung des Gemeinderats Meggen auch der Gemeinderat der Patengemeinde Romoos teilnehmen. Herzliche Einladung Die Megger Bevölkerung ist zum Filmbesuch herzlich eingeladen. Die wichtigsten Hinweise: Freitag, 20. April 2012, Gemeindesaal Meggen 19.30 Uhr Einführung durch Filmemacherin Alice Schmid, begleitet von einigen Kindern aus Romoos, welche Geschichten erzählen und Musik machen. 20.00 Uhr Filmvorführung «Die Kinder vom Napf», Apéro mit Megger Wein und Spezialitäten aus Romoos. Freier Eintritt.

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NACHRICHTEN

Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Bildhauer Rolf Brem.

Souveräne Leitung der Gemeindeversammlungen.

Gemeindepräsident tritt per Ende März 2012 zurück

Andreas Heer: «Diese bewegenden Momente Andreas Heer ist noch bis Ende März 2012 als Gemeindepräsident im Amt. Im Interview mit der Gmeindsposcht blickt er auf die letzten 7 1⁄2 Jahre zurück, macht sich aber gleichzeitig auch Gedanken über die Zukunft.

ich diese verschiedenen «Hüte» nur eine begrenzte Zeit aufgesetzt haben werde, denn dies geht doch ziemlich an die Substanz. So möchte ich mich in Zukunft noch auf wenige verschiedene Aufgaben fokussieren.

Sie sind nur noch kurze Zeit Gemeindepräsident von Meggen. Wie fühlen Sie sich? Andreas Heer: Am 01. Januar 2012 habe ich meine neue berufliche Aufgabe in Angriff genommen. Zusammen mit dem Gemeindepräsidium bin ich jetzt ziemlich stark ausgelastet. Doch meine Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat unterstützen mich sehr. So kann ich mit ihnen zusammen noch einiges bis Ende März erledigen.

Welches waren die grössten Schwierigkeiten und die wichtigsten Herausforderungen in Ihrer Tätigkeit als Gemeindepräsident? Am Anfang sicher die klare Positionierung von Meggen als eine eigenständige Gemeinde. Wir wussten in Meggen immer, wie unser Weg sein wird, doch wir mussten viel Aufklärungsarbeit leisten, bis man uns hörte und verstand. Heute sind diese Diskussionen verklungen, doch immer wieder flackern Neid und manchmal sogar etwas Missgunst uns gegenüber auf. Dabei durfte ich viele positive Gespräche führen. Ich spüre zunehmend den Respekt und die Anerkennung, die uns von anderen Gemeinden entgegengebracht werden. Nebst der Vorbereitung und Leitung von rund 300 Gemeinderatssitzungen stellte die Führung der 17 Gemeindeversammlungen in den letzten 7 1⁄2 Jahren eine grosse Herausforderung dar. Ein wichtiger Meilenstein für die Gemeinde war die Revision der Gemeindeordnung im Jahr 2007.

Wie haben Sie in den letzten Jahren den «Spagat» zwischen Ihren Tätigkeiten als Gemeindepräsident, Kantonsrat und Unternehmer erlebt und geschafft? Dies war tatsächlich nicht immer so einfach. Auf der einen Seite machen diese zum Teil ganz verschiedenen Tätigkeiten viel Spass und bringen Abwechslung. Auf der anderen Seite kommt die Freizeit aber etwas zu kurz. Mir ist die Vereinigung dieser Aufgaben ganz gut gelungen. Doch für mich war immer klar, dass 6

Welches war der eindrücklichste Moment, die schönste Aufgabe in dieser Funktion? Es ist immer sehr schwierig, den eindrücklichsten Moment herauszusuchen. Denn es gab wirklich viele schöne Momente, die ich auch geniessen konnte. Ich hatte das Glück, dass viel Tolles und Herausragendes in Sport und Gesellschaft in diesen 7 1⁄2 Jahren geschah, sodass Meggen immer wieder mal einen entsprechenden «Bahnhof» für die Erfolgreichen bieten konnte. «Ich spüre zunehmend den Respekt und die Anerkennung, die uns von anderen Gemeinden entgegengebracht werden.»

Ich denke da an die Kunstturnerin Ariella Kaeslin und den Mister Schweiz 2007, Tim Wielandt. Es gab auch andere schöne Momente, ohne dass die grosse Öffentlichkeit davon erfuhr. Seien dies die unzähligen Ehrungen von erfolgreichen Personen aus Gesellschaft, Kultur und Sport, die vielen guten Begegnungen in der Öffentlichkeit und die unzähligen Gespräche mit interessanten Persönlichkeiten, welche mich für den grossen Aufwand während meiner Präsidialzeit entschädigten. Wenn ich vielleicht ein Ereignis herauspicken möchte, dann

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Mit den Flötenvirtuosen Lady Jeanne und Sir James Galway.

Empfang für Kunstturnerin Ariella Kaeslin.

werden mir in bester Erinnerung bleiben» war dies die Ernennung der Ehrenbürgerschaft an den Künstler und Bildhauer Rolf Brem, die im vergangenen Jahr stattfand. Dieser bewegende Moment wird mir in bester Erinnerung bleiben. Wie erlebten Sie die Zusammenarbeit mit Ihren Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat? Mit der Bevölkerung, den Parteien, den Quartiervereinen und den Mitarbeitenden der Verwaltung inkl. Aussenstellen? Die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat war für mich zentral, damit ich mich in meiner Aufgabe als Gemeindepräsident so wohlfühlte. Der Gemeinderat ist absolut ideal zusammengesetzt, denn die unterschiedliche Herkunft und Ausrichtung der einzelnen Kolleginnen und Kollegen hilft sehr, die verschiedenen Anliegen der Bevölkerung in die Diskussion einbringen zu können. Dabei galt es eine zielführende Streitkultur zu entwickeln, die zu guten Lösungen führte. Diese erfolgreiche und erfüllende Arbeit werde ich sicher vermissen. Ich wollte von Anfang an die Quartiervereine und die Parteien in die politische Arbeit miteinbeziehen. Deshalb schufen wir eine neue Plattform, um die politischen Diskussionen an einem gemeinsamen Tisch führen zu können. 7

Seit 2005 führt der Gemeinderat zwei Mal im Jahr eine Konferenz mit den Präsidentinnen und Präsidenten der Ortsparteien und Quartiervereine durch. Trotz zum Teil unterschiedlicher Auffassungen empfand ich die Zusammenarbeit als gut und sachlich. Wir haben in Meggen eine sehr gute Verwaltung, die ihr Metier versteht und gute Arbeit kundenorientiert leistet. Dabei haben sie mich in meiner Aufgabe immer bestens unterstützt und ich konnte mich auf sie verlassen. So spüre ich eine zufriedene Bevölkerung, die weiss, dass sie für jeden Steuerfranken eine gute Dienstleistung erhält. Und alles zusammen bewirkt, dass man sich in Meggen wohlfühlen kann.

mit unsere Finanzen auch in Zukunft gut im Lot bleiben und wir unsere Aufgaben eigenständig weiterführen können.

Wie sehen Sie die Zukunft der Gemeinde Meggen? Dank der klugen Zonenplanung, die die Stimmbevölkerung letztes Jahr mit dem deutlichen JA bei der Totalrevisionsabstimmung unterstrich, wird Meggen auch künftig eine sehr lebenswerte Gemeinde bleiben. Allerdings werden unsere Nachbarn und der Kanton nicht müde, zusätzliche Finanzen von uns zu fordern. Mit jedem guten Finanzabschluss wird Wasser auf die Mühlen dieser Forderungen fliessen. Hier gilt es aufmerksam zu bleiben, da-

Interview: Kurt Rühle

«So spüre ich eine zufriedene Bevölkerung, die weiss, dass sie für jeden Steuerfranken eine gute Dienstleistung erhält.» Und wie sieht Ihre Zukunft aus? Ich werde mich, nebst meiner neuen beruflichen Ausrichtung, im Kantonsrat weiterhin für unsere schöne Gemeinde einsetzen. So hoffe ich auch, dass ich nebst diesen zwei grossen Aufgaben etwas mehr Zeit für mich und meine Familie finden werde.

Herzlichen Dank und alles Gute Gemeinderat und die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung danken Andreas Heer herzlich für seinen grossartigen Einsatz als Gemeindepräsident und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.

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NACHRICHTEN

Vergünstigungen für EL-Bezüger Auch im Jahr 2012 werden für Ergänzungsleistungsbezüger im AHV-Rentenalter die VBL-Mehrfahrtenkarten, zwei Zonen, durch die Gemeinde Meggen vergünstigt abgegeben (12 Franken anstelle 21 Franken). Ebenfalls wird weiterhin ein Beitrag an den Kauf von Monats- und Jahrespassepartouts geleistet. Die maximale Verbilligung beträgt pro Person und Kalenderjahr 200 Franken. Die vergünstigten Wertkarten sowie die Beiträge an die Passepartouts können am Schalter der Einwohnerkontrolle bezogen werden. Bitte nehmen Sie dazu den Zahlungsbeleg mit. Für weitere Auskünfte und Rückfragen steht Ihnen die Einwohnerkontrolle (Tel. 041 379 81 11) gerne zur as Verfügung.

Bezüger von Ergänzungsleistungen erhalten bei der Einwohnerkontrolle der Gemeinde Meggen weiterhin Vergünstigungen auf VBL-Abos und Wertkarten.

Rechnung 2011 der Gemeinde Meggen

Wieder erfreuliches Ergebnis Auch der Jahresabschluss 2011 ist sehr positiv und macht Freude. Ein ansehnlicher Ertragsüberschuss, weniger Aufwand als angenommen, aber auch das realisierte, beachtliche Investitionsvolumen prägen das Rechnungsergebnis 2011. Das erfreuliche Ergebnis 2011 ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Vor allem die Steuererträge des laufenden Jahres und die Sondersteuererträge, aber auch die Ausgabendisziplin haben wesentlich zum guten Resultat beigetragen. Die ordentlichen Steuereinnahmen des laufenden Jahres sind über den Erwartungen eingegangen. Der erneut rege Handel von Liegenschaften und Grundstücken führte zu wesentlich mehr Grundstück- und Handänderungssteuern. Die allgemein strikte Ausgabendisziplin hat sich sehr positiv ausgewirkt. Investitionen Zudem konnte ein beachtliches Investitionsvolumen von 5,1 Mio. Franken realisiert werden. Rund 30 Investitionen im Hoch- und Tiefbau wurden ausgeführt.

Gemeindeammann Arthur Bühler freut sich über das gute Ergebnis 2011. An der Gemeindeversammlung vom Montag, 07. Mai 2012, wird die Rechnung 2011 von den Stimmberechtigten der Einwohnergemeinde Meggen definitiv verabschiedet. Arthur Bühler, Gemeindeammann

Abbruch der Liegenschaft Eichweg 3: Warten auf Gerichtsurteil

Das Einfamilienhaus Eichweg 3 wurde ohne vorgängige Meldung an den Gemeinderat und ohne Bewilligung abgebrochen. Im Morgengrauen des 22. Januar 2008 hat die damalige Eigentümerschaft der Liegenschaft Eichweg 3 in

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Meggen das im kommunalen Inventar der schützenswerten Kulturobjekte aufgeführte Objekt illegal abgebrochen. Der Gemeinderat erstattete darauf eine entsprechende Strafanzeige. Nach langwierigen Untersuchungen und dem Erstellen eines aufwendigen Gutachtens hat das Amtsstatthalteramt Luzern im Februar 2010 den Beschuldigten wegen Sachbeschädigung und Widerhandlung gegen das Planungs- und Baugesetz verurteilt. Gegen das Einziehen des durch den Abbruch entstandenen Mehrwertes hat aber der Beschuldigte beim Obergericht Rekurs ein-

gelegt. Das Obergericht hat in der Folge die Akte dem Bezirksgericht Kriens zur Neubeurteilung zurückgewiesen. Das Gericht rollte den Fall ab Frühling 2011 mit einem neuen Gutachten von Neuem auf und musste dazu im Herbst 2011 zusätzlich ein Ergänzungsgutachten erstellen lassen. Nun liegen seit Dezember 2011 beim Bezirksgericht in Kriens alle notwendigen Beurteilungsunterlagen vor. Der Gemeinderat hofft sehr, dass in dieser leidigen Sache nun endlich ein der Straftat adäquates Urteil gesprochen wird. Arthur Bühler, Gemeindeamman

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NACHRICHTEN

Lärmsanierung Gemeindestrassen

Notwendige Massnahmen in Abklärung Bei einzelnen Liegenschaften an Gemeindestrassen in Meggen wird der Immissionsgrenzwert überschritten. Gegenwärtig wird abgeklärt, ob und in welcher Form Massnahmen ergriffen werden müssen. Die Eigentümer einer von Strassenlärm geplagten Liegenschaft haben grundsätzlich Anspruch darauf, dass bei ihrem Gebäude die Immissionsgrenzwerte (IGW) eingehalten werden. Im Fall der Gemeindestrassen gilt die Gemeinde als Lärmverursacher, sie ist also sanierungspflichtig. Die Lärmschutzverordnung (LSV) setzt für die Sanierung einen Termin bis 2018. In der Gmeindsposcht vom 01. Februar 2010 informierten wir Sie über den Start der Studie Lärmsanierung Gemeindestrassen. Per Ende 2011 wurde die Studie abgeschlossen. Massnahmen in Abklärung Bei einzelnen Liegenschaften an Gemeindestrassen ist der Immissionsgrenzwert (IGW) überschritten. Ob, und wenn ja, welche Massnahmen ergriffen werden müssen, ist im Moment noch in Abklärung. Gemäss Art. 14 LSV kann die Vollzugebehörde (Kanton) Erleichterungen gewähren (d.h. die Überschreitung des IGW akzeptieren), wenn die Sanierung unverhältnismässige Betriebseinschränkungen oder Kosten

Wichtiges Planungswerk der Gemeinde: Thomas Wettstein, Leiter Planung und Bau, erläutert an einer Karte die Gesamtrevision der Ortsplanung.

Wichtige Bauvorhaben weiterhin blockiert Ortsplanung und Golfplatzprojekt Meggen können nach wie vor nicht wunschgemäss umgesetzt werden, weil vor Verwaltungsgericht immer noch Beschwerden hängig sind. Klar und deutlich haben die Megger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 13. Juni 2010 der Totalrevision der Ortsplanung an der Urne zugestimmt und am 28. November 2010 die

verursachen würde. Sobald diese Fragen beantwortet sind, geht der Bericht in die kantonale Vorprüfung und

Teiländerung Ortsplanung Golfplatz ebenfalls klar angenommen. Der Regierungsrat hat in der Folge beide Ortsplanrevisionen genehmigt. Gegen beide Regierungsratsentscheide sind Beschwerden eingegangen, die nach wie vor beim Verwaltungsgericht hängig sind. Der Gemeinderat und das Bauamt setzen alles daran, um die Situatw tion zu bereinigen.

wird anschliessend öffentlich aufgelegt. Thomas Wettstein, Leiter Planung/ Bau

Verkehrsberuhigung auch im Lerchenbühlquartier in Meggen Auf Anregung diverser Anwohner und mit grosser Zustimmung des Quartiervereins Lerchenbühl-Meggenhorn (Generalversammlung vom 09. Mai 2011) hat die Gemeinde die Einführung von Tempo 30 im Lerchenbühlquartier geplant. Bauprojekt bewilligt Die neue Regelung umfasst den Abschnitt von der Lerchenhalde bis zur Einmündung in die Kantonsstrasse inklusive der seitlichen Quartier-

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strassen. Die kantonale Verfügung ist bereits erfolgt und tritt in Kraft, sobald die Signale aufgestellt sind. Am 11. Januar 2012 bewilligte der Gemeinderat das entsprechende Bauprojekt, nachdem eine Einsprache gütlich erledigt werden konnte. Mit der Signalisation von Tempo 30 müssen gleichzeitig bauliche Massnahmen umgesetzt werden, welche die Einhaltung der Geschwindigkeitslimite unterstützen. Es handelt sich um diverse Fahrbahnveren-

gungen, namentlich bei den «Eintrittspforten» in die Tempo-30-Zone. Ausserdem werden die Trottoirs beim Lerchenplatz und Arnikaweg durchgängig gemacht, womit die Sicherheit für die Kinder deutlich verbessert werden kann. Es wird mit Kosten von rund Fr. 170 000.– gerechnet. Die Umsetzung erfolgt im Frühjahr 2012. Thomas Wettstein, Leiter Planung/ Bau

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NACHRICHTEN

Wasserversorgung Meggen

Das überlebenswichtige Gut Wasser … …wird über 20 km nach Meggen transportiert. Das qualitativ hochwertige Trinkwasser der Wasserversorgung Meggen liefern wir Ihnen in genügender Menge und guter Qualität nach Hause.

dem Strombedarf für rund 23 durchschnittliche Haushalte in der Schweiz. Infrastrukturerneuerung 2011 Die Hauptleitung in der Heckenriedund Seeacherstrasse wurde auf rund 380 m erneuert. Zusammen mit anderen Sanierungsobjekten wurde die Hauptleitung in der Hochrütihalde saniert und jene in der Lerchenhalde auf rund 370 m ersetzt. Infolge von Leitungsbrüchen wurden 160 m Hauptleitung in der Adligenswiler- und Obermattstrasse wieder erstellt, sowie 120 m Hauptleitung im Lettenrain. Dazu kamen verschiedene Leitungserneuerungen wegen privaten Neubauten und kleinen Sanierungen.

Die Mitarbeiter der Wasserversorgung Meggen stehen an 365 Tagen im Jahr für Sie im Einsatz. Trinkwasserqualität und chemische Beurteilung Das Trinkwasser wird ständig durch eine ultraviolett-Bestrahlung im Schieberschacht Merlischachen und im Reservoir Tschädigen entkeimt. Es wird auf dem Gemeindegebiet bakteriologisch und chemisch durch die Dienststelle Lebensmittelkontrolle geprüft. Zusätzlich wird das Wasser im Quellgebiet in Lauerz durch die Kantonschemiker der Urkantone kontrolliert. Unser qualitativ hochstehendes Wasser entspricht somit jederzeit den gesetzlichen Anforderungen. Die chemische Beurteilung ergibt, dass das Wasser als weich klassifiziert wird. Die Gesamthärte beträgt 13 frz H° (französische Härte) oder ca. 7.4 dt H° (deutsche Härte). Weitere Infos finden Sie unter www.meggen.ch. Wasserbezug und ökologische Stromproduktion Ende Dezember 2011 konnte die Wasserversorgung 6689 Personen auf dem Megger Gemeindegebiet mit Wasser versorgen. Dieses Jahr stamm-

Hausanschluss mit neuem Erdungsband (Erdungen auf neue Wasserleitungen sind heute nicht mehr möglich) ten 718 857 m3, resp. 86,6 % aus dem Quellgebiet Lauerz. Aufgrund der sehr trockenen Witterung im November und Dezember mussten 111 443 m3 von benachbarten Wasserversorgungen bezogen werden. Das Megger Wasser wird nicht nur in die Haushalte geliefert. Die beiden Kleinkraftwerke in Lauerz und in Meggen produzierten zusätzlich auch 116 060 kWh Öko-Strom für das öffentliche Stromnetz. Dies entspricht

Wasserversorgung Meggen: Projekte 2012 Zusammen mit der Strassensanierung des Waldabschnittes der Zufahrt zum Meggenhorn wird in diesem Strassenteil die Hauptleitung ersetzt. Dazu beginnt die Erstellung der Radverkehrsanlage der Kantonsstrasse im Abschnitt Adligenswilerstrasse bis Kantonsgrenze. In diesem Abschnitt wird die Wasserver-

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sorgung Meggen einige Leitungen sanieren. Auf der Strecke der Transportwasserleitung (TWL) Lauerz– Meggen muss aufgrund eines Bundesprojektes die Leitung umgelegt werden. An anderen Orten wird zusammen mit Strassensanierungen die TWL in diesen Abschnitten ersetzt. Tobias Widrig

Erdung Es ist möglich, dass gemäss vergangener Praxis die Erdung ihres Gebäudes an eine Wasserleitung führt. Der Einsatz von neuen Rohrmaterialien mit isolierenden Beschichtungen führt zum Verschwinden der elektrischen Längsleitfähigkeit des Rohrleitungsnetzes. Wenn eine Wasserleitung zu Ihrem Gebäude saniert wurde, ist die Erdungsanlage Ihres Gebäudes nicht mehr funktionsfähig. Versicherung Der Hauswasseranschluss ist ab der Hauptleitung im Eigentum des Grundstückbesitzers. In letzter Zeit fiel der Wasserversorgung auf, dass teilweise keine Versicherungen für Leitungsbrüche auf privatem Grund bestehen. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, überprüfen Sie bei Gelegenheit Ihre Versicherung. Verständnis Erneuerungen, Sanierungen und Leitungsbrüche sind unvermeidbar. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis für die Unannehmlichkeiten und Behinderungen … denn wir arbeiten für Sie! Tobias Widrig, Bauamt

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NACHRICHTEN

Wasserversorgung Meggen

Sanierung Trinkwasserleitung Lerchenhalde Die einzige Verbindungsstrasse ins Quartier Altegghalde mit den engen Platzverhältnissen wurde zur logistischen Herausforderung für alle Baubeteiligten. Die rund 370 Meter lange, ca. 60 Jahre alte Hauptleitung in der Lerchenhalde entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer «tickenden Zeitbombe». Die Lerchenhalde weist einen minimalsten Strassenoberbau auf, welcher aufgrund des Verkehrs stark gelitten hat. Jährlich ein bis zwei Leitungsbrüche prägten diesen Leitungsabschnitt. Mit dem Ersatz der Hauptleitung der Wasserversorgung wird durch die Strassengenossenschaft der Strassenoberbau saniert. Um die Intervention der Feuerwehr im Quartier Altegghalde zu ge-

währleisten, wurde ein Lager mit allen notwendigen Einsatzgerätschaften vor Ort in einem Lagercontainer eingerichtet.

Schieberkombination auf Hauptleitung für Hausanschlüsse.

Termingerecht abgewickelt Im Bauprogramm war für die Hauptbauarbeiten eine Bauzeit von drei Monaten, Oktober bis Dezember 2011, vorgesehen. Termingerecht wurden die letzten Wasserleitungsrohre in der Vorweihnachtswoche im Graben verlegt und die Lerchenhalde anschliessend wieder dem Verkehr übergeben. Verschiedene kleinere Grabarbeiten für diverse Werke und die bituminösen Belagsarbeiten werden im Frühling 2012 in Angriff genommen und dauern je nach Witterung drei bis vier Wochen. Tobias Widrig

Instandsetzung Hochrütihalde: Sichtbare und unsichtbare Schäden In der Hochrütihalde wurden auf engstem Raum sämtliche Versorgungs- und Entsorgungsleitungen saniert. Zusätzlich wird die Hochrütihalde im unteren Teil mit LED-Leuchten ausgestattet. Sichtbar an der Strassenoberfläche sind viele Belagsrisse und -flicke, eine stark unebene Fahrbahn und eine alte, teils an Holzpfosten montierte Beleuchtung. Sichtbare Schäden

Unsichtbare Schäden

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Schadhafte Kanalisation Unsichtbar unter der Oberfläche besteht eine schadhafte Kanalisation sowie eine in die Jahre gekommene Wasserleitung. Mit dem Projekt werden die erwähnten Schäden behoben und seitens Wasserversorgung vorausschauend Leitungsbrüche vermieden. Die alte Kanalisation wird ersetzt und mit einer zweiten Leitung gleichzeitig die Trennung von Schmutz- und Meteorwasser eingeführt. Beide Leitungen führen zu den vorbereiteten Anschlüssen in der

Kreuzbuchstrasse. Parallel dazu wird die bestehende Wasserleitung durch eine neue ersetzt und die Hausanschlüsse werden bis zu den Parzellengrenzen erneuert. In den untersten 40 m der Strasse ist das Verlegen der neuen Leitungen eine grosse Herausforderung, weil weitere Kabelrohre und Schächte der CKW, TelcomCablenet und Swisscom kaum Platz lassen. Alle Kandelaber der Strassenbeleuchtung werden erneuert und unterirdisch verkabelt. Um die Schneeräumung mit dem Pflug zu optimieren und die Zufahrt für die Feuerwehr zu verbessern, wird im Frühling 2012 die sogenannte Harnadelkurve im mittleren Bereich gegen aussen leicht verbreitert. Anschliessend werden die restlichen Arbeiten ausgeführt und der Deckbelag eingebaut. Am Ende der Bauarbeiten werden 175 m Strasse und Leitungen der Hochrütihalde instandgesetzt sein. Tobias Widrig, Bauamt

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Bevölkerungsstatistik

Einwohnerzahl steigt weiterhin moderat an Ende Dezember 2011 wohnten 6689 Personen in Meggen. Das sind 84 Ein-

wohnerinnen und Einwohner mehr als ein Jahr zuvor. Die Grafik zeigt, dass

die Einwohnerzahl von Meggen seit Jahren moderat ansteigt.

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

6369

6426

6431

6478

6521

6605

6689

6700 6500

6000

Schweizer/Ausländer: Den 86,77 % (5804) Schweizerinnen und Schweizern stehen 13,23 % (885) Ausländerinnen und Ausländer gegenüber. Die stärksten Ausländerkontingente stellen Deutschland (386), Italien (55) und die Niederlande (50).

Meggen ist eine beliebte Wohngemeinde: Begrüssung der Neuzuzüger durch den Gemeinderat in der Villa St. Charles Hall.

Aufteilung nach Geschlecht: In der Gemeinde leben auch weiterhin mehr Frauen als Männer. 3480 Personen (52 %) sind weiblich, 3209 Personen (48 %) männlich. Aufteilung nach Zivilstand: Ende Dezember 2011 waren innerhalb der Gemeinde Meggen • 2638 Personen ledig (im Vorjahr 2601) • 3109 Personen verheiratet (3082) • 421 Personen verwitwet (424) • 507 Personen geschieden (488) • 14 Personen in eingetragener Partnerschaft (10)

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Konfessionen: Die Aufteilung nach Konfessionen zeigte Ende Jahr das folgende Bild: • 4007 Personen oder 60 % römisch-katholisch • 1204 Personen oder 18 % evangelisch-reformiert • 14 Personen oder 0,21 % christkatholisch • 2,96 % der Meggerinnen und Megger gehören einer anderen Konfession an • 1261 Meggerinnen und Megger oder 18,85 % sind konfessionslos.

Alter in Meggen: Die ältesten Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde sind 103 und 104 Jahre alt. Arbeitslosenstatistik: Am Ende des Jahres 2011 registrierte das Arbeitsamt Meggen insgesamt 71 arbeitslose Personen (36 Frauen und 35 Männer). Das sind etwa gleich viele wie am Ende des Vorjahres 2010 (67).

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Die Gemeinde im Zahlenspiegel

Das Jahr 2011 in Zahlen Eheschliessungen Mit 26 Eheschliessungen wurde 2011 ein durchschnittliches Ergebnis erzielt, wie die Statistik der letzten Jahre zeigt. Und dies trotz des magischen «Hochzeitsdatums» des 11.11.11. 2011 2010 2009 2008 2007 2006

26 30 46 25 31 25

Total 58 52 60 51 47 66

(Knaben / Mädchen) (28/30) (28/24) (27/33) (27/24) (25/22) (36/30)

Todesfälle Im Jahr 2011 sind 56 Einwohnerinnen und Einwohnerinnen von Meggen gestorben; 27 Frauen und 29 Männer. Das Durchschnittsalter betrug 81 Jahre. Zehn Frauen und zwei Männer wurden über 90-jährig. Jahr 2011 2010 2009 2008 2007 2006

Todesfälle (Männer / Frauen) 56 (29/27) 52 (24/28) 65 (30/35) 47 (25/22) 57 (28/29) 48 (16/32)

Einbürgerungen Im Jahr 2011 wurden in Meggen 51 Schweizerinnen und Schweizer (inkl. 12 Kinder) sowie acht Ausländerinnen und Ausländer (inkl. drei Kinder) eingebürgert. 2011 2010 2009 2008 2007 2006

Total 59 30 58 69 39 57

Die Mitglieder des Gemeinderates haben sich im Jahr 2011 zu insgesamt 38 Sitzungen mit einer Gesamtdauer von 176 Stunden getroffen. Dabei wurden 301 Beschlüsse gefasst (Vorjahr 298). Es erfolgten zudem 981 Kenntnisnahmen (934) und 41 freie Aussprachen (34).

Bestattungen im Jahr 2011 in Meggen

Geburten 58 Neugeborene (28 Knaben und 30 Mädchen) erblickten im Jahr 2011 das Licht der Welt. Wir heissen die neuen Megger Erdenbürger herzlich willkommen und gratulieren den Eltern zum Nachwuchs. 2011 2010 2009 2008 2007 2006

An 38 Sitzungen 301 Beschlüsse gefasst

(SchweizerInnen / AusländerInnen) (51/8) (24/6) (47/11) (62/7) (26/13) (46/11)

Auf den Megger Friedhöfen fanden im vergangenen Jahr 47 Beisetzungen statt (27 Frauen und 20 Männer), davon zehn Erdbestattungen, 26 Urnenbeisetzungen und 11 Aschenbeisetzungen im Gemeinschaftsgrab. Weitere Beisetzungen fanden zusätzlich auswärts statt.

Das Betreibungsamt Meggen im Jahr 2011 Betreibungsbeamter Roger Walzer hat dem Obergericht des Kantons Luzern die statistischen Angaben des Betreibungsamtes Meggen eingereicht. Für das Jahr 2011 zeigt sich folgendes Bild (Klammer Vorjahr): Ausgestellte Zahlungsbefehle: 1090 (945) Pfändungen: 396 (341) Verwertungen (bewegliche Sachen und Forderungen): 236 (209) Definitive Verlustscheine: 276 (212) Forderungsbetrag Verlustscheine: 55,96 Mio. Franken (25,9 Mio.)

Quelle: Zivilstandsamt Luzern/ Einwohnerkontrolle Meggen

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Palliative Care im Sunneziel

Begleitung in der letzten Phase des Lebens Die Palliative Care ist im Sunneziel in Meggen ein wichtiger Bestandteil in der Begleitung während der letzten Lebensphase. Zentrale Werte sind eine angemessene Symptombehandlung und emotionale Unterstützung, das Aufrechterhalten der Selbstbestimmung, eine sichere, geborgene Umgebung und Support für Angehörige. Wenn Menschen den letzten Abschnitt ihres Lebens erreichen, ist das Abschiednehmen für die ganze Familie eine schwere Zeit, die von unterschiedlichen Gefühlen und vielen Fragen bestimmt wird: Angst vor dem Verlust des geliebten Menschen; der Erleichterung, bald von Schmerzen und unerträglichen Belastungen erlöst zu sein; von Erinnerungen an gute und weniger gute gemeinsame Zeiten und von Gefühlen der Dankbarkeit für das, was die Partnerin, der Partner, die Mutter, der Vater oder der nahestehende Mensch einem im Leben bedeutet und gegeben hat. Oft ist diese Zeit des Abschiednehmens auch geprägt von Angst vor dem Tod und der Frage, was nach dem Tod kommt. Zusammenarbeit von Fachleuten Ein wichtiger Bestandteil in der Begleitung während der letzten Lebensphase im Sunneziel ist die Palliative Care. Palliative Care zeichnet sich aus durch die Zusammenarbeit von Fachleuten aus Medizin, Pflege, Haushaltshilfe, Physiotherapie, Ergotherapie, Sozialarbeit, Psychologie und Seelsorge. Sie bilden ein Netzwerk, welches schwer kranke und sterbende Menschen auffängt. Selbstbestimmung aufrechterhalten Wir engagieren uns dafür, dass unsere Bewohner-/innen trotz Krankheit und Abhängigkeit bis zum Schluss selbstbestimmt leben und ihr Leben würdevoll vollenden können. Dies erfordert eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Behandlung. Wir sorgen dafür, dass unsere Bewohner-/innen über ihre Ge14

Gaby Lehmann (links) und Heidi Weber informieren über Palliative Care im Sunneziel. sundheitsanliegen informiert sind und unterstützen ihre Entscheidungen. Dazu gehört eine einfühlsame Begleitung in der letzten Lebensphase und im Sterben. Diesen Wunsch haben wohl alle Menschen. Für die Pflege und Betreuung bedeutet dieser so selbstverständlich klingende Anspruch allerdings auch eine grosse Herausforderung. Symptombehandlung und emotionale Unterstützung An erster Stelle palliativer Betreuung steht die Linderung von Beschwerden, wie Schmerzen oder Atemnot und somit ein besseres Leben mit der Krankheit. Pflegepersonen, die einen Menschen in der letzten Phase des Lebens begleiten, sind stets zudem mit den Emotionen des Sterbenden, der Angehörigen, aber auch mit den eigenen Emotionen konfrontiert. Den Pflegenden werden eine Vielfalt von persönlichen, sozialen und fachlichen Fähigkeiten abverlangt, wenn schwer kranke, sterbende Menschen und ihre Angehörigen kompetent betreut und begleitet werden sollen. Um diesem Anspruch an einen professionellen und humanen Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen gerecht zu werden, sind die bewusste Auseinanderset-

zung und eine bedarfsgerechte Weiterbildung für die Verantwortlichen und das Personal der ganzen Institution nötig. Bereits im letzten Jahr haben wir deshalb im Sunneziel eine Standortbestimmung zur Qualität der erbrachten Leistungen durchgeführt und begonnen, Schulungen in Palliativ-Care durchzuführen. Das Thema wird uns längerfristig begleiten. Dabei wurde deutlich, dass sich die Pflegenden im Sunneziel gerne in der Pflege sterbender Menschen engagieren.

Die häufigsten Sorgen und Fragen von Angehörigen Was wird noch alles auf uns zukommen? Da die meisten Menschen in Institutionen sterben, haben viele Angehörige keine Kenntnisse über Alltags- und Verhaltensmuster bei der Betreuung sterbender Menschen. Hier ist es wichtig, die Ängste und Fragen der Angehörigen ernst zu nehmen und ihnen jeweils die pflegerischen Handlungen zu erklären. Am schlimmsten ist, dass sie mir so leid tut, wird sie Schmerzen haben? Es ist sehr belastend, einen geliebten Menschen leiden sehen zu müssen.

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Dabei werden oft Gefühle der Hilflosigkeit ausgelöst. Angst davor, dass die geliebte Person unter unerträglichen Schmerzen leiden muss, ist hierbei eine sehr zentrale Angst von Angehörigen. Daher ist die Aufklärung über die Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie sehr wichtig mit dem Ziel, alles daran zu setzen, eine möglichst schmerzfreie Situation für die Bewohnerinnen und Bewohner zu erlangen. Ich verliere nicht nur meinen Mann, in meinem Leben wird nichts mehr so sein wie davor! Dies bedeutet einen schmerzlichen Verlust. Hier können pflegende Betreuungspersonen unterstützend wirken, indem sie mithelfen, eine Kommunikation mit den betroffenen Verwandten, Nahestehenden und Nachbarn aufrecht zu halten oder diese in Gang zu setzen. Wichtig ist hierbei, dass die Angehörigen eine Möglichkeit haben sollen, Gefühle zuzulassen und auszudrücken, um sich innerlich auf das Sterben vorzubereiten. Wenn ich mehr gedrängt hätte, zum Arzt zu gehen, wäre die Erkrankung vielleicht noch heilbar gewesen. Viele Angehörige quälen sich mit dem subjektiven Gefühl, Wichtiges versäumt zu haben und eventuell nicht alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben. Hier gilt es, mit den Angehörigen klärende Gespräche zu führen, um ihnen die «Schuldgefühle» zu nehmen. «Wie zu Hause» sterben Der Wunsch, ich möchte zu Hause sterben, ist verständlich und ein Anliegen der meisten Menschen. Es kann nirgends sonst die Privatsphäre so gut gelebt werden, wie zu Hause. Intensive Gespräche, Emotionen, Gefühle etc. können hier eher zugelassen werden, als z.B. im Spital oder im Alters-und Pflegeheim mit Bettnachbarn, deren Besucher oft als störend empfunden werden. Auch Angehörige möchten dem nahestehenden Menschen «wie zu Hause» nahe sein, 15

fühlen sich aber manchmal in dieser Situation überfordert. Im Sunneziel achten wir daher darauf, dass die Privatsphäre der sterbenden Person und ihrer Angehörigen gewahrt wird. Die sterbende Person wird gegen Dritte abgeschirmt. Sie und ihre Angehörigen werden von einer Bezugsperson betreut. Es wird eine vertrauensvolle, sichere Atmosphäre geschaffen. Die Betroffenen können so die letzte Lebenszeit im vertrauten Kreise ihrer Angehörigen verbringen, was dem Wunsch der meisten Menschen entgegenkommt. Wenn Angehörige fehlen oder andere familiäre Verpflichtungen und die geografische Distanz es schwierig machen, für die sterbende Person da zu sein, sorgen wir dafür, dass dennoch dem Wunsch, nicht einsam zu sterben, entsprochen wird. Es sind dann Freiwillige oder ehrenamtliche Helferinnen im Einsatz, welche die Betroffenen einfühlsam begleiten. Somit können auch Angehörige entlastet werden. Dazu gehört auch, dass die Pflegenden über den Zustand und die Lebensgeschichte des Sterbenden gut informiert sind. Sie wissen und erfassen laufend, was die Schwerkranken sich wünschen, was ihnen in den letzten Monaten, Tagen, Stunden wichtig ist und Kraft gibt. Dabei ist eine Patientenverfügung wichtig, die die Sterbenden in «guten Zeiten» ausgefüllt haben. Es gibt keine unnötigen Spitaleinweisungen, keinen Ortswechsel, welche die so sehr ersehnte Ruhe stören. Wenn wir uns alle auf das Ruhebedürfnis einlassen und in stiller Anteilnahme anwesend sind, so drückt das stille Beisammensein ein Miteinander aus, das tiefer und verbindender nicht sein kann. Wir schöpfen daraus Kraft und Frieden, welche uns motivieren für die weiteren anspruchsvollen Aufgaben. Gaby Lehmann, Bereichsleitung Pflege und Betreuung Heidi Weber, Pflegeexpertin MScN

Was bedeutet Palliative Care? Im Zusammenhang mit schwer kranken oder betagten Menschen im letzten Lebensabschnitt werden Begriffe wie Palliativmedizin, Palliativpflege, Sterbebegleitung oder Hospiz verwendet. Alle diese Begriffe sind Teil der «Palliative Care». Darunter versteht man alle Massnahmen, die das Leiden eines unheilbar kranken oder betagten Menschen lindern und ihm so eine bestmögliche Lebensqualität bis zum Ende verschaffen. Was bewirkt Palliative Care? In der Pflege besteht ein Zusammenspiel von kurativen (heilenden) und palliativen (lindernden) Massnahmen. Gegen das Lebensende rückt die palliative Behandlung (Schmerzen lindern) ins Zentrum der Betreuung. Das erfordert eine umfassende Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden im pflegerischen, sozialen, psychologischen, spirituellen und ärztlichen Bereich. Wann beginnt Palliative Care? Die Diagnose «unheilbar krank» oder«dem Sterben nahe» verändert das Leben. Für die Betroffenen, aber auch für ihre Angehörigen folgt oft eine belastende, schwierige Phase des Lebens. Schmerzen, andere körperliche Beschwerden und seelische Belastungen prägen den Lebensalltag. Die heilende (kurative) Medizin und die Palliative Care, die sich als Bestandteile der modernen Medizin sinn- und wirkungsvoll ergänzen, verfolgen in dieser Lebensphase ein gemeinsames Ziel: die Linderung von Schmerzen und anderen belastenden Beschwerden sowie eine psychologische und spirituelle Begleitung der Patienten. Weitere Informationen finden Sie unter www.palliativ.ch.

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06. Mai 2012: Neuwahl Gemeinderat, Controlling-Kommission und Schulpflege

Wichtige Hinweise für Gemeindewahlen Am 06. Mai 2012 finden die Neuwahlen des Gemeinderates, der Controlling-Kommission und der Schulpflege statt. Ein allfälliger zweiter Wahlgang ist auf den 17. Juni 2012 terminiert. Die Controlling-Kommission und die Schulpflege können in stiller Wahl gewählt werden, der Gemeinderat nicht. Einreichung der Wahlvorschläge Wahlvorschläge müssen spätestens am Montag, 19. März 2012, 12.00 Uhr, bei der Gemeindekanzlei Meggen, Am Dorfplatz 3, 6045 Meggen, eintreffen. Wahlvorschläge sind durch mindestens zehn Stimmberechtigte zu unterzeichnen. Jeder Stimmberechtige kann pro Wahl nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen und seine Unterschrift nach der Einreichung des Wahlvorschlages nicht mehr zurückziehen.

Gemeindewahlen: Infoveranstaltung Die Ortsparteien und der lokale Gewerbeverein führen am Dienstag, 27. März 2012, 19.15 Uhr, Aula Hofmatt 3, eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung durch. Das Programm: • Vorstellung der Kandidierenden für die Controlling-Kommission und die Schulpflege • Themendiskussion mit den Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat • Gedankenaustausch bei einem Apéro mit den Kandidatinnen und Kandidaten. rü Es wird auf die Wahlanordnungen im Anschlagkasten und auf der Website

www.meggen.ch verwiesen. Wahlvorschlagsformulare können bei der Gemeindekanzlei bezogen werden. Gemeinsamer Wahlversand Auf Wunsch einer Mehrheit der Ortsparteien organisiert die Gemeinde auch für die Gemeindewahlen einen gemeinsamen Wahlversand. Ziel dieses Versandes ist es, dass die Stimmberechtigten einen Grossteil der Wahlwerbung zusammen erhalten. Die Zustellung erfolgt um Ostern mittels einer Haushaltsauflage in einem unadressierten B5-Kuvert. Interessierte Gruppierungen oder Einzelpersonen, welche sich am gemeinsamen Wahlversand beteiligen möchten, melden sich bitte bis am 20. März 2012 bei der Gemeindekanzlei. Wir freuen uns auf eine hohe Stimmbeteiligung. uf

Empfang am 05. Februar 2012 durch den Gemeinderat in der Villa St. Charles Hall

Neuzuzüger herzlich willkommen geheissen Der traditionelle Neuzuzüger-Apéro der Gemeinde ermöglichte den rund 140 Gästen in der Villa St. Charles Hall faszinierende Ein-, Aus- und Augenblicke. Nach einem einjährigen Unterbruch – bedingt durch die Umbauarbeiten – fand der Neuzuzüger-Apéro der Gemeinde am Sonntag, 05. Februar 2012, wieder in der Villa St. Charles Hall statt. Am ungezwungenen Anlass, welcher durch den Männerchor Meggen musikalisch umrahmt wurde, zeigten die Damen und Herren Gemeinderäte den Neuzuzügern die prachtvollen Säle der Villa St. Charles Hall. Sie informierten über ihre Tätigkeit und präsentierten audiovisuell die vielen attraktiven Besonderheiten der Gemeinde Meggen. Die Gäste kamen so in den Genuss von interessanten Einblicken 16

(Informationen), sehenswerten Ausblicken (Besichtigung) und stimmungsvollen Augenblicken (Apéro mit

Megger Schlosswein und Fischknusperli aus einheimischen Felchen). Daniel Ottiger, Gemeindeschreiber

Stilvolle Ambiance in der Villa St. Charles Hall: Der Gemeinderat (links auf der Treppe) heisst die Neuzuzüger herzlich willkommen.

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1500 Franken für den Wittlich-Maurer-Fonds Das Team der Luzerner Kantonalbank, Zweigstelle Meggen, betreute auch am letztjährigen Weihnachtsmarkt auf dem Megger Dorfplatz mit Erfolg einen gutbesuchten und beliebten Raclette-Stand. Der Erlös geht an einen sehr guten Zweck Den Erlös von 1500 Franken überreichten Zweigstellenleiter Thomas Vogel und sein Team der Sozialvorsteherin Mirjam Müller-Bodmer für den Wittlich-Maurer-Fonds. Mit diesem Fonds unterstützt die Gemeinde Kinder und Familien aus Meggen in schwierigen finanziellen Verhältnissen. rü

Thomas Vogel, Zweigstellenleiter der Luzerner Kantonalbank in Meggen, überreicht Sozialvorsteherin Mirjam MüllerBodmer den Check.

Ökovernetzungsprojekt

Schwerziried: Neues Gewässer in Meggen Der fast vollständig verlandete Weiher im Schwerziried wurde erneuert und massiv vergrössert. Das schafft neue Lebensräume. Beim Schwerziried, einem bedeutenden Naturschutzgebiet im Meggerwald, wurde über den Winter ein neuer Lebensraum für Pflanzen und Tiere, besonders Amphibien, geschaffen. Der kleine, 1973 von der Gemeinde angelegte und inzwischen fast vollständig verlandete und durch Wald bald zugewachsene Tümpel wurde erweitert. Dafür musste vorerst der Wald zurückgedrängt und ausgelichtet werden. Dies ermöglicht die wichtige Besonnung der Wasserflächen. Der bestehende Weiher wurde ausgehoben, vergrössert und vom Wasserdurchfluss entkoppelt, damit sich künftig kein Geschiebe mehr ablagert. Ergänzend dazu wurde der Bachgraben oberhalb erweitert und eingestaut, sodass dieser als Geschiebesammler dient. Kanton unterstützt Projekt finanziell Im Gewässer, beziehungsweise in der Umgebung, leben Grasfrösche, Erdkröten, Bergmolche und Feuersala17

Der bestehende Weiher im Schwerziried wurde deutlich vergrössert. So hat die Gemeinde einen neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere geschaffen. mander, aber auch Ringelnattern, Eidechsen und Libellen. Mit der Aufwertung kann auch der Wasserfrosch von einem besseren Laichgewässer profitieren. Das Projekt wurde betreut vom Biologen Thomas Röösli, Luzern, und wird zu einem grossen Teil vom Kanton finanziert, welcher solche Weiheraufwertungen fördert. Die Massnahme ist auch Teil der Umsetzung des seit 2010 laufenden Ökovernetzungsprojektes Meggen und wurde von der

Natur- und Umweltschutzkommission sehr begrüsst. Vorerst sollten beim neuen Weiher keine weitern Massnahmen nötig sein, eine regelmässige Pflege ist aber sicherzustellen. Auf eine Bepflanzung kann laut Projektleitung verzichtet werden, die Vegetation sollte sich im Frühling von alleine einstellen. Josef Scherer, Gemeinderat Umwelt/ Sicherheit

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Enge Zusammenarbeit mit Gemeindeverband real

Neuerungen in der Abfallwirtschaft ab 2013 In Meggen wird ab 2013 Hauskehricht, Grüngut, Papier und neu auch Karton gemeindeübergreifend durch real gesammelt. Die bediente Sammelstelle Werkhof wird neu nach einheitlichem Standard von real betrieben. Meggen arbeitet in der Abfallwirtschaft seit einigen Jahren noch enger mit den weiteren Agglomerationsgemeinden zusammen, und zwar im Gemeindeverband real (recycling entsorgung abwasser luzern). So werden der Transport und die Verbrennung des Hauskehrichts durch real organisiert, ebenso wie die Verwertung aller im Werkhof gesammelten Fraktionen, wie Altholz, Papier, Metall, Glas, Alu/Weissblech und vieles mehr. Dank der Zusammenarbeit und Optimierung bei Transport und Vermarktung der Fraktionen konnten die Kehricht-Grundgebühren in den letzten Jahren schon markant gesenkt werden. Ab nächstem Jahr wird die Abfallwirtschaft noch mehr in die Verantwortung von real delegiert. Das haben die Verbandsgemeinden beschlossen und auch die Gemeindeversammlung Meggen hat einem neuen regionalen Abfallreglement bereits im Jahr 2008 zugestimmt. Neu: Monatliche Kartonsammlung Ab Januar 2013 wird neben dem Hauskehricht neu auch das Altpapier und das Grüngut durch real gemeindeübergreifend gesammelt und verwertet. Und neu wird eine monatliche Kartonsammlung eingeführt. Papier wird weiterhin monatlich gesammelt. Für das Grüngut gilt der wöchentliche Sammelrhythmus nur noch von März bis Oktober, während der Wintermonate wird aufgrund der reduziert anfallenden Mengen alle zwei Wochen gesammelt. Für Hauskehricht gilt weiterhin der wöchentliche Sammeltournus. Ändern können allenfalls die Sammeltage, über die Daten wird im real18

Je nach Entwicklung der gesammelten Mengen sind später Optimierungen denkbar. Die bediente Sammelstelle beim Werkhof wird ab 2013 von real betrieben, nach einem für alle Sammelstellen in der Region geltenden Standard und Erscheinungsbild. Das Personal wird von der Gemeinde Meggen gestellt, die Werkhof-Angestellten sind künftig somit teilzeitlich für real tätig, die Kosten werden der Gemeinde abgegolten.

Werkhof der Gemeinde Meggen: Die bediente Sammelstelle wird ab 2013 von real betrieben. Abfallkalender im Herbst informiert. Die Sammelrouten und Sammelpunkte bleiben bestehen, im Laufe der Zeit sind aber je nach Erfahrung Optimierungen möglich. Gemeindeübergreifende Sammelrouten Die Sammlung erfolgt künftig durch eigene Fahrzeuge von real, welche von den beauftragten Transportunternehmen Heggli AG und Leisibach AG zugemietet werden. Die Delegierten von real haben im Herbst 2011 einem Kredit von 5,6 Mio. Franken für den Kauf von 14 topmodernen Fahrzeugen bewilligt. Diese werden sowohl für Kehricht, wie Grüngut, Papier und Karton eingesetzt. Modernste Elektronik erlaubt es, jederzeit den Standort und den Ladezustand des Fahrzeuges zu eruieren. Ein Fahrtenmanagement optimiert gemeindeübergreifend die Sammelrouten. real betreibt neu Sammelstellen Die unbedienten Sammelstellen für Altglas, so im Bächtenbühl, Balm, Lerchenbühl und an der Seestrasse werden ebenfalls von real betreut und bleiben vorderhand bestehen.

Vergleichbare Leistungen im ganzen real-Gebiet Grundsätzlich gilt, dass ab 01. Januar 2013 im ganzen real-Gebiet vergleichbare Leistungen angeboten werden. Auf den Sammelstellen gilt ein einheitlich hoher Standard. Die einzelnen Fraktionen sind in der regionalen Abfallverordnung definiert, für den Werkhof Meggen dürfte es kaum Änderungen geben, da bisher schon sehr viele Fraktionen angenommen wurden. Neu kann ab 2013 jeder real-Einwohner in jeder bedienten Sammelstelle zu den gleichen Bedingungen Wertstoffe abgeben. Die künftigen Öffnungszeiten im Werkhof Meggen sind noch genau zu bestimmen, wobei die schon jetzt sehr hohe Kadenz und das beschränkte Platzangebot zu berücksichtigen sind. Ausbau der Dienstleistungen, weniger Kosten Zusammenfassend werden die Neuerungen in der Abfallwirtschaft für Meggen eine Ausdehnung der Dienstleistungen und dank der Optimierung der Logistik grosse ökologische und finanzielle Vorteile bringen. Die Kosten der Abfallwirtschaft können so künftig deutlich gesenkt werden. Eine regionale Zusammenarbeit also, die sich für alle und die Umwelt lohnt. Josef Scherer, Gemeinderat Umwelt/ Sicherheit

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Energiefonds der Gemeinde

Die Solarenergie verstärkt nutzen Meggen setzt auf Förderanreize für Sonnenenergie, für Warmwasser und die Stromproduktion. Weiter gefragt sind auch die vielfältigen Förderprogramme für mehr Energieeffizienz. Eingesparte Energie ist die günstigste Energie. Deshalb setzt Meggen in der Energiepolitik primär auf die Förderung von mehr Energieeffizienz. Zum Beispiel durch finanzielle Anreize für den Ersatz von stromfressenden Haushaltgeräten oder die Wärmedämmung von Gebäuden. Die Förderprogramme sind rege gefragt (siehe Kasten rechts). Erneuerbare Energien Es ist aber auch sinnvoll, auf erneuerbare Energien zu setzen. Meggen unterstützt deshalb seit Jahren solarthermische Anlagen, die Umstellung auf Holzheizungen, Wärmepumpen, Biogas-Autos, Elektrovelos und seit letztem Herbst auch photovoltaische Anlagen für die Stromproduktion auf privaten Häusern. Förderanreize Vor allem die Bereitung von Warmwasser aus Energie der Sonne statt mit Öl, Gas oder Strom macht Sinn, weil so sehr viel fossile Energie oder Strom eingespart werden können. Dank den Förderanreizen von Kanton und Gemeinde ist das nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftlich empfehlenswerte Massnahme, wie das Beispiel rechts

Meggen: Gefragte Förderprogramme Seit Lancierung der verschiedenen Förderprogramme wurden folgende Gesuche gestellt und bewilligt (Stand Januar 2012). Finanziert werden die Massnahmen aus dem Energiefonds der Gemeinde Meggen. Anzahl Kühlgeräte (ab 2008) Tumbler/Raumlufttrockner Kaffeemaschinen Anschluss Brauchwasser an Wärmepumpe WP Waschmaschinen (ab 2010) Umwälzpumpen bei Heizungen Anschluss Geschirrspüler an WP Energieberatungen Gebäude-Energieausweis (GEAK) Biogas-Fahrzeuge E-Bikes Gebäudesanierungen Thermische Solaranlagen (seit 2006) Holzheizungen (seit 2010) Wärmepumpen Umstellung (seit 2010) Sanierung Minergie Fotovoltaik (seit September 2011)

aussen (Berechnung Solaranlage in Meggen) zeigt. Josef Scherer, Gemeinderat Umwelt/ Sicherheit und Energiebeauftragter Weitere Infos zu den Förderprogrammen Meggen: www.meggen.ch, Link Energiestadt Förderprogramm2012

Solartag: 05. Mai 2012 auf dem Dorfplatz Auch dieses Jahr organisiert die Natur- und Umweltschutzkommission Meggen wieder einen Solartag; am Samstag, 05. Mai 2012, von 10.00 bis 13.00 Uhr auf dem Dorfplatz. Hier können sich Interessierte von Fachleuten viele Infos holen, über thermische Solaranlagen, Photovol-

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taik und die vielfältigen Megger Förderprogramme für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Lokale Anbieter von Solaranlagen stellen Modelle aus und informieren über die Planung, die Installation und die Kosten. Nutzen Sie die Gelegenheit zur direkten Information und setzen Sie jetzt auf die Solarenergie! js

189 54 52 24 36 24 4 18 3 3 45 19 55 3 2 1 3

Solaranlage in Meggen Beispiel: In einem Megger Einfamilienhaus mit vier Personen, in dem das Warmwasser ganzjährig mit der Ölheizung erwärmt wird, lassen sich mit 5 bis 6 m2 Kollektoren auf dem Süddach über 70 Prozent des jährlichen Warmwassers mit Sonnenenergie erzeugen und so 270 Liter Öl sparen. Wer das Warmwasser mit dem Elektroboiler erzeugt, spart mit gleich viel Kollektorfläche über 2500 kWh Strom ein. Eine solche Solaranlage kostet rund 15 000 Franken, vom Kanton und von Meggen gibt es Förderbeiträge von zusammen rund 5300 Franken. Es verbleiben somit Investitionskosten von rund 10 000 Franken. Eine Investition in die Zukunft und für die Umwelt, die sich vor allem bei den steigenden Energiepreisen lohnt! Quelle: • www.swissolar/solarrechner

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Schlosswein Meggenhorn

Grosse und aromatische Ernte 2011 Ein schönes Rebjahr ging mit der frühen Ernte am 22. September 2011 zu Ende. Wir freuen uns, Ihnen den Schlosswein 2011 zum Verkauf anzubieten.

tisch. Der Schlosswein tritt in den nächsten Tagen seinen Weg in die Flaschen an. Er präsentiert sich frisch und aromenreich, ganz so wie wir es gewohnt sind.

Die Vegetationsperiode war gekennzeichnet von einem warmen und sehr trockenen Frühling. Der Austrieb erfolgte schon Anfang April und war prächtig. Die Vegetation entwickelte sich sehr schnell und die Schosse zeigten sich in einem starken Wuchs. So erstaunte es nicht, dass die ersten Blüten entlang der Stützmauern schon in der letzten Maiwoche zu sehen waren. Das Gros des Rebberges stand Mitte Juni in voller Blüte. Gut zwei bis drei Wochen früher als in den Vorjahren.

Strahlendes Goldgelb im Glas So können Sie sich mit uns freuen, wenn wir das strahlende Goldgelb im Glas glitzern sehen. Fruchtig, aromatisch und sehr harmonisch präsentiert sich der 2011er Schlosswein! Wie gewohnt zeigt er seine exotischen Fruchtnoten mit einem eleganten, vollen Körper. So freuen wir uns jetzt schon, wenn wir Ihnen den Jahrgang 2011 zum Preis von Fr. 13.– pro Flasche anbieten dürfen. Wenn Sie wiederum von der limitierten Produktion Ihres Schlossweines «einkellern» wollen, dann bitten wir Sie, dies mittels der Bestellkarte kundzutun. Diese senden Sie bitte bis Ende April 2012 an die Gemeindekanzlei. An den folgenden Verkaufstagen begrüssen wir Sie gerne in der Kelterei Meggenhorn zur Abholung Ihres bestellten Schlossweines: • Samstag, 05. Mai 2012 8 – 12 Uhr • Samstag, 19. Mai 2012 8 – 12 Uhr • Dienstag, 22. Mai 2012 17 – 19 Uhr

Grosse Niederschlagsmengen Das Merkmal des Sommers waren die grossen Niederschlagsmengen, die das Wachstum der Laubwand und der Beeren förderten. Gerade zu Beginn der einsetzenden Reifeperiode, Anfang August, wurde das Wetter wieder schöner und zu Beginn des Septembers begann dann eine eigentliche Hitzeperiode, welche optimale Voraussetzungen für die Ernte schuf. Unter diesen Idealbedingungen war das Zuwarten auf die erforder-

Wümmet 2011 beim Meggenhorn. liche Reife kein Kunstwerk. Nur die vielen Wespen plagten uns. Sie hatten sich ideal vermehrt und stachen viele der süssen Beeren an. Somit war der Gesundheitszustand schlussendlich für die Bestimmung des Erntezeitpunktes entscheidend. Geprägt durch diese Idealbedingungen konnten wir zum Erntezeitpunkt eine überdurchschnittlich grosse und aromatische Ernte einbringen. Die Kelterung verlief dank dem gesunden Traubengut unproblema-

Matthias Tobler, Schlosswinzer

Web: Übersichtskarte erneuerbare Energien und Energieeffizienz Meggen als Trägerin des Labels Energiestadt will auch Private und Unternehmen ermuntern, ihre Anlagen für erneuerbare Energien und für Energieeffizienz zu zeigen und so weitere Interessierte motivieren. Dazu wurde auf der Website der Gemeinde die Übersichtskarte von repowermap.org aufgeschaltet. Dort sind lokale Praxisbeispiele und weitere Infos zu finden. repowermap.org ist ein gemeinnütziger Verein und wurde in Bern im Jahr 2008 gegründet. Sein Zweck ist,

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einen Beitrag zu leisten zu einer verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien und für Energieeffizienz. Ziel der Website ist die Vermittlung von Infos und lokalen Praxisbeispielen für Solaranlagen, Holzheizungen, Wärmepumpen, Wind- und Wasserkraft, Biogasanlagen, andere erneuerbare Energien und energieeffizientes Bauen. Hausbesitzer und private Akteure sollen durch Praxisbeispiele in ihrer Nähe ermuntert werden, selber aktiv zu werden. Beispiele eintragen Haben Sie bereits Erfahrungen mit

erneuerbaren Energien oder einem energieeffizienten Gebäude? Tragen Sie Ihre Beispiele auf der Karte ein und helfen Sie so, andere für die Nutzung dieser Technologien zu motivieren und ihnen dabei zu helfen. Jedes Beispiel zählt! Meggen unterstützt diese Plattform, weil die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz ein wichtiges Anliegen ist. Dazu werden auch umfassende Förderprogramme angeboten. Nutzen Sie repowermap.org und machen auch Sie Ihre Anlage bekannt: www.repowermap.org Josef Scherer

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MITTEILUNGEN

AHV-Änderungen per 01. Januar 2012 Betragsmässige Änderungen der AHV-Renten gab es auf das neue Jahr hin nicht. Die AHV-Renten bleiben unverändert zwischen 1160 Franken (Mindestrente) und 2320 Franken (Maximalrente). Betreuungsgutschriften Einer versicherten Person können Betreuungsgutschriften neu auch angerechnet werden, wenn die pflegebedürftige (verwandte) Person in der Nähe wohnt (nicht mehr als 30 Kilometer entfernt oder nicht länger als eine Stunde pro Weg). Bis anhin war dies nur möglich, wenn die betreuende Person im selben Haushalt lebte. Weitere Informationen finden Sie auch im nebenstehenden Artikel. Beitragspflicht Der jährlich zu erfüllende AHV/IV/EOMindestbeitrag jeder in der Schweiz wohnhaften Person beträgt weiterhin 475 Franken. Sollten Sie keine oder nicht genügend Beiträge abrechnen, melden Sie sich bitte bei der AHVZweigstelle Meggen. Somit kann eine Beitragslücke und spätere Rentenkürzung vermieden werden. Nichterwerbstätige Studierende Nichterwerbstätige Studenten schulden nur noch bis zum 31. Dezember des Jahres, in dem sie das 25. Altersjahr vollenden, den Mindestbeitrag. Danach gelten auch für sie die normalen Regeln für Nichterwerbstätige (Beitragsbemessung auf Vermögen und Einkommen). Familienzulagen Es werden einmalige Geburts- und Adoptionszulagen sowie pro Kind und Monat Ausbildungszulagen an folgende Personen ausbezahlt: • Arbeitnehmende Personen • Nichterwerbstätige Personen, welche bei einer Ausgleichskasse als Nichterwerbstätige angemeldet sind, die keine Rente oder Ergänzungsleistungen der AHV/IV erhalten und deren Ehegatten keiner selbstständigen Erwerbstätigkeit nachgehen.

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• Selbstständige Personen, deren AHV-pflichtiges Einkommen nicht höher als 55 700 Franken pro Jahr ist (für jedes zulagenberechtigte Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um 5570 Franken). Informationen sowie Merkblätter und Anmeldeformulare erhalten Sie bei der AHV-Zweigstelle Meggen, Telefon 041 379 81 11 oder als E-Mail: arabella.scherer@meggen.ch. Für Zahlenangaben, weitere Informationen, Merkblätter und Formulare verweisen wir gerne auf die Homepage der Ausgleichskasse des Kanton Luzerns (www.ahvluzern.ch). Diese Publikation vermittelt nur eine Übersicht. Für die Beurteilung von Einzelfällen sind ausschliesslich die gesetzlichen Bestimmungen massgebend. as

Gutschriften für Betreuungsaufwand Wer pflegebedürftige Verwandte betreut, hat Anspruch auf Betreuungsgutschriften. Betreuungsgutschriften sind keine Geldleistungen, sondern Gutschriften, welche im individuellen AHV-Konto eingetragen werden. Betreuungsgutschriften helfen jenen Personen eine höhere Rente zu erreichen, welche pflegebedürftige Verwandte betreuen. Die betreuten Verwandten müssen pflegebedürftig sein. Das ist dann der Fall, wenn sie von der AHV, der IV, der Unfall- oder der Militärversicherung eine Hilflosenentschädigung mittleren oder schweren Grades beziehen. Ebenfalls besteht der Anspruch nur, wenn sich die betreuende und pflegebedürftige Person überwiegend, das heisst während mindestens 180 Tagen im Jahr, in derselben, leicht erreichbaren Wohnsituation befindet. Dies ist erfüllt, wenn die Entfernung nicht mehr als 30 km beträgt oder man nicht länger als eine Stunde benötigt, um bei der pflegebedürften Person zu sein. Betreuungsgutschriften müssen jährlich bei der kantonalen Ausgleichskasse des Wohnkantons gel-

tend gemacht werden. Formulare und das Merkblatt erhalten Sie bei der AHV-Zweigstelle Meggen, Am Dorfplatz 3, 6045 Meggen, 041 379 81 11 oder arabella.scherer@meggen.ch. Diese Publikation vermittelt nur eine Übersicht. Für die Beurteilung von Einzelfällen sind ausschliesslich die gesetzlichen Bestimmungen as massgebend.

Krankenkassenbeiträge: Prämienverbilligung 2012 Für viele Versicherte sind die hohen Krankenversicherungsprämien eine finanzielle Belastung. Zur Entlastung können auch dieses Jahr wieder Beiträge zur Verbilligung der Krankenversicherungsprämien beantragt werden. Anspruch haben Personen • die am 01. Januar 2012 im Kanton Luzern steuerrechtlichen Wohnsitz haben oder quellensteuerpflichtig sind • die nach KVG obligatorisch krankenversichert sind • bei denen die anrechenbaren Richtprämien höher als 16,5 % des steuerbaren Einkommens und 1⁄10 des steuerbaren Vermögens sind. Auf 50 % Anspruch der Richtprämie haben • Kinder unter Obhut der Eltern, sofern deren steuerbares Einkommen 100 000 Franken nicht übersteigt • junge Erwachsene, sofern sie sich am 01. Januar 2012 in einer mindestens sechs Monate dauernden Ausbildung befinden und bei ihren unterhaltspflichtigen Eltern wohnen und deren steuerbares Einkommen 100 000 Franken nicht übersteigt. Der Anspruch ist mit dem Anmeldeformular geltend zu machen und bis spätestens 30. April 2012 (danach besteht der Anspruch anteilsmässig) bei der AHV-Zweigstelle Meggen einzureichen. Informationen sowie Merkblätter und Anmeldeformulare erhalten Sie bei der AHV-Zweigstelle Meggen, Gemeindehaus 2. Stock, Am Dorfplatz 3, 6045 Meggen, 041 379 81 11, arabella.scherer@meggen.ch. as

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MITTEILUNGEN

Baubewilligungen 21. November 2011 Bauherrschaft/Planung: Willi-Vogt Ernst u. Anna, Moosmatthalde 17, 6045 Meggen. Bauvorhaben: Anbringung einer Balkonverglasung (Wintergarten) bei der Wohnung im dritten Obergeschoss Süd des bestehenden Mehrfamilienhauses auf GBNr. 1092, Moosmatthalde 17 Bauherrschaft: Lötscher Immobilien GmbH, Hauptstr. 3, 6045 Meggen. Planung: Lötscher Architektur GmbH, Hauptstr. 3, 6045 Meggen. Bauvorhaben: Aufstellen einer Orientierungstafel vor dem Haupteingang des bestehenden Bürogebäudes auf GB-Nr. 360, Hauptstr. 3 30. November 2011 Bauherrschaft: Haines-Noe David und Sabine, Tivolistr. 10, 6006 Luzern. Planung: Burger Alex, Seeplatz 4a, 6403 Küssnacht a.R. Bauvorhaben: Um-/Anbau und Renovation des bestehenden Einfamilienhauses und Neubau Schwimmbassin auf GB-Nr. 625, Allmendgasse 10

haben: Umbau u. Renovation, Anbau Doppelgarage und Anbau Livingraum beim bestehenden Einfamilienhaus auf GB-Nr. 630, Schönblickstr. 8 Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Meggen, 6045 Meggen. Planung: Carabus, Naturschutzbüro, Brambergstr. 3b, 6004 Luzern. Bauvorhaben: Weiherprojekt «Schwerziried», GB-Nrn. 134, 137, 139, Schwerziried 05. Januar 2012 Bauherrschaft: Helbling-Dittli Rolf und Patricia, Adligenswilerstr. 9, 6045 Meggen. Planung: Ideal Holzbau AG, Sagistr. 10a, 6275 Ballwil. Bauvorhaben: Anbau Garage/Kellerraum mit darüberliegenden Terrasse, Montage einer Parabolantenne beim bestehenden Einfamilienhaus auf GB-Nr. 516, Adligenswilerstr. 9 06. Januar 2012 Bauherrschaft/Planung: TheilerWicki Pius u. Andrea, Kreuzbuchstr. 36, 6045 Meggen. Bauvorhaben: Montage einer Photovoltaikanlage und Erstellung von zwei Autoabstellplätzen beim bestehenden 3-Familien-Haus auf GB-Nr. 736, Kreuzbuchstr. 36

14, 6045 Meggen. Planung: Renggli Schwimmbadtechnik GmbH, Hauptstr. 27, 6033 Buchrain. Bauvorhaben: Neubau Schwimmbassin (inkl. Solar-Schwimmbadabdeckung) beim bestehenden Reihen-Einfamilienhaus auf GB-Nr. 1313, Meggenhornstr. 14 11. Januar 2012 Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Meggen, 6045 Meggen. Planung: A.F. + J. Steffen, Ingenieurbüro AG, Hitzlisbergstr. 27, 6006 Luzern. Bauvorhaben: Quartier Lerchenbühl: Anbringung von Signalisationen und Markierungen sowie Vornahme von baulichen Massnahmen für Tempo 30 16. Januar 2012 Bauherr: Schnyder Adrian, Spissenstr. 67, 6045 Meggen. Planung: MBRsolar AG, Wilerstr. 23, 9545 Wängi. Bauvorhaben: Montage einer Photovoltaikanlage auf der SpissenScheune, GB-Nr. 80, Spissen

Bauherrschaft: Kaiser-Binkert Raphael und Regula, Meggenhornstr.

25. Januar 2012 Bauherr: Cox Christopher, Seefeld 31, 6343 Risch. Planung: König Architektur, Kapellplatz 9, 6004 Luzern. Bauvorhaben: Neubau Einfamilienhaus mit Aussen-Schwimmbassin auf GB-Nr. 1561, Altstadstr. 7

Einbürgerungen Schweizer

Steuererklärungen 2011: Versand

Altkleidersammlung Kolping/Texaid

Folgende Personen haben das Bürgerrecht der Gemeinde Meggen erworben: • Engel Rebekka, von Escholzmatt LU und Schüpfheim LU, Klösterliallmend 5 • Fässler Josef mit Navin und Mischa, von Alpthal SZ, Bergstrasse 3 • Gabriel-Haefeli Esther, von Sempach LU, Schwerzihöhe 8 • Merki-Gabriel Anna und Erwin, von Emmen LU und Würenlingen AG, Buchmattstrasse 2 • Zurfluh-Ramel Ines und Albin, von Erstfeld UR, Sonnmattstrasse 6

Sie haben in den vergangen Tagen die Steuererklärung 2011 erhalten. Wir empfehlen Ihnen, die Steuererklärung 2011 nach Möglichkeit mit dem PC-Programm auszufüllen. Das Programm kann vom Internet unter www.steuern.lu.ch/steuererklaerung auf Ihren PC geladen werden. Sie haben aber auch die Möglichkeit, beim Steueramt der Gemeinde Meggen gratis eine CDROM zu beziehen. Wir bitten Sie, die Steuererklärung möglichst bald auszufüllen und zusammen mit den entsprechenden Belegen zurückzusenden. Ein Rückantwortcouvert liegt den Unterlagen bei. Steueramt Meggen

Wie jedes Jahr führt die Kolpingfamilie Ebikon in Zusammenarbeit mit der Texaid im Frühling 2012 eine Altkleidersammlung durch. Der Sammeltag wurde auf Samstag, 14. April 2012, festgelegt. Aus dem Erlös der Kleidersowie der Containersammlung kann die Kolpingfamilie Ebikon jährlich zwischen 2000 und 3000 Franken an verschiedene soziale Institutionen in unserer Region überweisen.

Bauherr: Stalder Daniel, Breitenstr. 4, 6047 Kastanienbaum. Planung: Stalder Architektur GmbH, Habsburgerstr. 22, 6003 Luzern. Bauvor-

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MITTEILUNGEN

Handänderungen Objekt

Verkäuferin/Verkäufer

Käuferin/Käufer

STWE Nrn. 4529 und 4548, Lerchenbühlhöhe 5

Hermann Stocker, Beromünster

Hans und Katharina Lipp-Huber, Rothenburg

STWE Nr. 4288, Bächtenbühlstrasse 12

Ann Deplae-Foxwell, Luzern

Boris Hrovatic und Katalin Halober Hrovatic, Meggen

STWE Nr. 4668 und ME Nr. 50051, Lerchenbühlstrasse 28

Daniel Bosshard, Adligenswil

Daniela Küttel-Camenzind, Meggen

ME Nr. 50601, Obergrubenweg

André und Corinne Meili-Bouchard, Meggen

Silvan und Daniela Rohner-Kessler, Meggen

GB Nr. 1836, ME Nrn. 50308 und 50309, Stampfiweg 39

Vanoli Immo AG, Immensee

René und Claudia Lipp-Borer, Meggen

STWE Nr. 5306, Kreuzbuchstrasse 24

Erni Architektur AG, Meggen

Harold und Inne Bernard-Jokinen, Wettswil

STWE Nr. 4893, Stampfiweg 20

Vanoli Immo AG, Immensee

Rita Zicola, Meggen

STWE Nr. 5302, Kreuzbuchstrasse 26

Erni Architektur AG, Meggen

Robert und Eva Lustenberger-Julier, Cham

STWE Nrn. 5256, ME Nrn. 50805 und 50806, Obermattpark 1

Immoturicum AG, Wetzikon

Lorenzo Salvadé, Meggen

GB Nr. 250, Luzernerstrasse

Erbengemeinschaft Anton Aregger

Olivier und Antje Limacher-Kähny, Meggen

ME Nr. 50836, Obermattpark

Immoturicum AG, Wetzikon

Hansruedi Petermann, Meggen

STWE Nr. 4876, Lettenrain

Paul Nugent und Gràinne Higgins, Fournex

Kurt und Barbara Misteli-Schmid, Südafrika

STWE Nr. 4916, Schönblickhöhe

Eugen und Adelheid Rüegg-Wermelinger, Meggen

Peter Brauchli, Luzern

STWE Nr. 5027, ME Nrn. 50438 und 50440, Salachstrasse

Giorgio Salvadé, Meggen

Hedwig Bucher, Hergiswil NW

Sozial-BeratungsZentrum Amt Luzern

kostenloses Gespräch mit den Fachleuten. Je früher Betroffene, Angehörige oder Arbeitgeber sich melden, desto grösser ist die Chance, neue Lösungen zu finden. Informationen im Web: www.sobz.ch.

Das Sozial-Beratungs-Zentrum Amt Luzern ist die Fachstelle für Beratung, Begleitung und Therapie von Menschen mit auffälligem Konsumverhalten. Wenn Zweifel im Umgang mit erlaubten Suchtmitteln im privaten oder beruflichen Alltag auftauchen oder eine Abhängigkeit besteht, lohnt sich ein unverbindliches und

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Gift und Gefahrstoffe: Mobile Sammlung Apotheken, Drogerien- und Do-it-yourself-Zentren der Migros nehmen Klein-

mengen von Gift- und Gefahrstoffabfällen aus Privathaushaltungen gratis entgegen. Auf diesem Weg können laut Mitteilung des Kantons nicht alle Bewohner angesprochen werden. Deshalb werden im Jahr 2012 vier mobile Sammlungen durchgeführt. Eine davon findet in der Stadt Luzern statt und zwar am Samstag, 02. Juni 2012, Säli Schulhausplatz, Pilatusstrasse 59.

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NAMEN&NOTIZEN

Anstellung und Dienstjubiläen Gemeindeschreiber-Substitutin Cornelia Nick (Bereichsleiterin Einbürgerungen/Sondersteuern/Teilungsamt) sieht im Mai Mutterfreuden entgegen. Als Nachfolger ist Christoph Jung, Weggis, angestellt worden. Er ist Inhaber des Gemeindeschreiber-Fähigkeitszeugnisses und war zuletzt drei Jahre als Gemeindeschreiber von Greppen tätig. Er nimmt die Tätigkeit ab März 2012 vorerst mit einem 50 %-Pensum auf. Ab dem 01. Mai 2012 ist Christoph Jung zu 100 Prozent für die Gemeinde tätig. Wir heissen ihn herzlich willkommen und wünschen ihm einen guten Start.

Namens der Gemeinde bedankte sich Liegenschaftsverwalter Rudolf Müller bei Heidy Schmalstieg für ihren jahrzehntelangen Einsatz in der Badi. Strandbad Meggen

Danke Heidy Schmalstieg

Christoph Jung Dienstjubiläen • Schöpfer Pius, Sozialarbeiter, 15 Jahre am 01. April 2012 • Bieri Josef, Rebberg- und Betriebsbetreuer Meggenhorn, 15 Jahre am 14. April 2012 Wir gratulieren zum Jubiläum und danken für die Treue. uf/ pk

Sunneziel: Präsident der Stiftung tritt zurück Hans Ruedi Kronenberger hat der Gemeinde mitgeteilt, dass er per Ende August 2012 als Präsident der Stiftung Alterssiedlung Sunneziel zurücktreten wird. Für die Wahl der Präsidentin oder des Präsidenten der Stiftung ist der Gemeinderat zuständig. Die Verdienste von Hans Ruedi Kronenberger werden in der nächsten Gmeindsposcht umfassend gewürdigt.

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Von Kindsbeinen an war Heidy Schmalstieg mit dem idyllischen Strandbad Meggen vertraut. Während Jahrzehnten war sie die «gute Seele» und wirkte als umsichtige Leiterin. Nun geht sie in den verdienten Ruhestand und übergibt «ihre» Badi vertrauensvoll in jüngere Hände. Während 39 Badesaisons hat Heidy Schmalstieg die Badi Meggen geführt. Jede Saison begrüsste sie je nach Witterung mehrere tausend Badegäste. Dabei gehörte vielfach auch ein persönliches Wort dazu. In den Fussstapfen der Mutter In unmittelbarer Nähe des Strandbades aufgewachsen, ist sie seit ihrer Jugend mit diesem idyllischen Badeort vertraut. Vertieft hat sich dies umsomehr, als ihre Mutter das Strandbad über die Dauer von 25 Jahren führte. Sie hat in all den Jahren viel miterlebt und kann so manche Geschichte erzählen. Heidy Schmalstieg hat das Strandbad stets mit viel Herzblut und grossem Engagement geführt. Von ihrer «Kommando-Zentrale» aus hatte sie den Betrieb stets unter Kontrolle. Heidy Schmalstieg darf stolz sein, bei der wichtigsten Badestatistik die wertvolle Zahl «Null»

schreiben zu dürfen. In all den Jahren war kein grösserer Unfall zu verzeichnen. Neben dem erforderlichen Glück ist dies im Besonderen dem grossen Verdienst von Heidy Schmalstieg zu verdanken. Zur Seite stand ihr in all den Jahren ihr Ehemann Roby Schmalstieg. An Spitzentagen konnten sie jeweils eine Besucheranzahl von bis zu 350 Eintritten verbuchen. Dabei wurde Heidy Schmalstieg jeweils zusätzlich von einer Badeaufsicht unterstützt. Tausende Glaces, Getränke und Snacks hat sie in jeder Badesaison verkauft. Ein besonderer Schmaus waren ihre Fischknusperli, die sehr bekannt und beliebt waren. Herzlichen Dank und alles Gute Heidy Schmalstieg ist in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Wir danken Heidy Schmalstieg für all die Jahre, in welchen sie das Strandbad Meggen im Dienste der Gemeinde geführt hat. Wir wünschen ihr alles Gute und beste Gesundheit. Diesem Dank schliessen sich auch die vielen Badegäste an, welche in den letzten 39 Jahren das idyllische Strandbad Meggen besucht haben. Gemeinderat und Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung

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NAMEN&NOTIZEN

Neue Leitung für das Strandbad Meggen

Bald weht eine frische Brise in der Badi Flexiblere Öffnungszeiten, ein regionales kulinarisches Angebot und Spezialanlässe: Ab dieser Saison erhält die Badi ein neues Konzept und zwei neue Gesichter. Noch liegt der Sommer in weiter Ferne. Doch bereits jetzt sind die Weichen für die Zukunft der Badi Meggen gestellt. Ab dieser Saison wird unsere Badi durch die Meggerin Janine Kopp (28) und ihren Partner Daniel Storchenegger (28) geführt. Beide verfügen über das Rettungsschwimmer-Brevet I inklusive CPR und haben Erfahrungen im Service und im Betriebsunterhalt. Zusammen mit der Gemeinde haben sie ein Grundlagenkonzept für eine Neuausrichtung der Badi Meggen erarbeitet. Dieses Konzept hält fest: Nebst der Sicherheit der Badegäste soll die Badi weiterhin ein idyllischer, gemütlicher und familiärer Ort bleiben. Schliesslich hat das Seebad seit seiner Eröffnung im Jahre 1906 eine lange Tradition. Zugleich sollen einige neue Ideen für frischen Wind sorgen. Zu den Neuerungen, welche zusammen mit der Gemeinde beschlossen wurden, gehören: Längere Öffnungszeiten Flexiblere Öffnungszeiten ermöglichen, dass die Gäste an einem warmen Sommerabend etwas länger in der Badi verweilen können. Auch in

Badi Meggen: Neue Öffnungszeiten Badebetrieb: Ab Freitag, 11. Mai bis 16. September 2012, mit Verlängerungsoption bei einem schönen Herbst; bei angenehmen Wetter täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr. Bistro-Betrieb: Ab Freitag, 04. Mai , bis Ende September, bei gutem Wetter täglich von 9.00 bis 21.00 Uhr, Schliessung auch früher möglich. Die Eintrittspreise bleiben gleich: Einzeleintritt Erwachsener: Fr. 2.50 Einzeleintritt Kinder: Fr. 1.00

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Janine Kopp und Daniel Storchenegger leiten ab diesem Sommer die Badi Meggen. Schlechtwetter-Perioden oder wenn das Wasser noch zu kühl für ein Bad ist, soll die Megger Bevölkerung ihre Badi besuchen und einen Kaffee trinken oder etwas Kleines essen können. Regionale Speisekarte Das Speiseangebot im Seebad-Bistro ist klein aber fein. Nebst Fisch-Chnusperli gibt es etwa Salate sowie gefüllte italienische Fladenbrote und auch für die kleinsten Gäste ist gesorgt. Das Motto heisst: «Frisch und regional». Auch ein Glas Wein soll künftig zum Ausklang eines schönen Badetages genossen werden können. Die Infrastruktur wird angepasst Der frische Wind in der Badi ist nicht nur spür-, sondern auch sichtbar: Der Eingang der Badi wird mit einer neu gestalteten Aussenfassade locken, gedeckte Sitzplätze spenden Schatten und bieten Unterschlupf bei einem Sommerregen. Für Spass sorgen weiterhin Floss, Sprungbrett, Tischtennis-Tisch und der flach abfallende Sandstrand.

Die Badi als Begegnungsort An ausgewählten schönen und warmen Abenden wird in der Badi gegrillt. Durch weitere Spezialanlässe, welche in Kooperation mit der Gemeinde und Ortsvereinen durchgeführt werden, soll im Verlauf der Saison die Badi vermehrt zu einem Begegnungsort für die Bevölkerung werden. Die frische Brise weht, der Sommer ist willkommen – und die Meggerinnen und Megger sind herzlich eingeladen. Janine Kopp und Daniel Storchenegger wünschen wir einen guten Start und eine erfolgreiche und unfallfreie Saison. Rudolf Müller, Liegenschaftsverwalter

Hinweis: Weitere Informationen und Daten zu Spezialanlässen finden Sie ab dem Saisonstart im Internet unter: www.badimeggen.ch

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SCHULE

Serie Zentralschulhaus 1912 – 2012: Erziehungsgesetz und Zürcher Architekten

Ein Schulhaus nicht nur für die Gegenwart Von den Auswirkungen des Erziehungsgesetzes auf die schulischen Bauten und dem Wirken der Zürcher Architekten Gebrüder Pfister. Die Vorkriegsjahre, anfangs des 20. Jahrhunderts, waren im Kanton Luzern aus schulischer Sicht Umbruchjahre. In dieser Zeit wurde der Grundstein des heutigen Zentralschulhauses gelegt. Nicht nur 1912 in Meggen, sondern im ganzen Kanton wurden neue Schulhäuser errichtet. Zwischen 1898 und 1914 wurden allein in Luzern fünf neue Bildungsstätten gebaut. Dieser Bauboom war auch eine Auswirkung des neuen Erziehungsgesetzes. Das neue Erziehungsgesetz Das neue Erziehungsgesetz, vom Erziehungsrat 1910 erlassen, war recht fortschrittlich. Neu wurden die Klassenbestände reduziert und die Schule umfasste sieben Schuljahre. Die ersten sechs Schuljahre waren Ganzjahresschulen zu 40 Schulwochen. Im alten Gesetz waren nur die 2. bis 4. Klasse Ganzjahresschulen. Die 7. Klasse, welche durch das neue Erziehungsgesetz erst möglich wurde, war eine Winterschule von 20 Wochen.

Diese Neuerungen brachten nochmals eine Zunahme der Schülerzahlen. Seit dem Bau des Altschulhauses 1850 hatten sich die Schülerzahlen bereits verdoppelt. Zudem zeichnete sich eine allgemeine Bevölkerungszunahme durch vermehrte Bautätigkeit in der Gemeinde ab. Der Bedarf eines neuen Schulhauses war ausgewiesen. Neubau auf der Eiholzmatte Der Bedarf nach mehr Schulraum war den Gemeindebehörden bekannt. 26

Pfister Architekten Die Zürcher Architekten Otto Pfister (1880–1959) und Werner Pfister (1884–1950) gründeten 1907 eine eigene Firma. Der Auftrag für den Bau des Zentralschulhauses gehörte zu einem ihrer ersten Wettbewerbserfolge. Die meisten Bauten errichteten sie in Zürich und Umgebung. Ihre Werke umfassten Wohnhäuser, Reihenhaussiedlungen, Villen, Gasthöfe, Geschäftshäuser (Suva-Gebäude in Luzern), Bankgebäude (Nationalbank in Luzern), Bahnhöfe, Fabriken und Kraftwerkbauten. Die Pfister Architekten gibt es heute noch. Georg Pfister leitet mit seiner Frau Angelina Pfister-Rocco das Architekturbüro seiner Vorfahren in Zürich weiter. Die vierte Gene-

Bereits vor dem neuen Erziehungsgesetz, im Jahr 1904, beschloss die Gemeindeversammlung den Bau eines modernen Schulhauses mit Turnhalle. Die Umsetzung verzögerte sich jedoch. Erst im Jahr 1908 stellte die Schulhausbaukommission Bericht und Antrag für die Erstellung eines neuen Schulhauses auf der Eiholzmatte. «Ein Schulhaus nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die nächste Zukunft», argumentierte damals die Kommission. Der Kredit wurde im Dezember 1910 bewilligt. Erfolgreiche Zürcher Architekten Für den ersten grossen öffentlichen Gebäudekomplex der Gemeinde Meggen wurden acht Entwürfe eingereicht. Zwei junge Architekten aus Zürich, Otto und Werner Pfister, bekamen den Zuschlag. Sie hatten sich bereits vor dem Zentralschulhaus erfolgreich an Wettbewerben für Schulhausbauten beteiligt. Mit dem Bau in Meggen holten sich die jungen Gebrüder Pfister auch in Fachkreisen Anerkennung. Ihre Entwürfe sind auf die zeitgenössischen,

ration ist mit Andreas Pfister bereits im Architekturbüro tätig.

Die Architekten des Zentralschulhauses 1: Otto Pfister (oben) und Werner Pfister (unten).

pädagogischen, hygienischen, bautechnischen, künstlerischen und wirtschaftlichen Erfordernisse ausgerichtet. So ist die Lage der Schulzimmer nach Süden bzw. Südosten oder die rechtwinklige Stellung der Turnhalle zum Schulhaus zwecks Schaffung einer Pausenhalle charakteristisch für die Bauten der Gebrüder Pfister zu dieser Zeit. Ebenso zeigen die Bauten eine Tendenz zur pathetischen Gestaltung der Eingänge, Hallen, Treppen und Korridore. Diese besonderen Merkmale, auch bei anderen Schulhausbauten der Pfisters zu finden, sind heute noch charakteristisch für das Zentralschulhaus 1. Jacqueline Kopp, Gemeinderätin Schule, Projektleiterin 100 Jahre Zentral 1 Quellen: • Gebrüder Pfister, Dominique von Burg • Meggen, Arnold Stalder • Meggen eine Ortsgeschichte, Gemeinde Meggen • Der Luzerner Erziehungsrat 1798–1999, Alois Häfliger

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SCHULE

Elternbefragung zur Schule Meggen

Die Meinung der Eltern interessiert Nach den ersten wertvollen Erfahrungen im letzten Schuljahr führt die Schule Meggen wiederum eine Elternbefragung durch.

Eltern. Weiter haben die Eltern die Möglichkeit, in einem allgemeinen, offenen Bereich den Lehrpersonen Rückmeldungen zu geben.

Diesmal nicht in allen Klassen, sondern nur in den Kindergärten, den 1., 3. und 5. Primarklassen sowie in den 2. Sekundarklassen. Da die Klassenlehrpersonen dieser Klassen die Kinder im Normalfall ein weiteres Jahr betreuen werden, besteht so die Möglichkeit, mit den Rückmeldungen zu arbeiten und darauf zu reagieren. Im Zeitraum vom 27. Februar bis 12. März 2012 können sich die Eltern dieser Klassen zur Schule Meggen äussern. Die dafür notwendigen Informationen werden zu gegebener Zeit zugestellt.

Einbezug der Eltern als wichtiger Entwicklungsbereich der Schule Die Resultate der Befragung gehen anonymisiert und für die einzelnen Klassen ausgewertet zurück zur Schulleitung und zur entsprechenden Klassenlehrperson. Diese besprechen die Daten anlässlich des jährlich stattfindenden Mitarbeitendengesprächs miteinander. Die Befragung ist nicht zuletzt auch eine Massnahme aus den Ergebnissen der externen Evaluation im Schuljahr 09/10, bei welcher der Einbezug und die Beteiligung der Eltern als wichtiger Entwicklungsbereich der Schule Meggen benannt wurde. Für Ihre Mitarbeit danken wir Ihnen bestens.

Die Ziele Mit dieser Elternbefragung verfolgt die Schulleitung zwei Ziele: Einerseits erhebt sie die Befindlichkeit der Eltern gegenüber der Schule, andererseits generiert sie zusätzliche Anhaltspunkte, um die Schule weiterzuentwickeln. Folgende vier Themenberei-

Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler auf dem Pausenplatz: Im Rahmen einer Befragung können sich Eltern zur Schule Meggen äussern. che werden im Fragebogen behandelt: Wohlbefinden des Kindes an der Schule, Wohlbefinden des Kindes in der Klasse, Zufriedenheit mit der Schulleitung und Information der

Adrian Bucher, Verantwortlicher Interne Evaluation, Februar 2012

Zweijahreskindergarten in Meggen ab Schuljahr 2012/2013 Das Angebot des Zweijahreskindergartens verändert sich auf das kommende Schuljahr. Das zweite Kindergartenjahr kann nicht mehr nur vor dem obligatorischen Kindergartenjahr (als jüngeres Kind) genutzt werden, sondern alle Kinder (auch die Kinder, welche regulär mit 4 3⁄4 Jahren oder älter eingeschult werden) haben die Möglichkeit, zwei Jahre den Kindergarten zu besuchen. Rahmenbedingungen Die Schule Meggen bietet seit dem Schuljahr 2009/10 ein freiwilliges Angebot für ein zweites Kindergartenjahr an, welches durch die Kinder im entsprechenden Alter rege genutzt wird. Aufgrund der Änderungen im Volksschulbildungsgesetz

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wird dieses Angebot auf das kommende Schuljahr angepasst. Die folgenden Rahmenbedingungen sind gesetzlich vorgegeben: • Der Kindergarten dauert zwei Jahre, wovon ein Jahr obligatorisch und das zweite Jahr freiwillig besucht wird. • Kinder, die vor dem 01. November 2012 das fünfte Altersjahr vollenden, haben im kommenden Schuljahr 2012/2013 den Kindergarten zu besuchen. • Die Erziehungsberechtigten können jüngere Kinder in den Kindergarten schicken, sofern diese die Anforderungen erfüllen. • Der Unterricht im Kindergarten findet mindestens an fünf Vormittagen statt.

• Ein Eintritt in den Zweijahreskindergarten ist halbjährlich möglich. Eine weitere Veränderung ist, dass nicht mehr zwischen den jüngeren Kindern im «Kleinen Kindergarten» und älteren Kindern im «Grossen Kindergarten» unterschieden wird, sondern alle Kinder besuchen gemeinsam und altersgemischt den Kindergarten. Innerhalb des Kindergartens entscheidet die Kindergartenlehrperson mit den Erziehungsberechtigten, ob ein zweites Kindergartenjahr für das jeweilige Kind Sinn macht. Weitere Informationen: www.schule-meggen.ch. Remo Ehrenbolger, Schulleiter Päd. Einheit KG–2.PS

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SCHULE

Begleitung von Kindern mit Bewegungs- und Wahrnehmungsschwierigkeiten

Psychomotorik-Therapiestelle: Was begleitete Die Psychomotorik-Therapie setzt sich zum Ziel, Kinder mit Bewegungs- und Wahrnehmungsschwierigkeiten zu begleiten und ihnen in vielfältiger Art und in einem geschützten Rahmen zu neuen Erfahrungen und Bewegungsmöglichkeiten zu verhelfen.

Psychomotorik: Die Therapeutinnen

Über die Bewegung lernt es sich, seinen Körper, seine Möglichkeiten und auch Grenzen zu kennen. Im Vordergrund stehen erlebnisorientierte Bewegungsangebote, die dem Kind die Möglichkeit geben, seine Selbstwirksamkeit zu erfahren und weiterzuentwickeln. Im spielerischen Umgang mit dem vielfältigen Material erweitert es die Bewegungskompetenzen im grob-, feinund grafomotorischen Bereich und stärkt so das Selbstvertrauen und die Selbstständigkeit. Regelmässige Gespräche mit den Eltern und Lehrpersonen unterstützen einen positiven Therapieverlauf. Welche Kinder können angemeldet werden? Die Psychomotorik-Therapie steht Kindern ab fünf Jahren und Jugendlichen offen, die in ihrem Bewegungserleben und -verhalten beeinträchtigt sind. Sie fallen auf durch Ungeschicklichkeit, Unruhe, Gehemmtheit in der Grob-, Fein- und Grafomotorik und dem psychosozialen Verhalten. Ihre Bewegungen sind unko-

Verena Fischer-Amrein

Monika Schürch

Ist Psychomotoriktherapeutin, anerkannt im Berufsverband astp und arbeitet seit 1980 in diesem Beruf. Seit 1999 ist sie an der psychomotorischen Therapiestelle in Adligenswil tätig. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Töchtern.

Sie arbeitet seit 1994 als Psychomotoriktherapeutin astp in Adligenswil. Vorher war sie während zehn Jahren als Kindergärtnerin tätig.

Kontakt: verena.fischer@edulu.ch

Kontakt: monika.schuerch@edulu.ch

ordiniert, verkrampft, schusslig oder unkontrolliert. Leidensdruck Es gibt Kinder, die häufig scheinbar grundlos umfallen oder in andere Kinder

hineinrennen, die sehr ängstlich sind auf dem Spielplatz und sich nicht trauen, auf den Kletterturm zu steigen. Sie spüren ihren Körper schlecht und sind deshalb unsicher. Andere Kinder sind ungeschickt mit ihren Händen und erzielen

Neues Konzept für die Megger Wasserratte Über 30 Jahre lang hat die Megger Wasserratte an einem Sonntag stattgefunden. Schulkinder von der ersten bis zur sechsten Klasse sind in Einzeloder in Klassenkategorien jeweils um die Wette geschwommen.

Schwimmwettkampf im Hallenbad: Dieses Jahr am 29. März.

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Da es in den letzten Jahren aus diversen Gründen zunehmend schwieriger wurde, die Megger Wasserratte an einem Sonntag durchzuführen, wurde das Konzept angepasst. Neu wird die Megger Wasserratte in die Schulzeit eingeplant.

Sich mit anderen Kindern messen Somit haben alle Kinder der verschiedenen Alterskategorien die Möglichkeit, sich einmal im Schuljahr in einem Wettkampf mit Kindern aus der gleichen Klassenstufe zu messen. In diesem Schuljahr wird die Megger Wasserratte am Donnerstag, 29. März 2012, stattfinden. Helen Brunner, Schulleiterin Pädagogische Einheit 3. bis 6. Primar

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SCHULE

Bewegung bewirken kann beim Basteln kaum die Resultate, die sie sich vorstellen. So basteln sie mit der Zeit überhaupt nicht mehr. Es gibt Kinder, die sehr verkrampft und langsam schreiben, beim Diktat nicht mehr nachkommen und mit der Zeit die Freude am Zeichnen oder Gestalten verlieren. Kinder mit psychomotorischen Schwierigkeiten machen auf sich aufmerksam, indem sie etwas gar nicht gern machen, zum Beispiel zeichnen, basteln, draussen spielen, turnen etc. Bei Kindern mit psychomotorischen Problemen treten diese Schwierigkeiten immer wieder auf und behindern sie oder ihre Umwelt so, dass ein Leidensdruck entsteht. Dieser kann sich äussern, indem sich die Kinder aggressiv verhalten, sich zurückziehen oder bei bestimmten Tätigkeiten immer ausweichen. Wie vorgehen? Eltern können ihr Kind direkt bei der Psychomotorik-Therapiestelle anmelden. Mit dem Einverständnis der Erziehungsberechtigten werden die Kinder auch von Lehrpersonen, HeilpädagogInnen, Ärzten und anderen Fachpersonen angemeldet. Mit Hilfe einer Bewegungs-Abklärung kann das Kind möglichst ganzheitlich erfasst werden. Im anschliessenden ausführlichen Gespräch mit den Eltern, aber auch mit anderen wichtigen Bezugspersonen, wird entschieden, ob

Raum der Psychomotorik-Therapiestelle: Die Bewegung steht im Mittelpunkt. eine Therapie sinnvoll ist oder eine Beratung genügt. Den letzten Entscheid haben die Eltern. Die Therapie findet in der Regel einmal pro Woche im Therapieraum in Adligenswil statt, einzeln oder in einer Kleingruppe. Die psychomotorische Therapie ist für die Eltern unentgeltlich. Weitere Angebote der Psychomotorik-Therapiestelle: • Beratung von Eltern • Beratung von Lehrpersonen

• Zusammenarbeit und Austausch mit betroffenen Fachpersonen • Unterrichtsbeobachtungen • Prävention • Öffentlichkeitsarbeit Psychomotorik-Therapiestelle Adligenswil, Udligenswil, Meggen, Meierskappel Links: • www.psychomotorik-therapie.ch •www.volksschulbildung.lu.ch

Tag der Volksschule am 15. März 2012: Einblick in die Megger Schule Wie ist sie, die Schule von heute? Am 15. März 2012 zeigen die Megger Kindergärten und Primarschulen was es heisst, Schülerin, Schüler oder Lehrperson zu sein. Die Türen stehen offen: Herzlich willkommen. Der 15. März ist Tag der Volksschulen. Im ganzen Kanton Luzern finden diverse öffentliche Veranstaltungen statt. Auch in Meggen werden in allen Kindergärten und Primarschulhäusern die Türen offen stehen, um allen Inte-

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Am 15. März öffnen Kindergärten und Primarschulen in Meggen ihre Türen.

ressierten einen Einblick in den Megger Schulalltag zu ermöglichen. Von 08.30 Uhr bis 09.30 Uhr und von 10.30 Uhr bis 11.30 Uhr finden zwei Unterrichtseinheiten statt. Zudem besteht während dem Vormittag die Möglichkeit, sich bei Kaffee und Kuchen gemütlich zu unterhalten und das Erlebte zu vertiefen. Die genauen Angebote finden Sie rechtzeitig auf www.schulemeggen.ch oder vor Ort. Helen Brunner und Remo Ehrenbolger, Schulleitung

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SCHULE

Schulpsychologischer Dienst

Abschied von Peter Sonderegger Schulpsychologe und Schuldienstleiter Peter Sonderegger hatte Ende Januar nach 13 Jahren auf den Schuldiensten seinen letzten Arbeitstag. Diese Zeit war von vielen Veränderungen innerhalb der Schuldienste geprägt. Angefangen hatte Peter Sonderegger als alleiniger Schulpsychologe gemeinsam mit der heutigen Adligenswiler Gemeinderätin Marlene Odermatt auf der Administration. Heute arbeitet der schulpsychologische Dienst (SPD) eng mit den psychomotorischen und logopädischen Therapiestellen zusammen, die unter dem gemeinsamen Dach der Schuldienste Adligenswil-Udligenswil-Meierskappel-Meggen-Weggis-Greppen-Vitznau zusammengefasst sind. Grösseres Team, mehr Schulhäuser Dieses «Dach» hat Peter Sonderegger wesentlich mitgeprägt, indem er 2007 die Leitung der Schuldienste übernahm. Mit der Integration der Seegemeinden Vitznau, Weggis und Greppen in die Schuldienste Adligenswil im Jahr 2005 wurden nicht nur die Reisezeiten in Peter Sondereggers Arbeitsalltag länger.

Peter Sonderegger Das Team wurde grösser und die zu betreuenden Schulhäuser zahlreicher, was den Arbeitsalltag weniger einsam machte. 30

Gute Vernetzung mit den Schulen angestrebt Die Arbeiten auf dem SPD sind immer komplexer geworden, auch durch veränderte Verfahren im Sonderschulbereich. Peter Sonderegger hat sich von Beginn seiner Anstellung an stark für eine gute Vernetzung mit den Schulen und mit allen Beteiligten eingesetzt und so ihr Vertrauen gewonnen. Es war ihm immer ein zentrales Anliegen, alle Parteien ernst zu nehmen und tragfähige Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Wir danken Peter Sonderegger für seinen unermüdlichen Einsatz für die Schuldienste Adligenswil. Sicher wird er das eine oder andere Erlebnis missen, wie die Schnecken, die auf dem Weg aus den Hosensäcken eines Knaben über seinen Büroboden krochen. Für sein neues Amt als Beauftragter für Schuldienste und Gesundheitsförderung auf der Dienststelle Volksschulbildung wünschen wir ihm alles Gute! Herzlich willkommen Kim Zumpfort … Seit dem 01. Januar ist Kim Zumpfort (1977) Schuldienstleiterin. Kim Zumpfort stammt aus Kiel und Bonn. Sie hat in Berlin und Aachen eine Ausbildung zur Lehrund Forschungslogopädin absolviert. Nach ihrem Studienabschluss 2007 hat sie an einer privaten Logopädenschule unterrichtet und war in Pfungen bei Winterthur als Logopädin angestellt. Kim Zumpfort ist seit Sommer 2011 als Logopädin in Adligenswil, Udligenswil und Meierskappel tätig und lebt in Luzern. … und Lukas Banholzer Am 01. März 2012 wird Lukas Banholzer (1976) Peter Sondereggers Stelle als Schulpsychologe übernehmen. Der Surseer hat nach der Primarlehrerausbildung sein Psychologiestudium an der Uni Bern mit

einem Master of Science in Psychologie abgeschlossen. Beruflich war er als Primar- und Reallehrperson und als Schulpsychologe auf dem SPD Sursee tätig In seiner Freizeit nimmt der Sport eine zentrale Stellung ein. Als J+SCoach engagiert sich Lukas Banholzer in verschiedenen Sportarten. Beiden wünschen wir viel Glück und Erfolg auf den Schuldiensten Adligenswil. Rebekka Röllin Bolzern, Präsidentin Kommission Schuldienst

Schuldienste der Schule Meggen Nebst der Förderung im ordentlichen Schulunterricht auf den diversen Schulstufen bietet Meggen im Verbund mit den Gemeinden Adligenswil, Greppen, Meierskappel, Udligenswil, Vitznau und Weggis zahlreiche Dienstleistungen an. Je nach Auffälligkeiten stehen spezielle Dienste zur Verfügung. Die Schuldienste können sowohl von Eltern, Lehrpersonen und Kindern beansprucht werden. Wofür die Dienste im Einzelnen zuständig sind, zeigt der folgende Überblick: Schulpsychologischer Dienst Probleme im schulischen Bereich betreffend Lernen und/oder Verhalten. Psychomotorische Therapiestelle Probleme mit der Bewegung, als Ausdruck der Wechselbeziehung von Körper, Seele und Geist. Logopädischer Dienst Probleme bezüglich der gesprochenen und geschriebenen Sprache.

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MUSIKSCHULE

Vielfältiges Angebot der Musikschule

Musizieren ist weiterhin in – in jedem Alter

100 Mitwirkende am Adventskonzert 2011 im Gemeindesaal. Unsere Musikschule bietet für alle Altersgruppen verschiedenste Möglichkeiten, vom spielerischen Einstieg für die Kleinsten im ElternKind-Singen bis hin zum Unterricht für Erwachsene, auch für Senioren. Entscheidend für ein erfolgreiches Musizieren sind die Freude und eine gewisse Neugierde, Neues zu entdecken, sowie auch genügend Zeit für das Training und das Üben. Eine genaue Abklärung ist wichtig und lohnenswert. Verschiedenste Veranstaltungen geben Einblick in das Angebot. Schulkonzerte und Workshops im März Die Kinder der ersten Klassen werden mit dem für sie vorgesehenen Angebot in spielerischer Art vertraut gemacht und lernen die Instrumente aus nächster Nähe kennen. Die zweiten Klassen erleben in einem Konzert alle Instrumente in verschiedensten Stilrichtungen. Im anschliessenden Parcours werden die einzelnen Instrumentengruppen in Bezug auf die klanglichen Möglichkeiten und die Handhabung vorgestellt. Die dritten Klassen nehmen am oben erwähnten Konzert mit allen Instrumenten teil. Die fünften Klassen befassen sich in einem Workshop mit den elektrischen Instrumenten (E-Gitarre, Keyboard) und der Stimme. 31

Den sechsten Klassen werden die vielfältigen Klangkombinationen und die technische Funktion der Pfeifen-Orgel der Piuskirche vorgestellt. Musigmärt Samstag, 31. März, von 10.00 bis 12.00 Uhr im Schulhaus Hofmatt 3: Individuelle Beratung für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern, Erwachsene. Alle Instrumente und die Möglichkeiten der Stimme können ausprobiert und Fragen rund um die Anschaffung geklärt werden. Besuchswoche 23. bis 27. April – Offene Türen an der Musikschule: Der gesamte Unterricht (ElternKind-Singen, Früherziehung, Kindertanz, Instrumental- und Gesangsunterricht sowie die Ensembleproben) ist gemäss dem angeschlagenen Plan mit den Unterrichtszeiten frei zugänglich. Es ist keine Voranmeldung notwendig. Schnupperangebot im März und April Wer noch unentschlossen ist, hat die Möglichkeit, unverbindlich im Musikunterricht seiner Wahl zwei- bis dreimal zu schnuppern. So erlebt das Kind wie der Unterricht ablaufen kann und was es selber zu leisten hat. Auskunft und Anmeldung über das Sekretariat.

Unsere Vortragsübungen und Konzerte sind öffentlich und geben ebenfalls einen Einblick in die gesamte Palette unseres Angebotes. Die Termine sind auf unserer Homepage und im «Rigi-Anzeiger» aufgeführt. Anmeldung für das Schuljahr 2012/2013 Die Anmeldeunterlagen werden in der Schule und von den Lehrpersonen der Musikschule vor den Osterferien abgegeben. Zukünftige SchülerInnen der Kantonsschule, des Pädagogischen Zentrums Musegg (Kurzzeitgymnasium) oder einer Fachmittelschule können den Musikunterricht (mindestens 40 Minuten) weiterhin an der Musikschule Meggen belegen. Erwachsene können die Unterlagen im Sekretariat beziehen. Anmeldeschluss: 11. Mai 2012. Für Auskünfte, Abklärungen und Beratungen steht die Schulleitung gerne zur Verfügung. Melden Sie sich im Sekretariat: Telefon 041 379 71 00, per e-mail bea.bucher@meggen.ch. oder besuchen Sie unsere Homepage im Web: www.schule-meggen.ch/Musikschule Konzert-Vorschau: • 06. Mai um 17 Uhr: Abendmusik • 15. Juni um 19 Uhr: Sommerkonzert Monika Schmid, Leiterin Musikschule

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JUGEND

Jahresbericht der Jugendanimation Meggen

Gesteigerte Besucherzahlen machen Freude 2011 war für die Jugendanimation Meggen ein spannendes Jahr. Blicken Sie mit uns zurück! Jessica Müller verliess die JAM per Ende August 2011. Mit Marion RäberMauruschat wurde eine Nachfolgerin gefunden, welche Anfang September 2011 startete. Somit fand erfreulicherweise ein nahtloser Übergang statt. Das JAM-Team ist zusammen mit JanMichael Gerber wieder komplett. Besucherzahlen Die Besucherzahlen des regulären Treffbetriebs stiegen ab dem Frühling 2011 stark an. Dafür verantwortlich sind wohl einerseits die gute Öffentlichkeitsarbeit der JAM sowie die starke Vernetzung der Jugendlichen untereinander. Die Jugendanimation findet diese Entwicklung in erster Linie erfreulich und sieht dies als Bestätigung ihrer Arbeit. Projekt Multimediaraum Nach einer Schülerumfrage wurde die Schaffung eines Multimediaraumes in der «Arena» beschlossen. Zusammen mit Jugendlichen wurde der Raum gestrichen und gestaltet. Dank einer grosszügigen Spende konnte er zweckgemäss möbliert werden. Der Multimediaraum wurde vor den Weihnachtsferien fertiggestellt. Er ermöglicht das Arbeiten am PC und bietet Raum für Gruppenarbeiten, Sitzungen und Hausaufgaben. Mädchenarbeit: Mädchenkulturtag Im März fand der Mädchenkulturtag der Fachgruppe für feministische Mädchenarbeit ISIS in Luzern statt. Die Beteiligung der Megger Mädchen war mit zehn Teilnehmerinnen sehr hoch. Die Megger Mädchen nahmen alle am Workshop «Graffiti sprayen» teil. Ladies-Night Vor den Sommerferien fanden zwei Ladies-Nights statt. Hier war die «Arena» nur für Mädchen geöffnet. Diese widmeten sich einem Beautyprogramm, bevor sie zum Mikrofon griffen und SingStar spielten bzw. sich 32

Laurin Portmann

Rückblick aus Sicht eines Treffbesuchers Wenn ich an das Jahr 2011 im Zusammenhang mit der «Arena» zurückdenke, fallen mir die schönen Momente ein, die wir hier erleben durften und die Aktionen, Ausflüge und Projekte, an welchen wir teilgenommen haben. Wir bildeten auch eine Projektgruppe, welche unter anderem einen Multimediaraum in einem bis anhin ungenutzten Raum einrichtete. Nach den Sommerferien mussten wir uns von unserer Jugend-

arbeiterin Jessica Müller verabschieden. Doch man sagt, dass jedes Ereignis gute und schlechte Seiten hat. Daher durften wir im September Marion Räber als Nachfolgerin recht herzlich willkommen heissen. Es war spannend für uns zu sehen, wie jede Jugendarbeiterin ihre Arbeit anders angeht und so neue Sachen einbringen kann. So verloren wir mit Jessica eine gute Jugendarbeiterin und gewannen mit Marion eine tolle zurück. Laurin Portmann

vor der Leinwand gemütlich einen Film anschauten.

sam gekocht, gegessen und aufgeräumt.

Bubenarbeit: Grümpelturnier Immensee Jan-Michael Gerber besuchte mit einer Bubengruppe das Grümpelturnier des Gymnasiums Immensee. Obwohl die Mannschaft nur den zweitletzten Platz belegte, war die Stimmung unter den Jugendlichen hervorragend.

5./6.-Klass-Nachmittag Jeden Mittwoch ist der Treff während drei Stunden nur für die PrimarschülerInnen der 5. und 6. Klasse geöffnet. An den Aktions-Nachmittagen, die zusammen mit der katholischen Kirchgemeinde einmal im Monat organisiert werden, wird gebastelt, gespielt oder gekocht. Gerne knüpfen wir im neuen Jahr an Altbewährtes an und sind offen für Neues! Wir freuen uns auf ein spannendes 2012! Marion Räber, Jan-Michael Gerber, Jugendarbeiter JAM

Reguläre Angebote: Lunch Jeden zweiten Mittwoch findet ein Lunch für alle statt. Die Jugendarbeitenden besorgen den Einkauf und bestimmen das Menü. Es wird gemein-

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MIX

MAPAKi Meggen neu organisiert

Zunftmeister 2012 feierlich inthronisiert

MAPAKi – MAma PApa Kind(er) – bietet Eltern und ihren Kindern vom Babyalter bis zum Schuleintritt ein vielseitiges Programm an, welches auf ihre Interessen und Bedürfnisse abgestimmt ist. Seit 1977 genoss MAPAKi die Fürsorge des Frauennetz Meggen. Nach über 30 Jahren war MAPAKi aber erwachsen genug, auszuziehen und eigene Wege zu gehen. Seit November 2011 besteht deshalb ein Verein mit eigenen Spielregeln. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen. Darüber hinaus hat MAPAKi Zuwachs bekommen: Künftig wird die Spielgruppe Meggen nicht mehr autonom agieren, sondern unter dem Label von MAPAKi ihr Angebot betreiben und auch erweitern. Die Spielgruppe bietet in den von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Räumen Platz zum gemeinsamen Spielen und Erleben mit Gleichaltrigen. In der Spielgruppe kann das Kind ausserhalb der Familie neue Erfahrungen sammeln. Tag der offenen Türe in der Spielgruppe Meggen an der Luzernerstrasse 14: Samstag, 31. März 2012, 09.00 bis 11.30 Uhr.

Am Samstag, 07. Januar 2012, hat die Fröschenzunft Meggen ihren Zunftmeister 2012 feierlich inthronisiert. Es war dies Norbert Welti, Scheideggstrasse 20. Unter dem Motto «Ab uf d'Insle!» lancierte der Zunftmeister die Fasnacht 2012. Mit diesem Motto war die Fasnacht gemeint, welche zum Alltag eine Abwechslung darstellt, die so erholsam ist wie Ferien auf einer karibischen Insel. Der Aufruf war klar: «Kommt alle an die Fasnacht und geniesst die unbeschwerten Stunden.» Bei der Ausübung der vielfältigen Aufgaben wurde das Zunftmeisterpaar Norbert und Barbara Welti durch das Weibelpaar Ernst und Astrid Muggli-Lehmann unterstützt. do

Kontakt: MAPAKi, Postfach 434, 6045 Meggen, info@mapaki.ch. Präsidentin: Andrea Bühler, Telefon 041 377 12 82.

Feierliche Inthronisation von Zunftmeister Norbert Welti (links).

Ludothek Meggen Standort: Gemeindehaus, beim Hauptgang im Erdgeschoss, Tel. 041 379 82 90. Altes neu entdecken: Holzpuppenhaus mit Möbel, Holzbauernhof mit Tieren und Traktor, Briobahn mit diversem Zubehör, Kappla, Kasperlitheater mit Handpuppen und vieles mehr. Bald ist Osterzeit! Und wir haben die dazu passenden Osterspiele: Kiki Riki, Lotti Karotti, Heckmeck, Henne Berta , Zicke Zacke Hühnerkacke und viele andere. 33

Spielabend für Kinder (ab 8 Jahre) und Erwachsene: Freitag, 16. März 2012, 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr, Ludothek, Gemeindehaus Spielabend für Erwachsene: Montag, 26. März 2012 19.30 bis 22 Uhr, Ludothek Öffnungszeiten: Dienstag 15.00 bis 17.30 Uhr Mittwoch 09.30 bis 11.30 Uhr Samstag 09.30 bis 11.30 Uhr Während der Schulferien geschlossen!

Neu in der Bibliothek Belletristik für Erwachsene • Adiga, Aravind – Letzter Mann im Turm • Arni, Thorarinsson – Ein Herz so kalt • Blunt, Giles – Eismord • Bregy, Carmen – Nicolas schläft • Brown, Sandra – Sündige Gier • Carofiglio, Gianrico – In ihrer dunkelsten Stunde • Celestini, Ascanio – Schwarzes Schaf • Coelho, Paulo – Aleph • Gold, Anne – Das Auge des Sehers • James, Peter – Du sollst nicht sterben • Koch, Hermann – Sommerhaus mit Swimmingpool • Kupfmüller, Michael Die Herrlichkeit des Lebens • Lark, Sarah – Die Insel der tausend Quellen • Lehtolainen, Leena – Sag mir, wo die Mädchen sind • Meier, Carlo – Hope Road • Moers, Walter – Das Labyrinth der träumenden Bücher • Némirovsky, Irène – Meistererzählungen Neue Hörbücher • Blunt, Giles – Eismord • Brown, Sandra – Sündige Gier • Coelho, Paulo – Aleph • Franck, Julia – Rücken an Rücken • Harris, Robert – Angst • Follett, Ken – Der Mann aus St. Petersburg • Lark, Sarah – Die Insel der tausend Quellen • Serno, Wolf – Die Medica von Bologna • Slaughter, Karin – Tote Augen • Vargas Llosa, Mario – Der Traum des Kelten Neue DVDs Der Chinese, Captain Amerika, Cars 2, Super 8, Midnight in Paris, Jonny English 2, Way Back, Blue Valentine, Die Schlümpfe, Hanna, Larry Crowne, Plötzlich Star Bibliothek / Artothek Hauptstrasse 50, 6045 Meggen Tel. 041 377 51 80 E-Mail: bibliothek@meggen.ch

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K U LT U R

Ausgebaute Dienstleistungen werden rege benutzt

Die Bibliothek – Fakten und Zahlen Vor zwei Jahren hat sich die Gemeinde Meggen dem Bibliotheksverband Luzern (BVL) angeschlossen. Seither steht nun auch der Megger Bevölkerung – neben den Gemeinden Adligenswil, Emmen, Horw, Kriens, Luzern und Vitznau – der umfassende Bibliotheksservice der Zentralstelle zur Verfügung. Die ausgebauten Dienstleistungen werden rege benutzt und geschätzt: • Zugriff auf den gemeinsamen Katalog • die Möglichkeit, Medien von Verbandsbibliotheken nach Meggen kommen zu lassen • die Rückgabebox, die immer zugänglich ist • die Online-Verlängerungsmöglichkeit ausgeliehener Medien. Medienausleihe – Bilderausleihe Es ist erfreulich, dass Meggen nur einen leichten Rückgang von minus 0,7 % zu verzeichnen hat. 13 885 Medien sind 2011 in Meggen ausgeliehen worden. 44 Bilder zeitgenössischer Kunstschaffender fanden für ein halbes Jahr einen neuen Standort in einer Megger Wohnung. Generell ist in vielen Bibliotheken die Medienausleihe rückläufig. Luzern z. B. verzeichnete ein Minus von rund 6 % (Stand Dezember 2011). Gesamthaft über alle BVL-Bibliotheken ist ein Minus von 4,3 % festgestellt worden. Medienbestand Die Bibliothek Meggen besitzt 11 178 Medien. Von den 108 375 BVL-Medien (Stand 12/2010) hat Meggen 1214 ausgeliehen. Obwohl diese Zahl bescheiden wirkt, kann festgehalten werden, dass jedes BVL-Medium im Durchschnitt 1,5 Mal ausgeliehen wurde, während die eigenen Medien im Durchschnitt 0,75 Mal ausgeliehen wurden. Übrigens… Alex Capus mit «Léon und Louise» war das meist ausgeliehene Buch im 2011. Haben Sie es schon gelesen? Falls nicht – kommen Sie an die Haupt34

Blick in die Gemeindebibliothek an der Hauptstrasse 50 in Meggen. strasse 50 in die Bibliothek/Artothek – dort gibt es noch viele andere spannende Medien zu entdecken. Herzlich willkommen – wir freuen uns auf Sie! Hitliste der ausgeliehenen Bücher im Jahr 2011 • Capus, Alex: Léon und Louise • Hartmann, Lukas: Finsteres Glück • Gilbert, Elizabeth: Eat pray love • Schmid, Alice: Dreizehn ist meine Zahl • Abonji Nadj, Meli...: Tauben fliegen auf • Follett, Ken: Sturz der Titanen • Suter, Martin: Der Koch • Seyfried, Amanda: Letters to Juliet • Goscinny, René ...: Der kleine Nick • Scheib, Asta: Das Schönste, was ich sah. Edith Züsli, Leiterin Schule/ Freizeit/ Jugend/ Kultur Hinweis: Öffnungszeiten während der Schulferien: Dienstag und Donnerstag, 15.00 bis 18.00 Uhr; Samstag, 09.30 bis 12.00 Uhr.

Ausblick Lesung und Buchstart-KinderVeranstaltung Auch diesen Frühling organisiert die Bibliothekskommission Meggen wieder eine Lesung. Zu Gast wird am Donnerstag, 10. Mai 2012, die Schweizer Autorin Petra Ivanov mit ihrem neuen Kriminalroman «Tatverdacht» sein. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Gemeindebibliothek an der Hauptstrasse 50. Im Anschluss der Lesung wird ein Apéro offeriert und es besteht die Möglichkeit, das Buch «Tatverdacht» zu kaufen und signieren zu lassen. Zur Lesung sind alle herzlich eingeladen. Eintritt frei. Am 16. Mai 2012, um 09.30 bis 10.00 Uhr, findet wieder die beliebte Buchstart-Kinder-Veranstaltung «Geschichten, Reim und Spiel» mit Priska Röthlin, Leseanimatorin, statt. Eingeladen sind Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren und ihre Begleitpersonen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Monika Peer, Leiterin Bibliothek

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Kunstwerke aus der Sammlung der Gemeinde Meggen

Anton Egloff: Wem die Stunde schlägt? In der Artothek der Gemeinde Meggen ist das Modell der Bronzeplastik ausgestellt, die Anton Egloff für das Gemeinschaftsgrab im Friedhof Meggen geschaffen hat: eine schlägellose Glocke mit dem Titel «HOERE». Auf der Innenseite des Tonmodells sind die Worte «HOERE SUED WEST OST NORD» angebracht. Der Standort der Bronzeplastik legt nahe, dass es sich um eine Sterbe- oder Totenglocke handelt, wie sie bei Trauergottesdiensten zum Einsatz kommt und früher in den Dörfern den Tod eines Menschen verkündet hat. Doch die Glocke, von der hier die Rede ist, kann klöppellos, wie sie ist, nicht davon künden, wann und wem die Stunde geschlagen hat. Tonloser Klangraum Eine Glocke ohne Glockenschwengel ist ein Paradox, erst recht, wenn das Innere des Glockenhohlraums mit der Aufforderung «HOERE» versehen ist. Das heisst aber nicht, dass es nichts zu hören gäbe. Der Hohlraum könnte einen Klangraum für Töne bilden, die von aussen kommen, und diese als Echo in eine der angegebenen Himmelsrichtungen zurücksenden. Oder meint das «HOERE» weder einen himmlischen Glockenton noch irgendein irdisches Echo, sondern ein nach innen gerichtetes Hören?

Anton Egloff, «HOERE» (um 2000), gebrannter Ton, weiss bemalt, Modell der Bronzeplastik beim Gemeinschaftsgrab im Friedhof Meggen (2003), ausgestellt in der Artothek der Gemeinde Meggen an der Hauptstrasse 50. Fernes Rauschen Wenn Kinder den Hohlraum einer grösseren Muschel an ihr Ohr halten, glauben sie oft, das Rauschen des Meeres zu hören. Was hören wir angesichts des Todes? Die Glocke ohne Schlägel weist auf das Ausbleiben einer für alle hörbaren Botschaft hin und öffnet gleichzeitig einen Raum für die Wahrnehmung auf einer anderen

Ebene. Kein Glockenschlag unterteilt die Zeit in Stunden oder Viertelstunden, es gibt keinen Anfang und kein Ende mehr. Vielleicht ist es das, wenn wir uns das Wort «ewig» vorzustellen versuchen und, so lange wir uns auch bemühen, keinen Begriff davon bekommen. Wir begreifen es nicht, aber «hören» wir es vielleicht? Hans Beat Stadler

Schloss Meggenhorn: klang 2011 – lokal und international Die Konzerte der «klang-Musiktage auf Schloss Meggenhorn» wurden zwischen Weihnachten und Neujahr von gegen 500 Personen besucht. Die sechs Konzerte, programmiert vom künstlerischen Leiter Fabio Di Càsola, boten ein abwechslungsreiches Programm. Das Konzert mit den Lokalgrössen, dem Trio LangLang-Pawlica, stiess auf grosse Nachfrage und deshalb wurde noch

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eine zusätzliche Matinée organisiert. Unter dem Titel «Musikalische Perlen voller Heiterkeit und Nostalgie» erklangen Werke von Beethoven, Debussy, Fauré und Dvorak. Aus internationaler Sicht war der Auftritt des Trios Image aus Berlin eine Entdeckung. Das Klaviertrio mit Gergana Gergova, Violine, Thomas Kaufmann, Violoncello und Pavlin Nechev, Klavier bot ein Kontrastprogramm mit Haydn und Schostakowitsch. Dank der interes-

santen Einführung zum Werk von Schostakowitsch wurde das ganze Publikum mitgerissen und brach am Schluss in Jubel aus, so mitreissend war die Interpretation und die Spielweise des Trios. Auch die anderen Konzerte stiessen auf Begeisterung. Anschliessend nutzten gegen 250 Personen die Gelegenheit, im Schloss Meggenhorn Apéro und Dinner zu geniessen. rm

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Schloss Meggenhorn: Kulturprogramm 2012

Von Gästen, Geschenken, Freundschaften Unter dem Motto «Vom Gast zum Freund» dreht sich in der Kultursaison 2012 auf dem Schloss alles um die Gastfreundschaft. Drei Gäste erzählen, warum sie sich in Meggen wohlfühlen. Mit der Ausstellung «Mitbringsel» startet das Programm am 01. April 2012 mit allerlei überraschenden Gastgeschenken an Meggerinnen und Megger. Wie ist es, in Meggen neu anzukommen? Wann fühlt man sich richtig heimisch und wird vom Gast zum Freund? Und was macht es aus, ob man tatsächlich ankommt, bleibt oder wieder weg geht? Drei spannende Gäste, die unterschiedlich lange in Meggen leben, erzählen von ihren Erfahrungen, die sie mit der Megger Gastfreundschaft gemacht haben. Musikalisch umrahmt werden die drei Sonntage von Musikerinnen und Musikern, die selbst einen speziellen Bezug zum Thema Gastfreundschaft haben. Mitbringsel erzählen Geschichten Die Ausstellung «Mitbringsel» zeigt ganz persönliche Gastgeschenke von zwölf Meggerinnen und Meggern. Sie erzählt Geschichten über die Megger Gastfreundschaft, verrät, woher die Geschenke kommen und wie sie ihren Weg nach Meggen gefunden haben. Es gibt viel zu entdecken, z.B. wer als Gast des Gemeinderates in Meggen zu

Schlossfenster Königlicher Dank an den Werkdienst Am Dreikönigstag überraschten die drei Schlossdamen Susanne Morger, Marion Stadler und Alice Rohrer den Werkdienst der Gemeinde Meggen. Während der Znüni-Pause überreichten sie den Mitarbeitern einen grossen Königskuchen – als Dankeschön für die stete Hilfsbereitschaft, wenn auf dem Schloss mal etwas nicht recht funktionieren wollte.

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über 50 alte Hortensiensorten. Eine echte Rarität, die Sie sich nicht entgehen lassen dürfen. Seien Sie unser Gast, wir freuen uns auf Ihren Besuch! Susanne Morger, Kuratorin und Betriebsleiterin, Schloss Meggenhorn

Aus dem Programm 2012 Im Rahmen des Kulturprogramms 2012 wird beim Schloss die grösste öffentlich zugängliche Hortensiensammlung der Schweiz feierlich eröffnet. Besuch war oder welche Schätze die Kunstsammlung der Gemeinde zu diesem Thema birgt. Wer möchte, kann auf dem Schloss in einem speziell dafür eingerichteten Raum ein Mitbringsel für eine bestimmte Person hinterlassen und diese auf originelle Art benachrichtigen. Das A und O der Gastfreundschaft Am 11. Meggenhorn-Gespräch kommen wahre Profis der Gastfreundschaft zu Wort: Fritz Erni, Direktor des Hotels Montana, Luzern, und Beat Stofer, Koch von Hotel und Restaurant Balm in Meggen. Sie erklären die hohe Kunst der Gastfreundschaft und auf welche Kleinigkeiten es im Umgang mit den Gästen ankommt. Mit Sicherheit werden sie die eine oder andere amüsante Anekdote zu erzählen haben. Eröffnung Hortensienpark Am diesjährigen Orgel-Sonntag im August verzaubern nicht nur die Klänge der Welte-Orgel zusammen mit Drehorgeln die Ohren. Eine besondere Blütenpracht entzückt die Augen der Besucherinnen und Besucher. Die grösste öffentlich zugängliche Hortensiensammlung der Schweiz wird beim Schloss feierlich eröffnet. Der Park entsteht in enger Zusammenarbeit mit Pro Specie Rara und zeigt

Schloss, Cafeteria und Ausstellung 01. April bis 28. Oktober: Offen an Sonntagen von 12.00 bis 16.00 Uhr. Schlossführungen: 12.30, 13.30 und 14.30 Uhr. Vernissage «Mitbringsel» Geschichten über Megger Gastfreundschaft. Vernissage der Ausstellung am Sonntag, 01. April, 11.00 Uhr. 11. Meggenhorn-Gespräch Die Kunst der Gastfreundschaft: Sonntag, 22. April, 11.00 Uhr. Gesprächsgäste: Fritz Erni, Hotel Montana, und Beat Stofer, Koch von Hotel und Restaurant Balm, Meggen. Schlossgschpängstli-Fotoparcours Fotoworkshop für Kinder: Mittwoch, 23. und 30. Mai, 13.30 Uhr. Megger Gastfreundschaft-Sonntage Moderiert von Gabriela Amgarten und mit musikalischer Begleitung: 10. Juni, 11.00 Uhr mit Odile Petitpierre, Malerin. 16. September, 11.00 Uhr mit Fredi Bucher, Bassist und Leiter Musikschule Meggen. 21. Oktober, 11.00 Uhr mit Hans Zihlmann, Musiker, Komponist, Organist, Publizist. Orgelklang und Hortensienzauber Orgelkonzert auf der Schlossterrasse: Sonntag, 19. August, 10.30 und 16.00 Uhr. Organisten: Marco Brandazza, Hochschule Luzern und Hansruedi Wäfler, Drehorgelspezialist. Eröffnung der Hortensiensammlung: 12.00 Uhr. Mehr Informationen zum Programm: Ab Mitte März in Ihrem Briefkasten und auf www.meggenhorn.ch.

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K U LT U R

Benzeholz Raum für zeitgenössische Kunst Meggen

Wunderkammern und Gedankenwelten Jahresprogramm 2012

Vom 03. März bis 1. April trifft das noch junge Werk von Sandra Ulloni (* 1979 in Luzern) im Benzeholz auf den seit den 1960er-Jahren gewachsenen Werkkomplex von Anton Egloff (* 1933 in Wettingen).

res mundi: Sandra Ulloni und Anton Egloff, 03. März bis 01. April Den beiden in Luzern lebenden Künstlern ist das Befragen und Erkunden von Ordnungen und Systemen gemeinsam (siehe Hauptbericht auf dieser Seite).

Den beiden in Luzern lebenden Künstlern ist das Befragen und Erkunden von Ordnungen und Systemen gemeinsam. Mit dem Auslegen von Objekten entwickeln sie ein Umfeld, in dem sich verschiedene Bezugspunkte immer wieder neu erschliessen lassen. Modellhaft setzen sie sich mit der realen Welt auseinander, erzeugen aber auch Gedankenräume, die darüber hinausweisen. Anton Egloff ist der Gemeinde Meggen als ehemaliger Präsident der Fachgruppe für Kunstankäufe bekannt, ausserdem ist er mit Werken in der Sammlung vertreten (s. Beschrieb von Hans Beat Stadler). Im Benzeholz wird er einen kleinen Teil der 64 Bronzeknäuel aus «Modelsystem» 1985/92 auf dem Boden ausbreiten. Die mit Zeichen besetzten Knäuel eröffnen vielfältige Bezüge. Mit seiner Abkehr von einer in sich geschlossenen Skulptur hin zu offenen Werksystemen bezieht sich Egloff auf Positionen der 1960er- und 70er-Jahre, entwickelt aber im Spannungsfeld zwischen Minimal Art und Arte Povera eine eigene Sprache. Im «Denken mit den Händen» (so der Künstler) entsteht ein Formungsprozess, der sich am Handwerk anlehnt, aber über konzeptuelle Ideen zu neuen Möglichkeiten findet. Neben den Objekten werden auch Zeichnungen zu sehen sein, die sich mit dem Boden als Grund, auf dem wir stehen und uns bewegen, auseinandersetzen. Sandra Ulloni begibt sich mit gefundenen – ein Praliné-Papier, ein rosaroter Plastiksack, Zucker – und selbst hergestellten Objekten auf künstlerische Entdeckungsreise. Durch ihre Lust und 37

Samuli Blatter, 21. April bis 20. Mai Samuli Blatter erkundet mit Bleistift und Grafit den Raum der Zeichnung, setzt Linie neben Fläche oder lässt verschiedene Schichten ineinander fliessen.

Sandra Ulloni: Studiolo, Detail von oben. Neugier dem Material gegenüber entstehen unvorhersehbare, neuartige Objekte, die dem Betrachter als Kuriositäten erscheinen, egal ob sie aus leichtem, alltäglichem Material oder einem kostbaren und aufwendigen Herstellungsprozess wie beispielsweise der Politur aus Schellack entsprungen sind. Mit dem Verweis auf barocke Wunderkammern und bürgerliche Studierzimmer stellt die Künstlerin ihre Prototypen, Modelle und Sammelstücke in einen historischen Kontext und eröffnet zugleich durch die Kombinationsfreiheit eine vielschichtige Gedankenwelt. Annamira Jochim, Kuratorin Benzeholz Raum für zeitgenössische Kunst Meggen Veranstaltungen: • Samstag, 03. März 2012, 17.00 Uhr: Vernissage • Sonntag, 01. April, 17.00 Uhr: Buchvernissage von Anton Egloffs «Storefront»

Farbexplorationen, 02. Juni bis 01. Juli Farbexplorationen widmet sich dem intuitiven Umgang mit Farbe. Wie wird Farbe in Form gebracht? Was löst Farbe aus, noch bevor sie eine abbildende Funktion übernimmt? Landschaft im Blick, 01. bis 30. September Landschaft ist immer ein Konstrukt der Gesellschaft. Deren Strukturveränderungen wirken sich auf die Landschaft aus. Seit wir nicht mehr direkt vom Boden leben, also seit der Industrialisierung, wird Landschaft teilweise von aussen betrachtet und je nach historischem und kulturellem Kontext interpretiert. Metamorphosen: Pascal Bracher und François Bucher, 20. Oktober bis 18. November Die Tier- und Fabelwelt spielt im Werk von Pascal Bracher und François Bucher auf unterschiedliche Weise eine Rolle. Die Qualität von Tieren, verschiedene Entwicklungsstadien durchzumachen, wird in der Zoologie mit Metamorphose bezeichnet. Der Kunstgriff der Natur, die Verwandlung, gilt als grosses Vorbild und wurde in Kunst und Literatur immer wieder aufgegriffen.

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Februar 2012


AGENDA

Veranstaltungen Februar und März 2012

Februar So.

26.

Jahreskonzert der Stiftung für junge Musiktalente 17.00 bis 19.00 Uhr, Gemeindesaal. Infos: www.musikstiftung-meggen.ch

Mo.

27.

Mütter- und Väter-Beratungsnachmittag (ohne Voranmeldung) 14.00 bis 16.00 Uhr, Feuerwehrlokal. Infos: www.muetterberatung-luzern.ch

Mi.

29.

Krabbeltreff-Kontaktzmorge / MAPAKi 09.00 bis 10.45 Uhr, Pfarreiheim kath. Kirche. Infos: www.mapaki.ch

Mi.

29.

PC-Kurs für Anfänger bzw. Wiedereinsteiger 19.00 bis 21.00 Uhr, Zentral 1, Informatikraum. Infos: www.frauennetz.ch

Sa.

03.

Gruppenstunden mit der Jungwacht Meggen 14.00 bis 17.00 Uhr, Ort je nach Aktivität. Infos: www.jungwacht-meggen.ch

Sa.

03.

Musik im Gottesdienst mit Cantus Meggen 18.00 bis 19.00 Uhr, Magdalenenkirche. Infos: www.cantusmeggen.ch

So.

04.

Matinée der Stiftung für junge Musiktalente mit anschliessender Führung 10.00 bis 12.00 Uhr, St. Charles Hall. Die Stiftung präsentiert die neuen Preisträger 2012/2013. Infos: www.musikstiftung-meggen.ch

So.

04.

Ökumenischer Mittagstisch in der Fastenzeit – Kath. Pfarramt Meggen 11.30 bis 14.00 Uhr, Gemeindesaal. Infos: www.kpm.ch

Fr.

09.

Stadttour – einmal anders – Frauennetz Meggen 08.30 bis 11.00 Uhr, Treffpunkt: Bushaltestelle Schlössli. Infos: www.frauennetz.ch

Sa.

10.

Kinderkleiderbörse Frühling – MAPAKi 09.30 bis 11.00 Uhr, Foyer des Gemeindehauses. Infos: www.mapaki.ch

Sa.

10.

Erstkommunionweekend – Kath. Pfarramt Meggen 13.00 bis 15.00 Uhr, Einsiedeln. Infos: www.kpm.ch

So.

11.

Eidgenössische und kantonale Volksabstimmung 09.30 bis 11.00 Uhr, Urnenbüro, Gemeindehaus. Infos: www.meggen.ch

Mo.

12.

Mütter- und Väter-Beratungsnachmittag (auf Voranmeldung) 14.00 bis 16.00 Uhr, Feuerwehrlokal. Infos: www.muetterberatung-luzern.ch

Mi.

14.

Krabbeltreff-Kontaktzmorge MAPAKi 09.00 bis 10.45 Uhr, Pfarreiheim Kath. Kirche. Infos: www.mapaki.ch

Mi.

14.

Gemeinnütziger Frauenverein: Osterhasen giessen bei Chocolat Schönenberger, Luzern Abfahrt Schlössliparkplatz: 12.30 Uhr. Infos: www.sgfmeggen.ch

Mi.

14.

Erfrischend anders: Wahl-Parteiversammlung CVP Meggen 19.30 bis 22.00 Uhr, Gemeindehaus. Infos: www.cvpmeggen.ch

Do.

15.

Filmabend – Frauennetz Meggen 19.30 bis 22.00 Uhr, Katholisches Pfarreiheim. Infos: www.frauennetz.ch

Fr.

16.

Spielabend für Kinder (ab 8 Jahren) und Erwachsene 18.30 bis 20.00 Uhr, Ludothek, Gemeindehaus

Sa.

17.

Oster-Scharanlass – Jungwacht Meggen 14.00 bis 17.00 Uhr, Meggerwald. Infos: www.jungwacht-meggen.ch

Mi.

21.

Kochen für Schulkinder ab 4. Klasse – Frauennetz Meggen 14.00 bis 17.00 Uhr, Schulküche Zentral 1. Infos: www.frauennetz.ch

Mo.

26.

Spielabend für Erwachsene 19.30 bis 22.00 Uhr, Ludothek, Gemeindehaus

Di.

27.

Gemeindewahlen Meggen 2012: Öffentliche Veranstaltung, Vorstellung und Diskussion 19.15 Uhr, Aula Hofmatt 3. Vorstellung der Kandidierenden für die Controlling-Kommission und die Schulpflege, Themendiskussion mit den Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat.

Mi.

28.

Krabbeltreff-Kontaktzmorge MAPAKi 09.00 bis 10.45 Uhr, Pfarreiheim Kath. Kirche. Infos: www.mapaki.ch

Sa.

31.

Gruppenstunden mit der Jungwacht Meggen 14.00 bis 17.00 Uhr, Ort je nach Aktivität. Infos: www.jungwacht-meggen.ch

März

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Februar 2012


AGENDA

Veranstaltungen April und Mai 2012

April So.

01.

Palmsonntagsprozession – Kath. Pfarramt 10.15 bis 11.15 Uhr, Gemeindehausplatz / Piuskirche. Infos: www.kpm.ch

Mo.

02.

GV Gewerbeverein Meggen 18.15 bis 23.00 Uhr, Hofmatt 3, Meggen. Infos: www.gewerbemeggen.ch

Do.

05.

Familiengottesdienst zum Hohen Donnerstag – Kath. Pfarramt Meggen 19.15 bis 20.15 Uhr, Piuskirche. Infos: www.kpm.ch

Do.

05.

«Frau trifft sich»: AHV – Die Rentenfrage für Frauen 09.00 Uhr, ref. Kirchgemeindehaus, Sozialvorsteherin Mirjam Müller-Bodmer informiert über die Rentenfrage aus frauenspezifischer Sicht.

Fr.

06.

Musik im Gottesdienst Cantus Meggen (Gemischter Chor) 15.00 bis 16.00 Uhr, Piuskirche Meggen. Infos: www.cantusmeggen.ch

Sa.

07.

Feier in der Osternacht – Kath. Pfarramt Meggen 20.30 bis 22.00 Uhr, Piuskirche. Infos: www.kpm.ch

Sa.

07.

Musik im Gottesdienst Cantus Meggen (Gemischter Chor) 21.00 bis 22.00 Uhr, Piuskirche Meggen. Infos: www.cantusmeggen.ch

So.

15.

Erstkommunion – Kath. Pfarramt Meggen 10.00 bis 11.30 Uhr, Piuskirche. Infos: www.kpm.ch

Fr.

20.

Filmvorführung «Die Kinder vom Napf» 19.30 Uhr, Gemeindesaal

Di.

24.

Parteiversammlung CVP Meggen: Erfrischend anders 19.30 bis 22.00 Uhr, Gemeindehaus. Infos: www.cvpmeggen.ch

Mi.

25.

MAPAKi – Puppentheater «Es gstörts Picknick» 1. Vorstellung 14.30 Uhr, 2. Vorstellung 16.00 Uhr, Kath. Pfarreiheim. Infos: www.mapaki.ch

Mi.

25.

Spargelvielfalt – Frauennetz Meggen 19.00 bis 23.00 Uhr, Kirschensturm, Kochen mit Lucas Rosenblatt. Infos: www.frauennetz.ch

Fr.

27.

Frohes Alter – Theater – Gemeinnütziger Frauenverein 14.00 Uhr, Katholisches Pfarreiheim. Die Seniorenbühne Luzern kommt zu Besuch. Infos: www.sgfmeggen.ch

Fr.

27.

107. ordentliche Generalversammlung Kulturverein Meggen 18.30 bis 23.30 Uhr, Schloss Meggenhorn. Infos: www.kulturvereinmeggen.ch

Sa.

28.

Ministranten-Weekend – Kath. Pfarramt 09.00 bis 17.00 Uhr, Ort wird noch bekanntgegeben

Sa.

28.

Gruppenstunden mit der Jungwacht Meggen 14.00 bis 17.00 Uhr, Ort je nach Aktivität. Infos: www.jungwacht-meggen.ch

Mo.

30.

Spielplatz-Treff 14.30 bis 17.00 Uhr, Spielplatz Tschädigen. Infos: www.mapaki.ch

Schule Meggen

Osterferien: Freitag, 06. April, bis Sonntag 22. April 2012

Mai Sa.

05.

Tag der Sonne / Solartag der Gemeinde 10.00 bis 13.00 Uhr, Gemeindeverwaltung und Dorfplatz. Megger Unternehmer stellen Solaranlagen vor. NUK informiert zudem über aktuelle Förderprogramme.

So.

06.

Abstimmung Gemeinde 09.30 bis 11.00 Uhr, Gemeindehaus. Neuwahl Gemeinderat, Controlling-Kommission und Schulpflege. Infos: www.meggen.ch

Mo.

07.

Rechnungs-Gemeindeversammlung 20.00 Uhr, Gemeindesaal. Infos: www.meggen.ch

Di.

08.

Generalversammlung Frauennetz 18.30 bis 23.00 Uhr, Gemeindesaal. Infos: www.frauennetz.ch

Mi.

09.

Krabbeltreff-Kontaktzmorge MAPAKi 09.00 bis 10.45 Uhr, Pfarreiheim Kath. Kirche. Infos: www.mapaki.ch

Mi.

09.

Hatha-Yoga, Vinyasa Flow – Frauennetz Meggen 19.30 bis 20.30 Uhr, Turnhalle Hofmatt 2. Infos: www.frauennetz.ch

Do.

10.

CVP Meggen: Erfrischend anders. Parteiversammlung Wahlen 19.30 bis 22.00 Uhr, Gemeindehaus. Infos: www.cvpmeggen.ch

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Februar 2012


GESCHICHTE(N)

Luzerner Fastnacht

Wenn die Hauptperson aus Meggen kommt Spricht man von der Luzerner Fastnacht, denkt man unweigerlich an die Zunft zu Safran und an den Fritschivater. Dieser ist Integrationsfigur und Synonym für die Fastnacht schlechthin. Bereits sechsmal wurde ein Einwohner von Meggen für dieses ehrenvolle Amt auserkoren. Wie kommt es, dass eine Zunft der Stadt Luzern ihren Zunftmeister aus Meggen rekrutiert? • 1968: Paul Hug-Brun, Bäckermeister, Neuhöfliweg 11 • 1987: Werner Wyss-Stadelmann, Demoskop, Lettenrain 20 • 2004: Beat Lötscher-Bucher, Sanitärtechniker, Mühlemoosweg 7 • 2005: Hans Ruedi KronenbergerBiesser, Meggenhornstrasse 15 • 2007: Kurt W. Meyer-Fürst, lic. oec. HSG, Heckenriedstrasse 4 • 2011: Karl Bucher-Henggeler, Schreinermeister, Althausweg 5. Auf Agglomeration ausgeweitet Ursprünglich war es tatsächlich so, dass nur Inhaber des Stadtluzerner Bürgerrechts in dieses Amt gewählt werden konnten. 2007 wurde diese Bestimmung gelockert und auf einige Agglomerationsgemeinden ausgeweitet. Gemäss den Satzungen der Zunft zu Safran muss der Zunftmeister, der seit 1908 gleichzeitig Fritschivater wird, folgende Voraussetzungen erfüllen: Er muss mindestens zehn Jahre Mitglied der Zunft und Mitglied eines Vergnügungskomitees sein. Mitglied der Zunft zur Safran kann aber nur werden, wer: • das Bürgerrecht der Stadt Luzern oder der Gemeinden Adligenswil, Ebikon, Emmen, Horw, Kriens, Littau, Meggen besitzt • das 20. Altersjahr erfüllt hat • mindestens zehn Jahre in der Stadt Luzern oder deren Umgebung Wohnsitz hatte • darlegen kann, dass er mit der Stadt verbunden ist • einen guten Ruf geniesst • eine bürgerliche Gesinnung glaubhaft machen kann 40

Oftmals wurde die Maske des Bruder Fritschi nach Basel entführt. Die Folio 516 der Luzerner Chronik des Diepold Schilling zeigt, wie ein Gesandter die Maske nach Basel bringt (1507). • sich zur vorgeschriebenen Mitarbeit verpflichtet • gewillt ist, aktiv am Zunftleben teilzunehmen. Auswahl unter strengster Geheimhaltung Die Auswahl des neuen Zunftmeisters erfolgt unter strengster Geheimhaltung. Im Sommer des Vorjahres begeben sich die drei letzten Zunftmeister auf den Papabile-Ausflug und suchen die möglichen Kandidaten. Die Auserkorenen erfahren davon nichts! Die eigentliche Wahl erfolgt genau nach einem vorgeschriebenen Zeremoniell am Jahresbot der Zunft, in der Regel am Samstag vor dem Dreikönigstag. Dieses beginnt feierlich und endet hochfeierlich. Nach den ordentlichen Geschäften wird das letzte Traktandum, die Wahl des neuen Zunftmeisters, angekündigt. Es ist still im Saal (früher im Union, heute im Schweizerhof ), das Licht wird gelöscht und es werden zwei Kerzen vor dem amtierenden Zunftmeister angezündet. Nach drei Schlägen mit dem Zunftmeisterham-

mer wird der Erstgenannte des Dreiervorschlags verkündet und mit tosendem Applaus bestätigt. Danach werden der Zweit- und der Drittgenannte beklatscht. Anschliessend begleitet der Zunftweibel den Neuerkorenen an den Zunftmeistertisch, wo er dann die ersten Worte an die Zünftler richtet und sich über Annahme oder Ablehnung der Wahl erklärt. Neue Jahresagenda beginnen Man sagt, der Zunftmeister / Fritschivater müsse über ein gewisses Portefeuille verfügen und er könne seine Jahresagenda wegwerfen und eine neue beginnen. Denn unzählig sind die Verpflichtungen, die mit diesem ehrenvollen Amt verbunden sind. Seit dem Ersten Weltkrieg heisst die Zunftmeisterdevise der Zunft zu Safran: Freude der Jugend, Liebe dem Alter, Hilfe den Armen. Beat Gähwiler, Archivar historisches Archiv • Die Zunft zu Safran im Web: www.zunft-zu-safran.ch

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Februar 2012


DIE NÄCHSTE AUSGABE ERSCHEINT IM MAI 2012


Gmeindsposcht Februar 2012 Nr. 1  

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