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März 2017

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Gazette Zehlendorf  |  März 2017  |  3

Liebe Leserinnen und Leser, in der vergangenen Ausgabe habe ich für die Kulturinteressierten unter Ihnen auf verschiedene Ausstellungen in Steglitz-Zehlendorf hingewiesen. Heute richtet sich mein Augenmerk auf Tipps für die Älteren: So bieten z. B. zwei unserer bezirklichen Freizeitstätten einen Computer-

Cerstin Richter-Kotowski kurs „Grundlagen“ für Menschen ab 50 Jahre. Am 13. März beginnt der Nachmittagskurs im Club Steglitz, Selerweg 18 – 22, 12169 Berlin, jeweils von 15.45 bis 17.15 Uhr, Anmeldung unter der Telefonnummer: (030) 39501418. Und immer mittwochs ab 15.  März, von 16.00 bis 17.30 Uhr, können Interessierte im Hans-Rosenthal-Haus, Bolchener Straße  5, 14167 Berlin, Anmeldung unter der Telefonnummer: (030) 8119196, den Umgang mit dem Computer erlernen, z. B. das Erstellen von Briefen, der Umgang mit dem Internet und mit E-Mails, die Benutzung verschiedener Bedieneroberflächen und vieles andere mehr. Beide Kurse beinhalten 10 Doppelstunden à 90 Minuten und kosten 59 Euro pro Person. Und dann möchte ich Sie an die Wahl der Seniorenvertretung Steglitz-Zehlendorf erinnern, bereits im Januar haben ja alle Bürgerinnen und Bürger, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, eine Wahlbenachrichtigung erhalten. In der Woche vom 27. bis 31. März findet die Wahl der Vorschlagsliste für die Berufung der Seniorenvertretung statt. Die Seniorenvertretung nimmt die Interessen älterer Menschen war und verstärkt deren ge-

sellschaftliche Teilhabe und die Einbindung und Mitwirkung in allen Lebensbereichen. Deshalb meine persönliche Bitte an Sie: machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch, gehen Sie wählen! Erstmals gibt es dabei auch die Möglichkeit der Briefwahl. Zudem gibt es für alle Bezirke eine zentrale Wahlhotline unter der Telefonnummer: (030) 90229-990. Wer sich von den Kandidaten ein persönliches Bild machen möchte, der hat im März noch an zwei Terminen dazu die Möglichkeit: am 10. März von 10.00 bis 15.00 Uhr im Rathaus Steglitz an der Schloßstraße 37 und am 13. März von 13.00 bis 18.00 Uhr im Rathaus Zehlendorf an der Kirchstraße 1/3. Im Folgenden nun eine Übersicht der Wahltermine (jeweils in der Zeit von 10.00 bis 15.00 Uhr): 27.03.2017, Rathaus Zehlendorf, Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin 28.03.2017, Vitanas, Königstraße 25-27, 14109 Berlin 29.03.2017, Hans-­Rosenthal-Haus, Bolchener Straße 5, 14167 Berlin 30.03.2017, Maria-Rimkus-Haus, Gallwitzallee 53, 12249 Berlin 31.03.2017, Rathaus Steglitz, Schloßstraße 37, 12163 Berlin Ich würde mich über eine hohe Wahlbeteiligung freuen, damit auch zukünftig die Interessen älterer Menschen im Bezirk adäquat Berücksichtigung finden. Und auf eine große Teilnehmerinnenzahl hofft auch die bezirkliche Frauenbeauftragte am 8. März, dem Internationalen Frauentag. Sie veranstaltet an diesem Tag die traditionelle Fraueninformationsbörse im Bürgersaal des Rathauses Zehlendorf, Eingang Teltower Damm 18, 14163 Berlin. Hier stellen in der Zeit von 16.00 bis 19.00 Uhr, rund 40 Projekte, Vereine und Organisationen ihre Angebote für Frauen vor und ein musikalisches Bühnenprogramm sorgt für gute Unterhaltung. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Wie wär´s, schauen Sie doch einfach mal vorbei und nutzen Sie die Gelegenheit zu einem persönlichen Informationsgespräch und Gedankenaustausch mit den Mitarbeiterinnen verschiedenster Institutionen.

Natürlich haben Sie in diesem Monat auch wieder die Möglichkeit mit mir persönlich zu sprechen, um Fragen, Lob oder Kritik an der Bezirksverwaltung anzubringen. Meine nächste Bürgersprechstunde ist am 7. März 2017, von 15.00 bis 17.00 Uhr, im Rathaus Zehlendorf, Raum A  131, Kirchstraße  1/3, 14163  Berlin. Um den Ablauf der Bürgersprechstunde planen zu können und um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, möchte ich Sie aber bitten, sich vorher in meinem Sekretariat unter der Angabe des Themas telefonisch anzumelden: (030) 90299-3200. Selbstverständlich stehen Ihnen auch meine Bezirksamtskolleginnen und -kollegen mit Rat und Tat in einer Bürgersprechstunde zur Verfügung. Deren Termine können Sie entweder im Internet unter www.berlin.de/ ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/bezirksamt/buergersprechstunden/ einsehen oder telefonisch in unserer Pressestelle erfragen: (030) 90299-3204/-3244. Im Übrigen wird die traditionelle Informationsbroschüre „Steglitz-Zehlendorf – ein Wegweiser durch den Bezirk 2017“ Ende des Monats erscheinen, auf die viele von Ihnen schon gewartet und nachgefragt haben. Sie wird wieder kostenlos u. a. in den Bürgerämtern in der Steglitzer Schloßstraße 37, der Zehlendorfer Kirchstraße 1/3 und der Lankwitzer Gallwitzallee 87 oder in den Bibliotheken des Bezirks zur Abholung für Interessierte bereit liegen. Aufgrund der überaus positiven Resonanz ist auch jedem Heft – wie in den vergangenen Jahren – ein Bezirksplan beigelegt. Den genauen Erscheinungstermin werden wir wie immer als Pressemitteilung und im Internet unter www.steglitz-zehlendorf.de bekanntgeben – oder Sie fragen auch hierzu in der Pressestelle unter den Telefonnummern: (030) 90299-3204/-3244 nach. Ihre

Cerstin Richter-Kotowski Bezirksbürgermeisterin


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Villen auf den Wannseedünen Villa Guthmann, Kolonie Wannsee und Literarisches Colloquium „Am Südostufer des Sees zieht sich wie eine Dünenreihe ein natürlicher Quai entlang, der alle Vorzüge, die bei solcher Anlage in Betracht kommen können, zu vereinigen scheint. Ein trockener Untergrund, in Front der See, im Rücken der Wald, der zu gleicher Zeit von rechts und links her das nur noch von hier geöffntete Becken des Sees umspannt. Die Kahlheit der Düne selbst wird rasch verschwinden, und die dürftigen gegenüber gelegenen Westufer werden allmählich ihre Charakter verändern und eine bessere Fernsicht gewähren.“ Diese Beschreibung von Theodor Fontane war im Dezember 1861 in der Neuen Preußischen Zeitung zu lesen. Dass eines Tages hier auch das renommierte Literarische Colloquium residieren würde, konnte der Dichter, Journalist und Apotheker nicht voraussehen. Für den Unternehmer und leidenschaftlichen Segelsportler Wilhelm Con-

In der Villa Guthmann ist heute das Literarische Colloquium zu Hause. rad jedoch war diese Erkenntnis nicht neu. Er kaufte in diesen Jahren das deutlich zugänglichere

Südufer am Großen und Kleinen Wannsee und begründete unter maßgeblicher Beteiligung des

Preußischen Hofgärtners Gustav Meyer eine der berühmtesten Villenkolonien im Deutschen Reich.

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Gazette Zehlendorf  |  März 2017  |  5 Mit der Entwicklung des benachbarten, gut 20 Meter hohen Dünenhangs am Ostufer hingegen tat sich Prinz Friedrich Karl, Königlich Preußischer Immobilienentwickler, schwer. 1874 begann auch er, sehr opulente Wassergrundstücke zu parzellieren und mit dem Verkauf seine maue Kasse aufzufüllen. Er profitierte von dem Haltepunkt der Berlin-Potsdamer-Eisenbahn, den Conrad im selben Jahr durchsetzten konnte. Auch der als Ausflugslokal beliebte Kaiserpavillon lockte die Sommerfrischler an den See. Die betuchteren Berliner ließen sich von hier aus zu ihren neuen Refugien an Havel und Wannsee mit der Droschke weiter chauffieren. Anders als in der Kolonie Alsen von Wilhelm Conrad aber verzichtete Friedrich Karl auf die Erstellung eines Bebauungsplans. Blieb doch das programmatische Muster stets das Gleiche: die Villa für die großbürgerliche Familie an höchster Stelle des Steilhangs über dem Ufer – der Hang als landschaftlicher Park mit zentraler Blickachse auf den Wannsee, begleitet von Pavillons, Boots-

Das Haus wurde von dem Bauunternehmer Robert Guthmann für seine tuberkulosekranke Frau Marie erbaut. Fotos: Wolfgang Bittner (LDA), Denkmalschutzbehörde und Gewächshäusern – und eine breit angelegte Vorfahrt mit begleitenden Gärtner-, Pförtnerund Personalunterkünften hinter hohen Einfriedungen zu der 1885 nach dem verstorbenen Prinzen benannten Straße, seit 1933 Am Sandwerder. Robert Guthmann war ein sehr erfolgreicher Bauunternehmer und gründete 1883 in Rüdersdorf eine Portlandzementfabrik für die Herstellung von Fertigmörteln. Auch war er später Eigentümer

der Berliner Sandsteinwerke in der Nähe von Königs Wusterhausen, der seinerzeit weltweit größten Kalksandsteinfabrik. Mit dem Erwerb des heutigen Grundstückes Am Sandwerder 5 entschied sich Guthmann 1883, für seine an Tuberkulose leidende Gattin den Standort eines ehemaligen Seglertreffs in ein repräsentatives Familiendomizil zu verwandeln. Er beauftragte die eigene Firma mit dem Bau einer Villa ganz nach dem Geschmack

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der vornehmen Bürgerhäuser in Kurfürstendamm-Nähe. Mutmaßlich waren schon für den ersten Bauabschnitt von 1884-1885 die Architekten Heinrich Joseph Kayser und Karl von Groszheim Paten des Entwurfes, Inhaber eines sehr renommierten Ateliers für Architektur und Kunstindustrie in Berlin, mit Zweigstelle in Düsseldorf. Als das Haus 13 Jahre später noch herrschaftlicher nach Süden erweitert wurde, in dem hier ein Anbau mit Innenhof,

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Am Sandwerder stehen viele sehenswerte Villen. eine Gartenhalle und ein Pavillon entstanden, zur Straße hin dazu ein Wirtschaftsgebäude errichtet wurde, zeigten Kayser und von Groszheim in dem Arrangement von Naturstein- und Mauerziegelfassaden deutlich ihre stilistische Bezugnahme zu dem Haus des Architekten Hans Grisebach in der Charlottenburger Fasanenstraße. „An der Straßenseite tritt der braunrote Backsteinbau mit hellen Sandsteinappliktationen an Sockel, Gesimsen und Fenstergewänden, in grauem Schiefer gedeckten Berliner Dach und

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gestuftem Segmentbogengiebeln eher zurückhaltend in Erscheinung. Das Giebelmotiv des links vorspringenden Risalits wird rechts kleiner wiederholt und betont so gemeinsam mit dem darunterliegenden, von einer Sandsteinmuschel bekrönten Obergeschossfenster und dem im Erdgeschoss vorspringenden Säulenbaldachin den Hauseingang. Die hoch über dem Wannsee gelegene Gartenfront mit Turm, prächtigem Giebelrisalit und dreiachsiger Arkadenhalle ist anhand von Eckbossierungen und differenziert gearbeiteten

Sandsteindekorationen wesentlich reicher ausgebildet. Einzigartig in seiner Gestaltung ist der quadratische Turm mit einer Aussichtsterrasse, über der sich eine luftige polygonale Säulenloggia erhebt. Hier wurden zwei Motive – das für die Architekten typische polygonale Turmgeschoss mit Glockendach und Laterne sowie das in Potsdam übliche offene Turmgeschoss – formvollendet vereinigt (Denkmaltopographie Wannsee, Landesdenkmalamt Berlin 2013, S.127).“ Auch im Inneren hat sich von der Pracht dieser Jahre einiges erhalten. Es war vor allem die in der Villa Linderung von ihren Leiden findende Marie Guthmann, die sich mit der Schmückung des Hauses, insbesondere ihres liebsten Aufenthaltortes, der Seeveranda beschäftigte. Sie zeichnete florale Arabesken und Rapporte, die ihre Künstlerinnenfreundin Marie Luise Schlieder in Wandfliesen und Schablonenmalerei umsetzte und die noch heute in der Veranda sowie im Eingangsfoyer zu sehen sind. Man traf sich bei Guthmanns mit prominenten Nachbarn, den von Oppenheims,

Wessels, Otzens und Gutschows und pflegte das gesellschaftliche Leben des Berliner Großbürgertums. Bei ihnen verkehrten Bänker, Industrielle und Künstler wie Anton von Werner, Hans Thoma oder Louis Tuaillon. Als 1898 die Villenkolonien Alsen und Wannsee mit Stolpe zu einer Landgemeinde zusammengeschlossen wurden, ließ sich Robert Guthmann zum Gemeindevorsteher wählen. Nicht zuletzt, um der weiteren Ansiedlung von Ausflugsgaststätten entgegenzuwirken. Seit 1963 wird die Villa Am Sandwerder 5 durch das Literarische Colloquium Berlin genutzt. Drei Jahre zuvor kam sie über eine zwischenzeitliche Hotelnutzung für US-Alliierte in das Eigentum des Landes. In den letzten zwei Jahren wurde das Innere und Äußere der ehemaligen Villa im Auftrag des Berliner Immobilienmanagements, unter Leitung des Ingenieurbüros Leidel denkmalgerecht saniert. Redaktion/Text: Dr. Jörg Rüter Fotos: Wolfgang Bittner (LDA), Denkmalschutzbehörde Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Landesdenkmalamts Berlin, Denkmalschutzbehörde Steglitz-Zehlendorf.

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Gazette Zehlendorf  |  März 2017  |  7

Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf Für einen lebenswerten Südwesten Liebe Leserinnen, liebe Leser, anlässlich des Neujahrsempfangs am 12. Januar 2017 im Gutshaus Steglitz konnten wir Sponsoren und allen anderen Unterstützern Dank für ihre bisherige Hilfsbereitschaft zugunsten unserer Projekte übermitteln. Bisherige Vorhaben waren und sind u. a. der „Behindertensport“ „Musik kennt keine Grenzen“ sowie der „Bücherbus“. Vom Kinderchor „Die Kolibris“ der Musikschule Leo-Borchard wurde unter der Leitung ihrer Dozentinnen das Abendprogramm wohltuend umrahmt. Deren Darbietungen haben m. E. unter unseren zu

Mit einem Scheck unterstützt die Commerzbank erneut die Arbeit der Bürgerstiftung. Foto: R. Breidenbach Spenden bereiten Gästen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Am 21. Januar 2017 konnten wir einen

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Ein Bücherbus… ist ein Muss! Fröhliche Einweihung mit der Bibliotheks-Crew. Foto: Reinhard M. W. Hanke

besonderen Höhepunkt im rahmen der Projektförderungen verbuchen: Vor dem rathaus Zehlendorf wurde unserem Bezirk feierlich der ersehnte erste neue BÜCHErBUS übergeben! Seine Besonderheiten sind umweltschonende Technik, die Klimaanlage und der barrierefreie Zugang. Mit seinem vielfältigen Medienangebot kann dieser Bus nun wöchentlich die bekannten 28 Haltestellen, darunter allein 16 vor unseren Grundschulen in Steglitz-Zehlendorf, ansteuern. Aber treu unserem Motto: „Ein Bücherbus ist ein Muss! Und ein zweiter hilft weiter!“ arbeiten wir verstärkt daran, auch den

alten sehr reparaturbedürftigen 2. Bücherbus zu ersetzen. Denn dieser ist nach fachmännischem Gutachten maximal noch zwei Jahre einsatzfähig. Die derzeitige Spendenkampagne läuft deshalb schon auf Hochtouren und wir bitten Sie, durch Ihre Spendenbeiträge zu der Verwirklichung auch dieses Projektes „2.  Bücherbus“ beizutragen. Ihre Marion Berning Vorsitzende des Stiftungsrats der Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf Weitere Informationen unter: www.buergerstiftung-sz.de


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Errichtung von Unterkünften in der Leonorenstraße Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Seit geraumer Zeit plant der Senat auf dem Gelände eines Pflegeheims in Lankwitz den Bau von Unterkünften für Flüchtlinge. Für dieses Vorhaben wurde beim Bezirksamt die Fällung zahlreicher Bäume auf dem Grundstück beantragt. Gegen den Umfang der Beseitigung des Baumbestandes regte sich nach Bekanntwerden der Pläne Widerstand sowohl von Seiten einer Bürgerinitiative als auch aus der BVV und dem Bezirksamt. Die Fraktionen in der Bezirksverordnetenversammlung nehmen zum aktuellen Sachstand zu diesem Vorhaben Stellung..

CDU-Fraktion Wir kritisieren das Festhalten der SPD-geführten Senatsverwaltungen an den bisherigen Planungen in den Leonorengärten. Die geringen Zugeständnisse gegenüber Anwohnern und Bezirk stellen keinen tragfähigen Kompromiss dar. Die CDU-Fraktion befürwortet weiterhin den Abriss der auf dem Gelände stehenden Ruinen um den vorhandenen Baumbestand weitestgehend zu erhalten. Die SPD-geführten Senatsverwaltungen haben zu lange berechtigte Anliegen der Anwohner abgeblockt, um nunmehr ihre Planungen mit dem drohenden Verzug und dem möglichem Scheitern zu begründen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass genau dies von Anfang an beabsichtigt war. Unstrittig ist, dass der Abriss von bestehenden Gebäuden oder deren Integration in die Planung einen höheren Aufwand und höhere Kosten verursachen. Die Planungen für die Gebäude sind jedoch für die nächsten 80 Jahre angelegt, so dass erheblich mehr Sorgfalt und Auseinandersetzung mit den Begebenheiten vor Ort zu Beginn des Planungsprozesses verlangt werden kann. Wir werden versuchen, noch im Rahmen der Bauausführung Korrekturen herbeizuführen; obwohl wir wissen, dass dies ein schwieriges Unterfangen wird. Jens Kronhagel Berlin

SPD-Fraktion

Sozialdemokraten unterstützen seit über 130 Jahren Flüchtlinge, also Menschen, die ihr Heimatland verlassen haben, weil sie dort z.B. wegen ihrer Religion, Nationalität oder als Angehörige einer bestimmten sozialen Gruppe, verfolgt worden sind. Der Schutz von Flüchtlingen ist ein grundgesetzliches Menschenrecht. Dazu gehört auch ihre

Auf diesem Grundstück werden künftig Flüchtlingsunterkünfte gebaut. menschenwürdige und dauerhafte Unterbringung. An Turnhallen wurde dabei nicht gedacht. Sie sind dafür auch nicht geeignet. Deshalb unterstützen wir den Senat dabei, zügig Flüchtlingsunterkünfte auf dem Privatgrundstück von VIVANTES zu errichten. Weil es das schwarz/grün dominierte Bezirksamt in den vergangenen Jahren versäumt hat, geeignete Grundstücke zu benennen, rangiert der Bezirk bei der Unterbringung von Geflüchteten an drittletzter Stelle in Berlin. Jede Änderung der aktuellen Bauplanung würde zu großen Verzögerungen führen. Angesichts der aktuellen Situation ist das unzumutbar: Auch wenn wir aus guten Gründen für den Baumund Denkmalschutz oder die Pflege von Erinnerungskultur einstehen – in diesem Fall hat die Sorge für die Geflüchteten für uns Vorrang. Volker Semler

B‘90/Grünen-Fraktion Die Landesplanung zur Flüchtlingsunterkunft modularer Bauweise (MUF) an der Leonorenstraße stieß bei der Nachbarschaft und auch bei uns Grünen aufgrund

der vielen Baumfällungen auf Protest. Der Bezirk schlug daher zunächst vor, die Bauten nicht im Park und Wald, sondern anstelle von ungenutzten Gebäuden zu errichten. Doch das Trafohaus wird genutzt und der Abriss würde die Bebauung erheblich verzögern. Deshalb hat das Stadtplanungsamt eine andere Bebauung mit weniger Baumfällungen erarbeitet. Dieses wurde vom Senat so übernommen und daraufhin hat das Naturschutzamt den Baumfällungen im Park zugestimmt. Wir Bündnisgrüne begrüßen, dass durch das Eingreifen des Bezirks nun weit weniger Bäume gefällt werden. Der dennoch erhebliche Eingriff in Natur und Kulturgeschichte fällt uns schwer, ist aber buchstäblich notwendig. Denn seit mehr als vierzehn Monaten leben geflüchtete Menschen in Turnhallen im Bezirk. Diese Zustände sind immer schwerer erträglich. Kompromisse sind für unser soziales Zusammenleben aber unentbehrlich - das gilt auch und erst recht für politisches Handeln. Wir stehen zu der Verantwortung, den Menschen in Not zu helfen. Carsten Berger Alternative für

Deutschland

AfD-Fraktion

Holzt Berliner Polit-Filz den Leonorenpark ab? Am 26.1. vormittags berichtet der Tagesspiegel-Online, dass Bezirksstadträtin Maren Schellenberg, Grüne die Fällgenehmigung für die Bäume im Leonorenpark erteilt hat. Am 25.1. verneinte Schellenberg dies noch im Integrationsausschuss und nannte für die Fällgenehmigung eine Senatseinrichtung verantwortlich, so Lutz Ammer, AfD und Ausschussmitglied. Am 6.2. sagte Schellenberg auf einer Informationsveranstaltung wiederum, keine Fällgenehmigung erteilt zu haben und verwies auf einen Senatsvertreter, der antwortet: „Das müssen Sie doch wissen“. Gut 100 Bürger waren vor Ort und wurden Zeugen. Die Morgenpost zitiert Schellenbeg aus der Veranstaltung aber wie folgt:„Hätte ich die Zustimmung verweigert, hätte der Senat das Verfahren an sich gezogen“. Am 18.1. kokettierte Matthias Kollatz-Ahnen, alter und neuer Finanzsenator am Runden Tisch des Willkommensbündnisses dreist, dass der Park weg komme. Der Herr ist ebenfalls Mitglied des Vivantes-Aufsichtsrats. Der Betrieb, der von der Abholzung direkt profitiert. Noch im Sommer 2016 bestritt die SPD vehement, dass Kollatz-Ahnen als Finanzsenator in Parks Flüchtlingsunterkünfte plane oder anordne, und warf der CDU „Panikmache“ vor. Peer Döhnert

FDP-Fraktion Der Senat zieht seinen Plan durch, in der Leonorenstr. in einem historischen Park eine Flüchtlingsunterkunft zu er-

richten. Nachdem das Bezirksamt groß im Parlament angekündigt hatte, die Fällgenehmigungen zu verweigern, hat es völlig überraschend diese nun doch erteilt. Zwar wird ein kleiner Teil des parkartigen Charakters erhalten, doch müssen viele schützenswerte Bäume gefällt werden. Auch bei der Bebauung ist der Bezirk ein Verlierer. Das Gelände ist allgemeines Wohngebiet, doch wird der Senat weder die Geschossflächenzahl noch die Grundflächenzahl einhalten. Die notwendigen Befreiungen kann sich die Senatsverwaltung selbst erteilen. Am Ende des Prozesses muss man konstatieren, der Bezirk ist als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet. Die FDP fordert eine abschließende Verantwortlichkeit auf einer Verwaltungsebene, also Senat oder Bezirk, und das Ernstnehmen der Bürgerbeteiligung. Unstrittig ist für uns Freie Demokraten, dass Steglitz-Zehlendorf seiner moralischen Verpflichtung nachkommt und Kriegsflüchtlinge in angemessener Zahl aufnehmen muss. Ein Sankt-Florian-Prinzip, das immer auf die anderen zeigt, lehnen wir ab. Wir haben GermanMUT, wollen Herausforderungen meistern und Veränderungsprozesse positiv gestalten. Rolf Breidenbach

Linksfraktion Die Linksfraktion befürwortet die Errichtung von Unterkünften für Geflüchtete in der Leonorenstraße, denn viele von ihnen sind noch immer prekär untergebracht und brauchen endlich ein menschenwürdiges Zuhause! Dass eine alternative Planung, bei der der parkähnliche, wertvolle Baumbestand erhalten werden kann, nicht ernsthaft geprüft wurde, ist ein fatales Versäumnis! Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf hat sich lange geweigert, geeignete Standorte für Flüchtlingsunterkünfte zu benennen und darauf hinzuwirken, dass leer stehende Gebäude wie in Heckeshorn ertüchtigt werden. Standorte wie z. B. am Osteweg wurden vom ehemaligen CDU-Senator Czaja leichtfertig verworfen. Durch diese Vogel-Strauß-Politik ist wertvolle Zeit vertan worden, die nun zum Erhalt der Bäume fehlt! Aus Sicht der Linksfraktion ist die Rodung des ökologisch, historisch und sozial bedeutsamen Baumbestandes ein sehr hoher Preis, der nun gezahlt werden muss, um unsere humanitäre Verantwortung für die Unterbringung Geflüchteter im Bezirk erfüllen zu können. Durch eine proaktive, frühzeitige Benennung geeigneter Standorte wären die Baumfällungen vermeidbar gewesen! Gerald Bader Weitere Informationen zur BVV und den Sitzungsterminen finden Sie unter www.berlin.de/ba-steglitzzehlendorf/politik-und-verwaltung/ bezirksverordnetenversammlung/


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Carsharing in Schlachtensee Kirchengemeinde bietet mietfreien Standplatz für GREENWHEELS Viele Menschen in Schlachtensee und Nikolassee haben darauf gewartet: Seit Februar 2017 steht auf dem kircheneigenen Parkplatz an der Wasgenstraße 49 ein VW up bereit, der dem Carsharing-Unternehmen GREENWHEELS gehört. Einstimmig beschloss der Kirchenvorstand der Gemeinde „Zu den zwölf Aposteln“, dem bewährten Carsharing-Anbieter für eine Pilotphase von einem Jahr den Standplatz mietfrei zur Verfügung zu stellen. Damit möchte der Kirchenvorstand den Appell von Papst Franziskus unterstützen, angesichts der Zerstörung der Umwelt die eigene Mobilitätspraxis zu überdenken und Alternativen zu entwickeln.

Kostenlos registrieren Um das Carsharing-Auto nutzen zu können, ist eine einmalige kostenlose Registrierung bei GREENWHEELS erforderlich, bei der Identität und Führerschein überprüft werden. Danach erhält man eine GREENWHEELS-Karte, mit der man – nach vorheriger Meldung der Buchungswünsche per Telefon, Handy oder Internet – das Auto benutzen kann. Weitere Informationen unter www.greenwheels.com.

Preiswerter als ein eigenes Auto Allgemein gilt: wenn jemand weniger als 15.000 km im Jahr fährt, ist Carsharing preiswerter als ein eigenes Auto. Außerdem entfällt die Sorge für Versicherungen, Kraftfahrzeugsteuer, Wartung und Abschreibung; es werden nur die

gefahrenen Kilometer berechnet, gestaffelt nach wählbaren Tarifmodellen; eine Kaution ist nicht erforderlich, wohl aber eine Kostenbeteiligung bei selbstverschuldeten Unfällen. Nach Beendigung der Fahrt bringt man das Auto an den Standort zurück.

Bewahrung der Schöpfung Die „Bewahrung der Schöpfung“ ist auch für die christlichen Gemeinden in Berlin eine pastorale Herausforderung. Die Papst-Enzyklika „Laudato si“ 2015 hat in eindringlichen Worten den Umweltschutz als fundamentales Thema in der Theologie verankert und damit das persönliche Verhalten eines jeden Christen angesprochen. „Ein Trompetenweckruf“, so würdigte der evangelische Theologe Friedrich Schorlemmer in seinem jüngsten Buch „Unsere Erde ist zu retten“ den Vorstoß des Papstes. Unser Lebensstil, der bisher als Privatsache gilt, unterliegt fortan dem moralischen Prüfstand und erfordert eine Gewissenserforschung. Dazu gehört auch die Mobilitätspraxis, gerade hier im Berliner Südwesten mit seiner hohen Autodichte: Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat die höchste Zahl an zugelassenen PKW in Berlin.

Zwischen Bequemlichkeit und Umweltbewusstsein Natürlich weiß der Papst um die Bequemlichkeit des Menschen und spricht von der erzieherischen Herausforderung, die darin liegt, all die Menschen in Europa, die in

Pfarrer Dr. Karl-Heinz Hoefs und Familie Voswinckel (Pfarrgemeinderat) an der GREENWHEELS Station vor der Kirche „Zu den zwölf Aposteln“.  Foto: Fütterer/Kath. Gemeinde Schlachtensee Wohlstand und Konsum aufgewachsen sind, zu einer Änderung ihrer Gewohnheiten zu bringen. Selbst der Weg zum Brötchenkauf wird ja oft mit dem Auto getätigt, wenn es nun einmal vor der Tür steht. Bei aller grundsätzlichen Einsicht in den Umweltschutz: Zwischen Bewusstsein und Verhalten klafft immer noch eine riesige Lücke. Schlichte Bequemlichkeit, eingefahrene Gewohnheitsmuster oder Gedankenlosigkeit stehen genauso oft einer Verhaltensänderung entgegen.

Mobilität bewusster leben Die katholische Gemeinde hat einen Arbeitskreis „Bewahrung

der Schöpfung“ eingerichtet, der weitere Impulse für die Menschen in Schlachtensee und Nikolassee geben will und dafür auch weitere Mitstreiter sucht. Auto-teilen ist dabei ein erster Schritt. Die Erfahrung zeigt, dass Carsharing–Nutzer wieder bewusster mit dem Fahrrad fahren oder sich anderer Mobilitätsweisen erinnern. Dazu gehören beispielsweise die Bildung von Fahrgemeinschaften; gemeinsames Einkaufen und der Austausch von Fahrrad-Anhängern. Kontakte und Informationen über das Pfarrbüro ☎ 805  862  970 oder pfarrbuero@hl-12-­apostel. de.

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10  |  Gazette Zehlendorf  |  März 2017

Vollbesetzter Vortragsraum – beim Aktionskreis an der Tagesordnung.

Aktionskreis Energie e. V. Netzwerk für Energietechnik-Anbieter, Energie-Nutzer und -Akteure Klima- und Umweltschutz geht uns alle an und muss Zukunft haben, um unserer Welt eine Zukunft zu geben. Wohl unter dieser Prämisse wurde der Aktionskreis Energie (AKE) zwischen 2005 und 2007 als Projekt des Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit Steglitz-Zehlendorf mit 25 Vertretern aus Fachverbänden, Gewerkschaften, Verwaltung und Firmen aufgebaut. – Mit dem Ziel, Impulse in den Bezirk zum Erschließen energetischer Einsparpotentiale zu geben sowie Anbieter, Nutzer und Akteure im Bereich Energie besser vernetzt zusammenzubringen. Anfangs gefördert aus EFRE-Mitteln, durch JobCenter und Bezirksamt/Umweltamt Steglitz-Zehlendorf, arbeitet der Aktionskreis seit 2007 als gemeinnütziger Verein, der sich aus Beiträgen seiner rund 100 Mitglieder finanziert und sich der Förderung des Klimaund Umweltschutzes widmet.

Zugunsten von Umweltund Klimaschutz

Klimaschutz-Partner und Preisträger 2011.  Dabei setzt er auf Energieeinsparung und die Verminderung klimaschädlicher Gase. Unterstützt wird er darin durch Kooperation mit dem Umwelt- und Naturschutzamt Steglitz-Zehlendorf, dem Bildungsträger KEBAB gGmbH und der Volkshochschule

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Steglitz-Zehlendorf sowie dem Unternehmerfrauen im Handwerk e. V. (UFH). 2011 wurde die Arbeit des Aktionskreises, der Mitglied im Klimaschutzbeirat ist, mit dem Klimaschutz-Partner-Preis ausgezeichnet.

Mit der Energiewende der Bundesregierung und der energetischen Gebäudebestands-Modernisierung hat der Verein ein vielfältiges Aufgabengebiet gefunden, in dem namhafte Experten zum Einsatz kommen – sei es bei den jährlich bis zu 150 stattfindenden Vorträgen, Besichtigungen und Eventveranstaltungen oder aber bei der Beantwortung von Fragen rund um die energetischen Sanierung und die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes im Bezirk. Außerdem ist der Verein an zahlreichen Publikationen beteiligt. Die AKE-Veranstaltungsthemen von A – Arbeitshilfe Kastenfenster bis Z – Zellulosedämmstoffe bringen in meist vollbesetztem KEBAB-Vortragsraum in Dahlem nicht nur Fachleute wie Architekten, Energieberater, Ingeni-

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Gazette Zehlendorf  |  März 2017  |  11

Im Sommer regenerativ über den Wannsee.

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eure und Vertreter aus Ämtern und Organisationen zusammen, auch Energie-Nutzer sind stete Gäste und nehmen viel aus den anschaulich übermittelten Vorträgen und der anschließender Diskussion mit. Da wird im nachdrücklichen Vortrag „Gute Luft an Schulen“ verständlich und studienbelegt erklärt, warum bei zukünftigen Bauvorhaben unbedingt auch deren Auswirkungen auf die Innenraumluft bedacht und dringend notwendige Lüftungsmöglichkeiten rechtzeitig eingeplant werden müssen. Bei einem Segeltörn geht es dann

Foto: AKE

aber zur Abwechslung auch mal in lockerer Atmosphäre „regenerativ über den Wannsee“.

Kümmerer in Sachen Klimaschutz und Umwelt Die bunte Mischung interessant verpackt moderierter Fachvorträge und die positive Entwicklung des Aktionskreis Energie ist nicht zuletzt dem derzeitigen Vereinsvorsitzenden Peter Schrage-Aden zu verdanken: Als erster Klimaschutzbeauftragter war er rund 20 Jahre in Steglitz-Zehlendorf und 40 Jahre beruflich im Dienste der Umwelt unterwegs,

Allrounder in Sachen Nachhaltigkeit: Peter Schrage-Aden. war fest mit dem bezirklichen Umwelt- und Naturschutzamt verbunden. Den Aktionskreis Energie und seine Ziele begleitete er von Beginn an. Intensives Beraten und Nachfragen zum Nutzen der Umwelt gehört seit seinem Ausscheiden aus dem eigentlichen Berufsleben weiterhin zu seinen Hauptaufgaben unter dem Motto „Ideen brauchen ein Dach und einen Kümmerer.“ Wertvolle Synergien aus seinem vielschichtigen Kontaktpool bringt der gelernte Maschinenschlosser und Dipl. Ing. für Umwelt- und Verfahrenstech-

nik, der am Senatsleitfaden „Gute Luft an Schulen“ mitarbeitete, nun in den Aktionskreis Energie. Und mit den engagierten Experten an Peter Schrage-Adens Vereinsseite dürften noch viele nachhaltige Vorträge sowohl Energietechnik-Anbieter als auch -Nutzer und –Akteure zum Nachdenken und verantwortungsvollen Handeln zugunsten unserer gefährdeten Umwelt anregen. Weitere Informationen und Vortragstermine unter www.­ aktionskreis-energie.de  Jacqueline Lorenz

Wintergärten, Türen und mehr

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14  |  Gazette Zehlendorf  |  März 2017

Onkel Toms Ladenstraße erleben Moderner Einzelhandel mit einem bunten Strauß an Angeboten Vorfreude auf den Frühling! Die Tage werden länger und die Strahlen der Sonne wärmen mit neuer Kraft. Die vielen Geschäfte in

der historischen Ladenstraße im U-Bahnhof Onkel Toms Hütte haben sich ganz auf den Start in die schöne Jahreszeit eingestellt und

es gibt auch wieder etwas Neues zu entdecken: So verführt die von Märkten bekannte Browniebox, die hier übrigens ihr erstes

Ladengeschäft eröffnet hat, mit fruchtigen Smoothies und köstlichen Brownie-Variationen, für die Bio-Zutaten verwendet werden.

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Gazette Zehlendorf  |  März 2017  |  15

Der Besuch von Onkel Toms Ladenstraße ist ohnehin ein Fest für die Sinne – der Duft von frisch geröstetem Kaffee steigt in die Nase, Fachgeschäfte für Wein und Tee sind ebenfalls vor Ort. Wenn der Hunger ruft, warten asiatische Spezialitäten und mediterrane Leckereien auf den Gast. Auch wer ein gutes Buch und

kulturelle Angebote sucht, sich für die neue Frühjahrsmode interessiert oder im Schuhhaus in den aktuellen Kollektionen namhafter Hersteller stöbern möchte, ist in der Ladenstraße richtig. Elektrofachgeschäft, Reformhaus, Friseur, Schmuck und vieles mehr – in der Ladenstraße findet sich Bewährtes neben Neuem und das

macht den Reiz der hier bestehenden Einzelhandelsgeschäfte aus. Erstklassige Beratung und ein vielseitiges Angebot – der Besuch in der Ladenstraße lohnt sich! Übrigens – die bereits 1929 eröffnete, heute denkmalgeschützte, Ladenstraße war das erste deutsche Einkaufscenter

mit U-Bahnanschluss. So ist die Erreichbarkeit bis heute perfekt – einfach aus der U-Bahn aussteigen! Der Wochenmarkt mit seinen vielen Ständen, der jeden Donnerstag vor dem Eingang Onkel-Tom-Straße abgehalten wird, ist ein weiterer Magnet, der einen Besuch in der Ladenstraße lohnenswert macht.

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Vermisst – der Turm der blauen Pferde Zeitgenössische Künstler spüren dem Gemälde im Haus am Waldsee nach Der Turm der blauen Pferde gilt als eines der Hauptwerke des deutschen Expressionismus und als zentrales Werk des Blauen Reiters. Schnell machte das Gemälde mit seinen dramatisch gestaffelten, blau durchleuchtenden Pferdeleibern Karriere. Während der Weimarer Republik avancierte es zu einer Art Kultbild einer aufgeschlossenen bürgerlichen Gesellschaft, die einerseits das tragische persönliche Schicksal des 1916 bei Verdun gefallenen Künstlers kannte und auf der anderen Seite die herausragende Qualität des Gemäldes schätzte. Franz Marcs Gemälde wurde 1913 vorgestellt und 1945 beziehungsweise 1948/49 angeblich dreimal in Berlin gesehen bevor es verschwand. Das Meisterwerk des deutschen Expressionismus, hat als „entartete Kunst“ den Zweiten Weltkrieg offenbar überlebt. Unabhängig voneinander haben drei Zeugen behauptet das Bild im Frühjahr 1945 am Leipziger Platz, im späteren Haus am Waldsee sowie 1948/49 im benachbarten Anwesen des ehemaligen Polizeipräsidenten von Berlin, dem heutigen Haus der Jugend, gesehen zu haben. Dieses Wiederauftauchen eines

tene Entwurf des Gemäldes in Form einer kolorierten Postkarte zu Grunde und die Frage, wie es zu dem Mythos um den Künstler und sein herausragendstes Werk kam.

Reflexionen aus heutiger Perspektive

Franz Marc, Der Turm der blauen Pferde, 1913. Öl auf Leinwand, 200 x 130 cm, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, seit 1945 verschollen. in der Weimarer Zeit hochpopulären Werkes wurde bis in die 1970er-Jahre von der Fachwelt weitgehend verschwiegen. Warum dies geschah, ist eine zentrale Frage, die die zeitgenössischen Künstler und Künstlerinnen in der Ausstellung VERMISST Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc in Berlin neu stellen. In München liegt der Ausstellung der erhal-

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In der Ausstellung im Berliner Haus am Waldsee geht es vor allem um den Verlust des Gemäldes, die Gerüchte um sein Verschwinden und das Schweigen der Nachkriegszeit. So denkt die Fotografien Johanna Diehl intensiv über dieses Schweigen nach, das sie anhand der eigenen Familiengeschichte wie durch einen trüben Schleier sichtbar macht. Andere erfinden neue Gerüchte oder sie kopieren das Werk, um es zu beschädigen (Norbert Bisky). Es gibt Künstler, die sich dem Thema Verlust als Leerstelle widmen (Arturo Herrera, Christian Jankowski) oder sich mit dem Moment des Todes des Malers auseinander setzen (Rémy Markowitsch, Birgit Brenner), der zum Mythos rund um das Bild beigetragen hat. Eine Leuchtschrift im Freien erinnert daran, dass wir nie Gewissheit haben und alles immer auch

ganz anders sein könnte (Tobias Rehberger). Bei Martin Assig wird ein inniges religiöses Gespräch in Gang gesetzt. Er bedient sich der vier apokalyptischen Reiter aus der Offenbarung des Johannes, um seine Geschichte über das Gemälde zu erzählen und bis zum flehentlichen „Komm, komm, komm“ die Trauer über den Verlust zu steigern.

Nur eine Postkarte blieb Während von dem 200 mal 130 Zentimeter messenden Gemälde bis heute jede Spur fehlt, hat sich eine postkartengroße kolorierte Skizze erhalten, die Franz Marc kurz vor dem Jahreswechsel 1912/13 innerhalb Berlins an seine Dichterfreundin Else Lasker-Schüler schickte. Sie befindet sich seit den 1960er-Jahren als Depositum der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in der Staatlichen Graphischen Sammlung München. „VERMISST – Der Turm der blauen Pferde“, 3. März bis 5. Juni im Haus am Waldsee, Argentinische Allee 30, 14163 Berlin. Öffnungszeiten: Täglich außer montags von 11 – 18 Uhr. Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5  Euro, Familien 10  Euro. www. hausamwaldsee.de.

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Gazette Zehlendorf  |  März 2017  |  17

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Eileen Moritz will Barrieren abbauen Neue Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderungen startet durch Seit Januar belebt die Dipl. Sozialpädagogin und ausgebildete Supervisorin Eileen Moritz das seit zwei Jahren unbesetzte Amt der Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderungen wieder. In ihrem Büro im Rathaus Zehlendorf arbeitet sie sich an fünf Tagen in der Woche während ihrer Orientierungsphase intensiv in ihre verantwortungsvolle Tätigkeit ein, für die sie beste Voraussetzungen und ein gehöriges Maß an Begeisterung mitbringt: Vielfältigste Bereiche der Sozialarbeit hat sie während ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn kennengelernt, ohne dabei die vielfältigen Facetten des Bereichs Behinderung je aus den Augen zu verlieren. Die gebürtige Norddeutsche, die 1982 nach Berlin kam, acht Jahre in Steglitz lebte und heute in Heiligensee wohnt, arbeitete u. a. in einem Wohnprojekt für HIV-infizierte und an AIDS erkrankte Menschen. 2001 wandte sich Ei-

nings- und Weiterbildungsangebote realisierte sie zu Themen wie Inklusion als Menschenrecht, Barrierefreiheit, Empowerment und Diversity und begleitete in ihrer Funktion als Supervisorin in unterschiedlichen Institutionen Veränderungs- und Inklusionsprozesse. Viel hat sie sich mit Architekten und Bauvorhaben beschäftigt und dabei immer wieder festgestellt, was sie geändert sehen will: „Barrierefreiheit ist dabei immer ein Sonderkostenpunkt, anstatt barrierefreies Bauen auch unter Berücksichtigung des demografischen Wandels zum Standard werden zu lassen.“

Eileen Moritz, neue Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, und ihr vierbeiniger „Mitarbeiter“ Joschi. leen Moritz beruflich wieder der politischen Behinderten- und damit Selbstbestimmt-Leben-Bewegung zu. Indem sie sich tiefer

mit der UN-Behindertenkonvention beschäftigte, fand sie immer stärker zu ihrem Arbeitsschwerpunkt im Bildungsbereich. Trai-

Barrieren machen Beeinträchtigte zu Behinderten Selbst mit Beeinträchtigung aufgewachsen, gelingt es Eileen Moritz unkompliziert, auf direkter Augenhöhe mit anderen Menschen in Kontakt und Austausch zu treten. Ihre Aufgabe als Bezirksbe-

Die Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk eröffnen im April eine neue Psychosomatische Tagesklinik. Damit reagieren sie auf den großen Versorgungsbedarf von Patienten mit psychosomatischen Leiden. Schon heute gilt das TWW als eine der ersten Berliner Adressen für die seelische Gesundheit. Die neue Tagesklinik befindet sich in der alten „Villa Waldhaus“ in der Potsdamer Chaussee 70. Nach grundlegendem Umbau sind schöne und helle Therapieund Aufenthaltsräume für 17 Patienten entstanden. Behandelt werden u. a. Patienten mit Angst, Depressionen, Burn-out oder körperlichen Störungen. Die Patienten nehmen tagsüber an den

Therapieangeboten teil und sind abends und an den Wochenenden zuhause. Das garantiert eine hohe Behandlungsintensität, und durch die tägliche Rückkehr nach Hause bleibt das familiäre und soziale Leben weitgehend aufrechterhalten. Menschen in Krisensituationen kann so ohne stationäre Aufnahme geholfen werden. www.tww-berlin.de/psychosomatik

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Gazette Zehlendorf  |  März 2017  |  19

Derzeit ist es der neuen Bezirksbeauftragten besonders wichtig, bald einen kompetenten bezirklichen Beirat für Menschen mit Behinderungen an ihrer Seite zu wissen, um gemeinsam das Bezirksamt mit seinen Gremien in behindertenpolitischen Fragen auf der Grundlage des Landesgleichberechtigungsgesetzes erfolgreich beraten und unterstützen zu können. In der Büro-Organisation wird Eileen Moritz von Susanne Wunderlich begleitet, die bereits ihre Vorgängerin Beatrix Beese unterstützte und seit 2008 im Rathaus dabei ist. Über die neue Kollegin sagt sie: „Sie ist eine ganz Taffe!“

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bürgermeisterin zugeordnet ist. Denn: „Behinderung ist kein rein soziales, gesundheitliches Thema, sondern ein gesamtgesellschaftliches Querschnittsthema, welches alle Lebensbereiche berührt. „Nicht umsonst haben wir auf einen Paradigmenwechsel – weg von der Fürsorge hin zu Umsetzung von Chancengleichheit und gleichen Rechten von Menschen mit Behinderungen -hingewirkt“, kommentiert sie. Dabei ist sie der festen Überzeugung: „Unsere gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit Inklusion bringt uns alle voran und kann darüber zu einer Gesellschaft mit Wertschätzung und Respekt für die Vielfalt führen.“ Kontakt zur Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderung: Sprechzeiten Do. von 10 – 12 Uhr im Rathaus Zehlendorf Raum  A 27, Kirchstr.  1-3 in 14160  Berlin und nach tel. Vereinbarung unter ☎ 90299 – 6309. E-Mail ­behindertenbeauftragte@ ba-sz.berlin.de. Weitere Informationen unter www.steglitz-zehlendorf.de/­ behindertenbeauftragte  Jacqueline Lorenz

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Vom Reagieren zum Agieren

Gut ausgestattet habe sie der Bezirk für ihre Arbeit, freut sich Eileen Moritz. Als einziger vierbeiniger Bezirksamt-Mitarbeiter mit Sondergenehmigung ist ihr 8-jähriger Golden Retriever „Joschi“ immer mit dabei. Der Assistenzhund vom „Hunde für Handicaps e. V.“ erledigt Aufgaben, die Eileen Moritz schwer fallen: Er hebt Dinge vom Boden auf, öffnet Türen und drückt Fahrstuhlknöpfe. Im Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf dürfte er sich bald – nicht zuletzt wegen seines treuen Blickes – zum Lieblings-Mitarbeiter entwickelt haben. Eileen Moritz verspricht indessen: „Ein Jahr nehme ich mir zum Reagieren und zum Erkennen, welche Schwerpunktthemen im Bezirk vorliegen, um dann eigene Schwerpunkte zu setzen und mit eigenem Profil so richtig loszulegen.“ Auch wenn sie sich sehr auf die Zusammenarbeit mit Frank Mückisch, dem Bezirksstadtrat für Bildung, Kultur, Sport und Soziales freut, bedauert sie die kurz vor ihrem Amtsantritt getroffene Entscheidung, dass sie als Beauftragte nicht mehr der Bezirks-

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beseitigen zu helfen. Sie freut sich auf diese Arbeit, für die sie sich als Ansprechpartnerin und Gesprächspartnerin viele interessante Begegnungen im Bezirk verspricht: Mit Menschen mit Beeinträchtigung ebenso wie mit Vereinen, Selbsthilfegruppen, Initiativen und Organisationen, die sich mit der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen befassen.

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auftragte, Ansprechpartnerin und Vermittlerin für Mitmenschen mit Behinderungen sieht sie darin, „dafür Sorge zu tragen, dass die Belange dieser Menschen bei geplanten Projekten des Bezirksamtes Berücksichtigung finden.“ Stets ein Ohr für Frauenbereiche zu haben, liegt ihr ebenso am Herzen. Etwas überrascht ist sie darüber, wie viele Bürgerinnen mit Beeinträchtigung sich über die Respektlosigkeit beschweren, mit der ihnen begegnet wird, und wie sehr Grenzüberschreitung oder Herablassung noch immer Thema zu sein scheinen, denn sie selbst macht immer weniger diese Erfahrungen. Den Unterschied zwischen „Beeinträchtigung“ und „Behinderung“ bringt die Bezirksbeauftragte so auf den Punkt: „Wenn Menschen mit Beeinträchtigung auf Barrieren stoßen, werden sie zu Behinderten. Denn Behinderung entsteht erst durch Barrieren.“ Die Hauptaufgabe von Eileen Moritz wird es auch zukünftig sein, diese Barrieren, die unterschiedlichster Art sein können und Beeinträchtigung oft erst zum Problem machen,

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RATGEBER

Nur wo Siegel drauf sind, ist Bio drin Siegel von Anbauverbänden gehen über grundlegende Bio-Standards hinaus Der Marktanteil von Bio-Produkten beträgt im Schnitt nur 3,7 Prozent. Das ist zu wenig. Darauf weist der Rat für Nachhaltige Entwicklung auf seinem Verbraucherportal www.nachhaltiger-warenkorb.de hin. Er rät, beim Einkauf auf das EU-Bio-Siegel als Mindeststandard zu achten und für eine gute Klimabilanz saisonales Obst und Gemüse aus der Region zu wählen.

Fakt 1: Das EU-Bio-Label ist ein Mindeststandard Im Laden erkennen Verbraucher Bio-Produkte am nationalen sechseckigen Bio-Siegel oder dem grünen EU-Bio-Siegel, einem stilisierten Blatt auf grünem Grund. Nur Produkte, die nach den Regeln der EG-Öko-Verordnung produziert wurden, tragen diese Zeichen. Grundsätze artgerechter Tierhaltung und nachhaltiger Anbau werden damit garantiert. Tragen als nachhaltig

beworbene Eigenmarken von Discountern und Supermärkten das Siegel nicht, sollte man davon ausgehen, dass die gesetzlichen Mindeststandards nicht erfüllt werden können. Siegel von Anbauverbänden wie demeter, Naturland, Bioland, Gäa oder Biopark gehen über diese grundlegenden Standards hinaus.

Fakt 2: Wenn Bio draufsteht, ist auch Bio drin Die Bezeichnungen „Bio“ oder „Öko“ sind geschützt – Produkte, die der EG-Öko-Verordnung nicht entsprechen, dürfen mit diesen Begriffen nicht gekennzeichnet werden. Die EU-Richtlinien schreiben vor, dass mindestens 95 % der Zutaten eines verarbeiteten Bio-Produkts aus ökologischem Landbau stammen müssen. Aus konventioneller Landwirtschaft dürfen maximal fünf Prozent der Zutaten ergänzt werden – und auch nur

 dann, wenn sie notwendig, aber nicht in Bio-Qualität verfügbar sind. Das ist zum Beispiel bei bestimmten exotischen Früchten, Gewürzen und Ölen der Fall.

Fakt 3: Die Bio-Tomate ist nicht immer ökologischer Wie umweltfreundlich Gemüse und Obst tatsächlich ist, hängt nicht nur vom Bio-Label ab. Wichtig ist, wie, wann und wo es erzeugt wurde. Außerhalb der Saison haben z. B. auch Bio-Tomaten eine schlechte Klimabilanz. Wachsen sie hierzulande im beheizten Treibhaus auf, fallen rund 9,2 Kilogramm CO² pro Kilogramm Tomaten an. Bei konventioneller Erzeugung sind es rund 9,3 Kilogramm. Am besten schneiden saisonale Tomaten aus der Region ab. Sie verbrauchen rund 85 Gramm (konventionell) bzw. 35 Gramm (bio) CO² je Kilogramm. Beim Einkauf sollten Verbraucher daher so oft es geht saisonales Obst und Gemüse aus der Region wählen. So entfallen weite Transporte und lange Lagerung. Wer direkt auf dem Wochenmarkt kauft oder beim Erzeuger eine Gemüsekiste abonniert, vermeidet außerdem unnötigen Verpackungsmüll. Der Saisonkalender im Nachhaltigen Warenkorb zeigt, was wann frisch vom Feld verfügbar ist.

Fakt 4: Bio ist frei von Gentechnik Der bewusste Einsatz von Gentechnik ist bei Bio-Produkten gesetzlich verboten. Wer Bio-Produkte kauft, kann sicher sein, dass diese die Toleranzgrenze von 0,9 Prozent gentechnisch veränderter Organismen (GVO)

Foto: monticellllo /fotolia nicht überschreiten. Der Wert ergibt sich aus zufälligen oder technisch unvermeidbaren Beimischungen von GVO und muss daher nicht ausgezeichnet werden.

Fakt 5: Bio nutzt der Umwelt Wer Bio-Lebensmittel kauft, unterstützt den ökologischen Landbau und schont die Umwelt. Bio-Landwirte verwenden unter anderem keine chemischen Pflanzenschutzmittel, wenig Dünger und erhalten die Bodenfruchtbarkeit durch Fruchtfolgen. Das schont die Böden und fördert die Artenvielfalt auf Wiesen und Feldern. Durch die Anbaumethoden werden Gewässer weniger belastet und Pestizide und Düngemittel müssen nicht aufwendig aus dem Trinkwasser herausgefiltert werden.

Der Nachhaltige Warenkorb „Nachhaltig konsumieren ist heute schon möglich“, so lautet die Botschaft des Nachhaltigen Warenkorbs des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Der Einkaufsführer zeigt nachhaltige Konsumalternativen auf und gibt mit Faustregeln Orientierung für konkrete Konsumentscheidungen aus 16 Themenbereichen: unter anderem zu Lebensmitteln, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik sowie Bewertungen von Siegeln und Produktkennzeichnungen. Der Warenkorb ist als Broschüre erhältlich und im Internet sowie als kostenlose App für Android, iOS und Windows Phone. www. nachhaltiger-warenkorb.de


RATGEBER

Gazette Zehlendorf  |  März 2017  |  21

Schädigen Bildschirme unsere Augen? Vorsorge in jungen Jahren ist wichtig, ab 40 helfen Bildschirmbrillen Aktuelle Studien belegen: Die Nutzung von Computer, Laptop und Smartphone wirkt sich auf die Entwicklung unseres Sehens aus. Zudem leiden 68 Prozent der 20- bis 30-Jährigen unter digitalem Augenstress. Doch wenige Menschen wissen, wann die Nutzung elektronischer Geräte gefährlich ist und was dagegen hilft. Auffällig ist, dass die Zahl der Brille tragenden deutschen Twens heute drei Mal so hoch ist, wie noch vor 65 Jahren. Forscher sehen darin einen direkten Zusammenhang zum Gebrauch von Bildschirmgeräten: Circa 37 Prozent der 21- bis 35-Jährigen nutzen mehr als neun Stunden täglich ein digitales Gerät.

Vier Fakten und Tipps für gesunde Augen: 1. 20 Prozent der Kinder in Deutschland leiden unter unentdeckten Sehfehlern, 60 Prozent ihrer Sehschwächen werden zu spät erkannt. TIPP: Kinder sollten spätestens ab dem dritten Lebensjahr dem Augenarzt vorgestellt werden, bei Sehdefiziten der Eltern bereits ab dem sechsten Monat.

Digitaler Konsum kann bei jungen Menschen zu starker Kurzsichtigkeit führen.

Kinder und Jugendliche: Aufenthalt im Freien beugt vor Studien zeigen, dass das Starren auf den Monitor aus kurzen Distanzen sowie fehlendes natürliches Licht zu starker Kurzsichtigkeit führen kann. Noch bis zum 30. Lebensjahr regt beides das Wachstum des Auges an: Es wird länger als normal. Die gute Nachricht ist: Ausreichende Pausen, Bewegung im Freien und regelmäßige Sehchecks begünstigen eine gesunde Entwicklung und geben Sicherheit bei der Einschätzung der Sehleistung.

Bildschirmbrillen: Gegen Verspannungen und Augenstress Menschen ab 30 sind durch Naharbeit nicht gefährdet. Ihr Augapfel ist ausgewachsen. Allerdings fallen Sehdefizite durch die intensive Bildschirmarbeit schneller auf. Mit zunehmendem Alter sinkt die Elastizität

2. Kurze Sehdistanzen und fehlendes natürliches Licht begünstigen Kurzsichtigkeit junger Menschen. TIPP: Elektronische Geräte nicht unbegrenzt nutzen und für genügend Bewegung im Freien sorgen. 3. Je höher der Bildungsgrad desto wahrscheinlicher ist die Kurzsichtigkeit. TIPP: Jugendliche und Erwachsene sollten ihre Sehleistung alle zwei bis drei Jahre prüfen lassen. 4. Für knapp jeden dritten Computerarbeiter gehören Augenbeschwerden und Verspannungen zum Alltag. TIPP: Bei Sehdefiziten sorgen Bildschirmbrillen für gutes Sehen und entspannte Haltung. Bei Bedarf muss der der Arbeitgeber die Kosten übernehmen.

Bildschirmbrillen sind für Sehentfernungen zwischen 40 und 90 Zentimetern optimiert. der Linse. Je schlechter sie sich Entfernungswechseln anpasst, desto wichtiger wird eine Brille, die exakt auf die Sehdistanz zum PC abgestimmt ist. Das ist meist ab 40 der Fall. Betroffene versuchen oft, das verschwimmende Bild durch das Vorneigen von Kopf und Körper zu korrigieren. Die verkrampfte Haltung führt aber zu Verspannungen, Rücken – und Kopfschmerzen oder sogar zu Haltungsschäden. Entlastung bringen Bildschirmbrillen. Im Gegensatz zu Lese-

und Gleitsichtbrillen sind sie für Sehentfernungen zwischen 40 und 90 Zentimetern optimiert. Schnelle Blickwechsel – wie sie über 30.000 Mal täglich zwischen Tastatur, Bildschirm und Kollegen stattfinden – sind dann wieder entspannt möglich.

Sehhilfe für den Job: Arbeitgeber zahlt „Ist eine Bildschirmbrille nachweislich für den Job notwendig, übernimmt laut Arbeitsschutzgesetz § 3 der Arbeitgeber die Kos-

ten“, so Jörg Feldmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Betroffene können sich von einem vom Unternehmen benannten Fachmann untersuchen lassen. Zeigen die Ergebnisse, dass eine normale Brille für die Computerarbeit nicht geeignet ist, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine spezielle Bildschirmbrille. Detaillierte Informationen zum Vorgehen und den gesetzlichen Grundlagen erhält jeder Beschäftigte beim Betriebsrat oder bei der für das Unternehmen zuständigen Berufsgenossenschaft.

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GESUNDHEIT

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Vegan auf Zeit Expertin sagt, worauf es beim fleischlosen Genuss ankommt Den Körper entlasten, um mit neuer Energie ins Frühjahr zu starten – das motiviert jedes Jahr viele Menschen zum Fasten. Doch Tage oder Wochen ohne feste Nahrung sind nicht jedermanns Sache und auch nicht für jeden geeignet. Eine sanfte Alternative ist veganes Fasten, der zeitweise Verzicht auf tierische Lebensmittel. Worauf es dabei ankommt, erklärt Jana Jentgen, Diplom-Ernährungswissenschaftlerin bei Jentschura International. Das münsterische Familienunternehmen stellt seit vielen Jahren vegane Lebensmittel in Bioqualität her. Ganz auf tierische Produkte verzichten – ist das alltagstauglich? Vielen Produkten sieht man die tierischen Inhaltstoffe nicht an, etwa einigen Säften, die mit Gelatine geklärt werden. Wer sich eine Weile streng vegan ernähren möchte, muss daher die Zutatenlisten genau studieren.

Beim veganen Fasten stehen frisches Gemüse, Obst und Getreideprodukte auf dem Speiseplan.  Foto: djd/Jentschura International/thx Am einfachsten ist es, möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu kaufen. Geeignete Fertigprodukte kennzeichnet der Aufdruck „vegan“. Für wen ist das vegane Fasten besser geeignet als das traditionelle Fasten?

Zum Beispiel sollten Menschen mit gesundheitlichen Problemen nicht im herkömmlichen Sinne fasten. Dies sollte nur unter ärztlicher Aufsicht geschehen. Die vegane Form ist dagegen kein Problem. Was passiert dabei im Körper?

Aus naturheilkundlicher Sicht wird der Säure-Basen-Haushalt beim veganen Fasten sehr entlastet. Denn vegane Lebensmittel sind oft basenüberschüssig und liefern viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die für die Abpufferung von Säuren aus Wurst, Fleisch oder Zucker benötigt werden. Eine gewisse Menge an Säuren benötigt der Körper, doch ein Übermaß belastet das Säure-Basen-Gleichgewicht und Beschwerden wie Müdigkeit, Infektanfälligkeit oder Rheuma können die Folgen sein. Veganes Fasten stellt eine gesunde Balance zwischen Säuren und Basen her. Ist ein Nährstoffmangel zu befürchten? Nicht innerhalb von Wochen. Vitamin B12, wichtig für die Blutzellbildung, kann allerdings fehlen, wenn man dauerhaft auf tierische Produkte verzichtet. Es sollte dann – in Absprache mit dem Arzt – zugeführt werden.

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GESUNDHEIT

Gazette Zehlendorf  |  März 2017  |  23

„Ich hab‘ Rücken“ Von Hexenschüssen und anderen Schmerzquellen Viele kennen es: Eine falsche Bewegung beim Aufstehen oder beim Heben der schweren Getränkekiste und plötzlich schießt ein stechender Schmerz in den Rücken. Wer unter dem im Volksmund als Hexenschuss bekannten Problem leidet, kann sich oftmals kaum noch aufrichten. In einigen Fällen strahlen Beschwerden sogar bis in Beine oder Füße aus und Kribbeln oder Taubheitsgefühle entstehen. „Dann ist häufig der Ischiasnerv betroffen, welcher sich vom unteren Rücken bis in die Füße erstreckt“, weiß der Orthopäde und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga Dr. Reinhard Schneiderhan. „Während ein akuter Hexenschuss, auch als Lumbago bezeichnet, häufig nach einigen Tagen wieder verschwindet, empfiehlt es sich bei ausstrahlenden Schmerzen, die länger als eine Woche anhalten, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache zu klären.“

Plötzliche Bewegungsnot Zumeist tritt ein Hexenschuss im Bereich der Lendenwirbelsäule auf und führt dort zu lokal begrenzten Beschwerden. Aufgrund von mangelnder Bewegung oder dauerhaften Fehlhaltungen zum Beispiel beim Sitzen, liegt bei den meisten Betroffenen eine unzureichend ausgebildete Rückenmuskulatur vor. In diesen Fällen reichen als Auslöser für den plötzlich auftretenden Rückenschmerz oft bereits ruckartige Bewegungen wie das schnelle Anheben schwerer Gegenstände oder ungewöhnliche Körperdrehungen. Doch auch Unfälle oder Stürze mit unerwartet starken Belastungen des Rückgrats erhöhen das Risiko eines Hexenschusses. Viele Patienten nennen außerdem kalte Zugluft als Ausgangspunkt ihrer Probleme. In der Folge kommt es zu Muskelverspannungen, ein sogenannter Hartspann entsteht und löst Schmerzen aus. „Daneben ist häufig eine Gelenkblockierung der Grund für eine Lumbago. Durch ungünstige Bewegungen können sich die Gelenke verhaken und blockieren. Die Vielzahl von Nerven im

Ruckartige Bewegungen wie das schnelle Anheben schwerer Gegenstände können zu Rückenschmerzen führen. Foto: Dr Schneiderhan & Kollegen Bereich der kleinen Wirbelgelenke erzeugt dann schmerzhafte Beschwerden“, erklärt Dr. Schneiderhan. Bei einem akuten Verlauf klingen diese jedoch meist nach einigen Tagen wieder ab.

Nerv in der Klemme Bestehen Schmerzen länger und kommt es zu Gefühlsstörungen wie Taubheit oder Kribbeln, liegt häufig eine Reizung oder Einklemmung des Ischiasnervs vor. Als einer der dicksten Nerven im menschlichen Körper besteht er aus mehreren Nervenwurzeln, auch Segmente genannt. „Je nachdem, welches Segment betroffen ist, strahlen Beschwerden unterschiedlich weit in Beine oder Füße aus“, sagt Dr. Schneiderhan. Degenerative Veränderungen der Bandscheiben stellen die Hauptursache für Ischiasschmerzen dar. Durch dauerhaften Druck auf die Wirbelsäule kommt es dabei zu Verschleißerscheinungen der natürlichen Stoßdämpfer, sodass sich Bandscheibengewebe vorwölbt oder vollständig austritt und auf umliegende Nervenwurzeln drückt. Auch eine Spinalkanalstenose, bekannt als Wirbelkanalverengung, oder die sogenannte Spondylolisthesis, also eine Instabilität der Wirbelsäule, kann Auslöser des Ischias-Syndroms sein. Für eine exakte Diagnose empfiehlt sich

ein Besuch beim Arzt. Dieser führt eine sorgfältige klinische Untersuchung sowie gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomografie, kurz MRT, durch. Je nach Auslöser kommen dann verschiedene Therapiemaßnahmen infrage, die von schmerzlindernden oder verspannungslösenden Medikamenten bis hin zu Bandscheibenbehandlungen zum Beispiel mit dem Wirbelsäulenkatheter reichen. „Dabei injizieren wir ein spezielles Medikamentengemisch gezielt an die betroffene Stelle und schrumpfen störendes Gewebe. Dieses minimalinvasive Verfahren reduziert das Risiko an-

schließender Narbenbildung auf ein Minimum“, betont Dr. Schneiderhan abschließend.

Tipps und Tricks zur Selbsthilfe Eine akute Lumbago lässt sich mit der sogenannten Stufenlagerung lindern. Dabei liegen Kopf und Rücken gerade auf einer festen Unterlage. Knie und Unterschenkel ruhen erhöht, zum Beispiel auf einem Stuhl, sodass ein rechter Winkel entsteht. Auch Wärmeanwendungen wie Rotlicht- oder Fangotherapien bessern Beschwerden. Generell gilt: Wer sich schnell wieder bewegt, baut Verspannungen aktiv ab und beugt weiteren Schmerzen effektiv vor.

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Anzeigen Daniel Gottschalk ☎ (030) 323 38 54 anzeigen@gazette-berlin.de Druck WirMachenDruck GmbH 71522 Backnang Nächste Ausgabe April Nr. 4/2017 Anzeigen-/Redaktionsschluss 20.03.2017 Erscheinung 06.04.2017


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GESUNDHEIT

Was steckt dahinter? Wirkstoffe von Arzneimitteln im Fokus Beim Gang in die Apotheke fällt eines sofort auf: Teure Markenprodukte lassen sich gut sortiert und sichtbar platziert in den Regalen finden und erfreuen sich eines allgemeinen Bekanntheitsgrads. Was sich jedoch hinter dem Namen verbirgt, wissen die wenigsten. Dabei kommt es bei vielen Heilungserfolgen gar nicht auf ein bestimmtes Präparat, sondern auf den Wirkstoff an. „Oftmals gibt es Arzneimittelkopien, die unter anderem Namen dieselben Inhaltsstoffe enthalten“, erklärt Moritz Müller-Dombois, Geschäftsführer von medizinfuchs.de, führender Medikamenten-Preisvergleich im Internet. Solche als Generika bezeichneten Präparate lindern Beschwerden genauso effektiv wie das Original. Wer sich also genauer über Wirkstoffe informiert, kann auf kostengünstigere Alternativen zurückgreifen, schnell wieder gesunden und zusätzlich Geld sparen.

Auf den Wirkstoff kommt es an: Als Generika bezeichnete Präparate lindern Beschwerden meist genauso effektiv wie das Original.  Foto: Andrea Damm, Pixelio

Der Stoff wirkt Jedes Präparat verliert nach einiger Zeit auf dem Markt sein Patent, sodass auch weitere Hersteller ein wirkungsgleiches Medikament produzieren dürfen. Da bei der Fertigung dieser

Generika dann Forschungs- und Entwicklungskosten entfallen, gibt es solche Präparate kostengünstiger als das Original. Daher lohnt sich bei jedem Medikament der Blick auf den Wirkstoff. Auf Vergleichsportalen im Internet gibt es sogar eine spezielle Sortierung nach Inhaltsstoffen, sodass neben dem Markenprodukt auch billigere Alternativen erscheinen. Verbraucher erhalten auf diese Weise gesonderte Informationen zu Arzneimitteln und können bei weiteren Käufen gezielt nach Markenkopien Ausschau halten.

Generikum per Rezept Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten setzt der Arzt auf dem Rezept beim sogenannten „aut idem“-Kästchen nur dann einen Haken, wenn auch ein Generikum Beschwerden lindert. „Damit verordnet die Anweisung kein bestimmtes Präparat, son-

dern nur den enthaltenen Wirkstoff“, sagt der Experte. Vorteil: Verbraucher erhalten somit aus einer Sammlung gleichwertiger Produkte das kostengünstigste. Doch Markenkopien eignen sich nicht für jeden Menschen beziehungsweise bei jeder Krankheit. Vor allem Allergiker oder Patienten, die mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen, sollten auf Wechselwirkungen sowie weitere Inhaltsstoffe von Tabletten achten. So erhalten Menschen mit einer Schilddrüsenerkrankung beispielsweise immer ein spezielles Arzneimittel, da die Wirkung bei ständig wechselnden Produkten nachlässt. Verbraucher greifen im Allgemeinen vor allem bei Schmerzmitteln oder kühlenden Salben auf Generika zurück. Wer jedoch in Absprache mit seinem Arzt gezielt nach Referenzprodukten sucht, der kann auch bei schwereren Erkrankungen Geld einsparen.

Gazette Zehlendorf Nr. 3/2017  

März-Ausgabe der Gazette Zehlendorf für Zehlendorf, Nikolassee, Schlachtensee, Dahlem und Wannsee

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