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Zehlendorf Mitte Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung

Februar / März · Nr. 1/2018

Zehlendorferin mit Liebe zur Drehorgel


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Zehlendorf Mitte Journal

ROLLSTÃœHLE + PROTHETIK + REHAHILFEN + BRUSTEPITHESEN BANDAGEN + KOMPRESSIONSTHERAPIE


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Der „Berliner Bär“ ist eine Frau Manuela Hopf hat neben dem Drehorgelspiel ein Hobby mit Kuschelfaktor

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Impressum

Zehlendorf Mitte Journal

6. Jahrgang

Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH, Badensche Str. 44, 10715 Berlin ☎ 030 / 407 555 47 Redaktion Karl-Heinz Christ journal@gazette-berlin.de Titelbild: Berolinchen Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de Druck SPPrint Media, 14089 Berlin © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Das Zehlendorf Mitte Journal erscheint alle zwei Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres.

eruflich ist die gebürtige Zehlendorferin Manuela Hopf seit 1979 im Hochbauamt des Bezirks tätig, wo unterschiedlichste Fälle rund um die Neubewertung asbestbelasteter Gebäude über ihren Schreibtisch gehen. Doch nach Feierabend tauscht sie diese Fälle gegen das kuschelige Fell ihres Bären-Kostüms, in dem

April/Mai Nr. 2/2018 Nächste Ausgabe Anzeigen-/Redaktionsschluss: 05.03.2018 Erscheinung: 02.04.2018

Liebe Leserinnen und Leser, aus Zehlendorf Mitte extra wird das Zehlendorf Mitte Journal. Mit der ersten Ausgabe im neuen Jahr haben wir neben dem Titel auch das Layout etwas verändert. Informationen in und um Zehlendorf Mitte bestimmen weiterhin den Inhalt. Wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Ihre Redaktion des Zehlendorf Mitte Journals

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sie sich, gebucht als „Berliner Bär“, mit oder ohne Drehorgel auf Veranstaltungen und Feiern in die Herzen von Groß und Klein kuschelt. „Besonders Kindern hat es der weiche Kunstpelz angetan, aber auch Frauen finden Gefallen an der freundlichen Ausstrahlung meines Berliner Bären. Und wenn Männer erst mitbekommen haben, dass im Kostüm eine Frau steckt, werden sie gleich forscher und anhänglicher“, lacht Manuela Hopf. Begleitet wird sie bei diesem ganz besonderen „Bärendienst“ von ihrem Mann Ingo, der beim An- und Ausziehen des schweren Kostüms unent“bär“lich ist, und der darüber hinaus nach Bedarf auch an der Drehorgel eine gute Figur als „Bärchen“ macht neben ihr, dem „Berolinchen“. Selbst war Manuela Hopf bereits als Kind fasziniert von BerlinerBär-Imitationen, in denen echte Menschen steckten, und die zu dieser Zeit im Einsatz vor der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und dem Berliner Zoo als besondere Touristenattraktion galten. Wirkten sie mit ihren gefletschten Zähnen und dem verfilzten Pelz manchmal auch et-

Im Alltag begleiten bärenstarke Glücksbringer Manuela Hopf.

was zu furchterregend auf Kinder, besitzt Manuela Hopf´s Bär mit seinem weichen Fell da heute einen wesentlich höheren Kuschelfaktor, nicht zuletzt aufgrund der herzlichen Ausstrahlung, die seinem sympathischen weiblichen Innenleben entspringt.

Am Anfang war die Drehorgel Als Manuela Hopf vor rund 10 Jahren zu ihrem bärenstarken Hobby fand, konnte sie schon auf eine erfolgreiche Hobby-

Karriere als Drehorgelspielerin zurückblicken: „Als eine Freundin mich auf dem Berliner Drehorgelfest zum „Orgeln“ überredete, habe ich Feuer gefangen“, erklärt Manuela die Anfänge ihrer Leidenschaft. Kurioserweise war es ein Bestatter, der ihr für 7.500 DM dann ihre erste eigene Drehorgel verkaufte. Und als sich Manuela anlässlich ihrer eigenen Hochzeit mit ihrem Ingo im Jahr 1989 beim Arbeitsamt um einen passenden Musiker für die Feier bemühte, fand sie zum Künstlerdienst

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„Berliner Bär“ Manuela mit „Bärchen“ Ingo.

Berlin und den Mut zu ersten öffentlichen Auftritten als „Berolinchen“ mit der Drehorgel. Die Begeisterung des Publikums war für Manuela Grund genug, um weiterzumachen. Inzwischen besitzen „Berolinchen“ und ihr Mann fünf Drehorgeln, von denen sie drei mit Zubehör zum Verleih anbieten. Aus Theaterbeständen und Privatbesitz „retten“ sie immer wieder die im Volksmund liebevoll als „Leierkasten“ bezeichneten Drehorgeln, in deren Restauration sie schon viel Geld und

Herzblut gesteckt haben. „Jede Orgel besitzt ihr ganz eigenes Klangvolumen“, weiß Manuela und fährt fort: „Mein Mann hat mich zwar mit Drehorgel kennengelernt, doch anfangs tat er mir etwas leid, wenn er an meinen Auftritts-Terminen alleine zu Hause saß.“ Sie selbst fand über ihren Mann zur Zauberei, und beide sind inzwischen Mitglieder des Magischen Zirkels. Als Manuela einmal krank war und Drehorgel-Termine nicht wahrnehmen konnte, kam schließlich auch ihr Mann zu ih-

rem besonderen Hobby. „Er hat mich damals bestens vertreten und ist mit seinem stattlichen Auftreten und seiner tollen Stimme der genau richtige Partner und Moderator“, schwärmt sie von ihrem Mann, der nun an ihrer Seite als „Bärchen“ ihre Berufung teilt; eine willkommene Abwechslung zu seinem Lehrerberuf. Beruf und Freizeitaufgabe lassen sich für beide gut kombinieren, da die meisten Auftritte nachmittags, an Wochenenden oder am frühen Abend liegen. Bei Firmen- und Privatfesten, aber auch in großem Rahmen wie beim Fest des Bundespräsidenten und im Roten Rathaus hat sich das Drehorgelpaar als „Berolinchen & Bärchen“ mit Gesang und Unterhaltungsprogramm einen Namen gemacht, nicht zuletzt wegen seines breiten Repertoires, das vom typisch Berliner Lied über Küchenlieder und Märsche bis hin zum Weihnachtlied reicht. Ein Alleinstellungsmerkmal dabei ist der riesige Kostümfundus, über den Manuela und ihr Mann verfügen, vom Engel- und Weihnachtsmann-Kostüm bis hin zur typischen Bekleidung beinahe jeder Zeitepoche. Alle Kostüme

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werden in Bangkok nach Manuelas Entwürfen geschneidert und immer neue kommen hinzu.

Da steppt der Bär Nicht „von der Stange“ kam auch das Kostüm des „Berliner Bären“, welches Manuela inzwischen in dreifacher Ausführung besitzt, und dessen Geschichte sie strahlend erzählt: „Als ich das Kostüm vor etwa 10 Jahren auf dem Trödelmarkt entdeckt habe, war das Liebe auf den ersten Blick. Es kam wohl ursprünglich aus Ost-Berlin. Für 80 Euro habe ich es gekauft und erst später überlegt, ob es vielleicht noch weitere gibt.“ Manuela fragte beim Händler nach und konnte noch zwei Exemplare erstehen. Ihr Mann agierte nur einmal als Innenleben des „Berliner Bären“, bekam in dem engen Fell aber beinahe Luftprobleme und überlässt seitdem gerne seiner Frau die Auftritte als „Berliner Bär“, die – wie Manuela Hopf zugibt – wirklich äußerst schweißtreibend und anstrengend sind. Dicke Baumwollunterkleidung hilft dabei, einigermaßen trocken zu bleiben. „Es wird einem schon recht heiß im Kostüm,

Jede Drehorgel ist ein kleines Kunstwerk, meist handbemalt.

aber nur bis zu einem gewissen Punkt, wärmer wird´s dann nicht mehr“, weiß die Darstellerin. So legt sie beim Bären-Auftritt etwa alle 20 Minuten eine Pause ein, um durchzuatmen, denn gerade im Sommer erreichen die meisten Buchungen sie. Der „Berliner Bär“ tanzt auf Wunsch, überreicht Präsente und spielt auch Leierkasten. Besonders bei Touristen und Kindern ist er beliebt, und oft bekommt er von den Kids zu hören: „Dich möchte ich mit nach Hause nehmen!“ Kein Wunder, denn sein Fell wird von „Frauchen“ Manuela sorgfältig gepflegt und gebürstet, damit es seinen Kuschelfaktor beibehält. Übrigens: Der Berliner Bär als Wappentier geht auf die Berliner Kürschner von 1280 zurück. In ihrem Gildebrief vom 22. März

1280, der als ältester bekannter Nachweis der Stadt Berlin mit der Abbildung seines Wappentieres gilt, befanden sich auf dem Siegel rechts und links neben dem märkischen Adler zwei gepanzerte Bären und die Inschrift: „Sigillum burgensium de berlin sum“ = „Ich bin das Siegel der Bürger von Berlin“. Drehorgeln, auch Leierkästen genannt, traten als mechanisches Musikinstrument ihren Siegeszug ab Beginn des 18. Jahrhunderts als Instrument der Straßenmusiker, Bänkelsänger und Gaukler europaweit an, wurden oft von Tanzbären und Äffchen begleitet, fanden aber auch als Kirchen-und Saloninstrument Verwendung. Heute werden sie mit ihren Spielern immer rarer. Das Duo „Berolinchen & Bärchen“ trägt auf unterhaltsame Weise zusammen mit seinem „Berliner Bären“, den Drehorgeln und dem Altberliner Liedgut mit dazu bei, altes Kulturgut zu vermittel und in guter Erinnerung zu behalten. Weitere Informationen zu Terminen und Buchung unter www. leierkasten-berlin.de und www. baer-von-berlin.de. ◾  Jacqueline Lorenz

Fotos: Berolinchen/Lorenz

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2020 soll Zehlendorf ein Fahrradparkhaus bekommen Auch an den Bahnhöfen Wannsee, Mexikoplatz und Krumme Lanke entstehen mehr Abstellplätze

Ganz so groß wie diese Fahrradparkhaus in Amsterdam wird es wohl nicht...

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adfahrer kennen das Problem – beim Umsteigen vom Rad auf die Bahn ist es fast unmöglich, einen sicheren Abstellplatz für das Zweirad zu finden. Grund sind zum einen die steigende Anzahl der Menschen, die auf das Rad umgestiegen sind. Zum anderen sind zahlreiche Schrotträder zu sehen, die die begehrten Abstellplätze bereits seit langer Zeit blockieren. Doch Besserung ist in Sicht. Im Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf sollen die Planungen für das erste Fahrradparkhaus der Stadt an-

laufen. An der Hampsteadstraße am S-Bahnhof Zehlendorf sollen künftig 120 Drahtesel in zwei Stockwerken Platz finden. Das vollautomatische Parkhaus soll durch weitere 44 Bügel ergänzt werden. Diese bieten Platz für 88  Fahrräder. Darüber hinaus werden mit sogenannten Doppelstockparkern zusätzliche 144 Plätze geschaffen. Auch an anderen Bahnhöfen im Bezirk können sich „Bike and Ride“-Nutzer über neue Abstellmöglichkeiten freuen. Abschließbare Einzelboxen sowie Doppel-

stockparker sorgen für 170 neue Fahrradparkplätze. Weitere Plätze sind am S-Bahnhof Mexikoplatz vorgesehen, hier sollen 150 Fahrräder abgestellt werden können. Am U-Bahnhof Krumme Lanke, wo 100 Fahrradparkplätze geplant sind, müssen einige Radfahrer ihre fahrbaren Untersätze auf der anderen Straßenseite der Argentinischen Allee anschließen. Da die historische Fassade des Bahnhofs nicht beeinträchtigt werden soll, können nicht alle Abstellplätze direkt am Bahnhof gebaut werden.  ◾


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BER II – Rückbau im Dialog

Helmholtz-Zentrum Berlin setzt auf Transparenz

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er vom Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) in Berlin-Wannsee betriebene Experimentierreaktor BER II soll 2019 endgültig abgeschaltet und anschließend rückgebaut werden. Dazu ist eine langfristige Projektplanung notwendig. Bei der Berliner Senatsverwaltung wurde der Grundantrag auf Stilllegung und Abbau eingereicht. Bereits in diesem frühen Planungs-Stadium wandte sich das HZB mit seinem kommissarisch wissenschaftlichen Geschäftsführer Prof.  Dr.  Bernd Rech, seinem kaufmännischen Geschäftsführer Thomas Frederking und seinem ReaktorLeiter Dr. Stephan Welzel zum offenen Dialog an die Bevölkerung. Rund 120 Interessierte – überwiegend Anwohner aus Wannsee, Babelsberg und Potsdam sowie Reaktorkritiker – folgten am 21. November 2017 der per Hauswurfsendung übermittelten Einladung des HZB zur ersten Dialog-Auftaktveranstaltung in die Aula der Johannes-Tews-Grundschule, wo sie Informationspräsentation und lebhafte Diskussion erwarteten, sie aber auch die Möglichkeit bekamen, konkrete Ideen und Denkanstöße für einen geregelten Rückbau zu äußern. Der Altersdurchschnitt der problembewussten Anwesenden lag deutlich über 45.

Das Helmholtz Zentrum Berlin in Wannsee.

Ziel dieser Veranstaltung war es, erste Schritte in Richtung Gründung einer Dialoggruppe zu gehen, die dann mit Vertretern aus Zivilgesellschaft, Kirche, Politik, Verbänden und Initiativen den Rückbau begleiten wird. Das HZB tritt damit Kritik aus der Vergangenheit entgegen, die ihm mangelndes Kommunikations- und Informationsverhalten vorgeworfen hatte. Resultierend aus der Auftaktveranstaltung ist für den 15. Januar 2018 ein erstes Treffen potentieller Dialoggruppen-Mitglieder angedacht, die vom HZB zukünftig als Begleitgruppe in den gesamten Verfahrensschritt „Umweltverträglichkeitsprüfung“ miteinbezogen werden sollen. Für das rückbauerforderliche Genehmigungsverfahren ist die Einbeziehung der interessierten Öffentlichkeit gesetzlich vorgesehen.

Als Vorbild für den auf lange Frist angelegten geplanten Dialogprozess dient ein Verfahren, das seit 2012 vom Helmholtz Zentrum Geesthacht für den Rückbau seiner kerntechnischen Anlagen etabliert werden konnte und Anwohner, Lokalpolitiker, aber auch Umweltverbände und regionale Atom-Gegner in den Dialogprozess miteinbezogen hat. Bedauern bis hin zur Verärgerung äußerte ein Großteil der Veranstaltungsgäste am 21. November darüber, dass außer dem Potsdamer Stadtverordneten der Grünen, Uwe Fröhlich, und einer „Späherin“ der CDU jegliche Vertreter der Steglitz-Zehlendorfer Lokalpolitik, der BVV und des regionalen Wirtschaftsbereichs der Runde ferngeblieben waren. Der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs hingegen bekundete durch seinen Besuch am HZB Wannsee zwei Tage nach der


Zehlendorf Mitte Journal Auftaktveranstaltung Interesse am geplanten Rückbau, sagte seine Unterstützung für die Zukunft zu und erklärte: „Der Forschungscampus des HZB liegt nur auf den ersten Blick an der Landesgrenze. Auf den zweiten Blick liegt er mitten zwischen den beiden Städten und verbindet deren Forschungsszenen wunderbar.“ Dass diese verbindende Position genutzt werden müsse, um neue gemeinsame Forschungsprojekte zwischen Berlin und Potsdam zum Nutzen aller ins Leben zu rufen, betonte auch Prof. Rech vom HZB.

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Für viele ein Thema: der Reaktor-Abbau.

stellt; mit seinen Aufgaben in Ausbildung, Grundlagen- und angewandter Forschung als Neutronenquelle im Einsatz für ein breites Spektrum wissenschaftlicher Untersuchungen Neutronenquelle BER II – überwiegend auf dem Gebiet der Materialwissenschaften. In der Auftaktveranstaltung Ebenso präsentierten die Verwurde in Wort und Bild der For- antwortlichen ein erstes Grobschungsreaktor BER  II vorge- und Entsorgungskonzept für

den Rückbau des Reaktors. So wird davon ausgegangen, dass er sich nach dem genehmigten Abschalten bis zum Jahr 2022 im Nachbetrieb befinden wird. Dem schließt sich die Phase des Rest- und Stilllegungsbetriebs bis 2030 an. Erst danach ab 2030 schließt die Reststoffentsorgung an. Bereits in der Vorbereitungsphase, in der sich der Reaktor

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noch in Betrieb befindet, setzt das HZB nun das Dialogverfahren an, das sich mit Themen wie dem Verbleib von Experimentiereinrichtungen, Brennelementen sowie von schwach- und mittelradioaktiven Reststoffen beschäftigt. Da werden in einer Massenerfassung Reaktorbauteile aufgelistet, ein Schadstoffkataster wird angelegt, Aktivierungsberechnungen müssen erstellt und erste Konzepte zur Entsorgung aufgestellt werden. Vorhersagen werden errechnet für die zu erwartende Rest-Radioaktivität während des Abbau-Prozesses. Die abgeschalteten Brennelemente klingen dann in der Anlage noch zwei Jahre ab, eine Phase, in der keine Kernspaltung mehr stattfindet.

Innenansicht des Reaktors BER II.

Projektleiter Welzel und die Moderatoren des Abends machten deutlich, dass im Rückbau-Dialog an das HZB herangetragene Bedenken und Ängste unbedingt berücksichtigt und ernst genommen würden. Nur so

seien Konfliktthemen frühzeitig erkennbar und eskalationsfrei lösbar. „Wir möchten Ihre guten Ideen in den Rückbauprozess einfließen lassen, um ihn sicher, nachhaltig, einvernehmlich und wirtschaftlich umsetzen zu kön-

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Zehlendorf Mitte Journal nen“, kündigte Welzel an und wünschte sich für den gegenseitigen Umgang „besonders Respekt und Ernsthaftigkeit.“

Im Dialog Beides bestimmte den anschließenden Dialog, in dem Fragen, Bedenken und Ideen aus Reihen der Anwesenden zeigten, wie notwendig derartige Veranstaltungen für ein allgemein besseres Verständnis sind. Da gab es unmittelbare Fragen nach dem Verbleib des entstehenden Atommülls, nach vorstellbaren Unfällen während des Rückbaus, aber auch Fragen, die die anwohnende Bevölkerung von jeher bewegen: Welcher Gefahr sind wir im Falle eines betriebsbedingten GAUs aus-

gesetzt, was geschieht im Falle eines Flugzeugabsturzes oder Terrorangriffs? – Fragen, die verständlich sind, aber deren Antworten auch immer wieder deutlich machten, dass ein Restrisiko eben niemals ganz ausgeschlossen werden kann. Themen wie Freimessung und Gesundheitsrisiken durch schwach- und mittelmäßige Reststrahlung kamen da ebenso auf den Diskussionstisch wie die Frage nach dem auf dem Reaktor-Gelände gelagerten radioaktiven Restmüll aus Krankenhäusern. Sei es denn nicht sicherer, den BER II anstelle eines Rückbaus zu umbauen und einzuschließen? Doch würden wir dann nicht den nächsten Generationen den Rückbau auflasten?

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Schnell wurde klar, dass es zur Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen eines umfangreichen Dialogprozesses bedürfe, dessen Start an diesem Abend im November gemacht werden konnte.

Gemeinsam zum Rückbau Im letzten Veranstaltungsteil ging es dann um konkrete Vorschläge und Anregungen aus Reihen der Besucher zu den Themen: Was benötige ich, um Vertrauen auf den Dialog zu setzen? – Worin besteht noch Informationsbedarf und höhere Transparenz? –Welche Probleme sehe ich hinsichtlich des angedachten Dialogs? –Zu welchen Dialogthemen sollten noch weitere Exper-


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Mit eigenen Ideen in den Dialog einsteigen.

ten hinzugezogen werden? –Was ist für die Vorbereitung zukünftiger Veranstaltungen wichtig? Auf jeweils zum Thema angebotener Stellwand wurden die Dialogsuchenden noch einmal aktiv und stellten schriftlich ihre Vorschläge, Ideen und Fragen zur

Fotos: Lorenz / HZB

späteren Auswertung. Doch es gab auch Skeptiker, die eine Transparenz von Seiten des HZB in den vergangenen Jahren vergeblich gesucht hatten. Anja wohnt am Kleinen Wannsee und sagt, was an diesem Abend untereinander verhalten anklingt:

„Wie sollen wir zum Dialog Vertrauen fassen, wenn ein Vertrauen über die Jahre durch fehlende Transparenz nicht aufgebaut werden konnte?“ Der allgemeine Wille zum Dialog aber, der an diesem Abend deutlich wurde und eine erste Gruppe von Anwohnern, AtomGegnern, von HZB-Mitarbeitern und deren Führungsspitze im Gespräch zusammenbrachte, lässt hoffnungsvoll einem gut durchdachten Rückbauprozess entgegenblicken. Weitere Informationen unter www.hzg.de/dialog. Kontaktadresse für weitere Dialog-Interessierte: E-Mail hannes.schlender@­ helmholtz-berlin.de oder Telefon 030 – 8062 42 414. ◾  Jacqueline Lorenz

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Armin Stern, Lunapark auf Coney Island, 1939, Öl auf Leinwand, 54 x 64 cm. Nachlass Armin Stern, Berlin.  Foto: Gerhard Haug, Berlin. © Anita Lochner, Berlin

Armin Stern – Zionist, Grenzgänger, Kosmopolit Kunsthaus Dahlem zeigt Werke eines in Vergessenheit geratenen Künstlers

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as Kunsthaus Dahlem zeigt erstmals in Berlin Werke des jüdischen Malers Armin Stern (1883–1944), der aufgrund seiner Jahre im Exil in Vergessenheit geraten ist. Stern, ein Grenzgänger zwischen dem französischen Impressionismus und dem deutschen Expressionismus, wurde zu einem gefragten Bildnismaler. Er porträtierte gläubige Juden sowie Personen des öffentlichen Lebens aus Kultur, Wissenschaft und Politik wie Thomas Mann,

Albert Einstein und Ben Gurion. Stern floh zweimal vor dem NSRegime, das sein Werk verfemte und beschlagnahmte, zunächst 1933 in seine alte Heimat nach Bratislava und 1938 nach New York. Er starb 1944 im Exil. Die Ausstellung im Kunsthaus umfasst etwa 50 Ölgemälde, Aquarelle und Grafiken aus unterschiedlichen Schaffensphasen des Künstlers. Sie ist noch bis 12. März bei freiem Eintritt zu sehen. Am 15.  Februar um 19 Uhr hält Kuratorin Dr. Sabine

Meister den Vortrag „Armin Stern – auf den Spuren von Leben und Werk“. Sabine Meister schildert an diesem Abend die bewegte Biografie des Künstlers Armin Stern und stellt sein facettenreiches Werk vor. Dabei berichtet sie auch von der kriminalistischen Spurensuche dieses nach 1945 in Vergessenheit geratenen jüdischen Malers. Kunsthaus Dahlem, Käuzchensteig 12, 14195 Berlin, Öffnungszeiten Mi – Mo 11 – 17 Uhr, www. kunsthaus-dahlem.de.  ◾


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NEUES BAUEN in Steglitz-Zehlendorf Symposienreihe in der Schwartzschen Villa gestartet

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inter der Schwartzschen Villa reckt sich der KREISEL gen Himmel, der nach jahrelangem Leerstand demnächst mit Luxuswohnungen wieder einmal von sich reden machen wird. Die 1898 für den Bankier Carl Schwartz erbaute Villa zu seinen Füßen erinnert an solide Baukultur vergangener Tage und öffnet sich beständig der Kunst und Kultur. So ist sie auch der rechte Platz, den die Kulturamtsleiterin des Bezirks, Dr. Brigitte Hausmann, gewählt hatte, um unter Schirmherrschaft der Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski mit der AuftaktVeranstaltung „NEUES BAUEN in Steglitz-Zehlendorf“ eine Reihe von Symposien zu starten. „Dies ist erst einmal ein Appetizer, der auf einen auf mehrere Jahre angelegten architekturhistorischen Schwerpunkt des bezirklichen Fachbereichs Kultur vorbereiten und darauf neugierig machen soll. Ausgehend von der Zeit um 1920 und von Groß-Berlin werden wir in unterschiedlichen Formaten vielfältige Themen und Projekte unter der Überschrift „NEUES BAUEN in Steglitz und Zehlendorf“ vorstellen“, erklärte Architekturliebhaberin Dr. Hausmann anlässlich des ersten erfolgreichen Symposium-Abends im Dezember. Damit ist Steglitz-Zehlendorf einer der ersten Bezirke, der anlässlich des im Jahr 2020

Schwartzsche Villa oder KREISEL: Baurelikte ihrer Zeit.

stattfindenden Jubiläums zukünftiges Bauen reflektiert „100 Jahre Groß-Berlin“ eine Ver- und debattiert. anstaltungsreihe gestartet hat. Im bis zum letzten Platz besetzten Großen Salon der Schwartzschen Villa ging es „Auf dem Groß-Berlin und Weg nach Groß-Berlin“ u. a. um seine Folgen das Groß-Berlin-Gesetz und die Namhafte Referenten wie der stadtplanerischen Prämissen für Sozialwissenschaftler und den erweiterten Stadtraum. HatStadtplaner Prof. Dr. Harald Bo- te nicht zuletzt die drängende denschatz, die Architektin und Wohnungsfrage zur Gründung Planungshistorikerin Dr. Celina Groß-Berlins beigetragen, traKress, der Architekturhistoriker ten nun „Für die Gemeinschaft!“ und Heimatverein Zehlendorf neben den privaten Bauuntere. V.–Mitglied Frank Rattay, der nehmern wie Adolf Sommerfeld Autor und Kulturhistoriker Mat- auch öffentliche Wohnungsbauthias Oloew sowie die Kultur- gesellschaften in Aktion. Es galt Fachbereichsmitarbeiterin Heike „Zwischen Tradition und ModerStange präsentierten kurzweilig ne“ Groß-Siedlungen zu errichhistorisches Baugeschehen ten, wofür im Bezirk als Beispiel Groß-Berlins mit seinen Folgen die Onkel-Tom-Siedlung, die Heifür die beiden Verwaltungsbezir- dehofsiedlung und die Siedlung ke im Berliner Südwesten. Dabei Unter den Eichen stehen. Doch wurde im Ansatz – jedoch aus- mehr Wohnraum brachte auch baufähig – gegenwärtiges und neue Infrastrukturprojekte für


Zehlendorf Mitte Journal den Bezirk mit sich, dessen Verwaltung bis dahin weit verstreut und eher bürgerfern untergebracht war:

Mit Rathausneubau und Bädernetz in die Zukunft Zehlendorf konnte am 20. April 1929 als einzigen Rathausneubau im frischgebackenen GroßBerlin „Das Rathaus Zehlendorf – im Spannungsfeld von GroßBerlin und Bezirk“ seiner Bestimmung übergeben. Als neuer Bezirk, der ab 1920 mehr oder weniger begeistert zu Groß-Berlin gehörte, hatte Zehlendorf hart um ein zentrales Verwaltungsgebäude an der heutigen Kirchstraße gekämpft, dessen Bau 1923 beschlossen

wurde. Der Bezirk hatte das Grundstück zur Verfügung gestellt und so die Zustimmung des Magistrats erreicht. Auf die Wettbewerbs-Ausschreibung um den Rathausbau, der alle zentralen Verwaltungen vom Bürgermeisteramt bis zum Standesamt, Bibliothek und Heimatmuseum, Wohnräume für Boten und Hausmeister sowie ein Schwimmbad enthalten sollte, hatten sich 84 Architekten beworben. Den Zuschlag erhielt der Entwurf des Architekten Eduard Jobst Siedler. Doch die Realisierung und Finanzierung des Groß-Objektes, für das 2,5 Millionen Reichsmark angesetzt waren, führte schließlich zum sogenannten Rathauskampf zwischen Groß-Berlin und dem Bezirk, in dem Auseinandersetzungen zwischen dezentralen

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und zentralen Zuständigkeiten im Vordergrund standen. Bereits 1925 forderte der Magistrat die Einstellung weiterer Bauarbeiten. Zeitraubende Verhandlungen folgten, kostenreduzierend musste auf die Unterbringung des Standesamtes und auf den Dachgeschossaufbau verzichtet werden, so dass 1926 der Magistrat schließlich die Gelder bewilligte und Ausschachtarbeiten beginnen konnten. – Und wieder beschloss der Magistrat, der Finanzierung anderer Bauvorhaben den Vortritt zu lassen und stellte das Rathaus zurück, so dass im Februar 1927 erneut Baustopp war. Drei Monate später jedoch gab der Magistrat Gelder frei, und bis zur Fertigstellung liefen die Bauarbeiten

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nun kontinuierlich. Die feierliche Eröffnung des Rathauses fand 1929 im Bürgersaal statt, wo Bezirksbürgermeister Erich Schumacher und der Vorsitzende der BVV Karl Meidinger sowie Oberbürgermeister Gustav Böß vor Vertretern der 20 Berliner Bezirke und den Ehrengästen ihre Grußworte sprachen. Zahlreiche durch die BVV aktivierte Spender hatten die Fenster und Inneneinrichtung des neuen Verwaltungsgebäudes ermöglicht, die ebenfalls unter den Gästen waren. „Eine rechte Leidensgeschichte“ nannte Schumacher dann auch den Rathausbau. Böß thematisierte in seinen Worten den vorhergegangenen Kampf und meinte herablassend: „…niemand wird sagen können, daß Berlin nichts

Das Rathaus Zehlendorf um 1930. 

für Zehlendorf getan hat“, und er stellte fest, dass sich die Bezirksbewohner nun als Berliner fühlen würden. Neben der Verwaltung trat nun auch der Freizeitgedanke vermehrt in den Focus. 1907 be-

reits war das Strandbad Wannsee nach Plänen Richard Ermischs und Martin Wagners als Familienbad eröffnet worden. So sollte es für demokratisches Miteinander, aber auch für ein weltstädtisches Lido stehen und Berlin

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Archiv HVZ

ein besonderes Gesicht geben. Als Mittelpunkt gesunder städtischer Lebensverhältnisse war es erdacht, doch der Magistrat Groß-Berlins sah seine Aufgabe nun im Aufbau eines dezentralen Bädernetzes und maß der Förde-

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rung des Strandbades geringe zirks miteinander konkurrieren Bedeutung zu. anstatt Steglitz mit Zehlendorf. Auch das Thema „Der KREISEL Überlegungen zum und seine Zukunft“ kam auf den Gesprächstisch. So könne Wohnen heute dies ein Großprojekt werden, und morgen um den Bezirk stärker sichtbar Den Vorträgen der Auftakt- zu machen. Sabine Lappe wies Veranstaltung schloss sich eine dabei auch auf die noch unge„Podiumsdiskussion mit Aus- wisse Nachnutzung der Dahleblick auf die Gegenwart und mer Museen hin und führte deZukunft“ an, der für zukünftige ren Potential für den Bezirk und Symposien jedoch mehr Raum seine damit verbundene Identigegeben werden wird. Es dis- fikation an. Spielt die zukünftikutierten und beantworteten ge Nutzung doch im Kampf uns Zuschauerfragen unter Mode- Weiterkommen von Zehlendorf ration des Journalisten Niko- eine wesentliche Rolle. Jedoch laus Bernau: Prof. Bodenschatz, seien dabei lokale und globale die Leiterin des Stadtentwick- Aspekte gleichermaßen wichlungsamtes Sabine Lappe und tig, um eine Identifikation überStadtforscher Ludwig Engel. Die haupt erreichen zu können. Veranstaltungsgäste erfuhren, Als bemerkenswerte Kleinode dass eher die Ortsteile des Be- wurden die charmanten Zentren

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Podiumsdiskussion über das Wohnen von morgen…

innerhalb der Ortsteile genannt, an denen Menschen zusammenkommen und sich wohlfühlen. Sie sollten der identifikative Ort eines jeden Ortsteils bleiben. Dazu sprach sich die Leiterin des Stadtentwicklungsamtes für eine Erstellung von Konzepten aus, welche die Zentren-Bedeutung und den Erhalt ihrer Individualität unterstreichen helfen.

Beispiele solcher gelungenen Zentren, in denen auch der Einzelhandel berücksichtigt ist, findet man im Bezirk am Mexikoplatz und in Lichterfelde-West. Die Beantwortung von Fragen nach der Bebauung durch soziale Investoren und nach der aktuellen Bodenpolitik scheiterte überwiegend an der Tatsache fehlenden Bauraumes. So gel-

ten rund 80 Prozent der Bauflächen als verkauft. Im Bezirk gibt es derzeit 25 Standorte für zukünftige Wohnentwicklung, die je Standort etwa Raum für 40-300  Wohneinheiten bieten, ausgenommen LichterfeldeSüd, wo 2.500 Wohnungen entstehen. Hingewiesen wurde in diesem Zusammenhang auf das Flächenpotential im Umland. So sei der Bezirk diesbezüglich mit „weitem Berliner Zeithorizont“ im Gespräch mit Potsdam und Kleinmachnow. Für Frühsommer 2018 ist das nächste Symposium „NEUES BAUEN“ geplant. Dabei geht es voraussichtlich um Innenraumgestaltung, Wohntrends und zeitgenössisches Möbeldesign von gestern, heute und morgen. ◾  Jacqueline Lorenz

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IDEENWerkstatt MUSEEN Diskutieren, wie es weitergehen soll

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eit einem Jahr sind das Ethnologische und des Asiatische Museum in Dahlem geschlossen, und ein wichtiger Tourismusmagnet fehlt damit dem Bezirk. Lediglich das Museum Europäischer Kulturen verbleibt mittelfristig am Dahlemer Museumsstandort. Die Exponate der verlagerten Museen warten auf ihren Umzug ins HumboldtForum, dessen Eröffnung für 2019 angesagt ist. Auf sich warten lässt der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) Prof. Dr. Hermann Parzinger mit einem aussagekräftigen Konzept zur Nachnutzung der Dahlemer Museen, das seit Langem vom Bezirksamt und dem Regionalmanagement Berlin SÜDWEST gefordert wird.

Doch Steglitz-Zehlendorf ist selbst aktiv geworden und überlegt, wie der Bezirk zukünftig kulturell Anschluss halten kann, verfügt er doch über eine kleine, aber feine Anzahl kultureller Highlights jenseits des Berliner Zentrums, zu der in reizvoller Grünlage gelegene Museen wie beispielsweise das Brücke Museum, das benachbarte Kunsthaus Dahlem oder das Haus am Waldsee, aber auch das einzigartige Museumsdorf Düppel oder die Domäne Dahlem zählen. Das Bezirksamt unter Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter Kotowski lud daher kurz vor Weihnachten gemeinsam mit der stellvertretenden Generaldirektorin der Staatlichen Museen Berlin Prof. Dr. Christina Haak und in Kooperation mit dem Regional-

management Berlin SÜDWEST zur Eröffnungs-Veranstaltung der Diskussionsreihe „IDEENWerkstatt MUSEEN“ ein, die unter dem etwas provozierenden Motto „Wie zeitgemäß sind Museen?“ stand und Anstoß geben sollte, wie den vorhandenen Dahlemer Museumsjuwelen zukünftig noch mehr Glanz verliehen werden kann. Ziel der Veranstaltungsreihe soll sein, unter Beteiligung der Öffentlichkeit darüber nachzudenken, wie Museen und Ausstellungen im Wandel der Zeit zukünftig zu gestalten sind, um neben Interessierten aus der Region ebenso die Touristen erreichen zu können. Dabei werden Ansprechpartner aus dem Kulturbereich zu Wort kommen sowie Bezirksbewohner, Politiker und


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Zehlendorf Mitte Journal Forum sowie Prof. Dr. Moritz Wul- sich das Museum für Naturkunde, len, Gründungsbeauftragter der „weil es ein gutes Beispiel dafür SPK im Humboldt Forum. ist, wie Althergebrachtes sich neu erfinden kann“. Und auch das historische Museum besucht Von Abu Dhabi sie öfter, „weil es dort immer wienach Dahlem der neue Facetten eines kompleMit der Frage, was denn eigent- xen Themas zu entdecken gibt“. lich für sie ein zeitgemäßes Mu- Prof. Rump hingegen mag es weiseum ausmache, richtete sich die ter weg: Sein Museumsfavorit ist Diskussion zu Beginn themen- der Louvre in Abu Dhabi mit für gemäß an die hochkarätigen ihn zeitgemäßem Konzept: Bei Podiumsgäste. Zum „weltweiten unbegrenztem Budget werden Erfolgsmodell Museum“ fielen dort Kunstwerke der zweiten Begriffe wie Partizipation, Barri- Wahl aus dem Pariser Louvre erefreiheit und Relevanz für die präsentiert. Gesellschaft. Einen Siebenmeilen-Museums„Was ist Ihr Lieblingsmuseum?“ schritt von Abu Dhabi nach Dahlautete die nächste Frage. Die lem wagte der Chefkurator des Antworten waren so unter- Humboldt Forums. Paul Spies schiedlich wie die Gäste selbst. brachte das Auditorium zum Für Cerstin Richter-Kotowski liegt Raunen, als er das Museumsdorf das Gute so nah: Sie favorisiert für Düppel begeistert lobte: „So et-

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Vertreter unterschiedlichster Institutionen und Organisationen. Wie wichtig das Thema„Museum“ für kulturliebende Menschen ist, zeigte der am Diskussionsabend vollbesetzte Vortragssaal am alten Museumsstandort in der Dahlemer Lansstraße 8. Nicht nur aus dem eigenen Bezirk waren sie gekommen, sondern ebenso aus entfernteren Bezirken und aus dem Umland. Auf dem Podium stellten sich der Moderation des Kultur-Ressortleiters vom Tagesspiegel Rüdiger Schaper die Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski, Prof. Dr. Oliver Rump vom Fachbereich Museumsmanagement der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Paul Spies, Stadtmuseums-Direktor und Chefkurator des Landes Berlin im Humboldt

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was kann man in Berlin-Mitte nicht machen“, betonte er. Einen unvergesslichen Tag könne der Besucher in dem Museumsdorf erleben, ganz ohne Meisterwerke, dafür aber mit umso mehr erlebbarer Geschichte. Ein zeitgemäßes Museum müsse eben

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intelligent sein und partizipativ. – Das fände man übrigens auch im Museum of Liverpool, wo Kinderbetreuung, Popmusik, Empire-Kritik und Kiezgeschichte ein durchdachtes Ganzes schaffen, das die unterschiedlichsten Geschmäcker und Bedürfnisse

der Besucher anspricht. Und Prof. Rump ergänzte: „Im Berliner Südwesten gibt es wunderbare Gebäude und gute Sammlungen. Sie zu bewahren und zu präsentieren, bildet für mich eine sehr gute Ausgangslage für das `Schaufenster Humboldt Forum Dahlem´.“ Einen drauf setzte dann noch Prof. Moritz Wullen, Gründungsintendanz im Humboldt Forum, der mit der National Gallery of Singapur einen Aktionsort mit „Partizipation pur“ favorisiert: Über 2.000 Quadratmeter erwarten dort Kinder und Jugendliche zum spielerischen Lernen. Workshops für alle jüngeren Altersklassen werden angeboten und die Eltern darüber geschickt mit ins Museumsgeschehen eingebunden. Denn: „Kinder sind wichtig, um Eltern ins Museum

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Im Gespräch: (v.l.n.r.) Prof. Rump, P. Spies, R. Schaper, C. Richter-Kotowski, Prof. Wallen.

zu bekommen.“ Und: Immerhin 26 Prozent der Weltbevölkerung sind unter 18 Jahren. Zum alten und neuen Museumsstandort erklärte er: „Beide Orte bilden ein Universal-Museum. Zwischen den Standorten Humboldt Forum und Dahlem entsteht eine neue Migrationskultur.“

Einfälle und Emotionen Lief bis dahin alles nach Themenvorgabe, geriet die Diskussion unversehens in ganz andere Bahnen: Während der eine Teil des Publikums erfahren wollte, wie denn nun das moderne und attraktive Museum von morgen aussehen sollte, saß der andere, überwiegend aus dem Bezirk stammende Teil im Saal mit Bauchgrummeln über den Wegzug seiner Dahlemer Museen und die noch immer ungewisse Nachnutzung des Standortes. Entscheidungsträger darüber sind SPK und Landespolitik. Sie favorisieren in den Dahlemer Räumen für die Zukunft Restaurationswerkstätten und Archive des Humboldt Forums. Außerdem könnten sie sich dort gut einen Forschungscampus vorstellen,

wie Prof. Wullen bestätigte. Und so driftete die Diskussion unaufhaltsam vom eigentlichen Thema ab und landete bei der Museen-Nachnutzung. Emotionen schäumten auf, Ideen wurden auf den Diskussionstisch geworfen, die von einer Zwischennutzung durch Künstler, „um das Licht im Leuchtturm Dahlem nicht erlöschen zu lassen“, bis zum Denkforum mit Wissenschaftler reichten. Es wurde vorgeschlagen, ein europäisches Zentrum für Kunst und Kultur in den Museumsräumen zu errichten und es zum Zukunftsmuseum zu entwickeln. Zukunftsforscher Rolf Kreibich sprach emotional geladen schließlich aus, was viele im Bezirk denken: „Die Verlagerung der Museen ist für den Berliner Südwesten eine Katastrophe.“ Weitere Vorwürfe wurden laut und erstickten den Abend im Keim, der – wie von Bezirksamt und Regionalmanagement vorgesehen – durchaus fruchtbarer hätte werden können. Ausgleichend und realitätsnah trat schließlich Paul Spies dazwischen, der dem Bezirk zu „einer Perlenkette ganz besonderer kleiner Kulturinstitutionen“ gratulier-

te. Doch sie als Alternative zu den verlagerten Museen weit über den Bezirk hinaus zum Leuchten zu bringen, bedürfe es neben Visionen auch des Geldes. So müsse der Bezirk finanziell beweisen, wie lieb und teuer ihm seine attraktive kulturelle Zukunft ist. Spies bot aber an, sich an höherer Stelle für mehr Mittel einzusetzen. „Da bin ich gern an Ihrer Seite“, betonte die Bezirksbürgermeisterin und erklärte noch einmal: „Wenn der Standort Dahlem vorrangig als Depot und Werkstätten genutzt werden soll, ist das zu wenig. Dafür ist der Museumsstandort Dahlem zu schade.“ Für 2018 sind vier weitere Veranstaltungen geplant, eine pro Quartal: 1. Wie wichtig ist Europa für Berliner Museen? 2. Was fasziniert junge Menschen an Museen und Ausstellungen? 3. Wie digital sollen Museen sein? 4. Abschlussveranstaltung: Museums Slam – Marken, Macher und Museen Weiter Informationen unter www.rm-berlin-sw.de. ◾  Jacqueline Lorenz


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Gerhard Jaeck Stiftung im achten Jahr …doch es gibt noch viel zu tun

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as letzte Jahr war erfolgreich, doch für Stiftungsgründerin Waltraud Söhnel-Jaeck ist das noch lange kein Grund, sich zurückzulehnen. Vielmehr überlegt sie, wie sie mit ihrer Stiftung auch 2018 wieder Kindern in Not ein Lächeln mehr entlocken kann.

Kita der geflüchteten Kinder Gelungen ist ihr das mit Berlins erster Kita für geflüchtete Kinder, die vor fast 1 1/2 Jahren in den Räumen des Mittelhofs an den Start gegangen ist. Für eine Laufzeit von fünf Jahren hat Waltraud Söhnel-Jaeck deren finanzielle Unterstützung übernommen, so dass zwei Betreuerinnen für die Tagespflege der Kinder gefunden werden konnten. „Ein Gemeinschaftsprojekt, das dank aller Beteiligten keine unnötige Energie in endlosen Diskussionen verschwendet, sondern denen zugutekommen lässt, die es bitter nötig haben: den Kindern. Im Projekt hat jeder seinen Platz, an dem er seine Erfahrung und sein Know-how effektiv einbringt“, erklärt die Stiftungsvorsitzende. Beteiligte des Kooperationsprojektes sind neben der Stiftung das Fachreferat Familienförderung und frühkindliche Bildung des Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf sowie der Mittelhof e. V.

Celine Feuerstein und ihre Schützlinge.

Projekt-Ziel ist die Förderung – explizit des Spracherwerbs – und Betreuung der Kinder, intensive Elternarbeit mit Beratung und fachgerechte Unterstützung bei der Überleitung in Kita oder Schule. Die Kinder aus geflüchteten Familien, von denen derzeit acht Jungen und Mädchen die Tagespflege-Einrichtung besuchen, sind im Alter zwischen zwei und fünf Jahren. Durch Erfahrungen in den Herkunftsländern und durch Flucht sind sie derart belastet, dass eine regelhafte Tagesbetreuung in einer „herkömmlichen“ Kita für sie nicht geeignet scheint. Von den als Übergangslösung gestellten Räumen des Mittelhofes in Zehlendorf zog die kleine Kita-Gruppe vor Kurzem in zwei Räume mit Garten der

Martin-Luther-Gemeinde nach Steglitz-Lichterfelde um. Leicht war es nicht, ebenbürtigen Ersatz zu finden. Die Tatsache, dass Kinder auch einmal Lärm machen, schmälerte in SteglitzZehlendorf als einem der „ältesten“ Bezirke deutlich das Angebot geeigneter Räumlichkeiten. Doch jetzt sind Betreuer und Kinder froh und dabei, sich einzurichten. „Noch fehlt etwas Farbe an den Wänden, fehlen Aufbewahrungsbehältnisse, und das ein oder andere geeignete Spiel muss angeschafft werden“, erklärt Betreuerin Celine Feuerstein, die seit Projektbeginn dabei ist. „Erste Hilfe“ leistete auch hier wieder einmal die Gerhard Jaeck Stiftung, indem sie eine überdimensionale Kinder-Weltkarte mit passendem Atlas und


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Waltraud Söhnel-Jaeck – Helfen ist Herzenssache.

Spielebuch vorbeibrachte. Der Kita-Garten ersetzt den Spielplatz, der in der Nähe fehlt. Doch mit täglichen Spaziergängen erkunden alle das neue Umfeld und sind bereits gut Freund mit dem benachbarten Gemüsehändler und dem Kiosk geworden. Aus Afghanistan, Syrien und dem Irak kommen die kleinen Kita-Gäste, die sich untereinander erstaunlich gut verständigen können. „Es ist klar, dass natürlich dabei auch mal Missverständnisse auftreten“, erklärt Celine, die als zweite Betreuerin an ihrer Seite Marleen Stepper weiß sowie eine ehrenamtliche Mitarbeiterin. Sie unterstützt das Team an drei Tagen in der Woche und ist –

so Celine – „unser großes Glück“. Die Fluktuation ist groß, da KitaKinder häufig mit ihren Eltern in andere Bezirke oder Gemeinschaftsunterkünfte ziehen, die weit entfernt von der Tagesstätte liegen. „So leisten wir immer wieder neu Eingewöhnungsarbeit“, betont die Betreuerin. Auch wenn die meisten dieser Kinder die Flucht nicht bewusst miterlebt haben, so leiden sie doch unter den Folgen und unter den engen Verhältnissen der Gemeinschaftsunterkünfte, die nur wenig Privatsphäre zulassen. Sie bekommen sehr wohl die Sorgen und Ängste ihrer älteren Familienmitglieder mit und finden kaum die Möglichkeit, sich bei Bedarf zurückzuziehen.

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Die Folge sind Konzentrationsschwierigkeiten, die viele dieser Kita-Kinder begleiten. „Im Augenblick sind in der Gruppe Superhelden aus Comics, die fliegen und sich verwandeln können, das Thema, sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen“, erzählt Celine Feuerstein. Geschickt nutzt sie diese Phase, um den Kindern über Experimente Phänomene wie das Fliegen näherzubringen. So erreicht sie für kurze Zeit Konzentration innerhalb der Gruppe. Im Sommer verlassen vier Kinder die Kita, weil sie in die Schule kommen. Dann rücken wohl deren Geschwister nach und eine neue Eingewöhnungsphase beginnt.

Helfen vor der eigenen Haustür Kritikern, die sich eine derartige Kita-Einrichtung auch für Kinder sozial schwacher deutschstämmiger Familien wünschen, sagt Waltraud Söhnel-Jaeck: „Auch das ist eines der Ziele, weshalb ich mit meiner Stiftung dieses Projekt unterstütze und es mit meinen Vorstandskollegen als Pilotprojekt bezeichne: Aus den


Zehlendorf Mitte Journal

Anerkennung im selben Monat fand die Stiftungsarbeit zum wiederholten Male auch im Golf- und Landclub BerlinWannsee e. V. anlässlich des vom Premiumpartner des Clubs, der Berliner Volksbank, initiierten Golfturniers. Eine Anzahl von Gerhard Jaeck Stiftung engagierten Einzelspendern für mehr Kinderlachen auf dieser Welt* verbarg sich hinter dem symbolischen Scheck, der am Ende der Veranstaltung vom PrivateBanking-Direktor der Berliner Vom Säugling aus der „Babywiege“ Volksbank Axel Fiedler an die bis zum auf der Straße lebenden Jugendlichen: stellvertretende StiftungsvorDie gemeinnützige Gerhard Jaeck Stiftung schenkt Kindern und Jugendlichen, sitzende und den Schirmherrn die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ein Lächeln mehr. übergeben wurde. „Es tut gut zu wissen, dass sich Menschen auch während ihrer Freizeit, bei Kultur, Sport und Spiel an diejenigen erinnern, die nicht auf der Sonnenseite des * Finanzierung von erlebnispädagogischen Ferienfahrten und Lebens stehen“, freut sich StifBildungs-Projekten, Übernahme von medizinischen Kosten, finanzielle Sicherung der ersten Berliner Kita für geflüchtete Kinder. tungsvorsitzende Söhnel-Jaeck. Dabei wünscht sie sich für das Jahr 2018 besonders, dass Menschen aus Bezirk und Bezirksamt sie informieren, wo es für die Gerhard Jaeck Stiftung etwas zu www.gerhard-jaeck-stiftung.de tun gibt, hin zu „mehr Kinderlachen auf dieser Welt.“ leen Moritz sowie Bezirksstadtrat Weitere Informationen unter Frank Mückisch und Bezirksver- www.gerhard-jaeck-stiftung.de ordnetenvorsteher René Rögner- und Telefon 0172 630 26 88. ◾ Francke.  Jacqueline Lorenz Stiftung aufmerksam werden lassen. Darunter Vertreter aus dem Bezirksamt wie Bezirksbürgermeisterin Cerstin RichterKotowski, die Beauftragte für Menschen mit Behinderung Ei-

Berlin-Schlachtensee

Erfahrungen abgeleitet, könnte sich daraus ein weiteres Projekt entwickeln, das auf die Problematik sozial schwach gestellter Kinder zugeschnitten ist.“ Neben dem Kita-Projekt unterstützt die Stiftung übrigens seit Jahren Kinder aus dem Bezirk, die aus sozial schwachen und in Not geratenen Familien oder krank sind. Sie förderte bereits Projekte wie die Babywiege oder Theaterproduktionen mit auf der Straße lebenden Kindern und Jugendlichen, Projekte des Museumsdorf Düppel und Erlebnispädagogische Camps verschiedener Schulen. Als Schirmherr steht dabei der ehemalige Bezirksbürgermeister Norbert Kopp hinter Stiftung und Vorstand, der bereits während seiner Amtszeit immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen hatte. Den Blick der Öffentlichkeit auf ihre Stiftung zu lenken und sie den Menschen näherzubringen, gelingt Waltraud Söhnel-Jaeck immer wieder mit beeindruckenden Veranstaltungen: So hatte im September 2017 die Benefiz-Lesung mit Thomas Quasthoff in Nikolassee großes Interesse gefunden und neue Gesichter im Publikum auf die

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Gesundheit

Niesen & Schnupfen Auf das Wie kommt es dabei an

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rusten, schniefen, niesen und schnäuzen – im Winter haben diese menschlichen Geräusche Hochsaison. Manchmal hört man aber auch ein weniger rücksichtsvolles Hochziehen des Nasenschleims oder ein leises unterdrücktes Niesen mit zugehaltener Nase. „Beides ist nicht sinnvoll und kann die Erkältung sogar verschlimmern“, sagt Michael Horn vom Servicezentrum der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Berlin. Niesen: Viele versuchen, das Niesen zu unterdrücken, um in der Öffentlichkeit nicht unnötig aufzufallen. Beim Niesen kann Luft mit Geschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern durch die Nase schießen. Hält man sich die Nase zu, sucht sich der Niesreflex einen anderen Weg: Durch den entstehenden Überdruck im Kopf können Äderchen platzen, im schlimmsten Fall sogar das Trommelfell im Ohr. Hat der Betroffene kein Taschentuch parat, in das er in der Öffentlichkeit dezent hineinniesen kann, hilft die Armbeuge, um seine Mitmenschen vor der Niesattacke zu verschonen. Schnupfen: Beim Schnupfen gehen die Expertenmeinungen auseinander. Die einen halten das Hochziehen deswegen für besser, weil dadurch Sekret und Keime nicht in die Nasenhöhlen gedrückt werden. Andere dagegen vertreten die Auffassung, dass gerade durch das Schniefen Keime von der Nase in den Rachen und unter Umständen in die Atemwege gelangen könnten. So kann dann schnell aus einem Schnupfen eine Bronchitis werden. „Das empfohlene Mittel der Wahl heißt in diesem Fall also: Vorsichtig in ein Papiertaschentuch schnäuzen, am besten beide Nasenlöcher getrennt und dabei nicht zu heftig schnauben,“ rät Horn. „Das Taschentuch nur einmal benutzen und anschließend sofort in den Mülleimer werfen.“ Vorbeugung: Die beste Maßnahme gegen Erkältungen ist, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Erkältungsviren verbreiten sich über winzige Tröpfchen, die sich beim Niesen, Husten oder Schnäuzen auf Türklinken, Treppengeländern sowie Haltegriffen in Bussen und Bahnen ablagern. Beim Anfassen gelangen die Viren an die Hände und von dort leicht weiter an Nase oder Mund. Darum sollte man vermeiden, sich ins Gesicht zu fassen. Vor allem aber gründliches Händewaschen bietet einen guten Schutz vor Erkältungen. ◾


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