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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

August 2017

Wilmersdorf Wilmersdorf · Schmargendorf · Grunewald · Halensee

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Starke Frauen in Schmargendorf Unterwegs mit Stadtführerin Jenny Schon

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Ferien in Berlin Mit dem neuen Super-Ferien-Pass 2017/18 kommt keine Langeweile auf Der neue Super-Ferien-Pass bietet hunderte von Ideen und Tipps für aufregende und abwechslungsreiche Ferien in Berlin. Insgesamt rund 370 Preisvorteile und Verlosungen aus den Bereichen Sport, Freizeit, Kultur und Sehenswürdigkeiten sind in dem Taschenbuch vereint. Mit dem Beginn der Sommerferien ist der neue Pass für die kommenden 100 Ferientage gültig. Denn er gilt nicht nur in den Sommerferien 2017, sondern in allen folgenden Ferien einschließlich der Osterferien 2018. Der Pass gilt für Berliner Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre. Um auf die unterschiedlichen Wünsche und Interessen von Kindern und Jugendlichen einzugehen, ist der Pass in einen Kinderteil bis elf Jahre und ei-

nen Jugendteil von 12 bis einschließlich 18 Jahren unterteilt. Komplettiert wird das Gesamtangebot durch altersunabhängige Preisvorteile im Mittelteil. Im Mittelteil befindet sich auch die Badekarte, die an allen Ferientagen kostenloses Baden in den Bädern der Berliner Bä-

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Auf der Webseite vom JugendKulturService können sich Interessierte einen genauen Überblick über die Preisvorteile und Verlosungen verschaffen. Dort werden Musterseiten in Form von PDF-Dateien zum Download angeboten. Seit dem 26. Juni gibt es den Super-Ferien-Pass in allen Berliner REWE-Märkten. Weitere Verkaufsstellen sind u. a. die Bäder der Berliner Bäder-Betriebe, viele Berliner Bürgerämter, Karstadt sports, das FEZ und ausgewählte Kinder- und Jugendtheater. Auch über den Online-Shop sowie direkt im Büro des JugendKulturService (Kreuzberg) ist der Pass erhältlich. Erstmals ist in diesem Jahr der „Berliner Sommerferienkalender“ online. Unter www.­ sommerferienkalender-berlin.de sind rund 120 Aktionen und Projekte weiterer Akteure der Kinderund Jugendarbeit aufgelistet.

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WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS

Gazette Wilmersdorf  |  August Gazette Wilmersdorf | 82017  |  3 2017 | 3

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf! Das Bezirksamt sucht nach Bürgerinnen und Bürgern, die zur Stärkung und Vernetzung nachbarschaftlicher Beziehungen beitragen, umweltfördernd arbeiten, einen generationsübergreifenden Ansatz verfolgen oder sich für die Förderung von Menschen mit Behinderungen engagieren. Vorschläge zu Kandidatinnen und KandidaReinhard Naumann ten können (mit Anschrift und Telefonnummer der Vorgeschlagenen) bis zum 7. August an das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Abteilung Soziales und Gesundheit, Soz 4370, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin oder per E-Mail an cw840437@ charlottenburg-wilmersdorf.de gesandt werden.

Die Preisverleihung findet am „Tag des Ehrenamtes“, 15. September 2017, ab 14.00 Uhr in der Fußgängerzone der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf statt.

Sommer in Charlottenburg Die im November 2016 begonnene Sanierung der Brunnenanlage im Schlossgarten Charlottenburg ist abgeschlossen. So konnte ich am 11. Juli gemeinsam mit dem Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, die Fontäne wieder in Betrieb nehmen und der Öffentlichkeit übergeben. Der 1967 – nach Versailler Vorbild errichtete – achteckige Springbrunnen war undicht geworden und die Betonsohle durch Frost- und Taupunktwechsel stark angegriffen. Die korrodierte Bewehrung der Stahlbetonkonstruktion lag frei, zudem hat-

ten sich die Fugen zwischen den einzelnen Stahlbetonplatten geöffnet. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf ca. 140.000 Euro. Zudem erfolgte in den vergangenen Wochen die Sommerbepflanzung der Kompartimente des seit 2001 wiederhergestellten französischen Parterres am Schloss mit mehr als 20.000 Blumen in 25 Arten und Sorten. Außerdem wurden ca. 500 Orangeriepflanzen aus ihrem Winterquartier in den Schlossgarten transportiert und aufgestellt.

FiV – Frau in Verantwortung gesucht Auch in diesem Jahr suchen wir wieder gemeinsam mit einer Jury die „Frau in Verantwortung“. Die Auszeichnung findet am 26. September, um 17.30  Uhr, im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin, statt. Gesucht wird eine Frau aus Charlottenburg-Wilmersdorf, die Führungsqualitäten besitzt, die Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt, sich für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern bei gleichwertiger Arbeit einsetzt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aktiv zum Beispiel durch familienfreundliche Arbeitsbedingungen fördert. Bewerbungen werden auch jetzt noch angenommen! Vorschläge sind im Umschlag, mit dem Kennwort „FiV-Wettbewerb 2017“ versehen, an das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Büro der Gleichstellungsbeauftragten, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin zu richten. Weitere Informationen im Internet unter www.fiv-cw.de.

Summer In The City Zum 7. Mal lädt die AG City vom 4. bis 20. August zum „Summer In The City“ auf dem Breitscheidplatz ein. Die Partner-Boulevards des Kurfürstendamms und weltbekannten Einkaufsstraßen laden mit landestypischen Spezialitäten sowie kulturellen und kulinarischen Angeboten zum Staunen und Verweilen ein. Ein Bummel auf der Oxford Street oder dem Times Square, ein Glas Wein im Café auf der Champs-Élysées, russische Pelmenie auf der Moskauer Ulitsa Petrovka, asiatische Düfte

auf Pekings Wangfujing Street, österreichische Schmankerl’n im Wiener Heurigenlokal, ein italienisches Eis auf der Römischen Piazza oder einfach nur Ku’damm-Flair – für jeden ist etwas dabei. Dazu wird es Live-Musik und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm geben.

Kiezspaziergang Der 188. Kiezspaziergang beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Bildhauer Georg Kolbe. Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz, u. a. für den wichtigen Bereich Kultur verantwortlich, freut sich auf Ihre zahlreiche Teilnahme. Treffpunkt ist am Samstag, dem 12. August, um 14 Uhr der U-Bahnhof Olympia-Stadion, Ausgang Rositter Platz, vor dem alten Bahnhofsgebäude von Alfred Grenander. Von dort geht es durch den Friedhof Heerstraße, wo Sie unter anderem das Grab von Georg Kolbe besuchen. Nach einem kleinen Rundgang durch den Georg-Kolbe-Hain b e - Archiv Georg Kolbe Museum schließen Sie den Spaziergang im Georg-Kolbe-Museum. Als Ausklang können Sie im Garten Kaffee und Kuchen genießen. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Alle Interessierten sind willkommen. Informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im Internet unter www. kiezspaziergaenge.de. Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter naumann@ charlottenburg-wilmersdorf.de. Ihr

Reinhard Naumann


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Starke Frauen in Schmargendorf von gestern und heute Taunusstr.

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Melli Beese: „Fliegen ist notwendig. Leben nicht.“ Vorbei an halb verfallenem Mausoleum und dem Grab von Max Pechstein führt der Weg an das Ehrengrab der ersten deutschen Fliegerin Melli Beese (1886 – 1925). Als erste deutsche Frau drang sie mit dem Erwerb des Pilotenscheins Nr. 115 im Jahr 1911 in die Männerdomäne Fliegen ein, stellte 1912 mit 825 Metern den Höhenweltrekord für Frauen auf und gründete im selben Jahr die Flugschule „Melli Beese GmbH“. Sie konstruierte, baute und flog Motorflugzeuge, bis sie sich am 21. Dezember 1925 erschoss. Amelie Hedwig Boutard-Beese wurde als Architekten-Tochter bei Dresden in wohlhabenden

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Als im Jahr 1354 der Ort Schmargendorf erstmals urkundlich erwähnt wurde, war die gesellschaftliche Stellung der Frau noch deutlich unter der des Mannes angesiedelt. Auch noch Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Einwohnerzahl des bäuerlichen Ortsteils bereits auf 12.000 angestiegen war und zusehends als Berliner Erholungsvorort mit Grunewald und Bahnanschluss an Bedeutung gewann, hatten Frauen kaum eigene Rechte. Doch starke Frauen, die für ihre Ziele kämpfen, gibt es zu jeder Zeit. Einigen von ihnen, die nicht nur in Schmargendorf unvergessen blieben, setzt eine starke Frau unserer Tage ein symbolisches Denkmal: die Schriftstellerin, Philosophin

Melli Beese in wärmender Fluguniform. Foto: Bundesarchiv und Stadtführerin Jenny Schon gibt ebenso spannende wie lehrreiche vor-Ort-Einblicke in das Leben starker Frauen in Schmar-

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gendorf mit ihrer kunst- und kulturorientierten Führung, die sie an der um 1350 erbauten Dorfkirche Schmargendorf auf dem Friedhof Schmargendorf beginnen lässt.

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Gazette Wilmersdorf  |  August 2017  |  5 Verhältnissen geboren. Da Frauen zu dieser Zeit in Deutschland noch das Studium verwehrt wurde, studierte sie im weltoffenen Schweden von 1906 bis 1909 Bildhauerei, interessierte sich aber bereits früh für Fluggeschichte, Mechanik und die Brüder Wright. Nach Deutschland zurückgekehrt und nach einer Odyssee durch die ausbildenden Fluggesellschaften erhielt Melli Beese schließlich Flugstunden auf dem Flugplatz von Johannisthal. Sie wurden von der Männerwelt boykottiert, an ihrer Maschine, der Rumpler-Taube- wurde manipuliert, sie durfte nur bei absoluter Windstille fliegen – aber dennoch oder gerade deshalb wurde sie die erste Motorfliegerin Deutschlands mit Pilotenschein. Bei der Gründung ihrer Flugschule unterstützte sie ihr Teilhaber und späterer Ehemann, der Konstrukteur Charles Boutard. Sie, die Bildhauerin, entwarf, konstruierte und schuf nun einen neuen Flugzeugtyp, die „Beese-Taube“. Durch die Heirat französische Staatsbürgerin geworden, wurde ihr der Ausbruch des 1. Weltkrieges zum Verhängnis: Ihre Flugschule wurde geschlossen, die Produktion eingestellt, Melli verhaftet. Die Ehe ging in die Brüche. Nach dem Krieg ging sie nach Berlin, um ihre Pilotenlizenz zu erneuern. Nach einer Bruchlandung, bei der sie unverletzt blieb, das Flugzeug aber vollständig zerstört wurde, wählte die selbstbewusste, aber von Depressionen gequälte Frau im selben Jahr den Freitod. Nach dieser beeindruckenden Lebensgeschichte geht es weiter durch die Misdroyer Straße, in deren Nummer 1 Rainer Maria Rilke ein halbes Jahr wohnte. Es geht vorbei an ehemaligen, nach 1900

Jenny Schon am Rilke-Brunnen. erbauten Ackerbauernhäusern mit Gärtchen an der Rückseite. Sie entstanden, nachdem die dort liegenden Felder zur Bebauung freigegeben worden waren: Um einen Dorfanger, der als sozialer Treffpunkt diente, standen die Wohnhäuser und das (bis heute) weinumrankte Pfarrhaus, auch einen Teich besaßen die Schmargendorfer damals. Nur wenige Remisen, die heute gerne von Künstlern in Schmargendorf genutzt werden, erinnern noch an diese Zeit. Für die mit der Bahn angereisten Sommerfrischler, die den dicht am Grunewald liegenden Ort Schmargendorf eroberten, dienten die Remisen als Übernachtungsstätten und brachten den bescheiden lebenden Bauern ein deutliches „Zubrot“; für die Bauersfrauen bedeutete das jedoch noch mehr Arbeit. Die Straßennamen dieser Gegend, die die Namen von Ostseeorten tragen, sollten den Besuchern – psychologisch geschickt – das Gefühl eines unbeschwerten Feriendaseins an frischer Seeluft vermitteln.

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Von Fräulein Blankenhorn, Lou Anreas-Salomé und der Gerechten unter den Völker In der Heiligendammer Straße 10 fällt ein gelbes Bürgerhaus aus damaliger Zeit ins Auge. Doch eine Erinnerungstafel sucht man vergebens.

Das ehemalige Haus der Marie Blankenhorn. Das fortschrittliche Fräulein Marie Blankenhorn, Lehrerin, mietete das Haus Raum für Raum, mit dem Ziel, von hier aus das erste Mädchen-Lyzeum zu gründen. In den Räumen ihrer privaten Höhere-Töchterschule unterrichtete sie die erste Mädchengeneration, die sie in ihren Elternhäusern zuvor aufgesucht und für ihre Idee

begeistert hatte. Erschienen anfangs von den 12 angemeldeten Mädchen nur vier zum Unterricht, änderte sich das bald. Mit bereits 150 Schülerinnen wurde das 1911 auf Beschluss der Schmargendorfer Gemeinde erbaute Goethe-Lyzeum Schmargendorf für Mädchen 1913 eingeweiht, in dem heute die Carl-Orff-Grundschule ihren Sitz hat. So brachte Marie Blankenhorn als starke Frau ein gutes Stück voran, was in der Weimarer Republik seine Fortsetzung fand: die Möglichkeit, dass Mädchen ungehindert Abitur machen und ein Studium absolvieren können. Die Heiligendammer Straße in Richtung Wilder Eber geht es weiter, vorbei an der ehemaligen „Villa Lichtblick“, die als erste Auffangstelle geschlagener Frauen in Erinnerung geblieben ist und heute eine Yogaschule beherbergt. Vorbei am Platz des Wilden Eber, um den sich zahlreiche Geschichten ranken und in dessen Umkreis einst Ausflugslokale wie das Forsthaus Schmargendorf die Sommerfrischler erwarteten, führt Jenny Schon über die Warnemünder Straße. Auf deren Mittelstreifen erinnern noch letzte Nadelbäume daran, dass bis hierher einmal der Grunewald reichte. Zurück geht es über Selchowstraße und Hundekehlestraße. In der Nummer 11 wohnte Rainer Maria Rilke, wie eine Tafel be-

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Lilly Wust (1913-2006), Bundesverdienstkreuzträgerin und Felice Schragenheim, deren Liebesgeschichte Erica Fischers Buch „Aimée und Jaguar“ und der daraus resultierende Film, der 1999 auf der Berlinale vorgestellt wurde, erzählen: Von der Hausfrau Lilly, die ihren Mann und vier Kinder verlässt, als sie sich 1942 in die Jüdin Felice verliebt, die mit ihr zusammenzieht und sie mit drei weiteren Jüdinnen vor der Gestapo versteckt. Felice wird dennoch verschleppt und im KZ ermordet.

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Lou wird – wie ihr späterer Lehrer Sigmund Freud sagt – „Rilkes Muse und sorgsame Mutter“, die mit ihm kurze Zeit auch in der Schmargendorfer Hundekehlestraße 11 lebt. Auf der Erinnerungstafel am Haus aber fehlt ihr Name. Jenny Schon lässt diese besonderen Frauen auf der Führung auferstehen und ergänzt ihre Gruppe wenig später in der Reichenhaller Straße mit Blick auf die Friedrichshaller Straße um zwei weitere starke Frauen, die in Schmargendorf Station machten:

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sagt. Im Hof versteckt sich der Rilke-Brunnen unter Efeu. Mit ihm lebte hier die sich selbstverwirklichende, starke Lou Andreas-Salomé (1861-1937), Schriftstellerin und Psychoanalytikerin, deren schillerndes Leben hier nur angedeutet werden kann: Studium der Archäologie, Religion und Geschichte, Kontakte zu Frauenrechtlerin von Meysenbug, Freundschaft zu Paul Rée und Friedrich Nietzsche, eine unerfüllte Ehe mit Friedrich Carl Andreas, Kontakte zum Berliner Künstlerkreis.

Künstler Ulrich Stoppel und seine starken Frauen. Fotos: Lorenz/Archiv

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Künstlerin Sabine Gaudszun.

1981 erhielt Lilly Wust das Bundesverdienstkreuz am Bande und wurde 1999 als Gerechte unter den Völkern geehrt. Die tragische Geschichte dieser Frauen vor Augen geht es über den Kolberger Platz zur Breite Straße und dem Ausgangspunkt der Führung zurück. Ein lohnender Zwischenstopp im Atelier der Künstlerin Sabine Gaudszun in der Breite Straße 20 zeigt eine starke Frau von heute mit ihrer beeindruckenden Objekt- und Collagenkunst auf einem der schönsten noch bestehenden Höfe Schmargendorfs, die Geschichten zu erzählen wissen. Weitere „starke Frauen“ aus seiner Sicht präsentiert Künstler Ulrich Stoppel schräg gegenüber in der Breite Straße 40 in seiner Galerie und schließt damit ihren Kreis. Mehr zum Thema: Die nächste Schmargendorf-Führung mit Jenny Schon startet am 16. August 2017 um 14 Uhr. Anmeldung unter Telefon 030 – 892 13 38. Weitere Themen-Führungen mit Jenny Schon unter www.­ jennyschon.de.  Jacqueline Lorenz

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Gazette Charlottenburg & Wilmersdorf

Gazette Wilmersdorf  |  August 2017  |  7

Starkregen, Klimawandel und Stadtentwicklung Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Der U-Bahnhof Spichernstraße gesperrt, Keller vollgelaufen, Ausnahmezustand bei der Feuerwehr: Der Starkregen und mögliche Auswirkungen des Klimawandels sind auch Thema der Fraktionen in der BVV. Berlin

SPD-Fraktion

Die Regenflut am 29./30.6. haben wir glimpflich überstanden. Solche Starkregenereignisse sind bisher glücklicherweise noch selten, werden aber durch die Klimaveränderung zunehmen. Eine Klimaveränderung, die wir verlangsamen können, indem wir u. a fossile Energieträger durch erneuerbare Energien ersetzen. Das allein genügt aber nicht. Wir brauchen zusätzlich ein Umdenken in fast allen Bereichen unserer Lebensgestaltung. Denn die immer deutlicher werdende Klimaveränderung verlangt von uns eine neue Einstellung gegenüber unserer Umwelt und damit auch neue Strategien und Techniken in der Gestaltung des urbanen Raumes. Bodenversiegelung und die damit verbundenen Infragestellung der Traufhöhe, Brauchwassersysteme, Mobilität, Luftreinheit und Infrastruktur sind Stichworte, die nach neuen Lösungen verlangen. Die SPD hat auch hier schon Antworten. Michael Müller hat als Senator für Stadtentwicklung mit Hilfe einer Stabstelle weltweit zukunftsweisende Stadtentwicklung studieren und auf Umsetzbarkeit in Berlin überprüfen lassen. Das hier entstandene Netzwerk, zuletzt in der Konferenz zur Entwicklung der Städte (HABITAT III der UN) vertieft, kann auch für unseren Bezirk verwertbare Impulse geben. Wolfgang Tillinger

CDU-Fraktion Außergewöhnliche Wetterereignisse wie extremer Starkregen treten bei uns in den letzten Jahren immer häufiger auf, das letzte Mal erst am 29. Juni; hier traf es gerade unseren Bezirk besonders hart. Ein Zusammenhang mit dem Klimawandel ist kaum von der Hand zu weisen. Daher müssen, neben den Bemühungen zur Eindämmung der Klimaveränderungen auf nationaler und internationaler Ebene, dringend Vorkehrungen getroffen werden, um die Auswirkungen solcher Ereignisse zu mildern. Schäden las-

sen sich beispielsweise durch Sickerflächen eindämmen, die das Wasser aufnehmen. Alle möglichen Maßnahmen müssen vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt gedacht werden. Insbesondere die Schaffung von zusätzlichen Sickerflächen durch Entsiegelung bzw. der Erhalt von Freiflächen dürfen nicht im Widerspruch zur dringend notwendigen Schaffung von Wohnraum durch Neubau stehen. Das Bezirksamt sollte daher im Rahmen der Bauberatungen darauf hinwirken, dass Erhalt und Schaffung von Sickerflächen bei Bauvorhaben in unserem Bezirk nach Möglichkeit mit umgesetzt werden, z.B. durch entsprechende Innenhofgestaltung oder durch Dachbegrünung. Für den Erhalt bestehender Grünflächen setzt sich die CDU-Fraktion konsequent ein. Christoph Brzezinski

B‘90/Grünen-Fraktion Gewitter und Starkregen haben in den letzten Wochen auch in unserem Bezirk große Schäden angerichtet: der Bundesplatz und der Prager Platz standen unter Wasser, Keller wurden geflutet, einem Haus drohte Einsturzgefahr. Extreme Wetterphänomene haben in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Man denke nur an die vielen „Jahrhunderthochwasser“ oder neuen Hitzerekorde. Forschungen des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung belegen, dass Extremwetterlagen durch den vom Menschen verursachten Klimawandel begünstigt werden, da dieser zu einer Veränderung der Luftströmungen über Europa beträgt. Nur eine drastische Reduktion des Ausstoßes an Treibhausgasen kann den Klimawandel bremsen. Auf Bezirksebene können wir unseren Beitrag dazu z. B. durch die Förderung von ÖPNV, Radverkehr und E-Mobilität leisten. Wir müssen uns aber auch an die Folgen des Klimawandels anpassen. Starkregen braucht Versickerungsflächen und eine ausreichend dimensionierte Kanalisation, um abfließen zu können. Grünflächen sind nicht nur wichtige Versickerungsflächen im Fall von Starkregen, sondern verhindern auch ein übermäßiges Aufheizen der Stadt an heißen Sommertagen. Parwin Kouloubandi

FDP-Fraktion Pünktlich zum Sommeranfang erlebte Berlin Starkregenfälle. Ein Verkehrschaos entstand, U-Bahnhöfe und Keller liefen voll. Kann die Kommunalpolitik dem entgegenwirken? Überflutungsschwerpunkte müssen erfasst werden, die erworbenen Kenntnisse in die Umsetzung von Maßnahmen, die der Regenwasserrückhaltung dienen, einfließen. Der Bezirk hat grüne Oasen. Der Grunewald und die Stadtparks müssen gepflegt werden und ihre Aufgabe als Regenwasserspeicher wahrnehmen. Die Versiegelung, ein Hauptrisikofaktor für Überflutungen, muss bestmöglich reduziert werden. Der Flächenverbrauch kann durch Nutzung ausbaufähiger Dachgeschosse zu Wohnzwecken verringert werden. Der Baubestand im Bezirk verlangt kreative Lösungen. Entsiegelung von Innenhöfen, Speicherung von Regenwasser sind hier hilfreich. Die natürliche Gestaltung von Höfen trägt zum besseren Wassermanagement bei. Haus- und Grundbesitzer sind dazu zu ermutigen. Dachflächen bieten große Potentiale. Das Land Berlin bleibt in der Pflicht, es geht um Infrastruktur. Die Schaffung von Wasser-Rückhaltebauwerken bewahrt vor Schäden. Wenn für die wachsende Stadt Neubaugebiete erschlossen werden, so müssen Regenwasserspeicher aktiviert werden. So werden wir Schäden am Eigentum vorbeugen. Stephanie Fest Alternative für

Deutschland

AfD-Fraktion

Starkregen, Klimawandel und Stadtentwicklung. Superthema! Toll, dass die Grünen das vorschlagen. Kann man mal wieder sehen: Wir wären darauf gar nicht gekommen. Sehr gerne greifen wir den K*olleg*en*inn*en unter die im Kampf für die Umwelt bereits gestählten Arme. Starkregen: Die Heinrich-Böll-Stiftung erforscht, ob nicht doch Rechte, Nationalisten, Populisten, schlimmstenfalls die AfD für Starkregen verantwortlich sind. Man kennt diese Rechten ja: Ein feiner Nieselregen und schwupps! machen die daraus einen Wolkenbruch, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufweicht und grup-

penbezogener Menschenfeindlichkeit die Schleusentore öffnet. Klimawandel: Auch hier heißt es: Wehret den Anfängen! Die Klimaskeptiker dürfen nicht länger ihr Unwesen treiben und frei herumlaufen. Ein Klimaleugnerfestsetzungsgesetz muss her. Herr Maas an die Arbeit! Stadtentwicklung: Mittelfristig Planung von Wasserstraßen für pedalbetriebene Boote, und Gondeln. Städtepartnerschaft mit Venedig, Schulung von Neubürgern zu Gondolieri-Fachkräften. Verleihzentren für multikulti-bunte Gummistiefel aus klimaneutraler Produktion, alle Farben außer braun. Sofortmaßnahme: Auslagerung des Fraktionsbüros der Grünen auf den hochwassergeschützten Teufelsberg. Michael Seyfert

Linksfraktion Berlin, 29.06.2017 – „Jahrhundertregen“. Was die Nachrichten verbreiten, haben viele Bürger*innen hautnah miterlebt: Überschwemmte Straßen und Gehwege, vollgelaufene Keller, entwurzelte Bäume und der zeitweilige Zusammenbruch des öffentlichen Lebens. Die Bilanz: Schadenssumme ca. 60 Mio. Euro und auch Tage nach dem Starkregenereignis müssen noch entstandene Schäden beseitigt werden. Man könnte dieses Ereignis als „kann ja mal vorkommen“ abtun, aber dem ist mit Nichten so. Denn es ist hinlänglich erwiesen, dass sich die Erdatmosphäre aufheizt und dadurch immer mehr Feuchtigkeit in selbige gelangt. Das Ergebnis: Unwetterereignisse, wie Stürme und Starkregen, werden häufiger und heftiger. Deshalb müssen wir alle JETZT handeln: Regenversickerungsflächen in urbanen Ballungsräumen müssen unversiegelt bleiben, Kaltluftschneisen (unbebaute Flächen) müssen konsequent bis in den Innenstadtbereich geschaffen, Dach- und Fassadenbegrünung sowie Erneuerbare Energien weiter forciert werden. Ein Umdenken in unserem Mobilitätsverhalten (mehr Wege zu Fuß, Rad, ÖPNV) und Konsumverhalten (nachhaltiger, bewusster, regionaler) muss einsetzen und das weltweit – denn wir alle haben nur eine Erde, nämlich diese, auf der wir leben. Sebastian Dieke

In jedem Kiez und auf allen Ebenen für Sie vor Ort!

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SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung

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Störche feiern Jubiläum Berliner SV 1892 blickt auf eine lange Geschichte zurück Am 8. Juli knallten im Sportstadion Wilmersdorf die Korken und ein Feuerwerk leuchtete hoch im Schmargendorfer Himmel: Der Grund war die Jubiläumsfeier des Berliner Sport-Vereins 1892, der auf 125  Jahre Sportgeschichte zurückblicken kann.

Fußball auf dem Tempelhofer Feld Es fing alles ganz klein an – als im Sommer 1892 Schüler des Askanischen Gymnasiums und des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums den Wunsch hatten, auf dem Tempelhofer Feld Fußball zu spielen. Hierfür benötigten sie eine polizeiliche Erlaubnis, die ihrem neu gegründeten Berliner Thor- und Fußballclub Britannia 1892 erteilt wurde. „Thorball“ war hierbei die deutsche Bezeichnung für Cricket. Ein Sport, der in Deutschland allerdings immer eine Randsportart blieb. Nachdem ein Jahr später auf Initiative

Der Berliner SV ist seit 1908 im Stadion Wilmersdorf zu Hause. weiterer Gymnasiasten der Verein Brandenburg gegründet wurde, fanden Wettkämpfe zwischen den beiden Vereinen statt. Doch Brandenburg hatte nur wenige

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Mitglieder und so schlossen sich beide Vereine unter dem Namen Britannia zusammen. Mit der Gründung der Abteilung für Leichtathletik im Jahr 1895 wurde

das Sportangebot erweitert. Im Fußball stellten sich große sportliche Erfolge ein: Bei der ersten Berliner Fußballmeisterschaft in der Saison 1897/98 trug Britannia

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Gazette Wilmersdorf  |  August 2017  |  9 den Siegerpokal nach Hause! Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs entschieden sich die Mitglieder für den Namen Berliner SV, der Name der antiken Region Britannien musste auf Befehl „von ganz oben“ aufgegeben werden, nachdem deutsche und englische Soldaten gegeneinander kämpften.

Störche bei der Fußballmeisterschaft Nach mehreren Wechseln der Spielstätte kam der Verein im Jahr 1908 in sein heutiges Domizil – das Stadion Wilmersdorf, das genau genommen in Schmargendorf liegt. Aufgrund der Mannschaftskleidung, zu der auch rote Strümpfe gehören, bekamen die Spieler bald den Beinamen „Störche“. Diese spielten Anfang des 20. Jahrhunderts äußerst erfolgreich. Sie kamen immerhin mehrmals in die Endrunde der Deutschen Fußballmeisterschaft. An das verlorene Viertelfinale im Jahr 1903 erinnert bis heute ein „Grabstein“ im Stadion. Seit den 1970er-Jahren ist der Profifußball Geschichte. Dennoch spielt der Fußball nach wie vor eine große Rolle im BSV.

Vielseitiges Angebot Da Fußball anfangs ein reiner Männersport und auch Leichtathletik für Damen „nicht schicklich“ war, standen die dazugehörigen Damen als Zuschauerinnen daneben. Eine Rolle, die nicht jeder gefiel. So entstand 1901 die Tennisabteilung. Anfangs spotteten die anderen Sportler über den vornehmen weißen Sport. Spätestens, als die Damenmannschaft im Jahr 1941 Berliner Meister wurden, waren die Spötter still. Heute bietet der Verein eine vielseitige Palette, vom Fußball über Freizeitsport, Tennis, Leichtathletik, Schwimmen, Judo und vieles andere mehr. Die über 3000 Mitglieder sind in 20 Abteilungen aktiv, damit ist der BSV der größte Mehrspartenverein in Charlottenburg-Wilmersdorf. Während der Jubiläumsfeier am 8. Juli hatten die Besucher tagsüber die Möglichkeit, in verschiedene Sportarten hineinzuschnuppern. Als zusätzliches Geburtstagsgeschenk verließ die Fußballmannschaft des BSV beim Freundschaftsspiel gegen die Amateure von Herta BSC den Platz als Sieger.

Regional Sozialpädagogischer Dienst eingeschränkt erreichbar Seit 1. Juli wird im Regionalen Sozialpädagogischen Dienst erstmalig ein berlineinheitliches digitales Fachverfahren eingeführt. Die erforderlichen Schulungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Übertragung vorhandener Datensätze in das neue System sind mit einem erheblichen zusätzlichen Zeitaufwand verbunden. Daher ist der Regionale Sozialpädagogische

Dienst vom 4. bis 15. September 2017 geschlossen. Wenn Sie sich um ein Kind sorgen, wenden Sie sich bitte in dieser Schließzeit zwischen 8 und 18 Uhr an das Bezirkliche Kinderschutz-Krisentelefon unter der Tel.- Nr.: 9029 15555. Außerhalb dieser Zeiten und Rund-um-dieUhr ist die Hotline Kinderschutz unter der Tel.- Nr.: 610066 erreichbar.

Öffnungszeiten der Bibliotheken während der Sommerferien Für folgende Bibliotheken gelten während der Sommerferien bis zum 1. September gesonderte Öffnungszeiten: Die Stadtteilbibliothek Halemweg im Stadtteilzentrum am Halemweg 18, 13627 Berlin, hat dienstags und freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Die Eberhard-Alexander-Burgh-Bibliothek in der Rüdesheimer Straße 14, 14197 Berlin, hat mon-

tags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Die übrigen Bibliotheken des Bezirks sind zu den üblichen Zeiten geöffnet. Die Vorlesetermine während der Sommerferien können ggf. vor Ort erfragt werden. Weitere Informationen unter www.stadtbibliothek.charlottenburg-wilmersorf. de oder Tel. 030 / 9029-12205, -15907

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Kombinations­zahn­ersatz Auf vorhanden Zähnen wird ein verankerter Teil mit herausnehmbarem Zahn­ersatz kombiniert Zahn­ersatz sitzt entweder fest im Mund oder kann herausgenommen werden. Doch neben Brücken, Implantaten oder mit Klammern befestigte Prothesen gibt es eine hochwertige weitere Lösung: der Kombinations­zahn­ ersatz. Hier wird ein fest – auf vorhandenen Zähnen – verankerter Teil mit herausnehmbarem Zahn­ersatz kombiniert. Zahnärzte empfehlen Kombinations­zahn­ersatz, wenn größere Lücken im Gebiss vorhanden sind, die mit Hilfe einer Brücke nicht mehr zu schließen sind. Die Patienten können dann zwischen Lösungen wie Teleskop-Kronen, Geschiebe- oder Stegprothesen wählen.

Teleskop- oder Doppelkronen-Prothese Bei der Teleskop- oder Doppelkronen-Prothese wird der Zahn­ ersatz an einem oder mehreren Pfeilern befestigt. Der Pfeiler kann ein natürlicher Zahn oder ein Implantat sein. Je nach Größe des Zahn­ersatzes können auch mehrere Pfeiler nötig sein. Die Pfeiler – ob auf einem präparierten Zahn oder einem Implantat befestigt – funktionieren wie die Noppen der Legosteine. Dieser Noppen wird von Fachleuten als Kronenkäppchen oder Innenteleskop bezeichnet. Der Zahntechniker fertigt beim herausnehmbaren Zahn­ersatz dazu exakte Gegenstücke. Diese Außenteleskope verbinden den Zahn­ersatz mit

starren Metallstäbe verbinden die Pfeiler miteinander und „verblocken“ diese. Auch Druckknöpfe, Kugelköpfe, Magnete oder Riegel kommen zum Einsatz. Manchmal werden zusätzlich federnde Elemente eingearbeitet, damit die Pfeilerzähne beim Einsetzen und Herausnehmen des Zahn­ersatzes nicht belastet werden.

Für die Patienten bedeutet das:

Neben Brücken, Implantaten oder mit Klammern befestigte Prothesen gibt es eine hochwertige weitere Lösung: der Kombinations­zahn­ersatz.  Foto: proDente

Das Märchen vom Nulltarif Zahn­ersatz zum Nulltarif: Immer häufiger stolpern Patienten über Werbung mit derartigem Inhalt. Mit Hilfe des Einkaufs von billigem Zahn­ersatz aus China soll das Portemonnaie des Patienten nicht belastet werden. Doch kann das funktionieren? Was erwartet die Patienten wirklich? Klare Frage, klare Antwort: Die absolute Aussage des Begriffs „Zahn­ersatz zum Nulltarif“ ist falsch. Nur Regelleistungen werden für Patienten kostenlos angeboten. Was heißt das? Die Regelleistung ist in Deutschland durch den Gesetzgeber definiert. Sie ist eine medizinisch sinnvolle und zweckmäßige Basisversorgung. Wünscht aber der Patient beispielsweise statt einer herausnehmbaren Prothese mit Klammerverankerung einen festsitzenden Zahn­ersatz oder hat er Interesse beim Zahn­ersatz möglichst viel von seinen natürlichen Zähnen zu erhalten, sind das höherwertige Leistungen. Im Klartext: Schon der Wunsch nach einer kleinen ästhetischen Verbesserung in Bezug auf Materialauswahl und Behandlung ist auch bei den vermeintlichen Schnäppchenanbietern kostenpflichtig.

dem Kiefer wie bei einem Legostein. Der feste Sitz wird durch die Reibungshaftung – auch Friktion genannt – befördert. Der Kombinations­zahn­ersatz sitzt nicht nur fest, er sieht auch gut aus. Die abnehmbaren Teile lassen sich zudem gut reinigen und reparieren. Falls nötig kann der

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Zahn­ersatz auch erweitert werden. Darunter liegende mögliche Entzündungen können schneller entdeckt und behandelt werden. Diedrichs: „Selbst bei Patienten, die nur noch wenige eigene Zähne besitzen, können diese Verbindungselemente sehr gut eingesetzt werden“. Derart gefertigter Kombinations­ zahn­ersatz kann manchmal etwas dicker als der natürlichen Zahn erscheinen. Einige Patienten stören sich auch daran, dass bei einigen Lösungen der Gaumen teilweise bedeckt ist.

Noch mehr Halt: Stege, Druckknopfanker und Riegel Zähne sind beim Kauen hohen Zug-, Druck- und Schubkräften ausgesetzt. Auch Zahn­ e rsatz muss solche Kräfte aushalten. Besitzen Patienten nur noch wenige eigene Zähne können Stege den Zahn­ersatz stabilisieren. Die

• Die vorhandenen Zähne werden präpariert und präzise abgeformt. • Der Zahnarzt führt funktionsanalytische Messungen durch, die dem Zahntechniker präzise Werte über den Kiefer und das Gebiss liefern, so dass der Zahn­ ersatz funktionsoptimiert hergestellt wird. • Außerdem wird die genaue Zahnfarbe des Patienten bestimmt, damit der fertige Zahn­ ersatz auch farblich zu den vorhandenen Zähnen passt. • Die im zahntechnischen Labor angefertigten Gerüste werden in der Zahnarztpraxis anprobiert. Dort erfolgt die Überabformung über Gerüst und festsitzendem Zahn­ersatz. • Hat der Zahntechniker den Kombinations­z ahn­e rsatz im zahntechnischen Labor fertig gestellt, kann der Zahnarzt die Arbeit in den Mund des Patienten eingliedern. Der fertige Kombinations­zahn­ ersatz kann eventuell eine Zeitlang „ausprobiert“ werden. In der Zeit wird er kontrolliert und möglicherweise weiter angepasst, bevor die Kronen oder Teleskope fest verankert werden und die Teilprothese endgültig eingebracht wird. Wichtig ist außerdem, dass Patienten zunächst unter Anleitung des Zahnarztes lernen, den Zahn­ ersatz selbständig zu lösen. Denn: Zu fest sitzen darf er nämlich nicht. Auch die Nachsorge ist ein wichtiges Thema: Der eingegliederte Kombinations­zahn­ersatz und das angrenzende Gewebe sollten regelmäßig kontrolliert werden.


AKTIV IM ALTER

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Angehörige brauchen Urlaub von der Pflege Pflegekassen bieten finanzielle Unterstützung für alternative Betreuung In Deutschland ist gerade Hochsaison – viele Menschen verreisen in diesen Wochen in den Urlaub. Doch wer zu Hause eine zu pflegende Person betreut, kann nicht ohne weiteres in die Ferien fahren. Mehr als zwei Millionen Menschen werden laut Statistischem Bundesamt in Deutschland zu Hause gepflegt, das sind 73 Prozent aller Pflegebedürftigen. „Für die Angehörigen, die in den meisten Fällen die Pflege ganz oder zumindest teilweise übernehmen, bedeutet dies einen enormeren zeitlichen und körperlichen Aufwand. Deshalb ist es umso wichtiger, auch mal aus dem häuslichen Umfeld raus zu kommen und abschalten zu können“, sagt Michael Gärtner vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Damit dies möglich ist, gibt es von den Pflegekassen finanzielle Unterstützung für die Versorgung und Betreuung der pflegebedürf-



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tigen Person. Zum einen besteht der Anspruch auf die sogenannte Verhinderungspflege, bei der jemand anderes – ein Nachbar, ein Freund oder der ambulante Pflegedienst – die Pflege übernimmt. Hier zahlt die Pflegekasse für bis zu sechs Wochen pro Kalenderjahr maximal 1.612 Euro, wenn der Pflegebedürftige mindestens Pflegegrad zwei erreicht hat. „Vorteil dieser Variante ist, dass

die zu pflegende Person in ihren gewohnten vier Wänden bleiben kann. Dadurch ist auch die Akzeptanz bei den Pflegebedürftigen häufig höher“, erklärt Gärtner. Anders verhält es sich, wenn Angehörige die zu pflegende Person im Rahmen der Kurzzeitpflege in einem Pflegeheim unterbringen möchten. „Hier ist oft im Vorfeld viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Viele Pflegebedürftige haben

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erstmal Vorbehalte gegenüber den stationären Einrichtungen und hegen die Befürchtung, abgeschoben zu werden“, sagt Gärtner. Dass so ein zeitlich befristeter Aufenthalt aber auch Freude und Erholung bringen kann, stellen viele fest, wenn sie eine angenehme Zeit in einem Heim verbracht haben. „Bingo-Nachmittage, nette Gespräche beim Kaffeetrinken oder Spaziergänge mit dem Rollstuhl oder Rollator auf dem Heimgelände – je nach körperlicher Einschränkung haben die Pflegebedürftigen die Möglichkeit, einmal rauszukommen und Abwechslung zu finden“, sagt Gärtner. Die Kurzzeitpflege wird von der Pflegekasse mit maximal 1.612 Euro ab Pflegegrad zwei, für bis zu acht Wochen pro Kalenderjahr, bezahlt. Wichtig: Zur Prüfung der Ansprüche sollte der Antrag auf Kostenübernahme vorher bei der Kasse gestellt werden.


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AKTIV IM ALTER

Senioren-WG – gemeinsam statt einsam

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Eigene vier Wände und doch nicht allein

Sabine, Hannelore, Christian und Oliver teilen sich eine Wohnung. Jede/r hat sein eigenes Reich. Küche, Bad und Wohnzimmer sind Gemeinschaftsräume. Doch abends muss niemand allein sitzen und so kommen angeregte Gespräche zustande. Was früher vor allem bei Studenten beliebt war, ist längst bei den Senioren angekommen. Die Gründe sind

vielfältig – mal ist die Wohnung, die früher gemeinsam mit der Familie bewohnt wurde, viel zu groß. Die Miete wird nach der Verrentung zu teuer und es liegt nahe, sich Mitbewohner zu suchen. Auch der angespannte Wohnungsmarkt ist ein wichtiger Grund, denn insbesondere in den gefragten Bezirken ist Wohnraum sehr knapp.

Beliebt und knapp So verbuchen Wohngemeinschaften einen großen Zulauf. Bieten sie doch eine gesunde Mischung als privatem Rückzugsraum, gemeinschaftlichem Leben und vor allem ein hohes Maß an Selbstbestimmung. Doch die steigende Nachfrage nach Senioren-Wohngemeinschaften führt

dazu, dass die Plätze immer knapper werden. Die Alternative ist, selbst über die Gründung einer WG nachzudenken, die von einer Privatperson oder einer gleichgesinnten Gemeinschaft relativ einfach zu bewerkstelligen ist.

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AKTIV IM ALTER sollte eine längere Vorlaufzeit einkalkulieren, denn für das Gelingen so einer WG ist es besser, im Vorfeld viele Aspekte zu klären. Zum Beispiel die Frage, welche Mietform gewählt wird, ob es einen Hauptmieter gibt oder jeder Mieter einen Einzelvertrag mit dem Vermieter abschließt. Was soll passieren, wenn einer der Bewohner pflegebedürftig wird? Um Streitigkeiten zu vermeiden, sollten alle Rechte und Pflichten der künftigen Bewohner schriftlich festgehalten werden, von der Kühlschrankaufteilung bis zu der Frage, wer wann den Müll rausträgt. So können mögliche Konflikte im Vorfeld entschärft werden.

Verkehrsgünstig wohnen Potentielle WG-Bewohner findet man meistens im weiteren Bekanntenkreis oder über Kleinanzeigen. Der Barrierefreiheit kommt bei der Auswahl der Räume eine hohe Bedeutung zu, denn bei abnehmender Mobilität muss dennoch alles problemlos erreichbar sein. Auch die Lage der Immobilie spielt eine wichtige Rolle, die Entfernung zu Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten sollte nicht zu weit – und auch ohne Auto erreichbar sein.

Zuschüsse sind möglich Die Kosten der WG variieren je nach Ausstattung, Größe und Lage. Zumeist ist das Leben in der WG preisgünstiger als in der eigenen Wohnung. Das Wohnen in einer Senioren-WG kann durch staatliche Gelder gefördert werden. Vor der Gründung lohnt es sich also, sich darüber zu informieren, welche Zuschüsse der künftigen WG zustehen. Über Vor- und Nachteile einer

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Senioren-WG informiert zum Beispiel die Internetseite www.­ wohnportal-plus.de.

Wohngemeinschaft mit Pflege Eine andere Wohnform ist die Pflegewohngemeinschaft. Aufgrund des hohen Aufwands wird sie jedoch überwiegend von Trägern angeboten. Sie spricht Menschen mit Pflegebedarf an, die je nach Vereinbarung ambulant oder ständig betreut werden. Viele Angehörige wählen diesen Weg für ihre pflegebedürftigen Verwandten, weil die Individualität gewahrt wird, trotzdem jedoch eine Betreuung gewährleistet ist, die man zu Hause möglicherweise nicht erbringen kann. Die Mitarbeiter der Träger sind in der Regel im medizinisch-pflegerischen Bereich ausgebildet. Außerdem ist der Pflegebedürftige auch hier in eine Gemeinschaft mit gemeinsamen Unternehmungen eingebunden, was gegen die Langeweile hilft und Einsamkeit erspart. Auch für Menschen mit Demenz werden spezielle Wohngemeinschaften angeboten, in denen Fachkräfte die Bewohner betreuen und anleiten. Den Menschen kann hier Orientierung und Aufmerksamkeit gegeben werden, da die Mitarbeiter mit Desorientierung und Verwirrung Erfahrung haben und die Signale frühzeitig erkennen. Auch wenn es nicht immer konfliktfrei abläuft, haben es Hannelore, Sabine, Christian und Oliver nicht bereut, sich für die Wohnfom Senioren-WG entschieden zu haben. Das gemeinsame abendliche Spielen ist genauso möglich wie das Zurückziehen mit einem guten Buch und das wollen die vier noch lange gemeinsam genießen.

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Gazette Wilmersdorf ·  August Nr. 8/2017 ·  37. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Wilmersdorf, Charlottenburg, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau. Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Badensche Str. 44 · 10715 Berlin ☎ (030) 844 933-0 · www.gazette-berlin.de Redaktion Karl-Heinz Christ ·  redaktion@gazette-berlin.de Anzeigen Daniel Gottschalk  ☎ (030) 323 38 54 ·  anzeigen@gazette-berlin.de Druck Druckhaus Humburg · 28325 Bremen Nächste Ausgabe September Nr. 9/2017 Anzeigen-/Redaktionsschluss 21.08.2017 Erscheinung 07.09.2017

Die Sanierung der Brunnenanlage Der 1967 – nach Versailler Vorbild errichtete – achteckige Springbrunnen war undicht geworden und die Betonsohle durch Frostund Taupunktwechsel stark an-

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gegriffen. Die korrodierte Bewehrung der Stahlbetonkonstruktion lag frei, zudem hatten sich die Fugen zwischen den einzelnen Stahlbetonplatten geöffnet. Um die Konstruktion zu erhalten und dennoch die notwendige Dichtigkeit der Anlage zu erreichen, wurden auf die vorhandene Konstruktion zwei Schichten Gussasphalt mit eingelegten Abdichtungsbahnen aufgebracht. Dieses System zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass es fugenfrei verbaut wird und die nachhaltige Abdichtung gewährleisten kann. Darüber hinaus gleicht es dank seiner Flexibilität die thermischen Spannungen aus, die die Ursache für das entstandene Schadensbild waren. Ferner wurden der marode Pumpensumpf und die umlaufende Natursteinabdeckung saniert. Zahlreiche

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Im November 2016 begann die Sanierung der Brunnenanlage im Schlossgarten Charlottenburg. Nach Abschluss der Arbeiten haben der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, und Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann die Fontäne am 11. Juli wieder in Betrieb genommen. Zudem erfolgte in den vergangenen Wochen die Sommerbepflanzung der Kompartimente des seit 2001 wiederhergestellten französischen Parterres am Schloss.


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Blöcke mussten ergänzt und die Oberflächen gereinigt werden. Erneuert wurde hier auch der Fugenverguss. Die Fontäne erhielt eine neue Pumpentechnik sowie eine neue Fontänendüse. Die Sanierung hat etwa 140.000 Euro gekostet.

Sommerbepflanzung im Parterre Der Schlossgarten Charlottenburg zeigt sich wieder in sommerlicher Pracht. Von der Ringel- über die Studenten- bis hin zur Wunderblume wurden in den vergangenen Wochen mehr als 20.000 Blumen in 25 Arten und Sorten gepflanzt. Da weder Pflanzenlisten oder Pflanzpläne für die Rabatten in Charlottenburg überliefert sind, wurden für die Bepflanzung Bücher aus der Zeit um 1700 sowie die Pflanzensammlung des Hortus Eystet-

tensis (Garten von Eichstätt) als Quellen herangezogen. Außerdem wurden ca. 500 Orangeriepflanzen (z. B. Granatapfel, Olive, Lorbeer und Bleiwurz) aus ihrem Winterquartier in den Schlossgarten transportiert und aufgestellt. Eine ganz besondere Wertschätzung verdient hier die Pomeranze (auch Bitterorange genannt) im Orangengarten, die seit etwa 500 Jahren in Europa kultiviert wird und zu den bedeutendsten Orangeriepflanzen des Barock zählt.

Zur Geschichte des Charlottenburger Schlossgartens Die Kurfürstin und spätere erste Preußenkönigin Sophie Charlotte (1668-1705) ließ den Charlottenburger Schlossgarten ab 1695 von Siméon Godeau (1632-nach 1716), einem Schüler des be-

rühmten Versailler Hofgärtners André Le Nôtre (1613-1700), anlegen. Diese kunstvoll im französischen Stil inszenierte Anlage wurde um 1790 unter Beibehaltung des barocken Achsensystems zu einem Landschaftsgarten nach englischem Vorbild umgestaltet, der bis heute in weiten Teilen

erhalten ist. Nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde der Barockgarten am Schloss rekonstruiert und der malerische Landschaftsgarten restauriert. So sind heute bei einem Spaziergang durch den Charlottenburger Schlossgarten 300 Jahre Gartenkunst zu erleben.


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„Minis“ mit großer Wirkung United Buddy Bears auf dem Wittenbergplatz Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, freute sich über die Einladung der beiden Initiatoren Eva Herlitz und Dr. Klaus Herlitz. Gemeinsam eröffneten sie am 4. Juli die Ausstellung der „Minis“ im Beisein vieler internationaler Künstlerinnen und Künstler auf dem Wittenbergplatz. Die „Minis“ gelten als Botschafter für Toleranz und friedliches Miteinander und sorgen weltweit für Begeisterung. „Die Buddy Bären sind DIE Berliner Marke. Es gibt wohl kaum Regionen dieser Welt, in denen man sie nicht kennt, die wohl sympathischsten Repräsentanten unserer Stadt. Besonders schön und erwähnenswert ist, dass es sich hierbei um ein nicht kommerzielles Projekt handelt. Es lebt durch Menschen, die konsequent für ihre politische und soziale Überzeugung stehen. Auch wir im Bezirk sind von den Buddy Bä-

ren und ihrer Strahlkraft zutiefst überzeugt, denn seit mittlerweile sieben Jahren verleihen wir gemeinsam mit der Buddy Bear Berlin GmbH und unseren Kooperationspartnern den bezirklichen Umweltpreis, den Green Buddy Award. Auch in dieser Funktion ist er ein Botschafter, hier steht er für Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Er hat eben ein gutes Image“, so Angelika Schöttler. Mittlerweile waren die „Minis“ nicht nur in Berlin und deutschlandweit zu sehen, sondern haben mit ihrer Botschaft von Toleranz und friedlichem Miteinander auch Städte wie Calais, Bratislava, Boras und Kazan besucht. Seit 2002 ist die Ausstellung der zwei Meter großen United Buddy Bears auf Welttournee. Bis zu 140 künstlerisch gestaltete Bären stehen bei diesen Ausstellungen Hand in Hand. Sie gelten weltweit als Sinnbild für Vielfalt in der Einheit, für Völkerverständigung und

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Von links: Eva Herlitz, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Dr. Klaus Herlitz. Foto: Wirtschaftsförderung Toleranz. Jeder Bär repräsentiert ein von den Vereinten Nationen anerkanntes Land und wurde individuell von einem/r Künstler des jeweiligen Landes gestaltet. So ist ein einzigartiges Gesamtkunstwerk entstanden, an dem sich weltweit bereits Millionen von Menschen erfreuten.

Noch bis 14. August 2017 werden die einen Meter großen United Buddy Bears – The Minis auf dem Berliner Wittenbergplatz zu sehen sein. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Der Ausstellungsfläche entsprechend können leider nicht alle 114 Bären auf dem Wittenbergplatz ihr Land vertreten.

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Gazette Wilmersdorf Nr. 8/2017  
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August-Ausgabe der Gazette Wilmersdorf für Wilmersdorf, Schmargendorf, Grunewald und Halensee

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