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Beglineschweren iter Stunden – – Was nach einem Todesfall zu tun ist – –

Seite 06

Aufbahrung zu Hause – Ein Erfahrungsbericht– –

– – Ein Magazin für den Reutlinger General-Anzeiger – –

Seite 16

– – Sonderausgabe 2012 – –

Foto: fotolia

Trauerkultur erlebt einen Wandel – –

Seite 04


Editorial – –

Inhaltsverzeichnis 02 Editorial/Impressum

09 Beerdigungskaffee:

Stärkung und Austausch

03 Angst vor Einsamkeit 10 Trauerfloristik gut abstimmen 04 Was nach einem Todesfall

Ihr Begleiter in schweren Stunden – – 02

Gestern war die Welt noch im Lot. Heute ist nichts mehr, wie es war. Der Tod wirft viele Hinterbliebene regelrecht aus der Bahn. Alles läuft wie in einem Film ab. Andere Menschen, die Dinge, die sie sagen und die Geschehnisse um einen herum kommen den Betroffenen unwirklich vor. Trotz dieses seelischen Ausnahmezustands müssen die direkten Angehörigen irgendwie »funktionieren«. Es gibt tausend Angelegenheiten zu regeln. Von den Beerdigungsmodalitäten bis hin zur Korrespondenz mit Versicherungen, Banken oder Vermietern. Man kommt kaum zur Besinnung.

zu tun ist

14 Ein Grabmal gestalten

06 Trauerkultur im Wandel

16 Aufbahrung zu Hause

07 Kinder und das Thema Sterben

17 Netzwerk Trauer in der Region

08 Todesanzeigen und Trauerkarten

18 Begleitung und Beistand

in der schweren Zeit

Impressum Verlag GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. KG Persönlich haftende Gesellschafterin GEA Publishing und Media Services Verwaltungs GmbH Burgplatz 5, 72764 Reutlingen Verleger Valdo Lehari jr. Geschäftsführer Michael Eyckeler, Stephan Körting

Während die erste Zeit erfüllt ist von praktischen Diensten, die geleistet werden müssen, kommt die eigentliche Trauer bei den meisten Hinterbliebenen erst später. Mit unserem »Begleiter in schweren Stunden«, den Sie gerade in den Händen halten, möchten wir Sie in dieser schwierigen Lebensphase unterstützen. Mit Ratschlägen, an was in den ersten Tagen gedacht werden muss. Aber auch mit der Nennung von Einrichtungen und Instituten, die Hilfen zur Trauerbewältigung oder Selbsthilfegruppen anbieten.

Leitung, Koordination Christine Knauer (Reutlinger General-Anzeiger) Anzeigen Stephan Körting (verantwortl.), Sabrina Glück, Stephan Schweikert Grafische Konzeption, Layout, Satz und Gestaltung Mark Reich (Reutlinger General-Anzeiger) Fotos und Texte Bundesverband Deutscher Bestatter, fotolia, metallart, memento, Anja Schweizer, Peter Kiekbusch, Ursula Pacher Druck Druckzentrum Neckar-Alb, Reutlingen

Die Trauer um einen geliebten Menschen hört selten ganz auf. Aber sie kann im besten Fall so weit bewältigt werden, dass der Trauernde sein eigenes Leben wieder aufnehmen und eines Tages vielleicht auch wieder neue Bindungen eingehen kann.

Für den Inhalt der Anzeigen sind die Auftraggeber verantwortlich. Auflage: 44.000 Exemplare Falls Sie Interesse an einer Anzeigenschaltung in unserer Sonderbeilage »Begleiter in schweren Stunden – –« haben, setzten Sie sich mit uns in Verbindung:

Redaktion Christine Knauer

Sabrina Glück, Tel. 0 71 21/302-539, Stephan Schweikert, Tel. 0 71 21/302-538, E-Mail: info@geapublishing.de.


Begleiter in schweren Stunden – –

Der bevorstehende Tod – –

Angst vor Schmerzen, Isolation, Einsamkeit und unzureichender Pflege – – Dem bevorstehenden Tod wird von vielen Menschen gelas-

Selbst einfache Maßnahmen wie Frischluftzufuhr, Abwi-

sener und mit Akzeptanz entgegengesehen, wenn das eige-

schen des Schweißes, Zudecken oder Halten der Hand

ne Leben im Rückblick als sinnvoll und erfüllt angesehen

können Nähe vermitteln und Wohlbefinden schaffen.Sol-

wird. Dagegen wird eine Loslösung vom Leben erschwert,

che einfachen Maßnahmen sind auch bei Menschen mög-

wenn unbewältigte Probleme oder eine Streitsituation

lich und hilfreich, deren Bewusstsein eingetrübt ist. Alle

bestehen. Sehr häufig ist die Angst, die auftritt, weniger

Pflegemaßnahmen sollten außerdem im voraus erklärt

eine Angst vor dem Tod selbst. Die meisten Menschen ha-

werden. Das gilt auch für bewusstlose Patienten, denn

ben Angst vor dem Sterben, insbesondere vor Schmerzen,

man geht davon aus, dass auch sie miterleben, was mit

Isolation, Einsamkeit und unzureichender Pflege.

ihnen geschieht. Bei Schmerzen muss vom Arzt eine medikamentöse Therapie erstellt werden, die zur Schmerzfrei-

Verleugnen ist eine zusätzliche Belastung. Sowohl für den

heit führt. Auch einfache Maßnahmen, wie regelmäßiges

Sterbenden als auch für die Angehörigen wird die Situati-

Umlagern, können zur Schmerzentlastung beitragen.

on erleichtert, wenn offen über Tod und Sterben gesprochen werden kann. Vielen Menschen, die kurz vor dem Tod

Betreuung Sterbender – –

stehen, ist dies bewusst, und sie haben das Bedürfnis, darüber zu sprechen. Zudem ist es vielen Sterbenden

Hospize sind auf die Betreuung Sterbender spezialisiert.

wichtig, sich mit den ihnen nahe stehenden Personen

Sterbende können unheilbar kranke oder auch alters-

über Dinge auszutauschen, die ihnen am Herzen liegen.

schwache Menschen sein. Bei ihnen ist nicht Heilung oder

Ein Verleugnen der Situation durch die Angehörigen kann

Beeinflussung einer Erkrankung das Ziel der Betreuung,

dann eine zusätzliche Belastung darstellen.

sondern Erleichterung von Beschwerden und menschenwürdiges Sterben. Die Schwerpunkte der Betreuung im

Schmerzfrei sein – –

Hospiz liegen auf dem Erreichen von Schmerz- und Angstfreiheit (auch durch Medikamente), menschlicher Zuwen-

Schmerzfreiheit zu schaffen, ist eines der wichtigsten

dung sowie der Einbeziehung der Angehörigen in diesen

medizinischen Ziele. Bei der Betreuung und Pflege steht

Prozess des Abschiednehmens.

das Wohlbefinden des Sterbenden im Mittelpunkt, weniger die medizinische Therapie. Ziel ist es, körperliches Wohl-

Verzichtet wird hingegen auf Medikamente zur Beeinflus-

befinden, insbesondere Schmerzfreiheit, zu ermöglichen

sung einer Erkrankung sowie künstliche Flüssigkeits- und

und ein Mittelmaß zwischen Zuwendung und Überan-

Nahrungszufuhr. Damit schließen Hospize eine wichtige

strengung des Sterbenden (zum Beispiel durch Aufdrängen

Lücke zwischen der ambulanten-häuslichen und der sta-

von Essen und Trinken oder durch zu viele medizinische

tionären-klinischen Betreuung Sterbender.

Maßnahmen) zu finden.

03


Erste Schritte – –

Was ist nach einem Todesfall zu tun? Nach Eintritt des Todes – – 1. Arzt benachrichtigen, wenn der Tod in der Wohnung

eingetreten ist; Todesbescheinigung (vom Arzt) bzw.

Leichenschauschein ausstellen lassen

Ein bis drei Tage nach dem Todesfall – – 9. Terminfestlegung bei der Kirche für die Trauer feier und bei dem Friedhofsträger für die

2. Benachrichtigen der engsten Angehörigen

Bestattung

3. Verträge und Verfügungen zusammenstellen

10. Orgelspiel oder andere musikalische Begleitung

(Geburts- oder Heiratsurkunde, Personalausweis;

Bestattungsvorsorge; Willenserklärung

Feuer-

bestattung, Patientenverfügung)

11. Floristen: Dekoration für die Trauerfeier in der

04

Innerhalb von 36 Stunden nach dem Todesfall – – auswählen;

Überführung

Kapelle aussuchen

12. Sarggesteck, Kranz- und Blumenschmuck bestel

4. Bestatter

für die Trauerfeier bestellen

len; Kranzschleife drucken lassen

des/der

Verstorbenen in die Leichenhalle veranlassen.

13. Kerzenbeleuchtung für die Trauerfeier in der

Klären, welche Aufgaben die Angehörigen selbst

Kapelle bestellen

übernehmen 14. Trauerdruck: Trauerbriefe und Danksagungen 5. Zeitfestlegung der Aufbahrung der verstorbenen

in Auftrag geben

Person in einer Trauerhalle 15. Adressen für Trauerbriefe zusammenstellen

6. Sterbeurkunden beim Standesamt des Sterbe

ortes ausstellen lassen

16. Zeitung:

Zeitungsanzeigen

(Familienanzeige,

Nachruf) bestellen (Anzeigenschluss beachten!)

7. Krankenkasse, Lebens- und Unfallversicherung informieren

17. Pfarrer oder Redner informieren

8. Bestattung planen (Sarg, Totenkleidung); Grabart

18. Trauerkaffee oder Traueressen nach der Beerdi-

bestimmen (Wahl- oder Reihengrab bei Erd- oder

Feuerbestattung); Festlegung einer neuen Grab-

organisieren

stelle oder eventuell vorhandenes Grab verlän-

gern (Friedhofsverwaltung)

gung/Trauerfeier in einem Café oder Restaurant

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Begleiter in schweren Stunden – –

Nach der Beisetzung/Trauerfeier – – 19. Entgegennahme der Kondolenzliste und Fotos

der Trauerfeier; Danksagungen

26. Wohnsituation klären (Mietvertrag, Strom,Wasser kündigen);

Regelung

schlüssel;

Regulierung

der

Haus-/Wohnungs-

der

Heizungsanlage;

Abstellen von Gas und Wasser

20. Abrechnung mit berufsständischen Organisa-

27. Kündigung

tionen

Abos: Radio, Fernsehen, Telefon und Zeitungen;

Abmelden des Autos und der Kfz-Versicherung;

21. Abrechnungen mit Lebensversicherungen bzw.

Kündigen der Versicherungen (Haftpflicht, Haus-

rat);

Sterbekassen, Firmen, Behörden

22. Rentenanspruch geltend machen gegenüber der

von

Kündigung

Verträgen,

von

Mitgliedschaften,

Mitgliedschaften

bei

Vereinen; Abbestellung von Dienstleistungen

(Lebensmittellieferungen)

Bundesversicherungsanstalt Berlin oder bei den

Landesversicherungsstalten: Überbrückungsgeld

28. Erbschein beantragen und Testament eröffnen

(dreimonatige Rentenfortzahlung) bei der Renten-

versicherungsstelle beantragen

lassen (Notar einschalten)

05 29. Daueraufträge bei Banken/Sparkassen ändern;

23. Abmelden der Rente bei der zuständigen Renten

berechnungsstelle (in den neuen Bundesländern

einheitlich beim Postrentendienst Leipzig)

24. Beamtenversorgung – Beantragung der Ver

sorgungsbezüge bei zuständiger Dienstbehörde

und Zusatzversicherung im öffentlichen Dienst

Benachrichtigung Kreditgeber

30. Fälligkeit von Terminzahlungen 31. Benachrichtigung der Geschäftspartner 32. Einschaltung eines Rechtsanwaltes/Notars oder

eines Steuerberaters

25. Meldung der Anschrift des Verstorbenen bei

der Post zwecks Untersagung unaufgeforderter

Der Bestatter Ihres Vertrauens hilft Ihnen bei allen

Werbesendungen; Umbestellung der Post

Fragen

ebenso

wie

bei

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Erledigung

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Formalitäten.

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Bestattungsformen – –

Abschied auf die andere Art – –

06

Trauerkultur erlebt in Deutschland einen Wandel – – Die Trauerkultur befindet sich in einem tief greifenden

nicht nur die Formalien, sondern unterstützen dabei, der

Wandel. Der Anteil der klassischen Erdbestattungen be-

Trauerfeier einen persönlichen Bezug zu geben, etwa mit

trägt nur noch 58 Prozent (Quelle: Statistikportal »Sta-

der Lieblingsmusik des Verstorbenen.

tista«), Feuerbestattungen machen dagegen bereits rund 40 Prozent aus – Tendenz zunehmend. Und auch die Vor-

Rechtzeitig Vorsorge treffen – –

stellungen darüber, wie der letzte Weg würdig gestaltet werden soll, haben sich verändert. Einen traditionellen

Die Beerdigungskosten betragen in Deutschland im Schnitt

Trauergottesdienst wünscht sich nur jeder dritte Bundes-

rund 5 000 Euro. Vielen Menschen ist es wichtig, mit ihrem

bürger (32 Prozent), 37 Prozent bevorzugen stattdessen ein

Tod die Familie nicht noch zusätzlich finanziell zu bela-

»zwangloses Zusammentreffen von Familie und Freun-

sten. Dabei lässt sich mit einer Sterbegeldversicherung

den». Das ergab eine TNS-Emnid-Umfrage. 16 Prozent der

vorsorgen.

Befragten möchten gar keine Trauerfeier, zehn Prozent wünschen sich einen fröhlichen Abschied.

Trotz aller Trauer – wenn es um eine Erbschaft geht, ist es mit dem Mitgefühl oft schnell vorbei und es kommt

»Menschen sind in ihrer Trauer so einzigartig und indivi-

zu Familienzwistigkeiten. Mit einem Testament lässt sich

duell wie sonst in ihrem Leben auch«, kommentiert An-

vorsorgen, am besten unterstützt durch einen Notar. Der

drea Maria Haller, Theologin, die Umfrageergebnisse. Sie

Weg zum Fachmann bietet mehrere Vorteile: Die Wünsche

rät dazu, aus dem Tod kein Tabu zu machen, sondern bei-

werden klar und rechtsgültig formuliert. Der Notar gibt

zeiten mit der Familie über eigene Vorstellungen zu spre-

auch von sich aus Gestaltungsempfehlungen. Zwingend

chen. »Wichtig ist aber, daran zu denken, dass die Ange-

notwendig ist ein Testament, wenn man in einer nichte-

hörigen mit den eigenen Entscheidungen und Vorgaben

helichen Lebensgemeinschaft lebt und der Partner später

leben müssen.« Bestattungsunternehmen übernehmen

erben soll.

Trauerfeier – Trauerbegleitung frei – individuell – persönlich Bestattungsdienst Dietweg 37–41, 72760 Reutlingen Wir sind für Sie in Reutlingen und allen Teilorten tätig. Sie erreichen uns 24 Stunden täglich unter Telefon 0 71 21/303-57 50 oder 0172/7 26 96 39

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Begleiter in schweren Stunden – –

Kinder miteinbeziehen – – An schöne gemeinsame Momente erinnern – – Auch Kinder müssen bei einem Todesfall einbezogen werden. Wer als Kind erlebt hat, dass der Tod zum Leben gehört, kann auch als Erwachsener besser mit einem Todesfall umgehen. Kinder haben ein Gespür dafür, was sie sich selbst zumuten können. Deshalb sollten Kinder gefragt werden, ob sie beispielsweise bei einer Aufbahrung Abschied nehmen möchten oder bei der Beerdigung dabei sein wollen. Wichtig ist, dass Kinder auf eine Beerdigung vorbereitet werden, indem man ihnen erklärt, wie die Beerdigung abläuft. Es ist wichtig, über den Verstorbenen zu sprechen. Dabei geht es nicht darum, den Verstorbenen zu idealisieren, sondern darum, sich an die schönen gemeinsamen Momente zu erinnern oder an das, was ihn in seinem Leben ausgezeichnet hat. Es gibt sehr schöne Kinderbücher, um mit Kindern über den Tod zu sprechen.

DIE TOTEN ZUR SPRACHE BRINGEN Christliche und Nichtchristliche Trauerfeiern bietet Ihnen Markus Rudel, Trauerredner/Freier Theologe. Rufen Sie mich an unter 0 70 72/91 27 90 (Gomaringen), oder besuchen Sie mich auf meiner Homepage www.die-individuelle-feier.de.

Der Bergfriedhof in Tübingen

Hier finden Sie umfassende Informationen zu individuellen Angeboten für Trauerfeiern, Erdbestattungen und Urnenbeisetzungen.

Die Urnengemeinschaftsgrabstätten »Garten der Erinnerung« (976,50 €), »Garten der Zeit« (3 602,50 €) sowie der Baumbeisetzungshain »Buchengrund« (1 594 €), bei denen die Angehörigen den Grabplatz bereits inklusive der Grabpflege für die gesamte Ruhezeit von 20 Jahren erwerben, erfreuen sich großer Beliebtheit. Ab dem zweiten Quartal 2012 steht außerdem die Gemeinschaftsgrabstätte »Rosengarten« (4 416 €) für Erdbestattungen zur Verfügung. Bei allen Anlagen besteht zudem noch die Möglichkeit der Namensanbringung. Beim Baumbeisetzungshain »Buchengrund« kann auf Wunsch der danebenliegende Beisetzungsplatz für den überlebenden Ehegatten reserviert werden. Auch »Nicht-Tübingern« ist eine Beisetzung auf Antrag möglich. Für Trauerfeiern und Erdbestattungen steht auf dem Tübinger Bergfriedhof seit 2007 zusätzlich zur »Großen Trauerhalle« die denkmalgeschützte kleine »Waldkapelle« mit bis zu 40 Sitzplätzen zur Verfügung. Die Gebühr für eine Trauerfeier beträgt 300 €. Gerne beraten und informieren Sie vor Ort die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung.

Kommunale Servicebetriebe Tübingen (KST) Friedhofsverwaltung · Bergfriedhof 10 · 72072 Tübingen Tel. 0 70 71/7 95 67 95 · Fax 7 95 67 92 · kst-friedhoefe@tuebingen.de Öffnungszeiten: Mo. 8.30 – 11.30 Uhr, Di. 8.30 – 16.30 Uhr, Mi. 8.30 – 11.30 Uhr, Do. 13.30 – 15.30 Uhr, Fr. 8.30 – 11.30 Uhr oder nach Vereinbarung.

07


Wßrdigung – –

Abschiednahme mit besonderen Worten – – Todesanzeigen, Trauerkarten oder Trauerbriefe in Auftrag geben – – Eine Todesanzeige in der Zeitung, eine Trauerkarte oder ein Trauerbrief bedeuten mehr als die Information, dass eine Person verstorben ist und wann sie wo beigesetzt wird. Die Todesanzeige ist zugleich eine persÜnliche Form der Abschiednahme und eine Wßrdigung des Verstorbenen. Falls Trauerkarten oder -briefe verschickt werden und gleichzeitig eine Familienanzeige in der Zeitung erscheinen soll, empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass die Zeitungsanzeige erst an dem Tag erscheint, an dem die Trauerkarten

08 oder -briefe bei den Adressaten ankommen. Grundsätzlich wird der Text in der Zeitung mit dem der Trauerkarte oder des Trauerbriefes gleich gehalten. FĂźr eine Anzeige in der Zeitung entscheiden sich die meisten AngehĂśrigen, wenn sie einen grĂśĂ&#x;eren Personenkreis Ăśffentlich informieren mĂśchten. Viele Bestatter bieten den Trauerdruck heutzutage im eigenen Haus an, wobei die AngehĂśrigen die Art der Gestaltung auswählen kĂśnnen.

Wenn Engel einsam sind – – Wenn Engel einsam sind in ihren Kreisen, dann gehen sie von Zeit zu Zeit auf Reisen.

sich ein Probeabdruck.

Sie suchen auf der ganzen Welt nach ihresgleichen, nach Engeln, die in Menschgestalt durchs Leben streichen.

Formulierungsvorschläge kÜnnen AngehÜrigen helfen, de-

Sie nehmen diese mit zu sich nach Haus – fßr uns sieht dies Verschwinden dann wie Sterben aus.

Bei auĂ&#x;ergewĂśhnlichen GestaltungswĂźnschen empfiehlt

nen buchstäblich die Worte fehlen. Ratgeber zu Trauerdrucksachen bieten religiÜse, philosophische oder auch

Renate Eggert-Schwarten

literarische Textvorschläge fßr unterschiedliche Todesfälle und Umstände. Wer nicht auf klassische Textvorschläge zurßckgreifen mÜchte, sollte eigene Entwßrfe unbedingt gegenlesen lassen, um Rechtschreibfehler ebenso wie missverständliche Formulierungen zu vermeiden. Die An-

Gestaltete Grabmale

zeigen reichen inzwischen von klassischen Motiven und

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Zitaten bis zu individuellen Gestaltungen.

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Begleiter in schweren Stunden – – Dienst den Lebenden, Ehre den Toten

B R Ä N D L E B E S TAT T U N G E N Karl Brändle · Bestattungen Kochgasse 30 72124 Pliezhausen-Rübgarten Telefon 07127-8406 Fax 07127-89345 www.bestattungen-braendle.de

Stärkung und Austausch – – Bedeutung des Beerdigungskaffees nicht unterschätzen – –

Bestattungsdienst Walter Ott Tel. 0 71 21/95 69 57

In der Au 3 · 72827 Wannweil ott@bestattungsdienst-ott.de

Beerdigungskaffee, Leichenschmaus, Leidessen, Leichenmahl, Raue, Trauerbrot, Tröster, Umtrunk oder Reuessen – diese Ausdrücke stehen für die Zusammenkunft der Trauergäste nach der Beerdigung. Der Beerdigungskaffee ist so wichtig, weil die Angehörigen nach der Beerdigung

Werz

eine Stärkung brauchen – nicht nur durch Speisen und

Bestattungsdienst

Getränke, sondern auch durch das Miteinander, durch die Nähe der Verwandten und Freunde. Häufig begegnen sich bei einer Beerdigung Menschen wieder, die sich lange nicht mehr gesehen und teilweise eine weite Anreise auf sich genommen haben. Die meisten Menschen verspüren das Bedürfnis, noch einmal über den

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Verstorbenen zu sprechen und Erinnerungen auszutauschen. Gaststätten rechnen häufig nach der Anzahl der bestellten

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Gedecke ab. Deshalb ist es sinnvoll, einige Gedecke weniger zu bestellen, wenn nicht klar ist, wie viele Personen teilnehmen werden. Gedecke nachträglich auflegen zu lassen, ist meist kein Problem. Die Einladung zu einem Beerdigungskaffee sollte nicht erst bei der Trauerfeier ausgesprochen werden, sondern bereits mit der Übersendung der Traueranzeige. So können sich die Gäste darauf einstellen, ob es einen Beerdigungskaffee geben wird oder nicht. Die Einladung kann auf einem Extra-Kärtchen erfolgen, wenn man unter den Adressaten eine Auswahl treffen möchte.

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09


Begleiter

in schweren Stunden – –

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Trauerfloristik – – Nichts ist trauriger als eine Beerdigung ohne Blumen.

Der Kranz, der wie der Kreis keinen sichtbaren Anfang

Ob als Kranz, Gesteck oder Strauß zum Nachwerfen –

und kein Ende hat, ist ein Symbol der Unendlichkeit

die Pracht der bunten Blumen tröstet die Lebenden und

des Lebens. Deshalb ist der Kranz in der Trauerfloristik

vermittelt Hoffnung. Seit alters her bringen Menschen

das Werkstück der ersten Wahl. Je nach Region sind un-

Blumen als Zeichen der Trauer zu Beerdigungen und

terschiedliche Varianten üblich: Den Kranz mit einem

zum Grab. Die geöffneten Kelche der Blumen gelten als

aufgearbeiteten Blumenstrauß trifft man ebenso an,

die Symbole für die Erlösung der Seele und als Verhei-

wie das rundum mit Blumen besteckte Gebinde oder

ßung des Paradieses.

aufwändig gearbeitete Kränze aus Blattgrün. Die Varianten gehen teilweise fließend ineinander über.

Särge & Urnen – – Trauersträuße – – Der Sargschmuck wie auch der Urnenschmuck sind Zeichen des würdigen Abschieds von einem geliebten und

Intensiv duftende Wicken, elegant geschwungenes Trä-

geschätzten Menschen. Die persönliche Auswahl der

nendes Herz, duftiges Schleierkraut und die schwarze

Blumenarten und -farben ist ein Teil der aktiven Trauer-

Schleife sind die gelungene Kombination eines Straußes

arbeit. Einige Friedhofsgärtner und Floristen gehen noch

für das Trauerhaus. Blumen, Farben und Duft übermit-

einen Schritt weiter als umfassend zu beraten.

teln dabei die Botschaft – wir fühlen mit, wir verstehen den Schmerz und wissen, wie schwer es ist zu trösten.

Sie bieten auf Wunsch die Möglichkeit, beim Stecken

Trauer findet nicht nur auf dem Friedhof, sondern auch

von Sarggesteck und Kranz zu helfen. Vor allem für

im heimischen Wohnzimmer statt. Ein schöner Strauß

Kinder kann diese Art der Trauerarbeit ein wichtiger

mit dem Bild des Verstorbenen und eine Kerze bilden

Schritt beim Abschiednehmen sein. Kinder verstehen

eine tröstliche Einheit.

und begreifen von diesem Bereich des Lebens oft weit mehr, als Erwachsene glauben mögen.

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Zum Abschied – –

12

Trauerfloristik gut abstimmen – – Kränze als Zeichen der Hoffnung. Zusätzliche oder eigene Dekorationen sind möglich – – Blumen – –

und sollte die Kranzöffung nicht verdecken, es sei denn, es handelt sich um rund gesteckte Blütenkränze. Kränze

Blumenschmuck gilt traditionell als Zeichen der Liebe und

werden oft mit einer Schleife versehen, auf der Abschieds-

der Ehrerbietung. Eine übertriebene Anhäufung von Krän-

worte und der Namen der Angehörigen aufgedruckt wird.

zen und Gestecken in der Trauerhalle wird jedoch im Allgemeinen nicht als angenehm empfunden. Es kann schö-

Sargschmuck – –

ner und wirkungsvoller sein, nur die Kränze und Blumen der engsten Familienangehörigen bei der Trauerfeier in der

Das Bouquet auf dem Sarg soll diesen schmücken und

Trauerhalle aufzustellen. Alle anderen Blumenspenden

gleichzeitig den Verstorbenen würdigen. Oft wird hinsicht-

werden vor der Trauerhalle oder auch direkt am Grab

lich der Blumenauswahl eine Abstimmung mit dem Kranz

dekoriert.

der engsten Angehörigen getroffen. Je nach Sarg kann auch eine einzelne Blüte sehr dekorativ wirken. Schleifen gehö-

Immer häufiger bringen nur noch die engsten Angehörigen

ren üblicherweise an die Kränze und nicht an den Sarg-

Blumenschmuck mit oder lassen ihn anliefern. Trauergä-

schmuck. Es gibt jedoch keine Vorschrift, die das verbietet.

ste können den Angehörigen einen Umschlag mit einem

Wenn das Bouquet auf dem Sarg nicht befestigt wird, kann

Geldbetrag aushändigen als Zugabe für ein Grabmal oder

es vor dem Absenken des Sarges abgenommen und an-

die spätere Bepfl anzung des Grabes.

schließend auf das geschlossene Grab gelegt werden.

Trauerkränze – –

Urnenschmuck – –

Da der Kreis Ewigkeit und Unendlichkeit symbolisiert,

Beim Urnenschmuck sollte darauf geachtet werden, dass

werden Kränze als Zeichen der Hoffnung bei Trauerfeiern

Größe und Farbe des Blumenschmucks zur Schmuckurne

eingesetzt. Der Blumenschmuck bedeckt üblicherweise

passen. Dabei ist ein Bouquet auf dem Oberteil der Urne

nicht mehr als ein Drittel des meist grünen Kranzkörpers

ebenso wie ein Kranz um den Boden der Urne möglich.


Begleiter in schweren Stunden – –

Trauerstrauß – – Ein Trauerstrauß wird mit einer flachen Seite gebunden, damit die Angehörigen ihn vor dem Sarg oder der Urne niederlegen können. Oft findet man an diesen Sträußen einen Trauerflor.

Trauergesteck – – Im Gegensatz zum Trauerstrauß sind bei einem Trauergesteck keine Stielenden sichtbar. Trauergestecke werden oft gewählt, wenn ein Kranz als zu aufwendig empfunden wird. Ein Gesteck kann in verschiedenen Formen, mit oder ohne Trauerschleife gestaltet werden.

Dekoration der Trauerhalle – – Viele Trauerhallen sind bereits mit einer Dekoration aus

Handvoll Erde zum Schluss auf das Grab werfen können.

Kerzen und Dekorationsbäumen ausgestattet. Zum Teil

Zusätzlich können die Angehörigen einen Korb oder eine

ist die Dekoration in den Friedhofsgebühren enthalten. Im

Schale mit Blumen oder Blütenblättern am Grab aufstel-

Allgemeinen besteht jedoch die Möglichkeit, dass der Be-

len. Für die engsten Angehörigen werden oft kleine Blu-

statter eine zusätzliche oder eigene Dekoration anbieten

mensträuße bestellt, die vom Floristen bereits auf die

kann. Mit Tüchern und anderen dekorativen Gegenstän-

Stühle in der ersten Reihe der Trauerhalle gelegt werden,

den wie Teelichtern oder Blütenblättern kann die Aufbah-

damit sie von dort mit zur Grabstätte genommen werden

rung zur Trauerfeier individuell gestaltet werden. Auch

können.

persönliche Dinge wie beispielsweise ein vergrößertes Foto des Verstorbenen auf einer Staffelei sind möglich.

Grabhügel – –

Einwurfblumen – –

Nach der Beisetzung und dem Schließen des Grabes werden die Kränze üblicherweise auf den Grabhügel gelegt.

Das Friedhofspersonal stellt oft einen Korb mit grünen

Besondere Kränze der engsten Angehörigen können auch

Blättern bereit, die die Angehörigen anstelle von einer

auf Kranzständern am Grab aufgestellt werden.

Katharinenkirche Die kleinste und anmutigste unter den evangelischen Kirchen in Reutlingen bildet den idealen Rahmen für kirchliche Bestattungsund Trauerfeiern auf dem Friedhof »Unter den Linden«. Max. 300 Sitzplätze Miete: 350,–  Auskünfte erteilen: Mesnerin Cornelia Fritz, Tel. 0 71 21/32 05 91 Kurt Haas, stellv. Kirchenpfleger, Tel. 0 71 21/31 24 15

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Gedenken – –

Ein Grabmal gestalten – –

14 Foto: Anja Schweizer

GRABMALE STEINMETZBETRIEB

Sonnenbühl/Undingen Am Trieb 17 Telefon 0 71 28/37 72 www.steinmetz-betz.de Schöne Grabmalausstellung

Individuelle Varianten mit Steinmetz oder Bestatter absprechen – – Wenn für einen Verstorbenen eine neue

abergläubig ist, kann sich bereits zu Leb-

Grabstätte erworben wird, ist es üblich,dass

zeiten eine schöne Skulptur anfertigen las-

zunächst ein Holzkreuz mit dem Namen

sen, die erst nach dem Todesfall den Platz

und den Daten des Verstorbenen die Grab-

wechselt.

stätte kennzeichnet, bevor die Angehörigen einen Grabstein ausgewählt haben.

Im Allgemeinen werden Buchstaben und Zeichen aus Bronze auf dem Grabstein

RT-Betzingen Carl-Zeiss-Str. 39 ·  0 71 21/58 05 47

Es gibt heutzutage viele Gestaltungsmög-

angebracht oder Symbole eingemeißelt,

lichkeiten für ein Grabmal, was Form,

die auch vergoldet werden können. Die in-

Material und Farbe angeht. Steinmetze

dividuellen Gestaltungsvarianten bis zur

haben eine Auswahl an Grabsteinen, die

Verwendung des Bildes eines Verstorbenen

mit den Daten des Verstorbenen beschrif-

sollten mit dem Steinmetz oder Bestatter

tet werden, fertigen auf Wunsch aber auch

abgesprochen werden, der die jeweiligen

ein individuelles Grabmal an. Wer nicht

Friedhofsordnungen kennt.

Grabmale Steinmetzbetrieb Bildhauerarbeiten Naturstein im Garten

Anja Schweizer Auchtertstraße 50 72555 Metzingen Telefon 0 71 23-48 02 info@steinwerk-schweizer.de www.steinwerk-schweizer.de

Jeder Abschied ist der Beginn eines neuen Weges. Begleitet werden wir dabei von der Erinnerung. Und natürlich ist Erinnerung verbunden mit vielen Gedanken und Geschichten an jene, denen sie gilt. Jeder von uns trägt ganz allein die Verantwortung dafür, welchen Weg wir suchen und finden, um denen gerecht zu werden, die nicht mehr unter uns sind. Bei der Entscheidung für ein Denkmal, einen Erinnerungsstein oder ein Grabmal dürfen Sie getrost die Verantwortung mit uns teilen. Denn unsere Aufgabe ist es, dem Ausdruck zu verleihen und Gestalt zu geben, was Ihnen wichtig ist. Dazu braucht es Zeit. Zeit, die Sie sich nehmen, um mit uns zu sprechen, damit wir verstehen. Zeit, die wir uns nehmen, Ihnen zuzuhören. Zeit auch, um zu entwerfen, vorzuschlagen und schließlich miteinander zu entscheiden. So entsteht ein Grabmal, ein Denkmal oder Erinnerungsstein, den wir für Sie und - was fast noch wichtiger ist – mit Ihnen gemeinsam an den Beginn eines neuen Weges stellen werden. Anja Schweizer Steinmetzin


Begleiter in schweren Stunden – – ohne weiteres vom Grab entfernt werden können. Bruchplatten eignen sich ebenfalls für eine gewisse feste Verbindung mit dem Grab. Einige Grabvasen lassen sich versenken, so dass die Vase nicht zu sehen ist, wenn keine Schnittblumen aufgestellt sind. Bei einem größeren Grab können »Trittplatten» auf der Grabstätte verteilt werden, damit die Grabstätte betreten werden kann, ohne Fußabdrücke zu hinterlassen. Aufrecht stehende Grabsteine werden übli-

Grabanlage – –

cherweise mit einem Fundament versehen. Eine liegende Grabplatte kann die zukünf-

Je nach Geschmack kann ein Grab mit Bo-

tige Grabpflege erleichtern. Es muss jedoch

dendeckern angelegt werden, damit das

bedacht werden, dass die Grabplatte bei

Grab auf Dauer flächendeckend von pfle-

jeder zukünftigen Beisetzung entfernt wer-

geleichten Pfl anzen bedeckt ist. Wer sich

den muss. Einige Friedhofssatzungen las-

nicht in der Lage sieht, die Grabpflege

sen nicht zu, dass ein Grab komplett mit

selbst zu übernehmen, kann eine Grab-

einer Platte abgedeckt wird.

pflegevertrag abschließen, in dem Laufzeit,

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Pflanzintervalle und Sonderwünsche fest-

Grabschmuck – –

gelegt werden.

Wenn es die Friedhofssatzung zulässt,

Mit dem Neukauf oder der Verlängerung

können Angehörige ein Grab mit einer Ein-

einer Grabstätte erwerben Angehörige das

fassung passend zum Grabstein versehen.

Nutzungsrecht, das heißt, sie können be-

In die Ecken werden oft so genannte Vier-

stimmen, wer in der Grabstätte beigesetzt

telkreise gesetzt, auf denen feststehende

wird. Neben dem Nutzungsrecht entsteht

Vasen oder Grablampen installiert werden

für die Angehörigen gleichzeitig jedoch

können. Dies hat den Vorteil, dass sie nicht

auch die Pflicht, die Grabstätte zu pflegen.

Grabenstetter Str. 5 / 72574 Bad Urach


Aufbahrung – –

Ein schöner Abschied zu Hause – –

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Wenn Angehörige ihre Verstorbenen bis zur Beerdigung daheim behalten – –

te. Sie hatte ihre Kinder und Enkel als Rückhalt und alle empfanden die Entscheidung auch im Nachhinein völlig richtig. »Auch meine Kinder haben dabei viel gelernt«, be-

Für viele Menschen ist die Vorstellung, einen verstorbenen

tont die 84-Jährige, die trotz ihres hohen Alters noch voll

Angehörigen bis zur Beerdigung zuhause aufzubahren, ein

im Leben steht.

Ding der Unmöglichkeit. Warum eigentlich? Früher war es gang und gäbe. Die komplette Familie und Verwandtschaft

Nicht zur Last fallen – –

verabschiedete sich vom Verstorbenen, der nicht selten mitten im Wohnzimmer hergerichtet wurde.

Knapp fünf Monate sind jetzt seit dem Todestag vergangen. Über das, was nach dem Sterben kommt, hatte das Ehepaar

Das Sterben hat sich heute in Seniorenheime, Kranken-

so direkt nie gesprochen. Ihr Mann, den sie »dr Vatr« nennt,

häuser oder Hospize verlagert, so der Tod nicht überra-

habe wohl angenommen, »des wird d’Muttr scho regla«,

schend kommt. Aber es gibt auch Menschen, die diesen

berichtet sie mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht. Sie

Weg nicht gehen möchten und ihre verstorbenen Angehö-

weiss jedoch noch wie heute, dass sie ihren Mann einmal –

rigen im häuslichen Umfeld aufbahren lassen. Möglich ist

fast nebenbei und typisch weiblich-diplomatisch – darüber

heute sogar eine Hausaussegnung . Wir haben eine Witwe

ins Bild gesetzt hatte, dass es in der Gemeinde, in der sie le-

besucht, die ihren toten Mann bis zur Beerdigung im Ster-

ben, Rasengräber gibt. Die fielen den Kindern nicht zur Last

behaus behielt.

und der Ehemann liebte grüne Wiesen, weil er schon immer viel Zeit auf seinem Gütle verbracht hatte. Diese Idee gefiel

»Ich war so erstaunt, wie würdevoll der Bestatter mit dem

ihm, auch wenn nicht konkret über seine Bestattung ge-

Toten umgeht, das glauben Sie gar nicht«, berichtet die

sprochen worden war. Seine taktvolle Frau wusste darauf-

alte Dame aus dem Ermstal, die unerkannt bleiben möch-

hin, wie sie ihren Mann eines Tages begraben lassen würde.

Dieselstr. 14 · 72124 Pliezhausen · Tel. 0 71 27/75 61

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Begleiter in schweren Stunden – – Über die Stunden direkt nach dem Tod spricht sie sehr

Im Wohnzimmer, wo der Verstorbene im Pflegebett her-

präzise, gefasst und in sich ruhend. Die letzten Atemzüge

gerichtet und – umgeben von weißen Tüchern – aufge-

des schwerkranken Familienoberhauptes erlebte einer der

bahrt wurde – gab es Gelegenheit für alle Angehörigen,

Söhne, der über Nacht dageblieben war um die Mutter zu

junge und ältere, sich vom Familienoberhaupt zu verab-

unterstützen , noch mit. Sie hatte bereits so etwas wie eine

schieden. Eine mobile Kühlung, die der Bestatter mitge-

Ahnung, dass der Tod kurz bevor stand, denn ihr Mann

bracht hatte, sorgte für den Erhalt der menschlichen Hül-

ließ das Händestreicheln, das ihm sonst gefiel, nicht mehr

le bis zur Beerdigung wenige Tage später. »Also, ich hätte

zu, sondern wehrte ab. »Dr Vatr hot hoim derfa«, sagte ihr

meinen Mann doch nicht alleine da unten in der kalten

Sohn ganz ruhig, nachdem der Tod eingetreten war.

Leichenhalle des Friedhofs gelassen«, betont die Mutter fünf erwachsener Kinder.

Immer sehr gepflegt – – Sie erlebte viele positive Resonanzen auf ihre EntscheiWenn’s irgendwie ginge, das war der Ermstälerin sofort

dung, aber auch entsetzte Reaktionen. »Ich könnte nie

klar, würde sie den toten Ehemann zu Hause behalten bis

mit einem Toten in der Wohnung leben«, hätten manche

zur Beerdigung. Da der Bestatter diese Option sofort ein-

eingewandt. Die meisten Freunde und Verwandten seien

räumte, war die Entscheidung gefallen. Körper und Haare

jedoch sehr angetan gewesen. Man habe gemeinsam in der

wurden gewaschen, die Fingernägel geschnitten, der Ver-

gemütlichen Küche gegessen, gesungen sowie Blumen und

storbene sorgfältig nass rasiert. Und dies alles im Beisein

Kerzen aufgestellt.

der Familie, die zuvor vom Bestatter aufgeklärt worden war, was dieser genau tun würde.

Da sie lange Abschied nehmen und an allen Dingen rund ums Sterbebett teilhaben konnte, ging die Frau ruhig und

»Mein Mann hat sich immer sehr gepflegt«, berichtet die

gefasst zur Beerdigung. »Wir haben den Tod ganz anders

Witwe. »Wir haben ihm sein bestes Hemd und nagelneue

verarbeitet«, erklärt sie ohne zu zögern. »So war der Ab-

Unterwäsche angezogen.« Und sie fügt hinzu: »Er hat so

schied auf dem Friedhof eigentlich nicht so schwer.«

ein Lächeln gehabt im Sarg. Als ob er sagen wollte, ihr habt es gut gemacht mit mir.«

Christine Knauer

Wichtige Adressen und Ansprechpartner – – Netzwerk Trauer Reutlingen/Metzingen – –

Haus Matizzo, Seelsorge- und Beratungsdienst Manuela Seynstahl , Tel. 0 71 23/9 10 20 24,

Ambulanter Hospizdienst

krankenpflegeverein@haus-matizzo.de

Silvia Ulbrich-Bierig (Geschäftsführerin) 0 71 21/278-338

www.haus-matizzo.de

info@hospiz-reutlingen.de, www.hospiz-reutlingen.de, Kinderschutzbund Arbeitskreis Leben

Ursula Schlüter, Tel. 0 71 21/34 61 06,

Bettina Guhlmann, Karlstraße 28, 72764 Reutlingen,

info@kinderschutzbund-reutlingen.de

Tel. 0 71 21/1 92 98 , akl-reutlingen@ak-leben.de Krankenhausseelsorge (evangelisch) Erziehungsberatungsstelle (evangelisch)

Corinna Schmohl, Tel. 0 71 21/200-4171,

Monika Feldhahn, Tel. 0 71 21/1 70 51,

schmohl_c@klin-rt.de

psychologische-beratungsstelle@kirche-reutlingen.de Krankenhausseelsorge (katholisch) Erziehungsberatungsstelle (kommunal)

Tel. 0 71 21/200-41 72,

Tel. 0 71 21/9 47 90 60 , www.hdf-reutlingen.de,

hornstein_h@kreiskliniken-reutlingen.de

erziehungsberatung_reutlingen@kreis-reutlingen.de Trauerdiakonat der Bruderhausdiakonie Haus der Familie,

Eva Glonnegger, Tel. 0 71 21/278-366,

Frieder Leube, Tel. 0 71 21/92 96 11,

eva.glonnegger@bruderhausdiakonie.de,

frieder.leube@kirche-reutlingen.de

www.bruderhausdiakonie.de

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Hilfen – –

Begleitung in der Trauer – –

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Angehörige, Freunde, Bekannte oder professionelle Helfer. Niemand muss allein bleiben – – Der Tod eines nahe stehenden Menschen bedeutet eine

ben werden. Sie sollte nicht verdrängt werden, denn es ist

Verlusterfahrung und ist mit Trauer verbunden. Der Tod

eine unter Ärzten und Psychologen anerkannte Tatsache,

zerreißt das Geflecht von Rollen, Funktionen und Bezie-

dass unverarbeitete Trauer zu Krankheiten und seelischen

hungsstrukturen und verändert tief greifend die Dynamik

Schäden führen kann.

und das seelische Gleichgewicht von Familien, Partnerschaften oder auch jedes Einzelnen. Doch niemand muss

Trauer äußert sich in Form von körperlichen Reaktionen

mit seiner Trauer allein bleiben.

und Verhaltensweisen, die von den Einstellungen des Einzelnen zum Tod abhängen, aber auch von der Einstellung

Trauerbegleitung leisten Angehörige, Freunde oder Be-

der Gesellschaft zum Umgang mit Tod und Trauer beein-

kannte ebenso wie professionelle Helfer. In vielen Orten

flusst werden.

gibt es Selbsthilfegruppen, deren Adressen oder Kontaktpersonen dem Bestatter bekannt sind. Er wird den Kontakt

Zu den mit der Trauer verbundenen Gefühlen gehören Ver-

zu diesen Gruppen vermitteln oder Adressen nennen, bei

lassenheit, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Beklemmung, Wut,

denen den Hinterbliebenen geholfen werden kann.

Angst, Zorn und manchmal auch Erleichterung. Trauer kann sich jedoch auch körperlich auswirken, und zwar

Was ist Trauer? – –

in Müdigkeit, Überempfindlichkeit gegen Lärm, Muskelschwäche, Magenschmerzen, Atemnot und Schüttelfrost.

Unter Trauer sind die psychischen Reaktionen zu verste-

Zur Trauer gehören Tränen. Tränen sind der Beginn des

hen, die nach dem Verlust eines nahe stehenden Men-

Trostes, sie machen uns frei zu neuem Handeln.

schen durch dessen Tod auftreten können. Trauer ist keine Krankheit, sondern eine lebenswichtige Reaktion. Sie ge-

Verlust verarbeiten – –

hört zum Leben und zur Abschiednahme. Trauer ist bereits ein Teil der Verarbeitung eines Verlusts. Sie wird von jedem

Wichtig für die Verarbeitung von Trauer ist, dass der er-

individuell erlebt. Der Trauer muss Raum und Zeit gege-

littene Verlust vergegenwärtigt und verarbeitet wird. Man


Begleiter in schweren Stunden – – sollte deshalb nicht darauf verzichten, von seinem Verstorbenen Abschied zu nehmen. Dazu kann eine letzte Berührung und ein letztes in den Arm nehmen gehören. Der Bestatter sorgt dafür, dass der Verstorbene hygienisch behandelt wird, so dass im Trauerhaus, im Abschiedsraum des Bestatters oder auch auf dem Friedhof die Möglichkeit besteht, den Verstorbenen noch einmal zu sehen und Zwiesprache mit ihm zu halten.

Die Trauerphasen – –

3. Regressive Phase – – Nach der Beerdigung kann ein Zusammenbruch der psy-

Die Trauerpsychologie unterscheidet bei der Bewältigung

chischen Organisation erfolgen. Der Trauernde stirbt einen

der Trauer mehrere Phasen, die jedoch nicht in jedem

symbolischen Tod (apathisches Verhalten, das eigene Ich

Trauerfall zwingend gleichartig ablaufen. Es sind diese:

ist in seiner ganzen inneren Organisation betroffen).

1. Phase des Schocks – (hält oft nur wenige Stunden an, maximal ein bis zwei Tage) – –

4. Phase der Neuorientierung – – Erneute Zuwendung zur Umwelt und zur Gesellschaft. Der Prozess der Trauer wird abgeschlossen (Aufnahme einer

Der Betroffene ist wie gelähmt und zu keinen Gefühlsre-

Berufstätigkeit oder auch Wiederverheiratung).

gungen fähig. Der Ausdruck der Ungläubigkeit und des Nicht-wahr-haben-Wollens herrscht vor.

Um Trauer zu bearbeiten, ist das Gespräch erforderlich. Wenn sich die Umwelt nach einigen Tagen oder Wochen

Wird der Zustand nicht überwunden und wird weiterhin

wieder dem Alltagsgeschehen zuwendet, dann braucht

das Eingetretene geleugnet, spricht man im Allgemeinen

der Trauernde Gesprächspartner, die ihm zuhören und mit

von einer »Behinderung der Trauer», die zu ernsthaften

ihm über den Verstorbenen sprechen können.

Störungen führen kann. Trauernde sollten sich nicht scheuen, sich auch nach ein

2. Kontrollierte Phase – –

bis zwei Wochen oder nach Monaten an den Bestatter zu wenden, um mit ihm über das Verhältnis zum Verstorbenen, über die Reaktion in der Umwelt sowie über alltäg-

der Beerdigung verbundenen Aufgaben. Die Beerdigung, die

liche Sorgen zu sprechen. Der Bestatter wird sich Zeit neh-

Ansprache des Pfarrers/Redners, der Beistand von Men-

men, er wird zuhören und die Betroffenen – für den Fall,

schen, die dem Trauernden nahe stehen, können für den

dass er nicht selber helfen kann, an Personen verweisen,

weiteren Verlauf des Trauerprozesses von Bedeutung sein.

die die gleichen Erfahrungen gemacht haben. pm

1923

RILLING & PARTNER

Bestattungsdienst Tübingen | Haus des Übergangs

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Der Trauernde erhält äußeren Halt durch die Fülle der mit

Mitglied im Bestatterverband Baden-Württemberg e.V.

Hauptstr. 42 · 72800 Eningen u. A. Tel. 0 71 21/8 15 52 Fax 0 71 21/88 03 97 Mobil 01 72/7 31 05 80 E-Mail: cliff.werz@gmx.de

Handwerkerpark 5 . 72070 Tübingen . Tel. 07071 92780

Filiale: Hauptstr. 33 · 72770 Gönningen Tel. 0 70 72/92 20 25

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Begleiter in schweren Stunden