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GAY.CH Die Themenzeitschrift von gay.ch, gayL.ch und gayX.ch * Ausgabe Juni/Juli 2011

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SPORTY

PARTIES+KULTUR beauty+fashion music+interviews

sport ist mord homophobie auf dem spielFELD COMING OUT: YES or nO!

EXKLUSIV IN DER HEFTMITTE: MUSIK-POSTER VON LADY GAGA

inkl. PRIDE-SPECIAL MODESTRECKE: SPORTSCHAU1


BRAD PITT SEAn PeNN A JESSICTAIN CHAS

eIN IFe IST AT. l F O NH Tree ! THe NIe gegebe d N e IOS. älTIg HN NOCH rANd w g r T e S I b I T Ü Ad PIT wIe eS NO. br I K S FIlm, IgER e H IC STerl S, meI e d N e S ITreIS meS, m A S r e wuNd l nzE

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I N H A LT S V E R Z E I C H N I S J U N I / J U L I 2 011 ° GAY. CH S P O RTY UPs+DOWNs 4-7 Homophobie + Coming (no) Out 9 Ben Cohen: Hetero auf schwuler Mission 10/11 Fussballer flüchtet aus Kamerun 13 Schiedsrichter verliert seinen Job 14/15 Sport ist Mord FAMILY 17 Für prickelnde, sexy Momente 18/19 Single des Jahres Giancarlo MUSIC/TV 20-23 CD-Tipps 25 Jazzmin Dian Moore: Bald im TV 27 Gallavin: Mad About The Boy 28-35 PRIDE SPECIAL KULTUR 37 DVDs + Buch 38/39 Kino 40/41 Events 43 Bar + Hotel 45 Tamara: Interview 46-49 Party-Tipps STYLE 51 Sportliche Parfüms 52/53 Sommerliche Kleider 54-59 Modestrecke: Sportschau LAST BUT NOT LEAST 60 Ratgeber 62 Tante Tratsch

NEUE AUSGABE, NEUES THEMA, NEUER LOOK PUNTO MEDIA GMBH Bahnhofstrasse 57, 8600 Dübendorf - Tel. 044 271 92 00, info@gay.ch

www.gay.ch / www.gayL.ch / www.gayX.ch / www.gaynet.ch Chefredaktoren: Luis Pestana: luis@gay.ch und Dominique Eichler: dominique@gay.ch Redaktion: Luis Pestana (lp), Dominique Eichler (dom), Gianni Antonitti (ga), Andy Bäumelt (ab) und Tante Tratsch (tnt) Grafik + Fotos: Luis Pestana _ Distributions-Assistent: Dänu Tanner Titelseite: Foto by Luis Pestana, Model: Peter Partydaten melden: agenda@gay.ch Anzeigen + Abo: Tel. 044 271 92 00 / luis@gay.ch Druck: Maxiprint www.maxiprint.ch Auflage: 8000 / Leser 16‘000 (gem. eigener Umfrage)

DIE NÄCHSTE AUSGABE: erscheint am 28. Juli Thema: FAQ

Bilder und Texte dürfen nicht ohne unsere Genehmigung verwendet werden.

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homophones a u f dem spielfeld 1981 1981 verkündete die FIFA, das in einigen Ländern verbreitete Küssen der Spieler während des Spiels sei „unmännlich, übertrieben gefühlsbetont und deshalb unangebracht“. .....................................................................

2004

s P rä s i d e n t d e s N B A - K lOuUbT P h o e n i x S u n s : CO M ING

der Geldstrafe von Kobe Bryant Im US-Basketball tut sich was: Nebene Mai das Outing vom Präsident Mitt (siehe Bericht rechte Seite) kam ts, gegenüber der „New York des NBA-Klubs „Phoenix Suns“, Rick Wel Thema anregen, das in der ein r übe he präc Times“ dazu. Er wolle Ges totgeschwiegen wird. Er noch Sportindustrie auch im 21. Jahrhundert s Gutes für Menschen zu tun, etwa n eife ergr nce wolle damit eine Cha en und sich fragen, ob sie ihren die mit ihren eigenen Problemen ring r nicht, und ob sie eine Chance Leidensc haften nachgehen können ode– egal ob es ein Mannschaftsauf eine erfolgreiche Karriere haben sport oder etwas anderes ist. Jahre lange Beziehung zerbrach Welts weiss, wovon er spric ht: Eine 14 ner verstecken musste.“ Doc h Part en mein „ich vor zwei Jahren, weil aten Leben unten durc h: Als sein schon früher musste er in seinem priv starb, musste er schummeln und langjähriger Partner 1994 an Aids n sei.“ Er nahm sich nur zwei sagen, dass ein guter Freund gestorbe ganz alleine betrauern“, sagte Tage frei. „Diesen Verlust musste Rick 1999 Welts Vorgesetzter war, bis der n, Ster NBA-Commissioner David orkst das alles ist.“ und er fügt hinzu: „Es zeigt nur, wie verk dnis für Spo rt-P rofis, die ihr Wel ts äuss erte auc h sein Ver stän haben kurze Karrieren. Da steSchw ulse in geh eim halt en. „Spieler , dass noch niemand vor ihnen hen Verträge auf dem Spiel. Dadurchnicht absehbar, welc he Konsediesen Schritt gewagt hat, ist für sie quenzen ein Outing haben könnte.“

l a h m ‘ s r a t: no cOMING OUT

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„Für denjenigen, der es tut, würde es sehr schwer werden. Es ist schade, aber Schwulsein ist im Fussball - anders als in Politik und Showgeschäft - immer noch ein Tabuthema.“ Diese Meinung vertrat der Deutsche Nationalmannschafts-Kapitän Philipp Lahm, wie in einem Interview mit der Illustrierten „Bunte“ zu lesen war. Er selbst hätte jedoch keinerlei Probleme mit schwulen Mannschaftskollegen.

Anfangs 2004 hatte Kaiserslauterns Torwart-Trainer Gerry Ehrmann zu seinem damaligen Schützling Tim Wiese gesagt, er sei „wie eine Schwuchtel auf der Linie gestanden“. Der frühere Trainer der österreichischen Fussballnationalmannschaft, Otto Barić, sagte gegenüber Blick: „Meine Spieler müssen echte Kerle sein. Also können Homosexuelle bei mir nicht spielen, höchstens gegen mich.“ In einem anderen Gespräch äusserte er sich gegenüber der kroatischen Zeitung „Jutarnji List“ ähnlich: „Ich weiss, dass es in meiner Mannschaft keine Homosexuellen gibt. Ich erkenne einen Schwulen innerhalb von zehn Minuten, und ich möchte sie nicht in meinem Team haben.“ 2007 wurde Barić von der UEFA wegen seiner homophoben Äusserungen in der „Jutarnji List“ zu einer Geldstrafe von 1825 Euro verurteilt. .....................................................................

2008 Fussballtrainer Christoph Daum stellte Ende Mai 2008 in einer Sendung des Deutschen Sportfernsehens Homosexualität und Pädophilie in einen Zusammenhang, wofür er sich später öffentlich entschuldigte. .....................................................................

2011 Mittelfeldspieler Anton Hysén spielt für die schwedische Fussballmannschaft Utsiktens BK in der vierten Liga und hatte anfangs dieses Jahres sein Coming-Out. Die Resonanz war gross: Anton hat mit Medien aus über 20 Ländern Interviews gemacht, darunter die Zeitung Bild am Sonntag, zu der er folgendes erläuterte: „Es wird sicher negative Reaktionen geben. Aber Angst? Nein! Sie können mich gern Schwuchtel nennen. Das ist mir egal.“ .....................................................................


UPs & DOWNs

Bild: Ausschnitt aus Modestrecke in der span. Zeitschrift QT

Text: LP

„ V E R F. . . S C H W U C H T E L “ : G E L D ST R A F E F Ü R KO B E B RYA N T Während dem NBA-Spiel gegen San Antonio am 12. April war Kobe Bryant - Shooting Guard (zu deutsch etwa „werfender Verteidiger“) der Los Angeles Lakers - nach seinem vierten Foul ausgerastet. Erst schlug er gegen einen Stuhl, dann schleuderte er sein Handtuch weg und beschimpfte anschliessend den Referee Bennie Adams als „verf... Schwuchtel“. Nun muss der amerikanische Basketballprofi eine Geldstrafe

in Höhe von umgerechnet rund 100‘000 Franken zahlen.

Liga-Chef David Stern war entsetzt: „Kobe Bryants Kommentar war beleidigend und unentschuldbar. Mir ist bewusst, dass Basketball ein emotionales Spiel ist, aber ein so widerwärtiger Begriff sollte niemals toleriert werden.“ David Stern ist der mächtigste Mann im US-Basketball. Seit 1984 ist er Chef der NBA, der stärksten Liga der Welt.

„Was ich letzte Nacht gesagt habe, sollte nicht wörtlich genommen werden.“ Er habe aus Frust seine Worte schlecht gewählt und habe sie nicht auf Schwule und Lesben bezogen. Doch für Homo-Gruppen war das noch keine Entschuldigung für den Vorfall. Nach weiterer Kritik entschuldigte sich Bryant am Tag danach in einem Telefonat bei Joe Solomonese, dem Chef der Homo-Gruppe Human Rights Campaign.

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AU S G E Ta n z t

„sKANDALPAAR“ REIZTE NIKI LAUDA Und das war gut so: Alfons Haider empfand seinen Auftritt mit einem gleichgeschlechtlichen Partner beim ORF-Promi-Wettbewerb „Dancing Stars“ nicht als Provokation. Niki Lauda hingegen schon. Der schwule Schauspieler, Sänger, Moderator, Kabarettist und Musical-Darsteller schaffte es - als erstes gleichgeschlechtliches Paar weltweit - bis in die vorletzte Runde von „Dancing Stars“, doch am Freitag, 20. Mai wurde er rausgewählt. Sein Tanzpartner war der ukrainische Profitänzer Vadim Garbuzov, der selber hetero ist.

ORF, der ja von unser aller Gebühren finanziert wird, aus reiner Quotengeilheit dafür hergibt, schwules Tanzen zu propagieren. Es gibt so was wie gute Traditionen in unserer Kultur – dazu gehört, dass Männer mit Frauen tanzen.“ Und dann haute er noch eins obendrauf: „Ich fordere, dass der Herr Generaldirektor Alex Wrabetz, der ja in aufrechter Ehe lebt, diese schwule Tanz-Nummer stoppt – und dass man dem PR-geilen Alfons Haider nicht gestattet, im öffentlich-rechtlichen ORF eine schwule Show abzuziehen.“

Schon vor der Sendung wetterte Niki Lauda gegen das Paar - gegenüber 0e24.at sagte er im Vorfeld: „Ich bin empört, dass sich der öffentlich-rechtliche

Nachdem Haider ausgeschieden ist, sagte er gegenüber kurier.at zum Thema Niki Lauda folgendes: „Hätte ich provozieren wollen, dann hätte ich einen deklarierten Schwulen als Tanzpartner genommen. Aber ich wollte nicht provozieren. Was mich wirklich geärgert hat, war Laudas Vorwurf, ich würde das machen, um in der Öffentlichkeit zu punkten. Sagt grad er. Bei ihm könnte ich in Sachen Selbstvermarktung den Meistertitel erlangen. Liebe Grüsse Herr Lauda!“ Auf die Frage „Ist es eine Frage der Ideologie, ob man Sie mag oder nicht?“ gab Haider eine klevere Antwort: „Es ist eine Frage der Ideologie, ob man Homosexualität ablehnt oder nicht.“ Diese TV-Erfahrung hat sich für Haider scheinbar gelohnt: „Ich erlebe seit Dancing Stars einen offenen, ehrlichen Zuspruch in der Öffentlichkeit. Besonders von Frauen, die sind offenbar intelligenter und haben das grössere Herz.“

TTERT A U S G E T W I rl ie rt jo b

mo de ra to r ve en de m we ge n di sk ri mi ni er twee t

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enso wie seivoll und ganz, eb deutung von ds ol yn Re dd To Be e „Ich unterstütz der traditionellen und WAHREN sc he Sportne Unterstützung Eintrag auf Tweet hat sic h der kanadi ief gesc hickt. Ehe.“ Mit diesem oddard gleich selbst den blauen Br de von Todd G reporter Damian Sean Avery (siehe rechte Seite) wur anagement, Hintergrund dazu: präsidenten von Uptown Sports Mnsteht. tigung ei Reynolds, dem Vize eliche Gleichberecham Tag nach der Enteh e di r fü er il we nder kritisiert, en klar gelung erklärte der Se In einer Pressemitteiators, dass „uns in den letzten Monatn für unsere lassung des Moder rr Goddard nicht der ric htige Man worden ist, dass He Firma ist.“


UPs & DOWNs Text: LP

„ H O M O - E H E “ I ST O K AY: us-eishockey-profi will eis brechen Ein Eishockey-Profi der New York Rangers spricht sich für die eheliche Gleichberechtigung aus. Er ist einer der wenigen Sportler, die sich für die so gennante „Homo-Ehe“ engagieren. Sean Avery ist ein Bad Boy. Er gilt in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL als ein rauher Kerl: Prügeln, provozieren und pöbeln sind seine Markenzeichen, die Strafbank ist sein zweites Zuhause. Umso mehr erstaunt es, dass er sich für die Gays einsetzt. So engagiert, wie sich der 31-Jährige auf dem Spielfeld gibt, zeigt er sich auch bei der Kampagne „New Yorker für eheliche Gleichbe-

rechtigung“. Avery möchte mit seinem Einsatz helfen, das Eis zu brechen: „Ich behandle jeden so, wie ich auch behandelt werden möchte - das gilt auch für die Ehe.“ Mehr als 30 New Yorker Persönlichkeiten haben sich der Aktion seit September angeschlossen. In einem halbminütigen VideoClip rufen Politiker wie Bürgermeister Michael Bloomberg und Ex-Präsidenten-Tochter Barbara Bush, sowie die Schauspieler Sam Waterston und Julianne Moore dazu auf, Homosexuelle im Kampf für gleichgeschlechtliche Eheschliessungen zu unterstützen. Profi-Sportler fehlten bislang.

„Wenn du in New York oder LA lebst, hast du ganz einfach auch Homosexuelle im Freundeskreis“ - Einige dieser Freunde, so Avery, haben heiraten wollen, und für ihn gebe es keinen Grund, warum ihnen das nicht erlaubt werden sollte: „Ich sehe das alles sehr offen und vielleicht kann ich helfen, deshalb habe ich mich der Sache angeschlossen.“ In New York hatten die Gesetzgeber im Dezember 2009 gegen die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen votiert. Jüngste Umfragen ergaben jedoch, dass die Mehrheit mittlerweile anders denkt.

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Bild: Ausschnitt aus Modestrecke in der Zeitschrift Attitude

UPs & DOWNs Text: Dom

HETERO HOTTIE AUF SCH WUL ER MIS SIO N Harte Schale, weicher Kern passt in diesem Fall mehr als offensichtlich: Als Rugby-Spieler war er es gewohnt, seinen Gegnern das Leben schwer zu machen. Doch nun hängt Ben Cohen seine Profi-Karriere an den Nagel und widmet sich den Schwächeren. Mit der StandUp Foundation gründete der Brite die weltweit erste Anti-Bullying Organisation. Auf dem Feld war er einer der erfolgreichsten Rugby-Spieler in der Geschic hte Englands, und neben dem Spielfeld hat er mindestens ebenso Grosses geleistet. Als einer der wenigen Profisportler hat er sich immer sehr erfreut über seine schwulen Fans geäussert, und die Community dankte es ihm, indem er 2008 zur „Gay Times Sports Personality“ gekürt und auf Platz 2 des „Sexiest Man Of The Year“ gewählt wurde, und damit sogar David Beckham überflügelte. Er wiederum revangierte sich mit exklusiven Interviews in Schwulenmagazinen, und 2010 spendete Ben einen von ihm unterschriebenen Jockstrap, welcher für die Organisation GMFA – „Gay Man Fight Aids“ – versteigert wurde.

Am 15. Mai 2011 kündete er ne Stiftung zu sammeln. Diese nun seinen Rücktritt als Profi- Gelder werden dann in Form Rugbyspieler an, um gleichzeitig von Spenden an verschiedene auch zu verlauten, dass er sich Gay Organisationen, welche nun nur noch auf seine Organi- sich ebenfalls dem Problem des sation, die StandUp Foundation, „Bullying“ angenommen haben, kümmern wolle, welche sich dem weitergegeben. Auf seiner Reise Problem des Bullying annimmt. durch die USA besuchte er auch Damit setzt er seine Popularität verschiedenste schwullesbische dafür ein, um dem Problem des oder gay-friedliy SportvereiMobbing und der Diskriminie- ne, um mit ihnen zu trainieren rung vor allem unter Jugendli- und um gleichzeitig seine Meschen entgegenzutreten, auch sage zu plazieren, zudem hält mit dem besonderen Fokus auf er auch Reden an Universitäten und Schulen. Homophobie. Dass er es sehr ernst meint, bewies er gleich nach seinem Rücktritt. Bereits Ende Mai startete er eine „Acceptance Tour“ und besuchte vier Städte in den USA um seine Ansichten zu verbreiten und Geld für sei-

Es sei der Anfang einer neuen Karriere, schreibt Ben Cohen auf seiner Website, und er habe noch viel Arbeit vor sich um seinem Ziel gegen Ausgrenzung und für die Gleichberechtigung einen Schritt näher zukommen. 9


SCHWULER FUSSBALLER M U S S T E A U S S E I N E R H E I M A T F LÜ C H T E N Er ist Fussballer und in seiner Heimat Kamerun war er lange ein grosser Star und Vorbild für die Jugend – doch mit seinem Outing wurde alles anders! Gaston Dissake musste fliehen und er beanttragte in den USA Asyl.

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Fussball hat in Kamerun die weit grössere Bedeutung als bei uns – ja, der Sport ist ein wichtiger kultureller Bestandteil des öffentlichen Lebens, im besonderen natürlich bei den Männern. Amateur-Fussballclubs gibts in praktisch jedem Dorf, und die Nationalmannschaft war auch schon des öfteren zu Gast bei den Weltmeisterschaften. Damals 1990 feierten sie in Italien mit dem Einzug in die Viertelfinals ihren bislang grössten Erfolg. Zu den Fussballern wird aufgeschaut, sie sind Stars und Idole für die Jugendlichen: So war es auch bei Gaston Dissake. Er spielte in der kamerunischen Liga als Profi, wurde darauf bald Trainer, und spielte in diversen Teams mit, bei welchen bei Turnieren gerade ein Spieler fehlte. Dadurch konnte der 29-Jährige durch ganz Afrika, aber auch nach Europa und Asien, reisen – alles im Namen des Fussballs. Doch sein Star-sein nahm ein jähes Ende: Als er sich im Jahr 2003 erst bei seiner Mutter, und danach auch in der Öffentlichkeit zu einem Outing durchrang. Nie wäre er auf den Gedanken gekommen schwul zu sein, erklärte er in einem Interview, bis er nach Hong Kong kam und dort zum ersten Mal Gefühle für das gleiche Geschlecht empfand. Nach einem ersten Kontakt mit einem anderen Mann habe er in seinem Innersten gemerkt, dass er schwul sei, und zu sich stehen muss. Zurück in Kamerun lernte er Jonathan kennen, ein Kameruner wie er auch. Sie wurden ein Paar, und gemeinsam entschieden sie sich, ein Outing zu wagen. Zuerst innerhalb der Familie: Das Gespräch mit seiner Mutter vierlief alles andere als glücklich. Sie wollte ihm nicht glauben, beschuldigte Jonathan, dass er ihren Gaston schwul gemacht hat, und sie verlangte, dass Gaston einen Priester aufsucht, der ihn von diesem “Bösen” befreit. Auch seine Mitspieler reagierten nicht anders: Sie waren ausser sich und stiessen wilde Drohungen aus – auch gegen die Mutter von Gaston. Homosexualität ist in Kamerun, wie in vielen anderen Staaten Afrikas per Gesetz verboten und wird schwer bestraft – und auch Gaston Dissake bekam in der Folge die volle Härte des Gesetzes zu spüren. Nicht weniger als sechs Mal wurde er verhaftet. Er wurde ständig auf die Unterseite seiner Füsse geschlagen, sowie aufs übelste erniedrigt und beleidigt. Durch seine Homosexualität war er stigmatisiert, und auch die Zeiten ausserhalb der Gefängnismauern waren für ihn nicht eben einfacher, denn auch nicht zuletzt durch seine Berühmtheit wurde er in der Öffentlichtkeit erkannt und beschimpft und gar geschlagen. Als 2010 sein Vater starb, war seine Mutter die einzige Stütze in seinem Leben. Um ihr zu beweisen, dass er wirklich schwul ist, und dass nichts und niemand dies ändern kann, ging er zu einem Priester um eine “Ex-Gay-Therapie” zu absolvieren. Ihm und Jonathan blieb daher in der Folge nur noch die Flucht: Eine wahre Odysee für die Beiden beginnt...

Sie reisten nach Kolumbien und danach weiter nach Panama, um dort Asyl zu beantragen. Doch just kurz bevor die beiden dort ankommen, werden die Asylverfahren massiv verschärft. Geduld war gefragt, denn ganze vierzehn Monate mussten sie warten, bis ihr Antrag auf Asyl bearbeitet wurde. In der Zwischenzeit suchten sie Hilfe bei der Heilsarmee, wurden aber auch dort Opfer von Diskriminierung. Sobald sie nämlich erfuhren, dass die beiden schwul sind, stellten sie sämtliche Hilfe ein – und wie es nicht schlimmer hätte kommen können, wurde auch ihr Asylantrag abgelehnt. Sie reisten weiter nach Mexico City, um sich von dort wei-

UPs & DOWNs Text: Dom Bild: LP

Er ging zu einem Priester um eine “Ex-Gay-Therapie” zu absolvieren. ter bis in die USA durchzuschlagen. Doch die Gefahren dafür waren enorm: Es tobt der Drogenkrieg, und der Weg in die USA ist alles andere als sicher. Zu gefährlich, fand Jonathan, und er blieb in Mexico City, während sich Gaston auf in Richtung USA machte. Er schaffte es bis in die Grenzstadt Tijuana, marschierte zur Einreisebehörde und stellte einen Antrag auf Asyl. Obwohl er noch am Zoll erneut verhaftet wurde, wusste er, dass sich etwas zum Positiven gewendet hat, erklärte Gaston Dissake weiter. Er wurde in ein Auffanglager für illegale Flüchtlinge in den Nordwesten der USA gebracht. Dort, im US-Bundesstaat Washington wird über sein weiteres Schicksal entschieden, und es droht ihm die Abschiebung in seine Heimat. Während fünf Monaten kämpfte nun ein Anwalt um die Rechte von Gaston – und das Blatt wendete sich schliesslich zum Guten. Gaston Dissakes Antrag auf Asyl wurde im Februar diesen Jahres schliesslich genehmigt. Es kam sogar noch besser: Der schwule Sportler aus Seattle, Ron Hochnadel und sein Partner Mike Gaeta nahmen Gaston bei sich auf – und dort lebt er seither. Er setzt seither alles daran, sein Leben wieder in Griff zu bekommen: Lernt mit der Unterstützung von Ron und Mike voller Elan Englisch und sucht sich eine Arbeit. So möchte er sich wieder seinem ehemaligen Beruf widmen: Obwohl er in letzter Zeit kaum zum Spielen kam, so war Fussball immer sein Leben, und das soll es auch in seiner neuen Heimat immer bleiben... 11


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UPs & DOWNs Text + Bild (Symbolbild) : LP

SCHWULER SCHIEDSRICHTER VERLIERT IN DER TÜRKEI SEINEN JOB Eigentlich wollte Halil Dincdag verhindern, dass er ins Militär muss, doch sein Coming Out hatte weitere Folgen: Er muss nicht nur dem Militär fern bleiben, sein Job als Schiedsrichter wurde er nämlich auch gleich los. Das türkische Militär hat den Grundsatz: Schwule müssen draussen bleiben. Weil in der Türkei eine Kriegsdienstverweigerung nicht möglich ist, konnte Dincdag nur der Gang zum Militärarzt helfen, der seine Homosexualität „bestätigen“ soll. Er bekam sein Attest nach zehn Tagen in einer psychiatrischen Klinik. Für das türkische Militär ist Homosexualität noch immer eine „psychosoziale Störung“. Als dann aber auch noch seine Schiedsrichterlizenz erneuert werden musste, fing das Drama an:

Diese wurde ihm verweigert, denn wer aus gesundheitlichen Gründen keinen Militärdienst leiste, der dürfe auch nicht Schiedsrichter sein. Damit aber nicht genug: Er verlor auch seinen Job als Radiomoderator, den er 12 Jahre lang ausgeübt hat. Die Beschäftigung homosexueller Mitarbeiter sei nicht mit ihrer Senderpolitik vereinbar. Dass es zu diesem Rausschmiss gekommen ist, „verdankt Dincdag“ der Presse. Diese hat von seinem Rausschmiss als Schiedsrichter erfahren und im grossen Stil darüber berichtet: Zeitungen und TVSender schrieben über ihn, zuerst ohne Nennung seines Namens, dann mit seinen Initialen. Der erschrockene Dincdag entschied sich zu einem folgeschweren Schritt: Er trat die Flucht nach vorn an und trat in der Sportsendung „Tele Gol“ auf. Zuerst sahen die

Zuschauer sein Gesicht nur verpixelt, dann, während der Sendung, sagte Dincdag, er wolle sich nun zeigen. Damit wurde sein Gesicht und sein Namen landesweit bekannt. Er erhielt Drohungen wie, „Du hast die Ehre der Schwarzmeerküste beschmutzt.“ Inzwischen ist er nach Istanbul umgezogen, doch ob als Kellner oder als Verkäufer, einen Job bekommt er seit zwei Jahren nicht. Man kennt ihn ja schliesslich aus der Presse. Er hat den Fussballverband verklagt, der wiederum über ihn herzieht: Er sei ein zweitklassiger Schiedsrichter ohne Talent. Dincdag sagt, er wolle nichts anderes als sein Recht. Wenn der baldige Prozess Signalwirkung habe, dann umso besser.

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s p o rt ist . . .

MORD

Normalerweise gilt der Spruch „Sport ist Mord“, wenn jemand nicht gerne Sport treibt. Wir haben es jedoch quasi wörtlich genommen. Leider gehören Unfälle zum Alltag vom Sport. Wir haben einige tödliche Zwischenfälle zusammengestellt: Mai 2011: Am Giro d‘Italia stürzt der belgische Radfahrer Wouter Weylandt (26) bei der Abfahrt vom Passo del Bocco und erliegt einem Schädelbasisbruch. ................................................................................... März 2011: Der 16-jährige Basketballer Wes Leonard bricht nach dem Siegestreffer zusammen und stirbt kurz darauf im Krankenhaus aufgrund eines Herzstillstands. ................................................................................... September 2010: Der Profi-Rennfahrer Shoya Tomizawa stürzt von seinem Motorrad und wird von zwei Verfolgern überrollt. Der 19- jährige Japaner erliegt seinen Verletzungen. ................................................................................... August 2010: Drama am zweithöchsten Berg der Welt: Gerlinde Kaltenbrunner stand kurz davor, alle Achttausender bestiegen zu haben – dann stürzte ihr Bergleiter tausend Meter in die Tiefe und stirbt. Sie musste aufgeben. ................................................................................... März 2010: Bei einem Kurs des Jagdkommandos im Osttirol öffnete sich der Fallschirm eines Kadersoldaten nicht. Ein 28-jähriger Burgenländer starb. ...................................................................................

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UPs & DOWNs Text: AB, LP Bild: LP

Januar 2010: Ein deutscher Fahrer ist auf der ersten Etappe der Rallye Paris-Dakar von der Strecke abgekommen - eine Zuschauerin wurde dabei getötet, vier weitere Personen wurden verletzt. .................................................................... November 2009: Anlässlich einer Werbekampagne für Red Bull springt der Schweizer Basejumper Ueli Gegenschatz (38) von einem Hochhaus in Zürich, stürzt und erliegt zwei Tage später seinen Verletzungen. .................................................................... Juni 2009: Eine Frau ist in der Region um Marsa Alam (Ägypten) während eines Tauchgangs von einem Hai gebissen worden. Obwohl sie sofort auftauchte verstarb die Frau noch auf dem Boot: Die Blutungen waren zu stark. ................................................................... Juni 2007: Als ein 31-Jähriger in Dortmund aus 170 Meter Höhe in die Tiefe sprang, riss aus unbekannten Gründen das Seil. Der Bungee-Springer war sofort tot. ...................................................................

Februar 1999: In der Gegend von Lélex im Val Mijoux (FR) waren drei Personen mit einem Kajak im Schnee unterwegs, auf ihrer Fahrt mit dem Boot kamen sie von der Piste ab und kollidierten mit einem Baum. Eine tote Frau und zwei Schwerverletzte sind die Bilanz. ................................................................... Mai 1994: Beim GP von San Marino rast der brasilianische Formel-1-Rennfahrer Ayrton Senna (34) in eine Mauer. Eine Strebe der Radaufhängung bohrt sich durch seinen Helm. ................................................................... Januar 1994: Die zweifache SuperG Weltmeisterin Ulrike Maier (26) stürzt bei der Kandahar-Abfahrt in Garmisch mit über 100km/h, wobei es zum Abriss des Rückenmarks vom Stammhirn kommt. ................................................................... Oktober 1990: Stefano Casiraghi (30), der Ehemann von Caroline von Monaco, starb bei einem Unfall mit seinem Rennboot, als er versuchte, seinen Weltmeistertitel im OffshoreRennen zu verteidigen. Sein Co-Pilot Patrice Innocenti überlebte. ...................................................................

Juli 1989: Der US-Rodeoreiter Lane Clyde Frost stürzt von einem Bullen mit dem Namen „Takin‘ Care of Business“ und stirbt an seinen Verletzungen. ................................................................... November 1980: Der Italiener Guiseppe Soravia stirbt an einem doppelten Schädelbruch. Er raste in InnsbruckIgls im Ziel mit seinem Bob mit 100 Kilometern pro Stunde auf den Rammbock aus alten Autoreifen. Sein Bremser, ein Neuling, hatte nicht gestoppt. ................................................................... März 1978: Ein Boot gerät in Seenot und mit an Bord ist die hawaiianische Surflegende Edward Ryan Makua Hanai Aikau. Mit dem Plan die Crew zu retten stürzt sich der Profi mit seinem Board in die Fluten und ertrinkt. Die Crew wird später von der US-Coast Guard gerettet. ...................................................................

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ÜBER-DEN-ANDEREN-TEXT GIANCARLO VS. FRANCESCA

BEST FRIENDS... Die kennen sich am besten. Wir haben die beiden um einen Text über den anderen gebeten. Was sie aber jeweils geschrieben haben, erfahren sie erst hier...

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GIANCARLO ÜBER FRANCESCA

FRANCESCA ÜBER GIANCARLO

Francesca; mein Beschützer, meine Partyqueen, mein Schlummermami, meine Klagemauer, meine Schulter zum Anlehnen, mein Knuddelbär, mein ein und alles. Kennengelernt haben wir uns vor sieben Jahren und seit drei Jahren sind wir wie Pech und Schwefel, einfach nicht lebensfähig ohne den anderen. Francesca ist ein einmaliger, unverwechselbarer Mensch; sie ist spontan, barmherzig, direkt, offen, hilfsbereit, für fast jeden Spass zu haben, diszipliniert, zielgerichtet und einfach geradeaus ehrlich.

Giancarlo oder wie die meisten ihn nennen Gianci ist ein sehr liebevoller und fröhlicher Mensch. Man kann mit ihm über alles sprechen und er hat immer ein offenes Ohr für einem. Er neigt allerdings zu Übertreibungen, so schafft er es immer wieder aus der kleinsten Mücke den grössten Elefanten zu machen. Des weiteren ist er sehr ehrgeizig und weiss genau, was er will. Er geht auch regelmässig joggen um so, vermute ich, seine Energie loszuwerden. Alle diese Eigenschaften machen ihn für mich so wichtig.

Die besten Momente mit Francesca sind, zum Beispiel wenn wir bei ihr zu Hause sind und sie trotz eines überquellenden Kleiderschranks stundenlang nichts anzuziehen findet, bzw. sich fünf mal umzieht und am Schluss trotzdem das anzieht, was sie zu Beginn hatte. Doch die beste Zeit verbringen wir immer noch im Auto. Bei lauter Musik (Airplanes – B.o.B feat. Hayley Williams) mit ihr auf den Pässen, Autobahnen, etc. unserem Prädikat Gebirgsraudi (GR) alle Ehre zu machen, ist immer noch eines der besten Gefühle, die ich in meinem Leben kenne. Ein Mensch, der mein Leben vervollständigt.

Mit seinem Lachen, bringt er auch alle um sich immer wieder zum Lachen. Seine schwer verwirrte Art hat mich schon oft zu einem Lachanfall gebracht. Giancarlo und ich haben unzählige Tage verbracht um in Zürich die perfekten Kleider zu finden, wobei fast alles NOICE war und er schlussendlich mit leeren Taschen nach Hause laufen musste, da er nicht sehr entscheidungsfreudig ist und sich nicht von jemand anderem überzeugen lässt.


GLES SIN xt+Bild: LP Te

GIANCARLO IST DER NEUE SINGLE DES JAHRES Giancarlo aus St. Moritz wurde von den gay.ch-Lesern als Single #2 gewählt. Nachdem der Single des Jahres Robin eine Beziehung eingegangen ist, hat Giancarlo nun seine Krone übernommen. Wir haben den 20-Jährigen getroffen. Zum Thema Sport erfuhren wir, dass er gerne aktiv ist: Giancarlo geht seit zwei Jahren täglich joggen. Im Winter steigt er am liebsten aufs Snowboard oder macht Langlauf. Zu den No-Gos in Sachen Sport gehören Schwingen, Eislaufen, Kunstturnen und Fechten. Zu seinen Hobbies gehören Mode,

Kunst, Musik und Ausgang. Er ist sehr freiheitsliebend: „Ich bin ein Herzensbrecher. Meistens wird es mir nach drei Monaten langweilig. Ich fühle mich sehr schnell eingeengt. Es ist schon so, dass ich gerne ein Singleleben führe.“ Falls es dann aber einer schafft, sein Herz zu erobern, dann sollte es ein Mann mit Charakterstärke sein, jemand der im Leben mit beiden Füssen auf dem Boden steht. Er bevorzugt sportliche, männliche Typen. Eine witzige Aussage zum Äusseren: „Wer festgestellt hat, dass man weisse Tennis-Socken nicht in Sandalen trägt, ist klar im Vorteil, wer dann noch sagt, dass man überhaupt keine Sandalen trägt, hat gewonnen.“

Sein Vater war nicht sonderlich happy, als er erfuhr, dass sein Sohn schwul ist: „Er hat für rund zwei Monate nicht mehr mit mir gesprochen.“ Da der Papa Polizist ist, behält Giancarlo gewisse Geheimnisse aber für sich. Der lebensfrohe Single hat Humor: „Fragt mich, ob ich mit meinem Leben zufrieden bin, sage ich ja. Fragt man mich, ob ich mein Leben ändern möchte, sage ich nein.“ ............................................................... CHECKE DAS PROFIL VON GIANCARLO ONLINE (oder eröffne selber eins) UNTER:

www.gay.ch/singles

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INTERVIEW MIT JAMIE WOON Am 11. Mai ist der scheue Jamie in Zürich aufgetreten. Wir haben ihn vor seinem Auftrit im Club Plaza getroffen.

KE s o u n d t ü f t l e r : JAMES BLA ELECTRO, EXPERIMENTAL JAMES BLAKE „JAMES BLAKE“ Sein Sound zu umschreiben ist nicht einfach: Er bewegt sich zwischen Electro, Ambient und ist sehr experimentell. Wir haben den Sänger in Zürich getroffen. Freak, crazy, verrückt geworden... Hat dir jemand schon eines dieser Wörter gesagt? Nein... Nennst du mich gerade so? (lacht) Nein... Ich meine damit deine Musik... Ah... Das gefällt mir! Im Song „I Never Learnt To Share“ singst du über einen Bruder und dessen Schwester, doch du bist ein Einzelkind. Wieso singst du denn über Geschwister? Keine Ahnung, es gibt keinen Grund, ausser, dass es mir gefallen hat, als ich es aufgeschrieben habe. Es klingt zudem gut, wenn man es singt. Schreibst du Songs, wenn du unterwegs bist, zum Beispiel mit einem Laptop? Nicht in diesem Sinne, dass ich die Songs singe oder so. Ich schreibe einfach Texte, Poesien und ich hab auch keine Ahnung, ob ich die dann verwende, geschweige denn, wie sie klingen sollen.

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Liest du die Kritiken über dein Album? Ab und zu. Ich denke, es ist besser, es nicht zu tun. Wenn du dich da zu fest reinhängst kannst du mit der Zeit durchdrehen... Was hältst du von der momentanen Situation, dass Musikfiles ohne Entgeld heruntergeladen werden? Ich mache es ja auch (lacht). Aber das mach ich, um mal einen Song zu checken oder so, und dann kauf ich mir das Album. Wobei ich sagen muss, ich bin ja nicht mehr die Generation, die sich CDs kauft. Wenn physisch, dann lieber eine Vinyl-LP. Das finde ich viel cooler. Eine CD empfinde ich nicht viel anders als ein MP3, doch eine Platte ist wirklich etwas physisches, das du auf den Teller legst. Auf dem Cover deines Albums sieht man dein Gesicht gar nicht richtig... Das Foto wurde für eine Zeitschrift geschossen und umso mehr ich es angeschaut habe, umso mehr hat es mir gefallen. Ich finde, es repräsentiert meine Musik. Es ist mir egal, dass man mich darauf nicht erkennt.

Man liest gar nichts über dein Privatleben. Hältst du dies bewusst zurück? Ja, ich finde, es geht um die Musik und nicht um die Person. Es gibt auch Fragen, die ich nicht beantworte. Von mir wird es nie eine Homestory geben oder etwas ähnliches. War es easy für dich, einen Plattendeal bei einem Major zu bekommen? Mein oberstes Ziel war nie der Deal als solches, sondern eine CD zu veröffentlichen. Natürlich bin ich froh darüber, aber ich hab mich davor sowieso mit Gigs über Wasser gehalten... War deine CD schon fertig, als du den Deal bekommen hast? Ein grosser Teil war bereits fertig. Aber ich hab schon noch etwas daran herumgefeilt. Denkst du schon an deine nächste CD? Ja! Ich werde sicherlich die Musik etwas verändern. Darauf freue ich mich jetzt schon. War das nicht ein bisschen eigenartig mit deiner Mutter zusammenzuarbeiten? Nein, gar nicht. Sie ist eine Sängerin und ich bin mir gewohnt, sie singen zu sehen und hören. Es hat mich sehr gefreut, dass sie bei „Night Air“ die Backings gemacht hat. Ich würde jederzeit mit ihr wieder aufnehmen. Und mit welchem internationalen Star würdest du gerne aufnehmen? Beyoncé! Auf YouTube findet man bereits Covers von deinen Songs... Ja... Weisst du, das finde ich irgendwie schon bizarr, das Leute meine Songs nachsingen. Aber hey, was gibt es schöneres für einen Songwriter als ein solches Kompliment?


MUSIC

PHOTO CREDIT Phil Sharp

Text: LP

n s o u n d t ü f t l e r : jamie woo R&B, AMBIENT, ELECTRO, TRIP HOP JAMIE WOON „MIRRORWRITING“ Es gibt Künstler, die kommen aus dem Nichts und man wünscht sich, sie würden nie wieder gehen. Dem Sound von Jamie Woon ist man vom ersten Ton an verfallen. Seine charakteristische Musikstilrichtung ist sphärisch, geprägt vom Hall, der sich durch die Lieder zieht und doch nie langweilig wird. Er ist ein Vollblutmusiker, der weiss, wie Musik und Stimme, Stimmung und Dynamik, Texte und Instrumente, ein Ganzes bilden. Woon, der im März gerade 28 geworden ist, landete im Januar auf Platz #4 des renommierten „Sound

of 2011“-Rankings der BBC. Wenn Künstler auf dieser Liste landen, müssen sie damit rechnen, dass Menschen mit gutem Musikgeschmack sie quasi automatisch entdecken werden. Der Londoner hat schon auf Hunderten von Bühnen gestanden, hat anfangs in kleinen Clubs nur auf seine unvergleichliche Stimme, die eigene Gitarre und ein paar Effekte gesetzt, um wenig später bereits im Vorprogramm von Amy Winehouse zu spielen. Klar, wir haben mit der Mischung „R&B, Ambient, Electro, Trip Hop“ versucht den Singer/Songwriter zu beschreiben, aber was sagt das schon aus? Sein Sound kann man nicht in Worte fassen: Am besten reinhören und staunen, sich musikalisch fallen lassen und mitfliegen. Schreibt uns doch eine Postkarte nach der Landung.

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MUSIC Text: LP

sound: tipps INDIE, FOLK, TRIP HOP JAY JAY JOHANSON „SPELLBOUND“

Auf seinem neuen, achten Album wandert der Schwede neu mit Indie- und FolkKlängen durch seine Musiklandschaft. Die neue musikalische Ausrichtung - sehr erdig mit grossem Fokus auf Instrumente, inkl. Streicher - steht Jay Jay sehr gut. Manchmal klingen die Songs so, als würden sie zum Soundtrack eines melancholischen Films gehören. Einer der Gastspieler ist Goran Kajfes, der grosse schwedische Jazztrompeter; was auch die Bewunderung von Jay Jay Johanson für Chet Baker bestätigt. Als Leckerbissen gibt es eine zusätzliche CD mit zwölf seiner alten Songs als „Acoustic Version“.

COMPILATION ARTIST CHARITY NIGHT 2011

In Zusammenarbeit mit der Artist Charity Night hat EMI Music Switzerland eine DanceCompilation produziert. Dancefloor Hits von Deadmau5, Alex Metric & Steve Angello, Martin Solveig, Miami Horror, Inna und vielen mehr, wechseln sich mit den Krachern der Schweizer DJ-Grössen Mike Candys, Christopher S sowie DJ Antoine ab. Extra für den Charity Event des Jahres wurde der Song „Dancing over the edge“ produziert, bei welchem u.a. TinkaBelle, Phil Dankner und Camen mitgewirkt haben. Diese werden den Song am Event live performen. Ebenfalls am Event mit dabei ist Medina, welche erstmals in der Schweiz auftreten wird. Mit ihrem Songs „You and I“ sowie „Gutter“ stieg sie in zahlreichen Ländern Europas in die Charts ein.

POP/R&B NATASHA BEDINGFIELD „STRIP ME AWAY“

Auch auf ihrem neuen Album weiss Natasha Bedingfield als Singer/Songwriterin zu überzeugen: Bereits die erste Single daraus, „Pocket Of Sunshine“, ist ein wahrer Feelgood-Song und bei „Try“ schlägt die US-Amerikanerin eher ruhige Töne an. Dass sie auch live mehr als überzeugt, konnte man am diesjährigen Life Ball in Wien sehen. Dort stand sie als musikalischer Gast auf der Bühne um beim grössten Aids-Charity-Event Europas mitzuhelfen, Geld für Aids-Projekte zu sammeln.

POP/ELECTRO FRIDA GOLD „JUWEL“

Mit tanzbaren Beats, verschiedenen Stilelementen und über all dem die warme Stimme von Frida Gold-Frontfrau Alina Süggeler: Mit „Juwel“ präsentiert die Band aus dem Ruhrgebiet ihr hochgelobtes Debüt-Album. Doch die Newcomer setzen nicht nur auf den Sound selber, sondern auch auf ihre teils sehr persönlichen Texte – mehrheitlich in Deutsch gesungen, teilweise aber auch in Englisch.

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KATE BUSH

“DIRECTOR‘S CUT“

Kate Bush in Höchstform! „Director‘s Cut“ liefert neu eingesungene und bespielte Versionen ihrer Alben „The Sensual World“ und „The Red Shoes“. “Director’s Cut” ist als Digital Album, Standard CD im Bucheinband, Deluxe CD (3 CD Package inkl. Director’s Cut, Sensual World und Remastered Red Shoes) im Bucheinband und Doppel-Vinyl erhältlich.

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BACKSTAGE er: LP

Text+Bild

JAZZMIN dian MOORE: F A re m e m b e r my n a m e ! HERBST 2011 / RTL 2 DIE BESTE DRAG QUEEN WIRD GESUCHT Sie muss ja wissen, wie es geht: Jazzmin wurde 2008 in der Schweiz zur „Miss Drag Queen“ gekürt. Drei Jahre später führt sie nun durch ihre eigene Sendung „Jazzmin‘s Drag Angels“ auf RTL2. Der Mix dieser Produktion lässt aufhorchen: Man nehme „RuPaul‘s Drag Race“, mische ein bisschen „Germanys Next Topmodel“ dazu und würze das Ganze mit den Erfahrungswerten einer Schweizer Drag Queen, und schon hat man eine prickelnde Show. Aber alles der Reihe nach. Mitte Mai wurde ein aufwändiges Shooting im Studio von Shpend Salihu realisiert, bei dem wir Backstage dabei sein durften. Jazzmin präsentierte sich als Mann und als Drag, mit Brillen von „Kalkbreite Optik Zürich“. Jazzmin zeigt schon mal, was die Gewinnerin ihrer Show alles leisten muss: „Es geht um die Ausstrahlung, um den Style, um die Qualität und man muss den Puls der Zeit versprühen.“

ME...

Drags aus der Schweiz, Deutschland und Österreich können sich ab August bewerben: Die Infos dazu werden auf einer eigenen Homepage zur Sendung und Facebook veröffentlicht, wobei YouTube ebenso eine Rolle spielen wird. Zehn glückliche Drags dürfen im Finale um die Wette kämpfen. Davor müssen sie aber eine Fachjury überzeugen: Neben Jazzmin werden Marketingleiter der Sponsoren, Fotografen, Designer und nahmhafte Celebreties die Messlatte in der Hand haben. Die Sendung wird musikalisch von einem Trailer-Song unterstützt. Der Song dazu - mit dem Titel „Calling all Angels“ - wird von Diama (ehemals bekannt als Claudia d‘addio) und Jazzmin interpretiert. Dieser Track wird erstmals vor grossem Publikum an der Artist Charity Night am 10. Juni 2011 vorgetragen. Das ist der Startschuss zu einer aussergewöhnlichen Casting-Show, die hauptsächlich in Zürich aufgenommen wird. Hauptsächlich. Mehr dürfen wir (noch) nicht verraten.

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TOUCH THE AIR THE OFFICIAL FESTIVAL ALBUM

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THE URBAN & ELECTONIC EDITION

Incl. Smash Hits from:

DAVID GUETTA - TIMBALAND - FEDDE LE GRAND LUDACRIS - KALKBRENNER - AKON - SIDO BUSTA RHYMES - AND MANY MORE

URBAN MEETS ELECTRONIC!

Die offizielle Doppel-CD zum Festival, inkl. coolen Tracks von David Guetta, Timbaland, Soundsystem, Steff La Cheffe, Deadmau5, Fritz Kalbrenner und vielen anderen mehr. Der Soundtrack f端r einen heissen Sommer. Ein Must-Have! 26


BACKSTAGE Text: LP

gallavin MAD ABOUT THE BOY JAZZKLASSIKER GOES DRAG WITZIGER CLIP AUS DER ROMANDIE „Mad About The Boy“ ist ein Jazz-Klassiker, der bisher nur von Frauen gesungen wurde, obwohl eine schwule Geschichte dahinter steckt. Gallavin hat sich mal anders an die Sache gewagt. In der heilen und abgeschirmten Welt des Vocal Jazz ist es schon eine ziemliche Provokation, wenn der Noël-Coward-Titel „Mad about the Boy“, der durch die Interpretation von Dinah Washington bekannt wurde, plötzlich von einem Mann gesungen wird. In Tat und Wahrheit hat Noël Coward dieses Lied aber für Graham Payn geschrieben, einem südamerikanischen Schauspieler, der während langer Jahre sein Geliebter war. „Im Videoclip Freedom von George Michael sind es verschiedene Menschen die den Song singen. Das hat mich auf die Idee gebracht, dass Drags für mich den Song spielen könnten“, erklärt Gallavin. Und so kam es auch: In seinem Clip spielt der anglo-schweizerische Sänger zusammen mit Verwandlungskünstlern

der Cabaret-Bar „Chez Maman“ in Brüssel, ohne Geschlechternormen und mit einer Fülle an verschiedenen Identitäten – auch sexuellen. „Wir haben den Dreh innerhalb zwei Tagen in Brüssel realisiert. Es hat grossen Spass gemacht, vieles war improvisiert und so gegen Abend ist dann viel Alkohol geflossen, was zu witzigen Situationen geführt hat“, verriet uns Gallavin. Auch wenn der Clip qualitativ gut daher kommt: „Viel Budget hatte ich nicht. Umso mehr war ich über das schöne Resultat erfreut.“ Der Songtitel „Mad about the Boy“ aus dem gleichnamigen Album ist auf iTunes, Amazon.com und bei weiteren legalen Download-Internetadressen erhältlich. Das Album „Mad about the Boy“ kann auf der Homepage www.gallavin.com/shop bestellt werden. Premiere der Konzertaufführung „Mad about the Boy“ (Klavier und Gesang) ist am 9. und 10. September 2011 im Théâtre de la Voirie in Pully, Schweiz.

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Um 14 Uhr startet die Parade am Helvetiaplatz, welche via Stauffacher, B채rengasse, Bahnhofstrasse zum Werdm체hleplatz f체hrt.

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-Guide Grafik: Route aus dem Pride 2011


PRIDE

Foto: Daniela Lettner www.danielalettner.com

SPECIAL

PARTIES, SPORT, KULTUR, INFOS & MEHR 29


KULTUR&SPORT Kultur und Sport gilt während der Zurich Pride Week der besondere Fokus: Von Freitag 10. bis zum Sonntag, 19. Juni gibt es dazu, unter anderem in Kollaboration mit Gay Sport Zürich und dem schwullesbischen Filmfestival Pink Apple, verschiedenste sportliche und kulturelle Anlässe. SPORT Gay Sport Zürich bietet in der Pride-Woche einen Einblick in jene Sportangebote, welche der Verein rund um das Jahr anbietet: Von Aerobic über Badminton und Tennis bis zu Squash, Schwimmen, Volleyball und Ringen. Während der Pride Week erhältst Du die Möglichkeit Schnuppertrainings in diesen Sportarten zu besuchen.

FILM Kulturelle Höhepunkte unter der Woche bieten sicherlich die beiden Filmnächte im Kino Arthouse Movie am Dienstag, 14. Juni, welche von Pink Apple organisiert werden. Zum einen wird der Film „Mama Mama, Papa Papa“ gezeigt, in der zweiten Filmnacht ist es „Violet Tendencies“. INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN Im Weiteren finden während der Pride Week auch Informationsveranstaltungen statt, so zum Thema „Finanzen, Vorsorge und Nachlass“ am Mittwoch, 15. Juni, sowie unter dem Titel „Nicht mehr tödlich, nicht mehr infektiös“ am Freitag, 17. Juni, in der Labor-Bar.

SCHNUPPERTRAININGS: TERMINE

Schwimmen Freitag, 10. Juni

20h50 - 22h00

Hallenbad Bläsi, Zürich

Aerobic

Dienstag, 14. Juni

20h30 - 22h00

Colombo Dance Factory, Zürich

Ringen

Mittwoch, 15. Juni

19h30 - 22h00 Anmeldung erforderlich unter: ringerpoint@gaysport.ch

Zürich Oerlikon

Squash

Mittwoch, 15. Juni

20h15 - 21h45 Anmeldung erforderlich unter: bernd@gaysport.ch

Tennis- und Squashcenter Langnau am Albis

Badminton

Donnerstag, 16. Juni

19h30 - 21h30

TBZ, Sihlquai 101, ZH

Tennis

auf Anfrage an: adrian@gaysport.ch ann-dautzenberg@deuce-tennis.ch

Volleyball

auf Anfrage an: peter@gaysport.ch

MITGLIEDSCHAFT VEREIN ZÜRICH PRIDE FESTIVAL (ZHPF)

Der Verein ist als Non-Profit-Organisation auf seine treuen Mitglieder und ihre jährlichen Beiträge angewiesen. Dank dieser Unterstützung kann der Verein die Week und das Festival mit seinen vielen Veranstaltungen und den wichtigen politischen Aussenwirkungen durchführen. Mitglieder wirken an der Generalversammlung aktiv mit und stimmen ab in welche Richtung sich der grösste LGBT-Anlass der Schweiz entwickelt. Zudem erhalten Mitglieder alle Informationen aus erster Hand. Mit einer breiten Mitgliederbasis will sich der Verein Zurich Pride Festival in der gesamten Community abstützen und den Bedürfnissen der verschiedenen Lebensformen, sexuellen Orientierungen, Organisationen und Landesregionen gerecht werden.

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Falls auch Du dabei sein möchtest: www.zurichpridefestival.ch/mitgliedschaft


PROGRAMM FREITAG Freitag, 17. Juni 2011 – ab 17 Uhr: Opening des Zurich Pride Festivals um 17 Uhr auf dem Turbinenplatz mit einer Eröffnungsrede der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch. Danach treten verschiedenste Künstler auf, darunter Anna Rossinelli, der Schweizer Beitrag beim Eurovision Songcontest. Um 19 Uhr 10 wird der Stonewall Award verliehen. Es folgen Auftritte unter anderem von Adam Joseph , „The Lady Gaga Experience“, von DJ Juiceppe, sowie von Fourfunty feat. Diama. ............................................................................................................................................

SAMSTAG Samstag, 18. Juni 2011 – ab 13 Uhr: Um 13 Uhr startet das Warm-Up zur Parade auf dem Helvetiaplatz mit den Eröffnungsreden von der Präsidentin des Zurich Pride Festivals, Nathalie Schaltenegger, und von Stadtrat Daniel Leupi. Um 14 Uhr startet die Parade am Helvetiaplatz, welche via Stauffacher, Bärengasse, Bahnhofstrasse zum Werdmühleplatz führt. Auf dem Turbinenplatz startet ebenfalls um 14 Uhr das musikalische Programm: Zahlreiche Showacts treten auf, darunter die DJs Deep Fish und Ambient P., sowie auch die amerikanische Drag Queen Sherry Vine. Um 17 Uhr 50 halten der Zürcher Ständerat Felix Gutzwiler, sowie der Zürcher Regierungsrat Thomas Heiniger Reden, zudem findet die Scheckübergabe im Rahmen der Artist Charity Night statt. Um 18 Uhr 35 startet das Abendprogramm: Franco Morgano, DJ Luc Le Grand, Guillermo Sorya und Caroline Chevin treten auf, zudem wird auch die Amerikanerin Robin S. auf der Bühne stehen. Um 22 Uhr 10 wird Franca Morgano zusammen mit Angel O. die offizielle Pride-Hymne anstimmen. ............................................................................................................................................

SONNTAG Sonntag, 20. Juni 2011 – ab 09 Uhr: Um 9 Uhr lädt das Restaurant Huusmaa zum Brunch, und um 11 Uhr findet im Zeughaus der offizielle Sonntagsbrunch des Zurich Pride Festival statt. Die Augustinerkirche lädt um 14 Uhr zum schwullesbischen Gottesdienst, und in der Helferei Grossmünster findet um 16 Uhr die Diskussionsrunde „Homosexualität und Religion“ statt. ............................................................................................................................................

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LADY GAGA

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BORN THIS WAY

Das bombastische zweite Album für kleine und grosse Monster mit 15 Tracks, inkl. der Singles „Born This Way“, „Judas“ und „The Edge of Glory“


AUSSERDEM... Aids Charity Gala Fr.10. Juni 2011 – 21 bis 04h Bereits zum dritten Mal findet am 10. Juni in der Maag Event Hall die Artist Charity Night statt – diesmal erstmals als offizielle Eröffnung des Zurich Pride Festivals.

Queer liest aus „Dauerläufig“ und Simon Froehling stellt sein Buch „Lange Nächte Tag“ vor. Neben Musik von DJane beatween, kannst Du Dich bei Apéro und Gaumenfreuden auch vom ausgewählten Buchangebot verführen lassen.

Die Mischung machts, und das gilt besonders an der Artist Charity Night, dem grössten Aids Charity Event der Schweiz: Wie während den vergangenen zwei Ausgaben, so glänzt der Anlass auch in diesem Jahr wieder mit einem attraktiven Programm mit nationalen und internationalen Künstlern aus den Bereichen Music, Dance und Fashion. So treten unter anderem Medina, bekannt durch ihren Hit „You & I“, oder auch Tinkabelle und Nubya auf.

Der Eintritt für diesen Anlass beträgt 15 Franken (mit Bookpoints-Karte 7.50 Fr.), darin inbegriffen sind die Getränke wie Wein und Wasser, sowie ein Buffet mit Fingerfood.

Grosses Ziel des Charity Events ist natürlich, dass ein möglichst grosser Netto-Erlös erwirtschaftet werden kann, mit welchem sowohl nationale, wie auch internationale Aids-Projekte unterstützt werden. MaagEvent Hall, Hardturmstrasse 219, 8005 Zürich Infos und Tickets: www.gay.ch/events oder www.artistcharitynight.ch ________________________________ Warme Nacht Do.16. Juni 2011 – 20.30h Auch in diesem Jahr lädt die Buchhandlung Orell Füssli am Bellvue wieder zur Warmen Nacht: Diesmal mit Lesungen von Ralf König, Nina Queer und Simon Froehling. „Gay Life bei Orell Füssli“, das heisst, Lesungen, Gaumenfreuden und Musik: Aus seinem neusten Buch „Der dicke König“ wird Ralf König lesen, Nina

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Orell Füssli Buchhandlung am Bellvue, Theaterstrasse 8, 8001 Zürich Infos und Tickets: www.gay.ch/events oder www.books.ch/gaylife ________________________________ Stonewall-Award 2011 Fr.17. Juni 2011 – 19.15h Mit dem Stonewall-Award werden Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen ausgezeichnet, welche sich in besonderem Masse für die Anliegen lesbischwuler Menschen einsetzten. Die zehn Nominierten in diesem Jahr sind: Die Basler Jugendgruppe Anyway, das lesbischwule Filmfestival Pink Panorama in Luzern, Pink Cross-Präsident Uwe Splittendorf, der Verein Regenbogenfamilie, die LesBiSchwule Konferenz Zentralschweiz, der Verein Familienchance, der Präsident der internationalen Dachorganisation für Pride Organisatoren, sowie Vize-Präsident der Interpride, Mark Frederick Chapman, die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich HAZ, Erika Volkmar vom Vorstand der Fondation Agnodice, welche sich für die die Anliegen von Transgender und Transsexuellen einsetzt, sowie die Organisatoren des Spray Gay Village.

Von diesen Nominierten wurden mit einem Online-Voting die drei Finalisten gewählt, welche schliesslich am Zurich Pride Festival um den Stonewall-Award kämpfen werden. Zurich Pride Festival, Turbinenplatz, 8005 Zürich Infos: www.gay.ch/events oder www.zurichpridefestival.ch ________________________________ Pride 2011 in Genf Sa.02. Juli 2011 – 14h

Nach einer Pause kehrt die „Pride Romande“ zurück: Am 2. Juli ist der Event zu Gast in der Rhonestadt Genf. Bereits im Jahr 2004 fand die Pride in Genf statt, und nun, am 2. Juli gibt es ein Wiedersehen: Genf erstrahlt unter dem Slogan „Post Tenebras… Love!“ wieder in den hellsten Regenbogenfarben. Die Parade startet um 14 Uhr beim Parc Mon Repos, führt durch die Altstadt und endet um etwa 16 Uhr im Parc des Bastions. Dort befindet sich auch das Pride Village, mit verschiedenen Ständen und Konzerten. Pride 2011, Parc des Bastions, Place Neuve, 1205 Genf Infos: www.pride2011.ch


PARTIES! SONNTAG

Official Zurich Pride Warm-Up-Party: OZ So.12. Juni 2011 – 21h Der Club Acanto schloss sich mit dem Queer-Label OZ zusammen, und gemeinsam richten sie am 12. Juni die Official Warm-Up-Party für das Zurich Pride Festival aus. Acanto, Pfingstweidstrasse 6, 8005 Zürich ...................................................................

FREITAG

We Are Zurich – Official After Party Fr.17. Juni 2011 – 23h Diverse Labels haben sich für diese Party zusammengeschlossen, so die Männerzone, das Rage, Revolution, behave, Meat, flexx, Loge 70, Boyahkasha, Jack, sowie Büsi Enterprise. Gemeinsam organisieren sie We Are Zurich! im Exil ganz in der Nähe des Turbinenplatz. Die Party kann aber nicht nur mit vielen Labels auftrumpfen, sondern auch mit grossen DJs: So stehen in dieser Nacht Jan Fischer, Gloria Viagra und Jack Chang hinter dem DJ Pult. Exil, Hardstrasse 245, 8005 Zürich ................................................................... OZ – Artist After Party Fr.17. Juni 2011 – 23h Nach der Show auf dem Turbinenplatz feiern die Stars im Acanto an der Artist After Party weiter. Co-Host des Abends ist das kultverdächtige DJ-Duo Glitzerhaus, zudem gibt es noch weitere Live-Überraschungen. Acanto, Pfingstweidstrasse 6, 8005 Zürich ...................................................................

SAMSTAG

Official Zurich Pride Party – „Wild & Wet“ by angels Sa.18. Juni 2011 – 23h Die angels laden in diesem Jahr zur offiziellen Pride Party – dazu verlassen sie ihre angestammte Heimat, um sich in der MaagEvent Hall in der Nähe des Turbinenplatz niederzulassen – und sie versprechen ein wildes Partyspektakel mit viel Glamour. Internationale Stars wie etwa das britische Duo Freemasons stehen auf der grossen Bühne, zudem wird auch das Motto „Wild & Wet“ wortwörtlich genommen. Wildfeuchte Spezialeffekte und multimediale Erlebnisse werden die überhitzten Körper in der feiernden Menge kühlen und vor Überhitzung schützen. MaagEvent Hall, Hardturmstrasse 219, 8005 Zürich

................................................................... Pridenacht @ T&M Sa.18. Juni 2011 – 21.30h Zur Pride wartet das T&M mit einem grossen Gast aus Berlin auf: Zur Pridenacht reist nämlich Drag DJane Charlet Crackhouse vom berühmten Label GMF Berlin ins Zürcher Niederdorf um sich hinter dem DJ Pult so richtig auszutoben. Unterstützung kommt dabei zudem von Loyce. Auch im AAAH! geht es in dieser Nacht heiss zu und her, dafür werden die beiden DJs Nick Harvey und G!l Everest sorgen… T&M/AAAH!, Marktgasse 14, 8001 Zürich ................................................................... Ride @ Pfingstweide Sa.18. Juni 2011 – 22.30h Wenn Behave auf Beefcake, Pink Flash auf Rollkoffer, Irena La Boum auf Büsi Enterprise und Rollkoffer trifft: Diese bekannten Gay Labels haben sich zum Zurich Pride Festival die Pfingstweide, gleich beim Turbinenplatz, unter den Nagel gerissen und sie bieten all jenen einen Weidegrund, welche beim Feiern gern auf Lametta verzichten, nicht aber auf guten Sound – und dieser wird geliefert, bis weit in den Sonntag hinein… Pfingstweide, Pfingstweidstrasse 12, 8005 Zürich ................................................................... Flexx – Official After Hour Party Sa.19. Juni 2011 – 05h Die Macher der Flexx- und Revolution Partys schliesssen sich für das Zurich Pride Festival zusammen um gemeinsam die offizielle After Hour im Club XceS zu präsentieren. Für Abwechslung ist gesorgt, denn die Veranstalter haben dem eintönig, eingefahrenen Sound den Kampf angesagt. Als DJs holen sie zur After Hour Jack Chang, ajaxx und Alan Joe an die Albulastrasse in Zürich-Altstetten. XceS Club, Albulastrasse 40, 8048 Zürich ...................................................................

SONNTAG

OZ Closing Party So.20. Juni 2011 – 21h Wo der Anfang stattfindet, wird das Zurich Pride Festival auch offiziell zu Ende gehen, nämlich an der Closing Party im Acanto. Acanto, Pfingstweidstrasse 6, 8005 Zürich ...................................................................

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infos: www.gaytime.ch oder facebook.com/gaytimezurich

lesen p r e s en t e d b Y

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SORRY, IHR HOTEL IST ABGEBRANNT ..........................................

Labor-bar, schiffbaustr. 3, 8005 Zürich pfingstsonntag, 12. Juni 2011, türöffnung: 22 Uhr Music by DJ Luca Papini & Juiceppe

INKO

GAY.CH

GNIT

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NEUE AUSGABE NEUES THEMA NEUER LOOK

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TEL 044 271 92 00 info@gay.ch www.gay.ch/mag

Zwar ist das Buch nicht so witzig wie der Vorgänger „Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt“, da aber die Passagen immer recht kurz sind, kann man eine überfliegen, wenn sie nicht „schmeckt“. Inhaltlich besonders interessant in diesem Buch ist das Kapitel „TouristenAbzocke“, bei dem man sozusagen noch etwas dazu lernen kann. Was sich die Leute alles einfallen lassen, um Touristen auszunehmen ist schon erstaunlich.

DIE FRECHE ZEITSCHRIFT KOMMT IM NEUTRALEN COUVERT ZU DIR NACH HAUSE, FÜR NUR 30 FRANKEN (1 JAHRES-ABO: 6 AUSGABEN)

Von nackten Touristen im Restaurant, Kakerlaken im Bett oder Fledermäuse im Zimmer, bis hin zu diversen Tieren im Passagierraum von Flugzeugen: Es gibt letztendlich einige skurrile Situationen, über die man sich amüsieren kann und froh sein muss, dass man sowas selber nicht erlebt hat.


SEHEN

K UxtL: GA,TLPU R Te

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DOG POUND

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Es ist wohl nie leicht, in einem Gefängnis auszuharren. Ist man 17, 16 oder sogar erst 15 Jahre alt, dann schon gar nicht. Die Tatsachen, dass Davis wegen Drogenhandel, Angel wegen Autodiebstahl und Butch durch tätlichen Angriff auf den Bewährungshelfer, sitzten, spielt dort aber keinerlei Rolle mehr. Denn ist man einmal drin, stellt sich nur noch die Frage: Wird man nun selber zum Opfer - oder schafft man es Täter zu bleiben… Das französische Remake des Skandalfilms „Scum“, oder zu Deutsch „Abschaum“ (1979), beeindruckt nicht nur dank guter Umsetzung, sondern, wie kann es auch anders sein, auch durch viel Action und böswillige, teils brutale Szenen. Regisseur Kim Chapiron ist ein Jugenddrama gelungen das fesselt. Aufbrausend, nachdenklich – und vielleicht für die jüngeren unter uns gar nicht mal so schlecht – als Abschreckung.

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TRON LEGACY (3D)

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18 Jahre ist es her, seit der damals erste Spielfilm mit längeren, computergenerierten Szenen aus den Disney-Studios kam. Schon damals galt er als Meilenstein in Sachen Animation. Die Fortsetzung davon tut heute dasselbe – allerdings logischerweise auf einem völlig anderen Niveau. Das Vermächtnis ist gelungen und katapultiert einen regelrecht in die virtuelle Welt. Flynn’s Spielsalon ist wieder zum Leben erwacht - und mit ihm eine Vielzahl von neuen Programmen. Leider aber ist kein System perfekt, was einen Kampf zwischen den Welten hervorruft. Cool: Jeff Bridges ist immer noch da – und sieht dank neuster Technik jung und frisch aus. Beängstigend und beeindruckend zugleich ist die Tatsache, dass der Unterschied zwischen echten und unechten Schauspielern kaum mehr wahrzunehmen ist – ausser man weiss es. 3D-Unterhaltung pur – und auch wirklich nur damit in vollen Zügen zu geniessen!

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FAIR GAME

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Irak, Terror, Massenvernichtungswaffen, Vergeltung. Eigentlich haben wir solche Dinge satt. Für einen Film jedoch, bieten sie haufenweise Stoff für einen spannenden Thriller – und diesmal sogar nach wahren Begebenheiten. Wen wundert’s. Dass die Politik im ganzen Geschehen auch eine Rolle spielt, ist in diesem Spiel alles andere als dezent festgehalten. Genau so wenig, wie sich das Ganze auch auf das Privatleben der sogenannten verdeckten Ermittler auswirken kann – wenn sie keine mehr sind. Sean Penn und Naomi Watts mit ihrem Können und „The Bourne Identity“-Regisseur bieten gewohnt alles andere als Langeweile und langatmige Szenen. Erneut wird einem damit wieder bewusst, dass hinter der Fassade, fern aller Öffentlichkeit, so einiges getrieben und entschieden wird – was dann aber wieder alle ausbaden müssen. Fair Game. 37


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LES EMOTIFS ANONYMES

....................................................................................................................................................... Schüchternheit und die Liebe: Mal charmant, aber auch ein Hindernis. Er ist ein Schokoladenmanufakteur und sie seine neue Mitarbeiterin. Während er unter seiner pathologischen Schüchternheit gegenüber Frauen leidet, neigt sie dazu, in Ohnmacht zu fallen, wenn sie von Fremden angesprochen wird. Gerade weil sich Jean-René und Angélique diesbezüglich so ähnlich sind, überrascht es wenig, dass sie sich näher kommen – auch wenn ihre Schüchternheit ihnen immer mal wieder dazwischen funkt. Eine äusserst charmante Komödie aus Frankreich über das sich Kennenlernen, sich Verlieben und nicht zuletzt, über Schokolade… Kinostart: 02.06.11 .......................................................................................................................................................

WHIP IT

..................................................................................................................................................... Ellen Page, Drew Barrymore, Juliette Lewis und Marcia Gay Harden: Wobei besonders Drew Barrymore in diesem Film hervorzuheben ist, spielte sie doch nicht einfach nur mit, sondern, sie legt mit diesem Film auch ein äusserst gelungenes Regiedebüt hin und fungierte gleichzeitig auch als Produzentin. Bliss (Page) lebt in einer Kleinstadt in Texas – eingezwängt in die dortigen Gepflogenheiten, sucht sie nach einer Gelegenheit, um aus ihrem kleinkarierten Alltag auszubrechen. Eines Abends fährt sie heimlich nach Austin, um sich ein Rollerderby anzuschauen, dabei kommt sie neben dem Sport auch mit wilden Mädchen in Miniröcken, Netzstrümpfen und Rollschuhen in Kontakt. Sie fühlt sich wohl in dieser Umgebung, und ohne das ihre Eltern etwas mitbekommen, wird sie zum gefragten Rollergirl – doch schnell kann ein solcher Traum platzen, besonders wenn die Liebe und das Konkurrenzdenken ihre Finger im Spiel haben… Kinostart: 23.06.11 ...................................................................................................................................................

TAMBIÉN LA ILUVIA

....................................................................................................................................................... Die Geschichte wiederholt sich – und dazwischen können gut und gerne auch mal 500 Jahre liegen. Er war eine der bedeutendsten Figuren der Weltgeschichte: Christoph Kolumbus. Und über genau diesen drehen die beiden Laienschauspieler Sebastián und Costa einen Spielfilm in Bolivien. Sie wollen die Konsequenzen aufzeigen, welche die Ankunft des Entdeckers auf die amerikanischen Ureinwohner hatte. Noch während den Dreharbeiten scheint sich die Geschichte von vor 500 Jahren jedoch zu wiederholen – diesmal geht es aber nicht um Gold, sondern um Wasser. Die Quellen werden privatisiert und das Wasser wird massiv teurer an die Bevölkerung verkauft. Soziale Unruhen und Demonstrationen sind die Folge, und auch Sebastián und Costa werden hineingezogen… Geschickt werden mehrere Erzählstränge ineinander verwoben und miteinander verknüpft: Ein Drama mit Gael García Bernal in der Hauptrolle, welches erstaunliche und erschreckende Parallelen zwischen dem Kolonialismus und der heutigen Realität aufzeigt. Kinostart: 30.06.11 38

D E M NÄC H S T

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THE TREE OF LIFE

.............................................................................................. In „The Tree Of Life“ treffen zwei der ganz grossen Hollywoods aufeinander: Brad Pitt spielt nämlich an der Seite von Sean Penn. Für den Film – für das Drehbuch und die Regie - zeichnet sich Terrence Malick verantwortlich, welcher schon „Der schmale Grat“ und „The New World“ schuf. Bei „The Tree Of Life“ wollte er keine Kompromisse eingehen und er hat sich mehrere Jahre Zeit genommen um dieses Werk zu Ende zu bringen. Der Gegensatz zwischen Jacks Mutter und seinem Vater könnten grösser kaum sein. Während sich seine Mutter durch ihre Fürsorglichkeit auszeichnet und ihm Werte wie Liebe und Vergebung vermittelt, setzt der Vater auf eine harte Hand und auf Egoismus. Dass Jack dadurch selber in einen inneren Konflikt gerät ist nur eine Frage der Zeit. Ein aussergewöhnlicher Film, der den Zuschauer vom Ursprung der Welt über die Evolution bis hin zum Erwachsenen Jack führt…

.............................................................................................. Kinostart: 26.05.11 (DCH) 18.05.11 (FCH) TBA 2011 (ICH) ..............................................................................................

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QUEERDOM - Schaffusia‘ 11

........................................................................................................................... Mit Queerdom ist zum ersten Mal ein schwullesbischer Verein am Stadtfest Schaffusia mit dabei – und zwar mit einer Festwirtschaft am Rhein...

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Am 24. und 25. Juni geht in Schaffhausen wieder das grosse Stadtfest über die Bühne und erstmals ist auch ein schwullesbischer Verein aktiv mit von der Partie. Queerdom wird an der Rheinuferstrasse auf der Höhe Schulzahnklinik eine eigene Festwirtschaft betreiben und dort neben verschiedenen Getränken auch die berühmte Schaffhuuser Chäs–Bölle–Dünne (Käse–Zwiebel–Weihe) servieren. Fr.24. und Sa.25. Juni 2011 Festwirtschaft, Rheinuferstrasse, Höhe Schulzahnklinik, 8200 Schaffhausen Infos: www.gay.ch/events oder www.queerdom.ch ...........................................................................................................................

SPRIT BAR – Saison 2011

........................................................................................................................... Die Sprit Bar hat ihre zehnte Saison eröffnet – aber aufgepasst: In diesem Sommer wird ausschliesslich an ausgewählten Sonntagabenden unter freiem Himmel aufgetankt. Bei einem kühlen Bier und bei coolen Beats das Wochenende auf dem Dachgarten direkt hinter dem Kaufleuten ausklingen lassen, um aber nicht vor verschlossenen Türen zu stehen, kannst Du dich via Newsletter, Facebook oder via der Sprit-Homepage über die Öffnungszeiten informieren. An diversen Sonntagen, ab 20 Uhr Spritbar im Hinterhof des Kaufleuten, Talacker 34, 8001 Zürich Infos: www.gay.ch/events oder www.spritbar.ch ...........................................................................................................................

MAX RAABE & Palastorchester

........................................................................................................................... Für drei Konzerte gastiert Max Raabe mit seinem Palastorchester im September in der Schweiz. Ihr sei eine Songzeile eingefallen und diese würde doch wunderbar zu ihm passen: So meldete sich Annette Humpe Ende 2008 bei Max Raabe. Nun haben wir 2011, und aus der Songzeile wurde ein ganzes Album und Max Raabe hängt nun auch gleich noch eine Tour an. „Küssen kann man nicht alleine“ – so lautete die Textzeile mit der alles begann. Im September kommt Max Raabe mit seinem Palastorchester in die Schweiz zurück um die unvergleichlichen Chansontitel aus seinem aktuellen Album live zu präsentieren: einmal im Musical Theater in Basel und zweimal im Theater 11 in Zürich. Fr.23.09.11 – Basel / Sa.24. und So.25.09.11 – Zürich Musical Theater Basel, Feldbergstrasse 151, 4058 Basel Theater 11, Thurgauerstrasse 7, 8050 Zürich Infos und Tickets: www.gay.ch/events oder www.topact.ch ...........................................................................................................................


LTUR KU Text: Dom

G E O RG E M I CH A E L : SY M P H O N I CA M I T s y mp h o n i e o rch e ste r a u f TO U R Mit der „25Live Tour“ schaute George Michael zum letzten Mal in der Schweiz vorbei – und nun kommt der britische Superstar zurück, und zwar am 14. Oktober 2011 mit einem ganzen Symphonieorchester. gay.ch freut sich ausserordentlich, dieses einmalige Konzerterlebnis im Zürcher Hallenstadion zu präsentieren. Millionen von Fans rund um den Globus haben auf diese Nachricht gewartet: George Michael kehrt auf die Bühne zurück. Während er bei seiner letzten Tour sein 25–jähriges Bühnenjubiläum feierte und all seine grossen Hits präsentierte, so wird er diesmal von einem Symphonieorchester begleitet. Seine grossen Hits aus seiner fast drei Jahrzehnte umspannenden Karriere wurden für diese Tour überarbeitet und neu arrangiert, damit sie vom grossen

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Orchester gespielt werden können. Doch neben seinen eigenen Songs wird George Michael auch einige Cover–Songs präsentieren. Dieses Konzerterlebnis ist einzigartig und präsentiert einen der talentiertesten britischen Sänger und Songschreiber auf eine Art und Weise, wie man ihn bislang noch nie gehört hat. .............................................................................................. GEORGE MICHAEL – The Orchestral Tour Fr.14. Oktober 2011 Hallenstadion, Wallisellenstrasse 45, 8050 Zürich Infos und Tickets: www.gay.ch/events oder www.goodnews.ch ..............................................................................................

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Official pre-party

BarcelONa

Pfingstwochenende SONNTAG 12. JUNI I ❤ DISCO MAD>LAUSANNE Murray Mint-UK Phil Romano-IT Antoine909-UK Nicolas W-CH Jose Parra-ES Ajaxx-CH Othello-CH 5 Etagen - 4 Dancefloors The LuvBug Disco Show Boogie Night Dancers Hot’n’sexy Gogo Boyz from CIRCUIT Barcelona

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„Ich bin auch ein Hotel“ - unten die Bar, oben neu das Hotel: der Platzhirsch macht seinem Namen alle Ehre. Das Hotel bietet seinen Gästen vier Zimmerkategorien an. Bei den total 24 angebotenen Zimmern konnte eine erste Renovationsetappe abgeschlossen werden und es entstanden schöne Classic light-/Standard- und Superior-Zimmer. Ausserdem kann man die Kategorie „economy rooms“ buchen, welche auch einem sehr preisbewussten Gast die Möglichkeit bietet, mitten in Zürich zu übernachten.

Die zwei „A“s am Ende von „Huusmaa“ könnten für die zwei Papas stehen: Andreas und Aytu. Die Beiden haben sich einen kleinen Traum erfüllt. Lange haben sie nach einer eigenen Bar gesucht - und nun gefunden: Sie konnten den „Hot Pot“ übernehmen. Ihr neues „Zuhause“ haben sie zu einem gemütlichen Ort umgebaut. Seit der Eröffnung begrüssen sie vor allem Gäste aus der Community - sowohl Hausmänner, wie Hausfrauen. Besonders beliebt ist der Brunch am Sonntag ab 9h morgens, was wiederum der Lieblingstag der Gastgeber ist. Aber auch am Abend wird die Bar rege besucht. Wenn das Wetter mitspielt, kann man hinten im Hof Platz nehmen, wo Pink auf Weiss trifft. Doch auch vorne zur Strasse kann man sitzen und auf den farbigen Stühlen seinen Café geniessen.

Schnell auf einen Schlummertrunk geht also hier easy: einfach in die moderne Bar im unteren Stock, wo auch ein schönes Fumoir zur Verfügung steht. Ausserdem werden für Leseratten iPads angeboten. Das W-Lan kann im ganzen Haus kostenlos genutzt werden. Auf der Homepage kann man sich über aktuelle Aktionen informieren, wie das spezielle StreetparadeAngebot im August. Der Platzhirsch ist „absolutely downtown!“ Platzhirsch am Hirschenplatz, Spitalgasse 3, 8001 Zürich www.meinplatzhirsch.ch

Der sympathische Huusmaa liegt im Herzen vom Kreis 4, unweit des Helvetiaplatz. Die mit viel Herzblut betriebene Bar hat sich zu einem kleinen Geheimtipp gemausert, ganz nach dem Motto: „Klein aber fein.“ Ob bei „Prost“ oder „En Guete“, der Huusmaa freut sich auf deinen Besuch. Huusmaa, Badenerstrasse 138, 8004 Zürich www.huusmaa.ch Mo.- Di.: 09:00 - 15:00 Uhr Mi. & Do. & So.: 09:00 - 00:00 Uhr Fr. - Sa.: 09:00 - 02:00 Uhr 43


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R T: LPI E S P Axt+B ild Te

Am 12. Juni gilt: Wondergirls... Tamara mit den Girls - nur an einem Abend im T&M. Wir haben der „Grande Dame“ Tamara dazu ein paar Fragen gestellt.

TAMARA & THE GIRLS WO N D E RG IR LS : O N E N IG H T O N LY ! Tamara, man sieht dich immer weniger auf der Bühne. Weshalb eigentlich? (Tamara lacht und schreit spitz) Die Falten, die Falten, ich brauche jetzt zu lange, um sie zu füllen. Nein, Spass beiseite, das Ausgangsverhalten der Gäste hat sich doch schon sehr verändert. Grosse Showproduktionen tragen sich einfach nicht mehr in unserem Hause, denn da sollten doch an 5 Tagen der Woche während einem Monat, viele vorbeikommen. Das klappt eigentlich nur noch, wenn unsere geliebte France kommt und auch da sind 2 Wochen genug. LEIDER!! Auf was dürfen sich die Gäste am „Wondergirls“-Abend freuen? Die Wonder Girls sind Laura, Urslae, Petra, Mike, Josy, Michi, Murmeli, Beverly, Nikita, wirklich fast all die wunderbaren Mitarbeiter der letzten 24 Jahre, die bei uns hinter der Bar und auf der Bühne gestanden sind. Das ist für uns wie eine Klassenzusammenkunft. Da wir die Show aus Liebe und Spass machen braucht es ja dann auch Publikum das schreit, stampft, johlt und applaudiert. Auf welchen Song/Beitrag freust du dich besonders? Hmm... sehr schwer zu sagen. Ich lasse mich immer wieder gerne überraschen, was meine Kollegen machen. Vor allem Urslae bringt immer wieder mal eine Sensati-

on. Unvergessen ihre Parodien auf Carmen Fenk und Moshammer. „DE HAMMER“. Oder Michi vom Cranberry. Seine Parodien auf Barbra Streisand sind einfach sensationell. Auch alle anderen sorgen immer wieder für eine Überraschung. Gut, das ist ja klar, ansonsten hätten sie ja nicht bei uns gearbeitet. Bei meinen Songs ist es ja meist etwas von früher. Klar muss am Schluss, aber wirklich NUR wenn es gewünscht wird, „Euses Dörfli“ sein (lacht von Herzen). Ich denke mit diesem Lied wird man mich in Erinnerung behalten. Wie lange und wie oft übt ihr im Voraus? Üben? Üben? Das haben wir doch im Blut! Mit welchem Star wolltest du schon immer mal auf der Bühne stehen? Huii die Fragen der Journalisten werden über die Jahre auch immer komplizierter. Wenn ich jetzt sage Barbra Streisand, dann ist das vermessen, wenn ich sage George Clooney dann ist es sexistisch und bei Justin Bieber kommt gleich die Polizei (lacht laut). Wie sehen deine Pläne für den Rest des Jahres aus? Ich werde mich wieder in meine zweite Heimat zurückziehen, um die nächste grosse Show im Juli zu organisieren und vorzuberei-

ten. Dann ist ja im August noch unsere Hochzeitsreise, auf die wir uns sehr freuen. Aber auch sonst wird es mir als Hausfrau und Mutter von 2 Kaninchen, 30 Kois, unzähligen Schmetterlingen und Fröschen im Garten nie langweilig. Last but not least: In Gedanken bin ich täglich dabei... Und über Chats mit vielen Gays in Kontakt. Der Erfolg von T&M beruht auf dem ständigen Wandel und demnächst gibt’s einen atemberaubenden Wandel. Anregungen und Änderungswünsche, wie das T&M der Zukunft für die nächsten 25 Jahre sein wird, nehmen wir immer noch gerne entgegen. In den letzten zwei, drei Jahren wurden für Machbarkeitsstudien „Projekt Marktgasse“ über eine halbe Million Franken ausgegeben. Das Projekt Zukunft T&M ist ein gut behütetes Geheimnis, wir machen es uns da gar nicht leicht. Wir wissen, dass die Gays letztlich dort hin ausgehen werden, wo es ihnen gefällt und wo etwas Aussergewöhnliches geboten wird. Mehr will und darf ich dazu noch nicht verraten. ........................................................... WONDERGIRLS: Pfingstsonntag, 12. Juni, ab 20h30, Club T&M, Marktgasse 14, 8001 Zürich ...........................................................

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PARTIES

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JUNI

Von gay.ch unterstützte Parties

Sa.04.06.11 – 19h GIARDINO unplugged SOLANGE LA FRANGE Die GameBoys laden an diesem Samstag gleich zum Doppelevent: Einerseits unterstützen sie das erste „Giardino unplugged“ im Garten vor der Kuppel mit unverstärkten Konzerten von Kapoolas, Victor Hoffsteter, Giacun Schmid und Anna Aaron, und danach präsentieren sie Solange La Frange live in der Kuppel. Kuppel, Binningerstrasse 14, 4051 Basel ------------------------------------------------------Sa.04.06.11 – 22h ISOLA Wie in alten Zeiten: Das Isola hat sich wieder zum festen Bestandteil des Basler Gay Nightlife gemausert, und findet jeweils am 1. Samstag im Monat im Club En Vogue statt... Club En Vogue, Clarastrasse 45, 4058 Basel ------------------------------------------------------Sa.04.06.11 – 23h JACK – The Night Work Issue Jack hat die Ärmel hochgekrempelt und sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt: Zur „Night Work“–Issue holt er nämlich New Yorker Club Appeal nach Zürich. „Night Work“ kann in dieser Nacht wortwörtlich genommen werden: Erinnert dieser Titel doch an das jüngste Album der Scissor Sisters, und genau die sind am 4. Juni doch auch ein bisschen an der Jack vertreten, und zwar in Form des Scissor Sisters–Tour–DJs Sammy Jo. Festsaal im Kaufleuten, Pelikanplatz 18, 8001 Zürich ------------------------------------------------------Sa.11.06.11 – 22.30h QUEERPLANET Bevor sich queerPlanet in die Sommerpause verabschiedet, lässt es das Basler Partylabel noch einmal so richtig krachen: Soundtechnisch werden in dieser Nacht die DJs Taylor Cruz und Tonträger vor Ort sein… Singerhaus, Marktplatz 34, 4051 Basel ------------------------------------------------------So.12.06.11 – 22h GAYTIME Nach dem gelungenen Einstieg am Ostersonntag, lädt gaytime – die Lifestyle Party - am Pfingstsonntag zur zweiten Sause in die LaborBar: Gay Clubbing vom Feinsten und Lifestyle pur, und dazu die DJs Luca Papini und Juiceppe, welche Dich musikalisch verwöhnen werden. Labor-Bar, Schiffbaustrasse 3, 8005 Zürich

So.12.06.11 – 22h JUNGLE – I Love Disco 5 Etagen – 4 Dancefloors – wenn das nicht äusserst überzeugende Argumente sind: Die Jungle lädt am Pfingstsonntag zur Official Pre-Party von Circuit Barcelona – und trumpft dazu wieder mit grossen Namen auf. Murray Mint, Antoine909, Phil Romano, Nicolas W., ajaxx, José Parra und Othello heissen die Soundtüftler in dieser Nacht, und fürs visuelle gibt’s dazu die LuvBug Disco Show, sowie Boogie Night Dancers und hot’n’sexy Gogo Boyz von Circuit Barcelona. MAD Club, Rue de Genève 23, 1002 Lausanne ------------------------------------------------------Fr.17.06.11 – 22h 7 YEARS FRIGAY NIGHT Zum 7-jährigen Jubiläum machen sich die Jungs von Frigay gleich selber ein Geschenk: Sie holen nämlich MAX für ein Showcase nach Luzern. Er ist Violinist, Singer und Songwriter zugleich und wird live auf der Loft-Bühne stehen. Unter www.gay.ch/party gibts eine Übernachtung im Hotel Rothaus inklusive VIPEintritte an die Jubiläums-Frigay zu gewinnen! The Loft, Haldenstrasse 21, 6006 Luzern ------------------------------------------------------Sa.25.06.11 – 19h GAYBASEL SCHIFF Das schwule Leben in Basel gibt sich wieder ein Stelldichein auf dem Schiff in Basel – Grund: Das GayBasel Schiff lädt zur Benefiz-Sause zugunsten des GayBasel Aids Präventionsfonds. In diesem Jahr steht zudem auch das 25-Jahre-Jubiläum der Aids-Hilfe beider Basel im Zentrum. Für das Musikalische zeichnen sich wiederum die Basler Partylabels verantwortlich, darunter Colors, GameBoys, queerPlanet und Splashing Boys, zudem gibt es einen Apèro, Wortbeiträge, Infostände und sogar ein Kino an Bord. Das Schiff, Westquaistrasse 19, 4057 Basel ------------------------------------------------------Sa.25.06.11 – 22.30h RELAB 5th Element und Thomi B. heissen die DJs, welche das AAAH! so richtig rocken werden. Relab ist der Titel dieser Nacht, und die Beiden liefern Dir heissen Sound bis weit nach Sonnenaufgang! AAAH!, Marktgasse 14, 8001 Zürich

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Sa.02.07.11 – 20h menergy - BOYS ON BOARD Die Boys on Board von menergy ist nicht mehr aus dem Luzerner Partykalender wegzudenken: In diesem Jahr sticht das Schiff am 2. Juli in See. Während vier Stunden gondelt dieWinkelried kreuz und quer über den Vierwaldstättersee, und macht dabei auch einen Abstecher zum Feuerwerk nach Buochs. Für den Sound an Bord sorgen die DJs Luc Le Grand und Groovemaster, und wer als Matrose, Pirat oder Kapitän kommt, dem spendiert menergy zudem ein Cüpli am Eingang… Landungssteg 5/6 beim KKL, Europaplatz, 6005 Luzern ------------------------------------------------------Fr.08.07.11 – 21.30h ABSOLUTELY DISCO Afroperücken, Schlaghosen, Discokugeln und heisse Hüftschwünge waren die Markenzeichen der 70iger. John Travolta hat es vorgemacht, The Jacksons haben den Rhythmus angegeben und Kylie Minogue hat bewiesen, dass Discomusik nicht ausgedient hat. Eher im Gegenteil, denn der Einfluss der Discomusik in den heutigen Hits ist nicht wegzuhören: Grund genug um dem Disco Sound eine ganze Nacht zu widmen! T&M, Marktgasse 14, 8001 Zürich ------------------------------------------------------Fr.15.07.11 – 22h FRIGAY NIGHT Im Juli gibt das Luzerner Label Frigay Night gleich mit zwei Parties Vollgas: Der Auftakt macht die „reguläre“ Frigay am 3. Freitag im Monat. Als DJ wird C-Side so richtig einzuheizen wissen. Nach der Party keine Lust nach Hause zu fahren? Kein Problem: Nimm unter gay.ch/party am Wettbewerb teil, und mit etwas Glück gewinnst Du eine Übernachtung im Hotel Rothaus. The Loft, Haldenstrasse 21, 6006 Luzern ------------------------------------------------------Sa.16.07.11 – 21.30h KLUBNACHT Wenn zwei Klubs miteinander verschmelzen und sich zu einem einheitlichen, harmonischen Ganzen zusammenfügen, dann ist dies ein untrügliches Zeichen, dass die Klubnacht im G-Colors auf der Agenda steht. Der Sound in dieser Nacht liefern Dir DJ Q-Bass, 5th Element & DJ Singleton. T&M/AAAH!, Marktgasse 14, 8001 Zürich ------------------------------------------------------Fr.22.07.11 – 22h QUEER DISCO Von House über R’n’B bis hin zu Elektro und Partytunes: Das noch junge Berner Partylabel Queer Disco lädt zu ihrem Zweitling wiederum in den Club Le Ciel in Bern. Als DJs werden in dieser Nacht Calvin Clark und Luc Le Grand das Zepter übernehmen. Le Ciel, Bollwerk 31, 3011 Bern -------------------------------------------------------

Sa.23.07.11 – 15h FOLIES AU LAC In der Badi direkt am See auf der Wiese liegen, dazu coole Drinks und heisser Sound – für all das steht die angels Folies Au Lac in der Badi Tiefenbrunnen. Und weil die Openair-Party stark vom Wetter abhängt, gilt als Ersatzdatum der darauf folgende Samstag, 30. Juli 2011. Badi Tiefenbrunnen, 8008 Zürich ------------------------------------------------------Sa.23.07.11 – 22.30h BALEARIC GAY VIBE Der Club AAAH! holt Dir mediterranes Feeling und südländisches Temperament nach Zürich: Sonne, Strand und einen kühlen Drink – was will man mehr? Charles Meyer heisst der DJ in dieser Nacht, und an seiner Seite wird auch José Parra aufspielen. AAAH!, Marktgasse 14, 8001 Zürich ------------------------------------------------------Fr.29.07.11 – 22h FRIGAY MYKONOS NIGHT Wenn die Temperaturen jeweils an der 30 Grad-Marke kratzen, wenn der Sommer sich von der schönsten Seite zeigt, jeweils dann lädt die Frigay Night zum Mykonos Special: Der Dresscode ist – natürlich – weiss, und alle die komplett in weiss erscheinen, erhalten 5 Franken Eintrittsreduktion. Als DJ wird Whiteside so richtig einzuheizen wissen… The Loft, Haldenstrasse 21, 6006 Luzern ------------------------------------------------------Sa.30.07.11 – 22h BOYAHKASHA – Après Folies Direkt am Ufer des Zürisees lädt Boyahkasha am 30. Juli zur Après Folies-Party ins Acqua – und die Jungs warten wiederum mit grossen Namen auf: Kelly Hilton wird ihre Live Show präsentieren, und hinter dem DJ Pult betätigen sich Miss Delicious, Zör Gollin und Polabdul. Als Hostesses sind zudem Stella Divine, Donna Tella und Evita von Tesa vor Ort… Acqua, Mythenquai 61, 8002 Zürich ------------------------------------------------------So.31.07.11 – 22h Jungle – MOUSSE Immer wenn es auf den Nationalfeiertag zu geht, ist es ein untrügliches Zeichen, dass auch die Jungle–Mousse nicht weit sein kann – und in diesem Jahr trifft sich das Datum überaus perfekt: Der 1. August ist an einem Montag, damit gibt es genug Zeit zum Ausschlafen und Regenerieren nach der Mousse. MAD Club, Rue de Genève 23, 1002 Lausanne -------------------------------------------------------

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die lesbische seite von berlusconi

Er kann es nicht lassen che klopfen geht, dann : Wenn es ums Sprüni gerne zur Stelle. Dassist Signore Berluscozu ihr Fett abbekommen Gays dabei ab und meiden, schliesslich sch, lässt sich nicht vereint sich das Oberhaupt Italiens doch einige fen. Zynisch betrachtet s erlauben zu dürist er schliesslich ein grosser Enter tainer.

Mit dem Ablästern über Zeit sportlich in Fahrt ge die Gay Community scheint der Ministerpräsid der Aussage „Es ist bessekommen zu sein. Gegen Ende des letzten Jahres ent in letzter Proteste von Homo-Verei r, leidenschaftlich für schöne Mädchen zu sein, sorgte er mit Skandalen abzulenken nigungen. Scheinbar ein kleverer Zug, um vonals schwul“ für paar Sympathie-Punkte und mit der „Sc hwule-sind-ekelerregend“-Masc den eigenen schliesslic h mit Sic herheit bei den Konservativen zu holen - in Italien da he wieder ein rf der Signore auf einige „Gleic hgesinnt e“ zählen. In jedem Witz liegt be kannterweise ein bissch ganz grosses Stück davon en Wahrheit. Bei Berlu nie auf einer Stufe mit de : „Solange wir dieses Land regieren, wird sconi wohl ein Schwule und Lesben, sow r traditionellen Familie stehen.“ Auch ein Adopdie Homo-Ehe ie Singles werde es in sei tionsrecht für März dieses Jahres bei ein nem Land nic ht geben. Die er s liess er im ka tho lisc hen Ve ranstaltung erklären und „homosexuelle Beziehun fügte gen unter keinen Umständ werden sollen.“ en mit Hetero-Familien glehinzu, dass ichgestellt Zurück zur „witzigen Ader“ warmen Spruc h fahren las vom Italo-Macho-Man. Anfangs Mai hat er de Wir alle haben diesen An sen: „Es heisst, jeder von uns ist zu 25 Prozen n wohl besten t homosexuell. len, dass mein Viertel Ho teil, auch ich. Nach genauem Hinsehen ist mir ab er damit eigentlich eine mosexualität ein lesbischer Anteil ist.“ Wüssten er aufgefalsogar ein bisschen gelacunterschwellige, nic ht lustige Message vermittelt wir nic ht, dass hat, hätten wir können wir eventuell seineht. Aber immerhin: Über ihn darf man trotzdem „sc hm utz ige n Fa nta sien“ ein bisschen nachvollz lac hen. Nun jedem Witz steckt ein bis iehen, denn in schen... Grazie, Silvio.

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BERA

TUNG

S P O R T, D U S C H E + J U N G S WAS NUN? Liebe Rainbowline

Ich hatte mich im letzten Jahr ziemlich gehen lassen, bin so meinem Studium nachgedümpelt und sonst viel Gamen und Hängen und Bier dazu. Ich hab gemerkt, dass mir das nicht gut tut und ich hab mich endlich aufgerafft, um aktiver zu werden. Ich habe mich beim FussballClub an der Uni gemeldet und habe angefangen zum Training zu gehen. Nun ist es mir passiert, dass ich beim Duschen einen Ständer bekommen habe (weil einige der Jungs sehen wirklich super aus…), das ist mir sehr peinlich. Und die anderen haben es mich auch spüren lassen, dass es ihnen nicht passt. Die einen haben gelacht, andere haben aber auch zu verstehen gegeben, dass sie keine Schwulen im Team wünschen. Jetzt weiss ich nicht, wie ich mich verhalten soll und ob ich überhaupt nochmals hin will.

Sebastian, 21

Lieber Sebastian Erstmal herzliche Gratulation zu deinem Sprung vom Sofa auf den Rasen! Daran ist bestimmt nichts verkehrt und es würde dir gut tun, dran zu bleiben. Der Ständer inmitten attraktiver Männer unter der Dusche ist ja sozusagen ein Klassiker – und daran ist ebenso wenig etwas verkehrt. Die Jungs, die das locker nehmen (oder sogar ein wenig geschmeichelt sind…), werden dich sicher auch weiterhin im Team haben wollen. Mit den anderen braucht es allenfalls ein klärendes Gespräch. Wenn sie sich ‚belästigt’ fühlen durch deine Erektion ist das noch lange kein Grund, dich als Schwulen zu diskriminieren. Und zwar unabhängig davon, ob du bei ihnen geoutet bist oder nicht. Ich nehme mal an, an eurer Uni sind Diversity und Equality keine Fremdworte, das müsste auch für den Fussballverein gelten. Natürlich ist es nicht einfach, gegenüber einer Gruppe

sich zu positionieren und auf sein Recht zu bestehen. Wenn du ein paar Verbündete hättest und die Club-Leitung oder der Trainer moderieren würden, machte das die Sache einfacher. Vielleicht gibt es ja auch eine LGBT-Vereinigung an deiner Uni, die dir zur Seite stehen könnte? Der Ausgang einer solchen Aussprache im konkreten Umgang bleibt aber offen, und leider wärst du nicht der erste, der auf dem heterosexistischen Fussballfeld geschnitten wird. Dann entscheiden viele Gays, sich einem schwulen Sportclub zuzuwenden (deine regionale Homosexuelle Arbeitsgruppe wird dir solche vermitteln können). Alles Gute! Dein Rainbowline Team Für Deine Fragen melde Dich bei uns unter www.rainbowline.ch oder per Telephon 0848 80 50 80 - LesBiSchwulTrans Beratung und Meldestelle für homophobe Gewalt.

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T A N TCEH TRATS

L A S T B U T N O T L E A S T:

D E R W A H R H E I T. . . . D A S I S TIST SCH WUL, DER BECKHAM CRISTIANO IST HALBSCHWUL UND...

EM während Man müsste mal an einer WM oder gay.ch Werwie t chrif Zeits eine für e der Paus nden Mänsche knut i zwe mit so bung machen, ch wie: Spru m eine mit nern - und dazu noch Bällen!“ „Hier sind die wahren Profis an den tarten inWas die Fussball-Heteros (andere Spor legen ist Tag klusive) da an Homophobie an den ntlich los? doch einfach nur lächerlich. Was ist eigeer im Bett was und hen mac r jede doch Sport kann Sex ist austreibt, das ist ihre/seine Sache - und verbrennt sserdem auch eine Sportart, schliesslich ei. dab man bekannterweise einige Kalorien einfach mal Diese dämlichen Mac ho-Futzis sollen or zeigen, die Klappe halten und ein bissc hen Hum veranstalwie der Beckham: Für die Wohltätigkeitseinem Jahr tung „Sport Relief“ setzte er sich vor en in die in einem Clip mit Komiker James CordGattin da, ‘s Wanne. Und dann ist noch Beckham en „Vanity die in einem Inter view mit der italienischuler Mann, Fair“ erklärt hat: „In mir steckt ein schw Homo-Ehe! der heraus will!“. Voilà. Die führen eine r LeihmutWer weiss, ob die Kinder nicht von eine ist? ter sind und Frau Beckham ein Mann

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r Umfrage Cristiano Ronaldo wurde 2009 in eineTimes“ zum y des britischen Homo-Magazins „Ga nie ein „Sexiest Man Alive“ gewählt. Ich habe die PaNur sen. gele dwo irgen ihm Statement von hat behaupris Hilton ist über ihn hergezogen und der Gute ja tet, dass er schwul ist. Vielleicht ist essen: Eine trotzdem ein bissc hen warm? Nicht verg mer zum Som Leihmutter hat den Ronaldo letzten tan Ricky Papa gemacht... Da fällt mir dazu spon Martin ein. Na? halbschwul Also: Beckham ist schwul, Cristiano ist ties“ ist na„Foo aller Rest und der ganze F**KING ln wir aus türic h klar 100% stockhetero. Gut, löffe sich freidie raus, die noch rühe ho-B Mac dieser uns auf den willig geoutet haben und mac hen wir z nach dem Weg, auf den Weg zur Wahrheit. Gan !“ Motto von Bruce: „Das ist DER Wahrheit ALLE nach Wie? Ganz einfach: Wir senden sie ne“ zufolTschechien. Einem Beric ht von „Welt Onli m kleveeine ge wollen tschechisc he Behörden mit sexuelle homo e nlich män ob en, prüf über ren Test wirksie ob oder n upte beha nur es Asylbewerber en ffend Betre den en würd lich schwul seien. Dabei r gezeigt pornografische Bilder Heterosexuelle Na? und deren „Erregbarkeit“ überprüft. www.gay.ch/blog


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Ausgabe Juni / Juli 2011 Fairplay, unsportliches und sexyness: Die 47. Ausgabe widmet sich dem Thema "Sporty". Dass Homophobie nicht umgange...

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