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ECCLESIA AKTUELL

...eine Schippe tiefer graben...

Der Verband und ich Seite 7

Einmal durchs Gehirn und wieder zur端ck !!! Seite 9


ZUM NACHDENKEN

Ein Wort für dich

Impressum Gemeinde der Christen Evangelische Freikirche e.V. Mitglied im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) KdöR. Herausgeber: Gemeinde der Christen - Evangelische Freikirche e.V. Redaktion: Jürgen Burzlaff, Adilson Fritz, André Vogt Redaktionsschluss: jeweils eine Woche vor Erscheinen Kontakt per E-Mail: info@gemeinde-der-christen.de Kontakt per Telefon: 05746/890661 Postanschrift: Gemeinde der Christen - Evangelische Freikirche e.V. Bünderstr. 52, 32289 Rödinghausen Bankverbindung: Sparkasse Rödinghausen, KontoNr. 1160124754 BLZ 49450120 Sparkasse Herford oder Sparkasse Rödinghausen, KontoNr. 160529970 BLZ 49450120 Sparkasse Herford (Baukonto) Bildnachweis: © Bildarchiv der Gemeinde, by_miraliki_pixelio.de Internet: www.gemeinde-derchristen.de

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Ich freue mich auf die ProChrist-Tage in Rödinghausen im Juni. Vielleicht wundern Sie sich über das Motto „Zweifeln und Staunen“. Staunen – das finden wir alle toll. Aber Zweifel verunsichern und quälen. Sie erwarten von mir wahrscheinlich, dass ich mehr für den Glauben werbe als für das Zweifeln. Aber auch wenn es Sie überrascht: Ich werbe zunächst einmal für das Zweifeln. Ich verstehe unter Zweifeln ein radikales Fragen, mit dem Gewohntes in Frage gestellt wird. Ich meine, das tut uns gut. Sehen Sie, wenn ein Haus einstürzt, fragt man sich nachher, woran das gelegen hat. War das Fundament nicht stabil? Ist die Statik falsch berechnet worden? Die Fragen kommen leider zu spät, wenn das Haus einstürzt. Sie müssten vorher gestellt werden. Dann hätte man den Einsturz vielleicht verhindern können. Ich möchte Mut machen, dass wir nach der Stabilität des Fundamentes unseres Lebenshauses fragen, bevor es einstürzt. Worauf verlasse ich mich eigentlich? Gesundheit? Geld? Gute Beziehungen? Glück? Gott? Gibt es den? Wer ist er? Was hat er mit meinem Leben zu tun? Kann man darüber etwas Genaues wissen? Was ist das Ziel des Lebens? Wie können Beziehungen gelingen? Wem kann ich vertrauen? Ich bin davon überzeugt, dass die Bibel uns präzise Auskünfte zur Beantwortung solcher Fragen gibt. Darum lohnt es sich die Fragen zu stellen. Wir müssen nicht gedankenlos leben. Wir dürfen getrost eine Schippe tiefer graben. Ich hoffe, Sie werden mit dabei sein und Ihre Bekannten und Freunde mitbringen. Es wird Gelegenheit zum Gespräch geben. Und hoffentlich werden viele darüber staunen, welche überraschenden Perspektiven die Bibel für unser Leben eröffnet. Ich verlasse mich auf die Zusage von Jesus: „Wer sucht, der findet; wer anklopft, dem wird geöffnet.“ Ich bin jedenfalls sehr gespannt. Mit herzlichen Grüßen und voller Erwartung, Ihr Ulrich Parzany


INHALT

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TERMINE

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PROCHRIST

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PERSÖNLICHE ENTWICKLUNG

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HEILUNGSBERICHT

Juni / Juli 2013

ProChrist

Der Verband und ich

Einmal durchs Gehirn und wieder zurück !!!

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TERMINE

Juni / Juli 2013 Regelmäßige Termine dienstags: Hauskreise 19:00 Uhr / 20:00 Uhr mittwochs: Bibelunterricht 17:00 Uhr donnerstags: Gebetstreffen 8:00 Uhr freitags: Royal Rangers 17:00, Jugend 20:00 sonntags: Gottesdienst 9:30 Uhr ----------------------------Juni So. 02.06.2013, 09:30 Uhr Gottesdienst mit Gerhard Janocha Fr. 07. - So. 09.06.2013, 20:00 Uhr ProChrist mit Ulrich Parzany Mi. 12.06.2013, 09:15 Uhr Frauenfrühstück mit Erika Kern So. 16.06.2013, 09:30 Uhr Gottesdienst mit Adilson Fritz (Abendmahl) So. 23.06.2013, 09:30 Uhr Gottesdienst mit Eckard Vogt Di. 25.06.2013, 20:00 Uhr Abendmahlsgottesdienst mit Uli Schaub Sa. 29.06.2013, 15:30 Uhr Seniorentreffen 55+ mit Reinhard Hostmann So. 30.06.2013, 09:30 Uhr Gottesdienst mit Adilson Fritz und André Mross (Gemeindetag) Juli So. 07.07.2013, 09:30 Uhr Gottesdienst mit Roland Westerink Mi. 10.07.2013, 09:15 Uhr Frauenfrühstück mit Andrea Hudi So. 14.07.2013, 09:30 Uhr Gottesdienst mit Jürgen Burzlaff (Abendmahl) Sa. 20.07.2013, 15:30 Uhr Seniorentreffen 55+ mit Günter Quiring So. 21.07.2013, 09:30 Uhr Gottesdienst mit Adilson Fritz Sa. 27.07.2013, 14:00 Uhr Ausflug Seniorentreffen 55+ So. 28.07.2013, 10:00 Uhr Gottesdienst mit Adilson Fritz (Aula der Gesamtschule) So. 28.07. - Sa. 03.08.2013, Fussballtrainingslager 2013

-----------------------------------------------------Besondere Veranstaltungen Fr. 07. - So. 09.06.2013, 20:00 Uhr ProChrist mit Ulrich Parzany So. 28.07. - Sa. 03.08.2013, Fussballtrainingslager 2013

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PROCHRIST


EDITORIAL

Besser gemeinsam! Impressum ECCLESIA aktuell

Herausgeber: Vorstand der Gemeinde der Christen ECCLESIA e.V., Solingen-Ohligs. Internet: www.ecclesiagemeinden.info Redaktion: Christian Kolbow und Stefan Beger Erscheinen: alle zwei Monate Redaktionsschluss: jeweils der 20. des Vormonats Bezugspreis: Freiwillige Deckung der Kosten über nachfolgende Bankverbindung. Kontakt per E-Mail: sekretariat. beger@ecclesia-gemeinden.info oder per Fax: 0212 – 33 65 49 Postanschrift: Gemeinde der Christen Ecclesia e.V., Redaktion EA, Merscheider Str. 40, 42699 Solingen. Bankverbindung: Gem. der Christen Ecclesia e.V., Konto-Nr. 114751 bei Stadt-Sparkasse Solingen, BLZ 342 500 00, Verwendungszweck: Spende für ECCLESIA aktuell. Bildnachweis: Archiv des Gemeindeverbandes, Freizeitbilder von Facebookteilnehmern und Fotolia

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Liebe Leser, Es ist für uns ganz natürlich, dass wir einem Verband oder Verbund angehören. Kommen wir auf diese Welt, dann werden wir in eine Familie hineingeboren, welche meist einem Familienverband angehört. Dieser wiederum lebt innerhalb einer Ortschaft, einem Bundesland oder Kanton. Nun gehört dieser einem Land an und das Land gehört fast immer einer Organisation oder einem Bündnis an, die oder das ihm Schutz und / oder Unterstützung bietet. In einem solchen Verband nehmen wir Schutz oder Unterstützung in Anspruch und geben im Gegenzug unseren Beitrag dazu. Ein Verband, bzw. Bündnis bietet viele Möglichkeiten, die ein Einzelner nicht hat. Das ist wohl eine allgemein anerkannte Tatsache. Es scheint ein natürliches Bedürfnis zu sein, sich mit anderen zu „verbünden“. Und Angst ist da nicht immer in erster Linie die Motivation. Manchmal ist es auch der Wunsch, für ein bestimmtes Ziel mehr zu erreichen, als man alleine jemals könnte. So sind wir uns ja durchaus bewusst, dass der Missionsbefehl für eine Person oder eine Gruppe von Menschen einfach viel zu gewaltig ist. Um dieses Ziel zu erreichen müssen sich Menschen verbünden. Der Ecclesia Verband ist ein Bündnis von Gemeinden, die das Ziel haben, so viele Menschen wie möglich zu gewinnen. Keine Gemeinde kann z.B. Deutschland allein erreichen. Das ist uns klar. In dieser Ausgabe möchten wir ein wenig den „Verbandsgedanken „ aufgreifen und natürlich über das Geschehen in unserem Verband berichten. Viel Spaß beim Lesen wünscht Christian Kolbow


PERSÖNLICHE ENTWICKLUNG

Der Verband und ich Im Folgenden möchte ich meine eigene Geschichte mit dem Gemeindeverband Ecclesia erzählen. Vielleicht ist einiges davon nützlich, vielleicht einfach nur Unterhaltung. Ich bin 1983 bei einer Zeltevangelisation in Hildesheim zum Glauben gekommen. Die Ecclesia Gemeinde in Braunschweig hatte damals etwa 11-15 Gottesdienstbesucher und daher keine Möglichkeit, eine eigene Evangelisation durchzuführen. Zu diesem Zeitpunkt war es üblich, dass man die Veranstaltungen anderer Ecclesia Gemeinden aus der Nähe durch eigene Besuche unterstützte, oder das Angebot für eigene Einladungen nutzte. Das wusste ich natürlich damals nicht. Einige Freunde und ich wurden also von Christen aus Braunschweig nach Hildesheim zur Zeltevangelisation eingeladen. Als sich dann einige dieser Eingeladenen zusammen mit mir bekehrten, war es natürlich, dass wir in die Ecclesia Braunschweig gingen. Was ich nicht wissen konnte war, dass die Hildesheimer Gemeinde den „Verbandsgedanken“ in vorbildlicher Weise lebte. Sie unterstützen die Braunschweiger Gruppe in vielerlei Hinsicht. So kamen viele Brüder zum Predigen nach Braunschweig, ohne Fahrgeld oder Honorar zu bekommen. Eine Investition in das Reich Gottes! In den kommenden Jahren begann unsere Gemeinde zu wachsen. Junge Menschen nahmen Jesus an und aus der kleinen Gruppe wurde eine kleine Gemeinde, die sogar aus Platzmangel nach neuen Räumen suchen durfte. Veränderungen bringen auch Spannungen mit sich und diese führten eines Tages dazu, dass die damaligen Bezirksältesten intervenieren mussten. Eine Gemeindeversammlung hatte zum Ergebnis, dass der Gemeindeleiter sein Amt niederlegte und ich als Gemeindeältester eingesetzt wurde. Das war 1989. Was macht man eigentlich als Ältester? Wie leitet man eine Gemeinde? Wie enttäuscht man nicht das Vertrauen der Menschen, die sich der Leitung der Gemeinde freiwillig unterstellten? Was soll man tun, was muss man tun, was lassen, was unbedingt vermeiden? Diese Fragen beschäftigten mich von jetzt ab wohl jeden Tag, bis heute. Um ganz ehrlich zu sein hatte ich schon ein paar Festlegungen: Ich wollte es unbedingt besser machen als mein Vorgänger. Ich wollte es nicht so machen wie die, die ich in den Jahren beobachtet hatte. Ob ich es besser gemacht habe, werden andere beurteilen. Ob ich es anders gemacht habe? Ich denke nicht immer. Was mir jedenfalls schmerzlich bewusst wurde, war der Umstand, dass es in unserem

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Verband keine wirkliche Anleitung für jemanden wie mich gab. Ich war 6 Jahre gläubig, hatte keine theologische Ausbildung und eine Anleitung zum Leiten einer Gemeinde auch nicht. Es blieb mir nur die Wahl nach Vorbildern zu suchen und so viel zu lesen und zu hören, wie ich nur konnte. In den ersten Jahren arbeitete ich noch in einem Industriebetrieb im 3-Schichtsystem. Später wechselte ich in eine 50% Stelle und die andere Zeit war ich bei der Gemeinde angestellt. Da es aus meiner Sicht, keine einheitliche Richtlinie gab, die vom Verband vorgegeben wurde, entwickelten sich die Gemeinden sehr unterschiedlich. Manche wurden nahezu despotisch regiert, andere schrumpften aus Mangel an Vision, fehlendem Mut und dem falschen Verständnis, sich gegen alles und jeden schützen zu müssen. Für mich sah es aus, als ob es eine zentralistische Regierung gab, die zwar regieren, aber nicht leiten wollte. Ich fühlte mich in meiner Aufgabe zwar reguliert und bevormundet, aber nicht unterstützt. So wollte ich einen Sprecher aus England einladen und wurde daraufhin angerufen, dies nicht zu tun. Man würde diesen Bruder nicht kennen und könne daher nicht zulassen, dass er in einer Ecclesia Gemeinde predigen würde. Das war für mich nicht nachvollziehbar. Ich wurde nie wirklich eingewiesen, hätte also in jedem Gottesdienst und zu jeder Bibelstunde machen können was ich wollte. Mein Verhältnis zum Verband immer angespannter. Ich konnte so vieles nicht einsehen, nachempfinden und auch nicht verstehen. Das lag z.T. an meiner Haltung, zum Teil aber auch an der undurchsichtigen Informationspolitik der „Brüder in Ohligs“. Ich spielte mit dem Gedanken, den Verband zu verlassen. Wann es genau war, kann ich nicht sagen, aber eines Tages spürte ich, wie Gott mich darauf hinweisen wollte, dass ich meine Haltung zum Verband neu überdenken sollte. Zum einen beobachtete ich einen Prozess der Veränderung innerhalb der Verbandsleitung und zum anderen wurde mir deutlich, wie wichtig ein Verband ist und das es auch für mich notwendig sein würde mich unterzuordnen. Ich klärte dies mit dem Vorstand und das Verhältnis hat sich sehr verändert. Heute bin ich selbst mit im Vorstand und liebe es, einem Verband anzugehören. Was ich schmerzlich vermisst habe, ist heute immer mehr Normalität: - Es gibt die Möglichkeit sich ausbilden zu lassen. Im Vollstudium oder als Kandidat kann jeder Berufene zum Pastor ausgebildet werden. Es gibt Leiterschaftskurse und Seminare. - Der Verband ist immer bemüht, eine klare Vision zu empfangen und zu vermitteln. - Jede Gemeinde die das will, kann Unterstützung erfahren. - Der Verband fördert die Anstellung von Hauptamtlichen Pastoren. - Es gibt eine sehr offene Informationspolitik innerhalb des Verbandes. All das sind Entwicklungen für die ich Gott und den Brüdern, die dies in Gang gebracht haben, dankbar bin. Ich freue mich, diesem Verband anzugehören und warte gerne auf das, was noch vor uns liegt.

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HEILUNGSBERICHT

Einmal durchs Gehirn und wieder zurück !!! Michael Dietrich, Gemeinde Lehrte Zu Beginn möchte ich mich bei „allen “ bedanken, die für mich (oft unbekannterweise) um Gottes Eingreifen in meiner Not gebetet haben. In solch einer dramatischen Situation ist es von großer Hilfe in einer Gemeinde gepflanzt zu sein, wenn hinter der Gemeinde dann noch ein ganzer Verband (wie die Ecclesia) steht, ist es noch genialer. Die Aufforderung für mich zu beten hat mein Bruder Frank über Facebook und Mails an alle Gemeinden weitergegeben. Also nochmal an Euch alle, ich bin absolut dankbar dafür, dass es Euch gibt und ihr mit mir in den dunkelsten Stunden meines Lebens im Gebet dabei wart, das habt ihr super gemacht. Am 19.8.2012 wäre mein Leben normalerweise zu Ende gewesen. Am Strand von Fehmarn hat sich durch das Umfallen eines nicht gesicherten Sonnenschirmes, die nicht mehr mit einer Öse versehende Strebe am Auge vorbei gebohrt, dann durch das komplette Großhirn bis hin ins Kleinhirn, eigentlich sollte man dann alles im Körper stecken lassen (aber wer denkt daran in solch einer Situation), aus Reflex hab ich die Strebe dann unbewußt wieder aus dem Kopf herausgezogen. Dementsprechend deutlich zu erkennen ist der weiße Stichkanal durchs Gehirn auf dem Foto. Sofort war meine rechte Körperhälfte gelähmt, meine Frau Mirjam hat mit mir laut am Strand gebetet (ich glaube, so energisch hat sie ihr ganzes Leben noch nicht gebetet), ich habe nicht nur laut nach Jesus geschrien, sondern nach ihm gebrüllt, sie sagte mir später „es war so heftig, dass sich sogar meine Stimme verändert hat“. Ist es nicht klasse, dass wir nicht nur nett zu Jesus beten dürfen, sondern sogar nach ihm rufen und schreien, ja sogar brüllen dürfen und egal in welcher Form wir das tun ....er hört uns. Immer wieder lesen wir in der Bibel, wie Menschen nach Gott schrieen und er sie erhörte. In Psalm 107,6 steht….da schrien sie zu dem Herrn in ihrer Bedrängnis, und aus ihren Drangsalen errettete er sie. Und im Hebräerbrief heißt es, dass wir mit Zuversicht (also mutig, nicht ängstlich und mit einer Erwartung) zu seinem Thron (nicht nur in der Gemeinde, sondern auch am Strand und egal wo wir uns befinden) kommen dürfen, dort bekommen wir Gnade und Barmherzigkeit….und wer braucht die nicht ! Teilweise ist für mich vieles noch unglaublich, manchmal denke ich, von der Gnade

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Gottes hab ich noch nicht einmal einen Krümel verdient und trotzdem einen ganzen Kuchen abbekommen. Nach Einlieferung im Krankenhaus in Lübeck hat man dann am nächsten Morgen gemerkt, dass irgendetwas nicht mit mir stimmte (man war bis zu diesem Zeitpunkt nur von einer Augenverletzung ausgegangen) und ein MRT gemacht. Die Ärzte waren danach sehr erstaunt nachdem sie die Aufnahmen sahen, der Prof. sagte mir, dass es ein Wunder ist, wie sie hier liegen, ich war zwar zu diesem Zeitpunkt ein Wrack, ich konnte mit dem rechten Auge nicht sehen, das Gleichgewicht und die komplette Koordination waren nicht mehr da und ich konnte mich nur noch im Rollstuhl und mit fremder Hilfe fortbewegen.... aber ich lebte und war voll ansprechbar und klar im Kopf. Hinzu kam dann noch hohes Fieber mit einer Hirnblutung und die Gefahr eines Hirnödems, was durch Antibiotikum und Gebet nach 10 Tagen aber weg war. Der Zustand besserte sich Tag für Tag, heute nach 9 Monaten kann ich wieder laufen, mich bewegen und vor allem wieder vollständig sehen, am Auge war der Muskel durchtrennt, nur mit einer aufgeklebten Prismenfolie konnte ich ohne Doppelbilder sehen. Der Augenmuskel hat sich nach und nach wieder komplett zurückgebildet, die Prismenfolie ist nicht mehr nötig. Und dazu habe ich auf dem beschädigten Auge heute eine Sehkraft von 120%. Der Chef einer bekannten und renommierten Optikerkette sagte bei der letzten Untersuchung, es ist der absolute Hammer. Er hatte nach dem Unfall immer wieder schwächere Prismenfolien bestellt und die rasante Verbesserung miterlebt. Der Prof. sagte, man warte 1 Jahr ab wie sich das Ganze entwickelt bevor man eine AugenmuskelOP durchführt, nach bereits einem halben Jahr stand fest, dass eine OP nicht mehr notwendig ist. Gott in der Gemeinde am Sonntag zu erleben ist einfach wunderbar, mit ihm aber auch Erfahrungen im Alltag zu machen, ist mindestens genauso klasse. Heute kann ich wieder Autofahren, Rasenmähen, mit den Kindern im Garten Fußball spielen und viele Dinge tun, für die ich sehr dankbar bin und die ich vor dem Unfall immer als selbstverständlich betrachtet habe. Die Tage in Krelingen auf der diesjährigen Jahreskonferenz standen unter dem Motto "Sei gesund" Gott wirkt manchmal übernatürlich, aber er wirkt auch ganz natürlich durch Ärtze, Rehas, Medikamente etc. Körperliche Heilung ist absolut super, Gott hat aber noch mehr als dies, er möchte, dass wir ganzheitlich gesund sind nicht nur körperlich sondern komplett nach Geist, Seele und Körper. Gerade Heilung ist für uns Christen ein sehr spannendes Thema, weil körperliche Heilung nicht immer sofort (manchmal später oder vielleicht zu Lebzeiten gar nicht) eintritt. Ich glaube es ist gut, dass Gott nicht immer spontan heilt, sondern dass es manchmal ein Prozess ist. Auch durch eine noch so blöde Krankheit kann er uns verändern. Gott ist souverän, was mir Mut macht ist, dass Jesus nie gesagt hat "Sei mal krank“, sondern

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immer "Sei gesund". Meine Frau sagte neulich zu mir "ich glaube, dass Gott die noch so schrottigsten Situationen dazu gebrauchen kann, etwas Gutes daraus zu machen". Manchmal heilt Gott spontan und sofort auf übernatürliche und menschlich nicht erklärbare Weise, manchmal aber auch „nur“ natürlich über einen längeren Zeitraum, da können wir dann lernen, was es heißt geduldig zu sein, auf Gott zu vertrauen und auszuharren. Also denkt daran, egal wo ihr in Zukunft auch sein werdet, mit welcher Not auch immer, wie ausweglos die Situation auch scheinen mag, es gibt jemanden, der an Eurer Seite ist, an den ihr Euch wenden könnt und der Euch hört ! Seid alle herzlichst gegrüßt.

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