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#62 / JAHR #11 / AUSGABE DEZEMBER 2013 / JANUAR 2014

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AC ADE MY AWARD NOMINEE

eine legende erz채hlt nie die ganze wahrheit

ein film von

oliver hirschbiegel

9. JANUAR IM KINO ascot-elite.ch

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Morgen-Starter: News

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Morgen-Kaffee mit zwei Journis: Fake-News

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Bonjour: Kaffee & Parfum

10/11

Kater am Morgen? Interview mit Chris Torres

12-15

Lunch mit Filmemacher Tom Kalin

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Lunch ohne Barilla

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Kultur am Nachmittag: Ausstellungen

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Nachmittags in der „Klinik“: Tattos-Entfernung

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Nachmittag im Museum: LGBT-Museum in Planung

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Kunstauktion am Nachmittag: Warhol & Bacon

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Nachmittags auf dem Meeresgrund

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Abends im Ausgang: Musical & Konzerte

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Abends auf der Couch: DVD-Tipps

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Film „Diana“: Interview mit Oliver Hirschbiegel

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Abends im Kino: Kino-Tipps

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Abends vor dem Kamin: Musikalisches

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Nachts unterwegs: Party-Agenda

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Nachtleben: Interview mit Ben von GMF

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Gibt es die ideale Zeit, um Sex zu haben?

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Wenn es Mitternacht wird: Silvester

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Nachtleben: Der Nachtbürgermeister

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Nachts fotografieren: Helvetia by Night

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Im Taxi, auf der Heimfahrt: Zum Kotzen

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> MORGEN-STARTER

NEWS SCHIESSEREI IN GAY CLUB IN MOSKAU

Mit immer härteren Bandagen wird gegen Russlands LGBT-Community vorgegangen: Central Station, der wohl bekannteste Gay Club in Moskau, wurde Mitte November erneut Ziel eines Angriffs. Gegen fünf Uhr morgens haben zwei Unbekannte zuerst für Tumult vor dem Club gesorgt, danach haben sie sich Zugang zur Lokalität verschafft und zu schiessen begonnen. Wie durch ein Wunder wurde während der Attacke niemand verletzt. Die Eingangstüre wurde aber von zwei Schüssen getroffen. Eine Überwachungskamera konnte die beiden mutmasslichen Täter filmen. Die beiden Besitzer des Clubs erklärten, dass dies nur der jüngste einer ganzen Serie von Angriffen auf ihr Lokal gewesen sei. In früheren Fällen wurden vor dem Lokal bereits homophobe Schilder aufgestellt, oder laute Musik abgespielt. Ob die Polizei diesmal handeln wird ist unklar, zu oft haben sie Untersuchungen aus angeblichem Mangel an Beweisen bereits eingestellt.

JUGENDSESSION IN BERN SETZT SICH FÜR LGBTS EIN

Mitte November trafen sich 200 Jugendliche bereits zum 22. Mal zur Jugendsession im Bundeshaus in Bern. Während der viertägigen Debatte erarbeiteten sie zehn Forderungen, welche dem Parlament übergeben wurden – darunter waren auch zwei Vorlagen mit LGBT-Anliegen, welche von der Fachgruppe Homophobie eingebracht wurden. Zum einen sollen den gleichgeschlechtlichen Paaren die gleichen Rechte zugesprochen werden, wie

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den heterosexuellen Paaren auch, dies entspricht faktisch der Forderung nach Marriage Equality. So sollen Schwule und Lesben heiraten und auch Kinder adoptieren können. In Europa haben bereits ein duzend Länder die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet, erklärt die Arbeitsgruppe in ihrer Begründung, und diesbezüglich hinke die Schweiz noch hinterher. So sei die aktuelle Situation sowohl für die Schwulen, Lesben und Transgender diskriminierend, aber auch für deren Kinder. Die zweite Forderung, welche nun ans Parlament weitergereicht wurde, betrifft den Diskriminierungsschutz. So forderten die Teilnehmer der Jugendsession, dass die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität explizit per Bundesverfassung verboten werden soll.

ERÖFFNUNGSFEST IN SOTCHI: ALTERNATIVE?

Das weltberühmte Gay Village in Manchester organisiert eine alternative Eröffnungszeremonie zu Sotchi: So werden am 8. Februar, während die Athleten in Russland ins Stadion einlaufen, zeitgleich schwullesbische Sportler durchs Gay Village marschieren um für Solidarität mit den LGBTs in Russland zu werben. Neben den Sportlern sollen in Manchester auch noch Performance-Künstler, Aktivisten und Prominente mitmachen. Im Anschluss wird es in der Taurus Bar in der Canal Street einen Anlass mit Reden und Auftritten geben, um Geld zu sammeln, welches vollumfänglich an LGBTs in Russland gespendet wird. Manchester und St. Petersburg sind eine Städtepartnerschaft eingegangen, doch seit der Einführung der homophoben Gesetze herrscht mehr oder weniger Eiszeit zwischen den beiden Metropolen. Manchester übte von Anfang an öffentlich massive Kritik und forderte St. Petersburg umgehend auf, die Gesetze aufzuheben.


*gay.ch* Dezember 2013/Januar 2014

SCHON 238 MORDE AN TRANSMENSCHEN

Ein neuer Bericht rüttelt auf: Alleine zwischen Januar und Mitte November 2013 wurden weltweit 238 Transmenschen ermordet. Es wird jedoch befürchtet, dass diese Zahl nur die Spitze des Eisbergs ist, denn in der Statistik sind nur jene Morde erfasst, welche auch genau dokumentiert worden sind. Gerade die Medien, aber auch die Polizei, verschweigt leider oft wissentlich das Geschlecht des Opfers, wodurch eine eindeutige Erhebung sehr schwer ist. Die traurige Rangliste führt Brasilien an, wo alleine in diesem Jahr bereits 95 Transmenschen umgebracht worden sind, gefolgt von Mexiko mit 40 Morden. Unter den weiteren Ländern folgen unter anderem die USA mit 16 Morden, Venezuela mit 15, Kolumbien mit 12 und die Türkei mit 8 Morden. Leider wurde in diesem Jahr auch ein weiterer, trauriger Rekord aufgestellt - noch nie wurden so viele minderjährige Transmenschen umgebracht: So wurden 11 Jugendliche ermordet, welche noch keine 18 Jahre alt waren.

WOW! LGBTS REISEN FÜR 200 MILLIARDEN DOLLAR PRO JAHR

Schwule, Lesben und Transgender sind reisefreudig, sehr sogar. Das Marktforschungsinstitut Out now, welches sich auf Erhebungen bei LGBTs spezialisiert hat, nennt in ihrem jüngsten Report die Zahl 200‘000‘000‘000 Dollar – sprich: Schwule, Lesben und Transgender werden im 2014 rund 200 Milliarden Dollar alleine fürs Reisen ausgeben. Der Pink Dollar rollt also, denn wie die Autoren weiter schreiben, geben LGBT-Reisende rund 57 Prozent mehr fürs Reisen aus, als die vergleichbare, heterosexuelle Zielgruppe. Als be-

liebteste Reisedestination bei den Schwulen, Lesben und Transgender gilt nach wie vor die USA. Alleine 56.5 Milliarden vom gesamten Kuchen sollen auf die Vereinigten Staaten entfallen, erklärte Out Now weiter. Mit deutlichem Abstand dahinter, auf dem zweiten Rang, folgt mit 25.3 Milliarden Dollar überraschenderweise Brasilien.

HOCHZEITSZEREMONIEN FÜR LGBTS LEGALISIERT

Heiraten ja, Rechte und Pflichten nein: In Vietnam ist es schwullesbischen Paaren neu offiziell erlaubt, eine Hochzeitszeremonie abzuhalten, doch rechtlich anerkannt wird die Ehe nicht. Erst vor kurzem wurden nämlich zwei schwullesbische Paare noch wegen einer solchen Zeremonie gebüsst. Daneben erlaubt es die Regierung nun auch, dass gleichgeschlechtliche Paare offiziell zusammenwohnen dürfen. LGBT-Aktivisten feierten die Entscheidung als wichtigen Schritt in Richtung Marriage Equality. Bereits im Sommer 2012 haben die zuständigen Departemente verschiedene LGBT-Organisationen konsultiert, um sich über das Thema Marriage Equality zu informieren. Darauf wurde angekündigt, dass es im Mai 2013 eine Abstimmung darüber geben wird. Doch trotz dem Support einiger Minister wurde die Abstimmung später auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Schwulenorganisationen zeigten sich nicht mal ganz unzufrieden mit der Entscheidung, da sie wohl keine Mehrheit zustande gebracht hätten. Nun haben sie nochmals Zeit um für das Anliegen zu werben und um Aufklärung bei den Politikern und in der Bevölkerung zu betreiben. Auch Justizminister Ha Hung Cuong, welcher sich öffentlich für das Anliegen aussprach, meinte, dass die Reform wahrscheinlich am besten zu erreichen sei, wenn man sich Marriage Equality schrittweise nähert – und dazu sind noch einige Hürden zu meistern.

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> MORGEN-KAFFEE MIT ZWEI JOURNIS

"Frau hängt seit 4 Jahren in Sunrise-Warteschleife" oder "Verfolgte Schwulenhasser können in Russland Asyl beantragen": Solche Schlagzeilen werden von zwei Jungs produziert und auf www.der-enthueller.ch veröffentlicht. Wir haben einfach mal nachgefragt, was da los ist...

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Eure Seite ist ja Satire. Was darf Satire, was darf sie nicht? Das fragen wir uns auch. Vorsicht ist bei religiösen Themen, sowie beim Sterben und Krankheiten geboten. Für uns ist das momentan ein bisschen eine Gratwanderung, wie weit wir bei gewissen Themen und Personen gehen sollen, und ab wann der Bogen überspannt ist. Vom rechtlichen Aspekt her muss Satire als solche gekennzeichnet sein. Bei uns steht in den FAQ, dass die Artikel erfunden sind. Und durch den Slogan „Deckt auf, was keiner wissen will“, sollte der Leser rasch merken, dass unsere „Schlagzeilen“ mit Vorsicht zu geniessen sind. Und welche Themen sind für euch tabu? Ich glaube, Tabuthemen gibt es keine. Man kann auch eine Katastrophe, wie den Einsturz einer Kleiderfabrik in Bangladesh, satirisch verarbeiten. Eine Seite aus Deutschland hat damals geschrieben: Textildiscounter stellt die Suche nach überlebenden Kleidungsstücken ein. Im ersten Moment bleibt einem da das Lachen natürlich im Halse stecken. Andererseits werden ja keine Witze auf Kosten der Opfer gemacht. Ich glaube, das ist der wichtigste Punkt der Satire. Sie darf sich nie gegen die Schwachen richten, sondern muss immer die Mächtigen angreifen. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, so eine Seite ins Netz zu stellen, und ist es rein Fun oder wollt ihr längerfristig damit auch was erreichen? Die Idee kam mir, weil ich meine Bachelorarbeit zum Thema Satire und Fake-News (erfundene Nachrichten) geschrieben habe. In der Arbeit habe ich den Postillon, eine Satireseite aus Deutschland, auf journalistische Kriterien untersucht. Danach hat mich die Lust gepackt, selber solche Artikel zu verfassen. Einige davon konnte ich verkaufen, etliche wurden aber auch abgelehnt. Weil ich es schade fand, die abgelehnten Artikel zu löschen, habe ich den Enthüller gegründet. Momentan ist das Projekt reiner Fun, da wir beide nebenbei berufstätig sind. Langfristig wäre es aber cool, wenn wir durch den Traffic zumindest die Hostingkosten wieder reinkriegen. Und unser grosser Traum ist es natürlich, dass die Presse eine unserer Meldung für ernst nimmt und abschreibt.

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Ihr habt ja zum Teil abstruse Berichte. Wie kommt ihr auf die Themen? Saufen, kiffen und brainstormen? Da wir beide Journalisten sind, lesen wir viele Artikel in Zeitungen und auf Webseiten. Da kommen mir jeweils die besten Ideen. Teilweise stecken uns auch unsere Kollegen Ideen. Im Drogenrausch sind noch keine Geschichten entstanden. Aber danke für den Input, das werden wir demnächst wohl mal versuchen. Mit dem „Russland gewährt Homohassern Asyl“-Bericht sind ihr auf die Medien los, um Aufmerksamkeit - oder um Berichterstattung - zu gewinnen, wie man will. Wie viele sind darauf reingefallen? Wir haben den Artikel an zwei Gay-Portale verschickt. Queer.de hat ihn übernommen, aber klar als Satire gekennzeichnet. Das haben einige der Leser jedoch übersehen. In den Kommentaren unter unserem Artikel haben sie sich dann über Russland aufgeregt. Oder über uns. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - „Was beim Boulevard sicher gut läuft sind Ausländerthemen, Einzelschicksale und halt alles, was mit Titten bebildert wird.“ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Da habt ihr aber auch ein sehr heisses Eisen in die Hand genommen: Russland und die GayCommunity... Blick und Co. bedienen sich ja immer gerne daran. Am Samstag 16. November waren mindenstens drei Headlines zu lesen: Da war dieses grosse gelbe Blatt mit der BlickHeadline „Zürcher Polizei-Puff: Was weiss die «lesbische» Paula?“. Am gleichen Tag konnte man auf 20 Minuten Online gleich nochmals zwei Gay-Headlines lesen: „New Jersey: Kein Trinkgeld für «lesbische» Kellnerin“ und “Robbie Williams: «Ich bin zu 49 Prozent schwul!»“, natürlich schön säuberlich neben einander. Das Thema „Schwul“, „Homo“, etc. zieht scheinbar besonders gut. Was meint ihr dazu? Ich persönlich liebe die Blick-Titel. Diese Wortspiele oder Reime, die sie jeweils haben, sind sensationell witzig und doof. Wenn du unsere Titel liest, sind einige davon auch ziemlich boulevardesk geschrieben, mit Reizwörtern wie Dra-

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ma oder Schock. Das funktioniert manchmal, aber nicht immer. Wenn du den Lesern jeden Tag Ausrufezeichen und Dramen vor den Latz knallts, haben sie irgendwann die Schnauze voll. Ich weiss nicht ob sich mit „schwul“ oder „lesbisch“ im Titel mehr Klicks generieren lassen. Was beim Boulevard sicher gut läuft sind Ausländerthemen, Einzelschicksale und halt alles, was mit Titten bebildert wird. Die Erfahrung haben auch wir gemacht. Unser Artikel über die Prostituierten, die wegen dem Bachelor arbeitslos sind, hat mit Abstand die meisten Klicks generiert. Als Vorschaubild haben wir ein tiefes Décolleté gewählt. Zurück zu eurer Seite: Ihr seid zwei Jungs, aber ihr möchtet im Hintergrund bleiben - so wie bei Klatschheftli. Die Macher sind quasi fiktive Personen. Was darf man von euch erfahren und was sind die Beweggründe, unerkannt so eine Seite zu führen? Anonym lässt es sich leichter frech sein. Ich schreibe mit dem Enthüller Twitter-Account Promis oder Journalisten an, die ich privat so nicht kontaktieren würde. Möglicherweise hat der Account darum nach zwei Wochen bereits mehr Follower als mein eigener. Der andere Grund ist, dass durch unsere Pseudonyme, die Texte der Seite im Vordergrund stehen und nicht wir. Dadurch können wir schön unseren Tagesjobs nachgehen. Und Pavel Kulicka und Buzz Orgler sind doch coole Namen? Ich behaupte: Einer von euch ist schwul. Hab ich recht? Nur weil wir dich angeschrieben haben? Aber ja, du hast recht. Ich glaube Pavel ist an den Wochenenden jeweils schwul. Das Internet ist längst so durchsichtig: Eines Tag wird man heraus finden, wer dahinter steckt. Was dann? Das ist kein Weltuntergang, wir tun ja nichts Verbotenes. Allerdings ist es für den Leser spannender, solange er nicht weiss, wer wir sind. Das ist wie bei den Stimmen im Radio. Wenn man die Gesichter dazu sieht, ist man meistens enttäuscht. Ausser bei Patrick Hässig.

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B O N J O U R Text: Luis

> KAFFEE UND PARFUM

BOTTEGA VENETA POUR HOMME Bottega Veneta pour Homme ist ein frischer, faszinierender und dezenter Duft, in dem die unverkennbaren Noten von Bottega Veneta aus kostbaren Labdanum, Balsam-Tanne und Bergamotte zu einer sinnlichen, lederartigen Komposition verschmelzen. Der aus ebenso seltenen wie noblen Inhaltsstoffen komponierte Duft mit holzigen, aromatisch lederartigen Merkmalen entführt uns auf eine sinnliche Reise durch Zeit und Raum. Erst wenn es windstill ist und die Sonne im Zenit steht, entfaltet sich der geheimnisvolle Duft von Bottega Veneta pour Homme. Sein Herz wurde aus dem wohlriechenden Harz einer Zistrosenpflanze gewonnen, die nur zwischen Mai und August geerntet werden kann, wenn das Harz besonders dickflüssig ist. Das über Jahrhunderte auch als „Tau des Himmels“ oder als Inhaltsstoff von Myrrhe bekannte, kostbare andalusische Labdanum, das heute nur noch selten Verwendung findet, verleiht dem Duft eine üppige, vielfältige und seltene Tiefe. Die erfrischenden, aromatischen Kopfnoten werden von Bergamotte aus Kalabrien, Kiefern aus Sibirien und Wacholder vom Balkan bestimmt, gefolgt von den warmen Herznoten aus Piment (Nelkenpfeffer) aus Jamaika, Balsam aus kanadischer Tanne und Muskatellersalbei aus dem Mittelmeerraum. Abschließend entfalten sich die Basisnoten aus Patschuli aus Indonesien sowie ein nostalgisch anmutender Lederakkord, die dem Duft eine Struktur und eine elegante Duftspur verleihen. Exklusiv

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Bringt jeden Morgenmüffel zum Schmunzeln: Die Terroristen-Teekanne! Die weisse Teekanne ist aus Porzellan, hat zwei aufgedruckte, böse zusammengekniffene Augen und eine schwarze Sturmhaube mit ausgeschnittenen Löchern drauf, die auch als Teewärmer dient. Der böse Blick aus den Sehschlitzen ist nicht übersehbar. Die Ränder der Sehschlitze sind leicht ausgefranst, so sieht das Ganze noch viel authentischer aus. Wenn die Kanne gewaschen werden muss, so kann die Maske entfernt werden, damit sie beim Spülen nicht nass wird. Die Sturmhaube hält den Tee in der Kanne zudem länger warm. Masse: Ø: 25 x 15 cm / Material: Porzellan / Fassungsvermögen: ca. 10 Tassen CHF39.80

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erhältlich. 9


> KATER AM MORGEN?

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Abend ununterbrochen laufen lassen. Klingt komisch, daraus ist aber ein Geschäft geworden. Der „Katzen-Papa“ ist noch heute darüber erstaunt.

Nyan Cat kann einem schnell auf den Wecker gehen, das Ding ist jedoch sehr erfolgreich... Chris Torres und seine Kollegen haben ein Internetphänomen ins Leben gerufen und damit sogar Preise gewonnen. Wir haben mit Chris gemailt. Wer es sich antun möchte, bitte schön: Man kann auf die Internetseite www.nyan.cat gehen und die lustige Katze vom Morgen bis

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Kannst du dich noch an den Moment erinnern, als die „Nyan-Katze“ geboren wurde? Ja sicher. Eigentlich war ich gerade daran für das amerikanische Rote Kreuz eine Kampagne zu entwickeln. Ich fragte verschiedene Leute, was ich als nächstes zeichnen soll und bekam viele Vorschläge. Da ich damit überfordert war, entschied ich mich, alle Ideen zusammen zu nehmen. In dieser Nacht ist so die erste „Nyan-Katzen“Skizze entstanden. Ein paar Tage später entschied ich mich daraus ein „8 bit pixel art“ zu machen und es ins Internet zu stellen (Anmerkung der Redaktion: Pixel-Art ist eine Stilrichtung in der Computerkunst, die Rastergrafiken verwendet und dabei das beschränkte Auflösungsvermögen von Bildschirmen als Stilmittel bewusst herausstellt.). Ich hatte keine Ahnung, dass sich daraus ein globales Kultur-Phänomen ergeben würde. Als deine Katze richtig bekannt geworden ist, hat sich jemand bei YouTube beschwert und sich als Erfinder von „Nyan Cat“ ausgegeben und dafür gesorgt, dass dein Clip am 27. Juni vom Netz genommen wurde. Weisst du, wer das war?


DLOOOOOOOOS

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Bis heute weiss ich nicht, wer das war. Es gab dann immer wieder Leute, welche behaupteten, sie hätten entweder die Figur oder die Musik erfunden, also mussten wir alles patentieren lassen und als Copyright anmelden. Wenn Leute dir im Netz Sachen klauen möchten, kannst du dich nur mit offiziellen Dokumenten wehren.

diese Sache entstanden ist, ist überragend. Ich bin durch die ganze Welt gereist, sei das Japan, Schweiz oder Kanada und ich war in den USA auf Tour. Es war unglaublich, mich mit all den Fans zu treffen. Wenn die Internet-User die Katze nicht so in die Arme geschlossen hätten, wäre das alles nicht passiert.

Wenn wir schon dabei sind... Im Mai 2013 hast du gegen die Schöpfer des Spiels „Scribblenauts“ - 5th Cell und Warner Bros. - eine Beschwerde eingereicht, weil sie ohne Genehmigung die „Nyan Cat“ im Spiel eingebunden haben… Wir haben inzwischen eine Einigung gefunden und ich freue mich, dass wir nun zusammen mit Warner Bros. an den „Scribblenauts“-Spielen mitarbeiten dürfen.

Du zeichnest auch Comics. Hat sich die „Nyan-Katze“ auch auf diesem Gebiet positiv ausgewirkt? Ich zeichne bereits seit zehn Jahren diese Comics, die ich LOL COMICS nenne, und auf meiner Page prguitarman.com veröffentliche. Ursprünglich waren sie nur als Ausdruck für Frustrationen in meinem Leben gedacht. Seit dem „Nyan-Hype“ sind aber auch sie sehr bekannt geworden.

Die Katze hinterlässt einen Regebogen, als Spur sozusagen. Das erinnert an die Regenbogenflagge. Ist die Katze schwul? Ich muss gestehen, da war keine Absicht dahinter, und es besteht auch kein Zusammenhang mit der Community… Einerseits liebe ich Regebogen, andererseits wollte ich damals etwas Helles und Farbiges machen, das auffällt.

Kannst du von der Katze leben oder hast du nebenbei noch einen Job? Die „Nyan-Katze“ zu managen ist zu meinem Full-Time-Job geworden, vor allem, weil ich reisen muss. Wie jeder aufstrebende Künstler, setzte ich alles daran, dass meine Werke im Internet gut laufen. Trotz den guten und schlechten Zeiten, die sich daraus ergeben, bin ich happy, dass ich das machen darf, was ich liebe. Und ich hoffe, dass Fans die „NyanKatze“ und meine anderen Arbeiten auch noch während der nächsten Jahre weiter mögen.

Der Original-Clip wurde seit dem Upload auf YouTube inzwischen über 100 Millionen Mal angeschaut… Verrückt nicht? Aber man darf nicht vergessen, dass nicht ich alleine für die Popularität verantwortlich bin: Erstens war der Song von Daniwell bereits seit einem Jahr beliebt, andererseits war es YouTube-User saraj00n, der die Katze und den Song zusammenbrachte und online gestellt hat. Erst durch diesen Upload wurde das Ding so bekannt. Ich freue mich, dass wir alle nun zusammenarbeiten. Es ist unglaublich, dass so etwas Einfaches die Welt erobern konnte. Was ist das schrägste, dass dir je wegen der Katze passiert ist? Schräg… Ich würde eher sagen, was durch

Kleines Foto: Marty, die Katze, die Chris als Inspiration für die Nyan-Katze gedient hat. Sie ist vor einem Jahr gestorben. Interview: Luis / Fotos: ZVG

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> LUNCH MIT FILMEMACHER TOM KALIN

MOVIES&GA Ist Tom

John Kalin

Travolta schwul? behauptet: Ja!

Scheinbar weiss es sowieso ganz Hollywood. Und trotzdem bleibt es inoffiziell. Ein Gespräch mit dem US-amerikanischen Drehbuchautor, Filmregisseur und Filmproduzent. Am Samstag, 9. November, treffen wir ihn, Tom Kalin. Wir essen gemeinsam während der Mittagspause. Es ist der vorletzte Tag der „Internationalen Kurzfilmtage Winterthur“ und Tom hielt vor dem Mittag einen Vortrag, um gleich nach der Mittagspause das Publikum mit einem 90-minüten Kurzfilmprogramm noch mehr zum Staunen zu bringen. Seine ersten Worte, bevor er beginnt: „Ich mache das so, wie ich es in den USA machen muss: Ich warne das Publikum, dass es sexuell explizit wird. Wer das nicht will, soll jetzt rausgehen.“ Und, obwohl er das mit einer Leichtigkeit sagt, dabei lacht und es sogar witzig klingt, was folgt ist wirklich harte Kost: HIV, Aids, Tod, Politik, Homosexualität, Gewalt, Pornographie und Inzest. Wer beide Präsentation von Tom Kalin besucht hat, der wird vor nichts verschont. Wie soll es erst uns ergehen? Wir hatten sogar dazwischen noch ein langes Gespräch...

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DIE FRAGE DER GENERATIONEN Auffällig ist, Tom Kalin spricht immer wieder von Generationen. Das ist verständlich, denn aus seiner Sicht gehört er der „Aids-Generation“ an. Er war 25 als die Immunschwächekrankheit hohe Wellen schlug, für Headlines wie „Schwulenkrankheit“ sorgte und vielen, sehr vielen Menschen das Leben gekostet hat. Tom überlebte, doch nicht, ohne kämpfen zu müssen. Er war Mitglied der Organisation „Act up“, die sich vorallem dafür stark machte, dass endlich Medikamente gegen die Krankheit auf den Markt kommen. Doch lange geschah nichts. Viele überlebten diese (Warte-)Zeit nicht. Tom ging damals auf die Strasse, nahm an Demonstrationen und waghalsigen Aktionen teil und wurde deswegen mindestens fünf Mal in den Knast gesteckt: „In einer grossen Zelle mit komischen Gestalten die Zeit zu verbringen, ist alles andere als lustig.“ Aber auch das hat er überlebt.


Text: Luis

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„Ist heute alles besser geworden?“, wollen wir von ihm wissen: „Ja und nein. Aus der Sicht der Krankheit hat sich vieles geändert. Wir haben heute Medikamente. Aber die Krankheit ist noch da. Ich staune ab den jungen Menschen, die ohne Kondom in die Kiste steigen. Natürlich war es das Ziel von „Act Up“, dass es Medikamente gibt, nicht aber, dass man durch sie die Krankheit sozusagen vergisst.“ Ein Kondom war für ihn schon vor dem bekannt werden von HIV wichtig: „Es gibt noch genug andere Geschlechtskrankheiten. Daran hat sich auch heute nichts geändert.“

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - „Mein Gott, mir würde das nie in den Sinn kommen, mit meiner Mutter zu schlafen…“ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - >

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DIE VIELFACHE GRAMMY-PREISTRÄGERIN

CELINE DION IST ZURÜCK

MIT IHREM ERSTEN ENGLISCHSPRACHIGEN ALBUM SEIT 6 JAHREN

„LOVED ME BACK TO LIFE“ JETZT ÜBERALL ERHÄLTLICH!

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Am besagten Samstag sind jedoch viele der jungen Besucher auch deshalb gekommen, um mehr über die kreative (Film-) Arbeit von Tom Kalin zu erfahren, etwa um ihm am Morgen während des Podiums fragen stellen zu können. Die meisten sind in etwa in dem Alter, wie Tom damals, als er sein Filmdebüt mit „Swoon“ hatte, mit dem er viele internationale Preise ergattern konnte. In diesem Film geht es um die wahre Geschichte eines schwulen Paares, das gemeinsam einen Mord begangen hat. Sein bisher grösstes Projekt ist jedoch der Film „Savage Grace“ mit Julianne Moore in der Hauptrolle, der im Jahr 2007 in den Kinos lief. Er widmete sich einer scheinbar wahren Geschichte aus einem Künstlerkreis, bei dem es um Inzest zwischen einer Schauspielerin und deren Sohn ging. Der Film sorgte für viel Gesprächstoff und rote Köpfe – sogar eine Klage flatterte ins Haus. Viele hätten gefragt, weshalb er überhaupt einen solchen Film gedreht habe. Auch wir wollten es wissen: „Mein Gott, mir würde das nie in den Sinn kommen, mit meiner Mutter zu schlafen…“

BRITNEY JEAN Das neue Album von Britney Spears inkl. der Singles „Perfume“ und „Work Bitch“ Ab 29.11. erhältlich

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EIN HETERO KÜSST EINEN HETERO „Mich hat es mehr fasziniert, wie man darauf kommt, überhaupt so etwas zu machen und umso mehr wir recherchiert haben, umso mehr waren wir überrascht und geschockt zu gleich.“ Nicht nur Julianne Moore hat eine hervorragende Rolle gespielt, auch Eddie Redmayne, der den Part vom Sohn übernommen hat, hat Kalin aus dem Häuschen gebracht: „Am Tag, als ich mit ihm über die Kussszene sprechen wollte, war ich nervös, den Eddie ist Hetero und ich wusste nicht, wie er da-


IES&GAYS rauf reagieren würde, dass er einen Mann küssen soll. Ich wollte also behutsam an die Sache rangehen. Just an diesem Tag demonstrierten er und sein Filmpartner ungefragt, wie gut sie den Kuss schon geübt haben. Ich war platt! Es sind dann diese Momente, wo ich mir sage: Wow, da hat sich tatsächlich etwas in unserer Welt verändert.“

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - „So als würde man Weltstar Michael Douglas vor laufender Kamera wirklich masturbieren sehen.“ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Das Gespräch über den Männerkuss war dann auch der optimale Augenblick während unserem Lunch mit Tom, mal jemanden zu fragen, der es wissen muss: „Was ist denn da in Hollywood eigentlich los? Immer wieder wird gemunkelt, dass Schauspieler sich nicht outen wollen, weil sie damit ihrer Karriere schaden könnten…“ Tom Kalin hat auch hierfür eine plausible Erklärung: „Ich könnte dir eine Reihe von Männern aus dem Filmbusiness aufzählen, die sich lieber nicht outen möchten, aber fangen wir doch mal bei denen an, die sich kürzlich geoutet haben: Zachary Quinto, zum Beispiel, der Spock in den Star Trek-Filmen spielt… Er gehört einer jüngeren Generation an. Seine älteren Kollegen jedoch, sind schon viel länger im Geschäft und sie haben viel mehr zu verlieren, also riskieren sie lieber nichts. John Travolta ist schwul, das weiss doch eh ganz Hollywood…“

> LUNCH MIT TOM KALIN

WENN DOUGLAS MIT DAMON... Daraus scheint sich gerade ein Rundumschlag in unserem Gespräch zu entwickeln: „Da gibt es aber weitere Kuriositäten. Nehmen wir den aktuellen Film über Liberace… Der ist doch nur zustande gekommen, weil Soderbergh ein bekannter Regisseur ist, der mit zwei bekannten Schauspielern – Michael Douglas und Matt Damon – gearbeitet hat. Und weil alle heterosexuell sind. Hätten Schwule den Film angepackt, wäre der nie Zustande gekommen, weil man Angst gehabt hätte, dass es zu explizit geworden wäre… So als würde man Michael Douglas vor laufender Kamera wirklich masturbieren sehen.“ Die Mittagspause ist vorbei und nun werden Kurzfilme aus den 80er und 90ern gezeigt. Gekommen sind viel mehr Besucher, als beim Podium am Morgen. Es folgen Portraits über Menschen, die HIV-positiv sind und über ihren Umgang mit der Krankheit. Es geht zwar hier um die Filme, jedoch auch um das Thema. Der Saal leert sich während den 90 Minuten zunehmend. Gewisse Szenen sind dann doch für einige Besucher zu viel des Guten. Tom Kalin hat aber auch das überlebt.

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BOYZONE: BZ20

ICONA POP: THIS IS... 16

ALEX HEPBURN TOGETHER ALONE

Collectors Edition, inkl. 5 neuen Tracks

LAURA PAUSINI:

20 - THE GREATEST HITS


MAMMA MIA... > LUNCH OHNE BARILLA

Text: Dominique sich Guido Barilla kurz darauf per Videobotschaft. Doch zu spät, der Schaden war bereits angerichtet…

Die Wellen gingen während einigen Tagen hoch in den Sozialen Medien und auch in den Zeitungen: Mit seinen Aussagen setzte sich Guido Barilla vom italienischen Pasta-Hersteller gewaltig in die Nesseln. Die LGBT-Community ruft zum Boykott auf und bereits kurze Zeit später stellt der Konzern eine weltweite Diversity-Kampagne als Gegenreaktion vor. Am Umsatz hat Barilla aber offenbar, zumindest in der Schweiz, nichts eingebüsst. Es war im September, als Inhaber Guido Barilla erklärte, dass er nie gleichgeschlechtliche Paare für eine Barilla-Werbekampagne einsetzen würde, da er die „traditionelle Familie“ bevorzuge. Darauf doppelte er im selben Interview gleich noch nach und meinte lapidar: Wenn das den Schwulen und Lesben nicht passe, könnten sie ja eine andere Pastamarke kaufen. Die LGBTs rund um den Globus haben dies beherzigt und zu einem wahren Shitstorm gegen Barilla aufgerufen. Offenbar völlig überrascht von den Boykottaufrufen, entschuldigte

Die Boykottaufrufe fanden auch in der Schweiz ihr Echo, doch finanziell hat Barilla hierzulande offenbar nichts eingebüsst, erklärt zumindest Coop, der wohl grösste Barilla-Verkäufer hierzulande. Wie Coop-Sprecher Urs Meier auf Anfrage von gay.ch erklärte, habe man nichts von diesem Boykott gespürt. Es habe zudem auch nur ganz wenige Kundenreaktionen gegeben, fügte Meier weiter aus, etwa drei bis vier Stück. BALD CORPORATE EQUALITY INDEX? Genützt hat der internationale Boykott aber trotzdem: Im November gab der Pastariese bekannt, dass man sich mit LGBT-Aktivisten getroffen und gemeinsam eine Diversity-Kampagne ausgearbeitet habe. So werde ein Diversity & InclusionRat aufgebaut, welcher Barilla beratend zur Seite stehen wird, um Strategien zu entwickeln, wie man die Firmen-Kultur hinsichtlich der sexuellen Orientierung und anderer Diversity-Anliegen verbessern könne. Zudem werde sich die Firma neu dem Corporate Equality Index anschliessen um zu prüfen, wie das Unternehmen in Bezug auf die Anliegen der LGBTs abschliesst. Der Index zeigt auf, wie weit die Gleichstellung der Schwulen, Lesben und Transgender in einer Firma fortgeschritten ist. Positiv bewertete LGBT-Aktivist David Mixner die angekündigten Schritte. Er wurde von Barilla als Berater zugezogen und wird auch im Diversity & Inclusion-Rat der Firma sitzen. In einem ersten Statement zeigte er sich ermutigt ob der getätigten Schritte von Barilla, da sie auf Hilfe von ausserhalb des Unternehmens zurückgegriffen haben. Er sei auch vom Willen der Vorsitzenden von Barilla beeindruckt, zu zuhören und von der LGBT Community zu lernen, um daran zu arbeiten um Diversity, das Miteinbeziehen und die Gleichstellung aller Mitarbeiter zu verbessern.

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IMPRESSUM 24/7

Neue Ausgabe, neues Thema, neues Design Verlag: PUNTO MEDIA GMBH, Bahnhofstrasse 57, 8600 Dübendorf Tel. 044 271 92 00, info@gay.ch Chefredaktoren: Luis Pestana: luis@gay.ch und Dominique Eichler: dominique@gay.ch Redaktionelle Mitarbeiter: Luis Pestana, Dominique Eichler, Gianni Antonitti und Tante Tratsch Cover: Damian by Luis Pestana Grafik + Fotos: Luis Pestana Partydaten melden: agenda@gay.ch ABO: 1 Jahr, 6 Ausgaben = CHF 30 Tel. 044 271 92 00 / luis@gay.ch Auflage: 8000 / Leser 16‘000 (gem. eigener Umfrage) Bilder und Texte dürfen nicht ohne unsere Genehmigung verwendet werden.

Unser Slogan: Alles bleibt anders. Online: www.gay.ch www.gayL.ch www.gayX.ch www.gaynet.ch

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A U S S T E L L U N G E N > KULTUR AM NACHMITTAG

Text: Dominique

18.10.13 – 09.02.14: DAS SCHWACHE GESCHLECHT – Neue Mannsbilder in der Kunst

nen darf. Die Privatperson steht hier ebenso im Fokus, und gezeigt wird, dass Marilyn Monroe nicht nur eine begabte Schauspielerin, sondern, dass sie gleichzeitig auch eine kluge Geschäftsfrau mit konkreten Vorstellungen war. Trotz ihres Images als Sexgöttin und trotz ihres Ruhms ist sie immer auch ein ganz normaler Mensch geblieben. Der Mythos Monroe ist so lebendig wie eh und je, und dies verschafft diese Ausstellung auch zu unterstreichen…

Was hat sich am Bild des Mannes in der Kunst seit der Frauenbewegung verändert? Dies eine der Fragen, welcher sich die Ausstellung „Das schwache Geschlecht“ widmet. Die sexuelle Revolution, sowie die Frauen- und die Schwulenbewegung gingen nicht einseitig vonstatten, sondern, sie brachten auch eine Veränderung des männlichen Rollenbildes mit sich. Die Darstellung von Männlichkeit erfuhr einen Wandel, und darum geht es im Berner Kunstmuseum: 45 Installationen und Werkgruppen zeigen auf, wie westliche Gegenwartskünstlerinnen und Gegenwartskünstler seit den 60er Jahren bestehende Rollenbilder torpedieren und eine neue Auffassung von Männlichkeit definiert haben. Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 8 – 12, 3007 Bern Infos: www.kunstmuseumbern.ch

Foto: Sam Taylor-Johnson, Steve Buscemi, 2004, Aus der Serie: Crying Men, 2002–2004, C-Print, 99,2 x 99,2 cm, gerahmt Courtesy White Cube © Sam Taylor-Johnson

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19.10.13 – 06.04.14: PRIVATE MARILYN – der Mensch hinter der Kunstfigur Monroe Erstmals werden in der Schweiz 700 originale Memorabilien und persönliche Hinterlassenschaften der grossen Marilyn Monroe gezeigt, und damit wirft die Ausstellung in Basel einen Blick hinter die Fassade des glamourösen Hollywoodstars, welcher die Welt noch Jahre nach ihrem Tod in ihren Bann zieht. Die Stücke stammen allesamt von Ted Stamper, welcher die grösste Privatsammlung Europas über Monroe sein Eigen nen-

Elysée Lausanne

Spielzeug Welten Museum, Steinenvorstadt 1, Halsman4051 Basel Philippe Infos: www.spielzeug-welten-museum-basel.ch . . . . . . . .

Philippe Halsman Erstaunen Sie mic

29.01.14 – 11.05.14: PHILIPPE HALSMAN, Astonish Me!

Er kollaborierte mit Salvador Dalí, hüpfte mit Marilyn Monroe und er knipste 101 Coverfotos für das LifeMagazine: Die Rede ist von Philippe Halsman. Das Musée de l’Élysée in Lausan„Für mich kann Fotografie zugleich etwas zutiefst ne widmet dem grossen nun eine Re- sein. ErnstesFotografen und aussergewöhnlich Amüsantes Der 300 Versuch ein Bild zu schaffen, welches nu trospektive. Unter (...) den Arbeiten sind unter in unserer eigenen Vorstellungskraft existiert, ist anderem Werke aus seiner Serie „Jumpology“, oft ein begeisterndes Unternehmen. Ich schätze Spiel insbesondere, wenn ich es zusamm welche in die Luftdieses springende Persönlichkeiten dem Surrealisten Salvador Dalí durchführe.“ zeigt, von „TalkingmitPicture Books“, aber auch viele Arbeiten mit Dalí als Co-Schöpfer. Mit FoVom 29. Januar bis zum 11. Mai 2014 entführt das Mu l’Elysée sein Publikum ins Universum von Philippe Ha kus auf seinen Werdegang, beginnt die Aussteleinem der grössten Fotografen des 20. Jahrhunderts lung bei den Anfängen von Halsmans Karriere Ausstellung Philippe Halsman, Erstaunen Sie mich! e zum ersten die gesamte KarriereErfoldes amerikanis in Paris in den 1930ern, bisMalhin zu seinen Fotografen - von seinen Anfängen im Paris der 1930e gen mit Studioarbeiten zwischen 1940 und 1970 bis hin zum überwältigenden Erfolg seines New Yorke zwischen und 1970. wie er in New York. DabeiStudios wird auch1940gezeigt, wurde Philippe durchvon seine 101 Tit eine der wichtigstenBerühmt Galerien mit Halsman Portraits bilder der Zeitschrift LIFE und der 30 Jahre-dauernde Berühmtheiten aus Zusammen-arbeit seiner Zeit mitgeschaffen hat. Salvador Dalí, welche der Welt Musée avenue Infos 

Ikonen der Fotografie beschert hat. Der Fotograf hat fotografische Konzept „Jumpology“ erfunden und ein

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de wichtigsten Stararchive l’Élysée,seiner Zeit zusammengestel 18, Porträts von Marilyn Monroe, Rita Hayworth, Duke Ell l‘Elysée, 1014 Lausanne dem Herzog und der Herzogin von Windsor, Richard : oder auch Albert Einstein. www.elysee.ch

Foto: Philippe Halsman, Dalí Atomicus, 1948 einerGala-Salvador exklusiven Auswahl von 300 Bildern un © 2013 Philippe Halsman ArchiveAnhand / Fundacio Dali, Figueres, 2014 Originaldokumenten aus den Familienarchiven werde kreative Schaffensprozess und der aussergewöhnlic dergeist des Fotografen durch so unterschiedliche G 19oder das gen wie die Modefotografie, die Reportage vor Augen geführt.


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Text: Luis

> NACHMITTAGS IN DER „KLINIK“

Tattos loswerden? Zuckerschlecken...

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Wir haben bei Ulrich Ledermann von Body Clinic nachgefragt.

Welches sind die hauptsächlichen Beweggründe, dass sich deine Kunden ein Tattoo entfernen lassen wollen? Häufig kommt der Wunsch für eine Tattooentfernung bei einer Änderung der Lebensumstände auf, zum Beispiel bei einem neuen Freund oder einer neuen Freundin, einem neuen Job, bei dem keine sichtbaren Tattoos erlaubt sind, oder bei Überdruss bei nicht sehr schönen Motiven. Welches sind die „beliebtesten“ Tattoo-Motive, die weg sollen? Schlecht gestochene, unschöne Tattoos, noch öfters jedoch die Namen oder Initialen vom Ex oder von der Ex. Die Farbigen sind da aufwendiger… Mehrfarbige Tattoos sind definitiv sehr viel aufwendiger zu entfernen. Vor allem grün und hellblau waren bis jetzt sehr schwierig. Diesen Sommer ist aber ein neuer Laser auf den Markt gekommen - „Picosure“ der Firma Cynosure - mit dem vor allem diese Farben sehr viel besser entfernt werden können. Kannst du mir eine ungefähre Idee betreffend dem Zeitaufwand geben, den man für eine Entfernung rechnen muss? Grob gesagt, muss man mit eineinhalb bis zwei Jahren rechnen bis ein Tattoo vollständig entfernt ist. Anders gesagt: Es sind mit den bisherigen Techniken etwa acht bis fünfzehn Behandlungen im Abstand von etwa acht Wochen für eine vollständige Entfernung nötig. Durch eine Mehrfachbehandlung des Tattoos in einer Sitzung, und auch mit dem neuen Picosure-Laser können die notwendigen Sitzungen allerdings in etwa halbiert werden.

des Tattoos, und variiert von 180 Franken für die Behandlung eines kleinen, etwa fünf mal fünf Zentimeter grossen, schwarzen Tattoos mit einer Einfachbehandlung, bis zu 950 Franken für eine Mehrfachbehandlung eines grösseren, etwa zwanzig mal dreissig Zentimeter grossen, mehrfarbigen Tattoos. Behandlungen mit dem Picosure-Laser sind teurer. Kannst du mir mit simplen Worten erklären, wie du bei einer Entfernung vorgehst? Zunächst sind eine genaue Beurteilung und eine eingehende Besprechung über die Möglichkeiten und Chancen der Entfernung des betreffenden Tattoos extrem wichtig. Falls sinnvoll, kann dann auch gleich eine kleine Stelle als Probe gelasert werden. Vor der eigentlichen Behandlung wird die Hautstelle mit Emlacrème bedeckt. Für eine Stunde muss diese Crème einwirken um eine gute Schmerzreduktion während der Behandlung zu gewährleisten. An sehr schmerzempfindlichen Stellen unterspritze ich das Tattoo auch mit einem Lokalanaestheticum – quasi eine Zaharztspritze. Unter Kaltluft wird dann das Tattoo behandelt, wobei die Farbpigmente durch die Laserenergie zertrümmert werden. Diese Farbteilchen werden dann von den sogenannten „Fresszellen“ des Körpers aufgenommen und in die Lymphknoten abtransportiert. Dieser Prozess braucht Zeit und es ist deshalb wenig sinnvoll, die Behandlungen in kürzeren Zeitabständen zu wiederholen. Sind auch schon Leute zu dir gekommen, die sich irgendwo während den Ferien im Alkoholrausch etwas stechen liessen und nun verzweifelt das Ding los werden wollen? Leider schon mehrmals. Vor allem Ferien in Thailand scheinen da „gefährlich“ zu sein. Häufig schämen sich die Leute so, dass sie das Tattoo sofort wieder weg haben wollen. Leider geht das aber nicht so schnell. Das ist dann für viele sehr hart. Wie sieht es bei dir aus: Schon mal mit dem Gedanken gespielt, dir ein Tattoo stechen zu lassen? Nein, nie. Obwohl ich Tattoos teilweise auch attraktiv und geil finde. Mehr

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Und mit welchen Kosten ist das Ganze verbunden? Das ist abhängig von der Grösse und der Farbigkeit 21


> NACHMITTAGS IM MUSEUM

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Washington DC soll ein Nationales LGBT Museum erhalten, welches sich voll und ganz der Geschichte der Schwulen, Lesben und Transgender in den USA widmet. Die Velvet Foundation hat entsprechende Pläne ausgearbeitet und sich nun ans Geld sammeln gemacht. Ins Rollen kam dieses Projekt aber, weil die Smithsonian Institution sich weigerte, ihrem eigenen Gründer eine Ausstellung zu widmen – die Begründung: Er war Brite, noch nie in den USA... und er war vermutlich schwul... Es ist entlang der National Mall, der Parkanlage im Herzen der amerikanischen Hauptstadt Washington DC, wo in unmittelbarer Nachbarschaft vom Weissen Haus und vom Kapitol eine Vielzahl von grossen, nationalen Museen aufgereiht sind: National Museum of American History, das National Museum of Natural History, die National Gallery of Art, das National Museum of African Art oder das National Air and Space Museum, um nur ein paar zu nennen. Sie alle gehören der Smithsonian Institution an. In der Nähe der Mall befindet sich zudem das bundesstaatliche United States Holocaust Memorial Museum, und es hat auch eine Vielzahl an Denkmälern, wie etwa für die Opfer des Zweiten Welt22

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kriegs, sowie des Vietnam- oder des Koreakriegs. Auch ehemaligen Präsidenten wie Lincoln oder Jefferson, oder Bürgerrechtlern wie Martin Luther King, wird an der National Mall gedacht. Ein für die USA also besonders geschichtsträchtiger Ort. Die Velvet Foundation hat es sich nun zum Ziel gesetzt in dieser Umgebung ein National LGBT Museum aufzubauen, welches sich der Geschichte der Schwulen, Lesben und Transgender in den USA widmen soll. Rund 50 bis 100 Millionen Dollar seien dafür nötig, heisst es von Seiten der Stiftung, und dazu haben sie nun ihre Spendeaktivitäten intensiviert. Das Paar Tim und Mitchell Gold gründete die Velvet Foundation im Jahr 2007, und seither haben sie an einem Konzept für das LGBT-Museum gearbeitet. Die Idee dazu ist ihnen aber eher über Umwege gekommen. Tim Gold arbeitete früher beim National Postal Museum, welches ebenfalls der Smithsonian Institution angehört. Um dessen Gründer, James Smithson, zu würdigen, wollte er ihm eine eigene Ausstellung widmen. Der Vorschlag wurde aber mit der Begründung abgelehnt, dass James Smithson Brite und noch nie in den USA war, und da er vermutlich schwul gewesen sei. Sicher ist gerade Letzteres nicht, sondern, es sind reine Spekulationen, lebte Smithson doch von etwa 1765 bis 1829, und damit ist seine mögliche Homosexualität nur noch schwer zu belegen. Fakt ist aber, dass der Chemiker und Mineraloge nie verheiratet war und auch keine Kinder hatte, und auch sonst gibt es noch einige Hinweise. Die genauen Beweggründe, weshalb er sein gesamtes Vermögen an die USA vermachte, obwohl er Zeit seines Lebens nie in den Vereinigten Staaten war, sind ebenfalls bis heute ungeklärt. Es ist nur über-


Text: Dominique

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liefert, dass er persönlich darüber verfügte, dass das Geld nach Washington gehen soll, damit dort unter dem Namen „Smithsonian Institution“ eine Einrichtung geschaffen wird, welche der Mehrung und der Verbreitung des Wissens unter den Menschen dienen soll. Dies war der Grundstein für den heute grössten Museumskomplex der Welt, welcher 18 Museen und Galerien, sowie den Nationalzoo umfasst und über 142 Millionen Objekte verwaltet. Das Konzept des National LGBT Museums sieht vor, dass die Geschichte seit den ersten Kolonisten bis zur heutigen, modernen Schwulenbewegung erzählt werden soll. Zu Beginn wurde Sodomie nämlich noch als Kapitalverbrechen taxiert und wurde meistens sogar mit dem Tode bestraft. Diese Strafe hielt auch noch nach der Unabhängigkeitserklärung der USA im Jahre 1776 bestand und wird erst später, Bundesstaat für Bundesstaat, abgeschafft. Die Vielfalt der danach folgenden Strafen war enorm und reichte von lebenslanger Haft, über den Pranger, Kastration und den Einzug des gesamten Vermögens bis hin zum Entzug des Wahlrechts oder zu Strafarbeiten, wie etwa im Strassenbau. Zeitweise war es gar in gewissen Staaten offiziell erlaubt, jemanden zu töten, wenn man damit einen Akt von Sodomie verhindern konnte.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - So urteilte etwa das Oberste Gericht von Florida noch 1943, dass es verfassungsmässig wäre, wenn man die Todesstrafe auf einvernehmliche Sodomie wiedereinführen würde. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Oft waren aber nicht nur Schwule betroffen, denn Prüderie machte sich auch generell breit, und so verabschiedeten immer wieder Bundesstaaten Gesetze, welche beispielsweise generell Oral- oder Analsex unter Strafe stellten. Dabei wird wohl auch thematisiert, dass Homosexualität noch lange als Verbrechen angesehen wurde. So urteilte etwa das Oberste Gericht von Florida noch 1943, dass es

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verfassungsmässig wäre, wenn man die Todesstrafe auf einvernehmliche Sodomie wiedereinführen würde. Oder dass das kalifornische Berufungsgericht noch 1951 befand, dass homosexuelle Männer auch dann verhaftet werden können, wenn sie keine Straftat begangen haben. Erst 1972 hebt der Bundesstaat Ohio sein Sodomiegesetz auf, als erster Bundesstaat. Es sollte aber noch Jahrzehnte dauern, bis auch die letzten Bundesstaaten den einvernehmlichen Analverkehr unter Männern legalisierten – und sie wurden sogar durch ein Urteil des Obersten Gerichtshof der USA dazu gezwungen. Der Fall Lawrence vs. Texas wurde damals 2003 entschieden, und erst dadurch wurde schwuler Sex in Texas und zehn weiteren Staaten, darunter etwa auch Florida und Michigan, offiziell erlaubt. ERÖFFNUNG IM JAHR 2018? Eine bewegte Geschichte, wenn man rein die gesetzliche Entwicklung in den USA betrachtet. Im Museum soll zudem auch die Gründung der ersten LGBT-Organisationen thematisiert werden, wie die Mattachine Society. Weiter soll die Wichtigkeit von Stonewall unterstrichen, aber auch der AidsEpidemie genügend Platz in der Dauerausstellung eingeräumt werden, bis hin zu Marriage Equality, der Abschaffung von Don’t Ask, Don’t Tell oder die Einführung von ENDA. Die Dauerausstellung wird den Titel „Here I Am“ tragen, haben Tim und Mitchell Gold bereits bekannt gegeben, daneben soll es aber auch Platz für Wechselausstellungen haben. Ebenfalls im Gebäude integriert soll ein Archiv, ein Forschungszentrum, ein Restaurant, ein Theater, eine Bar und ein Museumsshop werden. Gleichzeitig soll der Ort damit auch als Treffpunkt für die LGBT Community funktionieren. Wenn alles so verläuft, wie es die Velvet Foundation geplant hat, wenn die Finanzierung klappt und eine geeignete Lokalität gefunden wird, dann soll das National LGBT Museum bereits im Jahr 2018 Wirklichkeit sein – drücken wir also die Daumen! Link:

www.velvetfoundation.org 23


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> KUNSTAUKTION AM NACHMITTAG

T e u e r , teurer, am teuersten... Die Preisspirale am internationalen Kunstmark schraubt sich unaufhörlich in die Höhe: Innerhalb von nur zwei Tagen in diesem November wurden zwei Bilder von schwulen Künstlern verkauft, welche einmal mehr neue Rekorde erzielten: Das Triptychon mit dem Titel The Studies of Lucian Freud von Francis Bacon und Silver Car Crash von Andy Warhol. Der Kunstmarkt spielt derzeit wahrlich verrückt: Geschätzt wurde das dreiteilige Werk „Three Studies of Lucian Freud“ vor der Versteigerung bei Christies in New York auf etwa 90 Millionen US-

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Text: Dominique

Dollar. Um so grösser war dann die Überraschung während der Auktion am 12. November 2013, als die Angebote sich zu überschlagen begannen und schlussendlich bei sagenhaften 142.6 Millionen US-Dollar zu stehen kamen - das teuerste Kunstwerk, welches je versteigert wurde. Nur einen Tag später, diesmal beim Auktionshaus Sothebys ebenfalls in New York, geht zudem Andy Warhols „Silver Car Crash“ an den Meistbietenden, und zwar für 105.4 Millionen Dollar – der höchste Preis, der je für einen Warhol bezahlt wurde, und erst das fünfte Kunstwerk überhaupt, welches einen Erlös von über 100 Millionen Dollar erzielte. Beide Künstler, sowohl Francis Bacon, wie auch Andy Warhol, wussten ihr Leben zu geniessen, erlebten aber auch schwere Schicksalsschläge – und die Wege der Beiden kreuzten sich 1975 in New York. Mit ihrer Homosexualität gingen sie beide jedoch ganz unterschiedlich um… Geboren in Dublin im Jahr 1909, war das Leben von Francis Bacon geprägt von Alkohol, Glücksspiel und Lust. Angeblich bereits im Alter von 15 Jahren von einem Stallburschen verführt, wurde ihm seine Homosexualität mit 16 bewusst. Sein Vater überraschte ihn beim Anprobieren von Dessous seiner Mutter, und warf ihn darauf aus dem Haus. Er reiste viel, zog erst nach London, stürzte sich darauf ins aufregende Leben Berlins und besuchte Paris, wo er zu zeichnen begann. Zurück in London bezog er sein erstes Atelier, wo er sich erst als Innendekorateur und Möbeldesigner versuchte, bevor er sich der Malerei widmete. Während dem Zweiten Weltkrieg wurde er eingezogen, 1941 aber wegen Asthma aus dem Kriegsdienst entlassen und zum Zivilschutz überstellt. Doch auch dort wurde er bald freigestellt, so dass er sich ab Ende 1942 wieder seinem Schaffen widmen konnte. Seine Werke, welche 1942 bis 44 entstanden, zerstörte er aber praktisch vollständig, und erst danach begann er seine Malerei wieder zu intensivieren. Der Spielsucht verfiel er, als er sich in Monte Carlo niederliess, pendelte aber auch immer wieder nach London. Es war 1952, als er Peter Lacy in Kairo kennen und lieben lernte. Ausstellungen und Retrospektiven in den renommiertesten Museen der Welt folgten, von der Tate Gallery in Lon-

don über das Guggenheim Museum in New York, bis hin zur Kunstbiennale in Venedig oder der Documenta in Kassel. Zehn Jahre nachdem er Peter Lacy kennenlernte, verstarb dieser am Abend der Londoner Retrospektive 1962 infolge schwerer Krankheit, bedingt durch exzessiven Alkohol- und Drogenmissbrauch.

- - - - - - - - - - - - - - - Den Tod seines Lebenspartner tete Bacon wiederum in seinen - - - - - - - - - - - - - - - -

- - - verarbeiWerken. - - - -

Zwei Jahre nach dessen Tod lernte Francis Bacon George Dyer kennen, einen gewaltbereiten und auch depressiven Gauner. Die Beiden gingen eine Beziehung ein, doch der Popularität Bacons schadete dies trotzdem nicht, im Gegenteil, 1971 führte er sogar die Rangliste der zehn bedeutendsten, lebenden Künstler an. Doch auch diese Liebe nahm ein plötzliches Ende: Am Vorabend der grossen Bacon Retrospektive im Pariser Grand Palais wird Dyer Tod in der Toilette seines Hotelzimmers aufgefunden. Todesursache: Den durch Tabletten und Alkohol wahrscheinlich herbeigeführten Suizid. Den Tod seines Lebenspartner verarbeitete Bacon wiederum in seinen Werken. 1975 besuchte er für zehn Tage New York City und traf dort verschiedenste Künstler, darunter auch Andy Warhol. Zahlreiche Retrospektiven und Ausstellungen folgten, doch durch seinen übermässigen Alkoholkonsum nahmen auch seine gesundheitlichen Probleme zu. Während seinen Ferien in Madrid, wo er auch die Velazquez-Ausstellung im Prado besuchte, verstarb er am 28. April 1992 nach einem Herzinfarkt. Seine Ausstrahlungskraft hat bis heute nichts eingebüsst und seine Werke erzielen Höchstpreise an Auktionen, gilt er doch als einer der bedeutendsten, gegenständlichen Malern des 20. Jahrhunderts. >

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> KUNSTAUKTION AM NACHMITTAG

tel „Campbell’s Soup Cans“. Im gleichen Jahr, 1962, gründete er in New York auch die Factory, Aterliers in ausgedienten Fabrikhallen, in welchen er an verschiedensten Projekten arbeitete. Dort war es auch, wo er ein Jahr später seine zweite Leidenschaft entdeckte: Den Film. Damit reisste er Schranken ein und griff Tabus wie Drogenexzesse, sexuelle Eskapaden und Exhibitionismus auf und zeigte sie schonungslos.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - EinAttentat änderte das Leben vonAndy Warhol. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

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Während Francis Bacon ziemlich offen mit seiner Homosexualität umging, versteckte sie Andy Warhol schon eher. Er galt als introvertiert und scheu, und er machte sein Schwulsein zwar zu einem zentralen Fixpunkt in seinem Schaffen, lebte es aber nicht öffentlich aus. 1928 in Pittsburgh geboren, war Andy Warhol, eigentlich Andrej Warhola, sowohl Grafiker, Künstler, Filmemacher, Musikproduzent, aber auch Verleger, und er gilt als Mitbegründer und einer der wichtigsten Vertreter von Pop-Art. Ab 1949 in New York wohnhaft, schlug er sich erst mit Gelegenheitsjobs als Werbegrafiker und Schaufensterdekorateur durchs Leben. Daneben begann er aber auch zu Zeichnen und entwickelte mit Tinte, Tusche und Löschpapier eine Methode, welche seine späteren Siebdrucke vorwegnahm. 1952 hatte er dann seine erste Einzelausstellung, und bereits vier Jahre später, durfte er erstmals im Museum of Modern Art in New York ausstellen, jedoch als Grafiker, und nicht als bildender Künstler. Ende der Fünfziger Jahre schlug er den Weg des Künstlers ein und schuf Bilder auf Leinwand. Er bediente sich vor allem trivialer Sujets der Popkultur, von Cartoonfiguren wie Mickey Mouse oder Popeye und Superman, bis hin Hollydwoodstars. Dabei wurde vor allem seine Herkunft, die Werbeszene, offensichtlich. Ab den 60ern machte er sich auch mit Siebdrucken vertraut. Es war zehn Jahre nach seiner ersten Einzelausstellung als Grafiker, als er seine erste Ausstellung als Künstler eröffnen durfte – und zwar unter dem Ti-

Ein schwerer Einschnitt in Warhols leben war das Attentat, welches die radikale Frauenrechtlerin Valerie Solanas 1968 auf den Künstler verübte. Er wurde mit Schüssen lebensgefährlich verletzt und musste lange Zeit im Krankenhaus behandelt werden. Andy Warhol zog sich danach noch mehr zurück und vereinsamte zunehmend. Sein neues Atelier in New York wurde nun mit Kameras überwacht und fürs Geschäftliche zog er immer mehr Mitarbeiter hinzu. Durch das Attentat wurde auch sein eigenes Partyrefugium zerstört, und so stürzte sich Warhol selber immer öfters in die Partyszene – er wurde zum Stammgast im legendären Studio 54. Seine Kunst wurde in der Folge immer mehr zum Kommerz: Er porträtierte wie am Fliessband, wenn man ihm eine entsprechende Gage zahlte, begann für Autobauer Wagen zu bemalen und spielte in Video- und Fernsehproduktionen mit. Ab 1969 kam ein weiteres Standbein dazu: Er gründete die Zeitschrift Interview – das erste Lifestyle-Magazin überhaupt. Darauf begann er auch mit den erst nach seinem Tod bekannt gewordenen Time Capsules – über 600 Kartons, welche er bis zu seinem Tod mit allem was für ihn wichtig oder unwichtig war, füllte: Ein bis heute sehr spannendes Zeitdokument. Ab den 80er Jahren begann Andy Warhol auch immer öfters mit befreundeten Künstlern zu arbeiten, darunter Keith Haring, Francesco Clemente und auch mit Jean-Michel Basquiat. Am 22. Februar 1987 verstarb der Künstler überraschend in einem New Yorker Spital an den Folgen von Komplikationen bei einer Gallenblasenoperation. Beigesetzt wurde er in seinem Geburtsort Pittsburgh und in der New Yorker St. Patricks Cathedral wurde zudem eine Trauermesse mit 2000 geladenen Gästen abgehalten. Photo:

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M O O N W A L K @ S E A Text: Luis

> NACHMITTAGS AUF DEM MEERESGRUND

Wenn das Meer zum All wird: Für das EU-Forschungsprojekt Moonwalk üben Astronauten in ihren Anzügen auf dem Grund des Meeres.

Astronauten sind in ihren dicken Raumanzügen und durch die fehlende Schwerkraft sehr unbeweglich, also brauchen sie Roboter, die ihnen etwa bei der Entnahme von Gesteins- und Bodenproben helfen. Wie aber trainieren Astronauten auf der Erde möglichst realistisch für Missionen auf fernen Planeten? Wie können ihnen Roboter im All assistieren? Antworten findet ein internationales Forscherteam unter Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in ihrem aktuellen EU-Projekt „Moonwalk“, dass umgerechnet rund 3,5 Millionen Franken kostet. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung von Zukunftstechnologien für bemannte und unbemannte Missionen zu Mond und Mars. S C H W E R E L O S Bei Simulationen von Mars- und Mondmissionen auf der Erde ist es eine besondere Herausforderung, die im All herrschende Schwerelosigkeit und die grossen Zeitverzögerungen während der Kommunikation mit dem Flugkontrollzentrum auf der Erde nachzustellen. „Moonwalk“ plant zwei analoge Simulationskampagnen, die den harschen Bedingungen des

Alls sehr ähnlich sind: Unterwasser in der Bucht der französischen Stadt Marseille, bei der die Effekte der geringen Schwerkraft von Mondmissionen simuliert werden können, und in der Wüstenlandschaft von Río Tinto, in der astrobiologische Probeentnahmeverfahren getestet werden sollen. Diese können bei bemannten Marserkundungen zum Einsatz kommen. Dabei tragen die Astronauten eine Art Taucheranzug, der die Eigenschaften eines Raumanzugs nachstellt. In diesen Szenarien soll die Kommunikation zwischen Astronaut und Roboter nach dem Implementieren getestet werden. Mit der US-amerikanischen Luftund Raumfahrtbehörde NASA erarbeiten die Forscher zudem weitere Möglichkeiten für künftige, gemeinsame Simulationskampagnen. Fotos: COMEX

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Text: Dominique

sich Ellie Goulding international die Charts hochgehangelt hat. Seit ihrem Debütalbum „Lights“ steigt ihr Stern unaufhörlich, und ihren Erfolg vermochte sie mit dem Nachfolger „Halcyon“ sogar noch zu toppen. Kein Wunder, dass ihre Tour im vergangenen Frühling im Nu ausverkauft war. Nachdem sie im Sommer von Festivalbühne zu Festivalbühne hüpfte, kommt sie nun nach kurzer Verschnaufpause im Februar wieder zurück in die Schweiz um in der Maag Halle erneut auf der Bühne zu stehen. Unvergleichlich ihre Stimme, kunstvoll verwoben ihre Musik: Ellie Goulding hats drauf, dies zeigt schon alleine, dass sie die meisten Instrumente auch gleich selber einspielt und bei ihren Alben jeweils als Co-Produzentin mitwirkt. Maag Halle, Hardstrasse 219, 8005 Zürich Infos und Tickets: www.gay.ch/events und www.gadget.ch . . . . . . . . . . . .

Mi.19.02.14, 20h B I R D Y Mit „Wings“, sowie mit ihrem zweiten Album „Fire Within“ stürmte sie die Charts, und dies ist um so beeindruckender wenn man bedenkt, dass die englische Sängerin und Pianistin gerade einmal 17 Jahre alt ist. Während auf ihrem Debütalbum „Birdy“ noch lauter Cover-Versionen von ihren grossen, musikalischen Vorbildern zu finden waren, so zeigt sie auf ihrem aktuellen Album auch ihre Songwriter Qualitäten.

Am 19. Februar kommt Birdy erstmals nach Zürich um ihre beiden Alben im X-tra live vorzustellen. Lass Dich von dieser faszinierenden Stimme fesseln und von ihrer zarten Persönlichkeit berühren. X-tra, Limmatstrasse 118, 8005 Zürich Infos und Tickets: www.gay.ch/events und www.allblues.ch . . . . . . . . . . . .

Di.25.02.14, 19h THE WANTED Sie heissen Max, Nathan, Tom, Jay und Siva, sind bereits seit 2009 gemeinsam unterwegs und im November stellten sie mit „Word of Mouth“ ihr drittes Album vor: Am 25. Februar kehren The Wanted in die Schweiz zurück um im komplex457 ihr neustes Werk live vorzustellen. Es ist wahrlich ein beeindruckendes Album, hat die irisch-englische Boyband doch unter anderem Pitbull, Chris Brown, LMFAO und Rita Ora mit an Bord geholt, und sogar Justin Bieber hat sich als Co-Autor auf der Platte verewigt. Und seit durch die Blume bekannt wurde, dass einer von den Wanted-Jungs auch noch schwul sein soll, ist ihre Gay-Fanbase ebenfalls sprunghaft angewachsen… komplex457, Hohlstrasse 457, 8048 Zürich Infos und Tickets: www.gay.ch/events und www.goodnews.ch

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FALLEN hen kann, wenn man sich für einen Weg entschieauch meine den hat. Und wie reagiert das nahe Umfeld darauf?

Jedes Land will sich gegen Terrorgefahr von aussen schützen. Gewisse investieren Milliarden dafür, überwachen andere Länder, spionieren sie aus und glauben sich damit sicherer fühlen zu können. Dabei wird vergessen, dass die eigentliche Gefahr schon lange im eigenen Land sein könnte. Zwar ist es diesmal kein Superheld der Amerika vor einer Vernichtung rettet, doch scheint es, habe er dennoch etwas Übermenschliches an sich. Die „One-Man-Show“ trübt aber das Gesamtbild. Bisschen übertrieben und realitätsfremd ist das Ganze auch. Aber wen interessiert’s. Es ist ein Actionfilm und Amerika wird angegriffen - da ist alles erlaubt um das Land zu retten und damit für einen unterhaltsamen Abend zu sorgen. Die mittelmässige Story hilft zwar dabei nicht, aber wer will bei einem Terrorangriff schon Tiefgang? Action, Explosionen, deftige Sprüche und tonnenweise Munition müssen einem um die Ohren fliegen. Und davon gibt es wahrhaftig genug! . . . . . . . .

TUTTI GIU – IM FREIEN FALL Entscheidungen b e e i n f l u s s e n Jullo, Edo und Chiara leben in Lugano, und zwar so unterschiedlich wie es nicht anders sein könnte. Und doch haben alle Drei vieles gemeinsam. Unsicherheit und Unwissen vor dem was bevorsteht, einsame Momente und Angst von Nachwirkungen der eigenen Entscheidungen, die immer wieder gefällt werden müssen. Der Schweizer Film zeigt die Unsicherheit in ihnen, die Traurigkeit, die Hilflosigkeit - aber auch die Freude, welche entste-

Es ist kein Unterhaltungsfilm. Er macht nachdenklich. Wohl beabsichtigt. Und die Botschaft zum Schluss zeigt sehr schön, dass eigentlich alles im Leben irgendwie zusammenspielt und ein Kreislauf darstellt. Unbedingt im Originalton Italienisch anschauen, denn die Intensität des Filmes ist nicht zuletzt dank der ausdrucksstarken Sprache noch besser. Ob mit oder ohne Untertitel, ist scheissegal. . . . . . . . .

INTO THE Was ist, muss nicht immer

WHITE

1940. Der Zweite Weltkrieg tobt. In der Wildnis Norwegens schiessen sich britische und deutsche Kampfpiloten gegenseitig vom Himmel. Einige überleben und suchen in einer Jagdhütte Schutz vor der eisigen Kälte. Das Problem: es gibt nur eine. Eingepfercht auf engstem Raum, merken sie jedoch schnell, dass Zusammenhalt das einzige ist, was sie vor ihrem sicheren Tod noch retten kann. Doch es herrscht Krieg, und Hitler’s Buch in den Händen der Deutschen erzeugt bei den Briten nicht gerade eine freundschaftliche Stimmung. Die anfänglich etwas träge Geschichte entwickelt sich nach und nach zum spannenden Drama. Zu sehen, wie der Mensch mit einer Extremsituation umgeht, und wie diese seine bisherige Einstellung verändern kann, beeindruckt. Die Tatsache, dass dies keine erfundene Geschichte ist, sondern auf einer wahren Begebenheit beruht, unterstreicht dies zusätzlich. Es zeigt sich wieder einmal mehr: der Mensch kann besser miteinander als gegeneinander.

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DER FILM: Sie war die Prinzessin der Herzen, setzte sich uner-

müdlich für die Armen dieser Welt ein und sammelte Geld für AidsProjekte und zahlreiche weitere gemeinnützige Organisationen. Diana war ohne Zweifel die beliebteste aller Royals, nutzte ihre schier grenzenlose Popularität unermüdlich für Charity, doch es gab auch eine andere Seite im Leben der ehemaligen Prinzessin. Ein Privatleben hatte Diana nicht, auf Schritt und Tritt wurde sie von Paparazzis verfolgt. Nach dem Ende ihrer Ehe mit Prinz Charles wandte sie sich vom Königshaus ab, und während einem humanitären Einsatz lernte sie den Arzt Hasnat Khan kennen – und lieben. Doch aufgrund des enormen medialen Drucks zerbrach die grosse Liebe bald, und Diana suchte Trost bei Dodi Al-Fayed… Regisseur Oliver Hirschbiegel nimmt sich in seinem Biopic den letzten Lebensjahren von Diana an und porträtiert eine starke, aber gleichzeitig auch verzweifelte Frau, welche all ihren Rollen gerecht zu werden versucht – als Mutter, öffentliche Person und Geliebte. In der Hauptrolle als Diana ist Naomi Watts, und es gibt zudem ein Wiedersehen mit „Lost“-Star Naveen Andrews. Kinostart: 09.01.14 (DCH), 23.10.13 (FCH), 03.10.13 (ICH)

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> ABENDS ZUM TEE EINGELADEN

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Text: Luis / Foto: O. Hirschbiegel by Manfred Werner - Tsui

R V OLIVER

Während dem Zurich Film Festival schaute auch Regisseur Oliver Hirschbiegel in der Limmatstadt vorbei. Er ist unter anderem für Filme wie „Das Experiment“, „Der Untergang“, „Five Minutes of Heaven“ oder „Invasion“ verantwortlich, und hat dabei grosse Stars wie Nicole Kidman, Daniel Craig oder auch Liam Neeson vor die Kamera geholt. gay.ch hat den Filmemacher in Zürich getroffen um mit ihm über seinen aktuellen Film „Diana“ zu sprechen. Was denkst du, weshalb hat die Presse in England derart schlecht auf den Film reagiert? Diana war jemand, die ohne Filter gesprochen hat, direkt vom Herzen, und so jemand ist ein Schlachtobjekt für die Presse. Und die Ironie, dass die englische Presse nun so reagiert, liegt daran, dass es in gewisser Weise ein deutscher Film ist, also sehr unbritisch. Ich verzichte zum Bespiel auf Sarkasmus, baue da nicht noch irgendwelche Elemente mit ein um das irgendwie verdaulicher zu machen, wie etwa bei „The Iron Lady“, wo man die Alzheimer-Geschichte mit eingebaut hat. Bei Diana geht es rein um eine Liebesgeschichte, die ich so wahrhaftig wie möglich zu erzählen versuche. Ich glaube, die Engländer wollten nicht noch einmal diese Tragik, Melancholie und Traurigkeit sehen… Konntest du eigentlich an Original-Schauplätzen drehen? Überraschenderweise liessen sie uns im Kensington Garden und am Palast drehen, aber rein darf niemand, egal, welche Geschichte man erzählt: Closed! Ich musste aus verschiedenen Motiven, die ich gefunden habe, vieles als Kulisse zusammenbauen.

I E W HIRSCHBIEGEL

War es für dich schwierig an die wahre Story ranzukommen, weil du nicht mit ihrem Ex, Hasnat, sprechen konntest? Ich hätte mich auch nicht mit ihm getroffen, denn, wen man so eine Geschichte erzählt und die richtige Person kennenlernt, dann verliert man eine gewisse Objektivität, vor allem im Bereich der Emotionen. Es hätte mir den Blick auf das Ganze verstellt… Also, bei mir ist das zumindest so. Die Produktionscrew hingegen war mit seiner Familie in Kontakt, er selber hingegen wollte direkt nichts mit der Geschichte zu tun haben. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen, die ihr nahe gestanden sind, aber auch mit solchen, mit denen sie nur bei einer Sache involviert war. Es gibt aber natürlich genug Zeitungsartikel, Berichte und Dokumentarfilme über sie… Ganz nützlich war zudem, dass ich die Dokumente lesen konnte, die bei Scotland Yard liegen. Dort erzählt Hasnat ganz genau, wie sie sich kennengelernt haben, wie sie mit einander umgangen sind, er spricht auch über die Streitereien, die sie hatten, die immer wieder dazu geführt haben, dass sie sich mehrmals getrennt haben. In einem Interview hast du mal gesagt, dass dich Diana als Person gar nicht so interessiert hat. Wie ist es dazu gekommen, dass du den Film dann doch gedreht hast? Ja, das ist so. Anfänglich interessierte mich Diana nicht sonderlich, dann ging alles auf einmal ganz schnell… Es waren gerade meine schwulen Kollegen, die sofort von der Idee begeistert waren und mich pushten, so mit „das musst du unbedingt machen“, und ich dachte dann, was ist den hier los? Als ich dann anfing das Buch zu lesen, fiel es mir wie Schuppen von den Augen… 35


P > ABENDS IM KINO

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VIE

D’ADÈLE

Absolut zu Recht wurde „La Vie d’Adèle“ bei den Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Selten wurde Leidenschaft derart befreiend und überwältigend auf die Leinwand gebracht. Abdellatif Kechiche hat ein wahres Epos über die Liebe zwischen zwei jungen Frauen geschaffen – ohne Filter und ohne Abstand. Da er die Geschichte zudem fast ausschliesslich in Grossaufnahmen erzählt, zieht er den Zuschauer damit um so mehr in den Bann des Films…

In unserer Agenda würdest du das ganze Bild sehen...

www.gay.ch/party Wir haben sie alle. 36

Kurz vor dem Schulabschluss war für Adèle eigentlich alles klar: Sie wird Lehrerin und wird sich irgendwann in einen jungen Mann verlieben. Doch spätestens als sie mit 17 der lesbischen Kunststudentin Emma begegnet, nimmt ihr Leben einen völlig neuen Verlauf. Die Leidenschaft hält Einzug in ihr Leben und nach und nach entwickelt sich die grosse Liebe zwischen den Beiden, obwohl sie

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Text: Dominique eigentlich gar nicht kompatibel zu sein scheinen. Je mehr der Alltag aber bei ihnen Einzug hält, desto schwieriger wird auch ihre Beziehung… Kinostart: 09.01.14 (DCH)

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wird gezwungen ihr Kind zur Adoption freizugeben. Nach drei Jahren kommt ihr Sohn Anthony zu neuen Eltern in die USA. Zu dieser traurigen Vergangenheit schweigt Philomena 50 Jahre lang, bis sie ihrer Tochter Jane dieses Geheimnis anvertraut. Diese bittet darauf den ehemaligen, arbeitslosen BBC-Korrespondenten Martin Sixsmith, sich mit Philomena auf die Suche nach ihrem verlorenen Sohn zu machen. Ihre Reise führt sie in die USA, und noch während ihren Nachforschungen stossen sie auf eine erschütternde Geschichte… K i n o s t a r t : 2 3 . 0 1 . 1 4 ( D C H ) , 08.01.14 (FCH), 06.02.14 (ICH)

Er ist für Filme wie „The Queen“ und „High Fidelity“ verantwortlich und nach „Mrs. Henderson presents“ arbeitet Regisseur Stephen Frears nun ein weiteres Mal mit Oscar-Preisträgerin Judi Dench zusammen. Gelungen ist ihm damit eine herzerfrischende, aber auch zu tiefst berührende Tragikomödie über ein äusserst ernstes, aber auch heikles Thema, die Misshandlungen in der katholischen Kirche.

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Sie erwartet ein uneheliches Kind, undenkbar zu jener Zeit, und wird deshalb von ihrer Familie verstossen und ins Kloster geschickt. Doch Philomena trifft dort nicht auf Barmherzigkeit, sondern, sie

Er ist ein katholischer Priester, lebt in der polnischen Provinz, und, er steht auf Männer. Damit wiegt das Zölibat gleich doppelt, und die Hinwendung zum Priesterberuf ist nicht zuletzt auch eine Flucht vor der eige-

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nen Sexualität gewesen. Durch diese enorme Last und die ständige Unterdrückung seiner Gefühle, lebt er ein unglückliches Leben. Auch, dass sich Adam vor allem mit schwer erziehbaren, prügelnden und pöbelnden Heranwachsenden herumschlägt, macht sein Leben nicht gerade einfacher, es gibt ihm aber eine Aufgabe. Als er dann jedoch auf Lukasz trifft, fällt ihm dieses selbstgewählte Leben als Priester unter dem Zölibat immer schwerer… Bildgewaltig und mit Symbolik vollgepackt, kommt Malgoszka Szumowska Film daher, und sie greift darin das nach wie vor stark tabuisierte Thema der Homosexualität unter Priestern auf. Die Hauptfigur lässt sie dabei sowohl Momente des Glücks und höchster Emotionen durchleben, wie aber auch tiefste Verzweiflung. Verdrängen und Einsamkeit spielen dabei ebenso eine wichtige Rolle, wie die Verwirrung der Gefühle – und dabei die stetige Suche nach der Möglichkeit, vielleicht doch noch zu sich selbst finden zu können. Der Film wurde mit dem „Teddy“ der Berlinale ausgezeichnet und war dort auch für den „Goldenen Bären“ nominiert. Kinostart: 02.01.14

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INTERVIEW: TEGAN & SARA Sie sind der heisseste Musikexport Kanadas, holten sich eine Grammy Nominierung, eroberten die Billboard Charts und standen für L-Word vor der Kamera: gay.ch hat Tegan von Tegan & Sara vor ihrem Konzert anfangs November in Zürich interviewt... gay.ch: Ihr seit beide offen lesbisch: Von Hollywood–Schauspielern hören wir oft, dass sie Schwierigkeiten haben mit ihrer Karriere, sobald sie sich outen – wie ist es im Music Business? Tegan: Ich denke, im Music Business ist es definitiv einfacher. Vielleicht aber nicht in allen Genre. Ich habe schon gehört, dass es schwullesbische Country– oder Hip Hop–Artisten schwerer haben, sich zu outen und akzeptiert werden. Die Zeiten ändern sich aber. Wir haben schon einen bemerkenswerten Wandel und eine Verbesserung festgestellt seit wir in der Musikindustrie tätig sind. It gets better! Kann das Lesbisch–sein auch ein Türöffner sein? Ich denke, dass wir Zwillinge sind, hat uns definitiv mehr geholfen in unserer Karriere. Es gibt eine gewisse Faszination für Zwillinge, was macht, dass die Menschen mehr über uns erfahren wollen. Ich habe das Gefühl, die Leute finden die Vorstellung schwierig, sich vorzustellen die ganze Zeit mit seinen Geschwistern zu reisen und zu arbeiten, und das scheint also viel mehr von Interesse zu sein. Aber das lesbisch sein war sicher auch ein grosser Gewinn für uns. Viele haben uns gerade deshalb von Anfang an akzeptiert und unterstützt, weil sie es aufregend fanden, dass wir als lesbische Musiker so viel Aufmerksamkeit erhielten... Tegan, Du lebst mehr an der Westküste von Kanada und den USA, während Sara an der Ostküste lebt: Wo arbeitet ihr? Trefft ihr euch in der Mitte.. :)

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Wir reisen so viel für unsere Arbeit, so dass es eigentlich gar nicht darauf an kommt wo wir leben und es so auch nicht unser Business und unsere Band beeinflusst. Ich persönlich finde es sehr befreiend, so viel Abstand von einander zu haben. Es hat uns nicht zuletzt die Möglichkeit gegeben, als Individuen zu wachsen, und auch musikalisch gesehen, gab es unserer Band mehr Tiefe, weil unsere Erfahrungen damit so unterschiedlich sind. Wir werden sehr von den Städten beeinflusst, in welchen wir leben, und ich denke, das hält auch unsere Musik frisch. Ihr habt eine Grammy–Nomination erhalten: Wie war eure Reaktion auf diese News? Wer hat es zuerst erfahren, Du oder Sara? Wir wurden für ein Live Album/DVD–Set nominiert, welches wir im vergangenen Jahr unter dem Titel „Get Along“ veröffentlicht haben. Es war eine grosse Ehre, nominiert gewesen zu sein. Das Projekt entstand aus Liebe, und dass es dann von einer solch angesehenen Gruppe anerkannt wird, war sehr aufregend. Ihr habt auch bei L–Word performt: Was hat dies für euch bedeutet, in einer solchen Serie mitzuwirken, welche für die lesbische Kultur ein wahrer Meilenstein ist? Wir liebten L–Word, und als wir angefragt wurden, darin aufzutreten, nutzten wir die Chance, bei einer Serie mitzumachen, von welcher wir selber Fans waren. Alle waren so nett zu uns, und noch jetzt, Jahre später, hören wir von neuen Fans, welche es einfach geliebt haben, dass wir dort aufgetreten sind. Es war eine sehr wichtige Serie, und so waren wir sehr glücklich ein Teil davon gewesen zu sein... Was kannst Du uns über Margaret Cho sagen: Wie kam es, dass ihr mit ihr zusammengearbeitet habt? Sie kommt übrigens demnächst auch nach Zürich... Margaret ist die wohl einzigartigste Künstlerin, welche wir jemals getroffen haben. Sie ist eine wahre Künstlerin – durch und durch. Ihre Energie ist enorm und inspirierend. Wir genossen es sehr mit ihr zu arbeiten. Ich finde auch, dass sie soviel für die Frauen erreicht hat. Sie ist sehr mutig, und wir lieben sie wirklich. Foto: Lindsey Byrnes

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> ABENDS VOR DEM KAMIN

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nationalen Ruhm, Verve wurde auf sie aufmerksam und holte sie nach Los Angeles, um den amerikanischen und europäischen Markt zu erorbern:

Yuna wartetdarauf entdeckt zu werden. Und wer sie einmal kennt, lässt sie nicht mehr los. Das Sweetheart veröffentlichte ihr nach sich selbst benanntes Debutalbum 2012 auf eigene Faust in Malaysia. Ihr stark westlich ausgerichteter Sound und ihr unkonventionelles Wesen sorgte in ihrem Heimatland für Furore und machte sie zum Liebling von Indie-Bloggern. So wuchs sie schnell zu inter-

„Nocturnal“ zeigt die Experimentierfreudigkeit der Singer/Songwriterin, ihre leichtfüssigen Gesangsmelodien gleiten über einen modernen Klangteppich von Pop, R‘n‘B, Soul, Folk und Einschüben von elektronischer Musik. Yuna bezeichnet ihre Musik selber als „eine Mischung von Mary Poppins und Coldplay“: Treffender hätte es wohl niemand beschreiben können.

Z U R Ü C K :

ckendes Debüt eine 24-jährige zeigte, die versucht, mit der Welt ins Reine zu kommen, ist „Freedom“ das Werk einer Frau, der dies gelungen ist. Eine Künstlerin, die Musik aus dem richtigen Grund macht: weil sie etwas zu sagen hat.

Y U N A „NOCTURAL“

R E B E C C A FERGUSON “FREEDOM“

Ihr erster Hit „Nothing‘s Real But Love“ gehört noch heute zu den Momenten, wo man die Lautstärke automatisch nach oben drehen muss. Als das Debütalbum im Dezember 2011 erschien, war die Presse begeistert. „Fergusons Debütalbum ist gut genug, um es mit Adeles Chart-Dominanz aufzunehmen. Es enthält mindestens drei Balladen, die so schlicht und souverän sind, dass sie an die grossen Zeiten von Mary J Blige und Macy Gray erinnern“, schrieb die Sunday Times. Der Rezensent des Daily Telegraph verkündete: Nun ist die Wartezeit vorüber - der Follow-Up zu „Heaven“ liegt vor. Während ihr beeindru-

Yuna überzeugt mit eingängigen Melodien, Indie-Attitüde und schlichtweg guter Popmusik.

Über die zwölf Songs hinweg – inklusive dem fantastischen John Legend-Duett „Bridges“ – ergibt sich aus der Kombination von Musik und Text eine Stimmung absoluter Überzeugung, abgeliefert mit der vollendeten Kraft ihrer einzigartigen Stimme, die ohne Zweifel zu den besten ihrer Generation zählt. Über das neue Album sagt Ferguson unter anderem: „Ich will, dass dir der Bass einen Schlag versetzt. Ich möchte, dass du meine Stimme hörst, die an ihre Grenzen geht. Ich möchte, dass du den Ärger, die Trauer, die Leidenschaft hörst.“ Verstanden! Okay: macht die Boxen schon mal bereit. Es wird wieder Zeit, die Dinger voll aufzudrehen...

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> NACHTS UNTERWEGS: von gay.ch unterstützte Partys

D E Z E M B E R Fr.06.12.13, 23h - PARADISE GARAGE – Birthday Special Vor genau einem Jahr ging es los – und seither lädt Paradise Garage unter dem Motto „Gay Zurich meets New York“ zum monatlichen Rendez-vous ins Supermarket: Zum ersten Geburtstag stehen diesmal Peeza, Angel O., Alesh & Friends an den Decks und servieren Dir die angesagtesten House Tracks. Supermarket, Geroldstrasse 17, 8005 Zürich * * * * * * * * * * * Fr.06.12.13, 22h SUPERGAY Supergay geht in eine neue Runde: Befreundet mit den GameBoys- und Escargotpartyreihen in der Kuppel, steigt Supergay gleich nebenan in der Garage, dem ehemaligen Annex. House, Techno und Elektro werden tonangebend sein in dieser Nacht. Garage, Binningerstrasse 14, 4051 Basel * * * * * * * * * * * Sa.07.12.13, 23h – ISOLA Schon einmal hat das Isola für viel Bewegung im Basler Nachtleben gesorgt und die Gay Community der Stadt belebt. Viele mögen sich sicherlich noch bestens daran erinnern. Nun geht’s weiter – jeweils am 1. Samstag im saXo… saXo, Theaterstrasse 4, 4051 Basel * * * * * * * * * * * Sa.07.12.13, 23h - NO REGRETS Manche Dinge im Leben sollte man einfach nicht bereuen! Der Kuss zuviel, das Glas Vodka zuviel, die Nacht zum Tag gemacht. Genau 40

dies ist das Motto dieser Partyreihe in der Alten Kaserne – das Leben geniessen und es in vollen Zügen auskosten. An den Decks stehen in dieser Nacht Jose Jones und Extasia. Alte Kaserne, Kanonengasse 16, 8004 Zürich * * * * * * * * * * * Fr.13.12.13, 22h – ELECTRIC HEAVEN Sitz du noch oder tanzt du schon? An diesem Abend bleibt garantiert kein Bein ruhig und keine Schuhsohle kühl. Wenn die DJs Galax und José Parra zum Tanzen bitten, dann glüht nämlich auch gleich das ganze Parkett mit. Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich * * * * * * * * * * * Sa.14.12.13, 21h COME TOGETHER DJ Matteo wird diesmal das musikalische Zepter an der Come Together – der Ü30-Party im Marquee Club im Zürcher Kreis 6 – übernehmen und Dich mit Disco, Finest House, Dance und Electro verwöhnen… Marquee Club, Weinbergstrasse 68, 8006 Zürich * * * * * * * * * * * Sa.14.12.13, 23h - QUEERPLANET Nach dem Ausflug zur 50igsten Party ins SUD kehrt die queerPlanet zur Nummer 51 wieder zurück in angestammte Gefilde, nämlich ins Singerhaus am Marktplatz. Als DJs stehen diesmal neben Resident Taylor Cruz auch noch Olivier an den Decks. Singerhaus, Marktplatz 34, 4051 Basel * * * * * * * * * * *

Fr.20.12.13, 23h – ESCARGOT XMAS: Malicious Joy Zu Weihnachten verwöhnen Dich die Basler LGBT-Label der Kuppel gleich mit einem Partymarathon: Los geht’s am Freitag mit der Escargot und dem Headliner Malicious Joy, am Samstag folgt dann die Xmas-GameBoys… Kuppel, Binningerstrasse 14, 4051 Basel * * * * * * * * * * * Fr.20.12.13, 22h – FRIGAYNIGHT Kurz vor Beginn der Festtage - wie immer am dritten Freitag im Monat - lädt auch die Frigay Night nochmals zum grossen Feiern in den Loft Club in Luzern: An den Decks steht Resident C-Side. Wiederum gilt: Boys ab 18 und Girls ab 20… Loft Club, Haldenstrasse 21, 6006 Luzern * * * * * * * * * * * Sa.21.12.13, 22h FREE TO LOVE Eine Party ganz im Zeichen der Freiheit zu lieben, wen und wie man will: Free To Love hält in dieser Nacht Einzug in der Alten Kaserne und an den Decks stehen unter anderem Luca Papini, Alex Baronny und Ambient P. Als Special Guest schaut zudem DJ Luiggi vorbei, der Spanier ist unter anderem Remixer von Icona Pop. Alte Kaserne, Kanonengasse 16, 8004 Zürich * * * * * * * * * * * Sa.21.12.13, 20h – GAMEBOYS XMAS: HVOB, Animal Trainer Zu Weihnachten richten die GameBoys in der Basler Kuppel wieder mit der ganz grossen Kelle an: Als Live Act sind HVOB vor


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Ort, Zürcher Verstärkung gibt’s von den Stil vor Talent-Jungs Animal Trainer, zudem sind auch die Local Heros Mickey Morris und Suddenly Neighbours mit an den Decks. Und bedingt durch das Lineup geht es ausnahmsweise bereits um 20 Uhr los… Kuppel, Binningerstrasse 14, 4051 Basel * * * * * * * * * * *

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Fr.25.12.13, 22h – ALL NIGHT LONG Die legendäre All Night Long Party kommt zurück! Jahrelang galt sie als die verrückteste Party im Kaufleuten, wenn nicht sogar von ganz Zürich. DJ Rene S., den als crazy zu bezeichnen eine Untertreibung ist, hat die All Night Long zu einem Spektakel gemacht. Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich * * * * * * * * * * * Mi.25.12.13, 22h - BOYAHKASHA hosted by GMF Berlin Das Label trumpft diesmal mit einer Co-Produktion auf, welche Seltenheitswert hat: Boyahkasha holt nämlich die Berliner Kultveranstalter GMF nach Zürich – und mitbringen sie auch gleich zwei ihrer Aushängeschilder, nämlich Alfie Levi und Gloria Viagra. Daneben werden auch noch Nicki Dynamite, sowie José Parra und Zör Gollin an den Decks stehen und Dir die Feiertage soundtechnisch versüssen. Plaza, Badenerstrasse 109, 8004 Zürich * * * * * * * * * * *

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Fr.27.12.13, 23h - GAYCON – ICON Nach der erfolgreichen Premiere nimmt die Gay Community das Icon in der Zürcher Altstadt zwischen den Festtagen nochmals in Beschlag: Von Charts bis House und Disco, sowie den klassischen Gay Tunes – es wird Dir also eine breite Palette an Sounds geliefert… Icon, Augustinerhof, 8001 Zürich * * * * * * * * * * * Sa.28.12.13, 22h – HELL ON HEELS Als das Heaven im März seine Tore öffnete stand die begnadete Miss Delicious an der allerersten Hell on Heels an den Plattentellern. Damals konnte noch niemand ahnen, dass die Hell on Heels zu einer der erfolgreichsten und lustigsten Partys im neuen Club wird. Insofern versteht es sich von selbst, dass das B(l)usenwunder aus Köln auch an der letzten Hell on Heels im 2013 auflegt. Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich * * * * * * * * * * * Sa.28.12.13, 23h - I THINK HE‘S GAY / I THINK SHE‘S GAY Das Moods erstrahlt wieder in den Regenbogenfarben: Wie bereits im letzten Jahr um die gleiche Zeit, so setzt I Think He’s Gay in diesem Jahr nochmals eins drauf und lädt wieder zur grossen Sause in den Zürcher Schiffbau. Wetten, dass das Moods erneut so richtig beben wird? Moods, Schiffbaustrasse 6, 8001 Zürich * * * * * * * * * * *

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SILVESTER! Di.31.12.13, 24h (!) - JACK - New Year‘s Eve Special Mit einem Boom! ins neue Jahr: Jack möchte in diesem Jahr mit Dir von 2013 ins 14 hüpfen und lässt es mit einem New Year‘s Eve Special im Festsaal des Kaufleuten mächtig krachen. Und weil ein Feuerwerk einfach zu Silvester gehört, zündet auch Jack seine Rakete, und zwar in Form von musikalischen Top Acts, wie Maringo und Gloria Viagra, welche er extra aus Berlin einfliegen lässt, sowie Juiceppe und Angel O. Kaufleuten, Pelikanplatz, 8001 Zürich * * * * * * * * * * *

N E U J A H R ! Mi.01.01.14, 22h – A HEAVENLY NEW YEAR Gegen Kater hilft weiterfeiern und die Musik von DJ José Parra. Silvestermuffel, Unersättliche oder einfach House-Liebhaber aufgepasst: hier wird Ihnen geholfen! Unterstützung erhält Jose Parra an diesem Abend von Dangerous Dave, der wie der Spanier José in Chur aufgewachsen ist. Forget the Swedish House Mafia- hier kommt die Bündner House Mafia! Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich * * * * * * * * * * *

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Ab sofort erhältlich, auch als Deluxe-Version!

LADY GAGA “ARTPOP“ Das fantastische dritte Album, inkl. der Singles „Applause“ und „Do What U Want“ (featuring R. Kelly)

MERRY X-MAS & HAPPY NEW YEAR

closed: 24./25., 31. 12. 1. 1. open 7/7 12 – 23 h • telefon 031 302 46 86 • www.sundeck.ch 42


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J A N U A R Fr.03.01.14, 23h PARADISE GARAGE Nach der weltberühmten Kultlocation im New Yorker Greenwich Village benannt, lädt die Paradise Garage jeweils am ersten Freitag im Monat zur Party ins Zürcher Supermarket. Hier feiert Adam mit Adam und Eva mit Eva – oder mit beiden. Wiederum stehen Peeza, Angel O., Alesh & Friends an den Decks bereit. Supermarket, Geroldstrasse 17, 8005 Zürich * * * * * * * * * * * Fr.03.01.14, 22h – ISOLA Legendär waren die Nächte im Isola Club, welcher damals das Basler Nachtleben bereicherte. Nach der Schliessung entstand eine wahre Lücke – diese wird nun wieder geschlossen. Das Isola wird wiederbelebt und die Party steigt jeweils am ersten Samstag im Monat im saXo Club… saXo, Theaterstrasse 4, 4051 Basel * * * * * * * * * * * Sa.04.01.14, 22h – GRAVITY Heaven Airlines hebt ab ins 2014! Am Steuer wie immer Kapitän Parra. Für Flugangst besteht kein Grund. Denn keiner kennt sich in der Welt der House Musik so gut aus wie José Parra. Er sorgt dafür, dass auch während dem Flug jeder sicheren Boden unter den Füssen hat. Also losschnallen und abtanzen! Willkommen im High Mile Club! Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich * * * * * * * * * * * Fr.10.01.14, 23h – KIKI Was damals in der inzwischen abgerissenen Pfingstweide seinen

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Anfang nahm, geht nun im Revier weiter: Kiki – das Label, welches für zeitgemässen House, Techno und für schräge Performances steht, lädt zu einer Nacht, welche es in sich hat. Ganz getreu dem Überhit von den Scissor Sisters – „Let’s Have A Kiki“. . Als DJs werden Andreas Ramos, Juen und Frenchwerk im Einsatz stehen. Revier, Hohlstrasse 18, 8004 Zürich * * * * * * * * * * * So.12.01.-18.01.14 - AROSA GAY SKIWEEK – Div. Partys Ob die Welcome Party im Seehof, die Disco on Ice auf der Eisbahn, die Pool Party im Altein, die Avalanche in der Wandelbar oder als Highlight die Snow White Party im Kursaal: Während der Arosa Gay Skiweek steigen zahlreiche Events in den verschiedensten Locations des Bergdorfes… Div. Lokalitäten, Arosa * * * * * * * * * * * Do.16.01.14, 20h – PLAN D – Heile Welt nach Feierabend Stell dir vor es ist Freitag und keiner geht hin! Wenn, dann liegt es vielleicht daran, dass das Heaven neu seine Türen am Donnerstag bereits um 20 Uhr öffnet. Um die richtige Stimmung für eine gepflegte After-Work Party zu schaffen, wird das Heaven vom Club zur Lounge umdekoriert. Aber Achtung: die After Work Party geht nahtlos in die bereits bekannte planD Party über. Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich * * * * * * * * * * * Fr.17.01.14, 23h – BEHAVE Das Zürcher Label Behave kehrt wieder zu seinen Wurzeln zurück, und bittet erneut in Frieda‘s Büxe gleich beim Albisrieden-

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platz zum Tanz: Als Acts stehen diesmal Marco de Rosa und Dario la Mazza im Einsatz, und sie werden Dich mit Tech-House und House gegen Morgen begleiten. Frieda‘s Büxe, Friedaustrasse 23, 8003 Zürich * * * * * * * * * * * Sa.17.01.14, 21h COME TOGETHER Die Ü30-Party im Zürcher Marquee Club im Kreis 6 holt für die Januar-Ausgabe She-DJ Mary aus Basel an die Decks: Sie wird Dir QueerBeats und Sounds till now liefern. Marquee Club, Weinbergstrasse 68, 8006 Zürich * * * * * * * * * * * Fr.17.01.13, 23h – ESCARGOT: Trinidad Escargot ist härter und ist länger als alle anderen Kuppel Events: Am 17. Januar geht das Deep House-Label von den GameBoys-Jungs in die nächste Runde und holt dazu Trinidad an die Plattenteller. Kuppel, Binningerstrasse 14, 4051 Basel * * * * * * * * * * * Fr.17.01.14, 22h – FRIGAY NIGHT Am 17. Januar startet auch Frigay ins 2014, und zwar wie immer, am dritten Freitag im Monat und natürlich wiederum im Loft: Für das musikalische Wohl der Gäste wird in dieser Nacht Resident-DJ C-Side sorgen. Loft Club, Haldenstrasse 21, 6006 Luzern * * * * * * * * * * *

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Sa.18.01.14, 22h – RAINBOW: Feel The Heaven Passend zum Namen der Partyreihe, kann man in Basel nirgends näher am Himmel feiern als in der Bar Rouge, im obersten Stock des Messeturms. An der Rainbow wird wieder auf zwei Floors getanzt: Auf dem Mixed Floor wird Branco P. aufspielen, den House-Minimal-Floor nimmt Taylor Cruz unter ihre Fittiche. Bar Rouge, Messeplatz 10, 4058 Basel * * * * * * * * * * * Fr.24.01.14, 22h – 5 JAHRE BALKAN GAY NIGHT Die verrückte Balkan Gay Showtruppe ist zurück mit ganz vielen Vorsätzen fürs neue Jahr. Zuoberst auf der Liste: Nie ein Kleid zweimal tragen! Aber nicht nur die Kleider sind neu, sondern die ganze Show. Und natürlich die Schuhe. Vor allem die Schuhe! Und als wäre das alles noch nicht genug: Die Balkan Gay Night feiert an diesem Abend das fünfjährige Jubiläum. Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich * * * * * * * * * * * Fr.24.01.14, 23h - KUNT Kunt ist farbig, sexy und kennt keine Grenzen: Die hysterische Partyreihe von Lukas Beyeler und Marc Streit kehrt für die vierte Ausgabe in den Stall 6 zurück. An den Decks steht in dieser Nacht erneut Monsieur Boy, und er wird Dich mit Garantie zum Tanzen bringen – ob in Badelatschen oder im Glitzerkostüm. Stall 6, Gessnerallee 8, 8001 Zürich * * * * * * * * * * *

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Sa.25.01.14, 23h – AVIATOR: Rio De Janeiro Diesmal nicht in der Alten Kaserne, sondern im Moods, dem Inbegriff der Zürcher Jazz-Kultur – doch keine Angst: Dem Sound bleibt Aviator auch zur Rio de Janeiro-Edition treu. Als internationaler Headliner stehen diesmal die O’Helly Brothers an den Decks, und natürlich kommen die Beiden aus Brasilien, passend zum Rio Layover. Moods, Schiffbaustrasse 6, 8001 Zürich * * * * * * * * * * *

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Sa.25.01.14, 22h – KLUBNACHT: Steven Redant Versprochen ist versprochen! Als bei seinem letzten Auftritt in Zürich nicht alle Gäste im Heaven Platz gefunden haben, hat StarDJ Steven Redant versprochen, dass er zurückkommen wird. Jetzt ist es soweit. Und auch wenn es mittlerweile Winter ist, wird diese Nacht wohl genauso heiss werden, wie im Sommer. Dafür sorgt Steven mit seinem funky und treibenden House. Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich * * * * * * * * * * *

Sa.01.02.14, 22h - GAMEBOYS: Monkey Safari What! What! heisst das Label, und Monkey Safari heissen die Jungs: Mit diesem Act startet auch GameBoys nach der grossen Weihnachtssause ins neue Jahr: Unterstützung erhält der Headliner von B-Movie Diskomurder und den Suddenly Neighbours. Kuppel, Binningerstrasse 14, 4051 Basel * * * * * * * * * * *

Fr.31.01.14, 22h – FRIGAY NIGHT Special Immer wenn es in einem Monat fünf Freitage gibt, dann springt das Luzerner Partylabel in die Bresche und organisiert ausnahmsweise ein Party Special – so auch gleich im ersten Monat 2014. Loft Club, Haldenstrasse 21, 6006 Luzern * * * * * * * * * * *

Sa.01.02.14, 22h angels KITSCH PARTY Der Februar startet in Zürich mit einem Ahoi – Ahoi: Die angels laden zur Kitsch Party, diesmal aber nicht in die gewohnte Heimat im Volkshaus, sondern ins X-tra am Limmatplatz: Mach Dir also bereits jetzt Gedanken über dein Outfit, denn an der Kitsch ist der Name natürlich Programm. X-tra, Limmatstrasse 118, 8005 Zürich * * * * * * * * * * *

So.02.02.14, 05h KITSCH AFTERHOUR Wer nach der Kitsch Party im Xtra noch nicht genug hat, der kann es sich danach im Bagatelle an der Langstrasse im Kreis 4 weiter gut gehen lassen, dort findet nämlich die offizielle Afterhour statt. Bagatelle93, Langstrasse 93, 8004 Zürich * * * * * * * * * * *

Die komplette GayParty-Agenda findest du unter

www.gay.ch/party

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B E R > NACHTLEBEN IM

Eine überwältigende Liebesgeschichte zweier Frauen. SPIEGEL ONLINE

Eine totale, befreiende Leidenschaft. LE TEMPS

Wenn man von der GayPartyszene in Berlin spricht, dann fällt immer früher oder später der Name GMF. Seit 17 Jahren ist der schwule Sonntag fest in der Hand des Labels, und hat GMF damit weit über die Grenzen Berlins und gar Deutschlands hinaus bekannt gemacht. Um etwas mehr über den Spirit und die Geschichte des GMF zu erfahren, hat gay.ch dem Gründer und Veranstalter Bob, vorgängig bereits ein paar Fragen gestellt.

Kapitel 1 & 2

Ein FiLm Von

AbDELLATiF KECHiCHE

Ab 9. JAnuAr im Kino 46

Während den Festtagen verlässt die Partyreihe für einmal ihre wohlige Heimat im Norden, um in die Limmatstadt zu reisen und hierzulande am 25. Dezember die Boyahkasha-Party im Plaza zu hosten. Eine Premiere für die Boyahkasha, aber auch eine Zürcher Premiere für das GMF. Mit im Schlepptau bringen die Berliner gleich zwei ihrer Aushängeschilder


R L I N . I N . Z Ü R I C H GESPRAECH mit, und zwar Gloria Viagra und Alfie Levi. gay.ch: Das GMF war anfangs immer eine Symbiose mit dem WMF und auch jetzt seit ihr in einer Hetero-Location zu Hause: War das Absicht oder bot sich damit einfach eine gute Gelegenheit? Bob: GMF war eigentlich immer in Locations, in welchen auch Hetero-Partys stattfanden. Wir suchen hauptsächlich nach geeigneten Locations, und die aktuelle Lage im Weekend etwa, direkt am Alexanderplatz, ist ideal. Das GMF ist eine wahre Institution und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt: Drag Queens stehen an den Decks, aber auch Acts von renommierten Labels wie Cocoon oder Kompakt - wie kommt ihr an solche namhaften DJs? GMF ist seit über 17 Jahren ein fester Bestandteil der Berliner Party-Landschaft und über die Jahre haben wir viele Freundschaften in der Musik-Industrie gepflegt. Viele renommierte Labels kennen das GMF, und deren Künstler freuen sich sehr bei uns zu gastieren. In Berlin pulsiert das Nachtleben, und das GMF tanzt seit Jahren mit: Was hat sich deiner Meinung nach in den vergangenen Jahren verändert? Es gibt inzwischen sehr viele Partyreihen - vielmehr als vor zehn Jahren zum Beispiel. Auch die Zahl der Touristen ist seit acht Jahren explodiert. Wir hören immer wieder, dass Grindr und all die Chats das Ausgehverhalten der Gays massgeblich beeinflusst haben: Wie siehst Du dies? Das GMF ist doch Sonntag für Sonntag übervoll… Die Social Media- und Gay Chat-Sites sind stärker denn je, aber gleichzeitig beobachtet man eine leichte Tendenz zur Müdigkeit und Langeweile von einigen Nutzern. Ich glaube die Tatsache, dass eine „Live-Begegnung“ weitaus interessanter und ehrlicher ist als ein OnlineTreffen stärkt die Party Szene - das Gegenteil von dem also, was am Anfang befürchtet wurde.

Text: Dominique Clubs wie das Kater Holzig oder auch das Berghain setzen auf eine strenge Türpolitik und dadurch kann es zu einer wahren Lotterie werden, ob man überhaupt reinkommt: wie stehst Du dem gegenüber? Wie handelt ihr an der Türe? Eine gewisse Türkontrolle muss es immer geben, aber teilweise, wie einige grössere Clubs deren Gäste mehr oder weniger willkürlich aussuchen, finde ich es auch unfair. Viele Touristen kommen von sehr weit weg, stehen lange in der Schlange um dann ohne Begründung abgewiesen zu werden. Im GMF schauen wir, ob die Gäste vom Zustand und vom Outfit her wirklich reinpassen, aber niemals schicken wir nette Gäste weg. Alle paar Jahre habt ihr die Location gewechselt: war dies bedingt durch den jeweiligen Umzug des WMF, oder habt ihr schon neue Zukunftspläne, da ihr ja nun doch schon einige Jahre im Weekend seit? Es gibt in der Tat Neues… aber das ist noch geheim ;) Der Weekend Club wird im Winter aufwendig umgebaut und wir müssen für ein paar Monate umquartieren… Mehr dazu gibts aber bald! Nun noch eine Frage, die alle brennend interessiert: Wofür stehen die drei Buchstaben GMF? Wie Du schon erwähnt hast, haben wir mit dem Club WMF angefangen. Wir dachten wir wechseln einfach das W mit einem G…. Der Buchstabe G klingt etwa wie Gay auf Deutsch, zudem konnte es sich damit auch jeder merken, wo die Party stattfindet. Inzwischen gibt’s das WMF aber nicht mehr. Zu Weihnachten besucht das GMF erstmals die Schweiz und hostet am 25. Dezember die Boyahkasha im Plaza Club in Zürich: Wie ist es dazu gekommen und auf was dürfen sich die Gäste besonders freuen? Die Kooperation entstand über Marco Uhlig und die befreundeten DJs, die zum Teil GMF Residents sind. Wir freuen uns auf unsere erste GMF-Party-Kooperation in der Schweiz!

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> WENN ES MITTERNACHT WIRD

SILVESTER

Wer zum Jahreswechsel gerne die Korken knallen l채sst, der kann dies sogar stundenlang machen und immer wieder auf das Neue Jahr anstossen. Dahinter steht das Spiel mit den Zeitzonen. Den Zeitzonen sei Dank, dauert es insgesamt 24 Stunden, bis der 1. Januar in allen Teilen der Welt Einzug gehalten hat. Manchmal sogar eine Stunde mehr. Man kann sich aber auch an beliebten Destinationen ein Happy New Year w체nschen. Ein paar (Geheim-)Tipps f체r eine unvergessliche Nacht respektive einen unvergesslichen Tag. 50


Text: Luis Unsere Vorschläge beinhalten verschiedene Varianten: Von teuer bis günstig, von nah bis fern, und bis hin zu ganz ausgefallenen Möglichkeiten, wie man mehrmals anstossen könnte. Das Grundprinzip ist einfach: Wenn bei uns Mitternacht ist, wartet etwa San Francisco noch acht Stunden auf den Gong. In Neuseeland jedoch wurde bereits vor einem halben Tag das Neue Jahr gefeiert. Als Erste auf dem Globus, um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit, werden die Bewohner der Weihnachtsinsel Kiritimati das neue Jahr einläuten. Genau dort

verläuft nämlich die Datumsgrenze, die das alte Jahr vom Neuen trennt. Zuletzt werden beispielsweise die Hawaiianer und die Menschen in Alaska die Gläser heben. Noch später sind nur noch die, die sich

auf der Insel AmerikanischSamoa befinden: Genau hier kann man zeitversetzt nämlich ein kleines Wunder erleben… 24 STUNDEN LANG FEIERN Man könnte theoretisch 24 Stunden lang, jede Stunde Silvester feiern. Das wäre möglich, und zwar in der Luft, doch mit einem Passagierflugzeug ist das nicht umsetzbar, denn es ist mit einer Geschwindigkeit zwischen 800 und 900 Stundenkilometern leider zu langsam. Wenn man miteinbezieht, wie schnell sich die Erde dreht, dann wird alles klar: Am Äquator beträgt der Erdradius etwa 6.378 Kilometer, man kommt also auf einen Umfang von rund 40.075 Kilometer und somit auf eine Geschwindigkeit von 1.670 Kilometer pro Stunde. Man müsste also schon jemand mit einer schnelleren Kiste kennen: Düsenjäger der Armee schaffen mehr als 2000 Kilometer pro Stunde. Aber 24 Stunden ohne zu tanken? Praktisch umsetzbar ist diese Variante wohl nicht. Dann nehmen wir doch lieber realistische Ziele… 2 MAL ANSTOSSEN Zuerst Finnland, dann Schweden: Dank dem einstündigen Zeitunterschied, kann man hier zwei Mal auf die Pauke hauen, und das erst noch am Polarkreis (Polarlicht nicht ausgeschlossen!), wo der Fluss Tornio Schweden von Finnland trennt. Man kann also um Mitternacht an der Grenze in Finnland an-

stossen und hat dann immer noch eine Stunde Zeit, um danach ins Getümmel im schwedischen Dorf Juoksengi, das genau am nördlichen Polarkreis liegt, einzutauchen. Diese Möglichkeit ist dort nicht unbekannt, schliesslich kommen Menschen aus der ganzen Welt zum kleinen 350-Seelen-Dorf Juoksengi. Und deshalb werden dort die Silvester-Touristen höflich empfangen, und zwar mit Fackeln und Feuerstellen, welche einem auf dem gefrorenen Fluss Tornio den Weg beleuchten. Wer auch die Silvesternacht zu einem unvergesslichen Erlebnis machen will, der kann zudem ein Zimmer im Eishotel buchen.

-------------------Silvester-Touristen werden höflich empfangen, und zwar mit Fackeln und Feuerstellen -------------------Wer es lieber südlicher und dementsprechend etwas wärmer mag, der kann zwischen Spanien und Portugal die Zeitzone brechen, ohne grosses touristisches Treiben, denn diese Variante konnten wir nirgends als Silvester-Tipp finden: Man feiert zuerst im spanischen Städtchen Tui und geht danach zu Fuss über die Brücke, um später in Valença, im Nordosten von Portugal, nochmals auf das Neue Jahr anzustossen. >

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Ab JANuAr IM KINO


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Wir haben jedoch eine Steigerung gefunden – wiederum, nirgendwo als Feier-Möglichkeit zu finden… 25 STUNDEN LANG FEIERN Es geht also noch exotischer, noch viel wärmer und noch viel länger, denn im Pazifik liegen zwei Inseln durch eine Zeitzone ganze 25 Stunden auseinander und sie sind per Flugzeug erreichbar. Die 24-Stunden-Grenze wird zudem um eine Stunde verlängert, weil beide Inseln nicht die gleiche Sommerzeitregelung haben. Man beginnt also auf der Insel Samoa mit feiern, denn am 31. Dezember 2013, wenn es Mitternacht wird, dann sieht das Datum und die Zeit auf der nahe gelegenen Insel AmerikanischSamoa komplett anders aus: Dort ist es zu dieser Zeit 23 Uhr Nachts, und das am 29.12.2013! Man hat also noch genug Zeit einen “Powernap“ zu machen um sich danach auf den Weg zu begeben, um einen Tag früher auf der anderen Insel anzukommen. Die Fluggesellschaft Polynesian Airlines bietet am 1. Januar 2014 zwischen 8h30 und 16h45 zehn Flüge von Apia (Samoa) nach Pago Pago (Amerikanisch-Samoa) an. Wenn man den “Powernap“ weglässt feierte man also ganze 25 Stunden lang durch… Passt, schliesslich endet man auf der Insel, deren Nationalhymne folgende Zeilen enthält: „the land of the free.“ Die Temperaturen zu dieser Jahreszeit liegen übrigens bei zirka 30 Grad.

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EINMAL, ABER RICHTIG… Unsere Vorschläge waren dir doch zu erdig? Dann kann es nach oben gehen: Kurzflüge ins All, bei denen man in 61 km Höhe für 15 Minuten Schwerelosigkeit geniessen kann, sind möglich. Die Kosten belaufen sich auf etwas Budget-empfindliche Zweihunderttausend Franken. Man muss wohl auch noch ein paar Scheine mehr hinblättern, damit man an diesem Datum auch noch einen Termin bekommen kann, um Silvester auf die Minute genau im Weltraum erleben zu können. Zugegeben: Sehr abgehoben und zu unrealistisch. Also zurück zur Erde… Wer gerne ein Bad in der Menge geniessen will, der hat viele Varianten, die sich weder auf einer abgelegenen Insel, noch im All befinden… B E R L I N Auf berlin.de ist die Einladung klar zu lesen: „Berlin lädt ein zur weltweit grössten SilvesterOpen-Air-Party. Live-Bands, DJs, der berühmte Countdown zum Jahreswechsel und das gigantische Feuerwerk werden erneut hunderttausende Gäste aus aller Welt zum Brandenburger Tor locken. Mit Begeisterung feierten bei der Veranstaltung zur letzten Jahreswende rund 1 Millionen Menschen in das neue Jahr. Bis in die frühen Morgenstunden hinein herrschte ausgelassene Partystimmung auf der Festmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule.“ L O N D O N Hast du was, bist du was. Gilt auch zum Jahreswechsel. Nicht

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nur an der Themse wird der Start ins neue Jahr mächtig gefeiert; Auf den grossen Plätzen in der Stadt kommen natürlich ebenso viele Menschen für den Jahreswechsel-Countdown zusammen. Am Brunnen auf dem berühmten Trafalgar Square wird das Feuerwerk auf Leinwänden gezeigt. Das gilt ausserdem auch für den Alexandra Palace Park, als auch für den Piccadilly Circus. Das sind jedoch nur einige Varianten: London hat noch viel mehr davon. S Y D N E Y Hier ist die Feier Programm und die Möglichkeiten sind so bunt, dass man auf der Homepage sydneynewyearseve.com wohl mehr Zeit damit verbringt, sich zu entscheiden, wo man denn überhaupt hingehen soll, als man zum Buchen für den Flug und das Hotel braucht. Was für ein Feuerwerk. Und man ist gegenüber der Schweiz erst noch zehn Stunden voraus: Genug Zeit sich aufs Ohr zu legen, um nach dem Katerfrühstück die coolen Fotos auf Facebook und Co. online zu laden. Weitere beliebte Silvester-Destinationen sind Paris, Prag, New York, Rio de Janeiro oder Tokio. Auch beliebt sind zum Beispiel Kreuzfahrtschiffe, Welllness-Hotels, Ski-Gebiete oder Freizeitparks wie der Europa-Park Rust. Welche Variante du auch wählen wirst – und sei es die, mit deinem Schatz zu Hause bei Kerzenlicht und so… - wir wünschen dir einen feuchten Rutsch: Gong!

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> NACHTLEBEN

Die Nacht in der Stadt bietet viel Konfliktpotential und ist eine stetige Gratwanderung für Politik, Behörden, Bewohner, aber auch für den Tourismus. Die 24-StundenGesellschaft ist besonders am Wochenende längst Tatsache - Lärm, Abfall, Alkohol, Drogen, Gewalt sind dabei die negativen Erscheinungen. Verschiedene Metropolen haben Konzepte in Bezug auf das Nachtleben ausgearbeitet – besonders erwähnenswert sind dabei die Nachtbürgermeister, welche es in einigen Städten in den Niederlanden bereits seit Jahrzehnten gibt.

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N A C H T B Was müssen Anwohner, welche im Herzen der Stadt wohnen, dulden? Wie stark darf man die Ausgehlokalitäten in die Pflicht nehmen, um ihnen nicht vollends die Luft abzuschneiden? Wer hat das Recht Lärmklagen einzureichen? Wie kann man das Abfallproblem in den Griff bekommen? Sind „Polizeistunden“ sinnvoll? Wie strikt dürfen die Gesetze sein um den Partytourismus nicht zu verdrängen? Dies nur einige wenige Fragen, mit welchen sich die grossen Metropolen in Bezug auf ihr Nachtleben herumschlagen müssen. In den Niederlanden machen verschiedene Grossstädte seit Jahrzehnten gute Erfahrungen mit sogenannten Nachtbürgermeistern, welche quasi eine Schnittstelle zwischen den Behörden und der Politik mit dem Nachtleben darstellen. Damit soll nicht zuletzt eine bestehende Lücke, in einem besonders sensiblen Bereich, geschlossen werden. Realpolitik eben, aus der Zielgruppe, für die Zielgruppe. Andere Städte wollen dieses Amt nun kopieren und von den Niederlanden lernen. Bangkok schliesst seine Clubs bereits um 2 Uhr und Toronto schenkt nach 2 Uhr keinen Alkohol mehr aus: Dies nur zwei Beispiele, wie Städte versuchen, das Nachtleben in geregelte Bahnen zu lenken. Doch gerade diese restriktiven Massnahmen führen auch dazu, dass die Partyszene in den Untergrund getrieben wird, und sich damit an Orte verlagert, welche nur schwer zu kontrollieren sind. Der Tod des Nightlife liegt damit nahe – vor allem für Touristen, welche sich nur an den bekannten Adressen vergnügen. Die niederländischen Metropolen gehen dabei andere Wege und setzten auf Vermittlung. Die Position des Nachtbürgermeisters wird dabei weit herum akzeptiert und von den Behörden ernst genommen. Er leistet damit wertvolle Lobbyarbeit für das Nachtleben


Ü R G E R M E I S T E R und dessen Geschäfte, von Kunst über die Gastrobetriebe bis hin zu Kultur und den Clubs. Mit dieser Idee vorgeprescht ist damals Rotterdam, das war bereits in den siebziger Jahren, und das Amt war noch völlig informell. Den Haag folgte in den 90er Jahren und seit 2002 hat auch Amsterdam einen, und tatsächlich offiziellen, Nachtbürgermeister, wie er zuvor von der Fraktion der Grünen auch politisch gefordert wurde. Von einer „Polizeistunde“ hält beispielsweise der Nachtbürgermeister von Amsterdam nichts, und er legt eine einleuchtende Begründung vor: Man solle sich vorstellen, dass am Sonntagmorgen um 2 oder 4 Uhr alle Clubs und Bars auf einmal schliessen und Tausende von Menschen gleichzeitig aus den Lokalen auf die Strasse strömen. Solche Massen wären in den bekannten Ausgehvierteln nur schwer zu kontrollieren, Lärm-, Gewalt- und Abfallprobleme wären die Folge. So trug beispielsweise gerade der Nachtbürgermeister viel dazu bei, dass freie Öffnungszeiten bei Bars und Clubs von den Städten gar als wichtiger Standortfaktor angesehen werden – denn der Ausgehtourismus ist als Einnahmequelle nicht zu unterschätzen.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - Die Klagekultur dürfe nicht die Oberhand gewinnen, denn die Innenstadt ist schliesslich kein Freiluftmuseum. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Im Interview gegenüber der Wochenzeitung WOZ fügte er weiter hinzu, dass das Nachtleben nicht zuletzt auch ein Nährboden für die Wirtschaft ist. Viele Grafiker, Webdesigner oder Art Directors, aber auch Start-ups und kleine, innovative Betriebe holen sich gerade in der Nacht und bei deren Angebot ihre Inspiration. Auch dies hat dazu beigetragen, dass die Behörden in den Niederlande sorge zum Nightlife und dessen Umfeld tragen.

So ziehen die Betriebe rund ums Nachtleben gemeinsam an einem Strang mit den Behörden: Die Klagekultur dürfe nicht die Oberhand gewinnen, erklärte der Nachtbürgermeister im Interview weiter, denn die Innenstadt ist schliesslich kein Freiluftmuseum. Gerade in Amsterdam spielt aber nicht nur Business und Kultur eine wichtige Rolle, denn der aktuelle Nachtbürgermeister Mirik Milan stellt auch immer wieder die soziale Verantwortung in seinem Amt in den Vordergrund. In etlichen Interviews unterstreicht der Partyveranstalter und Kulturschaffende auch seinen Einsatz für die LGBT-Community der Stadt. Amsterdam ist eine international bekannte Schwulenhochburg, und darauf soll die Stadt stolz sein. Gerade aber in der jüngsten Vergangenheit ist es immer wieder zu homophoben Übergriffen gekommen – und da fordert er die Stadt nun zum Handeln auf.

BEISPIEL

MACHT

SCHULE

Das Beispiel der Niederlande scheint – nach Jahrzehnten – auch in anderen Städten Schule zu machen: So wurde im Oktober etwa für Paris eine Initiative angekündigt, um einen Nachtbürgermeister zu wählen, denn auch hier liegen sich immer öfters Club- und Barbetreiber mit Anwohnern in den Haaren. Politiker haben das Anliegen bereits wohlwollend aufgenommen und haben angekündigt, das Vorhaben zu unterstützen. Nach Paris haben zudem auch Toulouse und Nantes ihr Interesse angemeldet, um eine solche Position einzuführen. Wie in den Niederlanden, so ist es auch in Frankreich geplant, dass der Nachtbürgermeister ein Ehrenamt ist und bleibt. Einen gewissen Idealismus ist also Voraussetzung, und wird auch gerne geleistet. Bei der Wahl in Amsterdam standen nämlich rund 200 Bewerber zur Wahl…

Text: Dominique

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Flughafen Z端rich, aufgenommen von Regensberg, Mehrfachbelichtung, 3. Februar 2013.

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Gewitter 端ber Z端rich, aufgenommen von der Waid, Mehrfachbelichtung, 24. August 2012.

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Bergstation Piz Nair, 12. Dezember 2012.

Feuerwerk in Thun, aufgenommen von Leueberg, BE, 1. August 2013.

> NACHTS FOTOGRAFIEREN HELVETIA

BY

NIGHT

Alessandro Della Bella ist seit Kindheit ein leidenschaftlicher Fotograf: „Ich bin in Arosa aufgewachsen, einem kleinen Paradies in der Bündner Bergwelt auf 1800 Metern über Meer. Inspiriert durch die beeindruckende Berglandschaft habe ich schon früh die Fotografie als meine Passion entdeckt.“ In unserem Portrait zeigen wir Bilder von ihm, welche allesamt in der Nacht entstanden sind: „Sie hat mich schon immer fasziniert, die Nacht. Ich finde es beeindruckend, dass es überhaupt möglich ist, bei scheinbar absoluter Dunkelheit zu fotografieren. Schon während

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Aufgehender Mond hinter dem Säntis, aufgenommen von Schönau, 22. Juni 2013.

meiner Jugend in Arosa, und später an der Kantonsschule in Chur, habe ich immer wieder eine Kamera auf einen Berg hoch getragen und mich daneben in den Schlafsack gelegt. Mehrstündige Belichtungen auf Film waren damals der einzige Weg, die Bewegung der Erde einzufangen. Fotos aus der Nacht waren auch ein beliebtes Motiv bei meinen späteren Arbeitgebern in Zürich, dem Tages-Anzeiger und der Fotoagentur Keystone. Parallel dazu eröffneten mir die enormen technischen Fortschritte in der digitalen Fotografie laufend neue Möglichkeiten für die nächtliche Bildaufzeichnung – hier hat eine Revolution stattgefunden.“ Della Bella hat zwischen 2005 und 2013 als Pressefo-

tograf bei Keystone in Zürich gearbeitet, wo er vielseitige Einsätze in den Bereichen Sport, Wirtschaft, Kultur und Politik im In- und Ausland absolvierte, darunter auch die Olympischen Spiele in Peking und Vancouver. Er ist seit 2013 selbstständig und konzentriert sich auf Pressearbeiten und Auftragsfotografie im Bereich Porträt, Natur und Reportage. Die Bilder stammen aus seinem Projekt „Helvetia by Night“, siehe: www.helvetiabynight.com „Helvetia by Night“ gibt es auch als Buch. Seine Homepage: www.dellabella.ch

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Z U M . K O T Z E N > IM TAXI, AUF DER HEIMFAHRT Ich sitze im Taxi und mir wurde zunehmend schlecht. Nicht weil es nach Mitternacht war und weil ich zuviel getrunken hätte, sondern, was mir der Taxichauffeur während der Fahrt erzählte, entpuppte sich als eine Art Geisterbahn voller Kotzbrocken. Es geht um K i d s … Kinder hab ich keine, hätte ich aber welche, wären sie wohl schon in diesem Alter, wo sie sich den Ausgang auf die Fahne geschrieben hätten und hoffen, die Woche gehe schnell vorbei, damit die Erlösung vor der Hütte steht. Ein Wort: Weekend! Ich sitze also in diesem Taxi, fahre nach Hause, ein bisschen beschwippst, aber noch im Stande ein interessantes Gespräch während der rund zwanzig Minuten langen Fahrt zu führen. Den passenden Gesprächspartner bot sich sofort an. Er ist seit 15 Jahren im Dienst und hat deswegen viele Storys auf Lager. Wir kommen schnell auf den Punkt: Die Jugendlichen saufen früher, deftiger und das wird zur Belastungsprobe. Sie werden aber auch zum Ping-Pong-Ball. Der Taxichauffeur erklärt es mir so: „Die – darunter viele, die vielleicht gerade mal 16 sind - saufen bis zum Umfallen. Die Barkeeper nehmen die Kohle gerne, bis die Gäste nicht mehr stehen können, und rufen mich dann, damit ich sie nach Hause fahre. Obwohl man sie eigentlich im komatösen Zustand lieber in eine Ausnüchterungszelle fahren sollte.“ Er erinnert sich an einen Fall vor ein paar Tagen: „Dieser Teenie mit Zahnspange sagte mir, dass er in Wädenswil wohnt. Als wir da waren, sagte er mir, er verstehe nicht wieso wir hier gelandet seien. Er würde doch in Zürich Enge wohnen. Ich fuhr ihn dorthin, er hatte aber zuwenig Geld um die ganze Fahrt zu zahlen.“ Mein Taxichauffeur konnte sich also Kohle ans Bein streichen. Was will man von einem Mensch verlangen, der nicht mal weiss, wo er eigentlich wohnt?

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Früher war alles besser? Anders! Das bestätigt mir in dieser Nacht der Mann hinter dem Steuer: „Glaub mir, vor 15 Jahren habe ich so etwas nicht erlebt. Nicht mit so jungen Menschen. Viele sollten um diese Zeit sicher nicht unterwegs sein... Die steigen aus dem Taxi, gehen ins Bett und ich bin mir nicht sicher, ob ihre Eltern mitbekommen haben, in welchem Zustand sie in der Nacht nach Hause gekommen sind.“ Es sei ihm aufgefallen, dass viele wohl nicht nur betrunken sind. Er beklagt sich: „Die an der Bar, oder im Club, werfen solche Teenies raus, die Eltern kriegen nicht mit, was mit ihren Kids los war und wir TaxiTypen sind dann die, die solche Zombies nach Hause fahren müssen. Unser Auto wird im schlimmsten Fall vollgekotzt und wir müssen beim Preis ein Streichkonzert über uns ergehen lassen.“ Da fällt mir ein passender Kommentar ein: „Lehrer beklagen sich ebenfalls. Sie müssen immer mehr die Eltern-Rolle übernehmen.“ Als ich endlich zu Hause angekommen bin, muss ich mich weder übergeben, noch über den Preis feilschen, ich kann sogar noch Trinkgeld geben. Mir ist aber schlecht geworden, weil ich erfahren musste, dass bereits die „frühreifen“ Teenies das Komasaufen – und Co. – entdeckt haben. Wie hätte ich als Mutter eines solchen Kotzbrockens reagiert? Mit dem „Früher war alles besser“-Mahnspruch hätte ich sicherlich keine Chance gehabt. Ich musste, bis ich 16 Jahre alt war, spätestens um 10 Uhr zu Hause sein. Mein Kind hätte das auch müssen. Werdet wieder strenger, ihr Väter und Mütter! g

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