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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Steglitz

Oktober 2017

Steglitz Lankwitz Lichterfelde

35 Jahre Kultur in der Petruskirche Wo Luther auf Songwriter trifft

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2  |  Gazette Steglitz  |  Oktober 2017

Kunst im Kiez Geschäfte in Lichterfelde Ost zeigen Malerei, Fotografie und mehr Ungewöhnlicher Blickfang in vielen Schaufenstern und Geschäfte: Zwischen den angebotenen Waren stehen Fotografien, Aquarelle, Acryl- und Kreidebilder. Zwischen dem 6. und 15. Oktober wird bereits zum dritten Mal „Kunst im Kiez“ gezeigt. „In diesem Jahr nehmen nun bereits 26 Geschäfte teil und zeigen Arbeiten von über 30 Künstlern. Bei Blickfang im Oberhofer Weg stellt gleich eine ganze Malgruppe aus, da gibt es Vielfältiges zu sehen,“ so Gesine Wenzel, die Initiatorin dieser Kiezund Kunstaktion. Laien und Profis teilen sich die Schaufenster, hier ist nicht wichtig, ob jemand Kunst studiert hat oder Volkshochschulkurse belegt, ob jemand ein eigenes Atelier besitzt oder am Küchentisch malt. Bei Kunst im Kiez gibt es keine anonyme Jury, die entscheidet, wer mitmachen darf oder nicht. Die Geschäftsleute entscheiden, was ihnen gefällt und was sie

Das Brandenburger Tor, gemalt von Renate Ulshöfer, wird bei Löwenzahn gezeigt. eine Woche und oft auch länger präsentieren möchten. Gesine Wenzel: „Ich übernehme nur die Organisation und bringe Künstler und Geschäfte zusammen.“ Am Freitag, den 13. Oktober haben die teilnehmenden Geschäf-

te länger geöffnet. So können die ausgestellten Werke in Ruhe begutachtet werden. Bei Foto Frohloff, wo Naturfotos ausgestellt sind, gibt es eine kleine Lesung von Herbstgedichten. Im Jadehaus, in dem Aquarelle gezeigt

werden, sind ebenfalls kleine Lesungen geplant. Auch am Bahnhofsplatz werden Kunstwerke ausgestellt. Der Auftakt und die offizielle Eröffnung finden mit einer Vernissage am 6. Oktober um 19 Uhr in der Villa Folke Bernadotte am Jungfernstieg 19 statt. Genaues über Künstler und Ausstellungsort finden Sie in dem roten Flyer, der in Lichterfelde Ost und Umgebung ausliegt.

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Gazette Steglitz  |  Oktober 2017  |  3

Liebe Leserinnen und Leser, wussten Sie eigentlich, dass sich fast jeder dritte Berliner ehrenamtlich engagiert? Und dass die Tendenz zur Freiwilligenarbeit weiterhin zunimmt und die Zahl derer, die sich für ihre Nachbarschaft, in der Selbsthilfe, im Verein, in einer Bürgerinitiative oder in einem Förderkreis für einen guten Zweck einsetzen, stetig ansteigt? Und einige davon arbeiten in zwei vorbildhaften, langjährigen Projekten in Cerstin Richterunmittelbarer Kotowski Nähe von meinem Büro im Rathaus Zehlendorf, für die ich jetzt ihre Unterstützung erbitte: Am 9. Oktober 2017, um 12.00 Uhr, beginnt mit einer kleinen Andacht, an der auch ich teilnehmen werde, in der evangelischen Paulus-Kirche in der Zehlendorfer Kirchstraße 6

wieder die vorbildhafte, bewährte und aus Spendenmitteln finanzierte Initiative „Aktion Warmes Essen”. Seit rund zwei Jahrzehnten wird hier im Rahmen der Berliner Kältehilfe von Anfang Oktober bis

jeweils Ende März dreimal wöchentlich von Ehrenamtlichen warmes Essen an Bedürftige und Wohnungslose ausgegeben, jeweils montags, mittwochs und freitags von 12.00 bis 13.30 Uhr. Außerdem gibt es dort auch wieder jeweils am Montag eine Kleiderkammer, wo zu den Essensausgabezeiten gut erhaltene Winterbekleidung kostenlos abgegeben und natürlich auch entgegengenommen wird. Auf Wunsch steht zudem die zuständige Pfarrerin den Bedürftigen für Seelsorgegespräche zur Verfügung. Seit vielen Jahren koordiniert das Diakonische Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf e. V. das Projekt und bietet zusätzlich vor Ort soziale Beratung für die Besucherinnen und Besucher an, da diese oft auch Probleme haben, die sie aus eigener Kraft nicht mehr regeln können. Es gibt nicht sehr viele Kältehilfeprojekte, die so lange auf Spendenbasis funktionieren und auch in diesem Jahr sind sowohl Sachspenden (Kaffee, Kuchen etc.) als auch Geldspenden willkommen: Konto-Verbindung Kirchenkreisverband Berlin-Südwest, Evangelische Bank eG, IBAN: DE59 5206 1410 3403 9663 99. Weitere ausführliche Informationen erhalten Interessierte bei den beiden Koordinatorinnen des Projektes: Katarina Braunstein (Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin BA) tätig in den Ambulanten Hilfen, braunstein@dwstz.de; ☎ 224 45 96 74, und Ilona Kind (Dipl.-Päd.) tätig in der Sozialen Beratung des Diakonischen Werkes Steglitz und Teltow-Zehlendorf, Johanna-Stegen-Straße 8, 12167 Berlin, kind@ dwstz.de, ☎ 771 09 72 Und an den anderen beiden Tagen,

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am Dienstag und am Donnerstag, öffnet ab 2. November 2017 (bis Ende März 2018) die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Zehlendorfer Gartenstraße 23, von 12.00 bis 13.30, ebenfalls wieder ihre Suppenküche. Seit mehr als 20 Jahren betreuen dort etwa 16 ehrenamtliche Gemeindemitglieder dieses Projekt, bei dem für das Essen 50  Cent und für einen Kaffee oder Tee 20 Cent zu zahlen sind. Auch hier freut man sich – für die pro Essensausgabetag durchschnittlich 30 bedürftigen Menschen – neben Kaffee- und Kuchenspenden über finanzielle Unterstützung: Spendenkonto 369936-107, IBAN DE56100100100369936107, Postbank, Freikirche der STA, Stichwort Spende für die Suppenküche. Wer sich über dieses Projekt ausführlicher informieren möchte, ruft bei Gerhard Schuster, einem der Initiatoren, unter ☎ 813 46 80 an. Abschließend meinen herzlichen Dank an alle, die seit vielen Jahren diese beiden engagierten Projekte am Leben erhalten! Und ich hoffe auf viele neue Unterstützerinnen und Unterstützer im Winter 2017/18, die wohnungslosen und bedürftigen Menschen zu einem warmen Essen und zu warmer Winterkleidung verhelfen getreu dem Motto: „Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen“. Und sollten Sie überlegen, in irgendeiner Art und Weise ehrenamtlich tätig werden zu wollen und Sie haben diesbezüglich noch Informationsdefizite oder Klärungsbedarf, so können Sie sich an meine Mitarbeiterin Nina Scholz (☎ 902 99-59 43) im Rathaus Zehlendorf wenden, die Sie als Koordinatorin für ehrenamtliches und

bürgerschaftliches Engagement umfassend zu allen Fragestellungen rund um das Thema „Ehrenamt“ beraten wird. Abschließend möchte ich Sie kurz noch auf zwei Veranstaltungen im November hinweisen: Am 22. November 2017, von 19.00 bis 21.30 Uhr findet in Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie Berlin e. V. eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema: „Werte oder Wirtschaft? Was die EU (noch) zusammenhält“ statt. Der Europabeauftragte Gernot Mann und sein Team sind derzeit noch in der Planungsphase, sodass ich Sie erst in der kommenden Ausgabe mit Details informieren kann. Ich habe mir diesen interessanten Termin auf jeden Fall bereits vorgemerkt. Und dann werde ich am 27. November 2017 um 19 Uhr den beliebten Weihnachtsmarkt auf der Dorfaue Zehlendorf eröffnen, der bereits zum siebten Mal stattfinden und bis 30.12.2017 andauern wird. Und sollten Sie Fragen, Anregungen und Wünsche an die Bezirksverwaltung haben, so besuchen Sie mich doch zu einem persönlichen Gespräch in meiner nächsten Bürgersprechstunde: am 14. Oktober 2017, von 16 bis 18 Uhr, im Rathaus Zehlendorf, Raum A 131, Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin. Damit Ihnen unnötige Wartezeiten erspart bleiben, ist eine telefonische Anmeldung unter ☎ 90299-3200 unbedingt erforderlich. Ihre

Cerstin Richter-Kotowski Bezirksbürgermeisterin


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35 Jahre Kultur in der Petruskirche Wo Luther auf Songwriter trifft Auf 35 Jahre erfolgreiche Kulturarbeit blicken in diesen Tagen in Lichterfelde nicht nur die organisierende Kulturgruppe und die Evangelische Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf in der Petruskirche am Oberhofer Platz 2, sondern auch das Stammpublikum zurück. Zu unterschiedlichsten Musikveranstaltungen von Blues bis Jazz über Chanson, Folk und Klezmermusik finden sich regelmäßig auf der überschaubaren Bühne der „Winterkirche“, dem eigentlichen Kirchenvorraum, nicht nur Besucher aus Steglitz-Zehlendorf ein, um das qualitativ hochwertige Kulturangebot einer „offenen Kirche“ zu zivilen Eintrittspreisen zu genießen. Aus ganz Berlin kommen die Besucher allmonatlich nach Lichterfelde, um „ihre“ Jazz-Band oder den angesagten Songwriter zu hören. Und das in unmittelbarer Nähe zum Künstler, was „Kunst zum Anfassen“ suggeriert. Außerhalb dieses besonderen Kulturprogrammes finden – von Kantor und Kirche organisiert – die kirchenmusikalischen Vorträge statt. In diesem Oktober ist das Programm, das stets sehr breit angelegt ist, u. a. mit der Ausstellung „LUTHER/BILDER“ des Künstlers Harald Birck von der Kulturgruppe behutsam dem Thema „Reformationsjubiläum“ angepasst worden. Anhand von Plastiken und graphischen Arbeiten, angereichert mit Texten, vermittelt da der Künstler vom 1.31. Oktober 2017 Wissenswertes

Und am 21. Oktober um 20 Uhr präsentiert „Die Cöllner Company“ mit Klängen der Reformation die Musik der Zeit von Martin Luther auf wechselnden historischen Blasinstrumenten, kontrast- und klangfarbenreich, Eintritt 12,- Euro.

Rettung der Petruskirche mittels Kultur

Luther, wie ihn Harald Birck sieht.

Foto: Dan Penschuck FEINDESIGN

wie Vergnügliches und Hochpolitisches rund um Martin Luther und sein Wirken. Die Ausstellung ist mittwochs und samstags von 10 bis 13 Uhr sowie vor und nach allen Kulturveranstaltungen der Petruskirche geöffnet. Am 14. Oktober um 19 Uhr lässt Pianist/Komponist Stephan Graf von Bothmer dann den restauri-

erten Film „Luther“ aus dem Jahr 1927 aufleben, indem er mit seiner improvisierten Musik an der Orgel die Stimmungen und die Dramatik des Films nachzeichnet. Vorab kann sich der Besucher beim „Luther-Imbiss“ mit Kürbissuppe und Schmalzbrot stärken, hinterher erwarten ihn gute Gespräche, Eintritt 14,- Euro.

Anfang der 80er-Jahre war die Idee für das Kulturangebot in der Kirche am Oberhofer Platz aus finanzieller Not geboren worden. Es galt damals, den zur Verfügung stehenden Raum der wegen hoher Unterhaltungskosten gefährdeten großen Kirche rentabler zu nutzen. Eine Begegnungsstätte für Bürger und ein Ort mit breitem Kulturangebot sollte entstehen, doch dazu bedurfte es zuerst umfangreicher Umbauten: Die „Winterkirche“ entstand durch die Abtrennung des Kirchenvorraumes. Im Kirchenschiff hielten ein transportabler Altar, Bilderschienen und Galeriebeleuchtung Einzug. Weil ein Teil des Pfarrgartens verkauft wurde und großzügige Spenden eingingen, konnten schließlich die Einbauten der sanitären Einrichtungen und der Notausgänge finanziert werden. Im Jahr 1982 bildete sich die Kulturgruppe aus überwiegend ehrenamtlich Engagierten, die mit ihrem Kunstbeirat erstmals die alle sechs Wochen wechselnden Ausstellungen moderner Kunst aussuchte und betreute.


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Veranstaltungsatmosphäre: Chris Rannenberg und die Gruppe Los Reyes Delko. Foto: Reiner Kolodziej

Mit ihrem Team unentbehrlich für Kultur in der Petruskirche: Gisela Kürschner.

Seit Beginn der Kulturveranstaltungen ist Gisela Kürschner mit viel Elan und Engagement dabei und inzwischen Kopf der rund zehnköpfigen Kulturgruppe. Dank ihres überwiegend ehrenamtlichen Einsatzes und dem des Teams ist die „Kultur in der Petruskirche“ zu dem geworden, was sie heute ist: Ein ganz besonderer Begegnungsort mit ansprechendem Kulturangebot jenseits innerstädtischer Szenebezirke und dabei ohne Grenzen zwischen Vortragendem und Publikum.

Zusätzlich lädt jeden Mittwochund Samstagvormittag der Cafébetrieb zur „offenen Kirche“, der beliebt und gut besucht ist. Im eingespielten Team um Gisela Kürschner hat jeder seinen Einsatzbereich, den er mit viel Liebe zu Mensch, Kultur und Kirche betreut – sei es die Abendkasse, den Imbiss, Buchhaltung, Einkauf, Cafébetrieb oder die Programmplanung, die mindestens ein halbes Jahr im Voraus steht. Monatlich werden ca. 2000 Programme gedruckt, die in der Kirche ausliegen und an etwa 400  Interessierte verschickt werden. Das umfangreiche Netzwerk um Gisela Kürschner hält ein breites Künstlerangebot bereit, aus dem dann einige Vertreter der Weg in die Petruskirche führt. Jährlich ca. 90 Veranstaltungen umfasst das Kulturprogramm. An den wöchentlichen Treffen der Kulturengagierten nimmt regelmäßig Pfarrer Roland Wicher teil, der auch sonst mit viel Interesse den Kulturbereich unterstützt. Unverzichtbare finanzielle Unterstützung kommt aus Reihen des Förderkreises, der aktuell 26 Mitglieder zählt und sich über neue Mitstreiter freut. Die Kultur-

Die Macher: Gisela Kürschner und Team Nach und nach wurde das Musik­ angebot breiter, und ein zuerst gut angenommenes Kinderprogramm kam hinzu, das später jedoch eingestellt werden musste. Daran denkt Gisela Kürschner mit Wehmut: „Kleine Besucher wurden mit der Zeit weniger, und es fehlte zunehmend an freiwilligen Helfern für die Kinderveranstaltungen, die für uns alleine dann kaum noch zu stemmen waren. Denn beim Kindertheater gibt es immer viel umzubauen.“ Als Grund für das nachlassende In-

teresse kann der in den letzten Jahren rapide Anstieg von Personaleinsparungen im Erziehungsbereich gesehen werden sowie die vermehrte Berufstätigkeit beider Elternteile. „Es gibt ja dadurch kaum noch Mütter und Väter, die die Zeit finden, in der Woche bei Veranstaltungen ihrer Kinder zu helfen“, erklärt Gisela Kürschner, die selbst den Bereich Kinderprogramm gerne wiederbelebt sähe. Doch umso stärker entwickelte sich der Erfolg der Musikveranstaltungen. Über die Jahre haben sich da die Bereiche Jazz, Blues und Folk zum Publikumsrenner entwickelt, die inzwischen viele Stammgäste hervorgebracht haben. Die alljährlichen Jazz- und Blues-Tage im März werden nicht nur von ihnen mit Spannung erwartet. Die „Winterkirche“ ist dafür genau der richtige Ort. Etwa 60 Besucher haben hier freie Platzwahl, und 160  Personen, wenn bei erhöhtem Andrang die Glastüren zur Kirche geöffnet werden. Am Tresen erwarten kleiner Imbiss und Getränke die Gäste, die sich hier zum Plausch auch nach den Veranstaltungen gerne zusammenfinden.

freunde haben sich auf die Fahne geschrieben, mit ihren Spenden die Kultur in der Petrus-Giesensdorfer Kirchengemeinde – und damit in Lichterfelde – zu fördern. Als wichtige Sponsoren der Kulturarbeit stehen sie hinter Gisela Kürschner und ihrem Team, auf deren Schultern die zuverlässige Organisation und Betreuung der Kulturveranstaltungen ruht. Dass die Kulturgruppe diese Aufgabe auch die kommenden Jahre nicht als Last, sondern mit Lust weiter trägt, wünschen sich viele Kulturbegeisterte weit über Lichterfelde hinaus, die „Kultur in der Petruskirche“ nicht mehr missen möchten. Kartenvorverkauf für alle Veranstaltungen von „Kultur in der Petruskirche“ im Musikhaus Lichterfelde am Kranoldplatz, bei Torrefazione am Oberhofer Weg 4, in der Petruskirche Mittwoch und Samstag von 10-13 Uhr sowie vor und nach allen Musikveranstaltungen. Information und Vorbestellung unter Telefon: 030 773 28 452 oder E-Mail: info@ petrus-kultur.de Programm unter www.petruskultur.de  Jacqueline Lorenz


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Schlosspark Theater Berlin Mit „Die Kameliendame“ in die neunte Spielzeit Mit einer Uraufführung von Alexandre Dumas´ neubearbeiteter „Kameliendame“, die Ulrich Hub ins 20. Jahrhundert versetzt hat, startete das Sprechtheater an der Steglitzer Schloßstraße in seine neue Spielzeit 2017/18. Die Geschichte der sich prostituierenden, doch unverdorbenen, schwindsüchtigen Kurtisane, die – in Rücksicht auf ihre große Liebe Armand – diesem entsagt, klingt so manchem in den Ohren: Ariengeladen lassen Traditions-Opern wie „La Traviata“ und „Manon Lescaut“ das Drama ins Herz des Zuhörers klingen, da Klänge bekanntlich viel mehr zu erreichen vermögen als Worte allein. Und so hilft die von Henrik Kairies eigens für das Stück am Schlosspark Theater komponierte Musik neben der behutsamen Regie Philip Tiedemanns dabei, sich von Anfang an in die tragisch endende Liebesgeschichte zwischen der Prostituierten und dem Sohn „besserer“ Gesellschaft hineinfinden zu können, ohne dem Operngeschehen nachtrauern zu müssen.

Aufrecht bis zum Tod Mit wohlgewählter Textpräzision schafft Ulrich Hub eine „Kameliendame“, die aller Schmalzhaftigkeit enthoben ist. Anouschka Renzi in der Rolle der Lebedame, die laut Aussage von Zeitgenossen des 19. Jahrhunderts blass, schwarzhaarig mit roten Lippen und von porzellanähnlicher Zartheit gewesen sein soll, stellt sich mit durchtrainierten Modelmaßen stolz ihrer schauspielerischen Aufgabe

„Die Kameliendame“ in einer Neufassung eröffnete die Theatersaison.  Foto: DERDEHMEL/Urbschat und lässt nur selten die Zerbrechlichkeit einer totkranken, äußerst gefühlvollen, der Oberflächlichkeit verrufenen Frau durchscheinen. Dabei wirkt sie mimisch in weiten Teilen maskenhaft wächsern und kann sich so, obgleich schauspielerisch routiniert, nur langsam in die Herzen des Publikums spielen. Erst gegen Ende des Stückes und ihres Rollenlebens als Kameliendame Marguerite Gautier gelingt ihr dies: da empfindet das Publikum dann doch tiefere Sympathie für die opferbereite, der Attraktivität, des Geldes und schließlich ihres Lebens beraubten Kurtisane, deren Vorbild für Dumas´ Roman die Prostituierte Marie Duplessis war. Als„wahre Verkörperung einer Frau“ empfand sie im Jahr 1845 Franz Liszt, der mit der bereits schwer tuberkulösen Kurtisane mehrere Monate unzertrennlich gewesen sein soll, – bis sie aus

Trotz über seine Ablehnung, ihn auf seiner Konzerttournee begleiten zu dürfen, einen Grafen heiratete und wenig später starb. An der Seite der einzigen Frauenrolle des Stückes sind Arne Stephan (Armand Duval), Fabian Stromberger (Arthur de Varville) und Oliver Nitsche (Gaston Rieu) überzeugende und in ihrer Aussagekraft bereichernde Bühnenpartner. Ihnen schauspielerisch voraus aber eilt Grandseigneur Joachim Bliese als verblendeter und erst zu spät zur Einsicht findender Vater Armands´s. Facettenreich und beinahe anrührend ist er es, der an diesem Abend den wahren Zugang zum Zuschauer findet und als besonderer Eindruck lange noch im Gedächtnis bleibt, nachdem der schuldbekennende Schlussakkord des überlebenden Herrenquartettes am Flügel verklungen ist.

Leicht wehende Vorhänge, die dem Publikum die Leichtigkeit der Liebe bis hin zur Flatterhaftigkeit vor Augen führen und vor der wahren, echten Liebe zurückgezogen werden, bestimmen das Bühnenbild; als Teil dieses Bildes, in unschuldiges Weiß und am Ende in Todesschwarz gehüllt, „Die Kameliendame“, aufrecht bis zum letzten Atemzug. - Durchaus sehenswert in seiner Schlichtheit, und wieder einmal ein gutes Beispiel aus dem ebenso gelungenen wie vielfältigen Spielplanangebot des Schlosspark Theaters.

Geist und Humor, doch wenig Unterstützung Die wichtige Bedeutung des Schlosspark Theaters für den Berliner Kulturbereich scheint aber noch immer nicht bis zu allen vorgedrungen: So erhält das Theater, dem Intendant Dieter Hallervorden nach wie vor mit viel Liebe, Leidenschaft und Finanzspritzen aus eigener Tasche voransteht, aus dem Kulturetat nur 300.000 Euro und damit „zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben“, wie der Hausherr nicht ohne Bitternis erklärt, angesichts anderer vergleichbarer Bühnen im Stadtzentrum, die mit weit höheren Summen unterstützt werden. Dass die Kulturpolitik ihren Blick verstärkt auch auf den Berliner Südwesten und das Kleinod an der Schloßstraße lenken möge, hofft nicht nur der nimmermüde Dieter Hallervorden, der immer wieder attraktive Stücke in Frank-

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Gazette Steglitz  |  Oktober 2017  |  7 reich entdeckt, ins Deutsche übersetzt und auf seine Bühne bringt, der besetzt und am Spielplan bastelt. Und nebenbei machte sich der Hausherr, dem „Betteltouren und Klinkenputzen“ eigentlich eher verhasst sind, Richtung kulturpolitische Sprecher der Fraktionen im Abgeordnetenhaus auf und schilderte ihnen die finanzielle Lage des Theaters, das durchschnittlich 100.000 Zuschauer pro Saison zählt. Mit Prominenz und in eigener Person auf der Bühne sowie mit reizvollen Stücken will Dieter Hallervorden die Zuschauer auch in dieser Saison für sein Haus mit „Geist und Humor“ begeistern: So wird in der nächsten Premiere am 14. Oktober 2017 das nur wenig bekannte Leben von Charlie Chaplin beleuchtet in dem von Dieter Hallervorden übersetzten Stück „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“ von Daniel Colas, mit Brigitte Grothum und Wolfgang Bahro. Katharine Mehrling ist im September mit der Wiederaufnahme von „End oft the Rainbow“ ins Schlosspark Theater zurückgekehrt und wird im Frühjahr

Dieter Hallervorden – auch als Intendant in vielen Rollen. 2018 in „Die Wahrheit“ von Florian Zeller spielen. Als eigentliches Traditionsmitglied des Berliner Ensembles findet Carmen-Maja Antoni („Krauses Glück“, „Mord mit Aussicht“) im Februar 2018 mit Bertolt Brechts „Kleinbürgerhochzeit“ den Weg auf die Bühne des Berliner Südwestens und schließt eine weitere Zusammenarbeit mit dem Steglitzer Traditionshaus nicht aus. Ein besonderes Theaterhäppchen aber, das leicht im Magen liegt, dürfte im Dezember diesen Jahres „Mosca und Valpone“ von Stefan Zweig werden; bearbeitet von Haus-Regisseur und Erfolgs-

Liebe Freunde und Kunden des Reisebüros SELCH, wir haben vom 10.-15.05.2018 Oslo eine „Mein Schiff 4“-Gruppenreise aufgelegt. Mit dieser Kurzfahrt Kristiansand möchten wir mit unseren Stammkunden und denjenigen, die es werden möchten, ein wenig gemeinsame Zeit verbringen. Besonders auch für Kopenhagen Kreuzfahrtneulinge empfehlen wir diese einmalige 5 TagesKiel Schnupperkreuzfahrt, bei der wir Bremerhaven Ihnen mit Rat und Tat gern zur Seite stehen. Motto der Reise sollte die individuelle Individuelle Ausflüge und Aktivitäten Gemeinsamkeit sein. Keiner muss aber sind erwünscht. Da wir ausschließlich Balkonkabinen, alle dürfen... auf verschiedenen Decks zur Unsere Reise Verfügung haben, liegt der Preis in ist wie folgt geplant: der Doppelbelegung ab € 950,00 p.P. 10.05.2018 Anreise per Bus von Berlin Für die An-und Abreise in der nach Bremerhaven, direkt bis zum Schiff. Gruppe sollten Sie mit € 100,00 p.P. 11.05.2018 Seetag auf der Nordsee rechnen. Da auf dem „Mein Schiff 4“ 12.05.2018 Kristiansand, alles inklusive ist, fallen keine Norwegen von 08:00-18:00 h. weiteren Kosten, außer individuelle 13.05.2018 Oslo, Ausgaben, wie z. B. Reiserücktritt- und Norwegen von 07:00-14:00 h. Auslandskrankenversicherung an. 14.05.2018 Kopenhagen, Für weitere Fragen und Dänemark von 08:00-17:00 h Reservierungen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gern zur Verfügung. 15.05.2018 Kiel, Deutschland, Ankunft 06:30 h, Bahn/Bus-Heimfahrt ca. 10:00 h Ihr Reisebüro SELCH – Team

Dieter Hallervorden und seine Schauspiel-Kollegen blicken positiv in die neue Spielsaison.

garant Thomas Schendel und reizvoll besetzt mit u. a. Franzika Troegner und Dieter Hallervorden, der in dem Stück der Commedia dell´Arte als Diener eine Aufgabe erfüllt, die er von seinem Theater her nur zu gut kennt: Die, als erfolgreicher „Strippenzieher“ im Hintergrund zu wirken. Und auch sonst hat die neue Spielsaison einiges zu bieten, vom YAS-Jugendtheater über Lesungen und Gastspiele bis hin zu „Ulli Zelles Nachtcafé“, in dem regelmäßig Schauspieler und Publikum bei heißem Sound der „Grauen Zellen“ und lockeren Ulli-Plaudereien zusammenkommen. Wer weiß: Vielleicht findet ja der

ein oder andere Kulturpolitiker in dieser Saison doch einmal den Weg in den Berliner Südwesten und stellt fest, dass es auch eine qualitativ hochwertige und unterstützungswürdige Theaterszene jenseits der Berliner Stadtmitte gibt. Spielplan und weitere Informationen unter www.­ schlossparktheater.de, Kartentelefon ☎ 030/789 56 67-100. Nächste Vorstellungen der „Kameliendame“ vom 24. bis 29. Oktober, vom 13. bis 17. November sowie vom 19. bis 23. und vom 26. bis 30. Dezember 2017 um jeweils 20 Uhr.  Jacqueline Lorenz

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8  |  Gazette Steglitz  |  Oktober 2017

Zehli-Bräu e. V. Auf dem Weg zum Zehlendorfer Traditionsbier Im Jahr 2016 lag in Deutschland der Bierkonsum pro Kopf bei durchschnittlich 104,1 Liter. Ob das auch auf die 35 Mitglieder des Zehli-Bräu-Vereins zutrifft, lässt sich nur schwer sagen. Sicher aber ist, dass sie sich auf die Fahne geschrieben haben, mithilfe des Biers die Kommunikation und Regionalität in Zehlendorf einen guten Schritt voranzubringen. Im Bezirk – der Vereinsname „Zehli“ steht für Zehlendorf/ Lichterfelde – suchen sie noch nach einem Raum für ihre „Hexenküche“, um hier von kleiner Brauanlage aus ihr Visions-Bier kreieren zu können; ein Bier, das in der Realität als Traditionsbier einmal weit über die Grenzen hinaus für seinen Bezirk stehen und die Berliner Bierkultur maßgeblich bereichern soll.

Der Weg ist das Ziel Eine ambitionierte Gruppe Gerstensaft-Begeisterter aus dem

Die Bier- und Braufreunde des Zehli Bräu e. V. Berliner Südwesten fand im Jahr 2012 zueinander. Auf den gemeinsamen Bierfahrten, die Wissen zum Thema Bier und Spaß vereinten, ging es auch ins oberfränkische Bamberg. Man tauschte sich mit Markus Raupach aus, namhafter Biersommelier, Autor des Berlin-Beer-Guide „Bierhauptstadt Berlin“ und Gründer der Deutschen Bier Akademie, der heute zum Zehli Bräu-Vorstand

ebenso gehört wie Katja von Ruschinski und Sven Herzog. Mit der Absicht, eine kleine Brauerei in Zehlendorf oder Lichterfelde zu etablieren, gemeinsam die Bierkultur zu stärken und sich auf Bierexkursionen weiterzubilden, gründete der Freundeskreis den Zehlendorf-Lichterfelder Braugesellschaft (Zehli-Bräu) e. V. Dessen offizielles Gründungsdatum ist der 23. April 2016, der

500. Jahrestag des Deutschen Reinheitsgebotes, seit 1995 auch als „Tag des Deutschen Bieres“ bekannt: am 23. April 1516 war eine neue Landesordnung für das Herzogtum Bayern erlassen worden, die in einer Textpassage das Reinheitsgebot, auf das man sich heute bezieht, anspricht: „Wir wollen auch sonderlichen, das füran allenthalben in unnsern Steten, Märckten und auf dem Lannde, zu kainem Pier merer Stückh, dann allain Gersten, Hopffen und Wasser, genommen und gepraucht sollen werden.“

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Gazette Steglitz  |  Oktober 2017  |  9

Nese Senol und Sven Herzog trinken auf die Zukunft des Zehli Bräu e. V.



als in eigener Regie wohlschmeckendes Craft Beer zu schaffen, vielmehr setzt der Verein auf langfristigen Erfolg. Sven Herzog erklärt: „Im Verein haben wir Bierbrauer, die das Fachwissen der richtigen Brautechnik mitbringen. Wir wollen gemeinsam nach eigenen Rezepten ein Bier an kleiner Brauanlage entwickeln, das zum Bezirk passt und in dem der Biertrinker Zehlendorf wiedererkennen kann. Die Regionalität wollen wir dabei in den Vordergrund stellen.“ In kommerziellen Brauereien, die alle geforderten Auflagen erfüllen, soll das vom Zehli-Bräu komponierte Bier dann in größerer Menge gebraut und unter speziellem Namen verkauft werden. Als Vereinsmitglieder mit einem Monatsbeitrag von 8.- Euro dabei sind Ärzte, Bankkaufleute, Rechtsanwälte, Bierbrauer – Menschen, für die Bier kein bloßer Durstlöscher und süffiges Feierabendgetränk, sondern vielmehr ein förderungswürdiges, über 1000 Jahre altes Kulturgut ist. Als Hobby-Brauer tauchen sie

Bierfest am S-Bahnhof Lichterfelde-West eingeladen. Dabei waren der Braufreunde Berlin e. V., Deutsche BierAkademie, Foersters Feine Biere, Maria & Josef, Malz & Moritz, Meierei Brauerei Potsdam und Zehli-Bräu. Den aktiven Austausch mit den Brau-Kollegen will der Verein weiter pflegen. „Jeder hilft da Jedem. Unter den Bierfreunden herrscht Solidarität“, weiß Sven Herzog.

in die Geheimnisse ein von Hopfen, Gerste und Malz, trainieren sie ihre Zungen auf Mango- oder Zitrusnote. Vorträge, Seminare, Bierreisen und Veranstaltungen stehen auf dem Programm des Zehli-Bräu Vereins, der auch an-

Fotos: Lo/Zehli Bräu e. V.

Hopfen und Malz – Gott erhalt´s

Ohne Hopfen kein Bier deren die Faszination Bier näherbringen möchte. Dabei kommt die Kommunikation keinesfalls zu kurz, wie Vereinsmitglied und Organisatorin Nese Senol betont. So hatte der Verein in Kooperation mit anderen Bierinstitutionen des Berliner Südwestens zum wiederholten Mal im Juli zum

Die ersten vier vom Zehli-Bräu kreierten Biere wurden anlassbezogen in Kooperation mit befreundeten Brauereien gebraut: im Jahr 2014 das Zehli K7, ein uriges Siebenkornbier, ausgeschenkt auf der Internationalen Biermeile Berlin; 2015 – ebenfalls für die Biermeile gebraut – der Zehli KellerBär, im Stile eines fränkischen Kellerbieres mit feiner Aromahopfen-Note und 2016 zwei Biere, anlässlich des Tag des Bieres und der Berlin Beer Week: das ZehliRed, angelehnt an ein irisches Rotbier, und das Zehli Berliner Zoigl, das süffige Grün-

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dungsbier des Vereins, im Stil der oberfränkisch-oberpfälzischen Zoigl-Biere. - Fehlt nur noch das eigentliche „Zehli-Bräu“ als zukünftiges Traditions- und Stadtteilbier des Bezirkes. Doch schon jetzt darf man ein wenig davon träumen: Da sprudelt es vielleicht aus dem Bierhahn der Domäne Dahlem oder schäumt im Foyer nach gelungener Premiere des Schloss­ park Theaters in den Gläsern. – Und im Zehlendorfer Rathaus wird es bei Empfängen und Veranstaltungen ebenso ausgeschenkt wie beim Oktoberfest im Verein der Bayern am Lichterfelder Hindenburgdamm. Doch bis dahin gilt es für die Bierund Braufreunde des Zehli-Bräu e. V. noch eine gute Wegstrecke zurückzulegen, vom Bierkult bis zur Bierkultur des Bezirks mit eigener Biermarke. Weitere Informationen für potentielle Vereinsmitglieder und Bierfreunde unter www.zehli.berlin, ☎ 0176 – 814 13581, E-Mail info@ zehli.berlin  Jacqueline Lorenz

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10  |  Gazette Steglitz  |  Oktober 2017 1 | Gazette Zehlendorf | 2017

Steglitz-Zehlendorf inklusiv Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Der Begriff Inklusion wurde in den vergangenen Jahren oftmals nur unter den Gesichtspunkten der inklusiven Pädagogik betrachtet. In diesem Bildungssystem lernen Menschen mit und ohne Behinderung von Anfang an gemeinsam. Inklusion bedeutet zugleich aber auch z. B. die Schaffung von Strukturen in der Gesellschaft, in denen allen das selbstverständliche Recht auf Teilhabe ermöglicht wird und sich barrierefrei in ihr zu bewegen. Zu diesem Themenkomplex nehmen die Fraktionen in der Bezirksverordnetenversammlung in den folgenden Beiträgen Stellung.

CDU-Fraktion Das christliche Menschbild sieht den Menschen geschaffen als Ebenbild Gottes – ob mit oder ohne Behinderung. Für uns als CDU steht deswegen im Mittelpunkt jeder schulischen Arbeit das Wohl des einzelnen Kindes. Deswegen halten wir an der Wahlfreiheit fest: Den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, bedeutet für uns, die Vielfalt der Lebensläufe in den Blick zu nehmen. Dies schließt auch die Möglichkeit ein, dass es für bestimmte Kinder mit Behinderungen auch weiterhin Förderschulen/Sonderschulen geben sollte. Eltern, die ihr Kind aufgrund der jahrzehntelang entwickelten guten Förderbedingungen in dieser Einrichtung weiter gefördert wissen wollen, verdienen denselben Respekt wie Eltern, die einen Regelschulplatz für ihr Kind wünschen. Ferner plädieren wir für einen ehrlichen Zeitplan bei der Realisierung von Inklusion. Eilige Maßnahmen, die Qualitätsanforderungen und Ressourcenfragen außer Acht lassen, sind nicht verantwortbar. Neben den öffentlichen Schulen setzen sich auch kirchliche und private Träger mit großem Engagement für die Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen ein. Gerade auch bei uns in Steglitz-Zehlendorf! Dr. Clemens Escher Berlin

SPD-Fraktion

Inklusion darf sich nicht nur auf die Schule beschränken sondern muss im Alltag erlebbar sein. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen im Rollstuhl Hürden frei Kirchen, Kneipen und Kinos besuchen können. Dies ist heute oft nicht möglich. Dabei profitieren auch Familien mit Kinderwagen und ältere

Menschen mit einem Rollator davon, wenn Gehwege abgesenkt und Zugänge verbessert werden. Damit niemand ausgeschlossen wird, müssen defekte Fahrstühle im öffentlichen Verkehr so schnell wie möglich repariert werden. Blinde Menschen sollen sich im Straßenverkehr sicher bewegen können. Deshalb sind Blindenampeln zu installieren und bei Beschädigungen schnell wieder gangbar zu machen. Auch dies dauert heute noch zu lange. Und: Am Bodenbelag muss erkennbar sein, wo es einen Übergang gibt. Menschen mit und Menschen ohne Behinderung sollen zusammen lernen, arbeiten und Spaß haben. Die SPD hat sich diese Forderungen, die auch die Behindertenverbände erheben, zu eigen gemacht und setzt sich aktiv dafür ein. Juliana Kölsch

tion begonnen, Selbstbestimmung als Recht für alle Menschen zu akzeptieren. Wir Bündnisgrünen wollen mit unserer Arbeit im Bezirk dazu weiter beitragen. Konkret finden wir zum Beispiel, dass Inklusion nur gelingen kann, wenn wir die Schulen, die LehrerInnen und die SchülerInnen nicht mit den Problemen allein lassen. Eine große Herausforderung, aber für uns ist sie das für alle Kinder im Bezirk wert. Carsten Berger

Foto: Gerhard Seybert / Fotolia

B‘90/Grünen-Fraktion Wenn wir über Inklusion sprechen, sprechen wir über Aufmerksamkeit und Respekt für Menschen mit Behinderungen. Wenn wir nicht aufmerksam sind, merken wir gar nicht, wo in unserem Bezirk überall Barrieren bestehen. Hürden, die Menschen von der Teilhabe abhalten. Ein hoher Bordstein, ein fehlender Aufzug bei der einzigen Fachärztin weit und breit, Betriebe, die für die Beschäftigung von behinderten Menschen nicht genügend Informationen und Unterstützung erhalten. Zur Schule gehen, auf die mein bester Freund geht? Arbeiten, wo ich will? Wohnen, mit wem ich will? So lange das nicht Alle für sich selbst bestimmen können, müssen wir sagen: Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert! Zum Glück haben wir mit der UN-Behindertenrechtskonven-

Alternative für

Deutschland

AfD-Fraktion

„Die Inklusionsfalle: Wie eine gut gemeinte Idee unser Bildungssystem ruiniert“ ist ein Beststeller. Der Autor nennt die Defizite der Inklusionsentwicklung: Unterfinanzierung, fehlenden Qualifikationen, Irrtümer und Grenzen des Konzepts Gemeinsames Lernen. Doch von vorne: Die Inklusionsprotagonisten behaupten, mit einer UN-Resolution sei dem differenzierten deutschen Schulwesen das Ende attestiert worden. Das gibt die UN-Konvention: „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ aber nicht her. Die Konvention enthält keinen Passus, mit dem die Beschulung in Förderschulen als Diskriminierung betrachtet würde. Im Gegenteil: „besondere Maßnahmen … zur Beschleunigung oder Herbeiführung der tatsächlichen Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen“ nicht als Diskriminierung gelten. In Artikel 7 (2) heißt es: „Bei allen Maßnahmen, die Kinder mit Behinderungen betreffen, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.“ Daher soll stets das Kindeswohl an erster Stelle stehen: „So viel hochqualitative Integration wie sinnvoll und möglich – anspruchsvoller getrennter Unterricht überall da, wo nötig!“ Peer Döhnert

FDP-Fraktion Steglitz-Zehlendorf hat ein enormes Potential: 300.000 Menschen, die da-

rauf drängen ihre Stärken zu nutzen und die Chancen, die das Leben bietet, zu ergreifen. Dafür setzen wir als FDP die Voraussetzung: Die Möglichkeit zur Teilnahme an allen Facetten des gesellschaftlichen Lebens. Deswegen bauen wir Barrieren ab – im Kopf und im Alltag. Im Alltag bedeutet das die Ermöglichung von Wahlfreiheit. Kindern muss die bestmögliche und individuelle Bildung und Förderung zuteilwerden. So wollen wir inklusive Angebote in Freizeit und Schulen so fördern, dass Kinder mit und ohne Handicap sie wahrnehmen können. Gleichzeitig erhalten und fördern wir erfolgreich arbeitende Förderschulen. Die herausragende Arbeit von Sportvereinen und Verbänden muss stärker eingebunden werden. Ein digitales Bürgeramt, barrierefreies Wohnen im Kiez und der Zugang zu Kultur runden das Bild ab. Wir Freien Demokraten definieren Barrierefreiheit aber weiter: Wir wenden uns gegen jede Art von Diskriminierung gegen Menschen mit Einschränkungen, insbesondere gegenüber Älteren. Deren Wissen und Erfahrungen sind für den Bezirk zu wertvoll, um sie nicht zu nutzen. Lars Rolle

Linksfraktion Barrieren im Alltag, im Verkehr, Arbeitsstätten, Schulen, Kitas und Behörden, erschweren oder verhindern Teilhabe. Inklusion ist ein Menschenrecht – sie kann nur gelingen, wenn Hürden sowohl in baulichen, rechtlichen und administrativen Bereichen als auch in unserer persönlichen Haltung überwunden werden. Das bedeutet für uns als Linksfraktion das Recht auf inklusive Bildung, Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu Mindestlohn, auf selbstbestimmtes Wohnen ebenso wie den Zugang zu Kultur, Freizeit und Sport. Das Wahlrecht für alle Menschen mit Behinderung ist für uns eine Frage der Menschenwürde! Für die BVV- und AGH-Wahlen 2021 wird dies durch R2G ermöglicht, im Bund bräuchte es dafür endlich einen Politikwechsel! Wir unterstützen die Erhöhung der Zahl von barrierefreien Wahllokalen im Bezirk. Im städtebaulichen Vertrag mit der Groth-Gruppe muss für das Areal in Lichterfelde Süd verbindlich ein fester Prozentsatz barrierefreier Wohnungen festgelegt werden. Für inklusive Sportvereine müssen ausreichend Hallenzeiten im Bezirk bereitgestellt werden. Wir brauchen überall Inklusion – denn sie nützt uns allen! Gerald Bader Weitere Informationen zur BVV und den Sitzungsterminen finden Sie unter www.berlin.de/ba-steglitzzehlendorf/politik-und-verwaltung/ bezirksverordnetenversammlung/


Gazette Steglitz  |  Oktober 2017  |  11

Wer will dabei sein? Mit der Welt zu Gast auf dem Walter-Benjamin-Platz Der Walter-Benjamin-Platz in Charlottenburg bereitet sich auf eine besondere, nicht-kommerzielle und eintrittsfreie Ausstellung zum Jahresende vor: 140 zwei Meter große United Buddy Bears werden nach sechs Jahren wieder in Berlin zu sehen sein und in der Weihnachtszeit für Toleranz, Völkerverständigung und ein friedliches Miteinander werben. Das völkerverbindende Projekt, das seit 2002 auf Welttournee ist, verbringt nach 30 Ausstellungen auf allen fünf Kontinenten mit über 40 Millionen Besuchern die

Vom 1. Dezember 2017 bis zum 4. Januar 2018 auf dem Charlottenburger Walter-Benjamin-Platz zu sehen: 140 United Buddy Bears.  Fotomontage Herlitz Buddy Bear Adventszeit und den Jahreswechsel in der Heimatstadt der Buddy Bären, realisiert durch die Unterstützung Vieler. Dr.  Klaus Herlitz, geistiger Buddy-Bär-Vater, erklärt dazu: „Wir

fänden es schön, wenn auf dem Walter-Benjamin-Platz zusätzliche Aktivitäten stattfinden würden. So kann ich mir vorstellen, dass das Rote Kreuz, ein Rotary Club oder ein Lions Club an dem

einen oder anderen Adventstag mit einem kleinen Stand präsent ist und beispielsweise selbstgebackene Kekse, hausgemachte Marmelade etc. für einen guten Zweck wie eine Kinderhilfsorganisation verkauft, oder dass Bläser weihnachtliche Musik spielen. Und, und, und …“ Interessenten, die mit guten Ideen und Eigeninitiative für den guten Zweck auf dem Platz dabei sein möchten, bitte zeitnah im Buddy-Bear-Büro melden unter Telefon 030 – 887 726 85 oder E-Mail schulz@buddy-bear.com.  Jacqueline Lorenz

Dreiklang – Ausstellung im Gutshaus Steglitz Aus Anlass des 45-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Bad Godesberg und dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf stellten Mitglieder des Vereins 2006 zum ersten Mal im Gutshaus Steglitz aus. Als eine Initiative von Kunstliebhabern, Künstlerinnen und Künstlern gegründet, besteht der Kunstverein Bad Godesberg inzwischen seit 17 Jahren. In diesem Jahr sind Ulrike Ankirchner, Janko Arzenšek und Hilmar Alexander Röner, die seit vielen Jahren dem Kunstverein angehö-

ren, zu Gast im Gutshaus Steglitz. Die Arbeiten von Ulrike Ankirchner bieten dem Betrachter eine plastische Landschaft, die er fantasievoll durchwandern kann. Durch das kreative Zusammenfügen von Fundstücken und Materialien werden einzelne Bruchstücke in einen neuen Kontext gestellt, ihre tiefgründigen Materialbilder lassen eine Vielzahl inhaltsreicher Assoziationen zu. Janko Arzenšek bezeichnete sich schon seit seiner Kindheit als passionierter Zeichner. Die Radierung

Bürgersprech­stunden Cerstin Richter-Kotowski, Bezirksbürgermeisterin: 4.10.2017: Rathaus Zehlendorf, Raum A 131, Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin (16-18 Uhr) Terminreservierung unter ☎ 90299-3200. Frank Mückisch, Bezirksstadtrat für Bildung, Kultur, Sport und Soziales: 12.10.2017: Maria-Rimkus-Haus, Gallwitzallee 53, 12249 Berlin. Die Sprechstunde findet jeweils in der Zeit von 14 bis 16 Uhr statt Carolina Böhm, Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit: 17.10.2017: Rathaus Steglitz, Schloßstraße 37, 12165 Berlin (16-18 Uhr). Terminreservierung

unter ☎ 90299-6001. Michael Karnetzki, Bezirksstadtrat für Ordnung, Verkehr und Bürgerdienste: 24.10.2017: Rathaus Zehlendorf, Raum E 312, Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin (15-17 Uhr). Terminreservierung unter ☎ 90299-2001. Maren Schellenberg, Bezirksstadträtin für Immobilien, Umwelt und Tiefbau: Im Oktober findet keine Bürgersprechstunde statt. Die nächste Sprechstunde findet am 1.11.2017 in der Zeit von 16 bis 18 im Rathaus Zehlendorf, Raum E 304, statt Terminreservierung unter ☎ 90299-7001.

gehört neben der Zeichnung zu den Schwerpunkten seines künstlerischen Schaffens. Hilmar Alexander Röner arbeitet am liebsten mit Acryl, Schlagmetall und Gold auf Leinwand. Sein Metallzyklus besteht aus Werken, die aus einer experimentellen Arbeit heraus entstanden sind. Die Ausstellung ist noch bis 22. Oktober 2017 im Gutshaus Steglitz in der Schloßstraße 48 zu sehen. Der Eintritt kostet 1,50 Euro. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 14 bis 19 Uhr.

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12  |  Gazette Steglitz  |  Oktober 2017

Haus- und Grundbesitzerverein von 1887 Berlin-Steglitz e. V. Seit 130 Jahren Fachberatung rund um die Immobilie Aufgrund dieses besonderen Anlasses kommen am 18. Oktober 2017 im Best Western Plus Hotel Steglitz International der Vorstand, Mitglieder sowie Gäste des an der Steglitzer Schloßstraße  41 gelegenen Traditionsvereins zusammen, um gebührend zu feiern. Erwartet werden dazu auch Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski und Dr. Carsten Brückner, Vorsitzender des Haus & Grund Berlin – Bund der Berliner Haus- und Grundbesitzervereine e. V.

schäftsführerin und Juristin Dr. Monika Jaschinski: „Oft können wir durch unsere Beratung deeskalierend einwirken, wenn die Fronten zwischen Vermieter und Mieter oder zwischen Wohnungseigentümern verhärtet sind. Wir ersparen ihnen so nicht selten den Gang zum Gericht und die damit verbundenen Kosten.“

Qualitätssiegel steigende Mitgliedszahl

Interessenvertretung seit 1887 Die Gründung des Haus- und Grundbesitzerverein von 1887 Berlin-Steglitz e. V. (HGV Berlin-Steglitz) geht auf die Zeit zwischen Gründung des Deutschen Reiches und Verabschiedung des fundamentalen Gesetzesbuches der letzten 120 Jahre des Bürgerlichen Gesetzbuches zurück. Mit seinen Veränderungen bildet es bis heute in Deutschland die Grundlage für unser Zusammenleben. Die Gründung von Vereinigungen unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen war Teil dieser geschichtlichen Entwicklung, in deren Rahmen auch Interessenvertretungen von Mietern und Vermietern entstanden. Als einer der in Berlin ältesten und größten Vereine dieser Art vertritt der HGV Berlin-Steglitz die Interessen von Haus- und Wohnungseigentümern, die als juristisch ungeübte Laien aller Altersgruppen professionelle Unterstützung benötigen, wenn es beispielsweise um das permanent sich wandelnde Mietrecht, um Baurecht oder Wohnungseigentumsrecht und um die manchmal schwer verständliche Steuererklärung geht. Aber auch für auftretende Fragen zum komplexen Wohnungseigentumsrecht, bei Betriebskostenabrechnung, Mieterhöhung und bei Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen haben die fachkundigen Berater ein

Vorstands- und Beratungsteam: Fachkundige rund um die Immobilie.  Foto: HGV offenes Ohr und die passende Antwort parat. Irrtümer, daraus resultierende finanzielle Verlusten und Streitigkeiten helfen sie zu vermeiden.

Immobilien-Beratung von A-Z „Wir haben über die Jahre ein umfangreiches Netzwerk an Sachverständigen aufgebaut, so dass wir inzwischen bundesweit unseren Mitgliedern mit gutem Rat zur Seite stehen können“, erklärt der Vereinsvorsitzende, Rechtsanwalt und Notar Axel Paul, der seit mehr als 32 Jahren dem Verein verbunden ist und für den Bezirk auch in der „Arbeitsgemeinschaft Schloßstraße“ aktiv war. Das fachkundige Vorstands- und Beratungsteam des HGV Berlin-Steglitz besteht aus Juristen, Rechtsanwälten und Fachanwälten des Bereichs Miet- und Wohnungseigentumsrecht sowie aus Steuerberatern, Hausverwaltern, Diplom-Ingenieuren, Architekten und Fachkräften aus den Bereichen Fernwärme, Öl- und Gasheizung und Sanitärinstallation. Stellvertretender HGV-Vorsitzender ist Hans-Joachim Beck, Vorsitzender Richter am Finanzgericht a.D., der diesen professionellen Mitarbeiterkreis verstärkt. Regelmäßige Steuersprechstun-

den und Vorträge halten die derzeit rund 1.400 Mitglieder auf dem Laufenden. An der Seite des ob seines Rufes in der Immobilienwelt überregional geschätzten Vereins stehen namhafte Kooperationspartner: Sie bieten Unterstützung bei der Bewertung von Immobilien, der Wahl einer Rechtsschutzversicherung und geben Bankempfehlungen für Kautionsanlagen. Im etwa dreimal pro Jahr erscheinenden Newsletter werden die Mitglieder darüber hinaus über neue Gesetze und Verordnungen informiert, die auch ihre Immobilie betreffen könnten. Das vom HGV Berlin-Steglitz herausgegebene Nachrichtenblatt „Steglitzer Hausbesitz“ bietet außerdem wertvolle Informationen. Angesichts der gebotenen Vereinsleistungen ist der jährliche Mitgliedsbeitrag da eher günstig bemessen – mit 65.- Euro für Besitzer von bis zu zwei Wohneinheiten und mit 105.- Euro für Mitglieder, die ab drei Wohneinheiten besitzen. Mitglied kann ebenfalls werden, wer Immobilien verwaltet. Eine weitere, aber besonders hervorzuhebende Leistung, die dem umfangreichen Beratungsangebot entspringt, nennt HGV-Ge-

Da wundert es kaum, dass die Mitglieder nicht nur aus dem Steglitzer Umkreis in den Ortsverein HGV Berlin-Steglitz finden, der dem Dachverband Haus & Grund Deutschland angehört. Sie kommen häufig auf Empfehlung, gerne werden aber auch die ererbten Mitgliedschaften behalten. Mit den Jahren hat sich die Art des Wohnungseigentums verändert. Damit hat sich auch die Zahl der Mitglieder vom einstigen Mehrfamilienhaus-Besitzer hin zum heutigen Eigentümer mit eher kleinerer, vermieteter Immobilie orientiert: Dennoch gibt es im HGV Berlin-Steglitz Mitgliedschaften, die schon seit 95 Jahren bestehen, von Großeltern und Eltern an die Kinder immer weitergegeben wurden. – Ein besseres Qualitätssiegel für den Verein kann es wohl kaum geben. Und so blickt man mit Ehrfurcht auf das über Kriege und unruhige Zeiten hinübergerettete beeindruckende Sitzungs- und Versammlungsprotokollbuch aus dem Jahr 1908, das als ältestes erhaltenes Vereinszeugnis handschriftlich und feinsäuberlich die einstigen Aufgaben des Haus- und Grundbesitzervereins von 1887 Berlin-Steglitz e. V. dokumentiert.



Jacqueline Lorenz

Haus- und Grundbesitzerverein von 1887 Berlin-Steglitz e. V. Schloßstraße 41 12165 Berlin Tel.: 030 – 792 19 69 E-Mail: info@hgv-berlin-steglitz.de www.hgv-berlin-steglitz.de


Gazette Steglitz  |  Oktober 2017  |  13

Tag des offenen Ateliers

Spielplatz Ahlener Weg wird umgebaut

Rost aus künstlerischer Sicht, ägyptischer Alltag und viele Impressionen Am 4. und 5. November haben Kunstfreunde aus Lichterfelde und Umgebung einen festen Termin: Hartmut Dalmus öffnet seine Atelierräume in der Osdorfer Straße 120 und zeigt in drei Räumen sein vielseitiges Werk. Im Raum 1 geht es um Rosteffekte und Patina in der künstlerischen Praxis. Gezeigt werden Bilder und Skulpturen mit Rost- und Patinaeffekt. Mit Rost assoziieren die meisten Menschen Verfall, Zersetzung, Zerstörung und mangelnde Qualität, zu denen Schrottplätze, Autofriedhöfe und Rostlauben gehören. Der traditionell negativ besetzte Begriff Rost erfuhr spätestens gegen Ende des 20. Jahrhunderts in der Alltagskultur einen Bedeutungswandel. Rost zog nicht nur in die Welt der Kunst und Architektur ein, auch rostende Alltagsgegenstände

Schau mir in die Augen, Kleines. Straußen-Impression.  Fotos: Hartmut Dalmus

Rosteffekt an einer Skulptur. galten plötzlich als schick. Im Raum 2 geht es um 3500 Jahre Ägypten. Die hier ausgestellten Ölbilder und Objekte spiegeln das tägliche Leben im Lande des

Nils wider. Im Raum 3 sind unter dem Motto „Impressionen“ Ölbilder von Landschaften, Tieren und vieles andere mehr zu sehen. Das Atelier von Hartmus Dalmus in der Osdorfer Straße 120 ist am 4. und 5.  November von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Bei Kaffee und Kuchen können Sie die Kunstwerke in Ruhe betrachten.

Auf dem öffentlichen Spielplatz Ahlener Weg, Ecke Lippstädter Straße haben die Abrissarbeiten begonnen. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich bis Mai 2018 dauern. Das Straßen- und Grünflächenamt, hier der Fachbereich Grünflächen, als Eigentümer der 3.435 m² großen Fläche hat die Bauleitung für die Umgestaltung des Spielplatzes, die unter dem Motto „Weltall“ steht. Schülerinnen und Schüler der Giesensdorfer Grundschule entwickelten mit Unterstützung des Kinder- und Jugendbüros (KiJuB) in der Planungsphase Ideen. So werden je zwei Sandspielbereiche für die jüngeren und älteren Kinder geschaffen. Für die Jugendlichen der benachbarten berufsbildenden Schule wird ein neu gestalteter Treffpunkt zum Verweilen einladen.

Aufruf zur Beteiligung am Landesprogramm: „Kitas bewegen für die gute Kita“ An der Umsetzungsphase IV im Landesprogramm „Kitas bewegen für die gute gesunde Kita“ nimmt der Bezirk Steglitz Zehlendorf auf Initiative der Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit, Frau Böhm, teil: Kita-Träger können sich mit ihren Kitas ab sofort bis zum 10.11.2017 für die Teilnahme an der vierten Umsetzungsphase des Programms, die von Januar 2018 bis Dezember 2019 verläuft, be-

werben. Das Landesprogramm mit ganzheitlichem Ansatz ist ein langfristig angelegtes Angebot für die Bildungs- und Gesundheitsförderung in den Berliner Kitas. Ziel ist es, die Chancen der frühkindlichen Bildung stetig zu verbessern und dabei gesundheitsfördernde Aspekte, wie z. B. eine gesunde Ernährung und ein gezieltes Maß an Bewegung, stärker in den Kita-Alltag und ins Bewusstsein der Kinder, Eltern, Erzieherinnen und

Erzieher zu rücken und Benachteiligungen von Kindern abzubauen. Einrichtungen, die sich am Landesprogramm „Kitas bewegen für die gute gesunde Kita“ beteiligen möchten, begeben sich für zwei Jahre in einen fachlichen, begleiteten Organisation- und Qualitätsentwicklungsprozess unter der Beteiligung der Eltern, Kinder und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Nach der zweijährigen, professionell begleiteten Umset-

zungsphase können die Kitas im Programm verbleiben, den Prozess der Qualitätsentwicklung selbstständig wiederholen und werden auch in dieser Phase fachlich begleitet. Das Landesprogramm kann als internes Evaluationsinstrument genutzt werden. Für interessierte Träger findet am 09.11.2017 um 14.00 Uhr in den Räumen des Eigenbetriebes, Mittelstr. 7, 12167 Berlin, eine Informationsveranstaltung statt.

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14  |  Gazette Steglitz  |  Oktober 2017

Dexter & Co mit Sattel und Uniform gut angekommen Reiterstaffel der Bundespolizei im neuen Stahnsdorfer Domizil Seit März diesen Jahres starten von Stahnsdorf aus die vier- und zweibeinigen Kollegen der Reiterstaffel der Bundespolizei zu ihren Einsätzen (die Gazette berichtete in der Mai-Ausgabe 2016 darüber). Für rund sieben Millionen Euro ist auf dem drei Hektar großen Gelände an der Alten Potsdamer Landstraße, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, ein Domizil entstanden, das nach kraftfordernden Einsätzen den notwendigen Ausgleich für Pferd und Reiter bietet. Unter hippologischen Aspekten erbaut, birgt die Anlage deutlich mehr Platz als das alte Areal an der Koenigsallee im Grunewald und ist mit seiner Nähe zur Autobahn 115 verkehrsgünstiger gelegen.

Zufriedene Pferdeaugen sprechen für sich. Auf drei Hektar Land sind Dienstgebäude und Stellplätze für den Fuhrpark, Stallungen, Reithalle, überdachte Führanlage und Longierzirkel sowie Schmiede und rund 8.000 Quadratmeter

Polizeihauptkommissar Stefan Adam und Dexter fühlen sich wohl auf der großzügigen Anlage in Stahnsdorf. Weidefläche entstanden und lassen manch vorbeitrabendes Privatpferd neidisch durch den hohen Zaum auf seine dem Volke dienenden Artgenossen blicken. Doch es ist nur recht und billig, dass zum Wohle der als „polizeitaktisch unverzichtbares Element“ geltenden Reiterstaffel die Qualitäten des Areals den Bedürfnissen ihrer Nutzer zeitgemäß angepasst worden sind. Bei Wind und Wetter sind sie als Teileinheit der Bundespolizeiinspektion Polizeiliche Sonderdienste stets einsatzbereit und als Zwei- oder Vierbeiner dabei trotz umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen, Visier und Gelenkschutz nicht davor gefeit, im Einsatz doch einmal Schaden zu nehmen. Den

Unruhen des vergangenen Hamburger G20-Gipfels konnten die Vierbeiner jedoch entkommen, da die zu diesem Zeitpunkt in Norddeutschland nachgewiesene Equine Infektiöse Anämie (EIA) ihren Einsatz verhindert hatte. Nun bereiten die Pferde und ihre Reiter sich in der neuen menschund tiergerechten Umgebung auf ihre Einsätze vor, die sie zum Flughafen Schönefeld ebenso führen wie auf Patrouillen entlang der Bahnanlagen, zum Bundespräsidialamt, zum Gästehaus der Bundesregierung nach Meseberg oder zu Einsätzen außerhalb Berlins, bei denen einerseits ihre deeskalierende Wirkung als Sympathieträger Pferd, andererseits aber auch ihre respekteinflößende Ausstrahlung gefragt ist. Landespolizeilich gibt es derzeit 12 Reiterstaffeln in Deutschland; nicht jedes Bundesland unterhält eine Staffel.

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Stellvertretender Leiter der Berliner Reiterstaffel ist der „berittene“ Polizeihauptkommissar Stefan Adam, der jahrelange Pferdeerfahrung mitbringt und als Pferdemensch genau weiß, was seinen vierbeinigen Kameraden guttut und zuzumuten ist. Dunkelfuchs Dexter, „der Abi und Studium hat“, wie Adam

zwinkernd bemerkt, lässt sich an einem warmen Vormittag im 40 Quadratmeter großen Paddock vor seiner Box die Sonne auf´s Fell brennen und schnaubt Adam freundlich entgegen. Seine 20 Artgenossen, alles Wallache, stehen währenddessen noch am Trog ihrer geräumigen 3,5 x 3,5  Meter-Box und kauen am Mittagsfutter. Sie lassen sich auch nicht mit guten Worten für ein Gruppenfoto aus der Kühle des Stalls nach draußen locken. Bester Quetschhafer, Kraftfutter, duftendes Heu, staubfreies Stroh und regelmäßig Saftfutter wie Möhren und Äpfel sowie Weidegang stehen ihnen zur Verfügung und sorgen dafür, dass die Tiere für anstrengende Einsätze genügend Energiereserven aufbauen können. Futtermeisterin Schmidt und die fünf Pfleger haben Futterkammer und Tiere genau im Blick. Polizeihauptkommissar Adam betont, dass bei dieser energiereichen Ernährung äußerst genau auf eine täglich ausreichende Bewegung der konditionierten Pferde geachtet wird, um sie einsatzfähig ausgeglichen und verlässlich unter dem Sattel halten zu können. – Ein absolutes Muss für das Bewegungstier Pferd, von dem etliche Privatreitpferde jedoch nur träumen können. In der Schmiede wird für den regelmäßigen Spezialbeschlag gesorgt, der die empfindlichen Hufe und Gelenke der Dienstpferde schonen hilft. Beim Umzug vom Grunewald bot der Transport des rund 550 Kilo schweren Amboss´ einen besonderen Kraftakt für das Umzugsunternehmen. Im Durchschnitt zwischen 10 und 15 Jahre Dienstzeit absolviert ein Staffelpferd, bevor es häufig von


Gazette Steglitz  |  Oktober 2017  |  15

Viel Platz für Stall, Halle und Hänger bietet die neue Anlage. seinem langjährigen Reiter in den privaten Ruhestand übernommen wird. Pro Tag und Tier fallen durchschnittlich etwa 15 Euro Gesamtkosten an.

Artgerechtes Quartier für vierbeinige Einsatzkräfte Im neuen, 30 Boxen umfassenden Stall, der mit viel atmendem Holz hoch und luftig gebaut ist, stehen beheizbare Sattelkammer, Waschbox und Pferdesolarium für eine schnellere Felltrocknung und zum Lockern der Muskulatur bereit – beide mit Tränke versehen. „Beim Bauen wurden diese beiden Räume mit den Boxen verwechselt und haben nun diesen zusätzlichen Luxus der Tränken erhalten“, lacht Adam. Praktische Ausbildung und Training der Pferde und ihrer Reiter – 37 Polizeivollzugsbeamtinnen und –Beamten – finden auf dem 40x80  Meter-Reitplatz und in der 20x60 Meter-Reithalle statt. Gelenkschonender Boden und eine intelligent ausgefeiltes Bewässerungssystem vom Rand aus sorgen für höchsten Reitkomfort und die Nutzung des Platzes bei nahezu jedem Wetter. – Beste Ausweichmöglichkeit bietet für die Wintermonate die mit Aussichtsgalerie versehene Halle, die

Guter Boden und viel Platz auf dem Reitplatz begünstigen ein konzentriertes Training.

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Tränke auf der Waschplatte – warum nicht? und Ausbilder offen lässt. Für beliebte Abwechslung bei Pferd und Reiter sorgt hier regelmäßig das Quadrille-Reiten, mit dem auch die Öffentlichkeit bei gegebenem

Anlass auf Veranstaltungen von der Reiterstaffel begeistert wird. Wie bei jedem Bau stehen auch auf der Stahnsdorfer Anlage noch kleine Nachbesserungen an, wie Stefan Adam erklärt: Die zum Reitplatz und Longierzirkel führenden Wege sind zu tief und sandreich angelegt, was Gelenke von Pferd und Reiter unnötig belastet und bei Wind einen mittleren Sandsturm verursacht. Doch Abhilfe wird bald geschaffen. Die Anlage wird 24 Stunden lang bewacht, Alarmanlage und hoher Zaun schützen die Dienstpferde vor ungebetenen Gästen. Und so können nicht nur die Stall-Bewohner des neuen Domizils ruhig schlafen, sondern auch Pferdefreunde, die die dienstleistenden Vierbeiner hier in artgerechter Versorgung und Unterbringung wissen. Indessen wartet das ehemalige BIM-verwaltete Domizil im Grunewald auf seine Nachnutzung. Derzeit wird überlegt, während der anstehenden Sanierung des Polizeiabschnittes 43 in Nikolassee die Polizeidirektion 4 aus der Alemannenstraße vorübergehend in die Büroräume des verwaisten Anlage an der Koenigsallee 75 zu verlegen.  Jacqueline Lorenz

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