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Ein Service des Gazette Verbrauchermagazins

Februar / März · Nr. 1/2017

Journal für Zehlendorf Mitte und Umgebung

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ABGESÄGT Heimatmuseum zeigt Ausstellung über verfolgte Politiker in der NS-Zeit

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Heimatmuseum zeigt Ausstellung über verfolgte Politiker in der NS-Zeit Am Anfang der Recherche standen zwei Fragen: Wer war seit 1920, also seit der Einführung des „Groß-BerlinGesetzes“ und der Bildung der beiden Bezirke Steglitz und Zehlendorf, kommunalpolitisch aktiv? Wer war im Nationalsozialismus verfolgt und aus welchen Gründen? 2005 widmete sich bereits die Ausstellung „Vor die Tür gesetzt. Im Nationalsozialismus verfolgte Stadtverordnete und Magistratsmitglieder 19331945“ des Aktiven Museums

Impressum

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5. Jahrgang

Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH, Badensche Str. 44, 10715 Berlin ☎ 030 / 844 933-0 Redaktion Karl-Heinz Christ extra@gazette-berlin.de Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Zehlendorf Mitte extra erscheint alle zwei Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres.

Der politisch verfolgte Richard Draemert war der erste Bezirksvorsitzende der SPD in Zehlendorf. Privatbesitz Ingrid Reimann

Faschismus und Widerstand, die im Berliner Rathaus präsentiert wurde, den Fragen im Hinblick auf die Stadt Berlin. Dann nahm der Bezirk Steglitz-

Nächste Ausgabe April/Mai Nr. 2/2017 Anzeigen-/Redaktionsschluss: 03.03.2017 Erscheinung: 01.04.2017 Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themen­wünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen.

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Zehlendorf das Thema auf. Der Geschichte der demokratischen Institutionen vor Ort und seinen parlamentarischen Abgeordneten wurde somit eine grundlegende gesellschaftliche Bedeutung zugewiesen. Diese Anfänge der demokratischen Entwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts fanden 1933 ein abruptes Ende. Die Nationalsozialisten zerstörten die demokratischen Strukturen und verfolgten, enteigneten und ermordeten Vertreterinnen und Vertreter der „verhassten“ Weimarer Republik. Das Kulturamt Steglitz-Zehlendorf präsentierte Ende 2016 die Ausstellung „Abgesägt – Im Nationalsozialismus verfolgte Kommunalpolitikerinnen und -politiker in Steglitz und Zehlendorf 1933–1945“ in der Schwartzschen Villa. Nun wird der Zehlendorfer Teil noch einmal im Heimatmuseum Zehlendorf gezeigt. Die Ausstellung zeigt erste Ergebnisse einer Spurensuche. Sie dokumentiert verschiedene Facetten und Biografien dieses oft vernachlässigten Themas der politischen Partizipation, die heute so selbstverständlich scheint. In diesem Gedenkbuch werden Politikerinnen und Politiker vorgestellt, die nach dem »Groß-Berlin-Gesetz« der Bezirksversammlung eines der beiden Bezirke

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angehörten und hier wohnten: Stadtverordnete, Bezirksverordnete und Bezirksamtsmitglieder. Im Mittelpunkt stehen 14 Biografien von Frauen und Männern,

ihre politischen und beruflichen Aktivitäten vor Ort und ihre unterschiedliche,

spezifische Verfolgung im Nationalsozialismus.

Im Nationalsozialismus verfolgte Kommunalpolitikerinnen und -politiker in Steglitz und Zehlendorf 1933–1945

ISBN 978-3-00-053735-6

Cover des Katalogs: Abgesägt – Im Nationalsozialismus verfolgte Kommunalpolitikerinnen und -politiker in Steglitz und Zehlendorf 1933–1945.

Mitglieder der Bezirksversammlung in Zehlendorf 1929/1930 werden mit ihrer Parteizugehörigkeit an Wohnorten markiert. Der Bezirksversammlung gehörten Stadtverordnete, Bezirksverordnete und Bezirksamtsmitglieder an. Ergebnisse der Kommunalwahlen in den Bezirken werden den Ergebnissen in Berlin gegenübergestellt. Der Kampf um den umstrittenen Neubau des Rathauses Zehlendorf wird als Konflikt zwischen der Stadt Berlin und dem Bezirk Zehlendorf skizziert und ein handgeschriebener Lebenslauf

des Politikers Heinrich Soetbeer ausgestellt. Im Mittelpunkt stehen jedoch die Biografien von sechs Abgeordneten – Frauen und Männern: Hermann Clajus, Richard Draemert, Hans Holtz, Friedrich Matèrn, Anna Mayer und Minna Todenhagen. Fotografien und Dokumente erzählen von den politischen und beruflichen Aktivitäten in Zehlendorf und den individuellen, spezifischen Verfolgungen im Nationalsozialismus. Auf diese Weise soll einerseits die Auseinandersetzung mit politischer Verfolgung und ihrer Definition angeregt werden. Andererseits ermöglichen die Biografien, Sensibilität und Empathie für Verfolgte zu wecken. ◾  Heike Stange Abgesägt – Im Nationalsozialismus verfolgte Kommunalpolitikerinnen und -politiker in Zehlendorf 1933–1945 Heimatmuseum Zehlendorf, Clayallee 355, 14169 Berlin 17. Februar bis 31. März 2017, Mo + Do 10–18 Uhr, Di + Fr 10–14 Uhr Eintritt frei Veranstalter: Kulturamt SteglitzZehlendorf in Kooperation mit dem Aktiven Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e. V.

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Buchtipp: DAHLEM Zwischen Idylle und Metropole Das deutsche Oxford im Berliner Südwesten

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er be.bra verlag vervollständigt mit diesem Band von Autor Christian Simon das Quartett seiner Bücher über prominente Berliner Ortsteile „zwischen Idylle und Metropole“: Wilmersdorf, Zehlendorf und Steglitz mit seinen Einwohnern stellte der promovierte Berliner Geograph, Politologe, Grundschulpädagoge und Stadtführer Christian Simon mit viel Geschichtskenntnis ebenso interessant wie kurzweilig bereits in seinen vorherigen Werken vor, jetzt ist ihm das als Autor DAHLEM Zwischen Idylle und Metropole und Verleger von Berlin-Literatur von Christian Simon, be.bra verlag, 16 Euro, ISBN 978-3-8148-0218-3 einmal mehr mit seinem Band über Dahlem gelungen. Mit selvolle Geschichte, die sich in gespitztem Stift kehrt er in das der Vielschichtigkeit Dahlems sogenannte deutsche Oxford widerspiegelt, und die Simon zurück, in dem er einst selbst auch dem weniger geschichtsan der Freien Universität Berlin versierten Leser näherzubringen studierte. vermag. Der lernt zu Beginn erst Den Leser lädt er auf 176 Seiten mit 95 schwarzeinmal, dass der Name weiß-Abbildungen auf „Dahlem“ so viel wie seine Dahlemer Zeitreise „Talheim“ bedeutet, was ein, die mit der Vorgeaber wenig Sinn ergäbe, schichte des Ortsteils da der Ortsteil mit 54 Meter über NN relativ hoch – der Ostkolonisation und Berlin- liegt. So verdanke er sei– beginnt, die Jahrhun- Autor Kenner Christian derte bis zum Ersten Simon nen Namen wohl eher Weltkrieg und die Weimarer den aus dem Stendaler „Dahlen“ Republik umfasst, aber auch die zugewanderten Ur-Dahlemern, Dahlemer Jahre unterm Haken- leitet Geograph Simon ab. kreuz und den Neubeginn des Der Leser erfährt von der einst Ortsteils nach 1945 anschaulich königlichen Domäne Dahlem, vor Augen führt. – Eine wech- die sich zu Beginn des 20. Jahr-

hunderts zum noblen Villenvorort der nahen Hauptstadt für wohlhabende Berliner entwickelte. Aber auch von der Vielzahl der Forschungseinrichtungen Dahlems berichtet der Autor: von Einrichtungen wie Lennés Königlicher Gärtnerlehranstalt, dem Ausbau der Kaiser-WilhelmGesellschaft und von Namen wie Otto Hahn und Lise Meitner. Sie alle waren es, die Dahlem mit der Freien Universität Berlin, der Max-Planck-Gesellschaft und seinen Museen schließlich zum Zentrum wissenschaftlicher Forschung und Kultur von Weltrang, einem deutschen Oxford, werden ließen. Autor Simon gelingt es dabei immer wieder, die Menschen hinter der Dahlemer Geschichte geschickt in Szene zu setzen, die diesen Ortsteil eigentlich prägten. Auch wenn dessen wechselvolle Geschichte nicht nur rühmliche Namen hervorbrachte. So stellt Simon Vertreter der ersten Dahlemer Bauern, Schauspieler, NS-Größen und US-Offiziere vor, die dem bunten Einwohner-Bild des Ortsteiles zu Farbe verhalfen. Wer dieses Buch gelesen hat, dürfte – egal ob Jung oder Alt – gespannt auf die Weiterentwicklung der Dahlemer Geschichte geworden sein…  ◾  Jacqueline Lorenz  Fotos: be.bra verlag


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Das richtige Timing

Schattenlichter heben im Theatersaal der Paulus-Gemeinde ab

Alle wollen Max - Air France, airberlin, Alitalia.

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uf das richtige Timing kommt es an – das gilt für die Hauptperson der neuen Theateraufführungsreihe der Schattenlichter, aber auch für das Theaterstück selbst. In der Komödie „Boeing Boeing“ vom Marc Camoletti unterhält Lebemann Max gleich drei Beziehungen zu Stewardessen. Dass sich jede der drei Frauen für die einzige Geliebte hält, kann nur gutgehen, wenn zwei gerade in der Luft sind, während sich die dritte bei ihrem Liebsten im trauten Heim befindet. So wie Max auf das richtige Timing seiner Damenbesuche achten muss, müssen auch die Schattenlichter besonders aufpassen, dass alle Bühnenaufgänge sekundenge-

nau stimmen – nur dann gelingen die sich ständig steigernde Hektik und der feine Witz der Komödie.

Neues Terrain für die Theatergruppe Mit ihrer 35. Produktionsreihe haben sich die Schattenlichter wieder einmal auf unbekanntes Terrain begeben. „Das ist die besondere Herausforderung“, sagt Max-Darsteller Justin Becker. „Sich jedes Jahr mit einem anderen Stück und anderen Rollen auseinanderzusetzen, macht unser Hobby so reizvoll.“ So haben die Schattenlichter schon viele bekannte Autoren wie Frisch, Dürrenmatt, Shaw,

Wilde, Ionesco und Fo gespielt, aber auch leichtere Kost wie Agatha-Christie-Krimis und eine Fassbinder-Filmadaption. 2016 inszenierten die Schattenlichter „Frau Müller muss weg“, ein Stück des Gegenwartsautors Lutz Hübner. Auch ein eigener Stücktext war schon dabei: 2012 adaptierten die Schattenlichter Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“ für die Bühne.

Gemeinsame Regie Derzeit bestehen die Schattenlichter aus rund 20 Berlinern zwischen elf und 67 Jahren, inklusive Souffleuse, Maskenbildnerin, Beleuchter, Webmaster und einem regelmäßigen Hel-


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8 Zehlendorf Mitte extra fer- und Beraterteam. Nur einen Regisseur gibt es nicht: Die Schattenlichter erarbeiten sich ihre Inszenierungen grundsätzlich in Gruppenregie, damit jeder mitdenken kann und viele Ideen in die Aufführung einfließen. Gegründet wurde die Gruppe 1985 – damals als Konfirmandengruppe der Zehlendorfer Paulus-Gemeinde, mit dem Ziel, im Weihnachtsgottesdienst ein Schattenspiel aufzuführen.

Nur drei Aufführungen Was die Besucher über die Schattenlichter-Aufführungen wissen sollten: Jede Aufführungsreihe wird nur dreimal gezeigt. Eine frühzeitige Kartenreservierung empfiehlt sich, da die Schattenlichter häufig ausgebucht sind. Restkarten an der Abendkasse sind aber so gut wie immer zu bekommen. Der Eintrittspreis beträgt unverändert nur fünf Euro, und die Schattenlichter sammeln am Ausgang für die Deckung der Heizkosten des elf Meter hohen Theatersaals. Die Aufführungen sind am 23. und 24. Februar, um 19.30 Uhr und

Micha und die airberlin. Fotos: Frederik Ahlgrimm / Schattenlichter

am 25. Februar um 18 Uhr. Einlass in den Theatersaal ist 30  Minuten vor Aufführungsbeginn. Kartenvorbestellungen sind bevorzugt über ein Internetformular auf www.schattenlichter.info möglich; wenn es nicht anders geht, aber auch per E-Mail (schattenlichter@gmx.de) und Telefon (030 84 72 49 74). Veranstaltungsort ist traditionell das Paulus-Gemeindehaus, Teltower Damm 6, 14169 Berlin.  ◾  Elke Brumm

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Von Berlin nach NRW

Die Partnerschaft zwischen Zehlendorf und Hagen besteht seit 1967

Blick vom Goldberg auf das Bahnhofsviertel sowie auf Teile von Altenhagen und Eckesey. 

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ie älteste Partnerschaft des früheren Bezirks Zehlendorf feiert in diesem Jahr Jubiläum – am 8. Februar 1967 – vor 50  Jahren – wurde die Partnerschaft zwischen Hagen und dem Berliner Bezirk be-

siegelt. Ende Februar reist eine Delegation des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf nach Hagen, um das Partnerschaftsjubiläum festlich zu begehen. Hier möchten wir die langjährige Partnerstadt des Bezirks vorstellen:

Foto: Karsten-Thilo Raab

Woher der Name Hagen stammt, ist strittig. Ob es vom geschützten „Hag“, ein (Wohn-)Ort, der von einer Hecke oder einem Zaun umgeben war, stammt oder von einem früh bestehenden Hafen, für den die vier


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Wachsender Industriestandort

Flüsse sprechen könnten, die die Stadt durchfließen, ist nicht wissenschaftlich geklärt.

Grün ist Trumpf Vom grünen Bezirk zur grünen Stadt: Immerhin 42 % der Fläche von Hagen sind Waldgebiet. Außerdem fließen gleich vier Flüsse durch das Stadtgebiet: Ruhr, Lenne, Volme und Ennepe. Im Jahr 775 fanden Historiker die erste Erwähnung des Dorfes Hagen. Danach lag es lange im Dunkel der Geschichte. Im 18. Jahrhundert begann die Erfolgsgeschichte des Ortes. Nach dem Dreißigjährigen Krieg ließen sich Klingenschmiede aus Solingen hier nieder. Bereits seit 1666 gehörte das Gebiet zu Preußen und so baute der Große Kurfürst von Brandenburg für seine neuen Spezialisten, die unter anderem Schwert- und Degenklingen herstellten, die sogenannte „Lange Riege“. Das bis heute erhaltene Bauensemble gilt als die älteste Arbeitersiedlung Westfalens. Entlang der Ennepe entstanden Hammerwerke und Schmiede, Hagens wirtschaftliche Bedeutung in der Region wuchs.



Foto: Karsten-Thilo Raab

1746 bekam Hagen die Stadtrechte verliehen. Die Blütezeit der aufstrebenden Stadt begann in der Kaiserzeit. Viele bedeutende Architekten hinterließen hier ihre Handschrift. Die Verbindung zwischen Jugendstilbauten und Moderne schufen den „Hagener Impuls“ und machten die Stadt zu einem wichtigen Zentrum baulicher Reformbewegungen. Zu den Zeugnissen dieser Zeit gehören sowohl das Folkwang-Museum als auch die Gartenstadt Hohenhagen, die ursprünglich als Künstlerkolonie geplant war. Mit der Eingemeindung der Nachbarstadt Haspe und weiteren Gemeinden im Jahr 1929 wurde Hagen zur Großstadt. Der Zweite Weltkrieg setzte auch dem Industriestandort Hagen sehr zu, ein Angriffsziel der alliierten Flieger waren die großen Eisen- und Stahlwerke im Stadtteil Haspe. In Hagen wurden Gehäuse für Sturmgeschütze, Aufbauten für Panzer, Stahlhüllen für Sprengbomben und weiteres Zubehör für die Rüstungsindustrie hergestellt. Waren bis 1943

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Zehlendorf Mitte extra 11 weise die Klingenschmieden „Lange Riege“, die ehemalige Kaffeemühlenfabrik von 1900 in Hagen-Haspe, die frühere Schloßbrauerei in Hagen-Hohenlimburg und einige andere mehr blieben bis heute erhalten und sind steinerne Zeugen einer industriellen Vergangenheit.

Prominente Künstler

Historische Häuserzeile Lange Riege im Hagener Stadtteil Eilpe. 

vereinzelte Bomben gefallen, nahmen die Luftangriffe auf Hagen stark zu. Beim Einmarsch der US-amerikanischen Truppen im April 1945 lag die Stadt in Trümmern. Nach dem Ende des „Dritten Reichs“ gehörte Hagen zur

Foto: Michael Kaub

Britischen Zone. Hagen erfreute sich eines regen Zuspruchs und dehnte sich weiter aus. In den Randlagen sind noch Gebäude aus der Zeit des „Hagener Impulses“ zu sehen und auch weitere historische Gebäude, beispiels-

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In den 1980er-Jahren kamen viele Musiker der „Neuen Deutschen Welle“ aus Hagen. Stars wie Nena, die Schwestern Annette und Inga Humpe und die Band Extrabreit stammen aus der Stadt. Auch das RuhrOriginal Jürgen von Manger – bekannt als Darsteller der Figur Adolf Tegtmeier stammt aus Hagen-Ehrenbreitstein.  ◾


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Was bringt uns die Reformation nach fünfhundert Jahren? Ausstellung in der St. Marien-Gemeinde in Zehlendorf

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em Thema Reformation ist eine Ausstellung gewidmet, die die EvangelischLutherische St. Marien-Gemeinde in Zehlendorf zum Reformationsgedenken 2017 präsentiert. Gezeigt werden 30 Objekte, darunter Originaldrucke aus Luthers Lebzeiten. Es sind dies Schriften zum Gottesdienst und zur Lehre und Theologie der Reformation aus dem 15. und dem 16. bis 20.  Jahrhundert, größtenteils im zeitgenössischen Original, z. T. auch als Faksimile. Im Jubilä-

umsjahr der Reformation gibt die Ausstellung einen Einblick in die Wirkungsgeschichte Luthers und der Wittenberger Reformation. In vier Themenkreisen wird dies entfaltet. Es geht anfangs um Martin Luther, den Mönch, Reformator, Lehrer der Kirche und Vater im Glauben. Danach wird die Heilige Schrift, die Bibel herausgestellt, die Luther sprachgewaltig ins Deutsche brachte. Drittens schließen sich Publikationen zum Gottesdienst und Gesangbuch an. Schließlich wird

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Zehlendorf Mitte extra 13 nem heillosen Namen nennen?“ Vielmehr lädt die Ausstellung den Besucher ein, sich der Frage zu stellen, was uns das damalige Geschehen heute sagen kann, ob wir uns auf Luther berufen können (und auf welchen Luther?) und was von seinem Erbe denn aufgenommen, bewahrt, fortgeführt – oder abgestoßen wurde? Zur Ausstellung ist ein 40-seitiger Katalog erschienen, der für 2 Euro erhältlich ist.  ◾ Ausstellung: „Was bringt uns die Reformation nach fünfhundert Jahren?“

die Lehre der lutherischen Kirche dokumentiert mit den geltenden Lehrschriften und Werken großer Theologen des 16./17. Jahrhunderts. Die Ausstellung fokussiert sich nicht auf Martin Luther im Sinne

eines Personenkultes – gegen so etwas hatte sich der Reformator selbst zu Lebzeiten zur Wehr gesetzt mit der Feststellung: „Wie käme denn ich armer, stinkender Madensack dazu, dass man die Kinder Christi sollte mit mei-

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BVG, Bezirk und Freie Universität freuen sich über die gefundene Lösung.

Großer Bahnhof anlässlich der Umbenennung Der U-Bahnhof Thielplatz heißt jetzt Freie Universität – Thielplatz

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trahlende Gesichter am 8. Dezember 2016, ein großer Erfolg für den Präsidenten der Freien Universität Berlin, Prof.  Dr.  Peter-André Alt und seine Unterstützer: Nach zehn Jahren beharrlicher Lobbyarbeit durch die Freie Universität Berlin, wurde der oberirdisch gelegene Dahlemer U-Bahnhof Thielplatz der Linie U3 nun in Freie Universität – Thielplatz pünktlich zum Fahrplanwechsel der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am 11. Dezember umbenannt. „Damit ist eine pragmatische und gelungene Lösung gefunden“, erklärte Prof. Alt und sprach damit Anhängern des alten Namens und Befürwortern der Umbenennung

Dr. Reinhard Baumgarten (r.) und Sebastian Clausert vom Regionalmanagement Berlin SÜDWEST bewahren das alte Namensschild zur Erinnerung an erfolgreich gemeisterte Lobbyarbeit auf.

gleichermaßen aus der Seele. Er betonte: „Wir fühlen und gewürdigt und wollen würdig sein.“ An seiner Seite Cerstin RichterKotowski, zu deren ersten Amtshandlungen als neue Bezirksbür-

germeisterin die Umbenennung zählte, lobte diesen „guten Tag“, hätten doch die gemeinsamen jahrelangen Bemühungen von Freier Universität, Bezirk SteglitzZehlendorf und Regionalmanagement Berlin SÜDWEST zu einem erfolgreichen Ende geführt. So habe die Freie Universität als Exzellenz-Universität, umgeben von zahlreichen namhaften Wissenschafts-Instituten, durch die Umbenennung die Anerkennung erhalten, die ihr gebühre. Weiter verriet sie ein Stück eigene Familiengeschichte: „Mein Schwiegervater Prof. Georg Kotowski war Mitbegründer der Freien Universität Berlin und hatte am Otto-Suhr-Institut ei-


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nen Lehrstuhl für geschichtliche Grundlagen der Politik inne. Und ich selbst bin stolz, ebenfalls an dieser Universität studiert zu haben.“ Bereits bei seiner Eröffnung im Jahr 1913 hatte der Dahlemer Bahnhof nahe des benachbarten Thielparks seinen Namen „Thielplatz“ erhalten. – Als Zusatz

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bleibt der Name – zur besseren Orientierung – auch zukünftig erhalten. Da dadurch auch das interne BVG-Kürzel „T“ unverändert bleiben kann, erspart dies weitere Kosten, die durch die Umbenennung bereits in sechsstelliger Höhe entstanden sind. Vorstandsvorsitzende der BVG, Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, be-

tonte, dass Umbenennungen eigentlich nie vorkämen: „Das ist also ein historischer Tag.“ Für sie galt es, am 8. Dezember zu einer weiteren Umbenennung einer UBahn-Station nach Hellersdorf zu eilen: Die Neue Grottkauer Straße der U5 wurde in Kienberg (Gärten der Welt) umbenannt. ◾  Jacqueline Lorenz

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KEK – am Start kleine Wissenschaftler von morgen KNAUER Entdecker Klub macht Lust auf mehr

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Aufgaben zu den einzelnen Laborstationen wollen gelöst werden.

auch an Kinder und Jugendliche als potentielle Wissenschaftler von morgen. Im gemeinsam mit der Gruppe „Kinderforscher“ der TU Hamburg-Harburg im Jahr 2008 entwickelten KNAUER Entdecker Klub (KEK) bekommen Schülerinnen und Schüler aus ganz Berlin vor Ort am Hegauer Weg 38 die Möglichkeit, Wissenschaft lebendig und live zu erleben und erste praktische

Station vier: Lichtquelle, Prisma & Co.

Erfahrung mit der weit verbreiteten Analysetechnik der Flüssigkeitschromatografie zu machen. Dabei erfahren sie in vier Stunden spielerisch an fünf Versuchsstationen ganz nebenbei viel Wissenswertes, z. B. welche Cola-Sorte Koffein enthält und welche nicht oder wie Sportler auf Doping überprüft werden können. Begleitet werden sie dabei von Knauer-Mitarbeitern, Lehrern und einem extra für sie

ausgearbeiteten HPLC-Laborjournal mit Aufgaben. Die Lehrer erhalten vorab ein Vorbereitungsskript für den Unterricht. Pro Schüler wird um eine Spende von 2 Euro gebeten, die an „Die Arche“ überwiesen werden soll. Der Spendennachweis gilt dann als KEK-Eintrittskarte. Stehen derzeit noch überwiegend Schüler der Klassen 5 – 7 am Knauer´schen Labortisch, arbeitet das Unternehmen aktuell

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18 Zehlendorf Mitte extra an einer Projekterweiterung, um in seinen Räumen bald auch Kinder im Kita-Alter und junge Grundschüler mit ins EntdeckerBoot zu nehmen und altersgemäß an die Naturwissenschaften heranzuführen.

Entdecker für einen Vormittag An einem trüben Wintertag betreten 15 Schülerinnen und Schüler einer 7. Klasse des Werner-von Siemens-Gymnasium gemeinsam mit ihrem Lehrer Axel Stahl das KEK-Labor im blauen Knauer-Firmengebäude, eine ideale Zahl, oft sind es um die 30 Schüler. Als „Schnelllerner“ des Gymnasiums, die den Lernstoff an vier anstatt an den Regelklassen-üblichen fünf Tagen bewältigen, sind sie am fünften Tag im Rahmen eines Pflichtprojektes unterwegs: Praxisnah lernen sie dabei naturwissenschaftliche Themen auf vielfältige Art und Weise kennen, besuchen dazu u. a. das NATLAB Mitmachlabor der Freien Universität Berlin, das Science Center Spectrum – und den KEK. Im KEK-Labor erwarten sie die Marketing- und KEK-Flyer-Zuständige des Unternehmens, Daniela Fehr, Yannick Krauke, Anwendungs- und Applikationsentwickler, sowie als ehemaliger Chemie- und Biologie-Lehrer von der Zehlendorfer John-F.-Kennedy-Schule Berlin, Dr. Ingo Sgustav. „Auch nach meiner Pensionierung wollte ich mit jungen Leuten weiterarbeiten. Da kam es gerade recht, dass ich Frau Knauer bei einer Fortbildung im Biotechnolo-

Knauer-Mitarbeiter Yannick Krauke (l.) erklärt Lehrer Axel Stahl den Labor-Aufbau.

gieverbund Berlin-Brandenburg kennenlernte“, erklärt er, der nun seit 3 1/2 Jahren die Laborkurse fachkundig begleitet, so auch an diesem Tag. Klassenlehrer Stahl bleibt da eher die Beaufsichtigung seiner Schüler.

HPLC-Rennbahn, Laufmittel und mehr Die insgesamt motivierten und konzentrierten Schüler lernen zu Beginn, dass HPLC für „High Performance (oder Pressure) Liquid Chromatography = Hochleistungsflüssigkeitschromatografie“ steht. Um die HPLC-Anlage begreifbar zu machen, geht es dann an die erste der fünf Stationen, auf die „HPLC-Rennbahn“. Hier können die Schüler den Verlauf einer selbst aufgegebenen Probe mit Laufmittel verfolgen. Die Aufgabe der Pumpe und ihre Aufgabe zur Überwindung kleiner und großer Hindernisse spielt an der zweiten Station eine wich-

tige Rolle, während an der dritten Station in einer spannenden Papierchromatografie schwarze Filzstiftfarbe in ihre Grundfarben getrennt wird, unter Einfluss der sogenannten festen Phase auf die Flüssigkeitstrennung. An der vorletzten Station erwartet die jungen Wissenschaftler ein Detektor, dessen Funktion anhand der Veränderung eines Lichtstrahl-Spektrums verdeutlicht wird. Dazu platzieren die Schüler verschieden stark konzentrierte Traubensaftproben zwischen eine Lichtquelle und ein Prisma. Zwischen den einzelnen Stationen, die die einzelnen Schülergruppen durchlaufen, bekommen sie die Möglichkeit, die dazu im Laborjournal gestellten Fragen zu beantworten. Am Ende der Stationen wird, ableitend von den erfolgten vier Versuchen, der Aufbau eines Analyse-Gerätes an einem einsehbaren Knauer-HPLC-System anschaulich und gerätebezo-


Zehlendorf Mitte extra 19 gen besprochen. Dazu werden „Kindercola“ (ohne Koffein) und „Erwachsenencola“ (mit Koffein) verglichen, die Ergebnisse in ein Diagramm eingetragen. Während der Pause in der für Mitarbeiter und kleine Entdecker offenen Kantine zeigen sich die jungen Entdecker begeistert. „Toll, dass es die Möglichkeit gibt, so was in einer Firma zu tun“, lobt Antonia, „da werden Zusammenhänge richtig klar.“ Sophie erklärt dazu: „Da wir ja noch kein Chemie in der Schule haben, macht es Spaß, hier was Neues zu lernen.“ Und Lilli ergänzt: „Das ist viel interessanter als in der Schule und weniger langweilig.“ Am Ende dieses spannenden Vormittags verabschiedet die jungen Gastwissenschaftler die Unternehmensmitgründerin

Roswitha Knauer stellt den jungen Gastwissenschaftlern das Unternehmen KNAUER vor.

Roswitha Knauer, die wie in den vergangenen 60 Jahren auch heute noch regelmäßig im Unternehmen anzutreffen ist. Es gibt eine Urkunde und kleine Geschenke und den guten Rat dazu, „sich weiterhin neugierig mit Naturwissenschaften zu beschäftigen, um vielleicht später

einmal ein richtiger Wissenschaftler zu werden.“ Und vielleicht kehrt ja dann einer von ihnen in das blaue Haus am Hegauer Weg zurück… KEK-Interessierte erhalten weitere Informationen unter www.knauer. net und entdecker@­knauer.net.◾  Jacqueline Lorenz

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Bärenstarkes Team: Eva und Klaus Herlitz.

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Hand in Hand die Welt besser verstehen Buddy Bär Berlin und seine geistigen Eltern Eva und Dr. Klaus Herlitz

B

unt bemalte Kühe waren es, die die überzeugte Berlinerin Eva Herlitz im Jahr 2000 in New York auf die Idee brachten, auf ihre Stadt Berlin abgestimmte vergleichbare Eyecatcher ins Straßenbild zu bringen, als Symbol für ihre Stadt. Bereits ein Jahr später war Buddy Bär Berlin geboren, weltoffen, den Menschenrechten die Tatzen nach oben entgegen streckend. Inzwischen reisen er und seine rund 140 zwei-Meter-großen

United-Buddy-Bear-Genossen, farbenfroh die jeweiligen Menschen und die Kultur ihres Landes repräsentierend, um den Erdball.

Dort stehen sie vor vielen der 260 bestehenden Auslandsvertretungen Deutschlands in von den Vereinten Nationen anerkannten Ländern. Meist werden sie dabei von Eva und Klaus Herlitz begleitet, auf ihrem Einsatz hin zu mehr Verständnis, Freundschaft und einem besseren Sich-Kennenlernen der Völker und Religionen in unserer Welt. „So lernen wir Länder mit ihren Menschen und ihrer Kultur sehr viel intensiver und besser


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Jeder Bär steht für Verständnis und Freundschaft.

kennen als mancher Tourist“, betont Eva Herlitz. Kunst und Kultur stehen ebenso Hand-in-Hand: Der Buddy-Bär wird von einem jeweiligen LandesKünstler gestaltet, so dass durch die unterschiedlichen Stilrichtungen der internationalen Künstler ein einzigartiges Gesamtkunstwerk entsteht, das weltweit bereits rund 35 Millionen begeisterte Menschen besuchten.

„Platz der Kinderrechte“ – bald Realität? Doch das ist für Eva, ehemalige Lehrerin, und Unternehmer Dr. Klaus Herlitz noch lange kein Grund, sich mit diesem Erfolg zufriedenzugeben, sondern ist vielmehr Ansporn für weitere bärenstarke Projekte, mit der sie die Welt verbessern wollen. Ein vom UN-Kinderhilfswerk UNICEF initiiertes, an das Ehepaar herangetragenes Projekt, für das es sich mit seinem umfangreichen Netzwerk seit 2015 „Hand in Hand“ einsetzt, ist die längst überfällige Realisierung eines Platzes der Kinderrechte: In idealer, leicht erreichbarer zentraler Innenstadtla-

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Charity-Versteigerung.

ge auf der Grünfläche zwischen John-Foster-Dulles-Allee, Großer Querstraße, Heinrich-von-Gagern-Straße und Paul-Löbe-Allee sollen in Nähe zu Bundestag und Skulpturenwiese auf der geschützten Grünfläche zehn Buddy Bär Skulpturen mit den Kinderrechten, der Ausstellung der United Buddy Bears und mit in sechs Weltsprachen sowie in Deutsch und Türkisch verfassten

Informationstafeln sowie einem Informationsstand die Öffentlichkeit auf mehr Beachtung der Kinderpolitik und Kinderbelange aufmerksam machen. „Die Skulpturenwiese würde dabei nicht beeinträchtigt, sondern durch die bewusstere Wahrnehmung eher aufgewertet. Auch das geschützte weitläufige Areal würde durch einen sechs Meter breiten wasserdurchlässigen

Ökopflasterweg geschont, die Bepflanzung nicht angetastet“, versichert Klaus Herlitz. Anfallende Finanzierung und laufende Instandhaltungskosten würden die Unterstützer von UNICEF sowie Buddy Bär Berlin tragen. Berlin und Deutschland aber wären Nutznießer durch einen gesteigerten Tourismus, den der „Platz der Kinderrechte“ mit sich bringen dürfte. Befürworter gibt es viele: So sprachen sich Persönlichkeiten wie beispielsweise Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, die Berliner Bürgermeisterin und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, Familienbundesministerin Manuela Schwesig und Journalist Ulrich Wickert deutlich dafür aus. Doch auf dem Weg zum Platz der Kinderrechte bekommen die Bären noch reichlich zähen Bürokratie-Teer unter die Tatzen, und sie müssen viel Geduld zeigen: die Beantwortung gestellter Anträge und Anfragen lässt lange auf sich warten, andere indiskutable Standorte für den „Platz der Kinderrechte“ werden vorgeschlagen und rauben wertvolle Zeit. Mit viel Idealismus und Energie haken die Initiatoren UNICEF/Herlitz immer wieder


Zehlendorf Mitte extra 23 nach, damit das beispielhafte Hammer von Auktionatorin Julia Projekt nun endlich genehmigt Theurkauf, die von Künstlern und und vorangebracht wird. Prominenten wie Andrej Wolff, Nina Ruge, Zohre Esmaeli und Dennenesch Zoudé, aber auch Farbenfrohe Hilfe von Schülern der Europa-Schule dank Buddy Bär gestaltet, auf unterschiedlichste In ihrer Bärenhöhle in der Geis- Aussageweise die Gäste faszibergstraße 29, Berlin-Schöneberg, arbeiten Bäreneltern Herlitz und ihre acht Mitarbeiter inzwischen an Projekten, die das Brummen nach Toleranz und Verständnis der Bären noch weiter hinaus in eine künftige friedvolle Welt tragen sollen. Dabei bilden die Buddy-Bär-Aktivitäten eine feste Einheit mit der Hilfe für Not leidende Kinder. Über 2,2 Millio- Bären mit ganz viel Herz. nen Euro konnten durch Ver- nierten und zum Steigern anisteigerungen von Buddy Bären mierten. Bereits wenige Tage zuund durch Spenden bislang an vor, am 3. November 2016, waren UNICEF und lokale Kinderhilfs- auf dem EUREF-Campus bereits organisationen gehen. „Direkt in zum sechsten Mal die Green Buddie Hilfsprojekte“, wie Eva Herlitz dy Awards als Umweltpreis des betont. Erst am 15.  November Bezirks Tempelhof-Schöneberg 2016 wurden bei der Charity- für Nachhaltigkeit und UmweltBuddy-Bär-Versteigerung in der bewusstsein verliehen worden. Berliner Mercedes Welt für den – Und auch beim jährlichen Berguten Zweck 107.250 Euro ein- liner Europapreis „Blauer Bär“ genommen, die u. a. an UNICEF, brummen die Bears laut mit. SOS-Kinderdörfer und die Deut- Derartige Veranstaltungen mit sche Kinder- und Jugendstiftung den Welt-erobernden United-­ (DKJS) gehen. Dabei kamen 51 Bears verlangen eine aufwenkleine und große Bären unter den dige Logistik und verursachen

Kosten. Bestritten werden die von der sich wirtschaftlich selbst tragenden Herlitz-Buddy Bär Berlin GmbH, aus ihrem Souvenirbären-Verkauf. Weltweit wird sie dabei im Charity-Veranstaltungsbereich von Sponsoren unterschiedlichster Bereiche unterstützt, sei es durch kostenlose Transportflüge von Fluggesellschaften oder durch günstige Zimmerangebote von Hotelketten. Die weißen Bärenrohlinge vom aufrechten Bärenmodell bis tapsigen, auf vier Pfoten stehenden Bären werden in verschiedenen Größen in Mitteleuropa von einem Glasfaser-Unternehmen hergestellt, in Porzellan fertigt sie die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM). Doch das ganz große und weite Bärenherz, das die Bären mit all ihren Projekten erst lebendig und erfolgreich werden lässt – von der Idee bis zur Umsetzung – schlägt gemeinsam in der Brust von Eva und Klaus Herlitz. Beide machen so die Welt dank Buddy Bär Berlin und United Buddy Bears ein gutes Stück bunter und verständnisvoller. Weitere Informationen unter www.buddy-bear.com ◾  Jacqueline Lorenz.


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So schlägt ein gesundes Herz

Überblick über Infarkt-Ursachen und Tipps zur Vorbeugung

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erzinfarkt zählt zu den häufigsten Todesarten in Deutschland und anderen Industrienationen: Rund 280.000 Menschen sind hierzulande pro Jahr betroffen – das sagt das Statistische Bundesamt. Es gilt also, aktiv zu werden, und Herz- sowie Kreislauferkrankungen im Alltag vorzubeugen.

Ein plötzlicher, stechender Schmerz in der Brust kann ein Anzeichen für einen Herzinfarkt sein. Dann gilt: Gleich den Notarzt rufen!  Foto: djd/cholesterin.msd.de/thx

Männer packt der Schmerz meist direkt in der Brust, im Rücken oder im Oberarm. Frauen dagegen haben bei einem Herzinfarkt häufig diffusere Symptome. Sie fühlen sich schwach, leiden unter Übelkeit, Erbrechen und an einem im Körper ausstrahlenden Ziehen oder Stechen. Diese Anzeichen werden häufig als psychosomatische Beschwerden fehlgedeutet – und Infarkte bleiben nicht selten unerkannt. Besonders gefährlich für die „Pumpe“ des Körpers: das metabolische Syndrom, auch das tödliche Quartett genannt. Dahinter steht die Summe der Risikofaktoren Bluthochdruck, Übergewicht, hohe Cholesterinwerte und Insulin-Resistenz

(eine Überproduktion von Insulin durch die Bauchspeicheldrüse, die entsteht, weil die Körperzellen immer schlechter auf dieses Hormon reagieren). Ärzte sehen diese Kombination als große Bedrohung für die Herzkranzgefäße und das Herz-Kreislauf-System insgesamt an.

Symptome und Diagnose Während ein gesundes Herz pro Minute in etwa fünf Liter Blut in den Kreislauf pumpt, ist diese Menge bei einem insuffizienten Herz deutlich verringert. Zuweilen sind es nur zwei Liter – zu wenig, um diejenigen Bereiche des Körpers genügend zu versorgen, die weit entfernt vom Herzen liegen. Eine Herzinsuffizienz, die schnell zum Infarkt führen kann, ist häufig die Folge einer lange bestehenden Verengung der Herzkranzgefäße, also der koronaren Herzkrankheit sein. Dahinter können aber auch eine Herzmuskelentzündung oder ein erhöhter Blutdruck stecken. Ebenso ist es möglich, dass man unter entzündeten Herzklappen, chronischer Bronchitis, Infektionskrankheiten, Vergiftungen oder sogar einem angeborenen Herzfehler leidet. Allgemein nimmt bei einer Herzinsuffizienz die Leistungsfähigkeit ab: Man schafft es nicht mehr, zum Bus zu laufen, weil man zu schnell außer Puste gerät. Auch das Treppen-

steigen bereitet Mühe. An den Knöcheln und am Schienbein werden Wassereinlagerungen sichtbar: Wenn man mit dem Finger auf diese so genannten Ödeme drückt, bleiben Dellen in der Haut zurück. Inzwischen stehen zahlreiche, technisch ausgefeilte Methoden zur Diagnose von Herzproblemen zur Verfügung. Mithilfe einer Ultraschall-Untersuchung lässt sich feststellen, ob der Herzmuskel dicker oder dünner geworden ist. Herzklappendefekte können ebenfalls auf diese Weise erkannt werden. Ob der Patient schon unbemerkt einen Herzinfarkt erlitten hat, zeigt ein Elektrokardiogramm (EKG). Dieses gibt auch Hinweise auf die Belastbarkeit des Untersuchten. Eine spezielle Form der Computertomografie („Herz-CT“) ermöglicht es darüber hinaus, den Zustand der Gefäße auf schonende Weise zu ermitteln. Gute Ergebnisse liefert auch die Carotis-Untersuchung, die viele Internisten anbieten. Hierbei wird mittels Ultraschall die Durchlässigkeit der Halsschlagadern geprüft. Finden sich dort Ablagerungen oder gar Verschlüsse, sieht es in anderen Abschnitten unseres Blutgefäßsystems meist ähnlich aus. Checks mithilfe von Kathetern und Röntgenaufnahmen bringen häufig letzte Klarheit über die Ursache der gesundheitlichen Schwierigkeiten. Doch was lässt sich dagegen tun?


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Vorbeugen durch ausgewogene Ernährung Eine gute Herz-Kreislauf-Therapie besteht aus viel Bewegung sowie einer ausgewogenen Ernährung. Setzt man viel frisches Obst und Gemüse auf seinen Speiseplan, so hält man auf diese Weise die Blutbahnen frei. Außerdem sollte man – so gut es geht – auf schnell ins Blut gehende Kohlenhydrate in Form von Weißmehlprodukten oder zuckerhaltigen Getränken verzichten. Beim Kochen am besten Oliven- oder Rapsöl verwenden, und mehr Fisch sowie weniger Fleisch zubereiten. Als Besonderheit gilt bei Herzpatienten außerdem, dass sie ihren Salzverbrauch einschränken und die Flüssigkeitsaufnahme auf

zwei Liter am Tag beschränken sollten, um das Herz zu entlasten. Wer kardiologische Probleme hat, raucht und außerdem einige Kilos zu viel wiegt, lebt gefährlich. Eine wirkungsvolle Diät und der Verzicht aufs Nikotin kann die Situation entscheidend verbessern. Ein Glas Rotwein ab und an kann man sich allerdings genehmigen.

Beim Infarkt sofort den Notarzt rufen Doch selbst Patienten, die in Behandlung sind, können einen Herzinfarkt erleiden. Das geschieht, sobald eine Engstelle in einem Herzkrankgefäß durch einen Blutpfropfen völlig verschlossen wird. Ab diesem Moment wird der dahinterliegende

Abschnitt des Herzmuskels nicht mehr durchblutet und droht abzusterben. Deshalb gilt bei einem Infarkt: sofort den Notarzt alarmieren! Denn schon drei Stunden nach dem kompletten Verschluss einer Koronararterie ist mehr als die Hälfte des betroffenen Herzmuskelareals verloren. Aus diesem Grund lautet das Motto: Zeit ist Muskel – will sagen, je eher ein Infarktpatient richtig ärztlich versorgt wird, desto größer ist die Chance, dass der Herzmuskel in weiten Teilen erhalten bleibt. Mit der so genannten Lyse-Therapie kann der Blutpfropfen schnell aufgelöst werden – aber es ist beispielsweise auch möglich, den Verschluss mechanisch aufzudehnen und dann einen Stent (eine Art Röhrchen) einzusetzen, der das Gefäß offenhält.  ◾

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Für einen gesunden Schlaf Tageslicht gegen den Winterblues

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Ö ff Fl nu ex ng ib sz le ei te n

ie anhaltende Dunkelheit, Kälte und Nässe stellt viele Menschen vor eine Geduldsprobe. Der Frühling wird immer mehr herbeigesehnt, und bis es soweit ist, bleibt man lieber vor allem drinnen. Doch mangelnde Bewegung und der Lichtentzug, der es unserem Körper erschwert, den Tag- und Nachtrhythmus zu koordinieren führt nicht selten dazu, dass sich im Winter Schlafstörungen einstellen. Tatsächlich halten sich viele Menschen im Winter praktisch nur noch in Räumen auf. Wer nur im Kunstlicht sitzt, nimmt seinem Körper den natürlichen Zeitge-

ber. Ohne echtes Tageslicht bleibt der Spiegel des „Schlafhormons“ Melatonin auch tagsüber erhöht. Und wer nicht durch frische Luft und Bewegung richtig wach wird, kann nachts auch nicht gut schlafen. Das Deutsche Grüne Kreuz e. V. empfiehlt daher, regelmäßig spazieren zu gehen, auch bei nasskaltem Wetter. Damit schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie bringen Ihren Körper in Bewegung und „sammeln Tageslichtreize“. Sowohl die Bewegung als auch das Tageslicht bewirken eine verstärkte Ausschüttung des „Wohlfühlhor-

mons“ Serotonin, und eine Hemmung des Melatonins. Dadurch werden Sie tagsüber richtig wach, und abends, wenn es gut geht, richtig müde. Wer meint, draußen sei es dafür nicht hell genug, der irrt. Selbst an bedeckten Wintertagen herrscht draußen noch eine Beleuchtungsstärke von etwa 3.000 Lux. Das ist immerhin das Zehnfache von der Lichtmenge, die man in geschlossenen Räumen hat (rund 300 Lux). Und es ist genug Licht, um die Produktion des Serotonins anzukurbeln, das den Körper in den „Tag-Modus“ versetzt.

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Zehlendorf Mitte extra 27 Wenn Sie dann noch vor dem Zubettgehen die Temperatur im Schlafzimmer spürbar absenken, die Heizung herunterdrehen und das Fenster für ein paar Minuten weit öffnen – dann sollte einem guten Schlaf nichts mehr im Wege stehen.

Solarium gegen gedrückte Stimmung? Gegen den weitverbreiteten „Winterblues“ hilft die künstliche Sonne übrigens nicht. Wirksam gegen das Wintertief ist nur die optische Strahlung, also das für uns normale, sichtbare Licht, das auf die Augen fällt. Die Röhren der künstlichen Sonne geben aber nur UV-Licht ab und die Augen sind beim Brutzeln unter der Röhre – hof-

Auch bei nasskaltem Wetter sollte man im Winter regelmäßig spazieren gehen.

fentlich – geschlossen. Experte raten ohnehin von der Solariennutzung ab. Grund: Studien zeigen, dass Solariennutzer ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko für schwarzen Hautkrebs haben

als Menschen, die nicht ins Solarium gehen. Für jene, die sich schon vor dem 35. Lebensjahr mit künstlichem UV-Licht bräunen, steigt die Gefahr demnach sogar um 90 Prozent an.  ◾

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