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Ein Service des Gazette Verbrauchermagazins

April / Mai · Nr. 2/2017

Zehlendorf Mitte xtra Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung

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Der Tag, an dem die Mauer fiel Skulptur am Alliierten Museum als Symbol der Freiheit

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Der Tag, an dem die Mauer fiel Skulptur am Alliierten Museum als Symbol der Freiheit

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ünf Pferde springen über am Boden liegende Mauerreste – die bekannte Skulptur „The Day The Wall Came Down“ (Der Tag, an dem die Mauer fiel) an der Clayallee wurde von der amerikanischen Künstlerin Veryl Goodnight geschaffen. Die Malerin und Bildhauerin, deren Werk sich mit Plastiken und Gemälden aus der Vergangenheit des amerikanischen Westens beschäftigt,

Impressum

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5. Jahrgang

Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH, Badensche Str. 44, 10715 Berlin ☎ 030 / 844 933-0 Redaktion Karl-Heinz Christ extra@gazette-berlin.de Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Zehlendorf Mitte extra erscheint alle zwei Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Nächste Ausgabe Juni/Juli Nr. 3/2017 Anzeigen-/Redaktionsschluss: 04.05.2017 Erscheinung: 01.06.2017 Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themen­wünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen.

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4 Zehlendorf Mitte extra wählte Pferde, da sie für viele Menschen als das Symbol der Freiheit gelten. Die Tage im November 1989, an dem die Menschen durch die Mauer strömten, war eine glückliche Zeit, die in der ganzen Welt mit Freude begrüßt wurde. Die Skulptur existiert zwei Mal: Die erste steht vor der George Bush Presidential Library in College Station, Texas. Die deutsche Skulptur ist ein Geschenk der US-Amerikanischen Bevölkerung. Das ca. sieben Tonnen schwere Kunstwerk wurde von der US-Air Force angeliefert und vom damaligen amerikanischen Präsidenten George Bush im Jahr 1998 enthüllt.

Symbolträchtige Graffiti Symbolkräftig sind auch die Graffiti, die Teil des Kunstwerks sind. Sie erinnern an drei Opfer der Mauer. Ida Siekmann gilt als erste Tote an der Grenze. Ihr Haus stand direkt am Mauerverlauf. Ihre Schwester wohnte nur wenige Häuser weiter auf der anderen Seite der Grenze. Um eine Flucht zu

verhindern, verbarrikadierten die DDR-Behörden am 21. August die Haustür und die Grenzpolizei kontrollierte die Bewohner mehrmals. Am Morgen des 22. August 1961 warf Ida Siekmann Federbetten und ähnliches aus dem Fenster, damit ihr Sprung auf die andere Seite der Grenze abgefedert würde. Sie sprang noch bevor die Feuerwehr aus dem Westteil der Stadt ein Sprungtuch bringen konnte. Auf dem Weg ins Krankenhaus starb sie an den erlittenen Verletzungen. Das bekannteste Maueropfer war Peter Fechner. Der 18-jährige Maurergeselle hatte gemeinsam mit einem Freund versucht, die Mauer nahe des Checkpoint Charlie zu überklettern. Während seinem Freund die Flucht gelang, wurde Peter Fechner durch Schüsse schwer verletzt und blieb auf dem Grenzstreifen liegen. Auf beiden Seiten der Mauer bildete sich eine große Menschenmenge, die auf der Ostseite wurde schnell durch Polizisten zerstreut. Weder DDR-Grenzer noch US-Soldaten und die Polizei halfen dem jungen Mann. Schließlich holten ihn DDR-Grenzer aus dem Grenzstreifen, aber für Peter Fechner war es zu spät. Er verblutete im Krankenhaus. Chris Gueffroy starb im Februar 1989 wenige Monate vor seinem 21. Geburtstag nahe des Britzer Verbindungskanals. Er war der letzte Flüchtling, der an der Mauer erschossen wurde. Aufgrund der Fehlinformation, dass der Schießbefehl an der Mauer aufgehoben wurde, versuchte er die DDR zu verlassen. Er wurde von zwei Kugeln getroffen, eine davon traf tödlich ins Herz. Er starb noch auf dem Grenzstreifen. 2003 wurde eine Stele am Britzer Verbindungskanal aufgestellt, die an Chris Gueffroy erinnert.  ◾

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Ein Prinz aus Konstantinopel Nicolaus Prinz von Handjery leitete 15 Jahre lang den Kreis Teltow

Handjerystraße in Friedenau und Prinz-Handjery-Straße in Zehlendorf.

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m heutigen Istanbul – damals Konstantinopel – erblickte Nicolaus Prinz von Handjery im Jahr 1836 das Licht der Welt. Sein Vater war der russische Staatsbeamte Fürst Telemach Handjery, die Mutter war eine gebürtige Deutsche, Caroline Handjery, geborene von Glasenapp. Als Nicolaus neun Jahre alt war, zog die Familie nach Deutschland. Der Weg führte sie erst nach Dresden, dann ging es weiter nach Berlin. 1851 wurde Nicolaus deutscher Staatsbürger. Nach dem Abitur und Jurastudium ging er zunächst zum Militär, schied jedoch bereits nach vier Jahren aus gesundheitlichen Gründen aus.

Ein preußischer Jurist Anschließend trat er eine Stelle als Auskultator – die erste Stufe zur Ausbildung in der Preußischen Justizverwaltung – am

Berliner Kammergericht an. Seine Karriere führte ihn in den Staatsdienst und im Dezember 1867 in den Landkreis JüterbogLuckenwalde, in dem er zunächst die Vertretung des Landrats übernahm. Anschließend vertrat er den Landrat von Teltow.

Landrat in Teltow Er ging in die Politik – in den Jahren 1868 bis 1874 saß er für den Wahlkreis Potsdam 10 – TeltowBeeskow-Storkow im Preußischen Reichstag. Zusätzlich war ab 1870 Landrat des Landkreises Teltow, zu dem unter anderem die Landgemeinden Zehlendorf, Nikolassee, Wannsee, Steglitz, Lichterfelde und Lankwitz gehörten. Seine Zeit als Landrat dauerte bis 1885. In dieser Zeit musste der Landkreis herbe Bevölkerungsverluste hinnehmen, denn Charlottenburg wurde

am 1. Januar 1877 zum eigenen Stadtkreis erklärt und schied aus dem Landkreis aus. Doch später kam es noch schlimmer – mit der Eingemeindung zahlreicher Dörfer im Jahr 1920 zu Groß-Berlin verlor der Landkreis Teltow fast 90  Prozent seiner Bevölkerung. Doch das erlebte Prinz Handjery nicht mehr. 1885 verließ er den Landkreis Teltow, da er zum Regierungspräsidenten des Bezirks Liegnitz in Schlesien ernannt wurde. Dort arbeitete er zehn Jahre lang, bis er aus dem Staatsdienst entlassen wurde. Fünf Jahre später – am 7. Dezember 1900 starb Nicolaus Prinz von Handjery und wurde in Schöneberg neben seiner Mutter Caroline beerdigt. Heute erinnern die Handjerystraße in Friedenau, die gleichnamige Straße in Adlershof sowie die Prinz-Handjery-Straße in Zehlendorf an den ehemaligen Landrat.  ◾


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Die Geschichte der Dahlemer Museen Von der Schädlingsbekämpfung zum Völkerkundemuseum

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ls der „Museumsgeneral“ Wilhelm von Bode darüber nachdachte, auf den staatseigenen Gütern der Domäne Dahlem günstigen Grund und Boden für einen Neubau des in Kreuzberg gegründeten Völkerkundemuseum zu erlangen, hatte die zuständige Kommission um Hugo Thiel bereits über das zweite Ausstellungshaus nach dem Botanischen Museum im Südwesten entschieden: Es war der Insektenkunde gewidmet: das Entomologische Nationalmuseum in der Goßlerstraße wurde 1909-1911 nach Plänen Heinrich Straumers errichtet und

Arnimallee 23/ 27 – Postkarte o. J. (Ende 1930er-Jahre).

war die didaktische Folgeeinrichtung der ganz auf Schädlingsbekämpfung und Krankheitsübertragung ausgerichteten Institute der Kaiserlich Biologischen Anstalt Unter den Eichen und dem

Sammlung Eberhard Finger

Gesundheitsamt in der KöniginLuise-Straße. Die jüngere Museumslandschaft Dahlems hingegen entwickelte sich vielfältiger. Im Zentrum stand jeher das Karree an der

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Zehlendorf Mitte extra 7 Lans-, Taku- und Fabeckstraße sowie der Arnimallee. Nach Alfred Messel übernahm Bruno Paul 1909 die Planung für das neue Völkerkundemuseum. Bode wünschte sich stilistisch eine Anlehnung an märkische Domänebauten um 1800, das Gut Paretz beispielsweise – auch wegen der räumlichen Nähe zu Potsdam. Errichtet aber wurde eine neoklassizistische Dreiflügelanlage in bester Feudalmanier mit Ehrenhof und Kolossalordnung. Es war der erste Teil eines Großkomplexes an der Arnimallee, der allein für die Ostasienabteilung geplant war. Nach 1921 blieb das Völkerkundemuseum mit Einstellung der Arbeiten ein Rohbau. Als Magazingebäude nutzten es Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett und

die Skulpturensammlung auf der Museumsinsel. Erst mit der OstWest-Teilung Berlins rückte der Standort wieder in den Vordergrund. Das Völkerkundemuseum entwickelte sich bis 1973 zu einem neuen Prototyp der Museumskunde und zur wichtigsten Adresse für Ausstellungsbesucher im Westen Berlins. Bis 1953 wurde das Innere der schlossähnlichen Anlage Bruno Pauls ausgebaut. Mit Einzug der in den Westsektoren verbliebe-

Museum für Ostasiatische Kunst, Aufnahme 1975. Landesarchiv Berlin, Barbara Esch-Markoski

Arnimallee 23/27, Museum für Völkerkunde 1914-23. Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

nen Bestände wurden die Bauten Bruno Pauls endlich zu vitalen Ausstellungsräumen. Gemäldegalerie, Skulpturensammlung und Kupferstichkabinett fanden neben der ethnologischen Abteilung und der Kunstbibliothek ihre Heimstatt. Da sich die Freie Universität mittlerweile auf dem östlich vorgesehenen Erweiterungsbereich des Museums etabliert hatte, plante Bruno Grimmek – Chef der Entwurfsabteilung der Senatsbauverwaltung – 1964-65 für die natürlich belichtete Skulp-


8 Zehlendorf Mitte extra turengalerie einen U-förmig angeschlossenen Neubau und Innenhof zur westlichen Seite. Für die weitere Entwicklung der Museen aber waren die Architekten Wils Ebert, Fritz Bornemann und die Leiter der ethnologischen Abteilungen entscheidend. Ihre interdisziplinäre Kooperation führte bis 1973 zu einer Gebäudekonfiguration, die sich aus dem Kontrast geschützter und nach innen gerichteter Ausstellungsbereiche mit transparenten Geschoss übergreifenden Besucherräumen, Verkehrsknoten und skulpturalen Treppenkonstruktionen als zukunftsweisend behauptete. Ebert, den als Dessauer Bauhausschüler vor allem die Möglichkeiten großflächiger Curtain-Walls interessierten, war das„Dahlemer

Lansstraße 8/12.

Pendant“ zu Mies van der Rohe und dessen im Bau befindlicher Nationalgalerie am Kulturforum. Mit einer Baumassenstudie zeichnete er die Verknüpfung der völkerkundlichen Sammlungsschwerpunkte an rechtwinklig und parallel geschalteten Verkehrsachsen. Die konzipierte Dominanz des Tageslichtes je-

Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

doch führte zur Intervention der Museumsleute. Fritz Bornemann, ein durch die Deutsche Oper in Charlottenburg ausgewiesener Experte für hochkarätige Kulturbauten rückte in den Planungsstab. Er integrierte die klimatische Stabilität der Ausstellungsbereiche mit Bimsbeton ausgefachten Stahlskeletten und


Zehlendorf Mitte extra 9 hinterlüfteten Natursteinverkleidungen. Wie in seinem Opernfoyer rückte er mit frei gestellten Treppen und von innen nach außen gerichteten Versammlungsbereichen den Besucher selbst in das Zentrum der Wahrnehmung. Nicht der Musentempel sondern das demokratische Prinzip wird verbildlicht. Die Sammlungen inszenierte Bornemann innovativ in neuer Lichtregie. Eigens von Bornemann entworfene, von innen illuminierte Vitrinen zelebrieren die Exponate. Große Stücke stehen auf dunklen Böden afrikanischer Eiche und werden über mobile Spots an Stromabnehmerschienen beleuchtet. Auch die Wände sind variabel. Ihre genormten Aluminiumsandwiches bergen sämtliche Versorgungsleitungen und können von den

Lansstraße 8/ 12 , Eingangshalle, Aufnahme 1971

Kuratoren für neue Ausstellungen versetzt werden. Seit dem 8. Januar 2017 bleiben die Räume der Dahlemer Musseen der Öffentlichkeit verschlossen – bis auf den Bauteil an der Arnimallee (Europäische Kulturen). Eine gesamtstädtische Neuordnung der Sammlungen zeichnete sich schon bald nach

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der Wiedervereinigung ab. Die Degradierung zum Depot darf in Dahlem nicht der Preis für die Eröffnung des Humboldtforums und die an Attraktivität kaum zu überbietende Museumsinsel werden.  ◾  Text/Redaktion: Dr. Jörg Rüter / Denkmalschutzbehörde Steglitz-Zehlendorf


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Eileen Moritz will Barrieren abbauen Neue Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderungen startet durch

Eileen Moritz, neue Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, und ihr vierbeiniger „Mitarbeiter“ Joschi.

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eit Januar belebt die Dipl. Sozialpädagogin und ausgebildete Supervisorin Eileen Moritz das seit zwei Jahren unbesetzte Amt der Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderungen wieder. In ihrem Büro im Rathaus Zehlendorf arbeitet sie sich an fünf Tagen in der Woche während ihrer Orientierungsphase intensiv in ihre verantwortungsvolle Tätigkeit ein, für die sie beste Voraussetzungen und ein gehöriges Maß an Begeisterung mitbringt: Vielfältigste Bereiche der Sozialarbeit hat sie während ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn kennengelernt, ohne dabei die vielfältigen Facetten des Bereichs Behinderung je aus den Augen zu verlieren.

Die gebürtige Norddeutsche, die 1982 nach Berlin kam, acht Jahre in Steglitz lebte und heute in Heiligensee wohnt, arbeitete u. a. in einem Wohnprojekt für HIV-infizierte und an AIDS erkrankte Menschen. 2001 wandte sich Eileen Moritz beruflich wieder der politischen Behinderten- und damit Selbstbestimmt-Leben-Bewegung zu. Indem sie sich tiefer mit der UN-Behindertenkonvention beschäftigte, fand sie immer stärker zu ihrem Arbeitsschwerpunkt im Bildungsbereich. Trainingsund Weiterbildungsangebote realisierte sie zu Themen wie Inklusion als Menschenrecht, Barrierefreiheit, Empowerment und Diversity und begleitete in ihrer Funktion als Supervisorin in

unterschiedlichen Institutionen Veränderungs- und Inklusionsprozesse. Viel hat sie sich mit Architekten und Bauvorhaben beschäftigt und dabei immer wieder festgestellt, was sie geändert sehen will: „Barrierefreiheit ist dabei immer ein Sonderkostenpunkt, anstatt barrierefreies Bauen auch unter Berücksichtigung des demografischen Wandels zum Standard werden zu lassen.“

Barrieren machen Beeinträchtigte zu Behinderten Selbst mit Beeinträchtigung aufgewachsen, gelingt es Eileen Moritz unkompliziert, auf direkter Augenhöhe mit an-


Zehlendorf Mitte extra 11 deren Menschen in Kontakt und Austausch zu treten. Ihre Aufgabe als Bezirksbeauftragte, Ansprechpartnerin und Vermittlerin für Mitmenschen mit Behinderungen sieht sie darin, „dafür Sorge zu tragen, dass die Belange dieser Menschen bei geplanten Projekten des Bezirksamtes Berücksichtigung finden.“ Stets ein Ohr für Frauenbereiche zu haben, liegt ihr ebenso am Herzen. Etwas überrascht ist sie darüber, wie viele Bürgerinnen mit Beeinträchtigung sich über die Respektlosigkeit beschweren, mit der ihnen begegnet wird, und wie sehr Grenzüberschreitung oder Herablassung noch immer Thema zu sein scheinen, denn sie selbst macht immer weniger diese Erfahrungen. Den Unterschied zwischen „Beeinträchtigung“ und „Behinderung“ bringt die Bezirksbeauftragte so auf den Punkt: „Wenn Menschen mit Beeinträchtigung auf Barrieren stoßen, werden sie zu Behinderten. Denn Behinderung entsteht erst durch Barrieren.“ Die Hauptaufgabe von Eileen Moritz wird es auch zukünftig sein, diese Barrieren, die unterschiedlichster Art sein können und Beeinträchtigung oft erst zum Problem machen, beseitigen zu helfen. Sie freut sich auf diese Arbeit, für die sie sich als Ansprechpartnerin und Gesprächspartnerin viele interessante Begegnungen im Bezirk verspricht: Mit Menschen mit Beeinträchtigung ebenso wie mit Vereinen, Selbsthilfegruppen, Initiativen und Organisationen, die sich mit der Lebenssituation

von Menschen mit Behinderun- welche Schwerpunktthemen gen befassen. im Bezirk vorliegen, um dann eigene Schwerpunkte zu setzen und mit eigenem Profil so richtig Vom Reagieren loszulegen.“ zum Agieren Auch wenn sie sich sehr auf Derzeit ist es der neuen Bezirks- die Zusammenarbeit mit Frank beauftragten besonders wichtig, Mückisch, dem Bezirksstadtrat bald einen kompetenten bezirk- für Bildung, Kultur, Sport und lichen Beirat für Menschen mit Soziales freut, bedauert sie die Behinderungen an ihrer Seite zu kurz vor ihrem Amtsantritt gewissen, um gemeinsam das Be- troffene Entscheidung, dass sie zirksamt mit seinen Gremien in als Beauftragte nicht mehr der behindertenpolitischen Fragen Bezirksbürgermeisterin zugeauf der Grundlage des Landes- ordnet ist. Denn: „Behinderung gleichberechtigungsgesetzes ist kein rein soziales, gesunderfolgreich beraten und unter- heitliches Thema, sondern ein stützen zu können. gesamtgesellschaftliches QuerIn der Büro-Organisation wird schnittsthema, welches alle Eileen Moritz von Susanne Lebensbereiche berührt. „Nicht Wunderlich begleitet, die bereits umsonst haben wir auf einen ihre Vorgängerin Beatrix Beese Paradigmenwechsel – weg von unterstützte und seit 2008 im der Fürsorge hin zu Umsetzung Rathaus dabei ist. Über die neue von Chancengleichheit und gleiKollegin sagt sie: „Sie ist eine chen Rechten von Menschen mit ganz Taffe!“ Behinderungen – hingewirkt“, Gut ausgestattet habe sie der kommentiert sie. Dabei ist sie Bezirk für ihre Arbeit, freut sich der festen Überzeugung: „UnseEileen Moritz. Als einziger vier- re gesamtgesellschaftliche Ausbeiniger Bezirksamt-Mitarbeiter einandersetzung mit Inklusion mit Sondergenehmigung ist bringt uns alle voran und kann ihr 8-jähriger Golden Retriever darüber zu einer Gesellschaft „Joschi“ immer mit dabei. Der mit Wertschätzung und Respekt Assistenzhund vom „Hunde für für die Vielfalt führen.“ Handicaps e. V.“ erledigt Aufga- Kontakt zur Bezirksbeauftragben, die Eileen Moritz schwer ten für Menschen mit Behinfallen: Er hebt Dinge vom Bo- derung: Sprechzeiten Do. von den auf, öffnet Türen und drückt 10 – 12 Uhr im Rathaus ZehlenFahrstuhlknöpfe. Im Bezirksamt dorf Raum A 27, Kirchstr. 1-3 in Steglitz-Zehlendorf dürfte er 14160 Berlin und nach tel. Vereinsich bald – nicht zuletzt wegen barung unter ☎ 90299 – 6309. Eseines treuen Blickes – zum Mail ­behindertenbeauftragte@ Lieblings-Mitarbeiter entwickelt ba-sz.berlin.de. haben. Weitere Informationen unter Eileen Moritz verspricht indes- www.steglitz-zehlendorf.de/­ sen: „Ein Jahr nehme ich mir zum behindertenbeauftragte ◾ Reagieren und zum Erkennen,  Jacqueline Lorenz


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Carsharing in Schlachtensee

Kirchengemeinde bietet mietfreien Standplatz für GREENWHEELS – das Auto benutzen kann. Weitere Informationen unter www. greenwheels.com.

Preiswerter als ein eigenes Auto

Pfarrer Dr. Karl-Heinz Hoefs und Familie Voswinckel (Pfarrgemeinderat) an der GREENWHEELS Station vor der Kirche „Zu den zwölf Aposteln“. Foto: Fütterer/Kath. Gemeinde Schlachtensee

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iele Menschen in Schlachtensee und Nikolassee haben darauf gewartet: Seit Februar 2017 steht auf dem kircheneigenen Parkplatz an der Wasgenstraße 49 ein VW up bereit, der dem Carsharing-Unternehmen GREENWHEELS gehört. Einstimmig beschloss der Kirchenvorstand der Gemeinde „Zu den zwölf Aposteln“, dem bewährten Carsharing-Anbieter für eine Pilotphase von einem Jahr den Standplatz mietfrei zur Verfügung zu stellen. Damit möchte der Kirchenvorstand den Appell von Papst Franziskus unterstüt-

Allgemein gilt: wenn jemand weniger als 15.000 km im Jahr fährt, ist Carsharing preiswerter als ein eigenes Auto. Außerdem entfällt die Sorge für Versicherungen, Kraftfahrzeugsteuer, Wartung und Abschreibung; es werden nur die gefahrenen Kilometer berechnet, gestaffelt nach wählbaren Tarifmodellen; eine Kaution ist nicht erforderlich, wohl aber eine Kostenbeteiligung bei selbstverschuldeten Unfällen. Nach Beendigung der Fahrt bringt man das Auto an den Standort zurück.

zen, angesichts der Zerstörung Bewahrung der der Umwelt die eigene Mobili- Schöpfung tätspraxis zu überdenken und Alternativen zu entwickeln. Die „Bewahrung der Schöpfung“ ist auch für die christlichen GeKostenlos registrieren meinden in Berlin eine pastorale Herausforderung. Die Papst-EnzyUm das Carsharing-Auto nutzen klika „Laudato si“ 2015 hat in einzu können, ist eine einmalige dringlichen Worten den Umweltkostenlose Registrierung bei schutz als fundamentales Thema GREENWHEELS erforderlich, bei in der Theologie verankert und der Identität und Führerschein damit das persönliche Verhalten überprüft werden. Danach erhält eines jeden Christen angesproman eine GREENWHEELS-Karte, chen. „Ein Trompetenweckruf“, mit der man – nach vorheriger so würdigte der evangelische Meldung der Buchungswünsche Theologe Friedrich Schorlemmer per Telefon, Handy oder Internet in seinem jüngsten Buch „Unsere


Zehlendorf Mitte extra 13 Erde ist zu retten“ den Vorstoß des Papstes. Unser Lebensstil, der bisher als Privatsache gilt, unterliegt fortan dem moralischen Prüfstand und erfordert eine Gewissenserforschung. Dazu gehört auch die Mobilitätspraxis, gerade hier im Berliner Südwesten mit seiner hohen Autodichte: Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat die höchste Zahl an zugelassenen PKW in Berlin.

Zwischen Bequemlichkeit und Umweltbewusstsein Natürlich weiß der Papst um die Bequemlichkeit des Menschen und spricht von der erzieherischen Herausforderung, die darin liegt, all die Menschen in Europa, die in Wohlstand und

Konsum aufgewachsen sind, zu einer Änderung ihrer Gewohnheiten zu bringen. Selbst der Weg zum Brötchenkauf wird ja oft mit dem Auto getätigt, wenn es nun einmal vor der Tür steht. Bei aller grundsätzlichen Einsicht in den Umweltschutz: Zwischen Bewusstsein und Verhalten klafft immer noch eine riesige Lücke. Schlichte Bequemlichkeit, eingefahrene Gewohnheitsmuster oder Gedankenlosigkeit stehen genauso oft einer Verhaltensänderung entgegen.

Mobilität bewusster leben Die katholische Gemeinde hat einen Arbeitskreis „Bewahrung der Schöpfung“ eingerichtet, der weitere Impulse für die

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Menschen in Schlachtensee und Nikolassee geben will und dafür auch weitere Mitstreiter sucht. Auto-teilen ist dabei ein erster Schritt. Die Erfahrung zeigt, dass Carsharing–Nutzer wieder bewusster mit dem Fahrrad fahren oder sich anderer Mobilitätsweisen erinnern. Dazu gehören beispielsweise die Bildung von Fahrgemeinschaften; gemeinsames Einkaufen und der Austausch von FahrradAnhängern. Kontakte und Informationen über das Pfarrbüro ☎ 805 862 970 oder pfarrbuero@ hl-12-­apostel.de. ◾


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Erleben und Lernen zwischen drinnen und draußen Jurten und tiergestützte Therapie begleiten Jägerhof-Kinder durchs Jahr

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as gemeinnützige NaturKulturGut „Jägerhof gGmbH“ im Schlosspark Glienicke gehört zu den namhaften Jugendhilfeträgern unserer Tage. Es trägt mit dazu bei, dass Kinder mit und ohne Besonderheiten durch inklusive Naturpädagogik im Lernraum Natur mit Freude und Vertrauen an ihre

Umwelt in all ihrer Vielfalt und Andersartigkeit herangeführt werden und diese spielerisch verstehen lernen. Dass dies in jeder Jahreszeit möglich wird, dafür sorgen die beiden fünf Quadratmeter großen Kunstjurten, die, im Hof der Einrichtung in Abstimmung auf das denkmalgeschützte Gelände

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Anne Tlach vor der Kunstjurte.

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aufgestellt, Kita- und Schulkindern auch an Regen- und Kältetagen einen nutzbaren „Zwischenraum“ bieten, der weder drinnen noch draußen, sondern dazwischen liegt. Hier können sie auf Basis der Waldpädagogik basteln, malen, Filzarbeiten fertigen und dabei einiges über andere Kulturen erfahren, auch wenn das Wetter nicht so mitspielt. Das Projekt Kunstjurten unterstützt neben dem Projekt tiergestützte Therapie die Freilegung und Förderung besonderer Fähigkeiten und Stärken und bietet dabei ein zusätzliches kunsttherapeutisches Angebot. Denn: Jedes Kind ist anders, und eine Schwäche kann die größte Stärke sein, wenn das System sich den Besonderheiten anpasst.


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Kunstjurte und Wunschkugeln – kreativ sein ist alles Kleine Kunstwerke sind die beiden Jurten, welche die Jägerhof gGmbH im Jahr 2012 für je 6000 Euro von der DeutschMongolischen Gesellschaft e. V. kaufte. Um das Leben in Jurten auch außerhalb der Mongolei zu ermöglichen, gleichzeitig aber mongolischen Familien bezahlte Arbeit zu verschaffen, fährt ein Ehepaar, das in der Entwicklungshilfe lange Jahre aktiv war, zweimal jährlich in die Mongolei, um mit Containern die handgefertigten und vorbestellten Zelte abzuholen. „Der Erlös aus dem Verkauf gelangt so direkt in die mongolischen Familien, die diese Traditions-Jurten fertigen

Die isolierende Wolle muss im Sommer in unseren Breiten aus den Jurten entfernt werden.

Kleine Künstler: inmitten der Natur geborgen in der Jurte.

und dadurch eine finanzielle Existenzgrundlage bekommen“, erklärt Jägerhof-Geschäftsführerin Anne Tlach. Mit liebevoll traditionell bemalten Türen, in Talg getränkten Tierhäuten als Verbindungsstücke, isoliert mit der gefilzten Wolle der Mongolenschafe stehen die Kinderjurten in der noch kargen Märzlandschaft. Einen Überzug tragen sie, denn die klimatischen feuchten Verhältnisse an der Havel sind so ganz anders als die in der Mongolei mit ihrer trockenen Kälte, wo die Jurten außerdem auch in der Nacht vom Feuer warm gehalten werden: So mussten im steten Kampf gegen Schimmel zusätzliche Holzwände eingezogen werden. Im Sommer dienen die Jurten als Abstellraum. Die gefilzte Isolier-Wolle wird dann entfernt und bis zum nächsten Winter trocken aufbewahrt. Doppelt so groß sind die Zelte in der Mongolei, in denen nicht selten bis zu 10 Personen leben. Die kleineren, wie sie im Jägerhof stehen, werden in ihrer

Heimat eher als Jurten für Kinder genutzt. Bei Anne Tlach und den Pädagogen sind die beiden fremdländischen Rückzugsorte in die Natur nicht weniger beliebt als bei den kleinen Hauptpersonen, die sich sichtlich wohl in der von Heizlüftern wohlig erwärmten Jurte fühlen und einmal wöchentlich in wechselnder Fünfergruppe hier einziehen, bevorzugt Kinder mit Besonderheiten, wozu auch Hochbegabte, Heimkinder und geflüchtete Kinder zählen. Offenes Feuer, wie die Mongolen es zum Wärmen nutzen, muss aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Simon* und Ben sitzen auf kuscheligen Fellen, sie haben „Wunschkugeln“ gefilzt, die tausende von Wünschen enthalten und in der kindlichen Fantasie Zauberkräfte besitzen. Sie können hier frei ihre Fähigkeiten entwickeln, zu verwerten und daraus etwas zu machen, was Natur und Umwelt an Schätzen bereithalten. „Aus Rinde, Moos


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18 Zehlendorf Mitte extra dem Hof sowohl baulich als auch pädagogisch bei den hier inklusiv lernenden Heim-, Schul- und Kitakindern eine Menge erreicht.

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und Wolle der wild im Park lebenden Mufflons, sind hier unter den kleinen Händen schon zauberhafte Originale entstanden“, freut sich Anne Tlach über den Natursinn ihrer jungen Schützlinge, denen nach so viel schöp-

ferischer Arbeit die Vesper in der Jurte nochmal so gut schmeckt. Dies alles aus eigenen Kräften ohne Fördergelder zu finanzieren und zu bewegen, hat sich die Jägerhof gGmbH zum Ziel gesetzt und seit 2011 damit auf

Dazu gehört auch ein weiteres Projekt, das der tiergestützter Therapie, mit dem der Jugendhilfeträger besondere Erfolge bei Kindern mit posttraumatischem Belastungssyndrom erzielt. Häufig tritt dieses Syndrom bei geflüchteten Kindern auf. Wertvolle Unterstützung dabei erhält der Jägerhof von Tiertherapeutin Regine Lorenz und ihrem Hof in Kleinbeeren. Schweine, Schildkröte, Esel & Co heißen dort einmal in der Woche kleine Besucher tierisch willkommen.

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Liebevoll werden die Kinder darauf von den drei Erzieherinnen Isabell, Anna und Anne vorbereitet, die ihre verantwortungsvolle Aufgabe mit viel Einfühlungsvermögen erfüllen.

Unverständlich, denkt man an die heute auf der denkmalgeschützten Pfaueninsel lebenden Pfauen und Wasserbüffel, die auf der ursprünglich als „Kaninchenwerder“ bekannt gewordenen Insel noch nicht anzutreffen waren. Doch der Jägerhof dürfte auch so seinen erfolgreichen inklusiven Weg weitergehen und die dabei an sicherer Hand führen, die „hier alle so verschieden sind, dass keiner anders ist“, wie ein Vierjähriger spontan äußerte und damit den Leitspruch des NaturKulturGutes an der Havel prägte. Weitere Informationen unter www.jaegerhof-berlin.de und www.mongolei.org  ◾  Jacqueline Lorenz *alle Kindernamen von der Red. geändert

Berlin-Schlachtensee

Auch auf dem Jägerhof bellt, mauzt und gackert es. Da sind die drei Hühner, die jede innere Unruhe sofort spüren und auf sich übertragen, die beiden von Anne Tach ausgebildeten Kat-

zen, die den kleinen Jan Empathie lehrten oder der geduldige Therapiehund, auf den gestützt der etwa dreijährige Hussan nun wieder erste eigenständige Schritte wagt. Fast zwei Jahre war er mit seinen Eltern von Afghanistan auf der Flucht, war nur getragen worden, damit man schneller vorankam und hatte so eigenständiges Laufen fast verlernt. Noch mehr geeignete Tiere wie Schafe und Kühe für eine sinnvolle tiergestützte Therapie auf dem Jägerhof artgerecht halten zu können, ist nicht nur ein Herzenswunsch von Anne Tlach. Doch das denkmalgeschützte Gelände verbietet dies, da – auf Lennés Pläne zurückgehend – diese Tierarten bisher hier keine Daseinsberechtigung fanden. –

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Foto: Jägerhof, Jacqueline Lorenz

Zehlendorf Mitte extra 19


20 Zehlendorf Mitte extra

Max Liebermann und der Sport Ausstellung in der Liebermann-Villa mit Werken namhafter Künstler

S

port hat heute viele Funktionen: Fitness, Lifestyle oder Prestige sind nur einige davon. Auch die Kunst hat den Sport schon lange für sich entdeckt. Max Liebermann musste noch weit fahren, um seine Vorbilder zu finden. Inspiriert von den französischen Malern Édouard Manet, Edgar Degas und Henri de Toulouse-Lautrec, aber auch von dem Engländer John Lavery oder dem Deutschen Max Slevogt begann Liebermann, die sportlichen Aktivitäten bei öffentlichen Veranstaltungen, aber auch im privaten Bereich auf der Leinwand festzuhalten. Damit war Max Liebermann immerhin der erste deutsche Maler, der die neu entdeckten Freizeitvergnügen Wassersport, Tennis, Reiten und Polo festhielt. Im ausgehenden 19. Jahrhundert gewann der

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Max Liebermann: Blick auf den Wannsee mit Booten, um 1925 © Max-Liebermann-Gesellschaft, Foto: Christoph Adam

Freizeit- und Wettkampfsport mehr und mehr an Bedeutung. Die wilhelminische Bevölkerung – besonders die Bessergestellten und der Adel – eiferten dem britischen „Sportsman“ nach. Seine Motive fand Max Liebermann beispielsweise an der niederländischen Nordseeküste. Die „Reiter am Meer“ gehören zu seinen bekanntesten Werken. Dazu gesellten sich Polo- und Tennisspieler, aber auch badende Knaben. Nach dem Ersten Weltkrieg rückte das Thema Sport für Liebermann in den Hintergrund, dafür entdeckten jüngere Künstler das Motiv. Zur Veranschaulichung werden nicht nur Werke von Liebermann in der Ausstellung gezeigt. Gemälde, Skulpturen sowie Arbeiten auf dem Papier weiterer Künstler, wie Renée Sintenis oder Édouard Manet sind ebenfalls zu sehen. Die Ausstellung ist bis zum 26. Juni täglich außer dienstags von 11 – 17 Uhr geöffnet, ab April von 10 – 18 Uhr, donnerstags, sonn- und feiertags 10 – 19 Uhr.  ◾ Liebermann-Villa am Wannsee Colomierstraße 3 14109 Berlin www.liebermann-villa.de


Zehlendorf Mitte Ratgeber extra 21

Die Treidel­lokomotive am Teltowkanal Lastschiffe wurden von Lokomotiven gezogen

G

leisreste gibt es kaum noch – nur am Brückenkopf nahe der ehemaligen Teltowwerft in Zehlendorf sind letzte Spuren der Gleise zu finden, auf denen die Treidellok den Teltowkanal entlangfuhr. Treideln war über Jahrhunderte eine Möglichkeit, Lastschiffe flussaufwärts zu bewegen. Bereits die Römer treidelten ihre Lastschiffe auf Rhein und Lippe. Mit aufkommender Motorkraft wurde das Treideln zwar auf vielen Flüssen oder Kanälen nicht mehr notwendig, aber es gab Ausnahmen. Der Teltowkanal war schon bei seinem Bau als Wasserstraße unterdimensioniert. Zur Schonung der Ufer wurden deshalb Treidelloks ein-

Elektrische Treidellokomotive.

Reste der Treidelbahn-Gleise am Teltowkanal an der Sachtlebenstraße in Zehlendorf Süd.

gesetzt, die die Schiffe zu ihrem Bestimmungsort zogen. Hersteller der Treidelloks war die Firma Siemens. Die Züge verkehrten zwischen Kleinglienicke und Grünau. Sie wurden elektrisch betrieben. Eigens für diesen Zweck entstand ein Kraftwerk am Werkshafen in Schönow. Die Züge benötigten eine Gleichspannung von 500 Volt, die in Schönow erzeugt wurden. Umliegende Industriebetriebe konnten ebenfalls vom Kraftwerk versorgt werden. Diese moderne Form des Treidelns wurde weltweit erstmals am Teltowkanal angewandt. Später wurde sie selbst am Panamakanal übernommen.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Treidelanlagen zerstört und nach Kriegsende von den Siegermächten zum Teil demontiert. Da auch der Schiffsverkehr unterbrochen war, kam ein Wiederaufbau nicht infrage. Die Zeit des Treidelns am Kanal endete damit. Von den ursprünglich 20 Lokomotiven sind nur noch zwei übrig. Sie wurden sorgfältig restauriert und können besichtigt werden. Eine Lokomotive steht im Technikmuseum in Berlin und die andere befindet sich unter Glas an der Emil-Schulz-Brücke, nahe Hindenburgdamm/Ecke Königsberger Straße, ganz nah an ihrem früheren Einsatzgebiet, dem Teltowkanal.  ◾

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22 Zehlendorf Mitte extra

Vermisst – der Turm der blauen Pferde Zeitgenössische Künstler spüren dem Gemälde im Haus am Waldsee nach

D

er Turm der blauen Pferde gilt als eines der Hauptwerke des deutschen Expressionismus und als zentrales Werk des Blauen Reiters. Schnell machte das Gemälde mit seinen dramatisch gestaffelten, blau durchleuchtenden Pferdeleibern Karriere. Während der Weimarer Republik avancierte es zu einer Art Kultbild einer aufgeschlossenen bürgerlichen Gesellschaft, die einerseits das tragische persönliche Schicksal des 1916 bei Verdun gefallenen Künstlers kannte und auf der anderen Seite die herausragende Qualität des Gemäldes schätzte. Franz Marcs Gemälde wurde 1913 vorgestellt und 1945 beziehungsweise 1948/49 angeblich dreimal in Berlin gesehen bevor es verschwand. Das Meisterwerk des deutschen Expressionismus hat als „entartete Kunst“ den Zweiten Weltkrieg offenbar überlebt. Unabhängig voneinander haben drei Zeugen behauptet, das Bild im Frühjahr 1945 am Leipziger Platz, im späteren Haus am Waldsee sowie 1948/49 im benachbarten Anwesen des ehemaligen Polizeipräsidenten von Berlin, dem heutigen Haus der Jugend, gesehen zu haben. Dieses Wiederauftauchen eines in der Weimarer Zeit hochpopulären Werkes wurde bis in die 1970er-Jahre von der Fach-

Franz Marc, Der Turm der blauen Pferde, 1913. Öl auf Leinwand, 200 x 130 cm, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, seit 1945 verschollen.

welt weitgehend verschwiegen. Warum dies geschah, ist eine zentrale Frage, die die zeitgenössischen Künstler und Künstlerinnen in der Ausstellung VERMISST Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc in Berlin neu stellen. In München liegt der Ausstellung der erhaltene Entwurf des Gemäldes in Form einer kolorierten Postkarte zu-

grunde und die Frage, wie es zu dem Mythos um den Künstler und sein herausragendstes Werk kam.

Reflexionen aus heutiger Perspektive In der Ausstellung im Berliner Haus am Waldsee geht es vor allem um den Verlust des Ge-


Zehlendorf Mitte extra 23 mäldes, die Gerüchte um sein Verschwinden und das Schweigen der Nachkriegszeit. So denkt die Fotografien Johanna Diehl intensiv über dieses Schweigen nach, das sie anhand der eigenen Familiengeschichte wie durch einen trüben Schleier sichtbar macht. Andere erfinden neue Gerüchte oder sie kopieren das Werk, um es zu beschädigen (Norbert Bisky). Es gibt Künstler, die sich dem Thema Verlust als Leerstelle widmen (Arturo Herrera, Christian Jankowski) oder sich mit dem Moment des Todes des Malers auseinander setzen (Rémy Markowitsch, Birgit Brenner), der zum Mythos rund um das Bild beigetragen hat. Es geht um Staub, der auf die Geschichte gefallen ist, um Kontinuitäten von Weltanschauungen und um Schatten der Vergangenheit (Peter Rösel) oder um die Frage, was geschieht, wenn Der Turm der blauen Pferde sich plötzlich wieder zeigt (Via Lewandowsky). Eine Leuchtschrift im Freien erinnert daran, dass wir nie Gewissheit haben und alles immer auch ganz anders sein könnte (Tobias Rehberger). Bei Martin Assig wird ein inniges religiöses Gespräch in Gang gesetzt.

Er bedient sich der vier apokalyptischen Reiter aus der Offenbarung des Johannes, um seine Geschichte über das Gemälde zu erzählen und bis zum flehentlichen „Komm, komm, komm“ die Trauer über den Verlust zu steigern.

Nur eine Postkarte blieb Während von dem 200 mal 130 Zentimeter messenden Gemälde bis heute jede Spur fehlt, hat sich eine postkartengroße kolorierte Skizze erhalten, die Franz Marc kurz vor dem Jahreswechsel 1912/13 innerhalb Berlins an seine Dichterfreundin Else Lasker-Schüler schickte. Sie befindet sich seit den 1960er-Jahren als Depositum der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in der Staatlichen Graphischen Sammlung München.  ◾ „Vermisst – Der Turm der blauen Pferde“ 3. März bis 5. Juni im Haus am Waldsee, Argentinische Allee 30, 14163 Berlin. Öffnungszeiten: Täglich außer montags von 11 – 18 Uhr. Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, Familien 10 Euro. www.hausamwaldsee.de.


24 Zehlendorf Mitte extra

500 Jahre Reformation

Bibliophile Kostbarkeiten aus fünf Jahrhunderten

D

ie neue Sonderausstellung des Heimatvereins Zehlendorf e. V. widmet sich der Reformation, die in diesem Jahr ihr 500. Jubiläum feiert. Gezeigt werden 30 wertvolle Originale und Faksimiles von 1521 bis heute, die von Bischof (em.) Dr. Jobst Schöne und Pfarrer Johann Hillemann von der Selbständigen EvangelischLutherischen Kirche zusammengetragen wurden. So wird in der Ausstellung ein Blick auf die ReAusstellung im Heimatmuseum Zehlendorf. formation und ihre Wirkungen geworfen. trachtet Martin Luther als Mönch Die Ausstellung ist in vier Ab- und Reformator, der Zweite beschnitte geteilt, der Erste be- schäftigt sich mit der Heiligen

Schrift – das Wort Gottes unters Volk gebracht. Der Dritte informiert über den Lutherischen Gottesdienst mit seinen Gesängen und Gebeten und der Vierte über Bekenntnis und Lehre der lutherischen Christen. Ein 40-seitiger Katalog begleitet die Ausstellung, die vom 19. März bis zum 15. Juni gezeigt wird. Heimatmuseum Zehlendorf, ­Clayallee 355, 14169 Berlin. Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 10 – 18 Uhr, Dienstag und Freitag 10 – 14 Uhr. An Feiertagen geschlossen, der Eintritt ist frei.  ◾

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Gesundheit 25

Therapeuten auf vier Pfoten Haustiere fördern Gesundheit ihrer Besitzer

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Millionen Haustiere in der Bundesrepublik leisten täglich therapeutische Arbeit bei gestressten oder einsamen Deutschen. Denn Hund, Katze und Co. haben gesundheitsfördernde Effekte auf den Tierhalter – zu diesem Schluss kommen zahlreiche Studien. Alleinstehende Personen oder Senioren, die ihren Lebenspartner bereits verloren haben, profitieren besonders von der Lebensgemeinschaft mit einem Haustier. Es leistet ihnen Gesellschaft und vermittelt das Gefühl, dass sie gebraucht werden. Personen mit einem Vierbeiner an der Seite knüpfen zudem leichter soziale Kontakte. Bei Risikopatienten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben vor allem Hunde eine positive Wirkung. Die täglichen Gassigänge wirken günstig auf entscheidende Faktoren wie Übergewicht, Blutdruck und Cholesterinwerte. Auch bei Traurigkeit oder Stress helfen Haustiere. Unsere vierbeinigen Freunde merken ganz genau, in welcher Stimmung wir sind. Sie spenden Trost und heitern uns auf. Erwiesenermaßen führen die Anwesenheit und das Streicheln eines Tieres dazu, dass Stress reduziert und Glückshormone ausgeschüttet werden.



Foto: Photocreo Bednarek / Fotolia

ter: Tierhalter bewältigen Stress besser, sind glücklicher und kommen leichter mit anderen Menschen in Kontakt.  ◾

Nachwuchs geplant? Lange Zeit wurde vermutet, dass Haustiere bei Kleinkindern und Babys Allergien oder Asthma auslösen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Kinder, die mit einem Haustier aufwachsen, haben ein stabileres Immunsystem. Das Haustier sollte auf jeden Fall zum Lebensstil passen. So ist ein Hund nur für Personen geeignet, die sich im Alltag Zeit für den Vierbeiner nehmen können. Katzen hingegen können auch über einen längeren Zeitraum allein sein. Der Vorteil von kleinen Nagetieren wie Hamster und Maus: Sie dürfen auch in Mietwohnungen gehalten werden, wenn ein generelles Tierverbot im Mietvertrag festgelegt ist. Egal, ob Wellensittich, Siamkatze oder Goldhams-

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26 Gesundheit

Entspannung per Fingerdruck

Shiatsu kann Blockaden im Körper und Geist lösen

Z

u viel Stress und zu wenig Bewegung, dazu eine unausgewogene Ernährung und permanente Hektik: Heute haben viele das Gefühl, nicht mehr mit sich selbst im Reinen und permanent überlastet zu sein. Auf der Suche nach Entspannung finden traditionelle Methoden wie etwa Shiatsu großes Interesse. „Dabei handelt es sich um eine überlieferte, ursprünglich aus Japan stammende Technik, die sich unter den modernen, westlichen Vorzeichen weiterentwickelt hat“, erläutert Gesundheitsexpertin Katja Schneider. Die Besonderheit

dabei: Tief wirkende Berührung und wohldosierter, entspannter Druck, den der Therapeut oder die Therapeutin mit Händen und Fingern ausübt, lösen energetische Störungen und führen zu tiefer Entspannung.

Den Energiefluss verbessern Im Mittelpunkt steht der körpereigene Energiefluss (auf Japanisch „Ki“), der durch gezielte Berührungen aktiviert Entspannt mit einem Fingerdruck: Shiatsu wird auch hierzulande immer beliebter.  Foto: djd/Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland

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Gesundheit 27 werden soll. Der Klient liegt dabei entspannt auf einer Matte und spürt, wie die Therapeutin mit Händen, Fingern, Handballen, Daumen und Ellenbogen sanften Druck auf gezielte Körperregionen ausübt. Die achtsame, tiefe Berührung soll die körpereigenen Energieströme wieder harmonisieren und sie anregen und stärken. Shiatsu kann innere Spannungen lösen und so Körper und Geist ins Gleichgewicht bringen. Bemerkenswert ist dabei: Jede Sitzung verläuft individuell, auf den jeweiligen Klienten zugeschnitten. Der Shiatsu-Praktiker kann allerdings eine medizinisch notwendige Behandlung nicht

ersetzen. Doch es gibt auch Heilpraktiker, die diese Methode anwenden.

Shiatsu kennenlernen Um die Qualität von Shiatsu sicherzustellen, hat der Berufsverband, die Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland, hohe Ausbildungsstandards entwickelt. Der Weg zum Shiatsu-Praktiker mit GSD-Anerkennung umfasst mindestens 500 Unterrichtsstunden und dauert mindestens drei Jahre. Auch danach sind regelmäßige Weiterbildungen selbstverständlich. Unter www.shiatsu-gsd.de kann man gezielt nach anerkannten Shiatsu-Praktikern in der Nähe suchen. Hier gibt es auch Informationen und Termine zu Einführungskursen.  ◾

Den Alltagsstress abschütteln, Blockaden im Körper beseitigen: Dazu kann Shiatsu beitragen. Foto: djd/GSD

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Zehlendorf Mitte extra Nr. 2/2017  

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