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Nikolassee & Schlachtensee extra Journal fĂźr Nikolassee, Schlachtensee und Krumme Lanke Juni / Juli Nr. 3/2017

Die Badende Skulptur von Ferdinand Lepcke steht auf dem Hohenzollernplatz

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Die Badende

Skulptur von Ferdinand Lepcke steht auf dem Hohenzollernplatz

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ine Schönheit mit einem seltsamen Namen. Die Statue „Die Badende“ auf dem Hohenzollernplatz am SBahnhof Nikolassee wurde von dem Bildhauer Ferdinand Lepcke (1866 – 1909) als Phryne bezeichnet. Die Bedeutung dieses Namens ist wenig schmeichelhaft, übersetzt heißt er „Kröte“. Das Vorbild für die Statue lebte im 4. Jahrhundert vor Chr. im alten Griechenland. Phryne, die eigentlich Mnesarete „Eingedenk der Tugend“ hieß, war eine berühmte griechische He-

täre. Schon zu ihren Lebzeiten stand sie aufgrund ihrer Schönheit Modell für Statuen. Den Beinamen Phryne erhielt sie wegen ihres gelblichen Teints. Das Original von Ferdinand Lepcke stammt aus dem Jahr 1900, es verschwand im Zweiten Weltkrieg. Der Nachguss stand bis 2008 auf der Wiese nahe dem S-Bahnhof Schlachtensee und wurde dann nach Nikolassee versetzt, da die Statue am Schlachtensee immer wieder durch Schmierereien entstellt wurde. ◾

Impressum

Nikolassee & Schlachtensee extra 6. Jahrgang

Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH, Badensche Str. 44, 10715 Berlin ☎ 030 / 844 933-0 Redaktion Karl-Heinz Christ extra@gazette-berlin.de Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Nikolassee & Schlachtensee extra erscheint alle zwei Monate in Nikolassee, Schlachtensee und Krumme Lanke am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Nächste Ausgabe August/September Nr. 4/2017 Anzeigen-/Redaktionsschluss: 04.07.2017 Erscheinung: 01.08.2017 Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themen­wünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus den Ortsteilen beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen.

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4 Nikolassee & Schlachtensee extra

Ein Platz für Pfitze Ehrung zum 93. Geburtstag

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m 8. April gab es in Schlachtensee eine ungewöhnliche Feier – ein Platz wurde nach dem Schauspieler Günter Pfitzmann, der bis zu seinem Tod im Jahr 2003 in diesem Teil von Zehlendorf lebte, benannt. Eine seiner bekanntesten Rollen war die des Dr. Peter Brockmann in der Fernsehserie „Praxis Bülowbogen“, die in Schöneberg spielt. Der Vorschlag, eine Straße nahe dem Bülowbogen nach Pfitzmann zu benennen, wurde von der Verwaltung des Bezirks Tempelhof-Schöneberg abgelehnt, da dort in nächster Zeit nur weibliche Straßennamen vergeben werden. Alternativ wurden ein Weg und ein Platz zwischen Dennewitzstraße und Gleisdreieckpark, die auf Vorschlag der CDU Tempelhof-Schöneberg hin nach Günter Pfitzmann benannt werden sollten, mittler-

weile neutral „Am Bülowbogen“ getauft. In Steglitz-Zehlendorf war eine direkte Ehrung des Schauspielers möglich. In unmittelbarer Nähe des früheren Wohnorts von Günter Pfitzmann wurde nun eine Fläche zwischen Matterhornstraße, Palmzeile und Wasgenstraße nach ihm benannt. Die feierliche Enthül-

lung der Tafel nahm Witwe Lilo Pfitzmann vor.

Vor der Kamera und auf der Bühne Der am 8. April 1924 geborene Günter Pfitzmann begann seine Laufbahn als Schauspieler an der Komödie am Ku’damm, wo er bis 1985 immer wieder auftrat. Er stand auch auf zahlreichen weiteren Bühnen – beispielsweise im Hebbel-Theater, der Freien Volksbühne, im Theater am Kurfürstendamm und im Berliner Theater. In Film und Fernsehen war er ebenfalls präsent, neben „Praxis Bülowbogen“ spielte er die Hauptrolle in der Serie „Der Havelkaiser“ und übernahm den Part des Otto Krüger in „Drei Damen vom Grill“. Seinen letzten Fernsehauftritt hatte er im Jahr 2002 in der Serie „In aller Freundschaft“.  ◾


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Nikolassee stets vor Augen: Henning Schröder.

Nikolasseer durch und durch

Henning Schröder im steten Einsatz für seinen Ortsteil

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hronist, Autor, gewissermaßen Ortsvorsteher und vor allem Nikolasseer. – Das ist Henning Schröder mit ganzer Seele, der mit seinem ehrenamtlichen Einsatz immer wieder dafür sorgt, dass Nikolassee sein Gesicht behält und das bleibt, was es immer war: Ein ruhiger Ortsteil mit dem Charme über 100-jähriger Häuser und seinen Bewohnern, die Geschichten von früher zu erzählen wissen. Sein eigentliches Anliegen dabei ist, ein einheitliches Ortsbild mit charmantem Buckelpflaster und altem Baumwuchs auch den neu Zugezo-

genen zu erhalten, die heute in den ehemaligen Mehrfamilienhäusern oft mit nur einer Familie leben. Sie für die Ortsgeschichte zu begeistern und bei ihnen Verständnis und Achtung für diesen besonderen erhaltenswerten Teil Steglitz-Zehlendorfs zu wecken, gilt sein ganzer Einsatz.

Nikolasseer (fast) von Anfang an Henning Schröder selbst lebt seit über einem halben Jahrhundert in der Prinz-Friedrich-LeopoldStraße 7, wenige Meter vom S-Bahnhof Nikolassee entfernt

in – natürlich – einem Haus mit Geschichte, die 1928 begonnen hatte. Er übernahm einst die elterliche Wohnung, zog in ihren Räumen seine beiden Söhne groß und hält von hier aus Ohren und Augen offen für die Anliegen rund um Nikolassee. Im Alter von einem Jahr war er mit Einzug in die Lückhoffstraße zum Nikolasseer geworden, der er heute nach eigener Aussage „durch und durch“ ist. 1963 machte Henning Abi, dann, nach Volkswirtschaft- und JuraStudium-Beginn – die Eltern waren früh verstorben – wechselte er in eine Verlagsbuchhändler-


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8 Nikolassee & Schlachtensee extra lehre mit Schwerpunkt Herstellung. In der Lückhoffstraße 16 im „Fachverlag für Zuckerindustrie“ von Dr.  Albert Bartens fand er seinen Arbeitsplatz. Viele Jahre erstellte er u. a. die monatliche Fachzeitschrift, begleitet von den technischen Neuerungen seiner Zeit im Bereich des Verlagswesens. Er blieb bis zur Rente an diesem Ort. Sich neben seiner Arbeit für die in Nikolassee lebenden jungen Menschen zu engagieren, ihnen einen erfolgreichen Weg zu weisen, das lag Henning Schröder schon früh am Herzen, ein guter Lehrer wäre er geworden. An der Dreilinden-Grundschule, wo seine zwei Söhne zur Schule gingen, war er im Förderverein aktiv, ebenso als Elternsprecher und im Bezirks-Schulbeirat. Mit

Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung hielt er dabei immer guten Kontakt, knüpfte ein beachtliches Netzwerk um sich. „Wir waren immer eine soziale Familie, stets am Menschen dran“, begründet Henning Schröder sein Engagement. 20 Jahre lang gab er an der Dreilinden-Schule, die als eine der ersten einen Computer besaß, Computer-Unterricht. Damit ist jetzt Schluss, sein Tag ist mit den Problemen, die seinen Ortsteil betreffen und für die er Abhilfe schaffen will, auch so übervoll. „Ich werde nicht jünger“, erklärt er seinen Rückzug von der Schule. Die bleibt eh Thema im Hause Schröder, da einer seiner Söhne Lehrer ist und auch die Enkelkinder ins schulpflichtige Alter kommen.

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Ortschronist mit Erfahrung Mit den Lebensjahren stieg bei Henning Schröder auch das Interesse an der Ortgeschichte von Nikolassee. „Das liegt wohl daran, dass auch ich mit dem Älterwerden stärker meine Wurzeln wiederentdeckt habe“, bemerkt der Ortschronist schmunzelnd, der mit 60 Jahren sein Buchprojekt startete. Inzwischen hat er vier Bücher dazu auf den Markt gebracht: „Nikolassee. Häuser und Bewohner der Villenkolonie“ in erster und zweiter überarbeiteter Ausgabe, „SchlachtenseeWest“ und „Schlachtensee“. Einer weiteren „Schwester“ von Nikolassee setzt er derzeit sein literarisches Denkmal: Das Buch


Nikolassee & Schlachtensee extra 9 über „Zehlendorf-West“ ist in Vorbereitung und wird bereits ungeduldig erwartet. Streng zu recherchieren, liegt dabei ganz vorne für Henning Schröder, auch wenn nur zu oft Zeit und Ruhe dazu fehlen, dank seiner zahlreichen anderen Aufgaben. Mit ebenso fundiertem Wissen leitet er die Bürgerinitiative (BI) „Wir in Nikolassee“, in deren erster Reihe er voller Sachverstand und erfolgreich mit viel Biss für das kämpft, was den Nikolasseer Bürgern unter den Nägeln brennt, und womit er informierend an die Öffentlichkeit tritt. Da seine Diskussionen in der Regel fair und sachlich verlaufen, bekommt Schröder die Beteiligten, die es anzusprechen gilt, dann auch meist an den Gesprächstisch:

Derzeit arbeitet der Ortschronist an seinem Buch „Zehlendorf-West“.

An dem geht es schon mal über Jahre um fehlende Bebauungspläne gegen ortsbildzerstörende Bautätigkeiten, um falsche Parkraumbewirtschaftung oder um Lärmschutz vor dem AVUS-Lärm. Der Bau einer Mauer im Ortsteil

konnte verhindert werden. Aber gerade wieder aktuell geworden wegen der AVUS-Sanierung ist das Thema aktiver oder passiver Lärmschutz. Schröder und seine BI vertreten die Forderung nach einer in Höhe und Länge erwei-


10 Nikolassee & Schlachtensee extra terten Lärmschutzwand, da der angebotene passive Schutz wie beispielsweise Schallschutzfenster nur im Raum Wirkung hat, den an die AVUS angrenzenden Bewohnern im Garten jedoch nichts nutzt. Tempobegrenzung und „Flüsterasphalt“ müssten außerdem dazukommen.

Auf Lösungssuche Neben diesen großen, zeitumfassenden Themen widmet sich Henning Schröder aber auch den überschaubareren, nicht weniger wichtigen: Da ist der langsam verwahrlosende Hohenzollernplatz, die Überlegung nach einem zweiten, barrierefreien Eingang rechts neben dem S-Bahnhof Nikolassee, der Wunsch nach Mitglied im

Die AVUS und der Schallschutz: Thema seit Jahren für Henning Schröder und die BI Nikolassee.

weiteren Erinnerungs-Stelen. Überhaupt die Erinnerungskultur: Henning Schröter setzt sich dafür ein, dass Stolpersteine in erster Linie vor den Häusern verlegt werden, die als „letzter freiwillig

gewählter Wohnort“ der Deportierten und Ermordeten galten, unterstützt die gesamte Aktion in Zusammenarbeit mit der AG Spurensuche Nikolassee. Er sucht Lösungen für die Kriegsgräber auf dem Kirchhof von

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Nikolassee & Schlachtensee extra 11 Nikolassee und denkt über einen geplanten „Kirchhofführer“ nach, der über alte Gräber und Verstorbene gerade den Jüngeren Auskunft geben könnte.

Und er war wieder einmal zu Stelle, als Not am Mann war: Als für die evangelische Kirchenbroschüre „Gemeindebrief Nikolassee“ der verantwortliche Redakteur krankheitshalber ausfiel, übernahm Henning Schröder als Vorsitzender des Fördervereins der Ev. Kirchengemeinde Nikolassee ohne zu zögern dessen Aufgaben, so dass der Gemeindebrief pünktlich erscheinen konnte. Dr. Christine Mehlhorn vom Gemeindekirchenrat spricht aus,

Auch Problemen vor der Haustür wie Hohenzollernplatz und S-Bahn-Zugang geht Henning Schröder nach.

was in ganz Nikolassee bekannt ist und noch lange gelten möge: „Henning Schröder arbeitet aus der Gemeinde heraus für die Gemeinde. Er kennt eine Menge Leute und bringt sie zusammen – zum Nutzen unseres Ortsteiles

und seiner Bewohner.“ Informationen und Termine zu den angesprochenen Themen unter www.schroederniko.de und www.wir-in-nikolassee.de.  ◾  Jacqueline Lorenz

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Lungenklinik Heckeshorn wird 70 Tuberkuloseepidemie führte zur Klinikgründung

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er Anlass war eine gesundheitliche Katastrophe. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren in Berlin ca. 80.000 Menschen an Tuberkulose erkrankt. Da im amerikanischen Sektor keine Klinik auf die Behandlung von Lungenerkrankungen spezialisiert war, wurde kurzfristig die Lungenklinik Heckeshorn in der frischen Luft des Wannsees ins Leben gerufen. Zwei Jahre nach der Gründung wurden in den USA die ersten Antibiotika entwickelt und in Heckeshorn erstmals angewendet. Damit stiegen die Heilungschancen der Patienten enorm. Aus der einstigen Tuberkuloseklinik entwickelte sich im Laufe der Zeit eine moderne und leistungsfähige Klinik für die Behandlung aller Lungenkrankheiten. Im Jahr 2003 erfolgte der Umzug von Wannsee nach Zehlendorf unter das Dach des heutigen Helios Klinikums Emil von Behring. Heute verfügt die Klinik unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med.

Dr. Michael Barker (links), Chefarzt Professor Dr. med. Torsten Bauer (Mitte) und Chefarzt Professor Dr. med. Joachim Pfannschmidt (rechts).

Torsten Bauer über insgesamt sechs Fachbereiche zur Diagnostik und Behandlung verschiedener – auch sehr seltener – Erkrankungen der Lunge und Bronchien. Zur Lungenklinik Heckeshorn zählen unter anderem die Klinik für Thoraxchirurgie, ein zertifiziertes Thorax- und Lungenkrebszentrum, die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und

das zertifizierte Zentrum für Infektologie. Hochmoderne Tumoranalyse, eine Beatmungsstation, die Behandlung von nächtlichen Atemstörungen und vieles mehr gehört heute zu dem breiten Spektrum der Klinik. In dem zertifizierten Thoraxzentrum werden Operationen mit minimalinvasiven Verfahren wie beispielsweise mit Laser durchgeführt.  ◾


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Steglitz-Zehlendorf auf gutem Weg Erfolgreicher Aufbruch Richtung Fairtrade Town

Reges Interesse an der Kampagne Fairtrade Town herrschte im Rathaus Zehlendorf. 

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ie Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf hatte bereits im Oktober 2015 dem Bezirksamt vorgeschlagen, sich an der Kampagne für fairen Handel „Fairtrade Town“ zu beteiligen. Am 25. April 2017 kamen nun auf Einladung des Bezirksamtes im Rathaus Zehlendorf rund 30 interessierte Vertreter aus Bürgerschaft, Kirche und Politik zur Auftaktveranstaltung Richtung Fairtrade Town zusammen, wo zu Beginn die Inhalte der Kampagne vorgestellt wurden.

Wie kann der Bezirk Fairtrade Town werden? Um sich für diese besondere, erst einmal auf zwei Jahre angelegte Auszeichnung bewerben zu können, muss der Bezirk Steglitz-Zehlendorf fünf Kriterien erfüllen: • Zu Beginn muss ein Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels verabschiedet

Foto BezAStZ

werden. Begleitend werden in allen öffentlichen Sitzungen – und natürlich auch im Büro der Bürgermeisterin – Kaffee und ein weiteres Produkt aus fairem Handel angeboten. • Eine lokal gebildete Steuerungsgruppe mit mindestens drei Vertretern der Bereiche Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft übernimmt dann auf dem Weg zur Fairtrade Town die Koordination von Aktivitäten im Bezirk. • Abgestimmt auf die Bezirks-Einwohnerzahl werden Fairtrade-Produkte im Sortiment von Einzelhandel, Gastronomie und Floristik angeboten. • Im Bereich Zivilgesellschaft – also in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen – werden ebenfalls Produkte aus fairem Handel angeboten, außerdem werden im Rahmen weiterer Kampagnen Bildungsaktivitäten zu diesem Thema umgesetzt. • Aktive Öffentlichkeitsarbeit der Steuerungsgruppe sorgt für eine sinnvolle Außendarstel-


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16 Nikolassee & Schlachtensee extra lung der Kampagne. Über lokale Printmedien, aber auch durch die regelmäßige Veröffentlichung von OnlineArtikeln, erfahren die Bewohner des Bezirks von den jeweiligen themenbezogenen Aktivitäten und Ereignissen vor Ort.

Faire Unterstützer

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Im Rahmen der Auftaktveranstaltung stellten sich zahlreiche Teilnehmer mit ihrem jeweiligen Engagement zum Thema Fairer Handel vor. So vertrat Frank Zelazny die genossenschaftliche Schülerfirma FairWear. Mithilfe der bezirklichen Partnerschulen Rudolf Steiner & Emil Molt werden die nachhaltig produzierten und

fair gehandelten Textilprodukte – nach Wunsch bedruckte Taschen, T-Shirts und Hoodies – an Schul- und Aktionsständen in Berlin zu ebenfalls fairem Preis verkauft. Seine Hoffnung an die Kampagne erklärt Frank Zelazny so: „Wir erhoffen uns von der Kampagne einen signifikanten Beitrag zu einem wirklichen Umdenken in der Gesellschaft. Aber der klassische „Bewusstseinswandel“ reicht anscheinend nicht: Laut einer Studie von 2015 sind sich 96 Prozent der Jugendlichen durchaus darüber im Klaren, dass es bei der Modeproduktion nicht fair zugeht. 80 Prozent der Jugendlichen kaufen dennoch bei den großen konventionellen Marken. Unsere Schülerfirma setzt bei dieser Zielgruppe in der Wei-

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se an, dass sie selbst zum Teil des Modegeschäfts werden. So wird früh Eigenverantwortung simuliert und durch den persönlichen Bezug zum Herstellerland praktisch gegen Verdrängungsprozesse gearbeitet. Warum den Umweg über den Bewusstseinswandel gehen, wenn man gleich direkt selbst etwas verändern kann? Genau diesen praktischen Bezug wünschen sich viele Jugendliche.“ Als Gast konnte im ehemaligen BVV-Saal des Rathauses von Bezirksstadträtin Maren Schellenberg ein Vertreter der indischen Organisation „fair&organic“ begrüßt werden, die vor Ort in Indien als Kooperationspartner von FairWear agiert. Als ebenfalls partnerschaftliche Unterstützer der Kampagne


Nikolassee & Schlachtensee extra 17 vertraten die Pädagogen Elke Anders und Peter Heinrichs die Botanikschule und das BNE-Zentrum (Bildung für nachhaltige Entwicklung) am Botanischen Garten. Elke Anders erklärte: „Unser kooperierender Part ist es, über das globale Thema Fairer Handel durch Angebote an Schulen zu informieren und unser Wissen an Projekttagen den Kindern und Jugendlichen, aber auch den Lehrern über Weiterbildungsangebote näherzubringen.“ Zu den Unterstützern der angelaufenen Kampagne Fairtrade Town gehört auch der bezirkliche Kirchenkreis, der mit seinen Initiativen fair gehandelte Lebensmittel aus Afrika und Südamerika verkauft.

Nächste Schritte Durch die Auftaktveranstaltung konnten Interessenten für die Steuerungsgruppe gefunden werden, die es nun aufzustellen

gilt. Daran werden auch Vertreter der jeweiligen Fraktionen teilnehmen. Ein Jahr lang wird diese für weitere Aktivitätsplanungen zuständige Gruppe von drei Master-Studierenden der

Hochschule für Wirtschaft und Recht unterstützend begleitet. Für die Teilnahme der in diesem Jahr vom 15. – 29. September stattfindenden Woche des Fairen Handels sind in Steglitz-Zehlendorf gemeinsame Aktivitäten vorgesehen. So freut sich Umweltstadträtin Maren Schellenberg, „dass unsere Auftaktveranstaltung auf reges Interesse gestoßen ist. Ich bin begeistert, wie viel Engagement schon jetzt in unserem Bezirk vorhanden ist.“ Man darf also gespannt sein, wann Steglitz-Zehlendorf den Titel Fairtrade Town als fünfter Bezirk neben CharlottenburgWilmersdorf, Mitte, Pankow und Tempelhof-Schöneberg tragen darf. ◾  Jacqueline Lorenz

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18 Nikolassee 2017-03-Nikolassee-extra & Schlachtensee extra

Kirche St. Michael feiert 90. Weihetag Katholische Gemeinden in Wannsee und Nikolassee fusionierten vor 13 Jahren

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b Ostern, Weihnachten, sonntags oder an anderen Feiertagen: Die Kirchenglocken rufen die Gläubigen zum Gottesdienst. Für die Katholiken in Wannsee geht es in die Kirche St. Michael neben dem Rathaus. Vor über 90 Jahren versammelten sich die Gläubigen noch in einer Schulaula, bis sie 1927 ihre eigene Kirche in Wannsee bauen konnten. Wohlhabende Gemeindemitglieder hatten das Grundstück für den Kirchenbau zur Verfügung gestellt. Das Gotteshaus entstand

St. Michael an der Königstraße in Wannsee.

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Nikolassee 2017-03-Nikolassee-extra & Schlachtensee extra 19 nach Plänen des Berliner Architekten Wilhelm Fahlbusch. Die Kirche St. Michael war die erste Kirche in Groß-Berlin, die im Stil des Expressionismus entworfen wurde.

Dreifacher Glockenklang Der hoch aufragende, kantige Turm der Backsteinkirche erinnert an märkische Wehrkirchen. Die drei Gussstahlglocken, die anfangs in der Glockenstube im Turm hingen, wurden 1927 von der Glockengießerei Schilling & Lattermann aus Apolda in Thüringen gegossen. Stahlglocken wurden im Zweiten Weltkrieg nicht eingezogen und so blieben der Kirche St. Michael, die selbst keine allzu großen Beschädigun-

Hereinspaziert! Die gemauerten Spitzbögen des Portals umschließen die Kirchentür, auf der Erzengel Michael das Böse bekämpft.

gen erlitt, ihre Glocken erhalten. Mittlerweile sind jedoch alle drei Stahlglocken durch Bronzeglocken ersetzt, da die Glocke Maria bereits 1981 abstürzte und die beiden anderen 2011 Kor-

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rosionsschäden aufwiesen. Die drei Stahlglocken stehen heute außen vor dem Kircheneingang. Die Größte der Glocken im Turm ist die Paulus-Glocke mit 1060 kg, die Kleinste, die Maria-Glocke,

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20 Nikolassee & Schlachtensee extra Auch die Kreuzwegstationen, die musizierenden Engel an der Balustrade der Empore sowie die Vollplastiken „Madonna mit Kind“ und „Erzengel Michael“ schuf Otto Hitzberger. Sowohl der Kreuzweg als auch die Figuren der Weihnachtskrippe, die noch aus den Anfangszeiten der Kirche stammen, werden nach und nach restauriert.

Farbenfroher Innenraum Die alten Stahlgussglocken stehen heute vor der Kirche.

bringt 414 kg auf die Waage. Die Michael-Glocke trägt die Inschrift: „Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampf.“, auf der Maria-Glocke steht: „St.  Maria, Mutter Gottes und Magd, all unsere Not sei dir geklagt.“ Auf der Paulus-Glocke heißt es: „Wenn ich die Sprache der Engel und Menschen redete, hätte aber die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.“

schmalen, buntverglasten Fenster wurden mittlerweile mit einer Doppelverglasung versehen. Die schmale Form der Fenster unterstreicht den Eindruck der Wehrkirche. Eine Besonderheit ist das Holzrelief am Eingangsportal. Es wurde im Stil des Expressionismus von dem Holz- und Stein-Bildhauer Otto Hitzberger geschaffen. Im Jahr 1938 waren drei seiner Werke Bestandteil der Ausstellung „Entartete Kunst“. In dem Portal der Kirche St. Michael Kunstwerke von ist der Erzengel Michael eingeOtto Hitzberger arbeitet, der die Kirche mit geDas Kirchenschiff besteht eben- schwungenem Schwert gegen falls aus Backstein und ist mit das Böse in Form eines mehreinem Satteldach gedeckt. Die köpfigen Drachen verteidigt.

Den Vorraum der Kirche dominiert eine Plastik des Salesianers Don Bosco. Das Don Bosco Heim in Wannsee betreute bis 2005 zahlreiche Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen. Aufgrund finanzieller Probleme verkaufte der Orden der Salesianer das Grundstück in Wannsee und zog nach Marzahn um. Im Inneren der Kirche ist der Raum durch Spitzbogen-Wandscheiben in fünf Joche unterteilt, die im Bogen vergoldet sind. Nach dem sachlichen Äußeren überrascht die helle, freundliche Innengestaltung. An der Wand hinter dem Altar sitzen Jesus und die Apostel beim Abendmahl. Das Wandgemälde schuf der


Nikolassee & Schlachtensee extra 21 Maler Heinrich Schellhasse im Jahr 1931. Das Bild wurde dem Gemälde von Leonardo da Vinci nachempfunden, das im Kloster Santa Maria della Grazie in Mailand zu sehen ist. Die Engelsmosaike am Altar, der Bildteppich im Chorraum und die Entwürfe für den Bildteppich sowie den farbigen Läufer im Mittelgang stammen ebenfalls von Heinrich Schellhasse. Der Teppich und der Läufer wurden in der Teppichfabrik Hozak in Nowawes, heute Potsdam-Babelsberg, gewoben. Noch befinden sich die Originalteppiche in der Kirche, allerdings ist ein neuer Teppich für den Mittelgang derzeit in Arbeit und wird voraussichtlich zum Ende dieses Jahres verlegt.

Namen des Erzengels Michael tragen sollte, des Schutzheiligen Deutschlands. Am 25. Juni 1927 war Weihetag für das neue Gotteshaus. Allerdings dauerte es weitere elf Jahre, bis die Gemeinde selbständig wurde. Noch bis 1938 betreute der Pfarrer

Beinahe Dreifaltigkeitskirche Die drei Spitzen auf dem Turm weisen noch darauf hin, dass sie eigentlich den Namen Dreifaltigkeitskirche bekommen sollte. Auch das dreieckige Weihwasserbecken und die Dreizahl der Kerzenleuchter erinnern daran. Doch einer der großzügigen Spender machte sich dafür stark, dass die neue Kirche den

Im Vorraum befindet sich eine Bronzeplastik von Don Bosco.

von St. Antonius in Babelsberg die Katholiken in Wannsee. 1938 bekamen sie einen eigenen Seelsorger, 1942 wurde die Gemeinde zur seelsorgerisch selbständigen Kuratie und 1949 erhob der

Berliner Bischof Konrad Cardinal von Preysing sie zur Pfarrei. Am 1. März 2004 fusionierte die Gemeinde St. Michael mit der Gemeinde Zu den heiligen Zwölf Aposteln in Nikolassee.

Veranstaltungen im Juni und Juli Im Jubiläumsjahr finden regelmäßig Konzerte und Festgottesdienste in der Kirche statt. 18 Juni, 18 Uhr: Jubiläumskonzert, Kirchenchor „Zu den hl. Zwölf Aposteln“. Leitung: Andreas Müller. 25. Juni, 9.30 Uhr: Festgottesdienst mit Michaels Friends, Leitung Dr. Michael Schmitz. 25. Juni ab 10.30 Uhr im Pfarrgarten: Pfarrfest mit Bläsergruppe „Da Capo“. 8. Juli, 19 Uhr: Vortrag: „Don Bosco in Berlin, Deutschland und der Welt“. Referent: Prof. Dr. Sebastian Fiechter. 8. Juli, 20 Uhr: Film „Der Seiltänzer“. Weitere Veranstaltungen hängen in der Kirche aus.  ◾


22 Nikolassee & Schlachtensee extra

Über den Wipfeln von Beelitz Baumkronenpfad bietet Einblicke in die Ruinen von Beelitz-Heilstätten

A

uf in luftige Höhen! Der Baumkronenpfad Baum & Zeit führt in 17 – 22 Meter Höhe über die Wipfel und Ruinen von Beelitz-Heilstätten. Sportliche können ihn über die Stufen am 40 Meter hohen Aussichtsturm erklimmen, für alle anderen eignet sich der Aufzug, der den Baumkronenpfad barrierefrei macht. In BeelitzHeilstätten befindet sich der erste Baumkronenpfad Brandenburgs. Nach fünfjähriger Pla- Ruinen und Bäume lassen sich in Beelitz-Heilstätten aus der Vogelperspektive erleben. nungszeit eröffnete diese neue Attraktion am 11.  September den kann. Er führt rund um das nig anfangen können. Wer die 2016. ehemalige Lungenheilgebäude Blicke nicht auf eigene Faust für Frauen, das sogenannte Al- schweifen lassen möchte, sonpenhaus, auf dem mittlerweile dern mehr über Beelitz-HeilstätBlick auf das Bäume wachsen. Auf Holz, links ten und den Baumkronenpfad Alpenhaus und rechts mit einem Geländer erfahren möchte, kann an einer Der erste Bauabschnitt ist derzeit begrenzt, fühlen sich auch jene Führung auf dem Baumkronender einzige, der begangen wer- sicher, die sonst mit „Höhe“ we- pfad teilnehmen.


Nikolassee & Schlachtensee extra 23

Kampf gegen die Tuberkulose Der Bau der Heilstätten in Beelitz begann Anfang des 20. Jahrhunderts. Die hohe Bevölkerungsdichte und die elenden Wohnverhältnisse in den Berliner Hinterhöfen begünstigten die Ausbreitung der Tuberkulose. Die Landesversicherungsanstalt in Berlin beschloss daher, im Berliner Umland Heilstätten für an Lungentuberkulose erkrankte Menschen sowie Sanatorien für chronisch erkrankte Patienten zu errichten. So entstanden getrennte Kliniken für Frauen und Männer sowie getrennte Sanatorien. Die ersten Patienten zogen bereits 1902 ein. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs nutzte das Rote Kreuz die Heilstätten als Lazarett für verwundete Soldaten. Auch ein Gefreiter namens Adolf Hitler kurierte hier eine Verletzung durch einen Granatsplitter aus. Erst 1920 standen die Häuser den an Lungentuberkulose Erkrankten wieder zur Verfügung. Die Zahl der erkrankten Berliner stieg auch deshalb, da das Stadtgebiet von Berlin im Jahr 1920 erheblich vergrößert worden war. Aus diesem Grund

Der gut gesicherte Pfad ist barrierefrei.

waren Erweiterungsbauten nötig. Die Bebauung von BeelitzHeilstätten wurde 1930 abgeschlossen.

Erholung auf Spazierwegen Um die Gebäude anzulegen, musste etwa ein Viertel des Waldbestandes gefällt werden. In dem verbliebenen Wald legte man Spazierwege für die Patienten an. Die Areale rund um die Gebäude wurden mit Gehölzen bepflanzt, die nur geringe Pflege brauchten und daher kostengünstig im Unterhalt waren. Nach 1945 nutzte die Rote Armee Beelitz-Heilstätten. In den unzerstörten Gebäuden

unterhielten sie das größte Militärkrankenhaus außerhalb der Sowjetunion. Hier wohnten Erich und Margot Honecker nach der Wende in einer Arztvilla, bis sie nach Moskau ausgeflogen wurden. 1994 verließen die Russen das Gelände. Viele verschiedene Projekte wurden geplant und scheiterten. Die Gebäude verfielen zusehends. Sie wurden als morbide Film- und Fotokulissen genutzt. Künftig könnten sie jedoch die Kulisse für Freizeit und Erholung bieten. Die Betreiber des Baumkronenpfades eröffnen im Juni einen Barfußpfad und bieten zahlreiche Termine für die ganze Familie. Weitere Informationen unter www.baumundzeit.de.  ◾

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24 Gesundheit

Gesunde Ernährung Unverschämt einfach

D

ie Ureinwohner Boliviens haben die gesündesten Herzen aller bisher untersuchten Populationen. Das ist das Ergebnis einer vielbeachteten Studie, die in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet erschien. Warum ist diese Studie so aufsehenerregend? Zum einen sicherlich wegen des enormen Aufwands und der daraus resultierenden Aussagekraft der Studie: 85 Eingeborenen-Dörfer im Amazonasgebiet wurden von den Forschern besucht. Die Wissenschaftler erstellten 705 HerzComputertomographien, um



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Orthopädie Wannsee Dr. med. Joachim Harbrecht · Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie Akupunktur · Sportmedizin · Chirotherapie · Unfälle (H-Arzt) · digitales Röntgen · Sonographie · Stoßwellentherapie · spez. Schmerztherapie · MRT (privat) · orthopädische Operationen · Knochendichtemessung (privat) · Arthrosetherapie Sprechzeiten:

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Gesundheit 25 das Herz-Kreislaufrisiko abschätzen zu können, sie bestimmten Puls, Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerspiegel und Entzündungsmarker. Das Ergebnis ist frappierend, es zeigt Schwarz auf Weiß: Ein 80-jähriger Tsimané am Amazonas hat in etwa das gleiche Gefäßalter wie ein Mitte50-jähriger US-Amerikaner! So weit so gut. Weniger spektakulär sind die Gründe für die beneidenswerte Gesundheit der Ureinwohner. Sie beruht, so die Forscher, auf ihrem Lebensstil: Angehörige der Tsimané nehmen viele natürliche, ballaststoffreiche Kohlenhydrate aus Früchten und Gemüse zu sich, wenig ungesättigte Fettsäuren und keinen raffinierten Zucker, dafür aber auch Wild und Fisch. Sie bewegen sich den Tag hindurch und sie rauchen nicht. Das alles ist nichts Neues. Dass Rauchen und körperliche Passivität unserer Gesundheit schadet, ist (fast) allen bekannt, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist, ebenfalls. Umso erstaunlicher scheint es manchmal, mit wieviel Aufwand immer feinere Details untersucht, und mit welcher Raffinesse immer wieder neue Trends, z. B. im Hinblick

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26 Gesundheit auf die Ernährung, etabliert werden. Die Tsimané wissen von all dem nichts und leben dennoch gesund.

Weniger ist mehr Interessant sind auch die Kosten und Mühen, die Menschen in unserer Gesellschaft aufbringen, um sich gesund zu erhalten. Ist das wirklich nötig? Die Wahrheit ist einfach, heißt es oftmals. Im Fall der Ernährung trifft das zu. Drei Beispiele sollen das verdeutlichen. Muße statt Mühe: Wer sich ständig fragt, ob er über seine Nahrung alle benötigten Vitamine erhält, wer ständig neue Informationen dazu sammelt, immer neuen Ernährungstrends hinterher hechtet, Kalorien zählt

usw., der hat viel Mühe. Die Grundregeln sind ganz einfach, sie haben sich seit Jahren kaum verändert: Der Speisezettel sollte viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte enthalten, Milchprodukte und Fisch sollten nicht fehlen, und Fleisch nur in Maßen genossen werden. Salz, Zucker und Fette, vor allem aus gesättigten Fettsäuren, sollten sparsam verwendet werden – so einfach ist es. Wer seine Kapazitäten dazu nutzt, die Speisen in Ruhe zuzubereiten und mit Genuss zu essen, der tut auch noch Gutes für seine seelische Verfassung. Natürlich statt stark verarbeitet: industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten tendenziell mehr Fett, mehr Zucker, mehr Salz, mehr unerwünschte produktionsbedingte Inhaltsstoffe,

wie beispielsweise Acrylamid, und weniger Ballaststoffe. Wer Haferflocken statt „Frühstückscerealien“ verspeist, Pellkartoffeln mit Kräuterquark statt eines Fertiggerichts, weil es mal schnell gehen muss, der ernährt sich gesünder. Günstig statt teuer: Smoothies, exotische Beeren, TreibhausErdbeeren im Winter – das alles ist meist überflüssig. Normales Obst und Gemüse reichen aus, um alle benötigten pflanzlichen Nährstoffe zu erhalten. Teure Spezialprodukte ohne Laktose oder Gluten brauchen die meisten Konsumenten nicht, wie Studien zeigen, es sei denn, sie haben erwiesenermaßen eine Unverträglichkeit. Auch probiotische Getränke mit zweifelhafter Wirkung und hohem Preis sind


Gesundheit 27



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schichtlich gesehen, die einmalige Gelegenheit, uns das ganz Jahr hindurch mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen. Unverschämt einfach haben Zeit, aus Wissen Taten wir es eigentlich. Warum fällt es dann so schwer? Stress wird werden zu lassen nicht selten eine Rolle spielen, Wir haben das Wissen, das wir berufliche Auslastung, und die brauchen, und wir haben, ge- ständige Verfügbarkeit von Le-

ckereien, deren Verlockung wir uns nicht entziehen können. Die Erforschung weiterer Details zu Lebensstilfaktoren, wie beispielsweise der Ernährung, ist weniger wichtig, als die Bemühung, Menschen dabei zu unterstützen, bereits bekannte gesundheitsfördernde Maßnahmen in die Tat umzusetzen. ◾

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Nikolassee & Schlachtensee extra Nr. 3/2017  

Juni/Juli-Ausgabe von für Nikolassee & Schlachtensee extra Nikolassee, Schlachtensee, Krumme Lanke und Mexikoplatz

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