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WANNSEE extra Juni / Juli Nr. 3/2017

Journal für Wannsee und Umgebung

Kirche St. Michael GRATIS

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Katholische Gemeinde feiert 90. Weihetag


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Kirche St. Michael feiert 90. Weihetag Wannseer Katholiken mussten lange auf eine eigene Kirche warten

O

b Ostern, Weihnachten, sonntags oder an anderen Feiertagen: Die Kirchenglocken rufen die Gläubigen zum Gottesdienst. Für die Katholiken in Wannsee geht es in die Kirche St. Michael neben dem Rathaus. Vor über 90 Jahren versammelten sich die Gläubigen noch in einer Kruckenkreuz am Eingangsportal. Schulaula, bis sie 1927 ihre ei- meindemitglieder hatten das gene Kirche in Wannsee bauen Grundstück für den Kirchenkonnten. Wohlhabende Ge- bau zur Verfügung gestellt.

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Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH, Badensche Str. 44, 10715 Berlin ☎ 030 / 844 933-0 Redaktion Karl-Heinz Christ extra@gazette-berlin.de Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Wannsee extra erscheint alle zwei Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Nächste Ausgabe August/September Nr. 4/2017 Anzeigen-/Redaktionsschluss: 04.07.2017 Erscheinung: 01.08.2017 Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themen­wünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen.


4 Wannsee extra Die drei Gussstahlglocken, die anfangs in der Glockenstube im Turm hingen, wurden 1927 von der Glockengießerei Schilling & Lattermann aus Apolda in Thüringen gegossen. Stahlglocken wurden im Zweiten Weltkrieg nicht eingezogen und so blieben der Kirche St. Michael, die selbst keine allzu großen Beschädigungen erlitt, ihre Glocken erhalten. Mittlerweile sind jedoch alle drei Stahlglocken durch Bronzeglocken ersetzt, da die Glocke Maria bereits 1981 abstürzte und Hereinspaziert! Die gemauerten Spitzbögen des Portals umschließen die Kirchentür, auf der die beiden anderen 2011 KorErzengel Michael das Böse bekämpft. rosionsschäden aufwiesen. Die Das Gotteshaus entstand nach Dreifacher drei Stahlglocken stehen heute Plänen des Berliner Architekten Glockenklang außen vor dem Kircheneingang. Wilhelm Fahlbusch. Die Kirche Die Größte der Glocken im Turm St. Michael war die erste Kirche Der hoch aufragende, kantige ist die Paulus-Glocke mit 1060 kg, in Groß-Berlin, die im Stil des Ex- Turm der Backsteinkirche erin- die Kleinste, die Maria-Glocke, pressionismus entworfen wurde. nert an märkische Wehrkirchen. bringt 414 kg auf die Waage.


Wannsee extra 5 Die Michael-Glocke trägt die Inschrift: „Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampf.“, auf der Maria-Glocke steht: „St. Maria, Mutter Gottes und Magd, all unsere Not sei dir geklagt.“ Auf der Paulus-Glocke heißt es: „Wenn ich die Sprache der Engel und Menschen redete, hätte aber die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.“

Kunstwerke von Otto Hitzberger Das Kirchenschiff besteht ebenfalls aus Backstein und ist mit einem Satteldach gedeckt. Die schmalen, buntverglasten Fenster wurden mittlerweile mit einer Doppelverglasung versehen. Die schmale Form der Fenster unterstreicht den Eindruck der Wehr-

Die alten Stahlgussglocken stehen heute vor der Kirche.

kirche. Eine Besonderheit ist das Holzrelief am Eingangsportal. Es wurde im Stil des Expressionismus von dem Holz- und Stein-Bildhauer Otto Hitzberger geschaffen. Im Jahr 1938 waren drei seiner Werke Bestandteil der

Ausstellung „Entartete Kunst“. In dem Portal der Kirche St. Michael ist der Erzengel Michael eingearbeitet, der die Kirche mit geschwungenem Schwert gegen das Böse in Form eines mehrköpfigen Drachen verteidigt.

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Eine Kopie des Abendmahls von Leonardo da Vinci ziert den Altarraum.

Auch die Kreuzwegstationen, die musizierenden Engel an der Balustrade der Empore sowie die Vollplastiken „Madonna mit Kind“ und „Erzengel Michael“ schuf Otto Hitzberger. Sowohl der Kreuzweg als auch die Figuren der Weihnachtskrippe, die noch aus den Anfangszeiten der Kirche stammen, werden nach und nach restauriert.

Farbenfroher Innenraum Den Vorraum der Kirche dominiert eine Plastik des Salesianers Don Bosco. Das Don Bosco Heim in Wannsee betreute bis 2005 zahlreiche Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen. Aufgrund finanzieller Probleme verkaufte der Orden der Salesianer das Grundstück

Im Vorraum befindet sich eine Bronzeplastik von Don Bosco.

in Wannsee und zog nach Marzahn um. Im Inneren der Kirche ist der Raum durch SpitzbogenWandscheiben in fünf Joche unterteilt, die im Bogen vergoldet sind. Nach dem sachlichen Äußeren überrascht die helle, freundliche Innengestaltung. An der Wand hinter dem Altar sitzen Jesus und die Apostel beim Abendmahl. Das Wandgemälde schuf der Maler Heinrich Schellhasse im Jahr 1931. Das Bild wurde dem Gemälde von Leonardo da Vinci nachempfunden, das im Kloster Santa Maria della Grazie in Mailand zu sehen ist. Die Engelsmosaike am Altar, der Bildteppich im Chorraum und die Entwürfe für den Bildteppich sowie den farbigen Läufer im Mittelgang stammen ebenfalls von Heinrich Schellhasse. Der Teppich und der Läufer wurden


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8 Wannsee extra in der Teppichfabrik Hozak in Nowawes, heute Potsdam-Babelsberg, gewoben. Noch befinden sich die Originalteppiche in der Kirche, allerdings ist ein neuer Teppich für den Mittelgang derzeit in Arbeit und wird voraussichtlich zum Ende dieses Jahres verlegt.

Beinahe Dreifaltigkeitskirche Die drei Spitzen auf dem Turm weisen noch darauf hin, dass sie eigentlich den Namen Dreifaltigkeitskirche bekommen sollte. Auch das dreieckige Weihwasserbecken und die Dreizahl der Kerzenleuchter erinnern daran. Doch einer der großzügigen Spender machte sich dafür stark, dass die neue Kirche den Namen des Erzengels Michael tragen sollte, des Schutzheiligen Deutschlands. Am 25. Juni 1927 war Weihetag für das neue Gotteshaus. Allerdings dauerte es weitere elf Jahre, bis die Gemeinde selbständig wurde. Noch bis 1938 betreute der Pfarrer von St. Antonius in Babelsberg die Katholiken in Wannsee. 1938 bekamen sie einen eigenen Seelsorger, 1942 wurde die Gemein-

de zur seelsorgerisch selbständigen Kuratie und 1949 erhob der Berliner Bischof Konrad Cardinal von Preysing sie zur Pfarrei. Am 1. März 2004 fusionierte die Gemeinde St. Michael mit der Gemeinde Zu den heiligen Zwölf Aposteln in Nikolassee.

Veranstaltungen im Juni und Juli Im Jubiläumsjahr finden regelmäßig Konzerte und Festgottesdienste in der Kirche statt. 18 Juni, 18 Uhr: Jubiläumskonzert, Kirchenchor „Zu den hl. Zwölf Aposteln“. Leitung: Andreas Müller. 25. Juni, 9.30 Uhr: Festgottesdienst mit Michaels Friends, Leitung Dr. Michael Schmitz. 25. Juni ab 10.30 Uhr im Pfarrgarten: Pfarrfest mit Bläsergruppe „Da Capo“. 8. Juli, 19 Uhr: Vortrag: „Don Bosco in Berlin, Deutschland und der Welt“. Referent: Prof. Dr. Sebastian Fiechter. 8. Juli, 20 Uhr: Film „Der Seiltänzer“. Weitere Veranstaltungen hängen in der Kirche aus.  ◾

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Lungenklinik Heckeshorn wird 70 Tuberkuloseepidemie führte zur Klinikgründung

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er Anlass war eine gesundheitliche Katastrophe. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren in Berlin ca. 80.000 Menschen an Tuberkulose erkrankt. Da im amerikanischen Sektor keine Klinik auf die Behandlung von Lungenerkrankungen spezialisiert war, wurde kurzfristig die Lungenklinik Heckeshorn in der frischen Luft des Wannsees ins Leben gerufen. Zwei Jahre nach der Gründung wurden in den USA die ersten Antibiotika entwickelt und in Heckeshorn erstmals angewendet. Damit stiegen die Heilungschancen der Patienten enorm. Aus der einstigen Tuberkuloseklinik entwickelte sich im Laufe der Zeit eine moderne und leistungsfähige Klinik für die Behandlung aller Lungenkrankheiten. Im Jahr 2003 erfolgte der Umzug von Wannsee nach Zehlendorf unter das Dach des heutigen Helios Klinikums Emil von Behring. Heute verfügt die Klinik unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med.

Dr. Michael Barker (links), Chefarzt Professor Dr. med. Torsten Bauer (Mitte) und Chefarzt Professor Dr. med. Joachim Pfannschmidt (rechts).

Torsten Bauer über insgesamt sechs Fachbereiche zur Diagnostik und Behandlung verschiedener – auch sehr seltener – Erkrankungen der Lunge und Bronchien. Zur Lungenklinik Heckeshorn zählen unter anderem die Klinik für Thoraxchirurgie, ein zertifiziertes Thorax- und Lungenkrebszentrum, die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und

das zertifizierte Zentrum für Infektologie. Hochmoderne Tumoranalyse, eine Beatmungsstation, die Behandlung von nächtlichen Atemstörungen und vieles mehr gehört heute zu dem breiten Spektrum der Klinik. In dem zertifizierten Thoraxzentrum werden Operationen mit minimalinvasiven Verfahren wie beispielsweise mit Laser durchgeführt.  ◾

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Steglitz-Zehlendorf auf gutem Weg Erfolgreicher Aufbruch Richtung Fairtrade Town

Reges Interesse an der Kampagne Fairtrade Town herrschte im Rathaus Zehlendorf. 

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ie Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf hatte bereits im Oktober 2015 dem Bezirksamt vorgeschlagen, sich an der Kampagne für fairen Handel „Fairtrade Town“ zu beteiligen. Am 25. April 2017 kamen nun auf Einladung des Bezirksamtes im Rathaus Zehlendorf rund 30 interessierte Vertreter aus Bürgerschaft, Kirche und Politik zur Auftaktveranstaltung Richtung Fairtrade Town zusammen, wo zu Beginn die Inhalte der Kampagne vorgestellt wurden.

Wie kann der Bezirk Fairtrade Town werden? Um sich für diese besondere, erst einmal auf zwei Jahre angelegte Auszeichnung bewerben zu können, muss der Bezirk Steglitz-Zehlendorf fünf Kriterien erfüllen: • Zu Beginn muss ein Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels verabschiedet

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werden. Begleitend werden in allen öffentlichen Sitzungen – und natürlich auch im Büro der Bürgermeisterin – Kaffee und ein weiteres Produkt aus fairem Handel angeboten. • Eine lokal gebildete Steuerungsgruppe mit mindestens drei Vertretern der Bereiche Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft übernimmt dann auf dem Weg zur Fairtrade Town die Koordination von Aktivitäten im Bezirk. • Abgestimmt auf die Bezirks-Einwohnerzahl werden Fairtrade-Produkte im Sortiment von Einzelhandel, Gastronomie und Floristik angeboten. • Im Bereich Zivilgesellschaft – also in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen – werden ebenfalls Produkte aus fairem Handel angeboten, außerdem werden im Rahmen weiterer Kampagnen Bildungsaktivitäten zu diesem Thema umgesetzt. • Aktive Öffentlichkeitsarbeit der Steuerungsgruppe sorgt für eine sinnvolle Außendarstel-


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12 Wannsee extra lung der Kampagne. Über lokale Printmedien, aber auch durch die regelmäßige Veröffentlichung von OnlineArtikeln, erfahren die Bewohner des Bezirks von den jeweiligen themenbezogenen Aktivitäten und Ereignissen vor Ort.

Faire Unterstützer Im Rahmen der Auftaktveranstaltung stellten sich zahlreiche Teilnehmer mit ihrem jeweiligen Engagement zum Thema Fairer Handel vor. So vertrat Frank Zelazny die genossenschaftliche Schülerfirma FairWear. Mithilfe der bezirklichen Partnerschulen Rudolf Steiner & Emil Molt werden die nachhaltig produzierten und

fair gehandelten Textilprodukte – nach Wunsch bedruckte Taschen, T-Shirts und Hoodies – an Schul- und Aktionsständen in Berlin zu ebenfalls fairem Preis verkauft. Seine Hoffnung an die Kampagne erklärt Frank Zelazny so: „Wir erhoffen uns von der Kampagne einen signifikanten Beitrag zu einem wirklichen Umdenken in der Gesellschaft. Aber der klassische „Bewusstseinswandel“ reicht anscheinend nicht: Laut einer Studie von 2015 sind sich 96 Prozent der Jugendlichen durchaus darüber im Klaren, dass es bei der Modeproduktion nicht fair zugeht. 80 Prozent der Jugendlichen kaufen dennoch bei den großen konventionellen Marken. Unsere Schülerfirma setzt bei dieser Zielgruppe in der Wei-

se an, dass sie selbst zum Teil des Modegeschäfts werden. So wird früh Eigenverantwortung simuliert und durch den persönlichen Bezug zum Herstellerland praktisch gegen Verdrängungsprozesse gearbeitet. Warum den Umweg über den Bewusstseinswandel gehen, wenn man gleich direkt selbst etwas verändern kann? Genau diesen praktischen Bezug wünschen sich viele Jugendliche.“ Als Gast konnte im ehemaligen BVV-Saal des Rathauses von Bezirksstadträtin Maren Schellenberg ein Vertreter der indischen Organisation „fair&organic“ begrüßt werden, die vor Ort in Indien als Kooperationspartner von FairWear agiert. Als ebenfalls partnerschaftliche Unterstützer der Kampagne


Wannsee extra 13 vertraten die Pädagogen Elke Anders und Peter Heinrichs die Botanikschule und das BNE-Zentrum (Bildung für nachhaltige Entwicklung) am Botanischen Garten. Elke Anders erklärte: „Unser kooperierender Part ist es, über das globale Thema Fairer Handel durch Angebote an Schulen zu informieren und unser Wissen an Projekttagen den Kindern und Jugendlichen, aber auch den Lehrern über Weiterbildungsangebote näherzubringen.“ Zu den Unterstützern der angelaufenen Kampagne Fairtrade Town gehört auch der bezirkliche Kirchenkreis, der mit seinen Initiativen fair gehandelte Lebensmittel aus Afrika und Südamerika verkauft.

Nächste Schritte Durch die Auftaktveranstaltung konnten Interessenten für die Steuerungsgruppe gefunden werden, die es nun aufzustellen

Hochschule für Wirtschaft und Recht unterstützend begleitet. Für die Teilnahme der in diesem Jahr vom 15. – 29. September stattfindenden Woche des Fairen Handels sind in Steglitz-Zehlendorf gemeinsame Aktivitäten vorgesehen. So freut sich Umweltstadträtin Maren Schellenberg, „dass unsere Auftaktveranstaltung auf reges Interesse gestoßen ist. Ich bin begeistert, wie viel Engagement schon jetzt in unserem Bezirk vorhanden ist.“ Man darf also gespannt sein, wann Steglitz-Zehlendorf den Titel Fairtrade Town als fünfter Bezirk neben CharlottenburgWilmersdorf, Mitte, Pankow und Tempelhof-Schöneberg tragen darf. ◾  Jacqueline Lorenz

gilt. Daran werden auch Vertreter der jeweiligen Fraktionen teilnehmen. Ein Jahr lang wird diese für weitere Aktivitätsplanungen zuständige Gruppe von drei Master-Studierenden der

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Ein Platz für Pfitze Ehrung zum 93. Geburtstag

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m 8. April gab es in Schlachtensee eine ungewöhnliche Feier – ein Platz wurde nach dem Schauspieler Günter Pfitzmann, der bis zu seinem Tod im Jahr 2003 in diesem Teil von Zehlendorf lebte, benannt. Eine seiner bekanntesten Rollen war die des Dr. Peter Brockmann in der Fernsehserie „Praxis Bülowbogen“, die in Schöneberg spielt. Der Vorschlag, eine Straße nahe dem Bülowbogen nach Pfitzmann zu benennen, wurde von der Verwaltung des Bezirks Tempelhof-Schöneberg abgelehnt, da dort in nächster Zeit nur weibliche Straßennamen vergeben werden. Alternativ wurden ein Weg und ein Platz zwischen Dennewitzstraße und Gleisdreieckpark, die auf Vorschlag der CDU Tempelhof-Schöneberg hin nach Günter Pfitzmann benannt werden sollten, mittler-

weile neutral „Am Bülowbogen“ getauft. In Steglitz-Zehlendorf war eine direkte Ehrung des Schauspielers möglich. In unmittelbarer Nähe des früheren Wohnorts von Günter Pfitzmann wurde nun eine Fläche zwischen Matterhornstraße, Palmzeile und Wasgenstraße nach ihm benannt. Die feierliche Enthül-

lung der Tafel nahm Witwe Lilo Pfitzmann vor.

Vor der Kamera und auf der Bühne Der am 8. April 1924 geborene Günter Pfitzmann begann seine Laufbahn als Schauspieler an der Komödie am Ku’damm, wo er bis 1985 immer wieder auftrat. Er stand auch auf zahlreichen weiteren Bühnen – beispielsweise im Hebbel-Theater, der Freien Volksbühne, im Theater am Kurfürstendamm und im Berliner Theater. In Film und Fernsehen war er ebenfalls präsent, neben „Praxis Bülowbogen“ spielte er die Hauptrolle in der Serie „Der Havelkaiser“ und übernahm den Part des Otto Krüger in „Drei Damen vom Grill“. Seinen letzten Fernsehauftritt hatte er im Jahr 2002 in der Serie „In aller Freundschaft“.  ◾


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Was lange währt…

Geburt der Talentschmiede YouKunst

Gründungsteam (v.l.) Cerstin Richter-Kotowski, Christa Markl-Vieto und Marion Friebel.

Z

u den wenigen Bezirken, die keine Jugendkunstschule haben, gehörte lange Zeit der Bezirk SteglitzZehlendorf. Umso größer war die Freude, als im Mai 2016 endlich die Gründung mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Bezirksamt und Senat durch Oberschulrätin Marion Friebel und die damaligen Bezirksstadträtinnen Cerstin Richter-Kotowski und Christa Markl-Vieto besiegelt werden konnte, für die neue Bezirks-Jugendkunstschule „YouKunst“ auf dem Steglitzer Albert-Schweitzer-Campus Am Eichgarten 14.

1958 war die Anlage ursprünglich als Jugendfreizeiteinrichtung eröffnet worden. „Es ist unser Ziel, die Beste zu werden“, betonte Markl-Vieto damals. – Doch das braucht wohl seine Zeit, denn fast ein Jahr später findet noch immer kein Kunstbetrieb in den Räumen statt, die YouKunst liegt noch in den Wehen. Für die Handwerker bleibt einiges an Geburtshilfe zu tun, bis der zukünftige KunstCampus mit seinen Angeboten für Schülerinnen und Schüler seine Türen öffnen und seine neu geborene Talentschmiede präsentieren kann.

Geburtshelfer „Wir liegen in der Zeit und im Plan. Die Schadstoffsanierung ist abgeschlossen, die Container sind weg, jetzt läuft die Umbauphase“, erklärt Henning Harms zuversichtlich, der zusammen mit seiner Kollegin Bettina Tscheslog während der aktuellen Gründungsphase die Leitungsstelle der YouKunst innehat. Während er für die Oberschulen zuständig ist, betreut Bettina Tscheslog die Grundschulen. Die beiden Kunstpädagogen, die auch als erfahrene Schulbe-


Wannsee extra 19 rater immer dicht an der Materie und der Lehrerfortbildung sind, haben das Konzept dazu in vielen Planungsstunden nach dem Berliner Modell engagiert entwickelt und gezielt Fach-Angebote für die Werkstätten erstellt: Denn ein Großteil der über 50 Bezirksschulen besitzt deutliche Defizite in handwerklicher und technischer Ausstattung. Die werden hier zukünftig an zentraler Stelle in einer Art „Talentschuppen“ aufgefangen, in dem Schüler Räume und Ausstattung finden, die sie in ihrer Schule vermissen und die ihnen im Schulalltag an diesem Ausweichort bessere Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung bieten werden. Zweckgebunden finanziell unterstützt wird das Projekt vom Senat und aus dem Haushaltsetat des Bezirks. „Wichtig für einen dauerhaften Erfolg ist aber auch die gute Vernetzung, Kooperation und Zusammenarbeit mit den Schulen“, weiß Bettina Tscheslog, die – wie ihr Kollege – den politischen Auftrag, den sie aus dem Bezirksamt bekommen hat, sehr ernst nimmt: einen Ort der künstlerischen Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Dies zu realisieren, sind beide unterwegs, um viele Schulen mit diesem zukunftsweisenden bunten Angebot zu erreichen und dafür zu begeistern.

Raum für Kreativität Genügend Raum werden die Schülerinnen und Schüler während der Schulzeit dann in sechs überwiegend barrierefreien Gebäudeteilen des Campus finden, die jeweils einem Themenbereich gewidmet sind: So werden in der Werkstatt für Plastik und Keramik Gruppen mittlerer Größe Grundausstattung mit Brennofen vorfinden und den anschließenden Innenhof bei Bedarf mit nutzen. In der Holzwerkstatt nebenan wartet eine Ausstattung für Arbeiten im Bereich Architektur/DesignModellbau. Werkzeuge für die Bearbeitung von Holz, Kappa-Platten und Pappen liegen bereit. Aber auch für Bewegungsfreude wird gesorgt sein: Da ist die lichtdurchflutete 95-QuadratmeterHalle mit Spielfeld, Geräteraum und Sportmatten, in dem Tanz und sportliche Bewegung auf dem Programm stehen werden. Ebenerdig gelangt man von ihr in den großzügigen rund 1000 Qua-


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Bald werken hier Schüler anstatt Handwerker.

dratmeter großen Garten, der als Freiluftatelier schon heute vielfältige Ideen zur künstlerischen Nutzung weckt. Dazukommen soll eine Werkstatt, in der Druck-,

Textil-, Mappen- und Digitales Atelier sowie ein Foto-Studio untergebracht sind. Und dann ist da noch der rund 240 Quadratmeter große, multifunktio-

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nal von der Ausstellung bis zur Theaterveranstaltung nutzbare Theatersaal, ausgestattet mit Bühne, Parkett, Beleuchtungsund Medienanlage. Gemeinsame Projekte unter Beteiligung aller sechs Werkstätte umzusetzen und einmal vielleicht sogar Schüler verschiedener Schulen zusammenbringen, das dürfte das reizvolle Ziel dieses Projektes sein. Während der Vormittag überwiegend für Schulen und Künstler reserviert sein wird, werden die Nachmittage dem Freizeitbereich vorbehalten sein, in dem Schulen ebenso anzutreffen und willkommen sind wie Kinder aus dem Umkreis des Campus. Während der Ferien sind spannende Workshops für die Daheimgebliebenen geplant. Auch wenn in den Räumen des YouKunst Campus derzeit nur die Handwerker kreativ sein können, bereits während der Übergangsphase hat sich im Projekt einiges getan: An u. a. Pestalozzi-, Nord- und Beethoven-Schule fanden – auch in den Willkommensklassen – bereits Kurse mit Honorarkräften zu Themen wie Picasso, Ornamentik und Wandmalerei statt, die viel Begeiste-

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rung weckten. Sie und weitere Honorarkräfte werden begleitend auch nach der Eröffnung am Eichgarten den Schülern künstlerisch und professionell zur Seite stehen.

Fotos Lorenz/YouKunst

Kooperativ einbezogen in ihre Projekte werden von der YouKunst außerdem renommierte Kunsteinrichtungen wie beispielsweise das Kunsthaus Dahlem, das Brücke-Museum,

das Museum Berggruen und der Botanische Garten. Dass dies – hoffentlich noch vor diesem Sommer – in den neuen Räumen des YouKunst Campus vervollkommnet und realisiert werden kann, nicht nur das wünschen sich Bettina Tscheslog und Henning Harms: Um die neugeborene YouKunst auf sichere Füße zu stellen, erhoffen sie sich für die Schülerinnen und Schüler eine sichere Co-Finanzierung durch das Bezirksamt sowie die Weiterführung des so erfolgreichen Berliner Modells – und eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb ihres Netzwerks Schule. Weitere Informationen unter www.youkunst.de ◾  Jacqueline Lorenz


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Über den Wipfeln von Beelitz Baumkronenpfad bietet Einblicke in die Ruinen von Beelitz-Heilstätten

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uf in luftige Höhen! Der Baumkronenpfad Baum & Zeit führt in 17 – 22 Meter Höhe über die Wipfel und Ruinen von Beelitz-Heilstätten. Sportliche können ihn über die Stufen am 40 Meter hohen Aussichtsturm erklimmen, für alle anderen eignet sich der Aufzug, der den Baumkronenpfad barrierefrei macht. In BeelitzHeilstätten befindet sich der erste Baumkronenpfad Brandenburgs. Nach fünfjähriger Pla- Ruinen und Bäume lassen sich in Beelitz-Heilstätten aus der Vogelperspektive erleben. nungszeit eröffnete diese neue Attraktion am 11.  September den kann. Er führt rund um das nig anfangen können. Wer die 2016. ehemalige Lungenheilgebäude Blicke nicht auf eigene Faust für Frauen, das sogenannte Al- schweifen lassen möchte, sonpenhaus, auf dem mittlerweile dern mehr über Beelitz-HeilstätBlick auf das Bäume wachsen. Auf Holz, links ten und den Baumkronenpfad Alpenhaus und rechts mit einem Geländer erfahren möchte, kann an einer Der erste Bauabschnitt ist derzeit begrenzt, fühlen sich auch jene Führung auf dem Baumkronender einzige, der begangen wer- sicher, die sonst mit „Höhe“ we- pfad teilnehmen.


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Der gut gesicherte Pfad ist barrierefrei.

Kampf gegen die Tuberkulose

hunderts. Die hohe Bevölkerungsdichte und die elenden Wohnverhältnisse in den Berliner Der Bau der Heilstätten in Beelitz Hinterhöfen begünstigten die begann Anfang des 20. Jahr- Ausbreitung der Tuberkulose.

Die Landesversicherungsanstalt in Berlin beschloss daher, im Berliner Umland Heilstätten für an Lungentuberkulose erkrankte Menschen sowie Sanatorien für

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24 Wannsee extra chronisch erkrankte Patienten zu errichten. So entstanden getrennte Kliniken für Frauen und Männer sowie getrennte Sanatorien. Die ersten Patienten zogen bereits 1902 ein. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs nutzte das Rote Kreuz die Heilstätten als Lazarett für verwundete Soldaten. Auch ein Gefreiter namens Adolf Hitler kurierte hier eine Verletzung durch einen Granatsplitter aus. Erst 1920 standen die Häuser den an Lungentuberkulose Erkrankten wieder zur Verfügung. Die Zahl der erkrankten Berliner stieg auch deshalb, da das Stadtgebiet von Berlin im Jahr 1920 erheblich vergrößert worden war. Aus diesem Grund waren Erweiterungsbauten nötig. Die Bebauung von Beelitz- Heilstätten wurde 1930 abgeschlossen.

Die Natur erobert sich die Ruinen zurück.

Erholung auf Spazierwegen Um die Gebäude anzulegen, musste etwa ein Viertel des Waldbestandes gefällt werden. In dem verbliebenen Wald legte man Spazierwege für die Patienten an. Die Areale rund um die Gebäude wurden mit Gehölzen bepflanzt, die nur geringe Pflege brauchten und daher kostengünstig im Unterhalt waren. Nach 1945 nutzte die

Rote Armee Beelitz-Heilstätten. In den unzerstörten Gebäuden unterhielten sie das größte Militärkrankenhaus außerhalb der Sowjetunion. Hier wohnten Erich und Margot Honecker nach der Wende in einer Arztvilla, bis sie nach Moskau ausgeflogen wurden. 1994 verließen die Russen das Gelände. Viele verschiedene Projekte wurden geplant und scheiterten. Die Gebäude verfielen zusehends. Sie wurden als morbide Film- und Fotokulissen genutzt. Künftig könnten sie jedoch die Kulisse für Freizeit und Erholung bieten. Die Betreiber des Baumkronenpfades eröffnen im Juni einen Barfußpfad und bieten zahlreiche Termine für die ganze Familie. Weitere Informationen unter www.baumundzeit.de.  ◾

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Gesundheit 25

Gesunde Ernährung Unverschämt einfach

D

ie Ureinwohner Boliviens haben die gesündesten Herzen aller bisher untersuchten Populationen. Das ist das Ergebnis einer vielbeachteten Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet erschien. Warum ist diese Studie so aufsehenerregend? Zum einen sicherlich wegen des enormen Aufwands und der daraus resultierenden Aussagekraft der Studie: 85 Eingeborenen-Dörfer im Amazonasgebiet wurden von den Forschern besucht. Die Wissenschaftler erstellten 705 Herz-Computertomogra-



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26 Gesundheit phien, um das Herz-Kreislaufrisiko abschätzen zu können, sie bestimmten Puls, Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerspiegel und Entzündungsmarker. Das Ergebnis ist frappierend, es zeigt Schwarz auf Weiß: Ein 80-jähriger Tsimané am Amazonas hat in etwa das gleiche Gefäßalter wie ein Mitte50-jähriger US-Amerikaner! So weit so gut. Weniger spektakulär sind die Gründe für die beneidenswerte Gesundheit der Ureinwohner. Sie beruht, so die Forscher, auf ihrem Lebensstil: Angehörige der Tsimané nehmen viele natürliche, ballaststoffreiche Kohlenhydrate aus Früchten und Gemüse zu sich, wenig ungesättigte Fettsäuren und keinen raffinierten Zucker, dafür aber auch Wild und Fisch. Sie bewegen sich den Tag hindurch und sie rauchen nicht. Das alles ist nichts Neues. Dass Rauchen und körperliche Passivität unserer Gesundheit schadet, ist (fast) allen bekannt, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist, ebenfalls. Umso erstaunlicher scheint es manchmal, mit wieviel Aufwand immer feinere Details untersucht, und mit welcher

Raffinesse immer wieder neue Trends, z. B. im Hinblick auf die Ernährung, etabliert werden. Die Tsimané wissen von all dem nichts und leben dennoch gesund.

Weniger ist mehr Interessant sind auch die Kosten und Mühen, die Menschen in unserer Gesellschaft aufbringen, um sich gesund zu erhalten. Ist das wirklich nötig? Die Wahrheit ist einfach, heißt es oftmals. Im Fall der Ernährung trifft das zu. Drei Beispiele sollen das verdeutlichen. Muße statt Mühe: Wer sich ständig fragt, ob er über seine Nahrung alle benötigten Vitamine erhält, wer ständig neue Informationen dazu sammelt, immer neuen Ernährungstrends hinterher hechtet, Kalorien zählt usw., der hat viel Mühe. Die Grundregeln sind ganz einfach, sie haben sich seit Jahren kaum verändert: Der Speisezettel sollte viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte enthalten, Milchprodukte und Fisch sollten nicht fehlen, und Fleisch nur in Maßen genossen

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Gesundheit 27 werden. Salz, Zucker und Fette, vor allem aus gesättigten Fettsäuren, sollten sparsam verwendet werden – so einfach ist es. Wer seine Kapazitäten dazu nutzt, die Speisen in Ruhe zuzubereiten und mit Genuss zu essen, der tut auch noch Gutes für seine seelische Verfassung. Natürlich statt stark verarbeitet: industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten tendenziell mehr Fett, mehr Zucker, mehr Salz, mehr unerwünschte produktionsbedingte Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Acrylamid, und weniger Ballaststoffe. Wer Haferflocken statt „Frühstückscerealien“ verspeist, Pellkartoffeln mit Kräuterquark statt eines Fertiggerichts, weil es mal schnell gehen muss, der ernährt sich gesünder. Günstig statt teuer: Smoothies, exotische Beeren, Treibhaus-Erdbeeren im Winter – das alles ist meist überflüssig. Normales Obst und Gemüse reichen aus, um alle benötigten pflanzlichen Nährstoffe zu erhalten. Teure Spezialprodukte ohne Laktose oder Gluten brauchen die meisten Konsumenten nicht, wie Studien zeigen, es sei denn, sie haben erwiesenermaßen eine

Unverträglichkeit. Auch probiotische Getränke mit zweifelhafter Wirkung und hohem Preis sind völlig überflüssig für Menschen, die ihre Darmflora mit Ballaststoffen aus Gemüse, Obst und Vollkornprodukten verwöhnen.

Zeit, aus Wissen Taten werden zu lassen Wir haben das Wissen, das wir brauchen, und wir haben, geschichtlich gesehen, die einmalige Gelegenheit, uns das ganz Jahr hindurch mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen. Unverschämt einfach haben wir es eigentlich. Warum fällt es dann so schwer? Stress wird nicht selten eine Rolle spielen, berufliche Auslastung, und die ständige Verfügbarkeit von Leckereien, deren Verlockung wir uns nicht entziehen können. Die Erforschung weiterer Details zu Lebensstilfaktoren, wie beispielsweise der Ernährung, ist weniger wichtig, als die Bemühung, Menschen dabei zu unterstützen, bereits bekannte gesundheitsfördernde Maßnahmen in die Tat umzusetzen. ◾


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Wannsee extra Nr. 3/2017  

Juni/Juli-Ausgabe von Wannsee extra für Wannsee und Umgebung

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