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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

März 2017

Charlottenburg Nofretete & Co.

Traditionelle Kunst in der Gipsformerei

Mit Nachrichten aus dem Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf

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2  |  Gazette Charlottenburg  |  März 2017

Historische Kunstmanufaktur In der Gipsformerei in Charlottenburg bleibt Tradition erhalten Vom Deckenstuck zur Replik der berühmten Büste der ägyptischen Königin Nofretete – die Bandbreite von Europas größter erhaltener Gipsformerei erstreckt sich über die Jahrtausende. 1819 gründete der preußische König Friedrich Wilhelm III. die „Königlich Preußische Gipsgussanstalt“. Die Gründe waren – wie so oft – finanzieller Natur. Durch die Herstellung und den Verkauf von Gipsabgüssen vor Ort sollten neue Einnahmen fließen. Schließlich mussten die Kopien klassizistischer Werke sonst teuer aus Italien importiert werden. Leiter der neuen Anstalt wurde der bekannte Bildhauer Christian Daniel Rauch.

und natürlich auch erworben werden. Und so kann man unter anderem eine Replik der Nofretete ins Wohnzimmer stellen.

Traditionelle Formen und moderner Scan

Seit 1891 in Charlottenburg 1891 zog die Gipsgussanstalt, die seit 1830 zu den Königlichen Museen zu Berlin, heute Staatliche Museen, gehört, in das für sie gebaute Haus in der Sophie-Charlotten-Straße im heutigen Stadtbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, in dem sich die Gipsformerei bis heute befindet. Die Vielzahl der hier vorhandenen Formen und Abgüsse spiegeln die Sammlungen in den Museen wider. Von der Vor- und Frühgeschichte über die ägyptische

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Die berühmte Büste der Nofretete gehört zu den Stücken, die in der Gipsformerei hergestellt werden. Hochkultur, Vorderasien, die Antike, das Mittelalter und die Renaissance bis hin zum 19. Jahrhundert reicht das Repertoire. Dieses kann in mehreren Katalogen bewundert

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Bis heute werden Formen verwendet, die zum Teil seit 200 Jahren existieren. Sie sind zum einen sehr haltbar, zum anderen detailgetreu. Allerdings ist es mühsam, die traditionellen Gipsstückformen zu fertigen. Für die Herstellung neuer Formen wird heute deshalb oft Silikon verwendet, das nach etwa zehn Jahren ersetzt werden muss. Bei sehr empfindlichen Originalen wird ein 3-D-Scan erstellt. Anschließend erfolgt die detailgetreue Bemalung – dabei werden die Farben so exakt wie möglich wiedergegeben. Auch Materialien werden so nachgebildet. So kann der Gipsabguss – der aus hochwertigem Alabaster-Gips besteht – optisch dem Original entsprechen, der beispielsweise aus Holz oder Bronze war. Einen interessanten Einblick in die Tradition der Gipsformerei bieten Führungen durch die Produktions- und Lagerstätten in der Gipsformerei, die in der Regel zweimal im Monat stattfinden. Termine unter www.smb.museum.

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Gazette Wilmersdorf  |  MÄRZ 2017  |  1 Gazette Charlottenburg  |  März Gazette Wilmersdorf | 32017  |  3 2017 |3

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf! Ich freue mich sehr, dass ich am 3. März um 11.30  Uhr die neue Vorschule in der vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) getragenen Notunterkunft im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf am Fehrbelliner Platz eröffnen kann.

Vorschule in der Notunterkunft Im Rahmen des Projektes „Der kleine Stern“ sind dort zwei Vorschulgruppen geplant mit je 15 Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren, die noch keinen Kitaplatz haben oder von der Schule zurückgestellt wurden. Bislang gibt es eine Vorschulgruppe, die von Ehrenamtlichen täglich von 10 bis 12 Uhr betreut wird. Das Projekt „Der kleine Stern“ bezieht 4 Räume und wird dort in KooperatiReinhard Naumann on mit den Ehrenamtlichen im Haus montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr Vorschulunterricht anbieten. Es bietet ein Lern-Erlebnis-Programm zur ganzheitlichen Sprachförderung mit theater-und kunstpädagogischen Methoden.

Übergabefest „Ottilie-von-Hansemann-Haus“ Die 100-jährige Geschichte des Prachtbaus an der Otto-Suhr-Allee setzt sich fort. Am 4. März findet das Übergabefest des „Ottilie-von-Hansemann-Haus“, Otto-Suhr-Allee 18/20 statt. Das Gründerzeitgebäude mit Säulen, Stuckverzierungen und Freitreppe wurde von der Profi Partner AG mit erfahrenen Partnern aufwendig saniert und dem Ursprung nach wieder zur Wohnanlage umgebaut. So sind insgesamt 97 modern ausgestattete Apartments entstanden. Ein moderner Neubau mit viel Glas und Balkonen komplettiert die Denkmalimmobilie. Das ehemalige „Viktoria-Studienhaus“ wurde 1914-15 von Emilie Winkelmann, der ersten selbständigen Architektin Deutschlands, errichtet. Es entstand unter dem Protektorat von Kaiserin Auguste Viktoria dank der Privatinitiative der Frauenrechtlerin Ottilie von Hansemann als Studentinnenheim nach dem

Vorbild englischer Frauencolleges und bot Lernen und Wohnen unter einem Dach. In direkter Nachbarschaft zur Technischen Universität und zu den beiden Kunsthochschulen bot es Platz für 100 Studentinnen. Ab 1945 wurde das Haus als Behelfskrankenhaus und Altersheim genutzt, ab 1957 wieder als Studentinnenwohnheim, danach von der Deutschen Bank als Verwaltungsgebäude. Im Haus befand sich das Theater „Tribüne“, das im August 2011 geschlossen wurde. Seit Ende 2014 wurde das Haus von Investor Dirk Germandi erfolgreich saniert.

men Einbindung in bestehende bundesweite Netzwerkstrukturen, werden und auf die möglichen nächsten Schritte hin untersucht.

Kiezspaziergang An unserem 183. Kiezspaziergang vertritt mich der Stellvertretende Bezirksbürgermeister Carsten Engelmann. Treffpunkt ist am Samstag, dem 11. März, um 14 Uhr am Amtsgerichtsplatz / Ecke Kantstraße (Bus M49, X34 und 309).

Austausch zur Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt Charlottenburg-Wilmersdorf und Mannheim sind mit ca. 330.000 Einwohner*innen ungefähr gleich groß, haben ähnliche Strukturen und stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Sowohl unsere Partnerstadt Mannheim als auch Berlin sind Orte der Vielfalt. Diese Facette Mannheims stellt auch das zentralziel der Stadt Mannheim in den Mittelpunkt: „Mannheim […] wächst und entwickelt sich weiter als vielgestaltige […] und bunte Stadt.“ So auch, was die vielfältigen Identitäten lesbischer, schwuler, bisexueller, transgeschlechtlicher und intergeschlechtlicher Menschen (LSBTI) betrifft, die in Mannheim leben und ein selbstverständlicher und bedeutsamer Teil der Stadtgesellschaft sind. Deshalb habe ich mich mit Oberbürgermeister Dr. Kurz Ende Januar mit dem Mannheimer Beauftragten für die Chancengleichheit von Menschen vielfältiger sexueller und geschlechtlicher Identitäten, Sören Landmann, getroffen. In diesem Gespräch haben wir schnell erkannt, dass sowohl von einem Austausch der Stadtverwaltungen als auch von einer zusammenarbeit bürgerschaftlicher Akteur*innen interessante Erkenntnisse und Entwicklungspotentiale zu erwarten sind. Mit Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz hatte ich hierzu einen kommunalen Fachaustausch verabredet. Denkbare Felder dieser zusammenarbeit, u. a. zu LSBTI und Alter bzw. Pflege, zur Arbeit mit Jugendgruppen und zur gemeinsa-

Am Amtsgerichtsplatz startet der Kiezspaziergang am 11. März. Schwerpunkt des Märzspaziergangs ist wie jedes Jahr die Geschichte der Frauen unserer Stadt. Vom Amtsgerichtsplatz aus werden Sie über das ehemalige NS-Frauengefängnis in der Kantstraße 79 und den Karl-August-Platz zum Verborgenen Museum in der Schlüterstraße 70 spazieren. Das Verborgene Museum hat sich zur Aufgabe gemacht, unbekannte Künstlerinnen der Öffentlichkeit vorzustellen und damit dem Vorurteil entgegenzuwirken, es habe früher keine herausragenden Künstlerinnen gegeben. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Alle Interessierten sind willkommen. Informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge.de. Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter naumann@ charlottenburg-wilmersdorf.de. Ihr

Reinhard Naumann


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Pionier der Luftschifffahrt Graf von Zeppelin starb vor 100 Jahren in Charlottenburg Langsam näherte sich das Luftschiff Zeppelin seinem Landeplatz. Das LZ 129 mit dem Namen Hindenburg war in Frankfurt/ Main gestartet und setzte nun zur Landung auf dem Zielflughafen in Lakehurst im US-Bundesstaat New Jersey an. An Bord befanden sich 36 Passagiere und 61 Mitarbeiter. Die schlechten Wetterverhältnisse während des

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Der erste Gedanke an ein Luftschiff wurde am 25. April 1874 schriftlich festgehalten. Graf Ferdinand von Zeppelin, General der Kavallerie, hatte im Deutsch-Französischen Krieg die dort eingesetzten französischen Freiballons beobachtet. Er erkannte klar die Vorteile, aber auch die Nachteile der nichtlenkbaren Ballons. 1887 verfasste er eine Denkschrift über die „Notwendig der Lenkballone“, die er an den württembergischen König richtete. Nach seinem Abschied aus dem Militärdienst widmete er sich der Idee der Luftschifffahrt. Er verfolgte hierbei vor allem den militärischen Gedanken, stieß aber bei der Sachverständigen-

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Kaiser ihn mit 6000 Mark, durch Sponsoren kam eine Gesamtsumme von 100 000 Mark zusammen. Das reichte immer noch nicht, doch Zeppelin gab nicht auf. Er gründete eine Aktiengesellschaft, an der sich mehrere Industrielle beteiligten. Doch diese hielten sich finanziell zurück, so dass Zeppelin nochmal 400 000 Mark aus seinem Privatvermögen investierte und so immerhin 800 000 Mark Stammkapital zusammenkamen. Er ließ sich seine Idee eines „Lenkbare Luftfahrzeugs mit mehreren hintereinander angeordneten Tragkörpern“ schützen. Der Bau des ersten Luftschiffs begann 1899.

Flüge und Niederlagen 1900 stieg das erste Luftschiff über dem Bodensee auf. Nun lachte niemand mehr und Kaiser Wilhelm II., der den Grafen noch als den „Dümmsten aller Süddeutschen“ geschmäht hatte, verlieh ihm den Roten Adlerorden erster Klasse. Zeppelin war allerdings nicht konkurrenzlos – 1901 begann August von Parseval ebenfalls mit dem Bau eines Luftschiffs, das allerdings durch Unterbrechungen der Arbeit erst 1905 fertiggestellt wurde. Doch im Volksmund hießen die Luftschiffe längst „Zeppeline“. Die Begeisterung war groß. Als das Luftschiff Zeppelin LZ 4 abstürzte und dem Grafen Zeppelin der Konkurs drohte, wurde mit der „Zeppelinspende des Deutschen Volkes“ die größte Spendenaktion im Kaiserreich gestartet. Mit dem Geld wurden die Luftschiffbau Zeppelin GmbH und die Zeppelin Stiftung gegründet. Zeppelin errichtete die größte Luftschiffhalle Deutschlands in der Pirschheide bei Potsdam. Zeppeline wurden im Ersten Weltkrieg als Bomber und für Aufklärungsflüge, aber auch in der Personenbeförderung eingesetzt. Das Ende seines Werkes erlebte Graf von Zeppelin allerdings nicht mehr. Er starb über 20 Jahre früher, am 8. März 1917 im Charlottenburger West-Sanatorium. Sein Name als Synonym für die Luftschifffahrt blieb jedoch bis heute erhalten. Im Jahr 2015 waren noch drei Zeppeline in Deutschland zugelassen.

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kommission, die Kaiser Wilhelm I. eingesetzt hatte, auf wenig Gegenliebe. Man verlachte ihn als Träumer und auch finanziell sah es für sein Projekt nicht rosig aus. Für den Bau eines Luftschiffs veranschlagte Zeppelin eine Million Mark – doch diese Summe schien in weiter Ferne. Trotz seiner Ablehnung der Idee förderte der

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NACHRICHTEN RATHAUS | BVV-THEMA NACHRICHTENAUS AUSDEM DEM RATHAUS | BVV-THEMA

Die Zukunft des Messe-Geländes Städtebauliche Neuordnung des Umfelds Messen und Ausstellungen sind für den Wirtschaftsstandort Berlin von außerordentlicher Bedeutung. Die Aktivitäten der Messe Berlin GmbH unterstützen in hohem Maße die wirtschaftliche Entwicklung Berlins und stellen einen wichtigen Bestandteil des vom Berliner Senat vorangetriebenen Standortmarketings dar. Die bisher realisierten Maßnahmen des Ausbauprogramms auf 160.000 m² Hallenfläche sollen die Stellung der Messe Berlin im internationalen Wettbewerb sichern. Zur Zukunftssicherung Berlins als Messe- und Kongressstandort sind ständig weitere Maßnahmen erforderlich. Hierzu gehört die langfristige Sicherung von zusätzlichen Hallenpotenzialen. Durch die Senatsbeschlüsse zum Gesamtkonzept für das Umfeld der Messe Berlin aus dem Jahr 2001 wurde die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt beauftragt, das nördliche und südliche Umfeld der Messe planerisch differenziert zu untersuchen. Dafür wurden wesentliche Teile des Messeumfeldes als Gebiet von außergewöhnlicher städtebaulicher Bedeutung (nach § 9 AGBauGB) in die Zuständigkeit des Senats gestellt und eine umfangreiche städtebauliche Konzeption erarbeitet. Dieser Plan wurde durch aktuelle Entscheidungen stark modifiziert in das Planwerk „Innere Stadt“ übernommen und bildet so weiterhin die Orientierung für konkrete Baumaßnahmen. Einige Projekte sind inzwischen realisiert worden, wie zum Beispiel das neue Servicegebäude an der Wandalenallee. Andere Projekte sind eingestellt worden – beispielsweise die ursprünglich vorgesehene Bebauung des Hammarskjöldplatzes. Der seit 2003 bestehende repräsentative Südeingang, die neuen Service-Gebäude im Südwesten des Messegeländes sowie der Neubau des City Cube Berlin an der Stelle der im Jahr 2011 abgerissenen Deutschlandhalle stellen hier deutliche Verbesserungen für den Messestandort Berlin dar.

SPD-Fraktion

Berlin

Mit dem Senatsbeschluss 905/01 vom 27.2.01 wurde für das Gelände der Messe Berlin ein städtebauliches Konzept entwickelt. Die Erkenntnisse aus diesem Konzept flossen in einen Masterplan/ Stufenplan – der als Entwicklungskonzept mit kurz-, mittel- und langfristigen Realisierungszielen zu verstehen ist – ein und ist stark modifiziert in das Planwerk Innere Stadt übernommen worden. Dieses ist auch weiterhin Orientierung für konkrete Baumaßnahmen im Umfeld der Messe. Dazu wird wie die Neugestaltung des ZOB auch die zukünftige Nutzung des ICC gehören, das aus unserer Sicht als Baudenkmal und Bauzeugnis nicht eliminiert oder überformt werden darf. Wir werden wie bisher die Planungen der Senatsverwaltung positiv kritisch begleiten. Wolfgang Tillinger

CDU-Fraktion Die Stärkung des innerstädtischen Messestandortes ist für unseren Bezirk von übergeordneter Bedeutung. Eine Investitionsoffensive, die die Messehallen und das Umfeld einschließt ist notwendig. Auf der Prioritätenliste vorne steht für die CDU die Sanierung des ICC. Auch die Frage nach einem neuen Hotelstandort in unmittelbarer Nähe muss endlich geklärt werden. Zwingend erforderlich ist die Neuordnung des Verkehrs. Wir fordern ein Verkehrskonzept für das Umfeld des Messegeländes, welches sowohl den motorisierten Verkehr, den Fahrradverkehr als auch die Fußgängerwege neu regelt. Darüber hinaus ist die Anbindung der Messe an den zukünftigen Flughafen BER zwingend notwendig. Susanne Klose

B‘90/Grünen-Fraktion Im Umfeld der Messe, einem der potentesten Wirtschaftsstandorte Berlins, hat der Senat Handlungsbedarf: Das weltweit geschätzte ICC muss endlich wieder als Kongresszentrum genutzt werden können, der muffige Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) attraktiv aus-

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gebaut werden. Ganz wesentlich: Die Wiedergewinnung des öffentlichen Raums für Fuß- und Radverkehr, damit Messebesucher und ZOB-Reisende ihre Ziele bequem und gefahrfrei auch nichtmotorisiert erreichen können. Wenn der Bund jetzt die Neuordnung des Autobahndreiecks plant, sollte der Senat die Chance nicht ungenutzt lassen, ein städtebauliches Gesamtkonzept zu entwickeln und dabei den Westkreuzpark als wichtiges Scharnier zwischen City West und Grunewald zu integrieren. Jenny Wieland

Die Linke Die Messe Berlin zieht jedes Jahr ein Millionenpublikum an Aussteller*innen und Besucher*innen an und ist als Jobmotor und Wirtschaftsgenerator eine feste Größe für unseren Bezirk, ja für ganz Berlin. Stichwörter wie Grüne Woche, ITB Berlin, IFA sind in aller Munde. Deshalb ist es erstmal ein positives Zeichen, dass sich Einiges bewegt und über die Neukonzeption des Messegeländes und zusätzlicher Veranstaltungsmöglichkeiten nachgedacht wird. Was man dabei aber auf keinen Fall vergessen darf, ist eine echte, frühzeitige Einbindung von Anwohner*innen und Bürger*inneninitiativen sowie von Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten, damit ein innovativer, zukunftsweisender Weg beschritten werden kann. Sebastian Dieke

FDP-Fraktion Der Funkturm, das ICC, das Messegelände – wesentliche Identitätspunkte für den Bezirk. Aber leider nicht in einem zeitgemäßen Umfeld. Fehlende Fußgängerwege, dunkle Unterführungen, lärmende Verkehrswege – dies gilt es zu verändern. Mit einem Masterplan will die FDP den Fortbestand des ICC als Messestandort sichern und dessen gesamtes Umfeld – einschließlich des Zentralen Omnibusbahnhofes – attraktiver gestalten. Bauliches Kernstück: Die Überbauung der Stadtautobahn A 100 zur Erschlie-

ßung weiterer Messeflächen und zum Schutz der Wohnbebauung vor Verkehrslärm. Denn was in München und Düsseldorf möglich war, muss auch in Berlin möglich sein – zum Wohl der Bürger und Besucher der Bundeshauptstadt. Johannes Heyne

BVV CharlottenburgWilmersdorf Rathaus Charlottenburg, Otto-SuhrAllee 100, 10585 Berlin, Raum 226, 226a, 226b Telefon: 9029-14900/01/02, E-Mail: bvv@charlottenburg-wilmersdorf.de, Internet: www.charlottenburgwilmersdorf.de Nächste Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung 16.03., Do, 17 Uhr Ausschüsse: Die Ausschüsse beginnen jeweils 17.30 Uhr, sofern nicht anders vermerkt 2.3., Jugendhilfe; Eingaben und Beschwerden 7.3., Schule; Rechnungsprüfung 8.3., Straßen- und Grünflächen 9.3., Bürgerdienste, Wirtschafts- und Ordnungsangelegenheiten 14.3., Haushalt, Personal, Wirtschaftsförderung, Informationstechnologie und Gender Mainstreaming; Weiterbildung und Kultur 15.3., Stadtentwicklung; Integration 21.3., Jugendhilfe; Umwelt, Natur- und Klimaschutz und Liegenschaften 22.3., Sport 28.3., Bürgerdienste, Wirtschafts- und Ordnungsangelegenheiten 29.3., Geschäftsordnung 30.3., Soziales, Gesundheit und Arbeit 4.4., Schule; Rechnungsprüfung 5.4., Stadtentwicklung 6.4., Jugendhilfe; Eingaben und Beschwerden Ältestenrat 15.3., 22.3., 16.15 Uhr

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Philharmonisches Benefizkonzert Am 2. März ab 19.30 Uhr veranstaltet der Lions Club Berlin-Philharmonie e. V. in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Breitscheidplatz, zum 8. Mal ein philharmonisches Benefizkonzert. Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann wird auch in diesem Jahr das Konzert als Schirmherr eröffnen. Mit der Sopranistin Olja Dakich und der Pianistin Marija Pendeva konnter der Verein zwei hervorragende Künstlerinnen gewinnen, die sonst im Konzerthaus Berlin und anderen internationalen Häusern auftreten. 2018 werden sie in der Carnegy Hall in New York zu Gast sein. Gespielt werden Werke von Händel, Scarlatti, Vivaldi, Puccini, u. a. Der Reinerlös kommt der Sanierung der Orgel der Kaiser-Wilhelm-Gedächt-

nis-Kirche und dem Schulmusikförderprogramm Querklang (www.querklang. eu) zugute. Die Tickets für 20 Euro (Schüler/Studenten 15 Euro) können unter E-Mail: LionsClub@ gmx.de, im Vorverkauf in der Gedenkhalle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (zzgl. Gebühr) und an der Abendkasse oder per Überweisung an Lions Förderverein Berlin-Philharmonie e. V.; IBAN DE78 1009 0000 2423 4960 05 (mit Angabe von Namen und Kontaktdaten) gekauft werden. Eine Begrenzte Anzahl von VIP-Tickets können nur unter E-Mail: LionsClub@gmx.de für 35 Euro inklusive einer Platzreservierung, einer Führung in die Fassaden-Zwischenräume und Aufstieg in die Turmruine (festes Schuhwerk) bestellt werden (Beginn 18.30 Uhr).

Kandidatenvorstellung Sozialstadtrat Carsten Engelmann lädt ein zur Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlen zur Seniorenvertretung: „In der Woche vom 27. bis 31.03.2017 findet die Wahl zur Seniorenvertretung statt. Bereits in den vergangen Wochen haben die Seniorinnen und Senioren eine Wahlbenachrichtigung dazu erhalten. Um den 46 Kandidatinnen und Kandidaten die Möglichkeit zu geben, sich der Öffent-

lichkeit vorzustellen, hat die Wahlkommission am 8. März von 10 bis 13 Uhr eine Vorstellungsrunde im Festsaal des Rathauses Charlottenburg Otto-Suhr-Allee 100 organisiert. Ich sehe die Wahlen zur Seniorenvertretung als große Chance zur Mitwirkung und Mitgestaltung und lade alle Interessierten herzlich zum Besuch der Kandidatenvorstellungen ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!“

Jubiläumskonzert 30 Jahre JayJayBeCe

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Das Jubiläumskonzert 30 Jahre Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe findet am Samstag, 11. März 2017 um 19.30  Uhr im Georg-Neumann-Saal der Universität der Künste Berlin statt (Einsteinufer 43-53 – Jazzgebäude, Berlin-Charlottenburg, ☎ 3185-0), der Eintritt ist frei! Die jungen Leute spielen Highlights der Programme ihrer gewonnen Wettbewerbe und das Kulturradio vom rbb schneidet das Konzert live mit. Mit dabei sind Elli Sooß (Alt- und Sopransaxofon), Adrien Liebermann (Altsaxofon), Niko Zeidler und Patrick Hamacher (Tenorsaxofon), Anton Kowalski (Baritonsaxofon), Martin Gerwig, Lisa-Marleen Buchholz, Jan Rolle, Frederik Schröder und Tobias Knebel (Trompete), Matthieu Pérot, Laszlo Griese

und Jan Ole Zabel (Posaune), Alicia Sayell (Tuba), Paul Peuker (Gitarre), Kenneth Berkel (Klavier), Alex Will (Bass) und Johann Gottschling (Schlagzeug). Das Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe – ein etwas griffigeres Kürzel für JugendJazzBand Charlottenburg – wurde 1987 von Christof Griese an der City West von Berlin gegründet. Gerade mal ein halbes Jahr später gewann JayJayBeCe den 3. Preis beim Europäischen Big Band Wettbewerb in Berlin. Das einzigartige Konzept – junge Musiker*innen spielen ausschließlich Kompositionen Berliner Komponist*innen – führte zu Einladungen auf Festivals in Berlin, London – Lewisham, Norwich, Cardiff, Eindhoven, Kopenhagen, Leipzig und Nürnberg.

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Gazette Wilmersdorf  |  MÄRZ2017  |  7 2017  |  3 Gazette Charlottenburg  |  März

50 Jahre Städtepartnerschaft mit Or-Yehuda Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann begrüßte am 8.  Februar Liat Shohat, Bürgermeisterin von Or-Yehuda (Israel) mit ihrer Delegation, anlässlich der 50jährigen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Or-Yehuda und dem Bezirk. Diese Städtepartnerschaft zählt damit zu den allerersten Verbindungen auf kommunaler Ebene nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel im Jahr 1965. Begleitet wurde Liat Shohat von Frau Yamit Karakokli (Mitglied des Stadtrats, Koalition), Herrn Tal Ashkenazi (Mitglied des Stadtrats, Opposition) und Herrn Yoel Levy (Büroleiter der Bürgermeisterin). Auf dem 4-tägigen Programm standen ein Treffen mit dem Bezirksamt und den Fraktionsvorsitzenden, eine Bezirksrundfahrt, auf welcher Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann den Gästen die Vielfalt von Charlottenburg-Wilmersdorf gezeigt hat und eine Feierstunde mit der Eintragung in das Goldene Buch und die Unterzeichnung der Erneuerungsurkunde der Städtepartnerschaft. Außerdem besuchte die Delegation das Anne-Frank-Zentrum Berlin Heinz-Galinski-Grundschule. Die jüdische Grundschule ist der erste Neubau einer jüdischen Schule in Deutschland nach dem Holocaust, benannt nach dem langjäh-

Reinhard Naumann und Liat Shohat bei der Eintragung ins Goldene Buch. Foto: J. Held, Pressestelle rigen Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Ehrenbürger der Stadt. Das Haus wurde am 15.9.1995 eingeweiht. Der israelische Architekt Zvi Hecker gruppierte gemäß den Umrissen einer Sonnenblume in stark dynamischer Formensprache sechs miteinander verbundene Gebäude kranzförmig um einen Innenhof. Etwa 250 jüdische und nichtjüdische Schüler werden hier unterrichtet. Am Samstag nahm die Delegation am 182. Kiezspaziergang mit Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann teil. Der Treffpunkt lag dabei ganz bewusst auf dem Breitscheidplatz zwischen Budapester Straße und Gedächtniskirche, dem Ort des Attentats vom 19. Dezember auf dem Weihnachtsmarkt.

Schnupperpraktikumsplätze Boys`Day Indem Jungen und Mädchen die gesamte Vielfalt von Möglichkeiten in der Berufswahl aufgezeigt werden kann, sollen die beruflichen Perspektiven von Jungen und Mädchen verbessert werden. Besonders Jungen sollten berufliche Möglichkeiten in eher männeruntypischen Berufen kennenlernen. Deshalb findet auch in diesem Jahr wieder ein Jungen-Zukunftstag am 27.04.2017 in Charlottenburg-Wilmersdorf statt. Dafür sucht das Jugendamt möglichst viele engagierte Unternehmen, Einrichtungen und Gewerbetreibende, die Jungen im Alter 13 bis 17 Jahren

die Möglichkeit bieten, an diesem Tag Einblicke in den beruflichen Alltag und die Herausforderungen in ihrem Betrieb kennen zu lernen. Angebote können auf der Aktionskarte für Berlin des bundesweiten Boy´sDay unter www.boys-day.de eingestellt werden. Weitere Informationen beim Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Abt. Jugend Familie, Bildung, Sport und Kultur – Jugendamt, Thomas Gommert, Hohenzollerndamm 174-177, 10714 Berlin, ☎ 9029-15104, Fax 9029-15269, E-Mail: Thomas.Gommert@charlottenburg-wilmersdorf.de.

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Zukunftstische 2017

Musikschule

Wie auf dem IV. Zukunftstag am 25. Januar 2017 im Rathaus Charlottenburg vereinbart, laden Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und Bezirksstadtrat Carsten Engelmann zu den Zukunftstischen im April alle Aktiven, die sich intensiv mit der jeweiligen Thematik des Zukunftstisches beschäftigen und sich hierzu vernetzen möchten ein. Themen und Fragestellungen der einzelnen Zukunftstische wurden auf dem IV. Zukunftstag gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitet und festgehalten. Die Zukunftstische sollen zu insgesamt acht Themenfeldern durchgeführt werden. Sie dienen einer vertieften Zusammenarbeit der jeweiligen Aktiven innerhalb des jeweiligen Themenfeldes untereinander und miteinander. Die Zukunftstische finden jeweils von 13 bis 17 Uhr im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100 statt: 01.03.: Arbeit und Ausbildung 06.03.: Freizeit, Sport und Begegnung & Nachbarschaft und gesellschaftliche Teilhabe 08.03.: Gesundheit 21.03.: Wohnen 29.03.: Frauen 03.04.: Vernetzung 05.04.: Schule & Bildung 24.04.: Werte, Rollen, Normen. Die Ergebnisse der einzelnen Zukunftstische werden erneut dokumentiert und sowohl unter www.charlottenburg-wilmersdorf.de veröffentlicht als auch auf dem V. Zukunftstag im September 2017 vorgestellt. Die Teilnehmerzahl ist jeweils begrenzt, daher ist eine Anmeldung bis spätestens 7 Tage vor der jeweiligen Veranstaltung per Post, Fax oder E-Mail erforderlich beim Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin, Fax: (030) 9029-14770 oder E-Mail: ehrenamt-fluechtlinge@ charlottenburg-wilmersdorf.de. Das Anmeldeformular ist unter www.charlottenburg-wilmersdorf.de zu finden. Detailliertere Informationen zu den Zukunftstischen – wie Raum und Ablauf – werden kurz vor den Zukunftstischen per E-Mail mit der Anmeldebestätigung versendet.

Rathaus Schmargendorf, Berkaer Platz 1, 14199 Berlin, ☎ 9029-15514, www.musikschule-city-west.de. Alle Veranstaltungen Eintritt frei, wenn nicht anders vermerkt. 4.3., 18 Uhr, „Alles frisch?“ – Konzert mit dem Zephyro-Consort: Handweberei Geltow, Am Wasser 19, Ensemble für Alte Musik, Leitung: Klaus-Peter Perschke 10.3., 18.30 Uhr, Fachbereichskonzert Tasteninstrumente: Bechstein Centrum im Stilwerk, Kantstr. 17, es spielen Lehrkräfte des Fachbereichs, Koordination: Tim Sund 11.3., 16 Uhr, Fachbereichskonzert Blasinstrumente: Konzertsaal Musikschule, Prinzregentenstr. 72, es spielen Schülerinnen und Schüler des Fachbereichs, Koordination: Kai Heiden 11.3., 16 Uhr, Schüler- und Ensemblevorspiel Quod Libet: Kantine der EichendorffGrundschule, Goethestr. 14-19, Klasse Martin Ebelt 11.3., 19.30 Uhr, Jubiläumskonzert 30 Jahre: Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe, Georg-Neumann-Saal, Jazzinstitut Berlin, Einsteinufer 43-53, Leitung: Christof Griese, Mittschnitt Kulturradio vom rbb 12.3., 17 Uhr, Serenaden und andere Kostbarkeiten: Festsaal Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, mit Anke Perschnick (Violine), Petra Hildner (Querflöte) und Tassilo Kaiser (Viola) 16.3., 19.30 Uhr, Carry On Dialogue – Konzert Jazzduo: Konzertsaal Musikschule, Platanenallee 16, mit Johannes Kersthold (Klavier) und Torsten Piper (Saxofon) 16.3., 20.30 Uhr, Berlin Jazz Composers Orchestra JayJayBeCe: Aufsturz Club, Oranienburger Str. 67, Leitung: Christof Griese, in Kooperation mit Jazzkeller 69 e. V. 17.3.,19.30 Uhr, Soirée – Konzert fortgeschrittener Schülerinnen und Schüler: Konzertsaal Musikschule, Prinzregentenstr. 72, Koordination: Angela Müller-Velte 18.3., 17 Uhr, Saxofon-Ensemble SAXO CON MOTO: Konzertsaal Musikschule, Platanenallee 16, Leitung: Friedemann Graef 19.3., 14.30 Uhr, Jahreskonzert der Musikschule: Kaiser-WilhelmGedächtniskirche, Breitscheidplatz, es spielen Ensembles der Musikschule, Koordination: Kai Heiden

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24.3., 19 Uhr, Fachbereichsvorspiel Zupfinstrumente: Konzertsaal Musikschule, Platanenallee 16, es spielen Schülerinnen und Schüler des Fachbereichs, Koordination: Matthias Loose 27.3., 19 Uhr, Jazz Live mit Ensembles des Fachbereichs Jazz/Rock/Pop: Konzertsaal Musikschule, Platanenallee 16, mit dem Tabla-Ensemble Kamalesh Maitra (Leitung: Laura Patchen), StuVo-Bands (Leitung: Horst Nonnenmacher und Dirk Strakhof) 31.3., 18.30 Uhr, Fachbereichskonzert Tasteninstrumente: Bechstein Centrum im Stilwerk , Kantstr. 17, es spielen Schülerinnen und Schüler des Fachbereichs, Koordination: Tim Sund 31.3., 19 Uhr, Fachbereichskonzert Gesang: Festsaal Rathaus Charlottenburg, OttoSuhr-Allee 100, es singen Schülerinnen und Schüler des Fachbereichs, Koordination: Kai Heiden 31.3., 20 Uhr, Duo Traviano – Musik für Flöte und Klavier: Konzertsaal Musikschule, Prinzregentenstr. 72, Werke von Bonis, Milhaud, Francaix, Gubaidulina, mit Ulrike Philippi (Querflöte) und Petra Schnier (Klavier) 1.4., 20 Uhr, Orchesterkonzert mit dem Kammerorchester Charlottenburg: Festsaal Rathaus Charlottenburg, OttoSuhr-Allee 100, Leitung: David Klammer 3.4., 18.30 Uhr, Mauskonzert – Kinder spielen für Kinder: Konzertsaal Musikschule, Platanenallee 16, Koordination: Kai Heiden

Museum Charlottenburg-Wilmersdorf In der Villa Oppenheim, Schloßstr. 55/ Otto-Grüneberg-Weg, 14059 Berlin, ☎ 9029-24106, www.villa-oppenheimberlin.de,www.kultur.charlottenburgwilmersdorf.de, E-Mail: museum@ charlottenburg-wilmersdorf.de. Di-Fr 1017 Uhr, Sa, So und Feiertage 11-17 Uhr. Eintritt frei. Der Zugang ist barrierefrei. Café Villa Oppenheim, backt und kocht täglich herzhafte und süße Köstlichkeiten! Öffnungszeiten: Di-Fr 9-19 Uhr, Sa+So 10-19 Uhr, ab April auch Mo 9-19 Uhr, ☎ 92359783.

arbeitete unter anderem in Berlin für die AEG im Bereich Produktfotografie. Geschäftsauslagen, Kunst und Mode, vor allem aber Porträts wurden ihr fotografisches Hauptarbeitsfeld. Ihr umfangreicher Nachlass mit ca. 12.000 Pass- und Porträtaufnahmen wird derzeit von den Kuratorinnen Christine Kahlau und Irja Krätke aufgearbeitet. Eine Auswahl an Frauenporträts aus den Jahren 1946 bis 1963 zeigt das Museum nun erstmals öffentlich in einer Kabinettausstellung. Bei Interesse an einer Gruppenführung durch die Ausstellung: Information und Terminvereinbarung unter ☎ 9029 24108. 12.3., 26.3., 15 Uhr, Öffentliche Führungen durch die Ausstellung: Kostenbeitrag 3 € pro Person, die Teilnehmerzahl ist aus Platzgründen begrenzt, weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie im redaktionellen Teil dieser Ausgabe.

DAUERAUSSTELLUNG „WESTEN!“ Stadtgeschichte CharlottenburgWilmersdorf: Multimedial und objektnah erzählt die Ausstellung von Ereignissen und Personen, die den Bezirk über gut drei Jahrhunderte geprägt haben. Im Zentrum steht die besondere Rolle der beiden „schönen Schwestern“ Charlottenburg und Wilmersdorf als zweites Stadtzentrum neben der historischen Mitte Berlins: als City West. Weitere Ausstellungen Sorgenfrei: Die Geschichte der Villa Oppenheim und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. SammlerStücke: Die Kunstsammlung Charlottenburg. Die Sammlung wurde 1908 auf Initiative des Magistrats der bis 1920 selbständigen Stadt Charlottenburg begründet, 1912 erfuhr, sie eine bedeutende Erweiterung durch die Stiftung Raussendorff.

SONDERAUSSTELLUNG Bis 23.4. „Sehen lernen“ Die wieder zu entdeckende Fotografin Gerda Schimpf (1913 – 2014) Die Fotografin Gerda Schimpf (1913 – 2014) kam 1937 nach Berlin und fand am Charlottenburger Kaiserdamm ihre neue Heimat. Die damals 24-Jährige

Emil Brack, Im Atelier, 1889, Aquarell. Foto: Hans-Joachim Bartsch


NACHRICHTEN DEM RATHAUS | VERANSTALTUNGEN NACHRICHTEN AUSAUS DEM RATHAUS | VERANSTALTUNGEN

VERANSTALTUNGEN Sofern nicht anders angegeben, ist die Teilnahme an den Veranstaltungen kostenfrei. 5.3., 12-14 Uhr, Museumsspaß mit der Familie – Kleider machen Leute: Alles ist erlaubt – von der Ritterrüstung bis zum Seidenkleid. Gemeinsam erkunden wir, wie sich die Leute früher gekleidet haben und gestalten unsere eigene Mode. Mit der Museumspädagogin Dr. Nicola Crüsemann und Birgit Wiedow-Weinberger. Für Eltern, Großeltern und Kinder von 3 bis 11 Jahren. 8.3., 18 Uhr, Werkstattgespräch: mit Christine Kahlau und Irja Krätke. Die Kuratorinnen der Ausstellung „Sehen lernen“ – Die wieder zu entdeckende Fotografin Gerda Schimpf 1913-2014 berichten über das Leben und Oeuvre der Berliner Fotografin. Zugleich geben sie einen Einblick in die Aufarbeitung ihres umfangreichen Nachlasses. 9.3., 14 Uhr, Forschen. Sammeln. Bewahren: Führung durch das Archiv des Museums. Anhand ausgewählter historischer Dokumente, Fotografien, Karten und Nachlässe gibt die Sammlungsleiterin Sonja Miltenberger einen Einblick in den Archivbestand in der Villa Oppenheim. 12.3., 14 Uhr, Kunst im Gespräch: Regina Niederhut (Freundeskreis Museum) lädt zum Gespräch über Gemälde in der Kunstsammlung der Villa Oppenheim. 19.3., 11 Uhr, Berliner Tagebuch – Fünf Miniaturen aus der Berliner Stadtgeschichte: erzählt von Peter Krönig. Was geschah heute vor soundsoviel Jahren in Berlin? Dieser Frage geht Peter Krönig (Freundeskreis Museum), waschechter Berliner und langjähriger SFB-Reporter, nach und berichtet über Personen und Ereignisse der Berliner Stadtgeschichte. 23.3., 18 Uhr, Dichterlesung mit Gesang – Von Beruf Tochter (Mete Fontane, 1860-1917): Anlässlich des 100. Todesjahres lesen Dagmar von Gersdorf und Herzeleide Henning aus Briefen und Aufzeichnungen von Theodor Fontane und seiner Tochter Martha „Mete“ Fontane-Fritsch, begleitet von Silvia Weiss (Gesang). Eine Benefizveranstaltung des Soroptimist International Club BerlinCharlottenburg, zu Gast in der Villa Oppenheim. Eintritt: 6 €, der Betrag kommt einem Stipendium für Mädchen in Dhaka/Bangladesch zugute.

Gazette Wilmersdorf  |  MÄRZ2017  |  9 2017  |  5 Gazette Charlottenburg  |  März

FÜHRUNGEN, WORKSHOPS, STADTTEILFÜHRUNGEN Gönnen Sie sich, Ihrer Familie oder Freunden doch einmal einen Museumsbesuch mit einer exklusiven Führung! Unterhaltsam und informativ führen Sie unsere erfahrenen Museumspädagoginnen und Moderatorinnen durch die Ausstellungen in der Villa Oppenheim. Termine nach Vereinbarung, nähere Information und Buchung unter ☎ 9029 24108 oder museum@ charlottenburg-wilmersdorf.de

Artothek in der Kommunalen Galerie Berlin. Foto: Kulturamt Charlottenburg-Wilmersdorf

ATELIER

Kommunale Galerie Berlin Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin, ☎ 9029-16704, www. kommunalegalerie-berlin.de, E-Mail: info@kommunalegalerie-berlin.de, Di-Fr 10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, So 11-17 Uhr, Eintritt frei. Bis 16.4.: scheinbar/ offensichtlich Frauenmuseum Berlin e. V. zu Gast in der Kommunalen Galerie Berlin: Yuni Kim – Installation, Fotografie; Dagmar Weissinger – Skulpturen Der Titel dieser Ausstellung thematisiert Dialektik als künstlerisches Prinzip. Beide Adjektive beziehen sich auf visuelle Wahrnehmungsvorgänge bzw. die darauffolgende intellektuelle Verarbeitung. Das offensichtlich Ersichtliche einerseits, der getäuschte Blick andererseits – es gilt, den Hintergrund zu entdecken, das Hintergründige aufzuspüren. Techniken des Gegenüberstellens, Assoziierens, Offenlegens und Verbergens sind den Werken von Yuni Kim und Dagmar Weissinger gemeinsam.

Napuka 3, 2016, Stifte, Papier und Pappe, 84 x 60 cm. Foto: Kulturamt Charlottenburg-Wilmersdorf Bis 30.4. Fortsetzung jetzt! 150 Jahre Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e. V. Murshida Arzu Alpana, Silvia Klara Breitwieser, Ricoh Gerbl, Angela Hampel, Franziska Klotz, Irma Markulin (Gast), Gisela Weimann, Karla Woisnitza 8.3., 18 Uhr, 26.3., 12 Uhr, Ausstellungsrundgang: Die Künstlerinnen im Gespräch mit Claudia Beelitz 5.4., 19 Uhr, Konzert. Susanne Paul, Cello solo: Musikalische Verzweigungen zwischen Jazz, Flamenco und Improvisation, www.groovecello.de

ARTOTHEK

Dagmar Weissinger, Findling, geschnitten, Osttiroler Serpentin Tauerngrün, 1991/2016. Foto: KommGal 9.4., 12 Uhr, Künstlerinnengespräch: Moderation Dr. Birgit Möckel, Eintritt frei

In der Kommunalen Galerie Berlin. Die Artothek verleiht grafische Werke, Skulpturen, Gemälde, Fotografien, ausgewählte internationale Plakate und Bilder für Kinder über 10 oder 20 Wochen. Alle Werke können sofort mitgenommen werden. Das Angebot der Artothek richtet sich an alle Berlinerinnen und Berliner. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Berliner Stadtfotografie. Die Leihgebühr wird pro Werk erhoben und beträgt zwischen 1 bis max. 5 €. Öffnungszeiten: Di, Do, Fr 11-17 Uhr, Mi 11-19 Uhr, ☎ 9029-16709.

Bis 30.4.: Martin RupprechtUnrast der Linie Collagen und Zeichnungen 15.3., 19 Uhr, Strichlagen, fortlaufend – Künstlergespräch: Martin Rupprecht und Christoph Tannert

„Neue Werke 2017“ Die Sonderschau bietet einen Querschnitt durch alle Kunstgattungen. Bereits während der Ausstellung können die neuen Werke vorbestellt werden.

Im Atelier der Kommunalen Galerie Berlin können Kinder und Jugendliche kreativ arbeiten. Unter der Anleitung erfahrener Kunstpädagoginnen finden Führungen und Workshops für Kindergarten- und Schülergruppen zu den aktuellen Ausstellungen statt. Sie werden dem Alter der Kinder entsprechend angepasst. Information unter: ☎ 9029-16704, Di-Fr 10.0016.30 Uhr

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Sonstige 29.3., 15-17 Uhr, Bürgersprechstunde mit Sozial- und Gesundheitsstadtrat Carsten Engelmann: Notunterbringung Eschenallee, Eschenallee 3. Anmeldung ist erforderlich unter ☎ 9029-14301 oder -14302.

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„Sehen lernen“ in der Villa Oppenheim Museum Charlottenburg-Wilmersdorf zeigt die Werke der Fotografin Gerda Schimpf

Ausbildung als Fotografin Geboren wurde Gerda Schimpf 1913 in Dresden. Sie wuchs in Leipzig auf und absolvierte dort in der Lichtbildnerei Dore Bartcky eine Ausbildung zur Fotografin. Ihr Plan, Fotografie am Bauhaus Dessau zu studieren, zerschlug sich mit dessen Schließung 1933 durch die Nationalsozialisten. Gerda Schimpf lernte den Maler Max Schwimmer kennen und wurde seine Geliebte. Der vom NS-Regime als „entartet“ diffamierte Künstler widmete ihr an die 500 illustrierte Liebesbriefe.

Gerda Schimpf als junges Mädchen, 1920er-Jahre.

Gerda Schimpf: Louise Schröder als Bürgermeisterin, 1946.  Fotos: Archiv Gerda Schimpf

Ein eigenes Atelier in Charlottenburg

bestimmtes und eigenständiges Leben. Trotz langjähriger Beziehung zu Max Schwimmer – und einer lebenslangen Freundschaft mit dessen Frau Eva – heiratete

1937 zog Gerda Schimpf nach Berlin. Bis zu ihrem Tod lebte sie in Charlottenburg im Apartmenthaus am Kaiserdamm/ Königin-Elisabeth-Straße, das der Architekt Hans Scharoun 1928/29 als moderne Wohnform für Alleinstehende erbaut hatte. 1946 richtete die Fotografin ein eigenes Foto­atelier am Witzlebenplatz ein. Hier fertigte sie vor allem Pass- und Porträtaufnahmen, daneben entstanden aber auch Produktfotografien und andere Aufträge für Berliner Unternehmen, Geschäfte und Einrichtungen.

Eine unabhängige Frau In einer Zeit, in der Unabhängigkeit und Berufstätigkeit für ledige Frauen keineswegs selbstverständlich waren, führte Gerda Schimpf als Künstlerin und Fotografin ein beachtlich selbst-

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sie nie. Sie blieb kinderlos, hatte einen großen Freundeskreis, pflegte Brieffreundschaften in aller Welt und unternahm zahlreiche Reisen.

Umfangreiche Einblicke Die Ausstellung im Kabinett der Villa Oppenheim bietet erstmals Einblick in das umfangreiche fotografische Werk Gerda Schimpfs. Sie legt bewusst den Schwerpunkt auf Frauenporträts aus den 1930er- bis 1970er-Jahren. Rund zwei Dut-

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Heute ist sie nur noch wenigen geläufig, doch in den 1940er- bis 1970er-Jahren portätierte Gerda Schimpf (1913 – 2014) viele Personen des öffentlichen Lebens im westlichen Berlin, darunter Künstlerinnen und Künstler wie Bernhard Heiliger, Eva Schwimmer, Karl Hofer, Heinz Trökes und Renée Sintenis. Auch die erste und bislang einzige Bürgermeisterin von Berlin, Louise Schroeder, bannte sie im Bild, ebenso bedeutende Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen. Daneben wirkte Gerda Schimpf viele Jahre in der Berliner Prüfungskommission für die Gesellen- und Meisterprüfung für Fotografie. Von 1959 bis 1978 lehrte sie als Dozentin am Berliner Lette-Verein das Fach Fotografie. Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf widmet der Fotografin, die immerhin 101 Jahre alt wurde, eine Sonderausstellung, die noch bis zum 23. April gezeigt wird.

zend ausgewählte Fotografien werden in der Villa Oppenheim präsentiert. Sie zeigen prominente Frauen und Berlinerinnen, die nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit standen: Aufnahmen einer Mutter mit ihrem Kind, einer Ärztin des Virchow-Krankenhauses und einer britischen Soldatin sind ebenso zu sehen wie die erwähnten Porträts von Louise Schroeder, Eva Schwimmer oder Renée Sintenis. Die Fotos werden ergänzt durch persönliche Zeugnisse und Arbeitsmaterialien Gerda Schimpfs. Die Ausstellung wird bis 23. April im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim, Schloßstraße  55/Otto-Grüneberg-Weg, 14059 Berlin gezeigt. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag 10 bis 17  Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Der Zugang zum Museum ist barrierefrei.

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12  |  Gazette Charlottenburg  |  März 2017

RATGEBER

Nur wo Siegel drauf sind, ist Bio drin



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Siegel von Anbauverbänden gehen über grundlegende Bio-Standards hinaus Der Marktanteil von Bio-Produkten beträgt im Schnitt nur 3,7 Prozent. Das ist zu wenig.

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Fakt 1: Das EU-Bio-Label ist ein Mindeststandard Im Laden erkennen Verbraucher Bio-Produkte am nationalen sechseckigen Bio-Siegel oder dem grünen EU-Bio-Siegel, einem stilisierten Blatt auf grünem

Grund. Nur Produkte, die nach den Regeln der EG-Öko-Verordnung produziert wurden, tragen diese Zeichen. Grundsätze artgerechter Tierhaltung und nachhaltiger Anbau werden damit garantiert. Tragen als nachhaltig beworbene Eigenmarken von Discountern und Supermärkten das Siegel nicht, sollte man davon ausgehen, dass die gesetzlichen Mindeststandards nicht erfüllt werden können. Siegel von Anbauverbänden wie deme-



Darauf weist der Rat für Nachhaltige Entwicklung auf seinem Verbraucherportal www.nach-

haltiger-warenkorb.de hin. Er rät, beim Einkauf auf das EU-Bio-Siegel als Mindeststandard zu achten und für eine gute Klimabilanz saisonales Obst und Gemüse aus der Region zu wählen.

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Fakt 2: Wenn Bio draufsteht, ist auch Bio drin Die Bezeichnungen „Bio“ oder „Öko“ sind geschützt – Produkte, die der EG-Öko-Verordnung nicht entsprechen, dürfen mit diesen Begriffen nicht gekennzeichnet werden. Die EU-Richtlinien schreiben vor, dass mindestens 95 % der Zutaten eines

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ter, Naturland, Bioland, Gäa oder Biopark gehen über diese grundlegenden Standards hinaus.



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RATGEBER verarbeiteten Bio-Produkts aus ökologischem Landbau stammen müssen. Aus konventioneller Landwirtschaft dürfen maximal fünf Prozent der Zutaten ergänzt werden – und auch nur dann, wenn sie notwendig, aber nicht in Bio-Qualität verfügbar sind. Das ist zum Beispiel bei bestimmten exotischen Früchten, Gewürzen und Ölen der Fall.

dass diese die Toleranzgrenze von 0,9 Prozent gentechnisch veränderter Organismen (GVO) nicht überschreiten. Der Wert ergibt sich aus zufälligen oder technisch unvermeidbaren Beimischungen von GVO und muss daher nicht ausgezeichnet werden.

Fakt 3: Die Bio-Tomate ist nicht immer ökologischer

Wer Bio-Lebensmittel kauft, unterstützt den ökologischen Landbau und schont die Umwelt. Bio-Landwirte verwenden unter anderem keine chemischen Pflanzenschutzmittel, wenig Dünger und erhalten die Bodenfruchtbarkeit durch Fruchtfolgen. Das schont die Böden und fördert die Artenvielfalt auf Wiesen und Feldern. Durch die Anbaumethoden werden Gewässer weniger belastet und Pestizide und Düngemittel müssen nicht aufwendig aus dem Trinkwasser herausgefiltert werden.

Wie umweltfreundlich Gemüse und Obst tatsächlich ist, hängt nicht nur vom Bio-Label ab. Wichtig ist, wie, wann und wo es erzeugt wurde. Außerhalb der Saison haben z. B. auch Bio-Tomaten eine schlechte Klimabilanz. Wachsen sie hierzulande im beheizten Treibhaus auf, fallen rund 9,2 Kilogramm CO² pro Kilogramm Tomaten an. Bei konventioneller Erzeugung sind es rund 9,3 Kilogramm. Am besten schneiden saisonale Tomaten aus der Region ab. Sie verbrauchen rund 85 Gramm (konventionell) bzw. 35 Gramm (bio) CO² je Kilogramm. Beim Einkauf sollten Verbraucher daher so oft es geht saisonales Obst und Gemüse aus der Region wählen. So entfallen weite Transporte und lange Lagerung. Wer direkt auf dem Wochenmarkt kauft oder beim Erzeuger eine Gemüsekiste abonniert, vermeidet außerdem unnötigen Verpackungsmüll. Der Saisonkalender im Nachhaltigen Warenkorb zeigt, was wann frisch vom Feld verfügbar ist.

Fakt 4: Bio ist frei von Gentechnik Der bewusste Einsatz von Gentechnik ist bei Bio-Produkten gesetzlich verboten. Wer Bio-Produkte kauft, kann sicher sein,

Fakt 5: Bio nutzt der Umwelt

Der Nachhaltige Warenkorb „Nachhaltig konsumieren ist heute schon möglich“, so lautet die Botschaft des Nachhaltigen Warenkorbs des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Der Einkaufsführer zeigt nachhaltige Konsumalternativen auf und gibt mit Faustregeln Orientierung für konkrete Konsumentscheidungen aus 16 Themenbereichen: unter anderem zu Lebensmitteln, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik sowie Bewertungen von Siegeln und Produktkennzeichnungen. Der Warenkorb ist als Broschüre erhältlich und im Internet sowie als kostenlose App für Android, iOS und Windows Phone. www. nachhaltiger-warenkorb.de

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14  |  Gazette Charlottenburg  |  März 2017

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Schädigen Bildschirme unsere Augen? Vorsorge in jungen Jahren ist wichtig, ab 40 helfen Bildschirmbrillen Aktuelle Studien belegen: Die Nutzung von Computer, Laptop und Smartphone wirkt sich auf die Entwicklung unseres Sehens aus. Zudem leiden 68 Prozent der 20- bis 30-Jährigen unter digitalem Augenstress. Doch wenige Menschen wissen, wann die Nutzung elektronischer Geräte gefährlich ist und was dagegen hilft.

1. 20 Prozent der Kinder in Deutschland leiden unter unentdeckten Sehfehlern, 60 Prozent ihrer Sehschwächen werden zu spät erkannt. TIPP: Kinder sollten spätestens ab dem dritten Lebensjahr dem Augenarzt vorgestellt werden, bei Sehdefiziten der Eltern bereits ab dem sechsten Monat. 2. Kurze Sehdistanzen und fehlendes natürliches Licht begünstigen Kurzsichtigkeit junger Menschen. TIPP: Elektronische Geräte nicht unbegrenzt nutzen und für genügend Bewegung im Freien sorgen.

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3. Je höher der Bildungsgrad desto wahrscheinlicher ist die Kurzsichtigkeit. TIPP: Jugendliche und Erwachsene sollten ihre Sehleistung alle zwei bis drei Jahre prüfen lassen.

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Auffällig ist, dass die Zahl der Brille tragenden deutschen Twens heute drei Mal so hoch ist, wie noch vor 65 Jahren. Forscher sehen darin einen direkten Zusammenhang zum Gebrauch von Bildschirmgeräten: Circa 37 Prozent der 21- bis 35-Jährigen nutzen mehr als neun Stunden täglich ein digitales Gerät.

Kinder und Jugendliche: Aufenthalt im Freien beugt vor Studien zeigen, dass das Starren auf den Monitor aus kurzen Distanzen sowie fehlendes natürliches Licht zu starker Kurz-

4. Für knapp jeden dritten Computerarbeiter gehören Augenbeschwerden und Verspannungen zum Alltag. TIPP: Bei Sehdefiziten sorgen Bildschirmbrillen für gutes Sehen und entspannte Haltung. Bei Bedarf muss der der Arbeitgeber die Kosten übernehmen.

Digitaler Konsum kann bei jungen Menschen zu starker Kurzsichtigkeit führen. sichtigkeit führen kann. Noch bis zum 30. Lebensjahr regt beides das Wachstum des Auges an: Es wird länger als normal. Die gute Nachricht ist: Ausreichende Pausen, Bewegung im Freien und regelmäßige Sehchecks begünstigen eine gesunde Entwicklung und geben Sicherheit bei der Einschätzung der Sehleistung.

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Gazette Charlottenburg ·  März Nr. 3/2017 ·  35. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Charlottenburg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.

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Nächste Ausgabe April Nr. 4/2017 · Anzeigen-/Redaktionsschluss: 20.03.2017 · Erscheinung: 06.04.2017

Bildschirmbrillen: Gegen Verspannungen und Augenstress Menschen ab 30 sind durch Naharbeit nicht gefährdet. Ihr Augapfel ist ausgewachsen. Allerdings fallen Sehdefizite durch die intensive Bildschirmarbeit schneller auf. Mit zunehmendem Alter sinkt die Elastizität

der Linse. Je schlechter sie sich Entfernungswechseln anpasst, desto wichtiger wird eine Brille, die exakt auf die Sehdistanz zum PC abgestimmt ist. Das ist meist ab 40 der Fall. Betroffene versuchen oft, das verschwimmende Bild durch das Vorneigen von Kopf und Körper zu korrigieren. Die verkrampfte Haltung

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RATGEBER

Gazette Charlottenburg  |  März 2017  |  15

SECOND HAND BASAR Samstag 4.3.2017, 10-15 Uhr

WANN? Sonntag 5.3.2017, 10-13 Uhr

Bildschirmbrillen sind für Sehentfernungen zwischen 40 und 90 Zentimetern optimiert. führt aber zu Verspannungen, Rücken – und Kopfschmerzen oder sogar zu Haltungsschäden. Entlastung bringen Bildschirmbrillen. Im Gegensatz zu Leseund Gleitsichtbrillen sind sie für Sehentfernungen zwischen 40 und 90 Zentimetern optimiert. Schnelle Blickwechsel – wie sie über 30.000 Mal täglich zwischen Tastatur, Bildschirm und Kollegen stattfinden – sind dann wieder entspannt möglich.

Sehhilfe für den Job: Arbeitgeber zahlt „Ist eine Bildschirmbrille nachweislich für den Job notwendig, übernimmt laut Arbeitsschutz-

gesetz § 3 der Arbeitgeber die Kosten“, so Jörg Feldmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Betroffene können sich von einem vom Unternehmen benannten Fachmann untersuchen lassen. Zeigen die Ergebnisse, dass eine normale Brille für die Computerarbeit nicht geeignet ist, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine spezielle Bildschirmbrille. Detaillierte Informationen zum Vorgehen und den gesetzlichen Grundlagen erhält jeder Beschäftigte beim Betriebsrat oder bei der für das Unternehmen zuständigen Berufsgenossenschaft.

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Gazette Charlottenburg Nr. 3/2017  

April-Ausgabe der Gazette Charlottenburg für Charlottenburg und Westend

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